Prllnumerationsplti«: I« Tomfttolr ganzjl- ft. >l. halbj, fl. III». Für dl« Zustellung «n« H«u« halbj. l>« lr. Mil dcr Post ganzi, st, 15, halb», st, 7 l.U, Mittwoch, 10. Mai. Iustltlonsgtbstr: Für Ntei ^^.unterzeichnetem Diplome demVicepräsidenten s'on 3l.^' ^"^'schen Fmanz-Landesdircclion in Pen-dez'^u Pelikan v. Plauenwald. als Ritter NliiW.l Ü ^" eisernen Krone zweiter Klasse in Ge-NNiidiM l Ordensstatutcn den Freiherrnstand aller, ^^zu verleihen «erubt.______________________ Nichtamtlicher Theil. ''Pla^'y^^M ber Kaiser haben, wie das lind s... "bendlilatl" meldet, den Gemeinden Nbertham l>er ^Mletben zum Schulbaue 400 st.; ferner, wie G<"^ lür Tirol und Vorarlberg" meldet, der 200 sl -prettau zum Baue des dortigen W'dums ^lidrii a'"^s ^^ Feuerwehr zu Roncone 80 st. zu ^r. Exc. des Herrn Handelsministers Freiherr« v. Pino. Gnnsm ^^ Berathung über den Zolltarif, betreffend ^"drlzm" "."b Harze, ergriff Se. Excellenz der Herr stch^^'mster Freiherr v. Pino das Wort zu nach- Alk' "ösl'lhvuiigen. Se. Excellenz sagte: barzr ^, Un Zoll. Ausschüsse bei der Position 115, «in k' 'k Epoche über diesen Zollsatz war. war es ^lchetz Agende« Mitglied des Zoll-Ausschusses. der glH/Meich es bei flüheren Gelegenheiten mit Prills ^Neredtsamteit und mit großer Wärme das ^hstofs ^lbigt hatte, dass eine Zvllbelegung von d'esrill ? ""b Halbfabrikaten nicht zulässig scl. von ^chlaa^''""pe abweichend, einen Zollsatz vor-^giem ?"' welcher höher war. als der von der >'°h ous.s^n'!^^ ^" das Verlassen des ursprüng. ^"°lnn,p ^ '! ^^'"^pes 'N't Befriedigung entgegen« ^t'leli; "» - '^ l° schon durch die Belegung dieses °ch ss "" einem Zolle den Beweis geliefert Haltes bo»z,^. °ell berechtigten Ansprüchen dieses Produc. ^lhllla? V/echt werden will, und dass sie die ^ den, F""'ser ^evölkerungstheile, welche so beredt ^tten,. ^«"" geschildert worden ist, vollkommen °lllo« _""^«lbhilfe zu schaffen geneigt ist. Ich bin °"s"nn r' » " Ueberzeugung, dafs die diefen Artikel d'cses N.,'?" Industrien durch einen Zollsah auf ^tdei, „du" "ur in fehr geringem Maße getroffen M jH ? dass aber selbst für den Fall, alö — ^ Arl^', zugeben kann — eine Vertheuerung lllels eintreten würde, diefe consumierenden Industrien dieselben viel leichter ertragen würden als die schutzbedürftigen Producenten. Ich bin daher vollkommen überzeugt, dass bei dem Ueberwiegen der amerikanischen Concurrenz, welche durch den dort betriebenen Raubbau in so großrm Maße eintritt, ein Schutz dieser Production gerechtfertigt ist, und zwar vielleicht ein noch höherer Zollsatz als jener Betrag, welchen dcr Ausschuss als Zollsatz einstellte. Ich glaube, dass dieser Schuh gerechtfertigt ist, einmal darum, weil, wie ich schon erwähnt habe, eine Vertheuerung ja nicht eintreten wird, oder, wenn sie eintritt, von den betreffenden Industrien fehr wenig gefühlt werden wird, dann, wril ich glaube, dass dieser Produclionszweig, sowie auch viele andere, nämlich die Production der Halbfabrikats, jli auch eims Schutzes würdig ist und wenigstens vor der Preisgebung geschützt werden soll, und endlich, weil ich glaube, dass sogar den consumierenden Industrien die Stärkung der Hilfsindustrien in ihrer Nähe und im Inlande zum Vortheile gereicht. Die Regierung hat sich daher veranlasst gefunden, die gemachte Anregung einer weiteren Zollerhöhung dieses Artikels noch einmal in genaue Erwägung zu ziehen, und sie hat sich durch den erst nach den Vereinbarungen mit Ungarn ihr zugekommene,, Bericht der Landwirtschastsgesellschaft in Wien und die darin ausführlich dargelegten Gründe bewogen gefunden, einen Zollfatz von 50 kr. für diesen Artikel in Aussicht zu nehmen, und es ist ihr auch gelungen, mit der ungarischen Regierung diese Vereinbarungen perfect zu machen. Die Regierung bleibt sich daher nur consequent, indem sie für diefcs Halbfabrikat überhaupt einen Zoll ausstellt, und indem sie den wohlbegründeten Antrag des Herrn Vorredners dem Hause auf das wärmste zur Annahme empfiehlt. Ich mufs mir aber doch noch eine Gemerkung erlauben. Mit Rücksicht auf die heftige und sehr be» redte Vertheidigung des Principes, dass auf Halbfabrikate und Rohstoffe kein Zoll gelegt werden folle, weil dadurch die Industrie geschädigt und weil die etwa auf die Ganzfabritate gelegten Zölle illusorisch gemacht werden, hat es bei nur Verwunderung hervor» gerufen, als gerade derfelbe hochgeehrte nnd aus« gezeichnete Herr Abgeordnete, der dieses Princip sowohl im Ausschusse als auch in der Generaldebatte so warm vertheidigt hat. in diesem Falle von seinem Principe abgewichen ist, gerade in einem Falle, wo die Aufrechthaltung desselben vielleicht am allerangezeig« testen gewesen wäre; denn abgesehen davon, dass die Beantragung eine Zolles und sogar die Erhöhung eines Zolles auf dieses Product ein Abgehen von dem so warm vertheidigten Principe in sich ichließt, war es gerade hier am wenigsten angezeigt, weil auf die Finalproducte. welche dieser Producte zu ihrer Herstellung bedürfen — ich will z. B. die Papier», Harz-, Seifenfabrication nennen — gerade diese erhöhten Zollsätze bis zum Ausgange des italienischen Handels-Vertrages, — und ich muss mir den Zusah erlauben, des leibigen italienischen Vertrage« (Bravo! rechts) — gar keine Wirkung üben werden, indem alle diese Positionen gebunden sind. Ich kann daher nur die außerordentliche Wichtigkeit einer Citation des verehrten Herrn Abgeordneten, welche er in der Generaldebatte gemacht hat, aus diesem Anlasse bestätigen. Er hat nämlich gesagt: „lls gibt keinen Zolltarif, der es allen recht machen kann", und er hat weiter gefagt: „Es ist leichter, einen Zoll« tarif zu kritisieren, als zu machen." Dieser concrete Fall, der jetzt in der Debatte vorliegt, und diese eben erwähnten Aussprüche des Herrn Redners dienen mir wirklich zur großen Beruhigung, dass die Regierung auch rücksichllich der übrigen vorgeschlagenen Zölle auf Halbfabrikate und vielleicht auch auf Rohstoffe das Richtige getroffen hat. Ich hätte mir nicht erlaubt, diese letztere Bemerkung zu machen, wenn ich nicht dazu veranlasst worden wäre durch die Ausnahmsstellung, welche