Schriftltittmg: Rathausgasse Str. 5. ?desto* Hr. 7t, l««T»rl>4M. e »I echstm »I' laglich Bit Jiumli«« »er s»n». ». 1agr) »o» 11—1* Uhr voi». H»di chreite» werden nicht »«rätfgeg eben, nMKiiHlr Sin-t nennst n nicht denlcksichnzt. »,««»»!,»»««» nimmt H« Stnwltnna jtjen Ke,ech»»g »er dilllg» ^lesi-Hictt WefctlVm eatacgeiu — tto ißttt rljiliinsfit Preisnachlaß. ®U .1 enilche Wucht" «fitriM >,»»» «itlw-ch »n» £am«toj aksM. »«s»sie»-K»itt« so.no. Ar. 93 Die Ernennung des Hostates Elsner. Die Besetzung der Stelle des Landesgerichts-Präsidenten in Laibach mit einem Deutschen hat in der gesamten slowenischen Presse die köstlichsten Bock-sprünge hervorgernsen. Die windischen RedaktionS-ituben sind an und für sich schon mit einem «nge-wohnlichen Schatze von Phantasie ausgestattet und nun hat sich eine Gelegenheit ergeben, wieder ein« mal mit der ganzen Breitseite gegen den verhaßten Justizminister Dr. Hochenburger loSzudonnern und dabei auch dem wohl ganz unverdient bei den Windischen in Ungnade gefallenen OberlandeSgerichts-Präsidenten Pittreich eins am Zeuge zu flicken. Die Uebertreibungen, mit denen die Ernennung ElSnerS als eine fürchterliche Ungeheuerlichkeit, als ein schreckliches Beispiel für die Unterdrückung des slowenischen Volkes hingestellt wird, sind aber gerade« zu verblüffend. Bor allem wird Hvfrat ElSner als „Alldeutscher- (!) gebrauntmarkt. Man hört wmlich den Hohenzollkrischen Emmissär heranrafseln. wenn man in der windischen Presse liest, wie brutal „alldeutsch" dieser Hoftat ElSnuc gesinnt ist. Die deutschen Empfindungen des Herrn Hofrates in Ehren, aber er wird wohl selbst staunen, daß ihm die Gegner ein solches Maß an nationalem FanatiS muS ehrenvoll zuerkennen. Seit einigen Tagen er« scheint in Wien ein „Slawisches Tagblatt'', das den Interessen aller slawischen Volksstämme dienen soll. Dieses Blatt beschäftigt sich überaus eingehend mit dem Falle Elsner. Es sucht daS Vertrauen in die richterliche Unparteilichkeit des neuen Landesgerichts-Präsidenten zu erschüttern und da selbstredend die ausgezeichnete Qualifikation desselben und alles, MI, Samstag, t>«n IS. Hlovnnöer ist». was man von ihm als Richter bisher weiß, uicht den geringsten Anhaltepunkt dasür bieten, ihm als Richter nicht volles Vertrauen entgegenzubringen, so beruft sich daS „Slawische Tagblatt' aus einen AuSspruch, den ein deutscher Gelehrte, der Wiener Rektor Bernatzik kürzlich in seiner JnaugurationS. rede getan hat, in welcher er der Utopie einer „nationalen Autonomie" daS Wort redet. Rektor Bernatzik sagte: .Ein Richter ober Beamter, welcher der Nationalität nicht angehört, über welche er gesetzt ist. wird, auch wenn er ihre Sprach« spricht, selbst wenn er sie gut spricht, sast stetS wieder gewissem Mißtrauen begegnen, mit wel« chem sich zwar der Absolutismus abfinden mochte, da» aber mit den demokratischen Prinzipien der Gegenwart unvereinbar ist." Diese Anschauung de« Gelehrten Bernatzik für welche in der Praxis wohl kaum genügende Anhaltspunkte gegeben sind, ist praktisch ebenso undurchführbar, wie die ganze papierene Theorie der sogenannten „nationalen Auto-nomie." In gemischtsprachigen Gegenden wird eS sich nie vermeiden lasse«, daß Richter und Partei der. schiedenen Nationalitäten angehören, schon aus dem Grunde nicht, weil ja in so manchem Rechtsfalle Parteien verschiedener Nationalität gemeinsam vo, dem Richter hintreten. Das Geschrei der slawischen Presse ist eigent-lich nicht ganz unbegreiflich, denn die Ernennung eines deutschen Richters ist ja immer ein willkom-mener Anlaß, um irgendeine fette überwertige Kom-pensation herausdrücken und im gegebenen Falle dient die Hetze gegen Hochenburger auch dem Bedürfnisse, die Ernennung eines Tschechen zum Vizepräsidenten des Präger OberlandeSgerichtes. zu überschreien, welche Stelle bisher immer mit Deutschen besetzt war und in einem Lande, in dem die nationale Tei> lung bereits in wesentlichen Punkten durchgeführt ist, (Stachdruck verbäte».) Der Totensonntag. Nun läuten die Glocken Den Totentag ein: Der Frohsinn muß stocken. Die Freude schläft ein. . . . Ein Seufzen, ein Weinen Nimmt uns in Beschlag: Die Toten erscheinen Am heutige» Tag! Mit leisen, scheuen Sorgensohlen Schleicht heut' der Totentag inS Land, Erinnerung nimmt uns verstohlen Und schüchtern-traurig an die Hand. Die Nebel wallen auf und nieder. Bis sie der Spätherbststurm zerstört, — Und unsre Toten kehren wieder, Die uns im Leben lieb und wert! Das ist wie ein Klagen, Wie Jammer und Leid, Bon dessen Ertragen Niemand ist befreit I So klein auch die Klause, So groß anch die Not, — Ju jeglichem Hause f*nd E^ilaß ü« Tod. . . . Da tauchen vor uns aus die Stunden, Die längst versunken wir geglaubt: Der Freund hat neu den Freund gefunden, Und lächelnd neigt sich Haupt um Haupt. Jahr ging um Jahr. Doch heute wissen Wir wieder fröhlich uns und jung, Denn aus den Grabesfinsternissen Steigt leuchtend die Erinnerung. . . . Begrab deinen Jammer Ties innen im Schrein, — Die ärmlichste Kammer Füllt doch Sonnenschein! Manch Gniß ist entboten Euch heute aus'S neu: Gedenk deiner Toten In Liebe und Treu. talt drum voll Güte und voll Milde kft, was die ernste Stnnde beut. Manch Toter zeigt sich dir im Bilde Getreu am Toteutage heut! Denk' deiner Toten ständig! Übe Sich jeder, wo er immer mag, Im Gutestun, in Nächstenliebe. — Das lehrt euch heut der Totentag! Kerwaltong: RathauSgasse Nr. 3. relevd«» *«. 21, iiterurtu. ?e;«gi>dedi>M«gei! Durch die foft de»»ge» t BtcTtrIi4(jti{) . . . K teUiiittit . . . . K «'40 iaitii»l)tia. . . . K IM» gut iill > mit z-stel»», in« Ha»«! Monatlich . . . . K 11» ?iert'Ij«»rtg . . . K > — H»Idjii«n» . . . . K ©nitijlilitj . . . . K 1*'— ftili J iUllunt «mbtn (ich die fcejuil»llfti iUten »m die hadere» «ii»,»leitet- »»«■•»tut» (teil«* M* >ui «»MUHmt». 35. Jahrgang. als zum Besitzstände der Deutschen gehörig an er kann, worden war. DarauS. daß diese Stelle den Deutschen entrissen wurde, ersieht man, daß im Norden der slawische Druck auf die Justizverwaltung ein der«, tiger ist, daß sie sich zu Ungerechtigkeiten hergeben muß. Die Ernennung in Laibach hat jedoch nur den Geeignetsten und Richtigen aus feinen Posten gestellt und hatte mit nationalen und politischen Erwägun-gen gar nichts zu tun. Kriiengerüchtk. Während die Delegationen mit ihren formalen Schlußarbeiten beschäftigt sind, tauchen auf den ver« schiedensten Seiten Gerüchte über angeblich nahe be» vorstehende Veränderungen an den leitenden Stellen der gemeinsamen Regierung auf. Die Südslawen wollen den gemeinsamen Finanzminister Baron Burian zu seinen Vorgängern versammeln, in der konservativ«« Presse wird sogar schon der Termin bestimmt — Mitte Dezember — bi« zu dem der gegenwärtige Kriegsminister Freiherr von Schvnaich seine Bureaus Am Hofe geräumt haben müffe. nnd schließlich wird in Blättern, die zuweilen von der englischen Bot-schast in Wien benützt werden, nunmehr auch der Rücktritt des Ministers des Aeußern Graf Achren-thal angekündigt; ja man will sogar schon den Namen seines Nachfolgers wissen, indem man den Grasen Franz Thun als den künftigen Leiter der auswärtigen Politik der Monarchie nennt. Die Quelle, aus der die Nachricht kommt, ist nicht vertrauenswürdig. In London ist man längst mit dem Grafen Aehrenthal — unzufrieden, wurde doch seinerzeit von dort aus der Plan lanciert, den damaligen russischen und österreichisch «ungarischen Minister des Aeußern, JSwolSki und Gras Achrenthal, „abzupaaren', daS heißt in Pension zu schicken, womit angeblich die Hindernisse sür eine Wiederan« nährung zwischen Rußland und Oesterreich-Ungarn aus dem Wege geräumt werden sollten. Seither Der Totensonntag ist ein ernster Tag. Mit einer stillen und gemessenen Feierlichkeit nimmt er fein Einzug in die Welt. Den «Spätherbst, das aller-letzte Sterben in der Natur, hat er sich als Staf« sage gewählt. Auch äußerlich will er durch das all« gemeine Vergehen und Sterben in der Natur unsere Stimmung ganz in seinen Bann zwingen. In dieser machtvollen Art drückt der Tag der Toten dem Le« den seinen Stempel und damit auch seine Weihe auf. Die protestantische Kirche setzt das Totenfest auf den letzten Sonntag deS Kirchenjahres fest. Der letzte Sonntag soll dem Andenken der Vnstorbeneo gewidmet sein. Das scheidende Kirchenjahr soll zu unserem GesühlSleben sprechen, soll uns an die ge« mahnen, mit denen wir sonst vereint daS kirchliche Jahr abzuschließen pflegten. Demnach ist also der Totentag in erster Linie ein Erinnerungstag, der unS unsere Mitmenschen, die verstorbenen und die leben« den und unser Verhalten zu diese» vor Augen füh. ren foll. Eine solche Mahnung bringt aber zugleich auch ganz von selbst eine gewisse Läuterung mit sich. Und diese Läuterung deS Gefühlslebens im Verein mtt der Erinnerung an unsere Toten sind die Haupt-charakteristiken des Totentagcs. Wenn wir aber der Verstorbenen gedenken, so drängt sich uns unwillkürlich das Bild des Fried» hoses auf. in dessen Erde unsere Toten schlummern. Auch diese ,^riedhöfe haben ihre Geschichte. Ehe die christlichen Friedhöfe ihre parkartigen Gartenanlagen Sette 2 Deutsche Wachi Nummer 93 ist Herr JSwolSki gegangen, während Gras «ehren-thal geblieben ist; seither scheint aber auch bereits nicht ohne Ersolg der Versuch gemacht worden zu sein, die Beziehungen zwischen Wien und Petersburg freundlicher zu gestalten; jedenfalls zeigt die mit Rücksicht daraus, daß der bisherige Vertreter Ruß-land« in Wien, Fürst Urusfow, fast immer auf Krankenurlaub weilte, auffallende Auszeichnung des nunmehr von Wien scheidenden russischen Botschafters durch Verleihung des GroßkreuzeS des Stesansordens, wie sympathisch man in Wien dem Gedanken einer Wiederannährung an Rußland gegenübersteht. Eine solche Aktion aber von vornherein mit der Aufopfe-rung eines Ministers einzuleiten, der in die Politik der Monarchie wieder einen größeren Stil gebracht bat. wäre kaum „diplomatisch", so sehr man auch in London davon überzeugt zu sein scheint. Daß man den Grasen Franz Thun als den kommenden Mann bezeichnet, ist allerdings nicht ganz ungeschickt. Im böhmischen Großgrundbesitze ambitioniert man seit der Wahlreform sehr stark um die Leitung des Ministerium« des Aeußern und vielleicht hängt damit auch die jüngste DelegationSrede des Fürsten Karl Schwarzenberg zusammen, in der besonders die dem Bündnisse mit dem deutschen Reiche und der Person des deutschen Kaisers gewidmeten freundlichen Stellen besonderes Aussehen erregt haben. — Der Kombination Thun steht jedoch die seinerzeitige aus Anlaß ähnlicher, an seine Berliner Reise anknüpsen-den Gerüchte erfolgte Erklärung gegenüber, daß ihm jeder Gedanke ferne liege, den ihm entsprechenden gegenwärtigen Minister deS Aeußern aus seinem Amte zu verdrängen. — Mithin dürfte man es Hinsicht-lich des erwähnten Krisengerüchtes nur mit Wünschen, hauptsächlich auswärtiger Gegner des Grasen Aehren-thal zu tun haben, denen jedoch schon darum die Ersüllung versagt sein dürfte, als es bei der gegen-wärtigen Lage dann zu einer vollkommenen Aus-wechslung der gemeinsamen Regierung kommen würde, für die ein PräzedenS in der Geschichte der Monar« chic nicht vorliegt. Politischer Rundschau. Inland. Die Delegationen. In der österreichischen Delegation wurde am 17. d. MtS. noch der bosnische Kredit angenommen, die bekannte Resolution Dr. Schustersitz abgelehnt und hierauf daS HeereSordinarium in Beratung ge-zogen. Die Debatte hierüber stand nicht auf der Höhe der früheren Debatten. In der ungarischen Delegation wurden in Fortsetzung der Beratung deS bosnischen Kredites mit Leidenschaftlichkeit die unga-rischen Interessen an