„/nihM, str Ate." MMm ZtilM «r. Sl. Mittwoch, April tSVS. N iii. Jahrga«g Die ^Marburger Zeitung," erscheint jeden Sonntag, Mi.twoch und Freitag. Preise — sn? Marburg ^ ganzjährig ^st., haibjähllg^ü fl., vierteljährig 1 fl. 5V ?r', fii^ Zustellung mit 10. bei zweimaliger ins Hans monatlich 10 kr. — mit Pofiversenduug: f.auzjührig « fl.. ljnlbjährig 4 sl.. vierteljährig 2 fl. Die ein Mal gespaltene Garmondzeile wird bei einmaliger Einschaltung lger mit IS, bei dreimaliger mit L0fr. berechnet, wozu für jedesmalige Einschaltung SV kr. Jnseraten-Stempelgebühr kommen. Z«r ^It'schichte i)e-; Tuties. Der Ausschuh, welchen das Ht?rtul»aus zur Borbera-thunft des Gtsehe» über die Volksschule newähZt, liat sich konstltuirt und den Grasen Anton Autr»pertl zum Obmann gewählt. Da die Eitznnß,« gestern schon iltrcn Ansang genommen, so dürsten die „Herren- halb in die Lage komtnen. über diesen wichtigen Beschluß deS AdAeordnetenhauses abzustimmen. Hohcr Adel und Hochtirchl,r werden ihr schwerstes Geschütz abseurrn. Die Wolil des ObmannS t»ttllrn wir i«dtß für ein gMt« Vorzeichen. — Der deuticti-demokrotischk Bercin in Graz und drr politisch volkswirthschastliche Ucrein in Marburg haben sich bekanntlich u« AbSnderung. beziehungSwrist AujhebuNtl vtrschicdencr Bc-ftimmungen des BereinsgelekeS an das Abgeordurtenhaus gewandt: in der letzten Eitzung des Bersafsungsausschussts wurde besÄsllen. dem Ha»se Uebergang zur Tagesordnung anzuempsehlen. Ban der Straß war ve richte» ftatter. In Belgien dauern die Arbeitseinstellungen »vohl noch sort und die Arbeiter weigern sich, anders als g,grn rine Srljöliung ihrrr Arb ilslöltne das Tagelvert in den Gruben w ek'tr auszunehmen; rbenjo aber wieder steh«« sie allen Aufreizungen zu Gewaltlhalen gegen die öffentüche Si cherheit. Ein Tbcil der Arbeiter brschü!ti,U slch mit kaitofftlbau. um aus diese Art die Kosten des Ausstand» hereinzubringen. Es wäre wohl an gemessen, sich Mit so bedrohlich.n Ersch/inungen von slaatsw,gen auch anders zu beschäftigen, als durch bloß^ Aufliictung der Truppen. Di^ belgischen Vlätter sangen an. die Kordcrungen der Arbeiter zu l)tsüs ivorten uud den Ausgleich zu enipsehlen. Rußland beginnt nun auch in Tu rtisch-Armen ien Nägel für die Hertschast des Halbmonds zu schmiedcu. Seit längerer Zeit l)errschl eine Mißstlmmuvg unter diesen Armeniern, die slch über manche Quäle reien von Seite der Türken zu beschtvereu ljatten. Dlkse Mißstimmung erreichte einen bedenklichen Grad.als unlärrgst einige Kurdenstänime armenische Ortschaften Überfielen, ihre Kirchen und Häusrr plündkrttli und allerlei Grünel verübten Die mißhandelten Armenier juchten vergeben? Gerechtigkeit und Gennglhuung be» den Orts- und Landesbehörden und später in Konstantinopel; rs zeigte sich sogar, daß die Ersteren bei den Unternehmungen der Kurden nicht nnbetheiligt waren, nnd dies erregte unter den Armeniern eine große Erbitterung, welche das schlaue Rußland zu seinem Bortheil auszubeuten sucht. Rusiische Sendlinge. welche auch unter den dem moikowilischen Szepter unterworfenen Armeniern leicht zu inden sind, bearbeiten ihre Slammesgenossen in der Türkei im Sinne >er russischen Pläne. Rußland liat schon deshalb leichtes Spiel, iveil die armenischen Provinzen dieses Reiches sich thatsäcklich einer größeren Wohl-habenheit nuv Ruhe erfreuen, als ihre Schwesterprovinzen in der Türkei, jür die Pforte sind diese Umtriebe nicht ohne Gefahr. In Konstanti-nopel selbst leben zwischen b0.00v bis 60.000 Armenier, beinahe zwei Drittel der Beamten in der Türkei sind Armenier, und sollte es den Russen gelingen, auch diese» Element sür ihre glvecke zu gewinnen, so tvären die Tage der Pforte wirklich gezählt. Die B«ftreb»«gen der pfiiffisch-flovenischen Partei. II Marburg. 