^»ftnin» pl»?an« » gotortai euMe Zeitung Organ sür die deutsche Minderheit im Dravabanat k»rittt.U«na und »«walten«: »reieritoo« Mlita I. T«Iy.h»n 5h. 21 (inttwtbon) 1 B.,»«5pr.is. für Dos 3nIeiU»: Bi.rt.li-Hrig 40 »In, haldjähri» M Din. «an,-«?'.indiqung°werden in d.r ve.«alt»ng ,u billigst.» ».bühr«. .ntg.g.ng.nomm«. ! jährig 160 DI«. Für da- «..land .ntspr.ch.nd. Erhöhung. «inz.Im.mm.r lin 1 S0 Erscheint wöchentlich zweimal: Donnerstag früh und Samstag früh mit dem Datum vom sonntag Celje, Donnerstag, den 2V. Februar 1936 61. Jahrgang Nummer 15 Italienischer Sieg an der Nordfront Grohe Verluste der Abessini«r Asmara, 17. Februar. Nichtamtlichen Be-richten zufolge fielen bei den Kämpfen um Amba Aradama an der Nordfront 6000 Abessinier, während 15.000 Abessinier verwundet wurden. Die Italiener sollen nur taufend Tote und Verwundete haben. Berger-Waldenegg nach Italien Wien, 17. Februar. Der österreichische Außen-minister Berger-Waldenegg ist heute nach Florenz abgereist. Obwohl von amtlicher Seite hervorgehoben wird, daß es sich um eine Reise privater Natur handelt, ist man in politischen Kreisen doch der Auf-fassung. dofo die Reise auch politische Hintergründe Die in den letzten Tagen in Umlauf befind-iichen Gerüchte über eine bevorstehende Reise des Vizekanzlers Fürst Starhemberg nach Italien wer-den amtlich dementiert. Heute war sogar die Nach» richt verbreitet, daß Starhemberg bereits nach Rom abgereist fei. Wahlsieg des Linksblocks in Spanien Nach den bisher bekannten Ergebnissen brachten die Wahlen den Linksparteien einen großen Sieg. Bekanntlich gingen alle Linksparteien, die Sozia-listen, die Kommunisten, die Republikanische Linke und die Unabhängigen Katalonier gemeinsam in die Wahlen. Soviel bisher bekannt ist, erhielt der Links-Mm! 230, der gegenrevolutionSre Block 139 und da» Zentrum 63 Mandate. Mit Rücksicht auf den Wahlsieg der Linken sind Unruhen zu befürchten. Deutschland auf dem Weg der Motorisierung Der Deutsche Reichskanzler hat in seiner Er-öffnungsrede zur diesjährigen Berliner Automobil-Ausstellung drei Fragen angeschnitten, über die bisher die öffentliche Diskussion in Deutschland geruht hatte: 1. Die Frage des billigen Volkswagens, 2. die Brennstossverjorgung durch inländische Produktion und 8. die Herstellung der Decken und Schläuche aus im Inland gewonnenem synthetischen Kautschuk. Das Problem, das Adolf Hitler der Automo-bilindustrie seines Landes gestellt hat. lautet: Stellt einen Wagen her, der nach Anschaffung und Be-triebskosten für die drei bis vier Millionen Bezieher der höheren Einkommen erschwinglich ist. Ueber dem Problem des billigen „Volkswagens" rübeln in Deutschland die besten Konstrukteure und abrikationskachleute. Der Preis des Wagens soll unter 1000 Mark, der Betriebskostensatz im Rahmen der Einkommen liegen, wie Angestellte, Qualttät«-arbeitn und mittlere Beamte sie erzielen. Das vom Deutschen Reichskanzler gesteckte Ziel wird erreicht. Die restlose Selbstversorgung mit Treibstoff und Gummi ist erreicht und damit der Weg für die privatwillschaftliche und technische Erfüllung gegeben. Die Herstellung von synthetischem Kautschuk ist rest-los glücklich gelungen. Der deutsche Automobilfahrer brauch! nun nicht mehr zu wählen: Zwischen Decken und Schläuchen au» Naturgummi oder aus künst-lichem Gummi. Denn letzterer ist um 10—30°/» besser und dauerhafter, annähernd gleich billig und wird im Lande selbst erzeugt. König Boris in Beograd Montag traf König Boris von Bulgarien auf der Rückreise nach Sofia in Beograd ein. Er weilte als Gast bei den Königlichen Hochheiten, Prinzre-genten Paul und Prinzessin Olga. Mit dem Prinzregenten Paul begab sich König Boris auch nach Oplenac, wo er am Grabe des Königs Alerand er I. ein Gebet verrichtete. Der türkische Auhenminister in Beograd Gleichzeitig mit König Boris von Bulga-rien traf in Beograd auch der türkische Außenmini-ster und setzige Vorsitzende des Balkanbundes Dr. Tewsik Ruschdi Aras in Beograd ein, wo er vom Ministerpräsidenten und Außenminister Dr. Stojadinovii, vom türkischen, rumänischen und griechischen Gesandten sowie von hohen Beamten des Außenministeriums empfangen wurde. Auf der Weiterreise nach Istanbul begleitete ihn Minister-Präsident Dr. Stojadinovic bis Mladenovar, wobei die beiven Staatsmänner Gelegenheit hatten, über alle aktuellen Fragen zu verhandeln, die Jugosla-wien und die Türkei, bzw. die Staaten des Balkan-bundes interessieren. Skupschtina Beograd, 17. Februar. Die heutige Skupschtina-sitzung, die für 10 Uhr anberaumt war, begann erst um 11.35 Uhr, da vorher Beratungen