Schrlftlelfung. Vcrwalfung und Bucbdruckerd Telephon ÄWTT, 25^, 2M0 Marburg a. d. Drau, Badgasse Nr, 6 • Anzeigen und Abonnements-Annahme in der Verwaltung ♦ Bei Anfragen Rflckporto belegen Preis 10 Rpf n^rscheint wöchentlich sechsmal (mit Ausnahme der Feiertage) Bezugspreis: Abholen monatlich RM 2.—, bei Zustellung RM 2.10 Einzelnummer RM O.lO. Unverlangte Zuschriften werden nicht zurückgesandt Wniliuraer ätitnng Wr. III !}n:ar6urg a. 6.2>rau 0am0tag, 17. u. 6omitag, is. ?Rai i04i 81.3a]braang Wieder gegen briflsdie Flogplätze aml HiOeB Englrnids ScMfftiaiini sehmilit inuner mehr dahin — Bange Sorgen im Londoner Marineministerium Die Kriegshetze in USA PANIKMACHE MIT HISTORISCHEN DOKUMENTEN Stockholm, 1,7. Mai Die Kriesfshetzer hi den Vereinigten Staaten tun weiterhin alles, um das Volk unter den Eindruck einer ^<^enden Gefahr zii bringen. Um die von Roosevelt und leinen Trabanten gegen alle Vernunft und wider besseres Wissen ausge. sprochenen Behauptungen von einem möglichen Angriff auf Amerika zu unterstützen, werden jetzt Maßnahmen insze. niert, die den »Ernst der Lage« dartun sollen. Die jüdlsch.kapitalistische Clique versucht mit den unlautersten und rafNttjer. testen Mitteln die Bevölkerung nervös zu machen und in Kriegsstimmung zu versetzen, So hat der USA.Kongreß, wie schwedische Zeitungen aus Washington berichten, 30.000 Dollar für einen »absolut bombensieheren« Luftschutzraum an-gesetzt, in dem Englands Magna Charta, die amerikanische Ünabhängigkeltserklä. rung und andere Dokumente aufbewahrt werden sollen. Mifltiii Charta befindet sich seit der Weltatissteliung in Ncwyork und soll, wie es heißt, auch bis Kriegsende in den Vereinigten Staaten bleiben, „Keine Gefahr für Amerika" Peruanischer Diplomat gegen die Panikmache Montevideo, 17, Mai Der peruanische Gesandte Benavidez, der seinen frülKren Posten in Spanien mit tleni Gesandtenpostcn in Argentinien vertauschte, haile auf der Durchreise iuil deni Dampfer »Cabo Hornos« eine Un_ ttrrt'dung mit Pressevertretern. Benavidez lobte die musterhafte Regierung Hrancos sowie die hispanisrhe Bewegung, •/u der er sieh selbst bekannte. Auf Betragen rrklärto er, rlal^ er an keine Oe. tnhr militärischer Art für Amerika glaube. Auch Argentinien Rom, 17. M;ii In Argentinien hat sich, wie Agenzia Stefani aus Buenos Aires meldet, eine politische Vereinigung gebildet, die die Verteidigung der argentinischen Neutralität gegen die Machenschaften feindlicher Agenten bezweckt. Die Intrigen Englands und der Druck Nordamerikas h^ben sich in der letzten Zeit immer fühlbarer gemacht. Auch sei der Versuch gemacht worden, Zeitungen und andere Pro'pagan. daorgane aufzukaufen. Törichte USA-Fiime Buenos Aires, 17. Mai. Einer Ncwyorker Meldung zufolge mußte der USA-Film »Argentinische | Nächte«, der bekanntlich wegen dar Eni- j pörung der argentinischen Oeffeotlichkeit über dieses schlechte, ihr Land beleidigende Machwerk nach seiner Erstaufführung verboten wurde, endgültig aus Argentinien zurückgezogen werden. Ein anderer USA-Film, »Sie fanden sich in Ar- | gentinien«, wird in den Vereinigten Staa-ten in Anbetracht dieser trüben Erfah-' rung schon vor der Verbreitung im Aus-Innr' scharf kritisiert. So schreibt »New York Herald Tribüne«, es würde kein Wund'T sein, wenn das argentinische Publikum erstaunt und gekr^inkt wäre, wenn es diesen Film sähe, der angeblich dazu dienen sollte, die Freundschaft mit den Vereinigten Staaten zu stärken. Die Handlung des Films sei nämlich völlig blöde. Sollte die Aufführung in Argentinien erlaubt werden, so bekomme das dortige Publikum einen der schlechtesten USA-Filme zu sehen. Der irakische Heeresbericht Kampf bei Basra Beirut. 17. Mai Nach dem Bericht des irakiL,chen Hauptquartiers vom Freitag ist an der westlichen Front keine Aenderung eingetreten. An der Südfront griffen irakische Streit, kräfte die britischen Stellungen bei Basra an und es entwickelte sich ein Kampf, der noch nicht abgeschlossen ist. An der MossuLFront wurde ein englisches Flugzeug abgeschossen. Die irakische Luftwaffe führte zahlrei, che Aufklärungsflüge durch. Bei einem Luftangriff auf das britische Lager von Cineldebbanc wurde ein feindliches Flugzeug abgeschossen, einige andere wurden am Roden zerstört. In dem Lager selbst brachen mehrere Brände aus. Von den Engländern an einigen Stellen abgeworfene Bomben richteten nur unbedeutenden Schaden an. Brennender Britenfrachter Buenos Aires, 17. Mai. Der englische Dampfer »Buteshirc« (650<) brt.), auf dem im Hafen von Buenos Aires am Donnerstag nachmittag ein Brand ausbrach, gilt als verloren. Zumindest haben die Flammen so bedeutende Schäden verursacht, daß das Schiff für längere Zeit aus dem Dienst ausschei-ilen muß. 15 Stunden Inng wütete das Feuer, das in der Juteladung reiche Nahrung fatul. Der Frachter liegt mit dem Heck auf dem Grund des Hafenbeckens. Während der Löscharbeiten wurden acht l'cuerwehrmänner verletzt. Ncwyork, 17. .V\ai. I Wie Associated Press aus Santiago (Kuba) meldet, wurde dort der SOS-Ruf des britischen Frachters »Benveniir« (5920 brt.) aufgefangen. Der Fr.ichter teilt mit, von einem U-Boot torpediert worden zu sein. Restaurant „Zum Lord Woolton" Eine zweifelhafte »Ehrung« für den britischen Emährungsminister Genf, 17, Mai. Eine Leserin des »Daily Sketch« schlägt vor, daß nian britische Restaurants mit Zustimmung des Ernährungsministers »Zum Lord Woolton« nennen solk*. Dies würde genau so passend sein wie die Namen anderer berühmter Männer, die viele alte Kneipen und Gasthäuser trügen. Wenn diese Restaurants im Frieden unter dem gleichen Namen weitergeführt würden, würde damit die Erinnerung an nll das wachgehalten werden, was Lord: Woolton in diesen schwierigen Tagen [ getan habe. Ob der »Daily Sketch« wohl nicht auf den Gedanken gekommen ist, daß diese »Ehrung« des wegen seiner überaus »erfolgreichen Ernälirungspolitik besonders ; »beliebtt'U« Ministers höchstwahrsrlk-in- , lieh ironisch gemeint ist. ' Wofür kämpft England? BITTERE BETRACHTUNGEN EINES BRITEN N e w y 0 r k, 17. Mai Der bekannte englische Schriftsteller P r i e s 11 e y stellt in einem Artikel in der Zeitschrift »Life« fest, daß England zweifellos um seine Existenz kämpfe. Die Frage aber sei, ob dieser Kampf und dieses Leiden des englischen Volkes wirklich notwendig gev/escn sei. Würde etwa für ein miserables, verfaultes System, für eine riesige Arbeitslosigkeit und üble Ar. beiterspelunken gekämpft, oi>;r um die politische Konttolle durch investiertes Kapital und die Privilegien der Reichen aufrechtzuerhalten? Wenn es jetzt heiße, daß England nach dem Kriege anders aussehen werde, so müsse man gegenüber einigen dieser Herren mit Ausnahme Churchills reichlich skeptisch sein. Denn man sei auch früher schon betrogen worden. Denn warum sollten Leute, die vor dem Kriege 9o dumm und egoistisch gewesen sind, sich plötzlich geändert haben? Priestley for. dert schließlich die Schaffung einer »wirklichen Demokratie«, nicht nur aus Gründen der sozialen Gerechtigkeit, son. dem auch der Kriesiführun«*. Wenn Priestley bei seinen Vorwurlen und Zweifeln ausgerechnet den Ober-plutokraten Churchill ausnimmt, so kann dies nicht überraschen, denn sonst hätte er wohl kaum wagen können, einen derartigen Artikel zu veröffentlichen. Was ist Plutokratie ? Stockholm, 17. Mai. Ein bezeichnendes Beispiel für die wl-nig menschliche Einstellung englischer Plutokraten gegen ihre ärmeren Lands-leute bietet eine Gerichtsverhandlung in Taunton, Wie »Daily Expreß« berichtet, hatte der angeklagte Henry Padwick sämtliche Türen aus seinem Landhaus herausreißen lassen, um die Unterbringung Evakuierter zu verhindern. Die ihm auferlegte Strafe betrug ganze 5() RM, Aegyptens Gold nach Indien Istanbul, 17. Mai. Wie man hier erfährt, sollen die englischen Behörden alle verfügbaren Goldbestände aus Aegypten weggeschafft haben, vermutlich nach Indien. Insel ohne Ausweg Die schweren Schläge, die in diesem Frühjahr unablässig auf England niederprasseln, haben die Fr ^go nach dem Endsieg auch außerhall) der Reichsgren/.en in einem weit iinilViSscndvTcii S'nne geklärt, als es üio l'rop;j;;aiuiaUigner in London und Washington im (jrunde doch i^iChon befürchten. Die Phrasen, mit denen man sich da noch vor Wochen über d;e Düsternis der Kriegsaussicliten hinweg/U-läuschen suchte, sind jnMvisciicn hart und unerbittlich wiilerlegt uordcn. Auvii die Balkanphrase ist trotz stärkster militärischer Vorbereitungen der lüigländer im Südosttn unseres Festlandes last über Naclit zerplatzt. Die Hoffnungen, am Südufer des Mittelländischen Meeres ilie militärische Lage zuungunsten der Ach-scpmäclilo entscheidenci iin 'ein zu können, haben sich als britischer Selbstbe-irug erwiesen. Die Schl.icht im Atlantik steuert Höhepunkten zu. die in ihrer ganzen niederschmetternden Wirkung schon jetzt auch in England und USA als n'cht mehr vermci'ibarc Katastrophen angesehen werden. Aber selbst über den Raum der letzten Kampfauseinandersetzungen hinaus hat die Macht des Empire Belastungsproben auszuhaltcn. die alle Schwächepunkte und brüchigen Stellen im Gebäude der britischen Kronmacht ständig schärfer hervortreten lassen. Doch das für Churchill und seine dunklen Aultraggebcr weitaus Bedenklichste liegt in der Tatsache, ilaß nicht nUr die Realitäten dieses Krieges immer ungünstigere Formen für England annehmen, sondern daß die Erkenntnis dieser negativen Entwicklung auch in der Bevölkerung Englands unti der USA un. aufhaltsam wächst. Man kann einfach auf der Insel, selbst wenn man es gerne milchte, nicht mehr an einen englischen Endsieg glauben, weil tlio militärische Unterlegenheit der britischen Streitkräfte inwner deutlicher zut igc tritt. Man fragt IWichstens mit zu^ümmengeb-ssenen Zähnen zwischen immer höheren Hergen von' Schutt und Trümmern: Wie lange kann dieses furchtbare Spiel noch weitergehen? Das deutsche Volk hat in den letzten Jcdirzehnten zu ScIinKvzliches erlebt, um sich iiiciit eine nüchterne und männliche Reserve gegenüber allen Formen der Hoffnung aufzuerlegen. Wir fühlen uns alle, ganz gleich an welchem Platz wir unsere Arbeit leisten, in tlie ungeheure Gewalt eitu's Willensorganismus einge^ spannt, der li'iifer iedem gewonneiuMi V'r-folg. und sei er noch so groß, sofort wieder da> Verpfl'chtende neuer .