Sm» v göksvlKl. Nr jS? Sonntag, den 20 August 1922 ^2 -Sm rg. Die Lage ln Statten. 1 ??ach längeren, vergeblichen Bemühungen, s eine aus solider, verläßlicher Basis und aus j deni Kräfteverhältnis der Parlamentspar-« ^ teien aufgebaute Regierung zu bilden, erleb, ^ te Italien als das geringere von all den Ue- s belu, denen es infolge der ernsten, inneren z Zerrüttung entgegenging, eine zweite Auf- z läge dcS Kabinettes de Facta. ! z Bei der Borstellung der Regierung im c Parlamente ließ de Facta zieinlich ernste ^ Worte vernehmen. Er betonte die Notwen- c 'digkeit einer auf Sparsamkeit beruhenden Fi- c nanzPolitik des Staates und stellte gleichzei-j, tig den Kaiupf der Regierung gegen alle in- s neren Unruhestifter in Aussicht. Diese Haupt- < sächlich gegen die Fascisten gerichteten Worte z schienen jedoch keinen besonderen Eindruck , hervorgerufen zu haben. Die am Schlüsse der 1 Debatte erfolgte Abstimmung brachte der - ^ Regierung eine Mehrheit des Zentrums mit-S47 gegen 121 Stimmen. Gegen die Regierung sprachen sich die beiden extremen Flu-» gel, einerseits die Fascisten, andererseits die 1 Sozialisten und die Kommunisten aus. Dem' < Anscheine nach verfügt das neue Kabinett zwar über eine ansehnliche Majorität; doch ist diese Majorität in Wirklichkeit recht schwach und bruchig, so daß es keinem Zweifel unterliegt, daß der Herbst den neuerlichen Ausbruch einer Kabinettskrise mit sich bringen wird. Die Wiederkehr des früheren Ministerpräsidenten an das Staatsruder ist nicht etwa' als ein Vertrauensvotum für seine staats- -männischen Fähigkeiten anzusehen. Seine! abermalige Berufung ist vielmehr nur ein > Notbehelf, um aus der verworrenen Lage, ^ die keine rosigen Aussichten für die nahe Zukunft des Staates bot, überhaupt einen Ausweg zu finden. Man hatte ja doch alle mögli-. chen Versuche gemacht, um die gefährlichen Klippen nach bester Möglichkeit ohne ernsten Schaden für das Reich zu umschiffen. Orlando, Bonomi und de Nava traten auf die Bild-fläche, mußten aber nach vergeblichem Bemühen die ihnen vom König angebotene Kabinettsbildung ohne Erfolg wieder zurückstellen, bis man schließlich durch den Eircnlus vitiosus hindurch zu de Facta zurückgelangte. Es ist ja richtig, daß de Facta persönlich allseits hohes Ansehen genießt; allgemein ist es aber auch bekannt, daß er nicht der Mann-mit der eisernen Faust ist, der in allen, oftmals so schwierigen Wechselfällen des Staats-lebenS mit umsichtiger, aber zielbewußter Hand, unterstützt durch die Macht seiner Persönlichkeit, seinen Willen auch durchzusetzen imstande wäre. Das Kabinett de Facta wurde Mitte Juli von der hauptsächlich aus der katholischen Volkspartei, den Sozialisten und den Kommunisten bestehenden Koalition und der Unzufriedenen gestürzt, die der Regierung ihre passive Haltung gegenüber den Fascisten übelnahmen. Diese Koalition meinte den Augenblick für gekommen, in dem sie das Staats-ruder mit energischer Geste an sich werde reißen können. Da erwies e? sich aber, daß die heterogenen Elemente zn einem festen Gebilde nicht taugten. Daran scheiterte das Unterfangen und damit die Hoffnung auf die Wiederkehr der inneren Ruhe und Ordnung ohne fortwährende Kämpfe und Fehden. Die alte Garnitur des Staatskarrens wurde wieder herbeigeholt und trotz der unzusriedenstellen-^ den Dienstleistung wurde der alte Kutscher abermals in Amt und Würden eingesetzt. Wenn man die Zusammensetzung der italienischen Kammer einer genauen Beobachtung untergeht, so gelangt man zur Ueber-zengnng, daß in ihr kein Kabinett eine dau-erttde, feste Stütze finden kö'nne.'Da? Parlament weist auch einen' sonderbaren Wider- Das deutsche MortUorlumsgefuch. Telegramme der „Martnrger Zeitung". i Paris, 18. August. Die Reparationskommission teilt mit: Die Reparationskommission hat in ihrer heutigen Vollversammlung einstimmig beschlossen, das Kommissionsmitglied Brcrdeburry und den Präsidenten des Garan-> tiekomitees, Mauclere, zu ersuchen, sich nach ! Berlin zu begeben, um von der deutschen Negierung gewisse, unerläßliche Informationen , zu erhatten. Sie werden morgen abreisen uud , einige Tage in Berlin wellen, während welcher Zeit sie wahrscheinlich mit dem Reichsfi-nanzminister Dr. Hermes und dem Staatssekretär Bergmann zusammentreffen werden. Dieser Vorgang wird die Verhandlungen mit der deutschen Regierung, die den Zweck haben, ^ einen einstimmigen Beschluß der Kominission bezüglich der Antwort auf das Morator'mmS-^ gesuch zu ermöglichen, beschleunigen. Die Antwort auf die deutsche Note. ! Berlin, 18. August. Die britische Regierung , hat der deutschen Botschaft in London am 17. August folgende gemeinsame Antwort der Al- liierten auf die deutsche Note vom 11. Juli mitgeteilt: Hinsichtlich der Barzahlungen, die von Deutschland auf Grund der Abschnitte unu 4 der wirtschaftlichen Bestimmungen geschuldet werden, beabsichtigen die alliierten Regierungen die Zahlung der zwei Millionen Pfuud, die am 15. August fällig waren, binnen vier Wochen von diesem Tage an zu fordern. Von diesem Tage an beabsichtigen Sic^ das Abkommen vom M. ?>uni 1^21 zu kündigen uud schritte zu tun, um einzeln mit der deutschen Regierung Abmachungen über die Regelung aller Calden zu treffen, welche ihnen aus Grund der wirtschaftlichen Bestimmungen geschuldet werben, Die Abmachungen sollen der Neparationslommimon zur unverzüglichen Regelung unterbreitet werden. (Anmerkung des Wcilffüüros: Aus der Note ergibt sich, daß auf dem Gebiete der ausländischen Zahlungen usw. weitere Berza^'lun-gen von der deutschen Neuerung bis Milte September nicht gefordert werdend Frankreich — Deutfchko 'S — NMand. „Mard' ^"r Zsltun^' Möglichkeit einer Aenderung der imnMschen .Außenpolitik. Paris, 18. August. Mit Bezug ans die Meldung, wonach Reichskanzler Dr. Wirth Her-riot versprochen hätte, ihn bei jedem Versuche einer Vereinigung der Demokratien Frankreichs, Deutschlands und Rußlands sympathisch zu unterstützen, schreibt „L'Oeuvre", er glaube, die Möglichkeit einer Aende-rung der auswärtigen Politik Frankreichs erblicken zu können. „Ganlois" sagt, wenn die Revarationskommission nicht zu einer Einigung gelangen sollte, sei es nicht möglich, das; Parrs und Berlin in direkte Verhandlungen eintreten. „Figaro" meiut, daß eine neue Wendung in der französischen Politik Deut'ch-lang gegenüber sichtbar werde. Wie die Blüt-ter aus Lyon melden, bestätigte Herriot, das; er von den Towjets eingeladen worden sei, nach Rußland zu kommen, uud erllärte, daß er bereit sei, dieser Einladung Folge zu leisten. Er werde auf eigene Vmantwortuug als Beobachter nach Ruszland gahen, nachdem er die französische Regierung davon in Kenntnis gesetzt haben werde. Er gedenkt, am 21. Sev-tember d. I. abzureisen. Die Schulden d?r Mw.-ten. Telegramme der.rburqer ,^e:tun5". WKB. Washington, 13. Angnst. Parmen-tier wird unverzüglich nach Paris zurückreisen, um der französischen Regierung die Ansichten der amerikanischen Kommission für die Konsolidierung der Schulden zur Kenntnis zu bringen. Im Lanse des Sevtember wird er nach den Vereinigten Staaten zurml- Paris, 18. August. Die Blätter melden aus Washington: Der sran,wsisch? Unterhändler in der Fra^e der Kriegsschulden, Par-mentier, habe beim Schatzamt vorgesprochen und den Schatzsokretär Nellon von seiner Abberufung in Kenntnis geseht. Die Affäre des Vrinzen Georg. der „Marüu'qi'r Eine Mitteilung des Ministerrates. Das Kabinett de? Ministerpräsideuten gibt unter Zahl PM 25O vom 2. d. M. folgendes Kommunique«? aus: Anläßlich der Nachrichten, welche dieser Tage gewisse Blätter brachten, wie man dem Prinzen Georg in bezug auf seine materielle Lage nicht entgegengekom men sei, und daß er deshalb gezwungen war, Schritte znr Regelimg in dieser Frage zu unternehmen. sind wir von maßgebender Seite ermächtigt, mitzuteilen. Se. Hoheit Prinz Georg erhielt regelmäßig 12.000 Frcs. monatlich, und anch Se. Majestät der König gab ihm zu wiederholten Malen aus seiner Pri-vatschatulle Geldmittel. Als Sr. Majestät dem König die Zivilliste erhöht wnrde, erklärte er seine Bereitwilligkeit, dem Prinzen Georg ans seiner Zivilliste 0M.M0 Dinar jäh^ich zn geben, wenn er im Lande wohne, oder 355.0M Frcs., wenn er in: Auslände lebe. Diese Snmme sollte der Prinz außer »einer ordentlichen Staat'^apanage erhalten ^vinz Georg nahm dieses Anbot nicht an. >^ rn verlangte eine größere ".umu-, '' war die Haltung des ^ lande keine solche, wie u m ^eu e,-,m Mitglied? eines Herrscberhliuses erwartet, und auch nach seiner Rückkehr ins Vaterlau) war sein Vorgehen gegen die erhabene Perion des Königs derart, daß es der Regierung die Pflicht auferlegt, im 5inne des Hofstalut^ über Vorkehrungen schlüssig zu werden, w.t-, cke bei ähnlichen Vorfällen anzuwenden w.'i-^ ren. l Der Zutritt /zu wurde dem Prinzen nr- 's boten. Veograd, 18. August. Am W. d. um 9 Nur ^ früh bat der Adjutant des Königs den Prin-j zen Georg zn sich und teilte ihm eine Depe-^ sche des Adjutanten aus Vlod mit, laut wel- -cher König Alexander dein Prinzen jeden tritt zu Hof verbietet und ihm jedes Ncc'' auf Hofantomobile, Pferde und Benzin ^ spricht. Die Pferde des Prinzen Georg, die si/' im königlichen Marst.ill b. nu7/n, smd , demselben zu entserueu. ^-iu' n > die'e "l-'t-ilnug .'ur ^ U. > den - . ^cc ^ Prinzen Geor^j spruch zwischen dem Kräfteverhältnis der darin vertretenen Parteien uud zwischen rhrer Macht im Lande aus. Mögen die Fascisten eine noch so unsyu pachische terroristische Organisation unter dem Deckmantel des Patriotismus bil! n, so muh lu.n: denuoch zugeben, daß iljre parla.nentarische Vertretung zwar znr Gesamtzahl der Deputierten nur eins geriuge Minoriu.t bildet, daß sie aber — irie dies die legten Ereignisse deutlich genug bekundet ha^en — mit ihrer militärischen Organisation eine ganz gewaltige Macht im Li'ude lil>en, mit der sie über die ^oU,ei, je» soll'sc über die Armee hinw 'g wirkungsvoll in Altion zn treten in der Lage sind. Um ihren Wllen dem L.mde aufzuzwingen und gleichzeitig den widerstrebenden Sozialisten und den 'Kommunisten die Müglichleit innerer frieden 'ti'rlmgen zu beueameu, eigneten sie sich die Rolle der oeersten Hilter des Staates an und gri"en selbst zn den schär >ten Maß-uehuuu. Und sie gingen aus dem Kemvfe als Tieger hervor. Zie leisteten dan'it dein Lan« ee vielleicht aras;e Tienste, immerhin läßt sich aber gegenüber der wacl'sen^en Macht des Fasci.