Nummer 22. Pest««», In» 28. M«t 1899. X Sah erscheint jeden Konnrag. Preit fäv Petlau mit Zustellung int Haut: Vierteljährig st. 1.90, halbjährig st. 2.40, ganzjährig fl. 4.60, mit Postversendung im Inlandes Vierteljährig st. 1.40, halbjährig A. S.80, ganzjährig st. 6.60. — Ei»t»lne Nummer» 10 fr. ScnM(taa| »ab Verlag: «. Masse, H«»pt»l«tz Nr 6. Handschriften »erde» nicht zurückgestellt, Ankündigungen billigst berechnet. — Beiträge sind erwünscht und »ollen längsten! bit Freitag jeder Woche eingesandt werden. Senn unser Clerut, gleichviel welcher Tonsession, erst einsehen gelernt hat, das« die Jenseuigkc^molive an wiri^amkeit von?ag zu lag o-ffkusichll^ch eiabühe», weil ein brennendet Dietseitigkeittbedärfnit die ganze gebildet» Menschheit elementar ergriffen hat, dann wird er sich dieser durchgängigen Frontänderung in der religiösen Zielrichtung der gesitteten Menschheit anzuschmiegen haben, oder er ist uurettvar dem Untergang geweiht, «eil er alt. dann alle Fühlung mit den socialen Kräften der Segenwart eingebüßt hätte und eben damit alle« Einflüsse« aus die Massen verlustig geaa»aea wäre. Mit eine» «eschlcchtr. dat obligatorischen volkSschuwnlerncht genossen hat und politische Tretblätter aufreizendsten Inhalte« verschanzt, ist mit einem Credo, quia abaurdum aus die Dauer schlechterdings nicht auHukomme», Hier kann dielmehr nur noch ein Credo, ut intellipun helfen. L «tti». die sociale Frage, t«Sö. Die Wnsstbotschaft der Nemschösterrrtcher. Dem deutschn, Bolke in Oestereich ist in den Pfiiigfttagen, — an denen wir un» der biblischen Sprachen Verwirrung der Jünger erinnern, — die Kunde geworden, das« von Seite der gemäßigten deutschen Parteien ein Plan für die Eindämmung der slavischen Hochfluth fest-gesteht worden ist; ein Plan der darauf »er-Achtet, verlorengegangene Gebiete de« feindlichen Elemente abzutrotzen, der aber ungeachtet dieser Berzichtleistung im Sinne und Interesse de« StaatSbefiande« vom Angriffe absieht und sich auf die Erhellung der verbliebenen Bestände be-schrSntt. Die aufgestellten Forderungen finden Ueber Ziele und Wege des deutschen Sprachvereines. a«iii>"i>- Der Kampf gegen den uumäßigen und gründ-losen Gebrauch von Fremdwörtern, gegen darin liegende Hintansetzung und Mißachtung der deut-schen Sprach« hat den Au»gang»p»nN und da« erste Ziel de« deutschen Sprachvereine« gebildet und wurde genährt durch den mehr und mehr erwachenden und sich kräftigenden Rationalstolz der Deutschen. Aber er bildet schon lange nicht «ehr da« einzige, ja man tonn sagen, nicht ein-«al da« vornehmste Ziel desselben. Und da« brachte der Kampf gegeu die Fremdwörter noth-lvendiger Weise mit sich. Wer die bequemen, ge-läufigen, aber oft ivenig oder mchtö sagenden Fremdwörter meiden will, muß erst die eigene Sprach« genau kennen, ihren Reichthum fasten und au«nütze« lernen; er ist angewiesen, sich von den AusdruckSmitteln der Sprach« Rechen-schaft zu geven, sich ihre Bedeutung klar zu machen und sie richtig zu gebrauchen. Da« regt unser Sprachbewußtsein an und schärst unser Sprachgefühl; e« macht nn« aufmerksam auf Mängel und Fehler im Deutschen und dadurch gegen solche empfindlich. So liegt in der Aufgabe, die Sprache von Fremdwörtern zu reinigen, zugleich die einge-schloffen, die Muttersprache, wie sie von un« ge-spreche» und geschrieben wird, zu heben und zu bilden. Reine« Deutsch ist nicht nur solche«, da« sich frei von frenidem Gute hält, e« muß auch frei voll Rachläßigkeite», Mängeln und Fehlern aller darum die Zustimmung auch solcher Kreise und Organe, in denen amtlicher Luftzug herrscht, ob-schon sie nahe an Berfassungssragen herantreten und zu ihrer Fleischwerduug die Aufhebung de» versassung«gefährlichen Paragraph«« Vierzehn be-dingen, die Aufrechterhaltung d«S naturgemäßen Zusainmmenha ge« hüben und drüben vorau«-setzen, sowie die praktische Anerttnnnng der Grundgedanken, welche nach schwerem Ringen der Geister und Waffen zur heutigen Staatenorgani-satiou Mitteleuropa« geführt haben. Den durch Jahrzehute lebhaft erörterten Grundgedanken der mitteleuropäischen Gestaltung hat d«r eisern« Reichskanzler in der Folge au«ge-sprochen und verwirklicht: Eine Reorganisation ganz Mitteleuropa« unter österreichischem Primat ist unmöglich, weil die deutsch« Einheitsbewegung, wie sie alle Gemüther in den Landesgebieten de« Norden« und Westen« erregt, sich auf nn intensiv nationale« Staat«gebilde richtet und nur durch ein solche« zu befriedigen ist. Einigung solcher Art kann Oesterreich den Deutschen flicht bieten, da tf in feinem eigenen Innern /da« Bölkergewimmel jener subgermanisck)eii W«tt* birgt, die zu einem von Mitteleuropa getrennten Dasein freilich zu schwach, zu eiuem Ltisqehen lm Diutschchum, aber nicht schwach genug ist. Somit erübrigt nur eine Theilung in zwei große, selbstständige, gleich-berechtigte und v«rbüdete Gruppen: Eiuerseit« ein reinnationaler Reich«körper, gebildet au« den Mittel- und Kle,nstaaten unter Preußen« Bor-macht und anderseit« die hab«burgische Monarchie, Art sein. Wie viel gegen die Reinheit der Sprache in diesem Sinne gesündigt wird, ist schon oft beklagt worden und weiß jeder, der auf unser Schristthnm, da» leider schon in ein arge« Viklschreiberthum au«artet, nur ein wenig aupverkt. Biele sind berufen, doch wenige au«er-wählt, unsere schöne Muttersprache gut zu schreiben. Man zetert mit Recht über viele unserer Zeitungen, die da« Sprachenunkraut üppigst wuchern lassen; die Hast ihrer Herstellung, die zur Feile keine Zeit läßt und der Umstand, das« jeder Sprnchstümper in ihnen, und sei e« auch nur in einer Anzeige, zu Worte kommt, der eitle .Mit-arbeite?- aber gar auf dem unveränderten Ab-drucke seiner sprachlichen Mißgeburt besteht, lassen allerding« die niedrige Stufe, auf die unser Lei-tung«deutsch — mit manche» rühmlichen Au», nahmen — gesunken ist, begreiflich erscheinen, aber deshalb nicht minder beklagenswert, weil unsere Zntungen da« hauptsächliche Lesefutter der Menge sind und aus die Sprachbildung darum von großem Einfluss. Doch ist der Niedergang der Sprach« nicht bloh in d«n Zeitungen, fon-dein allgemein im Schristthum bemerkbar; e» scheint in der Zeit zu liegen, dass die Form hinter der Sache zurückgestellt wird; selbst in unserer neuesten Dichtung, der Welt de« Scheine«, die sie freilich gar nicht mehr sein will, sondern reine Wirklichkeit, hat da« Sachlich« nur mehr allein Bedeutung. Im Kampfe gegen die Fremdwörter gilt e«, die Cultur, die in ihnen ihren sprachlichen Aus-druck gefunden hat, gleichsam in deutscher Sprache sich neu zu erobern — eine Aufgabe, von der die Fremdwörterfreffer auf der Bier- zwar ohne scharf au«geprägte nationale Gestaltung, aber doch unter Führung der deutschen und deutsch-freundlichen Elemente. Dies«» vor länger al« einem Jahrhunderte er« sonnene