Verwaltmig: #i«tbt>au«0diV Nr. S (futmEKT 'slitl H„»>. ve»-g«de»t,go>sei: D»,ch tll (ll tt)og»->tsMia«* wchl »«MCTattjt • lllBtl|BB|«B i*mt Mi eciBsItaa« jtjn ch» •»»f n(4dst '»S« «jmeU| B3t angtBt. Ooßldor-«» M4.M0. M. tO. Warum er ihn nicht verurthciten wollte. E» war bei einer Gerichtssitzung in einem der westlichsten Staaten der Union. Eben hatte sich die Jury zur Berathung zurückgezogen, und e» zweif-lte niemand im Saale, das« ihr Wahrspruch aus „schuldigt lauten würde. Das« die Ge-schworenln überhaupt erst noch in eine Berathung eintraten, erschien eigentlich recht überflüssig, denn von Ansang bi» zu Ende der Verhandlung wurde solch vernichtende« Belastungsmaterial gegen den Angeklagten vorgebracht, dass, als der letzte Zeuge vernvmmen worden war, niemand im Publicum noch im geringsten daran zweifelte, dass Robert Sullivan vorsätzlich und kalten Blute» Jack Wilder ermordet hatte; auch ohne die beweiskräftige Rede des StaatSanwalteS wäre jeder der Zuhörer wohl zu dieser Ueberzeugung gekommen. Der Thatbestand, den die Verhandlung ergab, war kurz folgender: Robert oder, wie er allgemein genannt wurde, Bob Sullivan war im Rausche mit Jack Wilder, einem gewerbsmäßigen Spieler, in Streit gerathen, nachdem er an ihn sein Vermögen bis aus den letzten Cent verloren hatte. Am anderen ' Morgen, als er nüchtern wurde und zu seinem Schreck erkannte, dass er jetzt ein Bettler war, fluchte und tobte er, und in Gegenwart verschiedener Zeugen rief er au«, er würde schon sein Geld wieder kriegen odir den Kerl todtschlagen, der ihn darum gebrach« habe. Demgemäß machte er sich aus, um Wilder, der nach einer benachbarten Stadt ge-ritten war, zu treffen, und tag«darauf wurde der letztere an einer einsamen Stelle der Landstraße er» mordet aufgefunden. Ein Messerstich in« Herz (gtCR, Sonntag, 9. Wärz 1902. hatte ihn gelobtet, und in der Wunde steckte »och das Mordinstrument. Sullivan musste zugeben, das« er nah« dem Orte, an dem die Leiche gefunden wurde, feinen Gegner getroffen und mit ihm eine sehr erregte Au«einandersetzung gehabt hatte. Er stellte aber entschieden in Abrede, das« e« zwischen ihnen zu Thätlichkeiten gekommen sei, denn Wilder hätte ihm versprochen, ihm sein Geld zurückzuerstatten. Kein Tüpfelchen aus dem i fehlte an dem Jndicienbewei», der Sullivan« Schuld außer Zweifel stellte, und selbst sein Vertheidiger wollte an da« wenige, wa« fein Client zu feiner Entlastung vorzubringen ver» mochte, nicht recht glauben. In kaltem, überlegenen Tone hatte der Richter, ein großer, stattlicher Herr, den Geschworenen die RechtSbelehrung ertheilt und sich dann in seine Acten vertieft. Die unten im Saale sich dringenden Zu-Hörer wüldigte er keines Blickes. Wie man sosort sehen konnte, setzten sich diese aus kleinen Gewerbe-treibenden und Farmern zusammen. Hie und da war wohl auch da« schartgeschnittene Profil eine« Anwalts oder eines Fremden au« einer benachbarten Stadt zu erkennen, die deutlich von den sie umgebenden biederen Philistergesichtern zu unter-scheiden waren. Der Angeklagte hatte den Kops mit den Händen bedeckt, die ihre Kraft verloren hatten, blas« au«-sahen und beständig zitterten. Neben ihm stand sein Weib. An ihrer Brust hielt sie ein schwächliches, krankes Kind, ihre unheimlich funkelnden Augen, ihre sich unablässig bewegenden Lippen, und jede Linie ihrer abgemagerten, nach vorn gebeugten Ge-stalt gaben von den furchtbaren Qualen und der 27. Jahrgang. , nehmungen behandelt. Wenn sich Haupt- und Zweigniederlassung im Kammerbezute befinden, wird die xefammte Erwerbsteuerleistung der Einreihung in die Wahlkörper zugrunde gelegt. In beiden Fällen erfolgt die Einrechung w jene Section, der die Hauptniederlassung angehören würde, beziehungS-weise angehört. Passiv wahlberechtigt sind jene Mit» glieder deS Handels- und GewerbestandeS, welche österreichische Staatsbürger sind, das 30. Lebens-jähr zurückgingt haben, feit mindestens drei Jahren die Erfordernisse für da« active Wahlrecht besitzen und ihren regelmäßigen Wohnsitz im Bezirke der Kammer haben. Passiv wahlberechtigt in der Hand.lS-, bezichungSweife Gewerbe-, beziehungS« weise Montansection und zwar in allen Wahl-körpern derselben sind nur jene Personen, welche in der betreffenden Section da« active Wahlrech« besitzen. Ausgeschlossen vom activen und passiven Wahl-rechte sind diejenigen Personen, welche nach den bestehenden Gesetzen von der Ausübung des activen und passiven Wahlrechtes in der Gemeinde aus-geschlossen sind, dann die von der Steuerzahlung befreiten Unternehmungen. Außerdem find von der Wählbarkeit ausgeschlossen Kaufleute, welche in Concurt verfallen find, infolange sie nicht die Wiederbefähigung erlang« haben. Die Wahl geschieht öffentlich unter Abgabe, beziehungsweise Beilegung der LegilimationSkarte, und zwar nach dem Willen des Wählers entweder: a) durch mündliche Abstimmung vor der k. k. Wahlcommission oder b) durch persönliche Abgabt deS ausgefüllten Stimmzettel« vor der k. k. Wahlcommission oder o) durch Einsendung deS «»«gefüllten, von dem Wähler unterschriebenen Stimmzettel« an die k. k. Wahlcommission. Diese Einsendung kann im Wege der Post oder durch eigen« Boten erfolgen. Die Stimmzettel können offen oder verschlossen abgegeben oder eingesendet werden. Verschlossene Stimmzettel müssen von außen mit dem Namen de« Wähler« versehen sein. Die mündlich« Wahl und die persönliche Ab-gab« der ausgefüllten Stimmzettel vor der k. k. entsetzlichen Aufregung Kunde, die die arme Frau durchlebt hatt« und noch durchltbtt. Athemlose Stille herrscht« in der Versammlung, die sich in diesem dürftig ausgestatteten Gerichtssaale zusammengefunden hatte. Auch das Kind deS Angeklagten hatte zu weinen aufgehört, und daS Summen einer großen Flieg», die sich in einem Spinngewebe oben am Fenster gefangen hatte, war der einzig« Laut, der die beängstigende Ruhe unlerbrach. Fünf, zehn, zwanzig Minuten vergi«ng«n, und noch immer nicht war die Jury in den Saal zurück-gekehrt. Schon machten sich bei den Zuhörern Zeichen der Ungeduld bemerkbar. Der Richter winkle den Sheriff zu sich heran, und nachdem er ihm «in paar Wort« ins Ohr g«flüst«rt, sah man di«s«n durch bi«s«lb« Thür verschwinden, durch die auch di« G«schwor«ntn sich enifernt hatten. Ueber tinen düsteren Corridor gelangte der Sheriff in einen großen, htlltn Saal, in d«m die Geschworenen ver» sammelt waren. Er wandte sich an den Obmann und fragte ihn, ob sie denn noch immer nicht mit ihrer Berathung zu Ende wären. „Nein," erwiderte im ärgerlichen Tone diese gewichtige Persönlichk.it. .Elf von uns sind fürs Hängen, Conway will aber davon nicht» hören. Er meint, das« wir den Burschen freisprechen sollen, und er erklärt, seine Verurtheilung unter keinen Umständen zugeben zu wollen, und wenn wir bi« anS Ende der Tage hier sitzen sollen." Gile« Conway, der Mann, dessen Hartnäckig« teit solch unnöthige Verzögerung verursachte, saß von den anderen etwa« getrennt. Die braunen Beinkleider und der weiche Filzhut kennzeichneten ihn al« Farmer. Die Ungeduld und der Aerger Die Handetskammerwahten. I» die Handel«- und Gewerbekammer in Graz find 44 wirkliche Mitglieder zu wählen, welche folgende Sectionen bilden: l. die Handel«-section mit 14 Mitgliedern, 2. die Gewerbefection mit 26 Mitgliedern, 3. die Montansection mit 4 Mitgliedern. * Die Kammermilglieder sind aus fech« Jahre zu wählen und zwar: 1. au« der Handel«fection vom Wahlkörper a (jährlich zu entrichtende Erwerb-steuer mindesten« 600 K. . 3 Mitglieder vom Wahlkörper d (jährlich zu entrichtende Erwerb-steuer mindesten« 200 K . 3 Mitglieder vom Wahlkörper o (jährlich ;u entrichtende Erwerb-steuer mindesten« 50 X) . 3 Mitglieder vom Wahlkörper ä (jährlich zu entrichtende Erwerb-steuer mindestens 6 K) .5 Mitglieder 2. au« der Gewerbtsection vom Wahlkörper a (jährlich zu entrichtende Erwerb-steuer mindesten» 600 K) . 6 Mitglieder vom Wahlkörper b (jährlich zu entrichtend« Erwerb-steuer mind«stnS 120 X). 6 Mitglieder vom Wahlkörper c (jährlich zu entrichtende Erwerb-steuer mindeitenS 40 K) . 6 Mitglieder vom Wablkörper 6 (jährlich zu entrichtende Erwerb»« steuer mindesten» 6 X) .8 Mitglieder 3. au» der Montansection, dit tinm Wahlkörper (jährlich zu entrichtende Er-werbsteuer mindesten« 6 X) bildet, 4 Mitglieder. V«n den Kammermitgliedern müssen mindesten« 26 in Graz ses«haft fein, und zwar mindesten» 8 au« der HandelSsection und mind«st«n» 18 au« drr Gewerbe- und au» der Montansection. Demnach kann auch eine größere Zahl von Mitgliedern in Graz ses»haft fein. Jeder Wahlberechtigte wählt nur in dem Wahlkörper, welchem er angehört. Dem in mehreren Wahllörpern Wahlberechtigten steht e« frei, sich jederzeit, spätesten» aber unmittelbar vor der Au»-Übung de» Wahlrechte» an die k. k. Wahlcommissioo zu erklären, in welchem Wahlkörper er da« Wahl-recht au«üben will, da er sonst in dem Wahlkörper eingereiht bleibt, in welchem er die höchste Steuer zu entrichten hat. Der Wahlberechtigte, welcher mehrere, ver« schieden«« Sectionen angehönge Gewerbe betreibt, wurde im Falle der Cumulierung der Steuervor-schreibung in jenen Wahlkörper der Gewerbe-section eingereiht, welchem der cumulierte Steuer-betrag entspricht. Jeder Wahlkörper wählt selbständig die auf ihn entfallende Zahl von Mitgliedern. Eine Cumu-lierung der Stimmen verfchiedener Wahlköiper findet nicht statt. Activ wahlberechtigt find jene Mit-glieder deS Handel«- und GewerbestandeS, welche im Äollgenusse der bürgerlichen Rechte sind und im Bezirke der Kammer eine Handlung, ein Ge-werbe oder e«nen Bergbau selbständig oder al« öffentliche Gesellschafter, beim, al» persönlich haf-tende Gesellschafter von Commanditgesellschasien betreiben, dann jene Personen, welche al» Vor« stände ober Directoren commercielle oder industrielle Aciienunternehmungen leiten, wenn von den auf-geführten Unternehmungen ein Erwerbsteuei betrag von mindesten« 6 K jährlich zu entrichten ist. Sonstige juristische oder Collectiopersonen, wie Sparcassen. Erwerb« und WirlichastSgenossen-fchaften, Gewerkschaften. Vereine, Gemeinde» und andere öffentliche Körperschaften usw. sind zur Ab-gäbe einer einzigen Wahlftimme berechtigt. Zur Ausübung dieses Wahlrechtes sind diejenigen Per» sonen berufen, welchen nach Gesetz, Statut oder be-sonderer Uebereinkunft die Vertretung veS Unter-nehmen» zusteht. Bei verpachteten Betrieben steht da» Wahl-recht dem Pächter zu. Wenn Frauen oder solche Personen, die unter Vormundschaft oder Curatel stehen, im Alleinbesitze eine» Geschäfte» sich be« finden, so übt da« Wahlrecht in ihrem Namen der Geschästleiter au«. Zweigniederlassungen von Umeruehmungen, welche die Hauptniederlassung außerhalb de« Kam-merbezirke« haben, werden wie selbständige Unter- Seite 2 W«cht Nummer 20 Wahlcommission findet im Bureau der Handel«-und Gewerbekammer in Graz, Neulhorgasse 57, 1. Stock, statt und zwar: für sämmtliche Wahlkörper der Hanbel«section und für die Montansection am Montag, den 24. März 1902, von 9 Uhr vormittag« bi» I Uhr nachmittag» und von 5 Uhr nachmittag» bi» 7 Uhr abend», zu welcher Stunde die Stimmgeburg ge-schloffen wird; für sämmtliche Wahlkörper der Gewerbesection am Mittwoch, den 26. März 1902, von 9 Uhr vormittag» bi» l Uhr nachmittag» und von 5 Uhr nachmittag» bi» 7 Uhr abend», zu welcher Stunde die Stimmgebung geschlossen wird. Diejenigen Wahlberechtigten, welche ihr Wahl-recht durch Einsendung de» ausgefüllten und unter» schriebeneu Stimmzettel» ausüben, haben ihren Stimmzettel nebst der Legi>imalion»karte ehesten» unmittelbar an die k. k. Wahlcommission in Graz, Neuthorgasse 57, 1. Stock, einzusenden, und müssen die Stimmzettel der Wähler au» der Handel»seciion und au» der Montansection spätesten« am Montag, den 24. März 1902, um 7 Uhr abend», die Stimmzettel der Wähler au» der Gewerbesection spätesten» am Mittwoch, den 26. März 1902, um 7 Uhr abend» bei der k. k. Wahlcommission ein-gelangt sein, we»halb die Uebergabe der autgefüllten und unterschriebenen Stimmzettel an die Post unter Berücksichtigung de» Postenlaufe» zwischen der betreffenden Postaufgabestelle und dem Wahl-orte Graz zu erfolgen hat. wa» auch feiten» der Grazer Wähler zu beobachten ist. Die Beförderung der Stimmzettel sammt den Legitimationskarten, sowie aller Eingaben der Wahl-berechtigten an die k. k. Wahlcommission erfolgt durch die Post portofrei^ wenn sie auf der Adresse den Beisatz: „In Wahlangelegenheiten der Handel«- und Gewerbetammer in Graz' enthalten. Nach den festgesetzten Terminen bei der k. k. Wahlcommission e,»langende Stimmzettel werden nicht mehr angenommen. Gin deutscher Landsmannminister. Die Frage nach Einsetzung eine« deutschen LandSmannminister» tritt augenblicklich wieder mehr in den Vordergrund. Man spürt in allen deutsch-nationalen politischen Kreisen den empfindlichen Nachtheil, welcher der deutschen Bevölkerung da-durch entsteht, das» die deutschen Interessen im Rathe der Krone nicht durch «inen hiezu berufenen Vertrauen»mann o«rtr«t«n werden. Während die Polen und Tschechen in ihren Land»mannministern stet« rath- und thatsame Anwälte ihrer nationalen Bestrebungen finden, sehen sich die Deutschen in Oesterreich auf da« Wohlwollen der neutralen Be-amtenminister angewiesen, und sie sind nicht in der Lage, die slavischen Uebergriffe aus allen Gebieten de« öffentlichen Leben« in entscheidenden Momenten seiner College« schien ihn nicht im mindesten zu stören. Er schob sich den Hut tiefer aus den Kopf zurück, und e« sich in seinem Holzfessel recht bequem machend, begann er langsam und bedächtig: .Nein, liebe Freunde, da« werdet Ihr nicht erleben, das« ich aus solchen Bewei« hin helfe, einen Mann an den Galgen zu bringen. Darüber noch länger zu sprechen, hat weiter keinen Zweck. Denn 'wa« Gute« kann dabei doch nicht herauskommen." „Solch eine verdammte Dummheit!" nahm einer der Geschworenen das Wort. „Hier haben wir »inen solch klaren Beweis, das» kein Mensch mit v«rnünftig»n Sinnen daran zweifeln kann, das» Bob Sullivan Jack Wilder «rmordkt hat, und du sitzest hier wie ein Stück Holz und willst dich nicht belehren lassen.' »So ist eS," vers»tzi« Conway, „Ihr all« meint, das» aus solche Jndicien hin ein Mann ge-hangen werden soll; hättet Ihr aber von solchen Dingen schon soviel erlebt, wie ich, dann würdet Ihr auch ander» denken. Ich bin zwar kein guter Erzähler, wenn Ihr aber von einem ähnlichen Fall, von dem ich zufällig weiß, hören würdet, dann würdet Ihr auch, wenn ich mit meiner Geschichte zu Ende bin. und sie ist gar nicht lang, verstehen, warum ich nicht einen solch jungen Burschen an den Galgen bringen will, den ich von Kindheit auf gekannt habe, und von dem ich mit Fug und Recht annehmen darf, das» er in seinem Leben nicht» Böse« gethan hat.