Degotarolsche Laibacher Zeitung, M'ttwochs den 30. Oktober '799. Nr. 87. ^Gtandeserkcbuna. M'lde Bc traqe. Abrelse des Erzblschofs von Lemberg nach Peters bura Ausfudrltcher Bericht über die Znrusidrängttng des Mainzer Landsturms. Unglück "^es Pfarves Lavater in Zurich, ^üarmirende Bewegung unter den Ianitscharen in Belgrad Niegcnder Physiker in Paris. Inscr'ptfo dotnus justitice. Haec domus edit, amat, pu.üt, confervat honores Scelesto«, justo« , crimina, jura, leges. iCuffc^trift auf einen (Be«ic&t8£«f. &UT U$t man 99oseö fletö / unD tfrafct gwuelt^atten Ädlt auf 0evec^ttQ?eit, ®«sei / unt» efcU Sfcattem 'ty***x. Inländische Begebenheiten. Wien. Se. Majestät haben deM ^tttmcjfter und Schwadryns-Kom- mandanten des vormahls Wnrmse-rischen^ nunmehr Nauendorsische» Huffkveu-Regiments, uud des militärischen Maria Theresic Ordens Nit? ter, Ignaz Freihcrrn Vuday v. Va-tor, zur weiteren Belohnung seiner ausgezeichneten Dienste, im gegen-wärtigen Kriege, auch den Freihcrrn-stand des Königreichs Ungarn, mit Nachsicht der Taxen, allergnädigst zu verleihen gernhet. Zu der fur die verunglückten Ty-roler und Vorarlbergcr in Ost-Ga-lizien vorgenommenen Sammlung, sind im Czernowiyer Kreise ic>6 ft. 8 kr. und im Przemisler, iz8 st. 23 kr. eingegangen, und an das hiesige Universal-Kammeralzahlamt, zur weiteren Abführung an seine Bestimmung , gesendet worden. Nachdem der hochwürdige Hr. Erz-bischof von Lemberg, Kajetan von Kitki Kicki, durch ein vou Sr. Majestät erhaltenes Kabinetsschreiben, bestimmt worden ist, bei dcr zu St. Petersburg vor sich gehenden Vermählung Sr. Kon. Hoheit des Erzherzogs. Palatiuus, mit der Großfürstinn Alexandra Pawlowna, die Trauung Sr. K. H. zu vollziehen, so hat derselbe, wie aus Lembcrg, unter dem 3. d. M. berichtet wird, an diesem Tage, von 4 Domherrn, 4 weltlichen jungen Edelleuten, und dem zukommenden Gefolge begleitet, die Reise angetreten, um Se. K. H. nnter Weges zu treffen, und nach St. Petersburg zu begleiten. Ungarn. AusSzarvas, im Ve-kesser Komitate, wird geschrieben: „Das hier errichtete ökonomisch -praktische Insturial - Institut ge-. winnt, unter der Leitung des wür- dige« Direktors, Samuel v. Ths, schedik, den gewünschten Fortgang. Am Enbe des ersten halbjährigen Kursus, am 24. und 25. Sept. ist, in Bciftin des Konigl. Schul-In-spektors vom Großwardeiner Distrikte , Hrn. v. Werner, eine öffentliche Prüfung gehalten worden, die allen Anwesenden vollkommenes Genügen leistete, und von dem Gedeihen dieser Anstalt, so wie von den aus derselben zu erwartenden Früchten , die glänzenste Hoffnung gab. Die Zahl dcr Praktikante, worunter sich auch reife Manner, die bereits in Aemtern standen, befinden, ist auf 23 angewachsen. Ausländische Begebenheiten. Deutschland, Aschaffenburg den 7. Okt. Die Wegnahme von Mannheim weckte die bisherige Sorglosigkeit der Franzosen in Approviantirung der Festung Mainz. Aus Mangel an Fonds wurde zu Requisitionen geschritten, welche aus den Gegenden des rechten Rheinufers erpreßt werden sollten. Die drückendste und schrcncndste war das Ausschreiben von 500 StückWein im Rheingau, der zwar zum Theile auf die Landcsherrschast, den Adel und die Gastlichkeit ausgeschrieben war; doch aber bloß den gemeinen Bürger drückte, Theils weil jene wenig Wein im Rheingau liegen habcn, und diese von der Requisition ausgenommen sind. Diese Requisition schlug den armen Rheingauer, der in diesem Jahre wieder eine geringe Weinnnbte zu hoffen hat, gnnzbar^ « nieder, und es wurden daher mehrere Deputationen ins Hauptquartier abgesandt, um Hülfe zu erstehen, und biesem Elende, das durch die Grausamkeit der Comnnssäre (ein Vingrr