^r^___________________Mittwoch, 29. Jänner 1890. 109. Jahrgang. WbllcherWIeitum. "eine I>,scra c biö V^ 8 wfinbst sich ll°»nrc,«plc>h ü. die Redaction B°l,nl,o<«lls,e !i4, Sprrchst.mbrn dsl Medarlimi ich von Amtlicher Mil. Se. k. und k. Apostolische Majestät haben mit allerhöchster Entschließung, vom 8. Jänner d. I. dem Untrolor der Ottoman. Bank in Port-Sa'.'d Oskar "°^/ bas Ritt rtreuz des Frauz-Iosef-Orden« aller-gnädigst zu velleihen geruht. l-.. .^I"stizminister hat den Bezirlsgerichts-Adjunc-l n m Stelnach Leopold von Laschan znm Bezirks-Achter m Sarnthal ernannt. Nichtamtlicher Hheil. Die böhmische Akademie der Wissenschaften. ^sK""pp wr Schluss der kurzen Nachsession des "YNMie,, Landtags, am Vorabende der Präger wrli l.""'""'sen. welche über die Wiener Ausgleichs-O?^"'N'ssen Beschluss fasset, sollen, konnte der La?." "schall von Nähmen dem versammelten iesm ^ ^^^ Votschaft verkünden, dass Se. Ma-Wiss.,,^c^^lung der böhmische:, Akademie der Ludwig ' ^"^m'gt ">ld den Erzherzog Karl Schnk. s4? Protector des llnter dem Allerhöchsten dia m l '^^"den Institut« ernannt habe. Die fren« b°t d n «°?"^ Mittheilung des Fürsten Loblowitz «edun' . '^"^ den Anlass z»ir patriotischen Kund-sowie ,,,^n«^ und Ergebenheit fur den Monarchen ^nannten -"""^station des Dantes für den .,m-dessen bn!lll> "^" wohlgekaunt'N Vaterlandsfreund». Grund?"ä'ae Spende von 200.000 Gulden drn Die c^ecki 3 ^ Errichtung der böhmischen Akademie. Vesih ei,, .Kation gelangt dadnrch in den stolzen "Nd wi l^?" Centralstätten gelehrter Forschung wir Arbeit, deren ersten Anfängen "ehmste w "^'"ischen Zeit begegnen und deren vor-Atademien ^"°"e" ""^ ^u^ ^ den kaiserlichen lichen A,^^ W'e" ll"d Petersburg, in der könig. in der m ^'^ ^" ^"lin. im Institute de France, blicken. ^ ^""^ zu London und anderen er« äußert .?!?^" ""^ der böhmischen Akademie einen jenen?,lh ""ten Wirkungskreis zu. welcher über soll ni^. 5 ?'^"er Akademien weit hinausreicht. Sie Vfleaen l ^ ^'^ Wissenschaft in allen ihren Zweigen gkleht/p,,^r'^^weichend von den meisten übrigen ^lttl, Gesellschaften, auch die schöne Literatur. Jeuilleton^ und^I °^rreichische Vollsschlistcu-Verciu v 'ein „vesierreichischeS Jahrbuch" für 18»0. Reick^^""^ °ls vier Decennien besteht in der Verein ^ "^ Residenzstadt Wien dieser patriotische gäbe m^ ^ ^^ ^"r schönen uud dankenswerten Auf-trauet <5 ' ^""' ^"^ warmer Vaterlandsliebe ge-völkfrnn^? '^!^"''" ^ußen Massen unter der Ve^ Un3 s -"couarchie zu verbreiten», wabrnn?^ l.'°^" w'r es nur gleich vorneherein. der so Zeit so; V""'a"'tär wirkende Verein hat im Laufe der segensreichen Bestandes in ge-Liind r uÄ NZ"'^ a"f die Bedürfnisse aller Weile n^Ä^ unseres Reiches in völlig objectiver aber'm?^3 c üMcht ssenommen. Deshalb verdient das Nr„?, °'eser österreichische Volksschriften-Verein. der Herrn W,^." ^' ^ "' l- Hoheit des durchlauchtigsten seit c^ ^ ^Herzogs Ferdinand von Tostana genichcnd, crllenl ^'^"" ^er ausgezeichneten Leitung Sr. Ex-Directim,« ""^rr" von Helfert. dann unter einem Vorrat "' ^usschussrathe einer Reihe anderer her. lelnrn 3« ^^"tischer Mäuuer steht, seitens der ein-träftiastp,' ^" Monarchie und ihrkr Bewohner der leid.r ^"'^ werkthätigstcn Unt rstühung. wie sie drehen zv l ^'"' alisopferungsvollen und sclbstlosm nicht so '^ patriotischen Vereinigung noch immer den ist ' ^ wünschenswert wäre, zutheil gewor. ^il'U^^n^ abgelaufenen Vereinsjahre hat der öster-'^ lljulksschriften-Verein wi.der au Lesezirkel. Mnsik und bildende Künste. Sie soll ungefähr in der. felbeu Art wie die älteren Akademien ihren fördernden Einfluss üben: durch Herausgabe von gelehrten Werken ihrer Mitglieder. Gewährung von Subventionen für wissenschaftliche Arbeiten. Ausschreibung von Preisen und Erth ilung von Stipendien, aber auch durch Vor« führung von Kunstwerken sowie durch Erhaltung alter Denkmäler de» Kunst und Literatur. Die Errichtung der Akademie findet ihre Rechtfertigung in dem regen wissenschaftlichen und künstlerischen Streben des böhmischen Volkes. Die Akademie ist so wmig wie irgend eine andere berufen, die wissenschaftliche Arbeit' der Nation erst zu erwecken, sondern für die schon lange blühende Geistesthätigkeit ein belebende« und förderndes Organ zu sein. Wir können uns nicht jenen anschließen, welche die Berechtigung dieser Gründung einer kritischen Unter, snchung unterziehen und wohlfeile Vergleiche anstellen zwischen den wissenschaftlichsn Leistungen des böhmischen Volkes und der Füufzig-Millionen-Nation der Deutfchen. Es kann dm vorürtheilslofen Beurtheiler nnr mit Freude erfüllen, wenn auch eine kleinere Nation auf dem Gebirte geistiger Arbeit das Höchste erstrebt und den Ehrgeiz hat. sich das Organ zu schaffen, wodurch sie mit dm vorgrfchrittensteu Elementen der civilifierten Welt in den culturellen Wett-bewert, tritt... Es liegt ein tiefer Sinn darin, dass Se. Majestät der Kaiser die Zustimmung zur Errich» tung dieses Instituts zu einer Zeit ertheilt hat. wo alle Welt die Beilegung des Jahrzehnte langen natio» nalcn Kampfes in Böhmen erwartet. Es ist, als ob der Monarch seinen Völkern zeigen wollte, dass der Kampf nnd Wettstreit der Nationen nur im idealen Bereiche geistigen Strrbens und auf dem Gebiete ma-terieller Wohlfahrt Berechtigung habe nnd Segen brin. gm könne. Die beiden Volksstämme. welche das Land Böh. men bewohnen, ragen hervor durch hohe Intelligenz, durch ernste Strebsamkeit. durch allgemeine physische nnd moralische Tüchtigkeit. E« ist in vielen Veziehun. ge» berechtigt, wenn Böhmen die Krone des Reiches genannt wird. Welche Steigerung aller Kräfte des Lande« ist aber erst zu erhoffen, wenn einmal der nationale Friede hergestellt ist, wenn beide Volksstämme jenes reiche Maß an Kräften, welches sich bisher in nationaler Abwehr verzehrt hat. voll und gauz deu pro-ductiveu Zwecken widmen können! Dann wird auch deren Bildung in den einzelnen Ländern er stets mit der größten Bereitwilligkeit fördert und unterstützt, an Vere'iue. Schuleu, Iust'itute und Parteien 580 Bücher unentgeltlich vertheilt, und blicken wir auf die von diefem Vereine in den Jahren seines Bestandes aus-gegebmen Publicationen, so müssen wir in der That staunen über die Fülle und Mannigfaltigkeit trefflicher patriotifcher Schriften, die unter feiner Aegide in die Oeffrntlichkeit kamen und theils ihre unentgeltliche Ver-theiluug fauden. theils zu beispiellos billigen Preisen der Anschaffung und Verbreitung zngeführt wurden. Oder kann es eine tüchtigere und zugleich billigere litrrarische Leistung geben, als die vom österreichischen Volksschrifteu-Vereine edierte.Oesterreichische Geschichte für das Volk», 17 Theile w 22 Bänden 5 30 kr., welche, nach jeder Richtuug hin musterhafte vaterländische Geschichte in ihren 17 Abtheilungen von den ersten Historikern Oesterreichs