sir. 7. Dienstag, 1». Jänner 1888. lU?. IalManss. LaitmcherWMmg. Prilnumeralloneprels: Mil Poftver<«nbung: zanzjiihrig fi. >». halvjährig sl. 7,50, Im «lomptolr: ^ Dll ,,l!a!b»ch« ^ütuna ' eilchcint läzlich m>! «»»nndmc dcr Conn unb ffeleN«at, ,an,lahl»a fl. li, halbjähtig sl. i,«0 Für dil Zuftcllung >n« Hau« ganMhlig^Il, ,. — Instrt«on»Ulbür: ffUl ? D«e »bmluiftrnli«» bestnbil ftH «l>hnh°I<,»sft lL, bic Nlbactlo» WiliülNia^ !5>, — Nnf«nlirr<« vries« lit»«« Inserat« bl» z« 4 Zeilen »» li., größere vcr .^lilt «'. ll,: be, ö»ter«n Witbeiholungrn pr, .^«ile » lr, V »crden nichl angtnommen unb Vianulrripn nicht znlückgeftellt. Amtlicher Hheil. Se. f. und k. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschlichung vom 4. Jänner d. I. dem Ministerialrathe im Handelsministerium Victor Freiherrn von Kalchberg taxfrei das Ritterkreuz des Leopold» Ordens allergnädigst zu verleihen geruht. Se. k. und k. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung vom 4. Jänner d. I. dem Mlmstenal.Vicesecretär im Ministerium für Landes» Vertheidigung Adolph Freiherrn von Odelga da« Ritterkreuz des Franz-Ioseph-Ordens allergnädigst zu verlechen geruht. Se. k. und k. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung vom 1. Jänner d. I. dem mit dem Titel und Charakter eines Sectionsrathes be. kleldeten Vorstande des Rechnungs-Departcmsnts des Reichs-Finanzministeriums Anton Ritter von Kenner in neuerlicher Anerkennung seiner vorzüglichen Dienst« leistung taxfrei den Titel und Charakter eines Mini-sterialrathes allergnädigst zu verleihen geruht. «,tt ^' l' u"d t. Apostolische Majestät habeu mittels Mierhöchster Tntschließung vom 4. Jänner d. I. den ^tlnisterlal.Secretären im Ministerium für Landes-Vertheidigung Stanislaus Rilter von Slwarzynski m,d Theodor Lee den Tltrl und Charakter eines ^ectlousrathes mit Nachsicht der Taxen allergnädigst zu verleihen geruht. Welsersheimb m. p. Nichtamtlicher Theil. Wehr- und Landstnrmpflicht der Staatsbeamten. Das Reichsgesetzblatt veröffentlichte diesertage die folgende Verordnung des Gesammtmiuisteriums im Einvernehmen mit dem Rlichs-Kriegsministerium vom , dem liqmdiertcn Betrage an diejenige Person, welche in der Quittung vom Bezugsberechtigten als zur Empfang-nähme ermächtigt namhaft gemacht ist. Die Vidierung, welche erst am Tage der Fälligkeit des quittierten Civilgebüreu-Bedarfes erfolge« darf, hat als Bestätigung zu gelten, dass der Bezugsberechtigte am Leben und dessen Angabe bezüglich seiner militärischen Dienfteigen« schaft richtig ist. Ein die eingehende Untersettigung der Quittung behindernder Umstand ist in der Vidierungs« clause! zum Ausdrucke zu bringen. Der Einkommensteuer Bemessung hat das Ausmaß der für die Dauer der activen Militär-Dienstleistung angewiesenen steuerpflichtigen Civilqebüren zur Grundlage zu diene». Die zur Berichtigung von Taxen, Vorschüssen oder Ersähen in Vorschreibung befindlichen Avilgkbüren-Abzüge bleiben während der activen Mi-litär.Dienstleistung aufrecht, jedoch nur insoweit, als die Gesammtabzüge in der angewiesenen Civil Gebüren-quote ihre Bedeckung finden. In Bezug auf die Execution der Dienstcsbezüge ist das Gesetz vom 21. April 1882 (R. G. Vl. Nr. 123) maßgebend. Ist die Quittung nicht mit dem classcnmäßia/n Stempel versehen, so ist die entfallende Stemprlgebür von dem quittierten Vc- Jeuilleton. Glossen nber den österreichischen Süden, ll. In nordwestlicher Richtung ist Duino von Abbazia .ebenso weit entfernt, als jener Pflanzengarten Lussins w südlicher. Diese Entfernung bedingt aber nicht den geringsten Unterschied. Die nördlichere Lage Duino's wlrd für den Pflanzenwuchs durch den Schuh der Steilwände, die gerade gegen Mittag abfallen, mehr als ansgeglichen. Um die Pflanzen zu sehen, welche den «bhang von Duiuo zwischen dem Schlosst und dem Meere veoecken, muss man iu die Gegend von Neapel gehen. Einen wunderbaren Gegensatz dazu bildet der klimatische Sprung, dcn man macht, wenn man in der "lftl'Nle nur etwa fünf Minuten weit von diesem Hange fortgeht, nämlich auf das Plateau hinanf. dessen "vsturz zum Meere eben dieser Hang bildet. Es gilt yier Mcr Satz Grisebachs. in welchem er den Gegen-°v zwischen den von der Bora getroffenen m,d den Hr unerreichbaren Stellen schildert,' in ganz besonderem «rade. Er sagt: «Verstärken sich die nördlichen Luft-jungen zur Vora, so sind die Wirkungen auf die myrischdalmatische Küste ähnlich wie des Mistral in ka! .f"""'ce. und da der Ursprung der Bora in den sck «^" und kroatischen Gebirgen liegt, die ebenso >^M wie die See, Alpen von dem schmalen Vorlande arii ^'!i, so ist auch hier der Gegensatz der immer-s^n Region zu der Vegetation des innern Landes '" höchsten Maße ausgeprägt., ha« ? ^ zu beklagen.'dass die Eisenbahn, welche an dem wundervollen Schlosse Dnino und an seinem noch wundervolleren Garten vorüberzieht, dort keine Haltestelle hat. So kommt es. dass Duino nur auf ansehnlichen Umwegen zu erreichen ist und dass von hundert Reisenden, die dort vorüberfahren, kaum einer den südlichen Glanz des Gartens zn sehen 4e« kommt. Es ist dort ohne Zweifel die wärmste Stelle des Küstenlandes und eine der wärmsten Stellen der Adria-Ufer überhaupt Wer von Wien an einem sonnigen Iännertage Hieher kommt und sich dort unten in der Wärme, welche vom steilen Abhang zurückgeworfen wird, ans Meer setzt, glaubt auf wunderbare Weise in einen auderu Erdthril gcratheu zu seiu. Iu keinem Monate des Jahres fehlt es dort an Blumen, weder unten im Garten, noch oben auf den Felscnterrassen um das Schloss, vou dessen Hrrrlichleiteu und Erinnerungen eine tausendjährige Geschichte zu erzählen weih. Dort ilt es, an einer der !muia/n Stellen unserer Adria, an denen dir schiltzrilden Steilwände unmittelbar geaen Süden hinein in das offene Meer abstürzen, wo sich in der That alle Erscheinungen der ligurischen Riviera auf nnserm eigenen Gebiet«! zeigen. Von Duino gilt vollständig, was Karl Bertholt) über den Typus der MlditeraN'Landschaft im allgemeinen sagt. Diese Länder, wozu wohl Oesterreich, aber nicht Italien seine adriatische Küste zählen kann. besitzen eine in den Hanfttzügen gleiche klimatische Beschaffenheit, wodurch sie von den umgebend,,'»! Gebieten ab weich.'», nämlich cim'u gelinden Winter, einen feucht-warmen Frühling, einen heißen, trockenen, in manchen Gea/nden vollständig regenlosen Sommer, und einen milden, kühlen, regendringenden Herbst. Im Zusammenhange mit der oft mehrere Monate lang herrschenden Glut unb Dürre des Sommers steht nun die Beschaffenheit des Pflanzenlleides der Mittelmeerländer. Dic-jenia/u Bäume zunächst, welche den Mlttelmeerländern ausschlllßlich angehören, sind durch Verdickung und engere, festere Gewebe ihrer Zellen, sowie durch eine straffe, zähe Oberhaut gegen starke Verdunstung des Zrllcnwassers