Nr 193. Samstag, 23. August 1913. 132. Jahrgang. Mbllcher Mum PrL»nn»raN«»»»»»!»: »lit Postvlrlcndung: «««»jährig 80 X. halbjährig ll, ll, Im Nonl°r: a»!>z,ahn8 « R. halbjährig N t. Für die «ufttllu»« in« Hau« «anzjähriy 2 X. - I»s»v»w«»«,b»hr: ssür llcml Insnnle bi» ,u vier Zeilen »0 d, glößr« per geile 12 d; del «sterni Wiederholungen per Zeile 8 l>. Die «Laibacher Zeitung» erscheint täglich, mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage. T,e Admlnist»««»« beendet sich Milloöiestratze Nr. 16: die ««daktton Vlitwöiöfttllhe Nr. I«. Sprechstunden der Redaltion von 8 bit <0Uln «onniitags. Unsranlierte Briefe werben nicht angenommen, Manuskripte nicht zurückgestellt. V«l«vh»» N». »»« P»»«!M«M 32. Amtlicher Geil. Seine k. und k. Apostolische Majestät haben laut Allerhöchsten Handschreibens von, 17. August d. I. Ihren l. und t. Hoheiten den durchlauchtigste» Frauen Erzherzoginnen Zita und A u gnste sowie Ihrer Hoheit der Frau Sophie Herzogin von Hohenberg das Großlrcuz des Elisabeth-Ordens allergnädigst z» verleihen geruht. Seine k. und l. Apostolische Majestät habe» mit Allerhöchster Entschließung vom 6. August d. I. dem mit dem Titel und Charakter eines Hosrates bekleideten Oberfinanzrate und Finazftrokurator i» Zara Dr. Dragomir Dominis cmläßl'ch der von ihm erbetenen Versetzung in den dauernden Ruhestand das Komwrtreuz des Franz Joses-Ordens huldvollst zu verleihen geruht. Nach dem Amtsblatte zur «Wiener Zeitung» vom 21. August 1913 (Nr. 193) wurdc die Weiterverbreitung folgender Preß» trzeugnisse verboten: Nr. 64 «Nieder Sonntags-Blatt» vom 14. August 1913. Nr. 183 und 185 «I^'Inliipenaouto» vom 8, uud 11. Au-gust I913. Nr. 133 «j^'Istiill »oculist»,» vom 9. August 1913. Nr. 18 .I^u, I^ue«. vom 10, August 1913. MchtamtNcher Geil. Zur Situation auf dem Balkan. Seit einigen Tagen wird Europa »lit, türkische» und bulgarischen Noten, Erklärungen nnd Protesten überschwemmt, aber die Situation alls dem Balkan ist darob nicht klarer geworden. Nach wie vor lautet das tägliche Bulletin: „Alles in Schwebe", und niemand dürfte sich heule nnterfcmgcn, de» Propheten zu spielen nnd der weiteren Entwicklung der Dinge auf dem Balkan irgend eine Prognose zu stellen. Man weiß eben nur so viel, daß der Friedensschluß keinen Frieden gebracht hat, daß der dnrch die Verträge von London nnd Bukarest nor-mierte Zustand lange noch nicht effeltniert erscheint und daß die" wirkliche Liquidierung des großen Nalkanpro-blems noch sehr, sehr wcit von ihrem Abschluß entfernt ist. In Adrianopel, das bekanntlich in aller Form den Vulgären zugesprochen worden ist, haben sich die Tinten häuslich niedergelassen. Allen Demarchen nnd Warnnn-gcn Europa« zum Trot) haben sie, wie übereinstimmende Meldungen besagen, alle Festnngen auf ihren frühere?» Stand gebracht, habe» eine starte, widerstandsfähige Besatzung in diesen Festungen konzentriert, haben die Stadt »lit Munition nnd Proviant versehe» lind sind'offenbar entschlossen, sie gege» etwaige Angriffe zu verteidige». Sic knnnncr» sich »icht weiter um die Bestimmungen des Londoner Vertrages, und in konsequenter Durchführung ihres Standpnnktcs, daß die Türkei auf Adrianopel nicht verzichte» könne, weil sie sich sonst der Möglichkeit begeben müßte, gegebenenfalls die Hauptstadt des Reiches erfolgreich zu verteidige», habe» sie einfach den Grundsatz: „j'Y suis, j'Y reste!" sanktioniert. Sie haben ferner i» der Note vom 19. Juli eine Korrektur der in dc» Fricdc»sbcstim!NU!lgc» festgesetzten tiirtisch-bulgaw schcn Grenze vorgelwmme» u»d ihre Truppe» so weit »ach Weste» vorgcschobc», daß mit Recht die Befürchtung aufkam, die Türkei wolle es auf einen Kampf um Thrazien ankommen lasse», znmindcst aber dnrch Er-nierbung eines Fa»stpsa»des am rechte» Ufer der Ma-rica oder an irge»d einem andere» Pu»tt des Bulgarien zugesprochenen Gebietes die Bulgaren zur Anerkennung des Adrianopler ..fait accompli", jedenfalls aber zum Eintritt i» direkte Vcrha»dlu»gc» zwingen. Kompliziert wurde dir Situation überdies dnrch türkische Proteste aegen anaeolichc lmlgarischc Greueltaten, und eine Zeit lang schienen sich die Dinge so zuzuspitzen, daß man den Eindruck gewann, die Türkei wollt ihren Vormarsch dnrch cine offizielle Kriegserklärung an Bulgarien decken. Die jüngste Note der Pforte, in der die Versicherung enthalte» ist, daß die Besetzung einiger Punkte am rechten User der Marica nur provisorischen Charakter habe und ans Gründen der Sicherung der mohammedanische»! Bevölkerung erfolgen mußte, daß jedoch die Türkei keine anderen Gebiete bcanfpruche als jene, dic sie in der Note vom 19. Juli für sich reklamiert, fcheint jcdcnsalls Zu beweise», daß man sich in Konsta»-tinoftel im letzten Augenblick denn doch der großen Ge-fahren bewußt geworden ist, denen man das ganze Reich aussetzen würde, wollte man sich ganz dem Diktat der Kriegspartci fügen. Die türkische Diplomatie beginnt »»» doch ein wenig vorsichtiger zn werde», aber selbst für den Fall, daß die letzte türkische Note tatsächlich den wahre» Stand der Dingc feststellt und die wirklichen Absichten der türkischen Negierung widerspiegelt, muh konstatiert werden, dah damit noch immer der neue Nalkankonflikt lange nicht bereinigt erscheint. Das große Fragezeichen, das über dein Balkan schwebt, ist nicht beseitigt, und neben den vielen großen und kleinen Problemen, die da noch zu lösen sei» werde», spielt momentan die Frage der Feststellung der künftige» bulgarisch-türkischen Grenze die wichtigste Rolle. Man glaubte sie erledigt, und nun zeigt es sich. wie voreilig jene Optimisten urteilten, die sich der Täuschung hingaben, der Nutarester Friedensschluß be-deute cinm Abschluß der Balkanwirren. Während sich in Konstantinopel die Regierung, die sich augenscheinlich ganz unter den Einfluß der ungestüm drängende» Kriegspartei begeben hat, abmüht, den Vormarsch der Armee durch irgend eine diplomatisch plausible Formel zn decken, hält man in Sofia konsequent den Standpunkt der „rcs iudicata" fest. Bulgarien sieht sich weder veranlaßt, sich bezüglich der neuen türkischen Forderungen mit der Türlei in irgendwelche offizielle Verhandlungen einzulassen, noch verspürt cs die Lust, sich die früher eroberten Gebiete, die ihm bereits zuge-sprachen sind, noch einmal zu erobern. Also: weder Verhandlungen, noch Krieg. Es liegt einfach, so führt der bulgarische Gesandte in Paris recht geistreich aus, ein Wechsel Europas vor, »nd Europa muß dazuschauen, daß dieser Wechsel nicht protestiert wcldc. Nun ist aber -— um bei diesem Vergleich zu blci-licn — in Adrianopel der Wechsel länast protestiert, und der Vormarsch der Türke» a» der Marica kann »och schlimmere Verwicklungeil im Gefolge haben als der Adriaiwpler Wechselprotest, den man einstweilen ohne weitere Gegmmaßregeln dem Wechselportcfeuille Europas einverleibt hat. Jedenfalls beweist diese sonderbare Wcchsclassäre, daß die Liquidierung des Valtanpro-blcms den Ballanvöllern und Enropa »och manche schwere Sorge bereiten wird. Der Stand der Wasserstraßen in