bearbeitet wurde, so dass dieselbe die vollste Bürgschaft der Geschichtstreue, der Genauigkeit und Vollstäudigkeit liefert durch die Namen der Autoren: M. A. Becker. Gindely, Freiherr von Helfert. Höfler. Alfons Huber. Albert Jäger, Iireeek, Krones. Auton Mayer. Schwicker. I. A. Weiß. Adam Wolf. Zahn. Zeißbcrg u. a. m. Daran reihen sich die Publicationen der .Nbendstuuden zur Be> lchrung und Erheiterung», dann einzelne Editionen, das Voltslesebuch vou Stamm: «Die Erde als Wohnort der Menschen». «Pißlings Gesundheilslehre für das Volk» und Helferts so äuhfrst lebhaft uud anziehend gehaltenes patriotisches Geschichtsbild: «Die Schlacht bei Kulm 1813», nnd nuu schon den 14. Jahrgang aufweifend das «Oesterreichische Jahrbuch» von 1877 die böhmische Nation das frisch-fröhliche Ringen, mit dem sie sich in die Reihen der geachteten europäischen Culturvölker emporgearbeitet hat, vervielfachen köuueu, und ihre Akademie wird mehr als das Palladium einer strebfamen Nation, sie wird eine hochgeachtete Stätte geistiger Arbeit inmitten der internationalen Culturgemeinschaft sein. Dass dies so kommen möge, wünschen wir und alle guten Oesterreicher aufs innigste, und mit dieser Hoffnung beglückwünschen wir das böhmische Volk in dem schönen Geschenke, welches ihm durch die Huld des Mouarchen und durch edlen Bürgersinn zutheil geworden. Der deutsch-czechischc Ausgleich. Wien, 27. Jänner. Das Ergebnis der gestrigen Partei - Conferenzen in Prag entspricht den besten Hoffnungen, mit welchen diesem für unsere gesammten politischen Verhältnisse so überaus wichtigen Tage entgegengesehen wurde. Allen übrigen voran steht die Thatsache, dass sämmtliche in der Con-ferenz vertretenen Factoren, die beiden Parteien des Großgrundbesitzes, die deutschen und die altczechischen Abyeord» nelen, die in Wien erzielten Vereinbarungen einstimmig angenommen haben. Die nächste Folge dieses schwerwiegenden Ereignisses ist der nunmehr außer jedem Zweifel stehende Wiedereintritt der deutschen Abgeordneten in den Landtag; dieselben haben nämlich beschlossen, in den Landtag unter der Voraussehung zurückzukehren, dass alle in den Eon-ferenzen vertretenen Parteien die Ausgleichs'Präliminarien annehmen, und diese VoraussHung ist eben eingetreten. Welche historische Bedeutung, welch hoher Wert all diesen Thatsachen innewohnt. weiß jeder, der die unselinen Folgen des nationalen Kampfes beobachtet hat. Die Männer, welche gestern in Prag versammelt waren, standen denn auch unter dem Bewusstsein der großen Tragweite und schweren Verantwortlichkeit ihrer Beschlüsse. Nicht mit Unrecht bemerkte der Führer der Deutschen in Böhmen, dass seit der Mitte des vorigen Jahrhunderts für da« Land und dessen beide Nationalitäten kein Wendepunkt von so einschneidender Bedeutung eingetreten sei. Aber nicht bloß die Beschlüsse, sondern auch die in den Parteiversamm ungen gehaltenen Reden und die sonstigen Vorkommnisse dieses denkwürdigen Tages geben Anlass zu Freude und Anerkennung. Man hörte, wie Männer, welche sich jahrzehntelang in der schweren Kampf- bis 1880 von Dr. F. Stamm, von 1881 bis heute von Sr. Excellenz Dr. Freiherrn v. Helfert redigiert. Dieses «Oesterreichische Jahrbuch» des österreichischen Volksschriften-Vereines, wie es durch feine sowohl der Tendenz des Vereines voll entsprechende als zu» gleich auch auf der Höhe moderner literarischer und typographischer Leistungsfähigkeit stehende Haltung zum Hautzbuche der erlesensten literarischen Kreise, aber auch zum Volksbuche im schönsten und besten Sinne des Wortes geworden, es ist wahrlich der beredteste und wirksamste Verbreiter des altangestammten klangvollen Rufes des österreichischen Volksschriften.Vereines. Aber nicht allein der Verbreiter der so ausnehmend patrioti« scheu Leistungen des Vereines durch alljährlich wiederkehrende Veröffentlichung der Vereinsmittheilungen und der Vereinsstatuten bleibt dieses Jahrbuch, es gestaltet sich so durch seinen gewählten Inhalt auch von Jahr zu Jahr mehr und mehr zum Werber neuer Freunde seiner selbst und dadurch mittelbar des Vereines. Immer mehr, wenn auch nur allmählich, sammeln sich Patrioten, dem erhabeu vorleuchtenden Beispiele der höchsten und hohen Kreise folgend, um die Fahne des österreichischen Volksschriften-Vereines.* Doch d,e Zahl der die Zwecke desselben Unterstützenden und Fördernden ist, wie schon oben angedeutet, noch immer lrider eine allzugeringe, als dass der Verein jene weit-umsasseude allgemein wünschenswerte Thätigkeit ent» wickeln könnte, die er sich vom Tage seiner Begründung * Der Verein zählte im abgelaufenen Vereinsjahre 465 Mitglieder, 58 mchr gegen das Vorjahr, um welchen Zuwachs sich auch die Directionsmitglicder. ?. Ignaz Katherein und Dr. Hans Maria Lruxa an der Spitze, durch Werbung hervorgethan. A. d. V. Laibacher Zeitung Nr. 23. 182 29. Jänner 1890. rüstung gegenüber gestanden waren, in Worten der Rührung ihrer frohen Erwartung des nationalen Friedens Ausdruck liehen, wie Plener und Scharschmid ausdrück« lich die versöhnlichen Intentionen der Regierung, der Großgrundbesitzer und der Altczechen priesen, wie Schmey« lal im llzecheuclub erschien und dort herzlichst begrüßt, wie Rieger und dem Prinzen Schwarzenberg im Deutschen Hause ein cordialer Empfang bereitet wurde. Dass im Schoße der Parteien von Einzelnen gegen Einzelnes Bedenken erhoben wurden, ist natürlich und darf nicht beklagt werden. Thatsache ist, dass alle Parteien die Abmachungen in ihrer Gänze einstimmig genehmigt haben. Nicht bloß die Großgrundbesitzer und die gemäßigten Flügel der Parteien, sondern auch die ansehn« liche Zahl von Deutschnationalen, welche dem deutschen Landtagsclub angehören, und die schärfste nationale Schattierung unter den Altczechen — sie alle haben die Friedens'Präliminarien acceptiert. Und was die Jung» czechen betrifft, so soll auch unter ihnen eine starte Strö« mung in versöhnlichem Sinne herrschen; seine Entschei-dung wird der jungczechische Club erst in der kommenden Woche fällen. Die in den Wiener Eonferenzen erzielten Verein» barungen werden heute in authentischer Weise veröffentlicht. Sie behandeln in eilf Punkten alle Angelegen« heilen, betreffs deren es einer Auseinandersetzung zwischen den Parteien bedarf. Die Ausgleichs-Punctationen zeigen selbst deutlich die Schwierigkeit und Eompliciertheit des Werkes. Vieles ist in denselben definitiv geregelt, vieles aber erheischt noch schwere Arbeit, Erhebungen. Verord« nungen, administrative Maßnahmen, Landes- und Reichs» gesehe. Dass aber die schwere Arbeit vollbracht werde-n kann und wird — dafür bürgt der echt österreichische und patriotische Geist der Mäßigung, der Friedensliebe und der Hingebung an das Ganze, welcher sich gestern in so herrlicher Art geoffenbart hat. Politische Ueberficht. (Vom