LmwcherWMllmg. Nr. 48. Prä numeral ion «preis: Im Lomptoll lianzj. st. 11, halbj. N. s..5„. st«r bic Zustellung in« Hau« halbj. 50 lr. Mit der Post gcmzj. fl. l5, halbj. fi. 7.50. Donnerstag, 27. Februar Inscltl «»»sslbühr bi» 10 Zillen: Imal eot»., »m.»oll., 3m. l N.; sonst pr.Zeile Im. tl lr.< «m. »lr., »m.iu lr. u. s. w. Insertioiieficmpel jedeem. »0 t». 1888. Mit 1. März beginnt cm neues Abonnement anf die „Laibachcr Zeitung." Der Präuumcratious'Preis beträgt für die Zeit vom 1. März bis Ende Juni 1868: Im Comptoir off.'n....... 3 fl. 70 kr. Im Comptoir mitcr Convert . . . . 4 „ -^- „ Für Laibach ins Hans zngcstcllt . . . ^> „ "^ " Mit Post unter Schleifen..... l> ., ^ „ Amtlicher Theil. Sc. k. k. Apostolische Majestät haben mit Aller-höchster Eutschlicßung vom 22. Februar d.I. den Finanz-landesdircctor in Mähren, Ministerialrath Inlius Schrückingcr Ritter v. Ncndcnbcrg zlim Vicc-präsidenten nnd den Ersten Oberfinanzrath der stcicr-märkischeu Finanzla'.idcsdircclioll Mathias Raisly znm Hofrathc bei cer ssinanzlandcsdircction in Prag allcr-guädigst zn ernennen geruht. Brcstcl m. s,. Sc. k. l. Apostolische Majestät haben mit Aller» höchster Entschließung vom 10. Februar d. I. die bis. hcrigcn Houornrlegatioussccrctärc Obcrlicntcnaut Grafen! Anton Pcrgcn und Ernst Edlen v. Plencr zu wirklichen Lcgationssccrctärcn und den bisherigen Gesandt. schaftSattach«' Euianucl Frcihcrrn v. Salzbcrg znm HonorarlcgationSsecretärallcrgniidigst zu ernennen geruht. Sc. k. k. llpostolische Majestät haben mit Aller« höchster Entschließung vom 10. Februar d. I. dcu Adjuuc-tcu der theologische,, Facultät in Olmütz Dr. Franz Bauer zum Professor de« Bibelstndinms deS ncncn Bundes an dieser Facnltät allergnNdiast ^, ernennen geruht. ________H"sncr ">. l'- Nichtaintlicher Theil. öaibach, 26. Februar. Ein erfreulicher Beweis cincö immer entschiedener hervortretenden Umschlages in der Gcsimmng dcs czcchi-schcn Volkes ist ein, wie d!c „N. P." mittheilt, im Olmützcr Bczirle circulircudcr czechi scher Anf ruf, in welchem hervorgehoben wird, „daß Oesterreich an, 21. December 1667 cinc Verfassung erhalten habe, wie sie nur die freicsten Staaten besitzen. Da nun durch diese Verfassung dcu österreichischen Nationen ciuc glückliche Zukunft sich eröffnet, so hättcu mehrere Gemeinden deS Olmützcr Bezirkes sich verciuigt, um jene SlaatS» mäuncr, dic sich nm ihr Zllstandckommcn, sonach anch uni daS Vaterland das höchste Verdienst erworben, durch Verleihung des Ehrcubürgcrrcchtcs auszuzeichnen. Diese Männer seien vor allem Se. Excellenz Baron B c n st und „nnser ^andsinaun" Dr. Giskra." Dic Arbeiten der Delegationen schreiten nicht gleichmäßig vorwärts. „Szazadnnk" erfährt, daß die-sclwl nM)t vor Mitte des nächsten Monates ihre Be» nminngcn zn Ende bringen, nnd steht dcmnnch anch der A^uMmnentritl des nngaris ch e n R e i ch S t a g s ' ^ s3"^ ^"-z in Aussicht. . . ^"^?^ ^' ^ b"mrn die gegen die Pforte gcricb-l"en ^. atmncn fön. Von Stunde zn Slnnde" eh. reu ch die Mit.heilungen. welche beweisen, daß man dle Erklärungen der rumänischen Regierung nicht anf guten Glauben hinnehmen dürfe. So schreibt man nenc-stenS dem „Coustitutionncl" ans Galacz: „Philipp Toti, der vom slavischen Count,' in Vu-karcst beauftragt worden war, von neuem die ^citnna dcr bulgarischen Empörung zn übernehmen, hat Ginr-gewo verlassen und dort ciuc kleine Bande entschlossener ^'eute zurückgelassen, und nachdem er andere in Zimnitza. Kalaratsch, Oltcuitza und Idraila ähnlich clngcrschtct hat' hnt er sich nach letzterer Stadt begeben. >,Iu den ersten Tagen Februars ging er von da nach Sabin, um die Invasionsbaudcn. die nach dieser ^lte hin cfistircu, zu besichtigen. Bei Vogala, unfern «alaratsch, ist ^rcits eine von einem gewissen Iwan ^nchrtc Bande über dic Donau gegangen. Man hält s^" Iwan für einen ehemaligen Officicr dcr Hellenism Armee, Namens Elaponiacti. Diese Bande lau< bei d"" ^''^"' Ufer zwischen Silistria uud Turtulai, „Eine andere kleine Vaude von etwa füuszchu Mann, die von Tnrno'Mergnrelto kam, ist über Grcdun uach Bulgarien eingedrungen; dies Dorf liegt 25 bis ^Kilometer westlich von Niloftoli. „Außer den beiden obgeuannten Anführern haben die Comites von Ankarrst zu Commandanten der Bauden Dclkoff nnd Slolkoff gewählt. Sie werden denselben einen gewissen Panajotti. dcr jetzt in Belgrad ist, sowie einen gewissen Clia, berühmten Brigantcn in Bulgarien, hinzufügen." Eine nenc Gefahr droht überdies dcr Pforte dnrch cincn Conflict mit Pccsicn. welcher, wcim er zum Kriege mit dem asiatischen Nachbar führen sollte, die ottomanischc Regierung zn einer Theilung ihrer Streitkräfte nöthigen nnd dic ihr von Seiten der cinhcimifchen Rebellen drohende Gefahr wesentlich potcnziren würde. Schoil dicfcr Umstand läßt darauf schließen, daß es hier wie in Griechenland, Serbien, Krem, Vnlgaricn der russische Eiuflns; ist, der ein ncncS Agitations-mittel gegen den kranken Mann in Scene setzen will. Als Grnnd dcr Verwicklung bezeichnet ein persische« Memorandnm, welches dcu europäischen Gesandten in Coustantiuopel überreicht worden ist, mehrfache Gebiets Verletzungen und Attentate gegen persische Unterthanen, deren der Pascha von Bagdad, Naniik, beschuldigt wird. Die persische Regierung, die dafür cinc rclatantc Genugthuung fordert, hat die Vermittlung dcr cnropäifchcn Mächte nachgesucht. Es steht also zu den mancherlei schwebenden Fragcu auch noch die persische in Aussicht. In Italien ist wieder einmal das Gerücht von dcr bevorstehenden Abd an kn ng Vi c t or Emann els verbreitet, nnd zwar soll dieselbe nach dcr vollzogenen Heirat des Prinzen Humbert vor sich gchcn. Den nenestcn Berichten ans London zufolge schrei-tet die Genesung Lord Derby's rasch vorwärts. Trotzdem wird sein baldiger Rl'lcktritt noch immer als cuisgcmnchtc Sache behandelt und i>ord Stanley vor nllcn als srin mnthmasilichcr Nachfolger genannt, obwohl er selber wenig Vnst haben soll, bei Lebzeiten seines Vatcrö ins Oberhaus ;u treten, und die nähere Umgebung Disraeli's anch hcutc noch den Herzog von Richmond als muthmaßlichcn Premier bezeichnet. WclMthlichl Delrgation. Der SectionSbcricht über das Marinebudget ist erschienen, am Schlüsse desselben stellt dcr Ausschuß folgende Anträge: Auf Grund dcr vorlicgcuden Würdigung und in der ferneren Betrachtung, daß bei der transitori'schcn Eigen, schaft dcö vorliegenden Budgets lediglich cine den slant-lichen Anfoi'dcrungcn cntsprechmdc Instandhaltung des dcrmaligcn Flollcuslaudcs in's Auge z», fassen sei, findet sich die Section veranlaßt, folgende Anträge ^u stellen: l. Der Vorauschlag der k. t. Kriegsmarine pro 1668 sei der hohen Delegation dcs Ncichsraths bchufe dcr Bewilligung ciucr Dotation ans der Rcichscassa von 7.48.