Österreich. Konstanz, 20. August. Unler überaus reger Beteiligung der hervorragendsten Fachmänner sowie zahlreicher Vertreter der inter» essicrte» staatlichen und autonome» Behörden und Fach-lorftoratiolic» aus allen vier Verbandsstaaten begannen FeuMewn. Sport nnd Gesundheit. Unstreitig gebührt dem Sport ein hervorragender, Platz im Arsenal des modernen Arztes nicht nur zum Zwecke der Heilung vo» Krankheiten, sondern weit mehr noch znr Verhütung derselbe» und zur Erhaltnng vo» Kraft und Gesundheit bis in das späte Alter. Das gilt jedoch nur für den rationell betriebenen Sport, der seine höchste Anfgabe nicht in der Erzielung einseitiger, bis zur Virtuosität gesteigerter Vervollkommnung in der Ausführung halsbrecherischer Akrobaten-tnnststucke erblickt, sondern darin den Organismus durch gleichmäßige Ausbildung zu kräftigen und seine Leistungsfähigkeit zu erhöhen, ohne die Gesundheit zu gefährden. Ansätze zu sportlichen Kämpfen lind Spielen finden wir scholl im klassischen Altertum, ln Hellas und Rom, in den ritterlichen Tourniercn nnd Kampfspielen des Mittelaltcrs und endlich im sogenannten dentschen Turne», wie es vor hundert Jahren von Vater Iahn eingeführt wurdc, um dem Vaterland ein starkes, wehrhaftes Geschlecht zu erziehen. Aber erst der jüngsten Zeit blieb cs vorbehalten, den Sport nach alle» Richtungen auszubilden und so zu verallgemeinern, daß es kaum noch jemanden gibt, der sich nicht in irgend cinem Zweige des Sportvetriebes mehr oder minder intensiv betätigt. Die Wirkung lonnte denn auch nicht ansblciben. Die bleichen, blutarmen Gesichter, die müden, gedrückten und gebückten Gestalten beginnen mehr und mehr zu ver- schwinde»; anfrecht schreitet dic heutige Jugend einher, die Muskeln gestrafft, barhaupt, mit sonngebräuntem Gesicht nnd Nacken, denn sie benutzt jeden freien Tag, jede freie Stnndc zn Spiel nnd Sftori im Freien, um den Körper zn stählen und die nncrschöftfliche» Heilmittel der Natur Luft und Licht, mit Mund und Nase. mit Lunge und .^aut einznsaugen. Mag sein, daß es sich nur um eine Mode handelt, dann ist aber diese Mode die vernünftigste »"d gesündeste, die es geben kann. Die großen Vorzüge sportlicher Betätigung besteheil aber nicht allein darin, daß sie sich zumeist im Freien oder doch wenigstens in großen, Inftigen Räumen abspielt, sondern auch in der mit jeder größeren Muskelarbeit ver-wmdenc» Steigernng des Hungergefühls, der Verdau-uugstätigkcit u»d des Vlntumlanfes, die wieder durch die verbesserte Ernährung und Durchblutung aller Organe zu einer erhöhten Leistungsfähigkeit des Gesamtorganismus führt. ..,,.', ,m> , Am augenfälligsten tritt, diese Wirkung an den Muskel» hervor, die an Umfang, Derbheit und Kraft zlmchmcn- aber anch die Knochen, an denen sie sich ansetzen werden stärker und widerstandsfähiger und die Gelenke beweglicher. Das Herz fchlägt kräftiger, dei Brustkorb wcitert und wölbt sich und gestattet den Lun-aen eine größere Ansdehnnng, ja selbst die Tätigkeit der Naucheingeweide nnd der Drüsen wird durch die bessere Er»ähru»g und den gesteigerte» Stoffwechsel emc leb- Nicht zu unterschätzen ist auch der Einfluß des Svortes auf das Nervensystem. Neben der Beherrschung der Muskeln kommt nämlich, wie Dubois-Re>)mo»d nut Recht sagt, »och etwas anderes dabei i» Betracht, „Auge, Denk- uud Muskels,'»» u»b schließlich die Seele müssen bereit sei» zur Auffassung der Körperstellung in jedem Augenblick, damit dic Klaviatur der Muskeln richtig angeschlagen werde." Es kommt also auch zu einer Anregung der psychischen Funktionen und damit ist nns ein vortreffliches Mittel an die Hand gegeben, nm alle Zustände von einfacher geistiger Schlaffheit bis zu jenem Heer von nervösen Erscheinungen, die unter dem Name» „Neurasthenic" zusammengefaßt sind, günstig zu beeinflussen. Damit im Zusammenhang steht auch der Wert des Sportes in erzieherischem Sinne, denn unzertrennlich mit ihm verbunden ist die Fordernng einer Reihe von sittlichen Fähigkeiten, Mnt und Ausdauer, Geduld und Selbstüberwindung, die jedem Sftortbeflissene» zu eige» sein müssen. So nützlich der rationell betriebene Sport aber ist, so groß sind auch die Schäden, die ungezügelter Eifer, Mermu! nnd Extravaganz anrichten können. Darin liegt ja wieder die Gefahr des Sportes, daß er leicht zu Übertreibungen verleitet, namentlich wenn cs sich um einen Wettstreit handelt, bei dem Ehrgeiz oder falsche Scham Einzelne zn Anstrengungen treibt, die ihre Leistungsfähigkeit übersteigen. Dehnnng u»d Vergrößerung des Herzens, die auch dauernd bestehen bleiben können, vorzeitige Arlerienverlalknng, Leber- nnd Nierenerkrankun-gcn sind die Folgen dieses törichten Treibens. Das Maß und die Art der Muskelarbeit, die man sich ohne Schaden für seine Gesundheit zumuten darf, sind durchaus nicht für jeden gleich, sie müssen vielmehr sorgfältig ausgewählt und dem einzelnen Individuum Laibacher Zeitung Nr. 193.______________________ 1762 2Z. August 1913. heute hier die Verhandlungen des zehnten Verbandstages des Deutsch-österreichisch-ungarisch-schweizerischen Verbandes für Binnenschiffahrt. Ten Vorsitz führte der Präsident der, Handelskammer in Konstanz Geheimer Regierungsrat Ludwig Stromeyer. Den ersten Gegenstand der meritorischen Verhandlungen bildete die Erstattung der Berichte über den Stand der Wasserfragen in den Verbandsländen!. Das Referat für Osterreich erstattete der Vorstand der Direktion für den Bau der Wasserstraßen im Handelsministerium, Hofrat Ärtur Herbst. Er führte aus: In der bisherigen Tätigkeit der auf Grund des österreichischen Wasserstraßengesetzes uom Jahre 190l errichteten Direktion für den Bau der Wasserstraßen lassen sich zwei Abschnitte unterscheiden. Der erste Abschnitt war der Projektierung, der zweite der Einleitung der Bautätigkeit gewidmet. Die verhältnismäßig längere Dauer des ersten Zeitabschnittes ist durch den großen Umfang der aufzustellen-den Projekte begründet, zumal diesen die Lösung prinzipieller Fragen sowie die Feststellung der Normalion mit Bcdachtnahme auf die künftigen volkswirtschaftlichen Bedürfnisse der österreichischen Wasserstraßen vorangehe» muhten. Auch erschien es geboten, vorerst der in Oster-reicb überaus wichtigen Frage näher zu treten, in welcher Weisc die bedeutenden Höhenunterschiede am zweckmäßigsten überwunden werden sollen. Bekanntlich führte diese Frage zur Durchführung eines internationalen Wettbe-werdes, dessen sachlich interessantes Ergebnis zur Klärung der Anschauungen über die Lösung solcher Fragen auch im Auslande beigetragen haben dürfte. Trotz der Fülle der vorbereitenden Arbeiten war es bereits zu», Zeit der Tagung des achten Verbandstages in Linz möglich. cmKgereifte General- und Detailprojekte der meisten im Gesetze angeführten Wasserstraßen der Öffentlichkeit vorzuführen. Gegenwärtig darf mit Ausnahme der gali-zischen Kanalstrecke von der Weichsel bis zum Dniester-flusse die Detailprojektierung als abgeschlossen betrachtet werden. Weniger günstig gestaltete sich die Baudurchführung selbst, weil das Gesetz vom