LaibacherMMuna. Nr. 18l. fi. ,l, hlllbj. 5.5.0. M die Z«fitllnn« «n» HÄ» h»lbl.»« tt. Mit bn Post »a»zj. ft. l5. h«lhj. fl. f.«. Freita,,, 8. August Amtlicher Tbeil. ^e. k. und t. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung vom 2. August d. I. dem Erbpostmeister in CaSlau Ferdinand Ritter o. Widmann n Anerkennung seiner vorzüglichen Dienstleistung und ltlnes gemeinnützigen Wirlens das Ritterkreuz des Franz. Joseph-Ordens «Ungnädigst zu verleihen geruht. Verordnung des Ackerbau,« inisieriums im Vin vernehmen mit dem Ministerium des Innern vom 3. Juli »57» betreffend die genauere Handhabung de« Forstgesetzes, Vornahme der forstlichen Durchforschungen und Ante« gung des Waldlataster«. (Fortsetzung.) 8 8. Linforstungen. Die politischen Behörden so wie die denselben bei-««^ebenen Forsllechniler haben darüber zu wachen, daß Wälder, auf welchen Einforstungen (Holzung«,. Weide-und Streugcnusse u. dgl.) lasten, nicht blos erhalten, ^. c '" angemessener Betriebsweise nachhaltig bewirth-'^llltet und nach oen Bestimmungen der ßtz 0 bis 17 º" ForftgesttztS behandelt werden. ^ Werden Umstände wahrgenommen, welche eine diesen "Kimmungen zuwiderlaufende Waldbehandlung in Vezuq «ufEinforstungtn erkennen lassen, so ist die erforderliche "ºº.llfe unter Anwendung der Etrafbestimmung des 8 18 ºes Forstgesehes ohne Verzug zu treffen. - ^ind bei solchcn Waldungen zur Sicherung der Fl 8 ^ des Forstgesetzes vorgeschriebenen nachhaltigen «twluhscliaftung in angemessener Betriebsweise Wirth. '«'alli'plane nothwendig. so ist auf die Aufstellung der Plane, wo solche gänzlich fehlen, oder aus deren Abän« "«lung oder Verbesstrung im Falle nachgewiesener Ge« Rechen hinzuwirken. . Insbesundere ist dafür zu sorgen, daß die im ß 14 ^ Forslgtsttzt« vorgtschriebenen Anweisungtn von Ein« '"lslungsgebuhren in geordneter W«ise vorgenommen werden. Wenn sorstschildliche Wald-Enclaven oder derlei Vefitzzerstücllungen vorgefundtn werden und dem Uebel« stand« durch ein entsprechendes Übereinkommen (Grund, tausch u. dgl.) abgeholfen werden könnte, so sind die «etheiligten darauf aufmerksam zu machen und ist den-selben allenfalls die geeignete Regelung vorzuschlagen. s 9. Waldungen unter öffentlicher Verwaltung oder besonderer össenlllcher Aussicht. Ein besonderes Augenmerk ist jenen Waldungen zu. zuwenden, welche unter der öffentlichen Verwaltung oder einer besonderen öffentlichen Aufsicht stehen, daher na> ventlich den StaatSwaldungen, den unter öffentlicher Verwaltung stehenden Sliftungswaldunaen, anderen Cor. 'orationen oder Stiftungen gehörigen Waldungen, ferner ºen Waldungen der Gemeinden und der Gemeindefrac-llonen (Ortschaften), den in forstpolizeilichcr Beziehung ºen Gemtindewaldungen gleichzuhaltenden, einer Genossen, lchasl oder Gesammlheit von Interessenten gehörigen. ººn den einzelnen Mitgliedern ganz oder theilweise zur gemeinschaftlichen Holzung, zur Weide oder zum Streu» "zug benutzten Wildungen, ferner den Waldungen der ^lltnglstllschaflen, der Fideicommißbesitzer oder solcher Personen, welche unter Vormundschaft oder Curat«! ., ^el den vorstehend bezeichneten Waldungen sind >cht blºS die Beziehungen zum Forslgesehe, sondern lºn? ^" Beziehungen wahrzunehmen, welche durch de- ' nl»erc Gesetze oder Verordnungen oder besondere, von h^aatsglwalt festgestellte oder genehmigte Statute. lº) aufülllge Erkenntnisse oder sonstige Verfügung her. ºrgerufen werden, insoseruc dadurch für diese Waldun- wir.l'l^c bestimmte, insbesondere eine nachhaltige Be. ^"Ylchaftung sptcilll vorgeschrieben odcr sonst begrün« Wllld^"ü ?^'" ^" forstlichen Behandlung von derlei "igen, welche Statuten, Er- «uch w i , n, "'^""«'" ««wider sind, insbesondere s«ftellUi «drd,.7s'l"^"ben Wirt schastsMne fest-pºl."Nnº Mck V^^^^^^ Wir.hschaft«pl'^ den sorst. i"r Gewirtblckast »« nn^ ^ entspreche oder wenn das '?n»le nicht bestellt in ln^.,. '^ ^^' "^ Schutzper- Betriebsweise beobachtet wird, so sind zunächst jene Per. sonen, in deren unmittelbaren Wirkungskreis die »bstel. lung der Gebrechen und insbesondere die erwähnte Ve-ftelluna des WirthfchaftS. und Schutzpersonales füllt, erforderlichen Falles aber auch die höheren VerwallungS« oder Auffichtsorgane auf die vorgefundenen Zustände und Mängel aufmerksam zu machen und ist zugleich die sonst im Gesetze begründete Vorkehrung zu treffen. Ist bei Genosstnschaftswaldungen eine geregelte Verwaltung nicht bestellt, eine solche abir zur «ufrechthal. tung der forstlicher, Rechtsordnung und Durchführung des Festgesetzes insbesondere zum Zwecke der nach § 14 des Festgesetzes vorzunehmenden Anweisungen der Gebühren und zu sonstigen Maßregeln zur Hebung der Forstcultur nothwendig. so ist auf eine solche Gestellung hinzuwirken. Wenn insbesondere in den Waldungen von Ge-meinden oder