Nr. 880, N. ll, halbj. fi. !i-50. ylll bie XufieNun« in« Hn,i« holbl. »0 ll. »»it b« Post «»nz! fi >». y«lbj. ? «i. Montag, 6. Dezember. I»l«er Privatkasse bewilligt, n, Se. Majestät derKaiser haben, wie die „Agramer ^lug« meldet, der römisch-katholischen Kirchen» feinde ill Valisselo behufs Erweiterung der dortigen ^lankirche 400 si. zu spenden geruht. Die Herren Geschwornen der vierten Schwur« gerichtsperiode im November d. I. in Laibach haben für die Hilfsbedürftigen der durch das Erdbeben heimgesuchten Stadt Agram zu Handen des k. k. Lanoespräsidiums nachfolgende Beträge gespendet: fl. tr. Anton Ritter v. G«riboldi..... 5 — Franz Gorsil......... 1 — W. Pellikan ......... 1 — Val. Grriar......... 1 — Johann Wucherer........ !, — F. Hudovernig......... 1 — Math. Röhmanu........ 1 — Josef Pfeifer......... 1 — Anton Cchelesnikar....... 1 — Iofef Reichmann....... 1 — Paul Iesche........... 1 — Lorenz Rufs......... 1 — Andreas Kiies ... ... 1 — A. Pollat.......... 1 — Didak..... .... 1 — ü. Mikusch.....' . . . . 1 — F. Sark........... 1 — I. Kovaö.......... 1 ^ Matlh. Treun .....''.. 1 — Peter Lassnik .....'... 1 — Franz Gollob......... i — Franz Peterca......... i — Flanz Kavili .......'. 1 __ Franz Kollmann . . . ^ 1 — Josef Pak ....''.' ^ '' — 60 Franz Kuttner......... — 50 Anton Burger ... _^ 50 Anton Mehle....... __ 50 Kihelberger.......... — 4l) zusammen . . 30 50 Dies wird mit dem Beifüqen zur öffentlichen Kenntnis gebracht dass diese Spende unter einem ihrer Bestimmung zugeführt wird. Ueber das Expos6 des Herrn Finanzminifters liegen neuerdings eine Reihe von I 0 urnalstim men vor. Wir citieren für heute die..Morgenpost", „Vor-stadt-Zeilung", das seit 1. d. M. neu erscheinende Wiener Journal „Tribune" und das finanzielle Wochenblatt ..Der Tresor". Die „Morgenpost" schreibt: „Fmanzminister Dr. Dunajewski hat seine erste Probe zu bestehen gehabt, und seine Freunde und Feinde müssen darin über- einstimmen, dass er sie mit Ehren bestanden hat. Seit der Einführung des Constitutionalism«« in Oesterreich tönt uns die alte, ewige Melodie von dem unoermeid-lichen finanziellen Ruine der Monarchie entgegen, während doch die Thatsachen eine ganz andere Sprache reden, während doch der Credit unseres Staates sich mehr und mehr consolidiert und die auf demselben basierten Titres sich die Sympathien der europäischen Kapitalistenwelt erobert haben. Wir sind nichtsdestoweniger weit entfernt, die Finanzlage Oesterreichs all eine mustergillige bezeichnen zu wollen. Kein Zweifel, dass dieselbe ernsten Auges betrachtet, dass nach Mitteln und Wegen gesucht werden muss, das Erbübel unseres Staatsbudgets, das chronische Deficit, zu be« seitigen. Wenn aber die trefflichsten Finanzmniister, die Oesterreich je gehabt, wenn Dr. Brestel und Baron Pretis trotz weiser Sparsamkeit auf der einen und unausgesetztem Streben nach Elhöhung der Staatseinnahmen auf der anderen Seite dieses ihnen gewifs am Herzen gelegene Ziel nicht zu erreichen vermochten, trotzdem es insbesondere dem Schatzlanzler des Ministeriums Auersperg'Lasser vergönnt war, die Mühen langer Jahre an den Versuch der Herstellung oe» Gleichgewichtes im Staatshaushalt zu setzen — so wird man wohl von einem Finanzminister, dessen Amtswillsamlelt erst nach Monaten zählt, umso« weniger verlangen können, dass er das Deficit über Nacht verschwinden macht. Allein Mmister Dunajewstl möchte nicht Nalionalölonom von Beruf sein, Hütte er nicht die Beseitigung eines Zustandes an die Spihe seines Programmes gestellt, den lein staatlicher Organismus auf die Länge der Zeit zu ertragen imstande ist. Wir begrüßen es mit besonderer Befriedigung, dass Herr Dr. Dunajewski in dem Exposi, in welchem er in lichtvoller Weise die finanzielle Situation des Staates dargestellt, auf die Nothwendigkeit hingewiefen und feinen ernsten Willen kundgegeben hat, dem kleinen Gewerbs- und Geschäftsmanne Steuererleichterungen zu gewähren. „Wenn der Minister diese seine Absicht zur That werden lässt, dann wird ihm der Dank jener hun« dertlausende bedrängter Staatsbürger und Familienväter sicher sein. an welche die Noth des Lebens so oft und m so ernster Weise herantritt, und deren Ruf nach einer theilweisen Befreiung der sie erdrückenden finanziellen Lasten bisher noch immer ungehört verhallt ist. Man wird gestehen müssen, dass die Einführung neuer und die Erhöhung alter Steuern keine verlockende Perspective in die Zukunft eröffnet. Allein andererseits muss man, wenn man die Verhältnisse kühl und nüchtern erwägt, zu der Ueberzeugung ge- Aemlleton. lie Irre von Wardon-Hall. Noman von Albrecht hen brich». (42. Fortsetzung.) ^ Iwei Tage später war Luitgard allein im Garten, beid" ^ Saldevns Zustand war während dieser sich? Tage bedeutend besser gewesen, und so hatte sie Mte?bm lassen, eine Stunde hinabzugehen. Eben <^e ihre Tochter verlassen. Äel "ennoch war Luitgard schwer bedrückt; wie sich u blast lag es auf ihrem Herzen und sie konnte ^lii/^ davon frei machen. Hatte sie darum nur das t>o^ gefunden, um es zu kosten und nachher mit iihrr lMie sie das Rollen eines Wagens, es kam i> ,h ""b näher. Sie schrak zusammen — sie wusste ^cin 6 war. Zu jeder anderen Stunde hätte sie ? Nichs ^ "or Freude und Entzücken, jetzt durfte sie lr^/,' Er kam ja nicht ihretwegen, sondern der ^len w zuliebe, die auch ihm eine Mutter ge- Tie 3,?!'^ 9'eng sie dem Grafen Otto entgegen. Ktde ^te lhn, die Hand, und zu einer anderen Zeit «>ldett°,,l warme Druck ihm ein Zeichen ihrer ver-"'hl d"r ^slilMlng gewesen scin. Heute dachte er ^rgt^ sutler ist krank, Luitgard?" fragte er Ltht..!'