Jahre 1901 einstweilen nur die Mittel für die neunjährige Periode 1904 bis 1912 vorgesehen hat. Das diesfällige Bauprogramm, dem der Kredit von rund 150 Millionen Kronen Nominale zugrunde liegt, konnte nur einen Teil der weitaus höher veranschlagten Bauaktion berücksichtigen. Überdies sprachen wichtige wirtschaftliche Momente dafür, bei der Durchführung des Bauftrogrannns der ersten Bauperiode den Vorzug solchen Arbeiten einzuräumen, bei deren Ausführung eine Vereinigung ihres Hauptzweckes, d. i. der Schaffung der Wasserstraße, mit der Lösung sonstiger gemeinnütziger Aufgaben, tunlich erschien. Diese Erwägungen zeitigten vorerst die Einleitungen von Kanalisationsund Regulieningsarbeiten an der Mittelelbe in Böhmen in der Strecke uon Melnik aufwärts bis Iaromer, am Moldauflusse im Weichbilde von Prag sowie am Weich-selsiusse in Galizicn bis Krakau. Im Biennium seit der Tagung des Verbandes in Berlin ist als hauptsächlichstes Moment die Inangriffnahme der Kanalbauten in Galizien hervorzuheben, da hiedurch der Bau der schiffbaren Verbindung zwischen der Donau und der Weichsel inauguriert wurde. Bis zur Vollendung dieser großen Schiffahrtsstraße ist allerdings noch ein weiter Weg zurückzulegen, da hiez'l die Bereitstellung weiterer bedeuten- der Kredite notwendig ist. Die technischen Vorarbeiten sind bereits vollendet und in kurzer Zeit kann auch die Beschaffung des Detailprojektes für die Kanalfortsetzun», bis zum Dniesterflusse erfolgen. Es wäre nur zu wünschen, schloß Redner, daß der Berichterstatter in der nächsten Tagung des Verbandes in die Lage versetzt wäre, über einen rascheren Fortschritt beim Bau der ästerrei chischen Wasserstraßen zn referieren. Anschließend hieran referierte Oberbaurat Rubin (Prag) über den Stand der Kanalisierungsarbeiten an der Moldau und Elbe in Böhmen, Politische Uebersicht. Laib ach, 22. August. Die ..Union" meldet: Negierungselaborate für die Reform der Landesordnung und den Sprachengebrauch bei den staatlichen Behörden in Böhmen sind bereits seit längerer Zeit fertiggestellt. Wie seinerzeit gemeldet wurde, wurden die polmsch« ruthenischen Perhandlungen uom galizischcn Statthalter Dr. v. Korytowski in Marienbad fortgesetzt. Der Statthalter ist inzwischen nach Lemberg zurückgelehrt und hat dort mit de» polnischen Parteiführern über die Möglichkeit der'Einberufung des neuen Landtages verhandelt, damit die wichtigsten Landesangelegenheiten erledigt werden können. Es scheint nun, daß es dem Statthalter gelungen ist, die Gegensätze zwischen Polen und Ruthe--nen so weit zu mildern, daß eine kurze Tagung des Landtages ermöglicht erscheint. In Prag tagte vorgestern ein Kongreß der Vertreter der czechischen Vezirlc und Gemeinden des Königreiches Böhmen. Nach den Referaten des Ministers a. D. Doktor Fort und des Dr. Uhlir wurde einhellig eine Resolution angenommen, worin sich die Kongreßteilnehmer den Protesten des Veratungskollegiums der czechischen Bezirke, des czechischen Städteverbandes und der Permanenzkommission des ehemaligen Verbandes der czechischen Landtagsabgeordneten anschließen und sich dagegen verwahren, daß die Regierung ohne gesetzlichen Grund einen Verfassungsbruch begangen habe. Die Resolution erklärt, daß die Üllndesvciwaltungstommission nicht als gesetzliches Organ anerkannt werde, und fordert die ehebaldigste Einberufung des Landtages behufs sofortiger Durchführung der Wahlreform. Weiter wird in der Resolution Verwahrung dagegen eingelegt, daß sich die Regierung auf die Seite der Deutschen gestellt habe, und an die czechischen Abgeordneten die Forderung gestellt, einheitlich vorzugehen. Von einem im Auslande lebenden Österreicher in hervorragender Stellung geht der „Reichspost" eine Würdigung der Politik des Grafen Nerchtold zu, in der zunächst daran erinnert wird, daß bei seinem Amtsantritte die Beziehungen Österreich-Ungarns zur Triftelentente und zu den Balkanstaaten äußerst gespannt waren, die Monarchie den Sandschal geräumt und auf feine dortigen Rechte verzichtet hatte, und die Lage im Innern der Monarchie trostlos war. Unter solchen Verhältnissen erreichte Graf Berchtold, und zwar er allein: die Gründung des Fürstentums Albanien mit Skutari, ein Gleichgewicht der Kräfte zwischen Slaven und Nichtslaven am Balkan und einen unter den obwaltenden Umständen be- friedigenden Modus vivendi mit der Türlei. Inmitten innerer und äußerer Stürme blieb Graf Aerchtold kalt blutig berechnend. Die überwältigenden Siege der Nal kanstaaten haben seinen Glauben an den Erfolg seine« Politik nicht erschüttert. Die wechselnden Situationen ausnützend, hat Graf Nerchtold mehr erreicht als schein bar zu erreichen war. Dafür gebührt ihm der Dank und die Anerkennung aller einsichtigen Politiler, aller Patrioten. Die bulgarische Regierung hat bei den Mächten an gesucht, deren Militärattache der Wicderbesetzung jenei Gebiete, die uon den Türken und den Griechen geraum! werden sollen, durch die Bulgaren beiwohnen zu lassen. Sie war hiebei von dem Wunsche geleitet, daß unpar teiische europäische Zeugen diesen Vorgang beobachten mögen sowie uon der Absicht, aus diese Weise Greueltaten der abziehenden Truppen zu verhüten. Mehrere Militärattaches ill Sofia haben, wie man der „Pol. Korr." meldet, die Ermächtigung, der Wiederbesetzung der genannten Gebiete durch die Bulgaren beizuwohnen, be reits erhalten, und man hofft, daß alle Mächte dem Ersuchen des Sofianer Kabinettes willfahren werden. Die „Times" legen in einem Leitartikel die Gründe der Vermehrung der deutschen Armee und die Einführung der dreijährigen Dienstzeit in Frankreich dar. Wonn das Gleichgewicht aufrecht erhalten bleiben soll, so muß England seine Stellung sichern. Alle Welt betxmere das Anwachsen der Ausgaben für die nationale Verteidigung, aber diese Ausgaben seien der Preis für die Freiheit und Sicherheit. Sie mühten gezahlt, und zwar bald gezahlt werden, wenn diese Vorteile gesichert bleiben sol-len. Die englische Nation erwarte, daß ihre Regierung die notwendigen Maßregeln ergreifen werde, ehe es zu spät sei. Der Korrespondent des „Lotalanzeiger" meldet aus Petersburg: Die Stimmung in maßgebenden Kreisen ist sehr pessimistisch, Die ablehnende Note auf die Schritte der Großmächte in Konstantinopel und die Besetzung Thraziens hat hier sehr schlechten Eindruck gemacht. Die russische Notschaft in Konstantinoftel wurde angewiesen, energisch gegen letztere zu protestieren. Im Falle die Türlei diesem Proteste lein Gehör schenken sollte, werde sich Ruhland zu energischen Schritten gezwungen sehen. Das „Fremdenblatt" bespricht die Spannung in den Beziehungen zwischen den Vereinigten Staaten u,U» Me» zilo und meint, die Gefahr einer akuten Krise scheine näher gerückt als jemals zuvor. Die Vereinigte» Staaten haben bereits seit geraumer Zeit und zu wieberholten Malen Besorgnisse für das Leben und das Eigentum ihrer Untertanen in Mexiko geäußert und von der meri tanischen Regierung entsprechende Maßregeln gefordert. Die Blätter melden aus Sofia, daß der bulgarische