kiiilil» cht»? V MM prs?s oin 1 SV 72. Jäkrgsng
Gk»vk«tat WSv»»«»tIi«h» (7«^-----------
Nr. ZV70> >«mlo V«n>s»t
ilß»-K«Wli«O ln K4»fld0f! ««t. 4 as?kampf erst sekt mit seiner l'vllen Krnft einl^l^sciU. Venn anrh an die Disziplin des dculichcn VoUi!S, der AWerlnassen lind der '^^cviaiuittlilnt^steiln'cihmer appelliert wird, ^vsteht l>edanerlicherweise die ^^esahr, dasi d^ieser Wahlkampf nicht allein mit einem un-j'icheuren Sti!nm<'n- und Propa^andaauf« '.vaiid lietrio^'en wird, sondern das; sich die ^^oiX'nsähe noch weiter i>erschcirfen.
Woch^'n wird in Deutschland ein Kleinkrieg der radikalen Parteien peqeneinander ge-'nhrt, der zlir ^-olqe hat, ^dasi tiiqäi6> Uober-sälle, 5ch^iisserei^'n, ja sogar Mordtaten vor-toiuulen. tvird der C'insc'tzunH aller staatlichen Machtmittel bediirfen, um in den Ä-iochen, die ttn>z seht noch von der Mstim-munli anl 3!. Juli trennen, Nu1>e und Ord-nllnii anfrechtMer'>alten.
Vielfach siild ^el^en die Nesiierun^ Bor' wiirfe ert)^>I.>eu worden, daf; uian den Te-r-nlin für die Neichc'laflswal)len llicht erl)<'lil:ch frül)ec festsieseht Iiat. Dvaon wurde mit Recht «IN ^^Ulclslchr auf die ^'ausanner Konferenz ?ll.slaud l^enomuien. Telbst wenn luan mit einer r<'latiu lurzen Berf>anldlnnl^cid.itter — nlso nnt elwa drei Wochen, wie es jetzt der '^al! ist — reckmele, k)^tte eine 'rühere s^est-d<>? ?ermin'Z für die Rei6>stagÄvas)l die intt<'rvolitisch<' Auftm'chlunq deö deuts:l>en '?'o!ie>5 z»r ^-c^Iae liehabt, und damit wuchs >le (^'iesal>r, das', die Stellunq der deutschen I^eleqatioi, in Lnn'nnne flescl)inon '>?r (^)eft'ilirdui'>.^ der Ruhe der Erholungsu-1)«ndcn dnrch politisclie '^lni.einandersetzun-i^en, die in so erregter Zeit ka'im '.vermeid-l'ar sind, u us; damit gerechnet wcr>cu, das; die Wal)ll eteilisiun^^ fchwäckier anösiiilt. Denn lrojz aller Malinunsen, sich rcchtzeiü.) einen ?timmschein zn f^esorc^en. neh^nien er'^ilirungs 'Kenias', liiele Personen davon Alrstund, nx'il sie die Untxquenilick^keiten. die mit der schaf'un^ verbunden sind, s6?euen, und ausserdem sich Nor sich selW mit der ^equenien Ausrede entschuldil^en: Auf meine Ctimine komutt sa doch nicht an. Nutznießer dieser l??ntimcklunss werden ziveifellos die ertremen Parteien sein, deren Wähleriuasseli so stark im Zuq ^>el>alten uierden, das; die Mehrzahl aller Parteifreunde zur Wahl qeht.
Da? Wahlfiol^r dürfte von Taq zu Tay, von Woclv zu Wo^t»? rasch anfteisseii. Bei-eits se!U sind Tcin'ende lion Versanlullungen an-qenieldei-. niid von der Me-!ilichkeit zu de^ nionstrieren dürfte im weitesten, Ilmfanq l^etnlinch sieino'-l?t werden. Der Hi^l>l'punkt de? Walilkampfe-. w!r^ !n der letzten Wo6)e errelcl>t sein nnd mit den Ansprachen der ^1?artel'jlsn'<'r durch Nadio znsamM'N^allen. '^i dieser l^'eleqen^<''' n^ird als letzter Trumpf der eine Ne.de Adolf Hit-
ler? an?a''n!ist i'^'rden. der seine?lnsprache im Rnn'dfiius sich bict .^^u diesein Auaenk»lick aufigespart hnt.
L a u s a n ll e, 7. Jllli.
Die gestrige Abendsitzuttg der Repara-tionsklmserenz dauerte liis halb 22 Uhr. Um 21 Uhr wurden die Verhandlungen unterbrochen und sodann nach einer ben Stunde wieder ausgenommen. Zm Vordergründe der Verhandlungen stehen die politischen Z^ordcrungen der deutsl^n Delegation. Herriot lehnte entschieden diese Forderungen ab, bescnders aber das Verlangen, daß die Revision des Friedens Vertrages und die Reparationszahlungen verkniipst werden.
Aeichstanzler Papen beharrte seinerseits alis den ^Forderungen der deutsi^ Z^le-gation. Er gewährte nur das Z^gestälid-nis, datz die Pausl^labsindungssumme neuerdings erhöht w«rden könne, und zwar von 2.K auf 3 Milliarden Mark.
Um halb 23 Uhr ivurden die Besprechungen als ersoiglos abgebro^n. Als Papen den Konferenzsaal verließ, erklärte er den Journalisten: „Wir können die Forderungen der Mächte nicht annehmen und bedauern dies sehr."
Im Lause des heutigen Vormittags be-miihte sich Macdonald um das Zustandekommen einer neuen Sij^ung, in ivelcher die abgebrochenen Besprechungen sortge. setzt werden sollten. Herriot erklärte Macdonald ges^enitber, dah er die deutschen Vor schlage zusammen mit den iibrigen Mitgliedern der sranzösischen Delegation noch einmal priisen müsse. Man erwartet allgemein, datz die Bsrijandlttnsien heute abend wieder ausqenommen werden, ^n Konserenzkreisen ist man pessimistisch, da sich bei Maedonlild nnd Herriot Zeii^ der Er-miidnnq zeigen. Man hält es nicht siir aus geschlossen, das» die Lausanne? Konferenz aus unbestimmte l'ertagt wird.
Lausanne,?. Juli.
Tie Nachtsijzuug der Vertreter der sechs einladenden Nlächie der Lausanner Re-parationslonserenz war gegen Mitternacht beendet. Als die Minister den Vor-sigenden. den englischen Premier Mac-
Minister finden werde. Nach der Thronbe. steigung werde er sich der wirtschaftlichen Wiederaufrichtung seines Landes widmen.
Die portuc^iesischen Notiali>steu forderten den Herzog auf, sich unverzüs^lich nach Lon-don zu begeben, um am Sarqe Kizniq Manuels eine Proklamation an daö portugiesische Volk zu erlassen.
donald verlie^n, «usjklrten sie liber den Verlauf der Tltzung lein Wort. Man nahm anfangs an, da^ die verhandlun« gen ohne Ergebnis geblieben find. Bon belgis«!^r Seite wurde jedoch kurz nachher bekannt, daß in der Sitzung die bereits von Maedonald vorbereiteten Dokumente des Gthluhprotokolls ber Lausanner Konserenz vorliegt worden seien.
Der französische Ministerpräsident .Her-riot ersuchte, daß ihm Zeit gegeben werde, die Texte der Dokument« feinen Sachverständigen vorzulegen. Wenn nach An-ficht der Sachverständigen die Formulierungen iiber die politischen Forderungen für Frankreich tragbar feien, werde er feine Unterfchrift unter den VermittlungS Vorschlag hinsichtlich der Pauschal-Liqui-dationssumme setzen.
In Konserenzkreisen sieht man barin eine Bestätigung dasÜr, daß Frankreich das ganze Problem von den politischen ^Forderungen abhängig machen will. .Herriot soll in der Nacht den französischen Pressevertretern erNärt h«»ben, er glube nicht, datz die Konferenz an der Weigerung Frankreichs, auch eine niedrige Pauschal-Liquidationssumme anzuerken« nen, scheitern werde. Wenn sie scheitere dan seien nur politische Fragen daran schuld.
Gin portuaiesitcher Thron-vräiendent
London, 7. Juli. Der Wiener Berichterstatter des „Daill? Telegraph" meldet seinem Blatte, daß er voni Herzog Duerto Mun»» de Braganza auf Schloß Ebenstein in Niederösterreich enlpfangen worden sei. Der Herzog teilte ihm mit, daß er fest entschlossen sei, nach Portu qal zuri'lckzukehren, um sich dort zum Könix; ausrufen und krönen zu lassen. Er sei über zeugt, das; er die Unterstützung der Studen ten so wie die einiger der einflußreichsten
Frankreichs Butgetdefizit
Bedenkliche Kasseniage des Staates
P a r i s, 8. Juli.
Die Finanzkommission der Kammer tritt heute wieder zusammen, um den Finanzplan der Regierung zu ttberpriisen. *?ian hojft noch immer, eine Lösung zu sinden, durch die die von der Regierung angestrebte Ver»^»n-qerung des BndgetdesizitS um 4 Milliarden Franken nicht gefährdet würde. In politi. schtn Kreifen wird der Bericht der Finanz-komm!ss!on über den Stand deS französischen Staa»cicl)at;es lebhast erörtert. Darnach sind 2W iVIil'iancn Franken wöchentlich notwen-
dig, um die Differenzen zwischen den Ein nalMen und Ausgaben des Finanzministe riums zu decken. Bisher sind Schatzanweisun gen in der Höhe von 44lW Millionen Fran ken ausgegeben worden, während die Höchst summe der Silsajianwcisungen mit 5 Milliar den begrenzt ist.
