„/ltiheit, Wihtloi», stl Alle." VI«. Jahrgang Str IR1 Mttwoch RS. September RSLS. Die »Marburger Aeiw»^" erscheint jeden Sonntag, Miitwoch nnd Freitag. Preise — sür Marburg: ganzjährig 6 fl., halbjöhrlg 3 fl., vierteljährig 1 fl. 50 kr; für gustellung nß Hau« monatlich 10 kr. — mit Postversendung: sianzjährig 8 fl., halbjährig 4 fl., vierteljährig 2 fl. Die ein Mal gespaltene Varmondzeile wird bei einmaliger Einschalwng mit 1V, bei zweimaliger mit 15, bei dreimaliger mit 2v?r. berechnet, wozu siir jedesmalige Einschaltung KV kr. Jnseraten-vtempelgebühr kommen. < ^i'jchlchtl' de!. Tagt!;. Die gegenwärtigen politischen Zustände Europas find so gespannt, wie noch nie; es schlummern unter leichter Hülle oder fast unbedeckt so viele aggressive Bestrebungeq. daß von Ostende bis Kon-ftantinopel, von St. Petersburg bis Rom und Madrid Alles in Frage aeftellt werden kann, sobald ein einziges Augenpaar. das deS Kaisers Kapoleoi», sich schließen wird. DieS geh7 auS allen Nachrichten hervor. Kür die am 14. d. M. stattfindende Aeier des hundertjährigen Geburtstag» Humbold t'S, deS großen Gelehrten, find die um-Wendften Borbereitungen getroffen. Die Stadt Berlin ist festlich geschmückt. Der Zudrang der Fremden war seit einigen lagen enorm. Die Behörde hat die entsprechenden SicherheitSmaßrkgeln getroffen. Der gegenwärtige Ausenthalt dcS Fürsten Gortschakoff in Frank« reich hat, der Berficherung wohlunterrichtetkr Personen zusolge, den Zweck, durch eigene Anschauung über den Gesundheitszustand deS Kaisers Napoleotl und über die Stimmung der Bevölkerung Frankreichs fich zu unterrichten. ___ Die Lande«weinbausch«le. Da die Errichtung dieser Schule für Marburg ein so bedeutendes Interesse hat. glauben wir. um bei der diesfalls stattfindenden Debatte im Landtage klare Einsicht zu gewähren, den Bericht des Landes Ausschufles vollinhaltlich geben zu muffen. oher Landtag! In go^ge des in der 11. Sitzung der vorjährigen Session am 14. September vom h. Landtage gefaßten BeschlußeS, womit der LandeSauS-schuß beauftragt wurde; ») Die zu errichtende Landes Weinbauschule nächst Marburg den genehmigten Grundzügen gemäß zu organisiren und daS darin genannte !Lchr. und Hilfspersonale mit den beantragten Grundzügen anzustellkN. b> Eine fs»r den Zweck der Anstalt geeignete Liegenschaft zu kaufen oder zu pachten; hat der LandeS-AuSschuß am 8. Oktober v. I. eine in der „Grazer TageSpost". der „Marburger Zeitung" und in den ..Steir. Landboten" 3mal veröffentlichte Aufforderung zur Ueberreichung von Offerten für die käufliche oder pachtweise Ueberlaffung einer Realität bei Marburg zur Errichtung einer LandeS-Weinbauschule erlassen, und zugleich beschloffen, skinerzeit zur Beurtheilung der Eignung der anaebotenen Lie-genschasten eine Enquete Kommission mit Beiziehung eineS Vertreters der LandwirthschaftS-GefellichaftS Filiale Marburg zu berufen. Die bis zum 15. Dezember eingelangten 5 Offerte wurden der Ai-liale Marburg zur vorläufigen Begutachtung mit dem Ersuchen mitgethem, den Eigenthümer deS von mehreren Seiten alS für die Weinbauschule geeignet bezclchneten Gutes Ra^rhof. daS Stift Admont, insbesondere aufzufordern, diesbezüglich ein Offert zu überreichen. In Entsprechung dieses Ersuchens hat die Filiale Marburg unterm 20. Februar d. I. dem Landes AuSschuffe mitgetheilt, daß daS Stift Admont mittelst Schreibens vom 28. Dezember v. I. erklärt habe, daß der Berkauf deS GuteS Razerhof während der SediSvakanz deS AbteS unthunlich sei. aber auch nach der Wahl deS letzteren der Kaufpreis nicht unter 100.000 fl. gestellt werden lvürde; zugleich wurden die anaebotenen Liegenschaften der Frau Emerentia Schleicher, der Herren Josef Zehentner und Jos. Ott wegen zu großer Entfernung von Marburg, von vornherein als ungeeignet bezeichnet und daher von der Befichtigung durch die En-quvte Kommiffion auszuschließen, dagegen nachstehende Liegenschaften der Besichtiguna zu unterziehen beantragt. 1. DaS Gut Langenthal. 2. Die Besitzung deS Herrn Robert Pfrimer, Pikardie genannt. 3. Den zum Gute Obermarburg, dem Grafen Brandis gehörigen Burgwald. 4. Das Gut Razerhof. 