M /I Sarostag-Soontag 15 Rpl ünarbumt: »eitung Amtliches Organ des Verlag und Schriftleitung: Marburg a. d. Drau, Badgasse Nr. 6. Fernruf; 2.S-67 25-68. 25-69. Ab 18.30 Uhr ist die Schriftlcitung nur auf Pcrnruf Nr. 28-67 erreichbar. — Unverlangte Zuschriften werden nicht rückKCsandt. — Hei Anfragen ist das Rückporto beizulegen. — Postscheckkonto Wien Nr, 54.fi(i8 Stelrischen Heimatbundes frscheliit wöchentlich sechsmal als Morßenzeitung (mit Ausnahme der Sonn- und l'eicrtaec). Hcrzu^sprcis (im voraus zahlbar) monatlich RM 2.10 einschl. Postge-^Mhr: hei l iefcning im Streifhand zuzügl. Porto; bei Abholen in der Geschäftsstelle RM 2.— Altreich durch Post mniiatlich RM 2.10 zuzlitil. 36 Rnf. Zustellgebühr !Jlr. 288 Ollar(>uro-3)rau, ®onner«tQg, i5. öftofeer 1942 82. ;3at»rgano Neue Schläge unserer Unterseeboote Wieder 18 Scliiffe mit 145000 brt versenict Torp^dierungm yom Kap der Guten Hoffnung bis Neufundland — Schnelle und wertvolle Truppentransporter vernichtet Beherrschende Beigstellungen an der Strasse nach Tuapse erstürmt TChrerhauptquartier, 14. Oktober Dm Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Im Kaukasus an der StraOe von Maikop nach Tnapse erstürmten Truppen des deutschen Heeres, unterstützt durch Sturzkampfund Zerstörerverbände der Luftwaffe, wettere beherrschende Höhenrücken und Bergstellungen. Hierbei wurden allein in einem Divisionsabschnitt über hundert befestigte Stützpunkte genommen. In Stalingrad und an der Don-Front wurden einige Gegenangriffe und Vorstöße der Sowjets abgewiesen. Ostwärts der Wolga bombardierten Kampfflugzeuge am Tage Truppen* und Maferialtransporte und bei Nacht Flugplätze der Sowjets. Auf der Wolga wurde ein Handelsschiff mittlerer GröSe versenkt. An der Don^Front schössen italienische Jäger ohne eigene Verluste zwei feindliche Flugzeuge ab. Im niittleren Frontabschnitt wurden bei der Vernichtung eines feindlichen Stützpunktes 64 Bunker genoramen und eine An-sahl Gefangener eingebracht. Ira Finnischen Meerbusen schosBen Jagdflugzeuge bei Tiefangriffen ein sowjetisches Kanonenboot In Brand. Bei der Bekämpfung vou Flugstützpunkten auf der Insel Malta durch deutsche Kampfflugzeuge wurden auch gestern große Zerstörungen und Brände erzielt. In heftigen Luftkärapfen schössen begleitende deutsche Jäger ohne eigene Verluste dreizehn britische Jagdflugzeuge ab. Ein eigenes Kampfflugzeug ging verloren. In Nordafrika waren während des ganzen Tages motorisierte Kräftegruppen und Zeltlager der Briten an der mittleren und südlichen Alamein-Front heftigen Angriffen deutscher Fliegerverbände ausgesetzt. Deutsche Jäger brachten sechs britische Jagdflugzeuge bei zwei eigenen Verlusten zum Absturz. Britische Bomber griffen tn, der vergangenen Nacht das norddeutsche Küstengebiet an. Die Bevölkerung hatte Verluste. Durch Spreng- und Brandbomben entstanden vor allem in der Stadt Kiel Sach- und Gebäude-srhäden. Nachtjäger und Flakartillerie der Luftwaffe und Marinf? schössen narh bishrr vorliegenden Meldungen zehn feindliche Flugzeuge ab. Leichte deutsche Kampfflugzeuge erzielten gestern he! fiberraschendeii Vorstöl^en Volltreffer in kriegswichtigen Anlagen auf der englischen Kanalinsel Wight. Im Seegebiet ostwärts der Insel wurde ein großes Schwimmdock durch Bomben beschädigt. Wie durch Sondermeldung bekannlgegeben, haben deutsche Unterseeboote wiederum schnelle und wertvolle feindliche Truppentransporter vernichtet. Sie versenkten vor Kapstadt den britischen Passagierdampfer „Orcades" mit 23 456 brt und zwischen Free-iown und Kapstadt den britisch-kanadischen Passagierdampfer „Duchess of AthoH" mit 20 119 brt. Die beiden für die Beförderung Neuer Wilson-Dreh oesuchl Stockholm, 14! Oktober Der nordamorikanischa Kommentator Vol-ney Hnrd erklärte in einem Rundfunkvor-trag, dar Weltkrieg 1914—IGlfl sei vör allem auf geistigeni Gebiet, und zwar durch das Wilsonsche Programm der 14 Punkte gewonnen worden. Ähnlich stehe es in diesem Kriege. „Auch in diesem Kriege brauchen wir etwas Ahnliches, um zur Beendigung des Kampfes beitragen zu können." Man kann sich unschwer vorstellen, daß diese offenherzige Auslassung, mit der Hurd die ganze „Strategie" der Briten und Nord-ainerikaner aus dem Sack gelassen hat, dem IISA-Kommentdtor inzwischen bereits die schwersten Vorwürte seiner vorgesetzten Stellen eingebracht hat. Aber Hurd hat mit seiner klaren Feststellung vielleicht seinen Hörern, nicht aber dem deutschen Volk etwas Geheimnisvolles verraten Im Bewußtsein des nationalfiozialistlschrn Deutschlands ist die Kenntnis um diese hinterhältige feind-Mebe Kriegsweffe längst fest vaiankufli von 9000 bis lOOOO Mann mit Waffen eingerichteten schnellen Schiffe waren im Truppentransport nach Ägypten und den Mittleren Osten eingesetzt. Im gleichen Seegebiet wurden zwei weitere Schiffe von 17 42.'> brt versenkt, sodaB der Feind vor der Westküste Südafrikas erneut öl 000 brt verlor. Obgleich anhaltende schwerste Herbststürme die Operationen slark bebinderlen, versenkten andere Unterseeboote Im Nordatlantik aus narh England bestimmten voll beladenen und stark gesicherten Geleitziigen In tagelangen härtesten Verfnigungskäinpfen 14 Schiffe mit zusammen 82 000 brt und beschädigten zwei weitere Schiffe durch Torpedotreffer. Damit hat der Gegner in den letzten vier Tagen zwischen Neufundland und dem Kap der Guten Hoffnung erneut durch deutsche Unterseeboote 18 Schiffe mit 143 000 brt verloren. Bei den Geleitzugkärapfen im Nordatlantik hat sich das Unterseeboot des Oberleutnants zur See Trojer besonders ausgezeichnet, das aus einem Geleitzug acht Schiffe mit 47 000 brt herausschoO. DreiBig leindHciie FloQxeotie abgeschossen Rom, 14. Oktober Der italienische Wehrraachtbericht gibt bekannt; An der ägyptischen Front schössen deutsche Jäger in harten Kämpfen neun Flugzeuge ab) zwei weitere wurden von unserer Bodenabwehr zum Absturz gebracht. Die feindliche Luftwaffe unternahm iu der Nacht zum 13. Oktober einen Angriff auf Tobruk, in dessen Verlauf ein Flugzeug, von der Bodenabwebr getroffen, ins Meer abstürzte. Starke Bomberverbände der Achsenmächte griffen weiterhin die Flugplätze von Micabbh und Halfar mit sichtlichem Erfolg an. Die bcfilGltenden Jciger standen in dauernden Luflkampfen mit starkrn Veriiänden von Spitfirps und srhnssrn 19 davon ab. Vier unserer Flugzeuge kehrten von ihren Feind-flügen der letzten zwei Tage nicht zu ihren Sti'itzpunklen zurück. In dor vergangenen Nacht Writfrn feindliche Flugzeuge Dornhen auf C^atania ab und beschossen die Ortschaft Gerbipi n^it ihren Rnrdwrtffen. Es werden keine Opfer gemeldet. Im mittleren Mittelineer wurde ein Dampfer mit 400 englischen Gefangenen an Bord von einem englischen U-Boot torpediert und versenkt. Unsere Mannschaft, die sich bei der Rettungsaktion voll einsetzte, rettete bisher 271 überlebende Gefangene. Eines unserer im Atlantik operierenden U-Boote kehrte nicht zu seinem Stützpunkt zurück. Es steht fest, daß ein großer Teil der Besatzung vom Feind gefangengenommen wurde. Die Familien wurden benachrichtigt. Gliidtwünsdie des Fahrers Berlin, 14. Oktober Der Führer hat Seiner Majestät dem König von Afghanistan zu seinem Geburtstag am 1.5. Oktober mit einem in herzlichen Worten gehaltenen Telegramm seine Glückwünsche übermittelt. Neue EichünianbträQer Berlin, 14. Oktober Der Führer verlieh dem Hnuptnmnn Karl Torley aus Iserlohn, Führer eines Infanterie-batalilonv4, und dem Hauptmann Johannes Kümmel aus Co8\vig\Sa., AbteilunR'.«?kom-mandeur eines Panzerrefjinienia in Afrika, daa Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eii?er-nen KreuMs, Kampfgabi Besonders empHndlltlie Verluste Zwei moderne Schnelldampfer von U-Booten gefaßt — Trotz Windstärke 11 blieben unsere U-Boote Sieger Berlin, 14. Oktober ' Zu den neuen deutschen U-Booierfo.uron teilt das Oberkommando der Wehrmacht mit; I Wiederum ist e.s tin.iereji Unterseebooten preiimRen, beffondera schnelle und wertvolle feindliche Tnj]>pentransporter zu fassen. Der Dampfer »Orcades« war für eine Geschwindigkeit von 22 Seemeilen, die »Duchesa of Athol« von IR Seemeilen gebaut. Während diesen Schiff im Besitz der Canadian Pacific In Friedenszelten auf nördlichen Seewegen verkehrte, handelte es sich bei der »Orcades« um einen p:anz modernen, er.«?t gebauten Tropendampfer der Orient Pteam Navijjation Company. Dieses Schiff konnte neben seiner grollen Pa.ssag'icrein-richtung 11800 Ladetonnen an Fracht befördern. Es war eine.s der schnellsten und größten britischen Tropenschiffe, das gerade wegen dieser Eiigenschaften als ein muater- , gültiger Truppentransporter galt. Die beiden Schiffe konnten zusammen bis lO 000 Soldaten befördern. Was schon durch die kürzllcho Vensenkung des USA-Truppentransporters im Norclatlantik bewiesen war, bestätigt sich: Auch die schnellen von der feindlichen Kriegführung elnge.setzten Passagierdampfer sind vor den U-Booten nicht sicher. Auch der von einem Italienischen Unterseelwot versenkte Dampfer >Oronsay« hatte eine Oeachwinrligkelt von 20 Seemeilen. In kurzer ^^eit Iwt die feindliche Tnippen-transportflotte die folgenden schnellen Passagierdampfer verloren: »Orcades« (23 4j6 brt, 22 SeemiMlen Geschwindigkeit), »Du-chess of Athol« (20 119 brt, 18 Seemeilen), »Orajisay« (20 043 brt, 20 Seemeilen), Typ »Vlceroy of Indla« (10 627 brt, »18 Seemeilen), Typ »Heina del Paclfico« (17 702 brt, 19 Seemeilen), Typ »Derbyshlre« (11660 brt. 1f> fteemeilen), zusammen somit sechs schnelle Truppentransporter mit 112 607 brt. Bei diesem schweren Verlust der feindli- chen TransiKirtflotte h.andelt es sich um un-ersetzlirhe Srhiffe, da Schiffe dieser Art weder unter dem englLschen noch unter dem amcrikanl.'=ichen Schiffsbauprogramm nachgebaut werden. Neben der Stönmg de.s feindlichen Nachschubs nach dem Nahen und Mittleren Osten auf dem neuen Seekrlegsschauplatz vor Südafrika, geht die Tran.sportschlacht im Atlantik weiter. Unter den im Nordatlantik gegenwärtig herrschenden Wetterbedingungen sind die Frfolge in den Geleitzugschlach-ten dieser Tage hervorragende militärische imd seemftnni.oche Lelstimgen unserer Boote. Schon seit Anfang Oktober fegten schvver-ste Herbststürme Uber die See, die in Böen die Windstärke 11 erreichten. Gegen tunn-hohen Seegang mußten sich unsere U-Boote den Weg an den Feind erkSmpfen. Trotzdem gelang ihnen eine f^eihe von Angriffen. Das Untcrseetviot unter der Fühnmg des Oberleutnants zur See Trojer, der seine erste Felndfnhrt als Kommandant machte, versenkte in einer Nacht vier Dampfer au« einem stark ge.