Der Bericht kommt zum SMuh, daß angesichts der ständigen Abnahme der Kassen eingänge das einzige Mttel ohne Oesähr dung der Währung nur in einer durchgrei senden Herabset^unq der Ausgaben liege.
Amertta-Berlin oyne Äwtfchenlandung
Berlin,?. Juli. Gestern um 17.42 Uhr landeten am Tem-zelhofer Flughafen in Berlin die amerikanischen Ozeanflieger Mattern und Griffin. Beide befanden sich 13 Stunden ununterbrochen in der Luft. Dies ist erste Ueber-querung der Strecke Amerika—Berlin ohns Zwischenlandung.
»
Berlin,?. Juli. Die amerikanischen Flieger Mattern u. G r i f f i n, die gesteni abends von Nen-Fundland nach Berlin kamen, starteten nach kurzem Aufenthalt zum Weiterfluc^e naäi Moskau.
Terror in Albanien
Djllkovica, 7. Juli.
Aus Albanien kommen in immer grösserer Zahl albanische Flüchtlinge auf jugoilawi-scheS Gebiet. Beim Verhör erklären sie, der Terror sei in Albanien so furchtbar, daß ein weiteres Verweilen im Lande nicht mehr möglich sei. Zahlreiche Flüchtlinge kamen mit allen Familienangehörigen nach Jugoslawien. Die Steuern seien nachgerade unerträg-licki geworden.
Das Staatsgericht in Tirana nernrieiltt Gant Beg, den Bruder des in Prag ermor-deten seinerzeitigen Gesandten Zena Bea u. den Angehörigen der angesehendsten Adelsfamilie Albaniens, in contnmatiam zum To« de. Sein Vermögen wurde zur Gänze be-schlagnahmt.
Börsenbericht
Ljubljana, den 7. Juli. —Devisen: Berlin 1332.87—1343.67, Zürich 1097.3.'^-1102.85, London 1(X).84—202.44, Newyor^. Scheck 5601.8^5630.14, Paris 2Sl.02-222.14, Prag 166.56—167.42, Trieft 28t''.6!^ —288.09.
Zagreb, den 6. Juli. — Devisen: Berlin 1330.12-1.840.92, Mailand ^28i).31, London 1W.6A—201.23, Newnor? Scheck 5606-5634 26, Paris 221-222.12, Prag 166.45—167.31, Zürich 1097.35— 1102.85.
Ziirich, den 7. Juli. — Devisen: Paris, 20.14, London IS.2!i, Newt)ork 512.75 Mailand 26.18, Prag 15.18, Berlin 121.60.
Währ^'nd die Restsi?rung im allgemeinen l'emüht ist. ^ie im Lmife t^r letzten Notverordnungen enil'ioschränkten Freiheiten- wiederherzustellen. wird sie ihre Entscheidungen, n>ie weit für die Wahlzeit besonil^re Schutz-liestimmi n^ien ^i-i^trosfen werde-n Tmifsen, von Fall zu Fall treffen. Eiiles ist sicher, ^ß am Walvlta«^ überiils ^'e in höMe Alarm
lvreitschaft geietzt wird, so das; zu erhoffen ist, das^ an diese wie die oorl^rge-
lienden an sich ruliig verlaufen durften. '5chon am Montaq Vormittag wir^ das !;e. sanrte Wcch'lrvsuiltat bolmi"» . und man
wird sich ein Bild über das .^räfte-c'erhält« nis iut tiellen Reich^^ta-g nmclien können. Falls nicht ganz ungird jedoch hiermit auch nicht ^tasi wird hinter^ einander die Negienmszsbildunsi in den ner-lchiedenen Ländern er^eU^'n — wie dies vor 'ich geben wird, hängt völlig von iden RcichS-t.
^ ?kuN 1SK.
Beklorationsberatungen im Kabinett
Beograd, S. Juli.
Der Ministerrat berät schon drei Tage in allen Einzelheiten das Regierungsprogramm. Dasselbe soll in Form einer Regierungser-klärung verässentlicht werden, mit der sich das neue Kabinett den beiden Häusern der Nationalversammlung vorpellen wird. Wie verlautet, wird die Rationalversammlung in Bälde einberusen werden.
Aanveisministei' MoftorlS im Amt
Beograd, V. Juli.
Gestern übergab der srühere Handelsml. nister Dr. Albert Kramer seinem Nach-solger Ivan Mohoriö die Agenden deS Handelsministeriums. Der scheidende Mini» ster dankte den versammelten Beamten in herzlichen Worten sür ihre Mitarbeit und brachte den Wunsch zum Ausdruck, sie mö» gen auch im Bereine mit dem neuen Minister zum wirts6)astlichen Wohle des Staates zusammenarbeiten. Daraufhin Übernahm der neue Minister mit einer kurzen Ansprache die Agenden seines Amtes.
Amisübttnahme durch
Innenminister Lazi6
Beograd, 6. Juli.
Der neue Minister des Innern und biS' herige Banns des Vardar-Banats Äka La» ziö ist in Beograd eingetrossen und leistete den Amtseid vor dem Ministerpräsidenten Dr. Srskic. «bleich daraus übernahm Innen-minister Lazie seine Agenden.
9!ach dem Innenminister wurde auch der neue Minister ohne Portefeuille Dr. Kara» mehmedovie vereidigt.
Das Eibe der beigiichen Königin
B r ü s s e l, Juli.
Im Ziiiainmenhaug mit den besonders von ungarischen Zeitungen gebrachten Meldung, dlis; öer frühere ungarische und jetzige jugoslawische Etaatsti'irger Hortiat Anspruch auf die .^>interlasscnschli't der belgischen siönigin Maria Henriette habe, hat die bel^iischc Agentur ein ^^onMuniquee her-au!^'gcg?ben, in deni diese Meldungen als voll'kouimen aus der Luft geciriffen >l>ezeich-net nierden. Das C'rbe der s?5niciin Maria Henriette ist, wie es in diesem Kommuni-quee Mitcr heis;t, l'ereits iliren drei Kindern als den r^'chtmäszigen Erben übergeben worden. Im Testament wird der Name Horvat überhaupt nicht ermähnt.
(Sin blaues Auqe kostete die Ä^eltmeifterschast
Eo kann eS passieren, das; n,an nach einem Borkamp ansticht, selbst wenn nmn aus dem selben als Tieger hervorgeht. FZ ist das ficht des srischgel-aflenen Veltmeist.'rs Jack Sharkey, das nach ?1kar SchmelingS starken, cnergilcl)en Fäusten inl WeltmeisterschaftS--treffen 'Spuren danonträqt'. Tharkey ist Zs, doch deswegen nich betrübt; es ist ein b^l. ?^reiS, meint er, fi'ir eine Weltmeisterschaft mit den daraufsolgen^en Millionen, und wenn dann das Mädel, ohne sich ab'Tl'rec'l.'n zu lassen, ihre Hand um se'ncn Hals legt, dürfte lein l^^riind znr Ltlaae vorl)anden sein.
* Älut-, .Hnut- und Nervenkranke erreichen durch o?? niNsirlichen
Josef"-Bl'.t^rn!^ss?rS sieurdnete hciltuiff?. rin lioliem Niis l'?»
nw?n. d-isi sie init .'»'r Wirtiinn des altk''ewäl)r-ten Frim^^.^,os?s.WassLrs in jeder Ae^iel)unz zufrieden sind.
Gläubiger unter sich
Der Vorstoß Italiens und seine Folgen England zu keinen Kriegsschulden-Konzessionen an Italien bereit — Die Front der Gläubiger wieder hergestellt
L a u s a n n e, K. Juli.
Der italienisch« Außenminister Grandi hat am Borabend des Abschlusses der Lau-sanner Konserenz durch eine Erklärung prin zipieller Natur fast die ganze Konferenz tor> pediert. Was Grandi nämlich in seiner Erklärung forderte, war nicht mehr und nicht weniger, als daß Italien nicht geneigt sei, das Abkommen zwischen den Gläubigermäch ten und Deutschland mit zu unterzeichnen, wenn Grohbritannien in einem ähnlichen Zissernverhältnis nicht auch die Kriegsslh»»!-den Italiens herabsetze, bezw. deren vollstäu diger Liquidierung zusttmme. Dieser Vorstoß Italiens kam gerade in einem Moment, al« die deutsche Delegation auch de faeto von der Annullierungsthese abgewichen war. Es hatte sich herausgestellt, daß die italienische Delegation nur solange zu Konzessionen Deutschland gegenüber bereit war, als es selbst nichts zu verlieren hatte. In dem Moment aber, wo man auch von Italien, ähnlich wie von den übrigen Gläubigern, Lpser verlangte, wurde der Spieß umgedreht und es trat in der italienis«^n Delegation eine Wandlung ein, die man im Ginne der sa» schistislhen Außenpolitik eine „dynamische" im Gegensatz zu der „statischen" Auhenpoli-tik anderer Länder bezeichnet hat.
