lettrog: ,«gaff» Skr.» (tumtr'btct Ugtl« (■» Ma tn ••na- a. ftert-| M U—11 B»i »«*- ntrn Hilf" »>«I *51. UBn:>1( ft»> in m«t MrtltflUtt)!. Mi MMltiig giga In MBlgS 'rt* Itm intiegca. wtl. »»««" nlMH •nWinitnuilui «»,» 8»». »00. Verwaltung: Natbdau«g«st»Str.» ve,i>g»de»t»zuogeo: r-,ch tu stell tdogei: «MffttttHrti . H«ldjsdn, . #. i-«o n. t'l« « «•« »nwiatm» ftlli «llii mit In'« «! - M n. i-5o i. » — H»u«! »«xttHaJjrla s5 H«l»|»til, . •«mutitia ; Hüt'« ■■»um emttgcbilkKii um »X #66««« i'l Ballon» nk'kin M Ml dn|tl. tzilli, Donnerstag, 25. Juti 1901. 26. Jahrgang. ^in Angriff auf die deutsche Schute in Lichlenwatd. Bom Oberlehrer M. Tomitsch. Lichtenwald. am 20. Juli 1901. Der Oberlehrer der hiesigen öffentlichen Volts« rfoile Herr Joses Mesicek hat in den Nummern 49, 50 und 51 der „Eüdsteirischen Presse" eine rtikelferie veröffentlich!, in roelcher er mich und seit Jahren von mir geleitete Privat-VolkSschule b(4 Deutschen Schulvereine« in vberau« gehässifler »nd verlogener Weise angreist, offenbar in der Ab» ~ jht da« Ansehen und den guten Buch meiner Schule, .«lche im Vorjahre officiell al« die beste d e» > anzen Bezirke« qualificiert wurde, zu hädigen. Wenn Herr Mesicek glaubt, das« die« er richtige Weg sei unsere deutsche Schule zugrunde »richten, so befindet er sich eben auf einem und oar sehr gefährliche Holzwege. Ich will für heule u« diesem Angriffttartikel nur jene Süllen her» »«greifen, durch welche ich einer unehrenhaften )«dlung beschuldigt werde. Ich thue die«, um Mich vor der Öffentlichkeit zu rechtfertigen, und anderseit« die Grundzüge festzulegen, auf welchen »er Angrifftanikel aufgebaut ist. Wie da« Protokoll der Locallehrerconferenz uom 18. Jänner 1893 besagt, habt ich der »ptleitung de« Deutschen Schulvereint« in Wien .. Verzeichni« neu zu beschaffender Lehrmittel vor« ilegt und in demselben, auch die Nothwendigkeit .ner Ergänzung der Schülerbibliothek betont. Ueber llunorderung habe ich sodann behuf« Neubeschaffung Verzeichnis der vorhandenen Bücher eingeschickt, nen großtn Theil der Lehrmittel hat die be-nnte Lehrmitielhandlung Pichler'S W. & Sohn , Wien geliefert, so auch die Bibliotheksbücher, liefe wurden am 19. Mai 1893 in Wien unter Adresse: Am löbl. Leitung der Volksschule, versöhnt. Bon Emma Ruiis-Wradatsch. E« war im Monate August, da gieng e« vor i Portal de« Schlosse« Herrenstein ungemein ^ig zu. E« war auch Sonntag, daher die Be-jhim de« Dorfe« mit aller Muße der Dinge irren konnten, die sich über kurz vor ihren Blicken lielen würden. Ueber dem Portale wehte die weiß-grüne Fahne, und der Weg, welcher von bi« zum Schlosse führte, war mit frischem bestreu«, die Bäume läng« desselben mit llumenguirlcanden verbunden, und kleine Fähnlein ?un au« ihren Aesten, die SchlosSthür war mit « mächttigen Eichenkranze umrahmt, und auf -r Tafel über derselben standen mit großen lern: ,H«il Deinem Einzüge!' Man hhSrte die Glocke zwei Schläge thun, ie Diener in ihrem Staat eilten nun herbei und ^.'llten sich cauf, zwei vor dem Portal des Parke« »nd andere! vor der Thür des Schlöffe«; die ^Musikanten ! bet Torfkapelle hatten ebenfalls ihren Platz eingeniommen. Nicht lange währt» e«, hörte «an da« Weraffel von Wagenrädern, und bald darauf hieltt eine herrliche Earosse vor dem Park-lhor de« Sckhlosses: die beiden Diener eilten hinzn und halfen dem Insassen au« derselben. Er war ein lunger,, äußerst stattlicher und interessanter Mann. — c ein kleine« Mädchen, in Weiß gekleidet, »rat schüchtaern und zagend näher, sie überreichte m Straujiß und in weinerlich leisem Tone sagte ihr 33er« «lein hin. AI« sickch der junge Herr dem Schlosst näherte, nnpfing ihn» eine schmetternde Musiksalve, während die Landleuute aus der Straße unter Hut« und Tücherschweitnkcn ihr freudige« „Eljen!" in die die Lüste saiandten. M So wcoard der neue Gut«herr empfangen von den etlichem» getreuen Dienern, die er von der Lichtenwald aufgegeben. Da au« der Adresse nicht ersichtlich war, ob die Büchersendung der privaten oder der öffentlichen Volksschule gehörte, so überbrachte mir der Briefträger die Sendung mit der ausdrücklichen Bemerkung, das« sie der öffent-lichen Schule nicht gehöre. Ich erkannte schon au« der äußeren Form die erwarteten Bibliotheksbücher und nahm selbstverständlich die Sendung an. Die Hälfte der Bücher habe ich, die andere der damalige Lehrer Herr DamofSky zur Durchsicht und Ueber» Prüfung übernommen. E« wurden sämmtliche Bücher für geeignet befunden und in die Bibliothek ein« gereiht. Der Bibliothekskatalog wurde neu an-gelegt und trägt die Unterschrift de« k. k. Bezirk«-schulinspector«, auch enthält die Schulchronik au« de« Schuljahre 1892—1893 die Stelle: „Die Lehr-mittelsammlung wurde bedeutend vermehrt, ebenso die Schülerbibliothek aus 140 Bände ergänzt'. Eine Zahlungsverpflichtung lag für mich nicht vor, weil alle wie immer gearteten Ausgaben die Haupt« leitung des Schulvereine« selbst bestreuet oder aber gegen genaue, ordnungsmäßige Verrechnung durch den Schulausschus« bestreiten läs«t. Die Schulleitung hat mit der Geldgebahrung gar nicht« zu thun. Unsere Schule rüstete sich dazumal zu einem großen Feste, e« galt den 10-jährigen Bestand der Schule zu feiern. Da ich mit Arbeit überbürdet war, so hab» ich wahrscheinlich vergessen die Firma Pichler'« W. & Sohn davon zu verständigen, das« sämmtliche BibliothSbücher behalten wurden. In» zwischen ist Herr Mesicek hier Oberlehrer geworden und hat sich aus Grund von Urgenzen zu deren Annahme er. wie au« einer citierten Adresse her« vorgeht, weder nach Form nach Inhalt berechtigt war, mit der Firma in eine Corre«pondenz einge-lassen, bi« er endlich aus der Post stillschweigend konstatierte, das« ich die fragliche Büchersendung bezogen hatte. Mit dem Gedanken und in dem süßen Wahne/ das« ich mir eine sremde Büchersendung beibiegen wollte und dabei erwischt wurde, gieng der arme Mann 7 Jahre 3 Monate und 11 Tage schwanger, bi« er sich endlich in der Südsteirischen Presse mit unschuldigem Augenverdrehen ausschüttete, indem er schreibt: „Und nun will ich Ihnen, Herr Tomitsch, noch eine Sache vorhalten, die ich eigentlich gerne verschwiegen hätte. — Ich constatiere nun hier einfach die Thatsache: „Sie, Herr Tomitsch, haben eine an die Leitung der hiesigen Volksschule adressierte Büchersendung im Werthe von 22 fl. 25 kr. behoben, behalten und wenigstens durch elf Monate weder bezahlt nach r etourniert'. „Nicht wahr, da hätte Sie sich mit einem ge-harnischten Zeitungsartikel wohl nicht begnügt, Sie wären schnurstracks zu« Strafgerichte gelaufen?" Nun lassen Sie Herr Mesikek mich constatieren: Deutscher Schulverein, Wien, 15. Juli 1901, Zahl 5049: Herrn Oberlehrer Max Tomitsch in Lichtenwald a./d. Save. Auf den in Ihrem Schreiben vom 14. d. M. geäußerten Wunsch bestätigen wir Ihnen gerne, dass eine von der Firma Pichler an die deutsche Privat-Volksschule in Lichtenwald unterm 19. Mai 1893 gesandte AnsichtSdücherfendung im Betrage von st. 22 25 für die Schule behalten und die Rechnung hierüber von uns am 25. Februar 1895, Z. 827 zur Zahlung angewiesen wurde. Achtungsvoll Für den Deutschen Schulverein: m. p. KrauS. Gestatten Sie, Herr Mesicek, das» ich weiter constatiere: früheren Herrschaft übernommen hatte, und so be> grüßten ihn die Bauern de« Dorfe« Herrenstein im guten Glauben, eben einen solchen edlen Herrn und Rathgeber in ihm zu finden, al« e« sein Vorgänger war.------;---; Rosine, die Tochter de« Gui«b»sitzer« au, Schlos« Könighof. saß nachlässig in ihrem Schaukel-stuhle und blickte traumverloren vor sich hin; die kleine, kranke Gestalt schien wie gebrochen, ihr bleiche«, madonnenhafte« Gesichtchen zeigte fchmerz-lichen Au«druck in den Zügen, das geistvoll dunkle Auge war feucht, von Thränen benetzt. .Herzchen, wa« ist Dir?' fragte beim Ein-treten in da« Gemach ein großer, robuster Mann mit sympathischen, von der Sonne stark gebräunten Zügen und nähert« sich besorgt dem Mädchen im Schaukelstuhle. „Warum fragst Du, lieber Vater, sehe ich denn so übel au«? Uebrigen«, — Du kannst recht haben, e« schmerzt mich der Verlust m-iner guten Freundin Erna, ich fühle mich jetzt fo einsam, warum haben sie doch ihr schöne« Gut verkauft und sind in die Stadt gezogen? sie und ihre Eltern waren un« gute Nachbarn, leider haben wir keinen Ersatz basür, wa« soll un« der neue Gutsherr, ein junger, lediger Mann!' „Liebe Rosine, tröste Dich.' lenkte der Vater ein und wollte sie besänftigen, im selben Moment that er einen Blick durchS Fenster, und in feiner Rede innehaltend, wie« er mit dem Finger hin; Rosine erblickte einen jungen, eleganten Mann. „Da« ist der neue Gutsherr,' sagte der Vater, „er wird kommen, um seine Aufwartung zu machen, bereite Dich zum Empfange vor. mein Lieb, dieS wird Dich zerstreuen, und vielleicht finden wir in ihm auch einen recht liebenswürdigen Nachbarn." und er eilte dem Herannahenden entgegen. Rosine war 19 Jahre alt und feit einem Jahre au« der Pension, wo sie sich mit ihrer jüngeren Schwester Margarethe befand, in« Eltern hau«, refpective Vaterhaus, zurückgekehrt, denn die Mutter hatte sie schon seit einigen Jahren nicht «ehr; da« ar«e Mädchen war mis«gestaltet, doch man konnte dies vergessen, ganz übersehen, wenn man sich in den Anblick ihrer Engelszüge verlor und mit dem Liebreiz ihre« Wesen« Umgang pflegte. Sie hatte Geist und philosophischen Sinn, sie war nicht kopshängerisch über ihr Geschick oder bo«hast und neidisch bei dem Anblick glücklicherer Mit-menschen, sie trug gefas«t ihr Schicksal, und hielt e« al« «»«gemachte Sache, das« weder sie je einem Manne gefallen werden, noch sie an einem Manne Gefallen finden wolle. Sie hatte überhaupt noch sehr wenig in Herrengesellschaft verkehrt und