Nr. 272. Mittwoch, 2ft. November 1«90. lt)!>. Jahrgang. Laillacher ^ Zeitung. !lein^" "' balbjähri« fi, ü 5«. .flir di, Zustlll"»« <»« Hau« ll°»,,j«hl<8 ft- l. - In,ert«on»yebÜr: Ml »1»ssr»tt l>i» zu 4 Zellen »5lr,, groke« per ^e» Ubr uulmütass«, — Uüllonlierte Vrlefe werben nicht angenommen und Mnnull-i-ipte nicht zurückgeNellt. Umtlichei Hljeil h^e. k. und k. Apostolische Majestät haben mitAller- be>? Entschließung vom 21. November d. I. die M H ^ ^^ ^'^i und Charakter eines Ministerial. Ds ^.bekleideten Sectionsräthe Johann Kapf und ^ ^iitold von Korytowski zu Ministerialräthen "lnanzministtrium allergnädigst zu ernennen geruht. Dunajewski m. p. Nll,^' ^ und k. Apostolische Majestät haben mit d^Mster Entschließ.lng vom 12. November d. I. ^"!"le Sophie Gräfin Bail let be La tour zur in H.bame des herzoglich Savoyen'schen Damenstiftes >^"« allergnädigst zu ernennen geruht. Nichtamtlicher Hheil, Krainischer Landtag. ^"zehnte Vihung am 22. November. (Schluss.) »y sodann referierte Abg. Dr. Ritter von Blei-dc«z? "°""ns des Finanzausschusses über das Gesuch arbe^" ^"^aten Anton Koblar im Landeszwauqs» hllhz Muse um definitive Anstellung. Der Ausschuss dez ^'^ Mar im Principe für die definitive Anstellung ^ens^ " ausgesprochen, doch seien inbetreff der ^eser l "^ einige Aufklärungen nothwendig. Der kz' "Nt stellte daher den Antrag, es sei das Gesuch die N ?" KMar insolange unelledigt zu belassen, bis r'Nez V^ndluligen mit der l. k. Regierung bezüglich geschs„sf 'sivnbbeitrageS auS dem N?ligionsfonde ab« ttllge werben. Das Haus stimmte diesem An« Ah. ^"lnens des Finanzausschusses referierte hierauf ^gkl, V ^'"er von Bleiweis über den Antrag lloch /Sendung eiues Doctors der Medicin zu Dr. ^r tu! ^^'" behufs Aneignung der Heilmethode zu dj.l Me Krankheiten. Der Ausschus« beantragte blNjenl ^^^ ""^ Subvention von 200 fl. für lluf si ^" '" Laibach domicilierenden Arzt, welcher sich Ulrichs a ^^^"' "°ch Berlin oder später zu dem sl^.« «wecke „ach Wien begeben wollte. Abg. Gras-^°llin s'^^' ^ der betreffende Arzt jedenfalls nach ^lllnetb? ^?^en müsste, um an der Quelle Kochs lWasisk ^ anzueigenen und stellte einen dies« ^!^n Antraa. Aba. Dr. Tavcar seht noch einige Zweifel in die angeblichen Erfolge Kochs und ist dermalen gegen die Entsendung eines Arztes nach Berlin; sollte Kochs Entdeckung sich bewähren, so werde der betreffende Arzt in Wien die gleichen Infor-mationen sich holen können, wie in Berlin. Abg. Dr. Voönjak trat für den Antrag des Ausschusses ein. welcher auch vom Hause angenommen wurde. Der Antrag des Abg. Grasselli wurde abgelehnt. Nachdem sodann Landeshauptmann-Stellvertreter Baron Apfaltrern den Vorsitz übernommen, re-ferierte Abg. Dr. Papez in ausführlicher Rede über den Gesetzentwurf, betreffend die Regulierung des Neu» ringbaches und stellte den Antrag, es sei der diesbezüglich gcfasste Beschluss des Landtage« außer Kraft zu sehen, der Landesausschuss aber gleichzeitig zu beauf. tragen, die nöthigen Schritte zur Sicherstellung eines Beitrages aus dem Meliorationsfonde für die Regulie-rung des Neuringbaches zu unternehmen, über den Erfolg in der nächsten Session Bericht zu erstatten und einen diesbezüglichen Gesetzentwurf dem Landtage zu unterbreiten. Der Antrag des Referenten wurde vom Hause ohne Debatte angenommen. — Abg. Kersnik berichtete über das Gesuch des Gemeindeamtes Land» straß um Vollendung der Straße zwischen Landstrah und der Gemeinde Kalije in Kroatien. Das Gesuch wurde dem Landesausschusse mit dem Auftrage ab» getreten. Erhebungen zu pflegen und in der nächsten Session Bericht zu erstatten. Abg. Povöe referierte über die Petition der Gemeinden des Steuerbezirkes Mottling um Bewilligung eines Landesbeitrages von 300 fl. für die Anlage eines Versuchs'Weingartens mit amerikanischen Reben. Die Petition wurde dem Landesausschusse abgetreten und derselbe beauftragt, bei der Vertheilung des zur Anlage von mit amerikanischen Weinreben bepflanzten Weingärten bewilligten Credits von 1500 fl. auf dieses Gesuch in erster Linie Rücksicht zu nehmen und auch bei der k. k. Regierung eiue Unterstützung zu erwirken. Abg. Kavcii berichtete über bie Petition der Ge. meinde Ostrozno Berdo um Gewährung emer Suv-vention für den Brückenbau über den Rekafluss. Das Haus nahm den Antrag des Referenten an. wornach der Landesausschuss beauftragt wirb, ein Project für diesen Brückenbau anfertigen zu lassen und eine ent. sprechende Subvention zu bewilligen. Abg. Baron Rechbach berichtete über den Gesetz-entwurf. betreffend die Ausscheidung der Unlergemeinde Olle aus der Gemeinde Dobrunje und Eonstitmerung derselben als selbständige Gemeinde. Die Untergemeinde Orte hat beim Landtage bereits fünfmal die Bitte um Ausscheidung aus der Gemeinde Dobrunje und Eon« stituierung als selbständige Gemeinde unter den Namen «Rudnil» eingebracht. Diese Untergemeinde umfasst die Steuergemeinde Orle mit der Pfarre Rudnil. wo sich auch eine Volksschule befindet. In dieser Steuer-gemeinde sind nachstehende Dörfer gelegen: Nabna» goriza. Daljuaoas. Orle. Rudnik. Selo bei Rudnil und Srednjaoas. nach der letzten Volkszählung mit 778 Seelen und 123 Häuser. Nach Angabe der Petenten zählen dageben diese 6 Dörfer gegenwärtig 136 Häuser und 860 Einwohner. Die nrue Gemeinde Rudnil würde an nachfolgende Steuergemeindrn grenzen: Stefansdorf. Wisowik. Podmolnik. Lanische und Karlstädter Vorstadt der Landeshauptstadt Laibach, und das nächst gelegene Dorf der genannten Untergemeinden ist eine Stunde von Rudnil entfernt. Im letzten Jahre wurde dieser Untergemeinde an directen Steuern der Betrag von 2069 fl. vorgeschrieben. Die Gemeinde Dobrunje umfasst gegenwärtig acht Steuergemeinden: Stefansdorf, Wisowil, Dobrunje, Sostro, Iavor, Podmolnik, Lipoglav und Orle, welchen an directer Steuer 14.711 fl. 92 kr. vorgeschrieben sind und die nach der letzten Volkszählung 4964 Ein« wohner mit 778 Häusern zählen. Die Einwohner sind eingepfarrt nach St. Peter in Laibach. Mariafeld, Sostro. Iavor, Lipoglao und Rudnil. eingeschult dagegen nach Unterbirnbaum, Mariafeld, Sostro und Rudnik. Nach Ausscheidung der Steuergemeinde Orle mit der Pfarre und Schulgemeinde Rudnil aus der Gemeinde Dobrunje würde diese noch immer 4186 Einwohner zählen und 12.642 fl. 92 kr. an directer Steuer jähr« lich zahlen. Da seit der letzten Volkszählung die Zahl der Einwohner zugenommen hat, würde sich dieselbe nch Constituierung der Steuergemeinde Orle in die neue Gemeinde «Rudnik» nur um weniges herabmindern. Es darf aber auch behaupt« t werden, dass diese neue Gemeinde, welche heute gewiss mehr als 800 Einwohner zählt und über 2000 fl. an directer Steuer zahlt, ohne Schwierigkeiten die ihr ge-setzlich obliegenden Agenden verrichten wird, und jeden» falls auch leichter, als dies der Vertretung dcr großen Dobrunjer Gemeinde möglich ist. Die Einwohner in der Steuergemeinde Orle haben zu ihrem Bürgermeister einen Gehweg von 2 bis 3 Stunden, und verlieren dadurch viel Zeit bei ihlen Arbeiten und Geschäften. Es lann daher niemand in Nachdruck »,ibot»n, Feuilleton. Vom Edelweiß. sine Natur, und Culturstubie. haly ?,Type heg Verlassenseins faftt Margarethe 'htew ^, Edelweiß und stellt eS in diesem Sinne melancholischen Ich zur Seite: Au senkst, wie ich, dein bleiches Haupt, >°>t du, gleich mir, an's Glück geglaubt? "nd siehst du auch die Blume dort >lm trauten, silßen Gartenhott? Aehst du der Freude Rosen blühn, Ale Falter auch zur Hochzrit ziehn? ^ch muss, wie du, so einsam sein — "!