-- Ihr alle wis«t, das» ich. al» ich noch nicht hoch in den Zwanzigern war. mein ganze» Hab und Gut zu Geld machte und nach au»wärt« gieng, um mir eine Vieh-„Ranch" anzulegen. Mein Nachbar dort war auch solch junger Kerl wie ich, der gleich mir sein Glück machen wollte. Nennen wir ihn abzuwehren. Besonders für die Deutschen der ge-mischtsprachigen Länder macht sich der Mangel eines entschieden deutschen Vertreter» in der Regierung sehr bedenklich fühlbar, ein unleidlicher Umstand, der besonder» in den bezüglichen Beamten« ernennungen zum Ausdrucke gelangt. Von ©fite der Deutschen Volkspartei wurde schon wiederholt die Ernennung eine» deutschen LandSmannministerS au» den eben angedeuteten, triftigen nationalen Gründe« propagiert, obwohl diese berechtigte For-derung vielfach abfälligen Glossen von Seite an-derer deutschnationalen Fraktionen ausgesetzt war. Nun verlangt auch die Alldeutsche Vereinigung im Parlamente die Ernennung eine» deutschen Land«» mannministerS „zur Wahrung der Rechte und Interessen de« deutschen Volke« in Oesterreich". ES ist nicht daran zu zweifeln, dass bei nachdrück-licher Geltendmachung dieser Forderung seitens aller Nalionaldeulschen, die Ernennung eineS deutschen LandSmannminister» endlich erfolgen mus». Z)ie Budgetdebatte. Der schleppende Gang der Specialdebatte über den Staai»ooranschlag zeigt, das» sich da» Con-tingentierungSsystem, die Austheilung der Redner nach Parteien ohne Schluss der Debatte, nicht be-währt. Die Dauerreden sind durch dieses System keineswegs zu vermeiden gewesen, und so hat schon die Debatte über den Voranschlag des Ministeriums de» Innern einen Zeitraum in Anspruch genommen, der daS hiesür festgesetzte AuSmaß weit übersteigt. Wenn die Specialdebatte in demselben Tempo weitergeführt wird, ist ihr End« vor Mitt« oder Ende Mai nicht abzusehen. Mann kann auch nicht behaupten. dass die Reden besondere Aufmerksamkeit erregen, da das HauS während der Debatte eine fast vollständige Leere aufweist und namentlich die Dauerredner nur für da« stenographische Protokoll sprechen. Nachdem die Absicht besteht außer dem Budget noch eine Reihe von anderen Gegenständen, so u. a. die Fahrkartensteuer, die Frage der Eisen« bahnverstaatlichung. daS Gesetz über den Blanco-Terminhandel, noch vor Schluss dieser Frühjahrs-session zu erledigen und eine Anzahl von Sitzungen durch unvorhergesehen« Zwischenfäll« l«ichthin aus-g«bracht werden kann, so besteht daS Bestrebt», die Budgetdebatte aus daS nothwendigste Maß einzu-schränken. Nächst« Woche wird hierüber eint all-gemeine Obmännerconserenz berathen und Beschluss fassen. ES ist der Vorschlag aufgetaucht, für die den einzelnen Parteien zugewiesenen Redner bei den verschiedenen Budgetcapiteln eine bestimmte Zeit festzusetzen, zu deren Einhaltung die Pannen ver-pflichtet wären. Jim SaunderS; rr hieß freilich anoerS. doch daS thut weiter nichts. Vom ersten Augenblick an fühlten wir uns zu einander hingezogen, und eS dauerte gar nicht lange, liebten wir uns wie zwei Brüder. Und eS mag auch selten vorkommen, dass sich zwei Brüder so gern haben, wie eS bei uns beiden der Fall war. Nachdem wir uns schon eire ganze Zeit kennen gelernt hatten, erzählte mir Jim. dass er sich verheiraten würde, und ein paar Wochen später führte er auch daS schönste Mädchen. daS zehn Meil.n im Umkreis« zu finden war. al« Gattin heim. Sie war blond und ihr vollt« Haar fiel ihr übtr die Schulter herunter, große blaue Augen hatte sie und eine Stimm« wie «in« Nachtigall. Und Jim war überglücklich und meinte, im ganzen Lande gäbe e« keine zweite Milly. Auch sie schien ihn gern zu haben, wenigsten« in der ersten Zeit. Aber bald merkte ich, das« die Geschichte mit den beiden recht böse stand. Für sir gab rS ja viele Entschuldigungen; da» Leben da draußtn aus dtm Land« war furchtbar mühstlig und eintönig, und sit litbttPutz und allerei schöneSachen, und Jim hatte nicht da« Geld, sie ihr zu kaufen, wenn er auch Tag und Nacht arbeitete, um viel zu verdienen und ihr da« Leben so angenehm al« möglich zu machen. Und e« wäre wohl schließlich auch alle« noch ganz gut geworden, wenn nicht e'ne» schönen Tage« Jim in die nächste Stadt hätte gehen müssen, um dort einige Ackerbaugeräihe zu kaufen. In der Stadt traf »r einen allen Bekannten von früher her. Sie feierten ein fröhliches Wieder!ehen, und Jim bestand darauf, das« ihn sein Freund nachHaufe be-gleit», damit »r sich mit eigen»n Augen überzrug», wi» schön er eing»richtet sei. Er kam also mit, und als der seine Schwelle überschritt, hielt da« Unglück Martin Luther.*) Ein Lebensbild zur Abwehr gegen katholische Geschichts- und „südsteirische" Hehliigen. (Aortsetzung.) Und diese Helden wagen e«, Luther der Feig, heit zu zeihen. Freilich, sie mögen e« wohl al« echte Römlingeau« tiefstem HerzenSgruine wünschen, das« damal« sich niedrige Seelen gefunden hätten, welche d«n R«formator ergriffen und dem Kaiser au«grli«fert hätten, damit dir Kirche mit Hilfe der weltlichen Gerichtsbarkeit in die Lage gekommen wäre, ihn dem gesegneten Scheiterhaufen der Ja-quisition zu übergeben. So aber wurde Luther auf seiner Heimreise durch Thüringen plötzlich von Reitern überfallen und nach langem Umherirren in den Wäldern auf die stille Feste Wartburg gebracht, wo er nun. heimlich beschützt von seinem treuen Kurfürsten, als „Junker Georg" verkleidet, in aller Zurückgezogenheit leben musste, dass niemand seinen Wohnsitz erfahren und den Häschern verrathen könnte. In diese Zeit der Zurückgezogenheit und Stille fällt ein Wort, da» die „Südsteirische Presse" citiert, aber gänzlich entstellt wiedergibt. Wa» hat Luther »igrnllich in di»s»m Briefe an Melanchthon geschrieben? „Dein Brief hat mir au» zwei Gründen mifsfallen, weil ich sehe, das» Du zu ungeduldig da» Kreuz trägst und zu s»hr Deinen Stimmungen nachhängst, sodann, weil Du mich zu sehr überhebst und s«hr irrtümlicherweise mir sogar zuschreibst, al« ob ich um Gotte« Sache so sorgenvoll wäre. Mich drückt und quält diese Deine ausgezeichnete Meinung von mir, der ich dir unempfindlich und gleichgiltig in Muße sitze, wenig — Gott sei'S ge-klagt — betend, nicht« für die Kirche seufzend. Viel mehr brenne ich von heftigen Feuern meine« »«gezähmten Fleische«, in Summa: Der ich im Geiste brennen sollte, brenne von Fleisch, heißem Durste. Faulheit. Müßiggang, Schlafiuchi." Wa« war denn aber die Ursache diese« merk-würdigen Zustande»? Nun, feinem Freunde Me-lanchthon theilt er e» in seine« Briefe weiter «it. er sei so krank, das«, wenn sich sein Zustand nicht bald bessere, er seinen sicheren Aufenthaltsort ver-lassen müsse, um einen Arzt in Erfurt zu conful-tieren. Wir haben hier also einen Kranken vor un», welcher sich darüber grämt, das» er nicht trotz feiner Krankheit imstande sei, im fröhlichen Glauben zu beten und zu arbeiten für de» Herrn Sache. Wollte Got>, alle ähnlich Leidenden hätten so edlen Kummer! Und dennoch war Luther nicht müßig auf der Wartburg. Hier arbeitete er in der Stille der Nacht an der Auslegung de« 68. PsalmeS; hier schrieb er seine deutsche Kirchenpoftille, ja hier be-gann er rintS der bedeutungsvollsten Werke seine« *) Sieh« Nr. 16 und 17 der „Deutschen Wacht." bei Jim seinen Einzug. Denn von der Minute an. in der sein Freund Milly zum erstenmale sah, hatte er für nichts anderes Sinn oder Auge, und sie al« Weib war mächtig stolz darauf, das« ein so seiner Stadtherr mit einem Bauernweibe soviel Wesen« machte. Er machte sich so angenehm, das« sie ihn baten, längere Zeit zu bleiben. Er schien e« auch mit seiner Abreist gar nicht eilig zu haben. Jim arg-wöhnte keinen Augenblick, das« etwa« nicht in Ordnung sein sollt», denn einmal liebte er den Kerl wirklich aufrichtig, und dann wär« »« ihm ebenso-wenig riagtfallen. an Milly zu zweifeln, wie er an Gott zweifelt«. Ein«« Abend« kam Jim müde und hungrig nachbaust und entdeckte zu seinem Schreck, das« seine F au, feine Frau, die er so sehr liebte, — ihn verlassen und mit dem Manne, den er für seinen Freund gehalten hatt», davong»gang»n war. Erst ra«te »r vor Wuth. E« schien ihm. al« ob um ihn herum all-» schwarz wäre; vor seinen Augen sah er groß» Blutflecke und hörte auch Stimme«, die sich über ihn lustig machten und ihn einen Narren schalten. Soviel war ihm jedoch klar, das« er sie bi« an» End« der Welt verfolgen musste, um den Mann zu tödten, der ihm da» Liebste, wa» er ° besaß, geraubt hatte. So eilte er ihnen den« nach, war auch bald hier, bald dort aus ihrer Spur, aber immer entwischten sie ihm, bi» er sie schließlich au» den Augen verlor. Dann wurde er ruhiger, verkaufte seine „Ranch' und gieng nach seiner Heimat zurück. Hier wollte er die G«ltg«nheit abwart««, denn, das« er noch seine Rache haben würde, das wus«te er. Aber nicht müßig war inzwischen, er arbeitete, verdiente viel Geld und kam auch in gute Verhältnisse. OmM. Vlätter zur Unterhaltung und Belehrung flir Haus und FamUte. Sonutagsbeikage bet ..peutschk« Wacht" i» £UR. Dr. I" j .Die Eabwart" erscheint jeden Sonntag als unentgeltliche Beilage für die Leser der .Deutschen Wache". — Einzeln ist „DieSüdmar^' nicht läuftich L e a. Roman von E. G. Sandersohn. — Autorisierte (16. Forlsetzung). „Mein lieber Jim„, fuhr sie mit einer Zartheit und Freundlichkeit, die ihr sonst nicht eben eigen war, fort, „du wirst entschuldigen, aber ich glaube, Eva ist eben-fall» für eine baltige Hochzeit, ich schloss es aus ihrem heutigen Briefe. Und es wird ihr nicht recht sein, wenn du die Angelegenheit nicht in demselben Lichte ansiehst". „Wenn sie'S so wünscht; gut, dann ist die Sache erledigt!" „Ein seurig-ungeduldiger Liebhaber bist du nicht gerade, mein lieber Jim!" Barchester ließ ein bitteres Lachen erschallen. »Den Anschein mag es allerdings haben. Es liegen aber auch so viele Dinge vor. das Feuer zu dämpfen, bedenke nur! Ich bin arm, ein wirklicher Habenichts, und diese Thatsache habe ich Eva noch zu eröffnen. Etwas demüthigend, um nicht mehr zu sagen". Mit ein paar gemurmelten Worten, die seiner Mutter nicht verständlich, 'chleuderte er seine Cigarre zum offen-stehenden Fenster hinaus. Er liebte Eva nicht und beiratete sie nur ihres Geldes wegen; diese Thatsache konnte er sich nicht länger verhehlen. In seinen eigenen Augen erschien dieS verächtlich, herabwürdigend. Warum nur hatte er sich zu dieser Verlobung drängen lassen, die ihn schon jetzt bis zur Unerträglichkeit ärgerte? So theuer Coombe seinem Herzen, so wäre es doch bester gewesen, es verloren gehen zu lassen, als es auf Kosten seiner Ehrenhaftig-keit und Männlichkeit zu halten. Allerdings war es unbestreitbare Thatsache, dass Eva ihm mehr als auf halbem Wege entgegengekommen, und dass feine Mutter beinahe den ganzen übrigen Theil auf sich genommen hatte. Lord Barchester war aber viel zu ritterlicher Gesinnung, dies als Entschuldigung für sein Handeln vorzuschieben. „Weiß denn Eva, wie deine Verhältnisse stehen?" forscht« seine Mutter, unangenehm berührt von seiner Aeußerung. Uebersetzung aus dem Englischen von A. Braun». „Ich habe ihr meine Lage in allen Einzelheiten dargestellt". In Lady Lucy's Auge« blitzte es zornig auf. „War US auch ganz klug von dir?" kam eS im Tone schlecht verhüllten Aergers von ihren Lippen. „Ob es klug war, weiß ich nicht", erklärte ihr Sohn, seine ehrlichen Augen fest auf ihr Angesicht heftend, „aber offen und ehrlich war eS wenigstens. Ich will mich rückenfrei halten und ihr nicht Gelegenheit geben, dereinst sagen zu dürfen, ich hätte sie in irgend einer Hinsicht getäuscht". „Und hat sie, seit du ihr deine Verhältnisse in ihrer hässliche». Wahrheit bekannt, wieder von sich hören lassens?" .Natürlich! Ich habe ihr ja alles in demselben Briefe gesagt, in welchem ich ihr den Heiratsantrag machte". «Gerechter Himmel!" rief seine Mutter mit unan-genehmem Lachen. „Was für ein nüchtern-praktischer Liebhaber du doch bist! Da du deinen Brief so ganz geschäftsmäßig gehalten hast, dann wird es dir vielleicht auch nichts ausmachen, wenn ich mir die Frage erlaube, was du darin eigentlich gesagt hast". „Gar nichts. Ich habe ihr erklärt, dass die Be» sitzung mit schweren Hypotheken belastet sei, dass viele von den Farmen nicht verpachtet und in desolatem Zu« stände wären, und dass mein Einkommen momentan ein sehr geringes sei. Doch habe Ich dem noch hinzu-gefügt — was ja auch die Wahrheit ist — dass Coombe bei guter Bewirtschaftung nach Verlauf von nur wenigen Jahren wieder in blühendem Stanse fein könnte. Die Gelände wären guter, fetter Boden und ich machte mich anheischig, sie mit einem kleinen Capitale bald wieder in den früheren guten Zustand zurückzubringen. — Die Hypothekenschulden sind ja nich, in dem Grade hoch wie ich anfangs dachte, und heut Morgen wurde mir von Harris und Booth mitgetheilt, dass unter fünf Monatm Interessen noch nicht wieder sällig wären". 