Bosnien und der Herzegowina vertreten und auch die Gefahr des TrialiSmuS an» gezogen, die aber der gemeinsame Finanzminister Baron Burian wie Ministerpräsident Gras Khuen« annahmen, wurden die Toten in den Höhlen gebir-giger Gegenden bestattet. Man sprach damals, in der allerersten christlichen Zeit von den Katakomben der Totenstädte. Diese Nekropolen gab es in Griechen-land, Italien, Aegypten ». Dann nahmen die Kir-•±en und Kapellen, in eigenS dazu eingerichteten Grabkammern die Toten ihrer Gemeinde auf; später allerdings war diese Aufnahme nur ein Privilegium bevorzugter Personen, hoher Geistlicher, Fürsten. Während die Begräbnisstätte in der Kirche demnach nur Leuten bevorzugten Standes reserviert blieb, mußte zugleich auch für die anderen Angehörigen der Gemeinde gesorgt werden. So kam man schließ-lich dazu, daß diese Särge auf dem zur Kirche ge-hörenden Hofe untergebracht wurden, der den Namen „Kirchhof" später ^Friedhos" erhielt. Und da man um die Toten zu ehren, auch bald daran ging, diese Ruhestätten würdig auszugestalten, kam man zu gärtnerischen Anlogen. Und bald entwickelte sich auf den Friedhöfeu ein so reicher Rosenflor, daß man nur noch von Rosengärten sprach, wie denn auch huute noch aus einem alten Friedhos in Bayern auf dem Grabkreuz eineS Manne» die charakteristischen Worte zu lesen sind: Hier liege ich im Rosengarten, Muß noch auf Weib und Kinder Wirten. Nun sind Rosengarten und novemberlicher To-tensonntag sicherlich keine gute Gedankenverbindung. Denn der Spätherbst läßt eine rechte Rosenstimmung Hedervarq mit feiner Ironie zurückwiesen, woraus der bosnische Kredit genehmigt wurde. Einberufung des Reichsrates. Aus dem Ministerratspräsidinm wird bekannt-gegeben, daß der ReichSrat für den 24. November einberufen wird. Dem Reichsrate wird gleich bei seinem Wiederzusammentritte der Staatsvoranschlag für 1911 vorgelegt werden. Da jedoch keine Ans-sicht vorhanden ist. daß er noch vor Beginn des nächsten VerwaltungSjahres zur Erledigung gelangt, so wird mit dem Budget unter einem auch ein Budgetprovisorium für das erste Semester 1911 zur Unterbreitung gelangn». Der Staatsvoranschlag schließt ohne Defizit ab, nicht nur. weil sich die einzelnen Ressorts große Zurückhaltung bezüglich ihrer Anforderungen auserlegt haben, sondern inS-besondere darum, weil namentlich in Bezug auf Baufühningen bedeutende Einschränkungen erfolgten und demnach die sonst so namhaften Baukredite in beträchtlichem Maße restringiert w.'rden konnten. Was die Investitionen bei den StaatSbahnen betrifft, soll der diessällige Bedars im Wege einer Kredit-operativ» beschafft werden. E« handelt sich hierbei um einen Betrag von etwa 110 Millionen Kronen. Die Ermächtigung zur anlehenSweisen Beschaffung dieses Betrages dürfte schon im Gesetz über das Budgetprovisorium angesprochen werden. Friedliche Eroberung der Adria durch Italien. ' Die „Oesterreichische Flottenkorrespondenz" bringt folgende bemerkenswerte Mitteilung: Italien schickt sich an, planmäßig und mit der ihm eigenen Verve d!e friedliche Eroberung der Adria vorzubereiten, in-dem es neue, von der italienischen Regierung teil« weise sehr hoch subventionierte Schiffahrtslinien nicht nur zwischen den italienischen Häsen einerseits und den österreichischen Häfen JstrienS nnd DalmatienS anderseits, sondern auch Schiffahrtslinien im dalma-tinifchen Verkehr selbst einrichtet. So ist im heurigen Sommer von der Venezianischen Schiffahrts-Gesell« fchaft eine Linie zwischen Trieft und Venedig und eine zweite von Venedig nach Z^ara, Sebenico und Spalato eingerichtet worden. Die geschmackvoll aus-gestatteten Taschenfahrpläne der Gesellschaft zeigen auf dem Titelblatte die „Venezia", sich auf den Markus« löwen stützend und die Hand einem zerlumpten Burschen entgegenreichend, der offenbar Dalmatien und die übrige, noch „unerlöfte" Bevölkerung des Küstenlandes darstellen soll. — Eine zweite Gesell« schast ist jene, die den Verkehr mit neuen, hübschen Dampsern zwischen Ravenna und Trieft einerseits, Ravenna-Fiume anderseits wöchentlich besorgt. Auch diese Gesellschaft ist vom Staate subventioniert. In dritter Linie kommt die italienische DampsschiffahrtS« gefellfchaft „Pnglia" in Betracht, die einen wöchent« lichen Verkehr zwischen Venedig und Ancona einer-seitS, Spalato. Metkovie, Curzola. Gravosa und Cattaro anderseits unterhält und neuerdings auch nicht auskommen. Und der Totensonntag ist mit der ausgesprochenen Absicht in den November hinein ver« legt worden, diesen Tag möglichst trübe und ernst dem menschlichen Gewissen auszuprägen, daß «S Einkehr halte, bereue und Besserung anstrebe. Denn der Sonnenschein wirkt anders ausS Gemüt, als Sturm, Regen und Nebel; hiesür »och eine eingehendere Er-klärung zu geben, ist wohl nicht notwendig und auch nicht recht angängig. Dem Gedächtnis unserer Toten ist der heutige Tag gewidmet. Die da im Gram und Groll von unS geschieden sind, sollen wir durch Gutmachen unserer Schuld zu versöhnen trachten. Die da in Liebe und Zufriedenheit von unS gegangen, für die sollen wir in allen Tugenden, die sie an unS hochschätzten, weiterleben Nur so können wir der Bedeutung des TotentageS gerecht werden. Jede Halbheit ist hier von Uebel, wo nur die ganze und gerade Tat, der Ausrichtigkeit und Ehilichkeit die Richtschnur hallen, voll zum Ziele sührt. Dieses Ziel aber sollen und müssen wir erreichen. DaS sordert unserer innerer Mensch, das fordern unsere Mitmenschen und das sordert nicht zuletzt daS Andenken und das In Ehren-Halten unserer Toten. Nicht dem welkenden, fallenden Laube sollen wir gleichen, daS der November um uns streut, son-dern dem blühenden Leben, daS seiner Reise- und Erntezeit harrt. Denn wir sind inS Leben gepflanzt daß wir Frucht tragen und der Welt Nutzen bringen durch Tat und Wollen. Und gerade der Totentag soll unS daran erinnern, daß wir noch im Leben einen Schiffahrtsdienst nach Pola einrichtete. So erfreulich es seinen mag, daß unsere heimischen Küsten tuinmtjl auch das Interesse fremder See« fahrer finden, so kann man in den vorerwähnten Fällen dieses Interesse leider nicht auf eine besondere wirtschaftliche Entwicklung Dalmatien» zurücksühren. sondern es ist das Ergebnis einer politischen Aktion. Es bleibt zu hoffen, daß die Leiter unserer Schiff-sahrtspolitik dieses Moment nicht aus dem Auge verlieren werden. Ausland. Der kroatische Landtag. Das Amtsblatt veröffentlicht ein königliches Handschreiben, womit der Landtag aus den 22. d. Mts. einberufen wird. Besuch des englischen Königspaares in Indien. Offiziell wird angekündigt, daß der König hofft, in Begleitung der Königin Indien zu besuchen, um am 1. Jänner 1912 den KlönungSdurbar in Delhi abzuhalten. Die bevorstehende Auflösung des eng-tischen Parlamentes. Im Oberhause begründete Lansdowe ein Re-solntion, wobei er sich gegen die beabchsichtigte Aus« lösuug deS Parlamente» aussprach. Karl Erewe brachte eine Parlamentwetobill ein und erklärte, die Regierung bestehe aus unveränderter Annahme der Bill, welche sodann in formeller Lesung angenommen wurde. Die zweite Lesung findet wahrscheinlich Mon-tag statt. ES wird geglaubt, die Regierung beab sichtigte, dem König am 25. d. MtS. die Auflösung des Parlament anzuraten. Aus AM und Land. Evangelische Gemeinde. Anläßlich des Totenfestes findet morgen um 10 Uhr vormittags in der EhriftuSkirche ein Hauptgottesdienst statt, in welchem Herr Pfarrer May predigen wird über „Der Tod als Wohltäter". Um 11 Uhr wird ein SchülergotteSdienst abgehalten werden. Am Montag Abend treffen sich Glaubensgenossen mit ihren Freunden im Sonderzimmer des Hotel Erzherzog Johann zu gemütlicher AnSfprache. Zur selben Zeit ist eine Versammlung der Jungmannschaft Scharsenau im evangelischen Gemeindesaale. Ebenda versammeln sich am Dienstag Nachmittag um 4 Uhr die Mit-glieder des Frauenvereines zu einer Nähstunde, in welcher Herr Pfarrer May seine bisherigen Vor-träge sortsetzend, über den Feminismus sprechen wird. Am Donnerstag, abends um 8 Uhr, findet im Gemeindesaale eine Probe des Kirchenchores statt. Am nächsten Samstag findet im kleinen Saale des stehen, d. h. daß wir keine Zeit zum Stillstehen ha-ben, weil derjenige, der da rastet nach dem bekann-ten VolkSspruch auch rostet. Und wer dieser Bedeutung deS Totentages eingedenk ist. den wird sein Weg hinausführen zur Höhe, zum Ziele seiner irdi-schen Vervollkommnung. Wer den Tod vor Augen hat, wird die Furcht vor ihm verlieren und dennoch daS Leben doppelt lieb gewinnen: Bedenke, Mensch, ras Ende, Bedenke deinen Tod l Der Tod kommt oft behende: Der heute frisch und rot, Kann morgen und geschwinder Hinweggestorben sein. Drum bilde dir, o Sünder, Dein Sterben täglich ein! So singt daS alte Kirchenlied. Wir schauen frohen Auges in die Zukunft. Denn nicht spurloS ist an uns die Weihe des Totentages dahingegan-gen. Wir haben in Aufrichtigkeit und ^ Liebe unserer Dahingegangenen gedacht und au« dieser Erinnerung heraus Kraft und Wollen für ersprießliches, vorbildliches Leben in der nächsten Zukunft geschöpft. Neu gestählt stehen wir da. Mag auch die Welt mit ihren Lockungen noch so wild brausen und branden, uns hat mit sroher Widerstandsfähigkeit gegen alle Versuchungen erfüllt der Tag der Toten! MM. Vlätier zur Unkerhaltung und Belehrung für Haus und Familie. Ko»»tag»vtilage der „yntlschen Nacht" t« Killt. Nr. 47 .Die Eüdmart" erscheint jeden Sonntag al» unentgeltlich« Beilage für die Leser der »Deutschen Wacht". — Sin^ln ist .Die Sadmarl" nicht käuflich. 1910 Allerlei Hleues fürs Tyeater. In der guten Gesellschaft gehört e» zum guten Ton und versteht e« stch wohl von selbst daß man für« Theater etwa« sorgfältiger Toilette macht al» für die Straße und daß man feinem Anzug ein entschieden abend liche« Gepräge zu verleihen bestrebt ist. Man wird seiner Frisur größere Aufmerksamkeit zuwenden, und in allen Detail«, die zur Theatertoilette gehören, der Mode zu ent-sprechen suchen. Viel gehört ja nicht dazu. Irgend eine duslige Echarpe, ein hübscher Pompadour, tadellose Hand' schuhe^eine kleine nette Bonbonniere und schöner, der Mmrn Mm Toilette stch anpassender Schmuck, da« wären so ziemlich die Akzessoire« der Theaterkleidung. Da die Mode jetzt die Halbedelsteine so sehr begünstigt, so ist e« mit einem Auswande von ganz geringen Kosten möglich, seinen Schmuck mit dem «leide harmonieren zu lassen, denn in allen Nuancen finden wir die so modernen Pendeloque» urd Tropfenanhänger vertreten. Sogar ganz gelungene und von den echten Halbedelsteinen fast nicht zu unter-scheidende Imitationen au« Quarzen hat die Mode gr schaffen, die vollständig gellen können, um die Theater-tviletle, deren Wirkung ja doch auf die Ferne berechnet ist, zu schmücke». Die abstechend« Theaterbluse ist un» modern gewoiden; jetzt soll d«r Rock im Einklänge mit der Taille gewählt werden, deren Machart au«nahm»lo« japanisch ist und deren Aufschnitt, »um Unterschiete vom Vorjahre, wo man ihn eckig begünstig!