WhmwmttM - frtik: Für Laibach-Ganzjährig . . 8 fl. 40 kr. Halbjährig . . 4 „ 20 „ vierteljährig . 2 „ 10 „ Monatlich... — „ 70 , Mit der Post Ganzjährig..........12 P- Halbjährig.......... 6 . Vierteljährig ..... 3 • Laibacher Für Austeilung in« Hau« »iertelj. 86 kr., »onatt. 9 kr. »Kyelne #nmm«n « kr. TJ agblall. Anonyme Mittheilungen werden nicht berücksichtigt; Manuskripte nicht znrückgesendet. «edaetto»: vahnhosgasse Nr. 15. «rvrdittsnS-* Inseraten-Bureau: «ongreßplatz Nr. 2 (Buchhandlung von Jg. v. Klein» wahr & geb. Bamberg.) JnsertiouSprej Für die einspaltige DeWMv i 4 kr., bei wiederb«ketHi^>Z schaltung ä 3 L Anzeigen bir 5 Zeilei Eei größeren Inseraten anb öfterer Einschaltung entsprechender Rabatt. Für complieierten Satz besondere Vergütung. Nr. 286. Donnerstag, 13. Dezember 1877. — Morgen: Spiridion. 10. Jahrgang. Der Fall von Plewna. Vorgestern hat uns der Telegraf die Nachricht übermittelt, daß sich Osman Pascha, selbst nicht unbedeutend verwundet, den Russen auf Gnade und Ungnade ergeben hat. Die Motive, welche den kühnen und unternehmenden Mann, auf den ganz Europa mit Recht in diesem unheilvollen «liegt seine Blicke richtete, zu diesem Schritte bewogen haben, dürften nach den Nachrichten, die schon seit geraumer Zeit über die in Bezug auf Verproviantierung nicht eben glänzend bestellte Stadt verbreitet waren, nicht unschwer zu errathen sein; lediglich der Mangel an Lebensmitteln war der Umstand, der Osman Pascha zur Uebergabe zwang, nebstbei ist noch der Mangel an Hoffnung aus endlichen Entsatz vonseite der türkischen Heeresleitung in Betracht zu ziehen. Die russenfreundlichen Blätter sehen in dem Fall von Plewna einen ungeheuren Rohm des rus. fisch-rumänischen Heeres und verabsäumen die Gelegenheit nicht, dem im russischen Heere üblichen »nutensisteme ihr Loblied zu singen. Kann man es auch nicht bestreiten, daß der Fall von Plewna für die russische Heeresleitung einen gewissen Erfolg bedeutet und daß er auf den weiteren Verlauf dieses Krieges nicht ohne allen bestimmenden Einfluß bleiben wird, so wird man dennoch schwerlich irre gehen, wenn man behauptet, daß eineslheils der Ruhm der Sieger von slaven-freundlicher Seite übertrieben wird, andererseits die Hoffnungen, die man an die Niederlage Osman Pascha's knüpft, allzu sanguinische find. Keinem denkenden Menschen kann es verborgen bleiben, daß sich ein, wenn auch noch so genialer Feldherr mit einer relativ geringen Trvppenanzahl gegenüber einer wahrhaft erdrückenden Belagerung«, armee in einem nur in der Eile und nur provisorisch befestigten Orte auf die Dauer nicht zu halten vermag. Jedermann mußte daher den Fall Plewna'S nur für eine Frage der Zeit ansehen. Die rusfische Heeresleitung und die fanatischen An-Hänger der Knute sollten daher den Fall Plewna'S «fterec nicht zu sehr zur Ehre anrechnen, vielmehr bedenken, daß ein nach Hunderttaufenden zählendes Heer viele Monate eine regelrechte Belagerung leiten, daß nahezu ein Drittel de» gesummten Heere» auf-gerieben werden mußte, um endlich in den Besitz eines Punktes zu gelangen, der nur durch in der größten Eile aufgeworfene Redvuten befestigt war und nicht im entferntesten den Anforderungen, die man an eine Festung stellt, entsprach. WaS jedoch diese« Erdwall zum Bollwerk machte, an dem flch die Russen durch Monate umsonst die Köpfe etn-rannten, das ist das Feldherrngenie Osman Pascha'S und der wahrhast spartanische Helden-muth der türkischen Truppen, die sür ihren Glauben und ihre Heimat stritten, während da« gegnerische Heer nur dem Eigensinn seines Kaisers und dem Grögenwahne zulieb sein Herzblut vergießt. Daß sich Osman Pascha ergeben hat, bedeutet für die Türken ebensowenig einen moralischen Mißerfolg, als für die Russen einen moralischen Erfolg, ist ja doch auch Leonidas mit seinen Dreihundert, obwol er unterlag, dennoch Heute, mehr als zweitausend Jahre später, in aller Munde! Allein auch die Hoffnungen, die man von gegnerischer Seite an den Fall Plewna'S knüpft, find allzu sanguinisch. Man glaubt, den Siegeslauf de» russischen Heeres werde nun nicht« mehr aufhalten können» und binnen wenigen Wochen werde Zar Alexander auf der Sophienmoschee zu Konstantinopel das Kreuz aufpflanzen und zugleich dem Sultan den Frieden diktieren. Man vergißt jedoch hierbei mit den gegebenen Factoren zu rechnen; man vergißt, oder bester gesagt, will es vergessen, daß im Osten Plewna'S Suleiman Pascha mit einem bedeutenden Heere steht, daß M e h e m r d Ali Pascha um Sophia eine Armee concentriert hat, daß Rustschuk sehr stark befestigt und wol verproviantiert, den Russen ein zweite», viel verhängnisvollere« Plewna werden kann; man vergißt auch, daß es einen Staat in Europa gibt, welcher, wohl achtend auf seine LebenSintereflen, jedem Schritte