Laibacher Zeitung. Nr. 70. Pränu merationSprci« : Im Eomptolr ganzj. ss. 11, ^lll'j. N. 5.5U. Fiii di«.^!lst>:!Iuilss i»« Haus halbj.5uli. Mlt der Post ganzj.fi. 15, halbj.fi. 7.50. Diensta,,, 30. März Insert» onegebühr bis i« Zeilen: imal «o tl., lm.8nli., 3m. l st.; sonst pr. Zeile im. «lr., lm. »lr , 3m. lU li. u. <. w. I»serlion«ftempel iebe«m. 30l». 1889. Mit 1. April beginnt cin neues Abonnement auf die „Laibacher Zeitung." Der P räuumcr at ions-Preis beträgt füv die Zeit vom 1. April bis Ende Juni 1869: Im Comptoir offen.......2 fl. 76 kr. Im Comptoir unter Convert .... 3 „ — „ Mir Laibach ins Haus zugestellt . . . 3 „ — „ Mit Post uutcr Schleifen.....3 .. 75 „ Amtlicher Theil. «3e. k. nnd k. Apostolische Majestät geruhten nachstehendes Allerhöchste Handschreiben allergnädigst zu erlassen : Lieber Herr Vetter Erzherzog Albrecht! Indem Ich Euer Liebden, Ihrer Vittc entsprechend, don der Stelle als Armeccommandcmtcn in Gnaden cut-hcbc und Ihnen für die Mir in dieser Stclluug mit Hingebung geleisteten vorzüglichen Dienste danke, ernenne Ich Sie zum Gcneralinspcctor Meines Heeres. In dieser Eigenschaft übertrage Ich Ihnen die Inspicirnng bcs stehenden Heeres in Bezug auf dessen Ausbildung und Mauövrirfähigkcit, wie auch die Ucbcrwachung nnd Leitung jcuer größeren Truppenübungen, bei welchen Euer Liebdcu anwesend sind. Wien, am 24. März 1809,. Fran.; Joseph m. p. Se. k. und k. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung von, 2<.>, März d. I. den Zögling der k. k. Thcrcsianifchcu Akademie Karl Frcihcrrn v. Nolsbcrg zum k. k. Edelknaben allergnädigsl zu crncuncn gernht. _^__^_^__„ Se. k. nud k. Apostolische Majestät haben laut Allerhöchster Entschließung vom 20. März d. I. dcn Zögling der k, k. Thercsianischcn Akademie Dionisins Frei-Herrn u. Helle nbach zum k. k. Edelknaben aller-gnädigst zu ernennen geruht. Se. k. und k. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung vom 24. März d. I. die bei dem küstcnländischen Obcrlandesgcrichle erledigte Rathsstellc dem Nathc des Handels- nnd Secgerichtes in Tricst Johann Baptist ^tcin allcrgnädigst zu verleihen geruht. Herbst m. p. Der Minister für Cultus und Unterricht hat den Hof- und Gcrichtsadvocaten Dr. Victor Hasenohr! zum Prnfuugscommissär bei der rcchtshistorischcn Abthci' lung der theoretischen Staatsprüfnngscommission in Wien ernannt. Am 27. März 1869 wurde in dcr k. l. Hof> mid Staat<^-druckerci das XVIII, Slllct dci! Neichsgcsehbwlteö ausgegeben und urrsondet. Dasselbe enthält nnter Nr. 34 daö Fi'wnzgcsctz filr das Jahr 1869 vom 23. März 1809. (Wr. Ztg. Nr. 70 vom 27 März.) Nichtamtlicher Theil. Die Ncgicrung und die Polen. Wien. 26. März. So viele antonomc Zugeständnisse an die Polen als innerhalb des Nahmens der Verfassung Platz haben, aber keine Zugeständnisse, welche eine Abänderung der Verfassung bedingen würden — das scheint der Inhalt der verschiedenen Erkläruugcu zu sciu, welche die Ncgicrnug ohne Zweifel anf Grund eines im vollen Ministcrrath gefaßten Beschlusses, in d.n Sitzun« gen des betreffenden Subcomit "'"l^iren könne, als wie ihn jetzt die Spiegel wirkM... /"l ^ Bühne zaubern: als Rcflcx des ..cin ^..^'"v'^' ,„z^ bloßer Schcinrcalität begabt, Vorstcn. lb."'a ^'"^'" Lichts und Etwas." Diese der v7t '" ^!''!'" llch schou bci Homer nnd hat sich in N"r bcsch." h'jtorischen Zeit fast um nichts geändert, bei den A?. stch bci dcn Hellenen nnd dann auch Römern d.cscr Glaube nicht blos auf das Sicht. barwcrden, die Erscheinung der körperlosen Seele, sondern erstreckte sich auch auf die Forlcxistcnz derselben nach dem diesseitigen Leben überhaupt. Der Hellene war eben noch uicht bis zum Bruch zwischen Geist und Natnr vorgeschritten. Sein einziges Streben ging da^ hin, Mensch zu sein, sich wohl zn fühlen auf Erdcu und die schöne, harmonische Menschlichkeit in gleich, mäßiger Ausbildung des Geistes nnd Körpers zu entfallen. Was über das irdische Leben yinanslag, war ihm also uichlö Erfreuliches, er konnte bci dem Taufchc nur verlieren. Darum stehen die Todten viel tiefer cils die Lebenden, und man begreift, mit welchen» Rechte Homer dcn gestorbenen Achillcns in dcr Unterwelt z» Odysseus sagcu läßt: „Preise mir nicht den Tod an! Lieber möchte ich Ackerknccht bei einem nnbcgntcltcn Manne sein, dem kein reichlicher Lebensunterhalt ist. als über alle entschwundenen Todten herrschen!" War