Pron n me rat to »S- P ret sc: F tl r L a i b D ch: @an$idljrig ... 8 fl 40 ir. HaldiShng 4 .. 30 „ Bittusjiifcriq . . 2 „ 10 „ MvnaNich 70 „ Laibachrr Redaction LohnLvsgaffe Nr. 132. $i i i dec 'ii o *1: Benjjdiitiq . . . 1T fl. — :r. Harbjdhriy • • • 5 „ 50 „ v'nuljsdr'g • 2 75 „ §8t Aukellung ins Haus oitr* itijStirtg 25 fr, monsti. 9 fr. Dnze^nr 9ii:rnmet:i 6 kr. ErpeSiiion- & Inscratcu-Pikrenn: $ci!gr?§v!aB Nr. 81 . Anonyme Mitthrilung:« certca mdit berucksichrizt; Maauscripte n:d;t zmLckzesrnter Nr. 131. DmMg, 10, 3uni 1873, — Morgm: Barnabas. 6. Jahrgang. Castelars Botschajt. Die conftituierenben CortcS in Špani en finb «nblid) gliicklich eroffnet unb somit jene Borbedin-gungcn gcgebcn, welchc nothwendig roaren, um dem Frcistaate auf der pyrenaischen Halbinsel die gesetz-kiche Unterlage zn schasstn. Die bisherige Executive, die bciden ebeiften Burger Spaniens, Figueras und Castelar, an bet Spitze, Hat ihr Wort gdost, sie Hat das Staalsschiss lrotz inamngfacher Sturme und Unwetter fllucfiich iiber bad Provisorium hin-ubergesteucrt, unb cs ist nun an den gcsetzgebendcn Cortes, die Acra der Revvlutionen zu schlichen und der Freiheit und dem Fortschritte cine gesichcrte Statte zu griindcn. Die Mittel und Wege dazu weist die Botschaft, toomit' ber Ministerprasibent Figueras die gesctzgebenden Sorted begriitzie. Das utnfangrciche Schriftstuck, au8 der Feder Castclars, des begeisterten Vorkampfers der republikanischen meiheit, gcflossen, ist mahvoll gehalten, beivegt sich Ouf dem Bodeii der gegebenen Berhaltnisse, ver-schweigt fcinc ber Schwierigkeiten, wclche ber Jnau-gurierung ber Republik sich entgegeiithiirmeii, vcr-schmaht jebmebc gleihnerischc Uebertunchung ber Ge-foljrcn, tegt kiihn den Finger in die Wunben und ičihlt bic Opfer auf, wclche bie Nation wird brin* gen mussen, mean sie die Aera der Umwalzungen abichlichen unb enbgiltig ihr HauS bestellcn will. Das umfangreiche Aktenstuck begiimt mit b-m Ausdrucke der Genugthuuug iiber dcn Zusammen-tritt ber conftituierenben Cortes, burch wclche das selbjt Gesetzgeber unb Souveran zuglcich, sich ^iktzc, cine Regieruug unb Jnstitmioncn gebeu IDčri)e unb in dereu Hanbe bic Regieruug ihre Macht nieberlegen unb iiber beren Handhabung sie sich rechtfertigen ivcrde. Die Botschaft ergeht sich sodann in riickschau-enden Bctrachtungen iiber die bekannten Ereignisse seit der Abdankung des Konigs Amadeus, die Er-klarung ber Republik burch die Cortes, die Auf-losung ber letztern und bie Machinationen ber Per-manenzcommission, toelche bie von ben Cortes be* schlosseue Neuwahl einer conftituierenben P er sam m -lung burch allevtei uugcsetzliche Mittel zu verzogern suchte unb bie Regieruug jur Auflosung ber Commission roegen BollmachlSuberschreitung vetanlahke. Die Hauptsorge ber Regieruug ser hienach bie Si-cherung ber Wahlsreiheit gewesen. ES beginnt nun bie Auseiuaudersetzuug ber gegenroariigen Lagc uub zuncichst ber Beziehun-gen z um A us l an d c. Die botschaft gibt bas beinahe adgemeiue SUfistraucn ber europaischcn Machte gegen bie ncu proclamierte Republik zu, das indessen heute iiicht in Jbeen ber heitigen Allianz seinen Grnnb Habe, da das Selbstbestimmungs-recht der Volker allgemein anerkannt set. Nach cinev langen Periode ber Unterbriitfung forbere bic Republik fo auSgezeichnete Burgertugenben, dah das Mistrauen erklcirlich sei. An ben Cortes roerbe cs numnehr liegen, bie AnerJennuiig ber Republik zu eram fen burch cine gutc, innere Politi!. Die Gr-toohnheit ber frembcit Einmischungen existieie nicht mehr. Die Welt wisse, bah bie spanische Republik nichts mit europaischen Revolutions gemein Habe, bah sic spontan nach ihrem Ursprung, ihrem Cha-rakter nach rein spanisch unb jeber revolntionaren Propaganda unb jeber Gebietsvergroherung sremb sei. „Die herzlichen, bis jetzt noch officiosen Bezie- hiingcn", heiht cs sobauu, „bie wir mit den SBerfre* tern beinahe alter 2)Jachtc unterhciltcn unb die birec* ten ober inbirecten Antworten, wclche biefelben auf baS Memoraiibnm ber vollziehenden Gewalt gegebeit habcn, welches ihnen die Coustituierung ber Republik auzeigte, geben uns die Gewitzheit, dah die burch Jhre sreie Bbflimmung fonctiouicrtc Republik, beren staatliche Gewalten Jhre weisen Beralhungcn orga-nisieren werden, fofort vssiciell anerkannt werden wird." Wenn im alten E u r o p a die Republik an* fanglich mit SQJietraucn aufgeuommen worden fei, so Habe sie bagegen in Amerika jubelnven Bei-sall gefunben. Die Botschaft spirit bei diesem An-lah auf die cubanifche Frage mit folpenber Phrase an : „Um bie Verbinbung mit Amerika nod) enger zu kniipfeii, wird die Republik die Wvhlthaten der Freiheit unb ber Demokratk iiber jene Sterritorien vcrbrciten, in beneit unscre Fahne weht, wie einst unsere Vorsahrcn borthin bic erften Keime ber mobernen Kultur verpflanzten. Unb so werden sich bie alte unb neue Welt taglich burch die Berrnitt-luug dieses eulcti Spanien mehr einigen unb aus* gleichcn." Von imicrcii