poZtnins pIsLans v gotovini. Nr. 19. Erlcheint jeden 1.^ 10. und 20. 7. (22.) Jahrgang. Organ dcr Gotischen Deutschen. Bezugspreise: Jugoslawien: ganzjährig 25 Din, halbjährig 12'50 Dm. D.-OesterreiL: ganzjährig 40 Din, halbjährig 20 — Din. Amerika: 2 — Dollar. — Einzelne Nummern 1 Dinar Samstag, den 20. Juni 1925. Briefe ohne Unterschrift werden nicht berücksichtigt. — Zuschriften werden nicht zurückgestellt. — Berichte sind an die Schriftleitung zu senden. — Anzeigen-Aufnahme und -Berechnung bei Herrn Carl Erker in Kočevje ßinladung. Sonntag den 28. Jani um 11 Uhr vormit¬ tags findet in der Stadl im Gasthause zur Sonne (Viktor Petsche) eine Sitzung des erweiterten Aus¬ schusses der Gollscheer Bauernpartei statt, zu der wir nebst den Mitgliedern auch alle Gollscheer Gemeindevertretungen höflichst einladen. Wichtig¬ ster Punkt der Tagesordnung ist die Aussprache über den Plan der Errichtung eines Bezirksarmen¬ hauses. Da selbst im Auslände von unseren Landsleuten dieser Angelegenheit Interesse ent- gegengebrachl und für sie gesammelt wird, ist es an der Zeit, daß auch das Gotlscheerland selbst sich darüber offen aussprichk. Es wäre angezeigt, daß sich die Vertreter der Gollscheer Landgemein¬ den an der Besprechung vollzählig beteiligen. Der Vorstand der Gottscheer Bauernpartei. Zeitgemäße Interpellationen -es Ab¬ geordneten Kart Skutj. Die erste der Interpellationen ist an den Acker¬ bauminister gerichtet und führt folgendes aus: Die Lage unseres Bauernstandes, dem 80 Prozent der Gesamtbevöikerung Jugoslawiens angehören, ist eine sehr schwierige geworden und die Gefahr seiner gänzlichen Verschuldung rückt immer näher. Denn was der Bauer bedarf und kaufen muß, ist im Preise zumeist noch so hoch als im Jahre 1923; was er aber zu Markte bringt ist um 40 bis 5l)o/o, ja in manchen Artikeln bis zu 70"/o im Preise gefallen. Die verschiedenen Steuern und Abgaben steigen fast mit jedem Monate. Schuhe und Häute z. B. sind gleich teuer, wie im Jahre 1923, das Weizenmehl ist teurer, des- Aus -er Ptau-erstube. (Schluß.) Michl: „A, woher." Franz: „Du, Ander, Michl sein Haus ist doch keine Klcin-Kinderbeivahranstalt, daß du gleich mit Kind und Wiege kommst." Ander: „Gelt, Michl, du erlaubst, daß ich die Wiege auf die Ofenbank stell'?" Naz: „Ander, wieg', sonst erwacht 's Kindl I" Ander: „Schrei doch nicht so, du weckst mir ja das Kinder! auf!" > Michl: „Daß du doch gekommen bist?" Ander: „Ich wußte, daß ihr von mir geredet habt, denn ich hatte den ganzen Nachmittag Schnackerlstoßen, darum bin ich auch gekommen; auch der Fratz Hal zu Hause nicht schweigen wollen. Franz: „Es war ihm so wie seinem Vater zu Hause auch langweilig." gleichen das Petroleum, das Salz ist von 3 auf 5 Dinar gestiegen; bloß Kleider und Stoffe haben gegen 20°/o im Preise nachgelassen. Die Grund¬ steuer hat eine Erhöhung um das Fünffache er¬ fahren, dazu kommt der 30°/o Zuschlag auf alle staatlichen Steuern. Die Jnvalidensteuer ist um 200 "/o erhöht worden und die nur die neuhin- zugekvmmenen Gebiete treffende Personaleinkom¬ mensteuer gleicht in ihrer Höhe einer förmlichen Vermögensabgabe. Ochsen, Kühe, Schweine, Kartoffeln, Heu, Holz bringt der Bauer zu Markte. Wie stehen nun da die Preise? Für Ochsen bewegten sich dieselben im Jahre 1923 zwischen 21'50 bis 24 Dinar, heute zwischen 9 bis 11 Dinar; ähnlich steht es mit den Kälberpreisen. Für Kühe wurden 10'50 bis 17 50 gezahlt, heute 4 bis 8'50 Din; für Schweine 25, heute 12.50 Din; Heu zahlte man mit 2 50 Din, heute mit 50 Para. Die Holzpreise sind um 30 bis 50°/° heruntergegangen. Da ist schleunige Hilfe vonnöten. Das Acker¬ bauministerium soll soweit wenigstens gleich ein¬ greifen, daß für Rinder und Schweine, ohne Rück¬ sicht ob es Zucht- oder Mastviehst, der Ausfuhr¬ zoll aufgehoben, bei der Ausfuhr die Fracht um 50°/° ermäßigt und in dem mit Italien und Österreich bald abzuschließenden Handelsverträge die Zollfreiheit für einzuführende landwirtschaftliche Artikel ausgesprochen werde. Es soll jedem Bauer wieder freigestellt sein, eigenes Vieh daheim zu schlachten und das Fleisch zu verkaufen, um ihn so einigermaßen gegen den Preisdruck der Fleisch. Hauer zu schützen. Die Kosten der Schweineim. pfungen sollten zur Hälfte vom Staate übernommen und bei Einfuhr von