rscaelnt u-ochentlich sechsmal (mit Ausnahme der Feiertage). Schni'tleitung ulica 4 "iw Yerw,1,nn6 °* Buehdruekerei (Tel. Nr. 2024) Martbor, Jurčičeva • Manuskripte werden nicht returniert. — Anfragen Rückporto beilegen. v.»\w\v. v... mVAVA ■g&g kmzm . Q-Ö Inseraten- a. AbonnementsJVnnaiime in Maribor: Jurčičeva ut. 4 (Verwaltung), Bezugspreise: Abholen moeatl. 23 Din, zustellen 34 Dia, durch Post monatl. 23 Din, für das Ausland monatlich 35 Din. Einzelnummer 1*50 und 2 Din. Preis Manborer äettuna it. Licejska LJukijaa Taradellas neuerlich betraut a r i s, 30. März. Aus Barcelona wird Kleine Entente für Sufam-Mnarbeit mit Deutschland und Italien Eine bemerkenswerte Erklärung des tschechoslowakischen Ministerpräsidenten Dr. HodLa / Es gibt keine Rückkehr der Habsburger! P a r i §, 30. Mävz. Der „E x z e ! -f t o i“ veröffentlicht cmc Cnterredung mit , . , _______... _________________ _______ dem tschechostowakischen Mmsterpräsidenten 8l"ichtet: Präsident Companys hat Dr. Milan H o d ž a. Auf fote Frage des -j,en katatonischen Ministerpräsidenten Solcherb e richterstattsrch wie er über die a r a d e 11 a s, der den offiziellen Titel, Habsburger-Restaurierung denke, erklärte Rat der Generalidad führt, mit der der Regierungschef: eubildung des Kabinetts betraut. Mini- »Die Rückkehr der Habsburger würbe we perPräsident Taradellas erklärte beim der de« Frieden, noch der Organisation esseempfang, daß er sich seiner schwe-! Mitteleuropas dienen. Aus diesem Grunde ren sei ^e^katen Mission v/erd h°ffe )edoch> daß Roiv?’ eine Regierung aus den jetzigen I ‘ dionsparteien zu bilden. Jon misterPräsident Taradellas berief die j einiünt'isten in den Abendstunden noch I ben»-+ zu. sich und erklärte ihnen, daß er Setr+S mit den Parteiführern in Fühlung SchaD se* und auch mit den Gewerk-ana Rührern (die letzteren gehören dem VGrx° kommunistischen Flügel an) die las a.nd*Ungen begonnen habe. Taradel-katj' rte schließlich» er hoffe, die neue biirtJ°nische Regierung bis heute abends a*n zu können. \ von WlnSfor nach ^ien» 30. März. Nach mehr als vierte^ a%em Aufenthalt in Schloß Enzes- %s * ?einem voll bewußt wehrt sich die Tschechoslowakei mit allen es ihm gelingen , Kräfte« gegen die Habsburger-Restauration. Diese Haltung hindert uns akr nicht daran, die bestehenden frenndschastlichen Beziehungen zu Oesterreich auszubaue». Wir wollen weder den Anschluss Oesterreichs an Deutschland, noch die Restaurierung der Habsburger, sondern ei« freies, unabhängiges Oesterreich, welches mit allen Donaustaaten Zusammenarbeiten wird. Können den» Liese Donaustaate« nicht genügend Ga rantie« bieten für eine Zusannnenarbeit mit Deutschland und Italien?' *st gestern um halb 10 Uhr vormit- °er Herzog von Windsor mit \Vn,7“ Adjutanten im Aprjj®?n§ abgereist, Auto nach St. wo er den Monat ver‘b;.m der von ihm gepachteten Villa sterfchiff „Mar Eancabrico" von nationalen Kriegsschiffen gekapert werde, ist der Dampfer mit vier Geschützen armiert worden. NntijapLnische Verschwärung in Mukde«. M u k d e n, 30. März. 200 Mandschns, darunter Beamte, Kaufleute und Lehrer, find unter der Beschuldigung vor den Kriegs rat gestellt worden, daß sie sine antimand-[chutifche und antifa-panische Verschwörung versucht hätten. Einige von ihnen wurden zum Tode verurteilt, andere zu längeren Gefängnisstrafen; wieder andere würben, be gnadigt. Sie waren im Februar verhaftet worden, doch konnten die Behörden bisher nichts ausdecken- KurZs RachriOten Stadt des Vatikans, 30. März. Heber 60.000 Gläubige, darunter auch zahlreiche aus dem Ausland, wohnten am Ostersonntag der Pontifikalmesse in der St. Peiers-kirche bei, zu der auch zum ersten Male nach feiner Krankheit des Hl. Vater erschienen war. Der Papst verließ kurz nach 10 Uhr seine Gemächer und nahm in einer Sänfte Platz, in der er in die St. Sebastiankapelle getragen wurde. Dort wurde er vom Kardi-nalskollcgium erwartet. Mit der Begleitung begab sich, sodann der Papst in die St. Peters-Kirche. Nachdem er die Anwesenden gesegnet hatte, nahm er aus dem päpstlichen Thron Platz. Gleich darauf begann die Pontifikalmesse, die unter großer Zwei Kriegsschiffe der Noten versenkt Nationalistischer Dampfer bei Malaga von den Raten gekapert $25= zelebrierte. Um 12.30 Uhr erschien der Papst auf dem mittlere« Balkon der St. Petrus-Kirche, vor der über 250.000 Personen Der-‘ sammelt waren und dem Heiligen Vater ‘ huldigten. Bevor er de« päpstlichen Segen erteilte, sagte er in lateinischer Sprache, das; der Segen, den er nun erteile, das Zeichen feiner väterlichen Anerkennung und Tank- So r'ngen wird. dea o« “-“-inuiiiags naiiiii ucr ncrzug ver?, ee.bcim englischen Gesandten und t°Schiedete sieh von ihm. Am Abend nnta R nachmittags nahm der Herzog stad sta„, zu seinen 0f,zuR statt. Astern Ehren in Enzesfeld ein H, früh verabschiedete sich der \vaf+0^ v°m Personal, das er mit Kra-«chG!j!nadeln» Tabatieren u. drgl. be-verIie[:te- Als das Auto den Schloßhof Enat$!-’j hatte sich die Bevölkerung von Hi zum Abschied eingefunden. Der das'V?. fuhr zunächst nach Melk, wo er rian ‘ dl besichtigte, dann nach St. Flo-- ' XVn im Stift der Lunch genommen WUrdWo St, xx?' Nachmittags traf der Herzog in vr,.o!fRang ein. Windl c n. 3 feier,-S?r hat gestern vormittags noch dem rin cflen Salama-n ca, 30. März. Nach einer Meldung des Senders Radio National hat der Kreuzer »Canarias« einen Dampfer, der mit 450 Tonnen Kriegsmaterial für Valencia beladen war, angehalten. Plötzlich tauchten zwei rote Kreuzer auf, und zwar die »Novar-ra« und die »Guipozco«. Es kam zu einem Gefecht, in welches auch einige Hilfsschiffe der Roten eingriffen. Zwei Kriegsschiffe der Roten wurden hiebei von der »Canarias« durch Treffer zum Sinken gebracht. Die rote Bemannung ist gefangen genommen worden. Der erstgenannte Dampfer mit dem Kriegsmaterial ist nach diesem Bericht in den Hafen von Pasajes gebracht worden. Ein zweites Schiff, welches ebenfalls Kriegsmaterial für die Valencia-Regierung an Bord hatte, ist von der »Canarias« bald darauf angehalten und in den Hafen von El Ferrol geschleppt worden, die Ladung lö- wo die Nationalisten sehen. G i b r a 1 t a r, 30. März. Nach hier eingelangten Meldungen hat der rote Kreuzer »Jaime I« den nationalistischen Dampfer »Dicente« unweit von Malaga gekapert. Lissabon, 30. März. Ausländische „ , .. ... w <- Handelsdampfer, die in der Meerenge von Jur . flute« Wunsche jet, er Gibraltar und an den spanischen Küsten fnCr ?taÄ “US ^ S5"^n entlang fahren, haben Radiogramme der ; A erhalte» habe, .rachdem er den Segen nationalistischen Sender aufgefangen, aus denen hervorgeht, daß die Regierung des Generals Franco ihrer Flotte den Auftrag erteilt hat, jedes Handelsschiff, welches mit Kriegsmaterial für die Roten betroffen werden sollte, sofort zu kapern. Die Anhaltung wird sich aber auch auf Handelsdampfer erstrecken, die unter britischer oder französischer Flagge fahren, da man sich überzeugen wolle, ob nicht etwa diese Flaggen lediglich nis Tarnung dienen. Oemeinöeivohllen in Bulgarien ^ endgültige Resultate noch nicht vor.. Man rechnet damit, daß dort die Wahl-] erteilt hatte, verließ er den Balkon und zog :ch in seine Privatgemächer zurück. N e w y o r J, 29. März. In einer Koh-leitgrnbe bei Dubois im Staat Pennsylvania ereigneten sich zwei Explosionen, die einen Brand zur Folge hatten. Sechs Arbeiter kamen bei dem Unglück ums Leben, zehn andere wuvden verletzt, darunter einige schwer. Pari s, 30. März. Der bekannte che Staatsmann Churchill ist zu einem Er--rlungsurlaub an der Riviera eingrtvoffen. Werbemarle für die BzGa-pefkr Mustermesse Sofia, 30. März. In Sofia und im Landbezirk Sofia wurden die Gemeinde-ratSwahlen abgehalten, die in den übrigen Teilen des Landes bekanntlich in .. den letzten Wochen bereits durchgeführt ? . ^!A. rZ°? J0” ! wurden. In Sofia hatten die oppositionellen f^L°¥TgTTVn ^ Ar.”! Parteien, die Tden chea Gel n , -r en? t: zählen, eine lebhafte Agitation dafür ent- smu. esandtschaft beigewohnt, wobei ’-aR .. * -h '-‘•au lov-naii u v,sv w U11U w' s- die Evangelien gelesen hat. % Unruhiges Algier. ü 1 i §, 30. März. In der südlich von - ptin..,,.-•in eg ’6kn VV V V« t- Q. wv* W«** gelegenen algerischen Stadt Tlemcen Ostersonntag zu ernsten Zulam-zwischen Anhängern der Volk- de keh 'tob Mitgliedern nationaler Parteien. 111 Handgemenge wurden Steine, Kaf- U u'to- als Wurfgeschosse benutzt. %eijp Personen, darunter mehrere Po-Ufib der stellvertretende Staate-luchte,,' ^'e A'e Ruhe wiederherzustellen ver faltet, daß ihre Mitglieder sich entweder der Wahl enthalten oder ungültige Stimmzettel abgeben sollten, um damit gegen die jetzige nichtparlamentarische Regierung zu demonstrieren. Wegen dieser Agitation waren in den letzten Tagen zahlreiche Verhaftungen vorgenommen worden. Gestern wurden 18 Personen in Haft genommen. Von den 143.000 Stimm-berechtigen sind an den Urnen 86.000 erschienen, von denen 53,000 gültige Stimmzettel abgegeben wurden. Es haben also beteiligung 75 bis 85 Prozent betrug. Winter in Italien Trie st, 30. März. Uber Norditalien fegen schwere Schneestürme, die mit einer empfindlichen Temperatursenkung Zusammenhängen. Auf dem Karst reicht der Schnee bis vor die Tore von Triest. Auf der Autostraße, die nach Postumia (Welsberg) führt, erreichte der Schnee stellenweise einen Meter Höhe. Jeder Verkehr ist lahmgelegt. Viele Autos sind im Schnee stecken geblieben. Eine kalte Bora bläst über den Karst, der ein buchstäbliches Aintevbild bietet. Aehnliche Meldungen liegen auch aus Nordsriaul und Trento vor. Valencia bezieht Waffe» aus Mexiko. M e x i k o C i t Y, 30. März. Der spache republikanische Negierungsdampfer )og,en'‘^tom-hen verletzt. Am Abend durch- klml'"nationale der stmlEsfrvntanhSnyer unter Absingen otittic ^""toionale die Straßen, jedoch lyeiteteEm Aufgebot von Mobilgarde Ruhestörungen verhindern. 