Schriftleitttng: M»th«»«gass» Str.» m Cn» ». js««r-tw M 11-11 Bt> »KB. G^Mchmtf* an!« nat ■' [trtrn. uniliii «tt-■«c* Acht terlMAttir. •MI IM SnMltas« gtg» tMuchSta« «I MB II# ft«. $fi Itm ■■»««Mi«™ taca><«MrtU| Verwaltung: «chtdaKgast. Nr.» l»»«i»»'Iche« d„»>. «t,oq«dcl»ozllllgeii: virch dt« V«> »«,«>«»! . . . >. 1-M Jalt)|itirtg , . . I N ... S. CM 9li «II11 Bit .Hi(lca«n« Int H«Il! «»»»Illch . | . . |. — St BtttteljBtrij . . . 1*50 . . . . ll. » — - t i f. r— 8u«'l »»«>»»« «mm sich »'» ilbtc 11 um tu jflitn dl» ist Mr. 03. GiM, Donnerstag, 7. August 1902. 27. Zayrgang. Fahrkartenstener und Mauten. Mit der einen Hand geben und mit der anderen nehmen, aber mehr von dem letzteren, daS ist da« Prinzip unsere» Finanzmiiiift?rS und hinler ihm stand die Regierung, die ti ermöglicht-, daß zwei Gesetze in der letzten Session beraten und beschlossen wurden, von denen eigentlich nur da» der „Maut-aufhebung" dem Wunsche de« Voltes entsprich». — Wohl war auch die Regelung der Diurniften-gehalte, welche rdrnsall« in den letzten Tagen Gesetz wurde, ein Gebot der Notwendigkeit, aber der Herr Finanzminister machte diese beiden Gesetze, weiche ihm Ausfälle an Einnahmen brachten, von einer neu zu erhebenden Fahrkartenfteuer abhängig und so kommt eS daß mit der Sanktion des Gesetze», betreffend die Aushebung der ärarischen Straßen-und UeberfahriSmauten, mit dem gleichen Tage a»ch ein Gesetz, betreffend dir Einsühruug einer Fahrkartenfteuer vom Personentranlporte, sank« tionien wird. Diese neue Fahrkartenfteuer wird von den Personen der Transportgesellschaft eingehoben, die auch von den betreffenden Reisenden die Transport« gebühren einhebt. Eine Abstufung der Steuer nach den bestehenden Wagenklassen wird im Gesetze nicht ausgesprochen, ebenso ist die ZugSgatlung für die Bemessung der Steuer ohne Belang. In diesen beiden angegebenen Richtungen ist die Fahrkarten-fieuer eine einheitliche, sie ist nur verschieden nach der Art der Bahnen, die von Personen zur Beförderung in Anspruch genommen werden. Darnach führt daS Gesetz drei Gruppen von Bahnen an, nämlich Haupt», Lokal» und Kleinbahnen. Bon der erstgenannten Gruppe wird von der betreffen-den Fahrkarte eine besondere Abgabt (Fahrkarten-steuer) in der Höhe von 12 v. H., von der zweiten Gruppe eine solche von 6 v. H. und auf den Klein» bahnen eine solche von 3 v. H. eingehoben. Bei Fahrten ins und vom Auslande, wozu auch Un-gärn, sowie Bosnien und die Herzegowina gerechnet wird, wird die Fahrkartenfteuer mit 10 v. H. von jene« Teile des Fahrpreises eingehoben, der auf t?!»ch»n»« verboten.) Schwarzer Ferrat. Von P. Sander. Der Bankier Karl Brede, ein Mann Anfang der Vierzig, faß in feinen, elegant eingerichteten Privatkontor und schrieb. Er liebte es nicht, um diese Stunde gestört zu werden; das wußte sein Personal und richtete sich danach. Al» nun dennoch plötzlich die Tür des ZimmerS etwas heftig und ohne vorherige« Anklopfen aufgeriffen wurde, wendete Brede mit nicht« weniger als freundlicher Miene den Kopf und gewahrte zu feinem Erstaunen feinen Jugendfreund Hilgen, der mit geröietem Antlitz und aufgeregter Miene auf ihn zu ging. „Heinrich, du! und zu so ungewöhnlicher Stunde?-rief Brede sich erhebend. „«» hat doch kein Unglück gegeben?" „Nein, noch nicht, aber e« wird ein« geben, so wahr ich Heinrich Hilgen heiße! Man will mich betrügen, man will mich hintergehen, md das dulde ich nicht, nein, niemal»!" Bei diesen Worten schlug der Sprechende so heftig mit der Faust auf Herrn Brede» Schreibtisch, daß die Gegenstände auf demselben umherflogen. Brede faßte in aller Ruhe den kleinen korpulenien Hilgen bei den Schulter n, drückte ihn auf einen Fauteil nieder und sagte: „So, nun werde mal erst ver-Künftig und danm erzähle mir, wa» geschehen ist." »Geschehen ? G'eschehen ist eigentlich gar nicht»/ «einte Hilgen niun etwa» ruhiger; und sich erst jetzt im Zrmmer: umblickend, ob kein Dritter zu» «gen sei, sprach i er in halbem Flüsterton, indem er seine Hände auf seinen runden Knieen spreizte und seinem Freunde Istarr in» Gesicht sah: .Denke dir Karl, Erna hat Korrespondenzen!" die Beförderung in den im ReichSrate vertretenen Königreichen und Ländern entfällt. Ist der normale Tarif für die dritte Wagen-klaffe auf Privatbahnen um mehr als 20 v. H. höher als der gleiche Tarif auf den (österreichischen) StaatSbahnen, dann wird die Fahrkartenfteuer für diese Wagenklasse statt mit 12 mit 9 5 v. H. und in diesem Falle bei Reisen ins oder vom Aus-lande statt mit 10 mit 7*5 v. H. bemessen. Bei Anweisungen zu einmaliger (oder Hin- und Rück-fahr«) freier Fahrt sind die begünstigten Personen zur Zahlung einer Stempelgebühr verpflichiet, die einheitlich für die Art der Bahnen, aber unter-schiedlich nach der Wagenklasse ist, und zwar für die dritte 50 h, sür die zweite 1 K und für die erste 2 K. Bei Anweisungen sür die einmalige Fahrt zu ermäßigien Preisen beträgt die Stempel-gebühr sür die dritte Wagenklasse 25 I», für die zweite 50 h und für die erste 1 K. Bei Anweisungen zu wiederholter freier Fahrt für die dritte Klasse 5 X, für die zweite 10 K und sür die erste 20 X und zu wieder-holt ermäßigter Fahrt 2 50 K, bezw. 5 K und 10 K. Bei solchen Anweisungen, die auf mehrere Personen lauten, ist die Stempelgebühr für jede gesondert zu entrichten. Besreit von der Stempelgebühr sind u. a. die von den Bahtiverwaltungen den eigenen Bedienstelen und Arbeitern, sowie deren Familien» angehörigen ausgestellten Anweisungen, ferner die, welche au» össenilichen oder eifenbahndienstlichen Rücksichten, sowie wegen Armut oder für gemein-nützige Zwecke gewährt werden, endlich jene An-Weisungen zu freier oder ermäßigter Fahrt, die auf Gesetzen beruhen. Ueberhaupt besreit von der Zahlung einer Fahrkartenfteuer sind sämtlich« Mitglieder de» kaiserlichen Hause», Personen, die auf Grund de» Militärtarifes befördert werden, ferner Arbeiter und Arbeitsuchende, wenn sie mit besonderen er-mäßigten Fahrkarten befördert werden. Schließlich sind von der Fahrkartenfteuer befreit die Personen-tranSporte auf Kleinbahnen, die den Verkehr in einer Gemeinde und deren Umgebung vermitteln, innerhalb des Weichbildes der Gemeinde und eine» Umkreise» von zehn Kilometern von der Gemeinde« grenze au». Auf solchen Kleinbahnen darf erst dann eine Fahrkartenfteuer eingehoben werden, wenn einzelne Linien einer solchen Bahn den oben-angegebenen Umkreis überschreiten, und zwar erst von dessen Grenze an. In die Befieiung von der Fahrkartenfteuer sind die Linien der Wiener Stadt» bahn einbezogen, sowohl die bereit» bestehenden, al» auch die künftig zu konzessionierenden, und zwar auf die Dauer der in der betreffenden Kon-Zessionsurkunde festgelegten Steuerbefreiung, sowie die Eisenbahnstrecken im Wiener Stadtgebiete. Die Aufsicht über die ordnungsmäßige Abfuhr der Fahrkartenfteuer feiten» der EifenbahN'Unter» nehmungen führt da» Finanzministerium. Mit I. Jänner 1903 tritt dieses Gesetz in Wirksamkeit und mit dem Tage, wo der Eiserbahn» reisende besteuert wird, fällt für die Landstraße, für Vieh und Wagen die Abgabe der Mautgebühren. Wozu verwendete die Üirche ihren lleberstnß im kirchlichen Altertum. Die Apostel ließen keinen unter den Chnsten in der Not schmachten, sondern teilten von dem, wa» die Freigebigkeit der Gläubigen zu ihren Füßen niedergelegt hatte, jedem mit nach seiner Noivurft. Zu dem Zwecke führten sie die sogenannten Diakonen ein, denen nebst anderem auch die Pflicht oblag, der leiblichen Notdurst der Gläubigen zu dienen. In der afrikanischen Kirche wurde jedem Geistlichen aufgetragen, ein« Handarbeit zu lernen, damit er nach dem Beispiele de» Weltapostel» nebst seinen BerufSgefchäftin noch mit eigener Hand seinen Unter» halt erwerben könne. Der berühmte Kirchenschrift» stell« Tertullian schreibt um da» Jahr 201, daß zu seiner Zeit alle geistlichen Verrichtungen umsonst au»gespentet wurden; halten aber die Kirche oder d?ren Diener einiges Vermögen erworben, so wurde alle» zum Unterhalte der Armen verwendet. Lange war in der Kirche keine andere Sprache bekannt alS: die Kirchengüter sind die Opfer der Gläubigen, das Lösegeld für die Sünden, daS Erb» .Sie hat Kocrtfpond«nz«n?" wiederholte Brede, »nun, das ist doch nichts Neue«; deine Frau fchreibt ja gern Briefe, wie ich au« eigener Er» fahrung weiß.