Nummer 52. peltau. den 24. December 1899. X. Iahrnang. «erscheint jeden F»onnrag. Preis für Peltau mit Zustellung ins Hau»: CkrtrTjÄljtifl fl. I.SO. halbjährig fl. L.<0, ganzjährig s! 4.8U, mit Postversendung im Anlande - vierteljährig fl I W ft.ifbiÄfcria fl. 2.80, ganzjährig fl. n.80. — «injclitc Wummern 10 h. " 1 ' ' * ' v B verwalt««, n«b «erlag: «. vl««k. H»«p,pl«tz «r. «. Handschriften werd«« nicht zurückgestellt, Ankündigungen billigst berechnet. — Beiträge sind erwünscht «nd wollen längsten« bis Freitag jeder Woche eingesandt werden. Zum Feste. Frostige Nebel braue» »m Bnjch und.Hag, siill ruht Mutter Erde unter der weißen Leichen-dicke n»d selbst dir Sonne. dir Quelle alles dichtes u»d Schönen, steht ferne abseits und ver-inag den Bann der Eistarrung nicht zu lösen. Tief drinnen im wohlbehütete» Hanse im trauten Fainilieuraume streckt un» das freundliche Zwerg-lein der germanisch,» Sage den grünen Zweig der Hoffnung entgegen und mahnt uns. wüthig zu sein, wenn Stürme des Leben» unser Herz bewegen und Mühsal un« bedruckt. Der flammende Baum, der mit zäher Wurzel den, kargen Fel» nnd Boden seine Lebens-krast entnahm und dessen Zweige frohgemnth zum Himmel ragen: sei» Licht soll uns Trost und Zuversicht, sei» freundliche» Grün trotz Winter-starre ei» Mahnen sein. Und dräut der Winter «och so sehr, es muß doch Frühling werdeu. Wie der Bater, der mitten im Weihnacht»-iubel der Seinen steht, still bewegt sich mit-freuend, sich nicht der Sorge eulschlagen kann, ob denn dieser in treuem heißem Bemühe» fest, gefügte Herd auch wohl den Nachkommen für nfle ört gewahr« bleiben wird, vb tart wvhtb?> rat heue Hau» auch seinen Enkeln erhalte» bleiben kann, ob in diesem Hause auch immer noch deul- j icher Geist und deutsche« Wort herrschen tverde, so mahnt u»S alle da» WeihnachtSsest. da uns der Segen gegenseitiger Liebe und trauter Haus-lichkeit umflmhet. trotz Wetternacht und Sturm- Der g'selchte Levy.*) Ich kann nichts dafür, das« der Man», dessen Abenteuer ich hier erzähle, Simon Uevy hieß. Er hätte ebenso gut Grünbrrger Mathias oder Raschauer Seppel heißen können; aber die Wahrheit geht mir über alle« und also hieß der Man» Simon Levy. war ein gebürtiger Ham-burger u»d ein Roishändler seine« Zeichen«, der mit seiner lebendige» Ware viel im Lande herum-reiste, alle Märkte aus hundert oder mehr Sinn-den besuchte, da« heißt, insoweit eben die große Nordsee »>cht» dawider hatte, und in allen Dörfern, wo immer ein guter Handel in Au«-ficht stand, zu finde» war. Daher war er auch überall bekannt und. weil er auf seinen Wanderungen allerlei Dinge kennen lernte und stet« bis znm Halse hinauf mit Neuigkeiten vollgestopft war. auch wohl gelitten, und wo immer er in eine W>rt«stube trat, da rückten die Bauer» zusammen und machten ihm Platz, begierig, etwas vom Weltlaufe zu erfahren. Das gieng so, bis in Hainburg vor etlichen Jahren die erschreckliche Cholera auSbrach und die Gesundheitsämter und Landräthe und Be-zirkShauptleute sich mit Leib und Seele dagegen wehrten, das« der unheimliche Gast, der i» Hain-bürg so furchtbar wüthete, seine Reise über ganz Deutschland antrete. Demgemäß flogen selbst in da« kleinste Dorf gedruckte Berordnungen, die vorschrieben, was man alles zu thun habe, »m den Feind von den *) «tu« Joses Wichnrr» kistlichem voll» buche »Nimm und lie»!". (vertag von Heinrich Kirsch in Wien) gebranS an eiiitu neuen Frühling des deutschen Volke» nicht z» verzweifeln und die Botschaft des grünen Baume« zn deute». Fest, wie die Tanne im angestammte» Erdreich wnrzelt, wollen wir unserem BolkSthnm in Wort und Lied, in Tracht nnd Sitte treu bleiben, ungebengt von Stürmen im Vertraue» auf den endlichen Sieg da« Haupt erhebe», auf das» anch ein dritte» Jahrtausend den Germanen gehöre. Und wie einst unsere germanischen Altvor-der» in ihrer Julnacht ans den schneeigen Plan hinauizl'gen, nni da» heilig Feuer neu ztr erzeugen, da» im Laufe deß Jahre» durch Irdische» unrein geworden, wie vom ansflaminende» Jnl-rade der Fenerbrand in die fernsten Winkel de» Gaues zum hänslichen Herde getragen wurde und dabei da» Gelübde der Treue erneut dein Haus, und dem Herrn, so verkünden am heutigen Abende die Millionen deutscher Christbäume den welterodernden Zug deutscher Ssunigkeit nnd den siegreichen Lauf eineS »rgcrmauischen Gebrauches. El liegt noch ein weiterer tiefer Sinn i» der altgermanischen Julseier. Mit mühsamer Ar-beit wurde da« wuchtige Rad auf festem Eichen-pfahllager gedreht, bis da» heißgewordene Ge-stecht «mfflvnmle, mit aSer Mtlhe wnrde fert Jahr hindurch der glimmende Julklotz bewacht und in Glut erhalten. Licht und Wärme im Haufe zu haben, war die gewissenhafte Sorge de» ganzen Stamme». So sei denn auch heute und allezeit da» deutsche Hau» die Stätte, wo da» Licht der deutschen Grenzen abzuhalten und wenn hie »nd da selbst ein Schulze, was das nämliche ist wie ein Bor-steher oder Bürgermeister, au» den mit etwa» gar zu viel Fremdwörtern gespickten Erlässen nicht völlig klug wurde, so wage ich nicht zu entscheiden, wer eigentlich daran die Schuld war, die gar zu gelehrten Doctoren oder die gar zu »»gelehrte Dorfobrigkeit. In eben dieser Zeit kam der Levy au» Hamburg seiner Geschäfte halber in ei» Dörflein im Harzgebirge und weil ihn der Magen daran erinnerte, er sei schon fünf Stunde« über Land gegangen, ohne einen Biffe» in die begehrliche Tiefe gesendet zu haben und weil ein blinkende» Wirt»hausschild a» der Straße gar so freundlich winkte, also trat er in die Gaststube nnd — ,Ach Herrje, der Levy au» Hamburg!" schrieen die anwesende» Bauer» entsetzt ans und fuhren, schreckensbleich im Gesichte, durch die ent-gegengesetzte Thüre ab, al» ob sich mitte» am hellichten Tage ein Gespenst habe blicken lassen. Also saß der Levy gan* allein in der Stube und nur die summenden Fliegen leisteten ihm Gesellschaft; denn diese dumnieu Thiere hatten eben keine Ahnung davon, das» ein Mann, der an» einer Eholeragegend kommt, voll »»sichtbarer und doch höchst gefährlicher Bakterien ist und demnach die Krankheit leicht auf andere über« tragen kann. Da» wußte» aber die Bauern nnd so waren sie abgekratzt, einmal um sich selber zu retten, sodann, um den Schulzeit von der dräuende» Ge-fahr verständige», auf das» er feine» Amtes walle. Geistetschiitzc und die warme Begeisterung»fähig-keit für die große gemeinsame Sache treu be-hütet und genährt wird! „Friede den Menschen auf Erden« verkünden heute die Weihnachtsglocke». Es ist ,,'n seltsamer Widerspruch in den Ereignissen des Jahre», das da »u» zur Rüste geht, das« nuten im tiefsten Afrika die »»« slainmverwandten Buren ihre zäh und treu erarbeitete neue Heimat ge,ie» ein e»g- und hartherziges jirämervolk veitheidigen müssen, da« im Gelddünkel die ganze Welt $>, Füßen liege-' sehen möchte, desselben Jahre», t» dem man sich in Haag mit möglichst ernsthafter Miene mit der Frage de» ewigen Friedens beschäftigt hat E» endigt mit dem Schauspiele, das« ein vom Militarismus unangekränkelte» Volk für die Freiheit seiner Schollt in hellster Begeisternng entflamm! und siegreich sei» Recht gegen die eng-lische Begehrlichkeit behauptet. ,Und aller Augen blitzen hell!" Wo der Gedanke der volklicheu Zusammen-geHörigkeit so kräftig in jeden, Herzen webt nnd lebt und die grnieinsanle Gefahr jeden Mann iingernfen iu die Kämpserreiheu drängt, wo jeder Einzelne mit Leib nnd Leben für den großen Gedanke» eintritt, da bringt den Sieg nicht allein die Moste, sondern noch mehr der Gedanke, der in allen lebt. Auf der eine» Seite der gedungene Söldling de« kleinherzigen englische» Pseffersackes, auf der andern der schlichte gerade Bitte, der seine mit Schweiß und Blut gedüngte neue Zu esse» aber und zu trinke» gab'» für Levy rein gar nicht«, er mochte noch so sehr mit seinem Taschenmesser an die halbgeleerten Gläser der geflohenen Bauern klopfen; der Wirt hatte eben noch keine Lnst, mit den in den «leidern des Hamburger» wohnenden Bacille» Bekannt-schast z» machen »>>d blieb also mitsanimt seiner Familie stocktaub. Als jedoch dem Levy die Geschichte nach-gerade zu dnmni wurde und er eben den Plan faßte, sich »ach einem minder ängstlichen Wirte umzusehen, da that sich die Thüre aus und in der Lichtung erschien der Schulze und der Ge-meindediener, beide mit dem Ernste der Lage an-gemessenen, außerordentlich feierliche» Mienen, der Diener außerdem noch trotz de« brennenden Sommertages mit gewaltigen Pelzhandschiihen, um de» Levy, so er etwa auSzukneise» nnd die Krankheit im Dorfe abzuschütteln willen« wäre, ohue eigene Gefährdung zn ergreifen. .Simon Levy ans Hamburg-, sprach der Herr der Gemeinde, «folge» Sie mir mal in» Spritzenhans zur Desinfection — bleiben Sie mal aber jchö» sechs Schritte hinter mir — verstaube«!" Der Levy glaubte nun wohl zu verstehe», wa» der Schulze mit ihn, vorhaben mochte! aber die Aussicht, mit der großen Feuerspritze gründlich desinficiert zn werden, >var für ihn. zumal er sich nicht allzu oft zu waschen pflegte, so wenig verlockend, dass er e» nicht unterlassen konnte, den wackeren Mann darauf aufmerksam zn machen, dass bei der eigenartigen Natur der Bastenen ein folcher Borgang rein für die Katz sei, eben Heimat mit aller Hingabc seine« Herze»« ver-theidigt. O Halle,! auch wir Deutsciie in Oesterreich lieber weniger ganze al« so viel halbe Deutsche, dir nur gedungen den Tros» vermehre» und dessen entschiedene Beioegungen durch Matt-Herzigkeit erschweren, ei stünde besser um unseren Einfluß im Reiche! Lieber eine muthige her/haste kleine Schur, al« sv viel Marodeure, denen mehr an der teilte als an dem Sieg gelegen ist. Da« WeihnachtSsest bringt den im Reich«, rathe .vertretenen" Ländern eine Bescherung, ohne dieselben damit wider sonderlich 41, über-ralche», noch durchweg« zn erfreuen. Nach den Feiertagen weiden neue Männer die gepolsterten Ministe,sessel einnehmen, auf denen efl sich im Zeitalter