.I-"! H«. Freitag am V. März »8H«. Kreuzband >m Compt..r ^«N'''^g '- ^. ' al ,a rlg <> "' 5'' " ^"' ^ '^ ^ .^,^/, '.^ . ^ ^ S.altm ^ilc °dc. den Naum dechll',n. ,.r e,n-,r«f gau^iab rl^ unttl .ssr.»^nd md Druckt" "d e N-. ^^ "^^,^/^/,^ ^ilc» fostn« l ss. fi.r 3 Mal . >^0 fr. s..r 2 Mal u»d ^0 lr. fi,r ' Mal .mzuschaltn.. 3^^"K'!'^ illyrisch - küstenländischc Finanz« Landes «Direktion hat den qnittirtcn Fähnrich Lndwig Hcrotek, den Finanzwach - Oberaufsehcr Marti» Niömanl, dann die Amtspraktikantcn Ioscf P ozen. Franz Rainer, Franz Mat hi a sch i tsch. Ioscf Sin, on it sch, Eduard Krisch n er, Raimund Ianscl. Simon Iahn, Leopold Satcrlin, Alois Nitter von Fricß und Karl Krischai. endlich den Diurnistcu Sigmnnd M ü h l b ä ck zn Kanzlei - Assistenten im Status der Kamcral. Bezirks-Vrrwaltnngcn Provisorisch ernailnt- Graz am 21. Februar 1856. Das Sinke« des Agio und der Verkehr mit dem Auslande.') Die Palntafragc eilt mit schnellen Schritten 'Wr thatsächlichen Lösung entern. Während im W'rnar 183^ die Banknoten 28 Prozent, im Ink durchschnittlich 20 pCt., und im Anfang Februar die-scs Jahres noch 10 M. gegen Silber verloren, hat <" dcr lebten Zeit ein so energischer Rückgang des Silberagio's stattgefnndcn, daß wir Aussicht haben, i" ^ürzc den Paristand dcr Noten zu erreichen. Ans clncm jahrelangen verderblichen Znstandc treten wir wit voller Znversicht in ein ncn und kräftig stch ord> "cubes Geldwesen, dcsscn Grundlagen vollkommene Ga> ^"Mie der Konsistenz bieten. Nüstig scheitet der Aus< ^"u fon und die störenden äußeren Vcrhältiusse, d,e ^ totale Entwicklnng im Wege standen, werden ^ herannahendem und ,'cherem Frieden ohne Ei... ^ bleiben Das Vertrancn erstarkt in den, Maße, "ls sich die Situation klärt, uild woraus es am mci. ^" ankommt, die Thätigkeit, der rege und lebendige ^list der gewerbetreibenden Bevölkerung wachst mtt d" besscmi wirthschaftlichcn und finanziellen Konstel-'"ion. Nicht ohne Grund hat man den Mapregeln, selche seit fünf Monaten theils vollendet, theils «m ^"gc begriffen sind, deßhalb so hohe Bedeutung bc>. llelcgt. weil sie dem Handel und der gewerblichen ^ ' schä'fligliug selbst einen Spielraum üb,'g >as,cN' ' -""'hall' dessen diese sich entfalten und das <3 ^ Elches die ncnen Geldverhältnisse zll tragen bestm mt N. ".it der eiqenen Thätigkeit ansfüllen lomm. U > ter schweren Verhältnissen haben sich die ostermch. sch"' Fabrikanten nnd Kanfieute behauptet; lcpt.oa wir nicht fern ei„e.n geregelten Geldwesen ^W'. lo,' "en sie i.cu ^stärkt wieder anfieben. Schon st'' d^ N'ten der Nationalbank Gegenstand lebhafter Nach-f''M in der Hanptstadt von preußisch Schlesien go worden; die Getreidemengcn, welche nach P"nß"' <" so u.nfassc»der Weise und noch immer nnnnterbrochen "'s Böhmen Mäbren u»d Ungarn gela.igen. ma> hen die Anschaffungen unserer Zahimittel nothwendig, *) N»6 d.-r .,O>,l.rr. Z"t,l,!.; Nr. N7." nnd die Verbindllng. welcher wir dieß verdanken, er> scheint durchans nicht vorübergehend, sondern dancrnd lind znknnftrcich. Nicht ansbleiben aber wird es, daß die Im« portc des Anslandes jetzt eine Höhcrc Ziffer erreichen werden. Mannfaktc von Sachsen und Preußen, dic mir sebr beschränkt über unsere Grenze gebracht wnr« den. werden reichlicher anf österreichischen Märkten erscheinen. Was solgt aber daraus für nnscrn Vcr< klhr nnd die eiilhcimischc Industrie? Soll man Ve« fürchtungen hegen, daß Böhmen. Mähren und Nie« dcrösterreich. deren Fabriken eine gewisse Art des Schuhes dnrch das Agio des Silbers genossen, anf den inländischen Absahortcn behindert werden? Ohne Zweifel wird manche Klage lant werden; aber jene. welche sie erheben wollen, dürfen nicht vergessen, daß in eben dcr Zeit, in der das Agio mitunter prohibi» rc-nd eingewirkt hat, die Konsnmtionöfähigkei't im ^andc um cin kaum annähernd Abzuschätzendes gc» stiegen ist, daß dcr Verbrauch in jeder Art zngcnom« men hat, daß endlich die vermehrte Konkurrenz des Auslandes und die zur Nachcifcrung aufgeforderte Produktion dcs Inlandes in einem i^andc wie Ocstcr« reich Plah genug für den Absatz ihrer Erzeugnisse finden. So wenig, wie man von der Ncdnzirung des Agio's, die alle Konsumenten mit Freuden begrü> ßcn, einen Nachtheil für unsere Industrie besorgen kann, so wenig hat man an eine Entblößung des Marktes von den cbcn erst an das Tagcölicht gctr» tcnrn Millionen von Zwanzigern zu denken. Das Ausland hat die Kräfte und dic Leistungen Ocstcr. rcichs kennen gelernt. Unsere Rohprodukte vcrkom' men nicht mehr an ihren Ursprungsorten j Banatcr Weizen wird, Dank dcr Eisenbahnverbindung, im Nor< dcu gekauft, die Weine Ungarns werden nicht mehr aus Mangel an Gefäßen verschüttet, und von unsern industriellen Produkten haben sich viele einen festen Markt im Zollvereine. Frankreich und Italien er« obert. Das sind dic Mittel, mit denen wir den Im« port des Auslandes bezahlen. Das Anöland aber, das in so ausgiebiger Weise sich auf