triuemtrattm - $m|c: Für Laibach: •aaj|al)tig . . . * fl. 40 ’t. Haldtahrig . . . 4 „ *0 „ vterteljlihrig. . 2 10 Wcs«tH<4 . . . — „ 70 „ M i l der Post: •«nilä^rig . . . 11 fl. — ft. Hiltjahrtg . . . 5 „ 5(1 . Vi«t«ljLhr>g. . 2 „ 71 . ^S» Austeilung ins HauS meiv.l» jthrig 115 ft., monatlid) d Tt. •tnjtlne Vlumtrimi ft fr. Laibacher Nr. 290. Hncntme Mittheilungeu werden nicht berücksichtigt; Manuskripte nicht zurlickgesendel. Dienstag, 19. Dezeinber 1871. — Morgen: Liberatns. tttiaklio* l'alfnijefyaffc 91r. issi. Lr^dilun uHl 3iiftr«!ea-ßnrcan: Aongrehplay *Wr. 81 (Buchbandlua^ von I i'.ArieiiimoVT* Z. Baml".rg)4 Justrül'nsprrisr: Kür tic einspaltige Pelitzeile 3 Fr bti iti'niuialigcr «Linsckallnng & 5fc dreimal ä 7 Ir. vhiHiiici:»ftemv«.l jcdc^mal SO ft. iBei ßröfcvten Inseraten und öfterer nahmen cm der Sonntag Nachmittags stattgefuitdenen sere Kirchen geschändet, zum Tummelplätze wilder i Adelskonserenz Theil; starke Zuzüge von verfaf-Leidenschafte» gemacht, Kanzel und Beichtstuhl durch j snngstrcue» Großgrundbesitzer» wurden noch mit die politische Hetze profauirt. Soll »icht der gläubige Katholik ganz i» feinem Innersten verflachen, das religiöse Gefühl, die Menschen- und Gottesliebe ganz ausgerottet und der Mensch durch seine Priester der Verwilderung an« heimgegeben werden, so muß bald Abhilfe geschaffen werden. Daß fisifche Waffen unserem Priesterthum gegenüber nicht ansreicheu, ist selbstverständlich. In dem Kampfe gegen diese religiöse Verwilderung der Massen ist ebenso wie in der Wissenschaft und in der Kulturarbeit überhaupt nur mit geistigen Waffen zum Ziele zu gelangen. Wissenschaft und Bildung müssen hiebei die Hauptrolle spielen, obwohl sie nicht vollständig genügen dürften. Denn einmal können fie der ungebildeten Masse gegenüber nicht ihre volle Wirkuug thmt wegen des unbedingten Ansehens, dessen die Geistlichkeit sich beim Volke erfreut. Mail kann beut gemeinen Manne hundertmal, erweisen, die ganze Klerisei, der päpstliche Schwindel mit der Unfehlbarkeit und aUeut was batatt hängt, fei burch Fälschung, durch Betrug, durch Zwangsmaßregeln nach und nach in bie christliche Kirche eingeführt worben. Es wirb alles nicht verfangen; ber unwissendste Dorfkaplan wirft deine ganze wissenschaftliche Leistung über den Haufen mit den Worten: „Der Katechismus lehrt anders, der Papst behauptet das Gegentheil, ihm muß man glauben, denn er ist unfehlbar." Vernunft und Wissenschaft wird dein Volke verdächtigt, gegen die sicherste klarste Einsicht der eigenen Vernunft wird eS mit Mißtrauen erfüllt und zur blinden Unterwerfung unter die kirchliche Autorität gezwungen. (Fortsetzung folgt.) Politische Rundschau. Laibach, 10. Dezember. Inland. In Böhmen hatte gestern noch der Großgrundbesitz die direkten Wahlen vorznuehmen. Die bisherigen Ergebnisse der direkten Wahlen in Böhmen sind für die Verfassnngspartei sehr günstige ; zeigen sich doch selbst in den bestritlensten Wahlbezirken so starke Minoritäten, daß es nur einer genügenden Stätigkeit in unserer Verfassungspolitik bedürfen wirb, um sie zu Majoritäten an-wachsen zu sehen. Dem Umnuth ber unterlegenen Gegner ist manches zu gute zu halten, aber es gehört viel Dreistigkeit dazu, die heutige Regierung „unerhörter PreffionSmittel" bei bat Wahlen zu beschuldigen. Das Ministerium, kaum feil Monatsfrist im Amte, hat nicht einmal Zeit gehabt, die natürlichen Mittet auzuweuden, geschweige denn Außerordentliches zu thmt; konnte doch noch nicht die Entfernung der offen verfasfnngsfciitdlichcn Beamten burchgeführt werbe», bannt bie bringüchen Wahlen keine Störung erleiben. Uttb sollen wir erst im Vergleich bcmiit bie Geschichte der Hohenwart'schen Wahlmanöver auffrischen'? dem Abenbzuge erwartet. Laut ber Lemberger „GazetaNarodowa" müßte die galizische Delegation angesichts der Regierung«* utauover bei beit jüngsten Laudtagswahlen erklären, baß sie die Zusammensetzung dieser Lanbtage nnb bes ReichsratheS für illegal halte nnb bas Beispiel ber Zeutralisten unter Hohenwart iinchnhmeub, im Reichjjvathe nicht erscheinen könne. Das Organ Grocholski's meint, auch in seiner Verbissenheit, der Wiener Iournalhuubstall hätte anläßlich bes Stainzer Morbes nur beshalb „mit koscher teutonischer Verbissenheit" sich auf die Geistlichkeit geworfen, um den Katholizismus muzustürzen und jede Freiheit abzuschaffen! > Zum Mord in Stainz bringt die „Gr. Tagespost" einen Rückblick auf bie Ereignisse oottt 4. September 1868, an welchem Tage in Stainz Markworl nach seinem Vortrage bekanntlich überfallen , wurde, und vom 30. April und 1. Mai 18(59, wo beim Grazer LanbeSgerichte die Schluß-Verhandlung gegen die Stainzer Exzedenten stattfand. Das genannte Blatt gedenkt nun der Predigten, welche ein paar Tage vor Markwort's Auftreten vom Fürstbischöfe Dr. Zwerger und dem Kaplan Hopp zu Stainz gehalten wurden. Der Fürstbischof sagte tt. ct.: „Wenn Ihr nur Euren Seelsorgern glaubt, dann ist Euch der Himmel schon sicher; es ist, als wenn Ihr ihn schon im Besitze hättet. Glaubt Ihr aber einem Fremden, der zu Euch kommt, sei er nun ein brüllender Löwe, eine Schlange oder ein Engel, so liegt der Fluch auf Euch!