rscheint wöchentlich sechsmal (mit Ausnahme der Feiertage). Schriftleitung n!'C a ^crwa^unß Buchdruckerei (TcL Nr. 2024) Maribor, Jurčičeva ICa * Manuskripte werden nicht retumiert. — Anfragen Rückporto beilegen» »XXXXxXXXV.. ,.A\Xn n d s o r, in welchem behauptet wird, der ^rzog von Windsor werde nach erfolgter Zermahlung mit Frau Simpson nach PHU üdelvhia reisen, wo er sich ständig nieder« .“'len werde. Der Herzog habe sich bereits ur den künftigen Wohnsitz interessiert, ©ei* "k Wahl fiel angeblich auf ein Schloß bei ^altimore. Eigentum einer Frau Summer ^Parker. P. T. Inserenten der »Mariborer Zeitung", Achtung« Verwaltung der »Mariborer Zei-lUnR« erlaubt sich den gesch. Inseren-en folgendes bekanntzugeben: 'j. ^ m die Buchhaltung zu entlasten und Je Geschäftsabwicklung zu beschleuni-flio' ln Ankunft die Gebühren für iln ^n^oltung kleiner Anzeigen bei rr Bestellung zu erlegen. k!r^r ^Ic Sonntagsnummer iverden Anzeigen bis spätestens Freitag 111 18 Uhr in der Verwaltung des Blat-6$ nnZenommen. na^nJraRen ist eine Geführ von 3 Di-r lr> Pnstmarken beizulegen. de "v ^orresP°ndenzen' die im Wege . erwaltung vor sich gehen, ist eine r von 10 Dinar zu erlegen. DIE VERWALTUNG DER MARIBORER ZEITUNG«. Der Aufbau des italienischen Faschismus Aus dem Bericht des Generalsekretärs Starace / Parteizugehörigkeit obligatorisch für Staatsbeamte R o m, 9. März. Der Große Faschistenrat unter dem Vorsitz M u s s o l i n i s ist gestern spätabends neuerdings zusammengetreten und hielt eine mehrere Stunden andauernde Beratung ab. In dieser S'tzung berichtete der Generalsekretär der Partei. S t a-r a e e, über den Ausbau und die Organisation der Partei. Rach diesem Bericht zählt die fasch stische Partei Italiens augenblicklich 2.027.400 Mitglieder. In den akademischen Verbänden der faschistischen Partei sind 74.630 Studenten erfaßt. Die Jugendorganisationen des Faschismus zählen 1.270.000 Mitglieder. Der Duce umriß sodann die Richtlinie» der Partei und belobte die Tätigkeit der Faschisten simmhl im Kriege wie im Frieden. Trotz der Mitgliedersperre, die für die Faschistische Partei »ach nste vor gilt, wurde der Beschluß gefaßt, daß alle italienischen Bürger, die sich beim Feldzuge in Abessinien Verdienste erworben haben, in die Partei aus^ kommen werden. Ebenso müssen in Hinkunft alle Beamten des Staates Mitglieder der Partei sein. Wer bis 1. April h. I. nicht in die Partei eintritt. verliert seinen Posten und damit jeden Pensions- und Abfertigungsanspruch. Der Faschistenrat befaßte sich sodann mit der Frage der Korporationen und deren bisherige» Erfolgen. Mit Rücksicht auf die vergrößerten Bedürfnisse des italienischen Imperiums müssen die Korporationen jedoch ihre Arbeit vertiefen, um den Anforderungen ganz zu entsprechen. Neue Forderungen der Arbeiterschaft an Bium Die Gewerkschaften fordern Lohn- und Gehaltserhöhungen / Der 1. Mai soll obligatorischer Staatsfeiertag werden P a r i s, 9. März. Ministerpräsident Leon Blum empfing heute im Beisein des Innenministers Marx-Dormov e»ne Abordnung der Allgemeinen Gewerkschaften unter Führung von J o » h a u x. Die Deputation richtete an den Ministerpräsidenten die Forderung nach Erhöhung der Löhne im Parallelverhältnis zu den anstei- genden Lebensmittel- und sonstigen Preisen. Gleichzeitig wurde auch eine Erhöhung der Gehälter der niedere» Staatsbediensteten gefordert. Am Schluß richtete sie an den Regierungschef die Forderung, den 1. Mai durch ein besonderes Gesetz zum obltgalori-schen Staatsfeiertag proklamieren zu wok-len. England forciert die Weftpaktverhandlungen Eine Initiative Englands, gegen die sich Belgien sträubt / Der Sinn der englischen Initiative London, 9. März. Zwischen den Staatskanzleien in London und in Brüssel sind auf englische Initiative augenblicklich Verhandlungen im Zuge, die sich aus die belgische Unabhängigkeit und deren Sicherung beziehen. Die englische Regierung hat sich nämlich bereit erklärt, entweder allein oder zusammen mit Frankreich die Grenzen Belgiens für den FM eines unverwarte-ten und nichtprovozierten Angriffes zu garantieren. Zu diesem Zwecke sei es Mer nötig, daß periodisch gemeinsame Sitzungen der Generalstäbe stattfinden, Die belgische Negierung wehrt sich gegen eine solche Politik, da sie geeignet sei, die Unabhängigkeit und vor allem die Neutralität Belgiens in Frage zu stellen. Ministerpräsident Van Zeeland wird, wie in diesem Zusammenhänge verlautet, demnächst nach London reisen, um sich mit dem Foreign Office weiter auseinandersetzen. In London verlautet, daß die Verhandlungen mit Belgien gegenstandslos werden würden in dem Augenblick, wo die Verhandlungen über de» neuen Locarno-Pakt erfolgreich beendigt seien Bürgerliche Wahlsiege in der Schweiz B e r n, 9. März. Die Blätter befassen sich noch immer mit den im Kanton Waadt am Sonntag abgehaltenen Wahlen zum Großen Rat (Kantonsparlament). Diesmal standen alle bürgerlichen Parteien geschlossen, den vereinigten Sozialdemokraten und Kommunisten gegenüber. Die bürgerlichen Parteien haben nach den bislang gezählten Ergebnissen einen.Durchschlagenden Erfolg errungen. In Lausanne, der Hauptstadt des Kantons, sind alle 29 Kandidaten der nationalen Liste und kein einziger Marxist im ersten Wahl-gang gewählt worden. Dasselbe gilt von Vevey am Genfer See und von Montreux, wo die Bürgerlichen 7 von 9 Sitzen eroberten, während die Sozialisten, die fünf Sitze beanspruchten. leer ausgingen. Der Kriegsdienst der Sowjetfrauen. Moskau, 9. März. In Moskau wird soeben der internationale kommunistische Frauentag abgehalten. Der Zentralausschuß der Kommunistischen Partei hat aus diesem Anlaß an die Frauen der Sowjetunion einen Aufruf erlassen, in dem sie aufgefordert werden, vor allem an die Kriegsbereitschaft der Sowjetunion zu denken. Die „P r a w-d a" betont, daß schon eine große Anzahl von Frauen zu Piloten. Tankführerinnen, Ma-schinengewehrfchützen und Reiterinnen aus- gebildet worden sei. Am weitesten fortgeschritten sei die Ausbildung der Frauen für die Handhabung der Kriegsindustrie und des Eisenbahnwesens, wo im Falle eines Krieges die Männer fast' völlig durch Frauen ersetzt werden sollen. Genfer Rohstosflomunssion. Genf, 9. März. Die Genfer Rohstoff-kommission. die gestern zu ihrer ersten Sitzung zusammengetreten ist, hat den Schweizer Bnndesrat S t u ck y zu ihrem Präsiden ten gewählt. Die erste Sitzung war lediglich Prozedurfragen gewidmet. Zum Vizepräsidenten wurde der Belgier G e r a rd gewählt. Der französische Vertreter Eharles R i st wird morgen, Mittwoch e ntteffen. Nachmittags fand eine allgemeine Aussprache statt, in deren Verlauf der englische Delegierte Frederic Leith-Roß das Wort e-r-grif. Danztg _ politischer Transformator im Osten. W a r s ch a u, 9. März. Die Politische Telegraphenagentur meldet: Der neue Völkerbundkommissär für Danzig. Dr. B u r k-Hardt, gab der „Gazeta Polfka" eine Erklärung ab, in der er u. a. sagte, Danzig spiele in den gegenwärtigen politischen Strö murigen die Rolle eines Transformators zwischen zwei großen Nationen. Die Freie Stadt Danzig habe die historische Mission, den nachbarlichen Beziehungen Deutschlands und Polens die Wege zu ebnen. „Ich habe mich entschslosier^:' erklärte Dr. Burkhardt, „der Freien Stadt Danzig ihre Mission zu erleichtern." Um Indiens Verfassung. London, 9. März. Die „M o r n i n g P o st" berichtet, Laß die neue Verfassung für Indien, die ani 1. April H. I. in Kraft treten sollte, erst zu einem späteren Zeitpunkt in Kraft treten würde, und zwar nach einem weiteren Jahre. Schuld daran seien die indischen Fürsten, die in ihrer Sorge um den Umfang ihrer Souveränität gewisse Vorbehalte angemeldet haben. In Palästina gährt es weiter. J e r u s a l e m, 9. März. Die kurze Pause in den Kämpfen zwischen Juden und Arabern ist wieder durch eine Reihe von Gewaltakten und Angriffen unterbrochen worden. Die Araber halben nämlich in den letzten Tagen ihre Angriffe auf jüdische Autobusse und Häuser verdoppelt. Diese Gewalthandlungen werben neuerdings als Beweis dafür ausgelegt, daß zwischen den Arabern namentlich im Süden Palästinas eine neue Bewegung ausgebrochen ist. Seehunde in der Elbe. H a m b u r g, 9. März. Das Winter-netter und der anhaltende Sturm haben eine große Anzahl von Seehunden in die Elbemündung und in die Deutsche Bucht getrieben. In der Dämmerung kann man Deutlich vom User aus das Schnauben und das Schrien der Tiere vernehmen, die sich an dem Fischreichtum der unteren Elbe gütlich tun. Börse Zürich, 9. März. Devisen. Beograd 19, Paris 20 London 21.3975 Newyork 438.50, Mailand 23.07 Berlin 176.15 Wien 79.10, Prag 15.29. Unterstützet die fintituberkulosenliqa Die Amendements der Regierung Wichtige Bestimmungen des Finanzgesetzes B e d g r a io, 8. März. Die Regierung hat | Laut Tarifnuinmer 58 des Taxgesetzes wird in der heutigen Sitzung der Skupschtina ih- die Taxe für das Dekret über die Erteilung re Amendements finanzpolitischen Charak- der S t a a t s b n r g e r s ch a f t von 400 ters eingebracht. Das Finanzgesetz enthält auf 1000 Dinar erhöht. Gleichzeitig wird eine ganze Reihe von Ermächtigungen so-, bestimmt, daß Jugoslawen nach ihrer Stain- wohl für den Ministerrat als auch für die meszugehörigkeit und Sprache, eingewandert einzelnen Ressortminister. Die wichtigstem und in einer Gemeinde Jugoslawiens lebend, Bestimmungen des Finanzgesetzes lassen sich, wie folgt zusammenfassen: Dir .Höhe des Staatsvoranschlages wird mit 10.910 Millionen Dinar bemessen. Bei der Ermächtigung des Fmomzmuti-stcrs zur Herausgabe von Kassenscheinen wird die Heraubsetzung der Gesamtsumme von einer Milliarde auf 500 Millionen Dinar bestimmt. Dem Unterrichtsminister wird eine halbe Million Dinar als Betriebskapital für die Prämien der Verfasser einheitlicher Lehrbücher usw. bewilligt. Aus Grund einer besonderen Bestimmung des Finanzgesetzes wird ein Fond für den Ankauf, Bau und Ausbesserung staatlicher Gebäude errichtet. Der Fond ist dem Finanzminister unterstellt. Der Finanzmini-tter wird ferner ermächtigt, 2 Millionen des Reingewinnes der Staatlichen Hhpothekar-bank für den Bau neuer Gebäude für Steuerämter zu verwenden. Im Art. 18 werden die Worte „auch für, das Steuersahr 1937" wie folgt abgeändert:! „. . . nicht nur für das Jahr 1937, sondern; auch für 1938." Hinzugefügt wird ein neuer Punkt, der wie folgt lautet: j „Die Grundsteuer für den Bodenertragj beträgt im Jahre 1937 10 Prozent vom reinen Katastralertrag." Jnr Paragraph 59 des Gesetzes über die d irekten Steuern wird folgende Bestimmung neu eingeschaltet: „Kleine Gewerbetreibende, die ausschließlich handwerklich (ohne Maschinen mit Antrieb) mit maximal zwei Gehilfen