unserem Geld» markte bcmcrMch macht, wird seinen Kapitalien einen Theil dcr Anlage in unscrcn Fonds nin so lieber zu sichern snchcn, als dicsclbcu noch keine übermäßige Höhe erreicht habcu. Das Weichen des Agio's begrüßen wir als die größte Wohlthat, dic dem Verkehr erzeugt werden konnte. Wir erblicken in ihm den Anfang einer ncnen Periode glanzvoller und kräftiger Entwicklnng unscrcS gehemmten Verkehrs, dcr, eine so reiche Zukunft vor sich, wie sie ihm dic Entfesselung dnrch das Gcwcrb. gesctz bietet, selbst die kleinen Nebel, die jcdcr Ueber» gang mit sich bringt, überwinden wird. Oesterreich. W icn, 4. März. Sicheren: Vernchluen nach ist hicr eine neue Kreditgesellschast in Bildung begrif» ftn. welche gewissermaßen dic Wirksamkeit der Kredit, anstatt für Handel uild Gewerbe zu ergänzen bcrnscn ft-in soll. Dieselbe würde sich ausschließlich mit dcr UntcrstütNlng des Kredits der ^mdwirthc und Vesitzer von unbcwcglichcn Liegenschaften befassen, nnd soll oas werden, was man einen „t^liit i>»mol,i!i^" zu nennen gewohnt ist. An dem Zustandekommen dieser ncncn Gesellschaft wird energisch gearbeitet, die Sta« tuten derselben sollen schon halb vollendet sein, und in vier Wochen dürften sie schon der Staatsverwaltung zur Prüfung und Genchmignng vorgelegt werden. Was die Männer betrifft, die sich an die Spihe je< nes neuen Unternehmens gestellt haben, so hört man Namen nennen, die anf dem hiesigen Platze allgemein bekannt und vom bestem Klänge sind. und die daher dem Unternehmen uon vornchcrcin sicheren Erfolg verbürgen würde. Auch diese neue Kreditgcscllschaft würde auf Aktien gegründet werden. — Die Unterhandlungen, welche die Staats» verwaltnng wegcu dcs Verkaufs dcr lombardisch«vene« tianischeu Staatsbahueu iu dein letzten Jahre uach mchrcrcn Seiten gepflogen hat, sind, wie wir hören, endlich zu einem Abschlüsse gelangt. Den Sieg hat eine Gesellschaft von englischen und französischen Ka. pitalisten davongetragen, an deren Spitze dcr Matador aller europäischen Kapitalicnbesitzcr, Herr Noth> schild. steht. Doch sollen die lombardischcn Bankiers und Gutsbesitzer, dic sich um dcu Kauf dcr bezeich' nelcn Linien beworben haben, von dcm Geschäfte nicht gänzlich ausgeschlossen scin, und sollcn sie sich an dcmsclbcn mit cincr entsprechenden Kapitalssnmmc bcthciligcn dürfen. An den Ankauf der Bahnen knüpft sich zugleich das Nccht, dic Iiegonnencn Linicn in al> lcn Nichtnngen zu Endc zu führen und dcn Abschluß dcrsclbcn an die verschiedenen Bahnen dcr italienischen . Nachbarstaaten zu bewerkstelligen. Die AblöslMgssummc soll sich, wic man erfährt, auf 70 Millionen Lire (nicht ganz 24 Millionen Gulden) belaufen, was allerdings keine zu hohe Summe wäre. Dic lombar« disch'vcnetianlschen Staatsbahnen habcu, dcr „Austria" zu Folge, bis Endc 1«.^ dcm Staate sellist Ui»'/, Millionen Gnldcn gekostet, seit jener Zeit sind jedoch 5icsc Bahnen verlängert worden, uno eaS Anlagka« pital hat sich demnach »och crhöht. Man vermuthet jedoch, daß dcr Gcscllschaft außerdem noch die Vcr« pfiichtnng auferlegt wurde, von dein künfligcu Vahn< erträgnissc, wenn es eine gewisse Höhe dcr Verzin> sung dcs Ablösungslapitals zu ülmsteigcn ansängt, jährlich eine bestimmte Quote an dcn Staat abzn< liefern. — Dic ucrwitwctc Kaiserin von Nußland soll, Briefen ans Petersburg zufolge, sich in einem sehr. Icidcndcn Znstande befinden, so daß man dort nicht ohne Besorgnis ist. — Daß dic österr. Banknoten an auswärtigen Plätzen, z. V. Vreölau, bereits über Pari stchcn, lmbcn wir bereits gemeldet. London findet man im C^nrszcttel bereits mit fi. 10.2-10.A verzeichnet, also ganz wic zur Zeit einer normalen Währnng. Für Silbergeld zahlen die Wechsler schon seit Tagen kein Agio mehr. In dcn Mittelklassen macht Alles dieß einen sehr freudigen Eindruck, uud man erzählt uns heute von cmem Kaufmannc am Graben, der seine Kunden mit sichtlichem Wohlbehagen frägt ob sie auf i!n-c Banknoten Papier oder klingende Zwanziger zurück, nchmen wollen. " " ^ Dcr Gemeinderatl, h.t dcn, SchuiMreine zur Nettung verwahrloster Kmder 200 fl. und dem St 7u'scph unentgeltlichen Kinderspitale m.f der Wicden "''" 7""" für jedes über die dotirte Anzahl von -" "tttcn aufgenommene, am T-iphus erlrankle Kind angcwlescn. — Für die Gesellschaft des österr. Lloyd ist in >ondon abermals cin neuer Dampfer, dcr „Proarcfi," «4tt gebant worden. Hellte sind hier !l2 ?^'atrosen des Lloyd, unter Führung eines Eapitäns, eingetroffen, die nach London weiter rciscn, n>u das Schiff zu übcr-nrhmcn und nach Tricst zn fulireu. Wien. Einige statistische Datcu dürftcu hin» reichen, mn init Evidenz darznthnn. daß die Elisa» bet h < West ba h n eincr bedeutenden Entwicklung entgegengeht, llnd einen hochwichtigen Faktor der na< tionalen Vcrkehrsthätigkcit zn bilden bestimmt ist. Im Iahrc I860 betrug der Wcrth der Ware»' rinfuhr auö Süddeulschlaiw. 1il,4 96.000 G. A. V. im Jahre 1861 .... 16,2 l 3.000 1847 bloß . . . 