Finanzminifter die Absicht geäußert habe, demnächst im Auslande die Aufnahme einer 600-Mlllionenanleihe zu versuchen. Tllgcsnclligleitcn. — iErzherzoq Franz Ferdilumd beim Kaiser.) Morgen wird sich Erzherzog Franz Ferdinand von seinem Gute in Vluhnbach nach Bad Ischl begeben, wo er um 11 Uhr vormittags von Seiner Majestät dem Kaiser angepaßt werden. Körperbeschaffenhelt und Gesundnetts-zustand, Geschicklichkeit und Ausbildung, ja sogar der Charakter eines Menschen fallen dabei gar sehr in die Wagschale: das Wesentlichste aber ist die Leistungsfähigkeit des Herzens, der Gefäße und der Lungen. Am meisten zu bevorzugen sind natürlich jene Übungen, die eine genaue Abstufung gestatten und so eine allmähliche Erziehung und Gewöhnung an immer stärker anwachsende Muskelarbeit ermöglichen, bis zu jener Grenze, die durch die Leistungsfähigkeit gegeben ist. Unter diesen steht an erster Stelle das Schwimmen, nicht nur weil es mit der Muskelübung, an welcher die gesamte Körpermuskularur teilnimmt, zugleich den Vorteil kalter oder kühler Bäder vereinigt, sondern auch weil «3 die Möglichkeit bietet, den Kraftaufwand so Verschiß den zu gestalten, daß er einerseits die anstrengendste Arbeitsleistung darzustellen vermag je nach der Länge des Weges und der Dauer der Übung. Dem Schwimmen am nächsten kommt das Rudern, das mit demselben die Bewegung auf staubfreier Wasserfläche und die Inanspruchnahme fast aller Muskeln geineinsam hat, sich jedoch viel schwerer abstufen läßt. Vielleicht die meisten physiologischen Vorteile, aber auch ebenso viele Nachteile bietet das Radfahren; ausschließlich im Freien geübt, kräftigt es Herz und Lungen und regt den Stoffwechsel mächtig an, bringt aber wegen des geringen Ermüdungsgefühles sehr leicht die Gefahr der Überanstrengung mit sich und verleitet zu schlechter Körperhaltung: dazu kommt noch der Staub der Landstraßen, ein Nachteil, der bei der vertieften Atmung besonders ins Gewicht fällt. Das Reiten steht als aktive Leibesübung den vorgenannten bedeutend nach. namentlich bei den Damen wegen des unhygienischen seitlichen Sitzes; als Ablenkungsübung aber ist es zweifellos von Wert, doch kann es wegen jemer Kostspieligkeit keine allgemeine Bedeutung erkkngen. Sportliches Gehen und Laufen in der Ebene kommt in gesundheitlicher Beziehung wenig in Betracht, um so mehr aber das Bergsteigen, dessen wohltuender Einfluß auf Körper und Geist, Herz und Gemüt allgemein bekannt ist. Dem Hochgefühl, einen Riesen der Bergwelt bezwungen und ihm den Fuß auf den Nacken gesetzt zu haben, kommt wohl kaum ein anderes gleich. Allerdings ist gerade bei diesem Zweige sportlicher Netätigung ganz besonders auf eine vorsichtige, genau individualisierte Auswahl in den zugemuteten Leistungen zu achten, wenn Unheil verhütet weiden soll, wie die Ereignisse der jüngsten Tage deutlich erkennen lassen. Ihm nahe verwandt in Genuß und Gefahr ist der Iagdsftort; allein mehr als der Tourist wird der Jäger verleitet, das Maß für seine Leistungen aus den Augen zu verlieren, wenn ihn das Iagdfieber erfaßt hat. Von den verschiedenen Arten des Wintersportes stellt das Schlittschuhlaufen geradezu eln Ideal dar mit seinen geringen Anforderungen an die Körperkräfte bet gleichmäßiger Bewegung in frischer Luft; das Skilaufen hingegen bietet schon größere Schwierigleiten und nimmt überdies Lunge. Herz und Muskeln in fortwährend wechselndem Maße in Anspruch. Von den meist in geschlossenem Raume ausgeführten Sportübungen Ringen, Fechten und Turnen ist ersteres nur von ganz untergeordneter Bedeutung: mehr Wert hat das Fechten, das zur Gewandtheit, Aufmerksamkeit und Geistesgegenwart erzieht und die Körperhaltung verbessert: eine bedeutsame Rolle aber spielt das Turnen, namentlich für die in Entwicklung begriffene Jugend durch zweckmäßige Schulung und Kräftigung der gesamten Kärpermuötulatur. In enger Beziehung zu diesen rein sportlichen Übungen stehen die aus England importierten Ballspiele, uon denen bei uns wohl nur Lawn-Tennis und Fußball w Betracht kommen. Letzteres zeigt zwar alle Vorteile des im Freien betriebenen Sportes, bevorzugt aber nur die Ausbildung der Muskeln der Unterertremität und bringt gewisse Gefahren mit sich: Lawn-Tennis jedoch beschäft tigt fast alle Muskeln in gleicher Weise, verleiht dem Körper Geschmeidigkeit und Biegsamkeit, erfordert eine geschickte Hand, sicheres Auge und Schlagfertigkeit, zugleich aber gewährt die erhöhte Stimmung und Spiellust dem erschöpften Nervensystem wirkliche Erholung. Die Hoffnung, die sich an die Verallgemeinerung des Sportes knüpfte, daß sie eine vernunftmäßige Reform der Frauenkleidung auch außerhalb der sportlichen Ve-tätigung bringen werde, hat sich leider nur teilweise er füllt. Vom Mieder haben sich wohl schon sehr vlele emanzipiert, aber die Schuhe mit den hohen, spitzen, nach der Mitte des Fußes vorgeschobenen Absätzen, die eine vermehrte Veckenncigung mit all ihren Schäden verursachen, sind geblieben, ebenso wie die mitunter übertrieben engen Röcke, welche die Bewegung der Oberschenkel hemmen, so daß die Muskeln derselben infolge der verminderte» Tätigkeit immer schwächer weiden und die Gehbewegung fast nur mehr ein Pendeln aus dem Kniegelenk darstellt. Die immerhin beachtenswerten Anläufe zu einer Reform auf dieseni Gebiete werden aber vermutlich eri Erfolg haben, wenn sich die Tyrannin Mode in diesem Sinne einmischt. Jedenfalls sind die darauf gerichteten Bestrebungen aus hygienischen Gründen nur zu begrüße' und wir wünschen ihnen auch gegenüber der Macht Trägheit und Gleichgültigkeit den wohlverdienten Ett"«. Dr. E. " Laibacher Zeituna Nr. 193. "bS 2-5. August 1913. i» besoildercr Audienz empfangen werden wird. Der Erzherzog wird Seiner Majestät den-Dank für die Ernennung zum Gcncralinspektor der gesamten bewaffnetem Macht aufsprechen. — ^Bei Vcrfolqun,, vun Dieben schwer verletzt.) Aus Trieft wird gemeldet: Der Finanzwachkommissär Künzl, der, wie berichtet, bei Verfolgung uon Lagerhaus-dieben durch einen Revolverschuß schwer verletzt wurde, muhte sich im Spital ein Auge erftirpicren lassen, um das im Schädrlknochen sitzende Projektil entfernen zu können. Statthalter Prinz Hohenlohc erschien in Begleitung des Direktors des Zollamtes Hofrates Pcderzolli am Krankenbette und belobte den Finanzwachlommissär für feine mulige Haltung. — (Die Temperaturen der Firftcrne.) Interessante Ergebnisse über die Temperaturen der Fixsterne hat H. Rosenberg in Tübingen aus photographischen Untersuchungen der Intcnsitätsuertcilung in Sternsftellrcn erhalten und ist dabei auch ganz allgemein zu dein Resultate gelangt, daß die Vogel-Malirschc Spcktraleinteilunk der Fixsterne den großen Entwicklungsgang jener Sonnen fernster Weltsysteme, so weit dieser sich der Temfteratur-folge ausdrückt, richtig wiedergibt. Im einzelnen zeigen »ach den „Naturwissenschaften" die Roscnbergschen Untersuchungen, daß die heißeste» Sterne eine Temperatur von etwa 400.000 Grad Celsius, die nächstfolgenden eine solche von etwa 50.000 Grad Celsius und die kühlsten