des russischen Heere», der gegen dieselben gerichtet ist, ein gebietendes Halt zurufen wird. Wer jedoch diese Factoren richtig in Erwägung zieht und beachtet, dem wird es bald klar werden, daß die Russen mit der Einnahme Plewna'S nicht das letzte Thor, das sie von Konstantinopel trennt, gesprengt haben, sondern daß sie noch manche harte Nuß werden knacken, die Leiche noch so manchen Kameraden in die fremde Erde werden legen müssen, und daß selbst dann noch der endliche Erfolg ein sehr in Frage gestellter ist. Ebensowenig wie die Hoffnungen auf einen raschen Siegeslauf des russischen Heeres, find die auf einen baldigen Friedensschluß gerechtfertigt. Ruß. lan d kann, mit seinen bisherigen Erfolgen auftretend, Iemllelon. Die Herrin von Kirby. Roman von €d. Wagner. (Fortsetzung.) 26. Kapitel. Verschwunden. Nachdem Math, Lady Olla'S Mädchen, von Clondalkin nach Dublin zurückgekehrt war, ging sie nach dem Telegrafenamte, wo fie eine Depesche an Lord Dalton ausgab, in welcher fie diesen bat, er wöge so schnell als möglich zur Rettung ihrer jungen Herrin nach Dublin kommen. Al« die Depesche in Dalton.Hall ankam, machte fich Lord Dalton, von einer bangen Ahnung ergriffen, z« welcher der Inhalt de» Telegramme» seiner Un'larheit wegen ihn berechtigte, sofort reisefertig, ließ einen Wagen anspannen und war so glücklich, die nächste Eisenbahnstation gerade vor Abgang de» Zuges nach Belfast zu erreichen. Bon Belfast fuhr er mit dem Courierzug nach Dublin, wo er an demselben Abend, an dem Lady Olla scheinbar durch Tim Wilkin befreit worden war, ankam. Er sah sich auf dem Bahnhof um und bemerkte bald Mary, die eiligen Schrittes auf ihn zukam. „Mary!" rief er ihr entgegen, indem er bestürzt in ihr sonst so blühende«, jetzt aber bleiche« und kummervolle» Gesicht sah. „Haben Sie mich mit diesem Zuge erwartet?" „Ja, Mylord," antwortete das Mädchen in einer Hast, die nur zu deutlich ihre innere Erregung verrieth; «ich war überzeugt, daß Sie diesen Abend kommen würden. Ich habe bereits eine Stunde hier gewartet." „Und wo ist Lady Olla ?" fragte Lord Dalton, durch das Aussehen und da» Benehmen de» Mäd> chenS noch ängstlicher geworden. „Was ist geschehen? Ich konnte aus Ihrem Telegramm nichts anderes entnehmen, als daß Olla in Gefahr ist." „Still, Mylord,' flüsterte Mary, sich angst, lich umsehend. „Ich habe einen einfachen Bauern-wagen gemiethet, welcher draußen wartet. Lassen Sie un» eilen, während der Fahrt will ich Ihnen alles erzählen." „Einen Bauernwagen?" fragte verwundert Lord Dalton. „Warum nicht eine Droschke?" „Weil ich eine Droschke nicht ohne Kutscher bekommen hätte," antwortete Mary, „und einen solchen gebrauchen wir nicht, da er un» nur hinderlich sein und un» belauschen würde. Wir müffen ganz allein sein, wenn ich Ihnen alle» das sagen soll, was ich zu sagen habe. Kommen Sie, Mylord." Lord Dalton folgte seiner Führerin hinan» auf die Straße, wo ein kleiner, einfacher Bretter-wagen mit zwei Sitzen stand, bewacht von einem alten Manne. Er sah, daß Mary alles zur so» fertigen Abfahrt arrangiert hatte; er hob sie auf den Wagen, nahm an ihrer Seite Platz und fuhr ab. „Wohin soll ich fahren, Mary?" fragte er. „Nach Mr. Kirby's Haus?" „Nein, Mylord; fahren Sie direkt nach Clon» dalkin. Kennen Sie die Straße?" „Ich kenne sie sehr gut," antwortete Lord Dalton. „Aber warum nach Clondalkin? Was soll das bedeuten, Mary? Warum wollen wir nicht direkt zu Lady Olla gehen?" „Mylord," sagte Mary, „ich schrieb Ihnen vor etwa acht Tagen einen Brief — " unmöglich dasjenige erreichen, womit es allein das Blut so vieler Heldensöhne sühnen kann; in der Türkei sind die Gemächer hingegen zu sehr ent. brannt und in Aufruhr begriffen, daß man sich rher in eine Unterhandlung mit dem Feinde einließe, bis nicht der eine oder andere Theil vollkommen besiegt ist. Der Fall Plewna'« bedeutet daher einzig und allein nur den Kampf bis aufs Messer. Wie viel hiebei die Humanität, für die allein Rußland in den Kampf gezogen zu fein behauptet, gewinnt, — dies mag jeder selbst ermessen, der ein offene« Auge und ein gesunde« Ohr hat. Parlamentarisches. Da« Herrenhaus de» Reichsrathe« genehmigte in seiner 64. Sitzung die Gesetze, betreffend die Enteignung zum Zwecke btt Herstellung und de« Betriebe« von Eisenbahnen und betreffend die Ab. iinderung und Ergänzung der Bestimmungen der Strasprozeßordnung über Nichtigkeitsbeschwerden. Da« österreichische Abgeordnetenhaus nahm in feiner 319. Sitzung den Gesetzentwurf, wodurch Bestimmungen in Ansehung de« Eonta» bitten» und Colonenverhältnisse« in den gegenwärtigen Gerichtsbezirken Ragusa, Raousa» vecchia, Stagno und Sabioncello im Königreiche Dalmazien getroffen werden, an und behandelte hierauf den Bericht de« Budgetau«schuffe» inbetreff btt von der