Nr. 248 Montag, 28. Oktober 1907. 126. Jahrgang. Mbacher Zeitung Piiinnmelalilmsftre«: Mit Post Versendung: s,a!,M,lig 3a X, halbMrig 15» K, Im Kuntor: ganMüig 2L H, halbjähria 11 X. Für die ZusleNuüss in« Hau? ganzjährig 2 II, — Ius^rtiouggcbkhr: Mi ll,inr Iusciate bis zu 4 Zeilen 50 li, grö'Mr per Zcilc 12 k; bei öftcicn N!!el)?vl>o!>iiil!<.'!! per Zeile » d. Die «Laibacher Zeitung» erscheint täglich, mit Nülnahme der sonn- und Feiertage. Die Ndminlftration bcftme! sich Kongre^platz Nr. 2, die Medallion Dalmatingasse Nr, 10. Sprechstunden der ».cdaltion von « bis i» Uhr vo . mittags. Unfrankierte Briefe werben nicht n!>?!>iwmme», Manuslripie "ich! »urliclgestt'llt. Amtlicher Geil. N eichsgeri ch t li. Bezirk, Schillerplatz Nr. 4) seine regelmäßigen Sitznllgeir inl Jahre 1!)08 am, 13. Jänner, 10. März, 1. Juli und U). Oktober beginnen wird. Es lvird hiemit bekannt geinacht, daß das Wien, am 23. Oktober 1907. Voin k. t. Reichsgerichte. Den 25. Oktober 1907 wurde in der l. k. Hof- und Staats, dructerei das X(^I. Stück der rumänischen, das (.'III., (^1V. und OV. Stück der italienischen, das <^VI. Stück der böhmischen und das dVIII. Stück der rumänischen Ausgabe des Neichsgesch» blattes ausgegeben und versendet. Rekonvaleszenz Sr. Majestät des Kaisers. In der amtlichen türkischen Welt äußert man, wie ans Konstantinipel gemeldet wird, über die er-frenliche Vendnnq, die i>n Befinden Seiller Hia-jestät des Baiser-Bönigs eingetreten ist, größte Be-friedignng nnd zugleich den Wtinsch, daß sie ehestens von vollständiger Genesung Seiner Majestät gefolgt sein möge, in dessen erlauchter Person der friede nnd die Sicherheit Europas einen so eifrigen nnd mächtigen Schützer besitzen. Der ^ultan hat in eineni an den Baiser gerichtete!^ Telegramine so-wohl dein Knmmer Ausdrlick gegeben, den ihm die Erkrankung Seiner Majestät verursachte, als der herzlichen Freude, die ihm die nunmehr eingetretene Vessernng bereite. Das Athener „Neon Asty" vom 19. Oktober schreibt an der Spitze des Blattes: „Mit inniger nnd begreiflicher Teilnahme verfolgt man in Griechenland die Krankheit des Kaisern Franz Josef. Und nicht nur der Gedanke an das Wohlwollen und an die Sympathien, welche der verehrte Monarch so oft für Griechenland bekundete, gestaltet die Wünsche für seine rasche Genesung so aufrichtig und herzlich, wir Griechen empfinden anch so recht, was die Person des greisen Herrschers im Rate Enropas bedentet. Regent eines vielsprachigen, ans vielen Bestandteilen zusammengesetzten Reiches, hat er es dnrch Hochherzigkeit und Weisheit, dnrch die Lauterkeit nnd Geradheit seines Eharakters, dnrch seine unermüdliche Tätigkeit, dnrch seine Hingebung an die Interessen seines Reiches, die Autorität seines erhabenen Willens allgemein zur Gcl-tling zn bringen nnd die Herzen aller jener zn gewinnen verstanden, die nach dem Gesetze seine Untertanen sind. An kein Herrscherhalls knüpfen sich tenerere Interessen, kein Herrscher übt, größeren Einflnß ans dlirch sein persönliches Ansehen und seine außerordentliche Stellung in der Welt, als er, und er ist einer der trenesten Hüter des Weltfriedens. So senden nicht nur die Völker, über die er regiert, sondern auch alle Nationen, welche Gerechtigkeit lind Unparteilichkeit von dein Nate Enropas in bezng anf die Gestaltung ihre3 Geschickes erwarten, ihre Gebete sür ihn mit Recht znm Himmel." Italien. Tie Schwere der Niederlage, die sich die italienische Arbeiterorganisation in jüngster Vergangenheit geholt ha bell, tritt, wie ans Rom geschrieben wird, immer deutlicher in Erscheinung, so daß sie sich bereits als eil: Moment von hervor ragender Bcdentnng für die weitere innere Entwicklung Italiens qualifizieren läßt. Die ohnehin sichere Stellung des Kabinetts Giolitti hat sich anßerordentlich befestigt, da man dem Takte und der Geschicklichkeit, die es der letzten Arbeiterbewegung gegenüber all den Tag legte, in der bürgerlichen Welt Italiens, ohne Unterschied der politischen Farbe, Gerechtigkeit widerfahren läßt. Im sozialistischen Lager hat die allgemeine, starke Em-pörling über den jüngsten Generalstreik wahre Bestürzung nnd eine unverkennbare Entmutigung her- vorgerufen. Die sozialistischen Führer beginnen zu begreifen, daß eine neue Heralisforderung der öffentlichen Meinung für ihre Bestrebungen verhängnisvoll und zu einer Katastrophe für ihre Parteien werden könnte. Die starke Zerfahrenheit der verschiedenen Organisationen, zwischen denen eine überaus lebhaft geführte Fehde anogebrochen ist, zeigt, daß der mit dem mutwilligen Generalstreik vermeintlich gegen die Etaatsantorität geführte Streich sich in Wahrheit in einen gegen das eigene Fleisch geführteil umgewandelt hat, dessen Wiederholung der italienische Eozialismus nicht so bald wagen darf, ohne sich der Gefahr der Selbst-zerstörnng ausznsetzen. Amerikanische Flotte im Pacific. Ans London wird geschrieben: Von unverbesserlichen Pessimisten abgesehen, hat die ursprüngliche Deutung der Entsendung der Flotte der. Vereinigten Staaten ill den Stillen Ozean, als einer Vorsichtsmaßnahme des Washingtoner Kabinetts gegenüber der drohenden Eventnalität eines Krieges mit Japan, so ziemlich allen Boden verloreil. Man will nun.in sonst gut unterrichteten kreisen wissen, daß das wahre Ziel der ill Rede stehenden Maßnahme alls einem anderen Gebiete zn suchen nnd daß ill ihr einfach der Ausdruck der in Washington znm Dnrchbrnch gelangten Über-zengnng zn erblicken ist, daß der Schwerpunkt der amerikanischen Interessen für die nahe Zuknnft eben nicht im Atlantic liegt, sondern anf dein Pacific und jenseits desselben. Die internationalen Verträge garantieren wohl, daß all dem Status quo daselbst von anßenher nicht gerüttelt werden dürfe, sie gewähren aber keinerlei Schntz gegenüber Störnngen oder Erschütterungen von innen. Man fühlt sich — nnd zwar nicht bloß in Washington — der Entwicklungen innerhalb des Reiches der Mitte nicht im geringsteil sicher. Allerlei im Bereiche der Möglichkeit liegende Ereignisse, zum Bei- LeuMewn. Gin Drama anf See. Von Mlly Kcharlau. (Nachdruck verbuie».) „Morgen sind wir endlich da!" sagte Becker zu seinem nenen Frennde Müller, den er im Zwischendeck der Philadelphia kennen gelernt hatte. „Ich habe diese Schweinerei satt. Vierzig Dollar die Überfahrt, in der zweiten Kajüte zahlen sie mir fünfnndsechzig nnd leben wie die Fürsteil, hier aber geht es zu wie im Sanstall. Haben Sie denn hellte das Essen runteroringen können?" „Bande!" knnrrte Mütter und drohte mit der Faust gegen die Kommandobrücke hin. „An uns verdienen sie, an jedem wenigstens zwanzig Dollar, an den Millionären setzen sie zn. — Aber wenn ich erst den Fnß anf dem freien Boden haben werde, dann will ich gegen diese Blntsangcr schreiben, daß sie es lilit der Angst kriegeil sollen." Das gefiel Becker wie immer, wenn es gegen die Tyrannei ging. Und Müller hetzte, sich immer mehr i,l das Vertranen des Verschlosseilen zu schleichen. Scholl wlißte er ja um dessen ganze Lebensgeschichte. >!aufmanil mit gntcn Zeugnissen in erträglicher Stellnna, hatte er sich mit einem jungen nrmen Mädchen verlobt, konnte es aber erst hei-^Nen, wenn er seiller Militärpflicht genügt hatte. Gegen alles Erwarten wurde er anvgehobcn, Ul ein weit entfernt stehendes Regiment eingestellt. Anfangs ging alles gut, die Vorgesetzten waren l'^t ihm znfrieden. dann kamen aufregende Nach-ächten von der Brant. Tie Mntter lvollte mit ihr nach Amerika zu einem verheirateten Brnder. Beckers Stimmnng war von Tag zu Tag schlechter, er vernachlässigte sich, es gab Rügen und Strafeil. Dann sollteil die beiden Frauen reisen, Becker kam nm Urlaub ein, Abschied zu nehmen, wnrde aber abschlägig beschieden wegen schlechter Führnng. Am nächsten Tage war er ans der Garnison verschwunden, erst 'lach drei Wochen wnrde er seinem Regiment wieder zugeführt, kriegsgerichtlich zu sechs Monaten Gefängnis nnd Versetzung in die zweite Klasse des Eoldatenstandes vernrteilt, verbüßte darauf seine Strafe nnd diente den Rest seiner Dienstzeit ab. Ein glühender Haß gegen alles, was ill der alteil Welt war nnd geschah, hatte sich Beckers bemächtigt, aber wie sollte er fort, hinüber in das Land der Freiheit, wo man ihn nur nach seinem Können beurteilen würde, nicht nach seinen Militärpapieren, wo die Brant sehnsüchtig seiner harrte. Wie schwer hatte man es ihm zn Hans ge macht, wieder in die Höhe zu kommen. Soldat zweiter Klasse, niemand nahm ihn, nnd er lvollte doch nicht nur leben, sondern auch für die Überfahrt verdieneil. Nie eiil Pferd arbeitete er, Tag und Nacht, gönnte sich nichts, lebte wie ein Hund und legte Pfennig anf Pfennig, bis er das Geld znr Reise zusammen hatte. Nach zwei Jahren. Morgen würde er die Freiheit begrüßen kön-nen, eine Woche später die Brant. Und mit wahrem Trinmph hatte er Müller erzählt, fünfzig Dollar trüge er in einem kleinen Beutel auf der Brust. Gold. Am Abend aber kam Müller mit einer Flasche Rum — sie wollten znletzt noch sich eins zu Gute tnn. Des starken Getränkes ungewohnt, schlief Becker bis zum frühen Morgen. Mit dem Griff des