Angelegenheiten beriifjrt baS Ak* tenstiick zuerst bie Verhaltuisse in ber A r m ec, bie ansangiiche Auflosung ber Disciplin in berielbcn. Das Hčer Habe sich bei Proclamations ber Republik in einein auherorbentlichen Znstanbc befunben; bie letzte, feierlichen Vcrsprechungen zuwiber vvrge-nvmincne Conscription, habe in bieselbe bie Keime von Unorbnungen gcsaet, ber Strike hoherer Offi-ziere angesteckt, persibe Machinationen von hoher Seite (Serrano!) bas Uebel vergrohcrt, bas iidri- IeuMon. ^rstcs Gautnrnsest dcr Tnrnvcrcine von Steier-^lark, Kiirnten, Krain und bent Kustenlande am 15. Juni d. I. in Leoben. hn„ $ Aahre 1868 Hatten sich bie Turnvereine on (&teietinarj( Karnten, Krain unb dem Kiisten-e'nem Gauverbande vereinigt mit dcm ijwecke, das Turnwesen zu fordern. AuSgehend vn ber Idee, dah cine Vcreinigung vieler gleich-8csinnter Uianncr unb Eorporationen siir cine Mgcmeine Sache mehr zu leisten imstande ist, als 0le cinzelnen ausrid)ten tbnnen, traten sie zusammen, jjjn burch gegenfcitige Unterstiitzung und Aneifcrung r'1 bereinten Krasten das Turnwesen uberall zu ^ben und zu fordern. Zur Erreichung dieses Zwcckes wurbc in ben ^vtzungcn tmch bie Abhaltung von Gaufesten in '"‘forechenben Zwifchenraumcn festgestellt. DaS crste »ttartige Fest roirb nun hcucr am 15. Juni in Le-°°rn abgehaltm. Die Bedeutung dieses Festes fur die Hebung unb Berbreilung bes TurnwesenS iibcrhaupr und fiir unfer Lanb insbefondere soll hicr in Kurze aus-einanber gesetzt werden. Sangerseste unb viele andere Feste habeu meist nur einen Hauptzweck im Auge, namlich daS Ver-gnugeit, die Uuterhaltung. Das Turnfest hot biese Punttc nur in zweiter Linie im Auge unb hat zu-nachst den Zweck, sammtliche turnerische Kraste des Landes und des Gaues zu vereinigen zu ernster Arbeit und zu eineni cblen SBcttstreite in ben turnerischen Leistungcn. Es werden von ben Abgeorbneten ber einzel-nen Pereine am ©outage Berathungen gepflogen iiber turnerische Fragen unb Angelegenheiten. Es werden Berathungen gepflogen fiber bic Mittcl unb Wege, um ban Turnen iinmer mehr Verbreituug unb Anhongcr im Volke zu verschaffcn. Es wirb burch das Riegen- unb Schauturnen den Vercincn Gclcgcnheit gebotcn, ihre Kraftc zu entfalten unb neues zn Umen. Bei dcm 9Bettturnen habcn bie Vcrdne (Selc-genhcit, ausgczcichnetc Lcistungcn zu sehen und zu bewunberit. Es roirb bas Jnteresse unb ber Ehr-geiz ber Einzelnen roachgerufen, tun mustergilligeS zu leisten. Die Vcrcinc com Lonbc tbnnen bobei cine Sammlung unb Ausstcllung von Musterapparotcn schcn. Enblich roirb burch ein mit bem geste verbun* benes Schnlcrturncn in ber heranwochsenben Jugend wie burch fein besseres Mittcl ber Grunb gelegt fur cine freubige Hingabc an ben Turnbetricb, ber gerabe in ben Schulcn in crster Linie gepflegt wer-bcn fell. Auher biefen Anziehungspunkten fiir solchc, die bercits ber eblen Turnkunst ergeben sinb, hat aber das Fcst noch cinen zroeiten roichtigen Zwcck zu er* reichcn. Es gilt, durch bas Fcst bem Turnen neut Anhangcr und Freunde zuzufuhren unb dcsscn Gcg-ner zu cntroaffnen. Wir wisscn alte, dah uns bit offcntlichc Mcinung im allgcmeincn noch kcincsrocg-geneigt ist, dah uns vicllcicht bie Mehrzohl noch mit Argwohn und Fcindseligkeit verfolgt. Gerabe biese Leute roerbcn in ihren Ansichtcn gelSutert unb fiir bie Sache gcwonnen werben, rotnn sic bo« Fest gens jetzt schon im Schwinden sei und durch weise Mahnahmen vollig beseitigt werden lonne. Die Re-gierung empfiehlt in dieser Beziehung dringcnd cine materielle Aufbesserung der Armee. Der B u r g e r k r i e g Habe, crklart die Re-gierung offen, nach der Dauer eines Jahres nod) zu keinem definitiven Resultat gefuhrt; der Norden der Halbinsel sei gcinzlich.eine Beute dieser schreck-lichen Landesplage. „Die Banden zerstSren, ver-brennen, morden und begehen atle Verbrechen ju-gunsten einer Sache, die absolut Haffnungslos ist," faflt die Botschaft. Die Repnblik miisse cine fieber-hafte Anstrengung machen, um mit bent Aufstande endlich fertig zn werden. Die Rede geht ssdann auf die Regelung der Bcziehnngen zwischen Kirche unb Staat im Sinne ihrer 'beiderseitigen Unabhangigkeit unb volliger Ge-wissensfreiheit, unb auf bie Nothwenbigkeit ber Er-iteuermtg aller offentlichen Antoritaten iiber. DaS traurigste Bilb, bas bie Botschaft ent-wickelt, ist basjenige ber Finanzlag e. Der Fi-nauzminister Habe anfanglich zahlreichen Riickstanden mit ciutzerst schwachen HilfSquellen gerecht werbeu miissen, ba bie Steuern auf Verorbnung seines Vor-gangers im voraus erhoben gewesen seien unb bie 400 Millionen bed AnlchenS der Bank von Paris ersdwpft waren. Jndessen wurden von der schwebenden Schulb enorme Summen fallig, unb die Regierung hatte nichts als die Zolleinkunstc unb vorubergehende Steuern. Trotz dieser traurigcn Umstandc Habe die Republik cin Anlehen zu 12 Perzent abgcschlossen, wahrenb die Monarchic 20 bis 25 Perzent bezahlen mutzle. Republikanische Sparsamkeit werde die Finan-zcu wieber ins Gleichgewicht