Weizen und Kukuruz eine 50°/o Frachtermäßigung gewährt werden. Die zweite Interpellation des Abgeordneten Ander: „Jetzt ist's Nacht auch schon wieder und meine Alte ist auch noch nicht daheim, ich muß mich eh wieder tummeln, daß sie nicht früher heim kommt als ich." Grell, eintretend: „Du höllisches Mandle, da bist du — und mit dem Kind bei der Nacht, es wird dir ja die Nacht bekommen." Ander: „Weiberl sei stad, ich bin ja schon bei Tag hergekommen." Grell: „Schon recht, aber wie nun mit dem Kinde heim kommen?" Ander: „Ich hab der Kleinen ja ein schwarzes Häuberl aufgesetzt." Gretl: „Na ja, dann ist es ja recht. Hast was gekocht, die Kuh auch gemolken?" Ander: „Gekocht habe ich, auch gemolken, aber beim Melken habe ich Pech gehabt. Hab' ge- molken, daß ich geschwitzt hab'; wie ich bald fertig war, geriet die Kuh rebellisch, schlug aus, vom 3. Juni l. I. ist an den Minister sür Sozial- politik gerichtet und wendet sich gegen die Art und Weise, mit der die Frage der Auswanderung nach den Vereinigten Staaten Amerikas bei uns behandelt wird. Gegen 20.000 Gesuche um Reisepässe dorthin liegen den Behörden vor. Davon können nach dem amerikanischen Gesetze nur 660 Personen das Visum im Jahre 1925/26 bekommen. Wenn nun dieses Visum in erster Linie jenen erteilt würde, die in Jugoslawien wohnen, so könnten wenigstens solche an die Reihe kommen, die schon 3 Jahre nacheinander ansuchen, und jene, die den Paß schon hatten, sowie auch die nächsten Anverwandten zu ihren Angehörigen nach Amerika kommen. So aber ist im Auswanderungsausschuss e in Belgrad nichts geschehen, um in Unterhandlungen mit den amerikanischen Behörden unsere Interessen durch- zusetzen und, das Visum erhalten Heuer nur 3 bis 5 Personen, die im Jnlande wohnen, während das Visum sür alle übrigen solche Personen be¬ trifft, die zwar in Jugoslawien geboren, aber im Auslande ansässig sind. Nicht nur das. Es wurden sogar 60 Personen, die Paß und Visum besaßen, reisefertig waren und daheim schon alles verkauft hatten, die Reisedokumente über Weisung aus Bel- grad wieder abgenommen und seit Monaten harren diese Leute auf die Rückstellung ihrer Reisepässe. Wenn man bedenkt, mit welchen Kosten Paß und Visum verbunden ist und wie die Gesuchsteller von verschiedenen Faktoren, die man um Vermitt¬ lung angeht, oft ausgenützt werden, dann ist der steigende Unwille des Volkes voll erklärlich. Abgeordneter äkulj stellt zum Schluffe folgende fragen an den Herrn Minister: Ist man im Ministerium gewillt, in die geschilderten Angele- genheiten näher Einsicht zu nehmen und das selbst- die Milch und ich sind geflogen, wie die Kugel aus der Büchse, wohin will ich gar nicht sagen. Die Milch war weg." Gretl: „Ach Gott! Hast du dich vielleicht gar getroffen? Richtig, hast die Schweine auch, gefüttert?" Ander: „Sakra, auf die hab' ich vergessen." Gretl: „Du Talg, du. Wo hast dann das Essen? Du kannst noch ein wenig dableiden, ich muß mit dem Kinde heim." Ander: „Das Essen ist im Ofenrohr. Ein Heferl voll Nockerl und ein Hcferl schwarzen Kaffee. Ich geh' aber auch gleich mit, denn du könntest mir die Heserl verwechseln." Naz: „Na, du mußt was Schön's zusammen¬ gekocht haben!" Ander: „Bester kochen kann ich schon als du, weißt Naz! Aber was. Gute Nacht, Mander!" Hark Veter. Seite 2. herrliche Gebaren des Vorsitzenden im Auswan- derungsausschusse zu ändern? Auch wird um Auf¬ klärung ersucht, warum die den Parteien eingehän¬ digten Pässe wieder abgenommen wurden. Ebenso wird der Minister ersucht, das Verzeichnis der im Jahre 1925-26 zur Auswanderung zugelassenen Personen dahin abzuändern, daß vorerst jene in das Verzeichnis kommen, die schon im Vorjahre den Paß hatten, und solche, die schon mehrmals darum angesucht haben. Von den amerikanischen Behörden aber wolle erwirkt werden, daß das Visum nur an solche erteilt wird, die in Jugo¬ slawien wohnen." Daß diese Interpellationen nur den gewünschten Erfolg hätten. Schulleiter Matthias Petschaüer -j- Der Tod hält reichlich Ernte unter den deutschen Lehrerpensionisten des Gottscheerlandes. Inner- halb eines halben Jahres sind drei Berufsgc- nossen von hinnen gegangen: Zuerst Oberlehrer Matthias Krauland, darauf Oberlehrer Georg Erker und nun am 13. Juni nach kurzer Krank¬ heit ganz unerwartet der in