Die Taktik Italiens mit dem lZrsolfte der augenblicklithen Zertrümmerung der Gläu-biger-Front hat in Lausannsr diplomatischen und Delegationskreisen nicht geringes fremden verursacht. Was den Effekt der ita« lienischen Aktion betrifft, wurde dieselbe von vornherein nicht überst^tzt. Neuter meldet hiezu, der Druck Italiens werde keine »folget, nach sich ziehen. England könne ^^talien keine Konzeffionen in der Frage der Liquidierung der Kriegsschulden machen, abge-sehen davon, daß an eine Streichung derselben gar nicht zu denken sei. Italiens Schuld beträgt in England 2VY Millionen Psund, eine Summe, aus die England nicht verzichten könne. Enftland würde sich zu Konzessionen in dieser Frage erst dann bereit erNä-ren, wenn auch die Bereiniz^ten Staaten ihre bisherige Haltung in dcr Kriegsschulden-srage liquidiert hätten.
R l> m, 6. Juli. Nach einer Information des „Giornale d'Jtalia" aus Lausanne werde das morgen zum Abschluß gelangende Abkommen 'iber die Lösung der Neparationsfrage in vier Ka. pitel zerfallen. Das leftte Kapitel werde eine feierliche Erklärung der Signaiar nächte ent-halten, in welcher befaat würde, die ter-zeichneten Staaten würden in Hinkunft
nichts unternehmen, «as nur irgendwie geeignet wäre, die wirtfchasttlchv Erneuerung EuropliS zu stören. Zu diesem Aweck solle« dauernde Beziehungen zwischen den einzelnen Signatarstaaten eingerichtet 'Verden, lln abhängig von dem Vertraflstext soll ein Dokument unterzeichnet werden, welches die Finanzlage der Gläubigermächte unter sich darstelle und die gegenseitigen Rechte und Forderungen umschreibe. Der künstige Lau-sanner Bertrag werde vor der Genehmigung durch die Parlamente der vertraa-chließ-^n-den Mächte und Staaten nicht kn Kraft treten. Damit wilrde Europa feinen guten Willen beweisen, woraus die ganze Verantwortung aus Amerika abgewälzt würde.
Die „Tribuns* stellt in ihren Betrachtungen feft, daß dil: Einheitsfront der Gläubiger Deutschlands in Lausanne wieder hergestellt sei. Blatt zweifelt, ob die ^util^ Delegation sich den besten Weg zum Erfolg« gewählt habe. Dieser Zlvcisel ist umso bemerkenswerter, als gerade die „Tri« buna" vorher die deutschen Forderungen nicht gerade als unannehmbar bezeichnete.
Lausanne,«. Juli.
Wie sehr es den Engländern daran liegt, so bald als möglich zu einer Einigung zu ge langen, geht daraus hervor, daß M a c d o-nald morgen, spätestens aber Freitag nach London riickkehren will. Für morgen ist eine groke Plenarsitzung aller Delegationen im Festsaale des.Hotels „B e a u R i v a-g e" angekündigt, .h e r r i o t hatte im Lause des Vormittags eine längere Unterredung init Macdonald. Tie Experten arbeiten fie^ berhaft an dem Zustandekommen einer Formulierung, die von allen Seiten angenom. men werden kiinnte.
L a u s a n n e, 6. Juli.
Inl Laufe des heutigen Tages fanden zwischen den Hauptdelegierten der Gläubi-gevmächte niehrerc Unterredungen statt. So cinpfing Macdonald die beiden italienischen Delegierten Pirelli und B ened u e e, während Sir John Simon eine längere Unterredung mit den amerikanischen ?^le-gierten Gibson und Dawes absolvierte.
In informierten Kreisen verlautet, daß England keineswegs geneigt sei, von den Prinzipien abzulveichen, die in der B a l-sour - Note enthalten sind, d. h. England fordere Kriegsschulden von feinen Schuldnern nur in sener M)e, in der es fellist von den Vereinigten Staaten gefordert wird.
Die Mitschuldigen der Marlborer Offlzlere vor vem Staatsgericht
B e o g r a d, 6. Juli.
Vor dem Etaatsgericht zuni Schutze des Staates begann der Prozeß gegen Alois N e u m a n n, Charlotte Friedfeld, Lldele Prager und Milica S t e P a-n o v i L, die sämtlich angeklagt sind, Mitwisser in der Putsch-Affäre der Mariborer Offiziere geive^en zu sein. Die Anklage-»chrift legt Neumann zur Last, dem Leutnant Mi ! ojkovi ^ die Cchreibmafchine geliehen zu haben, auf welcher der bekannte Aufruf vervielfältigt wurde. Charlotte Friedfeld und Adele Prager sowie die frühere (^'liebte des Leutnants Mi-lojkoviL sind ebenfalls angeklagt, sür die Altion des Milojlovie gewußt zu haben, ohne davon die Äehbrden in Kenntnis gesetzt zn haben
?^eim Verhör in der Hauptverhandlung erklärte Neu m a n n, er fühle sich nicht schuldig. Ter Angeklagte gab zu, die Ma« schine dein Milojkovie geborgt zu haben, den Alanaskovi^ damals begleitet habe.
Charlotte Friedfeld erklärte ebenfalls, sich nicht schnldig ,^u fiihlen. Mit Mi-lojkovi«^ habe sie im April ein Verhältnis begonnen. Milojkovi,' habe bei ihr gewohnt. Tie Angeklagte gesteht verschäint ein, zu Milojkovi«^ intime ^Beziehungen unterhalten zu haben, seitdeni ihr Mann bankrottiert se;
Auch ihre Mutter Adele Prager erklärte, sich keiner Schuld bewußt zu siihlen. Die Tochter habe ihr erklärt, d'aß sie Miloj« koviü liebe.
Aehnlich ist die Aussage der Lchrerin Mi-laStepanoviL. Auch diefe Angeklagte filhlt sich nicht fchuldig. Die Angeklagte erklärt, fich mit MilojkoviL vor deni Negi-mentskominandanten in Gerov verlobt zu haben. Es fei eine ideal? Liebe gewesen. Später wurde Milojkoviü nach Maribor transferiert. Er habe ihr gesck)rieben, daß er nach Wien verreisen werde, um sich über die politifche Lage zu informieren und einen Arzt ivegen feiner Krankheit zu konsultieren. Milojkoviü habe erklärt, er werde die Uniform ablegen und sich der Politik widmen.
Heute wurde das Beweisverfahren abge-schloffen. Das Urteil wird morgen um 17 Uhr gefällt werden. Nach Verlesung einiger Dokumente, die sich auf den Prozeß bezk-hen, erhielt der Staatsanivalt Dr. M a r o-k in das Wort. Der Staatsawvalt forderte in feinem ausführlichen Plaidoyer für alle vier Angeklagten die schwerste Bestrafung. Es folgten die Plaidoyers der Verteidiger Dr. B o l s, Dr. Sima Adanja und Dr. K i r ch e r, die die ganze Affäre als eine unernste Sache hinftellten, für die es eine fchwere Bestrafung nicht geben ki^n-ne. Nachdem die Angeklagten noch im Schlußwort ihre Unschuld beteuerten, wurde die Verhandlung geschlossen.
Rakete gelten Hagel.
In Bayern weiß man sich durch eigens dafür konstruierte Raketen ivc'gen Hagelfchaden zu fchi'ltzen. Wenn Hagelschauer austreten, fendet man eine folche Ralete in die Lu^t hinauf, und durch die kräftige Erplosion werden die Hagelwolken zerstreut. Jede Hagelstation ist auf diese Weise iinstande, verhältnismässig gro^ Gebiete zu scliühen. Auf dem Bilde siehst man eine solche Hastelr-^'ete vor dem Abschies^n.
Da« dWIWe,.Gtfkndeinhous" gefunden
Jerufalem, tt. JuU.
Einer britifch-amerikanifchen ForschungZ-expedition ist es gelungen, in Samaria, der alten Hauptstadt von Judäa, einen überaus wichtigen Fund zu machen. Es wurden El-senbeinwandtafeln, die anS den: Jahre 800 v. Chr. stammen, bloßgelegt. Dieselben sind mit Lotosblumen, fremdartigen Tieren und Engeln gefchnlückt und ftannnen voni ägnp-tifchen Pantheon. Der Platz der Ausgrabungen läfzt keinen Zweifel übrig, daß die Elfenbeinplatten zn dem „Elfenbeinhaus" gehij-ren, das im ersten Buch der .^?i>nige (22:L3) erwät)nt ist, denn eine der Platten trägt die Gravierung des Königs Hazael, König von Damaskus, in der Zeit von bis ^00 v. Chr.
Rußland« Lebensmittel-Versorgung
M o s k a u, 6. Julli.
Die Sowjetregierung hat sich inl Hinblick auf das uuvermin'derte Weiterbestehen der Nahrungsmittelfchwierizkeiten zu außergewöhnlichen Maßnahmen entschlossen. Um in erster Linie die Iandwirtschaftlild ist heute nachts im Alter von bb Jahren ^.."stor^n. — Professor Er-land Nordenskjöld, ein Sohn des k^rühmten Polarforscliers und Entdeckers der Nordostdurchfahrt, liereiste fe!t I8M1 Patagonien, Argei'tinien, Bc>livien und Mittelamerika. ! Er mar unter anderem Mitglied der anthros I pologischen ^Gesellschaft zu Berlin nnd des i VevetneS für Vi^ttevkmide in Leipizit^.