- „Gewiß/ unterbrach ihn Hilgen ungeduldig, .aber um so ungefährliche Korrespondenzen wie mit dir. alter Knabe, während unserer Sommerreiftn handelt e« sich nicht; um solche Briefe stehe ich noch nicht vom Stuhle auf." „Nun, nun," — Herr Brede lehnte sich mit etwa« gekränkter Miene in feinen Stuhl zurück und strich wohlgefällig feinen langen, blonden Vollbart — „so ganz ungefährlich ist ein Jung-geselle in meinen Jahren denn doch noch nicht. Die Damen —" .Ach laß doch jetzt deine Eroberungen, von deren Massenhafligkeit ich überzeugt bin,' rief Hilgen. „Also Erna empfängt und erwidert Briefe, viele und lange Briefe, denn eine beträchtliche An-zahl Bogen kann erst da« Kuvert so umfangreich gestalten, wie ich e« zuweilen sah. Da« Schlimmste aber ist, sie macht aus diesem Briefwechsel ein Ge-heimni«. Mehrmals überraschte ich sie beim Schreiben, dann wurde sie rot bi« über die Ohren, schob schnell die Platte ihre« Schreibtische« zurück und steckte den Schlüssel zu sich. Morgen« sucht sie, die sonst gern lange schläft, vor mir am FrühstückSiifch zu erscheinen, um etwaige Briefe abzufassen, und heut Morgen überraschte ich sie gerade, al» sie einen Brief in die Tasche schob. Dabei sah sie höchst ver-stimmt au«, vermutlich, weil sie daS holde Schrift-stück nicht fogleich lesen konnte, und gab mir während des Fiühstücks konfuse, oder gar keine Antworten auf meine Bemerkungen. Ueberhaupt ist Erna ver» ändert, und wenn ich auch nur ein einfacher Kerl | bin, daS entgeht mir doch nicht, daß sie zerstreut und aufgeregt ist. Kein Zweifel, sie ist mir untreu." Bei dieser furchtbaren Anklage seufzte Hilgen tief auf und blickte dem Freunde mit angstvoll fragen-dem Ausdruck ins Auge. Dieser schwieg einen Augenblick. Dann haf» teten seine Blicke auf Hilgen, zu dessen vollem gut» mütigem Gesicht, welches fast immer den Ausdruck ungetrübter Heiterkeit trug, Sorgen und nun gar die verzehrenden Qualen der Eifersucht so gar nicht passen wollten, und meinte dann: „Ich halte es kaum für möglich; doch Weiber, Weiber er wiegte den Kopf, „und man darf nicht verfleffen, daß deine Frau jetzt gerade in dem gefährlichsten Alter ist, so um die Dreißig herum, weißt du. Dazu ist sie schwärmerisch veranlagt, während du mein guter Heinz —" /»Ich weiß, ich weiß," unterbrach ihn dieser» „meine Erna ist schön, elegant und gebildet: und ich bin nur ein simpler Gelreidehändler, den sie vor fünf Jahren nahm, weil sie ihn für einen braven Mann hielt, und weil ihr der brave Mann auch ein« sorgenlose Existenz bieten konnte, welche sie dem Genuß, sich al« Gouvernante mit fremder Leute Kinder »u ärgern, entschieden vorzog. Und haben wir nicht all die Jahre glücklich zusammen gelebt? Meine Erna liebt mich, und meine Erna ist eine ehrbare Frau, obgleich sie auch schön ist, und die Herren ihr gern die Kur machen. Zum Teufel mit deinem Unsinn von der gtsährlichen Dreißig, den du wahrscheinlich auf deinen berühm» ten Eroberungszügen ausgekundschaftet hast. Aus mtine Erna paßt er ganz und gar nicht, überhaupt verbitte ich mir ein für alle Male Beleidigungen gegen mein« Frau." Seite 2 ^Deutsch- W«cht« Nummer LZ teil der Armen. Lange hielt die Kirche jenen für einen Gstieiräuber, für einen Totschläger der Amen, der die Kirchengüter mehr zu anderem Gebrauche als zur Unterstützung der Notleidende» verwendete. Die alte Kirche h elt die Unterstützung der Notleiven-den sür ohne allen Vergleich wichtiger, al« die un-nötige Verzierung ihrer Tempel. Diesbezüglich schreibt der heilige Ambrosiu«: .Besser, als daS Gold erhalten, ist t«, die Seelen dem Herrn erhalten, der die Apostel ohne Geld ge-sandt und die Kirche ohne Gold versammelt hat. Die Kirche hat da« Gold, nicht um Schätze zu sammeln, sondern um mitzuteilen und in der Not auSjuhelsen. Da« Hau« Gölte«, die heiligen Geheimnisse bedürfen des Gölte« nicht und werden durch Gold nicht besser/ Der heilige Chrysostomu« schreibt: „Glauben wir nicht, daß wir ein grobe» Verdienst haben, wenn wir nur den Altar de« Herrn mit kostbaren Öpsern schmücken; die Notleidenden, die Witwen und Waisen aber schmachten lassen. Die Kirche ist keine Niederlage von goldenen, silbernen und seidenen Geräten; nicht goldene Gesäße, sondern ein edleS Herz, aufrichtige Bruder- und Nächstenliebe fordert Christu«; teile deinen Ueberfluß mit der Armut." Der heilige HieronymuS schreibt: »Einen wuchernden, vorhin arm gewesenen, nunmehr reich gewordenen, au« der vorigen Niedrigkeit mit Stolz sich erhebenden Geistlichen fliehe wie die Pest. Die höchste Ehre ein»« Bischöfe» ist, mit seinen Schätzen die Armen zu unterstützen; und die Priester können sich nicht ärger beschimpfen, al« wenn sie nach Geld lüstern sind." So dachte und handelte man im kirchlichen Altertum, und in dieser Denk- und Handlungsweise wußte man sich in vollkommener Uebereinstimmung «it der Lehre und dem Beispiele Jesu und der Apostel. Wie hat sich aber doch alle« seither in da« Gegenteil verkehrt und verändert! Kirchen und Klöster. Papst und Bischöfe vrrteilen ihren Ueber-fiuß nicht, wie im kirchlichen Altertum, unter die Armen und Notleidenden, sondern derselbe wandert vielmehr in die diversen Geldbanken zur entsprechen-den Fruktifizierung oder wird an Bedürftige — auSgeliehen zu hohen Prozenten, obwohl die Kirche da« Zin«nehmen verboten hat; oder aber wird ver-we.'det zur Ausbreitung und Befestigung der Neri-taten Macht und Herrfchgelüste; denn die Kirche de« Sohne« Gof.eS, der da sagte: »sein Reich sei nicht von dieser Welt', der ferner« „die Armut selig preist und den Reichtum verdammt", ist heut-zutage, zumal in Oesterreich, zu einem gar mäch-tigen, reichen, einflußreichen politischen Machtsaktor geworden. Sogar die Kirchen, Klöster und diversen kirchlichen Drill- und andere Anstalten werden nicht vom kirchliche« oder geistlichen Ueberfluß, sondern meist nur von den sauer und mühsam erworbenen Kreuzern der armen Gläubigen gebaut. Damit soll selbstverständlich nicht gesagt werden, „Nun, nun," beschwichtigte Brede, »ich bin der letzte, der etwa« gegen deine Gattin sagt. Frau Ema ist schön und tugendhaft und mir eine lieb« Freundin. Wenn ich so eine Frau fände, könnt» ich «ich sogar entschließen, meine goldene Freiheit aus-zugeben." »Könntest du, Verräter? Diesmal hast du dich selbst verraten, du bist der Briefschreiber, du und kein anderer." Bei diesem Wutschrei faßte Hilgen sein Gegenüber bei der Brust und versuchte ihn zu schütteln. Jener jedoch löste ruhig des Aufgeregten Hände von seinem Rocke, behielt dieselben einen Moment in den seinen und sagte kopfschüttelnd: »Mensch, bist du denn von Sinnen? In einem Atem klagst du deine Frau an und verteidigst sie. Ja du mußt doch schließlich deine Frau am besten kennen." »Ach Gott, verzeih' mir," jammerte nun der Aermste in kläglichem Tone, »ich bin ja so un-glücklich! Und nun verlangst du gar noch, daß ich meine Frau kennen soll? Man ist doch nicht Se-vatter Schuster oder Schneider. DaS sitzt daheim bei seiner Arbeit, Mutter steht dabei, kocht da» Mittagbrot und. schaukelt die Jähre in der Wiege. Die Sorte kennt einander. Aber Unserem», da» Gottlob leben kann, wie ein anständiger Mensch hier in Berlin lebt, da» lernt seine Frau nicht kennen. Uederlege dir daS mal: Morgens, wenn ich ins Geschäft gehe, ist meine Frau kaum au« den Federn, Mittag« komme ich nach Hause, abge-spannt natürlich von der Börse, und kann nicht viel reden. Dann halte ich mein Schläfchen, und dann geht« wieder an die Arbeit biS Abends, wo ich entweder Gäste bei uns oder nur noch eben Zeit finde «ich in «einen Frack zu stürzen, um als ob von dieser Seite für die Armen und Not-leidenden etwa nicht» geschähe; allein was ist denn das beso .dereS, da« tun ja die andern auch. Manche, vhlleicht selbst arme christliche Famile tut für die Armut und daS Elend oft ungleich mehr, als so ein verknöcherter Muß-Zölibaiär, der unter einer gar frommen Außenseite ein harte«, selbst-süchtige« Herz verbirgt. Al« vor einigen Jabren «ine arme Kranke in daS voa barmherzigen Schwestern neleitete Spital für Unheilbare in L . . . . Ausnahme fand, war die erste Frage der Schwester: „Haben Sie Geld ?" AlS die Kranke da« verneinte und bemerkt«, ihr Onkel hätte jr diesem Spitale 15.000 K vermacht, erwiderte die barmherzige Schwester: „da« gehöre nicht hieher, da« gehe sie nichts an". Nach 2'/, Tagen mußte die arme Kranke da« Spital ver-asftn. Wenn Geld die Welt regiert, so regiert