war daher sehr befangen, al« Arnim H. eintrat und sich ehrerbietigst zum Handkusse zu ihr niederbeugte. Arni« schien unterrichtet über da« Aeußere Rosinen«, denn nicht ein Zucken in der Mene ver-rieth Überraschung oder mitleidige« Erschrecken, wohl aber blieb sein Blick gebannt vor der Schön-heit ihre» Gesichte«. Die Unterhaltung war gar bald im Gange und dehnte sich weit am Nachmittage hin. Wenn auch Rosine selbst nicht viel sprach, so lauschte sie aber mit lebhaftem Interesse dem Gespräche der beiden Herren; sie saß festgelehnt in ihrem Stuhle, meist mit gesenkten Wimpern, sie hob aber ab und zu den Blick, dann fühlte sie stet« ArnimS beredte« Auge auf ihren Zügen haften, und wenn sie feine« Blick begegnete, so konnte sie ihn nicht lange er-tragen, so fest, durchbohrend hielt er ihn an. sie fühlte, wie sie leicht erröthete, und wus«te gar nicht warum. ES beschlich sie ein eigenthümliche« Gesühl, so das« sie beinahe erleichtert ausathmete, al« Arnin, sich anschickte, fortzugehen. Doch wa« sie empfand, al« er ihr beim Abschiede t,»f in« Auge sah und mit heiß bebenden Lippen einen Kus« auf ihre Hand drückte, daS wäre sie niemals im stände gewesen, zu schildern. Seite 2 Wacht- An die löbliche Leitung der deutschen Privatvolk«schule de« deutschen Schul> vereine» in Lichtenwald. Wir bestätigen auf Ihr Ansuchen, das« die von un« am 19. Mai 1893 unter der Adresse: An löbl. Leitung der Volk«schule. Lichtenwald, ab» gesandte Sendung von Jugendschriften für Ihre Schult bestimmt war. und das« der deutsche Schuloerein in Wien dies» Bücher im Gesamml betrage von ff. 22-25 bezahlt Hai. Wien, am 12. Juli 1901. A. Pichler'« Witwe & Sohn, Wien. V/,. Indem ich glaube, das« e« sich kaum der Mühe lohnt da« Vorgehen de« Herrn Oberlehrer« Mtsic'e al« da« zu bezeichnen, wa« e« ist, werde ich mir erlauben die übrigen Anwürfe. Lügen und Ent stellungen in einer der nächsten Nummern auszu decken, beziehungsweise richtig zustellen. Eine straf gerichtliche Verfolgung de« Herrn Mesiiek behalte ich mir selbstverständlich vor, umsomehr al« der selbe für eine Massenverbreitung seine« Angriff«^ artikel« von der Sottla bi« an die Kärntner Grenze vorgesorgt hat. Z)er wiederöeteßte Aanstavismus. In den letzten Lebensjahren de« Caren Alexander II., der unter mancherlei liberalen Re» formen auch größere Pres«freiheit gewährt hatte, war der Panflavi«mu« zu einer gewissen Macht gegen die Krone gekommen. Der Balkankrieg von 1876—1878 hatte den langjährigen Agitationen der Katkow und Aksakow die Gemüther de« russischen Volke« geöffnet. Sie trieben die Volk«siimmung weiter, al« es in der Absicht de« Caren lag, und er mochte sich so recht nicht entschließen, sie ge-waltsam zu zügeln. Sein Nachfolger stand ungleich mehr im Anschauung«kreise der Panslavisten. Wie er überhaupt die Zügel der Regierung viel straffer anzog, so nahm er auch die Leitung der au«, wattigen Angelegenheiten unbedingt in die eigene Hand, und die Panslavisten konnten da« am Ende nicht tadeln, da sie selbst den Absoluii«mu« al« eine göttliche Institution Rußland« gepriesen halten, und der Mann ihre« Vertrauen« auf dem Throne saß. Ueberdie« machte der Tod dem Wirken der Katkow und Aksakow ein Ende. Seitdem ist der PanslaviSmu« in Rußland ziemlich still gewesen. Er hat sich wohl allgemeiner durch die russische Presse verbreitet, aber er ist weit weniger ausreizend aufgetreten, al« damal«. Eine ziemlich stetige Pflege erfuhr der PanslaviSmu« im Tschechenlhum. In Prag wurde der allslavische Dampfkessel zeitweilig recht kräftig geheißt. Nur Nummer 5? Dem ersten Besuche im Schlosse «önighof war ein zweiter, waren mehrere gefolgt. Rosine aber war leidend und hielt sich daher auf ihrem Zimmer zurückgezogen. Arnim halte sie seit jenem ersten» male nicht wieder gesehen, das machte ihn misS» «uthig und hielt ihn auch ab, häufig seine Besuche fortzusetzen, da daS oft wiederholte Fernbleiben der Wirtin von ihrem Gaste auch einen andern Grund haben konnte. War eS fo? Blickenwir einmal in einen Brief, welchen Rosine ihrer Freundin Erna schreibt: „Theuerste Erna! Wie lange schon schulde ich Dir Anlwort auf Dein letzte« Schreiben, doch eben weil ich Dir so viel zu sagen habe, schwieg ich, schwieg, weil ich nicht wus«te. wie ich zu Dir reden soll, und ob ich reden soll! Doch kurz: Kennst Du Arnim von H., den neuen Gebieter auf Eurem einstigen Gute? Er ist schön, nicht wahr? Und mehr noch, er hat Augen, welche in die Seele dringen. Vor einem Monat machte er un« seinen ersten Besuch, und ein Blick in meine Augen, ein Kus« auf meine Hand haben heute «in andere« Wesen au« mir gemacht. Die wenige Freude, die ich noch am Leben besaß, ist dahin, — der stolze Heroi«mu« über meine Mis«gestalt ist dem kleinlichen Verzagen gewichen. Die feste, unüberwindliche Bestimmtheit, nie an einem Manne Gefallen finden zu können, ist zu hellem Lug und Trug geworden. Da« Wort Liebe, welches ich in Büchern erläutert fand und mich bis in« Innerste kalt und gleichgiltig ließ, flimmett nun vor den Augen und setzt sich fest und weicht nicht «ehr. Sage, liebe Freundin, ist e« wirklich Liebe, wenn «an all sein Denken nur stet« einer Person zuwendet, wenn «an «il heiße« Sehnen nach jener Person verlangt, schlaflo« die Nächte hinbringt und i« Traume nur sie und überall sie erblickt? Sage nein, — liebe Erna, sage, die« ist nicht Liebe. Und wenn dem so ist, er soll e« nicht ahnen, er soll nicht lachen, nicht spotten über den armen gelegentlich griff man von Rußland her ein. So erschien vor einigen Jahren der russische General Komarow und hielt eine hitzige panslavistlsche Rede. Die Regierung in Wien ermanme sich sogar, ihn auszuweisen, und in St. Petersburg verrieth man keine Gereiztheit dieserhalb. Denn die officielle Politik von Wien und St. Petersburg war im April 1897 zu einem Abkommen über ihre, hin» sichtlich der Balkanhalbinsel zu beobachtende Halt» ung gelangt. Beide großen Reiche wollten vor allen Dingen den Frieden, wollten sich nicht von den kleine« Völkerschaften und Staaten, die sich aus dem Körper de« türkischen Reiche« gebildet hatten, zu Actionen drängen lassen, die ihnen, den Groß» mächten, unbeque« werden könnten. Daher ver-einbarten sie die Erhaltung des status quo. Ge» meinsam wollten sie Serbien, Bulgarien, Griechen-land i« Zau« hallen, wenn diese etwa im türkischen Reiche Wühlereien anstellen oder gegen einander intriguieren wollten. Griechenland gegenüber ge-lang da« nicht ganz. Der Krieg um Kreta ent» brannte, aber selbst Rußland überlitß Griechenland seine« Schicksal. Bulgarien konnte freilich die Wühlereien in Macedonien nicht unterlassen, seine revolutionären AcüonScomit6« gingen sogar so weit, angeblich Abtrünnige in Bukarest ermorden zu lassen, und vergeblich verlangte Rumänien eine autreichende Bestrafung der Uebelthäter. Aber Mangel« der Unterstützung von einer mächtigeren Seite konnte aus dem angelegten Feuer nicht ein großer Brand werden. Auf die Dauer war die russisch-österreichische Verabredung nicht berechnet; sie wurde ja auch nur aus fünf Jahr (bi« April 1902) abgeschlossen. E« war aber schon ein Verdienst, das« sie für diefe Zeit den Frieden bewahrte, kein Feuer au«kommen ließ und Vertrauen zwischen den beiden Regierungen stiftete. Feinde de« Dreibunde« übertrieben die Bedeutung de« Geschehenen so sehr, das« sie Deutsch-land al« gänzlich vereinsamt hinstellten, weil Italien sich an Frankreich, und Oesterreich sich an Rußland angeschlossen habe. Zu einer solchen Fehlschätzung gehört nun freilich ein tüchtige« Maß Unverstand. Der rufsifch-öfterreichische Gegensatz bleibt so gut wie der russisch-englische; er kann wohl durch friedliche Abreden zeiiweilig zugedeckt werden, aber au« der Welt geschafft wird er durch sie nicht. Allmählich haben sich die Verhältnisse auch stark geändert. Serbien war anfänglich willig in Pflege inniger Beziehungen zu Oesterreich-Ungarn. Inzwischen hat die wunderliche Leitung diese« „halbasiatischen" Staate« ihren Eur« ganz und gar geändert und sich in da« russische Fahrwasser de-geben. Während die tragikomische Operette „Alex-ander und Draga" in ganz Europa Gelächter er-regte, hat Rußland dem serbischen König«paar eine gewisse Rückendeckung gegeben und jetzt dessen Reise Krüppel. Siehst Du, wenn er zu Besuche kommt, so melde ich «ich krank und zeige mich nicht, denn er könnte ja in meinen Augen lesen, denn nicht wahr, in den Augen lie«t man die Lieb»? Aber ich schleiche leise zur Thür und lausche seiner Stimme, ach, die klingt so himmlisch schön, und wenn er dann nach mir fragt und bedauert, das« ich nicht kommen könne, dann, weißt Du, Erna, überfällt mich ein namenlose« Entzücken, aber dennoch habe ich so viel Kraft, den Dämon von mir zu stoßen, der mir zuraunt, das« auch er mich lieben könne. Verzeihst Du nun mein Schweigen? Dir allein habe ich gebeichtet, denn nur Du allein verstehst mich und wirst da« richtige Wort finden, mir meinen Zustand begreiflich zu machen und mich zu mir selber zurückzubringen. Mein guter, theurer Vater darf nicht« ahnn,! Hat er denn nicht Kummer und Gram genug, wenn er mich anblickt? Adieu, meine Erna! Deine stet« treue Rosine.