Nr. IM Freitag, 7. Mai 1915. _______134. Jahrgang. Mbacher Zeitung V»>L«u»,«»N«»»p»«i«l Mil Poflvtlffndung: aanzjähUz »0 ll hzlbjühilg «5 ll. Im «ontoi: ganzjährig «k»lft»«t<'«» besingt ftch VliNosiöftraße ?tr. 1«: die M,>ak«<» MiNoöiöstrahe M. 1«. Sprechstunden der Nedaltion von » bi« l0 Uür vornnttags. Unfranl,elev Uedaktion 52. Amtlicher Geil. Der Iuslizminister hat dic Richter Dr. Johann Likar in Laas nach Oberlaibach und Dr. Arnold Pern at in Franz nach Laas verseht. Den 5. Mai 191b wurdr in der Hof° und Staatsdruclerei das (II.XXX1X. Stück der italienischen Ausgabe des Reichs-gesetMattes des Jahrganges 1914 sowie das XI.V1. Stück der ruthenischen Ausgabe des Neichsgesehblattes des Jahrganges 1915 ausgegeben und versendet. Nach dem Amtsblatte zur «Wiener Zeitung» vom 5. Mai 191h (Nr. 102) wurde die Weitcrverbreitung folgender Preß» Erzeugnisse verboten: Das von der ^ommiß^ioue I^oeutivä urie" und die ,.Da-guc". Die Vernichtung dics> Fahrzeuge - so schließt das Vlatt — ist doppelt schmerzlich, weil sie nicht durch die vom Feinde erlittenen Verluste aufgewogen wird: unseren Prüfungen gegenüber können wir als Aktivposten nur die Beschießung des kleinen Kreuzers „Zenta" ein stellen, gegen den das Einschreiten nur einen begrenzten Ruhm mit sich brachte. Die Aktiven sind gering angesichts der Ausgaben an Menschen und Geld. Man denkt nicht daran, die in der Adria unternommenen Operationen zu kritisieren, denn man weiß, daß der Krieg Notwendigkeiten umfaßt, denen man sich fügen muß und daß die geduldige Ausdauer eine ebenso nützliche militärische Tugend ist wie der Feuereifer im Gefecht. Was aber im Adriatischen Meer sich zugetragen, gestattet neuerdings diese Grundwahrheit des Krieges festzustellen: „Die Defensive ist das Mittel, zu verlieren, ohne jede Aussicht, Zu gewinnen." Das erfahren wir gegenwärtig. Tllgcsücmglcitcti. — (Wie sich die Pariser foppe« liehen.) Aus Genf wird gemeldet: Die Parifer hatten wieder einmal ihre Sensation. Es hatte sich die wichtige Nachricht verbreitet, oatz zwei arabische Fürsten in hoher Mission nach Frankreich gekommen seien, um der Republik ihre Dienste im Kampfe gegen die Deutschen anzubieten. Prinz von Zaire und Graf von Amgor, die bevollmächtigten Minister von Fsrid II., dem König des unabhängigen Arabien, haben Marseille, Bordeaux und zuletzt Paris mit ihrem Besuch beehrt, um im Auftrag Ihrer Majestät der französischen Regierung die militärische Beihilfe von drei Millionen bewaffneter Araber anzubieten. Sie stiegen in einem erst- tlafsigen Hotel ab, wo die Hoftanzlei permanent eingerich» tct wurde. Sofort nach ihrer Ankunft boten sie der französischen Regierung die Dienste des arabischen Königs schriftlich an, und verlangten nur dagegen, daß die fran» zösische Regierung Seine Hoheit, den König Fsrid H., offiziell als König anerkenne. Da die Antwort des Prä» sidcnten der Republik et!vas anf sich warten lieh, gründe« ten die beiden exotischen Fürsten in Paris ein Fina'nzinsti-tnt, das vom herrlichsten Erfolg gekrönt tuar- die Tan-sendfroas besonders wichtig ist, sie muh iil allen ktörfterstellungen vorgenommen werden. Denn der moderne Krieger liegt betanntlich mehr, als er steht. Die Augengewöhnung ist nicht identisch mit dem Entfernungsschätzen, aber zweckmässig mit dieser Nbung zu verbinde». Man miht der Augeugewöhnuug cine solche Bedeutung bei, dah man Bauplätze für Kasernen-Neubauten danach bestimmt, damit die Soldaten schon auö ihren Zimmern sich entsprechend üben können. ^ Eine gewisse Gewöhnung unt> Schulung des Gehörs ist für den Soldaten ebenfalls wichtig nnd als Horchübung zu bezeichnen. Im modernen Minentampfc werden sogar besondere Horchgänge gegraben, um festzustellen, ob der Feind etwa Gegenminen vortreibt. So können nicht nur bessere Nerven überhaupt, sondern auch die besseren Nerven zlvcier wichtiger Sinnesorgane dazu beitragen, den Sieg an unsere Fahnen zn fesseln. Lotal- und ProMzial-Nachrichtcn. — (Die Maibefördcrung.) Seine Majestät der Kaiser hat ernannt: zum F?ld>>narschaÜeulnanl in dei Gruppe der auf Mobilitätsonuer aktivierten Osf?z!ere des Ruhestandes den Feldmavschall-utn^n mit Titel und Charakter Johann Lavru- >w:> Zaplas; zum Oberstleutnant im Gcneralstabskorps den Major Milan Nitter Vleiweis von Trstcni,^ki: in d?r Infanterie den Major Mcinrad Sieg! des IN 27: in der Feldartillerie den Major Ernst Umfahrer des HK^t 5; in der Gluppc der aus Mobilitätsdaucr aktiru^n Offizieiv dcs Ruhestandes den Oberstleutnant mit Titel und Charakter Konstantin Slubczakowski des ErsVatKmd. 27; zu Majoren in der Infanterie-, Iä'gcrtruppc die Hauptlcutc Witold Ritter Niesiolowski-Gowin von Niesiolovice des IR 17, Anton Coufal des FIV 7 bei IR 96, in der Kavallerie den Rittmeister Adalbert Ritter von Leuzendorf des TR 5; in der Gruppe der auf Mobilitätsdauer aktivierten Offiziere dcs Ruhestandes die Majore mit Titel und Charakter Franz Koczynski, VatKomm. bei IR 17, Ar-tur Edler von Iinclic, BatKomm. bei IN 27, in der Infanterie- und Iägertrupfte zu Haufttleuten die Oberleutnante Linus Decancva des IR 17, Paul Wcingrabcr nnd Franz Kratochwill, beide dcs IN 27, Emil Knific des IR 17, Norbert von Chizzola dcs IR 27, Alfred Czernohaus dcs FIV 7, Albert Lang und Alois Korxe, beide dcs IN 17, Hermann Ölberg des IN 27, Johann Edlen von Hosp dcs IN 17; zu Oberleutnanten die Leutnante: Karl Schupanzigh von Frankenbach des IN 27. Johann Edlen von Krziwanck dcs IR 27, Hermann Krall dcs IN 17; zu Lcutnantcn die Fähnriche Vladimir Vauhnik des IR 17, Franz Huber und Alfred Gar-zarolli Edler von Thurnlack, beide des IN 27, Josef Novy des IN 17; zu Oberleutnanten in der Reserve die Leutnante in der Reserve Dr. jur. Edmund Palla, Friedrich Sogl, 2^ilhclm Lauren^ak, Franz Kral, Karl Glaser und Nichard Lchrl — alle sechs dcs IN 17, Dr. jur. Erwin Nosmanith, Otto Nößlcr, Roland Inegger — alle drei des IN 27, Karl Gcbaucr und Iaroslav Skor-kovsky — beide des IR 17, Franz Uwira, Josef Hon-linger und Alfred Walter — alle drei des IN 27, Otto Gottlieb, Karl Singer, Oswald Fuchs, Rudolf Strasa? und Heinrich Wieltschnig — alle sünf des IN 27, Franz Tichy, Dr. jur. Ernst Hochsingcr, Josef Mayer, Karl Beker, Karl Spatzck, Johann Stüger, Alois Hochsmner, Wilfried Groder und Alois Thaller — alle neun dcs IR 27; zu Leutnanten in dcr Reserve die Fähnriche (Kadetten) in der Reserve Konrad Simnw, Anton Haack und Johann Wank — alle dcs IR 17, Franz Markant, Friedrich Fanedl, Hermann Welzl, Norbert Schön, Franz Mader, Anton Krampl — alle sechs dcs IR 27, Franz Iankovi^ des IR 17, Franz Wcissenstein und Karl Soß - beide des IR 27, Albert Drexler des IR 17, Albin Maierhofer und Ivo Hrachvec — beide des IN 27, Andreas Strametz, Leopold Prcttner und INexander Taxenbacher — alle drei dcs IN 17, Viuzcnz Kollenz, Franz