Geizhalses faßte er beim Erwachen nach seinein Schatze, alles war da, er fühlte die Goldstücke durch das Leder des Beutels hiudurch. Vorbei ging's an der Freiheitsstatue, hinein in den Hafen Newyorks. Jetzt legte die „Philadelphia" all, machte fest; eine Stunde später wurden die Zwischendecker im langen Znge über den Landungssteg zn der Answandererhalle geführt, wo ihre Ab-fertignng begann. „Müller." „Das bin ich," sagte der Mann ruhig zu dem neben ihm stehenden Becker, nahm seinen kleinen Koffer anf lind ging dnrch die Schranken. „Vor der Tür warte ich anf Sir." Damit war er verschwunden. Erst eine Stunde später kam Becker an die Reihe. Er war gesund, konnte lesen und schreiben-, jetzt sollte er die zehn Dollar vorzeigen, die von den Vereinigten Staaten verlangt werden als Garantie, daß die Einwanderer nicht vom ersten Tage ab dem Staate znr Last fallen. Becker öffnete das Hemd vorn, zog das Leder-bentelchen hervor, entnahm demselben die -Geldstücke und sah mit Entsetzen, daß es Nickelstücke waren. Nickel statt Gold. Sechzig Pfennige statt der fünfzig Dollar, die er besessen. Müller! — Der war der Spitzbube, das unter lag keinem Zweifel. Dieser, Lnmp hatte ihn bestoli len. Wer sonst wußte, daß er das Gold so bei sich trng, wer hätte seinen Rausch von gestern abend benutzen können? Er schwor hoch nnd heilig, er hätte das (^eld gehabt, man hätte ihn bestohlen; er tobte, schrie und weinte. Den Beamten war ähnliches schon zn Laiüacher Zeitung Nr. 248. 2302 28. Oktober 1907. spiel der Tod der bejahrten Kaiserin, könnten die dort schlummernde Gefahr Plötzlich sehr akzentuieren. Man kann nicht zweifeln, daß gegenüber unerwarteten (oder vielleicht nicht ganz unerwarteten) Eventualitäten in China insbesondere nur derjenige die Interessen seiner Landsleute, vor allem deren Handclsinteressen, in genügendem Mäste schützen könne, der in kritischen Augenblicken mit entsprechenden Kräften aufzutreten vermag. Dies ist auch der einzige Weg, um cmdcre an der Aneignung nnverhältnismäßiger Vorteile zn hin^ dern. Man glaubt in den erwähnten kreisen nicht fehlzugehen, wenn man uuter deu Motiven, die das Washingtoner Kabinett im angeführten Falle geleitet haben könnten, gerade diesen Erwägungen eine erste Stelle anweist. Politische Uebersicht. Laib ach, 26. Oktober. Die „Zeit" beklagt es, daß der Vegiuu der ersten Lesung der An s g lei ch s v or l a g en im Hause nur klägliche Unfertigkeit und Verworrenheit sehe. Man habe im österreichischen Parla-meut schon die krassesten Formen von Parteizer-splittcrung erlebt, aber das czechische Tohuwabohu überbiete alles Dagewesene. Es werde sich bald zeigen müssen, ob das Gärnngszustände sind, die einer Neubildung vorangehen, oder ob es eine völlige Auflösung bedeutet. — Abgeordueter Professor August K aiser wendet sich in der „Österreichischen Volkszeitung" dagegen, daß der Ausgleich wieder als ein Mitte! benützt werde, um Partei- und nationale Konzessionen zu, erringen. Die deutschen Wählerschaften sollten aber anch entschiedene Stellung nehmen, uud zwar mit ihren Abgeordneten, damit eine neuerliche Schädiguug der Deutschen durch die czechische Postulatenpolitik gehindert uud das Parlament zur Erledigung der so dringenden sozialpolitischen und wirtschaftlichen Aufgaben gebracht werde. In einer Betrachtung über den Zwist im czechischen Lager wendet sich das „Neue Wiener Tagblatt" gegen die Ansicht, daß es gleichgültig sei, welche czechische Partei im Kabinett vertreten sein werde. Wer den freisinnigen Einschlag nicht missen wolle, muß wünschen, daß es gelingen möge, jene Lösung der czechischen Krise zu finden, die den Inngczechen den Sitz an der, Tafel der Macht wahrt. Anch die czechischen Agrarier nnd Konservativen werden anf die innere Amtssprache und die zweite Universität nicht verzichten nnd es sei anznnehmen, daß der freiheitliche Deutsche sich mit den freiheitlichen Ezechen leichter auseinandersetzen werde, als mit den Konservativen. — Das „Illustrierte Wiener Ertrablatt" will die Demission der beiden czechischen Minister nicht tragisch nehmen. Viel wichtiger sei jedenfalls die Tatsache, daß das Haus trotz der Kriselei im czechischen Lager schon in die erste Lesung der Ausglcichsvorlagen eingetreten ist. Damit hat man den richtigen Weg bcschritten. Es muß deutlich gezeigt werden, daß die Ausgleichssache keine Gelegenheit zu „nationaler Plusmacherei" ist. — Die „Arbeiterzeitung" meint, es sei begreiflich, wenn Freiherr von Veck die Mehrheit für den Ausgleich nimmt, wo er sie findet- aber wie kommen die dreieinhalb Dntzcnd Agrarier-Klerikalen dazu, gleich zwei Mann hoch in die Negierung einzuziehen? Man könne sie doch nicht als die Repräsentanten sämtlicher czechischen Wahlbezirke nnd Mandate ansehen. Keine bloße Personalfragc sei dieser Ministerumtausch, sondern der erste Schritt zum klerikalen Regime. Der iir Paris weilende schwedische Minister des Stußern von Trolle erklärte einem Mitarbeiter des „Temps" über die Vorhandlungen, betreffend eine internationale Bürgschaft für die U n v e r -l etzlichkeit Norw egens folgendes: „Es ist jedenfalls nicht die Politik Schwedens, welche die von Norwegen angestrebte Bürgschaft notwendig macht. König Oskar und das schwedische Volk haben gegenüber unserem Nachbar durchaus friedliche Absichten. In Norwegen wurde eine Fehde gegen das schwedische Militärbudget eingeleitet. Die Besorgnisse, die dieser Fehde entspringen, sind durchaus ungerechtfertigt. Die in unserem Militärbudget vorgesehenen Maßnahmen rühren aus dem Jahre N)«)i her, also ans der Zeit vor der Trennung, und sind in keiner, Weise gegen Norwegen gerichtet." Auf die Frage, ob auch Schwedcu beabsichtige, die Wohltaten der von Norwegen angestrebten Bürgschaft zn erlangen, erwiderte der Minister: „Nein, und dies ans zwei Gründen: Erstens gestattet uns die Lage unserer Armee und Flotte die Hoffnung, daß wir im Falle eines Krieges im Baltischen Meere fähig wären, unsere Neutralität nn't unseren eigenen Kräften zn schuhen, nnd zweitens haben loir, da wir entschlossen sind. niemand zn schädigen, die Zuversicht, daß man Gleiches mit Gleichem vergelten werde." Tagesnemgleiten. — (Aus Liebe zum Monarchen.) Wie aus Wien berichtet wird, erschien am Mittwoch im Abgeord-netcnhause der greise ruthenische Bauer Ivan Vudnjamn aus Dobr5e, Bezirk Iaroslav, und lieh den Dr. Stachura, den Abgeordneten seines Bezirkes, um eine Unterredung bitten. Er zog geheimnisvoll ein sorgfältig verhülltes Paket hervor und entnahm diesem ein vergilbtes Buch, das er Dr. Stachura überreichte. Er erzählte, dieses Buch hätte der Kaiser, als er vor dreißig Jahren verkleidet unter der Landbevölkerung in Galizieu wohnte, um unerkannt das Leben des VauernvolkeZ aus eigener Anschauung kennen zu lernen, bei ihm vergessen. Gr habe das Buch wie ein Heiligtum aufbewahrt, nicht bloß, weil es ihn an den ge- liebten Monarchen erinnere, sondern auch, weil es eine Art Zauberkraft ausübe. Er habe die Beobachtung gemacht, daß, sobald das Buch zu einem Kranken komme, wenn auch nur für ganz kurze Zeit. der Patient bald darauf gesund werde. Da nun in der galizischen Bauernschaft bekannt sei, daß der geliebte Herrscher leidend sei, möge man das Buch an dem Monarchen seine wunderbare Heilkraft versuchen lassen. Er flehte den Abgeordneten an, das Buch möglichst rasch in die Hände des Monarchen gelangen zu lassen, damit dieser von seiner Krankheit genese und seinem Volle wiedergegeben werde. Der Abgeordnete nahm das Vuch des Greises, gerührt über dessen naive Liebe zum Monarchen, entgegen und versprach, die Bitte zu erfüllen. Glückselig verließ der Alte das Parlament. — (Versicherungsschwindel durch Selbst-0 c r stü m m elu ng.) Einem eigenartigen Schwindel einer weitverzweigten Bande ist man, wie dem „St. Galler Tagblatt" berichtet wird, in der östlichen Schweiz auf die Spur gekommen. Der „Gesellschaft" gehören lauter Italiener an, die sich ein Gewerbe daraus machen, aus widerrechtlich bezogenen Unfallhaftpflichtprämien sich und ihre Angehörigen durch die Welt zu bringen. Die Italicner dieser Sorte bringen sich nämlich selbst Verletzungen bei oder lassen sich solche von Freunden beibringen. Um die Wunde möglichst gefährlich erscheinen zu lassen, spritzen die Italiener, wie amtlich konstatiert ist, eine selbst hergestellte Flüssigkeit in die wunde Stelle oder unter die Haut. Mit geringer Mühe wird auf diese Weise eine mehrwöchige, wenn nicht mehrmonatige „Arbeitsunfähigkeit" erwirkt und für diese Zeit natürlich die Entschädigung für Unfall bezogen. Ein beliebtes Mittel, das die gleichen Leute in Anwendung bringen, um die Wunden möglichst lange nicht schließen und heilen zu lassen, besteht darin, daß scharfer Tafelsenf, der später dann, nachdem er seinen Zweck erfüllt hat, wieder abgewaschen wird, auf diese gestrichen wird. Auf diese Weise bleibt die Wunde lange frisch und offen. Sowohl im Kanton St. Gallen wie auch im Avpenzellerlaud und Thurgau sind gegenwärtig verschiedene Fälle gerichtlich anhängig, die sich mit dieser sonderbaren Art der Erlangung von Unfallgeldern