^mus mit dein nch allieits zeigenden Terroricmus eine gewisse Besorgnis der Ne» ^ gierungskreise vor der Zukunft nicht verheh-i len. Die gegenwärtige Lage ^talilms wird durch de.' Schwinden der staatlichen Autorität ge« kennzeichnet. Wie der Staat sich vorerst gegenüber dem stommuu'.smus und seinen Aus» wüchsen passiv verhalten hatte, so sah er spä« ier uiit der gleichen Hilflosigkeit der Entwick-lung des FaseismuS zu, der das Land zwar von eiuer Revolution befreite, ihm aber dafür eine neue Revolution erzemite, die, obgleich weniger schwerer Natur, ?o doch gleich ernst war. da der ^aseismus sich anmaßte, die An« torität des Staates uui> seiuer Organe mit der eigenen Macht zn ersetzen. j Der fortschreitende Zerrall von staatlichem . Mackt und Autorität sclms in Italien eins j ^n Anarchie grenzende Situation. Tie Wie-- derein'..tzung c statts.c^^ndenen 5Ü?ung des Erekn-tiokomitees der Fl.scistenpartei die Auflösung ! der Kammer und di" Ausschreibung von Neu-^ ivabs. n sordert'u. ^'.us die'en hoffen sie be«. ^ deutend ae^ärkt hervorzugehen, was ibne^ ' auch die Uebcrne.hme der Regierung nud da-j U'.it die .Realisierung il-res national-chauviui-i inschen 5'urses ermöali.hte, der eine bitters . ^'eri^d.' der Unterdrückung für die nationa-! len Minderheiten bedeuten würde. P. lögs KSM- «üZLst. e''oartet? Frnnkreich von England? ?e „integralen Nationalisten" erwarte-. n den endgültigeu Vrnch mit England. ' ' - l>c'c!' u?!i^ seine 5>andlnngssreiheit "n!.iu'u": das war die Zanl'ersor» . c-, sich die BlockiinUnnalisten be-ie bul - /i' der Theorie. t>,-ß de: au: mächtigsten allein je:, daß ihn Gew I ?karvurykrI«k?«»ß __ Ar- 187 — ?0. Augu^ Bündnisse nm Fesseln auferlegen. Tie wußten wohl, daß eme schier unerträgliche international Spannung die Folge sein würde; aber auch von dieser erwarteten sie für Frankreich nur Vorteil. Eines Tages, so urteilten sie, würde England Bedingungen, die Frankreich ihm stellt, annehmen. Denn Frankreich besäße in Klein- und Ostasien Druckmittel, deren Natur zwar vorläufig im Dunkeln gelassen wurde, die aber allen Andeutungen zufolge recht kräftig sein müssen. Die verständigen Franzosen erhofften von London ein Kompromiß. Sie betonten, daß Herr Poincaree ganz der alten Tiplomaten-schule angehöre, die von jeher einen peinlichen Unterschied machte zwischen Tateil und Worten. Dieses Kompromiß war voll Ansang an in seinen Umrissen ziemlich genan bekannt. ES gleicht ungefähr dem, was jetzt in Lonton wirklich abgeschlossen wurde. Wenn gemäßigte Organe, zu denen man auch den „Petit Parisien", den „Paris-Midi" und sogar in einer gewissen Hinsicht den „Matin" zählen muß, noch hie und da in ihren Spalten einem Artikel Ausnahme gewähren, der den Bruck) mit dem Bundesgenossen jenseits i des Kanal? befürwortet, so muß man dies von keinem anderen Standpunkte als dem taktischen betrachten. Noch immer war die Politische Taktik Frankreichs Stärke. Vergegenwärtigen wir unS diese Stimmungseinteilung, so wird uns ein Ueberblick über die öffentliche Meinung im Augenblick, wo die Konferenz so gut wie abgeschlossen ist, keine Ueberraschungen mehr bieten. Die integralen Mtionaliften sind empört, Hören wir zunächst diejenige Empörung, in die sich j am meisten ber^hnender Egoismus mischt, j Es ist die Tardiens, des Ministeranwärters,' Kl seinem „Echo National": „ES ist ein schlechtes Zeichen, daß man sich so viel Mühe -vm nichts gegeben bat. Was wir von London' hören, ist nnr für die (Valerie bestimmt. Man! hat uns verkündet, daß die Konserenz die bedeutsamste seit dem Friedeusschluß darstellen würde. Und nun endet sie damit, daß die Herren Poincaree und de Lastehrie ihre Unterschristen unter ein Dokument sehen, das schon im Mai istZ! Briand und Louckxmr unterzeichneten. Wenn dieses sclseinbare Ein- ^ vernehmen wieder krachen wird, greift jeder! in seiner Zeitung den Knmvanen an, wir werden wieder Wochen der Spannung erleben, bis bei einer neuen Zusammenkunft eine neue Scheinven'tändianng erhielt wird." Herzerquickend ist der Zorn der „Action Fran^mse". Herzerquickend, denn wenn Herr Daudet wettert, ist allzeit Optimismus erlaubt, so schlecht die Dinge mich scheinbar stehen mögen. „Das Kompromiß ist eines Briand würdig", schreit sie wutschnaubend. Man siebt den „dicken Leo" — ich will statt des kräftigeren Tiernamens anst-indshalber den Nornameu setzen — mit den kurzen Armen fuchtelnd auf der Kammertribüne. „Man rede nicht von Teilerfolgen, die wir in nebensächlichen Dingen errangen: in Wirklichkeit haben wir in allen Hauptpunkten nachgegeben. Man hört nichts mebr von der Zoll-abschnürung deS Ruhrgebiets. Es war dies, wie mau sagt, eine „Sanktion", und Sanktionen seien nur möglich, wenn die Repara- und verständigte ihn von der Übertragung der Regierunasgewalt auf den Ministerrat, der bevollmächtigt wurde, die Frage der Avanage deS Prin,^en und seines ganzen Verhältnisses zum Hofe zu lösen, während der König tionskommission eine „freiwillige Verfehlung" Teutschlands feststellt. Nun aber hat unser Vertreter in der Kommission von vornherein darauf verachtet, diese Feststellung herbeizuführen; er hat der Rechtsverdrehung zugestimmt, die sich eine Hörerschaft zuschulden kommen ließ, deren Aufgabe es ist, den Vertrag auszuführen, die sich aber damit begnügt, seiner Kerllichtung ruhig zuzusein. ES besteht eine ständige Vcrs^'luug, aber wir haben uns entschlossen, sie nicht zu bemerk-m. Herr Poincare? hat Unrecht gehabt, sich j^'Ut an der Front auf dem Ruckzug zu schlämm. Er Hütte das Moratorium verweigern soken, das an sich eine Schande ist, nnd eine Belohnung Deutschlands dafür, da^j es den Banle-rott organisierte." Auch Herr Jogues Rouson im „Eclair" lamentiert: „ES ist alles erledigt. Der Berg hat eine Maus zur Welt gebracht. Die Lösung ist auf schlechtere Zeiten verschoben. ES ist schier unmöglich, die Vorgänge zu verstehen, die sich auf einer Konferenz und um sie herum ab-^ spielen. Ist man dabei, so verwirren einen die sich kreuzenden uud widersprechenden Meldungen, so lebt man in einer überhitzten Luft, die einem den Atem und da? Urteil benimmt. Ist man weit vom Schuß, so fehlt es an genauen Informationen, und man trägt den Impoederabilien keine Rechnung. j ! Was hat sich in London zugetragen? Wa-. rum hat Poincaree sein Programm aufgege-^ bm, um das des englischen Premiers zu studieren? Gewiß hat Herr Poincaree seine i (Gründe dafür, aber wie kann man von einem 'Kompromiß reden zwischen zwei diametral^ ! entgegengesetzten Thesen, zwischen dem Wasser und dem Feuer, der Finsternis und dem Licht? Die Geheimnisse der obersten Derwi- ^ sche bleiben gewöhnlichen Sterblichen uner-gründlich. Eins nnr ist sicher: wir baben auf alle unsere Pfänder verzichtet. Und warum? Weil ^ wir einer gegen drei waren. Denn jedermann ! sagt, daß die Vereinsamung das größte Uebel ist, uud daß es viel schöner ist, gemeinsamst-, lich zugrunde zu gehen, als einzeln zn leben." j Herr Alfred Eapus schreibt im „Figaro":! „Oh, es geht wundervoll. Eine Verständigung ist leicht, vorausgesetzt, dal', wir auf alle ^ Punkte unseres Programmes verzichten, die ^ das Mißsallen unserer Gegner erregen. Wir haben uns zu rechter Zeit an tue VolksweiS-heit erinnert, daß zum Streiten zwei gehören." ! Herrn Pbrlippe Millet im „Petit Parisien" ^ merkt man den verantwortungsvollen, beson-! nenen Politiker an: „Herr Poincaree ist mit Recht besorgt gewesen, die Interessen unserer Alliierten nicht zn verletzen. Die Rnhrab-schnürnng mußte von Belgien als eine Gefahr angesehen werden: die Aussubr wäre behindert, derAniwerpener Hafen geschädigt gewesen. Indem Frankreich in diesem Punkte nachgab, bandelte es Politisch klug. An Llovd George ist es nun, in der Minen- und Wäl- auf Grund der Hofstatnten über die