der op-positionellen Abgeordneten stattfanden. Den Vorsitz führte Skupschtinapräsident Ciric. Wider Erwarten verhielt sich die Opposition zu Beginn sehr ruhig. Sie störte weder die Verlesung des Protokolls der letzten Sitzung noch die Verlesung verschiedener In-terpellationen. Dann teilte der Vorsitzende mit, daß die Abg. Bogoljub Jeotic im Namen des Jugoslawischen Klubs, Milan Bozic im Namen des Jugoslawischen Unabhängigen Klubs. Dr. Mirko Kosic und Dr. Ivan Loorencii im Namen des Nationalen Arbetts-klubs und Mirko Komnenooic im Namen des Ra-dikalen Klubs an ihn eine Anfrage betreffend die gestrige Rede des Forst- und Bergbauministers Gjura Jankooic in Osijek gerichtet hätten. Die Auseinandersetzungen zwischen den einzel-nen Abgeordnetengruppen dauerten nach Unterbre-chung der Sitzung fort. Gemeindewahlen in Tomina Banja Luka. 17. Februar. In der Gemeinde Tomina, Bezirk Sanski most, fanden gestern Ge-meindewahlen statt. Aufgestellt waren vier Listen. Zwei der JRZ, eine der Vereinigten außerparla-mentarischen Opposition und eine Dr. Hodzeras. Von 2450 Wählern stimmten 1611. Es erhielten: Die Liste Hodzera 351 Stimmen, die Vereinigte Opposition 514 Stimmen, die Listen der JRZ 443 bzw. 103 Stimmen. Wieder ein neuer Abgeordnetenklub Die Abgeordneten Vojislav Gjorgievic, Radisav Vucetic, Obren Savic, Luka Kostren ctf, Zivota Mi lovanovii. Gjorgje Jevtic, Alekjandar Dakik, Zioko Danilovic und Todor Todorovic sind aus dem Ju-goslawischen Klub (Jevttc-Klub) ausgetreten und haben einen neuen Abgeordnetenklub unter dem Na-men „Nationaler Bauernllub" gegründet. Zwiespältigkeit und Wandlungsfähigkeit der österr. Außenpolitik Während ZStarhemberg bei den Verhand-lungen in Paris noch erklärte (laut amtlicher, österreichischer Nachrichtenstelle), daß Donauverhandlungen ohne Italien keinen Sinn hätten, zeigt ein inter-essanter Artikel im „Sturm über Oesterreich" vom 26. Jänner L I. den Versuch einer gewissen psycho-logischen Vorbereitung zu einer größeren Reserve gegenüber Italien. Diese Auslassungen sind um so bezeichnender, als „Sturm über Oesterreich" da« Blatt der ostmärkischen Sturmscharen ist. deren Reichsführer bekanntlich der Kanzler Doktor von Schuschnigg persönlich ist: Der englische Außenminister Anthony Eden hat.sich im letzten Ministerrate keineswegs so in-transigent in der Frage der Sanktionen gezeigt wie vor vier Wochen. Manche schreiben dies seinem neuen Amte zu. das die Alleinoerantwortung für die Außenpolitik des Imperiums mst sich bringt. Aber die wirklichen Gründe, die Eden veranlassen könnten, nicht mehr auf einer Ausdehnung der Sanktionen s tout prix zu bestehen, liegen anders. Es sind zunächst in der „hohen Politik" einige Vor-gänge zu verzeichnen, die mitbestimmend für seine veränderte Haltung find: einmal die Rooseoelt-Rede und die amerikanische Neutralitätserklärung, die etwaige Oelsanltionen für die Monate bis zur Regenzeit in Abessinien unwirksam machen würden. Dazu kommt ihre allgemeinpolitisch« Bedeutung für die Zukunft. Als Drittes die in den Verhandlungen mii Schacht sich andeutend« Annäherung Italiens an Deutschland, das viertens, die Diskussion über den Locarnopakt eröffnet hat. Während zu Beginn des ltallenijch abeffinischen Konfliktes England über eine mögliche Vorherrjchast Italiens nach einem Siege über den Negus in Afrika beunruhigt war, werden jetzt gerade die entgegengesetzten Bedenken laut Man ist in England zur Ueberzeugung ge-kommen, daß Italien aus diesem Kriege nicht als Sieger hervorgehen wird. Und nun möchte man vermeiden, daß eine Niederlage Italiens sich um-gekehrt dahin auswirkt, daß die „Eingeborenen" Afrikas sich auf ihre Rechte besinnen. Der Krieg könnte sehr wohl die ganze Frage der afrikanischen Kolonien aufrollen. Für England heißt das: er könnte die Frage Aegyptens und des Rechtes der Aegypter auf unumschränkte Souveränität in ein kritisches Stadium .bringen. Der Feind im Innern Aegyptens könnte gefährlicher werd«n als die italienischen Divisionen in Lybien, die seinerzeit die Home Fleet nach Alerandria gebracht haben. Eng-land wünscht keinen italienischen Sieg in Abessinien. Nun aber wünscht England ebensowenig eine kom-plette Niederlage der Italiener in Ostafrika. E» kann — schon wegen der europäischen Probleme — nicht wünschen, daß Italien fo sehr geschwächt au« Den 22. nimm zu Notiz, die Schalkenfahrt strotzt voller Witz! Seite 2 Deutsche Zeitung Nummer 1» dem äthiopischen Abenteuer hervorgeht, daß es im Gleichgewicht der Kräfte auf dem Kontinent keine »der nur eine geringe Rolle spielt. Sir Samuel Hoare war durchaus ehrlich und