Regierung vorgelegten Rechnung über btt in btt Zeitperiode vom 1. Januar 1874 bis letzten Juni 1876 im Grunde de« Gesetze« vom 13. De« zember 1873 vollzogenen, auf da« Rothstand»« Anlehen und deffcn Verwendung bezugnehmenden Empfänge und Ausgaben. Vom Kriegsschauplätze. Am 10. d. um halb 8 Uhr morgen« griff die gestimmte Armee Osman Pafcha'« da» russische Grenadietcotp» auf der EernierungSlinie am linken Widufer an, um dutchzudrechen. Der Angriff ward verzweifelt tapfer bewerkstelligt; ein Theil der Türken drang sogar in russische Trancheen und Batterien ein; allt Versuche jedoch, btt Linie btt Grenadiere zu durchbrtchtn, blieben vergeblich. Rach fünfstündigem, heißem Kampfe wurden die Türken geworfen, und von allen Seiten umzingelt, ergab sich der tapfere Bertheidiger Plewna'«, Osman Pascha, der am Fuße verwundet war, mit seiner ganzen Armee. Die Anzahl der Gefangenen und Trophäen ist noch nicht genau a« ich auch that, da ich glaubte, meine Herrin habe e« angeordntt. Gegen Mitternacht mochte e« sein, al« ich leist Tritte im Zimmer der Lady Olla hörte. Ich dachte, e« sei fit stlbst und daß fit durch ihr Itift« Auftreten beabsichtige, mich nicht im Schlaft verwtigert, den Senat um Auflösung anzugthtn. Der „Moniltur" meint, diese werde verweigert werden, weil die Führer de« rechten Centrum« die« offen erklärt und den Deputierten versprochen hätten. Auch seien die Legitimisten dagegen, au« Furcht, für die Bonapartisten zu arbeiten; in diesem Falle will der Marschall abdanken. In Belgrad wurden Vorbereitungen für die Unabhängigkeitserklärung Serbitns getroffen. Am 11. d. M. abends solltt dit Ftitr mit einigt» Kanonensalven au» dtr Btlgradtr Festung tingtltittl werden; am 12. d. M. tin fürstliche» Manifest tt« scheinen. Dtr Tag wutdt darum gewählt, weil am 12. Dezember 1830 Sttbitn al» autonom» Staatswesen von dtn Großmächten antrkannt wurde. Die fremden Vertreter, weicht sonst am Andrta»» tagt bei Hast zu Gratulationtn zu trscheintn pflegten, gedachten Belgrad für den Tag zu vtrlasstn. Zur Tagesgeschichte. — Ein verständlicher Wink. Die fr. Pr." ist mit der Geheimniskrämerei de» Grafen Andrasstz, der in den DelegationSauSschüffen vertrauliche Mittheilungen machte, unzufrieden und bemerkt: »Gras Andrassy mache seine Mittheilungen dort, wo sie verfassungsmäßig hingehören, in den Delegationen selbst und nicht in geheimen Ausschüssen. Die Kontrolle der auswärtigen Politik gebürt nicht den einundzwanzig Mitgliedern deS Finanzausschusses, sondern der Delegation, und die ganze Politik wird nicht für diese Einundzwanzig gemacht, sondern für die BSlker der Monarchie, und die haben auch ein Recht, zu erfahren, waS über ihr Wohl und Wehe von dem Herrn Grafen Andrassy beschlossen wird. Er rühmte sich einmal seiner parlamentarischen Herkunft. Da sollte er auch wissen, daß ein Grundprinzip deS Parlamentarismus die Oeffent-lichkeit ist." — Die Gemeindewahlen in Graz wurden am 11. d. M. beendet. In allen drei Wahlkürpern siegten die liberalen Kandidaten einstimmig. Seit viele« Jahren zum erstenmale ließen es die Tonservativen aus eine Wahlconeurrenz gar nicht ankommen. Lokal- und Provinzial-Augelegenheiteu. — (Ernennung.) Der Kaiser hat mit allerhöchster Entschließung vom 9. d. M. den LandeSprästdenten Herrn BohuSlav 8t. v. Widmann zum Statthalter in Oberösterreich ernannt. — (Landeshauptmann D r. «v. Kalten-egget) wurde am 10. d. M. »on Sr. Majestät dem Kaiser in Audienz empfangen. — (Der nationale LandeSauSschuß in ft ca in) hat dem Antrage deS OrtSfchuIratheS in Saget bei Littai um Einführung deS deutschen Sprachunterrichte» feine Genehmigung versagt. Dieser Beschluß wird in der stören. Die» lag fo ganz in ihrem freundlichen Wesen, und ich fand deshalb diesmal nicht» Un« gewöhnliche» darin. Die Tritte entfernten sich wieder; aber nicht langt danach hörtt ich tintn Wagen vor da« Haus und nach etwa zehn Minuten wieder ab« fahren. Ich dachtt, daß Lord Kirby abgtholt würdt und schlief wieder tin.“ „Und es war Olla, bit zu fo fpättt Stundt abfuht?“ „Ja, Mylord! O, hättt ich ahntn könntn, daß mtint Herrin sich in dem Wagen befand! Als ich am ändern Motgtn zur gewöhnlichen Zeit auf» stand und in da« Zimmer meiner Herrin kam, fand ich dasselbe leer. Ihr Bett war unberührt gtblitbtn, ihrt Sachtn lagtn in Unordnung umher und tintr ihrer Koffer war fort. In meiner Angst und Bestürzung lief ich die Treppe hinunter. Mr». Bullock kam gttadt au« ihrtm Zimmtr nnd fragte, wtshalb ich so verstört au«ftht, und auf meine Ent» wort erklärte fie mir, daß Lady Olla ju später Stunde durch ein Telegramm zu ihrer Stiefschwester btruftn worden, und daß fit fogltich undalltin ab* gtrtist sei " lFortsetzung folgt.) Grazer „Tagespost" mit folgender Abfertigung gegeißelt: «Unser nationaler Landesausschuß