der eben bezeichnete verehrte Herr Redner gegenüber seinem Principe eingenommen hat, aber ich habe es gethan aus dem Grunde, weil die Regierung ja auch eine Ausnahmsstellung gerade in diesem Falle einnimmt, sowie sie dieselbe in zwei anderen Fällen eingenommen hat. nämlich rücksichtlich einer Anmerkung zu den Ge-treidezöllen und rücksichllich der Jute, die wohl erst später vorkommen wird. Die Regierung hat aber in diesen dreien Fällen sich deshalb zu dieser Ausnahmsstellung veranlasst gefunden, weil sie geglaubt hat, hier berechtigten Interessen der österreichischen Reichshälfte zu dienen, und es ist ihr auch gelungen, in diesen drei Fällen die Zustimmung der ungarischen Regierung zu erlangen. Während aber bei Harz. dem gegenwärtigen Falle, vielleicht auch bei Jute. in einer späteren Position unter den Leincnwaren die Zustimmung des hohen Hauses erlangt werden und infolge dieser Veränderung leine Complication entstehen dürfte, erscheint mir die Sache nicht so sicher zu sein bezüglich jenes Beschlusses, welchen das hohe Haus in einer Anmerkung bezüglich der Getreidezölle gefafst hat. Ich glaube wohl berechtigt zu fein. nachdem ich damals nicht in die Gelegenheit gekommen bin. die Stellung der Regierung zu kennzeichnen, hier einige Worte zu fagen, um die Haltung der Regierung bezüglich der von ihr vor. geschlagenen Anmerkung bezüglich Dalmaziens und der quarnerischen Inseln sowie bezüglich des Beschlusses über den Antrag Hallwich darzulegen. Wenn die Re- Feuilleton. D'e Geistinger bei den Indianern. ? GesslnÜ'^^ b" gegenwärtig Amerika bereisen« ssr.^Maft der Frau Geistinger fchreibt dem «N. Alz f.,, ' Als die Geistinger-Gesellschaft am 27sten ^lzso s/'Z abreiste. um direct nach Salt Lake Cily f'll ^°t) zu fah^ ahnte wohl leiner da« Aben-Me„ Elches unfere Reife verzögern follte. Wir ^>lM >"! "ächsten Abend, dem des 28. März, in die 5°" dcr w "."d Nachtmahlstation" Elto ein, als wir ^t >^,7"chricht überrascht wurden, dass der Zug ,°'t die m ^" könne, weil oberhalb Elko meilen-^"'deft -pl.mr,e„ überschwemmt sind, und dass es >>n en "!" Woche dauern könne, bis der Bahn-X ll»lL >?t ""d fahrbar gemacht werden könne, hm >lt m"^ schon "" 6"U eingetroffen, welcher U l' »vrlck z che" '"usste, nnd dessen Passagiere da« l7«. '»aal?. gleich Stationsgebäude ist. occupierten. i» !" duz !. Nute Miene zum bösen Spiel und be-!«,, ss"> ^"/?ll)olel". e.nen einstöckigen Holzbau, de? """Neilillf ''^"^"' ei""" großen, au« Bulteu zu-brs ^'r ali, .5r """". unser Souper serviert war. il< s war s h" «"gedeihen ließen , da es wirklich z«a ^'eß ' "Is wir. nach dem Aeußeren des Hotels hieb" 'vir d>> ?""lM konnten. Für die Nacht be-hF Nebrack.. Hlafwaggons ^s Zuges, welcher uns "'. la? 5"' U"o als wir am Morgen er-U «Me paradiesisch schöne Gegend im schönsten Sommerwetter vor unseren Augen. Elko liegt im Thale, ringsum vom Gebirge umzogen, dessen höchste Spitzen mit ewigem Schnee bedeckt sind. Es besteht aus 80 bis 100 hölzernen Häusern, meist ohne Stockwerk, welche von etwa tans»nd Menschen bewohnt wrrdrn. Von den Einwohnern sind etwa 700 Weiße. 150 Indianer. 150 Chinesen und Nigger. Die In< dianer besorgen die grobe Hausarbeit der Weihen, die Chinesen sind Handwerker und Wäscher, die Nigger Eisenbahnarbeiter. Trotz dieser geringen Einwohner-zahl hat Elko dennoch eine Staatsunwersität. welche in einem auf einer Anhöhe nächst der Stadt gelegenen steinernen Gebäude untergebracht ist und erst ,875 eröffnet wurde. Rings um Ello liegen, ,n den Bergen zerstreut, die Dörfer der Ureinwohner — Shoshones-Indianer. . Wir benutzten den Tag zu e,ncm Ausflüge ms Gebirge nnd kamen, die Oeistinger immer voran, m em aus dreißig Zelten bestehendes Indianerdorf. Vor einem der Zelte war eine Stange aufgerichtet, welche mit einer Menge fchmuhiger Lappen behängt war. Das bedeutet, wie man uns sagte, dass in demselben ein Schwerkranker oder Sterbender liegt. Wir traten ein. Auf einem Haufen Stroh und alter Lumpen lag ein altes Indianerwcib, rings um das Lager hockten zwanzig Indianer und Kinder auf der Erde und vor demselben stand der Bob (Hauptmann) mit einem bemalten Gesichte nnd Federn auf dem Kopfe, die Haare hatte er in zwölf Zöpfe geflochten. Der Bob war der Vorbeter, heulte und bellte, hob die Hände m d,e Höhe und bewegte dabei fortwährend den Oberkörper. Die anderen heulten nnd bellten nach und machten dieselben Bewegungen; das alles hatte sehr viel Nehn-lichkeit mit den Manieren der alten Juden in den Synagogen. Die Indianer von heute sehen jenen, welche wir aus der Naturgeschichte kennen. gar nicht mehr ähnlich. Sie sind bekleidet, wenn auch nur mit einer Hose und einem kurzen Hemde; die Weiber tragen Röcke, darüber nehmen sie grellfarbige Kotzen oder Steppdecken, in welche sie zwei Löcher zum Durchstecken der Arme schneiden. Auch die Federn sind von den Köpfen gröhtentheils verschwunden, dafür bilden Glcis- und Wachsperlen ihre Kopfzier. Aber allen gleichmäßig ist der starrende Schmutz eigen, welcher sie unseren Zigeunern jehr ähnlich macht. Auf dem Rückwege kamen wir an heißen Quellen vorbei. von denen eine 180 Grad Fahrenheit hat und Chicken Soup Spring (Hühnersuppensprudel) heißt. Das Wasser schmeckt wirklich, wenn etwas Salz und Pfeffer dazu gethan wird. wie eine sehr gute Hühmrsuppe. Nach Elko zurilckgelchrt, fanden wir nmtere zwei Züge vor, welche inzwischen eingetroffen waren, und die Gesellschaft wurde immer größer. Man machte Bekanntschaften, vertrieb sich die Zeit oder langweilte sich, wie es eben kam. Kaum hatten aber die Reisenden gehört, dass die Geistinger.Gesellschast da sei. als sie unferen Manager angiengen, eine Vorstellung zu arrangieren. Wir ließen uns nicht lange bitten, machten uns an die Arbeit und kündigten für den 30. „Boccaccio" an. Ein Theater existiert nicht in Elko, man stellte uns aber eine au» Holz gebaute halle zur Verfügung, welche dasselbe ersehen sollte. Gin Podium L«tvaH« öeltuull Sll. 107 VIS 10. Mal 1882. gierung sich veranlasst gefunden hat, eine Anmerkung zu den Positionen 23 und 24 vorzuschlagen, nämlich bezüglich Dalmazien« und der quarnerischen Inseln, so geschah