offen, als er seinerzeit fagte, daß England ein starkes Italien wünscht. Die „Strafe" der Sanktionen, meint man. sei überflüssig, wo Italien durch die nicht gerade glück-liche Entwicklung des Feldzuges und durch die Opfer, die er erfordert, gestraft genug fei. Es gilt. Italien zu helfen, aus dieser Situation heraus-zukommen. Es zeigt sich in diesen Gedanken, die sehr offen ausgesprochen werden, das traditionelle englische Fair play einem besiegten Gegner gegen-ßber. Darum wünscht man auch, daß an den Ge-rüchten von neuer Vermittlung und neuen Friedens-planen etwas Wahres sei. Und allen Dementis zum Trotz scheint dies der Fall zu fein. Ulrich Kerften. lichem Wettstreit angetreten waren, zeigten auf diese Art, daß die Idee der Olympischen Spisle in ihnen und durch jeden Einzelnen ihren großen Sieg er-neut errungen, ihre schöne Bestätigung gesunden hat. Kämpfer sind Kameraden! . Nun tritt die Reihe der Wintersportler vom Schauplatz der Ereignisse ab i ein knappes halbes Jahr noch, und ein neuer, noch weit größerer Auf-marsch der Sportjugend aus aller Welt beginnt in Berlin. Mögen diese Spiele gleichfalls im Geiste der großen Idee stehen, die.sich beim Wintersport so ausgezeichnet durchsetzte! Kurzer Rückblick aus die Olympischen Winterspiele Der erste Teil des ehrenvollen Auftrages an Deutschland, in seinen Gauen die Olympischen Spiele durchzuführen, ist abgeschlossen, liegt hinter uns. Verlöscht ist die Olympische Flamme am Hang des Gudiberges, die elf Tage lang weit in da» Werdenfeljer Land und zu den zackigen Spitzen der Alpenberge loderte, niedergeholt ist die Olympische Flagge, in deren Zeichen eine Fülle von aufregen-den und überaus schwierigen Wettkämpfen ausge- 22. Feber 193k Verbote Die „Grozer Tagespost" vom 28. Januar meldet, das) der Sicherheitsdirektor des Bundes für das Land Steiermark den „Verein deutscher Stu-denten" in Rom mit dem Sitze in Rom behördlich aufgelöst hat. Eine Begründung dieser Maßnahme ist nicht enthalten. Die „Grazer Tagespost" vom 19. Januar d. I. berichtet über die Beschwerde des deutschen Turn-Vereins in Ratten gegen seine Auflösung. Danach wurde dieser Verein, dessen genehmigte Satzung beinhaltet, daß er die Erhaltung, Ausbreitung und Förderung des Volkstums durch das deutsche Tur-nen im Sinne John's zum Zweck habe, daß ihm nur Deutsche (arischer Abkunft) angehören dürften und daß sich seine Mitglieder nur an Wettbewerben beteiligen dürften, wenn daran ausschließlich Ange-hörige germanischer Volksstämme teilnehmen und deutsches Volkstum und deutsches Volksempfinden nicht beeinträchtigt werde, durch Bescheid des Sicher-heitsdirektors von Steiermark aufgelöst. Diese Matz-nähme war damit begründet, daß „die Mitglieder nahezu ausschließlich der NSDAP anaehören" und daß in letzter Zeit die nationalsozialistische Propaganda in Ratten einen großen Umfang angenommen habe. Der Beschwerde an den Bundesgerichtshof, nicht nur behördlich aufgelöst, sondern auch tatsächlich vollksmmen zerfallen ist, doch noch besteht, und end-lich letztens, daß das bewußte Bekenntnis zur Pflege deutschen Volkstums und zur Ablehnung des Juden-tums nationalsozialistisch verdächtig ist. U. K. Große Kundgebung der Volksfront in Paris Auf Druck der marxistischen Volksfront wurde die Aktion fran^aise von der Regierung aufgelöst. Am Sonntag veranstaltete die Volksfront in Paris eine große Kundgebung gegen den Uebersal auf Leon Blum. Um 13.30 Uhr sammelten sich die Teilnehmer an der Kundgebung vor dem Pan-theon. Um 14.30 Uhr setzte sich der gewaltige Zug. an dessen Spitze Daladier, Frey. Professor Rio« und andere Mitglieder der Volksfront-Leitung schritten, in Bewegung. Im Zuge wurden Fahnen in den Nationalfarben wie auch rote Fahnen getragen. In den Straßen, durch die der Zug kam. hatte'sich eine große Menschenmenge angesammelt, welche die Abgeordneten an der Spitze des Zuges herzlich be-grüßte. Um 16.45 traf der Zug auf dem Place de la Nation ein, wo er sich auflöste. Zwischenfäl« ereigneten sich nicht. Kurze Nachrichten Die NSDAP wird am 24.1. M. ihren Grün-dungstag feierlich begehen. Die Feier wird wie bis-her im alten Saal des Münchner Hofbräuhauses abgehalten. Zugleich findet auch eine Feier im Zirkus Krone statt. « An der französischen Küste, bei Le Havre stürzte ein englisches Bombenflugzeug ab. Faschingssamstag ragen wurde. Und die Mannschaften au» 28 Na-ionen haben nach der im feierlichen Rahmen er-olgten Ehrung der Sieger die Stätte verlassen, die hnen durch Vorbereitung, Kampf und rücksichtslosen Linsatz aller Kräfte für immer erinnerungswürdig ein wird. Mit Hilfe eines