Programm, da« auch bereit« vor bOJahren in d«r ersten deutschen Nationalversammlung eine Mehrheit für sich sand, hat der größte Staat«-mann de« Zeitalter« thatsächlich durchgeführt. E« stellt die für Mitteleuropa maßgebende Orga-nisationSidee dar; e« hat gute Gelegenheit gehabt, sich unserem Frieden günstig zu zeigen und jeder Deutsche, jeder Oestereicher, jed«r Ungar von staatterhaltendeui Sinne wünscht seine dauernde Bewährung. Mit dieser obersten Organisation«-idee verträgt sich ein sehr weitgehende« Maß ungarischer Selbstständigkeit, weil infolge gleicher Lebentintereffen di« bestimmend«» Gesicht»-punkte für Ungarn« Weltbeziehungen, mit ihr verträgt sich, zum Theil au« ähnlichen Ursachen, auch eine freiere Stellung der österreichischen Polen, mit ihr verträgt sich aber nicht ein slavische« StaatSgebilde im N o r d w e st e n der Habsburgischen Monarchie. Denu ersten« ist e» eine Forderung der Lebensfähigkeit dies«« ganzen Staatensistem«, das« die außerungarische Ländermasse de« hababurgischen Reich«« doch noch irgend einen größeren Kern ein-heitlichen, da«heißt, w»edieDinge nun einmal liegen. — überwiegend deutschen Charakter« besitzt, zwei-ten« aber nimmt insbesondere die wichtige Nord-westprovinz Oesterreichs, das Kronland Böhmen. dank wohl kaum eine Ahnung hab«n; neben diesem äußern Feinde gibt e« aber noch einen inner», nicht minder gefährlichen zu bekämpfen. daS ist die Gleichgiltigkeit, Rachläßigkeit und Sorglosigkeit in der .Handhabung der Mutter-svrach«. die Schwäche und Unempfindlichkeit de« Sprachgefühles. Auch diesen Kampf hat der deutsche Sprachverein aufgenommen, so dass das Ziel seiner Bemühungen darin gipfelt, die deut-sche Sprache von allem, wa» sie entstellt, sei e« fremd, fehlerhast oder unschön, zu reinigen. Wieder erhebt sich ein Bedenken: wo ist im Sprachgebrauch« die Genze zwischen Richtig und Unrichtig, Schön und Unschön zu finden, wo zu ziehen? Persönliche Willkür darf nicht entscheiden und der allgemeine Sprachgebrauch übt seine HerrschastSrechte unb«kümmert um jene Unter-scheidungen. Dass die Sache schwierig ist und man nicht gesetzgeberisch, nicht unduldsam, son-dern mit weisem Maße und behutsamer Borsicht vorgeben und die Rechte eine« festen Sprachae-brauche« wohl beachte» müsse, ist klar. E« lassen sich nicht feste Grundsätze aufstellen, die da« Ber-fahren für alle Fälle regeln: einem durch da« Lesen der besten Schriften wohlgebildeten Sprach-gefühle w«rd«n wir noch am meisten Berttauen schenken dürfen. Jedenfalls aber erfordert und verdient die Sache die Mitarbeit vieler, sehr vieler und gerade der Besten. Darum öffnet der Sprachverein die Spalten seiner Zeitfchrist jedem, der in sprachlichen Dingen etwa» zu sagen hat und je allgemeiner die Theilnahme an seinen Be-strebungen ist, desto mehr Gewähr der Richtig-reit erhält seine Arbeit. eine derartige georgraphische Lage ein. das« ein an dieser Stelle Mitteleuropa« befindlicher Körper slavischen Gepräg«« sich al« Herd der Beunruhi-gung für da« aanze mittelrropSische Gebiet er-weisen mus»te. WaS dieser böhmische Boden für Mitteleuropa bedeutet, kann keinem Politiker un-klar sein. Im 17. Jahrhunderte haben dreißig-jährig« BernichtungSkämpfe von diese« Bl^en ihren Au«aa»g genommen und ia de» deutschen Sgemonenkriege» de« 18. nnd IS. Jahrhundeute« d die größten Entscheidungen auf böhmischer Erde gefallen. WaS wird man dort im 20. Jahr-Hunderte sehen? Nur die österreichische Regierung scheint von diesen Dingen nicht« wissen zu wollen, denn sie schafft, vor allem ihre Unterricht«politik, alle Borautüctzungcn. damit auf diesem gefährlich«« Punkte ein Slavenstaat entsteht und sie richtet demselben auch noch womöglich ia d«r Rachbar-schaft einige .Reb«nländ«r'' her. Sie züchtet von der untersten Stufe de« Unterrichtibaue« bi« zur höchsten ein in sich abgeschlossene«, den übrigen Reich»bewohnern entfremdete« BolkSthum h«ron und dab«i schmeichelt man sich, wunderbar« Bürgschaften für den Staat gewonnen zu haben, wenn sie durch eine Verordnung schließlich von einigen wenigen dieser exclusiv Erzogenen eine gewisse Kenntnis der Staatssprache begehrt. Allenfalls ein Sprachrneister ober kein Staat«-mann kann glauben, das« e« sich hier um die Kennt-ni« einer Sprache dreht. Die Gefahr für den Staat liegt in der Abschließung eine», ganzen BolkeS. durch dieAbschließung seineSBildungSwesenS. Seine Jugend durchschreitet ihren BildungSweanur mehr im engsten Kreise der Volksgenossen. Von seinen BildungSanstalten ist jeder andere StaatSange--hörige al« Schüler wie al« Lehrer ferngehalten; die Freizügigkeit österreichischer Staat«bürger gilt hier nicht. Einscilia und lo«gelö«t von der übrige» StaatSgenossenschast betreiben Lehrende und Ler-nende ihr Handwerk, jede UnterrichlSanstalt stellt da» Slaventhum für sich dar. Da« gibt Ent-wicklungSbedingungen, die nachwirken in den jugendlichen Seelen, da» schasst gute Grundlogen für einen Staat im Staate. Und so wächst denn eine Generation auf von der Bolk«schule an durch die Mittelschule hindurch bi« zum Abschluß d«r Hochschule den Berührungen entzogen, welche sie mit der Ideenwelt de« übrigen Mitteleuropa verknüpfen konnten, eine Generation, durch-tränkt von der gesammelt«» Krast de« Rationa-liSmu». Diese« Geschlecht hat in seiner Betrachtung der Gegenwart, wie der Zukunft nicht» mehr ge-mein mit den Anschauungen der germanischen Bewohner Mitteleuropa« uad nicht« waltet leb-basier in ihm al« da» finstere Bewußtsein eine« Interessengegensätze« zum Deutschthum und Ungar-chum. Es hegt ganz andere Liebling«gedanken al« den der centraleuropäischen Gemeinsamkeit. Die Zersprengung der heutigen Organisation Mitteleuropas ist sein Ideal, Böhmen soll der Pfeiler werde», nach dem die östlichen und die westlichen Feinde der beiden verbündeten Reiche ihre Brücken schlagen, da» soll die geschichtliche Sendung Böhmen» sein und dazu braucht man den böhmischen Staat, dazu die Unterdrückung der Deutschen im Lande. Bon ihrem Standpunkte haben diese Politiker Recht, wenn sie eine solch« slavisch« Ausbreitung und eine solche Verdrängung der Deutschen al« nöthig ersinne», denn ihr Nationalstaat muß. um den Endzweck aller tschechischen Politik zu erreichen, bi« auf die Dammhöhen der Nordgebirge und de« Böhmerwalde« da« Land in voller Gewalt haben, nur dann bildet er wirtlich jene slavische Festung in Mitteleuropa, jene« „Trutz-Deulsch-land", von dem auS sich der erträumte dynamische Beruf Böhmen« ausübe» läßt und nur dann können sich die heißen Hoffnungen erfülle», die von tschechischer Seite, bei russischen Panslavisten und bei französischen Revanschepolitikern genährt werden. Da» sind so die Zukunst»pläne, mit denen sich die gefammte tschechische Partei trägt und man kann in ihr nur unterscheiden zwischen Ber- tretern. die diese Richtung der