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WaS die Großbanken, zahlreiche industrielle Unternehmungen und einzelne trantportgefeUschaften diesen Herren an Tantiemen lezahlcn, geht zusammengenommen in die Millionen, bei der Bodenkreditanstalt sind eS drei, bei der Siedit-«ft-lt zwei, bei der Südbahn sieben Herren, denen die Tantiemen bezahlt oder wenigstens gutgeschrieben »erden, während untere Landtleute auSsikläckeli, einge-sperrt und malträtiert werden. Ein solcher Zustand ist «de,ständlich und unerträglich, ja, er ist geradezu eine ßchande für unS. Wir verlangen daher, daß die Angehörigen der «ft un« im SriegSzustande befindlichen Staaten sofort uif den Verwaltungen unserer Aktiengesellschaften entfernt »erden. Dabei genügt ab« dir Sireichung dieser R,mcn nicht, denn dann würden die Bezüge der Ge> ftiicheven an den anderen Mitgliedern der Berrvaltuin« rite zufallen, was gar keinen Sinn hätte. Sondern »iele Bezüge haben an den Staat zu fallen, und fie ßud in aUerster Linie zu Entschädigungen an unsere Landtleute für da« ihnen im FeindeSlrnd zugefügte Unrecht zu verwenden. Wir wollen aber noch einen Schritt weitergehen, indem wir die freiwerdenden Stehen mit Männern tesctzen, die in der betreffenden EiwerbSgelellichaft die Zatenffen des Staate» und der Atkgemeinheit zu ver-treten haben. Dabei ist e» durchaus weder notwendig, noch auch nur angemessen, dah die neuen staatlichen LerwaltungsratSmitglieder die Bezüge der abgefetzten Ihtündcr «halten; e« wird vielmehr genügen, wenn sie für Zeit und Aibeit angemessen entschädigt werden. I2e diese Verfügungen find zu treffen auf Grund einer schon erlassenen kaiserlichen Verordnung, die der Regierung eine Generalvollmacht im volkswirtschaftlichen Znitiessc erteilt, und sie hatien solange zu gelten, bis nach «tbichluh de« Fiiedens wieder normale Verhältnisse eintreten. Ob man später Ausländer in die oberste Leiiung unserer Akiiengesellschaiien, namentlich der Cantcn und TranSportanstalien zuzulassen habt» wird, ist eine spätere Frage, die heute nicht erörtert zu »erden braucht. In einer solchen Verfügung wird die ganze Be Meeting einen willkommenen Bcwei? von Ernst und kneigie erblicke,', höchstens die Vertreter des intern» tionalen Großkapitals weiden un^n,,tnkhm überrascht sei», aber auch diese werden «S kaum wagen, zu quieken Der Weltkrieg. Die letzten Tage haben un« aus allen Linien schöne Erfolge gebracht, verstärkte SiegeShoffnung belebt die Gemüter, während sich namentlich in Frankreich deutliche Spuren von Sampfesmüdigkeit und Verzagtheit zeigen. Das Ringen in Russisch-Pole» dauert sort Die österreichischen Truppen habe» dort aus dem rechten Flügel einen gewaltigen Erfolg er-ziel». Bisher machlen unsere Truppen in dieser Schlacht 29.000 Gefangene und erbeuteten 49 Ma-schinengcwehre, sowie viel sonstiges Kriegsmaterial. Vom 27. d. wird amtlich verlautdart: An der polnischen Front verlies.der gestrige Tag Verhältnis-mäßig ruhig. Im Westen GalizienS und in den Karpathen hielten die kämpse an. Eine Entscheidung ist nirgends gefallen. Czernowitz wurde von unseren Truppen wieder geränmt. Au» München, 25, d. wird berichtet: Der Er folg Oesterreich-UngainS in Russisch Polen mit der Gefangennahme von 29.COO Russen wurde im könig» lichen Hostheater während der Vorstellung von Shakespeares „Wintermärchen" vom Odemgissenr Dr. Kilian von der Biihne herab verkündet. Da« gesamte Publikum erhob sich hieraus von den Sitzen und ein Stmm von Begeisterung durchbrauste den Raum und wollte kein Ende nehmen. Als Dr. Kilian zu einem dreifachen Hoch auf die heldenhafte A> mee des Verbündeten aussvlderte, schwenkten die Damen in den Logen mit den Tüchern und jubelnd donnerten die Hoch» und HurraS. Es war daS erstemal, dah im königlichen Hostheater sich Derartiges abspielte. Nach dieser so denkwürdigen, wie wahrhaft erhcbinden Kundgebung im Hostheater drängten Unzählige zum Fernsprecher, die freudige Nachricht weiterzu-verbreiten. Ganz München steht jetzt unter diesem Eindruck, der alle Herzen auf» tiefste bewegt. Vertreibung der Russen aus Nord-Ungarn. Die Lurückdranguug dei durch die Karpathen-päsfe in die Komilaie Ung und Zemplin eingebrvche-nen Feindes wurde mit Ersvlg in Angriff genommen. Der Uzsoker Paß befindet sich wieder in unserem Besitz; damit wurde da» Komitat Ur.g vom Femde gesäubert. Auch der in die oberen Teile des Komi täte» Zemplin eingedrungene Feind muß sich mit schweren Verlusten zurückziehen. Nach einer vom Odergespan von Ungvar ein-getroffenen Meldung haben unsere Truppen den im Paß von Uzsok eingebrochenen Feind geschlafen und aus dem Gebiete des Landes hinausgedrängt. W>e der Odergespan deS Zempliner KomitateS meldet, haben unsere Truppen den in daS Zempliner Komi-tat hereingelassenen Feind umzingelt und geschlagen. Die Verluste sind hier groß. Der Fein" hat allent-halben den Rückzug auS dem Gebiete des Landes begonnen. Im Komilate Ung werden nach „Esti Mag' Reste der in Wäldern verlaufenen Kosake., von un-serer Gendarmerie einzeln aufgelesen. Die Zioili'tr-waltung snnktiouiert ordentlich; der Russeneinbruch hat kaum welche Spuren hintcrlassen. Die Vertreibung der Russen aus dem Zemplin-slomitat ist nur mehr eine Frage von Tagen, da die Russen mit ihren Stammtruppen keine Berbin« düng mehr habe» und nicht aus Hilf« rechnen kön nen. Im SaroS Komitat wurden die Russen in vor« bereiteten Stellungen erwartet und zurückgewoisen. Tausend iu 'den Karpathen gesangene Russen wurden nach Nyiregyhaza eingebracht. .Az E,!" meldet eine sehr interessante Geschichte von zwei rusiischen Bataillonen: diese versuchten, zwei unga-rische Kompagnien zu umzingeln, doch kam sehr bald ein ganzes Regiment Honved und umzingelte wieder die russischen Bataillone. Unsere Soldaten stürmten vorwärt«, die Russen empfingen sie mit aufgehobene» Händen und ergaben sich. Wie aus Nyiregyhaza gemeldet wird, verfolgen die österreichisch-uugarischen Truppen den aus den Komiiaten Zemplin und Unz zurückgeworfenen Feind bereit» auf den galizifchen Abhang der Karpathen. Auf ihrem Rückzug machten die Russen mehrfach den Versuch, Widerstand zu leisten und sich zu ord-nen, doch wurde diese Bewegung verhindert. Ueber den Kamps bei Uzsok meldet der Okxr-gespan des KomitateS Ungvar, daß unsere Truppen sich erst scheinbar zurückzogen, dann aber die Russe» von drei Seiten umringten und ihnen einen vernich-tenden Schlag zusagten. Die Rückzugslinie der Ruf. sen ist abgeschnitten worden und eS wurden viele Tausende Gesangene gemach«. Der Obergeipan de« Komilate» Zemplin teilt mit, daß auch dort die Rück-zugtlinie der Russen abgeschnitten sei. Einzelne ruf-fische Trupperrkörper befinden sich in Gesahr, einge» Ichlossen zu werden. Es wurden mehrere tausend Gesangene gemacht und zahlreiche Kanonen und Maschinengewehre erbeutet. Auch aus drm Komitat Saros wurde» die Russen mit großen Verlusten vera dräng». Die Nachricht, daß die Russen auch andere Gegenden bedrohen, wird als unwahr bezeichnet. Die Kämpfeder Deutschen gegen die Russen. In Ostpreußen wiesen die Deuischen sämtliche russische Angriffe ad. In der Richtung gegen Warichau erzielten die Deutschen glänzende Erfolge. In den Kämpfen der Truppen deS Generals von Mackensen bei Lodz uud Lowicz haben die russische erste und zweite und Teile der fünften Armee schwere Verluste erlitten. Außer vielen Toten und Verwundeten haben die Rusitti nicht weniger alS 40.000 unverwundete Gefangene verloren; 70 Geschütze, 160 MunilionSwagen, 1ü6 Maschinengewehre sind von un» erbeutet, 30 Geschütz« un-brauchbar gemacht worden. In den amtlichen Berichten heißt ei: Auch in diesen Kämpfen haben sich Teile un-serer jungen Truppen tiotz großer Opfer aus daS glänzendste bewährt. Wenn eS ungeachtet solcher Erfolge noch nicht gelungen ist, die Entscheidung zu erkämpfen, so liegt dies an dem Eingreifen weiterer stark.r Kräfte de« Feinde? von Osten und Süden her. Ihre Angriffe sind gestern überall abgewiesen worden, der endgültige AuSgang der Kämpse steht aber noch auS. In Frankreich zeigt sich ein stetige» Vordringen der Deutschen. Die amtlichen Berichte lauten: Großes Hauptquartier. 