2 »Ja, ja!" dringt« srin« Mutter ungeduldig. „Ich möchte aber höre», was Eva darauf erwidert hat". „Das arme kleine Ding! Sie schrieb mir einen äußerst zart gehaltenen, wirklich edlen Brief", erzählte Barchester, und ein Seufzer hob seine Brust bei dem Gedanken, wie wenig er fähig sei, die Liebe, die sie ihm entgegenbringe, zu erwidern. „Sie bat mich, mir keine Sorgen zu mache» wegen Geldsachen, sondern das den Sachwaltern zu überlassen. Coombe müsste unser Heim sein; und sie machte, denke nur, faktisch den Vorschlag, es zurückzukaufen, wie sie sich ausdrückte, und es mir dann schuldenfrei als ihr Hochzeitsgeschenk zu verehren. Natürlich werde ich das nicht zugeben; der Gedanke aber war doch sehr edelsinnig!" „Sie kann sich diesen „Edelsinn" leisten", meinte Lady Luch spitz. „Ihr jährliches Einkommen belauft sich aus ungefähr 70.000 Pfund Sterling, und selbst-verständlich ist es ihr sehr darum zu thun, dass Coombe wieder schuldenfrei wird. Wie könnte sie denn sonst die Rolle der großen Bezirksdame spielen?" Die Baronin schätzte Evas Generosität nach ihrem wahren Werte. Zufällig war ihr bekannt, dass jene schon feit einiger Zeit den Gedanken hegte, Gelder in Grundbesitz anzulegen, und im vorliegenden Falle würde sie gleichzeitig einen Mann mit einem hohen Titel mit einhandeln; sie machte folglich gar kein schlechtes Ge-schäst dabei. „Sie kann sich den „Edelsinn" leisten", wieder, holte Lady Lucy »och schärfer. „Es wäre in der That noch bitterer, wenn dies« Parvenüs sich de» Weg in unsere Kreise erzwingen dürsten, ohne tüchtig dafür zu zahlen". Barchester wandte sich unwillig ab. Warum waren die Frauen doch immer so unedelmüthig, so gehässig zu einander? Eva war ja nicht von vornehmem Herkommen; daS ließ sich nicht ableugne, aber sanftmüthigen,Charakters war sie, wenn sonst im Wesen auch etwas frei und leichtfertig, doch eine Aeußerung, die sich für eine seine Dame nicht schickte, hatte er niemals von ihren Lippen geHirt. Er hatte noch nicht, wie es bei feiner Mutter der Fall war. die angeborene Gemeinheit und Protzig-keit entdeckt. Da er nicht Luft hatte, die Unterredung mit seiner Mutter noch weiter zu führen, trat er hinaus auf die Terrasse. Er wusste sehr wohl, dass die Baronin die seit Kurzem in ihm vorgegangene Veränderung be-merkt hatte, und ihre schlauen Fragen, die sie ihm jetzt, wo sie mit ihm allein war, vorlegen würde, mit Geschick zu parieren, dazu war er nicht aufgelegt. Da er seine Schwester Lallie in einiger Entfernung erblickte, so nahm er dies als Vorwand, ihr ein Stück entgegen zu gehen. „Jim", rief Lallie athemloS, rasch aus ihn zu- I laufend. ,Du warst mit Mama allein im Frühstücks- ' zimmerl Ich sah sie, eh« ich in den Park ging, sich hineinbkgeben. Ich sterbe fast vor Neugierde, zu er-fahren, was sie gesagt hat. Hat sie nun über mich be« schloss«»? Werde ich mit Euch nach London reisen?" „Meine liebe Lallie, wie das möglich gemacht werden könnte, weiß ich nicht. Wir sind ja die ganze Saison hindurch Miß Eva Miller's Gäste, und dich hat sie in ihre Einladung nicht mit eingeschlossen". „Mama wird also nicht wie sonst in Margaret-Street wohnen ?" fragte Lallie mit sich verfinsternden Zügen. »Nein, wir werden in ParkLane wohnen. Eva hat ein Haus für die Dauer der Saison gemiethet". „Wenn Ihr bei Eva Miller seid, dann ist es eine andere Sache. Da möchte ich gar nicht mit. selbst nicht, wenn sie mich eingeladen hitte. Ich kann Eva Miller nicht leiden und sie mich auch nicht, ich glaube sogar, sie hasst mich. Aber hoffentlich wird das gnädige Fräulein mir gestatten, auf Eurer Hochzeit zugegen sein zu dürfen?" „Rede doch nicht solchen Unsinn, Lallie! Und in dieser Weise darfst du von meiner künftigen Frau nicht sprechen! Ich wünsche, dass Ihr Beide viel zusammen sein sollt, wenn Eva und ich verheiratet sind. Du bist ein kleines wildes Ding und bedarfst sehr gebildet«» Umganges". Lallie machte eine kleine Grimasse. „Eva ist nicht halb gut genug für dich", erklärte sie gelassen, „du bist schön, Jim, heiter und liebens-würdig, hast solch bezauberndes Wesen, dass dich jeder gern hat. Eva aber, o, waS ich von ihr denke, werde ich gar nicht sagen", setzte sie rasch hinzu, sobald sie daS Stirnrunzeln ihres Bruders gewahrte, dem sofort eine Strafpredigt folgte. „Ich will'S bloS denken", fuhr sie danach fort, „das kannst du nicht hindern, Jim. folglich hat das Grobsein keinen Zweck! Und was ihre Er-scheinung anbelangt, nun, hübsch ist sie, das lässt sich nicht abstreiten: aber doch sieht sie nicht vornehm aus, nicht, als wäre sie von wirklich gutem Herkommen. Lea MorriS könnte sie sich nicht an die Seite stellen! Lea ist nämlich ein Bauernmädchen, daS mit seiner Großmutter in ei er netten Cottage an der anderen Seit« von Coombr-Hill wohnt. Der reicht Eva nicht das Wasser! Lea hat solch ein entzückendes Wesen, so offen und schlicht, und dabei doch wirklich vornehm. Sie spricht so schön, hat solch eine sanfte, melodische Stimme, weit seiner als Eva Miller, kann ich dir sagen, Jim! Ich habe sie nämlich sprecht« hören; ich stand in der Nähe als sie sich mit dem Herrn Pastor unterhielt. Ich hege schon lange den Wunsch, mit Lea zu plaudern; ich weiß nur nicht, wie ich mit ihr anknüpfen soll, da sie nicht wie andere Bauernmädchen ist". Barch«ster wandte sich ab, Lallie das dunkle Er-röthen, das ihre Aeußerungen auf seine braunen Wangen bejagt, zu verbergen. Jawohl. Lallie hatte recht: Die beiden konnten gar nicht in Vergleich gezogen werden! Lea mit ihrer schlanken edlen Gestalt, ihrer anmuthigen Haltung, ihrem vornehmen Anstand, der breiten weißen Stirn und den tiefen dunkelblauen Augensternen würde sich neben Eva Millers unbedeutender Niedlichkeit aus-nehmen wie eine idealschöne Märchenprinzessin der Vor-zeit. Mit Gewalt diese Bilder von sich scheuchend, gebot er seiner Schwester nochmals, den Mund zu halten, da sie nur Unsinn rede. Lea wünschte sich mittlerweile Glück zu der Wen-dung, welche die Dinge in ihrem Heim genommen. Tollemache's Liebeserklärung wollte sie künftighin als Vorwand benutzen, dass er die Schwellt nicht wieder überschreiten sollte, und sie hielt das Hau« in guter Aussicht! Selten ging sie weiter als in den Garten, und da schloss sie zuvor die Thür zu, damit er sich nicht einschleichen könnte. Ihrer Großmutier hatte sie nichts mitgetheilt »och sie um Rath gefragt, da die alte Frau leidender und schwächer war, denn je zuvor. Nachdem sie aufgewacht aus dem lethargischen Schlafe, hatte Schwindel und Uebelkeit sie befallen und sie war ge-zwungen, das Bett zu hüten. Auch das Antwort-schreiben des PolizeichefS in Tenham hatte wesentlich mit zu Leas Beruhigung beigetragen. Er hatte ihr geschrieben, nach dem Hausierer sollten sofort eifrige Nach-forschungen angestellt, auch ihr Gehöft eine Woche hin-durch bewacht werden; jedoch müsste nach Ablauf dieser Zeit ein anderweitiges Arrangement getroffen werden. Er — der Jnspector — rathe ihr. sich unverzüglich einen neuen Kettenhund zu verschaffen und ihn des Nachts an der Thür im Hause zu behalten. Diese» Rath wollte sie befolgen; sie wusste nur nicht, wo sie sogleich einen wachsamen Hund hernehmen könnte. Elutterbuck danach ausschicken, würde von keinem Nutzen sein, denn er war zu bedenklich und zögernd in seinen Entschließungen. Sie musste die Sache also bis zum nächsten Donnerstage aufschieben, wo sie selbst auf den Markt fahren und in Tenham mit einem Bekannten Rücksprache nehmen wollte. Wieder waren zwei Tage verstrichen. MrS. Morris hatte sich ein bischen erholt und saß wieder auf ihrem Platze am Küchenofen. Lea sah sie nur bei den Mahl-zeiten, da sie sehr viel mit landwirtschaftlichen Arbeiten zu thun hatte; die in den lktztverflossenen Tagen ver-lorene Zeit musste jetzt nachgeholt werden. Am Morgen des dritten Tages war Lea nicht wenig erstaunt, den Postboten auf dem Rasenwege her-aufkommen zu sehen. Er war in der Eottage-Farm solch eine seltene Erscheinung, dass Lea die Zahl seiner Besuche während ihrer Lebenszeit an den Fingern Hütte abzählen können. Rasch setzte sie den Korb, auS welchem sie dem lärmenden Federvieh, daS sich um sie versammelte, Futter Hinstrente, auf die Erde und rann* an daS große Thor. ^ m Z ® *£ Nähert Fra- _ da ist tfrj) ba.? f& S B J Ä t ^ ~ J S « so dick wie Pergamc? 1» ,1 ^ t § 1 g e sie dort so weit weg tainK°£i» — |^2a Lea nahm den Brief begier.^ 2 s a B lg war in der That aus London, wie dcr c ~ = ""«2 ««nk Vitd QrkfAsi« f.X*® a hatte, und die Adresse stand in großen, fest* ^ ^ zögen auf sehr dickem Papier. Ihr Herz btgiTr.5 ungestümen Schlägen zu hämmern beim Betrachten V Briefumschlags. Er war natürlich von Tollemache, folglich musste er Tenham verlassen haben. Flüchtigen Schrittes und ohne Gruß rannte sie von dem Post-boten fort, der ihr nun mit zornigen Blicken nach-schaute, hinein ins Haus. „Das nenne ich doch Bauernstolz", brummte er in seinen Bart, „und da ich noch obendrein mit dem Briefe eine halbe Stunde von meinem Wege ab und da her« auf getrabt bin, und nun auch nicht ein Wort darüber höre, was es für eine Bewandtnis damit hat! Lea Morris war aber schon immer so ein stolzes Ding, und das wird sie wohl auch bleiben. Und heimlich that sie auch immer mit ihren Angelegenheiten; daS hat sie ver-muthlich von ihrem vornehmen Vater geerbt". „Großmutter", rief Lea beim Eintreten in die Küche, „TimotheuS hat eben einen Brief für dich ge-bracht. Er ist von London, wird von Mr. Ward sein, denk ich; er wild von Tenham abgereist sein*. Mr. MorriS hielt den Brief in den Händen und drehte ihn in verlegenem Staunen um und um. Es währte jedoch so lange, ehe sie sich entschloss, ihn zu öffnen, sodass Lea, die Geduld verlierend, in den Hof zurückkehrte. Wie Lea dann in den späteten NachmitagSstunden mit Ihrem Strickzeuze am Küchenopsen saß. konnte sie bemerken, dass sie von ihrer Großmutter heimlich aber scharf beobachtet wurde. Die alte Frau hatte über den Inhalt des Briefes nicht eine Silbe verlauten lassen, worüber Lea sich durchaus nicht wunderte, da sie von allem Anfang an über alles, was auf Mr. Ward Be-zug hatte, eine eigenthümliche Zurückhaltung gezeigt hatte. Durch ihr Wesen legte dagegen Frau Morris an den Tag, dass etwas vorgefallen war, was sie gegen Lea zornig gestimmt hatte. Nichts was diese sagte oder that, war ihr recht: und als sie der alten Frau vor dem Schlafengehen wie sonst beim AuSkleiden behiflich sein wollte, stieß die Großmutter sie geradezu fort. (Fortsetzung folgt). 