>r beide sind allein — allein! cltt 'u""izender Glückwunsch in obderennsischer Mund schule i« Uldenen Jubelfeste des Leiters einer Land-ttM/" "berösterreich (bei Omunden) von N.Fischer der Hl,, urwüchsigem Humor die Schöpfungsgeschichte "Hrelan ""d also auch des Edelweiß, das nach ^llla?? ändern «mit vieler Müh und Sorg und ,"en e» k ^" Felsen seiner Sehnsucht erreicht», von (e„) H,..yalt nimma (nimmer) weit zum Himmel sein ^"n (en) him'. Nur d' Färb, do rothe, frische, dö ! >ls baweil anberö wor'n. j ^. Das Vleamerl is iatzt weiß. ^"llll l """ kommt unser Gelegenheittdichter zur °'e von?" Fabel und zu deren Nutzanwendung auf Hn, gefeierte Perfon: Das «Edelweiß», so wirds benennt, Weg'n seinii weih'n Haar. Weils nur das Edle ang'strebt hat Und weil'S so tapfer war. — U Mensch, der so wia's Edelweiß Sich steckt a höhers Ziel, Nüt nachgibt, bis er hat erreicht Das Edle, was er will, Ob a d'rum seine Hoar hat bloacht (gebleicht) Dö Müh. dö Sorg, der Fleiß — N solcher Mensch is, glaubtö ma's gwiss, U selt'ns Edelweiß. Und wie im Liede tritt das Edelweiß auch in den anderen Dichtungsarten als Allegorie auf. So lässt ja Ludwig Gaughofer einen seiner Romane vom «Edelweißlönig» handeln und benennt das Buch nach ihm, dessen märchenhaftes Sein er mit der vollen Gestaltungskraft seiner reichen Phantasie ausgestaltet; rs erzählt uns Nataly von Eschstruth in einer ihrer Erst-lingsschriften schon so bestrickend eine wahre Geschichte von einem «Edelweiß», eincm nach vielem kühnen Wagen endlich doch erreichten selten edlem Weibe; Verthold Auerbach benennt eine «wahre Dorfgeschichte. Edelweiß; Alfred von Zett bringt ein Blumenmärchen «Edelweiß»; Hermine Proschto betitelt in ihrer «Jugend-himat» eiue Dorfgeschichte «Edelweiß», uud Theodor Messern fasst unter dem Gl'sammttitel «Edelweihsterne» sechs gleich schöne Hochlanosgeschichten für die reifere Jugend zusammen. In einem Festspiele, das die geistvolle Kaiser« tochter Erzherzogin Marie Valerie von Oesterreich zu einem festlichen Anlasse — dem Geburtstage der Kai-serin — verfasste, ließ sie die LicblinaMume ihres kaiserlichenl Vaters, das «Edelweiß», als Person auftreten und spielte diese Rolle selbst. Als die Münchener Künstler im März d. I. in Wien gastierten, brachten sie einmal das ländliche Charaktergemälde «Nlmrausch und Edelweiß» von H. v. Schmid uud ein andersmal Neuerts Bauerukomödie «'s Edelweißliserl» mit vielem Beifall zur Aufführung. Die bildende Kunst zeigte in den Wiener Kunst« ausstellungeu wiederholt prächtige, das Edelweiß als Motiv habende Bilder der Wiener Maler Pelter Franz (1791 bis 1866) und dessen Sohn Theodor (1822 bis 187/). Unter drm Tltel «Edll-weih» erlebte eine Auswahl der beliebtesten Volkslieder aus Tirol, Kä'nten und Steiermark von I. E. .Hummel schoü die 30. Auflage; ein Zitherclub in Oybin führt den Namen «Edelweiß», und aus dem weltbekannten Kalender-V.rlage von Fromme in Wien geht Jahr um Jahr ein «Edelweiß-Kalendcr, hervor, der in jedem ncinu Jahrgange das neueste Porträt der Erzherzogin Elisabeth, der kleinen Tochter weiland des unveiqesl-lichen hohen Naturfreundes Kronprinzen Rudolf, seinen Lesern biclet. Von der Allegorie ist zum Symbol nur ein Schritt, und so sehen wir das »Edelweiß» als Sinn-bild gar häufig gebraucht. In dieser seiner Eigenschaft als Smubiloblume wird das Edelweiß von einer allzufrüh dahingeschiedenen, gottbegnadeten erlauchten Dichterin Trchcrzogin Marie Antoinette von Toscana (Pseudonym: Ärno) in feinsinnigen Versen gefeiert, als die Sinnbildblume des kaiserlichen Oesterreich und zu« gleich als das Sinnbild des eigenen, in der literarischen Welt wohl bereits voll anerkannten hohen Strevenz: Laibachel Zeitung Nr. 272. 2268 26. November 1890. Abrede stellen, dass die Klage über die zu große Aus-dehnung der Gemeinde gerechtfertigt ist, wenn erwogen wird, dass fast ein halber Tag verloren geht. wenn jemand einen Heimatfchein oder ein Dienstbotenbuch erhalten oder die Bestätigung des Postrecepisses und militärischen Urlaub haben, oder dem Bürgermeister über eine in seinem Hause vorgekommene ansteckende Krankheit berichten will «. Wenn er dagegen zum Bürgermeister fährt, muss er auf der Laibacher Maut die Mautgebür per 12 kr. entrichten. Des weiteren muss erwähnt werden, dass in manchen Fällen die Gemeinde-Insassen dringende Hilfe vom Gemeindevorsteher benöthigen, die ihnen jedoch wegen der zu großen Entfernung des letzteren nicht gewährt werden kann, weshalb sie eben Nachtheile zu erleiden haben. Wegen der großen Ausdehnung der Gemeinde, welche sechs Pfarren umfasst, können dem Bürgermeister und den Gemeinderäthen die Verhältnisse der Gemeinde. Insassen auch nicht genau bekannt sein. Petenten behaupten deshalb, dass aus diesem Grunde auch die Polizei«Aufsicht in materieller, sittlicher und sanitärer Beziehung eine schlechte und mangelhafte sei, z. B. gegen Diebe, Vaganten, Zigeuner, zudringliche Betteleien arbeitsfähiger Individuen, unbefugten Vrant-weinausschank, Verabreichung von Getränken über die Sperrstunde u. s. w. Mit Rücksicht darauf, dass der Landtag bereits zu wiederholtemmalen die Petition der Untergemeinde Orle als gerech fertigt anerkannt hat, und in Erwägung, dass die Gemeinde Dobrunje noch immer eine der größten Gemeinden in Krain bleiben wird und dass ihr zur Erfüllung ihrer Verpflichtungen noch immer genug Mittel zu Gebote stehen werden, in weiterer Er« wägung, dass die Unlergemeinde Orle. wenn sie die Selbständigkeit erreichen wird, nach den gegebenen Verhältnissen ihre Agenden leicht und in mancher Hinsicht auch leichter und besser verrichten wird, als dies der gegenwärtigen Vertretung möglich ist. und endlich in der Erwägung, das« die neue Gemeinde Rudnit mit der Pfarre und Schulgemeinde Rudnik die gleichen Grenzen haben wird. beantragte der Referent, es sei dem vorgelegten Gesehentwurfe die Zustimmung zu ertheilen. Der Antrag deS Referenten wurde ohne De« batte angenommen. Abg. Dr. Tavcar referierte über die Petition der Gemeinde Hrenowitz um Errichtung eines selbst« ständigen Strahenconcurrenzbezules. Die Petition wurde über Antrag des Referenten abschlägig beschienen. Abg. kais. Rath Murnil referierte über dic Petition der Ortschaften Bulovje. Gorenje und Luegg um Aus» scheidung aus der Gemeinde Hrenowitz und Ein« verleibung zu Ndelsberg. Die Petition wurde dem Landesausschusse abgetreten; desgleichen die Petition des Vezirtsstraßenausschusses Grohlaschitz um Einreihung einiger Gemeindewege in die Kategorie der Vezirks-straßen. Beim letzten Punkte der Tagesordnung beantragte Referent Klein namens des Rechenschaftsberichts« ausschusses anlässlich der Berichterstattung über das Capitel «Unterrichtswesen» zwei Resolutionen. Die erste derselben spricht das