beschäftigen. — (Die goldenc S tadt.) In Mexiko, so meint der „Figaro", braucht man sich anscheinend keine große Mühe zu geben, um Gold zu finden. Man begibt sich einfach nach Guianato, einer auf allen Karten leicht zn findenden Stadt und hat dort nur auf den Wänden des ersten Hauses zu kratzen, an dem man vorüberlommt. Es ist vollkommen gleichgültig, welches Haus man sich dabei aussucht, alle sind, wie man versichert, mit Gold überzogen. Guianato ist in der Tat eine jener alten Städte, die einst von den ersten spanischen Abenteurern, die. um nach Gold zu suchen, ins Land gekommen waren, erbaut worden sind. Das waren offenbar leine sehr erfahrenen Arbeiter. Vielleicht waren ihre Werkzeuge sehr unvollkommen oder aber auch, ihre Eile bei der Arbeit war zu groß. Jedenfalls steht fest, daß sie nur 60 v. H. der Erze. die sie fanden, auf Gold bearbeiteten. Was ihnen zu hart war, warfen sie weg. Diese verschmähten Ueberblcibsel häuften sich mit der Zeit an und bildeten ansehnliche Hügel. Aus diesen goldhaltigen Steinen errichtete man die Stadtmauer, sowie auch die Mauern der einzelnen oft vorgekommen, als daß sie sich hätten erweichen lassen. Das Gesetz ist hart, drüben wie hüben. Mit (Gewalt brachte man den Tobenden anf die „Philadelphia" zurück' die Linie hatte ihn auf ihre Kosten znrückznbefördern, in den Staaten war kein Raum für i.hn. Nun war die „Philadelphia" schon zwei Tage auf dem Heimweg. Während die Kaiüten bis anf den letzten Platz befetzt waren, bot das Zwischendea den Anblick des Verwaisten. Kaum fünfzig Menschen hockten anf dem Verdeck herum, so gnt wie möglich Schutz vor den sengenden Strahleil der Inlisonne suchend. Eine flaue südliche Brise verschaffte wenig Kühlung. Droben auf dem Promeiladendeck erklangen die ersten Töne der Vordkapelle. Die gelangweilten Kajüttzpassagiere rekelten sich zwischen Lunch uud Diner auf den Liegestühleu hernin. Mit dcm Rücken gegen die Reeling gelehnt, saß Becker schon seit zwei Stunden in der heißen Sonne lind starrte vor sich hin auf einen Bolzen im Deck. „Siehst du den faulen Hund, Jan?" fragte ein iu der Nähe stehender Matrose eilten anderen. „Statt daß der Lump arbeitet und Kohlen zieht wie anständige Menschen, faulenzt er." „Hm!" knurrte der andere, indem er über Bord spuckte. „Ich tät's anch nicht! Hol der Tenfel den Dienst da nnten,! Ich hab's einmal getan, weil man besser bezahlt wird, aber nie wieder, und wenn ich an Land bleiben soll." „Dann hätte das faule Biest doch ein paar Mark für St. Pauli, und--------na, mir kann's ja rccht som, wonu oinor lieber Fußtritte als gut V-sson hat/ (Schluß folgt.)' Dreizehn Trümpfe. Erzählung von Carl Muusmann. Berechtigte Übersetzung aus dem Dänischen von Bernhard Mann. (3. Fortsetzung.) (Nachdruck Verbote»,> Diesesmal war es der Gutsbesitzer Harald Graae, der lächelte, während Fran Werner nn't den Augen ihren Sohn suchte. Er saß ebenso teil-nahmslos wie das erstemal da, während er einige große Rauchwolken seiner neuangezündcten Zigarette entlockte. „Hiermit ist das Testament erledigt," sagte der Rechtsanwalt nnd erhob sich halb in seinem Sih. „Ich weiß nicht, ob die Anwesenden eine zweite Verlesung wünschen, oder ob sie sich vielleicht selbst die Umstände inachen, das Testament in Augenschein zu nehmen. Bitte, es steht zu Ihrer Verfügung." Der Rechtsanwalt »nachte eine Panse. Keiner der Anwesenden sagte ein Wort. Sie hatten alle die Sachlage begriffen, der alte Werner hatte nach dem Tode das durchzusehen versucht, was zu verwirklicheil ihm im Leben nicht geglückt war. Es entstand ein peinliches Schweigen. Dann erhob sich der Rechtsanwalt zum Gehen, und Fran Werner gab ihm das Geleit. Holger Werner nnd Gutsbesitzer Harald Graae blieben allein im Bibliothekssaale zurück. Der juuge Mann war vollständig gleichgültig in seiner begue-men Stellung sitzen geblieben, während der Landmann im Zimmer auf nnd ab schritt und von Zeit zu Zeit Halt »nachte, um mit den Fingern nervös an den Fensterscheiben zu trommeln. Schließlich trat er an Werner heran und legte die Hand anf seine Schulter. „Ich hoffe, daß du nicht böse auf mich bist, Holger," sagte er. „Böse auf dich? Warum sollte ich das sein?" „Du glaubst vielleicht, daß ich auf den Onkel eingewirkt habe. Ich habe nur einmal im Laufe der letzten Jahre mit ihm gesprochen, als er mich anf Melkhof besuchte. Während er auf dem Felde nnd auf dem Hof mit mir nmherging, sagte er: „Ach, hätte Holger doch nur dieselbe Lust zur Landwirtschaft wie dli. Es ist traurig, ihn so zwischen den vier Wänden ohne Tätigkeit dasitzen zn sehen, nnd dabei war er früher doch ein wirklich frischer, gesunder Knabe. Was soll nach meinem Tode nur aus Frydenlund werden? Der Gedanke peinigt mich oft." Ich snchte ihn zn beruhigen und sagte, daß du dich ändern könntest. Ich gebe dir mein Ehrenwort, daß ich nicht das allergeringste getan habe, i,in ihn gegen dich einzunehmen." „Das glanbe ich dir gerne auch ohne dein Ehrenwort. Wozu diese feierliche Versicherung? Ich habe dir ja noch keinen Vorwurf gemacht." „Es liegt aber doch ein Vorwurf in deinem Ton. „So? Dann war es jedenfalls ohne meine Absicht. Ich räume gerne ein, daß du dich weit besser dazu eignest, den Hof zn bewirtschaften als ich, und ich bin eigentlich halbwegs froh darüber, daß ich dieser Verantwortung enthoben bin. Frydenluud würde mir ja mir Umstände machen. Bei dein Leben, an das ich mich nnn einmal gewöhnt habe und das mir gefällt, kann ich schon mit der Summe auskommen, die du mir jährlich zu zablen hast. Einstweilen bleibe ich ja noch ein ganzes Jahr hier. Das Einzige, vor dem ich eine gewisse Angst habe, ist der Tag, an dem ich von hier ziehen muß. Der Umzug macht so viele Scherereien." Laibacher Zeitung Nr. 248. 2303 28. Oktober 1907. Häuser. Es ist daher leicht verständlich, wenn man den Wunsch hat, eine solche Stadt zu bewohnen, deren unbewegliche Güter einer so wertvollen Zusammensetzung verdächtig sind. Die Bedingungen, um reich Zu sein, philosophiert das genannte französische Blatt, sind so sehr verschieden: überall muß man, um als reich angesprochen zu werden, wenigstens Hausbesitzer sein, in Guianato genügt es, wenn man Mieter ist. — (Weibliche Richter und Gemeinde-Vorsteher.) In mehreren slovatischcn Gemeinden Oberungarns sind die Richter- und Gemeindevorsteherstellen durch Flauen besetzt, trotzdem in Ungarn das Wahlrecht der Frauen noch nicht eingeführt ist. Die Ursache dieser seltsamen Erscheinung ist, daß sämtliche großjährigen Männer ausgewandert sind. Jetzt wird aus Großwardein gemeldet, daß borige Woche aus der durchwegs magyarischen Gemeinde Siter (Viharer Komitat) die letzten Männer, 200 an der Zahl, ausgewandert sind und demzufolge sämtliche Stellen in der Gemeindevertretung Frauen übertragen werden mußten. Diese Nachrichten sind vollkommen wahr. Es gibt ganze Reihen von Gemeinden, in denen nur Frauen, Greise und Kinder leben, allerdings von dem Gelde, das die Männer aus Amcrila senden. Nicht minder interessant aber werden die Gemeinden, in denen Zurückgewanderte amerikanische Einrichtungen und Lebensweise einbürgern. — (A egYP tische S e e l e n h ä u Z ch e n.) Der unermüdliche Aegyptologe Flinders Petrie hat bei seinen Ausgrabungen in Rifeh, Gegend von Asiut, im letzten Winter eine große Anzahl altägyfttischer Seelenhäuschen zutage gefördert, die bisher nur vereinzelt in den Museen vertreten waren. Er kann jetzt ihre Entwicklung von der prähistorischen Zeit bis zu den späteren Dynastien nachweisen, von den einfachen Matten und Steinplatten an, auf die man die Speisen für die Seelen der Abgeschiedenen legte, bis zu allerlei künstlichen kleinen Bauten aus Ton mit Stufen, Säulen, Gemächern, Haushalt im Innern, die auch aus dem Grunde von Wichtigkeit sind, weil sie uns die Modelle der nicht erhaltenen, aus Lehm hergestellten bürgerlichen Wohnhäuser der Altägypter darstellen. Diese Tonhäuschen enthielten die Nahrung für die Seelen und wurden auf die Gräber gestellt, damit dort die Seele sich ernähre und nicht etwa in das Dorf zurückkehre. Die Seele stieg aus der Erde empor und fand im Häuschen die nötige Wohnung und Nahrung. Dabei bedürfte sie auch der Tische. Stühle, Betten, und auch diese finden wir in Tonmodellen in den Seelenhäusern. Lolal- und Provinzial-Nachrichten. Geflügelzüchter-Versammlung. Im großen Saale des „Mestni Dom" fand gestern vormittag eine vom I. slovenischen Geflügelzuchtbereine in Ncmnarltl einberufene Bersammluug von slovenischen Geflügelzüchtern statt. Der Vereinspräses, Herr Anton Lehr-mann, begrüßte die in ansehnlicher Anzahl erschienenen Interessenten sowie die Herren Landesregierungsrat Ritter „Wenn du bei nur wohneu bleibeu willst, bist du natürlich cm geru gefeheuer l^ast, obgleich ich ja ivrmi und Kinder habe. Übrigens gehört ssryden-luud noch nicht mir, uud es ist nicht aufgeschlossen, daß du inzwischen auf audere (bedanken kommst." „Meinst du — iu betreff der Heirat V Neiu. mein Lieber, da kannst du ganz ruhig seiu. Iu einem Jahre ist ^-Nideuluud dein Eigentum. Tarauf kanust du, weuu ou es nötig hast, heute schou (^eld