Deutsche Macht m t»M W» CSl alt g»Mui tr« Ha», nun«« L -m. «. uso. HWQ14 l »—> ••«jtH'H t- « tu hna 7 t». 9afcnti m4 bris i »et Iftrnn wt«»»rd»<»»»r» MtfrntMNi «akatt. RiratiM ntM MM ffc n|n i ________ul DaMftattaa Haa,»., IM. eichst,»»-, brt KrtmUirt ItflMI. «KI »»«>.»»» »n »rtrrtM«. «" Hi>mIIH|I - *«*»e zwischen dem LibertiniSmu«, der unter den Franzosen immer mehr um sich greift, und dem imbedingten Autoritätsglauben, der bei anderen Nationen herrscht. Der Deutsche strebt, um e« kurz zu sageu. überall danach, sich de» Ueber« püßigen zu entledigen, um desto strammer den Ätrn der Sache festhalten zu können. Da» hat ihm zwei große und mächtige Gegner gebracht: »ie Clericalen und die Feudalen. Die Beiden haben auch Ursache, den Deutschen gram zu sein, denn sie sind wohl von niemandem so nach-drScklich bekämpft worden, als von den Deut-scheu, und man braucht sich nicht allzusehr zu mindern, wenn die deutschen Clericalen und ein Zhei! des deutschen Hochadel« sogar Bündnisse im anderen Völkern eingeht, nur um dem deut-scheu Liberalismus umfo wirksamer entgegen-treten zu können. Aber die Vertreter der Kirche sind entschieden im Unrecht, wenn sie in ihrer Feindseligkeit gegen den Liberalismus so weit gehen. daß sie unser Volk der Irreligiosität be-zichtigen oder da» Bedürfnis nach den Lehren md den Tröstungen der Religion bei demselben als nicht vorhanden erachten. Ja dieser Be- An einem kiihten Krunde. Jugenderinnerung von I. W. ES war doch eine köstliche Zeit, die Jugend-zeit. Ich sehe mich als vierzehnjährigen Knaben ant de» Ränzel aus dem Rücken in Gesellschaft »vn noch drei nur wenig älteren Mitschülern das Land durchwandern, voll Lebenslust und Freude. Kai eS doch meine erste Reise, der erste Blick oiZdie unendlich großartige Ranir. Wir vier bildeten ein Eangerquanett, das stimmlich sowohl als auch durch Präcision der tluSiührung selbst höheren Ansprachen genügen konnte. Die Kosten unserer Reise waren unendlich billig. Jedes Bauerngafthau», jedes Kloster »ahm uns gastlich auf und wir bezahlten unsere Zeche im BorauS mit Gesang. Bon den vielen kleinen Vorkommnissen und abenteuern, die wir auf unserer Sängerfahrt erlebt, blieb mir eine Episode so treu im Ge-dichtni» und hat mich jahrelang so wehmüthig bewegt, daß mir, als ich nach vierzig Jahren M'.ch wieder in der Nähe des Schauplatzes be-land, war als habe ich sie gestern erst erlebt. Es war an einem glühendheißen Augusttag. nachdem wir einen angestrengten Marsch durch ziehung sind namentlich slavische Priester oft recht etgenthümlich. denn e» ereignet sich gar nicht selten, daß sie bei kirchlichen Funktionen auf die deutschen Psarikinder. auch wenn dies? in der Majorität sind, nicht die mindeste Rück-sicht nehmen, oder daß irgend ein Kaplan nur zaudernd und erst über wiederholte Aufforde-rung zu einem Deutschen kommt, um ihm die Sterbesakramente zu ertheilen. Daß eine deutsche Stadt Anspruch auf deutsche Priester habe und daß sie, wenn sich diesem Anspruch durchaus nicht gerecht werden läßt, wenigsten» einen deut' schen Prediger erhalten solle, möge man densel» ben auch auS einer anderen Diöcese herbüholen müssen, das einzusehen ist den kirchlichen Be-htrden leider versagt. Sie folgen hierin übnaen» nur dem von den weltlichen Behörden gegebenen Beispiele, welche ja gleichfalls die vielberufene Gleichberechtigung in dem Sinne au»legen, daß e» nicht» verschlage, in eine deutsche Stadt zwei wendische Notare zu setzen. Die in letzter Zeit des Oesteren genannte Gemeinde St. Egydi hat an den Bischof von Lavant die Bitte gerichtet, daß in der dortigen Pfarrkirche einmal im Monate deutsch gepredigt werd«, wie dies bi« vor fünfzehn Jahren ge-bräuchlich war. Da» Ansuchen selbst bleibe dem Bischöfe Überlasten, die Begründung de» An-suchen» aber verdient die Beachtung auch wei-terer Kreise, denn diese Begründung zeigt deutlich, wie ganz ander» die Gleichberechtigung gegen-über den Slaven aufgefaßt wird, als gegenüber den Deutschen, und wie rücksichtslos man bei der Slavisierung zu Werke geh». In St. Egydi leben unter 2799 Wenden 574 Deutsche, welch letztere, nebenbei gesagt, die Halste der Steuern zahlen; und aus diese l7 Percent der Bevölke-rung wird in kirchlicher Hinsicht so wenig Rück-sicht genommen, daß seit fünfzehn Jahren keine deutsche Predigt gehalten wurde. In der Seckauer Diöcese, wo zwischen den beiden Nationalitäten das umgekehrte Verhältnis besteht und zumeist die Wenden sich in der Minorität befinden, werden die letzteren so übermäßig berücksichtigt, das baierische Hochgebirge gemacht hatten, al» wir gegen Mittag von einem mächtigen Gewitter überrascht wurden und dadurch später, als wir berechneten, bei unserer MittagSstation ankamen. Drei Uhr schlug es gerade von dem hohen Thurm der imposanten Kirche, al« Dach», unser Aeltester, den Glockenzug — eine eiserne Kette mit mächtigem Kreuz al« Griff — erfaßte. Wir standen vor i>em Benediktinerkloster zum heil. Bonifaz, einem auf sanfter Anhöhe liegenden großartigen Bau in wundervoller Gegend — einem berühmten Wallfahrtsorte des Baterlande». Die massive Eichenthür öffnete sich und bald darauf saßen wir bei einen, guten Mittagbrot, einen großen Krug deS trefflichen Klosterbieres vor uns, in einem freundlichen Zimmer mit entzückender Aussicht. Dem Pater Regen», der un» später besuchte, mußten wir das Versprechen geben, bei dem übermorgen stattfindenden Wall' sahrtsfest den Kirchenchor zu unterstützen, wofür, wie er un» versicherte, der Herr Prior und er uns sehr dankbar sein würden. Wir sagten freudig zu und verlebten den anderen Tag im gastfreundlichen Kloster und seiner herrlichen Umgebung. Abends, während die Patres im Kreuzgang daß in L^utschach, wo ihrer nur zwölf Percent, und in Gamlitz. wo deren gar nur zwei Percent der ganze» Bevölkerung vorhanden sind, in jedem Monate einmal deutsch gepredigt wird. Die-selben Verhältnisse bestehen in Abstall und in RadkerSburg, und in Mureck, wo außer den Dienstboten, die ganze Be>ölkerung deutsch ist, wird zweimal im Monate wendisch gepredigt. Da» sind so überzeugende Daten, d»ß sich Dr. Napotnik ihrer Sprache nicht wird verschließen können, sondern den Wunsch der Gemeinde St. Egydi wird willfahren müssen. Demnächst aber möge der Fürstdischos sein Augenmerk den seel-sorglichen Verhältnisse in Cilli zuwenden und auch hier die bisher so einseitig geübte „Gleich-berechligung" thatsächlich walten laffen. In Cilli herrschen in dieser Hinsicht so schreiende Uebelstände. wie vielleicht in keinem zweiten Orte Jnneröst erreich». Die heutigen Aarteiverhättnisse. Im Laufe de» letzten Halbjahres bat sich da» Bild, welche» die deutschen Parteien im österreichischen Adgeordnetenhause bieten, nicht unwesentlich geändert. In die scheinbar abge-schlossenen Gruppen ist eine Unruhe gekommen, die e» zur Störung der bisherigen Ordnung, aber noch nicht zur Gliederung eines neuen Auf-baues gebracht hat. E« kann daher auch der Versuch, den heutigen Zustand zu schildern, nur den Wert einer Momentaufnahme beanspruchen, denn wir stehen erst am Beginne eineS Werde-procefse». Jene Partei, welche die größte Aenderung an sich selbst vollzogen hat. ist die „Vereinigte Linke". Aeußerlich hat sie zwar ihre Gliederung bewahrt, ja dieselbe dadurch, daß an die Stelle eine« vielköpfigen Vorstandes thatsächlich die all-einige Führerschaft Plcner's getreten ist. noch strammer gestaltet. Diese Leserlichkeiten können aber niemanden darüber täuschen, daß die Ver-einigte Linke ihre alte Position aufgegeben hat, ohne daß e» ihr gelungen wäre oder in abseh- promenierten, sangen wir in der Eintrittshalle unsere besten Stücke, die in dem gewölbten hohen Raum.' zur trefflichen Wirkung gelangten. Ein hoher schlanker Mönch mit bleichem Gesicht von etwas leidendem Ausdruck und mit Augen von einer