zu bringen im Stande sein. Der Aufstand in Cuba verliere mit jedem Tagc an Kraft; auf Porto-Rico habc die Sklaven-Emancipation 43.000 bisherigen Arbeitsmaschinen bie personliche Wlirde verliehen. Die Rede entwickelt hieranf die Aufgabe ber Cortes Constituyentes zur Begrunbung aller mober-nen Freiheiten unb zugleich ber Orbnung, ber Eut-wicklung bes allgemeinen wirthschaftlichen Fortschritts unter strenger Ansrechthaltung bes personlichen Eigen-thums unb ber personlichen Rechte. „Fiir mis", schlietzt bie Botschaft ber Regierung, „genugt ber Vorzug, bie Begriinber ber Republik gewesen zu sein, all unseren Ehrgeiz zu bcsriebigen unb all unsere Mi'ihen zu belohnen. Wenn Sie bazu gctaiv gen, bieselbe zu sichern, so konnen Sie vor ber Welt sagen: Wir waren cine auSerwahlte Generation in der Menschheit unb wir erwarten mit Freu-bigkeit bas boppclte Urtheil bes menschlichen Ge-wissens unb ber Geschichte." Politische Rundschau. Laibach, 10. Juui. Jnlaud. Die Festwoche zu Ehren ber rus-sischen Gaste ist zu Enbe. Samstag nachmittags bereits haben bieselben nach fast achltagigem Auf-enthalte Wien verlassen. Kein Unsall, keine Sto-rung hat einen Misklang in bie gtanzenbsten Fest-lichkeiten gebracht. Das am Freitag in ber Burg veranstaltete Militar-Galadiner rcihte sich, was Glanz unb gehobene Stimmung anbelangt, wiirbig an bie fruheren Feste. Der Toast, ben ber Kaiser ausbrachte, lautete: ..Erlaubcn Cuer Majestat, batz ich in meincm mid im Namen mcintr Armee auf Euer Majestat unb ,bie tapsere russische Armee ein Hoch ausbringe." Hieranf erwiderte der Czar: „Gestatten Euer Majestat, batz ich ein Hoch aus-bringe auf Euer Majestat unb Jhre brave unb trene Armee." Wir wollen hoffcn, bie freunbtiche Begegnung ber beibett Monarchcn werde ein Unter -psand bieten, batz die beiden tapferit Armeen keine (Setegenheit haben werden, Probcn ihrer Tiichtig-kcit wider einatiber abzulegen. Die ministerielle Matzregelung Bodies' be-wegt immer weitere Kreisc. Lehrervereine aus alien Theilen bes Reiches berciteit Kunbgebungeit gegen die Bergewaltigung des uncrschrodenen Vorkampsers ber freieit Schnle, gegen bie Versolgmtg ber Gesetzes-trcue vor, unb aiich ausjerhalb bicfer Fachkreise stehen cnevgifche Maniscstationeit in Aussicht. Der ungarische Theil ber kroatisch-ungarischen Rc g ttico I ar b c pu t a t i o n hat seine Arbeiten beenbet. Nachdem man sich beziiglich ber Finanz-srage bereits in einer fruheren Sitznng bahiit ver-staudigt hatte, Kroatien die Concession zu machen, bah das Panschalsystem ausgeljobett mid Kroatien auch jener Theil seines Einkommens iiberlassen wer-den solle, mit welchem 45 Perzent dieses Einkommens die Summe von 2,200.000 fl. ubcrflcigen, bagegcn aber alle Forberungen ber Kroaten, welche auf vollstanbige wirthschastliche unb sinanzielle Tren-nung Kroatiens von Uiigorn abzielen, unbedingt ab-zulehuen, einigte man sich in der Mittwochsitznng beziiglich des politischen Theilcs ber Ausglcichssrage. Die schon friiher gcsatztcn Beschliisse wurden noch-mals erortert unb in ber Form eines Protokolls endgiltig festgestellt. Diese Beschliisse toerben nun« mchr ben troatischen Mitgliebern ber Deputation ossiciell bekaunt gegebtn werben. „Die ungarische Deputation", so schlietzt „Naplo" lakonisch seinen bicsbeziiglichen Bericht, „hat hiemit den grotzeren Theil ihrer Aufgabe beendet; an den Kroaten ist es nun, sich zu au|ern." Ansland. Wie die „Sp. Ztg." berichtet, soll die formelle Notification von ber Ernennung bes Marschalls Mac Mahon zum Prasibenten ber Republik in Berlin letzten Mittwoch crsolgt sein. Die Wahl bes Professors ber Theolozie ®r. Josef Hubert Reinkens zum a It lath o« I i s ch e n B i schos ist bcinahe einstimmig crfofgt. Es wurbeit 77 Stimmen abgegeben, baruntcr 20 von Geistlichen; 69 Stimmen fielen auf Herrn Reinkens. Nur burch bringenbes Zurebeu war letz-terer zur Annahme ber Wahl zu bcroegcn. Zu Mitgliebern ber „Synobal-Rcprasentanz", welche bem Bischos als Rath zur Seitc stehen soll, wurden gewahlt die Prosessoren Reusch, Knoobt unb Schulte aus Bonn, Appellationsgerichtsrath Rottels aus Koln unb Sanitiitsrath Dr. Hasenclever aus Diisselborf, welche als autzerorbentliche Mitglieder die Proses-soren Michelis aus Braunsberg, Friedrich unb Cornelius in Miinchen unb Winbscheib in Heibelberg cooptierten. Unter bicfeit Verhaltnissen reitzt ber plotzlich crsolgte Tob bes janfeniftifchcn Erz bischofs von Utrecht keine Liicke. Der Verstorbene hatte erst vor wenigen Monaten Siibbeutschlanb bcreist unb in ben borligeit attlatholifchen Gemeinden geistliche Fuuctionen oorgenomuicn. Die ulrainontanen Blatter- werden sein unerwartetes Ablcben, wie das ihre Gewohnheit ist, fur einen Aft himmlischer Bergel« tuitg evkliiren. Die „Times" find bereits imstande, einen Aus-zug aus bem iteueit Nunbschreibcn Broglies mit-zutheilen. Der frauzosische Minister bes Aeuhern ervsfnet ben sremben Machten, batz bie National« versammlung erst batni iiber bie kuiistige