geschützt. So entsteht das lederartig dicke oder pcrgamentartig spröde Blatt, welches unverweltlich der Sonnenhitze trotzt. Das Grün. welches den also beblätterten Bäumen eigen ist, vertieft sich wegen der Trockenheit zu einem dunkleil Grün. das hmlfig mit bräunlichen, bläulichen ober gelblichen Tönen gemischt wird. Im Gegensatze hiezu hat das Grün, welches dem Waldgebietc des östlichen Con-t'inents eigen ist, einen hellen, frischen Ton, den man Span^rün neunen könnte, wenn diefe giftige, trockene Mrtallfarbe geeignet wäre. das feuchte, innige, sanfle lind heitere Grün der Pflanzenwelt zu kennzeichnen. Das vertiefte oder gebrochene Grün der Bäume der Mittrlmecrländer würde der Landschaft emeu du-stcren oder eintönigen Ausdruck geben, wenn mcht die außerordentliche Lichtfülle des südlichen HlM'mls. o.e in blendendem Glänze von den glatten Blattern der Bäume und immergrünen G?striil.che zurückgespiegelt wird. die Landschaft beherrschte Ja e« 'st eben e.n solch tiefes Grün nöthig, um der gesteigerten Helligkeit ein Gegengewicht zu bieten. Da wo der Himmel lm reinsten Azur leuchtet und das Mecr ,n wundervollem Ultramarin seine lichtblitzende Fläche voll unnennbarer Klarheit um die blendend weihen Küsten oder Kalk« gebirgc oder gar den edlen Marmor breitet, wo jeder Stein, jeder Tropfen zu einer lichtspiegeluden Fläche wird, da ruht das Auge mit Wohlgefallen anf dem Laibacher Zeituua Nr. 7. 52 !0. Jänner 1888. trage in Abzug zu bringen. Können die im Sinne des Gesetzes vom 22. Juni 1878 flüssig gemachten Civilgebüren eines Cioil-Staattzbrdiensteten, welcher einen eigenen Hallsstand mit Frau oder Kind hat. acht Taa/ nach dem Fälligkeitstermine von den Familieuaugehö« rigen desselben nur wegen Mangels seiner Quittung noch nicht erlangt werden, und ist dadurch der Unterhalt der zurückgeblieben, n Familienangehörigen gefährdet, so ist die unmittelbar vorgesetzt Ciuilbehörde des betreffenden Civil-Staatsbediensteten berechtigt, solchen Familienangehörigen die Hälfte der flüssig gemachten Civilgebüren bei der zur Auszahlung dieser Gebüren berufenen Civilcasse zu überweisen und gegen Empfangsbestätigung ausfolgen zu lassen. Wird in solchen Fällen nachträglich die Quittung des betreffenden Civil-Staats-bedicnsteten über die entsprechenden, flüssig gemachten Civilgebüren zur Auszahlung eingebracht, so hat die Livilcasse den gegen Empfangsbestätiguug bereits ausbezahlten Betrag in Abrechnung zu bringen und nur den Restbetrag bar, zugleich mit der erwähnten Empfangsbestätigung auszufolgen, hievon aber sogleich die vorgesetzte Civilbehörde des Civil-Staatsbediensteten in Kenntnis zn sehen, welche die Einstellung der über« wiesenen Gebüren zu verfügen hat. Für den Fall des eingetretenen Ablebens des betreffenden Civil-Staats-bcdiensteten ist der Ersatz der von dessen Familien» angehörigen bezogenen Uugebür durch Abzüge von der Pension der Hinterbliebenen hereinzubringen. Nach dem Austritte auS der activen Militär-dienstleistung sind dem Civil'Staatsbediensteten die ihm während der activen Civildienstleistung gebürenden Civilgenüsse wieder in ihrem vollen Ausmaße anzu-weisen, und zwar mit dem ersten Tage des auf den Tag des Austritte« aus der activen Militärdienstlei, stung folgenden Monates, beziehungsweise des nächsten zwei« oder mehrmonatlichen Fälligkeitstermine«, fällt aber der Tag des Austrittes aus der activen Militär» dicnstleistung mit dem ersten Monatstage, beziehungsweise mit dem Fälligkeitstage der in zwei- oder mehr« monatlichen Raten zahlbaren Civilgebür zusammen, mit diesem Tage. Die vorgeschriebenen Mittheilungen der Militär-behörden, Commanden. Truppen oder Anstalten über Desertions» oder Todesfälle von Civil-Staatsbedien-steten in activer Militärdienstleistung an die zuständige politische Heimatsbehörde sind von diesen sofort der vorgesetzten Civil »Dienstbehörde des Netreffenden be« kanutzugebeu. Militärstrafgerichtliche Verurtheilungen solcher Civil» Staatsbediensteter werden von den Militärbehörden der Civil'Dienstbehörde des Getreffenden von Fall zu Fall mitgetheilt. Politische Rolirrllcht. (Zur Situation in Böhmen.) Nach der Mittheilung der «Politik», welche wir gestern reproduciert haben, sind neuerliche Velhandlnugen zwischen den deutschbölimischen und czechischen Vertrauensmäunern in Sicht Offenbar auf diese Verhandluugen hat bei dem ehevorgestrigen Festbankett des Deutschen Theater-Vereines in Prag Dr. Schlmykal angespielt, indem er auiführte, dass nicht zu Trotz und Unerbittlichkeit der Sinn des deutschen Volles neige und wie die Deutschen mit ihrem Scheiden aus dem Landtage die ernste Ab- sicht verbanden, zum nationalen Frieden im Lande zu gelangen, seien sie von dieser Absicht nach wie vor erfüllt. Was die Deutschen verlangen und worauf sie standhaft beharren, sei ebenso gerecht als erfüllbar uud darum geben sie auch die Zuversicht nicht auf, dass die Leuchte besserer Erkenntnis durch den staatsrechtlichen Nebel, welcher auf dem politischen Horizont Böhmens liegt, dringen nnd ruhige Auffassung uud gerechte Ab-wäguug der nalioualeu Begehren sich endlich Bahn brechen werden. (Minister.Aerathungen.) Die Minister-Berathungen, welche seit drei Tagen in Wieu statt, fanden, sind beendet. Die beiden ungarischen Ministe Herr von Tisza und Baron Fejcrvary sind vorgestern nachmittags nach Prst zurückgekehrt. (Unfallversicherung der Arbeiter.) Nachdem das Gesetz, betreffend die Unfallversicherung der Arbeiter, vor kurzem publiciert worden ist, sollen, wie die «Presse» erfährt, demnächst die Verhaudluugen der betheiligten Ministerien über die Durchführung dieses wichtigen social-politischen Gesetzes beginnen. Die Durchführung des Gesetzes obliegt in erster Linie den Ministerien des Innern und der Justiz, doch ist auch das Finanzministerium sowie das Handelsministe-rium. letzteres so weit es sich um die Eisenbahnen handelt, an der Durchführung des Gesetzes interessiert, und werden somit die genannten vier Ministerien an den bevorstehenden Verhandlungen theilneymen. Dass dieselben längere Zeit in Anspruch nehmen dürften, erscheint selbstverständlich, zumal es sich um wichtige Organisationsfragen handelt, welche wohl im Gesetze principiell gelöst sind, die aber in ihrer Detail» ausführung sehr eingehender Berathungen bedürfen. (Die Reichsraths mahl im Städtebezirk Czaslau.) Ein Chrudimer Localblatt meldet, dass die Iuugczechen in der Czaslauer Städte-gnlppe bei der bevorstehenden Reichsraths Ergänzungs» wähl an Stelle Dr. Kaizls Eduard Gtegr wählen wollen, und falls derselbe gewählt würde, soll er sein Mandat im Raudniher Wahlbezirke an Professor Tilöer abgeben. (Handelskammer wählen in Klagen» fürt.) Das vorgestern vollendete Scrutinium für die Ergänzungswahleu in die Klagenfurter Handelskammer ergab als gewählt zwölf Candidate» des