58 Prozent der Abstimmenden gültige ’ -M o t o ma r" steht im Begriffe, mit dem Stimmzettel abgegeben. In Regierungs-1 Ziele Valencia aus dem Hafen Veracruz kreisen wird das als ein unbezweifelbarer j auszulaufen. Der Dampfer hat große Men-Erfolg angesehen. Bei diesen Wahlen1 -un Kriegsmaterial, darunter Flugzeug-' waren zum erstenmal auch die Frauen ' ldgeschütze, Maschinengewehre Gero-! stimmberechtigt. .mb Munitionsvorräte an Bord. Um zu per Zur Werbung für die im Mai stattsindenLe Budspester Mustermesse erschien in Ungarn ein Satz von sechs neuen Briefmarken. Es sind bk Werte 2 Filler oder, 8 Filler hellgrün, 10 Fillex rot, 32 Filler lila und 40 Filler blau (Scherl-Bilderdienst-M.) ~ Bötte Zürich, 30. März. Devisen. Beograd 10, Paris 20.165, London 21.445, New- ......................... - york 439, Mailand 23.10, Berlin 176.50. Aus dem Landbezirk Sofia liegen bis».hindern, daß die „Motomar" wie ihr Schwe j Wien 8025, Prag 15V1. Jugoslawien und Ungarn Ungarns Außenminister v. Kanrza kommt nach Beogmö / Abkehr vom Revi- sionismus / Die natürliche Folge des Aöriapaktes VoMionen aus B U L a pe ft, 29. März. Nr am 25. d. M. in Beograd Unterzeichnete jugoslawisch-italienische FreundschaslSpakt bildet nach wie vor das Um und Auf aller ungarischen außenpolitischen Debatten. Die Presse hat diesem Ereignis unvermindert Aufmerksamkeit geschenkt, und zwar umso mehr, als damit im Zusammenhänge das Gerücht auf-tauchte, der ungarische Außenminister Kolo-man von K a n y a werde im Zusammenhangs mit dem Umsturz in den italienischjugoslawischen Beziehungen der jugoslawischen Hauptstadt noch im Mai seine» Besuch abstatten. Die ungarischen Blätter kommentieren die Bcsgradex Einigung mit dem Hinweis darauf, daß Italien, welches eine Zeitlang als der führende Faktor des Revisionismus bezeichnet wurde, diesem Revisionismus mm endgiltig Valet gesagt habe. In dem mit Jugoslawien zum Abschluß gebrach ten politischen Vertrag habe Italien sich verpflichtet, die See- und Landgrenzen Jugoslawiens zu respektieren und sich jedweder Tätigkeit zu enthalten, die den Chrakter einer Wühlarbeit gegen Jugoslawien und dessen Integrität besitzen würde. Ta aber in den Rom-Protokollen, die die Basis des Dreibundes Jtalien-Oesterreich-Ungarni sind, die klare Bestimmung niedergelegt ist, daß keiner von den drej verbündeten Staaten von sich aus eine außenpolitische Aktion unternehmen darf, ohne sich vorher mit den beiden Partnern beraten zu haben, sei es selbstverständlich, schreiben die ungarischen Blätter, daß Ungarn, welches bislang vom Revisionismus geträumt habe, sich der italienisch-jugoslawischen Politik anschließe und damit dem Revisionismus Jugoslawien gegenüber feierlich entsage. Zwischen Jugoslawien und Ungarn gebe es daher keine Streik frage mehr. Der Besuch des ungarischen Außenministers von Kanya in Beograd wä- / Jugoslawien baut feine re daher nur eine logische Folge der neuen Donaupolitik. Die ungarischen Blätter lassen sich ferner aus Beograd berichte», daß der italienisch-jugoslawische Vertrag die Erweiterung der Basis für die Zusammenarbeit im Dsnau-becken bedeute. Die in Beograd Unterzeichneten Abkommen seien der Rahmen für eine neue wirtschaftspolitifche Sammlung im Donaubecken, sie seien aber gleichzeitig ein Fingerzeig, daß Jugoslawien bereit sei, der Wirtschaftseinheit des Romprotokollbundes beizutreten. Dies beweise aber auch die damit identische Bereitschaft der ganzen Kleinen Entente. In Beograd werde die Erwartung gehegt, daß die jugoslawische Ausfuhr nach Italien im heurigen Jahre die Ziffern summe von 800 Millionen Dinar erreichen werde. Cianos Abreife nach Rom Die feierliche Verabschiedung des italienischen Außenministers von der jugoslawischen Hauptstadt / Die Ratifikationsurkunden des Adriapaktes ausgetauscht / Ciano nach Ankara B e o g r a ö, 29. März. Am Karsamstag vormittags begab sich der italienische Außen minister Graf Ciano in Las Beograder italienische Kulturheim und in die italienische Schule, wo ihm von seiten der italienischen Kolome ein herzlicher Empfang zuteil wurde. Darnach fand im Außenministerium der Austausch Lex Ratifikationsurkunden der beiden abgeschlossenen Verträge statt. Der politische und der wirtschaftliche Vertrag mit Italien ist demnach bereits in Kraft getreten. Die feierliche Zeremonie wurde für den Tonfilm gekurbelt. Graf Ciano hielt bei dieser Gelegenheit die nachstehende kurze Ansprache: „Auch bei dieser Gelegenheit möchte ich Seiner Exzellenz dem Herr» jugoslawischen Ministerpräsidenten und Außenminister sowie dem. ganzen jugoslawischen Volke für den herzlichen und aufrichtigen Empfang danken, dessen ist in Jugoslawien teilhaftig wurde. Ich trage die angenehmsten Erinnerungen an meinen kurzen, aber nützlichen Aufenthalt tu Beograd mit. Seine Exzellenz Ministerpräsident Dr. Stojadinoviö und ich haben sehr nützliche Arbeit verrichtet. Ich bin überzeugt, daß die bestimmte Absicht bezüglich der weiteren Beziehungen zwischen Jugoslawien und Italien jedermann klar ist, handelt es sich doch um Be- ziehungen, die jetzt auf Grundsätzen ausge-baut sind, dje zur Gänze den Interessen beider Staate» und ihrem Wunsch nach Frieden und Ausbau entsprechen." Der j u g o s l a w i s ch c Regierungschef erwiderte: Es ist mir sehr teuer, daß ich mit dem Außenminister Graf Ciano persönlich Be-kanntschast schließe» und diese beide» Abkommen zustande bringe» konnte. Sie werden nicht nur ttir unsere beide» Staaten, sondern auch für den Friede» in Europa von Nutzen sein." B e o g r a d, 29. März. Die Abreise des italienischen Außenministers Graf Ciano erfolgte am 27. i>. M. um 11.15 Uhr. Bereits um 11 Uhr begannen sich die vielen Persönlichkeiten am Zemuner Flugplatz ein zufinden. Um ll.lO Uhr traf Graf Ciano in Begleitung des jugoslawischen Regierungschefs und des Kriegsministers General Mario in Zemun ein. Zu Ehren des Grafen Ciano stellte das Zemuner Fliegerregi-urent eine Ehrenkompagnie. Die Jagdflugzeuge u. dreimotorigen Bomber hatten ebenfalls Aufstellung genommen. Ws Graf Ciano die ausgestellte» Geschwader sah, sprach er den Wunsch aus, dieselben als Pilot zu besichtigen. Graf Ciano schritt sodann mit keiner Begleitung die Eskadrilleu ab und nahm den Rapport der kommandierenden Offiziere entgegen. Die Besichtigung Lauerte eine Stunde. Dann vollzog Hauptmann E r ches sich rasch in die Lüfte erhob. Drei M gioslawische dreimotorige Bomber gaben dem italienischen Außenminister Bis Sch1 das Ehrengeleite. Als die Maschine eine tst° wisse Höhe erreicht hatte, beschrieb sie uock eine Ehrenschleife über Zemun. Man i«> sehr deutlich, wie Graf Ciano und seine Begleiter den jugoslawischen Persönlichkeiten mit Taschentüchern zuwinkten. R o nt, 29. März. Außenminister Graf Ciano ist um 15.45 Uhr mit st1' ner viermotorigen Savoia-Marchetti-Mw fchine in Littorio bei Rom glatt gelavoe • Zum Empfang hatten sich in Littorio eüstst' fanden: der Staatssekretär für Aeußerc.’ Bastianint mit den hohen Beamten des Ach ßenministeriums und der jugoslawische Geschäftsträger beim Quirinal mit dem gesamten Personal der Legation. Gleich nan seiner Ankunft wurde Graf Ciano vom Ministerpräsidenten Mussolini cmpfatOe». R o m, 20. März. Die italienischen Blad ter setzen ihre Würdigung des Adrmpaltev kort. Der „P o p o l o d i R o m a" schre'ch u. a., der Adriapakt bedeute die Brücke zwischen' zwei Nationen, eine solide Brücke, über die aber nicht nur Handelsware 3efe1' werde. Virginio G a h d a schreibt nt ^ Zeitung „B o c e d'J t a l i a" der Adria-Pakt habe die Anerkennung in Berlin, Laudon und in allen Metropolen gefunden. Der diplomatische Korrespondent der Agenzia St e f a n i meint, der BeogradH Vertrag bedeute einen großen Erfolg W Italien und für Jugoslawien. Dieser Die feierliche Unterzeichnung des Adriapaktes in Beograd Nationalfeiertag in Griechenland Der italienische Außenminister Graf Galeazzo Ciano (links Mitte) und der jugoslawische Regierungschef und Außenminister Dr. Milan S t o j a d i » °' v i č nach der Unterzeichnung des politischen und wirtschaftlichen AbkoW' mens zwischen Jugoslawien und Italien im großen Saale des Beograder Außenministeriums. Der 25. März, der griechische Freiheitstag von 1821, wurde auch in diesem Jahr in Athen in Anwesenheit des Königs festlich begangen. Die Feiern begatt nen mit einem Gottesdienst in der Kathedrale. Unser Bild zeigt die Ankunft des K§nfes, in dessen ÄvAÄtzrag stoh die Pitoessin Irene befand. (M&.-P.-M.) cigoj auf einer HMland-Maschine eine Reihe von bravourösen Kunstflügen und halsbrecherischen Leistungen. Graf Ciano, der in Abessinien bekanntlich die „La Dis-Perata"-Eskadrille befehligte, sprach dem ge nannten jugoslawischen Offizier für die Herr licheu flugakrobatifchen Manöver seine begeisterte Anerkennung aus. Darafhin verabschiedete sich Graf Ciano herzlichst von Dr. Stojadinoviv und den erschienenen offiziellen Persönlichkeiten. Die große, viermotorige Savoia-Marchetti-Ma-jchine stand bereits startbereit vor der Grup pe, in der die Verabschiedung stattfand. Graf Ciano dankte in italienischer Sprache auch den Journalisten für ihre liebenswürdige Mitwirkung und bestieg unter den Klän ge» der „Gioviuezza", die die Kapelle des Fliegerregiments spickte, das Flugzeug, wel der beiden Nationen biete eine große «orw-lijche und politische Voraussetzung für Grenzbefriedung. Alle Unstimmigkeiten !irv) beseitigt, die Interessen sind in Einklang 0C' bracht, die friedliche gemeinsame Aufbauarbeit ist gesichert. Das ist ein großes eignis. Die Tribun a" veröffentlicht elflf Unterredung ihres Sonderberichterstatter B n c c i mit Dr. S t v j a id i n o v i v-welcher erklärte: „Sie haben Nikola Pašič gekannt. S®#!*1 ich Ihnen sage, daß er mein Chef und ßt61* Lehrer war, dann werden Sie den 6em meiner Politik Italien gegenüber versteht Ich könnte noch etwas hinznfügen, dies würde den Kern meiner Erklär««"' nicht vergrößern." Der Pakt mit Italien Eine Vorbedingung zum friedliche» Aufblühen des Balkans. In der Beograder „S a m o n p r a Da", dem Hauptorgan der Jugoslawischen Radikalcu Union, befaßt sich, Milorad Svetov-f I i mit dem Abkommen von Beograd und wendet sich gegen die Vermutungen und Uebertreibungen gewisser Hetzblätter. Der Besuch des Grafen Ciano sei aber für Jugoslawien ganz das Gegenteil von tendenziös gefärbten Illusionen gewesen. Tatsache ist, daß der geistige Nachfolger Mussolinis, Graf Ciano, der erste italienische Außenm:-mster ist, der Jugoslawien besucht, um an Ort und Stelle in einer Atmosphäre des Vertrauens den Schlußpunkt hinter eine dchmfttoöjc Veegangetchcft zu fetzen, imt [ein neues Zeitalter an der Adria beging' zu lassen. Niemand ist berufener als der lstst stige Erbe Nikolaus $ašič\ Ministerpr^1' ident Dr. Stojadinovic, mit dem Gvaf-i Ciano die unterbrochene Verbindung 9t°nlfst Beograd aus 19.24 sortzufetzen. Tatsache ‘1* ferner, daß Italien und Jugoslawien, ^ kundlich und wirtschaftlich derart aufeinast der angewiesen sind, daß eine BernachlvlG gnug der Handelsverbindungen ciuC schmerzliche» Angriff gegen das Leben £e' der Völker bedeutet. Jede Unterlassung ‘;l Handelsverkehr in einem Grenzgebiete vcN irtft 1 ftiYl fttt Prm-rtiv irr tfirpr fiM«1' cn fast 1000 km Länge kommt in ihrer fi«aI[f zielten Auswirkung einem Kriege gleich. sache ist schließlich, daß beiden Länder' gründliches Aufatmen im Frieden, ein furist jähriger durch nichts getrübter tiefer Grenb-frieden nottust damit sie ihre Bestrebungen im Jpnern dyychfühxen, ihxe Häuser & " ftcit, 6te Wühlarbei der Unterwelt vereiteln, II' Wirtschaft und Volksaufilärung befkü-8^- n können. Diese Pflanzen gedeihen übr>-ßenZ nur in Ruhe und Frieden. .fr j^en _ wahrlich mit anderen Augen uf bie^e Zusammenkunft, wir erkennen tn mr e‘Tte Gewähr für den Frieden und die , eruhiMng über unseren Häuptern in . reinstimmung mit unseren Vevbünde-n, wix betrachten sie als Vorbedingung gj? Niedlichen Aufblühen des Balkans. Das e*Mte und loyale Jugoslawien lebt „s 1. ÖOln Augenblick. In der Geschichte hat e§ ^es schurr bewiesen. $'c Kongreßparte« lehnt Regierungsbildung ab. oinbay, 20. März. Der Führer des ->.^^bsses in der Provinz Orissa teilte dem Aitanl1”6111 telegraphisch mit, daß wenig -Ycht dafür bestehe, daß es ihm gelinge rin «,cun'5 ^er neuen indischen Verfassung 1 Regierung zu bilden. ^ Pandlt Dschawwharlal N e h r u, der tlrirf i”^2 ^e§ altindschen Kongresses, er« ntif \ Reuterkorrespondenten, er fei dili i"H't Abwicklung der Ereignisse in Indo? x0”3 zufrieden. Wir hoffen, sagte er, - der neuen indischen Verfassung sehr bald rin Ende gemacht wird. ^-ceibnngen aus New Delhi zufolge steht stfi» u”wte5r sch, daß die Partei des allindi-Kongresses in keiner der sechs Provin-h; ’denen sie die Mehrheit erlangt Bet, Kr°s- Gierung antreten wird. Die amtlichen BCh i0 ”a^men die Nachrichten aus Bombam,. und Orissa mit großem Be- cenit” 5UT Kenntnis, sehen aber dessen un-eicw?»6" i)er weiteren Entwicklung der Erni wit Ruhe entgegen. Quifia?b ^ iz öer ffch zur Zeit in Madras des s Ut* von dem bezüglich der Politik w^.i^Zvesses irgendeine Kundgebung er« lehnte es ab, eine Erklärung NUgsben. dm hkuid ^ Neuer Bürgermeister in Zagreb. Der $f^e,ntsch3ftsrat hat das Mitglied des Fsyra i,rates Dr. Theodor P e i č i č zum _ ^ermeister von Zagreb ernannt. EwiereWigu”g des neuen Beograder «cb.