“ In ähnlicher Weife predigte der Kaplan Nopp am 23. August. Kurz darauf überfielen die also anfgehetzten Bauern den „fremden" Markwort und so weiter dann in holder Progression. Ausland. Zwei nachträgliche Stimmen über die bedeutsame» Vorgänge in Petersburg verdienen registrirt zn werden. Die eine ist eine cze-chifche, ttitb sie liefert uns beit Beweis, baß die bie» deren Moskau-Pilger nicht minder enttäuscht sind, als bie Franzosen. Nicht so sehr ber Toast be* Czars, vielmehr ber ganze Umschwung der Stimmung an der Newa ist die Ursache dieses Katzenjammers. „Der Bismarckismus in Petersburg," so überschreibt RiegerS „Pokrok" wehklagend seinen letzten Leitartikel, und er jamiyert, daß Gott erbarm', über den „Wind, der jetzt plötzlich in Petersburg weht." Die andere Zeitungsstimme ist ein Artikel der „Spener'fchen Zeitung." Das Berliner Blatt freut sich herzlich, daß Rußland nun mich Oester reich gegenüber eine vernünftigere Politik eittzttfchla-gen willens scheint. Es schreibt unter anderem: „Rußland hat ganz evident eilten Abschnitt gemacht in seiner Politik imb den früheren Neigungen, sich in bie Angelegenheiten Mittel- und West-Europa'» aktiv eiitznmische», entsagt. Solche Politik, deren Nothreenbigfeit in der Absicht begründet lag, Ruß land in ben europäischen Staatenkreis einzusühren, war überhaupt nur möglich durch die Zerrissenheit Deutschlands. Der Umstand, daß der Kaiser Alexander II. ganz ruhig zugesehen hat, daß Deutschland seine Einigkeit durch zwei ober brei Kriege eroberte, ist der schlagendste Beweis bafiir, daß Rußland die Einmischungen in die Angelegenheiten von Mittel- und West-Europa definitiv ausgegebeu hat. Der sogenannte Deutschenhaß in Rußland ist ein sehr künstliches und kurzlebiges Gewächs und die Franzosen haben selbst das beste dazn gethan, daß es mit dieser fluchtigen Marotte schon wieder ans ist. So ist es auch mit der p a u s l a v i st i s ch e n Idee. ES sind vage, haltlose Fantasie», auf die der Staatsmann keinen Werth legen kann. Sie dringen nicht tief in die russische Gesellschaft und sollten sie, wie absichtlich von denen, die jenen Fantasien eine größere Bedeutung geben möchten, behauptet wird, das Gcmüth eines jugendlichen Prinzen gelegentlich affiziren, so wissen wir, daß der gereiste Mann auf dem Throne die Jugendtraume von sich weist." Die Ernüchterung der f r a n z ö s i s ch e n Journale, die bereits in nächster Zukunft französische und russische Bataillone mit einander verbündet gegen die „Preußen" anstürmen sahen, dürste durch den telegrafisch signalisirten Artikel des Petersburger „Regierungsboten" noch um einige Grade stärker werden, als biefes bereits durch beit Toast bes Czareu geschehen ist. In demselben wird nach Kon-üatirung der freunbschaftlichen Beziehungen zwischen Rußland, Preußen unb Oesterreich ganz trocken ber »großen Nation" ber Rath ertheilt, Ruhe zu halten unb sich keine neuen Gegner zu schaffen. Aber auch bie Panf lautsten werben in bem Artikel gehörig abgefertigt. Mit trockenen Worten wird ihr leitender Gedanke, alle slavischcn Stämme unter russischer Oberhoheit zu verschmelzen, als eine undenkliche Utopie erklärt. Die reaktionäre Strömung in Frankreich dauert fort, man meint, daß unter Außerachtlassung des gegebenen Wortes die Prinzen von Joinville und Aumale nächstens ihre Sitze in ber Konstituante tinnehmcii werben. Wahrhaft ekelerregenb ist bie Haltung Thiers unb sein Auftreten zu Gunsten ber „Republik." Nachdem er ber Republik durch seine unverständige, reaktionäre Politik jede Lebensmöglichkeit geraubt, will der alte Sch—wätzer aus Ehrgeiz doch nicht die Monarchie hergestellt sehen, da er in ihr nicht die erste Rolle spielen köuute. Mr. Thiers soll unlängst zu einem Depu-lirtcti der Rechten gesagt haben: „Warum sollten die Royalisten mich nicht zum König machen? Ich könnte als Adolfe le Bref regieren und da ich keine Kinder habe, könnte der Graf von Ehambord mein Nachfolger werden und nach ihm könnten die Prinzen von Orleans den Thron besteigen. Würde das nicht eine vortreffliche Fusion der Interessen sein?" Herr Thiers ist zwar sehr eitel, aber nicht albern; er hat bis heute keinen Anlaß dazu gegeben, die Gesundheit seines Geisteszustandes anzuzweifeln und wir können daher tutmöglich glauben, daß er eine so verrückte Aettßerung gethan hat, wie diejenige wäre, bie ihm von bem Pariser Korrespondenten bes „Daily Telegraf" in den Mund gelegt wird. Ein Unglück, sagt das Sprichwort, kommt selten allein. Besieht matt sich die Proben der Schrift, welche Ernst Renan, der Freidenker, soeben unter dem Titel: „Die geistige und sittliche B esser un g Fr ankreichs" (Laliöforme Intellectuelle et Morale de la France) erscheinen läßt, so möchte man fast abergläubisch werden und , nn einen bösen Geist glauben, der daö ohnedies schon ins Unglück gebrachte Land noch tiefer hineinreiten will. Wenn die angeblichen Filosofeu solche Stücke leisten, wenn sie mit solchen Mitteln ihr gesunkenes Land wieder aufrichte» wollen, wie Renan es nach den vorliegenden Auszügen zu thun empfiehlt, bann