Clubist Nahmens Kirschner hat die Besorgung) verzehnfach wird, ein Ende zu machen. Dcr Churmainz,-sche Ingcnieurmazor Görgcrs wurde daher mit ungefähr 6oc> Pftoden Theils Szekler Theils Mainzer, und Mit eben so viel Infanterie, worunter das Iägcrkorps war, am 2ten Orlobcr in das Rheiugau detachirt, üm, wo möglich , die Weine zu retten. Dieses Detaschcmcnt schloß sich an die Posisioncn dcs Landsturms in Hofheim, Dretenbergen und Höchst, Und dadurch sollte die Communika-tion unterhalten werden. Zu Mos-bach am Rhcine, eine kleine Stunde Von Mainz, lag die französische Po-stirung Von etwa 400 Mann, welche als ein Vorposten von Cassel anzusehen ist. Diese wurde nicht sobald die Avantgarde von Görgers auf ber Frankfurter Strasse nach Wiesbaden gewahr, als sie ausrückte, und sie angriff. Sie war zu schwach, Und ließ sich also bis an die Garten Und Büsche von Wiesbaden drängen^ wd dann das ganze Korps vordrang, "nd die Franzosen Theils zusammen hieb, Theils gefangen «ahm, nur wenige kamen nach Mosbach zurück, Um in Cassel und Mainz Allarm zu verbreiten. Görgers gicng nun über Eltwill inS Rheingau, und stieß zu-^ft in Bestrich auf ejn französisches , von zos Mann bewachtes Magazw an Heu, Stroh und Früchten. Dieses wurde erobert, und dabei gegen 80 Mann gefangen genommen; die übrigen retteten sich über den Rhein ilach Vudenheim. Wahrscheinlich wurde der Zweck der Gendung vollkommen erreicht worden sein, wenu nicht indessen dieBesatzung vonMainz, nach allen Nachrichten etwa 8 Bataillons Infanterie mit iö Kanonen und etwas Kavallerie und reitende Artillerie, am 4. Oktober gegen diö Communikationspostirungen vorgerückt wäre, in der wahrscheinlichen Absicht, diese zurückzudrängen, und dann das Korps unter Görgers ein-^ zuschließen. Es gelang den Franzosen ! wirklich durch ihre Uibermacht, die Truppen und den Sheil des Landsturms bis vor Höchst zu drangen. Hier formirten sie sich aber en Ordre de Bataille, und eine Mainzer Batterie von 6 Kcknonen that auf die kleine Anhöhe so gute Wirkung, daß die Franzosen über Sindlingcn bis Hattersheim zurückgeworfen wurden, wv sie aber Posto faßten, und wegen eingetretener Nacht nicht weitee i verfolgt werden konnten. Indessen war dadurch nicht nur die Commu-nikation mit Görgers; fondern auch mit allen Gebirgspostirungen abgeschnitten. Diese letzteren waren indessen frühzeitig genug benachrichtiget , und zogen sich in bester Ordnung längst den Gebirgen hin, und paßlr-ten in der Gegend von Homb.rg die Nidda. Am 5. Morgens 4 Uhr rückten sämmtliche Truppen vorwans, um die Franzosen von Hatiersheim wegzudrängen, und sich mit Görgers wieder in Communikation zu setzen. Allein dieFranzosen drückten dieTrup-pen und den Landsturm zurück über Höchst, und über die Brücke bei dem Dorfe Nidda über dieses Flüßchen gleiches Nahmens, hinter welchem nach abgebrochener Brücke Posto gesaßt wurde. Hier engagirte sich eine äußerst heftige Kanonade, welche frühe 8 Uhr ihren Anfang nahm, und bis 6 Uhr dauerte. DieFranzosen verloren hiebei sehr viele Leute, da sie mit Gewalt den Uibergang ü-ber die Nidda forciren wollten,,woran sie aber durch ein heftiges Kartät-schenfcuer gehindert wurden. Da indessen zu besorgen war, daß die Franzosen am oberen Theile der Nidda einbrechen würden, so retirirte sich der Landsturm sowohl als die Truppen in bester Ordnung und ohne Verlust (außer das eine Kanone dcmon-tirt wurde, welche gestern ohncLa-vetten eingebracht worden ist) über die Brücke bei Hinderrade auf das linke Mainufer, und das Hauptquartier gicng nack Heusenstamm (etwa 2 Stunden) zurück. Die Franzosen paßirtett nun die Nidda, und brachen etwa zoo Mann in