Schönheit, wie ich sie bei einem Manne nie wieder sah, die unendlich wehmüthig in die Welt blickten, kam aus uns zu, uns die Hand reichend, die wir ehrerbietig küßten. Mit sonorer, aber sanfter Stimme sprach er zu un»: „Ich fteue mich, daß Ihr unser abgelegene» Kloster ausgesucht und unser bevor-stehende» Kirchenfest durch Euren Gesang, der un» Allen eine Erquickung ist. verschönern wollt. Laßt e« Euch bei unS gefallen, und freut Euch Eurer glücklichen Jugendzeit zu Gottes Ehre und Preis \" Es war der hochwürdige Herr Prior, ein Mann Ende der Vierziger, in seinem dunkeln faltigen Gewände eine imposante Erscheinung, welche unS doch dabei höchst sympathisch be-rührte. Das Wallfahrtsfcst mit seinen Hunderten von Fremden, darunter auch viele Geistliche, die im Klosterhospiz Ausnahme fanden, brachte viel llnruhe und Erregung in dicsc Räume, wo barer Zeit gelingen würde, eine neue feste Po- I fition zu beziehen. Seit elf Jahren oder, wenn man die heutige Partei als die legitime Fortsetzung der VerfassungSpartei betrachtet, seit dem Beginne der verfassungsmäßigen Zustände hat die deuischliberale Partei den Anspruch auf die Führung der Staatsgeschäfte erhoben. Sie hat daher da« Regime Taaffe au« fachlichen und persönlichen Gründen aus das Heftigste bekämpft, sie ist vor den äußersten Schritten nicht zurück-geschreckt, indem sie da« Budget verweigerte und den Austritt aus dem Reichsrathe vorbereitete. Und belastet mit den Pflichten, die eine solche Vergangenheit auferlegt, und den Ansprüchen, die ein Decennium hindurch erhoben wurden, haben die Führer der Vereinigten Linken mit den Mitgliedern derselben, so sehr bekämpften Regierung eine Vereinbarung getroffen, durch welche die dermalen wichtigste Frage der inneren Politik im friedlichen Einverständnisse erledigt werden sollte. Aber mehr als das! Mit dem Eintritt! in die Ausgleichsverhandlungen ergieng auf der Seite der Opposition auch sofort die Ordre zur Abrüstung, die Vereinigte Linke stellte dem bisherigen Feinde ihre guten Dienste zur Verfügung, und ehe man sich's versah, stieg aus den Schleiern der AusgleichSoerhandlungen da« Bild einer neuen Regierungspartei empor. Wenige Wochen hatten genügt, um das auszulösen, was man durch so viele Jahre als unantastbar ausgegeben hatte. Die Stellung einer entschiedenen Oppositionspartei war preis-gegeben, die Absicht dagegen, in die Stellung einer neuen Regierungspartei einzurücken, wurde nicht erreicht. Durch den meistgehaßten Gegner, durch den Finanzminister, dessen baldiger Sturz al« selbstverständlich gegolten hatt«, ließ die Regierung erklären, daß sich durch den „söge» nannten" böhmischen Ausgleich in der politischen und parlamentarischen Lage nicht« gründen habe. Und so befindet sich die Vereinigte Linke in der denkbar übelsten Lage. Zwischen den ver-lassen?» Schanzen ihrer alten, oppositionellen Stellung und den Höhen der Regierungsfähig-keit, die ihr unerreichbar bleiben, lagert sie auf offenem Felde, unfähig zu schlagen und gewär-tig, jeden Augenblick geschlagen zu werden. Die Lage, in welche sich die Vereinigte Linke unvorsichtiger Weise begeben hat, bedroht zu-nächst sie selbst mit der Vernichtung. Nach den Neuwahlen wird sie schwerlich mehr al« ein einziger tactischer Körper auf dem parlamentarischen Kampfplatze erscheinen; ein Theil, die Großgrundbesitzer, vie meisten mährischen und einige andere Abgeordnete, werden eine gemäßigt-liberale Mittelpartei bilden, ein Theil wird ohne jede Aussicht auf Erfolg die alte, zur Unzeit verlassene Tactik wieder aufnehmen und einen Theil der Mandate wird die Partei verlieren. Aber nicht nur die Partei, sondern daS politische Leben in Deutsch-Oesterreich erlndet einen schweren Stoß; denn die deutschliberalen Kreise werden durch den Mißerfolg der von ihren Vertretern «D-utl-ch- Wacht" befolgten Politik wahrscheinlich nicht zu einer richtigen, zu einer nationalen Politik gelangen, sondern werden in eine bequeme Gleichartigkeit gegen all« öffentlichen Interessen verünken. Der alte Glaube ist ihnen zerstört und sür einen neuen Glauben sind sie zu alt. Während bisher der Vereinigten Linken der äußere Parteizusammenhang erhalten geblieben, dagegen die Richtung verloren gegangen ist, be-merken wir auf t>em entgegengesetzten Flügel den umgekehrten Vorgang. Die antisemitische Bewegung breitet sich aus und ihre Partei-Organisation ist zerstört. Der Auflösung des Verbandes der Demschnationalen folgte die Kriegserklärung Pattai'S an die deutsch-nationalen Antisemiten und die Ausschließung Vergani'S aus der Partei. Wie die Dinge jetzt stehen, behaupten Lueger und Pattai den Wiener Platz. Ander« steht es in der Provinz; über die Wiener Vororte hinaus werden Pattai und Lueger Herrn Schönerer keinen Anhänger abwendig machen; aber diese Anhängerschaft gilt der Perfon, sie gilt auch der nationalen und antisemitischen Richtung, die in dieser Person einen besonder« kräftigen Ausdruck findet, sie gilt jedoch nicht einer Partei, die sich vor den Augen der Welt Die Unruhe, von welcher die Opposition ersaßt ist. greift auch hinüber auf die clericalen Deutschen. In dem ehemaligen Liechtenstein-Club gährt und brodelt es ; die deutschen Bauern erinnern sich, wenn auch noch nicht ihre« Deutsch-thums, so doch der bäuerlichen und alpenländi-schen Interessen. Die Unzufriedenheit ergreift . sogar einzelne Deutsch-Tiroler, und man hört | Aeußerungen, die dahin lauten, so dürfe e« nicht I weiter gehen und man habe es satt, sich sür Tschechen und Polen mißbrauchen zu lassen. Vielleicht führen die Neuwahlen die Deutsch-Clericalen der Alpenländer in eine Partei zu-sammen. Wohl würden sie unsere Bundes-genossen nicht sein, denn das Bewußtsein der Stammesgenossenschaft ist nur bei wenigen von ihnen rege. Aber mit einer unabhängigen Bauern-partei könnte von Fall zu Fall gegangen wer-den; und findet eine solche Partei in uns aus-richtige Vertreter der gemeinsamen wirtschaft-lichen Interessen, so braucht auch nicht aus die Hoffnung verzichtet zu werden, daß es gelingen werde, mit der Zeit in unseren mißleiteten StammeSgenossen auch da« Bewußtsein der durch die Stammeszugehörigkeit begründeten nationalen Pflichtengemeinschaft zu erwecken. Nicht ein Pact mit den Clericalen ist es, was »oir in Aussicht nehmen; aber sür die nationale Sache Anhänger zu gewinnen auch in den Kreisen derer, die verloren geglaubt werden, Anhänger zu gewinnen — auch dort, wo bisher die rothe oder die schwarze Internationale herrscht, da» scheint un« eine selbstverständliche Ausgabe einer nationalen Partei, welche keine Schichte ihre« Volkes von der Theilnahme an der nationale» Arbeit ausschließen dars. 1830 Von dem allgemeinen Zersetzungsprocesie ist nur die durch die Deutschnationale Berem» gung vertretene Partei unberührt geblieben. Der Zerfall de« Teutschen Clubs, die Bildung da Vereinigte» Linken, der böhmische Ausgleich, alle diese Ereignisse begründeten schwierige Sauen, schwierig namentlich dadurch, daß sich die Teutsch» nationale Vereinigung jedesmal im Widersprüche mii der jeweiligen populären Srröumng beflwd. Daß die folgenden Ereignisse jedesmal der Bor-aussicht unserer Partei Recht gegeben dade». läßt uns auch anderen Schwierigkeiten ruhig iu't Auge sehen. Ohne ein« Vertretung in der Wiener TageSpresse, ohne reich« materielle Mittel, vielfach mißverstanden selbst von Se-sinnu 'gsgenossen, die den Zusammenhang Der politischen Actionen nicht kennen, die ungeduldig drangen, während wir die günstigen Belege» heilen heranreifen lassen müssen, glauben wir die Grenzen der Bescheidenheit nicht zu über-schreiten, wenn wir behaupten, daß die Part» keinen wesentlichen Fehler gemacht hat. Das genügt allerdings nicht. Durch du Fehler, die links und recht« von uns gemach wurden, ist uns ein breiter, freier Raum Bethätigung