GriNumeratlonS Pretse: Ktir Laibach: «,«,tithrig ... 8 fl. 40 kr. v«tdjithng ... 4 „ 20 „ Bittttljithrig . . 2 „ 10 „ Weustltd) ... — „ 70 , Laidacher Redactis«: Baanhosgoffe Nr. 1316 Mil bet Post: «snjtdljttfl . . . 11 fl. — fr. H^chjiihrig ... 5 „ 50 „ Mrnrljiihrig 2 „ 75 „ $lto Znfiellung inS Hau« »ier-Mthrig 35 kr., monotl. 9 kr. Stoieint Mnmmern 6 fr. Nr. 290. Engbktt. Rnvupme Mittheilungen werde» nicht berUckfichttqt; Manoscrip« »icht zuritckgesendel. Donnerstag, 18. Dezember 1873. — Morgen: Paulillus. Vrvrvition- & 3nferoit*> Bureau: Jongrejjplop Nr bi (Ouch* hanblung Don Jgn. d. Klein« uiot)V & Fed. Čamberg.) AnscrtionSpretse: Filr bit einfpattige Petit,kil« 4 4 kr., bri ,roeimoligtr (Sin* ftaltung L 7 kr., brrimaliger a 10 kr. Jnserlioiirstcmpel jebrsmei' 30 kr Cei grofjerm Jnseraten nnfc dftertr Einschaltung tntlptr« cheiibcr Rabail. 6. Jahrgang. Civilbegrabniffe. In der nevesten Zeit mehren sich auffallend die Civilbegrabniffe, und was am auffallendsten ist, finden selbe gerade in den brci besonderS glaubenS-ftotltn Provinzen Oesterreichs statt. Und das glau-benSeinheitliche Tirol, diese Burg des Ultramon-tanismus. Hat binnen wenigen Tagen deren zwei gesehen. Im bergumragten Stiidtchen Lienz am Ausgange des Pusterthales fand am 8. Dezember die erste Civilbeerdigung statt. Jgnaz Jnnwinkl, 53 Jahre alt. durch tange Jahre Dienstknecht daselbst, starb im dortigen Spitale, nachdem er alle ..Bekehrungsversuche" standhaft abgewiesen, ohne Beichte, als sogenannter unbutzfertiger Sunder, wetz-halb ihm vonseite der Seelsorge die Cinsegnung und Lberhaupt tin kirchliches Begrabnis versagt wurde. Vetzteres wurde schnell in der ganzen Stadt bekannt UNd rief unter der BevSlkerung eine gewisse Erre-gung hervor; und ohne besondere Verabredung fand sich zum Begrabnis cin sehr zahlreicheS Publicum aus alien Vvltsschichten cin; Bauern und Dienst-boten, die Gemeindeverlretung und die angesehensten Burger und Beamten, sowie tin zahlreiches weib-liches Publicum begleiteten den schlichten Leichenzug und die stadtische Musikbande spielte Trauermarsche; nur die Priester fehlten und autzer dem Gelaute in der Spitalkirche ertonte auch kein Glockenklang. Auf dem Friedhofe wurde der Sarg sogleich in das Grab gelegt und unter den Trauerklangen der Musik rrhob sich der nene Grabhiigel. Dies die autzern Vorgange beim Begrabnisse des Philosophen im Bauernkittel, der als ehrlicher und geachteter Mensch lebte und als solcher gestor-ben ist, trotzdem er durch zwanzig Jahre keine Kirche besucht, keine Sakramente empfangen, der seinen eisernen und unbeugsamen Sinn bis zum letzten Momente bewahrt und selbst in der Sterbestunde alien Geistlichen, Betbrudern und Betschwestern ge-trotzt hat.. Der zweite Fall ereignete sich in Innsbruck. Dort war vor ein paar Tagen der Apotheker Schmitt verungliickt. Bei vollem Bewutztsein hatte er jed-weden geistlichen Beistand als seiner Ueberzeugung widersprechend entschieden und beharrlich zuruckgewie-sen und ist demgemiitz auch am 12. d. M. ohne Empsang der letzten Trostungen der Mutter Kirche verschieden. Der Dekan von Innsbruck hat sich nicht siir besugt erachtet, die kirchliche Assistenz zu gestatten und der gerade in Innsbruck auf dem Landtage anwesende Bischof Gaffer von Brixen, ein GesinnungSbruder Rudigiers und ZwergerS, stimmte dem bei. Jnfolge beffen fand Sonntag nachmittags die Beftattung des Berblichenen, der im Leben ein durch und durch ehrenwerther und charaktervoller Mann gewesen, auf civilem Wege statt. Wie daS „JnnSbr. Tgbl." berichtet, befand sich der Sarg auf cinem Trauerwagen und war mil vielen pracht-vollen Kranzen und Schleifen geziert; Studierende der Pharmazie mit brennenden Kerzen bildeten Spalier. Voran fchritt eine Militarbande. Der Zug konnte sich ob der koloffalen Menschenmenge nur schwer ordnen. Die Betheiligung am Zuge selbst war eine auherordentliche und sie bestand auS dem angesehensten Theile der BevSlkerung der Lan-deshauptstadt sowohl mannlichen als weiblichcn Ge» schlechtes. Auf dem Friedhofe angclangt, fangen Mitglieder des akademischen Gesangvereines ein er-greifendeS Grablied, wahrend der Sarg in die Grube verfenkt wurde. Die BevSlkerung Jnnsbrucks, welchr sich an dem Leichenbegangnis von freien Stiicken, ohne alle kunstliche Agitation, so Iberraschend stark betheiligte, hat damit sich selbst ein ehrendes ZeugniS religioser Toleranz ausgestellt und einen Act rein menschlicher Pietdt gegen einen Mann gevbt, der seiner Ueberzeugung auch in der letzten fchweren Stunde treu geblieben ist und als leuchtendeS Beispirl von Charakterstarke gelten darf. (Schlutz folgt.) Politische Rundschau. Laibach, 18. Dezember. Inland. Ueberall in den L a n d t a g e n wird mit Eifer an der Lbfung organisatorischer Aufgaben gearbeitet. Nur