\ufga-ben sieht, die bewältigt werden müssen. Wilder Siegesrausch ist uns fremd. Di(^ so v'elfach gerühmte Systematik des deutschen Wesens bestimmt auch unsere Kriogsführung. die das Wichtige und Not, wendige jeweils immer zu der richtigen Stunde anpackt. F)eshr.lb kennt man bei uns auch nicht die von oeti Eng'ändern so vielfach versuchten Experimente bloßer Prestigeerfolge, die. auf die Dauer gesehen, doch immer wieder zu schwersten Rückschlägcn führen müssen. Min absolviert in Deutschland auch das Kriegspensum mit jener Genauigkeit, die keine Lücken und unklaren Ergebnisse auf ihrem Wege duldet. Was getan wer. den mußte, wurde gründlich und bis ins Letzte vorbereitet. Daher auch die Schnelligkeit unserer Siege gegenüber einer verhältnismäßig langen Anlauf-^zeit. r)aher aber auch die Sicherheit nicht mir in der Planung, sondern auch in der Durchführung großer Operationen, die .den Gegner vern-chteten, weil selbst se'ne Ausweich- und Fluchtmöglichkeitcn. von deutscher Seite bereits vorauserknnnt und veiriegf*lt waren. l''s ist trotzdem gut, sich diese Besonderheit der deutschen Kriegführung ge. legentlich nachdrücklich ins Bewußtsem zu rufen. Denn gerade an diesem Punkte begreifen wir was unsern Gegnern fehlt und worüber inuner wieder ihr Wehklagen ertönt, r.s ^ibt keinen Vorwurf in Seite 2. »Marburger Zetiiing< 17. unH 18. MaS Nttmmef lU ilcr britischen Öffentlichkeit, der lauter) ertönte als der über mangelhafte Vor_ sorge, ungenügende Planung und eine zu geringe Berücksichtigung der deutschen Gegenwirkung bei beabsichtigten Vor-slößeni Vor allem Churchill ist hier das klassische Beispiel für Fehlspekulationen und einer phantasielosen Wiederholung alter Fehler. Er hat genau wie Roosevclt eine Vorstellung von Deutschland, die geradezu vorsintflutlich ist, die aber trotz, dem glaubt mit Drohungen und wüsten Beschimpfungen die Lebenskraft einer bis zum Letzten kämpfenden großen Nation niederzwingen zu können. So stößt er immer wieder gegen die Wände der ehernen deutschen Abwehr. Aber er lernt nicht daraus und so nimmt die Not und das Elend seines Volkes immer beispielloser^ Formen an. Welche unendliche Mühe hat sich der Führer bei seinen verschiedenen großen Friedensaktionen gerade mit England ge. geben! Trotzdem wurde er immer önt-täuscht. Und so blieb gegen England nur die unbeugsame Härte, Zu dieser inneren Überzeugung ist auch das deutsche Volk in diesem uns von England aufgezwunge- nen Krieg gelangt. Es marschiert und kämpft bis zum Endsieg, der ihm heute von niemandem mehr entrissen werden kann. Auch in London und Washington wird man sich bei dieser Erkenntnis bescheiden müssen. Gerade das Ausweglose der britischen Insellage gegenüber dem Zugriff der deutschen Kriegsführung bietet die Gewähr einer wirklichen Entschei. dung. Auch in England begreift man dies jetzt genau wie in USA. Aber man zieht keine Folgerungen. Diese werden allein von Deutschland und seinen Verbündeten diktiert. Bombenhagel auf britisclie Flugplätze Erfolgreiche Nachtangriffe gegen schottische und südenglische Häfen / U-Boot< versenkte 26.000 brt Berlin, 17. Mai. Das Oberkommando der Wehrmacht ga;b gestern bekannt: Ein Unterseeboot meldet aLs Gesamt-erfolg seiner Kampftätigkeit die Versenkung von 26.000 brt. Davon wurden 18.000 brt. Schon bekanntgege^n. Die Luftwaffe vernichtete im Seegebiet um England zwei Schife mit zusammen 5000 brt. und beschädigte ein weiteres Schiff im Dock durch Volltreffer schweren Kalibers. - Kampf- und Jagdflugzeuge griffen bei Tag und Nacht mehrere ^tische Flugplätze an und zerstörten eine Anzahl feindlicher Fhigzeuge am Boden. Weitere erfolgreiche Luftangriffe richteten sich in der letzten Nacht gegen Hafenstödte in Schottland und Südengland. in N or d a f r i k a wiesen italienische Verbände des Afrikakorps bei Tobruk einen Angriff des Feindes ab. Unter Einsatz zahlreicher Panzer stießen stärkere britische Kräfte auf Fort Capuzzo und Sollum vor und dra,ngen mit Teilen in Sollum ein. Der Feind hatte hierbei starke Verluste. Eine Anzahl Gefangener wurde eingebracht. Leichte deutsche Kampfflugzeuge griffen erfolgreich in die Kämpfe bei Tobruk und Sollum ein. Im Mittelmeerraum belegten Verbände der deutschen Luftwaffe in mehrmaligem Angriff den Flugplatz Luc-ca auf der Insel Malta mit Brand- und Sprengbomben, die Großfeuer und mehrere Explosionen hervorriefen. Auf der Insel Kreta wurden Kasernenanlagen des Feindes in Brand geworfen und auf ei- nem Flugplatz drei Flugzeuge am Boden vernichtet. Im Seegebiet utn Kreta erz-iel-ten deutsche Kampfflu^^zeuge Bomben-volltreffer auf drei großen Handelsschiffen. Bei dem Versuch, im Laufe des Tages in die Deutsch«; Bucht und in die besetzten Gebiete einzufliegen, verlor der Feind insgesamt fünf Flugzeuge. In der letzten Nacht flog der Feind mit stärkeren Kräften nach Nord- und Nord-westdeutschland ein und griff u. a. Hannover an. Einzeln«; Flugzeuge gelangten bis Berlin. Nennenswerte militärische oder wehrwirtschaftli'che Schäden sind nirgends entstanden. Es gab einige Tote und Verletzte unter der Zivilbevölkerung. Drei der angreifenden britischen Flugzeuge wurden abgeschossen. Die Phase erreicht MEHR SCHIFFE VERSENKT, ALS ENGLAND NEU BAUEN KANN Genf, 17. Mai Die iiiiirenÜLMi englischen Fachleute, vor allem der Kommandierende der britischen Flotte im Weltkrieg Admiral JeL lioce, haben immer betont, daß eine deut. sehe Blockade die britische Insel dann tödlich bedroht, wenn Deutschland mehr Schiffe versenkt, als England bauen kann. Bis jetzt hatte man von amtlicher Seite stets behauptet, daß die deutschen Versenkungsergebnisse dieses Ziel nicht erreichten. Jetzt aber sieht man sich — und zwar ist es die kompetenteste Stelle, (las Scliiffahrtsministerium selbst — zu dem Eingeständnis gezwungen, daß die kritische Phase erreicht ist. Der Staatssekretär des Ministeriums Sir Arthur Salier hat kürzlich, wie die »Financial News« in einem Artikel über die Schiffahrtssitua-tmn hervorhebt, feststellen müssen, daß Englands Schiffsverluste durch U-Boote und Flugzeugangriffe die Ersatzbauten übersteigen. Die augenblickliche l^ge eröffne, so schreibt die »Financial News«, »beunruhigende Perspektiven«. Wenn die Versenkungen in dieser Höhe fortgesetzt werden, so werde der Nachschub von Kriegsmunition aus USA nach Oroßbn-t.innien ernstlich beeinträchtigt werden, und zwar in einem Zeitpunkt, in dem ilieM' Munition sich in immer größerem Maßi' in den amerikanischen Häfen an- häuft. Das Blatt beurteilt die Aussichten eines gesteigerten Neubaues skeptisch, einmal wegen des Programms für den Bau von Kriegsschiffen und zum anderen, weil etwa eine Million Tonnen Schiffsraum dauernd in Reparatur stände. Infolgedessen dürften die Neubauten an Schiffen in England nach Ansicht des Blattes schwerlich über die augenblicklichen Zahlen hinauskommen. In Amerika, Kanada, Australien. Hongkong und In. dien seien Schiffsb'auprogramme in Angriff genommen worden, aber es werde selbst unter den bestmöglichen Bedingungen geraume Zeit in Anspruch nehmen, bevor diese Programme durchgeführt werden könnten. »Die Schauspieler müßten erst geschult und ausgebildet werden und in vielen Fällen muß man sogar das Theater selbst erst bauen.« Es sei aber noch ein weiterer Umstand nicht zu übersehen, und zwar die Unzulänglichkeit der Be, und Entladeeinrichtungen in den Häfen. Keine Handelsmarine, wie groß auch ihre Tonnage sei und wie sehr man sie auch vor den Gefahren dieses Krieges schütze, sei ausreichend, wenn diese Be. und Entladungsmaschinerie in den Häfen unzulänglich sei, ganz abgesehen von den Zerstörungen des Luftkrieges. Diese Ausführungen des führenden Londoner Blattes zeigen, wie pessimistisch man in englischen Fachkreisen die eigene Kriegswirtschaftsposition beurteilt. Js yile noth viel schlimmer sein liOnnen" WIE DIE ENGLÄNDER ÜBER IHRE NIEDERLAGE AUF DEM BALKAN GETRÖ- STET WERDEN Berlin, 17. Mai. Der englische Generalmajor Collins versuchte in einer Rundfunksendung klar zu machen, daß die Engländer sich auf dem Balkan noch gut aus der Affäre gezogen hätten. Er erreichte diesen Eindruck mit dem primitiven Mittel, davon auszugehen, daß es noch viel schlimmer hätte kommen können, während er die 'f€rluste gleichzeitig verkleinerte. So gab Collins an Mannschaftsverlu-5ten nur l().(XX) und an Schiffsveriusten nur zwei Zerstörer und »einige Transporter« zu. Immerhin konnte er die Ma-terialverluste nicht geringer machen und sagte: »Außerdem büßten wir sämtliches schweres Material, die Geschütze, Tanks und Motorfahrzeuge ein«. Zur Beruhigung der (jemüter operierte er mit den dUnklen Verhältnisangaben: »So schwer die V'er-fuste aber auch sein mögen, so waren sie doch verhältnismäßig gering, wenn man die schwierige Lage bedenkt, in der sich unsere Trupipen befanden, 80 v. H. unserer Trtinpen sind evakuiert worden und die Evakuierung, die in kleinerem Maßstab als bei Dünkirchen vor sich ging, war eii^entlich gefährlicher ais jene, ist aber besser vonstatten gegangen. In den letzten Tagen hatten die Deutschen den Luftraum sozusagen für sich allein. Der Raf kann kein Vorwurf gemacht werden; denn Jagdmaschinen können nicht von Kreta hin und zurück fliegen und auf dem griechischen Festland hatten wir keinen Flugstützpunkt mehr. Die Armee ist stolz auf diese Taten.« Die Engländer waren auch auf Dünkirchen stolz, auf Griechenland sind sie nun noch stolzer. Das ist aussichtsreich für die Bahnen, die ihr Stolz in Zukunft noch beschreiten kann. All dieser Stolz hinderte Collins indessen nicht, vor zu freudigen Z'ukunftshoffnungen zu warnen. Etwas Ix'klommen gab er folgenden nicht gerade rosigen Ül^rblick über die Kriegslage: Der britische Generalstab stehe vor einer schwierigen Aufgabe. Es müßte gleichzeitig der Krieg in Libyen, Abessinien, im Irak, bei Gibraltar, Malta und Kreta geführt werden. Man müsse im Fernen Osten aufpassen und nicht zuletzt auf der britischen Insel. Niemals habe man genug Schiffe, Waffen und Flugzeuge zur Verfügung, um alle Punkte ausreichend zu decken. D^n Irtr- ten Krieg hätten die Briten durch ihre Ruhe gewonnen. Diesmal sef es nicht so gut damit bestellt, die Dinge könnten noch schlechter werden, bevor sie sich besserten. Gewiß ist jedenfalls, daß die Dinge für England noch schlechter werden. Ob der wachsende Stolz der Engländer auch damit Schritt hält, bleibt jedenfalls noch abzuwarten. „Deutsche Panzerdivision" im iVlanöver aufgerieben l'olIcK eii{{lis('lios Maulheldpiiluni , Bor Ii 11; 17. Mai Jii lujgland haben Manöver slutt-gd'imrten, iif deren Verhuil'c vor allem uebuiigi'ii mit Panzerwagen veranstaltet wurden. Dem iiiilitärisclieii Schauspiel wohnte ein Heutcrkorresiiondcnl, offensichtlieh der kleiiin lieulcr-Mo-rilz persönlich hei, der darülx'r einen Bericht verbreitet, der das Tollslc an Maulheklentum darstellt, das man sich dejikeu kann. In einem Scheingefccht, so erzählt der Berichlerslatler, fegten Hunderte schwerer Panzer über eine ,,deutsche Panzerdivision" hinwegund drängten sie ins Meer! Alleui dieser Salz ist klassisch für britischen Grö-IkMiwahn. Ausgerechnet die Engländer, die: in Frankreich, in Afrika und