yUatoä pUbuHi V tsMWL 7I.MIifgwig fscbeiot wöciienUicü kecii&mal (mit Atmaboe der hcieriage). Schrift-Itooi, Verwiltnng and BuchdniclitrtI Tel. 3M7, 2541 und 2M0. iribor. Kopaliika ullea 1 Manutkrlpt« mwtdm nicht ntoomicrt Anfnifn ROckporlo hill^pn Nr. 242 Dfamteg, d^ffi IS. Oktober 1911 Inieriten- und Abonnemenls-Annahme in Maribor, Kopaliska ulica fc (Verwalluna,. Uczugspreise; Abholen pnonaUich 23 Din. sustcllen 24 Dia dnreli dit Pott monaUicb 23 Din, fAr du Ausland monatlich 35 Oin. Einz^ummer lA) und 2 Din. Prds Oin 1'5C üHariliDitt ftettttaii Q3or 5em beginn »er 'Oerl^onDlungen üfraO'^Oopefl $eute ^erbunfelung bcr @taM! Marlbor, 34. Okt. Die Otffentlichkeit wird darauf auHneifc II) gemicht, daß heute, Montig, den d. abends die Stadt Maribor ni Ue-mgszwecken verdunkelt wird. Um Uhr wird die OfffMtlichc Beleuchtung ^gestellt. In den (^luden litid die Pen-crläden zu schlieBen oder die Peneter zu verhingen, daß kein Strahl Ins eie dringt. Die Fuhrwerke und Fahr« der sind nur mlBig zu beleuchten, je-infalis i8t nur langsam zu fahren, um nfäile zu verhüten. Die Verdunkelung eibt die ganze Nacht aufrecht. Es rd darauf aufmerksam gemacht, daß jrch diese Luftschutzübung der Stra-enverkehr nicht im mlndeiteff oe-^trächtigt wird und daß er sich in 0 r m a 1 e r Welse' abwickeln klikn. ganze Unterschied gegen die norma-Abende ist nur darin zu erblicken, ß sich im Freien das Leben mehr oder eniger im Dunkel abspielt. Kommunistlschs Walihiledertafe In PrankreiclL Paris, 24. Oktober. In Frankreich jrden gestern die Nachwahlen zum Se-t durchgeführt. Nach bisher vorliegen* n Meldungen gewannen die Rechtsre-blikaner 9 Sitze, wihrend die Kom-jnisten alle Positionen verloren. Francola-Poocet über Mfinchen* Berlin, 24. Oktober. Der bisherige nzösische Botschafter in Berlin Fr an )is-Poncet nahm gestern von der nzösischen Kolonie in Berlin Abschied, einer Ansprache hob der Botschafter e Anstrengungen hervor, die er in den ben Jahren seines Wirkens in Berlin die Annäherung zwischen Prankreich d Deutschland gemacht habe. Sein neu Posten in Rom sei nur eine Fortset« ng der in Berlin getanen Arbelt für die lialtung des Friedens In der Welt. Sei-r Ueberzeugung nach bedeute das mchner Abkommen den Beginn einer ucn Aera des Friedens in Europa. Ein Denkmal für die Mütter der KriegsgefnOenen. Paris, 24. Oktober. In Anwesenheit 5 Prlsidenten Lebrun und seiner Oe-hlin fand gestern die Enthüllung eines :nkmals für die Mütter der im Welt-iege gefallenen statt. utostraßen-Tunnel durch die Alpm. Hamburg, 24. Oktober. Professor <^dt, der Spezialist für Autobahnbau, ßerte sich in einem Vortrage auch t'r Autostraßenprojekte in Oesterreich. Oesterreich seien bisher alle Verkehrs ien nach Wien ausgerichtet gewesen, f jetzt habe man von der Steiermark d Kärnten nach München im Winter le 700 l(m lange Strecke fahren müs-1. während die Luftlinien jeweils nur i) km betragen. Ein beabsichtigter irchstoß durch das Alpenmassiv mit-s sieben bis acht Kilometer langen innels werde eine Fahrzeit von drei-ihalb Stunden von Klagenfurt nach 'inchen ermöglichen. 9tnie tmoorlfdle 9totf on Broo nadl^ OfbleOnuno Oer tf(0td)oflotDanf(i5en (Segitv-t^orfÄlfioe / 2>le mue tftMoflotiHinfd^ etoateform: 9tepu&iu mb isarlo- nentarUmiii P r a g, 34. Okt. (Avala.) Amtlich wird berichtet; Die tsdieebotlownldich« imgnriaclMa VerbaiidliiagM werden lie«-te oder. nMrfia in einer neutralen Stadt, ihre Fortsetzung finden. In erster Linie werden Wlen,.MaflBnd oder Venedig genannt, ebenso aber aadi Konon, Prs0-borg und Bad Plstyaö. P r t g. 34. Oktober. Die »Narodnl ywmwiiimpII n nvvr «ooiioip* aaiiübt dte OfMdsOte der naosn Ver-lasmg. Der Bntwwf empAehtt laot dem pmn QU nwwmiDWg oir ftpiiMuym* tcban StaaMoiw and des partementari-tehia RsglaM In dem uuigestaMslsa tieheeho-ilowaldaehen Staat Strittig Ist Jedoch noch die ofnzielle Bezeichnung der RspaMik. WahrscMnllch wird das DslipW der Seiben, Kroaten und Stowe-Maitsr MnoaMMsa werden, die IM Staat gsM- CMS flIMk " CS WWH mawOfHIy Kitt flCV viiQ wcnwm vWwmiiDwii ns" maas iicnecHO*wo'WMnscn*aanwiwoni—i« sclM ÜspabHc die Bsseichntmg Mlttelsla-wlen oim WsatHawlsa zu wlhlsn. Budapest, 24. Oktober. Die oagari-•ehe Ksglsning hat aaeh dsn in dar Nacht zum Sonntag in Budapest ehigetroffeneii sogsaannten vierten Löwngsplan der Pra- ftunboebunoen In lürao gsr Regisrang für die Orenzziehung all unannehmbar liezelchnet, da er nicht geeignet ssl, als Orandiage für nsue Ver-handhingen za dienen, well er nicht den Forderungen Budapests nach Rficlcgabe einiger grOBerer Städte mit bedeutender uni^iriKher MIndeflielt, wIe'PreBburg, Ka sChsu, MunkaC und Uihorod, Rechnung mO WiCa1IUUl|(UI UNWIDMIQvn Standpunkt der miga^hen Regierung wird heute Gesandter von Wettstein dsr Pragar Reglemng mit einer nsaen Note mitteilen. U i h 0 r o d, 24. Oictober. Die karpatho-rassische Rsgferung hielt gestern ehie fingere Sltzang ab, hl der Mhilster BaCInskl Ober die Oranzziehungsverhandhmgen mit Ungarn berichtete. Die Regierung beschloß in dieser Präge auf der Erffilhing der ka^ pathonisslichen Forderungen aneotwagt ztt-bahirren. UShorod, 24. bktol>er. Wie in der Slowakei, wurde auch In KarpsttoraBtamd fOr aOs Pragin der deatachen Mindertielt ein beaonderes Stastsislirstartat efaige-Mtst bn Zusammenhang mit diesem Ereignis tand gestern abends in Uihorod eine grofle Kundgebung des Deutschtums in KarpatlioruBland statt, an der sich sehr viele Deutschen auch aus Kaschaa, Man- kaC und zahlreichen anderen Ortschaftei beteiligten. Die Redner gaben ihrer Freu de film den geistigen Zusammenschiut von rund 20.000 Deutschen In Karpatho-ruBland Ausdruck und sprachen die Hebe Zeugung aus, daß die neue karpathorus-slsche Regierung ihre Interessen gerech: und mit Nachdruck wahmefunen werde. P r e ß b u r g, 24. Oktober. Der vo: einigen Jahren zum febensilängiicher Kerker verurteilte Führer der Siowa!en bereits efaiiga Vorstidta besetzt Das Gros der [apanlschsn Kolonne, die sich gegen Han kM bewegt Ist noch etwa 60 KIkMneter von Haakaa entfernt Ehie Bestätigung der Meldung, daß die Japaner schon In Hankau sind, konnte allerdhigs noch nicht erlangt werden. Sicher ist, daß Hankau gestern von 37 japanischen Bombern be- sucht wurde, die große Zerstörungen anrichteten. In unterrichlelen Kreisen will man wissen, daß WaffenstUlstandsver-handlungen zwischen Chhia und Japan hi Schwebe sich beffaiden. Das Ritaelraten um den Aufenthalt des Marschalls Tschiangkaischek hat mm insoweit eine Klänmg gefunden, als er sich angeblich noch hi Hankau t^eflnden soll. Der Marschall soll noch gestern englische Journalisten in Anwesenheit seiner Gattin empfangen haben. 9trae Maltanr In 9aiaiHna Jerusalem, 24. Oktober. (Avala.) Reuter meldet: Die Erwartungen, daß die Unruhen in Palästina nach schärferem Einsatz der Behörden gegen Wochenend abflauen würden, haben sich nicht verwirklicht. In den letzten 24 Stunden kam es in Palästina zu neuen schweren Zusammenstößen. Die Araber steckten in Hebron die dortige Jüdische Synagoge a. eine Schule in Brand; In Jaffa wurde in der dortigen Filiale der Türkischen Bank ein Schadenfeuer gelegt. Zwischen Haifa und Lydda wurde eine Lokomotive des Personenzuges durch eine Bombe schwer beschädigt. Die Araber haben an einzelnen Stellen die Telphonleltungen zerstört. Die Erdölleitung ist von den Arabern an einer Stelle in Brand gesetzt worden. Das Oel brennt unheimlich und konnte bis jetzt trotz anstrengender Löschversuche nur einigermassen eingedämmt werden. Juden fflr Engtaads Palisttaa-Polltik L o n d 0 n, 24. Okt. (Avala.) Gestern trat in London der Zentralausschuß aller jüdischen Organisationen des Empire zu einer Konferenz zusammen, die sich mit der Palästinafrage befaßte. Die Konferenz entschied sich für eine neue Ankurbelung des zionistischen Gedankens und sprach sich für die gegenwärtige Politik Englands aus, den arabischen Terror mit allen Mitteln niederzuwerfen. Eine solche Politik werde nach Ansicht der englischen Judenkrelse sowohl den Juden als auch den Arabern Nutzen bringen. N e w y 0 r k, 24. Oktober. Reuter mel-met: Senator Wagner, der am Samstag dem Präsidenten Roosevelt In seiner Residenz im Hyde Park einen Besuch abstattete, erklärte Pressevertretern gegenüber, der Präsident habe erklärt, er werde alles tun, wns in seiner Macht stehe, um Palästina dem Judentum als Heimat zu bewahren. Wagner fügte sei- ner Erklärung hinzu, daß Roosevelt durch das gegenwärtige Schicksal des Judentums gerührt sei. Eröffnung der Sobranje. Sofia, 24. Oktober. Gestern, nachmittags wurde die neue Session der bulgarischen Sobranje durch die Verlesung der Thronrede eröffnet. Sobranjepräsident M u $ a n 0 V erklärte darnach im Zusammenhange mit den jüngsten Ereignissen im Lande, daß der Mord an General Pe-j e V die Armee keineswegs in ihrem Fundament erschüttert habe. Die bulgarische Wehrmacht werde auch in Hinkunft ihre Pflicht erfüllen. Nach dieser Rede bereitete die Opposition der Regierung eine demonstrative Kundgebung. Das Programm der Session umfaßt der neu** Staatsvoranschlag und ein außerordentlicher Rüstungskredit von 4V4 Milliarden Lewa. Schnee und Stürme. B e r I i n, 24. Oktober. Seit einigen Tagen herrschen in verschiedenen Gegen den Europas schwere Stürme. Am Schwar zen Meer sind zahlreiche Boote gekentert, wobei Menschenleben zu beklagen waren. In den Karpathen herrscht starker Schneefall; stellenweise liegt der Schnee 20 Zentimeter hoch. Z U r i c h, 24. Okt. Devisen: Beograd 10, Paris 11.7325, London 20.9650, New-york 440.50, Brüssel 74.4750, Mailand 23.1750, Amsterdam 239.50, Berlin 176.35 Stockholm 108, Oslo 105.35, Kopenhagen 93.60, Prag 15.1250, Warschau 82.75, Budapest 87.50, Bukarest 3.25, Athen 3.95, Istanbul 3.50, Helsinki 9.2450, Buenos A-ires 110.1250. Wettervorhersage für Dienstag: Noch keine wesentliche Aendcrung der Wetterlage, Temperatur wenig geänderte »nVtriborer Zeitung« Nummer 242 Dlenai«g, den 25. Oktober 193f- 3)ie feferlicDe Selie^ung $0rfl ^rfend In Oplenac DER VERLAUF DER BEISETZÜNOSFEIERLICHKEITEN. — JUGOSLAWIEN IN TRAUER OBER DEN HEIMGANG DES FORSTEN. des Konduktes. Vor dem Kircheoportal stand eine Ehrenkompagiiie mit Fahne und Musikkapelle, eine Schwadron und efaie Batterie der Oardeart&lerie, drei Eskadronen des 5. Kavallerieregiments Königin Ma ria und andere Abteilungen des Heeres. Anwesend war femer der gesamte Gemeinderat von Topola mit dem Bfirgermelster an der Sfritze. Unteroffiziere hoben nun den Sarg von der Lafette und tnigöi ihn in Begleitung der einstigen