will noch feine letzten Stunden zu verschiedenen deutschfeindlichen Kundgebungen «usnützen. In letzter Zeit nämlich kam, wie viele andere Gemeinden, auch die Schulgemeinde von Sagor mit dem Ersuchen um Einsührung der deutschen Sprache an ihrer mehrklafsigen Schule ein. Allein wie die übrigen, wies auch diese unser Landesausschuß einfach ab. Sagor hat ein Bedürfnis nach der Äenntni« der deutfchen Sprache, da st» in deffen unmittelbarer NLHe das grbßte Steinkohlenberg, werk des Landes befindet und dortselbst das Deutsche der Bevölkerung ebenso notbwendig ist wie das Slovenische. Zum Glücke sind die Tage dieses LandeSausschuffes gezählt, und wird die liberale LandtagSmajoritSt hoffentlich die vielen Uebelstände, die feit dem Walten des klerikalen Regimes gefchaffen wurden, wenigstens theilweise gut zu machen wissen." — (Lebrnsrettungstaglia.) Die krainifche Landesregierung in L a i b a ch Hot der M a r i a S u I u i k, vulgo M°st»jak, von Sawiz für die am 11. September l. I mit tiguiet Leben«gesahr vollfilhrte Rettung b;9 drei« jährigen Franz Sollii von Sawiz vom Tode des Ertrinken« im Gavefluffe die gesetzliche LebeuSrettungs-« a g l i a im Betrage von 26 fl. 25 kr. bewilligt. — (Zolltarif.) Der vom Abgeordneten Desch -« a n n im »usgleichSauSschuffe gestellte Antrag auf Herab, setzung des Zolles bei Post 27: „Färb- und Gerbstoffe", für Extrakte von 1 fl. 50 fr. auf 50 kr. wurde abgelehnt. Die Petition der hiesigen Handels- und «ewerbekammer inbetreff der Herabminderung der Ansätze für die wichtigsten (Eon-sumtionsartikel wurde dem Abgeardnetenhause überreicht. — (Bon der Süd bah*.) Aus fämmtlichen Linien werden die Personenzüge bereits beheizt, und zwar die Wagen dritter «leffe mit Mantelsüllöfen bei Anwendung von preu-ßifcher Salonkohle, die Waggons erster und zweiter Klaffe in der Regel mit Wärmflaschen und die Waggons der Wien-Trieftet Eilzüge mit Thomm- und Rothmüller'schen Heiz, apparaten. — (Aus den Nachbarprovinzen.) Im Marburger Stadltheater hielt Prvfeffor Luöz wissenschaftliche Borlesung.en — In derselben Lokalität konzertieren heute die Pianistin Äathinta Phrym und der Violinist Richard S a h l a. — Johann Rog au8 Nassau, der Kreditpapier-fälschung dringend verdächtig, wurde in ffiraz arretiert; dessen Kamerad Antonio Soralin ans Florenz ist flüchtig. — (Landschaft!. Theater), Laibach, 12.Dezember. Der Direktion Fritzsche gebürt vonseite des hiesigen Publi. lum« die allgemeine, ungelheilte Anerkennung des Verdienste«, große, mit bedeutendem Kostenaufwand« verbundene, hier noch nie gesehene Ausstattungsstücke zur Aufführung zu bringen. Die Inszenierung und Ausstattung des „<$ou-rier des Zaren" kostet der Direktion den immensen Bar» betrag von 1800 fl. DaS Sujet dieses Ausstattungsstückes fand bereits in unferem letzten Freitagblatte ausgedehnte detaillierte Besprechung. Heute wollen wir aus die theil-weife prächtig und in reicher Anzahl angefertigten Dekorationen, namentlich aus den »Wintergarten deS Zaren*, auf den „Marktplatz in Nischny-Nowgorod", auf die „Ural-schlucht", auf das meisterhaft in Szene gesetzte und gelungen ausgeführte „Schlachttableau", auf den reich ausgestatteten „(Einzug der Tarieren und Ulemas", auf das gefällige „Damenballett* aufmerksam machen und die Theaierfieunde in und außer Laibach einladen, den Besuch dieser durch einige Tage fortgesetzten Aufführungen der «Reisebilder nach Sibirien" nicht verabsäumen zu wollen. Dem heutigen Berichte möchten wir den Wink beisügen, eine reichere, glänzendere Beleuchtung der Bühne, in«, besondere bei dem ersten, zweiten und dritten Bilde, ein« trete» zu lassen. Aus dem nationalen Lager. Der nationale Korrespondent der „Slgtamer Presse", c" in Laibach, fährt fort, seinen Jeremiaden über Unter» drückung des flovenifchen Elementes in Ärain Ausdruck zu geben. Dieser Korrespondent, dem Deutschthum durch und durch feindlich gesinnt, verschmäht es nicht, seinem Haß gegen daS in Ärain eingebürgerte und heimat-berechtigte Deutsch, thum in deutscher Sprache Lust zu machen. Der neueste, am 10. d. M. in der .