27. April. Der Borlvnrj: „Ihr wollt das Land zerreißen!", gilt der gesammteu Geguerschost — der vereinigt.n pfäffilch slovenischen Partei. Das lhatjächliche Streben vermögen die Gegner nicht zu läugnen. sie geben dcrn Antrage nur eine mildere, absichtlich unklare Fassung — sie fordern die Vereinigung aller Slovenen. somit auch der steirischen. zu eiuem Bcrwaltungsgebiet. „Berwaltungsgebiet" ist eiu Kunstausdruck, rine Bezeichnung für Fachmäutler. Wer gebraucht diesen Ausdruck im Berkeljr mtt dem Volke, wer dars denselben gebrauchen, wenn er deutlich sprechen lvill und ivünscht. daß er begriffen werde? Fragt einmal in einer Maffenversammlung. was „Berwaltungsgebiet" zu liedeuten habe? ; aus der Menge, die Euch verstehen, für Euch stimmen soll, werdet Ihr keine Antwort erhalten. Ein Zlirchhofsgeheimnib- Vßm Verfasser der „nene» dentsche» Jeitdilder (l. Fortsetzung.) Jetzt hört« ich auch von dem Klugen und Jammern nichts mehr. Ich laujchte eine lange Zeit mit Anstrengung, vernahm aber keinen Ton, keinen Laut mehr. Was hatte llch denn da in der alten Erde, unter den wüsten Grä Kern zugetragen? E» blieb still. Ader wie es still blieb, konnte ich mich Nicht rnt fernen, ohne vorher einen Versuch gemacht zu haben, ob ich nich!» entdecken könne. Warum hatte ich jetzt de» Muth. da Alles still und vorbei Warf ^ Vorbei? — Ich klopfte mit meinem Reisestocke auf die Erde. „Heda, heda l" ri.f ich Ich bekam keine Antwort; es blieb still, wie vorher, unter mir. um mich. Ich wiederholte ttlopfen nnd Rufen. „Heda, wer »st hier? Kann ich hier Jemanden helfen?" Ich trat rasch ein paar Schritte vor. Äu demselben Momente be. wegte sich Etwas in meiner Nähe. Ein Gebüsch rauschte, als wenn Jemand hindurchdringen wolle; es war kaum zehn Schritte von mir. „Wer da?" rief ich in die Fiusterniß hine,n. Ich erhielt keine Antwort; um desto lauter aber :vurde da» Rauschen. Ich hatte mi.1i vökig wieder gesaßt uud eilte jetzt der Stelle zu. Ivo ich da» Geräusch gehört. Ich stolperte aber dabei über ein paar Gräber. Auf einmal flog Etwas an mir vorüber. Es war »vie der Schatten eine» langen, hageren Menschen. Er flog mit leichten geflügelten Schritten dahin. Als ich mlch nach ihm umsah, gewahrte ich uichts mehr; auch meln Ohr vernahm keinen Laut weiter. Was lvae denn das wieder? Hatte ich einen Todtenschattch' erblickt? War ein Lebender in meiner Nähe gewesen? Was hatte er in^der Mitter-nacht aus dem alten Kirchhofe gemacht? Warum hatte er sich^ verborgen gehalten, bis ich rief? Warum war er bei meinem Rufe davongeeilt? War er einem Grabe entstiegen? Rührte gar von ihm jenes unterirdische Klagen und Jammern hec? Ich hatte aus alle meine Fcagen keine Antwort. Ich stand sinnend und wieder horchend; aber diesmal nicht lange, da kam es mir vor. als hörte ich Schritte. Sie kamen mir zur Seite, rechts, etwa fünfzehn bis zwanzig Schritte von mir. Sie kamen näher. Das Alles dem Gehöre nach; denn die Wolken hatten sich dunkler zusammengezogen uud ich sah nichls. Es »var mir doch unheimlich. Ich faßte meinen Reisestock schlagfertig ; es war «in tüchtiger, bewährter Ziegeuhainer. Aber was ich beinahe in dem nämlichen Augenblicke sah, dagegen hals der beste Ziegen-hainer nichts. Zwei glüliend rothe Ptinkte leuchteten auf einmal vor mir. starrten mich an. unbetveglich. gleich zwei dunkel glühenden Kohlen. Ein Schander überlief mich. Dann lvoUte ich dreinschlagen. Da schoß, unmittelbar über den beiden unheimlichen, unbeiveglichen. leuchtenden Punkten, eine ganze helle Feuermasse aus mich los. Ich stand geblendet. Ich hatte nur eins erkannt in der Helle des Feuer», daß ich mich dicht neben einer hohen, alten Mauer befand. Das war die Mauer des Klosters, an dem ich vorbeikommen mußte. Hatte mich im Augenblick vorher ein Schauder überlausen, jetzt ergriff mich Entsetzen. Alle Geschichten, die ich jemals von lebendig und auf Lebenszeit eingemauerten Mönchen nnd besonders Nonnen gehört und gelesen hatte, fielen mir wieder ein. Waren das Stöhnen und Klagen, das ich vernomtnen hatte. Schmerztnslöne einer eingemauerten Nonne ans ihrem fürchterlichen unterirdischen Grabe ? Oder hatte — da sie mir mehr einer männlichen Stimme anzugehören schienen, worin ich mich allerdings täuschen konnte — hatte ein unglücklicher, vielleicht wegen seiner freien Ansichten eingemauerter Mönch sie ausgerufen? Ich lvußte nur. daß ich an einem Kloster vorbeikommen mußte; ob e» ein Mannes' oder Frauenkloster sei. davon war mir nichts bekannt. Aber ich lvußte auch nicht, ob e» noch al» Kloster bestand oder ob e» nicht schon längst aufgehoben war. Das Letztere war sogar das Wahrscheinlichere, da schon seit hundert Jaizren Klöster in unserem Lande