ist es wahrlich um ein Volk geschehen. Wo die Selbsterkeimtniß fehlt, da ist bie Besserung von vornherein unmöglich. Wo matt die Anforbernngeu einer geihrettbett Zeit, bie Schäden eines aus den Fügen gehenden Staatsbank theils mit dem Hokuspokus einer abgethanen Mitelalterlichkeit, theils mit der Rückkehr zu eäsaristischeu Einrichtungen befriedigen uud heile» will, da mag die kranke Nation besser ohne ärztliche» Rath bleiben; denn kriegt sie „solchen Trank" nochmals in den Leib, so ist sie gleich geliefert. Lokal- und Provinzial-Angelegenheiten. Original-Korrespondenz. Stein, 18. Dezember. Die Wahlen in Ren-marktl sind diesmal ziemlich ruhig verlaufen, aber die klerikalen Wühlereien, die denselben votangingen, waren in der That ekelhaft. Ich will beispielshalber nnr einer Predig! erwähnen, die kürzlich vom hiesigen Kaplan Blasius Muhic tit ber Pfarrkirche gehalten roufde. Unter anderm bemerkte der fromme Mtnn, der Papst fei so zerlumpt und zerrissen, daß man e3° nicht beschreiben kann. Das christliche Volk in Rom hörte dies und erbarmte sich des armen zerlumpten Oder-Hirten, legte eiligst Geld zusammen, damit der Bater der Christenheit wenigstens warme Kleidet bekäme. Und richtig ließ der heilige Bater nach Empfang des Geldes einen Schneider holen und sich einen neuen Rock anmessen. Als das Kleid fertig war, bezahlte der Papst die Rechnung, jedoch den Rest des Geldes übergab er dem Schneider, um es unter die Armen zu vertheiten. Das abgelegte zerlumpte Kleid aber wurde öffentlich ausgestellt, zum Beweise, wie tief die Gottesräuber den heiligen unfehlbaren Bater herunter-gebracht. DaS Bott fiel über bie geheiligten' Lumpen her und jeder war bestrebt, wenigstens eines Fetzen? zum Andenken habhaft zu werden. Beim Vortrag dieser Schauergeschichte redete sich der fromme Kaplan so in salbungsvolle Rührung hinein, daß ihm ein Thränenstrom entstürzte und die Hellen Zähren nur [o die Kanzel hinabrollten. Ist das nicht eine köstlich: Figur, der zerlumpte, in Bettlerfetzen gehüllte Papst! Und so was lassen sich die Bewohner einer Stadl im Lande Krain im Jahre des Heils 1871 von der Kanzel biete»! 0 saucta simplicitas! Doch hinweg von diesem anwidernden Bilde! Auch unser warmer Freund, der Pater Capistran, versäumte es nicht, nach längerer Abwesenheit sich wieder zu rechter Zeit in Stein einzufinden und die alte Giftsaat unter vaS unglückliche Volk zu streuen. Es war interessant zu sehen, wie die zwei Kapläne von Stein, den Pater Kapistran in ihrer Mitte, wie die heiligen drei Könige von HanS zu Haus gingen, um die Leute für die klerikalen Kandidaten zu bearbeite«. Kommt im Priesterberufe, kommt in den OrdenSgelübden des frommen Paters vielleicht auch das der politischen Wühlerei und Volksverhetzung vor? Steht es in der Ordensregel, daß eilt Jünger des heiligen Franziskus jedem, der nicht für die Klerikalen stimmt, öffentlich beschimpfen und einen Preußen, einen Laterlandsverräther schelten darf ? Warum duldet die geistliche Obrigkeit Jahr auS Jahr eilt einen solchen Skandal? Ist der genannte Pater ein Ordensangehöriger, ja oder nein? Warum bringt er ganze Nächte außerhalb feines Klosters zu? Die Bewohner von Stein wollen einmal Antwort haben, ob das Wühlen und Hetze» sich mit der Kutte vertrage. Am Tage der Wahl veranstaltete der genannte Pater noch einen Umzug singender unb schreiender Buben durch die Stadt mit fliegenden Fahnen und brennenden Lampions, die der Klosterkirche gehören und sonst bei der AuferstehungSprozession benutzt werden. Auch Dr. Costa verfehlte nicht, in der Gegend zu agitiren und der bekannte Dr. Samec, der noch immer nicht nach Kommend« St. Peter, wo seine Kranken nach ihm jammern, gezogen, war sein getreuer Schildknappe. WaS da an Hetzen und Wühlen geleistet ward, ist nicht zu sagen. Viele achtbare Männer erheben ihre Stimme und rufen um Abhilfe, die Regierung solle endlich einmal dem ewigen Verhetzen ein Ziel setzen. Sie selbst jammern, sie können nichts rhnit; wenn sie sich rühren, so haben sie die Geistlichkeit am Halse, bie ihnen viel Schaden zufügm kann, indem sie die Mafien über sic hetzt. Es ist die höchste Zeit, dafür zu sorgen, daß Ordnung und Gesetz wieder respektirt werden im Lande. Nirgend» hat bie Aera Hohenwart-Wurzbach so viel Unheil gestiftet, tete hierzulande und noch immer harten wir vergeben« auf Abhilfe. Gott besser'«! Lokal-Chronik. — (Auf der Tagesordnung der heu ♦ tigen L a u dta gS s i tz u n g) standen zwei Anträge des LandeSauSschusseS, betreffend die Besetzung der Primat = arzteustellen am hiesigen Zivilspitale, deren Genest» ein interessantes Streiflicht auf das Gebahren der jetzigen LaudtagSrnajorität zu werfen geeignet ist. E« handelt sich nämlich um die Beseitigung de« als Arzt und Mensch in den weitesten Kreisen geachteten Dr. Keesbacher von dem Posten eines Primararztes im Zivilspitale, den er seit dem Jahre 1863 in ne hat. Damals wurde er von dem verstärkten Landes-ausfchuffe, dem Mitkompetentcn Dr. BleiweiS, einem Sohne des slooenischen BolkSftlhters vorgezogen, letzterer erhielt erst ein paar Jahre später die Stelle eines