Schnstleitung: «athauSgaffe Skr. ö Z»lnch»» »r- »>, >»t»»«d»». E»»«chft«n»e: 2 »glich <»> »»«»«»«< »er G»»»- u. JHKt* tsft<: »»» 11—11 llhr a errat. iMTtCB nicht t»ichl bfiiitfftftmnt • ■tUntigaageii nimmt >il PfTBoltna# |r ti SMkwmi der billigst Kft-®ftu|jrfit c»to«>'» WittnMt nnt £«aMt*| ■tat«. *ofll»>=tfiifff-.JtoBt« ao.teo. Verwaltung: «athausgaffe Nr. » Idfrto« Mr. *1, iatnitkti. Vrzllflsdedinguilgki, Durch M» PoO brj«,|(it: iticrUljWl ...«,»» fian|9|ii« . . . , k „ «o «•n| »ng. . . . K 11 HO gilt 41(11 mü italltlluni ■M Hau»! llonmiKb . . . , k1 , i, ■ulfrlrt|»^tia . . . E S — . . . K 8'- »Ar« amton* tn>6ü8. Januar 1409. Am 18. d. M. jälirte sich zum 500. Male der Tag des >tuttenbergcr Dekretes, durch das aus der damaligen Fünfzahl der deutschen Universitäten die älteste, die Prager, gestrichen wurde. Nach dem Muster der Pariser Universität konstituierte sich auch die Präger aus 4 „Nationen". I» wesentlicher Abweichung von der heutigen Be-dentung dieses Wortes gebrauchte man ?s im Uni-versitätSwesen damals znr Bezeichnung der Gebiete, aus denen die studierenden stammten. So setzte sich die „polnische Nation" in Prag überwiegend aus Schlesien,, Pommern und Preußen zusammen, also ans Deutschen. Deutsche waren natürlich anch die Angehörigen der bayrischen und sächsischen Nation. Neben diesen dreien war noch die böhmische Nation vorhanden. Da nun jede Nation in den Perwaltnngs-angelegenheiten der Universität eine Stimme liatte, so l»atten die Deutschen das Uebergewicht. Das ent-sprach anch in den ersten Jahren des Bestehens der Universität derziffermäßigeu Beteiligung der Deutsche» am Besuche der Hochschule. Aber einmal entstanden noch im Lause des XIV. Jahrhunderts' andere deutsche Universitäten, von denen wenigstens Wien, Heidelberg, Köln und Erfurt die Kinderkrankheiten überstanden, denen die 1403 in Würzburg gestiftete Hochschule erlag. Und gewiß haben diese Hochschulen — auch ivenn man das damals stark steigende Bil dungsbedürfnis in Anregung bringt — den besuch Prags durch Deutsche etwas beeinträchtigt. Dazu kommt noch, daß die Tschechen, bereits unter Karl IV. zum Nationalbewußtsein erwacht, unter Wenzel zum Natioualstolze fortgeschritten wäre», mehr und mehr den Wert wissenschaftlicher Bildung schätzen gelernt und im Uebiigeu den Tschechen alles und den Teutschen nichts gibt; und nun ist auch noch eiu Posterlaß herausgekommen, welcher angeblich den Uebergnffe» der Prager Postwenzcl steuern soll, in Wahrheit aber wird damit die innere tschechische Amtssprache im Bereiche der Prager Postdirektion für gewisse Belange ossi-ziell eingeführt. Die Postanstalt ist eine Unternehmung des Staates, welche den Interessen des Ber kehreS dienen soll und dem Staate ünen enor-iiieu Reinertrag bringt. Der Staat hat mit seiner Postanstalt nicht nur Anspruch auf diesen Reinertrag, sondern er hat Wesentliche Pflichten gegenüber den Interessen des Berkehres zu er-stillen, da ja die Post ein Monopol des Staates ist Allerdings ist sich das Postärar dieser seiner Pflichten weniger biwußt als der — nationalen Triebe des tschechisch*!! Handelsministers und so kommt es, daß die Anzettelung von Sprachen-rechtSspielereien wichtiger ist, als das Interesse des geregelten PostverkehreS. In Böhmen ist eine wahre Anarchie im Postvtikehr eingerissen nnd mau geht nicht zu weit, wenn mau fest-stellt, daß das Vertrauen d.'r Bevölkerung zur Postanstalt im Schwinden begriffen ist, weil man die Ueberzeugung gewinnt, daß deutsch beschriebene Postsendung, n nicht mit voller Ge wisseuhastigkeit behaudell werden. Schon aus all tem geht hervor, daß d?s Kabinett Bienerth eine« noch nie dagewesenen und so durch verstärkten Zudrang znr Universität den Anteil der „böhmischen Nation" an der Frequenz erhöht hatten. Immerhin aber bildete» die Deutschen anch noch im Ansang des IX V. Jahrhunderts die — wenn auch nicht mehr erdrückende — Mehrheit, selbst also eine nach Zahlen wägende Gerechtigkeit hätte bei einer Neuordnung des Stimmenverhält-nisieS den Deutschen doch noch das Uebergewicht lassen müssen. Statt dessen aber bestimmte Wenzel, der damalige König Böhmens, durch das Untten-berger Dekret vom >8. Januar 1409, daß fortan die böhmische Nation drei, die anderen drei Nationen znsanlmen aber nur eine Stimme haben sollten. In einer sehr konfusen Weise begründete Wenzel in diesem Schriftstücke diesen Gewaltakt mit seiner landesviiterlichen Pflicht, die ihn nur mit Tscheche« verbindet. Denn die deutsche Nation -- in rabn» listischer Weise wurde ans den drei nichtböhmischen also im Handumdrehen eiue gemacht — ist ..des Rechtes der Einwohnerschaft in Böhme» vollständig unteilhaftig". Außerdem berief er sich ans die an der Pariser und den italienischen Universitäten Herr-schcude Ordnung. Sehr mit Unrecht! Denn Böhmen war ein Teil des Deutschen Reiches. Die Parallele mit Frankreich und Italien war also durchaus nn-angebracht. Wenn man aber mit Wenzel die Deutschen als Fremde in Böhmen ansieht, enthält der all-gemeine Hinweis aus die italienische» Hochschule» eine elbstwiderlegnng. Denn an der juristischen Universität in Bologna, der ältesten überhaupt, hatten nur die fremden Scholaren das volle Bürger-recht, während die einheimischen weder in den Ber-sammlnngen stimme», noch Ae.rter der Universität bekleiden konnten. Nach dem Privileg Friedrich Barbarossas hatte das seinen Grund in der beson« deren Schutzbedürstigkeit der Fremden, ein lschech-ischer Denkweise sreilich durchaus sremder Gedanke. Ist aber die Bernsung ans die fremden Hochschulen Typus vo» Iammerseligkeit darstellt, einen TypuS, in welchen unsere Regierungen gewöhn-lich 14 Tage vor der Demission zu verfallen pflegen Im graßeu Gegensatz zu dieser Jammer-seligkeit steht ober da» Kraftbewußtfein der Regie, ung, welche die Parteien zu einer Sprachen-rcchtSinquele ringelnden hat. Die Deutschen, für welche eine solche Einladung heutzutage nur mehr eiu schlechter Witz sein kaun, haben dankend abgelehnt, worüber sich das Fremdenblatt, das gegenwärtig als Einpeitscher sür die innere Re-gierungspolitik verwendet wird, nicht wenig ärgert. ES macht uus die überraschende Mit-teilung, daß die Regierung selbst kein größereS Interesse an dem Geliugen des Ausgleichswerkes habe, alSDent-s ch e u ii c Tschechen. DaS ist die l a p i d a r st e Arroganz, die sich feit Taasfe irgend ein österreichisches RegierungSorgan erlaubt hat. Entweder ist der Ausgleich i>» Interesse deS Staates gelegen oder nicht. Hit er mit dem Interesse des Staates nicht z» tu«, ».ann braucht sich die Regierung um den Ausgleich überhaupt nicht zu kümmern und er würde selbstverständlich in diesem Falle ohne die RegicruugSiliacklerei anch besser zustande kommen als mit derselben. Ist aber der Ans-gleich — und das ist wohl die allgemeine Meinung für das Interesse des Staates von Bedeutung, dann hat die Regierung die Pflicht, den Ausgleich durchzuführen, denn die noch einer ernsthaften Auseinandersetzung würdig, so verdient Wenzels Hinweis auf feine landeSväterliche Pflicht eine solche nicht. Wer nur im geringsten Zinn sür Uomik hat, wird über den schon völlig entarteten Wenzel von 1409, dem eS plötzlich ein-fällt, der Rolle des fürsorglichen Landesvaters zu posieren, herzlich lachen. In Wirklichkeit sind denn auch die Gründe für de» Kutteuberger Gewaltstreich anderswo zu suchen. Je schwächer die von Wenzel repräsentierte einigende königliche Gewalt geworden war, desto stärker war infolge des wachsende» Selbstbewußtseins der Tschechen der nationale Gegensatz an der Universität geworden. Bereits 1384 kam es zu einem Ueber-falle der Tschechen ans den damaligen Rektor Konrad Soltau. In diesem Streite griffen der Erzbischos und der höhere Klerus zugunsten der Tschechen ein: von einer bestiinmte» Anzahl von Kollegiaturen wurden die Nichttschechen ausgeschlossen — entgegen dem stiftnngSmäßigen Gebrauche, nach dem nur die geistige Befähigung in Betracht kam. Wesentlich verschlimmert wurde der nationale (Hegensatz sodann dnrch das Eindringen des Wielifitismns. Nnd damit setzt die verhängnisvolle Wirksamkeit Hussens ein. Dieser, ein Sohn geringer Leute und in beschränkten Verhältnissen aufgewachsen, war von Haus aus ein begeisterter Tscheche und durch seine Anstellung an der Bethlehemskapelle. an der stistnngSgemäß tschechisch gepredigt werden mußte, zuni Chauvinisten und Demagogen geworden. Die Lehren Wieliss, mit denen der erst durch seise Reise «ach Konstanz über Böhmen HinanSkommtnde dnrch seinen Freund Hieromimns bekannt wurde, nahm er als ein Dogma in sich auf. so wenig hat er diese Lehren zu ver-arbeiten gewußt, daß einzelne seiner Schriften fast wörtliche Uebersetzungen der Schriften des englischen Resormators find. Als Wielifit aber wurde er ein fanatischer Anhänger der kirchlichen Reformpartei ^VTW — Regierung hat höhere Pflichten gegenüber dem Bestände des Staates als di; Parteien. Das ist die höchste Pflicht der Regierung, für die Deutschen aber ist die höhere Pflicht, die nationale Pflicht, und wenn di: Parteien für da« von der Regierung pflichtgemäß geplante AuSgleichSwerk nicht zu haben find, dann wieder ist dir Regierung veipflicht?t im Interesse des Staates das zutun, w'.s den Bestand desselben verbürgt und das ist wieder nur alles andere als die ganze bisherige Regierungsweisheit, dnrch welche Oesterreich zu einem panslavi-stischcn Flickwerk gemacht wird. Die deutschen Abgeordneten aber hiben vorläufig keine andere Pflicht als jede Gemeinfruikeit mit einer solchen Regierung schleunigst und bis in die letzten Konsequenzen zu lösen. Aus drin lllmrnilche» Parlament. Der krainische Landtag, nach einer jahrelang von den windischen Parteien abwechselnd betriebenen Obstruktion kaum wieder zum Leben gelangt, hat wiederum die Rolle eines slovenischen Parlamentes übernommen, in dem großilovenische Politik mit panslavistischem Einschlag betrieben wird. Man mnß staunen darüber, welche Fülle von Forderungen in den wenigen Sitzungen znr Sprache kamen nnd wie sehr selbst bei wirtschaftlichen und örtlichen Fragen stets das nationale Moment maßgebend war — woran sich die Deutschen bei den Verhandlungen ihrer Landtage ei» Beispiel nehmen könnten. Erwähnenswert ist anch das zutage getretene Bestreben, den ohnehin geringen nnd selten ausgeübten Einfluß, der den Staatsbehörde« gegenüber den Gemeinde» zusteht zugunsten der Landesautonomie zu schmälern, so daß, wenn die Absichten der herrschenden Parteien verwirklicht