(Franko pauschaliert ) Erscheint wöchentlich zweimal: Donnerstag und Sonntag früh echrisrteituüg «nd Serwaltun^: Pr-iernova ulica Nr. 5. Telephon Zt. — Ankündigungen nimmt die Lerwaltuog gegen vere»nung billigst« Gebühren entgehe?. Bezugspreis: Vierteljährig K 84.—, halbjährig K 4«.—, ganzjährig R .ZürS Ausland «rtspr-chende Erhöhung. — Einzelne Nummern I Krone. Nummer 61 Donnerstag den 5. August 1920 2. [45.] Jahrgang Die Wnmllmndgesahr. Die französische Offensive an der Donau hat nächst in Ungarn zu einem vvllen Erfolg geführt-Die Lösung der ungarischen Kabinettskrise hatte ihn wirksam vorbereitet. Graf Teleky, der gegenwärtige ungarisch» Ministerpräsident, hatte bereit» unter der früheren unganfchen Regierung al» Außen-minister an dem Gewebe eine« Einverständnisses mit Frankreich glfponne«. In ihm hat die a'.tmagyarifche Aristokratie wieder die Leitung der ungarischen Politik in die Hand genommen, und zwar abermals gestützt auf das Budapest« Bankkopital. Damit er-lchei»t auch die dritte ungarische Revolution, die der christlich-nationale» Bewegung, überwunden und gleichzeitig auch die Politik der magyarischen Hegemonie au der mittleren und unteren Donau wiederum oufgenommen. Bor einigen Tagen hat «ras Teleky den Schwiegersohn SchnelderS-Ereuzot empfangen; die Mitteilung diese« Ereigniffc» soll wehl die Außen» welt »enachrichtizen, daß das französisch-ungarische Geschäft, über das bereits seit Woche» verhandelt wurde, endlich zustande gekommen ist. Ungarn wird also an Frankreich verpstndet; im Hintergrunde aber erscheint als dritter Beteiligter dasselbe Bank, ivflitut, das vor dem Kriege in Ungarn domiviert«, die ungarisch« Kreditbank. Zwischen ihr und der Schneiderschen .Union Suropeenne industriell« et finanziere" ist ein Abkommen geschlossen wvrden, wonach der Schneider-Konzern 400 Millionen Kronen in die Kreditbank einschießt, wogegen diese die „Nahrung der Interesse»" deS Konzern» im Südosten Europa» übernimmt. Dem Schneider- FleisesKizzen. T. vom Essen und Trinken nah und fern. (Peruanische Winke für unsere Hausfrauen.) Von Alma M. Karl in, «flli.«) Wer vor dem Kriege über da» Essen geschrieben hätte, wäre sofort in Acht »nd Bann getan worden, denn wie konnte ein gebildeter Mensch an so etwa» Prosaisches wie da« Essen auch nur denken» Seit wir indessen in Anbetung vor der Saurübe niedergesunken find und in unseren Gedanken da« „Schwein' die Oberhand gewonnen hat, haben unsere herkömmlichen Ansichten fich dem Diktat de« Mäzen» anbequemt. Da« ermutigt «ich, über da« Essen »nd Trinken hierzulande zu schreiben; überdies schimmert in mir ein Hoffnungsstrahl i> der Größe eine« Glühwürmchen«, daß irgend einer meiner Landtleuie von fortschrittlicher Gesinnung — Landwirt, Kaufmann oder Wirt — darau« für unser eigene« Land Nutzen ziehen werde. Da mancher meiner Leser sich wahrscheinlich gerade jetzt den Augustschweiß vom «ntlitz wischt, beginne ich mit dem Getränk. Bier und Wein, obschon hier nicht unbekannt, wird im allgemeinen von der Bevölkerung gar nicht genossen, denn der Labetrunk Peru« und Südamerika« überhaupt ist die Chicha (sprich Tschitscha), da« Mal«bier. da« von Mama Oello Hu^eo, der Frau Maneo «apae«, de« ersten Inka, im Jahre 104» n. Ch. in P-ru eingeführt wurde. Da da« Mai«bier sehr wenig Alkohol enthält, Mai« bei un« gut gedeiht, da« Getränk nahrhaft und außerdem vorzüglich gegen *) Vgl E'llier Zeitung vom Ist. Februar (l Genua), vv'N '8 März (II. Lanta Cruz b« Teneriffa), vom 6. Mai (III. «uf hcher See) und vom 27. Jan» (IT. I» Reiche de» Inka). Konzern gehören ach die bekannten fünf Pariser Großbanken an, di« al» Banqne d'vffa!r« die eigentliche Regierung Frankreichs bilden. Da der Konzern bereits di« tschechosliwakische Schwerindustrie kontrolliert, glaubt in ihm die französische Politik da« Gerüst für den Donaubund aufgerichtet zu haben, da» im Wege der Pachtung der ungarischen StaatSbahnen durch den Konzern bezw. die ungarische Kreditbank, die dann plötzlich wieder al« nationalungarischk» Kreditinstitut aus dem Plane erscheine» wird, fester verschränkt werden s.ll. Daß da» fra»ztstsch.ungarische Geschäft eben jetzt perfekt wurde, hängt wohl mit der politischen G«sai»tlage zusammen. Die „russisch, Gefahr" und die Möglichkeit eine» Eingreifen» Ungarn? im Interesse der Ente«te zur Rettung Polens wird vielleicht gewisse Gienzkornkturen zugunsten UngainS notwendig machen, die man in Budapest ul« Gegen-leistung fordert. Di« Kosten werden die Dschechs-floivikei, Deutschösterreich und wahrscheinlich auch Jugoslawien zu tragen haben. Durch die Wiederaufrichtung Ungarn» hofft Frank-reich seinen alte» Liebling»gedanken vom Donaubunde der B«rwnklichurg näherbringen zu tönn«,«. Hat einmal di« französische Politik auf die ungarischen Staat»-bahnen und die staatlichen Werke, welche vornehmlich Eisenbahnmale»ial erzeugen, Hand gelegt, so wird Mitteleuropa, einschließlich der Tschechoslowakei, vom Sitdoste» abgeriegelt sein, während der Weg nach dem Osten durch Polen verlegt bleiben soll. Deutschland und Deutschösterreich stünden den „.ich, wenn man von der Verbindung über die Schweiz abseben will, nur uoch drei Schienenwege, offen: die Süd- Leber-, Nieren- und Blasenleiden wirkt, so wäre e» für unsere heimische Landbevölkerung ein Segen. Chicha können auch Kinder ohne Schaden trinken. Welch billiger und herrlicher Ersatz z. v. für den saueren Apfelmost in einem Mißjahr! Die Herstellung bietet keinerlei Schwierigkeiten Die Mai«körner werden abgelöst, in ein trockene« Erd-loch oder zementierte Grub« getan, mtt Stroh gut zu-gedeckt, mit Steinen beschwert und hierauf so stark befeuchtet, daß da« Wasser gerade noch über da« Stroh reicht. (In unseren regnerischen Gegenden könnte man zum Schutz obendrauf noch einen Hvlzdeckel legen). Run läßt man die Körner so lange darin, bi« eine starke Gärung eingetreten ist. Erst dann werden sie herausgenommen, zerstampft, wieder der Gärung unter-worfen, durch ein Tu» geseiht, aufgekocht, kaltgestellt und getrunken. Da sich die Chicha nicht sehr lange hält, bereitet man sie hierzuland« entgegen, d. h. einmal jede Woche »der all« vierzehn Tage. Dagegen lassen sich die Maiskörner lange aufbewahren, sodaß die fortlaufende Bereitung de» Getränke« keine Hindernisse bereitet. Muß denn immer bi« zum Ekel oder zur Bewußtlosigkeit getrunken werden? Da» Mai»bier kühlt, nährt und erquickt, aber wie eben an alle» Neue, muß man sich auch daran erst allmählich gewöhnen. Auch al« Cpeise wiid der Mai» in Peru hoch geschätzt, obwohl au« dem Mehl nie Brot gebacken wird. Man verzehrt di» noch unreifen Kolben gekocht ooer gebraten in großen Mengen und abgelöste gtbratene Maiskörner werden in allen kleineren Gasthäusern anstatt Brot vorgesetzt. Kinder knabbern ganze Vor-mitiage an ein prar Faustooll Maiskörnern, die ihn^n heiß in die Taschen gesteckt wurden. Die langen Sckäste s«ug«n di» Eingeborenen hier wi» da« Zuckerrohr und hahnstrecke, die Linie Pontafel und die Brennerbahn. Di Tschechoslowakei würde larisarisch durch die ungarisch-französischen Toris« blockiert sein und nur noch die deutschösterreichischen Routen nach dem Süden zur Verfügung haben. Alle Anzeichen sprechen aber dasür, daß die Nö'.igunz Deutfchtsterreich», behus» Elektr'fiziernng seiner StaaiSbahnen fremdes Kapital in Anspruch zu nehmen, Frankreich den Anlaß bitten wir», im We^e der Gewährung dicseS Kredite» durch den Schneider-Konzern auch die d«ulschöiterre:chlschen StaatSbahnen seinem Macht« bereich zu unter werfen, währeiid der Verstärkung der französischen Interessen an der Südbahn bei deren Notlage ohnehin kaum ernstliche Hindernisse im Wege stehen. Damit wäre die virkehrspolitische Einschnürung der Tschechoslowakei vollzogen und Frankreich nach Ansicht seiner leitenden Staat»-männer die Möglichkeit gegeben, den Widerstand der Tschechen gegen ihre Einbeziehung in einen Donau» bund ebenso zu buchen wie den der Deutsch, österreicher. . In Paris erwartet mau von dieser Kombination, daß sie vor allem die Gesahr des Anschlusses Deutsch« österreichS an Deutichland beseitigen, in weiterer Linie aber auch di« kontinentale Isolierung Italien« sowie die Abschnürung dc» südslawischen Reiches und Rumäniens bewirken werde, welche beiden dann in ihrem Verkehre nach dem Norden und Nordwesten durch Frankreich kontrolliert werden würden. In der südslawischen Presse, einschließlich der slowenischen, beginnen sich bereits einzelne Stimmen zu