« Ein Grenzstein, grau von Zeit und Unwetter, ja!b verborgen im Moo« und wilde« Brombeer» gestrüppe. zeigte die Grenze der beiden Besitzungen !könighos und Herrenstein an. Er lag am kleinen Fußwege, der sich am Saume de« mächtigen Eichen-walde« hinschlängelte und jenen von einer weit ausgedehnten Wiesenfläche trennte. Am Stamme einer Eiche stand lässig hinge» ehnt eine winzige Gestalt und blickte träumerisch vor sich hin. Der laue Herbstwind wehte ab und zu die Blätter von den Bäumen, wirbelt sie in der Luft herum und trug sie ihr zu. Sie wehrte e« ih« nicht und überließ ruhig Haare und Gewand den spielenden Blättern. Rosine war e«, die da« chön« Herbstwetter benutzte, um sich im Freien zu ergehen; e« war nicht zum erstenmale, das« sie >iese Stelle aussucht« und sehnsüchtig hinüberblickte liber di« weite Wiesenfläche nach jen«? vier Thurm-spitzen, die au« d«m dichten Geäste ver Parkbäume nach Peter«burg veranlagt. Bulgarien war« Rußland ganz auteinandergerathen. Ei haue il de« Irrthum« schuldig gemacht, das« Rußlai» Ä T'irken vertrieben habe, um den Bulgaren Freihq und Selbständigkeit zu bringen. Die Russen dige« hatten erwartet, das« sich Bulgarien in unauilo ch. licher Dankbarkeit ihnen ganz zu eigen geben miytle, Fürst Ferdinand von Kodurg hatte sein Möglich^ gethan, um die ob der bulgarischen Unabhängig!« schmollenden Russen zu versöhnen. Er hatt<. ■ Gegensatz zu seinem bei der Heirath abgeged«, Versprechen, seinen Sohn in die russisch-kaihoiich Kirche ausnehmen lassen. Nur sehr allmählich z» lang e« ihm. den verhärteten Zorn der Pve» burger Politiker zum Schmelzen zu bringen. mit ist Bulgarien immer weiter von Oestemch Ungarn abgerückt. Derzeit ist Bulgarien g-mz^ russischen Banne. Im Gegensatz dazu haha Rumänien und Griechenland sich nicht nur rarn an einander geschlossen, sondern, indem die «.ch Abbazia zum Ort einer demonstrativen Zusa« kunst machten, sich auch zum au«drücklichen spiel für alle Welt eng an Oesterreich angeichil, Sie haben damit gegen die bulgarischen Wj-lereien in Macedonien deutlich Verwahrung eingekß. Zu allem Ueberflus« ist auch noch die altaufc Frage aus di« Tage«ordnung gekommen. T wird aus'« Neue auf die schwer zu vereinbare^, russisch.österreichischen Gegensätze hingewiesen. Lew reich erachtet e« für unzulässig. Saloniki « * Hände einer anderen Macht übergehen zu Ihm e« kann weder die serbischen, noch die bulgarii-w Wühlereien in dem Gebiete zwischen Bosnien oft dem Aegäischen Meere mit Ruhe ansehen. Ka|iak dagegen wird edenfall« alle« thun, um eine starken Entwicklung der österrtichifchen Macht aus Balkanhalbinfel zu verhindern. Nun deuten allerlei Vorkommnisse daraus!,«, das« Rußland die einfache Erneuerung jene« 5s> trage« nicht will. Ob und welche VeränSeniM ihm genehm wären, ist freilich noch nicht zu erfcnon. Allein e« scheint, al« ob es Oesterreich-Ungani u allem Nachdruck daran erinnern wollte, wie lech e« im Stande wäre, seinem Gegner ganz schwim« Verhältnisse zu schaffen. Vor Allem zieh, tf, r3 schon bemerkt, da« serbische König«paar wieder sich, und da denen Thrönchen ohnehin wacfe genug ist. so wird e« die ausgestreckte Hani> L Caren wohl ergreisen und mit aller Kraft sestzalia. Jeden Augenblick kann in Serbien eine Revoliui» auSbrechen. denn da« ganze Hau« Obrenowisch stch zur Zeit auf den zwei Augen de« kinderlosen unbeliebten König« Alexander. Eine Reovlmm müf«te aber die Einmischung Rußland« herbeijütm. Die Reise de« serbischen KönigSpaare« nach land, fall« e« zu derselben kommt, wäre von gwß!r Bedeutung. 2 Nummer 59 Noch viel bemerkenswerter ist aber, dass Ruß-land officiell mit Bulgarien wieder anknüpft. Groß-- fürst Alexander Michailowitsch ist kürzlich in Kuxinograd. einem bulgarischen Hasen am Schwarzen Meer, erschienen und einige Tast der Gast de« Fürsten Ferdinand gewesen. Er ist Schwager de« Caren Nikolau« II., dessen älteste Schwester ist seine Gemahlin. Außerdem ist er Befehlshaber de« nissischen Panzerschiffe« „Rostiflaw", un» an Bor» de« letzteren erschien er an der bulgarischen Küste. Seine Versicherung, das« er nicht in officiell« Eigenschaft komme, sondern al« Privatmann, hat nirgend« versangen. Sie bat auch den Fürsten Ferdinand nicht verhindert, sich mit seinen Ministern »ach Euxinograb zu begeben, dort den Empfang de« Großfürsten mit Salutschüssen zu veranlassen und ihm die Mitglieder der Behörden vorzustellen. Mit Privatleuien macht man doch solchen Auswand nicht. Inzwischen hat sich bekanntlich der Pan-slavi«mu« wieder in Prag aus dem Sokolfeste ge« regt. Mitglieder de« nationalistischen Pariser Ge» «tinderathes waren dort «schienen und hatten mit dem Prager Bürgermeister Dr. Erb verstandn!«-volle Reden ausgetauscht: .Eure Feinde sind unsere Feinde" u. s. w. Der russische PanslaviSmu« war dort vertreten durch einen General mit den ur» slawischen Namen Friedrichowiisch Rittich. Er empfahl den Tschechen, wie noch in Erinnerung, da« vollste Vertrauen zu Rußland zu haben und sich an diesen mächtigen, reichen und stet« wachsen-den Staat anzuschließen. Hält man dazu, das« der alte Tschechenführer und MoSkaupilg« Dr. Rieger in der letzten Zeit durch den famosen Dr. Rimler dem Kaiser von Rußland hatte sagen lassen, er. der Car, möge nach Wien kommen und Verwahrung gegen die österreichische Politik einlegen, so erhält man ein nelie« Bild von der Regsamkeit de« Pan» slaviSmu« im Tschechenthum. Ueber die russische Politik ist da« letzte auf« klärende Wo« noch nicht gesprochen, Erachtet sie die Dinge im fernen Osten al« vorläufig so weit gediehen, das« man sie sich selbst überlassen kann und aus spätere Gelegenheit warten muss? Will man vorerst wieder den nahen Orient „in die Mühle nehme» 1" Da« wäre eine Erklärung, die sich hören ließe. Ob e« die richtige ist. mus« man i «bwarlen. Das neue Srantweinsteuergefetz. E« unterliegt keinem Zweisel, das« die einzelnen .im Reich«rathe vertretenen" Kronländer einer ganz bedeutenden Vermehrung ihrer Einkünfte drin» gend bedürftig sind, wenn sie ferner im Stande sein sollen, den stet« wachsenden Anforderungen, erzürnt über den Missbrauch ihrer Hilflosigkeit und Schwache, sagte sie kalt: „Herr von H.. ich hätte «ehr Ritterlichkeit von Ihnen erwartet und mehr Zartsinn, al« das« Sie sich den Schwächeanfall eine« armen Mädchen« zu Nutze machen, um feiner zu fpotten. Leben Sie wohl, ich danke für Ihr Bemühen, indem Sie mir beigestanden. und löschen Sie den heutigen Vorfall al« ungeschehen au« Ihrem Gedächtnisse!* Sie wollte fort, doch Arnim erfasste mitleidig ihre Hand und rief mit rührender Stimme: .Rosine, welche Worte! ich liebe Dich doch auch, willst Du mich nicht verstehen? Als ich Dir da« erstemal in die Augen sah, lebte ich nur in Sehn» sucht meine Tage dahin, denn Du flohst mich. Heute hat sich Deine Liebe verrathen, und weil ich sie erkannt, darob zürnst Du mir. mein stolze« Mädchen?" Ob sie e« noch länger gethan, darüber wird un« nachfolgender Brief an Erna Ausschluss geben: .Geliebte Erna! Was soll ich Dir schreiben, was soll ich Dir sagen andere«, al« das« ich nur jubeln und frohlocken kann. Er liebt mich, liebt va« arme. müsSgestaltete Mädchen? ich habe Dir'« ja gtfchriebew, wie alle« gekommen, denn weißt Du. w,e er d>amal« so plötzlich unerwartet vor mir stand, da man eine fremde Macht in mich gefahren, die stärker wcar al« die meine, und sie überwältigte «'ch. ich koninte nicht mehr gebieten weder meinen Augen, meinen Seele, noch meinen Sinnen. Alle« ward an miir zum Verräther. Aber Anbetung über jenen Zufall, der mich ihn im die Arme führte.' Wie schön ist da« Leben, alle« lacht freundlich unn mich her, ich kenne jetzt keinen Kummer. U,nd still, ganz heimlich trage ich mein Glück umher/, ich getraue mich nicht darüber zu sprechen au« «Angst, e« könnte mir gestohlen werden. Du tadelst milch zwar, das« ich vor meinem guten Vater ein Geeheimni« berge, aber liebe Erna, eine .s-»tfch« »««pl" welche an ibre Leistungsfähigkeit gestellt werden, zu genügen. Die .Sanierung der LandeSsinanzen" ist daher eine immer brennender gewordene Frag«, deren Lösung «ndlich angebahnt werden musste, wenn nicht der Haushalt vieler Kronländer, welcher schon d'Sder nur mit den größten Schwierigkeilen über Wasser gehalten werden konnt«, der Gefahr völliger Zerrüttung preisgegeben werden sollte. Diese Herstellung de« Gleichgewichte« in dem schwelge-sährdeten Haushalt der einzelnen „Königreiche und Länder" hoffte man nun durch die vor ein paar Jahren geschaffene „Reform" der Steuergesetzgebung mitzuerreichen, indem ein Theil der auS derselben erwarteten großen Mehreinnahmen vom Staate den Verwaltungen der Länder zur Versügung gestellt werden sollte. Jene großen Mehreinnahmen blieben aber — auf dem Papiere, in Wirklichkeit war da« Ergebnis der „Steuerreform", deren Durchführung eine Unsumme von Kosten verschlang, ein recht klägliche«, und die Länder sahen sich in ihren Hoff-nungen auf eine ergiebige Betheilung au« dem Er-trage der neuen Steuern schwer getäuscht. Die ganze .föefom' erwie« sich eben al« völlig unzureichend, der großen, einheitlichen voll«- und staatSwirtschast-schaftlichen Gedanken entbehrende Flick- und Ver-such«arbeit, deren guter Wille ja nicht bezweifelt werden möge, die aber einen durchschlagenden Erfolg unmöglich liefern konnte. Um da« Gleichgewicht im Staatshaushalte nothdürftig aufrecht halten zu können, griff die Regierung des unseligen Badeni zu dem verzweifel-ten Mittel der Auslegung einer neuen indir-cien Abgab«, der berüchtigten Zuckersteuer. Der schreiende Widerspruch zwischen dieser ganz und gar gesetz-widrigen Maßregel und dem Gedanken der „Sieun-resorm", welcher doch in der möglichst gleichmäßigen Belastung aller Staatsbürger nach Maßgabe ihre« Einkommen» bestehen sollte, war so recht ein Beleg dasür, wie „ernst" eine Regierung jenen Grundsatz nahm, die sich nicht scheute, ein nothwendige« Nahrungsmittel auf da« empfindlichste zu vertheuern und dadurch die Lebensführung gerade der ärmsten Bevölkerungskreise, deren wirtschaftliche Kraft doch sorgfältig geschont werden sollte, in der rücksichlS-losesten Weife zu gefährden. Und dabei blieben die Finanzen der einzelnen Kronländer nach wie vor nothleidend. Um ihnen aufzuhelfen, griff man nun abermals zu dem Mittel der Erhöhung e«ner indirecten Steuer, der