Liutmchrr $0ad|tnMatt, Organ der Verfasfungspartei in Stain. J Sl6onnrmcntl.!»e6tngnltft: Snfetliine.Ptelje: Nr. 310 e«nji«6ii6: 51*1 iJaibad) fl. TOlt Post st. S.— 0«ItifStirtR: 2.— „ . . 2.5C BicrKtjiertB: . . . . . . 1.25 Samstag den 17. Juli. SinIvaUigk Pi»t-Z«il« * ft., bei toiebet^olungen i 8 Ir. — An,e>gin bit 5 8«Uen 20 ft. Scbictlon.Kbminifltatlonu. «$iprbllion: Htrrtngafik Nt. 12. 1886. Fjir guRellung in’8 Haul: Cittteliibtig 10 It. —!-LL! Das „Laibacher Wochenblatt" vom Iv. d. M. wurde wegen des Leitartikels ».Offener Brief" mit Beschlag belegt und auch die angesuchte Bewilligung zur Ver-auftaltung einer zweiteu Auflage mit Hin-weglassung des beaustandeten Artikels wurde diesimal n i ch t ertheilt. Wir geben -er heutigen Rummer eine Beilage und revroduciren hierin das Wichtigste aus dem unbeanftandet gebliebenen Theile der vorigen Nummer. An unsere Leser. In letzterer Zeit ist das ..Laibacher Wochen-blatt" wiederholt von der behordlichen Beschlag-Nahme betroffen worden. Dieses Schicksal ist auch unserer vorigen Rummer vom 10. d. M. raider« fahren. Neben den Schraierigkeiten, mit dencn wir bei Herausgabe des Mattes dauernd und unver-ineidlich zu kampfen haben, iveil dasselbe in Folge befannter Vorkommnisie in Graz gedruckt raerden »nuh, und neben den mit einer ganz inerkwiirdigen Siegelmahigkeit auftretenden auherordentlichen Verspa-. lungen in der Postbcforderun., der fur unser Blatt bestimmten Briefe bildet die Beschlagnahme, zuinal stir eine wochentlich nur einmal erscheinende Zeitung, bas griihte Hindernitz fur das regelmahige Er> scheinen. Aus leicht begreiflichen Grunden wrzichten / r u i 11 e t n it. Eine Commissionsreise in die Wochein im Zahre 1678. lSchluh.) Unter vielen anderen Beschraerden der Wocheiner damals auch jene der Alpeniveiden in der Komna ttnb in Jezerce ober dem Wasserfall der Saviza zur Entschcidung, auch in spateren Zeiten wurde dieselbe zu raiederholten Malen bei der Herrschaft vorgebracht. Hjertiber enthalt die Relation der Commissarien tzolgendes: Die Unterthanen beschweren sich, doh \>\e Alben Camina (Komna) und Cesere (Jezera) ftemden Unterthanen id est denen Flizern (Flitschern) Bestand verlasien raerden, da boch die Wocheiner hern einen gleichen Zins zu reichen erbietig, und yls Veldeserische Unterthanen denen andern zu pra-seriren raaren; es kann aber ein Hauptmann allda sirglich keine Aendcrung vornehrnen, angemerkt die ^llben an den raalschen Confinen und zivar ohne vrventliche Auszeigung liegen zugleich an ben Flizer Leiden und Gepurg onstvhen, und also zu besorgen, ihnen der Bestand aufgesagt roetben sollte. es 'hechten sich Confinstreit ereignen, raelchcn man auch einer wirklichen Ausmorekhung (Verrnarkung) raiirbe vorbeugen tbnnen, raeilen biefe hart zu-»tzbgen zu bringen, unb raofern eS zroar geschehete, wir vollstandig batauf, bie Grundhiiltigkeit ber ver-fugten Beschlagnahmen auch nur mit (Sinem Worte zu erortern, aber das biitfen wir boch wohl fagen, bah uns biefelben umso Harter betroffen haben, als wir hieburch behinbert raurben in ber Abwehr gerabe ber Angriffe unb Verhetzungen, denen bie beutsch-liberale Partei aus Anlah ber bellagenSraerthen Vorfalle beS vorigen Monats von officioser unb nationaler ©eite ausgesetzt roar, unb als roir uns zugleich berauht sinb, bei Besprechung ber fraglichen Ereignisse auch nidjt im Entferntesten in jene Heftigkeit bes Tones verfallen zu sein, bet von ben verschiedenen Gegnern unb namentlich auch von dem hicftgen officieKen Blatte angefchlagen roorben roar. Wie aber bem Allem sein mag: unS unb mit uns ber beutsch-liberalen Partei eriibrigt nichts Anderes, als biefe Dinge zu nehmen, roie sic eben konunen. Sines nur hatte man vielleicht erroarten biitfen, dah namlich, raenn die Behorde eine Beschlagnahme schon oerfiigen zu sollen glaubte, hiebei doch gegen bas betvcffenbe Blatt unb inbirect zugleich gegen desien Leser bie thunlichste Rucksicht geubt raerde. Wir haben schon vor Longeron bei einer dhnlichen Gelegenheit betont, roie ander-watts, insbesondere in der Reichshauptstadt, in solchen Fallen vorgegangen unb roie es bort ben Slattern bei einer Beschlagnahme ermoglicht roirb, mit Hinroeglassung meist nur roeniger becmftimbeter bann noch von denen Flizern mit ihrem Vieh das ainsmales gesetzte Marekh (Markstein) iiber-schritten roerden durste, woraus nichts anberes als Confinstreit, Ungelegenheit unb Gewalt zroischen ihnen unb den Wocheinern entftehen; zu ge-schroeigen, dah biefe ben Bestandzins also richtig nicht reichen roiirbcn, boh also roir nicht ber Mei-nung ben Frembben aufzufagen, unb inroenbige an-zunehmen, boch kann man trachten, rote eine rechte Ausmarkung gemacht, bamit man hernach befto be-quemer, wem der Bestand anzuoertrauen, zu belibe-riren wisse. Gegen ben Arntsschreiber Simon Wacheiner wurben schlimme Anklagen vorgebracht: 1. Habe Mathias Schwab ihm ohne einiges Verbienstnuh ein Lagl (Fahchen) Wein geben miihen, 2. hatte er von Hansen ©taroblos barumb Schmalz empfangen, bamit seine ©christen befto ehenber aus-gefertigt, 3. Valent ©enether ware vvn ihm zur Zeit des Herrn Walthefers (frtiherer ©chlohhaupt-mann) mit einem ©telhen geschlagen roorben, 4. Franz Koroschiz Habe ihm ein Kalb cerehrt unb babutch ethalten, boh zroischen ihm unb feinen Brii-bern alfobalb ein ©treit beigclegt, 5. Anbre Archus Habe eine alte Wittib zu ihm mit einer Potschost gefchidt, bie er bamit zu Boben geschlagen. Wacheiner hiertiber zur Rechtfertigung aufge-forbert antraortete: 1. Wahr, bah er von Schwaben ©otze ober gar Worte binnen ein poor ©tunben, raenn schon mit hohen finanziellen Dpfern, eine zraeite Ausloge zu veranstalten. Eine gleich entgegenkom-menbe Praxis ist hier nicht zu erreichen; allein minbeftens bas raitrbe bisher gestottet: nach Durch-fuhrung »erfchiebener Formlichkeiten unb mit Aus-lossung bes gonzen ber Beschlagnahme vetfollenen Artikels am nachften ober zraeitnachsten Tage eine neue Auflage bet betreffenben Rummer veranstalten zu biitfen. Am vorigen ©amftag ist jeboch auch bieses vvn uns gestellte Ansuchen ohne Angabe eineS Gtunbes abfchlagig beschieben roorben. Wit glauben, es roare seht erroiinfcht unb entsprache vielleicht bet Billigkeit, roenn von berufenet ©eite aufgetlart roetben rotitbe, roarumfelbft bieVeranstaltung einet zroeitenAus-gabe nicht mehr zulafsig erfcheint. Der Behorbe kann e8 boch nur barum zu thun fcin, bah ber iht bebentlich biinfenbe Artikel nicht in bie Oeffentlichkeit kommt, unb sie konn geroih nicht ein Jnteresse haben, bem betreffenben Blatte unb {einem Lesetkreise noch son-stige, von ben iht fur bie Beschlagnahme mohgebenb gewesenen Etwogungen offenbar nicht bebingte ©chroierigfeiten zu bereiten. Wit sinb ilberzeugt, bah eine Ausklorung bes hier angeregten Punktes fiir bie gefammte Ptesse des Landes von grohem Jnteresse unb, roie schon angebeutet, fiir biefe roie fiir das ganze Publikum ein Act geroih gerne an-erlonnter Ritcksicht roare. Im Weiteten haben roir nur noch unfete ge- Wein empfangen unb ivohl mehr ols ein Lagl, Habe aber mit ihm zu raiten (rechnen), was er schulbig bliebe, rootle er zahlen, Habe ihm unterfchieblich ge-bient, 2. Habe es eine ebenmahige Bewenbtnuh mit bem Schmalz, 3. fei botum gefchehen, roeil er ihn bebroht, tiber ben Kofl (Bergfpitze) zu sturzen, 4. Habe zu raiten, roie bei ber anberen Post, 5. will sich nicht erinnern, fei wohl ofters gefchehen, bah wann hie Leut bofe Mauler haben, er einen mit Stteichen tractire. Datiiber hat man bie Parteien zur Abraitung (Abrechnung) gerufen, im Ucbrigcn felben auferloben, gegen ben Ambtfchreiber als einen Beombten gebiih-renben Respect zu tragen, bagegen solle er die Unterthanen auch nicht beschiveten, noch mit Stteichen tractiren, sondetn bo ihm ein Unbilv befchiehet, es bent Hettn Hauptmann anzeigen, welchet wissen lvurbet, die Gebiihr votzukehten. Es sinb zroar oiele Rochbarn erfchienen unb haben bie Absetzung bes Wacheinets begehtt, raeilen sie aber in specie ouhet obigen Beschroerben nichts fttrzubringen gerouht, hat man ihnen iht oerbiffeneS Gemiith etnstlich vetroiefen, unb sic geroarnt an ihren Pafsioncn nicht also zu hangcn. Einen Generalabfchteb erhieltcn bie Wocheiner tiber ihte Beschroerben unb tiber bie bei ber Reise gemachten Wahtnehmungen, nachbem bie Commission roieber in Velbei eingetrosfen roar. AlS Einleitung ehrten Leser um Geduld und Nachsicht zu bitten, roenn bei bestem Willen und bei grohter Vorsicht hie und da dennoch Unregelmahigkeiten in dem Er-scheinen des Blattes eintreten. Es handelt sich da eben urn unbefiegbare Schwierigkeiten, die ertragen roerden musien. Trotz Allem aber, was schon ge-kommen ist oder noch kommen roird, roerden roir mil derselben Ausdauer und Unabhcingigkeit unsere Auf-gabe roeiter verfolgen roie bisher, und roir konnen nut mit her Bitte an unsere Gesinnungsgenossen schliehen, uns auch kunftig treu zur Seite zu stehen und mit uns auszuharren in dem harten, aufgedrun-genen Kampfe, der gegenivartig burchzufuhren ist. Heute Truber, morgen Cyrill und Methud. i. Vor Kurzem haben im slovenischen Lager an zroei unmittelbar auf einander folgenden Tagen zroei Feierlichkeiten stattgefunden, sehr verschieden in ihrem Ursprunge und ihrem Serialise, aber beide gleich belehrend und charakteristisch und beide ungemein geeignet, die slovenischen Fuhrer und Literaten in's rechte Licht zu setzen und die Beweggriinde und die Methods aufzuklaren, nach denen auf national« Seite bei derlei Anlassen in Wahrheit vorgegangen roird. Den Anlah zu der einen Feier bot der Um-ftanb, bah am 29. v. M. 300 Jahre verslosien roarcn, seitdem der aus seinem Vaterlande Krain verbannte evangelische Reformations Primus Truber zu Derendingen in Wurtemberg, roo er zuletzt als Pfarrer angestellt roar, gestorben ist; die andere Feier aber galt der ersten Hauptversammlung des Cyrill- und Methud-Vereines, des slovenischen Schulvereines. Da Primus Truber nicht nur als Verbreiter der Lehre Luther's, sondern auch als erster Ueber-setzer der ©christen des neuen Testamentes in die „>vindische Sprache", in der es bis dahin kein ze-drucktes Buch gegeben hat, einen hervorragenden Platz in der Geschichte der Resormatitionszeit in Strain einnimmt, so konnte der Gedenktag dieses Begrunders der slovenischen Literatur in nationalen Kreisen schon anstandshalber und mit Riicksicht auf die vielen sonstigen Huldigungen, die den aus dem Boden gestampsten nationalen Koryphaen in Uebet-schivenglichkeit dargcbracht zu roerden pslegen, nicht zu den zroeiundzroanzig Punkten so