^.000 si, für das Ordinarinm zn bcvorworten. li. Für das Extrn'Ordinarium scicu statt dcr bc-anlraglcn 1.000.000 ft. nnr 570.000 fl. nnd zwar 1. für Material.Anschaffungcu und Arsenal-Bc-tricbsauslagcn ........17^.000 ft. 2. für Land» uud Wasserbauten . 400.000 fl. znsammcn . 570.000 ft. zn bewilligen. lil. Es sei ferner sich sür dic Zulässigkcit cvcn« tucllcr Vircmcnlci mit dcr Beschränkung auszusprc» chcu, daß ") dcr zu Ersatzbautcu im Titel lll >ul> Post 9 "orkonnncndc Betrag dcs Werthes dcr Schiffskörper uud Maschinen außcr zu diesem Zwcckc nur noch zu dcm Schiff, bauwcscu lind l») daß die für die Fortsetzung dcS ArsenalbaucS zn Pola im Erlra-Ordinarium bewilligten 400.000 fi. nnr zu diesen, Bau iu Verwendung zn lommcn haben. Die Section ersucht endlich den Ausschuß, auch fol» gcndcn Wünschen Ausdruck zu geben: Die hohe Delegation möge die Aufmerksamkeit dcS f. k. ReichmiuislcrinmS auf die Augcmesscuhcit lenken. Folgendes in Absicht auf die nächste Budgetvorlage zu vcraulassen, uud zwar: 1. die Orgauisation dcr Ecutrallcitnnss der Behörden und Aemter der k. k. ilricgsmarinc sei cincr Revision zu unterziehen uud hicbci die Aiariuc - Truppen- und Flotten»Inspection aufzulassen, wcitcrS aber auch allen« falls durch Einrichtung und Bcsorguug dcr Adminislra. tion als Civildienst nnd durch Einführung eines umsich- tigcu, ökonomischen und eine wirksame Controle verbürgenden Verfahrens, namentlich bei Anschaffung und Ma-lcrialvcrwcrthung. und durch möglichste Vereinfachung alle jene Ersparnisse zn erzielen, welche sich ohne Beeinträchtigung des Dienstes bewerkstelligen lassen; 2. die Regierung sei aufzufordern, als Grundlage des nächsten MarinebudgctS cincn fixen Flottcnstand mit Inbegriff dcS gesummten Systems der mit diesem Flöt-tcnstand im Zusammenhange stehenden Land- und Was« scrbautcn in Vorschlag zu bringen; 3. cS sci ein genauer Nachweis über die für das Arsenal zu Pola vom Anfang an verausgabten Kosten, sowie cinc begründende Uebersicht dcr wcilcr vorfallenden Ausgaben nnd ihrer Vcrthcilung auf die einzelnen Jahre vorzulegen; ferner sci 4. jedcS Mittel und jede Gelegenheit wahrzunehmen, die geeignet würcn, die Last dcS Pensions» Etats zu erleichtern ; endlich sci 5. bei den betreffenden Eisenbahndirectioncn dahin zn wirken, daß die Frachtsätze für den Transport der Steinkohle anf eine bcdcuteud niedrigere Ziffer herabgesetzt werden, damit bei der Kriegsmarine nur einheimische Kohlen in Verbrauch kommen. 9. Mung der DellMon des ungarischen Reichstages. Wien. 24. Februar. Auf dcr Tagesordnung stand da« Nuncium der Delegation deS RcichSrathes über die Votirung der Kosten dcr Cllbiuctslanzlei nnd dcs gemeinsamen Ministeriums dcs Aeußcrn. Das Nuncium wurde sammt dem Gcglcitschrcibeu deS Präsidenten der Delegation des Rcichs-rathcs verlesen. Auf TrcfortS Nutrag wird die Vorlage dem 30er Budactausschlissc zugewiesen. Dcr Präsident zeigt au, daß der Concipist Alex. Mitso uom gemeinsamen Fmalizmimstcrium zum provisorischen Vertreter in der nngarischcn Delegation ernannt worden sci. Koloman Tisza ist eingetroffen und tritt somit der Ersatzmann tz. Papp znrücl, i Schluß der Sitzung um 11 Uhr. Die Militärseetion der nng arischen Delegation hielt nm 22. und 23. Sitzungen, in denen das Extra ordi nari um zum Militäretat berathen wurde. AlS crslc nnd unerläßliche Bedingung dcr Votirnng dcr Nachtragsfordcruug wurde gleich am ersten BcrathungStage von Anglist Trcfort die Frage ansgcworfcn, ob und in welcher Höhe Bedeckung für das außerordentliche Erfordcrniß vorhanden sei. Die Dcak-Pnrtci geht zwar von dcr Ansicht aus, daß für die Bedeckung nicht die Delegation, sondern dcr Reichstag zn sorgen habe, doch konnte es ihr nimmermehr gleichgültig sein zn wissen, woher das ^and daS verlangte nnd r>cm dcr Oclcgation bewilligte Oeld nehmen werde. Die Linle wollte in dieser Frage TrefortS eine Compcttnzübcrschreillina erblicken. Dcr Finan^minister v. Bcckc gab schon am 22. d. M. mündlich die gewünschten Anfllärungcn. aus dcncn hervorgeht, daß Bedccknng für die ganze Höhe dcr Nachtragsfordcrung vorhanden sci. Es wnrdc jedoch dcr schriftliche Anewcis hierüber verlangt, und legte denselben der Finanzminister in dcr letzten Sitzung wie folgt vor. Au Bedeckung ist vorhanden: l. fl. kr. Vnr .........7.874.K72 04', Florculincr Bons......2.435.646 29 5perc. stenerfreirS Darlehen . . . 9.916.224 74 Salzwcchscl........4,690.030 — Wiener Wechsel.......2.s'»23.5N 26 Zusammen . . 27,540.285^/. ll. Gold und Silber......4,420.930 26 Italienische Bons......7,089.777 76 Domaincnpfandbriefc.....1,210.810 29'/, londoner und Pariser Wechsel . . ^^86.8^^2^ Gold und Silber '. 'V ^14.33^56V, Znsammcn dahcr . . 44,954.617 03 Hiczn Obligatio"cn zum Nominal-werthe von 6.282.728 ft.27'- kr., zum acgcnwärtiacn Börscucourse 3,770.000 — Summe der Bedeckung . . 4»M.M N 358 Vclastct ist obige Sunnne mit: Eisenbahnvorschüsse.....7,000.108 — Kriegsentschädigung an dic Elsen« bahnen . .......1.200.000 - Nachtragszahlnngen fur den l. k. Hof 449.770 — In Summc mit . . 9,255.944 — Hiczu kommen noch nicht eingelöste fällige Cou< ponS im Gcsauimtbctragc uon 20,782.187 fl. ^ctztere Summc muh jedoch erfahrungsgemäß uur zum gering« sten Theile in Bereitschaft gehalten werden, und erscheint somit das geforderte Extraordiuarium in der Höhe von 31 Millionen gcdcckt. Es hat übrigens die Eassc des gemeinsamen Ministeriums noch folgende, jedoch nicht liquide Forderungen: An Eiscnbahnuorschüsscn .... 26.500.000 fl. Nothslandsanlchen vom Jahre 1803 20,000.0W ., An Gruudcntlastnngen .... 55,320.073.. NothstandSanlehcn vom Jahre 1800 0,800.000 ., Pcrsclncdenc Forderungen .... 