Regierungs-sorm entscheiden werde, weim sie es fitr opportun erachte. In diesen wenigen Zeilen liegt ein gauzes Programin ber von ber Coalitivnsregiernng zu be* fotgenben inneren Politik. Dasfelbe fagt mehr als atle Proctainationen unb Runbfchreiben Mac Mahons unb Beul6s. Beziiglich ihrer S3ebeutung fur die Ruhc unb Orbnung Enrvpas leben bie Franzosen nod) immer in ben Jllusionen cergangencr Zeittn. And) Broglie befinbet sich in berselben Lage, wenn er bas gemein-same Jnteresse betont, welches Europa an ber Unter' briicfung bes revolutionary Geistes in Fraiik^'^ hatte. Das Frankrcich von 1789 war fiir dic Ruye unb ben Frieben ber iibrigen Staaten allerdmgs von Bebcutnng, bie Zeiten haben sich iudes gcanbert. Heute hat ber iiberwiegcube Theil der europaischen Volker in potitischer Beziehung bie Franzosen iiberholt. Die Franzosen marschicren nicht mchr an ber Spitzc ber Civilisation, unb selbst die ubclbeleumutibeten Spamer gebcn Beweise von po-litisd)er Klugheit, beren die Franzosen von heute nicht fahig find. Die „Pall Mall Gazette" bringt cm Manifest berWitwc Louis Napoleons, belsen tiblfcrung Eingang zu verschasftn; deim das Turnen macht fret unb selbstbewuht. Es erweckt ben Geist aus trageux Sdilummer zu eiitent freieit Gebdnken-schwmige. Es hebt die Zuversicht und bas Selbst" oertraueii einer ganjen Nation unb macht sie stark im gerechten Kampfe. Welcheit bebeutenben Antheil bas beutjf&c nett an bett glorreichen Siegen im beutsch^ranzon-schctt Kriege hatte, ist bereits geschichtlich erwieicn. Mbge bas crste Gauturnsest bazu beilragen, dem Turnen im Bolke immer mchr Anhcinger Mid Sympathien zu criuerben, ntoge es aus solchen, die ber Sache noch feme stehen oder in Borurthei-ten befartgen find, warme unb begeistertc Forberer tttachen. Mbge es endlich in bett Turncrn selbst die Begcisteruug siir die Sache heben unb sie zu Apo-steln machen, die keine Opser unb 3)iiihen fc^euctr, sich nach alien Richtungen hin zerstreuen und ben Samen legen fitr bie Berbreitung unb Forderuns des Tumwesens. Der laibacher Turnvcrein ,vt, sich, wie wir Horen, gleichsalls an bent Feste 6et^' ligctt und seine vorziiglichsten Turner an delN au gemeinert Wetturnen theilnehmen lassen. in wurdevoller Weise verlausen sehen. Es gilt, die [oerhalttiiffe unb die Wchrhastmachnng eines gattzcn Ungefahrlichkeit, Wohlthiitigkeit und zugleich doch ben Ernst unferer Uebungen barzulcgeu, bamit man einsehe, wie fern unS jebe urtheilslvse Ucberhcbttng unb seiltanzerische Eitclkcit liegeit, unb die gauze Fiille bes Bortheiles erkenne, welche Bolk unb Staat aus bent Turttm ziehen kottneit. Wie nothwenbig bas Turnen fitr bie Schul-jugenb ist, wirb von alien Pabagogen anevfaunt. Wie nachtheilig bas viele Sitzen ber Kinbcr in ben Schulbanken auf bie gauge Entwicklung bes Korpers toirft, weim es nicht ausgeglichen wirb burch syste-matisch burchgesiihrte LeibeSiibungen, bebarf keittes toeiteren Beweifes. Sagt doch Virchow, eiite mebizinische Autoritat crstcn Ranges: „Meiu Glaubeusbekenntnis ist es, datz womiiglich bit Schulzeit nur bis auf bie Halfte fiir ben Unterricht verwenbet unb bie anbere Halfte fitr Turnen unb Spielen bestimtnt werbe.'1 Wenn einmal biesc Riicksichtnahme auf bie kor-perliche Entwicklung in der ©chute atigemein burch-gtfiihrt sein wirb, werben die wvhlthiitigen Fvlgen n'^cht ausbltibtn, welche zuletzt auf die Gesunbheits- VolkSstammes Einfluh nehmen Der Staat muh ein grotzes Jnteresse haben fur bie Entwicklung des Tumwesens, wenn ihtn iiberhaupt daran gelegett ist, datz seine Burger geistig unb korpcrlich entwickelt sittb. Das Turnen macht wehrhaft. Es gcwohnt an Zucht unb Orbnung, es erhoht bett Muth bes Einzclncn, bereitet ihn vor, in ben mannigfattigslen Situationen unb Gcsahren bes Lebens bas Selbstvertrauen unb bie Entschtossenheit nicht zu ticrlierett. Es ftahtt uttb hartet ben Kor- per ab, es erhatt bie Gesunbheit unb bereitet ein riistiges unb srohes Alter vor. Es mutz sich allmalig ber Gcdanke Bahn bre-chen burch alle Schichten ber Bevvlkerung, batz bas Turnen fitr gcwisse Klassen von Mcnschen zur Er- hattung ber Gesunbheit absolut nothwenbig ist uttb bah cs burch keine anbere leibliche Beschastigung ersetzt werben kann, weit jebe korpertiche Arbeit nur cinseittg ausbitbet unb bie harmonische Eutwickluug unb gleichmatzige Ausbilbung bes ganzen Korpers vernachlassigt. Es ist nun Pflicht eines jeben wahren Vots-freunbes, bent Turnen in allen Schichten ber Be- Verosfentlichung bevorsteht. Eugenie sagt in dem-selben, ste beuge sich vor dem Bolkswillen, dec be« rechtigt war, Napoleon zu erhohen und zu entthro-nen. Die Zeit werde lehren, dah Napoleon es ehr-lich meinte und das aus seiner Besiegung hergeleitete Mistraucn unverdient sei. Sic wisse es, dah er nur fur Frankreich dachte und lebte. Fur ihren Sohn, den Wa isen und Erben der Bona-Partes, die Fraukreichs Fahnen in allen Erdtheilen zu Ehren erhoben, bcanspruche sie jedoch das Ber-trauen, welches das Volk durch zwanzig