4 Unterhaltendes, Heiteres etc. Lose. Der einst er seine junge Sonnige Lieb« gebracht. Die hat ihn gehen Richt iveiter i>". gedacht. » oat er heimgeführet rtin Mädchen still und hold! o<< hat aus allen Menlchen Nur einzig ihn gewollt. Und ob sein Herz in Liebe Niemals für sie gedebt: Sie hat um ihn gelitten Und nur für ihn gelebt. Th. Etorm. In« Album. Alle diejenigen, die sich sragen, warum man eigentlich liebe, alle, die das Leben verwünschen, haben nie oder zuviel geliebt. Mantegazza. Der Schmied vor» «raudenz. Schmied Kohls von Graudenz trat ins Thor ' Mit tragenden Gcberden: Der Händler dort, was hat der vo>? Was. will er mit den Pserden? „Huseisenl" brüllt der flUgesell „Herüber von der Feuer stell' — Huseisen für Trans vaalen, Und England wird'S bezahlen!" Und dicht zum Händler trat Schmied Kohls Mit Augen zornesheißen: Für England? Nein I Der Teufel hol'Sl Herunter mit den Eist»; Herunter wieder Huf für Huf! Wie sollt' ich meinem Haus und Ruf Je solche Schmach erweisen — Herunter mit den Eisen l Und wäg' man sie mit purem Gold Zum Lohn mir auf der Stelle. Mit Ehren, wie ich's haben wollt, Hinweg von meiner Schwelle! Für solche Schmach, für solche Schand' Kein guter Deutscher rührt die Hand Trotz sremden Goldes Gleißen — Herunter mit den Eisen! Im Mär;. Ich suchte draußen de» Frühlings Spur Und fand bereiste Bäume, — Und ich gedacht« mit schwerem Herzen Der Sonnentage dereinst im Märzen, Wo ich gewandelt auf grünender Flur. Träumend felige Träume .... Und wie voll Trauer mein Gemüth Seh' ich am Wegesrande Die Hecke weihe Schleier tragen. — Nun ist zu Ende mein Bangen und Zagen. Hier liegt lein Reis,— derSchlehdi/rnblüht! Bald lacht der Lenz im Lande! — Bilma stob«. Tauben schmackhaft zu bereiten. Richtig geftammie. ausgenommen«, ge< wasche,ie Tauben d«r Läng« nach halbieren, spicken, in eine Kasserolle legen, einen Löffel Fleischbrühe, etwas Butler, zwei kleine Zwiebeln zufügen, verdeckt schmoren, bis die Fleischbrühe eingekocht ist. während de« Schmorens etwas würfelig gefchnitte» nen Schinken, Kalbfleisch und Gewürz zu-sagen. Nach 30 Minuten, wenn die Tauben gar sind, dieselben auf zuvor erwärmte | Schüssel herausnehmen Die angebackene «auce von der Kasserolle mit kräftiger Fleischbrühe lostochen. abseilen, mit einem Theelöffel Kartoffelmehl binden, die Sauce durch ein Sieb über die Tauben anrichten. Zur Fütterung jnnger'Kaninchen. Bei der Fütterung der jungen Kaninchen ist kein Unterschied zu machen, denn die Thiere nehme», sobald sie den Nistraum verlassen haben, an den Mahlzeiten der Mutler theil. Nur wenn man die Jungen von der Mutier getrennt und etwa mehr als 12—15 in einem Stall hat, ist es gut. mehrere Raufen und Fuitertröge an-zubringen, um das gegenseitige Weg-drängen vom Futter zu vermeiden. Wer in der angenehmen Lag« ist, den jungen lhieren etwa» mehrKörnerfutter zu reichen, wird keinen Schaden davon haben, allein Grünsuiter erzeugt bei jungen Thieren leicht Trommelsucht. Fettflecken aus wollenen Stoffen und fettigen Rocktrogen lassen sich ganz gut h rauöbringen, wenn man ungefähr 150 Gramm gewöhnlichen Rauchtabak auf ein Liter Wasser ablocht, und mit einer Bürste, welche man fest eintaucht, tüchtig die Stoffe reinigt. Sie werden auf diese Weise wieder ganz rein. Silber zu reinige». Silberseife hat den Nachtheil, das« man bei starkem Reibe» zuviel Silber abreibt, deshalb ist eS sehr zu empfehlen, daS Silber in heiße» Seisenwaffer mit Soda zu legen, einzeln zu putzen und heiß abzutrocknen, wodurch es einen schönen Glanz erhält. Bor de« Kolleg. Erster Student! .Sieh' 'mal, der Professor hat bei ftrö> menbem Regen feinen Schirm vergessen. Der ist bis auf die Haut nass." — Zweiter Student: „Um so trockener wird er aus dem Katheder fein " Ostafrikauifcher Humor. In der „Deutsch-Ostafrit. Ztg." findet sich solgende vielversprechende und — vielsagende An-zeige: Für Sonntagsjäger zu Weihnachten | Tadellose Löwen- und Leopardenfelle zu verkaufen. An besonderen Stellen ge> wünschte Schusslöcher werden gerne nach-träglich angebracht. Zu den Schusslöchern passende Jagdgeschichten werden gratis ge-liefert. Off. erbeten unter Jagdclub Kilwa postlagernd. Kindermnud. Lieschen: „Wann ist denn dein Geburtstag, Mama<" — Mama: „Am 6. Juli." - Lieschen: »Und wann ha» Papa Geburtstags — Mama: „Auch am 6. Juli!" — Lieschen: „3UH. dann seid Ihr wohl Zwillinge?" Immer zerstreut. Prosessors-Gattin -„Tu Karl, ich glaube, es ist «in Ein-br«ch«r im Vorzimmer!" — Professor: »Sage ihm, er soll später wiederkommen — habe jetzt keine ZeU!" Herausgeholfen. Frau: „Aber, liebe« Kind, Sie haben ja in kurzer Zeit sehr »iele Stellen gehabt..." — Mädchen: „Da können Sie eben sehen, Madammken, wie sich die Herrschaften um mich gerissen haben." Vom Kasernenhof. „Kerls, Ihr müsst wie die Auiomaien sein! Am Kopse schmeiße ich „Marsch!" hinein, und unten stiegen die Beene raus!" Radfahrerglück. ,O, voriges Jahr war das Welter lange schön, ich hab« im November noch drei üb«rfahren!" Sin Geplagter. „WaS fehlt Ahnen denn? Sie sehen ja ganz erschöpft aus!" — „Ach, mein Freund, wie schwer mus« die Arbeit sein! Ich habe blo« geträumt, das« ich arbeite, und bin schon ganz zer. schlagen." Sie weiß Rath. Tourist (in der Sommerfrische zum Wirt): „Bitte, geben Sie mir Tinte, ich möchle einen Brief schreiben." — Wirt: ^inte i« bei un« net zu haben " — Wirtin: „Geh' Alter, gib bo dem Herrn a Stückl Kreide." Nummer 20 ganzen Lebe»«, die deutsche Bibelübersetzung. Damit hat er nicht nur jede« Einzelnen die Mög« licht«! gegeben, selbst nachzuforschen über die ewigen Grundlagen der christlichen Wahrheit, er hat damit auch die nur im Kanzleidienste übliche Schriftsprache zur allgemeinen deutschen Volkssprache erhoben und umgeschaffen. ES ist einzig und allein sein Ver-dienst, wenn wir Deutsche unS von der Adria bi« zum Best verständigen können, unsere Sprache, wir verdanken sie ihm. Was unsere Dichter singen, was unsere Denker schreiben, was unsere großen Männer sprechen, sie haben eS von Luther. Jede» deutsche Buch, da« wir lesen und sei e« Janssen oderEver«, j de» deutsche ZeitungSblatt, daS wir in die Hand nehmen, und sei e« selbst die liebe .Südsteirische Presse," sie müssen sprechen in Luther« Sprache, sie müssen schreiben mit Luther« Worten. Freilich, nicht lange viel« es Luther in der Stille der sicheren Wartburg. Als die Reforma» tion in Wittenbera bei ihrem raschen Fortgange sich in mancherlei gefährliche Neuerungen verirrte, eilte Luther von der Wartburg nach Wittenberg. um mit fester Hand Ordnung zu schaffen und die richtige Stellung de» Evangelium« Christi zur Obrigkeit klarzustellen. Wi-, hat Luther dargethan, hat er wirtlich — wie die „Südsteirische Presse- erklärt — keine Obrigkeit anerkannt? Gibt eS eine unverschämtere Entstellung der Wahrheit, als diese? Haben nicht gerade die Feinde Luther«, besonder« Janssen, ihm den Vorwurf gemacht, das« er geradezu der Erfinder der Lehre von der unbedingten Unter» werfung unter die Obrigkeit sei? Hat nicht Kaiser Ferdinand I., der Ahnherr unsere« Kaiser«, einst die sehr bezeichneten Worte «»«gesprochen: .Die Evangelischen haben zwei schöne und herrliche Stücke in ihrer Lehre, die« soll ihnen niemand ab» sprechen: Für'« Erste, dass sie so Christum Jesum bekennen und auf dessen Verdienst allein ihre Selig-keil bauen, zum Andern, das» sie de« Stand der Obrigkeit nicht so schlecht und gering halten, al« der Papst, sondern Gotte« Ordnung darin auf« weisen."? Und haben nicht gerade unsere steirischen Lutheraner ihre Hochachtung vor der von Gott ge» setzten Obrigkeit in der Zeit der Gegenresormation bewiesen, indem sie lieber da« Kummerbrot der Verbannung aßen, al« ihre siegreichen Waffen gegen den machtlosen Lande«sürsten zu kehren. Aber hat Luth«r nicht vielleicht doch gesagt, wie die »Süd-steirische' behaupte«: „Unter den Christen kann kein« Obrigk-it sein."? Ja, er hat eS gesagt, aber in welchem Zusammenhange und welchem Sinne. Er fährt nämlich weiter so«: ,E« ist unter den Christen kein Oberster, denn nur Christu« selbst und allein. Fragst Du, wa« sind aber die Priester und Bischöse? Antwort: Ihr Regiment ist nicht eine Obrigkeit oder Gewalt, sondern ein Dienst und Amt, denn sie sind nicht besser und höher, al« andere Christen." Luther redet hier also nicht von der weltlichen Obrigkeit, sondern von ver kirchlichen, von der «Arutfchr Macht- Herr schast de« Papste«, der Bischöfe und Priester und hat sich dabei an da« Bibelwort gehalten: „Einer ist Euer Reichster. Ihr aber seid unter ein» ander Brüder." E« ist daher eine schändliche Entstellung, wenn die römischen Historiker eS so darstelle», al« hätte Luther gegen die weltliche Obrigkeit damit gehetzt. Aber Luther ist doch an dem furchtbaren Bauernaufstande schuld, hat er doch wie die „Süd-steirifche" sagt, die Bauern gegen die Fürsten aus» gehetzt und ihnen erlaubt. Fürstengut zu rauben. Nun man nenne un« doch nur «ine Stelle, in der Luther da« gethan! Er hatte wohl Mitleid mit der gedrückten Lage und dem Elend der Bauern und welcher edle Mann hätte e« nicht haben müssen! Aber Luther war ebenso unschuldig an dem Bauern-aufstand» von 1525 und 1526 wie an dem furcht» baren Ausstande vor feinem öffentlichen Auftreten im Jahre 1513. Da« hat fogar Janssen offen zu-gegeben. Und welche schändliche Verdrehung der Ge» schichte ist »«, wenn die „Südsteirische" behauptet, Luther habe dann, al« die Bauern niedergeworfen waren, den Fürsten erlaubt, die Bauern wie die Hunde todtzuschlagen und ihnen ihre Güter zu rauben. Wie ist der Hergang in Wahrheit ge» wesen? Al« die Bauern mit einem furchtbaren Ungestüm die Burgen und Kirchen zerstörten, die Heimstätten verwüsteten, schrieb Luther seine „Er-Mahnung zum Frieden/ in der er sowohl die Sünden der Fürsten, wie auch jene der Bauern strafte und zum Abschlüsse de« Frieden« drängte. Al« sich die Verhandlungen zerschlugen und die Bauern nur um so schrecklicher alle« in Schutt und Trümmer verwandelten, da begab sich Luther selbst mitten in die aufgeregten Gebiete hinein, bi« Nord-hausen und Weimar, und suchte durch Predigten die wilden Fluthen zu besänftigen, oft genug in der größten Gefahr für Leib und Leben. Aber wa« hatte er da erfahren? Er schreibt: „Je mehr man sie ermähnte und lehrt«, desto störriger, stolzer und toller wurden sie." Da al« Luther selbst sich über-zeugte, dass aller Liebe Müh vergeblich sei und dass Deutschland in Gefahr sei, in Flammen auf» zugehen, da machte er e« der Obrigkeit zur Pflicht, mit aller Schärfe de« Gesetze« gegen die Aus-rührer vorzugehen. Al» nun aber die Bauern über-wunden wurden, da war eS wieder Luther, der wiederholt die Herren und die Obrigkeit beschwor, sie sollten den Bauern gnädig sein, wie Gott jeder» mann gnädig ist. Hat nicht Luther hier gehandelt wie nur irgend ein Christ handeln konnte. Aber freilich, wie kann man eine andere Darstellung von denen verlangen, welche immer wieder behaupten, das« die Reformation e« sei, welche in sich alle Revolution trage, während doch die Geschichte be» wei«t, das« e« gerade die katholischen Länder sind, welche fort und fort von Revolutionen zerrissen und verwüstet werden. Das« er jemal« verheiratet gewesen war, ersuhr niemand, und da« war auch recht gut für ihn, denn so hatte er wenigsten« Ruhe. Endlich, nach zwanzig langen Jahren, sollte auch seine Zeit kommen. Eine« Nacht« ritt er auf der Landstraße seiner Besitzung zu. Er dachte ge-rade an weiter nicht« besondere«, und al« er bei einer Biegung de« Wege« zufällig aufschaute, ge« wahrte er. das« der Mann, auf den er die ganzen langen Jahr« über gewartet hatte, ihm aus einem großen, schwarzen Pferde entgegengeritten kam. Sofort, al« sie einander ansichtig wurden, erkannten sie sich auch. Der Kerl wurde kreideweiß, parierte sein Pferd, um zu wenden und auszuweichen. E« gelang ihm aber nicht, denn noch in derselben Minute hatte ihn Jim an der Kehle gepackt. In weniger Zeit, als ich zum Erzählen brauche, hatte er ihn vom Pferde heruntergerissen und zu Boden geworfen. Auf seiner Brust kniend und ihm da« gezückte Messer an die Gurgel haltend, fragte Jim den Räuber feine^Ehre: „Wo ist Milly? Sag' mir'« sofort. n^K,'t^reiß' dir dein verruchte« Herz au« der Bnrst." Wie ei^e in die Halle gegangene Ratte sah sich der Schu ft nach Hilf», um, und da er den Tod ,n den Auge-» seine« Freundes las und wusste, das« Lügen hier keinen »mck hätte, sagt« er: „Todt. I » New »Dork wu-de sie krank, und da habe ich fte verlassen. Acht Tage später starb sie." „Eigentlich müs«te ich dich wie gistige« Ge-wurm totschlagen. Ich bin aber immer ei« ehr» licher Ke*I gewesen und will e« auch ferner bleiben, »nd de« wegen will ich dir noch eine Chance geben. Zieh' Messer herau«, wir wollen miteinander fechten. Merk' aber wohl, einer von beiden muf« hier aus dem Platz« bleiben." Jim ließ ihn lo«, und sie kämpften. E« waren zwei eb'nbürtige Gegner. Jim dachte an seine Milly. die einsam und verlassen gestorben war, und da« verlieh ihm Riesenkräfte. Und eS dauerte gar nicht lange, da lag der Mann, der sich zwischen ihn und feine Frau gedrängt hatte, steif und starr auf der Erde. In der Brust hatte er ein Messer stecken, und sein weiße« Antlitz sah zum Himmel empor. — Jetzt kommt der Theil meiner Geschichte, den ich Euch bitten möchte. Euch zur Warnung zu nehmen, das« Ihr nicht gleich bei der Hand sein möget, jemand auf einen bloßen Jndicienbewei« hin zu verurtheilen. AI« die Leiche gefunden wurde, siel e« niemand im Traume ein, Jim der That zu verdächtigen, vielmehr deutete alle« daraus hin, das« ein anderer ihn ermordet hatte. Dieser andere hatte nämlich geschworen, das« er den Ermordeten todtschlagen würde; al« er zuletzt gesehen wurde, hatte er ihm ausgelauert, und fein Alibi konnte er auch nicht nachweisen. So wurde er denn ver» hastet, und erst, al« Jim al« Geschworener der Jury, vor der die Sache verhandelt werden sollte, einberufen wurde, erfuhr er, das« man einen anderen für den Mörder hielt. Jim war e« deswegen nicht eingefallen, sich selber als Mörder zu stellen, weil er wusste, dass er seinen Gegner im ehrlichen Kampfe getödtet hatte, und er war recht froh, das« e« so gekommen war. Er sah die Nothwendigkeit nicht ein. das« da« Gericht sich hier noch ein-mischen sollte, und er wollte auch nicht Milly« Namen vor de« Richter, den Geschworenen und allen anderen, die sie vielleicht noch in ihrer Jugend Seite 3 Mitten in die aufgeregteste Zeit de« Bauern» kriege« fällt ein Ereigni«. da« zu den wichtigsten in Luther« Leben gehört: seine Verheiratung «it Katharina von Bora. Eine Fluth von Schmähungen und Beschimpfungen haben die Römlinge zu allm Zeiten über dies« That Luther« au«gegossen. Sie haben die dummdreiste Behauptung aufgestellt, das« Luther die Reformation begonnen habe, um heiratm zu können; obwohl er mit der Reformation