-. '^btvks. Der neue römisch-katholi- v0V'rzbischof von Beograd—Smedere-k5’ty r‘ Josef TJ j c i č, hat am 27. d. im des Justizministers Dr. Nikola - o.ie den Eid auf die Verfassung ab- 8e,egt. tgge^r'Vladko Maček hat die Osterfeier- und aur seinem Gut in Kupinec verbracht Uw .^te heute nach Zagreb zurück, Kan.,?!eder die Leitung der politischen e> zu übernehmen. I. j e ^®r$onalnachricht. Prinz Eduard 9Us 6 . c n s t e i n ist auf der Durchreise n'k e':!r'echenland nach Wien in Dubrov-enf/^Setroffen, wo er einen kurzen Auf-. n,t machte. bej. Rücktritt eines Zagreber Stadtrates. oi ^cktri.. ----- -------- ----------- ! e r j7aSreber Stadtrat Dr. Lujo T h a 1-d$r at sein Amt niedergelegt, da er mit gew-°m Stadtrat durchgeführten Lösung Var,, Ser kommunaler Fragen nicht einenden ist. ber 1,3 Jahre Jugoslawischer Aeroklub. fät0„ Jugoslawische Aeroklub feierte in nfr p3d am 29. d. den 15 Jahrestag seine,. p’rimdung, und zwar im Rahmen ei- hey ^sJakademie, an der Se. königj. Ho- r« r; n - ----- k0Dr. Perovič und Dr. Stan-h 0 v! f;- Ministeroräsident Dr. S t o j a d !-^«gie'C wit mehreren Mitgliedern der teiIR fUnK und andere Persönlichkeiten 'vijrtjj^en- Die Bedeutung des Tages r ’ c ? Kriegsminister General M a-?n ye-nd Unterrichtsminister Stošovič. lung ^darauf folgenden Hauptversamm-n'^re'C lr f-)e,e8rierten aus 'dem ganzen Kö-1*h. % zregent Paul, die beiden ‘eiche erstattete der Vizepräsident äus Sondermayer den Re- . ^Hshericht. U.Scl^reb hatte starken Osterbedarf an gre’o ■n* Am Karfreitag wurden in Za- ’ogr ’n der dortigen Fischhalle 13.850 Ki-§ram lrn Süßwasserfische, 5600 Kilo-krehj,1' ^eef>sche, 600 Kilogramm See-zum >, u°d 9000 Stück Froschschenkel j erkauf Gebracht. ^sterw? Dubrovnik hatte schlechtes etter. Aus allen Gauen Kroatiens Lawinentoö zu Ostem Neun Opfer einer Gchneelawine in den Karawanken D r L i L, 20. März. Auf den Abhängen des Storžič in de» Karawanken ereignete sich am Ostermontag bald nach Mittag ein furchtbares Unglück, daß nach den bisherigen Meldungen neun Todesopfer forderte. Heber den Hergang des Unglücks wird Berichtet: Die Filiale des Slow. Alpendereines in Tržič hakte für die ersten NachmittagZstun-den einen Skiwettlauf auf den Abhängen des Storžič anberaumt. Eine Gruppe ton Teilnehmern aus Tržič mochte sich mittags auf. um rechtzeitig zu dem in einer Höhe von 1700 Meter gelegenen Start zu getan gen. Als die Skiläufer etwa 100 Meter unterhalb des Starts über die Halde „škar-jeva peč" in langem Zuge schritten, donnerte plötzlich eine riesige Schneelawine herab. Die Wucht der Lawine war so groß, daß der mittlere Teil der Kolonne, neun lunge Männer, einfach hinweggefegt und größtenteils in den Abgrund geschleudert oder unter den meterhohen Schneemassen Begm&en wurde. Die vor und hinter der mittleren Gruppe schreitenden Sportler wurden zur Seite geschleudert; sie konnten sich zwar retten, doch erlitten fast alle leichtere oder schwerere Verletzungen. Sofort ging aus Tržič eine Rettungs-expedition ans Werk, der sich die Aerzte Dr. Premru und Dr. Pance anschlossen. Die Aerzte leisteten den Verletzten die erste Hilfe, worauf diese von den Freunden zu Tal gebracht wurden. Die Expedition machte sich, sofort an das Ausgräben der verschütteten neun Opfer der Lawine. Bis zum Mend wurden zwei Leichen geborgen. E? handelt sich um den Zeichner der Schuhfabrik „Peko" Michael Ovsenek und den Textilarbeiter Rudolf P las Bes. Die Grabungen mußten wegen der Dunkelheit und neuen LawinenniederAnge eingestellt -werden und werden Dienstag früh fortgesetzt werden. Die sieben übrigen Verschütteten sind der 30jährige Textilarbeiter Vinzenz Šarabon, der 28jährige Fabriksarbeiter Slavko Kostanjevec, der Textilarbeiter Wilhelm P l a j b e s. Bruder des bereits als Leiche geborgenen Rudolf Plaj-bes, der Textilarbeiter Josef Mladi?, der Schmiedgchilfe Christian Cegnar und der Bürgerschüler Albert Ahačič, alle aus Tržič, ferner der Arbeiter Vinzenz S o mbar aus dem benachbarten Dorf Leöe. ZIEHUE3G: 14. UND 15. APRil 1957 L O S E der staatliche» Klassenlotterie Die Hauptgewinne von Din 1,309.900"-Dln 1,200.000"-Din 1,@00.000"- sind bis letzt wiuiKai auf die bei uns gekauften Lose gefallen. 3X88 Sk, REIN & CO. Illca 15 ZÄ@8SE!B Gejeva 8 Bekannte musterglltige und solide Bedienung wird über ergiebigen Schneefall berichtet. In Dubrovnik sind zu Ostern zwar sehr viele Ausländer und Fremde eingetroffen, doch herrschte schlechtes Wetter. Regen und Schirokko verpatzten ihnen einen großen Teil der Osterfreuden. i. Im Dienste vom Tode ereilt. Am 29. März wurde zwischen den Stationen Kar-lovac und Dragani der Streckenaufseher Peter Pfeifer auf den Schienen gräßlich zugerichtet als Toter aufgefunden. Der Mann hatte nächtlich seinen Dienst-gang gemacht und da ein sturmiger Wind blies, dürfte er das Herannahen des Spli-ter Schnellzuges Nr. 1004 nicht bemerkt haben, dessen Lokomotive ihn erfaßte und zerfleischte. i. Der Dubrovniker Jachtklub »Argosi« hat am 29. d. sein neues Vereinsheim in feierlicher Weise eröffnet. i. Festnahme eines gefährlichen Räubers. In Gučevo gelang es den Sicherheitsorganen nach einem scharfen Geplänkel den seinerzeit ausgebrochenen Räuber Miijutin Bogosavljevič, der nicht weniger als vier Schußverletzungen aufwies, zu fassen und hinter die schwedischen Gardinen zu bringen. i. Tragischer Tod eines elenden Blinden. In Zagreb geriet am 29. d. um 11 Uhr nachts der vollkommen blinde 34-jährige Johann Križanič, Vater dreier unversorgter Kinder, unter die Räder eines in die Remisen fahrenden Straßenbahnzuges. Der Mann wurde auf der Stelle getötet. Sas lu. Aus dem Staatsdienst. Der frühere Postdirektor von Ljubljana, Dr. Johann Tavzes, der bisher der Zagreber Postdirektion zugeteilt war, wurde in den Ruhestand versetzt. lu. Im Schachkamps um die Staatsmeisterschaft traten sich am Ostersonntag -n Ljublana die beiden Finalisten, die Schachklubs Ljubljana und N o v i S a d, im Restaurant „Zvezda" gegenüber. Das Interesse für diese Begegnung war außerordentlich groß, da von beiden Seiten d!e besten Spieler ins Treffen geführt wurden. Den ersten Sieg errang Großmeister Vasja [Pirc aus Maribor, der für Ljubljana m die Bresche sprang, über den besten Kämpfer der Novilsader, B r ö d e r. L j u b -[ j n rt n siegte mit 414‘.3Vi und errang damit den Titel eines Staatsmeisters. lu. Osterausslüge deinerseits der italienischen Grenze. Der neue Pakt zwischen Italien und Jugoslawien wirkt sich bereits insoweit aus, als zu Ostern eine Gruppe von mehr als 100 Personen aus dem Karst und dem Görzischen einen Autobusausflug nach Ljubljana unternahmen. Die Ausflügler, durchwegs Slowenen, wurden von Bekannten und Verwandten herzlich begrüßt. Fast gleichzeitig reiste eine andere Gesellschaft mit Autobussen von Ljubljana nach dem 9ü stcnlande, um dort die Ostern zu verbringen. Für die nächste Zeit sind weitere gegenseitige Besuche zu erwarten. lu. Glück ißt Unglück. Am Ostermontag nachmittags fuhr die Großkaufmannstochter Frl. Anna V. mit ihrem Auto auf der Tyr-ševa cesta in Ljubljana gegen Sv. Križ. Da die Bahnschranken geöffnet waren, passierte sie vorsichtig die Bahnlinie. In diesem Augen blick kam eine schwere Lokomotive daher, die mögen des nassen Schnees vor dem Bahnübergang nicht rechtzeitig zum Stehen gebracht werden konnte. Die Maschine überrannte den Kraftwagen, der dabei schwer beschädigt wurde. Die Fahrerin blieb wie durch ein Wunder unverletzt. lu. Ei« geheimer Bfl&tszstt&cr tauchte zu Ostern in Slowenien auf und dürfte unweit von Ljubljana zu suchen sein. Am Ostersonntag Punkt 11 meldete sich auf der Kurzwelle 45 eine neue Station, die sich ebenfalls „Radio Ljubljana" bezeichnete. Der Sprecher sprach in unverfälschtem Ljubljana er Dialekt. Es wurden einige deutsche, stark abgenützte Schallplatte« abgefprelt. Der charakteristische Kuckucksruf war durch einen eigenartigen Pfiff ersetzt. Der Sprecher kündigte für Montag um dieselbe Zeit wieder sein Erscheinen an und hielt auch pünktlich das Wort. Es wurde größtenteils das Programm? des Vortages wiederholt. Me Behörden sind auf der Jagd nach dem geheimen Sender, sind aber überzeugt, daß es sich um einen harmlosen Radioamateur handelt, der sich zu Ostern einen Scherz erlaubt hat. Die Störche kommen zurück! Im Süden schon große Schwärme von Heimkehrern gesichtet. Aus'den südlichen Ländern wird gemeldet, daß die Störche bereits in großen Scharen auf dem Riickflug nach Norden begriffen sind. Wir wollen darin ein gutes Zeichen erblicken. Die Störche haben ihre Legenden. In der Vorstellung des Volkes symbolisieren sie zwei der schönsten Tugenden: Zu- nächst die Liebe zu den Kindern. Wir men nen hier nicht, die Klapperstorchlegende. Aber jeder, der Störche beobachtet, wird feststellen, daß sie für ihre eigenen Kinder eine unendlich liebevolle Fürsorge auf bringen. Noch merkwürdiger und im Tierreich seltener aber ist die Fürsorge, die sie auch dem Alter angedeihen lassen. Im Volke glaubt man jedenfalls, daß alte Stör che, die zu kraftlos geworden sind, um selbst noch für ihre Nahrung zu sorgen, im Nest bleiben und von den Jungen gefüttert werden. In vielen Ländern bringt man deshalb den Störchen eine besondere Verehrung entgegen. Wer in Holland einen Storch tötete, wurde früher vom Volke gesteinigt. In Lothringen bezeichnet e*n altes Sprichwort die Störche als »die letzen Feen«, u. im Elsaß ist es allgemeiner Volksglaube, daß es für den Bewohner eines Hauses Glück bringt, wenn sich Störche auf dem Dach niederlassen. Leider sind die Störche durch die Fortschritte der Zivilisation auch in den südafrikanischen Ueberwinterungsgebieten stark in Mitleidenschaft gezogen worden. Trotzdem in Südafrika die Störche denselben gesetzlichen Schutz genießen wie bei uns, werden sie vielfach Opfer der neu zeitlichen Heuschreckenßekämpfung .mit Arsenik. Gerät eine Storchenkolonie über Heuschrecken, die mit Arsenik vergiftet worden sind, so wird sie selbst durch das Gift dezimiert oder zum mindesten so geschwächt, daß die Kräfte für den viele 1000 Kilometer langen Rückflug nicht mehr ausreichen. Gköenm der Antltuberkuwfen -Liga 1 Der Kohinoor in der Krone Die Hofjuweliere in London sind zur Zeit eifrig damit beschäftigt, die Krone anzufertigen, die die Königin Elisabeth am 12. Mai in der Westminster-Abtei tragen wird. Den Entwurf hat die Königin selbst gezeichnet. Zu den Diamanten, mit denen die Krone der Königin geschmückt werden wird, gehört auch der berühmte Kohinoor. Dieser wunderbare Stein, der seinen Namen im vollen Masse rechtfertigt, denn daš Sanskrifwort Kohinoor bedeutet »Berg des Lichts«, stammt aus den indischen Diamantminen. An solche Steine knüpft sich häufig die Legende, daß sie einen ungünstigen Einfluß auf das Schicksal des Trägers ausübten. Der Kohinoor gehörte lange Zeit zu diesen verrufenen Steinen. Man sagte, daß seine Träger auf tragische Wei se ums Leben kämen. In der Tat hatten auch die Großmoguln, denen er zuerst ge- Aus Stadt Mud llmehu^ BauienminMer Dr. KoLM in Maribor Für die beschleunigte Modernisierung der Reichsstraße Maribor Staatsgrenze / Entlastung der Tržaška cesta durch eine neue