Jahre dem Vater spendete. Zur Tagesgeschichte. — Deutsche Unterrichtssprachc an slavischen Schulcn. Ueber die unler den Cze-chen wachsende Erkenntuis von dem Nutzen der deut-schen Sprache als Bildungsmiltcl berichtet der „Tagcs-bote aus Mahrcn" : Die deutsche Unterrichtssprachc an slavischen Volksschulen finbet immer mehr Ausbreitung; auch in Posoritz wird aus Antrag bes Ortsschulrathes die deutsche Sprache als obligater Gegenstaud an der dortigen Volksschule eingeslihrt, und roie verlautet, be-absichtigt nvch cine gauze Reihe slavischer Ortschasten diesem Beispiele zu folgeu. Man sieht also, toie we-nig Wirkung die gegeutheiligeu Hetzereien der Czechen-blatter aus die Laudbevolkeruug hervorbringen. Trotz-W jeder, der nur im eutserutesten an die Einsuh-rung des Deulschen an einer czechischen ©chute denkt, gleich als „Verrather der Nation" an ben Pranger gefieUt und in aller mozlichen Weise beschimpst, ja selbst getrachtet wird, ihn materiell zu schadigen, ver-hallen solche exltavaganle WuIhausbtUche doch wit-kungslos, und die LandbevLlkerung geht in der Schul-srage ihren eigenen und zwar den richtigen Weg, vhne sich von den „Fuhrern" beirren zu lassen, well ebeu das Beditrsnis nach deutschem Wissen und dessen Vortheileu sich Uberall in zwingender Weise herauS-stellt und die Erkenntnis dessen bei der Landbevolkc-rung durch keinerlei phautastische SDeclamationen sich niederhalten lciht. Von geistlichen Erziehern. Aus Neapel schreibt man, dah sich der Erzbischos Cardinal ^tatio Ssorza genLthigt gesehen hat, zusolge einer llingsl zwischen zwei Alumurn des dortigen Priester-semiuars entdeckten Correspondenz Luherst schmutziger Natur diese hossnungsvollen Aspiranten zum Priester-thume aus dem Seminar fortzujagen, den Rector der Anstalt abzusetzen und alien ZLglinzcn die Ordination sur ein Jcihr zu suspendieren. An demselben Tage wurbe ebenfalls in Neapel eine von einem Geistlichen geletteie ErziehuugSanstalt, und zwar gleichfalls aus Be-fehl des Cardinals, wegen in derselben vorgesallener grober Bergehen gegen die Sitllichkeit geschlosien. Beide Facta wcrsen etn eigenthiimliches Licht auf die Mo-XQlitat der neapolitanischeu Geistlichkeit. Es mtissen ^hrhast haarstraubeude Dinge vorgekommen sein, ^enn sich der Erzbischos selbst einzuschrciten veranlaht frch- Sonst pflegt eS die Curie befanntlich mil berlei Dingeu nichl sonderlich genau zu nehmen, und nameni« tich auS Jtalien werden lagltiglich immer neiie Falle ^r verschiedenartigsten Extravaganzen der geistlichen Herren gemeldet. Der Prozeh gegen den Rector deS kttrzlich geschlossenen Institutes ill Monza, der im Ge-ruche der ©eiligfeit stand und dem zumeist der ita-tenvsche Adel seine Kinder zur Erziehuug anvertraute, krsprjcht in dieser Richtung soncerbare Geschichten zu-tage zu sLrdern._________________ Local- und Provinzial-Angelegenheiten. Origiual-Correspondenz. Windisch-Feistkitz, 7.Juni. (Zur Haltung te 8 8 an dvolkes.) Wenn es in der That schwierig 'st, in der bauerlichen Bevblkerung Neuerungen, und '"kN dieselben auch noch so zweckmahig, beliebt zu "'achen und die hier am meisten herrschenden Botut-^heile zu besiegen, so liegt der Grund hiesllr zum ^heile zwar in dem atijjegebenen Hange am Alther-gebrachten, in dem starren Sinne des LandmanneS, noch mehr aber ist an bieser allerorts zu beob-vchtenden Erscheinung der Umstand schuld, dah von den einfluhreichsten Rathgebern deS LandvolkeS, ben geistlichen Herren, nicht nur nichls gethan wird, urn letzteres auf nolhwendige Beranderungen und .Vetbeffcrungen vorzubereiten und empsiinglich zu machen, sonbern bah vielmehr nut zu haufig durch unrichtige und verbrehte Darstellung bcr ©achlage, bic vielleicht an sich gesunbe Anschauung der Bauern kUnstlich getrUbt unb verwirrt wird. Als ein Heines Beispiel hiesUr mag auch der folgende Vorsall dienen, der sich jiingst bei uus er-eignet hat unb ber auch zeigt, dah die Verhaltniffe aus dem Sande bei Jhnen in Kcain unb bei uns in Untersleiermarf auf diesem Gebiete Diet verwandtes habett. Wir besitzen namtich, Got! set Dank, cine recht tUchtige unb wohlorganisierte frciroiUige Feuerwehr, bie auch (lets opserwillig bereit ist, bei Branden m ber Umgegend thatig cinzugreisen. So gcschah es auch unlangst, als in einem cine gute Viertelstunde ent-sernten Dorse cin jtcmlich bebeutenbes Feuer ausge-brochen war. Die Feuerwehr wurbe sosort alarmicrt, unb kaum 15 Minuten nach Signalisierung des Brandes war der complete Lbschlrain auf dem Wege nach ber UngliickSstalte. Dort angelangt, roar die Feuerwehr nicht wenig uberrascht, von ben Bauern mil ben Worten: Ver-dammte Falolen, seib ihr endlich da, und ahnlichen schmeichelhasten Wendungen dcgrlltzl zu werden. Dabei aber lichen sich die Bauern doch herbei, beim Lo^chungSwerk thatig cinzugreisen, unb letzteres warb nach einiger Zeit vollig beendet. Wie erstaunte nun die Feuerwehr, als die Dors-bewohner, writ cntsernt, fur die ihnen gewordene Hilfc einen Dank abzustatten, vielmehr