doch schon im Jahre 1517 begann und eine Frau sich erst 1525 holte. Sie haben ihn einen meineidigen und abtrünnigen Priester deshalb genannt, weil er das CölibatSgelübde gebrochen; obwohl Luther doch längst durch die Bannbulle de« Papste« auS der katholischen Kirche auSgestoßen, excommuniciert wor» den war. also er der katholischen Kirche gar nicht mehr verpflichtet war; obwohl die sittlichen Ver» Hältnisse in der römischen Kirche in dieser Zeit geradezu schauderhafte waren vom Papsthose ange» sangen bis zur letzten Dorfkaplanei; obwohl viele Bischöfe um vier Gulden jährlich ihren Priestern den Cvncubinat gestatteten. Die Gegner lassen, angeregt durch die ganz unvermuthet plötzliche Verheiratung Luther«, in ihren Schritten durchblicken, das« Luther durch ge-wisse Umstände gezwungen worden sei, rasch zu hei» raten, obwohl die Geschichte sie Lügen straft und Luther selbst wiederholt erklärt hatte, wa« ihn dazu veranlagt habe. Infolge der furchtbaren Feind» fchaft, die sich von Seite der Bauern gegen ihn erhob, fühlte sich Luther feine« Leben» nicht mehr sicher. Da wollte er denn, bevor er sterbe, vor aller Welt seine Lehre von der Unsittlichkeit de« erzwungenen Cölibate« noch durch die That be« kräftigen und heiratete. Und gerade auch hierin ist Luther der Sittenreformator feine« Voltes ge» worden, indem er ihm da« Beispiel eine« rechten christlichen deutschen Hause« gab. Und al« ihm Gott gar noch liebe Kinder schenkte, welch wunder» same« Bild eine« trefflichen weisen Vater« hat er un« da hinterlassen! Denken wir nur an den lieben Brief, den der geisteSgewaltige Mann an fein vier» jähriges Söhnchen von der Beste Codurg herab schrieb: „Ich weiß einen hübschen, lustigen Garten. Da gehen viele Kinder darinnen, haben goldene Röcklein an und lesen schöne Aepsel unter den Bäumen, Kirschen, Spilling und Pflaumen, singen und springen und sind fröhlich, haben auch schöne kleine Pserblein mit goldenen Zäumen und silbernen Sätteln. Da fragte ich den Mann, des« der Garten ist, wes« die Kinder wären. Da sagte er: E« sind die Kinder, die gern beten, lernen und fromm sind. Da fprach ich zu dem Manne: Ich habe auch einen Sohn, heißt Hän«ch men, Lippu« und Jost auch.' Al« er nach zweijähriger Ehe schwer erkrankte, und zu sterben vermeinie, rief er sein junget Weib an sein Krankenbett, ermähnte sie, sich in GotteS Ralh zu ergeben, dann bat er seine Frau, ibm sein damals einjährige« Söhnchen zu bringen. Da da« Kind ihn anlachte, tief er au«: „O du arme« Kind« leinl Nun befehle ich meine allerliebste Käthe und dich allerliebste« Waitlein meinem lieben treuen Gott! Ihr habt nicht«, aber Gott. der ein Vater der Witwen und Waisen ist, wird Euch wohl er« nähren und versorgen." Und auch da« Schwerste, wa« über Eltern kommen kann, blieb ihm nicht erspar«, al« im Jahre 1543 sein 13jährige« Töchterlein Magdalene aus den Tod erkrankte. E« geht un« durch da« Herz, wenn wir sehen, wie er hineintritt, um seinen Liebling aus Gotte« Willen vorzubereiten, wie er da« Kind fragte, ob e« wohl gerne hier bei seinem Vater bleibe, aber auch gerne hinziehe zu jenem Vater und da« Kind ihm die einfache rührende Ant-wort gibt: Ja lieber Vater, wie Gott will. Da kniete er hin vor da« Sterbebett, weinte bitterlich und rusl Gott an, das« er da« Kind zu sich aus« nehme und vermag dann, wie sehr auch da« Vater« herz blutet, der armen Mutter doch tröstend zuzu-reden: .Liebe Käthe, bedenkt doch, wo sie hinkommt!" Und diesen Mann voll Frömmigkeit und Größe wagen die Römlinge in den Koih zu ziehen und al« eine Au«geburt de« Teufel« un« zu schildern! (Schluss folgt.) politische Kundschau. Aestaöeud der Deutschn» Aolkspartei. Don-ner«iag abend« hielt der Verband der Deutschen Volk«partei im Riedhof in Wien au« Anlas« der 25jährigen parlamentarischen Thätigkeit de« Abg. Posch ein Banketi ab. Blumenspenden au« den Wahlbezirken Posch'«, welche die Witwe de« Abg. Forcher dem treuen Freunde ihre« verewigten Gatten gesandt hatte, schmückten die Festtafel, an welcher sich fast sämmtliche Mitglieder der Deutschen Volk«-partei und der zufällig in Wien anwesende böhmische Landtag«abgeordnete Legler (Reichenberg) einge-funden hatten. Al« erster Redner ergriff der Ver-band«obmann Abg. Dr. v. D e r s ch a t t a da« Wort. Er erinnerte daran, wie vor 25 Jahren der damal« noch junge Bauer AloiS Posch den Wahlbezirk, den er heute noch vertritt, der clericalen Partei und deren Candidaten, dem Prinzen Aloi« Liechten-stein, entriffen, und den Bezirk seit jener Zeit auch der Sache de« Deutschthum« und der Freiheit erhalten habe. Dr. v. Derschatta schilderte die Thätigkeit de« Jubilar« und bracht, diesem die Glückwünsche der Partei dar, welche in dem Wunsche ausklauben, das« dem Gefeierten noch lange Jahre erfolgreichen öffentlichen Wirten« beschieden sein mögen. Mit gerührten Worten dankte Abg. Posch, «inen Rückblick aus sein» parlamentarische Laufbahn werfend und hervorhebend, wie er gerade im Ver-bände der Deutschen Volkspartei stet« treue Unter-stützung, ausrichtige Freundschaft und volle« Ver» ständui« für die wirtfq,aftlichen Forderungen seine« Stande« gesunden habe. Er erhob sein Gla« aus da« Zusammenwirken aller Berus«stände zum Wohl« de« gksammten deutschen Volke«. Nach dem Abg. Posch sprach Abg. Hofmann v. Wellenhof auf die Wählerschaft de« Abg. Posch, die immer mit Treue an ihre« Vertreter gehalten habe. Sein Trinkspruch galt dem von deutschem und freiem Geiste durchwehten Mürzthale. Die Abg. Dr. Chiari und P r a d e gaben unter begeisterter Zustimmung den Gefühlen aufrichtiger Verehrung für den Ob-mann de« Verbände« Dr. v. Derschatta, Ausdruck. Von den übrigen Rednern seien noch die Abg. Walz. Franz Hosmann. Vicepräsident Kaiser und Dr. P o m m e r erwähnt. Zahllose Telegramme au« dem Wahlbezirke de« Abg. Posch zeigten, mit welcher Freude seine Wähler da« in seiner Art so seltene Jubiläum mitfeierten. Von den durchweg« in den schmeichelhaftesten Worten gehaltenen Grüßen und Glückwünschen, seien in«besondere jene der Ge-meinden Spital, Marein, Lorenzen, Neuberg, Dona-witz, der Veitscher Parteigenossen, der deutschen Schulverein«ort«gruppe Neuberg, de« Vereine« der Bezirk«- und Gemeindebeamten der Steiermark, der Schristleitung de« »Grazer Tagblatte«", de« Deutsch-völkischen Vereine« im Viertel u. d. Wienerwalde erwähnt. Ebenso waren von den Gesinnung«-genossen de« Abg. Posch im steirischen Landtage und vom Bürgermeister von Leoben Glückwünsche eingelaufen; der Bezirk«au«schus« Brück a. d. M. hatte sich mit einer ehrende» Adresse eingestellt und auch die alpine Gesellschaft .Die VoitSthaler." die feit Jahren im Hochschwabgebiete alpin thätig ist, begrüßte den Abg. Posch in einem Telegramm, welche« seine Verdienste um die Förderung der Touristik und de« Fremdenverkehr« im Hochschwabgebiete anerkennt. Erst in später Stunde endete da« Fest, welche«, wie alle Veranstaltungen der Deutschen VolkSpartei. von dem Gefühle fester und treuer Zusammengehörigkeit aller Verband«« genossen getragen war. Z>»s Subcomitö de» K«chrt»rte»ste»er-A«s-schusses nahm die Regierungsvorlage unter Ein-sügung einer Bestimmung an, wonach auf jenen Hauptbahnen, deren Normaltarif für die 3. Wagen« c'asse durchschnittlich um mehr alS 20 pCt. höher ist. als der gleiche Taris der österreichischen Staats-bahnen, die Fahrkanenabgabe mit 10 pC»., bei de« Verkehr nach und von Ungarn, BoSnieu und der Herzegowina, sowie über diese Ländergebiete hinau« mit 3 pCt. sestgesetzi wird. Da« Sud-comits beschlos« ferner eine Resolution, worin die Regierung aufgefordert wird, die Freikarten und Fahrtbegünstigungen möglichst einzuschränken. Nie Präger Stadtgemeinde hat sür da« lausende Jahr unter anderen .Unterstützungen' 2500 K für den französischen „TempS" und 500 K für die Berichterstattung in anderen französischen Zeitungen «»«geworfen. So erklärt sich die Be-geisterung. die manche Blätter Frankreich« — natür-lich ganz uneigennützig und felbstlo« — sür die tschechischen .Brüder" zur Schau tragen. Ferner enthält die Liste der .Unterstützungen' 6000 K sür den tschechischen Schulverein. je 2000 K für die TschechinerungSvereine in Nordböhmen und im Böhmerwalde. 6000 K für den Wiener (!) Komen«ky-Verein, mehrere taufend Kronen sür die Sokol-vereine u. s. w. Und dies« „nothleidende" Ge-meinde soll 16 Millionen Kronen au« Staa»««itteln erhalten! $iu Putschversuch i» Seröieu Ein An- Hänger und Verwandter de« Prästventen Kara-georgeoic, Rade Alavantic, versuchte Mittwoch morgen« einen Putsch in Schabatz, wohin er mit einigen gedungenen Personen aus Oesterreichisch-Mitrowitza, wo er in letzter Zeit ständig gewohnt hatte, um 4 Uhr früh mit «ine« Kahne gelangt war. Unterweg« hatte er die serbische General«« unisorm angelegt, und sodann die Grenzwächter aufgefordert, ihm zu folgen. Letztere, nicht« Schlimme« ahnend, begleiteten den vermeintlichen General zuerst in da« Gemeindehau», wo derselbe die Feuer« wehrleuie alarmirte. Sodann begaben sich alle in die Gendarmerie-Kaserne, woselbst Alavantic auch die Gendarmen alarmirte. Zwei derselben war e« inzwischen gelungen, den Commandanten, Haupt« mann Nikolic, von dem Borsalle zu verständigen, welcher Alavantic zur Rechtfertigung aufforderte. Auf da« hin feuerte Letzterer einen Revoloerfchus« ab, welcher den Gendarmetiehauptmann leicht ver« letzte. Dieser seuerte nun seinerseits, worauf Alavantic, mitten in die Brust getroffen, todt zusammenstürzte. Da« Gefolge Alavantic' wurde verhaftet. Alavantic gestand sterbend, er fei von Peter Karageorgevic geschickt und zu dem Putsch ermuthigt worden. A«m Ztureukrieg. Bezüglich der Stärke der fechtenoen Buren, die sich nach den neuesten Schätz« ungen der Londoner militärischen Kreise wieder aus 18.000 Mann erhöht haben soll, wird dem Brüsseler Berichterstatter de« .Drill) Telegraph" gemeldet, das« nach den Versicherungen der Tran«vaal-Ge« sandischast die noch im Felde stehenden Buren« truppen 23.000 Mann stark seien. Davon sollen 8000 Tran«vaaler, 4000 au« dem Oranje-Arei-staat und 11.000 Asrikander oder Rebellen au« Natal und dem Caplande sein. — Die englische Verlustliste für Februar deläust sich aus 736 Todte, 455 Verwundete, 3660 al« „Invalide" Heimge« schickte und 2400 gefährlich Erkrankie. Dabei werden noch dazu die canadischen und die austra« lisch,» Truppen in diese Verzeichnisse nicht ein-bezogen. Aus Stadt und Land. ßillier Hemewderath. Freitag nachmittag fand unter dem Vorsitze de« Herrn Bürgermeister« Gustav Stiger eine Sitzung des Cillier Gemeinderaihe« statt. Nachdem die VerhandlungSschristen der Sitzungen vom 7. und 24. Februar genehmigt worden waren, machte der Vorsitzende von nachfolgenden Einläufen Mittheilung: Die Freiwillige Feuerwehr Cilli gibt fatzungSgemäß bekannt, das« in der Haupt-Versammlung am 13. Jänner Herr Anton Eich-I berger zum Wehrhaupimann, Herr Ferd. Pell6 zu dessen Stellvertreter und Herr Franz Dir»« berger zum Geräthemeister gewählt worden sind. Abt Ogradi ersucht um die Wahl von zwei Kirchenkämmerern für die Marienkirche und schlägt die Wahl der bisherigen Kämmerer Franz Hecht und Aloi« Walland vor. Der Gegenstand wird der RechtSsection zugewiesen. AuS dem Geschäftsberichte de« Stadtamte« ist zu entnehmen, das« im Ganzen 13.435 Stücke in Erledigung gekommen sind. Die Sicherheu«wache hat 241 Verhaftungen vorgenommen und über 314 Anzeigen ami«gehandelt. Der Bericht wird der ersten Section zur Einlichtnahme und eventuellen Berichterstattung zugewiesen. Die Statthaltern gibt bekannt, das« der Lande«« auSschus« für den 10. März um 5 Uhr nachmittag« eine Sann-RegulierungS'Cvmmission angeordnet hat. zu welcher der Bürgermeister ein« geladeu wird. Dieser Commisslon werden bei« wohnen der Referent deS LandeSauSschusseS Dr. Joses Schmiderer alS Commissionsleiter, in dessen Verhinderung Bauraih Franz Morwitzer, serner LandeSbaurath August Herwel?» Ober-ingenieur Aloi« Notar, k. k. Bauraih Victor Pirner und außerdem Statthalterei«Concipist Friedrich Willen«. Im Sinne eines Beschlusse« der gemeinsamen Bezirks-Lehrerconferenz der Stadtschuldezirke Mar« bürg, Cilli und Peiiau richtet der Stadischulrath an den Gemeinderath da» Ersuchen, beim steier« märkischen Landtage die Errichtung einer Erziehung«-anstatt sür verwahrloste Rinder in Anregung zu bringen. Diesem Ansuchen wird Rechnung getragen werden. Die Statthalterei ermächtigt den Bürgermeister, sür Errichtung einer Tuberculose-Heilstätte öffent« liche Sammlungen einzuleiten. Zu diesem Zwecke wird ein größere« Comi»6 gewählt werden, in welcher Richtung die Sanität«-Section Vorschläge zu er-statten haben wird. Hierauf erfolgte Uebergang zur Tage«-o r d n u n g. Für die Recht«fection berichtet deren Obmann, Herr G.«R. Dr. Schur bi. Die Gemeindever-tretung von K i n d d e r g hatte de« neuen Heimat«-gesetze die Auslegung gegeben, das« bei Au«ländern die Ersitzung«srist zur Erwerbung de« Heimat«-rechte« erst vom 1. December 1396 an gerechnet werden könne. Auch andere Orte, wie in«besondere die Städte Graz und Wien, haben ähnliche Ent« scheivungen gefällt und nachdem in solchen Fällen der Gemeinderath von Cilli in gleicher Weife be» schließen wird und die weiteren Entscheidungen ohne« die« von der Statthalterei, vom Minister»»« und vom Verwal!ungSgerich!