denselben vorge-halten ivorden steht solgende Erwcigung: Nachdem man besunden, bah ein guter Theil der Wocheinischen Unterthanen ihre »orgesetzte Obrigkeit, als Herrn Hauptmann, Ambtschreiber, und die Suppan nicht allerdings roie sich gebuhret respectiren und ihnen den Gehorsam Ieistcn roollen, zugleich in Reichung der Herrensorderung sich sehr saumig verhalten, ohne eintgc Licenz hin und wieder in den Gemeinden Lah btuiinen (likreutbrcnnen), auch roas das ubelste, jezu-roeilen Convcnticula anstellen, allroo nicht anderst als der Herrschast Necht zu schmalern und sich denen Beambten zu ividersetzen, abgeredet roird, nicht weniger von ein und anderen Rabeksfiihretn sie in das Recht wider ihre Obrigkeit geleitet und derentroegen also genannte Rechtszuklagen (so ein Beitrag zu den Unkosten ist) gemacht ivorden, als find nachsiehende Punkte ausgcsetzt. Die Suppleut (Župane) sarnrnt zrooen Nachbarn von jeder Supp auf den 19. September heraus (nach Veldes) berufen ivorden und ihnen in Beisein des Herrn Hauptmanns und Ambts-schreibers vorgelesen, auch butch den Capellanden in der Jnhl Wetth Andream ©tobelium vettolmetschet: Etstens roiirbet denen Unterthanen det Gehot-samb und alle Ehtetbietung gegen den Herrn Hauptmann anbevolchen und btibei geboten hierroicder bei hoher Sttas sich nicht zu setzen. Dagegcn und furs Andet Hett Hauptmann erinnert sic zu schiitzen, > unbeachtet gelassen roerden. Die Art und Weise jedoch, wie sich die slovenischen Fuhrer dieser unver-meidiichen Ausgabe entledigten, erinnert lebhast an die Kunststiicke der heidnischen Auguren. Truber roar namlich der neuen Lehre aus vollet Seele ergeben und er blieb es auch bis an sein Lebensende trotz alter ihm berciteten Vetsolgungen; es ist daher erklarlich, dah schon die Nennung dieses Namens in clerifalen Kreisen in Krain streng verpont ist. Ungeachtet deficit oerstanden es die Patrone des »Slovenski Narod", nicht nut sich iiber diese ©chroierigkeit hinauszusetzen, sondern sie brachten es sogar zuivege, in vollem Einklange mit ben clerifalen Katnpshahnen einen Truberabend zu artangiren. Erst ant Vorabende des ©ebenktages brachte „Slovenski Narod" einen diehbezuglichen Leitartikel iiber Truber, roorin zivar erklart rourde, dah jeder gebildete Slovene schon bei Nennung dieses Namens den Hut abziehen music und dah auch eine impo-sante offentliche Segehung dieser Jubilaumsfeiet ganz am Platze ware, jedoch gestatten dieh die jetzigen Verhciltnisse nicht, es gtibe eine Menge von Bor-urtheilen, Bebenken, Riicksichten, es fehle an ent-schiedenem Wollen und echtem Selbstbewuhtscin, „der Geist sei zroar roillig, alle in das Fleisch sei schwa ch". Es musie daher dem »slovenischen ©chriftstellctvetein" iiberlaflen bleiben, diesen Gedenktag in engerem Kreise zu begehen. Wenn man bedenkt, dah im Vorstande des genannten Vereines Dr. Vodnjak und seine Adjutanten Dr. Tavčar, Hribar u. s. ro. fungiren, so roar es fchroer, einer biogtaphischen und gcschicht-lichen Schilderung in diesem Kreise nicht von vor-hinein ein geroisseS Mihtrauen entgegen zu bringen ; es roatc doch zu iiberraschenb geroesen, bei solchem An-lasie auf einrnal einer rein objection Auffafsung der vaterlandischen Geschichte, einer streng sachlichen Darstellung der ersten Ansange der heimischen Literatur zu begegnen, roahrend sonst mit der Geschichte KrainS nicht vie! Federlesens gemacht und aUerlei slavische Traumereien und phantaftische Utopien an deren ©telle gesetzt roerden. Einen Vorgeschmack der im gedachten ©chriftfteHercirkel hettschenden Anschau-ungen iiber Primus Truber konnte man schon aus dem besagten Leitartikel des „©lov. Narod" gc-roinnen, roorin jede Erroahnung des protestantischen, deutschen Adels in Krain, in dessen Dienstm Truber gestanden, die grohcn Opfer, roelche der Adel, so- bic Justitiarn gebiihrenb unb surderlich zu adnnni-ftriren unb jemanden wider Gebur nicht zu befdjweren, noch von anberen befchroeten zu laffen. Drittens, in glcichen sollen sic bem Ambtschreiber ©inton Wacheiner alle Ehr, so sich gegen dcrglcichen Beambten gcziemet, bezaigen unb da derselbe im Namen unb mis Bcuelch (Besehl) des Herrn Hauptmann was fchaffet, ohne ffiiderred ge-horchen, himviederumben. . Biertens, roiirbet er Ambtschreiber hientit er-rnahnt, sie bei ihreit Nechten verbleiben zu lassen, die Brief recht einzurichtcn und fchleunig zu expediren auch sie in bet Tax nicht zu iiberncmcn Fiinftcns, im Fall als sic Unterthanen wiber bemclten Wacheiner eine Klage zu haben vermeinen, sollen sie solchc bei bem Herrn Hauptmann anbtingen, roelcher wissen wirb, ben ©achen recht zu thuen. ©echstens sollen sic Unterthanen auch vom Herrn Hauptmann beschwett roetdcn, roiirbet ihnen jedetzeit auf ihr Anrusen zu Btixen gcrochtlicher Bescheid folgen unb bet Hett Hauptmannu zu dem, was billich unb recht sein roiirbet, angehaltcn roerden. ©iebendens solle jede Nachbarschast ihrcn Hettschast-Suppan gebutend respectiren, unb demc roas cr herrschastwegen vetordnet alle parition leiften, entgegen Achtens roerden die Suppleut erinnert ihre llntergebcncn im roenigsien nicht zu aggravircn, alL roie der dcutschc Siirgerftanb im Sande, serner die Fursten im deutschen Rcichc, sowic viclc dcutsche Stable bent Druckc der „roinbischen Bucher" ge-bracht hatten, mit Absicht vcrschwicgcn und Truber als Derjenige bezeichnet rourde, der im Sinnc der siibslavischen Wechselseitigkcit allein gearbeitet und seine Thaligkeit auch auf Sroaten und Scrben ausgedehtit Habe. Nun ist es allerdings richtig, datz man bei ben eingeleiteten Bibeliibersetzungen auch die Geroinnung der unter tiirkischer Herrschast wohnenben Slaven fur die Heilslchten des Evangeliums im Auge gehnbt hntte, roeshalb auch Uebersetzungen bet Truber’schen Schtiftcn in bas Eroatische unb beten Dtuck mit cytillischen Lettern veranlaht rourde, allein dieser Borgang, ben sich besonbers Hans Ungnab mit roahrem Fcuereiser angelegen sein lieh, entbehrt vollstanbig jener panslavistischen Motive, bie ihm die heutigen slovenischen Geschichtsmacher unterschieben niochten; man roolltc viclmchr dutch die Etnwg-tichung der Verbreitung ber Bibel in den von Slaven beroohnten tiirkischcn Gcbictsthcilcn in mahgebenden Kreisen, mo man dem Ptotestantismus abhold roar, mit Rucksicht auf die herrschende Tiirkennoth eine gunftigere Beurtheilung der damals im Entstehen begriffenen, vielfach angefeinbeten slovenischen Kirchen-literatur hetvottufen. Dic Ttuberfcict fanb alfo angekunbetermajjen irn engeren Kreise ber slovenischen Literaten statt. In roelcher Weise aber das Witken dieses Mattytets seiner Uebetzeugung beleuchtet rourde, ist roohl am besten bataus zu erfehen, bah nach dent Betichte, den roir im clerifalen „Slovenec" lesen, det Ob-mann Dr. Bošnjak in ber Etoffnungstcbc gan; entschieden erklart hattc, bie begangene Festseicr gelte nicht bem Geistlichen unb fpateren Protestanten Truber, sonbern ausschliehlich nur bem Schriststeller Truber, bem Begriinber ber ncuslvvenischen Literatur; ebenso hattc nach bemselben Betichte ber Festrebnet, Herr Levee, in gleicher Auffafsung bes Gegenstandes „dem Fcftabende den ©tempel einer streng litera= rifchen Bedeuiung aufgebriickt". Nach biesern vom Canonicus Klun ausgestellten Wohlverhaltungszeug-nifie routbe es uns gar nicht Wunber nehmen, irgenbroo zu lesen, bah in bet Festrebe bie vielen grammatischen Schnitzer unb Germanisinen in Trubcr's ©christen auf bas Lebhaftcfte bebauert unb als ein Werk ber Unterbriiiung ber armen ©Iovenen butch bie Deutschen, roelcher auch Truber sonsten biesen bevotstehen solle, ben Herrn Hauptmann urn Remebirung anzusuchen, Ncuntens roiirbet benen Unterthanen hiemit bei Lcib- unb Lcbensstraff verbotcn geheime Zusammen-kunsten, wo nicht anberft geschieht, als bah man unterschiebliche Eonspirationen wiber bie Herrschast unb bero Recht abrebct, zu halten unb: 10. ben ©uppleuten alles Ernstcs anbevolchen hierauf gute Obacht zu haben unb ba fie berglcicheit erfahren, alsbalb bent Herrn Hauptmann wissen zu machen, roclchcin alsbann 11. beuclcht roiirbet bie llebertreter unb in-sonberheit die Radlsichtcr unb Anftifter dergleichcn Uebl obverftanbenermaffen abzuponen (abstrafen). 12. Wiitbct glcichmcffig unb bei Straff alien unb jedem inhibit!, ohne Votwissen des Herrn Hauptmanns obcr ber hcrrfchastlichen Suppleut, roelche es vorheto bem Herrn Hauptmann anzujeigen nimmer Rechtszuklagen (Proceffe) nicht zu machen, jene aber, so sich dergleichcn unterfangcten follcn nach Ungnadcn unb bie da ciwas zulegen der Gebur nach gestraft lverben. 13. Sollen bic Unterthanen ihtet Hettschaft Schulbigkeitcn fleihig abrichtcn, unb baran nichts an* stehen lassen. 14. Die gebiirenbe Contribution von ben Tag5 paucn (cin Ackcrmah, wie Tagwcrk) ohne Unter-schicd bis zur nachst vorhabenben Bercitung ab! jum Opfer fiel, bezeichnet wurden. Eine solche Aus-fassung der krainischen Reformationsgeschichte ftimmte ganz zu der jetzigen nationalen Bewegung; auch im litercirischen Club fiihren jene Volksbegliicker das grohe Wort, deren fanatifdje Expectoralioiien man in den nationalen Slattern alltaglich zu lesen be-kornrnt, es find dieh die ndmlichen Herren, welche im Gemeinderathe gegen Anastasius Grun loszogen, unemgedenk dessen, dah einer seiner Vorfahren, der gefeierte Grenzheld Hervarth von Auersperg die windischen Pradicanten in ftinen Schutz nahm und jm Kampfe mit dem Halbmond den Heldei'tod starb. Zu welcher nicht wieder zu erkennenden Figur muh wohl Truber's Erscheinung einschrumpfen, wenn die betreffende Festrede sogar das Wohlgefallen deS Herrn Klun zu finden vermochte! Es gibt sicherlich kanrn ein beredteres Zeugnih fur die, gelinde gesagt, ganz eigenthuntliche Geschmeidigkeit der dermalen die Verhaltnisie in Krain vielfach beherrschenden Litera-turclique als das von einem Blatte von der Rich-tunq des „ Slovenec" derselben gespendete Lob. Wenn Ein muthiger und uberzeugungstreuer unter jenen slovenischen Rittern vom Geiste anzutreffen ware, so miihte derselbe gegen eine Truberfeier solcher Art den lautesten Protest erheben. Die nationals Enqherzigkeit der Scheinverehrer Truber's manifestirt sich auch in der Hintansetzung aHer Rucksichten der Pietcit, die sie wenigstens dem Namen des Verstorbenen zollen sollten. Der Deutschen-hah der slovenischen Wortfiihrer hat seinen Ver-tilqungskrieg gegen deutsche Familiennamen und gegen slovenische Namen mit deutschem Ausgang Mit einer unbegreiflichcn Hartnackigkeit durchgefuhrt. Auch der Name „Truber" fand keine Gnade vor diesen literarischen Miniatur-Janitscharen, er mutzte in Trubar" umgewandelt roerben. Der einzige £roft, den die ecbten Krainer uber die begangene Truberfeier haben konnen, ist wohl der, dah sie nicht dem historischen Primus Truber, dem Vor-kampfer fur Gewissensfreiheit, dem Manne Von unbeugsamem Charakter und nie wankender Ueber-zeugungstreue, sondern einem in ben verroorrenen S&pfen der nationalen Exaliados spukenden Phantasie-qebilbe eines Panflavisten „Trubar“ gegolten Habe. SBare es nicht ein gam fruchtloses Bemiihen, oeirnflen von Engherzigkeit und Selbstiiberhebung vollig erftillten Grohen der slovenischen [itemrischen Kreise Umkehr, ttnbefangenheit und Einsicht zu fiihren, alba man hernach beliberiren mitrbet, ob und wie etwa biesfalls eine ©leichheit zwischen ben gulen und schlcchten Tagpauen eingefiihrt roerben kSnne. 