Nr. 4445. X. 1M7. Folium officiale dioecesis Lavaiitmae. Cerkveni zaokaznik za Lavantinsko škofijo. Kirchliches Verordnungsblatt für die Lavantcr Diözese. Inhalt. 81. Allerhöchste Auszeichnung Seiner Exzellenz und Fnrstbischöflichen Gnaden des Hochwiirdigstc» Herrn Ordinarius durch die Allergnädigste Verleihung des Ordens der Eisernen Krone erster Klasse. — 85. Supremae sacrae Congregationis S. Officii resolutio ile spiritismo. — 86. Sacrae Congregationis de Religiosis interpretatio decreti „Cum de Sacramentalibus“. — 87. Sacrae Poeuitontiariae Apostolicae, sectionis de Indulgentiis, documentum quoddam de concessione indulgentiae. - 88. Der erste Geburtstag des Kaisers als Herrscher in der Marbnrger Dom- und Stadtpsarrkirche festlich begangen ani 17. August des Wcltstnrnijahres 1917, — 89. Mila prošnja za po-gorclcc v Bunčanih župnijo sv. Križa pri Ljutomeru. — 90. Vorlage der Matrikenauszüge. — 91. Diözesa» « Nachrichten. 84. Allerhöchste Auszeichnung Seiner Erzellenz nnd Fürstbilchöflichen Gnaden des Hochwürdigsten Herrn Grdinarius dnrch die Allergnädigste Verleihung des Grdens der Eisernen Krone erster Alaste. Die „Wiener Zeitung" vom 17. August 1917 Nr. 187 brachte im amtlichen Teile nachstehende Nachricht: „Seine k. und k. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung vom 16. August d. I. allerguädigst zu verleihen geruht: 2t» Orbe » ber Eisernen Kr o n e v r st er Klasse mit Nachsicht der Taxe: dem Fürstbischof von Lavant Dr. Michael Napotnik." Nachdem die hocherfreuliche Kunde, zunächst durch Gratulation von höchster Seite, bekannt geworden war, erbat sich unverzüglich am 18. August um 11 Uhr vormittags das F. B. Lavanter Domkapitel unter Führung des hvchw. Herrn Dvmprvpstes eine Audienz, um Seiner Exzellenz und Fürstbischöflichen Gnaden im eigenen und im Namen der gesamten durch diese Allerhöchste Auszeichnung so sehr geehrten Diözesangeistlichkeit die ehrfurchtsvollsten Glückwünsche zu unterbreiten. Die Beglückwünschung wurde von Seiner Fürstbischöflichen Gnaden unter Hinweis darauf, das auf diese Weise das aufopfernde vaterländische Wirken des Diözesanklerus, der den überörtlichen Anordnungen so willig Folge leistet, sowie das loyale Verhalten der übrigen opferfreudigen Diözesanen von Allerhöchster Stelle verdiente Anerkennung fand, mit Dank und Freude zur Kenntnis geuvminen. Di I fortItVDIne regnanti vraesVLI Corona ferrea : POST DIES TERRESTRES Corona CoeLestIs ! 85. Supremae sacrae Congregationis S. Offici i resolutio de spiritismo. Feria III. loco IV. die 24. Aprilis 1917. In plenario conventu habito ab Emincntissimis ac Reverendissimis Dominis Cardinalibus in rebus fidei et morum Inquisitoribus Generalibus, proposito dubio : „An liceat per Mednim, ut vocant, vel sine Medio, adhibito vel non hypnotismo, locutionibus aut manifestationibus spiritisticis quibuscumque adsistere, etiam speciem honestatis vel pietatis praeseferentibus, sive interrogando animas aut spiritus, sive audiendo responsa, sive tantum aspiciendo, etiam cum protestatione tacita vel expressa nullam cum malignis spiritibus partem se habere velle.“ -Iidem Eminentissimi ac Reverendissimi Patres respondendum decreverunt : „Negative in omnibus“. Et Feria V., die 26. eiusdem mensis, Sanctissimus D. N. 1) Benedictus Div. 1’rov. PP. XV. relatam sibi Eminentissimorum Patrum resolutionem adprobavit. Datum Romae, ex aedibus Sancti Officii, die 27. Aprilis 1917. Aloisius Castellano, S. R. et U. 1. Notarius.1 86. Sacrae Congregationis de Religiosis interpretatio decreti „Cum de Sacramentalibus“. In articulo V. 3. Februarii 1913 animi sui quietem aliquem specialem Decreti Cum de Sacramentalibus diei statutum est: „Si qua religiosa ad et maiorem in via Dei progressum confessarium vel moderatorem spiritualem postulet, erit facile ab Ordinario concedendus ; qui tamen invigilabit ne ex hac concessione abusus irrepant ; quod si irrepserint eos caute et prudenter eliminet, salva tamen conscientiae libertate.