Ar. 75 Killi, Donnerstag, 24 September 1903 28. Jahrgang. Echristleitnng RathauSgasse Nr. » i Ha»«. CXe^ft» »»«! IäjH4 (ait IMuIict: i-ft Sonn- tt. (HM* tagt) eon ll—li Uhr conn. SsMireitttt rocrJtn irutl >kzed«m, unmltlt Sin-»gt* »ichl brriickfichtigt. ■ nf U ntigungen ms! »>« venuall»»« gcftn ■•mknani) Wt dillig» fel-frltclltcii Sediltre» entlegen. — B«i »i«»eiy«l»»ge» TMi< m$MU Di« „Tcuttee S«4t« ntaclnt rttiHsonntrjBn» ionncilug ■otgtitl. 94tk*ct>H«n->»M 836-100. Verwaltung: RathauSgafse Nr. 5 vtjvgSdtdingllngc»: kxrch die Post l>ez»gm» Si«tte(jll*ri« . . . K I M AdlMiOii« • , . K ©0Hil»l|t!a . . . . K 11-8» Bili Still mit Zustellung inl Harns: M»»»llich . . . . K 1*10 Sterttfjlütig . . . K S — Ho!»JSVti« . . . . K «•-woiHläljiii) . . . . E u*— Blln SuiUat reiben sich He edulgffculiten um Me ^dlKien Brri«i«d»iii»-»tdüdrcil. ©«geleitete Hboanemeati gelten in» ,»r »ddestellil»,. Cilli, der behütete Jugapfet der Nation. Kin Ausruf an die gesamte deutsche Presse. Cill>, der bcLätete Augapfel der Naiion — die« Wort, da» so trefflich die Empfindungen emeS ganzen Volke« wiedergibt, ist nicht etwa in selbfigesülliger Bespiegelung in Cilli selbst geprägt worden. Diese Gußsorm Hai in bin heißen Kämpfen um Cilli die deutsche Presse entsteh«» lassen. Die Ränke und Schliche der — offen eingestanden — auf ReunionS-Raubzüge au»gehenden Pervaken, der konzentrische Sluimlaus der flavifchin Gem-in» bürgsch^f« aus dieses Bollwerk im deutschen Süden und nicht zuletzt da« falsch« Spiel, daS die Regierung mit Cilli trieb, haben daS Siädlchen an der Sann den Herzen Aller, die sich ein Empfinden für ihr Volk bewahrt haben, teuer gemach». Und so kam e«. daß als die Nct auis Höchste stieg, als die Regierung ihren P^kt «il den Pervaken und ihren panflaviftischen Ver« bündeten machte, der Cilli der beutegierigen Meute, von der iS umstellt war. auslieferte, daß in dieser Slurm- und Dranxperiode alle deuischbewußten Herzen Cilli zugeschworen wurden, laß Cilli Helfer in der Not aus allen deutschen Lagern erstanden. Unid tie deutsche P-esse war eS vor ollem, die mit kräftiger Hand in daS Kampfgewühl ein-griff umd daS teutsche Dreifarb über Cilli, daS bedrohte Palladium, festhielt. TamolS lernte man in Cilli dankbar zur deutschen Presse ausschauen. Man füthlte sich geborgen unter ihrem Schutz. Die > deutsche Pr ffe erwie« sich in jener Zeit der >chweren Not in idealer Weise als das über den gesamten VolkSkörper ausgespannte Nervennetz, alS Em- l pfindungzSleiter unseres BolkSganzen. An einer > Fiber mar daS Deutschtum in «mzfindlicher Weise von feiindlichem Anprall getroffen worden und dank deir papierenen Nervenk^ibel bebte Und empörte sich bret ganze VollSl«>b. Diese so empfindliche Stelle, in der Empfindsamkeit dem Augapfel vergleichhbar. heißt Cilli. Krastverschwendung. Uelber die ungeheueren Kräfte, die wir bei den gewvöhnlichsten Borgängen d>burg". Wir haben auch betont, welche Ziele (ciljc) dieser Arbeiterverein — fchon nach feinem Namen — v«> folgen wird. DaS wird einfach ein Provozier-Verein. (Prooozier-V'rein ist gul.) Der beste B<» weis ist wohl der, daß zur GründungSseier auch die Cillier Herausforderer kamen und daß seitens unter unS den stärksten Elefanten aufheben und davontragen. Ein großer Mann könnte ein kleines HauS fo-tschleppen. Auf jeden Quadratzoll unserer Kö>p«rob«rfläche drückt die Atmosphäre mit einer Kraft von etwa fünfzehn Pfund. Der Kopf allein erleidet einen Druck von anderthalb Tonnen. Ler ganze Körper hält auf diese Weife einen Atmo-fphärendruck von zwanzig Tonnen au«. Und diesem Druck wird daS Gegengewicht gehalten durch den Lustdruck nach außen in den Höhlungen und Ge-weben unseres Körpers — sonst würden wir platt» gedrückt werden. Aber e« gibt noch schlagende Be« weise von den außerordentlichen Krästen, die wir haben. Betrachten wir nur die wunderbare Ma-fchine, da« Herz, da« ständig daS Blut di« in die äußersten Fingerspitzen treibt und den ganzen Körper lebendig hält. In je 24 Stunden verrichtet da« Herz eines erwachsenen normalen Menschen eine Arbeit, die 120 Faßtonnen Energie gleich-wertig ist, mit anderen Worten: daS Tagewerk unsere« HerzenS würde genüge?', ein Gewicht von 120 Tonnen einen Fuß hoch zu heben. Diese Kraft, die in 24 Stunden daS Blut treib«, könnte also einen fünf Tonnen schweren Geldschrank von der Erde in ein Fenster de« zweiten Stocke« heben. Wenn da« Herz nicht direkt die Kraft anwenden müßte, sondern noch die Erleichterung eine« Flaschen» zuge« hätte, so könnte e« dea schwersten Geld« deS bekannten EmmiffärS der alldeutschen Bewegung, dem genugsam gekennzeichneten k k. Postbeamten Pogatschnig Drahtgrüße einlangten. Die Grazer „Tagespost" berichte« wenigsten«, daß Pogaischnig au« Triest drahtete. UnS ist aber in Trtest kein anderer Pogatschnig alS alldeutscher Agiiaior be» kannt. In unserer Annahme unierstützt un« be« sonder« die Tatsache, daß die ganze Vergangen-heil diese« Manne«, in Sond.rheit die Ursache, au« welcher er nach Trieft übersetz« wurde, hin» reichend bezeugt, daß er wohl geneigt zu solchen Grüßen sei." — Nun, und wenn dem so ist? Am Cillier Postamie grüßen Pervaken die konnationalen Postbeamten ganz offen mit Sluga und Nazdar und e» macht doch gewiß einen Unterschied au«, wenn solche« im Amte geschieh« oder «in Beamler einem Vereine al« Privatmann leine Grüße übermittelt. Z>er Laivacher Aatoliski vom unter dem Kammer. Da« Laibacher Amt«dlai« veröffentlicht «in Versteigerung««!» ff, mit welchem bekannt ge« mach« wird, daß am 7. Lk ober d I. die öffent-liche Verstiigerung de» Katoliski Tom in Laibach slaiisindet. Der Prei« beträgt 136 000 Kronen, der niedrigste Betrag, un er welchem da« Gebäude nicht hergegeben wird, ist 68.000 Kronen. Der „SlovenSkiNarod* knüpft hieran loiha t die Beirach-tung: Sie transit gloria mundi! Hiner ist des andere« wert. Für gewöhn-Ich arbetlen sich liberal« und klerikale Pervaken in der Volk«au«b«utung zwar in die Hände und die auSgesogenen Gegenden UnterkrainS wiff-n ein Li d davon zu singen, zuweilen fühlt der „Slo-v«»«ki Narod", der Schildträger der Liberalen, aber doch da« Verlangen, ge^en die — klerikale Volks« auSbeulung Fron« zu machen. Es ist besonder« der klingeldeulel, auf den er schlecht zu sprechen ist und da legte er denn jüngst wieder einmal, wie solgt loS: .