25. November, vormittag«. Die englischen Schiffe wiederholten gestern ihre Unternehmungen gegen die Küste nicht. Die »age aus dem westlichen Kriegsschauplätze ist unver» ändert; bei Ärras machlen wir kleine Fortschritte. Großes Hauptquartier, 26. November, vor» mittag». Die Lage aus dem westliche» Kriegsschauplatz ist unverändert. In der Gegend St. Hlaire—Sou ain wurde ein mit starken Krästen angesetzter, aber schwächlich durchgeführter französischer Angr'ff unter großen Verlusten für den Gegner zurückgefchlagen. Lei Apr.moiit machien wir Fortichritte. Groß'S Haupiquartier, 27. November vor-miltagS. Eine Belästigung der flandrischen Kälten-o>te durch englische Schiffe fand auch gestern nicht statt. Auf der Front deS westliche» Kriegsschauplätze» sind keine wesentliche» Veränderungen eingetreten. Nordwestlich Langemark wurde eine Häusergruppe genommen und dabei eine Anzahl Gefangener gemacht. Im Argonnenwalde machte unfer Angriff weitere Fortschritte. Französische Angriffe in der Seite 2 Kummer 90 Gegend Apremont — östlich Saint Mihiel — warben zurückgeschlagen. Die bedeutende» deutschen Fortichritte in der Umgebung Verb»»» nötigten die französische Heeres-leituug. neue Maßnahmen zu treffen, um die sich nähernden Deutschen möglichst aufzuhalten. Die Verluste der Franzosen und der Russen. Die Verlust« der Franzosen bis zum 1 No-vember betragen 130 000 IM, 370.000 Verwundete und 167 000 Gefangene, die Verluste Rußland» bis zum gleichen Zeilpunkte 327.000 Tote, 576.000 Verwundete und 232.000 Gefangene Der Vormarsch in Serbien. Vom südlichen Kriegsschauplatze wird amtlich gemeldet: 25. November. Unsere Truppe» haben unter schweren Kämpfen die vtrsuwpfte Kolubara-Niederung bereit» überall überschritten und im Angriff auf die östliche» Höhen Raum gewonnen. Mehrere heftige Angriffe der feindlichen Reserven wurden unter großen Verlusten für den Gegner ab-gewiesen, zahlreiche Gefangene und Ueberläufer. Sü» östlich Baljevo haben unsere Truppen die fchnee-bedeckten Kämme des Maljel und Suoobor kämpfend überschritten. Dort wurden neuerdings zehn Offiziere und über 300 Mann gefangen und drei Maschinen« gewehre erbeutet. 26. November: I» dcu Kämpfen an der Ko-lubara ist seit gestern ein wesentlicher Fortschritt zu verzeichnen. Da» Zentrum der feindlichen Front, die starke Stellung bei Lazarevac, wurde von den durch Elan rühmlichst bekannten Regimentern ll, 78 und 102 erstürmt, hiebe! 8 Offiziere und 1200 Mann gefangen. 3 Geschütze, 4 MunilionSwage» und 3 Ma-schinengewehre erbeutet. Auch südlich des OrteS Ljig gelang eS, die östlich des gleichnamigen Flusses gelegenen Höhen zu nehmen und hierbei 300 Gefangene zu machen. Die von Valjevo nach Süden vorgerückten Kolonnen stehen vor KoSjerici. 27. November. Die Kämpfe an der Kolubara nehmen eine» günstigen Verlaus. Auch gestern wurde fast an allen GefechtSfronten trotz zähen W'der-stände« des Gegners Raum gewonnen, etwa 900 Gefangene gemacht und ei» Geschütz erbeutet. Die überaus ungünstige Witterung, in den Niederungen grundloser Boden, aus den Höhen jede Fernsicht verwehrende Schneestürme, erschweren zwar die Operationen, dvch ist die Stimmung bei den Truppen nach Meldungen aus der Front vorzüglich. Der Ofenpester „Az Est" meldet: Laut letzten Nachrichten konnte die serbische Armee die beseitigte Stellung bei Lazarevac nicht halten und versuchte, ansehnliche Kräfte zurückzulassen, um die Linie Arangjelovac zu decken. Trotz bösen Wetters konnten die Serben auch hier nicht zur Ruhe kommen. Ans den vor Lazarevac aufgeführten befestigten Deckun-gen mußte» die um ihre Existenz kämpfenden fer-bischen Truppen förmlich anSgehvben werden. Durch den Mittwoch 6 Uhr abends mit besonderem Elan unternommenen Sturm wurden Lazarevac uud die umgebenden Höhen genommen. Die hier liegende serbische Haupurnppe mußte sich nach starkem Wider-stände zurückziehen. Einer unserer Flügel hat sich Kosierici genähert und die Gebirgskette der Cernagora überschritten. Unsere Offensive hat daher überraschende Ergebnisse gebracht. Die Haltung unserer Trnppen ist ausgezeichnet. Der Krieg der Türkei. Wie dem „TaSwir-i-Efkiar" genieldet wird, haben die eingeborenen Truppen in der Umgebung des Suezkanals sich gegen die Engländer erhoben und eine große Zahl de> selben getötet. Vor vier Tagen seien mehrere Ei'enbahnwaggonS mit ver-wundeten Engländern in Kairo eingetroffen. Neue Erfolge im Kankasns. Ein Bericht des türkischen Hauptquartiers be-sagt: DaS anhaltend schlichte Wetter im Kaukasus hat für den Augenblick unsere Off>nsivbewegnngcn in de» gebirgige» Gegenden zum Stillstand gebracht. Auch die Russen befinden sich in »hren Stellungen an der Grenze. Unsere in die Tschvrochzone eingedrungenen Truppen haben einen Rena Sieg davongetragen. Sie besetzten Morgul, überschritten den Tschoroch in der Nähe von Burischika und besetzte» auch diese Stellung. Während dieser Bewegungen nahmen sie dem Feinde mehrere Schnellsenerkanonen, eine Am-Kulanz mit Zubehör, zwei Kraftwagen, hundert Zugpferde, Artilleriemunition und eine große Menge Dynamit ab. Anschluß P e r s i e n S. Die Unruhen in Persie» erstrecke» sich bereits über da» ganze Land. Die Regierung verzich'el auf die Neutralität und zahlreiche Stämme beschlossen, sich der oSmanischen Armee anzuschließen. Der Heiligt Krieg. Nach Berichten aus Nedschd steht der Wali von Nedschd im Begriffe, mit starkem Aufgebote au» den arabischen Stämmen der Wahabiten gegen Bassorah zu uiarschieren, um den, Rufe des Kalifen nach dem Heiligen Kriege zu folgen. Er soll über 100.000 Reiter mit sich führen. Die Engländer versuchten, den Scheich von Soweit am Anichlusse an den Wali von Nedschd zu verhindern. Sie sen-deten den Kommandanten eines Kanonenboote» zu dem Scheich von Soweit und versprachen ihm, auf den ihnen zustehenden Teil am persische» Golf zu verzichte» uud ihm Kriegsmaterial zu liefern. Der Scheich soll geantwortet daben, er sei allein imstande, die Unabhängigkeit von Soweit zu verteidige». Die religiöse Pflicht gebiete, den Heiligen Krieg zu führen und die Engländer als Feinde zu betrachte». Aufruhr in Nordafrika. AuS Madrid meldet die Boss. Zeitung: Alle Stämme Marokko», mit Ausnahme der Küstenstämme, kündigten in den französischen Gebieten dem französischen Kommandant«» den Gehorsam, worauf sie zu den RcbeUen übe,gingen, Fez ist Bereit« grnzl'ch vom Verkehre mit der Außenwelt abgeschnitten. Die französische Be'atzung Ist nur noch auf brahilosem Weg« mit der Küste in Verbindung. In Fez ist e» zu blutigen Un-ruhen und Straßciikämpfen gekommen. Die Eingeborenen haben sich in drohender Weise zusammengerottet und haben unter gleichzeitigen Rufen: »Nieder mit Frank reich 1" Hochrufe auf Railuli ausgebracht. E» sei dab.i zu Kämpfen mit den regulären Truppen gekommen. In polltilchen Kreisen Madrid» ist man fest überzeugt, daß Frankreich gezwungen fein wird, einen Kolonialkrieg allergrößten Stil» zu führen, wenn o nicht Marokko, Südalgerien und vielleicht sogar Tnni» für immer verlieren will. El» neuer Verlust d«r englischen Flott«. London, 26. November. In der gestrigen Sitzung de» Unterbaust» teilte der erste Lord der Admiralität mit, daß da» Linienschiff „Bulwak" am 25. November morgen» in Sbeerneß in die Lukt geflogen ist. 700 bi» 800 Mann sind um« Leben gekommen. Nur 12 wurden gereiiet. Die Admirale, die Zeugen der Katastrophe waren, berichten, st« seien überzeugt daß bi« Ursache „in einer inneren Explosion eine» Magazin»' gelegen fei, da keine Erschwerung de» Wasser» erfolgte Da» Echiff^sank in drei Minuten. Da» Linienschiff „Bulwak* stammt au» dem Jahr« 1899, hatt« 15.250 Tonnen Verdrängung und 18 bi» 19 Meilen Geschwindigkeit E» war mit vier 30 5 Zen* timeter- und zwölf lü-Zentimeter Geschützen bestückt. Ein neue» Opfer England». England ist «» also doch gelungen, da» arme Portugal, da» finarzitll dessen Vasallenstaat ist in den Weltkrieg hineinzuhetzen. Geändert wird davurch an der KriegSlage aLerding» fast nicht» werden. Da» Reuter» bureau also meldet au» Lissabon vom L4. d M.: Nachdem der MinisterpiSstdent vor de» versammelten Abgeordneten und Senmoren eine Erklärung abgegeben halte, nahm der Kongreß einstimmig einen Gesetzeniwurf an, wodurch die Regierung ermächtigt wird, auf G>und de» Bündnisse» mit England in dem gegenwältigen internationalen Konflikt in jener Weis« zu intervenieren, die ihr als die geeignete