5. Die Besitzung deS Herrn Felber in Tresternitz. LeMere beiden Objekte zu dem Zwecke, um, falls deren Eignung für die Weinbauschule erkannt würde, mit deren Besitzern die Unterhand-lung wegen ihrer Erwerbung zu eröffnen. Dle aus den Herren Gottlieb Baier, Mitglied deS l^entral-AuS-schuffeS der steierm. LandwirthschaftS Gesellschaft. Herrn Dr. ZuliuS Mulls, Borsteher dcr Filiale Marburg, Herrn Richard Edlen v. Kodolitsch und Eine Nacht im 5pielhause. Skizze ans »alistmien Bon allen Städten der zivilifirten Welt bietet vielleicht keine dem aufmerksamen Beobachter so viel IntereffanteS dar, wie die Straßen von Et. FranziSko und ihre ewig wechselnde Bevölkerung. Hier erblickt man einen Trupp Einwanderer, tvelche die Wunder deS ,gelobten Landes, von dem sie so lange geträumt, bald stillschweigend, bald mit lauten enthu siaftischen Ausrufungen in Augenschein nehmen; dort steht eine Anzahl Goldgräber, die eben aus den Minen zurückkehren, mit zerriffenen Klei- dern. bronzefarblnen Gesichtern und großen lederne»» Beuteln am Gürtel: hier und da lehnt ein Spanier, in seinen bunten Mantel gewickelt, den Rauch seiner Zigarre kunstreich in die Luft blasend, an einer Ecke, oder schreitet, stolz mit den mächtigen Sporen klirrend, durch die Straßen; hier ein Chinese mit langem Zopf und der weiten blauen Jacke, dort ein Trupp Matrosen, deren Schiffe im Hafen liegen; Franzosen. Amerikaner. Deutsche. Engländer. Spanier. Malaien. Neger, Mulatten strömen unauf hörlich ob und zu daS Gold ist der Magnet, der sie alle in Bewe-wegung setzt. Die ungeheure Menschenmenge, die sich unaufhörlich von nllen Seiten in die Minenbezirke wälzt, drängt fich eben so unaufhörlich nach den Städten, und besonders nach St. FranziSko zurück, wo fie den Haupt-bestandtheil der Bevölkerung bilde». Der größte Theil der Abenteurer, die» von Golddurst getrieben und von glänzenden Hoffnungen, geblendet, in die Berge ziehen, wenden fich. nachdem sie die Goldquellcn die sie auszubeuten gedachten, vergebens gesucht, oder ihre Mittel in unfrucht-baren, vom Glück nicht begünstigten Unternehmungen erschöpft haben, nach dem Mittelpunkt der Zivilisation zurück und suchen hier als Händler. Mäkler. Handarbeiter. Kommissionäre, Schiffer, Polizeiagenten. Köche, Schenkwirthe. Pastetenbäcker, mit einem Worte, auf jede mögliche Weise Geld zu gtlvinnen. um nicht etwa damit in ihr Vaterland zurückzukehren, sondern nur um einen neuen Versuch in den Minen zu machen. Neben diesen tlur dem Gelvinn nachjagenden, aber fleißigen und betriebsamen Leuten besteht jedoch ein anderer und nicht geringer Theil der Population von Kalifornien auS Subjekten, die auf leichterem Wege Reichthümer zu erwerben trachten und unter diesen machen sich besonders die schlauen Betrüger — größtentheilS Nordamerikaner — bemerklich, die mit einer kleinen Summe Geld und einem großen Borrath Spielkarten daS Land betreten und vom Augenblick ihrer Ankunft auf kalifornischem Boden nichts thun als Karten mischen und Gold zählen Und wägen. Die deportirten Verbrecher in Australien sind Heilige im Vergleich mit diesen Männern, die um jeden Preis reich werden »vollen, deren Beruf der Betrug ist, und die kein Verbrechen, selbst einen Mord nicht scheuen, um zu ihrem Ziele zu gelangen. Man findet diesen Auswurf der Mrnschtielt in Kalifornien aller Orten, von den glänzenden Salon» in St. FralniSko, lva sie ihr Haup quartier aufgeschlagen haben und Berge von Gold aus ihren Tischen häufen, bis zu dem l^ten. elenden Zelt im Gebirg. wo sie den armen Goldgräber um die Früchte seiner harten Arbeit betrü^n. Der spanische Mantel dient dazu, ihren Raub zu verbergen, und det Revolver und daS Bowiemesser sind VertheidigungS-ivaffen. deren sie sich vortrefflich zu bedienen wissen. Die berühmtesten Spielhöllen in St. FranziSko befinden sich in den prächtigen Gebäuden, welche den Hauptplatz der Stadt von der Kearney« street trennen. Die Häuser sind von Ziegeln erbaut, und scheinen mit ihren eisernen Fenstern. Läden und Balkonen auf die Feuersbrünfte eingerichtet zu sein, die schon mehr alS einmal St. FranziSko verheerten. Die Gebäude sind glänzend erleuchtet, durch die weiten Säle schallt be-täubende Musik, und die Zahl dcr Besucher, die sich herbeidrängen, wenn sich täglich nach Sonnenuntergang die weiten Flügelthüren dieser Eta-blissements öffnen, ist so groß, daß eS oft schwierig wird sich Eintritt zu verschaffen. DaS größte und prächtigste dieser Häuser tragt an seiner Haupt' fronte in Goldbuchstaben die Inschrift „Eldorado." nnd in der That kann man dem Ort eine magische Anziehungskraft nicht absprechen. Die Decke deS großen Spielsaales ist durch zwei Reihen weißer Säulen gestützt, blitzende Kronleuchter hängen vom Plafond herab, die Wände sind mit Malereien in sehr anakreontischem Geschm^ick bedeckt, und die Her und da anfgestellten Spieltische sind mit Hausen blitzender Doublonen beladen dem Vorsteher der landschaftlichen Ackerbauschule Herrn Adolf Baumgartner «vorgenommene weitere Erhebung konftatirt wurde^ daß durch den neu unter dem Borsitze des Landes Ausschuß Mit.