äußern, welche in Borahnung der dem dreinamigen König-reiche drohenden Gefahr au» ihrer Verstimmung über die französischen Donaubundpläne kein Hehl wa« übrig bleibt, bekommen die Esel und Pferde. Nicht« wird verschwendet. Man kennt hier drei Mai«-arten: den schwarzen Mai«, den roten und den gelbe». Wer klagt bet un« nicht bitter üb«r den Umstand, daß Kartoffel sich so schlecht halte»? Dir Peruaner kennen 25 verschiedene Kartoffelarten und heb«» sie oft dreißig Jahre lang auf, ohne daß sie schlecht würden oder den ursprünglichen Geschmack einbüßte». In den HuaeaS, bei den einbalsamierte» Leichen, fa»d man Kartoffel, di« ganz frisch warm. Um dies« Wohl» tat zu erretten, kennen st« zwei VorgangSarten, von denen sich besonder» dte erste auch bei un» durchführen ließe. Sobald die Nachtsröste eintreten, werd«» dte Kartoffel gesotten, geschält und dem Frost, tagsüber aber der Sonne »»«gesetzt. Bet un« müßte starke künstliche Wärm« verwendet werden, wie ste etwa in unseren Bauernhäusern von dc» Backöfen erzeugt wird. Der Frost zieht die Kartoffel zusammen, die Wärme saugt ihre Feuchtigkeit auf und nach etwa drei Woch«», oft früher sind sie vollkommen trocken. E« versteht sich von selbst, daß ihr Nährwert nun ein höherer ist, da ihnen alle Feuchtigkeit entzogen wurde. Auf diese Weis« kann man st«, an trockei-em Orte aufbewahrt, viel« Jahre «ehalten, ohne daß ihr Geschmack sich verminderte oder ihre weißc Farbe schwände. Die zweite Art empfiehlt sich weniger, weil der Geschmack darunter leidet, obschon sie hier die beliebtere ist. Man setzt die rohe Kartoffel bet Nacht dem Froste, bet Tag der Wärme au«, drückt ihnen durch Pressen oder Treten den Rest der Feuchtigkeit au« und bewahrt si« trocken auf. Sie halten sich viele, viele Jahre, wären aber für unser«» Geschmack nur in pikanten Tunken verwendbar. Wir dahei« sind auf wcnig Fett gefetzt, den» wen» man e« auch auf geradem oder ungeradem Weg« Seite 2 machen. Während sich In Prag vorläufig noch keine RcaklionSerscheinungen auf die französische Politik feststellen lassen, scheint mau in Belgrad bemüht zn sei», die Liquidierung des KriegSzieleS hauptsächlich u»ter dem Gesichtspunkte der Identität der Juteressen SüdslawienS und jener seiner Nachbarn anzustreben, wllche die Wiederanfrichtung der alten Donau« Monarchie, in welcher For-n immer, nicht wünschen können. Man wird allmählich auch in der nnS gez» ncnfch gesinnten Presse Sloweniens zur Einsicht kommen, daß die politische Entwicklung, auf deren deutlich wahrzunehmenden Konturen wir schon vor Monaten hin gewiesen haben, die Zusammenfassung allen parlamentarischen Gruppen in der Frage der Agrarreform aus einer gemeinsamen Grundlag? zu einigen, und hat die ihm übertragene Miss on in die Hände dc« Thronfolger-Regenten zurückgelegt. Wie au« Belgrad gemeldet wrrd, wurden N.kolauS Pas c, der sich gegenwärtig in einem Bad« an der französischen Riviera anfhäit, und Dr. Anton Trumbic telegraphisch in vie Heimat berufen, um aus der verworrenen politischen Lage einen Ausweg zu zeigen. Di«^ Aufhebung der Demarkationslinie in Kärnten. SlovenSki Narod erfährt von verläßlicher Seite, daß die Volk«abstimmung«kommisfion in Kärnte» für den 3. August die Aufhebung der Demarkation«-linie beabsichtige; auf dies« Wcise, schreibt daS Blatt, soll nicht nur der frei« Waren- und Personenverkehr zwischen den beiden Zonen eröffnet, sondern auch den deutschen Agitatoren au« ver nördlichen Zone die Möglichkeit geboten werden, die Werbearbeit in die slowenischen Gebiete zu verlegen. Da« Blatt behauptet, daß die Ententelommiffion diese Versügung in Uebereinstimmung mit der Zentralregierung in Belgrad erlassen habe, und erklärt, daß sich der slowenische Teilte« dreinamigen Volke« dieser Ber> ordnung niemals unterwerfen werde, sondern ent» schlössen sei, di« bisherige Demarkationslinie gegen den Willen der regierenden Kreise in Belgrad, wenn nötig, selbst mit den Waffen in der Hand, aufrecht zu erhalten. Da« demokratische Organ bespricht die Gefahr, welche der südlichen Zoni durch die O^ffnung der Demarkationslinie droht, an leitender Stelle unter der Uederschrist: „vor der Katastrophe?' und richtet in englischer Sprache scharse Angriffe gegen daS italienische