Beeidigung, die vonseite des Prinzen Georg geem den königlichen 5>of geäußert wurde, selbst das Urteil fällen wird. dersrage das Beispiel Frankreichs nachzuahmen, da auch die besonnene englische Meinung den französischen Standpunkt zum größten Teile billigt." Zur Abrundung des Bildes noch die immer sehr bedeutsame Meinung des „Oeuvre", die Herr Charles Saglio so widergibt: „Jedermann we?st. daß zwischen dem englischen und dem französischen Premier eine Eharakterver-schiedenheit bestellt, die ihren Verhandlungen von jener das Merkmal eines Duells gegeben bat. Die Londoner Konferenz war eine bei-n;be tragische Aeußernng dieses (Gegensatzes. ^ Man wird ganz gewiß bei Sckluß der Dcbat- ^ ten die „unlösbare Solidarität" betonen, die Frankreich uud England mit einander ver-' binde. Unglücklicherweise bekommen diese -Worte einen ironischen Beigeschmack im Kunde zweier Staatsmänner, deren persönliche Entzweiung so ungünstig auf die politischen Schwierigkeiten zwischen den zwei Ländern eingewirkt hat. Wir glauben, daß die Solidarität der beiden Völker wirklich und notwendig ist; aber sie könnte fortgesetzten diplomatischen Schlachten nicht widerstehen, die so erbittert wären wie die, deren Zeugen wir eben waren." j Die Moskauer Varteijuljiz. Der Moskauer Oberste Gerichtshof hat 14 Führer der sozialrevolutiouären Partei zum Tode verurteilt, andere sind zu Gefängnis von 2 bis 10 Jahren verdammt worden, nur zwei sprach man frei. Ein Parteinrteil und jein Bluturteil zugleich. Trotzdem zahlreiche Nuksorientierte Persönlichkeiten ans den verschiedensten Parteilagern ihren dringenden , Appell nach Moskau gelangen ließen, hat sich ^ das bolschewistische Parteigericht nicht daran 5 gelehrt. Es hat seine Todesurteile gesprochen, wie alle Kenner der Bolschewistengewaltberr-schaft es vorausgesagt haben. Die 77 Verhandlung? wge in dem Prozeß haben bewie« > sen, daß die sozialrevolutionäre Partei die , bolschewistische Regierung mit durchaus gesetzlichen Mitteln bekämpfte. .Diejenigen ihrer ^Mitglieder, die sich zu Attentaten hinreißen - ^ ließen, sollen ja erst noch abgeurteilt werden. ' Jetzt verhandelte man nnr gegen die offiziell !. len Führer der Partei. Das Todesurteil soll ' einfach den stärksten politischen Gegner der > Bolschewisten treffen. DaS Tribunal hat gar - nicht nach Schuld oder Unschuld gefragt. Es ! verurteilte aus politischen Zweckmäßigkeit?-j erwägungen. Dazu paßt auch der Kommcn- - ^ tar, daß die Todesstrafe vollzogen werden soll, l! „falls die sozialrevolutionäre Partei ihre Ge-: 5 walttaten und Spionage gegen die Sowjet- - i regierung nicht einstellen sollte". Der Zweck - > der ganzen Uebnng war also nur eine Modi- - ^ fizierung des ganzen bisherigen Terrors. - i Man wagt nicht mehr auf dem einfachen : Weg der Repressalien zu morden, sondern > verschafft sich für diesen Zweck ein Gerichts- - urteil. Die Verurteilten werden dadurch ein- fach Geiseln, die man hinmordet, wenn man glaubt, damit neue Politische Gegner eui-schüchlern zu können. Das Urteil wird obne-weiteres verständlich, wenn man weiß, dun die sozialrerolutionäre Partei die stärkste des vorbolscl>ewistischen Rus'.lau^s war. Die Bahlen znr Konstituante brachten dieser Partei eine große Mehrheit. Diese Wahlen waren der erste und der letzte wirkliche Gradmesser ! der Willensmeinung des russischen Volkes. «Die Bolschewisten erhielten damals eine verschwindende Minderheit an Sitzen. Sie versuchten eS, die sozialrevolutionäre Partei von innen heraus zu sprengen, indem sie ihren linken Flügel zunächst an der Regierung beteiligten. Als die Konstituante zusammentrat, nominierten die Bolschewisten die linke So-zialrevolutionärin Spiridonowa als Kandidatin sür den Prüsidentenposten. Diese Revolutionärin war mit dem Märchrerkranz von der Zarenzeit her umwoben. Die Mitglieder der Konstituante ließen sich aber durch dieses Manöver nicht täuschen. Sie wählten den Führer der sozialrevolntionären Partei, Viktor Tschernow, zum Präsidenten der Konstituante. Daraufhin jagten die Rotgardisten die ganze Nationalversammlung auseinander, u.vd von diesem Tage an datiert der unver-, söhnliche Haß der Bolschevisten gegen die Partei der Sozialrevolutionäre. An sich sind die Sozialrevolutionäre eme sozialistische Partei mit stark agrarkommunrstischem Ein« schlag. Ihre Führer haben unter der Zaren-! Herrschast viel empfindlicher gelitten, als die Bolschewisten, deren Theoretiker sich fast vollzählig im Auslande aufhielten. Sie waren auch an der ersten russischen Revolution unbeteiligt. Sie beschränkten sich darauf, der revolutionären Regierung Kerenski den Todesstoß zn versetzen. So hat man in Moskau lediglich den politischen Gegner gerichtet. Die Männer, über denen das Hellkerschwert schwebt, haben keine gemeinen Verbrechen begangen. Rußlands Ansehen muß mit diesen Bluturteilen einen empfindlichen Stoß in der ganzen Kulturwelt erhalten. Viel haben in dieser Beziehung ja die Bolschewisten nicht zu verlieren. Immer« hin hätte man annehmen können, daß sie, nachdem die Verteidiger der jetzigen Justiz-opfer Rußland unter Protest verlassen hatten, daS Gericht wenigstens zu einem leidlich objektiven Verfahren veranlassen würden. Aber das Gegenteil ist eingetreten. Mit Justiz und Recht hat das Moskauer Verfahren nicht das mindeste zu tun. Die Urteile enthüllen einen Zustand der Barbarei, der fast nach hinter die Schmacbzeiten der Zarenregierung zurückgeq sunken ist. Vom» und^legflwrung. Von A. v. W. > 1. > So wie in allen früheren Kriegen, so hat ! eS sich auch im Weltkriege erwiesen, daß Po, > Mische Gründe manche militärische Aktion . veranlagen oder auch, daß mit einer gewis-l sen militärischen Unternehmung eine be« l stimmte politische Wirkung verfolgt wurde. >. Politik und Kriegführung standen sonach stets « ^in einem gewissen Zusammenhang, durch- Mz M die M Ncktll..., 52 Roman von Fr. Lehne. lNachdrucl oerboten.) Doch mit einem Gefühl tiefer Scham hatte er diesen Gedanken zurückgedrängt. Er wollte die Geliebte seiner eigenen Tüchtigkeit, seinem Wert als Mensch verdanken — nnd nicht dem Umstände, daß sein Vater ein hochgeborener Mann, ein Graf war! Aber wiederum: war es nicht Wahnsinn, als einfacher Revierförster ans den Besitz Jutta von Eggerts zu hoffen? Und doch wollte er daS Unmögliche möglich machen — Jutta liebte ihn ja, und darauf baute er. Den Bitten der einzigen Tochter würde der Oberförster sicherlich nicht widerstehen, wenn er sah, wie treu sie zu geliebten Manne hielt! Das Glück seines Kindes mußte ihm doch über alles gehen! > In Erich Berger lebte ein großer Idealismus, trotz der schweren Erfahrungen seiner Ingend. Er lvar ein starker und einfacher Mensch, der wohl bie Sprache der Natur verstand, mit der er aufs innigste verwachsen war, aber nicht vertraut war mit den Irrwegen der menschlichen Seele. Eine heiße Sehnsucht nach Glück lebte in 4hm — und seit er Jutta von Eggert gesehen, wußte er, daß sie sein Glück l^deute? Der Kampf um sie tvqr ihm den Einsatz seines Lebxus wert, ^ AchtzehntesKapitel. l Der Oberförster von Eggert hatte mit Erich Berger das Dienstliche besprochen, dann sagte er: > „Eine Frage noch — ist Ihr Fräulein Schwester da —? Ich glaube, sie gestern gesehen zu haben — doch sie wich mir aus! Ich sah gani deutlich, sie hatte geweint. Ich frage nicht ans Neugierde, sondern nnr aus Teilnahme, Berger! Sie wissen, wie sehr Ich Fränlein Lore schütze!" Erich erzählte nun, was Lore bedrückt, worüber sie nie in ihrem Leben hinwegzukommen meinte. „Ich habe schon alles mögliche versucht, sie auf andere Gedanken zu bringen. Förmlich menschenscheu ist sie geworden." > „Und wird es auch noch mehr werden, wenn sie nicht ganz energisch daraus dringen, daß sie unter Leute geht! Alle Hochachtung vor dem tapferen Mädel — mancher Mann hätte ihr das nicht nachgemacht! Die Frau Gräfin Allwörden verdiente--" er murmelte einige undeutliche Worte. „Bei nächster Gelegenheit werde ich Ihrer Schwester selbst meine Bewunderung ausdrücken. Jeden Tag soll sie mit meiner Intta zusammen sein, die wird sie mit ihrem Frohsinn wieder aufheitern; schicken Sie die Lore nnr her." Erich errötete vor Freude: er hätte dem gütigen Manne vor Dankbarkeit am liebsten ^die Hand gedrückt. » Da wnrde die Tür aufgerissen, und Jutta stürmte herein; sie wußte, daß Erich da war, prallte aber mit gut gespielter Ueberra-schung zurück. „Ah, Herr Förster Guten Tag! — Ich störe wohl, Papa „Nee, mein Schmaltierchen, im Gegenteil. Wir brauchen dich — wir haben eine Aufgabe für dich — höre mal--" und er erzählte ihr, was er vorhin von Erich erfahren. ! Ein nachdenklicher Zug glitt über ihr reizendes Gesicht. Sie statin te über Lore — so selbstlos hätte sie nie bandeln können — etwas Wunderbares, Unbegreifliches schien ihr daS. Dann lächelte sie wieder. > „Freilich. Alterchen! DaS wird gemacht! Lore soll wieder lachen lernen! — Die Leute aufheitern, das verstehe ich!" Sie setzte sich ihrem Vater anss Knie nnd küßte ihn herzhaft ab. Lachend löste er sich aus ihrer Umklammerung. „Ja, du Krabbe! — Wenn ich dich nicht hätte--" In Erich wurde