Aalttstag den M. KeKeember 183g ^Meber vas alte emonensiscke Visthum. AuS^ug au5/Carli's: vl?II' aniicc, Ve« cavato Ümo-nlese^Ojiol-l: l. XV. p. 3i5 -^256.) Nachstehender Auszug, welcher zur nähern Beleuchtung dc? illMs. 22, ?.,? >i»d ?^ l. I. dieses Vlattcs enthaltenen ?lbl,and-lÄvg iil'cr üinonn, ^üUlun.-, und II«mun!>, als Drei verschiedener sn Pannonic», Noricum und Isirien gelegener Städte, sehr l'lcl beiträgt, imd desse» Original llnser,! vorzüglichsten Alterthlünsfor-schern, l!inh.irt!li»dMiichar, ganz unbekannt gcwcscn zu ftyn scheint, »erdieut lini so nichr i» unserm Valerlalidc bekannt gemacht zu »»erde»/ als mir eine Übersetzung der dickfellige» Abhandlung Vssr li'g in deutscher Sprache gänzlich unveka»»t ist. I. >3?clt langer Zeit bestand zwischen Istnens und Laibachs Bewohnern der Streit über die wahre Lage bcr, in den alten Historikern und Itinerarien erwähnten, römischen Colonic UmonH, welche von den cr« stern, wegen der üblichen Benennung ihrer Bischöfe (ümonien5e8), als bei Cittanova m Istrien, und von den letzten, wegen der Übereinstimmung der in den Itinerarien'angedeuteten Entfernungen, und nach, dem Zeugnisse des Plinius und anderer Historiker,, als bei Laibach bestanden, anerkannt wird. Eben als es schien, daß dieser Streit zu Gunsten Cittanova' s entschieden sey, erschien im Jahre 1681 in Schönlebens Oa5nil,ll» aiitiqua et Nova ber auch besonders abgedruckte Artikel I^mon» vinclicata, womit diese Frage für Laibach absolut entschieden worden ist. Da jedoch die Meinung herrschte, daß die Wi^ schöfe von Cittanova seit dem vkrten Jahrhunderte ben Titel Nmuni«nöe8 führten, so glaubte P. B eretti, in feiner Chorographic von Italien behaup- ten zu können, daß es zwei Städte mit der Benennung I^innna gegeben habe, die eine bei Laibach und. die zweite bei Cittanova. Man hat sogar ein drittes llmnn» bcc Osmon» im Friaul festgesetzt "). Lirutte verfocht diese Meinung in seiner Disertation (Nolixie lj<.'IIu cose c!u! I^riuli p. 251.), worin er zu beweisen trachtet, daß Osslnnnl» das Nmona dl»!i6ia des Plinius sey, wel--ches durch Versetzung (üclutlia I5mnn.i, (^!. I?.mun^ und Cltimnnl, geworden tst. Mcin Plinitts sctzt seiner einfachen Aufzählung der non'schen Städte keine Charakteristik bei, wie z. B< bei Oc'Ill'j« (1^. IIl. o. 24.) zu ersehen ist, welches doch nach einer in Wien aufbewahrten Inschrift (^lnuclia O!lc>ja hieß. Da nun Plinius bei C i lli das demselben absolut gebührende Olauclia weggelassen hat, so ist cs klar, baß er unter dieser Benennung eine andere Stadi verstand, die weder Cilli noch ^mona wat. Arduin glaubt in Klagenfurt das <^1au6ia des Pltnius zu finden. Reinesiüs (pl,g. C5Ct.XVII 4.) führt eine m Steyermark befindliche Inschrift mtt ^. c^äVD an, was cr für Minicipiutn <ü!au6inuin auslegt. Cluver setzt diese Stadt an den Chim-See^) ') V!n viertes ^.tt-.on» wurde auch bei Klägenfurt angenommen. (Illnr, Vlc>,tt ,836, Nr ^, ^. l>n.) ") D.i P. ??hnnn Arduin sowohl im königlich alkertmischen Os, dex dcs plinius, als auch in andern, bcl Aufzählung der »cw schen Städte nicht ^einon!», sondern Viiiniomin» f.niü, u»l> wobei er bemertt: Ilol-mulau« habe zuerst Vio^n», fleschrirben, «t inu^t ex c.'