auf Auftrag und nicht auf Lager arbeiten, zahlen auf Rechnung der Steuer im Jahre: in Orten bis zu 5000'Einwohnern, wenn sie feine fremden Arbeitskräfte benützen, 80 Dinar, im Falle der Beschäftigung eines Gehilfen oder Lehrlings 100 Dinar und für den Gehilfen noch 150 Dinar; werden zwei Gehilfen beschäftigt, so erhöht sich der Betrag auf 120 Dinar und sc 60 Dinar pro Gehilfen; in Stählen von 5000 bis 10.000 Einwohnern 120 Dinar (bzw. 140 und 70 Dinar) und in Städten mit 10.000 bis 20.000 Einwohnern 200 bzw. 220 und 110 sowie 240 und 120 Dinar. Unter den Amendements der Regierung verdient besonders die Abänderung des Art. 0 des T a x enge s c tz c s erwähnt zu lvcrden. Der Betrag wird von 109.000 auf 50.000 herabgesetzt. Dies bedeutet, daß 'E r b s ch a s t e n im ersten Glied, wenn sie 50.000 Dinar nicht übersteigen, taxfrei sind. Diese Bestimmung gilt jedoch nur für Landwirte. Als solche werden nur diejenigen Personen angesehen, die sich ausschließlich von der Landwirtschaft ernähren, dabei aber keinen anderen dauernden Beruf oder irgendwelches Einkommen haben. Laut Tarif 1 des Taxengesetzes werden die T a x e n f ü r E i n g a b e n. A n s u ch c n usw. von 5 auf 10 Dinar erhöht, die Taxe für Beilagen und Eingaben, Gesuche usw. von 2 auf 4 und die Taxe für Beschwerden an die Adressen höherer Instanzen von 20 auf 40 Dinar. Tie Tarifnummer 12 des Taxgesetzes wird im Anfang wie folgt geändert: „Für Kauss-rntfc Verkaufsverträge wird die Taxe dem Mrt entsprechend erlegt, und zwar für den 0-'m und Verkauf von beweglichen Gütern 1 Prozent, für den Kauf und Verkauf van Liegenschaften 4 Prozent, für amtliche Dokumente darüber 10 Dinar. Verringert oder vergrößert sich das Objekt im Laufe der Dauer einer Taxperiode und verringert oder ver-orößert sich der Verkaufswert der Realität, so kann die Partei eine neue Schätzung verlangen, wenn diese Erhöhung oder Verringerung mehr als 50 Prozent eusmacht." In der Tarifnummer 55 des Taxgesetzes «Taxe für R c i s epäs s c) wird eine Abänderung vorgenommen, und zwar: „Für die Zeit von einem bis zwei Jahre 200 Dinar. Das Finanzgesetz bestimmt fluch_ neue Taxen für Reisepässe sowohl für die einmalige, als auch mehrmalige Reise, ferner für einzelne und gemeinsame Pässe. nur 400 Dinar entrichten. Diese gleiche Ermäßigung gilt auch für alle anderen Sla- auf die Lehrerschaft: Heiratet eine Lehrer«', einen NichNehrer, so verliert sie ihren Dienst. Hat sie aber bereits das Pensionsrecht erworben, dann erhält sie eine Abfertigung in der Höhe eines einjährigen Gehal-tes. Der Innenminister wird ermächtigt, eine Verordnung mit Gesetzeskraft über die Z e n s n r d e r F i l m e zu. erlassen ‘ | Der Ministerrat wird ermächtigt, eine Mi* ! nisterialverordnung mit Gesetzeskraft über die A r b e i t e r k a m m e r n zu erlassen. : Mit dieser Verordnung wird das Gesetz über den Arbeiterschutz annulliert, msoweit cs sich auf die Arbeiterkammern bezieht. Der Ministerrat kann ferner die Pensionsversicherung der Privat-a n g e st e l l t c n auf Grund des Organisationsgesetzes der Pensionsanstalt in Ljubljana auf das ganze Staatsgebiet erweitern-Die Verordnung über die Liquidierung der Bauern schulden wird insoweit abgeändert, als bei Schulden über 500.000 der Schutz nach der Verordnung für die Schuld bis 500.000 Dinar gilt. Den ließei-schuß können die Gläubiger eintreiben. Hc> G r- Verlegum 6er brMWen FlottmmcmWer wegen Minengefahr am öem MMelmeer in den Atlantik Wstl ^Schließlich Wight der Ministerrat zur ansqabe der.neuem.p o h i't i s ch e n N fA‘cngapore mit der Bitte, sie sofort an einen anderen Freund in Sydney witerzu-senden. Auf diese Weise wanderte die Postkarte von einen Bekannten zum anderen rund um die Welt und gelangte nach 110 Tage wieder in die Hände von Herrn Doung. Die Weltreise der Postkarte kostete, an Porto etwa 2 Marf. !, ist stets auf dem Tosten bei Macht und Mebelf bei Sturm und Regen. Vor ir* kältung und Wtlüdlgkeit bewahren ihn PALMA PALMA-OKMA SOHLE O Q Bei jedem Schuhmechermeister erhehiieh t Kontrotttermin weiter aufgeschoben Deutschland will den Beitrag zu den Kontrollkosten nur in Reichsmark bezahlen / Französische Meldungen über italienische militärische Maßnahmen zugunsten Francos L o n d o n, 8. März. Reuter berichtet: In der Sitzung der Subkommission des Lau doner Nichteinmischungsausschusses, wurde der Antrag angenommen, daß als Endtermin für den Beginn der Land- und Seegrenzenkontrolle in Spanien der 13. März bestimmt werbe. Diesen Antrag stellte der Franzose C o rbi n, der gleichzeitig den Vorschlag machte, man möge aus Gründen der Courtoisie auch die beiden kriegführenden Parteien in Spanien über diesen Beschluß in Kenntnis setzen. Die beiden Anträge wurden angenommen. Die Frage der Zahlung der Beitragskosten Deutschlands, die 16 Prozent ausmachen, ist noch immer nicht geregelt, da sich Deutschland weigert, auch den kleinsten Teil an Kosten in Auslandsdevisen zu zahlen, sondern ausschließlich in deutscher Währung. Diese Haltung Deutschlands bringt angeblich den ganzen englischen Plan in Gefahr, da es sich ereignen könnte, daß Frankreich, Sowjetrußland und Italien mit dem gleichen Standpunkt kommen. Die englische Presse schreibt teilweise von einer deutschen Obstruktion gegen die Kontrolle im Londoner Ausschuß. Paris. 8. März. Der „A m i du P e u p I e" berichtet ähnlich wie die übrigen Informationsblätter über neue italienische militärische Maßnahmen zugunsten des Generals Franco. Das Blatt läßt sich aus Lugano berichten, daß man nach dort eingelangten Informationen aus Rom ita-lienischerseits beabsichtige, ein neues „Expeditionskorps" für Spanien zu bilden. Dieses Korps soll den Endkampf in Spanien zugunsten des Generals Franco entscheiden. Zahlenmäßig würde dies die größte Expeditions-ormee sein, die bisher nach Spanien entsendet worden sei. Das Blatt behauptet, die Italiener würden Franco vier Armeekorps zu je drei Divisionen schicken. Mitteleuropa, eine sittliche Roiwendigkeil" Eine Kundgebung des tschechoslowakischen Ministerpräsidenten Dr. HodZa systeme in Mitteleuropa muß Mitteleuropa als Träger der Zivilisation aufscheinen, so ■ntte es sich die kulturelle Demokratie verstellt. Die Tschechoslowakei steht auf dem 'Standpunkt, daß es jede Bedrohung seines gesellschaftlichen Zentrums von rechts cd er von links ablchnen werde. In seinen internationalen Beziehungen will es allen ideologischen, faschistischen oder kommunistischen Kämpfen fern bleiben. Nicht nur politisch, sondern auch ideologisch müsse es zur Wahrheit werden, daß Mitteleuropa den Mittel* europäern gehört. In Mitteleuropa geht es nicht um wirtschaftliche Annäherung, ändern auch um eine kulturell zivilisatorische Zusammenarbeit. Es geht um ein neues kul turelles Mitteleuropa. P r a g. 8. März. In der tschechoslowakischen Landwirtschaftlichen Akademie hielt gestern Ministerpräsident Dr. H odLa eine Rede, in der er auch auf die mitteleuropäische Frage zu sprechen kam. Dr. Hodža erklärte u. «., daß nach sieben Jahren Krise in Mitteleuropa langsam dieses Gebiet die wirtschaftliche Erkrankung überwinde. Bei der Erweiterung der Möglichkeiten des Handels in Mitteleuropa haben wir kein Interesse, daß Deutschland ausgeschaltet wer de. Es ist nicht unsere Aufgabe, die politische oder die ideelle Orientierung der anderen mitteleuropäischen Länder zu kritisieren. Das Prinzip der Nichteinmischung ist keine diplomatische Formel, aber die vollständige Toleranz als Voraussetzung der guten Nachbarschaft. Trotz der verschiedenen Regiermtgs Frühjahr und den Sommer nur unwesentliche Aenderung«n im Schnitt durchgemacht hatte, so wurde dennoch bewiesen, daß es viele Neuhei en gibt, deren Wert in der guten geschmacklichen Ausrüstung liegt. Aus 4e*u luimd i. Ein Denkmal für die Brüder Stefan und Anton Stobie wird demnächst in Tre-barjevo bei Sisak, dem Gburtsorte des Ideologen und des politischen Führers der kroatischen Bauernbewegung. enthüllt werden. i. Tod eines bedeutenden kroatischen Folkloristen. In Zagreb ist der bekannte Folklore-Forscher Prof. Vatroslav 9t o ž i č int Alter von 80 Jahren gestorben. i. Das Oppositionsbrot schmeckt ihm nicht. Wie kürzlich berichtet, sind die beiden auf der MaLek-Liste gewählten serbischen Abgeordneten Zdravkovi« und N i k o l i 8 in die Skupschtina eingetreten. Am 8. d. erschien in der Skupschtina plötzlich auch der Abg. Gjoka Pc rovi«, der ebenfalls auf der Liste der grundsätzlichen, die Skupschtina negierende Opposition gewählt worden war. Auch er erklärt, „dem Willen seiner Wählerschaft" gefolgt zu sein. Damit habe sich Petrovi« aus der Demokratischen Partei ausgeschlossen und Davidovi« lehne es ab, ihn überhaupt zu empfangen. i. Das Wetter an der Adria. Wie am 8. d. aus Dubrovnik berichtet wurde, betrug die Temperatur des Meeres ebenso wie jener der Luft 15 Grad Celsius. t. Der italienische Dampfer „Etna", der bei der Insel Dugi Otok auf ein Riff aufgelaufen war und bis zum Wrack beschädigt wurde, ist nun im Sturme vollkommen gesunken. i. Selbstmord eines verzweifelten Familienvaters. In Zagreb hat sich der 43jährige Metteur der „Narodne Novine", Leo E r-Bežni!, in einem Moment seelischer Depression vom Balkon des Hauses Aleksandrova ulica 75 in die Tiefe gestürzt und starb bald nach Einbringung ins Krankenhaus. Erbežnik hinterläßt acht unversorgte Kinder und die hochschwangere Witwe. i. Der Prozeß im Selbstmordfall Mila Dimitrijevi« hat am 8. d. in Beograd begonnen. Ing. Stojanovi« verteidigt sich damit, daß er die Verstorbene nicht zum Selbstmord verleitet habe, da sich M'-Ia Dimitrijevi« aus freiem Willen erschossen habe.. Der Prozeß wird mehrere Tage dauern Berliner Modeschau Berlin, Anfang März 1937. Die Wirtschaftsgruppe der deutschen Bekleidungsindustrie lud einen größeren internationalen Kreis zu einem Tee in das Hotel „Esplanade" ein, um die neuesten Schöpfungen der deutschen Mode vorzuführen. Frau Hella S t r e h l. die charmante Leiterin des deutschen Modeinstituts, führte ihre Mannequins zuerst in einer geschlossenen Gruppe vor. damit man vor allem die Reichhaltigkeit der Farben, die Heuer die Frühjahrs- und Sommermooe beherrschen, gleichzeitig auch Linie uiid Form miteinander vergleichen und die Modeschöpfungen so vor sich sehen konnte wie sie sich in Wirklichkeit repräsentieren. Eine Symphonie von neuen Farben, von denen vorwiegend königsblau und rauchblau neben gelb und grau gezeigt werden, wurde dem Publikum vorgeführt. Frau Strehl gab in ihren Erläuterungen bekannt, daß das Detail am Kleid wieder größere Bedeutung erhalte. Posamente und Stickereien werden immer moderner. Wie jede Modenschau, so sorgte auch diese für eine kleine Uebcrrüschung. Ein