^ichcrten Rnglandgelelt, hielt sich den ganzen Tag über bei schwerster See am Feinde, stieß in ilef folgenden Nacht erneut in den Oeleitzug hinein und versenkte vier weitere Schiffe, Danmter befand sieh das tief heladene Walfangmutterschiff »Vofltfold«, daa mit seinen 14 r547 hrt eine I^ulefHhlgUelt von 21 844 (^ewlehtstnhnen WaHM besitzt. In zwei Nächten hat der junge Kommandant mit seiner tapferen Be-«lolzimg 47 ODO brt versenkt. Zur Flrgänzung des mangelluvften Nachrichtendienstes unserer Gegner seien von den Schiffen, die seit Anfang dieses Monats auf dem Reekriegssehauplatz Südafrika versenkt Wurden, noch die folgenden namentlich mitgeteilt: »Hexamelia« (4081 brt), »Chlcasaw City« (fliOß brt). »Coloradan« (6rir>7 brt), Gelendene«: (4412 brt). -»Flam« (f!ri.''.7 brt). tSteel Scientist": (r)688 brt). .\trapenof« (7392 brt) und »Swiftsurc« (8207 brt). »Wenn die Deutschen es wagen tollten, Krieg gegen Polen zu führen, dann werden sie sich der ungeahnten Macht de« gesamtes britischen Weltreiches gegenüber aehen!« So, wenig,stens dem Sinne nach, drohte ein englischer Rundfunksprecher einige Tage vor dem 1. September 1939 und versuchte auf diese Weise mit echt engliachem Bluff, das deutsche Volk wankelmütig zu machen ia der Wahrung seiner helligsten Rechte, im Schiatze deutschen Volkstumfl und alten Reichsbodons, während gleichzeitig durch solche grol^mäullge Schaumechlägerel der polnische Größenwahn zu wahrhaft viehischen Haßorgien aufgestachelt wurde. Selbstverständlich' hatten di« britischen Politiker fein säuberlich zusammen addiert, was es auf dem irdischen Globus an verblendeten, willfährigen oder abhängigen und versklavten Völkern gab, die vorauabe-stimmt waren, die englische Drohung gegen Deutschland, gegen dieses wegen seiner Rechtlichkeit ebenso wie wegen ßeinoa unerhörten Fleißes lästigen und von den britischen Kriegshetzern zutiefst gehaßten Volkes, in die Tat umzusetzen. Und diese Verbrecher rechneten sich aus: KehieBwegi anders al.'^ 1914—1918 würde sich der Ablauf der Dinge gestalten. Genauso wie da*' mals mußte es kommen, denn zu Lande garantierte Frankreich den britischen Plan, imd zur See? — Du liebe Zeit, hatte nicht Lord Palmerston schon den Deutschen geraten, »den Boden zu pflügen, mit den Wolken zu segeln oder Luftschlösser äu bauen, niemals aber sich einfallen zu lassen, die hohe See oder auch nur Küstengewässer zu durchfaliren!« Das \^'llrdc im Ernstfalle die in altem Ruhme Nelsons blinkende Briten« flotte schon neuerlich wahr werden lassen ..» Aber dann kümmerten sich plötxlich dteM Deutschen gar nicht um solch schaurige Drohungen, schlugen vielmehr in achtzehn Tagen Polen wie einen Hottentottenstamm zi'sammen, fajizinierten mit ihrem Wejstwall die Franzo.sen, saften Über Nacht an Norwegens Küsten und überrannten wenige Wochen später (las ganze westliche Verteidigungssy-sicm getreuer Briten-Vasallen so schnell uni griindHoh, daß die Engländer nur mit bedenklich feuchten Hlntem den rettend#!* Strand von Old England erreichen kohrtnn. Panmod! Nie wieder Dünkirchen! — Tja, wer hätte das gedacht! — Wie brachten diese Deutschen so etwa« nur fertig? Sie hatten Waffen, sie verhungerten nicht, sie besaßen sogar Elan! Aber England tröstete sich über diese unangenehmen Überraschungen; denn es sah Im Schöße der Zelt für sich noch gewaltige (IThancen verborgen: Auf dem Bai kern regte man sich schon und die Sowjets warteten nur Auf dftn richtigen Moment, und nach ihnen aber würde schließlich Bruder Roosovelt dftfU^ sorgen, daß die bolschewi^tlacheh Bftumö, das Sowjet-Unkraut, nicht in d6n Hlnxn)Ät wachse. Da — verdammt! — fegtfen Äläie Deutschen Jugoslawien Weg, be<6tzten KrttA und kamen danach dem r6ten Kolöß .«niVOf, sprangen ihn sogar selber Äh. Söhlag Auf Schlag zerbröckelte nun äelfie dö(5h Wlfkllfth gewaltige Macht. »Die SöWjetüniöft Tttuß mit allen erdenklichen WäfföTi, Truppen, tttlfg-mlttcln und strategische Elnfälleft unlff-stützt werden. Wenn die UdSSR Stirbt, iSt alles verloren«, zeterte schoii Ende S^ptefh-ber 1041 der Londonef '^DAlly Hftrald«. mußte also, wenn das so weiterging, recht-zeltig etwas geschehen, mvißte die letzte Reaorvc USA die deutschch Ktäftfe Verzetteln helfen. Allerdings mächte fllCh flUCh da Mn unangenehmer Beigeschmäck beMerkbfti». Schrieb doch das »Journal of thft Ärrterican Modical Association* äm 21. AilgTiist 1941: I "Amerika ist daÄu bestimmt, dlfe Aufgabe j zu vollenden, die es vöt RW'anztg Jah^^n hittte durchführen sollen und äu flei* M ge-! eignet urtfl fähig ifet: der beherrschende L«l-j ter der Völker Welt ZU werdet^.« ! Warum ging nur alles so gana und gar i schit^f? Immerhin, 1014'ift hatte das (^lück ; auch nur an einem aeidenen Seite 2 »Marburger Zeitung'* 15. 01ber 1042 Nummer 288 gen, und der war damaJa nicht gcriBsea. Es Halt« sogar ein recht kräftiger Versailler Strick daraua gedreht werden können, nur ieider noch nicht feat genug... Dennoch — der rusaische Winter, die so-wjettache Unerachöpflichkeit und brutale Verachtung aller Lebenswerte würde für die Anglo-Amerikaner die große Wende als Friihjahrsgcachenk 1942 bringen. Dem Sturm, der dann nach des Winters Grauen den Deutschen entgcgenbrauaen würde, konnten sie nieniala standhalten. Tod und Teufel! Der Winier war vorbei, und die Deutschen waren nicht erledigt, sie standen im Osten noch ünmer fest am alten Platz. Außerdem waren die Japaner von Sieg zu Sieg gestürmt: Pearl Harbour, Hongkong, Singapur, die Sunda-Inseln, die Philippinen und Burina. Und nun gingen die Deutschen los, plötzlich sind sie in Tobruk und vor Ei Alamein. Dann kam Sewastopol, Rostow, der Kaukasus, Stalingrad — wie konnte ao etwas nur sein? — Statt Winter, Hunger, statt Sturz des Naziregimes? — Ja, ihr allen Kriegsverbrecher, ihr Juden lind Plu^okraten, das werdet ihr eben nie verstehen. Ihr habt alles bcrcchnet, was es an Möglichkeiten gibt und geben könnte, nur eines nicht: den Kampfgeist des deutschen, des anständigen Menschen überhaupt. Heute sind es zwanzig Jahre, daß Adolf Hitler mit einem Häuflein von achthundert Mann zum Deutschen Tag nach Coburg zog, genau wissend, daß ihn und seine Schar ein Hexenkessel roten Terrors umbrodeln würde. Allein, was machte das aus. Wer nationalsozialistischem Kämpfertum mit Gewalt entgegentrat, würde Gewalt verspüren. Und so schreibt der ehemalige Oberstaffelführer Petzendorfer, der mit der 3. Hundertschaft der Münchener SA dabei war; »Ich sah unseren Führer Adolf Hitler, wie er nach links in den andrängenden Keil der Gegner mit seinem soliden Eichenstock Hieb auf Hieb regnen ließ. Neben ihm kämpften Julius Schreck, der Führer der seLnerzeitigen SA, Leutnant KUntzsch, Präsident Weber, Parteigenoese Wutz, Oskar Körner, Anton Drexler, Dietrich Eckart...« — Das war na. tionalsozialistische Kampf kam eradschaft und nationalsozialistischer Kampfgeist. Und nun stelle man .lieh einmal Winston Churchill \'or mit schiefhängender Importe im Mundwinkel, in weißer Tropenkluft und mit breitem Sombrero... Die jungen Völker Europas aber sind durchpulst von jenem unbändigen Kampfgeist der Selbstbehauptung, der am 15. Oktober vor zM'anzig Jahren den Kämpfern Adolf Hitlers, wie er selbst in »Mein Kampf« sagt, >zum ersten Male seit dem Jahre 1914 die Gleichheit der Staatsbürger vor dem Gesetz wieder hergestellt« hat. Und wie prophetisch empfinden wir es, wenn wir weiter seine Worte le.scn: »Viele erkannten zum ersten Male in der nationalsozialistischen Bewegung die Institution, die aller Wahrscheinlichkeit nach dereinst berufen sein würde, dem marxistischen Wahnsinn ein cnt.«*prc-chendejj Ende zu bereiten.« So ist nichts am gegenwärtigen großen Geschehen in der Welt ein Zufall, und unsere Gegner, die da immer noch wähnen, Deutschland und seine Verbündeten würden eines Tages der Zeit erllegen, wissen nichts von jenem Kampfgeist, der das zündende Feuer aller wirklichen Revolutionen ist und der die Glut der Begeisterung allen Gefahren zum Trotz erhält bis zum endgültigen Sieg. Und es bedeutet gewiß auch mehr als einen bloßen Zufall, daß in jenen gleichen Tagen, in denen Adolf Hitler den Willen zum Kampf um die neue Zeit durch die Tat bektindete, Benito Mussolini am 28. Oktober desselben Jahres seinen Marsch auf Rom zum Siege führte. Es waren gleiche Ideen und gl eich 0 starke Herzen, die damals zu marschieren begarmen. In gleicher Zelt in gleichem Geist zu g*ct-rhen Zielen angetreten, stehen heute die beiden Führer an der Spitze ihrer Völker im Kampf auf dem Marsch in die Freiheit. Ihrem und dem Kampfgeist ihrer VölV:er TT\d Verbündeten wird die Zukunft gehören! W. H. Dammann Roosevelt setzt Daumenschrauben an „Di« Geduld d«r USA Ist bald erschöpft" — UnverhUllte Washingtoner Drohungen gegen die letzten Neutralen Südamerikas Genf, 14. Oktober !n einem Leitartikel über die Reaktion Ai-ßcntiniens und Chiles zur Rede von Suinncr W'ellcs schreibt die »Washington Posto: »Es wäre nicht übertrieben, wenn man hinsichtlich unserer BcziehunRen zu den einzigen Nationen, die in dieser Hemisphäre neutral gehliehen sind, sagen würde, daß der Augenblick, wo man seine Karten auf den Tisch legen sollte, gekommen ist. Ks ist gewiß, daß die kiir/Jichen [irciciiissc deutlich (iurcliblickcn lassen, daß die (icdiild der Vereinigten Staaten bezüglich der von diesen Ländern verfolßten iinhcstinmiten Politik bald erschöpft ist. Die Nationen müssen sich entscheiden, nh sie bereit sind, dem Feind der l'reiheit der Welt direkt oder indirekt zu lielfen, oder ob sie ihre Beziehungen zu den A^ächten des Übels abbrechen wollen. Welles, der eine 28jährige Iirfahrung auf diplomatischem Ocbiet hat, hätte es nie gewagt, durch eine zufällige Bemerkung oder unüberlegte Worte, die veröffentlicht werden sollten, eine solche Reaktion liervurzurufcn. Alan darf deshalb annehmen, daß seine Br-kläiung erst nach sorgfältiger lirwägung und nach Benachrichtigung unserer Vertreter «n Chile und Argentinien abgegeben worden ist. In ganz Ibero-Amerika hält man Welles für einen der llauptverteidiger der Doktrin von der panamerikanischen Solidarität. Er muß seine Worte mit einem ganz bestimmten Ziel ausgesprochen haben. Man darf daher glauben, daß er damit andere südamerikanische Nationen, welche der gemeinsamen Sache im Kampf gegen die Achse dienen, ermutigen und dem argentinischen und chilcnischen Volk zeigen wollte, daß eine politische Umstellung hei den anderen amerikanischen Nationen den besten Ijtulrnck erwecken würden. Da diese Worte von einer amerikanischen l^cgierung ausgesprochen wurden, die sehr viel dazu heigetragen hat, die l'reundschaft nut Südamerika zu festigen, so kann man ihnen nicht den Sinn einer Drohung (!) oder einer unfreundlichen diplomatischen Geste gehen (!).