Straßenverbindung / Zwei Bahnunterfahrten projektiert Seuicnmi*ifter Dr. K o ž u l, der die Osterfeiertage mit Familie in Rogaška Slatina verbringt, traf Montag vormittags in Begleitung des Kurdirektors G r a 6-n e r im Auto in Maribor ein, um sich über den Stand der Straßenbautcn an Ort uns Stelle zu informieren. Bekanntlich fetzt sich der Minister sehr dafür ein, daß Jugoslawien,. vor allem aber Slowenien als Wenn Deine Sorg um Geld wird gross Kam schnell beim Bezjak Dir ein Los! Durchzugsland großer internationaler Ber-kehrsverbindungen, ein modernes Straßennetz erhält. Der prominente Gast begab sich auf die Bezirkshauptmann-fchaft, wo er längere Zeit mit dem Bezirks Hauptmann Popovič und dem Leiter der technischen Mteilung Ing. Bauet konferierte. Das Mittagessen nahm Dr. .Kw.ii! im Hotel „Drei" ein, wo er mit dem Bizebürger-m eist er ž c & o t eine längere Besprechung hatte. Der Bizebürgermeister legte dem Minister die Wünsche der Bevölkerung aus einander und verwies insbesondere darauf, daß die Bauarbeiten im Zuge der Modernisierung der Reichs st ratze- Maribor - -Staatsgrenze, für die bekanntlich aus dem Milliardenkredit für öffentliche Arbeiten eine Summe von 5 Millionen Dinar zur sügung gestellt würden. Bizebürgermeistsr žtirot verwies auch darauf, daß die bestehenden Reglements und Bestimmungen die Entfaltung der B e z i r k s st ratze n-a u 3 s ch ü s s c hemmen, weshalb die Ausschüsse größere Autonomie erhalten müßten. Der Minister gab auch die Erklärung ab, daß ivcht nur die Reichsstraße St. Jlj—Maribor—Ljubljana—Rakek, sondern auch alle wichtigen Straßen in Slowenien in absehbarer Zeit modernisiert werden. Nachmittags kehrte der Minister nach RogaSka Slatina zurück, wo er noch einige Tage verbleibt. * Wie schon berichtet, werden die Arbeiten an der Reichsstraße Maribor—Staatsgrenze in den nächsten Tagen aufgenommen werden. Die Firma N a s s i m b e n i, die die Arbeiten übernommen hatte, erhielt den Auftrag, beim Bau vor allem heimische Arbeitskräfte und heimische Fuhrleute zu verwenden. um Arbeitslose soweit als möglich zu beschäf igen. Das Material für den Unter bau wird in den staatlichen Steinbrüchen bei Reka am Fuße des Bachern gewonnen und mit schweren Wagen an Ort und Stelle gebracht werden. Während der Arbeiten wird die Reich s-st r a ß e für den Wagenverkehr größtenteils gesperrt bleiben. Die Fuhrwerke werden von 8t. Jlj bis Maribor die 'Neben- Verfügung gestellt worden war, r n s ch straße über J a r e n i n a benützen, die • - - zu diesem Zweck an mehreren gefährlichen Stellen unbedingt entsprechend gesichert wer den muß. Wie uns von informierter Seite mitge-te'lt wird, befassen sich gegenwärtig das städtische Bauamt, die technische Abteilung der Bezirkshauptmannschaft und die Banatsverwaltung mit dem Projekt, zur Entlastung der TrLaska cesta eine n e n c breite S t r ä ß e voni Kralja Petra txg neben dem 'Gebäude der Pensionsanstalt am Magdalenenpark vorbei in gerader Rich tung gegen Süden zu bauen, die zu Beginn der Ptuflka cesta in die Tržaška cesta einbiegen soll. Gleichzeitig werden zwei Unterfahrten unter den Bahnlinen gebaut, u. zw. unter der Kärntner Linie Lei der Jesuiten-kapcllc und zu Bcg'nn der Ptujska cesta. D'e Pläne nähern sich ihrer Fertigstellung und werden demnächst dem Ministerium zur Genehmigung vorgclegt werden. d u r ch gef ü h r t werden müßten, doch dürfe die Qualität der Arbeiten nicht darun ..chr leiden. Er betonte, daß die Straßenmisere gerade in Dtoridslowenkn dem ganzen Staate riesigen S ch: a d e n zufüge, da die ausländischen Ausflügler, an der Staatsgrenze angelangt, nach rechts abbie-gen und nach Italien fahren, um ihre Wagen auf den schlechten Straßen nicht in Ge-chhr zu bringen, was für uns einen großen wirtschaftlichen Schaden bedeutet. Der Bizebürgermeister ersuchte den Minister, sich .dafür einfehen zu wollen, daß jetzt, da die Reichsstraße bis Maribor zu einer Autostraße -ausgebaut wird, auch die Kredite für die F o r t s etz u ng der Arbeiten bis Ljubljana im kürzen Wege beschafft werden. Auch wäre es sehr zu empfehlen, daß im Zuge der dieser Tage aufzunehmen-den Arbeiten int ersten Teile der Reichsstraße auch einige scharfe Kurven nördlich von Maribor beseitigt würden. Da jedoch die bewilligten Kredite ungenügend sind, wurden diese Arbeiten später ' nachgcholt werden müssen. Der Minister hörte den Ausführungen des Vizebürgermeisters aufmerksam zu und erklärte, die Regierung werde dafür Sorge tragen, daß die durch Slowenien ziehende Reichsstraße gründlich modernisiert wird. Er versicherte, daß zur Durchführung des Planes die entsprechenden Kredite zur Ber- hörte, unter allerhand Mißgeschick und Katastrophen zu leiden. Er gelangte dann nach Persien und schließlich in die Hände des Königs von Lahore, der ihn der Königin Viktoria von England schenkte. Königin Viktoria hütete sich ängstlich, ihn zu tragen, aber ihr Sohn Eduard VII. ließ ihn, ungeachtet des schlechten Rufes, in dem der Stein stand, in das Diadem fassen, das die Königin Alexandra am Tage der Krönung trug. Nun, man weiß, daß Kö nigin Alexandra ein durchaus glückliches und von keinerlei Mißgeschick heimgesuchtes Dasein führte. Seit dem hat der Kohinoor auch keinerlei Katastrophen mehr hervorgerufen. Seine Ungiikksmacht scheint gebrochen zu sein. Dienstag, öen 30. März Ostern. Besonders in den Büros und großen Betrieben. »Wie war’s denn Ostern?« — »Waren Sie fort?« »Kinder, Kinder,« sagt der eine, »wenn mir bloß nicht so hundeschlecht wäre! Aber kann ich dafür? Warum haben sie mir alle soviel geschenkt, die ich nun mal so rasend gern esse! Na, und da habe ich mir eben gesagt „Kampf dem Verderb!” und habe den ganzen Segen in zwei Tagen aufgegessen. Ein Dutzend werden wohl auf den Tag gekommen sein!« Und wie er das erzählt, sieht der Mann ganz schlecht und mickrig aus, gar nicht so, als wenn er sich hätte tagelang erholen können. Jeder genießt eben Ostern auf seine Weise und wenn er unvernünftig gewesen ist, so kommt das dicke Ende nach. Rudi ist von seiner großen Osterfahrt mit der Blase am Fuß nach fiause gekommen und kann nur in Filzpantinen gehen und Friedl hat sich zu Ostern mit Willi verlobt und dabei einen heillosen Schunpfen bekommen. Weil es für das stille Glück im Grünen eben wirklich noch ein bißchen zu kühl war bei diesem Wetter! Ueber eins aber sind alle einig: wunderbar wars auf alle Fälle. Und sie nehmen gern die Erkältung und den verdorbenen Magen, und die Blase am Fuß mit in Kauf — sooo schön ist es gewesen! Nun ist Ostern vorbei und man stürzt sich wieder kopfüber in die Arbeit. In den beiden letzten Tagen vor Ultimo heißt es sich mächtig nach der Decke strecken. Mußte Ostern auch so ungünstig fallen, kurz vor dem Monatsende? Da hat man nun in den Feiertagen das letzte Geld alle gemacht, und in den beiden letzten Tagen gibt es Mehlsuppe. Aber es ist gar keine Frage: die Mehlsuppe ist all den verdorbenen Mägen, die in den Feiertagen so gut gelebt haben, außerordentlich heilsam. Alles gleicht sich im Leben aus... 11t. Aus dem Staatsdienste. Der Veterinärrat Paul Kolenc wurde von Prevalje nach Dravograd versetzt. m. Todesfälle. Gestorben sind die F/jährige Gemeind eangesttensgaktin Marie L e-d i n e k, der 71jährige Hilfsarbeiter Paul K o s und die 36jährige Kreisamtsange-skelltensgaktin Barbara S e i f r i e d. — Friede ihrer Asche! m. Trauung. In der Pfarrkirche in Hove wurde der Arzt Herr Dr. Julius S a j c aus Kostanjevica mit der Lehrerin Frl. Tatjana K t u f c I j getraut. Wir gratulieren! nt. Taubstumme spielen Theater. Am Sonntag, den 4. April um 15 Uhr veran- staltet der Taubstummenoerein in Ljublzaria am hiesigen Theater eine Borstellung u zwar werden die Taubstummen — sprech-"-Für die Vorstellung macht sich fchon 1C-cin reges Interesse bemerkbar. m. Ein neuer autorisierter Zinstest««**1'• Der in Maribor wirkende Ingenieur Bruno Z a h a r i a legte dieser Tage in Beograd die Zivilingenieursprüfung ab. m. Eine Konzcrtakademie findet ilBI Montag, den 5. d. am hiesigen Th*chr statt. Es wirken mit die Altistin der Lstss ljanaer Oper B e r n o t - G o l o b. ^ heimische Tanzkünstlerin S t u c i n 11 Konzertpianist G a l l a t i a. nt. Zagreber Gast im Theater. In icl Aufführung von Nušič’ Komödie „Dr." oiu -Samstag, den 3. April wird sich miser-W Theaterpublikum der bekannte Zagt*1; Charakterdarsteller Mihajlo Mar $ o v 10 in der Rolle des života Cvijovič vorftellev- nt. Aus dem Konsulardienstr. Der jugoslawische Konsul in Graz Dr. Franz B v š i e wurde nach Beograd versetzt und dein Außenministerium zugeteilt. Konsul Doküfl Vrsiv, der sich in Graz größter WertsckstF zung erfreute, ist ein Schwiegersohn dc-J verstorbenen Ministers und bekannten riborer Arztes Dr. Franz Jankovič. m. In der Pädagogischen Zentrale st*9;1; heute, Montag, um 16 Uhr ein Vortrag st)" Abiturienten der Lehrerbildungsanstalt stal-Es spricht M. Ledine k. m. Das traditionelle Osterschießen st) derte auch diesmal einige O p f e r. Groß' teils wird zwar Karbid zu Detonationen herangezogen, doch finden sich noch i-mnst; einige „Noble", die der Ansicht sind, daß bei solchen Anlässen nur richtiges Schieß^ ver verwendet lverben darf. In Slivm^ ging der Böller zu früh los und fügte d6111 39jährigen Feldarbeiten Johann Z e ® ’ Ij i č erhebliche Verletzungen am GesM und an der linken Hand zu. — In SelmG a. Dr. entzündete sich ein größerer Pulv^^ Vorrat, wobei der kaum 15jährige Besitzers sohn Johann U r.b a s schwere Brand-wstw den am Gesicht und am rechten Arm erlntz — In Sv. Trojica in den Büheln versuchte der 28jährige Malergehilfe Ludwig 2 c' d i n e k aus ciitent alten Böller die Ladung zu entfernen, wobei sich diese entzündete und dem Burschen zwei Finger der ^ feit Hand wegriß, während der ivjährigf dabeistehenden Besitzerstochtm- Marie Š lj I c c ait der Stirn eine klaffende WstE und Verletzung am linken Auge zugeststs wurden. Alle vier Verletzten Krankenhaus Hilfe suchen. Angeschwemmte Leiche». mußten im nt. In ljani auf der Murinsel wurden von Mur zwei Leichen angeschwemmt, und der nvar handelt es sich um etwa 60 Jahre pl^ Mann und um eine Frauensperson im -l ter von 30 bis 40 Jahren. m. Gefährlicher Racheakt. Während ^ 21jährige Tischlergehilfe Rudolf T fl -i ^ u c r in Sv. Trojica den Ofen vinheEs krachte Plötzlich ein Schuß. Das ProjK» traf Taschner in den linken Unterschem^' Wie man seststellen konnte, hatte jemals' offensichtlich aus Rache in ein Holzscheit c> Nationale Truppen erobern ein spanifches Dorf Vorbei die Feste! Nichts ist schwerer zu ertragen, als eine Reihe von guten Tagen, sagt das Sprichwort. Nun, keine Frage — die meisten von uns haben bestimmt die vergangenen Feiertage ganz gut vertragen. Jeder hat sie nach seiner Weise genossen, man hat außerordentlich gemütlich und beschaulich gelebt, herrli- i chen Osterbraten und Schinken und bedeutend viel Ostereier gegessen und fand alles riesig vergnüglich. Manche behaupten, das hätte mit dem Schlaraf-, fenleben nun ruhig so weiter gehen können. Aber nein — das sagen sie nur so!1 Denn im Grunde fühlt jeder, daß es jetzt genug der guten Tage sind! Was wären die Feste, wenn sie nicht; nur als seltene Lichtpunkte in die endlose Reihe unserer Arbeitstage eingestreut wären! Es ist wirklich so, wie es das Sprichwort sagt: man kann solche j guten Tage auf die Dauer ja doch nicht! ertragen, es ist ganz in Ordnung, daß i nun der Alltag wieder in seine Rechte tritt! Zuerst sprechen sie noch alle voni : Eine interessante Aufnahme von dem spanischen Kriegsschauplatz in der Na he von Madrid. Die ersten nationalen Truppen dringen in ein Der ein, um 6 von den Feinden zu säubern. (Scherl-Bilderdtettst-M.) Jte Patrv»e vexboxyeit, feie sich mi Dfat c»t-Pd. Tatsächlich fand man später im Osen «te Pratronenhülse. Taschner wurde ins Krankenhaus nach Maribor überführt. 