Kriegskameraden des Fürsten in die Kirche, wo er auf einen Katafalk gelegt ^rde. Auf dem Sarge ruhte die Flagge des königlichen Hauses« SStiel und Kappe sowie eine Ikone. Die Kriegskameraden von 1912-13 bildeten die Ehrenwache, Hinter dem Sarge betraten S. M. König Peter, S. K. H. Prinzregent Paul, L K. H. sterprisidenten Dr. Müan StoJadino-vid an der Spitze. Man sah die Minister Dr. KoroSec, Dr. Spaho, General Nedlö, Cvetkovl^, MagaraSeviä, StoSovid, Cvrkld, DJordJevlö, Dr. Krek, Letica, Stankovii, Novakovi^, Hodiera und Kulenovid, ferner den SenatsprSsidenten Dr. Maiuranii u. den Skupachtlnaprisidenten ClriÖ. Den lin ken Teil des Kirchenschiffes nahm die Di-pkMnatie, ferner die Oeneralitlt mit dem Armeegeneral Shnovid an der Spitze ein. Neben dem Beograder Bürgermeister Vla-Ja iliö waren auch die Delegierten der Städte fttip, PrOep und Kumanovo erschienen. Städte, die den Einzug des Fürsten im siegreichen Balkankrieg 1912 erlebten. Nach der feierlichen Einsegnung, die Patriarch Gavrilo unter Assistenz der hohen Geistlichkeit vornahm, trugen Unteroffiziere den Sarg unter dem Oeliute aller Klrchenj^tocken in die Krypta, wo der Patriarch noch ein stilles Gebet verrichtete. Zum Schluß blieben nur noch S. M. König Peter n., S. K. H. Prinzregent Paul und L K. H. Prinzessin Olga in der Krypta um einige Minuten im Gedenken an den Toten zu verweilen. Vor der Kh'che wurde dem toten Fürst durch 21 Kanonen- de au Prinzessin Olga und die übrigen hohen Schüsse und die Ehrensalven die letzte Trauergäste das Kircheninnere. Patriarch Gavrilo hielt sodann eine Rede, hi der Ehrung erwiesen. Die Mitglieder des königlichen Hauses er die Verdienste des Verblichenen würdig kehrten sodann in ihren Kraftwagen nach te. Um den Sarg versammelten sich auch! Mladenovac und von dort mit dem Hof-die königliche Regierung mit dem Mini- sonderzug nach Beograd zurück. f^eograd, 24. Oktober. (Avala.) Die irdische Hülle des verblichenen Fürsten Arsen, des Vaters S. K. H. des Prinzregenten Paul, ist gestern in Anwesenheit S. M. König Peter IL, S. K. H. des Prinzregenten Paul, L K. H. der Prin Zessin Olga, der Vertreter der könlgl. Regierung und des diplomatischen Korps in der Krypta der Stiftungkirche zu Ople nac feierlich beigesetzt worden. Der Hofsonderzug, in dem sich der Sarg mit weiland Fürst Arsen befand, ging um 10.15 Uhr von der Station Top-(iider nach Mladenovrr Im gleichen Zuge reisten S. M. itünig Peter IL, S, K. H Prinzj ent Paul, L K. H. Prinzessin Olga, j königlichen Regenten Dr. Stankovie und Dr. Peroviö, Hofminister Antid, der erste Adjutant S. M. des Königs General Hristiö, der Gouverneur S. M. des Königs Prof. Jeremias 2ivano-viö, die Hofdamen Hadiid, Lozanlö, Gru-jld Srskid und DJundjerska sowie die Mitglieder der militärischen und zivilen Suite S. M. des Königs. In Mladenovac traf der Hofsonderzug um 11.15 Uhr ein. Am Perron war zur Begrüßung eine Ehrenkompagnie mit Fah ne zur Aufstellung gebracht worden. Als der Zug einfuhr, rauschten die Klänge der Staatshymne auL Die Ehrenkompag-nle erwies den Mitgliedern des königlichen Hauses die Ehrenbezeugung, worauf fünf Kriegskameraden des verstorbenen Fürsten, ehemalige Divisions- und Brigadekommandanten aus den Kriegen 1912-13 den Sarg aus dem Waggon hoben und zu dem schwarz drapierten War tesaal des Bahnhofes trugen. Vor Beginn des Konduktes verrichtete der Hofseelsorger Popoviö eine kurze Totenandacht Eine Ehrensalve der Ehrenkompagnie war das Zeichen für den Beginn des Konduktes, der sich durch die mit Trauerfahnen geschmückten Straßen von Mladenovac g^en Oplenac in Bewegung setzte. Die S|Htze des Konduktes bildeten Unteroffiziere, die das Kreuz trugen. Es folgten die Kränzewagen und die Wagen mit den Trägem der Auszeichnungen, Orden und Dekorationen des Verstorbenen. Eine Grap pe bildeten die Kriegskameraden des Für . '"'u/ ^IttDMIina seinem Komentar «odarni der Wagen mit der QetotllchlielL. »ngianOfCinPIKDe .OCIDCgung »gemäßigte« Standpunkt (SroBe JSoIiaeiparade bor Oltuffoiini Ii Anläßlich des 13. Gründungstages der Italienischen Polizei fand auf dem Gelände von Vltta Glori tiei Rom efate große Parade der röm. Polizei vor Mussolini statt gesamten Yangtse-Front entlang Uahnstrecke HankaU'Kanton sowie der Straße zurticlc, die von Wusang nac Yluso führen. London, 24. Oktober. Die gestrige Londoner Abendblätter melden, daß dt Japaner den britischen Kriegsschiffe auf dem Yangtse und in der Peri-Buch bei Kanton ein 16-stUndig befristete Ultimatum gestellt haben, sich aus die. scn Wasserzonen zurOciczuziehen. H a n k a u, 24. Oktober. Wie aus jap; nischen Quellen berichtet wirA, setztet die Truppen den Vormarsch gegen Han. kau unvermindert fort Die japanischer Kanonenboote sind auf dem Yangtse bi« Tschien Paho vorgedrungen. Die Japa-ner sind der Ansicht, daß d. Chinesen au! Furcht vor dem Fall Hankaus eine neu( Befestigunglinie einrichten würden. Im Kondukt fuhren in weiterer Reihenfolge S. M. der König, S. K. H. der Prinzregent, L K. H. Prinzessfai Olga, die königlichen Regenten, die Hofdamen und die mlUtärische und zivile Suite S. M. des Königs. Abschluß bildeten Bürger, Bauern und Arbeiter sowie Mittelschüler. Auf der ganzen Fahrt von Mladenovac nach Oplenac bildete die bäuerliche Bevölkerung Spalier. Um 12.15 verkündeten die Glocken der In 3apan [der Nationalisten die Früchte des Sieges Die NatkMiaUsten lehnen eine Einigung mit bedrohe, den Tausende loyaler Offiziere England entschlossen ab. und Soldaten auf den Fronten errungen ^ / * . X V>. 1- haben. Japan verfüge heute über die gro-Tokio, 24. Okt. (Avala.) Die natio- ßg moralische Kraft einer einigen Nation, nalistische Propagandaorganisation i-1 geeignetsten in der ganzen unke« veröffentlicht ein Manifest, in. welt, es besitze ferner eine fähige Wehrweichem jede Aussöhnung mit England j^acjjt und Marine, eine konsolidierte Wirt schärfstens abgelehnt wird. Das Manifest I unerschöpfliche Möglichkelten wurde sogar von der großen Tokioter j Tageszeitung »Asahl Shinbun« veröffent-, j,abe aber im Gegensatz hiezu Stiftungskirche von Oplenac die Ankunfti licht, und zwar auf einer ganzen Seite, ggxeigt, daß es nicht imstande ist, seine __^ m ^ r ««A« Rechte und Interessen im Süden des Stil- (SifmbaOnberleOr in iSoläflina nur unter milftfiriftDer I len Ozeans ohne Mithilfe der Japaner zu verteidigen. Aus diesem Grunde — schließt das Blatt — müsse man sich entschieden gegen jede Aussöhnung mit England wenden. eui^frung I^eutfrtilanW kolonial' forherunq Iterlin fordert die unbedingte Rflckgabt alter einstigen deutsclwn Kokmton oh« Rücksicht darauf, wer jetzt daa Mand« ausübt. B e r 1 1 n, 24. Oktober. (Avala.) Da UNB berichtet: Die »Deutsche Politisch diplomatische Korrespondenz!, das offi zielle Organ des Reichsaußenministeri ums, wendet sich gegen gewisse Versu ehe einiger englischer Kreise, in die Dis Icussion Uber die Kolonialfrage Verwii rung hmeinzutragen. Damit werden vot dieser Seite planmäßig Manifestationen szeniert, obzwar von deutscher Seite keii .Anlaß gegeben wurde, wonach der Kom plex der Kolonlalfragen nicht etwa so stf^nt wurde, als daß man den deutscnei Wünschen unmöglich Mittel und Argu mente gegenüberstellen könnte. Ander seits sieht man darin auch die Absicli( Deutschland einen Termin für die U sung dieser Frage aufzuzwingen, u. z\sn mit möglichst negativem Ausgang Ii Deutschland. Es ist selbstverständlich — so fäht die genannte Korrespondenz fort —, da! ein solches Manöver keinen Einfluß nu Deutschland oder seine Aktionen habe kann, sei es nun, daß dieses Manövei von maßgeblicher, sei es von privater Sei te, ausgeht Deutschland fordert nichts für sich, was anderen rechtmäßig gehört Das Deutsche Reich fordert Jedoch sich jenen Besitz, der ihm einst auf Grund lügnerischer Behauptungen weggenom men wurde. Hiebei spielt es keine Rolle, welchem Staat das Mandat für die Verwaltung der deutschen Kolonien erteill wurde. Der gesunde Gerechtigkeitssinn bestätigt — je später, desto dringlich« —, daß das Unrecht definitiv beseitigl werden muß und daß derjenige, dem de Verwaltung der Kolonien anhelmgcstclH wurde, dieselben demjenigen zurückgibt dem sie auf Grund einer falschen Argu mentation weggenommen wurden. Dies< Auffassung des Reiches schließt jede Fä schung und jede falsche Auslegung dei Tatsachen aus. Die Initiative zur Lösung liegt nicht in den Händen Deutschlands, sondern In den Händen derjenigen, die dafür verantwortlich sind.« ' W'-/ , ' Zur Sicherung des Eisenbahnverkehrs in Palästina fahren englische Spähwagen mit Soldaten den Zügen voraus. Sie sollen gegelc.iCTifa"'^ Minen von der Strecke wegräumen und Unfälle vorbeugen $anfau et^afuiert Die Stadt wie ausgestorben. H a n k a u, 24. Oktober. (Avala). Die Agence H a v a s berichtet: Infolge Evakuierung des größten Teiles der Stadtbevölkerung, die ins Landesinnere gegen Westen geflüchtet ist hat sich das Stadt biid völlig verändert. Hankau sieht wie ausgestorben aus. Alle Kaufläden sind gc schlössen, der Straßenverkehr ist fast völlig erstorben. Das chinesische Kraftwerk hat den Betrieb eingestellt. Die französische und die englische Konzession beziehen den Licht- und Kraftstrom nur noch vom englischen Kraftwerk. Man erwartet stündlich das Versagen des Wasserwerks. Die Auslandkonzessio nen haben alle erforderliche Vorsorge getroffen, um die Wasser und Stromversorgung sicherzustellen. Tokio, 24. Oktober. (Avala) Die chinesischen Truppen ziehen sich an der 2>r. in j>ain6ura Hamburg, 22. Oktober. Propag:!»