“ Circa hunc articulum proposita sunt S. Congregationi de Religiosis sequentia dubia : I. An confessarius specialis seu spiritualis moderator, pro aliqua religiosa deputatus iuxta art. V. Decreti Cum de Sacramentalibus, valeat perpetuo in suo munere permanere, vel potius concedendus sit ad tempus praefixum. II. An deputari valeat in confessarium specialem seu conscientiae moderatorem alicuius religiosae, qui in decurso triennio confessuri i ordinarii communitatis munere functus sit, nondum a cessatione praedicti officii anno expleto. Eminentissimi Patres Cardinales huius S. Congregationis de Religiosis, tota rei ratione mature perpensa, in plenario coetu habito die 20. Aprilis currentis anni 1917 responderunt : Ad primum : Specialem confessarium seu moderatorem spiritualem concedendum esse non ad tempus praefixum, sed donec perduret insta causa necessitatis vel utilitatis spiritualis religiosae, quae postulaverit, ad normam Decreti Cum de Sacramentalibus, sub n. 13. Ad secundum: Affirmative. Facta autem de hisce omnibus relatione ab infrasco pto Secretario Sacrae Congregationis, in audientia dici 22. eiusdem mensis Aprilis, Sanctitas Sua Eminentissimorum Patrum sententiam benigne ratam habuit et confirmavit. I Card. Tonti, Praefectus. L. + S. f Adulphus, Ep. Canopitan., Secretar!us.2 87. Sacrae Poenitentiariae Apostolicae, sectionis de Indulgentiis, documentum quoddam de concessione indulgentiae. „Cor Iesn Eucharisticum, adauge nobis fidem, spem et charitatem.“ Concedimus indulgentiam trecentorum dierum fidelibus praedictam invocationem devoto recitantibus. Ex Aedibus Vaticanis, die 5. Aprilis, Feria V. in Cocna Domini, anno 1917. BENEDICTUS Pl*. XV. Praesentis concessionis authenticum documentum, prout de iure, exhibitum fuit Sacrae Poenitentiariae Apostolicae, Sectione de Indulgentiis, hac die 17. Aprilis 1917. In fidem, etc. Bernardus Colombo, S. P. Regens.3 L. + S. ' Acta Apostolicae Sedis. Au. IX. vol. IX. Komae, die 1. lunii 1917. Num. (5. pag. ‘208. — ‘‘ Idem, pag. 27(i sq. — 3 Idem, pag. 280. IBI — 88. Der erste Geburtstag des Kaisers als Herrscher in der Marburgcr Tom- und Stadtpfarrkirchc festlich begangen am 17. August des Weltsturmjahrcs 1917. Anrede anläßlich dctz ersten 61cburtsfcstcs Seiner kais. und königl. apostolischen Majestät des Kaisers und Königs Karl l. gehalten in der Marburgcr Kathedrale am 3. Oktavtage der Himmclaufnahmc Mariens den 17. August des vierten Lölkcrkriegsjahrcs 1917. In manu Dei potestas terrae. Et utilem rectorem suscitabit in tempus super illam. In manu Dei prosperitas hominis (regentis). (Eecli. IO, 4. 5). Im Herrn andächtig Versammelte! Jum erstenmale begehen wir Österreicher das allerhöchste Gebnrtsfest Seiner kais. und königl. apostolischen Majestät unseres gnädigsten Kaisers und Herrn — und dies beim Eintritte in das vierte Weltkriegsjahr. Ob dieser erstmaligen festlichen Begehung des Kaiser-Geburtstagsfestes ordnete ich in der ganzen weiten Diözese für den geschichtlich denkwürdigen 17. August feierliche Gottesdienste mit zeitgemäßen Vorträgen an. Und dieser frommen Weisung muß ich nun an diesem vaterländischen Gedenktage — dem dreißigsten Wiegenfeste Seiner Majestät — auch selbst Nachkommen mit einer bündigen Anrede, die ich da aufbane auf den, wie gerade für Österreich, vom weisen Siraziden getanen Aussprnch: In der Hand Gottes liegt die Herrschaft über das Land. Und Gott erweckte einen trefflichen Herrscher zur rechten Zeit über dasselbe. In der Hand Gottes steht das Wohlergehen des Regenten. (Eccli. 10, 4. 5). Unter Gottes allmächtigem Schutz und Beistand gehe ich uuverweilt ein in die Klarlegung der drei Hauptgedanken des vom Heiligen Geiste, unserem Tröster und Friedensspender, dem alttestamentlichen Prediger Jesus Si rach eingegebenen Spruches. Alles aber zur größeren Ehre Gottes, dem neuen Kaiser zum Heile und uns, seinen Untertanen, zum Wohle! Teuerste im Herrn! In manu Dei potestas terrae. In der Hand Gottes liegt die Herrschaft über das Land. Die Fürsten haben ihre Gewalt von Gott; sie hängen deshalb von ihm ab und sind ihm untertan. Vom Herrn des Weltalls, vom ewigen Gesetzgeber erhalten sie die Macht, zu regieren, Gesetze zu geben, die Guten zu belohnen und die Bösen zu strafen. Audite reges, praebete aures vos, qui continetis multitudines! Höret ihr Könige und vernehmt es ihr, die ihr der Völker Menge beherrschet: Von dem Herrn ward euch die Herrschaft verliehen und die Gewalt vom Allerhöchsten! Er wird eure Werke untersuchen und eure Gedanken durchforschen. (Sap. 6, 2-4). Die christlichen Könige anerkannten diese unumstößliche Wahrheit, indem sie sich in ihren Edikten Herrscher von Gottes Gnaden ohne Vorbehalt nannten. So liegt in der Hand Gottes auch die Herrsä)aft über unser altehrwürdiges, sich stets verjüngendes Österreich. Ja, Jener, durch den die Könige regieren, die Fürsten herrschen und die Mächtigen Gerechtigkeit üben (l’rov. 8, 15), breitet und hält seit Jahrhunderten und Jahrhunderten seine allgewaltige Hand über unser liebes Vaterland, schützt und stützt und stärkt es zumal in der drangsalsvvllen Jetztzeit zusehends und offenkundig. Wenn Gottes Hand mit der gerechten Sache ist, dann dürfen wir nach den drei furchtbaren Kriegsjahren mit demütigem Dank bekennen, daß der Herr mit uns gewesen ist — Papst Pius X. unsterblichen Angedenkens