Mitglied der Solksadstimmung«-kommission. Dte Räumung von Glanz. Schlohberg und Soboth. Im Sinne de« FriedenSvertraget von St. Ger-main haben die jugoslawischen Truppen die biSH«r von ihnen besetzt gehaltenen steirischen Gemeinden Glanz und Schloßberg bei Leutschach und Soboth (im ehemaligen GerichtSbezirke Mahrenberg) geräumt. Schädlich« Wirtschaft. Janko Jovan, der längere Zeit in Belgrad i» Ernährungsdienste tätig war, hat Aber den jugoslawischen Ausfuhrhandel einen Aufsatz geschrieben, in welchen er di« schädlichen Folgen unserer Volk«-wirtschaft aufzeigt, welche tn Slowenien in vielen Fälle» zum Kampfobjekt der politischen Partei:» gemacht werde. dkn Partei an diesem Geschäfte beteiligt find bezw. sich beteiligen konnten. Maßnahmen zur Behebung der Wohnungsnot. Da» LandeSamt für soziale Fürsorge in Lai-bach halte eine Verordnung herausgegeben, derzu-folge einer Anzahl »on Parteien mit der Delogierung am S. August l. I. gedroht wurde, fall» sie nicht in den staatlichen WchnungSfond die ihnen vorze-fchriedenen Beträge entrichten. Der Minister für soziale Fürsorge Dr. Kukovec hat jedoch, al» eine Abordnung der von dieser Maßregel betroffenen Parteien ihm anläßlich feines Besuches in Laibach eine Beschwerde überreichte, diese Verordnung auf-gehoben und deren Durchführung verboten. Ausland. Magyarischer Einbruch in Fürstenfeld. In den Morgenstunden des 30. Juli besetzte eine au« ungesähr 150 Magyaren bestehende Militärabteilung daS Zeng- und MunitionSmagazin in Fürstenfeld und führte die d»rt vorgefundenen Vorräte, «darunter ungefähr 2000 Gewehre. 21 nicht gebrauchsfähige Maschinengewehre und ungesähr 2000 MannschaftSauSrüstungen mit drei Lastautos samt Anhängewagen weg. Ungefähr 600 Mann halten sich, während die Plünderer ihrer Arbeit oblagen, die Bewachung der Sladt Fürstenfeld zur Aufgabe gestellt. Zwifchen der deutsckösterreichischen und ungarischen Regierung hat au« diesem Anlasse ein Notenwechsel begonnen, der noch nicht zum Abschlüsse gelangt ist. Der Teschener Handel. Die Lösung der Tescheuer Frage, wie sie die Entente kurzerhand dem tschechoslowakischen und polnischen Staate aufgenötigt hat, ist ein Proviso-rium und wird durch' da« Ergebnis de» russisch-Polnischen Frieden« eine den tschechoslowakischen Wünschen entsprechende Korrektur erfahren. .Endgül-tig* wird freilich auch diese Regelung nicht sein. Nach der vorläufigen Entscheidung bildet der Bahndamm der Kaschau-Oderbeiger Bahn die Grenze zwischen den beiden Republiken: Die Buhn selbst wird der Tschechoslowakei ausgeliefert ebenso zwei Drittel der bisher 12 Millionen Tonnen betragenden Kohlen-förderung des Teschener Gebiete?, während die Sladt Tefchen und die Mehrheit der deutschen Be völkerung an die polnische Republik übergehen. Die Deutschen im Teschener Gebiete — gegen 50.000 an der Zahl — hatten sich, wie bekannt, für die Tschechoslowakei entschieden; sie wurden aber al» Handelkvbj>kt an da« bankerotte Polen abgestoßen, welches zum Ersatz« einen entsprechenden Kohlenan» teil an feinen Rivalen überlassen mußte, ^o sieht Wilson« Forderung, dnß die Völker nie m«hr »ach der Laune der Regenten wie Schachfiguren verschoben werden sollten, von der Entente in die Wirklichkeit umgesetzt, an«! Militärdiktatur in China. Au« Tientsin wird berichtet, da« Ehar.g-Tschin, Mililärdiklat«r von China geworden sei. In einem Cillier Zeitung Ausrufe an daS chinesische Volk erkläkie er, er kämpse für die Einheit China«, nicht aber um persönliche Würden zu erlangen. Aus Sladt »ni> ?«ni>. Di« Polizeiabteilung in Cilli verlaut« bart: Bei der Ueberprüfung der alten Hausboze» und beim Vergleich mit den neuen wurde festgestellt, daß einzelne Familien ihrer Verpflichtung, Personen, welche im Laufe der Zeit zugereist sind und sich bei ihnen angesiedelt haben, anzumeldeu, nicht ent-sprachen habe«, so daß die in den neuen Hausbo^ea aagcsührten Personen bisher überhaupt noch nicht, wie e« vorgelchrieb?