-daminister Dr. G ö b b e l s hielt gesteift abends hier vor 40.000 Zuhörern eine große Rede, in der er die Ziele und Aufgabenkrels der nationalsozialistischen Politik umriß. Er wies darauf hin, daß es notwendig sei, auch in der Politik planmäßig vorzugehen und auch zu eriül len. Diese Vorgangsweise trage wesent' lieh zum Erfolge der betriebenen Polilil^ bei. Dadurch werde auch das Volk .in* geregt, sich an der Politik reger zu 1^* teiligen, wodurch das deutsche Volk politisch erzogen w6rde. In seinen weiteren Ausführungen wies Redner darauf hin. daß Deutschland heuer einen ungealin-ten Erfolg zu buchen habe; in kaum fi' nem halben Jahr sei es gelungen, 10 MÜ' Honen Volksgenossen mit dem Mutier iand zu vereinigen. Die Ostmark u"'' das sudetendeutsche Gebiet seien dem Deutschen Reichsgebiet angegliedert worden. Dies sei ein beispielloser Erfolgi der in der Geschichte wohl einzig dastehe. In den Tagen der furchtbaren SpaO' Oltnalac, den 39. Oktobir 1038 j »Mariborcr Zeitung« Nummer pung habe das deutsche Volk seine Nerven nicht verloren nnd es habe sich als wahrhaft politisch geschult erwiese«. Deutschland betreibe nun wieder WeH-poUtik. In kaum flliif Jalirtii sei du Reich zur stärksten WehrmacM geworden. Im anbrechenden Winler weMe das deutsche Volk eine groBe Aufgabe zu erfüllen haben: es werde dafOr gesorgt werden müssen, den zehn Millionen neuer Volksgenossen Ober den Winter hinwegzuhelfen und fflr sie sozial zu wirken. Das Winterhilfswerk stehe vor gros sen Aufgaben, weshalb jeder Deutsche sein Scherflein beitragen mQsse. ehroHSrai 0(6HM Graz, 22. Oktober. Im Vorordnungs-blatt des Lindeshauptmanne^ für Steier-ini>rK vom 21. Oktober 1918 orschvint die Lösung der Qebietserweitu'.unj; d«r Stiidt Oraz geregelt. Die Vcr«;<<^nung ist mit 13. Oktober 1Ü3S Jn Kralt f;eireten. Seit 15. Oktober gelten dataer t'ine Reihe von Umgebun^iigemclndcn ieiis ganz, teils nur mit Oebiitsteilen als in die Stadt Graz eingegliedert. Damit ersteht Groß Graz. Der Umfang d. EInge meidung ist mit § 1 der Verordnung dargestellt. Darnach wird das Gebiet der Stadt Oraz durch Vereinigung mit den Gemeinden Andritz, Eggenberg, Engelsdorf, OOsting, Liebenau, J^urf^M, St Peter bei Graz, Straßgang, Walftendorf und Wetzelsdorf, sowie mit G^letstei-Ion der Gemeinden Feldkirchen, Hart bei St. Peter, Kalnbach, Mariatrost* Messendorf, St. Veit ob. Graz und Wenitzen erweitert und hören einzelne Gemeinden daher zu bestehen auf. Kemal Atatttrk genesen. Anicara, 24. Oktober. (Avala.) Wie aus Istanbul berichtet wird, hat sich der Zustand des Präsidenten der Republik so weit gebessert, daB keine ärztlichen Bulletins mehr ausgegeben werden. Polen anerkennt Oensral Franco. Warschau, 24. Otkober. (Avala.) PAT berichtet: Wie das Blatt »Csas« er fährt, beabsichtigt die polnische Regierung General Franco anzuerkennen und zu diesem Zweck einen ständigen diplomatischen Vertreter nach Burgos zu entsenden. »Eiseabahnkorridor« Wien—Braalau. Breslau, 22. Oktober. (Avala.) Das DNB berichtet: Nach einer Mitteiking der Reichsbahndirektlon Leipzig wird der Zugsverkehr zwischen Wien und Breslau in allernächster ZeW aufgenommen werden. Die Bahnstrecke, die Uber d^e Tschechoslowakei führt, wird die Bezeichnung »Eisenbahnkorridor« erhalten. Auch Litauen bricht mit Moskau? K 0 w n 0, 22. Oktober. Die litauischdeutschen Beziehungen sind in der letzten Zeit wieder gespannt. Die scharfen Angriffe der deutschen Rundfunksender gegen den litauischen Innenminister und seine im Memel-Gebiet verfolgte Politik haben hier Mißstimmung ausgelöst. In Regierungskrelsen ist man sich der Schwe re der Lage bewußt. Man glaubt im allgemeinen, daß die Regierung, um Schlim mes zu verhüten, die Freundschaftsbezieh ungen zu Moskau brechen und sich mehr an Polen und Deutschland anlehnen wird Auch die litauisch-polnischen Beziehungen lassen In der letzten Zeit zu wünschen übrig. Man ist hier überzeugt, daß Polen, sobald die Streitfragen wegen der CSR erledigt sind, eine sehr entschlossene Haltung Litauen gegenüber einnehmen werde. Englands Aufrfistung. London, 22. Oktober. Kriegsminister Hore-Belisha hielt gestern eine großangelegte Rede, In der er sich vornehmlich mit der Frage der Aufrüstung defaßte und die In diesem Zusammenhange gegen ihn erhobenen Vorwürfe widerlegte. Das Rü-stungsprogramni Englands sei auf lange Sicht gedacht und soll nicht etwa in kürzester Zeit zur Gänze durchgeführt werden. England brauche unbedingt eine starke Armee und müsse vor allem der Entwick-lunR der Luftwaffe die größte Sorgfalt widmen. Ungarlf(iD( ^MeDnung Oer ISroger l)orf(Dläor BUDAPEST FORDERT DIE STRIKTE ANWENDUNO DER MÜNCHNER PRIN- ' ZIPIEN. — DIE TSCHECHOSLOWAKISCHEN VORSCHLAGE AM SAMSTAO ÜBERREICHT. herde eine mit Ekrasit gefüllte Bombe ab. Durch den gewaltigen Luftdruck ver löschte das Feuer, während das aufgewühlte Erdreich den Brandherd verschüttete. Prag, 24. Oktober Die tschechoslowakische Regierung überreichte am Samstag dem Prager ungarischen Gesandten ihre Vorschläge mit den beigelegten Landkarten. Die neuen Vorschläge wurden sofort nach Budapest weitergeleitet, wo sie um Mittemacht eintrafen. Budapest, 24. Oktober. Ministerpräsident I m r e d y, Außenminister K a n y a und Minister Graf T e 1 e k 1 begannen nach dem Eintreffen der Prager Vorschlage sofort mit dem Studium derselben. Gestern vormittags fand ein Ministerrat statt, der sich mit diesen Vorschlägen befaBte. Nach dem Ministerrat begaben sich Imredy und Kanya zum Reichsverweser, um ihm Ober das Angebot Prags zu berichten. Daraufhin arbeitete Kanya die ungarischen Gegenvorschläge aus, die nach einer neuerlichen Aussprache zwischen dem Regierungs- chef und dem Außenminister nach Prag abgeschickt wurden. Budapest, 24. Oktober. Der diplomatische Mitarbeiter des Ungarischen Te-iegraphenkorrespondenzbüros erfährt, daß die neuen Prager Vorschläge gegenüber den ursprünglichen tschechoslowakischen Anträgen insoweit eine ^Verbesserung darstellen, als sie eine Berücksichtigung der ethischen Grenzen darstellen. Da jedoch dieses Prinzip für gewisse Städte mit mehr heHlich ungarischer Bevölkerung nicht angewendet wird, müssen auch die neuen Prager Vorschläge von Ungarn als unannehmbar bezeichnet werden. Der ungarische Gegenvorschlag stellt fest, daß die Prager Regierung diese Prinzipien, die der Münchner Einigung als Unterlage dienten, nicht anzuerkennen wünsche. Die ungarische Regierung glaube daher ein Recht auf die Fordefung nach Verwirklichung dieses Prinzips zu besitzen. 3tDei Otlilllonen OHrnf^Ni fler&en läDrlfcD an TRalaria ERSCHOTTERNDE PEaTSTELLUNGEN AUF DEM SÜDAFRIKANISCHEN ÄRZTE KONORESS Kapstadt, 23.* Okt. Kflrzlich wurde bsrichtet, daß auf Grund von Statistiken des britischen Gesundheitsamtes im Jahre 1037 in Britisch-Indien 1,200;000 Menschen an Malaria zugrunde gegangen sind. Diese erschütternden Feststellungen wurden durch einen auf dem südfarikani-schen Aerztekongrsß zu Kapstadt gehaltenen ebenso sensationellen wie aufschlußreichen Vortrag des Mälariafor-schers und Leiters des Zentralkrankenhauses von Laurenco Marques (Portugie-sich-Ostafrika), Dr. Alberto S o e I r a, über die durch die Malaria in der ganzen Welt angerichteten Verheerungen ergänzt Der portugiesische Qelehrie führte auf Grund seiner Erfahrungen und Forschungen auf dem Gebiete der Malaria-Bekämpfung an, daß die Malaria alljährlich zwei Millionen Menschen von der Erde hinwegraffe. Ein Drittel aller Erdbewohner, also rund 700 Millionen Menschen, seien durch die Malaria gefährdet. Leider sei es bis heute noch nicht gelungen, ein absolut sicher wirkendes Heilmittel gegen Maiariainfektion ausfindig zu machen, wenngleich die prophylaktische Ma lariabekämpfung durch Injektionen und Chinin-Präparate die besten Heilerfolge gezeitigt habe. Der portugiesische Arzt bezeichnete den Kampf gegen die Malaria als eine der wichtigsten Aufgaben menschlicher Hygiene. Nur sei die Führung des Kampfes überaus schwierig, denn die Moskitos, die die Malaria übertragen, vermehren sich in geradezu unheimlicher Weise, l^eute wäre es schon aus rein wirtschaftlichen Gründen unmög lieh, die weiten tropischen Regionen Afri kas malariafrei zu machen. Dazu wären Riesenkapitalien notwendig. Man könne daher nur etappen- und schrittweise vorgehen. OtodHIab 9etroM< tat In 69lit ocdeiralrt Seine Gattin ist die deutaclie Koloratursän gerin Friedl Schuster, die die Reichsbürgerschaft weiterhin beibehält. S p 1 i t, 24. Okt. Gestern vormittags voll zog in der hiesigen altkatholischen Kirche Don Niko Petrld die Trauung des Filmschauspielers Svetislav P e t r o v 1 ö mit der Koloratursängerin Friedl Schuster aus Berlin. Als Trauzeuge fungierte u. a. der Schwager Svetislav Petrovld, der Spli-ter Bankbeamte Gjuro VraneSeviö. Vor dem Trauakt gab die Braut die Erklärung ab, daß sie im Sinne eines bezüglichen deutschen Gesetzes auch weiterhin reich*-deutsche Staatsbürgerin bleibe. 9teunr 90O(nfluoto(ltrefDr& Der Italienisclie Oberst Peczi 17.074 Meter hoch geflogen, Rom, 24. Oktober. (Agenzia Stefan!.) Der italienische Fliegeroberst Mario P e z z i hat den bisherigen internationalen Höhenflugweltrekord geschlagen, indem er sich 17.074 Meter in die Lüfte hochschraubte. Pezzi flog über Guidonla mit einer Caproni-Maschine, die mit einem Piaggio-Motor ausgestattet ist. Den bisherigen Weltrekord im Höhenflug hielt der Engländer Adam, der mit einer Bristol-Pegasus-Maschine 16.440 Meter hochgekommen war. Die siegreiche Caproni-Maschine hat ein Gewicht von l'^'»0 Kilogramm mit hermetisch abg2-«jchlossener Pllotf^nkabine. die es dem PI loten ermöglicht, über die atmosphärischen Druckschwlerigkelten leichter liin-ausrugelangen. Die Versuchsflüge zum Start dauerten eine Stunde, Oberst Pezzi war nach dem Fluge sehr müde, jedoch begeistert über seinen Erfolg. 2>fd5ungtI-2>ramo auf 3oba Fünf Eingeborene von einem Tiger zerrissen. A m s t e rd a m, 23. Oktober. Biätter-jiieldungen aus Batavia zufolge, wird die Dorfbevölkerung einiger Dörfer im Distrikt von Pakan-Barce auf Java seit Wochen durch einige Tiger terrorisiert, die aus dem Urwald hervorbrachen und immer wieder bis in die Dörfer vordringen, wo sie nicht nur das Vieh, sondern auch die Menschen überfallen. In den letz ten drei Tagen wurden auf diese Weise 5 Eingeborene das Opfer eines einzigen dieser Raubtiere. Die Eingeborenen wurden von dem Tiger mitten auf der Do'f-straße überfallen und zerfleischt. In einem benachbarten Dorfe wurden zahlreiche Kühe und Ziegen von einem der Raubtiere in den StalliinKcn zerrissen. Einer PolizelabteilnrifT ist es )G:elunn;en, mit Maschinenj3;ewehren drei dieser D<;rhun-gelräuber zur Strecke zu bringen. Italien baut die schnellsten Kreuzer. Rom, 22. Oktober. (TR) Die zwölf Aufklärungskreuzer, die Italien in diesem Jahre auf verschiedenen Werften auf Sta pel liegen hat, sollen die ^chnellsten Schiffe dieses Typs werden, die jemals konstruiert wurden. Mit ihrer Wasserver drängung von über 3000 Tonnen und den neuen 5.3 Zoll-Schnellfeuer-Qoschüt-zen entwickeln sie eine Geschwindigkeit von 44 Knoten, d. s. 50Stundenmeilen. Bei Versuchsfahrten soll sogar diese Geschwindigkeit noch übertroffen worden seiih. Maßregelung der moslimischen Frauen. Sarajevo, 22. Oktober. Der hiesige Ulema-medzlis hat eine Entscheidung getroffen, wonach moslimische Frauen in Hinkunft mit unverhüllteni Antlitz öffentliche Lokale zu betreten haben. Gleichzeitig wurde nios'imisciien Frauen zur Zeit des Ramasan Monates das Spazieren in gewissen Stadtteilen von Sarajevo verboten. Erdbeben in Nordspanien. B