Schristletttwg: «ltth-Xqaffe Wr. Jk Knauf Jh. », *»i»»uh: lAzl«» (ant ■älMtoiC fcrt O,o». t.»nn-tajt ##u 11—U Utz» Mm H mMtxt'bca so!« *141 urtMjitrNj, Bsstnileh Hn->r> n-uSIaj. »W .CXTLtfcu tBdOt* rrlAnst i Vl «aaste j «»«»»« Pistivartassc Kr. S4.SC0 Verwaltung: »tathauSgaffe Wt, 5 g 11 a t u f S». ji »<"«»»!* t/'jrö Hi £«ii l'wn i ösiWüfns . . . . K v te ianiiSitis.... X :!i « üilt 4 UM ant £lst(BcSt in «tal i UScrtcItäW» . •» . X U.W öaRtafitig . . . . K iL4o 9ftaui$fte . . . • * ftilT« CaSIaat ntätea M x* »ncjijr! Jtfi'r. an u und daS Küstenland feit Jahr und Taz eine au? ordentlich rührige Tätigkeit entfaltet. Durch d Echiffahrtsschule wäre allein die Möglichkeit gebo das deutsche VolkStum auch aus der Adria zur > tung zu bringen und ihm in der Handelsmarine gebührenden Platz zu verschaffen. Flug'christen wur-den verfaßt und versendet, Versammlungen adgeyal-ten, Gesuche um Stipendieuitistungen an Körper-schaften verschickt; tatsächlich wurden auch schon Stipendien im Betrage von mehreren tausend Kronen gestiftet. Mau durste hoffen, daß alle maßgebender, Faktoren im deutschen politischen Lager, sroh, aus den bloßen Schlagworteu „vom Weg« zur Adria, vom deutschen Meer usw. zu einer Tat überzugehen, diesen Plan aus daS 'tatkräftigste unterstützen wur-den. Erreicht haben wir nichts. Wohl aber brachten die slowenischen Zeitungen in den letzten Tage» d>« Nachricht, daß die nautische Schule in Lussivpiccoio, die bisher nur italienisch war. kroatische Parallel-Hassen erhält und daß an der k. k. Staalszewcibi-schule in Trieft sosort slowenische Abteilungen und zwar an der Spezialschule sür Schiffswaschinisttn, der Fachschult sür Tischler und der weiblichen ge-weibliche» Fortbildungsschule sür Kleider, Wäsche, Stickereien und Spitzen, errichtet weiden, nachdem kurz zuvor die via facto slowenisierte k. k. Staats-gewerbeschule in Laibach durch eine mechanisch.lich-»ische und durch eine Bauabteilung erweitert Word«« war. DaS ist die positive nationale Arbeit und das erreichen die Slowenen, ein Volk von gut 1 Mil-lion Seelen, dessen Abgeordneten sich in der schärf-sten Negative nicht vielleicht nur zur derzeitigen Re-gieruug, sondern auch zum Staate besinden. Der Redner erklärte, nicht weiter Einzelsälle anführen zu wollen, das Vorbringen der ausgezähl-ten Fälle sei jedoch notwendig gewesen, damit man im rein-deutschen Gebiete ein Bild von den Verleit» nissen im Süden des Reiches gewinne. Das Bitterste dabei sei überdies der Umstand, daß zweisellos vom MinisterratSpräsidium eine Weisung an alle Behvr-den e» gangen ist, den Slowenen in jeder Weis« entgegenzukommen, weil sonst ein so vorsichtiger Mann wie der jetzige StaatSbahndirekeor von Trieft nicht den Mut säude, die deutschen Beamten zu verfolgen, die nichts anderes als ihre Pflicht und Schuldigkeit Ina, wenn sie von ihren Untergebenen die Einhaltung der sprachlichen Vorschristen »«r-langen. Dr. Eger betonte dann, er sei in der Ver-sammlung nicht erschienen, um diese Vorsälle ledig-lich zur Sprache zu bringen, denn sie f«ifo den deutschen Abgeordneten zumeist schon bekannt, sondern, um im Namen des Deutschen VolkSrateS für Krain, Untersteiermark sowie sür Trieft und daS Küstenland zu erklären, daß die VolkSräte sür dirs« schweren, großenteils unheilbaren nationalen Schüdrn die deutschen Reichsratsabgeordneten verantwortlich machen. Dies« tragen »ach Ansicht der VolkSräte Schuld und Verantwortung, weil sie die Regier»»-gen, unter denen die deutschseindlich«n Maßnahmen erfolgten, unterstützten und noch unterftütztn. Ein« deutschnationale Partei, der di« Interessen des Bet» keS höher stehen als die Jater«ss«n deS Staates, kann nur dann Regierungspartei sein und sür die Regierung stimmen, ^wenn ihr die sichere Gewähr dajür geboten und eingehalten wird, daß mindesten» der deutsche Besitzstand gewahrt bleibt und die Re-gierung in Zentrale und Unterbehörden jede die Deutschen schädigende Verfügung unterläßt. Man hat diesen Grundsatz nicht eingehalten und die F»l-g«n dieser Grundsatzlosigkeit des Nationalverbandes und der nun ehr an dessen Stelle getretenen Ver-bände sind die, daß man eS nicht mehr mit einzel-nen deutschfeindlichen Regierungsmaßnahmen, sondern im Süden des Reiches mit einem ausgesprochenen lawenireundlichen System zu tun hat. Kommt ein Ministerium wegen illoyalen Ver» Haltens gegen die Deutschen zu Fall, so wird da« -nächste dadurch gewitzigt, andere Wege einzuschlagen. Der Stur; eines MiuisteriumS ist keine Katastrophe. ganz Europa sind die deu'schen Warfen f l». - und haben sich sremdsprachige Gebiete unter- Seite 2 morset; die Deutschen Oesterreich» sind jedoch auf dem besten Wege, zwei Kronländer, Krain und Küstenland. die seil Jahrhunderten zu den deutschöster« reichische» Erstanden gehören und in denen noch reiche« deutsche» Leben blüht, den Sudslawen voll-ständig preiszugeben. Wenn die deutschen Reichs» ratSabgeordneten das Wort.Gemeinbürgschaft" nicht nur im Munde führen, sondern auch im Herzen fühlen, wenn sie e« in Taten umwerten, dann wer-den sie wissen, was sie zu tun haben. Die Linzer „Tagespost" verzeichnet in ihrem Berichte über die Reoe den tiefen Eindruck, den die Ausführungen deS Abg. Dr. Eger auf die Versamm-wog gemacht haben. Die Kriegsereiguiste. lfi. Dezember. Die WasfenstillstandSverhand-lungen werden forlgesetzt. — General Krau« er-»dert «ie italienischen Stellungen auf dem Col Ea-prile In den letzten Tagen wurden 3000 Italiener gefangen. Die Engländer haben nach den andauern« der, Niederlagen die Angriffe in Flandern einge-stellt. — Im Aermelkanal 15.000 Tonnen versenkt. 16. Dezember. Zwischen Rußland einerseits und Deutschland, Oesterreich-Ungarn, Bulgarien »nd der Türkei anderseits ist am 15,. d. in BrestLitowSk dn Waffenstillstand vom 17. Dezember bis 14. Jün-ner li* 18 abgeschlossen worden. Falls er nicht mit siebentägiger Frist gekündigt wird, dauert er anto-maiisch weiter. Die Friedensverhandlungen werden raschestens folgen. — Im Gebiete des Eol Caprile basten wir unsere Ersolge aus. — An der West-front durchwegs deutsche Ei folge. — I« Atlanti-jchen 9z an und in der Irischen See 18.00t) Ton-«e« versenkt. 17. Dezember. Zwischen Brenta und Piave wnrdei, südlich des Eol Caprile 400 Italiener gefangen. — Erhöhte sranzösische Artillerieiütigkeit nördlich von St. Mihiel und im Sundgau. — Die Vereinigten Staaten haben am 7. d. der österrei-chisch-ungarischen Monarchie den Krieg erklärt. — Im Aermelkanal versenkte ein deutsches U-Boot 22.000 Tonnen. 18. Dezember. Zwischen Brenta und Piave er-svlgreich« Grfechlstätigktii. — An der Westfront geringe Feuersteigerung. — Als Bevollmächligier Oesterreich.Ungarn« bei den in Brest- Litowsk zu führenden Friede»sv?rhandlungen nimmt unser Mi-nisier deS Aeußern Graf Ezernin persönlich teil. l!>. Dezember. Wir erstürmten die italienischen Stellungen am Monte Asolone, wobei mehr als 2000 Italiener gefangen wurden. — In Flandern lebhafte Artillerietätigkeit. — Deutsche Flieger griffen London, Ramigate und Margate an. — I« Sperrgebiete um England 17.000 Tonnen ver-senkt. 