aufnehmen." „Ach, wäreu die Zciteu für uns Lauoleute augenblicklich nicht so traurig!" bemerkte Harald biraae, dessen Ttimme jetzt förmlich liebenswürdig klang. Ich möchte mich aber gern etwas auf dem Hofe umseheu. Teit Jahren bin ich uicht auf Frydenlund geweseu." „Willst du dir uicht, ehe du gehst, eiue Zigarette, auzünden?" „Tanke, ich habe meine Pfeife." „Oder einen Absynth trinken?" „3tem, danke, derartiges Gift nehme ich nie zu mir." „Adieu, Harald, dann leere ich allein ein Glas auf deu neuen Besitzer von Frydenlund, mag er nun Graae oder Werner heißen." „Letzterer wird es schon werden." „Meinst du? Tas glaube ich heute uoch nicht. Ich bin aber zu sehr Tpieler, um die karten uu-besehen fortzuwerfcu. Auf Wiedersehen, wcnu uicht früher, so in einem Jahre." Harald Graae ging, und Holgcr Werner zündete die vierzehnte Zigarette an, während er sich nachdenklich iu deu weicheu Stuhl zurücklehnte. Ta kam einen Augenblick eiu eigenartiger ^rnst über seiuc Züge. Tann lachte er vor sich hin und schüttelte deu Kopf. (Fortsetzung folgt.) von Laschan als Vertreter der t. l. Landesregierung, Kommerzialrat Pov3e als Vertreter der l. l. Landwirtschaftsgesellschaft und Direktor R o h r m a n n. Herr Ritter von Laschan erklärte, daß die Landesregierung mit Interesse die Tätigkeit des Vereines verfolgen werde; ebenso versicherte Herr Kommerzialrat Pov^e die Versammlung im Namen des Herrn Landeshauptmannes und in seinem Namen als Vizepräsident der l. k. Landwirtschaftsgesellschaft seiner Sympathien, wobei er die große Vedeutuug der Geflügelzucht unter Anführung von einigen die Ansfuhr der Geflügelzuchtartilel betreffenden Daten hervorhob uud auf das benachbarte Steiermarl hinwies, wo die Geflügelzucht einen ausgezeichneten Ruf genieße. Der Landesausschuß, die Landwirtschaftsgesellschaft sowie die Landesregierung werden sicherlich stets den Geflügelzüchterverein sowie dessen Vereinsorgan „Perutninar" fördern. Herr L e h rm a n n erstattete hierauf den Vericht über die bisherige Vereinstätigteit. Der Verein hat zahlreiche Mitglieder gewonnen, in der Umgebung von Ncumarttl Maßnahmen zur Einbürgerung der Kaninchenzucht getroffen, Zuchttiere angeschafft, den Verlauf von Geflügel gefördert, durch Herrn Tierarzt Mitsang in Vischoflact, dein für seine erfolgreiche, unentgeltliche Tätigkeit der beste Dank gebühre, verschiedene Anfragen beantwortet, weiters verschiedene Zusammenkünfte veranstaltet und endlich die heutige Versammlung einberufen. Auch erörterte Herr Lehrmann den Zweck des Vereines, der selbstverständlich in der Förderung der Geflügelzucht und der Kleintierzucht überhaupt liege; auch legte er die Pflichten und die Rechte der Vereinsmitglieder dar. Der Verein hat ein Vereinsblatt sowie eine vorläufig allerdings bescheidene Fachbibliothek gegründet und will mit der Zeit auch Filialen ins Leben rufen; die Hauptaufgabe aber müsse in der Errichtung einer Zentralanstalt zu suchen sein, worauf eine Ausstellung von Kleintieren stattfinden soll. Weiters beabsichtigt der Verein Studienausflüge zu veranstalten. Herr Lehrmann beantragte eine Resolution, worin alle maßgebenden Faktoren aufgefordert werden, den Geflügelzüchterverein zu fördern und ihm namentlich in der kürzesten Zeit die Errichtung einer Zentralanstalt zu ermöglichen. Diese Resolution wurde beifälligst angenommen. Herr Direktor Pirc erörterte die wirtschaftliche Bedeutung der Geflügelzucht. Oesterreich erhält für die Ausfuhr von Eiern 37 Millionen, für die des abgestochenen Federviehes etwa 12 Millionen Kronen. Nach der Zählung am 31. Dezember 1900 betrug die Anzahl der Hühner in den von den Slovencn bewohnten Gebieten 1,138,393 Stück und außerdem 49.140 Stück anderes Geflügel. Auf 20 Hennen kommt in unseren Dörfern höchstens 1 Hahn; wir haben daher 36.187 Hähne und 1,082.186 Hennen. Eine gute Henne soll, Fachleuten zufolge, 180 bis 200 Gier jährlich legen; aber selbst angenommen, daß sie nur 80 Eier legt, liefern die Hennen 86V2 Millionen Eier, die teils zu Hause verbraucht, teils (6 Millionen) zur AuZbrütung verwendet werden. Es bleiben danach MV2 Millionen Eier zum Verlaufe übrig; freilich werden nur etwa 50 Millionen tatsächlich veräußert. Aus den 6 Millionen nnterlegtcn Eiern dürften gegen 3 Millionen Küchlein ausgebrütet werden; selbst wenn davon noch die Hälfte abgerechnet wird. bleiben noch I^/. Millionen Küchlein, Auf Grund dieser Zahlen läßt sich der Ertrag der Geflügelzucht in unseren Gebieten annähernd feststellen. Das Federvieh mit Ausnahme der Hennen wirft 50.000 15 ab, die erwachsenen Hühner bringen wenigstens über ^/2 Millionen Kronen, die Küchlein 1 Million Kronen ein, während die Eier die Summe von 2 Millionen Kronen abwerfen. Alles in allem beziffert sich das Erträgnis auf 3,550.000 X. Nimmt mau auch nur 3 Millionen an, so liefert die Geflügelzucht uoch immer einen größeren Ertrag als so mancher Zweig der Landwirtschaft, weshalb sie die lebhafteste Förderung der maßgebenden Kreise namentlich auch in der Richtung verdient, daß Geflügelzuchtgenossenschaften gegründet werden, wodurch auch dem Unwesen der Zwischenhändler gesteuert würde. Der Landwirt müsse finanziell sichergestellt werden, dann werden auch die Auswandernngsgelüslc aufhören. (Beifall und Händeklatschen.) Herr Tierarzt Peter M i l l a v <" i 6 sprach sodann über die Hygiene in der Geflügelzucht, erörterte namentlich die Wichtigkeit der reinen Luft. bezw. die Schädlichkeit der Pilze, die Erhaltung der stationären Lebenswärme deZ Geflügels, den Einfluß des Lichtes auf das Fortkommen des Geflügels, die Beschaffenheit des Wassers und der Nahrung, die Einrichtung des Hühnerstalles und des Taubenschlages, den freien Ansflug des Geflügels, die Eignung der Zuchttiere, die Beschaffenheit der Nester, die Verwendungsdauer der Bruthennen, die Art und Weise der Fütterung, die Abwehr der Seuchen :c. Herr Millav^ii» gab in seinem Referate eine reiche Anzahl von anregenden Winken, die von der Versammlung mit Beifall aufgenommen wnrben. Schließlich berichtete noch Herr Lehrmann iiber die Einträglichkeit der Geflügel- sowie der Klcinviehzucht, Er erwähnte unter anderem, daß sich die Ausgaben bci der Geflügelzucht mit 130 bis 160 ^, verzinsen; bei 100 Hennen sei der Ertrag größer als bei einer Kuh. Auch betonte er die Wichtigkeit des Genossenschaftswesens für die Geflügel- züchter. Nur beim Verlaufe von Eiern gehen dem slove-nischcn Volte rund 426.000 X jährlich verloren, weil dieser Verlauf gegenwärtig in den Händen fremder Firmen liege. Er verwies auf die im Saale ausgestellten Klcintiergattun-gen, die sich sowohl zum Abstechen als zur Gewinnung von Giern vorzüglich eignen, besprach die Erträgnisse der vier Arten des Federviehes, von dem je 100 Stück zur Erhaltung einer bescheidenen Familie genügen, da sie insgesamt einen Neinertrag von über 3000 X abwerfen. Schließlich verwies Herr Lchrmann auf die Bedeutung der Kaninchenzucht, die beispielsweise in Frankreich 160 Millionen, in Belgien 15 Millionen Mark einbringe. In Oesterreich ist die Kaninchenzucht nur in den Karpathenländern, in Nordmähren eingebürgert; in Wien ist die Sportzucht vorherrschend. Zum Schlüsse wurde eine Resolution angenommen, worin den maßgebenden Faktoren die Entwicklung der Kleintierzucht ans Herz gelegt wird. Nachdem noch Herr Lehrer Lapajnc (Zirllach) Herrn Lehrmann gedankt und Herr Direktor N 0 hrmann in diesen Dank den Geflügelzüchtervcrein sowie die beiden Herren Referenten einbezogen, weiters die öftere Veranstaltung von Geflügelzüchter-Versammlungen angeregt hatte, erfolgt? durch Herrn Lehrmann die Demonstrierung von sogenannten Fallncstcrn für das Geflügel, wornach die Versammlung ihren Abschluß fand. Eine Bergfahrt in den Steiner Alpen. Von A. C. (Fortsetzung,) Die Worte des irischen Naturforschers John Tyndall, die er in seinem Werke „In den Alpen" niederschreibt, geben so treffend die Stimmung wieder, die man als Nkturbewun-derer bei einer solchen Gelegenheit empfindet: „Ich hatte nie vorher einen Anblick gehabt, der mich so wie dieser fesselte. Ich wollte in meinem Notizbuch einige Beobachtungen niederschreiben, aber ich unterließ es bald. Es lag etwas Unharmonisches, wenn nicht Entweihendes darin, wenn ich den wissenschaftlichen Gedanken gestattete, sich einzuschleichen. wo schweigende Huldigung die einzig verständige Handlung schien." So gemütlich im Grase hingestreckt liegend, nur die Augen spielen lassend, läßt man alte Erinnerungen aufwachen. Die Wollen, die da oben. gleich Schiffen mit geblähten Segeln vorüberschweben, sie schauen so neugierig herunter, als mußten sie das ergründen, was sich vor meinen Augen in Gedanken entrollt, Bilder aus längstvergangenen Tagen: Dort drüben im Heustadl, wo die alte, moosdurch-wucherte Hühncrtreppe den Todesmutigen hinauflcitet, hatten Studentlein ihr Nachtlager oft gefunden, denn das Hotel war — billig. Vor dem Hause unter dem breitästigen Baume, wie sah es sich dort so wohlig, wenn am Himmel die Lichter erglänzten, tausend und aber tausend, wie man es in der Ebene wohl nie sehen kann; wenn sich manchmal