« ist, angemeldet waren. Gegen die Schuldtragenden wird gegenwärtig kein straf-gesetzliche« Verfahren eingeleitet; wohl aber wird künftighin jeder Familien»orstehkr aulS strengste be> straft «erde», der die Anmeldung einer Person innerhalb 24 Stunden nach deren Ankauft unter-lassen sollte. Die Preisbestimmungs - Kommission hat in der Sitzung vom 28. Juli beschlossen, die Preise für Weißbrot zu ermäßigen, und zwar beim Kg. um 2 K 32 h; es kostet also 1 Kg Weißbrot 10 K, ein Laib Weißbrot im Gewichte von 50 Dkg. 5 K, im Gewichte von 25 Dkg. 2 K .50 h. Für Semmeln im Gewichte von 4 5 bis 5 Dkg. wurde der Prei« mit 70 h für das Stück festgesetzt. Schließlich wurde beschlossen, daß die neuen Preise mit 31. Juli in Kraft zu trete« haben. Der Prei« für Schwarzbrot ist unverändert geblieben. Konzert Permann. Heute sind wir in de, Lage, die VortragSordnnng diese« mtt Spannung erwarteten Abend« zu veröffentliche». Der Künstler singt folgende Lieder und Arien: „Wo die schönen Trompete» blasen", .Die zwei blauen Augen", „Rhemlegendchen Nr. 7", sämtliche von Gustav Mahler; „Verachtet mir die Meister nicht" au» WaguerS Meistersinger von Nürnberg; .Zueignung" und „Heimliche Aufforderung' von R. Strauß; ..O komm im Traume" von Li«zt; .Der Wirtin Töchterlein" von Löwe und eine Arie an« der Oper .Hans Heiling" von Marschier. Schließlich wird auch ein Lied des den Cilliern wohlbekannten TonkünstlerS Rohr und zwar „Stille Sicherheit" (Lenau) zum Vortrage gebrach^ werden, auf welche« wir wegen seiner wunderbaren Schönheit besonders hinBeisen. Da» Konzert finde», wie mit-geteilt. Samstag, den 7. August, um 8 Uhr abend« im kleinen Saale des Hotel« Uuion stalt. Karten bei Franz Krick, Aleksandcooa ulica 1. Entscheidung um die Meisterschaft. Sonntag, den 8. August, findet da» letzte Meister-schaftswettspiel der Fiühjahrsfaifou um den zweiten Platz statt. Al« Gegner wersen sich die zweitbeste Mannschaft in Slowenien, der Spottklub Rapid, Marburg, und die Cillier Athletiker gegenüber stehen. Dieser Wettkampf verspricht einer der interessantesten, die jemals in Eilli ausgefochten wurden, zu werden. Fubballwettspiele. Dienstag, den 27. Juli, spielte die erste Mannschaft des «sportni Klub Celje gegen die Reservemannschaft her Jlirija Laibach. Letztere siegte 6:1 (1:0). Sonntag, den I.August, fand da« Rückspiel in Cilli statt, da« abermals mit dem Siege der Laibacher 8:2 (4:1) endete. Ver-bandsfchiedsrichter Fink sehr gut. — Donnerstag, den 29. Juli, spielte die Reservemannschaft der Athletiker gegen die Reservemannschaft de«' Sporini Klub. Die Athletiker waren trotz VcrsagenS der Angriffsreihe mit 2:0 (0:0) siegreich. Schied«-richter Eizelj zufriedenstellend. Die Cillier Athletiker in Warasdin. Sonntag, den 1. August, spielte dic erste Mannschaft de? Athletiker gegen den Spottklub VaraZdi» in WaraSdin und siegle 5:4 (4:0). In der ersten Halbzeit waren die Cillier. wie au« dem Ergebnisse ersichtlich, den WaraSdinern bei weitem überlegen. Stet» im Angriffe, erzielten sie durch die linke Ver-bindung in der 7., 10., 35. und 45. Minute die Tore. Die zweite Halbzeit brachte ein unfaires Spiel der WaraSdiner, welche anstatt auf de» Ball auf den Manu gingen. Trotz aller erlaubten n„d uner-laubten Mittel konnten sie den Athleukern den Sieg nicht streitig machen. Der Schiedsrichter war ein-feitig nnd unschlüssig. Grotznidustrieller C. v Mally f-Am 29. Juli wurde der Großindustrielle C. B. Mally in Neumarktl (Oderkrain) zu Grabe getragen. Die letzten Lebensjahre de« Verblichenen waren durch Krankheit getrübt; schwere Lähmungverscheinungen hatten den rastlos Schiffenden verurteilt. Nun hat ihn der Tod »on aller Erdenqual erlöst. C. v. Mally hat sich au« recht bescheidenen Anfängen zum Inhaber Seile 3 von Unternehmungen emporgearbeitet, die geradezu Weltruf genossen. Er kann al« Vertreter jenes lypischen GewerbefleißeS gellen, der mit der Zeit und mit deren Errungenschaften stet« Schritt zu halte» versteht. Al« er im Jahre 1874 die väterliche Gerberei über-nahm, waren n»ch die primitiven Formen der Urproduktion vorherrschend. Mit klarem Blick er. kannte er die Forderunzen der Zeit und suchte sich den technischen Fortschritten anzupassen. Wie sehr ihm die« gelungen ist, beweist das hohe Ansehen, deffen sich die Lederfabrik C. B. Mavy auf dem Ledermarkte er-freut. Aus gleicher Höhe b«si idet sich die von ihm gemeinsam mit PH. Dember^er gegründete Schuh-sabrik, deren alleiniger Inhaber er schon viele Jahre war. Mally kann