4,809.5)75) ., In der Sitzuug vom ^.'3., in welcher aus dein Kriegominislcrium General Griricic, General Futluer, Gcncral'ssricgscominissär Früh und Genieoberst Dxilkler anwesend waren, wurden die einzelnen Posten des Erfordernisses durchberathcn, jedoch ziffcrmäßig noch nicht votirt. Nach Schlnß der am 24. d. abgehaltenen öffentli« chcn Sitzung der ungarischen Delegation hielt dcr Budgetansschnß eiuc Sitzung, in welcher der Bcricht dcs Referenten dcr F i n a n ; se c ti ou eutgc-gcngcnommcn und vollinhaltlich genehmigt wurde. Der in der Sitzung anwesende gemeinsame Finanz-mmister erhob keinerlei Einsprach« gegen die uorgeschla» gcnen Abstriche, obwohl er inchrmals zur nachträglichen Rechtfertigung einzelner Posten das Wort ergriff. Be-sonders beifällig, schreibt die ..Pest. E.", wurde jcue Rede des gcmciusamcu Fincmzmiuisters anfgcnomiuen, in welcher dieser hervorhol), daß cr die Parität in, gc> mcinsamcn Aiinistcrinm nicht in den Ziffern, nicht in dcr gleichmäßigen Verwendung cis^ und transl^ithani» scher Beamten, sondern darin sehe, daß auch dcr Geist der ungarischen Institutionen, dcr ungarischen Vcrfas-snng seinen Einzng in das gemeinsame Ministerinn! halle. Zum Referenten vor dem Plenum der Delegation erwählte dcr Drelßigcr-Ausschuß einhellig Anton Escugery. Parlamentarisches. Vcricht der Finanzabtheiluug des von dcr nn gari schen Delegation zur Prüfling dcS Vuogcts dcc< qcitteinsaiucn Ministerinms cntsendclcu Budgctausschusscs in Sachen deS Kostenvorauschlagcs dcs gemcillsamen Finan;mi> nistcrs. (Schluß.) II. Im Voranschlage find die Koslcn dcr Ccntralcassc mit !7.001 ft., die der Eentralcasscnvcrrcchnung mit 10.394 fl. znsammcn daher mit 33.995 fl. bcrcchnet. Die Abthcilnug bält nach den geronnenen Ans. schlüfscn die angesetzte Summe im Verhältnisse zum that, sächlichcu Wirkungskreise nicht für übertriebeu; doch glaubt sie. daß dicscr Wirkungskreis und somit im Verhällnisfe auch die Kosten fich verringern werden. AnSgcheod von diesem Gesichtspunkte, beantragt sie, daß von den angesetzten itostcu 5) pEl., d. i. 1095 fl. abgezogen und die Kosten der Ccutralcasse und der Eas° senvcrrechnung statt auf die angesetzten .'»,",.995) alif 32.300 fl. festgesetzt wcrdcn. Hl. N'ach der Ansicht der Abtheilung ts,nn derzeit dcr Oberste Rechnungehof keine andere Bestimmung habeu, als die Verwendung der von dcr Delegation gcscyinäßig votirttn Suunucn zu controliren. Bei so eng umschric-licneiu Wirkungskreise — dcr bis zur Auflösung des der» zeit noch bcstchcndcn Militärccnlralrcchnmlgshofcs noch ü!,cr Gcbühr bcschräukt ist — erscheint das auf 128.798 fl. berechnete IahreSerforderniß überaus hoch. Trotzdem beantragt die Abthcilnng init Rückficht auf die Schwicrigkcitcn dcö Ucbcrgangcs nnd der Organisation den Abzug vou blos 38.100 fl., wonach die angcsctztcu 128.798 sich auf 90.700 fl. rcducircn und folgendermaßen vertheilen würden: ft- Iahrcsbczng des Directors ..... 7.350 dreier Hofräthc ..... 10.590 „ .. Sccretärc..... 7.010 .. uon 12 Rcchuungsrüthcn . . 21.000 ^ vou 24 Rechnungöbcamtcn . . 15 370 „ cineS Hülfsauitsdircctors . . 1.550 ,. dreier Kanzlcibcamten . . . 2.850 eines ThürstchcrS . . . . ' (zgh ,. von 0 Dienern ..... 2.520 Amts« und Kanzlcipauschalc ..... 12'000 Bclohuung und Unterstützung..... 2.400 Sonstige Auslugen....... l.400 ^usaluinen . . . 90.700 Iv. Unter dem 0. Capitel des Audits sind 50.0X» fl. für etwaige nnvorhcrgcsehcue Auflagen augcsctzt. Dk Abtheilung ist nicht gegen diesen Rcscrvccrcdit. Das gemeinsame Ministerium kann scine gcsamm-tcn Erfordernisse ansschlicßlich nur aus jcncn Summen decken, die die bcidcn Staaten dcr Äionarchic auf Grund dcö von dcr Delegation gesetzlich uotirlcn Budgets in die Ceutralcassc cinzahlcu, n»d das Ministcrium kann sich an andere Hülfsqucllcu auch dann nicht wenden, wenn sich im Laufe dcs Jahres die Nothwendigkeit cincr außer» ordentlichen Ausgabe crgebcu sollte. Jener bedeutende Geldvcnrath und jene Wcrlhc, die am Schlüsse dcS Vorjahres ans der gewescueu Reichs« ccntralcasse iu die Cenlralcassc des gcuicinsamen Mini' stcrinms flosscu, sind der Aufmcrtsamtcit dcr Abtheilung uicht entgangen. Nach dem mitgclhciltcn Ausweise beträgt dieses Cassevermögen derzeit: fl. kr. an Banknoten uud Scheidemünze . 7,874.872 43',^ an Gold ........1,231.905 92'/, an Silbcr........3,194.904 33'/, an Wechseln .......12,000.35)5 25 an Obligationen......2^,410.589 32 An Bargeld uud Pap!cr zusammen 40,722.744 20'/.^ Fcrncr sind dcpouirl fl. kr. Gold ......... 2.721. 49 Obligationen.......3,233.199 50 Wcchscl.........0.502.795 .....- Zusammen . . 9^798/7'l7>"99" Doch die Bestimmung dieses Vermögens ist eine andere uud nicht dic, zn Deckung derartiger Bedürfnisse zn dicncn, für wclche die 5>0.l»00 fl. ucrauschlagl find. Dic Abtheilung ist somit dcr Ansicht, daß dcr verlangte Ncscrvccrcdit zwar nicht in der angesetzten Höhc von 50.lX)0 fl., aber mit 40.000 fl. unter dcr Bedingung nachträglicher Rechnungslegung zu bewilligen sei. V. Da'im Tinue der Bestimmungen des ß 04, G.A. 12, 1807. und dce 8 3, G. A. 14, 1807, dic reinen Zoll. cinlünftc von der ^nmme der gemeinsamen Kostcn abzu-zichcn sino, ist zu regelrechter Feststellung dcr Quote dic gleichzeitige Berücksichtigung dcr Ncltozollciunahmcn mit dcn gcmciusnmcu Kosten unerläßlich. Vou dicscm Gc» sichtspuntte ausgehend, prüftc die Abtheilung das für dieses Jahr anznhoffcndc rcinc Zollcrträguiß nud trägt sie das Rcsnltat ihrer Untersuchung vor. Im Voranschläge ist die auzuhoffende Einnahme auf 9,582.191 fl., die Vcrzehrungöstcucr < Restitution auf 3,100,000 fl. augcsctzt. Somit betrüge der anzuhoffcnoe Reinertrag 0,482.191 fl. Diese Snmim einspricht dcni Ergcbuisse dcr abgelaufenen Jahre nicht. Die letzten sechs Jahre weisen im Durchschnitte 11,000.000 fl., also uugcsähr um I'/, Million mehr Einnahmen auf, als dic augcsctztcn 9,582.191 fl. betragen; mich wcrdcu dic Vcv-zchrungssteucrrcstitutioucn bei dcu auzuhoffendcn hcilsa» mcu Äiaßrcgclu wahrscheinlich cinc geringere als die an» gcsctztc Sunime in Anspruch nchmcn, Dazu kommt uoch dcr Unistand, daß im Siuuc dcr erhaltenen Aufklärung dcr im Voranschläge augcsctzlc Abzug von 25)3.000 fl. nicht nothwendig scin, somit dao uugnrischc Zollcrtrüg» niß nicht 1,079.755 fl., sondern 1,332.755 fl. bctra» gen wird. Die Autheilung ist daher dcr Ansicht, daß, in< wiefcrn die auzuhoffendc Große dcö Zollcrträguisscs aus dic Erhöhung odcr Herabsetzung der Qnote von bcdcn« tcndcm Einflüsse ist: c>ls Sumui: dcs unter dcm Titcl „Zollgcfäll" von dcn gemcinjamcn Üosten abzuziehende» Betragcs uicht die vcrauschlaglcn 0,482.191 fl., sondcru i,l runder Summc, 8,000.000 fl., als dcn biöhcrigcu Erfahrungen mchr entsprechend, angenommcn werden mögen. Da das Zollerträgniß größtcnthcils in Metallgeld ciuflicßt, die Slcncrrcstitlltioli abcr iu Papicrgcld erfolgt, ist cs selbslucrstäudlich, daß dcr »ach Deckung dcr Mc» tallgcldnusgabcu sür Aeußercs uud Militär erübrigende lUcclallübcrschnß ocu bciocu Staaten dcr Monarchic in ocrselben Gcldsortc zugntcgcrcchnct werden muh. Somit würde fich das Budgct der uou der Finaliz» ablheilung gcftrüftcn Pofte» folgendermaßen gcstaltcu: Angesetzt Bcwilligt ft- ft. !. Ecntrallcitung .....129.510 100.000 2. Ecutralcassc und Casscnvcrrcch« nuug........33.995 32.300 3. Oberster Rechnungshof . . . 