«hose erfolgen werden, so ist e« nach der Ansicht de« Berichterstatter« nicht nothwendig, das« der Gemeinderath in dieser Frage einen eigenen Beschluss sas«t, we«halb kein Antrag gestellt wird. Der Gemeinderath stimmt diesem Standpunkte zu. Da Maria Dimetz, dem Anton Pirtz und de« Joses Kämmerer wird da« Hnmat»recht zu-erkannt. Dagegen werden die Heimat«recht«gtsuche für Anionia Grätschn er, Anna Krisch an etz und Jakob Ja kr et behus« Erbringung eine« gil-tigen Ausen»hall«nachweise« zurückgestellt. Da« von der Gemeinde Turiak für Barthlmä Marin« scheg eingebrachte Gesuch wird abgewiesen. Für die Bausection berichtet deren Obmann G.-R. Dr. Joses Kovatschitsch über einen Re« cur« der Albine Kapu« in Bauangeltgmhtiten. Frau Albint Kapu« will eine Mauer zur Abgrenzung ihre« Hose« gegen den Hosraum der Ehe« leute Wratschko aufführen. Bei der Bau» commisslon haben die Eheleute Wratschko Ein-wendung erhoben, weil der Hofraum, auf dem die Mauer aufgeführt werben soll, nicht Eigenthum der Aldine Kapu« sei. Diese wie« aber einen gerichl« lichen Vergleich vor, in welch«« Josef Wratschko da« Eigenthum«recht anerkenn'. Dagegen wurde wieder eingewendet, das« d«r'^,'Htlichr Vergleich angefochten werde, weil y ^ch im Namen der Miteigenihümerin SRoL ibm kchko abgeschlossen worden war. $ Dftf0L, Gutachten de« Stadtingenieur«, das« gda» L>'lührung dieser ----- « . "..da« Stadiamt Bedingung. Mauer kein Anstand ,6 tiHt „ if)n^ die Baubtwilligung tjö b0t, slur it)rr;-das« die Mauer erst^ 6j# 1 s j(L 'erde, wenn der privatrechtliche ............. sein wird. Dagegen haben be^hjg„. verkaufte sein bondere auch der Opferwilligkeit Rech-nung getragen, welche die Grazer Bevölkerung an den Tag leg«,, al« die Deutsche Gemeinbürgschast zum Stutze Cilli'« aufgeboten wurde. Ueber ein Ansuchen de« Bereine« zu« Schutze be« Weinbaues (in Wien) um Gewährung einer Subvention wird zur Tagesordnung übergegangen, weil ohnedie« die heimischen Vereine emsprechend gefördert werden. Herr Hugo o o n H a i d e r ersuch« die Gemeinde, «ine Erklärung auszustellen, das« sie Slammaciien für die Bahn Grobelno—Lande«grenjt zeichnen werde. Avi einem Schreiben de« Herrn Ingenieur« M > g l i t f ch geht hervor, das« sich bei mehreren Jnleressemen die Verhältnisse so geändert haben, das« Zeichnungen enttallen sind. Ueber Antrag der Finanz-Section hält Die Stadigemeinde ihr, Zusage ausrecht unler der Bedingung, das« Cilli Kops-staiion der neuen Bahn w rde. Dem Ansuchen de« k. k. Landwehr-Division«-Commando'« in Graz. das« die Stadtgemeind« den Buu eine« Krankeopavillon« für die hiesig« Land-wehrkasern« übernehme, kain keine Folge gegeben werden, weil durch den angebotenen Zin« die Verzinsung von 31.254 Kronen nicht gedeckt wird, ab-gesehen von den fortlaufenden Reparaturkosten. Die Finanz Section beantragt aber, sür den Fall, al« doch «ine Einigung erzielt werden könnte, den Antrag de« Siadtbauamte« bezüglich einer günstigen Situ-ierung de« Pavillon« zu empfehlen. Einstimmig angenommen. Herr G.-R. Otto Küster berichtet namen« der Gewerbe-Section über ein Ansuchen de« Josef Sellak um Bewilligung zur Aufstellung eine« Fleischsta de« am Haupiplatz,. Nachdem Josef Sellak eine solch? Concession schon besessen und auSgeubl ha» und sie dann verlaust hat und der Gemeinderath einem solchen Handel seine Zu-stimmung nicht geben kann, weil serner inzwischen andere derartige Concessione» ertheilt worden waren und eine Vermehrung derselben nicht wünschen«-wert ist (worauf insbesondere Herr Dr. Schur bi Hinweis«), wird der Gefuchsteller abgewiesen. Der öffentlichen Sitzung folgt eine vertrauliche Kvaugelilche Gemeinde. Heule. Sonntag vor« mittag« 10 Uhr. findet im evang. Kirchlein in der Gartengafs« öffentlicher GotttSdienst statt. Der Familienabend mit dem Vortrag über die Reformation in Salzburg muj«te eingetretener Verhinderung wegen, verschoben werden und findet D o » n e r « t a g , den 13. März im Hole! „zur Krone* statt. ZSählerversammknag. Dien««ag. den 11. d. M findet im Hotel .zur Post' (ehemal« Slrauß) eine Wählerversammlung der Gewerbetreibenden zur Berathung über die am 27. März l. I. in Graz ftattsintende Wahl in die Handel«- und Gewerbe» kammer statt. Die Versammlung beginnt um 3 Uhr abend«. »,?t»e»ig in KUN". Die Vorbereitungen sür den heileren Abend d«S Cillier Männergesangver «in«« gehen der Vollendung entgegen. Von be rufrner Künstlerhand wird ein mächtige« San Marco - Prospekt enlwoif-n. welche« die Sc«n«rie de« ganzen Festbilde« beherrschen wird. Die Gondelsahrt wird durch die Eigenarligkeit der Idee alle Festtheilnehmer überraschen. Die Gast- und Echankwilischasiei; find in den bewährtesten Damen Händen: Huld ~ ' Labe für Herz und Magen. Der Berein Hof imr^f 'fine auswärtigen Freunde und benachba " » »»reine eingeladen. so das« «in MassenbeZU JälQälCänß' Liede«huldigung vor der „Königin. ,, , B erwarten ist. den 6. März um frj Flasc£».S,-160 Cilli bt^iols Walland. Rathhausgasbchvereine« hält Saale de« Gasthose« Terschek seine Hauptversammlung mil folgender Tagesordnung ab: 1. Bericht de« Obmanne«. 2. Rechenschaftsbericht de« Zahlmeister«. 3. Wahl de« Ausschüsse«. 4. Allsällige Anträge. 5. Wiffinschastlicher Vortrag de« Obmanne« Herrn Prof. Fietz über „Die deutsche Spracht und ihre Verwandten.' Die Zwischenzeiten werden durch Vorträgt der Cillier Musikvtrein«cavellt ausgefüllt. Gäste sind herzlich willkommen. Möge dem Abend, der einer so edlen völkischen Sache gewidmet ist, ein zahlreicher Besuch beschieden sein. Südmark Aolisbücherei. Ami. März 1901 wurde die hiesige Südmark-Volk«bücherei, welche die Werk« der besten und beliebtesten Autoren in 1500 Bänden umfaf«t, eröffnet. Die Bücherei ist im Stadtamte (Caffe) untergebrach«. Die Au«leih-stunde ist vorläufig auf jeden Montag zwischen 1 und 2 Uhr nachmittag festgesetzt. Jeder Entlehnn hat monatlich den Beirag von 10 Hellern und außerdem für jede« entlehnte Buch einen Beirag von 2 Hellern zu bezahlen. Die Bücher müssen innerhalb 14 Tagen zurückgestellt werden. Da« autführliche Bücherverzeichnis ist zum Preise von 4 Hellern erhältlich. Die Bücherei kann von j e d e m Deutschen benützt werden. Infolge de« großen Zudrange« wird nun auch an jedem Freilag nach-mittag« zwischen 1 und 2 Uhr eine Au«leihstunde abgehakte». Schaubühne. Der alibekannte „Bruder Martin" erschien un« am Donner«iag in einer vollendeien. ja geradezu classischen Auflage: in Herrn Felix von der Grazer Bühne. Da« war eine Figur, wie wir sie an unserer Bühne selten zu sehen bekamen. Der ruhige Humor, der un« erwärm«, rang in der Darstellung de« Herrn Felix mit der herzbewegenden Art, wie er sich den Ernit de« Leben« zurecht legt, um 5i<: Palme. Sein Gesang entzückte un« durch die sympathische stimme und den lebendigen Ausdruck und ris« vie Zuhörer zu stürmisch n, sich immer wiederholenden BeisallS-faloen hin. Bezüglich der übrigen Darsteller fühlte man besonder« im ersten Acle da« Fehle» einer starken Hand, doch waren Herr Friedrich und Fräulein Finaly zwti sthr wirksamt Figuren. Auch Frl. Burkhart und Herr Günther seien lobend hervorgehober. Da« ziemlich zahlreich er» schienene Pudlicum unterhielt sich sehr gut. Fheaternachrichte«. Au« der Theaterkanzlei erhallen wir folgende Mittheilungen, die die«mal verläßlich sein sollen: Heute Sonntag, den 9. d. M., gelangt Friedrich Halm« dramatische« Gedicht in sünf Acten »Wildfeuer- zur Aufführung. Die Hauptrolle spielt Frl. Körner. — Dien«iag, den 11. d. M., gelangt abend« halb 8 Uhr die bereit« angekündigte Benefiz-Vorstellung de« Herrn Dir. Roll mann .Der Doppelgänger* zur Aufführung. Der Umstand, das« der Bene-ficiant nicht nur die Stütze seine« Ensemble« seilst »st, sowie das« er un» auch al« Bühnenleiter mauchen vergnügten Abend b.'rei«e«e und der .Doppelgänger' zu den besten Schwänken der Gegenwar« gezählt werden kann, läs«t mil Be» stimmlheit aus ein au« besuchte« Hau« rechnen. Eingestellter ?resspr«cess. In der .Domo-vina" veröffentlicht der frühere Redacteur Ante Beg eine Ehrenerklärung für die deutschen Ge-meindeau«schüsse von Tüchern au» der vorigen deutschen Aera. Er habe mit .dem Artikel vom 24. Mai 1901, womit den Erwähnten unlautere» Vorgehen in der Gemeindewirtschaft vorgeworfen wurde, dieselben nicht beleidigen wollen. Auch habe er ihnen nicht vorwerfen wollen, das« sie mit dem Gemeindevermögen unehrlich gewirischastet haben. Er widerruft daher jede Beleidigung. Da« heißt man doch sehr bescheidene Ansprüche an einen solchen Gegner stellen. Kin tanbllvmmer Mnttermörder Am letzten Sam«tag hat sich in Oderwalz bei Maria-Rast eine entsetzliche Blutthat ereignet, worüber die Marburger Zeitung folgende Einzelnheit-n mittheilt: Der 20jährige taubstumme Besitzer«iohn I. Pipu« hatte mit einem Weibe ein Berhältni« und schleppte ihm wiederholt Es«waren zu. Sonnabend« kam er von seiner .Geliebten" nach Hause und wollte sich eine Wurst kochen, wa« die Mutter nicht zulassen wollte, weil jetzt Fastenzeit sei und man kein Fleisch essen dürfe. Pipu« nahm sich aber doch eine Wmst, gieng in den Stall und wollte sich dort die Wurst kochen. Seine Mutter eilte ihm nach und suchte ihm die Wurst wegzunehmen. Dar« über gerieth der Sohn derart in Zorn, das« er vom Ochsenjoch ein Eisen nahm und damit seine Mutter erschlug. Während Pipu« aus seine Mutter lo«-drosch, eilte der Knecht de« Hause«, ein alter Mann, herbei, um die Mutter zu schützen. Zornenbrannt I erschlug Pipu« au« den Knecht. Da« Geräusch der Hiebe und da« Geschrei lockten auch die ältere Schwester de« Pipu« in den Stall. Kaum eulicku Pipu« seine Schwester, al« et sich aus sie stürzte, um auch sie ermorde«. Die Schweft«r aber ergriff vor dem Rasenden laut schreiend die Flucht; bloß mit dem Unterrocke bekleidet und barfuß eilte sie durch den Schnee zu dem eine Viertelstunde ent» sernt wohnenden Nachbar Anton Namestnik, bei ihm Hilfe und Schutz suchend. Der Nachbar gieng mit der furchtbar Geängstigsten wieder zurück, fand aber im Hause de« Mörder« die Todten nicht mehr. Der Mörder hatte nämlich mittlerweile den er» schlagen?» Knecht in den Keller getragen und ihn auf di» dort befindlichen Erdäpfel gelegt. Seine Mutter entkleidet« er ganz und vergrub sie im Düngerhaufen. Der Nachbar Namestnik begab sich vom Hause der Mordthat sofort zum k. k. Gend> armerieposten in Maria-Rast und erstatt»«« dort von dem grauinvollen Vorfall« die Anzeige. Unverzüglich gieng »in» Gendarmerie-Patrouille nach dem That» orte ab und suchte den Mörder, Dieser aber war bereit« entfloht». Nachdem die Gendarmerie sein« Fuß'purtn gesunden hatte, verfolgte sie ihn über Hl. Geist, Leutschach bi« Klein, wo sich Pipu« zu Verwandten begeben hatte. Dort wurde er von der Gendarmerie auch festgenommen. Der Mörder wurdt sammt jtntm Weibt. mit dtm er ein Verhältnis hat, dem k. k. Krei«gerichte in Marburg eingeliefert. Von Pipu« wird behauptet, das« er geistetschwach sei. doch steht sein Verhalten, be» sonder« die Flucht nach vollbrachter That ic. mit diesrr Annahme wohl nicht im Einklänge. Pipu« ist in kurzer Zeit bereit« drr zwtitt Taubstumme, der al« Mörder dem Marburger Kreisgericht« einge» liefert wurde; sein Vorgänger gehörte bekanntlich jener Mörderfamilie an, welche den Gatten erschlug, den Leichnam zerhackte, im Schweinekessel au«sott und sodann den Schweinen al« Nahrung gab. herein Südmark. Wi-der hat die Verein«» leitung die Flugschrisi über den Zweck, die Förde» rung und die bisherige Thätigkeit de« Vereine« Südmark in neuer Auflage herausgegeben. Dieser Flugschrist entnehmen wir. das« der Verein am Schlüsse de« abgelaufenen Jahre« 200 Ort«gruppen zählte, u. zw. in Kärnten 32, in Krain 4. im Küstenlande 4. in Niederösterrrich 39, in Ober» Österreich 7, in Salzburg 12, in Steiermark 34, in Tirol 17, in Vorarlberg 1. Darunter sind 19 Frauenort«gruppen (Klagenfurt, Villach, Gottfchee, Mödling, Wiener-Neustadt, Hallein, Zell am See, Brück a. d. M., Cilli. Draulhal-Hohenmauthen, Eggenberg. Graz. Hartberg, Judenburg. Leoben, Marburg, Pettau. Innsbruck) und 6 akademische (Wien, akad. techn. in Graz, die der nicht Farben tragenden deutschen Studenten in Graz, akad. in Jnn«bruck, Deutsche Finkenschaft in Jnn«bruck, Wartburg in JnnSbn^. KandelsKammer-WäHrerversammrnng. Unter dem Vorsitze de« Präsidenten de« Steierm. Ge» werdeoereine« Herrn Otto Klusemann, fand Mitt» woch im Hotel .Florian' in Graz sür die it» der Gewerbeseciion im Wahlkörper B und C wahlberechtigten Steuerträger eine Handelskammer-Wählet-Versammlung statt, in welcher für die bevorstehenden Handel«kammerwahlen folgende Herren al« Candi« baten nominiert wurden: Rupert Drasch. Direktor der Trisailer Kohlenwerk«gesellschast, Ludwig Lipp, Fabrik«- und Bergwerk«besitzer und Landtag«abge-ordnetet in Voit«berg, Ernst Rathau«ky. Fabrik«» und Bergbaubesitzer in Deutsch-Land«berg, und Joses Rochlitzer, Direktor der Graz-Köflacher Eisen» bahn- und Brrgbaugesellschaft, Landtag«abg»ord-neter. — Für den Wahlkörper A. (mindesten« 600 K Erwerbsteuer) in der Gewerbesection sind al« Kandidaten empfohlen die Herren: Otto Erber, Gewerke in Hohenmauthen, Georg Gos«leth Ritter v. Werkstätten, Fabrik«directot und Verwaltung«-rath der Fabrik chemischer