^liedes Grafen Kottulinsky hergestellten B bestehende Enquere-Kommission h.^t am 23. und 24. März d. I. dle oben genannten 5 Liegenschaft,«, und nebst diesen auch noch jene des Herrn Josef Ott an Ort und Stelle, sowohl bezüglich der Gebäude als der Grundstücke eingehend geprüft. ES wurden der Enquvte Kommission übergeben: Ein umständlich motivirteS Gutachten der Landwirthfchafts-GesellschaftS-Ailiale Marburg. lProtokollsbeilage Xll). und cin in dem Protokolle vom 11. März d. Ä. niedergelegtfS Gutachten eines aus Mit-gliedern der Bezirksvertretung Marburg und der dortigen Landwirthschafts« Gesellfchafts'Fillale gebildeten Komite'ö. welches sich die Ermittlung eines Grundstückes behufS der Errichtung einer Weinbauschule in Marburg zur Aufgabe stellte. (Protokoll-Beilage XIII). Die Enquete-Kommifsion ist nach reiflicher Prüfung aller Umstände zu dem in dem Protokolle vom 24. März niedergelegten einstimmigen Beschlüsse gelangt, daß das Gut Langenllial. die Besitzungen der Herren Ott und Felber schon we^^ett zu großer Entfernung von Marburg und der ungeeigneten Beschaffenheit der Gebäude für die Weinbauschule nicht geeignet scien. daS Gut Razerhof schon wegrn seiner Unverkäuflichkeit und dem jedenfalls in Aussicht gestellten hohen Kaufpreise nicht in Betracht kommen könne. ^ Daß dagegen mit Rücksicht auf die in dlM erwähnten Gutachten der Filiale Ali^rburg und deS ans dieser und Mitgliedern der Bezirks-Vertretung znsammengeschten Komite's ausführlich dargestellten Gründe die Realität dcs Herrn Robert Psrimcr in Verbindung mit einer Grundfläche von zirka 50 Joch des zum Gute Obermarburg ge-hörigen Burgwaldes überhaupt für die zu errichtende Weinbanschute voll' kommen geeignet, und daß diese beiden Realitäten unter den angebotenen die geeignetsten seien, daß ferner die Gebäude des Pfrimer'schen Besitz-thumes mit Rücksicht auf den Besuch der Schullehrrr-Kanditaten und Theologen wegen ihrer Nähe bei Marburg, sowie auch bezüglich ilzrer sonstigen Beschaffenheit unter allen angeboteneu die besten nnd geeignetsten seien, überhaupt am wenigsten Adaptirun^en liedürfen. und für die erste Zeit den Bedürfnifsen der Anstalt ohne bedentende Herstellungen entsprechen werden. Nachdem die Bedenken der Kommission in sanitärer Buchung durch das abgegebene Gutachten des Bezirtsarztes Herrn. Dr. Waltner unter der Voraussetzung der Gewinnung guten Trinkwassers bei der Pi-kardie und der Trockenlegung des 3. Teiches in dem Burgwalde gehoben waren, so ist der Landesausschuß mit Rücksicht auf die auck in den Debatten der vorjährigen Session anerkannten Gründe, welche für eine käuf-liche Erwerl'ung der für die Weinbauschule zu widmenden Liegenschaft sprechen, mit Herrn Robert Pfrimer über den Ankauf seines BesitzthumeS unter der Voraussetzung der vorherigen Erbohrnng vollkommen geeigne-ten Trinkwassers — und mit Herrn Grafen Brandis wegen käuflicher Erwerbung des in Aussicht genommenen TheileS des Burgwaldes in Ver-Handlung getreten. — Die Besitzung deS Herrn Robert Pfrimer enthält 6 Joch Weingärtcn von vorzüglicher Bodenbeschaffenheit. Lage und Kulturzustand. 1772 Joch Aecker und Wiesen von sehr guter Beschaffenheit, ausgedehnte und im guten Zustande befindliche Wohn- und WirthschaftS _______ Brunnen dem Bedürfnisse nach gutem Trinkwasser abgeholfen sei; daß ferner sür den Anfang und vorläufig die Beschränkung der Wein-bauschulc auf das Pfrimer'sche Besitzthum ohne den Burgwald thunlich und um das Jnslebentreten dieser Schule zu ermöglichen, der alslialdige Ankauf dieses Besitzthums auch vorderhand ohne den Burgwald vorzn-ziehen sei ; so glaubte der Landes-Ausschuß mit der Erwerbung dieser Liegenschaft nicht zögern zu sollen und hat mit Herrn Robert Pfrimer einen Kaufvertrag abgeschlossen und darin, um