_s_
Mit der Iwketmturbine in die Stwtospbäre
Eine neue epochale Erfindung
??r«Naq, «en ?ki1' ISN.
Hagel, WolkenbrUche und Aeberjchwemmungen in Bosnien
S a r a j e v o, g. Juli. Ueb«r Mttelbosnien wütete gestern ein heftiges Unwetter. Iil Bugonno schlug ein Blitz in das Haus der Faunlie AliP^i^ ein, verursachte aber nur geringen Gchaden. In Voinica wurde ein iitind vom Blitz erschlagen. In d<'r UiUl^Lbung von KreSevo ist die Straße dur.1, Erdrutich versch'Utet wvrden. In mehrere Häuser schlug der Blitz ein. -Orte wurden sünf Mühlen vmi ei-
neiil Vildbnch fortgetragen. Ninder er-trank.'n in den Fluten. In Zenica schlug ein Blitz, in einen Mast der elektrischen Leitung und sprang dann auf ein benachbarte»? Haus über, l>hne größeren 'Schaden anzurichten.
Banja L u r a, tt. Juli. ?Iner Meldung aus Bos. Petrovic zufol-l?e fällt in Petrovac seit drei Tagen ununterbrochen Regen. Hagelschlag hat auf den Feldern grossen schaden angerichtet. Anch in den Urürken Minö und Mrkonji^gnid hat 5.'>agelschlag grossen Schaden allgcrich-tet. Vielfach fielen nuszgroßv' Hagelkörner. Die Nkaisfelder sind vollkl^nnnen verwüstet. Näche und Fli'isse sind ans den Ufern getre-t<'n. Tie ^!ras',e Klju^-Mrkonjiegrad steht unter Wasser und ist stellenweise vernmrt. Ter Perkehr wird nur mit größter Mühe abgewick<'st.
Der Man?», der den Tod riecht
Warschau. 6. ^^uli.
Der „Ciirj-sr (5croonny" mMet. Das^ in? .Na!?>nien von Unlersuchun^ien de-^ .lieiis.en ?netliphn>is(s;.n 7u'stitut>? qe^iemmrtig in mr schk'dcnen Wanch-Iner Krankenhäuser!! '^'ersuche ttlit einen! vorläufig nc'ch unsien.lnnl «l^blic'l'enen ?.>:ann c'eiuacht nierdeii. der an-mit .^<>ilf<' seines (^>eruMnn^v ^en i^raililcihent''.'n ovrauosa^ien kann, ne !!!iorail'>sag<'n sollen sich in den allerinei« sten ^'ällen bewnhvheitet halvn. Dieser Mann soll in versctned<'nen Zvitälern vor 2R) Betten mit Tchn^rkrauken in vier len den Tod vorausgesagt l^ab-en, der inner-halk> !8 Stunden dann auck) ern'lgt sei, iväh-r^nd er t-oi verschiedenen anderen Todkran« ?en d'e i^''e!sesuug richtig vorausaesagt habc.
Kömm?lNtstjsche Spionage kn Aran?reilft
Pari s, 6. Juli.
Ter vor einig'c'n Tagen unter der Be-schuldinder Spionage zugunsten 5ow-jeirils'.Kinds verhaftete polnische Student iiester,? vom llndersuchungsriä)-tcr de >: '^^erhvr unterzogen. Bir leugne'!. ,N' dvv ilnu zur Last gelegten Entwen-duuti mil'täriicher Toku!nente beteiligt ge-w?!en ^',u s.iu.
'^'.lsainüu'nhnng ndit dieser Affäre iviird.' l-se.^'n !>eu ciiemaligen kommunistischen 'A!'gcor>uelen Ducl o s ein.v>aft-bcs!i! erlassen, dein er s'ch jedoch durch die nach Rußland euizog.
K!?iS.rvkostituUon in Btriin
Berlin, 6. Auli.
In den Berliner Parkanlalien. besonders iin .'i.^uuib'0!-d!)ain und im ^'riedrim?bain, sind ^väll<' l>on ^inderprostitulion f.'stgestellt word.'n. (56 liandelt sich in allen Fällen um Echulnlädchen. C's erfolgte die ^-^nnafiine von zwei Männern, die auf mscher Ta: ertappt wurden. Tic Schulmädchen hatten oie Mäinier in den ^^lbendstunÄen im Park av' ^er^^^Vt. ^ iuer der Ber^>afteten erklärte, das; es is»n an d^hlirakterslärke fehl^, den tägll-chcn Bersnchungen dnrch justewdliche Zli'ädch.'n M wid-erstel)eu. Es gibt in ^^lin Mütter, die ibre Mädcl)en zur Prostitution erinun-tern. Bisl>er waren innner die Kinder i7pfer der ?'ersi'hrer. Nun ist das uittgckehrto der Fall. Sl'ch? Schusmädchen waren i'chon derart t'erdorl'en, daf; sie vorsäkltch aus die Mmlers'.'ckie ausgingen, sviir cin paer <^iros?hen t'.''ten sich die Zfinder an. ^ine Mirk stellt das Maximum d<:r.
Hartnci«?ige Vcrslopsung. Dickdarm kmarrb. BläiiiingSbeschmc'rc'e». Mc!f.ettr,erstimmuna?n. all genieiucS .'7nulkli?ilöacfiibl werden sohr off durch den Gebrailch t»«.« untiirlichen „syranz-Ioses"» Bitterivasser? — morlil'ns und ibends je ein klmn?« Glas — k^seitiiif. Äerzllicf»? ^infiqröftk'n »»iz 1 dlivlni i^eln!nis c,f» das, da«
Nnlii'l sell'st bei !iieiz>.'cirkeit 0eS Tarmes Achmer/»
Zahllose Berichte über das Raketenflugzeug sind durch die Presse der ganzen Welt gegangen, aber noä) ist die erste bemannte Rakete nicht in die Stratosphäre aufgestiegen. Der Grund dafür liegt auf der Hand. Das Raketenprittzip ist zwar genügend entwickelt, aber die Schwierigkeiten des Aufstiegs in der Atinosphäre unter Ueberwin-dung des Luftwiderstandes ivaren zu beseitigen.
Es hat sich gezeigt, das; die Rakete nur in grosser Hiihe und enormen (^Geschwindigkeiten befriedigend arbeitet, während Start und Landung beträchlich.' (Gefahren in sich bergen, abgesehen davon, das'» der Nutzeffekt bei geringer Geschwindigkeit sehr klein ist.
Gerade die Konstrukteure in den Rake-tenlaboratorien müssen imlner feststellen, daß für den Flug innerhalb der Luftschicht die Bauprinzipien, welche die Brüder Wright vor 25 Jahren zum ersten Male angewandt haben, nnveränderte (Geltung behalten. Mit Motor und Propelb.'r wird der gri?s;te Nul.^^ effekt erzielt. Tie Vervolllv'inmnung des Motorfluges durch die Technik kann aber nur eine gewisse t^^ren^e in Vc'zlig auf (Geschwindigkeit UN!' Höhenflug erreichen, die durch den Lnftwiderstnnd einerseits und die zun'chmende Berdünnung der Luft in der .Hiil)e andercr'eit>5 gezogen ist. Bei der Rakete ist es ulngekehrt, da diese beiden Molinente ihre Wirkung gerade steigern.
Ter Unt.'rschied in der Wirkungsnvise ist leicht erklärlich. T-l^'r Propeller schraubt sich in die Lust hinein und zielit das Flugzeug, wol'ei er einen dichten Lufrstroin nnter die Tragflächen presjt. dichter die Lnst, ninso wirkung'5<'oller d^'r Propeller. Bei dünner Luft, also in grösserer Höhe, verliert der Pr^-^peller an Wirkung. Ueber be-wehrlauf und jiugel heranzielien. Tie ktte ist der (^iewehrlanf. Sie wird durch den Luftwiderstand festgehalten, sedas; die Gase teilweise wirkungslos verpuffen.
(5-s sprechen also eine ganze Reihe von (Gründen dafür, das^ eine Koiubination g^'-su6)t werden mus^, bei der ein Einsak des Raketeirantriebs an der (^renz.^ der Luftschicht mi^glich ist. ^'azu fomnit, dag der
Die erste Ko;!eNivfarm in Fsa n?eilft
„aollhos Nr. 1". - «ein jeWeschtagcner Bcrjuch.