^H fürchte es, obgleich es seit zwei Tagen besser Dann giengen sie in das Schloss und zu Frau von Saldern. Letztere saß am geöffneten Fenster. Nun war alles gut — es schien, als ob sein Kommen neue Lebenskraft in ihre Adern gegossen hätte. Sie war den Abend hindurch so lebhaft und heiter, dass Otto sie gar nicht für fo krank hielt und mehr geneigt war, zu glauben, dafs seine Tante ihren Gesundheitszustand vorgeschoben, um ihn zur schnelleren Rückkehr zu bewegen. Auch die folgenden Tage war sie besser. Sie gieng mit Luitgard in den Garten hinab, und Otto stand am Fenster und schaute still hinter beiden her. Es waren keine angenehmen Gedanken, welche ihn durchbcbten. Er hatte sich in der Ferne bald zurecht gcfilnden. Ein ernster Wille und das Bewusstsein der Nothwendigkeit vermag viel. Aber ein Wiedersehen hatte er vermieden und er hätte auch jetzt nicht nachgeben sollen. Nein — und wenn er darüber zugrunde gieng — es durste nicht scin. Er hatte das junge Mädchen richtig durchschaut, er kannte ihr Misstrauen, welches bei ihr einen hervorragenden Charalterzug bildete. Nie hatte er sich der Gefahr ausgefetzt, von ihr miss-verstanden zu werden und dadurch den Riss noch mehr zu erweitern. ^. Und was that er denn hier in, Schlosse? War er nicht übelflüssig? Frau von Saldern und Luitgard wanderten im Garten auf und nieder und er stand hinter dem Fenstervorhange und schaute hinab. Otto vergaß, dass er es war, welcher sich mehr und mehr zurückzog. Er musste wieder fort, um jeden Preis. Er suhlte, dass er hier Gefahr lief, sein eigenes Selbst zu ver- lieren, und schon stand er im Begriff, sie von seiner Absicht zu unterrichten, als ein Ereignis eintrat, wel-ches alle seine Pläne überflüssig machte. Frau von Salderns Zustand war nur vorübergehend ein besserer gewesen. Die Schwäche stellte sich in erhöhtem Maße ein, so dass sie schon nach wenigen Tagen nicht mehr imstande war. sich von ihrem Lager zu erheben. Jetzt durste Gras Otto nicht gehen. Luitgard sah Tag und Nacht am Lager der Mutter und pflegte sie mit treuer Hingebung; sie kam nur selten aus dem Krankenzimmer heraus. Was sollte sie draußen. Ach, ihr Herz sehnte sich nach Mitleid und Theilnahme und der sie ihr hätte gewähren können, hatte sich von ihr abgewandt. Eines Abends, als Graf Otto in düsteren Ge-danken verloren in seinem Gemache saß, trat plötzlich Lnitgard ein. Sie sah sehr bleich aus und ihre Stimme zitterte, als sie sagte: „Otto — die Mutter wünscht Sie zu sprechen. Ich fürchte, sie ist sehr — sehr krank." Schluchzen erstickte ihre Stimme. Sie hatte ihn znm erstenmale bei seinem Vornamen angeredet, und wie weich, wie sanft lain er von ihren Lippen. Er fühlte ein tiefes Mitleid mit dem unglücklichen Mädchen. Es hätte wenig gefehlt und er hätte in dieser Minute vergessen, was er sich gelobt hatte. ^ „Ich komme, Lllitgavd," cntgegnete er, daK aufsteigende Gefühl bekämpfend. Sie blieb noch eine Minute stehen, als wolle sie noch etwas sagen, aber daim wandte sie sich schnell ab 2382 langen, dass uns kein anderer Weg zur Beseitigung des Deficites offen steht. Minister Dunajewski hat dieser Ueberzeugung in klarer, unverblümter Weise Ausdruck gegeben, er hat aber zugleich constatiert, dass die Finanzlage Oesterreichs, wenn auch eine ernste, so durchaus keine verzweifelte ist. Der Beifall, wel» chen die Ausführungen des Ministers davongetragen haben, lässt uns hoffen, dass auch die Vertreter des österreichischen Volkes keinen Anlass zu übertriebenen Besorgnissen sehen, und dass sie ohne Unterschied ihrer politischen Ansichten den auf die Herstellung des Gleichgewichtes im Staatshaushalte gerichteten Bemühungen des Ministers ihre patriotische Unterstützung leihen werden." Einem Artikel der „Vorstadt-Zeitung" entnehmen wir folgende Stellen: „Eine Beseitigung des Deficits ist gar nicht die Frage, die sich dem Minister, wie in seinem Expose zu lesen, aufdrängt, sondern die all« mähliche Eindämmung des „Uebels" ist das weit» gestreckte Ziel, dem Herr Dunajewski langsam aber sicher entgegenstreben will. Die Steigerung des Deficits für das Jahr 1881 ist in der That eine drängende Mahnung, auf dass vorgesehen werde, dass das Uebel sich nicht weiter verbreite"; der Finanzminister war ganz berechtigt, die Verantwortung für das so wenig erfreuliche Ergebnis des Voranschlages im Hinblicke auf seine kurze Amtsdauer von sich zu weifen. Die Aufnahme, die die Rede Dunajewstis gefunden, war auf der rechten Seite des Hauses eine warme. Aber auch die Linke vermochte kaum einen Anlass zu einer oppositionellen Regung zu finden. Die wesentlichsten Vorschläge in dem ministeriellen Exposi sind ja Schöpfungen der Verfassungspartei. Und so gicng das erste Debut des Herrn Dunajewski ohne besondere Emotion vorüber." Das seit 1. d. M. neu erscheinende Wiener Iour» nal „Tribune" äußert sich: „Wir können den Herrn Dunajewski den Vorwurf nicht ersparen, dass er viel zu wenig Schönfärber ist. Man muss auch vom Feinde lernen, und das hätte er doch vom Gegner profitie« ren können, wie man so ein Budget hübsch aufputzt. Wir finden es wenig tröstlich, dass das Deficit so groß ist, als es wirklich ist, aber die nüchtern klare Darlegung der Verhältnisse flößt uns Muth ein. Wir glauben an die reichen Hilfsquellen Oesterreichs, die allerdings nicht so unerschöpflich sind, alt man so oft vorgab, die aber, geschickt benützt, hinreichen werden, um uns aus der finanziellen Misere zu befreien." Das bekannte finanzielle Wochenblatt „Der Tre-sor" fällt folgendes Urtheil: „Wir gehören nicht zu den Anhängern des Dr. Dunajcwski, wie wir zu-weilen Gelegenheit zu versichern genommen haben; allein soll uns das hindern, gegen ihn gerecht zu sein? Wir meinen, dass, wenn man von jener Stelle seines Exposes absieht, in welcher er im Gegensatze zu seinem Vu> ganger Pretis der Reform der indirecten, namentlich der Verzehrungssteuern, den Vorzug vor der Ne« form der dirccten Steuern gibt, dieses Exposi mit einigen geringfügigen Variationen auch von dem ge« nannten Vorgänger hätte gehalten werden können. Das mag für den einen kein Tadel, für den andern kein Lob sein; traurig ist nur die eine Thatsache, dass auch das neueste Deficit als etwas so Natürliches, so durch die Verhältnisse Gegebenes erscheint, dass man etwas anderes kaum das Recht hatte, zu erwarten. Wir laborieren an dem Normaldeficit von 25 Mil» lionen Gulden schon seit mehreren Jahren; kommt nun eine besondere größere Auslage, wie der Bau der Arlbergbahn hinzu, so erhält das Deficit sein Extra-Ordinarium. Dem Finanzminister Dunajewski daraus einen Vorwurf zu machen, dass trotz Arlbergbahn das