il b a o, 23. Oktober. An der Canra-brischen Küste wurde in einer der letzten Nächte ein heftiges Erdbeben wahrgenommen, das besonders stark in Santandcr verspürt wurde, wo die Häuser in ihren Grundfesten erbebten und zahllose Fensterscheiben in Trümmer gingen. Die Bevölkerung stürzte, nur notdürftig bekleidet, aus ihren Wohnungen auf die Straße und verbrachte den Rest der Nacht im Freien. Menschenleben sind nicht zu beklagen. Eine Reihe von Gebäuden weisen große Risse und Sprünge auf. Rosinen ins — Meer. Athen, 24. Oktober. Uni einen weiteren Preissturz auf dem Rosinenmarkt hintanzuhalten, hat die griechische Regierung angeordnet, einen großen Teil der noch vorhandenen Vorräte aus der vorjährigen Ernte, das sind einige hundert Zentner, ins Meer zu schütten. Dadurch hofft man, die Preise für Korinthen wieder in die Höhe zu treiben. Harakiri eines Schwerverbrechers. Olmü tz, 24. Oktober. Ein zu 12 jähren Zuchthaus verurteilter Schwerverbrecher zerbrach in selbstmörderischer Absicht einen Löffel und schlitzte sich mit dem scharfen Rand den Bauch auf. ~ Er wurde in das Olnilltzer Landeskrankenhaus überführt, wo er mit dem Tode ringt. — Der Mann hat bereits unzählige Male Selbstmordversuch unternommen. Einige Male schluckte er eine Menge von eisernen Gegenständen, so daß er operiert wer den mußte, wobei man in seinen Eingeweiden 2 Kilogramm Eisengegenstände fand. Ein »Emüchterungsapparat«. I N e w y 0 r k, 24. Oktober. .Auf der Welt ausstellung im kommenden Jahre wird auch ein Apparat gezeigt werden, mit des-j sen Hilfe es möglich sein soll, einen total betrunkenen Menschen in kurzer Zeit j zu »ernüchtern«. Der Erfinder ist ein Ar/t I namens Joseph Hoguet. Der Apparat stellt eine Art Inhalator dar, der eine Mischung I von 90 Prozent Luft und 10 Prozent ei-j nes Gases ausscheidet, das einen völlig ' betrunkennen Menschen in knapp einer i Stunde wieder in Normalzustand versetzt. Petroleumbrandbekämpfung aus der Luft. Mexiko City, 28. Oktober. Im Petroleumgebiet von Tampico entstand durch die Explosion in einer Bohrturm-Anlage ein Petroleumbrand, der gefährliche Dimensionen anzunehmen drohte. Um des Feuers Herr zu werden, wurde ein Militärflugzeug eingesetzt. Der Pilot ließ sich im rasenden Sturzfluge bis dicht über die Brandstätte herab und warf dann unmittelbar neben dem Brand Brief — von dnw Verstorbenen. Malta (Montan^), 24. Okt. Ein hiesiger Garagenbesitzer namens Nels Watney erhielt dieser Tage einen Brief von seiner Inzwischen vp-j.torbenen Schwester aus dem nur 300 Meilen entfernten Ort Carplo (Nord-Dakota), der am 14. Jänner lÖl'B aufgegeben worden war. Einzweites Gesicht. "t S 1 d n e y, 24. Okt. Einer einzigarti-^ .1 Operation wurde der 24jähri.n;e Chauf jr F^ank Perclll unterzogen, dessen lüesioht hei einem Autounglück fürchter-hich verunstaltet worden war. Im Verinu-f WM nenn iVionaten wurden an di?'n ..'.ni'.ii n c!;'. wenifjer als 28 Gesichtsopera Uionen vorgenommen. Als der Mann das »Mariborcr Zdtung« Nummer 242 4 Dienstag, den 25. Oktober 193L Spital verließ, hatte er zwar wieder ein normales, aber völlig verändertes Gesicht, so daß ihn nicht einmal mehr seine Mutter erkannte. Ein Dorf wird von der Erde verschluckt. Berlin, 24. Okt. Die Ortschaft Reinsdorf zwischen Magdeburg und Braunschweig wird bald vom Erdboden verschwunden sein. Die Arbeiten in einem benachbarten Kohlenbergwerk bewirken ein fortschreitendes Absacken des Bodens. An allen Ecken und Enden entstehen Erdrisse und ganze Gebäude werden förmlich auseinandergerissen, so daß die Ortschaft evakuiert werden muß. Dazu kommt noch, daß ein unterirdischer Wasserlauf diese Erdbewegungen fördert. Ueber kurz oder lang wird die Ortschaft vollständig von der Erde verschluckt sein. Die letzten Bewohner werden in den nächsten Tagen ihre bereits lebensgefährlich gewordenen Behausungen verlassen. n. ^onore^ fflr die 3uMarft>«rer Ze!tiing« Nummer d42 Beide mußten unverzüglich ins Kranlcen-haus nach Maribor überführt werden. m. Aus dem Oerichtssail. Die Verhandlung gegen 5 Bauernsöhne aus Muretinci und Umgebung wegen Totschlages, begangenen am Besitzerssohn N. K o ko 1 j, wurde Samstag auf unbestimmte Zeit vertagt, da neue Zeugen einvernommen werden müssen. Auch die darauffolgende Ver handlung gegen den Arbeiter D u p k o wegen des Totschlages, begangen am Musikanten Alois J e r e b in der Umgebung von Siovenska Bistrica, mußte ver tagt werden, u. zw. auf den 5. November, da einige weitere Zeugen einvernommen werden müssen. ni. Zur Verunreinigung der Drau ist schon wiederholt Stellung genommen worden, doch scheint dies wenig gefruch tet zu haben. In letzter Zeit werden von den Textilunternehmen am rechten Drau-ufer vielfach Abfälle von Textilfasern in den Fluß geworfen, so daß dieser, beson ders vormittags, von den Abfällen gänzlich bedeckt ist. Um Abhilfe wird ersucht. Es wird sicherlich möglich sein, die Textilabfälle auf andere Weise zu vernichten. m. Radsturz. Der 39jährigc Eisenbahner Franz R o m i h fuhr gestern in Stu-denci, als er einem Kraftwagen auswich mit seinem Rad in einen Schotterhaufen hinein, sodaß er zum Sturz kam. Hiebet erlitt er so schwerc Verletzungen am Kopfe, daß er im Spital untergebracht werden mußte. Ltieringe nach Gewicht bei M. Ilgerjev sin, Juwelier, Oosposka 15. Verkauf auch auf l'eilzahlung ohne Preiszuschlag. m. Kein Alkohol an eifirtickeode Re-knitonl Im Sinne einer Verfügung der Stadtpolizei ist am 29. und 30. d. die Verabreichung alkoholischer Getränke an einrückende Rekruten oder deren Begleiter stregnstens untersagt. Ebenso ist es diesen Personen verboten, alkoholische Getränke mitzuführen. Zuwiderhan delnde werden streng bestraft werden. m. Messerstecherei. In Crna geriet der Waldarbeiter Ferdinand L a g o j e aus Prevalje nachts vor einem Gasthause in Streit mit einem Zigeuner, wobei er diesen zu Boden schlug. Es intervenierte der Wirt Johann Hobel, doch wandte sich Lagoje jetzt gegen ihn und versetzte ihm mehrere Messerstiche in den Hals und die Brust. Hobel wurde unverzüp:lich ins Kran kenhaus nach Crna überführt. Sein Zustand ist ernst. * Heute Montag Elite Kabarett-Vorstellung in der Velika kavama. 10726 m. Raddiebstähle. In letzter Zeit meh-.en sich die Raddiebstähle, obwohl die Bevölkerung wiederholt darauf aufmerksam gemacht worden ist, die Räder nicht ohne Aufsicht zu lassen. So wurde der Besitzerin Anna Serberiß in der Bet-navska cesta aus dem Hofe das Ram-bler-Rad, Evidenznummer 22010, entwen dct. — Dem Baupolier Franz S e v e r aus Randvanje verschwand vor einem Gasthause in der TriaSka cesta das Nero-Rad, Evidenznummer 3174. — In einem Maisfeld in Zrkovci wurde der Rah men eines Herkules-Damenrades, Fabriksnummer 439.208, gefunden und befindet sich jetzt bei der Gendarmerie in Tezno, — In Tezno wurde ebenfalls ein Damenrad, jedoch ohne Evidenznummer, vorgefunden und bei der Gendarmerie abgegeben. — Im Hofe der Genossenschaftskellerei wurde ein Herrenrad »Ori glnai Propeller« ohne Evidenznumnier vorgefunden. Die Herkunft der aufgefundenen Fahrräder ist verdächtig. m. Zu Boden gestoßen wurde an der Ecke Magdalenska-Poljska ulica von einem unbekannten Radfahrer die Private Katharina R u s, die beim Sturz mehrere Verletzungen an den Händen und am linken Knie davontrug; sie klagt auch über heftige Schmerzen im Kopf und in der Brust. • ' m. Zwei Diebe fesfgenommen. In der UmRcbiin^ von Marlbor waren in den letzten Monaien wiederhot Diebstähle zu verzeichnen, aber auch in der Stadt, besonders in der E'scnhntiner- und in der Arbelterkolonie ini A^af^dalcnenviertel, In Devicn Marija v Brczju wurden zwei Arbp'ter festgenommen, bei denen große re Mf^n'^cn verscfrcdener Wilsche, Kleider, Werkzeuge und andere Gegenstände vorgefunden wurden, die alle von CHeb-stählen herrühren dürften. Bei einigen Verwandten der beiden wurden ebenfalls verdächtige Waren vorgefunden und mit Beschlag belegt, darunter eine Schreibmaschine, ein Motorrad, Kleider, Wäsche usw.. Die Polizei setzt die Untersuchung fort, um die Provenienz der Sachen zu eruieren. Die beiden Verhafteten legten bereits ein teilweises Geständnis ab. Werdende MOtter müssen jegliche Trägheit der Verdauung, besonders aber Verstopfung, durch Gebrauch des natürlichen »Franz-Josefe-Bitterwassers zu meiden trachten. Das Pranz-Josef-Wasser ist leicht einzunehmen und wirkt In kurzer Zeit ohne unangenehme Nebenerscheinungen. Reg. S. br. 15.485/35.___ 3)er Urfula-TRorli C e 1 j e, 21. Oktober. »Billig, billig! Die letzte Gelegenheit, zu so staunend billigen Preisen einzukaufen!« tönt der Ruf über das gänzlich veränderte Stadtinnere, vermischt sich mit dem allgemeinen Marktlärm und dringt doch wieder klar und deutlich in die Ohren der Neugierigen, die sich in dichtgedrängten Reihen durch die von den Buden gebildeten Gassen schieben. Dank des guten Wetters war der heutige Ursulamarkt sowohl von Marktfahrern u. Fleranten gut beschickt als auch von Schaulustigen, Interessenten und Käufern gut besucht.Sowohl der ganze Hauptplatr wie auch die PreSerengasse und die König-Peter-Straße bis zur Vodnikgasse waren voll mit Verkaufsbuden aller Art und überall waren auch Publikumsmassen da, die voll Neugierde und Lust an der Abwechslung, die solch ein Markttag bietet, die zur Schau und zum Verkauf ausgestellten Waren betrachteten und in vielen Fällen auch kauften. Gerade der heutige Ursulamarkt hat wieder gezeigt, daß Jahrmärkte dieser Art noch nichts von ihrer Beliebtheit eingebüßt haben u. daß sie nach wie vor die Bevökerung von Stadt und Land heranziehen. Besonders für die inländische Bevölkerung sind sie von nicht zu unterschätzender Bedeutung, weil dieser dadurch Gelegenheit ge geben ist, sich zwanglos die notwendigen Bedarfsartikel anzusehen und auszuwählen, denn es ist nicht jedermanns Sache, in ein Geschäft hineinzugehen und es zu verlassen, ohne etwas gekauft zu haben. Für die Stadt selbst aber bedeutet ein größerer Markt einen starken Menschenzulauf von auswärts, der natürlich auch mit einem erhöhten Geschäftsgang verbunden ist. Der Viehmarkt ist heuer wegen der Maul- und Klauenseuche, die nun auch in den Bezirken Celje und La§ko in Erscheinung tritt, gänzlich ausgeblieben — und damit auch die Möglichkeit, mich dem Setzerkobold so auszuliefern, wie es zur Schadenfreude meiner lieben Leser im Vorjahre anläßlich des Ursulamarktes ge schehen war. Damals schloß ich meinen Marktbericht im Manuskripte mit folgenden Sätzen ab: »Allein auf dem Viehmarkt ging es nicht so lebhaft und betriebsam zu. Es wurden nur wenig Abschlüsse erzielt.