„Kolchos Nr. 1" — so lautet der Rauie einer Siet'lun^^, der ersten ihrer Art, die von Vertretern der ^Towiet-Regierung in Frank--reich eingerichtet n^urde, uln den dort lebenden (5'uiigranlett die Borzüge der komulu-nisrischen Wirtschaft in so verlockender Weise oorzulühren, dasz sie dadurch vcraulas^t dv'n sollten, llach t^r Heimat zurückzukehren. Tieser Versuch der ^owset-Propaganda ist aber nach einer Reilx: l>on UnglüMallen vollkoln!nen fehlgeschlagen. Mit '''eldsum-men, die von der russiscl)en (^sandti:t)vrft beiy^teuert unlrd<'u. wurde ein Landgut in der M>he des Torfes Ozois-le-Ferriere, n'e-.Äilouieter von Paris entfernt, erstanden. Dieses (Äut wurde init den neuesten llind wirtschaftlichen '!!^!pparaten. darunter natürlich lnit unvermeidliclx'n Traktor, lin^gestattet. g<'lang auch, eine Anzalil oon russischen ltiuigranten zu einem Versuch .zu ülerreden. und nun unirden von den Leitern die grös;ten AnstrenguniM -nternon!-uien, uiu ihre Schülcr von den ?e^innugeu der lounnunistischen l^nieinschafts-Wirt-scl>a'l zu i'lberzeik^en. Al>er olmwhl der Bilden fru^liibar war und Mittel in .Hülle und Fülle zur Verü^^nng standen, wciltete doch non '^ln^an-g on eil! Unstern i'rber den! Un-terne.'nneu. ^a-^ erste Unglück n>ar da.5 5ter' ben v^ n wertvoklen ^'^uchtlaninchen, die den Haupttril des Vieh'^e'standes auf „Kolchos Nr. 1" l'ildeten und deren Fortpfan. zung lnan die grös^ien Hoffnun^n geset.U hatte. Tie Uriustve dieses Kanincheirstvrbens ist nicht l'ekalmt iieworden. aber natürlich wurde der Leil?r der Farni, Zmirnou), da-! ftk verant'wortlich gemacht. j
Nutzeffekt bei der Dampfinaschine hi^chstens 23?Ä, bei der Dieselmaschine 33 Prozent beträgt und beim Flugmotor auch nicht höher ist. Die Rnkete weist bei Flngzengge-schwindigkeit einen Effekt von nur weni^i-.'n Prozent auf, der aber bei 1000 Ltilometer stilndcnge'chwindigtcit auf steigt und mit der ('»jeschwindigkeit noch lveiter wächst.
Diesen (Erwägungen hat ztl.m ersten Male ein atuerikaniscl)er Forscl)er Rechnung getragen. Tr. R. H. Goddard, Direktor des Ph>lsitalisen Instituts an der (5lart Universität. hat sich eine Kvnstruttwn patentieren lossen, lvelcho die Prinzipien des Motorfluges mit denen deS Raketenantriebs verbindet.
(^oddard h^t ein Turbinenflugzeug konstruiert. das mit Tragflächen versehen ist, dessen Propeller ai^r am Ichwailz angebracht sind. Die Maschine arbeitet ohne Motor. '^silr besitzt sie den Raketenantrieb, bei dem die ausstri^menden Gase eine Turbine treiben, mit welcher die Propeller ge-> kuppelt sind. Bei glcichbleib00 ltilonieter betragen lvird, da dies die (Äe-schivindigkeit der ausströmenden Gase sei llnd bei voller Ausnutzung der (base deren gesaiuter Druck auf die vorlvärts schießende Rakete ütvrtragen werde.
Bei dieser Kombination ist natürlich auch ein gleicl),zeitiger Antrieb durch Ratete und Propeller möglich, der hauptsächlich für die GrenMicht zwischen Atmosphäre und Stratosphäre in Frage kommt. Das Wichtigste an (^oddards Raketenturbine aber ist, daß der senkrechte Aufstieg bei mörderische!? An-faugsgeschlvindigkeit wegfällt.
(5s '.väre verfehlt, nun gleich an Ei-pedi-tionen nach de-m Mars oder nach anderen Planeten zu denken. Schließlich ist die Be-wältisiuug der strecke Berlin--Nclvyork in einer Ltundc auch keilte ganz zu verachtende Leistung.
Man stellte iHn lvr ein Gericht von (^?' nossen, die «benfalls auf dem Gur arbeiteten, un^ Aa^te ihn der «atotage. der anti-n'!)olutionären (^esiimunq und aller inögli-chcn '^ierbrech«il an, die nur ein Sterbli«i,er gegen ein .Kollektiv lvgohen kann.Aus Furcht vor dem (^ilvgrei'en der franü^sisckien Gerich. te hütete >nan sich doch vor schiverer Bestrafung und begnügte sich dainit. i-'in zur Abli--lerung seines Lohnes für zlvei Monate zu verpflichten, kkiir^^ Zeit danach ivurde die (^cineinschaft durch das Erscheinen eln>es neu en Vcitgliedes in 5'erwirrung gesetzt. Ter ?!euaukömmli!rg hatie nämlich keine Papie-re, uud in Airbetracht der strengen ?estinl-nrungen, die jetzt in Frankreich erlassen sind, erregte das gerechtfertigte Besorgnis.
Das Gerücht verbreitete sich, das; die Polizei eine Untersuchung de.' !>s'olchos plane, und das verleidete vielen d^'n Aufentk)alt. Doch das jähe (!^nde der Unterilehinun-g wur-dt .lerbeigeführt, als ein Feuer in "iueu! der (^^>hen die .>^.0,nun,nisten Hals il^er Üsopk von der Siedlung, Jeder rmfte zusainiueu. ivas er in der (5'ile von dem gelneinsninen Be'it; erlxi'chen konnte, und dann stürzten lie nack? der nächsten Bahnstation, um au' Niminerwiederse-ben z!l versc!>winden. So blieben die t^'-ebäude und die Maschinen verlassen zurück, und der ^oirvjet-^^esa'ndtscheift blieb nichts anderes übrig, als sich nach einem Äxiufer k^es (^rund stiicks unizuse!^.
lMWWWIWWWWWWIVWMWMWWWWWWV
ck -^tem ()ntesstü!?unx8. verein clcr k?IincZeu in l-!ut^!Zang. P
^Vcirfkior^ ,^Ilung^ ?7ummer t7s).
Snalische StraszvNe für Irland
L o n d o n, ö. ^ul5
Das Untechaus hat d^ (tntschlies;uug rU'cr d'e t5rhebunig von Sonderzöllen au' irisch« Äareu unverändert imt 22:1 gegea lil -tiui.-inen angenommen. Dominio.ntt!in'.ster Tho-n!as teilte mit, daß er vom irscheu Ober-tonlnlissär die Mitteilung erhalten habe, Irland n>erd<.' die 'trlttigen Za-zlungen bis zur .'iegelunq durch ein Schisd?gericht zur Ver-fü'.mnq ha'.te!,. Ter Miucher crbliäl in die-scr Tat>aci)e eine erhebliche '.i?rleichl<.rung des .en. irerdeli <^»ölte silr unmittelbar oder mittelbar oas ,'^rlan.'' eingeführte Waren festqe>?I,u, lun jedel^ -Ijer-llist hereinzirbrini^en, der 'entstünde, ux'nn die Regierung des Freistaates Irland iliien Berpflichtnngen nicht nach^äuie. I^er Einschlag soll 10l> Prozent nicht überichrciten unt» gilt für je>den gen>öhnli.hen Z.-'kl ed.r für .tzollpflichtige Ware. Ink Unterhause i't die Vovla^ Astern abends einqebra^lir loor-den.
Wie immer auch das (Ergebnis de-. 5chieds gerichtes (broßbritamlien? und Irl^ind.- ie'n lvird, so ist es klar, das; die '^'.'liiern!'i .^e Valeras alle Anstreni^tuni^u niachs, i.ni .lon (Großbritannien auch iiu nandel un^blvän/iig zu lr^erden. Ter Fr^'istaat strevl besondere Handelsabkommen mit Frankre?a>. Tette . e-se riesige Äasserulenge iregen 'lu'... i Salzgehaltes völlig ungeek^nct. Um.^eui zuhelfen, sind a!n<» q!m. ali.-' ein Drittel des ^^ces. «oll durch einen Tnnnn abgeschnürt werden, und War mablt /-lan hierM diejenige (5cke des 3ee5, wo die lir.ir,, ten Flüsse des (^ek-Ieies mün?'en. ^>i.l>u.ch soll erreicht werden, das; da-? kon^eii'r'-ert einströmende Züßi.visscr da^- '.'^i^'er durch einige Adflußkanäle in? Lau'e v? Monate völli^i verdni?!ql. Ter B^iu Teiches stößt technisch nicht auf r^
'Schwierigkeiten, da die durchsrt>nittl'che ^ > se des Großen «^nl^^i'ees nur l'iier .9 elcr .e-lrägt.
Die Schwäne des Kvin'«
Die Schwäne ge!!'es;en in l^'nglan.'^ vuie Mli^ besondere WeN'chälzung. Niema:^'' >.irf in (5-ngland eillen Schwan taufen, wer dieses seit Jahrhunderten unveri^iderle (besetz ülcrschreiter und gar einen -ch.i>>au lötet,e kann zuln Tode dlirch den -lr^-.n^ urteilt lrerden. Aeit Jahrhunderten cieli n 'n (England sänitliche Zlväne als Pr'.'.-i.'.l'eu-lum des j^önig'? Inl Ti!.'rl)andsl gtl': es keine ^^chwäne zu kau'en, un'd u>r Schiv^ine aus seinein Teich l)t'!l'en liiöl'I'-x,
nulß ein (^'»esuch an den ,.3ctx.vc^nen.iiei''lor d<'s ?>?öiligs" richten. Zirar >.'lr<'!dr aucli d.is königliche H^iu-? keinen .Handel inii 5'chiixr-nen, hiit sicl> ali-cr d<'r Zcl^n'anenineilter davon ül'erzeugt, daß es die ^^ivväne l'ei I.'i-ren! neiien >>errn gut haben n>erde,l, so überläszt er dem Blltst>.'ller c-nige 5ch>oäne aus königlichen! Bosip^ (5s wird ein Unier-schied zwi'ch'n den Zchn^anen dev i^lönigs nnd diesen ^vrsäienkten ^ch-lixinen gc^niachr. ^'elUere ci'lialten ein lvlonder'^'s ^eitn^eicl'en ain Schnabel. Beab'ichtilit inan d'e'e degradierten 5chlvm!e lnit den königlichen zu paarell, so verkligt nlan keines-n>?gs frei üder die Nachkoilnnen. 5ind >i«' Iun>n auc^ie« brütet, so erscheint vielinei^r der 5chwan^'n-'1^?eister aus der Bildsläct>'. ni'd nuß 'ich imt ik>in über die An^'teilnn? der zwilchen dein königlichen Haus und dem ne^-en Besitzer eiwqen.