Arztes an der hiesigen Zwangsarbeitsanstalt. Die Klerikalen, von dem Wahne befangen, daß der Sohn eines slooenischen Halbgottes ein angebomes Recht auf einen landschaftlichen DtensteSposten besitze, erhoben die schamlosesten Verunglimpfungen gegen den verstärkten Landes-auSschuß, sie erklärten diese Ernennung als eine völlig illegale, und da sie gegen die medizinische Tüchtigkeit des Angestellten Primats nichts vorzubringen vermochten, so griffen sie zur Lüge, daß er der slooenischen Sprache gar nicht mächtig sei, obwohl er sih mit einem sehr guten • Sptachzeugniß auSzuweisen hatte. Seit jener Zeit bildete Dr. Keesbacher einen stehenden Artikel in der slooenischen Sch nutzpresse. Die Math der Klerikalen steigerte sich, als sie in dem geistreichen Fruilletoniste» des „Tagblattes," der ihnen manches empfiliskiche „Merks" auf den Pelz brannte, eben ien Dr. Keesbacher vermutheten, Ji ihren Parteiblattern war zu wiederholten ntalen zu lesen: dis slovenische Ration verlange es, daß De. Keesbacher des Landes verwiesen werde. Diese WuthanSbcUchr steigerten sich, als Dr. KeeSbacher von der Stadtgemeinde Laibach in ben Gemeinderath gewählt würbe. Endlich fand sich doch der Landtag bewogen, dem Drängen ber N ition (?) nachzugeben. Vor zwei Jahren brachte Dr. Zarnik denn Atrag auf Reorganisiruug der Verwaltung«- und Sanitätsstellen im hiesigen Zivilspitale ein. Die Tendenz dieses vom Lanötage angenommenen Antrages ließ keinen Zweifel übrig. Die flovettifäje Presse jubelte über die endliche Entfernung Dr. K'-. von seinem Posten. In der letzten Session brachte der Landesausschuß bie Vorlage über die neusystemtsirten Primarienstellen ein. Rach dieser Vorlage wurden die Gehalte der bisherigen Primarien an der medizinischen und chirurgischen Abthrilung erhöht, und eS gelaugten diese Sfllen nebst einer meuerrichttten Primär-steile an ber sifilitifchen Abt Heilung im vorigen Monate zur Ausschreibung. Unter den Kompetenten für die von Dr. K. imiegehabte Stelle befindet sich a uch Dr. BleiweiS junior, und es zweifelte niemand, daß eS dem LandeSauSschuß keine Mühe Verursachen werbe, den Dr. BleiweiS, Sohn des großen VolkssühretS, zugleich Starosta bes Sokoloereins, an Stelle K.'s zu bngstten. Jedoch die fatale Geschäftsordnung des Lau-b:’8auSfcfn#6 und Das Rechtsgefühl des Landeshauptmanns Dr. Razlag, der zu einem so schmutzigen Handel feine Hand nicht bieten und erworbene Rechte eine» im landschaftlichen Dienste bereits durch 9 Jahre flehen = den Arztes nicht verletzen wollte, führten eine ganz unerwartete Wendung ber Dinge herbei. Trotzdem, daß im LandeSauSschuß nur ein Liberaler sitzt, hätten sich für Dr. K. zwei Stimmen, nämlich die des ersteren und die des Landeshauptmanns, für Dr. Bleiwei* junior ebenfalls nur zwei Stimmen ergeben, itachbem Dr. Bleiweis senior in diesem Falle nach der Geschäftsordnung sich der Abstimmung zu enthalten hat, und für einen einzelnen Fall dessen Stellvertreter nicht eiudernfen werden kann. Nun aber hatte bet Stimmengleichheit jene Besetzung zu gelten, der sich der Landes« W Fortsetzung in der Beilage, 'fl Beilage zum „Laibacher Tagblatt" Nr. 290 vom 19, Dezember. hauptmann anschließt. Bei dieser Sachlage wurde daher die Besetzung vertagt, um darüber die Meinung des Landtages einzuholen. Dr. Costa sabrizirte nun flugs eine Landtag-Vorlage, um die drohende Gefahr von dem Haupte des Schützlings der klerikalen Majorität abzulenken. In dieser Vorlage wird beantragt, daß der Ersatzmann eines Landesausschußbeisitzers auch bei Stellenbesetzungen, wenn letzterer aus Verwandtschaftsrücksichten oder anderen Gründen an der Sitzung nicht theilnehmen will, einberufen werden kann. Weiter« konnte nach der jetzige» Geschäftsordnung eine Stellenbesetzung nicht vorgenommen werden, wenn nicht alle Beisitzer gegenwärtig waren. Es könnte daher eine illegale Stellenverleihung durch Absentirnng eines einzigen ÄuSschußmitgliedeS vereitelt werden. Auch dieser Eventualität will Dr. Costa dadurch abhelfen, daß in seiner Vorlage die Anwesen-heit von drei Beisitzern bei Stellenverleihungen als genügend erklär, wird. Eine zweite Landtagsvorlage, von Dr. Bleiweis ausgearbeitet, bezieht sich auf den nämlichen Gegcufhuid und gipfelt in den Anträgen, daß die Stellenbesetzung der Primarien noch vor Ende Dezember vorgenominen und daß, falls ein Primararzt bei der Besetzung durchfiele, derselbe nach den Pensionsvoischristen zu behandeln sei. Wir hätten wenigstens erwartet, daß BleiweiS senior so viel An-standsgesühl besitze, um nicht als Berichterstatter eines Antrages in dem Landtage auszutreten, der ins schlichte Deutsch übersetzt also lautet: „Mein Sohn ist als Primararzt an Stelle des Dr. Keesbacher anzustellen und letzterer mit einem einjährigen Gehaltsbezuge ab-zusertigen und auS dem Landesdienste zu entlassen." — (Die morgige Be rsa s snu g Sfeier) verspricht in jever Hinsicht eine großartige zu werden. Die Anmeldungen von Teilnehmern sind sehr zahlreich und da« Arrangement des Festes dürste ein durchaus gelungenes sein. Die Musik wird die eben hur anwesende Zigeunerkapelle besorgen, deren