« In der Zeitung aber war zu lesen: »Allein auf dem Viehmarkt H. P. Scharfenau.« H. P. S c h a r f e n a u. c. Zur Luftschutzverdunkelungsübung. Zum erstenmal wird in Celje in der Nacht vom 24. zum 25. d. M. auf Anordnung der Banalverwaltung eine allgemeine Luftschutzverdunkelungsübung stattfinden. Diese Verdunkelung beginnt am 24. d. um 19 Uhr und dauert bis um 6 Uhr morgens. Die Innenbeleuchtung aller Gebäude und Wohnungen ist nach allen Seiten (auch nach der Hofseite) so abzublenden, daß kein Licht nach außen dringt. Dasselbe gilt für alle Betriebsund Werkstätten, Vergnügungsstätten, Ställe und sonstige Anlagen. Kein Lichtschein, mag er noch so gering scheinen, d'irf nach außen dringen. Das Leben in diesen nach außcnhin vollkommen verdunkelten Objekten geht ungestört wei- ter. Alle außerhalb von Gebäuden befindlichen Beleuchtungskörper, mit Ausnahme der abgeschirmten roten War-nungstampen bei Straßenausbessenin-gen, sind ^ löschen. Hiezu gehören auch die Lampen in Höfen, Lagerplätzen ferner Lichtreklamen, erleuchtete Uhren und ähnliche mit Lampen versehene Ein richtungen. Es darf während der ganzen Uebung kein Lichtschein sichtbar werden durch Oeffnen einer Tür, so daß Licht in einen dunklen, nicht abgeblendeten Raum fällt, oder durch Oeffnen von Türen von Gaststätten, Theatern, Kinos und ähnlichen Unternehmungen, die keine Lichtschleusen (abgeblendete Vorräume) haben. Der Gebrauch von Taschenlampen und Zündhölzern auf freier Straße ist ebenfalls verboten. Tiefes Dunkel hat das gesamte Stadtgebiet einzuhüllen. Alle Verkehrsmittel, Kraftfahrzeuge, Radfahrer und Fuhrwerke fahren mit völlig abgeblendetem Licht (auch Rücklicht). Bei unzureichender Abbiendung werden die Fahrzeuge von Polizeibeamten angehalten und die Fahrer bestraft. Fahrgeschwindigkeiten sind so zu mäßigen, daß der Fahrer jederzeit sein Fahrzeug auf kürzeste Entfernung zum Halten bringen kann. Zweck der Verdun kelung ist der, feindlichen Flugzeugen bei Dunkelheit das Auffinden des Zieles nach Möglichkeit zu erschweren. Verdunkelungsmaßnahmen sind eine der wichtigsten positiven Schutzmaßnahmen gegen einen Bombenangriff. e. Die Luftsehatzverdunkehiflgsäbung und die Kraftfahrer. Während der Luftschutzverdunkelungsübung in der Nacht vom 24. zum 25. d. M. haben im Uebungs gebiet (Bereich der Stadtgemeinde Celje) auch die Kraftfahrzeuge abgeblen-Schlitz nach vorn, also J*n seiner oberen Werfer (es darf im Uebungsraum nur mit Stadtlicht gefahren werden) werden Ab-blendungskappen aus llchtundurcWässi-gem Material verwendet, die einen 5 bis 8 Zentimeter langen und 1.5 Zentimeter hohen Schlitz besitzen. Der Schlitz muß jedoch so angebracht sein, daß er unterhalb des Brennpunktes der Lampe zu sitzen kommt und die in Verwendung stehende Lampe des Stadtlichtes nicht in gleicher Höhe mit dem Schlitz Hegt. Dadurch treffen die Lichtstrahlen nur in einer kleinen Fläche auf die Fahrbahn. Unbedingt erforderlich ist es, daß der Schitz nach vorn, also an seiner oberen Kannte und den beiden Seitenkanten, einen schnabelförmigen Ansatz besitzt, um die volle Abblcndungssicherheit zu geben. Die Schlußlichter sind nach oben abzublenden. Dasselbe gilt auch für die Fahrtrichtungsweiser. Für die Innenbe-leuchtung in den Kraftwagen gilt dasselbe wie für die Innenbeleuchtung der Gebäude. c. Der Französische Zirkel in Celje hielt kürzlich seine Jahresversammlung ab und hat beschlossen, auch künftighin satzungsgemäß weiterzuarbeiten, keineswegs aber von der jetzigen französischen Regierung auch weiterhin Unterstützungen anzunehmen. Die Neuwahlen hatten folgendes Ergebnis: Vorsitzender Direktor Josef Smert nik; Stellvertreter Rechtsanwalt Dr. Guido Sernec; Schriftführer Prof. Josef Kar-ba; Schatzmeister Frl. Blanche Kokot, Bankbeamtin; Bücherwart Prof. Dr. Franz Sijanec; Vereinsräte: Gerichtspräsident Or. Johann Likar, Prof. Napotnik und Schulverwaiterin Frl. ZupanCiß. c. Kino Union. Montag und Dienstag der ganz ausgezeichnete und überaus lustige Wiener-Film aus den Tagen des alten Kai sers Franz Josef: »Die Frühjahrsparade«. Im Mittelpunkt des Filmes steht das Hoch-und Deut^chmeisterregiment Nr. 4. — Das treffliche Zusammenspiel besorgen Franziska Gaal, Retty, Theo Lingen, Hans Moser, Adele Sandrock und Paul Hörbiger. 3DrinIefe In l^arM (SI) Paris, Oktober: Paris macht jetzt Traubenkur und hält Weinlese. So seltsam das klingt, es ist eine Tatsache. An verschiedenen Stellen der Weltstadt reifen goldene Trauben, sie sind in diesem Jahre, dank vieler Sonne und Wärme, besonders gut geraten. Auf der Butte des Montmartre wurden Mitte Oktober rund 4000 Kilogramm Trauben geerntet. An der Rue des Saules, gerade gegenüber dem Mnntmarlre-Kabarett des »Lapin agile«, gedeiht die Thomery-Rebe, am Platze REPERTOIRE. Montag, 24. Oktober: Oetchlossen. Dienstag, 25. Oktoberum 20 Uhr; »Was ihr wollte. Ab. D. Mlttwodi, 26. Oktot>er: Geschlossen. Donnerstag» 27. Oktober um 20 Uhr: »Der Verewigte«. Br. C. Freitag, 28. Oktober: Geschlossen. Samstag, 29. Oktober um 20 Uhr: »Boc- , cacckMc. Premiere. Unlon-Tonkino. Heute Montag zum letzten Mal der spannende und sensationelle Abenteuerfilm »Gelbe Flagge« mit Hans Albers, Olga Cehova und Dorothea v. Wicck in den Hauptrollen. Ab Dienstag der große religiöse Film »Mystertea des Vatikans«. Dieser Film wurde zur Erinnerung an das heilige Jahr aufgenom men und zeigt uns in fabelhaft schönen, noch nie gesehenen Bildern unübersehbare Prozessionen unter der Führung des Papstes. Ganz phantastische Szenen des Zaubers und Reichtums des Vatikans an Kunstdenkmälern. Der Film steht unter dem Protektorat des Er/bischofs Dr. Stepinac, der auch im Film die Ein* leitunji spricht. — In Vorbereitung der letzte in Wien gedrehte Jan Kicnura-Film >»Zauber der Bofieme« mit Jan Kiepura, Martha, Eggerth, Paul Kemp, Theo Lingen, R. Romanovsky, Lizzi Holzschur. Osk?.r Sima und Fritz Imhoff. Burg-Tonkifio. Es läuft der unterhalten'« de Lustspielschlager »Finale« (Die unru* higen Mädchen), ein Film von der Sonnen- und Schattenseite des Lebens junger Mädchen. In den Hauptrollen Theo Lingen, Hans Moser, Käthe von Nagy, Lu* cie Englisch, Hans Holt und H. Olden. ittpotfitlennatbtNtnf« Den Apothekennachtdienst versehen bü einschl. Freitag, den 28. d. die Mohren-Apo theke In der Gosposka ul. )Mag. Cyrill Maver) und die Schutzengel-Apotheke irt der Aleksandrova cesta (Mag. Franz Vau-pot). Jean-Baptiste Clement die berühmte »Treil le du roi« von Fontainebleau, deren Ableger hier vor etlichen Jahren gepflanzt wurden. Die Traubenlesen der »freien Gemeinde des Mantmartre« gibt alljährlich Anlaß zu einem echten Volksfeste. Die beliebtesten Film- und Bühnenstars pflücken eigenhän dig, mit dicken Handschuhen bewaffnet, die Trauben, und in langem Festzuge, die Fanfarenmusik der Commune libre voran, werden die gefüllten Kört>e zum Bürgermeistershause heimgetragen. Diesmal hat man auf der Place du Tertre, auf dem sommers die Fremden im Schein der Petroleumlampen letze Montmartre-Romantik genießen, eine Weinkelter aufgestellt, und vor aller Augen floß der edle Rebensaft ins Faß, der in einigen Jahren als »Clos Montmartre 1938« auf der Butte ausgeschenkt werden soll. Bis auf den heutigen Tag gedeiht am Seineufer, im Herzen der Weltstadt, die Traube. Das beweist die alljährliche Traubenlese im Garten des ehrwürdigen, von Mazarin erbauten »Institut de France« am Quai de Conti. Der Pförtner der Bibliothek lädt einige der gelehrten Mitglieder des Instituts zum Fest der Lese, und an diesem frohen Tage machen die Professoren die Probe auf das Exempel nicht im Schatten dickleibiger Akten und historischer Wälzer, sondern an Hand der schmackhaf ten Praxis. Wenn im Luxenburg-Garten die Spalier trauben nur zu Versuchszwecken dienen, so wird hingegen die reiche Ernte an Birnen, Aepfeln, Pfirsichen und Trauben des Bois de Vincennes mit Behagen gegessen. Man sagt, daß auch der einzige französische Minister, der im Garten seines Ministeriums Weintrauben besitzt, nämlich der Kriegsminister Edouard Daladier, sie gern einmal zum Dessert kostet. Fische gibt's, die nur aus einem Kopf bestehen, z. B. der Mondfisch — eine lebende Kugel, die bis zu vier Zentner schwer wird. DIeiiehig, ». fÄföber IflSS 3>ie ^nltoitfluna der fnl^uftrie in 3iioo lalDfen IM BERGWERK »MILOSEVO« BEI STRAOARA WERDEN TXOUCH S TOHNEN ASBEST GEFÖRDERT. — DIE JUGOSLAWISCHE EINFUHR VON ASBESTQE-OENSTÄNDEN, DIE OEOENWARTia 24 WAOOON» JÄHRLICH BBTRAOT, STOOT WEITER AN. lo§evo« werden gegenwärtig täglich ungefähr drei Waggons Asbest gefördert Hie-von werden gewisse Produkte insbesonde re Asbestmehl, erzielt. ' Mit Rücksicht auf die stetig wachsende Bedeutung des Asbestes in der Technik, wo es insbesondere für Isolation >%rwen-det wird, wie auch in der Oummi-Indu-strie und in der Industrie von künstlichen Massen, ist die Einfuhr dieses A'rtiltels in der letzten Zeit stark angewachsen. — Die folgende Tabelle gibt hierüber eine Ucbsrsicht die sehr aufschlußreich Ist: 1030 1035 In. Tonnen Mill. Din. Tonnen Mlli. Din. \zr 2,4 118 2,3 «7 2.3 72 2,3 •194 4,7 191 4,6 Jugoslawien im letzten Jahre 24 Waggons Asbestartikel aus dem Auslande importiert hat, und zwar im Werte von insgesamt 4,7 Millionen Dinar. Dies stellt einen neuen Beweis dafür dar, daß in Jugoslawien objektive Bedingungen für die weitere Ent Wicklung dieses Zweiges der Industrie auf der Basis des einheimischen Rohstoffes vorhanden sind. B e 0 g r a d, 23. Oktober. Unter den ver schiedenen Erzen, die in Jugoslawien ex-ploitiert werden, befindet sich in der letzten Zeit auch Asbest, welches wegen «einer Bedeutung in der Bau- und clel(-trotechnischen Industrie sehr wichtig ist. Obgleich Asbest an verschiedenen Stellen in Jugoslawien entdeckt worden ist, wird dieses Erz rationell nur im Bergwerk »MiloSevo« bei Staragora exploitiert. Der Asbest aus »MiloSevo« ist von ausgezeichneter Qualität und ist auch in großen Mengen vorhanden. Im Bergwerk »Mi 1037 Tonnen Mill. Din. Asbestkarton 135 1,0 Asbestgarn, -Schleifen usw. 97 2,8 Insgesamt 234 4,7 Jugoslawien importiert Asbestartikel aus Deutschland, der Tschechoslowakei, England und Ungarn. Alle diese Staaten jedoch, und zwar mit Ausnahme von der Tschechoslowakei, besitzen keine eigenen Asbest-Bergwerke. Sie importieren diesen Pohstoff aus Finnland, Kanada und Süd-' Vika. \us obiger TabeUe ist ersichtlich, daß IBarenbesaMung im euOetcngiblet B e 0 g r a d, 23. Oktober. Im Laufe der letzten Tage haben die jugoslawi-sciien Importeure, die Waren aus der Tschechoslowakei