Abendkleid mit einer ganz vorsichtig angeoeuteten Einreifen-Krinoline wurde gezeigt. Ter faltige Rock erobert immer mehr und mehr die diesjährige Mode. Bei allen Vorführungen herrschten die schönen Farbeueffekte vor. Man sah königsblaue Hüte und rote Komplets. Unter den Hutmodellen fiel besonders ein Panamazylinder auf. während sonst sowohl die kleinen, als auch die großen Hüte getragen werden. Bei den Sportkleidern wurde der Hosenrock durch Knickerbocker ersetzt. Die reichhaltigen Stoffe warm durch eingefärbte Muster uiid Perlenstickereien effektvoll unterstützt. Wenn die Exportmodenschau in Berlin auch zeigte, daß die Mode für das lu. Todesfälle. In Ljubljana verschieden der Schuldirektor i. R. Johann L c v e c int Alter von 82 Jahren und der Hauptmann 1. Klasse i. R. Eduard -D c v, in Cerklje bei Kranj dagegen der Oberlehrer i. R. Franz Zaman itn Alter von 85 Jahren. lu. Msgr. Tomo Zupan i’. Die Le che des Montag früh im hohen Alter von 98 Jahren verstorbenen insistierten apostolischen Protonotars Msgr. Tomo Z u p a n wurde zunächst im Flur seines Schlößchens nt Okroglo bei Kranj aufgebahrt und dann nach der Pfarrkirche in Naklo überführt, wo Dienstag vormittags ein Trauergottesd' enjt zelebriert wurde. Die Leiche wird sodann ! nach Ljubljana überführt und im dortigen Alo'sianum aufgebahrt werden. Die Beisetzung erfolgt Mittwoch nachmittags um 15 Uhr. Der Dahingech'ebene war auch päpstlicher Geheimer Kämmerer und Ehrenbürger der Stadl Ljubljana. Er wurde mit dem St. Savaovden 3. Kl. ausgezeichnet. Für das feierliche Leichenbegängnis werden große Borbereitungen getroffen. tu. Ein prominenter Gast traf Montag in Ljubljana ein. Es ist dies der Polnische Ge- j neralkonsul in Zagreb Viktor Stefan P o I, der unlängst seinen Posten bezogen hat. Montag veranstaltete der Verein der Freunde Polens ihm zu Ehren einen Toeabend. tu. Ein Sntfonpostamt wird als Filiale des Postamtes in Rateče während der Win-tersportveranstaltungen in Planica aktiviert, Heuer am 14. und 15. Ib. Die. Filiale wird nur die gewöhnliche und einge'chr-ebe-ne Briefpoft ab fertigen und den Tclephon-dienst versehen. lu. Für das Konzert, das der bulgarische Sängerchor „R o d n a pese u" Dienstag abends in Ljubljana gibt, herrscht großes Interesse. Ter Chor trifft nachmittags aus Maribor, wo er Montag äbends auftrat, ein und wird am Bahnhof von Berretern der Gesangvereine und der Behörden empfangen werden. In Ljubljana trifft auch der frühere bulgarische Gesandte in Beograd 2i-mo K a z a n o v ein, um dem Konzert seiner Landsleute beizuwohnen. lu. Einbruch. In die Apotheke B a h v-v e c in Ljubljana drang in der Nacht auf Montag ein unbekannter Täter ein, doch konnte er nicht zu dem in der Kasse 'aufbewahrten Geld gelangen. Um nicht unverrichteter Dinge abzuziehcn, nahm er eine Schreib Maschine im Werte von 2000 Dinar mit. ©er Slegeszug des buSgarifcben Liedes Sofioter Sänger in Maribor / Eindrucksvolle Manifestation für die Annäherung der beiden Nachbarvölker Auf seiner Tournee durch Jugoslawien vermittelten Kunstgenuß ausdrücktc. Der Obist der 80 Sänger zählende Chor des hervor- mann der Liga Minister a. D. Dr. K u k o-ragenden bulgarischen Gesangvereines „Rod-sv e c würdigte seinerseits die politischen Aus-na pesen" Sonntag nachmittags in Ma- Wirkungen des unlängst abgeschlossenen ewi- ribor eingetroffen und wurde am Bahnhof | gen Freundschaftspaktes zwischen dem jugo-von einer großen Menschenmenge herzlich empfangen. Die Sänger wurden im Zuge Dienstag, den 9. März 10—12, Schmer- 13—14, Speck 12—13, Lun gen 5—7, Leber 5—7, Rippen 9—10 und Kopf mit Zunge 4—6 Dinar Pro Mo Nie* ren 2—3 und Füße 1—3 Dinar pro Stück. G e f l ü g e l m a r k t: Brathühner ,25—00 Dinar pro Paar, Hennen 18—25, Truthühner 35—50 und Kaninchen 10—20 Dinar pro Stück. G e m ü s e m a r k t: Kartoffel 0.85— 1.50 Dinar pro Kilo oder 6 Dinar pro Maas zu 7V- kg, Zwiebel 1—2, Knoblauch 4—8, Sauerkraut 3, Sauerrübe .2, Krautköpfe 1—1.25 Dinar pro Kilo, letztere auch 0.50—4 Dinar pro Stück, Kohl 0.50—2.50 und Blumenkohl 2—10 Dinar pro Kopf, 4m Cefte c. Ter verregnete Mittfastenmarkt. Der strömende Regen am letzten Samstag brachte die Marktfahrer sowie, die hiesige Geschäftswelt um den Erfolg des Mittfastcn-marktes. Die zwischen den Verkaufsständen sich drängenden Regenschirme täuschten wohl nur eine größere Zahl von Schau- u. Kauflustigen vor, die bei schönem Wetter mindestens doppelt so groß gewesen wäre. Und d'ie wenigen Unentwegten, die sich durch das Wetter vom Besuch des Marktes nicht abhalten ließen, sie blieben nicht, wie sonst, stehen, um sich die zur Schau gestellten Waren näher anzusehen und sich vielleicht doch hin und Meder zu einem kleinen Kauf bewegen zu lassen, sondern drängten schnell weiter um rasch ihre Neugierde zu befriedigen und baldmöglichst sich auf trockenes Gelände zu retten. Tatsächlich blieb denn auch der Verkaufsumsatz, wie eine stichweise Anfrage ergab, sehr hinter jenem sonstiger Markttage zurück, wozu vielleicht auch noch der Umstand beitrug, daß die Waren durch feie Feuchtigkeit teilweise auch nicht gerade in einen reklamemachenden Zustand versetzt wurden. Man kann die Marktfahrer alle nur bedauern, denn der Besuch eines Marktes ist sicher nicht utft allzu geringen Kosten verbunden, und wenn dann der erwartete Erfolg ausbleibt, wie es am Samstag der Fall war, bilden diese Ausgaben einen nur sehr-schwer wieder gutzumachenden Verlust. c. Baubeginn. Mt dem Bau des Arbeiterasyls neben dem städtischen Elektrizitätswerk hinter dem Stadttheater wurde dieier Tage begonnen. Die Gesamtkosten werden, wie bereits einmal gemeldet, rund 2 Millionen Dinar betragen. In dem neuen Gebäude werden auch die Arbeitsbörse sowie das städtische Dampf- und Wannenbad untergebracht werden. zum Hotel „Orel" geleitet und besichtigten dann in Begleitung der Mitglieder der hiesigen Jugoslawisch-bulgarischen Liga die Sehenswürdigkeiten der Stadt und Umgebung. Für das Montag abends im Großen Unionsaal stattgefundcne Konzert herrschte allenthalben das größte Interesse. Anwesend slawischen und dem bulgarischen Volk. Der „ Q Präses des bulgarischen Chores „Rodna pe- Krenn 7-8, Kopsalat 14 Dinar Pro K.lo, sen" und Vizepräsident des bulgarischen waren u. a. Bürgermeister Dr. Juvan mit mehreren Stadträten, Stadtkommandant General Mile n k o v i C. die Bezirkshauptleute Popovič und Dr. šišk a, Vertreter der Behörden und Aemter, vor allem aber die Mitglieder aller Gesangvereine aus Stadt und Umgebung. Als die Sänger am Podium erschienen, wurde sie von einem enthusiastischen Beifall begrüßt, während sie von der Galerie aus mit Blumen überschüttet wurden. Unter der Leitung des Dirigenten Lazar M a k s i m ov trug sodann der Chor eine Auslese der bulgarischen Kunst- und Volkslieder vor von denen insbesondere letztere derart entzündeten, daß einige Perlen des bulgarischen wiederholt werden mußten. In der Pause betrat Professor 8 e d ivy -das Podium und richtete im Namen der Jugoslawisch-bulgarischen Liga an die Sängerin bulgarischer Sprache eine Ansprache, in der er ihnen seinen, herzlichsten Dank für den Sängerbundes Prof. T e o f i l o v dankte gerührt für die ihm und seinen Kollegen zuteil gewordenen Ehrungen. Den Sängern wurden zwei prachtvolle Kränze überreicht. Nach dem Konzert vereinigten sich die Gäste mit ihren rasch gewonnenen Freunden im Hotel „O'-el" zu einem F r e u u d s ch a f s-ii i e n d. der in animierter Stimmung bis spät in die Nacht andauerte. Der gemischte und der Männerchor der „Glasbena Matic a" sowie der Solist Faganeli trugen einige Lieder vor. Minister a. D. Dr. Kukovec und Prof. 8 e d ivY ergriffen neuerlich das Wort und feierten die bulgarischen Sänger, die mit ihrem Lied so -'el zur Vertiefung der Beziehungen zwischen Jugoslawien und Bulgarien beitragen. Der Obmann des Chores der „Glasbena Matica" A r n u š begrüßte die Gäste namens der Mariborer Sangesbrüder. Der Abend klang in eine herzliche Manifestation der Vervrü- ^,ro uster. Volksliedes; derung zwischen den beiden Nachbarvölkern aus. Die Sänger verließen heute vormittags Maribor und begaben sich nach Ljubljana, wo für heute abends ein großes Konzert an-' gesetzt ist. Sellerie 0.50—2.50, Petersilie 0.50—1, Majoran 0.50—1, Kohlrübe 0.50—2.50, Möhren 0.50—1 Dmar pro Stück bzw. Büschel, Schnittsalat, Spinat, Löwenzahn. Rapünzchen und Radieschen 1 Dnar pro Häufchen, Kopfsalat, italienischer, 14, heimischer 12, Endivie 8—10 Dinar pro Kilo. O b st: Aepfel 4—8, Birnen 5—0 Dörr-pftaumelt 7—9 Nüsse 7—8, geschält 20—22 Dinar Pro Kilo, letztere mich 9—10 Dinar Pro Liter, Zitronen 0.50—1 und Orangen 0.75—3 Dnar Pro Stück. M i l ch und Milchprodukte: Milch 1.50—2 und Rahm 8—10 Dinar vro Liter, Butter 20—22, Teebutter 24—28 und Topfen 7—8 Dinar Pro Kilo, Eier 40—75 Para pro Stück. G e t r e i d e: Weizen und 'Gerste 1.50, Mais 1—1.25, Roggen und Hirse 1.25— 1.50, Hafer 0.75—1, Buchweizen 1, Bohnen 1.50—3 und Hirsenprein 3.50—4 Dinar u. Der Roman von Jolan Földes „Di-Straße der fischenden Katze" der auf Grund einer Jury von englischen, amerikanischen, schweizer, französischen und norwegischen Schriftstellern mit dem internationalen Preis gekrönt wurde, erscheint im April dieses Jahres in deutscher Sprache im Verlag Allert de Lange, Amsterdam. b. Illustrierte Zeitung, Leipzig. Einzelpreis 1 Mark, monatlich 3.95 Mark. Die älteste illustrierte deutsche Wochenschrift. Verlag J. I. Weber, Leipzig. Aktuelle Aufsätze, prachtvolle Abbildungen aktueller Persönlichkeiten und Begebenheiten sowie ein spannender Roman. b. Narodna Odbrana. Organ der „Narodna obrana". Nummer 10. Erscheint wöchent lieh. Jahresbonnement 100 Dinar. b. Die neue Linie. Erstklassiges Familienblatt. Erscheint monatlich. Preis viertel-jährlich; 3 Mark. Einzelnummer 1 Mark. Mit schönen Aufnahmen von Landschaften, Interieurs, Eigenheimen usw. Kriegsmütter werden geehrt Im Rahmen eines eindrucksvollen' Festabends wurde vergangenen Sonnrag an zwei Kriegsmütter Frau Marie B r ihü und Frau Josefine Bati 8, deren Söhne als. Kriegsfreiwillige gefallen waren, in feierlicher Weife die von S. M. König Peter verliehene Goldmedaille überreicht. Zu der Feier, die im Hotel „Drei" stattfand, harten sich u. a. Stadtkommandant General M i-le n k o vi 8, Bürgermeister Dr. Juda n, Bezir'kshaupmaun P o p o v i e, Bezirkshauptmann Dr. 8 i ZA a, Regimentskommandant Oberstleutnant (Sri, der Kommandant der Ilnterosfiziersschule Oberstleut- nant Cene x und Polizeichef Dr. T r-st e n j a k eingefunden. Die Erschienenen begrüßte au Stelle des krankheitshalber verhinderten Obmannes Prof. Dr. Pivko Bize-äbimamt Direktor Bogdan P o g a 8 n i f, der insbesondere an die beiden