Bedauern des Landtages darüber aus, dass die bezüglich des Fortbestandes des aufgelösten Krainburger Gymnasiums seitens der Landes« Vertretung sowie anderer Corporations unternommenen Schritte von keinem Erfolge begleitet waren. In der über diesen Resolutionsantrag eröffneten Debatte führte der erste Redner, der Abgeordnete Dr. Tavcar, aus, dass die Regierung den Slovenen gegenüber in der Frage des Krainburger Gymnasiums eine feindselige und hartherzige Haltung beobachte, da sie trotz des allgemein kundgegebenen Wunsches nach Fort bestand dieser Anstalt an ihrer Auflösungsverordnung festhalte; er beantragte schließlich zur Resolution dcs Ausschusses den Zusatz: Die hohe Landesregierung werde ersucht, sich beim hohen l. k. Ministerium für Cultus und Unterricht wegen Wiedereröffnung des Krainburqer Gymnasiums und dessen Erweiterung auf acht Classen zu verwenden. — Einen weiteren Beweis für die Feindseligkeit der Regierung gegenüber den Slooenen wollte der Abg. Hribar darin erblicken, dass die Regierung an dem Fortbestande des Untergymnasinms in Gottschee. obwohl dieses hinsichtlich der Schülerauzahl und der Unterrichtserfolge jenem in Krainburq weit nachstehe, festhalte, und zwar wohl nur deshalb, weil diese An« stalt eine deutsche sei. Landespräsident Baron Winkler erklärte, die oben erwähnte Behauptung des Abg. Dr. Tavkar als völlig unbegründet zurückweisen zu müssen und fühlte gegenüber dem Abg. Hribar aus. dass der Fortbestand des Gottscheer Gymnasiums begründet sei in den vielen und bedeutenden Opfern, welche die Stadt Eottschee für die Gründung und Erhaltung dieser Anstalt gebracht habe und noch bringe, ferner in der sehr be» deutenden Entf.rnung Oottschee's von Laibach sowie in dem Umstände, dass das dem Gottscheer Lande aller« dings näher gelegene Gymnasium in Rudolfswert in seinen unteren Classen ausschließlich slovemsch sei. Den Beweis für die weiteren Ausführungen des Abg. Hribar, dahingehend, dass am Gymnasium in Gottschee zur Erzielung einer größeren Schüleranzahl unreife Schüler aufgenommen würden, sowie dass die Unterrichtserfolge sehr ungünstige seien, diesen Beweis sei der Abgeordnete schuldig geblieben und stehe diesen unbewiesenen Behauptungen die Thatsache gegenüber, dass aus dem Gottscheer Gymnasium, wie dem Redner bekannt, sehr tüchtige Männer hervorgegangen seien. Die vom Aus« schusse vorgeschlagene Resolution wurde sammt dem Zu< satzantrage Tavcars mit den Stimmen der slovenischen Abgeordneten angenommen. Der Unterrichts-Ausschuss beantragte ferner eine Resolution zu Gunsten der confessionellen Schule, worüber sich eine lebhafte Debatte entspann, in welcher insbesondere Abg. Freiherr von Schwegel consta« tierte, dass in Krain das Bedürfnis nach der confessionellen Schule absolut nicht vorhanden sei, sowie dass auf Grund eines seichten und wenig ernsten Aus» schussberichtes eine so hochwichtige Angelegenheit nicht discutierbar sei. Sodann wurde um 3 Uhr nachmittags die Sitzung geschlossen. Politische Ueberficht. (Aus Böhmen.) Die Dissidenten des alt« czechischen Clubs haben vorgestern ihre constituierende Versammlung abgehalten. In derselben wurde beschlossen, sich vorläufig nicht als Club zu konstituieren, sondern bloß eine freie Vereinigung zu bilden. Zum Obmanne derselben wurde Abg. Dr. Skarda gewählt. Bezüglich der Wirksamkeit der neuen Partei qieng die Meinung dahin, dass vor allem eine Annäherung zwischen den beiden bestehenden czechischen Parteien anzustreben und die Stellungnahme g?gen den Ausgleich fortzusehen >e> (Dem niederösterreichischen Land' tage) ist vorgestern der Bericht des Ausschusses übe» di>> Regierungsvorlage, betreffend die Vereinigung dec Vororte mit Wien. unterbreitet worden. Der Landt^ ist nunmehr in der Lage, die Verhandlung über du' umfangreiche Vorlage in seiner nächsten Schung ^ ginnen zu können. Im Landtage legten Schöffe! "N Genossen einen Gesetz'Entwurf vor, betreffend Abällve rung des § 38 der Landes-Ordnung in dem SmM. dass zur Giltigteit der Majoritäts-Beschlüsse des Üano tages die Anwesenheit der Hälfte aller Mitglied" "< forderlich sei und Stimmengleichheit die AblehmW bedeute; zur Aenderung der Landes-Ordnung '«»' besondere bezüglich des derzeitigen GebietsUmfang^ Niederösterreichs soll dic Gegenwart von mindeste»» drei Viertel der Mitglieder und die Zustimmung vo» zwei Drittel der Anwesenden erforderlich sein. > (In den Kärntner Landesaussch"'^ wurden gewählt von den Abgeordneten des Oroßg"mo besitzes Dr. Karl Ubl. von jenen der Handelöka'mnel, Städte, Märkte und Industrieorte Bergrath H""^ huber, von jenen der Landgemeinden Gustav Hock (^e) und vom gesammten Landtag Bergrath Karl 3t- ' Hillinger; ferner wurden zu Stellvertretern geway Dr. Josef Luggin. Paul Mühlbacher. Dr. Ma'lM Abuja und Bürgermeister Glöckner. Der Finanza"» schuss des Landtages hat beschlossen, zu beantrage», von der Errichtung einer Landes-Hypothekenbanl Uw gang zu nehmen. .. (Tirol.) Wie aus Innsbruck gemeldet n»"' hat Landeshauptmann Graf Brandis an die Reg'""^ das Ersuchen gerichtet um Gewährung einer NachsM'" des Landtages im Jänner. .^ (Aus Dalmatien.) Statthalter FML,^"° ist vorgestern vormittags um 9 Uhr mit einem Sepa^ zuge in Metkovic' eingetroffen, wo er auf das fkstlla) empfangen wurde. Er reiste sodann, lebhaft b?g^° von der angesammelten Menschenmenge, unter Klängen der Musik, unter Pöllerschüssen und M"" geläute die Narenta stromabwärts. Auch in "U übrigen an der Narenta liegenden Ortschaften w>> der Statlhalter während feiner Weiterrrcise f^'^ begrüßt. An der Narenta-Mündung erwartete ein lkr'eg dampser den neuen Landeschef, dessen Ankunft in O" gestern um halb 4 Uhr nachmittags erfolgte. ^ (Böhmische Landesaüsstel luua) ^ deutschen Abgeordneten beschlossen vorgestern. aMi'^ der Haltung des czechischen Volles gegenüber " Ausgleiche den Deutschen Böhmens zu empfehlen, nächstjährige Landesausstellung nicht zu beschicken- ^ (Zur bulgarischen Frage.) Das w" «Svoboda» hebt in einem weiteren Artikel uver Schreiben Kaulbars' an TaMev hervor, dass Kam»" schon nach seinem Eintreffen in Lompalanla die , garische Regierung angegriffen habe und dass v ^ garien damals ein Einvernehmen mit Russland wüni^ dies jedoch durch die Haltung Kaulbars' vereitelt lv" (Deutscher Bundesrath.)Das demdelM^ Vundesrathe zu unterbreitende Gesetzgebungsmate dürfte, wie aus Berlin gemeldet wird, in der H"» ^ sache zunächst erschöpft sein. Die Arbeiten d/r 5k0^ schaft werden in den nächsten Monaten sich ö?,jge auf Verwaltungsangelegenheiten beziehen. Der enz^ Mein Ziel es ssleicht dem Blumensterne, Der nur in Wollennähe winlt, Den du erreichst, wenn trüb und ferne Die niedere Welt vor dir versinkt. Es mögen andre, fern dem Ruhme, Sich mühen um der Rose Preis — Mir ist nichts schwer für Oestreichs Blume, Für dich, du reines Edelweiß. Als Symbol führt, entsprechend seinem ersten und obersten Zwecke der Erforschung und Zugänglichmachung der höchsten, bisher unerreichten oder wenig besuchten Höhen und Spitzen der Alpen, der deutsche und öfter« reichische Alpenverein das Edelweiß, der es als Ab« zeichen gebraucht, und so