« Zwar hat der chilenische Präsident Rios Die Saat geht auf Herausfordernde Wünsche der englischen Kommunisten — Entlassung dreier Minister und Errichtung der zweiten Front verlangt Genf, 14. Oktober ' die Relegt wurde durch ständiges Nachge-Der Zentralausschuli der koinmunistisclien l^en K<;Renüber sowjetischen Wünschen. Auf-I^artei Großbritanniens hat. wie »Baltimore [lebuna: des .Daily Worker«-yerbot u dgl. Sun. aus London meldet, die sofortige Knt- Hie liolschewKsierunK des britischen Inse-lussung von drei britischen Kabinettsmitglie- reiches Rcrat allniahlich auf die steile Gleit-dern, zwei Rotscliaftern sowie einer Anzahl hahn. ^ anderer amtlicher britischer Persönlichkei-' England soll W'mterpelze für die Sowjets ten gefordert, »die unfähig seien, einen Krieg liefern gegen den Faschismus zu führen«. | Es ist bezeichnend für die scliwierige Lage Die drei Minister, deren Aintseiithcbung der Sowjets, daü sie sich sogar für die Lie-die hritisclicn Knnniuinisten verlangen, seien ferung von Winterpelzen für die kämpfende Kricgsiniiiistcr Sir Jaincs Grigg, Indienniini- Truppe an die P'ngländer wenden müssen, ster Aniery und Lordkanzler Viscount Simon, Nachdem in f:nglaiid und In .den Domminien während es sich bei den beiden Botschaftern eine Pelzsannnlung unter dem Protektorat utii den britischen Botschafter in Madrid. Sir von Frau Churchill durchgeführt wurde, er-Sanuiel Hoare, und den in Washington, Lord hebt sich nun die Schwierigkeit der Zustcl-Halifax. handle. Imig angesichts der (leleitzug-Katastrophen Außerdem seien vom Zcntraluusscimü der im n()rdl!chen Kisineer. f-'rau Churchill sagte kommunistischen Partei Entschließungen an-^ nach einem Bericht des »Dailv Sketclu: genommen worden, in denen sie tiefgreifende »Die Verschiffung der Pelze bereitet uns Unibesetzungen im britischen Generalstab j größte Sorgen. Wir geben jedem Schiff nur und erneut die sofortige Lrufinung einer eine geringe Anzahl mit, sodaß bei Schiffs-zweitcii I'nmt fordert. | Versenkungen nicht ein (iesamtverinst ein- So also hält Stalin sein Versprechen, daß »'"elen kann.'c Auch hier sehen sich also die er — wie die englische Presse seinerzeit berichtet? — Churchill bei seinem Moskauer fksuch gegeben haben soll, sich nicht in inncrpolitische Angelegenl'eiten Lngla.nds Sowjets auf englische Versprechungen und Redensarten angewiesen. ticferimgcn, die nicht anltomnien Wie Reuter aus f.ondon meldet, antwortete einzumischen. Ls ist elien unmöglich, | der üiiterstaatssekretär im Außenministerium dem 'I eufel nur zum 'Icil zu verkaufen. \^er|I a^^, j,,|f Qj„Q Anfrage im Unterhaus, oh sich mit ilini einläßt, wird mit Haut und Maar (iioRiii-itiimiien die für die Sowjetunion vor-versclihingeii! j gesehenen Lieferungen zu den vereinbarten lingland macht jetzt die gleiche Lrfiihrung Terminen abgesandt hatte, mit »Ja«. I'> wie andere Länder, die mit dem Bolschewis-1 wurde weiterhin gefragt, ob alle möglichen mus paktieren zu können k'laubten, r)line j Anstrengungen gemacht worden seien, um sich an das zu halten, was in offiziellen Ge-1 das Material in solchen l'ällen. wo es drin-spraclien vereinbart worden ist, macht Mos- jreiid bencitigt wurde, beschlcunict zu lie- kau seine Forderungen geltend durch die ililfstruppe, die es sich auch in lingland errichtet liat und die den Winken des Dralit-zieliers Maisky bedingungslos gehorcht. Jetzt erntet KnglanJ die Früchte einer Saat, fern. Darauf antwortete Law: »Wir tun unser Möglichstes*. Man vergaß allerdings zu fragen, oh die vorgesehenen Lieferungen tatsächlich auch in der Sowjetunion angekommen sind. Augenzeugen gegen Roosevelt Wie die „Reina dcl Pacifico" und die„Viceroy of India*' versenkt wurden — Zwei U-Bootkommandanten berichten llngarn geaen die Parasiten Budapest, 14. Oktober Wie MTI meldet, nahmen die Stadts-»ckretäre im Justizministerium, im Land-wirtschaltsministerium und im Hrnahrungs-ministerium an einer Landwirtekundqebung der ungarischen Regierungspartei in Szentes teiL Staatssekretär Barczay kam in seiner Rede auf die inneren Feinde zu sprechen und erklärte, daß in Ungarn rund eine Million Juden leben, die um jeden Preis Panik, Mißtrauen und Uneinigkeit im Lande stiften wollen. Außerdem gebe es noch einige, die sich noch nicht darüber im klaren seien, daß sie in einem totalen Kriege lebten und die noch immer erwögen, ob er mit einem deutschen oder einem englischen Siege enden werde. Sie seien Verräter der Nation. „Für Ungarn", so schloß Dürczay, ,,ist nur ein Sieg möglich: der Sieg der Achsenmächte und an ihrer Seite der Sieg Ungarns. Und gegen diese Verräter der Nation wird wie gegen Hochverräter vorgegangen werden." Der Staatssekretär im Ernährungsministerium Jurzsek sprach über die Ernährungslage. Er erklärte u. a., daß im gegenwärtigen Kriege niemand unrechtmäßig zu Reichtum gelangen werde. Auf unlauterem Wege er- | worbene Reichtümer würden zur Deckung [ der Krieqskosten in Anspruch genommen j werden. In den nächsten Tagen werde eine i Regierungsverordnung erscheinen, welche | die Schleichhändler mit der Einziehung ihres flesamten Vermögens bestrafe. Berlin. 14. Oktober Zu Vertretern der deutschen i^resse sprachen zwei deutsche Uiiterseebootkonmian-danten, die Zeugen für die Versenkung der beiden großen Truppentransporter Reina de! Pacifico« und »Viceroy of India«', die der OKW-Bericht vom 2H. Sept. iiieldete, waren. Oberleutnant zur See llellriegel bericlitet: 72 Stunden war ich mit meinem Boot liiii-ter dem Geleitzug her, bis Ich ihn KCgen Mittag zu Gesicht bekam. Ks war der 2.\ September, Bis zum Abend verfolgte ich ihn, ohne Ihn angreifen zu können, hatte aber dadurch besonders gute Gelegenheit, ihn zu beobachten. Ks waren vier große Schiffe, lauter Zwei-Schornstein-Dampfer, ganz große Kästen. Während ich selh^ noch nicht in der Lage war, einen Schuß abzufeuern, beobachtete ich die Versenkung der »Vlceroy of Iiidia«, die ein glücklicheres Boot aus dem Geleitzug herausschoß. Ich selbst brauchte noch die Nacht, um mich entsprechend lier-anzuarbeitcn, und gegen Morgen war es dann auch für mich so weit. Zwei Torpedos schoß ich auf die »Reina dcl Pacifico«. Es gab eine Stichflamme von hundert Meter Höhe, einen Rauchpilz, und nach einer Minute war nichts mehr zu sehen. Es schwaininen auch keine Menschen, keine Boote, das Schiff war mit allem restlos weg. Nichts mehr von ihm konnte am Leben sein. T^aß es sich um ein Schiff des Typs »Reina del Pacifico« handelte, steht zweifelsfrei fest, wenn man seinen Aufbau, seine klaren Linien, die Brücke ganz dicht am Schornstein und all die anderen für uns Seeleute untrüglichen Kennzeichen berücksichtigt.« Kapitiinleutnant Walkerling hatte mit seinem Boot als einer der Arsten die L'üblung mit dem Geleitzug bekoirunen. Am Naciimit-tac des 25. September bejteenete ihm zuerst aus dem Snniiensektor hcrnus ein jrroßer Passagierdampfer mit zwei Zerstörern. Er halte zwei Schonisteine und sah dem deutschen Mapag-Motorschiff vSt. Louis.< sehr ähnlich. Da beobachtete er die Torpedierung der »Viceroy of India«. Er hielt dann weiter l'ülilung und sah in der Nacht vier bis fünf große Zwei-Scliorn-stein-Daiiipfer. Da war plötzlich der lünunel auf eine Entfernung von acht Kilometern blutigrot, und nach einer Minute schon war nichts mehr zu sehen. Er sah auf die Uhr, denn daü das eine große Scliiffskatastrophe bedeutete, war ihm klar. Die genorniiiene Ulirzeit deckte sich genau, wie ein späterer Vergleich ergab, mit dem von Oberleutnant zur See Hellriegel angegebenen Zeitpunkt für die Torpedierung der »Reina del Pacifico«. Kapitänleutnant Walkerling war nicht so glücklich, auf einen der großen Truppentransporter zu Schuß zu kommen. Er mußte sich damit begnügen, eine Stunde später einen Erachter von 5000 brt zu versenken. Am nächsten Tage trieben an der Versenkungsstelle der »Viceroy of India« noch die Boote herum, die voll besetzt gekentert waren. was zu der Annahme berechtigt, daß die Truppentransporter mit Mannschaften besetzt waren. Für den Transport von 13 000 Mann waren die Schiffe eingerichtet. Da versteht man, daß Roosevelt sich mit Münden und r'iißen dagegen wehrt, diese Versenkungeti zuzugeben. Denn es ist nicht nur ein sehr schwerer Verlust, wenn man an die Schiffe und die Mannschaften denkt, es ist für ilni selbst besonders peinlich angesichts der bevorstehenden Wahlen. Hat er doch, bevor er selbst wiedfr zum Präsidenten gewählt wurde, den amerikanischen Müttern das Versprechen gegeben, keinen Amerikaner dem Krieg zu opfern. wegen der unverschämten Anmaßung Welles' die Reise nach Washington aufgeschoben, und in der C)ffentlichkeit der Heiden neutralen Staatrn Südamerikas ist eine heftige Reaktion entstanden. Die unverhüllte Drohung der »Washington Post« zeigt aber, daß Roosevelt sein Ziel noch längst nicht aufgegeben hat, ganz Südamerika in den Krieg gegen die Dreierpaktmächte hineinzuziehen. Man stelle sich vor, daß in Europa ähnliche Worte gegen die Neutralen geschrieben worden wären — wie hätte die Jiidencliqiio in USA dann getobt und gegeifert! Die lieuclilerischen Matadoren der demokratischen »Ereilieil« aber glauben sich eine solche Sprache erlniiben zu dürfen gegenüber Ländern, die deutlich genug erklärt haben, eine Kriegs-beteiligmig widerstreite ihren politischen und wirtschaftlichen Interessen. Denn Roosevelts Begehren nach Weltherrschaft ist unersättlich und der Imperialismus de» Dollars läßt Selbständigkeit und Neutralität nicht gelten. Chile unter stärkstem Wirtschaltsdriick Die Entrüstung der chilenischen Öffentlichkeit über die Rede des USA-Unterslaats-sekretärs Sumner Welles wird noch erhöht durch die immer schärfer werdenden Zwangsmaßnahmen der Vereinigten Staaten gegen die chilenische Aus- und Einfuhr. Man erklärt in chilenischen Wirtschaftskreisen, die Vereinigten Staaten suchten Chile und Argentinien m.it allen Mitteln in den Krieg hinein-zuzwingen, und man bereite in Wallstreet eine allgemeine Wirtschaftskatastrophe in Chile vor, weil sich die Regierung den politischen W^ünschcn Washingtons nicht fügen wolle. Ausgangspunkt dieses Feldzuges gegen die chilenische Wirtschaft ist die neue Stufenordnung des amerikanischen War Production Board für die Belieferung iheroamerikani-scher Länder mit