aufgehoben tvarrn. Hatte ich dann nicht den klagenden, jammerden Geist eine» oder einer vor Hunderten von Iahren. vielleicht schon im grauen Mittelalter, eingemauerten Unglücklichen vernommen, verdammt zum Zn BoltSvcrsammlunaen kommt e» besondert auf die Stellung der graste an. Spricht ein Redner nach dem anderen vom Verwaltung»' 'gebiet, ohne daß rin Zuhörer ihn zu unterbrechen und Austlärung zu verlangen wagt — wird der Autrag zur Abstimmung gebrocht; „Wollt Ihr e i n Btrlvaltungsgebiet für olle Slovenen" und wird der loa auf die Schlagworte gelegt, so wird, ja! muß die Mehrheit, vielleicht auch die ganze BeriammluNtl. aufgeregt, ohne klarts Bewußtsein, die Hände in bejahendem Sinn erheben gragt aber: „Wollt Ihr, daß die Steiermark getheilt und das Land südlvürts von Spielfeld mit Krai». Görz . . . vereinigt werde"—oder noch besser: laffet un« die Arage stellen, wie sie bei der Unmöt^lichkeit »ersassungSmäßiger Lösung gestellt werden muß.. . lasset VN» fragen: „Wollt Ihr. daß die Steiermark zerrissen und da» Unterland mit lkrain ... vereinigt «erdedann wird sich kaum die Mehrhe't einer ^Versammlung, gewiß aber nicht die Melirheit der steirischen Sloveoen dafür erklären — von jenen Deutschen zu geschweige», die hier wohnen und auch gehört werden müssen, da sie keine rechtlose Herde sind. Bei gesktzlich geordneter Abstimmung, bei einer Abstimmung, auf die wir da» Volt in Vereinen. Bersammlunflen und öffentlichen Blättern vorbereiten können... bei einer solchen Abstimmung würden unsere Tegner schmählich unterliegen. Und der Landtag kann nie so meineidig, so verrätherisch zu Werke gehen und den Süden opfern und zu wessen Gunsten? — Und nie kann da» Rrich. da» un» die Unver» letzlichkeit dc» Gebiett» in der Verfaffung geivährleiftet. da» feierlich ver-briefte Recht brechen! Wie glauben nun die Gegner ihre Pläne zu verwirklichen? Und warum fordern nnsere Gegner die Zerreißung de» Lande»? Um ihre Nationalität wahren und pflegen zu können? Die Sprache ist die Nation. Da» erste und heiligste Recht eines Volke» ist die freie Au»« bildung in der Muttersprache. Wo aber zwei oder mehrere Rationalitäten ein Gebiet brwodnen. hat jede die gleiche Verechtigung. Wir begehren nicht mehr uud können mehr nicht gewähren. Das gleiche Recht ist den Sloventn zugesichclt; mö.;en sie dasselbe ausübe», so eifrig und solange, bi» sie au unserem Reäite ihre Grenze finden. Die Alleinberechtigung würde» unsere Gegner auch im „Berwaltung»üebi«t Slovenien" nicht erzielen. SchmetliNt^S Wahlordnung nnd die Beschlüsse, welche der Landtag in nationaler Richtung gefaßt, behagen den Gejjnern nicht! Sind denn wir Anhängst Schmerling» gewefen. haben wir feine Wahlordnung al» dem Rechte dcS Bolke» genügend anerkannt? Hat- nicht gerade unsere Partei volk»thümliche» Wahlrecht und knfschiedensten goetschlitt im Ver. saffungSleben als dringendste Nvtliwtndigfei» verfochten 7 Wäre nicht längst schon eine befriedigende Besserung der politischen und wirthschastlichen Lage eingetreten, wenn die pfüffijch adelichc Partei an unsere» Gegnern und ihren Meinung»gknosien in anderen Ländern nicht eine jo mächtige Stüj^e gefunden? Die Slovenen der Steiermark bilden zwei Fünftel der Bevölkerung — eine Minderheit, die Achtung gebietet, sobald sie nur ernstlich will — die Achtung errinj^en wird, sobald sie von den Römlingen sich losmacht. Ist der Bolkögeist nur erlöst von den Fesseln des Pfaffenthum». dann fchwuigt er sich «,uf zu den lichtesten Höhen. Welchen Jubel hat e» im Lande erregt, al» der 27. Februar und der 7. März diese» Jahres bewiesen, daß Slovencn und Deutsche gemeinsam sür den Fortschritt einstehen — welcher Jubel würde die Steiermark durch» brausen, tvenn die slovenisch deutsche Partei sich ausbreitet und zur entscheidenden Mehrheit tvird iin ganz n Unterlande? Zwischen freilN Männern verschiedener Stämme ist nie eine Fehde: sie sind einig im Wollen, einig in den Mitteln. Die Rordamerikaner und die schweizerischen Aidgenoffen haben ein zu glänzende» Beispiel gegeben, ol» daß wir nicht mit Bewunderung erfüllt sein sollten — nicht zur Nachfolge ermuntert. Die freien Männer des Wahlkreise» Marburg, die am 27. Februar und a» 7. März hier getagt — die verbrüderten