die« nicht aus dem Grunde, weil die Regierung eine solche Anmerkung für nothwendig hielt, sondern lediglich aus dem Grunde, weil wirklich die Wünsche jener Gegenden in gewisser Beziehung be« rechligt waren und weil diese Gegenden bei ihrer exponierten Seelüste und bei dem gänzlichen Mangel an Eisenbahnverbindungen mit dem Inlande in einer wirtlich exceptionellen Lage sich befinden. Die Regie« rung stand von Anfang an immer auf dem Stand« punkte, dass es gar keiner Anmerkungen zu diesen Po« sitionen bedurft hätte, um sie in die Lage zu setzen, jenen Ländern, die etwa constant oder zeitweilig an Getreidemangel leiben, die Verproviantierung zugäng« lich zu machen. Die Regierung stand nämlich von An« fang an auf dem Standpunkte, das« Artikel 7 des Einführungsgesetzes zum Zolltarife ihr diese Machtvollkommenheit gibt und dass sie in Verbindung mit sonstigen administrativen Mahregeln rücksichtlich der Tariferleichterungen oder anderer Erleichterungen, na« menllich für Istrien beim Bezüge seines Getreides über die Freihäfen vollkommen ausreichen konnte, um allen Ansprüchen der bedürftigen Länder zu genügen. Artikel VII lautet (lies!): „Die Regierung ist ermächtigt, im Einverständnisse mit der königlich ungarischen Regierung die Zölle für Getreide und Hülsenfrüchte in Fällen schlechten Ernte-Ausfalles im Inlande für alle oder einzelne Fluchtgattungen zeitweilig an allen oder einzelnen Grenzen unter den gegen Missbrauch schützenden Con-trolen und Beschränkungen außer Kraft zu setzen." Wenn man nicht das Hauptgewicht lediglich und allein auf den schlechten Ernte-Ausfall legt und diesen schlechten Ernte-Nusfall in einer allzu generalisierenden Weise auslegt, wird man zugeben müssen, dass die Regierung sich wegen der Verproviantierung von Länderstrecken, Bezirken und Gemeinden, welche factisch nicht in der Lage sind, den nöthigen Oetreidebedarf entweder in seiner Gänze oder theilweise aus den österreichischen Ländern zu beziehen, in diesem Falle sich vollkommen berechtigt an die ungarische Regierung wenden könnte, um unter Darlegung dieser Verhältnisse die Zustimmung der Regierung zu einer Aus« nahmsmaßregel zu erlangen, eine Zustimmung, deren Erlangung die Regierung unter gar keinen Verhält« nissen in Zweifel sehen tonnte und auch nicht jetzt. Nun hat es aber dem hohen Hause gefallen, einen Antrag zu genehmigen, der nach me.ner Ansicht eine Beschränkung in der Auffassung der Regierung und eine Beschränkung iu der Action der Regierung in sich schließt. Es ist dies der Antrag des Abgeordneten Dr. Hallwich, welcher gewisse Länderstrecken, Bezirke und Gemeinden benennt und dadurch die allgemeine Auffassung, welche aus dem Artikel 7 deduciert werden könnte, beschränkt. Auch der Antrag Hallwich schließt ja die Nothwendigkeit in sich, mit der ungarischen Regierung in Velbindung zu treten; auch der Antrag Hallwich betritt, obwohl er das Einvernehmen mit der ungarischen Regierung in der Textierung auslässt, den Weg der Verordnung, und die Verordnung über ein gemeinsames Gesetz kann nur im gemeinsamen Einvernehmen erlangt werden. Es wird daher, wenn der Antrag Hallwich Gesetz werden sollte, auch das nämliche Einvernehmen mil dec ungarischen Regierung gepflogen werden müsftn. wie wenn dieser Antrag nicht in dem Zolltarife stehen lrürde. wurde aufgestellt, vor dasselbe ti,i Vorhmiq gezogen und ein Zimmer daneben für die Damen als gemeinschaftliche Garderobe eingerichtet. Ein Clavier bildete das Orchester, vier Damen und vier Herren den Chor, eine Petroleumlampe die ganze Beleuchtung. Alle drei Acte wurden in demselben Costüm gespielt und die Vauernaeschichte im zweiten Acte gestrichen, weil die Bühne für den Baum zu klein war. Dass am Abend der Saal trotz des hohen Eintrittspreises überfüllt war, ist wohl selbstverständlich, aber auch von außen gab es Publicum, nämlich Indianer und Chinesen, welche dicht gedrängt durch die Fenster das ihnen jedenfalls neue Schauspiel bewunderten. Und so hat Frau Geistinger auch vor Indianern gespielt, was sie stch wohl nicht träumen ließ. als sie ihre Tournie antrat, und es wird ihr die Vorstellung vom 30. März gewiss ebenso unvergesslich bleiben als irgend eine Galavorstellung, bei der sie je mitgewirkt. Am Islen April erhielten wir die Meldung, dass der Eisenbahn« dämm erhöht und fahrbar gemacht sei, und so vrr« liehen wir das kleine Ello, das infolge des Hoch« Wassers auch seine Geistinger.Vorstellung gehabt hat. Wir fuhren 30 Meilen auf dem neu hergerichteten Damm. Zu beiden Seiten, so weit das Auge reichte, nichts als Wasser. Am 2. April kamen wir in der Salzse rität hätte, den Zolltarif bewilligen würde, weil sie dessen Nothwendigkeit anerkennt, trotzdem aber arbeitet sie dem Zustandekommen desselben entgegen, setzt somit das Staatsintercsse aufs Spiel um eines secundären Partei'Interesses willen. Allerdings thun bei dieser Taktik gar viele nicht mit und absentieren sich, wie überhaupt die Redner meist vor leeren Bänken sprechen, lind das« fast bei jeder Tarisllasse der „arme Mann" ins Treffen geführt wird, erzielt nachgerade keine an« oere Wirkung, als eine gelinde Heiterkeit, denn dass z. B. der Zoll auf «Gänsefett" dem „armen Mann" höchst gleichgiltig sein dürfte, liegt auf der Hand. Neuerer Zeit propagiert man wieder allerlei Mel« düngen über Differenzen, welche zwischen den einzelnen Club« herrschen sollen, und stützt sich dabei auf Aeußerungen von Parteiblättern. Letzteren größere Bedeutung beizulegen, sollte man sich nachgerade schon abge« wohnt haben, denn genügend oft hat die Erfahrung gezeigt, was man von denselben zu halten hat. Dass Wünsche und Bestrebungen bestehen, welche mit anderen Wünschen und Vestrrbunaen coUioieren, ist etwas ganz Natürliches; es handelt sich nur darum, ob dieselben auf die Politik der ganzen Partei entscheidenden Einfluss nehmen können. Dass letzteres nicht der Fall ist, hat man gesehen und sieht man auch 1^' ^ Bewusstsein der gemeinsamen Interessen und der PM, welche einer Majorität obliegt, ist starl 3"«^" wickelt, um in allen Dingen jene Verständigung Y" zuführen, welche die Solidarität der Parte, geivW Zum Leiter der Landesregierung in Schlesiens unter gleichzeitiger Ernennung zum Hofrathe der herige Statthaltereirath in Lmz, Olivier iwarqu» Bacquehem, designiert worden. Bekanntlich >^^ verschiedene Combinationen über den N"^ ^Ml, verstorbenen Freiherrn v. Summer in UnüM 8 > ^ und hieß es namentlich, dass von slavischer ^ Anstrengungen gemacht wurden, um die?"