dem in nächster Zeit sich versammelnden hohen Landtage nicht vorzugreifen, die Ratifikation des-selben bis 1. Oktober d. I. vorbehalten. Da unter Voraussetzung dieser Genehmigung die Eröffnung der Weinbauschule noch in diesem Jahre möglich erscheint, so hat der Landes-Ausschuß mit Rücksicht auf den vom hohen Landtage beschlossenen 3jährigen Lchrknrs diejenigen Bezirks-Vertretungen. welche zweijährige Stipendien für Zöglinge drr Weinbauschule votirt-n. aufgefordert, dieselben auf 3 Jahre auszudehnen; es wurde zugleich ein Konkurs zur Besetzung von 14 Stipendien und ein fernerer Konkurs zur Besetzung der Stelle^eines Borstehers der Weinbauschule mit Rücksicht auf die dem LandeS-AuSschuß vom hohen Landtage gegebene Ermächtigung ansgeschrieben. Bezüglich des BurgwaldeS. welcher sowohl von der Enquete-Kommission als auch von der LandwirthschaftS-GesellschaftS-Filiale Marburg und dem von dieser und den Mitgliedern der Bezirksvertretung gebildeten Komite, in Verbindung tnit dcr Pfrimerschen Realität als ein nothwen diger Bestandtheil des für die Weinbauschule zu widmenden Grundkom-plexes erklärt wurde, war der Landes Ausschuß bislier wegen deS mittler-weile erfolgten. Ablebens des Besitzers Herrn Heinrich Adam Grafen von Brandis und der sonstigen obwalttnden verwickelten Rechtsverhältnisse nicht in der Lage, zu eincm definitiven Resultate zu gelangen, und eS wurden mit dem früheren Bevollmächtigten deS EigenthümerS und jetzigen Erben desselben Herrn Ferdinand Grafen von Brandis bisher die Kaufsbedingungen vereinbart. Der Landes-Ausschuß erlaubt sich uun folgende Anträge zu stellen: Der hohe Landtag wolle beschließen: a) Der vom Landes-Ausschuß. mit Herrn Robert Pfrimer geschlossene Kausvertrag über die darin benannte Liegenschaft werde genehmigt. b) Der Landes-Ausschuß werde erinächtiget. unter den vorliegenden Bedingungen mit dem Erben des Grafen Heinrich Adam Brandis einen Vertrag über den Ankauf dcs in diesen Bedingnifsen bezeichneten Theils des Burgwaldes abzuschließen. Graz im September 1869. Vom steierm. L a n des-A u sschuss e. Tteier«ärktfche vorgenommenen Neuwahlen von LnndtagSabgeordnetcn; der Landesausschuß beantragt die Wahl sämmt-licher 12 neugewählteu Abgeordneten zu genehmigen. Es wird zur Spezialdebatte geschritten. Abg. Dr. Boönjak stellt aus Grund der an ihn aus drei Bezirken eingelaufenen, von 46 Wlihlmannern unterschriebenen Proteste den Antrag: es sei ein Fünfertomite zu wählen, welches die Wnhl des Abgeordneten Konrad Seiiil'uud die dagegen eingelaufenen Proteste zu prüfen h^che. Abg. Profesior von Schreiner findet den Ausdruck Protest unzulässig. Abg. Herman vertheidigt den Antrag Dr. Vosnjak. Abg. Pros. Heschl beantragt, die Wahlakten bezüglich des Herrn Konrad Seidl sammt den g^gen dikse Wahl eingebrachten Reklamationen nochmals dem Landes-«mSschusse zuzuweisen. Friedrich Brandstetter und Dr. Guslav von Schreiner sprechen sich für diesen Antiag auS. der auch, nachdem noch Dr. Boönjat seinen Antrag auf Einsetzung eineS Spezialkomite's zurückgezogeu, angenommen wird. Die Neuwahlen der Herren: Ivan ^u2a (Landgemeinden Cilli). Adolf Baumgartner (Landgemeinden Leoben). Dr. v. Stremayr uud Karl Freiherr v. Hammer-Purt.stc»ll (Großgrundbesitz). Dr. Karl Peters (Graz). Anton Graf AuerSperg. Aosrph Schlegl, Johann Seidl (Handelskammer ' Leobrn). Jakob Sy^. Anton Laßnigg (Handelskammer Graz) werden ohne Debatte genehmigt. Auf Antrag des Dr. v. Wasserfall werden der Bezirksvertretung Stainz für 1870 die Einhebung von 80°/^. der von DeutschlandSberg für 1869 von 40"/^ llmlligen anf die direkten Tkxnern bewilligt. DaS Gesuch des Kaiser-Franz Aostph Aerelnes um Bewilligung einer IahreSdotation von 550 sl. auf die Dauer von 5 Jahren wird über An« trag des Abgeordneten Heschl dem zu wal)lendrn Finanzausschüsse zugewiesen. Das Gesetz, womit der Handelsakademie eine Subvention von 2000 fl. gegen daS Recht. 