bezeichnet die Sache Kaisers Franz Joseph I. nur zu sehr im Rechte — und daß er uns, worum wir inbrünstig flehen, einen sieg- und segensreichen Frieden verleihen wird. Gottes Hand schirmte Österreichs Herrscher, diese ruhmreichen Fürsten von Gottes Gnaden. Sie beschützte Kaiser Franz Joseph I. bis zu den äußersten Grenzen des menschlichen Lebens und Wirkens. Der Herr der Heerscharen ließ seinen treuen Diener angesichts glorreicher Siege seiner heroischen Armee das Zeitliche segnen. Der starke Helfer in der Not verließ nicht unser schönes Land und ließ die kaiserlichen herzhaften Truppen auf allen Feuerfrvnten Schlachten um Schlachten gewinnen. In manu Dei potestas terrae. In Gottes Hand liegt unser Vaterland. Auch heute noch an der Wende des 3. und 4. Kriegsjahres? Ganz gewiß! Unabänderlich sind die Ratschlüsse des ewigen Weltregiments. Gott will uns wohl prüfen und bessern, doch keineswegs verderben und vernichten. Deckte denn der gewaltige Krieg Österreichs Lebenskraft nicht wieder auf und tat sie nicht der ganzen Welt kund? Österreich hat sich in diesem dreijährigen Ricsenkampfe bewunderungswürdig behauptet. Unsere Hilfe ist im Namen des Herrn. Glückliches Volk, das sich und seine Zukunft vertrauensvoll in die Hand Gottes legt! In vollem Vertrauen auf die untrügliche Führung und Fügung Gottes des Weltlenkers traten wir in das 4. Kriegsjahr. Warum auch kleinmütig fragen: Wenn Gott es ist, der helfen kann, warum hilft er nicht? O, er hilft uns beständig. Ohne seine Hilfe wären wir schon lang aufgerieben. Mit Jsaias dem ersten großen Propheten rufe ich : Ecce, non est abbreviata m anus Dei, ut salvare nequeat! Sehet, die Hand des Herrn ist nicht verkürzt, daß er nicht zu retten vermochte! (ls. 59, 1). Eine höchst wichtige Warnung und Mahnung — die für mich in allen Trüb- und Drangsalen immer ausschlaggebend war — gab uns der göttliche Herr und Heiland: Beatus est, selig ist, wer sich an mir nicht ärgert! (Matth. 11,6). Ein geradsinniger Soldat ärgerte sich nicht an Christus, da dessen Sache völlig verloren zu sein schien. Als Jesus auf Golgothas Anhöhe am Kreuze hing und von allen verlassen war — er rief sogar: Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen (Matth. 27, 46) — da ärgerte sich nicht an dem Gekreuzigten ein Krieger, der römische Zenturio, der die Wache beim Kreuze Christi befehligte, sondern glaubte an seine Gottheit und rief in die irre und wirre Menge hinein: Vero, wahrhaftig, dieser Mensch ist ein Gerechter! (Luc. 23, 47). Er ist Gottessohn! (Marc. 15, 39). Meine Lieben, klagen und zagen auch wir nicht in dieser leidvollen Zeit! Hierher gehört die apostolische Mahnung des hl. Apostelfürsten Petrus: Demütiget euch unter die gewaltige H a n d Gottes, damit er euch erhöhe zur Zeit der Heimsuchung! Werfet auf ihn alle eure Sorge; deittt er sorgt für euch. Er wird euch, nachdem ihr kurze Weile gelitten habet, vollenden, stärken und festigen. Ihm i st die Herrlichkeit und die Herrschaft von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen. (l. Petr. 5, 6. 7. 10. 11). Geliebteste im Herrn! Et Deus utilem rectorem suscitabit in tempus super terram. Und Gott erweckte einen trefflichen Herrscher zur rechten Zeit dem Lande. Dieses Schrifttvvrt gilt seinem vollen Inhalte nach von unserem schönen und großen österreichischen Baterlande. Rach dem hochseligen Hin scheiden und Heimgange des glorreichen Kaisers Franz Joseph (Karl) 1. gab Gott dem Reiche zur rechten Zeit einen trefflichen Herrscher in der unverletzlichen Person des Herrn Erzherzog-Thronfolgers Karl Franz Joseph. Er führt die beiden Namen des edlen Grvßohms auch. Unter Blitz und Donit er des Bölkerkriegssturmes übernahm Kaiser Karl I. das erhabene Erbe der ruhmgekrönten Habsburger. Der jugendliche Kaiser, geboren am 17. August 1887, bestieg als siegreicher Heerführer und Kriegsheld — wahrhaftig oberster Kriegsherr — würdig des großen ^Namens- vetters, der den mächtigsten Feind der Monarchie bei Aspern überwand, und würdig dessen Sohnes Erzherzogs Feldmarschalls Albrecht, höchstdessen hundertster Geburtstag ans den 3. August (geb. 3. August 1817 und gest. 18. Febr. 1895) d. I. siel, des berühmten Heerführers, der 1866 die Übermacht der Italiener bei Enstozza glänzend schlug, bestieg der neue Kaiser, sage ich, den ruhmbedeckten Habsburger Thron, den er selbst erfolgreich gegen eine Welt von Feinden verteidigt hatte. Sein lorbeergeschmücktes Haupt ziert nun die ehrwürdige Kaiser - Königs-Krone. Utilem rectorem suscitavit Deus in tempus super Austriain. Der neue Monarch, von der Natur reich begabt und herrlich veranlagt, berechtigt zu den schönsten Hoffnungen. Wir