in (Iriechenlajid vor den deulschen I\m-zi'rn davongelaufen sind, die t)el t)ün-Idrchen ebenso wie auf den» Balkan vom europfiischen Kontinent ins Meer gejagt wuj'den, üben jetzt in ihren Manövern, wio man eine deutsche Panzerdivision aufreibt und ins Meer drängt. Nur in Scheingefechten vermögen die Englander derartige Siege zu erring^ni, wie sie der Heuterkorre-spondent jetzt der Oeffenllichkeit mitteilt. Nur auf dem Manövergelände, wo man stall deutscher Panzer Pappattrappen als Gegner hat, die gar nicht schißen können, bringt man ein solches Kunststück britischer Ueber-legenheit fertig. Aber hinter dieser offensichtlichen Idiotie verbirgt sich doch ein tieferer Sinn, nämlich der infame Versuch, dem englischen Volke eine angebliche Stärke der englischen Waffen vorzugaukein, flie sich bisher noch gar nicht erwiesen hat, und in gleichem MalJe die Wvlt mit der angeblichen militärischen Ueber-legenheit Englands zu beschwindeln. Sogar ein höherer Offizier, en sie Libyen wieder verloren! Die Propaganda Die Söhne des amerikanischen Volkes werden niemals an ausländischen Kriegen teilnehmen,« »Wir haben uns dafür entschieden, daß die Schiffe mit amerikanischer Flagge keine Kriegswerkzeuge an Staaten liefern, die sich im Kriege befinden«, »Das vornehmste Ziel unserer Politik ist, unser Land vor dem Kriege zu bewahren«. Die amerikanischen Zeitungen unjl die öffentliche Meinung in den Vereinigten Staaten hätten nichts unversucht gelassen, so betont das spanische Blatt, um Washington zur Vernunft zu bringen, aber bei Roosevelt fänden sie taube Ohren. MSensation" im USA-Senat N e w y 0 r k, 17. Mai. Seit Wochen bereits treibt patrioti, scher Kitsch in der USA-Mode die eigenartigsten Blüten. Associated Press meldet nunmehr, daß der demokratische Senator Bllbo eine »Sensation« im Senat ausgelöst habe, als er in blau-weiß-rotcn Sportschuhen erschien. Kläffer für England Rooscvelts Hund Berlin, 17. Mai. Nach der gestrigen Meldung über die Intelligenzprüfungen für USA-Rekruten erreicht uns heute aus Newyork bereits wieder eine erschütternde Kunde: Der »erste Hund der Nation«, Roosc-vclts Scotchterrier »Falla« ist zum Präsidenten der ^^^Beller für England», einer neuen J-Schüpfung« der Englandhilfsorganisation »Bundlcs for Britain«, ernannt worden. Die »Reiler für England« habiMi, wie »New York Times« erläutert, ihr Herrchen solange anzubellen, bis es ihnen eine Englandhilfsplakette für das Halsband kauft. Wir beeilen uns zunächst, dem ersten Hundepräsidenten der Nation unsere Glückwünsche auszusprechen, wobei wir der begründeten Hoffnung Ausdruck geben, daß er gerade bei seinem Herrchen nicht allzu lange der Anstrengung des Bcllens ausgesetzt war. Im weiteren wünschen wir Präsident Falla, daß ihm in seiner Eigenschaft als »Bellcr für England« aus Nichthundekreisen etwa eine unziemliche Konkurrenz hereilet wird. Unseres Erachtcns besteht nämlich Verdacht, daß auch zahlreiche andere Kläffer sich um cm Halsband bewerben. Dem USA-Kriegs-ministcrium empfehlen wir als wichtige IntelÜgenzprobe für Rekriiteii die Frage, ob ;>Bc!Ier für England" Hunde oder Herren sind. Menzies als Reformer Newyork, 17. Mai. Der australische Ministerpräsident Menzies hat bei seiner Durchreise durch die USA wieder eine Rede gehalten, die sich diesmal dadurch auszeichnete, daß er sich als stolzer sozialer Reformer gc-bärdete. Der Plutokratenniinister predigte nämlich den sozialen Ausgleich zwischen Armen und Reichen. Das war jedoch ein etwas enttäuschendes Thema für die Amerikaner, die von Menzies ab maßgebenden Empireminister lieber etwas über die englischen Kriegsziele gehört hätten. Eine Stellungnahme zu diesem verfänglichen Thema lehnte Menzies indessen glatt ab, indem er ausweichend erklärte, jeder wisse, worum sich der Krieg drehe. Nun sind di'e Amerikaner so klug wie zuvor, »Fabelliafte Handlungsweise« .Wadrid, 17. Mai. Der frühere griechische König hat nach Empfang des Briefes von Roosevelt duich dessen Sohn James Roosevelt an den nordamerikanischen Präsidenten seinen Dank gekabelt, in dem er »von der fabelhaften Handlungsweise Rooscvelts zur Rettung iler Menschheit« spricht. Eigenartige Humanitätsauffassung der USA .Newyork, 17. Mai. Associated Prct;s meldet von zuständiger Washingtoner Seite, daß Amerika zwei Schiffsladungen nach Französisch-Nord^ifrika geschickt habe. Weilere Sendungen würden jedoch zurückgehalten, bis die Rolle geklärt sei, die ilie französischen Kolonien im Falle einer engeren deutsch-französischen Zusammenarbeit spielen würden. Der Geist der Humanität, in dem die Lehensmittelsendungcn gemacht werden, ist also nur recht schwach entwickelt, wenn die USA die notwendigen Hilfeleistungen davon abhängig machen, oh Frankreich politisch pariert oiler nirhi. Die Zwingherren Indiens fühlen s*ich unsicher Kabul, 17. Mai. * Wie unsicher sich die englischen Ma.chthabcr in Indien fühlen, geht daraus hervor, daß sich der Oberkommandic-rende der britisch-indischen Streitkräfte auf einer kürzlichen Inspektionsfahrt nach Waziristan von Panzerwagen begleiten ließ. Aus dem Pundschaii wird gemeldet, daß der Streik der Geschäftsleute noch weiter andauert, obgleich die britisch-jüdische Regierung in letzter Minute versucht hatte, einen Vergleich herbeizuführen. Heimattreue und aufbauwillise *"^tefrer w rd Mitglied df"^ SkkistkiH H^wuMüMles! t Seite 4. »MortMtrger Zeitong« 17. uml T8. Mal m' Nummer III Tbemse-Bogen ein einziger Brandherd Verheerende Wirkung des Vergeltnnsfsangriffes aal London — Furchtbar bfifite ^e britisdie Hauptitadt PK. Als ich licutc morgen über r^ondoii aus der Boden wanne auf dieses schaurige großartige lüesengcmäl-cie aus Feuer und gliiiiendem Hauch nnler uns bückte, fielen mir die Worte des Führers ein: Jede Bombe, die auf (leulscho Wohnviertel fällt, wird hundert- imd tausendfach vergolten. I'urchtbar hat die britische Hauptstadt heute nacht die jüngsten Angriffe auf Hremor und Hamburger Wohnobjekte iiebüßt. Vergeltung hieß eiden Seiten fler Themse ein gigantisclies Flammenmeer aus. So dicht, wie glühende Kohlen auf einem Bost, greifen die einzelnen Brandherde ineinander PK. Es ist ein triiber Mittag, als ileni Staffclführer Oberleutnant H, das Wetier günstig scheint zu einem Sonüerunter, nehmen, das er mit seiner Besatzung in den letzten Tagen eifrig vorbereitet hatte. Die Wolken hingen so niedrig über dem Platz, daß sie das dumpf aufheulende Flugzeug schon wenige Minuten nach dem Start verschlungen haben. Eingemummt in dicken »Dreck« gings Kurs auf England. Jetzt mußte sich zeigen, ob die haargenau«,* Millimeter-Arbeit für die Flugbereehnung hinhauen würde, denn auch in der Fliegerei pflegte es so zu sein, daß das Glück nur dem hold ist, der sich durch harte Arbeit Anspruch ciarauf erworben hat. Als die ju 88 durch die Wolken nach unten stößt, kräuseln die Schauinwogen des Kanals unter ihr und kurz voraus über die Felsen, und wie ein Raubvogel jagt das deutsche Kampfflugzeug als Heckenspringcr ins Innere dcr Insel. — üter. Dicker, trag kriechender, karminroter Qualm lagert darüber, greift über den Fluß hinweg, verdeckt ihn für Hunderte von Metern, verschmilzt mit den Rauchschwaden, die den ganzen Themsebogen mit seiner Hänfmig von Speichern, Docks imd Fabriken überdecken. Das Licht des Maimondes ist dem grausigen rötlichen Dunst gewichen, der die gatHze Innenstadt überlagert uijd gespenstisch erleuchtet. Ungeheuer groß, viele Kilometer in der Länge' und Breite messend^ ist dieser kompakte, nur wenig unterbrochene Riesen brandherd. Hilflos tasten schneeweiße Scheinwerferarme durch die züngelnde Glut. Die Scheiben meiner Bodenwanne scheinen zu glühen, so gewaltig ist der Feuerschein. Da^e^ sind MenschenhSnde machtlos In kurzen Sekundenat>ständcn zuckt es unten hell auf. Immer und immer wieder neue Bombeneinschläge, neue Brände, neue Verwüstungen. Ver^l-tung donnern unsere Motoren und Vergeltung blitzen unsere Bomben, die nun, genau kann ich die Einschläge imten beobachten, in die dunklen Stellen, die noch tftiversehrt sind, hineinprasseln. Dort imten mag jetzt wohl alles, was London an Feuerweh i'en auf die Beine brint^ kann, fieberhaft am Werk sein. Awr ffe^n diese Katastrophe, gegen dieses Wüten dos feurigen Elements, sind Menschen-^ hände machtlos. Churchill alx^r, wenn er morgens aus seinem Keller kriechen wird, wird allen Grund haben, sich nach dem bewährten Muster von Ply-mouth „außerordentlich erfrischt" zu fühlen. Kriegsberichter Dr. K. H ono 1 ka Fieberhaft tasten vier Augenpaare das Land ab, suchen das-große Torpedowerk bei Portland (Weymouth), trachten danach, jedmögliche Abwehr rechtzeitig zu erkennen. Zwischen Wolkenfetzen tauchen Häuser auf, blitzschnell nimmt der Flugzeugführer die Orientierung auf, eine große Kurve und zwei Stimmen schreien es gleichzeitig; Da vorn! Aus dem Dunst wachsen schemenhaft Schornsteine, Hallen, Fabrikgebäude auf. Im Tiefangriff rast der Bomber darauf zu, bäumt sich vor der großen Halle kurz auf, die schwe, ren Bomben lösen sich vom Rumpf, prasseln hinein. Steil zieht Oberleutnant H. weg, indes unten Explosio^ien aufwuch. tcn. Wie Blätter im Herbstwind wirbeln Hallentore durch die Luft. Balken und Eisenträger zersplittern wie Streichhölzer und über dem Werk steigt eine Staubwolke hoch, steht wie ein Riesenfächer in der Luft. Der kQhne Angriff kam für den Tommy so überraschend, daß aus den zahlreichen Flalcstellungen, ^die das wertvolle Werk sichern sollen, kein einziger Schuß gefallen war. Beim Abilug sieht die -Besatzung, wie die Kanoniere zu den Ge-schlUzen springen, aber schon nimmt die schützende Wölkendecke das < Flugzeug auf. Aber die unerschrockenen Flieger wol. len auch ihre restlichen Bomben loswerden. Abermals wird von anderer Seite ein neuer Tiefangriff unternommen, diesmal flackern die bösen Lichter zerplatzender Flakgeschosse vor der Kanzel auf. Mit unerhörter Schneid stößt das deutsche Flugzeug hindurch, und noch einmal'donnern Sprengkörper in wichtige Anlagen des Werkes. Von kleinen Kratzern abgesehen, entkommt die ju, 88 heil dem Flakfeuer. Mit stober Freude gibt der Funker die Er-folgsmddung an- den Hehnatflughafen durch. Als die Maschine nach.glücklicher Landung zum Liegeplatz rollt, wird die tapfere Besatzung jubelnd von den »schwarzen Männemc des Bodenperso. nals nj^t einem Blumenstrauß empfangen. BildauiKlärung ergab anderntags einwand frei die umfangreichen Zerstörungen, welche die mutigen Männer durch ihrem hervorragenden Einsatz erzielt liatten. Aus dem Torpedowerk bei Portland werden die britischen Streitkräfte auf lange? Zeit hinaus keine Waffen mehr geliefert bekommen. ^ Kriegsberichter H. H a u s n e r. Schlaglichter »Im jetzigen Zeitalter der Technik genügt es nicht mehr, viel Kriegsschiffe- zu haben, um ein Meer zu beherrschen; es ist auch unumgängHch notwendig, die Herrschaft über den Luftraum zu besitzen. Heute, besitzt die deutsche Luftwaffe keinen ernsten Gegner im Luftraum des Mittelnieeres und deshalb gestaltet sich die Lage der englischen Flotte dort immer schwieriger.