25 Frciplahe dem Landesausschusse zur Besetzung zu überlassen, iiewilligt werden, wird angenommen. Mehreren Gemeinden werden Gebühren sür die Ausnahme in den Heimatsverband bewilligt, ebenso der'Gem. Oberzeiring die Einführung einrr Hundesteuer. Die auwesenden neugewählten Abgeordneten leisten hierauf die An-gelobung. Hierauf findet die Wahl von vler Verifikatoren statt. Gewählt erscheinein Graf ANeMS, v. Aeyrer. Baron Bnol. Johann Oberranz-meyer. _____ Äiurbttlgcr Berichte. Marburg. l4. September. (Gründungsfest des Ar be i te rb i l d u n gs v e rei n s.) Dieses Fest, welches am 19. September in der Kötzschen Bierhalle stattfindet, beginnt Nachmittag um 4 Ul)r ; das Konzert nimmt seinen An-fang um 6 Uhr. die Nummern sind: I. 1. „Neue Welt". Marsch von Fahrbach — 2. „Sängerbund". Chor von Becker (Südbahnliedertasel und Länger deS ArbeiterbildungsvereinS) — 3. Festrede (Franz WleS-thaler) — 4. „Sehnsucht und Nachklang" von Kreutzer (Säugcr des ArbeiterbildungsvereinS) — 5. „Auf der Wacht" von Kuntze (Südbahnliedertasel) — 6. „Schäfers Sonntagslied" von Kreuzer (Sänger des ArbeiterbildungsvereinS) — 7. „Sinfouia" aus der Oper: „Aroldo" von Berdi. II. 8. Quadrille nach Motiven auS der Oper: Großherzogin von Geroldstein von KovacS — 9. ..Die Thräne" von Witt (Südbahnlieder-tafel) — 10. ..Schlosserlied" von Otto (Sänger dcS ArbeitcrbildungS-Vereins) 11. „Steirerland" von Schmölzer (Südbalinlie^ertasel) — 1^2. „NIksko josero" (der Beldeser See), slovenisches Volkslied von Rihar (Sänger deS Arbeiterbilvnngsvereins) — 13. „DaS deutsche Lied" von Kaliwoda (Südbahnliedertasel und Sänger deS Albeiterbildungs-Vereins) — 14. ..Lob der Frauen" Mnjurka von Strauß. Den musi-kalifcheu Theil hat die Kapelle der Eisenbalinwerkstätttn übernommen. Nach dem Konzerte folgen Tombola und Tanz. Eintrittskarten, welche im Verlage dieses Blattes gelöst wrrden. kosten 20 kr.; bei der Kasse werdendste nur gegen 30 kr. ausgegeben. (Photographien.) Der Photograph Rainer l)at die Bersamm-lung am 3. Berfassungstage aufgenommen und davon Photographien in sog. KabinetS- und Bisite-Karteu Form angefertigt; selbe find im Komp-toir deS Herrn Ed.Ianschitz zu bekommen und empfehlen wir sie nls ein hübsches Andenken an den Festtag. (Ein Ganner.) Seit einiger Zeit treibt sich in Marburg ein Manu herum, der auf fremde Namen bei mehreren Geschästsleuien Geld-betrage von 10, 20, ja selbst W Gulden t)erauszulocken wußle. (Feuer.) Am letzten Samstage brach sast um Mitternacht im Lampensüllzimmer der Stadtbeleuchtung, im Kartin'schen Hause, durch llnvorsichtigkeit eines Lampenanzünders Feuer aus. das in l^em mit Petroleum getränkten Fußboden und. Mobilaie reichliche Nalirnnc sand; durch die Vorsicht des H. Kleinschuster wurde jedoch daS Weiterverbreiten des Feuers gehindert; waS atier im Zimmer war. brannte tot.ll zusammen. (Beseda in M a r i a N e u st i ft.) In einen Schrcilien. das unS zugekommen. Wird berichtlt. daß Viele Neugieiige auS Pettau, Feistritz und anderen Orten den Schauplatz der verunglückten Btseda anzuselien nach Maria-Nkustist kommen und daß man das Bonmot gemacht: die Slo. venensührer haben bisher immer behauptet. daS slovenischeBolk sei hinter ihnen, aber sie sind den Beweis schuldig geblieben bis zum Tage — von Neustift; da waren die Bauern wirklich hinter ihnen, aber leider mit — Stöcken. (Leichenbegangniß.) Der erschütternde TodeSsall der GutS-besitzerin von Wildhaus. Frau von Carncri. gab Veranlassung, daß bei diesem traurigen Ereignisse nicht nur die nächste Umgebung, der die Verstorbene als Mutter der Armen galt, sondern auch die Stadt Marburg in einem zahlreichen Geleite bei dem Leichenbegängnisse dem tiefgebeugten Gatten ihr Beileid kund ^pb. D.e LeichenbestattnngSanstalt des Herrn Wols hatte den Kondnkt in glänzender Weise besorgt. (Nationales Treiben.) AuS St. Leonhard schreibt man uns: In unserer Gegend ist eS nun public, daß Agenten der Nationalen herumgingen, um Unterschriften zu erschleichen. So kam ein Mann auS Marburg, der zu (Zolnik nach Triebein gehen zu wollen erklärte, zum Leopold Schamuth. G. B. in Ledineg und ba^ er möge zu Trinkaus (Wähler) in Ledineg gehen, damit er die windische Schrift, die jener vorla?. unterschreibe. Schamuth verstand nichts davon. Der Fremde sagte, mir mWn schauen, daß wir Seidl herausbringen und Dominkusch wählen, bi i Sndl S Wahl sei eS nicht recht zugegangen. Schamuth sagte: wir sind mit Seidl zufrieden und jagte den Fremden davon — der noch hinzufügte. Rokavetz, G. B. in Schützen (Wähler) habe auch unterschrieben. Schamuth erkundigte sich bei Rokavetz. welcher sagte: er »Visse nicht waS er unterschrieben habe, er wolle, da er nun daS wie und waS ersuhr. beim LandeSauSschusse die linterschrift widerrufen. (Bekanntlich 46scheinbar Abtrünnige gegen Seidl.) Eingesandt. Zur T h e a t e r s r a g e. Eintracht. Gemeinsinn und Opferwilliakeit der hiesigen Bürgerschaft haben das Marburger Stndttheater und Kasino-Gebäude erbaut, welches nicht nur itl seinen architektonischen Formen und Räumlichkeiten eine Zierde Marburgs ist. son.