bezogen, insbesondere diejenigen, die Waren aus dem Sude-tengebieten erhalten haben, an maßgebender Stelle angefragt, auf welche Weise ihre Bezahlungen für die erhaltenen Waren zu erfolgen wären. Im Zusammenhang hiemit hat die Jugoslawische Nationalbank folgende Information ver-(^ffentlichen lassen: »Da von zahlreicher Seite die Frage gestellt worden ist, auf welche Weise gewisse Importeure die erfolgten Einzah lungen im tschechoslowakischen Clearing stornieren können, wenn es sich um Waren aus den Sudetengebieten handelt, hat die jugoslawische Nationalbank allen Geldinstitutten, die ermächtigt sind, mit Devisen und Valuta zu handeln, folgende Information zukommen lassen: Die jugoslawische Nationalbank wird auch in Zukunft Einzahlungen im tschechoslowakischen Clearing entgegennehmen, selbst wenn sich diese auf Firmen beziehen, die sich gegenwärtig in Ortschaften befinden, die nicht mehr in der Tschechoslowakei liegen. Diese Einzahlungen werden auf besondere Rechnung, jedoch in tschechoslowakischen Kronen wie bisher gebucht werden.c 5)te itt(iofIau)if(tie üWapejtttttt^fu^r Die Ausfuhr des Rohmagneatts geht zurück, während der Export des gebrannten Magnesits ansteigt. — Der Wert der jugoslawischen Magnesitausfuhr hat bereits 10 Millionen Dinar überschritten. B e 0 g r a d, 23. Oktober. In der jugoslawischen Oeffentlichkeit ist nicht genü gend die interessante Tatsache hervorgehoben worden, daß es im Laufe der drei letzten Jahre zu einer großen Um-crientierung in der jugoslawischen Magnesitausfuhr gekommen ist. Diese Umstellung liegt darin, daß die Ausfuhr von Rohmagnesit ständig zurückgeht, während der Export von gebranntem Magnesit immer mehr ansteigt. Eine solche Um Stellung kann nur begrüßt werden, weil der gebrannte Magnesit nicht melir ein einfacher Rohstoff ist sondern ein bereits in gewissem Maße verarbeiteter Artikel, der deshalb auch größere Preise erzielen kann. Der jugoslawische Magnesit wird an verschiedenen Stelle im Lande gefördert. Größere. Mengen werden be( Ca-Cak und bei UroSevec, wie auch bei Dre-nica gefördert. Die njugoslawlsche Magnesit-Ausfuhr hat in den letzten Jähren (in Tonnen) folgende Ergebnisse aufweisen können: Rohmagnesit gebr.Magnesit 1035 1807.1 11.298.7 1036 1733.3 13.451.0 1037 5003 15.278.2 Der Wert der Magnesitausfuhr Im Jah re 1037 verzeichnete folgende Ziffern: Rohmagnesit 178.100 Dinar Gebr. Magnesit 9,050.200 Dinar. Insgesamt: 10,137.300 Dinar Der Hauptankäufer von jugoslawischem Magnesit, der einen ausgezeichneten Ruf in der Welt besitzt, ist Holland. Dieses Land absorbiert über 35% der jugoslawischen Magnesitausfuhr.. Außer Holland importieren aus Jugoslawien Magnesit auch folgende Staaten: Frankreich, Deutschland, die Tschechoslowakei, Belgien, die Schweiz und England. tion dieser beiden'Sektoren ausgeschrieben, ein Zeichen, daß auch die zweite nicht bestätigt worden ist. Bei der dritten Anbotversteigerung müssen die offerierten Summen unter dem niedrigsten Angebot der zweiten Lizitation liegen. X Frankreich wieder WdieiMiportlBiid Frankreich kann bei einer normalen Wei- zenemte seinen Bedarf gerade decken. Bleibt der Bedarf nur um eine Kleinigkeit unter der Normale, so muß Weizen eingeführt werden. So importierte das Land in d^ eben vergangenen Kampagne aus Jugoslawiens 14.ÜW0 Waggons Welzen im Wert von-fast einer VlertelmilHarde Din. Heuer ist nun überall eine sehr gute, stellenweise sogar eine Rekordernte an Weizen zu verzeichnen. Diesmal ist der Bedarf Frankreichs nicht nur gedeckt, sondern Frankreich kann auch große Mengen ausführen. So wurden bereits Abmachungen getroffen, wonach Italien 15.000 u. England 10.000 Waggons Welzen übernehmen werden. MuHiU'ClieoHik S>ie Olitöftellung &r0 flotoenifc^en EIN QUERSCHNITT. X Die Obttppeise hielten sich, wie das Banats-Wein- und Obstbaiiin$titut in Maribor mitteilt, in der vergangenen Woche durchwegs bei 3 Dinar pro Kilo. Die Preise werden sicherlich noch hoch liegen, da der Ertrag in Winterobst nicht allzu reichlich ist. Da die deutschen Einfuhrzölle für Preßobst mit l. November gesenkt werden, ist mit einer Belebung der Ausfuhr dorthin sowie mit einer Preissteigerung für Preßobst im Inlande zu rechnen. X Koakursabschaffang: LJubomir Do-mitrovii, Zuckerbäcker in Celje, sowie !ng. Franz Dedek, Bauunternehmer in Ljubljana. X Noch eine LiiHatlon für den Bahn-bau CmomelJ—Vrbovsko. Für den ersten und den letzen Sektor der Eisenbahn Crnomelj—Vrbovsko wurden bereits zwei mal Lizitationen zur Vergebung der Bauarbelten abgehalten. Bei der ersten Lizitation war kein .Interessent zugegen, da die veranschlagte Summe zu niedrig war. Bei der zweiten Anbotversteigerung erhielt die Firma »JelSingrad« um 21' Millionen 160.000 bzw. 45,170.000 Dinar die Arbeiten. Nun wurde eine dritte Lizita- Die Ausstellung, des slowenischen Buches in Ljubljana, die In der ersten Oktoberhälfte im »Trgovski dorn« untergebracht war und dem größten Interesse der Oeffentlichkeit begegnete, war eine der bedeutendsten kulturellen Veranstaltungen in Slowenien anläßlich der 20. Wiederkehr der Gründung des jugoslawischen Staates. In Anwesenheit von Vertretern der gesamten Oeffentliehkcit wurde die Ausstellung am 2. Oktober vom Vorsitzenden des Vereins der slowenischen Schriftsteller Dr. Fran Koblar feierlich eröffnet und am 10. Oktober wie der geschlossen. Es stellte sich uns hier die Entwicklung des gesamten slowenischen Schrifttums vor und gewährte so einen Einblick in das geistige Let>en der Slowenen im Verlaufe der letzten zwanzig Jahre. Das Buch ist die äußere Form des inneren Wertes eines Volkes, seiner Seele, seines Geistes. Es soll dienen und läutern. Es spiegelt das Leben wieder, geformt ■ durch das Wort, es durchpflügt das Denken, Wissen, Suchen und Schaffen eines Volkes, es Ist der Ausdruck seines Strebens und seiner tiefsten Seelenregungen. So zeigte uns die Ausstellung, wie auch ein kleines Volk zu wetteifern versucht mit den Großen im Königreich des Geistes, das keine Grenzen kennt — nur Tiefe. In den letzten Jahren war in Slowenien ein förmlicl^er Kult des schönen Buches, eine Pflege der Sprache fast in allen Schichten des Volkes zu. beobachten. Mit Genugtuung wurde seitens der slowenischen Leserschaft jede ansehnliche Neuschäpfung begrüßt, aber auch mit viel Verständnis und Edelsinn des Schriftstellers und seines Verlegers, die alle beide bei der kleinen Auflage, die allein möglich ist, sich mit ganz bescheidenen materiellen Erfolgen zufrieden geben müssen, Angenehm und freudig überraschte ein Rundgang durch die Aus Stellung jeden slowenischen Besucher, weil er mit Stolz das geistige Gut und die kulturelle Entfaltung seines Volkes überblicken konnte. Von insgesamt 12.000 erschienenen Büchern, Broschüren und Drucken wurde eine Auslese von 3000 geordnet und übersichtlich zur Schau gesteilt. Am Eingang in die beiden Ausstellungsräume stand symbolisch die Büste Ivan Cankars, dieses unübertroffenen Meisters der slowenischen Dichtkunst, des Vorgängers der heutigen Generation, mit dessen Tod die Aera dieser letzten zwanzig Jahre beginnt. Unter den sechsundzwanzig Abteilungen,, in die der aus gestellte Bücherschatz aufgeteilt war, nahm den breitesten Raum das schöngeistige Schrifttum ein. Viel wurde auf diesem Gebiete geschaffen, darunter ganz hervorragende Werke, vor allem auf dem Gebiete der allersubtilsten, zartesten Kunst, der Lyrik. Sie Ist die kürzeste, knappste und handlichste Form der Dichtung und In Slowenien vor allem durch Oton 2upanj!iC, den größten unter den heute lebenden Lyrikern Jugoslawiens, meisterhaft vertreten. Mit seinen sehr früh heimgegangennen Freunden Murn und Kette sowie mit Ivan Cankar, hat er die slowenische Moderne begründet. Sein Name und Werk sind schon vor dem Kriege in die Welt gedrungen. Der Francose Luden Tesniere und der Italiener Arturo Cronia haben über Oton 2upanSiS umfangreiche Studien geschrie ben. Dr. Glaser und Lilli Novy haben viele seiner Gedichte ins Deutsche übertragen. Neben literarhistorischen, kunst- und musikgeschichtlichen Werken war vor allem der Jugendliteratur eine besondere Pflege und Sorgfalt und im Rahmen der Ausstellung ein besonderer Platz zuteil geworden. Auf wissenschaftlichem Gebiete zeigten sich große Fortschritte in der Freisprechung und Losmachung von anderssprachigen Werken, so vor allem auf den Gebieten der Medizin, der. Landwirtschaft, Technik, Politik und Soziologie, der Rechts- und Naturwissenschaf tcn, der Geographie, Geschichte und Alpinistik. Ebenfalls in einer Sonderabteilung waren die Auslandslowenen vertreten. Einen wichtigen Platz nahmen die Uebertragungen slowenischer Bücher in andere Sprächen ein, ^so zum Beispiel die beiden deutschen Ausgaben von Ivan Cankars >Der Knecht JerneJ« und »Das Haus zur barmherzigen Mutter Gottes«. Durch diese beiden Bücher wurde Ivan Cankar, der mit vierzig* Jahren aus dem Leben schied, der deutschen Kulturwelt zugänglich gemacht, eine begrüßenswerte Tat Im Sinne der angestrebten kul turellen Annäherung der beiden Völker. So konnte einer der größten Dichter des neuen Deutschlands, der Südsteirer Max Meli, von Ivan Cankar sagen: »Mir persönlich sind Erscheinungen wie er, die auf breitester volkstümlicher Grundlage ruhefi und im besonderen bäuerliches Le ben schildern, außerordentlich nahe, wes halb er mir ein sehr liebenswerter Künstler erscheint. Ich begreife, daß er im slowenischen Schrlftum einen hohen Rang einnimmt«. Doch auch Uebertragungen aus der Weltliteratur ins Slowenische waren nicht wenige zu sehen, nebst unbedeutenden etliche ganz vortreffliche. So hat Oton 2upanöiö seinem Volk eine große Zahl der Werke Shakespeares zugänglich gemacht; außerdem übersetzte er Dickens, Schiller, Homanns thal. Möllere, Balzac und andere große Dichter und Schriftsteller. Besondere Erwähnung aber verdienen die beiden'großen Glaskasten, von denen der eine Bücher und Mappen von hohem bibliophilen Werte beherbergte, der andere hingegen Manuskripte verstorbener slowenischer Dichter und Schriftsteller, Korrekturbogen und sonstige handschriftliche Aufzeichnungen, eine wahre Fundgrube für Handschriften und Charakterdeuter. Die bibliophile Abteilung aber mußte selbst den verwöhntesten Bücher freund begeistern ob Ihrer künstlerisch wertvolle, und kostbaren Ausstellungsstücke. Die BUcherschau In Ljubljana Heß erkennen, wie sehr das Volk der Slowenen betsrebt ist, im Rahmen des Jugo-slawentums im Kampf der Geister sich zu behaupten und seine sprachliche Eigenart zu bewahren. D. Z. b. Fürs erste