Ausgleich.) Der vergangene Sonntag hat dem deutsch böhmischen Ausgleichswerke die Genehmigung der führenden Parteien Böhmens gebracht; nur dieInng czechen halten mit einer endgiltigeu Beschlussfassung noch zurück. Damit ist der Ausgleich, den der Führer der deutsch«böhmischen Partei, Dr. Schmeykal, mit vollem Recht als ein großes geschichtliches Werk, als ei«naldini. durch längere Zeit das bereits bestehende Civilspital sowie einen Baugrund, der zur Errichtung eines neuen Civilspltales iu Aussicht genommen ist. ferner die städtische Volksschule und die Bezirks Krankencasse. welcher Anstalt er volles Lob spendete. Mittags nahm er theil an dem Dejeuner bei dem Bezirtshauptman». bei welchem auch der Hafenadmiral Freih^r von Pittner, Graf Chorinsly und die Veitreter einiger Be» Horden erschienen. Auf den Toast, welchen der Bürgermeister Dr. Rizzi im Namen der Stadt ausbrachte, dankte der Statthalter in warmen Worten. Derselbe reiste am Nachmittag nach Trieft ab nud wurde auf dem Bahnhofe von den Spitzen der Behörden und an« deren hervorragenden Persönlichkeiten begrüßt. (Sanction iertes Lande sgeseh.) Der Kaiser hat dem vom steiermärkischen Landtag.» b^' schlosseuen Gesetzentwürfe, betreffend die Verwendung der Geldbuhen wegen Uebertretung d^r Vorschriften zur Einbringung der Landesauflac,e auf den Verbrauch von Bier uud gebrannten geistigen Flüssigkeit?!!, di? Sanction ertheilt. (Böhmen.) Der Ausgleichs-Landtag soll schon im Mai zusammentreten und die Ausgleichsa.es» he votieren, worauf alle Großgrundbesitzer und alle Mit> glieder des L«n,des-Ausschusses ihre Mandate niederlegen. Bis dahin wird auch die Regierung die wichtig sten Abmachungen des Ausgleiches durchführen. (Das ungarische Abgeordnetenhaus) wählte den Grafen Theodor Andrassy zum Vicepräsi-denten uud votierte einstimmig das Cult,,s - Budget. Im Laufe der Debatte erklärte der Unterrichtsminister unter allgemeinem Beifalle, er werde unbedingt noch vor Ende des Jahres Schritte zur Anbahnung der katholischen Autonomi? thun, Komlossy zog seinen Beschlussantrag bezüglich der Autonomie der Katholiken zurück. (Zur Situation.) Die Berliner «National« Zeitung» beglückwünscht die deutsche» Vertreter Böhmens zu di-m Ausgleiche, welcher den inneren Frieden des Kaiserstaates wesentlich zu fördern geeignet ist und sa^t: Das Beispiel friedlicher Verständigung, welches die Stämme Böhmens gegeben, wird nicht ohne Nachwirkung auf die Beziehungen aller Stämme des viel« sprachigen Reiches- bleiben, dessen Wohlstand sicher ebensosehr dadurch gewinnen muss als seine Macht und Ausehi'N unter den Staaten Europa's, deun der innere Frieden Oesterreich-Ungarns ist ein fester, ja nnent-behrlicher Grundstein für den Frieden Emopa's. (Die bulgarischen Blätter) uentiliereu uumisgeseht die Frage der Unabhäugigkeits-Elllärung. doch wiegelt man von officiöser Seite diesbezüglich ab. Die «Bulgarie» meint ganz vernünftig, dass noch nicht die Zeit dazu günstig sei. Die türkische Oberhoheit existiere nur nominell, sei momentan sogar sehr willkommen, da es Bulgarien leine Lasten auferlegt, mit Ausnahme einer unbedeutenden Tributzahlung. Dafür befinde sich Bulgarien in einer sicheren politischen Si- Herausgeber des «Jahrbuch», Se. Excellenz Freiherr von Helfert, den Stoff für seinen diesjährigen Beitiag entnommen, uud hat der gelehrte, in die Zeitgeschichte tief einblickende Verfasser in der ihm eigenen fascinierenden Darstellungsweise wieder ein gewaltig wirkendes Geschichtsbild: «Der Krakauer Emigranten - Aufstaut) im April 1848», geliefert, das von der ersten bis zur letzten Zeile die Aufmerksamkeit des Lesers mächtig fesselt. Ein sehr nett ausgeführter Plan vuu Krakau dient zur Olientieruug im Verfolgen der geschilderten l^caleu Ereignisse. An weiteren Beiträgen von hervorragendem Interesse bringt dieser Jahrgang: «Die mittelalterliche Siüdtebefestigung in ihren heutigen Denkmalen» mit zahlreichen schönen Illustrationen von Dr. Karl Lse Situation müsst so lang« aufrechterhalten werden, bis die Unabhängigkeit Bulgariens formell anerkannt wird. Dann werde Bulgarie» mit der Türkei eine enge Allianz abschließen. (Telegraphen - Congress.) Die inlerna!i> nalen Telegraphen-Congresse finden bekanntlich alle fünf Jahre statt. Der letzte wurde 1885 in Gerli» abgehalten. Der nächste wird in diesem Jahre 18M im Sommer in Paris stattfinden. Einen Hauptbera« thungsgegeustand des Hmigresses wird die Telephone bilden, soweit dieselbe den Verkehr zwischen Verschiß denen Staaten vermittelt. Nam.utlich die Gebilren-frage bedarf noch wesentlicher Aenderungen. (DerObercommandant der Italien el) iu Masfauah, General Orero, hat seineu Vormasch in die abessynische Provinz T'gre derart beschleunigt, dass cr vorgestern nur mchr dreißig Kilometer von der alten Krönungsstadt und Reichsmettopole Adua ent< ferut stand und gestern, am Iahr.'stagc des Treffens vou Dogali, in dieselbe eingerückt sein dürfte. Daniit ist das Schicksal von Ras-Älnla nud Manaascha enl' schieden und Menelit unbestrittener Großköuig voll Acthiopien von — Ilaliens Gnaden. (Aus Petersburg) wild abermals eine Fr^ denk-Anetdote berichtet: Ein französischer Banquier, wel' cher sich zu Anleihezwecken dort aufhielt, hatte die Ehre. vom Zaren zum Thee eingeladen zu werden. 3^ Laufe des Tischgrsprüch.s glaubte nuu der FranM durch folgende Worte sich die besondere Anerkennung des Zaren zu verdiene»: «Eure Majestät halten den Frieden der Welt ebenso sicher in der Hand. wie die Tasse, aus welchrr Eure Majestät im Augenblicke tll> kcu.» Der Zar erwidote: «In dieslm Falle würde ich allerdings den Friede» nicht ebenso schnell aus del Hand lassen, wie ich jetzt die Tasse niederstelle» , (In Aularest) wurde vorgestern bei der AM des Ausschusses des Clubs der conservativen Partei del bisherige Ausschuss mit Acclamation «instimmig wiede^ gewählt. Die große Majorität dieses Ausschusses. >" welchem sich auch drei Minister befinden, gehört zn t»e» Freunden der Reqiermiq. (Die egyptischen Staatseinnahmen) im Jahre 1889 betrugen 9.719.000. die Ausgabe" 9.523.000. der Ueberschuss 196.000 Pfund. Der A-scruefo!io beträgt jetzt etwa 1,250000 Pfund. (Der Republik in Brasilien) wird d" Existenz sauer gemacht. Abermals wird gemeldet, da!