einwandfrei und reibungs-os arbeitenden Organisationsapparates, entstanden 99 Schalkfahrt des C. M. G. V. ii In Paraguay gelang wieder einmal nach blu-tigen Straßenkämpsen eine Revolution. Die Auf- ständischen sind Herren der Lage. • In d«r Skupschtinasitzung am 18. d. M. gab es erneute stürmische Auseinandersetzungen zwischen einzelnen Abgeordneten. Start: Punkt 20 Uhr und aufgebaut aus einer besonderen Begabung des deutschen Volkes zu durchdachten Vorbereitungen, die nichts zu gering einschätzt, gelang es, in einem an sich nur kleinen Kurort in der schönsten Berg-landschast des Reiches die IV. Olympischen Winter-spiele durchzuführen und eine runde Million von Zuschauern an den Auswirkungen der Idee teil-nehmen zu lassen. Mit Befriedigung vernimmt die Well da» Ur-teil de» Präsidenten des Olympischen Komitees, des Grafen Baillet-Latour. ausgesprochen nach der feierlich«» Schlußziremoni« im Skistadion: „An den eben zu Ende gegangenen IV. Olympischen Spielen scheint mir das Wichtigste gewesen zu sein, daß alle ausgetragenen Wettbewerbe in fairster Weife durch-geführt wurden". Alle Kämpfer, die hier zu fried- die damtt begründet war, daß die Vereinssatzungen ja erst im Jahre 1934 neu genehmigt wurden und daß kein Mitglied des Vereins wegen nationalsozialistischer verbotener Betätigung verurtrilt worden sei, wurde vom Bundesgerichtshof nicht stattgegeben. Die Begründung interessiert uns: Der Inhalt der Satzungen sei geeignet, die Ansicht zu stützen, daß der Verein die Zugehörigkeit zum Ädeenkreife des Nationalsozialismus auch äußerlich zum Ausdruck bringt. Die Sicherhettsbehörde habe deswegen in berechtigter Weise eine vorbeugende Maßnahme er-griffen. Wir holten feS: Ts ist hiermit gerichtlich festgestellt, daß die nationalsozialistische Propaganda in Oesterreich zunimmt und zwar nicht durch vom Ausland bezahlte Emissäre, sondern z. B. durch allerdings unbekannte Einwohner von Ratten in Steiermark. Es ist weiterhin gerichtlich festgestellt, daß die NSDAP in Oesterreich, die doch nach den Worten maßgebender Männer der Regierung längst Hotel Skoberne Offiziere der spanischen Armee versuchten nach dem Wahlsieg des Linksblocks einen militärischen Staatsstreich, der jedoch rasch vereitelt wurde. In Madrid herrscht darob größte Erregung. • Der USA Senat sprach sich mit großer Mehr-bett gegen ein« Beschränkung dt» Handels mttkrieg-führenden Staaten au». Auch der Ausfuhrantrag von Kriegsmaterial würd« fast einstimmig abgelehnt. — Amerikanische Neutralität! Tagung des Banatsrates Der voranschlaa de» Draubanats: 97.3 Rill. Dinar ordentliche Gebarung »nd 40.8 MM. Ausgabe« für die Banatsunternehmungen Zagreber Betrachtungen Ausblick und Rückblick Für den Fremden unbemerkt nimmt durch einen Hausflur in der Jlica ein beliebter Spazierweg seinen Anfang, der aus dem hastenden Treiben, aus den beengenden Stadtmauern zauberhaft rasch, binnen wenigen Minuten, emporführt in die freie Wald- und Bergng^zr, durch den bekannten Tuskanac Park, vorbei an reizenden Villen, deren nicht alltägliche und bunt durcheinandergewürfelte Baustlle im Verein mit sorgsam gepflegten Gärten un» wohltuend vom Alltag Ivslösen. Zwanzig Minuten erfrischenden Marsches bringen uns an einen der schönsten Aussichtspunkte Zagrebs, den „Cmrok". Hier, wo sich auch zwei asphallierte Autobusstraßen kreuzen, wollen wir uns auf einer der Ruhebänke niedersetzen — der heurige Winter erlaubt es — und unsere Blicke über die Stadt gehen lassen. Die stolze Kathedrale ist e», die vor allem in» Auge fällt! von deren schwindelnder Höhe haben vor nicht allzu langer Zeit zwei Liebende, innig umschlungen, in gemeinsamem Todes-sprung Befreiung gesucht au» schwerer Herzensnot. Ueber Dächer und Türme her schimmert der Save- fluß mit seinen Schutzdämmen, die im Vorjahr ver-stärkt worden sind. Au» Zigeunerzelten raucht es dort. Die jetzt verlassen daliegenden Sportanlagen der Ruderklube rücken in« Blickfeld, ebenso der Radiosender „Zagreb", den man den „schwimmen-den" nennt, weil er zur Zett der Kirschblüte, das ist dann, wenn in den Sanntaler Alpen die Schnee-schmelze eintritt, regelmäßig im Wasser steht. Dort find die Saoebäder: jene mtt Eintrittsgebühr und jene ausgedehnten unentgeltlichen, die mtt der öikara ihren Anfang nehmen. Eine echte Busch« und Steppenlandschaft ist e». Auch die Buschmänner fehlen dort nicht. Das sind die Logiergäste der Mutter Natur. Diese Buschmänner bevorzugen da» Einfamilienhaus-System. Sehr verschlossen sind sie und unzugänglich. Und die Bauweise? Etwas Ge-strüpp wird zusammengetragen, zur Not verflochten und überdacht — die Villa ist fertig. Die Innen-einrichtung: ein paar Büschel geraffte» Steppengras und etliche olle Fetzen, viel mehr ist es nirgends. So hat der Erbauer ein Eigenheim über die Wintersnot hinaus wenigstens. Steuern und Taren gibt es da nicht. Der Briefträger kommt nicht, schon gar nicht der, der Geld bringt, aber auch niemand von der Polizei oder sonst em Amtsorgan. Wenn die Kälte plagt, wird ein Lagerfeuer angemacht, natürlich außerhalb der Villa. Hat man Hunger, kramt man wo vielleicht doch ein paar Erdäpfel hervor und läßt sie braten. Und weil man schon beim Genießen ist, so langt man nach dem Speisen durch die Löcher des Rocksacke» hinunter zum Futter-saum, ob sich da nicht etwa doch noch ettiche in dm Gassen aufgelesene Zigarettenstummeln aufstöbern lassen. Sieh da, welch reicher Fund: drei Stück Stummeln! Und nun rasch ein Stückchen Zeitungs-pcwier und eine Zigarette gedreht. So wird Siesta gehalten. Als Lektüre bedient man sich des übrig-gebliebenen Zeitungsrestes. Danach kommen Pläne und Träumereien, die ebenso rasch verglimmen, wie die improvisierte Zigarette. Und da» Bewußtsein der Aussichtslosigkeit liegt über dieser eigenartigen Siedlung. Sie gehören der weißen Rasse an, dies« Sied-ler, ob man's glauben will oder nicht. Sie sind nicht etwa aus Afrika zu Lehnwecken importiert und angesiedelt worden. Es sind ihrer immer mehr. Die Verelendung greift um sich. Doch verlassen wir für heute unsere „Cmroker" Aussichtsbank und unsere düsteren Erwägungen, an denen da» trübe, warme Garnicht-Winlerrvetter Nummer 15 Deutsche Zeitung Seite 3 des „Bchalkfahrt" Die Einladungen in Form von Reisefahrscheinen find an alle Faschingslustigen abgegangen! Jetzt «ird es ganz ernst. Die Flugzeuge der Phantasie stehen bereit und brummen ihren verschrobenen Song. Prof. Lustig und Schalk sind startbereit! Noch sind einige Fahrscheine bei der Abfahrt zu haben. Auch auf die Pässe für die Reisenden wurde von der Neiseleitung nicht vergessen — also keine Angst, liebes Publikum! Nur das Geld muht Du selbst mitbringen, das können wir nicht besor-gen! Und dann Valuten, Valuten, Devisen — nicht vergessen! Der Start muh wegen der Fülle des Gebo-tenen pünktlichst 8 Uhr abends erfolgen. Wer also dabei sein will, muß früher kommen! Tisch reservieren wird nicht gut möglich sein, besser: früher kommen! Als Reisekleidung empfehlen wir: kleiner'Abend-anzug oder dunkle Straßenkleidung — wegen der Tropenhitze: leichte Unterkleidung! Unser Bild: Erster Bildbericht von den Probefahrten. Pros.>Lustig »nb Schal« mit Zagdtrophiie l in A d e s s^t n ije n ! Und jetzt einige Daten von der Organisationsleitung: Der ganze deutsch« Männergesangverein tut »itk k Die „Diluvir", also das Quartett l und ein «eues Quartett ll treten auf und geben ihr Letzte» für die Reise. 1« Mann technisches Hilfspersonal war notwendig. 61 Rollenspieler sind beschäftigt! 95 Kostüme! Im ganzen sind 141 Rollen zu verteilen ge»ese«! 4 Musikkapellen oder 18 Musiker sind beschäftigt, das Publikum während der Reise zu unter-halten und anschließend für Tanz zu sorgen. Rund 1000 Ideen ranken sich um die Und«« d«r „Schalkfahrt"! Zum Schluss« aber tut da» ganze Publikum »it, wenn es den Ruf „Schalkfahrt" mit „ahoi" beantwortet! Diesen Seemannsruf muh jeder auswendig lernen, damit glückhast die Fahrt! „Schalkfahrt ahoi"! Einstimmiger Stupschtinabeschluh Anläßlich der Sitzung am 17. d. M. wurde ein Bericht des Administrationsausschusses einstimmig auch von der Opposition angenommen, wonach den Skupschtinaabgeordneten die Diäten von 200 «uf 250 Dinar erhöht w«rden, sodaß sie in Hin-kunft 7500 Dinar monatlich erhalten, rückwirkend mit 1. Juli 1935. Aktion gegen kath.-tommun. Zu-sammenarbeit im Deutschen Reiche Zuverlässigem Vernehmen nach sind in Deutsch-land während der letzten Zeit, vor allrm im rhei-nischen Bezirk Düsseldorf, von der Geheimen Staat»« Polizei 150 Personen verhastet worden, die im Ber-dacht stehen, gemeinsam staatsfeindliche Umtriebe Vorbereitet und durchgeführt zu haben. Die Verhafteten gehören teils führenden Kreisen der katholischen Jugendverbände an, teil» handelt e, sich um Funktionäre illegal arbeitender kommunistischer Gruppen. Es handelt sich um eine rein kriminelle Angelegen-heit. Von einer Aktion gegen die katholische Kirche und ihre Jugendorganisationen kann nicht die Rede sein, wenngleich man in Deutschland von der katho-tischen Kirche erwartet, daß sie ihrerseits alles tut, um Elemente au» den Reihen ihrer Organisationen auizuscheiden, die religiöse Jugendarbeit für bolsche-wijtijch-sia^tsfeindliche Zwecke mißbrauchen. Anderen-falls