auch seine Mitglieder be« rechtigt. die «Blume höchster Ordnung» in vollendet schöner Nachbildung und in Silber geprägt auf den Hut zu stecken; zu den anderen bisherigen Verwen. düngen dieses siegreichen alpinen Vereinszeichens an Schuhhäusern, Wegemarkierungen, Vereinsschriften u. s. w. gesellte sich in jüngsten Tagen der menschenfreundliche Gruß dieses Vereinssymboles an reisende Studenten, denen alldort. wo dieses Zeichen winkt, auf Bahnhöfen, in Hütels, Restaurants. Cafts über Anregung des deutschen und österreichischen Alpenvereineö gegen Vorweisung ihrer Legitimationen Preisermäßigungen zu» statten kommen. Ein ginzes Füllhorn von Humanität schließt aber der Berliner evangelische Frauenverein in sich. der das Edelweiß nicht allein zum Symbol gewählt, sondern der geradezu unter dem Namen «Edelweiß» heute schon eine Zwälfzahl von Nrveitszweigen aufweist zum Segen und Hnle in kirchlicher und socialer Beziehung, als da vornehmlich sind: Armenpflege für verschämte Arme, Armrnb^chüsUgung und dadurch Förderung der Weib« lichen Handarbeiten, Blindenpflege, würdige Ausstattung der kirchlichen Handlungen. Ausgabe eines gediegenen und gratis zur Versendung kommenden Vereinsblattes «Edelweiß», Lesezirkel und Bibliothek u. s. w., vor allem aber die schon so vielfach segenvolle Sommerpflege für Ferienkinder und arme Näherinnen und die behufs Er» langung der zu letzterem Zwecke nöthigen Mittel angeregte und auch fchon die schönsten Ergebnisse weisende Reisesteuer, d. i. die Selbstbesteuerung all derjenigen Damen, die eine Sommerreise machen und einen Theil des dazu bestimmten Reisegeldes von vornherein an den Verein einsenden, um armen Kindern und braven Näherinnen gratis Sommeraufenthalte zu ermöglichen. Aber auch als Symbol der Trauer, vornehmlich als «letzter Gruß» aus den Alpen auf das Leichenbett, wird mit Vorliebe das «Edelweiß» gewählt, und fo erregte z. V. bei der grandiosen Leichenfeier für weiland den deutschen Kaiser und König Wilhelm I. ein aus dessen vieljährigem Lieblingscurorte Bad Gastein gesandter, aus den schönsten Eoelweißsternen gewundener Alpenblumenkranz die besondere Aufmerksamkeit in der deutschen Reichshauptstadt. Wie sich jener Berliner Frauenverein den Namen «Edelweiß» gewählt hat, gewiss im Hinblicke auf die vorgesetzte Erstrebung hoher Ziele, so treffen wir die Bezeichnung mit «Edelweiß» in der verschiedensten Bedeutung dem und jenem beigelegt; da benennt ein zärtlicher Gatte sein jugendlich Weibchen mit weiß« blondem Haare mit dem Kosenamen «Mein Edel» weiß», dort ein Sportsman seinen prämiierten Anglo< Araber «Edelweiß», der Besitzer eines Landhauses in den Alpen dieses sein Vesihthum «Villa Edelweiß», ja selbst dei fleißige Landwirt seht einer besonders vorzüglichen Haferart den Namen «Edelweiß» vol. ,^ wir dies auf einem Gang«? durch die jüngst in .^ abgehaltene allgemeine land- und forstwirtschal Ausstellung wahrgenommen. Heae^ Und überblicken wir zum Schlüsse den an weu ^ ständen der Industrie und Kunstindustrie ^ Ntt Bazar unserer Großstädte, da begegnen wir auf ^^i und Tritt der Blume des Tages, der Alpe«'" ^ «Edelweiß». Der wie Seide schimmernden Satm^ unserer Damen ist es in täuschender Nachbilds ^, reizendster Wiederholung aufgedruckt, und b^. s iß" form des Hütchens umschlingt zierlich der Tdeu ^ kränz, ja ein sinniger Schuhmacher aus ^^l gall-sogar als C»carde auf Damenjchuhen angebracht. .^ kleid und Fächer schmückt schon lange vor ber ?el „. Verallgemeinerung das Edelweiß sowie die Ag ^, tusche des Herrn, es umblüht in nawra .^^.hgie" schicker Nachbildung reizend arrangiert die ^ ,ltid für Photographien; wir finden es auf Tausend"» ^ Tausenden von Nippes im Boudoir der Daw^^ auf ihrem Schreibtische wie auf dem des b^r« ? ^ es in originellster Wiedergabe in den E">'^ ftardt' weltbekannten Papier-Confection von Thcyer uno V ^, muth in Wien. Für das renommierte Kärntner ^ Wasser die «Römerquelle, hat man das Edelw,p^c Schutzmarke gewählt, und ein Innsbrucker P"'^eiß" hat sein berühmtestes Schönheitsmittel «w" milch» benamset. ^., des Das nun schon Jahrzehnte alte «Hello«,«"' ^, «Mitgenommenwerdens» als Souvenir von "" ^eiß" meringfahrt behaupten Eoelweißbouquet und ^ ^ sträuhchen unentwegt, die den mit der Sildv"V ^i' und zu der Reichshaupt, und Residenzstadt »v"» ^Macher Heilung Nr. 272. 2269 26. November 1890. Gegenstand, welcher sich noch etwa« im Rückstände be-l'ndet, betrifft die Verwaltung« - Organisation in den Mtschen Schutzgebieten. Der Bundesrath hat der Ver-°ronllng wegen Inkraftsetzung des Invalidität«- und "ltersversicherungs-Gesetzes seine Zustimmung ertheilt, ^le Publication der Verordnung' steht unmittelbar "vor. und es ist damit jeder Zweifel an dem Inkraft-""en des Gesetzes am 1. Jänner 1691 beseitigt. , (Aus Luxemburg.) Eine Proclamation des Uenwurgischen Cabinets zeigt dem Lande den Tod des «Ms und Großherzogs an. welcher das Land in Mr Trauer, aber frei, unabhängig und glücklich ^Merlasse. Mit dem König erlösche die männliche Linie^ .Muses Oranien, die großherzogliche Krone gehe Ms H^zog Adolf von Nassau über. Die Procla. »on betont die hervorragenden Eigenschaften des ^lzogz von Nassau und sagt. mit der Krone würden Unk- - He.lM die Gefühle der Liebe. Treue und c. ^nglichlrit übertragen, welche Luxemburg jederzeit >untln Fürsten entgegengebracht habe. „.(Die italienischen Wahlen) Habensich . H den bis zur Stunde vorliegenden Berichten zu h^w glänzenden Siege Crispi's gestaltet. Die Mehr« sti» '" °^" Hauptfragen mit der Regierung «"^knden Fractionen wird allem Anscheine nach eine N."M erdrückende sein. Man war von einem großen nz.? .erfolg des Cabinets oder, richtiger gesagt, der dyH - ^ Dreibundes überzeugt, das hatte man aber a,? "'A erwartet, dass die Radicalen in ihreu «an» 2^n. Wahlbezirken, wie z. B. in Mailand. Sitze "büben würden ^,.(^en Staatspolizei vorgenommen worden sind. blasil >'/ Verfassung für Brasilien.) Der den L? ^ Kongress sehte eine Commission ein. um unk? .Wulf der republikanischen Verfassung zu prüfen dies^ß gte leine Sitzungen bis zur Berichterstattung ^ Tagesneuizlelten. Narisc^T^jestät der Kaiser haben, wie das un« llilch^. Amtsblatt meldet, für die römisch-katholische p'rch» '" ^ornyos.Nimeti und die griechischkatholische in Ti», ^°"'° ^ ^0 fl.. für die reformierte Kirche ^clll?,"'1^"^" "nd den ifraelitischen Tempel in Ro« <^^l^100 st. ,u spenden geruht. — (Eisenbahnunglück in Budapest.) Auf der Eisenbahnstrecke zwischen dem Iosefstädter und Franzensstädter Bahnhöfe in Budapest stießen vorgestern abends zwei Locomotiven, welche bloß mit den Tendern fuhren, zusammen und wurden stark beschädigt. Die beiden Lokomotivführer und die zwei Heizer wurden schwer verwundet und vier Nahnarbeiter, welche sich auf den Tendern befanden, leicht verletzt. Einer der Arbeiter wurde aus Schreck über den Zusammenstoß wahnsinnig. Der Verkehr auf der Bahnstrecke ist nicht gestört. — (Behördliche Maßnahmen gegen archäologische Raubgräberei.) TS ist in Tirol wiederholt vorgekommen, dass von gänzlich unberufener Seite Ausgrabungen von römischen und prähistorischen Alterthümern