de« bekannte» Paragraphen zwar bequem, aber nicht lauge sitz«» lässt. Gras E 1 ary ist durch drei Monate al« Parlamentär mit der weif;c» Binde so lauge wirksam gewesen, bi« er wenigstens da» Nothwendigste unter Dach ge-bracht hatte, wählend ganz- Linie» deutscher Truppe» verdutzt „Gewehr bei Fuß" standen ni;d aufs Feuern vergaßen nnd aus dein Tschechen-lager gut vertheilte« Plänklerfeuer knalle, te. In der Krastprvbc zwischen dem „a>iSgl,ichS"lüsternkit ungarische» und dem österreichisch?» Ministerpräsident, n hat geradezu selbstverständlich der österreichische nachgebe» müssen. Die Wünsche Ungar»« müsse» erfüllt werde» und sei e« mit H'lfe des g 14. Gras Clary war Eavalier genug, sein Versprechen zn halten, für seine Person von der Anwendung des berüchtigten ..Roth. stand«"paragraphe>, absehe» zu wollen. Er geht. Seine Nachfolger brauche« sich an ein Be» sprechen ihre« Vorgänger« nicht zu binden. Für unsere engeren Pettaner Verhältnisse hätten wir einen ganz besondere» Weihnacht«» wiinsch, Bei der vethältnismüßig erklecklich großen Anzahl von Vereine» bei iin«, deren Borstände sich eine« leidliche» Wohlbefinde»« erfreuen, fehlt un« eigentlich »och immer ein Verein, der sich mit mehr Temperament und regerer allgemeiner Betheiligung der Besprechung politischer Frage» widnleie. Bisher besitzen wir zwar in unserem ganz wackeren Gewerbeverein eine Körperschaft, die satzun»«gemäß berufen und berechtigt ist. po-litischen Tage»fragen, aber auch der Erörterung von Äemeinveangelegeiil>eite» nahe zu treten und wir deukeu auch gar nicht daran, den Gewerbe» verein durch einen neuen ersetzt zu wünschen. weil sich die unsichtbaren Krankheitserreger gerade in, Wasser am wohlsten fühlen »nd die Krankheit in Hamburg gerade durch da« Wasser Über, all hin verschleppt wordei, sei. Der Schulze aber meinte: „Man wird die „Bakterien" umbringe», gemäß hoher Verordnung; gegen so heimtückliche B»her kann es nie genug Elemente gebe»! In« Spritzenhaus aber habe ich den Gcmeinderath einberufen, auf das« wir da« Gesetz auslegen Miteinander nnd noch besten, Befund danach handeln. Also — mal vorwärts I" Also fügte sich der L.vy senszend ins Un-vermeidtiche und richtig standen auch schon die Gemeindrättestrn in der Halle Mitten unter den Feuermehrgeräthen und der Gemeindefchreiber zog ein Heft auS der Tasche und la«, inde« der Levy in geziemender Entfernung vom Gemeinde-diener bewacht wurde, tva« mit so einem Menschen zn thu» sei nm die an ihm haftenden Ärankheittkeime sicher zu tödten. E» waren aber den guten Leuten die »och so deutlich gefaßte« Verordnungen doch nicht deut» lieh genug und also schüttelten sie ihre Köpfe und wußten sich nicht zn rathen und zu Hilfen, bi« ein ehrjamer Mitzgermeistrr sid) hören ließ, man könne die „Bakterien" am gewissesten hin» mache», iveiin man de» Levy einige tuiiden lang — ausräuchere und de« Gemeint»,w"hle« halber sei er recht gern, bereit, seine gute Räncher lammet hiezu zu Überlassen. Dieser Vorschlag gefiel alle» auweseuden Dorshänptliuge» über die Maße» und so wurde Wohl aber könnte derselbe de» Kristallifation«-Punkt für einen deutschen Eommunalverein bilden, in dessen Schoß die schwebenden Gemeindeaiige-ltgenhelten erörtert würden, noch bevor der Ge« nteinderath darüber Beschlüsse saßt, wie den» ilfcrljaiipt seine Thätigkeit parallel neben der des Geineinderathes hergienge, in keinem Schoße An» gehörige aller Stände vereinigend, jealiche be. gründete Ansicht zu Worte kommen lassend. Dieser Wunsch entspringt anS einer Beo-bachtnng, die man allr»thall>e» mache« kau». Der biedere Bürger hat seine« Ma»n i» irgend eine» BertretiingSkörper gewählt und schaut dann vom Feniter oder gar vom Ofen weg behaglich zu, wie seine Vertrauensmänner sich durchdrängen müsse». Da« ist sehr bequem und ungefährlich. Auch die Kritik an- dem, wa« unter Schwierig» keilen geschaffen wurde, ist hinlennach oder au» der Fni'e vorgebracht, sehr wohlfeil. Nur iver den Berg milbestiege», wer mit-gearbeitet, mitgesorgt hat, sollte mitreden dürfen, welch' andern Weg man hätte einschlagen, welch' andere Mittel hätte anwenden sollen. Uub da« Bewußtsein unter genieinfanien Mühen errungener Erfolge oder misalungener Versuche wird nn ge. rechte« Urtheil schaffe«. Das» solch' innige Auffassung der gemein» sanien Aufgabelt, ei» zielbewußte« Vorrücke» auf alle» Linien in dieser Form bei nn« eintreten möge, da« ist unser herzlicher Weihnacht«wunsch. Unseren geehrten Lesern wünschen wir ge. segnete Feiertage! Pettaner Wochenbericht. iprolrkianlischrr Eollesdiruft.) Dienstag den 26. d. M. Vormittag 11 Uhr findet im Musik» verein«saale Protest. Gottesdienst durch Herr» Pfarrer Gosche» hofer statt. Der Zutritt ist Jedermann gestattet. (ver Mü»»erqesangorrri»> unternimmt am Stefanitag nachmittag« eine Schlittenpartie nach St. Veit. (Lrlihwkchsrl.) Bekanntlich hat vor kurzem Herr Gemeinderath und Eafötier Jg. Roßmann da« Eckhaus Post- »nd Drangaffe gekaust. Herr Roßmann bebafichtmt, in de» oberen Räumen mit der Aussicht auf den vorliegenden Stadt-park n»d dir breit vorüberflulhende Drau ein in, secessionistischeu Stile ausgestattete« Parkcafg und damit eine Sehenswürdigkeit zu ichaffen. Levy trotz seine» wohlbegreifliche« Sträuben» in die Räucherkammer gesperrt u»d aus dein Herde mit auf die Glut geworfenen grünen Reisig ein Rauch entwickelt, in dem der geübteste Feuer-wehrman« bald das Athme« vergessen hätte. Die Grmkiiideberather aber giengen im frohe« Bewttßtiein erfüllter Pflicht »ach Haufe und der Schulze suchte nach einer guten Feder, um de» Landrath von dem Vorfalle, nnd wie die Gefahr fei abgewendet worden, zu verständigen. Um die>elbe Zeit aber meldete sich ein Land. Gendarm, der fetue Runde machte »nd also konnte der Schulze seine Meldung mündlich an. bringe». „Und wa« habt Ihr den» mit dem Manne angesa»gen?" fragte der Gendarm. «Der sitzt beim M'tzger t« der Räucherkammer und nach drei Stnnven wenn die „Bak-terien" hin find, lassen wir ihn wieder heran«.* „Um Gotte»wille» l" schrie der Andarm. „der Mann »»iß ja ersticken? Führt mich augenblicklich an die Uuglücksstätte!" „Richtig." sagte der Schulze, „daran haben wir nicht gedacht, der Man» müßte >a ersticke»." Und die Angst beflügelte seinen Fnß und wie die beiden dem Hanse de» Fleischer« zustürmten, drängte sich ihnen alle« »ach, wa« Fnß, hatte und neugierige Augen im «opfe und eine Zunge im Mu.ide, um über den Unsinn nnd die Dummheit zn schimpfen. Die Mensche» sind nun einmal so: Schimpfen können sie binterber. auch wenn sie'« selber vielleicht um kein Haar besser gemacht hätten. Wir zweifeln »ich«, dass e« der Beliebtheit de« Herrn Roß «n a » n gelingen wird, seine alte» Gäste an das »engeschafftnk Heim zu fesseln »nd in dem geplanten Kaffeesalon eine» Anziehung«, Punkt zu schaffin (MuM»,Kin.) Donnerstag de« 28. d M. findet um halb 8 Uhr abend« die Haupt-Versammlung de« Musealvereine« statt. Um zahl-reiche Betheiligung ersucht die Berein«leitung, « ans» letzte Plätzchen besetzt, so dai« es dem späte« Ankömmling schiver fiel, einen Platz zu erobern. Die Feicr wurde würdig ein. geleitet dnrch den Ehor: ..Hymne an die Nacht" von Beethoven; al« Erinnerung an die Pfiugst-tage itt Graz folgte der duftig zarte Ehor: „Morgen im Walde" und die Vertonung des „Mahnrufe»" von Gräfin Wickenburg, die sämmtlich vom Mättnergkiaagv>>reii>t unter Herrn Direktor HäuSgen« Taklstock mit gewohntem Schwiinge, mit sorgfältiger Textatissprache ge-bracht w«rde». Damit war die richtige Gemüllis-wärme und FrsteSstimmung ringezoge» »nd e« fiel die Musik ein, um den Anfzng der Turner und die Ausstellung am Barre» mit einem flott,n Marsch, zu begleiten Die schwierigen Übnngeu wurden vom Bezirk«tnrnwart Harn Alexander K 0 llettz mit angenehmer Ruhe befohlen und mit einer Sicherheit und Schönheit ausgeführt, die ernste Arbeit und Vorübung auf den, Turn-plutze verräth. Wo solcher Geist herrscht. wäch»t Kraft im Arme. Muth im Herze», Licht im Kopfe, nach Iahn die drei besten Heilmittel gegen deutsche Zerfahrenheit. Wiederholt wurde den wackeren Leistungen aufrichtiger Beifall gespendet Man hätte e» gerne gesehen, wen« die Vorsüh-rn«g länger gedauert hatte. Roch lieber hatte» wir e» aber gesehen. wenn angesicht« deS Lichter-glanzeS der WeihnachtStanne einige erhebende Worte der Einkehr und der Umschau gesprochen worden wären Da« war do.1i zn anderen Zeiten schöner Brauch, den wir zu solcher Ze,t. da mancherlei Gefühl nach Ausdruck ringt, schwer vermißten. Die nachfolgende Tombola, oie immer Inde« aber hatte sich der Levy durchaus nicht einfallen lassen, dem Schulz, durch skinen T»d eine große Verlegenheit zu bereiten. Er war nicht rachsüchtig und er war mit der Einrichtung solcher Räucherkammern wohl vertraut. «Iso machte er de» Schieber de« Loches, durch da» der Rauch des Schornstein,« i» die Kammer drang, zu »nd dn Schieber de« Ab-zugloche« iveit aus und dann setzte er sich, im Dunkeln herumtappend, auf eine Kiste und dann griff er. feiner Nase vertrauend, in die Höh, und erwischte eine gewaltige Wurst, die sich ohne Widerrede verspeisen ließ. Der that er, dem Rns, srine« nunmehr völlig ausgehungerten Magen» folgend, alle Ehre an und schnitt ein Rädlei» nach rxnt andern ab. bi» sich aus einmal die Thür öffnete nnd die R>ttung«gesellscha't b,im Anblick de» gemüthlich schmausenden Levy ebenso zurückprallte, wie vor einer kurzen Stunde die Banern im W>rt«han«. da der Cholera-Levy eintrat E« fi.l keinem Menschen ein. von Levy die Bezahlung der Wurst zu verlangen. Sie waren alle heezltch froh, das« er «ach Hamburg ab-dampfte. J>t der nächsten Sitzung de« Gemeinde rathe« wurde beschlossen, da« wichtige Ereignis der Ort«chronik — nicht einzuverleib,». Wen« es nickt der Levy selber erzählt hätte, von d>n Bewohnern deS Dörflein« im Harzgc-birge hätte >ch kein Ste!den«wörttein erfahren. |,id)f ilbci einige Stunde» hinweghilft, war mit ^.ihlreichen