e« >i« Klöster und Kirchen noch viel mehr. Ht«r aber unter dem verwerflich heuchlerischen Aushängeschild der Religi.n und de» Namen« Jesu. Wie wäre I »« sonst erklärlich, daß dorthin oft große Vermögen ' und Erbschaften strömen, dieselben dadurch ganz mühelo« und bequem zu großen Reichtümern ge-angen, während die arme christliche Arbeiterfamilie hr ganze« Leben lann sich schinden und rackern muß und keinen Tag sich satt essen kann Und da age noch einer, daß nur in der römischen Kirche da« wahre, von Christus und den Aposteln gelehrte Christentum zu finden seil Die vorstehend«» und noch ander«, hi«r nicht ang«sührt« Tatsachen dürften hn eines anderen belehren. (.Kärnt. Wocherblatt.") politische Wundschau. Ein Wort Vadehkys. Die „Münchener Neuesten Nachrichten" zitieren aus einem Briefe, den Radetzky am 17. April 1849 auS dem Haupt-quartier in Mailand schrieb, die nachfolgenden golde-nen Worte: „Auch in unserer Brust schlägt ein stolzes, deutsche? Herz, und niemandem räumen wir daS Vor-recht ein, deutscher zu empfinden als wir." — „Und heute" — bemerkt dazu das Mün-chener Blatt — „heute sollen Deutschtum und Patriotismus so unvereinbare Gegensätze sein, daß ein österreichischer Soldat sich nicht an einem deutschen Fest beteiligen darf! Die ganze traurige Entwicklung der politischen Verhältnisse des Donaustaates in den letzten fünfzig Jahren entspringt diesem traurigen Irrtum." Dieser Irrtum beruht aber darauf, daß die österreichischen Militärkreise für die Stimmungen und Regungen der Volksseele, im allgemeinen aber für daS Wesen und die Bestimmung eines modernen Staate? nicht das geringste Verständnis besitzen. Spannung zwischen Wie» und ZterNu. Wir haben schon vor einiger Zeit darauf hingt-wiesen, daß zwischen den beiden verbündeten Mon» archen seit längerer Zeit eine unverkennbare Span-nung besteht, infolge deren ja auch Erzherzog Eugen mit meiner Frau zum Diner oder Souper zu gehen. Der Sonntag ist mit Visiten, verlänqertem Mittag«-schlaf, Theater usw. ausgefüllt. Und wenn man abends oder morgens totmüde in sein Bett sinkt, hat man zu tieferen Charakterstudien auch keine Neigung mehr. Na, und im Eommer ist «an na-türlich abend« i« Freien. Ich kann i« zoologischen Satten den Eisbären besser kennen lernen, als «eine Frau, die immer von guten Bekannten umgeben ist. Und nun erst in der Sommerfrische; du lieber Himmel l Erna ist leichtfüßig, und ich keuche immer die Berge hinaus hinter ihr her. wobei ich zwar ihre niedlichen Füßchen, nicht aber ihren Charakter studiere. Und daS ist ja auch alles purer Unsinn. Wozu braucht man stch denn zu kennen; wenn «an sich nur liebt. daS ist die Hauptsache. Ach, und meine Erna liebte «ich so!" Bei diesen Worten siel de« Unglücklichen wieder sein ganzer Jammer ein, und zwei große Tränen rollten langsam über seine runden Wangen in feinen bereit« etwa« ergrauten Bart. „Sage mal," begann jetzt Brede wieder, .ver« kehrt nicht der schöne Dichter mit den Schmacht» äugen, der Redakteur von »Da« geistige Heim" seit diesem Sommer, wo ihr ihn ja wohl in der Schweiz kennen lerntet, bei Euch?" »Ja gewiß," gab Hilgen zurück. .Der Mensch fitzt un« jetzt öfter des Abends auf dem Hälfe und liest unS seine Gedichte und dergleichen Zeug vor. Ich sage dir, Ema schwärmt für seine Poesien!" Bei diesen Worten ging plötzlich eine Veränderung in HilgenS Zügen vor. „Sollte es der langweilige Mensch, der Federfuchser sein?" fuhr er sott. »Ja. ja, wahrhastig, alS ich neulich Abend bei feiner I Vörlefung einschlief, flüsterten die beiden mitein- den Marienburger Festtagen fernblieb. Bezeichn« für die obwaltenden Umstände ist ein viel bemirf» Zwischenfall, der sich vor kurzem zugetragen hat. « handelte sich um die Ernennung eines neuen esi» reichischen Militärattaches in Berlin. Der beiitjfc Kaiser hatte diesfalls den Wunsch ausdrücken Ufa daß Prinz Hohenlohe nach Berlin ernannt ttwia möge. Ungewöhnlicher Weise erfolgte jedoch dies« fc» nennung nicht, sondern Hohenlohe wurde nach Perni-bürg gesandt. Der nun von österreichischer So» vorgeschlagene Vertrauensmann wurde in Sal» kurzer Hand zurückgewiesen, so daß endlich eine Wo Persönlichkeit, die bis dahin überhaupt nicht in h tracht gekommen war, ernannt werden mußte. Ei iß nur gut, daß Verstimmungen zwischen Hose» hmr nicht mehr so ernste Folgen haben, wie vielleicht »h vor 50 Jahren. Agrarische Aewegnng in lin- dem ruthenischen Landvolke in Galizien ist es agrarische Bewegung ausgebrochen, welche sich zqa die polnischen Großgrundbesitzer richtet, auf dna Gütern die ruthenischen Bauern arbeiten. Setzten werden von ruthenischen Agitatoren auS nctinnola Gründen und von den Sozialdetnokraten aus sop.-» sehen Gründen ausgestachelt. Die Großg undbcM sind aber verloren, wenn sie keine ruthenischen 8» beiter bekommen oder wenn sie diesen um das bcppA mehr zahlen müssen. Die Bewegung erstreckt > schon über siebzehn Bezirke in Ostgalizien. uk Bauern sich weigern, auf den Gutshöfen Feldarttw zu verrichten. In einigen Orten hat auch die Lch» erhöhung nichts genützt. Man hat, wie gewihH Militär zuHilfe genommen, allein dieses Mittel düm nicht verfangen. Wenn die Bauern gescheit si^ so werden sie sich vor jeder Ausschreitung hüten, mit das Militär keinen Grund zum Einschreite» In einigen Orten ist eS bereits zu Zusammeust» mit der Gendarmerie gekommen, wobei es aus brixi Seiten Verwundungen gab. An die deutschvölkische Arbeiterschaft i> Heft erreich ! Um eine endliche Lösung der bremuck slcn Fragen der deutschvölkischen Ar beilerbewez» Oesterreichs herbeizuführen, beruft Herr Ferbii« Burschofsky in Mähr.-Trübau für den 7. und l September l. I. nach Wien eine Reichskonferqtl deutschvölkischen Arbeiterschaft und empfiehlt fos Tagesordnung: 1. Wahl des Vorsitzenden. 2. ®fc nähme zu den politischen Parteien. 3. Die pd Organisation. 4. Nichtpolitische Organisation. 5.( werkschastsfrage. 6. Genossenschaftsfrage. 7. ~ 8. Allfälliges. Zuschriften und Anfragen sind aii Einberufe? zu richten, der auch an Be mäiiner die Einladungen verabfolgt. Fschechi/che MersöÜnungsllimmllng. Gerüchten über einen nationalen Ausgleich H die „Rar. L.": „Für die Bewilligung der ' tschechischen Amtssprache bei den ersten Jnfia rein tschechischen Gegenden verlangen die D die gesetzliche Festlegung der deutschen Sprich» Staatssprache und die Zerreißung des böh " ander, da« merkte ich beim Erwachen. Ich . für Rücksicht gegen mich, ich blöder Tor, ufe i schuldigte mich noch vielmals mit Arbeitslast,! ich gerade bei der Liebesszene, natürlich sentimentale» Gewäsch, »in wenig eingeschli war. Ja. eS ist nicht zu sagen, wa« die 8b schrei der sür Unheil bei den Weibern amicha Gewiß, der nnd kein anderer hat meiner Enu )s Kops verdreht mit seinen .Herz und S »Liebe und Triebe*. »Sonne und Wonne' ch Solch Zuckerwerk kann ich ihr natürlich nicht biet aber ich will ihr und ihm da« Nasche» »erft'" HilgenS Augen sprühten Feuer. .Nun übereile nur nicht«." «ahme „nur Borsicht und Geduld kann un« hm Ziel« führen. Luch ich fürchte, daß deine Fr« | von den Phrasen de« schwärmerischen Museichh betören ließ. Indessen dir darüber GewiM verschaffen, da« überlaß mir. Versprich mir, da Frau gegenüber jeden Verdacht zu unterdrückn »ine ruhige Miene zu zeigen, und habe nur i ein wenig Geduld. Ja mir ist schon ei» kl« Plan gereist, wi, ich der Sache auf de» zu kommen hoffe, doch der bleibt sür« eche i mein Geheimtu«." Er erhob sich bei diese» L und erinnette dadurch den Freund aus zarte I daran, daß «an in dieser Welt noch etivat zu tun habe, al« eifersüchtig zu sei». Hilgen verstand den Wink und vero sich seufzend. Herr Karl Brede war kein Frühaassi deshalb wunderte sich auch die liebe Sowie, ihn sonst jeden Morgen noch u« acht Uhr schlafend in feine« Bett begrüßte, nicht we>» heute Morgen vor halb acht fchon auf der' Nummer 63 S-«»fch- Wacht- Seite 3 Landtages in nationale Kurien mit dem Vetorechte m allen nationalen Fragen. Ein nüchterner öfter-rrichischer Staatsmann rann leichter mit Dynamit fielen, als mit diesem Gedanken. Der Tag der Publikation der deutschen Staatssprache wird für s Oesterreich der Tag der Vernichtung und deS Unterganges sein. Die nationalen, mit dem Vetorechte auS-gestatteten Kurien bedeuten einen Zerfall des Landtages. Auf den Kopf müßten wir gefallen sein, wenn wir zu diesem trügerischen Geschäfte, zu diesem Löwen-vertrage Ja und