unserer Krast eröffnet worden. & gilt nun, diese» Raum auszufüllen, den» d» Fehler der anderen erleichtern unS nur uns« Arbeit, aber sie nehme» uns die Arbeit nicht id. „Nationale Blätter". sonst nur die tiefste Ruhe und heiliger Friede herrschten. Nachdem am Festsonntag der Gotte«-dienst, der mit allem Pomp celebrirt wurde, den die katholische Kirche ihren Festen zu geben weiß, vorüber war, sprach sich der RegenSchori über unsere musikalische Beihilfe höchst anerkennend auS, und drückte Jsdem von uns freudig erregt die Hand. Das Mittagmahl, eine für unS hoch-wichtige Sache, war heute inanbetracht des hohen Feiertages nicht« weniger als einfach, und als der uns bedienende Frater zwei Flaschen Wein auf unsern Tisch setzte, konnte Dachs, der für Wein sehr inklinierte, nicht umhin, ei» kräftige« „gratia«!" zu rufen. Abends, als die Patres mit ihren Gäste» sich im Garten befanden, sangen wir auf Wunsch des Herrn Prior« wieder einige Motetten und Choräle. Wir sangen dann da« schwierige aber dank-bare salve regina von Grahe, welcher Vortrag un« einen reichen Beifall de« gewählte» Audi-torium« eintrug. Dach«, der etwa« viel Wein getrunken hatte, wie sein geröthete« Gesicht ver-rieth, befahl u»S auf einmal: „In einem kühlen Grunde!" Wir waren starr vor Schreck: in diese» Räume», vor der exklusive» Gesellschaft, ei» prosane« Lied? ! — Wir blickten ihn fragend an, er aber in seiner despotischen Weise rief uns zu : „Na, wird'« ?!" — Wa« blieb uns übrig? Wir legten los. alle Folgen ihm überlassend. Aber seltsam, die Aufmerksamkeit der Zu-Hörer war noch gesteigerter wie vorher; die Gäste lauschten so aufmerksam, daß man ein Blatt vom Bau« hätte fallen hören, und al« wir den letzten Ver« im leifesten Piano auS-klingen ließen, war es grabeSstill ringsum. — Da flüsterte eine Stimme hörbar hinter uns: „Bitte, die letzte Strophe noch einmal!" Wir wiederholten: .Hör' ich fca< Mühlrad gehen, Ich weiß nicht, wa« ich will, Ich möcht' am liebsten sterben, Da wär'« auf einmal still." Wir wandten unS jetzt um, eS war der Prior, der den Wunsch auSsprach. Geisterbleich, in Gedanken versunken, stand die hohe Gestalt hinter uns. Ein schwerer Seufzer entwand sich seiner Brust nach langer Zeit, während welcher auch wir unbeweglich standen, und sich endlich ermannend, sprach er zu uns: „Ihr bleibt doch morgen noch hier? — „Wenn Euer Hochwürden erlaube», gern!" antwortete Dach«. „Ich bin' Wundschau. [Der böhmische Landtag] ist gester», Freitag, in die Berathung der ersten fln* gleichsoorlage, daS ist de« Gesetze« über d» Theilung des LandeSschulratheS eingetreten. D« bis zur Stunde, da wir diese Zeilen zu Posier >»ringen, vorliegenden Berichte über den Verlauf der Debatte lassen sehr lebhafte Erörtenniga und vielleicht stürmische Scenen vorhersehe». sVom Centrum-Clubl meldetdai „Grazer Volksbl.," daß die beide» Abgeordnet«, Dr. P s ch e i d e n und H a g e n h o s e r -oh wie vor dem Centrum-Club angehören «>d »aß die Meldung, die neulich durch die 3* tungen lief, beide Herren seien au« dem Äiit ausgetreten, unrichtig war. Das ,Grazer Volkt« blan« hat zu diesem Dementi ziemlich lugt gebraucht, und man muß deshalb vermuthn daß vie Abgeordneten thatsächlich ihren tritt angemeldet hatten, sich jedoch zum Weder-eintritt? bewegen ließen. sDas deutsche LandeS-Äahl-c o m i t e in Mähre »j hat anlässig der be> vorstehenden Wahlen für den Landtag bereit! einen Wahlaufruf hinausgegeben. Die letz» Sätze dieses Ausrufe« lauten: „Wir richtn, a Alle, die in Stadt und Land in Mähren denrich und freisinnig denken und handeln, die driagad« Aufforderung, nicht zu erlahm:»; es gilt die Wahrung de« Deutschthum«, es gilt die Nicht-einheit, es gilt die culturelle nnd materick 1890 Wohlfahrt deö Lande«, e« gilt die Freiheit! — Ziele, jede« Opfer«, de« fchiverftrn Kampfe« wert. Und in diesen Kampf wollen wir ein-treten, einig und einmütdig, und in demselben hoffen wir zu siegen, unter unserem allen Wahl- spruche: Einer für Alle — Alle für Einen!" * » • (In Belgrad] gab neulich die Beer-digung de« Schriftsteller« Steian Kazan«ki. eine« wüthenden Feinde« Otstereich-Uiigarn«, Veran-lassung zu einer häßlichen Demonstration gegen unsere Monarchie. In Gegenw.irl sämmtlicher Minister wurde am Grabe eine Leichenreoe ge-sprechen, die ganz in dem gesien Oestereich so seiadseligen Geiste de« Verstorbenen gehalten war und in welcher der G>u»k>satz ausgestellt wurde, daß die Oesterreicher vor Allem au« v»snien und der Herzegowina vertrieben wer-den müssen. Der österreichische Gesandte erhob gegen diese Demonstration Protest, und die serbische Regierung sah sich dadurch veranlaßt, in Wien ihr Bedauern über den Vorfall kund-geben zu lassen. sDie Erörterung der Presse über Deutschlands Außenpolitik] hab?n seit den Kanzlerwechsel einen wesentlich anderen Charakter angenommen. Wie erinnerlich, hat der neue Reichskanzler bei seinem Amts-mitritte erklärt, daß unter ihm nicht« aus an-der« Weise al« durch den „Reichsanzeiger" in die Leffentlichkeit gelangen werde. Dabei ist es bis» her auch geblieben. Nur ein einzige« Mal hat der .PesterLl." Darlegungen der Auffassung gebracht, die der neue Kanzler vom Dreibünde hat. Die« ist etwa vier Wochen nach den,Systemwechsel gewesen. Seitdem wird man sich in der deutschen wie in der ausländischen Presse vergeblich nach einem Artikel umgesehen haben, der den Stempel der Berliner Osficiosität trägt. Man findet in Deutsch-land diese Verschwiegenheit etwas unbequem und wünscht, daß der „ReichSanzeiger" wenigstens iubezug aus die schwebenden colonialpolittfchen Verhandlungen mit England ein wenig redseli-ger wäre. • . (Bi« marck] soll den Gedanken, parla-mentarisch Jtbötig zu sein, wieder ausgegeben haben. Er wird das eine und das anderemal im preußischen Herrenhause erscheinen und dort wohl auch sprechen; um ein Mandat für den Reichstag aber wird er sich nicht bewerben. — Für da« dem abgetretenen Reichskanzler zu er-richtende National - Denkmal sind bereits 183-000 Mark gesammelt. (Minister L u tz,] der den Clericalen seit jeher ein Dorn im Auge war. ist, wie man aus München meldet, von der clericalen Presse neuesten« excommuniciert worden, mit der Be-gründung, daß er der katholischen Kirche nicht mehr angehöre und von keinem katholischen Bischof, schon wegen seiner Haltung zur Jnfalli- ' überreicht, morgen in aller Frühe wollten wir weiter wandern. Abends waren wir in der Halle, dem Wunfche de« PriorS entsprechend, unsere geistlichen Lieder singend. Al« wir schließen wollten, trat er aus un« zu: „Bitte, singt da» Lied von gestern!" sprach er leise. Wir stimmten .In einem kühlen Grunde" an. und als er nach Schluß de« letzten Verse« uns mit seinen schönen Augen so durchdringend anblickte, wiederholten wir wie gestern die letzte Strophe. Er schien e« erwartet zu haben. „Ich weiß nicht.' hub er an. ob es mir morgen früh möglich sein wird. Euch Lebewohl zu sagen" ; indem er unS feine Hand reichte, die wir Alle kühlen, fuhr er mit bewegter Stimme fort; so habt denn nochmals Dank, und wenn es Gotte« Wille ist — aus Wiedersehen im nächsten Jahr! Lebt wohl!" Wir waren keine großen Menschenkenner, aber daß dieser uns Allen so hochverehrte Mann ein schwere« Leid in seinem Innern barg, war für uns Gewißheit. Am andern Tag, in srühester Stunde, sagten wir dem freundlichen Kloster Valet! Abends kamen wir aus der Post zu Lang-bach an, wo wir Nachtquartier nahmen. Durch ein paar Lieder, die wir sangen, waren wir so- „»-«tfch- M«cht" bilität und seine« Familienleben«, al« Katholik anerkannt werden könne. Herrn v. Lutz dürfte da« uugeheuien Kummer verurfachen. (Der Proceß Panitzaj endete ge-stern mit der Urtheil«verkündigung. Der Haupt-anaeklagte, Panitza, wurde zum Tode durch Erschieße" vernitheilt. jedoch zur Begnadigung emp'odlen. Acht Angeklagte