.Mamover !7st.
»i«»N ^Iks^
5po«r
Finale der Zone A
„Hask" und „Maribor" im Entscheidungskampf der Tennis-
Staatsmeisterschaft
„Maribors" Heuer überaus erfolflreickien T^anien bestellen nun kommenden Sonntag den letzten i^ampf uni die Tennismeisterschaft der Zone A. Ihr Gegner ist kein minderer, als der prominente Zagreber Spitzenverein „i^a5k", dessen Tennisregie im jugoslawischen Tennissport eine an'Zschlaggebende Rolle spielt. „Hast" hat bereits die Meisterschast' der .'^'»crren gewonnen und auch die (5hancen der Tamen sind iiberaus groß. Frl. K ova 6 und Frl. Njemerovski werden auch dies^ mal den Zagreber Tennissport vertreten, '^^eide sind bereits turnierbelannte und er. fahrene Spielerinnen, die gerade Heuer eine blendende Verfassung anzuzeigen verinochten. Tie bisherigen Epiele werden eine belanglose Angelegenheit für die beiden Dainen, die auch gegen „Maribor" mit größten Hoffnungen den Kampf aufnehmen.
Frau Zora Ravnik und Frl. Breda
.Hribar, die auch diesmal die Farben des SSK. Maribor verteidigen werden, stehen diesmal vor ihrem schwersten Kampf, doch läßt der unbeugsame Kampfgeist u. die ungeheure Sicherheit von Frau Ravnik sowie das ruhige Spiel Frl. Hribars große Aussichten l'estehen. Beide Damen hatten scholl inl Treffen ulit Zlatar einen neuerlichen Formauf-schwuug gezeigt, indem sie glatt niit 5:l) über die Porschlußrunde hiuwegkommut konnten. Gegen „Ha«k" ist die Angelegenheit schwieriger, doch lassen die bisherigen schönen Erfolge einen ehrenvollen Ausgang fiir unseren heimischen Tennissport erwarten.
Gleichzeitig bestreiten auch die .^^erren von „HaSk" ein Freundschaftsmatch gegen „Maribors" spielkräftigften Vertreter des weißen Sports. Die Kämpfe finden Sonntag ab 8 Uhr auf den „Maribor"-Plät^en im Bolks-garten statt.
Vc'i den Meisterschaftsspielen der Tennis-amateure in Wimbledon konnte sich der erst l:)jährige .^talifornier Cllsworth Bines den Titel holen.
: Radovanovie schlägt Punöec. Im Turnier uin die Tennismeisterschaft des Donau-banates feierte Nadovanoviö aus Od^aci einen überraschenden, hart errungenen Sieg über den Finalisten der diesjährigen Staats-mcnsierschaft Punöec, den er mit 6:4, 7:5, 0:2 zu schlagen vermochte. Ferner schlug Lionjovlö — Balazs 8:6, 2:6, 6:!?, Punöec — ^tukuljeviö Tomica 6:2, 6:1, Nadovanovik' — Brigiö 6:2, 6:1.
: SK. Rapid. Die erste Jugend spielt Sonntag, den 10. d. um 9 Uhr gegen „Maribor" am „Ä!arllwr"-Sportpla'tz. Es spielen Tschertsche, Viuöcr, Schwarz, Langha-mer, Gomol, PrinerÄ!k, Vogrin, Mattel, 5>ober, Bendnrser und Roökar. Die Genannten habcn den .'ociinatschein oder Schul zeugnis mitzubringen.
: TK. Svoboda. Morgen, Freitag, um 20 Uhr wichtige Zusmmnenkunft /.wecks Besprechung d'^s Wettspieles gegen den Voits-berger Sportverein im Verelnshnm.
: Rudermeisterschaft von Jugoslawien.
In Vcograd, im rechten Seitenarm der Sa-ve bei der (ukarica, im nc-uerbauten Stadion des Jugoslawischen Ruderv^rSandcs, wird am 3onntag die StaatSlueisterschaft im Rudern ausgetragen. An den Wettkäinpfen nehmen Ruderklubs aus dem ganzen Lande teil. Die Veranstaltung ist insoserne von besonderer Bedeutung, als auf t^rund der Ergebnisse die Altswahlmannschaft zusammengestellt wird, die Jugoslawien im Wettkampf UIN die europäische Rudermeisterschaft vertreten wird.
: Jugoslawische Radfahrer in Ungarn. Jugoslawien hat im Gruppenkainpf der „Tour de Hongrie" den fünften Plat^ besetzt. In dein Rennen waren acht Länder vertreten, von denen ?)esierreich, Teutschland und Polen ausgeglichen sind. Ter No-visader Iohznn Paoli^ war der beste untx^r den jugoslawischen Fahrern. Tie jugoslawische s^ruppe liestand ans Johann Pavli«^ (NA.sk), Grgac sZcigreb), Skrobl sZagreb), Ivkoviii sl'^iiirgievae, Slawonien) und Er-dely tSnbotica). Tie Mailnschaft umchte einen anten Eindri^cl nnd hat den jugoslawi-schen Radspert ehrenvoll vertreten.
: kdelmciß IW0". Sonntag, den N«. Iti-li Verl)andSrenncn. Start nm l» Uhr früh beitti 'U'iss-^'nul^rk. Tie R<'nnfahrer haben sich rechtzeitig b<'im Verband^kassier .^lebs we-
gen der Nennung zu melden. Bis 8. Juli Nenngebühr 10 Dinar. Das Moriz Tadieu-Gedenkrennen findet ani Sonntag, den 2t. Juli statt, an doiu auch die Grazer Sportler teilnehmen werden. Nähereg folgt. Jin Juli d. I. findet auch eine zweitägige Par--tie nach Gleichenberg statt. Anmeldungen ail Obmann Halliwidl richten, der auch weitere Auskl'lnfte erteilt.
: Hajduk" besiegt den Sofioter „Levjki" mit K:V. Im Prager allslawischen Fußballturnier besiegte „Hasduk" den Meister von Sofia überrascliend hoch mit 6:0 (3:0). „Sparta" siegte gegen „Boheminans" mit 4:.^. .«^nte spielt „Hajduk" gegen „Bohe-minans".
: Weltrekord über 40v VardS. In Kalifornien stellte Williams Cark über 400 Uarbs (etwa 400 Meter) - Lan'en "inen neuen Weltrekord auf. Er bewältigte ^ie Strecke in genau 47 Seklmöen. Die neue Marke wurde Kreits offiziell anerkannt.
lG'H» .
Aus Lette
c. Todesfall. Mittwochs den ö. d. starb in der VodnWva uAca Nr. 6 Herr Haupt-niaim Dragomir T e? l i S. Das Begräbnis findet Freitag, den 6. d. auf dem Stadtfriedhofe statt. Friede seiner Asche!
c. Die Autobusfahrt ins Logattal mied verbilligt. Das städtisch« Autobusunternch-men hat den Fahrpreis für die Tour von Celje ins Logartal herabgesetzt, und Alvar von 60 auf 50 Dinar. Bei dieser Gelegen-»)eit ist auch die Straße von Äolöava bis zum Lo^artal zu erivähnen, die einer dringe niden Ausbesserung bÄarf.
c. Abgefagtes Gaftfpiel. Das G«stspiel des Ljllbljailaer Schaufpielensembles muhte ve-gen der unigiünstiigen Zeit auf den Herbst verlegt iverden.
c. Bokalkonzert im Gtadtpart. Wie all« jährlich wird auch Heuer der Männerchor
des Gesangvereines „Svoboda" im Stadtparke l?ffentliche Konzerte veranstalten. Das erste Koirzert sindet S-amÄag, den l). d. M. mit Beginn unl halb 21 Uhr statt. Die Veranstaltungen versprechen etlvas Loben in den abends vereinsamten Stadtpark zu bringen. Dirigent ist .^xrr Cyrill Prsgclj.