in dem m S h r i s ch e n Landtage muhte noch der „nicht sterben konnende" Declarantenspuk gebuhrend eingesargt werden. Die Forderung des mahrischen DeclarantensiihrerS Pro* zak, dah ein AuSschuh zur Berichterstattung lrber jene Erklcirung des Landeshauptmannes eingesetzt werde, durch welche sein „Schriftstuck" dem ver. dienten Tode uberliefert worden war. wurde, wie gebuhrend, abgewiefen. Die Zeit ist zu demonstrativen Spiegelsechtereien nicht angethan. und ka«n dem seelenverwandten Antrage des Grasen H o h e n-wart im Reichsrathe tin ahnliches Schicksal pro- Ieuisseton. Aus der Locomotive. (Schlutz.) Der Fuhrer offnete bit Heizthiire bes KesselS, in beffen Feuerraume glutige Gewalten die Macht des Dampfes erzeugten. Ein Heizer fullte ben Schlunb bes eisernen UngethiimeS mit Kohle und gleichfam. als fiihlt es sich durch diefe Nahrung geslarkt, bthnte unb reckte es bit stahlernen Glieber, urn zu erproben, ob bit bisherige Fahrt sie nicht ermubete unb sie ben an ihnen gestellten Anforbe-rungen nachkommen kSnnten? Ein gellenber, weit-hin tSnenber Pfiff follte wahrscheinlich bit Freube bezeugen, bit das Maschintnungthtutr ubtr seine eigene Kraft empfanb, bie eS jetzt in fe>ner ganzen furchtbaren Gewalt entwickelte, bo eS mehr als ge-wohnlicde Hinberniffe zu bekampfm hatle. Nicht geuug. batz eS eine nach Taufenben von Zentnern zahlenbe Last, bei einer Steigung von tins zu vitrzig bergauf schleppen muhte, wollte auch der Golt der Sliirme seine Kraft liihmen, indent tt sich mit ootier Gewalt ihm entgegen stemmte. Diese von Menschen noch ungebdndigte Naturgewalt wollte wahrscheinlich zeigen, datz es ein klein wenig Ueberhebung fei, metin bos zweibeinige Geschopf sich ben Herrn btr SchLpfung schimpst unb trat bent ihm bienstbot gcroorbenen Clemente hinbernb entgegen. A btr so sehr auch der Sturm alle seine Kraste an-strtngte, tt konntt bit bts Dampfts nicht httnnttn. Ob bititr Ohnmacht trwachtt btr Grimm bes htibnischtn GotttS im hochsttn Grade, er wettertt unb tobtt, — DtrgtbtnS; in ruhigtr MajtstSt, als fiihlt tr bit Hinbtrnisit gar nicht, bit man ihm tntgtgtnsttlltt, title btr Damps vorwartS. Dtr Sturm trfonntt, datz tr im offtnen Kampft btr Btsitgtt ftin werbe. Heimtllckifch, wie bieser launenhafte Gott nun einmal ist, wollte er burch Hinterlist etrtichtn, was auf gerobent Wege nicht zu erlongen war. Er jog sich zuriick, anscheinenb besiegt, aber als er bem Zuge eine Halbe Mtilt voraus war, nahm tr stint ganzt Kraft zu-fammcn iinb wars tintn fchwtrm Ftlsen quet ubtr bit Schienen. Der Fiihrer stanb auf seiner Maschint unb blicktt besorgt hinaus in bie fast greifbare Finster-nis, aber nichls war zu fehen; das so sehnlichst erwartete Ftiminern der Signallichter wollte noch immer nicht kommen. Wie tr so hinauS spiihtt, fiihltt er plStzlich einen fchweren Stotz, der ihn noch ruckwiirts fchleuderte. In dent Augenblicke war t9 ihm auch, als ob der eiferne Leib der Locomotive erzitterte. Im niichsten Momente, als tr sich tr-hob, war daS vvrSber, die Maschine setzte ruhig ihren Weg fort. Hatte er getraumt, war t» tin Spuk, obtr tint gliicklich ubtrstanbtnt Gtfahr? — Der Fllhrer weih eS jetzt noch nicht, trst in btr nlichsttn Station wirb tr an btr btsthabigttn Brust seiner Maschine trktnntn, bag fit tintn fchwtrm FelSblock aus bttn Wtgt gtriiumt hat. Cine Station nach ber anberen Ififjt bet Zug hinttr sich unb mit bem Morgengrauen fteht tr auf einem Betgplateau, bas er in vielfachen Windun-gen errticht hat. War bit Fahrt hittauf tint fchafe* rige, bergab ist fie es noch mehr. Es debars gro« her Borsicht, urn bit Maschint zu trholttn, bit t8 bti solchen Fahrten mitunter Iiebt, bie Nolle eine« durchgegangenen PsetdeS zu spielen. Dtr Fflhrtr weitz das, unb trisst vor ber Abfahrt bit nbihigm VorsichtSmatzregeln. Bremsen unb Sandkasten wtr-den uutersucht, unb nachdem ailed in Ordnung ist, — bit Zugel des Dampsrosses gelockert und in Gottes Namen writer gefahrtn. phezeit roerben, wit es in Brunn bem Prazak'schen zu theil roarb. Der Hanbelsminister Dr. B a n h a n S unter-hanbelt mit sammllichen osterreichischen Eisenbahnen fiber cine AuSgleichung bcr Tarife fur i n t a n * b i f d) e 6 Eifen unb inlanbifchen Z u ck e r mit jenen fur das auSlanbifche, urn fo bem inlanbifchen Eifen bie vollc Concurrenzfahigkeit unb bem Zucker den Export rnoglich zu rnachm. Die Verhandlungen burften binnen kurzcin ihren gunstigen Abfchluh ftnben. Die Agitation gegen die Jungczechen fullt bie Zeit ber Alt c z echen unb Fe u b alen in Prag nicht gan; auS. Die lctztcrcn wenizstens finben noch Muhe zu allcrhanb frommen Allolriis im ka^ tholifch-politifchen Vereine fur' Bohmen. So wurbe beschlosscn, wegcn Auflofung ber tlcricalcn offeger Doltsvcrsarninlung, auf ber Gras Friebrich Thun die Nolle bes ..Schlachlrosscs von Hippach" spiellc, brim Reichsgerichle zu prolcstieren, unb an L e do -chows ki ist einc Avrcssc ber Czechen unb Klerikalen abgegangen. Der Karnpf bes flreitbaren Erz* bischoss fur bie erniebdgte Kirche roirb in bem la' teinisch abgesahlcn Schriftstucke als „ein bewun-derungswiirbiges Schaufpiel fur Menfchen unb Engel gepriefen. Eine officiose Note gibt baritber Aufklarung, in welcher Weife sich bas ungarische Cabinet fiber die augenblickliche Noth hiaweghelfen will. „Jn Regierungskreifen beschafcigt man sich mit bem Ent-wurfe einer ncucn Lerlheilung ber Agenben untcr die Rcffortminisler. Der Anfang foll mit bcr Aus-fcheibung einiger Angelegenheiten, inSbesonbere bcr DomSnenverwaltung, aus bem Dcpartement bes Fi-nanzministeriurns gemacht unb bonn bie Ffihrung des in solcher Weife rebucierten Finanzportcfcuilles glcich;eitig mit bem Ministerprasibimn in ber Hand des Herrn v. Szlavy ocreinigt roerben." Die Combination ist schon roieberhvlt aufgetaucht unb wurbe immer wiebcr fallen gclaffen Es mutz roeit gc-iommcn fein, roenn Herr v. Szlavy sich wirklich entschliehcu fiinntc, neue Sorgen auf fein ohncbics regieruttgsmubes Haupt zu laben. Ausland Gestern lam im preutzischen Abgeoronelenhanse ber Gcsctzcntwurf fiber bie o b -ligatorische Civile he zur ersten i'efung. Die gcschastlichc Behanblung besselben entspricht seiner Dringlichkeit. Die Ultrainontanen hatten zwar grohe Lust, bicselbe burch Comn,issionsbera-thungeii in bie Lange zu ziehen, allcin bie liberalen Fraclionen gebett einmfithig ber Plcnarsitzung ben Vorzug. Die Einwenbungen, welche bie Volksver-tretung gegen ben Entwurf unb specicll gegen ben § 6 bersetben erheben bfirftc, roerben, wie es fchcint, bet ber Regierung nur einen mahigen Wiberstanb heroorrufen; bas Iutcresse, bie Borlage so schnell als rnoglich Gesetz roerben zu sehen, ist eben auf beibeit Seiten gteich grotz. Es ist fibrigens schon jetzt zroeifellos, bah im nachsten Reichslage bie Ein-fuhrung ber Eivilche fur g a nz Deutschland beantragt unb, nach ber nunmehr im BunbeSrathe erfolgten Annahrne bes LaSker'schcn Antrages fiber bie Reichscoinpctenz, auch burchgesetzt roerben roirb. Die Ultra montane it tn D e u tsch -la nb finb jetzt auf ben (Sinfall gefommen, a lie preutzischen Bischose in ben NeichStag zu roahlen unb sie baburch gegen gerichtliche Berfolgung zu sichern. Ncbcn follen naturlich bit Kirchensfirsten nicht, benn fie roiirbcn sich — bas roiffen Windt-Horst unb Gcnoffeit fehr gut '■*— nur blamicrcn unb zu geiftlichen Poffcnreihcrn crniebrigcn. Die Wahl soll nichte roeitcr alS cin Manover fein, um b e Gerichle zu soppen. Ob sich bies auch mit bem „zartcn Gcroisicn" ber Herren vcrtragt? Man barf gefpannt fein, was bie preuhifche Negierung folchem persiben Begimien gegenfibcr thun roirb. In bcr Note, roclchc ber f ch ro e t z e r Bun-b e 6 r a t h an den papstlichen Nuntius crlaffcn, roirb bie Rudsichtslosigkeit bes PapsteS gegen bie schrocizerischen itiehoroen betont. Es roirb aus-gesuhrt, es cutsprcche ber Pflicht unb ber Wurbe bes BundcSrathes, cs auszusprechen, bah eine stan* bige biplonmtische Bcrlretnng bes heiligm Stuhles in ber Schweiz u nnfitz geworben sei. Man mun-felt, ber papstlichc NuntiuJ werbe es auf cine Gcnsbarmcncscorlc aniommcn laffen. In Fr ankr eich finb roieber oicr rcpublifa* nischc Gcgen-Canbibalen ber Negierung am vcrgan-gencn Sonnlag in bie Nationalveriammlung ge-roahlt roorbcn. Am bebeutsamstcn ist ber Sieg bcr Rcpublikancr in bem Finistsre - Dcpartement, bem autzerstcn Wiakel ber bisher burchroeg latholisch* legitimistisch gesinnten Bretagne. Es ist bctzhalb crklarlich, batz bie Nachricht von bem Ausfall bicfer Wahlcn in ben Rcihcn ber verfailler Nechten eben* fovicl Wuth wie Entfctzen ocrbrcitet hat unb bah bie Monarchists, welche bet ben nachsten Wahlen unfehlbar bem allgemeinen Stimmrecht unterlicgcn roerben, basfclbe um jebcn Prcis befeitigcn ober roenigftens in ber ihnen jroedbienlichsten Weife knebeltt mochtcn. Es ist bies eine schwerc, ja bie schwerste Ansgabe, bie bis jetzt an bicsc traurigen ..Gcscllschastsretler" herangetreten ist. Auch von ben „Times" roirb bie Eitcyclica bes PapsteS einer hochst fartaftifchen Kritik umer* zogcn. Das leitenbe idlatt fucht tit bcrfelbeit ver-gebens nach ben Frfichtcn ber Wahrhcit unb Weis-heit bee Unfehlbarkcits-Prinzips. „Sie klagt unb protcsticrt," sagt cs, „roie Rom stcts getlagt unb protcftiert hat; sie bcnunciert, schimpst unb flucht, Abcr schon ttach roenigen Minuten macht ber Ffihrcr eine Entbedung, bie ihtn bas 3)Zart in ben Knochcn erstarren laht. Die Beroegung ber Ma-schine nach vorroarts ist roctiiger mehr tin Rollen, als — eitt Rutsch. Es hattc bes morgens cin rotnig geregnet uno gleich barauf roar starker Frost cingetreten. Die Schienenstrange