Amen sagen würden. Sollte es sich aber nur darum handeln, den Deutschen die Ver» tretung im Landesausschuß und den LandeSinstituten zu sichern, so ist dazu eme Teilung des Landtages in nationale, autonome Kurien nicht nötig; da ge-nügt für immer die Festsetzung eines AufteilungS-schlüsselst Unter solchen Umständen ist an einen l Ausgleich gar nicht zu denken! Allslavische Ausstellung in Petersburg. Wie gemeldet wird, findet in Petersburg im Jahre 1904 unter dem Protektorate des Großfürsten Alexander Michailowitsch die erste allslavische Kunst« und Industrieausstellung statt. Die Idee der Ver» anstaltung allslavischer Ausstellungen in Rußland ist nicht neu. Im Jahre 1867 fand in Moskau die bekannte allslavische ethnographische Ausstellung statt, bekannt durch die Reden panslavistischen In-haltS, welche LadiSlauS Rieger und andere hervor-ragende Tschechen dazumal gehalten hatten. Die künftige allslavische Kunst- und Jndustrie-AuSstellung wird von der bekannten Petersburger Slavischen Wohltätigkeits-Gesellschaft mit Unterstützung der Ge» sellschaft zur Förderung der russischen Industrie und des Handels veranstaltet. Der Protektor der künftigen Ausstellung, Großfürst Alexander Michailowitsch, steht im 36. Lebensjahre und ist ein Schwager des Zars Nikolaus 11. Er ist mit der Großfürstin Zenia, der Liedlmgstochter Alexanders III., vermählt. Er dient in der russischen Marine und hat einige inter» essante Werke über daS Marinewesen versaht. Der Zweck dieser ersten allslavischen Kunst- und Industrie-Ausstellung, welche im Taurischen Palais untergebracht werden wird, soll die Herstellung direkter L kommerzieller und industrieller Beziehungen zwischen den Russen und verwandten Slaven aller Länder sein. Die Ausstellung wird, wie die Veranstalter hoffen, ein vollständiges Bild aller Naturprodukte der slavischen Länder, ihrer Kunst-, Industrie- und Hand-»erk-Erzeugunge» bieten. Zu diesem Zwecke werden in Petersburg und Moskau allslavische künstlerisch-industrielle und ethnographische Museen errichtet, um die für die Ausstellung bestimmten Gegenstände zu sammeln. In Sofia, Belgrad und Lemberg sollen bereits Zentralkomitees organisiert worden sein, welche die Teilnahme der betreffenden Länder an der Ausstellung zu Petersburg vorbereiten. ES besteht ferner die Absicht, durch die russischen Vertretungen und Handelsagenturen im Auslande die Teilnahme der Slaven an der künftigen Ausstellung zu organi-sieren und die Unterhandlungen mit den slavischen zu treffen, in die sie eben ihre erste.« Strahlen sanvte. Und dabei wich er diesen freundlichen Strahlen scheu au». Wie em Verbrecher zog er sich, nach allen Seiten ängstlich umherspähend, >n den dunkel-sten Schauen der ^äuser zurück. Und nicht einmal seine eigene Wohnung war eS iu deren Nähe er sich umhenrieb, sondern, wie Frau Sonne genau wußte daS H^uS, vor dem er sich wie ein licht» scheuer Dieb herumdrückte, gehörte seinem Freunde Hilgen. Da« konnte sich die gute Sonne durchaus nicht erklären. .WaS will er nur hier?" dachte sie, .hat der alte Sünder vielleicht gar ein kleines Techtelmechtel mit ver hübschen Flau E.na? DaS möcht ich wohl herauskriegen. Aber mich lassen sie doch nie etwa» sehe»: ich will mal den Mond fragen, cer hat mehr Elfahrumg in solchen Dingen.* Sie sah doch noch, daß Br«de sich schnell in den dunklen HauS-flur zurückzog,, wohin sie ihm nicht zu folgen ver« «ochte. Ein anderer aber folgte ihm. nämlich der Briefträger, nvelcher die Morgenpost auStrug. Herr Brede, welchen sich jetzt scheinbar eilig der Treppt näherte, wandue sich zu d.m Briesträger und sa^te in honigsüßtuu Tone: .Kann idch Ihnen vielleicht etwa« abnehmen? Ich gehe gercude zu meine« Freunde Hilgen in den dritten Stock I hinaus." Der Briefträger sah den fein gekleideten Herrn «inen Augenbllick an und sagt« dann: „W«nn SSi« so sr«undlich s«in wollen! Unser» ein« spart auclch mal g«rn eine Treppe." Damit überreichte er Herrn Brede einen Brief, Iber an die Frra« deS Hause« gerichtet war. Brede stieg scheinbare schleunigst da«it nach oben. Al« Stämmen zu leiten. Ehrenpräsident der Ausstellung ist W. KowalewSkij, der AdlatuS des russischen Finanzministers, als General-Kommissär fungiert K. W. NikolajewSkij. Aus Stadt und Crnti. Nachfeier zum Schloßbergfeste! |>a infolge des Aegenwetters am letzten Sonntage das Programm nicht abgewickelt werben konnte nnd aus der ganze« Aeststimmung zu eutneymen war, daß eine vom schlechte« Wetter ««gestörte Anichführnng des Aestes eiue« allgemeine« Wunsche der Zteuölkernng ßillis entspräche, so hat der Kestaus schütz beschlösse«, am Sonntag, den I«. August. ei«e Aenanflage des Aesies mit gleiche« Programme z« vera«stalte« Pie Aewohner Hillis nnd der Zlorgebnng werden gebeten zahlreich z« erscheinen, damit dem Aonde znr Anter-lluknng «otleidender Hewerbetreiöeuder ei« «amhaster Zletrag zugewendet werden kann. Schlotzb ergfest des Hewerbebnndes. Lange schon nicht mehr sahen die Trümmer der einst so stolzen und trutzigen Bergfeste solch' buntbewegteS Leben und Treib-n, da« wir Sonn» tag« mit ansehen konnten. Ja, wo sind sie, jene Tage, da in ihnen die glänzendsten Feste mit der Farbenpracht und Leben«luftigkeit de« Mittelaller« begangen wurden oder sie von KampseStoben und Waffenlärm widerhallten und so manche Steinkugel an ihrem festen Gefüge zerschellte, die Tage der höchsten Macht de« glanzvollen Geschlechte« der reich«unmittelbaren Herren von Tanneck, Cilli, Ortenburg und Seger. Später noch sahen diese Mauern, die in den langen Jahrhunderten bi« zu unseren Tagen zu Ruinen geworden waren, wieder ihre Feste, nun aber von den Gtadtbürgern ver» anstallet. E« find mehr al« zehn Jahre vergangen, daß in den Räumen der Burg da« letzte deutscht Volk«stst gestiert wurde und so entschloß sich der Deutsche Gewerbebund in Cilli, der mit der Entrollung de« Banner« rein völkischen Deutschtum« zu einem achtung«werten Machtsaktor in der Stadt geworden ist, zu edlem und menschen» freundlichem Zwecke wieder einmal ein Schloßberg-fest zu veranstalten. Mit hoch anzuerkennendem Fleiße und ruheloser Müh« hat der Festausschuß, dem die Herren Vizrbürgtrmeister Juliu« R a» kusch, Landtag«abgeordneter Moriz Stallner und Obmann deS Deutschen Vereine« Dr. Heinrich von Jabornegg al« Ehrenpräsidium zur Seite standen, gearbeitet, nicht nur um ein schönes Fest zustandezubringen, sondern auch dem Fonde zur Unterstützung notl«id«nder deuischer Gewerbetreiben« der einen namhaften Beitrag zuzuführen, welche Absicht wir alS vollständig gelungen bezeichnen aber der Postbote daS HauS verlassen hatte, steckte er den Brief in die Brustlasche, wartete noch einigt Minuten und betrat dann eilig dit Straße. Eine Stunde später trat er in daS Kontor seines Freunde« Hilgen. .Höre/ sagte er. „ich hoffe in deiner Angelegenheit etwa» geleistet zu haben. Ich habe mich heut schon in aller Frühe wecken lasten, habe meinen Morgenschlaf geopfert, den Briefträger vor deiner Tür abgefaßt und ihm mit großer List diesen Brief abgejagt. Er ist an deine Frau; geöffnet habe ich ihn selbstverständlich nicht. Willst du »S tun?" Hilgen, dessen Augen zuerst ausgeleuchtet hatten, sah nun seinen Freund und den Brief, den dieser ihm mit der Miene eines Manne«, der sein Leben sür eine gute Sache in die Schanze geschlagen hat, überreichte, etwa« enttäuscht an. „Da« ist alle«?" sagte er kühl. .Der dünne Wisch da wird eine Absage von der Waschsrau sein, oder eine Schusterrechnung oder sonst dergleichen. Ich habe dir doch gesagt, sie schreibt und empsängt lange Briefe, Liebesbriefe, o Gott!' Bei diesen Worten fuhr sich der Unglück« liche Mann mit beiden Händen in die spärlichen Haare. „Je nun/ meinte Brede, .noch ist ja nicht« verloren. Du bringst de» Brief, den dir der Post» böte gegebtn hat, stlbst dtintr Frau. E« ist ohne-hin ein Lumpenstreich, fremde Briefe zu öffnen, und nur der Wunsch, dich von deiner schrecklichen Ungewißheit zu befreien, konnte mich zu dem Briefdieb-stahl veranlassen. Indessen in eintn Punkt kann ich dir nicht beistimmen. Ich haltt die Handschrift auf dn Adresse weder sür die eines Schuster«, noch für die einer Waschsrau; steh tinmal her." dürfen. I« Festausschüsse fanden wir die Herren: Johann Koroschetz als Ob«ann. Otto Küster als Schriftführer, Franz P a c ch i a f f o al« Zahlmeister und die Herren Karl Achter, Lehrer auS Wien, Schriftleiter