Ortschaften oder von Gemeinschaften allen oder bestimmten Mitgliedern der Gemeinde, der Ort. schaft oder Gemeinschaft (Genossenschaft) Nutzungen der Holzung, der Weide oder des Streubezuges zukommen, ohne daß ditsc Nutzungen selbst nach Art und Größe geregelt sind, so ist die Regelung in Vezug auf eine möglichst zweckmäßige und wirthschaftliche NuSübung derselben anzustreben. Bei Gemeindewaldlmgcn sind die entsprechenden forstwirtschaftlichen Maßnahmen durch Gemeinde-beschlüssc nach Maßgabe des Gemeindeges-yes. bei Wal^ dungcn von Genossenschaften aber durch Einführung eines besonderen Regulatives oder GenossenschaftsstatuteS anzustreben, in welcher Veziehung die polnische Vehördc durch ihre Organe und insbesondere durch Verwendung des l. f. ForstlechnilerS auf die Herstellung geregelter Verhältnisse hinzuwirken hat. Gei diesen Waldungen ist auch auf die etwa seh. lende Sicherung derselben durch Grenzzeichen hinzuwirken. Bei Gemelndew8lder,i, welche ohne die voraeschrit. bene Vewilliaung aelhlill worden sind, hat die politische »ehörd: die Helstellung »„ gesetzlich,,, Zustande« zu veranlassen, ilisoserne nicht cmt nachliüalichc Genehmi. gung der Theilung in Gemiißheit des 6 21 de« Forst, gesetzes erwirkt wirb. ' Diese Bewilligung darf jedoch überhaupt nur beim gehörig konstatierten Vorhandensein der im bezogenen Paragraphe des Festgesetzes angedeuteten Vedingungen erlheilt werden. (Fortsetzung folgt.) Nichtamtlicher Thcil. Politische Ueversicht. «aibach, 7. August. Von der Ueberzlugung geleitet, daß es nothwenbig erscheint, sowohl jenen Personen, denen die Aneignung einer gewissen Fertigkeit im Freihandzeichnen für ihren Veruf ein Gedürfnis ist, als auch mevefondcrc solchen, die, einem inneren Drange folgend, ihre tlmstlcrische Vegabung erproben und sich für eigentliche Kunftstudien vorbereiten wollen. Gelegenheit zu einer Ausbildung zu geben, hat der Herr Minister für LultuS und Unter, richt die Einleitung getroffen, daß in einzelnen glößeren Städten der im Reichsrathe vertretenen Königreiche und Länder womöglich fchon mit dem Geginne des Studien, jähre« I«73/74 eigene Schulen für den Unterricht im Freihandzeichen provisorisch errichtet und unter die Teilung bewahrter Fachleute gestellt werden. Ziele des Unterrichtes werden sein: Vildung de« Oe» jchmackeS, Verständnis der Forwen so wie richtige Aus. fassung und Fertigkeit in der DaisleUung körperlicher Erscheinungen. Gleichzeitig beabsichtigt der Herr Minister auch die Errichtung von ZeichenjchMeu für da« »echllche Geschlecht ins ^cben treten zu lass!« und mit der Er. öffnung einer solchen in Wien den Anfang zu machen. Miltwock fand sich eine jüdische Deputation im laxenburger Schlosse ein, um vom Schah von Perslen in Audienz empfangen zu werden und dem» felben die Vilte zu unterbreiten, die harllxdrängten Iu, den in Persien in Schutz zu nlhmen. Die Deputation wurde vom Gloßvczier lmpsat!gcü urid erhicll von diesem die Versicherung, dah die Inder, in Pcrsicn unter seiner pllsünlichln Protection stünden und daß die Gesuchte von Vcdrückunss derselben auf Entstellung beruhen. Der Minister versprach der Deputation weiters eine sorgsäl-tige Priisung der überreichten «drcsse und eine schrisl. liche Antwort. Die klerikalen Nltc zechen haben ein neues Ngi. lationSmittel ausgehectt, mit dem si« bei der böhmischen und mährischen Landbevölkerung Wunder zu wirken hoffen. Sie haben plötzlich die Entdeckung gemacht, daß Böhmen und Mähren von Hungersnot!) bedroht seien, wenn den Landwirthcn in diesen beiden Kronlündern nicht die Steuern für dieses Jahr nachgesehen oder zugewartet werden. ..Pesti Naplo" weiß von einer Föderalisten. Confcrenz zu erzählen, welcher dieser Tage in Prag stattgefunden haben soll; an derselben sollen Vertrauen«. Männer aus Vöhmen. Mähren, Tirol und Overöfter-reich thcilgenommen haben. Wie das ungarische Vlatt mittheilt, haben die Föderalisten beschloffen, an den RcichSralhSwahlen sich zu belheiligen. nach Vollziehung derselben aber in einer neuerlichen Eonserenz die Frage der Theilnahme an den ReichSratys.Verhanblungen zur Entscheidung zu bringen. Sonderbarerweis« gelangen wir erst über Pest in die Kenntnis von dieser Ner> sammlung, während aus Prag hierüber nichts verlautet. Das ftciernliillische^andeswahlcomils erörterte in seiner letzten, am 2. Vuguft abgehaltenen Sitzung die Nolhwcr!diglci>, nunmehr in sämmllichen Wahlbezirken Zusamm:nlül>fte der Delegierten der Städte. Märkte und Landgemeinden zu veranlassen, um sich über die demnächst bevorstehenden oireclen Reichs:athswahlen zu besprechen und zu einigen. Zu allen diesen Versammlungen wird das Comil6 ein ober mehrere Mitglieder entsenden, welche ihm darm üblr die Stimmung des Ve» zirles. über die wahrscheinliche Aufnahme der oerschie» denen