somit auS der Neufchvpfer der altheimischen Leder- nnd Schuhindustrie gelten, denn während di? übrigen Kleinbetriebe im Kokurrenz-kämpfe den modernen Großbetrieben erlagen, gelang e« ihm, den Ueöergang von den veralteten BetriebSsormeu zur nenzeitlichen Betriebsweise durch Moderni'icrung seiner Unternehmungen rechtzeitig zu bewerkstelligest. Seine Erfolge als Industrieller muten nahezu .amerikanisch" an. Vom Vertrauen seiner Mitbürger durch viele Perioden an die Spitze deS Gemeindewesen« berufen, bewieS er auch auf diesem Gebiete hervorragende organisa-torische und schöpferische Fähigkeiten. D'e Kanali-sierunz, die Wasserleitung, die Einführung der elek-irischen Beleuchtung des Marktes und noch viele« andere ist fein Werl. Sine ebenso verdienstvolle Tätigkeit entwickelte er al« langjähriger Oomann des Ortsschulrate« und deS StraßenauSschnsfeS. Als aufrechter deutscher Mann trat er, wo es galt, immer sür daS Deutschtum in die Schranke». Mit besonderer Liebe und Hingebung förderte er daS deutsche Schul- und Vereinswesen Neumarktls. Der katastrophale Zusammenbruch der Miltelmächte be-deutete auch für ihn einen schweren Schlag, auch er trug schwer am „d.utschen Leid". __ Nun ist er heimgegangen aus dieser Welt der Eniäuschungen in ein besseres Jenseits, da» keine Wechfelfülle des Glücke« kennt — sein Andenken aber wird fortleben in seinen Schöpfungen und den stillen Werke« edlen Menschentums. — Von der allgemeinen Wertschätzung deS Dahingeschiedenen legte die maffenhasie Betei-lignng am Leichenbegängnis ein ber die S Zeugnis ab: nicht bloß ganz Neumarktl folgte dem Sarge, auch aus der näheren und weiteren Umgebung — a»S Kraioburg, Laibach u. a. Orte» — waren Trauer, gäste erschienen, um dem Verblichene» die letzte Ehre zu erweisen, besonder» stark vettrete» waren die Feuerwehrvereine, zu deren werktätige» Förderern der Verstorbene zeitlebens gehörte. Ein arbeUSrei che«, von beispiellosem Erfolge begünstigte« Leben ist ab-geschloffen; er, der sich im Leben keine Ruhe gönnte, ist nun zur ewigen Ruhe eingekehrt. Die Trifailer Gesellschaft und die Stadt Gottschee. Man schreibt un«: DaS grausame Hinaufschrauben der ohnehin ausS höchste gestiegenen Kohlenpreise durch die Trifailer Gesell-schast hat auch hier große» Unwillen erregt. Wenn man bedenkt, um welchen Spoltprei» — rund eine Million Kronen, — die Gesellschaft unsere Kohlen-lager erstand, sollte man wenigsten» sür den innere» Bedarf der Stadt eine billige Rücksicht erwarten. ES wird daher gut sein, einige alte Erinnerungen -aufzufrischen, die sich unwillkürlich einstellen, um zu zeigen, welche Fehler nicht immer beim Verkauf, sondern auch später gemacht wurden. Die Gebrüder Ranzinger. al« Besitzer der größten Flötze, befanden sich feit 1880 mit ihrer «!a«fabrik in uner Zwangslage, di« schließlich zum Verkauf de» gesamten An-wcsen« führte um einen Preis, der nach dem Dafür-halten von leider zu spät zu Rate gezogenen Fach-leuten kaum einem Trinkgelde gleichkam. Andere kleinere Besitzer folgten, weil sie sich durch die Au«-ficht auf eine Bah» nach Laibach blenden ließen und verkaufte» ebenfalls um einen JudaSgrofchen. Später ging ihnen freilich ein Licht auf. da» sie halb ver^ zweifeln ließ, «ber die .Macher" hatten gute Arbeit getan und füllten ihren S-ck auf Kosten unsere« Leichtsinn«. Einmal n»ch b»t sich «elegenheit wenig-stens zum Versuch, die Scharte auszuwetzen, als die Sladt ihre Wasserleitung baute. Vielleicht hätte sich ein Abkommen treffen laffen, wonach die Trifailer Gesellschaft als Gegenleistung für gutes Trinkwager die Sohlen zum Betriebe beizustellen g'habt hätte. Wie die Sache ging, weiß man nicht genau, wahr-scheinlich aber speiste «an die Gemeinde mit billigen Worten ab und überließ ihr das Nachsehen. So kam die Trifailer Gesellschaft um einen Pappenstiel in den Besitz eines «ohlen^aues, dessen Wert heute tn die hundert Millionen geht und hat nicht soviel Rtcksicht. der Stadt Votischee den Kohleabedarf, sag» «ir zu« Selbstkostenpreise beizustellen! Maa Seite 4 Eilli?r 3111 u 11 9 Ruoimer 61 wird an di« 5aze vom Tantalu» gemahnt, x'eu» man bedeut«, wie di« Sladt muten im Kohlin»evier gelegen zu einer häufig versagen»?