werden sollteil, die Ausrichtung einer slovenischen Republik in Kram nicht mehr ferne ist. Unter den politischen Fragen, die angeschnitten wurden, sei vor allem die Stellungnahme des Land-tages znr Annexion Bosniens der Aufmerksamkeit der Deutschen Oesterreichs empföhle». Der Abgeordnete Krek > slovenifch-klerikalj hatte den Dringlichkeitsantrag eingebracht: Der Landlag begrüßt die Annexion Bosniens nnd der Herzegovina in der festen Erwartung, daß damit der erste Schritt znr Bereinigung aller Südslaven nnserer Monarchie zu einem staatsrechtlich selbständigen Organismus unter dem Szepter der Habsburgischen Dynastie erfolgt sei. Abgeordneter >irek begründete seinen Antrag nnd begann seine Rede mit einem Ausfall gegen die deutsche Presse, die gewohnt sei, die naiven süd- nnd damit ein Gegner der Deutschen, die damals wie überall in Böhmen so anch im «lern« da§ Ueberaewicht hatten. Daß aber Hnß und feine tschechische Gefolgschaft sich zn Trägern des Wiclif. itismns machten, würbe von Bedentnng für die Stellungnahme der Präger Hochschule zn der damaligen konziliaren Bewegung, die ans Beseitigung des seit 1378 bestehenden päpstlichen Schismas ab-zielte. Gregor XII., der eine der beiden damaligen Päpste, gehörte der Papstreihe an, der seit dem Ausbrnche des Schismas Sari IV. nnd dann Weiizel Schntz nnd Anerkennung zugewendet hatten. Es war also einfach Ehrensache für die Präger Universität, ihre Autorität für Gregor einzusetzen, nm so mehr, als die Privilegien dieser Hochschule von Gregors Anhängern anSgestellt worden waren. Hnß aber nnd seine Anhänger suchten Wenzel sür eine neutrale Haltung zu gewinnen. Und in demselben Sinne wurde der König von einer Gcsandtschast der Pariser Universität nnd von einer solchen des französischen König« bearbeitet. Und eS gelang! Wenzel hoffte nämlich, durch seine neutrale Haltung, dnrch Aner-kennnng also des Pisaner Konzils, seinerseits wieder als römischer König anerkannt zu werden von — --ja, von den Bätern des Konzils, was denn anch zur großen Entrüstung des deutschen Bolkes geschah. Denn war es schon arg gewesen, daß die Päpste bei den deutschen Königswahlen das Be-stätignngSrecht in Anspruch nahmen, so war die Erklärung der Kardinäle von Pisa ein unerhörter Eingriff in die Rechte des Reiches. Großen Nutzen Hj-utsche Wacht slavischen Schweinehirten zu verlachen. Die Slovenen seien erstens sich bewußt, daß Bosnien nnd die Herzegovina mit ihren Länder» eine geographische Einheit bilden. Ganz Bosnien nnd Herzegovina, ganz Slavonien nnd Kroatien, ein großer Teil SteiermarkS und KärntenS bilden ein Gebiet. Aber anch die Bewohner dieser Länder seien e i n Boll. Wir sprechen nicht von Fremden, wenn wir von den BoSniaken nnd Herzegovovzen sprechen; das sind unsere Leute. Ein verständiger Philolog der das Leben der spräche im Volke selbst studiert, wird zugeben, daß bei der Beurteilung einer Sprache die Dialektologie maßgebend ist. Die Dialekte sind ein lebendiger Beweis sür die sprachbildende Tätigkeit des Bolkes nnd die Philologen haben festgestellt, daß die sudslavische» Dialekte ineinanderfließen, ohne ohne daß ein schroffer Uebergang bemerkbar wäre. Wir sprechen also von nnserer Erde, von nnserer Sprache, von unserem Volke, wenn wir über Bosnien nnd Herzegovina sprechen. Darum ist es erklärlich, daß uns bei jedem Ereignis, das die Banden nnserer gemeinsamen Einheit enger knüpft, die Herzen schneller schlagen. Zch stelle aber fest, daß eS keine so wichtige Tatsache für die Südslaven gibt nnd geben kann, wie die Annexivn Bosniens und Herzegovinas, wodurch fast zwei Millionen nnserer Brüder unter dieselbe Dynastie gestellt wnrSen ... Die Landesgrenzen sind nicht so be> schaffen, daß man e i n e B e r ä n d e r n n g nicht erörtern dürfte. Die Landesgrcnze» hat die Geschichte gesetzt und ivird sie noch setzen. Redner erwähnt, daß anch Krain zn ver-schiedenen Zeilen einen verschiedenen Umfang hatte, ctedenkt des Planes der üillier Grafen, die süd« slavischen Länder unter ihrer Herrschaft zn einigen. Redner führt ans, die Südslave» hätte» das Recht, daß die Einheit unter ihnen, die in erdständlicher nnd sprachlicher Hinsicht gegeben sei auch in staatsrechtlicher in die Erscheinung trete. Dies sei nicht utopisch: die Südslave» stützen sich wie andere, die solche Forderungen stelle», ani geschichtliche Rechte, für sie sprechen aber auch die Erwägungen der Vernunft nnd die Interessen der Monarchie, der Dynastie. Anch der slovenisch-liberale Abgeordnete Doktor Triller sprach in ähnlichem Sinne. Dr. 8nster>ik vertritt ebenso die Idee des Trialisnins. Dieser StaatSsorni stehen anch die Deutschen nicht mehr so schroff ablehnend lvie ehemals gegenüber. Nicht nur die christlichsoziale Partei habe sich dnrch Prinz Lichtenstein sür den Trialiemns ausgesprochen, sondern auch in der dentschliberalen Partei gebe es Männer, die dessen Nolivendigkeil einsehen. Freilich inüsie man mit zwischen dem weiteren nnd engeren TrialiSmnS nnterscheidcn. Würde der Trialismns mir ans Bosnien, die Herzegovina nnd Dalmatien ausgedehnt werden, wäre dies für die Slaven der diesseitigen Reichshälfte von Nachteil; es sei daher der weitere TrialiSmnS anzustreben, der das Gebiet von Trieft bis znr Drina nmsasseu würde. Allerdings müsse man sich da vor Angen halten, daß diese Idee nur unter ganz außerordentlichen hätten die Pisaner Väter nnn freilich von Wenzels persönlicher Stellnngnahme nicht gehabt. Ganz Böhmen vielmehr nnd allen voran die Präger Universität mußte von Gregor abtrünnig gemacht werden. So berief denn Wciizel unmittelbar »ach Verhandlungen mit den französischen Gesandtschaften den Rektor der Universität mit den Doktoren nnd den Magistern nach Kuttenberg. Aber nur die böhmische Nation erklärte sich bereit, den königliche» Stellnngivechsel mitzumachen. Die drei anderen er» klärten ausdrücklich ihre Mißbilligung. Da erließ Wenzel das ttnllenberger Dekret und verschaffte sich so mit Gewalt nnd durch eine« Rechtsbnich die Gefolgschaft der Universität. Wenn also, wie es heißt, die Parifor Univer-sität am 18. d. M. dnrch eine Deputation an dem Jubel der Tschechen teilnahm, so ist das in der Entstehungsgeschichte dieses Denkmales tschechischer Gewalttätigkeit dnrchans begründet. Denil mindestens hat dir französische Einwirkung aus Wenzel nmtel-bar da« Dekret herbeigeführt. Vora« aber steht Hnß, der nach seiner eigenen Aussage „mit Vergnügen" die königliche Entscheidung über die neue Stimmen-verteilnng herbeigeführt hat, obgleich er — wiederum nach seinen eigenen Aeußerungen — SewissenSbe-denken über die Rechtlichkeit dieses Schrittes hatte. Der Gewalt gegenüber bestanden die deutschen Magister auf ihrem Rechte. Als es deshalb zu keiner Dekanswahl in der philosophischen Fakultät kam zwang ihr Wenzel einen Tschechen als Dekan auf, nnd ebenso ernannte er einen Tschechen znm Rektor. Nu'.rn'.'r 7 Verhältnissen, beispielsweise im Falle einer außer-ordentlichen europäischen Komplikation durchführbar wäre. Indes dürfe man sich keineswegs auf den Kismetstandpnnlt stellen, sondern mü"'e das Terrain vorbereiten. Jeder Schritt der südslavischen Politiker auch der kleinste, müsse der Erreichung des großen Zieles dienen. Deutschland habe von einer Brücke bis zur Adria getraun», allein die Verhältnisse haben sich in der levteu Zeit stark geändert. Das Dentsche Reich sei eingekreist; enfolgedesfen müsse es in die Verteidigungsstellung gedrangt, auf weitere Erwerbungen verzichten. Hingegen gewinne das süd-slavisch^Elemeiit immer nitlir an Bedentnng; wen» anch langsam, gestalte sich die südslavische Frage ui einer Frage sür die habsbnrgische Dynastie. Nachdem Baro» Schwcgel einen Rückblick über die Geschichte der Okkupation gegeben nnd sich gegen den Trialismns ausgesprochen, wurde der Anti,-.; des Ageordneteu Krek ongenommen. Die Wechselrede darüber belehrt nns, was die windischen Nachbari? erträumen nnd wessen wir nnS zn versehen haben wenn wir diesen Anschlägen nicht mit Wachsamkeil nnd Energie entgegentreten. Politische Nuuiuchitu. Die staatsrechtliche Stellung Bosniens. Der gemeinsame Finanzminister Baron Burian hat kürzlich in einer Unterredung erklärt, daß die neue l^osnisch-htrzegovinische LandeSvertretung sich von den österreichischen Landtage» dadurch wesentlich unterscheiden welde, daß, während gleichsam über diesen Landlagen ein Zentralparlament als Re'chS Vertretung aufgebaut fei, die boSnijch-herzegowiniiche LandeSvertretung ganz auf sich selbst gestellt fein nnd öder ihr kein Veilrelungsköiper einer höhereu Kalegorie sich befinden werde Soweit der österreichische Reichsral und der ungarische Reichswg in Be tracht kommen, wußte man beieüs, daß weoer dem einen noch dem anderen der neue bosnische Landtag untergeordnet sein werde. Aus den Aeußerungen Baron Lurians scheint aber hervorzugehen dost auch die Delegationen mit den bosnischen Angeiegrnheilen nichts mehr zu tun haben weiden. Bisher wurden den Delegationen »egelmäßig das bosnische Budgei und die Schlußabrechnungen der bosnischen Landes-Verwaltung als Beilagen uuterbxeilet, da die Ver Wallung Bosniens direkt der Krone unterstand und nur jene Ausgaben der Bewilligung des östeneichi schen und ungarischen Parlamentes unterstand, für die der österreichische und ungausche Kredit mit in Anspruch genoinmen winde Zn Zukunft wiio der bosnische Landtag die Kontrolle über den bosiii'chnt Landeshaushalt ausüben, offen bleibt jedoch die Frage, «ie die Stellung Bosniens zu dem gemeinsamen Budget der Monarchie sich gestalten wird. ES ist dekannllich vorerst nicht beabsichtigt, der l-osiiiichcu Landesvcrirelung eine» versassungsrechllichen Einfluß auf die Armeeverwaltung und die Führung der auS-wältigen Politik einzuräumen. Unentschieden ist jedoch, Hnß aber, den deutsche Einfalt noch heute als Reformator nnd Borläufer Luthers feiert, hetzte in diesen Tagen von der Kanzel der Bethlehemskirche herab die Tschechen zn blindem Dentschenhassc auf. nnd er hatte alsbald die Genugtuung, in Straßen krawallen viele Deutsche erschlage» zu sehen. Nun endlich schüttelten die Deutschen den Staub der un gastlichen und undankbaren Stadt, die deutscher Fleiß zu einer Weltstadt jener Zeit gemacht hatte von ihren Schuhen. Leider läßt sich die Zahl der Ans-wanderer anch nicht annähernd bestimmen. Aber es waren Tausende. Denn nicht mir füllten sich die anderen deutscheu Universitäten — zum Teile, wie Ersurt, übermäßig — sondern es wurde sogar als neue deutsche Universität die Leipziger Aliua raattr gegründet. Die Tscheche» aber kamen bald zur vollen Erkenntnis des BerdieusteS, das Hnß sich um sie er worden hatte: Prag verödete, die deutschen Gulden blieben ans, der Wohlstand der tschechischen „Philister" fing an zn leiden. Und so konnte selbst ein Freund Hnß', der tschechische Magister MarcuS in Königgrätz, schreiben: Die Prager Bürger zürnen keinem von nnS, sondern dir allein und sagen du hättest die Deutschen vertrieben und die Prager ihre« Unterhaltes beraubt." MM. Blätter zur Unterhaltung und Belehrung für Haus und FamUK. S«»»tagsletlage der „peutsche« ZVucht- tu $UR. Er 4 .Die feübmarl" erscheint jeden Sonntag al« unentgeltliche Beilage für die Leser der „Deutschen Wacht". — Sin»«In ist «Die Südmart" nicht käuflich 1909 <3. Zoiiietzunq) PiplomatenränKe. Roman von Max Pemberton. 