<>njunL>,u!'» .^emunia nc^uä,u,n des Ptolomäüs und a:>s andern Quellen sich nachweisen läsit, so zerfällt die ganz« H»-pothese iiber ein norisches bemann, (.'I^u^i» ^emoun, lli, ä«-^ — 446 — ^ <1ago CKimensL ?). In den Itinerarien findet man jedoch keine Erwähnung weder von einem <ÜaucÜ2 noch von einem (Hau^ia Nmona, noch von einem no-rischen Hman2. Daß das Nman2 des Herodian (1^. VIII. i.) nordwäns der Alpen liege, kann gar nicht in Zweifel gezogen werden. QemonÄ kann daher eine römische Stadl, aber nie 6!2u6i2, noch das Nmuna des Herodian gewesen seyn. II. Welchem von diesen drei Tmona haben wir nun dje Bischöfe zuzuschreiben, die sich vor dem XI. Jahrhunderte NmaniLnäLg oder ^emonienseg titulirten? vielleicht keinen von allen Dreien. Die über das XI. Jahrhundert hinausreichenden sind nicht zweifelhaft, da die istrischcn aus Cittanova sich so benannten, daher bedürfen einer nähern Beleuchtung nur die dem h. Maximus nachfolgenden Bischöfe, die nach der vom Abte Collctti in der Ughell ischen Ausgabe er^ folgten Hinzufügung von Zwei neuen, zu den Drei ftüher angenommenen, die folgenden sind: M a x i m u s, Beatus Florus, Patritius, Mauritius und Eustachi u s. Außer diesen gibt e5 noch im zehnten Jahrhunderte Zwei mit dem Titel I5malnen5e5, der eine vom Colletti, als im Frie-dcnsvertrage zwischen der Republik Venedig und zwischen dem Markgrafen von Istncn, mit dem Namen Firmius unterzeichnet, und I oh ann e 5, der bei der Einweihung der Cathedrale in Parcnzo im I. 966 intervenirte. Diesen beiden wird abcr ganz willkürlich der Titel ^moni^n5<^5 gegeben, denn Fir-mius unterschrieb den Fricdensvertrag von 933, bloß M!t den Worten I^sso I?irmiu5 llpiscnpuä, ohne Angabe irgend einer Kirche, und Johannes nennt sich in dem eigentlich apokriphcn Acte ausdrücklich, (^ivillUiz Nova«, und nicht Tmonlen5i5> 111/ Wir fangen also bei dem letzten, dem Eustachius an. Der Grund zu seiner Einreihung in die Zahlder> emonensischcn Bischöfe wird aus dem constantinopoli-tanischen Concilium von 880 geschöpft, worin er allen Ausgaben zufolge als Eustachius I^pi5cc,z)U5 ^.einl,-niaa unterschrieben zu lesen ist, und P. Arduin bemerkt , dieses ^.emanA liege in Istrien. Es ist aber zu verwundern, wie. ein Mann von so durchdringendem Blicke übersehen konnte, daß bei jenem Concilium au-sicr dcm päpstlichen Legaten kein italienischer Bischof mtervcnirte, und daß folglich jene Lesart nicht ganz richtig seyn müsse. Dieser Bischof ist auch gleich hinter jenen von Adrianopel und Cratia unterschrieben, und ihm folgen unmittelbar jene von Sebasta und Sinai, woraus klar wird, daß er zur morgen- ländischen Kirche gehöre. In der That findet man'w der nämlichen asiatischen Provinz und Metropolie, wor° inSebasta und Sinai liegen, den Bischofssitz ^«' mania, dessen Bischof auch in allen übrigen Concilien erscheint. Eustachius ist also aus der Reihe der emoncnsischen Bischöse