Brantweinabgabe, in der Erwartung, das« gerade diese Steuererhöhung am wenigsten Anstoß erregen könnte, weil dieselbe doch neben der Erzielung eine« höheren Einkommen« auch al« Kampsmittel gegen die viel-fach überhandnehmende Brantweinseuche betrachtet werden würde und die Volksvertretung daher in diesem Falle am ehesten die grundsätzliche Verkehrt- ängstliche Scheu hält mich zurück, gerade meine« Vater etwa« zu sagen, e« ist mir immer, al« würde er mich erwecken au« meinem süßen, himmlischen Traume, las« mich also träumend wandeln in Liebe und Seligkeit, bi« ich selbst da« Schweigen brechen will, um e« hinau«zujubeln in alle Welt, da« Glück, welche« jetzt verborgen in meinem Busen ruht. In liebevoller, schonender Weise srägst Du mich, ob Arnim e« wohl aufrichtig mit seiner Liebe meint? O Erna. Du kennst ihn nicht näh«, aber lerne ihn kennen, blicke in seine treuen, offenen Augen, und Deine Befürchtungen werden in ein grundlose« Nicht« zusammenfallen. — Morgen kommt Margarethe au« der Pension heim, wird da« ein tolle« Leben werden, denn dieser Ueber und Ueber wird wohl da« Unt«ste zu oberst kehren. Vielleicht erlaubt e« der Krankheit«zustand Deiner Mama doch, das« Du noch vor dem Eintritt der kalten Witterung zu un« kommst. Unendlich er« freut darüber wäre Deine Rosine." Der Winter hatte feinen Einzug gehalten, und die ganze Landschaft lag da im starren, ruhigen Schlummer, gut gebettet unter der dichten, weißen Hülle. Im Saale de« Schlöffe« Könighof finden wir eine heitere Gesellschaft v«fammelt, denn Margarethe, die jüngere Tochter de« SchlosSherrn, liebt da« Vergnügen und hat seit der Heimkehr in da« Vatnhau« da« frühere stille, vereinsamte Heim in eine Stätte de« Frohsinn« und der Lustbarkeit verwandelt. Ihr Vater war ganz zufrieden, denn er merkte, das« der Umgang mit. lebenSsrohen Menschen auch daS Gemüth seiner älteren, Unglück-lichen Tochter auf daS Best« b««influlSle. Margarethe war da« Leben und der Frohsinn selber, ihre heitere, muntere L un« wirkte fo wohlthuend auf die ganze Gesellschaft, das« alle« mit wahrem Wohl-gefallen ihre Nähe aufsuchte und sich entzückt die . chalkhaften Neckereien gefallen ließ. Seit« 3 heit jeder Erhöhung der indirekten Abgaben ent-schuldigen dürfte. Herr v. Koerber versuchte e« im vorigen Jahre, da da« Parlament zu gesetzgeberisch« Arbeit überhaupt nicht zu haben war, zunächst mit den Landtager, welchen gleichlautende Entwürfe vo>' Land«»g«seyen vorgelegt wurden. Dies« Versuch ist ab« bekanntlich mis«lu»gen, da gleich die ersten Landtage „Nein" sagten, und damit die ganze „Action" über den Haufen warfen. Nun ist es dem Ministerpräsidenten inzwischen gelungen, den ReichSrath .arbeilSsähig" zu machen, und eine Frucht diese« Erfolge« ist denn auch die Fertigstellung de« neuen Brantweinsteuergtsetze« vom 8. d. M., welche« am l. September in Wirksam-keit treten soll. Dasselbe stellt eine Erhöhung der durch daS Gesetz vom 20. Juni 1888 festgesetzt«» Brantweinabgabe um je 20 Heller für jeden Hecto» lilergrad (Liter Alkohol) sowohl bei der Produktion«» al« bei der Consumabgabe fest. Die am I. Seplem-ber vorhandenen gebrannten geistigen Flüssigkeiten unterliegen ein« Nachsteuer im gleichen Ausmaße von 20 Hell« per Liter Alkohol. Befreit von diefer Nachbesteuerung sind Mengen von nicht mehr al« 1t) Liter im Besitze von Gewerbetreibenden, welche den Verkehr mit gebrannten geistigen Flüssigkeiten vermitteln (Au«schank, Verschleiß. Kleinhandel) und von nicht mehr al« 5 Liiern im Besitze von anderen Hau«haltung«vorständen, sowie jener Brantwein, welcher schon nach den bisherigen Bestimmungen von der staatlichen Steuer befreit ist. Di« nach-steuerpflichtig«» Alkoholmengen sind binnen 4 Tagen nach dem 1. Septemd« bei den im Verordnung«-wege zu bestimmenden Organe anzumelden. Die Brantweinerzeug« und diejenigen, welche Handel mit gebrannten geistigen Flüssigkeiten, Kleinverschleiß oder Au«schank derselben betreiben, sind durch 60 Tage vom 1. September 1901 an verpflichtet, hin-sichtlich ihrer Vorräth« an gebrannten geistigen Flüssigkeiten, soweit dieselben nicht von der Abgabe befreit sind, die Entrichtung der Nachsteuer, bezw. der «höhten Brantweinabgabe auszuweisen. Raten-zahlungen, sowie die Zusristung der Nächste»« bi« Ende des Jahre« 1902 sind im Verordnungswege zulässig. Die Unterlassung der Nachbesteuerung«-anmeldung. sowie unrichtige Angaben, soweit sie 10 Pncent der betreffendt» Menge übersteigen, sind mit oem Vier- bi« Achtfachen der verkürzten Nach-steuer, andere Unrichtigkeiten mit 4—200 Kronen zu bestrafen. Der Ertrag der Brantweinsteuer-Erhöhung einschließlich der Nachsteuer wird in d« Zeit vom 1. September 1901 bi« 31. December 1909 den Lande«fonden ver im ReichSrath« v«rtret«nen König-reiche und Länder überwiesen. Die B-rechnung der UeberweisungSbeträge bat spätesten« bi« April jeden Jahre« zu erfolgen. Die Vertheilung der Ueber- Hevte aber schien sie verstimmt, und man sah e« ihrem Wesen gar gut an. das« sie sich Zwang anthat, um zu erscheinen, wie sie gewöhnlich war. Soeben schickt« sich Erna, Rosinen« Freundin, an. eme Clavierpiece zum Vortrage zu bringn,. All«« lauscht» mit g«spannt«r Aufmerksamkeit. — Margarethe saß abseit« in einem Fauteuil, halb »«borgen hinter einer Palmengruppe. Ihr weiße« Kleid schimmerte durch die Blätter, sie hielt ihr braune« Köpschen in der Hand gestützt, und da« sonst so schelmische Rehäuglein blickte ganz weh-müthig drein. Sticht weit von ihr stand ein stait-licher, interessanter, junger Mann, er hatte vorher mit Rosine gesprochen, sein Blick durchbrach da« Palmenlaub und «haschte den ihren, — Margarethe sprang aus und klatschte laut Beifall. Da« Musik« stück war zu Ende. Man begab sich in da« Neben-gemach, wo ma> alle« zu vergnügten GesellschastS-spielen bereit sand. Plötzlich drang durch da« heitere Lachen und Geplaud« ein Klang so herrlich schön, das« alle« wie gebannt stille war und ver-wundert lauschte, und weiter drangen die Töne au« dem Salon hieher. Margarethe saß am Flügel und sang mit wehmüthiger, wund«barer Stimme ein traurige« Lied. Sie haue e« noch nie gethan. Da rührte sich au« der Gesellschaft hinweg eine Gestalt und schlich leise au« dem Gemach, immer näher zogen sie die lieblichen Klänge, bi« sie ganz in der Nähe war. Sie flüsterte d« Sängerin in« Öhr. — Diese fuhr erschreckt zusammen und brach den Gesang ab. In der offenen Thür de« Neben-gemache» aber stand eine winzige Gestalt, da« Gesichichen so weiß wie ihr weiße« Kleid, da« dunkle Auge festgeheftet auf die Beiden am Clavi«. „Liebste Erna! Du hast nur zu wahr ge-zweifelt! Wa« ich selbst einem Gott nicht geglaubt hätte, das habe ich nun gesehen, und nur zu deut» lich fühle ich, Margarethe liebt Arnim. und Arnim Sei!« 4 Weisungsbeträge an die einzelnen Länder erfolgt nach einem im Gesetze bestimmten Procentualschlüssel. Den LandeSfonden werden, beginnend am 31. De-cember 1901 und fodann je am 31. März. 30. Juni. 30. September und 31. December der einzelnen Jahre, Vorschüsse für Rechnung ihrer Ueberweisung«-quoten erfolgt. Der erste, am 31. December 1901 fällige Vorschuß darf 6 Millionen Kronen nicht übersteiaen, di« weiteren Vorschüsse richten sich nach den Ziffern der bezüglichen StaatSvoranschläge. Bedingung der Ueberweisung de« Ertrage« der neuen Brantweinsteuer an die Lande«fonde ist, das« in den betreffenden Kronländern keine Lande«auflage auf gebrannte geistige Flüssigkeiten eingehoben wird. Bei Nichterfüllung dieser Bedingung fällt der be-treffende Betrag dem Staatsschätze zu. Im Laufe de« Jahre« 1909 hat die Neuregelung der Ver-theilung an die einzelnen Kronländer zu erfolgen. Die Antheilnahme der Länder an der Brantwein-steuer kann schon vor de« 31. December 1909 außer Kraft gefetzt werden, wenn den einzelnen Ländern anderweitige Zuschüsse vom Staate überwiesen werden, welche den Betrag der Brantwein-steuerzuweisung nach dem Durchschnitte der letzten drei Jahre mindestens erreichen. ^otitische Kundschau. Steirisches Landtag. Zn der Montagsitzung erstattet Abg. Graf Etürkgh den Bericht de« Wein-culturauSschusfe« in Angelegenheit der Förderung de« Wein- und Obstbaue«. Auf Grund eingehender Berathung der vom Lande zur Förderung de« Wein- und Obstbaue« getroffenen Maßnahme» ge-langte der Weinculturau«schus« zu den nachfolgenden Anträgen: 1. a) Der sür unverzinsliche Darlehen an bedürftige Weinbautreibende hinauSzugebende Betrag wird unter der Voraussetzung einer gleich hohen Leistung vonseite de« Staate« sür da« Jahr 1901 mit 160.000 Kronen festgesetzt, b) Der Lande«au«fchufS werde beauftragt und ermächtigt, diefen Betrag von 160.000 Kronen mittelst Auf-nähme einer schwebenden Schuld zu beschaffen und die bezüglichen Zinsen in den Voranschlag de« Weinbaufond« vom Jahre 1902 ab bi« aus weitere« einzustellen. 2. Der Lande«au«schus« werde auf-gefordert, einer dem wachsenden Bedarf« Rechnung tragenden Vermehrung der Production von veredeltem Rebenmateriale ein besondere« Augen-merk zuzuwenden und zu diesem Behufe insbesondere die Anlage einer zweiten großen Rebschule in« Auge zu fassen; in der Absicht werde der Au«-fchus« ermächtigt, eventuell noch im Lause diese« Herbste« die Anlage eine« Schnittweingarten« in Angriff zu nehmen. 