(Die Salesianer an der Ar» beit.) Die frommen Salesianer wollen in kroi« seneck bei Laibach ein« Kirche erbau«», selbstr«d«nd nicht mit ihrem Gelde, sondern mit dem de« gläubigen Volkes. AuS diesem Giunde geben sie eigene Einladungen heraus — Heiligenbilder, welche sie durch ihre Agenten in Laibach und Umgebung eifrig zum Verschleiß bringen! Mit oller G«walt hab«« sie sich aus die Arbeiterschaft und irSbe» sonder« auf die der Tabakfabrik geworfen, wo ihre Kriecher angeblich unter Anwendung der größten schrank, der gemacht werden kann, zum Dach de« größten Haufe«, da« überhaupt stehen kann, heben. Wenn wir die Kraft de« Herzen» von 12 Stunden anffpeichern könnten, fo würde da« schon genügen, un« instand zu setzen, einen Eisenbahnzug mit der Geschwindigkeit von 20 Meilen in der Stunde zu ziehen. Der Körper ist aber auch eine große Wärme-Maschine. Prof. Huxley berechnete, daß die Wärme-menge, die «in Mensch in 24 Stunden verausgabt, der mechanischen Krast von 3000 Fußtonnen ent-spricht, daß wir damit also eine Tonne 3000 Fuß hoch oder 3000 Tonnen einen Fuß hoch heben können. Di« Krast, die beim Aimen angewandt wird, kann auch geiviffermaßen al< Kraftverfchwendung betrachtet w«rd«n, obwohl wir. da di« VerfchwiN« dung zur Erhaltung des Ltben» geschieh», kaum mi« ernstlicher Mißbilligung daraus blicken werden. Gleichviel, mit der Kraft, die unsere Lungen in einer Woche durch Atmen verausgaben, könnten wir einen Elefanten auf dem Ende einer Stange über unserem Kopf balanzieren. Aber noch inter-effantet für die Betrachtung sind die verschiedenen Arten der Kraftverfchwendung. die au« unseren willkürlichen Handlungen entstehen, denn hier steht e« in unserer Macht hauszuhalten. Jeder unnötige Schritt vergeudet Kraft. Die Tat de« Händeschütteln« mit einem Freund könnte unter diesem Gesicht«- Seite 2 „Autsch? Nummer 77 Gewalt von den armen Arbeitern und Arbeiterinnen die milden Gaben einheimsen. Bezeichnend ist. daß nach dem Wortlaute der aus den Heiligen-bildern gedruckten Satzungen de» Vereines für den Ausbau der Kirche in den Verein sogar Tote aufgenommen werden. E« ist nicht er» sichtlich, ob die Landesregierung diesen neuen An-griff auf den Sack unsere» ohnedies armen Voltes bewilligte. Vielleicht dürfen speziell die Salesianer auch ohne diese Bewilligung im Volke fechten gehen. Unserer Meinung nali haben wir in Laibach und Umgebung schon genug Kirchen, wenn aber die Salesianer eine eigene Kirche haben wollen, so ollen sie sich diese von ihrem Gelde erbauen, — ie haben ja genug davon — unser Volk aber ollen sie in Ruhe lassen. Sollten diese fremden Mönche noch weiterhin fechten gehen, so weise ihnen jedermann energisch die Türe.* politische Ftimdschau, Steiermirkischer Landtag. Die Sitzung wurde am 21. d. M. um 12 Uhr mittags eröffnet. Landeshauptmann Graf AnemS widmete dem ver-storbenen Abg. Freih. v. Hackelberg, der 36 Jahre dem Landlage angehört halte, einen warmen Nach» ruf. Abg. Ornig (Pettau) leiste« die Angelobung. Nach Verl.sung deS umfangreichen Einlaufe» wird dem Antrage betreffend die Uebernahme der Lokal« bahn Cilli—Wöllan in den StaatSbah»b«tri>b die Dringlichkeit zuerkannt. — Nach Erledigung der Tagesordnung ersolgie die Verlesung einer Reihe von NotstandSanirägen, ferner von Anträgen der Abgeordneten Walz (Deutsche VolkSpattei), Graf KottulinSky (Großgrundbesitz), Freih. v. RokiianSky (vauernbündler) und Hagenhofer (conserv.), welche die Regierung auffordern, keine weiteren Zugrstäno-nisse zu machen, einen autonomen Zolllaris vorzu-bereiten und jene Vorbereitungen zu treffen, die nötig erscheinen, fall« eine Trennung von Ungarn erfolgen follie. Der Antrag Walz unterschied sich durch die Schärfe de« Tones vorteilhaft von den übrigen, mehr zahm gehaltenen. Abg. Frh. v. RokitanSkii stellt en« Anfrage, wann ein Wahl-rechtSreformentwurf vorgelegt werden wird. — Zu Beginn der Abendsitzung wurden die Abg. Fürst und Einspinnet in den Finanzausschuß gewählt Nach einem eingehenden Referate deS Abg. Dr Link namens deS EisenbadnauSschusfe« wurde, nachdem Abg. Sutter dem LandeSauSschusfe und dem Referenten Dank und Anerkennung auSge-sprachen hatte, das Uebereinkommen mit der k. k. StaatS.iienbahnverwaltung für die Ueb.-rnahme deS Betriebes aus der Lokalbahn Cilli—Wöllan durch die k. t. StaatSbahnen gegen eine fixe Pachtrent« unter gleichzeitiger Abänderung der Bedingungen für die seinerzettige Einlösung dieser Bahn durch den Etiat angenommen. Nach Verlesung einiger Jnterpellatioien über lokale Ereignisse wird die Sitzung geschlossen. Der Tag der nächsten Sitzung wird im schriftlichen Wege bekanntgegeben werden. KrcnnnngsverritwiMgkeit. Die Entschieden« heit. mit der in dem Armeebefehl vom 16. d. die Gemeinsamkeit und Einheitlichkeit der Armee be-ton» wurde, wird in einzelnen Kreisen dahin auS« gelegt, daß die Gemeinsamkeit auch auf allen ande- punk» alS eine Handlung der Großmut erscheinen, die eineS mildherzigen Millionärs würdig ist. Wenn der Präsident der Vereinigten Staaten stundenlang steht und Tausenden von Enthusiasten gestattet, ihm die Hand zu schütteln, so ist genügend Kraft ver-braucht, um die Maschinen eines transatlantischen Dampser« in Bewegung zu setzen; wenn der Präsiden« mit 6000 Personen Hängebrücke wechselt, so vergeudet er 1506 Pserdekräfle, die Betreffenden ebenso viel, sodaß zusammen 3660 Pserdekräfte verbraucht werden. Ein solcher Mann könnte mit den in einer Woche verauSgablen 3000 Pferde« kräften den größten Ozeandampfer durch die Fluten ziehen. Wenn wir einen Redner in Betracht ziehen, der daS Axiom des DemostheneS befolg», daß bei der Red« die Gestikulation alles ist. fo ergibt sich, daß er mit Armbewegungen. Schlagen der Faust und häufigem Füßestampfe» mit emphatische« Ruck wahrscheinlich im Lauf« einer Stunde genug Krast ausgibt, um ein Gewicht von 50 Tonnen zu heben. Eine junge Dame, die zum Vergnügen oder Miß-vergnügen ihrer Freunde eine Stunde Klavier spiel«, verbraucht so viel Krast. al« sie nötig hätte, um da» Instrument über ihrem Kopf zu balanzieren und es herumzuwirbeln wie ein Equilibrist im ZirkuS. Welche Kraft verbraucht also erst PaderewSki oder ein anderer der Klavierheroen! Adelina Patti hat nach entsprechenoen Berechnun« ren bisher gemeinsamen Gebieten ausrecht erhallen werden müsse und übereifrig« Berater der Oeffent« lichkeit geben sich Mühe, di« Par««i«n des Abgeordnetenhauses wieder aus den Ausgleich einzu-sprengen. ES ist aber klar, daß der kaiserliche Armeebefehl auf daS wirtschaftliche Verhältnis zwischen Oesterreich und Ungarn keinen Bezug haben kann. Die wirtschaftlichen Tatsachen, welche den Ruf „LoS von Ungarn" zu einer so allge-meinen Losung der österreichischen Bevölkerung machten, bestehen nach wie vor und können auch durch kein« von wem immer ausgehende und wie immer geartete Kundgebung auS der Welt ge-schaffen werden. Sie blieben auch dann bestehen, wenn etwa die ungarischen Parteien einlenken und Ordnung in das parlameniari che ChaoS bringen wollten, wozu freilich nicht all^u diel Aussicht vor« Handen ist. Die wirtfchastl che Trennung Oesterreichs und Ungarns ist unausbleiblich und die EikenntniS, daß eS so ist. verlangt die Einleitung aller jener Schritte, welche notwendig sind, um die Trennung vorzubereiten, vor allem die Aufstellung eines autonomen österreichischen Zolltarifs. Diese Forderung ist durch den Armeebefehl in keiner Richtung be« rührt wordie Agrarpartei nach dem Kerzen des Kerrn Simitsch von Kohcnblnm. »aum ist die nationale Lauheit unter unS Deutschen mühsam etwas überwunden, kaum sind wir über den toten Punkt in der nationalen Betätigung hinweggerückt, da melden sich neue Widerstände, die der bew'gen-den national«« Idee in den Arm fallen und fo unser M ßzefchick im Staate Oesterreich besiegeln wollen, denn eS ist klar, daß wir inmitten der immer mehr auf einen gesunden nationalen Egois« muS hii steuernden fremden Nationalitäten ver-loren sind, wen» wir die nationale Jnirrtssrn-gemeinfchaft auS dem Aug« lassen und sie nicht zu Schutzwehren auSg«stalten. ES ist ein alter, von Koerber nur galvanisierter und darum bestechend neu aussehender Plan, unS Deutsche mit der Brot-frage zu