4. Kapitel. Madame Julia, wie alle im Haushalt sie nannten, hatte daraus bestanden, am frühen Nachmittag persön-lieh nach Esthers Gepäck zu sehen nnd mit Esthers bis-heriger Wirtin das nötige zu vereinbaren. Born ersten Augenblick an spielte sie die Rolle einer älteren Schwester, und augenscheinlich hegte sie den Wunsch, es dem Gast sv bequem wie möglich zn machen. Sie sorgte auch für Esthers Garderobe und übergab ihr ein schönes Dinerkleid, indem sie lachend erklärte, daß es tttm endlich eine würdige Besitzerin gefunden hätte. „Danken Sie mir dasür nicht! Sie sehen so rei zend darin aus! Ihnen muß überhaupt alles stehen bei Ihrem Gesicht nnd Ihrer Figur, während ich stets lange Debatten mit meinem Schneider habe." Dann erklärte sie Esther, daß eine Lammerjungser sür sie allein engagiert werden sollte. Unterdessen werde Georgine, ihr eigenes Mädchen, attch Esther bedienen. Im Schlafzimmer lag alles bereit, was eine Dame der vornehmen Welt sich nur wünschen mochte. Und damit die Bewohnerin sich stet» von der Beklommen-heit ihrer eigenen Erscheinung überzeugen konnte, waren an den Türen des prächtigen alten Garderobeschrankes große Spiegel angebracht, über denen kleine Lampen hingen, die nach Belieben zn verstellen waten. Schwere Zilberbürsten lagen aus dem Toilettentisch, nnd aus einer kleinen Etagere standen Flaschen mit allerlei Essenzen, Töpse mit Ereme und verschiedenen Mixturen, von deren Gebranch Esther nicht die geringste Ahnnng hatte. Esther kleidete sich schnell um, nachdem sie ihr weiches braunes Haar geordnet hatte, tvelches die herrlichste Gabe ihrer Schönheit war, und begab sich dann hinunter in das Speisezimmer, wo sie Doktor lavier vorfand, der, wie jeder gebildete Engländer, zum Diner den Frack angezogen hatte. Es war niemand anders zu Tisch geladen, und sie setzten sich daher ohne Zögern nieder, nachdem auch Madame Julie erschienen war. . Das Mahl war einsach, wurde aber mit vollendeter Eleganz serviert. Esther griff ordentlich zu, trank aber nur wenig Wein. Trotzdem war sie erstaunt, zu finden, daß sie äußerst angeregt war. Das Gefühl des Zweiseins und Mißtrauens verlor sich allmählich und machte dein Vertrauen und der Fröhlichkeit Platz. D« Wunsch, zu sprechen, stieg in ihr auf, und sie erkannte zu ihren, größten Erstaunen, daß sie eine Beredsamkeit besaß, wie sie nie zuvor erträumt hatte. Auch der Doktor, der geschickt die Unterhaltung aus immer neue Themata lenkte, schien seinerseits nicht wenig überrascht, sowohl über ihre Bildung, als auch über ihren Ver-stand. Im Wohnzimmer, wohin man sich nach dem Diner begab, trug Julia mit einer weichen, tiefen «lt. stimme, welche ans den Xonservatorint von Leipzig und Paris geschult worden war, ein Lied vor. Esther hatte selten vorher jemand mit solchem zarten Empfin< den und solchem tiesem Ausdruck singen hören ; und als Doktor Javier selbst die Geige zur Hand nahm und eine von Chopins Nokturnen zu spielen begann, da konnte selbst ihr ungeübtes Ohr den Meister er-kennen. Nachher legte der Doktor das Instrument sür kurze Zeit beiseite, um mit ihr von der Musik der südlichen Länder, besonders Spaniens, zu sprechen. „DaS, was wir die schönste Musik nennen." sagte er, „ist Sache des Gefühles. Ich gebe zu, daß die deutsche Musik wunderbare Reize bietet, aber was ist sie, wenigstens sür mich, gegen ein einzige» Lied meine» Spanien! Musik ist eben Sache des BolkscharakterS, der verschieden ist wie die Farbe der Blumen. Was dem Deutscheu Wonne und Entzücken bedeutet, ist sür den Italiener ein reizloser Ton. Und was dem Romanen »lang und Farbe besitzt, erscheint dem Ger-manen oft genug überspannt und allzulaut." s Er ergriff von neuem die Violine und begann etueit alten spanischen Tanz zu spielen. Die Musik nahm ihn sofort in ihren Bann, und die Bewegung, die ihn durchran», war klar und offensichtlich: in der Mufik empfand er noch tiefer die innige Liebe zum Heimatland und noch trauriger erschien ihm dann die furchtbare Tatsache der Verbannung. Zuletzt erregten ihn die Töne zu heftigem Zar», er brach plötzlich ab und warf die Geige fort. „JD, mein arme» Spanien!" rief et. »Wen« d» mich nicht lebend haben willst, so sollst du mich tot bekommen!" Julia schien durch diese Statte etwa« in Erregung geraten zu sein, aber sie versuchte nicht, Esther den Grund zu erklären. Sie setzte sich an ihres Bruders Seite, nahm seine Hand in die ihre und sprach mit ihm sehr schnell in spanischer Mnndart. Erst hörte er nur widerwillig auf sie, allmählich aber wuchs fein Interesse, bis endlich er sie in seine Atme nahm und sie küßte. ..I«. ja." sagte er aus Englisch, ..jener Tag wird trotz allem doch einst kommen, und dann wollen wir treu znsammenlialteil" Esther wurde dnrch diese Szene etwas erschreckt, denn es erweckte in ihr den Glauben an ein neues Mysterium in einem Hanse, das bereits so viele Ge-heimnifse für sie barg, «bet sie war klug genug. Gleich-giltigkeit zu heucheln, und nm die anderen nicht durch ihre Gegenwart in Verlegenheit zn setzen, ging sie ans Piano nnd spielte eine Nocturne. Als sie wieder auf-blickte, hatte Doktor lavier das Zimmer verlassen, und sie war mit der Schwester allein, die eifrig jetzt den Binder zu verteidigen begann. „Meinem Bruder," sagte sie, „bereiten die Iahte der Verbannung vielen Schmerz. Einst war et ein großer Mann in Spanien, oder vielmehr nicht in Spanien, sondern in dem Fürstentum Kadi. Das Volk hätte ihn sicher schon längst zurückgerufen, aber er hat mit seinem Fürsten Streit gehabt, und ich fürchte, das kann nicht wieder gut gemacht werde«. Sie aber, liebes Fräulein, können ihm vielleicht doch noch dazi» ver-helfen. Wir beide hoffen das wenigstens. Et hat Sie in fein Hans gebeten, weil er sehr an Ihre Geschicklich-feit glaubt. Ich darf Ihnen hente nicht genau sagen, was Sie tun sollen, weil er selbst mit Ihnen darüber z» reden wünscht; aber glauben Sie mir nur, daß er ein sehr guter und edeldenkender Mensch ist, und daß er niemals Ihnen irgend ivelches Leid antun wird. Sie müssen ihm treu dienen, und, nicht wahr, Sie tnn das schon um meinetwillen?" Esther verstand durchaus nicht, was ein junges und armes Mädchen, dessen Erziehung nur auf eigenem Studium beruhte und dessen Wissen selbst für England gering war, einem Fremden in einer solchen Angelegen-heit helfen könnte, und das erklärte sie auch Julia. „)ch bin nicht geschickt und fürchte, der Herr Doktor hat sich in mir geirrt," protestierte sie. „Mein Bruder ist freundlich zn jedermann." fuhr Julia fort, ohne EsthetS Einwand zu beachten, „oft brach«» schon ganz kleine Leiden fast sein Herz. Seien Sie versichert, daß Sie niemals etwas von Franzisko lavier zu fürchten haben werden. Was sich auch er-eignen möge, erinnern Sie sich, daß er wünscht, daß Sie glücklich sind, nnd daß es ihm tiefe Enttäuschung bereiten würde, wenn das nicht der Fall wäre." Sie legte eine gewisse Betonang ans diese Worte, fast wie jemand, der eine Warnung sagen möchte, und das entging Esther nicht Als sie »m 11 Uhr in ihr Schlafzimmer sich begab nnd sich nnn selbst überlassen war. da zogen die Ereignisse dieses sonderbaren TageS an ihr vorbei, wie die Szenen eines Theaterstückes. Wie anders doch war es gestern mit ihr gewesen! Da stand sie den schliumsten Versuchungen gegenüber, dcnn sie hatte kein Haus und kein Heim und anch keine Aussichten in dieser großen, herzlos?« Stadt. Alle ihre schönen Plane von Erfolg nnd Vorwärtskommen hatten sich in nichts verwandelt und waren in dem Wind der Verzweiflnng zerstoben! Und jetzt dieser plötzliche Wandel des Schicksals! — Beschäftigung, gute Freunde. Heimat, das alles hatte der Doktor ihr verheißen, als er sie in feiu Hans einlud. Aber war das eine wahre Botschaft? Konnte sie wirklich daran glauben? Diese« schöne Hau» schien zur Ruhe und Vergessenheit einzuladen, konnte sie dem trauen? War nicht? dahinter, was eine Frau furchte» mußte? Esther wagte nicht, diese Fragen ohne weiteres zu beantworten, denn daß irgend ein Geheimnis vorhanden war, das ahnte sie. Sie entkleidete sich nnd drehte dann langsam die Lampe aus. Es war vollständig still in dem Zimmer, nnd auch draußen ertönte kein Lant; nicht einmal das Manschen der Bäume war zu hören. Eine lange Zeit lag sie so und suchte nach Schlaf ohne ihn finde» zu können. Plötzlich glaubte sie einen leisen FnßtnN auf dem Korridor draußen zn hören; erschreckt fuhr sie ans und horchte aufmerksam einige Minuten. Aber nichts war zn vernehmen und so lachte sie übet ihre kindische Furcht und versuchte von neuem, einznschlajen. Es mußte schon seht spät gewesen sein, als sie endlich in leisen Schlummer fiel; aber sie kounte noch nicht lange geschlafen haben, als sie plötzlich wieder erwachte nnd zu ihrem nicht geringen Erstaunen entdeckte, daß ihr Zimmer jetzt durch ein mattes Licht erhellt war, welches sie für den Mond hielt. Aber darinntänfchte sie sich, den» allmählich fand sie heraus, daß das Licht in grün-weißen Strahlen aus einet Oeffnuug in der Wand kam. Aufmerksam suchte sie seine Entstehung 3 sich zu erklären, aber je länger sie in die Strahlen blickte, desto müder wurde sie, und trotz des lebhasten Wunsches, wach zu bleiben, merkte sie bald, daß Wider-stand^ vergeblich war und daß daS Licht sie zum Schlafen zwang. Sie schloß die Lider und war schon im leichten Schlummer, als sie suhlte, daß jemand sie betrachtete. Sie öffnete wieder die Augen und sah, daß ein Mann mit dem Gesichte nnd der Kleidung eines Mohren in ihr Zimmer- hinein nnd gerade dorthin ging, wo sie lag. Hätte Esther geglaubt, daß die Erscheinung etwas anderes als ein Traum wäre, so hätte sie sosort ver-sticht zu fliehe». Aber ein Vertrauen, daS sie sich nicht erklären konnte, und außerdem auch das eigentümliche Licht beraubte sie der Macht, aufzustehen nnd vor allem der Fähigkeit, zu denke». Ueberraschend, wie es war, so suhlte sie sich dennoch nicht beunruhigt. Das Gesicht erschreckte sie nicht, sie hatte keine Furcht vor dem Mann, der an ihrem Bette stand. Und indem sie sich wiederholt vorhielt, daß alles nur Einbildung war, fiel sie plötzlich in eine» so schweren Schleif, daß die ganze Szene sofort verschwand, und nicht dic geringste Erinnerung blieb. Als sie erwachte, sangen die Vögel im Garten und die Fontaine sprudelte lustig. Die Tonnenstrahlen fielen auf den westlichen Flügel, nnd Diener liesen eifrig in dem Gartenquadrat hin und her. Esther aber erinnerte sich der Ereignisse der letzte» stacht nur als eine» Traumes. 