Äriegsmütter überaus herzliche Begrüßung-Worte richtete. Das Wort ergriff sodann Stadtkommandant General Milenkovi 8, der'den Kampf der Kriegsfreiwilligen verherrlichte und dann den beiden Müttern die hohe Aus zeichnung überreichte, während ihnen Bizc-obmann Direktor P c g a L n i k schöne Bin mensträuße übergab. Anschließend daran schilderte Altbürgermeister Dir. G r 5 a r die Kämpfe in der Dobrudscha, während der bekannte Bariton Faganeli und der Chor der Unteroffiziersschule mehrere Lieder zum Vortrag brachten. Mordversuch an der Schwiegermutter Vor dem kleinen Strafsenat des hiesigen Kreisgerichtes hatte • sich Dienstag vormittags der 36jährige Besitzer Jakob Sever aus Veržej wegen Mordversuches au seiner chwiegermutter Maria S v a t i n a zu verantworten. Der Anklageschrift ist zu entnehmen dgß der Angeklagte vor Jahresfrist heiratete und mit seiner Frau auf dem über- nommenen Besitz im besten Einvernehmen lebte. Hingegen verstand er sich schlecht mit den Schwigereltern, die als Auszügler zu hohe Anforderungen gestellt hatten. Deshalb waren Streitigkeiten an der Tagesordnung. Insbesondere stieg im Angeklagten gegen seine Schwiegermutter tiefer Haß auf, da sie sich in alles entmischte und ihm, wie er meinte, das Leben versauerte. Auch vergaß er sich einmal im Zorn so weit, daß er seinen betagten Schwiegervater schlug. Am .2. November war Sever mit der krank darniederliegenden Schwiegermutter allem zuhause. Da er im Laufe der Zeit den Beschluß gefaßt hatte, sich der unbequemen Schwiegermutter zu entledigen, mischte er ihr in den Kaffee etwas Arsenik, den ihr die Tochter, als. sie bald darauf zurückkehrte, zu trinken gab. Die alte Frau trank etwas davon, wollte aber das Getränk nicht weiter zu sich nehmen, da sie von einem heftigen Unwoll'ein befallen wurde. Die Auszüglerin und die hcrbe'gerufenen Nachbarn fanden im Kaffeesatz noch Spuren von Arsenik vor. Als Sever sah, daß sein Anschlag aufgedeckt wurde, stellte er sich selbst der Gendarmerie. Er behauptete, er habe etwas Arsenik als Mäusegift zusammen mit Zucker in der Tasche gehabt, den er versehentlich in den Kaffe getan haben will. Sever änderte seine ursprüngliche Aussage, da die Schwiegermutter mittlerweile gestorben war und demnach der Hauptzeuge gegen ihn auftteten kann. Die Verhandlung dauert zur Stunde noch au. Der Viktualienmarkt In der letzten Woche war am Mariborer Viktualienmarkt, von der durch die vorgeschrittene Saison bedingten Fluktuierung abgesehen, keine nennenswerte Aenderung der Preislage zu verzs'chnen. Der Markt wird zufriedenstellend beliefert und weist eine große Auswahl aus. Am F l e i s ch tu « r k t kosteten Samstag bei den Umgebungsbauern je nach Dualität 6—12, Schweinefleisch mit Beilwage 0—10, ausgelöst 10—12, Fisch 14—7», Hase Im Reiche der Viertausender Am Kongreß der Associeation der slawischen Bergsteigervereine in Krakau (1935) wurden auch verschiedene Expeditionen in Erwägung gezogen, wobei von jugoslawischen und polnischen Bergsteigern eine gemeinsame Unternehmung auf den Taurus (Kleinasien) angeregt wurde. Die Unternehmung mußte jedoch wegen unvorhergesehener Schwierigkeiten entfallen. Anstatt dessen Veranstalter die Zentralleitung des Slowenischen Alpeimer eines im vorigen Sommer eine Kletterexpedition in die Zentralalpen. Der Kletterergruppe schlossen sich nach andere Bergsteiger an, die sich die Touren selbst zurech legten und diese auch auf eigene Gefahr unternahmen, während die Kletterergruppe unter Leitung und Verantwortung des Slow. Alpenvereines auf das vorgeschriebene Tourenprogramm angewiesen war. Am 1. August v. I. reisten die 20 Mitglieder, darunter befanden sich auch zwei Frauen, über Mailand und Brig nach Zermatt, dem Ausgangspunkt der geplanten Unternehmungen. Vertreten waren Bergsteiger aus Ljubljana, Jesenice, Celje und Maribor, denen sich als Gast der Obmann des Bergsteigervereines „Sljeme" Dušan JakZiö aus Zagreb anschloß. Es wurden sieben Klettergruppen gebildet, die mit allen nötigen Hilfsmitteln für Fels- und Eistouren sowie für etwaige Biwaks auf Gletschern bzw. im Fels (Zelte, Schlafsäcke, Klettererutensil'.en) ausgerüstet waren. Der Erfolg blieb auch nicht aus, denn es wurden nicht weniger als elf Viertausender bewältigt, darunter das Matterhorn 4.505 m (2 Gruppen), der Monte Rosa 4638 m (3 Gruppen), ferner der Dom 4554 nt, das Breithorn 4171 in (2 Gruppen), Weißhorn 4512 m, Zinalrothorn 4223 m, Obergabelhorn 4073 m. Allalinhorn 4030 m und Strahlhorn 4191 m sowie einige wichtige Dreitausender. Eine Gruppe nahm auch den Kampf mit dem berüchtigten Dent Blanche (4364 in) auf und erreichte auch schon die 4000-Meter-Höhe, doch wurde sie trotz allen Bemühungen zurückgeschlagen. Die Exkursion erzielte vollends ihre Zwecke und bot in erster Linie den Teilnehmern eilt ausgezeichnetes Training für Schnee- und Eisbegehungen, das uns in den heimischen Bergen versagt bleibt. Alle ilitVttefimuttgen j wurden ohne jeglichem Unfall durchgeführt, 1 was der Besonnenheit unserer Bergsteiger zu- zuschreiben ist, die angesichts der vorjährigen Schneevechältnisse ganz besonders am Platze war. Mein in den Tagen, an denen die Expedition in der Schweiz weilte, forderten die Berge .14 Todesopfer. Unter ihnen befand sch auch der berühmte Führer P e r r e n der das Matterhorn allein sä. -t über hundertmal erklommen hatte. Von den erwähnten Unfällen ereigneten sich 3 am Matter-jchrn, 3 am Dent Blanche, 2 am Zinalrot-horn, 2 anr Obergabelhorn und 2 am Alla-linhorn. Auch unsere Bergsteigergilde hatte In diesen Tagen einen schweren Verlust zu beklagen. Egon S c 11 u e r, der in der Tri-glav-Wand den Tod fand, hätte an der großen Schweizer Expedition teilnehmen sollen. 'Iber das Schicksal wollte es anders. Ruhmgekrönt und wohlerhalten kehrte die Bergsteigerexpedition Mitte August wieder heim mit der Gewißheit, daß unsere Bergsteiger auch den schwierigsten Unternehmungen der Gletscherwelt der Schweizer Viertausend spritzen verwendet werden, die der laudwirtschaftsausschuß an bedürftige Obst-züchter verteilen wird. m. Dr. Mačef in Slowenien. Der Kroaten sichrer Dr. Vladimir M a č cf traf am Montag mittags unerwartet im Auto in Gornja Radgona ein und setzte nach Erledigung der Patzformalitäten über Radkers-burg die Reise nach Wien fort. In 'einer Begleitung befanden sich der Zagreber Kaufmann Zvonimir Polio, Rechtsanwalt Dr. Juraj 8 u t e j aus Sarajevo und der Besitzer Josef S c m c n aus Vrapve. Es soll sich um private Angelegenheiten handeln doch wird angenommen daß Dr. Mačet' w'ch tige Besprechungen in Wien führen wird. m. Rach 22 Jahre« aus Sibirien hrimge-kehrt. Auf der Rückkehr aus der russischen Kriegsgefangenschaft, in die er im Jahre 1915 in Galizien geraten war, ist gestern der 47jährige Paul J c r i n i č aus Si- —,w.jcr gewachsen sind. Die Oeffentlichkeit1. , . m , . . mr . , .. wird ihnen daher auch nicht die Anerkennung!^ ln ®0§nlen,!n faxi*ox schuldig bleiben — R. K. Nach kurzem Verhör bei der Polizei fetzte er die Heimreise fort. Ueüersiedlung des Gemeindeamtes in Einen ausführlichen Bericht über die oben geschilderte Expedition wird uns am M i t t-w o ch, den 10. d. im Rahmen eines Vor-tragsabendes der hiesigen Alpenvereinsfiliale im Saal der Volksuniversität der Leiter der großen Unternehmung Andrino Kopin-š e ! erstatten und eine Reihe von prachtvolle« skioptischen Bildern zeigen. Aulocar-Ausflüge des „putnik" 12. bis 14. März: Nach Wien anläßlich wer internationalen Mustermesse. Fahrpreis -40 Dinar. 13. und 14. AMz: Nach Planica anläßlich der ersten Skiflugveranstaltung. Nächti-gung in Bled. Gesamtarrangement 250 Dinar. _ 17. bis 31. März: Osterfahrt nach Kästet kuffion über die neue Standesordnung ein. ^tari bei Split. Pauschalpreis 1450 Dinar.; Die Besprechung wird am D o n n c r s- 17. bis 31. März; Osterfahrt nach Kor-j t a g, den 11. d. um halb 21 Uhr abends im čula. Pauschalpreis 1660 Dinar. | Hotel „Orel" stattfinden. Am F r e i t a g, ^ 25. März bis 3. April; Osterausflug nach den 12. d. um 18 Uhr ist ein wissenschaftli-Ront und Besuch der italienischen Städte. cher Demonstrationsvortrag im Allgemeinen Triest, Venedig, Rimini. Pisa, Florenz. Pa-. Krankenhaufe vorgesehen. Am Abend folgt dua, Bologna u. a. Gesamtarrangemcnt eine gesellige Zusammenkunft im Burgkel-2400 Dinar. ler. ri 27. Ms 30. März: Osterfahrt nach Venedig, m. Pobrežje. Die Gemeinde Pobrežje beabsichtigt ihre Amtsväumlichksten in das Rozman-H-aus (Alexandrova cesta i« Pobrežje) zu verlegen, da die bisherigen Räume schon lau ge nicht mehr ihrem Zwecke entsprechen. Damit würde sich das. Gemeindeamt auch mehr im Zentrum dieser große« Umgebungsgemeinde befinden. m. Der Museumverein in Maribor hält Sonntag, den 14. d. um halb 10 Uhr Nu Lesesaal der Studienbibliothek seine Jahreshauptversammlung ab. Am Nachmittag findet eine Exkursion nach St. Jlj ur Besich f tigung der dortigen prähistorischen Funde statt. m. Der Aerzt«verein in Maribor ladet auf diesem Wege alle Aerzte zu einer Dis Eesamtarrangement 900 Dinar. _ 28. und 29. März: Graz, anläßlich der öfterfeiertage. 10. bis 21. April; Besuch der italienischen und französischen Riviera (Venedig Mailand Genua Monte Carlo San Remo Mo cs nicht, die Fahrt mit dem „Putn:t"°Auto m. Dank. Die Antituberkulosenliga spricht I auf diesem Wege der Frau Franziska Non-uer für die gespendeten Illustrationen und Revuen den herzlichsten Dank aus. m. Wer nach Wien fahren will, unterlasse >taco. Nizza. Gardasee. Verona. Bozen. Gor tina d'Ampezzo. Dolomiten usw. Gesamt-urranqement 2800 Dinar. 27. April bis 11. Mal; Zur Pariser Weltausstellung. Hinfahrt über Triest. Padua, Mailand. Genua San Romeo. Monte Garst1. Nizza. Toulon, Marseille. Lyn; Rückfahrt über Straßburg. Basel. Zürich. Konstanz, Innsbruck Brenner. Dolomiten, usw. Ge-iamtarrangement 3900 Dinar. 2. bis 6. Mai: Nach Budapest zur Jnter-Uationalen Mustermefle und Besuch der Sommerfrischen am Plattensee. Fahrpreis 500 Dinar. ,,8 bis 18. Mai: Ausflug auf die Insel Nab. Pauschalpreis 1250 Dinar. 