20. Dezember. An der italienischen Front rege Artillerietätigkeit. — An der Westfront heftige Mi-nenwerferkämpse. — In Frankreich droht Lebens, mittelnot. — In Rußland flammt der Bürgn krieg wieder auf. 21. Dezember. Italienische Anstürme gegen den Monte Asolone, Monte Pertica und den Monte Solarolo scheiterten unter schweren Verlusten. — Bei ?)pern erhebliche Feuersteigerung. — Im Monat Vtovember verloren unsere Feinde 607.000 Tonnen Handelsschiffsraum. seit Beginn des unbeschrankten U Bootkrieges über 8 Millionen Tonnen. Die politische,, Probleme Lüdösterrcichli. Im Juli 1917 ist in Wien unter dem Vmsitze »es Prinzen Alexander Thuri? „nd Tori«, de« Be-sitzers des Schlosses Duino, ein .Ausschuß für öfter-reichische «dria-Jnteressen in Wien" ins Leben getreten, der sich zur Aufgabe gesetzt ha», die engere Verbindung der Adria-Küste und insbesondere un-seres HaupIhasenS Trieft mit dem österreichischen Hinterland« zu fördern. Der „Adria-Ausschuß" will zunächst als Grundlag« seiner Tätigkeit von sach-kundigen Mitgliedern Berichte ausarbeiten lassen, die alle hier in Betracht kommenden Fragen politi-scher, kultureller und wirtschaftlicher Natur behan. dein und dadurch die Richt!ini«n seiner weiieren Tätigkeit festlegen. Als erste dieser Aurarbeitungen versendet er nun fein Referat über »Unsere Adriaküste und die politischen Probleme Südösterreichs" von Professor Dr. Paul Eamasfa mit einem Korreferat des Sek- Deutsche Wacht tionSches« a. D. und HerrenhauSmitgliedeS Exzellenz Grafen Anton Pace. Referat und Korreferat be-schlugen sich vor allem mit der Frage der natio-uale» Autonomie und ihren Rückwirkungen aus das Verhältnis der Adriaküste zu ihrem Hinterland, so-wie mit der nach dem Kriege im Lüden seitens der Regierung zu befolgenden Politik. Dr. Paul Sa-massa kommt zu folgenden Schlußfolgerungen: Die Staatsgewalt habe sich gegenüber dem italienischen Zrredentismus unbedingt durchzusetzen; insolange ausreichende Bürgschaften für «ine Wirkfamkrit im österreichisch-staatlichen Sinne nicht gegeben seien, müssen die Autonomie von Trieft und Jstrien, eben so wie die von Pola aufgehoben bleiben. Die natio« nale Eigenart der lodinischen Friauler ist zu pflegen, in der Schule ist das Friaulische als Unterrichtssprache, das Deutsche als Unterrichtssprache einzu» führen. Die Forderung de» Südslawischen Klub» aus Schaffung eines Südslawischen Staates ist ebenso unbedingt abzulehnen, wie die Zusammenlegung des slowenischen Sprachgebietes in Oesterreich zu einem besonderen VerwallungSkörper. Auch daS von der Regierung vertretene Programm der nationalen Autonomie innerhalb der Kronlandsgrenzcn wird als nndurchsührbar nachgewiesen, da dies von an-deren Gründen, die dagegen sprechen, ganz abgesehen, doch z. B. die Schaffung autonomer italienischer Gebiete im Küstenland zur Folge hätte, die natür« lich ganz den Jrredentisten ausgeliefert wären. Eine nationale Autonomie auf .personeller" Grund-läge könnte vielleicht auf beschränktem Gebiete all-mählich ausgebaut werden; zur Zeit würde dies aber von den Slowenen nur als völlig unzulängliches Zugeständnis bewertet weiden und überhaupt nicht ins Leben treten können. Vom Standpunil« des Verwaltungsbeamten untersucht Graf Pace die Möglichkeiten der Durchführung einer nationale» Autonomie, in dem er von dem vorhandenen Zustand der Doppelverwaltung durch die staatlichen und die autonomen LandeSbe-hörden ausgeht. Er legt dar, wie die Ucbcrtragung der Befugnisse der autonomen LandeSorgane auf national« Körperschaften unbedingt eine „expansive" Tendenz bei letzteren auslösen würde und die nalio« nalen Minderheiten in den betreffenden Gebiete» in die Gefahr kommen, völlig entrechtet zu werden. Vom gesamtstaatlichen Standpunkte sind aber gerade die deutschen Minderheiten im ganzen Süden besonders wertvoll. Die „personelle" Autonomie scheitert aber an den Cchwierigkeiien, «in« geregelte Verwaltung aus dieser Grundlage überhaupt durchzusühren. Zum Schlüsse weist Gras Pace darauf hin. daß die Durch« führung der nationalen Autonomie zum giißten Teil in die Kompetenz der Landtage fallen würde und es doch kaum zu ermatten sei, daß die Landtage von Sleiermark, Kärnten und Tirol zu einem derartigen Experiment die Hand bieten würden. Eine deutsche Mir»-unsrage. Die Abgeordneten Dr. Schürft', Dr. von Lau-genhon, GoN, Knirsch. Wolf »nd Genossen haben im Abgeordnetenhause eine Anftage an den Ministerpräsidenten und den Minister sür Landesvertei-digung über da» Verhallen der Tschechen im Welt-kriege eingebracht. Diese Anfrage, welche 640 maschingeschriebene Seiten stark ist, enthält das gesamte diesbezüglich von der Deutschnationalen Geschäftsstelle gesammelte Material und zerfällt in folgende Kapitel: I. Warnungen vor den Folgen der Duldung der panjlawistischen Propaganda. II. Die Lage zu Beginn des Weltkrieges. III. Die Begründung der Verhaftung deS Dr. K, amarsch. l\. DaS Verhalten der Tschechen im Hinter-lande: a) Gesinnungsäußernngen der Tschechen in Prag; l>) die tschechischen Schulbücher; c) die tschechische Staatsbeamtenschast; d) die Sokolen ; <*) Wahr-nehmunzSbericht aus Leitmeritz; 5) das Verhallen der Tschechen zu den KriegSanleiden ; g) ZiTncstenska Banka und Kriegsanleihe; h) Sonstige Finanzpolitik der Zivnostenska Banka; i) Tscheche» und Kriegshilfe; k) die Tschechen und die ErnähruugSsrage. V. Verhallen der Tschechen im ÄuSlande: ») in Frankreich; b) in England; e) in Rnßland - 6) in Amerika; e) in der Schweiz; f) die Tätigkeit des Professors Masaiyk; g) der geheime Nachrichtendienst der Tschechen. VI. Das Verhalten tschechischer Truppen im Felde. Nummer 8L VII. DaS Militärgutachten im Kramarsch-Prozesse. VI ll. Einige neuere Dokumente. Di; Unterzeichner stellen folgend« Anfrage«; ,,1 Sind der hohen Regierung diese Doku-mente über da» Verhalten der Tschechen im Welt-krieg« bekannt? 2. Ist sich die hohe Regierung der großen Wichtigkeit bewußt, die alle diese Vorfälle für dir gesamte innere und äußere Entwicklung der öfter-reichisch. ungarischen Monarchie notwendigerweise haben müssen? 3. Gedenkt die hohe Regierung von nun an bei allen ihren RegierungSmaßnahmen dieses Verhalten der Tschechen im Weltkrieg« in B«rücksichti> gung zu ziehen? 4. Ist Se. Exzellenz der Herr Ministepräsi-dent und ist. Exzellenz der Herr Minister sür Lau deSverteidigung bereit, im gegebenen Falle den tschechischen Abl-ugnungSversuchen gegenüber auch im hohen Hause der Wahrheit die Ehre zu geben und an der Hand der Originaldokumente, die der Re-gierung zur Verfügung stehen müssen, die Richtig-keit obiger Tatsachen vor aller Welt festzustellen? 5. Welche Maßnahmen gedenkt die hohe Re-gierung zu treffen, um von nun an in aller Zu-kunft derart unerhörten Vorkommnissen und Zustän-den ein Ende zu inachen, beziehungsweise vorzubeu gen, die in keinem geordneten StaatSwesen der Welt möglich wären?" Die Riesenanfrage ist von 90 deutschiiallonalen Abgeordneten unterzeichnet. Auo Stadt und iaiid. Der Landesschulrat hat ernannt: zu Oberlehrer u. a.: an der Mädchenvolksschule in VoilSberg den Oberlehrer in Köflach Direklor Wen-zel Albrecht, in Kostreinitz den vrov. Lehrer in St. Martin bei Wbg. Otto Kovacic. in St. Ruprecht W -B. den prov. Schulleiter Felix Skerjanc; zu Lehrern (Lehrerinnen): die proo. Lehrer (Lehrer-supplenten) Rupert Perneg in Klöch, August Silih in St. Paul bei Pragwald, Martin Eander in Dol, Franz Cucck in St. Anton W.-B., Franz Krammei in St. Benedikien W.-B., an der Mädchenvolks schule 1 in Marburg die pro». Lehrerinnen Anna Böhm und Elfriede Mutetz, letztere unter Zuweisung un die Mädchenvolksschul« 2. AuS Dienstesrücksichten wurde versetzt der definitive Lehrer in Kitzel Franz Atzler nach Leutfchach. Kriegsauszeichnung. Der Kaiser verlieh dem Reserveodeilcutnant Dr. Zur. Franz Ritter Goßleih von Werkstätten (Burschenschaft „Arminia") des FHR. 6 das neuerliche Siznum laudiS mit den Schwertern. Dom Gerichtsdienste. Der Oberlandes, gerichtsrat und Vorstand des BezirkSgerichleS Rann, Herr Josef Silter, wurde in den dauernde., Ruhe-stand versetzt und ihm, nachdem er erst kürzlich den Titel und Charakter eineS OberlandeSgerichtSrateS erhalten hatte, der Orden der Eisernen Krone dritter Klasse verliehen. Der Erfolg der Kriegsanleihe. Mk der vorläufigen Endsumme von Rom. 5,801,600.000 Kronen ist die siebente österreichische KriegSan leihe ge-zeichnet worden. Diese» gewaliige Ergebnis, welche? die Ueberschreilung der Endziffer der 6. KriegSanleihe dar-stellt, wird hoffentlich unseren Feinden die Augen öff-nen und ihnen zum Verständnis bringen, daß mit der mililSrischen Macht auch die wirtschaftlich« Kraft der österreichischen Monaichie gleichen Schritt hält. Beim Uebeiblick de» Endergebnisse» dieser 7. Kriegsanleihe kann man sich de» Gedanken» nicht enlschlagen, daß lediglich das treue und feste Zusammenwirken aller Gesellschafltschichten unsere» Reiche» diesen Erfolg mSg-lich gemacht hat. Die Zeichnung auf die 7. KriegS> anleihe ist die siebente VcrtrauenSkundgebung der »ster-reichischen Völker, sowohl zum Staate al« auch zum Heere, eine vcrlraucnSkundgebung, die umso höher anzuschlagen ist, weil allenthalben in derselben auch dle Hoffnung enthalten ist, daß durch die Aufrechlhaltung der Schlagkraft unserer