5. Kapitel. Eiu schönes Gewand aus französische»! Mousseline war auf einen Stuhl in Esthers Ankleideranm gelegt worden, als sie noch schlies. Mit Freude betrachtete das junge Mädchen dies Zeichen der Aufmerksamkeit ihrer Gastfreunde, deren Fürsorge damit aber nicht erschöpft war, denn man hatte alles sür sie in jener Art vorbereitet, die die neueste Mode des Luxus in dem Hans eines reichen Mann«» erforderte. Ein Ge-fübl vo» Ruhe und Glück ergriff Esther und auch Dankbarkeit stieg in ihr ans. Welches Recht hatte sie. in eine», solchen Hause zu sein und solchen Reichtum zn genießen? Warum wurde duS alles überhaupt ihr angeboten? Daraus fand sie keine Autwort, hier begann stets von neuem das Rätsel. Esther besaß keine Uhr, und so wußte sie weder welche Zeit es >var, noch ob die anderen bereits aus« gestanden wären. Als sie sich angezogen und noch einen letzten Blick in den Spiegel geworfen hatte, ging sie ein wenig zögernd die Treppe hinab, in dem Glauben, daß es noch sehr früh sei, und daß sie niemand, als die Dienerschrst in dem Speisesaale finden würde. Aber darin hatte sie sich geirrt, wie ein englischer Groom, den sie in der Halle entdeckte, sich beeilte, ihr zu ver- sichern. Esther konnte nicht sagen, warum, sie wußte nur die Tatsache, daß die Gegenwart dieses jungen Engländers sie beruhigte. Sie fragte ihn, wer er wäre, und er antwortete geschwätzig: „Ich bin .Bill', ich putze die Stiesel." „Dann sagen Sie mir. bitte, Bill, wieviel Uhr es ist." Bill legte nachdenklich eine sehr schwarze Hand ans seine nicht viel weißere Waiige: „Es ist 10 Uhr, oder vielleicht auch l l, jedenfalls so herum, gnädiges Fräulein." Die Antwort war etwas nnbestimnit, Esther nahm aber dem Burschen seine ungenaue Auskunft nicht übel, sondern ging, ohne etwas zu erwidern, in dcn Speise« saal. Dort saß Madame Julia, deren volle Figur in einem dunkelgrünen Reitkleid steckte, bereits bei Tisch und los ihre Briese. Doktor lavier befand sich nicht im Zimmer, es war anch ein »uvert für ihn gedeckt. Esther begann sich wegen ihres späten ErscheiuenS zu entschuldigen, aber Julia wollte davon nichts hören, sondern sagte, daß jeder bei ihnen zum Frühstück kommen könne, wenn es ihm beliebt. Jeder soll schlasen, solange er kann. Wenn Sie in mein Alter kommen, dann werden Sie verstehen, daß jede Stunde Schlafes etwas wert ist, und daß man sich darin nicht störe» lasse» darf; wenigstens geht es mir so Denken Sie sich, ich werde im nächsten März schon 33 und jedes Haar aus meinem Schädel beginnt zn sage«: „Vorbei, vorbei!" Enher lachte uud suhlte sich sehr erleichtert. WaS auch immer ihre Zweifel gewesen waren, als sie allein in ihrem Zimmer sich befand, die Gegenwart ihrer liebenswürdigen Wirtin verbannten sie sofort. Hier war ein Wesen, das sie zum ersten Male gestern gesehen hatte, nnd das sie mit einer Freundlichkeit behandelte, die größer war, als sie jemals in ihrem Leben sie ge-«offen hatte, und dic trotz der vornehmen Art des Hausstandes nnd des LnxuS, der sie umgab, in Esther doch kein Gefühl sozialer Miuderivertigkeit oder Ab-häugigkeit aufsteigen ließ. Sie wurde hier empfangen wie jeder andere Gast, und Madame Julia schien nur die eine Pflicht zu kennen, sie möglichst gut zu unter-halten. Sie erzählte von Bällen und Theatern und von den Freunden, die sie morgens auf dem Ritt in Rotten Row begrüßt hatte nnd sprach dann von dem, was heute unternommen werden sollte. (Fortsetzung folgt.! Meleßrendes, praktisches, Heiteres etc gur Erinnerung an Bischof G. D. Teutsch, den nationalen Führer der Siebenbürger Sachsen. Von Karl Pröll. Im Land der Sieben Burgen durch siebeii hundert Jahr Der deutsche Sachse sS'te, umringt stet» von Gefahr. In FestungSkirchen trotte er manchem Feindc«sturm. Geschützt hat ihn die Mauer, der starke Quaderturm. Die wilden Horden jagte sein Schwert au» blul'gem Feld, Im Tempelfrieden kniete er vor dem Herrn der Welt. Der Glocke schriSer Notruf ward dann zum hehren Klang, Inbrünstig sich vermählend mit deutschem Dankgesang. Der sächs'schen Kirchenveste glich Teutsch, der tapfere Mann, Der für da» deutsche Volktlum den heil'gen Kampf begann, Und forrgekämpft getreulich bis zu dem letzten Hauch — Den» Höchsten gab die Ehre »ach altem Sachsenbrauch. Albumblätter. Segen große Vorzuge eine« andern gibt e« kein Rettung»mitt,l al» die Liebe. Goethe. 0 Du wirst aufhören zu fürchten, wenn du aufhörst zu hoffen. O Hoffen statt zu fürchten, da» heißt ein Uebel durch ein andere» ersetzen. Puppenschrank au# Z i-garrenkisten. Eine sehr große Freude bei den Neinen Mädchen bildet ein Puppenschrank, den man leicht und auf billigt Art an den langen Winter-abenden selbst herstellen kann. Man braucht zu diesem Schrank fünf Kisten zu 10t) Stück und eine große (500 Stück), die zuerst von allem daran haftenden Papier befreit und dann mittels starkem Tischlerleim zusammengeleimt werden. Die rechte Seite de» Schrankes besteht au« vier übereinander' gelegten Kisten ohne Deckel, die linke Seite au« der hochstehenden großen Kiste und einer darüber gelegten kleinen Kiste. Die Zigarrenkisten werden wäh rend de« Zusammenleimen« stark umschnürt und mit Schrauben zusammen-gehalten. Nach genügendem Trocknen de« Leime« werden eine Verzierung, die mit der Laubsäge gleichfall« au« Zigarrenholz gefertigt wird und zwei kleine Garnrollen al« Vasen oben auf-geleimt, ebenso vier große Garnrollen alö Füße untergeleimt. Nachdem auch die Verzierungen tüchtig fest sind, schiaui man in den oberen Deckel der großen Kiste eine genügende Anzahl kleiner Haken und überstreicht nun da» fertige Schränkchen mit grüner Emailfarbe. Hieraus versieh« man e« mit grünen Gardinen an der Vorderseite und nagelt da« gleich« grüne Zeug über die Rück-wand de« Schränkchen«, wa« allerliebst aussieht und der kleinen Besitzerin täglich Freude macht. Da sich die Puppen-gardervbe leicht in dem Schränkchen ordnen läßt, ist die« Spielzeug kein ganz unnütze« Möbel in der Kinder-stube. Die Höhe des Schranke« beträgt 50 Zentimeter. Bestrafte Koketterie. Fräu lein (eine Photographie zeigend, w.' sie als Baby auf dem Arm der Mutier abgebildet ist): „Sehen Sie 'mal, so sah ich vor . . . achtzehn Jahren aus!" — Herr: „Ach, und wer ist denn das Kind auf Ihrem Arm?" SchreckenSkind. (In einer Ge sellschas! wird eben Ei« aufgetragen.) Der kleine Karl: .Richt >vahr. Tante, wenn die Damen fort sind, dann schlecken wir wieder miteinaider die Ei«»ellenien aus!" Er beugt vor. „Wie gefällt Ihnen mein Bild, aber bitte, aufrichtig, ohne Schmeichelei" - „Sie entschuldigen schon, aber ich halte nichts von der Aufrichtigkeit, man faßt sie gewöhnlich al« Unhöklichkeit auf." Modern. Sie: ..Also, mm Ge liebter, du ziehst jetzt hinaus in die Welt — und nach riniaen Jahren —" — Er: „Wird dein Vermögen so an-gewachsen sein, daß wir drnn an» Hei-raten denken können." Passend Der Gesangverein in einer Weltstadt Hinterpommerns dringt einem seiner Mitglieder, Herrn N., al» dieser mit seiner jungen Frau von der Hochzeitsreise heimgekehrt, ein Stänt' chen. Sinniger Weise wählte man hierzu ein Lied mit dem schönen Refrain: „O RöSlein rot, o RöSlein fchön, Ach, hätt' ich nimmer dich geseh'»!" Rührung. Al» ein MifsionSpre-diger seine letzte Predigt in einem Kirch-spiel au» den» Lande hielt, vergossen alle Zuhörer Tränen, außer einem Bauer. Ein anderer sagte zu ihm: „Warum weinst du denn nicht?" — ..Ich gehöre nicht zum Kirchspiel!" war die Antwort. Nummer 7 Deuische A-ncht «srctte tf ob Bosnien deshalb von jeder Anteilnahme an den gemeinsamen Lasten befreit werden soll, soweit nicht iflr die Erhaltung der bosnischen Truppen im bosnischen LandeSdudget vorgesorgt ist. Wie dic ..Wiener Deutsche Korrespondenz" erfährt, sind die diesbezüglichen Beratungen im gcncinsamen Finanz-Ministerium, die gegenwärtig stattfinden, noch nicht abgeschlossen. Vermutlich »und man ein Provisorium »chaffen. daS jedoch nicht von allzulanger Dauer sein wird, da dem bosnische» Landlag di, Milwukung bei den gemeinsamen Angelegenheiten in absehbarer Zeit doch zugestanden werde» bürste; in unterrichteten Krcifcn gilt cs aber als sicher, das; dan» das Ver-dältniS Bosniens in Bezug auf die Delegalione» und die Beilragslciftung zu dcn gemein,amen Angelegenheiten nur im Zinne einer Irialiftischen Ver-lassung der Gc'amtmonarchie rein geordnet werden könne. gwei tschechische Minister. Die beiden früheren tschechischen Handelsminister Forscht und Fiedler genießen in Ruhe ihre Pensionen, für den Staat sind aber feit ihrer Entlassung die bitteren Früchte ihrer Tätigkeit gereift. Es ist beute festgestellt, daß der Pvstskandal in Prag ihr Werk ist, daß sie trotz ihrer Eigenschaft als beeidete geheime Räte des «aisers durch telephonische Auf. krage an die Prager tschechischen Postbeamten diese zum Ungehorsam gegen die bestehenden Gesetze anf-gesordet haben, indem sie ihnen die Einführung der inneren tschechischen Amtssprache via tueti auftrugen. Als man im Abgeordnetenhaufe anläßlich des Aus-bruchs dieser tschechischen Beamtcnrcvolte interpellierte, hatte der biedere Dr. Fiedler, der immer nur als der stille Professor gelten wollte, dic eiserne -Stirne zu versichern, daß cS sich nm einen vereinzelten Fall handle, der ganz bedeutungslos fei! DaS wage ein l. k. Minister offen zu erklären, nachdem er gleich feinem Vorgänger Dr. Forscht diese Beamtenrevolte organisiert hatte'. Wenn jemals eine Miniftcran klage in Oesterreich berechtigt ivar, so mußlc sie gcgen dir beiden Minister erhoben werden, die ihren AmlSeid brachen, die Disziplin in der Beamtenschaft untergruben und dadurch einen der wichtigsten Zweige