« eine Verschwörung a/gen das dortige nene Regime et"' deckt wurden sei nnd die Verschwörer der Marine""' gehören sollen. Tagesneuigleiten. Se. Majestät der Kaiser haben den Abbrändler" in der Gemeinde Kettlasbrunn im politischen Bezi^ Mistelbach in Niederösterreich eine Unterstützung ^" 200 fl. aus der Allerhöchsten Privatcass-> zu bewillige" geruht. — (Studenten! um ulte in Krakau.) Ä"' lässlich der Relegiern »g dreirr Mediciner, di«: zur ^ daction der Studcntenzeitschrift «Ognisko» gehören, ^ monstrierten Sonntag abends ungefähr 500 Kcata^ Studenten vor der Wohnung des Rectors, brachen^ gewohnter Meisterschaft poetisch behandelt^hat, "^ «Bilder aui Kärnteu» von Xaver Mayrhofer v"" Grünbühel, aus denen «Die Eisfahrt auf d^ WörtheoSee» und «Tas Christl-Leidenspiel zu Oni^ durf im Rosenthal» ganz besonderes Interesse ertt^" dürften. Den Beschluss des — wie man sieht — ttM sächlich reichen und mmiiligfaltia/n Inhaltes dieses 5 2 fl. im Preise stehende» Jahrbuches bilden eine älMl gediegene Abhandlung «Ueber Voltserzichung mit "e sonderer Berücksichtigung Oesterreichs» von dem iu^ tigen Pädagogen Prausek und eine gleich dankenswel wie authentisch-erschöpfende Schilderung einrs erst ' dem letzten Jahrzehnt zur Bedeutung gelangten Sti^ von Neu-Wien: «DieKmsermühlen in Wien», aus l> ebenso gewandten wie distinguierten Feder des aüä) hierländigen Kreisen bestbekannten hochpatriotW Schriftstellers Dr. Hans Maria Truxa. ^ Zwei gelungene Abbildungen: die Ansicht des v 1890 vollendeten Theiles der Herz-Jesu Basilica ""^ den Kaisermühlen und ein Siluationsplau der 6^?'^ Kaisermühlen, illnstricren in wohlentsprechender ^ , den trefflichen Beitrag Dr. Truxa's, der sich mit t»e" selben kein geringes Verdienst um die Topographie "^ Chronik des neuen Wien erworben hat, iu wel^ , neuen Wien der Aniban der Herz.Iesu-Kirche "^. den Kaisermühlen nnd die Herstellung der ^oll»" nication der Eolonie Kaisermühlen mit dem ^nu,^ der Stadt einen wichtigen Markstein in del ^ .^ lung der Metropole an der schönen blanen D" bilden wird! ^ P. l». i"' l __________________183 29. Jänner 1890. Pereat-Rufe cms und schlugen die Fenster der Wohnung °es e ben ein. Da die Polizei nichts ausrichtete, schritt das uttliltür em, woraus die Studenten auseinander giengen. ^rel Aiedlmier wurden verhaftet. Montag erneuten sich o«e Tumulte. Um 8 Uhr morgens nahm eine größere «nzayl von Studenten in der Klinil Aufstellung und zerchiug du> zu Ehren des Rectors Korczinsti aufgestellte ^Utte. Eme Schar zog vor die neue Universität, wo A"°t^use ausgebracht wurden. Die Polizei besetzte, während bi? Studentenschaft abzog, das Gebäude. , '-7 (Unglücksfall.) Auf der Station Neu. taftela der Neugradisla.Vroder Strecke hat sich am Listen fanner ?m entsetzlicher Unglücksfall ereignet. Ein um " Uhr vonmttagtz von Vrod kommender Lastenzug hatte n ^ieulapela einige Waggons Fassdauben aufzunehmen, uno wahrend die Verschiebuug derselben vorgenommen wurde, wurde die Maschine zum Brunnen behufs Er-neuerung des Wasservorrathcs dirigiert. Als dieselbe hin-^ ^ "'"^ s'e einen Bremser und zerriss ihn in lleine ^tucke^ Längs des Geleises lagen in einer Länge von ^a 50 Schritten die einzelnen Körpertheile des ver. ««glückten Mannes; hier der halbe Schädel, weiter die ^unge das Herz, ein Ohr, ein Arm und im Graben s '"Hunnen ein Theil des Rumpfes. Der dichte Nebel ou schuld an dem Unglücksfalle sein, da der Maschinen, suyrer sowohl wie der Bremser nichts sahen. „., ,7^(Tourville.) Samstag starb in der Straf. an,talt Karlau im 53. Lebensjahre Henry T 0 urville. A^."."U' der bekanntlich wegen Ermordung seiner ,^ ' "^ ^" zum Tode verurthcilt und zu achtzehn. rl^s" Kerlerstrafe begnadigt wurde. Nach seiner Ver. unyellung wurde Touruille zuerst in die Strafanstalt rao,sla abgegeben; nachdem es ihm dort gelungen war, "«Mere Amtsdiener zu bestechen, welche sich deshalb vur l m ^ijrzer Kreisgcrichte wegen Missbrauches der Amts> »ewalt zu verantworten halten, wurde er im Jahre 1861 "a« der Karlau gebracht. n, . .^ (Zur socialen Frage.) Aus der Ge. nm,beut>rtsctu»g des Städtchens Schwabach erzählt man bad « ^Wchte: Dort war die Errichtung eines Volts« h. ^""aelegt, diese Anregung wurde aber von einem in .?laotväter ganz entschieden bekämpft. Derselbe führte Vol,?^ ^^ überzeugend aus. dass durch solche sont, ^ ^lle der ärmeren Classen nicht verbessert, arm v"^"" verschlechtert werde. Wenn nämlich so ein stärke ^ ^v"o" hat. so bekommt er aus das Bad ere« Hunger und ist dann übler daran, als zuvor! Nu« d (^""b des Theaters in Budapest.) Unters ""^^'^u Hauptstadt wird gemeldet : Die Deutsch""^ ö" Ursachen des Brandes des hiesigen UrsaH ! ^^"^"s ergab ein negatives Resultat. Die bmt, ^ Vrandes konnte nicht eruiert werden; die " a°°rr,chtu^ war in tadellosem Zustande. Der städti-130 ^"'eur beMrte den Schaden am Gebäude mit der N- ^' "^""d Director Lesser denselben vor ^mmlssion mit :!00000 st. veranschlagte, der m (A °rdenskjöld.) zgaron N 0 rde n skj öld!. don Ä??^^"' b°t der geographischen Gesellschaft Theil !/ c das Anerbieten gemacht, den nördlichen Reis, c c Festlandes zu erforfchen. Er ist bereit, die ">e !°fort anzutreten. zlvisss^ ^"ell.) In Petrinja fand am 23. d. M. ^^^zwei Officieren der dortigen Garnison. Ober» No.., Verschlungene Isäösn. '"an aus dem Englischen uo„ Herminr Aranleustein. s.. (121. ssortschuna.) und ^""b zuckte die Achseln; er fühlte sich ganz zusvrecl ""^U' irgend nne Vermuthung cms« und i^m" '"" ^'^ beiden Gegenstände nur finden ick iil, Abrecht daran nachweisen könnten, so bin in V.. ?"^' bal« mit diese» Beweism jedwede Jury fubr 3 , '" "ls die Mörderin erkennen müsste.» KaltliU ?.l°"' 'und ich muss gestehen, dass die aeam,. ^?" ""d Ueberlegtheit. mit der sie zmverke um ^"«!"' "^ bie Mittel, die sie angewendet hat. jedwed z m^s"^ "" ""e Unschnldige'zn bestä.ken. ick?l" ^^^'^ "üt ihr unmöglich machen, vbwohl wna I c'^ ^^ 'b" Klugheit eine gewisse Aewunde-ttj^f "^"t"'. Sie hat aür meine liishcr mit ihrem iof 3. ^machten Etfahrongr» weit übertroff.n in-lvlen l, t '^ "'Hl """' Ang'nblick den Kopf ver-z>l linl, '!'^ ^^^ Möglichkeiten im vorhinein berechnet Nelr^? .'^'"' Ich muss das qanz bcsond.rs in ^le»mels ^" ^' dem Aemührn, das Versteck d^s Nereck, "' ^^ Pistole zn ergründen, uud in meinrn ich d?r n'3"' """ '^"" Standpunkte miögchend. bin zu ermi^, ^"^»ng. dass sie irgend einen r.chl schwer tirse. m "^" Platz, vielleicht einn» Tcich oder einen stände e "ü""' "^ das best? Vcrstcck für diese Gegen-^acht ti-?