3. Der Lande«auSschus« werde beauftragt, den in den Landesanstalten benöthigten Wein au« den Erträgnisse« der LandeSrebanlagen liebt Margarethe. Wa« er für mich empfand, war nur Mitleid, nur Elbarmen! Der Stab über mein Dasein ist gebrochen, ich lebte nur durch feine Liebe, ohne sie mus« ich sterben, und ich will sterben; ich werde den Weg freigeben zu ihrem Glückt. Ich bin erwacht au« meinem Traume. Ich grolle nicht, denn mein« Vernunft ist zurückgekehrt, und gerecht finde ich. wa« natürlich ist. Wie glücklich bin ich nun, das« ich geschwiegen und mein Vater nicht« ahnt von meinem Leid, von meinen Qualen! — Wenn da« arme, krankt Kind hingegangen sein wird in die ewige Heimat, dann weiß e« ja jedermann, das« ein Krüppel nicht alt werden kann, und Du, meine einzige Vertraute, wirst da« heilige Ver-mächtni«, da« tiefe Geheimnis einer armen Un-glücklichen treu bewahren, das weiß ich. Lebewohl l Deine arme Rosine." Der Winter hatte sich sehr strenge angelassen, so das« Rosine, welche in der rauhen Jahreszeit immer etwas leidend war, diesmal ernstlich krank wurde. Ihr Vater halte schon geplant, sie mit ein«r gut«» Freundin de« Hause« nach dem Süden zu schicken. Doch al« der Arzt darüber befragt wurde, musste da« Project sofort fallen gelassen werden, da die Strapazen der Reise für den gegen-wältigen Zustand Rosinen« zu anstrengend wären. Geduldig wie ein Lamm lag da« bleiche Mädchen in ihrem Bette und lächelte jedermann, der sich ihr näherte, freundlich, wehmüthig zu. E« war recht ernst und traurig im Hause. Margarethen« helle« Lachen verstummte, sie hatte gar oft heiße Thränen im Auge, wenn sie di« gut«, kleine Schwester so weiß im Gesichte und eingefallen daliegen sah. E« war an einem Sonntage. Die Kälte hatte etwa« nachgelassen, und die Sonn« schien hell und freundlich in« Gemach. Rosine verlangt, au« dem ' zu entnehmen, eventuell nur bei einheimischen Pro« ducenten anzukaufen. 4. Der Lande«au«fchufS werde angewiesen, auf die Vermehrung der vor» züglichsten Export-Aepselforten zunächst in der Lande«-baumschult tn Glei«dorf, dann auch in den Lande«-anstalten in Grottenhof und Marburg sein geschärfte« Augenmerk zu richten und di» Verbreitung solcher Aepselforten nach Maßgabe der Eignung der be» treffenden Oertlichkeit durch Abgabe von Bäumen und Edelreisern thunlichst zu fördern. Angenommen. Abg. Lenko erstattet den Bericht de« Weincultur» au»schusse« über den Antrag de« Abg. Freiherr» v. Rokitan«ky. betreffend die Errichtung einer Winterwinzerschule und eine« Musterweingartens. Der Antrag deS Ausschusses lautet: „Auf den An-trag des Freiherr» 0. RokitanSky werde nicht ein» gegangen, dagegen werde dem Ermessen deS Lande«-auSfchusse« überlassen, nach Bedarf in jedem der beiden Bezirke (Eibi«wald und ArnfelS) je einen 7« Joch umfassenden ErtragSmusterweingarten zu errichten". Angenommen. Neber den Voranschlag referiert als Generalberichterstatter des FinanzauS« fchusse« Abgeordneter Graf KottulinSky. In der Generaldebatte verweist Abg. Walz auf die stei-genden LandeSauSlagen. Ursache davon sei zum Theil der Umstand, das« die Regierung sich in vieler Hinficht ihrer Verpflichtung entziehe. Bezüglich der staatlichen Mittelschulen stehe Eteiermark auf der Stufe von Dalmatien. Wa« da« Eisenbahn» wefen betrifft, so sei Eteiermark, weil e« sich selbst eine „Eisenbahnaclion" gegönnt hatte, seilen« de« Staate« arg vernachlässigt worden. Der Noth» stand«action de» Statthalter« seien er und seine Gesinnungsgenossen darum pessimistisch gegenüber» gestanden, weil zu befürchten stehe, das« hiefür die Staat«hilfe noch schäbiger au«fallen werde. Weiter bespricht der Redner sehr scharf da« Vorgehen der Steuernehörden und fagt, er appelliere nicht an den Statthalter, weil der Fisch am Kopfe stinke und die Finanzbehördeu ihre Weisungen vom Ministerium erhallen. Abg. Walz schließt seine Rede unter leb» hafte», Beifall mit einem Appell an den Lande«» auSschus«, möglichste Sparsamkeit walten zu lassen. Z>ie Landtagswahrreform. Der Verfassung«-au«schus« de« steirischen Landtage« hat seine Ar-beiten über die Wahlreform beendet und ein engere« Eomitö mit der Schlussredaction seine« Berichte« betraut. Dieser Bericht wird, wie wir vernehmen, wahrscheinlich demnächst im Hause aufgelegt werden. Ein wesentlicher Unterfchied zwischen dem Entwurse de« LandeSauSschusfes und dem nunmehr vom Ver-fassung«au«schusse nach dem Antrage de« Bericht-erstattn« Dr. Link angenommenen besteht in der Bildung der vierten (allgemeinen) Wählncurie, in der da« Princip de« allgemeinen Wahlrechte« nach der gegenwärtig geltenden Reich«rath«-Wahlordnung durchgeführt erscheint, jedoch mit AuSschlus« der Bette in ihren Rollsessel gebettet zu werd«», si« meint«, «S f«i ihr im Brite zu heiß und ängstlich. Am Nachmittage meldete der Dienn Herrn Arnim von H. Rosinen« Augen bitzten jäh auf, ihre kleinen, mageren Hände zitterten sichtlich auf dem Polstn, wo sie ruhten. „Las« ihn eintreten, Vater!" sagte sie mit schwacher Stimme, einen schmnzlichen Blick auf Margarethe wnfend, dnm Wangen hoch errötbeten, während ihre Augen verlangend nach der Thür sahen. Dort stand Arnim. Rosine halte ihn erblickt, sie seufzte schwer auf und rang nach Athem. Sie hatte ihrer Kraft doch mehr zugetraut, al« felbe ertragen konnte, doch nur einen Moment, schon war'« vorüber, noch «he ihre Umgebung etwa« davon gemerkt, und al« sich Arnim näherte, der bei ihrem Anblick einen tiefen, bitteren Schmerz nicht verbergen konnte, da sah sie ihn mit ihren großen, dunklen Augen unverwandt an, dann wie« sie mit einem verständni«vollen Blick hin zu Margarethe, sah ihn nochmal« bedeutungsvoll an und schloss das Auge mit «inem sanften Lächeln auf den fahlen Lippen. Arnim erbebt« bis in« Tiefst« feiner Seele. Konnten sie errathen haben, wa« er geheimni«-voll verbarg? E« war Abend geworden. Die rothe Ampel an dn Decke spendete ein wohlthuende« Licht. Rosine lag noch immer mit geschlossenen Augen da, sie athmete schwer, sehr schwer. Arnim war auch noch dageblieben; Batn und Schwester bedurften de« Zuspruch»«. Alle drei waren um Rosine gruppiert und horchien auf jedem Athemzug. Da blickte sie aus, da« Auge war matt, sie richtete e« erst auf ihren Vatn, um e« dann starr auf Margarethe und Arnim, welche beieinander vor ihr knieten, haften zu lasst». Zwti schwere Thränen rollten langsam die bleichen Wangen herab, Nummer 5? bereit« in den übrigen Eurien wahlberechtigt» Wähler. In diesn Curie werden demnach nur d» bisher nicht Wahlbnechtigten wählen. Die Cleri> calt» Mkldetrn unt«r Aufr«cht«rhaltung ihm Wünsche — Ausschließung der Jndustrialotte ml den Landgemnnden. Vermehrung dn Landgemeinde» Mandate und Reducierung der Mandate de« Sroß-grundbesitze« — die Einbringung eine« MinoritÄ». votum« an. Man darf annehmen, das« die er-forderliche qualisicinte Zweidrittel-Mehrheit sür »>e Annahme diese« Entwürfe« gesichert ist. da die nöthigen 32 Stimme» von den deutschen Parteien reichlich aufgebracht werden können. Andn« stft «« freilich, wie wir schon einmal berichteten, «t der Sicherung der nöthigen qualificierten Präses! Zu derselben ist die Anwesenheit von 48 Abgeori. I neten nöthig. Da die Slovene» Abstinenz ireiba, so darf bei den übrigen Parteien eine Lücke nitz bestehen. Die Angelegenheit schwebt demnach im mehr nach diesn Seil». Auflösung bet Landtage von Halijie» bi» Krain. Die „Wiener Zeitung" veröffentlicht ea kaiserliche« Patent vom 18. Juli d. I.. wo« die Landtage de« Königreiche« Galizien und Lodo> merien sammt dem Großherzogthume Krakau. tarn de« Herzogtumes Krain aufgelöst und die N»> wählen für diese Landtage angeordnet werden. Slovenische AbKinen, in K»rd und Stt. Zu den Landtagen, in denen «S zum AuSzuge der Opposition gekommen ist, gehört feit Sonnabend auch der von Görz und GradiSka. Bezeichnend«, weife kam e« bei dn Erörterung über den Ba eine« Irrenhause« zum Krach. Der Italiener Zr. Marani behauptete, die Windischen wollten die An-gelegenheit im Au«schusse begrabe», diese letztem erhoben Einspruch; al« der La»de«hauptmanii Dr. v. Pajer den Vorsitz an seinen windischen Stell?«' treter Gregorcic übergeben wollte, um auf die 8°. griffe eine« windifchen Redner« zu erwidern, weigern sich dieser, den Vorsitz zu übernehmen und verliiß den Saal. Dasselbe thaten die anderen Siam«et, genossen Gregorcic'«. al« ihr Verfchleppungtanaq aus Zuweisung der Jrrenanstalt«angelegenheit » den Finanzau«schus« abgelehnt wurde. Die Sizn^ mus«te hierauf wegen Beschlus»unfähigktlt ge> schloffen werden ?anslavistisches. Ein inspirierter Artikel ii der »Nowoje Wremja" äußert sich über da« Är> hältni« Russland« zu den Balkanstaaten in dir folgenden bemerken«werten Weife: „Die von Oesier-reich «»«gehenden Bemühungen, zwischen den Balka-slave» und Rus«la»d al« ihrem legitimen Protest« Mis«trauen zu säen, haben zu keinem Erfolge gt< führt und mit Schrecken mus« man in Wie» di-Wahrnehmung machen, das« der russische EinW in den Balkanstaaten auf der ganzen Linie triumphiert. Allerding« hat Ruf«la»d große Opfer für da» Wohl — sie erhob ein wenig da« Haupt, breitete «« segnend die beiden zitternden Arme über di« ftmt* d«n. — dann «in letzter höhln Seufzer, da« Ham sank zurück, und Rosine hatte ausgehört, zu lebn. Der Frühling in all seinn Lieblichkeit iv« eingekehrt in« Land, und alle« eilte hinaus, u« zi schauen und wiedn zu begrüßen den gut bekannte» lieblichen Freund. Vom Schlosse Könighof her kam ein siattlilhei Paar. Wer häite sie wiednerkannt. die fröhlich«, immer muntere Margarethe, die in ihrem düstere» Trauergewandt so wehmüthig« Erinn«runge» wach-rief. Da« bleich« Gtsichtchen ab«r v«rri«th doch ea ganz klein wenig von der Seligkeit, die in ihn« Innern wohnte. Arnim schritt ihr zur Seite voll Ernst i» Haltung und Miene, sein bnedte« Auge mit «um Strahl voll Glück ihr zugewendet. Margarethe trug einen Kranz au» Veilchen gewunden. Hie giengen de« Wege« weiter, ohne zu sprechen. Tat Ziel ihre« Gange« mochte wohl zu ernsten Räch« denken mahnen. Vor einem GrabeShügel im nahen Friedh»fe hielten sie an. Margarethe kniete »iedn und legte ihre duftige Gabe auf das Grab, sie faltete bis Hände, und während Thränen ihren Augen ev« quollen, sagte sie leise: .Schwesterchen, ich