«, in runder Form da« untersetzte durchscheinende Plastron entsteigen läßt. E» wird sich wohl auch ein Unterschied in d«r Theater-toilette in Bezug auf die Plätze geltend machen, die man einnimmt. Für eine Loge muß «ptschieden größere Toilette gemacht iverden und e« wäre geschmacklos, da« ganze Bild, da« ein Theater bieten soll, durch schlechte» Einpassen in seinen Rahmen zu zerstören Wer eine Loge besucht, hat die Pflicht, elegant und abenclich gekleidet zu sein. Heuer ist die Mode im Th«at«r durch ein neue«, ganz schicke» Detail bereichert worden, da» in der Hand wie ein Nicht- Häubchen au« Großmutter« Nachlaß anmutet, auf dem Kopfe sich jedoch sehr kleidsam und vorteilhaft aufnimmt. Diese Neuheit sind ganz gewöhnliche, goldene Netzhauben; st« werden über die Frisur gezogen und lassen ihre Rllschenansätze oder angesetzten Goldspitzen, die mit einem durchgezogenen schwarze» Samtbändchen abschließen und denen zur Erhöhung ihre« festlichen Ansehen« seitlich eine Rose beigegeben ist kokett und duftig über die nun wieder so modernen Stirnfranfen fallen. Der Hut, wenn ein solcher benützt wird, wird einfach über diese« Häubchen gestülpt, so daß die Goldspitze» gleichsam au« d«m Hute 2 quellend erscheinen. ES ist überhaupt jetzt zum Motegesetz geworden. für die Abendtoileite so wenig al» möglich vom Haar sihen zu lassen Auß r diesen Goldhäubchen weiden ganze Tmban« au» Goldbä-idern oder chinierten Seiden-gazestoffen, die nur die vorderen Härchen frei lassen, in Verwendung gebracht. Eine Schnur au» Perlen, einige echte Schmuckstücke oder ein Band dienen al» Abschluß dieser wohl originellen, doch ziemlich schwer kleidsamen Kopfputze, die Schönheit, klassische Form deS Gesichte» und Regelmäßigkeit der Lüge zur Bedingung machen, und so probiere jede Dame, die Lust verspürt, ihre Theater-srisur den Gesetzen der Mode anzupassen, vorher, ob daS ganze Ensemble ihre» äußeren Menschen, die Toilette und Coiffure, wirksam stch ergänzen. Da wird der Spiegel ein treuer Ratgeber sein und neben diesem ab«r auch die „Wiener Mode", die e» sich zur Aufgabe gestellt hat, nicht allein Modernes zu biingen, sondern auch den Mängeln der herrschenden Mode zu steuern, denn nicht immer ist alle» Moderne für jedermann gleich geeignet, nach dem bekannt'« GoelhewoU: .Eine» schickt sich nicht für alle." Anna v. S. (RachdruU verdoleu.) Wauyrcif. Novellelte von A. Hing c. Im Hamburger Hafen hatte soeben der große Lloyd bampser, von Boston kommend, abgelegt. Einer der eisten von den Passagieren, welche die LandungStrückc überschritte», war ein intelligent aussehender Herr von 28 Jahren. Er hatte i» offenbar eilig, wie die Art verriet, mit der er dem Gepäckträger anwiet, feine Sachen in den „Hambur ger Hof" zu befördern. Nach einem flüchtigen Blick über daS Hafenbild, da» im Rauhreifschmuck deS Novembermor-genS dalag, folgte er dem Dienstmann, hatte diesen lade» bald überholt. Zwei Juhre war Ehrhard Sturm drüben gewesen. Zuvor war er Korrespondent in dem großen Importhause von Jonathan Smith in Hamburg, da» sich durch seine überseeischen Geschäftsverbindungen einen Weltruf erworben hatte. Der Ehef des Hauses, Herr Jonathan Smith, ein Amerikaner von Geburt, war ein Emporkömmling, der mit sehr viel Herablassung und einem guten Teil theatralischer Pose den vornehmen Mann zu spielen liebte. Ehrhard Sturm hatte stch als eine tüchtige kauf männische Kraft erwiesn, und dies war offenbar von seinem Ehef anerkannt worden, denn sehr plötzlich halt« damals Herr Jonathan seinem Korrespvndenten di« Mitltilung gemacht, ir wünsch«, daß «r di« Leitung fcimr Filiale in Boston übernehme. Die» ivar wenige Wochen später, nach dem Ehrhard Sturm an «in«,» Sonntag im Dezember da» Fräulein Ellen, Herrn Jonathan» einzige Tochter, aus dem Eise au» Lebensgefahr errettet hatte. Die Sterne, die begehit man nicht, man freut sich ihrer Pracht, — so hatt? Sturm» Dogma gelautet, wenn er der schönen Ellen begegnet war und den Hut vor ibr gezogen hatte, wie vor seiner Königin. In eine» jeden jun» gen Manne» Seele lebt ein Ideal vom Weibe, und wie er e» sich zur LebenSgekährlin wünscht, und diese» Ideal verwiiklichte für Sturm die junge Amerikanerin. Freimütig, aber doch ech! weiblich und von eigenartiger Schönheit, hatte sie sein Herz erobert, noch bevor er ein Wort mit Ihr gewechselt Er war ja eben nur der Angestellte ihre» Vater» und diesem öffnete Herr Jonathan seinen Familien-und Gesellschaftskreis nicht. Da kam der Zufall den Wün-scheu de» jungen Mannes entgegen. Der Rauhreif war die Veranlassung gewesen. Rauhreif . . . Der Ankömmling strahlte über da» ganze Gesicht, als seine Gedanken hierbei angel ngt waren und sast zärtlich glitt sein Blick jetzt über den Rauhreif-schmuck in den Gärten, auf den Häufergiebeln und Tele-graphenstangen. All », wa» er inzwischen erlebt, die Jahre in Boston, daS Einleben in die dortigen Verhältnisse, die geschäftlichen Eriungenschasten, deren er sich rühmen durfte, die Rnfeeindrücke unlängst e» versank in seiner Erinnerung, nun er wieder auf Hamburger Boden. Machtvoll drang die Vergangenheit wietrr auf ihn ein und bestärkte Bhn in feinen kühnen Hoffnungen, die feine Rückberufung hieiher, welche durch Jonathan Smith selbst geschehn war, und zwar in liebenSwüidigster Weise, in ihm geweckt hatte. Damals! Die waldige Umgebung de» Stadtgraben» hatte in silberner Reifrüstung geflirrt. Den Nebel, der am Morgen gebraut, Halle die Sonne siegreich durchbrochen und strahlte nun herab auf die glatte Fläche de» Stadt-graben», wo sich die Jugend aller Stände im Schlittschuh-lausen vergnügte. Die Regiment»?.,pelle Halle gespielt, al» Ehrhard Sturm auf der Eisbahn angelangt war. Der strahlende Winlertag, die köstlich reine Lust, die junge» Blut erhitzt, die prickelnden Klänge, dr» lebensfrohe Bild d«r Eisbahn, hatlen auf den Ankömmling eine Gesammtwir kung hervorgerufen, die ihn in di« beste Laune versetzt. Dazu hatt« «r in der Entfernung, etwas abgtfondrrt von de» übrigen, eine Gestalt entdeckt, die fein Herz schneller schlagen gemacht. — Ellen Smith, in ihrem weißen Tuch koftüm, das ihrer brAnetten Schönhtit so entzückend stand. An der Slelle, wo die junge Dame ihre graziösen Kurven ausführte, ha'te die Sonne am intensivsten gelegen, wie auch einige milchweiße Stellen auf dem Eise e« bestätigten. In dem Augenblick, als Sturm die» gewahrt hatte, war auch bereits ein leiser Schrei an sein Ohr getönt. Er sah Ellen Smith» Hände in die Luft greifen, sah ihre Gestalt schwanken und dann plötzlich mit unheimlich«! Geschwin-digkeit kleiner w«rd«n. Bevor sie in dem nassen Element versunken, war er, gefolgt von der herzuströmenden Menge^ 3 an b« Unglücksstelle und halte di« zu versinken Drohend« mit kräftigen Arm.» umfaßt und emporgehoben. Da« Werk gelang um so besser, weil er noch die Schlittschuh- nicht an den Füßen hatte und daher mehr Sicherheit im Aus-treten. Jedenfalls war die Rettung schnell und glücklich xeschehen und tJ selbstverständlich, daß der Retter die junge Amerikanerin, die zwar blaß von dem üb«rstand«nen Schre-cken, ab«r von keiner Schwächeanwandlunz btfallen worden, selbst zu der herbeigeholten Droschke geleitete und ste nach H'uie brachte. Während der Fahrt hatte Sturm seinen Man tel abgelegt und über seine Schutzbefohlene gebreitet, die in ihren nassen Kleidern erschauert war. Dabei war etwa« geschehen, daS jedesmal, wenn er daran zurückdachte, sein Blut in Wallung brachte. Ellen Smitth hatte mit ihrem schönsten Augenauffchlag zu ihm aufgesehen und geflüstert: «Sie haben mich mit eigener Leb«n«gefahr gerettet l Ich hänge sehr am Leben und meine, daß ein Handdruck nicht Dank genug ist, — feinem Lebensretter gibt man mehr — Damit hatte ste ihm die Lippen geboten. Der überrascht« junge Mann hatte geglaubt, seinen Ohren nicht trauen zu dürfen. Doch der verlockende Mund so nah ? Blitzgeschwind hatte er feine Lippen darauf gedrückt. ES ist hochherzige Dankbarkeit, die sie hinreißt, und — sie ist k«in deutsche« Mädchen . . . hatten feine Pulse geflogen. „Die Mama wird arg erschrecken, wenn sie mich naß wie einen Pudel, wiederbekommtl" hatte Fräulein Ellen darauf geplaudert, alS fei nichts geschehen und damit beiden über die gewagte Situation hintv«ggeholf«n. Entzückt war er auf die Unterhaliung eingegangen, und als man vor dem Smithschen Haus« angelangt, war beiden gkwtsen, als kennten sie sich schon lange und nicht nnr der junge Kaufmann, sondern auch sein« Dam« hatt« inSgeh im be-dauert, daß die Fahrt beendet. Sturm die Hand reichend, hatte sie gesagt: „ES soll mir angenehm sein, wenn Sie einmal anfragen, wie mir der Unfall bekommen ist! Auf Wiedersehen 1" Ehrhard Sturm hatte die Zeit, die gefolgt war, wie in kl»'«», ftligen Rausch verlebt. Er hat!« d«n Smihschrn Damen feine Auswartung gemacht und war liebenswürdig empfangen worden und H«rr Jonathan hatt« ihm für di« LebenSrettung feiner Tochter mit einem festen Handdruck gelohnt. Vielleicht war damals schon in dem Ehef der Plan entstanden, Sturm als Leiter skiner Filiale In Boston einzusetzen und mit dieser Erhöhung einen Zoll seiner Dankbarkeit gegen diesen abzutragen. Vielleicht hatte auch anderes Herr Jonathan zu dem Schritt veranlaßt. Genug, nach einigen Woch«n, in d«n«n sich di« B«gegnungen Fräu-lein Ellen« mit ihrem Lebensretter auffällig gemehrt hat ten, wer an Sturm der Ruf nach Boston ergangen und hatte ihn. trotz der Ehrung, die darin lag und der vor-teilhasten Chancen, wie ein Blitz au« h«it«rem Himmel getroffen. Doch er halte da« Ane,dielen nicht ablehnen können: zudem hatt« ihm die Vernunft zugeredet: Sie spielt mit Dir. solange ihr da» Spielzeug neu Ist, — dem simplen Angestellten Ihre« Vaters wird diese Perle In gol« d-n«r Fassung nicht. Bei seinem Abschiedsbesuch war Ellen blaß und wort-karg gewesen. Er hatte daraus Schlüsse gezogen, tolle, beseligende Schlüsse. Der Zufall fügte e«, daß sie allein waren, al« «r ihr Lebewohl sagte. „Grüßen Sie mir meine Heimat, Herr Sturm," bat sie. Er hielt ihr« H.,nd «twaS länger fest, al« üblich. „Da« will ich tun, gnädige« Fräulein," erwiderte er. „Glücklich aber würte e« mich machen, wenn Sie für mich armen Auswanderer etwa« mchr Übiig hätten, al« diesen Auftrag, etwa«, —* und nun hrtte seine Stimme vibriert, „da« mich stet« erinnert, daß ein gewisser süßer Augenblick nicht nur ein Traum war." Sie hatte offenbar ähnliche« erwartet und bereit« vorgesorgt, denn ste zog au« ihrer Kleidtasche einen kleinen Gegenstand und legte ihn in seine Hand. Zum erstenmal verriet ihr Blick die zärtlichen Gefühle, die sie ihm ent> gegenbrachte. „Kommen Sie glücklich über d«n Ozean/ flüsterte ste, „und einst wieder glücklich zurück." ES war ihr wohlgetroffeneS Bild und das Präsent geeignet, seine HossnungSsegel zum Schwellen zu bringen. ES wurde ihm zum Sporn, feine ganze Kraft einzusetzen, di« ihm gewordene Aufgabe glänzend zu lösen. Die« war ihm voll.:uf gelungen, und al« letzthin Herr Jonathan ihn zurückrief, da war fein erster Gedanke: Bist du jetzt vielleicht dem Alten ein willkommener Schwiegersohn? Hat Ellen stch dem Vater anvertraut und «r ist gutherzig genug, den Wunsch seine« einzigen Kinde« zu erfüllen? Er schalt sich zwar töricht, vermesse» und dennoch — we?halb sonst halte Herr Jonathan ihn herbeigerufen? Nachdem der Ankömmling im „Hamburger Hos" ein Flühstück eingenommen und Tiolette gemacht, schritt er dem allen Handelshause von Jonaihan Smith zu, um seinem Chef Bericht zu erstatten. Mit diesem Weg gehst du einem märchenhaften Glück entgegen, od«r dem Grabe deiner Hoffnungen, sagte «r sich. Bald fr«ud«trunkeii, sich di« nächste Stunde in rosigen Farben ausmalend, bald von Znxifeln gequält, lexte er den Weg zurück. Die Ungewißheit stieg in Ihm bis zur Mar-ter — gewiß war der Rauhreif an seiner wachsenden Stimmung schuld, weil er so eistg. so ernüchternd stch auf Glieder und Sinne legte. Mit einem Gefühl der Erwartung, wie er noch sei* neS erlebt, betrat er daS Geschäftshaus, auf dessen weit» läufiger Diele die Waren hochausgestapelt lagerten. Zu seiner Ueberraschung gewahrte der Eintretend«, daß di« Türen zu den Bureauräumen Laugewinde trugen; die Gu'r-landen waren nicht mehr ganz frisch. Statt der strengen Disziplin, di« im Geschäft Vorschrift war, schollen ihm 4 muntert Stimmen entgegen und Lachen, — vermutlich war hier ein Fest gefeiert worden und die Angestellten noch in Festlaune. Der Aufseher, ein frischer Dreißiger, Wir der erste, der Sturm gewahrte. Frohllberrascht kam er ihm entgegen. „Ab, Herr Sturm, da« ist schön, baß Sie wieder hier sind! Sckadt, daß Sie nicht einen Tag eher arge-kommen sind. da»n hätten Sie doch mitgefeieit! Herr Smith Ist in seinem Privaikabinett; ich werde Sie sofort melden" Mitgefeiert? Welche« Fest denn? Der Geburt«tag de« Chef« war, wie Sturm sich erinnert, Im Frühling —. Ihm blieb nicht Z:it, dem nachzustnnen, denn au< dem Äibinett de« Herrn Jonathan erklang ein befriedigte« .Ah", da« offenbar feiner Anmeldung galt. Gleich darauf stand er dem Chef gegenüber, der ihm mit ausgestreckter Hand entgegenkam. „Willkommen, willkommen, lieber Sturm l Ich habe mich auf Sie gefreut wie ein Kind auf den Weihnacht«-mann. Großartiger Vergleich, was? Ich bin nämlich furcht-bar begierig auf Ihre Berichte und habe eine Ueber- raschung für Sie in petto!