11,100.000 laut der nencsten Pnblikalion der Direktion der administrativen Statistik im Jahre 1863 schon.....22,700,000 Bezüglich der Warenausfuhr nach Süddeutsch« land stellen sich die korrespondirenden Werthe folgen« dermaßen dar-, 1860.....11,100.000 1851.....11,900,000 1047 zwar . . . 14,100.000 1863 aber schon . 20,000.000 Zieht man in Erwägung, daß der Verkehr Oesterreichs mit Süddcntschland znn, größten Theile der Elisabeth« Westl'ahn znfallen wird. so läßt sich aus dcr steigcuden Tendenz obiger Ziffern auch mit vollkommener Folgerichtigkeit anf ciue kontinnirliche Aus> dehnnng ihrer Thätigkeit schließen, abgesehen von der belebenden beflügelnden Einwirknng. welche jede wohl organisirte Bahnverbindnng aus ursprünglicher Kraft auf deu Verkehr ihres Gebietes übt. Wtrfcu wir weiter einen Blick anf den so wich' tigcn Verkehr Oesterreichs mit der Schweiz. Wir können ihn darum als besonders wichtig bezeichnen, weil derselbe nicht bloß einer mächtigen Ziffer in seiner Zusammenfassung entspricht, sondern weil er vorwiegend aktiv ist. Vou allen rändern Enropa's führt die Schweiz verhältnißmäßig am wenigsten Waren in Oesterreich ein, dagegen kauft sie am meisten österreichische Produkte an. Im I. 1863 wnrde ans dcr Schweiz ein Werth von 3,809.630 fl. eingeführt, von ft. 36,711.004 hingegen dahin ausgeführt. Auch dieser Verkehr ist in der Zunahme begriffen, was der Umstand dar> thut. daß 1847 die Einfuhr vou dort . . 2.279.000 Guldeu „ ., Ausfuhr dahin . . . 21,077.000 1830 « Einfuhr von dort . . 3,120.000 „ „ Ausfuhr dahin . . . 19,787.000 Narenwerth rcpräsentirte. Sind diese Zahlen selbstredend für die Wichtig« keit nnd spezifische Nützlichkeit des dicßfälligen Han> , dclszugcs, so versteht sich zugleich von selbst, daß die Westbahn, dcr das Geschäft dcr Vcrmittelnng dieser Verkchrsbcwcgung wesentlich zufallen wird, eine ebenso fördernde als anregende Wirksamkeit in dieser Nich« tung zn entfalten bcrnfcn ist. Sie wird überhaupt einen Theil des mitteleuropäischen Hanrclsznges ans nnd nach dcr Schweiz, der bis jetzt die österreichischen Grenzen nicht berührte, an sich nehmen. Im Zu. sammenftnssc mit dcn bevorstehenden schweizerischen Eisenbahnen wird sie ebenso sehr den Südwcstcn Frankreichs in ihr Bereich, wie andererseits uud zu> nächst dcn Nordwrsten dieses Landes ziehen, und hierdurch ihrer Bestimmung eine der wichtigsten Vcr. uollstäudigungen des cnropäischcn Kommnnikationös'.)-stcmes zu bildcu, im ansgedchntesten Umfange des Wortes entsprechen. Großbritannien. «Times" steUt über die Situation im Großcn und Ganzen heute folgende Vetrachtnugcn an: Da allc Waffcnthaten nur zn dem Zwecke voll» bracht wnrdcn. um in dcn nothwendig auf sie folgen« den Unterhandlungen eine bessere Position zn crlan» gen. so kann man wohl sagen, daß die in Paris gegenwärtig versammelten Bevollmächtigten die Thaten. Opfer, Hilfsmittel und Rüstungen ihrer rcspcklivcu Staaten repra'scntiren. Jeder von ihncn wciß gcuan. was seine Na. tioll bisher verloren oder gewonnen hat, bei eine» Fortsetzung des Krieges verliere,! oder gewinnen kann. Jetzt haben wir Waffenstillstand nnd Muße, die öf> feutliche Aufmerksamkcit auf diejenigen Punkte zn len« ken, die, allein ciu friedliches Ucbcrcinkommen hindern könnten. Vor Allem ist es offenbar, daß Frankreich und England für sich leine Ansprüche machen. Sie hegen kein Verlangen nach Besitzungen an dcn Ufcrn dcs schw. Meeres oder selbst in oer Nähe der Dardanellen. Alles. was sie durch den vollkommensten Erfolg ge-winnen köuucu, ist eine Erweiterung ihres Handels' vcrlehrs, die dem russischen Reich mehr noch als ih> »eil zu Gute kommen würde. Daß die Alliirten es damit aufrichtig meinen, geht schon daraus hervor, daß es für sie unmöglich ist, größere Vortheile zu erlangen. We es somit bewiesen ist, daß dcr eine streitende Theil keine selbstsüchtigen Zwecke verfolgt, darf man billig annehmen, daß der andere Theil leine gcrcchte Veranlassung znm Widerstand habc. Alles, was wir zn erlangen streben, ist von Nußland dem Prinzip nach als angemessen anerkannt worden. Der (5zar sprach den Wnnsch ans, die Tür» kci glücklich, die Ehrislen znfncdcn, die Welt ruhig sebcu zu können. Um dieß zn erreichen, gibt es nnr cin ersprießliches Mittel, — die Entfcrnuug aller Mi« litärkräftc aus jenem Binnenmeere, das zwischen den Arsenalen des Ezaren nnd dcr Hauptstadt dcs Snl> laus liegt. Nie wcit diese Entwaffnung geführt werden soll, das ist's, was die Hauptschwierigkeit des fünften Punktes ausmacht. Die Abtretung des Douaudelca'S kauu als zugestanden angesehen werden, mit ihr ist dcr Verkehr Oesterreichs nnd der Fürstenthümer vou russischen Hemmnissen besreit. Die anderen Fragen betreffen die Entwaffnung dcr circassischcn Forts und die Zerstörung drr Arsenale von Nikolajeff. Die Ruinen der crstercn sind langst von Türken und wilden Ein> geborncu besetzt. Sie wieder anfznbaucn, hieße nntz-los