>ern auch als Beweis deS richtigen, taktvollen und zeitgemäßen Erkennens dient, welche Ansprüche die rastlos fort-schreitende Zeit und die Lokalverhältnisse auf veredelte Kunstgenüsse und gesellige Freuden stellen. In eben dem Maße, als man den Anforde« rnngen deS verfeinerten Geschmackes entspricht, indem man an die Ausschmückung jener der Kunst und dem gesklli.,en Vergnügen gewidmeten Räume schreitet, lvird die allgemeine Theiluahme für dieselben erhöht, der Besuch somit frequenter. wodurch allein deren Fortbestand gesichert wird. Es wurde von der Mehrzahl der hiesigen Bürger eben so fach« als zeitgemäß erkannt, daß die innere Einrichtung jener Räumlichkeiten, sowie deren Beleuchtung mit den Erfordernissen der Neuzeit in Einklang gebracht lverden müssen, nnd daß es eine uns ehrende Aufgabe geworden, ein für ewige Zeitcu bleibendes Denkmal echten Bürgersinnes, wie es unfer Theater- und Kasino Gebäude ist, durch fortgesetzte Opferwilligkeit entsprechend zu erhalten. Nur hiedurch wird eS erklärlich, wie sich die Bürger Mar-burgs neuerlich vereinigt haben, einen Aktien-Verein zu bilden, desien Mitglieder 2680 unverzinsliche, durch Verlosung einzulösende Aktien, die Aktie pr. 20 fl. KapitalSwerth, zeichneten, um die Einführung der Gastieleuchtung in den Tlieater-Räumen nnd die hiedurch bedingte Renovirung derselben zn ermöglichen. Zu Ehre und Ruhm der Bürgerschaft der Stadt Marburg gereicht es, in der ein solcher Gemeinsinn herrscht, die ein solcher Geist beseelt, der. während der Zeitenlauf Zerstörung und Vernichtung bringt, seiner Strömung entreißt, lvas die Väter gesäet, es pflegt und blütl)enreich entfaltet und ein der Knnsi und humanistischen Zwecken gelvidmetes Bauobjekt der Stadt für Kind nnd Kindeskinder fruchtbringend macht. Dank jenen Männern, die sich ihrer hohen Aufgabe bewußt als Aktionäre zeichneten und deren Namen und Aktienbeträge folgen als: die Herren: Altensberg L. 2 Stuck. Bankalari 2 St.. Badl 3 St.. Dr. Duchatsch 2 St.. Dietrich 1 St.. Druckmüller 2 St.. Dr. Dominkusch 1 St.. Fetz 1 St . Frohm A. 1 St.. Gerdes 2 St.. Gruber 3 St.. Girsimatzr juu. 2 St.. Girstmayr Dom. 2 St.. Geuppert 1 St.. Gereke F. 2 St.. Graff G. 3 St.. Gerdes jun. l St.. Girstmavr I. sen. 12 St.. Gasiei-ger R. 1 St.. Horvath A. 1 St.. Harmonik 1 St.. Hausner I. l St., Hartmann 1 St.. Frau HauSner Aloisia 1 St.. Huberger C. 1 Tt., Holzer F. 1 St.. Hohl 1 St.. Herzog l St.. Ianschitz 1 St.. Kolletnigg 2 St., Kurnlg I St.. Koroschetz 1 St.. Kriehuber E. v. 2 St.. Kaiser 1 St.. Leyrer F. 1 St.. Fr. Langer K. 1 St., Fr. Bar. Lanoy 1 St.. Martinz 1 St.. Mayer 1 St.. Mochor 10 St.. Müller 1 St., Dr. Mulle 2 Et, Nudl 2 St.. Ogriseg 1 St.. Pachner E. R. 1 St.. Pachnee R. St.. Psrimrr R. 1 St. Pfrimer I. 1 St.. Perko 3 St.. Petternell 1 St.. Pichs 1 St.. O.uandest 1 St.. Reuter 2 St.. Rast F. 2 St. Dr. Reiser l St.. Dr. Radey 1 Lt.. Reuter K. 2 St.. Reiter I. 1 St.. Reichmeyer 2 St.. Dr. Sernec 1 St.. Dr. Stöger l St.. Dr. Streinz 1 St.. Supan 1 St., Stark 2 St.. Straschill sen. 1 St.. Stampfl 1 St.. Scheikl 1 St., Schraml 2 St.. Schmelzer 2 St. Fr. Schmiederer 3 St.. Schnurcr 2 St.. Brud. Staudinger 2 St.. Trethan 1 St.. Tappeiner 2 St.. Tscheligi F. 2 St.. Tombasko l St., Wratschko 1 St.. Wcllner 1 St.. Weiß 2 Sl.. Zwetler 1 Stück. Schließlich bleibt eS Jedermann unbenommen, dem Aktien Verein für Eitisührung der Gasbeleuchtung im Theatergebäude und der Reno-vation desselben beizutreten und tverden die beireffenden Herren höflichst ersucht beim Herrn Kassier Albensberg am Hauptplatze. Handlung zum Tiroler. Aktien zu zeichnen und die Geldbeträge daselbst gefälligst zu erlegen. Die Namen der später zeichnenden Aktionäre tverden nachträglich öffentlich bekannt gegeben werden. Ein Gründer . und Theatersreund im Namen Mehrerer. Et«gefa«dt. Die vom Etaate Hamburg ausgegebenen, von der Firma Botte«wiefer At E». in Hamburg im heutigen Blatte angekündigten Prämienloose finden viele Ab-nehmer. vir allerneuester Zeit