Koöevska reka im Ruhestande lebende Lehrer und Schulleiter Herr Matthias Pelschaner, geboren im Jahre 1871 in Riegel in der Pöllandler Pfarre. Nach Voll¬ endung der Volksschule besuchte er das Uuter- gymnasium in unserer Stadt, hierauf zwei Klassen des Obergymnasiums in Novomesto. Durch den Tod seines Vaters mittellos geworden, ward ihm das Fortsetzen der Gymnasialstudien unmöglich gemacht; er entschloß sich für den edlen Lehrer¬ beruf. Seine erste Anstellung war an der Götte- nitzer Schule. Durch seine vorzügliche Begabung, seinen eisernen Willen und musterhaften Fleiß " hatte er es bald so weit gebracht, daß er mit Leichtigkeit die Lehrbesähigungsprüfung ablegen und sich jene musikalischen Kenntnisse und Fertig¬ keiten aneignen konnte, die es ihm ermöglichten, auch den Organistendicnst zu übernehmen. Seine weiteren Anstellungen erhielt er nach einander an der Rieger, Lichtenbacher, Stockendorfer, Pölland¬ ler und wieder Lichtenbacher Schule. Nach 32 jäh¬ riger Lehrtätigkeit trat er in den wohlverdienten Ruhestand und übersiedelte bald nach KoLevska reka. Hier widmete er sich mit Eifer der Bienen¬ zucht, versah den Organistendienst und die Schreib¬ geschäfte des Gemeindeamtes, da er auch die slo¬ wenische Sprache vollkommen beherrschte. Matthias Petschauer war ein lieber, aufrichtiger Kollege, ein fester Charakter, ein sorgsamer Familienvater, ein treuer Sohn der Heimat. Von der Liebe und Wertschätzung, deren sich der Verstorbene erfreute, zeugte auch die sehr zahlreiche Beteiligung an dem am 15. Juni erfolgten Leichenbegängnisse. Die Ortsbevölkerung, vier Geistliche, die Feuer- wehr, die Schuljugend, viele Kollegen und Kol¬ leginnen und manche andere nahmen daran teil. Nach einem seierlichen in der Pfarrkirche abge¬ haltenen Requiem bewegte sich der lange Leichen¬ zug zum Ortsfriedhofe, wo nach erfolgter Ein¬ segnung Herr Oberlehrer Franz Schescharek dem Heimgegangenen einen tiefempfundenen Nachruf hielt und die Lehrerschaft unter Leitung des Herrn Oberlehrers Max Tschinkel einen ergreifenden Trauerchor sang. Rührend waren die lauten Kla¬ gerufe des ältesten Sohnes, der nach mehrjähriger Abwesenheit einige Tage vorher aus Österreich gekommen war. Selbst Männer sah man mit tränenfeuchten Augen. Sehr bedauerlich ist es, daß zwei Söhne des Verstorbenen, die in Klagen¬ furt studieren, infolge der bekannten Verordnung betreffs NichtauSfolgung des Reisepasses nicht zum Leichenbegängnisse erscheinen konnten. Alle deine einstigen Schüler, Kollegen und Freunde werden dich, lieber Amtsbruder, in bau- ernder Erinnerung behalten. Möge deine zurück- gelassene Familie hierin ihren Trost finden. Die Heimaterde sei dir leicht! Gotlscheer Zeitung — Nr. 19. Aus Stadt und Land. KoLevje. (P e r s v n a l n a ch r icht.) An Stelle des Steuerinspektors Hr. Franz Krattner, der nach Kamnik versetzt wurde, ist zum Goltscheer Steuerreferate Finanzkonzipist Ignaz äirco dekre¬ tiert worden. Beim hiesigen Steucramte aber ist Rudolf Brunnsteiner aus Maribor als Praktikant angestellt worden. — (Das Befinden des Abgeordneten äkulj), der auf der Fahrt nach Ljubljana init einem Auto zusammenstieß, wobei er sich nebst einigen äußeren Verletzungen auch eine starke Erschütterung innerer Organe zuzog, hat sich er¬ freulicherweise so weil gebessert, daß er in Kürze seine Tätigkeit als Abgeordneter wieder aufnehmen kann. — (Ein französischer Sprachkurs) soll sich dem Vernehmen nach auch in unserem Städtchen bilden. Bei aller Achtung vor dem Französischen meinen wir jedoch, daß es viel prak¬ tischer und notwendiger wäre, das Deutsche mehr zu pflegen. Von hundert jugoslawischen Staatsbürgern werden ja kaum fünf einem leib- hastigen Franzosen im Leben begegnen, während die Kenntnis der deutschen Sprache jedem noch immer aus Schritt und Tritt zurecht kommen wird. — (Unge Witter.) Sonntag den 14. Juni entlud sich über die Stadt ein Unwetter, wie es schon lange nicht mehr war. Der Blitz schlug im Schlosse, im Studentenheime und beim Hauff ein. Auch in die Feldkapelle zwischen den Schal¬ kendorfer und Zwischler Feldern schlug der Blitz ein, zerstörte das Mauerwerk und verschonte nur die Mutter Gottes Statue. — (Ertrunken a u s g e s u n d en.) Am 12. Juni hat man die 36 Jahre alte Zwischler Be- sitzerssrau Maria Boiz