Peönil, Naim. Lederhas u. Viktor Lorger — alle vier dcs IN 27, Friedrich Lihr dcs IN 17, Artur Herrisch, Franz Sirc, Josef Zucker, Eduard Schleich nnd Edwin Suhcr — alle fünf des IN 27; in der Kavallerie zum Rittmeister den Oberleutnant Julius Messcrschmidt des DR 5, zum Oberleutnant den Leutnant Franz Penka des DN 5, zum Leutnant den Fähnrich Siegmund Freiherr von Conrad des DN 5, M Leutnanten in der Reserve die Fähnriche (Kadetten) in der Reserve Dr. pol. Julius Venicky v. Veniczei und Micsinyei, Erich Raisft Edler v. Caliga und Josef Klenrszig — alle drei des DR 5; in der Feld- und Gebirgsartillerie: zum Oberleutnant den Leutnant Wenicr Wolff des FKR 7, zu Oberleutnanten in der Reserve die Leutnante m der Reserve des FKN 7 Dr. jur. Fritz Luckmann, Franz Loöni-ler, Franz Pauk, Wilhelm Dostal, Maximilian Smerit- l schnig, Franz Fasching, Dr. jur. Heribert Freiherr Würz-lbach von Tanncnbcrg, Erwin, Trazl, Fritz Wirth, Hermann Kratochwill, Alfred Nefzer, Roman Hirsch und Ignaz Kotnik; zu Lcutnautcn in der Reserve die Fähnriche (Kadetten) in dcr Reserve dcs FKN 7 Dr. jur. Albert Riha, Dr. jur. Franz Pavlin, Paul Pelikan, Otw Schaller, Franz Tavöar, Karl Weber, Alfred Schwarz, Julius Schuster, Jakob Obcrwaldcr und Johann Skalak; nachstehende Offiziere des Ruhestandes in besonderen und Lokaluerwenduna.cn, bei Velassung in diesem Verhältnis: zum Leutnautproviantoffizier den Proviant-offiziersstellvcrtretcr Emil Iordq des IR 17; zu Oberärzten in dcr Ncfcrvc die Assistenzärzte in der Ncserve Doktoren Anton Iamar und Rudolf Schneider — beide des IN 17, Gustav Machan des FKR 7; zu Assistenzärzten in der Reserve die Ässistenzarztstellvertreter in der Reserve Doktoren Franz Hrade^ny des IR 27, Friedrich Tschamcr dcs IN 17; zum Artillerie-Oberzeugsverwalter zweiter Klasse dcn Artilleriezcugsvcrwalter Theodor Drennig d?s 2. ArmeeEtpKmdos. — (Kriegdversichcrunss.) Der Witwen^ und Waiscn^ Hilfsfonds für die gesamte bewaffnete Macht beabsichtigt cine weit eingreifende Propaganda für die Verbreitung dcs Gedankens ciner Kriegsvcrsichemng in allen Kreisen dcr Bevölkerung zu entfallen. Von den im Felde stehenden Soldatei, ist nur cin verschwindend geringer Vruch-tcil im Besitze von Lebcnsvelsicherungspolizzcn, die für den Fall des Todes im Kriege dic Auszahlung des versicherten Kapitals an die Hinterbliebenen gewährleisten. Die im Felde Stehenden/können cinc Lebensversicherung ill der allgemeinen üblichen Forin vor allein schon wegen der Schwierigkeit einer besonderen ärztlichen Untersuchung kcuim mchu abschließen; einen Weg, diesem Mangel abzuhelfen, bildet nun eine Kriegs Versicherung, die von den Dahcimgebliebcncn auf das Leben dcr eingerückten Soldaten abgeschlossen wird. Die allgemeine Verbreitung einer derartigen Kriogsversichcrung wird sich als unge-mcin segensreich bewähren. Werden doch die staatlichen Untcrstützuugsrcntcn für die Witwen und Waisen ebenso wie deren Versorgung durch die Gemeinden kaum mehr als den allernotwcndigstcn Lebensunterhalt gewähren können. Auch wird die Nentenversorgung der Witwe nach einem Kriegs gefallcnen in dcn seltensten Fällen die Möglichkeit bieten, etwaige nach dein Tode des Mannes eintretende finanzielle Schwierigkeiten leicht zu überwinden, das heißt, den Vesitz des Mannes, sein Gewerbe oder sein Geschäft ohue Schwierigkeit aufrecht zu erhalten. Wenn dagegen der Witwe in der erstcn Zeit cin wenn auch kleines Kapital zur Verfügung steht, wird sie leichter in der Lage sein, dringende Verbindlichkeiten zu ordnen und dadurch eine Notveräußerung oder die Pfändung vorhandener Vermögenswerte zu verhindern; sie wird für die Bestellung der Wirtschaft oder für die Fortführung des Geschäftes Sorge tragen, ja sich vielleicht sogar cine neuc Eristcnz schaffen könncu. Die vom Witwen- und Waiscnhilfsfonds propagierte Versicherung wird nicht nur für den Fall dcs Todes im Kriege, sondern schlechtweg derart abgeschlossen, daß die Versiche-nmgssumme bedingungslos ausgezahlt wird, wenn das Ableben dcs Versicherten innerhalb eines Jahres, vom Tage des Versichcrungsubschlusses an gerechnet, eintritt. Die Versicherungssumme ist also zahlbar, wenn der Versicherte im K/riegc fällt, wenn er den Folgen einer im Kriege erlittenen Verletzung oder erworbenen Krankheit erliegt, wenn cr vermißt wird oder in der Gefangenschaft stirbt, aber auch dann, wenn ihn nach seiner Heimkehr vor Ablauf dcs Versicherungsjahrcs ein natürlicher Tod ereilt; nur im Fallc eines Selbstmordes erlischt der Anspruch auf die Versicherungssumme. Die überwiegende Mehrheit jcncr Personen, die als Familicnerhaltcr versorgungsbedürftige Angehörige besitzen, gchört in die Kategorie der Landsturmleute, für deren Versicherung eine Prämie von 4^-» ^ der versicherten Summe zu bezahlen ist. Für ein versichertes Kapital von 1000 X oder auch nur von 500 X wird daher eine Prämie von 45 /< oder 22 X 50 /< zu entrichten sein. — Der Witwen-und Waisenhilfsfonds hat weiters die Einrichtung getroffen, daß jenen Familien, die einen staatlichen Unter-haltsbeitrag beziehen — und das ist natürlich die Mehrheit dcr minder Bemittelten — die Abstattung der Prämie in sechs monatlichen Raten ermöglicht werden kann. Die tunlichstc Förderung dieses wirtschaftlich so gesunden Gedankens der Hinterblicbencnfürsorge im Wege der Selbsthilfe wird nicht zuletzt auch dazu führen, Staat und Gemeinden erheblich zu entlasten. Es unterliegt aber auch keinem Zweifel, daß dieser Gedanke der Selbsthilfe, wenn er erst einmal bei den Familien dcr im Felde stehenden Militärftcrsoncn geweckt ist, auch weitere Kreise ziehen wird. Insbesondere sind — wie die bisherigen Erfahrungen gezeigt haben — sowohl Gemeinden als auch öffentliche und private Arbeitgeber in sehr vielen Fällen dazu bereit gewesen, ihre eingerückten Angestellten oder Arbeiter Zu versichern und die Prämie hiefür entweder ganz aus eigenen Mitteln zu Zahlen oder doch einen ansehnlichen Veitrag hiezu zu leisten. Hiebei sind die betreffenden Arbeitgeber von der Erwägung ausgegangen, daß es ihnen schwer fallen wird, sich der Leistung von Unterstützungen an die Hinterbliebenen ihrer nicht oder noch nicht pcnsionsberechtigten Angestellten oder ihrer qualifizierten oder in dem Unternehmen lange beschäftigten Arbeiter zu entziehen, weshalb sie die geringe Prämie derartigen hohen Versorgungslastcn vorgezogen haben. Was für die Arbeitgeber gilt, das gilt im weiteren Umfange auch für die Gemeinden als Ver-wMmgskörpcrschaften. Die unversorgten Hinterbliebenen Kriegsgefallencr werden nicht zuletzt auch die Annen- versorgung belasten, so daß manche Gemeinden gerne auch gegen diese Eventualität im Wege dcr Kriegsversicherung Vorsorgen dürften. Endlich dürfen sich bei entsprechender Propagierung vielfach auch private Persönlichkeiten aus