wurden zu Kerker strafen von fü>" Monaten bi« zu neun Jahren verur'heill, f.chs Angeklagte wurden sreige-fprochen. (Hinsichtlich der auswärtigen Politik Rußland«] wußte man bekannt-lich vor einiger Zeit zu melden, daß eine An-näherung zu Deutschland stattgefunden habe. Ein Moskauer Blatt, daS in der Regel gut unterrichtet ist, widerspncht dieser Meldung, in-dem es bemerkt, der letzte Versuch eine« Ein-Vernehmens mit Deutschland habe zu nicht« Gutem geführt. und es liege absolut kein Grund vor, diesen Versuch zu wiederholen. Die An-Näherung mit Frankreich habe dagegen die denen Resultate gehübt, indem sie in Europa ein feste« Gleichgewicht der Kräfte hergestellt, welches den Friede» sichere. (Eine N i h i l i st e n b a n d e,] au« sieb-zehn Köpfen bestehend, wurde in Paris festge-nommen. Die Leute welche ein Laboratorium sür Sprengstoff - und Bombenerzeugung elnge-lichtet hatten, sollen eine Verschwörung gegen da« Leben des Czaren geplant habe». (Der internationale Bergarbei-ter-Congreß in Jolimont] ist zu Ende, und wenn auch der socialdemokratische Einfluß der deutschen und belgischen Delegierten Einzelne« in die Congreßbeschlüsse einzuschmug-geln wußte, so darf dr Erfolg der Social-demokratie doch al« ein sehr bescheidener bezeich-net werden. Auf der Tagesordnung standen drei Punkte: Gründung eine« internationalen Arbeiterbunde«, Achtstundentag und Mindestlobn. Davon wurde bloß der erste Punkt einstimmig angenommen, aber auch nur mit dem von den Engländern geforderten Zusatz, daß derselbe nur gesellschaftliche, nicht politische Ziele verfolgen dürfe. Bezüglich deS Achtstundentage« erhoben mehrere englische Vertreter Widerspruch und neun derselben stimmten schließlich gegen den Antrag aus staatliche Anordnung des Achtstundentages. Die Frage de« Mindestlohnes, welcher nach dem Vorschlage der Belgier aus süns Francs für den Tag festgesetzt werden sollte, wurde von den Engländern von der Tagesordnung abgesetzt, weil eine solche Frage sich nicht sür alle Länder, nicht einmal für alle Bergwerkbezirke in gleich-mäßiger Weise lösen lasse. In der letzten Sitzung de« CongresseS stellten schließlich die deutschen und belgischen Delegierten den Antrag, der Congreß möge den allstemeinen Ausstand als das einzige Mittel zur Erreichung der von d:n Bergarbeitern aufgestellten Forderungen er- fort mit den Anwesenden befreundet; auch die Frau Posthalterin setzte sich zu unS, eine frische, echte Tochter des baierischen Hochlande«. Als wir ziemlich spät nacht« als Schlußlied die „Mühle im kühlen Grunde" executierten, die auch hier Beifall errang, erzählte Dachs von unserem Klosteraufenthalte und von dem Eindruck, den gerade dieses Lied auf den Menschenfreund-lichtn Prior zu machen schien. Nun folgte des Räthsel« Lösung, so einfach und doch ergreifend. Der Vater der Frau Post-halterin kannte den Prior von Kindheit auf, da er vor mehr als vierzig Jahren lange Zeit als Kutscher im elterlichen Hause des unglücklichen Mannes bedienstet war. Arnold, so hieß unser Held, war der Sohn eine« berühmten Arztes und Universität«-Professor« der Residenz, der Stolz seiner Eltern, die Freude seiner Freunde. Bereits als Candidat der Me-dicin hatte er sich mit einem armen, bildschönen Mädchen aus guter Familie verlobt. Sein in-timster Freund, ein Italiener, der ebenfalls die Universität besuchte, verführte ihm die Braut. Arnold schoß den Verräther im Duell zum Krüppel und wanderte aus die Festung; das Mädchen aber wurde eines Morgens als Leiche au« dem Fluß gezogen. — Ein an Geist und Körper gebrochener Mann 8 klären. Die englischen Delegierten verdarben aber auch diesmal ihren festländischen Genossen die Freude, indem sie rundweg erklärten, der Congreß habe gar keine Befugnis, über den allgemeinen Ausstand zu berathen. Und dabei blieb es. Da« Einzige, wa« die Antragsteller erreichten, war der Beschluß, für den l. April 1891 einen neuen Congreß einzuberufen, der sich ausschließlich mit der Ausstandsfrage beschäftigen soll. — In Frankreich haben die Arbeiter zum Zwecke der Erzielung de« Achtstundentages die Gründung einer Liga in Angriff genommen, deren endgillige Organisation au« einem dem-nächst bevorstehenden Nationalcongreß hervor-gehen soll. In sämmtlichen franzosischen Städ« ten sollen unverzüglich ähnliche Comitö« gebildet werden, und auch alle, die sich nicht an der 1. Mai-Feier betheiligt haben, werden zur Be-»Heiligung aufgefordert, um die gesetzmäßige Verkürzung de« Arbeitstage« zu erhalten. lDer König der Belgier] «eilte vor einigen Tagen in London, um neben anderen Zwecken auch die Herbeiführung einer interna« tionalen Vereinigung der europäischen Regierun-gen gegen die Anarchisten zu betreiben. E« scheint indessen, daß er dafür bei dem eng-lischen Cabinet keine sonderlichen Neigungen ge-funden hat. Wenigsten« wird herichtet, Lord Salisbury habe ein bedenkliches Gesicht gezogen und gemeint, die Sache habe für England be-sondere Schwierigkeiten, weil man darin eine Verkürzung des englischen AsylrechteS erblicken werde, auf welches der Engländer stolz fei. lDie Italiener in Afrika.) Au« Abyssinien kommt die Nachricht, daß der Friede endlich hergestellt ist und daß der Schoanische Gouverneur des Tigr6, RaS Mangascha, ein Edikt an alle Völker seiner Provinz — der Italien am gefährlichsten Provinz AbyssinienS — erlassen hat. mit der Weisung, die Bewohner mögen sofort die Geschäfte des Friedens wieder aufnehmen. So schnell wird die« zwar nicht gehen, denn seit nun zwei Jahren und darüber hat die ganze Landschaft den Tummelplatz wil-der Horden abgegeben, die aus dem von der Natur so gesegneten Landstrich eine Wüstenei gemacht haben. Das Wichtigste ist jedoch der Umstand, daß, wenigstens officiell. mit dem KriegSzustand gebrochen und daß selbst der ge-fürchtetste Störenfried, RaS Alula, der den Italienern so manchen Schabernack gespielt hat, zu Kreuze gekrochen ist. Ob sür die Dauer, das wird die Zukunft lehren. Jedenfalls werden sich die Jraliener, trotz ihre« diplomatischen Siege«, nicht in falsche Sicherheit wiegen lassen und zweifelsohne wird Eritrea — wie da« Colonial-reich officiell benannt ist — dem Mutterlande noch manche« schöne Sümmchen kosten, ehe ihm die Colonialpolik Früchte tragen wird. kehrte der Unglückliche nach überstandener Strafe in'« Vaterhau« zurück, wo er erklärte, daß er lest entschlossen sei, im Benediktinerkloster Theo-logie zu studieren und seinen Lebensrest dem Orden zu weihen. Und so geschah e«. Ob er im Kloster den Frieden wiedergefunden, den ihm die Welt auf so bübische Weise gestohlen, wer möchte das be-Häupten? Daß unser einfaches Lied bei ihm die alte Wunde wieder aufreißen konnte, spricht nicht dafür.-- E« war eines Nachmittag« im April, al« ich au« der Arbeitsstunde zum Direktor befohlen wurde. Es war gewöhnlich nichts Gute«, was unS dort erwartete. Ich war mir gerade nichts Schlimme« bewußt, doch ergriff mich Beklommen-heil. Aus dem Corridor fand ich meine drei Collegen vom Quartett in gleicher Erregung. Wir wurden gemeldet und traten ein. Der Direktor, einen Brief in der Hand hallend, sprach mit bewegter Stimnie: „Ich habe Euch eine schmerzliche Mittheilung zu machen. Ihr habt einen väterlichen Freund ver-loren, der Euch in kurzer Zeit seine volle Zu-neigung schenkte. Se. Hochwürden, der Prior des Benediktinerstiftes, Pater Arnoldu«, ist vergangenen Ostersonmag selig im Herrn entschlafen." Tamil waren wir entlassen. 4 Focates und ^rovinciates. Cilli. »I. Mai. sPersonalnachrichten.j Zu Post-Ossicialen wurden die Post - Assistenten August Steiner. Rudolf Vyhnanek und Michael Wreßnik in Graz. Gottsried Schmidt in Marburg Karl Kraus in Leoben und Karl E ch a r n g l in Villach ernannt. [Verein Südmark. 