Leistungen in den letzten Tagen so außerordentlichen Beifall fanden. — (Borlcf u » g und »> u s i k a 1 i s che S o i-ree.) Dr. Hotvpf und Pianist .Herr Arthur werde» heute Abend halb 8 Uhr eine dramatische Vorlesung und musikalische Soiree abhalten. Auf dem Programme stehen unter anderem Vorträge aus „Wilhelm Zell," , Julius Cäsar," dann charakterische Sonaten von Beethoven op. 81, Faustwalzer von LiSzt u. s. w. Die Karte kostet per Person 1 fl., Familienkarlen 2 fl. — (Die Kapelle de« Herrn Darasz> erntete auch gestern im Hotel Elesant den gleichen wohlverdienten Beifall, wie am Sonntag im Kasino, und man wird i« deshalb dem Herrn Kasino-Restaurateur Dank wissen, daß er dieselbe bewogen hat, heute nochmal« in seinem Vokale aufzutreten. Für das morgige VersassungSbankett ist Herr Darasz ebenfall« gewonnen. Wir mache» wiederholt auf die wirklich vortrefp liehen Leistungen dieser Gesellschaft aufmerksam und können mit 'voller Zuversicht die tteberzeuguug aus-,precke», daß jedermann vollkommen befriedigt der Produktion'anwohnen wird. Wie wir höre», wird der Aufenthalt der Künstler hier nur noch wenige Tage dauern. — (iöcaler.) „Der Teufel im Herzen oder das vierte Gebot" von Theodor Flamm, welches am Sonntag aufqesührt wurde, ist ein gut gezeichnetes, von bühnenknn-biejer Hand iiiszenirtes Bolksslilck, welches einen ans dem Landleben gegriffenen Stoff in recht geschickter Welse ver-arbeitet. Frei von jeder Nnnatürlichkeit und jener in ähnlichen Bolksstücken nur zu häufig vorkommeuden Hhpersen timentnlität, hält es die Mitte zwischen Schauspiel und Posse glücklich ein, ohne dabei die verlockende Bahn des soqenaiiiite» Rührstückes zu betreten, uud versteht es, Leu Zuhörer, wenn auch nicht gerade », Spannung, fo doch in aufmerksamer Theilnahine zu erhalten. Die Ausführung dikfer Novität war eine dnr»wegs lobenSwerthe und erzielte in mehreren Szenen de>> verdienten Beifall des leider nur mäßig besuchten Hanfes. Namentlich gilt letzteres bezüglich der Herren Schlesinger und H o f b a n e r , deren Leistungen nnfer vollstes i'ob verdienen. Beide be währten fick diesmal als treffliche Charakterdarsteller, und war besonders erfterer in Spiel und Maske von überraschen 6er Natürlichkeit. Desgleichen war auch Hr. L ö c s als „Steffel" sehr brav. !!Bor Fälschung wird gewarnt!! Kaiser!, kouigl. ausschl. privil. neu Verb, erstes amerikanisch und xjPGf englisch patentirtes allgemein beliebtes Anatherin-Mundwasser von ,1. ( * . Popp, prakt. Zahnarzt u. Privilegiumsinhaber in Wien, Stodt, Bv^nergaffc L. Dieses Mundwasser, Von der lol'l. Wiener medizinische» Fakultät approbirt und durch eigene zojäbrige Praxis erprobt, bewährt sich vorziiglich gegen jeden üblen Geruch aus dein Munde, bei vernachlässigter Reinigung sowohl künstlicher «18 hohler Zähne und Wurzeln, und gegen Tabakgeruch; cs ist ein ii 11 illi er treffliche# Mittel gegen krankes, leicht blutendes, chronisch entzündliches Zahnfleisch, Skorbut, besonders bei See-fahrern, gegen rheumatische »ud gichtische Zahuleideu, bei Aus-lorfenmg und Schwinden des Zahnfleische«, besonders im vorgerückten Alter, wodurch eine besondere Empfindlichkeit desselben gegen den Tcmpcratnrwechsel entsteht; eS dient zur Reinigung der Zähne überhaupt, ebenso bewährt es sich auch gegen Fäulnis, im Zahnfleische, überaus schätzcnswerth ist es bei locker sitzenden Zähnen, einem Nebel, an welchem so Viele Skrosulöse zu leiden pflege»; es stärkt das Zahnfleisch nnd bewirkt festeres Anschlietze» au die Zähne; es schützt gegen Zahnschmerz bei kranken Zähnen, gegen zn häufige Zahnstein bildnng! es ertheilt dem Munde auch eine angenehme Frische nnd Kühle, sowie einen reine» Geschmack, da es de» zähen Schleim in demselben anslöst und dieser dadurch leichter entfernt wird, daher geschniackverbesscrnd einwirkt. 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Für die unpraktische, kostspielige Predillinie kämpft die französische Siidbahugesellschast „mit ihrem zahlreichen goldbetreßten Generalstab" und die in ihrem Dienste stehenden Truppen. Die Bortheile, welche die Lacker Linie namentlich für Krain gewährt, haben wir schon bei einer früheren Gelegenheit auseinandergesetzt, auch haben wir bereits angedeutet, daß da« Ministerium auf eine Eingabe der Triester Handelskammer vom 10. August 1871 erklärte, „daß es jenem Projekte den Vorzug zu geben geneigt sei, welches die kürzeste, am schnellsten ausführbare und wohlfeilste Verbindung von Triest mit der Rudolfsbahn herzustellen geeignet befuubin werden wird." Wenn die Matadore der Südbahn sich dennoch der klaren Einsicht verschließen nnd fest und steif an dem Predilprojekte sesthallen, so wird ihnen in der BroschUre glänzend nachgewiesen, ^daß alle ihre Argumentationen für dasselbe nur den Charakter eines Scheinmanövers an sich tragen. Der französischen Gesellschaft, heißt es, fei im Grunde die Länge der Predilbahn gleichgültig, gleichgiltig jene der Triest'Lacker Bahn, gleichgiltig, ob der neue Schienen-weg mehr nach Westen oder nach Osten gebaut werde. Ihr liege ausschließlich daran, daß der Südbahn k c i.n e Konkurrenz