^^ ^^" '"^d "'^ f^ ^' d" vergangenen Weil«'/?' '0 ich in ihnm Zimmer war. iil solchcr Wtblirb '^ ^^.' ^ lann nach der Zeit, die sie leicht sin'. "'^^ '""l vom Hausc lmggcgangen stin. Viel» drr »1.. " ^le mir sagen, ob solch ein Platz, wie findet? "'" "wähnte, flch in der Nähe hier be- lieutenant M. und Oberlieutenant K., ein Säbelduell statt, welches mit einer erheblichen Verwundung des letzteren, der zwei Kopfhiebe und einen Armhieb erhielt, endete. Stadt« fthysicus Dr. Stefan v. Modos leistete dem Verwundeten ärztliche Hilfe. Als Motiv wird persönliche Beleidigung angegeben. — (Frecher N a u b.) Am 15. d. M. drangen in das Wohngebäude des M. Pra p r ot n ik in Frankofzen bei Fricbau, während derselbe vom Hause abwesend war, mehrere unbekannte Strolche, welche raubten, was zu rauben war. Visher konnte man den Räubern nicht auf die Spur kommen. — (Mischehe.) Aus Budapest wird gemeldet, dass das Mitglied des Magnatenhauses Graf Anton Zichu sich mit Frau Sarah Vlumenfeld vermählt hat, die vor der Trauung latholifch geworden ist. — (Sympathie.) «... Ich habe dir schon so oft gesagt: Nichts schadet meiner Gesundheit mehr, als Widerspruch!» — «Merkwürdig, gnä' Frau — gerade so geht's mir auch!» Local- und Provinzial-Nachrichten. Philharmonische Gesellschaft. Das zweite Mitgliederconcert der philharmonischen Gesellschaft, welches gestern, wie gewöhnlich und trotz der in unserer Stadt herrschenden, an dem schlechten Theater, besuche angeblich Schuld tragenden Influenza ein zahl« reiches Auditorium im landschaftlichen Redoutensaale ver. sammelte, brachte uns eine Reihe interessanter Nummern. Das Concert eröffnete Ioh. Seb. Bachs Suite für Viol» alta mit Begleitung von Streichinstrumenten, bearbeitet und zusammengestellt von Hermann Ritter, königlich baierischer Professor und Kammervirtuose in Würzburg. Wir lernten in Herrn Ritter einen Künstler ersten Ranges kennen und bewundern; seine Bogenführung ist ener» gisch u„d dabei elegant, sein Ton breit, voll und edel, sein Vortrag seelenvoll im Gesänge, kühn und sicher in den Passagen. Aber nicht nur ihm schenkten wir unser vollstes Interesse, sondern auch seiner Viola n,It,H. dem von ihm im Jahre 1876 construierten Instrumente. Die Altgeige ist erheblich größer und voller als die gewöhnliche Viola, ein Mittelding zwischen Viola und Cello, ihre Größe ver. danlt sie jedoch nicht etwa dem Znsalle oder einer Laune, sondern den von Ritter aufgestellten Thesen nnd Nerech« nungen. Und dass diese richtig waren, beweist wohl der schöne weiche, volle und helle Ton. den Ritter seiner Geige zu entlocken versteht. Zwar ist der Ton gleichzeitig ein sehr starker, dem Cello verwandter, aber Hrrr R'lter zeigte uns, dass er mit seinem Instrumente auch da« zarteste Piano zu erzeugen weiß. so dass das naheliegende Bedenken, ob die Altgeige im Streichqnarletle wegen ihres starken Tones nicht etwa zu sehr sich vordrängen würde, unter der Voraussetznng verschwindet, dass der Tpieler die Fülle des Tones so herabzusehen versteht, wie dies bei Herrn Prof. Ritter der Fall ist. Der Charakter des Tones der Nltgeige ist, entspre-chend der tieferen Tonlage ihrer Seiten, mehr an das Cello als an die Violine erinnernd, und wenn das Crllo etwa den Bariton der Menschenstimme vertritt, so wäre die Viola Ma einem hohen Bariton vergleichbar, «Ja!» rief Hngh in aufgeregtem Tone ans. «Hinter dcn Stallungen befindet sich mi tiefer alter Zichbrnnnen. d^ssrn Wasser nicht mehr benutzt wird. weil es unrein ist. Kommen Sie; ich will Sie dorthin führen !» Und in großer Aufregung schritt der junge Mann dem Dctectiv voran nach der Rückseite des Hauses und von dort durch den g'oßen Hof. an welchem sich die Stallnngen befanden. Vor einem Zichbrnnnen. der von einem verfallenen Wetterhiwöchen umgeben war, blieb er stehen, «Jedenfalls müssen wir den Vnmnen durchsuchen lassen und sehen, ob wir nichts finden können, sagte der Detcctiv, und Hugh begab sich unverzüglich ins Haus. nm Leute für diese Arbeit herbeizuholen, nach« d^m cr sich überzeugt hatte, dass Warren in ihrem Zimmer sei und daher keine Ahnung von dem haben könne, was draußen vorgieng. Das Blünnrnhänschcn ' war bald abgcdrckt, und ein Mann wurde mit Haken nnd Stangen in cinrm Korb hinabgelassen, während Hngh nnd der Detectiv zur Seite standen nnd mit ängstlichlr Spannung dem Ergebnis des Suchmö zusahen. Die ganze Sc^ne halte etwas Eigenthümliches. Ls war dunkel geworden, und man hatte Laternen gebracht nnd rings nm den Vrmmenrand ausgestellt. Eine kurze Weil,' herrschte athemlose Stille; dann rief der Mann aus der Tiefe hinauf, dass er etwas gcflindln habe. und der Korb, in welchem er stand, wurde in die Höhe gezogen. Oben angelangt, händigte er Healp ein kleines, rtwa mer Zoll langes Päckchen ein. welches der Detectiu ins Hans trug. Hngh folgte ihm dahin und beobachtete ihn voll ängstlicher Span-nung. als er die Schnur, die ein schwarzes Stück Stoff umwunden hielt, löste. obwohl sie, wie ihr Name sagt, eigentlich die instrumentale Vertreterin der Altstimme ist. Ob sie, wenngleich schon jetzt in den meisten Orchestern Deutschlands eingeführt, berufen ist, die Viola aus Orchester und Streichquartett zu verdrängen, wird wohl erst die Zukunft lehren müssen; die größte Schwierigkeit scheint uns in der schweren Spielblllkeit des Instrumentes zu liegen, indem der Spieler der gewöholichen Viola, wenn er die Viola allH spielen will, dies erst erlernen muss. Wohl in Erkennt» nis dieser Verhältnisse einerseits und in Würdigung der Schönheit des Tones und der Verwendbarkeit desselben im Orchester hat sich die bairische Regierung veranlasst gesehen, eine Lehrkanzel für Viol» altg, an der Musik« akademie in Würzburg zu errichten und dieselbe Herrn Ritter zu übertragen. Herr Ritter spielte außer der Vach'schen Suite noch ein Recitativ und Andante au? 0p. 28 von L. Spohr und Roccoco (Pastorale und Gavotte) eigener Composi» tion, in ersteren seine wunderbare Cantilene. in letzteren seine Virtuosität in der Beherrschung der technischen Schwierigkeiten in glänzender Weise documentierend. . . Der äußere Erfolg, ben Herr Ritter und sein Instrument erzielten, war ein durchschlagender; stürmischer Beifall rauschte durch den Saal, und der Hervorrufe war lein Ende, so dass er noch das Lied Wolframs an den Abendstern aus Richard Wagners «Tanhäuser» zugab und dasselbe mit einem solchen Adel der Empfindung vortrug, dass sich der Beifallssturm kaum legen wollte. Nebst Hrrrn Rilter war es Fräulein Iosrfine Valentin, welcher das größere Interesse entgegen« gebracht wurde. Sie sang die Arie «Auf starkem Fittige» aus Haydns Oratorium «Die Schöpfung». Wir con« statieren mit Vergnügen, dass die Stimme des Fräuleins an Fülle und Schönheit gewonnen hat; ihre Coloratur ist rein und leicht, ihr Vortrag temperamentvoll, ihr Register in allen Tonlagen schön ausgeglichen; mit einem Worte, ihre Leistung verdient das vollste Lob. mit dem übrigens auch die Hörerschaft nicht kargte. Fräulein Valentin sang ferner Schuberts «Ave Maria» und Lassen« «Frühling», ersteres mit seelenvollem Ausdrucke und mit einem hübschen Uy22k voo«, letzteres mit Schwung und Feuer, so dass sie über stürmisches Verlangen und nach mehreren Hervorrufen das letzte Lied wiederholen musste. Das Streichorchester brachte außerdem Jean Vogts »Nachtgesang» und Julius Iellners Variationen über ein Thema Ioh. Seb. Bachs, zwei Compositionen, die uns schon vor ein paar Jahren zu Gehör gebracht wurden. Die Vogt'sche Composition ist eine anspruchslose Arbeit von stimmungsvollem, elegischem Charakter; die Zellner'sche eine schöne Studie des begabten Compositeurs, doch von dem Vorwurfe der Monotonie und ermüdenden Länge nicht ganz freizusprechen. Wenn so etwas Wirkung machen soll, bedürfte es einer weitaus stärkeren Besetzung. Im übrigen hielt sich das Streichorchester sehr an» erkennenSwert und brachte unter der Leitung Zöhrers auch das Detail recht verständlich zum Ausdruck. An° erkennend erwähnen wollen wir noch des Herrn Zöhrer, der Herrn Ritler und das Fräulein Valentin in ihren Solonummern mit feinster Discretion am Piano be« gleitet. Das Stück schwarzen Stoffes erwies sich, als es ausgebreitet wurde, als der Alrmel eiins Frauen, kleidrs. und als der Drtectiv den Zeuysehen ans der Tasche nahm. den er im G verschaffen, und dazu muss ,ch dcn ganzen Vorgang vor einem Gerichtsbeirath angeben und ihn bitten, mir den Hafts-befrhl auszustellen. Da Mr. Egerloi, s^ nahe bei der Sache interessiert ist. glaube ich. dass es besser wä>e. wenn ein anderer den Haftsbtfchl ausstellen würde. Wer ist der nächst? Gerichtkbeiralh?» «Sir Nalvh Lynwood von Lynwood-HaN.