Otto A m b r o f ch i t f ch, Tapezierermeister Josef Cwetanowitsch, Stadtökono« Peter D e r g a n z. Schlossermtister Anton Eichberger, Uhrmacher Andrea« HauS« mann. Schneidermeister Joses I i ch a. Steinmetz Han« Kullich. Färbermeister Ioh. Wieget«» perger und Eägewerk«besitzer Karl T e p p e i. Schon früh morgen« wurden die Bewohner Cilli'S durch Pöllersalven, welche bi« zum Beginne de« Feste« fortgesetzt wurden, aufmerksam gemacht, da« diese« entgegen dem gehässiger Weise au«ge« streuten Gerüchte, daß <« verboten worden sei, dennoch stattfinde. Ein schöner Morgen lachte über Berg und Schloß, da noch die letzten Einrichtungen und Ausschmückungen auf dem Festplatze zu besor« gen waren und man war zu der Erwartung be« rechtigt, daß der Tag große Hitze, hellen Sonnen« schein bringen werde. Wenn Jupiter plurius aber an jenem Tage noch so griesgrämig war, so waren unsere Cillier und ihre Gäste umso lustiger. Wer den deutschen Cillier kennt mit seinem zähen und tapferen Ausharren in ernster Zeit nationalm Kampfes, der kennt ihn auch von seiner zweiten guten Seite, sich seine Heiterkeit und Lebenslust durch nicht« und von niemandem stören zu lassen. Um den auf frischem, grünen Rasen errichteten Tanzboden reiht» sich gedrängt Tisch an Tisch, zu frohem Zechgelage ladend, während man leicht daS ganze Treiben a« Platze überblicken konnte. Mit aufrichtiger Freude konnten wir da« Erscheinen der drei Ehrenpräsidenten, der treuen Freunde deS Ge» werbestandeS am Feste bemerken. Auf dem Haupt« w«ge vor den Buden herrschte ein nahezu lebenS« gefährliche« Gedränge, waren doch weit mehr al« tausend Personen erschienen, dem dunklen Unwetter trotzend, da» drohe d am Himmel stand. Und drinnen in den Verkauftzelten regten sich fleißige Hände deutscher Frauen und Mädchen, Frau C h i b a und die Fräulein H o p p e und Ko rösch e tz von Herrn Hau«mann unterstützt beim Biere, Frau P a y e r, Frau G r e g l und Fräu« lein L e n h a r t bei den Fleischwaaren, woselbst auch Herr Mörtl behilflich war. Herr Pacckiiaffo und Herr Achter standen dem Verschleiße von Lampion«, Coriandoli und Confetti vor. während Herr Otto k u st e r mit nicht genug anzuerkennender Au«dauer und würzigem Humor seine« Amte« alS Weinwirt waltete. Bald lockten die frohen Klänge der Cillier Musikoerein«kapelle die üppige Jugend und da« gefetzte Alter zum Tanzboden, woselbst der um die ganze Veranstaltung hochverdiente Herr Derganz al« Arrangeur waltete und konnte auch der leicht herniederriefelnde Regen die Tanzfrohen von ihrem Vergnügen nicht abhalten, schon deS« wegen nicht, weil ja eine Ausschrift vor dem Tanz« boden die Gäste aufmerksam machte: .For der .So gib her, den Brief," rief Hilgen, .man wird in feiner Verzweiflung noch zum Verbrecher. Doch hier gilt Jesuitenlogik: der Zweck heiligt die Mittel," und damit riß er daS Schreiben auf. E« lautete: „Hochverehrte, gnädige Frau! Heut Abend ist, wie ich bestimmt weiß, Ihr Gatte in seintm Kegelklub. Wir sind also unge« stört, und ich komme deshalb zu Ihnen. Ich komme, nein ich stiege, denn ich habt Ihnen viel zu sagen. Mein Herz hüpf« vor Freuden, wenn ich mir Ihr glückliches Gesicht ausmale. Auf Witdtrfehen heut Abend. Immer Ihr treu ergebener Dr. Eberhard Schönlein." Die Freunde fahtn einander an, starr, entsetzt. Brede fand zuerst Worte: „Also ist« wirklich der Hallunke, der holdselige Eberhard, der Poestr« Greiner," stitß tr herau«. Hilgen rang mühsam nach Atem. „Er soll greinen und heulen, heut Abend noch," schrie er. „Alle Knochen im Leibe werde ich ihm entzwti schlagt». Mit roter Tintt soll tr seinen schönsten Roman auf seine schneeweiße Wäsche schreibt«. Ha, ha. da« wird tin Spaß! Für d«n Kerl ist ein Pistolenschuß vitl zu schabt, drr soll meine ehr« lichen Fäuste ktnnen lernen, der soll —" „Sei doch nur ruhig/ mahnte Brede, .du machst dich ja noch krank. Nachhause kannst du heut ohnehin nicht. Schicke also dtinrr Frau eine Rohrpostkarte, denn zum Telephonieren bist du doch zu ausgeregt und teile ihr mit, du kämest heut nicht zu Tische, du müßtest mit einem Geschäftsfreund im Reftaura»t speisen; dann gingest du gleich in den Kegelklub und kämest erst nach 11 Uhr nach Seite 4 Dammenwall wird der Tanzboden frisch twijt' und der Eintrittspreis ein durchaus ziviler war. denn „Ein Trit 10 Höller, aultritt umasunnst" belehrte un« eine zweite Ankündigung. Die Consettischlacht war eine äußerst heftige, führen doch ihre Spuren vom Schloßberge bi« in die Stadt. Mit einge» brochenu Dunkelheit brannten die Herren Achter, H a u « w i x t und Tepp ei am Turme ein glän-zende« Feuerwerk ab, da« auf die Gäste einen feenhaften Eindruck machte. Auf Sekunden sah man die zackigen alten Gemäuer in scharfen Konturen grell beleuchtet, im bengalischen Lichte bot der Turm, von dem die Flagge Steiermark« wehte, «inen imposanten, überwältigenden Anblick. In aner« kennendfter Wlise müssen wir der Mitwirkung de« Cillier Männergefangvereine« und de« Männergefangvereine« „Liederkranz* gedenken, denn wo der Deutsche fröhlich sein will, darf auch da« deutsche Lied nicht fehlen. Unermüdlich spielte die Musikkapelle unter Herrn Moriz Schachenhofer« Leitung ihre heiteren und befeuernden Weisen und e« war schon spät geworden, al« man an die Heim-kehr dachte. Und bald lag Berg und Burg wieder in nächtlicher Ruhe da. wieder einmal waren sie die Zeugen eine« fröhlichen deutschen Feste« gewesen. Trotz de« Festlärme« und der ringsumher herrschen» den Fröhlichkeit überkam un« einmal eine ernste, wehmütige Stimmung: Letzte, armselige Reste au« grauer, aber glänzender Zeit, da ein steirische« Grasengeschlecht da« machtgebietendfte in Oesterreich und Ungarn gewesen, al« ihr grauen, verwitternden Mauern noch dastandet im Schmucke eurer Jugend unter gleißendem Kupserdache und ihr auch die stummen Zeugen so manch erschütternden Ereignisse« gewesen: Wer wird euch, die ihr da« Wahrzeichen der alten deutschen Stadt bildet, zu dem der Cillier in der Erinnerung an die große Vergangenheit mit Stolz hinausblickt, wer wird euch vor dem ganz-lichen Verschwinden retten? Z>«s Schlsßvergfest und die Gemeinde Flm-gebung tzilli. Die Gemeinde Umgebung Cilli hat e« für nötig erachtet gegen die Abhaltung des ge« «verblichen Schloßbergseste« bei der BezirkShaupt-Mannschaft Cilli Einspruch zu erhebe«. Seiten« der BezirkShauptmannjchast wurde der Einspruch zurück« gewiesen, weil der gesamte Festplatz ein Privateigen-tum ist, und weil, was sich ja auch vollkommen bestätigt hat, Ruhestörungen bei diesem Feste au«» geschlossen feien. Die hohe Statthalter« hat im RekurSwege diese Entscheidung bestätigt und noch ausdrücklich betont, daß der Gemeinde Umgebung Cilli ein Einspruchsrecht überhaupt nicht zustand. Da« Vorgehen der Gemeindevertretung Umgebung Cilli ist eine plumpe Aufreizung der flovenifchen Bevölkerung zu Feindseligkeiten gegen die friedlichen Festteilnehmer, unter denen sich Hunderte von Kin» dem, an hundert flovenische Landleute und viele slorenische Bcrgknappen befanden. Diese flovenifchen Festgenoffen haben sich mit den deutsche' Veran» stalter» und Festteiln hmern aus daS friedlichste und freundschaftlichste unterhallen, sie empfanden die Hause. Gib mal schnell eine Postkarte her, ich werde diktieren. Du brächtest doch nicht« Ver-nünstigeS zustande. So, die Sache wäre abgemacht. Jetzt kommst du mit mir; die Karte bringen wir selbst zur Post. Dann wird gefrühstückt und ein Gla« Echte« dazu getrunken, da« belebt. Wir bleiben heut zusammen, und abends komme ich mit zu dir. Nun komm, und heule nicht, wie ein Klageweib." E« war gegen S Uhr abend», Brede, al« der Erfahrenere, erklärte, da« wäre fo die übliche Zeit für ein Rendezvou«, da begaben sich die beiden §erren nach der Wohnung des Herrn Hilgen. Der au«h?rr schloß geräuschlos die Korridortür auf, und beide schlüpften heimlich wie Diebe hinein. Von der Straße aus hatten sie sich schon über-zeugt, daß im Boudoir von Frau Erna Licht brannte. Dasselbe stieß an da« Herrenzimmer, welche« durch eine breite, undurchsichtige Gla«tür mit dem Boudoir verbunden wa?. Leise betraten nun die beiden Herren das dunkle Gemach, und näherten sich leise der Tür, durch deren Milchglas-scheiden sie nur ganz undeutlich erkannten, daß zwei Gestalten aus dem Sofa saßen. Hilgen stockt« der Atem, al« «r jetzt die „flötende Stimme de« blonden Atom«" erkannte, welche