blicken mit vertrauensvoller Zuversicht ans Seine Majestät und schauen mit kindlicher Liebe, Bewehrung und Untertänigkeit empor zum Landesfürsten, der sich in der kurzen Spanne seiner Regierungszeit die Herzen der allzeit treuen Untertanen nicht so sehr durch das Schwert wie durch seinen bewunderungswürdigen Edelsinn erobert hat. Noch ist das erste Regiernngsjahr nicht voll, und Kaiser Karl ist schon im vollen Besitz und Genuß aller aufrichtigen Sympathien seiner biederen Völker. Allenthalben werden seine Weisheit und Umsicht, seine Tatkraft und Entschlossenheit, seine Gerechtigkeit, die mit der gleichen Wage Hoch und Nieder gerecht zuwügt, seine Sanftmut und Mäßigung, seine Leutseligkeit und Bolksfreundlich-keit gepriesen und gefeiert. Diese Kardinaltugenden werden aber getragen von lebendigem Gvttesglauben, unerschütterlichem Gvttvertrauen, von hingebender Gottes- und Nächstenliebe, von tiefer Frömmigkeit und wahrer Gottesfurcht.1 Diese göttlichen und sittlichen Tugenden verleihen Seiner Majestät unüberwindliche Kraft und standhafte Ausdauer, größten Trost und Segen in der Führung des unsagbar schwierigen, tuest so pflichtreichen und verantwortungsvollen Herrscheramtes. Kaiser Karl I. holt sich wie sein glorreicher, vielbesungener Ahn Rudolf von Habsburg, vom Krenzesstamme die Kraft. Dieses alte Zepter Österreichs, das heilige Kreuz, bleibt der Hort des Herrschers und der Beherrschten. Und Kaiser Karl 1. verehrt den eucharistischen Gottkönig. Und dieser wird Ihn und die Seinen beivahren und führen ans dem Wege des irdischen und himmlischen Heiles. Gottes ©onite strahl' in Frieden ans ein glücklich Österreich! So singen und beten tvir heute. Als erster Herold des heißersehnten Friedens trat vor die Welt unser vielgeliebter Monarch — utilem rectorem su- 1 Bezeichnend sind die Schlußworte Seiner Majestät in dem ans Adelsberg an die Isonzoarmee gerichtete» Befehle vom 2. Inni 1917: „KotteS Segen war mit uns. Beten tvir zum Allmächtigen, er niöge uns auch fernerhin würdig finden seines gnädigen Schuhes und Schirmes. Er gewähre uns den endgültigen Erfolg!" scitavit nobis Dominus. Kaiser und König Karl I. folgte treu dem Friedensrufe des Heiligen Vaters Bene.dikt XV , des sichtbaren Stellvertreters jenes Königs, von dem die Worte der frohen Botschaft gelten: Ecce, rex pacificus, princeps pacis natus est nobis. Sehet, der König der Friedensliebe, der Fürst des Friedens ist uns geboren! Als folgsame Diener des ewigen Friedensfürsten marcii wir für den Frieden vor dem Kriege und sind für den Frieden während des Krieges — freilich nicht um jeden Preis. Wir schließen uns den Friedensbestrebungen Seiner Heiligkeit und Seiner Majestät untrennbar an. Wir beten zu Gott, daß der holde Friede wiederkehre. Und Österreichs machtvolle Schutz- und Schirmfrau Maria, deren triumphierenden Einzug in den Himmel und deren Krönungsfest wir vorgestern feierten, wird unserem fürsorglichen Landesvater die Siegespalme und den Friedensölzweig zur rechten Zeit reichen. Wir gehen dem Frieden zu. Meine Lieben! Einem trefflichen Landesfürsten ist uns leicht untertan zu sein und ihm Ehrfurcht und Gehorsam zu leisten. Aber zu diesem natürlichen Beweggründe gesellen sich höhere, übernatürliche Motive für uns katholische Christen. Der vierte Paragraph und Artikel des Dekalogs gebietet: Du sollst Vater und Mutter ehren! Und der Sohn Gottes gab das unabänderliche Gesetz: Gebet dem Kaiser, was des Kaisers, und Gott, was Gottes ist! Und sein erster Apostel und Stellvertreter auf Erden St. Petrus erteilte den christlichen Gemeinden den apostolischen Auftrag: „Seid allen menschlichen Obrigkeiten untertan, sowohl dem Könige, weil er das Oberhaupt ist, als auch den Vorstehern, die von ihm geschickt sind ... Fürchtet Gott und ehret den König!" (1. l’etr. 2, 13. 14. 17). Und der große Streiter Christi St. Paulus gab den Gläubigen die denkwürdige Verordnung: „Jedermann unterwerfe sich der obrigkeitlichen Gewalt; denn es gibt keine Gewalt außer von Gott. Darum ist es eure Pflicht, uutertau zu sein nicht nur um der Strafe willen sondern auch um des Gewissens willen!" Außer diesen ewigen Wahrheiten drängt uns zur Kaisertreue und Kaiserliebe die Erwägung, wie so heilsam es ist, eine angestammte legitime Dynastie zu haben, ans der Jahrhunderte lang die Regenten genommen werden. „Ein besonderer Glückstern, bemerkt ein kundiger Geschichtsforscher, waltet über denjenigen Nationen, denen dasselbe Fürstengeschlecht sich ununterbrochen durch Jahrhunderte hindurch fortfetzt, in denen Vvlksverständnis von oben und Königstreue von unten her einander die Hand reichen." Und dies ist der glückliche Fall bei uns