Deficit nicht auf seinem Normale bleiben oder gar noch unter dasselbe sinken solle, geht nicht gut an, wenn man keinen anderen als den fin an« zielten Standpunkt einnehmen will." Ein regelrechter Oppositioneller versteht doch aus allem Kapital zu schlagen! Den Beweis hiefür bietet uns die „Deutsche Zeitung", welche darzulegen sich bemüht, dass das Deficit pro 188 l das größte aller Deficite feit 1868 fei und dafür den gegenwärtigen Herrn Finanzminister Dr. Dunajewski verantwortlich macht. Abgesehen davon, dass das Deficit pro 1881 — wie aus den gewiss von jeder Schönfärberei freien Ausführungen Sr. Excellenz erhellt — thatsächlich sich in gleicher Höhe wie das Deficit pro 1880 bewegt, ist es eine absichtliche Selbsttäuschuug oder auf Täuschung anderer berechnete Methode, dieses oder ein noch so großes Deficit als das Product der Wirksamkeit eines erst seit einigen Monaten im Amte be< findlichen Finanzministers hinstellen zu wollen. Wir können übrigens — schreibt die „Wiener Abendpost" — der „Deutschen Zeitung" mit einem fachmännischen Urtheile des in dieser Frage gewiss unbefangenen „Tresor" dienen. (Siehe oben.) Ja! Wenn man keinen anderen als den finanziellen Standpunkt ein-nehmen will. 0'68t Is tin mot ä6 i'affluro. Hat doch die „Neue freie Presse" sofort, nachdem der Herr Finanzminister Dr. Dunajewski seine Rede beendet hatte, ihrem Börsenberichte die Worte angehängt: „Börse stau auf Fiuanzexpose." So stand es in der „Neuen freien Presse" zur größten Ueberraschung der Börse selbst. Zufällig erzielten die Hauptpapiere an demselben Tage eine kleine Avance, die wir keineswegs etwa als ein Vertrauensvotum für die Regierung, sondern als einen Beleg für die gegen die Regierung beliebte Kampfesart citiert haben möchten. Rede Sr. Excellenz des Herrn Finanzministers Dr. Dunajewski: (Fortsetzung.) Wie stellten sich nun dieselben nicht regelmäßig wiederlehrenden Ausgaben und Einnahmen in dein Decennium vor 1880? In diesem stellt die Summe der nicht regelmäßig wiederkehrenden Netto»Ausgaben für Staats'Eisenbahnbauten, Eiseubahn-Aauvorschüsse, die Weltausstellungen von Wien, Paris und Philadelphia, für Rückzahlung der Schatzscheine u. f. w. einen Gesammtbetrag von 348'/, Millionen Gulden dar, und die nicht regelmäßig wiederkehrenden Einnahmen des Decenniums vom Jahre 1670 bis 1879 erlaube ich mir mit den folgenden wichtigsten Ziffern anzuführen. Dieses Decennium hat aus der Veräußerung des Staalseigenthums eine Summe von 31 Millionen nicht regelmäßig wiederlehrender Einnahmen ergeben, aus der Veräußerung der dem Staate gehörenden Eisen-bahnactien 7 Millionen, aus dem Erlöse der Effecten des Militär-Stellvertreterfonds 14 Millionen, ans der Liquidation der Actienrnckstände der bestandenen Staals-centralkasse 6 Millionen, ans dem Miinzqewinne bei der Einlösung von Münzscheinen 2'/, Millionen, ans den Zihlnngen der Donan'Dmnpfschiffchrtsqesellschaft 2^/, Millionen; aus den Kap!talslückzahllin<',en und Zinsen der Staats'Vmschusslassl'n an 13'/, Millionen, an Einnahmen ans Creditoperationen 423 Millionen; zusammen eine Nettosummc von 499'/,, genau ge« und erst draußen hörte Otto sie, wie in quälender Herzensangst, aufstöhnen. Als er in das Gemach trat, wo seine Tante auf ihrem Ruhebett lag, war Luitgard nicht anwesend. Die Abendsonne schien warm und freundlich durch die halbgeschlossenen Vorhänge und ein süßer Duft kam aus dem im vollsten Blumenschmuck prangenden Gar» ten herein. Das G ficht der Leidenden war bleich und müde, aber ein helles Lächeln lag wie goldiger Son-nenschein darüber ausgebreitet. Graf Otto setzte sich auf ihren Wink nieder, dicht neben seine Tante. Sie sah ihn a», aber es lag keine Spur von Angst oder Sorge in ihren Augen. „Ollo, du weißt, weshalb ich dich habe rufen lassen." begann sie mit schwacher aber vernehmlicher Stimme. ..Ich fühle mein Leben enden. Du darfst darum nicht bekümmert fein, ich sehne mich nach Ruhe. Das Leben hat mich müde gemacht, nun kann ich das Glück nicht mehr ertragen. Aber bevor ich sterbe, muss ich mit dir reden, damit ich leine Sorge mit hinüber nehme. Es betrifft dich und Luitgard." Da» Sprechen griff Frau von Saldern sichtlich an, aber sie sprach doch ununterbrochen. Die Schwäche, welche ihr im Leben so verderblich geworden, schien von ihr gewichen und ein fester Wllle sie zu beherrschen. „Mich darfst du nicht beklagen, Otto," fuhr sie nach einer minutenlangen Pause fort, „ich bedarf kei> neK Mitleids, aber mein Kind. mein armes, verlassenes Kind — an Luitgard denke. Sie ist immer einsam gewesen und ich fürchte, diese Einsamkeit hat auf sie keinen wohlthätigen Hiuflus« ausgeübt. Otto. sage mir darf ich mit dein Bewusstsein sterben, dass du Luitgard eiue treue Siützc sein wirst?" „Kannst du daran zweifeln, Tante?" „Nein, Otto, ich zweifle nicht an dir. Ich kenne dich. Du hast mir bewiesen, wie treu du es mit mir und meinem Kinde gemeint und darum will ich für mein Kind auch keinen anderen A'.'schützer als dich." Olto wurde todtenbleich. In klaren deutlichen Worten hörte er das anssprechen, was ihm unbestimmt vorgeschwebt. Er sollte Luitgards Beschützer sein, ihre S«ühe. an welche sie sich anlehnte. Konnte es ein giö> heres Glück für ihn geben? Aber — Andere Gedanken drängten sich störend in diese Seligkeit und er stand im Begriff, sie vollen Einfluss über sich gewinnen zu lassen, als Frau von Saldern fortfuhr: „Ich habe alles durchdacht, Olto. und alles be» stimmt. Ich hätte gewünscht, dich und üuitgard vor meinem Tudc durch Prisste, Hand vereinigt zu sehen — es hat nicht srin sollen. Die Bande, welche eine solche Handlung rechtfertigt, verknüpfen euch noch nicht, aber ich hoffe, ihr werdet ench finden, weil ihr zusammen gehört. Fiirchte dich nicht vor jenem unheimlichen Fa» milienerbtheil, e« existiert nur in der Sage, aber lass' Luitgard nie dawn erfahren. Die Furcht, die Anqst vor dem Kommenden und die Besorgnis vor der Zukunft hat mich krank gemacht. Aber ich will ench die Freiheit des Handelns, die Freiheit des Herzens nichl verkümmern. Ich fordere lein weiteres Versprechen von dir als: sei meinem Kinde ein