1 Man schreibt uns aus Graz: Der Verein legt ein Verzeichnis verkäuflicher Realitäten an. dit in den gemischt« sprachigen Theilen SteiermarkS gelegen sind, und nimmt Anmeldungen solcher Liegenschaften entgegen, selbstverständlich unter Verzicht auf jeglicheS Entgelten. Die Anmeldungen sollen erhalten: a) Lage der Realität (Bezirk und Ge-meinde), b) Gesammtgroße mit Angabe des Flächeninhalts der einzelnen Culturen und deren Classification, c) Wohn- und Wirtschaftsgebäude, 6) Betrag der jährlichen Steuern sammt Zu-schlügen, e) Verkaufspreis (mit und ohne .\un» duS instructuS) nebst Angabe der ZatilungSbe-diengniffe, s) jährlicher Reinertrag. Die Angaben sind nebst genauer Adresse des Besitzers an die VercinSkanzlei. Graz, Frauengasse 4, zu richten. In der letzten Sitzung der Vereinsleitung wurde für mehrere Gründerbeiträge der Dank ausge« sprachen, ebenso der Marktgemeinde Rohitsh. die mit einem ansehnlichen Jahresbeiträge dem Vereine als Mitglied beigetreten ist. Die Satz-ungen der Ortsgruppen Rann, Salzburg, und Knittelfeld, welche letztere bereits sechzig Mit-glieder angemeldet hat. wurden der Behörde vorgelegt, die erfolgte Gründung der OrtSgrup- Sen Eggenberg - AlgerSdorf. die zweiundsechzig Mitglieder jählt. und der Ortsgruppe Eisenerz, die «inundsirbzig Mitglieder anmeldet, wurde zur Kenntnis genommen. — Den untersteirifchen Ortsgruppen wird der vom „Bund der Deut« Sjen NordmährenS« herausgegebene „Deutsche olkSkalender* zur Einschaltung von Ankündig-ungen, die in Böhmen und Mähren Verbreitung finden sollen, empfohlen. [Die Ortsgruppe „Cilli und Umgebung" des Deutschen Schul-v e r e i n e S ] hält nächsten Mittwoch um 8 Uhr abends im »WaldhauS" ihre diesjährige ^Hauptversammlung ab, was den verehrlichen vlitgliedern derselben hiemit freundschaftlichst inS Gedächtnis gerufen fei. [P a r f m u f i f.] Morgen. Sonntag, spielt die städtische Kapelle von II bis 12 Uhr vor-mittags im Stadtpark. sD«r Cillier Turnverein! unter, nimmt am 5. Juni seine diesjährige Frühlings» fahrt. Die Tour geht zu Wagen bis Trennen-berg, von da zu Fuße nach Seitztloster, wo in der Karthaus« das Gabelfrühstück eingenommen wird, endlich nach Gonobitz. Der letztere Theil des Ausfluges wird entweder über die Gora zu Fuße, oder über Seitzdorf per Wagen gemacht. In Gonobitz findet um 2 Uhr daS Gemeinschaft-liche MittagSessen statt. E« wäre sehr erwünscht, i. i Als wir auf dem Corridor uns ansahen, hatte Jeder das Auge voll Thränen, Keiner war eines Wortes mächtig. — Doch wir mußten wieder in die Arbeitsstunde zurück. „Heute Abend am Nußbaum!" flüsterte uns Dachs zu und wir trennten unS, die Thränen mühsam zurück-haltend. — ES war ein unfreundlicher Abend, der Garten fast leer; wir Viere am Nußbaum waren die Einzigen, die da« Wetter nicht zurückhielt. Keiner sprach ein Wort, aber Jedem sah man an, daß der Schmerz um den geliebten Todten ei» tief empfundener war. „In einem kühlen Grunde!" flüsterte Dachs. Mit unsicherer Stimme sangen wir daS Lied halblaut vor unS hin; als aber nach Schluß desselben DachS leise sagte: „Bitte, die letzte Strophe noch einmal!" übermannte Jeden die Rührung. Die Worte: „Ich möcht' am liebsten sterben. Da wär'« aus einmal still/ wurden mehr geschluchzt, al« gesungen. Eine seltsame Todtenseier l" Ich habe in meinem Leben viele mitgemacht, — tiefer er-griffen hat mich keine! — »Dentfch« Wacht" wenn turnfreundliche Männer und Familien an diesem AuSfluge auf die e>ne oder andere Weise theilnehmen würden. Einladungen zur Theil-nähme ergangen auch an die benachbarten Turn-vereine von W.-Feistritz, Marburg und Pettau. sDer st eier märkische Aerzte-vereinj war, wie wir seinerzeit gemeldet, vom LandesauSschusse für den 23. d. MtS. zum Be-suche vdn Rohitsch-Sauerbrunn eingeladen wor-den. Mehr als siebzig Aerzte hatten dieser Ein-ladung Folge geleistet und in dem schöne« Cur-orte einen vergnügten Tag verbracht; es gab da ein vorzügliches Diner, ein brillantes Feuer« werk und natürlich auch Musik. Die Honneurs machte Herr LandeSauSschuß Wannisch. Am DonnerStag unternahm ein Theil der Gesellschaft einen Ausflug nach dem Donati und wurden die Touristen von gutem Wetter begünstigt, das eine herrliche Aussicht genießen ließ. [Verband „Pettau" des Germa-n e n b u n d e S.] In der ersten AuSschußsitzung deS Verbandes wurde, wie unS geschrieben wird, die Errichtung eineS Lesezimmers und einer Volksbücherei in Osterberger'S Gastzimmer, die Einleitung von Verhandlungen wegen Ueber-nähme deS Privatkindergartens des Herrn Notars Filaferro, die Aufstellung von Schützen und Mohren in einigen Gast- und Kaffeehäusern, die Gründung eines Selbsthilfevereines als Spar« und Vorschußgenossenschaft mit beschränkter Has-tung, sowie der Anschluß an die „Südmark" durch Zeichnung eine« Jahresbeitrages von ü fl. beschlossen. Die geselligen Abende werden jeden zweiten Mittwoch im Monate stattfinden. Der Versammlungsort wird rechtzeitig bekanntgegeben werden. Da für die Volksbücherei sehr geringe Mittel zur Verfügung stehen, wird um Bücher-spenden hiemit gebeten. sSteiermärkischerKritgerbunds Man schreibt uns aus Brück an der Mur: ..Die Statthalter«! hat die vom jtrankenhauS-Verwalter in Brück a. d. M.. H«rrn Eugen Wiß-peiner. angeregte Umgestaltung des bestandenen Veteranen-HilsSverbandeS in einen „steiermärki>chen Kriegerbund" genehmigt und die Statuten des Bunde» bestätigt. Der Kriegerbund, dessen wirk-liche Mitglieder nur die steiermärkischen Militär-Deteranen-Vereine werden können, will zunächst diese Vereine ohne Beeinträchtigung ihrer Selbst-ständigkeit unter einander in innigere Fühlung bringen, um durch deren Borkörperung zu einem gemeinsamen Ganzen den einheitlichen Weg zur Erreichung ihrer gleichen Ziele zu bahnen. Der Kriegerbund macht sich demnach die Pflege deS patriotischen Gefühles und der Liebe zu Kaiser und Vaterland, dann die Unterstützung hilfebe« dürftiger ehemaliger Krieger und deren An-gehörigen zur besonderen Ausgabe. Bei der großen Zahl der Veteranen - Vereine in Steier-mark (bei 100), von welchen der allgemeine Anschluß zum Bunde ehestens zu erwarten steht, werden die Mittel des Bundes trotz deS ver« Ichwindend kleinen Bundesbeitrages — 10 kr. per Kopf und Jahr — bald derart vorhanden fein, um auSgiebig« Unterstützungen gewähren zu können. Der von dem ehemaligen HilfSver-bände an den Sriegerbund überg«hende Fond von annähernd 700 fl. ist ein kräftiger Grund-stock für die UnterstützungScassa, die auch durch zu gewärtigende Beiträge von unterstützenden Mitgliedern Zuflüsse erhalten dürfte. Wie wir erfahren, wird gelegentlich der diesjährigen Landesausstellung in Graz die Abhaltung eines großen GründungS- respective VerdrüderungS-f«st«S der Militär - Veteranen«» - Verein« deS Lande« durch den Bund geplant." lDer Graz er Gemeinderat h] hat anlässig der von den Fleischhauern in Aussicht gestellten neuerlicher Erhöhung der Fleischpreise beschlossen. Maximal - Tarife einzuführen und städtische Fleifch-Verkaufstellen z« errichten. sEinLandeskeller) nach dem Muster de« m Budapest bestehenden Landes - Central-kellerS. in welchem alle Sorten heimischer Weine in Kostproben vorhanden sein werden, wird in Graz in den unteren Räumen deS an Stelle deS alten .Eisenhammer'- Gasthauses in der Schmiedgasse aufzuführenden Zubaue« zum Land-Haufe eingerichtet werden. 