USA-Waren. Bevorzugt beliefert werden sollen gemäß dieser Sfiifen-ordnimg die südamerikanischen Staaten, die an Amerikas Seite in den Krieg eingetreten sind, also beispielsweise Brasilien. Schon etwas schlechter gestellt sind die Staaten, die mit den USA verbündet sind, aber nicht formell Krieg führen. An dritter Stelle stefien die Staaten, welche die diplomatischen Beziehungen mit den Achsenmächten abgebrochen ' haben. Schließlich ganz zuletzt kommen Staaten wie Chile und Argentinien, die ihre nationale Soiiveränitet und ihre politische Selbständigkeit 711 behaupten suchen. Angesichts des wachsenden Schiffsraummangels, der wie bekannt, ^clhst eine Versorgung Brasiliens, dan in der Rangliste der Belieferung an er.ster Stelle steht, immer unmöglicher macht, würde Chile dadurch praktisch von jeder amerikanischen Einfuhr abgeschnitten werden, nachdem tias Land durch die Politik Roosevelts bereits seine europäischen Märkte verloren hat. Die Erklärungen Sumner Welles lassen, wie unterrichtete Kreise in Chile erklären, das Schlimmste befürchten, da der politische Druck aus Washingt(m nicht abnimmt, sondern von Woche zu Woche .steigt. Hütae fUuktUkieu ReU'hNführer und Chef der deutschen rolize.l Hinunler weilte in Rom. Der Rcichs-führer ff und Chef der deutschen Polizei, Heinrich Himmler, weilte in diesen Tagen ?ni einem privaten Besuch als Gast der faschistischen Regierung in Rom. Tm Verlauf dieses Besuchen wurde der Reichsführer vom Duce empfangen. Reii'hHTniiii»ter Rui^t in Vene. Oktober 1917 traf ilin eine Kusel. Weni^'c Stunden später stiirb er. Kostbar ist der Schatz seiner Dichtung, den er als "schönstes Vermäclitnis der deutsclien Jugend hinterlassen bat. In seinem »Wanderer zwischen beiden Welten« und seinen Gedicliten klingt das Heldenlied, das er sam:. immer neu mi unsere Zeit — zu den Soldaten, zum \'nlk. zu denen, die wieder unsere Fahnen auf die stille Insel der Ostsee trugen und zu ieiicn, die vor 25 Jahren im'Opfer bejronnen haben, was heute im Sieg vollendet wird. In dem einzig schönen und tief ergreifenden (ied'clit »Die Pankesschuld« fragt der Dichter Walter Flex den gefallenen 1 leiden, wie er ihi'i danken solle: »Gib Antwort. Bruder, d.iß ich's weili! Willst Hu ein Bild von Lrz und Stein? Willst einen grünen Heldenhain?« Darauf antwortet der Feldgraue aus seinem Grabe: »Wir sanken hin für Deutschlands Glanz. Blüh, Deutschland, uns als Totenkranz! Der Bruder, der den Acker pflügt, ist mir ein Denkmal wohlgefilKt. Die Mutter, die ihr Kindlein heut, ein niümlein überm Grab mir pflegt. Die Büblein schlank, die Dirnlein rank bUihn mir als Totensärtlein Dank. Blüh, Deutschland, überm Grabe mein jung, stark und schön als Heldenhain! Grammatikalische Spionage Nun endlich ist das Geheimnis gclüflrt, auf welche rätselhafte Weise es unseren U-Bootcn gelingt, jeden Monat so und so viele hunderttausend Tonnen zu versenken. Wdh-rend wir bisher glaubten, didi dies dor Tapferkeit und Tüchtigkeit unserer U-Boof-männer zu danken sei, und die Amerikaner vom Vorhandensein von imaginciren Stützpunkten irgendwo im Atlantik faselten, hnt das englische Reuter-Büro, klug, wie es nun schon einmal ist, vor etUcben Tagen durch eine sensationelle Entdeckung einen geradezu vernichtenden Schlag gegen unsere Seekrieglübrung gelandet. Woher konnten die dpufsrhen U-Roui-kommandanten wissen, auf welchen Routen feindliche Schiffe unterwegs sind? Die Antwort auf diese Frage ist nun gottlob endlich g(?neben. So ging es mit den Geleitzügen und mit unseren U-Booten zu: Es wurden nämlich einige amerikanische Rundfunksprecher bestochen. Wenn riic«iB Nachrichten durchzugeben hatten, streuten sie nach einem vereinbarten Code gramna-tikalische Fehler bei der Verlesung der Meldungen ein, wodurch die deulschen Abhörstellen alles Wissenswerte erfuhren. Man brauchte ja nur die Fehler der Kundfunksprecher zu addieren und hatte dann in der vereinbarten Geheimschrift Abfahrtsort und -zeit, die Stärke der Geleitzüge, den Weg, den sie nehmen sollten — kurz älles, was unsere U-Boot-Kommandanten wissen müssen. Und mit dieser schonen Spionage ist es nun ein- für allemal Essig. Denn nachdem Reuter das Geheimnis entdeckt und verraten hat, hütet sich jeder amerikrinische Rundfunksprecher, auch nur den geringsten grammatikalischen Fehler zu machen, etwa ein „den" für ein ,,dem" und ein „hat" fiir ein „haben" zu setzen. AtiRerdem sollen etliche dieser Verräter auch sogar schon verhaftet sein. Seither wird natürlich auch kein einziges amerikanisches und britisches .Schiff mehr von einem deulschen l' Boot versenkt. Unsere U-Boote fahren jt tzt seit Tagen völlig sinn- und zwecklos im weilen Atlantik herum. Ganz gewih! M,in brriuchf ja nur die jüngste Sondermeldimn dos OKW zu lesen . . . Seife 4 »Marburger Zeitung« 15 Oktober 1942 Nummer 288 und Jitätut 2jMI lahre Wiener Akademie ^"estta£e in der Donaustadt Das letzte Oktoberdrittel wird Wien /um Schauplatz eines nicht alltäglichen Jubiläums tiiacMieti: die Wiener Akademie der bildenden Künste begeht die 250. Wiederkehr ihres üründungstages. Diesen stolzen lind an geschiclitiiclien Krtnnerungen reichen (iedenktag würdig zu ehren, hat die Leitiin;; des Instituts mit Unterstützung aller zuständigen staatlichen und (jaustellen, unter deneii neben dem Reiclisstatthaltei;^ in Wien, Reiciis-leiter fialdur von Schiracli, das Weichserzie-liiings- und das Reichsfinanzministeriuni obenanstehen, für den 23. und 25. Oktober CHIC l^eihe von X'cranstaltungen vorbereitet, die in eine^ (iedenkstunde in der Aula der Akademie und in der üröffnung einer grolici .lul)ilauntsausstellung gipfeln werden. Die .lubilüuriivfeierliclikeiten neliiiien üiii Oktober nnt einem vom liiirgerineister der Stadt Wien vegebeiien f'linpfang im Wiener Ratliaus ilircn Anfang. In dem Oedcnk-akt in der Aula der Akademie \vcrden Oeichsniinistei Bernhard Rust und der Rcichstatthalter in Wien, Reiclisleiter Ualdiir von Scliiracli. ^prechcn. Die Festrede hält der Rektor der Akadeniic. Professor A. Popp. .lO'-ef \\ einlielier hat der f'eler einen Piolog >:e\vidmet. Am Sonntag, den 25. Oktober niiimit Rciclisminister Rust die l'Irüffiuing der .fnbilänmsansstelluiig vor, die in drei Abteilungen aufgegliedert, im Küiistlerliause, im Ocbäude der clietiialigeii Sezession und in ilcn Ansstellungsraunien der Akademie selbst iM'tcrgeljraclil sein wird. »Die Boheme « Zur Erstaufftihrung von Glacomo Pucclni« erfolgrelchjster Oper Im SUdttheater Marburg Inmitten von Parifl, in einer Dachstube, warten vier junfje Künstler auf ihre >Ent-deckung«: der Dichter Rudolf, Marcel, der Maler, ein Musiker und ein Philosoph. Kuiistbegeiaterung und Frohsinn sind ihr ganzer Reichtum. Den fälligen Mietzins haben sie noch nicht bezahlt; wird der Hauswirt Geduld zeigen, oder werden sie eine andere, vielleicht noch ärmlichere Unterkunft suchen niilssen? Gestern war der Hunger bei ihnen zu Gast, heute aber brachte einer der Vier ein paar FranUen-stücke nach Hause, das wird abends so schlommerhaft wie möglich gefeiert werd'in' Der Freundin ein Angebinde zu kaufen, ge- ^Bäck uacA Südosten Sinnbild des >Idealfi« in Rudolfs Dichterleben — sind Gestalten, die man so bald nicht wieder vergißt! | Mit Puccinia kostbarer Musik hat die | Oper »Die Boheme« den Weg um den Erd- ! ball gemacht, und sie wird nun auch im ■ Marburger Stadttheater erklingen. Puccinis I Welsen gehören zum Schönsten, das uns die | moderne italienische Tonkunst gebracht hat. 1 Es ist eine Musik, die Jeden fesselt und beglückt. Wie die italienischen Opern zumeist, ist auch sie vor allem auf die Wirkung der Gesangsstimmen gestellt, und es dürfte dankbarere Rollen als die der Mlml, des Rudolf und der Musette kaum geben. Ihre ben sie alles aus, was sie gerade im Beute! , Singenden nie besten Rildcr von der See, Das ficisgcricht der Ausstellung »Das Meer — Bilder deutscher .Maler« im Künstlerhaus Herlin gab den ersten Preis dem Maler I.eo-t'ard Sandrock für sein iiild l'^isclulainpfer holt sein Netz-r in tifihe von 8000 R.VV Der /weite Preis von fiMfiii RM wurde MTchacl Nlattiiias Kiefer und der dritte in Möhc von 4INMI RW I,. Diefenbach zuerkannt. haben, um dann selbst für lange Zelt das Notwendigste zu entbehren. Hin und wieder ein Ausflug in die »Gute Gesellschaft« — die Kleidungsstücke müssen sie sich dazu wohl gegenseitig aualeihen —, aber sonst nicht viel um die Mitmenschen kümmern, sich keine Gedanken über deren Vorurteile machen, die Not hat so etwas geringschätzen gelehrt! Bald in Armut und Htmger, bald in Wohlleben und Eleganz, aber stets mit Idealismus — und nie ohne Liebe, so verbringen sie ihr Künatlerdasein in einer Art zigeunerhafter Freiheit. Daher der Name, den .sie ihrem Freund.ichaftsbund gegeben haben; »Die Boheme««! In seinem gleichnamigen Roman hat Henry Murger dieses »Zigeunerleben« geschildert, und die anmutigsten und stimmungsvollsten Züge daraus haben G. Gia-cosa und L. Illlca zu Szenen verdichtet, In denen wir Zeugen der Liebesgeschichten des Poeten Rudolf mit seiner Mlml und des Malers Marcel mit seiner Musette sind. Die vier Freunde, liebenswert In ihrer Tapferkeit tmd Hilfsbereitschaft bei allen Schiek-salsschlägen, und ihre Freundinnen, die kokette, doch warmfühlcnde Musette und die zarte Miml — diese erscheint uns als das Abiturientinnen und ihre Berufswahl Die Notwendigkeit einer persönlichen Betreuung Durch drts Gesetz von 1035 wurden die Arbfitsdmter ciriindsätzlich als dlicinigo Träger der Arbeitsvermittlunq und der Berufsberdtunq bestimmt. Den Bezirken der Lttndesrirbeitsämter ontsprerhen die Bezirks-beralimqsstelipn beim Reichsstudentenwerk. AiifnDie Bohöme« mit Spannung entgegensehen. O. V. K. labrhundenieier des llnnischen Buches r)cutschlands Anregungen für Finnland.s Kultur Ganz Finnland stand atn Sonntag ini Zeichen der .lahrhundertfeier des finni.schen Buches. In Helsinki fand in der Messehalle vor einem zehntausendköpfigen Publikum In Anwesenheit des Staatspräsidenten, des Kabinetts, des diplomatischen Korps und gel.y dener Gaste eine üroßveranstaltung statt, die dem Oedanken daran gewidmet war. daß tnit der Gründung der ersten Buchdruckerei in Finnland im Jahre 1642 der für das finnische Volk auch natlonalpolitisch bedeutsame Sic-geszug des finnischen Buches begann. !ri der privaten schwcdisclien Universität in Turkcs hatte bereits tags zuvor eine Festveranstaltung stattgefunden, in deren Verlauf die f-iitwicklung der fiiiitischen Kultur seit dein Frscheinen des ersten Buches in finnischer Sprache im Jahre 1.