erwachse, daß ihr Privilegium vereinigt werde und daß der neue Hafenbau von Triest das Privilegium einbringe, jede Handelsbeivegunq in jener Hafenstadt zu beherrsche». Tic Neutralisirung jeder ernsten Konkurrenz der Südbahn würde durch die Predilbahu mittelst der Höhe der Kapitalsanlagen, der Betriebskosten, mithin durch die dadurch bedingte» hohen Tarifsätze derselben, dann mittelst de« prekäre», unsicher,, Verkehrs durch mehrere Monate des Jahres vollkommen erreicht werden. Die Predilbahn, wofern sie zur Ausführung käme, wäre also ganz dazu äuge thau, jede ernste Konkurrenz mit der Südbahngesell-schaft für undenkliche Seiten zu vereiteln, dieser das Monopol im Triester Hase» zum unberechenbaren Rach-thcile de« österreichische, Handels auf lauge hinaus zu sichern. Die Triest-Lack-Lannsdorfer Bahn jedoch wäre das einzige, natürliche Mittel zur Abwendung einer vlchen unermeßlichen Gefahr. Jedermann, außer etwa ein Besitzer von Südbahnaktie,>, muß sich mit der glänzenden Beweisfiihcung des Verfassers einverstanden erklären. — (Zweite Landtagssitzung.) Aus der Tagesordnung der heutigen Landtagssitznng stand als erster Punkt das Schreiben de« k. k. LandeSpäsidentei, wegen Vornahme der Reichstagswahlen. .Obschou gestern und heute die Sache als dringlich erklärt und von der Majorität des Hauses als solche anerkannt worden, beschloß man Uber Antrag Costa's den Antrag an einen Ausschuß zu verweise», der auch nach Ablehnung de« Dr. Razlaz ans folgenden fünf Mitglie. dern zusammengesetzt wurde: BleiweiS, Costa, Po« klnkar, Svetec, Zarnik. Dieser Ausschuß wird für die nächste Sitzung, Donnerstag 21. Dezember, seinen Be richt zu erstatten haben. Als zweiter Gegenstand stand auf der TageSvrd» Ordnung der Bericht des Landesausschusses wegen Abänderung des § 32 der Dienstespragmatik und Dien-ftcSinftrnftioit für die Landesbeamten und Bedienstete». Unsere Leser erseht» .auS dem vorstehenden Artikel, worum eS sich bei diesem Pnnkte eigentlich handelte. Wir begnügen u„S heute festzustellen, daß dieser Punkt zu einer ungerncin lebhafte« Debatte Anlaß gab, zu eine», erregten Kampfe des öffentlichen Gewissens und des unantastbare,, Rechtssinnes, siegreich geführt von den Abgeordneten Herren Deschuiann und Kaltenegger gegen den Berichterstatter des LandesauSschusseS Dr. Costa, der nichts als seine elenden Svsisnien und rabulisti* scheu Kniffe ins Feld zn führen hatte. Bei der Abstimmung fehlten zwei Mitglieder der Rechten. Dr. Razlag enthielt sich der Abstimmung, der Antrag des Ausschusses erhielt demnach nur 21 Stimmen und war wegen der mangelnden Zwcidrittelmajorität gefallen. Darüber allgemeine Verblüffung unter den Klerikalen und eine neue Probe der parlamentarischen Schulung der Stadtrath von Triest, der LandeSauSschuß von Krain, her Majorität des Hause« — ein allgemeines Gezeter, Einsprache gegen die Giltigleit und nicht geringe Lust, den eben gefaßten Beschluß umzustoßcit. Nach einer kurzen Unterbrechung der Sitzung mußte man sich doch der bitteren Nothwendigkeit fügen und zum dritten Punkte der Tagesordnung schreiten, welcher lautete: Antrag des Landesausschusses wegen Besetzung der Primararztenstellen im Landesspitale. Da durch daS Fallen des früheren Antrages dieser gegenstandslos geworden, so beantragte Dr. Zarnik aus Uebergaug zur Tagesordnung. Abg. Kromer jedoch protestirte energisch gegen eine Absetzung dieses Punktes von der Tagesordnung, wies die greellen Widersprüche Der Gegner nach, die eben erst beide Anträge für höchst dringlich erklärt hatten und jetzt plötzlich das Gegentheil behaupteten. Abg. Kromer geißelte das ganze Gebühren des Landesausschusses bei der Asfaire in ver» nichtender Weise. Und nun erhob sich erst noch Dr. Razlag, dessen Haltung alö Landeshauptmann in dieser Sache Ursache gewesen, daß sie an den Landtag verwiesen wurde, um eben diese seine Haltung vor dem Hause zu rechtfertigen. Seine ganze Rede, die wieder- holt von Zustiinuiuug-rufen und Beisallbezeugungen begleitet war, machte den Eindruck dcö ehrlichen Mannes, der sich angeekelt fühlt durch das Gebühren der Sippschaft, und seine Schlußworte: „Hier in diesem Hause sitzen viele Rechtskundige und Prediger der Moral, verurtheilt mich, wenn Ihr es mit Eurem Gewissen vereinbar haltet, ich spreche doch mit Galilei: Eppure si muove! (d. H.: Die ewigen Satzungen von Recht und Gerechtigkeit bleiben unwandelbar!) Diese Schlußworte machten die klerikalen Mucker auf ihren Bänken ordentlich erbeben. Das öffentliche Gewissen in ihren eigenen Reihen hatte gesprochen. Es wurde nach der nichtssagenden Replik des Herrn Bleiweis endlich zur Tages» ordunng übergegangen. Die nächste Sitzung ist Donnerslag den 21. Dezember. ^Witterung. Laibach, 19. Dezember. Sternbelle Nacht. Naßkalter, dichter Morgennebel, später heiter, Sonnenschein, die Atmosfäre theilweise dunstig. T e m per« tu r: Morgens 6 Uhr — 9.0", Nachmittags 2 Uit — 3.9" C. (1870 > 4.3", 1869 + 5.8°). Barometer 741.30 Millimeter. Das gestrige Tagesmittel der Temperatur — 3.9", um 2.3" unter dem Normale. Verstorbene. Den 16. Deze in b t x. Franziska Moringo, Häus-IcrSgattin, alt 