auch die graue Reflexion über all die Herrlichleiten legte und unfruchtbare Melancholie die Vcrghäupter zu eisgrauen Riesen gestaltete, die den Menschen VöseZ sinnen und die Wellen des sprudelnden Feistritzbachcs zu tückischen Wassergeistern — was tat dies; ein frisches Studentenlied hinausgejubelt in die helle Nacht, hier gab es ja leine — Polizeistunde, Dann wieder jene gräßliche Winternacht, wo mir zur Nachtruhe das Bett der Hausfrau freundlichst abgetreten wurde und ich unter Qualen zum Bewußtsein kam, daß es auf der Alm zwar leine Sund, dafür aber schrecklich viel winzige Tiere gab. die man so gerne als Anschauungs-objelt unter dem Mikroskop verwendet. Doch — erwähnen muß ich den Morgen im Tale, wenn der obere Teil der Bergzacken im durchsichtigen Glüh-lichi der aufgehenden Sonne erglänzen, während um uns noch die Schatten der Nacht träumerisch schwer lasten. Und lommt man dann von einer Bergpartie Hieher zurück, seine von Sturm und Wetter durchnäßten Kleider von der Sonne trocknen lassend, wenn die von Nadelhölzern umrahmten Mattcngründe in so frischen Farbentönen strahlen, als wüßten sie nichts von den grauen Unholden, die da oben auf rauher, siurmgcpeitschter Höhe ihr Wesen treiben — dann könnte man mitleidig die Achseln zucken über die kleinen Nussigleiten und die Mückenstiche des wunderlichen Kreuzweges Gegenwart, denn gerade hier ist der passende Ort, um über das Wachsen und Vergehen des Größten, Urgewaltigsten und unsere Stellung demgegenüber nachzudenken. Um uns die gewaltigen Feldmassen ... Die Erde hat sie geboren, in die Wollen ragen sie. Ein Tropfen der Wolke ncht den Fels, wieder einer und so fort; Jahrhunderte ... Gin Felsblock stürzt, ein anderer folgt ihm. Die Arbeit der Maus gegen den unendlichen Felsenwall. Und trotzdem! Hier liegen sie, diese Zeugen einer ewigen Schaffenskraft der Natur, mit dichten Moospelzen umhängen. Bäume haben auf ihnen Wurzeln gefaßt. Ein Wald von Felstrümmern . . . Träumerisch sonnt sich alles im reifen Spätnachmittag-licht, wenn im Walde das große Schweigen beginnt und alles feierlich gestimmt ist. Wir brachen auf. Die Schönheiten, die sich uns hier gezeigt, begleiten uns das ganze lange Tal hindurch. Laibacher Zeitung Nr. 248. 2304 28. Oktober 1907. Neber fetten Almbooen gelaugt man zum netten Touristenhause; links etwas höher liegt eine seit wenigen Jahren erbaute große Kapelle, die einen zum Nachdenken zwingt, aus welchem Grunde oder für wen sie hier erbaut wurde; für den Ur^iöbauer und seinen Hirtenbubcn jedenfalls nicht und für den Touristen wahrscheinlich — noch weniger, denn der findet seinen Herrgott — wenn er ihn sprechen muß — oben näher als hier im Talschlusse. Nechterhand liegt das Jagdhaus des Fürsten Windisch-gräh, umrahmt von dichtem Tannenwald. Wir stehen auf der Feistritzbrücke; hier ist auch der Ursprung des hellen, klaren Wassers, das sich gewaltig schäumend zwischen mächtigen Felsblöcken durchwindet. Aus unzähligen Aederchen und Rinnsalen zwischen MooZpülstern sammelt es sich im Veclen gerade unter der Vriicle, um von da ins Tal zu eilen. Da quillt und gluckst und rieselt es allenthalben . . . Im Becken aber spiegelt sich der Himmel mit den Wollen; gleich einer gigantischen Schafherde sehen sie aus. (Schluß folgt.) — (Die Weißlrainer Bahn.) Der lrainischc LandeZausschuh hat infolge einhelligen Beschlusses in der Sitzung vom 26. d. M. nachfolgendes Danlschreibcn an den Herrn Ministerpräsidenten Freiherrn von Veck gerichtet: „Eure Exzellenz! Anläßlich der Verhandlungen über den österreichisch-ungarischen Ausgleich ist über Veranlassung Eurer Exzellenz auch die Verlängerung der Unterkrainer Bahnen von Nudolfswert nach Kroatien sichergestellt worden. Das Land Kram, welches seit einer langen Reihe von Jahren die Verwirklichung dieses Projektes so sehr ersehnte, hat die Nachricht von der Erfüllung dieses in seinen vitalsten Interessen gelegenen Wunsches mit aufrichtigster Freude und tiefster Dankbarkeit vernommen. Der unterzeichnete Landesausschuß als Inierpret dieser Gefühle nimmt sich nun die Ehre, Eurer Exzellenz für die von Erfolg gekrönte Intervention zugunsten der besagten Eisenbahnverbindung den wärmsten Dank zum Ausdrucke zu bringen." " (Ernennungen.) Seine Exzellenz der Herr Minister für Kultus und Unterricht hat mit dem Erlasse vom 23. Oktober l. I.. Z. 42.509, gestattet, daß der Professor am II. Staatsgymnasium Herr Johann Macher die Leitung des hiesigen Mädchcnlyzcums, bezw. der hiesigen städtischen höheren Mädchenschule für das Schuljahr 1907/Ü908 übernehme und daß zu seiner Vertretung am II, StaatZgymnasium der Probelandidat an der hiesigen StaatZoberrealschnle Herr Dr. Guido Sajovic bestellt werde. —i-. — (Aus dem Forstdienste.) Der Herr l, l. Ackerbauminister hat den l. k. Oberforstkommissär August GuZelj in Rudolfswert in den zeitlichen Ruhestand versetzt. * (Autorisa t i onsprüfung für Versich e r u n g s t e ch n i l e r.) In Gemäßhcit der Bestimmungen der Verordnung des Ministeriums des Innern und des Ministeriums für Kultus und Unterricht vom 3ten Februar 1895, R. G. Vl. Nr. 23. betreffend die Autorisierung von Verficherungstechnilern, wird bekanntgegeben, daß die im Ministerium des Innern bestellte Prüfungskommission die Prüfung von Kandidaten, welche die Autorisa-tion als VersicherungZtechniker anstreben, im Monate November 1907 vornehmen wird. Bewerber um Zulassung zur Ablegung der Prüfung in diesem Termine haben ihre gehörig gestempelten und instruierten Gesuche bis längstens 9. November beim l. k. Ministerium des Innern in Wien einzureihen. Die näheren Bedingungen, betreffend die Instruierung der Gesuche, sind aus der gleichzeitig im Amtsblatte verlautbarten Kundmachung der l. l. Landesregierung ersichtlich. r. — (Steuerfreie Vranntweinerzeugung zum H a u s g e b r au ch e.) Man meldet uns aus Wien: Das Finanzministerium hat auf Grund der Ergebnisse einer im verflossenen Sommer abgehaltenen Enquete eine Instruktion herausgegeben, mit welcher die bisherigen Vorschriften über die steuerfreie Vranntweinerzeugung zum Hausgebräuche, entsprechend dem Wunsche der Interessentenkreise, in mehrfacher Beziehung abgeändert und verbessert werden. Die Aenderungen beziehen sich vor allem darauf, daß im Rahmen der geltenden gesetzlichen Bestimmungen gewisse Erleichterungen gegenüber dem bisherigen Verfahren eingeführt werden, wie z. V. bezüglich des Inhaltes der von dem steuerfreien Brenner zu erstattenden Iahresanzeige, hinsichtlich der für das Brennen bestimmten Zeitabschnitte, hinsichtlich der gefällsstrafrechtlichen Ahndung der Erzeugung von höhergradigem Branntwein und dergl. Außerdem werden in der neuen Instruktion die gegenwärtig in verschiedenen alten Vorschriften und Erlässen zerstreuten Bestimmungen in ein einheitliches Ganze zusammengefaßt und durch eine populäre, knappe, aber erschöpfende Darstellung dem Verständnisse der Laienwclt nähergebracht. Die in Vroschürenform erscheinende Zusammenstellung ist nicht nur für die mit der Ueberwachung der steuerfreien Vranntwein-erzeuger betrauten Finanzwachorgane bestimmt, sondern wird auch an alle Gemeindeämter zur Verteilung gelangen, daunt diese w die Lage versetzt werden, ihre Gemeinde-Mitglieder entsprechend belehren zu tonnen. " (Schnlgebäude in S a g o r.) Ueber Ansuchen des k. k. Bezirksschulrates in Littai findet am 4. November um 9 Uhr vormittags eine Lokalverhandlung behufs Behebung der Vaugebrechen beim Schulgebäude in Sagor statt, bei der ein Staatstcchniler der l. l. Landesregierung für Krain intervenieren wird. —r. " (Aus dem Vollsschuldienste.) Der l. k, Bezirksschulrat in Littai hat den Aushilfslehrer Herrn Milan Vrezec zum Supplenten an der Voltsschule in Billichberg bestellt. —r. — (Aus der Diözese.) Der Pfarrer in Iexica, Herr Simon Zu pan, wurde zum fürstbischöflichen Rate ernannt. — (Trauung.) Vor einigen Tagen fand hier die Trauung des Herrn Mag. Pharm. Ernst Koiielj mit Fräulein Anna Turk statt. " (Industrielles.) Ueber Ansuchen des Sägemühlbesitzers Herrn Josef Oberstar aus Sodra^ica um Bewilligung zur Errichtung eines Neubaues behufs Unterbringung eines Lolomubiles in seiner Säge in Sodra-xica wird die lommisstonelle Lolalverhandlung am 30. d. M. um i/l.2 Uhr nachmittags stattfinden. — Ueber Ansuchen der l. l. Vezirlshauptmannschaft Laibach Umgebung, findet am 30. b. M. um 9 Uhr vormittags die Kollaudierung der Kanalisationsanlage und des Schornsteines bei der Bctriebsanlage der Molkereigenossenschaft in Obcrlaibach durch einen Staatstcchniler der Landesregierung für Krain statt. ^I'. " (Servus, Maderl!) Samstag gegen Mitternacht zechten in einem Gasthause in der Vahnhofgafse ein Maurerpolier mit seiner Frau, ferner zwei Maurer, ein Zimmermann und mehrere andere Arbeiter. An einem anderen Tische sahen drei Knechte des Wachsziehers Dolenec und zwei Infanteristen des 17. Infanterieregiments, die ihre Blicke recht angelegentlich auf die Maurersfrau richteten. Als einer der Soldaten aus der Gaststube ging und der Maurersfrau zwischen der Tür begegnete, rief er ihr zu „Servus, Maderl!" In diesem