Armeen die Verhandlungen über den Waffenstillstand und den Frieden günstig be« einflußt werden. Der Milliardensieg, den wir »um Au»gang de» Jahre» 1917 nach 3'/»irriger 5^ führung zu erringen vermochten, erscheint al» ein glän zendeS Zeugnis auch von historischer Bebeutung für die - ftamner 82 Venllcke ZVncht Kfiheabe österreichische volk««irtschaft. welch« sicherlich in der h«rannahenden Friedensjcit sich noch «riter i« ad« Beröltcrunztkrcise hinein »erliefen und entfallen wird. Evangelische Weihnachten. Sonntag nachmittags 4 Uhr findet in der evangelischen Kirche «in« Kinbrrwrihnachtsfeier statt, in der Theref« Löst-lin« Fkstspiel „Freude" vorgesührt werde« wird. Auch ein von Herrn Prof. Eichler versaht«» Gedicht, kal Organist Jnt«rb«rger vertont hat. wird von eine» Frauenchor zur Erstaufführung gelangen. — Die FestgotteSdienst« finden am ersten und zwkitkn Ftiertag vormittags 10 Uhr statt. DaS hl. Abend-mahl wird nur am ersten gefeiert werden. Dom politischen Dienste. Der Minister deS Innern hat die LandeSregierungSfekretär« Mar> tin Ritter Fraß von Ehrfeld, Eduard Aigner und Dr. Hermann Blobig, sowie den Bezirksobertom-misiär Johann Merlin zu BezirkShauptleulen in Kärnten, die BezirkSkommisske Dr. Egon Frauu-«gger, Dr. Theodor Hvffer, Dr. Franz Iokesch. Dr. Alfred Gängl von Ehrenwerth. Dr. Bckior Neu-wirth, Bik.or Tavber von Taubenberg. Dr. Adolf Rochel». Dr. AloiS Marginder und Dr. Emil Kran-mer zu Siatihaltereisekretären io Steiermark, ferner den Bezirkskommissir in Steiermark Dr. Rudolf Fachbach Evlcr von Lohabach zum BrzirkSoberkom-missär ernannt. Tillier Mufikverein. Di« VereinSleitung macht darauf aufmerksam, daß sie sich in Zukunft nicht in der Lage befindet, den zahlreichen Wünschen um Eulleihung irgendeines Teiles de« Inventars nachzukommen. Sie ersucht deshalb alle Gesuchsteller dieser Gattung, ihre Wünsche der VereinSleitung und dem Direktor nicht mehr zu unterbreiltn. Nachahmenswert. Von einer hiesigen Ta-rokpartie wurde der städtischen Kriegsküche eine Spende von 40 S zugeführt. Heil! Ein Opfer des Krieges. In Wien erlag am 17. d. der Artilleriehauptmann Friedrich MatheS, ein geborener Cillier, nach langem Leiden einer schweren Krankheit, die er sich im Felde zugezogen hatte. Er war mehrfach ausgezeichnet worden. Der Fleisch verlaus am Montag ge stattet. Wegen deS Normatage»4M Dienstag wurde gestatt«», daß Montag den >'4, b. Fleisch vertäust werden darf. Zweiter Deimel Abend. Wi« uns mit« geteilt wnd, hält Hugo Deimel (Veinz Smper), der Münch«n«r VortragSmeister und Schriftsteller, im Laufe dkS Monates Jänner nach feinem mit so großem Ersolge begleiteten „Faust"-i!ben0 aus all. gemeinen Wunsch einen zweiun Vortrag, dessen Da-:mn und Inhalt wir noch bekanntgeben werde». Spende aus dem Felde. Durch Herrn SanitätSfeldwebel Hoppe sandten aus Urlaub gehende Siedenbürger Sachsen als Weihnachlsspcnde für die Angehörigen von im Felde stehenden Glaubensge-noffen 10 Ä. Die evangelische Gemeinde danki den wackeren Helden auf« herzlichste für ihr treues Et-denken. Militär-Deteranenverein Cilli. Sonn-lag drn 6. Jänner 1918 nachmittags 2 Uhr findet di« satzungsgtmäße Grneralversamwlung im Hotel Reben'chigg statt. Dostverkehr mit Kriegsgefangenen und Internierten in Italien. Di« Annahme »on Brief- und Paketsendungen für Kriegsgefangene und Interniert« in Italien ist wieder zugelassen. Anstelle eines Kranze» sür di« vrrstor-b«n« Frau August« Dengel spendete Herr Senat»-piäsideit Karl Ekl in Wi«n d«n Betrag von 50 K für di« Stadiarmen. In der städtischen Kriegsküche wurden im Nov«mb«r 22.400 Portionen «ntgrltlich und 5790 Porti»n«n «n Arm« unentgeltlich verabreicht. Hugo Deimels Vortragsabend (Goethes Faust, erster Teil, im Eillier Stadttheater am 7. d.). zänzerinnen und VortragSmeister scheinen jetzt in Mode zu kommen. Täglich tauchen neue Namen auf. Hugo Deimel (Verus sewper) hat als Vor-tragSmeister schon «inen gut klingenden Namen. Am 7. d. hatten wir auch tn Eilli Gelegenheit, seiner Kunst zu lauschen. 18 Ezrnen auS Goethes Lebens-w«rk, dem einzigartigen Wunderwerke deutschen Schrifttums, bot Deimel einer andächtig aushorchen-d«n Zulwrerschaft in eigenhändig gekürzter Form dar. Wenn man sich auch nicht mit allem, besonders was die oft willkürlichen und nicht immer ganz geschmackvollen Kürzungen anbetrifft, einverstanden erklären kann, muß man dem Künstler doch sür die stellenweis« höchsten Aniorderungen gerechtwerdende Auslegung dieses göttlichen Welkes größten Dan abstatten! Viel Kühnheit gehört auch dazu, in so kaltem Saale vorzutragen. Hugo DeimelS riife VorlragSkunft, die imm«r stilvoll die Mitte zwischen Lesetisch und dem Theater zu halten weiß, riß die Zuhörn stellenweise so weit mit, daß sie auf Augen-blicke gar der grimmen Kälte, die daS Theater er-füllt«, vergaßen. Der Künstler wird, wenn er nach Silli wiederkommen sollte. b«stimmt einen schönen KreiS dankbarer Zuhörer finden! H. W. Aenderung des Post-. Telegraphen und Fernsprechverbotsraumes. — Süd steiermark, Kärnten und Krain für den Fernsprechverkehr freigegeben. Sin Er-laß des Handelsministeriums vom 7. d. verfügt: Die zum Post- und FrrnsprechSoerbolSrou,» gehört-gen Teil« SvdsteiermarkS scheiden auS diesem Ver-botSraume ans. serner Kärnten und Krain aus dem Post, Telegraphen- und FernsprechverbotSraum, Jstrien, Küstenland und Kroatien, Slawonien au« d.m PostverbotSraum, endlich Stadt Sokal aus dem Telegraphenverbotsraum. Der Fernsprechoerbo'.S-ranm Kroatiens und Slawonien« ist nunmehr gleich dem TelegraphenverbotSraum dieser Gebiete. Ferner scheidet Trieft au« d«m Telegraphen und Fernsprech-Verbotsraum aus. Auch die Fäkalien werden teurer. Vom 1. Jänner angefangen wird von der städti-schen MehrungSaussuhr sür eine Tonne der Betrag von 4 K eingehoben. Weihnachtsgrühe aus dem Felde. Vormeister Konrad Straschek. Batt. 7 Zent. L. 50 Masch. Gew. Abt. Gnippe 2, Subabschnitt 2, Feld-post 383 ersucht uns im eigenen Namen sowie im Namen seiner Kameraden Josef Smerdal. Philipp PoSnusch, Alois Stergar, Johann Banko, Felix Schwarz und Johann Tori allen Bekannten die besten Weihna^tSgrüßc zu übermitteln. Einschränkung des givil Reisever-tehrs anläßlich der Feiertage. Die Süd-bahn hat, da die Mehrzahl der Personenwagen .zur Beförderung der Militärurlauber herangezogen wurde, versügt, daß der Zivil-Reiseverkehr zwischen Wien und Trieft auf das Mindestmaß beschränkt wird. Deshalb können bei Fcrnzügen seit SV. d. nur zwei >iS drei Waggons für Zivilrcisende zur Verfügung gestellt werden. gur Iuckerfrage. Der Herr Ernährung«-inspekior für Südsteiermark teilt uns mit: Der ge-gnlwärtig herrschende Zuckermangel ist lediglich aus den Waggoumangel zurückzuführen. Die durch die militärischen Operationen bedingte außerordentliche Inanspruchnahme deS rollenden Materials hat näm-lich gleich wie bei anderen Lebensmiitcln und Ar-tikel» deS täglichen Bedarfes auch rücksichtlich des ZuckerS ein« s«hr empfindliche Stockung im Trans-port« zur Folg«. Infolge dieser überaus ungünstigen TranSportverhältnisse bleibt die Zahl der täglich sür die Verladung von Zucker zur Verfügung stehen» den Waggons weit hinter dein Bedarfe zurück. Mäh-r«nd die Lieferfabriken. die zur Ausarbeitung der sehr beträchtlichen Rückstände und zur Esfektuierung der monatlichen Verkäufe täglich 250 bis 270 Wag gous ansprachen, werden ihnen bloß 50 biS 70 Waggons täglich beigestellt, so daß 70 bis 60 % der BedarsSansprüche unbedeckt bleiben. Die ge-samten Lieserrückstände haben derart die Höhe von mehreren tausend Waggons erreicht und steigern sich von Tag zu Tag. DaS Amt für Volksernährung ist in jeder Weis« bestrebt, im Einvernehmen mit der Zuckerzentrale wo immer nur möglich durch die Er-Wirkung der bevorzugten Beistellung von Waggons wenigstens den dringendsten und drängendsten Be-dürsnissen abzuhelfen. ES ist jedoch unter dcn ge-schilderten Leihältnissen ganz ausgeschlossen, allen Konsumgebicten den ihnen auf Grund der erfolgt«« Zuteilungen nnd Abberufungen zukommenden Zucker zeitgeiechl zuschieben zu können. Die Produktion« Verhältnisse gebieten die größte Sparsamkeit. Die Gcsamterzeugung der Rohzuckersabriken im heuri-gen Jahre wird