kapern und unS ko der nationalen Wider« standSkraft zu berauben. Man will Jnteress npoliiiker aus un« machen, die sich gegenseitig auffressen. Durch die Seldfizerfleischung werden wir natürlich in nationaler Beziehung ein Spielball in der Hand der Regierung. Diesen Lieblina«plan der Regierung kultiviert nun mit Vo>liebe Herr ReichSritter von Hoheublum. Wie beschämend >ür un« Deutscht! Solche Stimmen klingen zu einer Zeit, da die tschechische» Agrarier in der e> tschiedene» Vertretung der nationalen Interessen de» tschechischen Volk.S die Jungtschechen über den Hausen rennen una bei dem Volk« auSstechen. v. Hohenblum it deshalb auch von dem verdienten Prozessor Sommer im „Deutschen Nordmährerblaile" in der schärfste» Weife angegriffen worden. In der von ersterem xeleitelen „Agra.korrespontenz" kann man solgen-den Musterschatz nachlesen: „Bei un» wird man mit der Zeit erdlich einmal Völkerstreit und Partei« gen, mit Singen in einer Stunde ungefähr fünf Fußtonnen Kraft vttbraucht, um nicht zu sag«n v«rg«udet. Im Lauf« ihrer Karriere ha« sie, wenn sie eiwa 25.000 Stunden gesungen hat. genug Krast vrrbraucht, um «in» der riesig«» Kabel der Brookly >-Brücke zu zerreißen. Manche nervöse Menschen könn«» nie still sein, sie spiele» mit d«n Fingern, trappeln mit den Füßen, und vergeuden Krast, wie Maschinen, die Dampf autlassen. Aber selbst die ersorderliche Willensanstrengung, um diese Unarten zu unterdrücken, ersorbert Kraft. Jeder scharf Den» kende nimmt die Hilfe deS KörpeiS in Anspruch: sein Gehirn v.'rlangt mehr Blut. Jede Idee, die sich im Geist gestaltet, stellt di« Verausgabung von eintm Bruchteil einer Pferdekraft dar. Wenn wir voraussetzen, daß die Intensität der Herztätigkeit durch geistige Anstrengungen auch nur u»> ein ehntel vergrößert wird, so mag daS Dichten eine» ramaS von Shakespeare allein — ohne Berück-sichtigung der Schreibarbeit — «in« mechanische Kraft von 12 Fußtonnen be euien; das würde zur Voraussetzung haben, daß er im ganzen 24 Stunden darauf verwendet hat. die sich na ürlich auf Wochen verteilen. Doch auch ein armer Pfufcherpoet strengt fein Gthirn für di« schwächst« Produktion glrichtr« maß«» an — und da« kann man wohl wirklich als «in Beispiel für Kraftv«rfchw«ndung anführen. 1 Hader satt bekommen und gerade auf agrarisch» Gebiet werden sich di« G«g«nsätzt zu «ine« p sundkn Ausgleich zusammenfinden und di« .Kr» frage' wird im Mittelpunkt aller E-örternW stehen." ES ist nur Schade, daß wir auch w dieser Seite hin zu kämpfen haben und »ifa Kräfte dergestalt von der Abwehr der slo»W Angrisse abgezogen w«rd«n. Äus Stadt und sanft. ßiMer Hemeinderat. Am Freitag, den 2 d. M., um 5 Uhr nachmittags findit «in? .iubo ordentliche öffentliche GemeindeauSschußsitzung sm deren Tagesordnung die Beratung wegen aQfäQifS Ankauf.» d«r Franzi'jchen Realität bildet. Aermißlnng Vergangenen Montag fand g Groz die Vermählung des hiesig«n Kaufmult Herrn Gustav Stiger mit Fräulein Rita Eil! Tochter de» OberlandeSgerichiSrateS Herrn Kni Eckl statt. Heil dem jungen Paare! KortrSge «it ^rojektionsvilder». De» nächst, trifft der hier in guter Erinnerung sieheit« Wanderlehrer, H-re Professor Georg Müller, b« ein. um am Stadttheater «in« Reih« seiner sesselM ProjekiionSbilder vorzuführen. ?om Turnvereine. Nachdem die Turahch passend hergerichtet und gesäubert erschemt, s» nimmt der übliche Turnunterricht der Vereini« adteilung wieder seinen Beginn. Geturnt «t DienStag und Donnerstag von 8—9 Uhr abe»dt Jedem deutschen Jünglinge oder Manne wird 9e> legenheil geboten, seine Kräfte zu üben und d» Geschmeidigkeit der Mu«keln und Gelenk« duz^ planmäßig« Leibesübungen zu erhöhen und für J» Zukunft leistungsfähig zu erhalt«». E« versaim niemand die gesundheit« örderlichen Turnüb^nge, zu pfleg«». D« wenigen Turnstunden, die na von seiner Zeit opfert, lohnen sich r«ichlich, mo sie dem Wohle deS eigenen Körper« gewis« werden. Die turnerische Arbeit ist auch in national« Hinsicht von hoher Bedeutung. Der Turrirnea ist met in erster Reih« berufen. di« Likbe ui deutschen Volk« und zur Muttersprache den Herder Jungm innschast einzupflanzen, aus daß s?i« im Manne der deutsche Hochgedanke und di« Ä!i für di« deutsch« Heimat mächtig wurzle. Tchr soll auch kein d-mscher Jüngling we« Stande« vt Berufe» immer, sich scheuen, an dieser bedeulia»» Arbeit mitzuhelfen. Neuanmeldungen werden in der Turnstunde entgegengenommen. Mädchen- und Arauentnrnen. Um unsem beutst en Töchtern und Frauen Gelegenheit zu geda für K-äftigung ihre» Köiper» Sorge trage» p können, werden heuer drei Abteilungen für Tu» nerinne» «ivgtrichtet. Di« Turnhallt ist gesünder und staubfrei und bietet (inen angehmen Ai-'N!> halt. Im kommenden Frühjahre wird der Aaria bei der Turnhalle in einen Freiturn- und Spie!» platz verwandelt, wodurch di« Turnhall« «ine 9» Weiterung erfährt, dir mit Fr«ud« begrüßt weidn muß. weil diemit Gelegenheit geboten wird, » fr ier Lust Zurn- und Epielübungen betreiben j» können. Aus ein igt» Gehen, richt g« Köl?» Haltung w rv b fonverS gesehen und durch #> eignete Freiübungen («it und ohne Belastung da Arme), welche dem weiblichtn Organismus in jede Hinsicht angtpaßt sind, aus vollkommene ebenmiKtzl Ausbildung des Körpers hingewirkt. Auch dtll Geräteturnen findet die rntsprechrnde Würdigiiyl An alle deutschen Eltern «rgtht da« im Intnchl der Gesundheit ihrer Kind«r gestellte, freundlich! Ersuchen, ihre Töchter der Wohltat der Leid»! Übungen teilhastig werben zu lassen. Anmeldm»! werden beim Obmann« de« Turnverein«», $n»kanzleien wahlhaste Kämpse entwickelten. Die Eltern zurückgewiesener K-nder ver-gössen Tränen. Wie glücklich sich der slovenische Landwirt schätzt, wenn er sein Kind in einer deut-schen Lehranstalt unterbringen kann, lehrt ein Fall, wo ein Bauer, als ihm die Höhe des Schulgeldes mitgeteilt wurde, in die Wort« autbrach: »WaS, nur so wenig? Einen Hunderter würde ich dafür geben, wenn <4 verlangt würde." Angesicht« solcher Einsicht bei dem Volke ist da« pervaklsche Kessel« »reiben gegen unsere Schulen nur zu belächeln. A»erke««ungsschreiöev Herrn Hotelier R. Graniga ist vom Landwehr-Jnfanterie-Regimente Graz, Nr. 3. da« sollende Anerk.naungSfchreiben zugegangen: „Sr. Wo'ilgeborcn Herrn R. Granigg, Hotelier von „Stadt Wien" in Cilli. Graz. am 18. September 1903. Da« OssijierSkorpS de« Regiment« hat gelegentlich der RegimeniStonzen-trierung in Cilli vom 17. August bis 2. Septem-der l. I. den Mittag«- und Abendtisch, und am 18. August l. I. da« offizi'lle Diner im Hotel „Stadt Wien' eingenommen. Sämtliche Teilnehmer waren sowohl hinsichtlich der Speisen und Getränke, am 18. August speziell durch die geschmackvolle Au«statiurg der Tafel und da« vortreffliche Menü, ferner durch die mäßigen Preise in jeder Beziehung zufrieden gestellt. Da« RegimentSkommando erfüllt eine angenehme Pflich'. Ihnen diesbezüglich im Namen dcS Osfizier«korp« seine besonder« Anerkennung auSzusprechen. RegimeniS-Kommandant be* k. k. Lanowehr»Infanterie - Regiment Graz. Nr. 3. dienstlich abwesend: Mnyer, Major." garta »«d Mirtziana haben nicht da« ge-halten, wa« sie und die beigebrachten Zeugnisse versprachen. Wohl kann man Carta die Anerkea-»ung wicht versagen, wenn er ein Fahrrad, aus dem se'ine