Gedanken allerort« ehrlich eiugestehen und solchen, welch« sie aelegent-lich verläugnen, Aber auch der Ianuikopk der letzteren wird keinen täuschen, der sehe» »ill und nur darüber mag man sich wundern, das« bi» heute österreichische Regierungen gefunden werdeu konnten, die »n solche treibende Strömungen eine ganze Bolk«erziehu»g hineingestellt haben, die in Benennung der gerechten deutschen Ansprüche und deren historisch« Begründnng der slavischen Begehrlichkeit willfähriges Entgegenkomme» zeigten. E« läßt sich ein gewisser Gleichlauf der Ent-Wicklung im Norde» u»d im Süden de« Reiche« beobachten. Auch die gegen Mittag wohuenden slavischen Stämme sind heute den Tschechen in der Entdeckung von historischen Aufgaben nur w«nig zurückgeblieben, unter denen wohl die nächste darin bestehen soll, allen nicht slavischen Elementen de» Weg nach der Adria möglichst zu verlegen. Wenn nun im Süden da« öffentlich« Erziehung«-wesen nicht gauz so «»«schließlich und nicht auf allen Stufe., dem Nationalismus ausgeliefert ist, so erscheint die österreichisch« Regierung wahrlich unschuldig daran. Vielmehr hat die völlige Unmöglichkeit, bei dem niedere» Entwicklungsstände der betreffenden Sprachen eine solche Auslieferung in allen Beziehungen durchzuführen. bi«her zu einer zurückhaltenderen Sprachen- und Unterricht«-Politik gezwungen, denn soweit überhaupt ein Spielraum gegeben schien, hat die Regierung seit Iahren auch hinsichtlich der südlichen Provinzen dargethan, das« in Oesterreich Bildung«- und StaatSintereffen federleicht wiegen gegenüber d«n formalistischen Anforderungen. wie sie die Ped-unten der slovenischen Nationalitätsidee zu erheben pflege». So hat man im Norden und im Süden de» Hab«burgerreiche« die Sprachenpolitik, die sich naturgemäß in der Unterrichtspolitik kristalisirt, auf den Kopf gestellt. Eine naturgemäße Ab« grenzung de» BesitzantheileS. welcher am öffentlichen UnterrichtSwese» dem Staate und den ein-»elnen Nationalitäten gebührt, mußte doch zunächst so vor sich gehen, dass man vor allem klar stellt, was der Staat uicht entbehren kaun, wa» er sich für da» Bedürfnis des He«reS, der Verwaltung, deS Verkehre» nnd der Bewirtschaft vorbehalten mus«. Erst nachdem diese» Au»maj» be-rechnet und vom Ganzen abgezogen ist. hat man die Kennt ni» gewonnen, wie viel Raum ohne Schädigung de« StaatSzwecke» der ein»,l»e» Rationalität überlassen werden kaun, und diesen soll man ihr dann allerding« auch voll gewähren, in einem Staate, in dem eine auffassungsfähige Hauptnationalität fehlt. In Oesterreich aber wurde bisher umgekehrt verfahren. Man gab planlo« und mit vollen Händen den einzelnen Nationalitäten Stück für Stück hin, wobei jede Concession die Mutter einer nenen Forderung wurde. Ob schließlich dem Staate ein Rest übrig bleibt und wie er sich dann behelfen mag. dar-nach ist gar nicht die Frage. — Roch hören wir darum vorerst nur die Bot-schast, noch ist diese vorderhand nicht mehr al« «ine solche. Es ist nicht abzusehen, ob die ausae-stellten Forderungen alle erfüllt werden, die schüchtern einer au«drücklich betonten Staatssprache au« dem Wege gehen, wenn wir auch hoffen dürfen, dass die Bäter und Berkündiger der Pfingst-botschast die Lebenslage derselben treu behüten, die Bekämpfungen tapfer zurückschlagen werden. Schon züngelt eS heftig dort und da bei den Gegnern auf und kündet heißen Kampf. Heil und — Sieg! Gemeinderathssitzung. Zur ordentlichen Sitzung am 2b. d. M.. nachmittag» 3 Uhr war folgende Tagesordnung ausgegeben worden: 1. Verlesung de« Protokolle« d«r letzten Sitzung. 2. Mittheilungen. 3. Beschaffung von Einrichtung«stücken für die 6. Classe de» Landesgymnasium». 4. Gesuch d«« deutschen Turnvereine« um Überlassung eine« Platzes. ö. Lach Simon: Gesuch um Mautbesreiung. 8. Antrag auf Urnwaudlung de» Darleihen» der städt. Sparcasse pr. fl. 70.000. 7. Baugesuch des Anton S ch « g a. 8. Ansuchen der Militärbauabiheilung Graz um Anschaffung einer Feuerspritze für da» Ecrasttmagazin 9. Ansuchender Kirchenvorstehung ziun hl. Georg um Beitrag zur KirchenbeleuchtungS-Ei». richtung. 10 Bertrag«entwurs. bezüglich Wegherstellung beim LaodeS-Siechenhausc. 11. Allsällige«. Sodann verttauliche Sitzung. Vorsitzender: Herr Bürgermeister J.O r n i g. Anwesend die Herren Gemeinderäthe W. B l a n k e. I. Kasimir, H. Kersch«, I. Köllenz. I. Matzun. Jg. R v ß m a n n, A. Sellin-schegg, I. Steudte, H, Strohmaier. Dor. T r e i t l. Schriftführer: AmtSvorstand Herr Arthur Eberhartiuger. Erledigung. 1. Die BerhandlungSschrift über die ordentl GemeinderathSsitzuvß am 17. v. M. wird gen eh-migend zur Kenntni« genommen. 2. a) Mit Note de« k. k. Lande«schulratht« von» 22. April wird der Bürgermeister al» Bor» fitzender de« Stabtschulrathe« verständigt, das« die Functio»«dauer der gewählten Stadtschul-rath»«itglieder am 80. September d. I. abläuft, weshalb bis dahin die iu die Sladtichull'ehvttc feiten» der Gemeinde entsendeten Persönlichkeiten namhaft zu machen wären. Die Angelegenheit wird noch vertraulicher Berathung aus die Tagesordnung der nächste« Sitzung gesetzt werden. d) Eine Rote de« Lande«auSschusse« über-läßt e« dem Gemeinderalhe, dem Gymnafialdirector entweder eine gleichwertige Wohnung oder da» normierte Ouartiergeld zu bieten, da wegen de» nöhigen Zaubaue« die bitherige Director«wohnu»g eingezogen werden muß. Der Borsitzende theilt zu« Gege»s«ande mit, das» mit Hr. Dir. T f ch a n e t wegen de» Übersied-lu»g»termines und de« aesetzlich festgestellte» Onar-tiergeldeS auf persönlichem Wege Einigung her-gestellt »st. Der Bürgermeister erinnert a» da« Ableben de« greisen und gefeierten OberlandeS^GerichtSpräsi-denteu i. R. Dr. I. R. von Was er. der al« Pettauer die Ehre hatte, seine Vaterstadt im ReichSrathe zu vertreten und der Ehrenbürger von Pettou war. Bei seiner Anwesenheit al« Land-lagSabgeordneter hatte Herr Bürgermeister Josef O r » i g Gelegenheit, namen« der Stadt zu con-Volieren. — Der Gemeinderath erhebt sich von den Sitzen. Eine Abordnung de« Gemeinderathe«, be-stehend an« den Herren Bürgermeister O r n i g, BiceBürgerrneister Kaiser und Gemeinderath Kasimir wird demnächst dem jüngsternannten Ehrenbürger von Pettau. Sr. Exc. Herrn Mar-qui« Olimer deBacquehemdaS Ehrenbürgerdiplom überreichen. Weiter« theilt Herr Bürgermeister mit. das« man den bi«herige» Badmeisler Krivetz. der geprüft und mit der Kesselwartung vertraut ist, vorderhand i» den Betrieb de« städtischen Waffer-aaSwerke« einführen läßt, um denselben dann als GaSmeister in Verwendung zu nehmen. Für Er-satz in der Badeanstalt wird gleichzeitig ge-sorgt werden. Herr Bürgermeister macht weiter« Mitthei-lungen über da« Erträgni« der neuen Schlacht-hauianlage, welche« befriedigt. Der Sparkasse, dem Vorschußvereine und dem deutschen vereine wurde zugestanden, die Ga«installierung«kosttn mit ZinsendiScontierung sofort »u erlegen, so das« sich al« Zinsfuß 3 6°/, «gen die v«r«inbarten 5% für 10 Jahre ergibt. Über Antrag deß Herrn Gemeinderathe« Sel- liuschegg wird diese Zahlung«weise nach Wunjch sämmtlichen GaSabnehmern zugestanden. Für ein Pferd be« städtischen Fuhrwerke«, da« demnächst zur Autmusterung kommt, mußte a»gesicht« der kommenden Baufuhren rechtzeitig sür Ersatz gesorgt werden. 