unb bie Locomotive roartn roit mit Glas iibtrjogcn, bit Abhasion haite nufgthort, Sremfen unb Sanbkasten rourben oergebens in Anwenbung gebracht. Es gab nur noch tin Mitttl, um sich aus btr gtfahrlichtn Lagt zu befreien — Konlrtbampf. Abtr auch bitfts lttztt Miitttl hattt nicht ben gtwfinfchttn Erfolg. Dit Rabtr ber Locomotive btroegten sich roohl nach rfidroarts, ber Zug jtboch glitt immer fchntlltr nach vorwans. Da gab ts ftin Aufhalttn, teinc Net-tung, ber Zug war — burchgegangen. Mit lalttm Schweihe auf ber Stirnt stand btr Ffihrer auf btr Locornotivt, tr fah das Un-gtfid tommtn unb lonnte nichts thun, um ts zu vtrhfittn, gar nichts! Vollt zwti Mtiltn GtfaUt hatte tr vvr sich unb bazwischtn tag tint Station; bort erwartttt tin Lastzug btn Ptrsontnzug. Wettn tin Wtchsel falfch stand? tr wagte ts gar nicht, baton zu drnktn. wit Rom bits stets getfjan Dah bcr Stand ber Dingt traurig — ja fast verzroetfelt ist, ttinn* ten roir tiitraumttt, roenn nicht bie Thatsache ware, bah ts langt ber Stanb ber meisten katholischtn Lanbtr gewesen ist, in wclchcm ber Papst pflicht-gemah fein AutzerstcS that, um ebenfo grotze obtr grotzere Bnhen, Strafen, Elenb unb Unbequemltch* feiteit ben Mitgliebern aller nnbern chrtftltcheit Ge-meittben aufzulegtn, um nur zu ftnbtn, bah tS ihntn bci allcbem fdjeinbar nicht schlimmer geht. . . . . Wir roollen hoffen," hciht cs am Schluffe, „batz in ben Tagcn, bie bcvorstchcn, nichts roeitcr als Anathemas gebraucht roerben unb batz bem Papst bas Monopol bersetben beroilligt roerben roirb." In B r a sili en ist ber Kircden-Con-flict in ber Provinz Pernambuco bis zu einem vollstanbigen Anshoren bes Goltesbienstes in sammt-lichen Pfarrkirche.t gebichen. Der Bischos von O 1 i n b a besahl alien Psarrern ftintr Dioctst, fiberhaupt letnen Gotlcsbienst mehr zu halten, roenn fie untcr ben Anbachligen auch nur cin Mitgtieb folchcr Brfibcrfchaftcn bemerlten, bie er mit feinem Jntcrbictc bclegt hattc. Da nun bie bacon Belros-fenen nur um fo eifrigcr in bie Kirche gingert, fo horte saciisch ber Gotlcsbienst in sammllichcn Pfarr-kirchcn auf. Der Prafibcnt ber Provinz Pernambuco hat nun fofort ben Bcfchl gegeben, bah tin Pfarrtr, btr cincn Gottcsbienst aus anberev als Krankheitsursacht ausfalltn laffe, fo langt ktintn Gehalt aus ben Staatskaffcn bcziehen follt, als tr fetne Pflicht nicht thue, unb bies ist ffir bit ganzt niebcrt Gcistlichkeit ber Provinz tint fthr cmpfinb* liche Matzregcl. Das Vorgchen bes Bischofs von Olinba ist jedenfalls bas Starkste, was ftit btr Unfehlbarfcitscrflarung in ber katholischen Welt oorgetommcn. Der jungt unb heitzblutige Bischos spielt ba mit einer sehr gefahrlichen Waffe. Bur Tagesgeschichte. Jetzt rourbc bie Station sichtbar. 8aut getlte bie Dampfpfcift. Wtnn sit bort bas Nothfigttal nur oerftanbeit, roenn fie nur Zeit hatten, es zu beachten'? — Mit einer Gcschwinbigkeit von 12 Meilcn per Stunbe fuhr ber Zug in bit Station tin, gltich einer Bision flog ailed an thm ooruber unb jetzt — ber Ffihrcr athmete tttf auf, bit grofjtt Gcsahr lag hinter thm; tr hattc bie Station glfick-tich passiert. 9>och zchn Minuten bauerte bic tollc Fahrt, bann hattc er roieber horizontale Strcckc, bann lonnte tr bas rotlb gtroorbtnc Mafchintnun-gehtutr roieber banbigen. Eine Stunbe fpater hielt ber Zug in K. Er war toohtbehatten bort angefommen, nur bit Brust-toonb ber Locornotivt hattc bei bem Wtgraumtn bes Felsstfickes cine wefemliche Beschabigung erlitten. Der Fuhrtr tiftatttte ftintm Vorgefetzlen Be-richt fiber bit Fahrt unb fagtt zum Schlusst: „Jch bin brtitzig Jahrt alt unb Habe bunflts Haar; abcr tint zwtitt Fahrt, wit bttfe, wfirdt mich grau mochtn.” DaS ist - LocomotivsLhrtrditnst. (M. Z.) — Spitzen-Jn bustrie. Frau Emilte Bach hitit biefer Tage im Saale bes GewerbcvereineS in Wien einen Bortrag fiber Spitzrn, beren Geschlchte unb Enlwicklung. In sehr geroanbter Art begann fie mit bet Befchretbung ber trsten Spuren jener Gewebt, welche sich an bem Gewanbsaume einer in Pompeji aučgegtabencn Statue ber Diana fanben. Die Frauen con Sidon trugen fchon Schleier unb golbene Haar-netze; die Romerinnen abet fertigten fclbsi Spitzen unt) ©tirfereien, mit benen sie ihre Kleiber schrnUckten. Mit ben Casaten zerftel bie Kultur; unter bet H-tr» schast der Sarbarenvij ker vetschwand bie Spitze. Erst nachbem bie geroaltigen Woztn der Bo kerwanverung verrauscht maren, touchte bie Spitze roieOer tn bet Frauenarbeit auf. Nach ber Act, wie man sie per* fertigte, nach ihren gezfihnten Ecken unb Spitzen nannte man fie ,DenielleS". Der Name blieb ihnen in aflen Sprachen. Spanien, (Stiechenlanb unb Jialien mach-> ten sich bie eigentliche Eisindung bet Spitzen streitig; ein Jahrhunbert fpater trteb Herzog Alda burch feint ©rousamteit Tausenbe von