Bruder, — ein treuer Bruder!" tssortsehunll fvlat.) sprochen. rund von 500 Millionen an nicht «gelmaW wiederkehrenden Einnahmen, so dass der Ueberjchui» dieser nicht regelmäßig wiederkehrenden Emnahmen m Betrage von 500 Millionen Gulden über die M» gaben derselben Kategorie im Betrage von 343 -"cn lionen Gulden zur Deckung des Deficites im verMMw Decennium und zur Stärkung der Kasscnbrstallde v" wendet wurde. Zieht man aus den eingangs erwayM' Ziffern des sogenannten Bruttobudatts für die >M^ ,880 und 1881 die Bilanz, so stellt sich dleselve " folgenden großen Ziffern dar: Staatsausgaden p" 441.537.000 fl.. Staatseinnahmen per 407.125.000^ ergibt sich ein Aliaang von 34.412,000 fl.; dtt "" berg-Bahnauslagen' per 6.500,000 fl. ausgeschleul >, bleiben 27.912,000 fl. gegen den Abgang vom H' 1880. welcher 25.173.000 fl. beträgt, also em M" von 2.73'.1,000 fl. Wenn man aber noch die Sum' von 2.800,000 fl., die durch den Verlauf der iMW tionen des Militärstcllvertreter- uud des Invalldeusoll"" für das Jahr 1880 beschafft wurde, wie billig " der Ziffer des Jahres 1581 abzieht, so stellt sich "" Deficit des Jahres 1881 im Vergleiche mit dein " Jahres 1880 um die freilich fehr minimale SUM'" von 61,000 fl. günstiger. (Bewegung links.) , ., So viel steht fest, dass wir nicht nur s«r " laufenden Bedürfnisse des Jahres 1881, sondern a»^ wie später noch erwähnt werden wird und anH hohen Hause bekannt sein dürfte, für die SW" der früheren Jahre, nämlich für die Einlösnng " Schatzscheine, einen großen, bedeutenden A^uM>, s.r Jahre 1881 machen müssen. Was ist nun M oir, Lage zu thun? Nun selbstverständlich kann '">« " gierung, also auch nicht die gegenwärtige '"kg" ' Sr. Majestät, das vorhandene Deficit auf »rgeno ^, anderen Wege zu tilgeu beabsichtigen als "^,, :H, jeuigcn, der einerseits die Herstellung des ^^ gewtchtes anzubahnen und zu erreichen versprich», » dererseits aber auch den Bedürfnissen des <2ia nach außen und innen und der Entwicklung "^ "^ schaft vollkommen Nechnnng trägt. Stellt man ya? , finanzielle Lage des Jahres 1881 und auch ty""" ' schon die des Jahres 1880 im Vergleiche »nt " Decennium 1870 bis 187<) uor, so muss."al »^ geben, dass diejenigen Mittel, über welche die ^c ^ Verwaltung und die Gesetzgebung im verflossenen ^ ceunium für die Deckung der Ausgaben und V '^ lung des Gleichgewichtes zu verfügen halte, "^il-lich die großen Verkäufe von Staatseigenthnin, .^ bahnactien u. s. w,, gegenwärtig nicht mehr M^)l stehen. Gegenüber einer solchen Lage kann c» .^ nicht die Absicht irgend einer Negierung s^"' .^ zu auf einmal und plötzlich durch heroische Mn ^ sanieren. Das hohe Haus gestattete, die Stclinng ^ Regierung und, wie ich glaube, auch die der ^, Neichsocllrctung gegenüber dieser Lage mit der ^, lung eines Arztes gegenüber einem Kranken i ^ gleichen, indem ja doch schließlich das ?^Mel< Staatshaushalte zu deu sogenannten wirM"! ^, und finanziellen Krankheiten des Staates gehor^ ^ genülier dein Kranken kann der Arzt, "enn c^ rationeller Arzt ist, nur dauu zu einer 2"^^" schreiten, wenn überhaupt nichts mehr zu Ae^ und möglichcrlueise alles zu gewinnen '"' h del man an dem Leben und der Lebensfähigkeit ^ Erlangung der Gesundheit bei einem P""^ e'^ zweifelt, nun dann wählt man vielleicht ""s "^ hel lung auch verzweifelte Mittel. Nach der W'I " ^ Regierung Sr. Mujchät und, ich zweifle n^'ehijct nach de, Ansicht des ganzen hohen b""'/..,, - die unser Staat ganz gewiss zu den lebens c>Y'g ^s^ wirlschafllichcn Verhältnisse der einzelnen ""'^ ni^ großen Reiches können gestärkt oder a/sch'"" ^lles, den, at>er in der Albeit und der Kraft des ^,z in der Spannkraft der gesummten Bevölkern»^ ^e großen Reicheb finden wir genug Acnmse, ^ste" Lage zwar ernst »st, dass sie aber nicht » ^s.) uerzwilfelt genannt werden kann. (V""".' hie A" Von diesem Standpunkte aus. glaube »ch., '' ^ z^s seilignng des Dchmes eine Aufgabe, "" ss^hast" mehrerer Jahre selbstverständlich unter 0^ " l, S^ Mllnmtnng sämmtlicher dazu gehörigen l5" lööt werden kann. ^ ^ e'" Betrachtet man einmal dieses De^M un° Uebel, das sich im Laufe der 3^" «^aM « verbreitet hat, zn dessen theilweiser 2)"^ 'ichc", '^, früher gebrauchten Mlltel nicht mehr a"« ^^ uA steht in diesem Momente die Frage n'^' der", ° der vollständigen Beseitigung des Nebels, ' , „M F'age lässt 'sich nur so formuliere": ^M, Weise ist die weitere Verbreitung des « ^,t au einzndämmen. auf welche Mise 'st °^ ck'che dtt r mählich zu vermindern, um unter d"" ""^rc».'ller Form erfolgte, wozu sich die frühere Regung nicht verstehen wollte. Das nene serbische .^l»net will alles versuche», was mit der Würde und .en Interessen des Landes vereinbar ist, um zu einem Mangement mit der benachbarten Großmacht zu ge° ""gen. Kommt es zu einer Verständiguug mit Ötstcr-k'H'Uligarn, so wird das serbische Cabinet ebenso M und offen der Nationalversammlung den Stand-^lltt darlegen, den es iu den Verhandlungen ein-^Mhnien für nothwendig glaubte, und es hofft, dass de» ^lksvertretung sein Vorgehen billigen wird. In-"n der Stein des Anstoßes, an dem die Verhand« e. Ml des früheren Cabinetes mit Oesterreich'Ungaru Kelterten, nunuichr beseitigt ist, darf man wohl einem UUnstigen Verlaufe dieser Angelegenheit entgegensehen. Allerdings lassen sich immer noch auch gegentheilige «lüsichteii vernehmen. Hoffentlich wird die Regierung ili der Lage fein, der für den Monat Jänner eiuzube« wfendeil Skupschtiua den fertigen Handelsvertrag mit "esterreich-Ungarn vorzulegen. Gagesneuigkeiten. — (Hochzeitsgeschenle für den Krön-^'"zcn.) Wir haben bereits von dem Prachtschmucke ucn'eldet, der als Geschenk von der Wiener Kaufmann« V^ft Sr. k. l. Hoheit drm durchlauchtigsten Kronprinzen ."d seiner Braut als Hochzeitsgeschsul übergeben wer-/" soll. Ein großes Comne, bestehend aus Vertretern ^ Äanqilierswelt, des Großhändlergremiums und der .