Wcchlcomite's und Herrn Haus Puntschart. Fabrik«, und Gutsbesitzer, gegen den Cumite'-Candidateu Josef Mayer, Brennerei« besitzer in Ehren hause». (Russiand) Als Eraanznng der Nachricht, dass der älteste Mannschafts-Iahrgang der russischen Garde entlassen wird. erhalten wir die telegraphische Meldung, dass ein ähnlicher Befehl für die Truppen im Odessaer Militär-Gouvernement erlassen wurde. Nach der russischen Heeresorganisation beginnt nämlich die Einberufung des alljährlichen, an 235,000 Mann betragenden Rekruten Contingents am 13. November und endet am 13. Jänner, wodann die Beurlaubung derjenigen Mannschaft, welche ihrer Präsenzdienstpflicht genügt hat, er-folgt. Die Thatsache, dass die Venrlaubung des ältesten Jahrganges in diesem Augenblicke erfolgt, kann als Anzeichen d«für genommen werden, dass in Petersburg eine Verschärfung der militärischen Situation vermieden wird. Es bleibt abzuwarten, ob ähnliche, in Friedens» zeiten durchaus normale Anordnungen für die Tluppen in den Militär-Gouvernements von Warschau. Kiew und Charkow ergehen werden. (Aus Constantin opel) liegt eine telegraphische Bestätignuq der Meldung vor, dass eine Bande von M uteuegriuern im Süden von Burgas austauchte, dort aber durch bulgarische Truppen zerstreut wurde. Auch andere Meldungen aus Bulgarien lassen die dortia/ Lage iu einem durchaus nicht rosigen Lichte erscheinen. Nach einer Privat-Correspondenz sind sogar in Schumla, Rustschuk und Plevua neue Verschwörungen entdeckt und zwölf Officiere sowie viele Unter-officiere iu Hast genommen worden. (In Paris) stand Samstag das des Ordens» schacherö angeklagte saubere Kleeblatt Ribaudeau, Hebert und Dubreuil vor Gericht. Dic Staatsanwaltschaft gab bekannt, dass infolge neu vorgebrachter Beweis« stücke die gerichtliche Verfolgung auch aus Wilson auö< gedehnt werde, weshalb sie die Vertagung der Verhcind-lung verlangen müsse. (Griechenland.) Die Aqence Havas demen-tiert somit die Nachricht des «Standard», dass d r König oder die Königin von Griechenland Döronlede empfangen und dem Zaren gefälschte Document? über» reicht hätten. Weder der König noch die Königin habrn De>ulllöde in Kopenhagen oder Athen gesehen. Tagcsucuigleitcn. Se. Majestät der Kaiser haben, wie die «Agramer Zeitung» meldet, den Colomstcn von Sololovac im Pozegauer Comitate 200 fl. als Beitrag zum Baue einer Voltsschule zu speuden geruht. Se. Majestät der Kaiser haben, wie die «Klagenfurter Zeitung» meldet, der Gemeinde Uggowitz zur Anschaffung einer dritten Kirchenglocke 100 fl. zu fpenden geruht. __________ — (Die Altersversorgung der Postmani» pulantinnen und Telegraphistinnen.) Die Frage der Altersversorgung der weiblichen Post- und Tele-graphenbeamten hat in der letzten Zeit neuerliche Verathungen veranlasst. Hiebei wurde auch die Frage erörtert, ob nicht eine Altersversorgung nach den Grundsätzen der Lebensversicherung einzuführen wäre. Specielle Erhebungen haben jedoch ergeben, dass die zn zahlenden Prämien sich viel zu hoch stellen würden. Dagegen hat man das Augenmerk auf den Umstand gerichtet, dass der Vertrag, wonach das Postärar dem Pensionsvereine der Postbediensteten eine Iahres-Subvention von 20 000 fl. zu leisten hat, heuer abläuft, und dass bei Erneuerung dieses Vertrages eben mit Rücksicht auf das mittlerweile hinzngekommene weibliche Personale die Subvention auf 25 000 bis 30 000 fl. zu erhöhen wäre. Es dürste demnach dem Reichsrathe noch in diesem Jahre ein».' diesbezügliche Vorlage unterbreitet werden. — (Aus dem Vatican.) Seit dem 21. u, M. versendet der Papst täglich für 10» bis 12 000 Lire Depeschen nach allen Gegenden des Weltalls Die Versendung dieser Depeschen geschieht kostenlos, weil das Ga» rantiegesetz den Papst von dieser Bezahlung befreit. -Freitag, als am Dreilönigstage, wurde in der ^Kirche 9t. Andrä delta Valle in Rom in allen Riten und allen Sprachen des Weltalls, sogar chinesisch und hottenlotisch, Messe gelesen und gepredigt. — (Ein schrecklicher Vorfall) hat vorgestern in Vrünn riesiges Aufsehen erregt. Ein dortiger Schneidermeister und Hausbesitzer hielt seinen NN Jahre tiefen Kraftgrün der Lorbeern, Stech Eichen. Algaroben und Myrtengesträuche oder auf dem bläulichen und silbergrauen Grüu der Oelbaumwälder, die so sanft zu dem reinen, voüen Meerblau überleiten. Aehnlich wirken die domförmigen, edlen Kronen der Pinien mit ihrem Seegrün. Selbst die Wipfe! dei CMessen, die als hohe Obelisken mit ihren tausend nach oben gerichteten Zweigen sich so schroff von dem übrigen Pflanzenwuchs absondern, bringen mit ihrem schwarzen Grün. tief abgehoben von dem reinsten, heitersten Blau des Himmels, eme feierlich-schöne, keineswegs herabstimmende Wirkung hervor. Im allgemeinen bleiben die Bäume der Mittel» meerländer kleiner, als die der nördlichen gemäßigten Länder. Deshalb und wegen der lederartig derben Beschaffenheit der lM'ist einfachen Blätter erhält die Form des Baumes eine siltwueltenartige Schärfe; die ein» zelnen Blätterreihen der Zweige zeichnen sich deutlich ab; ein weiches, sanftes Verschwimmen der Laubmasse in beleuchteten und beschatteten Partien, ein sogenann» tcr malerischer Baumschlag ist nicht möglich. So mag der Lieblingsbanm des classischen Alterthums, der Lorbeer, in seiner scharfen, kräftigen Form die antike Bestimmtheit und Kraft, aber auch deren Selbst-sucht. Stolz und armes, rohes Gemüthsleben sinnbildlich ausdrücken, während die deutsche Eiche oder die Buche mit ihrem sanftverschmolzcnen Vaumschlag die Innigkeit des germanischen Geistes ausdrücken möchte, wenn wir uns eine freie dichterische Auslegung gestatten wollen. Die herrschende Dürre des Sommer« sowie die vorwiegende Formation des Bodens, der wasserarmen, leicht erhitzten Kalkgebirge oder stellenweise der dürren, vulcanischen Gesteine verursachen es, dass die Mittel, meerländer im allgemeinen schon von Natur waldarm sind. Zudem hat das Bedürfnis oder Unverstand diesen Mangel vergrößert. Kahle Gebirge und abgeholzte Ahluchten nebst sonnenverbrannten Ebenen voll Gestrüpp sind echt südländisch. Der eigentliche Wald findet sich vorherrschend nur in deu Gebirgen, und er gehört nur mit seinen unteren Säumen der Mittelmeer« Region an. Schon bei der Erhebung von wenigen tausend Fuß über dem Meeresspiegel nimmt der Wald die Eigenthümlichkeit der mitteleuropäischen Waldungen an, indem Bäume mit zartem, sommergrünem Laub und Nadelhölzer herrschend werden. Mit der Dürre und Glut des Sommers hängt es zusammen, dass sich in der südländischen Vegetation eine große Neigung der Gewächse zum Verholzen findet; außerdem tritt die Bildung von Dornen häufig hervor, und schließlich wird bei manchen Gewächsen die Vlattbildung ziemlich unterdrückt, so dass die grüne Rinde der Zweige den Dienst der Blätter übernimmt. Noch andere Gewächse haben Blätter von