^,,?,,M einflussen. Marquis de Bacquehem ist ein gev" ^ Troppauer, hat unter Sr. Excellenz Stremayr. 1° in Böhmen und Mähren amtiert und ward dalw «., Leiter des Präsidial.Vureaus der bosnischen "",1 ressicrung in Sarajevo berufen, welchen P^ ^ unter drei Landescommandierenden und auch ^ noch bekleidete, als er schon zum RegierungsMy der kärntnerischen Landesregierung ernannt lv^ war. Erst im Vorjahre erbat er seiner gel^^t Gesundheit halber seine Enthebung und wuroe dem Ausdrucke der Allerhöchsten Anerkennung !" ' ^ vorzüglichen Dienste nach Linz versetzt. ilM^ A, Vacquehem gilt als einer der ausgezeichnetste ^ amten, von großen administrativen Talenten, ,^ Energie mit Tact verbindet und nach jedelH^ unparteiisch und gerecht ist. Er ist aller i» ^' ^ landesüblichen slavischen Sprachen vollkommen w"^ und, wie erwähnt, selbst in Schlesien geboren» ^ Ernennung, welche aufs neue beweist, dass " sM gierung an dem Principe festhält, alle Parted'"' ^ von der Verwaltung fernzuhalten, wird sicher)', ^ Schlesien die aufrichtigste Freude und Befried erregen. Neichsrath. 232. Sitzung des Abgeordneteuhanses. Wien, 8.3)^ Der Herr Präsident Dr. Smolka eröffnet l i Uhr l() Minuten die Sitzung. s^Wl Auf der Ministerbank befinden sich: Se. ^W der Herr Ministerpräsident und Leiter des ^ « riums des Innern Graf Taaffe, Ih« ^""jgl-die Herren Minister: Dr. Freiherr von I", P. kowski, Graf Falkenhayn, Dr.Prajül'^ Freiherr v. Conrad-EybeSfeld, Dr. M"' Dunajewsti und Freiherr v. Pino. . ^tl» Auf der Bank der Regierungsvertreter: btt ^z Sectionsräthe Freiherr v. Kalchberg und ^ " ^ Se. Excellenz der Herr Finanzminister T>r-. ^ v. Dunajewsli übermittelt einen Gesehem""^ treffend die Behandlung der aus BoLnn'^ze» der Herzegowina in das Geltungsgebiet ,^, Gesrtze« gelangenden Kalender und Sp'e 'P< ten nebst den bezüglichen Motiven; fern" e'l" z, setzentwurf, betreffend die Eröffnung von N a H^ . crediten zum Voranschläge fiir das Jahr ^ Ml Se. Excellenz der Herr Handelsminister u l. l u. Pino übersendet 360 Exemplare der von " ^ Direction für Staalseiscnbahnbauten über se"" ^ trag iu Druck gelegten Denkschrift über ?" ^ schritt der Arbeiten auf der Arlberg-Vahn '^o^ 1881 zur Vertheilung an die Mitglieder des"» netel'hauses. . Mlt Der Abg. Josef Krzysztofonncz H^»l einer Zuschrift, dass er sein Abgeordneten--" ^ niederlegt. «.gh" . antraglen Zolles per 3 fl.) belegt werden, ^l' Der Antrag, vom Abg. Matschelo "^he' vom Regierungsverlreter Freiherrn von " ^d und dem Berichterstatter Meznil beliwlpp' gelehnt und der Ausschussantrag angenoM" ^) Bei Tarisklasse XX (Gummen l'N° 'X^es" antragt Abg. Dumba die Erhöhung des o 30 auf 50 kr. für gemeines Harz. ^ ., Ka^l (Die Rede Sr. Excellenz des Herr" ^ e"' ministers Freiherrn von Pino bringen n» Stelle. Anm. d. Red.) ^wch« Zeitung Nr. 107 917 10. Mai 1882. beantragt im Interesse der die Herabsehung des Zolles ne!^^"" noch Abg. V e ck für den Antrag Dumba dtt A.?/H ?'^ dieser Antrag genehmigt, im übrigen lsH»,"?")santraa. angenommen. Amendement Ma- Ni^Tarifllasse XXI (Mineralöle) beantragt Abg. einen 2s?"" bei Einfuhr von Nkueralöl zur See 'ide^ ".?" ^ si- 50 lr. (statt 10 st.) Der Prä-llbiiük,. ." ledoch. dass dieser Antrag, der eine leb^i. ."-""" in driller Lesung beschlossenen Ge< '«> a ll^"' '" dieser Form nicht zulässig sei und II),,,..." Anständiger Gesetzentwurf eingebracht werden jchll».',. ."^ Haus stimmt über Befragn der An» l2 ? ^ Präsidenten, welche von Dr. Köpft be-beaiüll, t ' ^'' ""''auf Di. Klait eine Resolution »>>t t»>,' '" '"llcher die Regierung aufgefordert wird, tMf, Ullgarischen Regierung in der Richtung zu ver-ti„ ^'' oass bei Einfuhr von Mineralölen zur See Mrrenlialzoll eingeführt werde. l'N'Nlt d ! Abstimmung wird Tarifllasse Mineralöle oer Resolution Klait angenommen. Nw»^ ""fllusse XXU (Baumwolle, Harne und t>. Cll us) beantragen die Abgeordneten Riller M/ "'"ecty ^^ ^ A^v eine Erhöhung der wll^" ^^"umwollwaren. welche vom Regierungs-^ra»f ti l '^"" "' Kalchberg bekämpft wird. > °le>e Tarifllasse unveländert angenommen wird. u»t> ^ ""fllasse XIII (Flachs. Hanf. Jute. Garne MekV" daraus), welche eine Erhöhung des Jute. Ueorb„p. ^ st. 80 kr. auf 0 fl. enthält, dankt Ab-lPina " ^l-. Hallwich für die über seine An-^"!l vn ^"vernrhmen mit der ungarischen Regie-Eth'ül»». ^ diesseitigen Regierung vorgeschlagene I»di,U'2 und betont, dass die inländische Jute-dkii^'e dieses Schutzzolles dringend bedürfe. Nach. ^ liick>f ^' ^lenger sein Bedauern ausgesprochen, ^ende? " Neinenindustrie ein gleicher Schutz zu-°"ge,lom ""lden, wird diese Tarifllasse unverändert ^-^^- Nächste Sitzung morgen. lvi>^ NuS Lemberg l>cr «, ^m 8. d. M. gemeldet: Ein Communiqui ^ude'n ^^ 2wowska" über die Emigration rujsischer behölt,^ "ch Galizien constatiert. dass die Landes» ^o»s^ Mständig die Tragweite und die möglichen ^iilbiae,, ? der russischen anti-semitischen Bewegung ^"bes m' b.rren Opfer auf Galizien als schuhgewäh. »«ch d, ^barland und als erste Etape auf dem Wege ^scil ^ -löesten. namentlich nach Amerika, ango ^"rt>ev 5^"' ^^°" sum Beginne der Bewegung ?" der s!^ competent«! Behörden und die Organe ^den ll?,^ lowie überhaupt die politischen Be-^igilln. ^ angewiesen, über die eintreffenden ^verl.s? aenaue Evidenz nach Geschlecht. Aller und > kIkne" Wohnsitze zu führen; die Evidenzlistem °.°l Etmi^l. der Umstände stets zu ergänzen und l"'ge d /^ ^'. ^zulegen, insbesondere wurde die ^»,i)e>, ^ubslstenzmiflel und die Legitimation der ^li°e Vi.?k" geprüft und denselben selbst der zeit-^ Husi^"Halt auf dem flachen Lande nur gegen ?^>Ui^, "9 genehmigt, dass dieselben ohne die ?