« (»Slowo«, Sofia)' Auf dem Gebiet der Wirtschaft, die England für die Achillesferse des Kontinents hielt, lassen sich bei einheitlicher Führung überraschende Ergebnisse" erzielen. Deutschland hat mit seinen Leistungen in einem einzigen Jahr des Aufbaues im Generalgouvernement bereits ein konkretes Bf'ispiel dafür geliefert.« ' (»Stampa«, Turin) »Erste Vonbedingung des Panamerika-nismus ist die Pflicht, die amerikanischen Staaten vor einer Einmischung in einen Konflikt außerhalb des amerikanischen Kontinents fernzuhalten, zweite Vorbedingung ist die Grundforderung, daß der Panamerikanismiis nicht die Verteidigung eines bestimmten politischen Regimes bezweckt und jedem atnerikanischtMi. Volk das unverletzliche Recht läßt, souverän die politischen Einrichtungen zu übernehmen, die es für seine Tradition und Interessen angebracht^ erachtet.« (Azevcdo Amaral in »Jornal do Brasil« Rio de Janeiro) standen, und öffnete einen Schrank, der bis oben mit Wäsche vollgestopft war. Ein Dekorateur stand auf der Leiter und befestigte großgetupfte Mullgardinen an weißen, schmalen Stangen. »Das ganze Erdgeschoß ist nämlich zum Kinderheim bestimmt.« erklärte Frau Thyle auf Johannas erstaunten Blick. »Nebenan sind die Spielzimmer. Wenn Sie hier fertig sind, schaffen Sie bitte auch dort gleich etwas Ordnung, Ich weiß nicht, ob sich schon jemand des Speisesaals angenommen hat; aber Sic fimlen sich gewiß auch dort zurccht, Fräulein Rizius —« »Sicher!; bestätigte Johanna. >Sobald ich fertig bin, hole ich Sie, falls Sic noch irgend etwas geändert zu haben wünschen.« Gott sei Dank! dachte Frau Thyle. als sie wieder nach oben ging. Gott sei Dank! Ein Zierpüppchen, untätig, das die Hände in den Schoß legte, wäre ihr gerade noch abgegangen. Sie hatte den Eindruck, daß man sich auf dieses Mäd. chen unl3cdingt verlassen könne. Nun brauchte sie wenigstens nicht noch ein weiteres dutzendmal treppauf, treppab zu springen. Sie spürte ja ohnedies kein Bein mehr. Johanna schlief in dieser Naeht wie eine Tote. Sie hatte bis gegen elf Uhr I geschafft — dafür war aber auch d^s ! Kinderheim unten ein kleines Paradies gewordenl Die Betten blinkton weiP» w'e 'Ml SrhiippwittrhPn«! Kind, komm heim! ROMAN VON J. SCHNEIDER-FOERSTL Urheber-Rechtsschutz durch Verlag Oskar Meister» Werdau. 76 Dazu wurden Läufer ausgerollt. Teppiche gelegt und Bilder aus großen Kisten genommen. Von oben scholl Hämmern und Klopfen, ein Dekorateur lief vorüber, ein Bündel Stoff im Arm und ein Maß_ band urn den Hals geschlungen, er hörte k.'ium auf sie. als sie fragte, wo sie- sich melden solle. — »Vielleicht in der Küche,« meinte er. -vielleicht im Geschäftszimmer —!« Was wußte er?! Sic stieg über einen Berg von Laub und Tnnnengrün. stolperte über ein Bündel Drähte, machte cm halbes Dutzend Tü-rwi auf und wieder zu, nahm endl'ch kur_ zerHand einen jungen Mann am Arm und fragte, ob es denn niemand gäbe, der hier so etwas wie die oberste Leitung habe. »Ja, natürlich!« sagte der junge Rot-tenbuche'r Lehrer und legte se-n Liederbuch dem kleinen Mädchen, das ihn be-glgtete, in den Arm. »Trag das inzwischen In^^ Musjkzimmer und warte dort auf mich..— Kommen Sie«, winkte er Johanna. »Frau Thylp ist sicher droben in elgejW tJcr Päum^ Sind Sic als Blirofräu-teln hier angestellt?« Jotona sagte, soviel sie wüßte, ziir «Jfomithen Bedienung von Frau Spi-rmg. »Nun ja,« meinte er, »da bekommen Sie's ja gut. Frau Spiring ist eine cnt. zückende Dame.« Das habe sie gehört, sagte Johanna. Ob man schon wisse, wann die Herrschaften einträfen? »Morgen abend,« gab der jinige Lehrer bereitwillig Auskunft und schob mit dem Fuß einen Stoffballen zur Seite. »Es ist ein bißchen Hals über Kopf gegangen in den letzten Tagen, weil nicht so früh mit dem Eintreffen von Frau Spiring gerechnet worden ist. Nun heißt es eben doppelt schaffen, damit alles so instand gesetzt wird^ wie Herr Koltinhaus es wünscht.« »Ist das der Bräutigam von Frau Spiring?« fragte Johanna unschuldsvoll. »Der Freund,« war seine Erwiderung. »Verlobt ist die gnädige Frau mit Herrn Joachim Fan lor, dem bekannten Kapellmeister, von dem Sie sicher schon gehört haben. Ich kenne ihn leider noch nicht und brenne schon darauf, ihn einmal spielen zu hören. Dort kommt übrigens Frau Thyle,« sagte er, der Dame entgegengehend, die eben aus der Tür trat, hinter der dieses Hämmern unil Klopfen erscholl, das bis ins Frdrrc«;rhnß hinunter vernehmbar war hr grüßte und verschwand wieder: Es gab noch soviel einzustudieren an Liedern, Reigen und Gedichtenl Hoffentlich waren die Kinder nicht zu aufgeregt. Frau Thyle hatte zwar auch nicht viel Zeit, aber sie gab Johanna doch die Hand und sagte: »Herr Koltinhaus hat mich bereits von Ihrem Eintreffen verständigt, Fräulein Rizius.« Sie wies ihr ein sehr hübsches Zimmer an und versprach Auftrag zu geben, daß das Gepäck von der Bahn herübcrgeholt würde. Vorläufig müsse sie sich eben behelfen, so gut es gehe. »Es gibt noch so viel zu tun,« fügte sie hinzu, »daß wir jede Minute benötigen, wenn wir fertig werden wollen!« »Kann ich nicht gleich behilflich sein?« fragte Johanna, die bereits Hut und Mantel abgelegt hatte. »Soll ich auspacken helfen, gnädige Frau, oder Kränze winden oder Böden scheuern? Ich kann auch itn Garten mitarbeiten, wenn ich dort dringender gebraucht werde.« »Das ist lieb von Ihnen,« sagte Frau Thyle, der wirklich ein Stein vom Herzen fiel. Sie hatte kein besonderes Vertrauen zu diesem Fräulein Rizius gehabt, von dem ihr Koltinhaus geschrieben, daß sie die persönliche Bedienung von Frau Spiring übernehmen werde, und nun erwies sich dieses junge Mädchen so arbeitswillig und verständig, und es sah auch ganz danach aus, tüchtig und ge. wissenhaft zu sein. Sie ging selbst mit Johanna nach dem großen Saal im Erdgeschoß, in dem ein Dutzend weiße Bett-nnd obensnv'ele Waschbecken Hallentore flogen durch die Luft Kühner Tiefangriff auf ein wichtiges Werk der britischen Rüstungsindustrie Nmmner 111 Sntc 5 AUS STADT UND limmninfflmiiiHiiimiHiiiiiiiiiiiiniiiiiitiimitiiiiiiiiiiiiiiiiiiHtiiiiiiiMiiiniiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiHiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiitiiiiiiiiiiiifiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiin MeUmg zum Stehlschen Heimatbund Vom 17. bis 25. Mai /dl den öffenlMth bcJ^anntge^^ebc^e^ AfcJdestellen der Ortsgruppen des Stci-risdien HciTiiatbundcs liegt in der J^eit \oin 17, bis ciinscliiielilicli *25, Mai 1941 eine Erfassungsiiiste auf. In diese tragen der OrtsgruppcnfüJircr und seine Mitarbeiter alle sich zum Eintritt: in den Steirisclien Heimatbund Meldenden — täglidi van 9 bis 13 Uhr und von 14 bis 19 Uhr — ein. In d!'.(r Eriassungsliste werden Name, öeburtsdatTinmer geht vom Hauswesen jede wahre und bcstänilige und echte Volksgröße aus, im Familienglück lebt die Vciterlandsliebe, und der Hochaltar unseres Volkstums steht im Tempel der Häuslichkeit.« — Friedrich Ludwig Jahn. m. Versammlungen des Steirisclien Heimatbundes im Kreis Marburg-Statft. In den Ortsgruppen Frcidcgg, 'i'lic-s c n . R 0 1 w e i n und Ci a m s fanden \'crsanmilungen anlüBlicli der Erfas-suniisaktiiOn des Steirisclien Heiiuatbun-dcs statt. Redner der Partei gaben einen kurzen Überblick über die letzten 23 Jahre der Knechtschaft in der Unter-.steicrmark. Wenn auch durch gröRte Willkür und (iewalt von Belgrad aus immer wieder versucht wurde, dieses Von Heinz S t e g u w e i t Ami Tor des Waisenhauses, es liegt weit von meinem Ort, pochtc jüngst ein Soldat. Ich kannte ihn nicht, ihr kennt ihn nicht, doch des unbekannten Bruders Schmerz soll uns allen gehören, wie seine Tapferkeit jeglichem über den Weg leuchten möge, zu dem wir uns entschieden. Er sei auf Urlaub gekommen, sagte der Soldat und konnte sich ausweisen in allem, dessen es bedurfte. »Wir warten schon lange auf Sie«, meinte die Schwester, sie wußte vom Geschick, das sich ereignet hatte, und sie konnte nur aufblicken zu dem, der 's so redlich trug. Der Soldat war die: zu sagen bereit: »Ich durfte nicht früher hier sein, Schwestcr. Bedenken Sie, Anfang September ging's nach Krakau und später stürnjcnd bis Kielcc: am Ufer der Ra-domska bekam ich den Splitter ins Bein und die Kugel zwischen die Rippen. Das alles ließ sich dulden. Nur die Botschaft, daß meine iungc Frau am ersten Kinde gestorben sei, die tat wehe wie 'ein ewiger Brand.-' Er wußte demnach alles, UKtn brauchte das Schwerste nimmer zn melden. Zwei Tage vor ^^'cihl1.^chi war es gewesen, als ferne die Nachricht den wunden Kämpler traf, und wäre es tle- Menschen Seele gegeben, zu verbluten an pliHzIichem Le'd, mein Wort, dieser Kamerad hätte des Jahres Wende kaum erlobt. Vielleicht hat Cr mit Gott gehadert danmls. Womöglich schrie einmal das gequälte Herz nach den Teufeln, die uns zum Kriege genötigt, die also auch Schuld waren, daß der getreue Kämpfer nicht der Stunde seines Weibes hatte beistehen dürfen, so tröstend und liebend, wie es Galten geziemt. »Zeigen Sie mir das Kind«, bat der Heimgekehrte, s'eine Stimme klang eilig, sei's aus Erwartung, sei's in der rauhen Gewißheit, bald wieder dienen zu niRssen an den Grenzen, wo der Haß uns lauerte und des Hochmuts Stinune sich ienseils überschrie. Im südlichen Trakt des Waisenhauses standen, sauber hinter Glaswänden gerichtet, die weißen Nester der Kleinsten. I'jn Säuglingsheim, so war es. An hundert Kinderchen, deren AAütfer zur Arbeit gin-g'en, auch Findlinge mancherlei Geschicks, das Leben war kraus. Das Dasein liebte die Merkwünligkcit, ach ja. "^Schauen Sie, der kleine Bub dcut, der eben am Däumling nascht, der ist es«. Der Soldat glomm wie im Fieber. Und sammelte Kraft, sein gütiges Wunder zu fflssjn. .'\m Grab der Mutter war er gewesen. mit Blumen und einem Segenswunsch. Nun stand er am lebendigen Erbteil ilerer, die er ,:',eltebt: kainn dreißig Worlu'ii hatte das Eheglück gedauert. «icheu und besorgter Ahnungen voll heuer lagen iii)" Zimmer leer, die Vilbel wie erstarrt, ilie Bett'Mi längst ;-rkal , tet. ' ^^Dicser Kleine ist es, Schwester —?