nämlich dic Psyche anö dem Mnudc odcr in dcr Schlacht auö dcr empfangenen Wundc cnlflohcn, fo enteilte sie nach dem Hades, nm dort. s» lange dcr Körper unbc-grabcu blieb, ruhelos und cinfam vor dcr Pforte hex-um;uirreu oder nach crfolgter Bestattung sich zn dcn Abgeschiedenen zu gcscllcu und uun auf der dunkeln, einförmigen Asphodcloswicfc anf und ab zn schweben, oder in düsteren Weiden- uud Silbcrpappclhaincn die Ewigkeit zn vcrlräumcn. Dcr Dichter nennt die Scclcn dcr Todten „Schatten", „nnstätc Wesen," „Gilder." Die Mustclstärtc nnd Spannkraft ist 'ihren Gliedern cntschwnndcn; „denn nicht mchr halten die Sehnen das Fleisch nnd die Knochen zusammen"; sie sind luftig nnd consislenzlos. „Dreimal", erzählt Odyssens, „gedachte ich die Seele meiner verstorbenen Mutter zu fassen; dreimal eilte ich auf sie zn, dreimal entflog sie mir ans dcn Händen, cincm Schatten ähnlich nnd cincr Tranm-gcstalt." Auch dem Achilleus gelingt es nicht, die Er- scheinung seines geliebten Patroklos mit Händen zu greifen; sie versinkt. Dennoch erregt die Bewegung der Scclcn cin Geräufch. Denn nicht nur beim Verschwinden des Patroklos erwähnt Homer desselben, sondern anch, als Hermes, dcr Gclcitcr dcr Todten nach ihrem letzten Bestimmungsorte, die Scclcn dcr gctödtcten Freier auf dunkeln Wcgen mit seinem goldcucu Stabc hinter sich herzieht, da zirpcu und schwirren sie ihm nach, wie Nachtvögel, die von der Fclscndccke ciner Höhle herabfallend hin nnd her flattern, und daS massenhafte Herandrängen der Schatten am Eingänge dcs HadcS zu Odysseus verursacht „ein entsetzliches Getöse?" Trotz ihrer Uufaßbarteit besitzen sie ferner eine Scheu vor den Werkzeugen dcr Gcwall, lassen sich von Odysseus dnrch das gezückte Schwert vom Opfcrblut abhalten und vcr« scheuchen und haben Furcht vor dem Wache haltenden Hnnd Kcrbcros. Anch behalten sie ihre irdische Gestalt nud ihre früheren Gcsichtszügc; denn Odysseus erkennt sofort alle seine Freunde und Bekannten wieder. Dagegen sind sie ihrem geistigen Zustande nach ohne klare Besinnung, gedankenlos, nnr mit cincr dnnkcln Erinnerung ihres früheren Zustandes versehen. Am deutlichsten kennzeich, net Homer dieses Verhältniß, indcm er dcr Zauberin Kirtc, die dem OdysscuS räth, dcn Scher Tcircsias im ^adcs zu fragen, die Worte in dcn Mund legt: „Seine Geisteskraft ist nnaeschwächt; ihm hat anch im Tode das (ärkenntnißvermögen verliehen Persephone. Die Anderen flattern als schatten umher." Naiver Weise glaubte man nuu, daß dcn Scclcn die volle Besinnung inbst dcr Sprache wiederkehrte, wenn dcr fehlende körperliche Bestandtheil ihrcS Wesens ihnen beigebracht werden könnte, nnd darnm wurde das Blut geschlachteter Opferthicrc schon im heroischen Zeitalter als der untrüglichste Köder angeschen, um die Schatten an die Oberwelt zu locken. Odysseus verrichtete übrigens seine 504 Saluiircarduscn in dcr Pnlucrkammcr, sowic von dcr bcrilhmten lölhkolbciu,cschichle ist nicht das Mindeste wahr. Dic in dcr Äattcrie bcfiudlich gewesenen Ej,' crcirpatroncn lvaren nicht mit Pulver, sondern mit Sägcspäncn gefüllt. Dic Pulverkammer >uar gar nichl offen nnd der znnl Waschen auf Deck gebrachte laten-deckcl gehörte dcr Latcrnkomincr an. Dcr Lötht^lbcn wanderte in die Maschine und nicht in dic Pulvcikam-mcr. Uebcrhanpt mußte dic ganze Löthlolbcngcschichte von vornherein als Unsinn angesehen werden nno demjenigen, dcr jemals cin Kriegsschiff besucht nnd dic innere Einrichtnng in Augenschein genommen hat, unglaublich cischcincn. Daö Granatcndcpol nnd die uor< dere Pulverkammer sind von der Explosion verschont geblieben, nachocar nam wurde heimlich in die lamischen Gärten geschaN 505 sic auf den Boden des gemeinen Rechts stellen und in ihren eigenen Augen auflichten. Ich lebe nicht des Glaubens, daß ich. indem ich diese Politik befolge, alle Vornrtheilc nmstürzcn, alle» Haß entwaffnen und meine Popnlarität vermehren werde. Ader wovon ich fefl überzeugt bin, daß ist, daß ich anö ihr eine neue Energie schöpfen werde, um den schlechten Leidenschaften Widerstand zu leisten. Wenn man alle nützlichen Verbesserungen zugelassen, wenn man Alles, was gnt uud gerecht ist, gethan hat, so erhält man dic Ordnung mit größerer Autorität aufrecht, weil sich die Kraft dann auf die befriedigte Vernnnft und daö beruhigte Gewissen stützt. Oesterreich. Wien, 20. März. (Dic prcnßischc mini -stcricllc Presse