'v Smlefeitttfl zu einer Zusammenkunft Crf ^emeinbeumlogenzffihler von Stuberach ^lche am 81. März um 10 Uhr im Saale 6es Herrn Sbirnhj stattfindet. 64 m W-trerbericht. Maribor, 38. März, 8 «u , Temperatur 3, Barometerstand 735. --^«örichtuW 8, Niedeffchlag Regen. A» ■e® .- ... ^ ,w w & Der Benzindiebffahl beim Kaufmann ^lvvnik aufgeklärt. Wie bereits berichtet, evlchtvaniden aus dem Magazin des Kauf- 'nvnnes B r e z o v n i l tu letzter Zeit gcosiere Mengen Benzin. ?lls Täter kontrte i C an su «Hitze auch für das laufende Jahr- in dntct Funktion^ böstätigt. A- Im Tonkino gelangt am Mittwoch, S1 bl. d. und ant Donnerstag, den 1. .PE der prachtvolle Großfilm „Helene" Dr Luöevit pivko Ukmšmt Am Ostermontag um 12.15 Uhr ist in seiner Wohnung (Betnavska cesta 35) der ehemalige Skupschtinaabgeordnetc Prof. Dr. Ljudevit Pivko im Alter von 57 Jahren an den Folgen eines schweren Leidens gestorben. Dr. Pivko wurde 1880 in Sv. Marko bei Ptuj geboren. Er studierte nach Absolvierung des Gymnasialstudiums in Prag, Wien, Frankfurt und Berlin und wurde 1905 in Wien zum Doktor der Philosophie promoviert. 1906 wurde er als Supplent an das Staatsgymnasium in Maribor berufen. 1914 rückte er als Oberleutnant der Reserve ein. Er stand zunächst in der Boka Kotorska und dann in Albanien in Verwendung. Im Verbände des bosntsch-herzegowinischen Inf. Rgts 3 kam er dann an die Isonzo-Front und später nach Südtirol, v/o er am 17. September 1917 bei Carzano mit einem Teil des genannten Kampfverbandes und zahlreichen Offizieren tschechischer und südslawischer Nationalität zu den Italienern überging. Trotz des Sträubens der italienischen Militärbehörden gründete er dort eine Freischärlerformation, die als selbständige Gruppe an verschiedenen Sektoren der Front gegen Österreich-Ungarn kämpfte. Dr. Pivko wurde wiederholt verwundet. Nach dem Kriege kehrte er nach Maribor j zurück und übernahm eine Stelle als Pro-, fessor an der hiesigen Lehrerbildungsan-1 stalt. In den Jahren 1925 bis 1929 und von 1931 bis 1935 gehörte er als Mitglied der Skupschtina an. Dr. Pivko hatte sich für die Sokol-Bewegung große Verdien- j ste erworben. Er gründete auch den So-kolverein Maribor I, dessen Starosta er bis zum Lebensende blieb. Für seine vielseitigen Verdienste erhielt er mehrere jugoslawische, tschechoslowakische, rumänische und italienische Auszeichnungen. Als feiner Mensch und als jeder Demagogie abgeneigter Politiker wurde der Verstorbene in allen Kreisen, mit denen er in Berührung trat, geachtet und geschätzt. Dr. Pivko half sehr gerne auch dort, wo es sich nicht gerade um seine Parteigänger handelte. Er war insoweit ein Demokrat im wahrsten Sinne des Wortes, als er im Umgang mit schlichten Bauern und Arbeitern die gleiche Herzlichkeit des Tones und der Unterhaltung fand wie im Verkehr mit Intellektuellen und Bürgern. Friede seiner Asche! Der schwergetroffenen Familie unser innigstes Beileid! REPERTOIRE: Dienstag, 30. März: Geschlossen. Mittwoch, 31 März um 26 Uhr: »Die heilige Johanna«. Ab. B. Donnerstag, 1. April um 20 Uhr: »Rote Nelken« Ab. C. Freitag, 1. April: Geschlossen. Samstag, 3. April um 20 Uhr: »Dr«. Gastspiel Mihajlo Markovič. Sweater m Muj Freitag, 2. April um 20 Uhr: »Dr«. Gastspiel des Mariborer Theaters. BolkstmtverfiM Freitag, 2. April: Konzertpianist L. M. Škerjanec spielt aus Werken moderner französischer Komponisten. Freitag, 9. April: F. S. F i n ž g a r spricht über »Treue zu Volk und Scholle* .Ouotfchwiter" m Ostern Der bimdertjäbriqe Menber fint reckt beb alten... S** Luise Ulrich und Gustav Nestel zur Vorführung. A« dmtfGtieoä - IVICOtl 1 VY Vil IAV. *«- ^eftieur I. v o j aus Slovenjgradec mit der -ehrerin Frl. Hilda Jamnik, Tochter ,er hiesigen Gastwirtin und Großgrund-,,esitzerin Frau Therese Jamnik, getraut. Ir gratulieren! Wi Der Knauersche hundertjährige Kalender und nach ihm die vielen Bauernkalender hatten diesmal die nicht gerade erbauliche Wetterprognose richtig gestellt: für Ostern wurde Schneefall und Temperatursenkung angekündigt und die »Lieferung« ist auch promt erfolgt. Das Schneetreiben begann schon am Samstag und es schneite mit geringen Unterbrechungen die ganzen Feiertage hindurch. 8-Trauung. Dieser Tage wurde der In- j Das »Quatschwetter« verdarb denn auch wirklich jede Osterstimmung. Die A u f-jerstehungsfeiern mit ihren feierlichen Prozessionen mußten sich auf die kurzen Umgänge in den Seitenschiffen : der Kirchen beschränken. Am Ostersams-i tag bot die Stadt abends buchstäblich ; ein Winterbild. Man sah in den Straßen j verhältnismäßig wenig Menschen. Der schöne Brauch des Osterspaziergangs erhielt heuer einen mörderischen Stoß. Dafür aber waren die Kinos, Theaters und zum Teil auch die Stadtlokale überfüllt. Dieses Wetter war für die Umgebungswirte, die auf die Besucher der Stadt rechneten, ein großer Schaden. Die Eisen- j Die Bezirkshauptmannschaft wird ab in Dravograd amtieren. Wie man ^ahrt, sind besondere Amtstagö für henVal,e’ MarenberS und Črna vorgese- VjS- In der Textilfabrik Ornik und Mitro- Wurden dieser Tage wiederum meh-brit n.eue Maschinen montiert. In der Fajt * sind gegenwärtig 20 Beamte und 300 eiter beschäftigt. j A Verscheuchte Einbrecher. In Sv. 2 versuchten noch unbekannte Täter Vin Geschäft dem dortigen Kaufmannes •an ■la m 115 k zu erbrechen, doch ge-steAes diesem, die Bande mit mehreren gen erschüssen zu verscheuchen. Au-^je ScDeinIich dieselbe Bande verübte in Qg^^en Nacht einen Einbruch in das atich -S Gnamušek, doch konnte sie hier vertrieben werden. A« Vit me D ^ Herabsetzung des Voranschlages. de Voranschlag unserer Großgemein-193' XVelcher für das Gebahrungsjahr üm/'38 eine 108-prozentige Gemeinde-Sa^age auf alle direkten Steuern vor-tUn’ Wurde seitens der Banatsverwal-die p!ark reduziert. Es wurden sowohl Einnahmen, namentlich aber die Wälfa^en entsprechend herabgesetzt, pro rcr*d die Gemeindeumlage auf 60 2ent festgelegt wurde. Ues'r ^eu’°au eines Sokolheimes. Der Sokolverein hat in seiner jüngst tztz haltenen Jahresversammlung den haue sefaßt, ein Sokolheim zu er-2e-, n" Der hiezu nötige Baufond soll im WilivUme von fünf Jahren durch freite monatliche Beiträge geschaffen j/ie Diebstahl. Der Schmiedelehrling wurde am 24. d. von der hiesigen armerie festgenommen und dem Bezirksgericht in Konjice eingeliefert, Derselbe entwendete seinem Arbeitgeber mehrere hundert Dinar. Slulocar-QUtdftüge des „putntt" Das Reisebüro „Putnik" (Tourist Dffirc) veranstaltet in der nächsten Zeit eine Reih? von Gesellschaftsfahrten, die alle mit modernst ausgestatteten Luxus-Autocars unter nommen werden. Das Programm sieht.folgende Fahrten vor: 28. und 29. März: Gesellschaftsfahrt nadi Graz. Fahrpreis 110 Dinar. 8. April: Sonderfahrt nach Graz. Fahrpreis 100 Dinar. 10 bis 21. April: Besuch der italienischen und französischen Riviera. Pauschalpreis 2800 Dinar. 27. April bis H. Mai: Sonderfahrt zur Pariser Weltausstellung. Pauschalpreis Din 8900.—. 2. bis 6. Mai: Besuch der Budapester Messe. Fahrpreis 500 Dinar. 8. bis 18. Mai: Besuch der Wriü mit Aufenthalt in Crißveniea. Pauschalpreis 1200 Dinar. S. bis 18. Mai: Besuch der Adria mit Aufenthalt auf der Insel Rab. Pauschalpreis 1250 Dinar. Informationen und Asrixelfemtgen im „Putnik"-Büro, Maribor, Aleksandrova cesta 35, Tel. 31-22 und 21-29. bahn hatte aber trotzdem einen immensen Feiertagsverkehr zu überwinden. infolge des reichlichen näßen Schneefalles — am Bachern fiel der Schnee bis zu 2 Meter hoch — wurden allen in Maribor 180 Telephonabonnenten um j ihre Anschlüsse gebracht, da die Drähte; rissen. An den Kulturen wurde vorläufig [ noch kein Schaden angerichtet, es könnte j aber dieser Schneefall sich noch kata-1 strophal auswirken, wenn das Wetter; sich aushetern und zu Nachtfrösten Gelegenheit bieten sollte. Das Frühobst —- insbesondere die Marillen — ist in großer Gefahr. Alles in allem: die Osterfeiertage sind verpatzt worden. Man merkte es unseren lieben Mitbürgern in ihrer Monatsultimo-Stimmung gestern ganz deutlich an, daß sie gegen die »Liquidierung« des Feierns nicht aufzumucksen gewillt waren. Man sehnte sich förmlich wieder nach der Tretmühle der Arbeit und des Vergessens darüber, daß der Frühling zwar seinen frühen Einzug hielt, sich aber in winterlichem Kleide vorgestellt hat. Gowjet-Mumtionsfchiff in Oran Daß die Behauptung des italienischen Vertreters im Londoner Nichteinmischungs ausschusses über die Munitionslieferungen an das Rote Spanien nicht ohne Grund war, dafür bringt jetzt eine französische Zeitung, der Pariser »J o u r«, einen neuen Beleg. Er meldet, daß der den spanischen Bolschewisten gehörende Transportdampfer »Cabo San Augustine« in den Hafen von Oran in französisch Algerien eingelaufen ist. Das Schiff lag zunächst in Bone, mußte den Hafen dort aber auf Ersuchen der Handelskammer verlassen, weil diese in der Anwesenheit des Dampfers eine große Gefahr erblickte. Die »Cabo San Agustino« hat nämlich in Odessa mehrere tausend Tonnen Explosivstoffe, Munition sowie Geschütze und andere Waffen aller Art geladen. Sie ist das Schwesterschiff der »Mar Cantabrico«, die kürzlich von der national-spanischen Flotte aufgebracht wurde. Während die »Cabo San Agustino« in Bone lag, verging kein Tag, ohne daß nicht ein Flugzeug der spanischen Nationalisten den Hafen überflog, um festzustellen, ob das Schiff noch da war. Es war ganz klar, daß die Streitkräfte Fran-cos diesen ihnen bekannten Transport sorg fällig überwachten. Auch nach der Landung in Oran kreuzen vor der Hafeneinfahrt zwei Torpedobote der spanischen Bolschewisten, die anscheinend die Auf- Union-Tonkino. Der Prachtfilm »Prinzessin Dagmar« (Mädchenpensionat). Geza v. B o 1 v a r y hat mit diesem Meisterwerk wieder sein großes Können gezeigt. Der zarte Liebesroman einer jungen Ftfr-stentochter. Ein Film voll frischer Jugend und heiterer Unbefangenheit aus einem Schweizer Mädchenpensionat. Ausgezeieh nete Kräfte selbst in den kleinsten Rollen. In den Hauptrollen Angela Salloker, Attila Hörbiger, Leopoldine Konstantin u. Hilde Krahl. Prachtvoller landschaftlicher Rahmen, einschmeichelnde Musik. Burg-Tonkino. Nur bis einschließlich Donnerstag, den 1. April der herrliche Filmschlager »Lumpazius Vagabundus« mit Paul Hörbiger in der Hauptrolle. Wie zu erwarten war, hat dieser äußerst glänzend gelungene Filmschlager auch in unserer Stadt einen sensationellen Erfolg. Bisher waren bei allen Vorstellungen sämtliche Plätze vergriffen. Da die Vorführung des Filmes unter keinen Umständen prolongiert werden kann, ersucht die Direktion des Burgtonkinos das P. T. Publikum, diese drei Tage auszunützen und die Karten nach Möglichkeit im Vorverkauf zu besorgen. — Es folgt ein großer, herrlicher Film aus den Freiheitskämpfen der russich-polnischen Grenze »Ritt in die Freiheit« (Eid und Liebe). Ein Ufa-Großfilm mit Willy Birgel und Hansi Knotek in den Hauptrollen. ApoGekmnachtöimst Von Samstag, den 27. d. bis 3. April versehen die Sv. Areh-Apotheke (Mag. Vidmar) am Hauptplatz und die Magda-lenen-Apotheke (Mag. Savost) am