sprach: »Sie glaub n nicht, wie s»hr ich selbst darunter gelitten habe bei meiner unbegrenzten Verehrung sür Sie, aber nun bin ich froh, und nicht wahr, Sie sind e« auch?" „Ach. so froh, so glücklich." antwortete jetzt Ernas sanfte Stimme, ,,c» war ja mein sehnlichster Wunsch: aber ich zittere vor der Entdeckung." „Wie ist das nur möglich?" meinte nun Schön- „gtttir** W«chi" deutschen Heilruft und deutschen Lieder keineswegs als «ine Provokation, fondern erfreuten sich an den lustigen Weij«n der Musik und an den köstlich«» und b lligen Erfrischungen. Die BezirkShaupimann-schaft Cilli hatt« vollkommen Recht: B«i «ine« solchen Feste sind Ruhestörungen und national« Reibereien überhaupt gänzlich ausgeschlossen, d»nn der Deutsche will sich durch unlluge« Benehmen nicht die ei,ene Festesfreude verderben. Da« ganz über-flüssige Einschreiten der Gemeinde Umgebung Cilli. welches mit einer Blamage geendigt hat, ist s.Ibst-verständlich nicht der Initiative des Herrn Bürger« meistet« Glinfchek entsprossen, sondern aus da« fanatische Machldiktat de« Dr. Dekko zurückzuführen. Wir bedauern Herrn Glinfchek. daß i« ihm al« freiem Landwirte nich« möglich ist. die Meinung «ine« freien, verständigen Manne« al« Bürgermeister zu v»rtr«t«n; zu «in«« Werkzeuge ist er ja schließlich doch noch etwa« zu gu«. Herr Dr. Diiko wird aber doch nicht wollrn, daß die Stadtgemeinde Cilli Reziprozität übt und jede Ver» anstaltung im Narodni Dom au« den von der Ge« meinde Umgebung Cilli gellend gemachten Gründen untersagt. Z>er nene Kapellmeister. An die Stell« d«« erkrankt»» Kapellm ister« Herrn Adolf Dieß! würd« Herr Ludwig Schachenhofer zum Kapell« meister d«r Cillier Musikoerein«kap«lle «rnannt. Herr Schachenhofer, ein Bruder deS hiesigen Kon« zertm«isttr». war in d«r letzten Zeit a'S Lehrn im Philharmonischen V«r«in« in Marburg tätig und leitete vor Jahren die Pettauer Stadtkapelle. Er steht im Ruse eines ausgezeichneten Komponisten, Dirigenten, LehreiS und Musikers. Südmark Die Männerortsgruppe Cilli des Vereine» Südmark hält Donnerstag, den 7. d. M., im Gasthose „zur Krone" (Veranda) ihre die»jähri(i« Jahreidaup vkrsammlung ab. Die Mitglieder wer» den dringend ersucht, vollzäblic» z>« erscheinen. PentschvölKischer Hehilfenvervand. Sonn-abend, den §. d. M., hielt der Verband in seinem Vereinsheime im ersten Stock deS Gafthoses „zur Krone" seine Monatsversammlung ab, die einen guten Besuch aufwies. Obmann Franko Heu eröffnete dieselbe um halb 9 Uhr abends mit einer herzlichen Begrüßung der Erschienenen und besprach die vom Verband« bereits in der Umgebung begonnene Arbeit und die erzielten Erfolge. Die Tagung des Gaues XI (Steiermark und Körnte»«) des Mährisch-Trübauer UnterstützungSverbandes, tvelche am 27. Juli in Graz stattfinden sollte, wurde auf den 14. September verlegt, und werden die Delegierten hiezu in der nächsten Monatsversammlung neu gewählt. Nachdem die letzte Verhandlungsschrift genehmigt und der Bericht deS Säckelwartes mit Befriedigung zur Kenntnis genommen wurde, faßte die Versammlung unter anderem den Beschluß, am Sonntag, den 31. d. M., aus der Veranda des GafthofeS „zur Krone' eine Veranstaltung zu geben. Die Vorbereitungen hiezu trifft der Ausschuß. Nach Schluß der Ver» sammlung widmete der Obmann den beiden eifrigen lein. „Da« muß sich ein Mann, der eine so geistig hochstehend« Frau hat, gekallen lassen. Nur schade, daß wir nicht gleich an die Veröffentlichung denken können, doch hoffe ich in einigen Monaten." „Ach", rief Erna lebhast, „wenn e« nur erst fo weit wäre! Doch," fügte st« kleinlaut hinzu, wie wird e« mein Mann aufnehmen?" „Fassen Sie sich ein Herz und bekennen Sie'« gleich," ««scholl nun wi«d«r Eberhard« Stimm«; »«« muß ja doch geschehen." „Sie haben recht," erwiderte Erna, „er muß e« ja doch «rfahrin, also nur durch mich, und je eher desto besser." In diesem Augenblick öffnete sich die Gla«» tür, und die beiden Horcher standen den Sprechen-den gegenüber. „Himmel, H.inrich und Freund Brede, wie habt Ihr mich erschreckt!" rief die junge Frau, in« dem sie mit hochgerötetem Antlitz auf ihren Gatten zueilte, der bleich und am ganzen Leibe zitternd vor ihr stand. „Da« glaube ich, mein Täubchen," rief dieser, „doch laß mich zunächst mit diesem Herrn reden." Er wie« auf den Dokior, welcher noch nicht dazu gekommen war. den Hausherrn zu begrüßet«. „Also zunächst mein Herr.' hier legte Brede beschwichtigend seinen Arm um de« Freundes Schulter, „waS denke» Sie denn, in einigen Monaten zu ver-öffentlichen?' „So?" sagte Schönlein gedehnt, seinen Wirt mit kühlem Blick musternd, „Sie haben also schon gehört? So mögen Sie eS denn gleich durch mich erfahren: Ihre Frau Gemahlin hat eine geistvolle, äußerst fesselnde Novelle geschrieben, die ganz sicher Nummer 65 und tätigen Mitgliedern, Herren TschewagzuÄ H a n n e r, die in Bälde unsere Stadt vnlafsa, warme Abschiedsworte. An die Versammlung reiht« sich eine fröhliche Abfchiedskneipe. ßillier Männergesangverein Freitag, den 8. d. M., findet im Hotel Terfchek eine gesellige Z» sainmenkunft statt. Die Herren Sänger werde» em-geladen hiebei vollzählig zu erscheinen. Beginn halt S Uhr. SSdmark AolKsbücherei. Am I.Mltrz 1941 wurde die hiesige Südmark-Volksbüch«r«i, welche die Werk« der besten und beliebtesten Autoren » 1500 Bänden umfasst, eröffne». Die Bücherei iß im Siadiami« (Kasse) un»erg«brach». Die Äu»lnd« stunde ist vorläufig auf jeden M o n t a g Mich«, 1 und L Uhr nachmittag festgesetzt. Jeder $nt(ehmr hat monatlich den Betrag von 10 H«ll«n« in) außerdem für jedes entlehnt« Buch «inen Bettq von 2 Hellern zu bezahlen. Die Büch«r müsi» innerhalb 14 Tagen zurückgestellt werden. Tat ausführlich« Bücherverzeichnis ist zum Preise o« 4 Hellern erhältlich. Die Bücherei kann von jede» Deutschen benützt wrden. Infolge DeS grtfcn ZudrangeS wird nun auch an jedem Freitag »ach« mittag« zwischen 1 und 2 Übt eine Uu»Uii)ftuiOt abgehalten Kin Wort an die SommergSste. Die Som««» nluten sind «n« Land gezogen. Wie laden da i>« kühlen schattigen Hallen in den Parkalleen und » den herrlichen Berganlagen! Und «m Park«, an de» , die Wellen der silberhtllen Sann «in iüße« Lock te» vorüberrauschen, vernimmst du in sorgenfreier €»»fc srohe Musikklänge. Dem Sommerfrischler die!« unser Cilli ja unendlich viel und gewiß mehr alt mancher künstlich aufstaffierte Kurort, wo man hir den Flitter noch eine Ku«- und Musikiaxe bezettln muß. Da «st e« doch eigentlich Ehrensache '« unsere Fremoen, sich nicht nur mi« rühmende» Wor»«, sondern auch mii „klingender" Tat da Stadt, die ihnen so viel Schöne« uud Angenehm«« bietet, freiwillig erkenntlich zu zeigen. Da Cillier Verschönerung»»««», in dessen Obhut:» Erhaltung und Pflege de» Parke« und der Anlaae» gegeben sind, nimm« Spenden gerne »»«gegen, öoich« wollen in der Buchhandlung Fritz Rasch hm»» legt werden. Die Namen der Spender twiti« veröffentlicht. Eine deutsche Lanbes Lehrerinnenbildtntp» anstatt in Warbnrg. Bekanntlich hat der xJand» tag (njpp vor Schluß seiner Tagung den von alln deulf I en und fretstnniaen Kreisen Un«erfteier»«rlt und darüder hinan« freudigst begrüßten Beschluß j gefaßt, «n Marburg eine deutsche Lehrerin-ienbild»»g>« anstalt zu errichten. Wie un« mitget-ilt wird, IN diejenige in M rbnrg eine Beratung stattgefundn, an der sich die Herren Lande»au«schußbeisttzer it. Gustav Kokoschine.