und namhafte» Gewinsten au»ge-stallet. Viel Heiterkeit erregten die Weihnacht«-spenden der Turner unttr sich, an denen mancher Ä'tz od.r sonstige Anspielung aus heilere Erlebnisse zum Ausdrucke kam. Wiederhol« versammelte sich die Sänge, schar zu kräftigem Sänge. Die Musiker unter Herr» Schache»hofer« Zzepter waren nicht müßig, manch' Krattgefailg drang erhebend dnrch die Räume; so war der Abend in> großen Ganzen wohlgerathe». Al« wir nach Mitternacht den Saal verließe.', herrschte »och buntes Treiben unter der lebensfrohe» Schar und wir wetten, dass es noch zu einem flotten Tänzchen kam. Möge der WeihnachtSengel dem denticheu Turnvereine auss neue die Zauberkraft deutscher Kraft. Brüdellichkcil und Einigkeit be-scheren I (3m „firauljauo") kehrt, am letzten Milt-n'vch ei» Mann ein, der schließlich mit der Zeche von 40 Kreuzern d»rch.»ie»g. DaS l4 jährige Mädchen der damals abwesenden Wirtin ereilte den Flüchtling in der Ungerthorgasse, der sich auf sein Weib berief, da« angeblich im Augen-blicke Äpfel verkaufe uud «schon zalileu kommen werde." Nachdem da« Mädchen unbegreiflicher Weise hinler dem Manne bis zur Rüstenaiier A^lee »achlief, scheint ihm dieS lästig geworden z» sein und hat nach Angabe des Mädchen« dasselbe mit einem Messer bedroht. Nachdem man eine bestimmte Persönlichkeit in d>m Be» lr.ffenden vermuthet, dürste eine kleine Ursache große Wirkungen haben. (Der Vslkigartealrich) wurde gestern zum erstenmal von Schlittschuhläufer» befahren. Nicht oh»e viele Mühe war cS gelungen, die dicke Schneeschichtc von der dünne» EiShaut zu ent-fernen, um unter Einwirkung der auSgiebigeu Fröste »ach vorübergehendem Thauwettcr eine sichere Eisdecke zu erzielen, die dnrch Beließen m prächtigen Stand verfetzt wurde. Wie alljähr, lich ist da» Zeichen für die Gebrauchsfähigkeit der Bahn die rothe Fahu, vor dem Geschäfte d«S Herr» Josef K o l l e n z in der BiSmarckgasse. Die Eintrittskarte» koste» 10 Kreuzer für Er. ivachseue. 10 Heller für die büchertragende Jugend. Im Vern.hmc» nach soll ein Abend EiSfest mit Beleuchtung de» Teiche». Mufikvorlräge», SiSquadrillen und Punsch geplant sei», wie solche Beranstaltnnge» an den vbrrösterreichischc» unb kärntnerische» Seen zu de» eiudruckvollsten Feste» gehören. (Svoji k sTojirn oder ritt Acholhansbau) Wenn wir auch erst hei.tk i» der Lage find, eine» vollkommen zuverlässige» Bericht Über die allgemein aussehcuerregendcn Borgänge beim Äaue einer slovenijchcn Volksschule von sehr ge-schätzler Seite bringe» zn können, so ist d»e Schilderung des Vorgänge» so typischer Veihältuisse doch allezeit von aktuellem Interesse. Am lb Na« vcmber l. I. und sortsetznngsweise am 7. d. M. fand vor dem hiesigen Strafgerichte die Ver-handlxng über die vom OrtSschnlrathe Umgebung Prtlau gegen die bei der Sitzung de« Gemeinde-au»jchusi>S Kartschowina bei Pettau vom 3. Sep. temtxr l. I. a»wesei>de» l0 AnSschußmiiglieder erhobene Anklage statt, diese hätte» dem Ort«schul-rathe Umgebung Pettau dadurch, das» sie letztere» in obiger Sitzung die vollste Mißbilligung für die miserable Geldgebahrung bei dem heurige» SchulhauSzubaue ausgesprochen und vo» diesem LitzungSbeschlusse schriftlich in Kenntnis gesetzt baden, a» der Ehre gekränkt. Die Augc-klagten verwahrten sich dagegen, das« obiger i: 6uü i«bejch!u& in der Abficht, dem OrlSschul-rathe »ine Ehrenkränknng zuzufügen, gefaßt wor-den sei uad verantwortete» sich dahin, dass die Ärmeinde Kaitschowina. die zum fraglichen Schul-hau»zubaue eine Summe von 1553 fl. 17 kr. beizutragen habe, doch berechtigt sei, über die Art der Gebahruug mit den Steuerguldeu der Eenieindegenoffe» eine Kritik zu üben, nachdem bei der Vergebung der Arbeiten und Lieferungen zum Nachtheile der eingeschulten Gemeinden vorgegangen worden sei und auch die Art der Bedeckung der — 3 ~ Baukosten unter Außerachtlassung de» dieSsall« gesetzlich geregelte» Vorgang.» beschlossen und zum Nachtheile der Beitragspflichtigen eingeleitet Word.» sei. Im BeweiSverfahre» würd, festge-stellt, dass die Lieferung der zum Baue nöthigen Mauerziegel dem Obmanne deS Ort«schulratheS Herrn Michael B r e n 6 i 6 um 50 kr. per Mille tl>e»erer. als solche Ziegel von dem Eoncurreiiten deS genaniite» Obmannes geliefert worden wären, überlassen wurde, dass von einer Abschreibung der Ziegellieseruiig ganz abgesehen worden sei »nd das» die Zuwendung der Ziegrllieserung a» de» Orttschuli.'thSobma»» vom Ortsschulrathe mittels Sitzn»gSbcschlufseS vom 23. Apiil l. I. damit begründ t wurde: .ES sei d.m OrtsschulrathS-vbmanue die Zirgtllieferung zu dein von ihm an» gesprochenen (theureren) Einheitspreise zu über-lassen, weil derselbe biim Zubaue und der hicbei nöthigen Aufsicht größere Mühewillungeu l)o6eit werde." ES sollte dem Obinanne also für ein uneiitgeltlichrS Ehrenamt und für die damit verbun-deneiiBemüliunge» ei» Entgelt geboten werden. Ein hiesiger Mauermeister bezeugte, das» ihm der OrtSschnlrathSobmaii» noch vor der OffcrtSeröff-niing erklärt habe, es könne seine, wenn selbst niedrigere Offerte für die Maurerarbeiten nicht berücksichtigt werden, weil für diese Arbeiten be-reitS ein Eoncurrent auSersehe» sei. der von ihm in erster Linie berücksich.igt werden müsse. wi-drigenS derselbe sür den von ihm übernommene» Bau der Militärschießstätte keine Ziegel vom Ob-manne abnehmen werde. Ein anderer hiesiger Maurermeister bezeugte, Hass er, vo» obiqe^ Er-klärn'ig de» Obmannes noch vor der OfferlauS-ichreibung in tteuntui« gesetzt, bei d m Umstände alS einzelne der a»S>ieschn,benen Arbeiten von einem hiesigen Maurermeister schon längst vor der OffertauZschreibung verrichtet und mit der ErdauShcbung zu den Gruudinauern schon vor Eröffnung der Offerte vorgegangen worden sei, jede Offertlegung nuterlasien habe, weil eine solche doch zwecklos gewesen wäre, nachdem die Maurerarbeit osfeubar nur dem Zieg,labnehm,r deS ObmanneS Übertrage» werden würde. Die bezüglich der B deckiiug der Baukosten und der Aufnahme eine» Darlehens hiefür zur Verlesung gebrachten Acten erwiesen, das» der OclSschnlrath beim Beschluß? über die Art der Deckung der Baukosten unter Außerachtlassung deS Gesetze» vorgegangen sei und dass er, »och bevor eS ihm bekannt war. wie viel der Baukosten durch eine DarlehenScautrahieruiig zu bedecken sein werde, an die Ausstellung eine« Schuldscheines gegangen sei, wodurch den eingeschulten Gemeinden höhere StempelauSlagen erwachsen sind. Da« BezirkSge^ richt sprach die l0 Angeklagte» von der Anklage srei, weil im fraglichen AuSichußbeschlusse nicht eine Ehrenbkleidigung. sondern nur eine mit Rücksicht ans die Ergkbuisfe der Verhandlung erlaubte Kritik über die Geldgebahrung beim Schulhauizubane zu finden ist. (Froermehr.Xbend.) Die freiwillige Fener-wehr von Pettau veranstaltet am 6 Jänner 1900 wie alljährlich ihren Feuerwchrabeud, Nachdem sich diese Abende bisber ob ihres gelungenen Programmes und ihrer reichhaltigen Tombola eine« sehr regen Besuches erfreuten, so steht e« zu erwarten, dass bei dieser wirtlich bürgerlichen Unterhaltung die Betheiligung au der Festfeier dieses Vereine«, welcher »»eigennützig für das Wohl seine« Nächste» einsteht, eine sehr zahlreiche sein wird. (Ukdrr das wkllcrsch'cßei,) und seine Er-folg, erstattete der bei ersten oberitalienischeii Ver-sammlung, die in dieser für weinbautreibende Gebiete hochwichtigen Angelegenheit abgehalten wnrde, der Prokurist Herr S u s ch u i al« Vertreter seiner Firma E. G r e i n i tz & Reffen, eine» eingesendeten Bericht, dem wir nachstehende, ans un-sere Gegend bezüglich« Stelle entnehmen. Au« dem Pettaner Gebiet, allwo circa 60 W.tter-schieß Stationen aufgestellt sind und wo circa 70 bi» 80 Besitzer nur mit Pöllern ohne Schall» trichter schießen lasien, wild berichtet, das» die Stationen sehr unregelmäßig vertheilt sind und in manchen Orten 4 bis 6 Kilometer voneinander entfernt stehen. Im Weingarten des Herr» Max O t t wnrde im Jahre 1899 vom Mai bi! Sep» tember 49 mal geschossen, dabei wnrde» insgesammt 936 Schüsse »begebe» und ein Quantum von circa 39 Kilogramm Pulver verbraucht. Die Beobachtungen diese« Herrn gehen ebenfalls dahin, dass durch da» Schieße» das Hagelwetter ver. triebe» wird u»d dieser AnSspruch ist umso be-merkenswerter, als gerade die Gegend, in der er seinen Weingarten hat, zn den am meisten dem Hagel aussetzte» gehört. Ganz besonder» be» merkenswert ist dort die große Anzahl vou Schieß« statione» ohne Schalltrichter, wo mit ganz großen Pöllern gefeuert wird; auch kommen dort lehr hohe Schalltrichter vor. wa» ich a»S Gründe», die ich später darlegen werde, für sehr gut halte. AuS de» Weingärten der Steiermärkilche» Spar-casse, welche gleichjalls im Pettaner Gebiet liege», liegt der Bericht der Weingarte»verwalt»ng vor, nach welcher bei einem Gewitter nnd in jeder Station durchschnittlich 30 Schüsse nothwendig waren. Daten über die Anzahl der Gewitter im heurigen Jahr liege» nicht vor. Nach dem Berichte dieser Verwaltung soll, wenn das Gewitter im Anznge ist und sich »och in weiter Ferne befindet, scho > mit dem Schießen begonnen werden. Die Folge ist zunächst, das«, auch wenn das G witter sehr stark hernnbrnch. Blitz und Donner fast ganz verschwanden. Kleinere Gewitter wnrde» gauz zunichte gemacht nud es fielen nur einzelne Tropfen oder ei» feiner Regen. Bei großen Gewittern, namentlich dort, wo Hagelge'ahr ver-mnthet werden konnte, wurde ver Effect des Schießen» dariii erblickt, dass Hagel nicht fällt, sondern nur ein heftiger Regen niedergeht. Der Verwalter hat beobachtet, dass er durch da! früh begonnene Schießen gleichsam die Gewitter z,r-theilt Hai, daiS aber natürlich von einer Theilung deS Gewitters bei plötzliche, listiger Gewilterbiidung, wo nicht früher begonnen werden konnte, nicht die Rede iv,u. Er gibt auch seiner Meinung AnSdrnck. dais, wenn man mit dem Schießen erst dann beginnt, wenn dcr Sturm schon auftritt, da» Schieß.» sehr wenig nützt. Um Lichtenegg herum, wo wenig oder gar nicht geschossen wird, si»d stets hastige Gewitter nieder-gegangen nnd ist Hagel stark gefalln. Nachdem uiiserer Bitte an die Herren Weingartenbesitzer, »m Angabe der Anzahl »iid der Orte der anfge stellte» Schießstatione» sonderbarer W-.ise mit keiner einzige» Antwort entsprochen wurde, be-sorgt Herr Ott die Eiuzeichnung der mündlich erhobenen Schießstatione» in die Spezmlkarte. Wir wiederholen im Interesse der Sache dringend die Bitte, um Angabe aufgestellt« Schießstatione,,. PortoaiiSlageu werden gerne ersetzt. (/cuerlierritschaft Örr freiwilligen /r»erwehr.) Für die lausende Woche hält der II. Zug und die II. Rotte Fenerbereitschast. — ZugS-sichrer Be 11 an, Rottsührer Maitz e u und 8 Man». Feuermeldungen sind auf der Eentral-station in der SicherheitSwuchstube im Rathhause zu melden Vermischte Nachrichten. (Verein Südmark.) U n t e r st ütz » » g e n habe» erhalte»: Ein Grundbesitzer in Untersteier fl. 200.