gewerbefleihigen Nieber« ldnbetn, mit ihnen die fpitzenlliippelnbcn Frauen in# 31u«lanb; fte lieh-n sich in Qjnglanb, Ftankreich u*b Deuischianb nieber, unb eine SRteberltinberin war t», welche Barbara Uttmann zu Annaberg im Erzgebirge biefe Knnst lehttt. So entstand bte ostetrtetchtscht Spitzen-Jnbustrit. Der franzLsischen Spitzen, ber points d’Alenfon, gebentt bit SSortragenbe als ber voizfig-Itchsten Leiftungen, in welchen fibrigenS manche 6i*« roirtungett ber politifchen Berhaltniffe zu verfolgen ftttn. So rottfte man zur Zeit Elisabeths tn bit cngtifchc« Spitzen Schiffe zum Andenken an bie Armada; in Ftanlteich unter Lubwig XIV. Kronen, untcr bent Regime bet Napoleoniben ffltenen; vielleicht verfuchte man tfl bis cor furzem mit Lilitn. Schliehlich fprad) Frau Bach fiber ben Botlheil der Handarbeit im Ber« gleiche mit der Mafchinenarbeit unb betontt, bah die Mafchintnfpitze nit bit Ftinhtit unb FormenschLnhett tintr mbivibualifierttn Handfpitze haben ftinne, ihr immer bit TrivialilSt btr Mafftn.Ptobuction o1** lleben roirb. — Zur Pfetbepflege. Herr Wilhelm Kraft, GutSbcsitzet in Grotz Dohlcn, berichtct, bah er gonz gegen den iiblichm (SSebrauct) seit ltingerer Z-it seine sammtlichen schSnen Arbcitspserbc, anstail morgens schon abends ttidjtiq putzen und morgens nur biirsten laffe. Nach bet Ueberzeugnng deS Herrn Kraft genietzen die so behandelten Pferbe deS NachtS iiber eine vollfommene Ruhe, sind beS andern MorgenS fri-scher in her Arbeit und roeit weniger ©cfSltungen auS-gesetzt, alS roctm morgens burch frfiftigeS Putzen die Poren der Haul zu sehr geijffnel werden. Local- und Provinzial-Angelegenheiteu. — (Ernennung.) Das k. k. OberlandeS-gericht Hat dem R-chlSprakttcanten Herrn Jakov Munda in Laibach eine AuScultantenstelle fiir daS Herzoglhum Stain verlichen. e — (sBlatternepibemie. ) Der laibacher Magistrat erlSht folgende Kandmachung: Nachdem die Slattern schon durch mehr alS zwri Jahre in den vetschiedeaen Stiidten deS In- und AuSlandeS epide-misch austraten, und schon seit November 1872 oer-einzelt auch in der Stadt Laibach zur B-ovachtung und Behandlung gelangten, die letzien 14 Tage j-doch einen epidemischen Charaktet anzunebmen begonnen haven. Hat der Stadtmagistrat befchlossen, die Noih-tmpfung sogieich einzuslihren, d. h. eS roirb vom 23. December 1873 an roochemlich eittmal tat Raih-Hause jedermann, der es rolinsdjt, unentqelilich geimplt werden, und es werden die Bcwohner LaivachS btin-gendst eingeladen, besonders ihce noch ungeimpften .Kinder recht bald impsen zu lassen, und auch Er-wachsene zur Revaccination ermahnt, da die jetzt auf-tretenbe BlatterneptSemte in Laibach abermalS die Er-fahrung bcptigt, batz von den Blattern meistenS Ungeirnpfte, unb biese jedenfallS in einem tntensioern Grabe crgrtffitt roerbcn, a Is Geimpfte, nnd auch das PerzenlenverhaltniS der an Blattern gestorbenen bei geimpften nur 8 bis 13 pZl., bet Ungeimpften hin-gegen 38 bis 40 pZt. bettagt; dahet der Stabtrna-gifttat zur zahlrcichen Belh-iligung an der unentgelt« lichen Jmpfung driugendst einladet. — (Etn Kindetgartenfest) finbet trie alljahrlich auch heuer trn Institute der FrSulein Reh n Dtenstag den 23. d. M. urn 51/2 Utjr abends stall. Wegen der Sitzungen deS h. Vandtages gelang es der JnstitutSvorstehung nicht, slir biesen Abend den Re-dontensaal zur 33etfiiguag zu erhaltea; daS Kinderfest wild daher in ben Localitaten deS Institutes (Flirsten-hos 206) arrangiert. Die zut Ausnahrne einer grShe-ren Anzahl von grennden deS Kindergartens unzu-teichenben Riiumlichkeiten find leider Anlah, datz die Etnladtingen zum Besuche dieses FesteS heuer nur an die h. ©chutbthtirden unb Eltern der den Kindergarten befuchenden fttnber ergehen fiinnen. . — ( D i. StesanSpazzapan t.) Der kiirzlich gebrachlen Nachrichl von dem leider zu frith erfolgten Tode deS Dr. Spazzapan lassen wtr nun einen kurzen Nekrolog folgen. Dr. Stefan Spazza-Pan war in Schvapatz im gocjer Gebiele geboren, trat nach absolvierien juridtschen Studien in den StaatSbienst, war ©ecretSr unb Referent bei der be« ftandenen Ministerialcommtfsivn stir Grundemlastung in ®brz. Im Jahre 1855 l,etz er sich in Wtppach old tibvocat nieber. In diefer seiner Etgenschast war «r ben Rechtsuchenben nicht blofl in dtefern Bezilke, sondetn im weiten Umkreise betannt und old jolcher auch von seinen StandeSgenvsien geschStzt. Seine ThLligkeit beschriinkle sich nicht allein auf sein Fach, sondetn wo eS gait, Gemeinsinu zu wecken, Gcmctnbc. intereffen zu svrbern, stand Dr. Spazzapan (lets an bet Spitze. Sein Streben gait nicht egoistischen Sweden, c8 war nur bahin gerichtet, feinern Heimot-lande, inSbesondere dem wtppacher Thole durch Auf» llfitung und Belehrung zum Forlschritte zu verhelfen. Sein Berdienst in erstet Linie root dlls