Produkte in Hrastnigg. Fritz Hanisch, Eommercialrath. Fabrikbesitzer und Re,ch«raih«abgeordneter in Graz, Georg Hänel, Ingenieur und Stadibaumeister in Gr z, Otto Klusemann, Fabrik«besitzer, Präsident de« Steierm. Gewerbevereine«, Gemeinderath, und Josef Priebfch iun., Mitinhaber der Judendorfer Cementfabrik Joies Priebsch und Sohn. Al« Candidaten sür den Wahlkörper B in der Gewerbesection bezeichnete der Vorsitzende die Herren: Hospholograph Leopold Bude in Graz, Fabrikbesitzer Friedrich F. Hansch-mann in Graz, Buchdruckereibesitzet Johann Janotta in Gra>. Hoftifchler Anton Jtschick in Graz, Reich«rathS- und Landtag«abgeordneter Franz Mo«dorfer in Weiz, und Gemeinderath Ernst Wendl, Bäckermeister in Graz. Al« Candidaten für den Wahlkörper C in der Gewerbesection sind in Vo» schlag gebracht die Herren: Gemeinderath Anton »reb«, Vorstand der Tapezierergenossenschast Seite 6 in Graz, Fltischselcher Aemilian Kummer in Graz, Landtag»ub,,eordn«ter Bürgermeister Josef Ornig, Bäckerm-ister in Pettau. Johann Sindhuber, Vor-stand der Gastwirlegenossenschast in Graz, Paul Sommer, Vorstand bet Schlosser' und Spot«» schmiede-Innung in Graz. und Epiriiuosenfabrikant Johann Wagula, Vorstand der Genossenschaft der Destillateure in Graz. fteiermirkische« Vadfahr«r-Ha«»er. bände. Der diesjährige „Prei«vertheiluny« Abend" de« Verbände« findet am 18. März 1902 in den Annensälen, Graz. Annenstraße 72, mit dem Be» ginne um 8 Uhr abend« statt. Mit diesem Abend verbindet sich zugleich da« 15jährige Gründung«-fest, au« welchem Anlasse der Abend besonder« glänzend veranstaltet weiden wird. Nach den Zu» sagen, welche dem Verbände bezüglich Mitwirkung gemacht wurden, oetfprid,! der Abend recht heiter und vergnügt zu werden. Deuische Gäste sind herzlich wiütommcn. Heffügel - Ausstellung in Hraz. Für die in der Zeit vom 17. bi« einschließlich 20. April l. I. in der JnrustriehaUe ,u Graz statifindend« Geflügel-und Vogel-Au«'ieUung de« Erst.n steiermärkischen Geflügelzucht. Verein.« hat Ihre Excellenz Frau Franzi«ka Gläfin Clary und Alanngen da« Pro» ttctora, in wohlwollendster Weise übernommen. Programme und Anmeldebögen zu dieser Aus-stellung sind beim Schristsührer d-S Vereine«, Franz Knaipp. Gia«. Landbau«, erhälilich. SüdmirKische Polksvank. Gebarung«au«» weis vom ^8. Februar 19V2. Einzahlungen sür Geschäfl«anlhtilt l23.736 K 65 h, Spareinlagen von 1058 Parteien 708.772 K 13 h, Einlagen aus lausende Rechnung 19.541 X 28 h, kurze DjiUM 264 980 K 62 b, Hypothekar-Darlehen 21.261 K 78 h, e«compiierte Wechsel 362.450 K 66 h, bei arideren A»stalten angelegt 98.845 K 89 h, Wertpapiere 80.794 K 80 h, Geldverkehr im Monate Februar 971.352 K 57 h, Mitglieder» zahl 2082 Personen. Hoflieferanten. Der Firma Kuranstalt Sauerbrunn-Radein. Höhn & Co. in Bad Radein, bekanntlich Besitzerin dl« altrenommierten heimischen Radeiner Sauerbrunnen», vorzüglichsten Repräsen» tanten der Lithion-Natron-Täuerlinge, wurde der Titel: „l u. f. Hoflieferanten" verliehen. Jahr- »ud KiehmärKte in Steiermark. Am 13. März: Graz. HornvieHmarkt nächst dem Schlachthaus'. — Rann, Bez. Peitau, Schweinemarkt. — Am 14. März: Graz. Stechviehmarkt nächst dem Schlachthause. — Gei«tdal. Bez. Vo»«berg. I. u. V. — Am 15. März: Graz. Getreide-, Heu- und Strohmarkt am Grie«-, Holzmarkt am Dietrich-steinplatze. — Arnfel«. Kleinviehmarkt. — Liezen, V. — Pletterje, Bez. Rann, V. — Rann, Schweine-markt. — Am 16. März: Fernitz, Bez. Umgebung Graz, I. — Maria Rast. Bez. Marburg. I. — Oberburg, I. — Am 17. März: Dechant«kirche», Bez. Friedberg. I. u. B. — Edelschrott, Bez. Voit«derg. I. u. V. — St. E.;t,di bei Schwarzen» stein. Bez. Schönstem, I. v. V. — Heiligen Geist bei Lotsche. Bez.Goncbitz. I. u. V. - Hollenegg. Bez. Deutsch.Land«berg. V. — Windisch»Land«berg, Bez. Drachenburg, I. u. V. — Lichtenwald, I. St. Magdalena am Lemt>erg. Bez. Hariberg, I. — Mahrenberg, I. v. V. — Maiia Rast, Bez. Marburg. B. — Polstrau. Bez. Frieda», I. u. V. — Rieger«burg. Bez. Felkbach, I. — Riez. Bez. Oberburg. I. u. V. — Schäffern, Bez. Friedberg. I. — Sinnabelkirchen, Be<. GleiSdors, I. u. V. — Wenigzell, Bez. Vorau. I. — Wett-mannstetten, B z. Deutsch'Landtberg, I u. V. — Mureck. I. u. V. — Langenwang, «ez. Mürz» zuschla?, I. — Weitenstein. Bez. Gonob'tz, I. u. V. Schwurgericht. Cilli, am 6. März 1902. Areigesproche«. Der 17jährige Sattlergehilse Josef Kolschek au« Hochenegg, welcher zweimal wegen Diebstähle« vorbestraft ist, hatte sich am Mittwoch vor dem Schwurgericht, unter dem Vorsitze te« L.-G.-R. P » r k o wegen Brandlegung u»d Diebstahl zu verantworten. Der von Herrn Dr. Boschel ver-ttttenen Anklage entnehmen wir folgenden Sach» verhalt: Am 26. Oktober 1901 gerieth da« Wirt-schaft«gebäude dt« Josef Prekorschek in Weichseldoif in Brand, und wurde sammt Heu und fonsugen Futtervorräthen bi« aus die gemauerten Theile total eingeäschert. Prekorfchek erlitt einen Schaden von 6830 X, der trotz der ihn au«bezadlten Brandschadenversicheru,'g«summe per 3408 K sür ihn al« ein erheblicher angesehen werden mus«. Nach den Aussagen de« Beschädigten und seiner Dienstleute musste das Feuer gelegt worden sein, und alSbald v-r?r«itete sich in Hochenegx der Der» dacht, das« Kolschek der Thäter sei. Kolschek hat nämlich in der ersten Hälsie Ociober dem Joses Prekorschek, bei dem er im Taglohne arbeitete, au« versperrtem Hause und versperrtem Koff.r 20 K entwendet; während de« Brande« wurden dem Josef Prekorschek auS deni gleichen Koffer noch weiter» 80 K entwendet. Kolschek hat anfänglich die Diebstähle geleugnet, g»stand spät« drr Gen-darmeri» die Verübung de« eisten Diebstähle«; die VerÜbung de« zweiten — während de« Brandes — läugnete Kolschek auch noch bei Gericht; erst beim zweiten Verhöre gestand er auch diesen Diebstahl ein. E« drängt sich nun der Verdacht aus, das« Kolschek, der Geld brauchte, da er nach Graz reisen wollte, und der vom ersten Diebstähle her noch wus«te, das« Prekorschek im Koffer Geld besitze, den Brand gelegt hatte, um in der V-rwirrung den Diebstuhl au«sühren zu können. Auffallend ist vor allem, das« Kolschek, welcher mit dem B>ande in so enge Beziehungen gebracht wird, auch d.rjenige war, der den Brand zuerst bemerkt, und den Markt hochenegg alarmiert hat. Kolschek will den Brand von der Schw lle seine« Wohnhause« au«, wo er nach seiner Angabe etwa« verrichtete, bemerkt haben. Der Augenschein lehrte, das« da« in der Richtung de« Brandes vorstehende Hau« so knapp vor dem Kolschek'schen Hause steht, und so hoch ist, das« man kaum da« Firmament sieht; r« ist daher ganz au«geschloff«n, das« Kolschek von dort au« da« Feuer bemerkt habe» konnte. Weiter« verrieth sich Kolschek dadurch, daf« er sofort zu veifchiedenen Perfonen erklärte, e« brenne da« Wirtschaftsgebäude des Prekorschek. obwohl man von Hochenegg auS daS Prekorschek'jch» An-wrsr» gar nicht sieht, und in der gleichen Richtung auch andere Häuser stehen, von welche» man glauben hätte können, dass sie brenn.'». Dazu be-merkt Kolschek. das« er nur seine Vermuthung gkäußert habe, das« entwkdlr der Prekorschek'jch« Stall, od»r di« Stallnrr'ich» Harpse brenne; di»s» Vermuthung wär« aber unmöglich gewesen, weil die Stallner'iche Harpse abseit« von dem Prekorschek' Stalle steht, so das« ein OriSkundiger wie Kolschek. sich nicht hätte täuschen lassen könne». Dazu kommt noch, MS die Stallner'sche Harpse ganz frei steht, so dass man die Flammen gesehen hätle, wenn sie gebrannt hätte, während man vom Brande. deS hinter einem Hügel stehenden Prekorschel'jchen Stalle» eben nur den Feuerschein sehen konnte. Kolschek bemühte sich auch nachzuweisen, das« er zur Zeit der Entstehung des Brande« zu Hause gew«s«n sei, dieser Beweis würde allerdings feine Unschuld darthun, allein er fiel zum Gegentheile au«. Kolschek legte sich an jenem Abende circa halb 7 Uhr auf einem Divan zu Hause zum Schlafen nieder, und zwar in Kleidern; er gibt zu, um s/«l° Uhr da« Vaterhau« verlassen zu haben, um im Orte herum zu schwärmen; um 7,11 Uhr sei »t nach Hause gekommen, habe noch der Mutter auf ihre Frage die Zeit angegeben, und sich schlafen gelegt; nach circa dreioiertel Stunden, um Vi12 Uhr sei er einem natürlichen Impulse folgend auf die Schwelle getreten. Für diese« Alibi konnte er jedoch den Beweis nicht erbringen. Dazu kommt noch, das« er sich bemühte, den Verdacht von sich auf einem gewissen Zavornik abzulenken; die Er» Hebungen «rg bkn, das« Jaoornik den Brand nicht gelegt haben konnte, weiter« aber auch, das« Josef 4, rajchan, aus den sich Kolschek al« den G.währ«-man» für diesin Verdacht berufen hatte — offen-bar in der Hoffnung. das« Hraschan nicht eruiert werden werde -- doch eruiert wurde, und den Kolschek vollkommen Lügen strafte. Bemerkt mus« noch werden, dass Kolschek sich während de« Brande« immer auffallend in der Nähe de« Prekorschek hielt, während dieser von Gendarmen auSgesragt wurde. Am 14. Jänner 1902 entsprang Kolschek au« dem Gefängniffe, offenbar au« Furcht vor der ihm wegen Brandlegung drohenden Strafe. Fas«t man alle diese Jndicien zusammen, so kann an der Schuld Kolschek« wohl kaum gezweifelt werden. — Zur allgemeinen Ueberraschung b.» j.ihten die Geschworenen die Schuldfrage nur mit 6 Stimmen. we«halb der Angeklagte freigesprochen wurde. „Los von Rom" Bewegung! „Trottkantische Alngbtätter" können von Interessenten kostenfrei bezogen werden durch Karl Ztrann'» ?erlag, Leipzig. Nummer 20 Sa jchän wie ne« werden alle Metallgigenstände au» Gold, Silber, Nickel, «lfenid, Messing, Kupfer ?c., wenn man solche mit dem bekannten „SlobuS-Pich-Extraet" putzt. 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So ist aber auch dies unwahr, dass seine zwei Gehilfen aus ihrem eigenen Antriebe das Kränzeben arrangirt hätten. Es liegt somit die Rebeuscbek'scht Erwiderung, respective Rechtfertigung, auf einet sehr schwachen Basis. (Es kommt uns die Sack« so vor als wenn sich der Mohr auf einmal weiss waschen will, was aber im Bereiche der Unmöglichkeit ist.) Was nun die herablassend« gegen uns Fleischhauer gerichtete Bemerkung anbelangt, nämlich, es gebe in Cilli Oberhaupt sehr wenig Meister, so wollen wir dem Artikel-Schreiber ja nicht unrecht geben, dass es hi« sehr wenig wirkliche Meister gibt, aber dei Charakter des Artikelschreibers weit Obertreffen. Man hat auch deutlich gesehen wie gross die Beliebtheit von Seitens der Fleischhauer n Rebeuschek steht«, da trotz aller Hebel welch« von Ihm in Bewegung gesetzt wurden, kein einziger Fleischhauermeister sich bei seinem Kiänzchen eingesunden hat. Es wurde sogar, wu unser Erachtens nicht zulässig ist, die Cillier Musik, sowohl in den Einladungen als auch darek Placatlerung auf allen Stadtecken zur Irreführung des Fublicums kundgemacht. Auoh diese« Mittel hat den Herrn Rebeuschek vollkomme» im Stiche gelassen. Somit fällt der gegen um gerichtete Ausdruck Gescbäftsneid - Kränze he», in das Wasser, denn Herr Rebeuschek war derjenige welcher ein Geschäft machen wollte. Und so wurde zum Schlüsse Zzs arme Rebeuschek-Kränzchen durch eine h^- -^laufende Zigeuner-musikbande in aller £&'m j^graben, die Erde sei ihm leicht. Somi^j oerfola«'ans ^en aD^ liehen glänzendeng' t^m ^ ' g,r, pardon Verlaut denken. /0 rme (( jhn«'/ elt> bort auf itzrr; des wirklic^'1 thm, bis «r sie iV-Kränzchtznt. _. (j 'WWfler, verkaufte sein^ JJ[W8 Einlas«m.Uchn„ Heimat zurück. ®obnT? kommt l*v«it abwart«». d«nn, das»", i"« P"i>i von 4^taben würd«, das wus«t« ^ ^ **«■ & S»*wirte! Pflanzet auf jedem kleinsten Raum einen Baum; Pfleget sein, er bringt Euch's ein! 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Nikie«, Rudet«dors, Steinaugerd, Fischamend, Pistawlk. Ottenschlap, Merzdorf, Wobor» fchitz, Welhoita, Haindors. Unter-Retzdach. Ober-vors. Mähr.-Trübau. Wallern. Leopoldau. Enzen-reith. Lippenz. Barzdorf. Ditter«bach, Laudon, Weißentach a. Ttie«ling, Zahradka. Radonitz und ivludenz. dem Spar, und Borschus«verein in St. Egydi für geleistete Beiträge und Spenden', ferner der Ortsgruppe Eisenerz sür da« Ergebnis der Vollversammlung vom 5. Februar 1902. der Ort«grupye Tarvis für den Ertrag de« Eisen» bahnerkränzchenS. der Jagdgenosfenschast in Lippenz sür den Ueberschus« au» dem Jägerball, der Fraue»»Ort«gruppe de« XvllL Bezirke« in Wien lür den Ertrag de« Leseabend«, der Ort«gruppe vtaab f'ir da« Ergebn,« der Sammlung bei einer Unterhalmng am Fasching«dien«tag, der Ort«-grnppe Bennisch für den Ertrag eine« gemein» schasilich m t der Nordmark o ranstalteten Sommer-jeste« der gezümtnde Dank abgestattet. Dem Kindergartenoerein in Gottschee wurde ork, Siebenhirten. Bern-bo f. Weißenbach a/Triestmg, Potienstein, Erlach. Pillen, Ternberg. Schejblingkirchen und Edlitz und die daseist aemackten Wabrn-Hmunaen. ?«?????» Nur in diesen PaKeten erhalt man den echten so allgemein beliebten Kathreiners • • • • Kneipp • Hall • Kasse« Siissrahm-Theebutter Kr&stigstes Marburger Dampsmehl Direct import. russ. Thee. Echten Jamaicarum and Cognac. Best. Marken Rheinweine Lissa Blutwein, i Litern. 40 kr. Kleinoschegg-Champagner Flasche fl. 1.60 empfiehlt Alois Walland, Rathhausgasse. 