auszustreichen, und seiner ei" gentlichen Diöcese, dem asiatischen ^emonia HU e^ statten, Mauritius ist in jener Reihe vor dem Eusta^ ch i u s, nach der Voraussetzung, daß an Taufsteinen i" Cittanova folgende Inschrift zu lesen sey: Varili««- rnoniensiz. Die Inschrift lautet abcr nicht so, so.N' deln^?I8C0PV3.r0ri.I. Vielleicht ist es jener Bischof, dessen der Papst Hadrian (<üc>ci. Carol. e^> 1.VII.) in einem Briefe an Pipin mit folgenden Wo>' ten erwähnt: ci-ecla, quod jam 26 V«5ti'2L 2 Doo protectae I^xcellcnUa« auros pervenit clu I^^isco^ po HIaiiritio I^iätl'iensi, und den die Griechen, als damalige Herren Istriens, aus Verdacht, er sey »^ Pipin wegen der Übergabe Istriens einverstanden, blendeten. Eben wegen den Verfolgungen von Seile der Griechen waren beinahe alle dortigen Bischofssitze leel, daher Mauritius mit vollem Rechte istrischer Bischof und Bischof des Volkes genannt werden konnte. Dem Patritius liegt die Synode von Grs-d o zum Grunde, in deren Unterschriften gelesen wird,: katl-itiuL 5. I^ccleziae I^moliien5,5. Viel ist vomP-Rubeis (Hlon. Ncci. ^^. p. 235) gegen die Echt-heit dieser Synode geschrieben worden, daher diese Un-terschristen um so weniger Vertrauen zu verdienen scheinen, als die Acten derselben bei dem im Jahre 827 in Mantua abgehaltenen Concilium als oxempln'^ nuIllU3 manu t!55L robot'Htg (Il)lll. p. 414) unbeaä)' tet geblieben sind. Überdicß hat Ughelli (llal. 52c/. I', V.) diese Acten aus einem alten Codex Mrahirt, worin ?etru5 Lpizcopus ^monionsis, und nicht k^ Mtius 3. Lcclesiae i^monlLNLlL steht. In dem Exemplare, welches bei dem Concilium in Mantua vorgezeigt wurde, steht aber ?»!,-!liu' Nltiolnen5l5. Hieraus kann man wenigstens schliß ßen, daß im Jahre 827 die Existenz eines emonen^' schen Bischofs geglaubt wurde. Wo soll aber diese' Tmona gelegen haben? denn in jener Zeit hat C^ tanovasich noch nicht I^mnn» genannt, denn in dc!^ von den Abgeordneten Carls des Großen im Jahre 5t>^ rücksichtlich der zu entrichtenden Tribute gehalten^ Parlamente steht: Oayc^lariuz (ÜivltaUz ncvl»s w^ niuäU5 XII. Ebenso wird in dem Grundbuch«. ^'^'" 6' ceu5>) der römischen Kirche, das der Cardin" 0ciu3 am Schwsse des XIII. Jahrhunderts zusan' — 147 — wengesiellt hat, der istrischen Bisthümer: In I?p;8co-5)»tu Civital.l8nov2e (Meäic. ^«vi Vi58. 6g. P. 6^3) welches der griechisirende.'^noniinu8 Ii»venn2w3^e2- p«!ii>,statt Cittanova nennt, wobci er ebensowenig als Plinius, Strabo, Ptolomäus, Pom-Ponius und andere Geographen von einem istrischen ^mona irgend eine Erwähnung macht, das auch we-der in den Itineranen noch aus der peutingerischen Tafel verzeichnet ist. Wie konnte also Patritius Nililil,irn5is vom istrischen I^nions heißen, das da-mal» noch gar nicht eristirte, und wie konnte im man-tuanischcn Concilium eine solche Lesart zugelassen wer. den? Wie viele Fehler entstehen nicht unter der Feder d?r Abschreiber und selbst im Lesen der alten Codices? In einem Exemplar liest man Petrus und in einem andern Partritius, daher kann auch ebenso leicht im Titel ein Fehler