Geld verschwenden. Es war nuu cimnal die Politik dcs Kaisers Nikolaus gewesen, auf jedem Vorgebirge, an jedem Hasen Kanonen aufzupflanzen. Da> durch wurden die Völker eingeschüchtert, wurde eine wachsame Diplomatie unterstützt, wurden halbbarbari» sehe Nachbarvölker von der Allmacht, man kann füg« lich sagen: vou der Allgegenwart Nnßlands überzeugt. Die circassischcn Forts waren aber ganz besonders znm Schrcckbild für die Türkei uud den Nc-stln auserkoren. Noch vor drei Jahren hatten sie ocn Nnf, unangreifbar zn sein; das ist jetzt vorbei uud damit auch drr Vortheil, dcn sie dem Einen oder Andern bringen konnten. Besser somit, daß sie aufgegeben werden. Nußland würde dann unnütze Ko> sten sparen, einen gefährlichen Versucher los sein, und nrbcubci dcr Türkei und dein Westen ein Unterpfand scincr friedlichen Gesinnungen gegeben haben. Was die Schleifung von Nikolajeff betrifft, so ist diese offenbar im Geiste dcr gemachten Vorschläge. Die Nentralisirung dcs schwarzen Meeres mnß noth« wendig die seiner Einbuchtungen in sich schließen. Konnten doch die in Nikolajeff gebauten Fahrzeuge am Ende nnr dazu bestimmt sein, cin Mccr zn be> fahren, das ihncu künftig verschlossen sein soll! Die Erhaltuug jcuer Arsenale und Werften wäre somit nur ein Beweis, daß Nnßland später einmal die Vcr« träge umstoßen wolle, denen es sich jetzt im Dränge der Umstände fügt. Darnm zerstöre man Nikolajcff uud stelle es dem Ezaren frci, dcn Bng nnd Dnieper nut Flotten von Gctreidcschiffen zn bevölkern. . . . Zin Ganzen bietet der Beginn der Konferenzen die besten Aussichten für ciuc friedliche Lösung; um diese jedoch herbeizuführen, ist ein kräftiges Auflrctru dcr Negierungcn »licht minder als Uutcrhandlnngsgcuic nothwendig. Dcr Friede läßt sich nicht dnrch eine uumäunlichc Gicr nach dcmsclben erreichen; viel cl.cr wird er denen zn Theil, dic ihn von sich stoßen, so langc cr nicht vollständig uud chrcnvoll ist. Belgien. Dic ,,Ind<''penda»cc Belgc" schreibt nntcrm 1. d. M.: „Indem wir die festeste Znvcrsicht aufsprachen, paß die Pariser Konferenzen zu cinem friedlichen Uebcrcinkommcn führen werden, haben wir nie vcr> hehlt, daß wahrscheinlich während des Verlaufes der Verhandlungen Gegensätze vorkommen nnd Schwie« rigkeiten die gewünschte Losung verzögern, ja sogar zu bedrohen scheinen würdcu. Wir fügten jedoch hinzu nud beharren in der Ansicht, daß diese Lösung, einige Tage früher odcr einige Wochen später, erzielt werden wird. Diese Schwierigkeiten, die wir voransgcschcn ha» bcn. ohne übermäßig vor denselben zu erschrecke», schei' neu sich schou in der zweiten, bekanntlich am 28. Fe< brnar stattgehabten Sitznng dec« Kongresses, ergeben zu haben. Die Pariser Blätter bringen noch keine Details über diese Sitzung; unsere besonderen Nachrichten lie« fern nns jedoch einige Nachweisnngen, die aber mit besonderer Behutsamkeit aufgenommen werden mns« sen, da sie keinen offiziellen Charakter haben nnd kci> nen habcn können. Die Diskussion scheint sehr lebhaft gewesen zu sein uud die Bevollmächtigten sind zu keiucr Ueberein« kunft gelangt. Es hat sich. sagt man, hanptsäehlich um Bomarsnnd und Kars gehandelt. Nußlaud scheiut die große Konzession hervorheben zn wollen, die es machen wird, wenn es anf die Verpflichtung eingeht, die Alauds'Inseln nicht zn befestigen '). Seine Ne> präseutanten, sagt mau, sind über diese Frage sehr warm geworden. Noch soll kcinc Verpflichtung ringe« gangen worden scin. Was Kars anbelangt, so willigt Nußland cin, der Türkei diese Fcstnng znrückzngebcn; es verlangt aber einen Ersatz. Welchen Ersatz? Hierin scheint dic Frage zu liegen. Nußland möchte, ehe es angibt, was es wünscht, das Prinzip der Kompensation von dcn andern Mächten zngelasscn sehe», wozu diese uicht geneigt zu sein scheinen. Es liegt auch die Frage über die genaue Bestimmung der Grenzen in Bessarabien nnd Kleinasien vor; man sagt sogar, die Türkei habe nicht anf das Begehren einer Kriegsentschädigung verzichtet, worauf Nußlaud niemals eingehen würde. Diescr letzte Punkt scheint uns jedoch nicht ernst betrachtet werden zn sollen. Wir glauben, daß die Türkei selbst bei ihrcu Alliirten nicht die nöthige Unterstützung zur Aufrechthnltung dieser Anforderung finden wird. Wie dem nun immer sein möge, s^ würde ric Sitzuug vom 2«. Febr, wenn man dem, was da< von verlautet hat. Glauben bcimcssen will, die Dinge nicht sehr gefordert habcn nnd könnte zu dcn Fric« oenshoffuungcn nichts hinzufügen. Wenn nun heute (1. März) kcinc Sitzung stattfindet, so wird dcr Kon» grcß nicht vor Eröffnung der legislativen Session zusammentreten, die übermorgen statthaben soll; hicr« aus folgt. daß dic Ncdc, wclchc der Kaiser der Franc zosen bei diesem Anlasse hält, bezüglich dessen, was ocn Frieden angeht, nicht wird den bestätigenden (i>Ml'Nl:Uil') Ton habcn können, den man ihr einen Angcnblick laug im Vorhinein bcilcgcn zu köuncn geglaubt hat. Wir wiederholen cs jedoch, daß wir trotz die» ser Schwierigkeiten, dieser Zwischcnfälle. dieser Plan« kcleien, die man fast nnvcrmciolich nennen köuute, bei dem Glaubcu beharren, daß allc Wahrscheinlich« kcitcu zn Gunsten eines günstigen Ansgangcö (<>» luvm' (l'lllw i««ll<> sl!V0l'nI»I<>) dcr Pariser Konfercn-zen sind." ") Im Widerspruch zu dcu Nachrichten dcr „Ind^' pcndauce Bclgc" sagt «Lc Nord," daß in dcr zwei« tcn Konferenz das Einvernehmen wcitcr vorgcrückt sei (l'<»('»'<,!'