^vlt ' 5. der Behörden ihren temporären Aufent. m^nmn, ^ ,""lasfen. Die Reisebewilligung wird ^°t>Y ? "theilt, der den Wunsch äußert, nach der Amerika. Expedition. ?"Ulich '."lien fungierenden Hilfscomitis wurde ein-,'e Vea^. ^ ^hörige Verpflegung der Emigranten. M ra3,""H der sanitären Rücksichten und die mög-^rz g^e Fortschc:ffu„g derselben nach Amerika ans k^dz h. ^- Bisher fielen die russischen Juden nir- zur Last. und erklärten . I«de ü des englischen Hilfscomilcs entschieden, /^sch. °hne Rücksicht auf Geschlecht und Alter w'""lilia - ""d mittellose und erwerbsunfähige An. >»d v,'"ch,t lange zurückzulassen. Bisher .st km, oi '^lii fanden, an der Erfüllung diefer Znsaac zu >>l> '. ^ selbst in finanzieller Hinsicht die Dele. l^"d ^< "glischen Comites ihre Mittel als aus-!s>«,l. Aachen, um ihrer großen Aufgabe zu ent-l!?^^>l l? " ^ldcr Erwarten die bisherigen Maß. rn!'. ^r , !s-^kfahr mehr bieten, dass die Emigra. L ?los«>, '''lchen Juden mit leiner Vermehrung des ^ ° end ""d erwerbsunfähigen Proletariates im ^.?^,l "erde. so wird die Landesbehörde nicht >l>> !'- Dns«."^'^" und wirksamere Mittel anzu» ^s>! ^'^ ?n« . "es zur rechten Zeit geschehen werde, ^bi^bentuell drohende Gefahr zn beschwören, ^«tsich °'e bisherigen Beweise der Voisorge nnd ^^I^evoUständig beruhigende Garantie. ^ ^ch ^om Ausland. ^H> V"!'"> «Pol. Corr." aus Paris zu. heiij ^tr. ^e.lung unlerliegt es keinem Zweifel. d»„'^n Hi öl der französische Botschafter beim ^iw!?w d^' nach seiner bevorstehenden Abreise Zaps^H emen anderen Botschafter Frankreichs ^ K« L o"'!bt werden wird. ^'ift """on schreibt man unterm 8. d. M.: '"y dauerte zwei Stunden. — Eine Ver- sammlung der Mitglieder des letzten Tory-Cabinets beschloss, der Regierung die Sympathie auszusprechen und zu erklären, dass dieselben bereit seien, sie mit allen Kräften bei der Unterdrückung des Mordsystemes in Irland zu unterstützen, wenn die Regierung diese Politik annehme. Vorher hallen Sir St. Northcote und Mr. Gladstone eine Besprechung. — Es heißt, das Cabinet werde mit Unterstützung der Konservativen dem Parlamente Mahregeln zur Wiederherstellung der Old« nung in Irland vorschlagen. Das Gerücht von der Demission des Vicelönigs Earl Spencer wird demen. tiert. — Die Irländer beabsichtigen ein großes Meeting im Hyde.Park zu veranstalten, um ihren Abscheu über das Attentat auszudrücken. — Wie verlautet, sind bereits mehrere Verhaftungen erfolgt. Der griechifche Ministerpräsident Herr Tri. lupis hat in der Kammer, wie der «Pol. Corr." aus Athen gemeldet wird. anlässlich der Beantwortung einer Interpellation erklärt, dass die Türlei die Grenz-district« von Gnniza, Kritiri und Karali nächstens conventionsgemäß an Griechenland übergeben werde. Des weitern erklärte Heir Trikupis. dass die griechische Regierung auf der Freigabe der nach der Convention amnestierten Häftlinge seilens der türkischen Regierung bestehe.____________ _____________ Aus Dublin. Die Hauptstadt der grünen Insel war am 6. d. abends der Schauplatz eines blutigen Verbrechens, dessen Opfer zwei hervorragende Functionäre der bri» tischen Regierung geworden sind. Um die genannte Zeit wurden nämlich im Phönixparle zu Dublin, wie wir es bereits gemeldet, gelegentlich eines Spaziergan» ges der kürzlich neuernannte Slaalssecretär für Irland Lord Frederick Cavendish und der Unterstaats. secretär M. Thomas Vourke durch bisher unbekannte Thäter ermordet. Die blutige That hat in ganz England die größte Aufregung hervorgerufen und kann den Sturz des Ministeriums Gladstone herbeiführen, dessen neu ein» geschlagene Versöhnungspolitik eine so furchtbare Ant. wort erhalten hat. Eben sollte im Unterhause die De. batte über die irische Politik des Cabinets beginnen; die Opposition halte hiefür bereits am 5. d. M. in einer Parleiversammlung ihre Reihen gemustert, durch den früheren Colonialminister Hicks'Beach ein Tadels» votum ankündigen lassen und hoffte schon damals aus die Unterstützung derjenigen Liberalen, welche, wie der zurückgetretene Staatssekretär für Irland Mr. Forster, die Schwenkung in der irischen Politik miss« billigten. Ihre Einwendungen sind nun durch den Du. bliner Mord um ein Argument von furchtbarer Ge. walt verstärkt worden. Lord Frederick Cavendish, der zweite Sohn des Herzogs von Devonshire, jüngerer Bruder des Ministers für Indien Marquis of Harrington, war am ^. d. M. an Försters Stelle zum Staatssecretär für Irland ernannt worden; am 5. reiste er von London nach Dublin ab, nachdem er noch eine die irische Politik dcr Regierung vollständig billigende Zuschrift an seine Wähler erlassen hatte, nnd am <>., am Tage seiner Ankunft in Dnblin, wnrdr cr ermordet. Er und dcr permanente Unterstaatsseeretär Bourke promenierten nämlich abends im Phönixparke, als sich ein Wagen näherte, ans dem zwei Männer anssiiegen, welche Cavendish nnd Vourte angriffen und denselben mehrere Stiche in die Brust und den Hals beibrachten. Die Angegriffenen scheinen erst nach starker Gegenwehr unterlegen zu sein. Die Mörder haben sich sofort geflüchtet. Visher wurde von denselben keine Spur enb deckt. Sämmtliche Polizeistationen Irlands sind sofort von dein Morde benachrichtigt worden. Alle abgehenden Schiffe werden einige Zeit hindurch überwacht werden. Zeuge des Mordes war nnr ein Knabe. weU cher in einiger Entfernung mehrere Männer mit emm,^ der kämpfen, dann zwei zu Boden stürzen und die anderen in einem Wagen davonfahren sah. Die Ermordeten wurden auf der Hanptfahrstrahe des Phönixparkes, nur etwa fünfhundert Schritte von der Residenz des Vicekönigs. in großen Blutlachen von zufällig herbeikommenden Leuten aufgefunden. Die Motive des Verbrechens sind offenbar politischer Natur. Die Möi^ der raubten weder Geld noch Schmncksachen oder Papiere. Die hngänge zur Residenz des Vicetönigs im Phönixparkc werden durch starte Polizei-Detachements bewacht. Die Königin und Gladstone wurden unverzüglich telegraphisch von der Ermordung benachrichtigt. Gerilchtweise verlautet, dass der neuernannte Vleekönig Earl Spencer, als ihm die Nachricht des begangenen Mordes znkam. die Absicht ausgesprochen habe, sofort seine Demission zn geben. Ein von Parnell. Dillon und Davilt unterzeich, netes Manifest der Landliga an das irische