Zustanbekom-uten der Obst« und ffietnbou chute in Slap. Urn die Eisenbahnverdindunz Lack-Triest zu trrottlen, scheole «r roebet Miihe noch Kosten. Dem »ufblUhen uttb ber freiheiilichcn Enlwicklung bet Schule wenbete er sein besonderes Augeumerk zu. In politischer Bczieh« ung war er eitt treucr, aufrichtiger und eifriger tin« hanger der VerfassungSpartei. Sc rote in feinern offentlichen Wirken rastloS thiitig, war er im perjLn-ltchen Bttfcht ituhetst beltebt, seine Gesellschoft eine sehr getne gefuchte, weil er jebe Oelegenheit beniltzte, vetedelnd unb belehrenb auf seine Umgebung einzu-roirtcn. Bom Stanbpunkte chtistltchet Natzstenltebe kiinnen wit ben Berstorbenen tent Jefuiten HUti unb vom Stanbpunkte ber Moral ben Pfatrhosinsassen in Wippach alS Muster bestenS anetnpfehlen. Ehre fei* nem Wnbenfen. — (Christliche Duldsamkeit.) Am 13. Dezember lictz Graf Lanthieri den k. k. BezirkS-fchulinfpector unb Curatbeneficial LukaS Hilt rufcn unb ttug ihm auf, Montag, ben 15. Dezember in bet @d)loj$capeHe fiir ben verstorbenen Dr. Spazzapan eine Seelenmcffe zu lesen, roeil Dr. Spazzapan Bet-lreter bet Herrschaft gcroejeti. Hiti bebeutete ihm, datz er ties auS Ueberjeugung nicht thun kLane. Daraus hi« richtete bet Graf ein Schreiben att Hiti, roorin er seine Jntoletanz tabelt, unb ihm fiir bie Folge daS Mesfcle|ett in bet Schlohcapelle enlzieht. tiuch ltetz ihm bet wackete Gtaf die Schliiffel ber EapeQe ob< nehmen. DaS Benehmen bes jBeneficialen inbigniette allgemein. Hili, tvelcher auch zut Z-it beS Leichen-begtingmffeS bie Leutc, welche bei ber St. MatkuS-fitche liiutelen, wegjajte, ist ©chulinfpeetot unb be« hettscht roegen btefer seiner Elgenschast die hiesizen Lehrer ganz, was durchauS nicht zum B-sten der Schule gereichen kann. Die Schule debars einer welt« lichen, von fanatifdjen Pciestetn unabhangigen Ausstcht. — (9?in bet p eft.) AaS Snlatz bet in ber Stabt RubolfSwerth, bann in bet Ortfchrfl Silberborf ber OrtSgemetnbe St. Mtchael-Swpttjch anSgebtochenen Rinbetpest roirb im ganjen Bereiche bieser BezirkS-hauplmannschaft, foroie in ben Sieuetbezttfen, Gutk-felb, Nasienfntz unb Ratschach die Adhaltung von Bieh. ntatkten biS auf roeiteres behbcbltch unterfagt; im Steuerbezirke Landstrah. welcher als seuchengtenzbezirk aufgestellt ist, bletbt jelbstvetstiindlich auch noch writer« hin bie Abhaltung von Liehmarklen verboten. S&i ftnben {omit im ganjen Bereiche ber BezirkShaupt-mannfchaft Gurkfelb big auf roeiteres (eine Vieh-mcirkle statt. — ('B a h n u n f a 11.) Man melbet auS Fiume, vom 16 b.: Heute entgleiSte auf ber Ftume-Katlstadler Bahn tier Zug in Bet Nahe von Slobin unb beroegte sich autzer bent Geleise cine Sttecke fort. Es fiel baba kein Ungluct vor. Man fchrttbl auch biesen Unfall dem Mangel eine« geniigenden unb er* fohtenen Zugsperfonales zu unb ritgt gleichzeitig, datz diefeS auSfchlietzltch a us žeuten, welche Ungarisch ver-stehen, recrutiert toetde. — Von ben Schroerverroun* beten ber letzlen Etfenbahnkalasttophe hinter Buccati ftnb bereitS vier ihren Leiden erlegen. Jener Herr, dem damalS alle Ziihne eingeschlagen ronrden, roar bet Stadlpfarrer von Fiume felbft. Aus dem Vereinsledeu. Der confiitutioneUe Vetein in Laibach hielt gestern seine 48. Versammlunz. Den Votsitz flthrte Dr. Suppan, als Schrislsiihrer fun-gierte Dimitz, onwesenb roaren 43 Mtlglieber. Der Votsitzettbe tegte zanachst die Frage on, ob heuer nicht von bet SBerjaffungsfeier auS dem Gtunde, roeil bereits im Laufe deS JahreS anltitzlich der Sane-tionierung bet Wahlrefvrm unb be« 25jShtigen Re-gietungSjubiliiumS St. Majestiit beS KaisetS feietliche Bankette fiattgefunben, Umgang zu nehmen roiite. Dt. Alex Supan weiSt barauf hin, bag ben Deutsche« ohnehin so getne bet allerbingS vvllig un< begttinbete Vorwurs gemacht tvetbe, datz fte nur bei Mohlzeiten unb geselligen ZusommenkLnflen sich zu lebhafter Theilnohme unb Begeistetung eiheben, datz andererfeits abet bie liberate Pottei bie Vetfossung zwat befiSndig zu it ben, unvetbtlichlich an iht sestzu-halten habe, fte jedoch ale etwaS bestehendeS, nnverrltck-bates nicht meht alljShtlich zu feietn brauche. AuS biesen GrUnden, foroie im Hinblick auf bie Bemet-futtgen be« Borsitzenben stelll Rebnet dahet ben Anltog, bon ber Abhaltung einer Befonbern Berfoffung-feiet fiir biefe« Jaht Umgang zu nehmen. B-i ber tlbflimmuug roirb biefer Anltog mit Stimmenmehrhett angenommen. Sohin roirb zut Dagesorbnung Ubergangen unb es fprach iiber bieWeltouSstellung zuniichst Graf Hyaz. T h u r n folgenbes: Es ist on mid) bie sehr ehrenvolle Aufforberung ergangen, in ber hohen Betfammlung heute einen Bot» trog zu halten unb zum Grgenstanbe berfetben bie WeltauSstellung zu roiihlen. Diese Ausgabe ist fiir mich mit eittigett Schwierigkeiten verbunben, bo ich nicht