Slovenen und Deutschen, gegen welche I)er Groll der geschl«geaen Partei noch immer sich wendet... diese Männer wollen di« Untheilbnrteit der Steiermark, tveil sie da» Recht derselben erkannt, weil sie her friedlichen Enttvicklung bedürfe». Die Mittel ju» Schutze unsere» Rechtes sind Versasiung und Gesetz «nd gegen gewaltsame Verletzungen derselben die wehrhafte Hand. Und müßten wir dennoch nnterliegen. wie lange wohl könnte die Herrlichkeit unserer Gegner dauern — wie lange die neue Schöpfung „Königreich Slovenien" wie lange Oesterreich selbst, welches eine solche That nicht blo» geduldet, nein l vollbracht? Ver ein »erfassungsgemäß und freiheitlich geordnetes Oesterreich >-da» beißt: den Fortbestand de»selbea — wünscht, kann die Zerreißnng der Steiermark nicht tvoUen. Die vereinigten Gegner haben sich wieder« l)olt au»gesprochen — die pfSffisch.slovenische Partei ist gerichtet! Lermischte Nachrichtei». tArbeiterwohnnngen i« England), Die Zahl der in England bereits bestehenden Gesellschaften, welche de» Van von Arbeitet' Wohnungen als nutzbringendes Unternehmen betreiben, ist um eine ver-mehrt ivorden. Lord Sh«fte»bury hat de» Grundstein zn einem Arbei' terdorfe in der Nähe London» gelegt, welches von einer Vangesellschaft errichtet wird, deren Aktionäre znm Theil selbst Arbeiter sind. Der glä« chenraum für die guten «nd billigen Arbeiterwvhnnnge» beträgt sechsnnd. »wanzlg Acker Landes «»d ist dnrch sechs Hanptltraßeu getheilt. Die Hänser enthalten sechs, acht oder zehn Räume «nd eine» kleine» Garten a» der Rückseite. Die Mitglieder könne» diese Häuser ankaufen, indem sie den Koufprei» entweder sofort oder durch Abzahlungen erlegen. Wen» z. v. ei» Mitglied sich eine» der Häuser für zwtih»»dert Pfuud Sterling kauft und da»selbe in einundzwanzig Iahren bezahlen will, Hot es nen»« zehn Pfund M»ethe und drei Pkund Grnndrente z» zahlen, so daß es »ach ei»»ndzwa«zig Iahren allerdings vlerhnndertsiebennndsechzig Pf. sür em Haus von zweihundert Psn»d gegeben hätte; ans der anderen Seite aber hat es es den Vortheil gedabt, einundzwanzig Jahre lang «i»« besten» «m ei» Drittel billiger gewohnt zn haben, als in »»deren Mieth' Häusern, und sodann ein Grundeigenthum zu besitzen, das es ans a»derem Wege wahrscheinlich nie hätte erlangen können. (Die Schützlinge der Grafen Neust) RegierungsrathVeill ist zum Hofrath ernannt worden. — Die „Frankfurter Zeitung" macht darüber folgende Bemerkungen: „Graf Benst. scheint nicht bedacht zu habe«, an wie vielen Stellen der velt nnd mit wie reichlichem Material «an im Stande sein wird, solche Beförderung auf da» genaueste zu wßrdtgen. In Pari» tennt man de» Dr. Karl veill au» der „Revue retrospeetive." die im Jahre 184« gewisse sinanzielle Dokumente ans dem Geheimschrant der Tuilerien zur öffentlichen ltenntniß brachte. Darin stand mit Ziffern helegt. daß Herr Weill au» den Fond» Ludwig Philipp» im Lauf einiger Iahte bezogen hatte eine Srlmme von (ivenn ich nicht ganz irre) über neunzigtausend Franken. Ob für die Vertretung deutscher Interessen oder freiheitlicher Intereffe», stand nicht dabei; auch war bi»her nicht bekannt, daß Ludwig Philipp oder Guizor sich die Vertretung solcher Interessen hätten Geld kosten lasten. Herr Weill hat auch jener Veröffe>tlich»»g nicht widersprochen. Nicht lange nachher ist dann Herr Veill al» tsn-stitutioneller Schriftsteller und Stedaktenr der altliberale» Partei i» verli» ausjjetancht; freilich wohl nnr anf kurze Zeit; er wurde abgefunden »nd Ltöl)nen und Wehklagen bi» zur Stunde feiner Erlösung, de» letzten Gericht»? Mein Auge erholte sich von der plötzlichen Sinlvirkung der blendeU' den Lichtmaffe. Ich unterschied. Ein leinger. baumstarker Mann stand vor mir, in der einen Hand eine BlendltUerne haltend, die er plötzlich geöffnet hatte, in der andern cinen ungeheuren Knotenstock. i!jor ihm stand mit dunkelglühenden Augen ein riesiger Hnnd. Der Mann tval schon alt. er hatte graue Haare; aber er stand kräftig da, ia seinem langen, iveiten Kamisol und seiner alten Pelzmütze aus dem Kopse. Lein Verivitterte» Gesicht lvar sinster, ingrimmig, drohend. ,.Wa» macht Er hirr?" rief er mir drohend zu. Aber e» war kein Bild an» dem Mitielalter. Im Mittelalter hatte man