« «Dann will ich mich sofort zu ihm bea/bcn. Inzwischen müssen Sn' Warr.n scharf überwachen, damit sie keinen Vcrsuch machen kaun. uns zu entschlüpf.'», was sie gewifs wenigstens probieren würde, wenn s,e rine Ahnung von unseren Entdeckungen hätte. Sollte sie etwas Derartiges thun. so müssen Sie sie nnt Oewalt festhalten, denn mit diesen Beweisen in Hände-, dürfen wir es nicht zulassen, dass sie uns im lrhtcn Moment einen Strich durch die Rechnung macht. Wir müssen sie anklagen und übersühren!» (Fortsetzung folgt.) Laibacher Zeitung Nr. 23. 184 29. Jänner 1890. — (Requiem.) Morgen um 10 Uhr vormittags wird für die Seelenruhe weiland Sr. k. u. k. Hoheit des durchlauchtigsten Kronprinzen Erherzog Rudolf ein feierliches Requiem von Sr. Excellenz dem Herrn Fürstbischof Dr. Missia in der Pomkirche celebriert, an welchem sich die Vivil- und Militärbehörden betheiligen werden. — (Concert Slavjansti.) Unferem musil« freundlichen Publicum sieht in Kürze ein eigenartiger Kunstgenuss in Aussicht. t>ie auf einer Concert'Tourne'e begriffene russische Vocal»National>Kapelle des Herrn Tlimitrij Slavjansli d' Agrenjev, deren Auftreten überall Aufsehen erregte und die foeben in Wien mit glänzendem Erfolg concertiert, wird sich, wie man uns mittheilt, auch in Laibach höre» und sehen lassen, und zwar im Lause des kommenden Monates. Der Tag des Concertes wird demnächst festgestellt werden. Zweifels« ohne wird auch hier die russische Sängergesellschaft, deren originelle Nationallieder sowie die überraschend feine Ausführung derselben, endlich das farbenprächtige Vild, das die aus 50 Personen — Männer, Frauen und Kinder — zählend« Gesellschaft in ihren National-Co» stümen bietet, das Publicum überall enthusiasmiert haben, einem lebhaften Interesse begegnen, und machen wir auf dieses Concert besonders aufmerksam. — (Aus Nfsling) wird berichtet, dass der Buchhalter der lrainischen Industrie-Gesellschaft, Herr Adolf Keindl, Sonntag nacht« so unglücklich in den Feistritzbach fiel. dass er sofort todt liegen blieb. Herr Keindl war erst vor kurzem au« Deutschland nach Ass-ling gekommen. — (Todesfall.) Seit Jahren an einem unheil» baren Rückenmarlsleiden darnieder liegend, welchem sich in den letzten Tagen noch die Influenza zugesellte, ver» schied gestern nachts zu Maunitz der dortige Realitäten« besitz« Herr Anton Iersan — ein im Lande als vorzüglicher Oelonom und Obstzüchter bestbelannter Mann — im 76. Lebensjahre. Der Verstorbene wirkte seinerzeit als Ortsvorsteher von Maumh und Gemeinderath von Planina durch viele Jahre in der verdienstlichsten Weise und war überhaupt ein Mann, dem das Volks« wohl stet« am Herzen lag. — (Dr. Fon.) Au« Agram kommt uns die erfreuliche Nachricht zu, dass sich der Zustand des kranken Dr. Josef Fon sichtlich zum Besseren wendet. Die lange vermisste Ruhe wie die sorgfältige Pflege, die demselben in der Landesirrenanstalt zu Stenjevec sowohl von Seite der Aerzte wie nicht minder von Seite des Warte« personale« zutheil wird, wirkt auf dessen hochgradig erregtes Nervensystem derart wohlthuend, dass gegründete Hoffnung vorhanden ist, diese Capacität ihrem Berufe zurückgegeben zu sehen. — (Da« Hagelversicherungsgeschäft.) Wie man uns aus Trieft meldet, haben die i» den letzten Tagen dort zur Berathung über das Hagelversi« cherungsgeschäft versammelten Gesellschaften: «Riunione Adriaiica di Sicurtä», «Donau», «Phönix», Fonciere, Ungarisch.französische Versicherungsgesellschaft, beschlossen, den Betrieb des Hag/loersicherungsgeschäste« im Interesse der Landwirtschaft fortzusehen, jedoch in Hinkamst die Hagelversicherung nur in Verbindung mit der Feucr> Versicherung zu gewähren. Die «Assicurazioni Geoerali» hat bekanntlich den Betrieb des Hagelversicherungeschäftes eingestellt. — (Im deutschen Theater) findet heute ein lustiger Einacter.Ubend statt. Das Lustspiel «Die Schul» reiterin» hat am Hofburgthcater in Wien sowie aus den meisten deutschen Bühnen viel Gliick gehabt. In «Frühere Verhältnisse» und Versprechen hinterm Herd» tritt der beliebt« Komiker Gottsleben auf. — (Er trunken.) Am 24. d. M. gegen 4 Uhr morgen« schlich sich die an der Influenza erkrankte Besitzerin Margaretha Kovaöic von Grafenfeld unbemerlt aus dem Hause in der Richtung gegen den Rinnsee«Fluss und ertrank iu demselben. Die Leiche wurde bald darauf im Flusse gefunden. Margaretha Kovacic dürfte im Zustande momentaner Geistesstörung den Selbstmord be« gangen haben. — (KlagenfurterHandelslammer.) Der Handelsminister hat der Wiederwahl des Karl Ritler von Hillinger zum Präsidenten und des Leopold Ritter von Moro zum Vicepräsidenten der Handels» und Gewerbekammer in Klagenfurt für das Jahr 1690 die Bestätigung ertheilt. — (Generalversammlung.) Der Hilfs-beamten'Kranken« und Unterstühungsverein für Kram hält am 1. Febiuar abends um halb 8 Uhr in der Restauration «Weber» (Iudengasse Nr. 2) seine diesjährige Generalversammlung mit nachstehender Tagesordnung ab: Ansprache des Obmannes; Bericht des Secretärs; Bericht des Casfiers; Bericht der Revisoren; Wahl des Ausschusses; Wahl dreier Revisoren; Berathung und Ve« schlussfassung über den Antrag auf Aenderung der Sta« tuten und eventuelle Anträge. — (Aufgeld bei Zollzahlungen.) Der Finanzminister hat im Einvernehmen mit dem ungarisch?