38 Jahre, im Zivilspital in Folge erlittener Kopfverletzung und wurde gerichtlich beschaut. - Jungfrau Maria Pausier, Private, alt 57 Jahre, in der Stadt Nr. 311 an Herzlähmung. Telegrafischer Wechselkurs vom 19. Dezember. f>perz. Rente österr. Papier 60.15. — 5perz, Rente österr. Silber 70.10. — 1860er Staatsanlehen 101,80. — Bankaktien 809. — Kreditaktien 323.80. — London 117.30. - Silber 116 50. -• «. k. Mllnz-Dukaten 5 50. - N«. poleonsd'or 9.29'/,. Mtoziehung vom 16. Dezember. Wien: 45 18 32 83 43. Graz: 15 62 17 79 63. a mir bei meiner, Familienverhält«isse wegen beschleunigten Abreise nicht möglich ist, von allen meinen Bekannten und Freunden persönlich Abschied zu nehmen, so sage ich hiemit öffentlich ein herMches Lebewohl! Emilie Mlaker geb. Finz. Dffcrt-Ausschrclbung. Die General-Direktion der Weltausstellung 1873 in Wien hat beschlossen, wegen Erzielung von Anboten für die Uebernahme der Arbeiten und Lieferungen zur *>erftellsuiß des Knßbodeus sammt Konstruktion und Pilotage, sowie der Pilotage für das Manerwevk zu dem im Prater zu Wien aufzuführenden Jndnftrie-Ausftellungsgebäude eine allgemeine Vffertveichairdlirug auszuschreiben. Diese Offertverhandlung begreift: I. Für die Herstellung des Fußbodens: 1. Die Lieferung von zirka 104*0 (zehn tausend vier hundert zwanzig) Stück 3 (acht) Zoll im Durchmesser starken, 10—15 (zehn bis fünfzehn) Fuß langen, weiche» runden Piloten. 2. Die Lieferung von zirka 18300 (dreizehn tausend drei hundert) Knrr.-Klafter '/,zölligen (fechsachtel ,)oü im Gevierte) weichen Unterziigen in Längen von 19 (neunzehn) Fuß, blos auf zwei Seite» rein behaue» oder beschnitten. - 3. Die Lieferung von zirka 38400 (dreißig ad'l tausend vier hundert) Kurr.-Klafter 3 (drei) Zoll starke», 6 (sechs) Zoll hohen, weichen Polsterhölzern in Längen von 15 und 19 (fünfzehn und neunzehn) Fuß. 4. Die Lieferung von zirka 109*0 (neunzehn tausend siebe» hundert zwanzig) Onadr. Klafter Fußboden von 5'/, Zoll (fünfeinhalb Zoll) breiten, '/. Zoll (fechsviertel Zoll) starken, 6 (sechs) Fuß langen, gleich breiten weichen Laden. 5. Die Lieferung von zirka 10480 (zehn tausend vier hundert zwanzig) Stück eisernen Pilolenschnhen int Gesammtaewickte von zirka 15*0 (sieben hundert und dreißig) Wiener Zentnern sammt den hiezu erforderlichen Nägeln. II. Für die.Herstellnnft der Pilotage des Mauerwerkes: 1. Die Lieferung von zirka 0880 (neun tausend acht hundert achtzig) Stück, 9 (nenn) Zoll im Durchmesser starken, 10—15 (zehn bis fünfzehn) Fuß langen, weichen, runden Piloten. 2. Die Lieferung "von zirka 4A40 (vier tausend fünf hundert vierzig) Kurr. Klafter '/>°Migen (achtzebntel Zoll im Gevierte) weichen Unterzügen in Längen von 19 lnennzehn) Fuß, blos auf zwei Seiten reinbehauen oder beschnitten. 3. Die Lieferung von zirka 0880 (neun tausend acht hundert achtzig) Stück eisernen Pilolenschnhen im Gesaminlgewichte von zirka 510 (fünf hundert siebzig) Wiener Zentnern sammt den Hiezit erforderlichen Nägeln. Die Herren Unternehmer können zu dem J-ußbvdenbelage auch Laden in der Breite von 6 (sechs) Zoll, 6'/, (sechs ein halb) Zoll, 7 (sieben) Zoll bis 8 (acht) Zoll anstatt, wie angegeben, 5'/, (fünf eilt halb) Zoll Breite offeriren, jedoch müssen selbe die angegebene Stärke von 1'/, (anderthalb) Zoll haben. Ferner steht es den Herren Unternehmern frei, auch harten Fltßbadetibelag aus eichenen Friesbrettern z» ofseriren, diese müßten jedoch 14 15 (vierzehn bis fünfzehn) Linien stark, ti" (zwei Fuß sechs Zoll) bis 3 (drei) Fttß lang, 6 (sechs) Zoll breit sei». Den Herren Unternehmern bleibt es sreigestellt, sich entweder blos bei den Materiallieferungen, oder sowohl bei den Materiallieferungen als auch bei der Herstellung der Arbeiten zu betheiligen. Die Licfermmpti lmh Wihpilrit Timnen im ."nimm ntvr in piinfhien Ä'Iieileu Übernot dl £-1 oder blos bei der Herstellung der betreffenden Arbeiten, Die Lieferungen und Arbeiten können im ganzen oder in einzelnen Theilen übernommen werden. Die auszuführenden Lieferungen nnd Arbeiten müffeit mtvcmeilt in Angriff genommen werden und unnnterbrochen derart fovtgefeut, daß die Herstellung der Pitotage für das Mauer merk, sowie die Herstellung der daraus zu legende» Unterzüge (Kappbäume) längstens bis Ende März 1872, die Pilolage und Uttterzng Htrslellnng für den Fußboden jedoch längstens bis Ende April 1872 vollkommen vollendet ist. Die Herstellung deS eigentlichen Fußboden?, d. i. die Ausstellung der Polsterhölzer und das Legen der Fnßbodenbretter, tau» erst am 1. (ersten) Jnni 1872 beginnen, muß jedoch am 30. (dreißigste») September 1S72 gänzlich vollendet sein. Die näheren Bestimmungen über Inhalt und Fort» der Offerte, die allgemeinen nnd speziellen Bedingnisse, Boransmaße und Pläne werden in der Ban Abtheilnng der General-Direktion für die Weltausstellung (II. Praterstraße Nr. 42) über mündliches oder schriftliches Verlangen ansgefolgt oder versendet. Die bezüglichen Offerte sind bis spätestens '•, Kleiderkästen, Gummifiguren, Peitschen, Stroh-unt Kautsckuk-Schlitten, Kinder-Rohr-Möbel. Puppen, gekleidet mit ungekleidet, Täuflinge mit und ohne Haare von 10, 20, 30 kr bis 15 fl. pr. Stück, auch Mama mit Papa rufend, mit vorzüglicher Stimme. Enorme Auswahl in Lederwaare: Schreibmappen mit und ohne Einrichtung iu sehr eleganter Ausstat tung. Portemonnaies, Banknoten- und Zigarrentaschen mit und ohne Stickerei, Reise- mit Arbeitsnecessaires, prachtvolle Albums mit und ohne Musikwerke. Das Schönste und 9ieiicfte iit Schmuck, Schatullen, Handschuh - Kassetten, Zuckerdosen, Nälischatullen, Uhrträgern. Thermometern, Nähtischclien, Parfümkasseis und Parfüms in ' allen Gerüchen. 