Canoidaturen u. s. w. Bericht zu erstatten haben. Im übrigen ist das Cowil^ ängstlich bemüht, die Frei« heit und Selbstentscheiduns! der einzelnen Bezirke aus das strengste zu wahren ui.b nur dann eine dirette Ingerenz zu nehmen, wenn sich die Wühler geradezu an dasselbe wenden. Über auch diese Einflußnahme soll eine rein objective sein und selbst den leisesten Anschein einer ausgeübten Bevorzugung u. dgl. vermeiden. Das israelitische Zentral. Wahlcomits in Lcmberg hat in srincr letzten Sitzung am DinS-tag beschlossen, mit dem oftgalizischen Wahlcomils Au«» lgltichsvtlhanolungen anzubahnen, wobei al« Vedingnie die Wahl von sechs Israclilcn und in Gemeinden, wo eine ansehnliche jüdische Minorität sich befindet, die «uf. fiellung liberaler, anti.sbderalistischer Eandldaten festgesetzt wurde. In Ungarn werden geeignete Maßregeln ergrissen, um der Rostlranlhe it des Getreides für die Zukunft nach Möglichkeit zu begegnen. Da« t. ungarische Ministerium für Ackerbau. Gewerbe und Handel hat sümmlllche ^andwirthschajtsverewe aufgefordert, hinsichtlich ihres GlbicleS Berichte über Vezugsortc rostfreien Weizens einzusenden. Im Intensse der ^andwirthe wird da« NlnlSblall auf Gruuo der eingehenden Berichte jene Gegenden bezeichnen, vsn wo rostfreleS Saatkorn bezogen werden kann. Die gesummte deutsche social'dcmokratische Partei wollte am 2< August einen liongreß zu Nürnberg abHallen. Dieser (iongllß ist durch Bczitlsamlsbcschluß untersagt worden. Dem bereits acllven Widerstände des posener Erzbisch oss gegenüber führt die preußische Regierung einfach das Gesetz stricte durch. So wurde am Sonnlag in Filchne durch den Vandrath den Mitgliedern der katholischen Gemeinde eine amtliche Bekanntmachung vorgelesen, in welcher dcm ohne die staatliche Zustimmung durch den Erzbijchof ^eoochowsli zum dort,gen Propste ernannten Geistlichen Arndt die Befugnis, lirch. lichc Handlungen zu verrichten, abgesprochen, dieselben al« ungiltig und strafbar bezeichnet und die Gemeinde. Mitglieder gewarnt werden, ihn bei Messen und Taufen zuzuziehen. Aus Verl in kommt die überraschende Nachricht, daß der Eapilän zur See. Verner, der löom. mandeur de« „Friedrich Karl", abberufen sei und der bisherige Werftbtrector m Stade mit dem Obercommando in den spanischen G-wäsftsn betraut sei. Ueber die Gründe der Abberufung fehlt zur Zeit jede Andeutung. Beachtung verdient jedoch eine Auslassung der ..Norbd. Mg. Ztg.". welche an dic muefw, Nachrichten »u« Spanien unter anderem folgende Vcmellunyen knöpft: „Ungleich bedeutsamer als der Vuschlleppellriea im Nor-den und d,c Wechsllsälle de« Vü'gerlrie««« im Süd-Westen, übcr welche der Ttlegroph berichtet, lf, dll Thc»ig anhelmgifallen, die n>l» dazu de» nützt werden sollen, um von den reicheren Hafenplätzen gewaltsam Euntcibutionen zu erpressen. Almeria ist zu diesem Zwecke von Schiffen aus Eartagena bombardiert und dabei neutrales Eigenthum zlrslött worden. Malaga, wo die „Almansa" zunächst eme Recognoscie-rung vorgrnommcn zu haben scheint, sollte auf gleicht We'se zur Unierwerfuug unter die Machthaber von Cal« tagena, Eo.ilreraS und Honsorten, gezwun^ei, werden, und nach Malaga wären wohl noch andere Plätze an die Rechc gekommen, wenn nicht die Commandanten der fremde«, Gcschwader, der Telegraph macht das deutsche, das englische und das französische namhasi, eine Alt Intervention der Humanität halte!» eintreten lassen und d»c Schisse von Earlagena zur Heimlthr genülhigt hätten. Das Versah«« der Gervallhaber von Earta^cna scheint eben so sehr den Eharakier gemeiner Erpressung angenommen zu haben, daß Vo'sichlsmaßregeln unerläßlich er» schelten wenn nicht schließlich die Interessen der namentlich Maiaga in größerer Anzahl «massigen fremden Staats-bü'aer in empfindlichster Weise geschädigt werden sollten. Die zunehmende Verwirrung, tue nun auch bald in Madrid üMln offenen Ausbruch herbeizuführen droht null selbst auf Euba die Wogen der Parltltämpfe in höherc Schwingungen verseht, scheint übrigens nament« sich den Neuerungen von Frankreich und Großbritannien die Noih el,di>jlelt noch umfassenderer Vorsichtsmaßregeln nahe gelegt zu haben, :a die beiden genannten Länder größere marllime Strotlrüfte nach den spanischen Küsten dirigieren." Die preuß. ..Provinzialcorrespondenz" constatiert, daß durch die Abberufung des Capiläns Werner der Voriall Mlt dem „Vigllant' seinen ilbschluß gtfunden habe; zugleich hebt sie hervor, daß die in Rede stehende Abberufung die Auffassung bestätige, daß Werner in dieser Äffa,rc ohne Ermächtigung handelte und die Reichs-regltrun^ jede Vcrantwortllchktlt bei diesem Vorgange von sich ablehne, welche eine thalsächlichc ilnnertcnnung der madr«cer Regierung Hütte involoieren können. Derl>Hleil hat der General von Manteuffel heut« früh seil' Haup^uarller