erscheint. Die Regierung wird ferner ermächtigt, die hierzu erlorderliten Maßregeln zu ergreifen. Nach Mitteilungen der Presse wiid der E,laß, wodurch eine teilweis« Mobilisierung »erlügt wird, heut« oder morgen erscheinen. Zugleich wird der Klie^«minister «inen „Aufruf an da« Land' richten. Grgrn dir Fremdlinge in Dir deutschen Spruche. XI. E» soll nicht jenem französischen Unverstände, jener französtsten Beschränklheit da» Wort gesprochen werden, die ein« Lohengrin Auffühiung in Pari» nicht zulZtzt Da«, was wir verlangen und da«, wa« von unseren Feinden getan wlrd^ ist himmelweiter Unterschied. Unbeirrt durch da« Nasenrümpfen spottsüchtiger Luch, deutscher wollen wir fortan uv« dieser streng völkische» Arbeit »uw«nden, mit Ernst, Eifer und vehanltckilm aber auch ohne jede Ueberstürzung. ohn« jede Ueber» treibung. Mit eiserner Strenge zunächst gegen im» selbst. Sehen cber lesen wir irgendwo ein Fremdwort, so halten wir an und suchen e» durch ein v-rhandem», gutes, deutsche» Wen zu ersetzen. Gelingt die» nicht sofort, so kann man ja nachfragen, wa» der eia« nicht weiß, weiß vielleicht ein anderer. Oder schlagen mir in einem der Fremdwörterbücher nach. Am besten ii de» VeideutschungSwörterbüchern, die für die einzelne» Berufe der allgemeine deutsche Sprachverein heraus« gegeben hat. Um un» die Fremdwörter selbst abp»> gewöbne», trachten wir vor allem, sie au» den eigene» Schriftstücken, Briefen u. s. w zu verbannen. B u» . Schreiben hat man ja mehr Mnße zur U-berleg«,, al» beim Sprechen. In der Schrift einmal angewöhnt und eingeprägt, werden sich dann die guten, deutsch«» Wörter von selbst beim Sprechen melden und de» Platz der Fremden einnehmen. Achten wir gegenleiliz im Gesp'äche im heiteren und im »rosten auf diese Fremdlinge. Machen wir un« gegenseitig daraus auf« ntetfiam. Nie loll ein Unwissender ein« Belehrung in diesem S vii« falsch auffassen. Ein jlder hat sie nötig, denn wlr alle, ohnc Ausnahme, sind Sünder a» unserer Sprache. Seirn wir aber auch reuig« Sünder und fassen wir den Vorsatz, un» zu besser», zum Hei!« und zum Wchle unserer Sprache, zur Ehre unsere» VolkStum». «Uen'halben regt e» sich im Deutschen Reiche uab macht sich dai Bedürfnis nach Reinigung der Sprache geltend. Im Amt und in der Schule, in der Eesevgebuvß uns in der Volksvertretung, in Vereinen uid i« Volksleben. Wir Deutsch« Oesterreich» dürfen nicht zurückbleiben, denn auch wir sind Blut vom Blut, stat au» einem Holz und bekennen un» mit Stolz uud Freude zum großen, nichen, deutschen Volke. Wem wir auch anderweitig bei unserem harten Stande viel zu tun haben an beschwerlicher Aibeit, die all« unsere Sehnen anspannt, die Wiffen und Geist, Talkraft und Beharrlichkeit in großem Maß« fordert so können wir nicht bloß, wir müssen auch de» heiligsten eingedenk sein, unserer Sprache. Wir nützen und fö'dern ja damit auch unsere sonstigen Bestrebungen, denn wir sin» a» der Sprachenreinigung, an einer voltttümliche» Arbeit tätig. Die Reinerhaltung und Reinigung der deuische» Sprache von fremden Eindringlingen ist kein We>k, da» bloß dem Deutschen Reiche zukommt. Die» ist Herzliche Bitte! Im hiesigen Allgemeinen Krankenhauie liegen mehrere Kiuder armer Eltern krank darnieder. S« naht da» WeihnochlSfest, da» Fest der Kinder. Wer wird den armen kleinen Kran» ken eine Freude bereiten, da die Eltern meist arm sind?! Es ergeht daher an alle Menschenfreunde, an alle Freunde der unschuldigen Kinderwelt die herzlichste Bitte, milde Gaben, sei e» Geld. Klei« dungSstücke oder Eßwaren, Spielzeug, Christbaum-schmuck aus den Weihnachtstisch der armen Kleineu zu legen. DaS glückstrahlend« Lächeln, da» die blei-chen Gesichter der verlassenen kleinen Kinder ver-klären wir», mag den edlen Spendern danken. Spen-den nimmt die Schwester Oberin im Allgemeinen Krankenhause entgegen. Gegen das Einfrieren der Wasser-leitung. Während der kälteren Jahreszeit bei ein» tretendem Froste friert das in den HauSleitung»-röhren befindliche Waffer ein, wodurch nicht feiten ein Bersten der Rohre hervorgerufen wird, durch welche», abgesehen von der Unterbrechung de» Wasser-bezuge« auch nicht unbedeutende Auibesserung»-tosten verursacht werde». Diesen Uebelständen muß dadurch vorgebeugt werde», daß bei eintretendem Froste die Hauptleitung im Hause abend« abgesperrt und die Rohrleitung >n den Wohnungen vvn den Parteien über die Nachtzeit vom Wasser entleert wird. ES ergeht daher vom Stadtamte an alle auSbesitzer und Wohnparteien in ihrem eigenen nteresse die Aufforderung, die angeführten Borden» gungSmaßnahme» strenge zu beobachten. Für die Rettungsadteilung der Frei-willigen Feuerwehr. Wie fchon In der letzten Blattfolze mitgeteilt, hat der Schirmmacher Fornara in Cilli in feinem verkaufslokal eine Sammelbüchse zur Ausstellung gebracht zu dem Zweck«, die.ein>au-senden Spenden der Rettungsabteilung der Freiwil-ligen Feuerwehr in Cilli zu widmen. Bisher sind der Ret»»ng«abteilung au» dieser Sammelbüchse be-reit« 27-49 K zugekommen. Sowohl dem wackeren Sammler wie ollen wohltätigen Spendern gebührt hiefür der beste Dank. Musikschule des Cillier Musikver eines. Da die beiden Musitlehrer die Herren Han» Meißner und Gabriel Höfner dem Ruse de» Vaterlandes folgen müssen und ein sofortiger Ersatz für die beiden nicht zu bekommen ist, so wird dieser Unterrichl auf ganz kurze Zeit von zwei Aushilf»-frästen besorgt werden. Näheres wird den Schülern noch bekannt gegeben werden. Südmarkbücherei in Cilli. E» werden die Entlehner der Südmarkbücherei bringendst ersucht, die entlehnten Bücher in den nächsten Tagen beim Schnldiencr der Mädchen-Handel»- und Bürgerschule in der Grabengafse abzugeben. Südmarkspende eines gefallenen Hel-den. Der auf dem serbischen Kriegsschauplätze am 28. September im Dienste de» Vaterlande» gefallene Leutnant Professor Alfred Zündet hat letztwillig angeordnet, daß au» feiner Hinterlassenschaft der Südmart eine letzte Sedentspende von 50 K au»-gesolgt werde, die der Verein mit der Versicherung, dem auf dem Feld« der Ehr« gebliebenen Helden ein treue» Andenken zu wahren, vom Bruder des Toten dankbar in Empfang genommen hat. Südmarkortsgruppen im Dienste der Kriegsfürsorgetätigkeit. Die Ortsgruppe PerchividSdorf bet Wien hat zugunsten der drei amtlichen Kriegsfürsoezcstellen einen „Soldaientag" zum Verkaufe von KriegSabzeichen durchgeführt und den Sammelerlrag von 706 K den genannten Für-sorgeämtern zugewendet; außerdem ha» die Ort»« gruppe eine ständige Hils» und Sammelstelle im Schulhanse eingerichtet, die Spenden sammelt, Rat-schlägt in Zürforgeangelegenheiten erteilt, Karten, Marken, Abzeichen verteilt, Warcneinkäufe und der-gleichen besorgt, und sih so um das Wohl der Sol-datensamil'en hingebend bemüht. — Die Ortsgruppe Eggenberg bei Graz lud ihre Mitglieder am 14. d. zu einem „Schillerabend" ein, der dem Ernste der Zeit entsprechend auch zu einer Opfvlpende für die KriegSfüriorgebtstrebungen benüht wurde. Ein Teil de« Sammelergebnisfr« (30 K) floß dem Südmart-Soldateuheime zu. Stttt 4 Deutsche _____Äwnm« 90 m Schicht-Wäsche die schonendffe und wirksamste. Weiche die Wäsche mit Wasch-Extrakt „Frauenlob" einige Stunden (am besten über Nacht) ein. Wasche dann, wie gewohnt, mit Schicht. Seife, Marke „Hirsch". 