15. Wurdet ihnen Unterthanen hiemit gemessen und bei unnachlahlicher Straff verboten, neue Lah (©ereutet) zu machen, sic haben Venn darzu von dem Herrn Hauptmann ordentliche Licenz erhalten. 16. Will man ihnen vmviesen haben, was selbe bis anhero ohiie Etlaubnih zugericht, mit vieset Perordnung, dah jene so sich noch nicht angcmclt, fcei bent Herrn Hauptmann erzaigen und ihre ge-mnchte Lcihen (©ereuter) gebiirenb recognosciren sollen. 17. SBurbet jenen so von dem Gewasser Schaden erlitten, und alwo noch Gefahr vorhanden, Qtiferlaben (aufgetragen) uneinstellig den Furbau vorzunehmen, ltnb zwar auf eine Weis und A!anier, mje es ber Herr Hauptmann fur gut ansiehet, bar-qegen roerben selbe vertrostet, > dah ihnen von der Herrschaft aus ein Beitrag folgen mochte, in An-^hung dessen aber sollen sic die Zinslieferung nicht verschieben. 18. Wollen die Herren Commissaricn jenen, so sich bei Vorstellung dcs jetzigen Herrn Hauptmanns ungehorsamb und ividersetzlich erzaiget, ihr Ungebiir ganz ernstlich verwisen und die Straff der-yiahlen noch vorbehalten haben. 19. Da und zum Fall jemand roas von einer prebigen, man komite ihnen mit bem grohen Dichter zurufen: „S8ie nut bem Kopf niilit alle Hoffnnng schwinbet, Der immerfort an fdjnnlem Zeiigc flcbt, Mi! gier’ger Hnnd nach Schatzen grab! ltnb froh ist, locnn er Regenwurnier fiubet." Ms der Rede des Abg. v. Plener, welche derselbe unlangst vor seinen Wdhletn in Eger hielt und die, roie alle ahnlichen Kundgebungen dieses ausgezeichneten Staatsmannes, eine ganze Reilje bet beachtenswerthesten politischen ©esichtspunkte und zahl-reiche roerthvolle Ausfuhrungen zur allgemeinen Sage enthielt, konnen wir ob Naummangels hier nut einige Bemerkungen aus dem Eingange, roo Nebner das Verhaltnih der beiden liberalen Clubs im Abge-ordnetenhause, des Deutsch-Oesterreichischen und des Deutschen erorterte, und den Schluh ber Rede wiedet-geben, worin Herr von Plener sein Urtheil iiber die momentane politische Situation zusammcnfahte. Die ersterrocihnleu Bemerkungen lauten: „Jn det Hauptftage, det Stellung ber Deutschen in Oesterreich, wird immer ein einiges Vor-gehen erzielt roerben, unb es ist zu hoffen, bah bie langere parlamentarische Arbeit bei Vielen roieber jenen ftaatlichen Sinn erroecken roirb, bet eine Haupt-eigenschaft einer politischen Partei sein tnuh. Jch glaube immer noch, bah nichts ber deutschen ©ache in Oesterreich mehr niitzt, als die fortwahrende Be-tonung ber Jdentitat bes beutfchen nationalen Jnteresses mit ben Lebensprincipien bes osterreichi-schen Staates. Es besteht fein Gegensatz zwischen Deutsch unb Oesterreichisch, unb es ist gar nicht nothig, casuistisch ben Fall eines Conflictcs zroischen beiben aufzuroerfen, urn bnnn fur ben Porrang bes einen ober bes anbern zu entscheiben. Mir ist wenigstens fein praktischer Fall eines solchen Gegensatzes bekannt. Wir verlangen die deutsche Staatssprache ebensowohl vom nationalen Standpunkie ber Deutsche«, roeil sie biefen Staat gegrundet haben, als roeil die Erhaltung ber beutfchen Staatssprache zu-gleich bie unerlahliche Voraussetzung einer einheit-lichen Staatsverwattting ist. Wir bekampfen die Slavisirung, ben Fobetalisnms unb bas gegenrodr-tige Regime ebensowohl vom beutfchen, als vom ijfterreichifchen Stanbpunkte. Datum ist die Stellung det Deutschen in Oesterreich eine ganz anbere als bie ber tibrigcn Nationalitaten, welche als solche ben ©emain (©emeinbe) ohne Wifsen ber Herrschaft eingefangen, ober fonsten besitzte, foll felbiger es alfobalb anzeigen unb sich zur ©ebiir bequemen, wobei bann die Suppleut erinnert roerben, diesfalls ihre gute Obsicht zu haben, unb roo selbe bergleichen was vertniehen det Herrschaft anzufragen, als im wibrigen Fall bie Nachlahigen, vorab abet bie etwa zum Vertufchen halfen, ber Scharfe nach abgepont (bestraft) roerben sollen. 20. Sollen bie Unterthnnen einsmalen bie Sambfahrten roie bishero abrichten unb nicht anftehen lassen, cntgegen roiirbet ihre biesfallige Beschwer butch die Herrn Commissarien Jhrer fiirstlichen ©naden hintcrbracht roerben, roie ingleichen um willen ber Schaf roeitere Resolution volgen, interim aber ber Herr Hauptmann erinnert, wann sie zur rechten Zeit unb stiftmahig gczinst werben, solche in natura anjunehmen. ‘21. Sollen die Unterthanen das Holz ihrer Schuldigkeit nach fleihig unb wie sich gebtirt licfern, damit man nicht Utsach Habe, sie butch anbere Mittel datzu zu halten. 22. Alle biefe Punfte sollen die Suppleut jeder seiner Nachbarschaft fleihig ankunden, damit sich meniglich datnach zu richten wisse. Die ronhrgenommenen Schdbigungen ber Walber ceranlahte bie Commission, dem Herrn Hauptmann aufzuladen, bah er bie beflchenbe Walborbnung beffer Staat nicht fiihren unb datum einen ausschliehlich nationalen Standpunkt einnehtnen konnen. Der Rechtstitel bet Deutschen auf die fiihtende Stellung in Oesterreich beruht barauf, dah fie stets das Staatsinteresse gegen die nationalen Sonberroiinfche ber Nichtbeutfchen vertheidigt haben unb roatum 'vllen roit auf biefes politische Moment, welches uns einen grohen Theil unserer Starke verleiht, jetzt plotzlich verzichten?" Die Schluhausfuhrungen der Rebe abet roaten folgenbe: „Jm Allgemeinen ist bie Cage nicht so ungunstig. Die gegenroartige Regierung hat ihren Hohepunkt bereits hinter sich. Das System ber fortwahrenben nationalen Gonceffionen beginnt bereits zu versagen. Die Slavisirung ber Vetroaltung tuft einen Wibet-fptuch in Kteifen hervor, bie ganz auherhalb unserer Partei ftehen, abet mit Nachbruck ihre Bedenken vorzubringen wissen. Die nationals Gehafsigkeit, die roieber in ben letzten Wochen in Laibach einen roiberlichen Ausbruch fanb, zeigt bas vollige Scheitern bet vorgeblichen Vetsohnungspolitik bes gegenrodrtigen Regimes. Det Einfluh ber Regierung ist im Laufe bieser Session roesentlich ge ringer geworben. Die Dux-Bobenbacher Bahn-Affaire, bie damit zufammen-hangende Entfetnung des ftuheten Handelsministets haben ihr Prestige arg erfchiittert. Die Regierung roar nicht im Stanbe, ihr Wort Ungarn gegenuber einzuhalten. Det Tatif kann nicht perfect roerben, uber bie Bank, Zuckersteuet, bas Zoll- unb Hanbels-bi'mbnih haben nicht cinmal bie Ausfchuhvethanb-lungen ftattgefunben, unb eine Reihe von Vetwick-lungen birgt bie Wiebercroffnung bes Reichsrathes. Das Ministetium mochte getne angefichts bet volligen Nieberlage feiner bisherigen inneren Politik es nun-mehr nach beiben Seitcn hin zuglcich verfuchen. Es will sich auf der einen Seite dutch politifch nicht compromittirte Beamte etganzen, auf bet anberen Seite foll det Finanzministet ben parteimahigen Zufammenhang mit ber Rechten teprasentiren. Man will die Deutschen nicht weiter reizen, aber will boch die Unterstiitzung ber slavisch-cletikalen Coalition nicht vetlieren. Darin liegt ein innerer Wibetsptuch, cine latente Ktise. Wit wollen heute batutn noch keine Hoffnungen auf einen balbigen Zufammcnbtuch des gegenrodrtigen Regimes hegen. Hat bie Regierung unb bie Rechte bishet ber ... . Wunfch nach Slavi-firung ber Vetroaltung, Borbereitung bes Fodetalis- obsetvite und derselben gestrakhs nachlebe. bnnn das Kohlbtcnncn unb inssonbetheit Bauholzschlagen, auch beidcs andetwartshin auhet ©ericht zu vet-kaufen, wollen sich die Unterthanen nicht bemiihigen, sondern fahren damit immetzu stets fort, also bah zu beftirchten, sic roerben bie Walbungcn bermahen ausiiden, bah sie alsbann felbst kutnmerlich ihre Nothburft haben ja das Holz von roe item roerben herbringen miihen. Von daheto die Commisiarien einriethen, bah man die Auhergerichtsfiihrung des Holzes unb Kohlen, auher roas zum alien Hammer") in ber Wochcin vetfuhrt roiirbet, fovicl immer mog= lich einstelle unb glcichwol das Mautgelt entrate (barauf verzichte). Auch lvurbe beantragt einen eigenen Forftner und zuglcich Jagct auf dem Schloh zu halten, welcher der Waldordnung nach, fotvol auf die Waldung als Wildpan und Federspiel (Fatten und Jagd mit benfelben) gute Dbacht Habe unb all jenes vollziehen, was ihtn batin unb auch fonsten anbefohlen miitbet, hingegcn mate berfelbe von bet Herrschaft aus in Pflicht zu nchmen mit Spcis unb taglich einer Halben Wcin saimnt 20 fl. jahrlicher Besolbung zu vetsehen, beme khunte man zuglcich bie Dbforge auf bie Fisch-waiben (Fischfang) geben, item bie Ruftknmmer in guter Sauberkeit zu halten unb bcvotab ben Gonfinen ber Herrschaft, batnit nicht prdjubicirtichcs vorbcy-"> ^Ithamincr qehiirtc z»r Herrschaft 9tnbmann#b orf mus zusammengehalten. so blcibt auch jetzt noch, wo in biefer politischen Thatigkeit etwas langsamer vor-' gejchritten roitb, doch das gemeinsame Bestreben, die Wiederkehr einer von deutschem Geiste erfullten, fur die einheitliche Staatsverwaltung besorgten Rcgierung zu verhindern. Dietz ist ein machtiges Motiv und kann noch langere Zeit die Fortexistenz des gegenwartigen Regimes ermoglichen. Die neuen Beamten im Ministerium werden im Falle einer parlamentarischen Collision mit den Fractionen der Rechten wenig Widerstand entwitfeln, und der Ministerprasident ist durch die sechs Jahre enger Bundesgenofsenschaft mit den Fuhrern der Rechten nicht in der Sage, sich von ihnen dauernd zu emancipiren. Nachdem man jahrelang alle Ge-schafte noch parteimatzigen Rucksichten gefuhrt hat, so ist der Bersuch, jetzt plotzlich in einzelnen Fragen cine Haltung fiber den Parteien einzunehmen, eine Jnconsequenz und verspricht wenig Erfolg, roenit er auch als ein Eingestandnitz bet total verkehrten bis-herigen Politik bie beste Bestatigung unseres Ur-theileS enthalt. DieseS System, roenn es auch in absteigenber Lime sich bewegt, mutz sich bis zu sejnem letzten Ende ausleben, unb es ist vielleicht so-gar gut. Ein Regime, welches begann mit bet