rein charitativen Gründen bewogen fühlen, eventuell die Übernahme der Kriegsversicherung für im Felde stehende Soldaten über Anregung seitens der die Verhältnisse dcs Eingerückten kennenden Gemeinden zu übernehmen. In Würdigung aller dieser Umstände ist das Kriegshilfsbureau zu dem Ergebnisse gelangt, daß die Vereinbarungen, die der Witwen- und Waisenhilfsfonds hinsichtlich dcr Durchführung dieser Kriegsvcrsicherung mit der Versicherungsanstalt „Österreichischer Phönix" getroffen hat, die volle Unterstützung des Kriegs-hilfsbureaus verdienen, — (Vom KricMilfsbureau.) Nus Anlaß der bevorstehenden Pfingstfeiertage und der Firmungszeit, die eine regere Kauflust gewärtigen Iaht, hat das Kriegshilfs-burcau als Pfingstgeschenke besonders geeignete Verkaufs-artitcl aufgelegt. Abgesehen vou deu mit offiziellen Ab^ei» chcn oder dem Monogramme der offiziellen Kriegsfürsorge versehenen und sehr beliebten Uhren zum Preise von L bis ^0 Kronen, wurden die meist getragenen Abzeichen in kleiner Ausführung hergestellt uud daraus Uhrlctten, Armbänder und Manschettenknöpfe, Zum Preise von 6 und ? X geschaffen; auch als Halsanhängcr und Krawattennadeln finden die Abzeichen sinnige Verwendung. Vom Vildhauer Hartig wurde ein künstlerisches Vronzekruzifix geschaffen, welches infolge der gegenwärtigen Erzcugungsschwierigtei-tcn erst in dcr letzten Woche vor Pfingsten zum Verlaufe gelangen kann, auf das jedoch bereits jetzt Bestellungen entgegengenommen werden. Der Preis beträgt 6 X, in einem geschmackvollen Etui 9 X. Auch die in geschmackvollen Kassetten zusammengestellten vollständigen Sammlungen aller bisher erschienenen offiziellen Abzeichen erfreuen sich bereits großer Beliebtheit. — Die Ziehung der vom Kricgshilfsbureau veranstalteten Effektenlottcrie findet am 15. Mai statt und ist daher noch Gelegenheit, von der geringen Anzahl der noch unverkauften 2ose einige zu erstehen. Dcr Verkauf der Lose findet in dcr technischen Vetrievszentrale des Kricgshilfsbureaus sowie in ullen offiziellen Verfchleitzstellen statt. Bci diesem Anlasse sei nochmals auf die ständige Ausstellung der offiziellenKriegs-fürsorgeaTtikel hingewiesen, welche im Trattnerhof, Ecke Trattncrhofgasse und Goldschmidtgasse in Wien errichtet wurde und täglich mit Ausnahme von Sonn- und Feiertagen von 9 bis 1 Uhr und von halb 3 bis halb ? Uhr geöffnet ist. Die Besichtigung in der Ausstellung — ohne Kaufzwang wird dem Publikum wärmstens empfohlen. — (Die neue H^^ige österreichische Kriegsanleihe.j Zeichnungen auf die neue 5V2^ige Anleihe werden, wie die Annonce in unserer heutigen Nummer besagt, auch vou der hiesigen Filiale der f. k. priv. Allgemeinen Ver-kchrsbank übernommen. — (Städtische Sparlasse i» Laibach.) Der in der am 20. v. M. stattgehabten Gemeindcratssitzung gewählte Verwaltungsausschuß der hiesigen städtischen Sparkasse hat sich in seiner Sitzung am A. d. M. neu' konstituiert, wobei Herr Ubald v. Trnkoczy abermals zum Präsidenten und Herr Robert K oilman n zum Vizepräsidenten gewählt wurde. Direktionsmitglieder sind die Herren Ivan Milohnoja, Josef Neisner und Dr. Karl Triller, deren Stellvertreter die Herren Andreas 8arabon und Josef Vidmar. — (Die zweite öffentliche Produktion der Zöglinge der Musikschule der „Glasbena Matica") findet Sonntag den 9. d. M. um halb-8 Uhr, abends statt, um dem Publikum und den Eltern Gelegenheit zu geben, sich von dem Wirken der Schulc zu überzeugen. Die Sitze werden numeriert sein. Mit Rücksicht auf den Mangel an Kleingeld» enipfiehlt es sich, für die Eintrittskarten solches vorzubereiten. — (Ein ungenannter edler Wohltäter,) ein begeisterter Freund des Gesanges, hat dem Musikvercine „Glasbena Matica" ein Sparkassebüchel über 500 X samt den zweijährigen Zinsen als „Hilfe in der Not" gespendet. Der Vereinsausschuß spricht dem großinütigen Spender den herzlichsten Dank aus. — (Selbstmord eines russischen Gefangenen.)' Gestern vormittags stürzte sich beim Lokalvcrschub im Auf-stcllungsbahnhos in Salloch im Kilometer -1->>1,:i45 5kr beim Äau beschäftigte russische Kriegsgefangene Sergej Komsibin, Korporal dcs russischen Infanterieregiments Nr. 146, in selbstmörderischer Absicht unter den fahrenden Materialzug und wurde getötet. Tie neuesten amtlichen österreichischen und deutschen Kriegsberichte erscheinen von gestern an bei der letzten Abendvorstellung auf der Prajektionsfläche im Kino „Central" (Landcstheatcr). Theater, Kunst und Literatur. — (Hm dritten Wohltätigteitslonzert der „Glasbena Matica",) dessen Reinertrag den kranken Kriegern in dcn Laibacher Spitälem und dem Vereinsfonds gewidmet ist, wird der gemischte Chor auher einigen Kunstliedern auch sechs dcr schönsten Volkslieder zum Vortrage bringen, die wir zwar schon gehört haben, die uns aber immer willkommen sind, da sio echtes aus der Seele des Volkes stammendes Volksgut sind. Laibacher Zeitung Nr. 103___________ 791 7. Mai 1915 Der Krieg. Telegramme des k. k. Telegraphen-Korrespandenz-Kureaus. Österreich - Ungarn. Vom nördlichen Kriegsschauplätze. Wien, 6. Mai. Amtlich wird vcrlanlbarl: l;. Mai mittags. Auf der Schlachtfront in Wcstnalizicn dringen die Verbündeten weiter erfolgreich vor. Noch intattc Truppen des Feindes uerfnchcu in günstlgcn Berteidi-nuunostcllungcu den schleunigen Riilt.'.u., zu decken. Tlarlc russische Kräfte in den Bcoliden sind durch den Flanteu-stl'sj der siegreichen Armeen schwer bedroht. Die Gegend von ^aolo uud Tntla ist bereits erlämpft. Die im Gange befindlichen Kämpfe werden oic Bernichtnng der dritten russischen Armce^ vcruollständigcn. Die Zahl der Gefangenen ist nuf über 5U.0l.j0 gestiegen. Die übrige Situation ist unverändert. Im Orawatale wurde cm starter russischer Angriff gegen die Höhe Ostry blntig abgewiesen, 70l) Russen gefangen. Der Stellvertreter des Eyefo de^ Generalstabes: v. Höfer, FML. Wien, 6. Mai. Amtlich wird ucrlautbarl: 0. Mai 1915), 4 Uhr nachmittags. Auch die letzten russischen Stellungen auf den Höhen östlich des Duunje..