Frankfurt ein; wo sie aber sogleich wieder abzogen , und vorgaben, daß dieses Einrücken ohne Ordre geschehen sei. — Alles kam nun in hierüber in Aschaffenburg und im Spessart in Allarm, und Bauern und Bürger griffen zu den Waffen. Man war nun auch wegen Görgers in größter Vesorgniß. Dieser bat sich aber mit seinem gan- zen Korps durch die Königsteiner und übrigen Gebirge gemacht, und kam mit vi3len gefangenen Franzosen, von denen ein Theil heute hier wirk« lich eingebracht ist, im Hauptquartier heute an. Das ganze französische Korps war ihm entgegen gegangen , um ihn einzuschließen; allein er hat sich nebst allen gerettet. Die unsrigen stehen indessen wieder an der Nied. Schweiß. Vasel, den 3. Okt. ES lst eine ge-georlickte Anzeige von dem Unglücke, das den Pfarrer Lavater am 26. Sept. in Zürich betroffen hat, im Umlaufe. Solche ist von ihm selbst diktirt, und an seineFrcunde übersendet. Hier ein Auszug aus derselben: Zwei französische So.dattn forderten mit ilnge^ stumm, und unter Bedrohung, eine Hausthüre einzusprengen, in dcr Gegend seiner Wohnung, Wein. Er rief zum Fensttr hinaus: seyd ruhig , ich willeuch Wein bringen. Er schenkte ihnen ein, gab ihnen auch Geld an, welches letztere sie ausschlugcn. Er fragte sie, ob ihnen noch weiter etwaö zu Diensten stände; sie sagten Nein, und der eine, eine Grenadier, entließ ihn mit den freundlichen Worten: Dank, braver Mann! adieu Bruderherz. Er kehrte nack Hause; unter der Hausthüre kam ein kleiner magerer Soldat aufihn zu, und gab in gebrochenem Deutsch zu verstehen/ daß ihn d,e Russen zum Gefangenen gemacht, und daß er keinHcmd hätte. Lavaier erwiederte,erhabe keinHemd, griff in die Tasche, und gab ibm, was ihm in die Hand kam. Der Soldat sah das Geld verächtlich an, und sagte: Gib groß Thaler sürHemd.,, Ergab ihm noch mehr Geld. Auch damit nicht zufrieden, forderte er nock einen großen Thaler. Das ist keine Manier, sagte Lavater, geht in Gottes Nahmen. Dann hob der Soldat seinen Säbel wüthend gegen ihn, und rief: Geld her. Die vorigen, nebst einigen Zürichern, standen noch an der Ecke. Er floh zu ihnen, sie schienen alle zu seiner Hülfe bereit, er wrndete sich an den Grenadier. M?r was geschah? der, dessen.Vru-derherz er vor zwei Minuten gewesen, kchrte selbst sein Gerochrum, ; sitzte ihm daS Vajonct auf die Brust, und rief viel grimmiger, als ,'cncr: Geld her. Ein treuer Arm (Heinrich Hegctschweilcr, Diener bei der Allmostnpsseg?) umschlang ihn, und zog ihn zurück; gleich daranf gieng ein Schuß los, der jenem dieKugcl durch den rechten Arm; Lavatcrn abcr unmittelbar unter der Brust durchtrieb. Er fühlte eine unbeschreiblich schmerzhafte Quetschung. Man nahm ihn in ein Haus, das Blut floß häufig aus der rechten Seite, es wollte ihm alles schwinden, doch schnell beygebrachte Tropfen verwahrten ihn vor emer völligen Ohnmacht. DieWund-ürzte fanden dieWundeum einenMes-ser-Rücken außer den Gränzen der unnnttelbarenTödtlichkeit. Man versicherte ihn, daß der unglückliche Grenadier (dessen Nahmen er von keinem Menschen gewußt wünsche) sogleich Wieder geladen, nach der Haus-Thü- ! ^ nach welcher er sich flüchtete/ ge- zielt; aber durch irgend einen unbekannten Umstand an dem Losdrücken gehindert wurde. i In dem angehängten eigenhändigen Bulletin helßt es: Schmerzen waren Anfangs unaussprechlich, nnd ununterbrochen; sie ließen mich das Elend vieler Tausenden, die elendre. sind, alS ich, und es nicht so gut habcn. als ich. Nachher waren sie etwas leidlicher , jeyt gar leidlich. Me Anzeigen fortschreitender Genesung sind vorhanden tc. „ T ü r k e y. Nach sichern Nachrichten aus Belgrad wurde dcn 2h. v. M. der dortige