Zu-rfickbrangung ber Deutschen aus alien ©ebieten . .. mutz zuletzt an sich selbst bie Unmoglichkeit seiner eigenen Politik bemonstriren. Das, was bie Ein-sichtigen zu Ansang voraussagten, batz diese Politik ben Staat... bie Deutschen . . . musse unb bie Slaven doch niemals befriebigen konne, mutz fur bie langsomere Fassungskraft bes fibrigen Theiles ber offentlichen Meinung allmalig dutch die Thatsachen klar wetden. Datum kann dieses System nut an sich selbst zu Gtunde gegen. So lange es dauert, wetden wir in unserer bisherigen Haltung verharren. Die Lage der Opposition ist heute in vielen Dingen schwieriger, als zur Zeit der vereinigten Linken; manche inneten Gegensatze sind in ber ©esammt-pattei vorhanben. Abet Ein Gesfihl ist alien Theilen ber Opposition gemeinschaftlich, bas ist bie Liebe zu unserem deutschen Volke, der lebhaste Wunsch, seine Rechte zu vertheidigen unb seine Stellung im Staate z« sichetn. Gelingt es uns, in biesen Jahten bet Verbitterung in unserem beutschcn Volke dennoch den Glauben an die Zukunft nusrecht zu erhalten, so rotrden wit schlietzlich bas wiedet etteichen, was alle Deutschen wollen: ein einheitlicheS Oesterteich unler deutscher Fiihrung." gehe, aufttagen, worzu ware derzeit ein tauglicher Mensch bet Herrn Hauptmann in Diensten, welchet urn diese Gelegenheit ein Memorial tiberreicht. Uebet bas hier angesuhrte Gesuch erachtete die Commission ben betresfenden Bewerber Marx ©agar als einen unterrichtetcn unb tauglichen Menschen, baher ihm gar wohl willfahrt unb zugleich bas Schlotzgewehr soubet zu halten aufgetragen roerbe. Jeboch soll ein gewiher Umstand vorher mfindlich rcferirt wetden, welchet nicht outzer Acht zu lassen fein burfte. Die bantalB eingcfuhrte Forstaufsicht in ben Veldeser Waldungen bejchrankte sich sonach auf einen einzigen Mann, roclchcrn autzerbem bie Aussicht auf I Fischwasser, auf bie Gonfinen oblag unb bet sich auf Befehl bes Herrn Hauptmanns auch zum Wild-pretschietzen gebrauchen lassen mutzte. Nach alien ben gebachten Vetrichtungen ist die ffirstlich Brixensche Commission den 4. October 1678 Nachmittags von Veldes abgereist unb auf befchehene Einlabung bes Herrn Baron von Jauerburg basclbst in seincnt Schlohl, so noch im Sanbgcricht Velbes Iiegt, fiber Nacht geblieben, allwo sie auch ftattlich tractirt worden, Herr Hauptmann neben dem Herrn von Grimbschitz, der Caplan in ber Jntzl Werth unb ber Probstei-Verwalter haben bie Commission bahin begleitet, welche bes anberen Tags fruh wiebetum oufgebrochen unb in Geleit Gottes ben 10. bito zu Brixen loieberutnben angekommen ist. PoMische Wochennberficht. Der „Koln. Zeitung" roitb aus Wien ge-schrieben, batz im heutigen Herbste in einem rufsisch-oftcrreichifchcn ©renzorte eine Zusammenkunft des Caren mil Kaiser FranzJosef stattsinden roerbe. Die Zusammenkunft des Grafen Kalno ky mit dent Fursten B »smorck ist, roie das „93erlinet Togblatt" erfahvt, ffit Mitte August in sichtre AuSsicht genommen. Der Tiroler Landtag soll noch in diesem Monate, die tibrigen sollen nach Schlutz ber Herbst-saison nut zu einer kurjen Cession unb bie D e le-gotionen im December einberufen werden. Die „Wiener Zeitung" veroffentlicht bie Er-nennung bes Grafen Franz Mervelbt, Hof-rathes bet ber Gtazet ©tatthalterei, zum Landes-ptasidenten in Schlesien. Die Prager „Politik" bringt ber (Srnennung bes neuen Hanbelsministers keine sympathische Kunbgebung bar; sie sagt: „Der Majoritat ist es ziemlich gleichgiltig, roer in biesem Cabinet Taaffe, baS sich nun einmal mit ihr nicht ibentisiciren will, sitzt; sie roitb es stets als Ganzes betrachten unb von ber Haltung bes Gesammtcabinets hangt auch bie roeitere Haltung ber Rechten ab. Sollte man abet irgendroo glauben, die Majoritat unb noment-lich die bohmische Partei roiirbe sich dutch irgenb ein Beamtenministerium - Experiment jemals kodern lassen, bann sei es gleich hier ausgesprochen, batz wit ein Cabinet Chlumecky entfchieben einem deutsch-liberal-centraliftifdjen votziehen werben, unb liefje es sich auch zehnmal mit ber Versohnungspotina an-ftreichen unb fiberziehen." Wie bet „Budapesti Hirlap" aus Wien ersahrt, roerbe eine roeitere Umgeftaltung des Cabinets Taaffe geplant. Das Beamtenelement besselben soll neuerbings verstorkt unb bas slavische butch bie Entfernung Prazak’S unb desien Ersetzung butch ben Oberlandesgerichtsprasibenten Ebelmann, foroie durch das Ausscheiben Dunajewski's gcschwacht werben. Selbstverstanblich sinb biefe, roie alle ahnlichen Rach? richten nut mit grotzter Vorsicht aufzunehmen. Sogar die „Politik" gibt ihrer Unzufriebenheit mit ber „3Serfohnungsara" fchatfen Ausdtuck, sie sagt: „So geht's nicht weiter! Der Nationoli-tiitenhaber Habe sich beratt vetschatft, batz bie Lage unertraglich zu werben beginne, fein Symptom einer nationalen Versohnung sei zu entdecken; bis in das Heiligthum bet Familie bringe bet nationale Haber, fein ©ebiei Ioffe er verschont. Alle Volker tnogen sich oereinigen, urn ber gewerbsmohigen Vethetzung ein Enbe zu machen unb ben Gebotcn ber Vernunft, ber Humanitiit unb bet guten Politik Gehot zu oerfchaffen." — Det tiemberger „Kutjer Lwowski" fchreibt: „Wit konnen ben Chechen nut rnthen, sie inochtcn licbcr mit ben Deutschen cin Ab-kommen treffen, ftatt sich butch ben Hah bas Leben zu verbittern, rooburch bie czechischen Reprafentanten unb beren parlamentarischen Bunbesgenosien ge= zwungen werben, bie abschusfige Bahn ber Corruption einzuschlagen." Im Laufe biefer Woche ist in Wien bie oster-reichifch-ungatifche Zo11 co nfer e nz zusammenge-trcten. An becfelben nahmen autzet ben hanbels-politifchen Vertretern bet beiberfeitigen Regierungcn auch Delegirte ber Eisenbahntarif-Abtheilungen bes ofterreichifchen Hanbels- unb bes ungarifchcn Com-municationsminifteriumS theil. Es hanbelt sich hiebei urn Verkehrsftagen, welche in Folge bes Zollkrieges mit Rumanien aufgetaucht sinb. Die Prager Polizeibirection verbot bie vom bortigen deutschen Hanbroerketpereine prv-jectirte feierliche Enthiillung bes im Vereinsgarten ertichteten Kaiser Jofef-Denkmales. Falls biefcs Verbot, welches von ber Prager Statthaltetei beftatigt wutbe, feitenS bes Ministetiums nicht auf- Hiezu tin Viertel Bogcn Beilage. gehobcn roevben sollte, tuivb bet Serein eine Be-schwetbe beirn SSeroaltungSgerichtšhofe einbeingen. In Prag fanb am 4. b. M. bie Constituirung eines beutfchen lanbwirthfchaftlichen Cen-tralvereines ftatt. Die Berliner „Nordb. Allg. Ztg." veroffentlicht bas Antwortfchreiben bes Prinz - Regente« Luitpolb von Ba iern auf bas Condolenzschreiben bes Kaisers W i l helm, welches betoni: ber Kaiser moge sich fiberzeugt halten, batz auch ber Ptinz-Regent feinerfeits nichtS fehnlicher etstrebe alS bie Aufrechthaltung unb Sefefligung ber so gliick-lich beftehenben innigen vertrauensvollen Beziehungm, welche zum Heile Deutfchlanbs bie Kronen PteuhenS unb Baierns vetbinben. Das Ministetium Lutz hat bem Prinzregenten von Saiern seine Demission tiberreicht, jeboch ein Hanbschreiben bes Prinzregenten an bas Gesammt-staatsminiflerium lehnt bie Demission besselben ab, hebt befsen Verbienste urn ben Staat hetvot unb spricht bemfelben bie vollste Anerfennung unb bas Vertrauen aus. In Rom wurbe cim 2. d. M. das Concordat zwifchen bem hcilige n Stuhle unb Monte- negro, welches bie Cteitung eines vom Fursten von Montenegro zu vetleihenben Bischossitzes in An-tioari stipulirt, abgeschlofsen. Futst Alexanbet von Bulgarien prote- stitt in einer Note an bie P f o r t e gegen bie UnterfteQung, als ob er ben europdifchen Sertragen zuwiberhanbeln wolle. Er betont seine Tteue gegen-fiber bem suzetanen Hose, verweist auf bie fried-lichen Acte unb Dispositionen bes Cabinets von Sofia unb bittet bie fuzerane Regietung, ihn nicht ffir bie unofficieUe Sprache bulgarifcher Chauvinisten verantwortlich zu machen. Zwifchen tfirkifchen unb Montenegrin nifchen Ttuppen fonben biefer Tage bei Kolafchin heftige Gefechte ftatt. Der Petersburger „Regierungsanzeiger" ver» offentlicht ben kaiferlichen Ukas, butch welchen bie ©chlictzung bes Freihaf ens von Batum vom 17. Juli ab angeorbnct roitb DiefranzofischenGeneralrathsroahlen routben auf ben 1. August anberaumt. WochenChronik. Ihte Majestaten Kaiser Franz Josef unb Kaiserin El isabe th mit bet Erzhetzogin Valerie sinb am 4. d. M. zum langeren Aufenthalte in ! Jschl eingetroffen. — Am 7. August ivird Ihte Majestat die Kaiserin Elisabeth zum Curgebtauche wiedet in Gastein eintreffen. Kaiser Franz Josef wirb bort ben beutfchen Kaiser begrtitzen; Ktonprinz Rub-olf unb Kronprinzeffin Stefanie rourben am 16. b. M. in Jschl crroartet. Erzherzog Karl Subroig ubetnahm bas Protektorat ber in Wien im Jahre 1888 anliitzlich bes 40jahrigen Regierungsjubilaums bes Kaisers obzuhaltenben Gewerbeaus stellung. Der Unterrichtsminister Herr Dr. v- Gautsch infpicirte socben mehrcre Unterrichtsanstalten in Bohmen. In ben prachtvollen Schlosscrn bes verstorbenen Konigs Lubwig II. con Baiern rourben gelegent-lich ber Jnventmsausnahme viele autzerst roerthvolle Preliosen ausgesunben. — Kbnig Otto veriveigert bem Vernehmen nach bie Zusichnahme von Speisen unb Gctranken; ber Vcrsall bet Kraste ist sichtbar eingctrcten. Det K o n i g von Portugal unterntmrnt AnfangS August eine Reise noch Belgien unb Oesterteich. Am 5., 6. unb 7. September b. I. finbet in Wien bie crste Vollvcrsammlung bes beutsch-ofterreichifchen LehrcrbunbeS in Verbin-bung mit einer Ausstellung von Lehrmitteln unb Beilage zu Nr. 31V deS „Laibacher WochenblatteS". Anschauungsbehelfen, Lernmitteln, Schuleinrichtungs-stucken u. f. vo. Pott. Markgraf Alfred Pall avicini, Sohn des ungarischen Grohgrundbesihers Hippolyt Palla-vicini, hat am 23. v. M. in Gesellschaft des Secre-tars bet hollandischen Gesandtschaft in Wien, Herrn Crommelin, und zweier Bergfiihrer die Bestcigung des Grohglockners unternommcn. Diese vier Personen sind in Folge Felsabsturzes verungliickt und nach langem Sucheit todt aufgefunden ivorden. cvfi Wien wird ein Radetzky-Denkmal errichtet werden; der Feldmarschall Erzherzog Albrecht hat in dent betreffenden Somite die Prasesstelle ubernommen. In der am 12. d. M. in Graz stattgefundenen Generalversammlung des Kunstindustriever- e i n e s auherte sich der President G r a f H e i n r i ch Attems sehr abfallig iiber den Antisemitism us, den er als Hohn auf den Culturstand-punkt unseres Jahrhunderts verdamme. „Wir ftehen", faote der Redner, „ riickhaltlos im diametralen Widerspruche zu biefen zersetzenden, das Volks- und Staatsleben verpestenden Doctrinen." Gleichzeitig