^sincm»schc,ft, hat bereits vor längerer Zeit sich mit ^" Vorbereitungen für dieses Geschenk beschäftigt und f"""'rhr znr rndgiltigen Feststellung der Angeleaenheit z^ ^lecutiucomite niedergesetzt. daS au» ocn Herren ^^"Küüigswartcr. Baron Rothschild, Baron Wooianer tz^ ben H-rren Dumlia und Marcsch besteht. Der don ^' ^^ ""^ """' Z^cli"""g von Professor Storck Ulk, ^ bewährtsten Vertretern der verschiedenen Kunst« h^rbe hrrgeslillt wird. soll 00 Aquarellbilder ent» lvtt^' ^ von 54 österreichischen Künstlern hergestellt gel? ' I» dem Schrank wird ein Album nieder' di/?.' das die Namen aller derjenigen enthalten wird. ^'lch an diesem Prachtgcschente betheiligt haben. Die b»,"k" der Kunstler, deren Arbeiten theils der Vollen. W,x ""^ ^"d. theils schon vollendet wurden, sind fol. lgs e- L'Allcmand. Franz und Rudolf Alt. Bcrger. ^,/'"^. Blözig. Karl. Julius und Engen v. Blaus, y, °"> ^h^rlcmont. Darnaut. Decker. Defregger. Eu-^ ^ Eisenmennrr. Fritsch. Fux. Fischer. Gaul. Greil. ge ' ""z^f. H.cher. I, Hchmann. Halauska. H^ckel. Kar« be.' ^t.emicz. Kosjal, Koll.r (Briisjel). Lauf-Iss^' Lrffler. LichtenfelS. Mattjko. Marak, Mül-Ve.'z ^""tacsy. Nlwopacky, Obermülluer. Passini. 3t„h"' Solist, Pitner. Püttner, Robert Ruß. Franz tzch',^l»,pler. Schäffer. Schindler, Seelos, Mathias to,,t 3' Stückler. Schü»n. Tlenk.oaldt. W,llroider. «ar-l°n„i,, '° Mchvzahl der Aquarelle bezieht sich ans Vor-Vllt k ^ '"' ^^'en des Kroxprinzen. So malt Rudolf ö'»>m/ ^'"ss'-ler Nathhans. dann das Interieure jenes ^chre,!?c b"s der Kronprinz in Brüssel bewohnte, den ^ M '.'^' n»f dem er dcn Brief schrieb, iu dem er l°bu^ ^lät ben Kaiser um die Zustimmung zur Ver. d. Vla «"^ ^" Prinzessin Stephanie bat. Hubcr. Iulms "" und Llchteufcls bereisten die Iagdplähe, die der Kronprinz im vorigen Jahre und heuer besuchte und lieferten Iagdskizzen für die Sammlung. Huber eine Bärenjagd, Blaas eine Fuchsjagd bei Gödöllö und so weiter. — Auch die Mitglieder des niederösterrei-chischen Adels sind zu einem Comiti zusammengetreten, nm über ein Geschenk zu berathen, das dem Kronprinzen überreicht werden soll. — (Feuer in Serajewo) Am 27. November um l/,3 Uhr ullchmittags brach in der Franz-Joses-straße in einem großen türkischen Hause Feuer aus, welches so rasch um sich griff, dass in wenigen Minuten daß umfangreiche Gebäude in hellen Flammen stand. Zum Glück war es vollkommen windstill, und konnte das Feuer nach dreistündiger angestrengter Arbeit der Militär« und freiwilligen Feuerwehr localisiert werden. Die junge freiwillige Feuerwehr, unter dem Com« mando ihres Hauptmannes Karl Popper, hatte unermüdlich und mit vielem Verständnisse gearbeitet, wofür ihr der Herzog von Württemberg — der bis zum Schlüsse auf der Brandstätte verblieb — seine vollste Anerkennung aussprach. Mit dem abgebrannten Objecte sind viele ärarische Schriften ein Naub der Flammen geworden. Artillerielieutenant Samel, welcher das Haus bewohnte, rettete eben nur, was er am Leibe hatte. Ein türkischer Diener, der im Verdachte steht, das Feuer gelegt zu habe», wurde verhaftet; ebenso vier andere Einheimische wegen Diebstahlsversuchs während des Brandes. — (Ein rother See.) In Mexico befindet sich in der Nähe von Guelato ein an 4000 Quadratmeter großer See. dessen Tiefe bisher noch nicht gemessen ist. Vor ungefähr 25 Iahreu nahm das Wasser dieses Sees plötzlich eine hellrothe Farbe an, und alle Versuche, die Ursache dieser überraschenden Färbung zu ergründen, blieben fruchtlos. Niemand erinnerte sich mehr an dieses Phäuomeu, als dasselbe sich vor kurzem wiederholte und die abergläubische Bevölkerung der Umgebung in Furcht und Schrecken versetzte. Es wurde eine Commission er» nannt, welcher die Aufgabe gestellt ist, das Wasser des Sees zu prüfen. Locales. — (Sanctionierter Landtagsbeschluss.) Der vom kraimschen Landtage in der letzten Session be« schlossene Gesetzentwurf, betreffend einige Maßregeln zur Hebuug der Fischerei in deu Biuuengewässeru hat die Allerhöchste kaiserliche Sanction erhalten. — (Aus dem Abgeord n et cn hause.) I» der am 3. d. M. abgehaltenen Sitzung deS Budget, ausschusscs des Abgeordnetenhauses wurde der Herr Abgeordnete Dr. wuKiijul zum Schriftführer gewählt und demselben gleichzeitig das Referat über das Capitel „Salz" im Staatsvoranschlage pro 188 l zugewiesen. — In der vorgestrigen Plenarsitzung des Abgeordneten. Hauses stellten die Herren Abgeordneten Graf Hohen-wart und Genossen an die Regierung die Anfrage, welche Mahnahmen dieselbe gegen das Ucbrrhandnehmeu der Hypothekarverschuldung de« Bauernstandes zu treffen gedenke? — Unter den in derselben Sitzung über-reichten Petitionen brfinbct sich auch eine Petition des slovenischen Lehrcrvercins in Laibach um Errichtung sloveuischcr Lehrer-Bildungsanstalleu. — (Vorlesung des Dr. Brch m.) Vor einem sehr zahlreichen und distinguierten Publicum hielt Samstag abends der berühmte deutsche Naturforscher Dr. Alfred Brehm. der Verfasser des großen vielbändigen Werkes „Das Thierleben" und bekanntlich auch der Begleiter unseres durchlauchtigsten Kronprinzen auf mehreren seiner Reisen, einen hochinteressanten Vortrag im landschaftlichen Redoutcnsaalc über ..Hochnordische Vogelberae." Von einer alten lappläudischrn Sage über die Entstehung Skandinaviens ausgehend, schilderte Dr. Brehm zunächst in begeisterten Wortcu die landschaftlichen Schönheiten und Eigenthümlichkeiten des europäische» Nordens mit seinen zahllosen., tief ins Land einschneidenden Fjorden und dem reich bewegten thie-rilchen Leben, das dieselben darbieten, indrm er Slan» dincwien speciell für den Naturfreund und Forscher als das schönste und interessanteste Land Europas bezeichnete. Wie kümmerlich die Natnr dasselbe auch an frucht» barem Ackerboden bedacht habe, der kaum imstande ist. auch nur einen Theil der Bewohner zu ernähren, ebenso freigebig entschädige sie es dafür an dem wahrhaft un< erschöpflichen Rcichthume an Fischen und Vögeln, welche dcn Norwegen alljährlich in regelmäßig wiederkehrenden Perioden in ungezählten Massen zugeschwommen und zugeflogen kommen, so dass sie uur die Hände aus» znstteckeu brauchen, um Schiffe und Speicher mit ihnen vollzufüllen. Nl'ch einer kurzen Schilderung des Fisch» flNiges wahrend der Monate hindnrch andauernden norwegischen N,icht gieng Dr. Brehm auf sein eigentliches Thema: „Das