Fixsterne eine Temperatur von nnr 2150 Grad Celsius besitzen. Bei diesen Betrachtungen ist als Grundlage eine Sonnentemperatur von rnnd 5000 Grad Celsius ange» nommen worden. ^ n den nächste» fünf Jahre» gesichert erscheint, In fünf Jahren gt> denkt man den Tunnel, dessc» Ban 400 Millionen Franken kostet, fertigzustellen. Zwei nebeneinander laufende, durch 15 Meter Abstand getrennte Geleise werden den Verkehr vermitteln. -^ ^Telepathie.) Der Fnhrwcrksbcsitzeri» Vicenza Moloni in Padua träumte vor einigen Tagen, daß ihre Mutter, die in Trieft wohnt, aus dem Fenster gestürzt und tot sei. Der Traum ließ der Frau leine Ruhe und sie fuhr trotz des Widerspruches ihres Galten, der erklärte, Träume seien Schäume, sofort nach Trieft, wo sie erfuhr, daß ihre Mutier tatsächlich in derselben Nacht, wo ihr von dem Tode ihrer Mutter träumte — allerdings eines »atürlichen Todes — gestorben ist. — (Dic Weltmeiftcrschnft im Wclicn.» Vorige Woche wurde in Gent die Weltmeisterschaft im Gehen über 50 Kilometer, die von der Leitung der internationalen Weltausstellung ausgeschrieben worden war, unter Beteiligung der 15 der besten Geher ausgelragen. Sieger wurde der Franzose Antoine, der mit seiner Zeit von 4 Stunden 32 Minuten 14 Sckuuden einen neuen Weltrekord ausstellte. — iM'lllnann des Bicrlunsmns in Böhmen.) Das Organ der Bierbrauer meldet, daß infolge der Landes-bicrabgabe der Konsmn des Bieres in Böhmen bis auf ein Minimum gesunken sei. Hiedurch werden Ncincre Brauhäuser von einer Katastrophe bedroht, da sie oft tagelang lein Faß Bier verkaufen und die Gefahr bestehe, daß große Viervorräte, die sie im Juni und Juli produzierten, verderben. — n dcr Vakuumstation hervorzuheben. Die schwere, an dcr Dccke dcr ebenerdigen Tischlereiwerl-stättc angebrachte Hauftttransmission wurde entfernt und bci sämtlichen im Erdgeschosse und im ersten Stockwerk aufgestellten Holzbearbeitungsmaschinen, welche im Jahre 1912 um cinc große Kreissäge vermehrt wurden, elektromotorischer Einzelbetrieb eingeführt. Die neuen, durchwegs gekaftselten Elektromotoren sowie die von diesen zu den Arbcitsmaschinen abgehenden Riementriebe sind in solider Weise durch Schutzlasten verdeckt. In der Schlosserei kam ebenfalls die .Haupttransmission in Wegfall und erhielten die Arbeitsmaschinen einen elektromotorischen Gruppenantrieb. In der Vakuumstation verlegte man die in der Nähe des Fußbodens gelegene und unbequem zugängliche Transmissionswelle an die Decke und sämtliche Riementriebe wurden durch hohe Eisen-gittcr geschützt. Infolge diefcr Rekonstruktionen und der sonstigen Neuinstallicrungen sowie der Auswechslung des Transmissionsantricbes bei vielen Arbeitsmaschinen durch elektromotorischen Einzclantrieb erhöhte sich die Zahl der Elektromotoren von 44 auf 87 Stück mit einer Leistung von insgesamt 273 Pferbeträften. Den bci der vorjährigen Revision beantragten Schutzeinrichtungen ist in sachgemäßer Weise Rechnung getragen worden; bei der diesjährigen Revision betrafen die diesfalls gemachten Anregungen die vollständige Abschließung der Wellen des Antriebes bei einer Kreissäge und einer Abrichthobelmaschine, die Anbringung von Flan-kicrscheiben an dcr Untertischseile der große» Kreissäge, dic Vcrdcckuiig dcr in dcr Nähe dcs Fußbodens gelegenen provisorischen Antriebe bci den neu aufgestellten Bcrgsträßer-Zigarettcnfiillmaschincn und die Umweh-rung der Kurbclantriebe bei den Luftpumpen in der Vakuumstat ion. In der Berichtsperiodc wurden acht Arbeiter und fünf Arbeiterinnen von Unfälle» betroffen. Beim Nachlassen einer Schraube am Messer einer Tabakschneidemaschine rutschte ein Uibalschncider mit der linken Hand aus und kam uiilcr das niedergehende Messer, welches ihm den Zeigefinger wegschnitt; diese Verletzung hatte eine IMägige Erwerbsunfähigkeit zur Folge. Ein Schlosser verletzte sich beim Abmeiseln einer verrosteten Befestigungsschraube durch einen abfliegenden Methll-splitter ein Auge, überdies zog er sich bald darauf beim Einsteigen i» einen 12 Meter tiefe» Rohrtanal eine Verstauchung des rechten Fußes zu und war 63 Tage arbeitsunfähig. Leichte, mit dlerten zirka zwanzig Meter entfemt war, wurde durch die Gewalt der Erplosion zehn Meter weit getrieben. Ein Kran wurde fast gänzlich demoliert. Sogleich wurde nach dem Marinekrankenhause telephoniert und es kamen Ma-rmeärzte und Wärter mit Tragbahren im Automobil auf die Unfallstelle. Auch viele Marine- und sonstige Offiziere sowie Beamte eilten auf den Schauplatz der Katastrophe. Vizeadmiral Graf Lanjus, der inmitten einer großen Blutlache lag, wurde behutsam auf eine Tragbahre gehoben und mittelst Automobils in das Marinespital gebracht. Vizeadmiral Graf Lanjus war ohne Ve' wußtscin. Die Beine waren furchtbar verstümmelt. Als der Schwerverwundcte in das Spital kam, erklärten die Arzte die sofortige Amputation der Beine für absolut nötig. Graf Lanjus hatte unterdessen das Bewußtsein wieder erlangt und äußerte den Wunsch, sein Testament zu machen. Nachdem das geschehen war, erfolgte die Operation. Der Blutverlust war sehr groß. Der Zustand des Vizeadmirals ist sehr ernst. Mil anderen Automobilen wurden dann der schwerverletzte Oberingenieur der Tkodawerle Josef Schiel, 34 Jahre alt, der einen Bruch des rechten Armes erlitten hatte, ferner der Vormeister des Marinebauamtes Michael G r e g o r i <", 41 Jahre alt, mit einer schweren Wunde an der rechten Brustseite und der Artillerist T j a-marc>i<"-, 24 Jahre alt, mit schweren Verletzungen am ganzen Körper ins Spital gebracht. Leichter verwundet wurden der Matrose Edmund H o tz a, 20 Jahre alt, der Matrose Otto Vlaschte, 19 Jahre alt, und der Hilfsarbeiter Johann R a d a n o v i 5, 48 Jahre alt. Gegen li Uhr wurden auch die Leichen der drei Matrosen in die Leichentammcr des Marinct'rankenhauses gebracht. Es sind dies: der Marineartillerist Thomas (5 i o c o der 9. Marinekompanie und Stephan .^unc der 8. Marinekompanie, beide aus Spalato. Sie dienen seit März 1909, das dritte Todesopfer ist der Marine-Freiwillige Eduard kornjat, der erst vor einigen Tagen in den Dienst der Kriegsmarine als Freiwilliger eingetreten ist. Die Katastrophe hat in der Stadt große Aufregung hervorgerufen. Die Detonation war so stark, daß untev den Einwohnern eine Panik entstand. Allgemein ist die Trauer um die Opfer und die Teilnahme jür die Verletzten der Katastrophe. Insbesondere wendet sich dem Befinden des Vizeadmirals Grafen Lanjus. der sich allenthalben der größten Wertschätzung erfreut, großes Interesse zu. — (Allerhöchste Auszeichnung.) Wie uns aus Wien telegraphisch gemeldet wird, hat Seine Majestät der .Kaiser der Oberin der Barmherzigen Schwestern von? hl. Vinzenz von Paul in Stein Philomena M a s s i das Goldene Verdienstkreuz verliehen. — (Zum ttatholitcntaffc in Laibach.» Vom Vorbereitungskomitee des slovenischen Katholikentages werden wir um Aufnahme folgender Zeilen ersucht: Die Tagung des slovenischen Katholikcnkongresses in den Tagen vom 23. bis 27. August wird der Stadt Laibach außerordentlich zahlreiche