128.798 90.700 4. Rcscrvccredit......50.000 40.000 342.309 203.000 Dic Differenz..........79.309 Dic als Zollcrträglnß angesetzten 0,482.191 fl. abcr sind auf 8,0lX).000 fl. oder um 1.517.809 fl. erhöht. Schließlich bcmcrkt die Abtheilung, daß, inwiefern das Budget dcr consolioirtcn und schwebenden Schnld bei Seite gelassen, dic Voranschläge dcr Militiwcntral-bnchhaltnng nnd dcr RcchnnngSabthcilung für dic Ma< rinc durch die Militärabthcilung gcprüft wcrdcu, bic Frage dcr Gcwährnng odcr Verweigerung dcs Rechts dcr Vire-lncnts, welches blos für dic Ausgabca uutcr diesem j Posten verlangt worden, für die Finanzabthciluug cut-fallcn ist. Wicu, am 17. Fcbruar 1808. j Von dcr Fiuanzabthcilung. Ludwig Hurvl'th >". >>., als Rcfcrcnt der Abtheilung. , Oesterreich. Wien, 24. Februar. (E i n m crkwürdigc r Irrthum dcS „W. Tgbl.") Die „W. Abdftst." schreibt: Das „Neue W. Tagblatt" bringt in dcr Nr. 52 unter dcr Aufschrift: „Ein merkwürdiger Irrthum" die Nachricht, daß in dcn das Armcebuoget betreffenden Aus« wciscu „dcr Preis ciucs ucncn Hinterladungsgcwchrcs mit 35 fl., dic Umslaltnng cincs alten Gewehres mit 12 fl. beziffert wird, während nach dcn mit den Gc< wchrsabricautcn abgcschloffcucn Vcrlrägcn ein neues Hin-tcrladungsgcwchr nur 2!) fl.. die Umstnltuug cincS altcn Gcwchrcs nur 9 fl. kostcl." Es ist zwar tcin mcrkwnr-digcr Irrthum, sondern dic gewöhnlichste alltäglich uor< kommcndc Thatsache, daß cinzcluc Iourunlc ihrc Spalten mit unrichtige», clllstclltcn odcr wenigstens uuvollstä'udi-gcn, das Pliblicum irrcführcudcu Nachrichten füllcn, N'clchc dann von andcrcn Ionrnilcn ohnc Prüfuug dcS thatsächlich Richtigen einfach nachgedruckt werdcn. Wcnu es nun auch geradezu nnlhunlich ist, nllcn derlei that-sächlich ünbcgrüudctcu Notizen bcrichligcud cutgcgeuzn' treten, so halten wir uns doch für verpflichtet, dem ob' crwähuten neuesten „Irrthum" dcS „Ncucn Wicucr Tag-blattcs" iu Folgcuocm die uöthigc Anfkläruug uud Bc< richtigung zn gcbcu: In dcm über die Lieferung von 150.000 ncucn Gewehren ciitwolfcncu lctztcu Eontractc ist dcr Preis cincs Gewehres wohl mit 29 fl. 50 kr. bestimmt, ndcr zugleich bedungen, daß dcm Lieferanten dcr noch ansgcnrbcitctc Schaft nnd das vollkommen an?' gcscrtigtc Schloß von Scilc dcr Rcgicrnug nncutgcltlich bcigestcllt wcrücu. Dcr obige Preis ciucs neu, u Gcwch« res vermehrt sich dahcr um dic Kosten dcs Zchafteö und Schlosses; hiczu komuicu noch jene Auslage,,, welche ans dcr Ucbcrnahme und Visitirung der Gcwchrc, ans dem wcgcn Erprobung dcr Fcfligkcit nöthigeu Beschic-ßcn mit stärkeren Ladungen, aus dem Einschießcn dcr Gcwchrc znr Vcrificirung ihrcr Visirvorrichtungcn, endlich aus dcr Anschasfnng der Gewehrrcguisitcn (Schran-bcuzichcr, Wischer n. s. f.) nnd dcr Bajonnctschcidcu erwachsen, da die genannten, zu jcdcin Gcwchrc gehörigen Gcgcnsläudc dcu Euiitraclsbcstiinmilugcu gcniäß uou dcu Vicfcrantcu nicht bcigcgcbcn wcrdcn.Allc dicsc Bclösliguugs' punkte wurdcu i» dcn vou der Regierung dcm Finanzaus' schnsse vorgclcgtcn Answciscn spccicll aufgeführt und hic' ourch dcr mit 35 fl. veranschlagte Preis eines ncueu Ge< wchrcs gcrcchlfcrtigt, anch wurde dagegen von Seite des Fiuauzauvschusscö irgcndcinc Eimvcuduug nicht crhobcn. Den Prci« für dic Umstnltnng eines alten Gcwch« res hat dic Regierung in ihrcr Borlage mit 12 fl. vcr< anschlagt, wcil dic iu dcn Eoutracten angegebenen, mit dcr ^ Gewch.gnttling wechfctudcn Preise von 9 si. bis 10 fl. 00 kr. wcgcn dcr später ciugetrctcncn Ardeier-thcuklung auf dic wiederholte,, dringenden Gcsnche dcr Gcwchrsabriccmtcn um 75 lr. bis 1 fl. erhohl wurden; weil scrncr zu diesen Umgestalt^ngskostcn noch andere Auslagen trctcn, welche aus dcr Visitiruug und Bcschic» ßung dcr umgcstaltctcu Gcwchrc, aus der bci letzteren vorgcnommcucn LIcndcrung und Vcrsetz>mg der Riemcu-bügcl. dauu ans der Bcischaffnng uou den für die Um-slaltnug nöthigen ncucn Echloßnusseu nud Gewehr-rcquisücn cnlslchen. Ucbcr die vorcrwühutcn DctailS hat dic I^cgicrung spccullc Nachi^eisungcn verfaßt nnd dcm Finanzausschüsse zur Vcisügung gcstcllt, welchem teinc wcitcrc Anslläruug nöthig crschieu. Es wird schließlich beigefügt, daß Tc. E^llcnz dcr Hcrr Rcichskriegsmini-stcr in dcr Ausschußsi^ling am 21. d. M., wo die vor-berührten Bndgctzwciqc verhandelt wnrdcn, gar nicht anwesend war. — 24. Februar. (Ein Stückchen Eensnr des „N. W. Tgbl.") Die hcntc auegcgcbcue Nuuumr dcs ucucn „Wicncr Tagblattcs" wirft Sr. Exc. dem Hcrru Minislcr Taasfc ,.ci,l Stückchen Ccusnr" vor, wcil er die Bewilligung znr Affichirung des Placals, lüitlclst dcsscn ciu hiesiger Verein zn milden Spcndcn für dic ^iothleidendcn iu Ostprcußm aufzufordern bc-absichtigtc, von ciucr klciueu Niodisication dcs Tcxtcs diesce Placats abhängig machte. Wir bcmerkcu dligcgcn, daß nach dcm Prcßgcsctz (t; ^3) dic Sichcrhcitsbchördc das Anjchlagcn voi: Placatcn überhaupt schlechthin und ohne Angabe von Motiucn zn verbieten, also nicht bloß „ein Stückchcn", sondern die vollste uud schrcmkcnloscstc Eensuv zu übcu berechtigt ist. Wenn nun dcr Herr Minister dicses Recht nicht ausübt, im Gegentheile'sich bczüglich dcs Placates in Unterhandlungen einläßt nud sciuc Zustiiuiüung von dcr Wcglussnng cincr Stelle al>» hängig macht, wclchc dic prcnßischc Regierung empfindlich zn berühren geeignet crschcint. so kauu man darin nur eine liberale Handhabuug dcs Prcßgcsctzcs, nicht abcr „cin Stückchen Eeusur" erblicken. Allerdings war die fragliche Stclle bereits in mehreren Zeitungen, welche die ganze Aufforderung enthicltcn, unbeanstandet abgedruckt; allein dies geschah ohnc Zuthun dcr Regierung traft dcr bcstchcuoen Prcßfrcihcit. währcnd die Bcwilli' guug dcs Placates mit jcncr Stcllc der Regiern»^ impntirt werden würde, dic, wic die jüngsten Vorgäussc darlhun, Grund hat. jcdcn Aulas; zli vermeiden, dcr z" Rccllllnationcn Gclcgcnhcit bieten dürste. — 25. Fcbruar. (D a S Ehe- und Schulge -sctz i m H crrc n Hansc.) Dic confcssioncllc Eommissto" dcs Herrenhauses nahm das Ehcgesctz nach dem Wort' laut dcs vom Abgcovdmtcnhcmsc angenommenen E" ' lvurfcö an. Dic Zulassung dcr (facultativcn) Civllcyc 359 wurde von Baron LichteufclS und dcr Regierung vertheidigt; insbesondere die Bestreitung dcr Competcnz de« ^tcichSrathcs von Scitc dcr Regicrnng auf daS cncr-gischcstc zurückgcwieicu. Die Äiinorität, bestehend anS dem Cardinal' Ranschcr. dem (ärzbischof Litwinowicz, dc,n Fürsten Saügnszlo und den, Grafen Bloomc, mcl' dcie ein Scpavatvotnm an; zum Berichterstatter dcr Majorität wurde Baron Lichlcnfcls gewählt. Die nächsten Sitzungen sind dcr Berathung dcS SchnlgcsctzeS gewidmet. Uusl'anö. PariS, 24. Februar. Die „France" vernimmt, dcr Kriegsminister habe die Militär'AcfrcinngStaxc für das Jahr 18(58 auf 25)00 Francs festgesetzt. Dasselbe Journal meldet in einen, Schreiben nuö Berlin, daß dic hannovcr'schc Paßangclcgcnhcit beendet sei. Preußen soll sich mit den Erklärungen dcö?Frcihcrrn v. Bcust iu dcr Ncichsraths-Delcgation zufricdcn erklärt haben. — In einem Schreiben aus Copenhagen