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Einladung z-m> Ankäufe«w»™ Znnslnucker Tiroler- in fr, v; > turUljv, wie nachstehend erläutert, liv|)Vr wie Anargrld, ltub deren erste und nächste Ziehnnii schon am )!. Jänner 1872 erfolgt. ' Tic gefertigte Wechselstube erlaubt sich hierin!! iltmt gef<1)ä(iten P. Privalknnde» und GefchäslSftettnde» (iitmeigen, daß sic bic von der LaudeShauptstadI Innsbruck gcmachtc Anlcchc im Betrage von l Million Guldcn fftevr. Wäbr. übernoimnen, mit erfudit beel.al6, diesbozüglichc anfällige geneigte Aufträge oder Anfragen mir an die gefertigte Wechselstube gelangen zu lasse». Kurze Taislellnng einiger der Bortheile, welche diese Anleihe darbietet: 1. Diese Anleibe beträgt in Summe Moit i Million Gulden und wird mit 2,Mü.9lo sl. ö. iV. binnen 10 Jahren nicfgczahit. 2. Ist dieselbe iit Lbeil,chiildverschreib»ngen (Lose.) gelbeilt, wovon jedes mit mindestens :i« fl. ö. W. uerloet werden mitli UNO ;l. Haben dieselben 4 Ziehungen Im Jahre mit Haupttreffern von 30.000, 12,000, 10.000, 10,000 fl. eto. ö. W., weiter» l. Bieten dieselben, abgeseben davon, daß die Landeshauptstadt Innsbruck die Zablnngspflicht illimtommcn, welche gewiß jede Garantie bietet, noch dadurch, daß tie-Lande»Hauptstadt mit ibre», 'äniintlichen beweglichen und unbewegliche» Bermögen im gerichtlich erhobenen Werthe von mehr wie 800.000 fl. und mit alle» ihr gebührenden SteucmiMlagcH mit 6'esällen baitet, jede auch mir immerhin möglich wünschenswertbe oder denkbare Sicherheit und sind sobiu in dieser Begehung jedem andere» Lose gleichzustellen. Not »UN ihre» P. T. Kunden den Beweis z» (ictmt, welche Ansicht die gefertigte Wechselstube selbst über de» Werth und die Sicherheit dieses Papiere« selbst als Anlage-Lapital bat, jo hat sich dieselbe entschlossen, eine» Theil dieser Lose zu dem Zwecke zu refervtven, taß sie erklärt und sich verpflichtet, alle hievon bei ihr von heute bis 1. Jänner 1872 in einzelnen Stücken a fl. 30 ö. W. gekauften derartigen Lose (wenn der Borrath so lange reicht), iunerhalb eines IabreS, d. i. bis incl. i. 3änner 187:», mit dein vollen Ankansspreife, d. i. ebenfalls ii .in fl. in Zahlung z» »ehmen, woduriv-sonach jetcv Käufer eiues derartigen Loses erstlich gar kein Rtsioo, nachdem er Innero,ilb eiiKSJiobreä selbes Voö jeden Moment zum volle» Ankaufspreise in Zahlung gtbetr. kann, weiter» somit umaonat in t Ziehnngen aus Hiinvlliejitr von 30.000. 13.000. 10.000, 10.000 sl. ne. jvielt. Derart 'Jose ohne dieser .'jcrpitichmiig oeö iltiiiiraiifeo verlauft die gefertigte Wechselstube stets genau nach dem Jageseourfe u. dermalen mit 20 fl. ü. 39. pr, Stück. Diese Lose sind auch IN den meisten Wechselstuben sowohl in Wien als auch in de» Provinze» nach dem TagcScoti!>! zu haben. Um jedoch de» Ankauf dieser Lose ,t eer m a u » zu ermögliche», jo bat die gefertigte Wechselstube eine weitere Anzahl dieser Lose auSgeschieeen , welche sic ans SO monatliche Raten mit blo» ii : fl. ö. W. verlaust und wobei man nach Zahlung der ersten Rate von nur I fl. und der gesetzlichen Stempel» gebühr schon allein in den nächsten Ziehungen ans die Ha»pti>ejs:r nur überbaupt ans alle Treffer jvielt. ?i< gefertigte Wechselstube, »achtem sie, um ihre geehrten P. I. Kunden aus diese außergewöhnliche», aitSerorteullicheit iu'rlheiie, welche mit dem "Jlitf.nifc fieser Loje verlmitdeii, mifmertfani zu machcn nnd zum baldigen Ankäufe um an diese» Begünstigungen Tbeil zu nebnten, da die zum Rückkäufe bestimmte Anzahl Lose bald vergriffen sein dürfte) einzuladen sich erlaubt, glaubt annebine» zli können, i-aß loobi laum irgend Sem,int (welcher überhaupt au solche» Lose» 2heil nimmt) sei» dürfte, _ ,_________________ der sich nicht veranlaßt sehen würde, eines oder auch mehrere dieser Lose a»z»k.»ite», da hiermit gar kein illisieo verbunden, man umsonst in Vier Ziehungen spielt und hlkst Lose, wie oierwähnt, binnen einem Jahre zum Vollen Ankaufspreise in Zahlung genommen werde». Bei geneigte» auswärtigen Aufträge» beliebe man teölvilf> gütigst den entfallenden Betrag nebst 30 Kreuzern für vier Ziehungsliste» de? Jahres 1872, welche sodann franco zugeseutet würden, Wenn hierauf reflectirt werten sollte, franeo an die gefertigte Wechselstube gelangen za lassen. (SM-10) Wechselstube der k. f. priv. Wiener Handelsbunk vormals Joh. (i. Solhen in Wien, Graben Nr. 13. Derlei Lose sind bei Joii. S.v. in Laibach zu tjabcu. $tm< ms Jgn. e. $ ft I net a $ r * geb. 8 amfrrr? tn SaiJa®. Berliner und für die Redaktion verantwortlich: Ctfentet Bemfctig.