Letiensjahr. Vob^ch-Handarbc'itsheft. Mit Mustern. Vordnjk-kcn usw für das Baby. W. Vobarh Co., Vttlag, Leipzig. Preis 50 Pfennig. Dienstag, den 25. Oktober 193; Mariborer Zeitung« Nummer 241 iußil MOHt iüMdüA 3ele)nt{ar" in dafoDec gefcDlagrn IN DER LNP-MEISTERSCHAFT FÜHREN DIE SPORTKLUBS »KRANJ« UND »CELJE«. »CAKOVEC«, Während in Maribor die angekündigten Pokalspiele wieder unterblieben, mußte »2 e 1 e z n i ö a r« in Cakovec den Mei-sterscchaftskampf bestreiten. Am heis-sen Boden in Cakovec galt zwar der heimische Sportklub als hoher Favorit, doch kam die 0;4-Niederlage der Eisenliahner überraschend. Trotz des überzeugenden Sieges konnte »Cakovec» nicht ganz befriedigen, wäh rend »2elezniCar« einen ausgesprochen schwachen Tag hatte. Die unfreiwillige Wettspielpause bewirkte es, daß die Leu te nicht recht in Schwung kommen konn ten. Die heimische Mannschaft war im Angriff und in der Verteidigung weit Uberlegen, während es im Mittelfeld nicht ganz klappte. Dadurch konnten die Gaste das ganze Spiel offen halten und ist die Niederlage nur einem ausgesprochenen Pech zuzuschreiben. Ein ausgezeichneter Schiedsrichter war Herr V e b I e aus Celje. Bis zu den nächsten Spielen führt also »Cakovec« mit 9 Punkten und steuert wieder dem Meistertitel zu. Nachstehend die T a b e l I e : In Celje gelang es dem Sportklub »C e-l j e«, den spielstarken »Olymp« mit 2:0 zu schlagen. Beim Spiel »Celje«:—»OIymp<, kam es zu wüsten Ausschreitungen, wobei auch der Schiedsrichter Verhovnikaus Ljubijana tätlich angegriffen wurde. Er sah sich deshalb gezwungen, den Kampf in der 27. Minute der zweiten Halbzeit abzubrechen. In der Meisterschaft von Slowenien füh ren nun die Sportklubs »Cakovec«, »Celje« und Kranj«. 1 Cakovec 2. 2elezni(ar 3. Rapid 4. Mura 5. Maribor 6. Slavija 12:3 8:5 13:7 13:15 6:5 5:18 Auch im Ljubljanaer und Celjeer Kreise wurde die LNP-Meisterschaft fortgesetzt. In Ljubijana mußte »Hermes« von »Kran j« eine schwere Niederlage 1:5 hinnehmen. Mit diesem Sieg setzte sich »Kranj« an die Spitze der Tabelle. In Jesenice wurde das Derby zwischen »B r a t s t v occ und »K o v i n a r« ausgetragen, das mit einem l:0>Sieg für »Bratstvo« endete. 3nfl. tfiso Omitc i^eqrillert OßariiboM XennWorroeinOe Gestern weite in Maribor die heuer wie derholt erfolgreich hervorgetretene jugoslawische Tennisrepräsentantin Frl. Ing. Eza S e r n e c, die in einer Reihe von Exhibitionsproben gegen die Spitzenklasse des SSK. Maribor wiederum ihr grosses Können unter Beweis stellte. Die sym pathische junge Dame zeigte einen bestechenden Stil und erledigte nicht nur a!'e Damen, sondern auch die Herren, die als Gegner angetreten waren. Hoffentlich werden wir die zukünftige Staatsmeisterin bald wieder begrüßen können. Sarajevo: Slavija—Slavija (Varaidin) 1:2 <0:I). SpHt: Hajduk: HASK 3:1 (1:0). In der Tabelle führt BSK gefolgt von Jugoslavija, Gradjanski (Z), HASK, Hajduk, KASK, Jedinstvo, Gradjanski (S), Sla vija (S), Slavija (V). Ljubijana und Sparta (Z). Die nächste Rrunde wird am kommenden Sonntag aufgetragen. OonfHoc SttUbflllfpielt In Amsterdam konnte die Kontinentmannschaft, die am Dienstag in London gegen England zu spielen hat, die B-Mannschaft Hollands nur mit 2:1 (0:0) bezwingen. In Z a g r e b feierte die »Concordia« in der Unterverbandsmeisterschaft einen hohen 10:0-Sieg über die dortige »Sparta«, klub 2:1, Rapid—Vienna 4:0, Wacker— Austrofiat 2:1 und Admira—Amateure (Steyr) 4:0. Orazer FaBtMOltpielc. G r a z, 24. Okt. Gestern fanden hier folgende Fußballkämpfe statt: GAK— Südbahn 2:1, Gratkorn—Sturm 1:1, Donawitz—Klagenfurter AC 3:1, Kapfenberg —Rapid (KJagenfurt) 2:2 und Villacher Sportverein—Voitsberg 3:0. Otubolari flfot in «Snglanb L 0 n d 0 n, 24. Okt. Im Donington-Park siegte gestern der bekannte deutsche Autorennfahrer N u v o 1 a r i auf Auto-Union vor Lang und Seaman, die beide auf Mercedes-Benz fuhren. Als I nächste folgten Müller auf Auto-Union u. I Brauchitsch auf Mercedes-Benz. Nuvolari I erzielte 128.784 Stundenkilometer. Die be ! ste Runde fuhr er mit etwa 134 Stunden-! kilometern. (Srorbnlffe in der^totfonal-liaa Gestern wurde in der Nationalliga eine komplette Runde ausgetragen, die fast durchwegs erwartete Resultate brachte. — Nachstehend die Ergebnisse: Skoplje: Qrädjanski: Ljubijana 2:1 (0:1). Beognd: BSK: Ju^oelavija 1:1 (1:0). Bask: Jedinstvo 3:3 (2:0). Zagreb: Graöjanski: ^arta (Zemun) 4:0 (2:0). £an»(r-9u»&allfpifl( In Kopenhagen spielte Dänemark im Länderkampf gegen Holland 2:2 (1:2). Der Länderkampf Polen—Norwegen in Warschau endete 2:2 (1:1). Die ungarische Metsterschaft. Budapest, 23. Okt. Die Ergebnisse: Ferenczvaros—Budafok 2:1; Taxa j meter—Salgo 3:4; Elektromos—Nemzeti 12:1; Phöbus—Bocskai 3:1; Zuglo—Kis-pest 2:3; Szolnok—Hungaria 2:4. Wiener Fußball Wien, 24. Okt. Am gestrigen Tage wurden hier nachstehende Spiele ausge-Itragen: Wiener Sportklub—Grazer Sport cuufruDr um (inr 3iacirr(... —11— In einem Spielwarengeschäft kaufte ich mir eine Zigarrenattrappe, die einer richtigen Zigarre so ähnlich sah, daß ich fürchtete, ich könnte daran verbrennen. Sie war nämnlich halb angeraucht und glühend. Ich bezahlte, und dann benutzte ich einen Bus nach dem Restaurant, in dem ich Mittag essen kann. Ich begab mich in eine Ecke des Wagens, holte meine Zettung hervor und steckte die Zigarrenattrappe in den Mund. Nach einer Weile warf ich einen Blick über die Zeitung hinweg. Alle Augen wa ren auf mich gerichtet. Niemand sagte was,aber die Augen redeten. An einer Straßenecke erhob sich ein »Freund der Ordnung« und fragte den Schaffner: »Darf im Wagen geraucht werden?« »Nein,« sagte der Schaffner, »das Ist ver boten!« »Da sitzt aber ein Herr, der raucht!« Der Schaffner kam herein, die Spannung war groß, er ging gerade auf mich zu und sagte: »Es ist verboten, im Wagen zu rauchen!« »Das weiß icn!« sagte ich. Der ^Schaffner kehrte nach dem Hinterperron zurück, denn er mußte an einer Haltestelle halten. Ich behielt die Zigarre im Mund. Die Stimmung im Publikum wurde aufs höch ste gespannt. t;j ging soweit, daß eine ältere Dame aussteigen mußte; sie hielt es nicht li^nger aus. Nun erhob sich ein »Freund der Gprcchtiqkeit« und sagte dem Schaffner In bestimmtem Ton:: »Sie sind verpflichtet, dafür zu sorgen, daß den Bestimmungen nachgekommen wird. Das Rauchen im Wagen ist verboten, aber der Herr raucht fortwährend!« Da kam der Schaffner geradewegs auf mich zu und sagte laut: » Wenn Sie weiterrauchen, müssen Sie absteigen!« Ich tat, als hörte ich seine Worte nicht, aber hinter der Zeitung flüsterte ich ihm zu: »Schaffner, es ist ja nur eine Atrappe; Die macht keinen Rauch!« Der Schaffner ging hinaus, und über seinem Gesicht lag ein Schimmer von Freude. Wir hielten an einer Haistelle. Der »Freund der Ordnung« und der »Freund der Gerechtigkeit« drängten sich, um zum Schaffner hinauszukommen. Wir hörten einen heftigen Wortstreit: »Sie haben Nr. 4952! Ich werde Sie anzeigen!« »Ich bin befreundet mit dem Direktor der Gesellschaft. Man wird Sie schnell entlassen müssen!« An der nächsten Haltestelle stieg ich ab. Im Restaurant, wo ich essen kann, leg te ich die Zigarre auf das Tischtuch. Ein Kellner stellte mir einen Aschenbecher hin und legte die Zigarre darauf.lch legte sie wieder auf das Tischtuch. Ein anderer Kellner nahm sie wieder auf. Nach eine Weile liegt sie wieder auf dem Tischtuch. Der Ober kam: »Die Zigarre verbrennt ja das Tischtuch!« »Geben Sie mir, bitte, die Speisekarte.« sagte ich. Während ich die Speisekarte studierte, legte der Ober die Zigarre auf den Aschenbecher. Ich ließ sie liegen, denn mein Interesse war nun durch anderes in Anspruch genommen. Man kann nicht ewig mit einer Zigarre spielen. Abends ging ich ins Theater, wo ich während des ersten Aktes zweimal lachte. Als sich der Vorhang senkte, holte ich meine Zigarre hervor und steckte sie in den Mund. Alle starrten mich an und dachten: »Das ist den doch zu toll!« Neben mir saß ein »Freund von guten Sitten«. Er ging aus der Bankreihe heraus, suchte sich einen Logenschließer und begann ein eifriges Gespräch mit ihm. Der Logenschließer kam zu mir und sagte: »Es ist nicht gestattet, im Theater zu rauchen.« »So?« sagte ich. »Warum denn nicht?« Weil es verboten ist!« »Warum ist es denn verboten?« Der Logenschließer konnte kein passendes Wort finden. Die Situation war ihm ganz neu. Er entfernte sich mit schnellen Schritten, um irgend einen höheren Beamten zu holen. Dann steckte ich mir die Zigarre in die Tasche. Und dann ging der Vorhang vor dem zweiten Akt in die Höhe. Neben mir saß eine junge Dame, die gesehen hatte, daß ich die Zigarre in die Tasche gesteckt hatte. Sie stand sofort auf und sagte zu ihrem Bräutigam; »Hier kann ich nicht sitzen bleiben! Er hat eine brennende Zigarre in der Tasche! Er fängt Feuer! Ich rieche es schon! Komme sofort Leo!« Es entstand natürlich eine allgemeine Panik, und durch einen Notausgang gelangte ich auf die Straße. Ich wollte mir gerade ein Auto nehmen, um nach Hause zu fahren, als ich Theodor begegnete. »Das ist aber lange her,« sagte Theodor, »wo hast du denn : Der Boxkampf »Herkules«^—»Sperr-klub der Bäcker« aus Maribor, der gestern in Zagreb zur Durchführung gelang te, endete mit dem 4:1-Sieg der Zagreber. : Skiklub Celje. Alle, zu Wettbewerben zugelassenen Mitglieder wollen ihren Wettlaufausweis dem techn, Referenten Herrn Erwin Gratschner (Fa. Gustav Stiger) übergeben. Zwecks Verlängerung seitens des Mariborer Unterverbandes muß dies bis spätesens 15. November geschehen. Mitglieder, welche die Ausweise nicht abgeben, werden von def Wettlaufliste gestrichen und können bei Wettbewerben nicht an den Start gehen. Mitglieder vom 17. Lebensjahr angefangen, welche heuer starten wollen, mögen ein Bild und Din 10.— abgeben, worauf sie die Startberechtigung erhalten. (Verbandslegitimation.) Tragödie in einer Mühle. Berlin, 24. Oktober. Ein tragisches Unglück ereignete sich in einer Mühle in der Nähe von Pfaffendorf. Nach Einbruch der Dunkelheit bemerkte plötzlich ein Mühlenbesitzer eine dunkle Gestalt hinter dem Mühlrad verschwinden. Da die Gestalt auf den Anruf des Müllermeisters nicht stehen blieb, gab der Müller einen Schuß ab, durch den der vermeintliche Ein brecher tödlich getroffen wurde. Später stellte sich heraus, daß der Einbrecher gar kein Einbrecher, sonder der heimliche Liebhaber der Tochter des Mühlenbesitzers war, der seiner Geliebten einen Besuch abstatten wollte. Die »Straße der sechs Brüder«. Paris, 22. Oktober. In Rouen ist von zehn Brüdern einer bretonischen Familie dieser Tage der achte im Alter von 61 Jahren an den Folgen einer noch aus dem Weltkriege stammenden Verletzung gesteckt?