8. bis 18. Mai: Ausflug nach Grikveuica. Pauschalpreis 1200 Dinar. Sämtliche Ausflüge werden mit komfortable« und geheizten Autocars unternommen, ille Sitzpläke sind nummeriert. Jnformatio-swv und Anmeldungen im „Putnik"-Büro, Ncaribor Alekwndrova cesta 35 Tel. 21-22 Nt. Todesfälle. Nach kurzem schweren Seien ist gestern die Gastwirtin Frau Marie ® c t a n i ß im schönsten Alter von 42 Jah-fstn gestorben. — In Graz verschied dieser J-age der dort im Rubestan' lebende So-stmotivführer Herr Wilhelm B e r g m a n n fw Alter von 70 Jahren. Friede ihrer Asche! sten beiden schwergetroffenen Familie« unser lnnigstes Beileid!' m. Die kaufmännische und gewerbliche Krankenkasse hält am Mittwoch, den 10. ton halb 20 Uhr im Saal des Hotels "Novi svet" ihre Jahreshauptversammlung aN worauf nochmals aufmerksam gemach' wird. w. Zur Unterstützung der Obstbautreibcn-cn im Bezirk Dravograd hat das Landwirt 'chartsministerium der Banatsver valtung ei Neu Kredi; von ,10.000 Dinar votiert. Die dälste dieser Summe wird für die Au-ge-staltu car zu unternehmen, der am 12. d. ab fährt und bereits am 14. b. zurückkehrt. Fahrpreis samt Visum 240 Dinar. Anmeldungen bis spätestens Mittwoch, den 10. d. au den „Put uif", Tel. 21-22. m. Vokalkonzert. Der Zagreber Gesang-! verein „Slobcda" veranstaltete vergangenen Samstag in Čakovec ein Konzert kroa-, tischer Volkslieder. Zum Bortrag gelangten : Kompositionen vo« Slogar, žganec. Kolarič, Lovrič, Grgorevič und Stepanov. Das Konzert leitete Prof. Kolarič. Der Besuch ließ nichts zu wünschen übrig. Es kamt ruhig behauptet werden' daß dieses Konzert das bedeutendste gesellschaftliche Ereignis der heurige« Saison in Čakovec war. m. Zwei Gesellschaftsfahrten nach Graz veranstaltet der „Putnik" in den nächsten Tagen, u. zw. erfolgt die erste Fahrt am Josefitag, L. i. am 19. d.. während die zweite (zweitägige) Fahrt für den 28. und 29. d. (Ostern) vorgesehen ist. Der Fahrvreis stellt sich auf 100 bzw. 110 Dinar. Anmeldungen sind an den „Putnik" zu richten. nt. Interessenten für die Romreffe mit dem neuen Luxusexpreß des „Putnik", die für die Zeit vom 25. d. bis 3. April vorgesehen ist, werden darauf aufmerksam gemacht, daß die Teilnahme dem „Putnik" Bis Freitag, den 12. b. bekanntgegeben werden muß, da für die Reife besondere Vorbereitungen getroffen werden müssen. nt. Der Verband der Absolventen der Land wirtschastsschulen hielt vergangenen Sonntag in der hiesigen Wein- und Obstbanschule eine Versammlung ab, an der gegen 200 Mitglieder teilnahmen. An der Tagesordnung standen verschiedene Standesfragen. ‘' ’ von den einzelnen Rednern ausführlich behandelt wurden. Die vorgebrachten Anregungen und Forderungen wurden in einer einstimmig an genommene« Entschließung niedergelegt. die den maßgebenden Stellen vorgelegt wird. Vor allem handelt es sich um die und die Behandlung, die ihnen als Spezialisten in der Landwirtschaft zukommt. Bor allem wird die Forderung erhoben, daß die Landgemeinden Absolvente« der Lattdwtrt-schaftsschulen als Fachleute und als Gemein-desekretäre anzustellen haben, da dadurch der Hebung der Landwirtschaft viel geholfen wäre. m. Farraddiebstahl. Dem Diener der Banatssparkasse Josef T r a nt š e ! kam gestern in der Mlinska ulica ein noch völlig neues Peugeot-Fahrrad im Werte von 1500 Dinar abhanden. Das Rad ist mit der Nunt nt er 9193 gekennzeichnet. m. Irrsinnig geworden. In einem Gast-Hause in Gornja Radgona wurde der Besitzer Marko B. aus Lutverej plötzlich irrsinnig. Er beging, Ausschreitungen, so daß er von der Gendarmerie in sicheren Gewahrsam gebracht werden mußte. Der Unglückliche wurde in die Anstalt für Geisteskrankhei ten «ach Novo Geist überführt. nt. Wetterbericht. Maribor, 9. März, 8. Uhr: Temperatur 9, Barometerstand 722, Windrichtung 0, Niederschlag 0. nt. Gründung eOter „Mpredak"-Miale in Maribor. Die in Maribor lebende« Kroaten beabsichtigen hier eine Filiale des kroatischen Kulturvereines „Napredak" zu gründen. 4m Ach Äahreshaup v.ksammlung des Feuerweyrgaues Ptuj Del Feuerwehrgau Ptuj hielt vergangenen Sonntag unter dem Vorsitz des umsichtigen Obmannes M u z c I seine Jahreshauptversammlung ab, der auch Bezirks-hautpmann Dr. Vidic beiwohnte. Aus dem Bericht des Schriftführers Klen o v-8 e k ist ersichtlich, daß der Gau gegenwärtig 43 Wehren mit 13119 ordentlichen und 672 unterstützenden Mitgliedern zählt. Im Vorjahr wurden Feuerwehren in Formin und Pacinje gegründet, während demnächst solche in Sv. Bolfenk bei Središče und in Zagajici ins Leben gerufen werden. Die Wehren sind gut ausgerüstet und besitzen insgesamt 51 Spritzen, davon 17 Motorspritzen, ferner zehn Mannschaftsautos, ein Rettungsauto und zwei Gespanne. Die Schlauchlänge beläuft sich auf 10.704 Bieter, so daß durchschnittlich 250 Meter auf eine Wehr entfallen. Wehrdepots gibt es 37, davon 6 im Besitz der Gemeinden. Die Wehren hatten im abgelaufenen Jahr 428.480 Dinar Einnahmen und 361.458 Dinar Aus gaben. Im Vorjahr waren auf dem Gebiete des Gaues 14 kleine, 29 mittlere, 9 größere, 4 große und 2 katastrophale, zusammen 58 Brände zu verzeichnen, die einen Schaden von 2,662.300 Dinar anrichteten. Durch ihr rasches Eingreifen verhinderten die Wehren einen weiteren Schaden in der Höhe von mehreren Millionen Dinar. Insgesamt stan den 984 Wehrleute 183 Stunden im Kampfe gegen das gefräßige Element. Insbesondere hebt der Bericht die aufopfernde Tätigkeit der Feuerwehr in P t u j und vor allem deren R e t t u n g s a b t e i l u n g hervor, die durch ihr selbstloses Einspringen gar manchem Mitmenschen das Leben rettete. Der neue Ausschuß setzt sich folgendermaßen zusammen: Obmann Muze k, Vizeobmann Kolarič (Ormož), Schriftführer Klenovšek, Kassier Širec, Ausschußmitglieder Breznik, Muhič, Rakuša und Golenko. Wenn Sie Aspirin nehmen, können Erkältungen, Grippe, j Rheuma rasch verschwinden! Achten Sie aber auf das Beyerkreuz | Annonce reg. S. Nr. 1583 vom 27. XI. 1936. Huuißem TUeatet Repertoire: Dienstag, 9. März um 20 Uhr: „Dt". Ab. B. Mittwoch, 10. März: Geschlossen. Donnerstag, 11. März um 20 Uhr: „Schuhmacher HiU". Ab. G. Freitag, 12. März um 20 Uhr: Ballettabend Max Fronkan aus Zagreb und dos Ljub-ljanaer Opernballett. BolksuniverfiM Donnerstag, 11. März: Univ. Prof. Dr. Vouk (Zagreb) spricht über das Wesen des Lebens. Freitag, 12. März: llnim Prof. Dr. Vouk (Zagreb) spricht über Leben und Tod. Union-Tonkino. Mittwoch zum letzten Mal der gewaltige Großfilm „Moskau—Schanghai", der große, neueste und nach „Mazurka" der zweite Film mit der berühmten Künstlerin Pola N c g r i. Die Schicksale und Liebeserlebnisst, die die spannende Handlung dieses Großfilms wiedergibt, werden einer wahren Begebenheit nacherzählt. Pola Negris Partner ist Gustav D i e ß e l. Außerdem wirkt der Donkosakenchor unter Serge Jaroff mit. Es folgt wieder eine Weltsensation: die berühmte Sängerin Erna S a ck im Tonfilm „Blumen aus Nizza". Burg-Tvnkino. Die Premiere des glanzvollen Wiener Filmschlagers „Prater" mit Magda Schneider nnd Willy Eichbergcr in den Hauptrollen. Eine amüsante Wiener Geschichte, in dessen Mittelpunkt ein bildhübsches Mädel und ein fescher junger Mann stehen. Der Wurstelprater, die kreischenden Ringelspiele und das Lachen und fröhliche Durcheinander im Prater bilden den Rahmen dieses wirklich lustigen, aber auch zugleich packenden Wiener Filmes. Die Musik stammt von Willy Schmidt-®entner. Apotheken Nachtdienst Vom G. bis 13. März versehen die Maria-hilf-Apotheke (Mag. König) in der Aleksandrova cesta und die St. Antonius-Apotheke (Mag. Albaneže) in der Frankopanova ulica den Nachtdienst. ng der Baumschule bei Prevalje und ^,vt „„VMl w ..... ..._ Rest für die Anschaffung von Baum-1 Unterbringung der stellenlosen Absolventen P. Masaryk-Feier. Die Jugoslawisch-tsche choslowakischle Liga und der Sokolverein ver anstalteten dieser Tage aus Anlaß des 87. Geburtstages des Altpräsiidenten der Tschechoslowakischen Republik M a s a r y k im Saale der „Mladika" in Ptuj eine intime Feier. Nach den Begrüßnngsworten des Ob mannes der Liga Dr. Visenjak intonierte der Chor der „Glasbena Matica" die tschechoslowakische Hymne, worauf Gymnasialdirektor Dr. Kovačič einen Vortrag über das Leben und Wirken des greisen Präsidenten hielt. Sokolstarosta Dr. Š a-l a m u u schilderte sodann den Lebenslauf und die Bedeutung der unlängst verstorbenen Renate T y r 8, der Gattin des Begründers der Sokolidee. Mit der Absiu-gung der jugoslawischen Volkshymne schloß die schlichte, aber eindrucksvolle Feier. p. Eichung der Matze in Ptuj. Die Expositur des Eichamtes in Ptuj teilt mit, daß im Interesse der Geschäfte die periodische Kontrolle der Maße, Gewichte und anderer Meßinstrumente von! 10. bis 20. d. in Ptuj abgehalten wird. p. Schadenfeuer. Beim Besitzer Anton K m e t e c in Lancova vas brach dieser Tage ein Brand aus, der in kürzester Zeit das Wohnhaus und das Wirtschaftsgebäude vernichtete. Der Schaden beläuft sich auf et--wa 20.000 Dinar. Die Brand Ursache dürfte auf einen schadhaften Kamin zurückzuführen sein. Die Feuerwehren von Jurovci und Sv. Aid mußten sich auf die Lokalisierung des Brandes beschränken. P. Kino Ptuj. Mittwoch, den 10. und Donnerstag, den 11. d. um 20 Uhr läuft der Großfilm „Die Herren Golovljev" mit Gardin, Bulah, Latonia und Tarhanov in den Hauptrollen über die Leinwand Tf^ygama g. Die Bezirkshauptmannschaft übersiedelt nach Dravograd. Nunmehr wurde als Termin der Uebersiedlung der Bezirlshaupt-mannschaft von Prevalje nach Dravograd der 1. April festgesetzt. Wie man erfährt, beabsichtigt die Hiesige Gemeinde für die Be amtenschaft einen Wohnungsbau aufzufüh-ren. Bis dahin werden die Beamten gezwungen sein, mit der Bahn nach, Prevalje und zurück zu fahren. g. Acrztliches. Der Arzt Dr. Erat hat seine Ordinationsräume in das Gemeindehaus gegenüber der Post verlegt. g. Todesfälle. In Bič ist die Großgrundbesitzersgattin Helene K r e m z c r gestorben. Ferner verschied in Libeliče die Besitzerin Anna M a F. g. Oberleutnant Sukalovic kehrt zurück. Hebet eigenes Ansuchen wurde der kürzlich nach Celje versetzte Oberleutnant Miroslav S u k a l o v i č neuerdings zum Kommandanten der hiesigen Grenztruppe ernannt. Mittwoch, 10. März. Ljubljana, 12 Schallpl. 18 Jugendstunde. 18.40 Arbeitervortrag. 19 Nachr., Nationalvortrag. 19.50 Schach. 20 Gesangsguintetk. — Beograd, 18.30 Deutsch. 19.39^ National-Vortrag. 19.50 Sonate sich Cello und Klavier. — Prag, 17.40 Deutsche Sendung. 19 Nachr. 19.20 Gdsangskonzert. 20 Tschech. Milharmoniker konzertieren. — Zürich, 18 K-nderstunde. 19 Klaviermusik. 19.40 „Jphi genie", Hörspiel. — Budapest. 17.30 Volksmusik. 18.20 Funkorchsster. 19.30 „Martha", Oper. _ Paris. 19 Schallpl. 31.30 Funkrevue. — London, 19 Funkorchsster. 21 Nun ter Abend. — Mailand, 17.15 Tanzmusik. 31 „Wdmon", Oper. — Wien, 7.10 Frühkonzert. 11.25 Stunde der Frau. 12 Mittags konzert. 16 Künstlerstunde. 17.05 Konzertsrunde. 17,55 Vorträge. 20.40 Militärkonzert. — Deutschlandsender, 18.20 Klavier-inusik. 19 Tanzmusik. 21 „Matron", Oper. (Aus Wdailand, mit B. Wgli). — Berlin 18 Konzert. 19.15 Bunte Unterhaltung. ’ ,31 Buirte Stunde. — Breslau, 18 Konzert. 19 Offenes Singen. 20.45 Musik aus dem Orient. — Leipzig, 18 Tänze und Lieder her Nationen. 21 Hörspiel. — München. 18 Konzert. 19.15 Klingender Reigen. 