«gramer Presse" unter den Stichworten „BersassungStreu-Liberal-National und Ultramontan!" gegen das Deutfchthum in Krain geschleuderte Syllabus bringt nichts Neues, sondern schon oft DagewefeneS. Die neueste Korrespondenz deS Herrn @-c aus Laibach spricht in nicht allzu wohlriechender Blumen« spräche das Bekenntnis aus, daß die Slovenen „Föderalisten", „ültramontaue*, „Regiernngsfeinde" find. Es ist immerhin von Interesse, einen Sxtract aus den neuesten Klageliedern des nationalen Psalmisten S—c zu vernehme«: Die „Rtaintr" find mit Leib und Seele behilflich und frohlocken dabei, daß man ihre Landsleute — Professoren, Ingenieure u. a. — in die Fremde hinausjagt und ein importiertes (Element zu uns hereinbringt. Der Krainer erzieht feine Kinder deutsch und bedenkt dabei nicht, wie sehr er fie schädigt, weil die Kenntnis eines slaoischen Idioms in Oesterreich geradezu absolut nöthig ist. Männer, die ihre Heimat lieben und dem Bolle, aus dem fie entsprossen, gewogen find, werden die Sprache der Heimat nicht zur «nechtessprache erniedrigen wollen. Man geht im Furor Teutonicus bereits so weit, daß den Lehitin ausgetragen wird, schon in der ersten Boltt-schulklasse mit der deutschen als Unterrichtssprache vvrz«. gehe»; die Lehrer in Krain wurden zu Pantoffelhelden der BezirkShauptleute gemacht. Die Deutschthümler sind mit allen Kräften behilflich, baß daS slovenische Volk mehr und mehr unter die Macht der SiegierungSorgane kommt, fie begünstigen die das Volk entnationalifierende Regierung, daS Bürgerthum steht unter Bevormundung der Regierung, das Regierungsblatt in in Krain das (Evangelium, der Bezirkshauptmann der Prediger. Im Landtage zu Laibach finden wir Beamte als flbgeor?» nett; steigt da nicht der (Ledanke auf, daß diese Männer, so brav sie sonst vielleicht fein mögen, Soldaten einer Armee sind, die ebenso wie die der Hierarchie ihren Feldheirn Hit, der unbedingten Gehorsam fordert ? Der Staatsbürger soll immer eingedenk sein, daß die Regierung des Volkes wegen da fei, Diener deS Volkes ist. Bürger und Bauer, bleibt nur immer hübsch demüthig, Demuth ist der erste Schritt zur Niederträchtigkeit. Wir Slovenen sind auch verfassungstreu, aber wir öffnen nicht Thür und Thor dem Fremdenthum in unterer Heimat, aber und wollen unser flovenischeS Volk nicht dadurch kultiviert wissen, daß wir es vollständig germanisieren und ihm die Kulturfchätze der Deutschen zugänglich machen, sondern wir wollen uns die hundertjährige AermaaifierungS-arbeit ersparen und dem Deutschen feine Sprache belassen. Wir sind Glieder der großen Slavenfamilie, die auch noch ein Wort in (Europa zu reden hat und auch einige Bausteine zum Prachtbaue der europäischen Kultur, der Weltkultur liefern wird. Wir Nationale wollen daS flo-venifche Bolksthnm schützen und erhalten vor der gewaltigen Macht der Deutschen; wir Slovenen sind etwa- mehr, als ein bloße« Gadelfcüh>tück für das Deutschthum. Wir Nationale sind herzlich froh, daß der Absolutismus seine Krallen eingezogen hat, und wenn wir auch für den Föderalismus schwärmen, so «ollen wir doch nicht das freiheitliche Prinzip des konstitutionellen Sistemes töteten. Unsere flovenifchen Journale werden sott und fort ton« fiSciert, so daß es schon der höchste Grad von journalistischer Fertigkeit ist, einen Artikel so zu schreiben, daß der dem Büttel österreichischer Preßknechtschast in flovenifchen Ländern entgeht; in Laibach fehlen die Elementarbegriffe von Preß» und Gedankenfreiheit. Wir Nationale schloffen mit unseren Klerikalen Frieden, denn mit diesen Männern läßt sich- paktieren; die Renegaten helfen das slovenische Volk an den deutschen Galgen schleppen. Wir stehen, nicht Verfassung«*, nicht Freiheits-, nicht Kulturpnnzipien verfechtend, sondern nur deshalb da, um die mit der Gewalt tint3 übermächtigen RegietungSappatates ausgerüsteten Renegaten aus dem Felde zu schlagen. Die auszugsweise reproducierten zwölf Psalmen des Herrn „S—t" tragen das Gepräge btt Ptrfidie, fit sind nicht der Ausdruck de« slovtnifchtn Lolklwilltns und der Gesinnung der nationalen Gesammtbevölketung Ärain?, sondern bas vtrabscheuungS- und verachtungswürdige (Erzeugnis einet hirnverbrannten, überspannten, geisteskranken Phantasie. Dieses Dutzend Psalmen scheint darauf berechnet in fein, die slovenische Bevölkerung in Krain in erster Linie gegen das in Krain domiciliettndt Deutschtum, gegen die Maßnahmen der Regierung, gtgtn da» Schulwesen, gegen die Lehrerschaft, gegen die Funktionäre der Regierung, gtgtn das libtrale Bürgtrthum, gtgtn dit Zusammensetzung des Landtage«, gegen die Autorität der Be-Hörden, gtgtn die einwandernden Deutschen und gtgtn dit Satzungtn der «eichsvetfasfung anfzurtiztn, dit Tendenz bitftr neuesten Korrespondenz des Psalmisten S—c ist eine an Niedertracht reiche und wir bedauern, daß der Psalmist dit d t n t sch t Sprache beim Gesänge gewählt hat. Der Laibacher Korrespondent der „«gramer Presse" mag noch nie eint Volksschule in Krain besucht haben, sonst Hätte er die Utberzeugung gewinnen müssen, daß in den Volksfchultn die slovenische als Unterrichtssprache ge» braucht wird. Der «orrtspondtnt ftnnt das Familitnltbtu nicht, denn, gibt ts in Krain Familie», in deren Stet« nicht sloveni sch gesprochen wird? Wird nicht auch in den Mittelschulen Krain« die 11 ° ve n i s ch e Sprache kultiviert? Amtiert der Beamte in Krain mit dem der deutfchen Spracht nnlundigtn Bürger nnd Bauer nicht in bet s 1 o ° vtnischtn, btzichungSrotift