Mirtziana thront, mit den Zähnen in der Lufit hält, all.in bei den Ringkämpfen, zu denen die StaMhalterei in letzter Stunde ihre Einwilligung gab. hmt er. wie man zu sagen pflegt, schlecht ab-geschnittten. Herr Fiudeisea blieb im Ringkampfe Sieger und wenn Herr Carta einwendet, er habe den Bozd.n mit den Schultern nur touchiert und nicht bnrührt, fo ist da« geradeso, al« ob ein Ver-wundetltr erklärte, er fei vur blessiert und nicht ver-wundem Zu aufgeregten Lärmfzenen. bei denen auch gzexfincn wurde und bei denen »in Teil der Zuschaut» Partei gegen Carta und ein Teil, wahr» fcheinlicch ob der schönen Augen der holdseligen Mirtziarna Partei für ihn «'griff, kam e« a« Sosnntag. al« Carta den Ringkampf mit Herrn Wegunkd verweigerte. Am Montag trat da« Künstler-paar niicht «ehr aus. Pfal K«ch»asser, da« vergangen» Woche die »lpe»UUiader heimsuchte und fürchterliche Verheeru«-gen i«n Gefolge hatte, bildet noch immer den Gegenststard der Erörterung der österreichischen Gresie.. Die betroffenen uud arg mitgenommenen Oegenddea können nun die ganze Schwere einer Elchen Heimsuchung ermesse». Wa« soll aber Cilli «d da»« gesamte Sanntal sage», die sich Jahr für „ytutf** «»ach-' Jahr den Verheerungen de« nassen Element« au«-geliefert sehen, ohne daß der Staat den ernsten Willen einer pflichtgemäßen Abhilfe bekunden würde, denn über Vorerhebungen und papierene Vertröstungen ist die ganze Sannregulierung noch nicht hinausgekommen. Glaubt man denn, mit NoistandSgeldern, die ohnedies nur kärglich in die Alpenländer fließen und meist an Böhmen und Galizien hängen bleiben, das ganze Elend immer wieder wettmachen zu können? Kütet die Kahrräder. Diesen Montag ward auS der Hausflur deS Sparkassegebäude am Bis-marckplatz ein Fahrrad im Werte von 300 Kronen gestohlen. DaS entwendete Rad ist ein Freiläufer, Marke Meteor, und hat eine gebogene Rahmen-stange. Die ikremfe ist rückwärts angebracht. AelastnagS' «»d Aeverprove« Vergangenen Montag sollte am Burgsriedenhose di« Belastung«-und Ftuerprobe d«r trägerlos«» Decke und Treppe. System Kulhanek. wie der sich freitragenden Wände, Patent System Prüß, vorgenommen werden. Die Versuche mußten jedoch auf einen späteren Zeit-punkt hinausgeschoben werden, nachdem der eine angestellte Versuch die Lehre gegeben hatte, daß man verfrüht an die Proben geschnlten sei. da sich der Beion a>S noch nicht reif erwie«. Obwohl unsere Gesetzgebung keine Handhabe für eine ämt-liche Begutachtung solcher Proben bietet, hatte sich doch eine große Anzahl von Amtspersonen einge-funden, die den Versuchen das reiste Interesse entgegenbrachten. Auch Herr Bürgermeister Rakusch war netst mehreren anderen Herren Gemeinderäien über Einladung an der Probestätte erschienen, wo wir unter anderen die folgenden Herren bemerkten: Statthallereirat Baron Apfalirern, Baurat Butta. Baurat Dobay von der Statthalter« in Graz, Baurat Lebzeller, Graz. LandeS-Ober-Jngenieur Hupfer, Graz. kais. Rat Inspektor Jurba. Graz. Genie-Hauptmann Knidl ron der k. u. k. Militär-Baudirektion in Graz. Baurat Mapgi vom Siadt-bauamie in Graz, k. k. Hüitenverwalter Gcstißa, ron der Tüdbahn di« Herren: Ober-Jnspektor Wiedmann, Ober-Jngeni'Ur Killer. Ches deS Be-triebS-Jnspekiorate« in Graz. Ober-Kommissär Löhrl, Wien. Oder-Ingenieur Mohr von der Jng.-Sektion Cilli. Oder-Jngenieur Sariori. Ober-Jng. Neunieufel, Jng. Füchal, Chef der Sektion Stein-brück, Ingenieur Scheibl, ferner die Herren: In-ginieur Lich enegger, Ingenieur Wessely. die Bau-meister Hiegerfperger, C'lli, Pascher. Graz, Siein-brenner, Marbnrg, Architekt Lo?b, Heilenstein, der Obmann der Bezirksvertretung Gonobitz, Herr Puifchnig u. v. a. m. Die in Dienst gestellte Feuer-wehrmannschaft stand unter dem B, fehle de« Wehr-hauptmanne« H. Eichberger. Hen^Stadtbaumeister, Jng. Ladi«lau« Johann Roth, der daS alleinige AuSführungSrecht der Patente Kulhanek und Prüß für Sieiermark. die Südbahnlinie und den polili-fchen Bezirk Mödling erworben hat, gedachte zu-nächst die Belastungsprobe einer auf zwei Wider-lagern frei aufliegenden Zellendecke, die eine Cp:nn-weite von 5 Meter besitzt, vorzuführen. Dieselbe sollte dann anch noch auf Bruch- und Feuersicher-heil uniersucht werden, worauf andere Bauobjekte, Treppen und Wände, an die Reihe kommen sollten. ES sollte die Decke mit 6 Lagen Ziegel beschwert werden, sie stürzte jedoch nach der fünften Lag« zusammen und zwar merkwürdigtrwtis« nicht in der Mitte, sondern einen Meier vor dem einen Auslager. Hiebei erivieS sich nun, daß die Decke ersten« etwa« eingespannt war, zweiten«, und daS ist eben die alleinig« Schuld des Mißlingen«, daß der Zement sich noch al« ganz feucht erwies, fo daß man Beionstücke, die man fönst mit dem Pickel bearbeiten muß. zwischen den Fingern zerreiben konnte. Der Beton, der überdies au« minderwerti» gem Materia'e (Kohlensand) hergestellt war, war 22 Tage alt; für einen derartigen Versuch hätte er sech« Wochen alt sein müssen. Da« allgemein« Urteil ging d««halb auch dahin, daß die Probe-anstatt«» verfrüht gttroffen wurden. Die« ist sehr zu bedauern, denn die Fachmänner stehen der Sache sehr günstig gegenüber, da« erwie« sich auch am vergangenen Montage, einzelne sprachen geradezu enthusiastisch von diesen Patenten, die bei Treppen eine 200# ige, bei Decken eine 50Hige Ersparni« ermöglichen sollen. In Hamburg sollen bereit« mehrere Bauten «it Kulhanek'schen Decken au«ge-führt worden sein, ebens» mache man sich beim vi»-marck-Museum in Berlin die neuen Methoden zu Nutze. Nach dem Mißlingen de« ersten Versuche« ward von den übrig«» Abstand genommen und die Bornahme der Proben auf einen günstigeren Zeit-punkt vertagt. Au« Gefälligkeit wird der k. k. Bau-rat. Herr Butta, den van der neuen versuch«« odjektt überwachen. Seite 3 Z»ie Monatsschrift für Fierschntz und Kier- zucht enthält in ihrer soeben erschienenen Nr 9 einen zur Verteidigung der Katzen geschriebenen län-geren Aufsatz, aus den wir alle Katz^nlieb'aberinnen, die da« allgemein« harte Urteil über ihre Lieblinge beklagen, aufmerksam machen. Appetitliches Mehl. Eine Frau U. K. de« panierte dieser Tage bei der Behörde einige Proben Mehl au« der Kunstmühle de« hiesigen Mühlen-besitz«« Majdik. in welchem Mehl« sich Würmer befanden. Ebenso soll da« durau« gebacken? Brot Würmer enthalten. Wir werden die GerichtSver« Handlung abwarten, um Nähere« über diese« ap» petitliche Mehl berichten zu können. SüdmarK - Uücherci. Dieselbe wurde am I. März 1901 eröffnet und ist gegenwärtig beim Etadtamte im Vorzimmer de« Herrn AmtSvor« standeS untergebracht. Sie enthält 85 Bände wissenschaftlichen und 1280 belletristischen Inhaltes und die besten Romane der Neuzeit. AuSleih« stunden sind jeden Montag, Mittwoch un> Freitag (Feiertage ausgenommen) von 1 bis 2 Uhr nach-mittags. Die MonatSgebühr beträgt 10 Heller, außerdem sind 2 Heller für jeden Band für vier« zehn Tage zu entrichten. Bücherverzeichnisse sind ebendaselbst um 4 Heller per Stück zu haben. Im Jahre 1901 wurden 4170, im Jahre 1902 7760 Band« entlehnt. Jeder Deutsche kann Bücher entlehnen. Fermiue zur Anzahlung der direkte» Steuer« im vierte» Huartal« 1903. Im Laufe deS vierten Quartale« 1903 sind die direkten Sieuern in Steiermark in nachstehenden Terminen fällig und einzuzahlen. 