boS Gliick hotte, Mitglieb einer AuSstellungScomrnisstotl zu sein, unb ouch bei ber grStzten Unbescheibenheit mit ben Tttel eines Fachmonnes in irgenb einem Zroeige ber WeltauSstellung nicht anmatzen kLnnte. Erroarlen See, meine hochverchrten Herten, von mit nicht eine auf fachmannifche ffenntniffe gegriinbete Kritik, nicht cine Rohbilonz iiber bie Kosten unb Vot» theile bet WeltauSstellung, sonbern ben AuSbtulk bet Geflihle, welche bie wiener WeltauSstellung in ber Brust jebe« potriotischen OestctteichetS machlig roach-getufen hat. Die G’baube auf bem AuSstellungSplotze botea eine Unterkunft ben Schiitzcn unb Ptobuclen in unb auf ber Ecbe, ben Eczeugnissen bet Arbeit, be« gei-stizen unb humanitaren Streben« der Menschheit auf dem gesammten Erbboll. Man sah bott bie Sitten unb Eigenthiimlichkei. ten bet vetschiebensten VLlketfchoften vetsinnlicht, bet Wiffensbutst fanb einen tcichlichen Labeltunk. W-tke deS FttcbenS, Grunbpfeilet beS geistigen unb matetieden AuffchwungeS logen neben Wrtkzeugea ber ZetstSrung gelagett; etflerc zut Nachohmung an-eifernb, letztere an ernstc, triibe Zeitcn mahitenb. Diefer Conttost legte jebem Menfchenftenabe ben Wunsch nahe, botz boS ZrtstijrungSmotetiol flit tmmet in bie Rlistkammct ber Oetgangenheit vetfchlosfen, hin« gegen bet Wettsttcit ber geistigen unb matcricllcn Arbeit in Permonenz erklart roerbe. Die Bebentnng bet Weltousstcllnng kennzeichnet bie am 5. November b. I. gehaltene Thronrcbc. Sc. Majestat, unset cthabenct M o notch {pro* bie gefllizelten Wotle: * ..Det rovhlthatige Einflutz ber Weltou-stellung auf ba« geiftige unb roitlhfchaflliche Leben bet BUttet, auf bie FLtbetung ber Kultur, auf die Be. tebung be« ErfinbnngSgeiste« unb be« Geroetbefleitze«, foroie auf bie Werthfchiitzung bet teblichen Arbeit roirb in alien Theilen ber Well bontbar empfunben wetben. Mit frcubiger Genugthuagg vermag ich e« aus-zusprechen, ba§ wit in biefem frieblichen Wettkampfe mit Ehten getungen unb Ersolge erfltitlen hubeb, welche ba« patriotifche Hcrz mit Slolz unb Hoffntmq etfUllen." Die WellouSstellung erbrochte ben Beroči«, botz ber Kaiferstaat nicht mitfjig ba stanb am Webestuhl ber Zeit, datz seine ProbuctionSkroft potencictt ist, batz seine geroetbliche Thatizkeit unb Jnbusttie einen krtistigen Ausschroung gcnommen unb botz unset gtvtzeS Baterlanb unter bie Kolturstooten ersten Range« gehbtt. Die WeltauSstellung roebtc ba« Bonb, welche« bazu bestimml ist, Bolter ber vetschiebensten Zungen mit cinanber zu verbinben — ba« Bonb bet Kultur, ber Wohlfohrt unb ber gerneinfchaktlichen In. terefsen. Sie hat ben Werlh bet Arbeit in ein glSn. zcndes Lichl gestellt unb baburch bem Wahrfpruthe be« grotzen beutschen MeistersLnger« ein ehrenvolle* Monument oufgebant — bem Wohrfprnche nemlich: 8e(*aftigung, die nie crmattet, Die longfam schaffl, doch nie jerflbrt, Die zn bem 4>au ber Ewigkeilen Zwar Sanbkorn mir fiir Sandkorn reicht, Doch von ber grotzen Sckuld der Zciten Minuten, Tage, Jahre streichl! Ich fchlietze mit bem Wunsche, roelchen Sie vet. verehrte Herten, ficherlich mit mit theilen, batz bie Saatkbrncr, welche bie WeltouSstellung auf bem ®rb» ball auSgestteui, Uppig in bie Hal me schietzen — bo| bie roohlthStigen ffolgkn berfelben unferem grotze* Vaterlande baucrnb erhalleu bleiben mochten. (B-ifall.) Sohin nahm Dr. K a l t e n e g g e r das Wort zu nachstehenden Bemerkungen: Jch will noch eintn Punkt hervorheben, welcher tie Bkdeulung bet WeltauSstellung fllr Oesterreich steigert. AuS bet groharligen Gastfreundschast, mil welcher man so viele Souverane emppng, toitb Oesterreich polilische Frvchle erntev. Lange war eS ifoliert, die WcllauSstellung Hal baS Banb bet Freundschast toieber gekniipft, baS Oesterreich frvher mil machligen ©taaten vereinigte. Oesterreich hat burch ben wShrend bet AuSstellung staltgefundenen AuStausch von Freund. schastSbezeugungen jene Slellung in bem volkerrecht-lichen Berbaube Europa'S zurlickeroberl, welche noth^ roenbig if}, um ben Frieben sicherzustellen. (Čebhafter Beifall.) (Fortjetzung folgt.) Witterung. I'aibad), 18. Dezember. Heiter, starker Reif, angenebmes milbes Wetter, schwacher Siibosi. War me: morgens 6 Ubr + 0 2", nachmittags 2 Uhr + 8 8° C. (1872 + 3-2, 1871 + 0-9'). Barometer im Steigen 736 53 Millimeter. Das gestrige Tagesmtttel bet Warme + 15° um 3 0” llber fcem Normale. ________________________ etngcfenbtt. Allen Kraukeu Kraft uitb Gesoudheit ohne Medizin nnb ohne Kosten. Revalesciere du Barry non London. Seine JftanlSett eetrneg bet belicaten Beralesoitre dn Barrj « DU erfiehen, utib beleitigt btefelbe ohne »lebijin nnb ohne »often alii Bt«jen», Nerven., Brnft., 8nngen», Leber-, ®tflfen», Schleimhau«., »them-, Blasen- nnb