verlass««. Gestern abend« Halle sich 5er Mane ocr Stadt, Herr Vernarb nach dem Re. gicrullgepalast begeben, um sich von dem General zu vtrabschledtn. Er dankte ihm für de versöhnlichen und wohI'voUcnden Gesinnungen, wclche der General während der Occupalion an den Tag gelegt hülle, und bat ihn. den Einwohnern der Stadt das schmerzliche Schauspiel eimo cl^u geräuschvoll in Szene gesetzten Abzuges zu «lspalcn. Der General schien geneigt, den Potslellungen dl» Hrrrn Bernark> Gehör »u scheuten, aber es sei nun, datz ft«l,e Mllilüllsche Umgebung einige Klagen laut wer» den lltß. oder rras sonst der Grund glwesen sein mag. Herr o. Mantlussel hlaubte an seinem uiip,anglichen Programm n'chls ändern und nur die Slunde des Abzugs vorrücken zu sollen. Um halb 6 Uhr morgens zogen au« den Snaßen StanislaS, Dominicains und bt. Catherine die letzten preußischen Soldaten, welche noch die alte Hauptstadt von ?olhr'ng«l> besetzt h'iellti.. Dann holten (ne Musil und die Offiziere vom 78. han» nooer'schen Regiment die Fahnen der Regimenter vom Schlosse, uno einig« Augenblicke darauf kam de> General v. Manteusstl mit seinem Generalstabc dahergeritten. Er ritt langsam an der Front feirer Truppm vorüber, versammelte um sich die höheren Offiziere und hielt an sie eine kurze Ansprache. Die Truppen erwiderten mit einem schallenden dreifachen Hurrah, die Musiken spiel» ten die Nationalhymne, und unter Trommeln und Pfeifen begann der Abmarsch. Als der letzte Soldat die Gitter passiert hatte, gab der General seinem Pferde die Sporen und folgte der kleinen Eolonne. Um halb ? Uhr war Nancy vollständig giäumt. Das „Journal Officiel" meldet, daß die Ratificationen der Hanoeloerträge mit England und Belgien ausgewechselt wurden und diese Verträge am 5. d. in Kraft traten. Der Petersburger „Golas" erhebt seine Stimme in etncr für den Handelsverkehr zwischen Ruß» land und Deutschland sehr wichtigen Angelegenheit, nemlich betreffs der längere Zeit schwebenden Ver-Handlungen über eine zeitgemäße Regelung des Grenz-oerlehrs zwischen Deutschland und Rußland. Diese Verhandlungen, wegen deren sich der deutsche Reichskanzler persönlich in Petersburg bemühte, scheinen auf Schwierigleiten ganz besonderer Art zu stoßen. Das Petersburger Blatt lichtet nun eine Mahnung an die russische Reaierung. diese Angelegenheit möglichst rasch zur Austragung zu bringen und bei Festsetzung der Bestimmungen des neuen Handelsvertrages mit Deutschland nicht gar zu engherzig vorzugehen, denn es sei die höchste Zeit, daß der künstlich genährte Antagonismus an der russisch-deutschen Grenze, der den Interessen der russischen Handelswelt gewiß nicht fromme, einmal ein Ende nehme. Dinslag wurde die Parlamentssession in England geschlossen. Die Thronrede drückt die Hoff« nung aus, daß die Vermählung des Herzogs von Edin« burgh ein neues Band der Freundschaft zwischen England und Ruhland bilden werde. Sie constatiert weiter den Abschluh des Handelsvertrages mit Frankreich und der NuSlieferungsvcrttäge mit Italien, Dänemark, Schweden und Brasilien und hebt hervor, daß der Ge-schäftsverlehr wohl einigermaßen nachgelassen habe, daß aber die allgemeine kage des Landes sich fortwährend bessere. Alle zwischen der Pforte und Per sien schwebenden Fragen sind günstig gelöst worden. Bei der An-Wesenheit de« Schahs in Eonstantinopel wird ein mit dem persischen Gesandten vereinbarter Freundschaft«- und Handelsvertrag unterzeichnet werden. Aus Spanien. Die Bewältigung des commun i stischen Aufstandes in Andalusien und Murcia geht jetzt rasch vor sich. Der überaus wichtige Platz Eadiz ist nun, den eingetroffenen Telegrammen zufolge, wieder in den Händen der Regierungstruppen. Valencia wird stark bombardiert, und an den melsien andern Punkten verlieren die Insurgenten den Mulh. Die englische Mitttlmeel'Flolle ist in Gibraltar e»ng«laufen, und ein italienisches Gejchwader wird nächster Tage schon in den südspanlschen Gewässern erscheinen. Montag verhafteten in Eadiz die vollkommen demmallstellen Insurgenten einige reiche Petsünlichleilen und vlllaligten Eontribulionen. Die Nttilleriesoldaten ergriffen die Partei der Eonservaliven und onließen die rothe Fahre. Die Junta rlsignierte auf chre G'toall zu Händen d«s Cosularcoips, welches Ralice« zum Pia» fidenten der provisorischen Junta ernannte bis zum Ein» treffen der gesetzlichen Behörden. Rances telegraphierte nach Madrid, daß er die übertragene Gewalt nur des« halb lllmehme, um die Ausschiffung von Mannschaften bei fremden Skiffe hintanzuhallen. General Pavia marschierte in (äaoiz ein. Man versichert, daß die Insurgeütel, in ValtN' c i a Mitglieder ocr Junta füsiliert haben, welche von Ueber« gäbe sprach?,,; desgleichen erschossen sie den bekannten Republikaner Marino Aber. Der l itsche Eonsul