- und der Binla sind von unseren Truppen ertämpst. Seit zehn Uhr vormittags isl Tarnow wieder in unserem Besitz. Der Etell-vcrlrew dcs Ehess des Generalstabcs: von Höscr, IML. Ein Armeebefehl des Erzherzogs Friedrich. Wien, 0. Mai. Alls dcm Kriegspr^ssequarlier wird gemeldet: Seine k. und l. Hoheit der durchlauchtigste Herr Armec-Obcitonunanoant Felomaischall Erzherzog Friedrich hat folgcllden Armeebefehl erlassen: „Seine t. und t. Apostolische Majestät der Kaiser und König Franz Joseph geruhten das folgende Allerhöchste! Handschreiben allcrgnädigst an mich zu richten: ,Im nnwidcr-stehlichcn Angriffe haben die unter Ihrem i^derlie fehle vcrciutcn österreichisch-ungarischen uud deutschen Kciifte deu tapferen Feind in Wcstgalizien gcwurfcn, zahlreiche (befangene gemacht und viel Kriegsmaterial erbeutet. Heuer Ruhm lnüpft sich nn ihre Fahnen. Mit wärmster Dantbarteit gcocnte Ich all der braven brüderlich zusam-meuhnltcudcn Truppen. Bewundernd blirtt das Vaterland auf seine Söhne. Ihnen, dcm Armcc-Obcrtomman-dantcn, dcm (Generalobersten von Mactcnscn, überhaupt allm Führern vom höchsten bis zum niedersten und allen wackeren Kriegern sage Ich aus vollstem Herzen Danl und beauftrage Sie, Meiuc Worte in« Armeebereich zu verlautbarcn. Franz Joseph.' Hochbeglückt durch b'rsr nllcrgnädigste Anerkennung gebe ich der festen Zuversicht Ausdruck, oaß die energische, zielbewußte Fort fuhrung des Angriffes und die Verfolgung durch die siegreichen verbündeten Truppen dc» vollen entscheiden den Erfolg bringen und die Niederlage des Feindes vcr vollständigen werden. Diesen Befehl erhalten alle Armce-l«nd Arnlcclruppcnlommaudos mit dcm Auftrage zur sofortigen Verlautbarung im unterstehenden Vereich. Feld-mnrschall Erzherzog Friedrich." Mitteilungen des Ministerpräsidenten (trafen Tisza i«l>er die Vernichtung der dritten russischen Armee. Budapest, U. Mai. (Ungarburcau. Abneordilclenhalls.) Im Laufe der heutigen Sitzung ergriff Ministerpräsident ^rnf Tisza daK Wort, um dem Hause die letzten vom äN-icnöschauplnlA' oingclroffencn Nachrichten zur Kenntnis i^u lnin^^u und führte aus! Die im Nlickzunc befindliche!» russischen Truppen machen, wo sie noch imstande sind, ^ldcrftnnd z„ leiste», grosie Anstrciinnnaen, um nnscr 3.ttl»0. s,Etür»lisch^ C'ljeurnse uud langanhal. tender Beifall.) Das unter Führung des Generals Dimi-tricv stehende russische Heer kann so ziemlich als vernichtet betrachtet werden. lLanganhallende »Hljenrufe uud Hände-tlarfchen.) Glückwunschtclegranllne an Erzherzog Friedrich. Wie«, 6. Mai. Aus dem Kricgsprcsse^uartier wird Mlelbet:. Anl.äßlich der Wasfenerfolge unserer und der deutschen Truppen in Wcsigalizien hat Seine t. und t. Hoheit der durchlauchtigste Herr Armee Oberlonnnaildant Fcldmarschall Erzherzog Friedrich cinc lange Rcihc von Glüclwunschtclcgranuncn erhalten. Der löiüglich nnga nschc Minillerfträsidcilt Gras Tisza lelegraftyicrle: „I,t l^'goistcrl^r, dalltersülltcr Freude über die gläilzcndo Wasfcillut bitte ich Eure ti. und k. Hoheit, meine ehr jiirchisvollstcii, Glückwünsche gnädigst entgegennehmen zu wollen. Gottes Segen lica.lenc unicre glorreiche Armoc zum endgültigen Siege." FcldmarsclM Erzherzog Fried rich antwortete: „Ich danlc Enror Exzellenz »uariilslonv jür die Gtültwimschc zll unsercin ucucrlichcu schölicil Er lolgc. Dio vcrbilndclcll Truppen schlag/m sich ulüuZclli). Goücs Segen wird uns zum endgültigen Sicgo führen." - Der Vlirgcrmeistcr der Neichshaupl- lind Nesidcllz stadt Wicil, Geheimer Rat Dr. Richard ^cistirch^ iier, telegraphierte: „Voll Jubel uccniüimt die Wiener Bevölkerung dic Nachricht von do» glmizcudcli, Siegen üuer die Russen in Wchgalizicn. ^ch licgluckwiiujche (5lirc l. und t. Hoheit und die verbimdot'n Armccü zu diesem wcittragendcn Erfolge uud hosso zu Gott, daß unserm -ruhmbcdcclleil Fahilen bald d>c slcgreicho (5»tt scheiduna. dcschicdcn sein >uöge." Frldmarschall Erzherzog Friedrich nutwortclc: „Wariuslcn Danl sür die mir und den, hcldcmlmligcn vcrliündelcu Truppcn üucrniitlcltcll Glückluünschc zu deu siegreichen Erfolgen uns^rer Wusfm, dic lilit Goltcs Hiljc einen segensreichen Fricdcn crtülnp-fen werden." — kardinal Fürsterzliijchof Äauer von Olmüh telegraphirrl«: „Hocherfreut über den jüngsten solaM>chwcron Sieg unserer tavscrcn Armce, bilto ich Eure l. und l. Hoheit, meine und meiner an zwei Millie ncn Scclcil zaylcndcn Diözese ehrcrbicligslcn Glnclwün-sche zn dicscm epochalen Erfolge mit der Versicherung entgegennehmen zn wultcn, daß wir cs nicht ulitcrlasscn wcrdcn, anch sür das lünslige Woylcr^eycil unserer ycl-dcnmütigen Arinecn nnd Eurer l. und l. Hoyoir inlirnn' stigo Geoete znnl Herrn der Völlcrschnren cnlporzusen-dcn." Feldmarschull Erzherzog Friedrich antwortete: „Ich dant'o Eurcr Eminenz warinslens für die ülicrsandlon Gliictwüusche zn dem schönon Erfolge dcr mir unterstellten heldenhaft tämpfcndcn ucruimdclen Truppen soiuie fiir die. aus Uefjlem patriotischen lHinpfinden entsprungene Geneincheit, dos Allnlächtigcn Segcn si'ir den endgültigen Sicg unserer Waffen zu erflehen. Wir sind start in dem Glauben an Gott und an nnscrc gerechic Sachc. Wir werden siegen." — Namms dc^ Präsidiums der, lü-niglichcn Hauptstadt ztralail tclegraftl)i<>rle Geheimer Rat Dr. !^c o: „I>n ^iamcn dcr lüniglichcn Hauptstadt Kra-tau uiltcn wir Enre l. und l. Hohcit, den Ausdruck dcr Freude, welche dic Nachricht von dem errungenen Siege in akcn Kreisen der Bevölkerung hcrvorgcrnfcn hat, ent-gcgcnnchmcn zn »vollen." Fcldinarjchall Erzherzog Friedrich! antwortete: „Für die nur im Namen dcr königlichen Hauptstadt Klralan anläßlich dcs lion dcn hcldcnyastcn vcrdnndctcn Trnpftcn ncnerlich crrnngencil schöncil Er-folgcs ülicrmitlcltc frcudigc und palriotischc ktnndgcbnna, dantc ich Eurer Exzellenz nnd, dcr loyalen Bcvöllcmng ztratMs herzlichst." — Unter dcr großen Zahl sonstiger Gratulationen befinden sich Glückwunschtelegramme des Vcrcincs ehemaliger Achtundvierziger in Berlin nnd dcr Vorstände der allgemeinen Poliklinik in Wien. Der Anteil am Erfolg. Wien, 6. Mm. Aus dcin itriegspresscquartier, wird gemeldet: Von kompetenter Stelle des k. uud k. Armcc-Obcr-kommandos erhielt das .^riensprcssequartier folgende Orientierung/ Während es unter den au der Führung der Heere Beteiligten ganz vas dic wirtschaftliche Situation anbelange, so lönnc man wohl sagen, daß cin Slaut nichts zn befürchten hat, dcr bcreils ncnn Monaic cincn so fnrchlliarcn i>tricg erfolgreich führe nnd scchs Monate nach dcr Subskription anf eine Anlcihc von übcr zlvcl Milliarden in einer so! finanziell starken Stellung sei, welche dic Emission cincr zwcitcn Kriegsanleihe gestatte, an dercn abermals glänzendem Erfolge er nicht zweifle. Dcr Vizegonvernenr sprach schließlich im Namen der Negierung nnd im eigenen Namen der Presse sni ihre Mitwirkung an dem Erfolge der Kriegs-linleihc den Dank aus., lilussische Gewalttaten ucne» eine» Priester. Wien, 0. Mai. Alls dem 5lriegspresseqnarlier wird ^'meldet: Venn Eindringen der Nnsscn in Toftoroutz in der Vntowina stürinten Kosaken in das Haus des dortigen griech.