662 Amtsblatt Mr Laibacher Ieitung Nr. 90. Donnerstag den 22. April 1869. Grkenntuiß. Vom k. l. Lanbesgericht m Strafsachen in Wien wurde mit rechlslrüstigem Eikcnntnisse vom 24. Februar 186',), Z. 23986. die Weitelverbreitung der als Vorrede zu dem Werle „Cüsarismus und Demolratie" in Druck gelegte», Cckiist von Franz Stelwigb (Slehlit), Wien 1808, Drucl von G. Ad. Ungai--Szc!,lmillosy, — wegen Verbrechens der Störung der öffentlichen Ruhe nach § 05 St. G. und Art. N des Gesetzes vom 17. December 1802, Z. 2 N. G. nnno 1663, ferner wegen des Vergehens gegen dir öffentliche Nuhe und Ordnung nach § 302 St. G. verboten und die Virnichtunq der in Beschlag genommenen Exemplare angeordnet. (§tz 36 uud 37 Pnhgcseh.) Wien, am 12. Aviil 1869. Von dem l. k. Landesgelichte in Strafsachen. Voschan m. i». ThalIinger m. l>. Ausschließende Privilegien. Das k. t. Handelsministerium und das tönigl. ungci-l rische Miüisleilum flli Landwirthschast, Industrie und Handll haben der l. l. priv. Homboker Maschmcnnagrl- und Blech-waarensablils-Geslllschast I. C. Machcnut uno Comp. in Olmlch auf eine von den Gebrüdern von Moos, Fa-biil->btsitze!N zu Luzern in der Schweiz, gemachte Verliesse-rung in der Schuhnügclfabrication, welche Verbesserung die Gebrüder von Moos mit Cession, cl«!. Luzern, 28. Deccm' der 1868, an die obgcnannte Fabrilsgesellschaft cigeothüm-lich übertragen haben, ein ausschließendes Prioileginm für die Dauer von fünf Jahren ertheilt. Die Privilegiums-Veschrribung, deren Geheimhaltung nicht angesucht wuide, befindet sich im l. l. Privilegien-Archive zu Jedermanns Einsicht in Ausbewahrnug. Wien, am 25. März 1869. DaS l. l. Handelsministerium und das lönigl. ungarische Ministerium für Landwirlhschast, Industrie und Handel haben nachstehende Privilegien verlängert: Am 31. Mürz 1809. 1. Das dem Johann Linncmann iu Kopenhagen aus die Elsinbung eines Seitenwasfenspatcns aus Stahl, wclcher gllichznlig als Axt, Säge, Äratpfanne und Wafje im F>lde bcnülit werden lann, u»tc,m 29. April 1L08 ertheilte ausschlichende Plivilegium aus die Dauer des zweiten Jahres. 2. Das dem Eouard Leitenberger in Kosmanos au! eine zweite Verbesserung des Verfahrens, aus Krapp-Gat> lunge,' Alizarin und Purpurin getrennt darzustellen, unterm 12. Februar 1867 ertheilte ausschließende Privilegium auf die Dauer Des drillen Jahres. 3. Das der Katharina Blocking auf die C'isinbuna, eines losmctijchen Mundwassers unlen» 21. Febniar 1807 ertheilte, seither an Anna Pohlmann übertragene uubschlie-ßende Privilegium auf die Dauer des dritten uno vierten Jahres. 4. Das der Katharina Blocking auf die Elsindung eines Damenpuluers zur Pftlgu der Haut, unterm 25sten Juli 1667 ertheilte, seither an Anna Pohlmann übertragene auöschlicfiende Privilegium auf die Dauer des dritten und vierten Jahres. 5. DaS dem Anton Wudimtza in Klagensurt auf die Erfindung, Kuhlensäcke aus Netzweil herzuskllen, unterm 8. Mn'rz 1860 ertheilte ausschließende Privilegium auf die Dauer des vierten Jahres. 0. Das dem Rollert Mitchell zu Wowerühamvto» auf eine Verlussnung an den zum Formen uud Schmieden der Metalle dienenden mechanischen Vorrichtungen unterm 40. Juni 1807 ellheilte ausschließende Plivilegium auf die Dauer des dritten Jahres. 7. DaS dem Alfred Nangod, genannt Pechiney, in Paris auf eine Verbesserung in der Erzeugung von Schmier« vrooutten ulMlM 2. Würz 1807 ertheilte ausschließende Privilegium auf die Dauer tn« dritten Jahres. Am 3. April 1669. 8. Das dem Sigmuno itotlowsli auf die Erfindung, Papier aus Schilf, Rohr und mit Hadernbeimengung zu erzeugen, unterm 3. April 1868 ertheilte ausschließende Pliuilegium auf die Dauer des zweiten IahreS. Am 4. April 1869. 9. Das dem Angelo Saullich in Salzburg auf eine Verbesserung in der Erzeugung des hydraulischen Cementes unterm 24. März 1851 ertheilte ausschließende Privilegium auf die Dauer des fechslen, siebeuten und achten Jahres. 