veranstaltet wurden. Von einem wissenschaftlichen Zwecke ist dabei fast nie die Rede, sondern es handelt sich einerseits um bloße Befriedigung der Neu« gierde und Pflege einer Modeliebhaberei, anderseits vor allem darum, in möglichst kurzer Zeit möglichst viel Funbobjecte zu erbeuten, die dann meist ins Ausland verschleppt werden. Besonders beklagenswert aber erscheinen derartige Raubgrabungen deshalb, weil durch sie die ursprünglichen Lagerungsverhältnisse zerstört und verwischt werden, so dass eine wissenschaftlich exacte Untersuchung der betreffenden Fundstellen für immer unmöglich gemacht ist. Ueber Einschreiten der k. k. Central-Commission für Erforschung und Erhaltung der Kunst« und historischen Denkmale hat nun die k. k Statthalterei sür Tirol und Vorarlberg an sämmtliche Vezirtshaufttmannschaften in Tirol die Aufforderung ergehen lassen, gegen solche Raub« grabungen amtlich einzuschreiten. Hoffentlich ist durch diese dankenswerte Verfügung der politischen Behörde dem gerügten Unfuge ein wirksamer Riegel vorgeschoben. — (Ein erschütternder Unglücksfall) ereignete sich Sonntag vormittags in der Grazer Ressource kurz vor Beginn der Probe zu den lebenden Bildern. Fräulein Sofie Maurus, Tochter des Naurathes Maurus. welche zu den Mitwirkenden bei diesen lebenden Bildern gehörte, war kaum angekommen, als sie bewusstlos zu Boden stürzte. Die sofort herbeigeeilten Aerzte konnten nur den bereits eingetretenen Tod constatieren. Ein Herz« schlag hatte dem Leben des im neunzehnten Lebensjahre stehenden blühenden Mädchens ein Ende gemacht. — (Graf Julius Karolyi.) In Budapest ist vorgestern Graf Julius Karolyi, einer der reichsten ungarischen Magnaten, im Aller von 53 Jahren gestorben. Gras Karolyi starb gleich seinem Vater an Zungen« krebs. Bei dem Tode des alten Grafen erzählte man sich als authentisch, dass zu einer geit, als sich dieser Magnat blühendster Gesundheit erfreute, ihm eine Zigeunerin gewahrsagt hatte, er werbe Hungers sterben. Natürlich verlachte der reiche Mann diese unwahrscheinliche Prophezeiung, allein, als er unter schrecklichen Qualen auf dem Todtenbette lag, entsann er sich derselben. Ein trauriger Zufall will es, dass nun auch der Sohn dem gleichen Leiden erlag. Der nunmehrige Majoratserbe des Ver-storbenen' ist dessen löjähriger Sohn. — (Wieberauftreten der Influenza.) Aus Fünskirchen wird gemeldet: Die Influenza nimmt immer größere Dimensionen an; bis heute wurden mehr " alS lausend Influenzafälle angemeldet. Der StadtphysicuS hat für morgen eine Conferenz sämmtlicher Aerzte ein« ^ berufen, um die eigentliche Diagnose der Krankheit, welche theilweise typhusartig verläuft, theilweife mit Darm« und Nasenblutungen verbunden ist, jedenfalls aber einen epi» demischen Charakter trägt, festzustellen. Gestern und heute wurde je ein Todesfall infolge Influenza constatiert. Außer in Fünfkirchen ist bisher in keinem anderen Orte des Comitats ein Influenzafall bekannt geworden. — (Leichte Infa nter ieschu he.) Für die Infanterie, die Jäger- und die Sanilätstruppe wurde, wie die «Neue freie Prcsse» meldet, ein leichler Schuh systemisiert, dessen Obertheil aus braunem Vaumwoll' Segelstoffe besteht. Der Schuh ist mit brauner Leinwand gefüttert und mit einem Lederbesahe verfehen. Der Zweck, welcher mit der Einführung des leichten Schuhes angestrebt wird, besteht in erster Linie barin, den Fuß. maroden zeitweise einen Ersatz für den Lederschuh zu bieten und ihnen auf diese Weise die Fortsetzung des Marsches bis zur gänzlichen Heilung der wunden Füße zu ermöglichen. — (Tödlich verletzt.) Aus Gonobih wird uus geschrieben: Am 16. d. M erhielt der Grundbesitzer Matthäus Ostruh aus Padeschberg während eines Rauf« excesses durch den Kaischlerssohn Michael Paulic mil einem Taschenmesser einen derartigen Stich, dass laut gerichtlicher Obduction ihm die Schlüsselbeinader durch» geschnitten wurde und er infolge dessen in Ermanglung ärztlicher Hilfe an Verblutung gestorben ist. Der Thäter hat sich am 17. d. M. selbst dem k. l. Bezirksgerichte Go-nobitz gestellt. — (Eine Urnenhalle für Todtenasche.) Aus Berlin wirb von vorgestern berichtet: Heute vormittags erfolgte in Gegenwart der Vertreter der Stadt-behörden die Einweihung der vom Vereine für Feuerbestattung auf dem Friedrichsfelder Gemeindefriebhof für Berlin errichteten und für Angehörige aller Tonfefsionen bestimmten Urnenhalle. Die Feier wurde durch einen Gesang des Opernhauschores eingeleitet. Der Vorsitzende des Vereines, Stadtverordneter Matterne, hielt sodann die Festrede. — (Duell.) Aus Budapest meldet man: Vor-gestern fand zwischen dem Redacteur Gajary vom «Nemzet» und dem Abgeordneten Hentaller ein Duell statt. Letzterer hatte die Affaire des von Gajaly angegriffenen Hock zu der seinigen gemacht. Die Bedingungen des Duells lauteten auf Säbel bis zur Erschöpfung. Nachdem jedoch Gajary am Arme eine leichte Verwundung erhalten hatte, zog Hentaller die Beleidigung zurück, womit die Affaire beendigt war. — (Vom Congo.) Das Geschwader des Ober-Congo, welches nächstens durch den kürzlich von Ant« werpen abgegangenen Dampfer «Dilivranre» verstärkt wirb, zählt gegenwärtig 25 Fahrzeuge. Von diesen ge-hören zehn dem Congo-Staate, fünf den belgischen Han-belegesellschaften, je eines der französischen, englischen und amerikanischen Mission, vier der französischen Regierung, zwei einem holländischen und eines einem französischen Handelehause. — (Pa blew ski.) Den polnischen Blättern zufolge ist Pablewsli ein Neffe des im Jahre 1664 wegen Theilnahme an dem polnischen Aufstand in der Warschauer Citadelle erschossenen Sigmunb Padlewski. — (Irrsinns fall.) Der Kapellmeister des 19. Infanterieregiments, Herr Karl Tischler, musste vorgestern wegen plötzlich eingetretener Geistesstörung in das Wiener Garnisonsspital gebracht werden. Tischler ist einer der ältesten Militär-Kapellmeister der Armee. — (Ein richtiger Hausherr.) Mieter: «. . . In dem Ofen konnte ich den ganzen Winter lein lillli^ !"" bkln Dialektrufe: «Edelweiß g'fälli?» (ae-! Hand l Station Semmering von ländlich zarter «lliH <, l Waggonfenster hi„ein gereicht werden. Aber > teich»/".' anderen Strecken der Älpenbahnen Oester-hc>ft t»?. der Verlauf von Edelweiß neuesten« schwung-der f , 'Iben. und nicht weit von der Station «Tarvis» "'clubs' . ^bahnen hat ein Industrieller im Korit-' Vslanl. lenseits des Predil eine ausgedehnte Edelweiß-d. I ä "ll hergestellt, wo man z. B. im Monate Juni 'n l^"""t der Straße an 200.000 Edelweißpflanzen. '"jneewrlßer Blüte prangend, schauen konnte, «lz F"s die «Cultur und Vermehrung des Edelweiß» erster n "' .""b Handelspflanze sind seit längerem in giittner '" Nurddeutschlaud der königliche Ober-'" O,^°" schloss Vellevue in Berlin. H. Kosak, und Hilnck, ltschland Garteninspcctor Max Kolb in "sterer f. '" ^^e und Praxis unablässig thätig, ^vtlriln ^ '" Breunwalds Sammlung gemeinnütziger >»! se^e auf dem Gebiete des Gartenbaues. lctzte»er steisH"' Prachtwerke «Die europäischen und über. ^b M Alpenpflanzen, zur rationellen Anpflanzung glben^"ge des Edelweiß ausführliche Anleitung ge- b'ilan^ ^ Art wird denn Schön«Edelweiß, das, ?ehr 3..