dickfleischiger Beschaffenheit, welche wegen ihrer Saftfülle nicht austrocknen. So die Mittagsblumen oder Mesembryan° themeu. welche einer afrikanischen Gewächsabtheilung angehören, die Sedum» und Semperuivum Arten und besonders die in deu Mittelmeerländern einqebür-gerten Agaven nebst den AloiH mit ihren Schwert« blättern. Man würde sich indessen irren, wenn man das Aussehen solcher Oertlichkeiten. welche mehr einer der von Theolrit besungenen Uferlandschasten als einem norditalischen Lande gleichen, überall in unserem Küstenlande suchen wollte. Dasselbe zeigt sich nur da, wo jene Bedingungen gegeben sind. die am Eingänge dieses Aufsatzes erwähnt wurden, nämlich die gehörige Züsaulineuwirkung des Summerpassats und des Schutzes durch steile Gebirge. Dass namentlich der letztere hier eine überaus wichtige Rolle spielt, weil dort, wo er fehlt, gleichwie in der Provence durch den Mistral, so ' hier durch die Bora der Pflanzenwuchs eine Unterbrechung erleidet, davon kann man sich an verschiedenen Orten auf das wirksamste überzeugen. - Wenn man beispieliweise Abbazia nur um eine kleine Entfernung gegen Norden nnd um eine etwas größere gegen Süden verlässt, so bemerkt man alsbald eine Abnahme des immergrünen Gürtels. Indem man diese wahrnimmt, hat man das Anzeichen dafür, dass man bereits die Grenze desjenigen Gebietes erreicht hat. in welches die Bora mit ihrer erstarrenden Gewalt eingreift. Derjl'nige, welcher an einem Jänner-Nachmittage in Duino unten am Fuße des Felsens iu leichtester Sommerkleidung sitzt und sich am Grün des Myrtendickichts erfreut, in welchem hie und da ein i goldiger Falter durch die stille, warme Lust sliegt, ! würde nicht wenig erstaunt sein. wenn er sähe, wie im nämlichen Augenblick in einer Entfernung von zwei Kilometern, dort, wo sich die Bora im Durchlass unter einem Eiscubahnviaduct zu vielsack) gesteigerter Gewalt zusammenzwängt, der Postwagen von ihr umgeworfen wird. Er selbst nimmt während dieser Zeit von der Nora nichts wahr, weil er im todten Winkel sitzt. Doch kann er ihre Wirkung auf das Meer sehen, wenn er sich die Schaumfärbung betrachtet, welche weit draußen den blauen Spiegel unterbricht. Wer sich nm dieselbe Zeit zu Miramar befände, der würde von der Bora durchfröstrlt werde». Del"' Laibacher Zeitung Nr. 7. 53 w. Jänner 1388. alten Vater, welcher allerdings vor Jahren seine Familie treulos verlassen hatte, in einem Verschlage seines Vor-lellers mehrere Monate lang eingesperrt. Der Aermste war fast gänzlich unbekleidet und lag auf einem alten ver» faulten Strohsack i.i seiner dunklen, ungeheizten Zelle. Die Bewohner des Hauses hörten einige Zeit hindurch ein fürchterliches, markerschütterndes Stöhnen, und all< gemein hieß es im Hause, dass böse Geister in» Keller ihr Unwesen treiben. Endlich lam die Sache der Polizei zu Ohren, welche eine Hausdnrchsuchung vornahm und den verwahrlosten Greis aus seiner Gefangeschast be. freite. D r arme alte Manu, welcher laum mehr sprechen kann, wurde ins Spital gebracht; gegen den entarteten Sohn erstattete man die Strafanzeige. — (Ein junges Maler-Genie) wurde in Szegedin in der Person eines Vauernburschen Namens Andreas Toth - Molnar entdeckt. Der städtische Notar Stefan Aeck, welcher von den erstaunlichen Leistungen des genialen Kindes erfuhr, ließ demselben systematischen Zeichen-Unterricht «„gedeihen, und nunmehr ist im Vureau des Bürgermeisters Szabados eine ganze Serie Porträts, Volls-Genrebildcr und Skizzen, welche Tolh-Mo.nar gemalt hat, ausgestellt. — (In Russisch.Polen) sind viele Menschen und Thiere erfroren. Auf öffentlichen Plätzen in Warschau werden Holzstöße zur Erwärmung der Passanten brennend erhalten. Das Thermometer zeigt in einzelnen Ort» schafte» Russisch-Polens auf — 25 Grad. Das Städtchen Kamin in Polen wurde von einem großem Brande heim» gesucht, welcher gegen neunzig Häuser einäscherte. — (Immer devot.) Fürst: Nun, was ist das für eine Jagd? Ich sehe noch keine Spur von Wild. — Oberförster: Wollen sich Durchlaucht noch einen Augenblick gedulden, dero hohen Herren Hirsche werden sofort erscheinen. Local- und Prouinzial-Nachlichteu. Der Verein der Aerzte in Krain hielt jüngst in Anwesenheit von 18 Mitgliedern seine Generalversammlung ab. Nach Verlesung und Genehmigung des letzten Sihungsprotololles theilte zunächst der Obmann, Meglerungsrath Dr. Valenta, mit, dass Herr Dr. Leo "osenblilth wegen Domicilwechsels aus dem Vereine ausgetreten, dagegen Herr Badearzt Kulavic in Töplitz und Herr Dr. Leo Mager eingetreten seien, ebenso, oafs die Witwe des Prof. Dr. Schiffer der Vereins-blbllothet 134 wertvolle medicinifche Werke zum Geschenke gemacht habe. Die Vereinsleilung wurde beauftragt, fiir diese Spende den Dank des Vereines auszusprechen. Nach Verlesung eines vom Sanilätsrathe Vytlacil in Wien eingelaufenen Danlfchreibcns wurde zur Tages, ordnung übergegangen, und erstattete der Vereinsfecretär Dr. Proffinagg den statutengemäßen Jahresbericht über das abgelaufene Vereinsjahr. Der Vercinsfecrelär constatierte, dass der Verein durch den Tod zwei Ehrenmitglieder, ein auswärtiges und zwei wirkliche Mitglieder verlor, dass infolge Uebersndlung vier Mitglieder ausgetreten, dass dagegen fünf wirkliche Mitglieder em> getreten sind und der Verein nunmehr ll) Ehreumitglilder, ^ auswärtige (darunter 7 erwählte) und «3 wirtliche Mitglieder zähle. In den sieden Versammlungen wurden von sieben Vortragenden l« wissenschaftliche Vortrage und ^'monstrationen gebracht, eine neue Lese-Ordnung ein« ;eführt, Petitionen an den Reichsrath und Landlag be-!reffs der gerichtsärztlichen Gebür und der Sanitäts-nganisation in Krain überreicht, durch corporative« Vei-lritt zum hygienischen Congresse, durch die Feier freudiger und ehrender Ereignisse im öffentlichen und Privatleben der Mitglieder und Freunde des Vereines (Fux, Gau st er, Globocnik und Vytlacil), sowie durch das kameradschaftliche Zusammentreten des allwöchentlichen ärztlichen Iourfixes das wissenschaftliche und gesellige Zusammenleben im Vereine kräftig gefördert. Obmann Dr. Valenta referierte über die Löschner. stiftung und constatierte zur allseitigen Befriedigung, dass der Fond im Jahre I8U7 um 48« fl. vermehrt wurde und nunmehr die Höhe von «366 fl. erreicht habe. Der Antrag des Obmannes, eine weitere Vermehrung des Fondes abermals durch eine Collecte unter den Vereinsmitgliedern sowie durch Einschreiten bei der löblichen Sparcasse-Direction und anderen wohlthätigen Persönlich« teilen anzustreben, wurde einstimmig angenommen. Cassicr Zahnarzt Paichel legte die vom Revisionscomite (Dr. v. Nleiweis.Trstenisli, Dr. Illner und Bahnarzt Thomih)bereits durchgesehenen und richtig befundenen Rechnungen vom Jahre 1887 sowie das Präliminare für 1888 vor. Einnahmen und Ausgaben comvensicren sich, doch wurde