krainifchtn Spracht? Wer btforgt in der Landtagsstube dit wichtigsten legislativen Arbtittn? Sind tS in erster Reihe nicht durch freit Wahl berufene Beamte? Nach dem Wunsche des Kotrtsponden-ten sollten wot nur Zarnik« und BoZujak« im Landtags-faale Sitz und Stimme haben? Der Korrefpondent fordert ja förmlich zur Austreibung de» Fremden-, beziehungsweise DeutfchtHums aus Krain auf. Er will deutsche Kultur landesverweisen. (Er erblickt nur im slavischtn Eltmtnte den Ehimbotaffo der Kultur. Dtt Korrespondent bricht für den Föderalismus dit Lanze; tr scheint zu den Hohenwart'schen Kriegsknechten zu zählen. Wir gönntn dem Korrespondenten bas btftligtnbe Gefühl übtr den AuSsöbnungstractat der Nationalen mit den Klerikalen, tdlt Seelen finden fich ja immer zusammen, nur möge er in seinem weiteren «otttspondenzcy!lus der Wahrheit die Ehre geben und es utttnlafftn, Feindschaft und Haß gegen das Deutschlhum, gegen dit Regierung, Segtn dit Reichsvetsassung, gegen dit Schule und andere Institutionen zu predigen. Die bebächtiae, tuhigt nationale Pattti in Ätain wirb, deffen find wir fichtr, beit aufreizenden und httzendtn Inhalt dieser neuesten .Korrespondenz" als .constsciert" trklättn. Aus dem Schwurgerichtssaale. Laibach, 12. Dezember. (Verbrechen des Raubes.) (Schluß) Die Vernehmung der Zeugen nahm ben ganzen gestri» gen Tag und den heutige» Vormittag in Anspruch. Die Zeugenaussagen bestätigen, daß Hoitvat als Anstifter und Zwirn als Teilnehmer bei bem Raubanfalle an« zusehen ist. aus einigen Zeugenaussagen geht hervor, daß noch eine dritte, heute nicht auf bet Anklagebank sitzende Ptrson an diesem Verbrechen theilgatommen haben müsst. Dtt Gerichtshof. Präsident schloß soeben bas Beweis« verfahrtn, al« Zwirn vortritt und ba« «nsuchtn stellt, noch eine Angabe machen zu dürfen. Nachdem ihm diel gestattet, beginnt Zwirn zu erzählen, daß er jetzt ben Raub zugestehe, Hoievar ihn zu bitstm Verbrechen verleitet und dazu gebungen habe, baß abtt der Raub nicht von ihm, fonbttn von dtm gestern al« Zeuge fungierenden Mathias ftoje 1 auSgeführt wurde. Beide hätten zusammen den Weg in ben bewußten Wald angttrtttn, abtt nur ftojel war vermummt und hatte sogar Anfangs die Absicht, dit Maria Hoievat zu tödttn, waS jedoch auf Einschreiten de« Zwirn unterblieb. Die Beute wurde sodann unter ttnandtr getheilt. Dit Zeugenaussagen bestätigen, daß eint brittt Person unbedingt an bitstm Raube beseitiget gewesen fein muß, und auch bie Beschädigte erklärte nochmal», daß fie bei dem Vorfälle ben Attentäter unmöglich erkennen konnte, ba derselbe ganz vermummt ge» wesen, »ojel siebt in dortiger Gegend in einem üblen Ruft und ist allem Anschtint nach auch an btm Raubt beteiligt. Der Präfibtnt fragt benZwitn: warum tr dtnn nicht gestern, als ft ojtl tinotrnommen tour dt, das Geständnis abgelegt habe; Zwirn erwidert, et habt sich vorgenommen, den ganzen Tatbestand zu leugnen, weil tr hoffte, ungestraft davon zu kommtn; nachdem tr abtt jetzt tinsithi, baß ihm bas Leugnen nicht« helft, fo gestehe et alles dtt reinsten Wahrheit gemäß ein. Staatsanwaltssubstitut Getdefchiz sagt: Nachdem fich die ganze Sachlage wesentlich geändert und es keinem Zweifel unterliegt, daß noch eine dritte Person an diesem Raubt betheiligt fein muß, fo ttlaube ich mit folgenden Antrag zu stellen: 1) bie Verhandlung gtgtn Hokeoar und Zwirn fei zu vtttegtn und 2.) Mathias Koje! durch «al Bezirksgericht in Krainbnrg sofort zu verhaften unb nach Laibach zu eskortieren, was man im telegrafischen Wege veranlassen mögt. Dtt Vtrthtidigtr dt« Hoievar, Dr. Ahazhizh, sttllt den Antrag: daß Hoitvar aus freien Fuß zu setzen fei, e« wird jedoch vom Staatsanwälte erinnert, daß bie« nach btm Gesetze nicht zulässig sei. Der Gerichtshof zieht sich zur Beschlußfassung über die drei Anträge zurück. Nach ettter viertelstündigen Beratung verkündet der Vorsitzende bie Beschlußfassung des Richtercollegium«, dahin lautend, daß die Verhandlung gegen Zwirn vertagt werden müffe, jene HokevatS abtt weiter geführt wetbeit könne, da durch die eingetretenen Umstände der Sachverhalt in der Hvkevat'fchen Angelegenheit fich in nichts geändert habe. Was die Verhaftung des St o j e l betrifft, fo stehe dem Gerichtshöfe dieses Recht nicht zu, wol aber dem Staatsanwalt im Einvernehmen mit dem Untersuchungsrichter, was auch bereits veranlaßt wurde. Der Antrag A h a z h i z h' auf Fteienfujjfiellung des Ho Ce* var entfalle selbstverständlich, da ja die Verhandlung gegen diesen fortgesetzt werde. Die Verhandlung wird wieder ausgenommen, und zieht fich der Gerichtshof zur Fragestellung zurück, welche lautet: Ist der Angeklagte Thomas H oiebar de« verbrechender Mitschuld be« Raube«, begangen dadurch, daß er den Johann Zwirn verleitet und .aufgefordert