doch ein eigenes, beklemmendes Gefühl warb — hinterging er den Mann nicht — betrog er ihn nicht um sein, Bestes — nm sein Kind? Diese Bedenken hat-! ten ihn nicht verlassen. Aber Intta hatte ge-' stern, als sie sich getroffen, so süß be^bw'.chti-geud seine Sorgen weggeplaudert und weg- geküßt — in ihrer Nähe vergaß er, was ihn quälte. „Gehen Sie jetzt direkt nach Hause, Herr Förster, ja? Dann will ich gleich mit Ihnen gehen und mir Lore holen; sie muß heut mittag schon bei uns essen — es gibt junge Hühner und Spargel. Und heute abend fahre ich sie selbst wieder zurück." Fröhlich ging Jutta neben dem jungen Forstmann einher. < Als sie in dem srühlingsgrünen Wald alleilt und unbeachtet waren, da hängte sie sich in seinen Arm und bog ihr Gesicht neckisch dem seinigen entgegen. „Erich — du hast mich heute noch nicht geküßt, du! Die Falten da auf deiner Stirn, die mag ich gar nicht leiden." Mit leichtem Finger'strich sie darüber hin: er hielt ihre Hand fest und drückte einen Kuß darauf. „Soll ich damit zufrieden sein?" schmollte sie. Ungestüm warf sie sich an seine Brust suchte seinen Mund. Er streichelte das go^/g schimmernde Haar und küßte sie wieder; doch der schwere Ernst wich nicht aus seinem Ge-sicht. „Intta — dein Vater ist so gütig -- ich mißbrauche daS — ich mache mir Vorwürfe." i Verdrießlich stampfte sie mit dein Fuße ans. „Fängst dn schon wieder an? Willst du ' mir diese schönen, kargen Stunden dnrch dein Grübeln verderben? Ich sagte eS dir gestern schon — du mukt Geduld bal^n. Welm dlc Nr. !87 - M. Auzul» « 'S -' ' k «II H > _____^.Z.. drangen und ergänzten sich so enge, dost eine ^ Grenze im gegenseitigen Emsluß nur schivcr^l feststellbar wäre. 5^it der.^.eit hat freilich dieses Sich-Ergänzen ^ und Tnrcg ringen der Politik und Kriegfüh- , rnna sich sehr verändert und die frühere For- ^ ?nel" daß die Politik der Kriegführung die Angabe gibt, sich aber in ihre Durchführung nicht miichen darf, über den Haufen gewor-^ fen. ! 7-n der Epoche der Kabinettskrise waren^ die Verhältnisse der AricAsi'chrung sehr ein-! fach. Tas Politische Ziel bestand zumeist in! der Eroeernng eii?er Provinz. Die aufgebo-:enen Armeen waren relativ schwach, ^hre Au^ »c'i".n.a, Ernährung l:nd Führung beeinflussen den Staat'organi.-mus nicht so wie heitte. Z. B. rüstete Frankreich durch Ludwig deu Bier^ennteu mit feinen 2.) bis 39 Million. u Meu'ch^n i:n Ma^.nnm eine Web'elrast vai? einia^n Hunderttausend Mann. wnhreud das 7,-^ Millionen Einwohner ,uiblende Frankreich im Weltkriege auf ein »na.'" vier Millionen Soldaten aufbrachte. D-e snnonzkra^en beeinflußten die Krieg-fü)"ung dan?als nicht so intensiv und die Er-baltuug der Armeen bildete da?nals kein so schweres Problem wie gegenwärtig. Die ^rieMl'ruug schien nicht KS-, so vielen Faktoren abhängig und desh-N freier und un-abhängiger. Äente dagegen steht die Kriegführung in hohem Grade auch unter dem Einfluß der Innenpolitik, wobei volkswirtschaftliche Fragen schwer ins Gewicht fallen. Der Einfluß derAußenpolitik kommt Haupt sächlich in folgenden Richtungen in Betracht: 1. Vorbereitung de? Krieges in dem Sinne, Berbüu.dete zu finden, die Bündnisse des Feindes zn zerstören, Neutrale in ihrer Neutralität zu erhalten. Wenn die Diplomatie dieser Aufgabe nicht gewachsen ist, so können für die Kriegführung große Nachteile entstehen, z. B. im russisch-türtischeu Feldzuge 77-7? eröffnete Rußland den Krieg, obwohl es laut de? mit Oesterdeich abgeschlosse??en Vertrages von Reichstadt im Kriegsfälle mit der Türkei seine Operationen nicht am" auf den westlichen Teil der Balkanbalbinsel ausdehnen durfte und nach gewissen Vereinbarungen mit England einige türkische (^-ebiete, darunter Konstantin» pel, nicht besetzen durste. Die Lage Rußlands in diesem Kriege glich einem Schachspieler, dem daS Spiel auf einem Teil des Brettes verboten war. Im Ge-Tensatz hiezn waren die Vorbereitungen der russischen und der Ententediplomatie für den Weltkrieg sehr gute. Der eigenen Kriegführung war die volle Freiheit gewährleistet, während den Zentralmächten die freie Ausnutzung ihres wichtigsten Kriegsmittels, der Unterseeboote, nur dann gestattet war. wenn sie die Feindschaft Amerikas aus sich nahmen. 2. Ten Gang der Operationen zu beeinflussen, um politische Wirkungen zu erzielen.^ Dieses Gebiet ist iebr konzentriert undz vom militärischen Standpunkt sehr geiähr-' lich. Der Weltkrieg ist reich an solchen Ereig-' nissen. Manchmal endeten sie glücklich, wie z. B. das Abrollen von 12 englisch-französi-^ schen Divi^onen nach der Katastrophe von^ Kaporetto sKarfreit) an die italienische Front.^ Der Ausfall dieser Kräfte an der Hauptfront s hätte sich bitter rächen können. ( Zu Beginn des Krieges, an der Ostfront, t beeinflußten dagegen die politischen Forde- ^ rungen der Verbündeten die russische K-rieg- k führung ungünstig. Der im Jahre 1370 auf das Politische Kal- ' ^ki'll anfssebaute französische Ausmarsch, die ! > südlichen Starrten und Oesterreich durch einen ' ! raschen Bormarsch von Norddeutkchlaud zu - trennen und sogar zu einem Bündnis zn ver- ^ j anlassen, entsprach nicht der militärischen ^ Lage und endete schlecht. . Im Jahre 1312 hatte Napoleon nach der ^ Schlappe an der Beresina es nur dem alten. Fürsten Kutusow zu verdanken, daß er nichts in Gefangenschaft geriet. Kutusow war auch Diplomat und wußte, daß es im russischen! Interesse liege, dem französischen Kaiser als.. Zankapfel zwischen West- uud Mitteleuropa die Freiheit zn vergönnen, und danach rich- j tete er anch seine Operationen ein. Im Winter 1^.70-71 stellte sich Bismarck in fcharscn Widerspruch gegen Moltte in d?L Frage eines Bombardements der Stadt Paris. Vismarc! leiteten politische Gründe, insbesondere wollte er es nicht riskieren, durch die Beschießung die öffentliche Meinung der Neutralen zu erregen. Moltkes Gründe waren dagegen militärische, er wollte den Feind ins Herz treffen und damit die Kriegsdauer abkürzen. Der König entschied sich sür Moltte und, wie die weiteren Ereuyn''''' ' ''"'?n, mit Recht. z ZMphomsHe Nach.. ^. D!e Probleme ösr Alsinsn S' Boograd, Iß. August. Anläßlich der Zusammenkunft von Vertretern der Kleinen Entente in Marienbad werden die Probleme, die dort erledigt werden sollen, verschieden kommentiert. Unter den politischen Fragen ist die Frage deS nachbarlichen Verhältnisses zu Ungarn im Mittelpunkt des Interesses. Der Anlaß. daß diese Frage auf der Konferenz in Marienbad besprochen werden soll, ist in der Tatsache zu suchen, daß Ungarn beim Völkerbund um seine Aufnahme angesucht hat. Dies,) Bitte hat der Sekretär des Völkerbundes erhalten und wird sie auf die Tagesordnung > des Rates und der Borsammlung des Völker- > bundes bringen. Nachdem aber dieser an>nn^' September in Genna tagen wird, trennen uns bis zu diesem Zeitpunkt nur noch einige Tage. Die Kleine (Entente, deren unmittelbarer Nachbar Ungarn ist, muß es sich genau überlesen, ob ein Staat, der bis beute nicht die geringste Solidarität uud nicht die geringste Legalität gegenüber seinen Nachbarn gezeigt hat, trotzdem er durch deu Bertrag von Trianon gebunden ist. obne sedwede t^a-' > rantie in den Völkerbund aufgenommen wer-^ . den kann. (5s ist bekannt, daß Ungarn von al-'Uem Anfang an bis beute den 7-ri^en^vcr-^ -1 trag von Trianon am jede Art und Weile 'a-' -! dotieren wollte und fortwährend schwie-me ^Verhältnisse in den Grenzgebieten seiner 'Z Nachbarn schuf. (Gegenwärtig ist Ungarn da^-l?ran, durch eine Zusammenziebnrm seiner Streitkräfte an unseren Grenzen die Aufmerk- samkeit der Großmächte auf sich zu lenken. Es ist dach er notwendig, daß sich rie Vertre-, r ter de^ kleinen Entente auf der Konseren',z, in Vtarkmbad über ein einheitliches Barge-s ' hen gegenüber Ungarn einigen. Ta^ Ueber-^ einkommen der Kleinen Entente wiri> für die^ Aufnahme Unearns in den Iölkerlmnd ent-.l scheidend sein. Die Kleine Entente i': in der,' Lage, dem BöU'.rbuitd un>.'i.;'i.ic 7..'-^^ von) ^ Illovalität veuseite Ungar!ls zur ^enuU:i:> > i zu bringen. Bekanntlich aber ilt die )lu'aah-^ nie in den ^l kerb und an die '^ediu^uni der^ loyalen Eriulli'ng der rertrc.asmäßia.'n -.'er-Z pslichtungen geknüpft. Nachdem ein'.ae '?."!t-' glieder des V^^n-hun^? meinen, da'^ Un^ garn seine Vertrag-^erpflichtungen erfüllt, ! ! wird sie die kleine Entente die'be' "l' ich da-! ruber ausklären uud versuchen, die Aiunalime ! ' Ungarns iu den Bölkerbimd zu verhindern, i Die zweite wichtige Frage ist die N^p 'ratious ! frage. Jugoslawien und Rumänien sind hier ^ bei weitem mehr interessiert, a's die T'checha-' slowakei, und es ist zn erwarten, daß betreffs dieser Frage volle Übereinstimmung aller Beteiligten erzielt wird. Schließlich wird sich die Konferenz von Marienbad über die Frage der Vertretung der Kleinen Entente im Böllerbund einigen müssen. Wcnn die Kleiue Entente sich neuerdings als eine fefl^ügte Macht in Mitteleuropa zeigen wird, dann ist ihr der führende im Völkerbund nnd im Obersten Rate gewiß, obwohl e? nicht zweifelhaft ist, daß einioa 5'roßmächte dies zn , verhindern trachten werden. ^ Die heutige Nummer der „Politik" bringt einen Aussatz über die aktuellen Fragen der kleinen Entente, die in Marienbad zur Ber-handlnng kommen sollen, und ermahnt die > Konferen^eilnel'.iuer, möglichst solidarisch vorzugehen, um einen Enderwlg zn erringen. Der bisheriae italienische (Gesandte in Be?