verwirft Graf Attems jedoch die nationale Idee, deren Betonung er in Parallels setzt mit dem An-tisemitismus, indent er sagt: „Das Schuren von nationalem Widerstreit und Racenhah sind gemein-schadliche Culturzerstorer, Krebsschaden im gesunden Marke des Volkes, abtraglich dem Volkswohle und unpatnotis , h M. in Graz ftattgefunbene V olk sfeft zu Gunften des Deutschen Schulvercines fiel glanzend aus; die Theilnahme war eine auher- ordentlich zahlreiche. Der Grazer Gemeinderath veschloh, dem dortigen Manne r gesan g-V er e i n anlah-licb seines 40jahrigen Jubilaums eine Ehrengabe der Stflbt Graz im Betrage von 1000 fl. zu verleihen. «x ber Begrundung des Anlrages heiht es, bah der Verein das Banner des deutschen Liedes stets bocbaebalten und zu hohen Ehren gebracht. Der Manner-Gesangverein in M a r b u r g feiette o unfo 4. d. M. sein 40. Grundungsfest, ^,em SangeSbruder aus Graz, Cilli, Mureck, p.ibnit, und Furstenfeld anwohnten. Statthalter Baron Kiibeck sandte aus Graz freundlichen Gruh und Bezirkshauptmann v. Baumen nahm an dem welches durchaus beutsch-osterteichischen Cbarakter'trug, personlich Antheil. Die Pragcr „Boheima" berichtet, in Folge emer Regimentscommando in Pilsen eingeleitcten Untersuchung ist constatirt warden, dah in Pilsen • le S old aten durch Schenkung von Cigarren bewoaen wurden, die czechische Petition urn Nicht-rtiiflnfsuna dec czcchischen Oberrealelassen zu unter-reiben. Weiter ist constatirt warden, das; selbst ,ebN' bis zwolfjahrige Schullnaben und Dienst. mLdchen untcr allerhand Norspiegelungcn zum Uiv terschreiben der Petition beivogen wurden. In Lutschenitz (BLHmen) erschos; sich der ...cbische Neichsrathsabgcorvnete J o s e s K l i m a. — in Paris starb der Cardinal-Erzbischof Guibert im Alter von 83 Jahrei,; cr stand wegcn seiner nemafeiaten Haltung in hohem Anschen. Die Eroffnung der T elcphon -Berbiu-, iroischen Wien und Brum, wurde auf den 1 August festgesctzt. 6u Prohuitz i» Mahreil wurde der deutsche f^.inbioat fur die letzte Lanbtagswahl, Burgermcister ajiczcf, alg derselbe ben Bau des Kranken^ hauseS besichtigen lvoUtc, von Czechen mit Stcincn ""^Nachst dem Molo bcl Sale in T r iest treibt ein Haisisch von ungewohnlicher Griihc sein Unwesen. In den verschiedenen Provinzcn J t a l i e n s find corn 11. auf den 12. d. M. 103 Cholera-Erkrankungs- und 39 TodeS-, in ben letzten Tagen in F i ume 15 Erkrankungs- und 7 Todes-, unb in T r iest 12 Erkrankungs- unb 4 Todesfalle vorgekommen. Bei Wurzburg fand auf ber ©tuttgarter Linie ein Zusammenstoh von Eisenbahnzugen statt; 5 Personenwagen wurben zertrummert, 9 Personen getobtet unb mehr als 30 Personen mehr ober ininber schwer beschabigt. Am 7. d. M. brach im Unwersitatsgebaude in Brussel eine Feuersbrunst aus, welche den ganjen rechten Flugel und den akademischen Saal zerstorte. Proviiy- und Local-Nachrichten. — (Kaiserliche Spende.) Se. Majestat der Kaiser hat den Feuerwehren in Franzdors und St. Veit bei Sittich je einen Betrag von 70 fl. gefpendet. — (L a n d e s g e s etz.) Dem vom Krainer Landtage beschlossenen Gesetzentwurfe, betreffenb die Verbauung unb Correction bes Trebitscha-Baches, wurbe bie kaiserliche Sanction zu Theil. — (Personalnachrichten.) Se. Majestat ber Kaiser hat bie Wahl bes Herrn Lanbes-hauptmannes G u st a v ©rasen T h u r n - Val -s a s s ina zum Prasibenten ber krainischen Lanb-wirthschasts - Gesellschaft bestatigt. — Der Herr Oberlanbesgerichtsprasibent Dr. Ritter v. W a s e r in Graz hat einen sechswochentlichen Urlaub ange-treten unb sich nach Klagensurt begeben. — Zum Provincial ber Franziskaner - Provinz Krain unb Sroatien wurbe ber bisherige Capitelvicar P. Eusta-chius Ozimek, zum Custos ber Provinz P. Albert Pintar unb zu Desinitoren bie PP. Thabbaus Gregorič, Rubols Dolinšek, Victor JeranSiS unb Placibus Fabiani gewahlt. — Herr Dr. Maximilian Wurzbach Ebler v. Tannen-berg wurbe iiber sein Ansuchen in bie Liste ber Advocaten der krainischen Advocatenkammer mit dem Wohnsitze in Laibach eingetrngen. — Dem Bezirks-commissar Friedrich Freiherrn v. Rechba ch wurde aus Anlah seines freiwilligen Austrittes aus bent Staatsdienste ber Titcl und Charakter eines Negierungs-Secretars verliehen. — Herr Leopold B oeckl, Jngenieur der krainischen Jndustriegefell-schast in Sava bei Ahling, wurde zum Fachlehrer stir Maschinen- unb Freihanbzeichnen, fur Geometric unb Arithmetik an ber maschinengewerblichen Fach-schule in Klagensurt errntnnt. — Herr Ober-landesgerichtsrath Romo aus Graz ist gelegentlich seiner Gerichtsinspectionsreise in Nubolsswerth nicht unbebenklich evkrantt. — Der Notar Herr Johann Planta n hat bieser Tage sein Amt angetreten. — Herr Notar Hubert Hoffmann wurbe von Jllyrisch'Feistritz nach Nabmannsbors unb Herr Notar Johann Fischer von Neumarkt nach Nassensuh versctzt. — (Ho srath Gras Chorinsky) wurbe zum wirklichen Hofrathe bei ber Statthalterei in Graz ernannt. So erfreulich bieser Emcnnungsact ist, so sehr ist es im Jnteresse ber Abministration zu bettagcn, bah cine so tuchtige Beamtenkrast aus Strain schcibct. Graf Chorinsky gchorte bent Sande seit seiner Jugend an unb vollstreckte seine bisherige Dienstzeit ausschlichlich in Krain. Wo er als poli-tischcr Beamier wirkte, hat er in ber Bevolkerung das befte Andenken hinterlassen, sein durch reiche Ersahrungen und Kenntnisie unterstutztes aintliches Wirken, sein huntaner Sinn, sein liebenswiirbiges entgegenkommendes Benehmen haben ihm allent-halben Fremtde erworben. Wir wollen hoffen, dah Graf Chorinsky nicht fur intnter aus Krain fchcibet. — (T o d c s f a l l.) Am 30. v. M. verschied in Wien Herr Guido Naab von Rabenau, Professor am dortigen Conservatorium fur Musik, im 52. Lebensjahre. Der Verstorbene, ein Mitglied ber seit vielen Jahren hier ansahigen Familie gleichen Narnens, zahlte auch in Laibach zahlreiche Freunbe unb Bekannte; er hatte ein hochst liebenswiirbiges und einnehmendes Wesen und war in seinem Fache als Muftker iiberhaupt und Lehrer des Clavierspieles eine ausgezcichnete Kraft. Prof. v. Raab tarn von Zeit zu Zeit zum Befuche femer hiesigen Verwandten nach Laibach; vor Jahren erfreute er das htefige rnufifltebenbe Publikum auch durch die Veranstaltung einiget Concerte. — (W i e wird die Bezahlung aus-fallen?) Unter diesem von vorhinein das rein Geschaftliche ber ižlngelegenheit ntarkirenben Xitel erorterte baS leitenbe slovenische Blatt cor einiger Zeit die Frage, was wohl die nationalen Abgeord-neten fur ihre Abstimmmtg iiber den Antrag Sueh in der Debatte betreffs des Petroleumzolles an Conces-sionen einheimsen werden. Wie fast alle Fractionen der Rechten vindiciren sich angesichts der bekannten winzigen Majoritat von 6, refp. 2 Stimmen, mit benen ber erwahnte Antrag zum Falle kam, auch bie Slovenen bas Berbienst, ben ®rasen Taaffe unb sein Cabinet vor dem Untergange gerettet zu haben. Die „slovenische Delegation" zahlte bei der entschei-denden Abstimmung elf Mann, hatte also auch nur der grohere Theil davon fur ben Antrag Such ge- stimmt, ware die Regierung verloren gewesen. Unter solchen Umstanden ist es gewih nur recht und billig, bah Graf Taaffe seinen slovenischen Freunben fiir einen fo mahgebenben Dienst die entfprechende Be-lohnung durch ein reiches Mah von Zugestandnisien zukommen laht. Aber noch mehr: von den nationalen Abgeordneten, als klugen Geschaftsleuten, muhte emartet werden, dah fie ben Nutzen bes GefchafteS fchon vor ber Abstimmung in Sicherheit gebracht haben. Die Gelegenheit war so gunstig rote taunt jemals eine unb bie .slovenische Delegation" hatte die schwerste Verantwortung auf sich genontnten, falls fie dicfelbe nicht ausgeniitzt unb sich den bet Wichtigkeit ber Abstimmung angetneffenen Gewinn nicht im Voraus gesichert hiitte. Nun, bie Zukunft wirb ja zeigen, was an biefen Crroartungen bes slovenischen Blattes richtig ist unb ob unb welches Geschast die slovenischen Abgeordneten bei dem frag-lichen Anlasse gentacht haben; unwahrscheinlich ware die Sache gerade nicht, unb da nicht anzunehmen ist, dah bie Czechen unb Clerikalen, geschweige bie Polen bet bieser ontinosen Abstimmung irgenbwie uneigennutzig gewesen roaren, so kann man fuglich gefpannt sein auf bie Geschcistsabschlusse, bie ant „laogo di traffico“ bamals zu Stanbe kamen. Vor-lausig ist bie Ungenirtheit anzuerkennen, mit ber folche Singe als etwas ganz Naturliches in ben offentlichen Slattern ber Rechten befprochen werben. Wie sich both die Zeiten anbern! Welches Geschrei unb welche Proteste wurben noch vor einigen Jahren von nationaler ober gat von ossicioser Seite erhoben, als man auf beutsch-liberator barauf hinwies, welche Nolle Concessionen allet Art an bie Sonber-geluste der Parteien im herrschenden Systeme spielen, wie wurde da iiber boswillige Uebertretbung unb Entstellung geklagt. Heute nimmt kein Mensch mehr baran einen Anstoh, bie interessirten Parteien er-ortern ihre patlainentarischen Gefchastschancen selbst ohne alle Niicksicht unb es gilt fast als selbstvet-fttinblich, bah bei ciiter wichtigen Abstimmung gefragt wirb: Wie wird die Bezahlung ausfallen? — (11 m k e h r.) Die „Laib. Zeitung" hat endlich fiir die fortgesetzten Excesse gegen das Grun-denkmal das richtige Wort gefunben. .,Erbarmlich unb oerachtlich" nennt sie bie Helbenthat bet neue-ftcn Beschmutzung ber Gebenktafel. Wit mtifien die Amtszeitung ob bieses correcten Benehmens beloben, inbein wir hoffen, bah es ihr mit ihtet Entrustung Ernst sei unb bah ihr Verbammungsuttheil alien Hetzern gegen die AnaftasiuS Gtun-Feiet — Stan-bcSpctfoncn miteingeschlossen — gelte. Es ware auch ungcrecht, wenn bas Amtsblatt die Schale seines Zornes auf die letzten Attentater, vielleicht ein paar weinberauschte Gesellen, oder „ Narod "-be-geisterte Studiosen, ausgichen, die wahren Urheber der Scandals aber, die offentlich gegen die Grun-feier hetzten, von der Schuld absolviren wurde. Die „Laib. Zeitung", polemisch, roie fie ist, konnte aber auch diesen Anlah nicht voriibergehen lassen, ohne der bosen Zeitungen zu gedenken, welche angeblich dergleichen Brutalitatsacte „Einzelner" der Bevol-kerung in die Schuhe schieben wollen. Wir erlauben uns die Frage, ob diese „Einzelnen" nicht auch Mitglieder der „Bevolkerung" find, oder ob das Amtsblati etwa meint, dah fremde Herren Buben zugereist feien, um das Grundenkmal zu beschmutzen Wir bebnuern, es aussprechen zu muffen, dah das letzte Bubenstuck, wenn auch ein Nohheitsact Ein-zelner, so doch ein keineswegs vereinzelter Beleg fur die beklagenswerthe Haltung eines Theiles der