gegen Oesterreich.) Die „Wr, Ztg." schreibt: In der gestern cingclroffcncn „Nordd. Allg. Ztg." begegnen wir einer Erneuerung der leidenschaftlichen Auslassungen gegen Oesterreich nnd die österreichische Politik, mit welchen das ministerielle Berliner Blatt bekanntlich bereits vor einiger Zeit hervorgetreten war. Diesmal gründen sich dieselben auf die angeblich gehässige und feindselige Sprache der „N. Fr. Pr." in Verbindung mit einer der österreichischen Negiernng zn-gcmnthetcn antipreußischen Alliauzpolitik. Dem gegcuüber glanbcu wir hervorheben zu sollen, daß gerade die „N. Fr. Pr.", in welcher die ..Nordd. Allg. Ztg." das Organ des Grafen Acnst erblickt, erst vor wenigen Tagen cincn Artikel gegen die Allianz Oesterreichs mit Frankreich gebracht hat. Diese Hinwcisnng wird wohl ans-reichend sein, die „Nordd. Allg. Ztg." etwas rnhigcr zu stimmen. — (Karst bewaldung.) Das nen errichtete Ackerbau-Ministerium, von dem richtigen Gesichtspunkte ausgehend, daß, wenn ctwas geschehen soll, es anch zweckmäßig eingeleitet werden muß. hat für die Anf-forstnng des Karstes im ilüstenlande für das laufende Jahr einen Geldbetrag von 10,000 fl. bewilligt, mit der Bemerkung, daß diese Snmme anch nöthigcnfalls überschritten werden könne. Gleichzeitig wnrde der Statt-haltcrei in Trieft znm Behufe der Leitung uud Ueber-wachung der Karstbcwaldnngs-Arbciten ein Forst-Inspeo tur bcigcgcbcn, und hat der dazn ernannte bisherige k- k. Förster im Görzer Forslbczirkc, Herr Scharnagl, diesen Pusten mit Anfang Juni 18i>8 angetreten. — Da dies ein fchr thätiger und strebsamer Forftwirlh ist, su läßt sich hoffcu, daß die Arbeiten anch jetzt nicht blos anf dem Papier ansgcsührt werden. — Zwar wnrdc bis jetzt jährlich von den betreffenden Bezirksämtern nachgewiesen, wie viel Pfnnd verschiedener Samen anü-gcsäct, wie viel Pflanzen aiisgcscl^t und wie viele Saat-und Pflanzenschnlcn angelegt worden waren, allein ohn< Angabe des Erfolges, welcher vorausgesetzt werden mnßtc, da hierüber nichts Gegcnthciliges gesagt wnrdc nnd Niemand da war, welcher die Sache an Ort und Stelle Prüfen konnte. — Schon die ersten Äesichtignngcn des neuen Forstinspcctors haben erwiesen, daß die bisherigen Bcmühnngcn im Allgemeinen erfolglos blieben nnd daß wegen Mangcl an Sachkcuntniß Geld und Miihe unnütz verfchwcudct worden waren. Wic fchon oben bemerkt, sind die einzigen Erfolge in den Bezirken Scssana und Nodik durch das thätige Eingreifen der dortigen Bczirksleiter erlangt worden. Auch in Dalmaticu wird jetzt der ttarstbcwaldnng die nöthige Anfmcrksamkcit zn-gewendet, nnd steht der dortigen Statthaltcrci in der Person des Forstrathes von Gnttenbcrg cin sachkundiger Forstwirth zur Vcrfngnng. Selbstverständlich wird eine laugc Zeit vergehen, vcvor irgend welche Früchte dieser Bestrebungen sichtbar werden, was jedoch nicht abschrecken darf. Um aber die Karstcullur wirtsam zn unterstützen, ist die strenge Handhabung des Forstgesctzcs eine uucr« läßliche Nothwendigkeit, Görz, 25i. März. (S l o v en i s ch cr Tab or.) Am 25. k. M. soll auf cincr Wicfc bei Dornovico im Bezirke Eormons cin Tabor abgehalten werden, bei welchem folgende Angelegenheiten znr Berathnng kommen follcn: Errichtnng eines eigenen Bezirksgerichts für den Eoglio, das in sloven,scher Sprache zn amtircn hat; Bereinigung des ganzen Eoglio nntcr der Bczirtshaupt-mannfchaft Görz; Unterstützung des Prcdilprojects; Fördcrnng flovcnifchcr ^iormalschulcn und cincr flove-nischen Universität (!) in Laibach. Pest, 24, Mäiz. (In Deals Danlrcdc an die Wüylcr) hcisil cs n. a.: Mit Bcsorguiß bc^ ttlc ich wieder das Feld der Gesetzgebung, nicht weil V,clc anf anderem Wege, mit anderen MMcln daö Wohl dcs Vaterlandes befördern wollen, als welche ich fur zweckmäßig nnd möglich halte, denn Niemand ist unfehlbar, erst der Kampf der Idccn fördert dic Wahrheit zu Tage; die Bewegung ist dic Lebenslust nnseres conslilntwncllcn Bebens, und s» lange sie im Nahmen der Verfassnngsmäßigteit bleibt, ist sie nur ein Glück, nicht cin Schaden. — Meuic Besorgnis hat nicht hicrn, ihrcn Grund, sondern in dcu aufgcrcgicu Leidenschaften (^nstiminnng); dic Leidenschaft ist ilumcr cin schlechter Nalhgcdcr; alif dein Felde dcr Gcf^tzgcbnng aber, wo bcfondcrc Eiwägnüg nothwendig ist, kann sie uft sogar gefährlich sein. (Zustimmung.) Freiheit und Ordnnng sind dic Glundsttine dcs coustitlitionellcn