3. Berichterstatter Gemeinderath Matzun beantragt, die augesuchte Beistellung von Bänken. Tafeln lammt Gestellen und Lampen für die zu errichtende S. Gymnasialclasse zu bewilligen. Die Neuanfertigungen. Beistellungen au« dem stSdt. Inventar, sowie die Aufstellung zweisitziger Bänke wurden bewilligt. Weiter» theilt Herr Bürgermeister mit. das« der LaiideSauSschuß die Baufrist für den Bymuasialzubau vom September bi« De-cember verlängert hat. Herr Bürgermeister hat sich in gewohnter Weise die Mühe nicht verdrießen lassen, mehr al« ein Halbdudend auf den Zu-bau bezüglicher Pläne durch den in Schulbouten besonder« erfahrenen Ingenieur Schwarz im Lande«bouamte überprüfen zu lassen und verheißt darum ein vollkommen zufriedenstellendes Werk. 4.BerWerstat: Hr. Gemeinderath8 ratzer. Der Turnverein ei^uckte um Überlassung und Adap-tierung eine« uvverbauten Platze« zwischen der .Schießstätte" und Gasansialt al« Turn- und Spielplatz für den Fußball. Die Section bedauert, da» Ansuche« tvegen Anlage de« geplanten städt. Sägewerke« vorläufig abweisen zu müssen. trr Gemeinderath Herm. K e r s ch r nimmt r Sache warm an. erklärt den Platz hinter der Knabenschule für den gewünschten Zweck al« räumlich nicht ausreichend und ersucht um Einflußnahme, den sogenannten kleinen Exerzierplatz in der Kartschvwina zugänglich zu machen, wa« al« außer der Einflußnahme de« Gemeinderath«« liegend bezeichnet wurde. 5. Berichterstatter: Hr. Gemeinder. Blanke. Über Antrag der Sektion werden dem Simon Lach die mautfreien Fuhren nicht zugestanden. k. Hr. Bürgermeister berichtet, das« da« letzte Stadtanlehen im Betrage von 170000fl.. au« Pfandbriefen im Betrage von 100.000 fl. zum Zinsfüße ♦V*'/« besteht und das« der Rest pr. 70000 fl. zu 4«/,#/« verzinslich ist. Durch eine Eonver-tierung auf einen um lL'/t geringeren Schuldtitel würde die Gemeinde jährlich 250 fl. er-sparen, wa« nun erreichbar ist, nachdem die Ge-meinde durch die städtischen Neuanlagen die Grundlage sür den Hypothetarcredit erweitert hat, wovon sich die Vertreter der steierm. Sparcasse persönlich überzeugt haben. Der Gemeinderath er-theilt zur vortheilhasten Finanzaction seine Zu« stimmung. 7. Berichterstatter: Gemeinderath Hr. S t e u d t t. Da« Baugesuch wird wegen commissionell er-hobener sanitärer Bedenken abgewiesen, da e« sich um eine» Stallbau in einem Hofe handelt. K. BeriMerstatter: Gemeinderath Herr Earl Kasper. Die Erfüllung de« Ansuchn,« um Beistellung einer neuen Feuerspritze wird abge-lehnt, aber die Wiederherstellung zweier Hydro-nette» zugesagt. S. Berichte rsi alter Herr Gemeinderath Josef K o l l e n z. Der Herr Probst und Gtadtpfarrer richtet unter Würdigung der städtischen Schv-pfunge» die Bitte um Zahlung«erleich/,11 Uhr Bormittag, wonach sofort mit der Aufstellung de« Festzuae» begonnen wurde. Die Witterung, welch« sich bet Ührcnhausen besserte, war die denkbar günstigste und bei fr«undlich«m Sonue»scheinko»ute sichd«r Festzug in vollster Pracht entfalten. Die große Anzahl von Vereinen mit ihren Fahnen im wohlgeordneten Zuge boten ein freundliche! Bild. Den Höhepunkt der Begrüßung, welche tat Sängern auf ihrem Marsche zutheil wurde, »ach dem reichen Blumenregen. welcher au? jedem Fenster alt inniges .Willkommen' von der deutsch«» Bewohnerschaft unserer lieben Hauptstadt den Nisten zufiel, erreichte der Aufmarscham Haupt» platz, wo Herr Bürgermeister Dr. Graf die Ansprache hielt und die gesenkten Fahnen durch zarte MSdchenhände mit den Erinnern tig«bSndern geschmückt wurden. In voller Begeisterung erklang au« taufenden von Kehlen der BundeSwahlspruch. Darauf strömten al« Au«druck der frohgeschwellten deutschen Brust, gleich einem Sturmgebrause, die Tonwellen der „Wacht am Rhein" dem blauen Ätherzelte zu. den Widerhall an den deutschen Mauern und in taufenden deutscher Herzen weckend. Dem ehernen Sänge folgten taufende und aber taufende von Heilrufen, da« Schwenke» reichgefchmücktec Fahnen; unsere mit einem allseit« begrüßten Kornblumenstrauße. Kurzum alle« war von überwältigender Wirkung. Nachmittag« 3 Uhr begann da« Fest im Parke der Jndustriehalle, welche« von weit mehr denn 10000 Personen besucht war; an Tischen, Bänke» und Sesseln, sowie EsSwaren herrschte Roth, wa» bei solch einem Andränge wohl begreiflich ist. Drei Musikkapellen spielten, verschieden in ihrer Güte, heitere Weisen. Die l^sangvorträge be» begannen um 4 Uhr; e» ist wohl selbstverständlich, das« man Über die Leistungen derfelben eine nicht zu streuge Kritik üben darf, ja e« muss aner-rannt werden, das« sich viele Bereine des! ßigten, Gute« zu leisten. Doch um mit Erfolg im Freien u singen, gehört vorerst die Erfüllung gewisser Vorbedingungen, welche von dem Festausschüsse nicht in dem Maße erfüllt wurden wie die Mit-glieder de« Bunde« selbe zu beanspruchen berechtigt sind. Diese primitive Bretterbude, welche die Be-Zeichnung Sängertribüue führte, diente weder zur Verherrlichung de« Feste«, noch entsprach sie der Würde, welche einem vundesfeste innewohnt, ja man hat bei dem Baue derselben nicht einmal da« Minimalste au« der Lehre der Akustik berücksichtigt. E« wirkt gewis« nicht fördernd für die gesangliche Bildung der Gesangvereine, w«n« die oberste Leitung de« Bunde« und der Fest-au«schuß, die Ideale beiseite schiebend, von ihrer Höhe herabsteigend, der — Wohlfeilheit die Hand reicht. Wir hoffen, das« beim nächsten Bunde«-feste die Scharte ausgewetzt wird und halte» die oberste Leitung insolange für verpflichtet. Schreiber dieser Zeilen hat so manche Bund^seste mitge-macht, aber das« z. B. die Gesammtchöre auf „der grünen Wiese" gesungen werden, da« war noch nirgend« geboten worden. Nachdem aber auch die Tage«länge begrenzt ist. konnte da« au« 26 Rummern (in Wirtlichkeit aber 30 Liedern) bestehende Programm nicht beendet werden und folgte desien Fortsekung beim Sommers«, bei welchem auch unser Männergesangverein mitwirkte. Die übervolle Jndustriehalle in ihrem Schmuck bot ein sehr hübsch bewegte« Bild. Die Leistungen der Gesangvereine waren von besserer Wirkung al« beim Parkfeste. Unser Gesangverein, welcher die silberne Medaille für seine Treue, welche er durch mehr al« 3b Jahre dem deutschen Gesänge widmete, erhielt, vertrat seine Baterstadt auf da« ehrenvollste. Der Vollgesang „ Morgen i m Walde " von Hegar, sowie der Vollgesang mit Tenorsolo.Am sonnigen Rhein" waren hervorragende Leistungen. Herrn Blanke, welcher da« Solo sang, wurde lebhafter Beifall zutheil. Unserem tüchtigen Chor-meifter Direktor Hän«gen, sowie den streb, samen Sängern alle Anerkennung. Zum Schlüsse wäre e« der Bundesleitung zu empfehlen, bei dem nächsten BundeSseste auf die Wahl der Lieder, sowie auf die Zusammenstellung deS Programme« mehr Einfluß »u nehme», ebenso eine Minimal-zahl der au«übenden Mitglieder für die auf-tretenden Vereine zu bestimmen und welchen von solchen Einzelnvorträge gestattet sind. L I i < ^«» ■'' s MK \3! m ■ ■ - m Die Schönheit der Damen wird erreicht durch: H ds» beste unschädlichste Schrtn-- ' __r. . heitsmiltel *on überraschender MMsaiiiM Wirkun| ! Flasche fl. 1.60 färbt dunkles und ungleiches . Hur in 2 bis 3 Tagen schön 6.ltfwmWgoldbloDd , fjJ£ färbt jedes graue Haar liess dauerhaft, waschecht, na-tslrl. schwarz, braun und Haarflrtaalttel blond in wenigen St absolut unschädl. 