erwähnt die „France" daS Gerücht, Preußen habe von Dänemark die Abtretung einer bedeutenden baltischen Insel als formelle Vedingnng für die Wiederabtretung dcS dänischen Theiles von Schleswig, verlang; die diesfalls eingeleiteten Verhandlungen sollen geringe Aufsichten auf Erfolg darbieten. ^- Die „France" sagt, die rumänische Negierung soll Lantacnzcno nach Petersburg gesendet haben, um die Zustimmnug Rußlands zu dem Projecte zu verlangen, dic unbedingte Ilnabhängiglcit Rumäniens zn proclaini» rcn. Die Proclamation soll am l !. Mai erfolgen. Die „France" will aber glauben, daß diese Nachricht nnbc» gründet sei. — Dcr „Coiü'lilutionucl" hält sciuc R'ach-richten über die Umtriebe in den Douau'Läudcrn auf» recht, nnd fügt h nzu, daß er nicht das Verlangen habe, dic Regierungen von 3cußland, Rumänien und selbst Serdicn dabei in Fragc ^l briugeu, daß er absr die Wahrheit nicht cnlslclimlasscn lönnc. Hagcsueni ^Kelten. — Ihre Ma^stal dic .Naisni'i .ssaiolina Augusta ge> nchlcn auch in diescm Johlt rem Vluscum Kaioliunm . Au. gusleum in Salzburg ^00 fl. allergnadigst zu spruden. — Mit Genehmigung Sr. Elcelleoz des Hrrru Min» stci« des Inne,u h^,t Se. Lreellenz der abll-clende Herr SlaUhaltcr von Tirol Niller v. Toggenburg die Lnlung del Statibalttlei dem Herrn k. t. Hof»alh>! Alfo»3 v. Klinlow-strüm übergeben. — (Das Programm zur Erbauung c i u c e Nathhauseö in Wien) ist soeben aulgegeben worden. Die Vauseclion ladet alle Fachmänner ein, sich an dir Mi!< b,'wttbl>»g zu bctheiligsN, und sichelt dic »achslehenden Ho-u^raie als Preise den Velsasscru je>n>r Pivjscle zu. welche daö Schiedsgericht als die g«lnng»'»slcu lir^ichücn »üd alü dem Prog,c,mm- und ven Vedingunaen voNstäiil'lg'odsr doch möglichst rullprechend, sowie in llcknischcr nnd lnnstlerischet Richtung als zuc AnViührumz i>anz oder n»t',r nichl schr wesentlichen Mo^ificalione» gerigntt erlenne» wiid, und zwar: 4 Preise n -1000 fl. 0. W,, >1 P,fis^ g ^000 sl. 0. W., ^ Preise -, 1000 fl, ö. W. — (Dcr V^su?.) S.it d.n, 17, d. M. hat die vullanische Thäliglcil im Erupu'onsleg.l wicver zugenommen. Tal! dumpfe, donnrrahnliche G,töse wird osler gebort und Lavastücke und NauHs.'iulen werben mit gibbcrcr Gewall an^' g,stoßen. Man fürchte!, daß b^'ld neu,', flattere LavaergNsse ecsolgeu weiden. ,H ocale s. — (M ! l! t li r vc r i! >i d e r i! n g e n.) Ob rlitutena»!-A»d!ll?r Theodor Ä e cl vom Iiliai'tt'til'-Necu'mente Graf Hnvü Nr, 79 wnlde zum DragonenNegimente Wilhelm Herzog von Viaunschwn^ Nr. 7 , Ob,iliuUenciul-Andilor Hngo Maja-' rossy vom G>nn>sm>5'AlUi!orwlf zu Dlbteczin znm Infan-terie-Negimtttte Gwf Huyn N,. ?0 ndiiseijt. — (Für den u o m H r r u I i » a n z d i r e < l o »' v, Ielsendrn >in b. a d s i ch l i g t e n I <> o a l i d e » s o » d) aus dem Nciinltra^ der von ihm herauk^.benc» „slali>li< cb°n Taillen üd«l di,- d'x^lcn Slcueni iu Klain" habcu l.läl.reund «uz G.oz stn 1 ^.mpl,, 180 fl — (.en-furtc.stvabo, besonders vom Lmok'schc.. Hause anqesange,, bis zur vl0lestantn,chen Kirche, z>. sl.li,,. Wahrend sonst überall die Paj>igc lolhl'rei war, si»d hu'i di, Sch„e.lrustt» noch nickl blseitigl, haden sich jülmliche Wasjeilümpel gcbil' dtt und ist daö Troltoir (^) vollkommen aufgewcichl. ^s< denn eine Verbesserung dcr fo bclcliteu Pass,i^> nichl do.lba^ ? — (Der Thicrbaudigcr H err Lud. L »ccbi ^ldvinent,) welcher durch scinc eigenthümlicht Ätelhode und die Kühnheit, mil welcher cr sich millln unlrr die wilden Chicle begibt und ihre Inslincte durch da? Mitnehmen von Hunde», Cchascn und Pferden in dln ^asig hcran^sordcrl, ^"iUMhlil erlang Hal. wild dcmnächfl auZ Trieft, wo c! ^>ch groben Zuspruches ersrcnt, hier linltesj.» und linigl ^orstcllungcn ueranslaltin. -^ (Ein sehr e r s > e u li ch c u A > l d von den ^tthcilcu der Concurreuz) lilseU uns hier dic ^»°t^.iaphi> Die Zahl unserer Pl,'o!o.paph,>, Hal sich uich, ^ veirnthlt, sondern tilsclde hat auch benili den Prci< erheblich gedrückt. Der Photograph Funlel hat z. B. ven Preis eines Dichcoo phologsap^ichel ölddrücke aus 3 fl. herabgesetzt. -n oora/stern Abeud« im Cilnluica-saale abgehalleuc», lion virl Veislandiuß, und wir lounen es nur zcitgemah sindcn, die llciuen Slaal^buigcr in m'ssrel lonslitulionellen Zeit l'nh an die Oessentlichtäl ,u gewöhne''. Dai Iustiiut lieferte auch bei dem jüngst abglichlosslnen Cnise die basten Lehnesullale. Die Lchrcr g.bcn sich ihnm Ceruse mil Eiser und Vilbe hin und die Zöglinge machen bei einiger Verwen, dung die blslen FoilschliKc. U^i der umsichtigen Leilui'g des InsliiuliK durch den sich jcit Jahr-.» dein Elzichnn^» sachc widmende» Herrn Walbherr dürf.u wir dac-stlbr allen Mlcrn und Volmündcrn aufs b,ste innsthlci,. — ( Z li r Stalistil der 5l i u d e i> m o , d e iu Krai») bililcll sich eine psychologisch wie juridisch wickligr Abhandlung vom Herrn Pll)s. Dr. Äluis V^lci'la, welche soeben im S>para!abdrucke c>us der „Z ilschrisl >ür gerichl' lichc Medinu" i'^ S,ilen sicnt in li. eischicnen isl. Wir waren jchon vor lang^er Ziil iu dcr Lage, «iiun Theil dilscr iülcressanllil Albeit m,!zuth.ilsn und bei'üften dieie» Anlast, um Fr.uude der Nisjenschast a,»f tles.lbe, „achoem sie nunmehr vollständig vollic^l, ausmcrlsam zu Müchf,,. — (Der Theaterbesuch) ourslc mil dcr beginnenden Fastenzeit mxu lcbhasleren Zlusschwung nehmen. Dcu Rligen der NovilällU eiöff».» heule die „Lujligcu Weiber von Windsor" mil dem Äasjisli» Hl-sl» .ll u n z voni land-schasU'ch'U Theater iu Groz als c,s>. D c e r ' >< „T>,!oial/' u»d A u b c , '^ „Gc,ll„c,chl" zu süvaUc». — sVe » esice. Nnzei g c.) .sl'onrmcndca Samslag, 2'^. o. M,. findet das Venice de^ or>disns!pollr b,ft^» Lustjpi.le brH blühen Venedig und di^ Oprrelte „D<" P^.-sional" oon Supp.^ ,^,che vergangenes Jahr hier blso!,drls Glüct machie. Wjr iweif^ln nicht, datz da5 Publicum dic schatzensw<>rthen LnNung.n der Venrfmanlm dU!ch zabll'ichlU Äisuch lohneu wild. — (Der Istriauer L c. n d c ö a u «s ck » ß) hat sich au d.n Tuest.r mit dcm E>suchen gewendel, im gemeinsamen Ei»vcsn>hmcn Verhandlung"! mit H.rn, Dr. P^ K a nd I e r auzul,'üpf.n zum Zwecke der HerausM'c eioer Ocschichl.^ «.ieier biiden Schwesteipcouiiizkn, so wi,> der L.muülung car» aus b zügüch.r Maleiiali.n, über wdche Angilegluh,,» dann bsil'eu Landla^ci, concritc Änlräge, voig^l^l weiden illllco. - Di'se Nachlichl ist u»H nicht »ur teiha.b run Inlrrisj,', weil unslic Landis^jchichle ».'il^ch mit d5r von Isllicu ui-o Gürz zusammensang!, ji)'»dern auch w.il sic in nns dl» Gc danieu anirg!, ob i'ichl 1'lehnlichiö auch in »,!