Be-volkerung ist, welcher Theil ja in den ersten Tagen nach Aufstellung des Gedenksteines nur rnit Waffen-gewalt von brutalen Angriffen gegen dasselbe abge-halten werden muhte. Dah man es hier mit durch politische Hetzer und eine fanatische Presse irrege-leiteten Leuten zu thun hat, ist freilich richtig, albern aber, fur die Constatirung solcher Vorgange den offentlichen Blattern einen Vorwurf zu machen. Die „Laib. Zeitung" moge den Ursachen solcher ttauri-ger Vorfalle nachgehen, fie moge doch einmal ihr Wort gegen die Hetzer erheben — freilich durfte fie da bald auf Bekannte stohen. — (Der Rechenschaftsbericht des Ab-geordneten Schukle), den derselbe unlangst vor einer sparlich besuchten Versammlung in Rudolfs-werth gehalten, gehort — wir glauben dainit felbst auf flovenischer Seite feinem Widerfpruche zu be-gegnen — zu dem Schwachsten und Uninteressantesten, was seit Langem bei einer ahnlichen Gelegenheit ge-sprochen wurde. Der Bericht mit seine« allgemeinen Phrasen, angesangen von der angeblichen Schwierig-keit der Stellung des slovenischen Abgeordneten uber-haupt und des Herrn Schukle als noch „ju»gen Abgeordneten und Parlamentariers" insbesondere, die es richtig verhindert hat, dah diese Abgeordneten sich besondere Verdienste erwerben konnten, ivie klein-muthig eingestanden wird, bis zur Erwahnung des Antrages Sueh, gegen den trotz seiner sachlichen Richtigkeit aus politischen Motiven gestimmt werden muhte, dieser ganze Bericht gibt nicht einmal zu lohnenden polemischen Bemerkungen Anlah und ivir verschonen unsere Leser gerne mit alien iveitercn Details hieriiber. Nur bezuglich dessen, was Herr Schukle uber die Unterkrainer Bahn sagte, mussen wir noch ein paar Worte beifiigen, da es sich hier um eine Sache von einem allgemeinen Landesinteresse handelt. Leider Ilingen Herrn Schutte’S Nachrichten in diesein Punkte recht trostlos. Der Staat wird die Bahn aus sinanziellen Griinden nicht selbst bauen, cine raeitere Schuld am Nichtzustandekommen treffe die jetzt allmachtigen Magyaren, die gegen jede Bahn feien, die nicht hauptsachlich uber ihr Territorium gehe, und dann ben ehemaligen Rrichskanzler Grafen Beuft, weil er den Dualismus geschaffen und so die Prapotenz bet mtberen Reichshalste verschuldet Habe. Man muhte lachen, handelte es sich nicht um eine so ernste Sache, wenn man dergleichen poli-tisches Kauderwalsch unter den Aeuherungen eines Abgeordneten liest. Eine Hoffnung bleibe also nur batin, dah vielleicht die militarischen Kreise die Bahn aus strategischen Rucksichten verlangen; da dieh aber auch ungewih sei, musse man an eine Finanzoperation denken und da vertheilt Herr Schukle die Stanrin-actien der kunftigen Bahn rasch nach feinem Belieben (der Staat mtth 2 Millionen nehmen, das Land y2 Million, die krainische Sparcasse y2 Million, Fllrst Auersperg und andere Jntcressenten xj-t Million). Das sonst erforderliche Geld wetbe durch AuSgabe pon Prioritatsactien gedeckt werden — wet die nimmt, bleibt unerortert. „So ware es moglich, die I Eisenbahn in kurzer Zeit zu vollenden", schlieht dann I Herr Schukle seine betreffenden Mittheilungen. Soll man mehr die Naivetat ober die mangelnde Sach-kenntnih anstaunen, mit der hier in einer fur das Land so uberaus bebeutungsvollen Angelegenheit ge-sprochen wird. Wenn man sich noch erinnert, roie Herr Schukle vor seiner Wahl gerade in Sachen der Unterkrainer Bahn den Mund voll nahm, roie er da mit Versprechungen herumwarf, roie er diese Bahn seinen Wahlern fast schon am Prasentirteller hinbot, und nun sieht, mit was fur fchaalen Wen-dungen er jiingst um dieselbe herumgegangen, dann kann man roohl sagen, bah felten noch ein gtoheres Fiasco erlebt ivorden ist, als es sich hier Herr Schukle zugezogen hat. Ueber dieses Fiasco konnten sich freilich am Ende auch Alle, sogar Herr Schukle selbst noch troften, roenn es nur mit dem Bahn-projecte, das er so selbstberouht unb ostentativ unter seine Patronanz genommen, seither etwas beffer stunde. — (Proscription.) »Slovenski Narod" ver-klagt den Restaurateur am Siidbahnhose, bah dessen Personal nicht slovenisch kann! Man sieht, roie roeit die Frechheit dieser slovenischen Scribler gediehen ist, die einem Prioatmanne die Sprache vorschreiben roollen, in der sich dessen Kellner ausdrucken mussen. In seiner Einsalt zeigt „Slovenski Narod" nicht libel Lust, diesen Uebelstand der Generaldirection der osterreichischen Eisenbahnen anzuzeigen und mit der einem Freindroiirterbuche recipirten Phrase „avis au lecteur" wird der Restaurateur dem slovenischen Jngrimme des Publikums preisgegeben. Er kann sich hieruber tvoften, fein Untcinehinen hangt nicht von der Grohmuth des slovenischen Publikums ab. — (Ueber die conftituirende Versa m m l u n g des E \) x i I V- und M eth u d - Ver- eines >slovenischcn Schulvereinesj) bringt die „Laibacher Zeitung" einen langen, schwungvollen Bericht. Dah eine ahnliche Auszeichnung dem Deutschen Schulvereine nieinals widersuhr, ist stir den Letzteren geroih nicht krankend, roohl aber bezeichnend fiir die Dbjectimtat im grauen Hause. Der Cyrill- unb Methub-Berein hat sich sofort polemisch eingesuhrt, indent betont rourbc, dah berselbe hauptsachlich dem Deutschen Schulvereine entgegenroirken soll. Nachbem Letzterer lebiglich der nationalen Abroehr bient, niim-lich der Verdrangung der deutschen ©chute von seit Jahrhunderten von ihr befeffenen ©ebieten entgegen--ivirkt, mithin keine germanisatorischen Zroecke vetfolgt, so ist e8 nicht gut begreiftich, roag bic Apostel des Slovenisnius nothigt, biefem Wirken durch einen slovenischen Schulverein cntgegenzutreten. Der wahre Zweck des Letzteren ist lediglich jener der Hetzc, fiir roelchen auch die Namen der Icilcnden Personlichkeiten desselben Zeugnih geben, dieh umso mehr, als in Strain ja beinnhe alle Volksschulen am Lande schon jetzt ausschtiehlich slovenisch find, ebenfo roie die Landesschulbchorbe an Haupt unb Gliedern, so bah das Bcdiirfnih eines separaten slovenischen Schul-vereineS nicht im Minbeflen ctkennbar ist. Jnso-roeit aber berselbe in Steiennark unb Karnten fiir bie Ausbreitung slvvenischer Schulen thatig zu fein sich anmahen roollte, wird biefem kteinen Kreuzer-verein der gesunbe Sinn bet dortigen Bevolkernng roohl bald den Weg weisen. — („S l ov. Narod") bedauert das jiingst e Attentat gegen daS Anast. Grundenkmal nur datum, weil es ben bcutschen Blattern zu Recriminationcn gegen bie Slovene« Anlah gibt. Wir begteifen, bah dieses Blatt an derlei Bubenstiicken sonst nichts auS-zusetzen findet, liebt eS ja selbst, consequent und auch bei biefem Anlasse belt Dichternamen Anasta-sius Grtin in „Anastazi Zclenc“ zu vetballhotnen. Soll bich ein Witz fein, so ist er ein bibber Witz, mit glauben jeboch, dah eS nur datauf abgesehen ist, dem deutschen Dichter wenn moglich einen slo- I venischen Spitznarnen anzuhangen, — cine Buben* I haftigkeit, die mit ben Angriffen auf das Grittv Denkmal so ziemtich auf gleicher Stufe steht. — (Ein Dtohbrief.) Dem Bezirkshaupt-manne Herrn Dr. Karl Ruh in Stein kam aus Anlah der verfugten Spertung eines in bet Gemeinde Munkendorf getegenen, fehr baufattigen und gefahr-lichen Sieges tin anonymer Drohbrief zu, der beilaufig mit folgenben Worten abschlieht: „Sie, Unset ©teg geht Sie nichts an, weil Sie nichts dazu geben. Deshalb bitten roir Sie hoslich, wenn Sie uns in ein paar Tagen den ©teg nicht roieder so herftelten, roie er friihet roar, so fehet zu, dah alle ihr ©teirer euch so schnell als moglich von ©tein fortpackt, roenn ihr nicht eute Eingeweide in Sacken, das Slut in Schciffern unb die Gebeine in Ruckenkotben nach Steietmark tragen wollt. Wir warnen Sie! Im Namen alter Munkendotfet." Da-tirt ist die angenehme Zuschrisi aus Munkendorf vom 29. v. Mts. Dieser Brief scheint, roie ziemtich begreiftich, ben nationalen unb officieUen Kreisen hochst unbequem gekommcn zu fein; in der That diirfte der Schluhabsatz wohl als bas Statiste anzu-sehen fein, was im Ausbrucke des roheften Fana-tismus bisher geleiftet wurde. „Sl. Nar." und „Laib. Ztg." machen um bie Wette ben verzwei-felten Versuch, der ©ache jeden nationalen. Bei-geschmack zu nehmen, das Glcichc unternimmt eine vom hieftgen Landesprasidium an die „Tagespost" gefenbete Berichtigung unb auch Herr Dr. Ruh selbst mochte es in einem on die „Laib. Ztg." gerichteten Briese als ungercchtsertigt anfehen, dem Schriststucke imtionote Antipathien zu unterfchieben, da er zu solchen keine Vetanlassung gegeben habe unb ihm nut ein Leitstern vor Augen stand: „ei» treuer Diener seines Herrn zu fein". Es faUt uns nicht bei, aus biefem Anlasse gegen „Sl. Nar." oder die „Laib. Ztg." ober gar gegen Herrn Dr. Ruh eine Polemik erbsfnen zu roollen. Die Ausfiihrungen des Briefes fprechen zu dcuttich fiir sich selbst, ob hier das nationalc Moment in Ftage komnte oder nicht, ob es sich um cine Dtohung, nicht bloh gegen ben Herrn Bczitkshauptmann, sonbern gegen Deutsche uberhnupt handle ober nicht. Das Publikum roirb allein zu urthcitcu wissen. Unb glaubt man ivirklich bieses llrtheil andetn zu kbimen, roenn man roie „SI. Nat." von einer „@ittc" spricht, ober roie bie „Laib. Ztg.", bezichungsiveise bie Berichtigung bes Ptasibiuins sich dnhintcr verschanzt, bah „nicht alien" in Ktain ansassigen Deutschen mit Tod unb Berber-ben gebroht jei ober roie Heir Dr. Ruh evllart, bah er zu nationalen Antipathic keine Berantaffung gegeben habe; mit bevartigm Wenbungcn ist hier roahrlich nicht viel anzufangen. Auch auf baS, mas uns auS Stein iiber die dortigen Beihaltniffe sonst noch unb schon mehtfach gemclbet roirb, roollen roit vorlausig nicht rocitcr zuruckkommen, obrooht Manches barunter im Zufanuitenhangc mit bet oorcrroahnten Kunbgebung gegen ben Bczitkshauptmann bezeichnenb genug ist. WaS roohl in einem umgekehrten Falle bie slovenische Presse fur ein Gezeter erheben roiirbe? Statt aber sich im uorliegenden Falle mindestenS fein tuhig zu ucrhatten, hattc ,,Sl. Nat." die Un-uevfrorenheit, den Vetsuch zu machen, H^rn Alois Prafchniker als den Urheber jenes BubenstiickeS hiiv zustellen, bloh rocil er in Dliinfeiiborf domicilirt uni) angeblich Biitgermeistet bie set Gemeinbe — der einzige Deutschgcsinnle in det ganjen Bczirkshaupt-mannschast, roie das slovenische Blatt memt ge-wesen sei. Diesem des nationalen Hetzblattes wahr-hast wtirdigen Borgehen gegeniibev constatirte Herr Dr. Joses Suppan als Herrn Praschnikcr'S Bertrcter in bet ,,N. F. Pr.", bah Letzterer schon seit Monaten vom Hause a&mcfen'o sei und dah er nie-maid Burgetmeister voir Munkcnborf