in Ear tagena ist in «li-cante eilige!,offen; derselbe geht nach Madrid, um der Regierung ^c zwei Insurgentenfregallen zur Verfügung zu stellen, «< lche in den Gewässern von Malaga genom» men wurdtl. und in Cartagena eingetroffen sind, wo sie von den Prmßen bewacht werben. Die MannschastlN wurden entwaffnet und ausgeschifft. Contreras weigerte sich, aus Land zu gehen, aus Furcht vor seinen eigenen Parteigängern. Wie die „Agence Hanns" versichert, sendete die preußische Regierung an ihre Vertreter in Spanien Instructionen, wonach denselben Enlhalung von jeder Ei> Mischung in die inneren Angelegenheiten der Halbinsel, kräftiger Schutz der deutschen Nationalen und, wen« möglich, ein einverständliches Vorgehen mit der französischen und englischen Marine empfohlen werden, utll den Schutz der Angehörigen dieser drei Länder durch alle Mittel, selbst durch ein Bombardement zu sichern. Nach madrider Telegrammen ist Eadiz in die Gewalt der Regierung gefallen. Das Revolution? comlls ist gefangen genommen. Man kann die Unterwelt fung Andalusiens als vollständig betrachten. Valencia wird mit Energie angegriffen, und wird stündlich die Ucbergabe erwartet. In Eartagena sind die insurrlctionellen Krilftt in Zersetzung begriffen, und das offene Uand folgt dein Rufe der Regierung. Von der Weltausstellung. Se. Majestät der Kaiser besichtigen am 5. b. durch drei Stunden die Weltausstellung, und zwar die Abtheilungen der Türkei, die von Tunis, Aeyypteü, Marollo, Griechenland und Rußland und verließen lulj vor 1 Uhr die Exposition. Die feierliche Preisvertheilung anläM der Weltausftelluna findet an, 18. August, mitlas« " Uhr, in der kaiserlichen Hoficilschule flau. Die Handelskammer in Vud»«is hat 50 Stipendien zu 40 Gulden für Handwerker, weicht ^ wiener Weltausstellung besuchen wollen, creiert und ^ Offerten dafür ausgeschrieben. „Budivoj" und „Polrot H können es Nicht unterlassen, diese Thatsachc mit der bo<' ' haften Plattheit zu begleiten, daß e« um den Gesuch d" Wlltausstellung sehr schlecht bestellt sein muh, wenn m»" schon den Keulen Geld auf die Hund gibt, damit l»e Ausstellung überhaupt nur besucht werde. Wie groß m' die Sehnsucht der Keule ist, sich die wiener Wellaussleluüß zunutze zu machen, und wie schwer es im allgemeinen wild, diese Sehnsucht zu befriedigen, beweist der elnz,ge Uni' stand, dah bis heute bei der buowciser HandelslamlNtl 5082 Gesuche um Verleihung eines Relseslipendiu^ emgebracht wurden. «seuilsellm. Die Zigeunerin. Novelle von Fanny Klinck. (Fortsetzung.) Visweilen glaubte Franziska eine sanfte, melodische Stimm« ibren Namen aussprechen zu hören; sie schloß dann fest ihre Augen, um das B,lo jener schönen Dame, die so ludrooll auf sie herniederbl ck» die reichsten Vauernsöhne mit emem Nasenüüber davo" geschickt hast, indem du sagtest, sie möchten sich eine D'^ auesuchen, die dumm genug wäre, sich von ihnen >^! den Pflug spannen zu lassen? Du. Kathrin, sagst, d" Franziska heiraten solle?" „Hm. hm!" murmelle Kathrin, „was ich von ^ Mannsleuten gesagt Hab', findet bei Franziska le"^ Nutzen. Du weißt, ich mag mich einmal nicht in andl^ Keule Kaunen sügen. und am allerwenigsten mich ^ jemand commandieren lassen. Das würd' aber gesche^ wenn ich heiratete, well die Mannsleut' Heuer sich "". stellen, als wären nur sie allein da und die Frau "^, eine Sach', dle eben zum Hofe gehört. Wer zuflie^ ist. als solch' ein Stück angesehen zu werden, der mos lhun und auch glücklich dabei sein; ich kann's aber n^"' und eben darum bleib' ich frei." Rost lächelte über Kathrin'» Eifer, ihre Anft^ ^ vertheidigen. , ..Ich seh' wohl. Kathrin, du bist noch imm" º , alte," sagte sie scherzend, „aber nun sage mir. <^> willst du Franziska verheiraten? Es würde uns te>" Nutzen bringen, wir würben uns dann erst recht ? ihr trennen müssen, und außerdem können wir sie "H verheiraten — wir wissen ja nicht einmal, wer woher sie ist.« ^ .,. ..Aber wenn sie sich verheiraten wollte," sagt« .^ thtin bestimmt, ..wenn sie jemanden hätte, den sie l" mücht'i" !2?l Dtr Schaben, den der Pavillon des Ackerbau-Ministeriums bei dem Grande des elsllssischen Bauern« Hauses erliltln hat, ist sorgfillllg abgefchäht worden nnd trieicht nicht den Betrag von 1200 st. Gleichzeitig wird gemeldet, daß der Brand von böswilliger Hand a/legt worden sei. Die eingehenden polizeilichen Recherchen sollen die« bis zur Zweifellostglelt constaliert haben. Die Weltausstellung wurde Montag und DinStag von 78.