Leben der nordischen Seevögel", über. Es würde uns zu weit führen, die zahlreichen, mit den reizendsten Bildern geschmückten und durchwegs in fri« scher und farbenprächtiger Darstellung gehalteucn Schil-derungen. die Dr. Brehm zum Besten gab. hier auch nur theilweisc uacheizählcn zu wollen. Zudem ist der Ton. in welchem Dr. Brehm dru Zuhörer» seine Er. lebnisse erzählt, ein so lebenswahrer und belebender und die Art und Weise, in der er es versteht, da» Wesen und den Charakter der von ihm in ihrem Familien» und geselligen Leben sorgfältig beobachteten Thiere aus» zumalen, ein so plastischer, dass es uns geradezu unmöglich wäre, auch nur annähernd den Reiz seines Vor-trages wiederzugeben. Wir glauben nur der Ueberzeugung vieler Ausdruck zu geben, wenn wir hiemit con-statieren, dass von den zahlreichen Vorlesungen, welche wir in Laibach im Laufe des letzten Decenniums zu hören bekamen, keine einen so allseits befriedigenden und fesselnden Eindruck zurückließ, wie jene des Dr. Brehm. Von dem bcwundernswerten Talente des Mannes, die Thiere nicht nur in ihren rein physischen Lebensmomenten zu studieren, sondern auch in ihren geheimsten, Psychologisch interessanten Trieben und Instincten zu erlauschen, wovon alle seine Werke zu erzählen wissen. zeugte namentlich auch seine hochinteressante Schilderung von dem Leben des berühmten Cidervoa,ele während der Brutzeit, sowie die vielen anderen Typen aus der vielartigen und reichbewegten nordischen Vogelwelt: der verschiedenen Möven und Alken, der Polartaucher und Austernfischer und wie sie alle heißen mögen, die uns Brehm in seinem Vortrage vorführte und durch seine unübertreffliche Darstellungsweise näher kennen lernen ließ. Die meisten der besprochenen Vogelarten illustrierte er überdies durch ausgestopfte Exemplare der gleichen Gattung, die ihm zu diesem Behufe das hiesige Landesmnseum zur Verfügung gestellt hatte. Wie wir übrigens hören, hat sich Dr. Brchm bei seinem vormittägigen Besuche des hiesigen Museums über die verhältnismäßige Reichhaltigkeit desselben, namentlich aber über die seltene Collection der Pfahlbautenfunde ganz besonders anerkennend ausgesprochen. Das warme Interesse, welches man in den gebildeten Kreisen un-serer Stadt dem Vortrage Dr. Brehms entgegenbrachte, documeutierte sich nicht nur in dem sehr zahlreichen Auditorium, sondern auch in der gespannten Aufmerksamkeit und dem lebhasten Beifalle, mit dem der ohne Unterbrechung !'/, Stunden andauernde und in form» vollendeter Rede gehaltene Vortrag aufgenommen wurde. Da Dr. Brehm heute bereits in Pest liest. so konnte er dem allgemein rege gewordenen Wunsche nach einem zweiten Vortrage diesmal leider nicht entsprechen. doch ist seinen Iusicherungen zufolge Aussicht vorhanden, dass wir deu berühmten Gelehrten, der unser in naturwissenschaftlicher Hinsicht sehr interessantes engeres Heimatland selbst näher kennen zu lernen wünscht, im Lause des nächsten Jahres noch einmal in Laibach zu hvren bekommen. — (Laibacher Liedertafel.) Vorgestern abends veranstaltete die „Laibacher Liedertafel" eine Vcreinsunterhaltuna.. welche ein zahlreiches Publicum im Glassalon der Casinorestauration tiersammelte. Der Verein verfügt zwar über einen der Zahl nach ziemlich schwachen Chor. besitzt jedoch mchrere recht gut verwendbare Solisten, wie dies namentlich bei dem hübschen und correcten Vortrage des vom Composite«! Herru I. Blumlacher selbst dirigierten komischen. Liederspiele« „Etwas für alle oder die Dilettanten-Oper" hervortrat. Infolge mehrfacher, in letzter Stunde eingetretener Absagen konnte das Programm zwar nicht ix allen Theilen eingehalten werden, twch wurden für die ent-fallenen Solopiecen einige Gesangsvorträge eingeschaltet. Nach Abwicklung des Programms fond die Verlosung des Glückshafens statt, dessen Hauptgewinst in einem von Herrn Smutny in Kreide sehr effectvoll gezeich. neten großen Porträt Kaiser Josef II. in hübscher Um-rahmung bestand und von einem Rudolfsbahnbeamten in Steyr gewonnen wurde. Den Schluss deS Abends bildete, wie üblich bei diesen Unterhaltungen, ein kleines Kränzchen im engeren Kreise. — (Verlust eines Beschälh en gstes.) Da» l. k. Militär-Hengstcn'Di-pot in Srlo bei Laibach wurde vorgestern durch einen Unfall von einem empfindlicheu Verluste betrossen. Bei der in der dortigen Reitschule stattfindenden Ablichtung der Pferde wurde nämlich vorgestern eines dcr wertuullsten Thiere, der siebenjährige Schimmelhengst „Pluto", ein wegrn seiner schönen Gang« art besonders geschätztes Pferd Lipizaner Ablnnft von einem vor ihm trabenden zweiten Hengste, der plötzlich stutzig wurde und um sich schlug, durch einen Hufjchlag so heftig auf cineS dcr Voldcrbeine getroffen, dass letzteres brach, infolge dessen dc>S arme, über 1000 fl. beweltete Thier sofort gelüolet werden musste. — (Theater.) Mit seinem „Bibliothekar" hat Gustav von Moser einen außerordentlich glücklichen Griff gemacht. Er hat dabei zwar eine alte und schon wiederholt dramatisch bearbeitete Lustspielidee, über gleichzeitig auch so viel drastischen Witz und Humor erwischt und eS gelung ihm, diese Prämissen semes Stückes so rffcctvoll zu verwerten, duss man dem Harm» losen, überaus unterhaltlichei'. Schwanke trotz aller darin vorkommenden Unw.chrschrinlichteiten und Uebertreibungen nicht gram sein kann. Besonders reich ist die Novität an guten schlagfertigen und mitunter auch originelle» Dialogwitzen; auch mc Situationskomik wusste der ge» wandte Lustspieldichter auf das trefflichste zu fructifi, ciere». und einige Scenen seines neuesten Stückes sind dem Besten anzureihen, was in diesem dankbaren aber schwierigen Genre je geschaffen wurde. Nicht minder glücklich war Moser bei der Wahl um Schilderuna seiner durchwegs lomischeu Charaktere, hie iu ihren zahl- 2384 reichen Collisions die Veranlassung zu einer Anzahl von köstlichen Verwicklungen geben. Einigermaßen be. fremdend wirkt es, dass die Handlung in England spielt, da sie ebenso gut hätte nach Deutschland verlegt werden können. Von sehr guter Wirkung ist die Aufnahme des Spiritismus in den Faden der Intrigue. Die