würde auf die Dauer die katholische Kirche durch diese Handlungen einzelner Organisationsleiter eine schwere Belastung erfahren. Aus Stadt Celje Kirchlich-religiöser Vortrag. Donners-tag, den 20. Februar, findet um Uhr abends im Saal des Evangelischen Pfarrhauses ein kirchliche religiöser Vortrog statt über „Die Religion der Frnmaurerei". Todesfall. Am 16. d. M. starb im städtischen Krankenhaus im Alter von 38 Jahren Frau Hilde Lindenthal, Ingenieursgattin aus Gotovlje bei Zalec. Am Begräbnis am 18. d. M. nahmen viele Freunde und Bekannte der Verstorbenen aus nah und fern teil. Eine Lehrerin hielt am offenem Grabe eine zu Herzen gehende Rede und Sänger au» Zalec brachten ihr al» letzten Gruß einen schönen Trauerchor. Die Hl.-Tava-Feier im Hitel Union war den Veranstaltern besten» gelungen. Den Glanz-punkt bildete die Einleitung mit dem praoosla-wischen Männer-Kirchenchor unter der künstlerischen Leitung des bewährten Chormeister, Tiril Pregelj. Auch alle anderen Darbietungen waren dieser Elite-Unterhaltung sehr gut angepaßt und fanden begeisterte Zustimmung. Licht aus Belenje. Das elektrische Netz in Celje und Umgebung wurde am 16. Februar um 14 Uhr an die Fernleitung des Elektrizitätswerkes Belenje angeschlossen. Bisher bezog Celje den elek-irischen Strom aus Fala. und Land Die Wählerliste lieat seit dem 17. d. M. bei der Stadlhauptmannschast im Zimmer Nr. 2 täglich während der Amtsstunden zur allgemeinen Einsicht auf. Wahlberechtigt ist nur, wer auch richtig eingetragen ist. — Also nachsehen? Die Jahre» - Hauptversammlung der Kaufleutevereinigung in Celje findet am Donnerstag, den» 5. März um 6 Uhr abend» im kleinen Saal des „Narodni dom" statt. Zur Be-schlußfähigkeit ist die Anwesenheit von mindestens einem Drittel der Mitglieder notwendig. Kommt dieses Drittel nicht zustande, wird die Versammlung eine Stunde später, d. i. um 7 Uhr, mit der gleichen Tagesordnung eröffnet. — Den Mitgliedern, die ohne vorherige triftige Entschuldigung fern-bleiben, muß die Verwaltung eine Geldstrafe auferlegen. Stadtteilregulierung. Anläßlich der letzten Gemeinderatssitzung am 17. d. M wurde beschloßen, den Stadtteil zwischen der Bahnlinie, der Ra^agova ulica und dem Masaryk Kai zu regulieren. Nähere Angaben siehe am sch»arzen Brett der Stadthaupt-Mannschaft. Beschwerden können ab 24. d. M. ein-gereicht werden. Zum Todesfall Jakowitsch. Anläßlich der Beisetzung des verstorbenen Kaufmannes Friedrich Jakowlisch brachte vor dem Trauerhause seinem langjährigen Mitglied al» letzten Gruß der CMGB. den Schottischen Bardenchor. Die» al» nachträgliche Berichtigung. Schuld haben mag, und schlendern wir mtt freund-kicheren Gedanken stadtwärts. Das Jahr 1935 hat der Stadt Zagreb manches Neue beschert. Nehmen wir nur den in geschlossener Kreisform aufgebauten Künstlerpalast auf dem früheren Marktplatz mit seiner gewaltigen, zweifachen Marmorsäulengalerie und der riesigen, aus Querquadern von edler Steingattung gelagerten Kuppel. (Hoffentlich gibt e» in dem abgerundeten Bau auch abgerundete Leistungen). Denken wir an den fortschrittlichen Ausbau des elektrischen Straßen-dahnnetze,: Eine neue Linie verbindet da» Innere der Stadt, um den Künstlerpalast eine Schleife ziehend, mtt der breite,i Zvonimirova, wo frisch ge-schaffen? Parkanlagen, neue moderne Häujeroierlel die vornehmliche Entwicklungsrichtung Zagrebs an-zeigen. Am entgegengesetzten Ende der Stadt wiederum hat die dicht angesiedette Treschnjevka ihre neue Tramwaylinie erhalten. Ebenso gegen Norden: Die Linie 14 befördert uns, von der Mirogojlinie abzweigend unmittelbar ins Dörflich« und Land-iiche! Ja, einmal hätte Zagreb beinahe schon die Linie Zrinjevac-Trnje-Save bekommen, unter dem komplett gehobenen Hauptbahnhof hindurch. Leider ist es zur Hebung des Bahnhofs noch nicht ge- kommen, wegen der leidigen Geldfrage. Und es wird dennoch die Zeit kommen, wo an beiden Saveufern Paläste und Häuseneihen von der sieg-reichen Ueberwindung de» Zagreber „Bahn"» Hindernisse» erzählt wird. Geplant ist auch eine neue Wasserrohrleilung aus südlicher Richtung, tief unter dem Saveflußbett geführt. DieProbebohrungen, die eine Menge Neugierige anlockten, hoben beim Treb-njebad in etwa 20 Meter Tiefe festen Boden ergebend Auch an schützend« Plätze für Kranke und Hilfesuchende hat man im vergangenen Jahr ge-dacht und die Sache auch fü beschlossen. Bald werden Heilung heischende Bürger und Bauern nicht mehr wie bisher zu mehreren in einem Bette wie Heringe schlafen, und Abweisungen wegen Platz-mangels werden hoffentlich bald der Vergangenheit angehören. Wurde doch am 19. Dezember v. I. durch den Stadtpräsidenten Dr. Erber der erste Spatenstich getan zum Erdaushub für das groge neue Zagreb« Spital, dort oben auf einem der sieben Stadthügel, dem sogenannten „rebro". 