bafttr, bah sie ein-fach bei Rettung ihrer eigenen Habe mitgeroirtt, noch mtt Ungestiim von ben FeuerwehrmSnnern eine Ent-lohnung in Form einer ausgibigen Weinspende for-berten. Die fonderbarcn Peleulen unlerstiitzten ihr Be-gehren endlich mil der Bchauptung: es fei doch nur recht unb billig, bah die Feuerwehr, die cben bei einem Brandc in ihrem Dorfc ein guies ©efchaft gc-macht, ihnen auch ctwas zukouim-n laffe; sie hiilten com Herrn Psarrer schon ersahren, dah die Feuerwehr slir ihre Dienste jedesrnal bezahlt werbe, unb ba sic also mitgeholsen, Geld zu verdienen, so seien ihnen ein paar Mah Wcin doch zu gonnen u. s. w. Jetzt erhiclt bie ©ache sreiltch ein anberes Gc-sicht, unb unsere Feuerwehr sah nun, woher bcr Wind wehte. Der Psarrer war so sreundlich gewcsen, ben Bauern Uber das Wesen ber sreiwilligen Feuerwehr eine etwas ungenaue Information zu ertheilen. ©olchc Borgangc, lciber auch noch fchltmmere, find aber nicht vercinzelt uub kommen balb in bieser bald in jener Richtung vor. Wer mag sich da noch wundern, datz unfer Landvolk so tangsam vorwcirlS schreilet unb so viclcn Vebefferungcn in ber Politik, in der Verwaltung, in der Wirthfchast eine sonst fchwer begreisiiche Opposition entgegenbringt. — (Morgen Nachmittag urn 2 Uhr) beginnt im „Kaiser von Oesterreich" in ber ©1. Pe-terSvorstabl ein Bestkegelscheiben auf 3, 2 unb 1 Du-caten, 4, 3 uub 2 Vereinsthaler unb 1 Juxbcst, beffen Reinertrag zur Halsle stir ben Schulpsennig, zur Halftc fUr bie Krankenuntclstiltzungskassc ber sreito. Feuerwehr bestimmt ist. Bei bem wohllhatigcn Zweckc ist auf eine recht rege Betheiligung wohl mit ©ichet* hcit zu rechncn. DaS Bestscheiben endet ben 19. Juni abenbs um 9 Uhr. — (Bon betheiligter ©cite) werden wir ersucht mitzutheilen, dah in bcr Kupserschmiebe bes Herrn ©chwingShakl am ©amstag kein Feuer war unb jeneS am Montag sich darauf beschranfte, bah cinigc Dach-balfen verkohlten. — (Herr Dr. Anton Minks), absol-bicrter Mililarzogling bcr Joscssakabemie, wurde zum Oberarzt ernannt und beim GarnisonSspitale in Laibach eingetheilt. — (Ukberschwemmung.) In den lctzten Tagen bes vorigen Mortals machten bie Regenglisse grohen Schaden. Der Gurkfluh schwoll am 31. v. M. berart an, bah er bie Grunbstnckc in ben ©emeinben SarneZko, Cistibrcg, Mcrschctschcndors, HrovaZkibrod und Cncjamlaka iiberschwemmte, wodurch nicht nur bie heurige Heusechsung ganzlich, sonbern auch bie Fclbsritchtc zum grohtcn Thcil vcrnichlct wurben. Die k. k. BczirkShauptmannschaft Gurksclb verfiigte hierliber bie Anfnahme ber ©chabenerhebungen. — (Zum Eisenbahnungliick bei Pest.) Die k. t. priv. Lstcrr. ©taatscisenbahn-Ge-sellschast hat allsogleich nach bem bei Pest siattgehabten grohen Eisenbahnungliick zweiJnspcctorcn nach Kraiu unb Jstrien abgesenbet, um ben Familien ber Verun« glUckten Gelbentschiibigungcn auSzusolgen. Wie wit vernehmen, haben bie beiben Abgeorbneten bie An-spriiche ber betrofsenen Familien vollkommen besriebtgt, speciell in Krain an die Wilwen und Kinder der Todtgebliebenen wie auch an bic Verwundeten die ©umme von 12.000 fl. fertheilt. — (Eine gestorte Tombola.) G-stern burchtiefen unsere ©tabt allcrhanb abenteuerliche ®e-riichte von einem Petardemvurs in Triest, von zahl-reichen Todlen und Verwundeten. Bricsc wurben ver-lcscn, srisch angetommene Reiscnbe mit Fragen best iirmt u. dgl. Das Wahre an ber ©ache ist solgen-bes: Die seit Wochen verschobene Tombolazichung nahm ©onntag ben 8. d. abenbs scchs Uhr aus ber Corsia ©labion ihren Anfang. Dasclbst und in den an-grenzenden ©Irahen hatte sich, roie gewohnlich, ein zahlreichcS Publicum von Landleuten, Proletariern, Matrosen, insbcsonbcre viele Wcibtr und Kinder auS dem Volkc eingcsunbcn, wahrend bie bcsfere Klasie mcist von ben Balconen und Fenstern der umlicgcn-dcn Hiiuscr aus sich das bunte Treibcn betrachtete. Die sahnengeschmllckte Tribllne, aus welcher bie Num-mern gczozcn werben solltcn unb bie betreffenben i9e-amten mit bet Gliicksurnc sich befanben, stanb am Sstlichen Ende der Corsia ©tabion, in bet Mitte ber ©trahe war die Musikkapelle bes Regimcntes K u hn ausgestelll. Die erste Duintcme war gezogen; zwei Personen aus bem Volke, cin Mann unb etn Frauen* zirnmcr, melbeten sich bei bet Commission unb er* hielten ihre Anweisungen. Nachdem 15 weitere Num-mern gchoben worben, melbet ein Ausrufer »Tombola" an; aber ber Mann hatte sich gcirrt, es fehl-ten noch cinigc Nummern zur Tombola unb ber vor* ellige GlUckSjagcr rourbe, roie bei folchen ©elegenheiten iiblich, unter allgemeinem Gejohlc verspotlet unb auS-gepfiffcn. Als die Ruhc roieber hergefteUt unb einige roeitere Nummern ausgetufen roaten, da entstand plotz-lich gegen Halb sieben Uhr Unruhe unb Larm hinter ber TribUne gegen ben Volsgarten zu. Hilfeiufe von Frauen unb Kinder« erschvllen, das Volk stiirmtc auseinander, ein surchtbares Driingen unb ©when, eine unaushalisamc Flucht Uber bie ?eibet bcr zu Boben ©croorfenen hinweg entstanb; bie Tribune selbst ist