>- > grad ^raf ?^anzeni iü bereit? nach Marieu-. bad abgereist, zweiselle.ö in der Absicht, um > nach den Instrultiineir der ^onfnlta der ^ Tschechoslowakei und Rumänien die aros-.eu , Borteile vor Augen ,"l halten, d'e un! ans einem Zusainunenarbeitett mit ^wlien erwachsen, u^enn sie Jugoslawien im Gliche tie-. ßen. ^ OötZ-N'rs^'ks 'N>?» - 1i>. August. Der österreichi'che ' ^sandte besuchte gestern vormittags den ^ e-l Hilfen de^s Ministers des Aeußeren, ihrilo- - vi^, un? sich über bas Verbot der A!'?s-'l-r ' von Leüeuenntlcln aus nu'ern ?taat zu in- > forznieren. Er in^ere^ierte 'ich be'on^ers um > die Frage, ob anch die T'Üigung jener >?ans-' schlüge uerboten sei, die bereits bezah.'t wor-i den seien. I .? Vk ??? -p?7!7^?-. ^ Mehrere 1^. Angibt. Bei e' -l-' Nachtübung eines Bataillons iu ?-elgle^ - schlug ein Blitz in einen Munitio^-wagen - ein. Er erplodiette. Drei Oniziere und ein ' Ossi'ieritelleertreter nmrden wiort aelätet, - ein Osfizierstellvertreter erlitt so schnüre Ber- lehun^en, daß er kur^ dara'.if starb. M^h» rere ^friere wurden crheblich verletzt. b''5e !» WKB. 1^. August. Tie Metall- arbeiter sind mit Lo'n'arderun'.-N hervorgetreten. Tie Arbc'.t'eber bewilligten nnr eine. 27,Pro'.entige ErV' 'ung. Ja? Lause de- heutigen Tages sind dal.r die Arbeiter in zahlreichen Betri. en in de«? Ausstand getreten. W-^B. 2ul/.'n, A'.a-st. Tie regulären Truppen benli'.ch.!it.n sich der Ortschaften ^ifden und ^iathrnore. ^KB. l?. Aa. Die National' Versammlung wa l!e in ihrer heutigen Sit-7 ng den bisaengen Vi.'eyrä''denten Äela v. ?^.tkov5l'.) zum Vizevräsideute?t. Do? öZM Dmrwr?. "!r Geschichte Maribors au' " archivalis ch e r O.!: e llen. Bei? weit in die Neuzeit bildete da-ö i... -..t-c.efi lle die Haupteinuahm? der alten Städte, naunn'.tlich die Verzehrnngssteuer als die äl-t.ie ?u?d au? bestei? durchgebildete Umlage. Die Al^-ben ?vnrden bein? Eintritte des ^teuer^.lles in das städtische Gebiet er ho. ben, in den alten Ningmauerstädten an de^ St^.aloren. Un<> so sehen wir in Maribor um die Mitte des 13. Iabrbunderts den 3tenerapparat in alle:? Stadttoren annieren, mit Ausnahm? des Drautores, den?t seil? Amtsbereich lag zn beiden Seiten der Drau, an den Enden der alten Hvh.brn???, vorzüglich aber vor dein Tore selbst. Entsprechend der großen inner-österreichischen Vedeutuug der Brücke, die, im Zu.ie der .,5,mupt- u:.5 ^ou?mer;ialstraße" liegeiid, den geraden Verkehr zwischen Triest une ^r'ien vermittelte, be??5tiate auch hier der Mautapparat zu seiner Betätigung einen größeren Raum, als ilm etwa das räumlich beschränkte Drauioraebäude zu bieten vermochte. Diese? selbst riegelte die Draugasse zwi'cheu den Hamern Nr. und quer ab u?vd l'g mit seiner Südseite in der Flucht de? Leyerer- nnd ss-'eru.- (Flei'chbank-)aasse. Dem vielseitige?? ?e>.u!wesen allhier und allen: damit im ^mamn?e?chaug stehenden sind diele Zeilen gewidmet. Es b'kand sich erstens am rechten U'er de? Stromes das ma^istrati'che Torstel"rhaus, -uaeiteus h'uter dem ausziehbaren Vrücken-fcld? bis unae'ähr 17 morgen?" Sie trällerte die Studentenwene^ .Wer weiß, ob nicht die Welt borgen in Schutt zerfällt! . .>enn sie nur heut noch hält ^ Heute ist heut'!" Wie geschickt entwand sie sich ihm doch, wußte ihn zn vertrösten — er mußte sich ihr' fügen, so schwer es ihm in seinem ehrlichen,! geraden Sinn wurde. Juttas lieblicher Anmut, ihrer Uebcrre-j dnngskunst gelang es schließlich, Lore zum' Mitgehen nach der Oberförsterei zn belvegen. ^ Wie ein Kind freute sie sich darüber und scherzend versprach sie, Lore heute abend pünktlich und gewissenhaft wieder „abzuliefern". Nach einigen Tagen, während Lore wieder ^ bei Eggerts war, hielt Frau Maria Berger? einen Brief, den Erich vom Postamt mitgebracht, in der Hand, adressiert au „Fräulein Lore Berger, Försterei Steinfurt". Die feine, schrägliegende Schrift mit den vielen Schnor- > keln und Spitzen oline jeglichen Druck, war. 'ihr so wohlbekannt, daß ihr daS Blut zu,. Herzen stieg----^ Sie wog den Brief in der 5>and. dre^ i^n nach allen Seiten — und riß ihn dann kurz entschlossen auf. „Mutter, was tust du?" rief Erich, durch das Geräusch des Ausreißens aufmerksam ge-macht — er sah eben seine Postsachen durch. „Der Brief ist an Lore, nicht an dich", sagte er unwillig. „Aber er kommt vom Grafen Allwörden, u?d mich geht es anch an, zn wissen, was er -och von meiner Tochter will!" Sie überflog die Zeilen; daS Briefblatt zitterte in ihrer Hand — beiße Nöte überzog ihr Gesicht. Den Kovf schüttelnd, murmelte , sie einzelne, erregte Worte. — „Nein, nein — auf keinen Fall — ausgeschlossen — daS geht nicht —" Er stand auf, dadurch neugierig gemacht. „Mutter, was ist denn?" „Sie wollen Lore wieder haben! Sofort soll sie zurückkommen! Da — lies selbst!" Und Erich las: „Mein liebes Fräulein Lore! Ossi ist sehr krank geworden und liegt in liohem Fieber? eine nachträgliche Wirkung des Unfalls. Er jammert nur nach Ibnen, ruft Sie unaufhörlich m?d duldet niemanden an seinem Lager außer Onkel Rüdiger — weder mich, noch seine Mntter, noch die Pflegerin. Außerdem ist die Gräfin selbst leidend nnd mitgenommen von den ^ Aufregungen. Der Arzt bat mir dringend beraten, den Wunsch meine? lindes erfüllen uud ?ie znrü?"ibit!en. In? Vertrauen an? Ihre Herzeu'^üte wage ich nun. diese ^itte aiis^u'prechen -trotzdem 5ne in ineinen? Hause schwe" a'-kränkt worden n:ch. Sie ivi'sen, es geschah nicht in meinem Willen Vollenden ' Ihr Rettungswerk, seien ?ie m'inem viu.d>' wieder die lw^wolle Siegerin — lallen Sie Ossi nicht darunter leiden, doß seine Mutter Ihnen in i^-ar Verstörung solches Unrecht angetan bat! Ich stehe schon so tie in Ihrer Schuld, daß ich eigentlich kmim wagen dür'te, Sie noch um ettvas zu bitten — und doch ?l/'e ich Sie an: kommen Sie! Tie Gesunds-eit. vielleicht das Leben meines einzigen Söhres steht ans d?m Spiel! Ihre Angehörigen werden Sie sicher niei't zurückhalten. Ich werde Ihnen einig dau'bar sein! Teleara« Phieren Sie, wann wir Sie erwarten dü^ fcm. Ihr Gepäck ist noch nicht abgesandt." Und darunter von Eäeiliens Hand: „Liebes Fräulein ^ore. ach bitte, ?om-men Sie wieder! Ich bin schrecklich einsam obne Sie. Wenn Sie mich nnr ein binchen lieb haben, kommen Sie? Uud Ossi rult immer: „Lore, meine liebe Lore soll bei mir sein! Ihr anderen alle 'ort!" Ihre Sie so »ehr liebende Sissi." Die kindlichen Worte rührten Erich tief. '!a'^ " '''n^ich kabrt Ler« „Nein! ?5ch ersinn e? nicht!" ..Warum v'ch'"" Frau M>:ia .'inerte einen Augeneliä, ehc 'ie ermideale: „Denke au Lores Ge'un" uNzu^a:,d! Wie schw'ch uu> nernös sie noch ist! Unmöglich ' 'nn ne "'e ansengende Pflege eines schwer« l'vanien .vindes übernehmen! Ziehst du daZ ni.M e'n?" „Eigentlich ja — sie ist sehr fchonungsbe-düitig — aber —" „Si.^'t du", unterbrach sie ibn bastig, „du kann.': do-.h nin/t wollen, daß sie uns um fremder Lewe Binder krank wurde? — Al'o schreibe gleich, daß Lore noch so leidend ist, das; es ihr unmöglich ist. jetzt schon zu kommen! — Schreibe gleich, Erich", wiederholte sie best ig. Er sah seiue Mntter lange und durchdringend an. „Wir wo^n die Entscheidung derjenigen überlassen, der es au,ebt — Lore. Und ich weiß, daß üe an diese:? Brirf hin sofort abreisen wird — mit meiner rollen Zustimmung." „Nein!" rief i?rau Berger außer sich. „Mutt r, ich kn?ue deine wahren B?we^ gründe! l.lnd weil ich die kenne, nehme ich leine Nüe'Ich^ an' Lore? ^^nn^beit!" ,,>Erich. gilt dir das Lebe?? deiner Schwe« stec nicht?' MM». V?a?Vv?ykr ^en bestkmmten Derne betraf und schon 1Z. Jahrhundert an?gebil!>ct war. Ucber den förmlichen Krieg, den die betden rivaAsleren-den TtKdte Martbor und Ptuj vom 14. bi? Jahrhundert weg^n des Weinhandcls führten, berichtete ?l. <^ubo „Aus Cteler« martS Bi.'rqcmgcnheit" S. 1v. Ueber daS bei der Brltckeilmaut beschäftigte Personal m:d die einj^enokninene« WeMnut-gsten von 45.700 ft. (5. M. Ts zahlte jede Plätte 5 fl., jedes Flos; 1 fl. I0. kr. Ä. W. Als CinhebunstSort wurde das Wel?mauthaus beim Drautore bestimmt. Jedes Wasserfahr-wurde nach Entrichtiiuli der Abg5arbeiten deS Draubettes zwischen St. Oswald und l^e« stental, b?i Kamniea und die Befeitiginl^i des Kubillafelfens. Vom I. Aitssuft 1831 bis let)ten Jänner 1847 warf die Wassermaut ein Erträqnis von L!?.!