-orientalischcn Pfarrers Mitrovmwvic, nahmen eine Hansourchsuchnng vor uild raubten alle Wcrlgegen-stände. Hierauf führten sie ocu Pfarrer in die Küche und verlangteu, ihn mit Bajonett und Naaaita bedrohend, Geld. Als er beteuerte, kein Geld verwahrt zu haben, nahmen sie ihm nach Leibesvisitation 80 K aus der Tasche. Ein midereöliml brachen Soldaten in den Keller des Pfarrers ein nnd ranbten den ganzen Weinvorrat. Der orthodoxe Priester hatte dreizehn solcher Fälle mitgemacht und erlitt einen Schaden voll mehreren Tausend Kronen. Beim Abzug aus Toporoutz l)aben die Nüssen sein Halls, wohl »lit Alijicht, l>esonoers arg beschossen. Deutsches Reich. Von den Kriegsschauplätzen. Berlin, 6. Mai. Das Wolff-Vnrean meldet: Großes Hauptquartier, 6. Mai. Südöstlicher Kriegsschauplatz: In Westgalizicn versuchten die Nachhuten des flüchten» den Feindes deu unter Vefchl dcs Generalobersten von Mackensen stehenden verbündeten Truppen gestern ver-zweifelten Widerstand gu leisten, der aber auf dcn Höhen dec» lintcn Wisloka Ufers ober- wie unterhalb der Nova« Mi'mdnng mit wuchtigen Schlägen gebrochen wurde. Noch abends war nicht 'nur an mehreren Ttellcn der Übergang über die Wislola erzwungen, fondern auch feste Hand auf die Dutlapnß-Straße durch Besetzung des Ortes gleichen Namens gelegt. In dcr Gegend östlich von Tarnow und nördlich bis zur Weichsel wurde ans den» rechten Ufer dcs Dunajcc bis in die Nacht hinein gefochten. Die Zahl der bisher gemachte» Gefangenen ist bis auf über 4O.(M gestiegen, wobei zu beachte« ist, daß es sich um reine Frontaltämpfc handelt. Im Äcstiden« gebirge an der Lnplowftraßc schreitet ein Angriff der Kräfte dcs Generals dcr Kavallerie uon Marwil.« gleich' laufend demjenigen der österreichisch-ungarischen Armee, mit der sie in einem Verbau-de stehen, günstig fort. Oberste Heeresleitung. Berlin, 6. Mai. Das Wolff-Aureau meldet: Großes Hauptquartier, (i. Mai. Westlicher Kriegsschauplatz: Fast auf dcr ganzen Frunt fände,» heftige Artillerielälnpfe statt. Bei Apern wurden weitere Fortschritte, so dmch Lllibacher Zeitung Nr. 103_____________792______________________________7. Mai 1915 die Einnahme der Ferme von Heule und an der Bahn MezmeS Vpcrn, geinacht. Es wurden einige Hundert Gefangene und 15 Maschinengewehre erbeutet. Im Waldgelimde westlich Combres fielen bei einein Vorstoß vier französische Offiziere, 135 Mann, vier Maschinengewehre und ein Minenwerfer in unsere Hand. Unser gestriger Angriff im Ailly-Walde führte zu dem erstrebten Erfolge. Der Feind wurde aus seiner Stellung geworfen. Mehr als 2000 Frauzosen, darunter 21 Offiziere, zwei Geschütze sowie mehrere Maschinengewehre und Minen» Werfer blieben unsere Beute. Auch die blutigen französischen Verluste waren sehr schwer. Nördlich Flircl) und bei Croix des Carmes griff der Feind an. Nördlich deö erstgenannten Ories drang er an einer Stelle bis in unseren Graben. Um ein lleines Stiut wird «och gc-kämpft. An allen andcrn Stellen wmde» die Franzosen zllrüllgcworfcn. I»' den Vogesen wurde ein Vorstosi gegen unsere Ttcllimg nördlich Steinabrmt abgcunescn. ^ östlicher zlriegsschauplatz: Südwestlich Mitau, südlich Ea-dow und östlich RossieM) dauern die Kämpfe uoch an. Nordöftlich und südluestlich ,^ialwarja sind unsere Stellungen im Laufe des gestrigen Tage« mehrfach von starten russischen Kräften «»lgegriffen worden. Sämtliche Angriffe scheiterten unter sehr schwere» Verlusten des Feindes. Ebenso wenig Erfolg hatten die feindlichen Vorftöslc gegen unsere Brüllcutövfel an der Pilica. Die Festung Grodno wurde heute nachts mit Bomben belegt. Oberste Heeresleitung. Der Oberbürgermeister von Berlin an den Bürgermeister uou Wien. Berlin, K. Mai. Oberbürgermeister W:rmuth beant-wortele das Glückwunschtelegramm des Bürgermeisters von Wien Dr, Weislirchncr folgendermaßen: „Empfangen Sie sür dic von hoher Äegcislerung für unsere gemeinsame Sacho getragelie i»t'undgebl!lig wärmsten Dank. Sie findet uns von eben demselben Gcistc erfüllt und findet in jedem Worte und jeder Regung vollen Widerhall i>: deutschen Herzen. Lassen wir unsere stolze Freude zu saunnentl ingen, wie herrlich sich in dein neuen, großen Erfolge nnf österreichischein Boden das alte, unerschütterliche Treuevcrhältnis unserer Voller geoffenbart hajlj. Wir nehmen diese Frühlingswaffentat als gute, Vorbedeutung cmcs glücklichen AuogamM, welche Anforderung gen auch immer a» die Tapferkeit und Fcsligt'cit der brüderlich Verbündelen ^icichc gestellt werden. In dieser .)Nvcrsichtlicheu Hoffnung begrüßt Berlin das schwester-liche, Wien aus das herzlichste. Oberbürgermeister Wer-m u t h." Die deutsche Schule in Nom wegen Lehrermangels geschlossen. Berlin, tt. Mai. Das Wolff-Bnrean meldet ans Nom: Die hiesige deutsche Schule wird wegcn Lehrermangels geschlossen. Der Nnterricht wird solange ans» fallen, bis Ersatz geschaffen werden taun. Der päpstliche Stuhl. Dcr Nobclfricdcusprcis für den Papst. Berlin, 0. Mai. Einer Depesche des „Lokal-anzcigers" ans Kopenhagen zufolge wird der diesjährige Nobelfriedenspreis dem Papste znerkannt werden. Der Seekrieg. Drei englische Dampfer im Hafen von Smyrna in den Grund gebohrt. Rotterdam, 7,. Mai. Dcr „Rollcrdamschc Eourant" meldet aus englischer Quelle, daß dic. Türkell die drei englischen Dampscr „Assiouth", „Mlliter" und „Eith of Chios'' ini Hafcil von Smhrna iu de»l Grund gebohrt haben. Ein englischer Fischdampfer torpediert. London, 6. Mai. (Renterburean.) Telegrannnen aus Westhartlepool zufolge ist der Fischdampfer „Stratten" gestern in der Nordsee von einem deutschen Unterseeboot durch Kanonenfeuer versenkt worden. Auf eine Mine gestoszeu oder torpediert. Kopenhagen, 0. Mai. Die hiesige Ostasiatic Kompagnie erhielt die Nachricht, daß der Dampfer „Ca. they" Mittwoch abends gesunken sei. Es stehe nicht fest, ob der Dampfer auf eine Mine gestoßen oder torpediert worden sei. Die Mannschaft wurde gerettet und in Ramsgate an Land gesetzt. Der Ort des Unglücks ist unbekannt. Frankreich. Aus dcr Kammer. Paris, 6. Mai. Finanzininister R i b o ! wird hcnte jn dcr Kammer cinen Gesetzentwurf, betreffend die Er- höhung des Ausgabebctrages dcr staatlichen Schahscheine und dcr für dic französischen Zeichner vorbehaltcncn Gu'l-schcinc der Landesregierung, einbringen. De-r biesetzcnt-wurf umfaßt außerdem zwei Unterabteilungen. Die erste bezicht sich auf dic Gutscheine in Hinsicht auf die den verbündeten Staaten gewährten Vorschüsse, dic zweite auf dic von Ribot bei dcr Reise, nach London mit der englischen Regierung abgeschlossenen Vereinbarungen, über diese Vereinbarungen wird Nibot im Parlamente, Aufschlüsse gc-beu. Außerdem wird er dem Parlamente, dic Entschließung dcr französischen Regierung, betreffend dic Budgctanträgc und die Dauer der Parlamcutsscssiou, vorlegen. Da cin normales Budget uicht angenommen werden kann, wird dic Regierung um dic Bewilligung cines dreimonatigen Budgetprovisoriums für dic Monate Juli, August und September und im Laufe dcs September um die Bewilligung eines Äudgclftrornsoriums für dic letzten drei Monate des Jahres ansuchcn. Die Regierung werde die Session nicht dnrch einen Erlas; schliefen, sondern bis Ende des Jahres fortdauern lassen. Die Kammer wird dauernd tagen und selbst Abstände zwischen den Sitzungen l>e stimmen. England. Fcldmnrschall French