bringe Dir gute Botschaft; Arnim ist seit gestern «ein Verlobter, ich bin so glücklich! — Sende nn« Deinen Segen!" Arnio,. mitgerissen von de« er-schütternde» Momente, ließ sich neben Margarethe auf ein Knie nieder, und indem er feinen Ar« 1« sie schlang, sagte er: „Sie hat uns sterbend ge. segnet. Margarethe, und wird sich dort oben unsere« Glückes freuen unv als Engel der Versöhn»«« iib'r unsnem Dasein schweben." ' Süutmer 5» .Ke»t?che Wacht" hl SüdslaventhumS gebracht und mit seinem Blute dessen Freiheit erkaust, so das« ei nicht leicht werden kann, eine antirussisch« Strömung im Schoße de«-selben hervorzurufen. Eine Zeit lang gelang e« den Dtfterreichern. eine solche Strömung in Bulgarien und in Serbien herauszufordern. Jetzt aber sind die beiden slavischen Balkanstaaten auf die Bahn der nationale» Politik zurückgekehrt und sofort hat die« in Rus«land ein sympathische» Echo gefunden. Die Slaven und da« Slavenihum sind in Ruf«» land immer theuer gewesen, und ihnen Schutz zu «währen, ist immer al« die geschichtliche Mission usSlands betrachtet worden, von der e« sich nie» »al« losgesagt hat, noch Heb jemal« lossagen sann." — Ein Sonderberichterstatter der „PeterS« burger Nachrichten", der beim Sokolfeste in Prag weilte, hatte dort eine Besprechung mit dem General-fecretär deS tschechischen TurneroerbandeS. Dr. Eeiner. Derselbe äußerte sich über die politische Lage und sagte unter anderem: Wenn unS schon die Vernichtung alS LoS beschieden ist, so wollen wir lieber russificiert alS germanisiert werden. Aus die «eitere Frage de« Berichterstatters, warum die slavische Mehrheit in Österreich nicht daS „bedrückende" deutsche Joch abschüttle, antwortete er: Kenn man nur die Einigung der slavischen Völker ^Oesterreich herst llen könnte, wir wären schon »eit oor.;«schriltkner. derzeit gibt e« noch zu viel MeinungSuni,rschied« unter Slaven. fint Mititärcouveution mit Anmäuieu. Der „Magyaror»zag" bringt die unglaublich klin- «ibe Nachricht, das» bei dem jüngsten Besuche deS neralstabSchef« Baron Beck in Sinaia zwischen UZefterreich-Ungarn und Rumänien eine Militär-«onvtntion abgeschlossen wurde, nach welcher Ru-ifaien im ttriegSsalle eine in acht CorpS getheilte Armee von 250.000 Mann aufstellen würde. So-hl# Russland mobilisiert, würde Rumänien die Hälfte der Armee auf die Linie Galatz-Jassy vor-schieben, um die Truppen de« Odessaer und Sim-pheropoler Militärbezirke« in Schach zu halten und ihre Verbindung mit dem Kiewer Corp«, welche« Einfalle nach Oesterreich-Ungarn bestimmt sei, fu verhindern. Der Rest der rumänischen Armee ürd« an der Donau gegen Bulgarien Stellung nehmen, während gegen Serbien und die Donau M* Widdin österreichisch-ungarische Truppen stehen würden. Die Nachricht sei wahr, auch wenn sie dementiert wird, und die Convention werde wahr-scheinlich sogar publiciert werden, sobald König Alexander und die Fürsten Ferdinand und Nikita »ach Petersburg gehen, was die Ratification der Kavischen Balkan-Föderation bedeute. Nie neuen Alpeubahuen. Der Berliner Localanzeigtr' versichert, dass, wenn einmal die tatrn- und die Karawankenbahn gebaut sein en. die deutschen Dampser, die mit Kleinasien kehren und durch den Suezcanal gehen oder en, nach Trieft kommen werden. Somit werde zweite Eisenbahnverbindung nach Triest eigent-die directeste Verbindung zwischen Hamburg— lin und Triest sein und heißen. Letztere Stadt sagt da« Blatt — wird für die groben deutschen »ftriecentren der natürlichste Hafen für den «mverkehr werben. Im Artikel werden dann mit usiaSmuS die Alpenbahnen beschrieben, deren jetzt bis zum Jsonzo in Angriff genommen en ist. Da« Blatt sieh« in dem Baue dieser bahnen und in der Verbindung mit dem ster Hafen nicht nur ein neues wirtschaftliches zwischen Oesterreich »nd Deutschland, sondern dezu eine vermehrte Möglichkeit einer deutschen ansion, so dajs» die Reichsdeutschen, welche jene Hnen entstehen sehen, au»rusen müssen: „Aostra »eitur!' A« Hrazer Hemeinderatö kam e« neuerlich stürmischen Eeenen. Auf der Tage«ordnung der len Sitzung stand der Bericht de« Eredit-Opera-«-Ausschusses über da« Stadtanlehen. Die Social-makraten wollte?» die Abhaltung der Sitzung über-verhindern. Der socialdemokratische Abgeord-Resel erklärte, seine Partei habe gegen ein rlehen auf Grmnd einer vernünftigen Rechnung«-iig nicht«: mber erst müsse der Rechnung«ab-lus« der Stadtt vorgelegt werden. Der Referent i. 0. Hochenbursger wurde mit Zwischenrufen, die gegen seine Werson al« Verfasser de« Projekte« Gemeindewahhlresorm richteten, niedergeschrieen, drohte zu Thätlichkeiten zu komme». Die Sitzung I»te unterbrochhen werden. Nach deren Wieder-hme dictiert« der Referent unter fortwährenden scenea, die sseine Worte unverständlich «achten, Elaborat den» Stenographen, worauf die Sitzung chlossen wurde.'. Ar«m Arügzer — geftoröeu. Au« Prätoria, Juli wird gqemeldet: Gestern nachmittag« ist die Gemahlin de« Präsidenten Krüger im Alter von 67 Jahren nach dreitägiger Krankheit an Lungenentzündung gestorben. Unter den Heldenfrauen Transvaal« war die verstorbene Gemahlin des fern von ihr in Europa lebenden Präsidenten nicht die unbedeutendste. Ist sie auch nicht, wie etwa die Gattin de» General» Joubert. politisch hervorge-treten, hat sie auch nicht, wie die Gemahlin Eronje'S, dessen Schicksal getheilt, mst den Waffen in der Hand gefangen genommen und nach St. Helena verbannt zu werden, »Tante" Krüger war ihrem Gatten in dem Entschlüsse, den Krieg um die Un-abhängigkei» bis zur Vernichlung fortzusetzen, stetS eine treue Stütze. Die Nachricht von ihrem Tode kommt just in dem Augenblicke, da die Gattin de« stellvertretenden Präsidenten Schalk Burger al« Gefangene in Prätoria eingeliefert wird. Den Präsidenten Krüger dürfte der schwere Schlag nur persönlich erschüttern. Der Leiden und Schmerzen hat er zu viele erlitten, al« das« ihn der Tod seiner treuen Gattin politisch beeinflussen könnte. Aus Stadt und Land. Ernennung. Der Beamte de« Marburger Stadtratge« Josef T e m e r l d. I. wurde zum landschaftlichen Verwalter an der Siechenanstalt in Hochenegg ernannt. Wikitärveweguug. Freitag den 26. d. M. trifft hier da« 9. DivisionS-Artillerieregiment au» Klagenfurt ein, um am folgenden Tage zu den Schießübungen nach Gurkfeld abzurücken. Am SamStag trifft daS CorpS-Artillerieregiment Nr. 3 au» Graz ein und wird hier einen Rastlag halten. Abg. Stein i« ßilli. Der deutschradicale Abgeordnete Franko Siein, der Führer der deuischnationalen Arbeiterschaft, ein Mann von flammender Beredtsamkeit, hat sein Erscheinen bei der Gründungsfeier des Deutsch-völkischen Gehilfenvereines zugesagt. Die Feier wird am 25. August im Waldhause stattfinden. Bei derselben ist jeder deutsche Volks-genösse herzlich willkommen. Die Einzelheiten der Festordnung werden rechtzeitig bekannt ge-geben werden. Lehrerstellen. Im Schulbezirke Obn-Radkers-bürg sind mit 1. November 1901 folgende Lehrer-stellen definitiv zu besetzen: An der zweiclafsigen Volksschule in Heiligen-Geist, dritte Ortsclasse, die Lehrerstelle, an der sünsclassigen Volksschule in St. Georgen an der Stainz, dritte Ortsclasse, eine Lehrerstelle, an der fünfclassigcn Volksschule in Kapellen, dritte Ortsclasse, drei Lehrerstellen, an der drei-classigen Volksschule in Negau, dritte Ortsclasse, die Oberlehrer- und eine Lehrerstelle, sowie an der fünf, classigen Volksschule in St. Peter, zweite OrtSclasse, eine Lehrerstelle. Beider Landessprachen mächtige Bewerber und Bewerberinnen können ihre Gesuche bis l. August an die betreffenden OrtSschulräthe richten. pie ßillier Herichtsmisere. So viel Reize unser schönes Eill« auch auszuweisen hat. so sehr auch die Bürgerschaft alle« ausbietet, um den öffent-lichen Anstalten schöne, ansprechende Heime zu schaffen, fo ist e« doch gerade da« Aerar, welche« zwei wahre Schandflecke der Stadt in dem be-kannten patentösterreichifchen Schlendrian fortbe-stehen läs«t. Wir meinen da« Gymnasium und die Gericht«sporaden. Die Wahl zwischen diesen beiden Ehrendenkmälern de« österreichischen Staat«-aerar« fällt einem wahrlich schwer. Der Löcher-bau de« Gymnasium« ist nicht mehr und nicht weniger al« ein« Kurzsichtigkeit«-züchtung«anstalt. — doch die Kurzsichtigkeit ist noch ein erträgliche« Leiden. Man frage aber einmal nach, wieviel brave Menschen sich schon zur Winterszeit aus dem Ziegelpflaster vor der Straf-abtheilung des Bezirksgerichtes, wenn sie stundenlang« in bitterster Kälte in einem der Zugluft gänzlich ausgesetzten, finsteren Gange als Zeugen warten mussten, den Keim zu einer Todes-krankheit geholt haben. Als höchsten Eomfort weist dieser Gang eine Bank für drei Personen auf. aus welcher wenigstens einige Frauen und Mädchen Platz nehmen können. Es haben sich schon Fälle ereignet, wo Zeugen sich im Hofe deS Gebäudes aus Müdigkeit auf den kahlen Boden hingesetzt haben. Fürwahr himmelschreiende Uebelstände, für welche die berufenen Organe doch auch ihre Augen auf-machen sollten. Der Bau eineS entsprechenden GerichtSgebäudeS in Cilli liegt nicht nur im un-abweiSlichen Interesse der Parteien, sondern würde auch dem Ansehen deS Gerichtswesens in jenem Maße Rechnung tragen, welches über die Grenze der Lächerlichkeit hinausragte und hinausragen muss. Koncerte. Heute Donnerstag findet im Garten des HotelS Elefant ein Concert der Cillier Musikvereinskapelle statt. — Samstag den 3. August veranstaltet die Curkapelle in Bad Neuhaus ein Benefizconcert, bei welchem, wie verlautet, auch Herr Musikdirektor Spörr aus Graz erscheinen wird. windische Studeuteuwauderung. Die „Pettauer Zeitung' schreibt; 20 slovenische Schüler der 5. und 6. Classe haben daS Petiauer Gymnasium vrrlass«!» und übersiedeln nach Marburg. Gleich-zeitig