« »Im Theater,« sagte ich, »aber ich durfte nicht drinbleiben, — aber das ist eine lange Geschichtc.« »Komm mit mir nach Hause, dann kön nen wir ein bißchen plaudern. Meine Frau würde gern deine Bekanntschaft machen. Ich wohne hier gleich nebenan.« Also, ich ging mit. Theodor wohnte gemütlich. Seine Frau war entzückend: »Wie nett, daß Sie mit Theodor gekommen sind,« sagte sie, und in demselben Augenblick legte ich unbemerkt die Zigarre auf den Ofensims. Dann sagte Theodor: »Ist jemand hier gewesen?« Theodors Frau erwiderte erstaunt: »Nein, wieso?« »Da liegt ja eine brennende Zigarre, Ich rauche nicht. Wir haben beide nicht geraucht, als wir kamen.« Ich wenigstens nicht,« sagte ich. »Also muß ein Herr hier gewesen sein! Das ist doch so logisch wie möglich!« »Aber, lieber Theodor,« sagte Theodors Frau, »es ist niemand hier gewesen!« »Aber die Zigarre, die Zigarre! Er muß noch hier sein! Die Zigarre brennt ja! Ich werde ihn schon finden! Die Schuldigen werden immer durch Bagatel len ertappt! Wer ist es?!« »Geliebter Theodor!« Theodor rannte durch die ganze Woh nung, in die Küche hinaus, in das Schlafzimmer hinein, in die Badestube hinaus, in die Speisekammer hinein und in das Herrenzimmer hinaus. Und dann kontrollierte er alle Schränke. Seine Frau folgte ihm klagend, jammernd, beteuernd. Um mich kümmerte sich niemand. Ich blieb allein. Und nun nahm ich meinen Mantel und Hut und ging. Aber die Zigarre vergaß ich... Gestern traf ich Theodor. Er ging an mir vorbei und sah mir gerade in die Augen, ohne zu grüßen. Die Menschen sind manchmal komisch! Mariborer Zeitiuigc Nummer 342 Dienstag, dtn 25. Oktober 1A38 gestorben. Sechs Brflder der Fi^milic Ruellan sind im Kriege selbst ^cfatlcn. Man hat seinerzeit tu Ehren der DrOdf-r eine Straße u. z. die »Rue Ua Six-F^e» des Ruellan«, Straße der «e.'»!» Brüoer Ruellan, nach ihnen benannt, ^nn Jahre 193! starb der siebente Bruder, Leutnant Xavier Ruellan, an den Folgen einer Weltkriegs-Verletzung und nun ist ihm der achte Bruder dieser ptirlütlBchen Familie in den Tod nachgefolgt. »HerbifsktVnig« fthuifcn. Kapstadt, 23. Oktober. In der Nihe von East-London wurde ein 4 Meter langer, sogenannter »Bahfisch« gefangen. —• Der Fisch ist auch unter dem Namen »Heringskönig« bekannt und von iußer«-stcr Seltenheit. Biuktuilun^ Den eigenen Gattea ermofctet Budapest, 24. Oktober. In der Gemeinde Markaz spielte sich eine furchtbare Ehetragödie ab. Der Wagnermeister J. Horvatb wurde mit durchschnittenem Halse tot in einem Bette aufgefunden. Neben der Leiche lag ein blutbeflecktes Rasiermesser, die Mordwaffe. Die Untersuchung ergab, daß die eigene Oattln des Wagnermeisters den Mord veröbt hatte. Die Frau ist flüchtig und konnte bisher nicht ausgeforscht werden. Man nämmt an, daß sie Selbstmord verübt hat. Das Motiv der Tat dürfte in ehelichen Zwistlg-keiten gelegen sein. Im Kinderwagen ertranken. Kopenhagen, 24. Oktober. Ein 7 Monate altes Kind eines Kopenhagener Lehrers kam auf eigenartige Weise ums Leben. Die Mutter ließ den Kinderwagen in einem Garten stehen, um Einkäufe zu machen. Plötzlich ging ein Platzregen nie der und als die Mutter in den Oarten zurückkehrte, war das Kind im Kinderwagen — ertrunken. Das Regenwasser hatte sich auf dem Halbverdeck des Wagens angesammelt und war dann in Strömen dem Säugling ins Gesicht gelaufen, so daß das Kind erstickte. In Aussig hat ein Mann, der seinen Na men umgeändert und sich viele Jahre in Rußland aufgehalten hatte, aus Versehen — seine Schwester geheiratet. b. Zdravje. Monatsschrift für Hyglens« Septembernummer. Verlag LJiiblJtiia. Jahresabonnement 30 Dinar. b. OcedertM veetarik. MonatMchrlft für Fortswirtschaft, Holzindustrie und Holzhandel. Nr. 8. Mit reichhaltigem Inhalt. U. a. Behandlung der Holz- und Kohlen-gasmotore. Jahresabonnement 00, für das Ausland 100 Dinar. Druck Mariborska tiskarna d. d., Maribor, KoptllSka ul. 6. . b. Privredfie Studlje. Zeltschrift fUr iwirtschafts- und Finanzfragen. Beograd. NC. 1. Chefredaktur Miodrag A. Rado-savljvK. Jahresabonnement 200 DIn. b. Für das Kind. Vobach-Handirbeits-heft. W, Vobach dCo., Verlag, Leipzig. Mit Vorlagt«, Vordrucke» Muster-» schnitten uiw. Preis 1 Mar)(. b. Die Wiener BQhne. Zweitts Oktober heft. Diese Nummer steht im Zeichen des SOjährigen Jubiläums des Wiener Burgtheaters. Eine Reihe von interessanten Illustrationen und Beiträgen beleuchten diese über den* Rahmen der lokalen Bedeutung hinansgehenden Ereignisse. Preis 60 Pfennig. b. Zeit hn QMrednitt. Oktobernum-iner. Nr. 20. Erscheint zweimal monatlich in Berlin. Mit interessanten Beiträgen aus der Zeitgeschichte. b. Glaanlk Primonke banovine. Publikation des Amtsblattes för das Küsten-landbanat, Nr. 20. Mit schönen Abbildungen aus Dalmatien. b. Oradslia OMina (Mcstna ob£ina). Monatsschrift des Jugdilawischen Städte bundes. Doppeinummer September-Okto-ber. Jahresabonnement 100 Dinar. b. Deviznl propial Jugoalavije. Von Dr. Rikard Fuki. Verlag »Tipografija«, Zagreb. Anhang zu dem unlängst erschienenen Werk. 1>. Anna Boltyn. Die jungfräuliche Geliebte König Heinriche Vlll. Roman von Marcelle Vioux. Paul Zsolnay Verlag, — Wien, Berlin, Leipzig. Preis Ganzleinen 5.80 Mark. Das menschlich ergreifende Schicksal der »jungfräulichen Geliebten« dieess Herrschers wird Im vorliegenden Buch ungemefai plastisch und fesselnd gestaltet. JCiemet Ansuiget & Mtlratm. Drahteinatze, Roßhaar. Wolle, Watte, Afrlk Matratze ngradl kaufen Sie billigst bei »O b n o v n«, JurSl^eva 6. lOTll Sotg^ame EHern kaufen das schmackhafte Brot (sro0e Auswahl) im Backhaus Rakuia. Koroika c. 24. 9408 Panei ■ialel neueste Modelle gtoaee Auswahl NnfiUin Jilib Üb Marlb»r Sfiarlierdzimmcr leer oder möbliert zu vergeben. Pra-protnikova 17. 10^14 SonniffM Zlainet im Zentrum SU vergeben. Anzufrag. Steina nl.. Konditorei Hraiir. 10720 Saatwelien und Qerste, Blfl-tcnhonig und Aepfel verkauft Kmetljska dru2ba. Melje 12, 9897 Adier Juaior Cabriolimouslnc : Adler Junior Cabriolet Adler' Jenior Umousine. Adler Jon. 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Derber amerikanischer Reklametrick war das Ganze, — aber gefährlich für den Artisten, der bis jetzt unangetastet von Gemeinheit seinen Triumphzug durch die Welt gehalten. Pippo las langsam zu Ende, ohne sich von der Nervosität des Direktors anstekken zu lassen, der unaufhörlich mit den Fingern auf den Schreibtisch trommelte. Endlich erhob sich Pippo, sah den Mann scharf an, steckte das Blatt In die Tasche und stutzte beide Hände schwer auf das Pult: »Nun?« vWas nun?« fuhr der Direktor auf. »Wollen Sie das vielleicht so ohne weiteres hinnehmen?« sWarum nicht?« lächelte Pippo kühl, aber ungewollt verzerrten sich seine .Tü-«c. » *Wer diese Frechheit besessen hat, möchte ich wissen! Ein Verehrer Ihrer geschiedenen Frau?« »Wahrscheinlich. Doch lassen wir das. Ich rnöchto wissen, was Sie auf diese öffentliche Beschmutzung für eine .Antwort an mich haben.« »Wieso Antwort? Ich habe bereits dafür gesorgt, daß in anderen Blättern heute abends mächtig Gegenartikel veröffentlicht werden.« »So? Na, dann ist's Ja gut.« i'Gut? Gut- ist damit gar nichts. Der Herausgeber der angriffslustigen Zeitung ist absolut nicht zu bewegen, mit seiner Hetze aufzuhören. Wer weiß, welcher Millionär hinter der ganzen Sache steckt.« »Erregen Sie sich nicht unnötig. Sie biauchen mein Gastspiel nur abzusagen.« sSo?« Jetzt sprang der andere auf. »Sind Sie toll? ReklameI Die Sache ist eine Sensation und zieht! Ich werde mir dies gute Geschäft nicht entgehen lassen.« »Ach Ja, ich vergaß, daß es Ihnen vollkommen gldchgUltig ist, ob meine Existenz dadurch untergraben wird.« »Wieso untergraben? Sie treten die paar Tage hier auf, es wird in den Zeitungen ein Krieg ausbrechen, der Ihren Namen noch berühmter macht, als er bis her war, und . . .« »Und ich muß mich noch höflichst dafür bedanken, daß Ich zum kompletten Narren gestempelt werde.« »Werden Sie nicht tragisch. Ausnützen muß man seine Chancen. Sie werden noch berühmter . . . werden erst recht begehrt. Sie kennen Amerika noch immer nicht.« »Ja, ja, ich weiß , . .« wehrte Pippo müde ab und ging.----- Am Abend klopfte es an Pippos Tür, ein Diener trat ein und meldete Fred Runge. Pippo, der nervös eine Zigarette an der andern ansteckte und unruhig im Zimmer auf und ab schritt, warf die fatale Zeitung, die er noch immer in der Hand hielt, auf den Rauchtisch und kam dem Freund entgegen. »Fred!« Die zwei Männer standen sich gegenüber, drückten sich erregt die Hände. Fix der Knabe aber raste aus seinem Winkel, in den ihn Herrchens Laune wieder einmal getrieben, auf den Langentbehrten zu, sprang an Ihm empor, be- schnupperte ihn und heulte so erbäriti-lieh, daß Fred nicht anders konnte, als sich zu ihm niederzubeugen: »Kleiner, ich soll viele Grüße bringen von Lucia und Bab. Sie haben dir ein schmuckes Wintermäntelchen gestrickt. Ich dachte aber, ein Stückchen Zucker wird dir vorerst mal lieber sein.« Und er zog aus seiner Tasche ein paar Stückchen Zucker. Die beiden Männer setzten sich einander gegenüber. Fred sah besorgt in des Freundes Gesicht. »Du, die Frage, wie es dir geht, kann Ich mir ersparen, was?« »Ja, leider«, antwortete Pippo kurz und seufzte. Fred legte ihm die Hand auf die Schulter und sah ihm tief jn die Augen: »Höre, pippo, so kann das nicht wei-tergehn. Du mußt mit der Arbeit aussetzen. Ich fürchte, deine Gesundheit. . .« »Laß das, Fred«, gab Pippo gequält zur Antwort, erhob sich schwerfällig und begann von neuem seine Wanderung. Fred beobachtete ihn ratlos. So schwiegen sie eine Weile. Endlich versuchte der Jüngere ein neues Thema: »Lucia und Bab geht es gut, aber sie haben Sehnsucht nach dir.« »So, so?« Pippo blieb mit bitterem, höhnischem Gesichtsausdruck vor ihm ste hen. »Bab also auch?« Fred sprang auf, pakte ihn an der ßrust: »Pippo, bis du verrückt?« Zerfahren fuhr sich der Artist über di»* Stirn. »Ja, ja, ich weiß. Du bist heute schon der Zweitf, der mich so fragt.« Er machte sich grell lachend los und ging wieder hin und her, hin und her. Fred trat auf ihn zu, hielt ihn auf, sagte beinahe schüchtern: »Du, hör mal, ich habe mich — verlobt.« Da blieb Pippo wie angewurzelt stehen: Chefredakteur und für die Redaktion verantwortlich; UDO KASPER. — Druck der »Mariborska tiskamac in Maribor«. — Für den Herausgeber und den Druck verantwortlich Direktor STANKO DETCLA. ~ Beide wohnhaft in Maribor«