in Gcsaht umgewotscn zu werben, auf-wirbelnber ©taub wird in bet allgemcincn Vetwirrung fiit Rauch gehalten, und Feuettuse vermehren bit all-gemeine BestUrzung. Dct bienstlhuenbe Oberinspector ber ©ichetheilsroachc vetsuchle vergebens bie aufgetcgte Masse zu beschwichtigen unb zum ©tehen zu brin-gen. Um bie TribUnc zu beden, wurbe die Kuhn* sche RcgimenlSkapclle in siinffacher Linie dot derselben aufgcstellt, wahrcnb bie ©icherheilslvache bie Flanken berfelbcn zu fchutzen suchte. ©o gelang es, die Papiete unb bie Werthsacheit in ©icherheit zu bringen. Bei atlem bem Wittroatt find gtUcflicherroeisc Verlustc von Menschenleben nicht zu betlagen. An Verrounbeten befinben sich im ©pitale 9, barunter 1 eilfjahrigeS Mabchen mit Duetfchungen unb 8 Frauen bet niebetn Klaffc thcils mit Bcin* unb RippenbrUchcn, thcils mit Coutusioncn unb Duetfchungen. Allcs in aUem bUrste sich bie Zahl ber mehr obcr roeniget Verletztcn auf 100 belaufen. Ueber bic erste Veranlassung roaten auch in Triest bie abcnlcuetlichsten GerUchte in Umlauf. Man sprach von Petarben, einer Vetschrootung von ©ttolchen unb Taschcndicbcn, um dutch singietlen ©treit, dutch falschcn Fcuctliitm u. s. w. im TtUben zu fischen. Wie ein Augenzeuge der „Tr. Ztg." vetsichctl, ent* stand das UnglUck butch eincn on sich unbebeutenbeu ©trcit zwischen cincm Matrosen nnb zwei Civilisten. Der Malrose, von ben Civilisten derb abgefertigt, fllichtete, bahnte sich aber ben Weg burch Stotzen unb Drangen nach alien ©eiten unb in roenigen Augen-blicken Halle bie Verwirrung Tausenbe erfatzl unb mit panischem Schrecken crfllllt. Datz im Gebrcinge viele Gegenstanbe verloren gingen, Uhren, Schnmckgegen-stanbe unb Borsen in unrechle Hiinbe geiiethen, cev« fieht sich bon selbst. — ( Re g elun g ber DiensteSzulagen.) Zufclge kaiserlicher Enlschlietzunz vcm 29. Mai 1873 tourbe bte 9t e g e 1 u n g bet DiensteSzulagen genehmigt. Im Sprengel bes OberlanVeSgeriLles Graz beziffern sich bie bteSfdfligen Zulagcn, rete folgt: Mr bie Obellandcsgcrichlsrathe tei ben LandeSgerich-ten in Graz, Klagenfurl unb Laibach je 500 ft.; fiir zwei KreisgerichlSprastdenlen in Sleiermark unb einen KreiSgerichtsprasibenlen in Krain je 500 fl.; fiir ten Obeistaaisaiiwalt in Groz 500 fl. ; flir ben Slaalkanwalt in Graz 600 fl.; flir bie Slaalsan-todlle bei ben zwei Kreisgerichlen in Sleiermark unb jenem in Krain, bann bet ben Lanbcsgerichlen in Klagensurt unb Laibach je 300 fl.; roeitet® erhal-ten bet Oberslaalsanwalls-Slellvertreter in Graz 300 fl., bie SlaalSanwaltS-Substilulen bei bent Lanbesgerichle in Graz je 200 fl. unb alle librigen SlaalsanwaltS-Eubstiiulen je 100 fl. — (Schlutzverhanblungen be i m k. k. LanbeSqerichte in Laibach.) Am 11. Juni. Jofef Pečnik: schwere kLrperliche BeschLbigung; Lambert Mobic: Todtschlag; Markuš Pelko: Toblschlag. — Am 13. Juni. Alois Pcckaj: Toblschlag; Gregor Hc^evar: MajestalSbeleibigung; Michael Zmerzlikar: schwere li)rperliche BeschLdizung. — Am 18. Juni. LukaS Križnar: Lffenlliche Gewalllhiiligkeil; Johann Bajc: schwere fijrperiiche Beschabigung ; Leopold Renko Milschuld am Diebstahle. — Am 19. Juni. Jakob Zalar: Verunlreuung; Simon Picmann : schwere kLr-perliche Beschabigung; Helena Žagar: Kinbesweg-legung; Johann Slavc: Diebstahl. — Am 20. Juni. Mathias Bogataj: Diebstahl; Johann Supanc: schwere korperliche SBeschtibigung ; Joscs Lenart: bffentliche Ge« waltthLtigkeit._________________________________ Lerstorbeuc. D e » 9. J n n i. Rulols Scdisrer, Schnbbeglciterskiiid, 14 Wochen, Stadt, Nr. 109,. Coiivnlsioncii. — Franz Kresse, Arbeiler, 27 J., a m Kastellberge Nr. 57, Wundstarr-kramps. Im Garnisonsspital: Bom31. Maibis6.Jimi. Dongo Valentin, Pioihorax, und Lerdvg Peter,Tubercnlose, beiDe vom 46. Jnf.-Reg. Willerung. Laibach, 10. Juni. Ziemlich heiter, Westwind stark. War me: Morgens 6 Uhr 4- 7 3°, nachmittazs 2 Uhr + 187" C. (1872 14 6°, 1871 + 150°.) Barometer im Fallen 736 64 Millimeter. Das gestrige Tagesmiitel bet Warme -j- 119", um 6'2° unter dem Normale.____________________ Eingesender. Allen Kranken Kraft unb Gesnndheit ohne Medizin unb ohne Kosten. Revalesciere du Barry uon London. Seine Srant$eit eermag tet telicaten Revalescifcre ilu Barry ju widerstehen, unb befeitigt biefelbe ohne Medizin unb ohne »often alle Magen-, Nerven-, Brust-, Lungen-, Leber-, Drtisen-, Schleimbaut-, Lthem-, Blasen- nnb SRjetenleiben, Tuberculose, Schwindfucht, Asthma, čuften, Uitverdaulichkeit, Verstoxsnng, Tiarrhocn, Schlaflosigleit, Schwiiche, Hamorrhoiden, Wassersncht, Fieber, Echwindel, Sliitauffto« /gen, Chrenbraufen, llebelfeit unb Erbrechen selbst wiihrend ber Schlran-gerschast, Diabetes, Melancholie, Slbmagerung, Rheumatismus, Gicht, Dleichluch«. — Auszilge auS 75.000 Certificate ilbet Genefuilgen, bit »Det Mebizin wiberstanben, ttetben auf Žietlangen stanco eingefentet. Nahthastet ais Fleisch etspatt bie Kevalescičre bei Erwachseneu nnb Kinbctn fiinfjigmal ihten PteiS in Atzneien. 