fremde Gäste zuführen. — Durch Gastfreundschaft wird das Ansehen unserer Vaterstadt gehoben und indem wir den Gästen unsere Zuvorkommenheit beweisen, erweitern und befestigen wir den wirtschaftlichen Kontakt unserer Stadt nach allen Richtungen. In solchen Fällen ist gemeinsames Vorgehen zur Hebung des Ansehens unserer Heimat vonnöten. Aus diesem Grunde werden die P. T. Hausbesitzer gebeten, uon Samstag vormittags an ihre Häuser zu beflaggen. — (Zum Kllthl,lilcnl>mnreß.) Mit dem heutigen Tage beginnt der Zuzug der auswärtigen Kongreßteilnehmer, deren über 20.000 erwartet werden. Auf allen nach Laibach führenden Eisenbahnstrccken verkehren z«:m Teil schon helu<' in überwiegender Anzahl aber morgen Kongreß-Sonderzüge. Von Oberkrain her werde, ihrer j>ci^ eintreffen, mit deren erstem heule nachmit'»as um .'', Uhr 30 Minuten die .Kongreßteilnehmer cms Böhmen und Mähren ankommen. Die übrigen fünf Obcrlrcnncr Sonderzüge sind für die Kongreßteilnehmer aus Kärntcn, aus dem Görzischen und dem Küstenlande sowie aus dem Wipftacher Tale und aus Trieft bestimmt. Einem dieser Züge wird ein Sonderzug aus Ncumarktl ango gliedert werden. Aus Untcrkrain kommen drei Kongreß-Sonderzüge.- der eine aus Gottschec, zwei andere aus Slra^a-Nudolfswert, an deren einen ein Tonderzug der Eigenstrccke Iohannistal-Treffen angegliedert werden wird. Auf der Strecke Stein-Laibach wird kein Sonderzug verkehren, wohl aber wird die Wagenzahl der Züge erheblich vermehrt werden. Weil die Triester Staats-bahndircktion in ihrem Bereich nicht genügend Wagen zur Verfügung hatte, ließ sie eine entsprechende Menge Uon den Direktionen in Linz, Wien, Prag u. a. beistellen. Auf den Südbahnstrecken sind in gleicher Weise Sondcr-züge eingerichtet worden. Der erste trifft heute gegen Abend aus Agram mit.Kongreßteilnehmern aus Kroatien ein. Die Südsteirer und die Uuterkraincl kommen morgen mit einem Sonderzug aus Nann. Die Südbahn-Sonder-zügc aus Trieft und Fiume treffen morgen ein. Im ganzen werden in Laibach 14 Kongreß-Sonderzüge einlangen, deren Mehrzahl morsien abends und nachts wieder in ihre Ausgangsstation zurückkehren wird. — Ihre Teilnahme am Katholikenlongrcß in Laibach haben einer uns zugekommenen Mitteilung zufolge angemeldet: Kroaten aus Kroatien (treffen heute gegen Abend mit einem Sondcrzugc ein) und Dalmatien (kommen morgen 2 Uhr 51 Minuten mit dem Tricster Südbahnzug an); nngcfähr hundert Polen, entsendet von den polnischen katholischen Organisationen. mit. Vertretern des polnischen kirchlichen und weltlichen Adels (langen heute um 8 Uhr abends auf dem Südbahnhofe an); Böhmen aus Böhmen und Mähren (treffen heute um 3 Uhr 30 Minuten nachmittags ein): ferner Abordnungen der slovenischen katholischen Organisationen in Amerika und in Ägypten; welters Abordnungen uon sechs slovcnischen Vergwerks-Arbeitec-organisationen in Hamborn, Gladbeck, Gelsenkirchen, Mcerbcck, Hochheide und Ostcrfeld in Deutschland (treffen heute abends um 8 Uhr l5 Minuten mit dem Ober-kraincr Zuge ein); schließlich Slovencn aus Kärnten, Steiermarl, dem Küstcnlandc, aus Trieft und Istricn, zumeist in Volkstracht, insgesamt ungefähr 20.000 Personen. — Von den Kirchenfürslen sind zum Kongreß angemeldet: der Bischof von Krakau Fürst Adam Stephan Sapicha, Erzbischos Koadjutor von Agram Dr. Ante Bauer, der Bischof von Djalovo Dr. Krapac, der Bischof von Ragusa D. Mar^eli^, der Bischof Uon Monastir Fra Alois Mi ^ i 5, der Erzbischof von Go'rZ Dr. Franz S c de j, der Fürstbischof uon Lauant Doktor Michael N a p o t n i k, der Fürstbischof von Kärnten Dr. V. K altner, der Bischof von Trieft, Dr. Andreas Karlin und der Fürstbischof von Laibach Dr. A, B-Iegli <"-. — Mit den Polen treffen ein Graf Roger L u-bienski aus Warschau, Hochschulprofcssor und Neichs-ratsabgeordneter Dr. August Sokolowski lind So» ziologieftrofcssor Z i m m e r m a n n. - Wie man uns mitteilt, sind bisher 24 Sonderzügr zum Katholikenkongreß angemeldet. — (Feftzug der Konnreßtcilnchmcr.) Anläßlich des Katholikentages in Laibach, der henlc seinen Anfang nimmt und bis einschließlich Mittwoch den 27. d. M, abgehalten werden wird, findet morgen, Sonntag, früh von halb 8 Uhr an ein Fcstzug der Kongreßteilnehmer statt, der sich, von der Iubiläumsbrücke ausgehend, übel die Resselstraßc, am Südbahnhose vorbei über die Wiener Straße und die Schellcnburggassc zum Kongrcßplatz bewegen wird. wo vor der Ursulinerinncnkirche ein Hochamt mit daran anschließender Weihe an die Unbefleckte Jung-frau statthaben ward. Nach der kirchlichen Feier findet auf demselben Platze eine Huldigung Seiner Majestät dem Kaiser und Seiner Heiligkeit dem Papste statt. Det Umzug, in welchem über 20.000 Personen, darunter <5.000 in polnischer, kroatischer, lrainischcr, steirischer, kärntnerischer und küstenländischer Volkstracht nnter Volantritt von zehn Musikkapellen und Vorantragunn von einer großen Anzahl von Fahnen und Nannern schreiten werden, findet bei jeder Witterung statt Bei Regcnwetter fällt jedoch der Umweg über die Rcsselstraße und am Südbahnhofc vorbei aus und der Umzug nimmt vom selben Ausgangspunkte aus seinen Weg über. die Ko-menskygasse am Landesgerichtsgebäudc uorbei zur Wiener Straße. Zeit des Gottesdienstes und der' Huldigunas-feier bleibt der Kongreßftlatz für den Wagenverkchr versperrt. Nach beendeter Feier bewegt sich der Festzug vom Kongreßplatze über die Vegagasse, Zoisstraße und die Jakobsbrücke über den Alten Marli, den Ralhausplatz und die Poljanistraße zur Landwebrkasernc, anf deren Hof um l l Uhr eine ManifestationsUersammlung stattfindet. — -bach der im Jahre 1868 in Krainburg geborene Handelsmann Herr Franz N a b i <"- gestorben. Die Leiche des Verblichenen, der sich ob seines gediegenen Eharallcrs all' gemeiner Wertschätzung erfreute und sich als nmsichtiacl Handelsmann ein bedeutendes Vermögen erwarb, das ei in seiner lctztwilligen Verfügung an Vereine und Angestellte, an Verwandte und an seine Dienstboten ucl' teilte, wobei er als Hausherr sogar seiner MietspartcieN gedachte, wird morgen, Sonntag, um l Uhr nachmittags vor dem Trauerhause, Unterlrainer Straße Nr. 2, sen'^ lich eingesegnet und sodann nach Krainburg überfüh^ werden, wo um 6 Uhr nachmittags die Bestattung erfola> — < Legat für den slovenischcn Ichulucrem.) Del gestern früh in Laibach verstorbene Handelsmann, Hell Franz B a b i «^, setzte in seiner lctzlwilligen Anordnn»^ den slovenischen Schulucrcin „Tru/.ba sv. (5irila in M^ toda" in Laibach zum Hauptcrben seiner Hinterlasse"' schaft ein. Dem Vermächtnis zufolge geht das ""> 100.000 Kronen geschätzte Anbi^sche Haus an der Uül^ krainer Straße Nr. l4 in das Eigentum des genannt" Vereines über, der es einer Anordnung des Tcstato^ gemäß als Grundkapital zu betrachten hat. Den W"h"' Parteien hat der Verein auf die Tauer eines Jahres d',") Minuten lang. Dit Abcnddämmenmg verschiebt sich immer mehr in den Nachmittag hinein, und bald wird es recht herbstlich werden. Vom Herbst erwarten wir ja heuer alles, was die anderen Jahreszeiten nicht