2. Fl. fl.2.60. befreit den Haarboden v. Dr. Snmty't Schuppen, befördert den SclifEwwaaier Haarwuchs in aberrasch. Weise. 1 Flasche £ —.00. Alle DamenapeckJItflten in grosser Auswahl. WliD, l C |/ra»| Budapest, B&ckerstraaae 20. 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Blanke, Pettau. |!T5T»TSlWf»l»T»Y51«f»T!T«T»¥«T»¥«¥»T«¥»TS¥5T5Til»liTe¥i!i>F»¥» Neitage zur 25eitvtttg Qtrlag vor ». BUnl« t» Pettau. MMOMMMHM '! - ^ Ä/ MWW Der Pflegesohn. ArjShluog von Wilhelm Appelt. J t iiKaitbnirf Mrbot«*.) aS war in der Mitte der achtziger Jahre des vorigen Jahr» hundert». Die Turmuhr des kleinen Landstädtchens hatte soeben die vierte Rachmittagstunde verkündet. Kaum war der letzte Glockenschlag verhallt, erklang au» mehr als hundert jugendlichen Kehlen hell und siege«» freudig da» .Amen" des Schlußgebetes, da» Ende des Unterrichte» verkündend. Die Kinder hatten Mühe, ihre Freude nicht in lau« ten Jubel ausklingen zu lassen, blickten doch der tiefblaue Himmel und der goldigste Sonnenschein freundlich lachend in die dumpfe Schulstube herein. Bald darauf befand sich der Lehrer Wilhelm Arendt ganz allein im Schulzimmer, während die Kinder, wie ihnen geheißen worden, paarweise am Wiesenrain dahinschritten und zwar so fein und ehrbar, al» könnten sie kein Wässerchen trübe«. Als sie jedoch ein Hohlweg aufnahm, wohin ihnen die Äugln des Leh-rer» nicht zu folgen vermochten, stimmten sie plötzlich ein wilde» Jndianergeheul an und in tollem Jagen und Balgen rasten sie gleich darauf in fast unentwirrbarem Knäuel dahin. Der Lehrer aber hatte längst anf seine ihm anvertraute jugend liche Herde vergessen; er stand am Fenster und blickte träumerisch tief hinein tu die wonnige Frühlingspracht. Al» seine Augen dann auf einem kleinen, ziemlich am Ende de» Städtchen» gelegenen Hause hasten blieben, da» von einigen Obstbäumen umgeben war, die e» mit ihrer Blütensülle fast ganz verhüllten, da wahr e» ihm, al« umziehe auch ihn duftersüllte FrühlingSluft, welche draußen kosend Blätter und Blumen umspielte, umfaßte da» uuscheinbare Gebäude doch alle», was er Liebe» ans Erden besaß. War er auch nicht darin geboren, so war e» ihm doch zum Baterhause geworden, denn der Schneidermeister Johannes Burgmann, welcher darin wohnte, hatte an ihm wie der beste und zärtlichste Bater gehandelt, obwohl er nicht sein wirklicher Bater war, und in dessen Tochter Marie, die nun in holder Lieblichkeit einem wonnigen Maientage glich, hatte er eine gute Schwester gefunden. Al» er nun so an diese Schwester dachte, begannen seine Wangen in Hellem Purpur zu erglühen, während ein glückliche» Lächeln seinen Mund umzog. So heiß und innig konnte aus dem ganzen Erdenrund kein Bruder seine Schwester lieben al» er diese. Ja, er war ihrethalben sogar zum Dichter geworden und hatte in süßen Liedern ihre Schönheit besungen, dieselben jedoch sorgsam vor der Welt verbergend, am allermeisten aber vor der, welcher sie geweiht waren. Da gab e» keine leuchtenderen Sterne als ihre blauen Augen, keine zaubervolleren Rosen al» die. welche auf ihren Wangen blühten und kein süßere» Lippenpaar al» da« ihre. Al» er in seinem sehnsüchtigen Denken eben bei letzterem angelangt war, verließ er schnell da» Fenster und gleich darauf saß er wieder an seinem Schreibtische, seine Dichtkunst abermals der geliebten Schwester weihend. Die Zeilen stogen nur so dahin, sich rasch zu Strophen reihend, und Reime umgaukelten ihn gleich bunten Schmetterlingen, so daß er nicht nötig hatte, denselben im Schweiße seines Angesichtes mühselig nachzujagen. Während wir den jungen Mann seiner Dichtkunst überlassen, wollen wir un» inzwischen mit seinen bisherigen Lebensschicksalen besassen. Bor ungefähr zehn Jahren hatte eine Seiltänzergesellschcistda» kleine Landstädtchen heimgesucht. Es waltete jedoch kein glücklicher Stern an diesem Orte Über dem vagabundierenden Volke, denn schon bei der ersten Borstellung fiel der Seiltänzer Arendt, die beste Kraft der Truppe, als er mit verbundenen Augen, einen «chnbkarre» führend, auf dem Seile dahinschritt, von demselben herab, mit gebrochenem Halse tn» liegen bleibend. Kaum hatt« man ihn in dem einsamsten Winkel des Fried» Hofe» verscharrt, zog die Bande wieder weiter, die Witwe de» ver> nnglückten Seiltänzer» mit ihrem einzigen Kinde, einem Knabe» von ungefähr zwölf Jahren, der sich trotz der Aufforderung mit» zuziehen nicht von feiner sterbenskranken Mutler trennen mochte, zurücklassend. Die arme Frau, welche einst bessere Tage gesehen und au» einer achtbaren Familie stammte, war einem unheilbaren Lungenleiden verfallen, dem sie iu kurzer Frist unrettbar erliegen mußte. Ein gütiaeS Geschick hatte, nachdem die Seiltän verbände da» Städtchen verlassen, ihre Schritte dem Hanse des Schneider« meifter» Johanne» Burgmann zugelenkt, den sie mit leiser, ge» brochener Stimme anflehte, ihr samt ihrem Kinde ein Plätzchen in einem Schupfen oder im Stalle zu gönnen, damit sie wenig-sten» ruhig sterben könne. Der mitleidige Mann wie» ihr das freundliche Hinterstübchen an, wo ihr ein gutes Bett ward; aber auch die nötige Kost und Verpflegung ließ er ihr angedeihen und sorgte sogar stir ärztliche Hilfe. Den ganzen Tag über saß ihr Sohn, der zwölfjährige Wilhelm, an dem Bette der geliebten Mutter, welche ihm von Zeit zu Zeit zärtlich die Wangen streichelte. Sie würde friedlich hinüber ge-ichlummert sein, wenn sie ihren Sohn nicht schutzlos hätte zurück-lassen müssen. Welch tiefes Leid hatte sie seinetwegen schon er-duldet, wenn sie sah. wie sein roher, jähzorniger Bater ihn bei j dem kleinen Fehler, den er bei seinen gefährlichen Nebnngen be-t>ng, ans das grausamste mißhandelte, ihn blutig schlug und an d»n Haaren hernmzerrte Die» war denn auch die Ursache gewesen, d, ß ein jeder Funke von Liebe zu dem ihr einst so teuere» Manne bei ihr erstarken war und sie sein plötzlicher Tod gänzlich