?. Totschlag am Bmder. Sonntag abends ereignete si.ch in Ogorevca bei Sv. Iurij eine Famrlientragi^die, bei der zwei Brüder sich gegen seit ig tätlich angriffen, wobei der eine den Tod fand, der andere aber ^ns Krankenhaus üibersührt n>erd'en mußte. Die Kin>der des 4.^jährigen Be>sit>ers Ivan Ian-iZit!, vulgo Svetec, spielten altk dein Acter von Iani-ii:' 45,jährigem Bruder Tlhl>mas. Wahrend d<'s Spieles brars>sn die Kinder ein.'ge Weizenähren a^b. Dies beinttkte Thomas uitd verjagte die Kinder. Ivan, der auk seinen? mähte, kam nun näher nnd
stellte seinen Bruder, mit denl er schon seit längerer Zeit in Unfrieden sekte, Mr Rede. Es entstaild zwischen den Brüdern ein heftiger Wor!'!ix'chsel. bis ischließlich Lh.omas mit der Mistgal'sl. die er zuMig in der >>and hielt, Ivan einen Schlag verse;.tte und ihn a.,n .'oalse verwundete. Ivan geriet dadurch in i'olche Wut, daß er mit der Sense
auf seinen Bruder losschlug. Die Sense durchibo^hrte diesen, so daß die Spi^e am Rücken heraiustrat. Lautlos fiel Thomas zu Boden und war Isfort tot. Ivan JanLie wurde felstgenvmmen, doch mußte er vorerst ins Allgemeine Krankenhaus gebracht nvr-den. .
c. Unfälle. Die ükjäihrige Taglöhneri n Joihanna Stajnko niar in Ponilva!^im Heu inähen beschäftigt. Als sie auf den hochbela-denen Wagen kletterte, um das Heu nieder-zudriicken, verlor sie das Gleichge-
wicht und stürzte auf den Boden, wobei sie sich die Wirbelsäule brach. — Die 32iäkirige Besitzersgattin Juliane Berdnik aus Loöe fllhr bei einem Feste auf der Rutschbahn und stürzte dabei so tinglucklich, daß sie sich das rechte Bein brach. ^ Den SZährbgen Anton Apiljak aus Lisce überrannte eine wiüdge-wordene Kuh und verletzte ihn schwer am .^"^lse. — Der 2?sährige Maurergehilfe Vladimir Pi-lih wurde von einem Widersacher auf der Straße i'lterfallen. der iHn: ein Me'--scr in die Brust stieß. Pilibs Znstand ist sehr ernst. — Alle Verlehteit wurden ins Allge-ineine Kranken^haus gebracht.
-—
Aus Mut
p. Stadtbaumeifter» Anton Treos Heim-fahrt sand unter reger Anteilnahme statt. Bon nah ud fem waren Bekannte und Freunde des Verstorbenen herbeigeeilt, um ihm das letzte Ehrengeleite zu geben. Korporativ beteiligten sich die Beamten und Angestellten der Stadtgemeinde mit Bize-bürgermcister Herrn P i r i ch an der Spitze sowie die Genossens^ft der Maurer und Zimmerleute. An der Spitze des langen Leichenzuges marfchierte die Stadtkapelle. Ehre seinem Angedenken!
p. Das Gremium der Saufleute hielt vergangenen Samstag im Gasthaus BrenöiL unter de>in Borsitze seines Obniannes .Herrn Lenart die diesjährige Hauptversammlung ab, die neuerdings ein klares Bild der ersprießlichen Zusammenarbeit der Kaufmannschaft brachte. Bei den Ergäirzungs-wahlen wurden die Herren Alois B r e n-L i ö, Heinrich Sonnenschein, ^io-maS Breznik und Julius Tognio in den Aussichtsrat berufen. Ferner erstattete Herr Kajzer aus Sjubljana einen ausführlichen B.'richt über das neue Gewerbegesetz. In längerer Diskussion wurde der Vorschlag betreffs der obligatorischen Kranken- und Altersversicherung unterzogen, wobei beschlossen wurde, der Aktion beizutreten. Schließlich wurde die Bezeichnung des Gremiums in eine Vereinigung der Kaufleute umgewandelt.
P. Das Nitoper>HauS in der MurZiLeva ulica 2 beabsil^igt die Stadtgemeinde zu verkaufen.
p. Beschwerde der Gastwirte. Anläßlich der Euäiaristischen Feierlichkeiten traf man überall großzügigste Vorbereitungen. Auch die Gastwirte wurden dazu veranlaßt, alles sür den zu erwartenden Massenbesuch vor-zusorgen. So wurde bereits im vorhinein die Anzahl der Fsstgästie, die in den einzelnen Gasthäusern einkehren werden, festgesetzt. Trotz der schweren Zeiten wurde am Kongreßtag alles vorbereitet. Gebraten und gekocht wurde in Hülle und Fülle, überall wurden Aushilfskräfte aufgenommen — u. als die Mittagsstunde schlug, kam niemand von den angekündigten Festgästen. Wohl sah man im o^ren Stadtteil bei einem Gast, Hanse eine massenhafte Ansammlung, doch fand sich niemand, der die Leute auf die einzelnen Gastftätten verwiesen hätte. Der Schaden ist in der heutigen großen Not nur noch empfindlicher.
Aus KonIIce
k. Anerkennung. Herr Franz Kol Sek, Sekretär unserer Marktgemeinde, wurde aus dem königlichen Fonde für Verdienste auf dem Gebiete für Kultus, init einem Betrage von Din 250l).— belohnt. Wir gratulieren!
k. Eine Zweigstelle des Welnbauvereines
wnrde vor kurzem hier gegründet, welchem bis jetzt schon 50 Mitglieder beigetreten sind. Zum Vorsitzenden wurde Herr A. KriZni zu dessen Äellvertreter .Herr A. Berce u. zuln Sekretär Herr I. Nemee gewählt. Für den .^lerbst sind Vorträge, sowie Klirse über Weinkellerei vorgesehen.
k. Feuerwehrfest. An das niohl gelungene Sokolsest vo,n 20. v. M., verbunden >nit der Fahnenlveihe. welcher auch der Herr Banus,
Dr. Drago Maru^iö beiwohnte, schließt sich nun Sonntag, den 10. d. das Fest der Feuerwehr von Konjice an. Das Programm ist sehr reichhaltig gehalten, die Wetterprognose für den Sonntag ist auch günstig, demzufolge ein guter Besuch zu erwarten ist.
Aus VoUkant
Po. Schwerer Sturz eines Radfahrers. Bor
einigen Tagen suhr der Beamte F. K. von PoljLane nach Makole. Bei der Rückfahrt versagte auf der steilen Strecke in der Nähe des Sägewerkes Bogina in Makole die Bremse des Fahrrades. K. fuhr mit größter Geschwindigkeit in das.Brückengeländer und stürzte kopsüber in die, an dieser StMe ziem-lich tiefe Dravinja. Mit größter Mühe erreichte der Radfahrer wieder das Ufer. In Makole wurde er verbunden und sodann nach Poljeane geschafft. Die Verletzungen am Gesichte und am Kopfe sind schwerer Natur.
Po. Racheakt. Wie schon berichtet, wurde vor einigen Tagen dem Maschinisten I. K o-p i ö, welcher im Dainpfsägewerke des .Herrn P. Magerl beschästigt ist, ein Fahrrad ent-wendet. Kopiö zechte nun einen Tag nach dem Diebstahl in einem Buschenschank in Pekel, und begab sich dann zum Sägewerk, um t>ort am alten Nachtwächter Rache zu üben, da er diesem die Schuld zuschrieb, daß ihm das Fahrrad abhanden gekommen war. Durch die Geister des Alkohols angeregt, verprügelte er den Nachtwächter, sodaß dieser ärztliche Hilse in Anspruch nehmen mußte
Radio-Programm
Freitag, 8. Juli.
Ljubljana 12.15 und 13 Uhr: Schall-
Platten. — 18: Nachmittagskonzert. _
20.30: Uebertragung aus Beograd. ^ B e o»-grad 20.30: Konzert. ^ 2i.40: Abendmu. sik. — 22.5)0: Unterhallungsutusik. — Wien 20: Ueibertragung aus Amerika. — 20.1ö: Bauernmuisik. — 21.30: Kamniermusik. HeilSberg 20.15: Abendveranstaltung. — Bratislava 21.35: Bühnenaus» sührung. 2?.20: AbelidmiGk. — B u k a> r e st 20: Konzert. — S t o ck h o l in 20: Konzert. — 22.15: Leichte Nkusik. -Rom 20.45: Abendveranstaltung: — 22.15: Un-terhaltultgsmusik. — B e r o nl ü n st e ^ 20: Kotizert. — 21.45: Mendlnusik, ^ Langenberg 20.30: Sliuchhoniek.'n-zert. — 22..W: Nachtmusik. — Prag 20.30: Sonatenabu» den eii»ed!Sz7jken (Gebieten vie internMionsle I?o!itili. Politik lje5 Deutscden IZetcKes. äsi I^ündel u.Oemeinclen.l'srteipoljtlk.^ecdts pklexe, Kultuspolitik. k^r«uenveve xuns?. l '»ndel u. (Zeverbe. Locteii Politik, I^insnrvezen, Veklielni!. vesen ^ollvesen Soiii.ilpolitil« Vc»«lt?iellm.'z5ve8en ctsi?
ÄllN! lOi» U
/^üncken. I-uc1>viA8tr. 17 «
lelt^pbnn 32-^.Ai
q. ?k,,N WAS.
Numin!^ 'sT^.