>,!. Februar. Dass Ministerinn, wird nach dcr Wiederaufnahme dcr Sitzuua.cn des Reichs, rathcs von Vctztcrcm die Gewährung cincr Summe von 25)0.000 fl. znr Milder u ng dc r N ot h i n G ali. zicn verlangen. Pest, 25). Fcbruar. Wie der ..Pestcr ^loyd" mcl-del, wcrdcn fäinmtlichc Mitglieder der israelitischen Con-sercuz Donncrolag Millagö vou Sr. Majestät dcm Kai' ser >u (»!,,.,l<^ cmpfaugcn werden. — Dcr „(5sli ^aft" schreibt: In Oroßwardcin organisirt sich ein Dcal-(5lub, waö bci dein oppositionellen Geist dcö Bihnrcr Lomita-tcs un, so crfrclilichcr ist. Wie auswärtigen Blättern aus Wien tclcgraphirt wird, crllärtc sich die Pforte, gegen einen ausdrücklicheli Ancricunuugöact ihrcr Oberlchnshcrrlichkcit über Monte» negro von Seite des letzteren, zur Abtretung eines bedeutenden LandeSstrichcS dcr Herzegowina an dcn Für» sten von Äiontcncgro bereit. Berlin, 25). Februar. Es heißt, die Berufung des Zollpurlamenls erfolge zwei Wochen nach der Bc> rufung des Zollbundebrathes (16. Niärz). — Iu der morgigen Sitzuug dcS Abgeordnetenhauses steht eine In< lcrpcllation ilardorffs bevor, dahin lautend, ob die Regierung nach den Vorgängen in Hictzing und in Anbe« tracht der Bildung einer hannovcrschcn Legion ocu Abfindung,?vertrllg perfect lassen wolle. Mitglieder aller Fractioncn haben die Interpellation mitunlcrzcichnet. — Dcr Ausschnßautrag dcs deutschen Haudclstagcs genehmigte die Pclition SybelS an dcn Bundeskanzler und dic süddeutschen Rcgicrnngen, betreffend die Erweiterung dcr Kompetenz dec< HollparlamcntS. — Die „Nordd. Ällg. Ztg." schreibt: Die Vorarbeiten für daö Zollpar-lament slnd voraussichtlich binnen 14 Tagen beendigt, so daß dem Zusammcutrittc dco Parlaments für Mitte Mär; uichls entgegensteht. Bon den noch ausstthcnden Wahlen in Württemberg nnd Hessen wird die Eröffnung de5 Parlamente schwerlich abhängig gemacht werden, so daß dieselbe für Mille März kaum mchr zweifelhaft ist. Sophie Schröder, einst Deutschlands gefeiertste Tragödin, ist vorgcstcru Morgens h Uhr in München im l»2. Lcbcnsjal'rc verschieden. London, 25>. Fcbruar. Graf Derby hat seine Resignation gegeben, welche von dcr Königin, angenommen wurde. London, 2<>. Fcbruar. Im UutcrhauS und Oberhaus erfolgte dic Ankündigung von Derby's Nc^ signntion.'Disraeli ist mit Bildung des neuen CabinclS belrant. Kopenhagen, 25. Februar. Die „Berlingslc Tidcndc" incldct: Herr u. Quaadc überreichte seine Crc» ditivc al^ Vertreter Dänemarks bci dcm Norddeutschen Bundc. Ans H o n sta n t in opcl isl dcr „Drb." unterm 24. d. M. folgendes für dic Lage der Dinge im Orient höchst bczcichncudc Telegramm zugegangen: „Omer Pascha ist in Folge ausdrüctlicheu Befehls des Sultane, seine Abreise zu beschleunigen, als Hüchstcommandirender dcS Donauheercö uach iltustschul abgcgangcn. Die Trnppei, im Donau-Vilayet wcrdcn ansrhulich vermehrt. — Aal» Pascha trifft an, kommenden Freitag von Canca hier ein." Tellstrafthischc Wechselcourse. ol!N> 'p!-ic. ü'i'!-:c!l">icn:s<» 5»8.^(>. — ^.ft?rc. Mctlllliquts mi! Mai- nnd "/lN'rml'cr.Ziüje» 5'l>.^>. — :>plrc. !1t^t!ll!ic,I iNnlrhrl! 00 !'/).. I8tt<)si ^tulllSkili^c!, «ü - cdit^Ii>'N Il'1.20. — i,'c>!U^>> 11 Tbentcr. Hente D o n n <> r e ! a ff : Die lustige» IUciber vo» ^i»dsor. Koinische ^^er ,„ ,'! Allrn vo» viic°>c>>. l, >. 5, ,8 « , - « „ ^« , " ! <: ll.'Mg."3Z9,'i»^^(>.^ windstill hall?l»tl,sc Ü0 2 „ N. 8^«,:,» > 9.7 W. schwach hetti-r 0.«. '0„ Äi,. 3^.5»! , i 2.8 W, schwach , stcruruhell Tchoüü Witlnnnss anhauend. Mi,dcr slnniigrr Nachmitlag. Schöni>« Mnidrott,, Da? Ta^emiiicl der Nllrinc um A, ' über dein Normal. Kaudel und ^ol'kswirthschastl'iches. Dir ^MllksM'n-Ml'l'simn lü ^l,tl die twbci lllusuu:lllll'i>l)l.'!l ^',on«nsjlsit'isi^ll!lqeil der > ^i'c'sMlllMfsiljer. ! ^'oln ^nlnmclrau) <3. Otto ^u W'lucgg. (Tchlnß.) Hicr ,nöchtc sich die Erorternng der ferneren Frage anschließen: in wie feruc ist auf die Nntznngsrechle des verpflichteten (iigcnlhnmcrS Rücksicht zu nehmen, und hat dicS noch zn grschchcn, wcni, im ersten Urtheil nicht darüber crlannt ist? OcstcrS wird im crsicu Urtheil schon darüber ersannt, wcnn solche Ncchtc schon von vornherein geltend gemacht wordcn sind. Ist solchcö abcr nicht geschehen, so isl lciu Grnnd vorhanden, solche Rcchle als auSge-schlosscn rctrachtrn zu können, cs müßten denn dic Prä-tcndcntcn anSschlicßiiche )lntzungörcchtc geltend gemacht haben nnd dicsc zncrlannt wordcn sein. Da nur znr Anmcldnng von Scrvitutcn Provocntioncn erfolgen, fo ist dcr Eigenthümer nicht veranlaßt, von vornhrrcin sein Milbcnnl.n!NgSrecht gcltcnd zu machen, zumal die« schon im EiglnlhumSrcchl begründet ist. sowic in dcu ß8 5>^ und 5)07. dc? a. b. G. ausdrücklich anerlaunt >st. l^« !fraqt sich daher nur: müssen die "utzm'g-rkch.e dc« ^!3igen>hiu...rsa>ich alsdann in Rücksicht lomm'^ des .crpst.chtttcn ^ 't 'M .c^l.u^mäßigcr Abzug c.N2 ^cn!hi2r^!'M.^uhungsrccht z« und hat cr jol- 360 ches bisher ausgeübt, so würde er offenbar bc»achthciligt, wenn sein Nutzungsrecht bei der vcrhältnißmäßigcn Per« thcilung des Crtrage^ des pflichtigct. Objectes nicht be> rückfichtigct werden sollte. -Auf der anderen Seite können die Berechtigten die Vergütung nicht für ein grö' ßercö Recht «erlangen, al« ihnen bisher zustand, sie lialtcn nur ein NutznngSrecht bcfchränkt dnrch das Mit« bcnuhungsrccht des Eigenthümer«, folglich können sie anch nnr eine Vergütung für ihr Nutzungsrecht beschränkt durch die dem Eigenthümer zufallende Quote in Anspruch nehmen. Nur das Verhältniß aufzufinden, nach welchem dem Eigenthümer feine Quote zugerechnet würde, tonnte etwa zweifelhaft erscheinen. Nenn man aber dieses Vcr» ljältniß nach denselben Factorcn annimmt, nach welchen die Gcnußthcilc der Vcrvitutbercchtiglcn gegeneinander ermittelt werden, so möchte wohl dicS das Richtige scin. Nach Ermittlung der üntschädignngsbelrägc haben die Efpcrtcn auch das Acauivalcnt in Grund und Boden zu ermitteln, wenn hierin solche entweder unter Einwil» ligung des Verpflichteten, oder gegen dessen Willcn zu leisten ist. Den letzteren Fall nehmen die Experten ge» wohnlich dann an, wenn die Berechtigten nicht so viel eigenen Wald haben, um aus solchem dic ermittelten Bedürfnisse befriedigen zn können. Es ist dies abcr gewiß nicht den Bestimmungen des Patents entsprechend. Das Ablösungspatcnt bestimmt Regnlirnng oder Ablösung der E^rvitutcn, und indem im tz 5 gesagt ist, die Ablösung findet nnr dann ganz oder theilwcifc statt, !,») wenn und iusowcit durch Ablösung oder die ölrt derselben der übliäic Hauswirthschaftobctricb des bench« tigtcn oder verpflichteten Gn!ö nicht auf eine unersetzliche Weise gefährdet werde, so ist Ncgulirung vorangestellt. Sodann wird im F 14 die Art ocr Ablösung bestimmt, und zwar .