Augenblicke trat ihr Mann hinzu und stellte den Soldaten zur Rede. Darauf entstand ein Wortwechsel, der in eine Rauferei ausartete, wobei die Arbeiter dem Maurerpolier zur Seite standen und die Knechte, die unterdessen aus der Gaststube gekommen waren, auf die Straße drängten, um sie sodann mit Bierkrügeln zu bombardieren. Die Knechte liefen ins Haus ihres Dienst-gebcrs in der Quergasse, bewaffneten sich mit Knütteln und Heugabeln und lehrten auf den Kampfplatz zurück. Es entstand eine neue Keilerei, und die herbeigeeilten Sicherheitswachmänner konnten nur mit schwerer Mühe die stampfenden trennen und sie sodann ins Amt stellen. — Bei der Prügelei erhielt glücklicherweise nur ein Knecht einige leichte Verletzungen am Kopfe. AlZ Wurfgeschosse waren zehn Bierlrügel verwendet worden. — (Von der Erdbebenwarte.) Gestern morgen verzeichneten die Instrumente unserer Warte neuerdings ein Fernbebcn. Beginn 6 Uhr 23 Minuten 44 Sekunden. Die Hauptbewegung setzte um 6 Uhr 38 Minuten 9 Sekunden ein und erreichte um 6 Uhr 45 Minuten 38 Sekunden das Maximum von 12 Millimetern. Die Aufzeichnungen dauerten bis 8 Uhr 30 Minuten vormittags fort. Die Hcrddistanz wurde auf 4000 Kilometer berechnet. N. — (Sanitäts-Wochenbericht,) In der Zeit vom 13, bis 19. Oktober kamen in Laibach 17 Kinder Znr Welt (23-5 Pro Mille), darunter 1 Totgeburt, dageg n starben 22 Personen (29'4 pro Mille), und zwar an Typhus 2, an Diphtheritis 2, an Tuberkulose 5, infolge Schlagflusses 2, infolge Unfalles 2, an sonstigen Krankheiten 9 Personen. Unter den Verstorbenen befanden sich 15 Ortsfremde (68-1^) und 16 Personen aus Anstalten (72-7 A,). Infeltionserkrankungen wurden gemeldet: Scharlach 1. Diphtheritis 4. — (Ernte- und Saaten st andsbericht.) Nach dem vom l. l. Ackerbauministerium mit Mitte Oktober l. I. veröffentlichten Berichte ist im allgemeinen die Getreideernte um etwa zwei Wochen verspätet beendet worden, weshalb der Hcrbstanbau um die gleiche Zeit hinausgeschoben werden mußte. — Auf Grund der Durchschnittsergebnisse kann die diesjährige Gesamternte als eine gute Mittelernte bezeichnet werden. Von den Getreidefrüchten steht hinsichtlich des Ertrages der Hafer allen voran, dann folgt Gerste, hierauf Weizen und zuletzt Roggen. Die Qualität der Körner ist fast durchgehends weit besser als im Vorjahre. Aus Kärnten und Krain wird die heu> rige Ernte als eine der besten seit Jahren bezeichnet. — Die Fechsungsergebnisse der Maisernte sind fast durchgehend» befriedigend; nur in Kärnten mußten einige Maisflächen, die im Wachsen wegen N'ässe und kühler Temperatur zurückgeblieben sind, zu Futterzwecken abgemäht werden. In Ostgalizien haben die Nachtfröste dieser Frucht bedeutenden Schaden zugefügt, weshalb sie dort bloß einen mittleren, stellenweise auch noch geringeren Ertrag abwerfen wird. — Die Ernte der Kartoffel nähert ihrem Abschlüsse. Diese Frucht gedieh mit geringen Ausnahmen ganz zufriedenstellend, sie hat in bezug auf die Qualität und Quantität einen recht guten Ertrag geliefert. — Die Futter- rüben lassen einen guten Erfolg erwarten. Infolge der Dürre und der stark aufgetretenen Engerlinge werden die Erträge quantitativ kaum befriedigen. — Das Kopflraut zeigt trotz der ihm durch Engerlinge, Raupen und Kohlweißlinge zugefügten Schäden einen günstigen Stand; die Kopfbildung ist zumeist groß und fest. Die Ernte dürfte in Oberösterreich, Nordtirol, Steiermarl und Mähren einen recht guten, in den übrigen Ländern einen guten, in Ostgalizien zumeist einen mittelmäßigen oder auch schwachen Ertrag geben. — Erbsen, Wicken, Linsen und Fisolen sind im allgemeinen gut gediehen. — Buchweizen und Hirse lieferten gleichfalls einen zufriedenstellenden Ertrag. — Die letzte Heu- und Kleemahd wurde bei der besten Qualität eingebracht, quantitativ aber war das Ergebnis an Grummet kein befriedigendes! doch dürfte die anfänglich drohende Gefahr einer allgemeinen Futternot als beschworen angesehen werden können; indes macht sich in manchen Ländern, so insbesondere in Dalmatien, in den Küstenländern, in Krain. Südtirol, dann stellenweise in Böhmen, Mähren. Qbcrösicrrcich, Galizien und der Bukowina infolge minder günstiger Grummetfechsung der Futtermangel schon jetzt fühlbar, Besser war die Grummetfechsung in einigen Teilen von Böhmen, dann von Schlesien, Qberösierreich. Salzburg, Nordtirol, Stcicrmark und Kärnten. — Die im letzten Ernteberichte ausgesprochene Erwartung eines guten Wein-jahres hat sich erfüllt. Die vorzügliche Qualität des diesjährigen Meines wird häufig den Ausfall an Quantität ausgleichen. In den Küstenländern und in Dalmatien ist zumeist auch hinsichtlich der Quantität die Ernte ganz zufriedenstellend. Ebenso gedieh der Wein in Südtirol, Krain, Mittel- und Untersteicrmarl. — Die Obsternte ist meist schon ganz beendet. Die Ernte fiel bei Birnen und Aepfeln in der Qualität überall befriedigend, bei Nüssen. Pfirsichen nnd Kastanien günstig aus; am schlechtesten gedieh die Zwetschke. Recht zufriedenstellende Fcchsungen an Birnen und Acpfeln sind in Südtirol, Steiermarl. Nieder- und Oberösterreich. Krain, Kärnten, Böhmen. Mähren und zum Teile in der Bukowina zu verzeichnen. N. — (Altslovenische Gräber in Wocheiner Mitterdorf.) Ober dem Dorfe auf dem Ackerfelde „Na xeleh" genannt wurden bisher drei Gräber geöffnet, die in die Zeit der ersten Besiedlung KrainZ durch die Slaven gehören. Das Grab einer jungen Frau ergab zwei Schläfenringe aus Bronze und eine blaue Glasperle. Beim Skelette eines Kindes lagen zu beiden Seiten des Kopfes je zwei zusammengehängte Schläfenringe und in der Hüftgegend eine runde Vronzefibel. Das dritte Skelett (eines Mannes) hatte wiederum je zwei zusammengehängte Schläfenringe, die die den altslavischen Gräbern eigentümlichen Verzierungen ausweisen. Nach den Beigaben zu urteilen, stammt das Gräberfeld, dessen Umfang noch nicht festgestellt ist, dem ausgehenden achten und dem eingehenden neunten Jahrhundert an, einer Zeit, in der durch die Kaftitularien Karls des Großen der alten heidnischen Sitte, den Toten Beigaben mit ins Grab zu geben, energisch zu Leibe gerückt wurde. — Altsiovenische Gräberfunde kennt man in Krain aus Veldes. Mannsburg und Tschernembl. Im Sommer des heurigen Jahres wurden solche auch in Pettau gemacht. D,.. >V. K. — (Weinmarlt in N u d o l f s w e r t,) Auf den am Samstag in Nudolfswert abgehaltenen öffentlichen Weinmarlt trafen zwar viele Produzenten, hingegen wenig Käufer ein. woran wohl das schlechte Wetter Schuld gelragen haben mochte. Im ganzen wurden rund 500 Hektoliter verlauft. Am besten war Weißlrain vertreten. Die feilgebotenen Weine waren durchgehends gut. —rn— * (Selbstmordversuch.) Gestern zwischen 6 und 7 Uhr abends brachte sich der 33jährige, verehelichte Beamte der Vezirlslrankenlasse in Laibach Ignaz Poga<"ar in seiner Wohnung an der Aemonastraße Nr. 31 in selbstmörderischer Absicht mit einem Messer eine lange, lebensgefährliche Schnittwunde am Halse bei. Der Verletzte wurde über ärztliche Veranlassung mit dem Rettungs« wagen ins Kranlenhans überführt und liegt seit dieser Zeit in Agonie. In einem zurückgelassenen Schreiben bezeichnete Pogaöar unheilbare Krankheit als Motiv seiner Tat. — (Leichen fund.) Am 20. d. M. wurde bei Renke ein stark verwester männlicher Leichnam aus dem Saveflusse gezogen. Der Tote wurde als Johann Pirc. Schneider aus Zlato Polje, agnosziert. der am 26. Juli stark betrunken das Wohnhaus mit der Aeußerung verlassen hatte, daß er in die Save springen werde, und der seit jenem Tage verschollen war. __i. " (Ein internationaler Scheckschwinb-l e r.) Das k, l. Landesgericht in Wien verfolgt den ^jährigen, in Frankfurt am Main geborenen angeblichen Kaufmann Josef Grünstem, der Schwindeleien in der Weise zu verüben pflegt, daß er bei Kaufleuten, insbesondere bei Juwelieren. Waren einläuft und mittelst Schecks, die auf den Dresdener Bankverein und auf andere Dresdener Banken ausgestellt sind. Zahlung leistet. Diese Schecks werben aber mangels jeglicher Deckung von den betreffenden Banken nicht eingelöst. Die Photographie des Scheckschwindlers kann im städtischen Polizeidepartcment angesehen werden. Kmdacher Zeitung Nr. 248. 