3tosch und ohne Mühe verschwindet jeglicher Schmuh. ^ Achtet auf den Namen „Schicht!". Kriegsfalls« in den Landesburanstal. ten Rohitsch Sauerbrunn und Neuhaus- Der steiermürkische LandrSautschuß in Graz hat für die Karzeit des Jahre» Ivlb in der LandeSkuran-statt Rohttfch-Sanerdrnun 200 und in der Lande«-kuranstalt Sieuhaus 100 Freiplätze dem Roten Kreuze für rekonvaleSzent« Krieger de« österreichisch-ungarischen und de« deutschen Heeres zur B«rsügang gestellt. Düse Frriplätz« umsafsen freie Bädrrbenütz. uug nach unentgeltlicher badrärztlicher Anweisung, freie Wohnung und Nachsicht der Kur- und Musik« gebühre» für eine Badezeit von 21 Tagen. Anger-dem hat sich der LandrSanSschuß bestimmt gesunden, der Gesellschaft vom Roten Kreuz für Steiermart aus Rechnung der LandtSkuranstalt Rohitsch Sauer« brunii 2000 K und auf Rechnung der LandeSkur-anftalt NruhauS 1000 K zu spenden. Neuerliche Aufnahme der Vorräte an Getreide, Kartoffeln und Mehl. Die Siatthalterei verlautbort: Die mit dem Stichtage vom 15. Oktober durchgefühlte Erhebung der Bor« rite an Getreide und Mehl ergab gegenüber der schätzungSwtiftn Feststellung de« heurige» Erntcer gebnisse« Ziffern, die der Wirklichkeit nicht entspre« chen können. Da« Ministerium de« Innern hat da« her eine neuerliche Aufnahme der Vorräte an Ge-treibe, Kartoffeln und Mehl mit d,m Stichtage de« 1. Dezember angeordnet. Diese Erhebung verfolgt lediglich den Zweck, einen Ueberblick über die im Jnlande vorhandenen Vorräte zu gewinnen, um aui dieser Grundlage weitere, auf d c Sicherheit der Ap-provisionierung bi« zur nächste» Ernte abzielende Maßnahmen einleiten zu sinnen. Es ist daher jed« Befürchtung, als ob diese Aufnahme die Grundlage zu Beschlagnahmen bilden s>lll«, durchaus unbeglün-det. Dir Aufnahme eist,eckt sich auf Weizen, Roggen, Gerste, Hafer, Mai» («en trockenen Mais wie de» MaiS neuer Ernte), Kartoff ln, Weizen-, Roggen,. Gersten», Mais- und Mi'chmchl und bat unter an? schließlicher Benvendnng der bei den Gemeinden und den politischen Behörden erster Instanz (BezirkS-hauptmannschafte», politischen Espositurrn, SiadU räten nnd Stadtämtern) erhältlichen Vordrucke zu erfolgen. Die Anmeldepflichtigen haben die Vordrucke in doppelter Ausfertigung auszufüllen und spätestens am 2. Dezember bei ihren Gemeiiidevorstehiitize» abzuliefern. Die Gew«indrvorstehung«n, soweit eS sich nicht um autonome Städte handelt, haben die hin-sichtlich ihrer Richtigkeit n«d Vollzähligkeit für da« betreffende Gk«hauplman»>chaft vorzulegen. Anzeigepflichtig sind nach dtm § 2 der kaiterliche» Verordnung vom l. August 1914 Erzeuger, Händler, Lagerhäuser und BnkehrSunleruehmungen, die die odgenannie.« Be darfegtgenftänd« in eigenen oder f>,m»e» Räumen vorrätig oder für ander« in Vermahlung halten. Unter Erzeugern sind hiebei nicht nur diejenigen ge-»eint, die Getreide, Kartoffel» oder Mehl p>odu« zieren (landwirtschaftlich« Betriebe und Mühlen jeder Art), sondern auch alle Perioaen un» Betriebe, die derartige Vorräte zum Zwecke der Verarbeitung am Lager haben Di« Anzeige hat die gesamte vo-han» den« Menge an den der Anzeigepflch« miterstrhenve» Gegenstände zu umfassen, das gedroschene Getreide sowohl wie daS ungevroschene. Da» letzter« ist schätzungSweij« anzugeben. Es wiid streng darauf geachtet werden, daß in den Anmeldungen sämtliche Vorhandenen Vorräte angegeben werden, nlio alle Mengen, die an dem AnmeldungStage im Besitze der Anmeldepflichtigen stehen, alleS, wjS im eigenen Hause oder Lagerräume, in einem Eisenbahn oder Schifsslagerhauic oder in den G-tieideipeicheru der Produzenten für sie lagert oder aber mit der Eisen-bahn und Sch ff untriwegS ist Jeglicher Abzug, sei eS für Saatgut oder für Biehfuiier oder für eigenen oder fremden Bcdarf, ist unttatthaft. Die Nichtigkeit der einzelnen Anm.ldungen i > von dem Gemeinde Vorsteher aus den «inzelnrn Formnlarien zu bestäti- ge». Ferner ist von den Gemeindevorstthuuzen bei der Boi läge der gesammelten Anmeldungen auf einem Sammet- oder Umschlagbogen zu bestätigen, daß tat« sächlich die Anmeldungen aller Anmeldepflichtigen ihreS GimeindegebieteS vorliegen. Um die Gewähr zu schaffen, daß die Anmeldungen nunmehr richtig und wahrheitsgemäß erfolge», wird die ausdrückliche Zustcherung gegeben, daß Unterschiede zwischen den trüheren und jetzigen Anzeigen, di« wahrheitSwidrig« Angaben bei der früheren Aufnahme der Borräte erweisen, nicht zum Anlasse der Erstattung von Strafanzeigen gemacht werden. Hingegen wird bei der nunmehr angeordneten VirralSaufnahme eine genaue Nachprüfung der BorraiSanmeldungea vor-genommen und bei Feiistkllung uniichliger Angaben ohne jede Nachsicht die Strafanzeige an das Gericht ei stallet werden. Die Verheimlichung von Vorräten stellt ei» Vergehen dar, daS mit strengem Arrest« von einem Monat bis zu einem Zahr, mit dem eine Geldstrafe bis zu 20000 Kronen verbunden werden tan», geahndet wird. ^ Auch tau» aus den Verfall der verheimlichten Vanäie erkannt werden. Auch die Unterlassung der Einbringung von Anzeigen inner-halb der festgesetzten Zeit unterliegt strenger Strafe. Konzert. Die Cillier MusikvereinSkapelle ve-anstaltet morgen Sonntag 3 Uhr abe«d4 in den Winterlokalitäien des Deutschen Hauses wieder ein Konzert mit einem reichhaltigen patriotischen Pro-gramm. DaS bereits am vergangenen Sonntag stattgesun'deue Konzert «streute sich eine« zahlreichen Besuches und war die Stimmung sehr anüniert. Leiter des KonzerteS Herr Hans Meißner. Programm: Volkshymne von Haysen. SiegeSmarsch von Boit, Ouveiture zu ^Semiramis" von Rossini. Walzer „Art der schi-ien blauen Donau" von Strauß. .Die beiden Grenadiere". von Heiser. Dumka uud K,oko> wiak vnS „Poleiibltn" von Nedbal Ouveviure zu „Die schöne Galalhea" vva Suppe. Blameu-geister-Walzer von Ziebrer In der Waldschmiede von Eilenberg. „So haiS der Wiener geni", Potpourri von Drescher. ..Aller Ehren ist Oesterreich voll" Marsch von Nowotny. Wegen Zahnschmerzen ins Wasser gesprungen. Am 2,i. d. nachmittag tyiftofl hier da« LS-sährige F'änltin Aloista G. von dcr ersten Eisenbahnbrücke in die Sann und erlrank. Der Soldat, der ans der Brücke p^troulliette und sie am eniajj gkngrsetzte» B'ückenkvpse heranlausen sah, hielt sie an. doch in demielben Augenblicke war sie schon am Brückengeländer und stürzt? kn die T-efe. Die Ue-fache dkeseS Selbstmordes sollen Unerträglich' Z^hlt-schmerzen gewesen sein. Am 27. d. nachmittags macht« sich drr städtische Verwalter Herr Peier Derganz über Ersuchen der Eitern der E>«>unkenen mit einem Kahn auf die Suche nach dem Leichnam uud fand denselben nach langer mühevoller Arbeit vor der zweiten Eisenbahnbrücke in einer Ti«k« von 4 Meter. Der Leichnam, der schon mt den Händen in Schutt und Sand vergraben lag, wäre wahrscheinlich bald ganz versandet worden. Ein deutscher Bäckermeister, der sich an der Sprachgrenze ansiedeln will, ran» v?m Per«ine Südmark namhaft gemacht werden. Es handelt sich nm «ine» fleißige», geschäftlich sehr tüchtigen deutschen Bäckermeister, der in erwachsenen Löhnen tüchnge Arbeitskräfte oesitzt. Mitteilungen über günstige AnsiedlungSgelegenheilen werden an den Berein Südmark, Graz, Joanncumring 11, erbeten. Aenderungen in den Ausfuhroer-boten. Bei der Handels« nnd Gewcrb^kammer in G lassen« altgemiiue Ausfuhrbewilligung für wollen« Sirrck und Wiik-waren wi d«r ausg,Hoden worden. Di« Ausfuhr von get,vcknel«n Ftlln, fowi« von frischem W'Ufellen wird schweizerischen Firmin, die den Export von Häuten und Fellen schon bisher gewerbsmäßig be» trieben haben, bis auf weiteres bewilligt. Za den Niederlanden ist die Ausfuhr von Käse und Butter, Calciumcetat, Bleilegierung«», rohen Kakaudohnm, Kunstwollt, Wollabfäll«, halbwollen» Waren, ge» mischten Garnen, Militärtuch und daraus gemachten Kleidungsstücken, Flanell und daraus verfertigte» Unterzeugen verboten worden. Schließlich wurden i« Norwegen Ausfuhrverbote für die folgenden Waren erlassen: Blechplalten und Teile davon. Btecharbeil«, Blechemballagen, Wollabfälle gerissc» wi« ungerisse» und Eschenhoiz. Sicherstellung österreichischer Interef« sen in Belgien. Zm Sinne einer Mittet ung de« vom Handelsministerium zur Sicherstellung öfter-reichischer Interesse« nach Belgien entsendeten Ser> tiein« macht die Handels- und Gewerbekammer i» Graz Interessenten ihreS Sprengels aufmerkia», daß zwecks Freimachung der in Belgien für isier« reichisch« Rechnung la erndei» Rahstoffe in»besonders vo.