^ durch Zahlung des Ablösung«, capitals ll. durch Abtretung von Grund und Boden, und zwar dics auch gegen den Willen dcs Verpflichteten ->) im Falle dcs § 21 (also wenn das verpflichtete Ot'jctt nil' zureichend ist), !i) im Falle der Nichtbezahlung dcs Ab-löfungScaftitals binnen der festgesetzten Frist (in diesem Falle aber nur dann), wenn nicht die Bestimmung des tz 5) ü entgegensteht (also wenn nicht die Hauswirt!)» schaft des berechtigten Guts durch die Ablösung gcfähr» det wird). Diese Bestimmungen werden jetzt dahin interpre« tirt, daß die Verpflichteten stets in Grund und Boden abzulösen haben, sobald die Berechtigten nicht so viel Grund und Boden haben, um aus solchem ihre Bedürf» msse befriedigen zn können. Es wird also ein Sinn unterstellt, welcher nicht in jenen Worten ausgesprochen ist, es wird sogar ohne weitere Untersuchung der Vcr» hältnissc augenouimen, daß eine Gefährdung der Haus« wirthschaft stet« vorhanden fei, sobald die Bedürfnisse nicht aus eigenem Grund und Boden befriedigt werden können. Welche Gefährdung hierdurch für die Verpflichteten herbeigeführt wird, springt alsdann sehr in die Augen, wenn die Taxation des abzugebenden Grund und Bo-dcns in Rücksicht kommt, denn da dess.'n Werth nach seiner nachhattigcn Ertragsfähigkeit, also nach dem Mittel ! des gegenwärtigen und künftigen davon zu erwartenden! durchschnittlichen Naturalcrtragcs, wie der tz 25 des Pa> tcutes bestimmt, festgesetzt werden soll, so wird bei Wald > auf dessen hcrangcwachscncn Bestand niemals Rücksicht! genommen. Die Bestimmung des Patcnlcs im F 28 mns; e»t« sprechend erscheinen, weil in dem Falle, wenn die Ent-schä'diguug in Grund und Boden platzgrcifend erscheint, l also in einem Immobile, auch nicht ein Th.-il ocrscll'cu ' in einem Mobile, als welches das im Walde stehende! Holz augcscheu werden müßte, geleistet werde» soll und ' der Berechtigte würde in seinem Anspruch auf Grund! und Boden verkürzt werden, wenn er dicscn um so viel -wcnigcr crhalttn sollte, als der veräußcrlichc Holzwcrth beträgt. Auf der anderen Scitc taun aber auch dem Verpflichteten nicht zugcmnthet werden, einen Wald her»! zugelien, ohne daß auf seinen Bcsiaud Rücksicht nenom- ^ mcn ist. Ein Wald trägt nicht jährlich ciue Nentc wie' ein Acker oder eine Wiese. Zinsen von Grund und ^ Boden, die Eultur» und Acaufsichtignngskostcn, Steuern ' u. s. w. häufen sich in Anssicht auf den Ertrag an, welchen der Wald erst mit seiner Haubarkcit liefert. Dicscn in Aussicht habenden Ertrag, die Verwendungen und Entbehrungen auS so langer Zeit werocn aber auf einmal dem Verpflichteten entzogen, wenn er den Wald nur unter einer Schätzung deSjcnigcu ablasscu sott, was auf Gruud und Boden jährlich zuwächst. Entsprechend muß es dahcr gewiß erscheinen, daß die Experten nur ein solches Object als Acquivalent wählen, welches noch keinen Werth an herangewachsenem Holze hat. Es ist nicht nöthig, daß dieses Object gerade auS einem verpflichteten Object gewählt werde, da dicS im Patent nirgends gesagt ist. Werden die Waldungen ohne Rücksicht auf ihren Holzbcstand zu Acquivalcutc» bestimmt und taxirt, wer» den auch die Nutzungsrechte zu hoch taxirt, dann muß freilich der Verpflichtete cs vorziehen, anstatt der Ablösung nnr dic Rcgulirung zu wühlen. Die Ablösung wird als ciu so großer Vortheil sür den Verpflichteten angesehen, daß deshalb cinc Bcgünsli. guug der Berechtigten für gerechtfertigt gehalten wird. Aber eS ist doch eine Rechtsnugleichhcit zu nennen, den durch die Ablösung dcn Großgrundbesitzern in Aussicht gcstclltcu Vortheil wicdcr cntzichen zn wollen, ja durch übertriebene Abschätzungen mchr aiö entziehen zu wollen, während mau den Kleingrundbesitzern den durch Ablö» sung der Zehnten u. s. w. gewährten Vortheil nicht nur ungeschmälert gelassen, ja ihnen sogar durch die früher erwähnten Begünstigungen auf Kosten der Großgrundbesitzer mchr als die Hälfte ihrer Verpflichtungen gc< schenkt hat. Uebrigcus haben inauchc Ablösungen nicht einen erheblichen Vortheil sür dcn Eigenthümer, denn gewöhnlich bcslchcn Aeholzungsrechle :mr iu der Gewinnung von Holz geringerer Qualität, welches doch sür ihn nicht verkäuflich wäre, durch Wcidcrahtc wird die Waldcultur nicht ausgeschlossen, da der Eigenthümer wenigsten« ^ beziehungsweise '/, dcs Pflichtige» Waldes in Hege legen und dadurch der Weidc unzugänglich machen tan» und durch das Recht der Vaubgcwiunung wird alsdann der Wald nicht schr beeinträchtigt, wcun dic Äcsliinmnug dcs Forstgesetzes, daß Bodcuslrcu nur alle ^ Jahre auf derselben Stelle und iu Verjährungs- und ^urchfur» stllligoschlägcn durchaus nicht gewonnen werden darf, ge» handhabt wird. Wcnn dahcr dicsc Servituten dcn Wald« eigcnthümcr so wenig bcnachtheiligc», daß cinc Ablösuug gegen dc» wahren Werth derselben »och als ein Opfer von seiner Seite erscheinen kam», so möchte ei» d»rch die Ablösung entstehender Vortheil, um deshalb die Be» rcchtigten zu begünstigen, doch nur für die fcruc Zukunft erblickt werde» können, wenn »ach Aufwendung von Eul» turkosten die jetzt dcvaslntc» Pflichtigen Waldmigcn i» Ertrag gebracht si»d. Alsdann wird udcr auch das besser cultivirtc'Eigcnthum mit höhcren Steuern belastet werden, insbesondere aber werden wicdcr Bcciinrächlig'.ingcn von Scitcn dcr jctzigcn Berechtigten z» fürchten sein, welche nach Devastation dcr Waldthcilc, wclchc ih»c» jetzt zugc« theilt wcrdeu, wilder da N»tz»»clc» such.» wcrdc», wo sie früher solche mit so gutem Erfolg gesucht »no erlangt habc». Hicrvo» abzuschrecken sind die äußerst gelinden Blstrafungcn dcr Waldfrevel i» dc» scltenen Fällc» dcs Ertappc»s gewiß nicht geeignet, znmal a»ch dercil Ver« fola»»g durch daS iu neuerer Zeit erfolgte Gcsctz übcr das Hausrccht schr erschwert ist. Bci eiucr Ablösung tritt ein Nachtheil für dcn Ver-pflichteten auch dadurch hervor, daß an dcm a» fich schon <,ll;»gcringtaxirtc»Aeq»ioalcnt »oh das 20fache dcr jähr« lichen Steuern »»d Abgaben, ja sogar der bloö zeitlichen Zuschläge in Abzug gcbracht wird. Ein Stc»crabzug ließe sich nnr da»» rechtfertigen, M»» a»gc»u:»mcn wer» dc» tö»nle, daß der jetzige Zustand dcr Bcncucrung stets hinfort bcstthcn blicbc. Da cs aber Princip cincr gerechten Besteuerung ist, daß ein Object nur »ach dem rmicn Nutzcn welchen cs gewährt, zur Bestencrnng gezogen wird. dicscr N»tzc» adcr zwischen dcm Eigcnlhü. i»cr u»d Scrvit»tberechtigt^!! gclhcilt wird, so werden scho» lange in dcn Staaten wclche cm richtiges Steucr< Princip verfolgen, die vo» dein belasteten Object zn entrichtenden Steuern zwischcn dcm Eigenthümer n»d Scr- uilutbcrechtigtc» nach Verhältniß der Nutzung rcpartirt nnd cs ist sicheilich auch i,n österreichischen ssaiserstaatc cinc solche Stcucrrcpartition bald zu erwarte». Gibt doch der jetzt bei dcr Herrschaft