berichtet. London, 6. Mai. Feldmarschall French meldet: Der allgemeine, Zustand ist unverändert. Ein (Gesiecht ist im Gange bei der Höhe l!N, wo der Feind mit Hilfe yifti' gcr Gase festen Fuß faßte. Ein schwacher Angriff östlich von Vftern, wobei luftige Gase uciwenoet wurden, ist leicht abgeschlagen worden. Unsere Artillerie brachte dem Feinde schwere Verluste bei. Die Deutschen ließen bei, Gwenchy eine Mine explodieren. Vier M^nn wurden dnrch die Gase ucrffiflel. Ter EchMan,Uer über die Wirkunn des 5trie«es auf (s-nn-lnnd und Deutschland. ^unduu, «,!. Mcri. Bei der Eiubriilguug des Vudgelo im Ilulcrhause erklärte Echatztauzler Llohd George, lix'un der Krieg noch ein Jahr dauere, hätte England N32 Millionen Pfund Sterling aufzubringen, wovon ^70 Millionen durch Steucru deckbar wären. Dic Wirtuug dcs Kricgci? auf Englaud und Deutschland sci verschieden. Englands Einfuhr sei gestiegen, dcnn England kaufe nicht nur Kriegsmaterial, sondern mich andcrc Erzcugnisse, wcil dcr größte Teil dcr bcstcn Arbcilcr durch Eiurcihling in Hecr uud Flotte und für Herstellung der Mllnition der Industrie entzogen wurde. Dic Ausfuhr dagegen sci beträchtlich gcsuuteu. Dculschland könne nicht ciuführeu, weil es von tx'r Überscc abgeschnilteir sci. Vom Standpunlle des >iriegs-ministers sci England vesscr daran, vom Slmldpuntte des ^-iilauzuliinsters Deutschlalld. Wir haben tatsächlich die ineisten Einkäufe der Verbündeten im Auslande zu finanzieren. Wir stellen eine ungeheure Anzahl von Soldaten auf, abcr nun ist dic Zeit gekommen, wo mail, rein vom finanziellen Standpunkte betrachtet, achten müsse, daß die Anwerbung und dic Hcrstclluug von Munition die Aus-fuhrlr»aren, womit wir unscrc und nnscrcr Vcrbündetcn Munition bezahlen müssen, möglichst wenig beeinträchtigen. England töunc nicht zugleich die See beherrschen, die Bedürfnisse dcr Verbündeten finanzieren und gleich den Kontinentalmächten die ganze Bevölkerung in das Heer einstellen. Die „Times" über die Kn'mpfe bei Apern. London, l». Mai. Dic „Times" schrcibcu in ihrem Leitartikel: Die Teutschen rückten noch näher gea.cn ^peru vor. Der tatsächliche Geländegewinn dcr Deutschen ist nicht groß, aber es ist richtig, das; die bcfctztcn Plätze, scit vic-lcn Monaten umstritten warcn und das; die Besetzung den Feind näher an ?)pern bringt. Jeder Laic weift, das; der Abhang bci Vipern ein besonders gefährlicher Punkt in der Linic dcr Alliierten loar. Wir freueil uns, txch die Linie günstig ausgeglichen ist, dcnn die Schwierigkeiten, sie unter den in dcr letzten Zeit gegebenen Bedingungen zn halten, vcrmehrlcn ftch seit einer Woche sichtlich. Das Reinergeb-nis der vierzehntägigen verzweifelten Känipfe und dic Vcr-lustlistcu bezeugcu jedoch, wie furchtbar dcr Kampf Mr und ist, uud das; wir gegenwärtig weiter dcnn je von dem Vormarsch in Bclgicu sind, dcn unscre Soldaten crschnen. Eine clniichtcrndc Übersicht über die Lage. Llindun, li. Mai. „Dailh Telegraph" schreibt: Lloyd Georges' Rede U>ar eiilc zeitge,näs;e Predigt übcr das Thema, was cin folchcr Krieg finallziell allch für die reich« sten Mächtc bedeute, und gab eine zuversichtliche, aber cr-uüchlerude llbcrsichl übcr dic Lagc. Die Zensur, London, 6. Mai. In der Dicnstagsitzung des Obcr-hanscs sagtc Lord Crcwe im Laufc einer Erörterung übcr dic Icusur, cs sei gcgell den Wunsch der Regierung, wenn die Zensur dazu benützt würde, nm die Kritik dcr Negicruugshandluugcn zu unterdrücken. Nach seinem Ein-druäe scicn dic Regierung sowic dic einzelnen Minister und (Gehilfen dcr Kritik unterworfen worden. Das Schatzamt. London, 5. Mai. Die Einnahmen des Schatzamtes bc« lrugcu iil der Verslossellen Woche 3,877.00N Pfund gegen 2,850.000 Pfund in der gleichen Woche des Vorjahres. Die Ausgaben stclllcn sich auf lU.803.000 Pfund gegcu 8,58«.00l> Pfund. Die neuen Steuer« auf alkoholische Getraute. Rotterdam, 5. Mai. Nach einigen Beichten des „Nottcrdamschcn Courant" ans London brachte Chamberlain im Unterhausc die Veschworoc der Opposition gcgcn die von Llohd George vorgesehenen neuen Steuern auf alkoholische Getränke uor und crtlärtc, daß örtliche C'inschräut'ulMn des Ausschantcs geistiger Getränke ge nügcud luärcn. Die Antwort dcs Schcitzlanzl'rs war so versöhnlich wie möglich. Im allgemeinen wird angenon^ men, daß die Antrage dcr Regierung ourchgehcu werden. Depression wegen der Höhe der itricgolostc«. Kopculjaacu, 5. Mai. Wie die' „National Tidcnoc" alis London meldet, herrscht in England allgemeine Depression wegen der Zahl, die Llohv George im Unter-, hause über dic ^ricgstosteu bekanntgab. Demgegenüber habe die außerordentlich optimistische ))iede Asanilhe» sehr merkwürdig gcwukt. Rußland. Beschlüsse des Miuistcrrates. Petersburg, 6. Mai. Der Ministerrat stimmte der Vorlage des Finanzministeriums iwer den Ausschluß feindlicher Staatsangeyöriger ans den Hcscll-fchaften für gegenseitige Kredlchilsc und für städtische und Hyputhclartredite zn, ferner der Vorlage des Ministeriums des Äußern übcr die Anpassung des rnssischen Konterbande-Reglements an die neuesten englischen und französischen Bestimmungen. Hiednrch wird die Anzahl dcr als absolute MiegsiolMrbande geltenden Güter vermehrt uud diejenige dcr n'latwen Konterbande vermindert. Ein tleinrnssisches Alatt cinnesiellt. Mostan, 5. Mai. Aus Verfügung des Moslauer Ttadt-hauptmaullcs wnrde das in Moslau in tleillrlissischcr Sprache erscheinende, von dem Edclmann .^trasovskij her-ausgegebene Journal „Tepla Rosso" für die ganze Dauer des aichcrordeullichen Schutzes iu Moskau eiugestelll. Al^ Anlaß für dic Eiirstcllling givt dic „^iovoje Vremja" dic schädliche Richtuug dcs Journals ill, der letzten Zeit an, dic besonders tratz in, cineln „^alizicil" bctitcltcn Artitet in dcr Nuinmer vom >>'>. April zum Ausdrucke getu»,-mcil sei. Bulgarien. Freude über die rnssischen ^iiedcrlanon. Sofin, ü. Mai. ,^u dcin letzten Sieg der österreichisch ungarischen und dcutscheu Truppen iu H^estgalizic» sagl die „klambana": Endlich mögcil alich die Russophilen sel)eu, datz das österreichisch lmgarisch-deulsche Schlverl nicht blos; den groheu slavischen lluruheslifier zertrümlnert, »oelä)er erwiesenermaizeu Bulgarien, ilvel, wollte, sundern dah es zugleich auch Bulgarien der Vcrwirtlichung seiner Ideale, näher dringt. Deshalb freuen wir uns der Niederlagen, die Rlchlaud crlcidel, uud der Siege, dic Ostcrrcich-Un-gärn und Teutschlaud erringcu. Wir freuen uns, daß unscrc Fcinde, die Bulgaricu im Jahre INI'i zugrunde rich, teil wollten, geschlagen werden. Die Leide» der Mazedonier. Iofiu, 5. Mai. Dic „Agcnee tel. bulgarc" lneldcl: Dic Prcßlcitung veröffcntlicht ein ivomululuque, iil dem cs heißt- Dic vcrzweifeltell Austrcngunacu, die iu dcr lctz' tell Zeit von serbischer Seite unternommen wcrden, ">n die bezüglich des Zwischcnfalles voil Valandovo aufü^l^'^ teu lügenl^fteu, Bel)auptungeli zu ulltcrstützeli, ocrratcu dell crlistlich gefaßten, Plan, die Aufmerksamkeit des Pu-blitllills voil den tu Mazedonien bcgangeilcll Grausamtei. tcn nlizulelltcn. In dcn letzten drei Monalcn. wuroell iin Gebiete von Malesch ^i Personen gelötet, ^U körperlich gezüchtigt, ^M) Fraueu gcschändcl, 100 ills Oefängllis g^ luorfcn. Im Gebictc vu,l Koüana wurdell ? Personell g^ tütet. 