^"- ""s den Höhen gethront, immer mehr und leite,, H'" Thale herunten sich einbürgern und aus« ^e Ni""° hier sür immer dann sein und blelben ^t A^vflanze ersten Ranges, ohne dass dadurch jedoch l«Ü a,3!°.'"""l'l der «Blume höchst.r Old'.ung» E'U- u''Hchen mochte, die für und für sei uud bleibe: Des HoaMbirges gaulierblume, Der Alpen stolze Lorelei. > P.v. Nadirs. Nachdruck verholen. Dsrstoßen und Verlassen. Sioman von «mile Nlchebourg. (151. Fortsetzung.) «Ja. ja. so war es. so hieß es!» sprach sie mit zuckenden Lippen. «Kehrt mir denn die Erinnerung wieder?» «Gewiss wird sie das; versuchen Sie nur. mit mir zu singen!» . ^. , Sie that es; sobald aber Genevleve mnehielt. schwieg auch sie. ^ «.,^ «--<,. «Sie sind jung und Sie sind schön. Fräulem. und Sie singen wie eiu Engel des Himmels.» sprach die Fremde nach einer langem, Pause. «Ich habe einst eine andere gekannt, jung und schön gleich Ihnen, und gleich Ihnen verstand auch sie es. gut zu singen; aber ihre Mutter hat ihr geflucht und deshalb ist sie immer uuglücklich geblieben.. Ein schmerzlicher Ausdruck legte stch auf chre Züge. Genevii've fühlte sich beengt, wie nie zuvor. Sie trat ans Fenster und blickte hinaus. «Der Regen hat aufgehört und der Donner grollt nur mehr von weitem. Wir können jetzt wohl nach dem Schlosse zurückkehre»!» sprach sie. «Was fällt Ihnen ein. Fräulein? Zu Fuß zu geheu ist ganz unmöglich für Sie. Mein Mann wird bereits bald aus dem Schlosse sein, und es wäre ganz zwecklos, wenn Sie nicht den Wagen abwarten wollte»', der Sie zu holen sicher schnell hierherkommen wird.» > Die Fremde ttat jetzt auf Venevieve zu, erfasste deren Arm und sprach: «Sie dürfen lncht sort! O, hüten Sie sich, cs zu thun. Weil ihre Mutter ihr geflucht hat, ist sie fort-gegangen und ist immerwährend unglücklich geblieben.» Das junge Mädchen zuckte zusammen. «Wundern Sie sich nicht,» erklärte die Bäuerin. «Das sind Worte, welche Sie uns täglich wiederholt.» Die Fremde fuhr fort, Genevieoe unausgesetzt zu betrachten. Plötzlich erbebte diese; ein Eledanke hatte sich offenbar ihrer bemächtigt, der sie veranlasste, nun ihrerseits die Fremde auf das schärfste ins Auge zu fassen. Bestand nicht eine seltsame Aehnlichkeit zwischen den Worten jener Unglücklichen, die unausqesftzt um, einem Mntterfluche redete, und der Geschichte der Marquise von Saulieu? Diese hatte ihrem einzigen Kinde wegen ihrer Vermählung geflucht. Sie wusste nicht, was mit der armen Gabriele geschehen war. Sie hielt dieselbe für todt, aber sie hatte keinen Beweis dafür, und Gene« vieve fragte sich, ob es mcht vielleicht die Vorsehung gewesen sei, welche ihr diese Frau in den Weg geführt habe, die möglicherweise die längst gesuchte Tochter ihrer Wohlthäterin sein konnte. Je länger Eeneoieoe die Züge der Unglücklichen studierte, desto mehr Aehnlichkeit fand sie in denselben mit dem Bilde des Fräuleins von Saulieu, wlch's sie im Palais der Marquise lange betrachtet und vor dem sie. einer inftinctiven Empfindung Folge leistrnd. nieder-gekniet war. Genevieve befand sich in der heftigsten Aufregung. Wenn diese Fremd? Gabriele von Saülieu war! Einer unwillkürliche» Eingebung Folge leistend, umschlang sie mit einemmale die Frau in leidenschaftlicher Brwequna.. Diese stieß einen Freudenschrei aus und zog da» Mäd« chen au sich; ihr Antlitz sttahlte vor GlüWli^rit, Mbachcr Feltung Nr. 272. 2270 26. November 1890. Feuer machen — er zieht nicht!» — Vermieter: «So — dann haben Sie ja mindestens 50 st. erspart — da muss ich Sie gleich steigern.» Vocal- und Provinzial-Nachnchten. — (Johann Orth.) In Marinekreisen hält man noch immer an der Ansicht fest, dass Johann Orth noch am Leben sei und sein Schiff «St. Margaretha> sich irgendwo in einem Nothhafen befinde — dieser Ansicht wurde auch in officieller Form Ausdruck gegeben. Wie wir nämlich erfahren, wurde auf Wunsch der greisen Mutter Johann Orths das Marineministerium aufgefordert, sein Gutachten über die Angelegenheit Johann Orths abzugeben. Infolge dessen wurde der Fregatteucapitän und Vorsitzende des Marinedepartements Edler von Wohl» gemulh mit der Aufgabe betraut, die Sache näher zu studieren. Fregattencapitän v. Wohlgemuth ist nun der Ansicht, dass Johann Orth wahrscheinlich nach einer der Südsee.Inseln sich gewendet habe, um mit seinem Schisse den herrschenden Stürmen zu entgehen. Es sei übrigens auch möglich, dass Johann Orth so weit südlich verschlagen wurde, dass er. in arktische Gegenden gelangend, in einen Kampf mit Eisbären gerathen ist. Cine Mo> lioierung für diese Ansicht findet Capita« v. Wohlgemuth auch darin, dass nur Dampfer, niemals aber Segelschisse den Weg durch die Magalhaensstraße nehmen. Bezüglich der Intervention des argentinischen Consuls in Wien. welcher bekanntlich bei seiner Regierung telegraphisch die Entsendung einer Aussuchungsexpedition sowohl auf dem See» als auch auf dem Landwege angeregt hat, äußert sich Capital» Wohlgemuth. dass eine solche Expedition kaum Aussicht auf Erfolg habe, da es schwer sei, auf diefe Weise die Spur Orth« aufzufinden. — (Aus dem Landtage.) In der gestrigen Sitzung des lrainischen Landtages wurde der Bau eine« neuen Krankenhauses in Laibach mit dem Kostenvor« anschlage von 320.000 fl. definitiv beschlossen. Mit dem Vaue wird im nächsten Frühjahre begonnen werden. Die alle Spitalsrealität wird Herrn Josef Gorup um den Vetrag von 120.000 fl. verkauft. In dem vorgestern neuerlich eingebrachten Anbot verpflichtet sich Herr Gorup, das alte Spitalsgebäude der Stadt Laibach zur Unter» bringung der höheren Töchterschule oder — falls eine solche nicht errichtet werden sollte — zur Unter» bringung der gewerblichen Fachschulen oder anderer Unterrichtsanstalten zu überlassen. In» betreff des Landesbeitrages sür die Erhaltung der höheren Töchterschule in Laibach nahm der Landtag mit 19 gegen 12 Stimmen den Antrag des Abg. Nlun an, wonach die Angelegenheit vorläufig vertagt wird. Der Antrag betreffs Errichtung eines Oberlandesgerichtes und ei»er Rechtsalademie in Laibach wurde angenommen, des» gleichen die Garantie eines Reinertrages für die Unier« lrainer Bahnen. Hiedurch erscheint nun der Bau dieser Bahnen definitiv gesichert. Unter Hochrufen auf Seine Majestät den Kaiser wurde hierauf die Sitzung und zugleich die Session geschlossen. —(Vortragsabend der Section «Kr a in.») Die vorgestern stattgehabte erste Abendversammlung der Section «Krain» des deutschen und österreichischen Alpenvereines wurde in Verhinderung des Herrn Obmannes von Herrn Ernst Stöckl mit der Mittheilung eröffnet, dass der angekündet gewesene Vortrag des Herrn Dr. Emil Bock wegen telegraphischer Berufung des Ge. «Sie haben also,» sprach Geneuiiue, die Hand der Unglücklichen festhaltend. «Sie haben alfo eine arme Frau gekannt, die von ihrer Mutter verflucht worden ist?» «Ja, ihre Mutter fluchte ihr und deshalb ist sie immer unglücklich gewesen!» Ihre Arme. die Genevieoe umschlungen hielten, löiten sich. Sie gnff sich mit der Hand an die Stirn. «Ha, was ist das?» flüsterte sie. «Was sehe ich da vor mir? Ja, das ist sie, das ist sie! . . . an