> Wolle und Baumwolle, k>ie Beibringung von Dokumenten, bezw. Bel gen erforderlich ist. an» denen der Eigentumsnachweis, bezw. der Kaufabschluß z« ersehen ist. ES empfiehlt stch daher, daß die Ja, teressenten das zur Führung de« EigeutumSnach« weites geeignete Material, als Lonnoss.mtate, Fit-turen, Schltchbries« oder Kontrakte mit migllchsta Beschleunigung dem ExportfärderungSdienste, Oepar« temeut 25 deS HandelSministerinniS (Wien. I.. Post-gafse 10) übeimweln. Abschriften derartiger Dokument« mästen t»oie. st durch die Kammer beglaubigt werden. Verhaftung eines gefährlichen Diebe». Seit elw., vier Moiiaie» «rieb stch in Uateest-ierMirk und Unierkrain «in Barsch« herum, der meist beim Tag«, wenn die Leute am Feld arbeiteten, in Äauern-bäusern «inbrach und Barschatten, Pretiosen u. dgl. entwend te. Unter anderen verübte er in St. Paul bei Piagw^ld, Tütern, Umzebung Cilli, St. Äenraud ob Räme,bad und verschiedenen Gemeinden U-Ueikrain» viel« Einbrüche. Dem Gendarmeriewachtmeister Zgiatz Krämer und Hübrer Franz Gortup de» Posten« Silli gelang eS n ich linderer unermüdlicher ?k ich-o:sl»un» den g«säbetichen Dieb am 5io??mb«r. abend«, in der Uin,«(bun,f Stut au«,ufoeschen, festzunehmen und dem hiesigen tkrei^gerichte einjuliefern. Der öinbre b«r, welcher rrchtiz tkovae heihi, legitimierte sich stetS mit falschen Dokumenten. Kovae wird auch vom Lande«, gericbte Laibach wegen verbiechen« de« Diebstahll steckbrieflich verfolgt. Die von Kov:c «ntwendeten Bar» schatte» und Pretioiea haben einen W«t von 300» K. Leichte Mühe. Der Deutsche Zchnlveretn. der für unser Volk seviel gearbeitet hat, sollte auch in diesen Taien nicht ganz vergess n sein. J-derma.»» kann ihn le>«t fS-de,n, wenn er stch wenigst-m« eine» der K-lender anschafft, die der Deutsche S-bulveresi, in veeschietriien AuSitaiiungen ,nd »u abgestukten Prelle» herausgibt. Der ItSne Familienkalender (Piä« l 6» 2) und ebenso der BolkStatender (Preis 60 Hj sind die billigsten, reich« Belehrung und Uiiteihaltunz bicrende» Volksbücher Da» Iahrbächlein für die deuticke Iugchö»sten Anstebtskarten bringt und «benio der Taschenkatender eignen stb al» prächtige Geschenksiücke für lkiwachten«. Deutscher Schulvereinskalender für das Jahr (Geleitet von Heimann Haig», Berlag von Picht«'» Wiiw« und Sohn, geb. St Der Saleni>«r erscheint heuer in seinem 29. Zabrgaage. «ein Hauptdild. Blu ter, sowie ein kundig und leben»-voll geschiiebener Auktatz de» bekannten Wiener Hi-stoiiker», Prof. Ldwerdteger, erinnern den Leser am da» g>oße Jahr 1^1.», dah di« Mab« Ripoleon» end--giltig brach. Di« .Literar>iche Jahrbuch' biete» sten oonniau al» unenuitlilidje Äeiiagr |Ui bu »Jet« f»n .Dkui«»cn WoAt". - l^i,»elv ist .Die SObmarf" nitbi tüuiiich Aach Sibirien verschickt. Zn der .Norddeutschen Allgemeinen Zeitung" veröffentlicht E. Freiherr von Kapherr beachten», werte Schilderungen über die Behandlung der Deut« scheu in Rußland, au« denen hier einige» wiederge-geben sei. ES ist jetzt im deutschen Publikum allgemein heftn,i», daß die Russen einen groben Teil der in ihrem Lande ansässigen deutschen Zivilbevölkerung nach dem Osten abtransportiert haben. Dorthin sind auch viele Ostpreußen, die bet der letzten großen Russeninvasion ausgegriffen wurden, und ein Teil der deutichen und österreichischen Kriegsgefangenen ge-bracht worden. Zunächst hat man die Gefangenen im europäischen Rußland untergebracht, und zwar zumeist in den östlichen Teilen; so in den Souver-nement» Perm, Wologda, Wjatka, Ufa und Sa« mara. Den dortigen Gefangenen ist e» nun sehr ver« schieden ergangen. Einige von ihnen, besonders die. die in daS Gouvernement Walogda verschickt wurden, wurden, wie Reisende berichten, durchaus menschlich behandelt. Der Gouverneur von Walogda führt eben nicht gegen Wehilofe und Unglückliche Krieg und tut als gedil-deier u»>d anständiger Mensch aUeS, was im Rahmen des Gesetzes möglich ist, um den Gefangenen ihr Los einigermaßen erträglich zu gestalten. Anders sollen die Internierten in den übrigen Gouvernemeri» behandelt werden: Die kleinlichsten Schikanen feiten« der niederen Beamtenschaft sind an der Tagesord» nung. Die Gouverneure sind hart und tun sich etwas daraus zu gute, möglichst strenge und unmenschliche Bestimmungen zu erlassen, jedenfalls, um ihren Patriotismus als .echt russische Leute' zu beweisen. Es liegt im Charakter de» russischen Tfchinownik» (Beamten), brutal gegen Wehrlose, nachgiebig und devot gegen Starke zu sein. Wir finden da» mit wenig Ausnahmen durch ganz Rußland wieder. Da» russische Bvlk und der russische Beamte sind ver-schieden wie Tag und Nacht. Der Russe ist im all' gemeinen gutmütig und mitleidig, ja empfindsam. An seiner Tür geht kein Bettler vorbei, ohne ein Stück Brot oder ein paar Kopeken zu bekommen. Selbst der Sträfling wird auf seinem Transport nach Sibirien von mitleidige» russischen Bauern ge-füttert und getröstet, ganz gleichgiltig, welche» B«r» brechen er auf sein Gewissen geladen hat . . . S» weit da» russisch« Volk. Ander» der Beamte. Der russische Tfchinownik ist da» Urbild de» Emporkömmling». Meistens au» ganz niederen Kreisen stammend, etwa der Lohn eine» kleinen Dorfpopen, eine» Werkmeisters in einer Fabrik oder eine» kleinen Krämer» auf dem Lande, hat er sich von Stufe zu Stufe emporgearbeitet. Ungebildet, dafür eitel, nach unten roh, nach obe» devot, bestechlich und gewissenlos, zu» Teil mit eine» gewissen Kulturlack überzogen, der aber dünn genug ist, um bei größeren seelischen Erregungen oder Trun-kenheit die Tatarenfratze hervorgrinfe» zu lassen. Wie gesagt, hat daS russische Bvlk mit dem Tfchi» nownik, den eS verachtet und im Grunde haßt, nicht das mindeste gemein, höchsten» die Trägheit und In« dolenz und den Hang zum Trunk. . . Natürlich mußte dieser Beamtenschaft jeder westeuropäische Ein» fluß unbequem fein. Die nächsten Nachbarn sind aber die Deutschen, die in verhältnismäßig großer Zahl teils al» reichSdeutsche, teils als österreich fche, teils als russische Staatsbürger in Rußland wohne» und einen großen Teil der Industrie und les Hau-delS durch ihr« Tüchtigkeit an sich gerissen haben. Diese Deutschen hallen außerdem die unangenehme Gewohnheit, meistens sich auf einen krassen Recht»-standpunkt zu stellen und dem Beamten im Gegen» satz zum weniger gewissenhaften Slaven keine Be-ftechungSgelder anzubieten. Außer dieser „Knausrig, keil", die der „breit angelegte russische Eharakter" nun einmal weder versteht noch verträgt, besitzen die D.utfchen eine Arbeitskraft und ein Organi»-,ti»n». talent, dem der versumpfte Russe nicht» entgegen- zusetzen vermag — und sei rS selbst der geriebenste Tfchinownik . . . «Nowoje Wremja" und andere Blätter ähnli-cher Färbung schiiren seit Jahr und Tag systema« tisch den Haß gegen da» Deutschtum, die Popen predigten ihn von der Kanzel und die niedere Be« amtenschast wetteiferte mit ihnen. Heutzutage bedient man sich noch moderner Mittel, den Deutschenhaß ?u schüren: Man führt der rohen, meist deS Lesens und Schreibens unkun»igen Bevölkerung aus allen Jahrmärkten und Rummelplätzen gefälschte kinemato-graphische Bilder vor, um dem Muschit recht deutlich zu zeigen, welch grausame Bestien doch die Deut-schen iu Wirklichkeit sind. Langsam aber sicher frißt daS Gift Üm sich. Und selbst der stumpfsinnige ruf» fische Bauer lernt allmählich begreifen, daß der Deutsche fein „eigentlicher Feind" sei. Zudem wird ihm auch bei jeder Gelegenheit von dem Popen vor» gepredigt, der Deutsche und der den Russen im Grunde der Seele verhaßte Jude seien eine Nation. Auch seien die Deutschen durchaus keine richtigen Christen. Deutsche und Juden hätten dieselbe Sprache und be-deuteten daher eine Nation. Kurz. eS gibt kein Mit-tel, mit dem nicht gearbeitet werde, daS ungebildete Bvlk gegen die Deutschen auszubringen. Dazu kommt noch der Neid. Der Russe sieht, daß es den Deut-schen dank seiner Intelligenz und seinem gleiß im allgemeinen gut geht, während der träge Russe aus keinen gritnen Zweig kommt. Darum scheut sich die russische Beamtenschaft heut« nicht einmal, die eigenen russischen Untertanen deutscher Nationalität, die stch stets als treue Staatsbürger gezeigt haben, zu vcr-dächtigen, ihnen durch Sondergefetze das Land zu nehmeu und sie wirtschaftlich zu ruinieren, um dem russischen, ewig hungrigen Bauern «inen Gesallen zu tun. Dieser Raubzug innerhalb »er eigenen Landes-grenzrn begann in der Zeit Stolypins in Beffara-dien. Heute werden die Deutsch-Ruffen in den balti-schen Provinzen und den Wolgakolonien systematisch ruiniert. Was Wunder, wenn die russische Beamten-schaft und ihre Mitläufer in noch viel häßlicherer Weise gegen die eigentliche reichSdeutsche und öfter-reichische Bevölkerung innerhalb der russischen Grenzen vorgeht. Greise und Kinder sind verschleppt worden, selbst Kranke werden nicht geschont. Die russische Beamtenschaft scheint zum Teil einen syste-malischen Ausroitungskrieg gegen die Deutschen von Rußland sühren zu wollen: Man hat den Unglück-lichen — natürlich ohne Quillung — die sämtliche Barschaft geraubt und gibt ihnen nicht