1 Grundsteuer. HauSklassen-steuer, HauSzin« und fünfperzeniige Steuer vom AnSe-trage der au« dem Titel der Bauführung ganz oder teilweise zinSsteuerfriien Gebäude u. zw. die zehnte MonaXrat« am 31. Oktober, die elfte Monai«rate am 30. November, die zwölfte Mo-natSrate am 31. Dezember. 2. Allgemeine Erwerbsteuer und Erwerbst«u«r der rechnongSpflichiigen Unternehmungen, die vierte OuartalSrate am 1. Okwder. 3. Personal-Einkommensteuer und Rentensteuer (soweit diese Steuern nicht seitens der die steuerpflichtigen Bezüge auszahlenden Personen und Kassen sür Rechnung des EtaatSschatziS in Abzug zu bringen sind), di« zweit« HalbjahrSrate am 1. Dezember. Werden die genannt n Steuern nicht spätestens 14 Tage nach Ablauf der angf ihnen EinzahlungS-Termine eingezahlt, so tritt insoserne bezüglich der betreffend n Steuergattung die JahreS-gebühr 100 K übersteig', die Verpflichtung zur Entrichtung von Verzugszinsen ein, welche sür je 100 K und jeden Tag der Verzögerung mit 13 h von dem aus die obigen EinzahlungStermine nächst« folgenden Tage an bis einschließlich de« Tage« der Einzahlung der fälligen Schuldigkeit zu berechnen und mit derselben einzuzahlen sind. Wird die Steuer« schuldigkett nicht binnen vier Wochen nach dem EinzahlungStermine abgestattet, so ist sie samt den einfallenden Verzugszinsen mittels des vorgeschriebe-nen Zwangsverfahrens einzubringen. Lieferung von Ziekkeidung»- uud Aus-rüstuugssorten für die K. k. Landwehr. Nach einer Mitteilung der Handels» und Gewerbekammer in G»«j beaufsichtigt das f. k. Ministerium für Landes» Verteidigung eine Reihe von Bekleidung«- und Au«rüftung«fort»n b i Kliingewerbetreibenden zu beschaffen. Die zu liesernden Sorten bestihen au« Blusen, Pantalon«. Ulanken, Stiefelhosen, Schuhen, Hosen-, Leib«, Gewehr«, Mantel«. Steig- und Hafer« riemen, Patrontaschen. Stallhalstern, Zügeln, Gurten, Kavalieriepacktornister u. s. w. Die Offer» ten hoben spätesten« am 16. November 1. I. 12 Uhr mittag« bei dem genannten Ministerium «inzulangen. Die betreffende Kundmachung nebst de« Sorten- und Prei«v«rzeichnisse. sowie d«m Offertsormular« ist an der AmtSiafel der Handel«» und Gew«rbi« »erschw»nbene Aereinskalse. Im schönen Unterlande ward kürzlich ein Verein mit piroaki-scheu LampfeSzielen in« L den geiu'en. Doch ge-fchah die Gründung jebensall« unter einem Unglück«-gestirne, benn bei bet Gründung«feier quoll ber Segen, strömt' ber Regen unb nun ist zu allem Uederbruß ber VereinSkafsiet mit ber VereinSkassa seit einigen Tagen abgängig. Man sagt, ber Hunger« lohn, ben ihm die Gemeinbe al« Gemeinbefekretär ausgesetzt, habe ihn bazu verleitet. Die langen Gesichter ber Vereinsausschüsse, die trübsinnig her-umschleichen und nach ihrem VereinSkassier fahnden, sind ein Schauspiel sür Götter. AetKehrsstörnng Aus Grunb einer draht* lichen Mitteilung der Speditionsfirma A. Hoffingot« & So. in Trient gibt die Handel«- und Gewerbe-kammer in Graz bekamt, daß bie Verkehrteinstellung auf ber Strecke Lberdrauburg—Dölfach ber Südbahnlinie Marburg—Franze««feste voraussichtlich vier Wochen wahren wird und daß die ge-nannte Firma auf der bezeichneten Strecke Güter per Achse übe»führt, weshalb Interessenten ihre Güter an die Adresse ber genannten Firma nach Oderdrauburg, bezw. nach Dölfach anweisen wollen. Hrazer Kheater. Lusti « Stimmung hrrrschi im Theat.t; Schwank« und Posse« und Operetten wechseln miteinanber ab; unb die Leute gehen hinein. Wir haben auch eine reiche Gallerie von sehr guten Komikern; ich nenne nur JuleS, Kern* reutet u. f. w. So würbe ber alte Schwank „Der Raub b«r Sabinnerinnen' flolt gegeben. Sarboit« effektvolles Stück »Fernand,* fand die beste Auf» führung von allen bisher gegebenen Schauspielen. Die Trägerin ber Titelrolle, Frl. Ouabri, verfügt über «ine warme Rede, sehr ausdrucksvolle Augen unb eindringliche, aber »iimal« aufdringliche Ge-beiden. Sie brachte manche« sehr «,tt. Auch eine zweite Entdeckung war zu machen: Frl. Sikora gab ei«, junge, eifersüchtige Frau ganz entzückenb. voll Süße, voll Sinnlichkeit, voll Temperament. Zu tiefen sehr gern« begrüßten Neuerscheinungen kamen dann «och Hrrr h, Grach, b«r htroor-ragendst« Schauspieler an unserer Bühne, und Frl. Sussin, die di, junge Witwe, welche au« Ver-ziveistung über di« Untreue b«S G.liebte» zur Rächerin an bjes«m wirb, mit einet ausgebildeten Meist,rfchast spielt«. T>otzd«m si« immer Sussin bleibt, v«rsügt si« doch über «in, groß, Vtrwand. lung«iähigkeit: Temperament und Verstand sind |i*T i« ein« $he etnaet(««n, der du schönsten Kind», künstlitische Leistung«« erste« Rangt«, «nt' spri«ßen. — ch>« sehr Li«z> mit sein«» Wart,: „Wir Dit«g<»t«n sind Steuermänner, wir f»d fein« RydtsduchD" Recht hatt,, kann «an jetzt a« unseren Opernauft'ührungen sehe«. Pit Sinzelträsle sind nicht h'ssp tpie ftsüh«r, absr di, «uffühntngen machen einen ganz anderen Eindtuck. Httr Wint,t- nitz. d,r jetzt wieder einen wunderbar« Tannhäuser h«rau«brachie, ist «be« ein Dirigent, der ,p»r eoear' dirigiert; »r nimmt da« Kunstwerk mit der Tee!« auf und gebärt e« au« derselben heran« neu. Wi« weiß er im Orchester schon da« Drama zu» Au«drucke zu bringen! So wurde die Tannhänsev Ouv-rture noch nie gespielt in unserem Theater. Er versteht gewisse Details zu phrafieren. oh« den großen Zug zu verlieren, wo eS noiweadig ist. zu beklamieren, Schatten und Licht zu verteile», et verfüg« über eine empfindungsreiche und somit einbruckSsichere Betebkamkeit. Schon bie Art feite# Dirigieren« ist die eine« echten Mus'ker«; er oer-füg« über bie plastisch au«druckSoolle Gebärde bn modernen Dirigenten zur sinnlichen ©etbenllidbuHg der inneren Dynamik «Uet lebenbig beseelten Tot»-Phrase. Unb auch im Einzeln,« war manch Schöne« zu hören, die Elisabet ber Frau Colt«, ber Wolfram beS Herrn Schwartz», ber LandgrÄ deS Herrn Gillmann, ber Tnnnhäufer des Herr» Günther Btaun feien alle mi« Lob genannt und konstatiert sei auch, daß wir in Graz noch nie n« Venu« hörten, die ihrer äußeren Erscheinung nach so ganz für diese Partie paßt, und daß in der Regie im ersten At.e bedeutende Verteuerungen gemacht worden sind. W.R. j Aus bn» Hrazer Amtsblatt«. »uklSsung da Genossenschaft „Kredit- und Sparverein in Lichtenwald' im GenossenschaftSregister, Kreisgericht Cilli. — ledigunz einer Lehrer-, beziehungsweise Lehrerinstelle a der fünfNassigen Volksschule in Zirkove». Post Pra«er-Hof, Gesuch« bi» 10. Oktober an den dortigen Orti-schulrat. — Aenderungen bei d«r Firma „Juliui m Gasteiger" in Ios-f«thal, K -G. Marburg. — 5t' ledigung einer SteuerinfpektorSstellc Im Bereiche der Finanz-LandeS-Direktion für Steiermark. — Erledig«» einer Postrxpedientenstelle in Wuchern. — Lizitatione» von Realitäten in Gruschau und Roßwein am 30. Se»> tember, K.-G. Marburg. Aahr» «ad Me^märtte i» Zllntersteiermart. Am 24. September: Windisch > Feifiritz, I. u. ®. — Am 26. September: Rann, Schweinemarkt. TagesnkUlgktlttn. Hh»e Keld keine Zlekigio». Ein sonst sehr klerusfreundliche« madjaii'che« Blat« berichtet: E» empörender Vorfall ereignete sich biefer Tage i» .Rothkirchen bei Mischkolz. Der »rbe>ter«frtSt«oerhältN'sse bei b«r Mannschaft bei f. u. t. Heeteß konstatiert, sinb in bet Armee i» Monate Dezember 1902 35 unb im Monate Iänt« 1903 36, in ben btiben Monaten zusammen als, 7l Solbaten» S«lbstmorde vorgekommen, ff# flit> bie« wahrhaft erschreckenb« Ziffern. Fermifchtes. 