743 Betten und nach Möglichkett vollkommenste moderne medizinische Einrichtungen find im Kostenvoranschlag (65 Millionen Dinar) vorgesehen! Das bisherige allgemeine Krankenhau» am So. Duh dürste ver- mutlich der Staat oder die Banschast übernehmen. In Zagreb gibt <» ohnehin nicht ein einzige» öffentliche» staattiche» Spital! Der wundeste Punkt des wachsenden Kultur-und Handelszentrum» Zagreb ist seit langem schon die Eisenbahnbrücke über die Save, die mtt d«r neben ihr gelegenen Wagenbrücke um die Wette wackelt. Ein Wunder, daß nicht beide schon zu-ammen zum Fluß herunter kamen, samt dem, wa» ich gerade oben befand. Gott sei Dank, muß man agen, wenn e» auch entschlußfördernder gewesen wäre. Na, auch dieser Entschluß hat bereit» da» Licht der Welt erblickt und verbindlich« Form an-genommen. An beiden Brücken wird Hand angelegt werden und so verliert Zagreb zwei Sehenswmd'gle!-ten, die dem fremden Retsepublikum viel Stoff zur B«-lustigung geboten haben: die verlangsamten Fahrten, das Hutschen und das Gruseln. Vor meinem Stamm Cafe angekommen, bin ich im Begriffe, die Rolle des Berichterstatters mit der eines Lesers zu vertauschen, um mich zu ver-gewissem, daß der Friede in Europa wegen de» bißchen „Vorolympiade" in Abessinien noch lange nicht so wackelig ist, wie — die beiden Zagreber Savebrücken. Jopl. Seite 4 Deutsch« Zeitung Nummer 15 Zur Preisfrage Es soll aber für alle auch Pflicht sein noch heute die Preisfrage zur „Schalkfahrt" zu beantworten! Dies« Erziehungiaufgabe ist mit ein Ztwd der gtojjen Arbeit zur „Schalkfahrt" und soll Ihr Dank an die-jmigen sein, die fich seit Wochen für Sie plagen! Und dafür erhalten Sie noch Visitkarten nach Wahl, wenn Sie die Frage richtig beantworten! Heute letzter Ausgabetag der Lösung! Das Arbelterversicherungsamt tn Celje ladet alle Vorsitzenden der Wirtschafts-Organisationen der Industrie- und Gewerbeunter-nehmungen zu der am 23. d. M. um 10 Uhr vor» mittags im Gewerbeheim, Vodnikova ulica statt-findenden Konferenz «in. Da über sehr wichtig« aktuell« Fragen verhandelt wird, ist eine zweckmäßige Teilnahme geboten. Reisespesen werden nicht ersetzt. Für die OUZD in Celje: Viktor Schmigooc. Radiostöruugen. Aus unserem Äserkreis wird uns geschrieben: Wie die oftmaligen Be-schwerden von Radiobesttzern in inländischen Blättern beweisen, wird dem ungestörten Radio-empfange seitens der zuständigen Aemter kein Interesse entgegengebracht. Während anderswo ge-schulte, mit AbHorchapparaten ausgerüstete Leute mit de? Aufsuchung und Behebung der störenden Elektrogeräte betraut sind, steht dem Telegraphen-amte Celje nur ein ungeschulter Mann ohne alle Hilfsmittel zur Verfügung. Es geschieht also für die Entstörung der Motore und sonstigen Elektrogeräte so gut wie nichts. Di« hi« und da angebrachten Enlstörer sind ganz ungeeignet und lassen'di« Stör-wellen ungehindert aus den Elektrogerälen austreten. Da muh sich doch jeder Radiobesitzer fragen, wofür er dem Staate 300 Dinar Benützung»gebühr jährlich zahlt, dem Staat«, der sich um die ungestörte Benützung nicht kümmert. Und es wäre doch so einfach! Man braucht nur eine Revision aller Motore und Elektrogeräte in Celje durchzuführen und alle mit erprobten Entstörern zu versehen. Die Radio-besitz« haben das Recht, dies zu verlangen. Der Strahenbau unter der Burgruine vom Athletikjp0tiplatz bis zur zweiten Eisenbahn-brücke wurde am 17. d. M. begonnen. Die Strafe« wird auf 8 Nieter verbreitert. Danksagung. D« städtische Armenfond dankt auf diesem Weg« d« Firma Kn «z. >id, welche, wie wiederholt gemeldet, am Faschings-amstag, dem 22. d. M. in sämtlichen Unionsälen tattfindet, herrscht bereits in der ganzen Stadt leb-jaftes Interesse. Die Devise des Abends „Cirkus" verspricht einen abwechselnden und lustigen Verlauf der Redouie. Den Höhepunkt wird wohl die Wahl der Schönheitskönigin, welche den Titel „Cirkus-Prinzessin" erhalten wird, sowie deren Hofdamen bilden. Es sind drei Schönheitspreise für die drei hübschesten Masken des Abends vorgesehen. Die Ausmachung der Redoute wird wie immer originellst sein und jeder Besucher wird sich im bunten Trei-ben der Masken köstlichst unterhalten. Für das leib-liche Wohl ist bestens vorgesorgt, die Preise sind der Zett entsprechend mäßig. Alle Voraussetzungen dieses so beliebten Faschingabendes sind demnach gegeben. Der Äattenooroerkauf findet in den Ge-ichästen