(148 Personen besucht. Zur Organisierung der Finanzbehörden. Die „Wr. Ztg." theilt unterm 1. d. nachstehendes Mit: „Wie sämmlliche Oberftnanzrüthe. Finanzräthe und Secretäre infolge der mit Allerhöchster Entschließung vom 10. Juni d. I. im Personalstand der leitenden 3inanzoehLrden genehmigten Nendcrungen als für den Bereich einer Finanzlandesdiiection im allgemeinen ernannt zu betrachten sind, sind die übrigen Beamten-lateyorien, alS: Finanz-Obercommissäre. Ftnanzcom-^'ssare, Finanzconcipisten, dann ConceptSpralticanten lbenfalls für den ganzen Gereich der Flnanzlandes-blrection derart bestellt, daß ihre Zuweisung nach dem Ermessen des Präsidenten dieslr Ochurde verfügt werden lann, wobei aber selbstverständlich Nenderungen in der-selben stets nur aus wichtigen Dienstes- oder persönlichen Rücksichten vorzunehmen sein werden. Dir Plrsonalstand für da« Central.Tal" und Ge-bühcenoemessungSamt in Wien, bei welchem auch außer dem Oberftnanzrathe noch drei Finanzrilthc zu bestehen ^ben, »st derall abgesondert bestimmt worden, daß in "Nlselben sowohl der Zahl als den Kalcaorim nach ºM Gemhlniqung des FinanzministerS ein Wechsel mit "tu» übrigen Personale nicht vorzunehmen ist. ^ ,. Vei den Finanzdirectionen in ^inz und Trieft wurde ^"t lines Flnanzrathes ein Oberfinanzralh systemisiert, Ehrend b-i den übrigen Finanzdlrectionen Finanzrüthe "" Referenten bleiben. ^ Als Leiter der Gebührenbemessungsämter sind, mit "Usnahme von Salzburg, Finanzräthe bestellt worden; kann aber mit Genehmigung des ginanzminister« 'uch dieser Flnanzralh zur Verwendung bei der Finanz- lrection berufen und statt desselben ein anderer Func- llonär dieser Kategorie als Leiter des gedachten Amte« stellt werden. Ebenso sind die Beamten von der Kate- Mieder Secretiilc abwärts als gemeinsame« Personale tr smanzdirection insofern zu betrachten, als der Pril- U't emen Wechsel unter diesen Geamlen. jedoch rück- Milch der Secretäre nach eingeholter Genehmigung des ^nzministerS vornehmen lann, wenn nur hiedurch die u." der für daS Gebührelibemessungsamt bestimmten ^llltcn im ganzen nicht allerierl wird." Elster europäischer Blindenlchrer-Congreß. Dneclor Moldenhawer (Kopenhagen) hielt am zweiten Verhandlungslage einen Vortrug über die Ursachen, weswegen bisher leine allgemein praktischen Resultate der Alindenerziehung erzielt wurden. Redner führt als Hauptursache an : die Ueberbringung der blinden Kinder u, geistig verkümmertem und verwahrlostem Zustande in die Anstalt, wonach der Unterricht in der Regel erst mit dem ". bis 12. Jahre beginnen könne. Es sollten hierüber beehrende Schriften hinausgegeben und auch Vorbereitung«, 'Wen für kleine blinde Kinder errichtet werden, wie solche "WelSweise bereits in Hannover, Dänemark und auch in Oefterreich bestehen, und gesonderter Unterricht bei längeren und älteren Zöglingen eingeführt werden. Der Prosessionelle Unterricht sei in der Regel viel zu kurz und die Zöglinge zu bald auf ihr selbständiges Forllommen angewiesen, weil sie auch sehr schwer -ine Conbilirm finden können. Ange» nommr« «urt'e die Resolute», daß die Slaalslrglrrungen die Blindenanstalten ganz Übernehmen sollte». Direclor Pablasel aus Wien hielt einen Portrag über den Unterricht der Blinden in der Musik. Bei der Verhandlung darüber wurde beschlossen, daß sich dieser Musikunterricht auf alle Instrumente «strecken solle. Hagesneuigkeiten. Der Tchah im Qpernhause l Mit außerordentlicher Pünktlichkeit traf Dinstag abends halb « Uhr Se. Maj. der Schah Nassr.ed'Din im fest, lich beleuchleten Hofopernlheater ein, um der zu seinen Ihren veranftaltelen Vorstellung beizuwohnen. Se. Majestät der Kaiser und alle in Wien weilenden Erzherzoge und Frauen Erzherzoginnen hatten ihn in dem Verbindung«' appartemenl erwartet und begleiteten ihn dann in die Hof-feftloge, woselbst er den Mitlelplatz einnahm. Zu seiner Linken saßen die Frauen Erzherzogin Marie, die Herzogin von Koburg und der Kronprinz von Hannover, zu seiner Rechten die Erzherzogin Elisabeth, die Prinzessin von Ioin» ville, Se. Majestät der Kaiser und die Prinzessin Koburg. Auf einem Stuhl unmittelbar hinler dem Schah saß sein Bruder Nbdul-Samet'Mirza und weiter rückwärts stand Mirza-Michael-Khan, der Bruder des Minister« Malcom* Khan. Das übrige Gefolge war in der Kaiser« und den erzherzoglichen Logen, der Incognilo« und in Palerre» und I. Rang-Logen untergebracht. Die meiste Ausmerlsamleit nach dem Schah fanden drei Würdenträger desselben in der erzherzoglichen Incognilologe, deren Anzüge aus feinsten persischen ShawlS eine auffallende Ähnlichkeit mit unseren Schlafröcken hatten. Der Schah selbst trug einen Galarock, den man bis' her noch nicht an ihm gesehen. Derselbe besteht in der Unterlage au« schwarzem Tuche, da« an der Vruft und am Rücken von reicher Silberstickerei bedeckt ist, in der wieder hundert und aber hundert kleine und sehr viele uußgroßc Diamanten funkeln. Auch der umgeschlagene Kragen und die Enden der Nermel sind mit Silberstickerei und Diamanten reichlich bedacht. Um den Efsect noch zu erhöhen, halte der Schah diesmal ein sehr schmales