« Sie nickte. Und wandte sich ab, den Vater gewähren zu lassen. Der aber dachte, was niemand sah. Der Herr hat's gegeben, er hat's auch genommen, sein Name sei gepriesen. Mehr noch: Dieser Wiege wegen ward ein Grab geschaufelt. Und twullich: Solchem Glück zulieb mußte ein andere-^ sich opfern, nun suche den Sinn, also finde das Gleichnis. Kamerad Unbekannt. Du Wanderer unserer Wanilerschaft. I:r schüttelte den Kopf, tlic Augen röteten sich, vielleicht brannien die polnischen Narben. Es war nicht erlaubt, die Kinder aus ihren gläsernen Siuben zu holen, um der Gesundheit willen, die Alterfüngsten sind zart wie Seidclbastblüten, wie Schmetterlinge in kühler Jahreszeit. Doch dem Soldaten entfiel tlie .V\ül/.e, beide Hände griffen übers Glas der Fensterwaml, ein sichtbar gewordenes Verlangen, da erlaubte die Oberin wohl eine Ausnahme von der strengen l^egel. Die Schwester brachte das Kin.d und reichte es tiem Vater in tlie Arme. Es war. als hole ein Haum scme Frucht zurück auf die lecrgeslüriutcn Aste. Kaum wußten die Hände, wie em Kindlein zu halfen sei, die Rinden der Finger waren kricgcrisch grob, sie sahen verbrannt aus, wie im Feuer gehärti'l. Der winzige Knabe aber zappelte und lie'3 di. milden PfCitchen nesteln. bald -^uni Ohr, bald an den Mantel-! i-ripfen (U- \'.'M 'r , hinter dessen pfum-por l'inl'.'ilt d.-'s Pdiit de^- l.iobendiMi srhlug. Was fr hielt, war sein Be-^it/:. Was mit ihm spielte, der pochende Rest eines Ijlük-kes, v.-cnn das Kind auch sonder Wi>sen war um alles, was ausing von ihm, was überströmte vom Soldaten her. Aber es trug ilie .Augen der Mutter und wußte schon zu läciieln, wie's die Tote einm:d getan ... »Schwester, es lebt, es ist da, ich muß Ihnen danken!-; .Also gab er das sanfte Bünde! wieder ab. Sali ihm lange nach, wie man es forttrug, in die gläsernen Kammern, behutsam als eine Kostbarkeit, auf Zehenspitzen wie ein Geiieinmis. Der Soldat nahm Abschied. Die Stiefel klirrten im Flur jenes Hauses, darin man sonst auf linderen Sohlen ging. Kamerad Unbekannt. Nun ist's, als wüßten wir alle von ihm, der wohl zwiefach kämpft als einer für uns. Und der den Gewittern des Westens wieder nahe liegt, der Redlichkeit guter Sohn, der Treue stiller Soldat, ihr entrinnt seinem BeispnM nicht. Doch kehrt er heim am Tag. ilen Gott segne, ob'war niemand weiß, wird er neu beginnen mit dem, was ihm blieb; F.r lebt, er ist da, wir niiiss' n ihm ilanken. Ein Rubens.Fund ' \An wertvoller Fund wurdi' in St. .A)nan-dus im französischen Flandern gemacht. l'!s handelt sich um ein Exemplar des bekannten Bildes von Rubens Der Lani'cn. I stisi'h im .\ntwerpener AAuseum. Seite 6 »Marbuiger Zeitung« 17. un'd IS. Ma\ IWt N»mm4.T 1 II ^cliönc Land zu Ualkatiisicren, bHeb es HU Merzen doch das, was es immer war: deutiicli! Die VersankmlwiiJsteilTiehmcr iu den überfüllten Lokalen folgten ge-spamit den Ausführungen der Redner, die immer wieder von Beifallsstürmen unterbrochen wurden, besonders wenn sie \om Führer erzäiilten. Das am Scliluß auf den FüJirer auSKcbrachte Sieg-Heil war ein einziger Schwur der untersteiri-sclien Bevölkerung, mit aller Kraft mitzuarbeiten am großen Aufbauwerk des OröBten aller Deutsdie-n: Adolf Hitler! in. ClroUkundKCbunK des Steirischen Heimütbiindes In CUli, Als erste Kund-geburng anUiCvlich der Krfassungsaktion des Steirischen Heimatbundes im Kreise Cilli spricht der Politische Kommissar (lauamtsleiter Pg. Dorfmeister heute, den 17. Mal um 20 Uhr auf dem Kaiser-Josef-Platz in Cilli über das Thema •AVarum Steirisclier Heimatbund?« Einbürgerung der Buchenlanddeutschen M u r e e k, Iti. Mai. hl einer FeiLTstunde iiu Uinsiedlerlager Gosdorf bei Mureek fand dieser Tage die Ueberreichuiig der Einbürgerungsurkunden durch Kreisleiter Schöninger an die Volksgenossen aus dem Buchenlande .^tatt. Die Feier, der Vertreter von Partei und Wehrmacht beiwohnten, wurde mit dem Einmarsch des Fahnenblocks im prächtig geschmückten Gemeinschaftsraum eingeleitet. Nach der Begrüßung durch den Oberlagerführer Krön es und einem Festspruch des Kreisschulungsleiters L i 11, sowie einem Chorlied der Uni> siedleriraueii und Mädchen, gedaciite der Krcisleiter jener Tage, in denen die Buchenlanddeutschen dem Rufe des Führers folgten und ihrem Glauben an Deutschland manches Opfer brachten. Nach fünf Monaten Lagerleben bedeutet der heutige Tag einen Wendepunkt in ihrem Schicksal, der ihnen für die kommenden Tage in der Mitarbeit für Deutschlands Sieg und seine grofie Zukunft neue Verpflichtungen auferlege. »Eure Kraft dem Volk und Eure IJebe dem Führer«, mit diesem Appel! schloß der Kreisleiter seine Ausfüli-rungcn. Als ein unvergeßliches Erlebnis folgte nun der feierliche Akt der Urkundenüberreichung und der Angelobung der Eingebürgerten Ein Chor beendete mit dem Gruß an den Führer und den Liedern der Nation die denkwürdige Stunde, der sich ein Standkonzert eines Militärnnisik-zuges am eichenumsämnien Vorplatz anschloß. m. »Steirerland«. So nennt sich die Soldatenzeitung des Gaues Steiermark, die als ein Kind des Krieges — schon seit Monaten erscheint und deren Her, ausgabe der Gauleiter und Reichsstatthalter Dr. U i b e r r e i t h e r über. nonnnen hat. Nun liegt die 19, Folge des HIattes vor, wohlgeraten wie alle frühe, ren und spannend von der ersten b's zur letzten Seite. Eine richtige Zeitung für unsere Soldaten! — Die neue Ausgabe ist iler befreiten üntersteiermark gewidmet. Noch einmal erleben wir da in Wort und Bild die Ereignisse von Mitte April an, den Jubel, der den Führer bei seinem Besuch umbraustP. Es folgen fesselnde Berichte von der Front und dann spricht die Heimat zu unseren Soldaten. Was in der Steiermark sich zuträgt, wird, nach den einzelnen Kreisen des Gaues geordnet, erzählt. Ein schöner, reichhaltiger Unter, haltungsteil mit vielen ernsten und lusti, gen Geschichten, eine Kurzschrift und Rätselecke beschließen das Blatt, dessen Gestaltung dem für den Inhalt verantwortlichen Pressereferenten des Reichspropagandaamtes Albert Paul G 1 e i s e r wie auch der Druckerei des NS.Gauvcr. Inges in Graz wirklich alle .Ehre macht. m. Die Gedenktafel, tlie der seinerzeitige Hausbesitzer U 11 m a n n auf dem am Domplatz gelegenen Geburtshaus des Dichters Ottokar K e r n s t o c k anbringen ließ, hat die 23 Jahre fremder Herrschaft rniberstanden«. Nur dem Umstand, dafi sie der jetzige Besitzer des Hauses verwittern ließ, um die Gegner alles Deutschen auf sie "•'^ht aufmerksam zu machen, ist es zu verdanken, daß die siliwar/.e Vlarmortafel unzerstört erhallen blieb. Die wieder gesäuberte Marmortafel mii der aufgefrischten Schrift kündet nun wieder von Marburgs großem Sohn. I'.iiie Girlande und eine Hakenkreuzfahne •climiicken die Tafel. m. Leisl'iingskampf im Kreisgebiet Mureek. Zum Abschluß des Leistungskampfes U)-:'.)/4i, an dem 48 Betriebe des Kreises Mureek teilgenonnnen hatten, überreichte ikr Kreisobmann der DAF Staben-t h e i II e r den Betriebsführern Primarius D-. Mayersbach und Verwalter Mancha-lei-, Ci iukrankenhaus Radkersburg, Anton l-üi >t (Großbrennerci Murcck) und Anton Ulbing (Molkerei Mureck) die Anerkennungsurkunden. Wie der Kreisobmann in seinen Ansprachen ausführte, kamen die ausgezeichneten Betriebe den Anregungen für .\usgestaltung und bauliche Erneuerung der Betriebsräume und Einrichtungen wie in den sozialen Maßnahmen für die Gefolgschaft in besonderer Weise nach. Die Auszeichnung bedeute eine Würdigung des fortschritlichen Geistes, den restloser Einsatzwille zur Tat werden ließ. Sie soll aber auch allen am Leistungskampf 1941/42 Beteiligten wieder Ansporn und Ziel sein. Was Betriebs-fUhrer und Gefolgschaften in einträchtiger Zusammenarbeit erreichten, wurde dann zum Anhß kameradschaftlicher Feiern genommtMi. m. Die Schwalben sind heuer in außerordentlich großer Anzahl aus dem Süden zugeflogen. Diese Erscheinung ist umso bemerkenswerter, als in den letzten Jahren in der Untersteiermark die Schwalben an vielen Orten geradezu selten geworden waren. Jetzt sitzen die Schwalben auf den Telephondrähten in ganzen Reihen und bieten so das altgewohnte» traute Bild. Die Schwalben werden als; Sendboten des Sommers un-d vor allem als nütz-lichelnsektenvertllger überall begrüßt. In Häusern, in denen sie ihre alten Nester bezogen haben, ist man über die Ankunft der lieben Gäste besonders erfreut, heißt es doch, daß die Schwalben Glückbringer seien. Wir wollen sie schützen und hüten, und ihnen ihren Sommeraufenthalt bei uns so angenehm als möglich machen. Nicht wahr? m. Todesfall. In Marburg, Kaserngasse 6, verschied am 17. d. der Stabsfeldwebel Franz S 1 a d e k im Alter von 58 Jahren. Die Beerdigung findet am 19. d. um 16 Uhr am Stadtfriedhofe in Pobersch statt. FILM lieber alles in der Welt Das mit den Prädikaten »Staatsipoli-tisch wertvoll« und »Jugendwert« ausgezeichnete neue Fälmwerk Professors Karl Ritter steHt als Üesamtibild ehi zeitgeschi'ohtliches Gemälde von überragender deutschgemeinsolmftlicher Gestal-tungs- und Willenskraft dar. Der Schöpfer dieses Dokumentes hat damit eine würdig« hk>rtsetzung seines großen FHm-zyklus der letzten Jahre geschaffen und einen Beweis der Treue, der Hhigabc an eine Idee und stiHen. unbokanxiten Heldentums geliefCfft, wie er kiihii'er, überlegener und lebendiger nicht hätte geführt werden können. , Tatsachen, Ld>en, Reaiistiik diesseits und jenseits der Grenzen vom September 1939 bis in die jüngste Gegenwart hinein geben ein Bild Von Schicksalen und Geschehnissen unerhört nüch^ terncr und überzeugender Wahrhaftigkeit. Sie übermitteln damit einen Qucr-schnitt durch die innere Bcrei=t5chaft zum höchsten Opfer der ganzen deutschen Nation. Eine Welt oinnnächtiger Wut enthüllt sich vor unseren Augen. Zentren feindlicher Umtriebe und Machenschaften spielen ihr verwerfliches Spiel als Handlanger einer versinkenden korruT>ten Welt der Dekadenz, Verblendung und brutalen Überheblichkeit. EuroT)a mit seinen verschiedensten Schauplätzen blitzt sch'laglichtartig in seinen entscheidenden Tagen des Jahres 1939 auf. Bilder von seltener Wirkung lösen ehiandcr ab. Künstler wie Paul Hart mann. Karl R a d d a t z , Hanmes S t c 1 z e r, Fritz Kannte rs und andere gestalten das Filmwerk zu einem Heldenlied der deutschen Nation. (Marburg. Fsplanade;Kino) Dr. Heinz Lindner Zwieifcht In ein rechtes Wilderernest führt das Geschehen dieses Ufa-Films. Kein »romantischer Zauber« — wie er einst über Wilddiebe gerne und rlihrselig ausgegossen wurde, umweht all die Kerle, die das Wild hetzen und morden, nur wegen des Gewinnes. Ein Lump von einem Wirt, feige und verschlagen, ist der Hehler, das Oberhaupt der Bande. Er liefert »die Ware« an gewissenlose Käufer. Eine alte unaufgeklärte Mordsache liegt wie ein Alpdruck über den guten und schlechten Menschen, die wir da sehen. Aus langer Kerkerhaft kehrt einer in die Heimat zurück. Auch er war einst ein Wilderer gewesen, aber die harte Strafe hat ihn gebessert. Sein Lieb findet er als Frau eines anderen. Und dieser hat ihm nicht nur das Mädchen genommen und ihn um Hab und Gut gebracht, er hat auch alles getan, den