unterlaufen seyn, der aus Vel-o-n«>n5i5 oder <Üninl?nä!8 entstanden seyn mag. Es mag nun die Synode in Grado authentisch seyn oder nicht, so kann doch die Unterschrift I5lnolnon5i8 die-strwegen nicht als außer allem Zwcifcl und über alle Kritik erhaben betrachtet werden. Über den B. Florus besitzen wir nichts äls eine fromme Tradinon der Einwohner von Pola, die am 27. October sein Fest zu feiern pflegen. Außerdem gibt es weder Documente noch sonstige Acten, die dessen Titel als j5mon>en8i3 nur im Entferntesten bestätigten. (V e s ch l u s) folgt,) Wer Viraten Achooner "). .An der westlichen Küste von Afrika tritt eine Bai m das Land hinein, die von den Seefahrern, welche sie gelegentlich besuchen, mehr als einen Namen erhalten hat. Der, welchen sic von den portugiesischen Abenteurern erhielt, die zuerst es wagten, den südlichen atlantischen Ocean zu befahren, ist mit der dahin geschwundenen Scchcrrschaft dieser Nation untergegangen, und derjenige, den die wollhaarigcn Bewohner der Küste ihr beilegen, ist vielleicht noch nie mit Gewißheit ermittelt worden. Auf einigen alten englischen Karten ist sie indeß mit dem Namen der Slceper-.Bai bezeichnet. Das Festland, welches durch stine Krümmung diese kleine Bucht an einer Küste bildet, die wenig Hafen besitzt?und bedarf, bietet eine sehr wenig einladende Ansicht: ein abhängiges Gestade von glänzend weißem Sande, mit einigen kleinen Hügeln im Hm-«ergründ, von der Wuth der atlantischen Wellen gc- ') Nach dt»n EüLlischen deö Lapitöni Marrrat. legentlich aufgewirbelt und dabei nicht die germgsie Spur von irgend einer Vegetation _^ das ist Alles was dem Auge hier begegnet. Die Aussicht nach dem Innen des Landes ist durch eine dichte Kimmunq MiraZo) verschleiert, durch welche nur hie und da die Stämme einiger fernen Palmbaume zu entdecken sind, die der Einbildungskraft durchaus keinen Naum geben, an ein Laubdach und Schatten zu denken. Das Wasser in der Bai liegt glatt und eben da wie ein geschlissener Spiegel; kein Lüftchen regt sich, um die Hitze d^r senkrecht herabfallenden Sonnenstrahlen zu kühlen, kein.Seevogel läßt sich sehen; ein allgemeines düsteres Schweigen herrscht hier in der Natur, und nur zuweilen tauchen die Flossen eines riesigen Hayes empor, der das heiße Element durchschwimmt oder in der Mittagshitze ruhig liegt. An der Einfahrt dieser Bai, in etwa drei Faden Wasser, lag, bewegungslos wie der Tod, ein Schoo-ner von so herrlicher Bauart, daß er in dem besuchtesten Hafen der Welt Aussehen erregt haben.würde. Leider dankte dieses herrliche Gebäude der Habsucht seine Entstehung__einst war es ein Sklavenschiff gc- wesen, und jetzt war es der berüchtigte, gefürchtet? Piraten-Schooner, der »Avenger." Jedes auslausende Kriegsschiff hatte die angemessensten Befehle Hinsicht-lich öieses Fahrzeugs, das sich so furchtbar gemacht hatte, daß jeder Matrose bei Nennung seines Namens und bei der Erinnerung an die von seiner zügellosen Mannschaft begangenen Grausamknlen schauderte. Allenthalben, in Ost, West, Süd uno Nord war die. ses Piratcnschiss gewesen, und überall hatte es Spuren seiner Grausamkeit hinterlassen. Da lag es regungslos, schwarz angestrichen mit Me,m schmalen ro--then Sireif rings herum; der goldglänzende Kupferbeschlag spiegelte sich in der glatten Wasserfläche wie.