aus nicht mehr als rund 5,000.000 Meterzentner Rohzucker geschätzt, während sie im Vorjahre 7,500.000 Meterzentner und in den letzten FriedenSjahren im Durchschnitte 12,000 000 Meterzentner betrug. Die sakiische Rohzuckererzeu-gung biS 15. November 1917 beträgt bisher 2,807.464 Meterzentner gegenüber 4,423.349 Me-terzentner im gleichen Stichlage deS Vorjahres, und eS erscheint fraglich, ob die obangegeben« EchätzungS-jiffer von 5,000.000 Meterzentner mit Rücksicht auf die unzulänglichen Rübeuanlirfrrungrn erreicht werden kann. Da auS der vergangenen Kampagne nur relativ geringfügige Bestände an Zucker über-nommen wurden, kann für die Zeit mit einer Auf-Hebung oder Einschränkung der mit dem Erlasse vom 22. Oktober 1917 verfügten Sparmaßnahmen (generelle Kürzung der Zuckerkartenquote im , pro Kops und Monat) nicht gerechnet werden, soll der VersorgungSplan gegen Ende deS laufend«« Jahre» nicht ernstlich gefährd«! werden. DaS Anrufen der Intervention autonomer oder Abgesrdne-ten bringt lediglich eine vermehrte Korrespondenz mit sich. ES wird vom ErnährungSamt« und von der Zuckerzentrale daS Aeußerst« getan, um der ver-handenen Schwierigkeiten Herr zu werden. Die Linzer Tagung. Di« Tagung der Deutschnatioualen Partei schloß mit der einstimmt gen Annahme solgender Entschließung: „Zur S>ä?e-rung des deutschen Volkes ist eine möglichst staike einheitliche nationalpolitische Organisation notwendig, welche alle zu »Insassen hat. die sich als Deutscht bekennen. Diese Organisation soll grundsätzlich sLr all« Parteien des deutschen Volkes in Oesterreich Raum geben und die Zusammenfassung »es gesamten polnischen Gewichtes der Deutschen Oesterreichs zu einer den Staat bestimmenden Macht bezwecken und mit dem Zusammenwirken der Abgeordneien und Wählerkreis« erreichen. Die Deuischnaiionale Partei der Donau- und Alpenlander begrüßt dank-dar alle Bestrebungen, welch« aus das Zustaudekom-mcn einer solchen Organisation abzielen, sie rer« nl?mt mit Besriedigung die in bin Anregungen t VetriebSl«it«rS Herrn Stau-binger voll ausg nnea werden. ES ist nur zu wünschen, daß d lirteinehmen von den Behörden weitgehendste 11> > ^^e, iusbesond»^« d<- ?züglich der Best . .lischer Arbeitskräfte, Bettt 4 ajux » » *■ i ■ < Deutsche Wacht Nummer 62 da»It dem Mangel an Kalk, Zement und Kohle abzeholsen werde und auch hier die Industrie wie> der aufblühe. Wichtig für Gasoerbraucher. Im Ver« laufe der leytenZahre find die im Gebrauch stehenden (Sfaftmcffrr infolge schädlicher Einwirkungen de« a«S «indenvertiger Kohle erzeugten KaseS ungünstig be-etnflußt worden, so daß deren Meßkammern fast durchaus undicht geworden sind, und das Ga« in glößerer «der kleinerer Menge ungemessen durch-lassen. Da aber zurzeit Gasmesser sehr schwer oder gar uicht erhältlich sind, die An«besserung«arbeiten txü nach Eintritt geordneter Berhtltnisse in der Industrie wieder aufgenommen werden können, ist da» Gaswerk bemüßigt gewesen, Nache'chungen der KaemesZer vorzunehmen und den Prozentsatz der Minderanzeige festzustellen. Der Betrag der Minder-anzeige ist an den nachgeeichten TaSmeffern ange-schrieben. Bei der Verrechnung des GaSverbrauchcS wird nun in der Weise vorgegangen, daß die vom Gasmesser angezeigte verbrauch»« Gasmenge, zu-ziizlich deS Mehrverbrauchs. verhältnismäßig ver» rechnet wird. Zur Beruhigung der «ÄaSverbrancher sei hier festgestellt, daß es eine technische Unmig-lichkeit ist, daß schadhafte GaSmesser zu Ungunsten der Verbraucher schlecht zeigen könnten. Heimische Lehrerarbett. Fachlehrer Her-wann Maulhuer, der an unserer Bürgerschule In Cilli wirkt, erfand vor zwei Jahren eine Schau-b»tdkonstruklivn, die sich i,i Schule und Praxis vor züglich bewährt. wie dies u. a. nachstehende Per-öffentlichung deS Ministeriums für Kultu« und Unterricht bestätigt: Mauthner Hermann „Praktische neue Methode zur Perspektive". Auf diesen Lehr-behelf für den Unterricht in der darstellenden Geo> meine werden die Lehrköiper der Realschulen ans. merksam gemacht. (Ministerialerlaß vom 5. Nov. 1917, Zl. 32422; siehe Verordnungsblatt v. 1. Dez. 1917, Seite 547.) Bemerkenswerte Kundgebung slowenischer Gemeindevorsteher. AuS Peitau wird geschrieben: Unter dem Vorsitze de« BczirkSvertre-lungSsekrclärS Herrn Walter Trancon fand eine Konferenz der Gemeindevorstände d0 Vertretern der verschiedensten fast ausschließlich slowe» nischen Gemrinden (der Mehrheit der Gemeinden des SerichtSbezirkeS Pettau'» besuchten Versammlung sprach Herr Schriftleiter Karl Linhart über die wirtschaftliche Lage deS Bezirkes, über die südila-wische Frage und erläuterte die derzeit herrschenden politischen und wirtschaftlichen Verhältnisse dcS Un-terlandes. Räch Schluß seiner Ausführungen, welche bei allen Anwesenden großen Beisall fanden, wurde nachstehende Entschließung einstimmig angenommen: .Die gefertigten Gemeindevorsteher von beiläufig 50 Gemeinden des Bezirkes Peitau erblicken in der von einer fremden politischen Richtung geförderten Zer-trümmerung der Kronländer und Vereinigung der Serben. Kroaten und Slowenen eine große Gefahr für da» slowenische Volk, sür unsere Steiermark so-wie für das siegreiche österreichische Vaterland über-Haupt. Da« slowenische Volk wünscht keine südsla-wischen Staatenbildungen, ei wünscht nur eine ge-sunde, wirtschaftliche Entwicklung unter dem Szepter unseres Herr» und Kaisers." Bischof Jeglitsch für den südslawischen Hochverrat. Der Bischof Dr. Zeglitsch in Laibach hat eine Kundgebung erlassen, mit der er die Geist-lichen und die Gemeindevorsteher auffordert, der von Dr. Schustaschitz geg,ündeten slowenis-en Bauernpartei nicht beizutreten, sondern ein Bekenntnis für den selbständigen südslawischen Staat abzulegen. Der B'schos betont, daß es »ohne die Befreiung der österreichischen Sloivenen, Kroaten und Serben aus der deutschen und ungarischen Abhängigkeit keinen Frieden und keine Gerechtigkeit geben könne.' Warum wird gegen den Minister, der solchen Staatsverrat duldet, nicht die Ministeranklage erhoben? Zwei Erinnerungsstätten in Udine. Von einem Seehospital-Schiffe schreibt ein befrenn-deter Arzt den »Freien Glimmen*: „In Udine, dessen Einnahme un» vom Lande aus zusignalisiert wurde, befindet sich ein protzige« Reiterstandbild des Herrn Vittorio Emanuele I., der den Namen Viktor wohl ebensowenig verdiente ivie heute sein Enkel. Jedenfalls wird von uns oder unseren Verbündeten nicht vergessen werden, dieses Denkmal von sehr fraglichem Kunstwert einzuschmelzen und in Form »on Geschossen seinem früheren Eigentümer zurück-zusenden. In seiner Nähe befindet sich jedoch noch eine Erinnerungsstätte italienischer Geschichte, die leicht der Bergesseuheit anheimfallen könnte. Die« zu verhindern, ist der Zweck dieser Zeilen, vor Zahcen wurde dort, wahrscheinlich, um die Treue zum Dreibund kundzntun, in Udine ein Oberdank-Museum errichtet, in dem unter anderen Erinne-rungen an diesen „Märtyrer" sür die „heilige" ita-lienische Sache auch ein Stück des Strickes ausbe. wahrt wurde, an dem der Jrredentist, welcher be-kanntlich Kaiser Franz Joses ermorden wollte, aus-gehängt wurde. Wohl der einzige Fall in der Welt, daß ein gemeiner Meuchelmörder so gefeiert wird, doch kennzeichnend für die Art der Welschen. An seinem Todestage fanden alljährlich förmliche Wall-fahrten der .Unerlösten" aus Görz und Trieft zu dieser „geweihten" Stätte statt, um die es sicher nicht schad wäre, wenn sie sür immer verschwinden würde. Doch nicht ganz. Das dort aufliegende Ge-denkbuch könnt« man aufbewahren und es wäre sicher nicht ohne Reiz, die dort eingetragenen Namen etwaS genauer durchzumustern. Vielleicht könnte man daraus auch Richtlinien sür eine neue Amnestie gewinnen. Dr. S. W." Die südslawischen Eisenbahner für die Maideklaration. Die am 8. und 9. De-zemder in Marburg ansammelten südslawischen Eisenbahner haben nachstehende Resolution an die Adresse de« südslawischen Klub« in Wien angenommen: „Die Vertreter der Mehrheit der südslawischen Eisenbahner aller Kategorien, versammelt in Marburg am 9. De-zember 1917, begrüßen seitrlich die Deklaration de« südslawischen Klub« vom.'M.Mai 1917 und stimmen dersnben unbedingt in vollem Umfange