420 gezüchtigt; ^U Pcrsoncil sind infolge der sch^ch. teil Behaudluug gcstorbcn. 1!i5 Fraucn wurdcll vergcluat-tigt und ü42 Personen cingctcrtcrt. Im Gebiete voll Rcr-dovic: sind «5 Personell gctütet und mehr. als WU llrißhan-dclt worden; 12 sind illfolge grausamer Bchandlulig gestorben. Die Namcn dcr uleisten Opfer wurdcu voil dcn Sofiolcr Vlättcrn veröffentlicht. Da man cs wagt, dcrart verwegene Schritte zu unternehmen, machen wir noch einmal dcu Vorschlag, eine internationale Untersuchung ein- Laibacher Zeitung Nr. 103 ______________________793_____________________________________7. Mai 1915 zuleiten, dic, loenn sie zustande tommt, ohne Zweifel dic Hölle aufdecken wird, die gegenwärtig das unglückliche Leben dcr mazedonischen Bevölkerung darstellt. Die Türkei Die Operationen vor den Dardanellen. zionftantinopcl, 5. Mai. (Meldung der „Agence töl^ «raphique Milli".) Das Hauptquartier teilt mit: An der Dardancllenfroni hat sich die schlechte Lage des Feindes nicht verändert. Auf den übrigen Kriegsschauplätzen ist «ichto von Bedeutung vorgefallen. stonstantinopcl, 5. Mai. „Agence tsl. Milli" schreibt: Die französischen diplomatischen Vertreter bei den neutralen Mächten legen fieberhaften Eifer an den Tag, die Tatsache zu dementieren, bah sich nntcr den bei Kumkalc gelandeten französischen Truppen, die wir zurückgeschlagen haben, muselmanischc Soldaten befunden haben, die zu uns übergegangen sind. Wir entschuldigen diesen Übereifer und berufen uns auf den (^neralstab des Generals d' Amade, der die genaue Zahl der musclmaiiischcn Soldaten kennt, die sich unter den gelandeten Kontingenten, insbesondere im 60. Kolonial-Infantericregiment, und zwar 'm dritten Bataillon dieses Regimentes befinden, sowie die Zahl der in den Verzeichnissen des Gcneralstabes als derlorcn eingetragenen muselmanischen Soldaten. Griechenland. Keine Änderung ber Politik. Athen, 6. Mai. Das Blatt „Messagere d' Athenes" be-wnt. dgtz tue, Regierung nicht der Ansicht sei, daß eine Linderung dd griechischen Politit borläufig augemessen !värc. Japan und China. Das Ultimatum. Haag, 6. Mai. Nach hier eingetroffcncn Nachrichten ließ Japan China ein Ultimatum überreichen, das eine Frist vo« 48 Stunden ftellt. Die japanische Offentlichkelt ist ruhig und glaubt nicht, daß ein kriegsmilttärisches Auftreten nötig sein werde. London, 5. Mai. Die „Times" melden aus Tokio vom 3. d. M., ihr Korrespondent habe! aus bester Quelle erfahren, daß der Ton der chinesischen Antwort auf die Forderungen Japans weitere Verhandlungen unmöglich mache. China habe einige Forderungen abgelehnt und führc geradezu eine herausfordernde Sprache. Seine Haltung seit der Überreichung der revidieckn Forderungen Japans sei entschieden weniger versöhnlich als früher, wo Japan viel mehr gefordert hätte. Tolio, 6. Mai. (Reuter-Meldung.) Wie gemeldet wird, ist das japanische Ultimatum an Ehina gleichzeitig de^ Machten mit der Rechtfertigung des Vorgehens Ia-panä mitgeteilt worden. In gutunterrichteten Kreisen ^erlautet, daß die Regierung mit de-r Absendung des "ltilnatums an China warten will, bis weitere diplo-'natlsche Schritte ergebnislos verlaufen silü». Die ganze ^Ugelegenheit wird heute in einer Konferenz dem Kaiser borgckegt werden. Belagerungszustand auf der Halbinsel Ouantung. Tokio, 6. Mai. Das Amtsblatt veröffentlicht einen kaiserlichen Befehl, wodurch auf der Halbinsel Duanwng, südlich der mandschurischen Bahn, der Belagerungszustand und das Gesetz betreffend die militärischen Requisitionen in Kraft treten werden. Die Vereinigten Staaten von Amerika Die Lieferungen an den Dreiverband. Newyork, 6. Mai. Die LackaNxmna-Stahlaesellschaft hat mit dem Dreiverband einen Vertrag auf Lieferung von 50.000 Tonnen Schrapnells abgeschlossen, wovon alle zclm Tage 5000 Tonnen verschifft werden sollen. Die E. W. Vlitz-Comvanh erzeugt täglich 30.000 Schrapnells. Großbritannien hat bei der United States Cambridge Company l!U0 Millionen Patronin, bei der Canadian C'l,"-,cht Z3Z B "3 DZ5 t" «'"" be, Himme» ^-« ^s^ u.«. ! 741-0!"! 6 0! N. mäßig bewölkt ! " 9 ».Ab. 39-6 14 2 windstill_______»_________ 7. > 7 U. F. > 3;j-0< 8 9j NO. mäßig > heiter > 00 Das Tagesmittel der aestNlM Temperatur beträgt 13 4°, Normale 12-8°. 1116 Sklep. Sa 14/15-7 V poravnalnem postopanju Josipa Senice in Petra Bizjaka iz Ljubljana se imenovani upravnik Feliks Zupan odstavi in mesto njega imenuje novim upraTnikom gospod Alojzij Trink, mizarski moJ8ter v Ljubljani, Linhartova ulica at. 8. C. kr. deželno sodiŠèe v Ljubljani, odd. III., dne 5. maja 1915. 1118 Sa 15/15/1 Ausgleichsedikt. Eröffnung des Ausgleichsverfahrens über das Vermögen der Hana Gorjanc, Mieder- und Bandagengeschäft in Laibach, St. Petersatrasse Nr. 28. Ausgleichskommi8sär Rudolf Persche, k. k. Oberlandesgerichtsrat des k. k. Landesgerichtes Laibach. Ausgleichsverwalter Johann Stiene, k. k. Steueramtsadjunkt i. R. in Laibach. Tagsatzung zum Abschlüsse eines Ausgleiches bei dem genannten Gerichte, Zimmer Nr. 123, am 10. Juni 19 15 vormittags 10 Uhr. Anmeldungsfrist bis 3O.Mai 1915. K. k. Landesgericht Laibach, Abt. III., am 6. Mai 1915. Marktpreise in Laibach im Monate April 1915. Weizen . . . . y li 76 — Noggen .... » » 70 — Gerste..... » , 64 — Hafer..... » » 50 50 Mais...... . 58 70 Weizenmehl Nr. 0 » »120 — Roggenmehl . . » , 90 — Weizenmehl Nr. 2 » » — - — Maismehl . . . » .71-50 Weizenbrot. . . kß » — - — Roggenbrot, . . » » — - — Gemischtes Brot. » » —- — Reis..... » . 1-50 Oerste..... » » --98 Grieß..... » . 1-12 Fisolen..... » . "96 Linsen..... » » 1'60 Erbsen .... » » I 15 Ausgesch. Erbsen. » » I 60 Hirse...... » —-80 Heiden..... » » —-75 Türlen.Mehl . . . . —- — Kartoffeln . . . . .— 16 Gemüse . . . . » -- — Rüben .... » »—-10 Sauerkraut... » » — 48 Sau« Rüben. . » > — 24 Kaffee...... . 3 50 Tee...... » . II — lkalao..... ' » 8 — gucker..... » » —-92 Salz..... » »—-24 Pfeffer.....> . . 380 Paprika. . . . K5 L 4 80 Kümmel . . . > » 1 60 Wein.....1 » 1 20 Bier...... . —-52 Branntwein. . > » 2 60 Rum.....» » 3-20 Kognak. . . . . » 4-80 Essig...... . -32 Tafelöl. ..... 2-60 Schweine . . . y . 280 — Kälber ..... » 220 - Rindfleisch . . » »350- — Schaffllisch . . » »220 — Schweinefleisch. » »340 — giessenfleisch. . , » — — Kalbfleisch . . . . 