^4J und seit der Frrichtuiig der ersten Druckerei in Finnland im Jahre Ift42 in ihrer Bedeutung für das Fimische \'olk gewürdigt wurde. Mit besonderer FJiulringlichkeit wiesen die Festredner darauf hin. daß neben den gescliichtsheding-ten Be/.ieluingen zu Schweden die nicht ah-reiMendcn \'crbindnngen mit Deutschland im Kulturleben des finnischen Volkes unersch("»pf- Untersteirer! Du ^fehörst zur deutschen VolksQfemein-schaft! Daher sprichst du nur Deutsch ! o. Bruckner-pflege In Agram. Der kroatische Dirigent Lovro Matatschitsch hatte auf Einladung der Deutschen Akademie in deren Agramer HauÄ am 9. 10. einen Vortrag mit Klavierbeispielen zur Einführung in Bruckners 8. Symphonie gehalten. o. Mozarts »Entführung« in Sofia. Das bulgarische Nationaltheater in Sofia wird Mitte Oktober Mozarts »Entführung aus dem Serail« zum ersten Male in Bulgarien aufführen. o. Bulgariens unabhänxige Wirtschaltspo* iitiii. Der neue hulgarisch-ltalienisclie Handelsvertrag findet In der bulgarischen Presse stärkste Beachtung. HerausKestellt wird vor allem das Projekt einer neuen großen Handelsstraße. die Italien mit der unteren Donau und Bulgarien mit der Adria verbinden soll. Wie »Slowo« dazu bemerkt, werden durch das neue Wirtschaftsabkommen auch gewisse Behauptungen der Feindagitation widerlegt. Fs beweise, daß auch den kleineren Staaten in der europäischen Neuordnung sowohl ' politisch als auch wirtschaftlich die Möglichkeit einer selbständigen Wirtschaftspolitik gegeben wird. o. Juden schaciiern in Bulgarien. Durch Organe der Sofioter Kriminalpolizei und der bulgarischen Nationalbank wurden drei Sofioter Industriennternehmungen, deren Hauptaktionär ein Jude ist, revidiert. Es wurde festgestellt, daß der Jude seine Aktien im Werte von über einer Million Lewa durch Scheinverkäufe an Bulgarien übergeben hatten. Bei einer nach dieser Feststellung durchgeführten Haussuchung brachten die Unterauchungs-beamten :*) kg Gold im Werte von 12 Millionen Lewa zutafje. o. Ungarn sperrt üoidscndiinKen an Emigranten. Die ungarische Regierung hat auf dem Verordnungswege eine Sperre für alle Geldsendungen erlassen, die an enilgrierte oder sich sonst widerrechtlidi iin Ausland aufhaltenden ungarischen Staatsbürger gerichtet sind. Solclie Geldsendungen können in gewissen Fällen nur auf ein Sperrkonto entricfitet werden. Damit fallen in Zukunft vor allem alle Überweisungen fort. rische Verlage an emigrierte jüdische Schnit-steller bisher noch vertragsmäßig zu entrichten hatten und belasten nicht mehr die De-viscnlagc der ungarischen Nationalbank. iiiiiiiiiiiiiiiiiiniiiiiiiiiiiiiiiitiiniHiiiiiiiiiiiiiuiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiii Ilchc Anregungen geboten haben. Auch die Kulturschaffenden Finnlands unsei;er Tage stehen in Wissenschaft und Kunst in fruchtbarem Austausch mit den Wissenschaftlern und Künstlern des Großdeutschen Reiclie.s. + Die Ackermann-Medaille für Professor Wostry. Anläßlich der Jahrestagung der sudetendeutschen Anstalt für Landes- und Volksforschung verlieh Gauleiter und Reichsstalthalter Konrad Henlein dem bekannten sudetendeutschen Historiker Univ.-Professor Dr. Wilheltn Wnstry die Ackermann-Medaille als Ausdruck des Dankes an den Mann, der in 20 Jahren an der deutschen Karlsuniversität in Prag als deutscher Geschichtsforscher hervorragendes geleistet hat. + Veit Stull auf der Bühne. Das Fürther Stadttheater, das in seinen neuen Spielplan drei Urauffiilirungen im Schauspiel verzeichnet, bringt demiiäcltst ein Schauspiel heraus, das sich mit der Person und dem Geschick des berühmten NüriiherRer Bild.schnitzers \'eit Stoß beschäftigt. Fs führt den Titel »Der eitisame Weg«. Sein Verfasser ist der Nürnberger Jugendschriftsteller und Volksschul-Ichrer Franz Bauer, der außer Dichtungen in Nürnlierger Mundart auch einen Roman über den 18(16 von Napoleon erschossenen Buchhändler Joh. Pli. Palm, veröffentlicht hat. 005 mdwxm Jxh Roman von A. vonSa-yenhdfe n 24. So hat das Mädrhen seinetweqen das qute Geschirr ffenommen. Er scbrtiit ihr nach, wie sie in die Küche hinausgeht. Sie ist schlank. Em dunkler Htiarkriolon liegt ihr tief im Genick. Er setzt sich an den Tisch und hofft, aus einem Trtmm duf/uwachen. Sie kommt mit einem Tdblett zurück, riuf drm eine große Kaffeokrtnnp steht, und scbr-nkl ihm ein. ,,Mutter ist noch nicht dal Sie brit gesagt, wir sollen anfangen, wenn der Kaffee fertig ist. Sie wird 7,ur Nafhbtirin qegdngpn soin. So, bitte nahmen Sie! Die Brötrhen sind Irisch. Hier ist auch Butter und Honig, wenn .Sie das mögen," In ihrer ruhigen, fürsorglichen Art erinnert sie ihn an Hanna. Hanna! — Wilder, slerhrnder Schmerz und biennrnde Sehnsucht durch7ucken ihn jfib! Seine Gedankf^n i'tbrrs'lir/en si(h, Wris will irh denn hier? Hier ftihle irh kein Zu-hfiuse ., nichts fühle irh , gar nichts, denkt er verzweifelt, Lore redet und versucht, seine Gedanken 7V1 beeinflussen. Sie bat eine sanfte, liebe Stinnmo. Sie er/abtt ihm bewußt alles, was sie von ihm weiß, und erfindet noch mon-rhe lei dazu. Sie will 'illes wieder erwecken in ihm ..Ihr Vater »oll ein soht schönei Mann ge wogen sein, Sie sehen ihm ähnlich Ich hätte Sie «»o gern vfn riort gehf)lt. wo Sie waren, aber irh hnbe leider knin TJelrl zur Reise grh ibt, Mutter halte ps mir nie grcjcben. Wir haben ia nirht nrwiiRt. nh ^rlhf»r Geld haben, daß Sie fahren können, oder ob Sie krank sind und nicht können. Gott sei Dank, daß Sie es nicht sind!" Da stößt er gemartert heraus: „Sie sind so gut, Fräulein Lore! Ich verdiene das ja nicht, ich ... ein Fremderl" „Sie sind mir gar nicht fremd; denn ich weiß durch Ihre Mutler viel von Ihnen und habe mich in Gedanken immer mit Ihnen beschäftigt. Ihre Mutler hat immer nur von Ihnen geredet, und sie hat niemand gehabt als mich, mit dem sie hätte reden können. Es ist so traurig, daß sie Ihr Kommen nicht mehr erlebt hat. Es war der letzte Kummer ihres Lebens, daß Sie verschollen waren. Sie wiederzuhaben, wSre ihre letzte Freude gewesen." „Ja ..sagt Georg, weil er nichts anderes zu sagen weiß, unrl das Wort hängt leer, ohne Gefühl im Raum. Sie sieht zu ihm hin und sagt leise: „Sie müssen sich erst hineinfinden' Es wird alles wiederkommen," Dann meint sie: „Sie werden keinen schwarzen Anzug für d'o morgige Reerdi-gunfi h.ihen. Mutter meint. Sie sollten den von meinem Bruder Karl m^il probieren, oh er Ihnen paßt. Ihm ist er zu eng geworden.' Sie geht zu einem Schr^mk und nimmt Ihn heraus, „In meinem Zimmer dort sind Sie uii((f' st^rt, da können Sie ihn probieren. Sie mii'' sen das jetzt marh'^n" sagt sie eno'n'scl'. und kommt mit dem An/,ug auf dem Arm zu ihm bin, dimit mm noch '"dern k'inn wenn es nötig ist. Georg tut, was l o . veriting' Als er <5 h in dem schwarzen An^üg im Spienel br tro'-htet. kommt er sich so frerf I vni und r.r c\nd"rs. wie omi ^ ""p e'rr ir> Und drüben liejt se.i.o ... Mui ur I is', tot. In heller Sonne ordnet sich um zwei Uhr nachmittags am andern Tag der kleine Zug. Der Friedhof ist nicht weit. Es sind meist Frauen, Nachbarinnen, dio in gewohnter Weise die Verstorbene durchhecheln und auch den vermeintlichen Sohn dabei nicht vergessen. „Diis ist er... ihr Georgl — Sie hat ihn nicht mehr gesehen ..., sie war schon tot." — „Ja", sagt eine alte Frau, ,,es ist nicht zu glauben, wie sich die Menschen olt verändern' So groß und stark ist er geworden, und war doch stets nur ein schmächtiger Jung, der Georg," Georg geht allein, gleich hinter dem Sarg. Dio Tante aus München hat geschrieben, sie könne nicht kommen, weil sie vor Auflegung selber krank geworden ist. Am Grabe hält der Pastor eine kurze Ansprache. Georg hat den Blick in die Ferne gerichtet, weil weg über die Prledhofs-icreure. Er hört die Worte und hört sie doch wieder nicht. Sie dringen nicht in ihn hinein, hileiben an der Oberfläche. Gedankenlos greift er nach der Schaufel, die ihm jemand hinhält, erschrickt und schaut hinab auf den aus d-^r Tiefe beraufblinkenden Sarg; „Mutter. .1" flüstert er reuevoll und wankt von dem Grab fort. Wohin soll er sich wenden? Die Welt ist weit und liegt öde vor ihm, Die Menschen um ihn her sind ihm f-nmd. Was soll er unter ihnen? Er hat ein trostloses Gefühl der Verlas-enheit. Da spürt er, wie e'ne schmale feste Mand seinen Ärmel faßt ..Georg, wohin gehen Sie denn? Do hin-n'>ier mil^sen wir' Sie kennen sich hier ntch' IIS Kommen SV!" Er Ttmet d'nkl>cn auf Wdruin tu' sie •'In«: für nvch er. W^^i-um soi'-f ';ie '»"l' lim m 'h? Das Zimmer, in dem die Tote lag, erdrückt ihn. Gegen Abend stürzt er fort, verwirrt und hastig, an fremden Menschen vorbei, die dem schwarz gekleideten, verstörten jungen Mann bedauernd nachsehen. Das Kirchhof-1«r ist schon geschlossen. Er lehnt seine müde Stirn daran und denkt mit Gewalt: Mutter .., Aber es bleibt ohne Inbrunst und Schmerz. Von einer Kirche schWgt e.» weit-hallend sieben Uhr. Er irrt weiter. Uberall Häuser und Villen zwischen schlanken, zittrigen Bäumen. Häuser, Heuser... Sie nehmen kein Ende. Die Heimat fehlt ihm, die große Weite von Meer und Strand, die ihm Heimat geworden, in der er zu neuem Lehen erwacht ist. Hanna ... Dann fällt ihm ein, daß vielleicht der Kanarienvogel kein Futter hat. Er kann in das Haus zurückkehren, den Vogel füttern und sich in der Wohnung einschließen. Er weiß, wo der Schlüssel ist. Es ist fast finster, als er heimkommt. Er dreht Licht an. Es brennt mif rotem Faden unter einem blechernen Schirm an der Dr-cke. Er will sich vorstellen, wie die Verstorbene hier gewirkt hat. Auf dem Fenstersims steht ein Korb mit Strümpfen und Wolle, und obenauf liegt eine Brille, Das sind die kleinen Dinge, die die Herz-wunde nach einem solchen Ereignis immer wieder aufreißen. Ihre Biille... Sie hat täglich mit ihren guten, freundlichon Augen durch d'e Gläser gesehen Das Frschültrvnde ist. daß d'pFe Kleinlffkeiten ühri((i^leiben, wenn der Mensr h fort ist und uns immri von neuem an ihn erinnern. Georg greift zönernd nncb doi Biille, hSlt sin r'itios in der ILind und legt wieder bin Tm /fiin l'lii klop't r«: I'cn floiiii]!" ,..f 1 ?