den Begriff, den reinen, geläuterten Begriff der Obrigkeit noch nicht erfunden, und der Maiin sah so durch und durch obrigkeitlich au», hatte so vollsländig da» Aussehen eines Handlanger» der Obrigkeit. Die Entdeckung machte mich sicher, ruhig. War ich doch selbst eiu Stück der Obrigkeit. „Guter Freund." sagte ich. „bin ich auf dem rechten Wege nach Z. ?" Aber da »vurde sein Gesicht finsterer, drohender. Er musterte mich von unten bi» oben. „Hat Er vorhin gerufen?" rief er. „Ich habe hier gerufen." „Folgt er m,r." „Wohin?" „Da» wird Er sehen." „Hört, guter Freund —" „Ich bin Sein guter Freund nicht." „Zum Teufel. Freund. Land»mann. Mann, ich will nach Z. Ich hatte mich hierher verirrt Wollt Ihr mich wieder in die Stadt bringen oder nicht?" Er bestmn sich einen Augenblick. „Folge Er mir." wiederholte er dann. „Ihr wollt mich also in die Stadt führen?" „Ja" Er setzte sich in Betvegung. Sein großer Hund war immer einen Schritt vor ihm. nicht mehr nnd nicht minder. Das Thier schien wuq. derbar drefsirt zn sein. Ich sotgte ihm. Er sühtte mich an der alten, hohen Maner ent-lang, die ich vors^in gesehe» hatte. „Wo find wir hier?" fragte ich ihn im Gehen. ^.Braucht Er das zn wiffen?" Seine Stimme, wie seine Worte waren immer kurz, grob Ich überzeugte mich mehr und mehr, daß ich e» mit einer obrigkeitlichen Persa» ju thun hatte, zu der ich mithin in einem bernfsverwandtschastliche» Rapport stand. Seine Grob!»cit machte «ich nm so sicherer, bei-nahe kecker. ^ „Ihr hattet also vorhin meinen Ruf gehört?" „Ja. und wenn Er sich noch einmal nntersteht. mitten in nachtschl«' sender Zeit so zu schreien, so wird man anders mit Ih« verfahren." „Wo wart Ihr denn, als Ihr mich hörtet?" „Bekümmere Er sich um Seine Sache»." „Wißt Ihr, warum ich rief?" „Es geht mich nicht» an." „Ich hatte so sonderbare Töne gehört." „Anf einem Kirchhofe, in der Nacht, hört jeder Narr etwa» Son« derbare»." „Wa» ich hörte, koiinten anch verständige Menschen hören, znm Beispiel Ihr selbst." Anf einmal drehte er sich >,ach mir nm. leuchtete mir hell in das Gesicht und sah mich dabei so unheimlich forschend nnd überlegend an. daß ich wahrhaftig meinen konnte, er gehe mit fich zn Rothe, nicht, ob er mir den Garan» machen folle, sondern nur noch, ob er dies sofort und in welcher Weise a«»führen werde. Auch sein großer Hnnd richtete sich wieder höher auf. schüttelte sich und rollte seine glühenden Augen. , Ich erschrak doch unwillkürlich. Ich wußte nicht, wo ich war, nnd in dem obrigkeitlichen Aussehen des Manne» konnte ich mich irren. Aber er tvandte fich still wieder von mir. ging noch einige Schritte weiter, blieb dann stehen und sagte: »tdmete fich slitde« u»s. Bald zu« eiserma 3ave»tarftück des offiziöse» VrehdepaNe«eiitß ge»orden. hat er fich alle wechselnd,» Ministerien hindurch «»f haß Vauertzasteste erhalte», bis ihm »»nmehr der 5k»nzltr der »eue» Ner^ die Würde eines Hofrathe» zugewendet hat. Also von Ludwig Philipp «nd Vv^t zu Kamphausen und Hansemann, von da zu Schwär« zenberg, Vach. Nechberg. Beleredi. immer die Treppe hinauf bis zum Veust und zum Hosrath, das ist freilich eine beReidenswerth gesunde Konsti-t»tiOn. die bei so vielem Wechs'l niemals von Zugluft leidet" (Auchelnevon den unerschöpflichen Hilfsquellen Oe-fterreichs.) Aus Marienbad wird berichtet: Am Tage der Sekundizfeirr hat das Tepler Stift, dessrn Eigenthum die Quellen Marievbads sind, in geheimer Sitz»ug eine» Entschluß gesaßt, ivelcher für die römischen Fi. »an^eu »«cht ohne Bedeutung ist. Es wurde uämlich bestimmt, daß das diesiährige Erträgniß der Quellenversendunt, Marienbads, das fich. bei-lüusig gesagt, im v,rflo!se«e» Jahre aus 7S S6b fl. belausen hat. als Pe-terspfeunig uach Rom waudere. Von der a»sangs beabstchtigte» PretS-erhöi^»g des Marie»bader vasiers zu dem Zwecke eines höheren Ertrag-»iffes dürste aber schließlich Umgang genommen werd'». (La nd wirthsch a st.) Herr Janisch in Kroisbach bei Graz »heilt im steirischen Landboten solgendes sehx empiehlenswerthe Bersahren beim Abr«»pe» «it, Um das beschwerliche und gesährllche Abraupen bei großen Obstbäume» o»f der Ltiter. wobei auch die Aest« beschädigt werden, zu vermeiden, mache ich mir Pechferze», biude eine solche aus eine