Le^ licns; diese beiden müssen in Einklang erhalten werdcn, die eine darf nicht mit der cmdercn in W,ocrfprnch stchcn, die eil'c dais d,r andcrcn nicht anfgcvpsert wer-den. Unser Wn„sch nnd ^lrebcn geht dah,n, daß Frei-heil nnd Ordnnng mit einander in Eintlang bestchcn lönucn. Gebe Gült, daß nicht Parteileldenschaft uns hindere, dieses Ziel zn erreichen. Ausland. Flore»;, 24. März. (Deputation ans N capcl. — D u r ch bohrllug des Äl' out Ecnis. — Fluchtversuch von Sträflingen. — Ein Mord in N o m. — Verhandlungen über dic Allianz. — Daö Kirch e n g ü tc rgc f chä f t.) In Florenz ist eine Deputation der Bürgerschaft Neapels angekommen, nm dem König zur Feier dcs zwanzigsten Jahres seiner Throiwczeignng eine mit Tamcndcn von Unterschriften bedeckte Adresse und eine goldene Kroue zu übcrrcichen. — Dic Direction dcr Arbeiten znr Durchbohrung dcs Mont Ecnis theilt officicll mit, daß die Qnarzschichtc dnrchbrochen ist und daß die Masse, welche noch zu durchbohren bleibt, eine Arbeit von U>0 Meter monatlich gestatten wird. Nach dieser Milthci-luug würde dcr Tunnel am 1. Jänner 18?l für Passa- llud anf einem eilfertig errichteten Schcitnhanfcn halb verbrannt und mit leichtem Nasen überschüttet. Später wurdc er von seinen ans der Verbannnng zurückgekehrten Schwestern wieder ansgcgrabcn, verbrannt nnd begraben. 6s ist hinlänglich gcwlß, daß die Wächter dcr Gärten von Gespenstern bcnnrnhigt wnrden, bevor dies geschah, ""d daß anch in demselben Hanse, in welchem er gc< ^dtet worden war, keine Nacht ohne irgend einen Schrecken vorüberging, bis es von cincr Fcncrsbrunst ^chrt ward." Wie Virgil seine zürnende Dido dem Leidenden Acncas drohen läßt, fic werdc nach lhrciu 7^ ihm überallhin als Schatten folgen, so ruft bcl Voraz der dem qualvollen Tode und dcr Herc Kamdm Vand verfallene Knabe: „Ja, wcnn ich, znm Stcrbcn ^^»igcn, das Leben vcrhancht haben werde, will ich ^ f unchllichc Granengcstalt dir begegnen, als Schatten ,,, ' Antlitz mit krnmmcn Klauen zerfleischen nnd ans rani? ?c Hcrz gelagert den Schlaf dnrch Fnrcht dir ^ . ^nch das Theater bcnntztc den Effect, den die Er- ^Ulnngcn dcr Todtcn auf die Phantasie zn machcn uu ^"udc si„d, in vielfacher Weife, uud auf dcr Äühnc ""d sich dic sogenannte „charonischc Stiche", um dlc ' "'"clllichcn Gestalten emporsteigen zn lassen. In den "^scrn" dcs Aeschylos erscheint dcr König Darcios, 'cycilt gntcn Nath und versinkt wieder mit den Wor- ^ '- ..Ich aber gch' von hinnen in dcs Grabcö Nacht. ^ s ^°hl, o (^^,.^. ^ ,^ ^,^ ^^^ ^,,,^,^ ^iumct, den ^.^ ^"a lst. cnrcr Seele frohen Muth, weil doch 'todten stirbt die Lust an Gold und Gnt." In den Qb n '/^"" ^tt'll die ermordete Kly'ämnestra die Mcni^ ' "'" ^'^ lm Tempel Apollons schlafenden En- sie vm '^^' ^"'s"lgnng Orcsls anfznstachcln. während l'nbc n.'^'" ?"stande sagt: „Weil ich ja gemordet räch' i,- ' / ""^ ^'' Schande nimmermehr, im Todtcn- fcndc ^ /5U")machbcdcckt umher." Auch dic wcitschwci- vio latzt dcr Dichter vom Gcspcustc dcs von Hcr mcs erschlagenen Argos gejagt werden, „den anch erschlagen nicht dcr Erde Grnft birgt." Ja, im «?atyr-draina „Sisyfthos" kam dieser fchlaucstc aller Betrüger mit Erlaubniß dcr untcrweltlichcn Negicrnng wieder hcr-anf, angeblich, nm sich selbst zn begraben nud seine Frau zur Strafe für Vernachlässigung scincs Begräbnisses mit in de,' Orkus zn nehmen, cigenllich aber, »m deni „Aller-seelcnwirth" Haücs ein Schnippchen zn schlagen. Allein der Todtencxecutvr holte dcu Ausreißer wieder mitten vom herrlichen Gastmahle weg und führte ihn zn dcn finsteren Gesellen, „die keine Stimme, keine lebensfrohe Kraft, die keiner blntdurchströmleu Ader Puls belebt." Auch in dcr „Hckabc" von Enripides tritt dcr vom trculosm Gaslfrennd geinordcte Sohu Priams, PolyDo-ros, als Geist anf und zeigt sich seiner Mnttcr im Traum. Dasselbe Snjct brachte in Noin Pacuvins auf die Bühne, uud bei Aufführung des Stückes tonnte einst dcr Geist die wirklich schlafende und berauschte Mntter ;nm großeu Ergötzen dcs Publicums nicht erwecken! Eicero schreibt in den ..Tnscnlanischen Untcrsnchnngcn" nußbilligend über diese Vorfüh,nngen von Schattenbildern: „Die Dichter haben die Irrthümer des Volksglaubens noch vermehrt. Denn das zahlreiche Theater-pnblicum, nnter welchem fich anch Frauen nnd Kinder befinden, wird gerührt beim Anhören so großartiger Phrasen aus dem Mnndc dcr Gcislcr: ..Hicr bin ich, nnd komme vom Acheron kaum noch auf weitem und steilem Pfade, dnrch Müste, aus rauhen Fclscn gewölbt, hoch hcrab den Einsturz drohcud. wo starr gelagert stcht die dichte Finsterniß der Unterirdischen;" nnd fo viel hat dcr Hrrthnm vermocht, dcr mir wenigstens bereits gehoben zu sein scheint, daß man wohl wnßte, daß die Körper verbrannt seien, aber dennoch sich einbildete, es geschähe in dcr Unterwelt irgend etwas, das ohne Kör-per weder geschehen noch gedacht werden konnte." i.ss'M'lschu,!