die Vercmsleitung beauftragt, die ausständigen Mitgliederbeiträge zuerst durch Aufforderuug in der Vereinszeitung, sodann durch Post' auftrage möglichst bald einzubringen; sohin wurde dem Herrn Cassier das Absolutorium ertheilt und über Antrag des Regierungsrathes Herrn Dr. Keesbacher das obengenaunte Revisionscomite' wiedergewählt. Bibliothekar Dr. Dornig referierte über den Stand der Bibliothek, hob dankend die reichlichen Spenden der Frau Witwe Marschall, der Frau Witwe Schiffer, des Vereines der Aerzte Niederösterreichs, Steiermarks, Kroatiens und der Bukowina, der Doctoren Valenta, Hirschfeld, Bahner und Raab hervor und beantragte, die bisherigen Zeitschriften — 11 an der Zahl — weiter zu pränumeriereu. Der Antrag wurde an< genommen. Die bisherige Vereinsleitung wurde por »oelama-tionom wiedergewählt, und zwar RegierungsrathDr.Vale nta zum Obmann, Oberstabsarzt Dr. Tonner zum Obmann-Stellvertreter, Dr. Prossinagg zum Secretär, Primararzt Dr. Dornig zum Bibliothekar und Zahn» arzt Paichel zum Cassier, Dr. Dornig erklärte, eine Wiederwahl unter keiner Bedingung annehmen zu können, und wurde sohin Dr. Emil Bock jun. zum Bibliothekar gewählt. Hierauf wurde d?r vom Vereinssecretär Dr. Pros -sinagg namens der Vereinsleitung eingebrachte Antrag, die letztere sei behufs Erledigung weiterer, das wissenschaftliche Leben tangierender Fragen durch ein fünf-gliedriges, eventuell durch Option zu vergrößerndes Biblio-thetscomitlf zu verstärken, einstimmig angenommen, und wurden in dieses Comil«! die P. T. Herren Doctoren Dornig, Th urn Wald, Raab, Gregoric jun. und Mager gewählt. Die bisher gehaltenen Zeitschrif« ten werden auch für das nächste Jahr wieder abonniert werben,- betrcffs der österrrcichischen ärztlichen Vereins-zeilung, welche nach H 2 :>. der Slatulen jedem Vercins-milgliedc zugemitlell werden mufs, wurde nach längerer Debatte über Antrag des Herrn Dr. Profsi « agg be» fchlossen, dieselbe für jedes außer Laibach domicilierende Mitglied unbedingt zu prämlmcrieren, ebenso auch für iedes Laibacher Mitglied, falls nicht ausdrücklich auf das Zigenthumsrecht verzichtet wird; unter einem verpflichtete sich die Vereinsleitung unter dankbarer Anerkennung bei Verdienste, welche sich die ärztliche Vereinszeitung um )ie Einigungsbestrebungen des ärztlichen Standes in Oesterreich bereits erworben, die Redaction darauf auf« lnerksam zu machen, es mögen nicht nur die bisherigen tNubriken des Blattes aufrecht erhalten, die getreue Chronik des Lebens in den einzelnen Vereinen, in den Aus« schüssen, dem Aerzlevereinstage lc. gebracht, Wissenschaft liche, insbesondere hygienische und Standesfragen bis» mutiert, Personalangelegenheiten von allgemeinem Interesse registriert, sondern auch insbesondere eine umfangreiche Gesetzessammlung, und zwar sowohl der neu im Reichs' und den Landesgesetzblättern publicierten möglichst rasch gebracht, als successive auch alle wichtigeren älteren geseh» lichen Bestimmungen systematisch reproduciert, beziehungsweise discutiert und so für jedes einzelne, dem Aerzte« Vereinsverbande angehörige Mitglied allmählich ein Codex von bleibendem Werte geschaffen werben. Vor Eröffnung des officielle» Theiles der General« verfammlung demonstrierte der laiserl. Rath Dr. Fux eine durch umfangreiche Zerreißung der Weichtheile und Splitterung der Knochen complicierte Oberschenlelfraclur bei einem zwölfjährigen Knaben, bei welchem er durch Resection der Bruchenden und streng antiscptische Eaulelen unter dem feuchten Blutschorfe (nach Schode) vollständige Heilung mit unbedeutender Verkürzung iebenso wie in einem unmittelbar vorher behandelten ähnlichen Falle) erzielte. Ferner demonstrierte Herr Dr. Fux ein Weib, an welchem er bei incarcerierter Hernia die Radicaloperation nach Czerny ausführte, betonend, dass die Herniotomiere unter den nämlichen autiseptischen Maßnahmen wie an» dere Laparatomien ausgeführt werden müssen, ein Grund» sah, der den Vortragenden in den letzten vier nachein» ander folgenden Fällen die Heilungen fast ganz per primam mtontioilom erfolgen machte; schließlich eine vane» ulinsri» mit zahlreiche > großen Divertileln infolge hochgradiger Prostata-Hypertrophie. Darauf demonstrierte Secretär Dr. Prossi n a gg den schon in der Sitzung angemeldeten Fall eines lolos» salen Eindruckes des Schädels mit Atrophie des linken Augapfels, aber ohne jedwede Störung in den Functionen des Gcsammtnervenfystems. — (Allerhöchste Spende.) Se. Majestät der Kaiser haben zur Bestreitung der Kosten der Restau-rierung an der Pfarrkirche zu Lustthal eine Unterstützung von 100 Gulden aus der Allerhöchsten Privat-casse allergnädigst zu bewilligen geruht. — (Kohlenwert Sa gor.) Ueber die Ursachen der von uns gestern gemeldeten Demission des Präsidenten der Nordbahn, Herrn von Herz, brachte die «Neue freie Presse» im Widersprüche mit anderen Wiener Vlät» tern die Mittheilung, das« letzterer für die den Oftcauer Kohlenwerlen zu gewährenden Tarifconcessionen eintrat, die Grohactionäre aber dagegen waren, aus welchem Grunde Herr von Herz seine Stelle niederlegte. Die Unrichtigkeit dieser Meldung lag auf der Hand, da es bekannt ist, dass gerade der Hauptbrtheiligle der begun« stigten Ostrauer Kohlenwerke, Baron Rothschild, zugleich der maßgebendste Großactionär der Nordbahn ist. In der That brachte auch schon das Sonntagsblatt der «Neuen freien Presse» eine Berichtigung des Herrn von Herz, welcher erklärt, dass er es war. der im Wider- lenez Vorgebirge, so weitschauend es auch in die Wellen ylnemragt. wird von der kalten Luftströmung getroffen. Erzherzog Maximilian soll sich zuerst um den Erwerb ^Zauberschlosses Duino bemüht und erst dann den Mdanlrn der Gründung von Miramar gefasst haben, als slck jener Erwerbung Schwierigkeiten in den Wcg 'tmten. Duino ist die Perle des Küstenlandes Nach lyr kommt Abbazia. welch, m der geschichtliche Glanz und der Reiz der Steillüste fehlen u:,d d.ssen Meer- Vor'Mlt vielfach durch Infcln verlegt ist. Görz hat oen Schch drs Gebirges, es wird nur weuig von der ^" Souneuwärme auffängt und zurückwich; "««Meer. welches säuftigend wnlt auf die Gegensätze äwljchen Tag und Nacht, zwifchen warm und kalt. r-. «us allen diesen räumlichen Gegensähen lassen NU) die Widersprüche erllcuen. wrlche in dcu A.nherun- H . lwn Nlisl'ndrn zutage tnten. Der line hat den ^oilwageu gesehen, wrlchcr umgeworfen worden ist; " nnoe,c war am schützenden Felsen des Strandes 'sommerlicher Wärme gefesf.n. Wer sich die Oert- Meilen gemerkt hat. die ich angefühlt habe. dcr wird >e die ^machten Bemerkungen üw das Küstnlland wtlgl finden. Macht er an einem Winterlage cinen y p"zttrgcmg von der Hochfläche des Karsl.s, ltwa vrn 5K.ü '!"" ""2 zum Wasserhause der Auresina. wo am ^M der Felswand die Qnellen ms Meer hervor- . nen. »her an den Strand unter Duino. so durch. a?