bei. Der südslawische Klub hat uns allen au» dem Herzen gesprochen, al« er diese sür un« historische Erklärung abgegeben hatte. Nur dann, wenn sich diese« in der Deklaration verzeichnete minimalste Programm in vollem Umfange erfüllt, werden die Eisenbahner ln der Tat auf unsere« Boden ihrem richtigen Zwecke, nämlich der Hebung der wirtschaftlichen und kulturellen Kraft der südslawischen Nation, dienen. Wir brauchen nicht zu beweisen, daß gerade die Eisenbahnen mit ihrem grißtenteil« deutschen Dienstpersonal die größie Gesahr für unseren völkischen und wirtschaftlichen Bestand bilden. Deshalb fordern wir den süd-slawischen Klub aus, daß er um keinen Preis und unter keiner Bedingung von diesem so klar ge-zeichneten Wege in die schönere Zukunft der süd-slawischen Natian abweiche. Wir alle und mit uuS die gesamte südslawische Nation stehen sest und un-erschvtterlich hinter dem südslawischen Klub. O, daß doch bald für die füdslawischen Eisenbahner die Strahlen der goldenen Freiheit ausleuchten mögen." Diese staatsverräterische Kundgebung verdient schon deshalb tiefergehäugt zu werden, weil die südslawische Eisenbahnerorganisa'ion schon zu Beginn bei Kriege« wegen ihrer hochverräterischen Umtriebe zu scharfen behördlichen Maßnahmen Anlaß gab. Au« dieser Kundgebung ersieht man, was sich die Deutschen im künstigen südslawischen Staate zu versehen hätten und wie dort alle öffentlichen Funktionäre, die nicht Slawen sind, beseitigt würden. Man will in diesem Staate in erster Linie alles Deutsche austilgen, »or-läufig allerdings nach nicht den — Herrscher. Ein K. k. Minister. Aus Wien wird UN« geschrieben: Wenn man in Oesterreich Postassistent oder Bahnxraktikant «erden will, braucht man — naiürlich nebst ter hechmög«nd«n Fürspracht, die selbst über mangelnd« Kenntnis binweghilst — unbedingt «in Leumundszeugnis der Polizei über einwandfreien, Gott und den Menschen wohlgefälligen Lebenswandel Nur für die höchsten Aemter deS Staate«, für die Minister-stellen, braucht man «in solche« Zeugnis nicht. Im Gegenteil, man wird Minister, selbst wenn man Dinge auf dem Kerbholz hat, die ein unüberwindliches Hin-derni! zur Erlangung einer Postafststentrnsteile wären. Man kann sich auch als Minister auffShren, wie man e« alS »miS-H'lfSdiener nicht dürfte, und behält den-noch den goldgtstickitn Frack. Beweise dafür gibt» in der Vergangevheit genug. Dr. Pacak hat in seinen jungen Jahren wegen Hochverrates gelessen und ist auf fein« al>en Tage Minister und Exzellenz gewolden, Dr Kaizt hat den Kopf so voll gehabt mit der Plazierung tschechischer Beamter, da« er wahrhaftig kein« Muß« zur Wahrnehmung der österreichischen Finanzen hatte. So war eS früher und fo will «S offenbar blri» ben. DaS ist wenigstens aus einem kleinen Gefchich z chen zu schließe», da« jetzt durch alpenländisch« Blätter di« Rund« macht. Nämlich: Di« „SlovenSka Matte«" in Laibach, «in literarischer Verein, der sür seine Mit-glieder alljährlich Schriften meist schZng«istige» Iahali» herausgibt, hat im Jahr« 1914 unter anderen Büchern den Roman „Gospodin Franja" verlegt: d«ss«n ver» fasser, der pensioniert« Hauptmann - Rechnung»führ«r Franz Mafelj, genannt PodlimbarSki, ist «or kurzem gestorben. Dieser Roman würd« von der Staat«»nwal!» fchaft Laibach nach Kri«g»au»bruch wegen Verbrechens de» Hochverrate« und wegen Vergehen« der »ufwieg«-lung beschlagnahmt. Da« Lande»g«richt Laibach hat die Beschlagnahme bestätigt und in den Gründen ». a. ausgeführt: „Der Roman bat «in« «»»gesprochen poli-tische Tendenz. Darin wird ausführlich geschildert, daß di« Okkupation Botnien» und der Herzegowina durch die Monarchie dem Land« all«» eher al« Segen «nd die B'völkerung in «in noch größere» Elend gebracht habe. Anschaulich wird durch offenbar falsche, erdichtete Tatsachen di« krass« Korruption der Zivil- und Mili-tärbehörden geschildert und die «inhtimifch« Bevölkerung gegen dies« Behörden aufzureizen gesucht. Insonderheit werden die angeblich« Bedrückung de» serbischen Teil«« der Bevölkerung h«rvorgeh»ben und revolutionär« Be wegungen der Serben in Bosnien und der Herzegowina mit einer Reihe sympathischer Bemerkungen gutgeheiß«». Dadurch wird aber aus die L«»reißung der annektierten Länder hingearbeitet.' Wegen der Herausgabe des Ro-maneS wurde der Verein ,Slooen»ka Matica" nach «riegSbeginn behördlich aufgelöst und sein nicht unbc trächiliche» Vermögen unter Zwangsverwaltung gestellt. Nach dem Zusammentritt des Reichsrate» hat die Re-gierung die Verfügung zurückgezogen und da» V«rmö> g«n dem ehemaligen Vorstand unter Erteilung einer Verwarnung zurückgestellt. Run wird unter den Slo-wenen für jenen „verfolgten" Verein gesammelt: Jeder wahre Slow«n« wird aufgtsordert, fein Scherstein beizutragen, der „Matica" zum Nutzen und PodlimbarSki zur Ehre. Dieser Aufforderung hat al» einer der ersten mit einer Spinde von 100 K entsprochen Herr Dr. Ivan Ritter »on Zolgcr, k. k. österrrichlschrr — Minister. Anstelle eines Kranzes füa den in Graz verstorbenen Herrn Anton Walter fpend«te der Spar-kassesekretär Herr Anton Patz dem Verrin« Südmark für Kriegerheimstälten den Betrag »on 20 St. Veränderung im Postdienste. P-stober-offiziell Karl Sträub wurde auf eigene» Aasuch«» von Cilli nach Graz übersetzt. Die Gendarmen im Hinterlande. I» einer »om Abg. Mnckhl im Abgeordnetenhaus« einge brachten Anfrage wird der Lande«»erteidigungSmintster ««fragt, ob er geneigt fei, angestcht» der Unzulänglich-keit der Bezüge der Gendarmen im Hinterland«, die zu der gegenwärtigen Teu«rung in keinem Verhältnisse stehen, ein« entsprechende Aufbesserung der Bezüge al«-bald in di« Weg« zu leiten. Fleischgenuh am Weihnacht?- und Neujahrstage. Amtlich wird »erlautbart: Der 25. d. und der 1. Jänner 1918 fallen auf einen Dienstag. Da beide Tage hohe Feiertage und aub«rd«m der 24. und 31. d. katholische Fasttage sind, bat da« Amt für VolkScrvährung, sofern in dem b«lreffcnden «ronlande der Fleischgenus an Dienstag«» verboten ist, gestattet, dass auch am WeihnachtS« und NeujahrStagc nicht nur der Genuß von Schafffeifch, sondern auch der Genuß anderer Fleischseiten gestattet ist. Der Verkauf von Fleisch bleibt jedoch a» diesen beiden Tagen »erboten. Diebstähle. Der Besitzerin Maria Govedic in Felderndorf wurde kürzlich au« ihrer Säge «in Treibriemenstück im Werte von 1600 K von un« bekannten Tätern eniwendet. — Au« dem versperrten Gemeindeifolierfpitale in Steindruck wurden 20 Lein-tücher nud andere Wäschestücke von gleichfalls unbekannten Tätein gestohlen. Eine Abrechnung mit den Pansla totsten bielt im HeereSauSschuss« der österr. Delega-tion der Delegierte Fürst Auereperg. Er wandte sich gegen die Delegierten Zahradnk (Tscheche) und Koro schetz (Slowene). Gegenüber Koroschetz erinnerte er daran, daß in Oesterreich ein« Drachtnsaat aufgegangen ist, welche durch die Politik der Slawenführer gefäl wurde: „Der unmittelbare Anlaß de» Krieges war «in Meuchelmord, dem unser Thronfolger und seine Gattin zum Opfer gefall«» sind. Man stelle sich nun vor, daß der Soldat, in dem diese Dinge Erinnerungen hervorrufen, in slawische Gegenden kommt «nd dort an Stelle des BildeS de« Kaiser», daS Bild de« alten SchufieS Kral Peter hängen sieht, auf dem die Zu-kunft jener Nationalitäten aufgebaut werden sollte uad d«r einer der Anstifter de» Komplotte» war, dem d«r Erzherzog zum Opfer gefallen ist. Unsere militärischen Erfolge haben auch jene vor großem Unglück bewahrt, Nummer 82 D-ntsche Wacht Su'.e 5 st« auf tveu Z«rf»7 Oest«rr«ichS und auf ein starke« Rußland gerechnet h^tea.' Anbausicherunq im Bezirke Pettau. De« vemühitngen der BczirkSvertretung Pettau mit -ihiem Obmann« Bürgtrmcifler uud LandtigSabgtord-neten Ieief Ornig sowie den restlosen Bestrebungen fee* tavdwirtfchaftlichi« Referenten deS Beziikc«, Max EiraschM war •( gelungen, (Ar den Herbstanbau im Sklirtc 04.000 Kilo Wint»rw«izen, 30.000 Kilo Winterkorn und 10.00«) Kilo Wintergerste aufzubringen. Nun ist der Beztrk«a«Sscht'ß bemüht, für den Früh-jahrSanbau Saalgulmengen sicherzustellen! er ist mit Landwirte» ia Nahmen, Mähren und Niederösterreich ^n Verbindung getreten Tschechischer MilitLrverrat. Ja der S.Kunz vom 