Österreichern. Starke Monarchie ist die segensreichste Einrichtung; sie kommt ja am nächsten der allerbesten, weil göttlichen Verfassung der heiligen, die ganze Welt umspannenden katholischen Kirche. Nicht gut ist die Vielherrschaft, ein Herr, ein Küttig soll sein, heißt es schon bei dem alten Homer.' Unsere Monarchie ähnelt der katholischen Kirche, die alle Völker des Erdballs umfaßt und alle glücklich regiert, die sich ihr unterwerfen. Und unser Kaiserstaat umfaßt viele (10) Völkerstümme, wie kaum ein anderes Reich, und leitet sie heilvoll schon Jahrhunderte und Jahrhunderte. Österreichs Herrscherthrvn ist der älteste und ehrwürdigste der weltlichen Throne. Und wiederum gab uns der Herr aller Kaiser und Könige ans dem weltgeschichtlichen Habsburger Herrscherhause einen vortrefflichen Ländesfürsten und fürsorglichen Landesvater. Liebenswerteste! In manu Dei prosperitas hominis regen-t i s. In der Hand Gottes steht das Wohlergehen des Regenten. Deus habet flatum tuum in manu sua et omnes vias ttns. Gott hat deinen Odem und alle deine Wege in seiner Hand, sprach der erleuchtete Prophet Daniel zum babylonischen Könige Baltassar. Ja, Gottes starke Hand, die uns den neuen ausgezeichneten Herrscher erweckt hat, wird auch sein kostbares Leben hüten und beschützen. Um dieses Wohlergehen unseres hoheitsvollen Monarchen haben wir bisher gebetet und werden auch künftighin beten und bitten. Es war und wird stets meine und meiner lieben Diözesanen heilige Pflicht sein, den unendlich barmherzigen Gott um das zeitliche Wohl und um das ewige Glück des Herrschers und der Beherrschten zu bitten und zu bestürmen, stets eingedenk bleibend der paulinischen Mahnung: Ich ermahne euch vor allen Dingen, daß Bitten, Gebete, Fürbitten, Danksagungen geschehen für Könige und alle Obrigkeiten, damit wir ein ruhiges und stilles Leben in aller Gottseligkeit und Ehrbarkeit führen. (I. Tim. 2, 1—3). In diesem Geiste und Sinne zelebrierte ich soeben das heilige Pontifikalamt, wobei die vielbewunderte Krö- 1 Der „blinde" Home r, nach der papillären Überlieferung der Dichter der Ilias und Odyssee, sah im Schalle» die Wahrheit, das; die Herrscher ihre Gewalt von Oben erhalten. In, Hymnus auf die Musen und auf Apollo bemerkt er, das; die Dichter von den Musen, die Könige aber van Jupiter abstamiuen — ex Iovo aittom reges. (Cornelius a Lapide, Commentaria in Ecclesiasticum. Cap. 10. ver. 4. Parisiis, 1874. Tom. IX. pag. 200). Iui II. Buche seiner Ilias laßt Homer den kluge» Ulysses die aufrührerischen Achiver, die dem Könige Agamemnon den Gehorsam kundigen wallten, also belehre» 1204—206): Oox xyaflov TtoXuxotpavi'r]. et? xot'pavo; eatco, et' ßaa’.XEuc, tp £3oxri Kpóvou itat; ckyxoXopyrLO) ax-?(ircpov x ySè ischu-rca;, l'va ap(ot ("iaatXéuY/. Nicht gut ist die Vielherrschaft. Einer sei Herrscher, einer.König, dem der Sahn (Jupiter) des heimliche Ratschlüsse hegenden Krow.s Zepter und Rechte gab, damit er sie regiere. Demnach erhält der Herrscher, empfängt der König das Zepter und die Rechte vom Sohne des Kronos oder Saturnus, das ist vom Zeus, dem Vater der Götter und Menschen. So erhielt Aganiemnon von Jupiter das Zepter und das Recht, König von Mykenä und der Heerführer der Griechen vor Troja zu fei». nungSmesse von Wvlfg. Amad. Mozart trefflich aufgeführt ward, und ich tverde mit meinen Diözesanpriestern tagtäglich bei der heiligen Messe des gvttgesandten und gvttgesetzten Kaisers im Kanongebete gedenken. Mit David, dem größten Psalmendichter und Sänger, will ich für unseren Herrscher zum Himmel flehen und rufen: Er schreite glücklich einher und herrsche siegreich! Prospere procede et regna! (Ps. 44, 5). Als Papst Lev III beit Frankenkönig K a r l den Großen am 25. Dezember 800 im St. Petersdvm zum römisch-deutschen Kaiser krönte, riefen die Volksscharen: Carolo, piissimo Augusto, a Deo coronalo, magno, pacifico Imperatori : vita et victoria ! Sv können mit Recht auch wir rufen: Karl, dem frommen Herrscher, von Gott gekrönt, dem großen, friedlichen Kaiser langes Leben und Sieg! Dies ist unsere Huldigung, ist unser Glück- und Segenswunsch zum Geburtsfeste unseres viellieben und teuren Kaisers Karl, ln manu Dei prosperitas hominis regentis. Die schirmende Hand des Herrn hat über Seine Majestät bisher sichtbar gewaltet und wird weiter malten, so daß des Kaisers Rechte nie erlahme. Im Herrn andächtig Versammelte! Im Hinblick ans all das Vorgebrachte, was Wunder, wenn uns der heutige 17. August so monne- und weihevoll ist, wie uns der 18. August in den 68 Negierungsjahren des verblichenen Kaisers Franz Jo sep h I. war? Mila prošnja za pogorelce v Bunca V Cospodu ljubljeno