5er Sonnenschirm als Königsfymvol. dn Sonnenschirm, ber in d«n heißen Sommertage» ein unentbehrlicher GebrauchSgegenstanb ist, war a!l solcher gew^ß schon in ältesten Zeiten bekannt, tot Gedanke, baß man da» Tuch oder die Matt«. &* di« dahin fest gewefen wat und den höchsten Heni aus fein«« Sitz vor b«m Sonnenbrand geschih« hatte, beweglich mach'« und nachttagen kön«», liegt ja nah«. Unalhängig atec von seiner Sw Wendung al« Gebrauchigeg,«stand knüpft sich u ben Sonnenschirm eine symbolische Bedeutung, die. wie Dr. Ed. Hahn in einem Aufsatz » bem »J«ternaiional,n Archiv ill? C?it)itoßtop5«' nachweist, bereits seit ber ältesten Zeit verlirri« ist. So kommt der Sonnenschirm z. V. «IS töir*-sympol zu den Negetn. die atz einen eigene' braucht des Geräte« gat nicht bachten. L scheinlich ist hiess symbolische BebttzttzNß deß «t» schir»s b«x babylonisch,« Utttit enU^h,«. Jta immer 7 7 ,9*«>tr4« M-cht« Assyrern ober Babyloniern geht ber Sonnen» |flirrn al« Symbol auf ben Perserkönig über, aber Dch auf bem lykischen Nereibenmonument finden Ml einen Teritorialfönig mit dem Sonn^n'chirm Köni^ssymbol. In der griechischen Kultur» Wt, wo er boch ein beliebte! Luxusgerät ber tarnen wurde, tritt er als Symlol nur vereinzelt ST So saß Xerxes bei GalamiS unter einem pldenen Sonnenschirm. Im allgemeinen bleibt «ber der eigentlich antiken Welt dieses Symbol in«d, und noch am Ausgang der Kaiserzeit lehnt Msudian in einem Gedicht ben Sonnenschirm al« hörigen Luxus für den Felbzug ab, obgleich sich um den Kaiser banbelte. Die höchsten Ehren genießt bagegen ber Sonnenschirm im Osten. Irtan erwähnt schon au« der Zeit Alexander« de« Großen, daß die vornehmen Inder Sonnenschirme «Magen hätten. Die« mögen vielleicht noch Ge-muchsgegenstände gewesen sein, aber in» fernen Osten bedeutete der Sonnenftirm bereit« etwa um MO v. Chr. die königliche Kaste. Von da au« «reicht er die höchste Rangstufe, indem er nämlich ■M» Symbol de« Götiliche» wird. Der Sonnen-Wchirm wird ba« Wahrzeichen Buddha«, da dieser W» käst« ber Krieger und Konige gehörte, die den Itonnenschirm al« Kaftenzeichen hatten. In den | ferste Quito'ab et Vorexistenzen Buddha« z. B. beutet «dt Lonnenschein üb r dem Elephanten und Psau uf bie gütliche Bedeutung bitfei Durchgang«-Ifmnen Budbha« hin. Ganz im Osten der inbischen | kelt, in der südöstlichen Spitze von Triebe« reprä» (Rttiett ein Sonnenschirm ba« Hochzeit«zeichen der Firsten von Luh». durch da« sie vor Jadrhunbe ten chr Königtum von Gotte« Gnaden bewiesen. Im «gentlichen Persien ist e« noch h'ute Köni «Ze chen Aid sein Gebrauch nur de« Schah und den Prinzen königlichem K,b>üt gestaitet. E« ist auch wohl «l« Erb« der ttenuli, en Katif-vi^errlchafi oimu-scheu, wenn ner Sifc«ti> iou M ika unb ber Sultm Marokko einen Zomitnfchirm sichrer. Im Sudan wird dS»fii ein nestger vielfarbiger Sonnen- r» al« HentchasiS^ich^n »«rmandt. Er dai aber aucy weit üver ben Einfluß de« J«lam« tzi»au« im Gebiet der Neger verbreitet. Er muß Ifas ba« Gebiet ber Neger großen Eindruck gemacht ijadet». Au« Dahomey ist ein solcher Königsfchirm |i C. in da« Hamburger Museum pewandert. Am |f«"QO ist er gleichfalls da« Vorrecht der Prinzen, lud) in ben Wctien hat ber symbolische Sonnen-ftfeirm sich Eingang verschaff'. Im s ühen Mit el-alter erscheint er aber bennoch nur vereinzelt al« >^n Auszeichnung. sür die der Thronhimmel über ffftriitenbrn und reitenden Fürsten fast av«fchlichlich •eticandt werden. Erst sehr viel später, jebensall« lange nach 1190, muß er päpstlich,s Symbol ge» ■or'en sein. Im ganzen Abendland ist ber Sonnen-schirm eigentlich nur vom Papst akj'piiert und nur hi,r zu einer hohen Würde erhoben worden. Für Me Entlehnung diese« Symbol« au« orienialischem Gebiet spricht der Umstand, daß der Hosbediente, ler ben ManstaU be« P.pstt« unt-r sich haue, um en jene Zeit al« .Sultan" bezeichnet wirb. III. suchte seine Nepote». bie Herzöge von rma. dadurch besonder« zu ehren, daß er ihnen 547 da« Amt al« Erbgvnfaloniere. al« Erbbanner-Nager de« Papst,« übertrug und so den Sannen* ichrrm in dai« Wappen von Parma brachte. Jeden-«Is muß «ic um ti se Zeit in höchstem Ansehen MlRfrM ha»d«n, na« auch da« fceiuimie Bild, ba« Jnben« von dir triumphierenden katholischen Kirche ■alte, bewieist. Hier ist der Sonnenschirm al« Siege«zeichem auf den Prunkwagen gesteckt. Noch U in die (allerletzte Zeit der Selbstänbigkeii de« Kirchenftaaiee« mußte die sogenannte papstliche qdartc, ber Soi nenschjrm mit de» beiden tbi, tbeii Kirchenstaat auf Münzen und fwegel i. woenn be, ber sogenannte» Sedisvakanz hin Papst coorhanbcn war. Die Aussicht, daß ber Lonnenfchirim noch jemal« wieber al« päpstliche« I Cqmbol ein« große Rolle spielen könnte, ist freilich Wr gering. lla 44>er de»n doch so modernen, wen» auch nicht Hssra»«d» geschmackvollen Ausdruck? Vor g« Zeit! wurde ich von hoher Seite belehrt, «inaen solchen Tag. in Berlin abgehalten. Itenlaag", den man aber in Süstroir. Heiligen> O«bi,i«selde, Schwerin, Dodderan oder meinet en in PPosemuckel ober Ritzebüchel abgehalten. Iecht«>«iag* nennt. Hier handeh e« sich aber Ziag. bin aber kein Seritzgerer al« der von Tonga. .King George nstrikt«richter. Ortaschulzen unb Polizisten nach Tonga reisen, UNI eine große Summe Äelde« für Passage zu oerau«gabe», viel Zeit zu vergeuden unb bei der Rückkehr nur schlechte Sitten mitzubringen und Häuser, Pflanzungen unb Vieh in verwahrlostem Zustande vorzusinben. Unb — wie viele in Tonga hängen bleiben werden, kann niemanb im voraus bestimmen. Alexander Z>utnas der Aektere und die Zensur. Amüsante Mitteilungen au« den letzten Leben«jahren de« ält>ren Duma« veröffentlicht Gabriel Ferry in ber Revue. Im Jahre 1864 kam ber Romanbichter von Neapel nach Pari« zurück. Ein große« Vermögen brachte er nicht mit unb al« ber Direk'or be« Gai 6-Theater« ihn um ein neue« Drama bat, machte er sich, um Gelb zu verbienen, mit Eifer an bie Arbiit. Er hatte auch balb au« seinen „Mohicans de Paris* ein fünf« aktige« Drama gemacht. Man zeigte bie Premiere an. Alle« ging gut, ba kam plötzlich die Zensur und verbot ba« Stück wegen einiger Anspielungen, bie ihr allzu frei vorkamen. Duma« war nicht ber Mann, der sich so ohne weitere« mundtot machen ließ. Er richtete sofort an den Kaiser ein gehar-nuchte« Schreiben, da« also lautete: „Sät! E« gab im Jahre 1830 und e« gibt noch heute drei Plänner, bie an der Spitze der französischen L te-fatur stehen, Diese drei Männer sind: Viktor Hugo. L imardn« und ich. Viktor Hugo ist geächtet, La-Martin« ist ruiniert. Man kann mich nicht ver. bannen wie Hugo? nicht« in meinen Schriften, In meinem Leb'N oder in meinen Worten gibt Ver-anlaffung z» b.r Verbannung. Aber man kann mich ruinieren wie Lamartine, und man ruiniert «ich wirklich. Ich weiß nicht, wa« die Ze«sus «»ge« Wich hat. Ich hab« 1300 Band, geschri,b»« und veröffentlicht. ES ist nicht meine Sache, über ihren literarischen Wert zu urteilen. In alle Sprachen überfitzt, gingen sie fo weit, al« der Kampf sie nur tragen konnte. Und da«, obwohl ich der unbedeutendste von den dreien bin; vielleicht geschah