« Turbiii« greisen mußte, um ihren Wasser- unv Lichtbedars ju decken. Au versuchen, da« Hoch abzuschütteln, hat e< nicht gefehlt; die anfänglichen Dav-pfrnaschiken wurde» juust durch Dieselmo'vren «r'etzt, um, a!« das Rohöl ausblieb, Turbinen Pli tz zu machen; alle diese kostspieligen Aenderungen Hütte man der Stadt bei halbwegs gutrm Willen ersparen können, ohn« daß di- Tufallcr^GeseKschast zu Schad«» xc'smmen wäre. „Aber hier, wie überhaupt, Kam e» anbei o, als man glaubt." Eine Spende von 12 500 Dinar hat die Wiliv« Jiene Giüfi» Schaffgoi'.ch jilr Kriegswaisen gestiftet. Infolge des Preissturzes ist di« Existenz vieler Kaufleute in Sarajewo gejührdet. Ewige sind infolge der hohe» Serluste, die sich Ms Millionen belauf«», insolvent geworden. Die Erhöhung der Dahntarife ist, wie die Agiamcr Nacodi.e Novine auS Belgrad erfahre», auf den 16. August verschoben wocden. Der Postpaketverkehr mit dem Aus- lande, ist wie daS Post- und Telegraphenamt in Belgrad mitteilt, dadurch etwaS »erzSgert wocden, daß bei einer groben Anzahl von Artikeln die Ein-fuhr »der die Ausfuhr verboten ist. DaS Ministerium hofft aber, dafe der Postpakeiverkehr in kürzester Zeit werde ausgenonimt» irerde» können. Die Herstellung neuer Postmarken ist einer f.vienkanischen Firma »bertragen worden. Der Wal der geringeren Sorten beläust sich aus eine halbe Milliarde, ber Wert der höheren S«r en auf 60 Millionen. Auf den Marken minderen Wertes wird der Thronfolger-SRegert, auf j.nen höheren Wertes König Peter abgebildet fein. Die Ornamentik wird im nationalen jugoslawischen Stil« gehalten sein. Die Marken werden den Dinarwert und die Bezeichnung Königreich SHS in eyrilllscher und lluöiuischer Schrist tragen. Die Firm« h«! sich verpflichtet, die gesamte M«rkenmin>e bi« zum Monate Oktever l. I. s«riigzustrlltn, woraus die alten Marken aus dem Verkehr genommen werde». Der Postminister Dr. Drin?o»"c hofft, mit dem Netrage, den ihm der Erlös aus der AnSgade der allen Postmarken abwerfen wird, in Belgrad ein Zentralgebiiude für dcS Post- und Telegraphrnamt errichten zu können. Außer den angesithrten Marken-g«ttungen find in Amerika auch noch Marken bestellt, welche im Dezember l. I. anläßlich dei B.reinigunzS> t«gcS der jugoslawischen Stämmc In Verkehr ge bricht werden solle«'. Dies« Marke« werden zugunsten der KriegSmvaliden verkaust werden und auS drei Typen bestehen: Erstens die Jungfrau vom Amsel« selbe, zweitens der Marsch durch Albanien und drittens die Einigkeit deS Königreiches SHS (Ser-den, Kroaten und Sliwenen halten die StaatSkrone h»ch über ihren Häuptern.) Dr. Drinkovii erwartet, daß diese JudiläumSmarke» den Invaliden mehrere Millionen einbringen »erden. gur Behebung des Schulbücher-mangels hat der Kulturbund bereits die not- wend-gkn SchriUe unternommen. Es wurden Ansicht?, exemplar«von Lchuldücheiu beschafft, welche in den nächsten Tagen dem Ministerium für Volksansllärung zur Genehmgung vorgelegt werden, woraus der Emlaiif und die Verieilui^g der Bücher durch die Bundesleitung ersolgen wird. Sämiliche deutsche VvllS- «nd Bürgerschulen werden e> sucht, den voraussichtlichen Bedarf an Schulbüchern (Fibeln, Epeach- und Lehrbüchern, Rechenbüchern u. s. w.) beim BundiLauSichusse in Reusatz, Kö»ig-Pctergasse 3 anzumelden, damit die Bestellungen sogleich nach Erwnkung her behördlichen Genehmigung ausgeführt werden können. _ Drahtnachrichten der Cillier Zeitnng. Meldungen des taibacher Nachrichtcnanrtcs. Beilegung der Regierungskrise in Belgrad. (Ein neues Kabinett Dr. VeS nie.) Belgrad, 2. August. Thronfolger-Regent Alexander hat heute nachmittags abermals Dr. Ve^nii zu sich berufen und ih»l die Zusammen-stellung der neuen Konzentrationsregierung ange-boten. Belgrad, 2. August. Heute haben verschie-den« PaneilludS Sitzungen abgehalten. Die Radi-kale Partei hat sich damit einverstanden erklärt, daß Dr. Vesn'i da» Mandat zur Bildung der neuen Konzcntrat'onSregierung erhalle, jedoch die Förde» rnng aufgestellt, daß bei den Ver Handlungen alle strittigen Fragen ausgeschaltet bleiben muffen und daß die Wahlen in der kürzesten Zeit stattzufinden haben. Belgrad, 2. August. In parlamentarischen Kreisen verlautet, daß Stojan Protiil nicht in daS neue Kabineit deS Dr. VeSu i eintreten