Aufführung der Novität verlief in vorwiegend gelungener Weise und rief ungemein viel Heiterkeit und Beifall hervor. Herr Schmelzing spielte die Titelrolle — den „Bibliothekar Robert" — mit sehr gün« stigem Erfolge und zeigte abermals ein entschiedenes Talent für das komische Fach. Seine Darstellung ver« rieth Fleiß und richtige Auffassung, erzielte daher auch die volle, wohlverdiente Anerkennung des Publicums. Gleiches Lob gebiirt den vorzüglichen, ebenso charakteristischen wie erheiternden Leistungen der Herren Bocka (Macdonald) und Frank (Gibson). Auch Herr Ba« lajthy (Lothar) zeichnete sich durch sein sympathisches und munteret Spiel aus, dagegen war Herr Zerr (Harry Marsland) zu steif und ließ als Liebhaber das erforderliche Temperament vermissen. Herr Schwarz (Marsland) wusste aus seiner Rolle nicht viel zu machen, und es entbehrte seine Darstellung der ent« sprechenden Individualität und Charakteristik. Herr Brackl (Armadale) brachte mit feiner Episode als Geck nicht die vom Dichter beabsichtigte Wirkung hervor. Recht zufriedenstellend wirkten die beschäftigten Damen, nämlich Frau Kl err als spiritistische Gouvernante, Frl. Kühnau und Frl. Rabitsch als muntere, drol-lige, etwas übermüthige und sehr verliebte Backfische, endlich auch Frl. Mi kola (Mrs. Dicksohn) al» gut« müthige und neugierige Wirtin. Das Ensemble klappte bestens und das mit Rücksicht auf die anderen gleichzeitigen Unterhaltungen dieses Abendes ziemlich zahl« reich versammelte Publicum nahm die Novität sehr giin« stig auf. Dieselbe dürfte ohne Zweifel noch einige gut besuchte Reprisen erleben und verdient allen Freunden der Heiterkeit bestens empfohlen zu werden. Den gestrigen Sonntagabend füllte die Offenbach'sche Operette „DiePrinzessin vonTrapezunt" aus, welche heuer zum erstenmale über die Bretter gieng und im sehr gut besuchten Hause zwar leine besonders ani« mierte aber immerhin ziemlich freundliche Aufnahme fand. In Bezug auf textliche» Blödsinn und übertolle Burleskere! des Sujets auf der Sprossenleiter der modernen Operetten nahezu obenan stehend — was be» lanntlich nicht wenig sagen will — verträgt, beziehungs« weise erheischt die „Prinzessin von Trapezunt" zu ihrer Aufführung ein ganz erkleckliches Quantum übermüthiger Komik und Lebhaftigkeit. Iu dieser Beziehung bot auch der erste Act, der mit der nöthigen stürmischen Verve gespielt wurde, ganz Anerkennenswerte«, doch hielt sich die Temperatur der beiden lehtei« Acte nicht auf gleicher Höhe. sondern blieb merklich gegen jene im ersten Acte zurück. Besonders gilt dies von den Damen, die gestern überhaupt den weit schwächeren Theil der Vorstellung repräsentierten. Fräulein Stella (Zanetta) und Fräulein Mi kola (Regina) waren nicht gut bei Stimme und Fräulein Erl war ein herzlich schläfriger Prinz „Rafael." Unsere neuliche Bemerkung in der Besprechung von „Cannebas" sollte keineswegs die Ausdehnung finden, als dürfte eine Offenbach'sche Operettenfigur auch ohne jegliche Spur von Tempera« ment dargestellt werden. Jedenfalls wäre Fräulein Wie-demann. die in dieser Operette sonderbarerweise ganz leer ausgieng. als Prinz Rafael weit besser am Platze gewesen. Sehr eifrig und mit echter Clown-Agilität spielte Herr Brackl den „Cabriolu"; auch Herr Ne-dello (Fürst Kasimir) war ganz entsprechend am Platze. Herr Frank erregte als „Sparadrap" durch seine kmui« schen Wortverdrehungen und sonstigen Privatulk viel Heiter« keit; die im zweiten Acte allzulange ausgedehnte Beschäfti» gung mit dem gebrochenen Stocke Verträge jedoch eine entschiedene Kürzung, da sie nur stört und das Spiel beeinträchtigt. Herr König (Tremolini) hat die unangenehme Gewohnheit, sich im Sprechen oft so zu über- stürzen, dass er völlig unverständlich bleibt. — Am Theaterzettel lasen wir abermals einige, die wir in der Vorstelluug vergeblich suchten; so wurde beispielsweise der hübsche Pagenchor nicht von (angekündigten) neun, sondern bloß von 6 Pagen gesungen. Wozu solche un» gehörige Kunstmittelchen anwenden? Wir lieben die doppelte Kreide am Theaterzettel nicht. Neueste Post. Original-Telegramme der „Laib.Zeitung." Athen, 5. Dezember. (Kammer.) Bei der Verhandlung über den Exlracredit von 44 Millionen er-suchte der Ministerpräsident, keine politische Discussion zu provocieren. Er erklärte, das Programm der Regierung sei bekannt, es bestehe in einer Politik der Action. Die Regierung treffe Vorbereitungen, um die Beschlüsse Europas ausführen und bemüht sich, die Mitwirkung Europas zu erlangen. Kein Anzeichen deute an, dass die Mächte diese Mitwirkung nicht gewähren werden. Nichtsdestoweniger muss Griechenland sich seine eigenen Gedanken vorbehalten. Die Ehre gebiete ihm, jedes Opfer zu bringen. Der Ministerpräsident appellierte schließlich an den Patriotismus der Kammer: die Regierung bedürfe der Üülerstnhung der ganzen Nation, um bei der Action die erforderliche Autorität zu besitzen. Der Finanzmiuister legte das Budget für 1881 vor, welches die Einnahmen mit 5IV, Millionen, die Ausgaben mit 114 Millionen präliminiert und bemerkte, die Negierung werde 80,00(1 reguläre Truppen unter den Fahnen behalten, wahrscheinlich auch die Nationalgarde einberufen. Petersburg, 5. Dezember. Die „Agence" meldet: Die Regierung beabsichtigt, die russische Escadce in Neapel zu stationieren, damit dieselbe den Italien bereisenden Großfürsten Sergm» und Paul zur Ver-fügung stehe. Die „Agence" betont, dass die Auflösung der Flotte nicht auch die Auflösung des europäischen Concertes bedeute. — Ein llkas hebt von Neujahr ab die Salzaccise auf und setzt die Zollgcbür für Importfalz herab.__________ Wien, 5. Dezember. (Wr. Ztg.) Se. k. und k. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchste Entschließung vom 25. November d. I. dem vom Landtage des Herzogthums Kraiu beschlossenen Gesetzentwurfe, betreffend Aenderungen des Gesetzes für die Cultur des Laibacher Moorgrundes, die Allerhöchste Sanction allergnädigst zu ertheilen geruht. Wien, 5. Dezember. Die „Montags - Nevue" veröffentlicht eine Note des Baron Haymerle, worin Se. Excellenz der Herr Minister des Acußern auf die Ausführung der Eisenbahnlinie Vellova-Pirot-Nisch seitens der bulgarischen Regierung auf Grund der Stipulationen des Artikels X des Berliner Vertrages dringt. Wien, 4. Dezember. (Sitzung des Abgeordnetenhauses.) In der Begründung seines Antrages, betreffend diedentsche Sprache als Staatssprache, führt Abg. Graf Wurmbrand aus, fein Antrag sei conservativ und bezwecke nur die Glühe des Reiches, obwohl die Deutschen jetzt überall zurückgedrängt werden, verspricht er sich das Bcste von seinem Antrage, weil leine österreichische Negiernng den Staat werde schwächen wollen. Abg. Graf Ho» ljenwart verspricht sich von diesem Antrage leine praktischen Folgen ; nur durch aufrichtiges Zusammen' wirken aller Parteien könne die Fmqe gelö?t werden. Dieses Zusammenniiiken sei leider jetzt nicht möglich, das Parlament finde jctzt in der Fmanzfrage ein fruchtbareres F?ld; nachdem jedoch die Minorität auf die Besprechung jener Frage großes Gewicht lege und aus parlamentarischer Conrtoisie werde er für die Zuweisung des Antrages des Abgeordneten Wurmbrcmds an den Ausschuss stimmen. Dcr Antrag Wann-brands wird sodann dem Ansschnsse zügrlvicsen. Abg. Dr. Herbst begründet hieranf seinen Antrag in» betreff der Sprachenverordnung. Er verweb auf W Kundgebungen der deutsch-böhmischen Gemeinden uno polemisiert gegen die seinerzeitige Interpellation»-Beantwortung Stremayrs. Die DentsctMmen wouln keine Bevorzugung, aber auch keine schlechtere Ve Handlung als die Deutschen in Tirol und Stelernm -Redner beleuchtet die Ergebnisse der Enquete, au» Grund welcher die Sprachenverordnung erlassen wuroe, und beantragt die Iuweisnng seines Antrages an oen Ausschuss für den Antrag Wurmbrands. Abg. Lien bach er erklärt, die Rede hätte Ursache, 'gegen ^ Antrag zu stimmen, aber sie glaube durch ruW, objective Besprechnng den Sprachenstreit überhaupt g°''s zu beseitigen. Der Antrag Herbsts wurde cngenomine > Agram, 4. Dezember. Der zwischen Waraso''' und Csakathurn verkehrende Carriolpostwa^ wurde vorgestern angefallen und der Kutscher e mordet. Im Postwagen befanden sich keinerlei Mn, Wie der ..Agramer Zeitung" ans Warasdin gemcu" wird, wnrde gestern ein des Mordes an dem genal'ü" Postkutscher Verdächtiger eingezogen. Telegraphischer Wechselcurs vom 4. Dezember. , «lall,. Papier-Ncntc 72 50. - Silber» Ncnte ?3bä. ^ l" Rente 87-05. - 1860er Staats-Aulchen 131 25. - «A° ^.. 627. — Krcditactien 23710. — Uondon 11760. - S""" — ss. l. Mimz.Ducatcli 5 54. - 20^Frantc»'Stücke «""' 100'Ncichsmarl 58'—. ^-—" Verstorbene. ,. Den 3. Dezenlbcr. Eduard Lerne, Schneidergesellcll söhn, 3 I,, Kralaucrgasse Nr. 35. Scharlach. ^ -""Y" Ievic, Kaischlerstochtcr, 11 Tage, Schwarzdorf Nr. 45, Im Civil spi tale: ,z. Den 2. Dezember. Johann Vehar. Gememoe'"" diener, 42 I,, von,until» nulHlvUou,. ^, .«^rii!, Den 3. Dezember. Maria Nazderh, IuwoY"" 74 I., Uiiterleibsentartilng. ______^- Theater. ......u. Heute (ungerader Taa.): DerÄauer als Mllll0» Zaubcrmärchcn von Raimund. Mllsit vonMuuci^, Lottozichungen vom 4. Dezember: Wien: 49 4 19 46 73. Graz: 22 73 ttl 41 ^^---- z n m eZ - «z 5s 7Ü.Mg' 745 5« 4-0-4 SW. schluach bewölkt «g 4. 2 „ N. 745-63 4> 0 8 O. schwach bcwöltt " 9 . Ab. 747 AI ^04 O. schwach bcwöltt ^^ 7U.Mg. 74N7? '^ 0-2 O, schwach ^bewöllt ^ 5. 2 ., N. 74540 ^- 10 O. schwach bc!ii>ltt 9 .. Ab. 746 52 > - 0 6 NO. schwach bewijllt ,^ Den 4, und 5,: An bcidcu Tagen trübe, lcin Son'ic ^, Das Tagesmitlcl der Temperatur an beiden Tagen ^^, und -l- 0 1«, beziehungsweise um 04° und 0b° unter oe» male. ^^—^ Verantwortlicher Redacteur: Ottomar Vcunb^^s > Danksagung. » W Allen Verwandten, Freuuden und Vckamtte"' > ^ der löblichen freiwilligen Feuerwehr vo» ^"^i W M suwie auch sammllichcu sscrhrteu Huoliratioren, we»", « M sich au dein Leichcudcgällgnissc des Herrn W » Johann Weber > M so zahlreich beteiligten, wird Hienut der wiir"" W Dank abgestaltet. ^ W Die trauernden Hinterbliebene«^ Curse an der Wiener Börse vom 3. Dezember 188l>. (Nach dem officiellen llursblatte.) Pllpierrent......... 7255 7270 Silberrente........7»K5 7370 Voldrente .........87- 87 l5 Los«. 1854........122 75 12» 2b , I860........I.N 25 13175 , I860 (zu 100 fi.) . 18375 1342t, , 1864........17140 171 50 Ün«. Prämlen.AnI.....11N 110 50 Lltdit.«..........181 50 182 - Iheih.Regulierung«- und Sze« gcdiner Lose.......10720 1s>750 Uuooll«.U.........18 - I«b0 Prämienanl. der Stadt Nlen 117 40 117 80 Donau.»<«uul!'erung>Lost . . 1IK25 1l«75 Domänen-Pfandbriefe . . .143 144'-Otslerr. Schatzfcheine Ibsi rück' zahlbar.........l00 75 101'— Vesterr. Schahscheine 1882 rücl. zahlbar.........I0l 75 102 - Ungarijche Goldrente .... 10950 10965 Nnyllr!,cheEis«„blll,n-Anleihe 125 25 125 75 Unaarlsche Eiscnbahn.Anlelh«. Üumullltivstückt......12440 12480 Fnlehen der Stndtqemeind« Wien in «. y. . , ^ . . 10l 7b 102 25 «tld V«< «r««l»entl«ftn«<«Dbll««tis»en. Böhmen.........10450 - - Niederösterreich......10b -- 10550 Halizien.........98 «0 9890 Hiebenbiirgen.......9550 9srt-Nnterneh. «nn«en. «lfölb.Nahn .......159 — 15950 Donau.Damps,6'50 2"7 - Ferdmand«-^ordba^' . . . .249b 2470 - Franz.Iosevh'Vahn .... 182 - I8l 50 Galizische Carl.Ludwlss'Vahn . 2>i0 25 280/5 Kaschau.Oderberger Äahn . . 133- . 13^ il,', Lemberg'llzernowil)« Vahn . 17^25 173 75 üloyd . Gesellschaft..... 6?^ 67>> - Oesterr. Nordwestbabn. . . . 1^32^ 18^75 ^ ^ lit. L. . 222 50 22 l Mudolf'Vabn....... Ni?- - l«7 50 Staatsbahn........ 282 235.°»0 Tüdbahn......... 9:'. 75 9l Lheih-Bahn........ 244 ?^ 245 75 Ungar.'yaliz. Verbindungsbahn 146 75 147 2? Unnnrilche Nordostbahn . . . 143— 148!"» Ungarische Westbahn .... 15^2-. 155,75 Wiener Tramway-Vesellschast . 81Ü50 21?- Vlanvbrlefe. «llg.öft.Vodencredltanst.li.Gb.) ll«75 117 — , , , li.Ä,-V.) 10«) ^ 100 5" Oesterreichisch»ungarische Banl 102— 1 ^7'' ^0 Blebenburger Vahn . - > ' ,7^7«) !?b.^. staatsbalin 1. Em..... ^575 -^^ Südbuh,, k 3'/,...... ,il)5i1 ^ . i k«/....... " «luf deutsche Plätze . - - ' ' ^755 U>'g London, lurze Ächt - - - ' 464a "" Pari«.........' Napoleonsd'or . » - " " Deutsche «eich,- ^ bS . <" ' Noten ...- b7 ^ « ^ ^ ^-Vilbergulden , . -" "