gleich-gültig gelasien: sie betrachtete denselben sogar als ei» Glück für ihr arme» «i»d. Ruhig hatte sie in de» letzten Jahren ihren Mann seine halsbrecherischen Künste auf dem ©eile vollführen sehen, ohne daß ihr Herz dabei in Wallung kam. Als aber ihr Sohn es zum erstenmale betreten mußte und er ihr noch einen hilseflehenden Blick zusandte, bevor er seine gefährliche Wanderung antrat, da war e« ihr. als müsse sie vor namenloser Angst und Lual vergehen. Trotz allem irren Wanderleben hatte sich ein inniges und reine» Verhältnis zwischen Mutter und Kind herangebildet, und eifrig war sie bemüht, den Samen de» Guten in feine junge, empfängliche Seele zu pflanzen. Aber nicht nur eine gute Mutter, sondern auch eine eifrige Lehrerin wurde sie ihm, die eine jede freie Stunde dazu benützte, ihn im Lesen, Schreiben nnd Rechnen zu unter-richten, so daß der Knabe, da die Bildung der Mutter eine sehr gute war, bei seinem Wissensdrang? schöne Fortschritte machte. Nun hegte die Totkrauke nur noch den Wunsch, ihr Kind dem vagabundierenden Lasterleben zu entreißen. Angstvoll flehend be-gann sie deshalb, als sie fühlte, daß ihr Ende Herannahe: »Wil« Helm, versprich es mir. kein Seiltänzer zu werden, meide das Bagabundenleben, in dem D.ine reine Seele zu Grunde gehen müßte! Lieber durchziehe bettelnd das Land, eine» jeden Hand-werker dämm anflehend, Dich in die Lehre aufzunehmen! Aus meinem Sterbebette gelobe es mir. «ach meinem Tode nicht der wilden Bande nachzuziehen! Wenn Du meine Bitte erfüllst, wird mein Segen Dich gewiß zum Glücke führen!" Feierlich versprach der Knabe, wa» die Mutter vou ihm ge-fordert und wurde nicht müde zu versichern, daß er immer ein guter, ehrlicher Mensch bleiben wolle. .Mutter, dafür mnßt Du mir aber auch verspreche«, mich nicht zu verlassen! Nein, nein, Du darfst mir ja nicht sterben!* Nach diesen Worten, welche wie zweischneidige Schwerter das Herz der Mutter zerwühlten, preßte der Knabe laut aufschUlchzend sein Gesicht an ihre Brust, aus welches perlengleich ihre Thränen niederrollten. 86 4- unzwtckiilitzigcin KHumtnkrcli. Aber des Schneiders siebenjährige Tochter Marie, die stunden' laiig im Zimmer der Kranken »»brachte und auch nun aus einem Bänkche» in eine»» Winkel iaß, bega»» Über das Leid der Armen bitterlich zu weinen. Gleich darauf schlich sie nnbrmerkt zur Thür liiiiau», den Pater aussuchend, der bereit» seit zwei Jahren Witwen war. Unter Schluchzen erzählte sie ihm, wa« bei der Kranken vorgefallen nnd dann begann sie um die Erfüllung eines theuere» Wunsches zu bitten, den Knaben betreffend. Da ihr Vater sich ansangs dagegen sträubte, streckte sie ihm endlich flehend dir gefalteten Hände entgegen. Da war eS plötzlich, als er gerührt auf seine in Schmerz anfgelöste Tochter nieder-blickte, als habe ihm ein Engel des Himmels eine Botschaft Gottes über-brach». Zärtlich zog er sie zu sich em-vor au seine Brust, ihr schalthaft et-was ins Cljr flüsternd. Da schlug sie unter Jubeln und Lachen ihre Aerm-chen um de» Hals des guten Baters nnd wnrde nicht müde, ihn zu herzen und zu küssen. Zum ersten Male wurde da den« Schneider so recht klar, da« die liebliche Schönheit Mariens wohl ein gütiges Geschenk des Him-mels sei, die reiche HerzenSgüte aber, die sie vo» ihrer verstorbenen Mutter geerbt, ein unendlich höherer Schah; er fühlte sich glücklich darüber, ein so liebes, mildgesinntes Kind zn besitzen. Bald darauf, als die Kranke ge-rade einen Augenblick allein war. trat der Bater mit der kleinen Marie in das Zimmer der alten Iran, mit der er viel zn verhandeln hatte. Als rr endlich damit zn Ende war, leuchtete» dir Augen der Todkranken gleich wie der lichte Sternen-Himmel nnd ein Strahl überirdischen Glückes verklärte ihr Gesicht. Bevor der Schneider es hindern konnte, hatte sie icine beiden Hände ergriffe», dieselbe» mit heißen TankeSthränen nnd innigen Küssen bedeckt. Und als sie erstthr, das, sie dem lieblichen Mädchen diese hohe Freude verdanke, zog sie desieu Köpf-chen in namenloser Innig-keit sanst an ihr Herz, wäh-rend sie ihre Hand segnend ans der reichen Fülle des gol-digen Haares ruhen ließ, die das reizende Kindergesicht umrahmte. ,.?» g»te Frau, ich will Wilhelm aber auch vo« gan-zem Herzen lieb habe»!" sprach die Kleine i»»ig. Da war e«, als führe ein Seherblick de» Geist der kaum noch in dieser Welt Weilenden weit hinein in ferne, zukünftige Zeiten, die sie nicht mehr schaue» sollte. Plötzlich vermeinte sie, sie befinde sich in einem hohe» Dome, de» reicher Lrgel-tla»g dnrchzog. Und da sah sie au dein im Lichterglauze erstrahlenden Altare ein jnn-geö, schönesBrantpaar stehen. In dein Bräutigam schien sie ihren Wilhelm zn erkennen. zur stattliche» Männlichkeit herangrreift; aber anch die holde Braut war ihr so be- kanut, ohne daß sie sich völlig darüber klar wnrde. Gleich daraus erfaßte sie das Köpfchen des kleinen Mädchens nnd blickte demselben lange in das gerötete Gesicht, das eine i'ibei'raschcndc Ähnlichkeit mit der schönen Braut besaß, die sie soeben noch vor dem Altare des hohen Domes zn sehe» gr»lei»t. Da spielte ein stilles, geheimnisvolles Lächeln »in ihren bleichen Mund, schien ihr doch soeben eine überirdische Botschaft eines hohen, letzten MntterglückeS geworden zu sein. Innig hauchte sie noch einen Kuß ans die blühende» Lippe» de« Mädchens, dann sank sie erschöpft zurück in die Kissen. Al» am nächsten Morgen da« erste Connengold in leuchtender Purpurglut durch da« geöffnete Fenster in da» kleine Zimmer siel, verhanchte die arme Mutter, ihren Arm nm den Hals ihres Kiufr'-: geschlungen, still nnd friedlich ihr Leben. Al» die Frau deS Seiltänzers in dir kühle Erde hinabgesei worden war nnd der verwaiste Knabe bitterlich weinend an ihr Grabe stand, erfaßte die kleine Marie seine Hand und ihn » ihren thränenersüllten blanen Angen bittend ansehend, sprach > zärtlich: .Komin mit nach Hanse, ich will Dich als Deine nei. Schwester recht lieb haben!" Da sah der Knabe bang sragend zu dem Schneider aus. dir ihm teilnahmsvoll die Hand aus di Schulter legte, iudem er mild »tr gütig sprach: .Vorderhand nehme iri> Dich als zukünftigen Schneiderlehi junge» mit mir; wenn Du aber bra> und folgsam bist, sollst Du mei»e> kleine» Marie ei» Bruder und mii zugleich ein lieber Sohn werden !" Hand in Hand ging dann Wilhelm mit dem liebliche» Mädchen zwischen blumigen Wiesen seinem neue» Vater hause aii- Die Kinder waren von der ersten Stunde an zwei sich innig lie bende Geschwister geworden; aber auck dem Schneidermeister war der Knabe, noch ehr ein Monat vergangen, schon ei» gnter Sohn, an dem er mit große, Zärtlichkeit hing, bot derselbe dock alle« auf. sich der Liebe seines güti-gen Wohlthäter» wert zu zeigen. Mit dem Schneiderlehrjungen war es jedoch einstweilen nicht», denn der Schneider war