der staatlichen Verwaltung in einen anarchistischen Zustand ersetzten. Die italienische Universitätsfrage. Dic von der Regierung eingebrachte Vorlage betreffend dir Errichtung einer italienische» Rechts-fakultät bestimmt Wien al« Standort der neuen .Hochschule. Von italienischer Seile wird dagegen Trieft vorgeschlagen werden nnd i» parlamentarischen Kreisen sieht man mit Spannung der Entscheidung entgegen, lieber die Stellung ist vorläufig nur folgendes bekannt. Die Deutfche» (180) können vor Sanktion der Isx KoliSko-Axmann uicht für Wien stimmen, da im Fall die Errichtung der italienischen Rechtsfaknltät in Wien die Errichtung anderer nicht-deutschen öffentlichen Schulen in Niederöslcrreich nicht mehr hintanznhalten wäre. Gegen Wien stimmen ferner die Italiener (14), für Wien aber, wenn Trieft abgelehnt werden sollte, die Sozialdemotraten (H8). Den Ausschlag werden also die Slawen geben u. zw. die Tschechen und Südslaveu. Vor kurzem erklärten diese zwei, daß sie grundsätzlich sür keine neue Hochschule stimmen werden, weil» nicht gleich-zeitig auch die Errichtung einer zweiten tschechischen nnd einer siidlavischen Universität bewilligt werde; es ist aber fraglich, ob sie es schließlich nicht doch vorziehen werden, für dic Errichtung der Rechts-sakultät in Wien zustimmen, um damit für die Er-richtung tschechischer Schulen in Niederösterreich eine Prazedenz zu schaffen. Ans ölukil uni) Land Jaschings-Katender. Jänner: Samslag de» 23, UnlcroffizicrSkränzchc». Sonnlag de» 24., Feuerwehrkräiizche» in Neuhaus. Februar: Montag den 1., Stcircrball im Gast- Hause „zum HubcrtuS". Dienstag den 2., Veteranenkränzchen im Deutschen Hause. — Fiaker- und Kutscherball im Hotel Post. Dienstag den 6., Kränzchen des GeselligkeitSvereines im Deutsche» Hause. Eonnlag den 14., Kränzchen der Genossenschaft der Kleidermacher im Hotel Post. Samstag den 20., Kränzchen des GeselligkeitSvereineS. FaschingdienSlag den 23, Narrenabend, veranstaltet vom deutschen Turnverein im Deutschen HauS. Deutscher Verein in Cilli. Montag den 25. Jänner 1909 9 Uhr abend» findet im Turm zimmer des Deutschen Hauses dic IahreShauplver-fammlung deS Deutschen BereincS mil nachstehender Tagesordnung statt: 1. Rechenschaftsbericht, 2. Neu-wähl des Ausschusses, 3. Allfällige Anträgt vom Meselligkeitsverein. Am 20. Feber veranstaltet der GeselligkeilSvei» im Deutschen Hause ein Maökenfest unter dem Titel „Ein Abend in den höchsten Regionen". DaS Nähere über die schon dem Titel nach vielversprcchcnde Veranstaltung wird in der nächsten Blattiolge bekannt gegeben werden. Theaternachricht. Sonntag, den 24. ds, gelangt Lehars neuester Operettenschlager „Der Manu mit den Frauen' znr Aufführung. Der Komponist der lustige» Wilwc hat mit diesem Werk einen neuen Erfolg errungen. Das Stück ist sorgfälligst vorbc-reitet, mit de» e.sten Kräften besetzt, und halte bei den Aufführungen in Laibach durchschlagende Erfolge. Am Dienstag, wird das Lustspiel „Dl. Liebe wacht" von Eaillavet Robert de Flers Sensationsnenheit des Wiener k. k. Hosbnrgihcalers zum erstenmal au'-geführt. Deutsche Cillis gedenket Eurer Ge-werbetreibenden und Kaufleute. Wiewohl wir ja davon überzeugt sind, daß die Bewohner unserer brave» Stadt stets bereit sind, sür das Wohl und Wehe ihrer Gesinnunggenosseu einzulreten, glaube» wir »ichl seht zu gehen, wieder daran zu erinnern, daß der schönste und beste Erfolg in der völkischen »leinarbeit zu findcn ist. Mögen daher vor Allem dic deutschen Geschäftsleute unserer Stadt beiücksichligt werden, die ja gewiß jeder Heft bereit sind, für unsere Wohlsahriscinrichluugc» und Bestre-bungen einzutreten. Nur einträchtiges Wiif d. Wir könne» über diese Handlungsweise offen unserer Entrüstung Ausdruck geben u»d beweisen, daß es empörend ist unseren Gegnern, denen ja kein Mittel zu schlecht ist, um uns zu schaden, in die Hände zu arbeitin. Die maßgebenden Mitglieder deS Vereines wollen tvir auf die Folgen solchen Vor-gehens aufmerksam mache«, die im geeigneten Augenblicke nur ihrer Lauheil zuzuschreiben sind. Es wäre au der Zeii ihnen die Schlafmütze vom Kopse zu reißen. Evangelische Gemeinde. Morgen Sonn-tag, sindel um 10 Uhr in der Christuskirche ein öffentlicher Gottesdienst stau, in welchem Herr Pfarrer Muy über „dic wahre Ehre und was dem Mcnfchcn Wcrl gibt" prcdigc» wird. — In den nächst«« Tagcn wird dic neue evangelisch« Gemeindeschwester Gebriele Loetz in Cilli eintreffen. Deutschvölkischer Arbeiterverband. Allc jcnc Mitglicdcr, welche Bücher ans der Ver-bandsbücherei entlehnt habe», machen wir darans aufmerksam, daß selbe 8 Tage vor der Hanptvcr-sammlung d. i. bis 31. d. M. an den Bücherwart orduuilgshalber rückzustatten sind. — Sonntag abends treffen sich Mitglieder und Frcuudc deutscher Arbeiter im BerbandSheim. Theaternachricht. Am 30. und 31 Jänner wird das beliebte .Tiroler-Baucrutheater-Ensemble Erl" im Stadttheater Vorstellungeil geben. Spenden für die Wärmestube haben gewidmet: Herr Dr. Sadnik 10 K, Ungenannt « K. Frau P. Fehleisen, Würstel, Frau E. Berger und Frau Berta Sadnik, Kraut; Frau Seutschnigg, 2 RindSlungen; Fran Zamparulti, Schwarteln: Herr Grenka. Fleck: Herr Bukschek. einen KalbSkopf; Frau Helene Skoberne, 2 Schaff Kartoffeln und 2 Schaff saure Rüben; Herren Ranzinger und Hönigmann, ein großes .?.chaff Sauerkraut; die Herr Pichl und Achlcitcr, Brot; Herr Altzieblcr, Sauer-kraul. Allen Spcndcrn cin herzliches Vcrgclt's Sott? TerfcheK in Eger. Dcr Besitzer des Gast-Hofes „Deutsches HauS" in Eger hat sein« Realitat an dic tschechisch«» Postambulanzbeamten verkauft. ES wiid in eine Bescda umgewandelt werden. Völkisches Bewußtsein. Im Gasthause Schmidl ocS kleinen OrtcZ Proh» im Bezirke Brüx (Böhmen) würd« kürzlich die Gründung einer Orts-grupp« deS Deutschen Schnlvercincs vorgenommen, die einen freundlichen Beweis von dem Stammesbe-wutztsciu dcr doitigen Bewohner bot. Der neuge-gründeten Ortsgruppe tratcn gleich 51 Pcrsoncn als Mitglieder bei, cin« hohe Ziffer, wenn man erwägt, daß der Ort nur 70 Häuser zählt. Die Begeisterung sür die Schutzarbeit drückt« sich auch in den Sam-melergebnis aus. Selbst junge Burschen legten 60 bis 80 Heller aus de» Teller »nd rasch waren 12 K als Spende für den deutschen Schulder«!» beisammen. Unachtsame Eltern. Bor einigen Tagen sano das dreijährige »Und dcr Eheleutc RcineS dadurch den Tod, daß es in eine» Waschkübel mit heißer Lauge siel. Der Pater des KindeS, ein Bahn» arbeitn war eben mit einer hänslichen Arbeit in dem als «üche und Wohnzimmer dienenden einzigen Gemache beschäftigt, während feine Frau Wäsche wusch. Mitten im Wohnzimmer stand «in «übel mit heißer Lauge. Das Kii.d, um das sich niemand kümmerte, beugte sich über den Kübel, vtrlor daS Gleichgewicht und fiel in die Lang«. Obwohl man cS sofort herauszog, erlitt es dennoch so ichwere äußere uud innere Besetzungen, daß es in wenigen Stunden den Geist aufgab Gegen die unachtsamen Ellern wurde die Anzeige erstattet. Slovenische Frechheit. Im Pa>lamente hat sich dieser Tage ein sauberes Kleeblatt zusammen-gefunden, das gegen den deutschen Laudsmannminister den Mlnineipräsidenten scharf machen will. Minister Dr. Schreiner weilte bekanntlich in Graz und »ahm hier a» eine. Haupticitungssitzuiig des Vereines Südmark teil. Natürlich nm im Kreise der führenden Männer dicseS unpolitische» Vereines über die will-schaftliche Lage des südösterreichischen Deutschtums Auskünfte zu holen. Sich solche Informationen zu schaffen, ist geradezu Pflicht drs teutschen Landsmann-uiinisters, und daß er sich in . solcher Angelegenheit an dc» stärkste» alpenläiidischen Schutzverei» wendet, selbstverständlich. Umso unverschämter aber ist die Inteipellation, die die slovenisch-klenkale» Herren Benkovik, Koro ec und Grascnauer eben Wege» dcS pflichteisrigen LandsmaiiumittisterS au dessen Chef gerichtet haben. Mit diesen Herren zu polemisieren, wäre müßig, kennt sie doch jeder Deutsche im Lande. Aber unbedingt müssen cs sich, wie Abgeordneter Dr. Hoffmann v. Wellenhos dem Wiener Vertreter des „Grazer Tagblaltcs" erklärte, die DeuNchen ver-bi-ten. daß sich gänzlich Unberufene eine Kritik a» der Tätigkeit dcs deutschen Landsinonnmimster« erlauben. Groß geworden durch ihr freches Auftreten und durch di« Schwäche der Regierungen, meinen heule di« slovenischen Führer, sie könnten schalte» uud wallen im Reiche, wie es ihnen beliebt, und auch dort ihre Wünsche durchsetzen, wo bisher noch kein Llave etwas dreinzuredeil hatte. Dieses un-natürliche Großmauusgesühl, das man unter dem Sammelnamen „Slovenische Frechheit" alltäglich auss neu« feststellen kann, hat den kleinen Herren aus Untersteiermark und «ärnte» den Mut znr Znler-pellalion gegeben, und man wird es vielleicht nächstens schon «rlebrn, daß sich ein Bcnkovik oder >toros«c auch «ine Einflußnahme aus die Besetzung deS deutschen LandsmannministerpostenS anmaßen möchle. Die allgemeine Penfionsanstalt ver. lauibart solgendrs: Im Jnltitss« «in«r glatten Ab- -Wicklung der Prämienzahlung werden die Dienstgeber besonders daraus aufmerkfam gemacht, daß die Ab-fuhr der Prämie» mittels der den Bescheiden über die Versicherungsvfllichr bringenden Erlagscheine zu erfolgen hat. Am Tage dcr Ucbcrweisung der ersten Prämien ist eine Detailnachwcisung sür die am 1. Jänner 1909 fälligen MitgliedSbeiträge (mittels des vorgeschriebenen Formulares 5) an die auf dem Bescheide über die Versicherungspfl'cht unterfertigte Landesstelle einzuscndcn. Dcr Detailnachlveisung ist der Stand vom 1. Jänner 190? zu Grunde zu legen. Die späteren Prämitnzahlungtn sind nur dann durch besondere Nachweisungen zu btltgt», wenn in dem vorangegangenen Monate eine Aenderung ein-getreten ist. In diesem Falle ist daS vorgeschriebene Formular 6 an die Landesstelle einzusenden. Die Formulare 5 und 6 liegen den Bescheiden über die BersicherungSpflicht bei. Ein weitem Bcdars ist bei der zuständigen LandeSstelle der PensionSanstalt an- tot!