— (Darlehen), ein Grundbesitzer i» Kärnten fl. 40.—, die Studeuteiiküche >n Marburg zur Ertheilung des Musiknnterichte« an ihre Pfleglinge fl. 70.—, ,i» Studierender in Marburg fl Ib—, die deutsche Schule in Rohitsch zur Errichtung eine« Kindergarten« fl 80.—, die Musikschule iu Pettau fl. 100.—, zwei Grundbesitzer in Neumarkt bei Bozen fl. 200.— und fl. 300.— (Darlehen), kleinere Darlehen sür Untersteier in der Höhe von fl. 50.—, sl. 20.— und fl. 10.—, ein Studierender in Marburg fl. 15.—. — WeihnachtSgaben find verliehen worden: Der Studentenküche in Marburg fl. 30.—, der Schule in Rohitsch fl. 20.—, der Schule z» St. Katharina in der Wiel fl. 20.—, der Schule in Rann fl. 30.—, dm,ichtniö: 4 Noieureiitcn im K»r«werte von fl. 398 —, dazu die Zinsen fl. 8.—) fl. 406 —, Joses Hörhager in Thörl fl. l0.—. Wette i» der Sladltheaterwirtschaft zu Graz fl. 5.—, In genienr Liudauer zn Unlerbrrgeu in Käruten fl. 3.—. Hau« Groß >» Graz (Ertrag einer Wctte) fl. 2.—. Ostdeutsche Rundschau fl. 6.—, Dr. Lorber in Wir» fl. 5 —, Grazer Tagblatt fl. 130. F. Eigel in Graz fl. 2.—. Ertrag einer Welle i» Stainz fl. 1.30. ein Schnee-ballenfeiud fl. 1.53 (Briefmarken). Saminlung der Wa»drrvkrsaiuinlnng zu Schladining ain 8. d. M. fl. 3 60 Die Ortsgruppen: Wienemeu-stadt 70.63 (davon BallerträguiS fl. 13 90. Ertrag der Sammelbüchsen fl. 35.63.) MiesSthal fl. 9.87 (davon anS den Sammelbüchsen fl. 8.97), Leoben (von H. Joies Kolb) fl. 2.—, Mürz-zuschlag fl 16.— sau« deu Sammelbüchsen). ArnselS fl. 15 90 (ans den Sammelbüchsc»), Urthuri» in Kleinoichegs {Bauernstube zn Graz fl. 5.40, Sammelbüchse in dem Schwechater Bier-hause zu Graz fl. 2.79, Fratt Frauzi Schmidt in Gratwein Kleidungsstücke und Herr Fritz Maret i» Graz Spielzeug als WeihnachtSgabrn. Gründer: Freie Bereinigung von Chirurgen in Graz, Burschenschaft F>ai:konia i» Graz, (fl. 50 —.) medici,-ische Tischgesellschaft in JacklS Gasthause zu Graz, Psropsenklnb in Leoben. Bon den Ortsgruppe». Die Ortsgruppe des Bezirke» Rohitjch hat ani 22. d. M die gründende Bersaminlung, die Ortsgruppe Fürnitz bei Klageusurt ist genehmiget, die Satzungen der OrtSgrupp.it Wien Stadt (Annahos). Glogg-«itz nnd Ternitz Wimpassing in Riederösterreich sind überreicht worden, die Ortsgruppe Rohitsch ist angemeldet. OrlSgruppentage waren: am 1. d. M. iu Wien (Vertreter der Hauptleitung die Herren Dr. Raimund Ncckermann und Heinrich Waitia» d. I). am 8. d. M. in Feldbach gZertreter der Hauptleitung: Hcrr Heinrich asiiau. d. I.). Die gründende Versammlung hatte die Ortsgruppe Jahring am 3. d. M. (H. Dr. Sueti) — Die Jahresversammlung halte Weiz am 27. v. M, Kapseuberg am 8. d M lDr. Sueii), RadkerSburg hat fit am 17. 12. — Familienadende veranstalten die Ortsgruppen Mür/zuschlag sür den 17.. Semmerhig am 8. d. M. Verkäufliche Besitzungen: Ein Gut in Untersteier (fl. 22000.—), ein Gast-hos in Mittelsteier (fl. 30000.—. Gesucht werden: 1 Rechtsanwalt. 1 Schmied und Wagner sür eine» größeren Ort in Untersteier, 1 Goldschmiedgehilse (ausübender Turner und Sänger bevorzugt). Stellung sucht: 1 Buchhaltei; 1 Platzmeister für einen großen Zimmerplatz in einer Landessiadt. 1 Hörer der Filosafie iii hart bedrängter Lage sucht als Hos-Meister od.r Hauslehrer unterzukommen. hrskarlt».> Wir machen ueurrdiiigs aus die von dem Vereine Südmark ausgegebenen Neujahrskarten ausmerksam und ersuch, n. sich gegebenenfalli-S dieser zu bedienen. (ventscher Schulvereia.) In der Sitzung des engeren Ausschusses vom 5. December 1899 wurde Herrn Pioiessor Lorbcr, der Sparcasse in Tejchcn> dem Club der Genügiamen in Sternberg, der Sparcasse iu Wogstadt, der Ortsgruppe Königin hos für ein Sammeleig»bni» und für vo» Brook-ly» und Heidelberg eingelangte Spenden, der Ortsgruppe Jjerthal für eine Sammlung »nd Veiaiiüaltnug eiueS Theaterabends d.r geziemende Dank ausgesprochen. Die Frage der Heranziehung der Gemeinden zur BeitragSlcistung wnrde einem Reterenten zu eingehendem Studium überwiesen. Diversen Schule» in Karaten wurde sür das Jahr 1900 ein größerer Bettag für Büchereien bewilligt und für Die Erhaltung der Suppe»-anstatt iu Prehoz eine Unterstützung gewährt. Arme Schulkinder wurde» mit Unterstützung und zwar in Schreibend»», Gr. Meieritsch. Schödiug, Gr. Friedeuau. HerterSdorf. Lichwe, Hrobi.hitz und mehrere» Orten deS Bezirkes Stecken. Wegen Übernahme oes Kindergartens iii Littail wurden die nöthigen Schritte eingeleitet. Schließlich wurden Angelegenheiten der VereinSanstalte» in Wind.» Feistritz und Königsberg berathen und der Er-ledigung zuget'ührt. Au Spenden sind weiterS eiiigegaiige»: Ortsgruppe Theresienstadl fl. 5.40. Ortsgruppe Steyrermühl fl. —.60. Ortsgruppe Fischern fl. 4.53. Ortsgruppe Joachimsthal fl. 1 —, Ortsgruppe Teichen fl. 61.30, Ortsgruppe Gonobitz fl. 11.90. Ortsgruppe Semil fl. 5.03. Orts-gruppe Eibenschitz fl. 34.—. iHohrnstodl.) Littan. eine uralte deutsch« Stadt NordmähreuS, ist uach jahrelange» bewnn-dcrungSwürdigen BerlheidignngSkämpftii dem Ische-chifcheu Anstürme erlegen: Bei der letzten Ge< meiudewahl siegten die Tschechen in allen drei Wahlkörpern Eine tschechische Gemeindevertretnng zieht in da» RathhanS ei», das deutsch« Männer erbaut uiid in welchem deutsche Bürger jähr-hundertelang ein d.-utiche» Gemeinwesen geleitet. Frei von jedem Borwurse, diese Niederlage verschulde« zu haben, ist die wackere Schar der Littauer Deutschen. .Haben aber die Volksgenossen der geschlossenen deutscheu Sprachgebiete, welch« dem Ringen der kleinen Heldenschar durch Jahr-zehnte zugesehen, ihre Pflicht gethan? Habe» sie die wirtschaftlichen Unternehmung?» der Deutschen in Litta» thatkräftig unterstützt oder habe» sie versucht, de» tschechischen AngrifsSunternehmungen gleichwertige deutsche entgegenzustellen? — Nicht« ist geschehen — und ohnmächtig verhallt n»u der Wehruf über eiue verlorene deutsche Stadt. Wenn wir Deutsche da nicht endlich vo» den Tschechen lernen, dann kommt demnächst ein anderer deut-scher Ort auf die Verlustliste. Volksgenosse»! H o h e » st a d t steht auch auf der Kante der tschechischen Eroberu»gSl»st. Ihr kennet unseren Kampf und mancher vo» Euch ist un» hilfreich zur Seite gestände», die große Zahl steht aber rnhig abseits und hat u»!ere Bitte um Hilfe bis nun unbeantwortet gelassen. Diesen rufen wir nun zu: Helfet so lange eS Zeit ist. greifet end-lich in die Taschen und erfüllet Eure nationale Pflicht. Sehet nicht mit kaltem Herze» zu. wie die Brüder eurrS Volkes um ihr Volksthum ringen. Bergesset daher nicht und sendet Beiträge i sür unsere Gewerbeschule. (poeteoloi.) „Der Schern" veröffentlicht in seiner Jesuiten-Nummer ein durch Schönheit nnd Wucht der Sprache wie kühne Freiheit der Gesinnung a» Gilm gemahnend.» Gedicht: .An unsere Tiroler" und bemerkt hiezu: „A»s dem ungednickteu Nachlaß de« vei schollt neu Tiroler Dichters Josef Maier alias .Juli»« Günther". ES war dem .Sch.rer" mit anderen, großer Begabung bekundenden, dichterisch w.rthvollen Stadien diese» Unbekannten von befreundeter Seite zugegangen mit der Nachricht, dass der Verfasser einst Pliilosph in Innsbruck, später unter ärmlichen Verhältnissen Lehrer in Lienz gewesen und längst verschollen sei. Run stellte sich in der Schriftleitung de» Scherer» ein schlichter, fünfzigjähriger Mann mit eisgrauem Scheitel al« der Verfasser vor. Er ist AmtSdiener mit einem JahreSgehatt von l?0 fl. und 12 fl. RenjahrSgeld m.d lebt im Innsbruck»! Armen-Hause, wo er 110 fl. für Verpflegung bezahlt. So sorgen die herrschende» Gewalthaber i» Tirol, das im Vormärz deu gewaltigen Senn gebrochen und vernichtet, noch heute für freie Poeten. .Der Scherer" wird Mairr's Dichtungen ver-öffentlichen (Abgabt tut tvalipflan)en.) Für Zwecke der Forstcultur gelangt au» dem ärarische» Forst-garten in C'lli eine Million verschiedener Arten von N a d e l h o l z p f l a n z e » z» nach-folgenden Preise» zur Abgabe und zwar kosten: 1000 Stück 3 jährige Fichte» 2 fl.. 1000 Stück 2 jährige Lärchen 2 fl.. 1000 Stück 2 jährige Weißkiefern fl. 1.50, 1000 Stück 2 jährige Schwarzkiefern fl. 1.50. Anmeldungen zum Be-zuge obiger Waldpflanzen werden bei der k. k. Bezirksforstinspection in Cilli und der k. k. Lande«forstinspection i« Graz und zwar für die FrühjahrScultur b'S zum 15. Jänner, für die Herbstcultur bis 15. September jeden Jahre» entgegen genommen. An unbemittelte Besitzer werden die fijalb. Pflanzen unentgeltlich, d. h. nur gegen Vergütung der Aushebung«-. Emballage- und Transport-ipescii, abgegeben. Auf den stempelfreien Gesuchen ist bei mittellosen Besitzern deren Mittellosigkeit ausdrücklich gemeindeämtlich zu bestätig«». Die Zahl und Art der gewünschten Pflanzen, sowie die Adresse de« Bittstellers, (Post oder Bah», station) unter der die Pflanzensendung erfolge» soll, müssen genau angegeben werden. ,fttiche» Standpunkte au» ist ja der Fisch dazu bestimmt, eine» wesentlichen Antheil an der Ernährn»^ der Bevölk«r»ng