ertrunken aus der Rinse gezogen. Aus welche Weise sie ins Wasser ge¬ raten ist, ist noch unaufgeklärt. — (Von der Harfe gestürzt.) Der städ¬ tische Totengräber Johann äkerlj mar am letzten Mouta-g damit beschäftigt, Heu in die Harfe zu geben, als eine Stange brach und infolgedessen der Totengräber herunterstürzte. Er erlitt solche Verletzungen, daß er bald darnach starb. — (Trauungen.) Am 25. Mai wurden Johann Montel, ein gebürtiger Reintaler, mit der Grafenfelder Besitzerin Paula Sigmund; am 3. Juni der Klindorfer Besitzer Matthias Witt- reich mit Gertrud Anderkuhl; am 15. Juni der Mvoswalder Besitzer Josef Schusteritsch mit Paula Kofler, einer gebürtigen Katzendorferin, ge¬ traut. — (Ein Goltscheer Violin- Künstler in Amerika.) Beim 25-jährigen Jubelfeste des Gottscheer Männerchors wirkte auch ein junger Geigenkünstler mit, der sich trotz seiner Jugend schon eines ausgezeichneten Rufes erfreut. Es ist dies Herr Fred Lackner, Sohn der beiden Mösler Heinrich Lackner und Marie Swetitsch. — (Das neue Wohnungsgesetz in deutscher Sprache) kann bei der Verwaltung der „Neuen Zeit" in Veliki Belschkerek zum Preise von 5 Dinar per Stück bestellt werden. — (P e r s o n a l n achricht.) Nach erfolgreicher Beendigung seines Studiums wurde Herr Lud¬ wig Jonke aus Mozelj am 8. Juni zum Tierarzt promoviert. Wir beglückwünschen. — (Der Schulschluß) findet Heuer an allen Schulen in Slowenien Samstag, den 27. Juni, statt. — (Versammlungen.) Sonntag den 14. Juni hatten die hiesigen Handwerksmeister zwei Versammlungen, und zwar die Genossenschaft der Handwerksmeister eine außerordentliche und der Handwerkerverein seine ordentliche Jahresver¬ sammlung. Die Genosfenschastsversammlung er¬ öffnete der Genosfcnschastsobmann Herr Johann Jahrgang V!l. Mandelc. Den wichtigsten Punkt der Tagesor¬ dnung bildete: Änderung der Statuten. Die ab¬ zuändernden Paragraphen wurden slowenisch und deutsch vorgelesen und dann einer gründlichen Beratung unterzogen. Schließlich wurden die neuen Statuten genehmigt. Unter Allfälligem wurde von mehreren Mitgliedern auf verschiedene Mißstände im heimischen Gewerbe, insbesondere aber aus das überhandnehmende Pfuscherwesen hingewiesen. Der Vorstand versprach Abhilfe. — Die Hauplversammlung des Handwerkerver¬ eines eröffnete der Obmann Herr Adolf Kraus und berichtete kurz über die Tätigkeit des Ver¬ eines irn vergangenen Berichtsjahre. Kassier Herr Georg Mille erstattete den Kassabericht, worauf die Herren Franz Engele und Josef PavliLek zu Rechnungsprüfern bestimmt wurden. In den neuen Vereinsausschnß wurden gewählt die Herren: Adolf Kraus, Rudolf Jonke, Albert Loretitsch, Ferdinand Egon, Johann Rankel, Franz Händler, Matth. SlefanLiö, Georg Mille und Frau He¬ lene Loser. Herr Mandelc betonte in längerer Ausführung die großen Verdienste, die sich Herr Franz Premier seit dem Bestände des Vereines um diesen erworben hatte und beantragte, er möge zum Ehrenmitgliede ernannt werden zum Beweise der Anerkennung und des Dankes. Der Antrag wurde einstimmig angenommen. Beide Versamm¬ lungen waren gut besucht. — (V i e r e i n h a lb M i ll i o n e n S o l d a t e n in Europa.) Nach statistischen Erhebungen ist das arme und blutende Europa dvch noch im¬ stande, 4VL Millionen Liniensoldaten in Bereit¬ schaft zu halten. Die einzelnen Zahlenangaben lauten: Sovjetrußland 1003.000, Frankreich 732.000, Schweiz (Vvlksmiliz) 500.000, Ita¬ lien 250.000, Polen 250.000, Spanien 240.000, Holland 163.000, England 256.000, Tschecho¬ slowakei 149.000, Jugoslawien 130.000, Nu- mänieu 125.000, Griechenland 110.000, Deutsch¬ land (Höchststand nach dem Versailler Friedens- Vertrag) 100.000, Portugal 40000. Ungarn 33.000, Schweden 32.000, Finnland 30.000, Dänemark 27.000, Österreich 21.500, Bulgarien 20.000, Lettland 20.000, Estland 16.000, Li- tauen 15.000. Falls man annimmt, daß ein Viertel dieser Soldaten im Dienste steht, so heißt das, daß Europas tägliche Ausgaben für das Heer 10 Milliarden 980 Millionen Dinar be¬ tragen. — (Die Höhe der interalliierten Schulden an Amerika.) Zur Meldung aus Washington, daß Amerika die Initiative zur Re¬ gelung der Frage der interalliierten Kriegsschulden ergriffen habe, wird gemeldet, daß die Höhe dieser Schulden, einschließlich der Zinsen bis zum 1. Jänner 1925 