--Gute Reise gehabt, ja? Nehmen Sie Platz. Berehrtester! Mögen Ste rauchen? Nein? Nun. bitte, erzählen Sie." Starkbeleibt, mit krausem schwarzem Haar und bräunlicher, eigentümlich glänzender Gesichishaut, mit roter Krawatte und vielen BriUanlringen an den Fingern, glich Herr Jonathan weit eher einem Zirkusdirektor, al« einem Grobkaufmann. Sein liebenswürdiger Empfang, die Be-deulung in feinen Worten, versetzten Erhard Sturm in die glücklichste Laune — e» war kein Zweifel mehr, seine hochfliegenden Hoffnungen sollten stch erfüllen. Er erzählte. Er machte seinen Chef genaue Schil« derungen über die Bctrieb«ei»richtungen, legte ihm da« Fazit der Jahreseinkünfte vor und erwie« sich al« ein vorzüglicher Beobachter der Bostoner Verhältnisse und au«> gezeichneter Spekulant. Herr Jonathan, der mit gespannter Aufmerksamkeit den Ausführungen gefolgt war, rieb stch strahlend die Hände. „Vortrefflich, ganz vortrefflich, mein lieber Sturm/ lobte er. „Ich bin mit Ihnen zufrieden, außerordentlich zufrieden. Ich habe dies bereit» au» Ihren schriftlichen Be-richten ersehen und meine Maßregeln danach getroffen." Der Sprecher machte eine Kunstpause, während wel« cher der Wartende vergeben» sich mühte, seine innere Er-regung zu meistern. Ein unendliche« Hochgefühl schwellte seine Vrust — der nächste Augenblick würde da« Füllhorn deS Glücke» über ihn ausstreuen. „Mein lieber Sturm," sagte jetzt der Chef und lä-chelte gönnerhaft, „in Anerkennung Ihrer hohen Verdienste bin ich entschlossen" — der Sprecher hielt inne und rieb mit dem Foulard die Gläser feine« Kneifer» blank — Eblhaid Sturm« Herzschlaz drohte abzusetzen —. .Bin ich entschlossen," fuhr Herr Jonathan fort. »Ste al« meinen Vertreter am hiestgen Platze einzusetzen. Ich gedenke nämlich mit meiner Familie nach Amerika zurückzukehren, da meine Tochter dort wohnen wird. Sie müssen nämlich wissen, daß ich gestern meine Ellen mit Mister Chliffort, dem bekannten amerikanischen Krösu«, verlobt habe." Bald darauf verließ Erhard Sturm da» HauS. Ein anderer, al« er gekommen, — der Vertreter de« Chef« jetzt, dem sich künftig alTe hier unterordnen mußten. Doch nicht« von stolzer Freude malte sich auf feinem Gesicht; er sah blaß au«, ,ehr blaß, und erschauerte, al« er hinau»-trat. Vielleicht war der Rauhreif daran schuld, der kalt, aber zauberschön auf Bäumen und Sträuchern glitzerte, — vielleicht auch jener Reif, der so plötzlich mit rauher Hand die Blüten feiner Hoffnungen vernichtet hatte. Ketteres. Schweigen ist Gold. Mann und Frau stehen vor einem Schaufenster. Frau: „Du bist ja fo still, Männchen?• — Mann: „Ja, wa« soll ich denn sagen?" — Frau: „Run, zum Beispiel — liebe Frau, willst Du Dir keinen neuen Hut kaufen?" Schlau. Gast zum Major: „Sie haben mit den Köchinnen wirtlich eingroße« Glück ! ... Sagen Sie mir, wie Sie da« immer so treffen!" — Major : „Ganz einfach . . . Den bestgenährtesten Soldaten meine« Bataillon« frage ich nach feiner Geliebten und die engagiere ich dann um jeden Preis!" Selbstbewußt. Junge Dame, die nach vielen Bedenken den Antrag eines Leutnant« angenommen hat: ..Ich will Dir'» nur gestehen, E gar, ich liebte Dich vom ersten Augenblick an, al« ich Dich sah..." — Leutnant: ..Aber, liebe« Kind, da« war doch ganz selbstverständlich!" Galgenhumor. Förster: „Merkwürdig, der Baron brennt dir doch bei jeder Treibjagd eine« hinauf." — Treiber: „Ja, der hat st' bei mir scho' ei'geschoss'n!" Beste Würze. „Ißt denn dein Mann da«, wa« du kochst ?" — Junge Frau: „O ja, ich geb' ihm nach jedem Löffel einen Kuß, dann geht e« schon!" Gelungene Bezeichnung ,Wa« hast du da am Fenster für einen erhöhten Tritt?" — „Da« ist die Kommandobrücke meiner Frau I* Betrachtung. Alte Jungfer: „Ich habe schon Pech mit meinem Kanarienvogel! Jetzt habe ich ihn schon zehn Jahre und noch immer will er keine Junge kriegen." Umschrieben. Junge Frau (nach dem ersten Kochen): „Nun? Wa« sagst Du ?• — Gatte : „Von all' dem bist eigentlich nur du zum Anbeißen!" Nummer 93 Deutsch«» Hauses ein öffentlicher Familienabend statt, in welchem Herr Missionar Philipp Stier aus Indien einen Lichtbildervortrag über „15 Jahre Lebensarbeit in Indien" halten wird. Trauung. Morgen nachmittag findet in Cilli die Trauung des Herrn Hans Cmak, Zimmermeisters und Bauunternehmers mit Frl. Stefanie Find-eisen statt. Evangelischer Frauenverein. Am Donnerstag veranstaltete der evangelische Frauen-verein im Gemeindesaale des Pfarrhauses einen Theeabend. Der Einladung der liebenswürdigen evangelischen Frauen waren so viele gefolgt, daß der Saal kaum die zahlreichen Gäste fassen konnte und eS dürste wohl niemanden gereut haben, diesen Theeabend besucht zu haben. Nach einer herzlichen Ansprache des Herrn Pfarrers May eröffnete den Reigen der Borträge Herr Spitzer, welcher aus dem Klaviere „Isolden? Liebestod" aus R. Wagners „Tnstan und Isolde" bearb. von Franz LiSzt vortrug. Man hat selten Gelegenheit, das meisterhaste Spiel des Herrn Spitzer zu bewundern und sind den Beranstaltern und dem Virtuosen umsomehr zu Dank verpflichtet. Sein Spiel, das auch den ge-bührenden Beifall fand, war eine würdige Ein-leitung für den schönen Abend. Sodann erfreute uns Herr Pfarrer Mai, durch den Bortrag einiger Lieder. Sein klangvoller, gutgefchulter Bariton kam nament-lich in den Liedern: „Der Wirtin Töchterlein" iLo?we Ballade) und „ES muß was wunderbares fein* zur Geltung. Auch ihm wurde durch reich-lichen Beisall gedankt. Reizend war der Zweigesang „An den Abendstern" von R. Schumann der Frän-lein Payer und Reitter. ES war ein wirtlicher Ge-nnß der jngendsrischen, anmutigen Stimmen der beiden jungen vielversprechenden Sängerinnen zu lauschen, umsomehr als auch der Bortrag ansge-zeichnet war. Herr Kögeler erwies sich als ein vor-züglicher Deklamator. Namentlich im Bortrage des „HexenliedeS" wirkte er durch verständnisvolle Wiedergabe und entschiedene Beherrschung seines wohllautenden Organes. Prächtig vorgetragen wurde auch das Quartett »Muß eincr von dem anderen" von E. Becker (Herr Psarrer May, Herr Poljak und die Fräulein Reitter und Paiier). Am Schlüsse des ernsten Teiles der Borträge hörten wir noch den Kirchenchor, der ein Lied vortrug. Wir konnten hiebei die erfreuliche Bemerkung machen, daß der Kirchenchor, den wir übrigens bald bei einem Kirchen-konzerte hören werden, bedeutende Fortschritte ge-macht hat. Zum Schlüsse trat die heilere Laune in ihre Rechte, als Herr Bergkommissär Bauer, stürmisch begrüßt mit seinen heiteren Borträgen begann. Wer die zwingende Komik der Vorträgt des Herrn Bauer kennt, der wird es begreiflich finden, daß die Zuhörer nicht genug bekommen konnten und den Vortragenden imnier wieder baten, Zugaben zu machen, was er bereitwilligst tat. Auch der leibliche Mensch kam aus seine Rechnung. Die liebenswürdigen Beranstalterinnen bewirteten ihre Gäste mit Speise und Trank in reichlichster Weise und wir können uns nur den Worten des Herrn Psarrer May anschließen, der in feinen Abschiedsworten den Mitgliedern dcs evangelischen Frauenvereines den herz-lichstcn Dank sür die Veranstaltung dieses schönen AbendeS sagte und der Hoffnung Ausdruck gab, daß dieser erste Teeabend nicht der letzte sein möge. Aschiedsabend für Dr. Glas. Am nächsten Samstag den 19. November, 8 Uhr abends, findet in Pettau im großen Kasinosaale der Abschieds-abeitd des nach Graz versetzten Landesgerichtsrates Herrn Dr. F. Glas statt, wozu alle Aemter, Be-hörden, Vereine und Genossenschaften geladen wurden. Liedertafel. Sonntag den 4. Dezember ver-austeiltet der Mäunergesangverein „Liederkranz" seine Herbstliedertafel. Die Bortragsordnung werden wir noch bekanntgeben. Cillier GeselligKeitsoerein. Die diesjährige Hauptversammlung findet Montag, den 21. November 1910 um halb neun Uhr abends im Turnzimmer des Deutschen Hauses statt. Ein Schulstreik. Donnerstag abends kam eS an unserer gewerblichen Fortbildungsschule zu einem Ausstande der Schüler in der obersten Klasse. Diese behaupten von einem Lehrer mit unpassenden Ausdrücken belegt worden zu sein. Dank dem Ein-greisen des Leiters der Schule Herrn Direktor Bobifnt ist es gelungen, die Jugend wieder zur Ordnung zu-rückzuführen, Steidlerabend. Montag de» 21. d. M. veranstaltet der bekannte Gesangskomiker Her Joses Steidler im Deutsche» Hause einen Vortragsabend. Wichtig für Fischer. Die österreichische Hifchereizettung wird vom Grazer Sportanglerverein zur allgemeinen Benützung im Caf6 Union aufgelegt werden. Deutsche Macht Donder windischen Bauernuniversität in St. Georgen. Der steiermärkische Lehrer-bund hat ein Flugblatt herausgegeben, in welchem er gegen die windische Obstruktion Stellung nimmt und in treffender Weise die Berechtigung derselben widerlegt. In diesem Flngblatte befindet sich folgen» der Satz: „Die Landwirtfchaftsfchule in St. Ge-orgen a. S. ist leider schon erledigt, ja noch mehr, die slowenischen Jünglinge haben diese neuerrichtete Schule bereit» versaut." Dieser Aussall gegen die Reinlichkeit der 20 Bauernhochfchüler von St. Georgen veranlaßt die slowenisch-klerikale Partei, zu einer großen Mobilisierung der gesamten windisch-klerikalen Jungmannschaft und zwar nicht blos gegen die Deutschen sondern auch gegen die in diesem Falle recht unschuldigen Slowenisch-Liberalen. Die „Zimmer-reinheit" der St. Georgener Hochschüler ist in dem Falle ein Organisationsmittel der Klerikalen und die slowenisch-liberale Partei beeilt sich, feierlich zu erklären, daß sie der Beschuldigung, daß die Land-wirtschastSschule in St. Georgen schon versaut sei, vollkommen ferne stehe. Um das schreckliche Unrecht, das in diesem Falle der windischen Nationalität zu-gefügt wurde, zu sühnen, findet morgen Sonntag beim „Weißen Ochsen" in Cilli eine große klerikale Demostrationsversammlung statt, in welcher die windische Bauernuniversität gründlich rein gewaschen werden wird. Wie wir vernehmen, soll sie sich in der Tat nicht in einem ganz sauberen Zustande be-finden. Bon unserer Schaubühne. Spielplan: Samstag, den 19. Novrmber, Erstaufführung der erfolgreichen Lustspiel-Neuheit „Das Konzert" von Hermann Bahr. Sonntag, den 20. "November „FrühlingSluft". Operett« von Josef Strauß. (Hanni — Frl. Fini Frank a. D.) Um Frl. Eh. v. Hendrichs Gtlkgenheit zu geben sich dem Cillier Publ'kum in einer stücktragenden Rolle zu zeigen, hat die Direktion für Donnerstag, den 24. Novem-der eine Aufführung von Grillparzers herrlichem dramatischen Gedicht „Des Meeres und der Liebe Wellen' (Hero und Leander) angesetzt. Eoanglisches Kirchenkonzert. Der blind« Organist Eduard Jnterberger gedenkt am 2. Dezember unter Mitwirkung mehrerer einheimischer Kunstkräftezu volkstümlichen Preisen ein Kirchenkonzert