• ..Irh hin iiic! I.nt ■ und tr i' oin wcnio schiifhlpm nlmr rlir Sfh'ARlin. Kummer 2ÄÄ >M«rHuf(jef Zelfunsr« IS, OWo^^er 1942 S«rte 5 Rann vor dem Kreistag Die Stadt Im Festscbmuck — Ausstellungen und kulturell« Veranstaltungen umrahmen die Kundgebungen Als letzter Kreis im heimgekehrten Unterland begeht Rann am 17, und 18. Oktober seinen ersten Kreistag. Die kleine unscheinbare Stadt am Zusammenfluß der Save und der Gurk hat ein anderes Gesicht bekommen. Schlanke Tannenmasten haben seine Straßen umsäumt, breite mit frischcm Grün umwundene Tore grüßen die Gfiste, auf dem Sportplatz ist eine große Tribüne aus dem Boden gewachsen, in den Amtern der Kreisführung herrscht regstes Leben, da wird gezeichnet, gemalt, gehämmert und geleimt. In einer Leistungsschau über ein Jnhr unter schwieririen Verhältnissen durchg:>führle Arbeit soll gezeigt werden, wieweit man gekommen ist und wohin neuo Wege geplant wurden. Im Haus der Kreisführung selbst wird in einer kleinen, aber in sich geschlossenen Schau aufgezeigt, was sich in Form und künstlerischem Ausdruck durch die Jahrtausende erhalten hat. Ochsenjoche, die Hausrunen tragen und mit uralten heidnischen Symbolen verziert sind, bauchige Töpfe mit alt überlieferten Ornamenten bis hinauf zu den eleganten Formen des bäuerlichen Barock, sind in zwei Räumen in sinnvollen Nebenein-finder aufgestellt. Die lebenden Künstler dieses Kreises schließen sich dieser Vorschau an und zeigen die Landschaft und den Menschen dieser Gegend, wi« sie der Künstler sieht. Mitten in d e große Schlncht um die Sicher-stellung der Ernährung des deutschen Volkes fällt die große landwirtschaftliche Schau des Amtes fiir Landvolk, die zeigt, wie wir es zuwege gebracht haben, auf dem gleichen Raum die E.trägnisse zu. vermehrfachen. Das angeschlossene Dorflichtspieltheater zeigt das in der Ausstellung gesehene In praktischer Arbeit. Die Deutsche Jugend spielt und musiziert, das Amt Volkbildung wieder bringt aus seinem reichhaltigen Programm das Beste, um den Abschluß dieses Kreistages zu einem Volksfest za gestalten. Dio Weinbauern zeigen nicht bloß, wie sie den köstlichen Wein lachgerecht erzeugen, sie geben uns auch ihren guten Troplen zu kosten, genau so wie die Jäger nicht bloß ihre Trophäen zeigen wollen, sondern uns auch schmackhaft zuberoiletes Wildbret zum Kreistag bringen werden. Mitten im größten Krieg unseres Volkes wollen wir hier an der Gien^e unter Beweis stell'^n, daß uns auch dieser Krieg nicht in der geschichtlich einmaligen Entwicklung des deutschen Volkes zum Reich und zu Europa aufhalten kann. Klüine Chronik m. Todesfälle. In Agram verschied der 46jährige Holzhändler Franz Sagoritschnigg. — In Rann starb unerwartet die Försters-A'itwo Luzie Trugcr. m. Keine jüdischen Mischlinge in weiterführenden Schulen. In Ergänzung des Juli-Erlasses und zur Klärung von Zweifeln stellt der Reichserziehungsminister fest, daß Aufnahmen jüdischer Mischlinge ersten Grades in die Hauptschulen, Mittolschulon und höheren Schulen vom Beginn dos Schuljahres 1942/43 ab nicht mehr zulässig sind. Soweit jüdische Mischlinge ersten Grades bereits zur Auinahme zugelassen waren, ist die Aufnahme nicht durchzuführen. Die Schüler und Schülerinnen sind an die Volksschule zurückzuverweisen. Jüdische Mischlinge ersten Grades, die im Schuljahr 1941/42 die Klasse 4 oder 6 der höheren Schule besucht haben und das Versetzungszeugnis nach Klasse 5 oder 7 erhalten haben, rechnen bis zum Beginn des neuen Schuljahres zu den Schülern in der bisherigen Klasse. Sie sind daher nach den Bestimmungen des Juli-Erlasses aus der Schule zu entlassen. Der Minister betont, daß keinerlei Ausnahuifn von dieser Regelung zugelassen werden. m. VorlänReninif der (ielttinfi^sdaupr der dritten Rplchnkleilderkarto. Tn einer Im Deutschen Rcich.sanzeiger veröffentlichten Durch-flihninRflvel'ordnunR' ist die (»eltiin.ersdauer der dritten Relch.skleidcrkarte für Männer, Frauen, Knaben, Mädchen imd Kleinkinder und der Zijsatzkleiderkarte für Jugendliche rtir dritten Rcichakleiderkarte über den 31. Dezember 1942 tilnau.'i bis zum 30. Juni IflH verlängert worden. Unauspenutzto Bezupa-abschnitte der dritten Reichskleiderkarte und der dritten Zii.satzkleiderkarten für Jugendliche können alflo auch nach dem 31. Dezember 1942 für Anschaffimgen verwendet werden. Bei dieser Oelepenheit wird noch-mali? darauf hinfjbwiesen. daß die zwefte Relehskleiderk.'irte für Männer, Frauen, Knaben, Mädchen und Kleinkinder !w>wle die zweite Zuaatxkleiderkarte für Jupfendlteho bis mm 31. Auprust 1943 gelten und daß bis zu die.sem Zeilpimkt die 7Aveiton Reich.sklel-derkarten und dritten Reich.sklelderkarten nebeneinander und auch in Verbindung mit- einander zum Warenbezug verwendet werden können. Die Vorarbeiten für die vierte Rcich-^kleidorkarte sind im Gange, Mit der Ausgabe der vierten Reich.skleiderkarte kann ir.i Dezember gerechnet werden. Die Deutscbe jueend Marbarg-Slaill geM voi Tör zu TOr Sie beiginnt naW der Werkarbeit fiir den Gaben tiiK'h Schon Jetzt, in den Oktobertagen, richten Bich die Blicke der kleinen Welt auf daa Weihnachtafeat und tausend Wün.sche stei-Ren auf, diese Puppe oder jenes Spielzeug lieaitzen zu dürfen. Mit dem Wunsch der Kinder verbindet »ich die Hoffnung; der Eltern, trotz des Krieges die Möjfllchkelt zu haben, der Jugend eine Weihnachtffreuda durch schöne Spielsachen bereiten m können. Hier ist e!» u. a. auch die Deutsch« Jugend Marburg-Stadt, die diese Wünsch« erfüllen hilft. Wie im vorigen Winter startet sie In den nächsten Tagen mit ihrer Spielzeug-Aktion und die verstaubten Laubsägen, Hämmer und Feilen sind schon vor Tagen herauBge-aucht, damit sie das notwendige Handwerkszeug bilden, die tausend Herrlichkeiten flif dieses Fest hervorauzaubern. Daß neben den Jungen auch unsere Mädel dabei nicht fehlen, ist verständlich. Um nun ru den notwendigen Rohstoffen zu kommen, die zur Herstellung der Spiel.sachen notwendig sind, kommt in den nächsten Tagen im Staxitbe-reich von Marburg eine Sammelaktion von Werkstoffen zur Durchführung, zu der alle Volk.«genos6en gern ihren Beitrag beisteuern wen'on. Es werden gesammelt: alte Spielzeuge, Holz- und Stoffabfälle Jeder Größe und Art, besonders Rundhölzer und LAtten. Die Hausfrauen, Näherinnen und Tischlermeister werden gebeten, nach diesen Sachen Umschau zu halten und sie zur Abholung durch die Jugend bereit zu halten. Sie helfen damit unseren Kleinsten und ihren Kitern eine Freude bereiten. B&rgermßister des Kreises Gilli worden geehrt Große Planungen für die Winterarbeit Am 10. Oktober 1942 wurde eine Arbeit.s-tagung der Bürgermeister im Kreis Ciiü durchgeführt, bei welcher aktuelle Fragen der Kriegswirtschaft im Ralimen des Wirtschafts- und Ernährungsamtea erörtert wurden. Außerdem wurde über daa Wesen und die Aufgaben der Jugendfürsorge und schließlich über die Durchführung der Sozialversicherung in der I-And- und Forstwirtschaft referiert. Stabsleiter Mcrtznich vom Ernährungsamt sprach Uber die Getreide-, Kartoffel-, Mllch-und Obsterfaasung, Er betonte vor allem, daß die Kartoffeivcrsorgung des Kreises Im konunenden Jahr ge.sichert ist und daß trotz des Mangels an Arbeit.'ikräften auch die Ob.stcrfas5ung zufriedenslellcnd verläuft. Er konnte feststellen, daß bereits die meisten Gemeinden ihr Aufbringungskontingent an Äpfeln überschritten haben und somit der Kreis Cilli Über seine Umlage hinaus Äpfel für die Versorgung luftgefährdeter Gebiete zur Verfügung stellen kann. Der Leiter de^ Wirtschaftsamtes, Pg. Wagner, .«»prach über die kriegswirtschaftlichen Maßnahmen und gab einen kurzen, klar umrlssenen Überblick über die Atifga-ben und Leistungen der deutschen Textil-wirtschaft. Er erlftuterte im Zusammenhang damit die großen Erfordernisse der kämpfenden Front und des Verbrauches der Heimat. An Hand festge-stellter Verbrauchs-ziffem wurde den Bürgermeistern ein interessantes und gleichzeitig anschauliches Bild über den Warenverkehr im Kreis Cilli imd den damit verbundenen Leistungen des Einzelhandels gegeben. Der Leiter des Fürsorgeamtes, RL Koppmaler, sprach Uber die Anordnung der Schutzaufsicht und der Fürsorgeerziehung, die seit 1. April 1942 auch in der Unter-steiermark gilt. Ferner wurden die Bestimmungen der Polizeiverordnung zum Schutze der Jugend, sowie das Jugendschutzgesetz behandelt. Dabei wurden Sinn und Zweck, .sowie Vollzug der Schutzaufsicht und der F'ür.sorgeerziehung eingehend erläutert. Nach der Tagung, der sich eine Feier anschloß, in der elf verdiente Bürgermeister de« Kreises geehrt wurden, ließ sich der Reglenmgs-präsident Dr. Müller-Haccius sämtliche an-we.senden Bürgermeister des Kreises vorstellen. * Anläßlich des croften Dienstappells wtilten Idirzlicli alle Ort.s;»ruppenfülircr und Bürgermeister des Kreises in Cilli. Im Sitzungssaal des Kreishauses sprach Kreisfiihrer und Landrat Dorfmeister in längeren Ausfiihninccn iibcr die kninniende .Arbeit und wies den Anwesenden ihre neuen Aufuaben zu. Eingangs liberniiltcltc er seinen Mitarbeitern im Auftrage des (iaiileilcrs den I')ani< für die vor^ bilfiliche Arbeit, die bisher auf verschiedenen Clebieten greifbare I'.rfoifie aufweisen konnte. Im Mittelpunkt der weiteren Ausfühnjtigen standen die Sprachkurse, die in den nächsten -Monaten in vereriißcri^ " l'mfange unter Kinsatz aller verfügbaren Kräfte zur Durch-fülirimg kommen. Der Sprachaktion gilt unter anderem das Hauptaugenmerk. Eine neue IlrninKcnschaft des Kreises Cilli ist die Errichtung von drei landwirtschaftlichen Vinterschulen, die in den n.Hchsten Tagen im Auftrage des Gauleiters auf die Dauer von secha Monaten anlaufen. Diese Schulen, die fUrJuiH gen in Meilenstein und Rohitsch-Sauerbrunn und fiir .N\ädel in Ponigl vorgesehen sind, werden für c ne t'infassende, allgemeine land-! wirtschaftliche Ausbildung ordentlicher unter-steirischcr Jungen und Mädel Sorge tragen, (lieichfalls wird die Aktion der Errichtung von 12 großen Sportplätzen im Kreis in Angriff genommen. Abschließend gab der Kreis-fiihrer und I.andrat einschneidende Maßnahmen für die Milchbewirtschaftung bekannt. .Aus Siaät und £and Das Buch — dein Freund Es sind die besten Menschen, die sich auch in schweren Zeiten Stunden abringen und dem Buch die Kameradschaft halten, wie das Buch seinerseits ihr allzeit bereiter und auf seine Stunden geduldig wartender Kamerad ist. Wenn wir uns über Bücher unterhalten, dann — das sei gleich vorausgeschickt — sprechen wir von guten Büchern. Bücher haben Hände und Herzen. Mit Ihren Händen fassen sie uns, halten uns fest und durch ihren Herzschlag werden sie uns vertraut, werden uns Freunde und Gefährten. Wer Büchern die Treue hält, der hält sie auch den Menschen. Bücher sind Tröster und Anreger, sie bringen Hoffnung und Glauben und tragen in ihren Seiten ein großes Wissen um die Menschen. Und um dieses ihr Wissen machen sie uns klüger und besser. Bücher sind Streiter und unerbittliche Kämpfer. Sie kämpfen für alles