« 4 juiorbem. Die Ersüllung der Versichern ngSpsticht im im Wege einer Ersatzeinrichtung enthebt die Dienst, geber nicht von der Verpflichtung zur Ordnung«, mäßigen Erstattung der «nmcl»ui,gen der zuständigen Landcsstcllc Wenn die Genehmigung einer Ersatz einrichtung erst nach dem 1. Jänner >909 erfolgt, bleiben die Personen, sür welche d,e Ersatzeinrichtung geschaffen wird, bis zum Zeitpunkte der Genehmigung bct Ersatzeinrichtung. bezw biS zur Abmeldung Mit-glieder der PensionSanstall; für diese Personen sind daher die gesetzlichen Beiträge zu entrichte», da die Pensionsanstalt sür die in Frage stehende Zwischen-zeit auch das Versicherungsrisiko trägt Die Bescheide werde» im Lause des Monate» Jänner zur Ver-sendung gelangen. Schulbau in Gaberje^ ver Deutsche Schulverein hat für den Ban der Schule in Gaberje abermals eine ansehnliche Spende gewidmet, so daß der Ban gar bald in Angriff genommen werden wird, Der Laidacher Veteranenverein auf-gelöst. Unter den vielen Bereinigungen im ge-lobten Lande Krain. die sich die Deutschenhetze ans's Banner geschrieben haben steht in erster Reihe der Laibacher.»aiser Franz-Joses Mililälvetcra»c»verein." Die Mitglieder dieses Vereine« haben sich bei den Ausschreitungen im September in hervorragender Weise betcilgt Am Leichenbegängnisse der zwei cr> schösse»,» Demonstrante» nahm der Verein korpo rativ mit Musik und Fahne teil. Nu» hat der Kaiser, der Protektor deS Vereines selbst Mi Machtwort ge-sprachen. Der Commandant des Laibacher Militär, veteraneukorps Georg Michalitsch erhielt am 22. d vom Lauvespräsidium solgenden Erlaß t ^e> ^aiscr hat sich bewogen gesunden, dem krainischen Miliiär-veteranenkorps sein Protektorat zu entziehen. Die mit kaisei licher Entschließung dem Vereine erteilte Bewilligung zur Führung des Reichsadleis aus der einen und des krainischen Landeswappens aus der anderen ^citc der Vereinssahne wird außer «rast gesetzt und der Minister deS Innern zur Veraiilas-jung des elwa weiter Ersorderlichen bean'lragl. Dai Landesprästaium hat au» Grund des 8 des > setzes vom 5. November 1867 sich veranlaßt gesuhlt, den Verein »rainer Veteranenkorps auszulösen und dessen Tätigkeit bis Eintritt der Rechtskraft der Entscheidung über diese Vereinsauslösung einzustellen. Fiir diese Entscheidung ist die Erwägung maßgebend, daß die Beschlüsse der außerordeiitliche» Generalver-sammlnng vom 11 Oktober 1908, der Gedenkseier für die anläßlich der Exzesse vom "20. September in Laibach Getöteten und zur Unterstützung der damals Verwundeten aus Vereinsmittel» beizutragen, ]idj als eine demonstrative Handlung bat stelle, die mit dem statuarischen Zwecke des Vereines im Wider-spinch steht und daß daher der Verein die Bcdin-gunaen seinrs gesetzlichen Bestandes überschritten hat. Das ausgelöste Laibacher Veteranenkorps bestand seit L5 Jahren nnd hatte 400 Mitglieder. Ueber das Begnügen deS XorpS, daS S3.000 « beträgt, wird statutengemäß die Landesregierung versiige». Vor ungefähr zwei Monaten hatte der Verein auch die Einführung dcS slovenischen Kommandos verlangt. Der Commandant deS ttorps, Michalitsch. ist nach Wien gereist, um die Jnteivention der slovenischen ReiSratSabgeordneten zu erlange». Unter dcn Mitgliedern deS Vereines herrscht begreifliche Erregung. Für Sonnlag ist «ine Protesiversammlung geplant. Zum Falle Povalej. Gegen den bekannten slovenischen Finanzkommissär Dr. Povalej wurde schon im vorigen Monaie, bevor noch dic letzten AuSsührnngt» dcr ..Marburger Zeilung' über ihn erschien«» von der Finanzlandesdirektion in Graz die DiSziplinaruntersuchung eingeleitet (Miltlcr weile wurde Dr, Povalej vom SrciSgcrichtc Marburg, wie unserc Leier wissen, auch in strafgerichtliche Unter-suchung gezogen.) Im Lause dicicr Disziplinarunter-suchung bekam die Finanzlandesdirektion nicht nur den abgeschossen?» Revolver, mit dem sich eine Bentzcrin aus Verzweiflung töten wollte, sondern auch Briese eineS in die Povalej« Angelegenheit ver> wickelten Zeugen in ihren Besitz, Wie nun Dokior Povalej »ach der „M. Z " in Marburg herumerzählt, seien diese Briefe auS der Schreibtischlade des Finanz-landes Vizepräsidenten Herrn von Mcnsi-ttlarbach verschwunden . . . Nun erhielt das «Grazcr Tag-blatf 22. d vom Vizepräsidenten der k. k Finanz-landesdireklion, Herrn Mensi von Klarbach, folgende Zuschrift: „Es ist allerdings richtig, daß aus dem d:c fraglichen Angelegenheit betreffenden Akte einige — übrigens voronssichllich für Dr. Povalej nicht ausschlaggebende und auch nn Bedarsssallc durch Zeugenaussagen ersetzbare — Beilage» in Verstoß geraten sind. Unrichtig ist jedoch, daß dieselben ver-schwanden, während der Akt sich im Bureau deS Wacht gefertigten Finanzlandesdirektion« Vizepräsidenten oder in irgend einem versperrten Behältnisse befand. Die fragl chen Beilagen, nach deren Verbleib seither unausgesetzt nachgeforscht wird, scheinen vielmehr, waS durch ihr ungewöhnliches Format erleichtert worden wäre, auS dem Akte unbemerkt herausgesalle» und später im Drang« der t^eschäsle au» Versehen einem anderen Geschäftsstücke beigeschlossen worden sich auch recht gut u»terhallen werden, dasür bürgl schon der rührige Festausschuß au dessen Spitze Herr «ürbisch steht. Drum also: Ans nach Neuhaus! Drachenburg. (Im Schnee erstickt.) Der 19jährige Franz Hralz wurde, mit dem Gesicht im Schnee liegend, tot ausgesunden. Die Lagc der Leiche nnd dcr Umstand daß der Schnee durch Er-breche» verunreinigt war und keine Spuren einer äußeien ^)ewalta»we»du»g zu finde» waren, laß! au« nehmen, daß cr im Rausche mit dem Gesichte in den etwas tiefen Schnee fiel und erstickte. Windisch-Feistritz. (V c I s ch i c d c n c s.) Dic Sndmarkbüchcrei, an deren Einrichtung ver Büchereiausschuß emsig arbeilet hat durch dic hochherzige Spende des Fräuleins Rosa Pilschl eine bedeutende Vermehrung erhalten und sieht sich der BüchereiauSschuß dcr edlen Sp ndcrin zu großem Danke verpstichiel. Die Brichcici wird, »ach den Vor-arbeiten zu schließen, nächstcn Dicnstag der Oessent-lichkeil zur Benützung übergeben werden können und hofft man aus eine rege Beteiligung, Die Bücherei befindet sich im Rathause im ersten Stock und sind bis aus weiteres die Tage Dicnstag und Freilag als Ausleihtage auöcrsehcii. Die Entlehnung findet an den genannten Tagen von 5» 6 Uhr abends statt. — Die Kleinbahn crsrcui sich emeS zahlr«ichen Zuspruches und sind iu dcn eisten s.chs Wochen nicht weniger als weit über 5000 Personen befördert worden. Der Frachtcnverkehr könnte, obwohl «r nichts zu wünsche» übrig läßt, um so besser sein, wenn die einzelnen Geschäftsleute • die Vahnvn» srachlung der Wagenversrachtung vorziehen würden, wodurch sie, namentlich bei große» Lasten, nicht n»r Geld sondern auch Zeit ersparen würden. — Der deutsche Lehrn verein Umgebung Marburg hat i» seiner letzten Versammlung dcn einstimmigen Beschluß gesaßt, anläßlich des zehnjährigen Bestände« im Mai i. I eine Festversammlung abzuhalten und es wurde über Antrag des Herrn Oberlehrers Schießt! ans Windisch-Feistritz, als Versammlungsort Windisch-Feistiitz auscrsehen, welcher Beschluß srcudigst begrüßt wird. — Sonntag den 24. d, sindcn dic Jahres-Hauptversammlungen dcr Gastwirtegcnosscnschast und dcr freiwilligen Feuerwehr Windisch-Feistritz statt und zwar die erste um 9 Uhr vormittags im Hotel Ncuhold, dic zwcitc um 2 Uhr »achmrttagS im Vcrcinsheime — Die nächste Faschingsuiitcrhallung indet Montag dcn 2. Feder l I. statt, an welchem Tage die Ober Feistritzcr Feuerwehr in Herrn WerhoscheggS Gasthaus ihre» alljährliche» Ball ver« anstaltet. Am Aschermittwoch gcbcn die beiden Schutz vcrcinSorlSgrnppcn in Jeglilsch's Gasthaus einen HäringSschmauS. _ &■ ffiehriikft d>« ..T-msch-u S»u jr verciarS" »ud iillsereS schutzvereines „Südmark" bei Spieirr uud Wetten. bei Festlichkeiten u. Testameuici, sowie bei Ullverhojftea Gewilluittu! Ni-ir^'.kr 7 Herichtssaat. Noch einmal die Vorfälle vom IS. und 20. September. Am 23. d. sand vor dem BczirkSrichlcr Herrn Äotnik die Verhandlung gegen den Hörer der Hoch-schule für Bodenkultur tor. Robert Hren wegen der Vorgänge am 13. und 20. September statt. Die Verhandlung gibt nns ein schönes Bild von der Anzeigefähigkeit und dem Spürsinn unfern Pervaken. Der Angeklagte wird befchilldigt am 13. Seplember in Pettan sich a» den Demonstra tionen beteiligt zn haben. Die Zeugin Anna ttukovec gibt unter Eid an, daß sie gesehen habe, wie der Beschuldigte einen Stock (gegen einen Unbekannten?) geschwungen habe, den er aber , nicht getroffen habe, wohl aber sei die Zeugin in Gesahr gewesen, getroffen zu werden. Weiters wird ihm zur Last gelegt, am 20. September >n (iilli verschiedene Slowenen mißhandelt zu haben. In der Nacht vom 19. auf den 20. soll der Angeklagte im Verein mit anderen Hochschiilern mehrere Slovenen ge-priigcll herben. Die verschiedenen Zeugenaussagen können nur die Verantwortung des Befchuldigteu bestätigen, daß er zur kritischen Zeit nicht am Tat-orte gewesen sei. Ferner wird er durch den bekannte» Zeugen Johann Vreiko beschuldigt, am 20. vor-mittags um 11 Uhr einen gewissen Rudolf Tavornik inißhandelt zu haben. Da Rudolf Tavornik die Verantwortung des Beschuldigten vollinhaltlich bestätigt, und außerdem angibt, daß er vormittags gar nicht in Cilli nrnr, so sällt die Anklage in sich zusammen. Ferner wird der Angeklagte beschuldigt um *j,7 Uhr abends dem Hochschüler Nvwaian einen Stockhieb versetzt zu habe». Der Angeklagt« bestreiket dies, da es »ach den örtlichen Verhältnissen gar nicht möglich gewesen wäre, gegeu den genannten Nvvaöau einen Hieb zn sühren. Die Verantwortung des Angeklagte» wird auch durch die Zeugen nk. Kurt Kienzl, pli l. Haß und A. Pcycr! glaub-würdiger gemacht. AIS letztes Faktum wird dem Angeklagten znr Last gelegt, daß er beim Abend-znge um '/, 10 Uhr eine» gewissen Osset ver letzt haben soll. Die Aussage des Osset der sich in verschiedene Wiedersprüche verwickelt, galt als hiiisällig. da Zeuge Dr. Riebt unter Eid aussagt daß der Beschuldigte sich znr fraglichen Zeit in Gesellschaft von Hochschillern im Deutschen Hause befunden habe. Man sieht nun auf welcher Grund-läge die Anzeigen des Dr. VekoSlav Uukoves aufge baut werden. Der Angeklagte wird nur wegen der Beteiligung in Pettan ans die Aussage der Zeugin Anna Änlovec bin nnd wegen des Faktns Noivakan zu 50 « Geldstrafe verurteilt. Der Verteidiger Dr. Walter Riebl legte die Berufung ein. Deutsche Volksgenossen! Nach jahrelanger freudig geleisteter Arbeit und Dank b?r opferwilligsten Beihilfe national bewubler Voltsgenosse» itr der Bau de« Deutschen Hauses t'i« zur Vollendung gediehen Die prächtigen Räume de» stolzen BaurS sind ihrer Bestimmung übergeben worden. Freigemuie», srijche«. völkisches Lebe» ist in das Hau« nn.