legentlichst empfehlen tannt soliden Hause» bedienen wollen, auf die betreffende Annonce besonders aufmerksam. können für den Ne»ug dieser beliebten Loose die genannte Firma, die in Zeit wieder viele bedeutende Gewinne in Oesterreich ausgezahlt hat, ange-»ofehlen und machen alle diejenigen, die sich der Vermittlung eine» aner» Iil »»rdiire. ^ittvood ävn 15. .September: 567 Lsesol^atts-LröKiuvx der Herren-Zliode-Maaren- des __ Klais MsÄvr w »»rdiirL, Sck der Psft' und Herrengaffe Nr. 112. Empfiehlt: Sroßt» Lagn von ferttanthtrrnlkltidtrn, tnglis». fraazöfisch und «cht »rSnntr Kock- und Hosmßofft, «iltt» in Sammt. Plüsch. Stide und Wollt. Craoat», Echarp«, Eachmet«, Arige», Manchettt«, Plaid«, «tist-Stckt», Utsnschirmto, HosentrSgm, ». ,c vssiao-kvMui'stion. Heute Donnerstag den >S. September ISSS: der GeschwisterRosner aus Wien, genannt: Die drei Schwarzbtatt'tn, «it «»«em Programm. «nfang halb 8 Uhr._Eintritt 20 kr. (590 Mehrere Wagen Dünger sind AU verkaufen bei Johann Wisthaler, Hotel „Stadt Wien." Ho« v»w«»»>«l«»»l«k«r l Der Teftttigte zeigt dem I. Publikum ergtbenft «n. daß n in der ktgetthoffftraße. im »»««»stetter scheu Hause, «in gau, «e«»« »t reichhulÄges eröffnet hat. sowie auch Paletot«. Zaquett. ga«,e «»»«gr und all- in diet Fach schlagenden Arbeiten nach den neuesten Moden anfertiAt. — Aräuleint werden nach einer einfachen Methode im Rthru und Echultt-itichuni unterrichtet. — Um zahlreichen Zuspruch bittet achtungsvoll SS0)__Kranz Verscha?, Schneider sür Dame« Million Mark oder t»»,««« «ilb-rguld-« als Hauptgewinn, überhaupt aber LA,399 Gewinne von Aitdtt' !gnlden 175.000 — 105,000 — 70.000 — 35,000 — 28.000 — 17.500 — 2mal 14,000 -> 3mal 10,500 — 3mal 8400 — 3mal 7000 — 4mal 5600 — 5mal 4200 — llmal 3500 — ^28mal 2100 — 131 mal 1400 — 156mal 700 tt.Zc. bietet die !vom Staate Hamburg errichtete und garantirte Staatsgewinn-Verloofuua. ^ Die vetheiligung kau» um so mehr empsohlen werden, als das ganze Z Einlagekapital unter Garantie des Staaie» durch obige Gewinne an die Theil-s ne^er zunickgezahlt wird und kein ähnliches llnternehmen größere Ausficht auf S Erfolg bietet. z Zu der schon am Stt. dieses Monats beginnenden Ziehung beträgt die Einlage M Ganze Original-Ttaatsloase fl. 4. Halbe „ .. 2. 554 Viertel „ „ I. Das unterzeichnete, mit dem Verkaiis betraute Großhandlungshaiis wird ^ geneigte Aufträge, gegen Einsendung des Betrages in Banknoten, unverzüglich «ausführen und Berloosungspläne gratis beifügen, ebenso amtliche Ziehitngslisten l nach jedesmaliger Ziehung den Loos Jnhabern prompt übermitteln, wir ver-! senden die Gewinne nach jedem Orte oder können solche auf Wunsch der Theil-^ nehmer durch unsere Verbindungen in allen Städten Oesterreichs auszahlen lassen i man genießt somit durch den direkten Bezug alle Vortheile. Da die Ziehung in aller Kürze beginnt «nd die noch vor-lräthigen Loose bei den massenhaft eingelienden Aufträgen rasch l vergriffen sein di»rsten. so beliebe man sich baldigst und direkt zu wenden an SottSNBftOAvr K 0o. Geschäft in Hamburg. Zm Gest«- Iit Zxirhert-Aisllejstrii Weinbauschule. Z Kimli»rsai>sschrtidtn>s für die Stelle eines Borstehers und Hauptlehrers an der in Folge Be» schluffes des steierm. Landtages vom 14. September 1868 nächst Mar-bürg zu errichtenden und noch im Laufe dieses IahreS zu eröffnmden Weinbauschule Mit dieser Stelle ist ein Jahresgehalt von 1200 ft. S.W.. freie Wohnung, Beheizung und Verpflegung, verbunden. Dem Borsteher der Weinbauschule obliegt nebst der Leitung der Anstalt das Lehramt in den wichtigsten Fachgegenständen, die Kassa« und Rechnungsfilhrung; derselbe hat sich, im Falle er nicht schon der zweiten Landessprache (der slovenischen) mächtig sein sollte, dieselbe eigen zu machen. Bewerber um diese Stelle haben ihre KompetenzVesuche, worin hre Fachkenntnisse, ihre Befähigung zum Lshramte überhaupt und it» den die Weinbauschule insbesondere betreffenden Lehrfächern, ihre bisheriaen Leistungen in denselben, dann ihre allfallige Kenntniß der slovenischett Sprache dokumentirt nachzuweisen find, bis längsten» l. Ottober 1869 bei dem steierm. Landes-Ausschusse zu überreichen, und zugleich zu erklären, daß fie bereit seien, diese Stelle noch im Laufe deS Monates Oktober d. I. anzutreten. Den Bewerbern wird ans Verlangen Einficht in die vom Keieri» schen