^18 ft. 1 kr. K . M. ab, daS sich bei end-flülti^^er Abrechnung um wtX) fl. 13 zwei viertel kr. verriuj^erte. Die Aufhebung der Maut wurde in (5nväqung l^ezoqen. April 184V aber fallen gelasfen, da die Nei^ulie-rnnqsarbeiten noch weitere Auslagen verur-fachteu. Erst mit 1. Jänner 1903 wurden alle Strassen- und Brüllenmauten gefehlich aufgelassen. Haben wir bisnun Einblicke in die Mailt« geschichte der Dranstadt und in die Rc'gulie-rungSarbeiten des Stromes erhalten, so werden wir nun sehen, daß aitch unseren beiden BrÜlkemnauthäusern mancherlei WaMungeu der Masse und Vestimmung nach beschieden waren. Wie sie uns 1870 das Grundbuch andeutet, genau so erkennen wir sie in den älteren Abbildungen MariborS seit 1860: unberührt spricht das Mittelalter zu uns. Schon danmls sehen wir das MauthauS östlich der B rü cke, wo^lo wie heute die „Le-dererfahrstraße" beginnt, alS ebenerdige?, hol^gedeckteS, von einem Baum befcl)attetcs Häuschen aus Holz. Das Grundbuch neunt 1780 Andreas und Rosalia Tscheligi hier als Besi^er eines kleinen, 2g Ouadratklafter messenden Grundteiles, der hinter dem „kleinen, unverkauften Mauthause an der Drau" — unserem — liegt und „vorwärts gegen A. TscheligiS Stallgebäude" — wezielniug seiner LS Flächeuklafter und eines Stückes BodenS, das der Spitalsgült Windenau dienstbar war, ein Wohn- und Brauhaus, das die Kouskriptionsnnmuler erhielt. Damit war daS 1910 noch gestandene Haus Draugasse Nr. 15 (Lederergasse Nr. 2) erstanden und, wie das Grundbuch ausdri'ickt, „die drei Grundstücke untrennbar vereint". Aber die grundherrltchen Verhältnisse des neuen Tscheligischen Besitzes blieben noch immer recht verwickelte: der eine Grundteil des BräuhauseS blieb auch weiterhin noch Windenau dienstbar und das städtische Grund buch spricht noch weiter von: „magistratlichen Anteil des Brau lokales sctlnt Kelle r-anteil". Das waren reine Dienstbarkeits-verhältnisse, die in den vormärzlichen Grunde herrlichkeitsrechten begründet waren. Endlich mus;te Tscheligi auch noch die Verpflichtung übernehmen, dem jeweiligen Mautpächter oder Einnehmer a.n der Draubrücke in seinem .s)ause zwei Zimmer und Küche um einen billigen Preis zu vermieten. Fl^r Unstimmigkeiten im Mielpreise war ein Schiedsspruch vc'n unvartc'iischen Schäymännern vorgesehen. Die GrundbnchZanlage der Gült Ain« 'denau wurde erst 1873 ausgelassen und im ösfeiitlich-en Grundbuche Tsckieligi zugeschrie« beu. 18-10 übertrug Tscheligi die Brauhaus-eiilrichtttug ins heutige Tscheligische Brauhaus, ^iärtuerstrasje ?!r. S. Im Besitze unseres merkwürdiac'n Hauses folgten 1841 die Witib Nosalia 1815 der Sobn Andreas T.. 1300 F-erdiuaud uud Johann Weit^l, 1.'j7s'. Johann und Juftine Netschnig, 1^77 Anton und Johrige „M'e-gemauthans und das dabei befindliche Auf-feherhaus und den dabeiliegenden Garten" NM L555 fl.^ ein Betrag, der unbedingt auf einen geräuntigen Steinbau schließen läfzt. Eiue gleich,^itige GrundbuchSeintragung bezeichnet das Aufseherhaus als oberes; darin liegt der Schlüssel zur Auslegung älterer Abi'ldungen: der Steinbau ist das Mauthaus, das Holzhäuschen aber das „dabei befindliche", und zwar „obere AnffeherhauS". Als Befitzer finden wir 1830 Vinzenz Felber Sohn, 18dN dessen Witwe Josefa, 1875 die Firma V. Schwarz und Svlim, im selben Jahre noch F. K'rainz, nach dessen Tode 1908 Martin Gaischeg. Auch dieser alte MauthauSgrund machte alle sechs Nummerngebungen mit, die wir in der Drmlstcidt seit 1870 zu verzeichnen haben, un?d zwar 1870 KonskriptionSnummer 58, um 1810 Nr. 218, 1840 Nr. 823, 13W bis 1876 Nr. 76 und seit 1899 Kaserngasse Nr. 1, Orientierungsnummer Draugasse 12. Der Garten wird schon 1798 als „ein unbedeutendes Gärtl" erwähnt, seit FelberS Kauf aber Überhaupt nicht mehr, und wird dort gewesen sein, wo noch bis vor Errichtung der neuen Neichsbrücke daS fliegende Schaufenster Gai-schegS gestanden ist. In der Geschichte der bei'den MauthauS-gründe hat das alte Brüclenanland für unS wieder Leben und Inhalt bekommen. Cs ge- hört zu jener Gasse, deren Vergan^^'nheit uns während der letzten 130 Jahre das abweclj?-lungsreichste Bild aller Berkehrl'Iinicn Mar.!--borö bietet: zur alt<'n Draugai'e. Ihre und die Schicksale aller Marburger Tore werden auch in diesem Blatte noch lZN uns vorüberziehen. Die letzte Poesie hier unten hat Ue neue Brüc/e für iuimer zerstört und die uuauZ-weichlich gewordene Abtragung der alten Hol^^brücke hat für immer beseitigt den ledten bedeutenden Zeugen des Lebens: v e ni D r a n t o r e. Marburaer und TlZkkönaKricdlen. Todesfälle. SaniStag um 5 Uhr früh starb v. Gor. 488 k, Schulleitung Sv. Bar^ bara p. Mariboru 692 K, Minka Mithaus iir St. Jlj 1000 K, Schulleitung Slivnica Pri Mariboru 612 L, Schulleitung NogaSka Sla-^ tina 2360 l!, Schulleitltnq RaSje 5^-4 x/ Gemeindevorstand Rogaska Äatina 2345 I^, Schulleituig Sv. Lovrenc nad Mariborom 1734 I(, Neinertrag des Jugendkonzertes im Stadtheater Maribor 10.243.60 I^, Schullei^ tung VuLja vaS 600 Schulleitung Sv, Barbara v .Hol. 444 X, Schulleitung Sv. An^ draZt v Hül. 308 IL. OtoKe Spenden für die Antoturbinenspritze. Das Kommando t^r Freiwikligen Fcuerwchc in Mribor ersucht uns um Aufnahme nach-steheuder Zeilen: Die Aktion zur Anschassung einer Autoturbinensprihe ist in ein schwieriges Stadium getreten, da der noch fehlende Detrag fehr hoch ist, andererseits aber die freiwilligen Beiträge nahezu aufgehört haben. Schon zu Beginn der Aktion wurde ein Rundschreiben an alle am hiesigen Platze vertretenen Versicherungsgesellschaften gerichtet, mit der Bitte um ausgiebige Beiträge, da das Aktionskomitee hoffte, annehmen zu dürfen, daß eine gut ausgerüstete Feuerwehr nicht in letzter Linie auch den Interessen der Verfiche--rungsgesellschasten dienlich sei. Diese Umstän- Die drei boten ost ein rührendes Bild. Ossi hatte seine Mutter beinahe vergessen. Nach ihr verlangte er kaum noch. Zähneknirschend stand Gräfin Allwörden manchmal im Zimmer des Kleinen; wie ausgestoßen kam sie sich vor, und glühend begann sie das junge Mädchen zn hassen. Noch nicht einmal hatte sie an Lore das Wort gerichtet; hochmütig sah sie t'lber sie hinweg. Doch Lore kümmerte sich nicht weiter daruni; sie wußte, waS sie den Kindern und deren Vater wa'r, daS genügte ihr, und ihre kurzen Mitteilungen an Mutter ulld Bruder spiegelten ihre innere Befriedigung wieder. Das ti^richte Mädchen! dachte Frau Bergcr. Ach. )venn Lore ahnte, daß es ihr Bater, ihr Bruder, ihre Schwester wareu, denen ihre Gegenwart eine so gros;e Beruhigung gab! Maria war in einem Zwiespalt der Gefilhle wie kaum je zuvor. Erich war es leicht ums .Herz. Kaum je hatte ihn Jutta so strahlend un dfroh gefe-hen, nie war sie verliebter in ihn gewesen — nnd nie unglücklicher, wenn sie daran dachte, daß eS ja doch nicht zu einer Verbindung mit ihnt kommen würde. Schlaflos hatte sie manche Nacht gelegett. Sorgen waren ihr gekommen, von denen sie fnlher nie etnias geahnt. Und die Mutter, die a^lS altem, edlem Geschlecht war — Vennes-senheit, Wahnwiy war eS, mir an diese Mi)g-l lichkeit zu denken: die Mutter hatte ganz an-t dere, ihr so wohlbekannte Pläne-- Und wenn sie sich doch den geli>:bten Mnn '"'-Dritte, ^ „Daran denkst du weniger, Mutter, als du davon sprichst! Deine innc^ten Gedanken liegen so klar vor mir, wie die Zeilen auf diesem Papier! Und deshalb sage ich dir: Niemals würde ich den Vorteil airnehmen, den du für mich erhoffst. Ich werde stetS der einfache Fizrster Erich Berger bleiben — und weun du auf den Knien vor mir liegen würdest — du und der. den du unsern Vater nennst!" Eine eiserne Entschlossenheit lag auf seinem Gesicht; fast erbarmungslos und grnti-sam war der Ausdruck darauf. Tie brach in ein leidenschaftliches Schluchzen au? uud rang die .Häude. „Erich — nur uni dich, um dein Glück!" „DaS ich mir aber n'.:?mals durch Schnld, und bestände diese Schuld auch nur in c^iuer Unterlassungssünde, erkaufen würde! Verstehe mich docl). Mutter! Sonst, wenn cs anders käme — würde ich nicht so denken." Er streichelte ihr weiszes Haar, die blassen Wangen, und seine Stimme hatte diestnal einen weicheren Klang. „Dtutter, du richtest jej^t wohl alleS her für LoreS sofortige Abreise. Ich fahre gleich mit meinem Ra^ nhnsen, eigensinnigen Knaben. Es gab Näch-, te, in denen sie nics?t anS den Kleidern kaur ! - sie mußte da bei ihm sihen und seine Hand l!l >.'r ihren halten, weun die ')lt?^^stf,inälle s in.'n. siailüi -N!U s.^sseu fand sie ''/i.^ Eäcilie lvi 'lhaftbu .beslig^ia^ iiumei bei il)r kt>.!/n.i ??< ig? — ?0. Ifuguff _ haben auch in lübUcher Weise die Versiche-rimgögcscllschaftcn „Jui^oslavlja'', Vertretung L>czns Sclchs in Maribor, und „Niunione ?ldriatlca", Vertretunt^ Josef Baumeist<^r, dadurch anerkannt, das; erstere einen Betrcsten Dank aus. ?'7??crcl'.e und gefundene Genensiande. Nekn Poli^-eikommissnriate in Maribor wur-d^n in d-er Zeit vom I. bis 1!^. d. solgende s^e^ienstiinde alö verloren angemeldet: Ein 1-1karatisser (!wldring ohne Stein und eine ^olbene siette samt Anbiint^sel, eine ?chn>ar',sodvrne ?