270 — Geselchtes Fleisch » » 390 - — Salami. . . . » » 690 — And, trock. Würste » » 420' — Speck . . . . > » 410 — Schweinefett. - , » 500 — Butter . . . . kg » 4 40 Käse...... . 3-- Heu.....5 » 8-50 Kukuruzgrieß . » » —- — Klee...... . --- Stroh ..... . 7-50 hartes Holz . . m' » 14 50 weiches Holz, . » » 10 — Steinkohle . . y » 3 02 Kohle .... . . 13-50 Koks...... . — — Petroleum . . I » —60 Brennöl. ...» 1 10 Hochelegante, sonnseitige WOHNUNG bestehend aus 5 Zimmern, Bade- und Dienstbotenzimmer und sonBtigem reichen Zugehör, ist an eine ständige Partei zum Aagait- termln zu vergeben. Näheres im Bureau : Valvasorplatz Nr. 6. 1114 2-1 Danksagung. Anläßlich des schweren und schmerzlichen Verlustes, del, wir durch das Ableben unseres innigstgeliebten, unvergeßlichen Gatten, Vaters, Großvaters, Schwiegervaters und Onkels, des Herrn Atefem Gefuche ist der Adelsnachweis, falls cr nicht schon bei einer früheren Verteilung vorgelegt worden ist, fowie ein von dem betref» senden Pfnrramte ausgestelltes oder vom Stadt-magistrate bestätigtes Armuts« und Sitten» zeugnis beizuschliehen. K. k. Landesregierung für Kraiu. Laibach, am 26. April 191b. Št. 9919 Razglas o razdelitvi obresti ubožne ustanovo Elizabete baronovke Salvay. Za I. polovico leta 1915 se bodo raz-delilo obresti ubožne ustanove Elizabete baronovke Salvay v zuesku 1412 K 70 b med res potrebne uboge v Ljubljaui, ki so na dobrem glasu in plemenitega Btanu ali vsaj nobilitiraui. Prošnje za obdaritev iz te ustanove naj Be vlože do 15. maja 1915, pri c. kr. deželni vladi. Prošujam se morajo priložiti dokazi o plemstvn, ako se ti uiso predložili že pri poprejänjili razdelitvab te ustanove, ter nbožno in nravstveno sprièevalo, izdano od dotiènega župnega urada ali potrjeno od mestnega magistrata. ('. kr. deželua vlada za Kraujsko. V Ljubljani, dne 26. aprila 1915. 1060 2—2 Z.7513. Kundmachung. In Möttnig. Getneinde Möttnig, ist die Stelle einer Bezirlshebamme mit einer jähr« lichen Remuneration von 100 X zu besetzen. Me Gesuche sind bis 10. Juni l, I. Hieramts einzubringen. K. k. Bczirkshauptmannschaft Stein, am 20. April 1915. Štev. 7513. Razglas. V Motniku, obèina Motnik, je službo okrajne babice z letno plaèo 100 krön po-polniti. Prošnje vlože naj se tuuradno do 10. j uni j a t. 1. C. kr. okrajuo glavarstvo Kaninik, dne 20. aprila 1915. 1038 St. 265/15/a. o. Razglasilo. Po § 106. zakona z dne 26. oktobra 1887, dež. zak. št. 2 z 1. 1888, razglaša se s teni sklep postopanja, tikajoèega se 1.) nadrobne razdelbe skupnih pašnib zemljišè vl. št. L kat. obè. Kilovee, sod. okr. Ilirska Bistrica, 2.) nadrobne razdelbe skupnih pod zom-ljeknjižnima vložkoma 43 in 50, oz. 46 in 50, d. o. Malivrh, 8. o. Ljubljana, posestni-koraa iz Gonièe št. 6 in 8 pripisanih menjal-nib senožetnih pare. St. 764 in 774, oz. 1065, 3.) nadrobne razdelbe skupnega zemljišèa pare. št. 775/2, ad Dobravca, z. vl. 239 in 64, k. o. Zeliinlje, s. o. Ljubljana, ker so popol-noma zvräene te agrarske operacije. Z dnevom, ko se objavi to razglasilo, neba glede te agrarske operacije pristojuost agrarskih oblastev, tako da le-ta ostanejo od-slej priötojna samo še v razsojevanje v §§ 100 in 101 zakoua z dne 26. oktobra 1887, dež. zak. at. 2 z 1. 1888, v razdelbi skupnih zem-ljišè i. t. d. v misel vzetih zahtev. V Ljubljani, dne 24. aprila 1915. C. kr. deželna komisija za agrarske operacije na Kranjskem. Z.265/15/.AO. Kundmachung. Gemäß 3 106 des Gesetzes vom 26. Oltover 1887. L. G. Bl. Nr 2 ü« 1888. über die Teilung gemeinschaftlicher Grundstücke u. s. w. wird hieinit der Abschluß des Verfahrens, betreffend die Speziallcilung der 1.) gemeinschaftlichen Neidegründe G. E. g. 1, K. G. Killenberg, G. A. Illyrisch.Feistritz, 2.) unter G. E. 43 und 50. bzw, 46 und 50, «. G. Kleingupf, G. B. Laibach, den In» sasfen von Gonice Nr. 6 und 8 ucrgewährtcn Wechselwiesparzellen Nr. 746. 763 nnd 774, bezw. 1065, 3.) des Weidegrundes Parz. 775/2 ad Dobravca. G. E, 239 und 64, K. G. ^elimlje, G. Ä. Laibach nach gänzlicher Vcelldigung dieser agrarischen Operationen lundgcmacht. Mit deni Tage dieser Kundmachung erlischt hinsichtlich dieser agrarischen Operation die Zuständigleit der Agrarbehördcn, so daß letztere fortan nur noch zur Entscheidung über die in den 88 100 und 101 des Gesetzes vom 26. Olto° bcr 1887. L. G. Vl. Nr. L » M^e 5^"^ Osterreichische KriegHanleihe übernimmt die K. K. prw. Allgemeine Uerkehrsbank Male Saibach und gewährt auf den Subskriptionspreis '/2°/° Bonifikation. 1112 Firmungs-Anzüge in größter Auswahl zu billigsten Preisen bei 896 6-4 Grièar & Mejaè LAIBACH Prešernova ulica Nr. 9. Antike /arbige Qläser und Porzellan sowie (jotö- und Silber-gegenstänöc, jalsche Zähne werden zu höchsten preisen P^* gekauft. ^p| Anzufragen beim Portier des Hotel Elefant bis Samstag von 10 bis 11 Uhr vormittags und von 5 Uhr nachmittags bis 8 Uhr abends. nüb Ein guterhaltener, mittelgroßer Eiskasten i ist zu verkaafen bei A. L.. Römerstraße 10. N.St. SL GEGEN ANSTECKUNG müasen wir uns um so mehr schützen, als jetzt die verschiedenen ansteckenden Krankheiten, wie: Scharlach, MaBern, Blattern, Cholera, Typhus, mit erhöhter Kraft auftreten. Deshalb verwende man überall, wo solche Krankheiten vorkommen, ein gutes Desinfektionsmittel, welches in jedem Haushalte bei Bedarf vorhanden sein muß. Das verläßlichste Desinfektionsmittel der Gegenwart ist laut Untersuchungen der Institute von Prof. Löffler, Vertun, Pertik Vas etc. unBtreitig das , LYSOFORM welches geruchlos, uugiftig und billig ist und durch jede Apotheke und Drogerie iu Originalflaschen (grünes Glas) zum Preise von 90 Heller geliefert wird. Die Wirkung des Lysoform ist prompt und sicher, weshalb es von sämtlichen Ärzten zur Desinfektion am Krankenbett, zur Waschung von Wunden, Geschwüren, für antiseptische Verbände uud zur Irrigation empfohlen wird. Lysoform-Seife i8t eine feine, milde Toiletteseifo, welche 1 Prozent Lysoform enthält und antiaeptisch wirkt. Sie kann auf die empfindlichste Haut, sogar bei Kindern und Säuglingen verwendet werden. Sie macht die Haut weich uud geschmeidig und verursacht einen überaus aromatischen Duft. Ein Versuch genügt uud Sie werden für die Folge immer diese ausgezeichnete Seife verwenden, welche nur anscheinend teuer, im Gebrauch jedoch sehr ökouo-miBch ist, da die Seife lange dauert. Das Stüok kostet 1 Krone 20 Heller. Pfefferminz - Lysoform JBt ein atark antiseptisches Mundwasser, welches den Mundgeruch sofort und sicher beseitigt und die Zähne bleicht und konserviert. Es kann auch bei Halskatarrhen, Husten und Schnupfen zum Gurgeln nach ärztlicher Verordnung verwendet werden. Einigo Tropfen genügen auf ein Glas Wasser. Origfinal-Flasohe kostet 1 Krone 60 Heller und ist in jeder Apotheke und Drogerie zu haben. Ein interessantes Buch mit dem Titel „Gesundheit u. 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