war, zugleich leitete er gegen „Sl. Nar." bie geeigneten ©chtitte ein. Wie wit aus guter GucHe venrehinen, hat mittletweile Herr Dr. Suppan ebensalls cin die Sache betreffendes, in den gewohnten schmeichelhasten Ausdriicken abgefahtes anonymes Schreiben erhalten. Die Geschichte scheint also immer hiibscher zu werden. — (Rationale: Aberwitz.) Bis zu welchem Grade man es im nationalen Fanatismus bringcn kann, davon gab unlangst wieder der Slovan", das Organ der Herren Hribar u>,d Tavoar, tin lehrreiches Exempel. Der Advocat Dr. Blanc in Rudolfswerth, an desicn gut slovenischer Gesmnung gewih nicht zu zweifeln ift, hatte es gewagt, in einer gerichtlichen Angelegenheit deutsch zu verhandeln und sich zur Entschuldigung fur dieses Capitalverbrechen als „ alien Oesterreicher" zu be-kennen; dafur ivurde er von dem erwahnten Organe unserer slovenischen Exaltados in der rohesten Weise xerhohnt und „auf die offentliche Schandbuhne" versetzt. Man hatte es doch kaum fur moglich halten sollen, dah die Durchfuhrung einer deutschen Ver-handlung und das Bekenntnih, ein alter Oesterreicher zu sein, hinreichen konnten, die Wuth gewisier slovenischer Kreise sogar gegen einen erprobten Gesin-nungsgmossen zu entfesieln. Der Vorfall mag an s,ch ohne weitere Folge und Vedeutung sein, allein er liefert immerhin den traurigen Beleg, dah die Kopfe einiger slovenischer Fuhrer durch die nationale Idee bereits bis zum wildesten Hasse oder gar — Verriicktheit erhitzt find. — (Z u ben L aibacher Ex c e s sen.) ©ie aus officiellen Qucllen verlautet, wurden 22 Personen zu je 14, 6 Personen zu je 8, 6 Per-■soncn zu je 1 Tag Arrest, cine Person zu 20 fl. Geldstrafe verurtheilt. Vier verhaftete Jndividuen wurden freigesprochen, cine zur Anzeige gebrachte Person war nicht eruirbar. Unter den angesuhrten 35 bestraften Personen befanden sich 3 Gymnasial-schuler. Autzerdem wurden im Disciplinarwege be--straft: 7 Gymnasialschliler mit Career, 51 Gym-Tiasialschuler mit Niigen und schlechter Sittennote, Derbunben mit Lerlust der Schulgeldbefreiung und der Stipendien, 8 Gymnasialschliler mit Verweis. Gegen einzelne Personen wurden strasgerichtliche Untersuchungen eingeleitet, welche noch nicht abge-schlossen find. Merkwurdiger Weise hat die „2aib. acitung", welche diese Mittheilungen ebensalls brachte, dieh erst dann gethan, als schon nahezu sammtliche Wiener Blatter diese Nachricht enthielten, wahrend sir doch wohl zuerst in der Lage gewesen ware, die Resultate der hier im administrativen Wege er-folgten Abstrafungen zu veroffentlichen. Freilich latzt sich aus denselbcn fur den Standpunkt, den das Amtsblatt diesen Excessen gegeniiber einnahm, lein Capital schlagen, am allerwenigsten einer Serie von 101 Abstrafungen gegeniiber die Be-hauptung aufrechterhalten, dah bei diesen Excessen nicht die Bevolkerung, sondern nur „ Einzelne" be-therligt waren. Dah sich unter den Gestrasten 69 Gymnasialschliler befanden, ift ein befonders trauriger ©erocis der Derrohung der Schuljugend dcr slovenischen Mittelschulen und roirft auf die Zustande ■6e§ Ui'terrichtswefens in Krain tin grelles Schlag-licht. Lehrer, die fur die slovenischen Hehblatter schreiben, und Schuljungen, deren hauptsachlichste Lecture diese Letzteren find, Disciplinlosigkeit und roher FanatiSmus, das find die Erscheinungen an der Bildslachc der verslovenisirten Mittelschule, und wie da die nachste Generation beschaffen, welchen Fortfchritt die Bildung im Sande machen wird, das mogen sich diejenigen selbst auSrechnen, die diese ttost-losen Zustande am Gewissen haben. Es kann ubrigenL nicht unbemerkt bleiben, dah die administrativen Abstrafungen — die gerichtlichen Untersuchungen dauern dem Vernehmen nach noch fort — nicht durch den hiezu competenten Stadtmagistrat, sondern durch die k. f. BezirkShauptmannschaft ersolgten. Die Regierung, welche diese Delegation verfiigte, mag wohl ihre HUten Grunde gehabt haben, diese Agende nicht der stadrischen Polizeibehocde zu belafsen. Damit ift die Position des Stadtmagistrates in dieser Angelegenheit neuerdings gebuhrend gefennzetchnet. Wir wollen marten, ob sich bet Gemeinderath auch fur diese Auszeichnung „vtrbindlichst" bedanken wird. — (Jahresberichte der Mittelschulen.) Der Jahresbericht des Obergymnasiums ent-ha'tt zwei einleitende Aufsatze: „Der Laibacher Moor" (in slovenischer Sprache) vom supplirenden Gymna-siallthrer J. Šubič und „Bernerkungen zu einigen Stellen der Platonischen Apologie des Sokrates" vom Director Josef Šuman. Aus den iibrigen Daten des Berichtes ftihren wir folgende an: Der Lehr-korper bestand aus 31 Mitgliedcrn fur obligate und aus 5 Mitgliedern fur nicht obligate gather. Die Gefammtzahl der Schuler betrug bei Beginn des Schuljahres 806 und verblieben bis Ende des Schul-jahres 750 Schuler. Die Fortgangsclasse mit Vor-zug erhielten 75 Schuler. Das ganze Schulgeld zahlten 351, das Halbe Schulgeld 39, ganz besreit waren 360 Schuler, Stipendien empsingen 128 Schiiler im Gesammtbetrage von 11.484 fl. 61 Ir. Der Gymnasia! - Unterstutzungsfond besitzt ein Stamm-vermogen von 7825 fl. in Obligations. Hinsichtlich ihres Geburtsortes gehoren die erwahnten 750 Schuler nachgenannten Landern an, und zwar 655 nach Krain (darunter 155 der Stadt Laibach), 8 nach Karnten, 21 nach Kustenland, 34 nach Steiermark, anderen Provinzen DefterreichS 13, den ungarischen Landern 11, nach Bosnitn 3 und dem Auslande 3. Das ncue Schuljahr 1886/7 beginnt am 18. September 1886. Die Muttersprache war bei 607 Schulern die slovenische, bei 131 die deutsche, bei 6 die croa-tische, bei 4 die italienische, bei 2 die czechische. — Der Jahresbericht derOberrealschule wird durch cine langere Abhandlung (39 S.) Professor Dr. I. Binder's eingeleitet: „ ©treifziige auf dem Ge-biete der 9ZibeIimgenforfchung". In einem kurzen Borworte betont der Verfasser die Wichtigkeit des Unterrichtes im Mittelhochdeutschen, die Abhandlung selbst zersallt dann in drei Abschnitte: 1. Der gegen-wiirtige Stand der Nibelungensorschung; 2. Zur Textkritik des XVIII., XIX. und XX. Liedes; 3. Jring. Zur Sagenbildung. Jndem wir uns vor-behalten, auf die hochft verdienstvolle Arbeit ein anderes Mat zuriickzukommen, entnehrnen wir dem Be-richte fur heute noch folgende Angaben: Der Lehr-korper der Anstalt bestand aus 14 Mitgliedern. Die Schulerzahl betrug am Anfang des Schuljahres 246, am Schlusse 224. Die Fortgangsclasse mit Borzug erhielten 12 Schiiler. Nach dem Geburtsorte waren 153 Schuler aus Krain, darunter 74 aus Laibach, 60 aus anderen osterreichischen, 8 aus ungarischen Provinzen, je 1 aus Jtalien, der Schweiz und England. Die Muttersprache war bei 116 Schulern die deutsche ©prache, bei 90 die slovenische, bei 13 die italienische, bei 4 die serbo-croatische und bei 1 die spanische. Vom Schulgelde waren 86 Schuler ganz, 5 Halb besreit. Stipendien genossen 15 Schuler im Gesammtbetrage von 1238 fl. 46 kr. Der Unter-stiitzungsverein hatte 454 fl. 9 kr. Einnahmen und 320 fl. 93 kr. Ausgaben. Das nftchste Schuljahr beginnt am 17. September 1886. — (Die hiefige zweiclassige deutsche Knabenvolksfchule des Deutschen Schul-v e r e i n e s) hat ihten etsten Jahresbericht liber das Schuljahr 1885/6 ausgegeben. Die Einleitung bildet ein kurzer Aussatz: „Lernschule und Erziehungsschule", in dem auf die Wichtigkeit des Zufammenwirkens von Schule und Haus zur Erzielung wahrhaft ge-deihlicher Unterrichts- und ErziehungSerfolge hin-gewiesen wird. Hicrauf folgt eine Darstellung des Lehrplanes, dann tine kurze Geschichte der Anstalt. Das ©chultomitč besteht aus den Herren: Prof. W. Linhart (Obrnann), Leo Suppantschitsch (Zahl-mtister) und Johann Benda (Schriftfllhrer). Dem LehrkLrper gehoren nachstehende Herren an: Johann Benda, Schulleiter und Lehrer der 2. Clasie; Philipp Uhl, Lehrer der 1. Classe; Josef Erker, Domkaplan, ReligionSlehrer; Johann Sima, k. k. Uebungsfchul-lehrer, fur den freien Unterricht in der slovenischen Sprache. Das Inventar weist 29 Nummern mit 210 Stticken auf. Zur Einschreibung fur die beiden im September 1885 eroffneten Clasien meldeten sich liber 100 Schuler, wovon abet der vierte Theil wegen ganzlicher Unkenntnih der UnterrichtSsprachr zuriickgewiesen werden muhte. Desinitiv aufgenommeit wurden 71 Schuler, wovon am Schlusse des Jahres 68 verblieben. Als fahig zum Auffteigen in die nachste Classe wurden hievon 60 erklart. Im nachsten Schul-jahre — die Einschreibungen sinden com 13. bii 15. September d. I. ftatt — wird die dritte und im Schuljahre 1887/8 die vierte Clasie eroffnet werden. Der Uebertritt aus der vierten Classe dieser Schule in die Mittelschule kann ohne Anstand erfolgen, wenn der Schuler bei bet Aufnahmsprufung ben Besitz bet etforberlichen Kenntnisse nachzuweisen ver-mag. — Um ben Gonnetn bet Schule sowie den Eltetn ein Stuck Schulleben vorzufuhren, wurbrn bieselben vom Lehrkorper eingeladen, am 14. Juli je einer Unterrichtsstunde in der 1. und 2. Classe beizuwohnen. Dieser Einladung war ein zahlreicheS ,P»blikum, worunter sich viele Damen und ein groher Theil der Mitgliedet der Sparcassedirection befanden, nachgekommen. Alle Anwefenden folgten mit besvn-derem Jnteresse dem stattgefundenen Unterrichte und sprachen am Schlusse desselben ihre ungetheilte B»-friedigung iiber die empfangenen, in jeder Richtung iiberaus gunftigen Eindrucke aus. — Eine heilige Messe in der deutschen Kirche und die darauf folgende Vettheilung der ©chulnachrichten bildeten am 15. Juli ben Schluh beS ersten Schuljahres. — (Der beutsche Spr a ch u n t e r r i cht unb bie krainischen Waisenkindet.) Den 13. b. M. wurde die Jahresschluhpriifung in bet Privatschule bes hiesigen vom Bincentiusvereine ge-grunbeten Knabenwai'enhauses „Marianum" in slovenischer unb beutscher Sprache im Beisein mehtetet Honoratioren abgehalten. Der ebensalls anwesenbe Hert Lanbesprasibent Baron Winkler sprach zum Schlusse ber Prtisung seine nolle Befriebigung liber bie guten Unterrichtserfolge biefer Privatschule aus unb betonte insbesondere, bah es ihm zur grohten Besriedigung gereiche, aus den correcten deutschen Antworten der Geprusten auch die ersteulichen Fort-fchritte berfelben in ber Kenntnih ber beutschen Sprache wahrgenommen zu haben. So sehr es auch Pflicht eines jeben bet Schiiler ift, sich in seiner Muttersprache auszubilden — fuhr ber Herr Landes-prasident in beutscher Sprache fort — miisse er ben Knaben bie Erlernung ber zweiten Landessptache dringendst an’s Hetz lcgen, denn nicht nut sei die« selbe ein wesentlicher Behelf fiir das Fortkommen des Einzelnen, sondern