-gezogen, da? für daS ganze deutsche Cilli und alle Freunde dieser Sladl, sür die deutsche« Bereine, sür alle Echichien der deui cken BevS.Icrung bestimmt ist. als Heimstalr deut» »cben geistigen Streben-; und deutscher Lebensfreude, als Wegeställe deutschen Wesen» in den Südmarken des deul-ichen Gebleles. Ta« Haus ist erstanden durch rüiimenSiverlc Lnstun gen an Gel» nnd ttul und Arbeit, b.i denen deulsche Einig-teit und Brüderlichkeit lierrlich zu T»ge lraten. Jetzl gilt es da« Geschaffene zu eriialien alv stolze« Bild völt>sci>eu Lkben«, a s Sammelpunkl aller Deutschen au« nah und fern, so dafe jeder deulsche Volksgenosse mit ausrichliger Freude und mit Begeisterung die herrlichen Hallen betritt. Da« Deutsche Hau« so zu erhallen, daß es unser aller Siolz und Freude ist, das L^ben im Teulschen Hause so ju gestalten, daß e« >da» völkische und wiristafrliche Gedeihen Deutsch Cilli« in d.d-uiung^ vollem Muhe fördert, das ist «ine Ehrei-aufgabe sür die Teulschen Cilli» und aller Deutschen, die treu zu Citti stehen l In erster Linie obliegt diese Ehrenpflicht den deutscher Bewohnern Cillis. ES gibl wenige Slädle aus deutschen Erde, i l welchen die nationale Opierwilligteii lo sehr die Gesamldeit beseelt, wie unser kampsumloste», allezeit siegreiche« Cilli, wo in bewunderungsmürdiger it;erse arm und re ch, hoch und nieder freudig die schwersten Opfer bringt am Altare des deutschen LolkSlum« und auch ictr das Deutsche Hau« Opfer gebracht wurden, die der Beniun derung »nd dauernden Danke« wert sind. Deulsche Cillis! An diese bewährte Opserwilligteit, die unserer Eiadt so viel Segen gebracht und ihr in allen deutschen Landen einen ehrenvollen Ztamen gemacht hat, appellieren wir. Das Deutsche Hau« bedarf dringend Euerer Opfer, e« stellt an Eure Leistungsfähigkeit, an Eure Heimalliebe und Euren gesunden nationalen Sinn hohe Anforderungen, höhere, al« sie je an Euch herangelreten sind. Numme? 7 lettische iUari>t Srite 5 Schwurgericht. Ein Hausdieb. Vorsitzender des Schwurgerichtshofes ^reiSae-richtspräsident R. v. Wurmser. Am l. November 1S08 kehrten die Ehegatten Franz nnd Antonia Plauiuz, welche in Eilli einen Fleifchstand besitze», nnd in der NathauSgasie Nr. ll) das Mstgewerbe betreiben nnd dort wohnen von einem Ausginge nm halb 8 Uhr abends heim. Ih e Wohnung umfaßt nur ihr Schlaszimmer nnd ein davor befindliches Zimmer, in welchem die Schlafstätte» des weiblichen Dienstpersonales sich befinden. Nebe» diesem Wol,»«-ranm führt von einem Treppenabsatze eine Türe i» das Schlafzimmer der beiden männliche» Hilfskräfte, des Gehilfen Johann Svetko und des Lehrjungen Adolf Peiar. Nachdem sich Franz und Anwnia Planinz in ihrem Schlaszimmer, in welchem alles in Ordnung gefunden worden war. umgekleidet hatten, begaben sie sich in ihr ebenerdig befindliches Gasthaus,'dabei ließen sie, wie üblich die Türe vom Dleustbotcnzimmer in ihr Schlafzimmer offen, sperrten jedoch dic Türe zum Dienstboteuzimmer ab und hängten dcn Schlüssel ans den Türstock. Im Wust-zimmer befanden sich damals viele fremde Reservisten, einige Fleischerbnrschen nnd Svetko. Die Fleischer-burscheu entfernten sich um 8 Ulir. S«tko ging ihnen »ach nnd folgte ihnen in daS Gasthans „Stern", Nach 10 Minute» ging Cvetkv hier fort und erschien vor halb 9 Uhr wieder im Gastbanse des Planinz. Al» sich »nn später Planinz in seine Wohnung bega,b um eine 50 >i Note zn wechseln fand er die Wohnungstür offen und entdeckt, daß chm aus der versperrten Lade seines Schreibtisches nach Aufheben der Tischplatte eine Brieftasche mit 760 « in Papiergeld und cin größerer Betrag Silbergcld aus einer Schale abhanden gekommen sei. Die rasch hinzugetominene Planinz bemerkte alier, daß ihr Kleider int Werte von 80 & entwendet wurden. Beide fände» die Decke» ihrer Bette» verzogen nnd das Bettzeug der Dienstbote» durch-einander nnd zum Teile aus den Boden geworfen. Dcr Verdacht den Dicbftahl begangen zn haben, lenkte sich ans Evctko. nachdem Planinz in Ersah-rnng gebracht hatte, daß Johann Evctko, als er am 3t. Oktober zn seiner Geliebten nach Sankt Panl fuhr, am Fahrrade 1' , bis 2 ttilo Fleisch aufgeschnallt hatte, znmal il>m eine frühere Abstra-sung des Evetko ob Diebstahles bekannt war. Nach längerein Leugnen gab Eoetko zu, seinem Meister ein V8 >i ilo Fleisch entwendet zn haben. Der Ver-backt, daß (Swtko den Diebstahl am I. November begangen habe, wurde noch gcrechtscrtigter. als der Wackführer Zintauer im Bette deö Cvcrko dic dcr Fra» Planinz entwendeten »leider schön gescklichtet unter dem Strohjacke versteckt fand. Anch fand man im Bette dic Bricftaschc des Frauz Planinz, in welcher sich noch das Papiergeld von 700 L nnd 21 a Silbergcld befand. Evetko leugnet trotz dieser gravierenden Verdachtsmomente mit aller Entschiedenheit den Diebstahl des Geldes und der »leider und meint, es hättr ihm irgend jemand ans Bosheit die Brieftasche und Kleider ins Bett gesteckt. Die Veruntreuung deS Fleisches gibt er zn. Die Berteidi-gnng hat Dr. Zanger übernommen. Die ^eschwo renen können sich die Ueberzeugung, daß Evetko den Diebstahl begangen habe nicht verschaffen. Cvetko wird daher anf Grund des WahrsprncheS nur wegen der geständigen Veruntreuung des Fleisches zn einer 14 tägigen Arreststrafe verurteilt. gwei Brüder als Totschläger. Am 20. November 1908 zechten die Brüder Johann nnd ?rauz Radanovic mit Joses Psenicnik, Martin Zabkar nnd Ioscs Omersn im Gasthaus« des Zorcic in Decnasela. AtS nach Äiitternacht die Brüder Radanovic mit Zabkar und Omersn daS Gasthans verließen, kam ihnen Pscuicnik nach und forderte sie auf. noch einmal zurückzukommen nnd mit ihnen weiter zn trinken. Die ablehnende Hal-tuug der Brüder Radanovic reizte den stark bezechte» Pjenicuik nnd »ach kurzem Wortgefechte ging Pse-uicuik auf Johann Radanovic zn und s-ieß ilm mit der Hand gegen dic Brust, anch soll cr il>»> mit einer Schere den Rock beschädigt habe«. Während nun Omerzn nnd Zabkar dem Streite ans dem Wege gegangen waren nnd ihre Schlasstätten ans-gesucht hatteu. zogen sick die beide» Radanovic mit dem Rufe: „Das Rockl wird dir teuer zu stehen komme»" in der Dnnkellieit zurück. Beim Gehöfte des Skasa bewaffneten sich Johann Radanovic mit einer Wagenkipfe nnd Franz Radanovic mit eincr Latte nnd zogt» sich in aller Stille gegen die Einzäunung des Cerjak scheu Besitzes zurück wo sie auf Psenicnik lauerten. Als bald daraus Psenicnik singend nnd jauchzend daher kam, packten sie ihn. warscn ihn z» Boden und schlugen nach windischee Manier so lange ans ihn los, bis er kein Lebens-zeichen von sich gab. Psenicnik, dcr am Hopse mehrere tödliche Verletzungen erlitt, starb am nächsten Abende, ohue das Bewußtsein wieder erlangt zu haben. Johann nnd Franz Radanovic hatten sich daher vor dem Schwurgerichte unter dem Vorsitze des k. k. L.G.R. von Gorzcrolli wegen Totsschlages zn verantworten. Die Beschuldigten sind teilweise geständig, suche» sich aber die Hauptschuld gegen, seitig zuzuschieben. Beide Beschuldigten werden auf Grund des Wahrspruches der Geschworenen zn einer zwanzigmouatigeu schnüren nnd verschärfe» tterkerstrase verurteilt. Schrifttum. „Der Kobersteiner." Eine Sage ans de» »tährisch-schlesischen Sudeten von V. Heeger. (Druck von Verlag von Friedrich Irrgang in Brünn. 1908). Viktor Heeger hat zu dieser romantischen Erzählnng in Versen drei sehr verschiedene Stoffe überaus A u s ii» t i S über die im städt. Schlachthaus« in der Woche vom 11. bis 17. Jänner 19ü9 vorgenommenen Schlachtungen, sowie die Menge und Gattung des eingeführten Fleisches. Name d?» ciati fttötn» riicili* In a«»> „ eingeführtes Fleisch in Kilogramm C £ c » c c Fleischers | .5 ■e je» es -c. 1 •8 -e e= I £ 5 • g £ -5 c <3 i B ■e •e c SP ES "5 i5 u <-- s- o- 0) «3Q ti) u - « w a> «Q oo putschet Jakob .... 3 _ Ä 3 r - I - - 21 I Deljchmann...... — 2 1 I 1 — — - — — - — — 21 — — — 4 - 7 1 — — — — — - 1! J 4 - — — — Janlchtl Martin . . . - l 1 Hnei........ 1 l — — — ftoffär Ludwig .... — — — — i I — — — — — — — - — — — — - LkskoMt . — — — i — — — _ -I- — — — — — Pa»ia v\0tej , . . * — - 4 2 — — — - — — — - — — — — — <5-iiat Kran«..... 1 — 4 1 — — — —. — — 7l «. — - — — — — Z>eul<«tiu!gq Ant«n. . . - 4 ö 3 — — — — — — — — — — — Äielzer........ - 2 4 1 — — — — — — — — — — — — Uiaegq IWurot .... 2 » — — — — — — . — — _ — — 1 3ol!grubcr ^ratij . . . — 2 — 3 — - — — — — — — — — — — Gast'Dlite....... — — 1 Ä — — — — — — — — — 9 — — — " — — — — 387 Anmerkung: Das Fleisch der drei von I. Grenka geschlachteten Stiere wurde nach Tirol ausgeführt. Hl. j—i «4-» ___J±_ _J±L_ _J5l_ «I» 's? rf> : = Druckaufträge = in jeder beliebigen Husfübruncj bei massiger Preisanstellung. AAAAAAA AAAAAAAA AAAAAAAAAA AAAAAAAAAA^ . Cilli. Ratbausgassc 5 Inseratenaufträge für clie Deutsche Cd acht xverclen nach billigstem Carif berechnet. .............. AAAAAAA AAAAAAAAAA AAAAAAA ♦♦ Seit? 6 Deutsche Wacht Nummer 7 .Herbal'ny» Uiuerphosphorigsaurer Kalk-Ei§en-Siriip Seit SO Jahre» drillidi erprobt u empfohlen.Wirkt f&lcimtftRnb, buftenftillenO. appetiianregend Vorzüglich geeignet fslr Vlul- im* flrodmi bildung. Besördcrt Leidauung und Ernährung Nur echt mit Echuhmarke. Herbabnys Verstärkter Sarsaparilla Sirup Seil Z» fahren eingeführt und besten« bewährt Au^eichnete«. mild wirkendes Abführmittel. Beseiii.» Harlieibigkelt u„d deren üble Folge,l. Beiöidert den Stoffwechsel und wtti bluirein gend. Preis einer Flasche K 2.Ü0, per Polt 40 h mehr für Packung *«r »>»ch»>,«»»«, «»» , »«ri». Prci» einer Flasche X 1.70, per Post *0 l> mehr fslr Packung. 