gewillt, seinem neuen Sohne vorher eine ordentliche gere-zn lasten. Als er sah, daß derselbe Mulme in zweckmäßigem Blumenbrett. >MIl gelte Schulbildung zukommen „ durch seine verstorbene Mutter seinen meisten Mitschülern bereit» überlegen war nnd raich solche Fortschritte machte, daß sowohl der alte Lehrer als anch der Pfarrer meinte, e» wäre schade, wenn solch ein Talent verloren ginge nnd es auch des «naben höchster Wunsch war. studieren zn dürfen, welchen er jedoch nicht ansznsprechen wagte, beschloß er in seiner Opfer-Willigkeit, da da» Geschäft gerade gut ging, Wilhelm beim Pfarrer des Ortes im Privatunterrichte die latei-uische Schule durchmache» zu kasieu, wozu dieser sich er-böte» hatte. Alljährlich hieß e» hierauf, am Gymuasinm der nahen Kreisstadtdie Prü-fuug sür eine» jeden Jahrgang abzulegen, welcher stets ein glänzendes Zeugnis als Lohn seines Fleißes folgte. Trotz seiner Studien war Wilhelm aber doch in einer jeden sreien Stunde im Echneidergewerbe mit thätig nnd nnermüdlich dari», sich seinem Pflegevater nützlich zu erweisen, welcher sich alle Mühe gab, ihn in seiner Kunst sorgsam zu unterweisen. da er meinte, daß die gründliche Kenntnis seines Handwerks ein guter Schatz fürs Leben sei, wenn es mit de»i Studium iu die Brüche gehe» sollte. Wie der Psar-rrr Wilhelms Lehrer war, so wurde dieser der Lehrer seiner Schwester, welche alles aufbot, ihm Ehre zu machen. So blühte sie denn nicht nur an Schönheit des Leibes, sonder» a»ch an veredeltem Empfinden nnd an Geist und Gemüt heran. Aber anch in beider Herzen bliihte ihnen un-bewußt etwas empor, das sich einstweilen »ur durch die tiefste Innigkeit ihrer gegenseitigen Zuneigung offenbarte. Marie zählte vierzehn, Wilhelm neunzehn Jahre, als es für letzteren galt, »ach Wien zu reisen, um daselbst die Universität zn besuchen. Es war ein schwerer Abschied sür den Jüngling, sollte er der weiten, kostspieligen Reise wegen doch erst nach vollendetem dreiikhriecin Ltudium al« .Herr Doktor' zurückkehren. 87 „Mein lieber Pater, möchte es mir doch einst vergönnt sein, Linien Ihre Liebe »nd Wüte einigermaßen zn vergelten! Wenn Sie sich meiner nicht angenommen hätten, würde ich wahrschein-lich lagediebend die Welt durchziehe», oder ich säße seht als ver-kommener Mensch hinter Schloß nnd Riegel!" .Behüt' Tich (Ävtt, mein lieber Wilhelm, hast mir stets mir «lernte gemacht! Sollte ich einmal »»vermutet abgerufen werden an« diesem Leben, sover-Ihn meine Marie nicht, hat sie doch jchonalsklei-»es Kind in inniger Liebe an Dir ge> liangen und ist Dir im-mer eine gute, zärtliche Zchwester gewesen !" Da fiel das >o ausschluchzende Mäd-chenWilhelm um de» vals »nd eS war, als wollte sie ihn nicht von sich lasse» und wie Feuer brannten ih-re Küsse auf feinen Lip-De». — Fast drei Jahre hatte Wilhelm be-reit« in Wien verbracht. mit rastlosem Fleiße stu-dierend und schon nahte die Zeit der Prüflingen und der Ab-legung des Doktorates herau, wozu er noch ei-»es größere» Geldbetrages vo» iei-item Pflege» vater bedürfte, welchen ihm dieser versprochen hatte, als er eines Tages einen Brief erhielt, der ganz dar» »ach ange-tha» war, feine Hoff-»mtge» mit einem schlage z» ver-nichte». Der tiefste Schmerz aber sprach ans einer jeden Zeile des Schreiben», in welchem der Pflegevater Wilhelm mitteilte, durch anhaltenden schlechten Meschnstsgang nnd mannigfache llngliicksfnlle in seinen Bermögensverliältnisse» so ller-abgekommen zn sei», dak er beim besten Willen nicht die nötigen Mittel beschaffen könne, da sein bans bereits so 4)och verschuldet fei, daß es ihm trotz aller Bemühung nicht gelungen, noch ein letzte» Darlehen darauf zu erhalten. f°ut) SiflitftfeafjMpfrrtii. Vvn 8 3) au. Photographie.Vertag von Fr (anffll««' '» VI.*iudei> Schlinggewächs sen bekleiden ta»n, die dich« amHuuseln den freien Grund aulgesetzt wer-d-n müssen, n»d dann »anient-lich kleinere ütebä»d«ink»r> zer Zeit mit üppigem Grün iimwedeu. In den meiste» Fälle» müsse» zur Aufnahme der Pflanze» Kälten verwen-det loerde». die «»> besten auf dir Brüstung de« Balkon« N»sstell»ngfi»> den. Diese Kü-fte» werde»«»« grün geilriche-neu, «iefern-Koiz hergestellt. Hol, Ist «In lchlechter Wär-ii'.-leitrr, e« er-tjKit sich als» in der Sonne »ich», wie Atelall «nd Ilion. »nd die PZ»r,«l» der in holztästen gepflanzte» Gtwichse sind de»iiaib vor dem Verbrennen diircha»« gesch»l>t li« Liiiige der »taste» tmiq natürlich der Länge der Balkondrüstuiig angeva^l sein, di« H»h« eine« jeden Kasten« soll ab«r möglichst «twa »o Lenlimeter. die Breite etwa 20 «Zentimeter betragen Daß dir »ästen durchau» solid hergestellt sein müsse», also nicht genagelt, sondern gefalzt sein sollen, ist selbstverständlich, sie soll«» aber auch auf dem Boden reichlich gute Adzugilächer haben. Di se «bjug»licher werde» mit einem starten Drillbohrer hergestellt. Sind die Säften wiederholt mit Crlimbt griiiichen unb bann vsUftäubig ab^cttocfnet, fs kann zur vepflanzung geschritten werben. Die erst« Sarge besteht jetzt i» der Be-schaffung einer guten Erde, die zweite Sorge I» der An»wahl der richtige« Pflanzen. Die deste Erbe sür Blumenkästen wird Hergestell« d»rch Vermischung von 3 Teile» fetter Misibeeterde, l Teil Lehm- »der Nasenerde und >/, Teil grode« Flugsand Dieser Erde setz» man für je eine» mittelgroßen Saften ein» schwache Handvoll Hornspähne zu, die vorzüglich dtnge« «nd de» ganze« Sommer »der wirken, weil kie sich n«r langsam zersetzen Hat der Balkon «in« so sonnige Lage, da» ei» rasche« und vollständige« Aultrocknen der Erde leicht eintreten kdnnte, so ist e« gut. der obengenannte» Erdmischung noch >/, Torf-stre« zuzusetzen. Zur Bepflar.znng von Blütenkäfte» l» etwa« beschatteter Lag« n«hme man Fuchsie«, Heliotrop, nicht z» großblätterige Knollen- und hübsche ftrmperlloronr Begonien. Diese Psia»z«n gewinnen, wenn sie abwechselnd mit de« eleganten Sypergra« gemischt gepflanzt wer-den. auch kann man zur Ei»fafs»ng bunte Irade»kantie« verwende«. Daß bei Be-Pflanzung der Rasten nicht plaulo» versah. re» wirde« darf. fondern aus die Farbe der Blätter und Blüten Rücksicht genommen werde» muß, ist selbstverständlich, wird aber trotzdem 'nur fetten beachtet Entweder Pflanze man olle Blätenfarben bunt durch-el«a«d«r, od«r man suche durch Berwe«-dung we«iger Farben ei» harmonische« Bild zu «rzielen «inen sogenannten har-manischen Kontrast erhält man d«rch di» RebeneinandersleUung einer Haupt- »nd riner Mischfarbe , I« welcher j«n» Haupt-sarb« nicht enthalten ist: Gelb neben Bi»-'et«, Wut neben «ran, blau »eben Orange; wo sich el«e solche Zusammenstellung nicht durchführen läßt, da verwe»de man diel Weiß. Weiß macht alle gehler wieder gut, e« hebt die Disharmonie aus «nd stört die Harmonie niemal«, Rebe« der Bepflan-znng der Balkonkäste, macht jetzt die Be->etz»«g der Bl«menbretter vor dem Fenster dem Bflanzenfrennd «icht wenig Sorge I« den meiste« Fällen sind diese Bl«me«. bretter hdchst unzweckmäßig eingerichtet; sie dieten den Pflanzen nicht genügende« Halt, sa daß dies« bel Sturmwind aus di« Straße fall««, «nd dann schützen sie die Tüpfe nicht gegen di« Einwirkung d«r So»-nrnftrahlrn ll«s«r« ersle^Idbildung zeigt ei« vielfach gebräuchliche«, aber durchau« unzweckmäßige» Blnmenbrett. Dies»« Brett ist mit ein«m Holzgitter eingesaßt, durch da« die Bonne auf die Tips» brennen kann Die ««günstigen Folgen dieser Einrichtung seh«n wir an der traurigen Beschaffenheit der Pflanzen. Daß da» Blumenbrett die Ursache dieser Beichaffenheit ist. ist leicht erklärt. An heiße» Tage» bre»»t die Dünne mit voller Kraft d«rch da» Gitterwerk d«« BI«m»»br»tle« «uf di« Tdpf«, tl.