^ folgt.) giere geöffnet werden nnd im April desselben Jahres die erste Locomotive ihn passircn. Die französische nnd dic italienische Eisenbahngesellschaft werden in Kürze Unter-handlnngcn über die Wcitcrführnng der Eisenbahn bis an die Einmündllilg dcs Tnnncls eröffnen. — Am 20sten versuchten die Sträflinge im Easlell dell' Ovo zn entfliehen. Mehreren war es bereits gelungen, nach Dnrch-brechnng eines eisernen nnd cincs hölzernen Gitters anf den Felsen zn gelangen, von welchem aus sic die Straße nach Ehiatamonc zn gewinnen hofften. Aber die an diesem Pnntte aufgestellte Schildwachc hielt sie an nnd machte Lärm, so daß es gelang, die Flüchtlinge mit Gewaltanwendung wieder fcslzuuehmcu, - Am 17. d.M. Abends wnrdc in Nom dcr Artillericmajor Fiocchi durch einen Dolchstoß in die Brnst am Eingangsthor seiner Wohnung ermordet. Er halte noch fo viel Kraft, um die Treppe zn seiner Wohnung hinanznslcigen uud die Glocke .zu ziehen. Als cin Diener herbeieilte und sie öffnete, sank dcr Major besinnungslos zn Boden und verschied in derselben Nacht. Nach feinen letzten Worten hatte er den Mörder erkannt, wollte ihn aber nicht nennen. Ans den Worten : „Meine arme Schwester . ..." und dcr beharrlichen Wcigcrnna. dcs Sterbenden, den Mörder zn nennen, will man entnehmen, daß cs sein Schwager, dcr Procurator Albancsi, sci, mit wclchcm er in Mißclligkeilcn lebte. Die Polizei soll dcnfclbcn auch bereits festgenommen haben. Dcr römische Eorrespon-dcnt dcs „Eorrierc Italiano" schreibt, daß man in Nom die Ermordung dcs Majors Fiocchi als cincn Nachcact wegen der dnrch ihn im Herbst I^l)? erfolgten Eul-dccknng der zur Sprcngnng des Easlclls von dcu Ncvo-lntionären gelegten Minen alisieht. — Dem Mailänder „Pnngolo" wird ans Florenz über die Allianzvcrhand-lnngen, von welchen man seit einigen Tagen spricht, geschrieben, daß die dem König vorgclcgtcn Allian;vor-schläge von seiner Seite crnstc Einwcndnngcn erfahren ' haben. Der König foll Anstand nehmen, dieselben zu genehmigen, so lange nicht einige Lebensfragen dcr Nation nach ihrem Wnnschc gelöst seien, darnnter vor allem jene bezüglich Noms. Dic Alliauzvorschlägc sollen zwar viel abcr nicht genug versprechen. — Das Kirchcngütergcschäft soll dem Abschlüsse nahe sein. Alle Ereditinstitntc der Provinzen sollen daran participircn. — (Bcz ichnngcn Oesterreichs ,z n Italien.) Ans Florenz. 24^ März, wird der „Pcrscv." geschrieben: Dcr Palastpräfcct, Graf Morrozzo, ist von Trieft direct nach Turin gegangen, um den König in letzterer Stadt zu treffen. Dcr Graf Eollobiano nnd dcr Marchcsc Nicolini Alamcmui, die in seiner Begleitung waren, sind hierher zurückgekehrt. Jemand, dcr mit ihncn sprach, versicherte mir, daß sie sich über dcu artigen Empfang, der ihncn von Seiten dcs Kaisers Franz Joseph nnd dcr östcrr. Behörden zn Theil wnrde. sehr befriedigt anssprachcn. Diese Thatsache zeigt, wic freundschaftlich gegenwärtig dic Bezichnngen zwischen Oesterreich nnd Italien sind, nnd ist daher an und für sich höchst dcdcntsam; nm ihr diese Wichtigkeit beizn-legen, tnancht man auch nicht zn den Vermnthnngen seine Zuflucht zn nehmen, l'ic Einige daran knüpfen, als handle cs sich um politische Projc-ctc nnd den Ab-schlnß cincr Offensiv- nnd Defcnsiv-Allian;. Mashin^to«, 25.März. (D er frnhcreP r ä -sidcnt Iohnso n) liegt schwer erkrankt in Greenville ! Tennessee). Gcvüchtwcise verlautet, daß cr einem Schlagflusse hcutc Morgcus crlegcn sci. Hagesneuisskeiten. — Se. Majestät der Kaiser reisten dieser Tage nach Ofeu ad. Am 20. d. Mittags halb 1 Uhr statteten Allerhöstchstdieselben noch dem in Wien augcfoinmcilen Großfürsten Wladimir von Nußland in der Inhabern inform Ihres russischen Regiments einen Besuch ab und empfingen nm 1 Uhr Sc. t. Hoheit in der Hofburg, wohin der Groß-siirst dnrch einen Hofwagen aus dem Hotel „zmn Erzherzog Karl" abgeholt wnrde. ' Der