<,! «,'5t l>l>»5 uvimcc). Wir lesen im „Constitutionncl": „Die zweite Hitznng dcs Kongresses hat am 28. Februar statt« gcsuudcu. Die Zeit. wclchc zwischen dcr crstcn nnd zweiten Sitzung verstoß, wurde nicht nur dazu be« nützt, das Protokoll der ersten Sitzung zu erledigen, *) Dicsc Stritt dcr „Ind^p. Vclgt" ist vom T. lcgraphcu "icht richtig hicrhcr lvrichtct wordr». "*) Dic „östcvrcichischc K?rrc,>nd.n/. wclche gcsttl» dicse N^chrichlcn im Au^u^ >uapl)isch mitthciltc, l'llM'lste dazu. daß sie d^rcu Richti.;f.it ganz dcr Vcrauinuntl!''!i dcr N.daftirn der „Indc-pcndan« B.lgc" ulurlaff.» m»!^ mld daß sie dabti allerdings dcn schließlich von bcm bllg^ schcn Vlattc aus^spnchcn.» Glaüb.n a» cinc» g''»!"^ Nusgailg dcl Fri«dl»>?kl,',!ftr!!izcn th.,lc. «Ä» sondern auch i» besondercu Konferenzen die Red ak> lwn drr Waffcustillstands.Konuention fcstzustellru. wel> che am 28strn >» cbcn so vielen Eremplaren unler< zeichnet worden ,Viu mußte, als koutrahircnde Mächte s>"d. Fs>^ dicse vorbereitenden Arbeiten genügten k""" zwei Tage. ^,..,-l< Dänemark. Ucbcr die Entscheidung dcs dänischen Reichs» lieiichtsprozcffeö gegen die angeklagten Minister lind bie Motive derselben liegen nun weitere, znm Theil "pch telegraphische Nachrichten vor. Nachdem die Vc> l"tl)nngcn sril 27. Februar Vormittag 9 Uhr ge< bancrt hattcn. wnrde am 28stcn in der Nacht das Urtheil gefällt, welches bekanntlich sämmtliche Ange? klagte freispricht und der Staatskasse die Prozeßlo« >lln auferlegt. Die von den Klägern in Anspruch Ulnonnueuc konstitutionelle Verantwortlichkeit der An> ^klagten wurde vom Gerichtshöfe nicht anerkannt, ""is Urtheil wird unter Anderem daonrch motivirt. d'e Zweckmäßigkeit der Rüstungen uicht beurtheilen loune; daß §. !!2 des Grundgesetzes keine Anwcn» ^lng aus die Auögal'eu für die Rüstungen finden könne. Ueber die besonderen Umstände der Abstimmung sülden wir in Vcricheu aus K 0 pc u h a g e u noch fol> «tndc Notizen: Derselbe diametrale Gegensatz iu den politischen Anschauungen, der sich schon bei dem Vcginu des Neichögrnchtsvrozssses bei Gelegenheit dcr Kompetenz flnge zwischen den 8 Mitgliedern des Höchstengerichls und den 8 Mitgliedern deS Laudsthiugs, welche 1 wacht. Die Stimmen standen einander nämlich beide ^lal gleich; 8 Stimmen gegen 6 bei der Eutschci-^'"N über die Kompetenzfrage, und eben so bei der "''^eilöMm^. Bcidc Male waren es die vom bands' ^'"g gewählten 8 Mitglieder, welche sich den Angc> ^Ü'eil ungüustig und die 8 Höchstengcrichts.Assesso-^". welche sich denselben güustig erwiesen. Der ganze ""trrschicd bcrllhte nur darm, daß bei der Kompetenz» frage Graf Knuth v. Kllthcnborg, ein Mitglied des "wdöthiugs, noch am Lcb?n war, während bei dem ^'thcilsspruch Konfcrcnzralh Brunn. Präsident des ^ndsthings, seine Stelle cingcnomineil hatte. Da< lllgcn war bei der Kompetenzfrage dcr Umstand cut« scheidend, daß das Gesetz bei Stimmengleichheit in ^ezug auf die Kompetenzfrage vie Entscheidung dem ^äsiocntell anheimgab, wodurch, da Konferenzrath I- P. Marsen, Mitglied des Landsthiugs, für die Kompetenz des Reichsgerichts stimmte, dcr Aus> '^lc>g zu Gunsten dcr Kompetenz des Reichsgerichts ^Hebeu wurde. Audcrs bei dcr Schlustsenttnz. Hier> ^ standen die Stimmen vollkommen gleich und so ^lgtc, da das Votum des Präsidenten dießmal "^t mehr galt, als jcdeS andere, dic Frcisprechnng ^ "ngrklagtcu Minister. Es mögen hier noch die Namen aller derjenigen ^ku. dic lici diesem ersten dänischen Rcichsgerichtö-^rssc cinc Rolle spielten: Die angeklagten Minister waren: Oersted. ehe> ^'"liger Konscilspräsiocnt und Minister des Unter^ "hts; Bluhme, ehemaliger Minister des Auswäili-Nl»; Tillisch, Minister des Innern; v. Scheel. In< ^znlinistcr; Graf Sponncck, Fiuauzmiilistcr; General-^"ltrnant Hansen. Kriegsminister; Admiral Streu-"'lle, Marineministcr. Die beiden Vertheidiger der Angeklagten waren: ""tsrath Salicath und Advokat Liede. Der öffent-''chc Ankläger (Aktor), dcr im Namen nnd Auftrags bls Volksthings den Prozeß gegen die Minister führte, ""r Advokat Vrock. Die 8 Mitglieder des Hochsteugcrichts. die dem "kichsgrii^^ angehörten, waren: die Konfcrcnzrä'thc ^"sscn, Koefoed. Nielseil. Rothe nnd Rottböll. Kan^ '""Herr Kosfoed, Etatssralh Thomsen und Kammcr> ^N Varon Breton. Die 8 vom ^audsthing in'o ^^'^gcricht gewählten ^andsthingsabgeordnetln wa> reu: Dispachenr. Wcssely, Professor (Exminister) Claussn, Instizrath Nathsvcrwandtrr I. g. Driefer, Konferenzvath