einmal so diel Mittel in die Hand, daß sie sich auch nur ein»« germaßen verköiiigeu können. Zum großen Teil sind die Deutschen auch in da» Gouverneme»« Orenburg in der ftidwestsibtrl. schen Steppe abgeschoben worden. Dort herrscht großer Mangel an Heizmaterial, da die russische Raubwirtschaft seit langem dafür gesorgt hat, daß keine Wälder mehr in der Gegend existieren. Außer« dem ist dat Klima in der südsibirifchen Steppe im Winter kaum gelinder als im Norden Sibiriens. Kältegrade von 30 bis 40 Grad Reaumur unter Null sind keine Seltenheit. Der Gouverneur von Orenburg scheint geradezu eine sadistische Freude dabei zu empfinden, die Deutschen nach Möglichkeit zu schikanieren und zu quälen. Vielfach ist fogar berichtet worden, daß ganz unschuldige KriegSgefan-gene mit der Prügelstrafe bedacht worden sind. Je-denfalls sind, sollte nicht ein Umschwung eintreten oder sollten von se'ten der Behörden nicht schleunigst Maßnahmen ergriffen werden, die im Gouvernement Wjatka und Orenburg internierten Deutschen dem sicheren Untergänge geweiht. Die Kälte setzt im Herbst gewöhnlich sehr plötzlich ein, die Unterkunft-Möglichkeit ist schlecht, die meist aus Kosaken be-stehende Bevölkerung ist im Gegensatz zu den echten Russen alles andere als gutmütig zu nennen und hat wohl auch selbst keinen Uebeifluß an Lebens-Mitteln. Charakteristisch ist der Ausiprnch des Gou-verneurs von Samara, als deutsche Gefangene aus dem Westen in größerer Anzahl nach seinem Gou-vernemeiit geschickt wurden: Ich habe hier keinen Platz, fort mit den Deutschen nach Orenburg. Ei-birien ist groß, und wenn dort vielleicht über dcr Erde kein Platz sein wird, so wird sich doch unter der Erde sicher welcher finden! In dieser Art wirb Verfahren. Bedeutend besser sind die Kriegsgefangenen daran, die in das eigentliche Sibirien verschleppt werden, nämlich in die Gouvernements Tomsk, To-bolsk usw. Die meist rein russische Bevölkerung ist im allgemeinen gutartig, hat auch keine Animosität gegen die Deutschen, auch werden die Leute jeden-falls in ihren weltverlorenen Winkeln ziemlich wenig vom Kriege erfahren und sich, wenigstens, soweit ich sie kenne, ziemlich wenig für die Sache interessieren. Hier wird jedenfalls mit den Kriegsgefangenen ebenso verfahren werden, wie die« allgemein mit den politisch Gefangenen zu geschehen pflegt: Man ver-teilt die Leute einzeln oder in kleinen Trupps auf die Dörfer und gibt sie irgendeinem Bauern iu Wohnung und Kost, die sie aber selbst bezahlen müssen. Man wird ihnen jedenfalls ebenso wie den polnisch Gefangenen, gestalten, zu arbeiten, den Ein-geborenen bei der Fischerei zu helfen und sich irgend elwaS zu verdienen. Soweit die Gefangenen über warme Sachen verfügen oder in der Lage sind, sich anjuschosfen, »erben sie wohl keine eigentliche Rot leid?». Sie werden mit dem russischen Bauer den Platz am großen Ösen teilen und im allgemeinen recht mitleidig und freundlich behandelt werden. Eint-gen Schmutz und Ungeziefer werden sie allerdings in den Kauf nehmen müssen. Doch glaube ich, soweit ich die Verhältnisse übersehe, daß gerade für die Leute, die in daS eigentliche Sibirien verschickt wer-den, keine unmittelbare Gefahr vorliegt. Jedenfalls glaube ich versichern zu können, daß sie eS besser haben werden al« die Unglücklichen, die in die ohne» hin armen, öden und ungesunden OstgouvernementS des eigentlichen Rußlands gcf chickt worden fird. Be neidenSwert ist natürlich das LoS der Kriegsgefangenen nicht, und es ist unbedingt erforderlich, daß endlich Schritte getan werden, sie aus dem Wege des Austausches oder auf andere Art aus ihrer fchrccklichen Lage zu befreien. Denn wir können sicher sein, daß von den Kriegsgefangenen und .Geiseln", die in die NordostgouvernementS des eigentlichen Rußlands und in daS Gouvernement Orenburg ver-schickt wurden, nur ganz wenige lebend und gesund nach dem Friedensschluß ihre Heimat wiedersehen werden. Per letzte ZSrief. Ein letzter Brief eines Verwundeten, welcher kurz nach seiner Verwundung im GarnisonSspital zu Prag verschieden ist. Mich traf die Kugel. Mutter. — 's ist nicht schlimm, Sie haben Bomben aus dem Fort geschmissen. Wir stürmten los — mich hat vielleicht der Grimm Zu unvorsichtig an den Feind gerissen. Dr« andern lagen schon ... Ich stand und lief. Granaten platzten. — Was der Hauptmann rief, Drang an mein Ohr nicht mehr .... Ich sah, wie kurz Das Feld mich trennte noch von den Verhauen, Sah rote Hosen und den Frack den blauen. Und stürmte mit Hurra. — Ein Ruck, ein Sturz.. Du mußt nicht glauben, daß es wehe tut. Man greift zur Stirn und--hat die Hand voll Blut, Taumelt uud krampst die Finger ins Gewehr Knickt in die Knie und wankt.....Und weiß nichts mehr. Hier qad ichs gut. Ich lieg im Lazarett — So sauber, wie bei Dir zu HauS, mein Bett. Und eine Schwestcr»pflegt mich all die Tdge, Ein weißes Häubchen auf dem goldnen Haar. Mutter, so blond wie unjre Grell. . Sie ist — freilich sie will nicht oaß ichs sage — Ist eine «rüstn. Schlicht und ohne Lohn. Umsorgt sie treu und pflegt sie Deinen Eohn Und weiß doch, daß er ärmlich und gering Im Lenz noch säend hinterm Pfluge ging. Sie rückt behutsam Kissen mir zurecht. Erneut der Binden kühlendes Gestecht. Und fehlt mir nie, wie leis ich sie auch rief Und kühlt des Fiebers heiße Flackerbrände Und hat so schöne, schlanke veiße Hände. — Und sie besorgt auch diesen letzien Brief. Den letzten, Mutter. — Wiß es und sei stark. Jetzt schau ich unter Kiefern in der Mark Im sandigen Boden unser kleines HauS. Der Abend kringelt um die Sonnenblumen, Ueber die Straße schauen die allen Muhmen Aengstl'ch nach den verflogenen Hühnern auS. — Die fcheckig^ Kuh brüllt wohlig auS dem Stalle Der Nero kläfft auf einer Räderipur. — Wars Peters Siute, die vorüdersuhr? . . . Grüßt mir das Vieh - ... und auch die Blumen --alle! Der Arzt sagt freilich .... Gott! sie trösten jeden. Auch mich vorbin, als ich um Wahrheit frug, Dann hört ich leise sie lateinisch reden. Ich denk, eS war Latein — und weiß genug. Ich hab gekämpft. Auch mit dem Tode. Wacker, Wies ein Soldat und deutscher Bauer soll. — Heut Nacht der Himmel war von Sternen voll Heut Nacht, sah ich ganz nah — den Gottesacker. Ich sah des BaterS Kreu; im KirchhofSgarten Der kleinen Leni Hügil dicht dabei. Ganz voller Primeln noch, als wär es Mai — Und Habs gefühlt: Vater und Schwester warten. Grüß ihre Gräber, Mutter, sag dcr Weg War mir zu weit Und weine nicht. Ich leg Mein Haupt hier friedlich an des Reiches Grenze, WieS mir die Pflicht, der Sieg in Ehren gab. — Und wiiß es gut. In einem stillrem Lenze Schmückt wundernd mir ein Landsmann wohl das Grab. - Und singt, den Ranzen wieder aufgeladen Zm We>tergchn: «Ich hatt einen Kameraden. Sieh Mutter, ill doS große Vaterland Liegt wie in Frieden. WaS in Siurz und Brand Verloren ging, wird wieder aufersteh» U»d — taufend, taufend Werdens nicht mehr sehn. Auch ich nicht, Mutter Doch ich fühls und weiß, Ein Bauer nur, hab ich mit Blut und Schweiß Eh mich die Kugel fern von euch g> bettet, Mein kleines Teil der Heimat auch gerettet. Und sich, ich denk, mein Teil liegt in der Mark. Gewiß nicht Stadt, noch Schloß, noch Wald, noch Park. Vw sanft enttchiafen ist. Er hatte eine döfe Wunde am Bein. Da« Bein muhte am« putiert w«rden, aber e« trat doch Blnvei giftung ein. Meine Tochter ist bei ihm gewesen und hat ihn treu gepst.gt bi« an sein L»„ IvNrvk, »> (stMIc fi(t» nur sehr schwach Einige Stunden vor dein Tode fazt« er mir: „Ich muß noch viel Geduld haben, denn ich werde noch lange leiden müssen!" Ich versprach ihm, Ihnen zu schreiben und einen ©ruß von ihm zu schik» ken. Er lächelte mit seinen lieben Augen und sagt«: .Auch dem Vater, auch den Geschwistern!" Surz vor dem Tode wurde er »och etwa« unruhig; c« schien ihm, vi«l« Vögel fliegen um ihn herum, dann würd« er ganz still und dcr Tod wsr ganz ruhig und rhne Qualen. Im Hosspital haben ihn all« lieb gehabt, die Schwestern und Pflegerinnen, und meine Tochter hat ihn bitterlich beweint Ja, ihr Summer ist groß! Solch einen lieben und edlen Sohn verloren zu haben. Doch mag Ihnen die» zum Troste gereichen, daß seine letzte« Tage hier in Siew mit Liebe und treuer Sorge um-g»ben waren, wie er e» ja auch so sehr verdient hatte. E« ist ein« schwer« Zeit für alle Mütter! Eine Mutter au« Rußland." Das Antwerpen«? Geld in London in „Sicherheit". Di« „Kölnisch« Zeitung" mel-det von ver holländischen Grenze: Ein augenblick-lich in Holland weilender deutscher Kaufmann in Antwerpen, der dieser Tage dort nach seinem Ge-schüft gesehen hat, teilte mir mit, daß die Banken der Stadt eine Abordnung nach London und Havre gesandt hätten, um von der englischen Finanz und der belgischen Regierung die Gelder zurückzuerhal-ten, die dei der Belagerung au« der Naiionalbaok-stelle nach England in Sicherheit gebracht wurde». Es handelt sich um das staatliche Guthaben bei der Bank, die bekanntlich di« Schatzgeschäste des Staates besorgt. Obschon zugesichert wurde, doß daS Geld nicht den Deutschen zugeführt, sondern unter Aus-ficht de« amerikanisch»« Gesandten oder Konsul« zu Zwecken der Staat«- oder Gemeindeverwaltung ver-wendet würde, wurde die Herausgabe verweigert. Die geeignetste Zeit de« Düngen«. Da« Unterbringen des Dungers, zumal, wenn er noch weniger verwester ist, sollte nur im Herbst oder spätesten« im Lause deS Winters geschehen, un» zwar ohne ihn länge?