Mordverdacht auf den Abwesenden zu lenken, dessen Freund er sich einst nannte. Reich an Überraschungen schreitet die spannende Handlung des Films der Lö- j sung entgegen. Gruselige nächtliche Sze- j nen wechseln mit Bildern voll anheimeln- j der Poesie. Herrlich steht vor uns in sei-1 ner zauberhaften Schönheit der deutsche Wald. Eine ganze Reihe namhafter Darsteller ist um das Spiel bemüht, das sich in raschen Zügen zu dramatischer Höhe steigert. Wir nennen da nur Paul W e g e-n e r, Ruth Hellberg, Ursula Grab-ley und Viktor Staal. Rühmend seien auch Rudolf van der N o s s, der die Spiel, leltung innehat, und Heinz F I e b 1 g, der für die Aufnahmeleitung verantwortlich zeichnet, genannt. Alles in allem ern Film, der nicht nur unterhält, sondern dem da-rüber hinaus auch ein erzieherischer Wert zugebilligt werden muß, weil er mit dem M-ärchen vom »edlen, lustigen Wildschützenleben« gründlich aufräumt. (Marburg, Burgkino). Anton Gerschack SPORT Untersieirlscher Sport Alle zuständigen Fragen sind mit dem Leiter des Arbeitsgebiets Sport im Volks. bildungsamt des Steirischen Heimatbundes zu besprechen. Die Dienststelle befindet sich in der Gerichtshofgasse 1, Reichssportkampf der HJ Am 24. und 35. Mai tritt die deutsche Jugend wieder geschlossen zu ihrem all-jäiirlichen Reichssportwettkanipf an. Der Führer selbst hat die große und einniali-ge Leistungsprüfung seiner Jugend angeordnet, und so werden erneut an beiden Tagen auf ailen Kampfbahnen im ganzen Reich Miliioneii Jungen und Mädel aufmarschre>ren. Piimrrfe und Junigiuä-del wetteifern am Sonnabend, der Sonntagvormittag gehört den Wettkämpfen der Hitlerjungen, der Mädel des Br>IVl und der Sport- und Qymnastikscharen des BDM-Wei^es Glaube und Schönheit. Für alle Grupii^n und Altersklassen ist ein leichtathielischer MelMfRam-pf ausgeschrieben. Die besten Einlieiten nehmen nach den weiteren Kämipfen in den Bannen und Untergauen an dem Mann-schaftskampr der Gebiete teil. Die Sieger der Gebiete und Obergaue treten bei den Sommerspielen in Breslau zum Reichsentscheid um den Wanderprei« des Reichsjugendführers an. Der olympische Gedanke lebt >Der olympische Gedanke lebt auch im Kriege« erklärte Dr. Carl Diem in einem Vortrag im Pariser Maison de Chemie vor einer zahlreichen Zuhörerschaft, unter der man u. a. auch den französischen Sport-führer Jean Borotra sowie Vertreter des französischen Olympischen Komitees sah. Im Gegensatz zum Weltkrieg lebt der olympische Gedanke, so fuhr Dr. Diem fort, heute auch während des Krieges, und zwar in praktischer Betätigung. Der Sport in Europa sei schon im ersten Kriegsmonat wieder aufgenommen wor_ den und habe sich steigend verdichtet. Dr. Diem würdigte die Olympischen Spiele als Bahnbrecher des Sports. Das Ziel einer Nation, die ihre Volkskraft durch Leibesübungen planmäßig stählt, sei in Deutschland am besten erreicht worden. Kein Volk der Erde habe so vie_ le Sportanlagen aufzuweisen wie das Deutsche Reich. Dr. Diem schloß seinen Vortrag mit der Erklärung, daß die Olympischen Spiele die Weltspiele bleiben sollen. Europa werde Treuhänder dieser Spiele sein, die zugleich ein Fest der Küste sind. Hier harre noch eine lohnende Aufgabe, und ihre Erfüllung sei die Aufgabe des neuen Europa, des Europa, in dem die Völker ein starkes National-gefühl, aber auch ein starkes Gemein, schaftsgefühl haben. noch zu bestimmenden Orten ausgetragen. : An den Poensgenspleien, den A/teister-schaftskämpfen der deutschen Tennisspie, lerinnen, werden sechs Mannschaften be., teibgt. Die Spiele werden am 24. und 25, Mai in Berlin ausgetragen. : Der Gauvergleichskampf Kärnten— •Steiermark im Fußball wird am 22. Mal in Graz durchgeführt. : Ungarn und die Slowakei nehmen am 25. d. in Preßburg mit einem Boxländer, kämpf die sportlichen Beziehungen auf. ; Christi Cranz gewann ihr letztes »dieswinterliches« Rennen im Feldberggebiet vor Hildesuse Gärntner, : Für den Geherländerkampf gegen Schweden am 25. d. wurden aufgestellt: 10 km Krüger (Köln), Schmidt (Hamburg) und Parnemann (Charlottenburg) r 25 km Grittner (Köln), Prehn (Leipzig) stich« im Antwerpener Museum. FÜR DIE FRAU Haushaltfreuden „Nun Fricdl, was kochcn wir heule?'* „(iul, billig imd nahrhaft. Mutiert Guck mal her ins KinkaufkOrberl, da strotzl es nur so von allem, was der Frühling \ms Koeliinnen in dicHändo spilt." .,So — und du hast weiter uichU (Iriinien als einige Büschcl Radi^chen und ein wenig Schnilllauch?.. „Das ist ja eben das Kunststück, Müller! Aus diesem Rarliesclienknuit mache ich einen wunderbaren Spinal, leh koche es im Salzwasser, hackc es hci'niich fein, lege es in eine leiehto Einbrenne und vergießt'^ nach Bedarf mit dem Sudwasser. Dazu mache ich Wasserspalzen ohne Kl, mit etwas Fettstoff. welchem, sobald er abpfetricben, Mein und Wasser nach Bedarf bd-gemengt wird. Der feste Teig wird mit emer Erbsennockerlform über siedendes Salzwasser ehigekocht, nach acht Mimiten die Spatzerln herausgefischt, in eine erwärmte Schüssel gelegt und mit einer Messerspitze Fettstoff verrührt, damit sie nicht klel>en« In das Spatzerlsudwasser gebe icTll etwas feingewiegten Kümmei, eine roh-geriebene Karotie, überlcoche die Sup^ po nochnrals fünf Minuten und b<> Sirene sie vor dem i\3irichten reichlich mit Schnilllauch. Die Radieschen aber konnnen als Vor- oder Nachspeise." „Friedl, Du bist ein Tausendsassa! Hast damit nicht nur alle Vitamiuö eingefangen, sondern obendrauf noch allen Nährstoff des Mehls gerctlet und, was auch eine Haui>tsaclic ist, einem fleischlosen Tag ein Schnippchen geschlagen! Damil das al)cr auch doppelt gut schmeckt, garnieren wir alle» recht apixititlich auf einer flachen Schüssel, und zwar gießen wir den Spinat in die Mitte, hüufen die Spatzerln kranzföi-mig herum und legen die Radieschen, von denen das Kraut-stängerl nun ganz entfernt wird, eben-» falls kriuizfOrmig am Rand der Schüssel. Die Hatlieschen abi>r wollen wii* vorher in scharfes Salzwasser legen, damit sie leuchten." : Die deutschen Ringer, und Gewicht, hebermeisterschaften werden an sechs Kampftagen vom 2. bis 7. August an Ii Wäsciielchieii, die miui säubtnn will, wickelt man nicht zu eng ül^r ein ßretl, so daß zwischen der Leine das Holz hei'vorsleht, imd bürstet sie mit warmem Seifenwasser. dem mau veilleichl etwas Salmiakgeist zusetzte, Die Bürste muß harte Borsten haben. Dann abspülen und trocknen, ELITE-KONFEKTION BRINGT STETS DAS NEUESTE £e)ei uno tHri>reii(t öie „f orliiiriri ,^rituii|"! Annahme-Untersuchung von Freiwilligen dtr Waffen-SS In der Zeit vom 20. Mai 1941 bis 22. Mai 1941 finden an folgenden Orten Annahme-Untersuchungen von Freiwilligen für die Waffen-SS statt: 20. V. 1941 14 Uhr in Marburg, Göthestraße 2, 21. V. 1Ö41 9 Uhr in Pe^tau, Gendarmerieposten, 21*. V. 1941 15 Uhr in Oberradkersburg, Gendarmerieposten, 22.' V. 1941 9 Uhr in Unterdrauburg, Gendarmerieposten, 22. V. 1941 15 Uhr in Cilli, Polizeidienststelle. Angenommen werden freiwillige Volksdetilsche der Jahrgän^ge 1911 mit und ohne Dienatzeitverpflichtung. Mindestgröße 170 cm. SS-Ergänzungsstelle Alpenland XVIII, bis 1924 2732 Nebenstelle MARBURG, Fabriksstraße 17 (Fernruf 2665). Nummer 111 »Marhurger Zeitung^ 17. und 18. Mai l?Ml Seite 7 VOLK und KULTUR Das deutsche Posen EINE HISTORISCHE SCHAU Nir^endvM) spiegelt sicli das deutsche i damals in polnischem Besitz befindlichen Schicksal des verjjangenen Jahrlausentls Gebiete des deutschen Ostens erhob. Dle. 111 seinem wechselvolleii .Ablauf Jcutliclicr sc »Ausführung der Rechte Sr. KoniKÜ-als in der deutschen Kulturleistuntj, die! chen Majestät von Preußen auf das Her-diese Zeit lür die Erschließung und l>urch- j/ogtum Pommerellen und verschiedene drinßung des Ostens vollbracht hat. Im- andere Landschaften des Königlichen iner, wenn das Reich unter einer starken Führung stand, hat es schöpferische Kräfte zu entwickeln vermocht, die weit über seine Grenzen hinaus wirkten, die im Schutze stfHzer Burgen aufblühende Städte nach deutschem Recht begründeten oder als Bnuernsiedler die Wildnis in fruchtbares l.and verwandelten. Immer aber sind diesen Perioden machtvoller Kraftentfaltung auch Zeiten gefolgt, in denen sich die deutsche Kraft im Innern selbst verzehrte und der Gewinn, den die Pioniertaten starker Geschlechter dem Reich einbrachten, wieder verloren ging. So war dem jahrhundertelangen deutschen Schaffen im Osten bisher die Vollendung versagt geblieben. Seine Erfüllung findet dieser Kampf erst lieute, da die gesamte Nation sich anschickt, den zurückgc^won-nenen alten gernumischen Siedlungsraiim ; VAr im Osten, den in frühgeschichtlicher Zei: Neustadt nach Potsdamer Vor schon einmal (loten, Burgimder und Van. dalen besetzt hielten, nun auch vom Vol- Pohlen--' beginnt mit den Worten: »Es kann niemanden, der nur einigermaßen in der alten Geschichte des mitternächtlichen Europens bewandert ist, unbekannt seyn, daß die Krone Pohlen sich in dem Besitz verschiedener ansehnlichen Pro_ vinzien befindet, welche ihrem Ursprung nach eigentlich zu dem Staatskörper des Hauses Brandenburg gehören und die dieses Durchlauchtige Haus berechtigt ist, zu bequemer Zcjf wieder zu fordern...« Bereits 1770 hatte Friedrich der Große während der in Polen herrschenden Wirren, dem Beispiel Österreichs folgend, Truppen in das Posener Land einrücken lassen, um Grenzverletzungen zu verhüten und einen Schulz gegen eine mögliche Ausbfeilung der in der Walachei ausgebrochenen Pest zu schaffen. Jahre 1803 große Teile der Stadt. Damals begann unter der tatkräftigen preußischen Verwaltung ein großzügiges Bauprogramm, das den zweiten Abschnitt des deutschen Kulturaufbaues im Osten einleitete. Es entstand die Neustadt mit dem Wilhelmsplatz und der Wilhelm-Straße, neben der tiefer liegenden Altstadt ein neuer architektonischer Mittel-punkt, dessen Anlage auf alten Stichen unverkennbar die Züge Potsdams trägt. In der Folgezeit haben vor allem starke Festungsbauten den Charakter Posens als Soldatenstaüt geprägt, bis in den letzten Jahrzehnten vor dem Weltkrieg die außerordentlich rasche Entwicklung zur Großstadt einsetzte. Ein -Arzneimittel ist ein Heilmittel aus den weltberühmten -Forschungsstätten. Tausende von Ärzten verordnen Arzneimittel und erzielen damit glänzende Erfolge. Je- Was pohüsche > Baukultur« an ent-/^de»fl l [ v^teiermark mit 100, so ergeben sich für Trompeterclior der Stadt Wien mitwir- Untersteiermark d ken, bringt durchweg Werke für Gemeinschaftsgesang, darunter mehrere Uraufführungen. WIRTSCHAFT iiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiniiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiimiiiiitiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiHiiiiiiiiiMi'""'""»"!""''""""'"""""""'''''"""''"' Wein und Mais il" Tr BEDEUTUNO DER UNTERSTEIRISCHEN LANDWIRTSCHAFT IM VER- die Zahlen: Das heimgekehrte Unterland ist ein Wiesen ist in beiden Gebieten blühender Garten, im Kranze unserer gleich, der Weiden- und Almen.inteil ni herrlichen stcirischen Heimat der schön- Unterland um 10% germger. Ler ci ste Blumenstrauß. Es ist aber auch der der WoingäHen an der fruchtbarste Teil der Steiermark und dien Mäche beträgt hier 2/e, in der Stei- unrdn Mf.r tri'i Bodeiibeschaffcnhcit und Klima be- ermark 0.6%. Aufschlußreich ^^t auch das ■.1 Mon begünstigt. Das dichtbewaidete Verhältnis der Anbauflächen der einze- ung deiit^ihj.