krščansko-katoliško ljudstvo ! Darovanje in pobiranje milih darov, naročeno po n ad pastirske m vabilu za slavje naj višjega rojstnega dneva Njih c e s. in kralj, apostolskega Veličanstva cesarja Karola I. dne 17. avgusta 1917' v vojne namene se v dejanju še ni izvršilo, in potrkala je že zopet nova nesreča na srca znano- radodarnih Lavantincev. Po došlem mi poročilu kn. šk. župnijskega urada sv. Križa pri Ljutomeru z dne 13. avgusta 1917 je namreč v tamošnji občini Bunčani neznano kako dne 9. avgusta t. 1. ob '/zl popoldne nastal strahoviti ogenj, ki je v kratkem času velik del lepe občine izpremenil v žalostno pogorišče. Dvanajsterim posestnikom je po večini uničil vse njihovo premoženje, ostalini pa dobršen del Planil je črez nje, ko so si lačni in od dela izmučeni pripravljali skromno kosilce, drugi pa sedli za mizo, da bi se s kratkim obedom okrepčali za popoldansko delo. 1 Cerkveni zauknznik za Lavantinsko skotijo, 11117. Št. Vlil. odst. 73, str. 10!)—111. An dem heutigen Jubelfeste, dieser herzerhebenden Reichsfeier, denken alle Österreicher — in Sprache bunt, im Geiste gleich dasselbe, empfinden das nämliche, wünschen und äußern begeistert das eine: Gott erhalte, Gott beschütze unfern Kaiser, unser Land! Und von Oben läßt sie der Glaube die Antwort vernehmen: Ich will ihn schützen und halten! Zum erstenmale gilt das Gebet am 17. August — dieser Monat ist wahrlich für uns der Kaiser tuonai, wie er nach Kaiser August ns benannt wird — dem neuen Kaiser. Freudenvollen Herzens werde ich den rührenden Dankgesang Te Deum laudamus anstimmen und daran den innigen Bittruf knüpfen: Domine, salvum fac imperatorem nostrum Carolum ! Et exaudi nos in die, qua invocaverimus te! Und unser heißes Flehen wird bis zum Throne Gottes dringen und wird den allmächtigen Gott gnädig stimmen zum Heile des Kaisers und seines grvßherrlichen Reiches. Und in dieser frommen Gesinnung und festlichen Stimmung werde ich wie zur Krönung der heutigen hochbedent-samen kirchlichen Festfeier den sakramentalen Segen erteilen, worauf das wundersam alte Lied, das immer wieder ist, als hätte es noch niemand gesungen, die österreichische Volkshymne, feierlicher als sonst ertöne und gesungen werde bis zur tröstlichen Verheißung: Heil dem Kaiser! Heil dem Lande! Österreich wird ewig steh’n. Amen. Das walte Gott! ih župnije sv. Križa pri Ljutomeru. Mi, ki smo bili po božji milosti obvarovani tolike nesreče, ne moremo dovolj zahvaliti ljubega Boga, da nismo enaki njim brez doma in strehe, brez hrane in zadostne obleke. Svojo hvaležnost pa moramo tudi v dejanju pokazati in sicer s tem, da imenovanim pogorelcem prej ko mogoče prihitimo z dobrovoljnimi doneski na pomoč. V prvo hitro pomoč sem jim že v osmini vnebovzete deviške matere Marije, pomočnice kristjanov, dne 18. avgusta 1917, po c. kr. poštno-hranilničncm uradu poslal po 100 (ensto) kron za vsakega posestnika, skupno 1200 (dvanajst sto) kron, z naročilom, da naj častivredni kn. šk. župnijski urad sv. Križa pri Ljutomeru to vsoto na najprimernejši način razdeli med ponesrečene župljane. Spoštovano občinsko predstojništvo v Bunčanih se je že dne 20. avgusta 1917 s prisrčnim pismom genij ivo zahvalilo za prejeto darilo. Ko je pred šestimi leti na praznik Gospodovega vstajenja 1911 v isti župniji občino Staranovavas zadela enaka nesreča, ko je namreč strašni ogenj 12 posestnikom pokončal vse njihovo imetje tako, daje njih večina rešila le komaj golo življenje, ste se vi, predragi in pre- ljubi v Gospodu, brž usmilili pomoči potrebnih ponesrečencev. Na mojo nadpastirsko okrožnico z dne 28. aprila 1911 ste na praznik Kristusovega vnebohoda pri darovanju okoli altarja skupno žrtvovali blizu 5000 K za omenjene pogorelce. Trdno upam in se zanašam, da bodo naši usmiljeni verniki po širni Lavantinski škofiji tudi sedaj z enakim sočutjem odprli srce in roke ter z neomejeno radodarnostjo pomagali svojim hudo prizadetim sobratom in sosestram. Vem, da bodo tudi zdaj z veseljem hiteli na pomoč ter bodo v označeni namen žrtvovali, kolikor bodo mogli. Vem pa tudi, da bode ljubi Bog preobilni plačnik vsem blagim darovalcem ! Kristjani predragi ! Dobro vam je znano, da se je zadnja leta, zlasti še poslednji čas, prav pogostokrat pobiralo po naši škofiji za najrazličnejše namene in podpore. Saj ga skoro ni bilo meseca, v katerem ne bi bilo v cerkvi oznanjeno in potem tudi izvršeno darovanje okoli altarja in pobiranje po cerkvi. Polagali smo na aitar krščanske ljubezni po svojih močeh za domačine in tujce, za bolnike in ranjence, za stradajoče odrasle in otroke, za vdove, sirote in invalide. Vemo pa, da nesreča nikdar ne počiva, nikomur ne prizanaša in se nikogar ne ustraši. Pred njo ni, nihče varen ; naj se torej nobeden ne zanaša, pa tudi ne opravičuje, češ, da mora zmeraj le podpirati druge in zopet podpirati, ne da bi sam dobil kdaj kakšno podporo in pomoč. Ako je je namreč potreben, jo gotovo prejme, ako pa je ne potrebuje od ljudi, pa naj hvali in zahvaljuje Boga, ki ga tako izdatno podpira in vzdržuje. Razen tega pa še naj zaupa v tolažilno zagotovilo Jezusovo : Date et dabitur vobis ! Dajte, in se vam bodalo! Dobro, natlačeno in p otreseno in zvrhano mero vam bodo dali v vaše naročje. 