z» bilde». Hiemit kann nun selbstverständlich die Ansicht nicht in Einklang gebracht werden, dass die Fließvässer de» Landes den Zweck hätten, ausschließlich mir andere» in erster Linie ind»-strirllen Interesse» zu diene». Das» jedoch diese Ansicht in gewisse» Kreisen die herrschende ist. beweist auch in Steiermark da« vorgehen un-zähliger Fabrikbesitzer, welch- die Äusser, an denen ihre Werke liegen, gewissermaßen al« ihr ausschließliche», unanfechtbare» Eigenthum betrachte» Sind doch auch bei i»>« ja streiche Flüsse und Bäche durch da» Einlusfen der Schmutz- und Abwässer an» einer gros? » Menge von Fabriken und gewerbliche» Unter-»ehmnngen für de» Fischereiberechtigt«» entweder vollständig oder doch nahezu «rirägnisloS geworden. Keine Versammlung von Interessenten an Fischereien findet statt, kaum eine einzige Nummer der diesen Interessen dienende» Zeitungen erscheint, ohne da>« dieser nur allzusehr berechtigen Klage» Er-wälmung geschieht. Niemand leugnet de» Wert der Industrie, niemandem wird e« be,fallen, ihre Bedeutung für da« Land derjenigen der Fischerei-wirtschaft unterzuordnen, aber ebenso gewiss wird kein UrthkilsfShiger die Bedeutung. möglichst all-gemeiner möglichst i»tenfioer Bewirtschaftung der Gnvässer in Frage stelle». Da sich, guten Willen, ehrliche» Wollen von beide» Seiten vorausgesetzt, diese so schroff gegenüberstehenden Interessen ganz wohl vereinig»n lassen, so sollt, nm so eher, um so lebhafter jede Gelegenheit ergriffen werden, um endlich nachhaltig der er-wähnten, eine» Culturstaat,» unwürdige» und auch in sanitärer Beziehung zu verurthe'lende» Umgestaltung unserer herrlichen Fließwasser zn AbMtcanäle» sür allen erdenklichen Unrath. wirksam entgegenzutreten. Alle Fischer«iiiiteress,»ten Steiermark«. sei,n sie nun Besitzer. Pächter oder SubPächter von Gewässer», ebenso alle diejenige», welche al« Sportsmäiiner gewisse Fließwasser streckenweise genau kenne», die Vorkommnisse be obachten, welche sich o» deren Uten, abspielen, werde» auf da« dringendste eingeladen, diese ihre Beobncht»ngt» aus jene» „Fragebogen" zu verzeichiiti', welche vo» Seite de» Secretariate« «njere» Landc«fisch,,eivereine«: Graz I. Herren» ^asse, Landhaus, oder «Sekretariate dcS Vsterr. Fischereivereine«: Wie» I hoher Markt Rr 9, kostenlos zu beziehe» sind. Gerade gegenwärtig ist rine große Aktiv» im Zuge, um den ermähnten MisSständen energisch zu begegne». Unbedingt nothwendig ist e« jedoch, sollen die Bemühungen von Ersatz begleitet sein, durch active Mitarbeiter-schaft aller jener Persönlichkeiten, denen Berns, denen eigene« Interesse die Möglichkeit hiezu bietet, womöglich all jene unanfechtbare Borkvium» uisse iu Eriahrutig zu bringe», welche sich auf schädigende Bernnreiuigung der Gewässer beziehe». ES ist vollkoiuinei, gleich wert ob sich die un» mitgetheilte», auf den .Fragkbogeu" verzeichneten Thatsachen aus Verunreinigung von Flüße». Bächen oder von stehenden Gewässern beziehe». Das« jeglicher derartigen Anzeige gegenüber strenge DiScretwn beobachtet werden wird, ist natürlicher, weise ebenso selbstverständlich. al« die Annahme, das« die zur Anzeige gebrachte» Fälle auf voll-ständiger Wahrheit bernhen, bcii Thatsachen entspreche». Noch einmal sei e« betont: Keinerlei Rücksichtnahmen mögen vom Begehren und Ausfüllen der Fragcbvgtn abhalten. Jrtzt ist endlich Gelegenheit gegeben, um deu jähre- und jähre-langen Klage» gerecht werde» zu könne», möge sich Niemand getreuer Mitarbeiterschaft entziehen. Theater. „Der atme Ionathan" gieng vor mäßig besuchtem Hause in See >e. das der locker gestrickten Operette eine ganz freundliche Ausnahme «rwie«. Ob dem sibtrau» vürstigen Sujet de« Stücke« nimmt dasselbe »veniger de» Schauspieler al» Den Sänger i» Anspruch; muß vollend« das Elavier die volle Orchesterbegleituug der G>säuge ersetze», tritt a» hie Sänger die erhöhte Aufgabe heran, durch Temperament und Sicherheit zu er-setzen, wa« die dünne Musikbegleitung unter solch ärmlichen Umstanden vermisse» läßt Wenn wir zu», wiederholten Male nniere Bewunderung nicht unterdrücken können, das« unsere wohlge-schulte» Theatermusiker nicht nach einer einmaligen Probe der alte» Operette zur Aufführung Hin-reichend vorbereitet sein sollten, so sinv wir weit ensernt. der vo» au«wärt« kommende» BüHuen» ltitung die« zum Borwurfe zu machen, wen» schon dieser Zustand nicht unseren Wünsche» ent-sprich». Für die Theatermnsikeapelle ist die« wiederholte Zurücktretet vor L, istungen. denen sie vollauf gewachsen wäre, eben kein Emnpli ment. Eifersüchteleien wegen der Führung de« Diri-genteustabe«, wen» riu paar Cillier Bläser mit dem dortig,» Kapellmeister ankommen, sollte» doch nicht zu einem vollständige» Zurücktrete« unterer heimische» Eapelle führen. Sonst wäre e« nach Einsendung der Noten mit einer Probe der Musiker unter sich, nach Einlangen der Theatergesellschasi um '/,4 Uhr mit einer nochmalige» Piobe ab>>eihan, denn unsere Musiker sind solch rascher Anforderung gewachsen. Dem Leiter der Vorstellung. Herrn Fr. P i st o l, gebührt für die flotte Durchführung und lebensvolle Gluppierung alle Aberkennung. Seine eigenen Liedervorträge erfreuten durch eine erfreulich deutliche Textau«iprache, im Spiele selbst war bei aller Lebhaftigkeit die sonstige störende Zappeligkeit nicht zu bemerke». Eine maßvolle Erscheinung iii Spiel und Sang war Herr T r e n f. Zwischen der p.irsümierte» europäischen Operette u»d der nüchteren amerikanische» Wirk-lichkeit ist allerdii-g« derselbe Unterschied al« zwischen einem l>nma»itSt«d»selige» Europäer und dein brutale« nnd egoistischen GleichheitSflegel. Dafür ist diese erstere eben eine Operettenfigur. Der durchaus sichere, weltinäunische Impresario Onikly kau, durch Herrn N a st o r trefflich zur Geltung. Schöne Gesangsleistungen bot Frl. Matzner al« „Harri«", die wiederholt mit verdientem Beifall bedankt wurde. Herr Ander wusste die Rolle des exotischen Grafen mit der gezwungeneu deutsche» AuSlprache gut glaublich zu machen. In dem Manne steckt da« Zeug zum trockenen Komiker, der nur de« Pulver« bedatf. Herr Hol zer war wie immer drollig. Bei einem echten Neger Billh blickt allerdings beim Handschuh nicht» Weißes hervor. Unter den Studentinnen trat begreiflicher Weise der Senior (Frau Dir. Knirsch) i» Stimme und sicherem Anstrete» besonder« in den Bvrderiiruiid, Al« nächste Borstellung kommt da« Lustspiel .Anonyme Briefe" zur Ausführung. Ich Anna Csillag mit atrint* ia» »> ..lanrc Hin««! #Wnfü»ttl«'$oar, bebt IoMk* i» ptol« U-aanoiliAm Srtraiutr* murrt itlWIrrtic fcrara P-ma», rebaitru. SU* trIW ist M* bfn brrü&anfflnt «uto-rttältn al« Mi rlit|l(i< fRltttl gtg'ii Kul-laiUn bn ©oarr, jur 8*ibttuim W We brnt «U aiub Banboott itat Act laben ®lanj anb ftiflf »b braMbtl »irlelbe* Bar Mb-jchljem llrgraura bi« in bat blichst' film. Preii eln.i Tla(tia I I fl., I I., I » Poatv.raandt Üblich bai Vorelo-aandunf da« Batrafaa ed. mittalat Poatn.chmhme dar ganicn Walt aua dar Fabrik, wohin aiia Auf-trlfa >u richten aind. Anna Csillag, Wien. I., Srilergasse 5. _Wochcnmarkl.Prcisc T Maß Mitteldurch. QtalUni nnd >chnitt«prei« i» ». W. 1 «»wicht =3—« kr. 100 Kilogr. 8 7 _ 6 — • 6 « Hirse........ « —■ S 60 wrbdpfrl...... n 2 50 6—8 _ Erbsen...... Kilogramm 28 H 28 Liter 18 Kilogramm ltf " 28 48 n 28 _ 8 n 60 Wachhvlderbeereit. . . 28 ffitnn . ...... , 16 Suppe itgrüne» .... 14 Mundmeht..... M 16 E»miuetmeht .... 14 Poteiitameyt..... n 10 WinMfchmaU .... u 90 Schweinschmalz . . . 64 Speck. Irisch..... m 46 Speck, geräuchert. . . 70 m 68 Satz........ Kilogramm 12 Butter, frisch .... n Mft, fteirisch .... 27 Stück 1 — Rindfleisch..... Kilogramm 66 Salbfleisch...... m 60 Schweinefleisch jung . _ | 60 Taseidl...... n 48 m 40 Rerwtt, Otto«..... m 44 28 Vrantwein..... Liter 88 Milch, frische .... » : SO 16 7 „ abgerahmte . . n 6 Holz hart Meter lang . Meier 8 80 . weich „ , . 2 60 Holzkohlen, hart . . . Hektoliter 90 „ weich . . 80 Steinkohle»..... 100 Kitogr. 90 Heu........ 2 20 Siroh. Loger .... 2 24 . Streu .... • 1 60 Ntll! Soeben tst erschienen Uk»! GenerMberstchts-Rarle de« gesammien englisch-südafrikanischen Kriegsschauplatzes. Prei« coloriert 3V kr. n«gon»dueg. Ltski'scko Buchhandlung. Zu beziehen durch W. Blanke, Pettau. Die Unterzeichneten erlauben sich ihren P. T. Kunden anzuzeigen, dass sie heute ihre Geschäfte bis gegen Abend "MS geöffnet haben werden. H. Winkler, Sirk's Nachflg. Brüder Slawitsch. Josef Kollenz & Neffe. W. Blanke. — 6 — (tlcter »itkcrtrifc Ittfratti) thrilen wir tintm ge-fhrtffl Publitvm mit. das« lxr früh,? al« «ilh,lm'« anti-orlhrllisch»r. ontirhru»oli>chrr Bliitrrin!git»g?«TH zufolge «erorduung W hohen Lt. Viinipcrium« be« Innern ddo. 17. Drcrmlxr 18S>4 nunmehr unter bet Bezeichnung Fran, Wilhelm« ab-fahrender Th MklT*rU( >» ffln, I . DmIiIUmp »»»,»« ». kelcheine» „»» »,,n> iim Binlmti»«« »i« atllbrtt>(t« (tat* Mt •ofllrotcofl« »der mittelst 0«»-»»eiI«G) tK&aummri »erben: Der Praktische fmtolrtfr. aiitr. I««»». Set»,» «r Oetora. •Meli»tt li«i. »ilchrtnt vlexst»» >» le^ fef.fe- ÜOQG HoiUSiraiU einflusst durch aufdringliche Reclame! wenn Jemand behauptet, der dai DlChtllllCI lStl OS« Kasse wird gut durch das Röst-**__- verfahren. du» die SorU gut und «del sein muss, um gut zu sein. wenn Jemand behauptet, Mine Wahrheit ist, ISt j Mischungen allein sind he- rühmt. 1.-.1- 1-1 da»» nachbcnannle Firma hervor- W 3fXim01w ISvi ragende Kaffee-Melangen in den — ' Handel bringt. Kaffee, stets frisch und sorgfältig gebrannt, per 1 Kilo 11. 1.20 1.40 1.60 1.80 2.— 2.20 2.40 2.60 ., .. „ - 30 -.85 —.40 -.45 -.50 ^65 —.60 -.65 Kaffee, noth, aufgewühlt, garanlirt vorzüglich, per 1 Kilo fl. 1.