- Mcn-j . RaflierntrebirLre wird im Norden, nen Früchte. Rechnet man die Anbauflä- 'Osten und Süden von reichgegliedertem elie in Steiermark mit 100, so ergibt sich hat Posen als östliche Vorbuvg dts Reiches eine ähnliche Bedeutung gehabt, wie sie der Stadt heute, allerdings unter einem anderen Vorzeichen, zugedacht Otto 1, begründete im Jahre 1>6S in Posen ein Bis. tum, das dem Erzstift Magdebur^r unterstellt und mit einem deut'^chM Bischof besetzt war. Damit wurde der V/c^g frei für die E'nwander ;chen in die Ostmarke deutschrechtliche StadtgrUn lung fällt m „as 13 JaluhnncLr., der Vn«. rifli ■.der bchtoter« den AuftraK erhielt, j. » Taleboncn von Cilll und leutsche Aiis'edicr anzuwerben. I begünstigt den Wein-, 1253 wurde dem neuernr.iinlen Vogt Maisbau und wird vom nahen Thomas von Guben das Gründungsprivi-; Mittehneer beeinflußt. leg der Stadt Posen nach deutschem Recht überreicht. Damit begann die Bevolkerungsd . Hauptzeit in der Geschichte »der von! und Jorstwirtschartlich be- (irund auf deiilschen kolonialen Stadt nützte Boden der Untersteiermark betrag Postn«, wie es in allen UrkMr.deii «e- 43,3^i der land- und (orstwirtschalllichen schrieben steht. Dank ihrer «ünstiKen La. Flüche der ühriBen Steiermark, der Wald-ve am Überi-ani' der späteren MandelsJ anleil ist aber wesentlici geriilKer und Mr«ß.. von OsipreuBen nach der Lausitr belräRI nur 26'.i über Hin Warthe und des Fleißes ihr.>''der .illsteirlschen Wa dlläche. Die nur deutschen BUrser und Handwerker bllihle landwirtschaftlich benutzte Fläche bc-rVtaSt bauNu einen. wie.iU^en Han. OLEICH ZUR STEIERMARK Roggen . . , 50 Weizen , . . 86 Gerste . . . . 76 Hafer . . . . 33 Mais . . . . 117 Kartoffel . . . 101 Futterrüben . 23 Klee . . . . 30 Wiesen . . . 56 Wein . . . . 466 Der künftige Großgau Steiermark wird Der künftige Großgau Steiermark wird Zwetschken 50 Äpfel .... Birnen .... 40 Nußbäume . . 107 Marüicn ... 44 Pfirsiche ... 72 Kirschen ... 74 Kastanien . . 114 In der Tierzucht wird die Steiermark in der Pferdehaltung vom Unterland üb^r-troffen, und zwar beträgt die entsprechen-d'zahlen nicht so hoch, ^^'a'- bexreiflich ist. da die Steiermark vor allem Tierzucht betreibt und selbst schon hohe Zahlen aufzuweisen hat. Bei Rindern beträgt die Verhältniszahl für das Unterland 3K. he' Schweinen 3.'>, bei Schafen 20. Alle angeführten Zahlen geben ein deutliches Bild von der großen landwiri-scfiaftlichen Bedeutung der Untorstoier-mark und der .\ufgnbe des Reichsnährstandes, dieses Gebiet auf die Produktionshöhe zu bringen, für welche die Voraussetzungen gegeben sind. Der Reich-^-nährstand geht mit Freude und innerlichster Verbundenheit an dieses grolk' Werk im Bewußtsein der Pflicht für Führer und Volk. Ricliard Montandon (Landeshancrnschaft Siidniarlc) » IMe LändertNink Wien A.G. hat in Marburg eine Filiale errichtet, die ihre Tätigkeit am .Montatr, den 12. .Mai in den den stärksten .Maisanbau von allen I Kroatischen Soir- Reich-L-auen haben und auch im Weinbau iMarburg, inneRchablcn Räu-die zweite Stelle im Oroßdeutschen Reich "le" ■-i„I<.ennmmen hat. Wir verweisen einnehmen. So «ür.stiK sich das Verhältnis f,':;,!"'-' AnkiindiRunR in unserem henticen der Anbauflächc 'm Unterland darstellt, delsnVittelpunkt im Osten auf. D'e Spra- A'.s üie naitte ^ muß doch festgestellt werden, daß die che der Ratsbücher, der Gerichte und 1 n f u IhI.« I Erträge hinter denen der Steiermark wc- Zünfte war bis in das 16. Jahrhundert scluiftliche Bedeutung des Unterlande.. zurückbleiben — eine Folge der hinein d'Mit«ch, Jesuiten stürmten deuteche Kirchen Die Dichte der Bevölkerung i^t /jort rückständigen Wirt schaftsweise und der auch entsprechend größer, es entfallen aer l.nndwirtsehaft i Plutokratlscher Dank Präsident Roosi'velt vcrtüpte die Sucr-runi; der griecliischcn Guthaben in US.\ 102 Personen auf 1 km-' land- und forst- 'lerigei ehemaligen ,age iugoslawischen Staate. Die Stürme der Zeit sind n den folgen- 1'^ - P" i u cf« Reich wird aber auch die den Jahrhunderten über d'e Sla't hinweg. auf 1 km der gleichen Fläche In dcfj Untersteiermark neu erblühen und an den gegangen. Sie haben die ersten sichtba. y^^ömtzahl der land-und unerhörten Produkt'onsmöglichkeiten des ren Zeugen deutscher Aufbauleistung zum ; Reiches teilhaben. _____.„»..t, .\\n im Unterland beträgt 79.736 gegenüber'—______ gegenüb Reformation den .'eutschen E nfuB erheb. in der Steiermark, da» sind R1 größten Teil vern chtet. Hatte noch die Bisbenge Notlage der Weinbauern. ____ric-1 Die nun gefallene Sta der Untersteiermark i der landwirtschMtllchcn gehende und bald auf ('en po'n'schen v\del V?,______________ t .1.....^ .1 ha D in der Steiermark nur 46% auf diese Be- irnöirpnl 100 steirische. Von diesen 79.736 Betrie-! Die nun gefallene Staatsgrenze hat we-lich gestärkt, so 1 ej, nn s ' ^ l<,eii entfallen in der Untersteiermark, i u rclormation die von den Jesu teil au- IJelriebsRrrtRenklasse von ßfüRraphlsoh™ FnrderunRen entsprochen. Is 5 ha, das sind 58.6%, wogegen i Sie war aber auch vom wirtschaftlichen 'Standpunkt aus unnatürlich. Der agrari- iibt'rwrelfpnrie Unterdrückung d. Deutsc'' Ulms, dem man von nun ab f'ie Bürger- "prwr'gerte, Am 23, März stürmten Jesuitenschüler und Pöbel d e deutschen Kirchen und setzten s'e in Branil, so daß auf 170 Jahre je'er pro. testantische Got'esdienst in Posen aufhörte. Die Schwedenkriege, pobrsche AAißwirtschaft und die den Te'hjngon Polens vorausgehen 'en inneren Wirren, d'e einen starken Zuzug von Juden nach Po. sen niM sich brachten, sch'ugen dem Deutschtum weitere schwere Wunden, von denen es sich nicht w'eder zu erholen sch'en. Der Spruch Friedrichs des Größen Interessant im Vergle ch mit unserer triebsgrölie entfallen. Es überwiegen daher im Unterland die Klelnstbetriebe weitaus. Der Anteil der Betriebsgrößenklasse von 5 bis 20 ha, also der m'ttleren Betriebe, an der Gesamtzahl der Betriebe beträgt für das Unterland 35%, für die Steiermark 419?i: dieselben Zählen für die sehe Süden und die Industrie im Norden der Steiermark ergänzten einander vortrefflich. Während die Untersteiermark ihre landwirtschaftlichen Produkte, darunter in erster Linie Wein. Obst und Vieh vor allem in Ober- und Mittelsteiermark absetzte, deckte sie von dort ihren Bedarf Betriebs.rrliilc von 20 bis KlO ha 7% zul«" IndusIrlecrzeuRnlssen i.B, Eisenwa-Oroabetnebe über 100 ha' ren ii?w- untcrsteinsehc Bauer war n.S'-J zu 1.4%. hl den Mittel- und Oroß- Im Rewescnen JuRoslawien der bitteren betrieben zeiRt sich eine starke OberleRen-1 NoflaRe pre SRCReben die »her die allRe-heil der Stek-rmark, wa^ durch die ne-l|ni''no Wirlschnltsn^ot hinaus, vor al tm trlebsaiisdehnunEcn in den Hochalpen be-jl"..''" unshniRen Grenzziehung, Ihre »e-i7ründr»f grundung fand. Besonder» die ständige . ' We'nkrise drückte auf die ganze Unter- Weingärten und Aciterlaiid. j rteiermark. Für dH^i steirsche Unterland Im Verhältnis der Kulturarten zeigt das war seit seiner Abtrennung die ganzi Zeit ist eine U''ktin e. in't der Friedr'oh l.M'iTland um 5% mehr Ackerlandanteü' 0«;tniark als .'\bsat7.markl verloren. Im der Große unmiiielb;u vor der ersten ,.m der gesamten landwirtschaftlichen, LhenialiL'eii jugosiavvi^chen Staat war es 6RIECHIS Zeichnung; Htiha / Bilder und Studien-s: ^■Ihr habt in Europa un.sere Inteitssen Ty..blich verteidigt. l.Tm so erfolgreicher uerden \Mr unsere Interessen in Amerika der (irolic unmiiielh;u vor uer tTML-n , .ui uer gesamten lanawirihcnamicncii, eiiemaiiLaMi iugosiav\i^cnen Maat war es ........ •• ........ ; — Teilung Polens seinen Anspruch auf die Fläche als die Steiermark. Der Anteil der für die Weinbauern der Untersieiermark «egen I-.uch verteidigenl-r - Seite 8 >Marburger Zeitungc 17. und 18. Mai 1041 Numincr Hl AUS AUER WELT a. Nun auch Kleiderkarte in Frankreich und Belgien. Kleidung und Wäsche konn. tcn in Frankreich und Belgien schon seit einiger Zeit nur auf Bezugsschein gekauft werden. Dem deutschen Vorbilde folgend wird dieses Bezugsschelnsysleni nunmehr durch die Klcidcrkartc abgelöst. In Frankreich wird in den nächsten Tagen eine vorläufige Karte mit 100 Punkten ausgegeben. Auch die Belgier erhalten ihre Kleiderkartc im Laufe des Monats Mai zugestellt und zwar werden — wie in Deutschland — für die einzelnen Altersgruppen der Bevölkerung verschiedene Karten ausgegeben. Die Erwachsenenkar. te hat 80 Punkte. Alle Karten gelten aber zunächst nur bis 31. August. Mit Frankreich und Belgien ist nunmehr die Zahl der europäischen Länder, die eine Kleiderkarte eingeführt haben, auf acht gestiegen. Den Beginn machte Deutschland, das die Kleiderkarte auch in xlen eingeglieder. ten Gebieten sowie im Elsaß, Lothringen und dem Protektorat einführte. Es folgten dann die Niederlande, Norwegen und die Schweiz sowie Finnland und Bulgarien. In den übrigen europäischen Ländern wurden entweder Bezugsscheine oder Verkaufsbeschränkungen für Kleidung und Wäsche eingeführt, mindestens aber wird ihre Herstellung und der Handel damit staatlich überwacht. ;i. V<>Kelhorlixelt im I'oslbriot'ku^lPii! Nicht den srhöiioii, grünen Wald, sondern den Brieikasten der Poslhill's-sIcHc Kichliolz (Kreis Liognitz) lud sich ein Vogel als sein Ifochzcilsnesl auserseiien. .Icden Tag riclilct er sich von neuem häuslich in urg. 1871 mit gutem Bewährungsnachweis wird sofort aufgenommen. Anträge unter »Verläßlich« an die Verwaltung des Blattes. UNTERSTEIERMARK, ACHTUNG! Wcinproduzcnten, W-cingroßhändler, Brennereien oder amk^re leistungsfä'hige Le-bensmittelfabriken, dw wi der gesamten Ostmark bestens eingeführt und vertreten sein wollen, seiKlen Ambote unter »Gegründet 1*703, iwr erstklassige Referenzen 55348<' an ALA, Graz, Herrengasse 7. 