Bandelier, das au« laubeneigroßen Diamanlen und Rubinen bestand, und einen Korbsäbel, der mit Diamanten und Türllsen übersäet war. Auf dem Kopfe die LamseUmühe mit einer wunder« vollen Aigrelle aus prächtigen Diamanten. Se. Majestät der Kaiser, welcher in Uhlanenuniform «schienen war, truc, um den Hals da« in Brillanten qe, faßle Vild de« Schah. Erst am gänzlichen Schluß der Vorstellung verließen die höchste« Herrschaften das Opernhaus. — (Der internationale Saaten- und Getreidemarll) wurde am 5. d. in Wien eröffnet und ist von 1500 Theilnehmern besucht. Referent Lein, lauf tariert bezüglich de« Ernteausfalles die Exportsiihigleit Oesierreich-Ungarn« auf vier Millionen Metzen Weizen und gegen sech« Millionen Metzen Gerste; dagegen ist ein namhafter Import von Roggen nothig. Die deutschen Vertreter berichten sodann Über den dortigen wenig günstigen Ernteausfall. Die alljährliche Abhaltung eine« in-lernationalen Saatenmarlte« in Wien und die Bestellung ..Du willst doch nicht sagen. Kathrin?" fragte Rost º"l ganz Wien 42 neue Erlrankungssälle an Brechdurchfall amtlich gemeldet worden. — (Die wiener Hochquelle n-Wafser» leitung) ist vom Kaiserbrunuen an als auch von Stiren» stein her bi« zum Rosenhügel vollendet, und nur an ein« zelnen Stellen de« Leilungslanals ist noch der Verputz »lt Cement herzustellen. In Temnih laufen bereits die beiden Quellen durch die Kanäle zusammen und im i!ause dieser Tage soll das Wasser schon bi« zum Viabuct in Baden kommen. Für die Eröffnung des Reservoirs auf dem Rosenhügel sind noch drei Wochen Zeit anberaumt worden. Die einzelnen Reservoirs werden durch Telegraphen in Verbindung gefehl. Die Ueoersehung des Wicnflusse« ist fertig; die Arbeiten zum Gabrielli-Hochstrahlbrunnen schreiten rasch vorwärts. — (Crebitverein.) Das Ministerium de« Innern hat der allgemeinen steilischen Ere- .dilbanl die Gründung ciues auf dem Grundsätze der gegenseitigen Haftung del Mitglieder beruhenden Credit» Vereines unter der Bedingung bewilligt, daß von der nächsten Generalversammlung der Aktionäre ein hieraus lautender Veschluß gefaßt und eine Aenderung der Statuten der allg. steir. Kreditbank vorgenommen werden würde. - (Veg leiladressen bei Paketen aufgehoben.) Von der Generaloirection der Posten wurde eine völlige Trennung der Begleiladressen und Pakete de» schlossen. Die Adressen werden der Biiefpoft überwiesen und lediglich als gewöhnliche Briefe behandelt. Durch diese Anordnung tritt eine wesentliche Vereinfachung der technischen Manipulation ein, während andererseits zugleich durch No» ticren der specieUen Pale:e bei den vetschiedexen Ab. und Übergangsstellen die Malische Sicherheit bedeutend erhöht wird. Diese Neuerung ist der Uebergang zu dem ganz» lichen Wegsalle der Begleiladressen bei ordinären Palet» sendungen durch die Post. — (Von S r. Majestäl Kriegsmarine.) Die ..Tr. gtg." vom 2. d. schreibt: Die seit längerer Zeit hier weilende Escabrc de? Condreadmiral« Polorny hat sich in Bewegung gesetzt. Sr. Majestät Eorvetle „griny" ist ausgelaufen, um eine längere Segellreuzung, die sich bis auf die Höhe von Catlaio zu erstrecken hat. anzutreten. Die neu auegerüftete, unlängst hier zur E«cabre gestoßene Corvetle „Fafana" unrd heute abends in Schlepp de« Admiralschiffe« ,Wa" nach Fasana bei Pola abgehen, um dort die zum großen Theile noch ungeübte Mannschaft einzuerercieren. Die E«ladre soll noch Mitte Nugnft wieder hier vereinigt sein, u« d»e Ankunft de« Großfürsten Confiantin, Großadmiral« der rufsischen Flotte, welcher hier aus kurze Zeil verweilen wirb, zu erwarten. Vonseite der Kriegsmarine wirb der Lontreabmiral V. Sterneck'Daublefsly dem Großfürsten die Honneurs machen, welcher sich sodann, ro« wir aus guter Quelle vernommen haben, auf kasematlschiss ,.^issa" nach Pola zur Besichtigung der dortigen maritimen Etablissement« begeben wirb. Wie wir vernehmen, ist soeben der Befehl für die Ausrüstung der neuen und schönen Aach! „Miramar" ergangen, welche dem Großfürsten für die Weiterreise nach Constantinopel zur Verfugung gestellt wer» den wird. Die hier in Ausrüstung stehende, aus der Werfte in S. Rocco gebaute PropeUei'Fregalte ,3ladehly" wird im Laufe der nächsten Woche die erste Probefahrt ablegen und fodann nach Pola abgehen, um vollends ausgerüstet zu werden. Endlich ist Sr. Majestät Dampfer „Kurlalone" mit der Bestimmung nach Fiumc ausgelaufen, von »o er den Gouverneur von Dalmalien FMi!. Br. Modich nach Hara Überführen wird. — (Der Prinz vonWale«) soll, wie au« Peft berichtet wird, im Herbst zur Fuchsjagd dorthin lº»»en. — (Der deutche Kronprinz) wohnte dieser-tage der feierlichen Grundsteinlegung zum neuen Universität«, gebäude in Kiel bei. Der Kronprinz thal die ersten Hammer» schlage, wünschte der Universität Blühen und Gedeihen in dem deutschen Sinne, m welchem »hre Lehrer und Schuler sich bisher bewährt, und brachte schließlich ein Hoch a«f den Kaiser au«, in welche« alle Anwesende aus das lebhafteste einstimmten. Um Abend nahm der Kronprinz an de« Studentencommerfe theil und verweilte bei demselben zwei Stunden lang. - Von Kiel rei«le der Kronprinz nach Ehriftianm. 