haben in Ma'burg 20 Quintaner und Sex« taner dem Gymnasium die Liebe gekündigt und wandern — nach Peitau. Nun kann sich jeder den Kops zerbrechen, wie «r will, di« Ursache diesrr Stud«ntenwand«rung ist nicht zu ergründen, höchsten« könnte man annehmen, das« die Slooenenführer dem Peitauer Gymnasium streng national g«drillt« Schüler zusühren und indes« 20 Pettauer Schüler in Marburg national erziehen lassen wollen. That-sache ist, das« in Marburg und Pettau direct« Verhandlungen mit den Studenten stattfanden. In Pettau wurden in der Umg-bung«schule förmliche Versammlungen abgehalten, an welchen sich besonder« Herr Dr. Jurtela betheiligte. E« wurden den Studenten sür Marburg Freiplätze, Jnstructionen und andere Vortheile zugesagt und dieselben mit Schließung der Studentenküche bedroht, wenn sie länger in Pettau bleiben. E« ist keine Frage, das« mindesten« die Hälfte dieser slovenischen „Au«-wanderer" zugrunde gehen wird. E« ist in Marburg viel schwerer. Schulgeldbefreiung, Graii«lehrbücher und Jnstructionen zu erhalten wie in Pettau, und die große Stadt vermehrt auch die Versuchungen für die jungen Leute. Ebenso wird e« den Marburger Studenten hier nicht besonder« gut ergehen, und am besten wäre e«, diese« jungen Herren den Eintritt in die Anstalt überhaupt zu verweigern. Zum mindesten verdienen sie für ihren Exodu« in Marburg beim Einträte in Pettau mit Karzer belohnt zu werden, damtt ihnen bewiesen werde, das« sie nicht den Austrägen eine« Dr. Jurtela oder Korosec, sondern den Rath» schlagen ihrer Lehrer zu folgen haben. Wie gesagt, sind wieder einige billige Schreibkräfte für flooe-nifche Adoocaten geschaffen und einige junge Leute — ruiniert werden! Kalsche Kroneukücke. Die .Marburger Zeitung" schreibt: E« sind in Marburg falsche Kronenstücke im Umlaufe, worauf insbesondere Ge-schästSleute aufmerksam gemacht werden. Infolge deS geringen Härtegrades geben sie beim Aufw-rfen keinen Klang und lassen sich sogar biegen. Sudmark KotKsvucherei. Am 1. März d. I. wurde die hiesige Südmark-VolkSbücherei, welche die Werke der besten und beliebtesten Autoren in 1500 Bänden umsasSt, eröffnet. Die Bücherei ist im Stadtamte (Caste) untergebracht. Die AuSleih-stunde ist vorläufig auf jeden Montag zwischen 1 und 2 Uhr nachmittag festgesetzt. Jeder Entlehner hat monatlich den Betrag von 10 Hellern und außerdem für jedes entlehnte Buch einen Beirag von 2 Hellern zu bezahlen. Die Bücher müssen innerhalb 14 Tagen zurückgestellt werden. Da« ausführliche Bücherverzeichnis ist zum Preise von 4 Hellern erhältlich. Die Bücherei kann von j e d e m Deutschen denützt werden. Infolge de« großen Zudrange« wird nun auch an jedem Freitag nach« mittag« zwischen 1 und 2 Uhr eine Au«leihstunde abgehalten. Kallwaug, Stelennark. Die in unserem Orte sich täglich fühlbar machend« Wassercalamitit wird nun endlich behoben, indem die „Kallwanger Waldgenoffen-fchafl" eine den modernen Anforderungen entsprechende Hochquellen-Wafferleitung herstellen lässt. Außer den verschiedenen Anbohrungen für di« HauStinlcitungen ge-langen im Orte selbst fünf öffentlich« Autlaufbrunnen nebst einer entsprechenden Anzahl Oberflur-Hydranten zur Aufstellung, wodurch auch eine ausreichende Hilfe gegen Feuersgefahr gewährleistet ist. Um die Ver-wirklichung des ProjecteS hat sich der Ausschult der Waldgenossenschaft besonder» verdient gemacht. Di« Her-ftellung der Gcsammtanlage wurde der heimischen Firm» Gramer. Sprinar und H:rtlein in Graz übertragen. Khierseucheu in SteiermarK. Räude: Be-zirk Cilli: in L«utsch und Sulzbach; Bezirk Feld* dach: in Hatzendorf; Bezirk Murau: in Krakaudorf, Krakauschatten. Schöder und Winklern; Bezirk Pettau: in Sauerbrunn und Ternowetz. Rausch-brand: Bezirk Murau: in Feistritz. Rothlaus der Schweine: Bezirk Feldbach: in Al'enmarkt; Bezirk Luttenberg: in Radein; Bezirk Murau: in Sanct Peter; Bezirk Windisch-Graz: in Mahrenb rg. Schweinepest: Bezirk Brück a. M.: in Aflenz; Be-zirk Grödming: in Aigen und Donner«bachwald; Bezirk Judenburg: in Knittelfeld: Bezirk Leoben: in Eisenerz und Hieflau; in der Stadt Graz: im Seite 6 .Drvtfche Nummer 59 5. Bezirke. BlätchenauSschlag: Bezirk Hartberg: in Et. Lortnzen. Wuthkrankheit: Bezirk Cilli: in Et. Georgen a. Tabor. Anterlleirische Aider. In der Lande«, curanftall NeubauS sind biS 13. Juli 363 Par° teien mit 613 Personen, in der LandeScuranstalt Rohitsch-Sauerbrunn bis 19. Juli 1075 Parteien mit 1651 Personen zum Curgebrauche eingetroffen. Das Localmufeum ist während der Sommermonate täglich von 1« Ii» 12 Ahr geöffnet. Z»ie Kiutrittsgevur beträgt 20 Keller. Vermischtes. ßin AngelvNtz. Eine eigenthümliche Blitz« «tschemung wurde im Schulhause zu Lind bei Karnburg in Kärnten beobachtet. Während eine« heftigen Gewitter« betrat die Frau de« Lehrer« den Borsaal de« ersten Stocke«, al» ourch ein nörd« liche«, verschlossene« Fenster ein Heller Strahl herein» zuckte und den Luftraum in schräger Richtung zur westlichen Schulzimmerwand durchzog. Die Er« fcheinung währt« etwa zwei Minuten und zeigte sich in einem voranziehenden, weißglühenden, finger« dicken Streifen und einem ebensolchen, jedoch längeren, nachfolgenden Lichtstrahl, beide durch eine zwischen fchwedende. hellglänzende Kugel — von der Größt eint« mittleren Apfel« — getrennt. Im Schulzimmer. wo zur Zeit Unterricht war, wurde nicht« wahrgenommen, obgleich der Blitz knapp neben der Schulthür in die Mauer fuhr. Weder am Fenster, noch an der Wand hinterlitß der Strahl tine Spur. Die Frau kam mit dem bloßen Schreck davon. Z»ie Veblaus in Firol. Der Tiroler Wein« bau ist von einem ge> ährlichen Feinde heimgesucht worden. Sowohl im Gebiete von Meran al« in dem von Kältern wurde da« Auftreten der Reblau» feftgtstrll». E» /wurden unverzüglich energische Gegenmaßregeln getroffen, durch die e» hoffentlich gelingen wird, die Weiterverbreitung der Reblau» zu hindern. Z>as Paradies der Araueu. Au« New-York wird geschrieben: Junge und auch ältere Damen, die, um mit Johanne« Scherr zu sprechen, gerne „zweisam" diese« sublunare Dasein weiterführen möchten, sollten ihre Blickt nach Ala«ka richten, wo e« sür Standesämter und Pastoren noch recht viel zu thun gibt. Nach den letzten Ergednifstn dtr Volkszählung sind dort nämlich von j« dundert Einwohnern 72 männlichen und 23 weiblichen Ge« schlecht, »in Verhältnis, bei welchem es natürlich nur einzelnen besondert vom Glück Begünstigten möglich ist, eine Lebensgefährtin zu erlangen. Alaska ist daS Land der kurz währtnden Verlobungen; wer dort daS Jawort hat, wartet gewöhnlich seine 24 Stunden mit dem Heiraten, denn fönst könnte ihm Jemand sein Bräutchen vor der Nase weg-schnappen. Dort ist auf dem HeiratSmarkt andauernd rint Ritsen-Hausfe in Personen deS zarten G<-schlechtes allerdings nur für sofortige „Lieferung", denn ZukunftSgeschäfte werden, »den veS großen Risiko» halber, gar nicht abgeschlossen. Schlimm ist nur, das» die Hausfrauen in Ala»ka keine Dienst-Mädchen haben. Da» heißt, manche haben schon ein Mädchen, aber nur für wenige Tage, dann wird e» weggeheiratet, denn die Männer, reich und arm, fragen dort nicht, „nach dem Zustande früherer Dienstbarkeil', wie e» in der amerikanischen Ver-fassung heißt. Alte Jungfern s,nv in Ala»ka voll-ständig unbekannt, da ja auch Damen, die längst über die erste und zweile Jugend hinau» sind, noch lebhaft begehrt werben. Alaska ist da» Paradie» der Frauen, denn sie werden dort auf Händen ge-tragen. Eine Frau, die jüngst wegen einer Unbill, die ihr von dem Ehemann angethan worden, sich scheiden lasten wollte, hatte dort schon zwei Dutzend Heiratianträge, bevor der Proces» überhaupt noch zur Verhandlung gelangt war. ßine neue Waricnlegende. Das dritte Heft der von dem katholischen Pfarrer Jakob von Gil» in Köln herausgegebenen Monatsschrift .Ave Maria* erzählt tine rührende Geschichte. E» war eine arme Wi'we. die nicht« hatte als eine Anzahl unvor-forgter Kinder und einen festen Glauben. Die bitterste Noth brach über sie herein, aber die Wittib ward nicht wankend in ihrem Vertrauen auf die Hilft drr Mutter GotieS. Und sieht da — dir Frömmigktit wurdt wundtrbar belohnt. Ein fein« gekleideter Herr wurde auf die glaubensstarke Frau aufmerksam. Er verichaffte ihr einen guten Posten und, um ihrem augenblicklichen Mangel abzuhelfen, sendete er ihr durch seinen Diener ein Pake«. Darin waren Würste, Brot und Maggi-Würze. Die hoch- brglückte Witwt kochte sogleich eine kräftige Maggi« Suppe und ihr Herz ward erfreut durch den köst-lichen Duft, der sich alsbald erhob. — Das Ende dtr «baulich«» Erzählung macht auch dtn gläubig-sttn Ltser stutzig. Dies« auSsührlicht Ausmalung d«r Vorzüge der Maggi-Würze scheint mit dem Glauben an die Mutter GotteS in keinem rechten Zusammenhang zu stehen. Um die Lösung deS Räthsel« zu finden, braucht aber der Leser nur umzublättern. Aus der nächst»» S»ite steht ein Inserat, da« die Maggi-Würze empfiehlt. Die ganze Legende von Maria, der Witwe und dem fremden Herrn ist also nur eine, natürlich gut bezahlte Reclame-notiz. Der geistliche Redacteur hat die religiöse Inbrunst feiner Leser um eine« profitablen Ge« schäsle« willen betrogen. Da« Wunder lö«t sich in einen ganz ordinären Handel auf. und nur noch jene« andere Wunder bleibt aufrecht, daf« e« noch immer der Dummen so viele gibt, die auf derlei klerikalen Schwindel hintinfalltn. „Arb. Ztg." Vorrichtungen zur ZSeseitignng der Wücken-plage Man hat fchon seit längerer Zeit kleine Apparate in Verwendung, welche durch Verbrennung gewisser Brenzharze eine den Mücken und MoSquitoS unangenehme Atmosphäre erzeugen und so die Räume von diesen Plagegeistern säubern. Nun sind aber die beim Verbrennen dieser Harze ent-stehenden Dämpfe auch den meisten Menschen