Große und sie kämpfen tapfer und voll Überzeugungskraft. Wer Bücher richtig zu suchen versteht, wird In ihnen gute Lohrer, sichcre Wegweiser und treue Freunde finden. A. S. Slunden der FrRud« in BrQclt«! DAS BDM-Lager Erlachsteln zu Gast Vor einigen Tagen trafen zum dreitägigen Besuch die Arbeitsmaiden dos Lagers Erlach-stein bei Cilli in Brückel ein, wo sie auf das herzlichste empfangen wurden. Ani gleichen Abend gab es einen Dorfabend, der sehr zahlreich besucht wurde, Froh traten die Maiden zum Gesang und Spiel an, so dnO sie gleich im Anfange alle Zuschauer gewonnen hatten. Am nächsten Tage wurde in Kapellen bei Rann Kasperl gespielt, die Jugend guckte sich fast die Augen aus. Nach dem Kasperl-spiel wurden einige schöne Volkslieder fin-sprechend zu Gehör gebracht. In die Dimkes-Worte schloß der Bürgermeister rlen Wunsch des Wiederkommens und dankto für die geschenkten frohen Stunden. Am Samstag versammelte sich alles auf dem Sportplatz, Aufler der Bevölkerung, die überaus sehr zahlreich erschienen war, traf zu aller Freude noch ein Zug RAI) mit Oberarbeitäführer Pg. KfUifmann und Ober-feldmeister Görlirh ein. Kurz vorher besichtigte die Deutsche Jugend der Bdnnführer des Kreises Rann. Alles war wie eine Familie vereint und sang fröhlich mit. Die Tänze und Reigen, die von den Maiden aufgeführt wurden, fanden herzlichen Beifall Der Sonntdgmorgen vereinigte alle zu einer Morgenfeier, die musikalisch umrahmt war. Darauf * muffte Abschied genommen werden. Herzlich ist der Dank nn die Maiden, auch an den RAD für all dds, was sie uns geboten haben. Hoffentlich geht der Wunsch des Wiederkommens bald in Erfüllung. E. m. Unfälle. FuRverletzungen erlitten der 21 jährige Franz Rasborschek auf seiner Ar-heilsstälte in Marburg tmd der 17jährigo Hilfsarbeiter Franz Scnekowitsch aus der Lindengasse in Drauweiler bei Marburg, der auf dem Wege zur Arbeit zu Fall kam. Beide wurden vom Deutschen Roten Kreuz Ins Marburger Krankenhaus gebracht. m. UnterHtcirisehe Bcvölkcrunpf^bcwegung. Das Standesamt Pettau meldet für d'e Woche vom 4. bis 11. Oktober fünf Geburten. Den Bimd fürs Leben gingen ein Maximilian Pen mit Agnes Miirschitsch; ge.storben sind Johann Hanselitseh, Theresia Bicfetz. Agnes Prinzl. In der Gemeinde Piagerhrf werden für den gleichen Zeitraum zwei Geburten verzeichnet, in Windischdorf gleichfalls zwei OebTirten. Das Bild im Spind Herberts Spind ist ein Anziehungspunkt für seine Kameraden. Nicht etwa, weil es ihnen vielleicht der Oberfeldwebel als Vorbild mustergültiger Ordnung hingestellt hätte, nein, dazu eignet sich Herberts Spind nicht. Aber ein Bild, das liebevoll mit Reißnägeln an der Innenwand der Türe angeheftet ist, lockt sie immer wieder heran. Es zeigt ein lachendes Mädchengesicht von seltenem Liebreiz. Die blonden Haare ringeln sich um ein zaites Profil, das durch eine kecke Stupsnase einen munteren Ausdruck erhält. Sie wissen natürlich alle, wer das hübsihe Mädchen ist, Herbert hat dem Ansturm vieler Fragen nicht standhalten können und ihnen eines Abends erzählt, wie er sie auf der Skihüttc kennengelernt hat. Auch kleine Erlebnisse gemeinsamer Hüttentage des Weihnachtsfestes und vieler Ausflüge in die herrliche Bergwelt. Sie kennen auch den Namen, den Beruf und die Heimatstadt des Mädchens, sie wissen, daß sie Ursula Berg heißt. Zeichnerin und ein Kind der singenden, klingenden Donaustadt ist. Soweit wäre nun alles in bester Ordnung. Herbert läßt ab und zu voller Besitzerstolz sein Spind offen stehen und freut sich über die bewundernden Blicke seiner Stubengenossen. Er nimmt jede Woche seinen Brief in Empfang und liest ihn voller Stolz. Bis eines Tages das Verhängnis naht. Ein Schub „Neuer" ist eingetroffen und auf die Stuben verteilt worden. Auch in Herberts Stube kommen ein paar neue Soldaten, die ihre Namen murmeln und sich schleunigst mit der Einrichtung ihrer Spinde beschähi-rjen. Heibert hat Wat he. Als er wiederkommt, läuft ihm ein Stubenkamerad entgegen. Vollslrtiidig riiißer Atem. ,,Du, Herbert, denk dir, einer der ,,Neuen" hat dem Bild von der Ursula in vierfacher Vergrößerung in sein Spind genagelt. Was sagst du da/u?" Herbert kann gar nichts sagen. Er schnappt nach Luft wie ein Karpfen auf dem I.and. Dann rast er in die Stube. Zum Glück ist sie leer. Vor der Spindtür des „Neuen" lächelt ihn Ursula an. Er ist total verstört. Seine Laune wird nicht besser, als dio anderen Stubengenossen nach und nach eintrudeln, das Bild mit Eistaunen bemerken und dio entsprechenden Hänseleien und Bemerkungen steigen. Herbert legt sich an diesem Abend mit einem brunnentiefon Seufzer in sein Bett. Er überlegt noch lange, ob er nicht einfach den „Neuen", der Inzwischen auch vom Dienst zurückgekommen ist, fragen soll, aber er schämt sich. Weil vielleicht die andern wieder lachen könnten. Und ihm Ist gar nicht zum Lachen zumute. Am andern Morgen wirft er nur einen flüchtigen Blick auf Ursulas lächelndes Gesicht und rast zum Antreten. Ein Kamerad, der in der Schreibstube war, flüstert ihm zu: „Du kriegst heute Post von der Ursula, ich habe einen Brief mit ihrem Absender gesehen." Aber von der andern Seite neckt schon ein Anderer: ,,Ha, der kann genau so gut für den „Neuen" sein!" Bei der Postverteilung Ist die Spannung aufs höchste gestiegen. Tn dem Augenblick, als der Unteroffizier Ursulas bekannten blauen Brief in die Hand nimmt, um den Empfänger zu nennen, ist es mucksmäuschenstill im Raum. Man hört deutlich, wie er sagt: „Ein Brief für Hnns Berg". Und gibt dem „Neuen" Ursulas Brief, Der nimmt ihn entgegen, dabei entschlüpft Ihm der freudige Ausruf: ,,Ach, von meiner Schwester". Dann hört man einen erleichterten Seufzer Herberts und das tosende Gelächter seiner Stubengenossen. Am Abend wird auf der Stube ,,Ursula", wie sie getault worden ist, eine Bekanntschaft gefeiert und eine Freundschaft geschlossen. Musik in der Mathematikstunde Herr Dr Kiamer, der gestrenge Maihoma-tiki^hier, halte bereits die halbe Tafel mit geheimnisvollen Hieroglyphen bedockt. Es schwirrte nur so von Zahlen und Buchstibcn, und die Hirne der armen Schüler begannen bereits zu rauchen. Da, mitten in diese Quälerei, erscholl durch das geöffnete Fenster Leierkastenmusik. Einen Augenblick stutzte der Lehrer, dann drehte er sich zur Klasse, und die Jungen gewahrten zu ihrem grenzenlosen Staunen ein Lächeln auf seinen sonst so ernsten Zügen. Jetzt legte er gar die Kreide aufs Katheder, und — Wunder aller \^undor — nun begab er sich ans Fenster und lauschte voll Andacht den Melodien dos Leierk.utem. ,,Da es nicht viel Zweck hat, während der Musik an der Lösung weiterzuarbeiten, wollen wir lieber eine kleine Pause einlegen". Das sollte wohl eine Art Entschuldigung bedeuten) die wäre allerdings bei den Schülern nicht notwendig gewesen. Nachdem sie sich von ihrem Erstaunen einigermaßen erholt hatten, fanden sie sich überrasrhend schnell in die angenehme Lage, und Hugo Wehling summte bereits den Schlager mit, der 1 diesem Augenblick herauftönte. Kurt Koch blickte bereits zum drittenmal nach der Uhr. Tn drei Minuten war die Stunde zu Endel Genau eine Woche darauf wiederholte sich dasselbe Schauspiel. Der Himmel mochte wissen welche psychologischen Zusammenhänge bei Dr. Kiämer wirksam wurden, daß er sentimentaleD Klangen des Leierka.slens lauschte. Irgendwelche Jugenderinnerungen und langst verschüttete Gefühle mochten nun ihr Recht geltend machen. Den Schülern konnte es sehr recht sein; denn wiederum war eine gefürchtete Stunde geschafft. Und so geschah es auch in der dritten Woche. Dann aber kam wieder einmal eine Mathf-matikstunde. Diesmal saß Herr Dr. Krämer auf dem Katheder, und seine Augen glänzten eigentümlich lebhaft durch die scharfen Glaser. Eine Unruhe schien sich der Klasso bemächtigt zu haben. Wiederholt schon waren die Augen so mancher Schüler nach der Armbanduhr gewandert, und öfter schon war ein fragender Blick von einem tum anderen gegangen. Und nun — völlig unvermittelt — v'nter-brach der Lehrer seinen gelehrten Vortrag und sagte mit erhobener Stimme; „Meinu jungen Freunde, Sie tun mir leid, Iber ich muß Ihnen eine Enttäuschung bereiten. Ihr Leiermann wird heute nicht kommen. Tm Interesse eines gedeihlichen Mathematik-unterrirhtes habe ich das Honorar, das Sie dem guten Manne bewilligten, um zehn Pfennige erhöht. Sie sehen, daß es geholfen hat. Ich habe bei dieser Gelegenheit feststellen können, daß Ihnen eine Mathematikstunde immerhin fünfzig Pfennig wert ist, und das will bei Ihren stet» angespannten Geldverhältnissen viel sagen. Da ich für eine große Familie zu sorgen habe, bitte Ich, von einer weiteren Erhöhung des Künstlerhonorars absehen zu wollen, da dies meinen finanziellen Ruin bedeuten würdel" Er lächelte. Nach dieser langen Rede war es eine Sekunde ganz still in der Klaaie, dann aber brach ein Lachen los, wie es In diesem Raum nur selten gehört ward. Darauf wandte sich Dr Kräm<*r wieder «u-nei Talcl zu. Ernst Zacharias Seife 6 ^».Marbufger Zeltung« 15. Oktober 1942 Nummer 288 Ja, ja, der Wein ist gut! Bei der Weinlese im Pettauir Kreil — Der 4a er Jahrgang wird wieder einmal ein „picksUßes Tröpferl" Mit seinen ungefähr 5000 Hektar Rebenkulturen umfaßt der Kreis Pettau das größte Wejnj?ebiet des Unterlandes. Das Weinbauamt Pettau hat daher mit der Erfassung und Betreuung dieses Gebietes eine hervorragende Aufgabe zu erfüllen. Der Leiter des Weinbauamtes Pettau, Herr Johann Bregant, ein bewährter Weinbaufachmann, der auf eine rui|(ticn Kcict)etottni( Von tiefstem Schmerze gebeugt, geben wir die traurige Nachricht, daß unsere liebe, herzensgute Mutter, Großmutter, Schwiegermutter, Schwester, Tante und Schwägerin, Frau Luzie Truger Försterswltwe am 13. Oktober 1942, um 13.30 Uhr, plötzlich von uiis für Immer dahingegangen ist. Die teure Verblichene bringen wir am 15. Oktober 1942, um 16 Uhr, auf dem hiesigen Friedhofe zur letzten Ruhe. Rann, den 13. Oktober 1942. 10601 Dl« tieftmuernd Hintert>|lebenen bruna Staatl. Lotterie-Einnahme Graz Herren,';asse 1. Tel 10-32 '18 los 5.- 1/4 los Ä.