leichte Stande zünde sie an und brenne damit an einem trockt»en und ivind stille» Tage die Ra»pe»nester ab, was leicht, ohne Gefahr und ohne Be schSdigunß der Bäume geschieht. Bei einem B^rsuche im Grottenhof bei Graz »var das Ergebniß derart, daß mun obige Methode aus das beste jedem Oßsibanmbefitzer empfehlen kann. Eine solche gatel brennt uahezu eiae Stunde »nd kommt bei größeren Bestellungen auf kaum 8 tr. zu stehe». Bei »ur etwas seuchtem Wetter brennen die lXaupennefter nicht, es kann daher n»r bei ganz trockener Witterung dieses Abbrennen vorge nommen werden. beim Konfistorlum das Gesuch »m Ubbtr»su»g vo» ihre» Stelle» dieser ^age überreicht. (Aus der Geschäftswelt) Dem hiesigen Schnhwaarenfabri > ante» Herrn Anton Kleinschuster. welcher das Privilegium. Schuhe durch Z!tetollverzier»ngeu vor Abnüßnng zu schützen, drei Jahre schon besitzt, ist dasselbe von den Handelsministerien in Wien und Pest auf zwei Jahre verlängert worden. (Mai fest.) In der Pickardie soll am 1. Mai. falls die Witterung nicht ungünstig ist. ein großes Maifest abgehalten werden. Zwei Musitapelle«. Luftballon. Feuerwerk. Ringelspiel. Juxlotterie. . . werden die die Gäste vergnügen ; Abends pndet ein Tanzkränzchen statt. Marburger Lerilhtc. (Konzert.) Das Konzert, welchis Herr geliz Caldtrazzi aus Re apel im Vtreine «it Krau Liktorina galeoni Martinazzi am vorigen Ssmstag im Theater gab. war von »ngesühr hundert Personen besucht D»r Beifall, «it welchem die Primadonna ansgezeichnet ward, kann un möglich ihrem Gesäuge gegolten haben. Herr Calderazzi dagegen liistete »ollto«me«. was er in d,? Ankündigung versprochen. Das von ihm selbst ers»nde»e Sustrument — „Melodium- —das tvir bereits geschildert überrascht durch die wunderbarsten Melodien und wirkt tief ergreifend. (Zur Geschichte vom barmherzigen Samariter Um Sonnlage S Uhr Vormittag suhr der Kutscher de» Pfarrers von Gt. Peter mit vier „Theologe»" durch die Grazer Vorstadt. Aus der Mellin ger Straße. we»ige Klafter vou der E,se»bahn entsernt. begegnete ihnen ein hochbetagter Vettler, der links auszuweichen suchte; er wurde jedoch übersahie» u»d i» de» Wastergrabe» geschleudert. Die srommen Herren i« vage» rührte» sich nicht, um dem alten Mauue, der in Lebensgefahr schwebte, t» helfe»: mitleidige Aachbarn zöge» denselben unter demPserdes hervor. Das Publikum war empört über diese Thrilnahmslosigkeit. Warum ader? Ist es nicht bester, man gewöhnt fich. einen Bettlcr vor seinem Tode »icht anders zu behandeln, als dies »ach demselben geschieht? (Aus dem andere» Lager.) Wie u»s mitgetlseilt wird, habe» die Kaplü»e in V. geistritz. die Herre», Kautschitsch und Schutz Letzte Post. Die »re»zzett««g behauptet, die lveröffeutlichnug der geheime» »reußifche» Depesche vo« M. Juli K86V sei auf de« Wunsch des Srafe» Beust erfolgt. Die Landsgemeinde vo» T^peuzell Zuuer-Rhoden hat die «eue Verfaffuug «ach stitr«ifcher Berhaudluug «it geringer Mehrheit Verworfen. Zn Gpanien stehen die A«sfichte« der Rep«dli?aner gut. Auf das Eittgesanbt. unterschrieben ..Stadtgemeinde Windisch Fei-iritz ddo. 23. April d. I. in Nr. 49 der „Marbnrger Zeitung" erwidern vir. daß wir die von den Herren I. Kowatschitz. A. Hebenstreit und Jobann Stiger sormnlirten Belveissätze zu unserem Eingesandt vom 14. April d. I. Nr. 47 der „Marb»rger Zeitung" vergebens gesucht haben. Niemand hat die Stadtgemeinde Windisch geistritz in ihrer EigeU' schast als politische Körperschaft beschuldigt, ste habe die vom Herrn Dechaut aufgenommenen Arbeiter durch andere mit Wein und Branntwein berauschte vertreiben wollen, «nd Niemand hat der Stadtgemeiade als politischer Körperschaft zur Last gelegt, daß sie einen, den privaten Lebens-Wandel des Herr» Drcha»ts in der obseö»ste» Weise besprechenden Brief von Haus zn Haus tolportiren ließ. Die Stylisirung, die wir in unserem Eingesandt gewählt haben, ist den Thatsachen. angemessen, weil es wahr bleibt, daß die oberwähnten Haudlunaen Gemeindeangehörigen der Stadtgemeinde W. Aeistritz zur Last fallen. Hie Beweise dafür werden wir bei Gelegenheit der uns von den Herren Kowatschitz. Hebenstreit und Stiger in Ausficht gestellte« Straf-Verhandlung vorzubringen in die Lage kommen. Der Umstand, daß in unserem Eingesandt vom 14. d. M. nicht der Stadtgemeinde W.