20.45 Abendko-nzert. Dle 3. Munde der Fußballmeisterschaft Sonntag, den 14. io. gelangt die dritte Rum de der Frühiahrsspiele der Untervevbands Meisterschaft zum Austrag. In Maribor ttcs fen der SSK M a r i b o r und die „A t sile t i k e r" aus Celje aufeinander. Das Spiel wird auf dem „N-apid"-Platz zum Austrag kommen. Das zweite Spiel werden „Ž c-l e z n i č a x“ und der SK C e l j e in Celje zur Erledigung bringen, während das dritte Match zwischen „R a p'i d" und „C a k o-v e c" im Einvernehmen auf einen späteren Zeitpunkt verschoben wurde. „Rapid" begibt sich am kommenden Sonntag nach Kapfenberg, wo die Mannschaft mit dem dortigen erstklassigen Sportklub Zusammentreffen wird. In der Tabelle lautet der Stand wie folgt: 1. „Železničar" 12 2. „Maribor" 11 3. „Celje" 9, 4. „Čakovec" 7, 5. „Rapid" 3, 6. „Athletiker" 0 Punkte. : SK Rapid. Heute, Dienstag, um 20 Uhr wichtige Hauptausschußsitzung. Die .Herren werden gebeten, pünktlich und vollzählig zu erscheinen! : Osterturnier der Fußballer. Für die heurigen Osterfeiertage bereitet der SK Rapid ein großzügiges Fußballturnier vor. U. a. werden der Kapfenbergex Sportklub sowie „Rapid", „Maribor" und „železničar" daran teilnehmen. : I «der Fußballmeisterschaft der 2. Klasse fand am vergangenen Sonntag das erste Frühjahrsspiel statt, und zwar trafen in Dolnja Lendava der dortige SK Lendava und die „Slavija" Pobrežje aufeinander. „Lendava" siegte mit 2 : 1. : Die Skislugveranstaltung in Planica vertagt. Wegen des plötzlichen Wetterumsturzes muß d>e für Sonntag, den 14. d. anberaumte erste SkiflugVeranstaltung in Planica auf einen späteren Zeitpunkt verlegt werden. Wie man erfährt, wird der Wett- DIE DREI MUSKETIERE kampf am 29. d. ausgetragen werden, während der Skiflugkurs in der Zeit vom 22. bis 29. d. stattfinden wird. : In Kranj kam es vergangenen Sonntag beim Meisterschaftsspiel „Kranj"—„Hermes" zu schweren Ausschreitungen, wobei auch der Schiedsrichter K o § tätlich angegriffen und mißhandelt wurde. Das Spiel wurde daraufhin abgebrochen. : Neuer Weltrekord im Schwimmen. Bei einem Meeting tit Kopenhagen stellte feie Deutsche Marta Engfeld-Genenger über 400 Meter Brust mit 6:19.2 einen neuen Weltrekord auf. Die alte Marke hielt eie Japanerin Mahaeta mit 6:24.8. : Abfahrtslauf von der „Zelenica". Vergangenen Sonntag wurde der traditionelle Abfahrtslauf von der „Zelenica" ausgetragen. für den bekanntlich die Textil sinua Glanzmann u. Gaßner e'-nen wertvollen Wanderpokal gestiftet hatte. Den Ehrenvre .» errang Cyrill Prač e k vor Koblar und Ankele. Als.Mannschaftssieger gingen dw Vertreter des Touristenklubs 'Skala". Sektion Jesenice, hervor. : Die Balkan-Spiele dennoch in Bukarest. Wie aus Bukarest berichtet wird, bat die rumänische Regierung dem -Bukarestsr Le'ckst-athletikverband. die nötigen Geldmittel tüc die Organisation der heurigen Balkan-Spiele zugesichert, so daß die Spiele nunmehr definitiv in Bukarest stattfinden verden. : Christ! Cranz und Emile Allais besiegt! In Murren brachte der Abfahrtslauf des berühmten Kandahar-Rennens eine Rwen-sensation. Christi Cranz wurde vcn der Schweizerin Erna Steuri auf den zweiten Platz verwiesen, während Allais dem ausgezeichneten Oesterreicher Willi Walch den Sieg überlassen mußte. Brot im Abfalleimer? Auch vertrocknete Brotscheiben lassen sich gut verwenden mm i miiss. ■V v' m 1 . LMM« v/* ;/ ‘\r ■ —- w W M x.M /'S u %.397 Eine unheimliche Entdeckung Als er an der Tür rüttelte entdeckte er, daß sie von innen verschlossen war. »Macht die Tür sofort auf!« rief der Wirt mit lauter Stimme, aber nichts rührte sich dort drinnen. Grimaud, der bekanntlich nie lange zögerte, entdeckte eine Brechstange in der Ecke und erzwang sich mit ihrer Hilfe den Zugang zu dem verschlossenen Raum. Dort bot sich ihm ein furchtbarer Anblick. Der Boden war mit Blut überströmt, das durch die Matratze sickerte auf der der Verwundete lag und mit dem Tode rang. »Der Mönch! Wo ist denn der Möcnh?« rief der Wirt erstaunt. Grimaud lief gleich an das offenstehende Fenster, das auf den Hof hinausging. — »Ohne Zweifel ist er auf diesem Wege entflohen!« entgegnete er auf die Frage des Erstauntem. Darauf trat er an das Bett des Henkers, dessen scharfgeschnittenen, wenn auch unheimlich veränderten Züge, schreckliche Er innerungen in ihm wach riefen. Er öffnete setzt zurück. Links in der Brust des Henkers steckte ein Dolch. Bis ans Heft hatte die Hand des Mörders ihn hineingetrieben, rief Grimaud dem Wirt zu. »Schafft eiligst Hilfe! Ich bleibe bei ihm!« rief Grimaud dem Wirt zu. Wie aber hatte alles dieses geschehen können? Nun, zuerst hatte der vermeintliche Mönch den Kranken gefragt: ^Sag mir, ist es wahr, was diese Leute hier sagen, daß du der Henker von Bethune bist?« Und dabei hatte er sich gespannt über das Bett gebeugt. »Ach,« entgegnete dieser, schon lange habe ich auf dieses mein Amt verzichtet. Solange ich nur im Namen des Gesetzes handelte, hatte ich mir ja keine Vorwürfe zu machen, aber seit jener Nacht vor nun fast zwanzig Jahren, als ich als Werkzeug persönlicher Rache ein Weib richtete, wird meine Seele von Gewissensqualen gepeinigt, obwohl ich mir redlich Mühe gegeben habe, das Wams des Armen um zu sehen, ob das, meine Sünde durch ein ehrbares Leben und Herz immer noch schlage, wich aber ent- gute Werke zu sühnen. Ganz aus Berschen ist das angeschnittene Brot auf dem Küchentisch liegen geblieben, statt daß man es sofort wieder in den Brotkasten legte. Und nun, wo man für das Abendessen Brot ansschneiden will, ist die erste Scheibe vertrocknet. Ach, denkt die Hausfrau — die eine Scheibe! Für gewöhnlich kommt ja bei mir nichts um, aber die eine Scheibe — die werfe ich einfach, rart. Und schon wandert das Stück Brot in den Abfalleimer. Wie anders sieht diese kleine Achtlosigkeit aus, wenn wir einmal erwägen, daß in Millionen Haushaltungen genau so verfall rat wird! Wenn nämlich in allen Haushab tungen genau so verfahren wird! Wenn näm lich in allen Haushaltungen nur eine ein zige Scheibe Brot ht der Woche fortgeworfen wird, dann gehen dadurch riesige Men gen Brot verloren. Dieser Riesenverlust an Brot bedeutet ferner, daß Hunderte von Bäckereien wochenlang umsonst gearbeitet haben. Wer solche Zahlen einmal mit Ueberle gung betrachtet, sieht die kleine Scheibe Brot, die im Haushalt verdirbt und d>e an scheinend ein Nichts ist, mit anderen Augen an und wird dabei immer die vergeudete Arbeit des Bauern und des- Bäckers und den langen Güterzug mit verlorener Nahrung vor sich sehen! Brot ist heilige Volksnahrung, die grundsätzlich nie verderben ! darf. Wie schützen wir nun das Brot im i Haushalt? j Die erste und wichtigste Forderung bleibt ! nnmer: nie mehr Brot int Haufe zu haben. : als auch wirklich in den nächsten Tagen ver-I wendet werden kann. Ja, es ist besser, zu | wenig Brot im Haufe zu halten als zuviel. Und wenn sich wirklich einmal bei der Abendmahlzeit zeigen sollte, daß das Brot | knapp ist, ff läßt sich durch ein rasch ein-! -geschobenes warmes Gericht, eine Borsuppe, | Bratkartoffeln usw. leicht ein Ausweg schaff I fett. Zumindest ist damit dem Brotverderb | der erste Riegel vorgeschoben. ! Die zweite wichtige Aufgabe ist richtige : Aufbewahrung des Brotes. Brot soll kühl und trocken aufbewahrt werden. Der zweckentsprechende Brotkasten hat Luftlöcher und das Brot liegt trocken und luftig auf einem kleinen Holzrost. Natürlich ist es unvermeidlich, daß einmal im Haushalt ein Stück Brot übrig bleibt. Es kommt nur darauf an, auch diese Reste noch richtig zu verwenden und sie vor allem so aufzubewahren, daß sie nicht verderben. Brotreste, die mit frischem Brot zusammen 'm Brotkasten liegen, schimmeln. Sie müssen vielmehr trocken und luftig, am besten in einem Brotbeutel aufbeivahrt werden. Wie verwendet inan nun solche Brotreste im Haushalt? Trockenes Weißbrot läßt sich auf vielerlei Art verwenden: zu Röstfcheib-chen, zu Toast und zu Semmelbröseln. Außerdem kann man es durch die Semmel-reibmaschiue drehen und zum Panieren verwenden. Und schließlich gibt es eine ganze Reihe äußerst schmackhafter Gerichte, die alle aus Brotresten, sowohl Weißbrot- wie Schwarzbrotresten, hergestellt werden. In 1 len. ihnen werden nicht nur die Brotreste >m Haushalt „untergebracht", sondern stk schmecket! auch ausgezeichnet und sind ente erfreuliche Bereicherung des Küchenzettels. Gerade aus möglichst dunklem Brot lan ’en sich ausgezeichnete Brotsuppen kochen-Für Weiß- oder Graubrotreste gibt es Knödel, in verschiedenen Fleischgerichten, „falschem Hasen" Bouletten, Klopsen lassen sich Brotreste gut mit verwenden, und endl ch gibt es noch Brotausläufe, Brctpuddings und Brottorten, für die sich der Inhalt unseres „Brotbeutels" ausgezeichnet verwenden läßt. Biele Hausfrauen und Familienmütter sind noch immer nicht darüber im Klaren, ob heller oder dunkleres Brot für die Gesundheit am zuträglichsten ist. Bei hellem Brrt wird das Korn nur flüchtig ausgemah len, nur das ganz weiße Mehl verwendet, der Rest zu Kleie verarbeitet. Das dunkle Brot dagegen wird sehr kräftig ausgemah-len und enthält dämm gerade die wichtigen Nährstoffe und Aufbausalze, die dicht unter der Schale des Korns sitzen. Längst haben die Ernährungsforscher erkannt, daß oaruM das dunklere Broi dem Körper die wichtigsten Aufbaustoffe liefert. Es schmeckt nickst nur ausgezeichnet und kräftig, sondern ist vom gesundheitlichen Standpunkt aus durch aus höher zu bewerten als Helles Brot. Mehr als je ist uns heute der Werdegang des Brotes gegenwärtig. Wir fühlen wieder, wenn wir es zur .Hand nehmen und zum Munde führen, dech weiten Weg von den besonnten Aeckern, über die der Bauer den Samen warf, durch die Dreschmaschine und die Mühle, durch die Backstube und den Ofen bis auf unseren Tisch. Und ra’x wissen, daß wir jedes Stück Brot der Schöpferkraft der Natur und der Arbeit vieler Menschen verdanken. Damm wollen wir Achtung vor dem Brote haben und es in Ehren halten Jowfine Schult h Büdssissihäu mm* b. Industrijski Pregled. Märznummer. Herausgegeben vom Industriellenverband, Beograd. b. Trgovsko-gospodarski leksikon za vsakega. Heft 32. Erscheint monatlich-Jahresabonnement 300, Einzelnummer 25 Dinar. Das gesamte Werk dürfte vor aussichtlich 40 Hefte umfassen. b. Privremeni 1 socialni odnosi u Jugoslaviji. Diese aktuelle Studie des Schriftsteller Hinko Sirovatka, der sich vorwiegend mit sozialpolitischen Probb men befaßt, ist eben erschienen und umfaßt 13 Druckbogen. Der erste Teil enthält eine Analyse der allgemeinen wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Prob lerne. Die Broschüre befaßt sich dann mit der Lohnfrage und den Arbeitsbediü gungen und behandelt schließlich das Problem der Ständevertretung. Preis 50 Dinar. Die