-v.,:;.' ^iehunj} i. Kl. Ib. u. 17. Oktober! Hier abtrennen Besteiisctieio Ich spiele mit. Senden Me sofort u, /I, i\ Ürig!nallo8 der 1. Klasse der 8. Deutschen Reichslotterie. betrag tolgt nach Erhalt des Loses. Ziehungsliste erwünscht — (Nicht Gewünschtes itrei-chen.) Name und Anschrift: Seffe ÜdiiUiifUi Zdtumi OMw IM Wfcnnw 2SB Stadttheater Marburg a. d. Drau i^aBaKBaKBsaBBKagBHaK=== Donnente«, den 16. Oktober Freiü« 2 PAGANINI Operette in drei Akten von Franz Lehir Beginn: 20 Uhr. Ende: 23 Uhr. Amtliche @ Bekanntmachungen Vier OI»erbtirff«rm©tet<'r der Stallt Marburg a. d. Drau Stadtkämrtl er ei Marburg^Drau, den 12. Oktober 1942 Kundmathung In d«n nächsten Tagen werden die Exekution«beaniton die Bescheide Über die Heranziehung zu den Beiträgen für die Stierhaltung im Stadtkreis Marburg zustellen. Die Beamten eind angewiesen, zwecka Arbeitserspamia die festgelegten Beträge sofort einzuziehen. Ich ersuche die Benannten, die Beträge möglichst schon bei Zustellung der Bescheide auszuhändigen, da die Beamten für den zweiten und weitere Wege Mahn- bzw. Vollstrek-kungskoaten berechnen mtissMi. 1. A, Brendel DER CHEF DER ZIVILVERWALTUNG IN DER UNTER-STEIERMARK — DIENSTSTELLE MARBURO/DRAU Der Beauftragte für die ZivlLrecht»pflefe HR A II 208 ^ Aend«rung9n bot «in^r Firma Im Rcßistcr UTirde am 13. 10. 1942 bei der Firma: Johann Lcßat, Frstc Spezial-Reparaturwcrkstätte und Spezialgeschäft für ßüromaschinen, Sitz Marhurg/Drau, folgende Änderung einjrctragen: « Oasparin g«h. Legat führt ab B. 10. 1942 ihren f'amiüennamen Lcjjat. 10587 Der Chef der Zivilverwaltung in der ünterstetefmark Der Beauftragte für die Zivilrechtspflege Dienststeile Rann Nc 340/42-1 -- Binberulung unbekanniw Brben Ferdinand Fritz el aus Aitenbacher bei Gottschee ist pm 16. Oktober 1941 {gestorben. Fr hat eine letztwilliße Verfügung: nicht hinterlasseti. Wer auf die Verlassenschaft als gesetzlicher Erbe Anspruch erheben will, hat dies binnen ö Monaten von heute öb der gefertigten Dienststelle mitzuteilen und sein Erbrecht nachzuweisen. Nach Ablauf dieser Frist wird die Verlassenschaft, soweit die Ansprüche nachgewiesen sein werden, herausgegeben werden. Soweit dies nicht geschehen Ist, verfällt das Vermögen dem italienischen Staate. 22110 Rann, am 2. 10. 1942. Der Chef der Zivilverwaltung in der Unterstetermark Der Beauftragte für die Zivilrechtspflege Dienststelle Marburg/Drau J. 57/42-3 ' Aulgebot von Wertpapieren Auf Antrag der Ida Koller, Abteilungsleitersyattin in Marburg/Drau, QaußgasSe Nr. 14/11, wird das angeblich in Verlust geratene Einlagebuch der Marburger Kreditanstalt, nun Volksbank, in MarburR/Dran, Nr. 185U, lautend auf den Namen Ida Kolar mit dem Saldo am 31. 12. 1941 von RM 1119,83 aufgeboten. Der Inhaber wird aufgefordert, es binnen 6 Monaten vorn Tage der Kundmachung des Aufgebotes bei der Dienststelle vorzuweisen; auch andere Beteiligte haben ihre Liuwendungen gegen den Antrag ra erheben. Sonst würde das Rinlagebuch nach Ablauf dieser Frist über neuerlichen Antrag der Ida Koller für kraftlos erklärt werden. Marburg,/Drau, am 10. Oktober 1942. ]0.Sft2 FERKEL und LAUi^ERSCHWEiNE ▼nn 40 bis 60 kg lauf. lieferbar. Anfragen an Felix Müller. Landshut/Isar. 8184 Unteratelrerl Du gehörst zur deutschen Volksgemelnschatt! Daher sprichst Du nur Deutsch! Frankotyp- Frankiermaschine neu oder gebraucht, jede Type, wird von Selbstreflek tanten sofort gegen bar zu kaufen gesucht. Zeitschrift und Buchvertricb F. Zon schitz, Wien, I., Wollzelle 16 Fernsprecher R 29-3-54. 10585 /^kOS/riETlK trfallt höchsta Ansprüche, Um itt i» ■ tut «CO. fllTfl«. VINVINAir« Wohnort- untl Ansdirinänderung nuiftsen tinserc Poslbezlcher sofort dem zuständigen Postamt (nicht dem Verlag) melden. »Marburger 7eitun|(«, Vertriebsabteilung Kleiner lizeiier i«dM Wort kostet Ar StelUafMich« ( RpL tfu f«ttftdr«ckte Wort 16 Rof fflr Qeld- Realltl« tenvarkehr Briehvechsel aid Hairat Ii Roi. ia« fettsedruckta Wort 40 Rpt, fBr aMa IbrlKei Wortanzeisen 10 Rpf das fetuedrockta Won 30 Rpi. Dar WortpraU eilt bis aa id BncliiUbaa la Wort KaaDVortCfibOhr bei Abholung der ABüebote 89 Rpt. bal Zuieo-doBf darcb Poat odar Bote* 70 Rpf. AatkonftttebObr Ur Aiualcaa mit dem Vermerk: «Auskanh la der Vervaltuat odar QatchMtaatalle« M Rpi. Anseltea AnaahmeachlaB: An Tasa vor Cricbalaan im 16 Uhr. Kleine Aueltea werdaa aar regen VoreinaeadaBf des Betrages (aocb i^ttlge Briefmarken) aaftenommen. Mindestcebihr (Or alaa Kleina Aaselca t RM Tausch Tausche ebenerdiges, gut gebautes Haus mit Garten und zwei Wohnungen sowie einem Dachzimmer an der Pet-tauerstraße in Thesen mit gleichem oder größerem am linken Drauu'er. Eventuelle Aufzahlimg möglich. Zuschriften unter »Tausch« an die Verwaltung. 10542-2-e & MtkniiftH Damenfrlsetiria sucht Friscur-salon Flieger, Grazerstraße II, Marburg. 10574-6 Beim Gemeindeamt Kaisersberg wird sofort tüchtige, des Maschinenschreibens und der deutschen Sprache in Wort und Schrift kundige Kanzleikraft aufgenommen. Angebote zu richten an das Gemeindeamt in KJÜsersberg bei Friedau. 10586-6 Sägespänneofen um 10 RM zu verkaufen. Anzufragen: Ze-lenko, Kärntnerstraße 50, im Hofe. 10599-3 Verkaufe guterhaltenen Her-ren-Gummiregenmantel um 100 RM oder tausche auch f. Herren-Sportmantel, Marburg, Magdalenagasse 19, Im Hofe. 10603-3 Wer leiht mir Schreibmaschine? Zahle pro Monat 12 HM Leihgebühr. 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Gasthaus sofort für Provinz in der Untersteiermark gesucht. Zuschriften unter »Vollständig selbständig« an die Verwaltung. 10516-6 ON-LICHTtPIELE PETTAU Bifl einschließlich Donnerstag . Das tolle Lostsptel B Armer Millionär ^ Für Jugendliche zugelassen Als fferafenep von QUalifäheczeuqnicgeQ bekannt Deutschland vielen Staofen der WSolt R.l^uf eKe_ HAMBURÖ-BER5EDI!W f Fabriksarbelt, Arbeltszelt von 6 bis 14 Uhr, an weibl. und männl, Kräfte *u vergeben. Anmeldung bei der Unio-Gc-sellscliaft, chemisch-technische Fabrik, Marburg/Drao, Meiling, Landwehrgasse 2S. 10056-6 Braves Mädel, das Freude zu Blumen hat, ^ sucht Blumengeschäft Spittau, Marburg, Tegetthoffstraße 29. 10416-6 Bedienerin wird gesucht. Vorzustellen zwischen 16—17 Uhr. Petein, Badgasse 4/II., Marburg (Drau). 10400-6 Wäscherin f. Friseurgeschäft wird aufgenommen. Marburg, KSrntnerstraße 7. 10506-6 Bilder kauft Kunsthandlung Karbeutz, Marburg, Mcrrcn-gasse 3, Femruf 2642. 10521-4 WUdkastanien kauft wie alljährlich Arbeiter, Marburg, Draugasse 5, Tel. 2623. 10192-4 Negative der Untersteiermark für Ansichtskartenerzeugung geeignet, kauft Karbeutz in Marburg, Edmund-Schmid-Gasse 8, Fernruf 2618. 10522-4 Liegestuhl für einen Kranken in gutem Zustand zu kaufen gcsucht. Papescli, Marburg, Burggasse 22. 105464 Köchin für größeres Haus am l.ande gesucht. Zuschriften unter »Mahrenberg« an die Verwaltung. 10513-6 Schönes, tnSbtiertes Zhnnter ist an älteren, alleinstehenden, angestellten Herrn sofort zu vermieten. Anzufragen in Marburg, Dietrich-Eckart-Straße j7, Parterre, rechts. 10560-7 Mftbliertes Zimmer unentgeltlich abzugeben gegen kleine Mithilfe im Haushalt. Mfr-burg, Beethovenstraße 9/P. 10596-7 Dieselbe Person, die am 13. X. im Zuge Pettau-Marburg den Koffer umtauschte, wird ersucht, denselben gegen Ihn ren beim Polraeifundanit um-t zulauschen. 10576-13 Zimmer mit oder ohne Verpflegung für Angestellten der »Marburger Zeitung« gesucht. Anträge unter >Kuhtg« an die Verwaltung. 10598-8 In der Lehrerinnenbildungsanstalt, Marburg, Schönercr-gasse 4, werden 2 Kohienträ" ger und 1 Wäscherin aufgenommen. 10498-6 Biave Kellnerin wird aufgenommen bei Vollgruber, Marburg, Hindenburgstraße 17. 10483-6 A\öbtfertes Sparherdzlmmcr zu mieten gcsucht. Anfragen Gadfcr, Marburg, Eisclsberg-gasse 36. 10501-8 Sauberes Einbettzimmer oder Wohnküche mit Nabenraumv gut heizbar, zwischen Tliesen lind Magdalenenplatz zu mieten gesucht. Angebote unter xSti(fetenland« an die Venv. 10561 <8 Verkäufer (in), tüchtige Kraft, mit ganzer Verpflegung im Hause, für sofort gesucht. Offerte an Herbert Jäger, Spczerei-, Manufaktur- und Eisenhandlung in Lorenzen-Bachcrn. 10530-6 Kaufen sofort Wasserreservoir mit 3 bis 5 m' Inhalt. 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Sohn. 10469-8 Es wurde auf dem Wege vom Hiitterblock, Burggasse, Schü-* nererstraße in der Zeit vjn Vaö bis 7 Uhr eine rote Lc-gitlmaüonsmappe mit 700 KM und 200 Kuna samt Mitgliedskarte des Steirischen Heiniatbundes, Kennkarte aus Belgrad, Taufschein, Passierschein tür Agram u. Lebens-mittelkaiten verlwen. Der Finder soll gegen Belohnun;^ bei der Polizei abgeben. 105n-13 Geldtascherl, Inhalt 26 RM, ist in der Gegend Tegetthoffstraße 18, Reiserstraße, Tap^ prinerplat« veilortn gegan--gen. Ehrlicher Finder wird gebeten, es in dem Milchgeschäft Tegetthoffstraße 18, gegen gute Belohnung abzugeben. 10604-13 Goldener Ring mit rotem Stein von Dr. Lbwetz, Tegett-< hoffstraße, bis Viktringhnf-gassc verloren. Gegen gute Belohnung abzugeben: Vik-tringhofgasse 26/1, Marburg. 10580-13 Möblierte^ Zimmer wird für einen Herrn gesucht. Anträge an Seifenfabrik ZIatorog in Marburg, Schlachthofgasse 23. 10533-8 BCIIUWU JKl. g Offene Uet tH Vor Cinstallant «on Arbalts-kr<en tnufi die ZustimmunK de« tustSndIcen Arbtlisamtei eingeholt werden Alleinstehender, älterer Witwer sucht Wirtschafterin. Vorzustellen: Krniger, Marburg. Lissagasse 29. 10600-6 Für Schneiderei Lehrmädchen, (ichilfin und eine Bedienerin gesucht. Blasnik, Marburg, Sohillcrstraßc 26. 10564-6 Hausgehilfin und Kinderstubenmädchen (event. Erzieherin) zu zweijährigein Mäderl dringend gesucht. Anfragen bei: Regina Göttlich, Marburg, Kärntnerstraße 128. 10589-6 Braver, williger Fri®eurlehr-ling gesucht. Salon Tautz in Marburg, Sophienplatz 5. 10549-6 Lehrling für feine Kürschner-werksiätte bei freier Kost u. Wohnung im Hause sofort gesucht. Angebote an Pelzhaus Fröhlich, Cilli. l056d-6 Freiwillige tür den Wachdienst In den besetzten Gebieten, auch Pensionisten, Rentner, jedoch unbescholten und einsat2f5hlg. 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Abgeben: Roßbach (Gams) 224. 10504-13 ytKdMUkts Ariernachweis beschafft Fa« milienforschungs - Institut, öraz, Grieskai 60, Ruf 67-95. 6986-14 Auch Sonntag Vormittag ist die Sonder-Bilderausstellung des Malers Stockenbauer in der Kunsthandlung Karbeutz offc" 10523-14 Taurche gebrauchte Küchen-krcjenz für Kleiderkasten, womöglich weiß. Zuschriften unter »Kleiderkasten t an die Vcr.vfr^^'mg. 10578-14 Eole ehtflogen, abzugeben fte-gen Belonnung: Marburg, Bubakgasse 23/111, rechts. 10597-13 Tausche fast neue» Fahrrad für eir ii ix-..«»u..l..mpfän-gcr. Tuch-Magazin, Marburg, Scbitlf^nsse 4. 10584-14 An unsere Postbezieherl Wenn der Postbote 2ü Ihnen kommt und dli tie-zugsgebühr für die »Marburger Zeitung« einhcbi, bitten wir Sie, dauiil in der Zustellung keine Unterbrechung fintritt, die Zahlung nicht zu verweigern. Die I^ezugsgcbÜbr ist immer im voraus zu bezahlen. »Alarburger Zeitung«, Vertriebsabteilun,^