ihn gestellten Bitte um Uebernahme eines Vertrages zu entsprechen — ein Entgegenkommen, das die Versammelten beifälligst zur Kenntnis nahmen. Professor Voß sprach nun, anknüpfend an die seinerzeitigen Erörterungen über die Rothweinllamm, eingehend über das Landschaftliche der Pollula-Schlucht in den Jütischen Alpen, deren Terrassen, Schutthalden und Höhlungen genau beschreibend. Die floristische Seite dieser abgeschie' denen, selbst von Velbes aus nur wenig besuchten Gegend wurde durch manche mitgebrachte PflanzeN'Exemplare, namentlich Saxifragen, vor Augen geführt. Auch die Fauna und das mineralogische Gebiet der Poklula fanden in sehr instructivem Vortrage ihre Hervorhebung, und die vorgewiesenen kugeligen Hornsteine zeigten sich als ganz schöne Fundstücke aus dieser Schlucht. Reichlicher Beifall folgte den interessanten Mittheilungen des Vor« tragenden und der laute Dank der Versammlung und des Ausschusses sür die Uebernahme des Vortrage«. — (Hoftrauer.) Gestern vormittags wurde an« lässlich des Ablebens König Wilhelms III. der Nieder« lande folgende Hoftrauer-Ansage ausgegeben: Auf Aller» höchste Anordnung wird für weiland Se. Majestät Wilhelm Hl., König der Niederlande, Grohherzog von Luxemburg, die Hoftrauer von Donnerstag den 27. November angefangen durch zehn Tage ohne Abwechslung bis einschließlich 6. December getragen. Die l. und k. Generale, Stabs- und Ober schenles und einer testamentarischen Bestimmung zugeflossen, so hat Frau von Gutmansthal-Benvenutli aus Nn'ass des Ablebens ihre« Gemahls, der bei jeder Gelegenheit sich als ein freundlich gesinnter Förderer der hiesigen Studenten« und Volksküche erwiesen hat, «in seinem Sinne» 100 fl. gespendet, und der kürzlich hier verstorbene Gemeinderath und Hausbesitzer Nicman bedachte in seinem Testamente den Vollslüchen»Verein mit dem gleichen Betrage. Die Leitung der Studenten» und Volksküche spricht im Namen derselben sür diese großmüthigen Spenden den innigsten Dank aus. — (Petiton der Postbeamten.) Eine in Linz abgehaltene, zahlreich besuchte Versammlung dortiger Postbeamten beschloss, durch je einen Abgeordneten aller zehn Posldirections'Nezirke neuerlich eine Petition um Verbesserung der materiellen Lage beim Reichsrathe und bei der Regierung einzubringen. Die Hauptpunkte der Petition sind: Ereierung von Ober-Officialstellen. Auftheilung der Beamten der drei letzten Rangsclassen in ein gleiches Zahlenverhältnis. Zulage jährlicher 120 fl. für die unteren drei Rangsclassen und Erhöhung des Praltilanten'Adjulums von 300 auf 400 fl. — (Prefsprocefs.) Redacteur Rubelli wurde vom Agramer Gerichtshose wegen Außerachtlassung der pflichtgemäßen Obsorge bei der Publication des Artikels über Johann Orth zu einmonatlichem Arrest, die Redac» lion des «Agramer Tagblatt» zu 600 Gulden Cautioni- erlust verurtheilt. — (Promotion.) Unser Landsmann Herr Ioh. <öavs wurde vorige Woche an der Wiener Universität zum Doctor der Medicin promoviert. — (Zwei kampf.) In Bologna haben sich diese Woche zwei österreichische Journalisten, Redacteure des Triester «Eittadino» und des «Indipendente», duelliert, wobei der erstere, Dr. Iacchia, leicht verwundet wurde. Neueste Post. Orissinal'Telegramme der «Laibacher Ztg.» Wien, 25. November. Der Minister des Aeuhern Graf Kälnoly ist heute vormittags von seiner Urlaubs« reise zurückgekehrt. Nach einer «Presse»-Meldung hat hext? im Ministerium des Neußern eine Cunferenz tkr schwnzerischen und österreichischen Delegierten wegen Revision der österreichisch»schweizer,schen Veterinär» Honvemion stattgesunden und wird morgen fortgesetzt. Prag, 25. November. Der Landtag nahm die Para< graphe 6 und 7 der Landesculturraths-Vorlage unter Ablchlülug aller Miuoritätsanlrtige an. Lemberg, 25. November. In der Budgetdebatte erklärte der Ruthene Teliszewski, Polen und Ruthenen müssen in deu Bestrebungen um das Landeswohl ein« ander begegnen. Wenn von den Ruthenen manchmal bittere Worte fallen, feien dieselbe» nicht als Ausdruck des Rassenhasses, sondern des Unwillens über die Pro-vocationen einzelner Persönlichkeiten, welchen das Ver« ständnis für das gemeinsame Iutrresse beider Nativ' nalitäten abgehe, anzusehen. Der Rutheue Romanczul betonte die Treue der Ruthenen zur Dynastie, M Staate und zur katholischen Kirche und sagte, wenn die Polen die Eintracht wünschen, böten die Ruthenen t»e Hand dazu. Mitrowitz, 25. November. Die Banaltafel gab der Anklage gegen den Erzpnester Simaic, den Pro» fessor Dimitrovic, den Geistlichen Stojaiwvic und Venosse» we^n Diebstahls und Betruges zum Schaden des Nachlasses des verstorbenen Patriarchen AnaM Folge. Di? Agramer Gerichtstafel wurde mit der Ver-handllinq des sensationellen Falles betraut. Krumau, 25. November. Dir Moldauwässer si' im Falle» begriffen. In Kahla silid infolge Hochwasier» der Oelknitz acht Häuser und die Brücke emgkstilrzt. Fiinf Menschen sind hiebei umgekommen. Köln, 25. November. Es werben UrberschweM-mungeu in der Rheinprovinz und in Weslphalen-g^ meldet. Hamburg, 25. November. Der «Hambllrgischl Correspondent» meldet, die Anwesenheit des katholischen Bischofs Anzer aus China in Berlin t^Mcke eim« ausgedehnteren und kräftigere» Schutz der Reichs regierung für die katholischm Missionen m China. Paris, 25. November. Grrüchtnttise uerlmitet, da!« mehrere russische Nchilisten nwr^u früh verhastet unv an die Grenze geführt werden solle». — Nach einet vereinzeltfn Meldung des «Gaulois» soll sich P"°' lewski in Nriissel aufhalten und würde ftine Verhal' tiing daselbst unmittelbar bevorstehe». . Noubair. 25. November. Um 6 Uhr abends bracy in der Webwarenfabrik vo» Prouvost'Screpel e^e gwhe Feuersbrunst aus. durch welche die Fabrik "»' geschert winde. 600 Arbeiter wurden brotlos. "^ spät in der Nacht hielt der Brand an, und musstt" die Nachbarhäuser geräumt werden. Der Schade beträgt 800.000 France. ., Belgrad, 25. November. Der «Narodni Dnevml' meldet aus zuverlässiger Quelle, dass die serbische vlk< gierung die Errichtung eines Consulates in Plevll tieschlussen und den diesbezüglichen Credit bereits >n das Budget für das Jahr 1891 eingestellt habe. Newyorl, 25. November. Ein Arzt in Kansas City injicierte zweimal einen vo» Schwindsucht V fallenen mit Koch'schei Lymphe und erzielte eine g" Willung, die anhält. Angekommene Fremde. Ain 23. November. . ^ Hotel Stadt Wien. Dr. Landgraf, Oberarzt; G^sch"'^ Nerner. Wsiß und Perlberq, Kaufleute; Zügel, N">" MlajoN Heger, Wirn. — Hacker. Kaufn,., Hamburg, ^ "Ht, samnil Töchtern. Vigaun. - Kauiic, Prag. - Kölsch""' Stuttgart. . ,. ltel, Hotel Elefant. Edelstein, Lampel, Steiner, M)»oi', ^.'^ Kaufleute, Wien. — Hudovernil s. Frau, Kroim». ^ ,.„i>t, Kaufmann, Planina. — Homan. Radmannödorf. -^ ^^'!.^a^ Inspector, V'llach. — v. Emperger, Lieutenant - MH",^. führer, s. Frau, Wien. — Dr. Treo, Ubv'icaturscandibal, ^ Gasthof Kaiser von Oesterreich. Ditrich. Stcueramlsp""" Adelsbrra. — Zaletel, Vifchoflacl. ^..iüdorf' Hotel Baierischer Hof. Zauscr. Fcldlirch. — Herman". Gl"v" — Kraöcwic. Gerber, VerSnil. <.