Voll drückt demselben sowie allen, die sich in der jüngsten Zeit für eine Politik der Verföhnung ent. schloffen, die aufrichtigsten Sympathien anlässlich des Atlentates aus und hosst, das irische Volk werde durch die Art seiner Handlungen beweisen, dass es den Mord verabscheue. Der Name Irlands sei durch emen Act der Feigheit besudelt und werde besudelt bleiben, bis die Mörder der Gerechtigkeit überliefert sein werden. Gerichtssaal. Wien, 8. Mai. (Ringtheaterprocesz^) In der heutigen Sitzung erschien der Wachmann Winkler, der in so mannhafter Weife zuerst auf die rechtsseitige Gallerie drang und als Begleiter des Grafen Lamezan an der Bergung der Leichen theilnahm, nochmals vor dem Gerichtshofe. In der Samstag-Sitzung war nämlich des Gerüchtes Erwähnung gethan worden, Winller habe von dem Leichnam einer Frau ein Anhängsel gestohlen. Infolge dessen meldete sich Winller und zeigte mit dem Ausdrucke tiefster Indignation den Gegenstand an, den er sich als Andenken behalten hatte. Es war ein verbrannter halber Kreuzer. Der Zeuge hatte heute seine Civilkleidung angezogen und rief nun erregt, er werde seine Uniform nicht mehr anziehen, so lange er nicht für diese Beschuldigung Genugthuung erhalten habe. Der Präsident erklärt, dass der Staatsanwalt diese Angelegenheit in einer den Zeugen zufriedenstellenden Weise erledigen werde, worauf sich Wintler befriedigt entfernte. Aus der Vernehmung des Ingenieurs Pia ergab sich, dass Landsteiner, als er mit so viel Beharrlichkeit erklärte, er habe dem Ingenieur Wilhelm Vorwürfe über seine späte Ankunft gemacht, einfach in einem Irrthum gewesen sei. Er hatte nicht mit dem Ingenieur Wilhelm, sondern mit dessen College« Pia gesprochen. Bei der Vernehmung der Mitglieder der Feuerwehr gab es heftige Scenen. Der Löschmeifter Sla-bal erklärte, er sei unter dm größten Gefahren und Mühseligkeiten auf der linken Stiege emporgeklommen, habe dort Todte gefunden und die erste Meldung an Herr gemacht. Im Gegensatze hiezu hatte jedoch Herr erzählt. Skabal sei von einem Versuche, auf die Treppe vorzudringen, mit der Angabe zurückgekommen, er könne wegen des Rauches nicht weiter. Herr habe zu ihm gesagt: „Sie müssen hinein", sei dann mit ihm selbst auf der Treppe vorwärts gedrungen und hier hallen sie die Leichname entdeckt. Slabal beharrt dabei, dass die Angaben Herrs falsch seien; er antwortet gereizt und schroff auf die Einwendungen Herrs und die Fragen des Vertheidiger« Dr. Fialla. Der Löschmeister Kanal erklärt sosort nach seinem Eintreten, er habe in der Untersuchung nicht die volle Wahrheit gesagt, weil er damals für seine Stellung fürchlete. Er erkläre es offen, dass die ganze Schuld den Exerciermeister Herr treffe, derselbe habe bei dem Sprungtuche Ausstellung genommen, statt dies anderen zu überlassen und sich mit bedeutenderen Aufgaben zu beschäftigen; er habe ferner eine verfehlte Aufstellung angeordnet. Der Zeuge versichert, vo» der Feuerlöjchcommission sei er am 14. Dezember, als er jeine Erfahrungen wahrheitsgetreu mittheilen wollte, unter Drohungen einfach abgewiesen worden. Auch dieser Zeuge antwortet auf die Fragen des Vertheidigers Dr. Fialla ablehnend und barfch, so dass der Präsident endlich selbst die Frage namens des Vertheidigers stellt. Dr. Fialla stellt den Antrag, den ehemaligen Vicebürgermeister Thun. den Obmann der Feuerlöschcommission, über letztere Mittheilung zu vernehmen. Eine nicht geringe Sensation ruft im Publicum die Ausfage des nächsten Zeugen. Löschmeister Dal» mann. hervor. Dieser Zeuge gibt an, dass er von Herr beredet worden sei, einen Wasserstrahl in das Feuer des Vühnenraumes zu lenken und seinen Auftrag ausgeführt habe, obwohl er an Ort und Stelle sah, dass diese Thätigkeit ganz unnütz sei. Dr. Fialla fragt ihn, warum er nicht als Löschmeister seinen Vorgesetzten darauf ausmerljam gemacht habe; man habe doch nicht umsonst eine Charge statt eines einfachen Löschmaimes mit diefer Aufgabe zu betrauen. Daiauf antwortet der Zeuge: „Bei uns ist der Löschmeister zu gar nichts, bei uns war der Löschmeifter vor der Mannschaft in einer folchen Weise hingestellt, mit solchen Ausdrücken angefahren, dass alle Disciplin gegen ihn aufhören muss. Wo eine solche Wirtschaft herrscht, wie bei uns, wo die Spritzen zu nichts nutz sind, da kann es nicht besser werden." Es ist wohl eine Erscheinung, die einzig in ihrer Art ist, wenn Mitglieder eines „ach militärischem System gebildeten, uniformierten Corps in solchen Ausdrücken von ihren Vorgesetzten öffentlich zu sprechen wagen, wenn sie solche Aeußerungen nuch nur unter sich selbst machen. Auch ein nächster Zeuge, der Feuerwehrmann Josef Hartmann, fagt von einer An. ordnung Herrs i„ einfachem Tone, als ob sich die» von selbst verstünde: „Ich hielt diese Anordnung f ü r kopflos." Diefer Zeuge macht es nämlich gleichfalls Herr zum Vorwurf, dass er die Anwendung de« Springtuchrs selbst überwachen wollte. Ein anderer Löschmeister erzählt, dass er sogleich auf die Stiege eilen wollte, dass er aber von Herr das Commando erhielt: „Halt, dak Nachbarhaus schützen." Drr Zeuge Feuerwehlcommandant Ingenieur Schulter meint wohl gleichfalls, dass man vor allem sich hätte überzeugen müssen, wie es im Innern des Hauses aus« sehe; er zollt jedoch zugleich Herr das gröhle Lob, bezeichnet Dalmenico als einen bösen. Intriguen spinnenden Menschen und hält eine Rechtiemaunairede zugunsten des Feuerwehr.Institut.ez. LaibaOe, öeltnua Nr. 107 »19 10. Mal 188?. ^ Hagesnemgkeiten. — (Personalnachlicht.) Au» Trient wird unterm 7. Mai gemeldet: Der Statthalter Varon Wi lima n n, welcher seine Inspektionsreise durch Iudicarien, Ledlo und das Sarca.Thal fortsetzte, ist über Riva hier eingetroffen. Er besichtigte in Begleitung des Landeshauptmanne» die Projecte für die Bewüsserungsarbeiten bei Dreo und die Arbeiten der Etsch.Regulierung bei Lavis. sowie jene der Thalsperre des Avifio. wo Minen» sprengungen vorgenommen werden. Von hier begibt sich der Statthalter nach Innsbruck. — (Der Bischof vonCapstadt in Wien.) Seit einigen Tagen weilt der Bischof und apostolische Vicar des westlichen Districtes