Rierenleiben, Tubctculofe, Schwindsuchl, Asthma, »nflen, nneerbenli*teit, Berstopfnng, DtarrhSen, Schlastoftakeil, Schwache, fcamcrrhotben. SBaficrfncht, Fieber, Schwinbel, Blutaufstei. ten, Dhtenbtaufcn, Uebelleit unb Srbrechen selbst wahrenb bet Echwan-«ctf*aft, Diabetes. Melancholic. Ubmagctung, Wheumetiemn« Bicht, vleichlucht. — »uszilgi an« 75.000 dertiftcaten fiber ecncfungcn, bit ■Oet Blebijin viberftanben, toerbcn onf Berlangen franco eingefenbet. Vlahrhafter all Fleifch erfjpart bie BerileaciSre bci Srwachseue, enb Jtinbern (flnfjiamal ihren Prei« in Lrzneien. In Blechbuchlen eon ein Halb Plund fl. 1-BO, 1 Pfb. ft. 8-66 t Pst. ft. 4-JO, 6 Pfb. 10 ft., 18 PIb. 80 fl., 84 Pfb. 36 fl. - Ke-rfcleecitre-BiBcniten in Bfichsen * fl. 8 50 unb fl. 4*60. — Beraleecifcre Chocolate in Pulbet unb in Tabletlen ftit 18 Saffen fl. 1-50, 84 Taste, ta-60, 4 Iwften fl. 4-50, in Pulver (fit 180 Stafien fl. 10, Mr 888 affen fl. 80, ftit 676 taster fl. 86. — Zu btjieHen bnrch Barth bo e -tty * S0mp. mWlen, Watiflschgaeee Kr.8,inLalbaob be, E. Wahr, fotoie In alien Eliidlen bei guten »pothekern unb Spe. lereihtinbktn ; auch berfenbet bat tenner Han« nach oDee •egenber gegen Poftan»-!ifnng obet Naihnahme. Bitetr BSrse vom 17. Trzrmder. Staatsfonds. 6betc. Rente, Lst.Pab. bto. bto. oft. in eilo. Soje eon 1864 .... 8c|c eon i860, gan>< 8ofc eon i860, Stinfi Pramieusch. e. 1864 (jrondentl.-Obl, Cteiennarl jn 5 pLt eiraten. »tein. u. JtfiftcnUnb 6 „ nngatn ju . . 6 „ 8teat.u.6lab.6 „ eitbenbtitg. ju 6 „ Actien. Natioualbank . . . Onion - Bank .... Itetitanflalt . . . ft. 6. Sscompte-Bef Snglo.-oBen.Ben! > Cen. Sobencteb.«*.. Cep. Hbpoth.-Banl eieict. ««compt.-BI. gtenco»Austria . Jtaif. ffetb.»8lotbb. »iibbabu-B-jellsch. Jtaif. Mtfabetb-Bahn. 8*tl»8nbl8ig»e«t*. eicbcnb. Sisenbahn CUalltabn . . . Itif. gtani»3ofcf«b.. gln«:.»aicfet tlfllb.gtum. Bah- . Pfandbriefo. W*tion. S.tt.Uetloeb. Uag. Bob.-Srebitanst. ■ng. hft.«ob..«rehit. »bto. in 88 3. iMl. . Gelb Ware 69.40 69.60 74.lt 74.30 #6.— 96.50 101.-^01.60 109.60 110.— 129.- 1189.20 S3.— 75- 75.60 73.— 993. 101.60 89.- 75.75 77.- 73. 965. 103. 834.50,835_____ — 890. 131.50 131.76 Palffy lilatb Deft. Hhpoth.-Banl. Prioritftts-Obl 6iibb.-@ef.ju 600 {Jr. bto. Bou» 6 pSt. »orbwb. (100 ft. SM.) Eieb.-B.<»oo st. o W.) EtaalSbahn pr. etiid EtaatSb. pr. 61.1867 Rnbolfb. (300 st. Č.to.J Franz-Iof. (800 ft.6.- Lose. Credit 100 (1.6. to. . Dou.-Dampffch.-Bef. ju 100 fl. SM. . > Triester 100 st. SM bto. 60 fl. o.W. . Cfenet . 40. ft. b.to. 6alm 29.6« 2060, 30.— 40 , *0 , <0 , 40 , 80 , 80 , 10, 10 , 6t. @enoi6„ toinbifchgtie toolbstein . , 8070 »egleeich . 167.—[16S.—jWubolffftift. *86 lio stiel”!’Weehsel (3SRon.) 33sl—'336'—’ ®“8'S- J®* 61 15U.60 151.50.^**^ 100 . Mflnzen. 89.85 81.-- 90.60 Veld 91.10 111 — looiso 84.-139 - 180.75 92.75 102.75 172.— 12.— 23.50 34. 31*60 22.60 20.50 21.-13.— 12.— 94.75 95.26 Ware 91.26 111.26 lOlI— 84 26 140.-131.— 93.26 103.— 172.60 89.-117.-63. 84.— 36.— 22.— 32.-21.50 21 50 23-14.-12.60 95 -95/0 Epigramm. QSeleitcn rcottt’ ten Spazzapan Zu Grabe nidit — der Grabrijan Will's Gott ■ - kommt ohne Grabrijan ,,3’n Himmcl aiifi" Spazzapan. (672) Hochst geeignete eihllllSts-Gkschkilkk zu bedeuteiid herabgesetzten Prcisen, als: Kleiberstoffe von .... fl. —-30 oufroSitS, Schwarz-Sammt „ . „ —-70 „ Nvbletz 1-50 Fail! „ 2-30 „ Watmoll 110 „ Tuchkleid 2— „ Jacke „ 3— „ Regenmantel „ . ... „ 7.— „ UmhLngtuch .................... 3-50 Tarlatans „ —30 „ Borhiinge „ . „ —30 unb verschikbene anbere moberne Artikel in ben nenesten Aussithrungen bei A. Popovič, (669—2)______________Laibach, HauptplStz 7.__ 113.30 113.60 44.661 44.76 91.10 »eij.Wihii.$*titfe* . 6.41-80.60 80-etMClfttid . . . 9.085« 91.— Prenh. *af|enf*eine . 1.M85 bl.85 eilbtt...............! 108.85 6,42— 9.i »— 1 6950 103.60 Trlegraphischrr Curtbericht am 18. Dezember. Papier-Rknte 69,40 — Silder-Reole 73,90. — I860' etoote.Znltben 101,90 — »onFoctien 997. - Eredit 234,50 — London 113,30 — Silver 108,65. — fl. (. Mstv^-Ducaiei 20-Fraucs-E>ttlcke 909. Danksagung. Fiir bie innige Theilnabme am Leichenbegiing-niffe bež verswrbenen Herrn C I. Sti'ckl fiihlcn sich verpflichtet ben herzlichsten Dank aus-zusprechen die traucrnden Hinterbliebenen. 1 SteicrmSrk. Sens-Mrik 1 M. I. Sclosserer >c 8L Gin Pserd, siebenbllrger Stute, Apfelschimmel, 7 Jahre alt, IS1/, Faust hold, sehlersrei, sehr gut geritten nnb auch eingefahren, ist sammt Brnstgeschirr unb neuem nbinefcr Wogen preiswiirbig zu verkanfen. — Hierauf 8k'sche Real., Ponikbe, LG. LaaS — 3te Feilb., Gcri'sche Real., Ober-feedovf, BG. Lao«. — 3. Feilb., Grablovii'jche Real, Zagorica, BG. Sitiich. — 3te Feilb., Anznr'fche Real., Ga-berje, BG Vittoi. Leiv-, Hisch- unb 'Mejiwasche. \ s je a s <0 «a Ai Vine. ffosclinaM. Occasion! 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