«rla>N' Hotel Siidbalnlhof. Mahler. Reisender. Wien. — AcY", ^ Rasender. Äudweis. — Koch, Reisender, s. Frau, T"c,' Vadesml, (Vonobih. _____^^- Verstorbene. . .^ Den 23. November. Theresia Stular, Arbeitt 19 I., Vega^sse 9, Tuberculose. ««mol,""'"' De„ 2 4. Novembcr. Marjana Ierovsel, I""^ai>"' 66 I.. Polanastrahe 8. Marasmus. — Stanislaus ^° ^. Agen ens Toh;'. 1'/« Tag. Rathhausplah 10, Levei'M«^ -^ Johann Cad^. gewes. Bahnbeamter, 38 I.. Kuhthal V' „el-berculose. — Maria Vcvc. Inwohnerin, 5» I,. Fran"«? I., gasse 6, Pleuritis. — Maria Vlt, «usschers/, I., Nustlaße 4, Dysenterie. ^^u? Meteorologische Bcobüchtungen inLaibach^ v Z ^ IHs ZZ ! , ssö H ^« Uß« 3°5 > «ustchl ^« " Och"" 25 2 . N. 7216 6-2 NW schwach bewdl ^e" !) . A. 722 9 3 7 NW. schwach, bewolll > ^a> Start nässender Morgenuebel, bann trilbe. b"^pelt><^ mittags und abends Regen. — Das Tagesmittel der ^ 4 2, um 1 tt über dem Normale. ^^^^^""" Verantwortlicher Redacteur: I. Nag! it. Mbacher Feltung Nr. 27/. 227 l 26. November 18W. Course an der Wiener ilörse vom 23. November 1890. ««« ^ °me.ll^, «our««««,. Veld Ware z^""l,k!,,!chs «en,, ln sloten x» l)?> «» L5 >»'n.r « ° ^la°t«l°!t , ,5<> fl. , no ill. ,!,,-- >»»4er a. ' K«""el,O<'fi. l.^-,« «.^ 5"sl 1«»— l«4il. 0»k^»>^°^«me. Neuerllt« in? »z »«»s^ °^ «lltenieme. sleuersrel , ,,», «l, «<>, 45 »»»ldveriartlbnu,«». ^an!'^"'? ^" "euerfrel . ,,„„ nz.^ 't!!^^"""»»<><>fl. «.W. __>_ .... '"t°V°^"'"^'..... ll>lk. 1<>I4l. "°- ^'«n!,,<>!>fl.«.«,.E. ,,»8Nl,8»l> '^ c,lbakn «I'".""' ^^^ ' ' kü »U lS 80 't°, «!°!«. ^blwal, v, I, l87« »0 b>!.^l,l..Ob.l0<»fi, --., ^.._, l»c, """ ""> » , . b zofi.«,««. ,3«50l«»b0 Veld Ware Grnndentl.-^lilinlltinntn K°/„ nalizlsche...... lN« »n ll)4 5N l>°/„ mäbrlsche ..... «us KN — — 5"/° Krain und ttilNenlnnd , . ^.^. ^.„ V/„ nNerre!chs . . ^n« 5a < slllvonilck» . ebs!, v«r>°«. K°/« ^,^. yy,1. Pflludbriefe (fur !<»<> st.), V°d.»cr. °ll«, »sl, 4°/ « „4,!5,l^. Kto. » 4°/u . . . n-,^ <^,.^ dtlto » 4°/, . „<» »n °e..o b°<ühr.. 4».» . AZ°N,^ Plwrltäts-Obllgatiünen (fi>r ><)« ft,), ss«dlna»t>5 Noidbahl! ««> a, 3. 4'/.°« , ,g,o yg,^ G«lb ware Oesten Nordwtftbahn , . ,nz.. ,0570 »talltlbahn . . , ^-^. <»<, _ Vudbahn k z°,, , ' .^ ,,«,.__,5, _ >, ' .. ^"" l<7 40 l<» - Un« .»al»,, Ullbn 99S0l,»0 80 Diverse Lose ' Etü, «redittose lo« fi...... «8,5« <8< 5" lllard'Lole 40 fl...... K4 «>. bb'Lb t'Vn T>l>na».Dllmvf1ch. w<» fi. «»«'— >»»'- ^ «aibncher Präm, «nleb 20 X 23 - 24 >- Ofeiier Lose 40 ft, , , , 5« — !i? - PllMh-Lole 40 fl, , , , 5»'- 54 - Ni>»l,en ll?euz. «N. ««,, » . wfi ,g go ig 9s, «udolrh Loss IN n, , , _ ,8 5<> Ealr, z>l> 4« fl. , , gs, _ gft 50 «»<, G,!>oi«'l»>?ll 4(, ft. «z— «8'25 Wcilbstcin.Lole l!U fi. ,« zz 38 7b Wwdllch-Hlah-Uose »U ft « z« 4«^<> «ew.'Lch,d,»'>/„PrH2,,.Hchu,d' «rich d, «obencredllanllal» »7 — 2V — Vaul - «ctten l»er K,0il, ÄNglO'Otft. «anl i!W ft, u^/ », «go zz ISO ?b Vanlvere»,, Wiener la ft. E. 40°^ „g.. gz, __ lllbt..«list. f. Hand. u. «. ,«ost, »94 il, »»» -Hiebitbol,!, Nllg. »„g. ij,« ss, , ,zu ., «kli lb DcpoNtenbanl, «Ug, XW ss, 1,9». 199 50 i«cumpltGlI,,>ii^üsl. 5U0 ft. glO'- e»U'— «ill», u «aNe,,y, Ujit,,er^l!»i: —>— — - Veld Ware bvvothelenb.. »N. »0N N. »5°/» «»?'.. L^' — «erlehr«bl»nl. »ll«. l4N ?! li» — «5» — j Nctien vou Transport» UnternelMuuycu. lp,r stüll» ! »lb«cht»«ahn »w st. Ellbei , °» ,,y °. - «lMb'ssinmlln, Valin lilw N, 3 ,,,<>-— zin«, L^.^ VUHm, ««rblialm l5N ft, . , «<>!; —W8 — » Westbllhn »00 fl, . »,« ,^ »zz _. «uM. 5 fi, «Vl ,,^. <<^ dt°, (M. «.),<«>fi. ,g9._t7l1. Donau»Dlllnpslchlfffllhrt' O«<. Oefterr. bo« ft, «Vl, . , ,^8 - »0i - Duz-Vodenb, »> ft. s _. _.^ Ftldi, ünd«°Nordb, ll><»0fi.!lM »7^, ,7^,, »al.«llllI'Ui'»,w.°«. liM» ft, «M ,',« zz «,,«-.. Lemb.. «znncw.. Illssy - ft.ibd.«erb..«.z«Wst.r<.Mr,,l?Uft.0. W. __ _. " ^ » iltue Wr., PrlorltHt»- «lctlen »00 fi......_.._ _.^ Unn-aalv »»Itnb.üUU fl. Hllbf' ^4 zy 1,z . »eld warr Ung, NorboNbnhn » ft, Vllber »9^ ,z leb ?k> an«,Wt«b,s«<,»b.«lN,H 19» 75 l«« Indnstrie'Vctlen (per 2M fi. , «»' - 8» .. lllybier E!sen» und Vtahl'Inb. in W!en lun N...... ..-^ ^ ^, Elsenbahnw «ü«, 4^ 9»»,» liraa« Eilen-Inb'Ges, »U fi-------— — «Tteyrtrmühl'.Vavlersn.N'H l»? — l»8 — Irifaller Kohlenw »<»e<. 7l» fl, ,47- . l4» — Vaffenf,°«,,Otfi,8l bo l«l» bO Devisen. «tutlcht ^il«»t «, ba 5« 6». Uondon , . be 5«, b««0 Hllpi«.«ubll.....»34,,, , S4,. It»li«n«ch, Vanln»ten s«x» ^ > 44 7bi 44 »0 u"* Ein- und Verkauf aller im Coursblatte notierten steoten und Valuten empfiehlt sich bestens die -ISSÜpo-e» Wecliselstubß des Bankhauses Schelliammer & Scliafte WIEJs, I-, Kärntnerstrasse gO.___ Säg B3 pJ **-** St. 676 m. ä. sv. jtozpis uèiteljièine službe. kliäj^-r,ri.es^n' osemrazredni de-uCite]jj ' J u d s k i S o 1 i je popolniti meslo ^esto ? lelno Plaèo ('°° BoldM eventuelno p Poduèiteljice z letno plafr» 600 gold. t. Vserr • nje' ka,lere »'orajo biti opremljene ne jp ' ')otrebnirni prilogami, ker bi se sicer Jernale v poätev, vlagati je Pri . d ° 3 0. n o v e m b r a t. 1. C VISanem okrajnem Solskcin oblaslvn. (Ine \k mestni Solski svet Liublianski lö- novembra 1890. ^-_ Predsednik: Grasselli 1. r. Tüchtiger Agent i für WiirtKtaitta Masdiin *>rd»I!eni bedeutenden Fabrikahau« O(YB?Oht- (iÜMSIiRC Conditioned. (4MH) 8-Ä lft?« suh «Aotien-Ge«ell«chaft (Otto *r an Haa«en«tein & Vogler ^89)3^3 ^3lV50977 Curatorsbcstellung. bes n^' unbekmmlen Rrchtsnachflilciel» llkln^"nz Morela wird hiemit bekannt Nesil,^' °°ls denselben Herr Josef Rus, <^ 'n St.Veit. zum Euiawr »6 leilbi«. ^"ellt und demselben der Real-l890 Mbescheid vom 15. September Gru^/tl^N, betreffend die Realität gey» ^"chseinlage Nr. 59 der Catastral. K ^lchdorf. zugestellt wurde. October iH^sgericht Egg ^ am 30sten c Oklic- Hft?tla ?r- okrajno sodisèe v Kibnici ^aijcr' da se Je na ProftnJ° To" ^kuljA u.na iz ßukovice proli Janezu terjat u V/- Havnega Dola v izterjanje e Einverleibungsgestat-tung, woiüber die Summar»Tagjahung auf den 20. December 1890, uormittags 8 Uhr, Hiergerichts ange« ordnet ist. wird den unbekannten Ivan Mihelic'schen Erben von Blazevac Herr Johann Schweiger von Tschernembl zum Kurator a6 actum bestellt und dieicm die Klagsrubrik zugestellt. K. l. Bezirksgericht Tschernembl. am 14. October I890. BENEDICTINE LIQUEUR DES ANCIENS BENEDICTINS DE L ABB AYE DE Fx.CAMP (France). Vortrefllicb, toniscli, lea Appetit nnd die Veriannng besördeml /2 fl , ^ao achte darauf, dass sich **S mittel, 1 Dose 2 n. TTm^vamhaI T5fl««iAw von Prof. Steudel, 1 Tiegel UniVerSal - rllaSler 50 kr., mit Francozusendung 7o kr. Universal - Reinigungs - Salz v *L& Hausmittel gegen schlechte Verdauung. 1 Paket 1 fl. Ausser den hier genannten Präparaten sind noch sämmtliche in österreichischen Zeitungen angekündigte in- und ausländische pharmaceutische Specialitäten vorräthig, und werden alle etwa nicht am Lager befindlichen Artikel auf Verlangen prompt, und billigst, besorgt. — Versendungen per Post werden schnellstens eflectuiert gegen vorherige Geldsendung, grössere Bestellungen auch gegen Nachnahme des Betrages. (±449) lü-6 Bei vorheriger Einsendung des Geldbetrages (am besten mittels Postanweisung) stellt sich das Porto bedeutend billiger, als bei Nachnahmesendungen.