des Cap der guten Hoffnung, Ooannes Leonard, in Wien, um hier, wie auch in anderen großen Städten Europas, Samm» lungen zum Iwecke der Errichtung eines Kranken» und Waisenhauses in Capstadt zu veranstalten. Der Bischof hat sich deshalb auch zum Fürst'Crzbischof Cölest in Josef begeben und dieser gab ihm zahlreiche Empfeh-lungen an den Wiener Adel und andere Honoratioren. Auch verfügte sich der Bischof zum Grafen Taaffe mit der Bitte, derselbe möge ihm eine Audienz beim Kaiser erwirlen. Der Bischof ist auch im Besitze eines Empfehlungsschreibens deS Cardinals Simeoni, in wel» chem dieser zur Förderung deS in Rede stehenden Zweckes aufforderte. Außer der Errichtung der bezeichneten humanitären Anstalten beabsichtigt der Bischof auch eine ent« sprechende Anzahl Priester für seinen District zu ge» »vinnen. — (Edelweiß auf Briefpapieren.) Zu der vor kurzem an dieser Stelle erwähnten Neuigkeit in Briefpapieren (mit Blumenschmuck) hat sich nun eine zweite gesellt, welche, nicht minder hübsch und elegant, gewiss ebenso beliebt werden wird, als es der erftaus« gegebene Carton geworden ist. Diese zweite Novität, ebenfalls in Farben gehalten, weist allerliebst comfto-nierte Sträußchen von Edelweißblüten, welche mittelst Prägung und Handcolorit hergestellt sind; die Firma Schneeberger in Wien. Währingergasse 48, welche die beiden erwähnten Briefpapiere in den Handel bringt, hat auch auf die Herstellung der Edelweißpapiere eine große Sorgfalt verwendet, und lann somit der Preis von 1 si. 30 kr. per Carton ein sehr niedriger genannt werden. — (Vrandunglück) Aus Leipzig, vom 7. d. M., meldet man: „Heute mittags ereignete sich hier ein schweres Brandunglück. Im Keller eines Droguengefchäftes (Gebr. Spillner) in der Windmühlen-straße, in welchem vor zwei Jahren bereits eine Explosion durch Unvorsichtigkeit eines Markthelfers erfolgte, machte sich derselbe Arbeiter heute wieder allem Anscheine nach bei offenem Lichte zu schaffen und explo» dierten plötzlich Behälter mit leicht entzündlichen Oelen; der Marlthelfer wurde brennend au2 dem Keller gezogen. Die Feuerwehr rückte alsbald mit beiden Dampf« sprihenzügen aus. Als man die größte Gefahr beseitigt glaubte, drang eine Anzahl Feuerwehrleute in dcn Keller ein, gleichzeitig erfolgte aber eine zweite Explo« sion von bisher vom Feuer noch nicht berührten Oel-ballons. Die Feuerwehrleute wurden zurückgeschleudert unö acht davon schwer verletzt,- sie erlitten Brandwun« den im Gesichte und an den Händen. Der Brand» director Meister erlitt leichte Verletzungen am Kopfe, er versah aber trotzdem seinen Dienst weiter. Fünf von den Verwundeten und der am schwersten verletzte Marlthelfer wurden im städtischen Krankenhause untergebracht. Der Brand war nach anderthalb Stunden gedämpft." Locales. — (Heimische Kunst.) Der hochwürdige Herr Guardian k. Calistus Medic hat die Ausführung der Freslenbilder an der Front der Kirche der WW. EE. I'. l. Franciscaner unserem heimatlichen Künstler Herrn Johannes Wolf übertragen. Herr Wolf ist derzeit mit der Ausführung von Fresken in der Kapelle des heil. Dominik in der Franciscanerlirche beschäftigt und wird später auch in der neuen Oelbergslapelle dieselben Freskenbilder malen. -x- — (Vermählung.) Am 8. d. M. fand die Ver-mählung der vielverdienten Vorsteherin der hiesigen Volksküche, des Fräuleins Therese Kellner, mit dem k. k. Hauptmann Herrn Vincenz Hübschmann statt. — (M a i f est.) Am 14. d. M. nachmittag« veranstaltet die Schühengesellschaft in Nischoflack ein Best-schießen im Restaurationsgarten des Herrn Georg Dei-singer in Weinzierl, bei welcher Gelegenheit eine Musikkapelle concertieren wird. Den Laibacher Ver-gnügungszüglern können wir mittheilen, das» in Bischof, lack die stet» gerne besuchten Parkanlagen sehr schön hergerichtet sind. so dass dieselben von jedem Besucher bewundert w«deu. -x- — (Schadenfeuer) Aus Krainburg schreibt man unS: Am 29. v. M. früh 3 Uhr ist in der Heu-schupfe des Grundbesitzers Georg Hnider in Unterfernil Vcucr ausgeblochen, welches nicht nur die Heufchuftfe, jondern auch den Dachstuhl des Wohnhauses, die Stal- """'^«Dreschboden und sämmtliche Futtervorräthe «^,? ^^°^ d" genannten Besitzers ein-ascheUe und dem^ben einen Schaden von 1200 fl. verursachte, gegen den er nur mit 700 si. versichert war. Der Verdacht der Brandlegung fällt auf einen Bewohner, welcher mit önider in Feindschaft lebte und wiederholt mit Brandlegung drohte. Gegen den muth-maßlichen Thäter wurde die ftrafgerichtliche Anzeige erstattet. — (Ein Kind verbrannt.) Man schreibt uns unterm 3. d. M. aus Rudolfswert: Die Kaischlerin Maria Sence aus Hraftje, Mutter von zwei kleinen Knaben, gieng am 1. d. M. in der Früh an die Tag» arbeit. ohne jemandem die Aufsicht über ihre Kinder und die Kaische zu übergeben. Gegen 1 Uhr mittags brach in der Kaische Feuer aus, welches dieselbe in kurzer Zeit einäscherte und durch welches auch der jiin» gere der zurückgelassenen Knaben ums Leben kam, indem das arme Kind in dem hilflosen Alter von zwei Jahren sich nicht retten konnte, während das ältere Brüderchen, der vierjährige Johann, davonlief, als er das Bettchen seines Bruders in Flammen sah. Bei der Rückkehr der Mutter konnte diese nichts mehr retten. Der Schade, den sie erlitt, beträgt 150 st,, assecuriert war sie nicht. Wie der kleine Johann selbst angibt, hat er mit einem Stocke die auf einer Stellage aufbewahrt gewesenen Zündhölzchen heruntergebracht und bann, mit denselben spielend, das Bettchen, in welchem der jüngere Knabe lag, angezündet. — (Aus den Nachbarländern.) Die Pläne für den Kaiser«Pavillon der Triester Ausstellung sind nunmehr festgestellt. Es wird allfogleich mit dem Baue dieses wichtigen und schvnen Objectes begonnen, und wird dasselbe gewissermaßen den Centralpunlt der Ausstellung bilden. — (Literatu r.