angesehene Ianitscharcn Aga Kara Ismacl, als er von 2 Ianitscharen begleitet aus dem Bade ging, durch z Schifft zu Vodcn gestreckt; welchcg Looö cmch seine Begleiter traf. Als dicse That bekannt wurde, entstand allarmirende Bewegung unter den Ianitscharen; sie theilten sich in 2 Parteyen, und drohten die fürchterlichste Rache. Der Vassa ftmm lte in Eile alle Spahis, und zog mit ihnen in die Festung zurück. Zwar war es bis zum 19. noch zu keiner Thätigkeit gekommen, indessen ist doch schon eine sehr nachtheilige Stockung im Kommerz die Folge davon. Alle Gewölbe in Belgrad sind gesperrt, und Viele angesehene und reiche Familien flüchten sich mit ihren Habseligkeiten in die K. K. Kontumaz, und nach Voresa am Vannatischen Ufer. Kara Ismael hatte durch seine ausserordentlich strenge Aufsicht, Discip? z lin und Beförderung der Sicherheit allgemeine Vertrauen und Achtung ! des Publikums erworben, hingegen' dcnHaß allerschlechtdenkendenMenschen sich zugezogen. Der gutdrn-kende Theil des Publikums lst über diese Begebenheit in einer für die all' gemeine Ruhe sehr bedenklichen Gah-rung , und man glaubt nicht, daßZ es vhne. Blutvergießen ablausen wird. DerVassa vonBelgar^hatdemVas-manncsjvglu ^ dessen Favorit Kara Ismacl war, sogleich von Viesew Vorfall unterrichtet, und in Velgard pub-li.^iren lassen, daß Handel undGewer-be wieder betrieben werden sollcNs indem niemand sich vor Folgen und Exzessen zn fürchtett hätte; daß es aber vhne diesen abgehen werde 5 davon scheint dcrVassa nicht so giüz äbcr-zcugt zu sein,denn er geht selld^ nl nicht mehr ohne eine starke Bedeckung aus. Der durch Syrien numnch? mit ^arkcrenMarschen vorrücl-c'Nd^Gr^ß-venr ha^ j^n Angriff auf die Fran-zosn bis ^.u s incr Ankunft verbothen, wahrscheinlich um dieEhre des Ueber-tvjndcns allein zu erringcn. Dcr Spanische Gesandte mußte Konstantinopel Melassen ;dcrHollän-d.fche sollte aus abreisen, er erhielt ab r die Erlaubniß noch zwey Monath zubleiben, weil, wie er vorgab, wäh-ecnd di^s r Zeit cine starke Veränderung in seinem Vaterland vorgehen darfte. Frankreich. Die nach England bestimmte Flotte mußte nach Egypten segeln, um der Schäye Mldina s undMekkas sich zn bemächtigen. Vonaparte/das grosse Naubergenie ward zu dieser Expedi-zion gleichsam durch das Glücksrad herbcigetrttben; als man ihm aber ! zn Gemüt!) führte, daß dieser Zug un-^ gehenre Summen erfordern werde, sagte er in derVersammlung der Brü-dcr: „Emr Geld ist zu fünfhundert Prozent durch dicse Cxpedizion angc-^ legt; wir haben Geld und keine Ko-< lonicn zur Erhaltung der Republik l nothwendig: wir wollen dort alle Meialle zusammenraffn, um die Lusche des Nazionalschayes in Paris aus-zufü llen Kaum war er abgesegelt, als er its alte öffentliche Vlätttr den Vriefei-j ncs Offiziers einrücken licß, in wel-' l chcm er das Schiff mit dem Nahme« , d?s neuen Argo taufte, und beschei-' den versicherte, daß er unter Anfüh-rl'ng eincs neucn Iasons mit seinen Gcfährttn auf die Eroberung d.s gol-! dettcn Vließes ausziehe, ! Diese Argonauten thaten aber sehr baldaufallcHoffnuttgVcr.llcht, in den Garten di,r Hesperjdcn einzudringett, denn eine dcr ersten offizielen Drpe-schen, die der neue Jason an das Direktorium ftndcte, war eine bittere Klage darüb.r, daß er in Egypten nur sehr wenig baares Geld ge^ funden habe, welches doch den Hauptzweck seiner Sendung ausmachet Die Griechen und Mahometaner scheinen bessere Nasen als wir zu haben; sie wußten schon was wir wollen, und brachten ihre Schätze lang vvk. unserer Ankunft in Sicherheit. Vonaparte konnte mit seiner Beredsamkeit auch den Mahometancr« kein Geld auslyckett. Er sagte, lvi5 man aus