2305 28. Oktober 1907. — (D a s Laibacher S t r e i ch se x t c t t) veranstaltet heute um 7 Uhr abends im Hotel „Südbahnhof" (Seidl) ein Konzert. Das Programm dürfte jeden Musikfreund befriedigen. " (Verloren) wurde: ein brauner Pelzkragen, eine Zwanziglronen-Note, eine Zehnkronen-Note, ein Zettel mit einer Zchnlronen-Note, drei Geldtäschchen mit 5, 9 und 20 X. ein Geldbeutel mit 14 X und ein Vrillantohrring, Geschäftszeitung. — (V o r s i ch t.) In der jüngsten Zeit sind österreichische Kaufleute und Fabrikanten mehrfach englischen Schwindelfirmen zum Opfer gefallen, wobei sie teilweise nicht unerhebliche Verluste erlitten haben. Da eine Verfolgung derartiger Firmen kaum möglich ist, so erscheint besondere Vorsicht bei Anknüpfung von Geschäftsverbindungen mit unbekannten englischen Firmen geboten und ein Schutz vor Verlusten kann nur in der vorherigen Einholung von Informationen über die Vertrauenswürdigkeit der betreffenden Firmen gefunden werden. — (L i c f e r u n g Z l u n d m a ch u n g.) Die l. und l. Garnisonsmenagelommission in Lemberg teilt der Handelsund Gewcrbelammer in Laibach mit, daß sie für das Jahr 1908 unter anderem nachstehende Menageartilel benötigt, als: Weizenmehl, Weizengrieß, Erdäpfel, Reis, Pfeffer, Paprika, Zimt, Zucker, Essig. Malkaroni, Fisolen, Erbsen. Hirse, Hcidcngrützc, Gerste, Maismehl. Maisgrieß, Salz, Schweinefett, Schweinespeck, Pflanzenfett, Kaffee, Kakao, Tee, Zikorie, Sauerkraut, rote Nüben, Zwiebel u. a. Die Offerte sind bis spätestens 10. November l. I.. 12 Uhr mittags, bei der l. und k. Garnisonsmenagekommission, derzeit beim Infanterieregiment Nr. 15 in Lemberg, einzubringen. — Ein Exemplar der Kundmachung und da-Usanceheft erliegen im Bureau der Handels- und Gewerbe-laminer in Laibach bis 7. November l. I. zur Einsichtnahme. Theater, Dunst und Literatur. — (Der Kammervirtuose Franz Qndri-5e l) veranstaltete gestern im großen Saale des Hotels „Union" ein Konzert unter Mitwirkung des Pianisten Josef Famera. Neide Künstler sind in Laibach längst leine Fremde mehr und ragen turmhoch über verschiedene „weltberühmte" Virtuosen, die zeitweilig unsere Stadt aufsuchen. Um so befremdlicher ist daher die Tatsache, daß das .Konzert vor schwach besuchtem Saale stattfand, während man sich letzthin nicht genug tummeln konnte, um Karten Zum Konzerte Kocians zu lösen . . . Ondri5el ist und bleibt einer der erwählten Meister auf dem Gebiete der Migenlunst, weil er eben nicht nur Virtuose, sondern auch intelligenter Künstler ist. Diese Intelligenz gibt seinem Spiele jenes undefinierbare Etwas, das den Zuhörer fas-ziniert und ihn völlig in den Bann des Meisters zwingt, selbst bei Nummern, die vielleicht ihrem Werte nach nicht eben übermäßig hoch klassifiziert zu werden brauchen, Ondrwel leitete sein Konzert mit der prächtigen Sonate in Es-Dur von Nichard Stranß ein, worin namentlich das süße Andante cantabilc von entzückender Wirkung war. während er in die Wiedergabe des Schlußsatzes einen grandiosen Zug zu legen verstand. Slavits melodiöses Violinkonzert bot dem Meister Gelegenheit, nebst seiner Psyche seine technische Kunst zu betätigen, denn das Konzert ist mit technischen Schwierigkeiten gerade genug gespickt, um erst von einem fertigen Virtuosen vollendet gespielt zu werden. Die weiteren Programmnummern, so (^ajlovskijs „Serenade melancolique" und Wieniawskis „Tarantella", wirkten, ganz in der eigenartigen Manier Ondrweks wiedergegeben, auch durch ihre glückliche Gegenüberstellung; die Ingabe, Vachs „Air", stand nicht viel dem Vortrage beZ berufensten Vachspielers Vurmester nach. Zum Schlüsse spielte Ondri<>el eine böhmische Rhapsodie eigener Komposition, die, wie alle vorangegangenen Nummern, stürmischen Beifall entfesselte. — An Herrn Famera hat der Meister einen kongenialen Künstler, der den Klavierpart mit Eleganz meisterte, aber auch in drei selbständigen Nummern als gewaltiger Beherrscher seines Instrumentes große Anerkennung fand. Er spielte nebst der Etüde in F-Moll von Liszt und der Rhapsodie in Es-Dur von Brahms die hier wohl minder bekannte Frühlingsidylle von Sul, eine reizende musikalische Onomatopoie mit so ziemlich allen Behelfen des modernen Virtuoscnrüstzeuges. ** (Deutsche Bühne.) Gestern feierten die zahlreichen Freunde und Gönner der „kleinen Musik" ein fröhliches Ereignis, indem „Die lustige Witwe" zum dreizehnten-mal auf den weltbedeutenden Brettern ihren graziösen Tanzschritt übte. Natürlich bemühten sich Darsteller und Publikum, das „Ereignis" würdig und festlich zu gestalten, "* (K a m m e r m u s i l v c r e i n i g u n g.) Laibach besitzt eine Institution, um die es auch große Städte beneiden können. Eine ständige Kammermusilvereinigung, die '^ Jahrzehnten, dank ihrer gediegenen Vorführungen ^°n Nerlcn klassischer Meister und der besten Schöpfungen der neueren Zeit, einen bedeutenden Einfluß auf die musi-lansche Bildung der Stadt ausübt. Die intime Musik ist aber um so i„ehr in einer Zeit die wahren Interessen der Kunst zu vertreten berufen, wo systematisch auf Geschmacks-verflachung durch Pflege seichter Operetten und musikalischer Possen mit Dampfkraft hingearbeitet wird; sie bildet den festesten Damm gegen Geschmacksverscichtung und Verderbnis. Tatsächlich waren bisher die Kammermusilabendc ein Sammelplatz aller gebildeten Musiler und Musikfreunde, ja, sie sind zu einem wirklichen Bedürfnis geworden. In diesem Bedürfnis liegt aber auch eine Verpflichtung aller Kunstfreunde, die mit so vieler Hingebung und Aufopferung bisher veranstalteten Kammermusilabende zu etwas Bleibendem zu gestalten. Das ist jedoch nur möglich, wenn sich eine genügende Anzahl von Teilnehmern meldet, die das Stammpublikum der vier Kammermusilabende bildet, Es wäre wirklich jammerschade, wenn eine seit Jahrzehnten eingebürgerte, edle Kunstinstitution durch den Mangel an Teilnahme seitens der Musikfreunde eingehen sollte. Nicht vergebens wird daher der Appell an alle Freunde der intimen, edlen Kunst verhallen, ihr auch weiterhin das bisherige Interesse bewahren und durch rechtzeitiges Anmelden ihren Bestand sichern zu wollen. — Der nächste Kammermusikabend soll, wenn sich genügendes Interesse zeigt, nächsten Sonntag stattfinden. — („Wiener Mode".) Ein alter Modesatz behauptet: „daß schön sei, was modern ist!" So ganz einverstanden mit diesem gewagten Ausspruch wird derzeit wohl nicht jedermann sein, aber fügen werden sich trotzdem in die von der Mode diktierte Form all jene, die eben der „Mode" huldigen. Man kann aber seiner innersten Ueberzeugung und dem herrschenden Zug der Mode gerecht werden, wenn man aus dieser das Kleidsamste herauskristallisiert und sich anpaßt. Zu diesem Zwecke nehme man das soeben erschienene Heft der „Wiener Mode" zur Hand, sehe die darin abgebildeten Modelle an, und wenn man davon müde ist, findet man in dem Boudoir interessante Lektüre und im Handarbeitsteil wunderbare Anregungen für den Weihnachtstisch. " Telegramme des k. k. Telcgraphen-ßorrespondenz-Ouremls. Venedig. 27. Oktober. Alle Flüsse in Venetien sind infolge von Regengüssen stark gestiegen. Die niedriger gelegenen Teile von Vicenza, Schio, Marostica und Thiene sind überschwemmt. An einigen Punkten sind die Kommunikationen gestört. In Rovigo ist das Wasser bis zum ersten Stockwerk des Präfekturgebäudcs gestiegen. Die Eisenbahnverbindung zwischen Este und Montagnana ist unterbrochen. An mehreren Orten sind die Felder überschwemmt. Der angerichtete Schaden ist bedeutend, doch sind Opfer an Menschenleben nicht zu beklagen. Rom, 27. Oktober. Es scheint sich zu bestätigen, daß die Zahl der Toten in Ferruzzano 200 nicht übersteigt. Visher wurden 65 Leichen unter den Trümmern hervorgezogen. — Finanzminister Lacava setzt die Besichtigung der betroffenen Ortschaften fort und trifft überall Vorkehrungen für rasche Hilfeleistung. Washington, 26. Oktober. Präsident Roosevelt läßt amtlich bekanntgeben, daß die Linienschiffsflotte am 26. Dezember l. I. von Hampton Roads ans eine Kreuzfahrt nach dem Stillen Ozean antreten werde. — Staatssekretär Root erklärte nach längeren Besprechungen mit dem japanischen Botschafter, daß zwischen Japan und den Vereinigten Staaten nichts vorliege, was die Entsendung der amerikanischen Flotte nach dem Stillen Ozean unangebracht erscheinen lassen könnte. Mit 1. Nownw 19«? beginnt ein neues Abonnement auf die Dailmcher Zeitung. Nie Pränumerations - Vedingungeu bleiben unverändert und betragen: mit Mversendung: für Laibach: gänzjährig . . »<> X — b ganzjährig . . 22 k — b halbjährig . . I» » — . halbjährig . . Ii » — , vierteljährig . 7 , »o » vierteljährig . 5 » »O , monatlich. . . 2 , 5» , monatlich. . . l » 85 . Für die Zustellung ins Haus für hiesige Nbonuenten per Jahr 2 Kronen. ^l^ vle ?liinumes 7 U. F. ! 731-0 ! 9 b> NNO. schwach > Regen j 6 7 Das Tagesmittel der Temperatur vom Samstag beträgt 10-!)°, Normale 8 5°, vom Sonntag 11 1°, Normale 8'3°. Verantwortlicher Redakteur: Anton Funtek. ^K^^^ß^^^^^^^^^^L Ättllanbc« empfehlen „Ruf ete'« ^^V^^V^^PT^ ^^^^^ftinbcrmt^I all beftt 9JaJ)ruug bei - ^Ww^^W i^^^J^^^öKdJÖurdifon, Dfarrltfe, Oarm» ,v ¦ T#»m^^^^^ faicnli ic. - m.^^^^fl^^V Ö^* «9** SaMjjHitB", Itljmldje - ^^^^^^^^F *inb« unb 8roJ Es läßt sich nicht wcgdisvuticrcll, daß Fays echte -/^» Sooener Mineral. Pastillen seit mehr als 20 Jahre» N>^ sich bei allen Ertältungsformeil des Halses und der ^I^O Luftwege glänzend bewährt haben und daß Millionen /^^ls Mensche« sie vorbeugend und zur Bekämpfung selbst / »i schwerster Katarrhe mit stets gleich glänzendem Erfolg ^>V gebraucht haben und uoch gebrauchen. Fays echte HA Sodener sotten in teincm Haushalt fehlen, damit sie ^x^ immer zur Hand siuo. Überall für X 125 die l(^ Schachtel erhältlich. Da Nachahmungen existieren, so ^ZD) weise man dieselben gauz entschieden zurück und ver- ^^. lange stetö «Fays echte Sodener.. (3805) 2—2 Generalrepräseutanz für Osterreich. Ungarn: W. Th. Guntzert, HVi«u Xl,., Velghoferstrahc 6. 