un-angenehm und die Anwendung dieser Mittel daher mit Schwierigkeiten verknüpft. Dagegen ist vor Kurzem eine Erfindung gemach: worden, die auf der Beobachtung beruht, dass Mücken und MoSquitoS nur dort verweilen, wo absolut ruhige Lust ist, der geringste Zugwind treibt sie fort. Wie wir einer Mittheilung dt« Patentanwaltes I. Fisch« in Wien entnehmen, besteht der Apparat au« einem besonder« konstruierten durch Elektricität angetriebenen Ventilator, der in dem Raume, in dem er aufge« stellt ist. nach verschiedenen Richtungen kleine Luft« ströme aussendet, die ab« wie die Versucht «« wirstn habt», den Raum innerhalb kurz« Zeit von den in wärmeren Gegenden so unangenehmen Plage« geistern vollkommen säubtrn. Ktplitz-Schönan, Mitte Juli. (Saison» bericht.) Die Saison ist auf ihrer Höhe angelangt und die täglich erscheinende Curliste gibt Zeugnis von der lebhaften Frequenz, welcher sich unser Curort gegen-wärtig zu erfreuen hat. Wen nicht schon da» Bild, da» die Curconcerte, namentlich jene« zu Mittag im Schloss-garten, gewähren, darüber belehrt, das» nicht nur «in zahlreiches, sondern auch ein distinguierte» Publikum hier anwesend ist. der konnte diese Wahrnehmung an den beiden Kainz-Abenden im Stadtiheater machen, wo bei Burgtheaterpreisen ein elegantes Publikum da» HauS in allen Räumen füllte, ein Auditorium, da» sich zum größten Theile aus Surgasten recrutierte. ^holographische Feuheitcn. Di« Firma R. Lechner (Wilh. Müll«), hat auch Heuer wieder eine Anzahl höchst interessanter Neuheiten ihrer Fabrik in den Handel gebracht. Darunter befindet stch die jetzt mit von außen verstellbarem Schlitzverschluss versehene Tafchencamera die auch im Ausland immer mehr Ver-breituog findet, ein ganz neu konstruierter Apparat, der .Stella Kamera" genannt wird, «in neuer dioptri-scher Sucher, da» wiederum verbesserte Stockstativ und ein andere«, auf da» Maß von 46 cm zusammen-schiebbares Aluminiumstativ, welche» speciell für Rad-fahr« und Touristen sich eignet. Ueber alle diese Neu-heilen wird in „LechnerS photographischen Mittheilungen', dieser für alle Amateure unentbehrlichen Monatsschrift, eingehend berichtet. Aelasteude Enthüllungen sensationeller A»t bringt der italienische Advocat und SportSmann Gaetono Prinetti, ein Verwandter de» gleichnamigen Minister» und Großindustriellen, in seinem soeben in Turin bei Sperani erschienenen Buche „Monte Carlo' üb« ditfe berüchtigte Spielhölle. Ja der Form von offenen Briefen an den Fürsten von Monaco gibt er auf Grund langjähriger Beobacht-ungen und Aufzeichnungen verschiedener Zeugen ein gtradtzu packende» Bild von dem systematischen Falschspiel, durch welche» die Bank ihre Gäste syfte-malisch plündert l Sämmtliche Croupier» sollen e» verstehen, bestimmte Karten zur rechten Zeit ver-schwinden zu laffen, ohne das» es von den Spielern dimerkt werden kann. Der Riesengewinn, den die Bank jährlich einstreicht, beruht, wie er behauptet, fast nur auf dieser Art de« oorrixer la fortune. Printlti gibt von ihm gehört« Unterredungen der Angestellten und der geplünderten Spieler wieder, fchildert bi« in« Kleinste die Anwendung von eigen» herangezogenen .Damen', welche die Zögernden an dit Spitltifche zu ftfftln verpflicht« sind, kurz, «r entrollt von Monte Carlo und feinem geschäftlichen Betrieb ein «greifendes Sittengemälde. Obwohl von dem Buche die ersten drei Auflagen bereits vtrgrifftn sind, hat Baron Blanc bis zur Siundt noch feine Zeit gtfundtn, gegtn die Beschuldig systematischen Falschspiele« Verwahrung einjuleji Er fürchtet offenbar den Bewei« d« Wahrheil. > welchem Prinetti droht, und zieht e» vor, zu erwidern. Die Tauben hören. — Nr. 27 d« Zfitnh »Die Illustrierte Welt4, Chi»wick High Boad, Kt I London, W., enthält eine Beschreibung über eise roi bare Cur gegen Taubheit und Geräusche im fij welche Cur vom Patienten selbst tu Hau>e Tor?en:a« werden kaiin und «t«U einen guten Erfolg lübea I Die JJumnifr dieser Zeitung wirf »uf Verlangen da j« frei gesandt, wenn die Adresse an die Bedactin < Zeitung eingesandt wird. Ke«ierbil0. Wo bleibt meine Frau? Schrifttum. Ans der Aerne» in die Kerne. 225 M| Sprüche und Wünsche für Postkarten von Ansatz^ (Berlag von Rainer Hofch in Reutitschcin). «q-broschiert mit buntem Titel 60 Hellet. Unter Kta gegangenem Titel erschien in viert«. umgciik« bedeutend vermehrter Auflage ein Werkchen, da« i den zahlreichen Freunden illustrierter Postkarte» ii kommen sein wird. E» bringt in Scherz u»d > hübsch« Verse in reicher Auswahl, dazu bestimmt i vorttesflich geeignet, auf den modernen, bildergesi «arten veruxndet zu w«den, auf denen »» kurze Wünsche und Grüße in leicht fließend«! bessere Wirkung machen, al» e» die ungebundene I vermag. T a e» nicht jedermann» Sache ist, für j Anlas» einen tauglichen Ver» zu finden, so irnd empfehlenswerte Büchlein sich häufig als nützlich« 9 geb« erweisen, sich im Fluge überall, bei lll Jung, Eingang verschaffen. Dieses Werkch«, ist ta < Buchhandlungen zu haben, wo nicht, txrfeadet die Verlagsbuchhandlung direct franko gege» M Einsendung von 66 Heller in Briefmarken. Aus Salzkammergut weist un« S. ?n d« bewährte Führer, mit seiner prächtigen Touriften-Wand«karte Blatt VIII. östliche« kammergut (Gmunden — Ausser), welcher der Ii» (Blatt IX. westliche» Ealzkammergul: Salziurg-Z in Kürze folgen wird. Außerordentlich klare Xa Zeichnung, Wegmarkierunzcn in d«n wirklichen großer Maßstab (l: 1UO.OOO), sehr billiget (K 2'—. auf Leinwand X 2*80 per Blau) stak wesentlichsten Vorzüge dieser bisher besten Äaita herrlichen Gebiete», mit denen die Anstalt H. Z? & Berndt stch ein schöne» Zeugnis ihrer Leistung keit ausgestellt hat. Tim Klein. E» werde Sicht. Lutherepo». Burtenbach bei Augsburg. 34a hau«. Selbstverlag. Preis 1 Krone 10 Heller. erste hohe Lied der neuen Reformation, das mit deutschen Luther wiederbringt und würdig nebe» MeyerS Hutienepo» besteht, ist nach mancherlei lichkeit und Hindernis endlich im T rucke ersch und durch seinen billigen Preis jedem SfUlflfM zugänglich. Diese» Lied bedeutet eine That für die von Rom-Bewegung. E» wird und mus« »um da! Volksbuch« werden. Die „Pfeile auS der Limit» und der „Scher«" haben de» öfteren Probe» zebu es wild dem Buche wohl nicht ander« j:la diesen Einzelstücken, die ganz oder theilweise der 5t v«rfielen, aber freilich sofort von unsere« alldeutschen Volksvertretern immunisiert wuiteil. daher sicher in den Besitz des Buche« zelaiM bestelle e« möglichst rasch bei dem Verfasser. „Scher«" nimmt gerne al» Vermittler Seftüanj i Anzahlung entgegen. ^GLOBUS -m PUTZ-> tüasajusa» Viel bessera,s ro4he Putzpouiade Rlobus-Putzextract . von FritzSchulz iun.Act.-6es. Goldene Medaille leipzis und eger. Writ-Ausstelimig Paris 1900 I CoDectlvd. eh«B. Isliitrl«. Ueberall vorräthig! * o o # ■» <•.•* o o o > w «> <» O t> «> Lungen- uiiD Nervenleidende Wage»-. Darm, LcSer.Hicht-. Hibeumatismus-.Allvma-teidende, Zuckerkranke. Alutarme und Wteichsüchtige «balln» gegen 10 »eler Marke Äuskuntt. »ie »iese i.cibtn auf »atiirfichem Weile, »hne Berufs-ksrung. dauernd beseitigt »erde». ach!en 10 Heller.j „SanitaS", Brunndöbra i. Sa. Nr. 517 v-"H"S #><% OO<"* n**>wwrtv#v>wv#wv#vjwvi>wv#wwwv#viiwwww rtVi an jaüfud^. Krdntpfm ». rn Inürt rrtlaij» Vrofd^rr barttxr. ffiN-VlIl.* aiatts »»d frone« d«» di» Schw»»r»-«»o »de»'. 5ranfrurt a. ». 6798 je 142 K sind je 2000 K jjfc erreichbar. — Prospect» kostenfrei, l'ngar. Börsen-Journal, Budapest. 6102 Ein wahrer Schatz fflr alle durch jugendliche Verirrungen Erkrankt« ist da» berühmte Werk Dr.Retau's Selbsthewahrnng 81. Aufl. Mit 27 Abbild. Preia 2 fl. Lese es Jeder, der an den Folgen solcher Laster leidet. Tausende verdanken denselben ihre Wiederherstellung — Zu berieten durch da« fttligsoiguii ii Uipig, Seuirlt Nr. 21, sowie durch jede Buchhandlung. n-u 7 SP ABCASSE der Stadtgemeinde Cilli. 1. Die Cillier Gemeinde-Sparcasse befindet sich im eigenen Anstaltsgebäude, Ringstrasse Nr. 18. 2. Die Spareinlagen werden mit 4®/# verzinst; die Rentensteuer trägt die Anstalt. Der Einlagenstand betrug mit Schluss des Jahres 1900 K 8,833.560*42. 3. Darlehen auf Hypotheken werden mit 5%, "Wechsel-Darlehen mit 5*/»•/• un^ Pfand-Darlehen gegen 5°/0 Verzinsung gegeben. 4. Die Sparcasse vermietet eiserne Schrankfächer (Safes) unter Verschluss des Miethers und unter Mitsperre der Sparcasse zur sicheren Aufbewahrung von A\ ert-Lffecten; übernimmt aber auch offene Depots. 5. Zahlungen an die Cillier Gemeinde-Sparcasse können auch mittelst Erlagschein oder Check der Postsparcasse auf Conto Nr. §07.870 geleistet werden. Erlagscheine werden über Verlangen ausgefolgt. 6. Nebenstelle und Giro-Conto der österr.-ung. Bank. 7. Der Credit- und Yorschuss-Verein der Sparcasse der Stadtgemeinde Cilli ertheilt Wechsel-Darlehen gegen 5'/i7o Verzinsung. 8. Für den Parteien-Verkehr sind an allen Wochentagen die Amtsstunden von 9—12 Uhr vormittags bis auf Widerruf festgesetzt. Die Direction. • ■ jjur Uebernahme und jffnferiigung sämmtlicher Jjuchdruck - j^rbeiieq empfiehlt sief] die Vereins~jjuchdruckerei fieleja'. J^athhausgasse 5 Cilli, J^athhausgasse 5. Besteingerichtete Buchbinderei. Verlag der „deutschen Wacljt'f .Veutfche Wacht' 2£ur HIUhoii ! AlOisWalM,Cilli, Katfaspsse •MipfltMl: das anerkannt kräftige Marburger-Dampfmehi OO «iieelrll Uoppel-Null OO C. Scherbaum 4 Söhne in Original-Preisen pasteurisierte Sössrahm- Theebutter Supeifeingt. Aiieröl und echten Wein-Essig Hochfeinen Emmc-nthaler u. Sanothiler Käse Allerbeste ungarische Salami Alle Mineralwässer frischer Füllung Garantiert echten lfr00er Lissa-Blutwein. Niederlage des beliebten KleiMsrtiegg-tapiper zu orlg. PreUen. m»7 Seite 7 £Tr. 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