Brnnn, Kannnerhcrr Stiftsamtmann Unsgaard. Iustizrath Obcrgcrichts» Assessor ^lens» borg, Amtmann (Efministcr) Orla Lehmann uud Kouserenzraty Prof. I. E. Larsen (Präsident des Reichsgerichts.) Türkei. Das „Journal de Constantinople" vom 2l. v. M. theilt die offizielle Ueberscpnng des Hat>Humaynm mit, der den Rajah'S der Pforte die vollkommene Gleichstellung mit den mnselmännischen Unterthanen verleiht; wir werden dieses Aktellstück, dem das ge< nannte Älalt den nachfolgenden Artikel vorangehen läßt, vollständig nachtragen: „Am 18. Februar — sagt das „Journal de Constantinople" — um 3 Uhr Nachmittag hat eine große denkwürdige Solcnnilät an der hohen Pforte stattgefunden; ein Hat'Humayum, der ohne Beschränkung den Hatli'Shcrif von Gul'Hanc und den Tanzimar erweitert, indem er für alle Unterthanen deS Reiches die bürgerliche, religiöse uud politische Gleichstellung proklamirt, ist in Gegenwart aller Minister, dcr Mil« glicdcr des Staatsrathcs und des Tanzimats. der hohen Beamten Sr. Majestät, der Patriarchen. Ra-biner uud christliche» und anderen Genossenschaften in dein Saalc des großen Rathes verlesen worden, in welchem anch dic Mehrzahl der Dragomanc der fremden Missionen versammelt waren. Eine Kompagnie Linicninfauterie war iu der vou Unterthanen jcdcr Nationalität vollgedrä'ngten Vorhalle anfgesttlll. Die hohc Pforte spricht in diesem Hal-Huniayum aus. daß den Europäern das Recht des Grundbesitzes in der Türkei gewährt ist. und daß dic Regierung sich mit dcr Reorganisation der Tribuualc, mit der Modifikation dcr Gesetze des Reiches, der Herstellung von Verkehrsmitteln nnd der Begründung von Bau-len beschäftigen wird, welche zur Reform des Münz-und Finanzwesens in der Türkei dienen sollen, lind daß sie nichts anßer Acht lassen wird, was die Ei> cherheit. den Wohlstand nnd das Gedeihen des Lan> des zu fördern im Stande ist. Vci dieser Erklärung, die Europa durch dic Größe dcr Prinzipien, uach welchen die Türkei regiert wcrdcn soll, in Erslauncn setzen wird, wird Iedcr. mann zugestehen, daß es wenig Länder gibt, in de> neu den größten Interessen dcS Menschen mehr Frei« heit und mehr Garantien zugestanden werden; alle Wclt muß wüusehcn, daß dic Resultate dcu großhcr. zigcu uud cdleu Absichten Sr. Majestät des Sultans entsprechen mögen, daß die neue und solenne Aera. die sich dcr Türkei eröffnet, eine Quelle dcr Rnhc, Kraft und Größe werde. Nach der Verlesung des Hat < Humayum, dcr alle Hoffnungen übersteigt und für dic christliche Vc> völkcrung dcr Türkei ein Gegcustano ewiger Dank> barkcit. Liebe lind Ergebenheit gegen dcn Sultan slin muL. sprach dcr Shcik» ul - Islam angemessene Gcbctc; dcr Kaimakan dcs Groß-Vezirs setzte dcn wesentlichen Inhalt dcr großhcrrlichcn Entschließung auseinander. Untcr die mnsclmannischcn, christlichen lind a»» dcrn Unterthanen wurden in türtischcr Sprache al>> gefaßte Eremplarc des Hat« Humayum vertheilt." Telegraphische Depeschen. ' K 0 n sta u t i n 0 p c l. 28. Fcbrnar. Dic Pforte hat ll)0 Millionen Piaster in neuem Papier-gelo cmittirt. Darüber soll im Divan Nidcrspruch sich crhobcn haben, ja selbst ein Zcrwürfniß entstan' dcu scin. Die Rckrulirung dcr Rajah's soll demnächst ernstlich iu Angriff genommen werden; uach der Krim ist die betreffende Waffenstillstandsordrc bereits abgegangen. Untcr den Franzosen herrscht noch im« mer ziemlich große Sterblichkeit. Das Getreidcanö-fuhrverbot ist thcilwcise alifgehoben worden. ' Athen, 29. F.bruar. General Bosquet ist aus Frankreich hier auf dcr Durchreise nach dcr Krim eingetroffen. Herr u. Rongabis hat das Por< tefcuillc der ausw. Angelegenheiten erhalten. Neueste levantinische Post. K 0 n st a n t i n 0 p r l. 2,'l. Fcbr. Eine zablrei.-cher Krankenstand und gloge Sterblichkeit zeigt sich in ocn hiesigen Militärlazarcthcn. Die gli.chische und armenische Geistlichkeit hat den großyerrlicheu Hat in Betreff der Lage der Christen zur Zeit uoch nicht von den Kanzeln abgelesen. Das Projekt, cm ncues Armecdetachement in Trapeznut zu konzcntrirc». scheint aufgegeben zu sein. Omer Pascha befindet sich noch in Neout'Kalc. Nach. richte» aus Eupatoria vom 18. v. M. zufolge habe die Skorbut dort stark um sich gegriffen. Zu Smyrna ist am 27. dcr großherrlichc Hat durch den Pascha feierlich verkündiget worden. Noch erhielten die Ra-. jah's vom Mcoschllß die Begünstiguug. zn Pferde im Kouuak erscheinen uud bci dcu Mcdschliß'Siyungeu ihrc eigenen Tschibnks rauchen zu dürfen. Loluilcs. Mctcorologischcs. (Jänner und Februar >A5tt.) Dcr Wahrschcinlichkcits ' Calcül, woruach die Meteorologen auf dic strenge December-Kälte, dcs vergangenen Jahres einen gelinden Verlauf des Winters vorhersagten, hat im henrigcn Jänner uud Februar die vollcstc Bestätigung gefundeu. Für Laibach ergaben sich nach dreimaligen täglichen Beobachtungen folgende Mouatmittel. Für dcu Mouat Iäuuer: Auf <>" rcduzirter Barometerstaud !j24,lil> Pariser Liuieu, Lufttemperatur > 1.2" tt., Duustdruck 2.19" ?., Feuch-iigkeit 9:l.