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Zahlungen an die Cillier Gemeinde«Sparcasse können auch mittelst Erlagschein oder Check der Postsparcasse auf Conto Nr. 807.870 geleistet werden. Erlagscheine werden über Verlangen ausgefolgt. 6. Nebenstelle und Giro-Conto der österr.-ung. Bank. 7. Der Credit- und Vorschuss-Verein der Sparcasse der Stadtgemeinde Cilli ertheilt Wechsel-Darlehen gegen 6'/,% Verzinsung. 8. Für den Parteien-Verkehr sind an allen Wochentagen die Amtsstunden von 9—12 Uhr vormittags bis auf Widerruf festgesetzt. 62/2» (£btrf «tsch-Zl.. A- IV. zur Einberufung der Verlajsenschufts Gläubiger. Von dem k. k. Bezirksgerichte Cilli, Abth. IV., werden diejmigen, welche alS Gläubiger an die Verlassenschaft des am 31. Zinner 1902 ohne Testament verstorbenen Ignatz Filipiö, gewesener Commi» in Cilli, «ine Forderung zu stellen haben, aufgefordert, bei diesem Gerichte zur Anmeldung und Darthuung ihrer Ansprüche am £. April 1903 zu erscheinen oder biS dahin ihr Gesuch schriftlich zu überreichen, widrigens denselben an die Verlassenschast, wenn sie durch Bezahlung der angemeldeten Forderung erschöpft würde, kein weiterer Anspruch zustünde, als insofern« ihnen ein Pfandrecht gebürt. K. I. Bezirksgericht Cilli, Abth. IV., am 27. Februar 1902. Erhartiö. Zl. 2441. unSnmchung! Am 30. Mai 1902 gelangen die Interessen der Tegetthoff-Stiftung an sechs Invalid« zur Bertheilung. Zum Stistungsgenussr sind berufen: Invaliden oder ehemalige Soldaten i.es Mannschaftsstandes von tadelloser Conduite, welche bei einem der im Bereiche der Crgänzungs-Bezirks-Commanden Nr. 27 und 47 sich ergänzenden Infanterie-Regimenter oder Zäger-Bataillone gedient haben und infolge einer vor dem Feinde erhaltenen Verwundung verstümmelt oder infolge schwerer Verwundung oder durch die Kriegsstrapatzen erwerbsun-sähig geworden sind, wobei in erster Linie Jene zu berücksichtigen sind, welche die Occupation in Bosnien 1878, unter dem Commando des verstorbenen Feld-marschall-Lieutenants Carl v. Tegetthoff, mitgemacht haben. In Crmang'lung von anspruchsberechtigten Invaliden und ehemaligen Soldaten aus dem Bereiche der Crgänzungs-Bezirks-Commanden Nr. 27 und 47 sollen gleichqualificierte Invaliden und ehemalige Soldaten aus dem Bereiche der Crgänzungs-BezirkS-Commanden 7 und 17 und in weiterer Folge die in der Evidenz des MilitärJnvalidenhauses in Wien stehenden Invaliden auf die Betheilung aus dieser Stiftung Anspruch haben. Die bezüglichen Gesuche sind bis längstens Ende ZttSrz dem ft. n. ß. Krgä«. zungs Bezirks Kommando Kr. 87 in KM vorzulegen. Bürgerlich erwerbsfähig klassificierte Abschiedet haben keine Gesuche ein. zubringen. Stadia«! Kill, am 3. März 1902. 6397 Der Bürgermeister: Ttiger. Danksohreiben aas einer Correspondenzk&rte. (Unten notariell beglaubigt.) Geehrter Herr! Meine Schweine fransen nicht, noch waren sie sehr elend. Zufällig bekam leh sur Prob« von einem meiner Leute 1 Pkt. 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Allen denen, bi« sich durch Erkältung oder Ueberladung des Magens, durch Genuß mangelhafter, schwer verdaulicher, zu heißer oder zu kalter Speisen oder durch unregelmäßige Lebensweise ein Magenleiden, wie: Magenkatarrh, Magenkrampf, Magen schmerzen. schwere Vervanung oder Berschleimnng zuge,o«en haben, sei hiermit ein gute« Hausmittel empsohlen, dessen vorzüg-liche Wirtungen schon seit vielen Jahren erprobt sind. E» ist dies das bekannte Perdauungs- und Mutreinigungsmittel, der Hubert llllrich'schr KrSnter-Wei». Dieser Hrkuter->Veln ist ans vorzüglichen, heilkräftig befundenen" lirUutero mit gutem Wein bereitet und stärkt uud belebt den Verdauung*organl»nins des Menschen, ohne ein Abführmittel zu sein. Krauter wein beseitigt Störungen in den Blutgefiuwen. reinigt da» Blut von verdorbenen, krankmachenden Stössen nnd wirkt fördernd ans die Neubildung gesunden Blutes. Durch rechtvitigen Gebrauch deS Kräuter-Weins werden Magenübel meist schon im Keime erstickt. Man sollte also nicht säumen, seine An-wendung anderen scharsen, ätzenden, Gesundheit zerstörenden Mitteln vorzu-ziehen. Symptome, wie: K-Psschmerzen, Ausstoß««, Siddteaiitii. Wütuitgfit, tlrbctteit mit Erbrechen, die bei chronischen lvrraltelen) Magenleide» um so hestiger auftreten, werden oft nach einigen Mal Trinken beseitigt. und deren unangenehme Folgen, wie Beklemmung, Koiikschmkrzrn. Herzkl»»se». Echlaslistgleit. sowie Bluianstauunqen in Leber, Milz und P'orladersystem lHi««rrl>oidal!kide») werde» durch Kräuter-Wein oft rasch beseitigt. — tträuler-Wein behebt U»»ertavlichkeit, verleiht dem Verdauungssystem einen Aufschwung und entfernt durch einen leichien Stuhl untaugliche Stoffe auS dem Magen und Gedärmen. Hageres, bleiches Aussehen, Blutmangel, EntKröftung sind meist die Folge schlechter Verdauung, mangelhafter Blutbildung und eines krankhaften Zustandes der Leber. Be, ApMttlostnlrit. unier nervöser «bftaomung und G«müthsverstimmu»g. sowie häufigen »opsschmerzen. schlaf-losea Nächten, siechen oft solche Personen langsam dahin. BW Krauler-Wein giebt der geschwächten Lebenskiast einen frischen Impuls. UW Kräuter Wein steig«: den Stvvelit, befördert Verdauung und Ernährung, regt den Stoff-Wechsel an, beichleuniat die Mulbildung, beruhigt die erregten Nerven und schafft neue Lebenslust. — Zahlreiche Anerkennungen und Dankschreiben be> weisen die». ÄT«»tlt.«Bt1n Ift in h»«»» i» fit« Wen » «. 1-50 Ii-d ff. 2'— ilt d«» «»lljrten »»» «tUl. Cut Rtuto', Si»d..S,«»»»«rs. lgia».gell>i>», HstttM, «Indilchnroz, fltnrftutg, iiltai, »nrfftl#, Mann, ?»id»ch ». f. » , s«w» >« «trirrmoet »n» g«n, c««-mich> >» dlll »pslh-ltn. »-« rnlnidt» dlk fjpoHirTrn in sau » und Sräatnrotin ,u Ctijisat- ptft'tn »»ch »It» Cittn DrffrrrnM- Hubert Ullrtch*sclieii "WU Krfinter-Wein. Für WeiiilniiilrellfeiitleJ Für Land wir llie! 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Jedes einzelne Fach steht unter Sperre des Mieters und Mitsperre der Sparcasse. Isoliert von den übrigen Cassa-Localitäten zu ganz ungestörter Manipulation. Bucbdrucharbeiten aiur Hrt *"."^1?*"cu,i die Veretns-Buchdrucfctm Rathbausgasse Dr. 5 Pulver. Nnr w>lii wen« Jede Schachtel nnd Jede« Palver A. Koll'a "U1 BehuUm»rke und fntcrtchrifl tri«t. Moll'a Beidll tx-Pnl ver sind für Magenleidende ein unabcrtreff-iiches Mittel. Ton den Magen kräftigender nnd die Verdauungsthätigkeit steigernder Wirkung nnd als milde auflösendes Mittel bei Stnhlverstopfnng allen dnstischen Purgativs, Pillen, Bitterwässern etc. vorzuziehen. Preis der Original-Schachtel K 2.— 6011 WM" F*XxLfi.cx.t« wetdon g-«rlcls.tliclj. -verfolgst. "W Moll* Franzb jantweinu.Sal£ Nnr echt. wenn ied» Huckt A. n»l> » Schutzmarke trift rad mit der Blelplomta „A. MOLL" verschlossen ist. Koll'a Fransbranntwein and Balx ist ein namentlich als schmer*-stillende Einreibung bei Gliederreissen nnd den andern Folgen von Erkältungen bestbekanntes Volksmittel von Mnskel- und Nerven kräftigender Wirkung. Preis der plombirten Original-Flaaehe K 1.90. Haaptvsrsandt durch Apotheker A. MOLL, k. » k. Heflieferant, Wien, Tuchlaubea. In den Depot* der Provlns verlang« man »uidräcklieh A. MOLI.'l Präparate. Depots: En gros: Ang. Böhelm, Rohitsch Sauerbrunn. Bad. Tomaal, R o i f n i g g. II E 1t B A B AI 1P s unierphosphorigsaurer Kalk-Eisen-Syrup. Dieser seit 32 Jahren stets mit gutem Erfolge angewendete, you vielen Aerzten bestens begutachtete und empfohlene Briiatayrusi wirkt | schleimlösend, huHtenetlllcnd, schwelsevermindernd, sowie die Esslast, Verdauung und Ernährung befördernd, den Körper kräftigend und stärkend. 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Marburg: V. Koban, A. Horinek, W. König. K. Taboreky. Mureeh : E. Beicho. Pettau: V. Molitor, J. Behrbalk. Kadkeraburc M.Leyrcr. Wlndlaeh-FHstrltx : Fr. Petzolt. Wlndlxehcrax: G. Uia, Ilolfiberf; A. Haih. Llezen: Gustav Grösswang. Lalbaeh • W. Mayr, F. v. Trnköczy, G. Piceoli, M. Mardetscbliger. Kanni II. SchniderschiUch. UlmlhrrKt Oskar Kuscliel. öoOü Vfffmaa«V« SUherstei Ifllttel gegen Kehuppenblldunc, ■«•sars*u»r«aH und HahlkSpflgkelt. -— Dargestellt aus chemisch-reinem, d. h. entharitem, geruchlosem Petroleum und nervenanregenden Präparaten. i Nach Gebrauch von nur wenigen Fläschchen zeigen sich binnen wen gen Wochen feine, neue Häärcben, die bei weiterem Gebrauche dicht und stark werden nnd so die kahlen Stellen vollständig decken. Preis einer grossen Flasehe K 8—, einer kleinen K IAO. Chemisches Laboratorium, Salzburg, Bahnhof 56 Depots werden an allen Orten errichtet. 6< ! ustei ührende _ welche seit Jahren bewährt und von hervorragena«n Aerzten als leicht abführendes lösendesMittel empfohlen werden, stören nicht die Verdauung, sind vollkommen unschädlich. Der verzuckerten Form wegen werden diese Pillen seibat von Kindern gern genommen. Eine Schachtel, 15 Pillen enthaltend, kostet 80 h., eine Rolle, die 8 Schachteln, demnach 120 Pillen enthält, kostet nur 2 K. 5. W. Bei Voreinsendung des | Betrages von K. 2.46 erfolgt Fraoeozusendung einer Bolle. Man VArlancra r-FhilippNeastein's" abführende Pillen". lT-Lctll V tJj t) Knr ec|jtt wenn jede Schachtel auf der Rückseite mit unserer ^eseUlich protocollierten Schutzmarke „Heil. Leopold" in rothsehwanem Druck versehen ist. Unsere registrierten Schachteln, Anweisungen und Emballagen müssen die Unterschrift . Philipp Neustein, Apotheker" enthalten. Philipp McuNteiu'fl 6426 Apotheke zum „heiligen Leopold", Wien, I„ Plankengaase 6, | Depot in Cilli bei Herrn M. Rauscher. Apotheker. Nummer 20 Seite 11 Beehr« mich bcn geehrten Tomen bekannt zu geben, dass ich von meiner Wiener Reise zurückgekehrt bin. und Neuheiten sür die kommende Saison, sowie Wiener Modelle in feinster Ausführung mitgebracht habe. Hüte werden ;n den billigsten Preisen angefertigt u> modernisiert. Ich werd« stets bestrebt sein, die geehrten Tamen aus das Aufmerksamste u» besienen. um das Vertrauen zu gewinnen, welche« Sie meiner Vorgängerin, Frau L. Schemeth, in so großem Maße geschenkt. Hochachtungsvoll L. Schemeth'« Nachfolgerin Antonio Sadnik. Erste Marburger Nähmaschinen- u. Fahrrad-Fabrik Franz leger Bnrggasse Nr. 29. Burggasse Nr. 29. 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Mein Geschäft basiert in der Ausführung von Cementplatten, in allen gewünschten Farben und Dessins, für Pflasterungen von Kirchen, Yorhäusern, Testibules, Stiegen platzen, Trottoirs, Pissoirs etc. etc., ferner erzeuge ich garantiert beste Waren aus bestem Portland-Cement-atampfbeton wie: freitragende Stiegenstufen, je nach Mass und Zeichnung, Thür- und Fenstergewände, Brunnen- und Pserdemuscheln, Futterträge aller Art, Badewannen, sowie Cementröhren etc. etc. in allen Dimensionen, wasserdichte Kellerbetonierungen. Schliesslich erlaube mir noch aufmerksam zu machen, dass ich mein Geschäft noch dadurch erweitert habe, dass ich Bauverzierungen für jede gewünschte Fa^ade am Lager führe, sowie den Verkauf von Portland- und Roman-Cement bester Marken en gros und en det&il verkaufe. Mein stetes Bestreben ist, die geehrten Kunden mit den reellsten und solidesten, möglichst billigsten Preisen entgegenzukommen. Jos Tabor S;plta,lgra,sse 2^Tr. 2.2, Wegen Abreise billig zu verkaufen! 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Da Ich die Absieht habe, mich vom meinem GesehBfte zurückzuziehen, ersuche ich Diejenigen, die eine Forderung Ton mir oder meinen Angehörigen haben nnd »Ich dessen ausweisen können, mir solche bis lllngstens 31. März 1902 bekannt *u geben, da ich xpliter nichts mehr anerkenne. Hochachtungsvoll 6860 C. Wolf. 100-300 Gulden monatlich können Penonen jeden Stande« In allein Ortschaften «Icher nnd ehrlich ohne Capital und RUIco verdienen durch Verkauf g**eulleh erlaubter Staatspapiere u. Lose. — Antrftfe an Ludwig Oegterrel- S eher, Till. Dentachepasse 8, Budapest. L Gute Uhren billig ■U »jiltzr. Idjrlftt. Öarantie oerf. i, Prioalk Hanns Konrad Uhrenfabrik nnd Ool d waren - Exporthaus BrUx (Dohnen). W*U»i4(t-«sin.-mt (I.J-7S. MteUker-KtaL-nicst.» «o. Schi« 6ilb«cf«tt st. l'SO. W(f(!-IBr.'ttT-USr st. I'M. IRcinc Kirn»» ist mit »«in f.t. WM« ou»ati(t[liinrt, befiel ««I». n. fild boiflia ». ualcabc Hufitr -»unzisch«,!«». «WS lllastr. PreiaoaUlog gratis nnd fraaao. 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Bericht deS Odmanne«. — 2. Rechenschaftsbericht deS Zahlmeisters. — S. Wahl des Ausschüsse». — 4. Allfällige Anträge. — S. Wissenschaftlicher Vorlrag de« Obmannes Die deutsche Sprache und ihre Verwandten. Die Pausen werden durch Borträge der Kapelle deS Cillier MusikvcreineS ausgefällt. Gaste find willkommen. Der Obmann: A. Metz. ■^zifreigre! Wann und wo findet der echte, wirkliche P| I || | | || 69Ö8 statt? Ein neoiiieriiier Tänzer. Landaiierwagcn ist wegen Raummangel sogleich zu verkaufen. 6889 Nähere Auskunft ertheilt ans Gefälligkeit Hm Ekersdorfer in der Eiscn-handliiDg de« Herrn Rakusch in Cilli. EINLADUNG zu dem am Soimtag" Ä.SIQ. 0. 2v£ärz 10O2 im Hotel Temeliek stattfindenden Gewerblicben Familienabend # unter Mitwirkung des Gesangsvereines „Liederkranz" und der Cillier Musikvereins-Kapelle. Billiger als überall -m laust man im «85» über hundert Jahre ■ = im gleichen Hause bestehenden Uutgeschäfl C. Wolf Cilli, Bahniiofgasse Nr. 6 (gegründet: I. 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