Zobclsbcrg hcrangewach-scue so bedeutende Etcuerrückstaud dc» Beweis, wohin cinc principiell nngercchte Stcucrbclaslung führt. Diese Herrschaft liefert zugleich dcn Beweis, daß ein Besitz ohne Rente und bci dcr Verbindlichkeit, die stctö mehr anwachsenden Steuer» zu zahlen, keinen Vortheil gewährt und es laßt sich dahcr das Prognostikon stellen, daß die Waldungen wclchc durch die Ablösungen zum Ruiu des in solchen hauptsächlich bestehenden GroßgruudbcsitzcS diesem jetzt übermäßig entzogen uud dcn KIciugrundbcsitzcrn zugetheilt wcrdcn und bei welchen i» ihrer Zerstückelung a» cinc rationelle Forstcultur nicht mchr gedacht werde» tan», nach gewiß bald eingetretener Dcvastirung keine» bleibende» Vortheil für dic Begünstigte» gewähre» werde», uud daß dcr jetzt schou traurige Anblick dcr dcvastirtc» Waldungen ttrains iu naher Zukunft uoch ein tranrigerer seil wcrdc. Suczcanal. Von Woche ,u Woche laufcu, so schreibt die „Tl. Ztg.," aMsligerc Vcrichte Ober dm Fortgang dcr Aldcill'ii ,ui, Sli^ccmal cm. (5ö ist besaiült, das, die Ortschaft dcs Hiicz-l'cnials schon sei! lingefähr Inhn'ssjrisl dcn Trcmdpott uoi, Waarc» und Passa^inci, uou lincln Mci'rl ^ili, axdnil ucrnnltrll. Vnq^ land, N'clchc,? sich dein Ilittcvurhiin'N sc> fciildscli^ zciytc, wild zurrst in dcr ^'age sci», u^n dcniscldcn Voilheil 511 ziehen, wenn nuch dic Besiildcriiiiss noch inanchcü z» ivünschen llbrizi läzt. Vcach-teiii«wnlh ii, dieser Bczichilüy erscheint uns ein Schr ibcn, welche der Leilcr d^z V,u,sö kineö Spitlil^ siir Engliniter in Suez cn> den UiXernehnier de5 Baue.', ^ir. I. Kirl in W^ülwich. ^'< lichlct >ic,t. D.eser halle ersicrcnl auf dein Canalwec;e 1!>.0<»<» >>ulli überniiltell. „Die Waaren nnd dic Malcrinüen de/„B>ondc." schrobt inin dcr Keiler dei« Spilallicin^-i Herr Emislable, nuirde,, in Pc>rl Haid «Nlöqcladel! niid der ElU!aIg,i>llschaft z illl Tran<>-purt üblr^elie!!. ?lllc I^acir.'n nud Viateriallen laine, Uül!;l1I)liss üud im bcsle,, Zlisland in E»-z a„. Auch nicht sin C,>llo fehlle." ^>ir diirfcl, cö lnilhin a!i< c^ewiß annchinc,!, d^s; d'r lmi>ischc Handel seine N'ahrcn I,,lensse!i zn sürderi, wisftn wird.' Die !V,!a.ef!l!)rtc Thatsache ist tin glänzender Beweis si!r die gedeihliche (Hnlwietüuis, dc« Nülernchmenö, die Schiffahrt der lenzen Welt h.irrt inil Hpa,i,i>i,isi a:,f die lH>offu,insj deö Canals', die in i.>0 Mcüialen erfl,,, Februar. Die Durchschnitt? - Preise slellleü sich auf dein henli,^» Marltc, ivie solqt: Mtl.. Mgz.. , Mll.< Mg»?'' fl. !r, st. ll. ft. Ir. ft. ll. Weizm pr, M^en «<»)'— - Butter pr. Pfund - 3« — — !loru „ 4^,'----- Eier pr, Vlilcl __i, .. ^- irrste „ 3W------- Milch pr. Masj .-N) ^ — Ha^l'r „ 2----------- Nmdfle.sch pv. Psd. -21—- Haüq'rncht „ — — - — Kalbflnsch „ —^'4 ~. .,. Hfidcn „ :l<^0------- Schmeincfleisch „ . <^) _ _» Hirse ,. .'j!i0------ Schöpsenfleisch,, —^9—... Kutlirütz '„ ---------- Hähudel pr. Slllet — 5»" - j — Erdäpfel „ 180------ Tauben „ -,.')._»- ^'ii'scn „ -!l ^0!------- Heu pr. ZeuliKr — ft0 - ^rbs.'n „ ';5)<>_— Stro'.) „ —70 -! — ^'splei! ., <;->------- Holz,hart..pr,Klst. ------ 8 — ,M!!d.'sch!!!^ Psd, -'' " >'l Milch pr Maß . - 10 >V"?"' ^ " ^ - Rindfleisch pr, Pfd. - ! 22 H'UdN'ncht ,. 5 .^ 5ia,bsleisch ,. - Ul H"den „ .'j 2», Tchweiuefleisch . - N) Vl'se „ 2 5»l'. Schöpsenfleisch ,. — , .- Kulünih .„ :; W Hähudel pr. Stück — 30 Erdäpfel „ — - Tande» ,. - ' ^ linsen pr. Mas; 4 41 H^z ^. Ceulncr . 1 40 Erbsen „ 4 80 Ltroh „ . , _ ^solni 4 50 Holz, hartes, pr. Klst. l; - Nind^chinal-, v'.. P,d, - 40 — weichet«, „ -,.- Schweineschmalz „ 85 Weiu.r,'lher, pr, Eimer Ü - Cpect. fllsch, „ -- ^ 30 — weißer „ 5 — Speck, geräuchert, Pfd. -^ — ! Vc.->i!lt!,'l>n?i,1isr Ncdacteur: Iqna, v. Kleinmovr RltfslMlwrislit ''^»e>', -'''- l>cbruar Ä»f dcr gangen ^inic dc^ Cffcclcllinarllcs mach!.'» sich an der h'iilig^i Bi,nsc Elholnügen geltend, welche dic a,esl!!>!i Nückgüuge ziemlich ausgleichen, s^' ^''"U^zMiz. Devisen uud Valuten stellten sich billiger, Geld flussig Gcschiist beschränkt. veffentlicke Schuld. k. dcs Slaatcs (fur 100 si) ^, Geld Waare In il. W. zu 5plll. sür 100 fl. 55,10 -)5 ^ In üstcrr, Währung stcuersr« ^,9 iX) 59 A, '. Steueraul. iu ö. W. v. I. I. 1!^4j:i l'piit. rüäzahlbar . ^,1,^5 .„ ^> '/, Sleileranleheu in üst. W. . 88.25 >>«..'.O Ollber-Auleheu von 1864 . . 7!!.i»0 74 .<>() Slldermil. 1805 (Frcs.) rilÄzahll,. in 3? I. ;il 5 p6t. für 100 fl. >C 5«) »,.-. «llt-Attl.lnit Iäu.c(loup. zu ü°/, W.80 «7- „ „ Apr.-Eoup. ^ 5 „ dm° Mi. Mai-C°np. „5^ d..40 5.50 Mt^rlos'v.'I.1^ . .'. 170^1^ « „ „ I860,, 1^0 „ !»^^ "<5 I I '.I 1864 „100« 84.W «4^0 °mau»n üperc. in Silber 106.^- 196.25 Geld Naave !. der Krouläuder ^siir 100 fl.) Gr.-Eull.-Oblig. lliederostcrrcich . zu 5"/„ 87.75 88 25 Oberosterreich . „ 5 „ 8?. 87.50 Salzburg .... .. 5 „ 87.50 88.5« Böhmen'......5 „ l'1.50 9> Ungarn.....,. 5 „ 70,75 71.25 Tcmescr-Bai'.at . . ,. 5 „ 70.— 71.25 Crnaüeu uud Slavonien „ 5„ «0.— 7l.— Galizicu .... « 5 „ 65.50 W.--Si^eubürgril ... ., 5 ,. ^6,2.'> !i0../> Buloviua .... „ 5 „ 65.50 ,^6,— Uug, m. d. P.-6, 1807 ,. 5 „ «8.7"i «'.-Telii.V,m.d.V.-E. 18«? „ 5 „ 67.75 68.— Actlc» !pr. Stncl), Natioualvaul (ohu? Dividende) 719.— 720.— K. Ferd.-Nordb, zu UX^fl. .. Kredit-Auslall ,u 200 fl. 0. N l!'1.70 191.80 N. ';.— L.-E.-G,zu 200^1.EM 0.50,)ßr. <<:5i)8" 25!, 90 Kais. Elis. Vahu zu 2eld Waare l2i!d St.-,l.-vc!,.n.z.-i.E.200fl. 176,20 I76>X> (3al. Kai I^'ud,-B, z. 2 fl. EM. 20','.— 2<,9.25 Äahm. Wcslbüyn zu ^00 fl. . 150.- 150 50 Ocst.Doll.-Dampi!ch,-(Äcs. ^^ ^ll)1.— 493.— Oestreich, ^oyd in Trieft ß ^ 1<;7.- 199.- Wien.Dampfm.-A.is,, 500sl.ü.W. 448.— 45)2.- Pester iieltei-dritcke . . . . 381.— 3> fl. '17.- ! 17 50 i?cN!bcrg Hzercrullwitzc'.' A'.ticn . I.^U.50 I8U.75 Pfandbriefe (silr 100 fl.) ^lllüonlll- ^ banl aus > verloöbar zu 5'/, ll^ 15» !„; -^ 6, M. j Natiunalb.aufü.W vcrloüb.5„ 9I.6N 91.80 Uug.Bod.-Cred.-Aust. zu 5'/, „ '.'1,50 92.-Mg. ost, Vudeu-Eredlt^'liistall ocrloc'bar zu 5"/^ in Süöer 1^0.— 101, . ^iose (pr. Slllcl.) Cred.-N.f.H,u.G.z.I00fl.il.W. 1^2 5» 133.- Dou.-Tmpssch.-G.,. 100fl,EM 93.^5 93 75 Stadlgem. Qsen „ 40 „ o. W 26 50 27.5'> Esterhcizy zu 40 fl. CM. 1^0.- >...— Salm „ 4,0 „ „ . !N.— 3'^ 50 Geld Waare P^fsU zu 40 fl, CM. ?5.75 26,25 Elavy .. 40..... 27 50 2^.50 St. Geuoiö „ 40 „ „ . 24.25 2l,75 Windischgräh „ 20 „ „ . I?.,"/) 1ft.50 . Waldstcin „ A) „ „ . !^I. - 2^.— ^eglcvich ,. 10 ,< „ , 15. - I''.50 Rudolf-Sliflung 10 „ ,. . 14 50 15.50 W c ch s e l. (3 Monate,) Augsdurij für 100 fl südd. TU. 96..')0 !15.75 Franlfurla.M 100 fl. dctlo 96.75 9/.--Hamburg, sür 100 Marl Banlo 8ii — 86.25 i.'ondou fllr 10 Pf. Slcrliug . N6 4<» 116.?^ Pari« sür 100 Frauls . .' . 46.:l'< 4