18. d. brachten deutsche Abgeordnete an den LandesvertcidiziiaßKminister eine Anfrage über tschechischen Verrat bei Earcaao im Suganertale ein. D«r tschechische Reserve-Lberleutnant Pticka und seine Spießgesellen, jugcttUt einem bosnisch herzegowinischen Bi!aillon, halten den Italienern unsere Stellungen bis i» den kleinsten Einztlhriten verraten und dann den Soldaten Branntwein gegeben, wodurch ihre Wider-standökraft derart herabgesetzt wurde, daß sie »on den bald darauf stürmende» Italienern fast ohne Ausnahme erschlage« wurden. Nur durch Zufall wurden sie am «etiere» Vordringen verhindert. Eine Kundgebung der Adria-Deut schen AuS Triest wird unt berichtet: 91m 8. d. tu«» in Trieft eine o»n Vertretern aller Stände und K^ife zahlreich besuchte deutsch« Versammlung statt, bei welcher die politische Lag« im altgemeinen und Tnester Fragen im besonderen dargelegt und erörtert wurden. Die Stimmung der Versammlung fand schließ-l'ch in der folgenden, einstimmig angenommenen Ent-fchließung b-red!en SuSdruck - „Die am 8. Dezember 1917 im VereiaShause der .Eintracht" versammelten tahlreich.n Veltraac»Smä«n«r der Deutschen TriestS urs deS Küstenlandes entbieten ihren Gruß und Dank den beldenhasten verbündeten österreichisch ungarischen und deutsch:» Truppen, welche Trieft und da« Küsten-land von der Bedrohung durch den verräterischen Feind befreit haben und deren herrliche Siege un« dem Fri«-den näher bringen, der unsere Zukunft sichert. Die Versammlung forvert von den maßgebenden Stellen, daß die ilalieiische Frag- bei Friedensschluß endgillig entschieden werde. Außer den zur Sicherung unserer Monarchie — und damit auch de« miltel«uropäischen S!aate»bunde« — nötigen Ärenzberichligunge» sind von Italien alle jene Bürgschaften zu erlang-», welche «ine gesichelte und ruhige Entwicklung unsere« Staate«, be-sonder« der Grenzlande und Triest«, gewährleisten. Man verfalle nicht wieder in eine Politik falscher Nach-sicht und schwächlicher Duldung, di« sich so bitter gerächt hat. Eint Begnadigung der in« Ausland gcflüch-teten und staatsfeindlichen Elemente darf unier keinen Umständen eintreten. Ebenso dürfen die heute wegen nachgewiesener staatsfeindlicher Gesinnung entfernte« Elemente nicht mehr in die öffentlichen Aemter und Schulen zurtcktehren, w« sie ihr« zersetzende Tätigkeit neuerdings aufnehmen würden. Triest, al« unser ein-ziger großer Hafen, ist gesamtstaatlicher Besitz, e« ist al« solcher immer weiter auszugestalten und d«r ge-fai-tstaatliche Charakter alle« feinen Einrichtungen auf-juprägen. Triest darf nicht der Tummelplatz nationaler Kämpfe werden. Die Versammlung weist daher die Bestrebungen slow«nisch«r Politiker, die auf die Gründung eines Südslawenstaate« unter Einbeziehung von Krain, Teilen von Kärnten und Steiermark, de« «ü-ttcnlande« und TriestS abzielen, schärfsten« zurück. Würde doch dadurch einerseits daS Hinterland von sei-nem einzigen graßen Hafen abgeschnitten, anderseits der mit gesamtstaaliche« Mitteln geschaffene und ver-te dizte Hafen einer Nation ausschließlich auSgelieferl und das südländische Deutschtum der Ausrottung und »?m wtrtschastlichen Untergang preisgegeben werden, da« sich stet« al« der zuverlässigste Träger des StaatSge-»anken« bewährt und am wirtschaftlichen Ausbau her-vorragend«« «„teil hat. Die Versammlung protestiert auch mit allem Nachdiuck gegen die maßlos«,» Angriffe der slawischen Presst, welche die ruhix« Bevölk.rung gegeu die Einheit de» Staate«, gegen die Deutschen und gegen u»seren treuen Verbündeten aushctzt und welch« neuesten« sogar versucht, diese Hetz« in di« Ar-mce zu tragen. An die >esa«rlen deutschen Abgeordne-ten ohne Unterschied der Partei ergeht die dringende Aufforderung, sich mit Rücksicht auf die ungeheure Be-deutunz der eben dargelegten, für da« Schicksal von Staat und Volk entscheidend-n Fragen zulammenzu-schließen und bei der Regie, ung — nötigenfalls unter Zuhilfenahme aller ihnen zu Gebote stehenden Macht-Mittel — bindende Zusagen und endlich eine unzwei-deutige, tatkräftige, die staatSzerietzende Tätigkeit unverantwortlicher Elemente eindämmende Politik durchzu-setzen. Die Abgeordneten w«>den weiters aufgefordert, bei der Regierung die Errichtung der deutschen Schiff» f»hrt«schule in Triest zu betreiben, sür welche da« deutsche Hinterland bereit« 30.000 K jährlicher Stipendien, bez». Freiplätze gestiftet hat und auch sonst alle vorbtdinzunge« gegeben sind." Südslawische Freiwillige in Saloniki. „Journal de« DebatS" vom 6. d. meldet auS Saloniki, daß dort 300 südslawische Freiwillige au» Aastra-liea eingetroffen sind. Sie wurden unter großem mili-tärischen und kirchlichen Gepränge empfangen und in daS serbische Heer eingestellt. Die Behandlung der österreichischen Tschechen in Amerika. Räch einer New Yorker Meldung de« „Petit Paristen" vom 7. d. wird den Tschechen und Slowaken, da sie ja antideutsch und antiösterreichisch gesinnt feien, eine andere Behandlung zuteil werden, al« den übrigen österreichifch-ungarifchen Staatsangehörigen, welche die gleiche Behandlung er-fahren werden, wie deutsche. Man sieht, daß die En-tentestaaten durchaus nicht verkennen, wie wichtige Dienste die Tschechen ihnen während de« Krieges ge-leistet haben. Der Dank bleibt nicht au«. Hoffentlich dereinst auch nicht in Oesterreich. Aenderung der Grenzen des siidwest lichen Kriegsgebietes. Die „Wiener Zeitung" veröffentlicht eine Kundmachung des Minister« de« Innern vom 13. Dezember über die Abänderung der Grenzen der südwestlichen Kriegsgebiete i» Oester-reich. Das Armeeoberkommando hat verfügt, daß die Gerichl«bezirke Landeck und Ried, denn die politischen Bezirke Neutle, Jmst, Innsbruck, Schwaz, Kufstein, Ktzbühel, Brixen, B>unneck und Lenz in der ge« fürsteten Grafschaft Tirol, di« bisher im südwestlichen Kriegsgebiete gelegenen Teile de« Herzogtums Salz-bürg und be« Herzogtums Steiermark, ferner da« Hrzoglum Kärnten und da« Herzogtum Krain mit 19. Dezember 1917 aus dem Krieg«gebiet« auSge» schieden werden. Die Abgrenzung der südwestlichen KriegSgebiete in Oesterreich stellt sich somit folgendermaßen dar: 1. Da« südwesiliche «eitere Krieg«-gebiet umfaßt da« Land Vorarlberg. 2. Dj« südwestliche e«gire Kriegizebiet umfaßt die gesiirstete Grafschaft Tirol, mit Auinahme der Gerichlsbezirte Landeck und Ried und der politischen Bezirke Neutte, J«st, Innsbruck, Schwaz, Kufstein, Kitzbühel, Brixen, Brunneck und L enz, die gesürstete Grafschaft Görz und GradiSka und die Stadt Triest mit ihrem Gablet,!. Die Schuhe bedarssscheinpflichtig. Mit einer Verordnung dcS HandelSminifterS v»m 13. d. werden die allgemeinen Vorschriften sür den Verkehr in BekleidungSartikel» nunmehr auch auf den Ber-kehr in Echuhmaren ausgedehnt. Schuhe werden somit »nr mehr gegen BedarsSbescheinigungen abgegeben werden dürfen Dies gilt auch für gebrauchte« Schuhwerk. Bereit» in Arbeit genommene Maßware darf an den Besteller noch bis zum 15. Februar 1918 ohne BedarsSbeicheinigung geliefert werden. Bo« den BedarssprüsuilgSfttllen. die die gleichen wie für die sonstigen Bekleidungiartikel sind, werden drei Arten von BedarsSbescheinigungen ausgegeben, und zwar: BedarsSbescheinigungen („A. S.