zu seinen Gunsten zu veranstalten. Näheres wird später noch bekanntgegeben werden. Dertragsbeamten-Bersammlung. Am 14. ds. hielt die Ortsgruppe Cilli des Landes-Vereines der staatlichen Bertragsbeamten eine gut-besuchte Monatsversammlung in den Gastlokalitäten Dirnberger ab. Hiebei wurde die genügend bekannte, äußerst trostlose Lage der Vertragsbeamten überhaupt, besonders aber die infolge der fortwährenden Preis-steigerung aller Lebensminel immer mehr um sich greifende Verelendung dieser Beamtenkategorie be-sprochen. ES wurde von mehreren Mitgliedern der Ortsgruppe der bis zur Erschöpfung betriebenen Ausnützung der Arbeitskräfte einerseits und der be-schämenden vollkommen unzureichenden Entlohnung anderseits in scharfen Worten Erwähnuug getan. Die Annahme, daß die Bertragsbeamten nur als Hilfskräfte verwendet werden, muß energisch zurück-gewiesen werden, da erwiesenermaßen die Vertrags-beamten mit sehr geringen Ausnahmen vollwertige Beamtendienste verrichten, was insbesondere bei den Landgerichten der Fall ist. DieS ist eine Tatsache, welche nicht abgeleugnet werden kann und wurde dies auch maßgebenden Orts anerkannt. An der Hand deS gesammelten Materials kann jederzeit die Richtig! eit dieser Behauptungen nachgewiesen werden. Znm Schlüsse wurde nachstehende Entschließung ein-stimmig angenommen: „Die heute den 14. Novem-ber d. Z. in Cilli im Gasthause Dirnberger statt-findende Monatsversammlung der Ortsgruppe Cilli der staatlichen Bertragsbeamten erhebt mit Rücksicht darauf, als diese Kategorie StaatSbediensteter in ihren Bezügen weit unter denen der Beamten, Unterbeamten und Diener steht und auch bezüglich der Gewährung verschiedener anderer, den übrigen Staatsbediensteten zustehenden Benefizien in der stiefmütterlichsten Weise behandelt wird, den schärf-sten Protest sowohl gegen eine derartige nnzuläng-liche und den bestehenden LebenSverhältniffen schon seit Jahre» nicht mehr entsprechende Besoldung als auch gegen die rechtlose, unserem modernen Zeitalter und jeder Humanität hohnsprechende Stellung dieser StaatSbedienstetengrilppe. Die staatlichen Vertrags- Seite 3 beamten, welche, wie zu wiederholtenmalen kompeten-tenorts zugegeben wurde, vollwertige Beamtendienste verrichten, erivarten von der Regierung, daß sie unverzüglich darangehen, derartigen skandalösen Zu-ständen durch die gesetzliche Regelung der Bezugs» und StandeSverhältniffe dieser Beamtengruppe ein Ende zu bereiten, und sordert die Abgeordneten aller Parteigruppen mit Rücksicht auf die wiederholt ge-gebenen bindenden Versprechungen auf, diese Forderungen mit allen zu Gebote stehenden Mitteln zu unterstützen. Schließlich fordert die Persammlung unbeschadet der gesetzlichen Regelung die sofortige Bestellung aller über drei Jahre dienenden Kanzleigehilfen zu Kanzleioffizianten. Iulfeier des Cillier Turnvereines. Wie wir bereits mitteilten, findet die Julfeier des Cillier Turnvereine» Samstag, den 10. Dezember 1910 statt. Auch Heuer werden, wie im verflossenen Jahre, turnerische Darbietungen, vorträge der Cillier Musikvereinskapelle und die eigentliche Julfeier den Abend ausfüllen. Diese selbst soll so durchgeführt werden, daß alle Teilnehmer sich ganz von dem be» sonderen Zauber unseres schönsten deutschen Familien-festes, der deutschen Weihnacht umgeben fühlen wer» d«n. Wieder wollen wir unter dem Julbaum zahl» reich« Gaben aufstapeln und wenn dann die Lichter aufflammen, wird die Verteilung dieser Widmungen Freude und fröhliche Weihnachtsstimmung verbreiten. An diesem völkischen Festabende sollen sich alle Volks» genossen in den Räumen des Deutschen HauseS ein-finden, um sich ganz der Empfindung hinzugeben, daß wir Deutschen eine einzige große Familie sind. Deshalb richten wir an die lieben Volksgenossen die Bitte, sich den Abend des 10. Dezember für die Julieier des Cillier Turnvereines freizuhalten und von der Einrichtung, daß sich alle Festbesucher, nicht nur Vereinsmitglieder, gegenseitige Geschenke (Wid-mungen) unter den Julbaum legen können, recht ausgiebig Gebrauch zu machen. Schulvereinsschulen im Unterlande. Der Obmannstellvertreter des Deutschen Schulver-eines und Reserent sür Steiermark Herr Dr. Baum unternahm letzten Sonntag mit dem HauptleitungS-Mitglied« Herrn Architekten Payer, denen sich Schrift-leiter und GauvertretungSmitglied Norbert Iahn und Baumeister Kaiser, letzterer aus Cilli, anschlössen, eine Fahrt in das Schall- und Sanntal, um die dortigen Schulen des Deutschen Schulvereines zu besichtigen. Zuerst ging die Fahrt von Cilli nach Schönstein. Dort besteht seit dem Jahre 1904 eine zweiklassige Deutsche Schulvereinsschule; der An-drang zu ihr ist in der letzten Zeit derart stark ge-worden, daß sich die Errichtung einer dritten Klaffe nicht mehr hinausschieben läßt. Der deutsche Kinder-garten ist in einem ungünstigen Raume untergebracht und der Deutsche Schulverein wird auch da die ent-sprechende Borsorge treffen. Die Schule wird einen entsprechend großen Zubau erhalten, in welchem die notwendige dritte Klasse und der Kindergarten unter-gebracht werden. Hiebei muß rühmend die nationale Opserwilligkeit der Schönsteiner Deutschen hervor-gehoben werden. Insbesondere sind es die Herren Wofchnagg, welche nach vielen Tausenden von Kronen zählende Opfer im Kampfe um die Erhaltung des Deutschtums in Schönstein gebracht haben. Deutsche sind es auch, welche durch ihre finanzielle Opfer-Willigkeit die Erhaltung des Deutfchen Hauses, des Sammelpunktes der Schönsteiner Deutschen, in ge-selliger Beziehung ermöglichen. Nicht vergessen darf auch werden das Oberlehrer» Denk, der sich alle Mühe gibt, das heranwachsende Geschlecht im deutschen Sinne und Geiste zu erziehen. Bon Schönstein ging die Fahrt nach Wöllan. Dort wurde 1907 vom Deutschen Schulvereine eine einklaffige deutsche Schule errichtet. Die Schule ist bereits zu klein; sie mußte erweitert werden durch einen Anbau, der die zweite Klaffe aufnehmen wird und soeben vom Bau-meister Kaiser fertiggestellt wurde. Mittlerweile wurde die zweite Klasse in einem gemieteten Raume unter-gebracht; zur Weihnachtszeit wird sie in ihr neues Heim Übersiedeln. Im Schulhause wurde auch ein deutscher Kindergarten untergebracht, der von bei-läufig vterzig Kindern besucht wird. Die Deutschen von Wöllan finden ihren Mittelpunkt in der Deut« schen SchulvereinSortSgruppe, welche unter der tat-kräftigen Führung des Herrn WerkSdirektorS Wolf steht, der auch Obmann des deutschen SchulauS-schuffes ist. Der getreue Eckart von Wöllan ist der biedere Vater Goll, dessen Gastfreundschaft allen Deutschen unvergessen bleibt, deren Weg sie ins schöne Wöllan führte. Wie groß auch hier die na-tionale Opferwilligkeit des kleinen Häufleins Deut-scher ist, davon legt ein glänzendes Zeugnis der Umstand ab, daß eine geringe Anzahl unter großen materiellen Opfern und ohne jede Beihilft nationaler Seite 4 veutsche Wacht Nummer S3 >m Schutzvereine oder sonstiger Korporationen einen Grundkauf durchführte und einen HauSbau errichtete, um zu verhindern, daß sich dort der geplant ge-wesene Narodni dom breit mache. Hingewiesen jsei noch darauf, daß Oberlehrer Herr Weingerl, eine tüchtige Lehrkraft, seine ganze Kraft der ihm anver-trauten deutschen Schule widmet. Bon Wöllan ging dann die Fahrt nach Heiltnstein im Sanntale. Bisher hatte Heilenstein nur eine rein slowenische Schule, so daß die Kinder der deutschen Beamten und Arbeiterfamilien des deutschen Unterrichtes ent behren mußten; mit der Zeit wären sie ihrem Volks tume natürlich vollständig verloren gegangen. Da griff, wie in ähnlichen Fällen, auch hier wieder der Deutsche Schulverein ein und errichtete innerhalb weniger Wochen in Heilenstein eine deutsche Schule, die kürzlich, zu Beginn dieses Schuljahres, eröffnet wurde. Das schmucke Schulhäuschen von Heilenstein ist also das Heim der jüngsten Deutschen Schul-vereinSschule im steirifchen Unterlande. Das schnelle Erstehen der Schule ist zum großen Teile der Tat-kraft des Herrn Ingenieurs Boigt zu danken, der unermüdlich alle Hindernisse beseitigte. Besonderen Dank verdient für ihr liebenswürdiges Entgegen« kommen die Firma William Prym, der es auch zu verdanken ist, daß der Bau so rasch ermöglicht wurde. Ein wackerer Mitarbeiter ist der Hirschen« wirt Herr Jelen, auf dessen Gnind die deutsche Schule erbaut wurde und dessen Gasthaus den Heilensteiner Deutschen zum Sammelpunkte dient. Anläßlich der Schulbesichtigung fanden sich bei Jelen Ingenieur Boigt, mehrere Beamte, deutsche Arbeiter u. f. w. ein, um mit den Gästen einige fröhlich-Stuuden bis zum Abendzuge zu verbringen, Ine genieur Boigt feierte hiebei die großen Verdienste, welche sich Herr Dr. Baum um daS Deutschtum in Heilenstein und um das deutsche Schulwesen Unterlande überhaupt erworbeu hat. Deutschnationaler Handlungsgehil fenverband. Die Ortsgruppe Cilli diese« Ver bandes veranstaltet wie wir bereits mitgeteitt haben, im Monate Dezember in Store im Gasthause de» Herrn Lokoschek einen Familien-Julabend. Die Ver anstaltung wurde wegen der Liedertafel des M -G. B. „Liederkranz" auf den 8. Dezember verschoben. Der Ausschuß ist bemüht, den Abend zu einem recht angenehmen zu gestalten. Klavier» und Gesangvorträge werden mit anderen Ueberraschungen abwechseln. Auch ein GlückShafen und Jubelwidmungen werde» zur Verschönerung des FesteS beitragen. Der FestauS fchuß bittet, von den Julwidmungen auSgiebigen Gebrauch zu machen. Die Julwidmungen mögen ver-packt und mit der betreffenden Anschrift versehen werden. Fahnenflüchtig geworden oder ver-unglückt. Der Ersatzreservist Sebastian Slak aus Römerbad begab sich Sonntag nach Hause und ist bis heute noch nicht in die Kaserne zurückgekehrt. Es ist unbekannt, ob er fahnenflüchtig geworden oder ob ihm ein Unglück widerfahren ist. Gemeindewahlen in Graz. Mittwoch fanden im dritten Wahlkörper des Grazer Gemeinde» rate« die ErgänzungSwahlen statt, die mit einem namhaften Sieg der sozialdemokratischen Partei endeten. Die Kandidaten derselben erhielten 1895 bis 2031 Stimmen, während auf die deutschfreiheitlichen Wahl-werber nur 1470 bis 1527 Stimmen entfielen. Der Sieg der Sozialdemokratin ist teils daraus, daß sich von 7017 Wahlberechtigten nur 3547, also nur 50 v. H. an der Wahl beteiligten und teils daraus zurückzuführen, daß die Ehristlichsozialen sür die sozialdemokratische Liste stimmten. Gräfin M. Stubenberg-Wohltätig-Keits-Akedemie Am 4. Dezember veranstaltet Gräfin Mathilde Stubenberg im Stephaniesaal« zu Graz eine Wohltätigkeiti-Akademie zu Gunsten de« Hilfsvereine« für Lehrerinnen und Erzieherinnen in Eteiermark und des Kinderspital » Seehospitzes Salvore. Da die Segnungen dieser beiden Hmanitäls-anstalten dem ganzen Lande zu Gute kommen, ergeht auch die Einladung für diese WohltätigkeitSakademie an die Bewohner de« ganzen Lande« Steiermark«. In Anbetracht de« wohltätige» Zweckes werden auch Überzahlungen oder Geldspenden dankend angenom-«en; solche sind an di« Gräfin Mathilde Stubenbtrg. Graz, Stainzerhofgasse 4 einzus«nden. Daneben muß betont werden, daß die künstlerische Bedeutung des Abend««. an dem, um nur einen herauszugreifen auch Pfarrer Ottokar Kernstock mitwirkt, durchaus geeig-net ist, einen Besuch von auswärts al« lohnend bezeichnen zu können. Der Stationschefwechsel in Pettau. Aus Pettau 17. d. MtS., meldet das „Gr. Tagbl." Der für Pettau neuernannte StationSchef Herr Würbenthaler ist aus seinem bisherigen StationSorte Klagenfurt hier eingetroffen und übernahm bereits die Leitung der hiesigen Station. Herr Reichet be« findet sich noch in unserer Stadt. Die verschwundene deutsche Aufschrift an einer gemischtsprachigen