« Finanzministerium das Aufgeld für Iollzahlungen, bei denen statt des Goldes Silbermünzen zur Verwendung kommen, für den Monat Februar mit 17 Procent (gegen 1» Procent im Monate Jänner d. I.) festgesetzt. — (Unglücksfall.) Wie man uns aus Stein berichtet, gerieth am 23. d. M. der beim Besitzer Baloh in Kleinhrib bedienstet gewesene 12jährige Knabe Franz Vollar unter einen mit Fichtenästen beladenen Wagen und erlitt hiebei derartige Verletzungen, dass er auf der Stelle todt liegen blieb. Die Leiche des Verunglückten wurde auf dem Friedhofe zu Obertuch ein beerdigt. — (Die Voltsschule inSairach) musste wegen der unter der Schuljugend grassierenden Masern und Influenza zeitweilig gesperrt werden. Neueste Post. Original-Telegramme der «Laibacher Ztg.» Wien, 28. December. In der heutig»» Gemeinde-rathssihunq verwies Bürgermeister Prix in m^r vom Glmeindrrathe strhend angehörten Ansprache auf den Ausgleich, womit der jahrelange aufreibende Kampf zwischen zwei hochbegabten Nationalitäten beendigt sei. Jeder Patriot begrüßt dies freudig als Errungenschaft für die ganze Monarchie, welche nmlmehr alle Klüfte der Besserung der wirtschaftlichen und socialen Lage zuwenden kann. (Anhaltender Beifall.) — Der Vic^ Präsident des Herrenhauses, Fürst Schönburg, erhielt das Grohtreuz des Leopold-Ordens. — Der Änsschliss des Studenten Krankenvereines der Wiener Hochschulen beschloss einleitende Schritte zur Veranstaltung einer gemeinsamen Danlknndgebung anlässlich der Uebernahme des Vereinsprotectorates durch den Kaiser. Prag, 28. Jänner. Anlässlich der Neuwahl des Präsidiums der hiesigen Handelskammer gaben die Deutschet, die Erllärnng ab, sich an der Wahl derzeit nicht betheiligen zn können, hoffen aber. angesichts des Ausgleiches die bisherige Zurückhaltung baldigst aufgeben zu können. Der Vorsitzende begrüßte die Erklä-rung freudig, die baldige Beseitigung der Differenzen erwartend. Hin neuer Geist des Friedens und der Ein» tracht werde in die Kammer einzichcn. Ueber Antrag der Deutschen wurde ferner die Berathung über die vorbereitende Action für die Landeijubilmims-Ausstel« lung bis 12. Februar vertagt, weil angesichts des Ausgleiches die Betheiligung der Deutschm an der Aus-stellmiq nunmehr zu erwarten ist. Warasdin, 28. Jänner. Heute wurde das Todes« urtheil an dem Schuhmacher Georg Iedoaj, der seine 60jährige Großmutter beraubt und ermordet lMte. voll« zogen. Das an den Kaiser gerichtete Gnadengesllch war abgewiesen worden. Paris, 28. Jänner. Die «Ripiibliqne Franyaise» sagt, der denlsch.czechische Ausgleich sei eil, großes Ereignis für das deutsche und slavisch»: Oesterreich nnd ein grußer Erfolg für den Grafen Taciff«». Gelgrad, 28. Jänner. Die «Ngence de Belgrade» erklärt die Meldungen über angeblich feindselige Gc< simmngen in den Kreisen der Armee gegen die Regentschaft nnd die Regierung für grundlos. Massliuah, 28. Jänner. Der vom General Orero nach Adnc, unternommene Recognoscierungsmarsch ist vollständig gelungen. Die Bevölkerung nnd die Geist« lichlrit empfteng die Ankommenden mit Freude. Aus der Barmherzigergasse. Eine Stimme aus dem Publicum. Die letzten Tage lasen wir an den Gasseneckrn die Kundmachung des Laibachcr Stadtmagist rates angeschlagen, zufolge welcher der Gemeinderath beschlosscn hat, «dass von mm an das Fahren und Viehtreiben durch die Narmhcrzigergasse an Jahr« und Monatsmartttaa.cn nur nach einer Seite hin, nämlich von der Wienerstraße nach der Bahnhosgasse, gestattet ist» und dass Zuwiderhandelnde abgestraft weiden. Angesichts der vielen Vitten und Beschwerden in Angelegenheit der misslichcn Verlehrsverhältnisse in der Varmherzigergasfe, denen auch die »Laibacher Zeitung» wiederholt Ausdruck gegeben hat, und angesichts der vielfachen uns von einzelnen der Herren Gemeindeväter diesfalls m Aussicht gestellten Abhilfe, und da die im August und September übrige» Jahres infolge der Legung der Röhren für die neue Wasserleitung durch volle drei Wochen andauernde Absperrung der Barmherzigergasfe für jeden Wagenverlehr sattsam den Beweis erbracht hat, dass die Ab» sperrung der Gasse für den Nerkchr mit Wagen leine nennens« werte Störung bewirte, war die obige Verfügung des Gemeinde» rathes nur ein sehr matter Anlauf zu irgend einer Verfügung, die wohl in einem andern Maße geboten erschien und nur eine sehr schwache Berücksichtigung der Wünsche jener Eltern, deren Kinder die Uebungsschule, die neue Voltsschule oder andere An^ stalten besuchen. Allein es war etwas und man durste annehmen, dass die Beobachtung der getroffenen Maßreqel wenigstens bei dem ersten Anlasse werde überwacht werden. Doch dein war nicht so. Als ich heute, am 27., nach '/< über 12 Uhr mittags uon der Wiener, straße aus die Barmherzigergasse betrat, kamen mir, wie sonst an Jahr- und Viehmartttagen, Rinder, Pferde und Wagen ent-gegen, was auch ganz begreiflich ist, denn als ich an das Ende der Varmherzigergasse gelangte, wo diese in die Nahnhofgass-einmündet, war hier gar kein Pulizeimann aufgestellt. Auch nahm ich einen solchen nicht wahr, als ich um halb 'l Uhr abermals die Barmherzigergasse passierte und Scharen von Rindern durch letztere in der Richtung gegen die Wienerstraße getrieben wurden, auch mehrere Wagen, an deren Hintertheil Pserde angebunden waren. Da drängt sich dem unbefangenen Bürger denn doch die Frage auf. warum sich die Herren Stadtväter der Mühe eineS Beschlusses unterziehen, für dessen Durchführung bei dem ersten Anlasse nicht Sorge getragen wird. Einer aus der Varmherzigergasse. Nnssl'llimlnelle Fremde. Am 26. Jänner. Hotel Stadt Wie». Lcidmayer, Handl, Fiala, Lehman», ^ halsch, Stern, Manheimer, Atlas und Baschla, Kaufleute, Wien. — Nagy. Budapest. — Adelman de Calisi, Trieft. ^ Leither, Gutsbesitzer, Rann. — Ludwig, Merlsbeamter, M>' ßcnfels. — Gorup und Ritter von Cosulich, Fiume. — M" uun Garzarolli und Constantini, Trieft. — Zamolla, Privatier, Gradisca. Hotel Elefant. Low, Gabor, Deutsch, Bernhard, Reih, Trisl°, Goldhammer und Gelles, Kaufleute, Wien. — Pollal, H°"' delsmaun, Neumarktl. — Kramer, Fischt und Fischer, K«!' stadt, — Icllenc, Cilli. — Hubcr, Kfm,, Wischau. — VM, Bescher, Iasla. — Friedrich, Kfm., Peltau, — Mall,, M' Sagor. — Schober, Wolfsberg. — Mayer, Kfm., Graz. Gasthof Kaiser von Oesterreich. Scopin, St. Luigi. — Greffe«' ber^, Moqlie, Slabina, Dorncgg. — Vidmar und Vidrw Besitzer, Viqaun. Hotel Äaierischer Hof. Timonetti, Besitzer, Romans. — Ta^ nelli, Kaufm., Verona. — Bellati und Spasapan, Pfe"? Händler. Rouatto. — Vcnvenutti, Pferdehändler, Castelnuovo-— Nizjal, Ledcrer, Nassenfuß. — Doleniel. Müllner, 2«' touica. — Verhunc, Veldes. — Prauiconi, Besitzer, Udine. Hotel Siidbahllhof, Dauma». baierischer Ossicier, Ingolstadt."" ,'jilpet und Nebol, St, Kanzian. — Picman, Dobrova. ^ IMonsky, Iosefsthal. — Pardovan, Vusolyhelle. Pss ^rkelle. Den 2 ?. Iänner. Maria Pfeifer, Private, 52 I., Wie""' straße 13, ^arcinomH keMi». — Friedrich Kriznar. Canonic»^ 4!1 I,. Domplatz 9, Tuberculose. — Elisabeth Kuas. Illwoh' nerin, 80 I., Kuhthal 11, Marasmus. I »I Spit ale: Den 28. Jänner. Johann Cerar, Inwohner, 54 3" Lungenentzündung. — Josef Vrajar Inwohner, 72 I., Dar"" latarrh. Meteorologische VcobachtmilM iu ^aibach. ^ -ZZ ^Zt: 2Z m,^ «»licht >V"s " ^Z ßß^ Z3 des Himmel« ^ß TA. Mg.I 735 7 0 8^O, schwach beivollt ^ 2«, 2 . N. 736-1 6 a windstill heiter 0'^ 9 . A. 735 0 4-4 windstill bewölkt Morgenroth, dann wechselnd bewiillt, Sonnenschein. ^ Tagesmittel der Temperatm 3'7", um 24" über dem NorM«"' Verantwortlicher Redacteur: I. Naglic. 