— 1.20 1.40 1.60 1.80 2 — 2.20, bei Abnahme von 3 Kilo je 4 kr. per Kilo billiger. F. C. SCHWAB . Specerei-, Material- und Farbwaren-Handlung „zur goldenen Kugel" in Pettau. Zahl 6019. Kundmachung. Zufolge Gciiikiiiderathsbeschlusscs vom 8. November 1899 tritt die in der Wocheiimarkt-Ordnung vom ib. Oktober 1892 enthalte»« Beitim» >»u»g. bezüglich der StandgebÜhrei, für Schweine, mit 1. Jänner 1900 in Krast. ES wird demzufolge vom 1. Jänner 1900 an für jede« zum Matckle abgetriebene Stück Futterschwein laut Tarif eine Gebühr von 6 Heller und für jede« Stück Mutterfchwem eine Gebühr von 8 Heller zn entrichten sein. Die» wird hiemit zur allgemeinen Kenntnis gebracht. Stadtamt Pettau, am 10. November 1899. Der Hürgerincister: J. Oraig — 11 — Deutsche Petroleum - Mdlichi - Hellen - Setelltchakt. franklm s. m. Dautsohas Reichs-Patent No. 101202. ' Petroleum-GItthlicht ist die billigste und beste aller Beleuchtung. arten der Gegenwart. Der Petroleum-Gllihlicht-Brenner stellt in wirtschaftlicher und kultureller Hinsicht den grössten Triumph der Beleuchtungstechnik dar, da in allen Ländern der Welt die Petroleumbeleuchtung alle anderen Bcleuchtungsmittelum das Vielfache übersteigt. Der Petroleum-GlUhlicht-Brenner (in allen Knl-turstaaten gegen Nachahmungen patentamtlich geschützt) ist der erste und einzige Bei dem Petrolenm-Glühlicht-Brenner ist 1. Die Vergasung so vollständig, dass keine verharzenden Rückstände verbleiben. 2. Die Verbrennung des Gas-Luftgeraisches ist eben so vollkommen wie beim Leuchtgas-Bunsenbrenner, sodass nur Kohlensäure u. Wasserentstehl. 3. Der Materialkonsum ist geringer als bei der gewöhnlichen Petroleum-Lampe, dem G;ts- oder Gasglühlicht. Die hygienischen Vorzüge sind bei der Petroleum-GlUhlicht-Lampe mithin ungleich grösser als bei jeder anderen Flammenbeleuchtung. ist der Petroleum-Consum um etwa die Hälfte billiger bei dreimal höherer Leuchtkraft, als bei der gewöhnlichen 14"' Petroleum-Lampe und ist jedes beliebige Petroleum verwendbar. im praktischen Gebrauch verwertbare Petroleum-Glühlicht-Brenner und steht unübertroffen in aller Welt da. Bei dem PetroleUITI- Glühlicht- Brenner _____________________ Die LloktStlrka des Petroleuin-Glttblicht-Brenner lietriigt ca. 60 Hefnerkerzen bei einem stündlichen Verbrauch von ca 62 Gramm Petroleum, ist gleich pro Stünde für ea. I Pfennig Petroleum - also weitaus billiger als — elektrisches Licht, Gaslicht, GasfflUhlicht und Petroleumlicht. Die Handhabung des Petrolenm-GlUhlicht-Brenners ist äusserst einfach, verlangt keine andere Behandlung als die einer gewöhnlichen Petroleum-Lampe und ist ohne weiteres auf jede gewöhnliche Lampe aufzusetzen, welche 14". 16"', 18", 20"' etc. Gewinde hat. Der Petroleum-Giühlicht-Brenner brennt völlig geruchlos und Iflaohtet genau wie Gasglühlicht. Der complette, ans jede Lampe aufzusetzende Petrolenm-GIHhlicIit-Rrenner, incl. Strumpf and Cylinder kostet Alctsk 8.A0. Vertretung und Niederlage bei: MAX OTT, Eisenhandlung in Pettau. Der a«k schtijk Viirsch >rr 9t|e*»art! «ß Ei» Schlager allererst«« R««je» l J. F. Wagner's „Spazzacammino" („Rauohfangkehrer") Marsch für Ptanofert« op 358 fl -.76 T25 mil ^«lang ad libitum. Text von Josef Hornig. 0 9 JBagntr. der (Xomponift de« .Mgerlmarsche«-. .Unter dem Doppeladler-. „Bersaqlieri- und de» bereit« in IV. !» »«»» OesterreichU«i«r,, De»tschlaub. Ar,«»reich H.llan» S»«s«ti». erregeide« ■ Burenlied-Marsches ■ ^t wieder eiue Tomposition geschaffen, die sicher die Runde um die Welt macheu wird Der Marsch kann auch alt Duett. Terzett. Quartett oder Shor. mit oder ohne TostSme vorgetragen werd«». 0«~ Soknairilger Milltlr-Marsoh. -*■ Ift i« stM»tliche» N«»„i»e» Hrch «>e Mufililienhi«»,«»»» zu t»Hi«h«M. gerner erschien neu: Leicht, op. V) $0 g WalZB!*" von «. M. ZI»hr«e. Aür lllavier mit Singftimme fl. — 75. — Sin reizende« Wienerlied. Reperloirenummer der Volk«, und Skatursünger. yanF Burzer, Musikalie»- und Papierhandlung »ie». IIII, Landstraße. Hauptstraße KV. 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Blanke, Pettau. — 12 — tUat 1 fflw». ZA kr. Im A» «in» tmtkr u md MUf» «»Mm ab in J*-J+m AMiWr«* rtwiltw Fnln ■ »> Fh I H(| t» •!____„______. XV mm,st — - ■--Un |1M V Mm* Geschenk. Vor räthig in der Buchhandlung W. BLANKE in Pettau. als auch zur Vertilgung der Für Landwirte I Für Weinbautreibendel Lzur Vernichtung des Hederichs und des wilden Senfs, sowie zum Bespritzen der Weingärten i Obstbaumschädlinge hjben »ich Ph.Mayfarth & Co.'s patentirte AI selbstthätige SX'Sei'XZEIbT „Syphonia" am b««ten bewährt, welche ohne n pumpen die Flüssigkeit selbstthätig über die Pflanzen stäuben. Viele Taaaeade dieser Spritzen stehen in Verwendung und zahlreiche lobende Zeugnitee beweisen deren VorsQglichkeit gegenüber a'ien anderen Systemen. Mm verlauf« Abbikluua und BcscKrcibunf von PH. MATFARTH & Co. K. k. I. p. Fabriken landwlrt. M«achlo«n, BptcUl-Ftbrlk fOr WelnpmMn und Obatvar* w « rt un f»« MlldllAtA WIEN, IL, Taboritrtii« Nr. 71. 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Diesmal ereignete sich nichts dergleichen. Was that er denn? Bon Fieber überreizt, erhob sich Leontine und verließ da» Zim-mcr. Das Kabinett ihres Mannes lag gegenüber und war von einer Doppelthür des Zimmer», in den, dieser schliei, getrennt. In diesem ersten Zimmer schimmerte Licht: sie trat ein. Ednard drehte sich bei dem Geräusch, seine Kerze in der kxWd. um. .Wa» thust Du da?' Er wurde verwirrt. »Ich suchte ein Buch. Lege Dich nur wieder zu Bett. Ich gehe auch hinaus!' Nach einer halben Stunde glaubte sie, die Stufe knirschte von neuem, aber schwächer, wie unter einem nackten Fuß; doch sie wies diese unwahrscheinliche Idee von sich. Sie schlies wieder ein und wurde viel später von etwa» Eigentümlichem geweckt, man ging auf der Straße, sie erkannte Eduard» Schritt, der sich entfernte, -eufzend drehte sich die Kranke wieder nach der Wand um; der -chlummer hatte Mitleid mit ihr und brachte ihr Bergessenheit. Am nächsten Morgen trat Milcent bleich wie ei» Gespenst an ihr Bett und stotterte: „Ich bin bestohlen!' »Entsetzlich, entsetzlich! .. . Bist Dn Deiner Sache wenigsten» sicher?' .Die Schublade de» Schreibtische» ist erbrochen, man hat alle» «enommen, wa» darin war, über sechstausend Franc»!' Leontine sprang mit nackten Füßen anf und rief wie Wahn-sinnig: .Entsetzlich! Entsetzlich!' Plövlich vergaß er sein Geld, so sehr war er Bater. „Wenn die Banditen dem Kii.de nur nichts zuleide gethan haben." Damit lief er nach der Treppe. Seine Frau folgte ihm mecha-»isch, um ihn in ihren Armen aufzufangen, wenn er das Bett leer niiden würde. Doch nein. Ednard lag in tiefem Schlummer, -ie hatte gerade noch Zeit, sich vor seine Stiesel zu stellen, die mit frischem Schmutz bedeckt waren: Prosper sah nichts. .Jetzt,' sagte er, wieder nach der nntern Etage zurückgehend, .handelt es sich darum, zu erfahren, wer mich bestohlen hat! — Eh, ich werde es schon erfahren!' Der junge Mann hatte, als er »ach Hause kam, alle Thüre» zugemacht; die Dienstboten, die erst vor wenigen Augenblicken aus-»estanden waren, waren noch nicht fortgegangen »nd aßen in der Uüche ihre Suppe. Prosper untersuchte alle AnSgänge, durchsuchte das HanS »nd den Garten und sah in den ttaininern »ach. Da»» eilte er wieder z» feiner Iran, die sich schnell angekleidet hatte und sagte zu ihr ganz leise: .Höre, es ist jemand ans dem vause gewesen. Das Thor ist von innen verriegelt; auf deu Beeten keine Fußspur: jetzt nach dem Regen würde man da« sehe». Nur die Luke der Dachkammer steht offen: doch ich habe davor Spinn->>ewebe gefunden: dort ist man also nicht durchgekommen.' ,Aber wer konnte es denn sein?' „Einer der Dienstboten." Leontine sagte ihn beim Arm und sagte: .Höre, es wäre feige vo» mir, nicht zn sprechen; ich wollte es schon gestern thun.' Doch eine entsetzliche Furcht schnürte ihr die Kehle zu, während sie diese Worte stammelte. .Ich bin nicht sicher,' dachte sie, .ich weiß e» nicht genau!... Und wenn ich ihm das erzähle, was ich glaube, so wird mein Wohlthäter, mein Gatte, von dem Schlage sterben! ... Und ich sollte meinen Man» töten, ich?!' Sie sank am Fnße ihres Bettes in einem unbeschreiblichen Zn-stände der Betäubung nieder. Man wollte einen Unschnldigen anklagen, ja, ihn vielleicht so-gar verurteilen! . .. Dieser entsetzliche Gedanke war ihr »och »icht gekommen, nicht einmal in de» Schrecke» des Fiebers. Milcent fuhr fort: .Ich glaube, Nanettes »nd ihre« Gatten sicher zu sein: doch was Jean, meinen neuen Diener anbetrifft, so liegt die Sache* anders.' Er klingelte heftig. Die drei Dienstboten erschienen. Keiner von ihnen hatte von dem, was vorgegangen war, eine Ahnung. .Ich bin heute nacht bestohlen worden,' sagte der Hausherr langsam; mein ganze» Geld ist verschwunden. Bon außen hat niemand daS Verbrechen begangen, dafür habe ich den Beweis. Das Geld muß sich wiederfinde», hört ihr wohl?' In ihrer Bestürzung fanden die drei Dienstboten nicht die Kraft zu antworten, endlich faßte sich der alte Jean und erhob im» die Stimme: .Herr, so wahr Gott lebt, ich habe heut' nacht zu hören geglaubt, daß man leise die Thür öffnete.' Milcent wandte sich hohnlachend zu seiner Frau und machte eine Bewegung, die besagen sollte: „Na. hatte ich nicht recht?' Dann sah er Jean mit wilder Härte an »nd rief: „Er lügt! Der Riegel ist jetzt noch vorgeschoben? Na, wenn Ihr e» seid, so gebe ich Euch fünf Minuten Zeit, um alle» zurückzugebe».' Empört fuhr der andere aus. .Der Herr »mg un» aiiklageu, wenn es ihm beliebt; ich fürchte »icht»; ich bin ebenso ehrlich wie er!' .Ach! So steht die Sache? Nu» gut? Wir werde» uns vor den Gendarmen sprechen! Nanette, laufen Sie zur Brigade; ich übernehme e«, ihn hier festzuhalten!' Leontine richtete sich langsam aus und ging aus ihre» Mann zu. .Mein Frennd, mein teurer Freund, ich beschwöre Dich, gehorche nicht Deinem Zorn! Diese armen Dienstboten sind »icht schuld, Jean ebensowenig wie die andern. Mache kein Aufsehen! Ueberlege!' Sie wußte nicht, was sie sagen sollte, stieß sich bei jeder Bewegung an den scharfen Kanten ihrer Zuneigung und suchte vor allem Zeit zu gewinnen. Zu