2H64 Kundmachumi FREIE und FREI WERDENDE LOKALE sowk Wohnungen, die infolge Flucht der Besitzer nicht benutzt sind, sind detn Städtischen Wohnungsamt, Dcnnplatz 11 schriftlich bekanntzugeben und sind die Hausbesitzer oder Hausverwaher füt die strikte Einhaltung dieser Anordnung verantwortlich. Ebenso sind alle möblierten Zimmer, die sich zur Vermietung eignen, anzumelden. Vermietete Zimmer, die frei werden, sind unverzüglich bekanntzugeben. In keinem Falle darf eine Vermk'tung ohne Wissen des Wohmingsamies stattfinden und werden in Hirrkunft Zuwiderhan-dekide strengstens bestraft. Der Politische Xoomiissar der Stadt Martnirc^ Wohnungsamt. I. A., JÄGER Kreisleitung des St H. B. Marburg-Land Stevlscher Heimatbund E. V. Kreis Marburs-Land Aufstellung üt>er die Erfassungsräume im Kreis Marburg-Land: Anmeldungen zum Steirischen Heimatbund werden in der Zeit vom 17. bis 25. Mai in folgenden Räumen entgegengenommen: Ortsgrijppe; Breitenbuch m Breitenbuch, Dienststelle mit den Gemeinden: Witina, Freilteim, Kalsche, Ossel, Smertschen, St. .Martin a. B., Ober-Breitenbuch, von 9—13 Uhr und von 14—19 Uhr. Ortsgruppe Egydi mit den Genieinden: Zierberg, Zirknitz, Dobreng, Kani-scha, Graßnitz, Zellnitz a/M., Lilachberg, St. Egydi in den Windischbttheln In Egydi von 9—13 Uhr und von 14—19 Uhr. Ortsgruppe: Frauheim in Frauheim in der Zeit von 9—13 Uhr und von 14— 19 Uhr mit den Gemeinden: Frauheim, Jeschenzen, Kopiunig, Laak, Mauerbach, Pianutzen, Pollana, Rantschen, Bachem-Schleinitz. Ortsgruppe: Fresen fn Fresen in der Zeit von —13 Uhr und von 14—19 Uhr mit den Gemeinden Wiesnig, Fresen, Kosiberg, Radiberg, Remschnig Dörfl, Jaunig, Unterkappel, tS. Oswald im Drautal, Oberkappel. Ortsgruppe: Gonobltz in Gonobitz in der Zeit von 9—13 Uhr und von 14—19 Uhr mit den Gemeinden: Wesina, Gonobiizdorf, Heiligenkreuz, Pcrowetz, Pod-gorje, Prelogc, Slemene, Gonobitz, Stranitzen, Skalitz, Feistenberg, Pepina. Ortsgruppe: Hohenmauthen in Hohenmauthen, Dienststelle der Ortsgruppe, in der Zeit von 9—13 Uhr und von 14—19 Uhr mit den Gemeinden: Laaken, Per-nitzen, Untergegental, Unter- u. Obermauthen, St. Bartholomä ob Hohenmauthen, St. Primon ob Hohenmauten, Thörl, Obergegental. Ortsgruppe: Jakobstal in Jakobstal, Dienststelle der Ortsgruppe, in der Zeit von 9—13 Uhr und von 14—19 Uhr, mit den Gemeinden: Flekuschek, Kuschernig, Patschenberg, Rothschützen, Unterklappenberg, Unterjakobstal, Oberklappen-berg, Oberjakobstal. Ortsgruppe: Jahring in Jahring, Dienststelle der Ortsgruppe, in der Zeit von 9—1-3 Uhr und von 14—19 Uhr mit den Gemeinden: Gatschnig, Jahrihgstal, Jahringberg, Jellentschen, Pößnitzhofen, Pöllitschdorf, Pöllitschberg, Weigen, Wolfstal, Wolfsberg. Ortsgruppe: Kerschbach in Kerschbach oIlftsch, Stenifzen, WeHcostein. Ortsgruppe: Wlndisch-Fdstritz in Windtsch^+eislrftz ni der Zeit von 9—13 Uhr und von 14—19 Uhr mit den Gemeinden: Ziegelstatt I, ^uritscHendorf, Schnittsberg, Kleintaunach, Alpen, Repp, Ritfersberg, "WindischiPeisfritz. Unter-losnitz, Unterneudorf, St. Ulrich, ScHerrtowetz, Bi'inachherg uieslttibel, Ober-fcistritz, Oberlosnitz. Ortsgruppe*: Whidisch-Graz in Windisch-Graz in der Zeit von 9—13 IJhr und von 14—19 Uhr mit den Gemeinden: Gradisch, Lechen, Pamctsch, Po(^r-ska II, Siele, Windischgraz, Altenmarkt, Werche. Ortsgruppe: Wintersbach in Wintersbach in der Zeit w)D 9—K Uhr und von 14—19 Uhr mit den Gemeinden: Hablanach, Unterw*«, Amefsgasse, Ober-wurz, Wintersbach, Schikarzen, Ortsgruppe: Zellnitz in ZeHnitz in der Zeit von 9—13 Uhr und vo*i 14—19 l'hr mit den Gemeinden: Kerschbach, Gradischberg, Johannesberg, Siemen, IJnterzellnitz^ Unterwalz, Walz, Wurmath, 0l>er7ilinitz, OberwaV/.. I l Nummer 1!! »Maffeurger Zeitung« 17. unÜ 18. Mai 1941 Seite 9 Steiritcher Heimatbund e. V. Kreisführung Marburg-Stadt > ♦ AufsteHurigen üt)er die Erfassungsräume im Kreis Marburg-Stadt. Anmeldungen zum Steirischen Heimatbund werden in der Zeit'vom 17. bte'25. Mal in folgenden Räumen entgegengenommen: Ortsgruppenführung Brunndorf (Gemeinde Brunndorf) Kirchplatz No 2 Zeit: 9—13 und 14—19 Ortsgruppenführung Freidegg (Gemeinden: Mellingberg, Koschak, Freidegg) Villa Mirim, Meilingberg 71 Zeit: 9—13 und 14—19 Ortsgruppenführung Freidegg (Gemeinden Walberg, Maletschnig, St. Peter) St. Pet'or, Schulgebäude Zeit: 15—20 Ortsgrij;ppenführung Oams (Gemeinden: Ganis, Roßbach) Garns 124 Zeit: 14—20 Ortsgruppenführung LeiterfiVjerg (Geineinden: Kartschowin, Potschgau, Unter-potschgau) Villa Mirini, Mellingiberg 71 Zeit: 9—13 und 14—19 Ortsgruppenführung MailMirg I, II, III und IV (Stadtgebiet linkes Drauufer) Sophienplatz (Reisebüro) Zeit: 9—13 und 14—19 Ortsgruppenführung MartNirg V und VI (Stadtgebiet rechtes Drauufer) Turiisaal der Volks- und Bürgerschule, Magdalenengasse Zeit: 9—13 und 14—19 Ortsgruppenführung Pobersch (Gemeinden: Pobersch, Zwettendorf) Turnsaal, Friedhofgasse Zeit: 9—13 und 14—19 Orl?gru(>penführung Rotwein (Gemeinden: Oberrotwein, Unterrotwein) Gem'eindeamt Rotwein Zelt: 9—13 und 14—19 Ortsgruppenführung Thesen (Gemeinde Thesen) Pettauerstraße 33 Zeit: 15—20 2651 Aufruf! 2608 Die Freiwillige Feuerwehr der Stadt Marburg hat nach einem 70-jährigem Bestände ihre Tätigkeit als Verein eingestellt. Die Bedeutung des Feuerlöschwesens erfordert nun die Schaffung einer straff organisierten, vom Führerprinzip geleiteten und reichseinheitlich gestalteten Hilfspolizeitnippe.^ Der Dienst in der Freiwilligen Feuerwehr ist demnach ein ehrenvoller, opferbereiter Einsatz für die deutsche Volksgemeinschaft Zur Erreichung dieses Zieles fordere ich daher die Volksgenossen unserer Stadt auf, sich sogleich zur freiwilligen Dienstleistung in der neu aufzubauenden Feuerwehr zu melden. Neuanmeldungen, werden beim Kommando der Wehr in der Kärntnerstraße entgegengenommen. Der Politische Kommissar: Knaus Bekanntmadiuns Beim Chef der Zivil Verwaltung in Marburg a. d. Drau ist eiae >^Dienststelle für Kriegsbeschädigtenfürsorgec eirrichtet, bei der Erfassung aller bisher vom jugoslawischen Staat »eiwgteu Eiip-fänger von MilitärversorgungsbezQgen in der Untersteiefoiark erfolgt. In Betracht kommen: 1. Kriegsbeschädigte, Krlegshintertylietoeoe der ehem. ö8t.-gabe von Warnzeichen (Hornsignal bei Kraftfahrzeugen, Klingelzeichen bei Radfahrern), um rücksichtslos darauf los fahren zu können, ist strengstens verboten. 8. Fahrzeuge dürfen nur so «abgestellt werden, daß der Verkehr durch sie nicht behindert wird, also ganz rechts in der Fahrtrichtung und nicht an engen und unübersichtlichen Stellen oder an Kurven. 0. Belm Einfahren in ein Orundstfick oder beim Ausfahren aus einem solchen ist größte Achtung auf den Straßenverkehr zu üben! Für Unfälle in einem solchen Fall ist ausschließlich der verantwortlich, der in unvorsichtiger Weise aus dem Grundstück (Haustor) herausgefahren ist. 10. Ragt die Ladung eines Wagens nach rückwärts hinaus, so ist das äußerste Ende mit einer gut sichtbaren roten Flagge in entsprechender Größe zu versehen. 11. Das NetiMeinanderfahren (Gestaffeltfahren) ist verboten. Dies gilt insbt-sonders für Radfahrer. 12. Bei Dunkelheit ist das Fahrzeug zu beleuchten. Das Fahren ohne Licht durch Radfahrer und Fuhrwerker nimmt immer mehr überhand und kann unter keinen Umständen geduldet werden. 13. Fußgeher dürfen die Fahrbahn, besonders bei Kreuzungen nur auf dem küi-zesten Wege, also rechtwinkelig überqueren. Das Gehen auf der Fahrbahn in der Längsrichtung Ist äußerst gefährlich und verkehrbehindernd und daher unter allen Umständen verboten. Es sind nur die Fußsteige, oder wenn solche fehlen, der äußerste Rand der Straße (Bankett) zu benützen. Die Sicherheitsorgane sind angewiesen, gegen Verkehrssünder nicht nur mit der Anzeige, sondern auch mit dem Auslassen der Luft aus den Reifen unter Abnahme der Ventile, in schweren Fällen mit der Beschlagnahme des Fahrzeuges vorzugehen. Überdies haben die Angezeigten empfindliche Geld- und Arrest-straff zu gewärtigen. Fahrplan des Stidtlscbefl Aotobuscinteiiiehfiiefls für die einstweilen neueingefuhrten Stadt- tinien. Städtische Kreislinie 1: Adolf-Hitlerbrücke — Franz-Josefstraße Kadettenschule — Arbeitergasse — Wlndenauerstraße — Perkostraße_ Triesterstraße — Adolf-Hitlerbrücko: Fahrfbegmn at AdoM-Hitlerbrücke: 6.15, 6.30, 6.45, 7.00, alle 15 Minuten bis 19.45. Städtische Kreislinie 2: , Hauptbahnhof — Kämtnerbahnhof. Adolf-Hitlerplatz — Kämtnerbahnhof — Pobcrsch — Hauptbahnhof. Fahrtbcfginn ab Adolf-Hitlcrplatz: 6.00, 6.30, 7.00, 7.30 Uhr usw., jede haibv Stunde bis <19.30. Städtische Linie 3: Magdatenenplatz — Bminnidorf. Fahrtbeginn ab Magdatenenplatz: 6.25, 6.55, 7.25, 735 Uhr usw., jede halb'* Stande bis 19.56. Städtische Linie 4: Magdalenenptatt — Unter^-Thesen (Sever). Fahrtbegtim ab Magdalenenplatz: 6;15, 7,00, 12.15, 13.00, 18.15, 19.00 Uhr. Städtische Lüde 5: Adoif-Hitferptetz — Itisett>ad (Petberinsel). Vom 17. V. Mi IS. VL Abfahrt ab AdoH-HHlerplatz: 9.00, IOjOO, 12.00, 13130. „ „ InselMui: Ab t5. Joiii bis Widerraf. Abfahrt ab Adolf-Hitlerplatz: ,, Inselbaid: 9.15, 10.15, 12.15, 14.30 und 18.15. 8.00, 9.00, 10.00, 11.00, 12.00, 13.00, 14.00, 15.00, 16.00, 17.00, 18.00, 19.00. 20.00. 8.15, 9.15, 10.15, 11.15, 12.15, 13.15, 14.15, 15.15, 16.15, 17.15, 18.15, 19.15, 20.15. Bei schleditetn Wetter tritt der Fahrplan vom 17. Mai in Kraft Obiger Fahrplan tritt am 18. Mai 1941 in Kraft. mi Seife 10 »Marburger Zeitung« 17. un'd 18. Mai 194T Nummer l'll Dekanntmachuns der im ehemaligen Jugoslawien außerhalb der Untersteiermark Hegenden Warenvorräte. Alle in der Urttersteitrinark ansässigen Firmen, die in den nunmehr zu Kroatien gehörenden Gebieten Jugoslawiens derzeit noch Warenvorräte (Roh- und Hilfsstoffe, Fertigwaren) lagernd und diese nachweisbar vor dem 11. April d. J. bereits bezahlt haben, haben diese Vorräte nach Art, Menge, Preis und Lagerungsort SOFORT, längstens jedoch innerhalb der nächsten 8 Tage dem Chef der Zivil-vcrwaKunji: In der Untersteiermark, Wirtschaltsberatcr, Marburg.-Schillcrstraßc 12, II. Stock bekanntzugeben. . . .r / ' ■' 2663. Beiiainitmacliiiiig I der im 'ehemaligen Jugoslawien außerhalb der ünterste^ermark liegenden Warenvorräte. " ' Alle .in der .Untersteiermark ansässigen Firmen,' die in dert von Italien besetzten Gebieten des ehemaligen Jugoslawien derjeit noch Warenvorräte (Roh- und Hilfsstoffe, Fertigwaren) lagernd und diese nachweistmr vor dem 11. April d, j.* bereits bezahlt haben, haben diese Vorräte nach Art, Menge, Preis und Lagerungsort'sofort, ' längstens jedoch innerhalb der nächsten 8'Tage dem (thef der Zivll-verwaltung in der Untersteiermark, Wirtschaftsberater! Marburg, , Schillerstraße 12, II. Stock, bekanntzugeben. i 2662 Kleiner Anzeiaer l^eesekiedenes SAMMELT ABFÄLLE! 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Mai um 15.30 Uhr von der Aufbahrungshallc in Pobersch aus in das Familiengrab am Franziskaner-Friedhof statt. Maiburg, Triest, Spalato, am 15. Mai 1941. Else Subotl<5-Merkl, Gattin, Hermann Suboti«^, Sohn 2655 „. • I - Anlon Gtrschack, Slellvarlrcteiider HauptschrlfHeiter Udo Kusppr — Druck der „Martnirgor Druckerei"