Flügcladjnlant Major Freiherr von 'Vechtowheim ist Er. k. Hoheit während des Aufenthaltes in Wien zugetheilt, — Ihre Majestät die Kaiserin haben dcr Pester Cröche 200 fl. cillcranädiqst zn spenden geruht. — (Vora iu Trieft.) Am 24. d. wüthete in Trieft in den Fnchstnndcn eine so starte Bora, daß dic österreichische Vark „Men," Cap. Lnssig, trotz ihrer beiden Anker im Grnndc ge^en den Lenchtthnrm trieb und ill Gefahr war, zn stranden. Bei Tagesanbruch hißte sie die Nothfwsige, woranf das k. k. Kanonenboot „Hnm" znerst znr Ansbringun^ eines Tanes ein Floß ins Wasser gelassen, und da dieses der Wind abtricd, dic Barcasse mit tüchüger Bemannung abgesendet wurde, welcher es nach nnsäglicher Anstrengung gelang, sich der Vark so zn nähern, daß von Vord derselben ein Tan dem Krlegsboot zugeworfen werden tonnte. Mittelst desselben setzte inan das Ix'dränqle Schiff in nnmittcldare Berbmdnnci. mit dein Kanonmdoot Msl, welches dc-reits seine Maschine geheizt I)Ml zn werden?) Der niederländische Mini stel des Ansloärligen hat cms die Mahnungen Preußens die stipulate Schleifung dcr Fcstilngswerke von Lnxemdn^ in Augriff zu nehmen, dem preußischen Gesandten mit 506 großer Fassung erwidert: Was wollen Eie? Graf Biö-marck hat dritthalb Jahre gebrcmcht, den Prager Frieden^-vertrag nicht zn erfüllen. Und nnscr Vertrag ist noch kein Jahr alt. Locales. — (Das sanctionirtc Finanzqesetz fnr das Jahr 1869) ist von der „Wiener Zeitung" vom verflossenen Samstag veröffentlicht worden. Die Staats-ausgaben sind mit 2'.)9,32l).!)17 fl., die Einnahmen, nnd zwar ordentliche mit 25,6,45)8.821 fl., außerordentliche mit 39,«25>.:i55 fl., zusammen 290,284.176 fl. festgesetzt, daher ein Deficit von nur 3,042.441 st. erübrigt. Ans dem Detail entnehmen wir vorlänfig folgende auf Krain bezugnehmende A nsg a bsziffern. Für den Straßenban sollen im Jahr 1869 ausgegeben werden 140.371 fl., dann als Concurreuzbeitrag znr Vaibachcr Morastentsumpfnng und Unllcgnng der Kantcrstraßc beim Loibel 13.610 fl.; für Wa'fse'rbau 15.482 st.; als Staatsvorschns; zuui katholischen Rcligionsfond 52.019 st. Fiir Stiftungen und Beiträge zu katholischen Cultuszwecken 712 fl.; Patronatöanslagen für Cultuszwccle 800 fl.; für die Schulräthe uud den Laudesschulrath 2340 fl.; Staatszuschuß zu Schulfonds 67.799; Stiftungen und Beiträge zu Unterrichtözwecken 5417 st. Subvention uud Dotation an ^andesfonds 29.400 fl. — (Die Aufer stehung sprocesfion) fand am verflossenen Charsamstag in den verschiedenen Pfarren mit der herkömmlichen Feierlichkeit und zahlreicher Behelligung statt. Dem Umgauge der Dompfarre, bei welchem Sc. fürstbischöfliche bniaden Dr. Widmer selbst fuugirteu, wohnten der Herr k. k. Landespräsidcnt Conrad v. Vybes-feld, der Herr Laudeshauptmaun Wurzbach v. Tannenberg, der Magistratsoorstand Herr Gnttman uud die Spitzen der übrigen Behörden bei. — (Osterfeicr im Strafhausc.) Am Ostersonntage Morgens 8 Uhr fand ill der hiesigen Strafanstalt am Castell über Veranlassung des berufsthätigen Haus-seelsorgcrs Herrn Heidrich eine solenne Feier des hohen Auferstehungsfestes statt, wobei die drei Herren Kapläne der Stadlpfarre zu St. Jakob nebst zwei Alumnen in gefälliger Weise die kirchliche Assistenz leisteten. An dem festlichcu Umzüge, der sich im Hofraume der Austalt bewegte, uahmcu die Herren Etaatsanwalt Dr. V. Lehmann, dessen Substitut Persche, die Beamten des Hauses mit ihren Frauen, das gesammte Wartpersoual nud an 2Sirästmgen zusaulmeu-gefetzter Sängcrchor trug hicdei die kirchlichen bieder vor und wirkte auch bei dem hierauf iu der festlich geschmückten Hauscapellc abgehalleilcli Hochamte mit, bei welcher b)e-legeuheit sich auch der geschulte, schöne, mitunter schmelzende Tenor eines italienischen Sträftingö, welcher die Solos saug, producirtc. — (Die Osterfeicr in der hiesigen evangelischen Kirche) versammelte ciu außergcwöhulich zahlreiches Auditorium, welches mit Andacht den wahrhaft erhebenden Worten von geweihter Stätte laufchtc. Der Gottesdienst wnrdc noch verherrlicht durch die von einem bekannten Musiker eigenb für dicfcn Zweck componirte iiir-cheumusik. 