Broschüre ist beim Verfasser, Zagreb, Hacova ul. 12/3, zu bestel- iVietscitoMUke hutdsätm Der DkWenmattt Keine nennenswerten Erscheinungen an den jugoslawischen Börsen Der Gesamtclearingstand verhältnismäßig befriedigend Au> dem jugoslawischen Devisenmarkt •And in den letzten Wochen keine nennenswerten Erscheinungen zu verzeichnen gewesen. Eine Ausnahme bildet nur die Devise Wien, deren Kurs am 11. Feber mit 771.17 sei-il.en tiefsten Stand erreicht hat, hauptsächlich deshalb, weil die Nationalbank 'nit dem Abkauf von Schilling-Export-devisen aufgehört hatte, sobald der Kurs die 800- Grenze erreicht hatte. Die ''nt Rücksicht auf den gesteigerten Export nach Oesterreich verfügbaren Schillingreserven taten das übrige, um f-en Schillingkurs bis auf den angegebenen Tiefpunkt herabzudrücken, den tiefsten während der letzten Jahre. , diese Reserven nunmehr absor-nert zu sein scheinen, hat sich in den ■Gzten Tagen auch der Schillingkurs wieder erholt und ein Niveau von 801 ei reicht. Hier wäre noch zu verzeich-nen' daß sich nach den jüngsten veröf-jentlichten Statistiken der Export nach Oesterreich im Dezember v. I. von 69.9 auf 89.2 Millionen Dinar erhöht hat, wäll 'eiid dieser Ziffer bloß ein Import von dl-2 Millionen Dinar (im November 43.1 Millionen) gegenübersteht. Das Verhält-Uis von Ausfuhr zur Einfuhr für das gan Jahr 1936 hat sich damit auf 640.5 zu Jc> verschlechtert. Das englische Pfund l'ält sich dank der Intervention der Na-|lünalbank, die jeden Betrag aufnimmt, •r°tz des ausgiebigen Angebotes stän-alS auf ca. 238. Die Ausfuhr nach Groß-' Jitannien bezifferte sich im Dezember v; J- auf 70.3 Millionen D'nar gegenüber einer Einfuhr von bloß 21.9 Millionen, Was für das vergangene Gesamtjahr ein erhältnis Kon 431.5 : 346.7 Millionen er obt, so daß Jugoslawien England gegen aber voriges Jahr zum ersten Male in '' Handelsbilanz aktiv war. Oer Kurs der Clearingmark keine weitere Senkung zu verzeich-*]en gehabt und variiert in dem aller- din ts ziemlich großen Spielraum zwi- schen 12 und 13, wobei er sich ungefähr fl'Ü herum hält. Die Aus- und Ein-’ahrziffern pro 1936 für Deutschland ha-eti, wie zu erwarten war, die M i 1-'arde n grenze erreicht und hal Oi sich mit 1038.7 Millionen (Ausfuhr) and 1087.6 Millionen (Einfuhr) so ziem-,lc1' die Waagschale. Der Zahlungs-^ e r k e h r hat allerdings eine weni-*4Cr günstige Entwicklung genommen «d ein Anwachsen der Spitze auf 26.5 Millionen Reichsmark gebracht, was Ueue Verhandlungen mit Deutschland -"r Folge hatte. Die jugoslawischen De Vierten sind bereits mit Vorschlägen aas Berlin zurückgekehrt, eine def'nitive ^Scheidung ist aber bisher noch nicht '^fallen. Jedenfalls dürfte man die Lö-,ang des Problems in der Weise zu fin-en suchen, daß man in Zukunft die Aus j lr nach Deutschland von dem Volu . ..e n der Einfuhr aus diesem Lande ab atiglg macht, bezw. deutscherseits die L,sgabe von Einfuhrbewilligungen von ,,eM Tempo der Einzahlungen in Beo-\vu a^hängig gemacht wird, was ein licl Gres ^"wachsen des Saldos unmög-r- "lachen würde, während der bishe-S(5? Saldo dadurch abgedeckt werden jg > daß ein gewisser Prozentsatz der ^ "Zahlungen für diesen Zweck reser-J werden wird. , Die Westdevisen Zp. ®n durchaus eine Befestigung zu ver Mm 80 der Dollar, der sich seit ,. e Jänner von 4326.665 dieser Tage °is auf j. . a™ te, während sich Brüssel von 734.475 auf 738.73 erholte. Auch die Devise Prag verzeichnet gegenwärtig mit 152.78 einen Höchststand (gegenüber 151.985 Mit te Jänner). Diese Stabilität der Devise Prag ist im übrigen bloß eine Folge der ausgeglichenen Handelsbilanz mA diesem verbündeten Staate. Die Tschechoslowakei steht im Jahre 1936 mit einer Ausfuhrziffer von 539.8 Millionen Dinar an dritter Stelle nach Deutsch land und Oesterreich, während sie in der Einfuhr mit 625.8 Millionen Dinar sofort nach Deutschland den zweiten Platz einnimmt und Oesterreich auf die dritte Stelle verdrängt. Das Jahr 1936 brachte also hier ein Aktivum von 86 Millionen Dinar zugunsten der Tschechoslowakei, während i. Jahre 1935 Jugoslawien mit 23.2 Millionen Dinar aktiv war. Der Clearing. Was die übrigen Clearingsländer betrifft, so rangieren dieselben in folgender Reihenfolge: Ausfall r (in Mill. Dinar): Deutschland 1038.7, Oesterreich 640.5, Tschechoslowakei 539.8, Griechen land 246.4, Belgien 226.8, Ungarn 164.5, Italien 137.2, Schweiz 98, Frankreich 86.3, Polen 61, Rumänien 39.3, Spanien 33.1, Türkei 8.7, Bulgarien 4.2, zusammen 3384.6 Millionen Dinar. — F. i n-f u h r: Deutschland 1087.6, Tschechoslowakei 625.8, Oesterreich 420, Ungarn 145.4, Schweiz 102.9, Italien 101.7, Frank reich 101.3, Belgien 100.7, Griechenland 82, Rumänien 76.8, Polen 52.6, Spanien 12, Bulgarien 7.9, Türkei 4.5, zusammen 2921.2 Millionen Dinar. Die Ausfuhr nach den Clearingländern ist um 8.5 Millionen Dinar geringer als 1935, während sich die Einfuhr aus den Clearingländern um 334.7 Millionen Dinar erhöht hat. Der Außenhandel mit Clearingländern war im Jahre 1936 mit 403.4 Millionen Dinar aktiv, während dieses Aktivum im Jahre 1935 746.4 Millionen Dinar betragen hat. In Prozenten ausgedrückt entfiel im Jahre 1936 von der Gesamtausfuhr Jugoslawiens 75.97% auf die Clearingländer, gegenüber 82.70% im Jahre 1935, von der Gesamteinfuhr 71.66 Prozent gegenüber 69.93% im Jahre 1935. Börsenberichte Ljubljana, 8. d. Devisen. Berlin 1754.03—1767.91, Zürich 996.45— 4003.52, London 212.68—214.91, New-york 4338.50—4374.82, Paris 197.51— 198.95, Prag 152.33—153.44, Triest 229.15 —232.23; österr. Schilling (Privatclearing) 7.80. engl. Pfund 238, deutsche Clearingschecks 11.90. Zagreb, 8. d. S t a a t s w c r t e. 2%% Kriegsschaden 407—409, 4% Agrar 52—52.75, 4% Nordagrar 51—52, 7% Stabilisationsanleihe 86—87.50, 7% Blair 82.25—0; Agrarbank 208—212. bank deren Forderungen gegenüber der Priv. Agrarbank lombardiert. Man darf nicht damit zuwarten, bis die Kreditgenossenschaften die der Agrarbank abgetretenen Bauernschulden definitiv abrechnen, da dies noch monatelang dauern wird. Man muß den Genossenschaften schon auf Grund der Bestätigung über die Abtretung der Bauernschulden neue Kredite gewähren. Andrerseits ist der der Agrarbank gewährte, aber nicht flüssiggemachte Kredit von 200 Millionen Dinar zu aktivie- auf 4359.165 erholte, die Devise Am- rina^am’ ^’e sich in derselben Zeitpe-0 von 2384.455 auf 2398.96 verbesser Ausgiebige Kredite für die LanöWiMchastsgenosfen-fchasten! Die Mittel hiezu soll die Nationalbank vorstrecken. In der Sonntag abgehaltenen Generalversammlung der Nationalbank hielt der Verwaltungsrat Dr. M Nedelj k o-v i č eine Rede, in der er die Rolle skizzierte, die die Nationalbank bei der Durchführung der Bauernentschuldung zu übernehmen hat. Im Sinne seiner Aus führungen ist dafür Sorge zu tragen, daß die Landwirtschaftsgenossenschaften unverzüglich möglichst ausgiebige Kredite erhalten, indem die National- Viehzüchter! Großer Mehrverdienst und kolossale Erfolge werden in jeder Art Viehzucht durch »Pekk« und »Osan« Anwendung erlangt. Ausführliche Broschüre über rationelle Vieh- und Geflügelzucht sendet unentgeltlich nach Verlangen die Firma: Kaštel A. G., Zagreb 6, Postfach 50. ren und nach Tunlichkeit noch zu erhöhen, damit diese Bank die nötigen Mittel zur Finanzierung der Genossenschaf ten erhält. Außer der Nationalbank sollen auch die Postsparkasse und die Staatliche Hypothekarbank entsprechen de Mittel für die der Agrarbank zu gewährenden Kredite vorstrecken. Auf diese Weise wäre den landwirtschaftlichen Genossenschaften viel geholfen und der Landwirt könnte sich Vieh und Geräte sowie Saatgut anschaffen. Die Angelegenheit ist, wie Redner hervorhob, dringend und es müssen die entsprechenden Maßnahmen sofort getroffen werden. X Kompensationsgeschäfte mit Spanien gestattet. Die Nationalbank Hat beschlossen, eine teilweise KompensationsgeschLftsj-iH-rung im sHnnbel liüf Spanien zu gestatten-Die Firmen, die spanische Waren nach Jugoslawien importiert Haben, sind berechtigt, 50% in Clearing-Pesetas itub 50% in Ausfuhrwaren zu bezahlen. Diese Genehmigung wird nur die spanische Firma „Klusa", die kürzlich in SuZak gegründet worden ist, aus nutzen können. X Der Kurs brr deutschen Touristenmart ist für März mit 14 Dinar festgesetzt worden, i X Ansteigen der deutschen Ausfuhr nach dem Balkan. Die deutschen statistischen Angaben verzeichnen ein großes Ansteigen der Ausfuhr nach den Balkanstaaten. Im Jahre 1935 hat Deutschland nach diesen Staaten für 253 Mill. Mark Waren exportiert und im Jahre 1936 für 375 Millionen, was eine Erhöhung der Ausfuhr um 50% darstellt. Die Ausfuhr nach Jugoslawien ist um 109% angestiegen. Der gute Franzel Wenig bekannte Schubert-Anekdoten. Schubert saß bei Baker Tschöll im „Drei-mäderlhaus" zu East. Hannerl, Heiderl und Hebet! waren mit einer Gesellschaft ausgeflogen. Die Uhr zeigte die zehnte Stunde. Der Komponist saß am Klavier und spielte sehnsüchtige Lieder. Die Müder! aber waren noch immer nicht zu Hause. Er schmollte: „Das Annerl weiß doch, daß ich, heute bei Ihnen bin, Vater Tschöll, und kommt nicht." Verärgert sprach er weder: „Sie weiß doch, daß ich auf sie warte. Ich geh jetzt und sagen Sie ihr, bitte, daß ich sehr böse bin, nie wiederkomme und" — mit einem tiefen Seufzer — „sie soll morgen um acht Uhr zu Hguse sein, ich rnerb’ pünktlich, sein." * Es kam der Tag, wo der junge Schubert, der so oft in seinen Liedern die Liebe besungen, selber verliebt wurde. Er war 21 Jahre, Musiklehrer bei dem Grafen Esterhazy in Ungarn und betete insgeheim seine Schülerin, die schöne Komtesse Karoline, an. Er nannte sie in seinen Briefen „gutes Kind" und schwärmte für dieses gute Kind, wie eben nur ein Schubert schwärmen konnte. Er war Musiklehrer und als solcher nahm er die Mahlzeiten am Tisch des Verwalters ein. Das schmerzte ihn. Dann aber kam Karoline, brachte ihm allerlei Leckerbissen und aller Kummer war vergessen. Schubert getraute sich, nie, seine Neigung der Gräfin ein zugestehen. Nur ein einziges Mal geschah es, daß er sich zu einer Andeutung seiner Liebe verleiten Fest Die Komtesse' neckte ihn damit, daß es schon an der Zeit wäre, ihr endlich eine seiner Arbeiten zu dezidieren. Schubert sprach ganz verschämt: „Wozu denn? Ihnen ist >a ohnehin alles gewidmet", und wurde rot und verlegen. Schubert saß eines Tages in- einer kleinen lärmenden Wiener Kneipe. 