10. Das dem Anoreas Weber in Wien auf Vclbes» serungen an Kühlapparaten unterm 18. Aplil 1860 er« lh.ilte ausschließende Privilegium auf die Dauer des vier« ten Jahres. 11. Das dem Andreas Weber in Wien auf die Er» findung verbesserter Fenster-Jalousien unterm 4. März 1807 ertheilte ausschließende Privilegium auf die Dauer dcö dritten Jahres. 12. Das dem Philipp Vogler zu Grabenhof auf die Erfindung eines Billet - Controlapparateö unterm 24. Fe« bluar ertheilte auöschli^^nde Plivilegium auf die Dauer des vierten Jahres. 13. Das dem Louis Heuberger in Wien auf eine Verbesserung der Äruchdänder unterm 0, April 1804 er. theilte ausschließende Privilegium auf die Dauer des sechs» ten Jahres. 14. Das dem Moriz Unterwalder in Wien auf die Eifindung eines Verfahrens, Webestosfe wasserdicht herzu« stellen, unterm 15. Februar 1867 ertheilte ausschließende Privilegium auf die Dauer des dritten und vierten Iahies. 15. Das dem August Fall in Wien auf die Elfin< dung cineS Verfahrens, Meerschaum und Meerschaumgegen» stünde zu haiten, unterm 15. Februar 1866 ellbeille aus' schließende Plioilegium auf die Dauer des vierten I„hres. Am 5. April 1869. 16. Das dem Fcanz Vrandner auf die Eifindung einer geruchlosen Lederichnneir unterm 7. März I860 er< theilte ausschließende Plivilegium auf die Dauer des vierten Jahres. 17. Das dem Franz Kosch auf eine Verbesserung ler Methode, Glas und Email mittelst einer Stcindlnckpcesse verschiedenartig zu verzieren, unterm 10. Februar 1864 ellheilte ausschließende Privilegium auf die Dauer bcö sechs« ten Jahres. (157—3) Nr. 2595. Kundmachung. Vci dcm k. k. Oberlandesgerichtc in Graz! ist eine erledigte systemisirte Nathsstelle mit 2625 fl., und im Falle der graduellen ^orrnckung eine solche mit 2100 fl. zu besetzen. Bewerber um dieselbe haben ihre gehörig documentirten Gesuche binnen 4, Wochen, vom Tage der dritten Einschaltung in die Wiener Zeitnng gerechnet, im vorschnftmä'ßigen Wege beim ! gefertigten Präsidium zu überreichen. Graz, am 17. April 18l^. Präsidium des k. k. Ol'erlandcegenchtes. (158—3) Nr. 1755. Kundmachung. Da die, vom hohen krainischen Landtage durch die patriotische Mitwirkung Sr. Durchlaucht des Prinzen Georg von Scho'nburg-Waldendurg ins Leben gerufene LandcöwMlUlschnle in Schncelmg mit 1. October 1869 eröffnet werden soll, so wird zur Besetzung der creirten acht Landes-Stift-Plätze hiemit der Concurs ausgeschrieben. Die Stiftzöglingc erhalten die volle Verpflegung und den Unterricht unentgeltlich und haben nur für ihre Bekleidung zu sorgen. Der Lchrcurs dauert zwei Jahre mit slovenischer Unterrichtssprache. Zu diesen Stiftplätzen sind vor allen die Söhne kleinerer krainischer Grundbesitzer oder anderer wenig bemittelter Landesangehörigen berufen, welche die Unterrealschule oder doch einige Jahrgange derselben, zum mindesten aber die Volksschule mit gutem Erfolge zurückgelegt haben. Die mit den entsprechenden Nachweisen und Zeugnissen belegten Gesuche mn solche Stiftplätze sind längstens bis Ende Mai d. I. beim krainischen Landesausschusse zu überreichen. Außer den acht Stipendisten sin den auch einige Zahlzöglingc an der neuen Lehranstalt Aufnahme, in welcher Beziehung sich die Bewer' ber unmittelbar an den durchlauchtigen Herrn Inhaber der Domäne Schneeberg, Georg Prinzen von Schönburg-Waldenburg, zu wenden haben. Laibach, am 14. April 1869. Vom krainischen Landesausschujse. Nr. 288. Bei dem k. k. Bezirksgerichte in Gurkfeld ist eine Gerichts-Adjunctcnstellc mit dem Iahres-gehalte von 800 ft. und dem Vorrückungsrechte in die Gehaltsstufe von 900 fl. zu besetzen. Die Bewerber um diese Stelle haben ihre gehörig belegten Gesuche bis längstens 1. Mai l. I. bei dem gefertigten Präsidinm im vorschriftmäßigen Wege zu überreichen und nebst den allgemeinen Erfordernissen auch die Kenntniß der slove' Nischen Sprache in Wort und Schrift nachzuweisen. Nudolfswerth, am 17. April 1869. Vom k. k. Kreisgerichts-Priisldium.