wiederholtenmalen erschien vor ihren Augen, in der Luft hängend, ein geschriebener Satz, den sie ablas: .Es ist Dein Sohn; ich habe alles versucht, jetzt ist an Dir die Reihe. Mut, ich werde Dir helfen: lerne ihn kennen u»d bessere ihn. E« ist Dein Sohn!' An Energie fehlte es ihr nicht; doch jedesmal bemerkte sie da? fchlagsittsfige Gesicht dieses Bater», den die entsetzliche Aufregung unfehlbar töten würde. Und die Gattin kam zu dem Schlüsse, sie habe nicht das Recht, ihren Gatten gleichsam zum Tode zu verurteilen. In einer Stunde würde er sich beruhigt haben. sie würde ihn vorbereiten und ihm nach und nach alles sage». Sie blieb bei diesem Plane stehe» »nd war fest entschlossen, das verhängnisvolle Wort während der Krise vor der Beruhigung nicht ausznsprecheu. Prosper zuckte die Achsel» und sagte in festem Tone: .Geunff der leeren Reden; dieser Bursche wird inS Gefängnis kommen!'' Die Züge der früheren Erzieherin waren entstellt; sie sühlkc sich im Herzen wie von einem n>te» Eisen Zerfleischt... uri», ■4 202 eine rechtschaffene Frau fomitr das »icht ertragen: das wäre nickt mehr die Pflicht: da» wäre das feige Vergesse» der Pflicht! • . . Deshalb rief sie schlochze»d: .Halt' ein! ... Jean hat nicht ge-stulilnt, sage ich Dir! ... Jean hat nicht gestohlen: ich schwöre es Tür bei Gott!" .Also weint Dn. wer eS war? ... £h, sie weiß es!" Er zog sie i» das Nebenzimmer, packte sie »nd schüttelte sie. .So sprich doch, nenne doch den Dieb!" (Sin krattipshastes Zittern packte sie. nnd ihre Zähne klapperten lant. »Las: niich! Es ist »icht Jean." Er sah ihr starr in die Angen: kenchrnd. halb tot warf sie de» Kopfzurück und wiederholte mit tonloser Stirnnie:.EsistnichtIea»!' Plötzlich stieb Milrettt ei»e» heiser« schrei a»S; kalter Schwein tropfte vo» ferner 3tiru; er drückte feine» Keps in beide Hände »nd stotterte: .Aber wer de»»? ... wer den»? .. . Aber wenn ... Du? Dn? ... Eh!" Er drehte sich im, sich selbst nnd erhob die Faust. Bei diesem entsetzlichen Wort erbebte Leon-tine am ganzen Körper. Da-ran hatte sie »icht gedacht, doch um so schlimmer! das war ihr immer noch lieber als das an-dere. Sie rettete in dieser Mi-nute dem einen das Leben und dem andern die Ehre. Für die Zukunft war also nichts ver-loren. Doch wie bitter war der Kelch! Außer stände, sich länger ansrecht zu halten, fiel die lln-glückliche aus die Kniee und seufzte: „Es ist nicht Jean ... ich liebe Dich . . . Klage nie-manden an ..." Prosper versuchte, sie zn schlagen, doch sein Arm fiel leb-los zurück, er wurde violett. strauchelte nnd riß fich den Kra-gen ab. .Unglückliche!" sagte er mit brechender Stimme, .Du hättest doch meinen Schlüssel von mir verlangen sollen!" Die Dienstboten wohnten. wütend darüber, daß man sie desDiebstahisverdächtigt hatte, hinter der offenstehenden Thür dieser Scene bei und gingen bald in die Schenke» der Straße, wo sie »nter lautem Lärm erzähl-ten, Madame hätte dem Herrn eine riesige Summe gestohlen. Milcent, der von einem Schlagansall betroffen worden, starb in wenigen Stunden, er Iiatte kann, die Kraft, feine» teuren Eduard zu umarmen und mit schwacher Bewegung seine Fran zurückzustoßen, die ihm einen Trank reichte. Der junge Mann verfiel in eine schreckliche Krisis, floh seine Stiefmntter entsetzt und wei-nerte sich, mit ihr zu sprechen. Sie sagte nur: .E. na.d, bereue! Denke an Deinen Bater, der in dem Glaube», D'' «eiest gut, gestorben ist. Bereue!" Doch er erwiderte mit düsterer Miene: ,,D» hast mich noch wehr verzogen als er. Es ist Dein Fehler, wenn ich eine Kanaille bin. Jetzt schäme ich mich vor Dir, nnd darum verabscheue ich Dich!" ..Ich werde gehen, Eduard!" Sie verkaufte ihren Schmuck nnd ihren Ring für fünfhundert Francs, ließ ihren kleinen Koffer »ach dein Bahnhof bringen und setzte ihre Abreise a»s de» nächste» Tag »ach dem Begräbnis fest, denn sie wollte den Man», der ihr Wohlthäter nnd ihr Frennd gewesen war, zur letzten Ruhestätte geleite». Ma» betrachtete sie verwundert, wir sie wie ei» Schatte» hinter den, Leichenwagen einherschritt. Da Herr Milcent erster Klasie begraben wnrde, so fände» sich viele Lente zn der Ceremonie nnd eine große Anzahl von Neugierigen ans dem Kirchhost ein. Leontine hörte, wie mehrere Personen hinter ihr hersagten: „Sie ist nicht zu beklagen z sie hat ihr Schäfchen ins Trockene gebracht!" Die Aermste richtete ihre Angen auf de« Sarg und sragte fich. welche Belohnung ihrer wohl da oben harren mochte. »>» sie für das irdische Elend zu entschädigen. Der WcihnachtSdium. Räch dem «emSldc vo» « Seeger. «Mit Kopfweh. WeihnachttnjShlung von Marie Romanh. («ach»r>«e dru onimt mein Mann noch immer nicht?" sragte Uttwillig Lnril .Er hat Kopsweh, liebe Schwägerin." war dir Antwort .Kopfweh und immer Kopfweh! Ach, wie »»glücklich bin i.l> doch! Mein Gott, wer hat »och nicht Kopfweh gehabt?" rief di jnnge Fran heftig. .Kopfweh ist doch kein Grund, seinem Mit mensche» das Lebe» zu verbittern? Die ganze Welt leidet daran nnd niemand geht deshalb zn Grunde. Mit ein wenig gute« Wille» lassen sich ähnliche Schmerze» leicht überwinde«. Meli als einmal habe ich Kopfweh gehabt, aber ich habe es feinen Menschen geklagt. Nicht einer hat mir angesehen, daß ich leid. Man muß sich eben nur beherrschen können." Sie lehnte das Haupt erschöpft an die Kissen deS Diwans n» vreßte die vollen Lippen so fest auseinander, als wollte sie teil Wort weiter sprechen, da aber ihr .Gegenüber" den Mund au.i nicht öffnete und dadurch ei, peinliches Schweigen eingenr ten war, so trieb sie ihre Lei' haftigkeit dennoch zu weitere! zürnende» Klagen. .Kopfweh! Das ist Wol' gangs ewiger Borwand, wen» er mir abschlagen will, wa mir Bergnüge» macht, und mit aufbürdet, waS mich langweilt Will ich in» Theater gehe», so heißt es immer: „Ich Hai».' Kopsweh.'" Möchte ich -inm Ball besuche». so erwidert n stets: »Ich habe Kopfweh! Lade ich mir frohe Meuscheu ein. so hat er Kopfweh, ja selb« wenn ich singe, zieht er sich zn rück und klagt, die schnürn Töne verursachten ihm kopi weh. Die Töne! Ist ja doch meine Stimme von den ersten musikalischen Größen geprüft und für reines Gold erklärt worden. Auch sollte ich schon au einem bedeutenden Thealer debütieren nnd wäre gewis; längst in Wien engagiert, wen» Wolfgang nicht meine Schritt,' aufgehalten hätte. Der Erfolg war nicht mehr zu bezweifeln, und jetzt muß ich mich so tiei beleidigen lassen!" »Und Ivc»» d» schiltst und wciln du tobst, Ich will ti ruhig leiden, Doch wenn du gleich mein Lied «ich! ludst. Laß Ich mich von dir scheiden." murmelte der Schwager mehr für sich als für sie. Sie aber hatte ein feines Ohr und sing das Eitat mit Hellem Gelächter auf. Dabei war sie gerade noch „ einmal so hübsch als vorher Die Munterkeit paßte vortrefflich zu ihrem runde» Kindergefich, »nd zu den treuherzigen blauen Angen; ihre tadellose» Zähiicheu schimmerten hellweiß zwischen den Purpurlichteru hervor und dir lieblichen Grübchen, welche ihr Ernst verborgen hatte, zeigten fich nun itt vollem Liebreiz. Selbst die dicke» braunen Zöpfe, die si. frei herunterhängend trug, paßten bester zu der heiteren Stim mnitg, als zu dem Grolle». .0, wenn Wol? nur Deine Lanne hätte." sprach sie weiter, .dann wäre alles gnt. Ich bin ja »icht bösartig »nd wollte mich fugen, aber er ist immer verdrießlich und böse. Seine Üble Lannr lastet wie eine schwere Wolke ans meinem Haupte und bringt mich tun allen Sonnenschein des Lebens. Ich kann diese Existenz „ich, länger tragen! Es wäre mein Untergang! Es bleibt mir wirk lich nichts Übrig als--" ..Als--?" .Nun, wenn Du eS wiffen willst — als Scheidung.' Der Schwager war noch ein jugendlicher Mann, und seinr Laune konnte dnrch Kopfweh nicht verdorben werde», er »al»n das Leben leicht »nd lachte nnd scherzte gern, aber das Won „Scheidung" hatte mich für ih» einen ernste» »laiig, nnd ganz be •h 203 Das öcntfungäfnim be« „Vereins deutscher Handlungsgehilfen" i» Äieberschlema « ein Gmnb zu solchem Benehmen? Ich muß gesteheu, baß ich seinen Zorn-bei solche» Gelegenheiten nicht begreife; mir summt derselbe geradezu lächerlich vor. Er behauptet zwar, ifinr Gesunbheit erforbere bie größte Pünktlichkeit in ben Effens-inrnben, allein ich kann nicht glauben baran. Er leibet ja boch nur an Kopfweh. Auch seine Lichtscheu ist gewiß nichts als Laune. Weil ich es gern hell habe, liebt er es, bie Kerzen aus-uilviche» und verbeckt bie Lampe stets mit einem bnnklen Schirm. Ii'nfe nur, sogar am WeihnachtSabenb verbat er sich bie Lichter, u»ö ich armes Wesen mußte den schönen, lieben Ehristbaum «»ibehren. Ach. eS war zu traurig!" Arthur befanb sich augenscheinlich in sehr unbehaglicher Stim» nunig. Seine hübsche Schwägerin war ihm lieb unb wert, er war sogar eitel auf sie unb hörte sie gerne singen — aber seinen Prüder, ben vergötterte er, unb er fühlte sich gereizt burch bie Anschulbigungen. bie biesem gemacht würben. Bruber Wolfgaug ivnr in Arthurs Auge» ei» Selb ohne Furcht unb Tabel: er holte ihn gegen jeben feines Geschlechtes mit Worte» unb Waffen vnteibigen mögen, aber einer zarten, schwachen Dame gegen-iil'n war er machtlos. Ungeduldig hämmerte sein Herz in der Pnist, und es brängte ihn. ihr zuzurufen: „Du bist undankbar! <11 vergißt, wie Wolf Dich geliebt, wie er, über alle Vorurteile ftluben, Dich zum Altar geführt hat! Was warst Dn und was n'tir er, ehe ihr bie Ehe einginget? Er war ein reicher Kava-ein glänzenber Offizier, ber sich so manchen Lorbeer schon iK tinmelt hatte unb bem bie höchsten Kreise ber Gesellschaft u stauben, er hätte feine Braut unter ben vornehmsten unb >l listen Damen wählen biirfeu. Du aber ein Hübsches, blut-«i ies Jtinb, besien Herz ihm beim erste» Gruße zuflog. Ein i Yrer hätte kaum so ebel gehandelt wie er." So dachte Ar->>> r, allein er sprach kein Wort davon. .Dn bist verstimmt," war der einzige schwache Vorwnrr, «i welchem er sich hinreiße» ließ. .Morgen wirst Dn milder ii die». Ich gehe jetzt »nd will Wolf zu einem Spaziergang >' nebe». Die frische Luft wirb ihni gut thun." „Ich halte Dich nicht ans," erwiderte sie. .Du kannst Wolf ans „«ich,» trniifieiiblcideit! Drinnen i Spaziergange gleich mitteilen, was ich Dir soeben gesagt." »cr «eitznichtS«»»!