1272 — (In München) haben sich einzelne Lh»leraf»lle gezeigt. G« »nrden sofort die für den Ansbruch der Telegraphischer Wechselkurs vom /. August. Papier-Rente 6« 55. — Silber-Neule 73 20. — 1860« <3ta»t«-«nlehen 101- . - Vanl'Actim 977. — «redit-Aeti««. 228 — — London 111 —. — Silber 107-. — lt. l. Münz-D»' catm. - Napoleonsd'or 8'86'/,. Handel und Uolkswirthschastliches. Verlosung. (Vraunschweiger 20 Thaler-Lofe.) Vei der al» 1. «llguft 1873 in Vraunschweig öffentlich vorgenommenen M" Verlosung der Serien der Schuldverschreibungen de« Herzog!!" braimschmeigischen Staats>i!otterie-Nnlehen« vom Jahre 1868 ^ 10 Millionen Thaler wurden die nachstehend verzeichneten ^ Serien gezogen, und zwar: Nr. I!4. 165', 26l, 442, 884, 9?^. 1103. 1255, 1601. 1ttl9, 1714, 1840. 1841, 2539. 2602. 2lO 2920. 2995. 3074. 3091. 3242, 3852. 4273. 4363. 46<»5. 4sK 5,32«. 6032. «128. 6464. 689l. 69<2. 6911. 7372, 7277, ?4A 7561, 7903. 8408, 8720. 8908. 97l8, 9728. 9832 und Nr. 99?>' ^ Die Verlosung der in den oben ausgeführten gezogenen 45 Otl" enthaltenen 2250 OewinN'Nummern der Schuldverschreibung wirb am 30. September 1873 vorgenommen werben. Die "s^ Verienziehung diese« «nlehen« findet am 1. November 1873 "" ' Angekommene Fremde. «m s. August. >»»««> «««s»««. Svetec, kittai. - Dr. Mulley, ObeMA anwalt; Hemricher, Oberlanoesgerichtsrath, und Tänzer, ^. dierender, s. Geschwistern, Graz' ^ l!entel, Laas. - 2Mº, Pfarrer, Unterlrain. — Alboni. Privatier. <. Familie, ^ Gmfin Buzett«, Trieft. — Mad. Sabliö, Private, ssiuM« ^ Vrand, Privatier, Wien. 1 ««»»-> ««»««» ^G«^n. ssriedl, ssiume. ^, »»««> «:«>»»p». «obler, Littai. — Vtaiz s. GelN«^ Diqnano. - Maichioro s. Familie, Trieft. ^, IN«,»»>>en. Dr. Ienlu, Wien. — Faidiga, Student, liH train. — l5op, Geschäfts«,., Obeitratn. — Gottescha, PrM Ungarn. — Uscheniznil, Lederer. i,'ack, - Niedervieser, T«^ fabrilsbeamte, s. Familie, Fiume. Hermann. Ingellie' Mstent, Steyr. - Hude, Geschäftsmann, Hönigsieiu. Meteorologische Neubüchtungett m Laiba^ ? ^ ^ « Ä 6U.M«. 739.« ^-16.» wmdftill , heiter 7. 2 ,. N. 728« 4304 ^ O. schwach heiter s- ! 10 .. «b.! 739 »? ! >21.4 , O. schwach ^ heiter ^ , Anhaltend heiter. Nachmittage vereinzelte Feder, und H«H < wollen. Sehr heiß. Abendroth. Da« Taaesmittel der O" > 22 7', um 2 9" über dem Normale. ^ Vtlantworlllcher Nebacteur: Izlnaz v. Kleinmavt-^ ^)^»'s^s»0H»<<4^<' Wien, 6. August. «Line Vteih« von Vaulpapieren, worunter auch die leitendm Effecten, giug heute neuerbing« hüher. Von Schranlenwerthen waren ganz belcndels' nau-«sgulierung«.Lose. . . 97^ ^^ Ung Eisenbahn-Anl..... 97.75 yg ^ Ung. Prämien-Nnl...... 872!> »775 Wiener «lommunal-Anlehen . . ttb.?5 8^20 Actie» von V«»ken. selb ««« »ullIº,Vant.......^5— 186- «aºlver«m.......^7 «reditanfialt, nn,»r.....Illb— 13bb0 Deposttenbaul......82— 94.— 2«c«mpleaußalt......9f<0.— —.- »runco-vanl......80—62 — handtl»vllnl.......104.— 105.— L«nderbantenvenin.....121.— 123.— «»tlonalbant......»77— 379 — Oefterr. allg. Vanl .... 123— 125.-Oefterr. Vanlgesellschaft . . . 200.- 201.- Uuionbanl.......147.- 148 — V«rnn»b«ut.......b4. - 55 — Veriehr«banl.......142- 140.— «etie» »ou X»«»«p»«tUut«««eh. m»ngen «eld «a« «lsöld-«ahn.......1b3- 153.50 »arl.kudwi,-Vahn . . 221— 222 - Donau«Dampfschiff.«Vesellschaft 58^^— 586.— «Ulavtth-Westbllhn.....217. 216 -^ «lis<»b«th.V,hn (Linz-Vndweis« «tt«<«).......191. - 192 — fterdin«md«c«l»rtzb«hn . . . 2100-3110 — ffranz-Iº,tph-Vat,n.....216. 218.—! ^e«b.^l«rn -I«ssy.Vahn. . . 138— 189 —! Held Na« ?l«yd.«esellsch.......494- 495.— Oefterr. Nordwestbahn.... «06 LO «07.50 «udolse-Vahn......lb8.50 1»«) Glaa«bahn.......3l»7 - 33».— «UddatM........187- 188 — lhnß-Vahn.......-.- «0l.— Ungansche Norboftbahn . . . 1«0.— 122.-Ungarische Oftbahu .... 79.— 80 — Tramway.Oestllsch......272.— 274.— Pfandbeles». »llgnn. öfterr. Vodencredit . . 100— 100.50 bto. in 33 Jahren 87— 87.50 Nationalbanl ». V.....90.50 90.70 Ung. «odeucredtl.....80.25 l-0.75 Vrioritsten. Elisabeth-«. I. «m.....94.00 95.- ßerd.-Nordb. G...... 106 25 106.H0 Franz-Joseph-«...... 10320 104.— Hal. «arl-Ludwia.«., 1. 2m. . 102 50 103 — Oefterr. Nordweft-V..... 101.70 102 — «iebenburger ... . 8575 86.— Stº«»,h«h> . I'<4»5 13475 «tld K'? «udbahn k 2'......109.00 l^ib b'/......«e.^^ ««bbahn, Von« ... «ig ^ N«i! Un,. Oftbahn......70'- ?"^ ,««dit-e........ isg.^. lSj, «udolfe-e......' 15.- ". ! Ntchs«l. .gg »ugsdurg........ 93bO ^gc »rarlsurt . ... . 93?" ^?