>g, LandeSschuliNipektor Wilhel» Linhar», LindeSsekreiär Persinger, Butgnwer.ft Dr. Johann Schmiderer und Stabtfchulinwlin F. Fri ch beteiligten. Noch dem Ergebn,« terselt« erschein« die von so vielen sehnlich erwarte»« fo» Furore machen wird. Ich werde sie in eiitigea Monaten im „geistigen Heim" veröffentlichen." Ueber SchönleinS Antlitz zog ein feine« Lächeln, al» et in da« verdutzte G. ficht feine« Gegenüber« blickte. Frau Erna aber schmiegte nur ihr zaru« Köpfchen an die breite Brust ihre« Gaue» und sagte schmeichelnd: „Ja, denke nur Heinz, ich habe eine Nov-üt geschrieben. Aber da» Schreiben ist mir nicht glr.ch geglückt. Meine ersten Arbeiten hat mir im« Freund, trotz seiner „Verehrung" sür mich «mlu«» herzig zurückgeschickt. Ach, ich war recht vecsttnmt darüber. Und dabei hatte tch immer so groft Angst vor dir, geliebter Tyrann; ich meinte, ei könntest an den dicken Manuskripten meine Lchrl'i« stellerei erkennen, und ich weiß doch, wie d« ui><« die „schreibenden Weiber" denkst, die lieber lochn und flicken sollten. Aber, nicht wahr, MSmichn, du bist mir nicht böse? Deine Ordnung sollst:« haben wie immer, auch verspreche ich dir feierlich, nur dann zu schreiben, wenn du nich« zu Hau» bist,* und dabei sah sie mi« ihren strahlenden Auge» t:t< tend ihren Gauen an. In Hilgen« Gesicht war, während Erna forsch, eine wunderbare Veränderung vorgegangen. I P hielt er sein Weib in d«n Armen, al« wollt' n <4 nimmer von sich lassen. Endlich «ntwand sich it» Erna, ganz o staunt ob seiner unerwartet,« Nach« steht. Dann klingelte er, und al« der Dienn a> schien, rief er ihm zu: „Schnell Johann, Flaschen Sekt vom besten au« dem Keller: dop besorge 100 Austern. Eile dich aber, wir wolla die Schriftsteller leben lassen!' Nummer 63 „9«tttfdi* Wacht- Seite 5 Öffnung des ersten Jahrgange« dieser Bildung«-anstalt mit Beginn de« Schuljahre« 1902/1903 al« gesichert. A»s Ztad Ausser. Im Kaiser Franz Josef-Bad Tüffer sind unter anderem Baron P^okop Rokitan«ky. k. k. Professor. Vorstand der Medizinischen Klinik in Jnn«bruck, samt Gemahlin. Joses Weiß Ritter v. Ostborn, jubiliert« Ober-Finanzrat au« Graz. samt Gemahlin, Dr. Karl Gloßq, t. k. Regierungsrat. Direktor der Museen der Stadt Wien, samt Gemihlin. Töchterchen und Schwieger» mutier, und Dr. Adaldert Bohata, k. k. Statt-Haltereirat au« Trieft und Sanitäl«refent, zu län-gerem Aufenthalte eingetroffen. Per Zweigverein ßilli des Verbandes alpen-kindischer Kandelsaugestellte« häl? heute Donner«-ta.; um 8 Uhr abend« im oberen Salon de« Hotel« üHohr die Vollversammlung ab. Nachdem die Wahl de« ständigen Ausschusses vorgenommen ivird und wichtige Besprechungen behusS Teilnahme am Verband«tage in Klagensurt gepflogen werden müssen, ist e« Pflicht eine« jeden Angestellte.,, zu «scheinen. ,»Kier ist ein Wunder, glaubet nur!" Die Dienstag-Nummer d>S „Graz.r VolkSblatteS" ent-hält folgende Danksagung: „Ich Johann Eilly au« Graz danke der all«seligsten Jungfrau von Lourde« für die wunderbare Heilung meiner Zunge, welche operiert werden sollte, und durch die Abhaltung einer Novenne wurde sie in kurzer Zeit geheilt." — Welchen Aufschwung hat doch, bemerkt hiezu da« „Graz« Tagblatt", da« Zeitung«wesen genommen! E« v«mittelt bneit« Danksagungen m« bessere Jenseit«. Da e« indeß immerhin mög» lich ist. daß da« „Grazer Volk«dlatt" trotz seiner Freigebigkeit mit Freiexemplaren im Himmelreich leine Leser hat. so empfehlen wir den vnschiedenen Zeitungen, diese „ inzige" Danksagung nachzudrucken. Vielleicht erfährt sie dann doch irgendein Engelein und überbringt sie der ollerseligsten Jungfrau, da» mit die gute Absicht de« so wunderbar Geheilten «reicht wird. Kine dreifache Kindesmörderin. Ueber die grausige Tat einer Mutter, welche ihre drei im zarten Alter stehenden Kind« ermordete, wird der »Marburg« Zeitung" au« St. Lorenzen am Drau-felde folgende« mitgeteilt: Die verehelichte Maria Baumann kränk«? sich schon seit geraumer Zeit darüb«. daß ihr Mann ihr angeblich die Treue nicht halte und Liebesverhältnisse anknüpfe. Diese Kränkung führte zu ein« gräßlichen Tragödie, in« dem die Frau ihre drei Kinder ermordete. Vor-gest«», Sonntag abend« führte die Baumann ihre drei Kinder, zwei Knaben und ein Mädchen, welche im Aller von 6. 4 und 3 Jahren standen» zu einer liefen Wasserlache, warf sie in dieselbe hinein und hielt sie darinnen solange fest, bi« alle drei Kinder «rllunt.n waun. Al« die Kinder tot waien, zog die Mutter sie wieder au« dem Wasser heraus, legte sie aus die Erde und deckte die kleinen Leichen mit Sträuchern zu. Dann ging sie zu den Nach-dacil uuv sagte zu ihnen, sie aus die drei Leichen verweisend (auf slooenisch): .Da habt Ihr jetzt meine Kinder!" Sodann ging sie sofort zum k. k. Be-zirk«g«icht Pettau und machte dori die Anzeige von ihrem grausigen Verbrechen. Maria Baumann wurde sosorl in Hast behalten ßin geistlicher „Kiuderfreuud". Am 31. Juli hatte sich pol dem Pettau« Bezirksgericht« in Straf» fachen der hochwürdige Herr Kaplan Kozoderc von St. Urbani bei Pettau zu verantworten. Der aeist liche „Kindnfltund" halte wegen einer geringfügigen Kleinigkeit ein elfjährige« Schulmädcheu derart in *!« schule mißhandelt, daß sich der Richter v-ran° laßt fe Frage nicht beantwortet, unv mag deshalb jedenfalls dem Herrn Kaplan auch die geringst« Kleinigkeit von Seit« de« unschuldig«« Kind«« ge-»ügrnd Grund N«g«b«n haben, dasselbe «barmung«-llo« zu züchtigem. („Petta^er Zeitung.") ?ost«mt Hberbnrg. Mit 16. d. M. wird beim Post- unw Telegraphenamte IN Oberburg der Lanobrieftrügerldienst sür die Orte Dol. Stein» gruben, St. N'.ikolai und Neustift mit wöchentlich fünfmaliger Begehung (Montag. Mittwoch. Donner«» tag, Freitag und Sonnabend) «ingefiihrt und au« diesem Anlasse in Steingruben nnd Neustift je ein Briefkasten aufgestellt. Postamt Kriedau. Mit 16. d. M. wird beim Post» und Telegraphenamte in Friedau der Landbriefträg«dienst für die Orte Harvegg. Pau-losz«n, Kulmberg, Loperfchilfch. Frankofzen nnd Pufchendorf mit wöchentlich sechsmalig«! Begehung «in,«führt und au« diesem Anlasse in Hardegg. Kulmberg, Frankofzen und Pnfchendorf je ein Brief» kästen aufgestellt. Erstes großes Kärntner Alpenfest. Die ver-einigten Kärntner in Wien oeranstalten am 16. d. M. im Hüttetdorf« Kasiuo, XIII. Linznstraß« 403. bei ungünstiger Witterung am 23. d. M. ein große« Wohllätigkeit«sest unter dem Tit«l „Erst«« große« Kärntner Alp«nf«st zugunsten der Abgebrannten in Kölschach in Kärnten". Kärntner Chör« bringen GebirgSlied« zum Vortrage, feiner haben die Ori» ginal-Schuhplattlcr-Gefellschaft „D' Wildschützen^, sowie die Sia lkapelle von St. Veit a. d. Glan in Kärnten zugesagt, bei dem Feste mitzuwirken. Der bekannte ..kämm« Fritzl". rette Fritz Menhofer, st llt den Saal-Garten, sowie die sonstigen zum Feste benötigten Dekoration«g«genständr u. f. w. grati« bei. Um da« Fest noch besser zu charakterisier««, sindkt um 7»9 Uhr abend« «in „Große« Sterzessen* statt, Kärntner Tanzboden, Steinbierschank und D' Almhütt'u werden mit Sennerinnen besetzt sein, w lche auch beim Juxbazar und der Juxpost tätig sein werden. Der Beg nn de« Feste« ist für 4 Uhr nachmittag« festgesetzt. Vorv«kau^«karten sind bei d«n Komit«emitgliedern, sowie bei den Kärntner Ver-einen und im Komiteelokale, XIII. Linzerstraße 403, zum Preise von 60 Hellern zu haben; an den Abend-lassen 80 Hell«. Spenden sür den Juxbazar, so-wie Spenden sür daZ Fest überhaupt, welche au«-gewiesen werden, sind an da« F.stlokal, XIII. Linzer-straße 403, zu senden. Einsturz einer Arücke. Au« Pettau wird berichtet: Am 28. Juli um 2 Uhr nachmittag« kam der Besitzer Anton Puköic au« Moschganzen Nr. 13 mit seinem mit zwei Pserden bespannte» Fuhrlvagen, auf welchem sich zirka 15 bi» 16 Meterzeiner ungelöschten Kalke« befanden, zu der dem Thoma« Mikl in Gajofzen g hörigen U«b«suhr. um den Kalk nach Kroatien zu überführen. Bei der Ueber-fuhr am linken Drauufer angelangt, woll.« Puköic die an da« UeberfuhrSfchiff anstoßende Brück« mit feinem Gespann passieren, al« plötzlich infolge der schweren Last und der Erschütterung da« linkseitige Joch der Brück« brach und samt dem Wage» «in-stürzte. Puköik, welcher an der linken S.it« nrden vem Wage» ging, kam unter d«n Wag?« zu liegen und verfchi«d nach wenig«» Minuten, nachdem er au« seiner Lage b«f.?it worden war. Zeugen c>e« Vorfalles waren dir Ehegattin, Apollonia Pulste, welch« sich vor dem Unfall auf die Ueberfuhr be-aab, dann der Ueberführer Jakob Bezjak und der Grundb«sttz«r Anton Antol'i au« Moschganzen. Fremd?