8 kakršno mero namreč bo te merili, s tako se vam bo merilo. (Luk. 6, 38). Kako čudovito ! Gospod ne pravi : Od tega, kar se vam bo dalo, podarite tudi vi drugim ; marveč najprej dajte vi po svoji moči in potem bote prejeli ne le vrnjeno, ampak mnogo več, če ne v časnosti, pa v večnosti. In zopet uči tisti nebeški Učenik : Delajte si prijatelje s krivičnim m a m o n o m, z bogastvom tega sveta, da vas, kadar o b n e m agate, vzamejo v večna prebivališča! (Luk. 16, 9). Kratko je življenje človekovo na zemlji ; tega nas uči prav posebno sedanji čas. In kako malo se to življenje ceni, čeprav je človek podoba božja! To pa nam v zelo pretresljivih dogodkih kaže strašna svetovna vojska, ki ne more najti konca na okrogli zemlji. Kaj naj tedaj rečemo o tistih, ki nimajo upanja? (I. Tes. 4, 12). Na tem svetu ne morejo ostati, na onem pa nimajo upanja, da bi kaj dobrega imeli, ker ne gredo za njimi dobra dela. Kaj naj jih pa potem še tolaži ? Njihovo bivanje na zemlji jim je bilo le v škodo, ker niso skrbeli za eno potrebno. Mi pa nikar ne živimo tako nespametno ; ampak delajmo si prijatelje, nabirajmo si dobra dela, ki nam bodo ob smrtni uri odprla raj nebeški ! Lepa priložnost za to sc nam ponuja ravno zdaj, ko naj s svojim premoženjem, z milimi darovi in doneski bližnjemu hitimo na pomoč. Kdor ima veliko, naj da veliko, kdor pa ima malo, pa naj tudi od tega radovoljno prispeva za uboge pogorel ce. Kako tolažilno bo sodnji dan slišati iz ust Kralja- Sodnika : Pridite, bi ago dar j eni mojega Očeta, posedite kraljestvo, katero vam je pripravi j eno od začetka sveta! Zakaj lačen sem bil, in ste mi dali jesti; tujec sem bil, in ste me pod streho vzeli; nag sem bil, in ste m c o b 1 e k 1 i ; brez doma, brez strehe sem bil, in ste mi celo novo streho postavili. Resnično, povem vam, karste storili kateremu teh mojih n a j m a n š i h bratov, ste meni storili. (Mat. 25, 34. 35. 36. 40). Kadarkoli sem se obrnil do častite duhovščine in do blagih vernikov Lavantinske škofije s prošnjo za pomoč po ognju, po toči, po vodi, po potresu ponesrečenim ali vsled vojske podpore potrebnim, sem bil vsakokrat z veseljem in bogato uslišan. Posamezne župnije in cele dekanije s svojimi dušnimi pastirji na čelu so se odlikovale po svoji hvalevredni radodarnosti. V prijetnem prepričanju, da bom tudi zdaj uspešno trkal na srca usmiljenih Lavantincev, naročim v Gospodu, da se naj v vsaki župnijski cerkvi nedeljo Inclina Domine - Nagni Gospod 9. septembra 1917 opravi darovanje okoli altarja za potrte pogorelce v Bunčanih. Nabrani milodari naj se nemudoma pošljejo potom dekanijskega urada kn. šk. konzistoriju, ki bo skrbel, da bodo v Cerkvenem zaukazniku priobčeni in da pridejo hitro v roke ubogim ponesrečencem. Nesreča je izredno velika ; zetegadelj bodi tucji naše usmiljenje izredno veliko. Estote invicem benigni, misericordes! Bodite med seboj dobrotljivi, usmiljeni ! (Efež. 4, 32). Tedaj bote otroci nebeškega Očeta, o katerem piše sv. Janez Zlatoust: „Morje ima svoje meje, brezmejno pa je božje usmiljenje“. V tem blaženem duhu in zrni slu naj vas blagoslovi vsemogočni Bog O f če in j Si n in Sveti j Duh ! Amen. V Mariboru, na god sv. Joanne Frančiško Šantalske, vdove in velike dobrotnice ubožcev, dne 21. avgusta 1917. f Mihael, knozoškof. Opomba. Predstoječe milo vabilo se naj vernemu ljudstvu pravočasno prebere ter darovanje oznani. 90. Vorlage der Matrilrenausjiige. Inbetreff der Matrikenanszüge - Vorlage wurde am 5. August 1917 Z. 4071 beit F. B. Pfarrämtern ein Rundschreiben zugemittelt, welches folgendes beinhaltete: Die hohe k. k. Statthalterei hat unterm 28. Juli 1917 Z. 11/958 nachstehendes Schreiben anher gerichtet: Es ist in letzter Zeit wiederholt vorgekommen, das; politische Unterbehörden die Quartalausweise über die sanitätsstatistischen Verhältnisse wesentlich verspätet anher vorlegten, weil einzelne Pfarrämter die Matrikenanszüge, welche die Grundlage für die Zusammenstellung der sanitätsstatistische» Ausweise bilden — oft ungeachtet mehrfacher Betreibungen — nur mit sehr erheblicher Überschreitung der mit Erlaß des