folgende Beträge aufweise: Frank¬ reich 9137,224.354, Italien 2097,347.121, Bel- gien 771,823.702. Griechenland 17,250.000, England 17 480.685, die Tschechoslowakei 115 Millionen 528.439 Jugoslawien 47,134.060, Rumänien 45,605.147 Dollar. — (D ie F a ch s ch n l e u n d i h r S ch i ck s a l.) Wie das Gerücht geht, soll die gewesene Fach¬ schule vom Staate gegen den Betrag von 250.000 Dinar der Stadlgemeinde überlassen werden. Diese will darin eine Sägeschule (?) oder eine Forstschule einrichten. Guter Johann Stampfl hättest du das geahnt, so . . . — (Das stä d t i s ch e Bad) sieht schon lange nicht mehr städtisch aus. Es würde von jeder- mann begrüßt werden, wenn es wieder einmal in Stand gesetzt würde. — (Halbe Fahrt für Adriabesucher.) Das Verkehrsministerim hat eine Verordnung er¬ lassen, derzufolge in der Zeit vom 1. Juni bis 1. Oktober für Besucher der jugoslawischen Adria- küste (für In- und Ausländer) halbe Fahrpreise von allen Eisenbahnstationen an nach Suäak, Bakar, Plas, Split, äibcnik, Metkovic und GruL VI!. Jahrgang. Gottscheer Zeitung — Nr. 19 Seite 3. (Dubrovnik) berechnet werden. Der dabei zu be¬ obachtende Vorgang ist folgender: Man löst auf der Abreisestativn eine ganze Karte bis zur End¬ station, die auch für die Rückkehr gilt, wenn sie vor der Abfahrt und bei der Heimkehr mit dem Stempel der Eisenbahnstation versehen ist, aus dem ersichtlich sein muß, daß der Aufenthalt in unseren Küstcnorten wenigstens 14 Tage dauerte. Diesbezügliche Bestätigungen stellen die Kur-, Gemeinde- oder Stadtbehörden aus. — (Die Fahrt zum Nordpol) hat am 21. Mai der bekannte norwegische Forscher Amundsen mit fünf Begleitern von Spitzber- gen aus in zwei Flugzeugen angetreten. Der Mann hat vor etlichen Jahren auch den Südpol schon erreicht. Diesmal wollte er im Norden die Stelle auffinden, wo sich die Erde um ihre Achse dreht, und zugleich feststellen, ob die Ver¬ mutung, daß dort oben noch ein ausgedehntes Festland sei, auf Wahrheit beruhe. Sollte es zutrcffen, dann hatte er den Auftrag, dieses un¬ bekannte Land für Norwegen zu annektieren. Nun fehlt seit 21. Mai jede Nachricht über ihn und herrscht darob vielfache Aufregung. — (In jeder G emeinde ein Teleph on.) Eine ministerielle Verordnung macht es jeder Ge¬ meinde zur Pflicht, innerhalb zweier Jahre mit den Bezirkshauptorten telephonische Verbindung herzustellen. Die nöligen Kosten tragen Gemeinde und Staat je zur Hälfte. — (Metallgeld.) Im Laufe dieses Mo¬ nates soll das schon oft angesagte Metallgeld zu 50 Para, ein und zwei Dinar zur Ausgabe ge¬ langen. — (Für fremde Geldwährung) gelten für den Monat Juni folgende amtliche Umrech¬ nungskurse: Dollar 61'50, kanad. Dollar 61, deutsche Mark 14'63, österr. Schilling 8 66, 100 franz. Franken 317, 100 Lire 249, 100 dänische Kronen 1160, 100 schwedische Kronen 1646, 100 norwegische Kronen 1034, 100 sich. Kronen 183, 1 Million ung. Kronen 865 Dinar. —- (Neuerliches ErdbebeninJapan.) Dieses Reich, das von Erdbeben schon so oft heimgesucht worden ist, ist davon kürzlich wieder betroffen worden. Das Erdbeben war auf einen kleineren Umkreis beschränkt als das, von 1923, war aber viel stärker. In den heimgesuchten Ge¬ genden sind alle Telephonleitungen und Eisenbahn¬ verbindungen unterbrochen, so daß das Erdbeben- gebiel vollständig von der Welt abgeschlossen ist. Die Stadt Toyoka steht zur Hälsie in Flammen, das Eisenbahngebäude und die Schule sind ein¬ gestürzt. 200 Menschen haben das Leben ver¬ loren, 400 sind schwer verletzt. Auch in Kinojaki brach enn riesige Feuersbrunst aus. Hilssexpedi- tionen eilten aus allen Teilen des Landes in das Erdbebengebiet. Zahlreiche Dörfer sind vollkom¬ men zerstört und dazu ist noch große Hungersnot ausgebrochen.. WemZKa loka. (Sänger aus slug.) Wie wir erfahren, veranstaltet der Gottscheer Gesang¬ verein Sonntag den 28. Juni seinen zweiten Heu- rigen Ausflug nach Nemška loka. Willkommen. — (Trauung.) Hier schlossen am 13. Juni den Ehebund Johann Wiltine aus Katji potok und Maria Frankovic au Kralji. — (Zu Fuß um die Erde.) Am Pfingst¬ sonntag übernachteten hier zwei junge Männer aus Deutschland, die eine Reise um die Erde zu Fuß vorhaben. Es sind das die Herren Otto Schuchardt aus Eisenach und Artur Zeißler aus Rostock, beide Hörer der