>ric'stasche vtit österreichischenl und llu^!)jlawische:n t^^eld, eine goldene Brosche in?vornl eines Kleeblatte«?, ein brauner Etorl, ein Ueberwurf, ein 5iatalol^ nlit ver-s6)tedL'?ien Dori'.mentcn, eine weis;leinene Handtasche mit kleinem t^eldbetrasi, eine goldene Z^'ite mit Vrillanien und Anhiins^scl mit Z^amili?uüild, eine gold^'ne ^'ett?, eine ftolde-Tie Armbanduhr, ein Paar Zwicker mit (^ol'd-l.'lnfassnnl^, ein Varbetrag von R, ein gebrauchter schwarzer Regenschirm, eine Nriest!?schc init zwei Fakturen und ü0 Dinar Nargl'ld, ein Versatzzettel und ein c^oldener Ning, ein Reisepaß auf den Namen Antonia Pinter, Noman „Mit Feuer und Schwert", L00 Kronen tn Kleingeld und eine Hundert-Dinarnote. Gefunden wurden: Ein Unlversalschlüssel, ein Sact Erdäpfel, eine blattleinene Damenjoppe, ein Steck und ein Regenschirm, eine schwarze Vriestasche mit einem grbs^erem (Geldbetrag, eine schwarzle-derue Brieftasche mit österreichischem (^^Zeld. Blinder Feueralarm. EamStag mittag? Tneldete der Türmer starke Rauchentwicklung in der GoSpejna uliea. Die Feuerwehr aber brauchte nicht in Aktion zu treten, nachdem es sl6i herausgestellt hatte, dasz dort in der Konservenfabrik ParadeiS auf offenem Feuer eingekocht wurden. Es würde sich empfehlen, wenn künftighin solckj'e Dinge früher dem TÜrm."r oder der Feuerwehr ulitgeteilt werden würden, um die Feuerwehr nicht unuiZtig zu alarmieren und die Bevölkerung unnötig «llfzuregen. Nachtdienst in den Apotheken. In der nächsten Woche, d. i. vom 2l). bis insllusive 27. d., versieht den Nachtdienst die Schuhengelapotheke (Siral) in der Alelsandrova eesta. Preiserhöhitttflen in den Gap- und Kaffee-htlttsern. Die Genossenschaft der Gastwirte und Kaffeesieder in Maribor ersltcht uns um Aufnahme nachstehender Zeilen: Infolge der neuerlichen Mehrbelastung durch die Staatö-steuer auf Zucker, Kaffee und sonstige Artikel sind die Kafseesieder gezwungen, die Verk-auss-preise folgend festzusetzen: Weisser ^wslee 8 schwarzer 6 !<, Tee ohne Beigabe tt 15, mit Beigabe 18 K, türkischer Kassee 10 ic, Echo-wlade IS l(. GrlindungZseier des Vrbeitertnrnvereines ySloga". Sonntag den L0. d. findet im Gastgarten Moder in Studenct (gegenüber der Südbahnwerkstätte) die Gründungsfeier deZ ArbeiterturnvereincS ,,Sloga" statt. Au^er dem Schauturnen sind auf dem Programm verschiedene Volksbelustigungen, alS: Tanz, Iuxpost, Gemeindearrest, ^onfettischlacht. Glliclshafen usw. vorgesel^en. Die Musik besorgt die Feuenvehrkapelle auS Pekre. DaS Fest beginnt um ö Uhr nacbmittagS. k^'in-trittspreiS: im Vorverkauf 3 Dinar, an der Kasse 4 Dinar. Im Falle ungünstiger Witterung wird das Fest auf einen der nächstfol-geuden Sonntage verschoben werden. E!n Messerstecher. Am 15. d. ungefähr um Mitternacht befanden sich die zwei .Hilfsarbeiter Konrad Dreznik und Anton KnupleZ auf dem Heinlweg nach ihrer Wohnung in Po-breSje. Als sie durch die TrZaüka cesta gingen, wurden sie von einem gewissen Latinek, i^r ebenfalls 5?ilfsarbeiter ist, angesallen, wobei Breznik zivei Stiche in den (Ellbogen und Knuple^ Stiche iu deu Ri^.cken und in die Schultln^ erhielt. Latinek, der auf Krücken yeht, eutfernte sich sodann. SleÜstmordversnch. Die Arbeiterin N., wohnhatf in den Baracken in der Danjkova ulica, ist Mutter eines sechs Monate alten, unehelichen Kindes. (Gestern abends nun hatte sie mit einer ebenfalls dort wohnenden Frauensperson einen Streit, worüber sie sich so aufregte, das; sie beschlos;, sich und ihr Kind zu tl-^ten. Bei der Ausführung ihres Vorhabens aber gi?ts^ sie ziemlich ungeschickt zu Werke. Diesen; Uust<^n>de verdankt sie es, daß sie heute noch am Leben ist. Sie packte nämlich daS Kind, eilte mit chm auf die Drau-brücke und wollte. eK ^^ort, tvährend^r Leute zitfahen, i'N'"diS'^rkn"w<»5Un. Ait'di^m M»--ment kn befanden sich in Maribor aus der Durchreise zwei Daluiatiner, die nach Amerika auswandern wollten. Äe beiden hatten eine grössere Menge (LoldeS bei sich, weShalb sie ein Zollorgan darauf aufmerksam machte, dieses l^öold früher umzutauschen, weil die Ausfuhr dessell>en aus unsereui Staate nicht gestattet sei. Die beiden Dalmatiner wollten dieser Anfforderuug entsprechen und begaben s?ch sich in die Stadt, llnl das (^old umzuwechseln. (bleich hinter ihnen aber kam ein Zoll-as?ent gelonfen, führte sie in den öffentlichen Abort in der Nähe des Bahnhofes nnd machte sich dort erbötig, sie auf einen: anderen Wege wieder in den Zug zurückzubringen, wenn sie ihm dafür je l(X) Dinar zablen würden. Die beiden waren damit einverstanden. Sie wurden aber dabei ertappt, alle drei vcrhastet nnd der Staatsanwaltschaft angezeigt. Ein sauberer Vogel. In Graz wurde dieser Tage ein c^ewisser Anton Nu8iS aus Necica in Dalmlitien verhaftet, der aus Mariöor eine größere Monge von Zweikronen-Stücken nach Graz geschntuggelt hatte. Unter diesen waren nicht weniger als 63 Falsifikate. Im Bunde mit ihm befand sich ein k?iesiger Dal-niatiner Hausierer, der aber noch rechtsseitig Wind bekam und verschwand. Die Polizei hat die nötigen Schritte zu seiner BerfolIung eingeleitet. Eine Diel>Sbande hinter Schloß und Nitz« qel. In den letzten Tagen arretierte die Polizei wiederum zwei DiebSgesellschaften, die tn der Stadt und Unigebung mehrere Diebstähle vcriibt hatten. Cs ist begründeter Verdacht vorhanden, daß diese zwei Diebsban-deu, deren Oberhaupt ein geu'isser SeuekoviiZ u. ein gewisser (Nselman sind, mit einer Grazer (5'inbrecl^rbande zi'sammenarbeiten. (ti-uer der Verhafteten sagt aus, daß die Bande mit der gleichnamigen österreichischen Bande deZ Oberleutnants eller in Verbindnng gestanden sei, die mehrere (Einbrüche auf dem l^ewissen hat und deren Haupt auch der Mörder an der in (!^raz ermordeten NittmeisterS-gattin Iosep-Moutemire, der Oberleutnnnt .^t'eller, ist. Möglicherweise hat auch diese Bande den (5inbrttch beim (!4oldarbeiter Stojee in der Juröiöeva ulica verübt. Lchassung einer Parlamentögarde. Wie in Beograder eingeweihten Kreisen berichte! wird, be<7bsichtigt das Präsidiunl der Nationalversammlung, dieser einen Antrag zur Beschlnßfassung vor.^legen. laut dessen eine besondere Parlainentswache geschaffen werden soll, die die Aufgabe haben wird, für die Ruhe uud öffentliche Sicherheit in allen Räumen deS Parlameuts, mit Ausnahme des Sitzunii^^saales, zu sorgen. Auf diese Art wäre dann der Dienst von Polizei und Gendarmerie in dem Gebäude der Nationalversammlung überflüssig. Vrotmangel in Saralevo. Aus Sarajevo, 13. d., wird uns berichtet: In Sarajevo machte sich in den letzten Tagen ein empfindlicher Brotmangel geltend. In den Bäckereien ist daS Brot um 3 Uhr nachmittags gewöhulich schon verkanft. Bessere Gebäcksorten können Überhaupt nicht hergestellt werden, und auch das Brot ist schlechter. Trohdem wird es rasch vertäust. Auch die Kaufleute haben kein Mehl mehr auf Lager. Hier ist ein ktinftiger Soldat. AuS Beo-grad, 19. d., wird berichtet: Letzten Dieustag fand der Russe Vladimir Romanow vor seinem 5>ause Bitoljska ulica K9 eineu kräftigen Neugeborenen, welcher in Fetzen eingewickelt war. An den Fetzen war ein Zettel nut sol-gendem Inbalte angeheftet: „.^"^ier ist ein künfilger Soldat. (?r ist zwar noch ungeulust, zeigt aber schon eiuen guten Appetit. Bitte Ihn gilt und reichlich zu c»rnähreu." Das Kind wurde dem Mntterschutzoereine übergeben nnd nach der „soldatenspendenden" Mutter eitle Untersuchllng eingeleitet. Silberschmnggel. Aus Sarajevo, 19. d'., wird berichtet: Vor einigen Tagen wurde die Poli^^ei in Sarajevo verständigt, daß ein gewisser Salouion Siegmann imd Avram Papo eilte größer«? Menge Silbergeld nach Gru?. zu schmuggelll nnd dort italienischen Kausleuten zn verkansen gedenken. Sie scheinen von dieser Benachrichtigung der Poli^^i etnxls ge-lvittert zil kiaben, da sie ihre Abreise aus Sarajevo iu die Lauge gezogen haben. Vor drei Tagen haben sie doch das Glück versllcht. Bei der Zngörevision wurden nnn die beiden SctMUs!gl5p erwischt uud bei der Station IlMe altÄwaftflonör^ Mnkt/wt bei t^uen über lO.OLl) Silberkronen tjejnnöen. Das Sil- ? yiiranA' geld lvurde konfisziert rmd die beiden Schmuggler in sicheren Gewahrsam gebracht. Parl'Tafe. Sonntag bei schöner Witterung Frühschoppenkonzert von 10 biß 12 Uhr. Hotel Halbwidl. .^nte Salonkotizert zutn Frühschoppell und abendS. Bei schlecliter Witterung in den ^'okiilitäteu. Eintritt frei. Sport. Rapid 2 — 1. Sonntag dcn d. M. halb W Nhr vorm'ittags Freundschafts-training z»visck)en den beiden Mktnnschasten an: Rapidsportplaj^e. Sportarzt und Alkohol. Sportleute vermeiden bekanntli chtnnlichft den Alkohol. Wie in Wirklichkeit die Verhältnisse liegen, versucht die noch junge Sportwissenschaft mit den neu-esleit experitnent^llm Methoden zu ermitteln; diese sind an si chgar nicht einfach und können wissenschastlich einwandfrei eigentlich nin: von jemand gehandhabt werden, der die zu untersuchenden Uebuugen auch selbst beherrscht. — Derartige Prüfungen sind nun vom Sportarzt Dr. Herrheimcr in der „Münchcncr me-dizinisclM Wochenschrift" veröffentlicht worden. Schwieriger als bei sonfti^^en Wissenschaft lichen Loboratoriumöversuchen gestalten sich die Experimente, weil man etioaifte störende Nebelmmstände nicl^t ohne weiteres ausschalten kann. Man hat Leute beim 100-Meter-Laufen und liXI-Mcter-Schwimmen geprüft lmd mußte dabei Saufba^hn, Mnd, TogeSzeit uild Witterung als nicht gleichgültige Fcikto-reu in Necknlung stellen. Weiter ist eine Reihe sehr schwer zu erfassender Momente mit zti berücksichtigen, wie die Ai'beitsleistung vor dem Vel'such, der allgemeine Kräftezustand, Laune, Uebung, nnd ob in Konkurrenz gelaufen wird. Die Versuche, die an verschiedenen Personen unter sehr sorgfältig anögewählten, gleichen äußeren Bedingungen vonstatten gingeil, gaben das inlme'.hin belichten?!verte Resultat, daß der Genuß selbst ganz geringer Alkoholluengen kurz vor der sportlichen Arbeit die Leistung beeinträchtiak: die weit verbreitet Meinung von denl Nnhen geringer Alkohollnengen kllrz vor der Anstrengung ist also unrichtig. T'siS (Ergebnis ist natürlich nicht Mtr für deil Sport von Interesse, sondern auch iür die Lehre von der MuSkel- nnd Nervenphysiologie. '< Aus Qller Weit. lvelchö Nasse ksat die schönsten grauen? amelikanischs Bildhauerin, Niiß ZNay «Ltsamer, stellt di» Vtat^e auis Zl'nie, worallf K^rajLevcrv, ohne ein Wort zu sagen, aufstmld und ins .