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Der Edelstein, diese uralte LaudeSbnrg bei Zuckmantcl, von deren Mauern das Volk meint, das, D«enfche»häude nicht imstande waren, ein so umsaugreicheS Gebäude, aus-zuführen, siel in dic Gewalt de» Herzogs. (Die ab-ziehenden Rittcr Lina» sollen dann dcn trotzigen Helfenstein bei Leipnik erbant haben.) — V. Heeger, ein Sol»n der Sudeten, der treffliche Kenner der Natur nnd Volksseele, hat die Personen dieser reichen und buudlebendigen Geschichten in treffliche» Farbe» und lebenswahr gezeichnet: das Fühlen, Sprechen und Treiben diefcv Ritter, wie das innerste Wesen ihrer Knappen und Unechte, ebenso die gedrückten Bauer» nnd freien Stadtbürger. Vornehmste Gesinnung, gegenübergestellt verruchtem Ränbertrotz; rohe, wilde nnd gewissenlose Gcwaltnienschcn und reine, ideale Charaktere. Und dabei sa«d Heeger geschickt die entsprechende Ruhepausen, i« deueu wir, itodi erregt von waghalsige», unheimlichen Pläne» und düsleren Kampfszene«, mit Wonne in der Gesellschaft dcs Schmiede« und seiner treistiche» Familie weilen können oder drobcu aus dein wohl-versorgte» Zchlosse WürbnaS; oder wir folge» mit Spannung dein geheimnisvolle» Wesen des Einsied-lere, dessen erschütternder Lebenslang erst am Ende seiner Tage uns völlig klar wird »»d versöhnend abschließt: oder wir lade» u»s zu Gaste zum übermütige» Treiben der trotzigen Reilerbnrschen bei einem Fast Ungarwein ans dem Keller dcr Wurzel-Mühle, wobei die drei MiillerSwchter de« Knappen ebc»bürdige Partner stelle». Und wer den ttober-steiuer Heeger? gelesen hat, wird für immer in dcr Erinnerung mit Vergnügen festhalten die überaus schönen Gestalten der ausblülieudc» edle» Tochter Würben?, dcS »aivcn und doch so gesitl'lsstarkeu Träubels, des sympathische» ritterlichen Funkers Seyffried, aber auch des breitschultrigen ^tiefen, Wulfshardt u. in. a. Und alle diese Persönlichkeiten nnd die reich wechselnden Ereignisse und Abenteuer weisi Heeger in dcn raschen Fws; der Haiidluug zu verluüpseu; selbst dor», wo eS sich um kriegerische Vorbereitungen n»d Kämpfe handelt weiß Heeger so zu sessel», daß gar mancher Leser mir ungern die Lektüre unterbrechen mag. — lEine Anzahl vou LandschastSbildern ollen beiläufig eilte Vorstellung vou den wichtigste« Schauplätze« dieser Zagen ver-Mitteln.) — Und in all düse Wirrsaale menschlicher Pläne und Leidenschaften greift, gleich einer über-irdischen ordnenden Macht, die gespensterhaste, viel verwandelte Spnkgestalt des Seehirte» vom Moose-bruch, den alles Volk dort oben i., den Bergen heute noch kennt, unvermutet ein — (vielleicht als Ausdruck verdunkelter Reste alten Wodanglanbens!) Und weil der Geist des Seelsirten wie eine ans« gleichende, schlichtende und versöhnende Gerechtigkeit im entscheidenden Augenblicke eingreift, eben deshalb lassen wir diese außerhalb stehende höhere Macht als romantisches Motiv uns gerne gefalle». Die schönsten Tage findet V. Heeger dort, wo er iveich und mild aus unverfälschter Volksseele Worte des Herzens spricht, oder wie in knappe« Strichen die Liebe des Dichters — wir müssen diesen Ehrentitel dem Schöpser dcr heiteren „Geschichten vom alten Heimcin", vom Kobersteiner u. a. zubilligen — die znr Heimat pnm erlesenen Ansdruck kommt. Wer den „Vater Heiman" kennt, versteht auch die Eigen-tümlichkeiteu von Hegers Sprache; sie gibt sich schlicht, heimatlich und anheimelnd, eindringlich, zart in den lyrischen Tönen. — So wird es begreiflich, daß die viele« Huoderie, dic den Koben steiuer gelesen haben, von dicscni Buche mit der allgemeinen Anerkennung scheiden, es sei ei« ersre»e»der Gennß, dem heimatliche» Dichter auch i» dieser Erzählung zu solgeu. Und wir möchten nus zum Lchlusse er-laubeu, zn unsere« verehrten Landslentcn - nud darüber hinaus — mit dem (etwas umgedeuteten) Vorworte HeegerS zu sprechen: „Und, mein Freund — bis dn ein Deutscher? Dann muß es doch dein Herz erquicke«, wenn du ans dem Altvater stehst .. Und eo wird dich eine Fahrt im Gesenke doppelt erfreue», wenn du ans dieser frohe» Wauderung über Berg «ud Tal dich begleitet findest von de» bieder-trenherzigen oder den hohe», poesievvlle« Ge stalte», die HeegerS heimatliche Mnse geschasie«. Josef M a tz » r a. 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Die wegen eines 1200 K nicht übersteigenden Einkommens oder ans anderen Gründen «u gewärtigende oder im Vorjahre eingetretene Befreiung von der Pergonaleinkonimeustener oder von der Dien.tersatztnxe entlieht nicht von der Verpflichtung zur Meldung. Die Meldung kann entweder schriftlich oder mflndlich geschehen. Schriftliche Meldungen haben durch Einsendung zweier, in allen Rubriken mit leserlicher Schrift vollständig und wahrheitsgetreu ausgefüllter Meldefoimulare an die Gemeinde zu erfolgen. MeMeformulare sind bei der k. k. Bezirkshauptmannschast und bei der Gemeindevorstehung unentgeltlich erhältlich Die Einsendung der Meldungen geniesst in den im Iieichsrate vertretenen Königreichen und Ländern die Portofreiheit. Di? M-ldefoimulare sind derart eingerichtet, dass sie, zusammengefaltet und adressiert, ahne Verwendung eines besonderen Umschlages der Post übergeben weiden können. MQndliche Meldungen werden von der Gemeinde in beide Melde» tormulare eingetragen. Meldungen, welche durch eine Mittelsperson erstattet werden, entheben den Meldepflichtigen nicht von der Verantwortung füi die Erfüllung der ihm obliegenden Verpflichtung. Meldepflichtige, welche die vorgeschriebene Meldung nicht rechtzeitig oder in wesentlichen Punkten unvollständig erstatten, können mit Geldstrafen bis 50 K belegt werden. Militärtaxpflichtige, welche sich in ihren Meldungen wissentlich Verschweigungen oder unwahrer Angaben schuldig machen, verfallen, insofern die Handlung nicht den Tatbestand einer nach dem allgemeinen Strafgesetze zu ahndenden strafbaren Handlung begrüntet in Geldstrafen bis 500 K, bei Vorhandensein besonders erschwerender Umstände bis 1000 K. Die verbängten Geldstrafen werden im Falle ihrer Uneinbringlichkeit in Arreststrafen verwandelt. Ueberdies steht es im Falle nicht rechtzeitig oder unvollständig erstatteter Meldung der politisch- n Behörde fiei, auf Grund der bekannten oder von Amts wegen zu erhebenden Daten die Veranlagung der Militärtaxe Ohne weiter» vorzunehmen. Stadtamt Cilli, am 9. Dezember 1908. Der Bürgermeister: Dr. v. Jabornegg. THIERRY3 BALSAM eiuzia und allein echt mit der grünen 149U8 XO\AK .%■.*> *CII l'TZn % HKK. Allerbeste* Haasbllfsml.tel bei Inneren Erkrankungen aller Art. 12 kleine oJer 6 Doppel- rder 1 Fatnilicuflasche K 5 — THIERRY'« Centlfollen-Wnndenheilaaalbe 2 Dosen K 3 60. V>-»g«. quelle: Schutz, ngel-*poth> ke de* A. THIERRY in Pregrada bei Rolitsch-Saaerbiunn. Depot» in (ant allen Apotheken; »u gro*beiden Medicinal Drogisten. Ueberraschende Erfolge sichert HELL8 JVtentholfranzbranntwein Mark«: „Edelgeist". Scbaaeraatillende, die Maakulatur kräftigende ud die Nerven belebende Eioreibnng. 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Bürgscbaftskrndit gegen Wechsel und Schuld-schein zu 6*/e« Kontokorrent Kredit zu 6%. Der Vorstand. Ausschreibung. Für den Bau der Kaisei' Franz Josef I. Jahilänms-Sparkasse iu Windisch-Feistritz weiden hiemit sämtliche Arbeiten mit Aus-nahm? der Hauswasserleitung, Badezimmer- und Kloseteini iclUungen im Pauschalbeträge von 87969 Kronen 2 Heller zur Vergebung ausgeschrieben. Die Pläne, der Kostenvoranschlag und die Uebemahmsbedingungen liegen vom 21. Jänner 1909 an täglich, mit Ausnahme der Sonntage, in der Kanzlei der Bezirkssparkasse zur Einsicht auf. Die Arbeiten weiden nur an einen Unternehmer (konzessionierten Baumeister) vergeben. Im Angebote ist mit Ziffern und Worten anzugeben gegen wieviele Prozente Aufzahlung oder Nachlass von der Pauschalsumme der Anbotsteller die ermähnten Arbeiten zu fibernehmen sich verpflichtet. Angebote, welche mit einem 5°/# obgenanuter Pauschalsumme betragenden Reugeld zu belegen sind, weiden bis zum 15. Februar 1909 12 Uhr mittags in der Kanzlei der Bez'rkssparkasse in Windisch-Feistritz (Rathaus) angenommen. Später einlangende oder dieser Ausschreibung nicht entsprechende Angebote werden nicht herGCksichtigt. Der Ausschus* behält sich die freie Wahl unter den Bewerbein vor, ohne an das mindeste Angebot gebunden zu sein. Windisch-Feistritz. am 20. Jänner 1909. Der Sparkasse-Aussoltnss. Kundmachung l>etreffetd di- Anmeldung zur Pensionsversicherung. Die allgemeine Pensionsanstalt verlautet folgendes: Im Inten sse einer glatten Abwicklung der Prämienzahlung werden die Dienstge er besonders darauf aufmerksam gemacht, dass die Abfuh> der Prämien mittels der den Bescheiden Ober die Veisicherungspflicht beiliegenden Erlagscheine zu erfolgen hat. Am Tage der Ueberweisung der ersten Prätn en ist eine Detail» narhweismig für die am 1. Jänner 1909 fäliigeu Mitgliedsbeiträge (mittelst des vorgeschriebenen Formulares 5) an die auf dem Bescheide über die Versicberungapflicbt unterfertigte Landesstelle einzusenden. Der Detail-nachwei&oug ist der Stand vom 1. Jänner 1909 zu Grunde zu legen. Die späteren Prämienzahlungen sind nur dann durch besondere Nach Weisungen zu belegen, wenn in dem vorangegangenen Monate eine Aenderung eingetreten ist. In diesem Falle ist das vorgeschriebene Formulare 6 an die Landesstelle einzusenden. Die Formulare 5 und 6 liegen den Bescheiden Ober die Versicherungspflicht bei. Ein weiterer Bedarf ist bei der zuständigen Landesstelle der Pensionsanstalt anzufordern. Die Ei fallung der Versiehe) ungepflicht im Wege einer Ersatzeinrichtung enthebt die Dienstgeber nicht von der Verpflichtung zur ordnungsmäßigen Erstattung der Anmeldungen. Veiäuderungsanzeigen und Abmeldungen bei der zuständigen Landessl eile. Wenn die Genehmigung einer Ersatzeinrichtung erst nach dem 1. Jänner 1909 erfolgt, bleiben die Personen, für welche die Ersatzeinrichtung geschaffen wird, bis zum Zeitpunkte der Genehmigung der Ersatzeinrichtung bezw. bis zur Abmeldung Mitglieder der Pensionsanstalt. Fslr diese Personen sind daher die gesetzlichen Beiträge zu entrichten, da die Pensionsanstalt für die in Frage stehende Zwischenzeit auch das Versicherungsrisiko trägt. Die Bescheide werden im Laufe des Monates Jänner zur Versendung gelangen, was hiedurch zur allgemeinen Kenntnis gebracht wird. Stadtauit Cilli, am >5. Jänner 1909. Der Bürgermeister: Dr. v. Jhbornegg. Reichhaltiges Möbel-Lager und grosses Sortiment tapezierter Möbel und fertiger Bettwaren -»MM, Union Uaumgarlner 26 Cilli, Herrengasse 25 Alle Tapeziererarbeiten werden solid und rasch ausgeführt. Der allgemeine Spar- u. Gewerbe-Kreditverein r. G. IM. b H. WIEN l.y Annagasse Nr. 3 (Mezzanin) «owie >b».,u Filmte: WIEN XVI., Ottakri tigern! rassse Nr. 25 .... VI.. 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Um Mißverständnisse» vorzubeugen, wird bemerkt, daß diese Preisänderung nicht etwa eine Verteuerung des ortsüblichen Brotes bezweckt, vielmehr der einsacheren G'cschÄstsgebarung dienen soll, und die von nun an in Verschleiß kommenden Brvtsorten zn 20 Heller im Gewichte entsprechend schwerer erzeugt werden. Cilli im Jänner 1909. ,tosef Achleituer, m. p, Michael Antlei. u>. p. Karl Rcgula »Nachf^ m.p. Stefan »renn. u.. >>. Blafiu« Smartschau. .p. Binjen» >lauie, »i. p. Z^ra«; v. Bo^nak. »>. p ?ra«; Lrfliat. p Ht'iNflK'amfj'n - Steile für Steiermark gelangt bei alter, inländischer Lebens versieherunga-G esellschaft zur Besetzung. Mit dieser Stelle sind fixe Bezüge, Vergütung von Tagesdiäten, Fahrspesen und Provision verbunden. 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