Schule. Aus Drachenburg wird dem „Gr. Tagbl." gemeldet: Die Aufschrift am Gebäude der hiesigen Volksschule lau« tete bisher: „LjudSka sola — Volksschule". Dies ließen stch die Deutschen durch eine Reihe von Iah-reu gefallen. Nun wurde ste in der letzten Zeit übertüncht und durch eine rein slawische ersetzt, ob-gleich die Volksschule eine doppelsprachige ist. DieS ist innerhalb kurzer Frist der dritte Fall, der beweist, wie die Slowenen Aemter und Anstalten zn slawisie-ren beginnen. Gemeindewahlkompromih in Trifail. Wie das hiesige slowenischliberale Blatt meldet, sind die auf ein Kompromiß für die Gemeindewahl in Trifail bezughabende Verhandlungen bereit« abge-schlössen. Die Führer der sin Betracht kommenden Parteien haben vereinbart, daß in den'GemeindeauS-schuß 22 Slowenen und 8 Deutsche folgte Annullierung der ersten Wahl vorgenommen werden mußt«, ist trotz der größten windischen Agitation die deutsch« Liste mit Mehrheit durchgedrungen. Es wurden ge-wählt: Anton Oratsch, Schneidermeister. Anton Ar-senscheg. Kurschmied, Franz Supaniic. Gastwirt. Johann Katz, Gastwirt, Karl Wutt. Kaufmann; als Ersatzmänner: Johann F«g«r, Schuhmacher. Heinrich Mattausch, Hufschmied, Anton Marciö, Lederer. Untersteirischer Fremdenverkehrstag. Wie schon bereit« mitgeteilt wurde, wird der Lan-deSverband für Fremdenverkehr in Steiermark am Sonntag den 20. ds. um halb 11 Uhr vormittags im Kasino in Marburg einen untersteirischen Frem-denverkehrstag abHalt«». Ein« rege Beteiligung an dieser sür da« Unterland sehr wichtigen Tagung er-scheint al« dringend geboten. Bom Schude entwichen. Kürzlich wurde in Laibach ein nach St. Martin an der Pack, Be-zirk Voitsberg. zuständiger Vagant wegen Ausweis« losigkeit ausgegriffen und der Schubbehörde überstellt. Diese wollte ihn mit der Bahn in die Heimat be° fördern. Auf der Durchfahrt durch Eilli entsprang der Schübling jedoch dem Wachorgan. Kuhdiebstahl. In der Nacht auf den 14. d. Mts. wurde einem Grundbesitzer in nächster Umgebung von St. Georgen an der Südbahn eine Kuh im Werte von 300 Kronen gestohlen. Am nächsten Tage wurde der Dieb, der 18jährige Arbeiter Jakob Filly aus Lokarje, von der Gendarmerie verhaftet und dem Kreisgerichte Cilli eingeliefert. Der Dieb trieb die Kuh während der Nacht nach Ponigl und ver-kaufte sie dort dem Grundbesitzer I. Zdolsek um 268 Kronen. Da der Dieb keinen Biehpatz hatte, schöpfte der Käufer Verdacht und machte die An-zeige. Filly wollte mit dem Gelde nach Donawitz fahren. Kirchenräuber. Kürzlich versuchten in Agram'zwci Maurer Kirchengegenstände im Geschäfte des Vergoldn» Schönbuchner zu verlausen. Beim Erscheinen einer dritten Person ergriffen sie jedoch die Flucht. Noch am selben Tage gelang es der Polizei, die Kirchenräuber zu verhaften. Ein Detektiv griff an der Peripherie der Stadt ein Individuum auf. auf das die PnfonS« und Kleiderbeschreibung paßte, die Schönbuchner angab. Der 17jährige Bursche ist der Landstreicher Johann Krcelic. Er gab an, den Kirchenraub mit einem gewissen Jeusenak verübt zu haben. Auch diese« zweite Individuum wurde noch spät abend« verhastet. In der Nacht wurde noch ein dritter Genosse der Kirchenräuber namens Franz Kramer verhaftet. Di« geraubten Gegenstände stammen aus der Kirche der Ortschaft Ponigl bei Eilli. Die drei Kirchenräuber wurden dem Gerichte übergeben. Hilflos in schwerer Stunde. Am 12. d. MtS. nachmittag wurde die Besitzerin Agnes Kanzler zu ihrer Nachbarin AgneS Simonie in Seravno, Bezirk Drachenburg, gerusen, weil dieser ihrer Nieder-kunft entgegensah. Kangler drang darauf, sofort um die Hebamme Maria Pirnat zu senden. Der Mann der Simonic lehnte dies ab. weil er ihr zu viel zahlen müßte, und rief ynstatt der Hebamme die Auszüglerin Anna Bracun, die fchon früher bei Geburten Hilfe geleistet hatte. Anna Bracun weigerte sich ansang», zur Simonic zu gehen, indem sie be deutete, daß die geprüfte Hebamme herbeizurufen sei, ging aber später auf eindringliche« Zureden doch. Nachmittag schenkte nun Agnes Simonic ohne jede Schwierigkeit und ohne Eingriffe der Bracun einem gesunden Knaben da» Leben. Da sich am Abend der Zustand der Wöchnerin infolge eingetretener Blutung sehr verschlechterte, forderte die Bracun Simonic neuerdings auf, die Hebamme oder einen Arzt holen zu lassen, woraus Simonic antwortete, man brauche weder einen Arzt noch eine Hebamme. Erst am solgenden Tage, als die Simonic schon im Sterben lag, wurde um einen Arzt gesendet, doch war die Wöchnerin vor deffen Eintreffen bereits an Verblutung gestorben. Ueber diesen Todesfall wurden bereits die gerichtlichen Erhebungen eingeleitet. Schillerfeier im Lehrerheim zu Lovrana. AnS Lovrana wird uns geschrieben: Am 10. No-vember gab eS in unserem schönen Heim zu Lovrana eine Feier seltener Art. Um 7 Uhr abends erschienen die hier weilenden Gäste sestlich gekleidet in dem reich ausgestatteten Lesezimmer. Es galt, den Ge-danken, der in allen deutschen Gemarkungen die Herzen entstammte, auch an der Adria Ausdruck zu verleihen. Herr Prvseffor R. E. Peerz, der hier seinen SrankheitSnrlaub zubringt, hielt die Festrede. Er begründete einleitend, warum gerade Schiller zum Vertreter deS deutschen Hochgedankeu auserkoren wurde. Aus dieser Betrachtung ergab sich die Wichtigkeit des Tage«, der in allen deutschen Landen von nun an al» nationaler Weihetag gefeiert werden soll. Im weiteren verwies der Redner auf Schillers Einfluß in Bezug auf die Lehrerfchaft. Kein Dichter kann fo als Träger des Ideal« und deS Ringens nach den höchsten Gütern der Menschheit betrachtet werden wie der Geseierte. Mit der Aufforderung, es mögt der 10. November im Lehrerheim zu Lovrana alljährlich ein Festtag sein und so die Gäste mit den Genossen in der Heimat vereinen, schloß Herr Pro-sessor Peerz seine ties empfundene Ansprache. Im Verlaufe des Abends wurden mehrere Dich-tungen Schillers von einzelneu Heimgästen zum Vor« trage gebracht. In ihrer einsachen aber würdevollen Veranstaltung bot die erste Schillerseier im L e h r e r h e i m ein erlebendes Bild. — Am 11. No« vember wurde zur Einnerung an dieselbe im Mittel« punkte des Gartens eine prächtige Palme gepflanzt, die den Namen Schillerpalme tragen soll. Während also im Norden so manche Schillereiche trotzend dem Sturme an deutsche Kraft und Einigkeit mahnt, wiegt im Süden eine stattliche Phönix.Schillerpalme ihre ewiggrünen Blätter als Zeichen ewiger Treue im Zephyrhauch des Meeres. Ein neue« Stück in unserem schönen Juwel an der Adria. Store. Am 13. d. Mts. hielt die Orts, gruppe Store des Deutschen SchulvereineS ihre Vollversammlung ab, bei der der Wanderlehrer des Deutschen SchulvereineS. Herr Oberlehrer Joses Vermuth einen sehr beisällrg aufgenommenen Vor« trag über die segensreiche Tätigkeit des Deutschen SchulvereiueS im Unterland« und über daS Verhält« nis der deutschfreundlichen Slowenen zum Deutschen Schulvereine, hielt. In den Vorstand wurden die alten Amtswalter gewählt. 1. Obmann Herr Auton Peer, 2. Obmann Herr Jgnaz Urabitsch, 1. Schrift-führer Herr Franz Zmerefcheg. 2. Schriftführer Herr Julius Syrowatka, 1. Zahlmeister Herr Anton Jarofch, 2. Zahlmeister Herr HanS Loibner, Unter den angenommenen Anträgen ist bemerkenswert, der Antrag unsere«, um das Ausblühen der Ortsgruppe so sehr verdienten Obmannes Herru Anwn Peer, künftighin einen Teil der bei verschiedenen Veran-staltungen erzielten Reingewinn zu Gunsten der hier« ortigen armen deutschen Kindergartenzöglinge zu verwenden. Gonoditz. Der Straßenbau Gonobitz-Oplot« nitz wurde um den Betrag von 156.000 Kronen der Bauunternehmung des Ingenieur» Johann Ladi»-lau» Roth in Eilli übertragen. St. Marein. (Ein Hetzkaplan ver-urteilt.) Am 15. d. M. wurde der Kaplan Franz Linko wegen Ehrenbeleidigung zu einer Geld« straft von 15 Kronen verurteilt, da er den Polizei-mann Josef Bergler beschuldigt hatte, er habe sich aus unredliche Weise die Wahlvollmacht einer Wählern, verschafft. Er versuchte zwar den Wahr-heitsbeweiS, doch dieser mißlang ihm. Frahlau. (Ein junger windischer Unhold.» Vor einigen Tagen gerieten die Schul« buben Franz Melausek und Jakob Pause? in Fraß-lau wegen einer Mundharmonika in Streit. In der darauffolgenden Balgerei unterlag Melausek. Aus Zorn darüber lief er nach Haufe, holte eine Schere und stach damit dem Pausek in den linken Oberarm und daS linke Schulterblatt. Die Verletzungen sind lebens« gefährlich. '.'hiwimer 93 IDnttrdfC Wacht Seite 5 Der stumme Agent. Gegenwärtig wird unsere Stadt von einer Sorte von Agenten, die, um ein besseres Geschäft zn machen, sich stumm stellen, heimgesucht. Erst vor kurzem berichteten wir, daß der jüdische Agent Majer Rosenberg mit Schreibwaren in der Stadt herumhausiertc und sich dabei stumm stellte. Am 18. ds. gegen 11 Uhr vormittags wurde wieder ein solches Individuum aufgegriffen. Im Ho-tel ..Post" bot nämlich der im Jahre 1874 zu Hußt in Ungarn geborene jüdische Agent Mosis Epstein Bleistifte, Schreibfedern und Parfümerieartikeln an und wies eine Visitkarte mit folgendem Texte vor: „Sprechen kann ich nicht! Ich ersuche das hochge-ehrte Publikum, mir etwas abzukaufen zu soliden Preisen, da ich von diesem Verdienste eine Familie ernähren muß. Almosen werden dankend abgelehnt." Der im Hotel anwesende Kausmaun Franz Karbeutz schöpfte sofort Verdacht, daß sich dieser Agent nur verstelle und versländig>e den Wachmann Simon Kalifchnig. Dieser nahm den pfiffigen Juden sofort in die Sicherheitswachstube mit, wo er nach einiger Zeit, als er sah, daß man* ihn nicht ohne weiteres lausen lasse, seine Stimme wieder erlangte. Epstein der mit einer Legitimation der Handels- und Ge-Werbekammer in Wien als Vertreter der Firma Th Wolf in Wien sür Bureauartikel versehen ist, wurde dem Bezirksgerichte Cilli eingeliefert. Laufen. DieGattin mildem Erschie-ßen bedroht.) Der Besitzer Jgnaz Fludernik in Laufen im Sanntale lebte seit längerer Zeit mit seiner Ehegattin Marie in Unfrieden. Er beschuldigte sie auch der ehelichen Untreue. Am 13. ds. mißhan-delte er sie mit einem Prügel. Sie flüchtete ins Gasthaus des Alois Klemensek. Fludernik geriet dar-über derart in Zorn, daß er sein Gewehr nahm, es lud und rief, er werde seine Gattin erschießen, so-bald er sie zu Gesicht bekomme. Diese war daher gezwungen, sich solange vor dem Rasenden zu ver-bergen, biS er in Gewahrsam gebracht wurde. Wie der Ofen und die Lampe ist nun auch ein Hausmittel wieder unentbehrlich, das wir unseren freundlichen Lesern hier in Erinnerung bringen wollen: Fays echte Sodener Mineral-Pastillen. Denn leider haben die rauheren Herbsttage viele Erkältungen zur Folge gehabt, denen man am besten sofort und natürlich möglichst bequem begegnen muß. Fays tchte Sodener Pastillen aber gelten als ebenso sicher in der Wirkung wie angenehm in der Anwendung. Ein bewährtes Hustenmittel. Wir machrn unsere geehrten Leser auf Herbabnys Unter-phosphorigfauren „Kalk - Eisen - Sirup" auf-merksam. Dieser seit 41 Jahren von zahlreichen und hervorragenden Aerzten erprobte und empfohlene Brustsirup wirkt hustenstillend und schleimlösend, so-wie Appetit und Verdauung anregend; durch seinen Gehalt an Eisen und löslichen Phvsphorkalk-Salzen ist «r überdies für die Blnt- und Knochenbildung sehr nützlich. Herbabnys Kalk-Eifen-Sirup wird seines Wohlgeschmackes wegen sehr gern genommen und sowohl von Erwachsenen, als auch von den zartesten Kindern vorzüglich vertragen. Alleinige Er-zeugung: Dr. HellmannS Apotheke „Zur Barmherzigkeit" in Wien, VII. Kaiserstraße 73—75. Nehmen Sie wenn Sie verschnupft, heiser, verschleimt sind, Feller's Fluid m. d. M. „Elfafluid". Wir überzeugen uns selbst bei Brustschmerzen, Hals-weh ufw. von feiner heilenden, hustenstillenden, er-frischenden Wirkung. Probedutzend 5 Kronen, zwei Dutzend 8 Kronen 60 Heller franko. 