« Verschuld«« dürft« insoweit au«gtschloss«n sein, als di? g?dacht? Brück? noch am g?na«ni?n Tag? (28. Juli) vorn Zimm?rmann Jgnaz Sujen au« Sl. Margaret?» untersucht w»'d?. Südmärkische Aolksbank, x. H m. 6. K.» in Hraz. Stand am 31. Juli 1902: Einzahln»-gen für Geschäftsanteil« 145.418 X 20 k. Spar-?inlag?n von 1233 Part«»» 947.710 K 27 b, Einlagen aus laufende Rechnung 77.943 K 72 h, kurze Darl«hen 398.257 K 6 h, Hypothekar-Darlehen 398.257 K 93 h, Wechsel und D-otf«n 484.646 X 8 It. eigene Einlagen 211.693 K 85 h Wertpapiere 47.974 K 40 h, G?ldv«k?hr >m Juli 1,319.590 K 47 h. Mtglied«,ahl 2333. Ko« der Höstverwertangsflelle des Aer-Sandes der landwirtschaftlichen Heuossenschafteu in Hraz. Die Nachfrage nach Aepfeln, besonder« nach Mostäpfeln, überragt bi«h«r daS Anbot be-deutend. E« sind ausländisch« Obstgroß.inkäufer mit einem Bedarke bi« hundert und noch m«hr Waggon« Preßäpfeln in Vormerkung. Wir bringen die« im Jnter.ss? der steirifch n Otstzücht« zur K«nntni«, w«il «« in Bezug aus den Handel von großer W chtigkeit ist, daß die OdstoerwertungSstell« schon jetzt lurch Verkaustangebote selten« v« Obst-besitzer. in die Lage versetzt wird, den Nachfragen-den mit entsprechend großen Anboten entgegen zu kommen, waS ja. wie die Erfahrung lehrt, sehr viel dazu beitrügt, daß die kaufkräftigen Händler ihren Bedarf an Preß- und Tafeläpfeln in Steiermark deck-« und nicht wegen zu geringer Anbote sich an-derSwohin wenden. Auch nach Preßbirnen liegt fchon Nachfrage vor. Ilntersteirische Aäder. In Römerbad sind bi« zum 31. Juli 252 Pirteien mit 633 Per» fönen, in dn Lande«kuranstalt R o h i t f ch - S a u e r« brunn bi« zum 2. August 1324 Parteien mit 2035 Personen zum Kurgebrauche eingetroffen. Verstorbene im Monate Juli 1902: Aleko Kantschucki, 16 I. a., Student, Tubertulosis. Martin Kangl«, 37 I. a.. Knecht. Zertrümmerung des Schädel«. Anton Ra«deuschek, 68 I. a.» Dienstmann. Wasser-sucht. Karl Tartl«, 46 I. a., k. u. k. H luptman» i. P. Herzlähmung. Ferdinand Kletzl, 57 I. a., Lehrer i. P., Ver« blutung. Am allgemeinen Krankenhause: Rudolf Perfolja, 4 M. a., Südsrüchte»händler«kind, Darmkatarrq. Marie Kanzler, 21 I. a, Stubenmäd^en, Blut-Zersetzung. Joses Planinc, 73 I. a., Ort«arm«, Herzmuskel» entartung. Marie Planstem«, 67 I. ct., Bedienerin, Herz- muSkelentartung. Jgnaz KratnerZek, 49 I. a.. Bierführer. Lungen-tuberkulöse. Bartolomäu« Bregan, 70 I. a., Inwohnerin, Altersschwäche. Anna Kolar. 38 I. a., Sträfling, Lungen?nt-zündung. Micha?l Jurjec, 72 I. a., K?uschl?r, Ni?r?n?«t» Zündung. Rosa Skob?rn?, 42 I. a., B?di?nerin, Mundstarr-krampf. Marku« B?vc, 38 I. a., Taglöhn?rin, Kopfverletzungen. Anna Losch, 17 I. a., Kellnerin, Knochenmarkent-zündung. Johann Urlep, 15 I. a., Sträfling. Lungentuber» kulos?. Bartolomäu« Strapar, 50 I. a., Kutscher, Lungen-tubnkulofe. Michael Skok, 56 I. a.. AuSzügl«, Lungentuber-kulofe. Franz Gutek, 52 I. a>, Inwohnerin, Lung?ntub?r« kulofe. Vor dem 1 Glas itiohitscher Tempel-quelle" wirkt harntreibend, appetit-1 anregend und floffwechseljördernd. „Styriaquelle" hat sonst gleiche, ab«r stärkere Wirkung. Hurnerische Hiundschau. Z»as nächste deutsche Knrnfest, da« 10. Turn-fest der .Deutschen Turnerschasl", fiadet in den Tagen vom 18. bis 22. Juli 1903 in Nürnberg statt. Ueber die Einiichtung de« Festplatze» auf dem Ludwigsfelde «stattete namen« de« TurnauS« schusse« Professor Keßler-Stuttgart bei d« letzten Sitzung de« Ausschüsse« der Deutschen Turnerschaft ausführlichen Bericht. Der Turnplatz gliedert sich in dr?i Teile: den allgemeinen UebungSplatz. der auch zu d?n Spielvorführungen dient, in d« Glöß? von 240 zu 162 M?t?r, d?n ?twa 10.000 Quadrat-m?t?r großen Platz für di? Einz?lw?tturn?n. Für die Zufchau« sind Tribünen vorhanden, di? rund 15.000 Sitzplätz? ?nthalten. 5er nächste deutsche Knrntag findet zu Ostern de« Jahre« 1904 in Berlin statt, woselbst bereits der zweit? Turntag im Jahr? 1861 und der siebente Turntag im Jahre 1879 abgehalten wurden. Der Berliner Turnlag im Jahr? 1904 ist d?r zwölfte seit dem Bestände der „Deutschen Turnerschaft Bei di?fem Turnlag? wird auch üb?r di? A?nderung de« Grundgesetze« d« „Deutschen Turnerfchaft" entschieden werden, in welcher Beziehung der Ausschuß der Deutschen Turnerschafl in Nürnberg folg?nd?n Abänd«ung»anirag beschloss?» hat: Die Aufnahme der Verein? in die Deuifch? Turnerschaft geschieht turch ei1 Gaue beziehentlich di? Kr?if? unter Mit-teilung an den G?schäft«führ?r der Deutsch?» Turn?r» schaft. Vereinen, deren Ausnahm? b?anständ?t wird. st?ht di? B?rusung an den Ausschuß der Deutsch?» Turnerschaft fr?i. Eb?nso entscheidet der Ausschuß über den Uebertritt von Vereinen von einem Turn-kr?is? in einen anberen Krei«. Die Entscheidung?» sind ?ndgiltig. U?b?r di? Einrichtung d?r Kr?ise beschließ?» di? Krei»turntag?. Sie darf nicht im Widerspruch mit den Satzungen der Deutschen Turnerschaft und den Beschlüssen des Deutschen TurntageS stehen. Z»er Ausschuß der Deutsche« Lurnerschast tagte Heuer am 26. und 27. Juli in Nürnberg, woselbst im nächsten Jahre da« zehnte deutsche Seite 6 .Deutsch« M«cht- Nummn KZ Turnfest stattfindet. Nach Erledigung einiger ge-schäftlichen Angelegenheiten gab der Vorsitzende Dr. Goetz den in Gemeinschaft mit de« Geschäft«, führer verfaßten Jahresbericht bekannt, dem wir iolgende« entnehmen: Die Entwicklung der Turn» fache ist auch im letzten Jahre im allgemeinen ihren ruhigen Gang gegangen. Borkommniffe, die hie und da im Leben der Deutschen Turnerschaft Staub aufwirbelten, habsch«n Turner-schast an d«n Olympischen Spiel«» in Ath«n wird mit Rücksicht auf di« bereit» früher festgestellte Hal-lung bei der früheren gleichen Veranstaltung ebenso abgelehnt, wie die Eingab« b«r L«ipzig«r Ort»-grupp« d«S Deutsch«» Flottenverein« auf Beitritt der Deutschen Turn«rschaft al« korporativ«« Mit-gli«d unt«r Anerk«nnung der hohen Bedeutung der Ziel« d«S Deutschen FlottenvereinS, da im Grund-grsetz der Teutschen Turnerschast di« B«r«chtigung zum B«itritte nicht vorgrs«h«n ist. — Wie wir drr „Ostdeutschen Rundschau" entnehmen, wurde den > Vertrelern d«S 15. TurnkreiseS Professor Hirth-Zwittau und A. Kießlich.Prag wegen angeblicher Angriff, auf den Vorsitzenden der «Deutschen Turner« fchafl", Herrn Dr. So tz, di« Mißbilligung auSg«-fprochkn. — In Ctui JahrrSb«richt« sagt« Dr. Goetz, unier anderem bezüglich der Verhältnisse in Dtutsch-öst«rr«ich: „ES ist traurig und beschämend, daß gtrad« in dem Land, worin d«m stet« de« Deutsch, tum gegenüber einigen Slaven««« die Einigkeit d,r Drutschen und di« dem Gegner abzuzwingende Attung für den Kampf nationale Pflicht und Leben«b«dingung sein müßt«, drr Brudrrkampf di« deutschen Stamme«genossen in töllichen Haß ent« zweit. — vor allem traurig, daß die Turner Deutsch« Österreichs mitten in diesem Kampfe stehen! Den reichSdeuifchen Turnern muß daS eine Mahnung fein, die Deutsche Turnerfchaft vor gleichem Trauer« spiel zu bewahren und alle Kräfte sür die gem in-same Arbeit zu sammeln." Wa» Herr Dr. Goetz mit diesen Auslassungen meint, ist un» unverständ-llch. Der Kampf der verschiedenen deutschen poli-tischen Parteien kümmert doch den 15. Turnkrei» nicht im geringsten. Wa» die Fehde zwischen dem 15. Kreist und der jüdischen, sogenannten „freiheit-lichen Vereinigung" anbelangt, ist die» ktin Kamps zwischen Deuischen. sondern ein Kamps der Deuischen gegen die fremden He'fer. welche, wie Fr. L. Iahn sagt, un» immrr mrhr in» Verderben bringen. Die deuischen Turner Oesterreich» haben die Wahrheit dieser Wort« Iahn» kennen gelernt. Dafür, daß die teutsch«« Turnrr mittkn im Bruderkampfe gegen die deutschen SlammeSgenossea stehen, dafür bleibt Herr Dr. Goetz den Bewei» — schuldig, derselbe würde ihm auch schwer fallen, besonder» wenn Dr. Goetz über daS Linzer Kreisturnfest wahrheitS-gemäße Bericht« lesen oder sich erstatt«» lassen würde. Außerordentlicher Areisturntag Die Hal-tung deS Ausschusses der „Deutschen Turnerfchaft" gegenüber dem 15. Turnkreif« (Deuischösterreich) läßt die Einberufung eines außerordentlichen KreiS« lurntage« als unvermeidlich «rfchrinen. Än solcher wird auch im Herbste ditfe« Jahre«, wahrscheinlich in Leitmtritz stattfinden. „Schwarzer?eter". Di» Wenigsten, die ein-mal mit ihren Kindern da« beliebte Karteuspiel »Schwarzer Peter* spielten, werden vom schwarzen Peter selbst etwas wissen. Peter Nikoll, genannt der schwarze Peter, war ein Räuberhouptmann der schlimmste» Art. Geboren 1771 in Mecklenburg und von früh aus ein Tunichtgut, hatte er eS in fpäl«r«n Jahr«« zum Räubrrhauplmann gebracht, der eine stark« Bande bei sich halte. Unzählig« Schandtaten. die sich das Volk noch heut« «rzählt, verübt« «r sodann mit d«rselb«n. bi« er mit seinen Spießgesellen ergriffen und zu Glückstadt hinge« richtet wurde. Von dem Schwärzen de« Gesicht«, welch«? Peter Nikoll anzuwenden pflegte, entstand dann da« Wort vom .schwarzen Peter*. Attest Wien, 3. Juli 1887. 9 5? unentbehrliche Zahn Creme, erhält die Zähne rein, weiss nnd jrasnnd. 6539.56 Privatbeamter sacht in besserer Familie ständige Verpfleguug unter „W. K.", Cilli, postlagernd. 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Druck bet atteinsbud.brude«i ..Mtia" in ff.ifli.