1 v90 lZum Bürgermeister von Kla> g e n f u r tj wurde gestern der bisherige Äic»« bürgermeister, Baurath Franz Glöck er. gewählt. * • • l Z u Tode gequetscht, j Am 2l. ». «ieng über die Pettauer Segend ein furchtbarer Wottenbruch nieder. Nachdem stch da« Wasser er« Weile im Rukovjak-Graben vor dem dort aosge-schichteten Schtithol, gestaut hatte, stürzte es plötzlich mit solcher Gewalt, Massen von Holzklötzen mit sich führend, gegen die Ortschaft Razbornik, daß d«r Ott ernstlich bedroht war. Die Grundbesitzer«^» Dolenc wurde vom Waffer ersaßt und erlitt durch die Holzklötze derartige Quetschung, daß sie alstili verschieb. [Vom Blitz« erschlag« «.1 Au» Haa-berz wird geschrieben: Am 22. d. wurden wäbm» eine« Gewitter« die Frauen Genovefa Königihesen und Maria Mauerhofen in Winkel vom Blitze ze tobtet. Zu derselben Zeit brannte da« Wohn- u,d Sirtschaftgebäude der ersteren mit sämmtlichen Fahr-nissen nieder. [Auf den Schienen.) Am Pfingstmontag vormittags gerieth in Mürzzuichlag der Sisenbat«-arbeite? Schnabel beim Uebersetzen de» Geleise« unter eine Locomotive, wurde von dieser etwa einzig Meter weit geschleift und wurden ihm schließlich beide Beine überfahren. Der Unglücklich« starb nach Verlaus von zwei Stunden. sEin durch Radfahrer verursach» t e r U n fa ll) ereignete sich am Pfingstmontag auf der Straße zwischen Zeltweg und «nittelfeld. In eiin» Landauer fuhren zwei Damen und zwei Herren ua# aus dem Bock saß neben dem Kutscher der dritte Herr. Zwei Radfahrer au« FohnSdorf fuhren aas der Mitte der Straße daher und sprangen mit großem Geräusch und sehr rasch in dem Augenblick ab. al« sie sast mit dem Wagen zusammengetroffen waren. Die Pferde scheuten und sprangen seitwän«; der Kutscher wurde hinauSgeschleudert und kam ml einigen Hautabschürfungen und einer geschunden-, Nase davon. Hierauf eilten die Rosse ohne Senker weiter. Unterdessen war der Herr vom Bocke atze» sprungen. -Ein Herr au« dem Wage« wollte auch abspringen, fiel jedoch derart unglücklich, daß er k> stnnung«lo« liegen blieb Dem dritten Herren gel-q e«. da« Leitseil ,u erhäschen und da« Gespann ufr zuhalten. Der verletzte Herr mußte in Zelt«, zurückbleiben und konnte erst am folgenden läge weiterbefördert werden. IDie Leiche de«Gymnasi-lPr°-feffor« Pichler aus Laiba ch,s der #ot virrzehn Tagen Selbstmord begieng, »urde am Dient-tag bei Görz au« dem Isonzo gezogen. O * ♦ [St Hier Stadtverschönerunz verein.] Der Herr Cassier des Vereine» er« sucht unS, auf die in der heutigen Nummer unseres Blattes erschienene, die Licitatioa der Heumahd im Stadtpark betreffende Annonce be-sonders aufmerksam zu machen. Es sei zu wün-schen, daß sich eine möglichst große Anzahl on Licitanten einfinden möge, damit der Park bald gemäht und ein recht großer Erlis erzielt werbe. Herichtssaaf. Cilli, 30. Mai. (Appellverhandlniz^ Am 2. August v. I. fand die erste executive Zell-bietung der Anton Sohler'schen Realitäten in fktta statt; Executiontführerin war die Sparkasse in Petta durch ihren gewesenen Vertreter Dr. Srxlu« NW« »on Fichtenau, welcher Bicebürgermeister von Pettai ist. Die Realität wurde von dem Juden Äd»ls Rechnitzer um den Schätzwerth erstanden, man allgemein der Ansicht war, daß ei» höhmr Meistbot zu erzielen gewesen wäre. Bald Ipr-ch man, e« sei b«i dieser Feilbietung ein Fehler de« Vertreter« der Sparraffe Dr. von Fichtena» lurter-laufen, indem die Erstehung d«r Realität durch Rechnitzer absichtlich herbeigeführt worden sei, nachdem derselbe stch an den Dr. »on Fichtenau mit da Bitte gewendet hatte, dafür zu sorgen, daß er fc* Realität womöglich um den Schätz werth ersähet könne. Dr. von Fichtenau beauftragte seinen Coa-cipienten Dr. Adolf Martinek, die Vollmacht »ich-nitzer« entgegenzunehmen und die Realität für den-selben zu erwerben, wa« auch thatsächlich geschah. — 1890 Selbstverständlich erregte diese Geschichte in Pettau »»liebsame« Aufsehen, und sie bildete alsbald auch den Gegenstand lebhafter Erörterungen im Sparcassa-autschusii, woselbst Herr Josef Ornig den Anlrag stellte, e« sei im Hinblicke darauf, daß Herr Dr. v. Fichtenau in der Sohler'schen Angelegenheit dir Eparcasse und zugleich den Juden Rechnitzer ver-treten und durch sein Vergehen die Sparkasse empfindlich geschädigt habe, demselben die Vertretung feer Sparkasse zu entziehen und ihm da« Mißtrauen det Ausschusses zu votieren. Dieser Antrag blieb Bii! fünf gegen sechs Stimmen in der Minorität, *w« die Herren Josef Ornig, Josef Kasimir, August Heller, Heinrich Starv und Julius Tognie veran-lastte, ihre Mandate als Gemeinderithe, al« welche fit auch zugleich Sparkasse Ausschüsse waren, nieder-zulegen. Der Pettauer Gewerbeverein jedoch lieh die Sache nicht so ohnewciter« hingehen, sondern berief fiir den 15. September eine allgemeine Wählerver-smnmlung ein, in welcher die genannten fünf Herren ««'gefordert wurden, die Ursache ihrer Mandat«-»iederlegung bekanntzugeben. Herr Ornig und feine vier Gesinnungsgenossen brachten die bereit« erzählten Vorfälle der Versammlung zur Kenntni« und erklärten schließlich, au« der erwähnten Ab-ftimmunz im Sparkasse - Ausschusse entnommen zu taten, daß im Gemeinderath« eine Opposition vor-kitten sei, welche alle, auch die bestgemeinten An-träge «uS persönlichen Gründen beharrlich zum Falle tringe; sie könnten daher nicht mehr im Sinne ihrer Wähler für da« Gemeindewohl wirken und da« sei die Ursache ihrer Mandatörücklegung. Die Wähler-Versammlung nahm diese Ausführungen mit veifall auf, votierte den genannten Herren da« vollste Per-trauen und forderte sie auf, die Mandate beizube-holten und mit gleicher Energie und Opferwilligkeit, wie bisher, auch fernerhin für die Interessen ihrer Wähler und daS Wohl der Gemeinde einzutreten. — Durch die in dieser Wählerversammlung von den Herren Ornig, Kasimir, Starv, .heller und Tognio tsfenlUch vorgebrachten Ausführungen, welche eine «nflchieden abfällig« Kritik des Borgehen« de« kr. von Fichtenau enthielten, da ihm der Vorwurs »cm^cht wurde, er habe in einer und derselben Rechtssache die Sparkasse und zugleich, wenn auch durch seinen Eoncipienten Dr. Marnnek. den Juden Rechnitzer vertreten, sah sich Dr. von Fichtenau in inner Ehre verletzt und trat gegen die erwähnten fünf Herren klagbar auf. Die beim Bezirksgerichte Pettau durchgeführte Verhandlung ergab nun die rekle Stichhältigkeit der von den Geklagten gemachte« »enjerungen, weshalb dieselben freigesprochen wurden, ta ihnen der Wahrheitsbeweis gelungen sei. Dr. v. Fichtenau wurde dagegen verurtheilt, sür die auf-laufenden Kosten aufzukommen. — Gegen diese« inisprechende Urtheil meldete Dr. v. Fichtenau die Lrnifung an, und nach zweimaliger Vertagung fand Astern die Verhandlung vor einem Avrelsenate de« tiesigen KreiSgcrichteS unter dem Borsitze de« Herrn L.-Ä.-R. L u l e k statt. Der Privatankläger war durch Herrn Dr. R e u m a i e r au« Graz. die An-»«klagten waren durch Herrn Dr. G l a n t s ch n i g g au» Marburg vertreten. Von den Angeklagten wa^en die Herren Ornig, Kasimir und Stary «ersönlich zur Verhandlung erschienen. Die Verhandlung selbst förderte nicht« wesentlich Reue« zutage. Nur die Aussage des Zeugen Jakob Terdina, EemtärS der Pettauer Sparcasse, bezüglich des Vorgänge« bei Verständigung der Sparrasse über die ererutioen Feilbietungen durch den RechtSconsulenten, »elcher im vorliegenden Falle durch Dr. v. Fichtenau ganz ignoriert worden sei, und die schon in der letzten, vertagten Verhandlung vom Zeugen Dr. Kichelitsch, Advokat«» in Pettau, gemachte Aeußerung, ' er hätte i» diesem Falle die Sparkasse vor der Feil-tietung aus da« Borhandensein von Licitanten «uf-«erksam gemacht, waren von Interesse, sowie auch hie Selbständige be« Dr. von Fichtenau an den DiSkiplinarratb der Advocatenkammer, worin derselbe behauptn, er habe im Interesse der Sparkasse, da er wisse, daß bei zweiten Feilbietungen Realitäten meist unter dem Schätzwert be erstanden werden, den Z»den Rechnitzer geradezu ersucht, die gedachte Realität u« den Schätzwert per 4500 fl. zu er- , stehen: Rechnitzer sei hiezu bereit gewesen, jedoch wter der Bedingung, daß er nicht selbst zur Licitation gehen müsse, worauf Dr. von Fichtenau ihm den kcacipienteu Dr. Martinek zur Verfügung stellte, »ach de» Au«sagen welche Dr. Martinek vor dem ?qirk»gerichte Pettau gemacht, hat derselbe von «Deutsche Macht" seinem