gehalten haben. In wetterkundigen Kreisen wird allgemein versichert, daß wir jetzt einer schöneren, freudigeren Zeit entgegengehen. — (Enthülln,,!! eines Grabdenkmals.) Auf dm, Fricdhofe i„ Stein findet am 28. August die Enthüllung des Grabdenkmales statt, welches dem im Vorjahre verstorbenen slovenischen Dichter Anton Medved uon Freunden und Verehrern des Verblichenen errichtet worden ist. Am Grabe des Dichters wird von Professor I. Grnfcnauer eine den Manen des Dichters gewidmete Ansprache gehalten und hieraus das Denkmal sodann dem Schutze der Stadt Stein und dcr Friedhofsucrwal-tuug übergeben werden. — (Heimlehr der Reservisten.) Von informierter Seite erhalten wir die Mitteilung, daß der nächste Neser-vistentransftort, und zwar 5) Offiziere und 458 Mann des Gebirgsartillericrcgiments Nr. !3 und Infantcricbatail-tons I V./80., am 25. August um 4 Uhr 15 Minuten nachmittags am hiesigen Südbahnhofe eintrifft, die Mittags-kost einnimmt und lim 5 Uhr 10 Minuten weiterfährt. Ein weiterer Truppentransport, und zwar der Infanterieregimente,- Nr. 8, 42 und 76, znsanuncn 9 Offiziere und 1 !9l Mann, trifft am selben Tage um 9 Uhr 10 Mi' nuten abends am hiesigen Südbahnhofc ein. -— einc» Tag uud cine Nacht verbleibe», um sodan» nach Laibach weiterzuziehen. — (Das Laudrönmscum „Nudolfinum") bleibt für die Teilnehmer am Katholikentage am 23., 25. und 27. August von 2 bis 5 Uhr nachmittags offen. Morgen Sonntag ist das Museum von 2 bis ft Uhr nachmittags für den allgemeinen Besuch geöffnet. ^ lMarnuua..) Sc>t einigen Tagen hausiert in Laibach ei» fremder Mann mit einer ganz minderwertigen Violine, die er für eine sehr alte italienische Geige ausgibt und lintcr verschiedene» unwahre» Vorspiegelungen Zum Unitausch gcgc» andere Violinen nebst Aufzahlung oder unmittelbar zum Ankauf anbietet. Äei Violinfchü-lern pflegt er zu erzählen, es habe ihn der Musiklehrer geschickt, dcr dc» Umtausch dcr Gcigc bestens anempfehle. __' Mänftcl bei Bahnschranken.» Die Südbahuuer-waltung ließ in letzterer Zeit bei den größeren und verkehrsreicheren Bahnschranken Drahtnetze befestigen, die i» der Vcrschlußzeit jedes Durchschlüpfen von Kindern und Tieren verhindern. Es gibt aber im Stadtpomörium noch vier Schranken, die chne Netzuorrichtung funktioniere». Es kommt nicht selten vor, daß noch beim Heran-»ahcn des Zuges Kinder und junge Leute übcr das Geleise laufeu, wodurch sich leicht Unglücksfällc ereignen könne». Es erscheint daher dringend notwendig, diesem leichtsinnigen Treiben ein radikales Ende zu bereiten, x. lVchlicßt die Gattertürcn!) Viele Verdrießlich leiten und Reibereien zwischen dcr bäuerlichen Bevölkerung und dc» Touristen entstehen dadurch, daß von letzteren verabsäumt wird, die Gattcrlürc» zu schließen. Das Weidcuich gelangt in frcmdc Weidegründc oder verläuft sich aus gefährliches Terrain, wodurch dem Viehbesitzer Unaimehmlichieitc», ja oft durch Abstürzen der Tiere bedeuteuder Schaden erwächst. Um dem in man-chcn Gebirgsgegenden bestehenden gespannten Verhältnis zwischen Grundbesitzern und Touristen nach Möglichkeit zu steuern, ist es sehr erwünscht, daß Touristen bei Wan-dcrungcn im Gebirge die eingangs erwähnte Mahnung beherzige» mögen. - ^Vcainn dcr Hcrbftmcchd.! Im , Laufe dieser Woche hat in dcr Laibacher Umgebung und in Unter-lrain dic zwcilc Mabd begonnen. Die Ernte erfüllt im großen uud ssanzcu die gehegten Erwartunncn dcr Viehzüchter, da das Gras qualitativ wie a,ucmtitatiu gut gc-oichc» ist. Nur i» Obcrlrain richtete dcr Graswurm in ciiiigc» Striche» Schaden an. Es fehlt nur schönes Wet-lcr, um dir Fechsmin, troctc» uuter Dach gu bringe». >. — (Konzert in selves.) Wie ma» uucl mitteilt, veranstalte» hcittc i» Vcldcs die Nrüder Iva» und Anton Trost aus Laibnch (Violine und Klavier) unter Mitwirkung dcr Pianistin Claire Fiedler aus Wien cin großes Konzert mit folgendem Programm: Wicniawski: Violinkonzert in DMoll, Oft. 22- Saiut-Scwns: Än-. dantnw quasi Allegretto mis dem H-Moll-Konzert; Sme-tana: Aus meiner Heimat II.i Chopin: Nocturne, Oft, 9, und Sarasatc: Zigeunerweiseu, Violinvorträgc des Ivan Trost-, Liszt: Rhapsodie hongroisc Nr. 12, Ülairc Fiedler; Nalalirew: Islalnev. Phantasie uricntalc, Auto» Trost. - < Fuß ball Wettspiel „Ilirija".) Das morgige Fuh-ballwctlsftiel „Ilirija l" negc» Reserven wird nur im Falle günstigen Wetters ausgctragen werde». Das Wettspiel beginnt pünktlich um Z Uhr nachmittags. Die Einx trittsgcbülirc» sind wie gewöhnlich, nämlich Sitze zu 1 /^, Stehplätze zu 40 //, Kinder, Studenten uud Militär z«h-lc» 20 //-. Die Eintrittskarten sind sichtbar zu tragen. — l'Gszpilzc auf dem Marltr.) Nach längerer Unterbrechung gelangten heule neuerdings schöne Gßpilze, allerdings nur in bescheidenen Mengen, auf den hiesige» Markt. Ein kleines Schüssclcheu kostete 50 /,. ^>—. — (Verstorbene in Laibnch.) Antonia Radovan, Kassierin, 24 Jahre; Marianua .^tirn, Auszüglcrin, 3t> Jahre; Franz Babiö, Handelsmann uud Hausbe>itz?r, 45 Jahre; Angela Egy, Eise»bah»bca,ntenstochter, zwei Mo»ate; Cäcilia ^tembal, Dienstmädchc», 19 Jahre; Valentina Nagodc, Eifenbahnarbeitersfran, 29 Jahre, u»d Franz Lednik, Knecht, 52 Jahre alt. — (Tancrnschnellznn,.) Diese von der Sillatsbahn-vcrwallung zlir weiteren Förderung des Fremdenverkehres aus dem Auslande »ach dcr österreichischen Riviera seit 1. Juli d. I. eingeführte Tagcsschucllzugsverbindung vo» Mü»chc» über Salzburg, Villach, Aßling, Laibach nachAbbazia und Fillmc mit durchlaufeudcu Wagc» erster, zweiter uud dritter Klasse soll auch im ILiilterdicustc aufrecht erhalte» wcrde». — (Ein lebensmüder Hotelier.) Aus Klagcnsun wird gemeldet: Hier hat sich der Hotelier Franz Schützen-aucr durch einen Nevolucrschuß in die rechte Schläfe getötet. Schlechter Geschäftsgang ist die Ursache des Selbstmordes. Dcr Hotelier hatte sich in zu hohe Investitionen eingelassen, die nun seinen Ruin herbeiführte,,. Kinl/„It>cnl". Programm für Samstag, Sonntag und Montag: Die Schluchten des Tett (Reiscfilm); Augusti» wird ertappt (hochkomisch); Gaumout-Wochr; Von Paris »ach Petersburg (mystisches Drama, n'u!^; Sklave» des Goldes (amcritauischcs Sensaitonsdrama); Dic Helden dcs l'i. Regiments. — Diciisiac,: „Klein-Hildas Plippcnhcim", Lustspiel. ^142 , __ (yl'cnwsilnl,) diese Krankheit uiiscrcr Zeit, wird durch lrägcu Stuhlgang »och mehr verschlimmert; denn die dadurch vcrursachten Störungen machen sich im ganze» Körper empfindlich bemerkbar und rufen eine all- gemeine Unruhe hervor! Mit dem natürlichen Franz Ioscf-Vitterwasser werde» bei vielen Verdauungskranr-heitc» ganz vorzügliche Resultate erzielt. Dieser bewährte Mincralbrunne» wird von den Patienten gern genommen »nd auch bci forlgesetzter Anwendung recht gut vertrage». „Schon seit viele» Jahren", schreibt Professor Obersteiner, Präsident des Vereines der Wiener Nervenärzte, „habe ich mich von der vortrefflichen Wirkung des Franz Josef-Bitterwassers überzeugt." — In Apotheken, Drogen- und Mineralwasserhandlungen erhältlich. Die Ver-senduilgsdirektio» dcr Franz Josef-Heilauelle» in Budapest. . 