Landtage beschlossenen Grundzüge der Organisation der Weinbau-schule gestattet, oder eine Abschrift dei^selbrn mitgetheilt werden. Graz am 30. A^ust 1869. Lvm steierm. Lande<-A«ssch«ffe. Am Oktober d. Z. beginnen die Ziehungen der Große« (V70 Hmbllrger Geld - Bnlochllg. In diesem Unternehmen, welches vom Staate garantirt, kommen nur Gewinne zur Ausloosung. darunter solche von eventuell Mark 250000, 100000, 50000, 40000, 25000, 2 » 20000, 3 15000, 3 12000, 11000, 4 8000, 5 K000, 11 » 5000, 4000, 29 ä 3000, 131 k 2000, 1500, 156 t 1000, 206 il 500, 300, 272 k 200, 118.00 110. Hierzu empfiehlt sich das unterzeichnete Bankhaus mit Original» Loosen zum Planpreise a Ganzes ü. Halbes a Viertel W. «. 4. ft. 2 5. Z. Die Bestellungen bitte frühzeitig einzusenden, damit dieselben prompt effektuirt werden können, und den Betrag beizufügen. Pläne und der-zeitige Ziehungelisten bekommt jeder Theilnehmer gratis. VI»oo6«r Sokvller. Bankgeschäft, Vraunschveiß. Z. 13S3S. Areiwillige Realtttten- u. Fahmiffen-Lizitation. Das gefertigte Gericht macht bekannt: Es sei über Ansuchen der Erben drs zi» Unter-Sellnitz verstorbenen «salitätei». befij»er» S^ann Wutte die freiwillige gerichtliche Versteigerung der zu deffem Verlasse geholigen Realitäten: 1. Berg Nr. 382 und S86 uä Kaal in der Gemeinde 3»hanneßb«g mit Z Zoch U32 lUKlft., darunter I Joch 1IS8 l^Klft. Rebengrund im Schätzlverthe pr.ßöov fl. 2. Berg'Nr. 384 und 585 »ä Faal in der Gemeinde Zohanaesberg mit 8 Joch 916 l^Klft., darunter I Joch 188 LIlKlft. Rebengrund im Schäßwer^ pr. 728 fl. 8. Urb.'Rr. 296'/, und 298 »a Aaal in der Gemeinde Unter-^llniß pr.L444fl . bei welcher schon feit Jahren die Maria'Raster lleberfuhr besteht — fSmmttiche Neali-täten fammt hängender und anzuhoffeuder ^chsung. 4. Der bei den Realitäten befindlichen ^hrniffe an Bieh, Birthschaftsgeräthen, Einrichtung, Getreide ,e. mit dem Anhange des §. 277 kais. Patentes vom 9. »uaust 1.854 gewilligt und seien zur Bornahme die Tagfahungen, und zwar: 1. Rückfichtlich der Weingart-Realitäten in der Gemeinde Iohannesbera Berg» Rr. 382 und 386 »ä Faal die Tagsatzung auf den »0. September d. I. vor-mittags von Iv—12 Uhr Ivoo Johannesberg. 2. Rückfichtlich der Fahrnisse hiebei die Tagsatzung auf denfelben Tag Bor-mittags von N—12 Uhr looo Johannesberg. . 3. Rückfichtlich der Weingart-Realitäten Berg-Rr. 384 und 385 »ä Kaal. die Tagsatzuug auf den W. September d..J., Rachmittags von L-.'t »lhr iooo Johannesberg. 4. Rückfichtlich der Fahrnisse hiebei auf denselben Tag, Rachmittag« von 3—s Uhr. ü. Rückfichtlich der Hubrealität, Urb..Rr. 296'/, und 298 »ä Faal, die Tag. satzung auf den Zk2. September d.J., Bormittags von 19—11 llhr looo Unter-^llnitz. L. Rückfichtlich der Fahrnisse hiebei auf denselben Tag Bormittags von 11—-is Uhr, uöthigenfalls Rachmittags von 2—5 Uhr angeordnet worden. «auflustige werden hiezu mit dem Bemerken eingeladen, daß jeder Lizitant, bevor er einen Anbot macht: 1. rückfichtlich der Realitäten Berg-Rr. 382 und 88L aä Faal, ein Vadium von 60 fl.; 2. rückfichtlich der Realitäten Berg-Rr. 384 und 38ü «1 Faal, ein Vadium von 89 fl. '. 3. riickfichtlich der Realitäten Urb.-Rr. 29ö'/, und 298 »ä Faal ei» solche« pr. 360 fl., entweder im Baren oder steiermärkischen Sparkassabücheln, oder öffentlichen Obligationen nach dem Tageskurse zu erlegen, der Ersteber von Fahrniflen aber solche sogleich bar zu bezahle» und wegzurälimen hat. Daß ferners die übrigen Lizitations-bedingnisse und Schätznngs.Protokoll Hiergerichts, oder beim Herrn Rotar Dr. Rade^ eingesehen werden können. K. t. Bezirksgericht Marburg am 31. August 1869. Eisenbahn-Fahrordnung für Marburg. fpr. Stück 30—40 kr.), wie auch in kurzer Zeit zur Herstellung neuer Oesen, empfiehlt sich ein tüchtiger Hafner. (574 Wohnt: Pfarrhofgasse Nr. 195. im Hause des Herrn Orechegg. Empfiehlt zugleich alle Gattungen Töpferwaaren zur geneigten Abnahme. Abfahrt 2 Uhr 40 Min. Rachmittag. Abfahrt o,, 31 Eilzuge. Personenzüge. Von Wien »ach Triest: Ankunft 1 Ul)r 59 Min. Rachmittag. Anknnft 8 N. 8 M. Frilh. 8 U. 44 M. Abends. Abfahrt 2 Uhr 2 Min. Rachmittag. Abfahrt 8 „ 20 „ „ v „ ü« „ „ Von Triest nach Wien: Ankunft 2 Uhr 37 Min. Rachmittag. Ankunft6 U. 19 M.Früh. 0 U. üü M. Abends. Verantwortliche Redaktion, ^ruck und Verlag von Eduard Zanschitz in Marburg