Kralja Petra trg den Nachtdienst. gäbe haben, den Transportdampfer zu eskortieren. h. Wenn die Suppe versalzen ist. Den scharfen Geschmack versalzener Suppen kann man bedeutend mildern, wenn man einige Stücke einer geschälten Kartoffel hineingibt, sie einige Zeit mitkochen läßt und vor dem Anrichten wieder herausnimmt. Die Kartoffelstücke ziehen einen großen Teil des Salzes an sich. BAYER V E ) r y j Wenn Sie Aspirin nehmen, kormeft Erkältungen, Grippe, Rheuma rasch verschwinden lAcMen.Sie aber. aul das Boyerkreui „Mtmborer Ztzitimg" Mmmsr ??. Jßrtiwod). dm 31. März 1937 aus (Seite Lelje als Fremdenstadt Begrüßenswerte Pläne des Stadtverschönerungsvereines Dar Stadtverschönerungsvereiu in Celje hat kürzlich einige begrüßenswerte Pläne gefaßt, die nicht unwesentlich zur Hebung Celi es als Fremdenstadt beitragen sollen. Wir geben anschließend den Bericht unseres Mitarbeiters, der Gelegenheit hatte, mit dem Vorsitzenden des Stadtverschönerungsvereines Herrn Magistratsdirektor Ivo Šubic über diese Pläne ein längeres Gespräch zu führen. Von den wenigen (und meist fremden) Besuchern des Stadtmuseums in Celje steigt gar selten einer die steinernen Stuten des Lapidariums hinunter und niemand stört die Ruhe des Titus Varius Clemens, dessen Standbild auf marmornem Sockel stumm seine einstige Berühmtheit erhält. Es stellt einen römischen Befehlshaber dar, den der üppige Schnurrbart, die dicken Augenlider, die mächtige Gestalt und der Habitus als einen Barbaren kennzeichnen. Das Standbild gehört zu den interessantesten Denkmälern des Städtischen Museums und führt den Namen »norischer Krieger«. Schon Mommsen bezog die verstümmelte Inschrift auf Titus Varius Clemens. Aus zwei in Celje ausgegrabenen und gegenwärtig in der Hofbibliothek in Wien eingemauerten Inschriiten-steinen, aus Inschriften in Trier, Ungarn, Leibnitz—Graz ist sichergestellt, daß T. Varius Clemens ein »celeianus« aus der »Trifous Claudia« war, daß sein Vater Clemens hieß. Titus Varius Clemens war der berühmteste Celjeer des Altertums und starb vor l8o n. Chr. als Statthalter von Dazien (östliches Ungarn, Siebenbürgen und Walachei), einer der größten und wichtigsten Provinzen. Von Tauben, Spatzen und Schulkindern besudelt und verschmiert, von der Zeit verstaubt und verwittert, fügt sich ein Standbild im Celjeer Stadtmuseum mit grauem, verschleierten Blick geduldig und schweigsam seit Jahrzehnten in sein museales Schicksal. Doch das soll mit. einem Male anders werden. Dort, wo die Gosposka ulica und die Front der König Peter-Kaserne stößt, soll in die Stirnseite der Kaserne eine Mauernische eingelassen und darin der »norische Krieger« aufgestellt werden. Die Erstellung dieses bedeutsamen Denk mals, durch das obendrein die Gosposka üHca einen geschmackvollen Abschluß bekommt, bedeutet für das an Denkmälern arme Celje eine wesentliche Bereicherung. Die künstlerischen und bau-technischen Pläne hiezu sind dank der hochherzigen Spende eines Bürgers in Gefje bereits in den Händen des Magi-s>ratsdirektor-s Stfcic. Dem GltiBKlifelfen sCÜlägtfkeme Stunde, könnte man fast im Hinblick auf das Ifhrenelend in Celje sagen. Die äußere Bahnhoführ deckt sich nur selten mit der inneren Öhr und die Reisenden wissen oft nicht, welchem von den beiden ^bitweisem sie mehr Vertrauen schenken solen. Kommen sie in die Stadt, so können sie mitunter ein langgezogenes Nacheinander der Turmuhren feststeifen. Den Vogel schießt aber die Turmuhr der Marienkirche ab. Mal geht sie, mal geht sie nicht, mal weisen die nördlichen Zeiger auf 'dreiviertel 4 Uhr, während gleichzeitig die südlichen Zeiger auf 5.15 Uhr und das östliche Zifferblatt dreiviertel 6 Uhr verkündet. Es ist ein Wunder, daß angesichts dieses Ührenelends alles noch so halbwegs pünktlich funktioniert. Auch in diesem Punkte will der Stadtversehönertmgs-verein nun einen Wandel schaffen. Bei dem Umstand nämlich, daß vielleicht "dpeti hie und da ein Fremder seinen Blick nach der Kirchhirmuhr wendet, ist es ganz gewiß am Platze. So soll das Gebäude der Stadthauptmannschaft in Verbindung mit der Turmuhr der gegenüberliegenden Marienkirche eine elektrische Uhr bekommen, die obendrein amfct 12 u&r ngtiaes als Mfeateß Wr bares Zeitzeichen einen Schuß auslösen wird. Die Kosten der gesamten Anlage werden nicht höher als auf 14.000 Dinar beziffert. Dieser Anlage könnten dann auch noch die Uhren auf dem Bahnhof-und Postgebäude angeschlossen werden. * Ein sarkastisch veranlagter Bürger hat sich einmal geäußert, man sollte das Wetterhäuschen im Stadtpark allabendlich elektrisch beleuchten, damit man auch bei Nacht sofort sähe, daß es leer sei. Die Wetterapparate haben sich bereits in den Frühlingstagen des Vorjahres auf Krankenurlaub begeben und sind bis heute noch nicht gesundet. Wie ein Witzbold erzählt, vertragen sie die Bodenerschütterungen durch die vorbeifahrenden Kraftwagen und die Seufzer der sommernächtlich dort weilenden Liebespärchen nicht, die sie nervös machen und aus dem Häuschen bringen. In Wirklichkeit aber wurden sie von Bubenhänden teils gewaltsam entfernt und teils beschädigt. Die Oertlichkeit dort ist eben sehr ungünstig, da sie nachts im Dunkeln liegt und jeder Lausbüberei ausgeliefert ist. Damit die Leute, insbesondere die sich immer stärker einstellenden Fremden nicht zum besten gehalten werden, will man das Häuschen selber nun auch beseitigen. Als Ersatz dafür aber soll in den Anlagen seitlich vom Bahnhof ein neues und ganz modern ausgestattetes Wetterhäuschen errichtet werden. Die erforderlichen Pläne sind bereits in Ausarbeitung und werden Herrn Direktor Šubic kostenlos zur Verfügung gestellt. Das städtische Kraftstellwagenunter-nehmen hat in Erkenntnis der Bedeutung Celjes als Fremdenverkehrsstadt im vergangenen Sommer vor dem Hotel »Union« einen Schaukasten aufgestellt, der eine von Herrn Holobar musterhaft ausgeführte Uebersichtskarte über den näheren und weiteren Kraft-stelhvagenverkehr enthält. Die Karte, die im Maßstabe 1 : 100.000 angefertigt ist, zeigt augenfällig Celje als wichtigen Ausgangspunkt bedeutender Kraftsteilwagen- und Fremdenverkehrslinie. Die Karte ist von schönen Lichtbildern umrahmt. Die Bilder zeigen vornehmlich unsere Heilbäder Dobrna, Laško, Rimske Toplice und die bedeutendsten Sommerfrischen des oberen Sanntales und das herrliche Logartal. Nun beabsichtigt der Stadtverschönerungsverein in Celje, zusammen mit dem Mariborer Frem-"denverkehrsverband, in die Stirnwand des Celjer Bahnsteiges, link,er Hand der Ausgangstüre, ein Relief einzulassen, welches das Gebiet von der nördlichen und westlichen Staatsgrenze herab bis etwa gegen Litija darstellt. Das Relief wird im Ausmaß von 1.60 mal 1.10 Meter haben. Von Wichtigkeit für die Zukunft wird das geplante Schwimm- und Hallenbad am linken Sannufer sein. Hier soll die Stadt Celje eine Anlage erhalten, die ein weiträumiges Schwimmbad, das allen sportlichen Ansprüchen genügt, eine für Turnierzwecke geeignete Zuschauertribüne und ein Hotel einschließt, groß genug, auch den stärksten Anstürmen der badelustigen Bevölkerung und Fremden standzuhalten. Ein moderner 5-Meter-Sprungturm soll Gelegenheit zu vielseitigen Sprüngen aller Grade und Schwierigkeiten geben. Ueberhaupt soll es das Kennzeichen dieses Bades sein, daß auf alle Kleinigkeiten und Bequemlichkeiten eines modernen Sportbades Bedacht genommen wird. Die östlich des Bades gelegenen Flächen, die heute als Heimgärten benützt werden, sollen in das Badegelände einbezogen und als Grünflächen für den Spielbetrieb ausgebaut vgeeden. Die gance Umgebtwe soti gärt- nerisch ausgestaltet und reich mit Rasen- und Blumensamen angesät werden. .. . Celje, das auf dem Gebiete des Schwimmsportes gegenüber anderen und weit kleineren slowenischen Städten ganz im Rückstand ist, da ihm jede Trainingsmöglichkeit fehlt, wird dann in der Lage sein, zu schönen Schwimmfesten zu laden und an der eigenen Vollendung zu arbeiten. Eine Zukunftsauf-gabe, durch deren Ausführung auch eine umfangreiche Arbeitsgelegenheit geschaffen wird. Der Stadtverschönerungsverein und die Stadtverwaltung sind sich über die Schwierigkeiten einer solchen Aufgabe vollkommen klar, dennoch aber entschlossen, sie zu lösen. Das Programm wird zu seiner Verwirklichung mehrere Jahre erfordern. Die Pläne eines Wiener Architekten liegen (dank der hochherzigen Spende eines Celjer Bürgers an den Stadtverschönerungsverein) bereits fix und fertig auf. Vorerst aber muß den Verunreinigungen des schon berühmten »kristallklaren« Wassers der Sann durch die Abwässer der Bergwerks- und Industriebetriebe in Liboje, Zabukovce und Št. Pavel bei Prebold entschieden entgegengetreten werden. Wie wir hören, haben Stadtverwaltung und Verschönerungsverein alle nötigen Schritte unternommen. Warum tut die Stadt- und Bade Verwaltung in Laško bei diesen naturnotwendigen Abwehrmaßnahmen nicht mit, warum schließt sie sich davon aus? Helfried P. Scharfenau. Weiße Ostern Celje, 30. März. Da waren nun ein paar Frühlingstage, so warm, daß der Krokus u. die Schnee-glöckerln nur so herausschossen, die Stare haben ihre Häuser wieder bezogen, und cs sah wirklich ganz nach Frühling aus. Vorwitzige gingen schon ohne Mantel. Und am Karsamstag schneite es. In dichtem Gewimmel -kamen die weißen Flocken vom Himmel. Bald war eine weiße Decke weithin über das Sanntal gebreitet. Man stellte es mit gemischten Gefühlen fest. Der Regenschirm wurde gebraucht und der Wintermantel wieder hervorgeholt. Ja, wir nähern uns bereits dem April, dessen veränderliches und launenhaftes Wetter Sprichwörtlich ist. So hat es Petrus an diesem Osterfest nur mit den Skifahrern gut gemeint, denen das Herz im Leibe lachte. Waren die Spaziergänger mißgestimmt, so überdachten die Skifahrer schon die zuständigen Wachse. Den nicht wintersportlich eingestellten Sannstädtern blieb nur der Trost, daß der Schnee »ja naß ist und nicht lange liegen bleibt«. Jedenfalls hatte der Osterhase mit dem Verstecken der Eier wenig Mühe. Er brauchte sie nur zu legen, der Schnee deckte sie von selber zu. Nach dem Niedergang der gewaltigen Schneemassen in den Bergen des Sanntales ist zu hoffen, daß dort die frühlingsmäßige Erwärmung nur allmählich eintritt. Eine plötzlich einsetzende starke Schneeschmelze würde Hochwassergefahr im Gefolge haben, an Ausmassen so groß, wie wir sie im Sanntal nur ganz selten erlebt haben. Gott behüte uns davor. c. Die Bürgerschullehrer des Drauba-nats hielten hier kürzlich ihre Jahresversammlung ab, die auch von Unterrichtsinspektor Prof. Dolenc besucht wurde. Eingeleitet wurde die Versammlung mit einem interessanten Vortrag des Lehrers žerjav aus Maribor über unsere Schulbücher, die wohl gute Lehrbehelfe, nicht aber Führer zu selbständiger Arbeit der Schüler seien. c. Trauung. In Hrastnik wurde am Ostersonntag früh durch Pfarrer D. Gerhard May Fräulein Emma Kürbitz, Keramikmeisterin aus Rogatec, Tochter des Herrn Ing. Adolf Körbitz, Chefs der Glasfabrik in Straža und der Keramischen Industrie in Petrovče, mit Herrn Studienassessor Gottfried Fabian a Dresden getraut. Am Vorabend haben ü Arbeiter und Angestellten der Glasfa l in Straža unter Führung der Fabrikate -erwehr und der Feuerwehr in Rogatec > Form eines Fackelzuges der jungen Bra gehuldigt und von -ihr herzlichen Abscn.e genommen. Wir beglückwünschen liebe junge Paar recht herzlich und frel en uns mit ihm. c. Gewerbetagung. Der Slowenisch Gewerbeverein in Celje hielt seine Ja-1 resversammlung ab. In -den Berichte wird schwache Besserung in der wi_r ^ schaftslage festgestellt, die Lage des "C werbes sei aber unverändert schwer. HH an sei in der Hauptsache das ungesetz-liehe Gewerbe (Pfuschertum) schuld. & wurde rücksichtsloser Kampf gegen das Pfuschertum gefordert. Vorstand °e Slowenischen Gewerbevereines ble> auch weiterhin Herr Kukovec. c. Kolenc-Stiftung. Dieser Tage waren fünfzehn Jahre seit dem Tode des hiesi* gen Kaufmannes Anton Kolenc vergaß' gen, dessen schönes Vermächtnis eWH fortleben wird. Aus den Zinsen se!jh Stiftung konnten auch in diesem Ja^r wieder 14.900 Dinar unter 46 arM^ Hochschülern und 3200 Dinar unter -Mittelschülern verteilt werden. c. Schaubühne. Der Verein der Taubstummen in Ljubljana wird am SojM abend, den 3. April im Großen Saal »Narodni dom« einen Theaterabend Se ben. Beginn um 20 Uhr. c. Vom Sokolgau Celje. Der Soko!g3h Celje, der sich aus 62 Ortsgruppen zUH sammensetzt, zählte Ende 1936 — h Zahlen haben sich seit damals nur gath unmerklich verschoben — 3582 männ' che und 1471 weibliche ordentliche M'' glieder, 574 männliche und 360 wciblic-Zöglinge, 1812 Knaben und 1657 Mh' chen, zusammen also 9456 aktive 'v 1 glieder c. Schach. Der Schachklub Trbov'h hielt kürzlich seine Jahresversammlung 1 ab. Klubmeister des abgelaufenen Ja res ist Herr Ludwig Opresnig, Fünf Mi' glieder des Klubes haben im vergangen3 Jahre am Simultanspiel gegen Schar ' meister Dr. Aljechin in Celje teilgenon^ men. Anläßlich des zehnjährigen Bestandes des Klubs wird heuer eine Partie m lebenden Figuren gespielt werden. Mittwoch, 31. Mörz. Ljubljana, 12 Schallpl. 