3)iitglicd'er des Männerchors der philharmonischen Gesellschaft hatten freundlichst die Ausführung übernommen. — (G cmeinderath.) Heute findet der jüngst angezeigte erste Znsammentritt des Gemeinderathes behufs dessen Constitnirung statt. Dem Vernehmen uach wird demselben die Stadtcasserechuung für das verflossene Jahr 1868 durch Herrn Magistratsvorstand Gut tman, dessen Eifer und Energie bei Führnng der städtischen Angelegenheiten in der Zwischenperiode allgemeine Anerkennung finden, bereits vollständig abgeschlossen übergeben werden. — (Mißtrauensvotum.) Der Ausschuß der sloveuischen Stndircnden in Wien hat an den Reichsraths-abgeordneten Dr. Tom an uud die übrigen stovenischcn Abgeordneten eine Mißtrauensadrcsse aus Anlaß ihrer Ab-stimmuug für das Concordat und gegen die Civilehc, gerichtet. — (Militärveränderung.) Der Unterlieute-uant Ferdinand von (2de skuty wnrde vom Infauterie-Negimente Nr. 20 zum Infanterie-Regiment Nr. 79 überfetzt. — (Abschieds-Concert.) Wie wir vernehmen, veranstaltet unser so allgemein beliebter Tenorist Herr A n-dcr vor seinem Abgänge von ^aibach übermorgen am 1. April sein — zn unserm Bedauern — letztes Concert. Die Sympathien, welche Herr Ander dnrch sein dreijähriges tüustlerisches Wirten als vorzüglich geschulter Säuger sowohl, als auch als Opernregisseur sich erworben hat, lassen ohue eine Empfehlung von uuserer Seite vor-auöseheu, daß unser Publicum mit Begierde die Gelegenheit ergreifen werde, durch zahlreichen Besnch dem Herrn Concertgcber diefe Sympathien zu bethätigen. Das Programm ist so interessant, daß es einen genußreichen Abcud sicherstellt. Es gelang Herrn Ander, einen Damenchor zn arrangircn. Außerdem wird ein Lustspiel von dem beliebten N. Venedig gegeben, bei dessen Aufführung die besten Dilcttaulenträfle mitwirken. — (Aerztlichcr Verein.) Am 3. April findet eine wissenschaftliche Sitzung des Vereins der Aerzte statt. Auf der Tagesordnung stehen folgende Vorträge: Dr. Fur: Ueber Verbäude; Dr. Stöckl: Ein gcrichtsärzt-licher Vorlrag über einen Fall von ^indsmord; Dr. Keeö bacher: Aus der Spitalpraris; Prof. Valenta: Aureguug einer Discussion über die Therapie der häutigen Bräune. — (Der katholische Verein) wird am Abende > der päpstlichen Sccnndizfeicr (11. April) eine kleine Unter-halluug für seiue Mitglieder veraustalten. — (Mission.) Am verflossenen Mittwoch wurde die Iltägige Jesuiteumissiou iu Oberlaibach beeudet. Die Betheiligung der Bevölkerung war sehr stark, 6- bis 7000 Menschen nahmeu das Abcndmal. — (Diöce sann ach richt.) Der hochwürdige Herr Frauz Fink hat auf die Pfarre Maunöburg Verzicht geleistet. — (Bahnstrecke Cilli-U nter-Drauburg.) Nach Mitthciluugeu der „Klag. Ztg." wird es mit dieser Bahnstrecke Ernst, wenigstens nehmen die Concessionswer-buugeu um die Traciruugsarbeiten immer zu. Nicht we-uiger als vier Consortien haben bisher derlei Coucessiouen erworben; darunter ist anch die Süddahugesellschaft, dcreu Traceure bereits in Cilli angelominen siud. Telearapl)iscl,e HUechselcouvse uom ^!? Ma'rz. 5prrc. Melalliqucs 62.90. — 5»perc. Mtalliqncö mit Mai- mid Nouembcr-^inseu 62.90. — 5vn'e.Natio»al-AnIrhe!l?1 35».- I8»;0er Slaalsanlehen I«>4.4l>. — '^aiitactie!, 72!>. — Creditaclic» 30Ü.7". - London 125,90. - Silber 123.75>. - K. t Dncalm 5.96'/,^ Kandel und Golkswirthschajtliches. Vaiback, 27. März, Ans dem heutlgcu Marlic sind er-fchieueu : 2 Wage» mil Gelreide, 6 Wagen mit Hell nnd Stroh (Hen 63 Clr ^ Pfd. Stroh !0 Clr, 33 Pfd.), 1,') Wagen u»d l Schiff (3 Kluster) mit Ho!;. Durchschnitts-Preise. 'Mlt77"M^^ Mlt.. Mgz.. fl. lv. st. lv. ft- lr. fl. lr. Weizen pr. Metzen 4 50! 4 9(i Butter pr. Psuud 48—— Kor» „ 2 90 3 20 Eier pr, Süick — 1^ - Gerste .. 2 5>0 2 8<; Müch pr. Maß - 10 - Hafer ,. 190 2— Rindfleisch pr, Psd. 2l------ Halbsrnch! .. 3 44 Kalbfleisch ,. -24------ Heiden „ 2 5,0 3 10 Echweinesteisch „ 25 — Hirse „ 2 50 2 74 Schöpsenfleisch ., — U!-__ _ Kntnrntj „ — "- 2 «5> Hähudel pr. Stück - 30, - Erdäpfel „ 1 l'0------ Tauben „ - 15 „ - Linsen „ 3----------- Heu pr. Zentner - ft.', — ^rbseu „ 3 2»)------- Stroh „ — 70 - - Fisolen „ 4 5)0— Holz, hart., PrKlft. - — 7 5>0 Niudsschmalz Psd, -5)2------- weiches, „ ____5> 50 Schwcineschnmlz „ — 44------ Min, rolhcr, pr. spccl, frisch, „ — 28------- «zj^^ - l» - - gerällchert „ — ^2 — -> — weißer ..-------10 - Angekommene Fremde. Am 27. März. Hladt Wie». Die Hrrren: Krcsc und Meditz, Handelsleute, von Gotlschcc. — Eisenzopf, Handclöm., von Hochenegg. — Suct« und Krenner, von Marvnrss. — Munschet, von Pettau. — Zängerle, Handcli 4.8 W. mäßig gmi; bew. ^ 0...0 l0„ Ab. 321..!Z '^ 1.5 W. mäßig halvhrittr ! 