*) sllr Voltsschuhe und noch brauchbare oder instandgesktzte Altschuhe gegen Nachweis der Bebürstigkeit und deS allerdringendsten Bedarfes, dann allgemeine Bedarf«-defchcinigunge« (,ß. 8.") für sonstige« Schuhwrke gegen Nachweis der Notwendigkeit der Anschaffung und Bedarf«bescheinigungen (,C. S.') bei vorheriger Abgabe der gleiche» Anzahl gleichartiger, noch ge-brauch«- und ausbesserungSsähiger Schuhe an die Sammelstelle, in deren Bereich der Ablieferet feinen Wohnsitz hat. DaS Ansuchen »m Erteilung der Be» darf«bescheinigungen ist bei der nach dem Wohnsitze de« Einschreiier« zuständigen BedarfSprüfu.gSstelle zu stellen. Für die im Haushalte lebenden Familien-Mitglieder, also mit Ausschluß »on Mietern, Dienst-Personen uiro., hat das Einschreiten durch den Hau«. haltungSvoistand zu erfolgen. Die Liste der Schuh-waren, die ohne Beibringung einer Bedarssbescheini-gung abgegeben werden dürfen, enthält nur wenige Artikel: Ganz auS Holz verfertigte Schuhe, Sandalen und Pantoffel ohne Lederbestandteile mit Holzsohle, Strohfchuhe, Galoschen, „Kalessel" und Bebeschuhe, Badeschuhe. Di« Vollsschuhreparatur wird zunächst in den Landeshauptstädten und in den wichtigsten Industrie- uud Bergbaurevieren und sodann so rasch al« möglich auch in anderen Gebieten eingerichtet werden. Termine zur Einzahlung der direk-ten Steuern. Im erste« Vierteljahr« 1918 sind die direkten Steuern in Steiermark an folgenden Ta-gen fällig und zahlbar: von der Grundsteuer, Haus-klassensteuer und HauSzinSstcuer, sowie von der füns-prozentizen Steuer vom Zinserträge d«r auS dem Titrl der Bauführung ganz oder teilweile zinSsteuer- freien Gebäude die erst« Monatsrate am 81. Jänner, die zweite am 28. Februar, die dritte am 31. März, von der allgemeinen Erwerbsteuer und Erw«rbsteuer der rechnungSpflichtigen Unternehmungen die erst« vier-ttljahrSrat« am l. Jänner. Kriegsanleihezeichnung «nd Lebens-Versicherung. Um e« weitesten Kreisel zu ermög-lichen. mit den kleinsten Teilzahlunzen Krieg«anleihe zu zeichnen, hat der „Anker", Gesellschaft sür Le-den«- und Rentenversicherung, eine ungemein zweck-mäßige Verbindung von KriegSanleihezeichnung und LebenS»ersicheru«g (ohne ärztliche Untersuchung) ge» schaffen. Die Versicherungssummen bewegen sich m der Höhe von 500 bi« 5000 Ä. Kriegsanleihe»er-sicheruugtii auf höhere Beträge sbis 500.000 K sind mit ärztlicher Untersuchung zulässig. Die Prä-mie beträgt für eine 12jährige Ab und Erlebens-KriegScmleiheversicherung 66 K jährlich für je 1000 Kronen Nominale. KriegSzuschläge oder Nebengc-bühren sind nicht zu entrichten. Diese Prämien kön-nen auch in halb- und vierteljährlichen Raten ent» richtet werden. Nach 12 Jahren erhält der Zeichner die volle gezeichnete Kriegsanleihesumme, im früheren AbledenSfalle (auch im Kriege) wird der volle ge-zeichnete Betrag den Hinterbliebenen ausbezahlt. Auch Kinder sind versicherungsfähig. Angehörige kön-nen für im Felde stehende Verwandte KriegSanleihe-Versicherungen zeichnen. Man bediene sich behufs Anmeldung der unserer heutigen Gesamtauflage beiliegenden Karte oder wende sich an di« „Anker" Lebens- und RentenversicherungSgesellschast, Krieg«-anleiheversicherungSabteilung. Wien 1., Liliengasfe 2, Telephon Nr. 9256. Volksverrat eines Geldmenschen. Der »dersteirische Großgrundbesitzer und Millionär Rudolf Rimsauer au« Kapfenberg hatte »or mehreren Jahren den Mulleyschen Besitz in Weitenstein um 230.000 Ä gekauft. Nach entsprechender Verwertung hat der „deutsche" Mann den Besitz um 470.000 K an die tschechische Bodenbank in Prag weiterveräußert, obwohl er von deutscher Seite sehr annehmbare Anbote hatte. Für den deutschen Markt Meilenstein be» deutet dieser Verkauf einen schweren Schlag, den die Weitenfteiner der Geschäftsbeflisfenheit eine« »olks-vergessenen Geldm»nne« zu danken haben. Beim Viehweiden. Die bei der Besitzerin Pongracic aus Prekorsche bei Rohitsch bedienstete 9 jährige Hirtin Maria Koren machte sich aus der Weide ein Feuer an, um sich zu wärmen. Neben ihr spielten mehrere Kinder. Die 3 jährige Katharin« Pongracic kam dem Feuer zu nahe, ihr« Kleider gerieten in Brand, wodurch sich da« bedauernswerte Mädchen f» schwere Brandwunden zuzog, daß e« noch am gleichen Tage unter gräßlichen Schmerzen sterben mußte. Beim Baumfällen verunglückt. Der beim Walvgute Meilenstein al« Holzarbeiter bedienst« gewesene Urban Plan? verunglückte beim Durchsäge» eine? zu fällende» BaumeS dadurch, daß der schwere Baum ihm über Kopf und Brust fiel. Piank erlitt ein« schwere Kopfverletzung und innere Verletzungen, welchen er am nächste« Tage im Krankenhause iu Cilli erlag. WnHßanökuilg Writz Nasch Rathau» ♦ ♦ gaste 1 ♦ ♦ Willi ♦ » Rathaus- ♦ ♦ gaste 1 Schrifttum. WennunSauchdieleibltche Nahrung hie und da etwa« knapp werden will, das Quell der geistigen fließt noch immer in unver-minderier Stärke, und die Nachfrage nach geistiger Kost ist eine beständig steigende. An Büchern ist wohl kein Mangel, und doch lieben nur wenige ge-rade da», was der Leser wünscht. ES sei deshalb an dieser Stelle wiederholt ruf „Philipps Bücherei" hingewiesen, die in ihrer Vielseitigkeit dem Leser sozusagen ein vollwertiges, geistiges Mahl vor-setzen. Ernst uns Humor wechsiln angenehm ab und tragen in ihrer Gediegenheit jeder Stimmung Rech-nung. Soeben erschien der 17. Band dieser Samm-lung „Der Weg zur Erde", Roman von Kunigl-Ehrenburg. — Die Binde sind durch jede bessere B chhandlung oder direkt vom Verlage Jakob Phi-tipp, Wien 6., Barnabitengasse 7, gegen Voreinsen-dung von 1 K pro Band zu beziehe». Gedenket des Cillirr Kladloerschöne» rungsvereiues bei Spielen, wellen und Vermächtnissen. «ritt ti Deutsche Wacht 'itiOTÄfT Schaubühne. (Sinaftcrabcnb Ludwig Ihoma. Drei gelungen« Spoitbilder aus Gesellschaft und Leben, wie sie mit mehr oder weniger Geschick und literari-scher Tieskunst eben nur Ludwig Thoma zu geben weiß. Diesmal war sicherlich keine? der drei ausge» führten Stückt von literarischer Bedeutung. Aber unterhaltend und lustig waren alle drei. Da« schwächste ist wohl da« erste „Die kleinen Per« wandten", in denen neben Wilhelm Sichra und Emma Twbacher, Paul Hardtmuth und Anna Korn zu nennen würen. Da« dritte, ein Epottbild auf da« Hochzeiten der Bauer» ist wohl ein derber Holzschnitt, der etwas aus dem Rahmen füllt. Paul Hardtmuih, Wilhelm Cichra, Hans Alexander, Fritz Steiner, Hermine Wolf und Emma Tmbacher teilten sich in den Lacherfolg. DaS beste von den drei kleinen Lebensbildern ist unstreitig LotichenS Geburtstag. Hier ist das gute, unterstrichen markierte Spiel Paul Harblmuths und Karl Heinz zu nennen, die beide wirklich ganz vorzüglich waren und denen sich Her-mine Wolf und Anna Korn entsprechend anreihten. Die Werbcr.ZWaS in Wien 200 Aufführungen nacheincnbcr erlebt, ist schon dadurch on-rüchig. Eine ganz kleine Idee wird im ersten Akte unwahrscheinlich, im zweiten Akte lang ausgespou-nen und im dritten Akte ganz überflüssig breite» treten, denn eS genügten ein »nd ein halber Akt vsllkommen, um das feichte Wasser dieser Idee »ollkommen auszuschöpfen. Die Verfasser helfen sich denn auch schon im zweiten Akte, um Zeit zu ge-winneu, mit einer höchst überflüssigen, rüpelhaften und hanSwurstmäßigen Revolution der Dienstboten durch, eine Szene, bei der jeder Schauspieler von virnderein auf verlorenem Posten stehen muß. Und der dritte Akt: vielleicht geht von dem der große Wiener Erfolg ai:8. Grinzig, mit Heurigen-abendstimmung, besoffene Wiener, die hinler der Szene jauchzen und die „Wiener Gemütlichkeit' markieren sollen, werde» da als Effekte und „Strek-ker" dieses „SiückerfatzcS" herangezogen. Im Original spielt selbstverständlich ein Heuiigenquartett hinter der Bühne einen Lannerwalzer und eS mag auch gesunken werden, verlogene Gemütlichkeitslieder. Aber der Wiener lügt sich selber an, glaubt selber a» seine Gemütlichkeit, fl-tzt daS Tränlein der Rühr-Seligkeit auS dem Auge, schlügt eS tiefgenießend nnd seuszt mit fetter Großstädterstimme „ja, ja, die Ge-mütlichkeit!