18 Jugendstunde-18.40 Bortrag. 19 Nachr., NationalvortE 20 Uebertragung aus dem Opernhause. Beograd, 18 Lieder. 18.30 Deutsch. FjL Nationalvortrag. 20 Violinkonzert. —- J rtch, 19.15 Schallpl. 20 Festkonzert. — ° bepejt, 18.55 Flötenkonzert. 19.30 Oper. Ts Prag, 16.40 Kammermusik. 18.40 Den. Sendung. 19.30 Funkrevue. 21.15 Buh- , Abend. — Paris, 18 Schallpl. 21.30 5“r-jfetch. — London. 19 Funkorchester. ^ Klavievsoli. — Mailand, 17.15 Konzert. , Lustspiel. — Rom, 21 „Die sizil. Bew3 -Oper von Verdi. — Wien, 7.10 FrA . zert. 11,25 Stunde der Frau. 12 konzert. 15.15 Kinderstunde. 16 Schaag 17 Konzertstunde. 17-55 Borträge. '. V „Der Bettelstudent", Oper. — Deutschlan sender, 18 Kammermusik. 19 Tanzmhh' 20.45 Sinfoniekonzert. — Breslau, 18 * zert. 19 Bunte Stunde. 20.45 Alte MhJ — Leipzig, 18 Konzert. 19 Dichterstunde. -„Der Möbelwagen", Lustspiel. — Münch ' 18 Konzert. 19 Wunschkonzert. 20.45 *1 ■ tärkonzert. — Stuttgart, 18 Konzert. Lustspiel. 20.4, Philharmoniker aus Tc chen konzertieren. — Brüssel. 19.15 T konzert. 21.30 Mufikwettbewerb. — - ^ rotch, 17.30 Tanzmusik. 20.30 Hörspiel -h Warschau, 16.30 Mandolinenorchester. !/'■ Kammermusik. 19.20 Leichte Orchesterm-> - Bukarest. 18.20 Schallpl. 20.30 Sinpm konzert. 22.45 Deutsche Nachrichten. ZEIGT ERBARM^ S MIT DEN ÄRMSTEN f DER ARMEN A und tretet als Mitglieder de1* ^TSTUBERKULOSENU6* in Maribor bei itKirf MQt* $0MdQ4 mmmrnfeffrnmismimmimmmaKmSKimaBmmW^^SSW^saBSSSSSSSUeisaBSa^Mm^'^. trotz GWMmeWkm darüber zu geben, warum er gegen Schmeling am 3. Jun nicht antreten wolle. ÖIE KAPFENBERGER GEWINNEN DAS OSTERTURNIER. — DIE ERGEBNIS-E: »ŽELEZNIČAR« GEGEN »MARIBOR« 5 : 0, KAPFENBERG GEGEN »RAPID « 4 : 4 UND KAPFENBERG GEGEN »ŽELEZNIČAR« 4:1. ' ‘euer war de Schiedsrichter Lewington in Zagreb. Der SK Gradjanski, der am 27. Mai in Zagreb gegen Chelsea spielt, hat für dieti.;:'. Sport- man war auch diesmal über die Leistun- se Begegnung den derzeit vielleicht er- ®.ln neuerdings einen dicken Strick durch' gen des Teams aufs angenehmste über- folgreichsten englischen Schiedsrichter !e Rechnung zog, aber diesmal mit dem raseht. Trotz des schweren Terrains bo- Lewington, der auch zur Leitung des nterschied, daß man über sein Eintref- ten die Gäste ein flottes Spiel und wa- Cup-Finales berufen ist, eingeladen. Le- e‘i in diesem Fall sehr unangenehm be- ren auch in allen übrigen Belangen ein wington hat akzeptiert. ’,u rt war, denn als Wettkämpfer traten ! äußerst sympathischer Gegner. tle Rasensportler auf. Nicht nur, daß der ,, Roden die Mannschaften vor eine be-■°nders schwierige Aufgabe stellte und ‘laa deshalb auf die Schönheit des Fuß-a ‘sPieles völlig verzichten mußte, son- dern auch in materieller Hinsicht brachte ^ as Turnier ein schlimmes Passivum, denn ge ^ab an beiden Tagen nur spärliche te,SUc^er’ die einen Schnupfen riskier- lc Pds von .»Rapid« veranstaltete Turnier -1 e‘en »M a r i b o r« und »Železu i-ue a c*n’ die auch diesmal einen span-auf .Kampf vorführten, obgleich man beiden Seiten zahlreiche Reserven (je ^es^eiR hatte. Die Eisenbahner befan-üt'11 fC^. ^a*d in guter Form und setzten nur ^eißschwarzen hart zu, die diesmal sieh 8er'n8en Kampfgeist aufbrachten und ben aucb gar nicht die nötige Mühe ga-le \Jn gleichem Maße wuchs bei »že-MaiiICar« das Selbstvertrauen, sodaß die ci nnscbaft sicher dem Sieg zusteuerte, doejd**erd'n§s nl't 5 : 0 (2 : 0) vielleicht Voi1 e*Was zu hoch ausgefallen schien, alij C*en ^dnf Treffern erzielten Paulin von"1» drji, während die beiden übrigen ten und Pezdiček stamm- s'1;' nächsten Spiel stellte sich uns der von k »hCapfenberg« vor. Man hat den Gästen insbesondere in diesem sch-rtSChon v'e* ßuhört, denn ihre Mannte^, hat sich nach ereignisvollen Ge-sfe;..-en bis auf den zweiten Platz in der Auch »R a p i d« hatte einen großen Tag, sodaß es zu einem überaus anregenden Kampf kam, der schließlich mit 4 ; 4 ein heißumstrittenes Unentschieden ergab. Hiezu muß noch bemerkt werden, “"‘sch 'hen Fußballiga vorgearbeitet und Wie alt Ift öer GKweMauf-Wi? Nansen führt dn seinem Werk »Auf Schneeschuhen durch Grönland« an, daß daß diesmal die Heimischen ein recht in den südlichen Gebirgsgegenden Norflottes Offensivspiel vorführten und un- wegens seit 186.2 Wettspringen üblich zählige Aktionen einleiteten, sodaß der seien. Dennach feiert das Springen als gegnerische Tormann gar oft Gelegenheit Wettkampfsport in diesem Jahr seinen hatte, sein glänzendes Können voll zu 75- Geburtstag. Dreißig Jahre später, im entfallten. Hätten die Gäste nicht gerade Winter 1892-93, fände die ersten Ski-im Hinterspiel ihre besten Kräfte gehabt, wettspringen in Mitteleuropa, und zw. so wäre vielleicht das Ergebnis anders im Schwarzwald und in Mürzzuschlag ausgefallen. statt. Daß Norwegen damals einen Vor- Der zweite Tag brachte nur ein Spiel, sprang im Ausmaß eines Menschena'l-und zwar das Match »Kapfenberg« j ters hatte, kam in den Leistungen sinn-gegen »železničar«, da »Maribor«! fällig zum Ausdruck. Zehn Jahre später vor dem andauernden Schlechtwetter zu-! erreichte ein Norweger die Strungwei-rückschreckte. Diesmal gingen die Gäste! te 41 Meter, nach weiteren zehn Jahren noch ganz anders aus sich heraus und konnte es ihm der Oester reicher Sepp ließen den Eisenbahnern keine Chance. Lildstein in bezug auf Weite gleichtun. Man forcierte ein mehr zweckmäßigeres : Nach den Ergebnissen der letzten in- Spiel und war nur auf den Endeffekt ein- ternationalen Sprungwettkämpfe liegt gestellt. Die Gäste legten energisch los, der noch immer bestehende Vorsprung doch hielten ihnen die Heimischen lan- der nordischen Völker weniger auf dem ge die Waagschale. Erst nach der Pause . Gebiet der Sprungweite als der Körpergelang es in die ersatzgeschwächten Rei- haltung und Skiführung. Es wäre sicher-hen der Eisenbahner Verwirrung zu brin- ’ ch möglich, unter den zahlreichen jungen, sodaß ihnen der Sieg sicher zufiel, ' eil Turnern, Alpinisten und sonstigen (1 : 0) doch zu hoch Sportitern talentierte Skispringer aus-indig zu machen. Leider aber sind die obgleich das 4 ausgefallen ist. An beiden Tagen begleitete die Spiele Sprungskier eine kostbare Sache, sodaß fast ununterbrochen das Schneetreiben. Als Spielleiter fungierten die Schiedsrichter Kopie, N e m e c und Klipp-s i ä 11 e r zur vollsten Zufriedenheit. wI£Ner »ADMIRA« IN ZAGREB ZWEI-1 zur Fassung von 100.000 Zuschauern be- MAL GESCHLAGEN. greß1 ^en Osterfeiertagen gastierte in Za-erst die Wiener Meisterelf »Admira«. Am Aüsen lag traten die Wiener gegen die mit 4^1 v-0n Zagreb an und unterlagen S'eichfalls mit 4 : 0. N°CH ein tennissieg in süd- B . AFRIKA. hari^‘ dein offenen Tennisturnier in Jo-Sü(3Js.bl"g um die Meisterschaft von Ends • a siegten Pallada—Punčec Süd ?des Herrendoppels gegen 2 . a ikaner Kirby—Fauquharson 1 ' 6’ 6 : 4, 7 : 5, 6 t 4. SKISIEG LJUBAN MUŠIČ’. ani o den Bergen oberhalb Sušak wurde ketr- ^Eersonntag ein Abfahrtsrennen aus- sich die Vereine nicht darauf einlassen können, unbekannte Talente durch Ue-berlassung von Sprungskiern zu fördern. Nocli jüngeren Datums als der Wettkampf im Sprunglauf ist der 50-Kilome-ter-Dauerlauf. Der erste fand 1888 in Nordmarken bei Christiania statt; das fünfzigjährige Jubiläum wird also im kommenden Winter zu feiern sein. Auch für den Dauerlauf sind teuere Spezial-_ „ T „ skier und eigene Schuhe erforderlich — Beograd: Jedinstvo Phöbus (Budapest) , ejn Umstand, der einer weiteren Ver- gönnen. Rumänien beabsichtigt, die Vcr anstaltung der Olympiade 1948 in Buka rest zu verlangen. AUSWÄRTIGE SPIELE. dja " ; I- Im zweiten Match stellte »Graste i-riJ:C,dea Gegner und schlug die Gä- 2 . 2, BASK FC Giaz 2 : 0, Jugoslavija j ßreitung dieser Sportdisziplin hinderlich im die 6, —FC Graz 5 : 2, RSK—Phöbus 3 : 3, Ju goslavija—BASK 5: 2. Šibenik: HAŠK—OSVIT 2:2. Split: Hajduk—FC 13 (Sofia) 1:1. Prag: Sparta—Rusy 5:1, Proßnitz Kladno 3 : 0, židenice 6 : 0. Bratislava: FC (Wien)—Nachod 4 : 3, Bratislava—Kispest 5:1. Krakau: Nemzeti (Budapest)—Visla 1 : 0, FC Wien—Cracovia 3:1. Wien: Ferencvaros—Austria 7 : 2, Ra-pig—Hungaria 3 : 2. Ferencvaros—Rapid 4 : 2, Austria—Hungaria 4:1. Rom: Genova—Roma 3:1, Movara — im Wege steht. Auf ein ehrwürdiges Alter blickt der Abfahrtslauf in Mitteleuropa zurück. 1689 erschien das Werk Valvasors: »Die j Ehre des Herzogtums Krain«, das aus-■Moravska Slavia j führlich beschreibt, wie die Krainer Bau ern von steilsten Bergen auf »hölzernen Brettlein« »hinunterschießen« oder bei Hindernissen ihre »Abfahrt schlangenweise winden und krümmen«. Diese vor 250 Jahren gepflegte Kunst des alpinen Skilaufes wurde vollständig vergessen un derst durch Matthias Zdarskys »Alpine Skifahrtechnik«, einen Buch, das in i diesem Winter das 40-jährige Jubiläum chpr!8en- Den Sieg holte sich unser Ba- Mj|ano 1 - 0 Juventus—Boloen i 0 - o j —t- • ■ —^ -— . ierhm»ie*«. t Uldnu _ ® ’ i seines Erscheinens feiern konnte, als neue Erfindung des Verfassers bekannt. , Geister Ljuban Mušič, der die Ambrosiana—Sampierdarena 1 : 1, La- t^O^Meter lange Strecke ln 1:31 Mm>t- ewältigte. * wird in Kürze in Buka- forderte wurde, auf Antrag der Madison derfi Bau eines Riesenstadions Square Garden-Gesellsehaft Auskunft Zdarsky war es, der den ersten Wettkampf im Torlauf vor etwa dreißig Jahren veranstaltete. Seit einigen Jahren sind Abfahrt und Torlauf auch in das Programm internationaler Wettkämpfe aufgenommen. Ihre große Beliebtheit und Verbreitung verdanken diese beiden Wettkampfarten nicht zuletzt dem Umstand, daß sie mit normalen Tourenskiern gefahren werden können. mm HilifM !