Chef den Auftrag erhalten, die Realität für Rechnitzer um den Schätzwerth von 4500 fl. zu erstehen ; e« sei ihm streng« Verschwiegenheit aufge-tragen worden, weil noch ein anderer Jude, namen« Sonnenschein, die Realität gerne erstanden hätte; nach der Feilbieturg habe er sich vom Stillschweigen für entbunden erachtet. Rechnitzer gab zu, den Dr. Martinek ermächtigt zu haben, eventuell die Realität auch um 5000 fl. zu erstehen. — Nachdem da« gesammte Beweismaterial vorgetragen war, plaidierte der Vertreter de« Privatanklägers, Dr. Reumaier, in längerer gewandter Rede für die Schuldigsprechung der Angeklagten, indem er insbesondere auf den schweren Vorwurf, der gegen Dr. v Fichtenau »on den Angeklagten erhoben wurde, hinwies; der Di«ci-plinarrath der Advokatenkammer habe in dem Bor-gehen de« Ptivatkläger« keine Verletzung der Pflichten eines Advocaten erblickt, und somit seien auch die von den Angeklagten gegen ihn erhobenen Anschul-digungen ungerechtfertigt; er stelle daher den Antrag auf Schuldigsprechung der Angeklagten und beantrage die Verhängung einer Geldstrafe. Der Bertheidiger der Angeklagten, Herr Dr. Glantschnigg, konstatierte die Widersprüche zwischen der Selbst«nzeige deS Dr. von Fichtenau a« die Advveatenkammer und dem Ergebnisse der Zcugeneinvernebmungen, widerlegte die Behauptungen deS Privatankläger« und bemerkte, daß nach seiner Ansicht in diesem Falle wenige Ad-vocalen so gehandelt hätten wie Dr. von Fichtenau. Der Vertheidiger schilderte die Parteienverhiltnisse im Pettauer Gemeinderathe und stellte daS Verhalten der Angeklagten al« eine mit ihrem Mandate ver-bundene Pflicht dar; er beantragte die Freisprechung derselben. Der Appellsenat bestätigte da« freisprechende Urtheil de« Bezirksgerichte« Pettau vollinhaltlich, weil der Wahrheitsbeweis von den Geklagten erbracht worden sei. sEinge stellte Untersuchung.^ Au« Klagenfurt, 28. d., wird gemeldet: Der Kaiser hat die Einstellung deS strafgerichtlichen Verfahren« gegen den Grazer UniversttSt«hörer Knappitsch, gegen welchen wegen eine« in Klagenfurt staitge-habten Pistolen Duell« mit einem Ofsicier die Untersuchung eingeleitet worden war, angeordnet. ch ch ch lDer Geist de« Widerspruch««. ] Mit 200 Gulden Geldstrafe hatte Frau Katharine Reistnger in Wien ihre geradezu unglaublich« Hart-näckigkeit und ihr« Lust zum Widerspruch zu büßen. Sie war von den Eheleuten Kassel wegen mehrfacher Beschimpfungen und Ehrenbelcidigung angeklagt. Bei der Verhandlung erklärte Herr Kassel, er liebe den Frieden und er wolle die Klage zurückziehen, wenn die Angeklagte die Beschimpfungen zurücknehme. — Richter (zur Angeklagten): „Wolle» Sie da» thun 1* — Angeklagte: „Gar ka Spur. Ich hab' ja gar nicht g'schimpst." — Privatkläger: .Run gut, geben Sie also die Erklärung ab, daß Sie überhaupt nichts gesagt haden — damit bin ich auch zufrieden." — Richter: »Eine coulantere Bedingung kann kein Privatkläger stellen. Sie werden doch selbstverständlich diese Erklärung abgeben, Frau Reisinger ?" — Angeklagte: .Gar ka Spur." — Richter; „Aber warum deun nicht ?" — Angeklagte : „Ich soll sagen, daß ich nix g'sagt hab' ? Etwa« hab' ich aber doch g'sagt!" — Jetzt hört» jede Gemüthlichkeit auf. Da« Beweisverfahren wurde fortgesetzt, die Zeugen bestätigten alle«, was zu bestätigen war, und der Richter »erurtheitte die An-geklagt« zu 200 Gulden Geldstrafe, eventuell einen Monat Arrest. Mater, Kunst, Literatm. * Herr Professor Dr. Heinricher in Jnn«-brück hat zwei Publicationen erscheinen lassen, die wir mit großem Interesse gelesen haben: einen Nachruf für seinen Borgänger auf der Lehrkanzel der Botanik an der Universität zu Innsbruck, Professor Johann Peyritsch, welcher, nebenbei gesagt, au« Völkermarkt stammte, und eine physiologische Studie „über einen eigenthüm-lichen Fall von Umgestaltung einer Oberhaut und vessen biologische Deutung." ' Der Komponist des „Trompeter von Säkkingen, Bictor Neßler, ist zu Straßburg in seinem 49. Lebensjahre gestorben. 5 Dotkswirtschast sSparcasse der Stdtgemeinde C i l li.j Im Monate Mai betrug die Zahl der Einlagen 363 mit zusammen 108.564 fl. 33 kr.; behoben wurden in 504 Posten 75.975 fl. 25 '/, kr., wonach sich ein Zuwachs von 32.589 fl, 7 '/» kr., ergibt; die Zahl der Einlagen steht gegenwärtig aus 8911 und die gesammte Ein-lagen-Summe aus 3,047.159 fl. 6'/, kr. Im Monate Mai liefen 28 DarlehenS-Ansuchen ein, und wurden von den angesuchten 15.865 fl. 10.785 fl. bewilligt. Rückgezahlt wurden 3.435 fl. 78 kr., zur Auszahlung gelangten 15.300 fl.! der Hypothekarstand ist Ende Mai 1,761.294 ff. 69 kr, sLocalbahn RadkerSburg-Lut» t e n b e r g. 1 Die sanctioniene ConcessionS-Urkunde sür den Bau und Betrieb dieser Local-bahn wurde in der „Wiener Zeitung" ver» öffentlich». Der Ban hat sofort zu beginnen, und ist die Bahn bis längstens 15. October d. I. dem öffentlichen Betriebe zu übergeben. sT a ri f--E r m ä ß i g u n g sürKupfer« vitriol ] U ber Anregung deS Handels-Ministeriums haben die General-Direction der östereichischen StaatSbahnen, die österreichische Nordwest- und Südnorddeutsche Verbindung»-bahn, die Kaiser - Ferdinands - Nordbahn, die österreichisch-ungansche Staatseisenbahn - Gesellschaft, die Böhmische Nordbahn-, die Aussig-Tep-litzer- und die Südbahn-Gesellschaft eine 5>0pro» centige Ermäßigung der Sätze ihrer Local-Tarise sür das zur Bekämpfung der Peronospora zu verwendende Kupfervitriol eingeräumt. Diese Concession, durch welche der Bezug des Kupfer» vitriol« für die inbetracht kommenden Wein» baugegenden zu einem nunmehr wesentlich billigeren Kostenpreise ermöglicht erscheint, wird seitens der Verwaltungen der betheiligten Trans» port-Unternehmungen von der Beibringung eine« EertificateS abhängig gemacht, in welchem von den betreffenden Landwirtschaft» - Gesellschaften, LandeS-Eulturräthen, beziehungsweifeLandes-Cul-tur-Sectionen, bestätiget wird, daß die Sendung zur Bekämpfung der Peronospora bestimmt ist. Die Ausstellung der in Rede stehenden Certi-ficate wird sonach der LandwirtschastS-Gesell-schaft in Graz für Steiermark zukommen, und wurden demgemäß deren Filialen sohin aufge-fordert, für die entsprechende Verlautbarung dieser Tarif-Ermäßigung in der Kreisen der Interessen» ten Sorge zu tragen. [Agio bei Zoll-Zahlungen] Für den Monat Juni d. I. wurde festyesetz, daß in denjenigen Fällen, in welchen bei Zahlungen von Zöllen und Nebengebürea statt des Golde« Silbermünzen zur Verwendung kommen, ein Aufgeld »on achtzehn Prozent in Silber zu ent» richten ist. sDas Gesetz über die Personen-Tarife der StaatSbahnens ist bereit» im ReichS-Gesetzblatte publiciert worden. Die Einführung der Personen-Tarife wird am 15. Juni erfolgen. sDie Südbah n-G e s e l l s ch a f tZ hielt am Donnerstag ihre diesjährige General ° Ver-sammlung ab. Den Anträgen de« Verwaltung«« rathe« ents?rechend, wurde die Dividende pro 1889 mit acht Francs festgesetzt und wird der verbleibende Rest von 2,927.154 fl., zuzüglich der Vorträge au« den Jahren 1886 per 363.744 fl. und jener au« dem Jahre 1838 per 564.094 fl. aus' die BetriebSrechuung deS Jahre« 1890 übertragen. — Der Verwaltungsrath wurde ermächtigt, einen BetriebSoertrag mit den Eon-eesstonären der Localbahn »on RadkerSburg nach Luttenberg abzuschließen. Wuntes. IEine Reise nach dem Nordc«pj wird Erzherzog Karl Ludwig demnächst an» treten. Ja Begleitung de« Erzherzog« werden sich Erzherzog Ferdinand und der Dienst-Käm-merer Oberlieutenant Franz Gras Schaasgorsche befinden. Die Reise geht über Hamburg, Kiel und Kopenhagen. Aus der Rückreise dürfte der Erzherzog mit dem deutschen Kaiser eine Be-gegnung haben. 