^"" er zu F.,ß binnen einer Stunde secp Breite« ^ "e. vllcht von der Eisenbahn aus lönncn Bcobach- U"l angestellt werden, welche z„ Urtheilen über Wärme -pslanzenwuch« berechtige,,. Heinrich Noi. («achdru« vtldotln.» Stolze Aevzen. Roman au« dcm E „ alischcn. Von Max von Weiz«nssrn. ob dort vbcn auch aNrin die Schönru etwas gellen?» «Pamela, wic können Sie nur an so etwas danken? Im Himmel wr»den wir nach unser» n Thaten bemlheilt, nicht nach unserem Alissche,,!» Das seltsame Mädchen brach, der furchtbaren Situation scheinbar laum achtend, in ein schrilles Lachen aus. Sidonie blickte sie voll Entsetzen an. War sie denn wahnfinnig geworden? «Sidouie.» sprach nach einer qualvoll«n Pause Pamela, «auf dem ganzen Erdenrund sind Sie das einzige Wcseu, Welches jemals freundlich zu mir ge» sprochen hat. Ich — ich habe versucht, mich dafür dankbar zu erweisen, aber —Sie kennen meine Mutttl nicht!» «Wenn Frau von Verbi« Sie unfreundlich be< handelt hat. fo sollten Sie ihr wenigstens jetzt, an-g'sicht« des Todes, verzeihen!» fiel Sidonie der Sprecherin ins Wort. «Verzeihen? Sie fordern mich auf, ihr zu v.r« zeihen? Wenn ich Ihrem Wunsche willfahren wollle, so lünutc ich Ihnen gar nicht all das mittheilen, wa« Ihnen mitzutheilen mir auf der Seele brennt! Sie glaubsn, w«un Sie fchreiben . . . .» Sidonie hörte nicht darauf, was die andere sprach. Uhuungslos, von welch wichtigem Lebensinteresje Pa« lmla's Mittheilung für sie fein könne, hatte sie d Es schien dies zweifelhaft, und da« Herz bes Mädchens pochte in bangster Erwartung, denn uur zu gut sah sie ein. dass in jeder Secunde Verzug die höchste Gefahr liege. Da. es war leine Täuschung, ein Voot stieb vom Strande ab; in gerader Richtung km -z a„f sie zu. Laibachtl Zeitung Nr. 7. 54 IN. Jänner 1888. spruche mit Großact icma'ren die Tarifuegüustigungen der Ostraucr Kohle perhorrescierte. Diese Berichtigung lässt keinen Zweifel darüber übrig, dass das Vorgehen der Nordbahn in dieser Tariffrage nach irgend einer Rich» tung hin Anstoß erregte und dass es wohl taum ein cmrectes war, da es, zum Gegenstande der Erhebung gemacht, zu einer so bedeutungsvollen Krisis im Verwal-tuugsrathe führte. Und es war wirtlich nicht zu rechtfertigen, wenn es wahr ist, was die öffentlichen Blätter berichteten und woran nun kaum melr gezweifelt werden kann, dafs sich die Nordbahn über die für die Gewährung solcher Tarisconccssionen bestehenden Vorschriften, welche die volle Oeffentlichtcit des Vorganges, die Publication der Frachtenermäßigung im Eisenbahn Verordnungsblatte verschreiben, einfach hinwegsehte. Aus der Berichtigung des Herrn v, Herz geht übrigens auch die interessante Thatsache hervor, dass die fraglichen Frachtbegünstigungen der Ostrauer Kohlenwerte schon im Juli 1887, also zu einer Zeit gewährt wurden, wo die Südbahu die Ver» Handlungen mit der Trifailer Gesellschaft über die Kohlen« lieferung für das Jahr 1888 noch gar nicht eingeleitet hatte. Hieraus geht hervor, wie irrig die hie und da ausgesprochene Meinung war, dass sich die Trifailer Ge» seNschaft durch Preisconcessionen an die Südbahn die volle Kohlenlieferung hätte sichern tonnen. Das die steier« märtisch-trainische Montan«Industrie schädigende Ueber, einkommen war vielmehr damals, als die Südbahu mit der Trisailer Kohlenwertsgesellschaft zu verhandeln begann, schon perfect und von langer Hand vorbereitet, woraus es nun auch erklärlich ist, dass die Südbahn bei dieser Verhandlung das Lieferungsquantum vorweg um 700000 Metercentner reducierte. Es ist zu hoffen, dass die neuesten Ereignisse die Concurreuz der nördlichen Kohle für Steier-marl und Krain in der Zukunft unmöglich mache» werden, und in der Hand der sleiermürtisch - trainischen Kohlen-werte wird es liegen, durch coulantes Entgegenkommen an die Südbahu sich den Absatz der Kohle für deren Bedarf dauernd zu sichern. — (Zweigverein des patriotischen Lan-oes-Hilfsvereines für Krain.) Aus Gurlseld berichtet man uns: In ähnlicher Weise, wie jüngst in Landstraß, wurde auch bei uns in Gurkfeld ein Zweigverein des patriotischen Landes HilfsVereines für Krain gegründet. Ein am hl. Dreitbnigstage an den Mauerecken der Stadt ohne weitere Bemerkung affichiertes rothes Kreuz erinnerte die Eingeladenen, dem an sie ergangenen Rufe unseres Herrn Bezirkshauptmannes zu folgen. Nachmittags um 3 Uhr versammelten sich im Saale des Lesevercines sämmtliche Herrschaftsbesitzer des Bezirkes, die gefammte hochwürdige Geistlichkeit mit dem Herrn Dechante an der Spitze, die Lehrerschaft und die Beamten» schaft vollzählig, die Gemeindevorsteher und Gemeinde-räthc, die meisten ansehnliche»! Bürger, eine große Anzahl besser situicrtcr bäuerlicher Besitzer — im ganzen über 100 Personen. Die große Zahl der erschienenen Aus» wärtigen scheute nicht den weiten, in der rauhen Jahres» zcit sicherlich nicht einladenden Weg nach Gurtfeld, um ihre humane und vaterländische Gesinnung persönlich bethätigen zu können. Der Herrschaftsbesitzer Herr Felix Lenk stellte sogar den Insassen von Arch bespannte Wagen unentgeltlich zur Verfügung, um denselben die Betheiligung an der Vercinsgründung zu erleichtern. Die Versammlung eröffnete derBeznkshauptmann Herr Wcig« lein, begrüßte die Anwesenden »nd daulle ihnen für «Der Schisser sieht uns, er steht unb!» rüf Si« dome. «Er sieht un« und kommt! Pamela, wir sind gerettet!» Sie vorsuchte zu lachen, doch Thränen traten ihr statt dcsftn in die Augen. Pamela's Züge drückten ebenfalls Befriedigung au», obschon sie spottend sagte: «Ja. fürwahr, ich werde leben! Arme Madame Verdier, die sich meines Todes sicher gefreut haben würde!» Das Boot kam rasch näher; der Ruderer musste sich offenbar völlig darüber im klaren sein, in welch emim'nttr Gefahr die Mädchen sich befanden; trotz aU sciuer Anstrengung gelang es ihm aber erst nach un« endlicher Mühe. mit dem Boot dergestalt einen Fels-vorsprlmg zu erreichen, dass die Mädchen dasselbe erreichen kmml> n. Sidmlie wollte nicht gehen, wenn nicht Pamela, wclche den Fuß kaum bewegen konnte, sich vor ihr in daö Boot hclxn ließ. und da diese endlich einwilligte, sah Sidonie. wie der junge Fischet im Boote sich üllMich bekreuzte; auch Pamela entgieng dies nicht, mid sic lächelte höhnisch. «Sehen Sie. wie die Leute mich fürchten!» flü' strrte sic Sidonie zn. Um Pamela's unfreundliches Wesen zu mildern, erzähltc Sidonie dem Fischer, auf welche Weise sie in solche Ocfahr gekommen waren, und dankte ihm für seine Bcmühuugen. ihnen zuHilfe gekommen zn sein. «Die l>ili'ge Anna. gnädige« Fräulein, unsere Schutzpatronin, beschirmt Böse und Gute. Weshalb sollte also nicht ein armcr Fischer allen Mitmenschen zuhilfe kommen, ob sie nun bös oder gut. ihm be« kaunl odrr fremd sind?» entgegnete der Fischer auf des jungen Mädchens lebhafte