-). I,u ersten Drittel warcn bei hcrrscheudeu Südwcstwindcn trübe reguerische Tage. Die Schure« decke iu dcr Ebeue war völlig versehwundeu, bis der am 12. und Ul. eingetretene Nordost frischen Schlier brachte. Dcn !4. Iän. war einer dcr höchsten Barometerstände für Laibach: 334.84"' l'. In der zweiten Hälfte des Monates bekamen die Südwcstwindc abcrmal die Oberhand lind wichen crst i» dcu lehtcu Tageu den Ostwindcn, irclchc »lit cinem schlvacheu Schueefalle lin Sinken der Tageswärnic nnter 0° hcrvorbrachtcn. Dic atmosphärischen Niederschlage vertheilten sich ans < 4 Rcgeu- liud 2 Schuec>Tagc. uud betrugen 8!).l»2"' l'., ivovoli kanm 9'" anf dcli Schllec entfallen. Daher dcnn auch der heurige Jänner wcgcn seiner bedeutenden Regen» menge vou seinem gewöhnlichen Charakter völlig abwich. Nach dem Durchschnitte mehrjähriger Beobachtungen beträgt dic Monatwärmc dcssclbcn für Laibach —0.3"«. Heucr stclltc sie sich lim 1.5" höhcr. Die größte Wärme war-i-8.8"K. dcn 29. um 2 Uhr, die kleinste,—13.3" tt. den 1^. um 6 Uhr Morgens. Die Wittcrnng des Februar zeichnete sich durch hohcu Barometerstand, gcringc Schwankuugcn dcs Luft« druelcs. trockeuc lmd heitere Tage ans. Dic Monat, mitte! desselben sind: Auf 0" reduzirtcr Barometer' stand 327.20'" l'.. Lufttemperatur -^l.0ll., Dunst» druck 1.94" I'.. Feuchtigkeit 83.9. Das Tagesmiltel, dcr Wärmc sank untcr 0" dcn 2. bis 7., den 19. uud 2«. Die größte Wärmc war >^9.U dcn 1 l. um 2 Uhr Nach« mittags, die kleinste —6.8 den 6. um 6 Uhr Morgens. Nach den Tageszeiten vertheilt sie sich folgendermaßen: , Um 6 Uhr Mgs. 2 Uhr Nachm. 10 Uhr Abds. —0.9 4-4.« -i-1.1- Die heurige Mouatwärme steht über der für Laibach im 1.3" hö'W'- welcher Umstand dem schueearmcn Winter zuzuschreiben ist. Die Nächte waren fast durchgehend kalt, und die Tages-wärme wurde selbst bei dem heitersten Himmel durch dic namentlich in 5er zweiten Hälfte dcs Monates hcrrschm-5cn Nordwcstwindc deprimirt. Dcr Nicdrrschlag betrug :w,94" l'. m K Negen- uud 3 Schnee. Tagen. Die 4 Zoll mächtige Schneedecke, welche sich vom 19. bis 21. gebildet hatte, war m dcn Ictzten Tageu in dcr Ebcnc wieder verschwnnden. Znr Charaktcrisirung der mit diesen günstigen Wittcruugsvrrbältnisscn gleichen Schritt bal. teudcn Ent.rickcluug dcr Vegetation möge die Vemcrkuug genügeu. daß bis Endc Fcbruar gegen 30. in der Umgang Laibachs wild wachsende phanerogamc Pflanzen« ' Ipezice uu Frcicn zur Blüthe gelaugt waren. wclchc Zahl durch geuaucrc Vcobachtuugcn cincn Zllwachs erleiocu dürste. ^ 3» Vamder« iu Laibach. — Verantwortlicher Redakteur: F. Vamberg. V örsenbericht aus dcm Al'endl'laltc bcr östcrr. kais. Wicncr Zeituu^. Wicu ll. März, Mittags 1 Uhr. Vci vmhcrrschcod gl'üsti^rr Stimniu»^ fand ,i» lebhaftes Geschäft, namentlich in'BaiilAktirli. Statt. Alt.,' Acms-Mim! giiigc« bis 10.>>, mlie bis 305. Dic Staals.'sscttrn l'chdliptltm sich f»st, Industricpcipiclc schloffen l'li llnippln ^cldusrli^ltiiiss»,! ct>vas niattn'. Wcchftl und Vallitr» warni stall aiigcl^t!» „»d rückgängig, Äüist.^a», «) Bricf. — ?l»!iSl'ülg <»l'/. Vricf. — Fra»s-sm't !0l V. Vricf. ^- Hamburg 75. — i.'ivl'üic' —. — Vo»-dm> !0.l» — Mailand «M Bri'f. — Paris N0'/, Aries. Staat^schuldverschloibiings!! zi, 5«/, 8i'/. -85 rctto „ 4'/.'/« 73'/. ?:l'/. dctto „ 4"/, <»N ' 6tt '/, dttto .. 3 "/„ 4U H!> '/, dctto „ 2'/,°/. 4l'/.-42 detto „ 17, ,6'/.-17 detto 8. L. „ 5 7d — — Ylational-?i»lche» „ 5 7, 8.','/, —8>i, O.st.l. z» 5 "/« 83 8!l '/, d.lto andlr.'r Kruulaudcr ü"/« 77 80 il>Ul'gg!!itz.r Ol'lig. »!. 3t, ,i„ 5 7„ !>3 - i»3 '/, iDrdcnlnirgn drtto dctto „5 7. »l'^.-!»2 Pc„hrr tettu d^tto „ 4 7. 93-Ki '/, Mailänder d.iw detto „ 4 7.. 90 V.^-Ül Lotteric'Anlfhni vmn Jahre lM4 227 7. ^2-:6 bettu d.lto 1«39 l3«'/. l3 Bans-Vlsti.» pr. Stiüt <0ä4 -Wäü »ss^!»ptcl'.i»s'?lsti.,i W '/.—tt7 Alti.» dcr östrrl. Kredit -- Aüstalt 35« '/.—35'« '/, ttfti.ü der l. f. priv, ^ln'!. St.ial^' ^isüil'ahn^s'llschast ^i 2<»<> sl. oder Ü0<» Fr. :^82-3«2 '/, Nmdbahn, Mtl.» 2«U -26»!!l!,dnn 305 -3W P»»jil'!!rg-,tyl». (j»ise,!l', 1. (5!,!,>sil)!i ^<' -2l» d,tto 2. „ »»itPlil'iit 2.'.—lj(» Dampschiff-Aflie» <>78 «i7« dettu 13. (zlüiffi^'» <»:^-tt t, vollwichtige Dukaten-Agio « '^. —<»'/, Telegraphischer Kurs Bericht der Staatspapicre vom 6. März 1866. Etaatsschuldverschreibuügen . zu 5p(§t. ft. i« (§M. l^5 delto a»6 der ^atic»alMnl.ihe ^u 5 7, st. in (5M. 85 !l,4 Darlche» „lit Verlosung v. Z. j839, flir 100 st. 135 l/2 ., „ ., ., «854, „ 100 fi. 112 Attien der österr. .Kreditanftalt ... 3»>l ft. in l5. M, Ornndcutl.-Obligat, anderer Kroulandcr 77 Vanf'Ättien pr. Stücl......1085 fi. m (5. M Altici, der Niederösterr. CScuiupte-Oel sellschast pr. Stiick zu 500 «. . . . 4U0 ft. in (i. M. ?lsticn der f. k. priv. österr. StaatScisenbahn-gesellschast zu 200 ft., vull eingezahlt 3»pfschifffal)rt zu öli0ft.EM....... l>8U ft. iu C.M Wcchscl - Kurs vom «. März ^8Ü6. «nifterdai» sür 100 Holland. Nthl. Gilld., 84 l/4 Vf. 2 Mona!. «ug6l'urg, ,i Dulden (§ur. (öluld. 