e« de«Halb, weil f et eine »in Denker der andere ein Träumer ist, während ich nur ein VoltyJchrijiMscher, welche bie äußersten Ansprüche an bie Zeitmessung stellen, höher geschätzt werben al« alle anderen Uhrenkonstmktionen. Nun ober werden in Japan bie feinen astronomischen Pendeluhren durchschnittlich jeden dritten oder vierten Tag durch eine verhäl>ni«mäßig heftige Schwankung de« Erdbeben« zeitweise au« ihrem richtigen Gang gebracht, während in anderen Ländern der Erde ein solcher Fall höchsten« jedes dritte oder vierte Jahr eintritt. Die Sache hat auch ihre weiteren Folgen, und zwar für die Schiffahrt. Die Seeleute haben nämlich Klage ge« sühn, daß die Zeitsignale in den japanischen Haupt« Häfen nicht mit derselben Genauigkeit gegeben werden wie anderwärts. So entschuldbar dieser Mangel nach der oben gegebenen Erklärung ist, so muß man ihn boch nach Möglichkeit zu b,s-itigen suchen, pnd da« wird in Japan nunmehr angestrebt. Neben den feinen Pmdeli hren der Sternwarte in Tokio ist jetzt ein Erdbebenrnesskr mit selbsttätiger Auf» zeichnung ausgestellt worden. Solange der Schreib» stift de« Erdbebenmesser« »ine vollkommen gleich-förmige, also ungestörte Linie gibt, werden die Pendeluhren al« maßgebend für alle Zeitangaben betrachtet. Zeigt sich einmal irgendwelche Störung der Linie durch Erdbewegungen, so müssen bi« zur Regulierung der Pendeluhr durch erneute astro» nomische Beobachtungen die Chronometer ihre Stelle vertreten, und die« wird für eine beschränkte Zeitdauer ohne erhebliche Fehler geschehen können. Wie»iet 'Aekigionslekenntnisse gibt es in Dcutschtanö! Im Heft 150 der „Statistik des Deutschen Reiches- kann Jedermann die verblüffende Tatsache nachlesen, daß innerhalb der schwarz» wen Grenzpfähle bei der l.tzten Volkszählung 221 (schreibe: zweihundert«inunvzwanzig!) Reli» gion«bekenn>nisse ermittelt worden sind. Die« tber-raschenbe Zahlenergebni« unterscheidet füi.f große Gruppen; Christen, Jsraeliten, Bekenner sonstiger nichtchristlicher Religio: en, Personen anbeten Be» kenntnisse«, endlich Personen ohne Angabe be« {Religionsbekenntnisse«. Die einzelnen »Religion«« dekenntniss," alle auszuzählen, würde zu ermüdend wirken, e« sei be«hald nur erwähnt, daß e« 49 Arten evangelischer und 29 Arten katholischer Christen gibt. Zu der großen Gruppe der „anderen Christen- werden insgesamt 107 Bekenntn sse gezählt (allein je acht Arten von Baptisten und Apostolischen, 29 au« Englanb importierte Sekten, neun Arten von Methodisten und Quäkern, siebtn Arten von Freireligiösen, die Heilsarmee, 25 „Sonstige* u. f. w ), alle« in allem bis dahin 185 Bekenntniss«. Nun kommen als Nummer 186 die Jsraeliten, denen 14 Gruppen „Bekenner sonstiger nichtchristlicher Religionen' folgen (Muhammedaner, Buddhisten, Brahmanen, Feueranbeter, Sannen-anbeter u. s. w.), so daß nunmehr d.e Zahl der Bekenntnisse die stattliche Höhe ron zwei» hundert erreicht hat. Von den 21 »v t-nr.t« nissen", welche die Gruppe der „Personen anderen Bekenntnisses- umfaßt, hat allerdmg« Manch-s, so da« Bekenntni« zum Athei«mu« und Mat»ria!i«mu«, auch be, seht n?«itderziger Aus« l»gu»g des «»griffe« .Religio«' c»f tzi» Bezeich. nung keinen Anspruch mehr. Zntamobil kontra Ztnle. Ein merkwürdiger Zweikanips zwischen einem Automobil und einem Bullen wird au« der Grasschast Essex gemeldet, wo »in Farmer »amen« John Philipp« mehrere in einiger Entfernung vo» einander liegende Sraod» stücke besitzt. U« di.se rasch hintereinander besuche« zu können, schafft« er sich einen Kraftwagen an. bessen Erscheinen auf einem »e« Feldwege das ganz besondere Mißfalle» eines bösartige» Bullen erregt«. E« wax ei« yemeing'fädrlichts Tier, d-nn es hatte bereits zwei Männer zu Tod« getreten und eine» drstten leheatgesährlich perwUndet. als et aus neue Abenteuer oulning »nd des Kraftwagens ansichtig wurde. Das Tuten der Lärm« trompete versetzte dev Bullen in nnglauhliche Wut. Mit vorgestrccklen Hörner», den Schweif hoch in der Luft, sti}r«tt er aas das Automobil ti». Der Farmer, der fah. dqß ei? Zufpmmenstol u»o«i Seite 6_____ Mtidlich war, erhöhte die Fahrgischivindigkei«, und Automobil und Bulle stießen mit furchtbare« Ge-löse aufeinander. Ter Bulle rollte in den Staub, war aber bald wieder aus den Beinen und ermuerte seinen Angriff. Diesmal hatte der Farmer seinen Kraftwagen mit raschem Ruck gekehlt und war als Angreifer dem Bullen an da» Hinterteil gefahren. DaS Tier stürzte, sprang rasch auf. schüttelte sich und kam zur Einsicht, daß der Kraftwagen ihm über sei. Unter lautem Brüllen floh er, von dem Kraftwagen verfolgt. Schließlich wurde der Bulle in eine Ecke getrieben und gebunden. Seitdem ist ihm die Kampflust verflogen. Per vernagelte Kheman». Aus Verona be-richtet man: In Moniecchia di Crofara wurde der Guisbesitzer Tellizzari, ein kleines, schwächliche« Männchen, von seiner sehr energischen Frau Tag und Nacht mißhandelt. In einer der letzten Nächte kam e« zwischen den Eheleuten wieder einmal zu Zink und Streit. Schl'eßlich packie Frau Tellizzari ihren kleinen Mann, wars ihn in eine große Kiste, klappte den Deckel zu, holte Hammer und Nägel und vernagelte daS „Pake«'. Der Mann machte in der K>ste einen solchen Skandal, daß die Nach-barn aufmerksam wurden und den armen Ehemann auS s.iner hilflos,n Lage befreiten. Im bloßen Hemde lief er nun spornstreichs nach der zehn Kilo-meter entfernten Karabinieri-Slation und ließ sein holdes Gemahl noch in selbiger Nacht verhaften. Was müsse« »irtu«, vm gesund z« Steiven l Unter dieser Ueberschrifl hat das Weimarer Mini-sterivm nachstehende 21 Regeln ausarbeiten und in sämtliche Boik»schulklc>fs«n deS Großherzogtums aushängen lassen. I. Wir muss n unseren Körper, namentlich Gesicht. Halt und Brust. läglich waschen. 2. Wir müssen unsere Hände häufig waschen und die Nägel kurz und sauber halten. 3. Wir müssen unsere Zähne Morgens und nach dem Esten mit einer Bürste reinigen. 4. Wir müssen unser Haar Vormittag» und Nachmittag» vor dem Schulbesuch kämmen. 5. Unsere Kleider müssen täglich von Schmutz und Staub durch Klopsen und Bürsten gereinigt werden. 6. Unser Schuhwerk muß jeden Morgen gereinigt werden. 7. Wir müssen vor der Schuliür den Schmutz abtreten. 3. Wir dürfen Papiere, Pflanzen, Spti'ereste (auch Obst) nicht in die Klasse werfen. 9. Wir dürfen nicht aus den Fußboden spucken. 10. Wir müssen im warmen timmer Halstücher und Ueberkleider ablegen. II. urch die Fenster muß be.onders in den Zwischen« stunden frische Luft in die Klasse gelassen werden. 12. Wir müssen die Pausen womöglich im Freien zubringen. 13. Wir müssen die ZrühstückSzeit zu« Verzehren deS Frühstück« benutzen. 14. Wir müssen unS beim G-chen, Siehen und Sitzen gerade hallen. 15. Wir müssen beim Sitzen beide Füße mit der ganzen Fläche aulsetzen. 16. Wir müssen beim Lesen, Schreiben und Zeichnen den Oberkörper aufrichten. 17. Wir müssen groß und deutlich schreiben. 18. Wir dürfen unS beim Schr-iben nicht selbst Schalten machen. 19. Wir müssen unS beim A'beiten, besonders beim Lesen. Schreiben und Zeichnen, gegen grell-S Sonnenlicht schützen. 20. Wir dürfen beim Dämmerlicht nicht lesen und schreiben. 