3n Blechbiichsen »on tin Halb Psunb fl. 1-50, 1 Pfd. fl. 2 50 * Psb. fl. 4 50, 5 Psb. 10 fl., 12 Psb. 20 fl., 24 Pfd. 36 fl. - Ke-Tileaciire-Biecniten in Biichstn i fl. 2 50 unb fl. 4-50. — lieraleecičre Oiocolatče in Pulvet unb in Tabletten fiir 12 Tassen fl. 1-50, 24 Tasfen ft. 2*50, 48 Tassen fl. 4"50, in Pulvet fiir 120 Tasfen fl. 10, fiir 281 Zaffen fl. 20, fiir 576 Taffer fl. se— 3u beziehen butch Batty b u B a tt t) & C o m p. in Wien, WtilfleohgBsse Nr. 8, inLalbaoh tei E. Mahr, felrie in -Men Stabten bei guten Apolheketn unb Eve> letrihanbletn; a»ch eerfenbet daS wiener HauS nach alke Ofigtntcn »egen Postanweifung oder Nachnahme. Los- ber XV. StaatS-Lvohltharigkcits-Sotterie, (»jiebung om 26. Juni J., Haupttnfser 100.000 st. 'Silbtmnte L 2 fl. 50 fr.) stub z» bezichcn diirch Rudolf Flucb, W ecliselstube, (219-38) Graz« Sackstratze Nr. 4. Bri:fliche AustrSgk werden prompt cffecluieit. Angekommcne Fremde. Am 9. Juni. Motel S Sarnten. Krain. ». Kiistenland 5 „ Ungaru zu. . 5 „ Kroal.u. Slav.5 „ 6icbcnbiirg. zu 5 „ Action. Nationalbank . . . Union - Lank . . . CreNtanstalt . . . 91. o. «Lscompte-Ges Anglo.-osterr.Bank Dejt. Bodencred.-A. Ceft. Hypoth.-Bank Steier. Lscompt.-Bk Kranco - Austria . «ais. Aerd.-Nordb. Sudbahn-Gesellsch. Kars. iLlisabety-Bahu jkar!-Ludwig-Babn. Sieoenb. Lrseubabu, Etaatsbahu . . . . Saif. Kranz-IosefSb.. tzitl^k.-Barcser E.-B MfLld-Fium. Bahn , Vfundbriefe. Ration. S.W. ecrlesb. Uaq. Bod.->Lreditaast. 5ft. Bod.-Lredtt. k-tv. m 86 a. rrtckr. | Geld Ware 1 i Geld War< .! 67.56 1 67.75 Oest. Hypoth.-Bank. I 92.— 93.- .1 72.30 1 72.40 Priori tats-Obl. 100.- 100.50 Siidb.-Ges.zu 50 > Fr. 107.25 17 75 ! 136.— 137*.— dto. Bon« ti f(5t. 218.- 3!0rbtt)t.(l00fl. CM.) 92.— @icl'.=iU.(MiOfI. Sim.) 190i25 131.— 90.— Staatsbahn pr. Stiid StaatSb. pr. St. 186 - 1( si- losifto 9 iRubotfč. (300fl.i.2ti.) 93.- 93 50 8o!— Kranz-I°s. (200 fl.S.^ 99.50 100.50 82. 77.- Lose. Credit 100 fl. 6. W. Don.-Dampssch.-Ges. 178.- zu 100 fi. CM. . . 96.— 976.- 978.- Tricstcr 100 fl. CM. 116.— 154. - 156.— dto. 50 fl. 0.81!. . : 6,— 271.— 272.- Cfetter . 40. fl. S.W. 30.- 1100 1110 Sal in . „ 40 „ 38 - 203.- L04.— Palfiti . „ 40 „ 27. - Stavl; . „ 40 „ 38 - @t. @cnoi8„ 40 „ . 27,- 107.- 108.— Wiudrfchgratz )tO „ toalbftein . 20 „ - •— 22.75 25.- 2150 185.— 216 186.— Kezlevich . 10 „ SJubolfSftift. 10 „ —•— 16-- 14.50 229.- 230.— 219.- i20.— Wee h sol (3'jjion.) 329.— 3J0!— ilugw. loafl.sildd.W. Franks, loo it. „ „ London io Ps. EtetL 93.— 93 50 221.— 222.- 94.- i4 25 111.— 111 io 159. 16 i- Paris 100 jjrauce . Mflnzen. 43.30 43 4J j 89.— 90.— Lais. MLnj-DacLtev. 20-FraukSftiicr . . . 5.26 5 27 i 81.5C 84.75 8 89 8.90 ! 100.25 100.75 BereiaSthaier . . . 167.- 167.50 ! 87. fc8.—leuier 111.— Ill t5 Telegraphiscber Cursbericht am 10. Juni. Papier-Reitte 67.40. — Siwei-Renie 72.40. — ]8(,0n StaatS-Anteben 99.25. — Bentaclicn 964 — Lrcdi! 269 50 London 111.50. — Silber l ll 50.- K. l. ducatu: - — 20-Franc-S wile 8 93. Fiir die Beweise warmer Theilnahme wahrend der Krankheit und fiir die zahlreiche Begleitnng znr letzten Nnhestatte des so sriih bahingeschie> denen Herrn Anton Schrey, Muller und Rcalitatenbescher zu Gleiuiz, sagen wir allen Berwandten und Bekannten, ins-besondere den Herren Rohrschlltzen uiifern innig-sten Dank. Laibach, 10. Juni 1873. (318) Die Hiiiterbliebenen. Knudmachttug. _ Siir baS offctttliche Baden ist fiir dieses Jahr wie bistier der Gradasch;abach ober ber Kolesje-Miihle in der Nontadt Tirnau, an der sogenannten Talavan-schen Wiese, beftimmt. Dieses wird mit dent Bei-fiigen zur allgeineinett KennLnis gebracht, datz an deni-| oris nicht gebadet werden barf unb dah das Baben ! nur in anftandiger Verhiillnng geftattet ist. Stadtmagistrat Laibach, am 3. Juni 1873. (314—2) Der Biirgcrmeistcr: Deschmann. & /6u«.sei* inal-Los nur 3 fl. »• W. das halbc ., nur 1V* H. «. W. «las viertel „ nur 80 kr. 0. W. und sends ich diese 6»rSfCiillll-I.iOSe mit Ke-^ Rici-linyi!iw«Vl»<'*1 (nicht von den verbotenenJ f Promessen oder Privat-Lolterien) gegen I’runhlertei Einsendung des H$etvagC8 selbst naeli den en<-i fei-ntesleii ttegemlei* den geehrten Auft'a8~ gebern SOl*OPt zu. Die ailltliche ZleliimgSllste und die Versendung der Gewinngeldefj; erfolgt 80fort nad* «lep Zleliung an jeden^ der Betheiligten pponijit und verechwlegeii.5 Mein Geschalt ist bekanntlich das iiltemte; und allerglilckllcliste, indem die bei mlr Betlielllgten schon die grftHHtfli llaii|l(>) , gewiiine vonTIialer 100.000,60.000,50.000,f 1 oftmals 40.000, 2.1.000, 20.000, sehrhaufig 15.000,j | r, 12.000, 10.000 etc. etc. mid Jiingat in den) V im Monat Mal d. J. staltgehabten Ziehungen dle^ © Gesaiiimt - Siiiiin*e von filter 100.000^ Thaler laut anitllelien Geivlnnllsteii^, 5 bei mlr gewoimen liaben. (310-3) © Laz« Sams, Cohn g in Hamburg, S g Haui»t-C!on»|ltoir, Bank- und WechselgeschUft. ^ Druck eon Jgn. e. «lri»mahr A Fed. Bamberg in Laibach. Berltgcr nnb fiir die Redaction deroulirvrtlich: Ottowar Bamberg.