5 > Hl»rtln VVrpot««.«, WßrknckrsLlos in Irilail, > > llllknl, Xmclern «oor«, ^„«.«»n, «l»«il» ,il»> > > N«»»l« »»rinßen ?Mlm ^nß«l>0riss6n, ^r^urxion > > !>" mlic.klil;« 2 I^iclen im 46. L^lieo^akre ?.u »j«l, 1i«r»ss!»> Inll. > > Nie Leerclißunß lin6et am 2«. 6, U, vs»l->s,il' > » tan» um 8 Udr a>^s «lsm Ort8friel!i,c>st: i» Iii^ü > > 8tHlt. > > Oit! simian 8eel6nme»»6n weräen ^m 3len » > ^'eliruai- I, ^. vormittag» um 8 ^l^r in 6er ps»i's' > > »circle 7.,, IVilm, ßelogen. > D I^itkil llm 27. .lünner 1890. > ! Dalltsagung. ! Für die allseitigen Beweise herzlicher Thl'l' » nähme während der Krankheit und beim Tode unseM l llnvergesslichen Gattin, respective Tante, der Frau Misia Mcsctclj ! sowie für die zahlreiche Betheiligung am Leiche»' l begängnisse, dann für die vielen schönen Kranz" ! spenden sage ich hiemit allen meinen innigsten Dank, ! Laibach am 2<). Jänner 1880. Johann Mesctelj >__________________ Gastwirt. ^l W Für die uns ans Anlass des Ablebens »„sw's » mm i» Gatt ruhenden Gatten, Vaters, Tch!uie„!'l, > Groß- und Urgrosjvalels, dcS Herrn > Ilohann Klemenz > von so vielen Seiten zugekommenen Veileiböl'fzli- > lilinqcn, sür die zahlreiche Betheiligung am Leichen' » degän^nissc sowie für die prachtvollen Kranzspende" > sprechen wir unsern wärmsten Dank aus. > Die trällernden Hintclbliclieuell. __Mh»T jWto, in,, 23.__________________________________185__________________29.3änncrI1890. Course an der Wiener Börse nom 28. Jänner 1890. N°a, >>°m »ffi^»« «our««.,«« Oeld Ware Z^'^ttiche Ne.tte in Noten «8 55 «8>75 l^°r4^E.c.a.«l°!e'. .50 sl! .33'!!^^ N! ^" ' M'k 50« fi. 142 40,1429" '""" Sta°m°le , . 10« si. ,7«.ÜN ,77.^. "!trrr,N°te!>ren!r, steuerfrei , i„l'7N l01 90 ungcn. El!!<>wl,l>a!,, i,- l», steuersrei . ,.,o 40 ,L0 M> «°r^?^' 5^'' '" ^'brr . ,15 «0 No?« UN« Voldre.,... 4",, , , , . ,<,g 35 ,.'3 55 °. Wnu^hnit^l'l, Ob, inofl. I,',!.',» -- bl° !l'am.^.>i,w»fl.«.«!,. !z«5«<3«75 tdeii.i«« ^. . ^ "'ft ö,W, I8f.ko!,»^7k «">'«„ Lo,e 4 ,. !<>., st, lLe^U,ll!L5w Grid Warr Gnmdentl.-Olilinlltionrn (für IN« st. __ —.— 5"/n lemeser «axa! , . . . —>-. —-- 5"/« unssarische...... 88 »5 88 lb Nudcre ofscntl. Anlehen. Donau.Neg.-linse 5"/« 100 ff. . ,21-75 12250 dto. Nulcihc 1878 , . ion._ K,?-- Aulehen der Glad! G«rz . . i'il> Wien 14^ — 14« 25 Udrsenbau Nnlehe» herlo«, 5»/« »8'— 10N>. Pfandbriefe (für 10« fi.). Vodrncr. allg. «st. 4°/„ V. , . 116-75 117 2f> t»t!>. ' 4'///» . , . l0N-70 l«1kl' dt°. » 4"/„ , . . ft8'?5, <>875 dto. Präm-Hchuldverschr, 3°/^ ,<,8 25 '08 7,°> l?est, Hypothelenbanl 10j. 50«/„ inn. Van! uerl. 4'/,°/» . ln, 5" 1<>8 — dclto . 4"/,, , . 9? «0 lNN-2« detto 50jähr, » 4»/^ . . 99'8<>!l!> Tüdbahn il 8",,..... »47 .1« 148 — , il 5"/,...... 118 50 UN 8« Ung.^aaliz. Vcchn..... K'LW l<»2 4<< Diverse Lose (per Elüll) Creditlose 100 fi...... ,gz _. ,83 «llary.Lose 40 fi...... 5«.__ 59.. 4"/„ Donaü'Dllmvfsch. <»« ft. . >8N - ^»0 50 Laibnchrr Präm, Hlnlel,. 20 fl. z»4'— 24 5l» Osi'lier Lose 40 fi..... N, „. s.z.. Valffl, Lolc 40 fl...... 57-_, l.7-5.0 Rotden l»reuz, oft. Gel. v,. 10 fi. ,» ^s, ,9 <,c, «Udulph Lose IU fl..... ly.zy zs,5N Ot, Ve»ui«°Uose 40 fi, , , . gz... ,.st,^. Walbftliü.Lolc 20 st..... .,,«>; 4,«°, Windisch Gray Lose 20 fl. . . zi, Wiener l<»<> st. , . ,34 ?n 1^5 30 Äbncr..Anft, öst, 200 fl, O. 40"^ »,«' - ,°,20 - Crbl. «us!, f. Hand. u. «. ,«0fl. 32.<»'— 82 > 50 lirrbill!ll»l^ »lllg. ung, U00 fl. . 349 KU »50 b<» LepuNtcnbanl, «llg. 200 st. , 205— 2<»U - «0 ft, . 59,!'—«00 — Giro », Casio»«,, Aii'iis, « HVpothelenb., öst. »cXü't, 2.°>"/„ il, 7, 50 — — Geld Ware Länberbaül, osl, 20« fi, . . . «38 80,88«« Oesterr,°ungar, Van» «0N fl. . S3L — ^34 — Unillnbllnf 200 st...... «61 10 !!na!!. «llhn 200 fi. V, »08 5<> »03l>« Uül,m. ')iolbbllhn 150 fl. . . . 2l7 «5. «,8 25 . Weslbllhn 200 fi. . . . 334 — 33« — Vulchtiehrllder Eis. 500 fl, IVl. l0»5 ,045 dto. (lit. «.) »NO fl. . «5 — «IS-— Donau - Dllmpsschifffllhrt - «,s,, Oesterr. 50« fi, ÜM. . . .»80 — 38«- DrauEil, (N.-Db,°Z.) 200 ss. D. ,»8 5<» 20« ^« DupÄobenb. «is..«. »N0fl. E. — - - — Ferdinand« Nordb. 1000 fl.HM, 2607 2!>13 ValLnrI l!>,dw,-«, 200fl,» »»4 75 Llo>idM.'UNll.,Trn!i9? — dll>. (lit., U.) 2«U fl. E, . «l«75L2t 25 Prnn Dilfer ltisenb. 150 fl. Silb. 6? 5oi «» — i«lit>olpl! Val,» 200 st. Sillier .-------!------ Ntaatecisenbatin 200 fi. Eilber l«4 «5 214 75 Kiidbal,» 2«« st. Vilber . . . 136 75 137 «5 Lüd «orbd.Vcrb. Ä,2«Nfl.»0Nfi 3 198 5« <94 — Inbnstrle«0 st, . , vn-z« 97 — Montan-Gesell., ofterr, - alpine «1,9,,,,,^ Präger Eise» Iub,-Ves, »00 st, 4,« 5» 42 >- — Lalao larj, Birinlohlen 80 st, 437 - 489' — «Nchlöglmiihl», Papiers, 200 fi, 20« — 210 -- «Kteyiermlibl».Papiers.u.U.»«. 188 — ,89 — Trtfailer »olilenw.-Ves, 70 fi. . 146 5« 147'zy Waffenf.ü>,,OeN inWlenlwfl. 4,0-— 425 — Wagaon-ljeihanft,, «llg. ln Pest «0 fi......... 85-50 88 70 Pari«......... 46'77z 4« »2, Valuten. Ducaten........ l-5? b-59 20ssranc« Ltülle..... »-86^ »«8 Deutsche Reichsbanlnolen , . »7«? 57 75 PapierNubcl...... < 29! 1 29«, Italienische «anlnoten vor und nach dem Wochenbette, Blutarme, Bleichsüchtige etc. (|| R 1 halset aaa.lt '/4 ICllo Inlialt lcostet 3O kr. ^ g Zu haben bei ^ \ Ubald v. 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B^irksgericht Tber^ Z^ '" der Ex^clitionssache der Lilian dusche in Lalbach c,eqen Ursxla dem ve/s? 5'°lZ' 24015. behändigt. ^awach am 14. Jänner 1890, N?1)^ N"r?8591? Uebertragunff ezecutiver Feiibietung. Grca?r «^^" ^"lnchen des Herrn ae 3u /^ "°" ^as die mit di-s- 18«3 !' November und II. Deaml'e, tun«., ""beraumten executiven sseilbie-ul7 ' ^" d«" Anlon N«cnit v'n M^ laa. z^.^'g'" N'alilät Grundduchz.Ein-Mttule f"'^ '^^ ^^ Catastralgemcinde iii. März und den ^. 21. April 1«90. unt^ ^"'"«as vl)» 11 bis 12 Uhr. "bmra^. ^"^"^ d" Vorbescheids (403) '^^ ic^r n Oklic (no i l0'tbl 'Ianeza Pelei>n«la i/ (Jojzda (LT- J üvcarji) pmti poseslnikom i/ neioT, ?arat1i Pf'^nanja lastnine do obfiS f paPcele ^1-264 kHlaslralne obravna^i^^je-kngsana inSeie4n(ebrUVarjaU- siezn n eznano Kie bivajoöemu .la- °»nan Sa?U,i!8 (ioj/'f|a PO»lavil Jožef in se t kuralorjem ad acl.um G '"u doslavil tožbeni odlok. (^ri "rw ärajno 80(lisf'e v Kraniski "ie ^7. januvarja 1890. (279) 3—2 Nr. 30 981. Curatorsbestelluntt. Den Josef und Johann Hribar, beide aus Daljnaoas, ist über die Klnqe des Franz Slarc von Äavnassorica ans Aner-kemulnst der Elsihüng dl:to. ltisitzung der Realität aci 1.) Einlage 91 der Eala> stralgemnnde Pobborit; »6 2.) Einlage 211 der Eatastralgemeinde Gimprl: aä 3) Einlage 89 der Eatastralgemeinde Gimpel; :»