k. k. Ministeriums des Innern vom 8. Februar 1895 Z. 18632 ex 1894 festgesetzten Termine den politischen Unterbehördeii düsenden. Da es für die politischen Behörden gerade dermalen von größter Bedeutung ist, möglichst rasch Kenntnis von den jeweiligen sanitären Verhältnissen zu erlangen, die in den Geburten- und Sterbeziffern zum Ausdrucke kommen, wird das hochw. F. B. Ordinariat dringend ersucht, die Pfarrämter zu beauftragen, die Auszüge ans den Matrikeiibüchern stets sofort nach Abschluß jedes Vierteljahres zu verfassen und, wie es der bezügliche Ministerialerlaß vorschreibt, 14 Tage nach Ablauf jedes Qnartales der betreffenden politischen Behörde I. Instanz einzusenden, sowie allfällige die Matrikenanszüge betreffende Anfrage» der politischen Behörden stets unverzüglich zu beantworten. Diese Mitteilung wird den F. B. Pfarrämtern zur Kenntnis gebracht und aufgetrage», die bezügliche» Vorschriften des oben erwähnten Ministerialerlasses künftighin genauest zu beobachte». 91. Diözesan-Nachrichten. Allerhöchste Auszeichnungen. Außer der bereits oben (Abs. 81) mitgeteilten Verleihung des Ordens der Eisernen Krone erster Klasse an unsere» Hochwürdigsten Oberhir len ge-ruhten Seine f. und k. Apostolische Majestät mit Allerhöchster Entschließung vom >6. August 1917 mehrere Lavanter Diüzesanpriester allergnädigst auszuzeichnen. Es erhielten: Den Orden der Eisernen Krone dritter Klasse: Die Doniherren Franz Moravec, Dom- und Stadtpfarrer, und Dr. Johann Tomažič, F. B. Sekretär in Marburg. Das Ritterkreuz des Franz Joseph-Ordens die Herren : Franz Bohak, Dechant und Stadtpfarrer in Windischseistriz; Bar tholomäus Frangež, F. B. (Deisti. Rat und Pfarrer zu St. Margareten an der Peßniz; Andreas Gliche, Priester des Deutschen Ritter Ordens, F. B. Geistl. Rat, Dechant und Stadtpfarrer in Friedan; P. Kallistus Heric, F. B. Konsistorialrat, Franziskaner Ordenspricster und Administrator der Vorstadtpfarre zur Hl. Maria in Marburg; Joses Mešiček, F. B. Geistl Rat, Dechant und Stadtpfarrer in Rann; P. Nikolaus Meznarič, Guardian des Franziskanerklostcrs und Pfarradministrator zur Hl. Dreifaltigkeit in W. B. ; Anton Stergar, Dechant und Vorstadt-pfarrer zur Hl. Magdalena in Marburg. Das Goldene V e r d i e n st k r e u z mit der Krone die Herren : Franz Heber, Pfarrer in Unterpulskau; Matthias Karba, F. B. Geistl. Rat und Pfarrer in Reischach; Anton Lajnšic, Pfarrer zu St. Martin bei Wurmberg : Michael Lendovšck, F. B. Konsistorialrat und Pfarrer in Maxau: Johann Medvešek, Pfarrer in Tainach; Martin Meško, F. B. Geistl. Rat und Pfarrer in Kapellen bei Radei»; Josef Mihalič, Pfarrer zu St. Barbara bei Wurmberg; Franz Simonič, Doni-nnd Stadtpfarrvikar in Marburg: Joses Sinko, F. B. Geistl. Rat und Pfarrer zu St. Lorenze» in W. B. ; Anton Vraz, Pfarrer zu St. Anton in W. B. Das Kricgskrenz für Zivilverdieuste zweiter Klasse die Herren: Martin Jurkovič, F. B. Geistl. Rat, Ritter des Franz Joseph Ordens, inful. Propst, Haupt- und Stadtpfarrer und Dechant in Pettan; Joses Ozmec, F. B. Geistl. Rat, Dechant und Pfarrer in Luttenberg ; Johann Rotuor, F. B. Gciftli Rat, Dcä)ant und Pfarrer in Skališ; Anton Šlander, Ehrendomherr, F. B. Geistl. Rat, Dechant und Pfarrer in Altenmarkt. Das Kriegskrcuz für Zivilverdienste dritter Klasse die Herren: Johann Jurko, Pfarrer in Pameče; Andreas Lovrec, Kaplan in Luttenberg; P. Norbert Povoden, Guardian des Minoriten-klosters und Psarrvikar zu St. Peter und Paul in Pettan; Ferdinand Pšuuder, Pfarrer zu St. Wolfgang in W. B. ; Kaspar Zoriiko, Pfarrer in Maria Wüste. Überdies sind im Lause dieses Jahres bereits früher dekoriert worden: Mit dem Kriegskreuz für Zivilverdieuste zweiter Klasse die Herren: Franz Hrastelj, F. B. Konsistorialrat, Ritter des Franz Joseph-Ordens, inful. Archivialo», Dechant und Hauptpfarrer in Gonobiz, und Dr. Anton Medved, F. B. Geistl. Rat und Religivns-vrosessor am k. k. Staatsghmnasium in Marburg. Mit dem Kriegs -kreuz für Zivilverdienste dritter Klasse die Herren: Viktor Preglej, Pfarrer in Stranizen, und Johann Vogrin, Pfarrer zu St. Barbara bei Ankenstein Die Kriegsauszeichnungen der zur aktive» Militürseelsorge ein-berufenen oder subsidiäre Militär • Seelsvrgedienste leistenden Lavanter Dibzesaupriester erscheinen in das voranstehende Verzeid)nis uidjt ans genommen. ------------------------- Bestellt wurde Herr Johanu Širec, Pfarrer zu St. Auto» in Stoperzen. als Mitprovisor zu S. Florian am Botsch. Gestorben ist Herr Anton Bukovšok, Pfarrer zu St. Florian am Botsch, am 20. August 1917 im 34. Lebensjahre. F. B. Lavanter Ordinariat zu Marburg, am 25. August 1917. t Michael, Fürstbischof. St. Lyrtllu--Buchdru