Worte. (Fortsetzung folgt.) das so zahlreiche Erscheinen. Hierauf sehte er denselben die Ausgabe der Verhandlung, einen Zweigverein des patriotischen Landes-Hilfsvereines auch für den Gerichts-bezirt Gurtfeld zu grüuden, fowie auch die Ziele und Zwecke eines derartigen Zweigvereines auseinander. Sodann wurden von den Herren Lapajne, Nezlaj und Klein beifällig aufgenommene Vorträgr über die Entstehung, die Bestrebungen, die Organisation und Mittel der Vereine des rothen Kreuzes gehalten und hierauf vom Herrn Äezirtshauptmann der Statulcnentwurf zum Vortrage gebracht, von den Anwesenden durchberathen und die erforderlichen Beschlüsse gefasst. Sohin worden die Beiiriltserllärungen von 07 Anwesenden zu Protokoll genommen, von welchen 59 sofort den Milgliedsbsilrag mit dem Betrage vou je 1 st. sür das laufende Ver-waltungsjahr erlegten. In das Gründungscomite wurden die nachstehenden Herren gewählt: Graf Erwin A u ers -perg, Michael Auhetz, Iofef Vezlaj, Ferdinand Cernovöel, Alois Gregorin, Johann Lapajne, Felix von Lenk, Robert O bra cza j und Jean Pfeifer. Die Versammlung trennte sich, nachdem zuvor ein mit stürmischer Begeisterung aufgenommenes Hoch auf Se. Majestät, unsern erhabene,, Kaiser und Protector des rothen Kreuzes, ausgebracht wordrn war. Indem wir schließlich den jungen Verein zn diesem seinem erste» erfreulichen Resultate beglückwünschen, tonnen wir nicht umhin, schon heute die noch in unserem politischen Äc zirte in Bildung begriffenen Zweigvereine des rothen Kreuzes für die Gerichtsbczirle Ratschach und Nassen-fuß mit dem Rufe zu begrüßen: Vivat, 8s strengen Wintern pflegt er in die südlichen Gegenden zu ziehen, in Krain wurde er zuletzt im Jahre 187A und 1875 beobachtet. Bereits in Valvasors Chronik geschieht dieses seltenen Gastes Erwähnung; es wird daselbst nach einer Notiz des Annalisten Schönleben Folgendes allgeführt: «Im Februar 1656 ersah Krain ein ganzes unzählbares Heer unbekannter Vögel daher fliege«, welche mit den Krametsvögeln beinahe in gleicher Größe, doch etwas kleiner waren, und an den äußersten Spitzen der Flügel rothe, gelbe und blaue Fedcrlein hatten, Man wusste sie nicht zu nennen, aber wohl zu essen; ohnangesehen man sie weder in vorigen, noch folgenden Jahren jemals gesehen, und wurden sie in großer Menge gefangen.» Dem Landvolle in Krain ist der Vogel unter dem Namen «Pegam» bekannt. — (Aus dem Gerichtssaale.) Ewald Fö-dransperg, welcher Anfangs Dezember v. I. in der Franciscanertirche ertappt und arretiert wurde, als er sich hinter dem Hochaltare zu verstecken suchte, um dann einen Diebstahl auszuführen und morgens das Weite zu suchen, wurde von einem Ertenntnissenate des hiesigen Landesgerichtes zu achtzehn Monaten schweren Kerlers verurtheilt. — (Aus Eifersucht.) Am vergangenen Donnerstag versammelten sich mehrere Bursche aus Drenovgric im Hause des Wasenmeisters Franz Kralj zu einer Abendunterhaltung. Als der Knecht Matthäus Kavcic die Magd Johanna Weiten hauser zum Tanze aufforderte und dieselbe dieser Aufforderung nicht Folge leistete, entfernte sich dieser, wahrscheinlich getrieben von Eiferfucht, aus dem Zimmer, nahm das im Vorhause hängende geladene Gewehr und schoss sich eine volle Schrotladung in die Brust. Als die Hallsleute herauskamen, war Kavcic bereits eine Leiche. — (Zwei raffinierte Diebe) wurdeu vor gestern seitens der städtischen Polizei dingfest gemacht. Vorgestern stahlen sie nachmittags i,n Hause Nr. 5 auf dem Rathhausplahe einem Hausknechte einen Winterrock im Werte von 20 fl., welchen sie rasch einem Trödler um den Betrag von 5 fl. verkauften. Dann lehrten sie in das Haus, wo der erste «Griff» so gut gelungen war, zurück, um noch nach weiteren Objecten zu fahnden, wurden aber durch Hausleute verscheucht, was die beiden Diebe indes nicht hinderte, sofort einen Diebstahl im Mauser'schen Hause in der Gradischa zu versuchen. In einer ebenerdigen Wohnung hatten sie eben einen Kasten geöffnet und demselben mehrere Kleider entnolnmen, als sie durch Hausleute attrapiert, festgehalten und der Polizei übergeben wurden. Die beiden Langfinger wurden gestern dem Landesgerichte eingeliefert, — (Vieh mar lt.) Der gestrige monatliche Vieh-marlt war nicht zahlreich besucht. Es wurden zwar insgesammt 710 Stück Ochsen, Kühe und Kälber, aber sehr wenige Pferde aufgetrieben. Der Handel für Hornvieh war ein ziemlich reger. — (Selbstmord.) In Marburg hat Dmmerstag mittags der dort domicilierende pensionierte Major Josef Stein bach sich durch einen Revolverschllss in die Schläfe entleibt. Er hatte wenige Tage vorher seine zu Besuche gekommene Schwester und Nichte freundlichst empfangen, und ist das Motiv zu dein Selbstmorde gänzlich unbekannt. Herr Steinbach erschoss sich in der Cabine einer Badeanstalt. ! Neueste Post. Original-Telegramme der «LaibacherZtg.» Berlin, 9. Jänner. Der Kaiser schlirf die lchte j Nacht besser. Der Hnsten. der ihn so start belästia.tt', ' ließ nach. Er gedachte heule das Vett zu verlassen. ' Die katarrhalischen Erscheinungen haben sich nach der Anwendung der üblichen Mittel gebessert, buch ka/n sie ihm noch Schonung auf. Paris, 9. Iäunrr. Das «Io rnal des De'bats« dementiert die Nachricht, dass Saoi Carnot den Aut' schafter Herbette beauftragt habe. ocu deutschen Kaiser zu benachrichtigen, dass er, iusolaug»' er Piäsidcnt der ^ Rspiiblll ist, alle Austrvügunge» machen werde, »in die ! A llsrechthaltung t»'s Frirdcntz zn sichern. Hei bette hatle leine diesbezügliche Müsioi«. Petersburg, 9. Jänner. D>> deutsche «Plteribur^r Zeitung» erfährt, dass der ältest»'Jahrgang dl»g der Garde < Infanterie e>folgt in den nächsten Tagen. Das Vlatt begrüßt diese Maßregel als eine fricdelU'-rhiis^lldl', da dic Mannschaften nicht so frühzeitig entlasse würden, wenn Aliesichte» vorhandm wäre», ihrer iil Bälde zu bedürfen, und fügt sodann hinzu, daj« die allm Mannschaften der anderen Armeccorps früher als beim Garde» corps, oft schon nach Beendigung der H^bstuouugen entlassen werden. Collstllntinopel, 9. Jänner. Drr Fürst von Mon» tenegro hatte die Pforte benachrichtigt, dass mehrere Montenegriner an der Küste Numelieus zu landcu beabsichtigen; doch verspätete sich die Depesche infolge von Liuieustörung. D>e bulgarische Regierung wurde durch mim eigens cillgerichkk'u Militärtel'-qraph von der Laudung einer unter dem Commando der bulgarischen Capitäne Bojanoo, Goroiwv und Brakalov stcheudeu Vaude informiert. Die Expeditiuu war von Cimlov i hier vorbereitet. ' Massauah, 9. Jänner. Die italnui>chm Vorposten stehen in Dogali, das Hauptquartier wurde gestern ' lach Monkullo verlegt. l Allgclomillcllc Hrcindc. ! Am ». Jänner. l Hotel Stadt Wieu. Noual, Philipp, Sonnleitner, Horovil) «nd s Herlina., Kaufleute, Wie». Murgel Mari«', P'.ioale. Neijniy. — Arlo, Nesiher, Oroßlaschch. — Staria, Privatier, Hörz. Golob, Ksm., Obrrlaibach. Hotel Elefant. Schachert und Ziegler, Kaufleute, Wien. — Len» Ml, Kaufn,., Kanischa. — Zerouschrl, Fleischer, Lärms. - Dr. Puclo, 3iotariats Candida«, Stein. — Vonc> Besitzer, IWa. - Wilcher. Prestrancl. , Hotel Aairischer Huf. Schmul, Portier, Wie,,. l Gasthof Kaiser von Oesterreich. Pollal, Privatier, Trieft. ' Pretuer, Bescher, Rudülaunsdorf. Verstorbene. i Den ü. Iä »lncr. Lurenz Mravlje, Väcler, 36 I,, Pe< ! trrsstiaße 11, Tetanus. l Den «.Jänner. Johann Zabjel, Hausbesitzer. 