*) Wir erhalten aus A. Hartleben s Verlag in Wien die 1. Lieferung einer eigenartigen, splendid ausgestalteten, mit prächtigen Illustra« tionen und Kartenbeilagen gezierten Publication, welche sich „Die Adria" betitelt und A. v. Schweiger-Lerchenfeld zum Verfasser hat. Nach dem Pro< specte soll das Werk ein großes Gemälde der geschichtlichen und culturgeschichtlichen Vergangenheit sämmtlicher Adrialänder: das Küstenland, Istrien, Dalmazien. Alba» nien, einschließlich Corfu und daS Ostgestabe Italiens von Otranto bis Venedig — entrollen und baS reiche maritime Leben der Gegenwart dem Leser vorgeführt werden. Bei der großen Neigung des Vinnenländers fiir die ihm fremdartige See, sowie bei dem Mangel einer ähnlichen Publication hinsichtlich der an Reizen und Erinnerungen so reichen adriatischen Gestade, wirb „Die Adria" sicher ihr Glück machen. Der Autor qualificiert sich zu einer solchen Arbeit ganz besonders, wie sein vor wenigen Monaten fertig gewordenes Werk „Per Orient" beweist, das in zehn lebende Sprachen überseht worden ist. Die erste Lieferung „Die Adria" enthält eine schwungvolle historische und culturgeschichtliche Einleitung, sowie eine ungemein farbige Schilderung deS Triester Golfes. Als sehr instructiu lann die Karlen« beilage „Hafen von Trieft" gelten, welche die großartigen hydrotechnischen Anlagen der letzten Jahre in muster-giltiger Weise zur Anschauung bringt. — Das Weil wird 25 Lieferungen l> 30 kr. ö. W, — 60 Pf. — 80 CtS.) enthalten und einem längst gefühlten Bedürfnisse in glänzender Weise abhelfen. Angesichts der Triester Ausstellung sowie der Vorgänge in Süddalmazie» ist es zu guter Stunde erschienen. * Alle« in dieser Rubrik Ana.ezeia.te ist zu beziehen durch die hiesige Buchhandlung Jg. v. Kleinmayr « Fed. Vamberg. Neueste Post. Original-Telegramme der „Laib. Zeitung." Wien, 9. Mai. Ningtheates'Proces«. Veim Schluss der heutigen Verhandlung zog der Staaisanwalt die Anklage gegen den frühern Bürgermeister Newald auf Grund der Zeugenaussagen zurück. Der Präsident verkündete sofort das freisprechende Urtheil bezüglich Ne« Walds. Wien, 9. Mai. (Officiell.) Die Durchstreifunq der Gegenden nordöstlich von Konjica, deS <5rna-Rjeka> Thales und der Korjen-Planina erwies, dass die Bevölkerung die Stärke der Vanden übertreibt, damit sie um so gewisser Militärschutz erhalte. — Am 3. Mai fand bei Euhovici ein Zusammenstoß eines Streif« commandos mit etwa 20 Insurgenten statt. Zwei Insurgenten wurden gelobtet, der Anführer Maga-zinovii eingebracht. Bei Mokro wurden 20 Bewaffnete getroffen, bei Orasje und Djendova Luka eine Bande von 50 Mann zersprengt; 10 derselben wurden ge-tödtet oder verwundet. Zwischen Gorazda nnd Cajnica ist die verstümmelte Leiche eines Bezirkskalizlisten und die Leiche des Kadis von Cajnica gefunden worden, welche von einer Räuberbande ermordet worden waren. London, 9. Mai. Trevelyan ist zum Staats-secretär für Irland ohne Sitz im Cabinet ernannt worden. Konstantinopel. 9. Mai. (Officiell.) Assim Pascha wurde zum Evlaf-Minister, Subhi Pascha zum Prä. sidenten des Staatsrathes, Ali Fuad Bey zum General-director der Steuern, Server Pascha zum Botschafter in Wien und Halim Pascha zum Hüter der Heilig-thümer des Propheten ernannt. Newyork, 9. Mai. Die Succursalen der Landliga in Boston und San Francisco sehten Preise von je 5000 Dollars für Entdeckung der Mörder in Dublin au5. Budapest, 8. Mai. Se. Majestät der Ka'!" empfieng bei der heutigen allgemeinen Audienz °w königlichen Eommissär Ludwig v. Tisza, die BiM« Dulanszly und Stojkoviö, den Vrafen Anton Forgw den Obergespan Oyürky. den FML. Horwath und oei» RegierungScommissär Julius Horwath. „,,, .„ Prag, 8. Mai. Der Kunstverew für Böhin« beschloss, an Se. k. und k. Hoheit den KronPwM Erzherzog Rudolf die Bitte zu richten, das P" tectorat des Vereins zu übernehmen. ^„. Trieft, 8. Mai. Se. k. und k. Hoheit Herr^« herzog Karl Ludwig wird über ErmächUM Sr. Majestät des Kai fers am I.August d«e ^ öffnung der Ausstellung mit höchseinem ErMM beehren. Se. k. und k. Hoheit Herr Erzherzog W U Helm ist um tt Uhr abends abgereist. Aus dem ÄW Hofe waren erschienen der Statthalter Baron Wi''. Contre-Ndmiral von Pauer, Polizeidirector Hw^ Pichler, Bürgermeister Bazzoni, Platzcommanoa" Penecke und viele Officiere. FML. Baron SF""" ist nach Görz abgereist. Vormittags sind der Mr' commandant Vice-Admiral Baron Pöck und ^oiw Admiral Nauta hier angelangt; dieselben werde» der Dampfyacht „Phantasie" nach Pola fahren- Petersburg, 8. Mai. Der österreichisch'"' garische Botschafter Graf Wolkenstein ist gestern n«^ mittags hier eingetroffen und stattete noch am>e Tage dem Minister des Aeußern, v. Oiers, den er,' Besuch ab. ,^ Dublin, 9. Mai. Gestern abends wurde < der Betheiligung an der Ermordung "" gw difh' undBourkes verdächtiges Individuum. ^ mens Charles Moore, in Maynooth " » Nähe von Dublin verhaftet. Derselbe wird "Y > Identificierung heute nach Dublin gebracht. ^o t Erscheinung stimmt mit dem gegebenen Signale"^ der Mörder überein. Derselbe gab an, dass er Freitag aus Amerika zurückgelehrt Handel und Volkswirtschaftlich^ Schwebende Schuld. Zu Ende April IS»2 besaN^, sich laut Kundmachung der Emnmission zur Control? del ^^ schuld im Umlaufe: au Partialhypolhetaranweisungen ^Mil»!' Guldr» 50 rr.; au aus der Mitfperre der beide" " ^e» commissiouen erfolgte,, Staatsnoten »18.225,121 fl., >w ° 411.998.863 ft. 50 lr. ««d,lfs»ert, 8. Mal. Die Durchschnitts-Preise >' sich auf dem heutigen Marlte wie folgt: Weizen pr. heltollter 8 6b Eier pr. Stück . - ^ » Korn „ — — Milch pr. Liter . - ^P Gerste „-------- Rindfleisch pr. Kllo . B Hafer „ 3 58 Kalbfleisch „ ^. b» yalbfrucht „ (l 34 Schweinefleisch ,, ^. ^ Heiden „ 5 53 Schöpsenfleisch ^ ^ A Hirse „ 6 51 Hähndel pr. Stück - ^. <« Fuluruz „ 6 67 Tauben „ ^. ^ Erdäpfel pr.Meter.Ztr. — — Heu pr. 100 Kilo - ^. -> Linsen pr. Hektoliter — — Stroh 100 „ ^ -, ., Erbsen „-------- holz, hartes, pr. subtl- ^l Fisolen „ — — Meter ... - ^ Nindsschmalzpr.Kilo — 80 —weiches, ,, ,,. Meteorologische Beobachtungen^in^^ 7U.Mg., 733 46 >I3 8 SW. schwach bew ^ <>. 2 . N. 734 «9 ^-84 N. heftig A A „ ^ 9 . Ab. 73« 24 4-7-4 N. schwach ^,deltt Z/! Vormittags schwül, trübe; »«chmittag« " nalle'" ^ »Ä richtun«; gegen 2 Uhr heftiger Nordwind m", ^^ welcher bis Abend noch anhält. Frifch «csauen^^^ ^ dcn Alpcn. Das Tagesmittel der Wärme -t" ^^ unter dem Normale. ^^^"Tels