habe, seine Schwester Maria Hoitvar am 28. April (. I. in bem Walde zwischen PriimSkau und Mitterdvrf auszurauben, schuldig oder mitschuldig? Der Wahrsprnch der Geschwomen lautet einstimmig auf .Schuldig." Der Gerichtshof verurteilte demgemäß Hoievar zu einer sechsjährigen, mit Fasten, Dunkelarrest und hartem Löget verschärften schweren «erkerstrafe sowie zur Schadenersatzleistung an Maria Hoievar und Zahlung der Gerichtskosten. Verstorbene. Den 11. Dezember. Jakob vaknik. Arbeiter, 28 I., Zivilfpital, Leberabfceß. — Jakob N-vak, Arbeitet, 38 I , Zivilspital, Hetzfchlagfluß. Den 12. Dezember. Maria Katar, Inwohnerin, 56 I., Zivilspital, Lungentuberkulose. Witterung. Laibach, 18. Dezember. Morgen- Nebel, Höbenreif, nachmittags matter Sonnen 1, schwacher O. Temperatur: morgen- 7 Uhr — 3 2' nachmittag, 2 Uhr —0 4' C. (1876 + 67'; 1875 - 0'4'C.) Barometer 740 03 mm. Dar gestrige TageSmittel der Tem peratnr — 2 9°. am 2-9° unter dem Normale. Angekommene Fremde am 13. Dezember. Hotel Stadt Wie«. Schott, Oblak, Schweinburger, 4Bit, Tirolt, «fite.; Büchler und Graf Scklipenbach, Wien. — Neumeister. Brünn. — Schwarz, Traunik. — Hofs, mann, Bezirksrichtersgattin, Egg. — Jaklii, Gotisch«. Hotel Elefant. Towsik, Ingenieur, Pistno. — Wakonig, Kfm., Littai. — Hippmann, Bergrath, Obersteier. — Eapistrano, Student, PreSka. — Hinterberg. — Debevc. Stein. Kaiser von Oesterreich. Stutz, Kfm., Berlin. — Thaler Johanna, Birkendorf. Mohren. Brewsak, Feldwebel, RodolsSwerth. — Goljat, Wachtmeister, Stein. — ProhaSka sammt Familie, ftaro« linenthal. _____________________________________ Lebensmittel-Preise in Laibach am 12. Dezember. Wetzen 9 fl. 43 kr., Korn 6 fl. 50 kr., Berste 5 fl. 86 tr., Hafer 3 st. 25 kr., Buchweizen 6 fl. 34 kr., Hirse 6 fl. 70 kr., Kukurutz 6 fl. 80 kr. pr. Hektoliter; Erdäpfel 8 fl. 4 kr. pr. 100 Kilogramm; Fisolen 7 fl. -- kr. per Hektoliter; Rindschmalz 92 tr., Schweinfett 80 kr., Speck, frischer, 60 tr., Speck, geselchter, 70 (r., Butter 78 kr. per Kilogramm; Eier 3 tr. per Stück; Milch 7 kr. per Liter; Rindfleisch 52 tr., Kalbfleisch 50 tr., Schweinfleisch 48 ft. per Kilogramm; Heu 2 fl. 5 kr., Stroh 1 fl. 78 kr. per 100 Kilogramm; hartes Holz 6 fl. 50 kr, weiches Holz 4 fl. 50 kr. pr. vier L.«Meter; Wein, rother 24 fl., weißer 20 fl. pr. 100 Liter._________________________________ Bukarest, 12. Dezember. Der „Agenee Russe" zufolge reist der Kaiser Samstag nach Pe tersburg ab. Konftantinopel, 12. Dezember. Der Pforte kam die Bestätigung de» Falle» von Plewna zu. Layard, Zichy und Prinz Reuß haben häufige Besprechungen mit Sdhem Pascha und Server Pascha. Hrute fand ein zweimaliger außerordentlicher Ministerrath statt. Wiener Börse vom 12. Dezember. AfticmciiK Staeli-f<*«N. Papikrrknte Silbe Theater. Heute bei aufgehobenem Abonnement (gerader Tag): Zum zweitenmale: Der Courier des garen. (Die Reise nach Sibirien.) Eroßartiges Ausstattungsstück in 3 Acten und 11 Bildern, bearbeitet nach einem Romane JuleS Berne'S von E. Bruno. Musik von S. Millöcker. Morgen (ungerader Tag): Zum drittenmale: ____________Der Courier des Zaren. Telegramme. Wien, 12. Dezember. Die österreichische Delegation nahm die Ausschußanträge betreff- der In. demnität und des ersten Quartals 1878 an. Im Verlaufe der Debatte erklärt Andrafly, er werde in einer eigens anzuberaumenden Sitzung sich über die äußere Lage aussprechen. Wenn man von auf» gegebenen österreichischen Jnlerefsen spreche, möge man diese bezeichnen. Niemand werde ihn vom bisherigen Standpunkte, die rechten Interessen der Monarchie unter allen Umständen zu wahren, ab> bringen, und es sei der Standpunkt der Regierung unverändert derselbe, wie er in der am 4. Mai im Reichsrathe ercheilten Antwort auf die Interpellation GiSkra'S dargelegt wurde. In der ungarischen Delegation theilt der Prä-fident des Beußern-Ausschnffes, Pechy, mit, daß der Ausschuß nach eingehender Erwägung der Aufklärungen des Grafen Andraffy einhellig beschlossen habe, e» sei der Moment noch nicht geeignet für eine öffentliche DiScusston. Da« Hau« nimmt die Erklärung Pechy'S zur Kenntnis. Budapest, 13. Dezember. (Fruchtbörse.) Prima-Weizen, per Meterzentner 80 Kilo effektiv wiegend, kostet 11 fl. 70 fr.; Usance-Weizen 10 fl. 70 kr., wenig Geschäft, AuSgebot bedeutend. Berlin, 12. Dezember. Die deutsche Rc gicrung nahm den Vorschlag Oesterreich-UngarnS auf Verlängerung des Handels- und ZoÜvertrageS bis Ende Juni an. Petersburg, 12. Dezember, offiziell. Nach Aussage des türkischen Stabschefs besteht die ge fangene Plewna-Armce aus 7 Paschas, 60 TaborS, 60 Geschützen, wenig Kavallerie. Der Ausbruchs versuch OsmanS war heroisch, fand aber auch he< roischen Widerstand. Der Kaiser frühstückte in Plewna; er empfing Osman und gab ihm aus Hochachtung den Säbel zurück. mente ©clbreute .... EtaatSIose, 1839. „ 1854. „ 1860. „ 1860(MeI) 1864. . , •rend«olle|tungi- •Miflutionea. Golizien............. Siebenbürgen ... iemefet Banat . . Ungarn ............. A»i«r« effcnlMt iinWien. Donau-Regul.