-der, und Alles deutete daraufhin, daß die Mannschaft unter strenger Schifföordnung stehe. War Ichon das Äußere schön, so staunte man noch mehr, wenn man an Bord kam. Statt eines kleinen Fahrzeugs von 90 Tonnen, für das man es gehalten hätte, fand man die innern Dimensionen von solcher Räumlichkeit, daß es wohl mehr als 200 Tonnen faf-sen konnte, und die Einrichtung sowohl als die herrschende Reinlichkeit setzten in Erstaunen. In der Mitte des Schiffes, zwischen dem Fockmast und dem Haupt' mast, befand sich ein langer 32Pfünder auf Lassettt, und so eingerichtet, daß er rund herumgedrehet und bei schlechtem Wetter bedeckt werden konnte, während auf Mer Seite des Verdecks acht bronzene Kanonen twn kleinerem Kaliber und von trefflicher Arbeit drohend hervorschauten. Mit Einem Wort, Alles deutete dc> — 148 — auf hin, daß der Befehlshaber ein rollkommener See- ? mann seyn mußte. Wie konnte dieß auch anders seyn? t denn wie hätte er sonst einen Haufen von Böscwichtern, r die weder Gott noch Menschen fürchteten, im Zaume t halten und sein strafbares Gewerbe so lange fortsetzen c können? Er war seinen Leuten nicht nur an Talen- ^ ten, Kenntnissen unv Muth, sondern an körperlicher < Kraft — die bei ihm wahrhaft herkulisch war — über- j legen. Leider übertraf er aber auch alle an Bosheit < und Grausamkeit und Verachtung aller göttlichen und ! menschlichen Gesetze. ^ (V e s ch l us, f o l g t.) M i s c e l l e n. Am 29. Juli verließen ein Reisender und sein Führer das Kloster von Chamouny, um sich nach einem kleinen Hügel zu begeben, der inmitten ewiger Schnee-und Eisfelder, mit einem schönen Grün und ewigen Blumen bedeckt ist, und bekanntlich »der Garten" genannt wird. Diese Reise ist nie ganz ohne Ge-' sahr, besonders bei frisch gefallenem Schnee, wie dieß-mal der Fall war. Nahe an dem Ziele ihrer Wände-nmg verschwand der Führer plötzlich; er hatte den Boden mit seinem Stocke zu untersuchen versäumt, war auf eine mit dünnem Schnee bedeckte Felsspalte gerathen, und in diese gesunken. Von Entsetzen ergriffen, lief sein Gefährte zurück, um Hülfe zur Rettung des Unglücklichen zu holen, verfehlte jedoch den Weg «nd verirrte sich. Nachdem er drei Stunden in unsäglicher Angst die Schneefelder durchwandert hatte, bemerkte er endlich von Ferne einen Menschen, der ihm wiederholt zurief, er befinde sich nicht auf dcm rechten Wege; der Reisende dagegen schrie immer: »Mein Führer ist verunglückt, zur Hülfe, zur Hülfe für diesen Unglücklichen!" Als die beiden sich endlich näher gekommen, fragte der Unbekannte den Reifenden: "Kennen Sie mich nicht mehr?" Und mildem Ausruf unbeschreiblicher Freude warf.sich dieser in seine Arme __ es war der versunkene Führer, ganz durchnäßt und mit Blut bedeckt. Er war zuerst in die Felsen-spalie, ungefähr 10 Fuß tief