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Der in der Stadtmühle Cilli beschäftigte Müller-gehilfe Johann Plavcak lebte schon seit längerer Zeit von seiner Ehegattin Katharina, «velche sich als Wäscherin fortbringt, getrennt. Am 8. August kamen die beiden Ehegatten im Gfund'fchen Gasthause zu-fammen. ohne sich jedoch um einander zu kümmern. Gegen Mitternacht kam der berauschte Johann Plavcak zur Wohnung feiner Gattin und verlangte unter lautem Fluchen und Drohungen Einlaß, der ihm je-doch verwehrt wurde. Als ihm endlich die Gattin öffnete, begann er sogleich mit einem Stocke auf sie loszuschlagen, hieb ihr die Lampe aus der Hand und suchte in die Wohnung einzudringen. Die Gattin stieß ihn zurück, sodaß er auss Hofpgafler fiel. Als er neuerdings in die Wohnung dringen wollte, schlug sie ihn mit einem Holzscheite über den Kopf, so daß er blutüberströmt zu Boden stürmte. Er erlitt eine sehr schwere, mit einer Gehirner-fchütterung verbundene Verletzung des rechten Auges und zugleich eine leichtere Verletzung am Rücken, verbunden mit einer Lungenentzündung. Diese liebe-volle Gattin hatte sich vor dem Kreisgerichte zu verantworten und wurde, da sie in ihrer Angst und Bestürzung nur aus Notwehr so gehandelt hatte, und ihr Gatte als eine sehr gewalttätige Person bekannt ist, freigesprochen. Eine Messerschlacht. Am Abende deS 7. August zechten im Gasthause des Matthäus Kaludrov in Retschitz, Bez. Cilli meh-rere Gäste, darunter auch die Angeklagten Jakob Goluh, Franz Lah. Anton Breöko jun. Später kamen dorthin in ziemlich betrunkenen Zustande die Brüder Andreas und Thomas Vidmer, Anton Kordon und »och einige Bauernburschen; zwischen diesen beiden Gesellschaften entstand bald wegen einer Flasche Wein ein Streit. Die Augeklagten verließen früher das Gasthaus und Jakob Goluh rief bei seinem Weg-gange «aus", welchen Ruf die Zurückgebliebenen alü eine Aufforderung zu einer Rauferei auffaßten. Auf dem Heimgänge entstand zwischen den beiden Par-teien ein Streit, der jedoch bald beigelegt wurde. Unterdessen kam Anton Breöko herbei und forderte die Gesellschaft, in der stch auch sein Sohn befand, auf, die übrigen Burschen vorzulassen. Bei einer Brücke stellten sie sich sodann auf und beschimpften ihre Gegner und sorderten sie zu einer Rauferei her-aus. Der betrunkene Andreas Vidmar ließ sich tat-sächlich, mit einem Messer bewaffnet, mit Anton Breöto jun. in eine Balgerei ein und auch die übn* gen Angeklagten, mit Knütteln und Stöcken bewaff-net gingen auf ihre Gegner los, wobei es zu einer allgemeinen Keilerei kam. Von den Angeklagten er-hielten Jakob Goluh 5 Monate, Franz Lah und Anton Breöko jun. je 1 Monat KerkerS, während Anton Breöko sen. zu 10 Kronen Geldstrafe, bezw. 24 Stunden Arrest verurteilt wurde. Messerhelden nnd rabiate Raufbolde. In der Eigenbauweinschenke deS Jakob Sitter in Hangenberg, Bezirk Gonobitz, zechte am 25. Juli der 21jährige Besitzerssohn Johann LeSja! aus Be-zina bei Gonobitz. Schon am Nachmittage suchte er einen Streit mit den übrigen Besuchern d*r Weinschenke, um sich in einer Rauferei hervvrzutun. Er zeigte auch ein dolchartiges Messer und erklärte, daß er heute noch aus jede» Fall einen niederstechen müsse, um seinem Zorne und Unwillen Ausdruck zu verleihen. Trotzdem keiner der Gäste aus sein her-ausfordernde« Vorgehen eine Antwort gab, überfiel er ohne jede Veranlassung mit seinem dolchartigen Messer den Lorenz Falnoga und versetzte ihm ins Genick einen Stich, so daß er sofort zu Boden fiel. Dem schwerverletzten Falnoga kam sein Bruder Josef zu Hilfe und auch dieser erhielt von LeSjak fünf allerdings leichte Messerstiche. Johann LeSjak, der gestern vor dem hiesigen Erkenntnisgerichte stand und sich mit Volltrunkenheit zu verantworten suchte, wurde zu 18 Monaten schweren Kerkers, verschärft mit einer Faste und einem harten Lager monatlich verurteilt. Der beim Besitzer Franz Jurai in Feistenberg bei Gonobitz bedienstete Knecht Johann Marovsek pflegte die Pferde seines Dienstherrn in roher Weife zu behandeln. Als er wieder einmal das Pferd in maßlosester Weise schlug, stellte ihn der Dienstherr zur Rede, worüber dieser verrohte Mensch in Zorn geriet, sein Messer ersaßte nnd dem Dienstherrn un-gesähr 20 Schritte weit bis zur Schweinestallung unter fortwährenden Drohungen nachging. Jurac begab sich wieder in den Stall und begann neuer-dings auf die Pferde zu schlagen. ES entstand ein Streit mit seinem Dienstgeber, in dessen Verlauf er ihm durch einen Schlag mit einer Stange an der rechten Schulter ein Bein brach. Er versetzte aber auch der Ehegattin deS Jurac einen derartigen Stoß in den Bauch, daß sie zurücktaumelte und auf den Düngerhaufen stürzte. Gestern hatte sich dieser ent-mcnfchte Knecht wegen verschiedener Delikte, so auch des DiebstahleS, begangen durch die Entwendung von Böllern seines Dienstherrn, vor dem KreiSge-richte zu verantworten und wnrde zu einer Kerker, strase von fünf Monaten, verschärft mit einem harten Lager und einem Fasttage allmonatlich verurteit. FRITZ RUSCH, CILLI. Schrifttum. Prochaskas Wandkalender für 1911. 71:89 cm. Rot-- und Schwarzdruck 80 Heller. Prochaskas Wandkalender in Rot- und Scywarz-druck zeigt in großer deutlicher Schrift ein Kaien« darium für Katholiken, Protestanten, Griechen nnd Jsraeliten, ferner eine in mehreren Farben sauber ansgesuhrte Eisenbahnkarte von Europa. Durch Bei« gäbe postalischer Bestimmungen und Stempelskalen eignet er sich besonders zum Gebrauch in öffent-lichen Lokalen, Kanzleien, Kontoren ufw. Prochaskas Familienkalender für 1911. 4°. 230 Seiten. Elegant gebunden 1 K. Prochaskas Familienkalender zeichnet sich wieder sehr vorteilhaft aus durch die Fülle seines vorzüglich zu-sammengestellten, sowohl kalendarischen als belle-tristischen und belehrenden Inhalts. Die vielen schönen und gediegenen Illustrationen bilden einen besonderen Schmnck dieses anheimelnden Familien-buches. das in seinem geschmackvollen und soliden Einbande eine Zierde des Familientisches darstellt. Wie kaum ein anderes Jahrbuch entspricht dieser Kalender den Anforderungen, die an einen modernen Kalender gestellt werden können, und der überaus billige Preis von nur 1 K für diesen umfangreichen Ouartband überrascht in angenehmer Weise. Die Hundertjahr-Feier der Berliner Univerfität veranlaßte die Redaktion der modernen illustrierten Wochenschrift „Zeit im Bild", daS soeben erschienene Heft 42 als Festnummer zur Er-innerung an dieses bedeutsame Ereignis herauSzu-geben. Den Reigen der bezüglichen Artikel eröffnet Felix viertens mit Auszügen aus der Geschichte der Universität Berlin, dann solgt Hans Ostwald mit seiner flotten Schilderung „Berliner Studentenleben vor hundert Jahren", ferner Josef BuchhornS Studentengefchichte „Milly Frank", sowie zwei hoch« interessante Aussätze .Schule und Universität" von Max Schivelkamp und „Kleinstadt- oder Großstadt"-Universität?" von Dr. H. Fränkel. Der aktuelle Teil besaßt sich in erster Linie mit den Ereignissen in Portugal, illustriert in anschaulicher Weise die Tragödie des Hauses Braganza und bringt ferner photographische Nachrichten von der Riesendemon-stration anläßlich der Fleischteuerung in Wien, vom Begräbnis des Aviatikers Ehavez u. s. w. Probe-nummern versendet auf Wunsch gratis und franko der Verlag „Zeit im Bild", Wien V./2, Schön-brunnerstraße 110. Lieber Papa, sei so gut und bringe unS diese .Bibliothek für Alle" immer mit, eS stehen nämlich wirklich zu reizende Sachen darinnen. Jedem von unS ist etwas geboten und wir begreifen nicht, wie man für 75 d e>n so reichhaltiges Buch schaffen kann! 192 Seiten Text'. Dabei ausgezeichnete Ar-tikel der destbekannten Autoren Frida Schanz, Döring. Weißkirch, Ganghofer. Iahn und Neukirch, so daß wir mit Vergnügen daS ganze handliche Buch von A—Z wirklich lesen. Probebände versendet gegen Ein-sendung von 10 h Porto die Firma Rudoll Lechner & Sohn. Verlags- und Kommissionsbuchhandlung, Wien I, Seilerslätte 5. Eingesendet. Perfil bedeutet für reich und arm eine Um-wälzung bei allen bisherigen Wascharten. Persil wird mit Recht ein gutes, modernes und unschädliches Waschmittel genannt. Persil gibt bleibend blendend weiße Wäsche und kürzt auch die Zeit der Wasch-arbeit um zwei Drittel. Seite 6 Deutsche Wacht Nummer 33 • Gesunden Magen haben wir und kein Magendrücken, keine Schmerjen, seit wir Feller'« abführende Rhabarber Pillen m. d. M. „Elsapillen* benützen. Wir sagen Ihnen au« Erfahrung, versuchen Sie diese auch, sie regeln de» Stuhl und fördern die Verdauung. 6 Schachteln frank» 4 Kronen. Erzeuger nur Apotheker E. V. Feller in Stubica. Elsaplatz Nr. 269 (Kroatien). Unter den inländischen Spielware», die bekannt-lich Weltruf genießen, nehmen die Anker Sreinbautaften die erste Stelle ein; -sie stehen stet« an erster Stelle aus jedem Wunschzettel der Kinder. Hieraus erklärt stch auch die a»i< fällige Erscheinunq, daß während der schweren Krisi« in Amerika in den Geschäften die Nachfrage nach Anker-Stein» baukasten unvermindert stark war. wogegen alle andern Spielwaren weniger getaust wurden. Deutsche Volksgenossen' Nach jahrelanger freudig geleisteter Arbeit und Dank der opferwilligsten Beihilfe national bewußter Volksgenossen ist der Bau de« Deutfehen Hauses bis zur Vollendung gediehen. Di« prächtigen RZume deS stolzen Baues sind ihrer Bestimmung übergeben worden. Freigemute», frische«, völkische« Leben ist in da» Hau» eingezogen, da» für da» ganze deutsche Eilli und alle Freunde dieser Stadt, für die deutschen Vereine, für alle Schichten der deutschen Bevölkerung bestimmt ist, al« Heimstatt deutschen geistigen Streben« und deutscher Leben«freude, al« Pflegestälte deutschen Wesen« in den Südmarken de» deutschen Gebiete«. Da« Hau» ist erstanden durch rühmenswerte Leistungen an Geld und Gut und Arbeit, bei denen deutsch« Einigkeit und Brüderlichkeit herrlich zu Tage traten. Jetzt gilt e» da« Geschaffene zu erhalte» al» stolze« Bild völkischen Leben», al« Sammelpunkt aller Deutschen au« nah und fern, so daß jeder deutsche Volksgenosse mit aufrichtiger Freude und mit Begeisterung die herrlichen Hallen betritt. Da« Deutsch« Hau» so zu erhalten, daß e» unser aller Stolz und Freude ist, daS Leben im Deutschen Hause so zu gestalten, daß e» da» völkische und Wirt-schaftliche Gedeihen Deutsch Eilli« in bedeutungsvollem Maße fördert, da» ist eine Ehrenaufgabe für die Deutschen Eilli» und aller Deutschen, die treu zu Eilli stehen I In erster Linie obliegt diese Ehrenpflicht den deutschen Bewohnern Eilli». E» gibt wenige Städte auf deutscher Erde, in welchen die nationale Opferwil» ligkeit so sehr die Gesamtheit beseelt, wie unser kämpf-umtoste», allezeit siegreiche» Cilli, wo in beWunderungS« würdiger Weise arm und reich, hoch und nieder freudig die schwerste» Opfer bringt am Altare deS deutschen VolkStumS und auch für das Deutsche Hau» Opfer ge» bracht wurden, die der Bewunderung und dauernde» Danke« wert sind. Deutsche Eilli» l An diese bewährte Opferwillig-keit, die unserer Stadt so viel Segen gebracht und ihr in allen deutschen Landen einen ehrenvolle» Namen gemacht hat. appelieren wir. Da» Deutsch« Hau» b«darf dringend Eurer Opfer, eS stellt an eure Leistungsfähigkeit, an Eure Heimat« lieb« und Eure» gefunden nationalen Sinn hohe An-forderungen, höhere, als ste je an Erich herange-treten sind. Wahret und heget Euer schönstes Kleinod: Da« Deutsche Haus! Trage jeder nach seinen Kräften sein Scherflern hin zum Deutschen Hause. Werdet Mitglieder. Gründer, Stifter deS Vereines Deutsche» Hau», strömt in Scharen in die schönen Räume kurz vereinigt Euch in liebender Sorge um diese« stolze Werk, da« unserer Stadt und dem ganzen Vaterlande zur Zierde und Ehr« gereicht. Seid in diesem hehren Ziele ein einig Volk von Brüdern I Jeder tue seine Pflicht, keiner bleibe zurück! Heil Eilli immerdar! Der Ausschuß des Vereines Deutsches Ha«», Cilli. Anmerkung: Spenden und Beitrittserklärungen werden vom Zahlmeister Herrn Josef Jarmer, ent-gegengenommen. Die Südmarkliücherei im Mädchenschnlgedände ist au Werktagen von 11—12 Uhr vormittags und vou 3—5 Uhr nachmittags. an Sonn- nnd Feiertagen vou 10—12 vormittags geöffnet. Deutsche, unterstützt eure Schutzvereine durch die Verbreitung der von ihnen heraus-gegebenen Wirtschaftsgegenstände (Zündhölzer, Seife u. dgl.) das euch nichts kostet und den Vereinen Nutzen bringt! Gebraucht fleißig die Wehrschatzmarken! Gedenket bei Wetten und Spielen der deutschen Schutzvereine! 