49 I., f Polanastraße 61. Tuberculose. - Johann Krajäel, Vlrbcite^. ' Sohn, 1'/, I,. jkuhthal 1. Atrophie.— Josef Snoj, Schmicoö» ^ Sohn, 2 I, 11 Mon., Aanuw. — Maria Iemia, Greislrrs' tuchk'l, -1 Mou.. Truberuassc 8, Darmtatarrh. D e >l !). Iäilu e r. Maria Nezic, Friseurs-Tochter, 8 I., Castrllgasse 13, Variola. Im Spilals! D e n 2, Jänner. Iheresia Glubolar, Wchiu, 35» I., ' Meningitis. D c ii 3. Jänner. Maria Airl, Inwohnerin, 74 I., Lebllcirrhose. — Franz Anjin, Arbeiter, 35 I., Lungentuber-cull^. Den 6. Jänner. Mathias Glah, Theolog, 2l I., Luiigeiltllberculosc, Meteorologische Vcobachtlmgeu iu ^ailmch. ° -F 5Z5 M Wind Ansicht I5Z " Ni. Mg^ "M 58 s"'^M^M^. schwach ""liewM ' !). i! . «. ! 73!) 75 ! —10 O. sch,u.,ch heiter N.NN i) . Al'. I 740 65 I —0-4 O. schwach heiler Den !). Iäüiu'r : Morgens brwöllt, dann heiler. Emmen-schcin. Das Tn^esmill.l d»r Wärme - 8 5", uni 0 1" übel dem Normale. «eramwnltllcher Nedactenr: I. ^a„a.l'N sslfalle» hat, unser iüiuqsl- W ^ stelilbtcs E^hnchen W ^ nach tulzcn, Ueidrn Sonntaa., den ^. Jänlicr, in ei» ^ W besseres Ienseils abzuberufen. M W Dao Lcichenl'e^ä!i,ln!ö findet heute, den 10. Iä»< W « ner, nm 3 Uhr nachmütaa.«! statt. W W Johann und Vcrtha Poöivaluit. W 55 Course an der Wiener Korse vom 9. Banner l88K N°ch d«« 0^^ Cur«l.l°t.c Geld Ware Staats.Alllclie,l. Notenrente....... ?8«o ?u-80 Silberrcnte....... ^l— ^i 20 iu5>4cr 4"/„ EtaalOlose 9ü« ft. i»2'— zgz 5^, l««ner 5>"/„ ganze s,uc» „ >34'75 i.,,-, ^s. i8L0cr 5,"/,. Lunflel l«u „ »»» — ,4«'— >8S4er CtHatillosu . inn „ l«l»' >,s,^u Vomo-Nentenscheinr, per St, >- _._ <«/,, ös«, Ooldrenlt, >'!,ersrci , nn 10 ,l0'»5 Oefterv, Notenrente stcnersrci ^»-40 <^ ^ Ung. ^oldreale 4«/., , . . . «7 »0 Wi« „ Papier«»«« »7« . , . «ü u« ,,»55, „ , A«!,i20ff,o,w,S, 10» 2s> >s.c> . „ Ostdahn-Pii^ulal!,'!! , , «» s>« !,s>>2s. „ Etaats-Obl. ttlug Ostb.) ,24 s«> i25>'5« „ „ „ vvm >z, »«?!', ÜU-ÜO !!2'- .. Prä», Änl. i^iuusl.ö.W. !!« s.< ,2« Theih'Mrg °Lose 4"/,, 100 fl, , !l<:!5<,!»«.<, 8u Grundentl.-Oliliaationeil (sUr ><)« s>, iiM,) l»"/u böhmische , . . , l«l, 50 .' - - 0"/<> galizische ..... UN«0 nu.'!« 5"/u miihlische ..... u»7,i!s. —- - s>"/,< «ieberösteneichifche , , >«,«..ü ui»'?s> ü°/n oberostllrelchische . , . — — — ° . d"/n steiiij«»!.'..... N5.— — — l»"/u lroalischc und slavonische >0,.— »^., n »<>4'5<» s,»/>, Temcsci Vanal .... ,!)» l.o l05 5>o b"/,, ungalischc...... !y<- - u.4 ?l> Auderc offentl. Anlehen. T>o»a«-Rcss. Vose s>"/„ >N0 si. . ,I7'7N II8-3N dll». Äu!cil»e i«?u, stcnetfte! —'- — - Nnlehcn d, Clablgcoiciudo Wic» >'.'!'2s, 108-5U Anlehen d. Ttadtssemcinde Wien (Silbe, »nb Gold) .... —'- — — Picimien An! d.Stadtstem.Wien >>» 4N 12« »n Psandliriefe (s 10,! si.) lllotcncl. allg. österr. 4"/„ (.«old . nu— l.U blo, IN 5U „ „ 4>///„ ,l», l!0 N.I IN dlo, in s,l< „ „ 4"/,, . !>? ^ l»v c>u d»o. P,ä!«i«u Schllü'verlchr !>"/» <»<> 25 >>»<>?'> Orft.Hypllhcsenbanl inj. 5>/,/>/, !»«'?<> ">> 5.0 Oes! u»«. « .ntt veil. 4>///„. . lUl 2ii wi-?s, dlo. „ 4"/,, . , »»'UN ^" ?^> dlo. „ <"/« , . l»^:!l> !» s,s> Ung. allss. Bodencredit-Nclienaes. in Pest im I, >«!!!< ucil. 5'//'/,, —'— - Plioiitiits-Oblinatiouen «l!r 1N0 si.) Elisabeth.Weftb!,^'« I. Emission -'— - — stcrdi!>anb«.Nor^l>al>n in Cilbcl l" 60 10« — ssl.inz.Ioses-Äahii..... ^ '- —'— Galizische Karl-Vubwig.UHhn !ö>», l^ul »on sl. S. 4>/««/„ . HU'-- !» — Qcsterr. Noidweftbahn , . . I0s>'—^lus. 10 Siebe»1>i!rger . . . . . —^! ^'— Veld Ware Sl>» — l»» — Siibbohn ^ 3'V,...... !4l> b0 14« - « ^ l>"/,<..... l^O - ll« 5« Ung.-gali,. Vllhn..... h« 50 !<7 s»0 Diverse Lose spcr Ellick). Clcbillosc i«<> fl..... I.« 5U »7? — Llar^Vose 40 fl. . , , . 4>>'s,0 4« s.0 4"/,, Donau^Dampssch. 10U fl. l>«5N ,1? s>u ^llibachcvPrämicli'NüIehlusl, 2l - 22' — Oscner Lose 4U II..... 4« b» l,<» li<> Palsfy l'osc 4« fl..... 4?'— 47"?5> »tolbcn illcuz. ösl.Oes. v, lufl. !7 «0 '? «l> Mudols Vosc in sl..... ,«'— >u^u Ealn^Vose 4U sl..... «,-— «I — Et, (^eni.'it'.i'ose 4N fl. . . «0 — «1 — Walbftei» i^ose 20 sl, , . . 40 Windischgratz^'ose 2u sl. . . <4 75 ------- VanlActicn (Per StUcl), «„ssll'.lDcstlll. Banl 2<»0 sl. . INI' >o' "' iUnnlvcrcin, Wiener, i«u fl. . «,?'- »>? ?l< Bd»cr.'0 »?>-7<> «red,Ida«I, All.i. Ung. 2<>u fl. V74'5" »75» - Dcposilenb^ns, «ll^,. 2«u fl, . iu» — i?l — «itcomple O.,N,cderös! s.00sl, s.lu — b»»— Hl>Vo!hcl>,!,b,,öst,200si,2s."/F, —.^ —— ^«dcid.. oft 200 fl, O, s.0"/„«. ,«u-«L «<»» ?<> Ocs!nr,.!l»8. Bant , . . , 87l>— 874- »»ionbanl 20» fl..... !>!»»'5c> ,»4 lN «4».»u Actm« von Transport-Unternehmungen. (per Stuck), Albrecht.Vahn 20« fl. Silber . — — — — «Ilsöld ssi,!!!l Ä^hn 20l) sl. Gilb , ,72-25 172 — »lüssiss Tcpl, liisenb. l0U sl, «iM. —'— — ' Äö, »I. Nl'lddabu lüO fl, . . . ,7i-7b l?»'75 „ Wcstdal'n 2UU fl. . , , «3i ül> ll«8 b0 Vuschliel'rader 200»l,G. I««,'— ll8 . Duf Nodc!!l>c>cher(l..V,2c»<>fI.V.-------—-— «tlisabtlh Val»i 20« sl. ÜM , —'—------ l,'!!,^V,ldwei« 200 sl. , — — — „ El»l',.?il NI,L, IU?220«fl.S. —-— ' ' fterbsna»b,.Noldb, 1UU0 sl. 8 <>>an».I^scs »ahn i!UU sl. Silber --— - — ^i!nsf!»chtn»a,<-U4 ?l> I»» »5 <^raz Koslache, (i. «, 2u«fl,ö W. — —> - , - Uab!e»dcrg itiscnbah» 100 «, . —— -'- Äascha« jIdcll',lti!enl>,2«(>sI.S. —— — -t'cml'erg ^zcrnoU'iy'.'lnssr'-Eisen. l>al)»-G.'I - 21»-— l,'lo»d, ös>,'U,„i.,Iri>,'sl s. 2«0 sl. Sllber , ten 2l> i«0 b» ^?»'— 17» l.0 Sicbc,!dilrger Ciscnb. 20« sl. . —'——-- Slaat«eisenbahn 2<»0 sl ö, W, . »i3.»0,»»< 30 Held W«e Südbahn »00 fl, Gilber , . «e — ««> Süb.Noidd .Verb.V »00sl «Vl. ,b» — ,« — Tiamwah.Ges.. Wr. »70 fl «, W, ,<,7 ?e ,< ,'ou Wr,, neu iu<» fl, ^«,7, 47 »^ Iran«porl Gesellschaft 100 fl. , — . ^^ Nng g,li, ltisenb 200 fl, Silb« »«o,?o l«» « Ung, 3lo»dostb«t>n «00 sl VOb« »04 «» 1« - UnK,Weftb,(«aab.Vra<)«ofl,G. lie 7« »<« »b Industrie-Nctin» (per Vtilck), E»ydi und »indbtl». «isen« »nd ktahl'Ind in Wien lNUsl, , — — - — «iiscnl'uhnw.i.'tih» I, »0sl.4<»^ »?— — — „Elbrmiibl", Papier!, u Ä..« !>7 bn ,».«» OioutaN'Vcltllsch,. öfterr »alpine »7 . », »u V»«er ltiseu. ^»nd. > «es 200 sl «I» »0 «K bo VaIao lari.liisenrafs.1N0s! , ^'»«— ,«0 — Waffens-G ,Qest. inw, I00sl. . — — — — Devisen. Deutsche PlHhe...... 0, !/0 «4« Vonton......... l»«,70 iz<-eu Par,«......... >0 U7» «1». Valuten. Ducalen........ 5»« l»« ll0'ifranc».Glü