6 Deutsche Macht" 1890 \Z o b e i f a U.] Ter ehemalige Statthalter von Böhmen, General der Cavallerie Alexander Frei' er von Koller, ist am Donnerstag in Badcn gestorben. Er stand im 77. Lebensjahre. sJn der Wiener land- und forst-wirtschaftlichen Ausstellung brannte am 27. d. ®l. der Zucker-Pavillon beinahe voll« ständig nieder. DaS Feuer war im Jnnenraume entst ndiMi und theilte sich alsbald dein Dach-stuhle «»& dem Thurme mit. Nach halbstün-biger Anstrengung war der Brand bewältigt. Der Dachstuhl des Pavillons ist vollständig niedt'lgrvrannt und nur die Eisen-Construction übrig geblieben. Ein Theil derselben, sowie der Thurm waren nach viertelstündigem Brande in ten Innenraum gestürzt. Zum Glücke wurde ni-n-and verletzt. Die Maschinen fi*d nahezu volls'äildig unversehrt geblieben; hingegen hat die Ausstellung der Zuckerwaren durch Wasser und Rauch argen Schaden genommen. Der letzten übersteigt die Summe von 5000 fl. [D t r bessere Mensch] Ein Rentier fuhr seinen Reffen au: „Du bist »um Schnorrer ge-worden I So oft Du zu mir kommst, willst Du Geld, Äeld und nichts als Geld. Dem Himmel sei Dank daß ich nur einen Reffen habe!* — Reffe (mit Würde): »Gestehe. Onkel, da& ich ein besserer Mensch bin, al« Du. Ich würde dem Himmel laut und herzlich danken, wenn er mir ein Dutzend Onkel« bescheert hätte." >D u r ch s ch a u *.] „Ich bitt' gehorsamst um Urlaub, Herr Hauptmann. Meine Mutter ist gestorben." — „So—»—o! Wieviel Müller haben Sie denn eigentlich ?* Eingesendet. Die Armen von Cilli sprechen hiemit Herrn Faninger für den Herrn Skolaut übergcbcnen Ertrag einer Wette ihren innigsten Dank au« und bitten ihn, er möge recht oft wetten. Htntersteirische Bäder. fC u r - und Fremdenlifte de« Kai« ser Fran, Joses-Bad Tüsfer.) Josef Jerman, k. k. BezirkS-Commissär, au« Reichenberg. August Denker, Privat, au« Wien. Karoline Ber-trem, Private, au» Linz. Dr. Anton Edler v. Rig» ler, k. k. Notar, au« Graz. Marie Schlimmer, Private, mit Frau leckter, aus Trofaiach. Ferdinand Ravratil, k. k. Major, au« Wien. Robert Möller, Privat, mit Diener, au« Brünn. Wilhelm Matou-fcheg, Kaufmann, au« Budapest. Franz Frie«, k. k. Major, au« Cilli. Balthasar Pepenbacher, k. k. Finanzrath, au« Klagenfurt. Alfon« Gunkel, Rentier, mit Gemahlin, 2 Tör. mstl. Christian Feuerstein. Privatier, mit Gemahlin, 2 Fräulein Töchter und Herrn Sohn, au« Gmunden. Robert Louschoning, k. k. Hauptmann, au» Agram. Max Ritter Laschan von Moorland, «u« Laibach. Marie Gunkel, Privatier«, mit Kammerjungfer, au« Laak. Gustav Wahl, k. k. Oberst, mit Gemahlin, au» Baden. — Gegen Hautunreinigkeiten Mitesser. Finnen, Flechten, Köthe des Gesiebtes etc. int die wirksamste Seife ; '-'31 Bergmann's Birkenbalsamseife M allein fabriciert von Bergmann & Co. in Dresden. Verkauf a Stück 2S and 40 kr. bei Joh. Warm »t h. fcMnbt bei Wetten. Spielen und Testamenten des Stadtvemhii-nerung* - Vereines Cilli. 4 Zu 10 □ Meter 1 Kllosr. «. W. fl. 1 50. Voll können »tr««eilfertig. Geruchlos sofort trocknend and dauerhaft Klebt nicht! Franz Christoph'*) FUSSBODEN-GLANZLACK eruiöplicht es. Zimmer zu streichen, ohne dieselben aussir Gebrauch iu setzen, da der unangenehme Geruch nud das langsame, klebrige Trocknen, das der Oelfurbe und dem Oellack eigen, vermieden wird. Die Anwendung dabei ist so einfach, dass jeder das Streichen selbst vornehmen kann Die Dielen können nasR aufgewischt werden, ohne an Glanz iu verlieren. — Man unterscheide : fiesiiililm r'iittAorfrn-t,'fam/nr/c, gelbbr tin nnd mahagonibraun. der wie Oelfarbe deckt and gleichzeitig Glunz gibt; daher anwendbar auf alten oder neuen Fu».*boden. Alle Flecken, früheren Anstrich etc. deckt derselbe vollkommen ; und reinen f- lumlrirfi (ungefärbt) für neue Dielen und Purquetten, dir nur Glanz gibt Namentli h für Parquetten und sch'in mit Oal-farlie gestrichene ganz neue Dielen. Gibt nur Glanz, verdeckt aber nicht dus Holzinuttcr. Postcolii ca 35 Quadratmeter (2 mittl. Zimmer) 0. W, fl. 6,#i> oder Km." 9.50 franco. In allen SWdten. wo Niederlagen vorhanden, werden directe Aufträge diesen übermittelt; Muste-anstr eh: und Pronpecte gratis und francu. 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Es ist keine Ueber-stürzung, sondern ein zielbewußtes Wollen. Die voraussichtlich günstige Ernte wird escomptiert. Eine solche Zeit ist die geeignetste für ruhige und thunlichst ficheie Speculationen, weil die Wahrscheinlichkeit der Verluste eine geringe ist und ganz unwesentlich gegenüber der großen Wahrscheinlichkeit der Gewinnst?. ES gibt eine Reihe von Effecten deren Curs eine Steigerung erfahren muß, sowie die Consequenzen der Ernte zutage treten. Wer Näheres erfahren will wende sich an die Bankfirma Hermann Linöpssmacher. Firma seit 1869 Wien, Stadt, Wallner st raße II. Vom k. k. stöbt, bei. Bezirksgericht Cilli wird hiemit bekannt gemacht, daß im Är> lass« nach der an, 9. Mai 1890 zu tytar verstorbenen Realitätenbesitzerin Cäcilie Bürgt die laut Inventar auf 439 fl. 28 kr. geschah« Nachlaßgegenstände, bestehend auS 2 Kuba, Haus- und WirtschastSgerätbe, Küchen- w* Zimmereinrichtungsstücken, seilgeboten roerin und finden die bezüglichen Termin« am 9. -nd 10. Juni 1890, Vormittag von 8 — 12 Nachmittag von 5 — 8 Nhr. in Pecovml %. ft statt. Käufer haben den Meistgeboth sofort ^ erlegen und die erstandenen Gegenstände o!j* unnöthigen Aufschub wegzuschaffen. Vom k. k. städt. bei. Bezirksgericht. Cilli am 25. Mai 1890. Für bett k. f. LandesgerichtSrath: Dr. GelingSheim. Fahrkarten und Frachtscheine nach Amerika k'inigl. Belgische Postdampfer der „Red Star Linie" von Antwerpen direkt nach New-York & Philadelphia concessionirt voa der hohen k. k. Oesterr. Kegieiuf Anskonft ertheilt bereitwilligst: die coneessionirte Beprisentanx in Wien, IV., Woyringerg. 17 Ludwig Wielicb Eine schöne Wohnung, bestehend ans vier grossen Zimmern, Küche (Hslk ist vom 1. Joli an zu vermiethen. Auskunft in i Kxp. d. Bl.__M- H. Kasparek in Fulnek, Mähren ,» Kilo Rafft'c liefert gegen Nachnahme pomingo, elegirt, hochfeinst.......W I Cuba, hochedelst, ................ *■" I Cuba, „ la. ......... - Portoricco, hochedelst, Ila.......... , Portoricco, „ la.......... . 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Da biesem Gerichte unbekannt ist, ob unb welchen Personen ein Erbrecht zustehe, so werden alle Diejenigen, welche aus die Verlassenschaft aus was immer für einem Rechtsgrunde An-spruch zu machen gedenken, aufgefordert, ihr Erbrecht binnen Einem Jahre von dem unten angefetzien Tage gerechnet, bei biesem Gerichte anzumelden und unter Ausweisung ihres Erb-rechtes ihre Erbserklärung anzubringen, widrigens die Verlassenschaft, für welche inzwischen Anton Mraolak, Grundbesitzer in Pecovnik, als Ver» lassenschaftscurator bestellt worden ist, mit jenen, die sich werden erbserklärt und ihren Erbrechts-titel ausgewiesen haben, verhandelt und ihnen eingeantwortet, der nicht angetretene Theil der Verlassenschaft aber oder wenn sich Niemand erbserklärt hätte, bie ganze Verlassenschaft vom Staate als erblos eingezogen werden würde. Gleichzeitig werden Diejenigen, welche als Gläubiger an obige Verlassenschaft eine Förde-rung zu stellen haben, aufgefordert, bei diesem Gerichte zur Anmeldung und Tarthuung ihrer Ansprüche den 6. September 1890, Vormittags 8 Uhr zu erscheinen, oder bis dahin ihr Gesuch schriftlich zu überreichen, wibrigens benfelben an bie Verlassenschaft, wenn sie burch Bezahlung ber angemelbeten Forberungen er« schöpft würbe, kein weiterer Anspruch zusttinbe, als insolente ihnen ein Pfandrecht gebührt. Cilli, am 25. Mai 1890. 4«5_i Der f. k. LanbesgerichtSrath: <5minqer. Freiilicle Sommer- oder Jahreswotmunir sammt Gartenantheil ist im Hause Nro. 81 neu in der GrazervorsUdt von Cilli zu vermieden. Auskunft ertheilt Herr A. Herzinger dortselbst. 457—3 c 11, ii i. 1:75.000 Zu haben in der Papier- und Buchhandlung Johann Rakusch Cilli, Hauptplatz. 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