« Zeit ausgebreitet liegen zu la sten wodurch er bei trockenem Welter ausvorrt, mithin die besten Bestandteile verloren gehen, während er bei Regenwetter ausgelaugt und somit nur d«r kleine Platz, wo er liegt, gedüngt wird, so daß eine un-gleiche Düngung entsteht. Wird er dagegen sofort gleichmäßig untergegraben, wie ohnehin das Herbst-umgraben zur Fruchtbarkeit des Bodens bewnder« beiträgt, so werden die Nährstoffe im Dünger durch den Schnee und Regen aufgelöst und dem ganzen Erdreich gleichsam recht einverleibt, so daß im Früh-jähr die gesäten und gepflanzten Gewächs« wett besser wachsen, wenn der inzwischen zerfetzte Dünger durch tiefe« Umhacken gut mit dem Boden ver« mengt wird. - DaS Lokal Museum. Xafcc an Erinnerungen an die RömerzeN s» »darreiche» Muienm Ist an Donnerstagen un« Sonntage» v«n 9—1 AhrgeSAnet, an andern jagen »et Woche »«» 1»—12 Tlflr. £te $tn txttUfteläfr beträgt 20 Keiler ftammrt 90 Deutsche Wazlst Seill i Fischer, Adam MLller-Srttienbrunn, Franz Keim, Franz H-rrld, Anzelika von HSrmana uud vieler anderer tchrifisteller von Namen und Ansehen. Die Texte eat-feiten »ahlreiche künstlerische Illustrationen von Maler streit jun. Auch der praktisch« TeU diese» guten deut» jchen Hautbuch«» enthält über da» gewöhnliche Aaleader« rag hinaus Nützliche? für« tägliche Leben, für Gemüt»« 11b Geistesbildung. Der Deutsche Sch«lverein»kaleud«r teilte in keinem deutschen Hause fehi«n. Gedenket für Weihnachten dcr Ver« »undeten im Reserve spitole Liebes« gaben werden in der Apotheke des Ncfervefpitale» entgegengenommen WermiMes kerDeulschenseind mit den »ehnMll» licnen. Dem Berliner ,L. A." wird geschiiebeu: ker jetzt zuriickgerommene Verzicht Piof. Münsterberg» ins leine Harvardi« Professur sollte eifolgt sein, weil rw gewisser Slarene« Wiener in London gedroht habe, n »nde dcr Universität ein« ihr in seinem Testament pgedach« Schenkung von 10 Millionen Dollar? vvr-viihal'tn, wenn Münsterberg nicht auf der Stelle ent-lassen werde. Nach neueren Nachrichicn scheint e» sich wa aber um «inen großen Bluff zu handeln. dem bi« llriirerfitätebehörd« und Prof. Münsterberg selbst bei-«de »um Opfer gefallen wären. Clären« Wiener, der I&78 geboren ist und von Ssterreichischtn Eltern in Vhiladelpdia abstammt, ist Jnhabe-- einer obskuren >gn»nr .Wiener New« Aaency" am Strand in Lonvon s» in Philadelphia lebender Onkel M«ne>S, Druckerei» ltsttzer, I L. KeUerlinne», dem di« AngelegenheU mitibieiltt wu»d«. äusicuc stch einem doit gen Blatte fcizu aie folgt: ,Da» steht ganj nach Slarence auS — r: Hai übe» Haupt keine 10 Millionen die er de» Uui-»eisiiäl Haivaid vermachen köunie. Und wenn er dab-'i itiBj auf die Eibfchaft von mir spekuliert hat, so wild «r sich gewaltig irren. Ich weiß i'ibl, ob er mehr als 10 Eenl» hat, und ich habe sicher keine zehn Millionen!" Der „gute Soldat'. Wie «in guter Soldat beschossen sein muß, da« hat man seit alter« her in »anchem Sprichwort und namentlich auch in manchem Gcheizwort festgelegt. So hecht e« z. B.: „Ein guier L»ldat kann zahlen wie er will, nur nicht mit Fersen. oder „Gin guter Soldat darf nur an drei Dinge feilen," sagte der Hauptmann, „ersten» an den König, MienS an Sott, und diitten» an nichtö". Di« Er rnisie »um idealen Soldaten finden wir vor allem bei Abraham a Santa Clara in wihigkr Weise und ausgeführt. „Ein guter Soldat,' wird da ver, 1, „muß einen Magen haben wie «in Straug, it er das Eilen wohl verdauen kann. Ein guier Soldat muß nicht erbleichen im Ängestchl, wobl aber e leiu Degen rot werden vom Blut seine« Feinde«. guter Soldat muß feine Blumen mehr lieben als ^lLchrvcriU!!",. 0::i ßiilct oclc.it inuß seinen Feind p kemer anderen Speis« laben, alö auf Äestoxene«. v» guter Soldat muß wohl schlagen aus den Hack-Met, picht aber auf der Zittern. Ein gu'rr Soldat ! inft seinem Feind nicht mit der Zung', so, dern mit • legen Siichwörter geben." tfno in „Hdliamin Misch und Gemat>l>e> l, sondern der Säbel." Z«ei ferblschekeichenräuber erschossen. H»ard Aindermann au» Obergrund, Zugsiührer im 12. Infanietieiegimcnt, der verwundet wuide, > ich et ui dem Spital« zu Szeg.din ein Schreiben an leine l»I«hi.lgen. in dem e» unter anderem heißt: „Muß tut beute eine trauiige Mitteilung machen. Seid al'er ^.t Eorge, e« ist d^>« Schlimmst« schon vorüber. Bin i« dir Nacht vom Sonntag auf Montag verwundet ' «iten, Ein seibilche« Geschoß schlug mir al» («eiler i«; linke Schienbein und hat mir da» Bein unieihalb kr» finic« ze,schmettert. Habe lange, lange hilflos auf tan kchlachifel-e g- legen. Al» ich mich in meinen poßea Schmerzen winde, schleichen zwei Sei bei» herzu ui» stS,zen ant mich her um mich zu berauben. Halte mch so viel Srait, die zwei Räuber z» erschießen uud 4 ttas gut. Daß ich aber aufgehoben und in» Lazarett (cfcyachl wurde, verdanke ich meinem Kameraden R ffel ;U Öornckotf der mir zwei Sanitätssoldaten beibeidoile. Zt kam ron Seiblen tiber Jarak na» Ruma, wo ich te« eisten Verband eihieU, und von da nach Szegedin. Kein« Schmeizcn find groß, doch geht alle» gut, wenn ich nicht den Brand bekomme. Behairdlung, Essen und Trinken hier find wunderbar. Hoffe, in zehn bi« zwölf Wochen bei Euch sein zu können. Euer Eluard." — Inzwischen hat der wacker« Krieger Nessel au« Warntdorf, der b«i einer Maschinengewehrabteilung desselben Re> gimente« Distanzmesser war, vor dem Feinde den Helden« tod erlitte». Die russische und türkische Flotte im Schwarzen Meer. Di» Flotten beider krieg, führenden Staaten bestehen fast durchweg« au« alleren Schiffen. Die dre lichen ruffischen Linienschiffe von 22800 Tonnen liegen seit drei Jahren au neuen im Bau befind- Stapel und sollen erst 1916 fertig werden, die neuen türkischen dagegen sind fertig, aber vom Bauherrn, England, schon im tiefsten Frieden beschlagnahmt und der englischen Flotte einverleibt worden. Da diese Schiffe an« den Erträgnissen nationaler Sammlungen gebaut wor-den sind, hat ihre Beschlagnahme die Türken aus da« ärgste verstimmt und gegen England eingenom-men. Rußland verfügt über 7 Linienschiffe im Alter von 8 bi» L7 Jahren, die etwa 16 Knoten laufen. Diesen stehen 3 türkische von ungefähr gleichem Werte gegenüber. Zwei hievon sind die ehemaligen deutschen Linienschiffe ,,Kurfürst Friedrich Wilhelm" und „Weißenburg", die zweifelsohne trotz ihrer 28 Jahre ruhig den Kampf mit den Ruffen auf nehmen können. An Kreuzern hat Rußland nur 2 bessere, die 23 Knoten laufen, aber nur mit 15 Zentimeter-Geschkltzcn bestückt sind. Daneben be-saß Rußland noch t ungeschützte Kreuzer. von denen bereil« 2 vcrnichm sind. Dagegen verfügt r« über 20 Torpedoi>o?tSzerstijre^ 17 Torpedoboote und y Unterseeboote. Genaue Angaben über alle rnfsi> schen und türkischen Schiffe stehen in Wryeri Taschenbuch der Kriegsftollm. Durch die sich standig wiederholenden Meutereien nnf der russischen Flotlc ist ihr nur ein sehr bescheidener GefechiSweit beiz«, messen und die erstell Gefechte bewiesen, daß. seitdem die Türkei „Goeben" und „Breslan" in die türkische Flotte eingereiht hat, sofort in die ganze Flotte ein »euer Geist einzog. Während im Balkonkrirz die türk,schen Schiffe nur ganz