* Daher di« 200 Abende in Wien, daher die Inhaltslosigkeit dieser Werber, daher der innere Mißerfolg auf jeder Bühne, wie die unferige ist, die eben Wiener Gemütlichkeit nicht inszenieren kann, denn statt der Wiener Heurigcndörfer und dcS KahlenbergeS sieht mau bei unS im Hintergrund ein Dorf gemalt, das Store so ziemlich ähnlich sieht, während sich ganz hinten, schneebedeckt eine geaiüt-liche In einen blauen Himmel hingemalt stolz empor-dreht — ja eigentlich sind gerade die kleitun Büh-nen, die ohne Ausstattung arbeiten muffen, die wirk-lichen Prüfsteine für die Güte eines Stückes. Die Zufeher hätten eS auch kaum ausgehalten, wenn nicht das Spiel Wilhelm Sichras ganz überraschend gut gewesen wäre. Wir haben ihn bisher in Rollen gesehen, in denen er gerne übertrieb und die hierzu unmittelbar verleiteten. In der Figur deS Maren-zellers hat er aber etwas schauspielerisch Bollwerti-geS geschaffen und den Abend mit dem Stück ge-rettet. Emma Embacher half ihm mit ilirem trockenen Humor dabei tüchtig mit. HanS und Fritz Steiner, , Rudi Weyland, Hans Alexander vervollitändigten die I herrliche Seite der Darstellung. In Mela Hild?» bra.idt lernten wir gewiß eine Anfängen«, kennen, die durch Beherrschung nnd Berlentung angelernter Echulbewegnngen sicherlich ganz Gutes leisten wird. Die Garde Hermine Wolff uns Anna Korn mühten sich nm die unmöglichen Dienstboten. Weihnachten das schöne Fest der gebefreudigen Liebe, naht heran'. Die eiserne Zeit, die daS Leben jedes Einzelnen in den Dienst der Gesamtheit gestellt hat, wird sicher anch die Freude des SchenlenS in ernstere Bahnen lenken. Unser aller Wohl und Wehe ist mit dem Schicksal des Vaterlandes enge verknüpft. Glück und Zukunft unserer Kinder sichert ein glänzender Erfolg der V». Kricgsaillcihe. Dies möge jeder anch bei Auswahl feiner Weihnaihtsgeschenkc bedenken. Am Weihnachtstage erfüllet Eure Pflicht gegen das Vaterland und sorget für Eure Lieben durch eine Kriegsanleiheversicherung. lim ohne jede weitere Anzahlung Euren Kindern als Studiengeld oder Anssteuer ein Kricgsanleihe-kapital zu sichern, habt ihr ein- für allemal für je K 100- Nominale VII. Staatsanleihe jetzt jit bezahlen: Bei Fälligkeit nach 10 Jahren K 59.13 „ 12 „ „ 53.73 „ „ „ 15 „ „ 4<>.34 ,, ,, ,, 16 ,, ff 43.76 „ »18 „ „ 39.71 „ „ ., 20 „ „ 35.tj7 Da» ist das sinnigste nnd beste Weihuachts-gefcheuk, das vaterländischer Opfersinn und> denkende Fürsorge zu finden vermag. Die Zeit ist ernst und groß. Die Tage der Ent-fcheidung find gekommen. Durch die schweren Wetter-wölken der Gegenwart leuchten die ersten freund-lichen Strahlen des heißerfehnten Friedens! Mögen sie znr Weihnachtszeit allen Glück nnd Wohlfahrt bringen, mögen sie in den Herze» der Kinder, um deren Zukunft und Freiheit wir kämpfen, die Liebe zur Heimat entflammen für ewige Zeiten! K. Osten Wttiir-Mnmi- und WlenW. Aufklärungen erteilen und Antrtge nehmen entgegen: die Landesstelle des k. k. öster-r e i ch i f ch e n M i l i t ä r-W i t w eu» n. W a i f e N' f o n d e s, VersichernngSabteilung, L a i b a ch, Franz Josefs-Quai Nr. 1, die Bezirksstellen und ihre bevollmächtigten Vertreter. Über schriftliches Verlangen find wirger nebereit, Sied urcheineu unserer Vertreter besuchen z n lassen. Der Abschluß der Versicherung erfolgt auf Grund der vertraglichen Vereinbarungen mit der k. k. priv. LebenSverlichernngsgesellschaft „Österreichischer Phönix" in W en. MAT ONIT IBNZIB |Tn seiner FähalytischenI [ BCSOWfEHHElT. ALTBEWAH» FAMIüEN-6ETRÄNX. QIESSHÜ II I ,Em0- Blitzbäume. Während eine« Sewitter« soll msn sich nicht unter den Schutz exponierter Gegen-stände begeben, denn e« ist ein fraglicher, ja xefäriich Schutz. Zum Beispiel ein vereinzelt stehender Baum. In den schlägt der Blitz sehr gern ein. Ander« ist e« im Wild, wo viele Bäume sind. Auch kann man sich in, Wald durch den niedrigsten Baum schützen, der weniger blitzgesährlich ist als der ich« und übcrrigend«. Uebrigen« ist die Blikempfindlichkeir der Bäume recht »erschieden. Nach Banderlinden und Piofeisor Kohrkchl unterscheidet man unter den Bäumen vier Gruvv«»: l. Bäume mit gutleltendem Holz und etenfall» gut-leitenden Blättern. Dabin gehören d^c meisten ?aub-Hölzer mit hellzrüneu, verhältnitmäßiz weisen Blät-tern, wie Linde ur>d Buche. Hier kann die elektrische Entladung am besten ver sich gehen und darum find diese Bäume nur in geringem Maße den Blitzschlägen ausgesetzt. Die Volk^ansicht: „Die Buchcn seilst du suchen I" besteht also zurecht In gr-beit Laudiräldern mit vorwiegend rveichblätirizen Bäumen entstrht irc|I überhaupt kein Blitz, sondern e« findet ein kontinuier^ licher Ausgleich der meist rosilioen Elektrizität der Atmolphlre statt, da infolge der Au«dünstung der Blär« ter über dem Wald eine mit Wa'serd-mpk getätlizte Luftschicht liegt, deren Feuchlig?t!!«zehalt ein auxeror« dentlicher Leiter der Elektrizität ist. 12. Bäuine mit gn>leitendem Holz und schlechileitenden Blättern. Dahin gehören Bäume mit dunkelgrünen, härteren Blättern, wie Pa;»eln und Eichen. Deshalb heißt es im Belke: „Bon jiu> Tasche, da sie ein Andenktn ist. gegen sehr gute Belohnung in der Triester Schuhmacher^ ) nossenschaft (Schillerstraße 3-abgeben. Zur Aufrechterhaltung inen Betriebes benötige ich Stein- oder Braunkohle kaufe auch kleiner« Quantitäten besten Preise. Zahle auch für ' - j mittlnng gutes Honorar. Photo' A. Per issieb, Kirchplatz 4. 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Nr. 88) werden für die Stadt Cilli für nachstehend« Zuckerjorten folgende Höchstpreise im Kleinhaudelsverkehr foteesetst u. zw.: Sandzucker und in 1 Kg.-I'acknng *) Grosbrode .... b) Kristalzuckcr, Griefizucker....... e) Wflrl'elzucker, Kleinbrodo, Raffnademehl und die übrigen Znckersorten....... d) Rohzucker....... Kleinhandelspreise in Hellern bei Abgabe von 1 kg. und mehr weniger als 1 kg, . 153 154 159 161 143 160 162 144 Verbrauchszucker der Periode 1916—17 mit grüner Verschluß-marke, ?rr I.November 1917) in den Handel kommt, darf in dem Kleinhandel«» »►•rkehr nur zu den in der hierämtlichen Kundmachung vom 6. Februar 1917 (ZI. 1515/17) festgesetzten Höchstpreisen verkauft werden. Der Anschlag theser Preise ist iu der amtlichen Zuckerrerschlrißstelle go lange zu beladen, als solcher Zucker (mit gröner VerschluBmarke) feilgeboten wird. Wer höhere Preise, als die in dieser Verordnung bestimmten oder ■ii.f Grund derselben von den politischen Bezirksbehörden festgesetzten Höchstpreise fordert, sich oder einem anderen gewahren oder versprechen läßt, wird ton der politischen Bezirksbehörde mit AtreBt von einer Woche bis zu 6 M^nat^n bestraft, soferne die Handlung nicht einer strengeren Strafe unterliegt. Neben der Freiheitsstrafe kaun Geldstrafe bis zu 10.000 Kroarn verhängt werden. Den gleichen Strafen unterliegt, wer einen anderen zu dieser Handlung anstiftet cJcr bei ihrer VerÜbung mitwirkt. Bei einer Bestrafung kirn im h auf den Verlust der Gewerbeberechtigung silr immer oder auf bestimmte Zeit ftrkannt werden. Auch kaun ic dem Straferkenntnisse der Verfall der Waren, auf die sich die strafbare Handlung bezieht, gleichviel ob sie dem Täter g*h<3r«n oder nicht, oder ihres Erlöses zugunsten des Staates ausgesprochen werden. Die Zuwiderhandlungen gegen die Bestimmung des 3. Absatzes d.eser Kundmachung wird vom Stadtamte mit einer Geldstrafe bis zu 5 s «V' -• •'v'-vi ^ ' '•£.' Der Kampf um Verdun ■ v' t? A.. jg&sjcT/ WM Ein neues, hochinteressantes Gesellschaftsspiel. Enthalt ausserdem folgende Spiele: Schlich oder Dame, Mühle, Festungskrieg u. Wolfspiel. Fünf verschiedene Spiele für nur K 7.— solange der Voriat reicht nur gegen Voreinsendung des Betrages bei FrankozusenduBg Richten Sie Ihre Bestellung sosort au das Versandhaus „Zweibund", Wien XX. Gasteigergasse Nr. 3. Stüt 8 K/eutfche Mach. Jttnmer 92 Kennen Sie schon die Auffehen erregenden Artikel der nenen nnd billigsten Montags-Zeitnng. >v Heller Deutscher Montag 10 Hcllcr Die Weihnachtsnnuimer erscheint Montag den 24 d. früh. Tflchtige Modisten Vorarbeiter in wird für Jahrespoäten gegen gut« Bezahlung ausgenommen bei Frau Anna Hobach er in Marburg, Tegetthoftstraße. Schoner Kinder-Sportwagen zu verkaufen. Anzufragen Ilaupt-platz Nr. 8, 2. Stock. 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E «lacht »ngen dz» »ing«sührt«s fletsch in flamm Ct Ja*it Eingeführtes Fleisch in Kilogramm Name M Fleischers Bracic Peler Friedrich Johann unster Ludwig ossär Ludwig Leeloschet Ialob P'.evöat Franz RedeuIckeM Jose» Sellal Franz Slelzcr Ioiej Suppan Johann Zany Bitlor ©oftimile Private Danksagung. Für die herzliche Teilnahme sowohl während der Krankheit und nach dem Ableben meiner teuren unvergesslichen Mutter, der Frau Marie Naprudnik ßowie für die letzten Blumengrüsso und das ehrende Geleite dankt tiefergerifTen allen Freunden und Bekannten der Verewigten, insbesondere der hochwürdigen Geistlichkeit für die Führung des Konduktes, dem Herrn Sanitätsrat Dr. Gregor Jesenko, dor Familie Dr. Ilraäovec und Familie Ilauptmann Kainer und allen sonstigen Teilnehmenden sagt tiefstgefühlten Dank Cilli, am 20. Dezember 1917. Max Naprudnik Kaufmann in Wels, als Sohn im Namen aller übrigen Verwandten. zmm KW Schrinleltung, Berwailuvq, Tru: ^ Lcriag: Leremsbuchdruaelel «Celria" m tttUt. — VeranlworlUcher Leiter: Guido Schidlo.