2>e Musik spielte, die Kellner rannten, die Gäste johlten. Es herrschte ein tolles Durcheinander. Plötzlich wendet sich Schubert zu Moritz von Schwind, dem bekannten Maler, und spricht: „Du, ich habe einen guten Einfalt. Aber leider kein Notenpapier." Schwind wußte auch hier Rat. Er nahm die Speisekarte zur Hand und begann, die leerstehende Rückseite zu liniieren. Mit einer feierlichen Handbewegung reichte er chubert das originelle Notenpapier hin. Und der Komponist fing an zu schreiben. In wenigen Minuten schrieb er eines seiner entzückenden Lieder nieder: das sogenannte Shakspeare-Ständchen „Horch, horch, die Lerch' im Aehterblau". Schwind nahm das Lied zu sich und Schubert kümmerte sich nicht mehr darum. Einige Tage später saß er >m trem» Freundeskreise und da geschah es. Sein Lied „Horch horch, die Lerch' im Aehterblau" wurde von einem seiner Freunde gespielt und gesungen. Schubert zeigte sich sehr m-teressiert. Das Lied gefiel ihm. Und als es aus war, fragte er: „Wirklich, sehr nett; — Wer hat es geschrieben?" * Schubert war Zeit seines Lebens in Geld Verlegenheit. An einem heißen Augusttag, als er wieder einmal kein Geld besaß, erhielt er unerwarteten Besuch. Sein Freund, der Wiener Komponist Franz Lakner, kam und machte ihm den Vorschlag, für einige Tage in die Berge zu gehen. Schubert lächelte ingrimmig: „In die Berge gehen! Sehr gut. Und das Geld dazu?" Lakner ließ aber nicht locker. „Hast du einige neue Lieder? Gib sie mir her." Der geldlose Krösus zuckte mit den Schultern und übergab Lakner fünf neue Lieder. Dieser rannte wie besessen fort. Er suchte einen bekannten Verleger auf und verkaufte, ihm die fünf Lieder für 15 Gulden. Nun konnten die beiden in die Berge ziehen. Man schrieb 1839. Schubert war schon zehn Jahre tot, als Lakner wieder einmal mit dem betreffenden Verleger zusammenkam. Dieser fing an zu klagen: „Wissen Sie, vor fünfzehn Jahren kaufte ich von Ihnen fünf Lieder zu fünfzehn Gulden . . . und jetzt mußte ich Franz Liszt 500 Gulden bezahlen, damit er sie mir auf Klavier umschreibe." * Schuber^ saß eines Tages mit Scholz, einem Schauspieler des Karl-Theater, beim Heurigen in Lichtental. (Dies war ein Teil des jetzigen Alsergrundes.) Beide bestellten Backhendel. Es war aber nur mehr eines vorrätig. Scholz konnte sich nicht entschließen, das Backhendel Schubert zu überlassen, wenn er auch wußte, daß dies seine Lieblingsspeise war. Er schlug daher eine Weite vor: „Wer von uns beiden die größte Lüge erzählt, soll es essen." Kaum hatte er geendet, als Schubert begann: „Ich bin einmal in Lichtental mit einem seinen Herrn im Wirtshaus gesessen . . .!" „Unmöglich!" schrie Scholz. „Dies ist die größte Lüge!" und gab sich geschlagen. -* Wurde ein Fremder in den Kreis der Freunde in der Kneipe eingeführt, ]> fragte Schubert regelmäßig den neben ihm Sitzenden: „Kann er was?" Und so nannten ihn seine Freunde Herr „Canewas". Als nun der Dichter Rusticocompius im Jahre 1825 in dieser Gesellschaft auftauchte, fragte der „junge Tonachill", wie Schubert auch genannt wurde, aus den Eintretenden zeigend: „Canewaws", worauf Rnsticocampius, der diese Gewohnheit des Künstlers kannte, herantrat und sprach: „Herr Canewas, ich kann auch was!" Schmerzsr'iillt geben die Unterzeichneten allen Verwandten, Freunden und Bekannten die traurige Nachricht, daß ihre innigstgeliebte Gattin bezw. Mutter, Schwester. Schwägerin und Tante, Frau Harle Berami* geb. Prih Gastwirtin Montag, den 8. März 1937 um 9.30 Uhr, nach langem, schweren Leiden, versehen mit den '1 röstungen der hl. Religion, im 42. Lebensjahre gottergeben verschieden ist. Das Leichenbegängnis der teuren Dahingeschiedenen findet Mittwoch, den 10. März 1937 um 16 Uhr von der Leichenhalle aus aut den städtischen Friedhof in Pobrežje statt. Die hl. Seelenmesse wird am 11. März 1937 um 7 Uhr in der Donv und Stadtpfarrkirchc gelesen werden. Maribor, Marenberg, Cirkovci, den 8. März 1937. Anton Beranic, Gatte; Vladko und Gvido, Kinder, und alle übrigen Verwandten. 2340 Jnser lieber Gatte, bzw. Vater, Schwiegervater und Großvater. Herr Wilhelm Bergmaim Lokomotivführer in Ruhe hat uns am 2. März, nach kurzem, schweren Leiden im 70. Lebensjahre für immer verlassen. Ein seelensgutes, arbeitsames Leben hat seinen Abschluß gefunden. Wir begruben den teuren Toten seinem Wunsche entsprechend in aller Stille Donnerstag, den 4. März am Grazer Zentralfriedhof. Maribor, Graz, den 9. März 1937. Familien Bergmann, Schönherr, Günther, Koderhold. 2365 Jdeistec Anzeig&c yrntkiedeues Rebensaft gleicht dem von. Nizza, bannt die Sorgen, bebt j die Seele. Wer dies wünscht, | der wähle in der Tattenba-ehova ullca den Wein — Senica. 2342 imiääieit Günstige Kaufgelegenheit! Einstock-Villa, Maribor-Westen. Neubau, steuerfrei, drei Wohnungen, schöner Garten, Hypothekübernahme möglich, äußerst preiswert zu verkaufen. 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Abenteuer um Brigitte Roman von Marttse Gonnebom „Sic werden sich noch Ihr ganzes Leben ■intt essen können", antwortete das Männchen übclfamti'ich. „Und nun vergessen Sie nicht — rechts im Schreibtisch die zweite Schublade — ganz Heraufziehen — saust drücken! — Ich höre sie schon! -Haben Sw keine Furcht! Ihnen tarnt sie nichts tun. Ich aber bin selber tot — und «wir leben in der gleichen Dimension, öfc — tu der Tat, sie kommt - . Und im gleichen Augenblick sah die erstaunte Brigitte durch den gleichen Spalt, durch den sie sich selbst heroingezwängt, eine höchst eigenartige Erscheinung stürmen. Eine Dame in unausdenkbar unmoderner Tracht — nie hatte Brigitte Aehnliches erblickt! — mit grauen, hängenden Locken, spitziger Nase und breitem, haßverzerrtem Mund. Sie griff mit knochigen Händen nach " dem Herrchen, das förmlich znsammen-ichrumpfte und sich regelrecht verflüchtigte. Drohend bückte die Dame auf Brigitte. „Albernes Ding, du!" fauchte sie zu ihr hinüber. „Was hast du hier zu suchen? Mach' nur, daß im fort kommst — und glatt be kein Wort von dem,. was er sagt . Er ist ja kaum erst mal gestorben und tut sich schon wer weiß wie fchRttt. Ja, diese Jungen ..." „OH, Madame — darf ich um Ihren Na tuen bitten?" ries Brigitte, der das flattri-ae Ding viel Spaß machte. „Ich bin die Prinzeß Sibylle von Arles, die einzige, die diesen Raum jemals txmhnt hak. Es enthält das Werk meines Lebens." Hoffentlich -war es ein Werk der Liebei" sagte Brigitte sanft. Da lachte die andere schrill auf. „Sieh einer — dies Affending . . Es war das letzte, was Brigitte von ihr hörte, denn nun erwachte sie wirklich —- es war hellichter Tag und durch das kleine Fenster fiel ein schmaler, aber leuchtender Sonnenstrahl. Ach dem Fußboden — -gerade da, wo er spielte, lag eine tote Nacht« eitle, die einen dünnen Spinnebock unter ihren welchen, weiten Flügeln verbarg. Brigitte erinnerte sich ihres Traumes mit solch klarer Deutlichkeit, daß sie einen Augenblick ihre wunderliche Lage darüber vergaß. Sie erhob sich, Zu ihrem Erstaunen bemerkte sie, daß sie den nagenden Hunger viel weniger spürte als gestern. Und doch begann heute der dritte Tag, an dem sie ohne Nahrung war. „Es kommt, weil ich geschlafen habe — weich und bequem gelegen", dachte sie. Sie wußte nicht, daß vielmehr das weitere Stadium der Nahrungslosiigkeit bei ihr begann — das, in dem man leicht, frei, angeregt und seltsam beschwingt fühlt und fast meint, ohne Speise auskommen zu können . . . bis dann der Zusammenbruch der Kräfte von neuem und stärker — endlich verheerend — bemerkbar wird. Sie suchte mm mit aller gebotenen Sorg salt nach dem Geheimfach, das ihr das spinnedürre Männchen int Traum verraten. Sie erwartete reicht, es zu finden. Sie fand es auch nicht. Weder ein Knopf irgendeiner Form und Art, noch irgendeine Erhöhung oder Vertiefung gaben Anhalt und Fingerzeig, wo es sich befinde. „Es wäre ja auch Spuk und entschieden vierdimensional, wenn das stimmen sollte", lächelte sie über ihren eigenen Eifer. „Nun will ich mich vor allem erst einmal versuchen, mich bemerkbar zu machen. Ohne Zweifel ist Henry jetzt wieder zurückgekom-men — und sie werden sich schön um mich .ngstigen. Gut, daß Vater dies wenigstens nicht weiß." „Der Turm", überlegte sie nun vernünftig, indem sie sich wieder auf das Ruhebett warf. Komisch wie/das bißchen Kramen sie ermüdet hatte! — „geht in den Park hinaus — und zwar auf den Teich p. Dort hin kommen selten Leute. Aber sie werden ja jetzt überall nach mir suchen. Rufen hat wenig Zweck. Wer weiß, ob meine Stimme so weit schallt — denn hoch genug ist der Turm. Der Garten senkt sich dem Teich zu, und man hat einen mächtigen Unterbau gechaffen. Ich erinnere mich sehr wohl. Er besteht aus dicken Quadern dieses rötlichen Granits, aus dem die Felsen hier in der Gegend sich zusammenisetzen. Rufen würde Mich auch viel zu sehr ermatten. lind wie lange muß ich hier noch warten. Es gilt, Kraft p sparen. Also gebe ich ein optisches Zeichen. Aber wie?" Zuerst würde es nötig sein, die Fensterscheibe dieses kleinen, hochgelegenen, engbrüstigen Lichtloches zu zertrümmern __________ und dann? Das Kleid war schlecht zu entbehren. Sie ließ ihre Wahl auf die langen, hellgrauen Seidenstrümpfe fallen, die sie trug. S-c würde sie aneinanderknoten und so eine stattliche Fahne zustande bringen. Din Haken, sie daran p befestigen, würde sich schon finden — wahrscheinlich schon durch das Zerbrechen des Glases. Brigitte sah sich nach einem Gegenstand um, den sie ins Fenster schleudern könne. Sie nahm den resoluten HandschuhüveUer der Dame, die vor ihr dies Kabinett mne-gehabt und die sie ein wenig zu kennen die Ehre hatte. Sie warf mit aller ihr zu Gebote stehenden Kraft — und klirrend fiel das Glas nieder. Brigitte prüfte den Tisch auf seine Festigkeit. Dann nahm sie ein winziges Taburett, das neben dem Gueridon stand, hob es auf die Tischplatte, schob die Papiere beiseite und kletterte — nicht ohne Schwindel — auf das so geschaffene Türmchen. Dw Strümpfe flatterten wenige Augenblicke danach lustig in dem noch frischen, anregenden Morgenwind — und Brigitte atmete lief die gute, unverbrauchte Lust, die durch, das zerbrochene Fenster hereinströmte. Sie reckte sich ein wenig — und bemerkte, daß sie den Park ein winziges Stückchen übersehen konnte. Das Glück schien ihr endlich hold zu stm, Auf den hier einsamen Wegen wandelte jemand. Hoch, hager und in Gedanken vertieft-' Misses Stahle. Nur sie konnte es sein. Wer auf Mon-plaisir -war sonst so grau — so stakig — s» unberührt von der ihn umgebenden Lieblichkeit? „Misses Stabile!" rief sie. „Misses Stahle!" Aber sie bemerkte wohl, daß der Wind ihr« Stimme in andere Richtung trug, und so legte sie beide Hände zu einer hohlen Röhre vor den Mund — und wiederholte, mit möglichst tiefgelegter Stimme hren Ruf. „Misses Stahle! — Misses Stahle!" Chefredakteur und für die Redaktion verantwortlich: Udo KASPER. — Druck der »Mariborska tiskarna« in Maribor. verantwortlich Direktor Stauao DETELA. — Beide wohnhaft in Maribor, — Für den Herausgeber u. den Druck