gefallen, unglücklicher Weise jedoch so, daß der Kopf nach unten, und die Füße nach oben lagen. Nach den heftigsten Anstren> gungen gelang es ihm endlich, aus dieser Lage herauszukommen, er stürzte aber dabei in sine Tiefe von un^ gefähr 56 Fuß. Hier, zwischen Eiswänden cinget'lam« mert, hatte er Geistesgegenwart genug, ein großes Messer aus der Tasche zu ziehen und damit in die ei--ne Wand ein Lock) zu graben, in das er einen seiner Hüße stellen konnte. Den Oberkörper gegen die an-)ere Wand stemmend, konnte er sich nun ein klein we-lig erheben. Er setzte diesen Versuch fort, indem er lreppenartig die eine Wand aushöhlte, und wie ein Schornsteinfeger in die Höhe kletterte. Nach zwei Stunden der furchtbarsten Anstrengung gelang es ihm endlich, sich aus diesem offenen Grabe zu befreien, und seinen Reisegefährten wieder aufzufinden. Die! beiden-gelangten nicht ohne Miihe nach Chamouny zurück, wo dcm mehrfach, jedoch leicht Verwundeten,- ärztliche Hülfe zu Theil ward. Er befindet sich jetzt außer Gefahr. Der unermüdele Missionär Gützlass hat an dm-Prediger Nückert, Director der Missionsanstalt inBer.-lin (aus welcher nächstens zwei neue Zöglinge nach China abgehen werden), den Bericht über eine fünfte Expedition an die chinesische Küste und ins Innere China's eingesandt. Überall fand er unter den Chinc> sen viele Empfänglichkeit für die Bibel, die er ins Chinesische übersetzte. DicRegierung hat jedoch den Di-uck '.erboten, so daß die Druckerei nachSingapore verlegt' werden mußte. Gützlaff will mit zwei unter seiner Aufsicht stehenden Japanesen nach ihrer Heimath ab^ gehen. ------------,»,,,,"»,,»,,, ——» Oeconomische Motiz. Ein Hcrr Edwards las in der Sitzung der französischen Akademie vom 4. Juli ein Memoire üdcr Wanzcnphysiologie vor, worin ?r unter Anderem auch folgendes merkwürdige Verfahren erwähnt. Wenn lüan unsere wichtigsten Cerealien in der heißen Jahres-zeit aussäet, so schießen sie zwar wegen der großen Hitze nicht in Ähren aus, geben aber rin sehr gute? und reichliches grünes Futter, und im folgenden Jahre, ohne daß man frisch eingesäet hätte, eine sehr scbönc Kornernte. ^ Eil: Mitglied dcr Agricultilrgesellschast von Valcnciennes hat HcrrFremy/SccrctärderAari', culturgesellschast im Departement Emie und Nlfe, ein practiscdes Beispiel dieser Art mitgetheilt. Man säete im vorigen Jahre um den St. Johannistag Ro;, gen ein, und konnte gegen den Herbst zweimal grünes Futter schneiden; dieses Jahr ist'diesclbe Saat dermaßen gediehen, daß einen Monat vor der noch nicht Vorgenommenen Ernte der Roggcn sieben Fuß HAe hatte. ' " Berichtigung. In dem, im Illyrischen Blatte Nr. Z4, V. 2a. ?s,lgust ^-I., unler dcr Aufschrift: H ö h e n b c st i >l, m '..' n g <>" tn Kö il igr eich e I l l y r > t n, erschienenen Arli?«l sind zwei Fehler unterlauf»'!', und eü ist im letzte' Sahe zu lesen: »Die Hauptstadt Laibach liegt ,5j sstait 15c,) W. Klafter über Den, Spiegel des adri.^ tischen Meeres; Tricst i.25 (stalt ii5) W. Klafter, Revacteur: ^r. Lav. Weinrich. Verleger: Ognil? Al.. Gvler.v. öleinlnssl.»^