-Feistlitz als politischer Körperschaft, sondern Ange-hörigen dieser Stadtgemeinde die gedachten Thathandlungen zur Last gelegt wurden, geht einerseits unzweifelhaft aus der Styliiirung der de-zügliche» Stelle» hervor, wo nur im allgemeinen gesagt ist. „man hat-uud „es ivurde-. anderseits aber daraus, daß wir wohl »viffen. es müßten, um sagen zu können, irgend eine Handlung falle einer Gemeinde als po-litischer Körperschaft zur Last, legale Sitzungsprotokolle vorliegen, aus denen zu entnehmen wäre, daß dieselbe Gemeindebeschluß ist. Eines solchen Beschlnstes i» Beziehung auf die besprochenen Bor-kommnisie die Stadtgemeinde W. geistritz zu zeihen, ist uns aber nie in den Sinn gekommen. Josef Schutz. Anto» Kauöiö. Stadtpfarrkaplan. Stadtpfarrkaplan. Mudisch geistritz, den 24. April 1869. ^ier, marschire Er!" Mit de» kurze» Worten schob er die Vlende sei»er Lat«r»e vor. ich sta»d i» voller ginsterniß und er und sei» Hund mare» mei»en A»gen e»tschw»nde». Tuch «eine« Ohre. Plötzlich, wie fie auf dem Kirchhofe vor «ir gestände» hatte», sah »nd hörte ich »ichts mehr von ihtte» Ware» sie Vorhin aus der Erde emporgejchoffe» 7 Hatte die Erde sie jetzt wieder verschluuge» 7 Hatte ich lebendige, körperliche Wesen oder Gespenster gesehe»? Hatte ich gar »ur geträumt? Ich schaute »ud horchte noch eine Weile, doch ich sah uud hörte »ichts mehr. Aber in iveiterer Entfernung, einige hundert Schritte vor mir. entdeckte ich bald einige Lichter und als ich darauf zuschreiten wollte, sah ich. daß ich «ich zur Seite einer breiten Straße befNnd. Hiater mir erhoben sich hohe, lange. Mthrsach gezackte Dächer; dar-über ei» dicker Thurm. Das »ar wohl das Kloster, a» dem ich vorbei-geko««e». a»f desic» Kirchhofe ich ein seltsames, noch nicht entwickeltes Abentener bestanden hatte Ich folgte der Straße. Sie führte mich de» Lichter» e»tgegen und bald war ich an den ersten Häuseru der Stadt Z. Es war ein offenes Landstädtchen. Ich klopfte an eins der Häuser und fragte nach dem besten Gasthofe der Stadt. Ein dienstfertiger vursche führte mich bereitwillig dahin. Meine Neugierde. Näheres über mein Abenteuer zu erfahren, war groß genug; ich mußte ihre Befriedigung auf morgen verschieben. In dem Wirihshause war »ur noch ein schläfriges Dienstmädchen wach; von ihr hätte ich schtverlich befriedigende Auskunst erhalten können. Am andern Morgen war mir doch zuerst der Auftrag meiner Mutter heilig, mich in g. nach ihrer Jugendfreundin zu erkundigen Allein welche AnHaltepunkte sollte ich dasür auffinden? Wer konnte mir Auskunft geben über eine grau, die als Mädchen Nettche» Thalmann geheißen hatte, aus A. gebürtig, vor vielleicht dreißig Jahren an einen Mechanikus unbekanntcn Namens verheiratet und dann hierher gekommen war? „Wohnt hier im Orte ein Mechanikus?" fragte ich den Wirth. „O. mein Herr, nnsere Stadt hat sogar zwei, und beide sind sehr berühmt. Der Eine ist besonders stark i« Bruchbäaderu nud der Andere —" „Ihre Namen. Herr Wirth?" „Müller heißt der Eine und Schnlze der Andere." „Verheiratet?" „Der Eine noch nicht." „Aber der Andere?" „Nicht mehr ; er ist Witwer." „Sie Wiste» wohl »icht. was süe eine Geborene seine grau war?" „v ja. Äe ist erst im vorigen Jahre gestorben und hieß Therese Schräder." „Hat nicht früher »och ei» Mechanikus hier gewohnt?" „Es ist möglich, aber ich erinnere mich nicht. Ich selbst wohne erst seit zwöls Jahren hier." „Ist Ihnen der Name Nettchen Thalmann nicht bekannt?" „Rein." Das tvar also nichts. Ich hatte meine Psticht gegen meine Mvtter erfüllt »nd ko»»te »»» zur Befriedigung meiner eigenen Neugierde üliergehen. „Äst hier ei» Kloster im Orte. Herr Wirlh?" „O ja. mei» Herr, aber ei» Aufgehobenes." „Ah! War es ei» Mönchs- oder Nonnenkloster?" „Ein No»»e»klofter." „Und ist schon lange aufgehoben?" „Ich habe gehört, schon vor hundert Jahren." Eine lebendige, lebendig eingemauerte Nonne hatte ich also unter ver Erde au der Klostermauer nicht gehört. „Teusel!" rief ich. „Mt Ihnen das auf. mein Herr?" fragte der Wirth. „Nicht im Geringsten. — Welche Bestimmung hat das Kloster gegenwärtig?" „Das Amt ist darin." „Das Amts" rief ich noch verwunderter. „Gttviß. mein Herr." erwiderte