6 U. Ml -- 7» SO fchwach trübe «,'" U) „ Ab. 323.<» - - 5,5 SO, schwach, trübe ! ^"^'" l Den 27. Nach!ö heiler. Morge»^ slarler 9nif. Vormittags dicht bclvöllt. Gegen Abend Aufhellern»«.. Kalte Witlernng__ Den 28 Ammitlag theilwcifeö Schneegestöber. Nachmittag Strichregen. Abnidi« halbheitei'. — Den !^'l». trüber, regnerischer Tag. lein Sonnenblick. Das TagrSmittel der Wärme am 27. -^ 1 8", nm 2-8" nnler; nm 28. -j-2 8", um 2 1" nnter; am 28.-j-5 4", nin (''3° ilber dem Normale. Vtrantworllicher Redacteur: 3gnaz v. K l e i ll^n^y^ Ei»aesc>ldet. Den Mitgliedern dcö latliolijchcn Vereines fllr Krain mache ich besannt, das; ich der Redaction dcS „Laibachcr Tagblalteö" nachfolgende Zuschrift zugesandt habe. UiUer (5'inem fordere ich nnch alle Jene, welche wirslich kleine Geldspende» als Abfertignng bei ablehnender Anlnwrt gegeben haben sollten, auf, —- den Betrag der Spende», den eige, nm Namen, und den drS Empfängers irgend emem der A»ij-ichus;gl,edcr mündlich oder schlifllich bctanitt geben ;>l wolle». Am 28. März 18^», Wilhelm Graf Wn > in br«n d. An die lübl, Nedactian dcö „Laibacher Tagblaticö!" Da^ „^aibacher Tagblalt" erzählt in Nr. K9 „das; fnr den „latholischen verein Mitglieder <,rworben, bei ablehnenden A»t-„worten aber alö Abfertigung anch kleine Geldspende,, zu sl'om-„mcl! Zwecken willig angenommen werden " Ob der unlirtannte Spender jencr 2>) fl., deren Empfang ich im „Triglav" bestätigte, Mitglied deö Vereines ist oder nicht, weiß ich nicht, obfchon ich Ursache habe eö zn vermuthen; — das, aber diese« Geschenk nicht als Abfertigung für A b -lehuung dcö Beilriltcö gegeben wnrde, und daß sonst vou Personen, die nicht Mitglieder deö Vereil'es si»d, nicht ein Heller iil die Eassc deö Vereineö nnstoß — dieö weiß ich gewiß, — daß ein Mitglied deö Vereines seiue nnd dcö Vereinö Würde so sehr verkennen wnrde, nm eine Geldspende alö Abfertigung an-^nnehmc», kann ich »»möglich glaube». Beruht also die Erzählung dcöTagblatteö nicht ans chrloser ^'ilg? soudcrn a»s T ha l-fache», fo milsfeu Unlelfchleije, stattgcsnnd'eu habe», lluterschleife aufzudeckell — wo und wauu immer mau es kann, ,st eiu Gebot der Ehrlichkeit. Ich fordere anmit das Tagblalt bei diesem Gebote aus wenigstens eine der Geldspenden, welche alö Abfertigung gegebeu word?u siud, mit dem Namen des Spenders und des E»ipfä»geri) ;» veröffentlichen. — Für diese Vcrüffeutlichung werde ich dem Tagblatte ' dankbar sein, und um so dankbarer, je mehr es dieser Thatsachen zur allgemeinen Kenntniß bringt. Hoffentlich werde ich dadurch in die Lag' verseht werden, allen mißbrauchten Nblehnern znr Rückerstattung ihrer sehr n»-motivirten Abserlignngen ;n verhelfen. Sollte das Tagblatt jedoch dieser meiner Vernsuug an das l^ebol der Ehrlichkeit nicht Folge geben, oder nicht bald, u»d nicht klar und deutlich mit Nennung der Nameu, fu werde ich andere Wege einschlagen und nicht rasten nnd nicht ruhen, bis constalirt sein wird, was in der Erzählung Wahrheit und was Lüge ist. Laibach, am 28. März 18C9. Wilhelm Graf Wiirmbraud, Präsident des latholischen Vereins für Krain. Nävl'a»,l,<»»'i<4»l Attien, 27. März. Die Börse verkehrte größleiitheils in besserer Hallnug, von welcher namenllich Credit- und Slaatsbahn-Aclicn profitirtcn. Devisen nud Valuten zogen HMlflnUrllUjl. anch hentc fühlbar an. Geld ziemlich flüssig, ________ Allaemeine Staatsschuld. Für 100 sl. Geld Waare Einheitliche Staatsschuld zn 5» pCt.: iu Noten vrrziilsl, Mai-November 63.15, detto ,, (!i). l> „ !>7.25 <>?.?5) Silber-Aul. 1864 (l,.St.) 5i „ 7". - --^ 1865 (FrcS.) 5 „ 8l>^ 7^7- Mttalliqucs . . .zu4'„ M. 56.50 5<..?5 MitVerlos, v.J. 1839 236. ^ 230.!>0 Mit Verlos.v I. I854 zu 25.0 ft. . . „4 „ l'550 96-Mit Perlos. v.J. 1860 zu 5,00 fl. .... 5 „ 104.50 104.60 MitVerlos.v.I. I860 zu 100 fl. .... 5 „ 10550 106.-Ml Verlos. v I. 1864 zn 100 fl...... 127.60 127.80 ^ ,5r, 5 pi^t.) in Silber pr. Slllcl . . . 118.50 118.75 Gruudentlastunsss-Vblissationeu. Für 100 fl. Gcld Waare Nicdcr-Ocstcrrcich . . zu 5 pCt. l)2.50 93.— Ober-Oesterreich . . ,. 5 „ 90... 91,— Salzburg .... «5 „ <>0.— !7. - 97.50 Sladlgem. Oscu „ 40 „ ü. W 37.50 38 50 Salm „ 40 „ ,. . 42 50 43.- Geld Waare Palssy zu 40 fl. 8. W. 35. _ 3<;.,. «llary ,. 40 .. « . 37 50 « S'lbcr . . ,21 „ -- „ 124 „25 ^ ^Krainische GrulldentlaNnngs-Obligatwueu, P"-I valuollnillst: 86 50 Gcld, 90 Waare