¥«■■■ I MII III lill ■■lirriWmilllllllTMTTMBIWf^ Rachftaz« «s dem dwEwvnvv •isiarrdinteresse fer jugoslawische Produkte. Das Expor-tförderungsinstitut des rlar,-elsministeriums erhielt wieder eine ' Jeihe von Nachfragen aus aem Ausrand, die die Wareneinfuhr aus Jugoslawien zum Gegenstände haben. Das Institut sammelt diese Anfragen auf Grund von Anfragen, die ihm aus dem Ausland zukommen. Die inländischen Exporteure werden ersucht, dem Expcrtfördferungs-institut mit der Anfrage gleichzeitig konkrete, nach Möglichkeit bemusterte Angebote samt den nötigen Lieferungsbedingungen ehizusenden, wobei die Nummer der hier angeführten Anfrage zu vermerken ist. Das Institut ist oft schon auf Grund dieser Angaben imstande, dem Interessenten mitzuteilen, ob sein Angebot Aussicht auf E-rfolg besitzt. Auf Grund der günstigen Offerte wird dann der Exporteur mit dem ausländischen Interessenten in Verbindung gebracht. Bei der Mitteilung der Adressen übernimmt die Anstalt keine Gewahr für die Bonität des ausländischen Interessenten. Falls die interessierte Firma neue Möglichkeiten für die Placierung ihrer Waren im Auslande wünscht, wird das Angebot in einem besonderen Bulletin veröffentlicht, das ausländischen Interessenten unentgeltlich zugestellt wird. Erzeugnisse der Forstwirtschaft. 347 . Haag: zylindrisch geschnittene Dauben für Heringtonnen. — 348 Amsterdam: entrindete Tannen- und Fich-ten-Rammpfähle, 13—22 m lang, 24 mal 13 und 14 mal 27 cm breit. Bodenprodukte. 349 Haifa: trockenes Persil-Gras als Pferdefutter, Hafer. Heu, Gerste, Mais und Weizen. — 350 Berlin: Vertretung für Heilpflanzen. — 351 Jičin: 500 kg Lindenblüte. — 352 Montevideo: Paprika, Kartoffeln und Dörrgemüse. — 353 Hamburg: getrocknete Pilze. — 354 Budapest: Hanf für England. — 355 Tunis: Melasse. — 356 Prag: Vertretung für Kamille und Hanf. — 357 Casablanca: Dörrgemüse. — 358 Newyork: getrocknete Pilze. Vieh- und Bienenzucht. Fischerei. 359 Berlin: Schafs- und Ziegendärme zur Saitenerzeugung. — 360 Galatz: Fischkonserven. — 361 Bystrice pod Hostynem (Tschechoslowakei): reiner Naturbienenwachs. — 362 Prag: Fischkonserven. — 365 Boston (USA): Tierhaar. Hufe. Hörner, Knochen, gesalzene und getrocknete Kuh-, Kalbs-, Schafsund Ziegenhäute. — 364 Newyork: Kasein. — 365 Newyork: Fischkonserven. Erzeugnisse des Bergbaues. 366 Temesvar: Baryt. — 367 Prag: Eisen- und Chromerz, Asbest. Industrieartikel. 368 London: Karbid. — 369 Saloniki: Textilwaren. — 370 Casablanca: Vertretung für Grau- und Weißpapier. Papiersäcke und Emailgeschirr. Verschiedenes. 371 London: Vertreterfirma offeriert sich zur Vermittlung bei der Unterbringung jugoslawischer Waren in England, wie auch beim Ankauf von Handelsund Industriewaren für Jugoslawien. — 372 Mailand: Weinstein. — 373 Marseille: Vertretungsorganisation bietet jugoslawischen Exporteuren ihre Dienste an. : Jugoslawischer Tennisturnierkalender. Vom jugoslawischen Tennisverband wurden folgende wichtige Turniertermine bekanntgegeben: 15.—17. Mai: Ljubljana; 3. bis 6. Juli: Beograd; 5. bis 8. August: Bled; 7. bis 9. August: Vršac; 29. bis 29. August: Novisad; nationale Mannschaften: 2. bis 9. September: in Zagreb; internationale Meisterschaften: vom 13. bis 17. September, wahrscheinlich in Beograd. Schottisches Hochzeitsgeschenk. „Ich höre, baß dein Neffe heiratet", sagte ein Freund der Familie dem reichen schottischen Erbonkel. „Was gedenfst du denn ihm zur Hochzeit zu schenken?" _ „Nun", sagte der alte Herr, „ich werde behaupten, das; ich gefährlich erkrankt bin." Der Zerstreute. Bei Forstmeisters haben sie Logierbesuch. „Ei, mas sind das für hübsche Spitzen!" sagt der Besuch zur Dame des Hauses. — „Ja", antwortet die Frau Forstmeister stolz, „ die sind freilich gut. Es sind echte Spitzen, schon über hundert Jahre alt." — „Hochinteressant", darauf wieder der Gast. „.Hachen ,Sie die selbst gemacht?" Nur noch heute Dienstag, den 29. und morgen Mittwoch, den 30. März verkaufen wir das ganze /CHUHLAGER ohne Ausnahme, wegen der neuen Steuer zu sehr reduzierten Preisen KARO U Biuk@£$ikßH I). Maria am Spinnrad. Legenden von Otto Villen. 116 Seiten. Kart. S 4.90, in Seinen geb. 6 6.60. Ein Kranz feiner, zarter Legenden, gewoben um „Das K>nd Jesu", „Der Meister" und »Die Mutter der Barmherzigkeit", von einem dafür besonders begabten und begnadeten Dichter. Der Verfasser hat uns damit eine in Ton und Form köstliche, echt volkstümliche Gabe ge-«chenkt, der mir eine gute Aufnahme in weiten Kreisen wünschen. Zum Vorlesen und Erzählen für die Kinder möchten mir dieses sprachlich gut geformte und wohlklingende Büchlein insbesondere den christlichen Müttern empfehlen. Fern aller Süßlichkeit und allen zweck haften Verniedlichungen spricht hier echte Frömmigkeit und tiefe Gläubigkeit, die in den Erscheinungen der Natur noch das Symbol und Glechnis höherer Wirk lichtet erkennt und davon in schlichter, reiner Form zu erzählen weis;. Wer mit dem Dichter sich liebend in diese Welt froher Gottgläubigkeit versenken kann, wird froh der Wunder und Ereignisse dieser legendären Erzählung und ihm dankbar sein für die schöne Gabe. b. Die Literatur, Monatsschrift für Literaturfreunde. Das Literarische Echo, Märznummer. Deutsche Derlagsanstalt Stuttgart. Aus dem Inhalt: Zeitlupe; Werner Deubel, Vom Wirklichkeitsgehalt der Dichtung; Willy Meckbach, Hans Kunkel: Dichter und Ph« losoph; Hans Zentner, Mozartische Dramaturgie; Fritz Wölcken, England schaut ans das Volk Goethes; Ortrud Stumpfe, Bon den Wegen der deutschen Dichtung in der Neuzeit; G. Reinboth, Heber die Möglichkeit der Wortvertonung; Albrecht Goes, Das dicke Paket; Proben und Stücke usw. Literarisches Echo, Bühne, Film, Funt. Einzelnummer 2 Mark. Gedenket bei Kranzablösen, Vergleichen und ähnlichen Anlässen der Antitufaerkulosenlioa in Maribor! Spenden übernimmt auch die »Mariborer Zeitung«. Weinstein (Birsa) und getrocknete Trauben kauft A. Resman K. D., Zagreb, illca br. 223. 2695 Kaufe altes Gold, Silberkronen, falsche Zähne zu Höchstpreisen. A. Stampf, Goldarbeiter Koroška cesta 8. 3857 Iteesektedenes Drei Wolfshunde, reinrassig, 8 Monate alt, wachsam, günstig zu verkaufen. Adr. Verwaltung- 3181 Für die Frübjahrssaison: Handtaschen in allerneucster Form. 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Da hatte man sie auch schon bemerkt und setzte sich zögernd gleichfalls in Bewegung. Ein kurzes, tastendes, gegenseitiges Prüfen, dann erschien ein Lächeln auf Irenes Gesicht. „Onkel Böllinghaus —V" forschte Irene mit klarer, ruhiger Stimme. Breit und wuchtig stand die Gestalt des Onkels vor ihr. „Jawohl", entgegnete er ein bißchen schwerfällig. „Und dann sind Sie — dann Mst du also Irene . . -" „Die enck) mit ihrem Telegramm gewiß einen schönen Schreck eingejagt hat. nicht wahr?" „Na ja, eine Ueberraschung war es schon. Aber sei willkommen." Er reicht ihr die harte, schwielige .Hand, die schon manchen schweren Griff int 2*$e« getan hatte. «Seine Augen schienen nach einem bekannten Zug im Gesicht der Nichte zu suchen. Er stellte fest, daß sie dieselben stahManen Augen hafte wie ihr Vater, aber er äußerte sich nicht darüber. „Und das ist trten Quälgeist, die Erika", sagte er mit einer halben Wendung zu 'der Tochter hin. Erika hatte Irene indessen mit brennender Neugierde betrachtet. Das also war die fifrifme! ©Öhr interessant, wie man erwartet Haftel Nicht übermäßig elegant merkwürdigerweise, aber hübsch, sehe hübsch sogar! Die teden Mädchen reichten sich die Hand und sahen sich in die Eugen. „Ich freue mich sehr", sagte Erika. „Hoffentlich gefällt es dir 'bei uns. Und hoffentlich verstehen wir uns gut." „Das hoffe ich auch", ettigegneic Irene mit ruhiger Frenndlichteit. Im gleichen Augenblicke hatte sie das Gefühl, damit lediglich eine formelle Antwort gegeben zu haben, die nicht ganz ihrer inneren IM Erzeugung enttzwach. Irgendetwas in dem Wesen der Kusine störte sie, ohne daß sie aber im Moment wusste, was es «war. Nun, man wütbe sich ja noch näher kennenlernen. Vieltecht kam ntmt sich dann wirlich näher, als 'der erste Eindruck erwarten ließ- Plaudernd verließen die drei den inzwischen vereinsamt«, Bahnsteig. Irene zog ihren 'Gewäck?!chein hertw. Ihr Gepäck be- stand nur aus einem einzigen, gar nicht einmal sehr großen Reisekoffer und einem kleinen Handkoffer. Erika nahm es mit unverhohlener Verwunderung zur Kenntnis. „Ach — ist das alles? Ich denke, wenn eine Amerikanerin reist, nimmt sie die halbe Ausstattung mit * . ." „So —?", lächelte Irene leise. „Nun, erstens bin ich ja keine hundertprozentige Amerikanerin, und dann — wirklich mit Vergnügen reist man doch nur ohne Ballast von überflüssigem Gepäck. Was etwa fehlen sollte, kann man «sich ja jederzeit unterwegs kaufen." Sie ließ die beiden Koffer nach dem wartenden Wagen hinausschaffen. Ihr Auftreten mar dabei von einer selbstverständlich erscheinenden Gewandtheit und Sicherheit, die Erika in Erstaunen und fast ein wenig neidische Bewunderung versetzte. Dann fuhr man heim. Erika «hatte für ein reichliches, fast üppiges Abendessen gesorgt, man mutzte doch zeigen, daß man es dazu hatte. Noch dem Essen mußte Irene erzählen. Man wollte viel von ihr wissen, und so war es denn reichlich spät geworden, als man sich trennte, um zur Ruhe zu gehen. Dann stand Irene iit ihrem Gastzimmer und entnahm dem Handkoffer das Notwendigste für die Nacht. Ein grüblerischer Zug lag auf ihrem Gesicht. Vorurteile irgend-welcher Art lagen ihr durchaus fern, und sie war auch gewohnt, die Menschen zu nehmen, wie sie waren — aber sie hatte das bestimmte Gefühl, daß sie sich bei den Verwandten nicht sehr heimisch fühlen würde. Lange 'würde ihr Aufenthalt hier uxchr-schoinJich nicht dauern. Die Morgensonne stand leuchtend über den Keinen Gutshof, auf dem geschäftiges, Treiben herrschte. Die Stimme des bejahr- ten ersten Wirtschaftsgehilfen, dem die ten und Befugnisse eines Verwalter- oblagen, klang über den Hof. Fräulein Marie Engelhardt, die K>P" fchafterin, die gleichzeitig den Haushalt de* Brüder betreute, stand am Fenster des zimmers und sah Rainer nach, we er M ' recht und mit festen Schritten nach ÖCI,n Pferdestall hinüberging. Der Vater «der ^ l den Brüder hatte sich eine junge Frau dem Nachbardorse geholt, und diete hat-die aus dem gleichen Dorfe stammende ve Engelhardt als Stütze mit sich geu°!:;' men. In den langen Jahren hatte Mw-Engelhardt Treue und tatkräftige Umsi'A bewiesen, und heute nahm sie eine absolu Vertrauensstellung ein. Sie führte clf| schroffes Regiment, dafür ging aber al!J alles wie im Schnürchen. De Brüder wüte ten, daß sie sich in jeder Beziehung auf !'c verlassen konnten. Und das war ihr fltc’ unberechtigter Stolz. Jetzt trat sie vom Fenster zurück, um u ;c Kaffeegeschirr abzuräumen. Römer 9°‘‘, allein Kaffee getrunken. Horst, der junges Bruder, schlief noch. Marie Engelha'-hatte ihn erst gegen Morgen nach H3U'f kommen hören. Das war nichts Selten^ mehr. Kein Wunder, daß Rainer end-111 einmal die Galle übergelaufen war. Sie hielt es nicht nur für ihre Pflicht <■'* war ihr auch ein als selbstverständlich e'-vP* fundenes Bedürfnis, die Brüder ein bißcklch zu bemuttern, besonders Rainer, für den ö" von kleinauf Vorliebe gehegt hatte. Käy' rend sie das Geschirr auf dem Tablett 511' sammenschob, seufzte sie leise auf. Fa, cs war schon ein Kreuz! Ein r«chtjsi;,j Zusammenleben hatte el zwischen den Brw dem ja eigentlich nie gegeben, aber st-war es ganz und gar aus, wie es ?ch!eIt' (Fortsetzung folgtl Chefredakteur und für die Redaktion verantwortlich: Udo KASPER. — Druck der »Mariborska tiskarna« in Maribor. vertat»jOttl«3ii Direktor Stsako DETELA. — Beide wohnhaft in Maribor, Für den Herausgeber u. den Druck