21. Wir sollen eS dem Lehrer melden, wenn eS an unserem Platze zu heiß oder zu kalt ist. wenn wir an unserem Platze nicht gut hören oder sehen können, wenn wir u»S krank fühlen, wenn zu Haufe eine ansteckende Krankheit ist. ' "5:'che »«cht- JSäL <£itbe und ßhe. Ein arabisches Sprichwort lautet: „Liebe ist ein HerzenSband, eine Heuchelei «nd ein Tode»brand." Arge Uebertreibungen ent« hält die Sentenz: „Die Liebe ist die schlimmste Lügnerin; sie schwöit ewige Treue und hält nicht einmal die zeitliche; sie singt vom .Guck in der kleinsten Hütte" und fühlt sich bodenlo« unglücklich, wenn sie aus einen — neuen Hut verzichten muß." Jea.i Paul schreibt: »Die Liebe ist daS Leben deS Weibe«, aber eine Episode im Leben deS ManneS. Naiver klingen folgende Definitionen: „Die Liebe ist ein HauSdieb und Schelm, der durch das Aug alS Fenst.r bricht, daS Herz sich nimmt und mit dem Raube davonschleicht." .DaS, wa« der größte Kopf nicht e«fassen kann, wohl aber da« kleinste Herz — heißt man Liebe." „Die Liebe ist die Köchin de« Leben«; sie macht eS oft schmackhaft, aber sie versalzt e« auch ost." Sie ist ferner der Becher, au« dem wir Leben und Tod trinken. Sie ist nach Adalder« Stifter ein schöner Enfiel, aber oft ein schöner Tode«engel sür da« gläubige be-trogene Herz. Die Liebe ist in Wirklichkeit niemal« daS, was wir uns unter ihr vorstellen. Sie ist endlich „da« Geschäft der Müßigen und der Müßig-gang der Geschäftigen." Schließen wir dies« Blüten» lese mit dem wahren Satze: »Die Liebe ist ein Licht, da« alle« strahlend verklär«, eine Wärme, die jede« E>« schmilz«, eine Süßigkeit, die jede Bitterkeit vernichtet, der Erde Höchstes und die Ewigkeit ohne Grenzen." War viel cityt und nicht Gelegenheit findet, durch au« l aiebiae« Spazierengehen oder Sport» betrieb die Tätigkeit der Unteileibsorgane gehörig aufrechtzuerhalien. dem ist in dem altbewährten R oh it scher der Hiesar unerläßliche Ersatz geboten. „T e m v e l q u e I l e" mit Wein, „S t y r i a q it e 11«" ledig, Appeli«, Verdauung und Stoffwechsel fördernde Wirkung. 7282 cherichtssaat. Aier von der der Aereivigtea Bier- brauerei?« Sachsenfeld «nd Aüffer in Laibach. Heute vormittags fand vor dem Einzelrichter Herrn GerichtSsekrelär Grebenc üb.r staatSanwalt« schaftliche Anklage die Verhandlung gepkn die od-genannte Aktiengesellichaf« «regen der Beschaffenheit ihres BiereS statt. Ter einvernommene Zeuge Herr Skerbinßek gab an, am 23. Mai und 11. Juni Bier in Flaschen bezogen zu haben; die erste Ten-dung enthielt zur Hülste, die zweite in ihrer Gänze völlig ungenießbare« Bier, außerdem seien die Flaschen durch Korke und Snobs«, en v runremiat gewesen Ein zweiter Zeuge, H-rr Franz Bracik au« Windischf>raz gab an. von eiuem gewissen Herrn Gn^musch erfahren zu hate», daß auch di.fem eine Sendung verdorbenen Biere» gemacht wurde, da» sogar nach Petroleum roch. Der seilen» der beklagten Seite erschienene Herr Kuketz d. I. giebt die Schuld einzig der Wärme in den Kellern der Beschwerdeführer. Er verlangt die Eirivii nähme von Sachve« ständige». Der Richter gibt diesem Verlange» statt und vertagt die Verhandlung. Nummer 7? Schrifttum. Nntersiützt die österreichische Kei»«tii« Soeben ist ein neue» Bücherverzeichnis der Och reichlichen Verlag»anstalt erschienen, welche« u i Buchhandlungen, wie auch von der Verlagtanftalt 14 auf Wunsch gerne umsonst verabfolgt wird, ftaix»ufi«k schrieben« illustrierte Artikel bringt. „Der Mm 20. Jahrgang, in 12 H«st«n zum Preis« »« 1 Mark, darf angrstcht« de« dafür Gebotenen t!t billigste deutsche Monatschrist bezeichnet werde». Z Sortiment«» oder Kolportage - Buchhandlung sendet Wunsch da« erst« Heft zur Ansicht. DaS Lokal-Museum. Zluser an Hrinaerunge« an die $ö«uri«t «Verreiche Museum ist au Douuerstaze» l Souutage« vo« 9—1 Mr geöffnet, an ««k Fage« der Woche vsn 10—12 Ahr. pieß trittsgebühr beträgt 20 KeKer. Kausfraue», Korstchtl Die große h«it d«S seit Jahren überall al« vorzüglich bewD Kaihreiuer» Kneipp-Maljkaffee veranlaßt immer Bit neue, minderwertige Nachahmungen. Um sich m » selben und somit vor Nachteil zu schützen, rcl, man stet« nur d«n ,,«cht«n" Kathreiner und sehet Einkauf jede» Paket genau an, ob e« da« M Pfarrer» Kneipp al» Schutzmarke und de» Zi» Kathreiner trägt. FRITZ RASCH, iiedwAsg. CILLI. „Le Griffon bestes französisches Zigarettenpapier. Ueberall zu haben. Bucbdru charbeit«n aiur H« ..cdruch«rei Elektrische« Licht In der Hmimuwht! 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September 1908. 8724 Der Bargermeister: D. R&kasch. Verlangen gratis ut «einen ill , kataloa mit «ta i tlbkilteafcm Uhr«», Gold-c.Mutil Hanns K (kntlilrik ut BrUx Kr. 340 Kummer 77 Seite 7 Geschäfts- Lebersiedlung. Mache einem P. T. Publikum von Cilli und Umgebung bekannt, dass ich meine Fleischhauerei und Selcherei in die Ilriiiuieiijsasse Mr. s verlegt habe, und mache darauf aufmerksam, dass zu jeder Tageszeit frischgekochte. heisse BTMiilifurterwiirwt«»! und auch andere Wurst- und Selchwaren in vorzüglicher Qualilüt stets frisch W haben sind. Hochacbtnnnsvoll I^Iartin Knrioseliek. 6895 Kleischaucr und Selcher. Edikt Nc. I 402/3 l. über freiwillig«» gerichtliche Feilbietinig. Vom k. k. Bezirksgerichte Cilli, Abteilung I, werden auf Ansuchen des Dr. Josef Sernec, Advokaten in Cilli, als Masseverwalter im Konkurse Ami» die zur Konkursmasse Anna !nik gehörigen Fahrnisse, die Einrichtung und das restliche Warenlager öffentlich feilgeboten. Die Versteigerung findet Mtanasttaif, S8Ö. Sept«»«ul»er 1. J, VoriiiiKag» O ITIir im Geschäftslokale der Anna Sadnik, Cilli, Grazerstrasse statt. Der Feilbietungserlös ist dem Herrn k. k. Notar Lorenz Ba§ PHZUfolgen. 8722 K. k. Bezirksgericht Cilli, Abt. I, am 22. September 1903. Liebhaber einer guten Tuie Thee, verlangt überall den feinsten und besten Thee der Welt INDRA TEA Melange aas den feinsten Thees China«, Indieni and Cejloru. Bebt nur in Original-PaekeUn. Depot« durch PlacaU ersichtlich. ohnungenü In den Sparkasse- HKusern in der Ringstrasse sind mehrere Wohnungen zu ver-__mieten. Auskunft erteilt der Hausadministrator. «C68 h »*z?.mnn fHe! znrn Backen und Kochen mit Zuckesr fertig verrieben. Kostliche War*« den Speisen. Sofort löalich. feiner ansjgiebigiT »nd bequemer wie Vanille, eiia l'lckchon, Ern.iti für c*. i Stangeni Vanille, St Heller. .»uhrll! "V eSlchen-Perlen tur Bereitung köstlichster neuer Speii Ht anturugetreupiri Veilchen-Aroma. Ko< eisen Kochbuch „L»ie Veilchen ■ Köche" gratis. Piek ehe n 50 Heller. 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Hiezu haben zu erscheinen sämtliche Urlauber, Reservisten »nd Ersatz-Reservisten, welche im Laufe dieses JahreS weder in aktiver Dienstleistung gestanden sind, noch zur militärischen Ausbildung oder Waffenübung eingerückt waren. Versammlung im Hofe der Infanterie'Kaserne. Jeder hat seinen M i l i t ä r p a ß mitzubringen. Die Nach«Kontrolle findet mit 3« November 1. I. um 9 Uhr vormittags statt. Stadtamt Eilli, am 21. September 1903. Der B ü r g e r m e i st e r: Jul. Rakufch. 8723 leirenwaren aus dem Biesengebirge B rühmlichst bekannt durch ihre Dauerhaftigkeit offeriert wie folgt: 80 bis 120 cm Reinleinen-Damastgradl . . . K 1.06 bis 1.50 per Mtr. 145/145 ein Reinlelnen-Damast-Tischtücher . . 2 50 per 1 Stück 60/60 cm . . 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