werde, weil er mit dem vorgeschlagenen Programm nicht einverstanden sei. Die mu< Regierung wird sich mit der Frage der Agrarreform und der AuSsuhr nicht besassen, sondern ihre Tätigkeit aus die Erledigung der lausend en Geschäfte einschränken. Die Aushebung der Demarkationslinie in Kärnten. Laib ach, 2. August. Die unter der vevSl-kerung umlausei.de» Gerüchte, daß d-e Demarkation«, linie in Käinien am 3. Äugust aufgehoben würde, sind unzutreffend. Es sind b!oß Verhandlungen im Zuge, welche gewisse Erleichterungen im Personen» und Lastenverkehre betreffen. Der Abschluß dieser Berhandlnngen ist in kürzester Zeit zu gewärtigen. Unterbrechunq der Verhandlungen mit der Tschechoslowakei. Belgrad, 2. August. Die Verhandlungen zwischen unseren und den lschechoflowakischen Delegierten belreff'Nd den neuen Handelsvertrag sind unterbrochen worden, weil sich die tschechoslowakischen Delegierten wegen einiger strittiger Punkte mit ihrer Regierung in« Einsernehmeu setzen müssen. Arnauten Uebel fälle auf dem Amselfelde Belgrad. 2. August. Dle Arnauten haben in der letzte« Zeit mehrere Uebersälle auf unkere Ansiedler auf dem Amselsclde ausgesührt. Sie zün-deten ihnen die Heu- uns Getreidevorräte an, um sie hiedurch zum Verlassen der Ortschaften zu be-wegen. Der Streit um Balona. R o in, 2. August. Die Agenzia Stesani vcr-lautbart, daß alle in Paris umlaufenden Berichte, denen zufolge die italienische Besatzung in Valona die Stadt geräumt habe, jeder tatsächlichen Grund-läge entbehren. Ebenso sei es «nzutreffeud, daß die Flotte, um die Ausschiffung »euer Abteilungen in Balona zu ermöglichen, die Stadt unter Feuer ge-uommen habe. Zusammenkunft der verbündeten Ministerpräsidenten in der Schweiz. Paris, L.August. Der italienische Minister-Präsident wird in der Schweiz außer mit Llord George auch mit dem französischen Ministerpräsidenten Millerand zusammentreffen. Vormarsch der Volschrwiltrn in Galizirn. Moskau, 2. August. (Frontbericht vom 1. Angnst). In der Richning gegen Lomscha (Lomza) haben die Roten Truppen den Angriff um die Ueber-fchreilung des Narew begonnen. Westlich von Bialystok haben wir den Narew überschritten und setzen die Verfolgung des Feindes fort. Im Abschnitte von Brody ist unsere Kavallerie nach schwerem Kampfe bis zum Abschnitte Bnzk gekommen. Unaufhaltsames Vordringen der Koten Trnpprn. Berlin. 2. August. Das Acht-llhr-Abendblatt berichtet auS Warschau: Die russischen Generäle find fest entschlossen, den Vormarsch der Roten Truppen nicht zu unterbrechen. DaS russische Oberkommando hat dem polnischen Parlamentär kundgegeben, daß die Roten Truppen ihren Vormarsch nicht früher einstellen werden, bis der Waffenstillstand unter-zeichnet ist. Die rnssische» Generäle haben erklärt, daß der Beginn der Verhandlungen »och keineswegs das Ende der Feindseligkeiten bedeute und daß die Roten Truppe« ihre Stellungen erst dann verlassen würde», sobald die Polen sämtliche russischen Be-dingungen, welche ihnen heute oder morgen mitge-teilt würden, angenommen haben. Volschrwikische Reiterei an der deutschen Rrichsgrrnie. Paris, 2. August. Dem Acht-Uhr-Abendblatt znsolge ist die bolschewikische Kavallerie ungefähr in der Breite von OrtelSburg angelangt. Die vor-bersten Abteilungen der Roten Truppen haben die neue deutsche ReichSgrenzc überschritte» und setzen den Vormarsch von OrtelSburg weiter gegen Westen fort. Rücktritt Krmal Paschas. Paris, 2. August. Nach Mitteilungen au» Konstantinopel ist Kemal Pascha zurückgetreten. 3 Letten samt tapeziertem Einsatz, 1 Sopha iu verkaufen. MikloSiöeva ulica Nr. 5, I. Stock. Frisches Wild kauft und übernimmt jedes Quantum auch gegen Schluss lür den ganzen Abschnss. Um gffl. Anbote er-suiht Job. Roy, Wildhandlung in Maribor, Glavni trg Nr. 3. Pensionierter Eisenbahner ehrlich, verlässlich, der deutschen and slowenischen Sprache mächtig, sucht passenden Posten als Kanzleidiener ; versteht auch Landwirtschaft Anzufragen aus Geselligkeit im Mo-distengesebäft in der KovaSka ulica (Srhmifdirassp) Nr. 2 Eigenbau-Weiss weine 1917, 1918 und 1919 bat preiswert noch abzugeben (auch halbstartin-weise). Karl Kaspar, Ptuj, Pre-äernova ulica Nr. 11. 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