Universität in Jena. Von hier reisten sie Dienstag weiter über Neu¬ satz und Budapest nach Konstantinopel, wo sie in 16 Tagen einzutreffen hoffen. Kukovo. (Trauung.) Am 1. Juni ist in der Pfarrkirche zu Struge der Kukendorfer Besitzer Josef Eppich mit Maria Pugelj getraut morden. Viel Glück. Wröovec. (Besuch.) Franz Kvsmerl aus Cleveland und seine Frau, eine gebürtige Tiesen- talerin, sind nach 32 Jahren, Franz Skebe samt Frau aber »ach 25 Jahren auf Besuch in ihre alte Heimat gekommen. Uorovec. (S.chülerausflug.) Am 3. d. M. besuchte die Lienfelder und am 5. die Maserer Schuljugend unter Begleitung ihres Lehrkörpers die Morobitzer Krempe. Sie kehrten wohlbefrie- digl von der romantischen Aussichlsstelle heim¬ wärts. Uavne der Borovce. (H e i m g e k e hrt.) Unser Landsmann, Herr Peter Kösel, der schon lange Jahre in Bakersfield in Kalifornien als Hotelier weilt, ist samt Frau hier zum Svmmeraufenthalte eingelroffen. Herzliches Willkommen. GrLarice. (Entdeckt.) Die Schwindlerin, die im Monate Mai die hiesige Besitzerin M. P. auf freche Weise betrog, daß ihr Sohn aus der Gefangenschaft zurückgekehrt sei, und sie zur Fahrt bis Ljubljana verleitete, wo sie ihr am Bahn¬ hofe 100 Din und eine Handtasche entlockte, wurde nun endlich in einem Gasthofe in Ljub¬ ljana verhaftet. Sie heißt Theresia Selak und ist in Celje zu Hause. Hier nannte sie sich Minka Pichler. Wie festgestellt wurde, hat sie bereits 20 ähnliche Fälle ausgeführt. chlarnta. (Edelwild.) Vor kurzem wurde neben der Karlshüttnerstraße ein schöner, großer Hirsch tot aufgefunden. Er wurde von Wölfen herumgehetzt und dann niedergerissen. Das Ge¬ weih war noch im Bast, daher konnte sich das arme Tier nicht verteidigen. Stara cerkev. (Trauungen.) In der Mit- terdorfer Kirche sind am Montag drei Paare ge¬ traut worden und zwar: Samide Richard aus Malagora 12 mit Franziska Knaus aus Mala¬ gora 11; Anton äknbe aus St. Michael mit Ma¬ ria Baltasar aus Malagora 3; und der Altlager Gastwirt Joses Kikel mit der im gleichen Dorfe ansässigen Witwe Josefa Fink. — (Das erste Wildschwein erlegt.) Am Windischdorfer Berg hat vor vierzehn Tagen der fürstliche Jäger ein 50 KZ schweres Wild- schwein erlegt. Es ist das erste seines gleichen, das hier zu Schuß gekommen ist. — (Jagdverpachtung.) Die Malgerer Jagd ist um jährliche 5000 Dinar neuverpachtet worden. Dvptareöer. (Glocken weihe.) In der Un¬ terwarmberger Pfarre findet Sonntag den 21. Juni um 10 Uhr die Weihe von drei neuen Bronze¬ glocken statt. Von dieser seltenen Feier, verbun- mit einem Hochamte und Opfergang, werden die heimischen wie auch die Insassen der umliegenden Pfarren behufs zahlreicher Beteiligung verständigt. H»okjane. (Kurze Nachrichten.) Ein Pöl- landler schreibt: Am 25. Mai starb der 26 jäh¬ rige Otto Samida an Tuberkulose. Er ruhe in Frieden. — Am Pfingstsonntage besuchte uns der Gottscheer Gesangverein in einer Stärke von un¬ gefähr 33 Mann. Die schönen deutschen Lieder erfreuten die sehr zahlreich erschienenen Zuhörer und allseitig wurde der Wünsch ausgesprochen, der Gesangverein möchte nächstes Jahr wieder¬ kommen. — Am 27. Juni wird in Novomesto der Gesamtbesitz des hiesigen Gastwirtes Herrn Johann Petschauer gerichtlich versteigert. Mlaka. (Wölfe.) Ein Mooser berichtet: Unlängst kaufte der Sägebesitzer Herr Josef Scheschark aus NeniZka vas in Händlern ein Kitz¬ lein. Auf dem Heimwege stellte sich ihm ein Wolf entgegen und er wollte nicht weichen. Der er¬ schreckte Mann faßte sein Zicklein und eilte nach Händlern zurück, wo er sich einew tapfern Be¬ gleiter holte. Hotenica. (Gottesdienst) auf dem Sankt Leonhard-Berge. Da der für den 28. Juni, d. i. den vierten Sonntag nach Pfingsten, in der Stadt Koäevje geplante eucharistische Kongreß auf.den 16. August verschoben wurde, wird der Gottes¬ dienst auf dem St. Leonhard-Berge auch Heuer am 4. Sonntage nach Pfingsten statlsinden und ist kein Anlaß, denselben aus den 5. Sonntag zu verlegen. — (In Lebensgefahr) schwebte am 5. Juni Josef Michitsch Nr. 33 beim Stocken einer Tanne. Michitsch stockte am genannten Tage im Verein mit dem Besitzer Josef Poje 30 in dessen Waldanteile. Die gefällte Tanne war an einem kleineren Buchenstamme hängen geblieben. Bei Entfernung des Hindernisses verlor Michitsch die Orientierung, wich