« .Was beim?" „Daß ich entschlossen bin, bie Treu-»»»a unserer Ehe bnrchznführen." „Lucie!" „Es ist nietn fester Wille." entgeg-uete sie. ohne seinen schmerzlichen Aus-ruf zu beachte». .Sei so frennblich. Wolf bavo» zu unterrichten. Die Nach-richt bürste vielleicht auch ihm will-kommen sein, auf j'ben Fall aber wirb sie ihm burch be» Bote», ber ihm bie-selbe überbringt, versüßt." Sie hatte sich von bem Diwan er-höbe» unb vor bem geöffnete» Konzert-flügel Platz genommen. Mit sicherer Hanb schlug sie einige Akkorde an und begann bann Gretchens Jubelarie über den gefundenen Schmuck zn singe». Sie wollte keine weitere» Einwände höre» und erreichte ihr Ziel. Arthur verließ schweige»d be» Salo». Mechanisch sang sie weiter, aber trotzbem, baß ihre Stimme rein n»d hell klang, hatte sie boch keine rechte Freube babei, es fehlte» ihr bie Zu» Hörer. Sie war allein in ihrem Prunk-gemach »nb kam sich vor. wie ein ge' fangener Vogel im vergoldete» Käfig. Das sollte nun am längste» gedauert habe». Sie wollte ihre Kette» breche» »»d z» de» Verwandte» zurückkehre», bei welche» sie vom Tode Ihrer Elter» a» bis zu ihrer Vermählung ei» svmpathischeö Heim gehabt hatte. Oheim »ttd Tante gehörten dem künstlerstande a». ber eine war Kapellmeister, bie anbere einst eine berühmte Sängerin gewesen. Lurie hatte nur Liebes iu ihrem Hause erfahre». Hier hatte sie all .THU 204 ihren Unterricht, besonders den in der Musik neiioficn. Sie war für die Bühne bestimmt, und ihr Auftreten mi einem Provinztheater war schon vorbereitet gewesen, als der Baron v. Ärabov ihren Flng aufhielt Run wollte sie die früheren Pläne wieder aufurhiiien. »Schluß Iolflt.l Ter WeihnachtSbaum Wir Nnd In der Weihnachi»z«it »üb da« froti« ftfst ist nahe htrnnQrrftift, befhnlb haben «loch dir ttiubfr brf e mehr ge-lassen, bi« er ihnen den Ehristbaum. welcher beim ft»(l« so schv» funkeln und so »richtig basten wird, in »in Bretlche» festgemacht hat. damit sie ihn wenig-'ten» s» zum daran» schon bewundern kdnne» — OllttrflitHe Rinder« Herjfn! I«0 Kenesungshei« des „ Verbände» »»»scher Handlnngsge-Hilfe«- in Stiederschle««. strei von allem politischen und religid. sen Parteigetriebe, ist der verband deutsch«rHanbl»ng»gthilf«n zuL«ip» zig bestrebt, bie Lag» seiner Mit-«lieber zu ««rbessern. Reben Wah. rung der B«n>s»inleress«n gegenüber den maßgebenden Stellen, hat «r zahlreiche Wohlsahrt««inrichtung»n geschaffen. »m feine R»g«hdrig«n vor Rot und B«dri>ng»>» zu schüfen. Kein» neueste Unternehmung ist bi» Errichtung von G«nesnng»hei«en, unb schon die Anregung da»» hat g«z»Igt, daß die ikausmannschal« den auf Erhaltung de» Wohlergehen» der kaufmännische» Angestellten ge» richtete» B«str«bungen Berstünbni» und Wohlwollen «nigigenbrlng». Die ««nrsunglhtimt sollten au» sreiwilligen Ep«nb«n au» ben ftrei» sen von Mitgliedern nnd «dnnern errichtet werden, und in der That sind auch au» allen «auen Deutsch« land» >» dem Zweck Beitrüg» ein» gegangen, die e» «rmbglichten, be» reit« am Himm«lfahr>»tag diese» Jahre» ba« erste «enes»ng«Heim zn Riederschlema im sächsischen Erzgebirge in Betrieb zn setze» Wesentlich g«fbrd«rt würd» da» Unternehmen durch Stiftung eine» sechzehntauieud Quadratmeter großen Wald» und Wi«s»ngrundstück« von seilen eine» zu Wohlstand gekommenen alten Mitglied««, «us einer «uhdhe zwischen den Orten «ue und Riederschlema, kaum drei Viertelstunden entfernt von der alten Bergstadt Schn»eberg. ist »in stattliche» GebSvb» mit massivem «u«sicht»turm und einer im zweiten Obergeschoß offen»» Veranda erbant wor-den. Der Turmbau bient al» Treppenhau«: in den itell»»gelassen besinben sich die verschiedene,, Wirtschaft«,iiume und Vadeeinrichtungen, da» Erdgeschoß dagegen enthült. n«ben ber Wohnung be» Heimmirt», bie Speise-, Lese-, Spiel-»nd Sneipzimmer. In den oberen Stockwerken befinden sich »ach Osten und Westen j» sech« Fremdenzimmer, die. behaglich nnd geichmarkvoil «»»gestattet, auch für I» zwei Bewohner hinreichend Raum bieten. Sine eigene Leitung versorgt da» Gen«sung»h«im bi» i» bi« obersten Stockwerke mit vorzüglichem QueUwasser, und zur Arischerhaltung von Speis«» und G«trünk«» ist durch «in Ei»hau» gesorgt. An der westlichen LSngtselt» de» Haus»» dehnt sich der reichlich mit Sitzgelegenheit«« versehene Waldpark an», an dem dn au» der Mulb« kommende Sch»eeb«rger Floßgraben vorüberfließt. $>i« ankere Hülste de« «rnnbstück». die durch einen prächtige» Radelwald begrenzt wirb, ist mit «tartenanlagen und einem Platz zu Bewegung«spielen im Freien verleben. Di« Umgebung bi«tet «in» herrliche «ebirg»Ia»dschaft dar, und sfir rüstig» Wanderer )st reichlich Gelegenheit zu loh»end»n ?U«fUig«n vorhanden. aber auch an bequemen Spazlrrgünge» in Wald und F«ld s«hlt «» in »Achst«r Rlhe nicht. Da« «en«sung»hiim de« Verbände» deutscher Handlung»g«h>lsen soll eben k«in Arankenhau», saniern «ine Erholungsstätte in gesundheitlich bevor-zugter Loge sein, wo b«n von schwerer Srankheit genesenben ebenso wie ben dnrch aufreibend» «esch»st«th»»igkeit geschwächte» Berus»g«ni'ff«n «elegenheit geboten wirb, die verloren gegangene kdrp«rlich» und g«istig« Spannkrasl wieder-zueriangen, ohn« dafür groß« Aufwendungen an Geld machen zu müssen, denn die Wohnung«- u»d BerpNegu»g»dedi»gungen find «ußrrst günstig». La« ««-nesung«heim in Riederschlema bleibt wührenb de» ganzen Jahre» in Betrieb, kann also auch im Winterhalbjahr benutzt werben. Urin (Merniitfrnenfch. Schneide»! .Sie denken sa gar »ich, m«lir on die Schuld für Ihre» Anzug?" — «igeri: »Tn« ist auch nicht ndtig. 2tr werden sie doch al« ««ichiisiemaiin ordentlich verbuch«»!' Bedenkliche «eiißernng. «ertch»«pr»Iident «nachdem bi« Ramr» der Geschworen«» au« d«r Urn« gezogen worden sind): .Meine Herren, die ungezogenen «Geschworene» können gehen!" (»in kostbarer Streusand Frau v. B. ließ In ihren süngeren Jahre» e,umal gegen den Prinzen llonti den Wunsch fallen. daß sie wohl da« Bild von seinem Li«bli»g« Papagei in einem Ring haben mSchte. Der Prinz ver. iprach e« ihr unb sie nabm e« a». jedoch unter der Bedingung, daß der!K>n{i ganz einfach, und ohne alle kostbare Einfassung sein sollt«. I>«r Ring nia. auch wirklich ganz einsach und hatte nur »ine» schmal»». gi>ld»nen Rano allein statt de« Arystaii», womit man gewöhnlich solche Miniatur««mAid, überdeckte, hielt er ei»e» großen Diamant, ber flach gtschiiffen worden war [>rau v B wurde der Pracht de» Steine« kaum gewahr, so ließ s>» ih» h». «»»nehmen und sandle ih» wieder zurück. Mit vieler Gleichmut ließ nun dri Prinz diese» kostbaren Diamant zu Staub zermalmen und brauchte ihn zu Streusand für da» Billet, welche« er ihr di vor d«m Straßenbahn wage»! ,Ra, Schaffner, ist Zi„. >rch« Roah denn schon voil'>' Schaffner: .Ein «ff« f«hlt noch. st«ig«n Si« »ue ein!" /, Pfund Zucker wirb mit dem Schnee vo» 2 Eiweiß verrührt, 180 Gramm M»hl, dle seingewiegte Schale vo» 2 Eitronen dazu g»g»b»n, dee Teig fingerdick au»gewellt, au«g«stoch. aus Oblate» gelegt und recht lang, sam gebacken. Znckerschiffel ^»Gramm Mehl. 40 Gramm Zucker, ZV Gramm Butter unb l Ei wirb zn einem Teig ,nsa«»»ng«»trrt; »a» lilßt ihn einig» Zelt rnh»n, wellt ihn dann dünn au», schneid«! schiele Stück« daran», b«ftr»»t si« mit Grob-zuck«, setzt sie auf» Blech nnb bückt!ie. i«e,rgiuent»»Ie» i« Winter. Deren F»>»b« im Winter sind fttost, groß« Wiirme und Trocken helt und groß« Fenchtigkei» Sie find gegen oll« zu schützen. Fros! vernichtet fie piützlich, zn große Würm« allmählich, ind«« di« Knoll«» langsam v«rtrock»«n und dir sog. Zucker sünl« bekomm«», zu groß« Fruchtigk«!« «rzeugt di« n-ss« Füul« und Schimmel D«r b«st« «usb»wahrung»ort ist «in guter »«ll«r. Ist «in solch«« seucht. so müssen bi« Snoll«n von Zeit zn Zeit vorübergehend einmal in «In warme«, «rock«»«» Zimmer zum «brrockne» gebracht werden. Blumenerde soll b»sonb«r» Im Wint«r gesammelt unb zu>!"!»t gemach! werben. Sie soll recht oft frinen unb wieber anstauen, dadurch wird sie immer besser. Natürlich bars ma» fie »icht dorthin lege», wo Würmer nnd Maden hineinkriechen kbnnen. Um die» zu »»rhindern, streut man nnter die Blnm»n»rde etwa eln«n Finger hoch Retk. Z«« Pntze» von ZilbergegenstSnden verwendet man Silverin«: «ramm g»schl«mm'« »r«id«, »0 Gramm Salmiakg«sst, 4» «ramm Sprit nnd so vi«l Wasl«r, baß di« «eiamtmeng« SlX) «ramm au»macht. Für «oid-waren wirb bi«s« Mischung mit b»r Hilft« «affer verbdnnt. l» r. k ,, H L H 0 A C C n k e K K K H H l M II S O <> C) r r r H S ▼ A A a A A U C! i: D D K E k k I I N .V C> P r 8 8 T V W V Diamauträtfei. ?ie Buchstabe» i» vorstehender!^tgur >!»!> N C D K K K K K K O I L L L S N N N R R R 8 S 0 so umzustellen, daß sollend« ?e»etchmui>en »»> steh«»: I) Sin Itonlonanl. T) Ein ®Dta»lm. 3) Ei» ffbrnoonift. «> Eine Siadr In Enqlan? s> Eine Etadl tu England, tii i)int Staiwn Mi Gchwarzmalddahn 7) »w hoher Offizier, mittu I. fnuM. ^eportrmert. ») On »eidlicher Jlamr ®ominrrrrsirtichaf»iche» «erst. II) Eine tnu 11 Ich« CchrtftsttOrTin. i») St» ftonlcnant. Ctnfe di» Wdrler richlia aeiund«n, io de zeichn'« die lentochtt TOittelrellK ein deutsch,' naeoHerierrflime», Paul Klein Auslesung. w A 1 '* A B 1 0 I. 0 1 » Homonym. Mordend und raud«»d verheert« er Teutlchland« blühende luc» Auf karalaunischem Neid nnird' er vom Schicksal ereil«. Ader auch heule noch ist er zu leh'n dei jedem Husarenl Seine »eftlli«e ffvrm mach! ihn de» Madchk» so li»d. Nufidiung folgt in nächster ttammn. Auslösung«» au« voriger Nummer: ?e« Logogriph»! Wette, ike»e. Rette. — te» Arithmo Arrn», Kuiuel, «»laser. Klfah, I-etsep», Aeapel. ßrlvh»: »entgal, BreN," — «pargetn. die !Mexl»n«i»e^edeu von «reiuer * tiidifer In