* dadurch »icht nur immer rasch u»d vollständig ««»trockne», finber« fich a«ch derart erhitzen, daß all» a« de« !opfwaad»«ge« liegend«» Saugwurzel» I» kurzer Zelt vollstä«dig verdr»««»» mtsse». Daß ei»e Pflanze mit verbrannte» Saug-wurzeln nicht vorwärt« kommen kann, bedarf keiner Erklärung. Auf derselbe» Zeit» s«i>e» wir die Abbild»»« »ine» Blumenbrette« mit »ppigem Pfla»z««wuch». Diesel Blumenbrett ist s». wie e» sein soll, e» »»steht -»»schließlich au» Hol, »nd ha» «i»» kas>e«arlig» »es,-It. Ei» solche» Bi»ne»brett w«»te man wohl defser auch Blumenk sten n»n»»n Bor Einbringung der Pflanze« füllt man dies»» BI«m»nkalt»« «icht ga«z mit Sägmehl »der vorteilhaft«« mit feinem lvrf I« diese» Material werde« die Täpse bi» etwa >—S Een»!-rneter vom R-«d entfernt ei«g«fü»Iert. Ter Torf ka«« erhebliche Waflermeng»« unilaugen. man hält ihn de«hold ohne Mühe st«t» seich», die elngefütterten lüpfe sind als» gegen di» schädiich« Einwirkung d«r Sonne u«d g«g«n z« rasch«» VI «»trocknen geschützt. Wo di» Pflanze» vor da» Fenster gestellt werden müfs»», oline daß «in zweckentsprechende» Blumenbrett angebracht werde» kann, do schützt man di» Bi«me«tdpfe gegen die schädlich« Einwirkung der Sonn», I»dem man jeden Topf in eine» gräßeren Topf stellt n«d den leeren gwtsche«ra»m zwischen beiden lüvfe» mit Mo»« a«»stopst. do» stet» feucht z« hallen ist. vrl >tt Besetzung der Bi«menbreiler müflen in Bezug aus di« Zufamm«nst«llung der verschiedenen Pflanze» dieselben Regeln b«ach»«t wrrdrn, di« wir ob«« sür Blumenkästen gegeben Man bringe nicht z« große Pflanz«« aus bi« Blum«»-bretter, stelle fle recht locker unb vergesse «icht di« U«tribri»g»«g von Häng«, pflänzche« an den »Andern, damit di» Kästen möglichst ganz verd«ckt w«rd«n. Um hübsche Fenstertulturrn z« erziele«, muß man ble Pflanzen gegen z« stark« Eoni« burch geeignet« Schcttenvvrrichtnngen schütze«, ab«nd» «nd ersirder-liche«sall» auch noch morge«» gewiffenhast gießen und noch d«m Gießen auch d«svr«»ge,. dami» st« frei vo» Slaub und Ungeziefer bleiben. «. $»«bOiifr*. Vltck«»»r,lsch« Artillerie. Unter der Wtgtemng d,» «lasen Wilhelm l von Scha«mb«rg-Lippe war di« back»b«rgisch« Artillerie so vorttefflich geübt daß ». a. d«r Graf «last «it mehrrr«« ha»nod«rfch«n Offizi«r«n in sei-em Z»lt« ftöhllch tafelt«, während feine Artilleristen mit Kanonenkugeln nach dem Snopse der auf dem Zelte beftndlichen Fahnenstange schieße« mußte». Hinter be» «»»liffe». .Mizzi, Ist e» wahr, daß Dir der Baron sei», Reigung geschenkt hat?' — .Ja wohl, liebe Minna .' — .I» welcher For»> denn?" — ,©i» Du flehst, in Eollier-Fori«.' Heinrich VII.. S»nig von S«>l»n», beaustragt« den Bischof Bonner mit einer Aesandtschast an Franz wobei «r ein» hart» und drohend» Sprache führ«» sollt». Der Bischof bemerkt«, er besorge für sei» Lebe«. — .Fürchten Sie »icht»," sagt« b«r Svnlg. .V««« »r Si» umbri«gt. lass» ich all«« Fra«. zosen, die in «einer G«walt sind, die Säpse absch«»id»n ' — .Da» glaub« ich wohl,' erwiderte der Bischas. .aber ich besorge nur, e» mächt» keiner so gut aus meinen Rumpf paffen, al» ber, de» ich jetzt trage.' St Et« Prnttitn». Lehrer: .Zu welcher Zeit, Sinder, schmecken die Sirsche» am beste»?' — Schüler: .Wenn der Gärtner nicht in Garten ««d der Hund a«g»k»ttet ist!' »«ch,«! »via d«n ziodlf «lern, di« »ch neulich bei «uch fauste, waren lechi bavo« jaul!" »lerblndlert»! »Liebe« *1«b, davor kann tt* nich! gerade »>e et faule ««Wen ft«t». jerade s« jledt ei och faul« «ter! Da» t» «be» «aturjesetz.^ meinnüylgtg Toppelt hei«g«ge»tn. Wirt: .Run, H«rr Professor, wie fände« Sie da» Beefsteak?' — Gast! .«ehr klein für sei» Alter war'«!' Uns der P»ft. .Ich möchte mich beschwer««! — g«tzt wart« Ich mit d«m l«l«gramn> schon zrhn Minuten aus B«siidcrung.' — Scholttrbeamter: .Liebn Her:' Daraus wart» ich schm fett zehn Jahr«»!' Da« Geschlecht »er jnng«» Sanarien-«ö>«l ist am leichteste« z« erkenne», wenn sie »och im Weste liegen und zwar, wen« fle ««gesähr neun Tage alt fl»d «nd stch die Feder« am Sopse vtllig entwickelt habe». Die Weidche» slnb dann durchweg spitzkdpfi. ger und namentlich am Sopse vo« entschiedener blässerer Farbe al« die Männchen. Schwarze Sachemirschnrzrn zu wa-scheu. Dieselbe« werden wie «e«, wenn ma» fle i» einfachem Bier ohne Seife wäscht und feucht auf der linsen Seite plättet. Wachh«l»«rdeere» al« Tierheilmitttl. Wachholderdeeren sollte« t» keiner Wirt-schalt fehlen, da dies» für viele Fälle vor-zügliche Heilkraft belltze«. Zunächst wirke« sie, oh«» z« schaden, «eintreibend «nd sind de«halb zu gebrauchen bei Entzündung der Harnblase, wenn zu wenig Harn abgesondert wird, oder derselbe sich zu zähflüssig erwelst. Sie haben aber auch eine feie Thätigkeit fert Schleimhäute regulierende Wirkung; bet allen Satarrhe« und Atmunglbeschwerd»« flnd st« z« g»dra»ch»i>, B. bei der Drns« der Pferde; auch leisten fle bei Srankheite» der Verdauung, al» Unterstützunglmittel der Arzneien vortr?ffliche Dienst», »it Fenchel «nd «ümmel gemischt, gebe« sie ein gute» Freßpulver für «Inder, mit Haser «nd Salj vermengt, schützen fie Schafe vor manchen Srankh«lte» Mit I. eint Statt in Ekanblnavien i •In ßfiehen mehr, eine Jln1»t bei «rliannien. Johanne» Help«. Ritsel. Prophet» unb .jadisch Hau»-, Mach »orname darau». g. «inder-Tockeler. «rithmogriph. II. Ein« lchwelzee. «tabt. >» I « — .—. 3 I I i «In Muß. Sin Ächter. » II »»>».. __________ II I« 4 10 I. «in biMischer Ran». I 4 t 10 «. «In «lege»». 8 3 4 7 ». «in Innere« Qraan. • «78«. «in» OnichL II «0 10 II. «In Dichter Die lentrechie Mnelrelh« nennt d»n »den nach unten einen kchlachtenplatz in deutlch-franzdstsch-n Krl»«e i«7».7i. «mil Ftiebelch». flujlojuil|. Problem Rr. 198. Boa g. MSlltr. Schwarz. Franz Schubert. Weiß Matt in » 84o«n. fluflofungcM au» ituriycr Nummer: bflCeeeerl» 6 »: teger, Hein i der viersllblgen «harade: Schwel,erbege». tlUe «echie »olbetzalitn. »erantwurtlich« «Idatrion »an «ensi üI«i1111, jHbnurt an» brraa« «itbtn '"--•-«e A Alelssee ta er>i«,»n. Ma «Ittlntr