in verkehrter Richtung aus und geriet unter die niederstürzende Tanne. Zum Glück waren einige Felsen dort, welche dem Be¬ dauernswerten die Last der Tanne tragen halfen. Aber eine halbe Stunde in der lebensgefähr¬ lichen Lage eingekeilt zu sein, war höchst peinlich. Der anwesende Besitzer des Waldanteilcs, Josef Poje, konnte nur insoweit helfend eingreifen, daß er ein Weiterrollen der Tanne in dem abschüssigen Terrain zu verhindern suchte. Auf die Hilferufe des Michitsch, die man bis in das Tal hörte, kamen Arbeiter und befreiten ihn aus der stän- digen Todesgefahr, in der er durch eine halbe Stunde geschwebt war. Lebensgefährlich ist Mi¬ chitsch zwar nicht verletzt, hat aber doch mehrere Quetschungen erlitten. — (Trauung.) Am 23. Mai wurde in Brooklyn Ferdinand Michitsch aus Gotenica 22 mit Hedwig Wittine aus Mozelj getraut. Spodnji log. (DieHauptversammlung) des Spar- und Darlehenskassenvereines findet Sonntag den 28. Juni um 2 Uhr nachmittags im Amtslokale mit folgender Tagesordnung statt r. 1. Bericht des Vorstandes. 2. Genehmigung des Rechnungsabschlusses sür 1924. 3. Wahl des Auf- sichtsrates. 4. Allfälliges. Sollte zur festgesetzten Stunde die beschlußfähige Anzahl von Mitgliedern nicht erscheinen, findet eine halbe Stunde später eine neue Hauptversammlung statt, welche ohne Rücksicht auf die Zahl der erschienenen Mitglieder beschlußsähig ist. Skrik. (Heirat.) Am 31. Mai wurden in Zdihovo Johann Stalzer aus Ramsriegel und Frieda Mallnar aus Zdihovo getraut. Am 7. Juni schlossen in Skril Adalbert Meran, Lchrers- sohn aus Verdreng, und Josefa Zur! aus Skril den Lebensbund. Sp. Mozelj. (Blitzschlag.) Beim Unge- Witter am 14. Juni schlug der Blitz in das Wohn- Haus des Johann Kusold ein und zündete den Dachstuhl. Doch wurde das Feuer infolge des strömenden Regens und durch die Familie Kusold und die heimische Feuerwehr gleich ge¬ löscht und ist der Schaden gering. Die Einwohner des beschädigten Hauses kamen mit dem bloßen Schrecken davon. Mozelj. (Der nächste Markt) findet we¬ gen des Feiertages nicht am 28-, sondern Sams¬ tag -den 27. Juni statt, wovon die Marktinteres¬ senten aufmerksam gemacht werden. Hraz. (Der Verein Gottschee rland) in Graz ersucht alle Landsleute in Graz und Steiermark, die Abnehmer der Gottscheer Zeitung sind, die Bezugsgebühr, falls sie dieselbe noch nicht bezahlt haben, möglichst bald und unter Benützung des beiliegenden Pvsterlagscheines an ihn einzu- senden, da er seil 1. April l. I. den Vertrieb für Steiermark übernommen hat. Gleichzeitig ersucht er jeden Landsmann, Abnehmer für die Zeitung zu werden, gilt es doch das einzige Blatt, das uns noch Nachrichten aus unserer engeren Heimat übermittelt, nach Möglichkeit zu unterstützen. Da- durch, daß der Verein den Vertrieb der Zeitung in die Hand genommen Hal, hat er eine ständige Kontrolle darüber, daß die Abnehmer prompt und sicher in den Besitz derselben gelangen. Weiters fordert er auch alle Landsleute in Steiermark, die noch nicht Mitglieder des Vereines Seite 4. Goktscheer Zeitung — Nr. 19. - v VII. sind, auf, demselben beizutreten, da er gerne be¬ reit ist, seinen Mitgliedern mit Rat und Tat zur Seite zu stehen. Der Jahresbeitrag beträgt S 2. Auch ersucht er seine Mitglieder, ihm Änderungen ihrer Anschrift immer möglichst bald bekannt zu geben. Zuschriften sind zu richten: Verein Gott- scheerland, Graz, zu Händen des Herrn Michitsch, Hans Sachsgasse Nr. 5. III. Salzburg. (Maler M ich a e lRu p pe) Ivar auf der diesjährigen Ostcrausstellung im Salz¬ burger Künstlerhause mit einer Sammlung von über 30 Bildern in einer eigenen Abteilung ver¬ treten, die von Publikum und Kritik beifälligst ausgenommen wurde. Dr. Otto Kunz schreibt darüber u. a. solgendes: „Mit Interesse verfolgt man an M. Ruppe die Entwicklung des Natura¬ lismus in den letzten Jahrzehnten, von den großen, aus der Natur geholten Formen bis zur Intimität des stillen Winkels. Auch hier dehnt sich die neue Zeit und reckt sich in den weiten, Hellen Himmel hinein, in verträumten Ecken raschelt der Wind, Felsblöcke liegen moosumwuchert am Hang. Die Gruppe, welche die Bildfläche in allen ihren Teilen gleich stark in ihre Kunst bannt, ist reich." Motive aus Salzburg, „ein Blick in deutsche Lande (Thüringen)", das Grödener und das