91s Vorleser empfiehlt sich älterer, intelligenter Herr mit ziemlich wohlklingendem Organ und deutlicher Außspracho, diskursiv, allseitig versiert. Gewesener Untoroflizier, Besitzer der großen silbernen Tapferkeitsmedaille. Deutsch, slovenisch, serbokroatisch. Bescheidenes Honorar. Zu erfragen in der Administration dieser Zeitung. (4429) Wer die Strömungen und Bestrebungen unseres ^ß * A g^ A^ A šk 4^ modernen Kunst- und Geisteslebens in einem f 11 f XÄ Hf (l humoristisch-satirischen Zeitspiegel betrachten I II 111* IU AI und verfolgen will, der lese jeden Jttontag I 9% W %p II mS^ die neueste summer der pnehner Mfmmium w wiimimw mwMMMiI €inzelverkau( und Abonnements bei lg. v. Kleinmayr & Fed. Bamberg in Laibaoh, Kongressplatz ffr. 2 und Südbahnhof (Kiosk) sowie in Steinbrück, Südbahnhof (Kiosk). >¦ Laibacher Zeitung Nr. 24«.__________________________________ 2306 28. Oktober 1907. Filiale der K K. priv. Oesterreichischen Credit- Franz- JT o s o *"¦ Aktienkapitnl Iv 120,000.000- Anstalt für Handel nnd Gewerbe in Laibach Reservefond K. 63,000.000— (17131 Kontokorrente. — Kauf nnd Verkauf von Effekten, Devisen nnd Valuten. — Safe - Deposits. - Verwaltung1 von Depots. — Wechselstube. Kurse an der Wiener Börse (nach dem offiziellen Kursblattej vom 26. Oktober 1907. Die notierten Kurse verstehen ftch in tlroilrnwähr.inn. Die Notierung sämtlicher «Iltlcn und bei „Diversen i^on'" »erslel^l sich per Sttul, Geld lvare Allgemeine Staatsschuld. Einheitliche Rente: tonn. steuerfrei, Kronen (Mai-Nuv.) per Kasse. , 85 > l!6lb betto (Iän.-Iuli) per Kasse «i tt Ubus, » 2°/„b. W.Noten Febr.-slun) per Kasse......u?'4b -7 »5 4 2 °/n ö. W. Silber («Ipril-Olt.) per Kasse......8? 5t 97'?b t8s«er Staatslofe 500 fl. 4"/^ l>8-25 I5o>2.' l««o« ,, lW sl, 4"/^«s<-- ic4 — 1864« ,. 100 !l. . 252- k« - sö i> t'st. Investition«,-Rente, stfr.. fti. per Kasse . 3'/,°/» k6 10 H»U> Ga!!N'5t!'.«!»^' ll>. »rllchltitmlgt». Hli sabethbah» in V., stenersrci. zu 10.000 fl. . . - 4«/l, — - — -Franz Iosef-Vahn in Silber (div, Ct,) . . . b'/v. Stücke) Kronen . . 4", 95 >i k6 ?b Uudolfbahn in Klonenwöhrung, fieuerfr, (biv, Ot.) . 4 V, 9t> ?l> 98 7d Vorailberger Bahn, stenerfrei, 400 Kronen , . . 4«/, ^',.^ 9« ?b )u «!»nl»lchuld!!«sch»»b«u«kN »bllstlmpllll GilmtnhN'AKNlN «lisabeth-V, 2NN fl. KM. b' .'V, von 400 Kronen . . . . 4b9 - 4«1'-betto iiinz-Budwei« LU0 sl. ö. W. L, b'/<"/,, .... i25'6' no««»«» llleubllhn > Pr Kronen 4 "/„. , . , S6l> 8? ^l. <5Iis^bethbahn «no und 3000 M. 4 ab io°/^......I14-— lt5 - ltliiabethbahn 400 und llooo M, 4',..........li4- lib- ssranz I«sef°Bahn «rni. 1884 (div. Ct.) Sllb. 4°/, . , ,,? ie S8-2i> Galizlsche Karl Ludwig-Bahn ldlv. Lt.) Eilb. 4°/» . , eelb »7 ld Uüg.'galiz. Vahn 200 fl. L. 5°/., io?>- 'U3 -Norarlberger Vahn Em. 1884 (div. Ct.) Ellb, 4°/. , . >.ß b< 87 5, Staatsschuld der Länder der ungarischen Krone. 4',^ ung, Oulbrcnte pei kasss , llü«< ll« z< 4°/„ drito per Ultimc 1W^< 1« 3s 4"/„ ung, Rente in ltrunen- währ. stsici per ilc,!,e . , »L-«l> Sö — 4°/» detto per Ultimi !i fl. . i>^> ü< l«4«< betto ä Ü0 fl. . l»«'5s 1!»4 ö!> lhc!h'S>en,-L°le 4«/^, , . . , l40'6 <44 6< 4",l> ungar. Grundentl.-Oblig sL 75 NL 75 4"'o lroat, n. slllv, Grundnitl. cbli^........ i-3 2!, 94 8-, Nudele öffentliche Anlchcn. Vosn. Lande«.Anl. (dlv.) 4«/« sl'- liL - Äosn. - hcrceg. Eisenb. ^ Laudcl!> «nlelie» /,"/„ . 8» 3« l« sl) 5"/« HunauN?«..Anleihe l8?t> il'» - M4- Wiener Verlelirs-slnleihe 4°/, »5 «l> 9k «<> betto l»o0 4°,v 8!> 8. i>e «<' «nlehen der Etabt Wien . . 101-45 ü.2 75 U5 7b delto (1888) . . , le-?t> 37 ?! betto (l9»0) ' . . . 8»j 2: 8?-tb dctto Inv..«.) 1902 ke «b «?-»!, Vörjebau-Änlehen verlolb. L°/^ »5-?b ^6 '^ Bulg. StaatKeisenb.-Hyp.-NnI 1««8 Gold . , . , 6"/, 118 0,' li0 «.^ Bull,, L'.alUb.Hyputhelar An! ,«l!» . , , , «°/, li? 9> lls9,> «tld Ware Pfandbriefe «. Bode!-.lr.,all<,,öst. 87 7< 96 70 Zenrral°Bob.°Kred.-Vl., üsterr.. 45I. dcrl. 4>/,°/o . . , l01'50 —--Zentral.«oo.>Kred.°!«l., «slcrr,, «5I. vcrl. 4°/» . . . , !,? t< 8i« 50 ltred.-Ii>ft.,0sterr.,s.Ncrf.'Unt, u,«ffeml.Arb.ttat.4vl.4°/l. 8ü 2, «6 25 Landesb. d. Kon, Gallzien nnd Lodom. 5?'/, I. rucl,^. 4°>, 94'b, üö'üo Mähr. Hypothelenb. verl. 4"/, 9« 10 l»7'io N.'österr/Landee.Hyp.'Änst^"/. 9?-- 9tz- dctt, inll. ü"/o!br. Verl. »'///« 58'5> 89 ü> dctto K.'2chulb!ch,rerl.3>/l"/<, 8«-L5 59 ce detto veil. 4°/^ 9ö-s< l»? «<> 0sterr,'ungar. Vanl 5U iahr, rerl 4°/u ö. W..... 8^8' 98«i detto 4°/u Kr..... 8« b0 89 5, Lparl. I. öst., L0I. verl. 4°° 9l»öi icu-2^ Eisenbahn Prioritäts-Oliligationen. sserdinands.Nordbahli km. 1886------ —-- detlu 3m. 1804 —- —'— i?sterr. Nordwestb. Wo sl, S, INL bU K«» 5^ Slaatibahn üuo ssr..... 400 - il'4- ^udbahn a »"/„ Jänner.Juli 500 Fr. (per Lt.) , . , 2», Bodrnlredit.Lose Em. I880 ißs- »74- bett» ' 5°/o lonau«Regulierung«-Lose 100 fl. ö. W..... 254'ül! 2e,, 5» Lerb, Pram..«nl. v. 100 Fr. li»/« U? tiü 103 b(> zlnvllzinellcht k«!«> Vud>ip..Aas!lila (Lombau) 5 !>, 19 ü! 21 5b Kreditlose 10« fl...... 4>il>-- 44Ü-- LInry'Lose 4U sl, K. Vl. . . 1k>4 - 16» - Ofcner Lose 40 sl..... 22»,-- —'- Palffy.Lole 40 «I, N. Vt. . . 185 bC 189üc «loten Kreuz, öst. Ges. v., 10 fl. 44 üft 4«bl' Nuten Kreuz, ung. Ges. u., b sl. 25 8? 27 8b Ruboll'üos«' 10 fl..... «8 - ?2 - LalM'Lole 4« ll. K. Vl. 225'- i»2'- Veld Ware türl. «..U..«lnl. Prilm.'Oblig. 400 Fr. per Kasse . , , /82 25 ,«8 25 dctto pei M. . . , i«3 2a i«4 2<, Wiener Komm,.Lose v. I. 1874 490 ou 49« öc> Gew..Cch,b. 3"/» Prüm..Schuldn. ^.Vobenlr..3lnst. -- «ltten. llnn»p»ll.zlntrmeh«nn«ln. «nssig.Tepl. Eisenb. 500 fl. . 2425'— 2435 — Vöhm. Nurdbahn 150 fl. . . 35ö — 365-- Äuschtiehiaber Lisb. 5W fl. KM. 582»-- 28«- detto M. !l.) 20a fl. per Mt. wö4 - „>?!--Donau . Lümpfschiffahrl«. Ges., 1.. l. l. vriv,, 5uo fl. «M, 1002 — ion-- ««l'Vodenbacher Cisb. 400 »r. üb^)-— 555-^ ifcrdinllnd«.Norbö.1«00fl. KM. ^250 - b89(>-iicmb.'Lzcrn..Ic>ssn > «tisenbahn» Gefcllschaft, 200 fl. E, . 559 - 560 50 Uloud.üsteir.,Trieft.,500fl.KVi. 4ii- 415- Osterr. Norbwestbabn 200 fl. S. 4«0 - 434 - detto (lit. U.) 200 sl,T.P.Ult. 422- 42ö - ljrag.DliferEisenb.»00fl.abäst. »12— 214. ZtaatKeiso. 200 fl, S. per Ultimo »52- «i>< - Zübb. 200 fl. Silber per Ultimo 149 - ,50 — Zübnordbeutfche Nerbindunglb. 200 fl. KM...... 392- 393- Tramway. Grs,, „euc Wiener, Prioritäts.Altien l<>0 fl. . - — — .. Ungar. Westbahn (Raab.Vraz) 200 fl. S....... 403-- 4>>5-- iür, ll°llllb..ANien.Vcl. 200 fl. 220 — 2tu - »«nlen. «nglo.Österr. Nan!. 12N fl. . . 290'- 290 5<» Vanlverein, Wiener, p?i Kasse —-— — - betto per Ultimo . . . bs5 25 526 2^, Vodenlr,>Anst. österr., 300 fl.S »a, 6 — l01o- ^cntr..Vod,.Nrebb. iist,, 200 fl. 5«^— 532 -Kreditanstalt für Handel und Gewerbe, i«u fl., per Kasse — — — - detto per Ultimo 633 25 K84'2ö Kredltbanl allg. ung., 2l>u fl, . 744 — 745-— Depositenbank, ally., 200 fl. , 461 — 432 - Eslllmpte. Gesellschaft, nieder» österr., 4«n Kronen . . , 55«-— 5^8 üc< Giro» und Kassenvcrein, Wiener, 2N« fl........ 448 - 452' — Hypothekenbank, österreichische, 200 X 5°, „^ierlur", Wecklclst. .«lticn. a'^leNlckll,.', 200 fl, , . . 5^9-— M'i'- Veld <'l'<,f, Österr..ung. «an! 1400 Nromm 1764- l??5 — Nnionbnnl 20» fl..... h»s'^ 5><3 — Aerkekrsbant, allg,, 140 fl. 828- 82^.- znd»jllil>zlnlln,»tz««lgen. Oauges., allg. österr., 100 fl. . >I3 — n?- — VrilxcrKohIenber^b.-Ges.ioafl. 722— ?s0 - Visenl'ahnw.Leihg,, erste, 10ufl. i94- l!>?-H<> „Elbemühl", Papierf. «.N..G. 182'- 184 — ö!eltr..Oes., allg.bstcrr,, 20U fl. 424'- 42«'- bettn internal., 200 fl. 585— 589 — Hirtenberger Patr.., Znndh. u. Mcl..ssabril 400 »r. . . 935-- 970 - Mcsinger Ärauerei i«o fl. . . «nz — 2Si> Montan'GeseNsch, österr.'lllpine « >i 50 6'.'ö ü<» ,,Poldi.Hiitte", Tlegelgukstahl- F..A,.G, 200 fl. ... 4ü?-- 413 — Präger ,^4275 öalgo.Tarj. Steinkohlen 100 sl, 55?' 5i>» - ..Schlöglmühl", Papiers., 200 fl 313- 32i — „Schobnica", A,.G. s. Petrol,» Ind., 500 Kr..... 450 — 483 — „Steyrermühl", Papierfabrik und«..«...... 447- 450'- Trifailer Kohlenw.'G. 70 fl. . «55- 258 -rürl. labalregle.Ves. 200 Fr. per «als« . —-. — - betto per Ultimo 403 - 4<>4 — Waffe»f..<»el., österr,, in Wien, 100 fl........ <««- 46? — !8agnon>LelhanstllIt, allgcm,, in Pest, 40u Nr..... —-- — - Wr. «augesellschast 100 fl. . . ,44-- <«-- Wteneiberger Zte«elf..«llt..«el. ?U0- 704 - Devisen. Kurze Klchten nnd Scheck». Amsterdam....... 19N 4? I99'6l> Deutsche Pläye...... 117 2 H'^45 Uondon........ 24><'5', 24055 Italienische «anlplähe . . 8^9 9uU5 Pari«......... 85« 95 80 Zürich und Vasel..... 85 3Ä 955») Valuten. Dukaten ....... »l »« ii 40 20°ssranlen-St!lcle..... 19 20^ 1» 2»» 2U.Marl°Ktücte...... 3»-45 28 bt Dcutfche Nelchsbantncten . . 11? 27' >l? 4?» Itnliliüjchc Banknoten . . . 95 5^ 9615 -!>„!'e! Nuli'ii..... 2'5l!" i-,^4'» von llcnl«n, IMHudbrlttfvu, Prlorltttten, Aktlou, IjOH«u etc., UeviMUii uiiü V»lnt«in. _____(4)________Los-Versicherung. Bank- und T7^"eciLslexgrescli.ä,ft I Privat - Depots (Safe - Deposits) I TTis.tor oljjene-m ~WglacHluao cä.*i Parte!.. I Verzlnsuno von Barelalagen Im Konto-Xorreni und auf Giro-Kante. ¦