^c^us gmg. Gleich darauf kain er mit einein R^'dolver zi'rück, stellte sich zwei Schritte vor der Gesellsachtf aus, zielte auf Mervar und drllckte ab. Tie Zwgel flog über den Kopf deS Slivar hinweg. Bernwald entriß dem Nnfsen den Revolver nn^d führte ihn zltr Poli^i. Ter Russe entsrhiüdigte sich daluit, daß er nicht wußte, das; der Revolver geladen war. Er wurde dein t^^ric!?te übergeben. Drahtlose Verbrecher - Verfolqung. Die drahtlose Telephonie, die jet^t die große Mode in Aluerika rst, wurde dieser To^e zuln er-sscnn^l?l in' uw^t^ssendem Maststal>e ßur 'Bet^-iblLu:'z von Verbrechern vcrv^ertdet.' Di< Eelfe o- Newyorker Polizei suchte drei „schwere Jungen", die aus einem Zuchthaus ausgebrochen war«n. Sic setzte die Hauptstation der Radio-Gesellschaft von der Flucht in Kenntnis, und diese sandte nnn dnrch ihre Apparate eins genaue Beschreibung der gesuchten Berbre.. cher an mehr als 8(X).N90 Private Empfangs^ apparate in allen Teilen des östlichen und westlichen Gebietes der Bereinigten Staaten. So war ein drahtloser Ueberwachungsdienst auf einem Gebiet von mehr als 1500 Qua» dratkiloMeter Umfang geschaffen, und selbst abg-elegrne Ortschaften, sowie eii^ame G^s« Höfe waren binnen klir^^ster Zeit Im Besitz der genauen Ang>al>'.'n ük!^ die Flucht und daS Aussehen der Verbrecher. Der Steckbrief gelangte selbst in die entferntesten G^genderr und schon nach drei Tax^en saßen die »Jun^ gens" fest. Der Planet „VenuS" ist nicht bewohnbar. Aus dem Observatorinln des Mount Wilsoir in den Vereinigten Staaten ist jetzt ein« Reihe von Beobachtungen über d^ chemische satnmensetzung der Atmosphäre der VenuA zu Ende geführt worden. Bisher ttal>men die Astronomen allgemein an, de Anschauung zeigi nur, daß die Betreffende eben nicht versteht, ullt den Düften richtig Uinzngehen. ES gibt eine richtige und eine falsck)st mit -10 Iahren, so behauptet er, wird diese Frail noch an^^gekprochen schön sein U'ebr^iens ^r^erläßt si^^ 'di<'s<.'lri 'Franzose nicht Mein aklf seinl^iMeö Ursetl, sondern behaup- »Ml» M ,W » Z^r. 1S7 — 20. ^.'lik.ii'st trt, daß auch vsele ^?mLl?sllchten, und flc-eade Putzmacherimirn ei^chcinc'n chm mit ihrem Urteil übn Frau^^nschiw^ctt 'n ^ohein Arade m^U^ltend. Zaffkkb, l^. Äugelst. Schluß: Wirn V.40 bis 0.43, Berlin 0.30 bis 0.2^, Budapest 20.80. MailsTrd 15.80 bis 15.V4, London 15.60, New York Paris 27.^ biS 27.80, Prag 988 bis 090, Zürich 60, Tollar 366. Zürich, lA. Au5, Bukarest 3, Warschau V.V7, Wien 0.00)^, gest. !?rouc 0.0075. Zagreb, 19. August. Außc'rbörSlicher Kurs: Wien 0.46 bis 0.47, Verlin ?3 biS 31, Budapest L2, Italien 1600, London 1600, New York 348, Paris ??.20, Prag 1070 bis 1090, Zürich 07, Tollar ^ M. - Ziirich, 19. AuxTust. Vorbörse: Verlin 0.33, New ?)ork 5)24!,, London 23.49, Paris 41.57, Italien 23.65, Prag 15.50, Budapest 0.33, Zagreb 1.50, Bukarest 2.90, Warschau 0.07, Wien 0.00 drei Achtel, gest. österr. ^rone 0.0075. Eingesendet. ------- k^reuen- unci Xinitei'srzt »eli vi'.kioböi'i ffsnli orclkniert w!ec!er von 10-^11 Ukr uncl von 14-^1S U^k'. K5Z8 Die „Marburger ÄeNung kann mit jedem Tage abon-niert werden. Kleinkl' AMwer Verfchi^tnes Fgbriksneue und gedrauchle E«^e»bm«Ichinen liefert das I. Spezialqeschlist für Schreib-maschmen und Büroartikel Ant. «ud. Legat, Maribor. Slovenska ultca 7. 2W1 MW» »ird in reine Psteoe genommen. «dresle in der Ber«. 6i31 Sache AapURl von 800.000 Är. ,eaen 10«/. Verzinsung. Das Geld ift versichert in Besitzvng '.m Werte von 1 Million Äroven. Adresse in der Verw. 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Das Begräbnis der Teuren findet Dienstag den 22. d. um 15, (3) Ulir nachmittags von der Aufbahrungshalle des städtischen Friedhofes in Pobrciie aus statt Die heilige Seelenmesse wird Mittwoch den 23. d. M. um 7 Uhr früh in der Domkirchc gelesen werden. Maribor, Amtstetten, Graz, den 19. August 1922. Familien Falk ß642 Familien Schwab Osilme Mellen Nelke Seölenaei« per sofort gesucht. Anzufragen Obsthandlung Göttlich, Korona cesta ILSa. 6517 Perfekte Köchl«. nur mit guten Zeugnissen für grdkeres Saus sofort gesucht. Stein. Presernvva ntica t, 8. Stock. L')Ll M«largah»lfan werden gesucht. Urania AmbroLii, Grajska ulica Nr. 2. 65S! Tüchtiges grLalai«, beider Landessprachen mächtig, mit Kenntnis der Stenographie und des Maschinenschreibens. wird per sofort gesucht. Offerte mit Angabe der Gebaltsansprüche unter .Export S344' an die Verw. 05S2 Mehrere tüchtige Stetlkertimen und Lehrmädchen werden sofort aufgenommen! Strickerei Barta. 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AH7 53/90 M „ 1909 GB 55/85 B 1921 AH8 70/110 „ Uns 1904 GFA 13/23 , n 1912 ÜN 15/25 , n J90ß HEG 20 20/M Ä „ 1905 HEC34 24/34 „ n 1918 GP 22/35 „ f 1912 GR 81/49 , „ 1914 GT 88/57 „ yf 1911 HI.M4 47/72 „ B 1919 GU 48/70 n 9 1915 GV fi0/90 # w 1914 GW 70/110 ^ n 1911 Hl,M7 85/180 , 1909 EH 85/120 „ Faarlmre HolOt!nmpf-Hoclidnick-Lokomobilea Wolf J 90« OH Fl 1J/H PS jf 1906 OHF3 18/30 „ „ 1907 PHF3 18/30 B „ 1017 AHF4 2ß'48 m 9 1921AHF6 45/75 w , 19J1 AHK7 53/90 , 1921AHF8 70/110 „ Uni 1917 AP 20/32 , StwttcnSre SitUdricipf-VwbuEd-T.okomobilen Lüm 1900 CRO 100/150 PS 1902 CRM 105/180 , f Y Statior.Hr« Sntt^ampf-Hoclidruck-Loltomobilen Baden!« lOOöEbf 10/17 P3 Lanz 1003 GTA 13/22 , Dadenlo 1006 HE A 1fi/28 . Unz 1908 Z AH 18/35 . 1901 RAE 24/39 „ 1905 ZGH 25/38 „ Wolf 1000 20Z 28/44 „ Lenz 1906 ZOK 4^/67 , , 1907 ZG O 53/82 „ Fahrbare Sötiilnmpf-HoeladrBcT'-T.olüOrTabüeü Wolf 19008FZ 11/18 FS Hofherr 19116er 12/18 , 1916 6er 12/18 , Lenz 1007 Z AG 13/21 „ 1S97HA iß'/JfS Wolf 1901 12FZ 15/25 „ Lanz 10171.OS 17/28 1913 ZH 18/35 w Bedenla 1906 Keller 19/35 Lanz 1912 AQS 24/38 , 1913 LOS 24/40 w Ho*herr 191612«r 24/40 , Lanz 1910 ZM 2H/53 , M 1904 ZK 35/62 n 1906 VZO 50/70 „ Vfirtraten dwirch c?ic Fis-nva s r SUSI in W PÜ3B8. Rüsljifa cests \ ! ^olzmöbx! ß Menmöbst ki. ! j Bliromöbel > S Tapezierer mvbsi s gBeor, Swwotta A ^ ea?.y VirldanhauH ^ ^-reie Besschkiqunq? ^ A Kein Äaufzwanq! ^ S Preislisten qratis? ^ ! Wenzen. Russe?? ! Miwße. o^Ww. > Er,IV,,IN",, twd N??lcind ?rv?k's'f!'k' radikal wirkend. V-rsjlaungSmitt?'-sslr Dan?5r!?fe ^ litten? Aany- u. Mäitte?!' 1«.^.. «jeqey Natten ^ Zalbs qeai?!' lSus-. ^7. ^ !??. 10 - ^rldmcj»s? ^7. 1?.-. ?^en Nuffen un> Gchwaften krlrasia-f«' ^ort? ??. zg rrirast N5aU;cnt!nktur tt.l'; Moitcnti!ft?r 10 und SV ?i. Insektenvulver I tt und Ä« K. Pnlver aeqen Meidi-r u. Wäsche« I«uk, R. 10'— und K SO'—, Pul,»erg. ÄeslkaeMlse A.10.— und 20. gegen Ameisen R. 1«. j Wiederserkäufern Aabett. — Versand per Nachnahme — y xport.Nnternehmnnq M Jünker Petvwista 8, Zagreb »5 lKvsziis»). Verlauf bei: i!»«bte. RK.'wve . «. ZaaKl so Tnnsjqo A.G. ZAGREB, Ma£ursnl£ev trg 3. von T.i.ph0n Nr 27-60. Tr^väiSön, Eisen, Wii3al, "elegramme: Transjugo. Ka3k, Zement, Gips sowie Filiala: Baograd, Reijina ui. 2. Decksnschilfrohr, Draht, Vertretunq: Osijek, Siroka ul. 8 RraH«r unci eue Rau, Subotica bei Piukoviö i dru^ und Skopije. o o o o materiaSi^n. 3? • .............. IIIU 111,1 Ä TUNGSRAH tAQkEB. QÄJiVA UL 32 J'Ä? M E ^S^iv%ääaÄ8£^Säffi fis aS622Ä'^a«BEfflWi Zff»?l5bs»r vIlH Nr. 187 — Anguß lilüi üb! ri liliiai niler Art. (Alleinvertretung Rud. S&€S€ Leipzig—Pla$witz u. a.) Wottle MMWi 6593 Leitungsdrähte und Drahtseile „Feiten Guilleaume" Motore „Titan", Heizkörper etc. „Olso", Glühlampen Philips,Holland etc. ^ filslil iiii i Mm („Cefia". Wien, Teudloff-Dlttrkh, Wien etc.) Feldbahnen, Elsen, Rubervid, Dachpappe, Maschinenöle. Mühlen- u, Sästen-Bnricfotungen Mets'St» und Legierungen. Papierkonfektion Tieferschüttert geben wir die traurige Nachricht von dem Ableben unseres lieben, unvergeßlichen Gattdn, Bruders, Onkels, Schwagers und üroß-» vaters, des Herrn FRANZ NEKREP & Gastwirt and Besitzer & welcher Samstag den 19. d. um 5 Uhr früh nach kurzem Leiden und versehen mit den heiligen Sterbesakramenten im 70. Lebensjahre ?anft und gottergeben gl verschieden ist. Die irdische Hülle des teuren Verblichenen wird Montag den 21, d. um 8 Uhr früh im Trauerhausc, Sv. Kungota, feierlich eingesegnet und sodann f| auf dem Ortsfriedhofe zur letzten Ruhe bestattet. Sv. Kungota, 19. August 1922. Die tieftrauernden Hinterbliebenen. Separate Parte werden nicht ausgegeben. 6641 ätjglgg:-^ ~ vfjx k'-jmmwwimsmn " ....... ■■ —-------- - _____ ___ SÄSi-Haus lafe Sit, Mb ii Iiii Eigene Srse«s