Büdefeld, Höfrr, Pirich und Weil« bereits statt. Sollt« jemand aus Versehen eine Einladung nicht «halten, so möge dieselbe in den obenerwähnten Geschäften angesprochen werden. Ptuj Heiterer Faschingsabend. Durch einen glücklichen Zufall ist es dem rührigen Festausschuß gelungen. Künstler aus den fernsten Weltteilen zum Vortrage zu verpflichten. Es versäume daher nie-mand, sich rechtzeitig für Samstag, den 22. d. M. bei d« Fa. Slawtisch & Helln. Ptuj, Plätze zu sichern, um sich die seltenen Genusse, die geboten werden sollen, nicht entgehen zu lassen. Ljutomer Weinmarkt und Weinausstellung in Ljutomer. Die Filiale des Weinbauvereines für das Draubanat in Ljutomer veranstaltet unwidn-ruflich am 3. März 1936 mit Beginn um 9 Uhr in den Räumlichkeiten der Gastwirtschaft Z a v r a t n i k einen Weinmarkt verbunden mtt ein« Wein-ausstellung. Zur A«fi!gung kommen die aus-erlesensten Weine aus dem berühmten Luttenberg« Weinbaugebiete. Für die Ermäßigung der Fahr- preis« auf sämtlichen Staatsbohnen wurden Schritte unternommen. Jntnesfenten w«ben höflichst eingeladen. Sport Meisterschaftsspiele Sonntag, den 16. Februar, begannen in un-ferem Draubanat die Meisterschaftsspiele der I. Klaff« (Frühjahrssaison). Athletik: (akovee S. K. 3 : I (0:0) Athletik hatte im «sten Spiel gegen Ca-k o o e c auf dessen Spielplatz anzutreten. Cakovec hat in der Meisterschaft sein 4. Spiel ausgetragen. Gegen Rapid und Maribor blieben sie sieg-reich und gegen die ^eleznikarji aus SÖfaribor spielten sie 1:1. Athletik lieferte ein glänzendes Spiel und brachte den Cakovccern die «ste Niederlage bei. Cakovec galt am eigenen Platze üb«haupt als nicht besiegbar. Einen Mann der Athletiker hervorzuheben, würde ungerecht sein, da jeder sein Beste» ge-leistet hat. Da» Spiel war, wie alle Meisterschafts-kämpfe, hart, dabei ab« vollkommen fair. Das einzige Tor des Cakovec S. K. war ein Elfmeter. Nach ein« torlosen Halbzett kam Cafooec durch einen Elfmeter wegen ein« angeschossenen Hand i» Führung. Athletik glich einige Minuten darnach durch K r e m p u s aus. Auf 2:1 brachte es S ch u h Ferdinand mit einem herrlichen Kopstor. Ein Bombenschuß Krempus' stellte das Endergebnis h«. Da» sonst angeblich so schlechte Publikum in Cakovec hat sich gegen Athletik ganz ausgezeichnet vnhalten. Als Athletik nach Erreichung von 3:1 alle seine.tech-nischen Feinheiten zeigte, da hatte es in den (ako-oecern ein ganz begeisterte» Publikum. Ein sehr guter Schiedsrichter war Herr Bizjak aus Maribor, welcher das Spiel jederzeit fest in der Hand hatt«. Hermes Ljubljana : S. K. Celje 7:0 (4:0) Dieses Meisterschaftsspiel, welches in Celje ausgetragen wurde, brachte einen unnwartet hohen Sieg der Gäste, welche ein ganz hervorragendes Spiel lieferten. S. K. C e I j« war ganz auß« Form, besonders der Tormann. Schiedsrichter Herr (amernik aus Ljubljana war «in str«ng«r ab«r gerechter Leiter des Spieles. Die Zuschaun zeigten sich aber zum Großteil leider sehr undiszipliniert. S. K. Rapid : ZelejntCor Maribor 4:4 (2:15 Gerechte Punkteinteilung zwein gleichwertiger Gegner. 111 e j n i e a r war »war schon hoher Fa-vorit, aber Rapid vollbrachte ein dnart gutes Spiel, daß der unentschiedene Ausgong gerecht ist. Primorje : Zlirija 1:0 <1: 0) Dieses Meisterschaftsspiel mußte vom Schied»-richtn beim Stand von 1:0 für Primorje ab-gebrochen werden, da die Spieln von Zlirija einen vom Schiedsrichter H. Ioksic gegen sie verhängten Elfmeter nicht ausführen lassen wollten. Bei dieser Gelegenheit wurden auch zwei Spieln von Zlirija vom Platz verwiesen. Auch die zwei Spieler weigerten sich, den Platz zu verlassen. Der Schiedsrichter hatte daher keine andere Möglichkeit, als das Spiel abzubrechen. Meisterschaftsspiele für nächsten Sonntag In Celje: S. K. Celje gegen Korotan. In Ljub-ljana: Zlirija gegen Hnmes. In Maribor: Maribor gegen ^eleznicar. In Cakovec: Cakowt gegen Rapid. Athletik ist spielfrei. Leipziger Frühjahrsmesse 1030 / oder 83 Beginn I. März 60°/,, Fahrpreisermässigung auf den deutschen Reichsbahnstrecken! Alle Auskünfte, auch über Verwendung der billigen Registermark, erteilt der ehrenamtliche Vertreter % Ing. G. Tönnies, Ljubljana, T y rseva 33 % Ttltfon 27-62 Geschäftsstelle des Leipziger Messeamtes Beograd, Knez Mihajlova 33. m Zu kaufen gesucht ein Cello (Violoncello) gut erlmlton und guten Ton. Angebote mit Preisangabe und Beeehreibnng an die Verwaltung de« Blatte«. 49 Feine, gewissenhafte Wäscherin empfiehlt «ich in« Hau«. 8ehmuUw5sche zum Wasuhon und Bügeln wird übernommen. Billigst« Preise! 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