101 1/2 Ufo. Franl>u!l a. Hi. (fiir 120 ft. siidb. >^er- e»is-W.chr. !»i24 l/2 st. .^isi.OxId.) 100 3^8 z Monat. Hanil'urg. ,«r n»l) Marf Ba»^, dulden 74 !/8 2 Monat, London, ,»r 1 Pfund Sterling, ^lilds» lt)-4 !^f. 3 Monai^ Mailand, sur 300 Ocst.rr. Lire, Oxiden ,02 2 M,>»»>' Pari«, jur ZOU Franlei, . . Oulven l 1!) 7/tt!Uf. 2 Äiona,, Bularest, für 1 Gulden . . . ^l« 2«? 31 T. Sicht. Gold- und Silbcr.Kurse uom ^. März I860. Geld. Warc. Kais. Münz-Dusate>, Agio .... «3/4 7 detw Rand- detto.....' ,z,^ «3/4 Na^'ol»'ons'dor „ .... ti.2 82 Eouvramsd'or „ . . ^ ^__ 14 — Friedrichsd'or „ .... 8,25 8.25 Engl. Sovereigns „ .... i<,.n ,f) ^ Ruß. Zmperiale „ .... 8.l5 8.15 Dopple „ .... — _ Siibcragio......... 3 3/4 4 Fn'mdm-Anzeige der hier Illlssekommeneu «nd Abgereiste» D.'ü 3. »Wü'i'j l85ti, Hl-. Stefa» Comte, k. k. Tilbunal'N^ch, »üd — Hr. Mathlas Plimeschizl), Bejitzci', voi, Glc^ „ach Tl'iest. — Hr. El'üst v. Gajewokl, prcuß. Glit^beslht'!, »on Wi<'il »ach Nom. — Fr, Magda!e„a Fi^!>!, v. Tschicden'r, Piivat^, — Hr. Signnmd Baioli, Dr. der Ncchtc, — Hr. Rudolf Nlibcsch, Partiklilier, — Hl'. Carl Lchmil), to«t. Privatier, — Hr. P^cer Varoli, PriuatiVr, — Hr. ?lliastasnis Thcodorioes, grn'ch. Ha!,dl.'l5l,>a!N! , ü»d — Hr. Morgiu) K^üstauly, türr. liü^rthali, ro» Trieft «ach W»en. — Hl. Iooa Slopaliooizh, link. Haüdcl!!i, vo» Pelroija nach Triest. — Hr, Georg Michcliijch, D?ktur der N^chll', vo» Gl^z, — Hr. Adolf Mi^igcrod,, Techniker, vo>, Wien nach Venedig. —> Hr. E>ic E'ichscn , engl. Un reitha», l,'o» Tü'cst nach ?»nd0ü. Gisenbahll - nnd Poft-Fahrordnung. Schllellzun Loivach l Laidacl, Uhr Mi». Uhe Mi». uo>, Laidach »ach Wien . . F>l!li — — H H5 vo» Wi"> ">'cD ^nlvich , Al'eods 9 33 — — Personeuzug l>o>» kail'^ch n„cl, Wi,ü . Vorm, -- — ,a — dto dlo . Ilhendö — — iu 45 uo» Wien noch Laidach . inachm. 2 Minute» vor der Al'falirt qvsch!u,se». Brief-Kourier v»i, ttaibach nach Tri.-st . . Al">ldS — — ) 3^,, » Truit « ^!»>l'nch . Früh 7 Hu — — Persoueu-«lHv«rier von L>n^,,ch !!l»c!' üsril'st . . At>^"id^ ! — — !N — , Iriest « i!üib.ich . Früll 2 />» — — I. Mallepost von üail'.ich n,!ch Trii'st . Früh — — /j , Trieft » Laib>iH . llbexdo ß — — ^ II. Vlallepost uon l'ail'ach „och Tli.lt . . Abends — — /s ,5. ^ Trivit » z.'ail>ach . ssrilh 8 3« — — '9 3«5. (3) ^^Ä^V)^XW>^ ^ zlül'ickgekehlt, lmd wild ^^(—-(^ 'I^i^—^^ lN'ch lmzc Zeil, bis zl> ^^^^^^1—---^< slim'M iiclic» (^lallissc ^^--> , -"-""^ ttieitt in Glaz, hierollö dic liciiestcn phololiraphischen Potträls all? M,lal! nnt Farbc», vol' l fl. dis 5 fi. velserli^cn. Sem Atelicr besiizdct sich ill d^l Tl)eatergasse Nr, ^,'l — -l^, im ttstei, Stock. 3. 4«7. (l) Mchl - Verkauf. Im Melka'schcn Mc»ga;lnc auf der Trlcster-Straße, gegenüber dcm Hause des Hrn. Ioscf DebculZ, wer. dcn alle Gattungen Mehl aus gutem banaler WelM , als: Auszug-, Mund-, ^llttelilmndr, Semmel- und Ochwarzmehl, ferncrsKleien lm Kleinen und parthlenwelse zu ungewöhnlich dllltgen Preisen ausverkauft. Z. 3!).-;. (2) Strohhüte werdelt geputzt und gefärbt in der Kunstblumen - Fabrik der Wilhelmiuo Seitz, Thr>Ul'rgaffe i>n Gozani'schen Halise, So el'm von Wie», mit allcn Gattungen der neulstkl, Mustir zun'ickgckommell, wird allen Anfor^ ^rrlingen in diesen Fächern cnif das Neste und Hll° ligste entsprochen lvrdcn. ?. 392. (2) Das Steinkohlen Lager 5n- iÄl'>vclkschc>fr Oistlo dcfindrt sich ln d^' L^lld'splodliktcn - Handlung in der BlN-ncheizi-gen l G»l Ä!^ HO «<1» ^ !^ «z^ ^ s ßs ^ ^^? t>3 33 ^ ^zH ill» ^^s^ H^^ ^WMNUM^ Alleiniges Cmtral-Nerscndungs-Depot (.'il ^ro« «^ l?» l^wil: >MMDMD 3Vicn, Stadt, <5)oldschmiedgassc Nr. ^ MUWWM wcisung und Droschürc: l sl^ 20 kr. C. M. Bci Vcl'lcllllng ^'l,'ll liü^lü.n Fläschchl» l'iltcl >»>i!i .'!<> lr. ft'M. sür Posii;cbilhr cil^uftildci, , da d" ^DAWWDWUDDD^^ Vnssüdilüq f r a i, f o licschlhtii 1,1,1st. I,, L.)ib^ch l.'oilalh'g l'^'i Antun Krispcr lind Matthäus Kraschowitz, ' >„ Oörz l'ci I. Anclli. M^^MW^Ä^WWWl ^'^ ^"^^ durch ><><><> dn ^in'rlciin.'üdstlN Zcn^nissc v» t»cn hcn^rr^c!,^!!! A»t^rit>UcN '^ IW>MW2WW^W! währk. — bei d,»l sich t^zzlich siciMlipru >l»d <.h„,ach vnliichl^n Ä!dalic i» jedcr H''"''^'" ," VN«^^^»»WlW »>,'lh!l,^ud!^ glwmdl'üc lind nprol'tc Ml,!,dU'^!,>r ftll'st vim h^hoi l,»d h^'chftcn H.rrschastln bc!^^ als siiics d,r l,'l,'s.;il!illchstc!l >!to!,s!'N'lr,,!i^!!i,'ttcI für Z.ih»>- «»d Miüidthcilc lViiiltzt, sl>wic ^n'i, d>>i ruioiuinirtlstl» Acrztc» rcrl,'>^ wird: sl,' fühle ich mich jcdcr wcit.r» Hllprcismi^ gä,i;llch übrrhl'büi. VOK-Qtl»»»l««««-««<»x ^^«llHF'^Z^H'N«, ro„ I, G. P opP, Zl'hnai'zc und Piio I„h. de^ Anathcrin ^ Muudw«,sscrs >" 2Vicn. Es seiin'gt dic Zähne deiai't, dasi dnrch desse» täglichen Gcbi'! >g Zahnsteii, entfernt wild, soiidein axch die Glasm' der Zähne an Weiße nnd Z.nchiit innncl' ilininunl.