- Lose llng. Prämienanlehen Wiener Anlehen . . Actitn o. Sanken. Kreditanstalt s.H.n.G. ö«compte-Gcs.,n.ö. Nationalbank. . . . Geld 63-90 67 10 74» »1)2- -109-50 11310 l*ü-.5 185-50 Äctien ».Ccaniport-Unternehmungen. «lsold-Bahir....... Donau-Dampsschiss-«lisabeth-Westbahn . FerdinandS-Nordb. . Sranz^Äosevh-Babn. Bali,. Karl-Ludwigb. Lembera-Czernowitz rl°,b.S-IeÜIch»st . Telegrafischer Kursbericht am 13 Dezember. Papier-Rente 63 90.— Silber-Rente 66 95. — Gold. Rente 74 80' — 1860er StaatS-Anlehen 113e25. — Bank-aetien 801. — Kreditactien 209 50. — London 119 50. — Silber 105 45. — ff. k. Münzdntaten 5 65. — 20-FrancS Stücke 9-57. — 100 Reichsmark 59*05. Ware 63-95 6715 74-80 304 110*— 113-30 1 3-25 136 — 86-50 76*25 77*75 78-75 105 79 — 8950 20970 804-- 87 76-75 7825 ■J9-15 105-S5 79 50 90— 113 347 -160*60 1945 128-75 247 50 120-75 88d*— 209-80 806"— 113-50 349 — 161 — 1947 129 247-75 121 — 390 — Nordweftbahn . . . Rudolfs-Bahn . . . Staatsbahn .... Südbahn............. Ung. Nordostbahn . Pfandbriefe. Bodenkreditanstalt in Gold........... in öfterr. Währ. . Nationalbank.... Ungar. Bodenkredit- Prioritats-Obkig. rlisabethbahn, i.Cm. Ferd.-Nordb.i. Silber ^ranz-Ioseph-Bahn. Saliz.K-Ludwigb,l.E. Oeft. Nordwest-Bahn Siebenbürger Bahn Staatsbahn, 1. Cm. Südbahn & 3 Perz. „ &5 „ . Privatkose. Geld 106-50 116-5U 258-75 76-75 110-75 Kreditanstalt . . Rudolfsstiftung. Ware 107— 117 — 259 — 77 — lll-'/5 104 50 8S-75 97-75 93-50 105 — 90-98 — Devifea. London •efdforttn. Dukaten............. 20 Francs........... 100 d. Reichsmark . Silber.............. 98-75 106 f5-50 100-50 86 — 6525 153*— 109-10 9150 165 -13-50 119-45 5*61 9-57 l/a 59-. 105-70 106-50 >•5-75 101 -86-25 65*50 153-50 109-35 91-75 165-50 4 — : 1955 ü\5 958 59 05 1 >5.80 Danksagung. Für die so zohlrcichk Betheiligung an dem am 10. Dezember 1877 in Schischka stattgrsundinen Leichknbküängn fsc 6tc Hermine fink, sowie für die erhaltenen v eien Beweise ftrunb-licher und herzlicher Theilnahmc spricht |ihtrn innigsten, tilsgestthlte» Dant aue die trauernde Familie. Am Donnerstag den 13. Dezember ist Nr. 8 (vom 17. Dezember) ausgegeben worden. - Bestellungen auf das laufende Quartal werden noch fortwährend von allen Buchhandlungen und Postämtern angenommen und die bereits erschienenen Nummern nachgeliefert. Vierteljährlicher Abonnementspreis 1 Mark 25 Pf. oder 75 kr. ö. W., mit Franco-Postversendung 1 fl. 6 kr. Pariser ®tas -Photographien (Kunst-Ausstellung). Bom 13. bis 15. Dezember ist ausgestellt: XV. Serie: Deutschland und Rhein. Zu seheu im Hause der Handels-Lehr-anstalt am Kaiser Josefsplatz Nr. 12. Geöffnet von 10 Uhr vorm. bis 8 Uhr abends. Eintritt 20 Ir. (537) 41 Eine Partie Glasbilder ist zu verlausen, auch einzeln. Gedenktafel über die am 1.7. Dezember 1877 stattfindenden Licitationen. 3. Feilb. Bolte'jche Real., Plemberg, BW. RudolsSwerth. 3. Feilb., Pousche'jche Real, Dobou, VG. RudolsSwerth. — 3. Feilb., WaSwoda'sche Real., Jglenik, 8®. RudolfS-werth.-- 3. Feilb., Rauber'sche Real., Jurkendorf. BW. Ru-dolfSwerth. — 3. Feilb., Bra-dai'sche Real., Suchor, BW. RudolsSwerth. — 3. Feilb., Bahte'sche Real., Beim, BG. RudolsSwerth. — 3. Feilb., Kuster'sche Real., Olscheuk, VW. Krainburg. - Neuerliche Feilb. Pschiebel'scher Real., Laibach, LW. Laibach. — 2. Feilb., Pajk'sche Real., Fu-schine, BW. Seifenberg. — 2. Feilb., Merwar'sche Real., Kleket, BG. Seisenberg. — 2. Feilb., Skusza'sche Real., Wisaiz, BW. Seisenberg. — 2. Feilb., Nachtigall'sche Real., Freihau, BW. Seisenberg. — 1. Feilb., Slapschak'scheReal., Draga, BW. Nafsensuß. — 1. Feilb., Wilcher'sche Real., Wut Weinberg, LG. Laibach. — 2. Feilb., Balentiniii'sche Real., Laibach, LW. Laibach. 1 Gänzlicher Ausverkauf! Bazar Friedmann aus Wien, Praterstraße 26, Laibach, Elefantengaffe Nr. 11. Nachdem ich meine hiesige Geschästsfiliale am 1. Jänner 1878 auflöse, verkaufe ich mein gesammtes hiesiges Warenlager zu bedeutend niedrigeren1 Preisen, als jede« existierende Geschäft. und gebe überdies folgende Be-1 neficien: bei Abnahme von 5 fl. ö. W. 5%, bei 10 fl. 10% und bei 15 fl. 15°/, | »Rabatt; Wiederverkäufern nach spezieller Vereinbarung. Namentlich finden sich daselbst 1000 sehr geeignete Gegenstände zu ts- ................................. dann Spielwaren und Wirkwaren in vorzüglicher Qualität. Hochachtungsvoll (619) 2—1 1 Bazar Friedmann aus Wien, Praterstraße 26, Laibach, Elefantengaffe Nr. 11. Druck von Jg. v. Kleinmavr * geb. Hemberg. Verleger: Dttomet Bamberg. Verantwortlliter Äedacteur: Franz Müller.