1945 Telegramme des l. k. Telegraphen-Korrespondenz-Bureaus. Das Befinden dcs Grafen Lanjus. Puln, 22. August. Die Nrzte erklären nach der heutigen Morgenvisite, daß im Befinden des schwerverletzten Vizeadmirals Grafen Laujus eine leichte Besserung eingetreten sei, die eine, wen» auch vorläufig sehr geringe Hoffnung auf die Erhaltung seines Lebens bietet. Infolge des großen Blutverlustes, den Graf Lanjus infolge dcr Operation erlitten hat, ist er fehr geschwächt und darin besteht augenblicklich die größte Gefahr für sein Leben. Die Marincsektion hat angeordnet, daß sich »och gestern abends ein Wiener Univcrsitätsftrofessor nach Pola begebe, um die Behandlung des Vizeadmirals zu über» nehmen. Er wird heute mittags hier erwartet. Der Zu» stand der beiden anderen Schwerverletzten Gregoröi« und Djan,llr>'i<' schließt nahezu jede Hoffnung auf ihre Wiederherstellung aus. Dcr verletzte Ingenieur der Skoda? werte Josef Schiel dürfte am Leben erhalten bleiben. Die Leichtverletzten befinde» sich durchwegs auf dem Wege der Besserung. Vizeadmiral Graf Lanjus s. Pl,la, 22. August. Vizeadmiral Karl Graf Lanjus vo» Wcllenburg ist heute um 7 Uhr 20 Minuten abenos feinen Verletzungen erlegen. Todesstnrz eines Aviatikers. Halberstadt, 22. August. Auf dem hiesigen Flug-fcldc ist dcr Flieger Lcntnant Schmidt heute früh abgestürzt, als er mit seinem Flugapparat aus eincr Höhe vo» 300 Metern im Gleitflugc niedergehe» wollte. Er war sofort tot. Der Apparat ist vollständig zertrümmert. Anflösuilg dcs bulgarische» Hauptquartiers. Sofia, 22. August. Das bulgarische Hauptquartier wurde aufgelöst und die Führung der Agenden desselben dcm Kriegsministerium überwiese». Alle bei der .Kriegserklärung einberufenen nichtaktiven Generale und Oberoffiziere wurde» i» das NcserveverlMnis übersetzt. Türkei und Bulgarien. Konstantinopcl, 22. August. In informierten politischen Kreise» verlautet, daß zwischen der Türkei und Bulgaric» auf die Regelung der Adrtanopler Frage bezügliche vertrauliche Pourparlers stattfinden. Die Vereinigten Staaten und Mexiko. Washington, 22. August. Präsident Wilson kündigt an, daß er dcm Kongresse fofort eine Spezialbotschaft über die Mission John Linds sowie übcr die amerikanische Note und die Antwortnoten Huertas unterbreiten werbe. Verailtlvortlichcr Rcdattnir (in Vertretung): I. Nagliö. Gutachten des Herrn Dr. M. Fisch, Diätetische Kurpension, F r a n z c n s b a d. Herrn I. Serravallo Trie st. Ill Höft. Erwiderung Ihrer Anfrage vom 10. Mai d. I. teile ich Ihnen mit großer Bereitwilligkeit mit, daß ich Ihren Scrravallos China-Wein mit Eisen seit Jahren in meiner hiesigen Praxis als ein sehr wertvolles Tonicum schätzen gelernt habe, nnd dasselbe mit Vorliebe als unterstützendes Mittel bei Anaennen, (Morosen nnd überall dort anzuwenden pflege, wo es mir darauf ankommt, Patienten zu kräftigen nnd deren Blütbeschaffen-heit zu bessern. Franzensbad, II. Juni 1911. 5285_____________________________Dr. Fisch. Meteorologische Beobachtungen in Laibach. Seehöhe 306 2 in. Mittl. Luftbrucl 736 0 mm, «,«, !i U. N. 738 7 1!) 1! STmWg , brwöltt ! " 9 11, Nb. 40 0^ 1b 9j willdstlll .! heiter j 23l?U. F. i 40 8 11-9 SO. schwach Nebel ! 0'0 Tas Taqesmittel der szestrigeu Temperatur belrnyt 15'7°, Normale 18 2'. Laibacher Zeitung Nr. 193. 176ß 23. August 1913. Bei Nieren- und Blasenleiden, Harngries, Harnbeschwerden und Gicht, bei Zuckerharnruhr, bei Catarrhen der Athmungs- und Verdauungs-Organe wird die Bor- und Uthlum-hiltife Heilquellt SALVATOR mit ausgcseicbnetcm Krfolg angewendet. IWIrkMUMS PrlMrrativ gegen M Sck arisch auftretend« rtMCOSMUTeCffewen. Mfiftbciide Wlrfcung. Etoeatrd. Lrtdrt vrd—Mch. Angenehmer O—dwcfc. : -«-yE Absohrt refa. ^Ärr^L Coa>***** ZMMmNvart,l< —,72; Fehler ^., Die Chirurgie unserer Zeit, gel). K 1,50; Engclcn, Dr., und Focke, Dr., Tie formulae, lnaai» strales Berolinenses ilnd dcrwandte Galenita in ihrer Ve< dcutling für die ärztlicl>e Pra^D, s>el>. l< 2.40. Vorrätig in der Buch.. Kunst« und Musikalienhandlung Jg. v. Kleinmayr 5 Feb. Vambera in Laibach, Kon» grehplah 2. Lieder zur Laute/Für Laute U.Klavier T>» Lautenkesl drr Musll für ?lll," blllst elne reich, «u«' wähl von Marsch. Holdalcn., Vlsb,«» und Hchtljliet>tsn. " die ' Clewing, Kate Hyan. 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K.kJän.-Juli)p.K.4 SitQ Silo \ ,, ,, p.A.4 «2-ro «ao =» 42%»W.Not.F«b.Aui5.p.K.4-1 H&-8Q S6 — £ 4'S^/o ,','silb Apr.-Okt.p.K.4'2 «8-99 *tf /« W 4-2»/„ ,, ,, ,, ,, p.A.4 2 86 96 SG 16 Lo«ev.J.1860zu500Q.ö.W.4 IC20 1660 Losev.J.18(50zulüOfl.ö.W.4 4S0— 460- Lo8ev.J.l«64zul00sl.ö.W____660-- 670 — Lose v.J. 1864 )tu ÖOfl.ö.W____330— —— St.-Domän.-Pf. 120fi.300F.5 —•— — - Oesterr. Staatsschuld. Oeet.Staats8ohatz3ch.Btfr.K.4 9€-6fi 96-fs Oest.Goldr.stfr.üold.Kasse. .4 10S60 108 70 „ ,, ., ,, p. Ärrgt. 4 108-60 108-70 OOTt.Rentel.K.-W.stsr.p.K.4 szss 8S-4/. ,, „ ,, „ ,,U. .4 8226 82 46 Oeat. Rente i. K.-W. steuerfr. (1912) p. K............ 8210 S2-30 Oest. Rente i. K.-W. steuerfr. (19ta) p. Ü............ 82-10 82 30 Oeet.Invest.-Rent.stfr.p.K.SV! 73 30 73-60 FranzJoBefsb.i.Silb.fd.SOftVi /06"-— io7- Galiz. Karl Ludwigsb.id.St.)* 82 86 83Sn N. E.-SchuldBCh.78j.4 «4-28 S5-28 Galiz.Akt.-Hyp.-I5k.......6 9060 91-60 dto. inh.50 J.vcrl.K.411 «2 28 #3-28 Oaliz.Landctitj.&li/jJ.v.K.+Vj 9/-— 92-~ dto.K.-Obl. III. Em.42j.4Vi W - 00-~ Mr. Bodenkr.-A. H6 J. ö. W. 5 — •— —¦ - [Btr. K.-Kr.-A.i.62V,J.v.K.4V, 8876 89'- Mähr. Hypoth.-B.ö.W.u.K.4 82-60 88-60 Nied.-ö»t.Land.-Hyp.-A.5.r)J.4 83-76 84 76 Oest. Hyp. Bank i. 50 J. vorl. 4 8V76 82-76 Oest.-ung. Bank 50J. v.ö.W.4 86 40 8T40 dto. 50 J. v. K.........¦'. 87 06 88'06 Cflntr. Hyp.-B.nng. Spark. 4Vj 9060 9160 Comrzbk.,l'est. Ung. 41J. 4«/, 92— 93-- dto. Com. O. i. 50«/» J- K 4 V» 9/7» 9276 Herrn. B.-K.-A. i.&OJ. v. K4V, 90- 9v- Spark.Inncrat.Bud.i.50J.K41/I 90-60 9/so dto. inh. 50 J. v. K. . . . 41/« 8160 82-60 Spark.V. P.Vat. CO. K . .4', 902ii TS« Ung. Hyp.B. in PestK . . 4'/i Bf— 92 — (lto.Kom.-Sch.i.50 J.v.K4'/i 93-26 9426 Eisenbahn-Prior.-Oblif;. Kaach.-Odorb.E 18rt9id..S.)S.4 81 36 82-36 dto. Em. 1908 K(d. S.) .. i 8076 8f76 Lcmb.-G?;or.-J.E.18H4 3OOS.S-6 7f90 76-90 dto. 300 S...........4 «I s« 82 36 StaatHcisenb.-Geaell.E. 189ä (d. St.) M. )<)0 M.......3 8090 81Ö0 Stldb.Jan.-J. hW< F. p. A. 2ß 24860 24960 UnterkrainerB.'d.H.^ö.W. . 4 91— tenKrenr.,'iat.O.v.10(1.ü.W. 6.J-2» ft7 2« detto ung. (}. v. . . 5 fl. ö. W. .?.*¦- »?¦- Tilrk. E.-A.,Pr.O. 400Fr.p. K. 227— 230-Wiener Kommunal-Lose vom .Jahre 1874 .... 100 fl. ö.W. 469- 479-Gewinstsch. der 3% Pr.-Sch. der Bod.-Cred.-Anst. K. 1H80 38— 42 — Gewinstsch. der 3V„ Pr.-Sch. der Bod.-Crod.-Anst. E. 1889 68-60 6260 GowinatMch. der 4°/„ Pr.-Sch. dor ung. Hypotheken-Bank 26-60 3060 Transport-Aktien. Donau-Dampf.-G. MO fl.C. M. r2*2 12H6- -Ferd.-Nordbahn 1000 fl. G. M. 4860- - 4870 - Lloyd, (»sterr........i<)() K 6*5— 680 — Staata-EiHb.-(i. p. U. tfOO II. S. 702 7« 703 7« Südbahn-O. p.U. . . . 500 Fr«. 127 80 128 80 Bank-Aktien. Anglo-öaterr. Bank120