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(Gemeindete ennun g) Im Kärntner Landlag stellte der Rechl«au«schuß vor. einigen Tagen folgenden Antrag: „Die OrtSgemeind« Unterdrauburg hört in ihrem gegenwärtigen Umfange ju bestehen auf. Au« den zehn Sleuergemeinde». welche bither diese OrkSgemeinde bildeten, werden nachstehende zwei neue OrtSgemeinden gebildet; a) die OrlSgemeinde Unterdrauburg au« de» Steuergemeinden Unterdrauburg und Schlohberg; d) die OrlSgemeinde Kienberg au« den Steuergemeinden Gai«berg, Goritzenberg, Heiligen-seist. Kienberg, Loren,enberg, Rabenflein'Unterdrauburg, Witsch und Wölk." — Der Antrag beschäftigte sich weiter« mit der Regelung der Verteilung de« Gemein» devermögen«. Der Antrag wurde angenommen. \ Kleiderstoffe (grosse Partie billig) Blusenstoffe; Tuchwaren, Kleiderbarchente, Wäschesorten, Leinwände, Hausleinen-Leintücher, Tischwäsche, Steppdecken Flanelldecken, Pferdedecken, Garnituren und Teppiche, Jute- und Woll-Läufer, Kokosläufer 70, 9u, 112 cm Krawatten, Kragenschoner Herrenhute, Kinder-Kopfbedeckung, Strümpfe, Socken, Handschuhe, Mieder, moderne Fassons, Pelz-Colliers, Muffs, Damen-Kappen (Himalaya) Schuhe, Faorikat F< L. Popper, Chrndim, Kommodeschuhe ans Filz n, Leder. Galloschen, jeder Preislage Schneeschuhe, Kinderwägen in grosser Auswahl Damen-, Mädchen- nnd Kinder-Konfektion d. vormittag« findet in Windischgraz die feierliche De-korierung de« Bezirttwachtmeister» von Windischgraz Franz Koroschetz mit dem silbernen Verdieastkreuz mit der Krone und des Gendarmen-Titular-Wachtmeister« Fr,n, Rovacan de« Posten« Vrunndorf mik dem sil-bernen Verdienstkreuz statt. Die Dekorierang nimmt der Kommandant der Gendamerieablellung Marburg Nr. 3 Rittmeister O«kar Hauer vor. (Die Blamage eines windischen De-nunziantenblättchens) Da« Cillier Ilovenisch-liberal« Organ hat sich unter der Spitzmarke ..Wa« sagt d«r Landetschulrat dazu?" darüber bitter beklagt, dah sür di« Bol«schulr in St. BartholomL (Schuld«-zirk Mabrenberg) der Lehrer Franz Klöck ernannt wur-de, der d«m Bedürsniffe der .überwiegenden" sloveni-sche» Schuljugend nicht nur nicht entspreche, sondern sich auch sehr feindselig diesen Schulkindern gegenüber benehme, daher auch al« höchst unbeliebt zu entfernen wäre. Die hierüb«r amtlich g«pflogrnen Erhebungen haben nun folgende« Ergeb»!« gezeigt: Der Ort«fchul-rat und di« Gemeindevorstehung in St. Bariholemä erkärcn, daß ihre Gemeinde durchaus deutsch ist, daß die Schüler Klöck« ihm ob feiner freundlichen und liebe-vollen Behandlung ungemein zugetan sind, und daß au« di-isen und vielen anderen Gründen Klöck auch bei der Bevölkerung sehr beliebt ist und dessen allfäUige Versetzung au eine andere Schule nur se)r bedauert werden würde. in grösster Auswahl wie: Paletots, Jacken, Krägen, Manterln, Raglans, Jonpons, Blusen, Böcke, Schösse, Schürzen, Kinderkleiderln u. dergl. Herren- und Knaben-Anzuge, Wetterkrägen, Ulster, Winterröcke, Sakkos mit Pelzkragen, Hosen, Mutzen und Sportartikel aller Art. V? Massbestellungen werden rasches, geliefert. Seit« 8 Deutsche Wacht Nummer 93 ZI. 11.758. Kundmachung. Zur regelmässigen Stellung des Jihres 1911 sind die in den Jahren 1890, 1889 und 1888 geborenen Wehrpflichtigen berufen und werden alle die im Stadtbezirke Cilli sich aufhaltenden Stellungspflichtigeu dieser drei Altersklassen aufgefordert, sich behufs Verzeichnung in der Zeit vom I. bis 30. November 1910 beim Stadtamte Cilli zwischen 9 und 12 ühr vormittags zu melden. Die Fremden, das sind die nicht nach Cilli heimatsznständigen Stellungspflichtigen haben zu dieser Meldung ihre Legitimationsurkünde mitzubringen. Gesuche um Bewilligung zur Abstellung ausserhalb des heimatlichen Stellungsbezirkes, sowie von Begünstigungen gemäss §§ 31 bis 34 des Wehrgesetzes sind schon bei der Anmeldung mitzubringen. Wer diese Meldung ohne hievon durch ein für ihn unüberwindliches Hindernis abgehalten worden zu sein, uuterlässt, verfallt in eine Geldstrafe von 10 bis zu 200 Kronen. Stadtamt Cilli, am 12. Oktober 1910. Der Bürgermeister: Dr. H. v. Jabornegg. Pomade Unschädlich. ET S Garantiert Streng solid, vielfach varbss* «rt, rasch wirkend. Befördert d. Wachstum von Augenbrauen, Haar u. Bart. Kahlköpflgkeit heilend, beseitigtSchuppenbildung. Prämiiert Paris 1909, goldene Medaille, Ehren-diplome nnd Ehrenkreuz. Zu haben bei Frau Kaiullla Jlltasky, Marburg a. d. Drau, Goethegaaae 2/2. Bestellungen nur eeeen Nachnahme oder vorberie« Eimtendnng des Betrag«. ?»»- t Tiegel K 2 — und K 3-50. 3 Tiegel K i — und 8 50. Zn haben In Cilli bei: ithann Fiedler. Drogerie, Bahnhof«**»«. Für Magenleidende! ? Alle» b«n«n, bi« sich durch Erkältung oder U«b«rladung d«S Mag«nS. durcd G«nuß mangelhaft««, schwer verdaulicher, i» beißer oder ,u kalter Speisen oder durch unregelmäßige Lebensweise em Magenleiden. wie: Magenkatarrh. Maqenkrampf. Magen-schmerzen, schwere Verdauung oder Verschletmung »uaetoaen baden, sei hiermit «in gute» Hausmittel «mpsohlen, dessen vorzüglich« Wrtungen schon seit vielen Jahren erprobt sind. SS ist dies da» b«tannt« Nerdaaaa«». »ad Nlatreiaigaags«ittel, der Hubert UUrid)'Me Kräuter-Wein. I Dieser KrUnterweln Istans vornBglicben, beilkr&ftlg befundenen s Kräutern mit gutem Wein bereitet und stärkt und belebt den VerdauungsorganUmuB des Menschen, ohne ein Abführmittel zn sein. Krftnterwein beseitigt Störungen in den Blutgefiümen, rein int das Blnt von verdorbenen, krankmachenden Stoffen und wirkt fördernd ans die Neubildung gesunden Blute». [_ Durch rechtzeitigen Gebrauch des KrSuter-Wein» werden Magenübel meist schon im keime erstickt. Man sollte also nicht säumen, seine An. wendung anderen scharsen, ätzenden. Gesundheit zerstörenden Mitteln vor,u. ziehen. Eymvtome. wie: Sopfschmerzen. «ufftoßrn, «li>hu»«k>, Utdttttit m,t Erdrechen. die bei chriuifchkii et}tUH>ft«. echlflflofigttit, »oroie Blutanstauungen in Leder. Milj und Psortadersystem (fcamorrtotdsllttbu) werben durch Kräuter-Wein o,t rasch beseitigt. - «rauter.Wein »e»«dt Ullverdaulichleit, verleiht dem BerdauungSsustem emen Ausschwung und ent,ernt durch einen leichten Stuhl untauglich« Stoff« aus dem Magen uno Gedärmen. Hageres, bleiches Aussehen. Stutmaugel. Gntkrästnug sind mein die Folge schlechter Verdauung, mangelhafter Älulbildunq uno ; eme» lranlhasten Zustandes der Leber, »e, «Pprtitt-sigkclt,unter «roii« «btonnnuna unv ««mütSverstimmu-g. sowie häufigen «oysschmcrjea. Ich «s-losen Ntchlkn, siechen oft solche Personen langsam dahin. gT Hrauter.ffle.n I ttibt der geschwächten LedenSkrast einen snschen Impuls. Ärdutei ffletn i steigert den Appetit, befördert Verdauung und Ernährung, regt den StSN-wechiel an. b«,chleun>gl die Blutbildung. beruhigt die erraten Nerven und schafft neue Lebenslust. - Zahlreich« Änerl-nnungeii und Dantschreiben beweisen dieü. ;a •» hahrit tu I K B.— inb K *4.— in dett «DOtöcfrn •ob C1111, tu ««■>•»», BIsI^MbMIcis, »»»..»eiftrl». «06I1I1». I «t«, (Mrtutt, «Ul(i, »iittfelB, Jianit, r-»dl>» «. (.».. loone >» 6lfiranart im» jain D»*ctT«t4-nMj«* in »es ___ .. «... . ... jMmenKta .u glättn *Tdutctmcitt tu MI »um '«iVttkni du «»-«,«-» in Süll » an» ! Driainalpmfea »»ch alleB OH« CtfUroüVUBn««». ^ ____ Vor Naohuhmungen wir«! gewarnt! "*8 «->« »nlUs» frei von allen schädlichen Substanzen, mit grüsstem Erfolge angewendet bei Krankheiten der Unterleibsorgane, sind leicht abfahrend, blotreinigend, kein Heilmittel ist günstiger und dabei völlig unscbidlicner, um Verstopf 11 n|B:eii zu bekämpfen, die gewinne Quelle der meisten Krankheiten. Der verzuckerten Form wegen werden sie «elb»t von Kindern gern» Benommen. Eine Schachtel, 15 Pillen enthaltend, kostet 30 h. eine Rolle, die 8 Schachteln, also 120 Pillen entbilt, kostet nur 2 K. Bei Voreinsendung von K 2-45 erfolgt Frankozusendung 1 Holle Pillen. U/nnnsinn I Vor Nachahmungen wird dringend gewarnt, warnuny , Man verlange, .Philipp Neusteins abfahrende Pillen". Nur echt, wenn jede Schacht.'1 und Anweisung mit unserer gesetzlich protokollierten Schutzmarke in rot-schwarzem Druci Heiliger Leopold'4 und Unterschrift Philipp Nensteins Apotheke, versehen ist. Unsere bandeUgeriohtlich geschätzten Emballagen müssen mit unserer tirma bezeichnet sein. Philipp Neusteins Apotheke zum „Heiligen Leopold", Wien, 1„ Plaakengasse #. Depot in Cilli: „Apotheke zur Mariahilf'. Nummer 93 Kmtsche Macht Seite 9 Gtae-iHo Brand-Malerei- U2S Niiuitbrand, FuNtunno M etalltreil) arbeit in Zinn, Kupfer etc. 1 »,.r nvnti zaiti Brennen nnd Bemalen, für Oizwareil Metalldekor Wien, I., Bier & Scholl. Tegetthoffstrasse 9. Bei Bestellung von Prei«kuranten ersuchen wir um Angabe des gewünschten Faches. fäferkzeuqei___ fDrLaubsagci e ■ serb-u-Ltderschnlfi Bildhauerei, dti Lj. Tarso-Arbeit AGENTEN für sämtliche Bezirke u. Gemeinden sucht ein neues Fabriksunternehmen fffen höbe Provinion znr Uebernahme von Bestellungen (als auch Nebenbeschäftigung) auf Patent-Fabrikate in jeder Familie gesucht. Antrage «üb Ch. : „100 K monatlich 6190" an Grfgrs Annonzenbureau, Prag, üei richs-gasse 19. 11976 3000 Käufer ■i>[ Teilhaber 41« nar ans feiipcte liif«boU fttr jede Ar» hiesiger ©aer auswärtiger (Sfechäfte, Hoteli, Hiaser, ÜÜt«r end Gewerbe* betrieb« et« warten, Aadcn Ste nofort nd ohne Hrrahlunc einer Provlaioa durch uDMr« Taraittlvnfi-Rtfofm. Da ein Vertreter demaäcliil ia Ihr« Gegend kommt, verlaagea Sie unter Angabe Ihrer Wüascbe d*M«a k outen freien Besuch zweck» Rücksprache. Geschäftsstelle f. Oesterreich der Y ennittlungs-Resorm inr »abrang der Interessen des UeulltStenTerkehrs et*. 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Seit den letzten 2 Jahren hatt« sich das Leiden sehr verschlimmert. sodass icb fast keinen Tag schmerzlos war. Die Beschwerden waren Kopfschmerzen, Schwindel, Augen-flimmern, Zittern, Ohrsausen, Bohren und Keissen im Kopf, grosse Mattigkeit, Ge-dankenscbw&ehe, Uebelkeit Aufstossen, Herzklopfen, Angitgefdhle, oeim Erbrechen grOnen bitteren Wassers auch Anschwellungen des Ifagens, krampfhafte Leibschmerzen. Stulbeschwerdea, Anfalle von Weinkrfimpfen n.s.w. Da alle nachgesuchte Hülfe erfolglos geblieben, wandte ich mich auf Empfehlung einer geheilten Frau an Herrn A. Pflster, Dresden, Ostrm-Allee 2 und durch diese gute und einfache Kur fand auch ich völlige Heilung, wofür icb meinen wärmsten Dank uad Empfehlung aus spreche. Frau Jnlio Omclrk in Wien, V., Zentagasse 26, 1IL Stock 17. Seit- 10 Deutsche Aal,»» Nummer 93 Schöne Wohnung gassenseitig, mit 2 Zimmern, Kabinet und Küche samt Zugehör, ist sofort zu vermieten bei Josef Kür-biscb, woselbst auch einige Stellagen zu verkaufen sind. 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