sie bilbc auch das Verstandigungs-mittel unter den verschiedenen Volkern DefterreichS. Schliehlich sprach Herr Bciron Winkler der tirlirerin an besagter Privatschule fiir die erzielten schonen Er-folge seine besonbere Anerkennung, sowie auch bet Leitung ber Anstalt mit bent Bemerken aus, bah er zwar ost Gelegenheit Habe, ben Priifungen in vielen Schulen beizuwohnen, bah er jedoch feltcn in solchet angenehmet Weise sich befriedigt gefiihlt Habe, als es eben bei diesem Anlasse ber Fall gewesen ist. Diese gewih nicht ohne Absicht vom Herrn Lanbes-prasibenten betonte Nothwcnbigkeit ber deutschen Sprachkenntnih fiir jeben Krainer, der in seinem Fortkommen nicht bloh an die Scholle seines Heimat-landes angewiesen bleiben soll, bildet ein Seitenstuck zu ahnlichen Erklarungen, welche ber Herr Untet-richtSminister ». Gautfch bei seinem jiingsten Besuche czechischer Volksschulen in Bohmen gemacht hat; wir wiinfchen, bah sie auch in Lehrerkreisen an offentlichen Schulen unb bet Corporations, benen bie Griindung und Erhaltung der Volksschulen ob- liegt, die verdiente Beherzigung und Wurdigung fiinbe. Als im Jahre 1884 im Landtags ubcr das Statut der Knabenwaisen-Anstalt „Marianum" ver-handelt wurde, nahm die nationals Majoritat An-stand, in dasselbe nach der eingebrachtcn Landtags-vorlage iiber die Unterrichtszivecke der Anstalt „die Erlernung beider Landessprachen in Wort und Schrift" aufzunehmen. Die nationalen Wortfiihrer meinien, man roiirdc damit die Anstalt zu einer Drillanstalt fur die Erlernung der dcutschen Sprache degradiren. Es wurde jene Bestimmung dahin abgeandert, dah „der Untcrncht namentlich in der Mutterspcache und auch so viel thunlich in der anderen Landes-sprache" stattzufinden Habe, ungeachtet aller von der liberalen Minoritat vorgebrachten triftigen Einwen-dungen gegen eine solche vieldeutige, ben dcutschen Sprachunterricht moglicher Weise ganz illusorisch machende Bestimmung. Damals hat sich der Herr Regierungsvertreter mit dieser Fassung des Zweckes des sprachlichen Unterrichtes am Marianum einver-standen erklart, indem er unter Anderem bemerkte, dah selbst bei der bekannten Begabung der Krainer zur Aneignung fremder Sprachen den krainischen Waisenknaben kaum moglich sein werde, binnen der acht Jahre, die sie in der Anstalt zubringen, sich das Deutsche anzueignen. Wir mussen daher bei dem Umstande, als wir in die wohlgemeinten Absichten des Herrn Baron Winkler bei seiner Ansprache an die Waisenknaben keinen Zweifel setzen, nur an= nehmen, dah denselben zu dieser dirccten Ausmunte-rung der betreffenden armsten Schuljugend, sich die Erlernung des Deutschen mit allem Eiser angelegen sein zu lassen, die in anderen krainischen Schnlen, denen auch die Pslege des deutschen Sprachunter-richtes oblage, gewonnene Ersahrung iiber die geringen Ersolge des. betreffenden Sprachunterrichtes veranlaht Habe. Jedensalls aber mussen wir mit Befriedigung constatiren, dah bei diesem Anlasse der Letter der Landesregierung, welche als oberste StistungSb-horde im Lande iiber die Einhaltung der Widmungen des von edlen Stistern den kiainischen Waisen gewid-meten Bermogens zu wachen hat, cine authcntische Erklarung iiber ben im Waisenhause zu erthei-lenden deutschen Unterricht, welchcn librigens schon Se. Majestat beim Besuche der Anstalt hervorzuheben geruht haben, gegeben hat. Die nationalen Wort-sijhrer, in dercn Tendenzen das Hints', psoitchen (jtinch Thunlichkeit" gelegen iff, werden iiber bieses seinerzeit auch von der Minoritat des Landtages be-surwortete Lehrziel des Unterrichtes an der Waisen-anstalt nicht sonderlich auserbaut sein; hat doch schon in der letzten LandtagSsession der Herr Biirger-meister Grasselli s inem Unrnuthe Ausdruck gegeben, dah die Leitung der besagten Anstalt die Absicht Habe, den slovenischen Waisenlindern die Erlernung des Deutschen schon in der Volksschule zu ermiiglichen. Aussallen muh es, dah in den Bericht der ossiciellcn „Laib. Zeilung" iiber die Priisung im „Marianum" die oben von uns gebrachle Bemerkung oes Herrn Baron Winkler iiber die Nothwendigkcit der Erlernung der deutschen Sprache nicht aufgenommcn wurde, ungeachtet ohne Zweifel gerade sic das mar-kantestc und wichtigste 2)ioment seiner Rede bildete. — (Die iisterreichische Monarchic i n Wort und B i l d.) Von diesem Pracht-werke ist soeben die 16., mit vielen hiibschen Bildern versehene Lieserung erschienen. — (V e r u r t h e i l u n g w e g e n E h r e n-b e l e i d i g u n g.) Der Schwurgerichtshof in Gilli verurtheilte ben Neichsraths- und Landtags - Ab-geordnetcn Michael N o S n j ak, einen bet Fiihrer der steirischen Slovene«, in Folge der von Dr. Eduard Glantschnigg angestrengten Ehrenbelei-digungsklage zu einer Geldstrafe von 150 fl., cveiv tuell zu 28 Tagen Arrestes und ben „Slov. ©o5-podat" jutn Verluste einrs Cautionsthcilbetrages in der Hiihe von 60 fl zu Gunsten ber Armen Marburgs. — (Der Laiba ch er Schwurgerichtshof) fallte in ber bisher abgelaufenen Session fol-gende Strafurthcile: es wurde verurtheilt der Schuhmacher Andreas Kokalj aus Kaier wegen Ver-brechens des Raubes zu 5, der Schuhmacher Johann Kokalj dieserwegen zu 4 und die Witwe Theresia Kokalj dieserwegen zu 8 ; der Bauernbursche Johann Jekovc aus Obervcllach wegen Todtschlages zu 5, Johann Knisiz aus Flodnigg wegen desselben Ver-brechenS und die Magd Mciria Orel wegen Kindes-mordes zu 4 Jahren schweren Kerkers; Johann Melek aus Schwarzdors wegen Todtschlages zu 5 Monaten — da die Geschwornen Nothwehr angenommen hatten — Urban Brolich und Lorenz Weit wegen schwerer korperlicher Beschadigung, Ersterer zu lOmonatltchem strengen Arreste und Letzterer zu Gjahrigcm, Simon Nekar aus Mlino, Franz Waiz aus Triest und Anton Slivar ivegeii Lerbrechens der Miinzverfalschung, Erster zu einjahrigcin, Zweiter zu sechSjahrigem, Dritter zu drcijahrigem, schliehlich Johann Dorn und Josef Popodi wegen Berbrechens der schweren korpcrlichen Beschadigung, Ersterer zu zehiv, Letzterer zu sechsmonatlichem schweren Kerker. — (Heiinatliche Industrie.) Herr A. Samassa, k. k. Hof-Glockengieher und Metall-waaren-Fabrikant in Laibach, hat derzeit im Defter-‘reichischen Museum in Wien eine ansehnliche Anzahl seiner Fabricate ausgestellt. — (A u s f l u g) Dcr hicsigc Buchdrucker-nerein seiert morgen bei giinstiger Witterung ben Gebenktag an Gutenberg burch einen Ausslug nach Beldes. — (21 u f die Bicyclefahrer) scheinen cs die Bauernbursche der Urngebung in ihrem Ucber-muthe dermalen besonders abgestljen zu haben. Aus ber jiingstcn Zeit wurben uns abermals zwci Falls geineldet, wo ganz ruhige Fahrer ohne jeven Anlah attafirt unb am Weiterfahren gehinbert wurden; der eine ereigncte sich in unmittelbarer Nahe ber Lattermannsallee, der andere auf ber Strahe nach Tichernutsch. Im ersterwahntni Falle gelang cs dem Betreffenden, burch eigenes hochst energisches Auf-treten loszukoininen, im zweiten hatte der angshal-tene Fahrer es nur der Intervention eincs zufiillig vorbeifahrenven hieftgen Kaufinannes zu danken, dah er ohite ernstere Gesahrdung davon kam, indcin Lstztsrsr zufiillig den Biirgenneister bed iDrtcs kannte unb diefen behufs Freimachung der Passage requirirte. — (Dcr Laibach ex Deutsche Turn-verein) erhalt aus Anlah ber Ereignisse bei ber Enthiillung bed Anastasius Griin-Denkmales noch fortbauernb aus verschiebenen Theilen Oesterreichs Sympathie-Kunbgebungen. — (K r a i n i s ch e E s c o m p t e - G e sell-schast.) An scimmtliche Glanbiger bieser Anstalt wirb eine weitere Zahlung in dcr Hohe von 12 \‘2 Percent voin 16. d. M. ab geleistet. — (T u r n s e ft.) Das sudostcrrcichische Gau-turnfeft sindet befinitiv am 18. d. M. in Graz statt. — (Schrbkl's Reisebureau in Wien) veranstoltet am 17. d. M. aus Anlah dcr einge-tretenen Schulserien zu ermtihigten Prciscn Bet' gniigungs-Ziige von iiaibach nach Wien-Budapest und iiber Adslsberg nach Triest. — (Aus den Badern.) Bis 10. d. M. sind in Bad Neuhaus bei Gilli 550, in Scluerbrunn-Nohitsch 790 und in Gleichcnberg 2600 Eurgaste eingchossen. _______________________ 3ch fililt >«ich verpflichlet, Hrrrn !D o p v »»chft ®ott mrinen grofilenDank fur bicUrbrrfeiibitnn btv ‘linlvet, Votoie fuv die Xut frlbft niUjufvrriteii 1 Jch b«st«de mich mm nauj wohl und kan» fast Allei vfrtvaflm, balte mich jeboch so uitl air moglich uach ’tiorfchrifl, »M rinun !tiutffall niilnU allm 7j»hrig'» Leiden« ju beqegnen. Vfortjmnte Herrn P. meinen fttrilittrn Dan! mit dun aliunfrtu, derselbr mo,;e noch recht loiiftt juin QUotilt der leidenden Menschheil rrhallrn VltiVtn. Den nriiini Verdauun>>«kra»ken enirfehle ich ale qeeigneie Lecture die Broschure ,,Magcn-Dar»ikat>,rrI)", welche versandt wird ecn 3. J. i?. Popp'» Poliklinik in Heide (Holstl. In aufrichtigster D>i»kbarkcit fltflrn meinen !Hmrv erqebenst Bril v t! t n c r, P«rlier«-, Tirol. (2036) Derm Franz Job. Kwizda It. It. iijoflirfernnt ittib Lrcisnpotheker in flornrubiirtj. I» den 9??nrftoflunqpii Sr. Uiiii. Iloliril Fried— rich it lllielEii’H l,Hi»«l#raf von lleNaeie nnrP von 3lircm H<»rneuburger Vleliiiulvep Meliou selt vielen Jalireli mil den liesten Krfolgei* Gebrauvli geniaelit und ist 3br Vieh-vujucr nbcvljmivt in alien lUar*tiilIen elnge-biirgert. Wir Ijnbcn mm wiebrrStutteriluteii ftebeii, welche wenlg und sebleelite ]?lllek abeeben ; da sich Snflcficit f'lir E^orneuburffer Vlelipulver wlederholt als uiiilbertrell'llelies .flittel bewHlirt liat, erfudie ich Sic uni baibigfle Sufeiibung Don uicrjig Pnckclen desselben. © ch l o si P ante r (yolftcin). (1984) Josef Ko|tfniann. Betreffs der Vkzugsquellen vcrivcifen wir auf dit Jltiiioucc ,»l4«'i>.da’M I*, k. e«me. Kumru« burger % lelipulver‘* in licuticzer Niimmcr. Kine H'ar-:ung fair da* kaiii'ende Publikum. ®or viniger 3cit ocrlnuglc eiit SSefaimter, ivcldiet liingere Zcit an 4>erfti’vfiing, orrbuiibcu ni t Slut-onbraiifl. Kopfschmerzen, Hcrzklopfen. Vippetitiofififeit litt, auf bcfoiiDcrc tSmpfeblung feiuee vlinsar-tljefcr K. Hriindl's Selmeizer|iillen. Dcr be-treffenbe Apolheker, loelcher aus unbefomitcn ®ritu6en die echten Schweizerpillen nicht (jatie, ivodle denSlitiifer Oitnnlaffen, seine fclbftfabricivlcn. ahnlich den echten Schiocizerpillen ver-packten Pillcn, meil beffer unb billigcr, zu »khnieu. Glucklicher-meise Ivor aber ber Leidcnde auf die verschiedeutlich enstirenden Nachahmungcu oorljev oufineifsnm gnnactit und oeriicfe fofort die iipolliefc, n m in river nndcreii die difcu Vlyolhefer !lt. Sraubi’6 Schwcizerpilleu zu kaufen. 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