Eisacktal in Tirol, Dachau in Bayern, das Inn¬ viertel, Riva am Gardasee, .Pompei, Abbazia, Lussingrande, Kanal Maltempo, Bilder aus Steier¬ mark und Krain („Kanker bei Krainburg",) legen Zeugnis davon ab, wie weit herum des Künstlers Erdenwallen führt und seinen schönheitstrunkenen Augen eine Heimat erstehen läßt. Das Bild 1 „Vor Bethlehems Toren" zeigt ergreifend, daß des Künstlers Sehnsucht nicht in der Andacht beim Betrachten von Gottes herrlicher Natur aufgeht, sondern über die engen Grenzen der ge¬ quälten Menschheit hinausstrebt. „Stilleben" und „Bauernhäuschen" erweisen Ruppes abgeklärten Geist, frei von der ruhelosen Hast und gesuchten Effekthascherei so manches „Modernen". Briefkasten. O. in M. Um die amerikanischen Pässe steht es jetzt wieder einmal schlecht. Dieser Tage hat der amerikanische Konsul in Zagreb das Verzeich¬ nis derjenigen Bittsteller unserem Ministerium überreicht, die vom 1. Juni 1925 bis 1. Juni 1926 das Recht aufs Visum hätten. Und dieses Verzeichnis enthält bloß drei Personen, die in Jugoslawien wohnen. Das Visum für alle übrigen aus unserer Quote ist auf solche Personen ent¬ fallen, die sich derzeit in Österreich, Ungarn und in Frankreich aushalten, in Jugoslawien aber ge¬ hören sind. Unter den drei Genannten ist auch eine Person aus Mrava. Ob dieses Verzeichnis noch eine Änderung erfährt, hängt davon ab, in- wieweit die Interpellation des Äbg. äkulj Erfolg haben wird, nach der verlangt wird, daß unsere Regierung mit der amerikanischen sich in Verbin¬ dung setzen wolle, auf daß wenigstens alle j ne, die schon im Jahre 1924 ihre Pässe hallen, in das Kontingent für 1925/26 ausgenommen würden. Es wäre reine Geldverschwendung, wenn neue Gesuche jetzt eingereicht würden. Beehre mich, dem geehrten Publikum bekanntzu- geben, daß ich am 2. Juli 1925 mein kinkedrSaswaus (vsrmalr ffarcke) eröffne und bestrebt sein werde, die geehrten Gäste auf das beste und billigste zu bewirten. Itein« und geräumige Stallung. Hustav PerderSer. Herausgeber und Eigentümer: Josef Eppich. — Ver¬ antwortlicher Schriftleiter: Carl Erker. — Buchdruckerei Josef Pavliäek in KoLevje. Gin schöner Aefth mit 12 Äckern und 6 Waldanteilen wird in Niedermösel Nr. 15 wegen Abreise nach Amerika verkauft. Anfragen bei Josef Tscherne in Mooswald 34 (Krahwirt.) Meinen Einkauf besorge ich am besten in der Gemischtwarenhandlung Nisi! Urerze in Uscevle. Jedermann wird dort mit Waren erster Güte auf das solideste und mit den billigsten Tagespreisen bedient. Erhältlich sind sämtliche Spezereiartikel sowie Weizen¬ mehl aus erstklassigen Banatermühlen. In allen Manufaktur-, Kurz- und Wirkwaren best¬ sortiertes Lager bester Qualitäten. . Solide und aufmerksame Bedienung! Freie Besichtigung! Kein Kaufzwang! mn vex xeves^x v4m?renx xäcn v ocx V. oureimäl. nočnem« von - ämwLirk'LN äi.l.8 ttÖTIOklbl ällkAbälrvölOLdi 88- rOoricn kreise, e^nirelreise wie ävc« oen/wesTe väTen twe r vbneirkkridi- ovblü Tücttnoeir eeev/Virseneir -we emeiir »ozinxios iJvklJäiqä, zos. riväir, oiMäiSKä c.4i - r^oiree, perwiPSKä veic^ 40. Moen Olas- nnä ?or26llnntVLrknbg.itckInQA in Loöevjs empfiehlt sich zur Übernahme aller Ban- und Re¬ paratur-Verglasungen in der Stadt und am Lande. 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XII. 924 „ 16,244.202 85 VerÄilSlllls: K°s> (ckie Kenten- unck Invslickensteuer rstilt ckie 8znk sus Eigenem) 0 01 kuckeinlsgen O 0 Orössere öeträge auk klinckigung wercken nsvk Vvneinksnung Köken venLinsl. —. , l Die Lank kautt bestens Dollar unck sonstige Valuten unck belasst sieb mit sämtlicken Lsnkoperationen. I-kint Lrlass äe» I'ins.QLmiiiisterinM», Oensiulinspolrtoiktl st. X. 14.554 ääto. 4. L.U- xnst 1924 2uw nnnwsebvänktsn vevisentranckel nnä rnr LwsZabe von Lxport- desolreinigungsn (Uvsrsnjs) bsvoUwäofitiAt,. -Vmtsstuncken Mr cken psrteienverkekr: Düglick von bald 9 Obr vor¬ mittags bis 12 vkr mittags unck von 3 bis 5 Okr nsckmittsgs. Einlagenstand am 1. Jänner 1924: Din 11,232.522'22. Zinsfuß für Einlagen (ohne Abzug der Rentensteuer) 6°/o. b °1<» 8Ml(U86 llös 8!öl!I KlOöVD JEKZM Das AmtSlokal der Sparkaffe der Stadt KoLevje be- Amtstage jeden Montag und Donnerstag von 8 bis 11 Uhr und an findet sich im Schloßgebäude am Auerspergplatz. allen Jahrmarkttagen von 8 bis 12 Uhr vormittags.