selten den Bosporus verließen und mit der griechischen Flotte einige Schüsse wechselten, ist j (rt alle» Energie und Talenlust, Die „Gocbca"^ die 23 Knoten läuft, also fast doppelt so rasch sährt wie die mei-sten rujstjcheu schiffe, ist dmch ihre gewaltige Be stückung allen rufsiichen Schisien wett überlegen. Auch die ,,'LrcSlau" läuft 28 Knoten nnd ist gut bestückt. Diese be-den Schiffe lonnen daher auch allein den Kampf mit der rufsischm Flviie ans« nehmen, da ihre Geschütze v?el weiter tragen und sie sich im Notfall dank ihrer Schnelligkeit immer rasch zurückziehen können. Da die Dardanellen ge-sperrt und englische und französische Unierftützung dami! abgejchnillen ist, kann die türkische Flone, die oufieidem noch tA eiittm Küsteupanzerschijj, 3 geschützten Kreuzern, 31 Kanonenboot! o, 12 Torpedo« bvotzerstsc.ru, 11 Torpedobooten uud einig u Un-lerseebooten bcneht, deu Kampf rnit der russischen ruhig ausnehwen und >» ist zu hoffen, daß eS ihr gelingt, die russische bald völlig niederzuringen. Da--mit ist die Kriei?stlhru«tl dyt Rusjen augerordenilich erschwert, denn wie die Türkei da» Meer behfrucht. ist der russische Handel lahmgelegt und die Bersor-gung Äußl^indS mit Petroleum sowie die AuSjilhr an Gureise aubclo^venilich erschwert. nov Graz, 26. November 1914. Ein Lehrer vor dem Kriegsgerichte. 'Daä Kriegsgericht unter dem Vorsitze de« Herrn Obersten Hatzy halle »ch g'stern Mil einein be« merkenSwerien Fall za beschäftigen. (Die ver-Handlung leitete Oderleut»antaud>tor Dr. Elinrwirt. Die aus § 65» St. W. lautende A>lklage vertrat VbttleutnaniauUior Dr. Wolff. die Beeieid'c,m,g führte Dr. F ühwald.) Der Lehrer Joi>s D«oseu«g aus Lilje bei Göiz war ai g klagt, dn-ch Aeuvelungen zum Haste und Berachtniig gegen Oesterreich auf-gehetzt zu haben. Der Beschuldigte stammt au« Heiligenkreuz bei Sauerbrunn uuv war anfangs August zum Fe> ienausenlhalt in seiner ^limat. Er soll m Gesp> Schen der ötierreichifchen Regierung die schul» ou, K'iege mit Se< bieu zugeschoben haben und gesagt haven, daß die Seiden die Brüber u»d daS Ideal der österreichischen Slamen seien u s w. Die ÄnNage behauptet auch, daß der Beschuldigte einen groben E'nstu« aus vie Bevölkerung besitze. Lehrer Drosenig bestreiiet, eine,, solchen E» staß zu beiitzen. Er verantwortet sich folgendermaßen: Lwijchen dem 1. und 3. August kam er in das Gasthau« feiner Schwester, einer Frau Heide, u« einen Brief zu schreiben. Zm Gasthause befand stch ein gewisser Kalec. Dieser erzählte von Kundgebunge», die wegen eine« politischen ProjesseS in Agram statt» fanden und bei denen serbische« Eigentum vernichtet wurde. Kalec habe gesagt - „ES ist nur Schade, daß man den Serben nichl noch mehr zusammengeschlagen hat. Alle Geschäfte hätte ma.i vernichten sollen''. Darauf habe der Angeklagte gesagt: „Sie scheinen zu vergessen, daß eS unter den Schuldigen auch Unschuloige gibt". Kalec antwortete: „Sie haben rech!!" Ein andereSmal habe der Schuhmacher Krusec den Angeklagten gefragt: „Herr Lehrer, wa« gibt e« Neue» vom Kriege?' Er habe geantwortet: „Rußland droht!" (Die Kriegserklärung Rußland« e'lolgte am 6 August). Krusec sagte weiter«: „Warum haben wir den Krieg mit Serbien?" Der Angeklagte habe geantwortet: .Weil Serbien die Forderung Oesterreich« nicht erfüllt". Znr Bec-> Handlung ist der Zeuge Kalec nicht erschienen. Det Zeuge Kruiec kann wever den Wortlaut der Anklage noch die Berantwo'-tvnz de« Angeklagten bestätigen, da Krusec {eine Angaben aus der Borulltersuchlulg bedeutend abschwächt. DaS KrieFlgericht beschloß die Vertagung der Verhandlung, um den Zeugcn Kalec zum persönliche» Erscheinen vor dem Gerichte aufzufordern. Eingesendet, Serravallo's Chinawein mit Eisen bestens angeseilt als Liebesgabe fttr Kriegsverwundete *i9'lou£u n»#er311 Rekouvaleszenten. Vny Acrttcn nnvrkanntes und .. ejupsalileutii Kiäftigiin^-^itiiiL fTlnflieh m drn ,Apoitiek<-r. J. Sermrnilo. Tri^at-Baroola. Lieieruuürs-Ausschreibung für das Rote Kreuz-Spital in Cilli. Fflr «In Rote Krenz-Spltal in Cilli »irS die jLiifernug für Fleisch, Milch und üeb&elc alis.esuji'iebetL Der tä;j ich« H^dntf bctr> 16 bis 18 Stjo^fouL'U Brurffluist;?!, 2ö bii 30 Liier Mild», 100 S-Mim In, 5j l>is <">0 Laib Brot im G>-«rirlite der 20 U - Her Ltib. Anl-^te siml iiitz Ujfn*t:ig W'tt^g 12 Utjr beim St»d atnte fsir >1», V<^e^ii8r<>!«»rvrtpitiil des Bjteü Kreuzes iu der Stadt (JUb abtugeiiwi. , Cillkam 99. NovemMr 1914.^, I jj Zweigverein Cilli Stadt des Roten Kreuzes. MATTONIS BESTES ALTBEWÄHRTE FAMILIENGETRÄNK EINZia IN SEINER ANALYTISCHEN BESCHAFFENHEIT. «v«tt 6 Zteul^e Bacht Nmn«7r SO Krie^ivcrsichfrung = des Ersten allgemeinen - Beamten Vereines Seit dem Jahre 1891, also nicht erst durch den gegenwä'tigen Krieg veranlasst, trügt der Beamten-Verein fstr alle seit diesem Jahre abgeschlossenen Versicherungen, somit auch für jene, die während des Krieges eingegangen werden, die Trolle Iegrsgrefa,ii.r ohn«' besonderen Antrug, ohne Kriegs- oder Zuschlags ämie, ohne Kürzung der Versicherungssumme, ohne Festsetzung einer Wartezeit, ohne Unterschied, ob es sich um Versicherungen von Angehörigen des l. u. k. Heeres, der Ersatzreserve, der Lundwehr oder Honved oder des Landsturmes handelt. 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Klassenlotterie (bestehend aus 5 Klassen) zur Verlosung: Eine Prämie von 700.000 Kronen Ein Gewinn ä 300.000 Kronen Ein Gewinn ä 200.000 Kronen Zwei Gewinne ä 100 000 Kronen Zwei Gewinne ä 90.000 Kronen Zwei Gewinne ä 80.000 Kronen Zwei Gewinne ä 70.000 Kronen Zwei Gewinne ä 60.000 Kronen Zwei Gewinne ä 50.000 Kronen 2145 Gewinne von 1000 His 45.000 Kronen 67048 Gewinne von 200 bs 800 Kronen 10790 Gewinne von 80 bis 160 Kronen Zusammen 80.000 Gewinne im Betrage von K 22,368.000 welche ohne Jeden Abzugs bnr ausbezahlt werden. — Wie allgemein bekannt, waren die Lose in den ersten zwei Lotterien vergriffen. — Die 3. Lotterie besteht auch nur aus 160.000 Losen, so dass Jedes zweite Los gewhifiil« Prellte der Lom« der I. ltla*«e der 3. k. k. KlUNftenloderie: Ein ganzes Los Ein halbes Los Ein Viertel-Los Ein Achtel-Los 40 Kronen 20 Kronen 10 Kronen Bestellungen sin 1 zu adressieren an die : 5 Kronen (»escliastsstelle der k. k. Klasseiilotterie 11 bin Förstl, Hirn, Ilellarisistrasse 4 An» einfnehaten per |»o«tkwrte, worauf die Zuwendung der OrlglM*il-lo«e «ell»«l. In Reg leifuiig de^ HiMlIlrhen »nt-l|>lnin'* nntl — y.»«r Hin ZitliluiiK den l.w«»h< lrm< w — »» t »»ik »l« V»r»e»«»nsi itjv ffrt»II»mtn. I et (ein« I tÄuirffrntt eo»»«««. V»!»l »0 «■» | «» H Irr ®»f- '# >» linboi tri: Otto SltlTtrr,! * 3».. flwtlif'c »Iir Max« tiüf; M. «Poldrkr! | iSfM't. ®toa»tit; tP. t>r» »,»l. IhII t< I iir TOorlntiif. »o»«dti, H»r> Saiiiidcr-i»<». »»«-drlc. Rann i ». Vl»»s>er. s»>- \ d»t«-U»«>»kk, «in»..?-,>d«dts»! ®rcni«l.; *c :betr. ftaütto* fnanz? Oesterreich kennt JAfrrndorr »I» eine - * - ' " ..:•>£ v.-f Schmerzerfstllt geben wir hiemit die betrübende Nachricht von dem Ableben unnerer imigstgeliebten, herzensguten Tochter, Schwester und Schwägerin, Fräulein Luise Graf welche am 26. d. M. nach kurzem Leiden im Alter von 26 Jahren aus dem Leben geschieden ist. Das Leichenbegängnis findet am Sonntag den 29. d. M. nm '/> 5 Uhr nachmittags von der Leichenhalle des städt. Friedhofes aus zur Beisetzung nach evangelischem Brauche statt. Cilli, am 26. November 1914. Mitzi Maitzen, gek Graf Hans, Augu»t, Augela. Martins, Josef au'» n»>, eJtuviiia.tc. SCHUTZ - » Hcrbadnys UuterpHospHorigsaurcr Kalk-Eiien>8irnp 3 e i t 45 nobrm ärztlich e r pt o b t unb e m P f o b 11 n t r ®tust« | i r u p. VMrtt tdUintlöienb, buftenst.llend, appetitanregend. «Jejor&rU _ Verdauung und Ernäd'unq un» ist oorMIi» gffiflnri lür »tut* uns fpUtius HERBABNYwien^ > n...A..t.rk„». • in«hctonbfte bei schwäch!.!^., xindern. (Scietzl ch «e.auht. PIlRJOllAli. Ein bewährtes Job-Sar,'apari>Ia.Präparat. wirkt dwtrei nigend, den Sionweckisel befördernd, idimerz- und trampinillrnd iowi-emzündungiwidrig. Ueb«rall dort, wo Jod oder Sarsaparilla-Piaparaie geboten erscheinen, oon voi^jllglickein Erfolge. Leichivenräglrch und oh«e je»e Be>uf»Nü>u.rg anzuwenden. Preis einer Flasche « 2.2«>, per fort «0 h mehr fflr Packung. 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