einem bekannt gewordenen Diskurs weiß, den Mufti's, daf er, um Gott die Ehre zu geben,, auf einen Befehl von oben herab, den O-berpriefter zu Rom gedemüthiget Habe: — der war reich — riefen die Mufti von Cairo ganz bestürzt mit einer tiefen Verbeugung, aber wir slnd arme Mufti'S — ich weiß es, sagte Vonaparte, der Sieger des Vapstes: ich weiß eS, seyd ohncFurcht, ihr seyd auf der Wage Valtazars gewogen , und zu leicht gefunden worden; wehe, dreymahl wehe denen, welche d:e vergänglichen Reichthums suchn, und nach dem Ko:h gleichendem Gold undSibcr stribcn. Angeachtet Vonaparte das Gold und Silber mit Koche verglich, so war er doch derjenige, der heißhungrig in Egypten alles Metall aufsuchte, Und mit einer scheinheiligen Vcrftrl« lung die strengsten Lehren annahm, die ihm EgMier unter orientalischen wildern gab.'«. Als er die Mufti's zwang, seine Führer bei dcm Besuche d.r Pyrami-den zu werden , so sagten sie ihm ganz sreymüthig, daß man das erstemahl, da man das Asyl der Todten verletzte, darin« nur Mumien, und an den sauern in goldenen Buchstaben die Anschrift gchmdcn habe: „Der Gottlose wird die Ungerechtigkeit ohne putzen, aber nicht ohne Gewissensbisse begehen." Diese Weißsagung (schrieb er nach ^ln Treffen hci Abukir, an seinen prüder Lucian) scheint an uns wirk-^ schon erfüllt zu sein. Die ""ttß jst verloren, meine Sä- cke sind leer, ißr maßt bie 5Q<^ per Eent Gewinn anderstwo suchen; denn die Engländer werden in Ostindien, wie die Mufti'S m Egypten vor mi» aufräumen." Man sieht aus diesem kurzen AuS-zug, daß die Französische Regierung ihre eigene Bürger zur Hunderttan-senden ans das Schlachtfeld führen läßt, blos um Geld ^u erhäschen; der Sold der Soldaten wird dessen ungeachtet nicht bezahlt^ denn wenn man den Sold (sagte Lecouteux) gar zu gewissenhaft zahlt, so vergessen sie, daß Veutmachttl und Sclbstverpste-gung die Haupteigrnschaft eines republikanischen Soldaten ausmacht, und daß der Krieg dessen vorzügliche Nahrungsquellc ist. „Brüder (rief Vriot in der Versammlung auf) glaubt ia nicht, daß wir jemahls, und selbst alsdann Frieden machen werden, wenn unk auch alle Könige und Fürsten in Europa einen jährlichen Tribut bezahlen! Nein, nein! wir müssen unter d.m Schein der Gercchtigkei^slicbe von dem Entschluß nicht mchr abgehen, jede Regierung zu vertilgen, welche die Franzosen darauf erinncrt, daß sie unter der monarchischcnRc-gierung glücklich waren, und bis Europa keinen Contrast mehr aufst.llt, der bei ihnen das Gefühl erregcn kann, daß sie die unglücklichste Na-zion unter allen des Erdballes sind." Guimard bestättigt Briot S Meinung. Er sagte: „Wir sind noch reicher, als alle Staaten Europens. Was für eine Beute wird uns dereinst der Nord nicht liefern? So lang die Souveraine und Völker des Nordens Leidende, und die Gestürzten, Zuschauer dieses KampfeS sind, von denen uns die Römische Geschichte ein wahres Beispiel gibt; so laug die mächtigsten unter ihnen stumm bleiben, gegen das Anrufen der schwächern Mitstande; so lange sie dieftlben einzeln verzehren lassen, w:e Ulysses Gefährten, so ist unsere Regierung ihrer Beute sicher, und in dieser Hinsicht können wir ebenso triumphircnd ausrufen: die Duellen der Republik sind im Norden noch unversehrt, da wir sie in Spanien und Portugal noch nicht verzehrt haben." Vpingt nur ohne Unterlaß (sagt der Dcputirte Maurer) den Soldaten den grosftn Lehrsatz bei: durck sie werde die Republik immer in dcr Armee , und die ?!>',«? immer in der Nep'lblik cr'alten ; ihr müßt euch ganz dcr Regirnngs-form von Algier ähnlich mackcn. 3ie Finanzen dicftr Barbaren sind mier-fchö/ach ; jeder Zag bringt nn vor Gericht