belehreud der Gastwirth. „das Justiz-und Rentamt, deiin die moderne französische Revolutiouskultur ist noch nicht bis zu uns gedrungen und bei uns zu Lande sind Justiz und Berivaltung glücklicher Weise noch nicht getrennt." (gortsetz»»g folgt.) Ein« Realität in Marburg. MagdalenaBorstadt, bestehend auS zwei in gutem Bauzustande befind«k lichen Häusern. eineS ebenerdig, das andere stockhoch, mit Keller. Stal-lungen. WirthschaftSgebäuden. Fahrnissen. Gemüsegarten und 3 Joch Aecker. dann eine Hube in RoHwein mit HauS. Obstgarten, Wiesen, Aecker und Waldung?,', ist auS freier Hand zusammen oder getheilt unter günstigen Zahlung^bedinguissen ivegen Familienverhältnissen zu verkaufen. — Anzufrat^en bei dcm Eigenthümcr: Magdalena-Borstadt > HauS'Nr. 38. (267^ ÄxlieK iu 6 bis 10 versvkivövnvn empLvdlt A. koiolimvzff, / Ooväitor vi8 k vig „llotol Alokr". Freiwillige Lizitatton. Mit Bewilligung des Stadtmagistrates werden am 1. KZ6O vormittags 9 Uhr im Gasthause „zum Löwen" in der Kärntnervorstadt ^>auS- und Zimmereinrichtung. Bettwäsche, sowie andere Fahrnisse an den Neistbietenden gegen Barzahlung veräußert. Marburg 24. April 1869. kiie Viiiklel WIIiD l^SliMAZliilleii für Familien und Gewerbetreibende hat die 8in9«i' »»nutsvtui'ing Vo. in »««zfoflc, ^ ^ ^^grSßte Röhmaschineasal^Ä bereit» angefertigt und nach allen Ländern der Diese enorme Produktion ist die beste Empfehlung, deren die iSlnAer!^«nuf«es»avU« lSlokvRok«! ^ Vis ()risiQ»I»usx»bo äo« in SU. ^uÜRjss vr>okisuov«v, nütZluoksu öuok»: M Aver pkriiSnIiellv SelmtZi t M (ssövkvnt , iu M Lin vanä vvu 282 Loitou mit 60 »v»t. ^ddiläuvj^on. lv Vm»odI»LW M vsrsivsolt. ?rvi» IKIr. 110 8ßsr. --- Ü. 2 40 »r., ist äurok »Iis Luod-M Md»nAlunßs«ll, IQ HVlen von Verolck Ol tlo.» M W«u dsiiokvn. ^ Stt ^utI»U«n! vio« Kode 2ikk«r ^vprsiiuQx D übvrtlüi»izs. ,?vav> L»omv1»r 6or Oriejv»l»u»zs»d« voa M1i»urvntiu8 muiiwit osixssäruoktsmStempel variisUslt »«ill,V W Mor»uf «u avbtvQ. HsÄiivnMii Si VvLler. I ! " 5 vorasll prompt vvrwltte» uatsr ös» s reokllvvx äsQ ()nssio»lproi»«v ? w Ms »Um lAoä«. Hamdurit. keni». s ad» jS-I»«rtiml. »» VI»«/» 5 Iß»b»ttvortk»lle s»o«o»ok äsQd« rl'Akkilll'l A/n. > 6sll 2vituvs^v gvitvllävll V»vo«». ^ itobvu »uk vord«?«u Oievit. Z. 3548. (283 Exekutive Versteigemng. Vom k. k. Bezirksgerichte Marburg wird bekannt gemacht: Es sei wegen schuldiger 200 fl. im Reste pr 60 fl. 3 kr. s. A. die Reassumi-rung der exekutiven Versteigerung der dem Michael Gteflitsch.gehörigen Realität Berg Nr. 585 aä Straß bewilliget und hiezu drei Feilbietungs« Tagsatzungen auf den NB. Mai, Juui und BD. Juli 1869. jedesMtU Vormittags von 11 bis 12 Uhr. die erste und zlveite im d g. Amtslokale, die dritte am Orte der Realität in Grasnitz mit dem Anhange angeordnet worden, daß die Pfandrealität bei der dritten Keilbietung auch unter dem Schätzwcrthe hintangegeben werden wird. Jeder Lizitant hat. bevor er ein Anbot macht, ein Vadium von 60 fl. in Banknoten oder österr. StciatSpapieren nach dem KourSwerthe der letzten 3 Tage oder in Sparkassabücheln zu Händen der Lizitations-Kommission zu erlegen; die übrigen Lizitations Bedingnisse und daS SchätzungS Protokoll können in der dieSgerichtlichen Registratur eingesehen werden. Marburg am 20. März 1869. Ei«t dreNufige Mühk mit beständigem Wasser, sammt Wiese, ist in grauheim zu verkaufe» oder ^ verpachten. Nähere Auskunft beim dortigen Kaufmann oder bei Herr» Anton Tombasko, Handelsmann in Marburg. (276 Eisenbahn-Fahrordnung für Marburg. Nach Wien: Räch Trieft: Abfahrt: 6 Uhr 25 Min Früh. Abfahrt: 8 Uhr 14 Min. Krüh. 7 Uhr » Min Abend«. S Uhr 48 Min. Abends. «ach Villach: Abfahrt: 9 Uhr Krüh. Die Eilzüge verkehren täglich zwischen Wien und Trieft. Stach Wien: Räch Trieft: Abfahrt: 2 Uhr 46 Min. Mittags. Abfahrt: 1 Uhr K2 Min. Mittags. Die gemischten Attge verkehren täglich in der Richtnng nach Wien: Trieft: Abfahrt: 12 Uhr 34 Min. Mittags. Abfahrt: 1 Uhr »2 Min. Mittags. Nach Blei bürg jeden Samstag. Abfahrt: 2 Uhr 20 Min. Mittags. Verantwortlicher Redakteur: Kranz Wie« thaler. 2. St. v. ^ruck und Verlast von Eduard Zanschitz m Marburg. Verantwortlicher Redakteur: Kranz Wie« thaler. 2. St. v. ^ruck und Verlast von Eduard Zanschitz m Marburg.