I^VlcaZ
Donnirstoo. den 7. Sult
Bergfahrt ln ÄezernlkS Reich
Sonntag festliche Einweihung der „Ribniska koöa"
S>
Er ist zivar kein MSniy. sondern nur ein gutluüllgvr und w»hlVoIl!c^^n>d^r Waii^rmann; ab«r dcr Berge lichte Höhen, auf. denen er in einem idyllischen Bergsse haust, sind doch ein Königreich; dünn filrstlich, königlich, ma. jest^tisch ragen die Bevgk»ppen des „Ie^r-jti vrh" und der „Belita kopa" WM Him« mel einpor und ein freies Aönigrelch, an keinerlei Launen gebunden, bilden die Taufende von Scharm, deren Herzen von den unsichttaren Banden der Liebe zur Natur zu einer höheren Einheit ttmschlun>gen werden und ein Kürst ,ein Aöni.g ftihlt sich, dem Himmel nä^r als dem Dunst des Alltags, -wer immer dessen luftige Bezirke durchstreift, mag es nun der Beri^bauer ieNi. der daselbst, ein freier Mann, il>ber seine glän>« zenden Alpenwiesen stolz dahinschreitet, oder der mütie Wanderer, ider soeben dem Lärm der Stadt entflohen ist.
Der iniposante Bau, den opferi'.>illige Liebe zu den Bcrg'.'n untd zielbewußte 'Tatkraft niitlten in Ie,',ermks Aönigr^'ich geschaffen haben, ist ein stolzes Lustschloß, ivenn über den lang'lieMcnen Hc>henrücli:n des We?t' bachern Glück und Glanz schöner und ge-sunder somm^'rtage ausi^ebreitet liegt; lst eine kühne Zchuh' und Trutzlburg, wenn Aeolus die Wucht gewaltiger Winterstürnie von den Graten der Tanntalcr Alpen ge« gen das „Äirchlein" in diesem Ve 'gparadies u>nd gegen dessen Besucl)er lo5gelajsen hat;
es ist aber auch ein trautes Nest, in dem Tauben ungestört piePen und gurren, wenn eine warme spät^rbstsonne jjter einem Meer von Nebeln und tiefen Wolken durch die Veranda- und Balkonfenster in eine stille Stulbe hineinleuchtet. In der Tat wird mit der Eröffnung des modernen Alpenhotels beim „Kirchlein am Bachern" Iezer-niks Königreich, der Westbachern, der bisher ohne jede UnterkunftöhiUte war, jenem intensiven Touristenverkehr erst erschlossen wer den, den er anMi^its seiner alHinen und sportlichen Vorzüge verdient. T^s Eröff-nuidgsfest am kommenden «Mntag n>ird eln Tag der Freude sein für alle, die der Be ge lichte Hohen lieben, ein Ziegesft-ft des Idealismus i'lber einen hinkenden Materialismus muß aber auch eine niafsenhait >besuchte Berg und Wallfahrt zu 7;ezerniks herrlicher Somi-merrcsidenz weri>?n,
»
Avi'schen Maribor und Ribniea wird aus diesem Anlasse eine Autobusverbindung eröffnet werden. Die Abfahrt des Wagens er-sogt Tamstag, den 19. d. nachmittags um den. Der Fahrpreis stellt sich hin uird zurück auf 60 Dinar. Abfahrt vom Geschäfte Maser. — Ferner werden für die Bergsteiger l^i allen Züaen in Brezno Autobusse und Wast?n zur Ver'i'iaung sdLhen. Desgleichen bei der Rückfahrt Sonntag abends in Rib-nica.
chen Verdienst zu finden und so die ungünstige soziale Lage zu verbessern. Ein stets wachsender Zustrom solcher Leute wird ins« besondere in Beograd wahrgenommen, wo jedoch diese Bedauernswerten keine Arbeit und damit keinen Verdienst finden können. Auch sind solche Personen verschiedenen Unannehmlichkeiten und Beschwerden ausgesetzt, da ihnen mangels an nötigen Mitteln keine Unterstützung gewährt und auch die Rück^ reise nicht ermöglicht werden, kann. Die Bevölkerung wird deswegen im eigenen Interesse davor gewarnt, in Beograd Verdienst-Möglichkeit zu suchen, da keine Hoffnung besteht, dortselbst irgend welche Beschäftigung zu finden.
m. Rückkehr der ersten Gruppe der Ferienkolonisten vom Bachern. Die erste Gruppe von Kindern, die für die Dauer von vier Wochen in der Ferialkolonie bei Sv. Martin am Bachern untergebracht waren, kehrt Montag, den N. d. mit dem Zug um 11.19 Uhr vormittags nach Maribor zurück. Die Angehörigen der Kinder werden ersucht, dieselben am Hauptbahnhof abzuholen und ihr Gepäck zu übernehmen..
Den Bauch aufgeichUM
Heutc nachts ereignete sich in der TotnSi. Seoa nlica ein au sehen^rregender Zivischen-fall. Ter Zollbeamte Gavrilo G a v r i l 0-v i itupfunslen und Androl>ung niit Tätlichkeiten auf, in die Gesellschaft zurückzukehren. Rojs warf sich schlch'.cßlich auf Gavrilovi«^, es entstand ein Ringen, wobei Gavriloviü sein Taschenmesser zog und dem Angreifer einen Stich in die Bauchgegend versetztes. Rois versp-ürte die Verletzung nicht, erst als er in dos Gasthaus zurüäkchrte, brach er Plö!;li6> beiviisUlos ',u-saimnen. Seine Zerbkumi'anen untersuchten sofort die ^^crletzung und fanden einen > fen Baiickstich vor, so daß die Gedärme bereits berauö'etreten waren. Die Rettungs-alb^eil'.mg nbern'll^rte Nojs ins Krankenhaus, wo an ihn: sofort eine Operation vorgcnom men wni'de. Die Verletzung gibt Besorgnissen Anlaß.
Gavrilovic ni.?l>?t< Vorfall s-'lb.st der ^ Polizei, die die neiteren Erhebungen einleitete.
noch WMlwg
Die Bevölkerung deS Draufeldes steht noch immer unter dem Eindruck des furchtba-ren Verbrechens, das Montag an eiliem 13-iährigen Mädchen bei Hajdina begangen worden ist. Die arme Maria Kmetec war ansersehen, den entmenschten Wüstling zum !)pfer zu fallen und ihr junges Leben cin den Folgen der erlittenen schrecklichen Verletzungen auszuliauchen.
Tie Gendarmerie ist fieberhaft an der Ar« beit, die Scheusale ausfindig und dingfest zu machen. Die furchtbare Tat kann nicht ein einziger Mensch begangen haben, sondern es müssen niehrere gewesen sein, die nach dem Sittlichkeitsverbrechen die arnie Hirtin erdroßelt hatten. Unter der Leitung des Gendarmeriekapitäns Herrn Evetk 0 vi 6 sind die Hüter des Gesetzes und der Ordnung Tag nnd Nacht auf den Beinen. Sie durchsiretsen die ganze Gegend, vor allem die Wälder am Dranfelde, da angenommen wird, daß sich die Bösewichte dort versteckt halten. Die aufgebrachte Bevölkerung unterstützt die GeN' darmerie tatkräftig, sodaß zu erwarten ist, daß die Verbrecher schon in kürzester Zeit der gerec^'ten Strase werden zugeführt werden können.
Spart mit dem Wasser!
Aufruf des Ttadtmagistrats.
Infolge der außerordentlichen Hitze und Trockenheit hat das städtische Wasserwerk mit großen Schwierigkeiten zu lämpsen, da der Wasserverbrauch bereits auf sielien Millionen Liter täglich angestiegen ist. Das Wasser, werk beliefert außer der Stadt auch die benachbarten Gemeinden, sodaß mit einer Ver« braucherzahl von rund 38.0W Personen zu rechnen ist. Bei einen: rationellen Wasserverbrauch rechnet nian per Kopf u. Tag rund 100 Liter, was im Lanfe von Stunden einem Konsum von 3,800.000 Liter oder 3800 m' Wasser entspricht.
Daraus ist ersichtlich, daß viel Wasser ohne besondere Notwendigkeit verbraucht wird. Ein Grund hiefür ist darin zu erblicket,, daß große Wafsermengen durch defekte Leitungen oder Klosetts verbraucht werden, in denen wegen der schadhaften Anlage das Wasser ständig fließt. Andrerseits werden mehr als 3 Millionen Liter täglich für Luruszwecke verwendet, wie Gartenbesprengung, Getränkekühlung, Springbrunnen, Kühlung von Nänlnen, übermäßiges Baden usw. Es liegt hier ein unnötiger Wasserverbrauch vor, der in der Winterzeit für die Versorgung der genzen Stadt genügen würde.
Obwohl die Pumpen des Wasserwerkes ununterbrochen Tag und Nacht in Betrieb stehen, ist es fast uninöglich die nötige Wassermenge zu schöpfeil. Der Wasseroerbrauch steigt von Tag zu Tag. Es werden ein emp-ftndlicher Wajserinangel und dainit im Zusammenhange verschiedene Unannehmlichkeiten auftreten, falls nicht bald ein Wetterumschlag etiltritt.
Mit Rücksicht auf die angesichrten Moinen. te ist der Stadttnagistrat genötigt, die Bevölkerung zuln größeren Sparen mit Was-seic aufzufordern. Wie dies schon in den früheren Iahren der Fall »var, ist die Schaffung des Wassers aus dem städtischen Was. seriverk auf aiideren Boden streng untersagt.
Falls die Wasserleitungsordnung nicht ein« gehalten werden und der vorliegende Aufruf erfolglos bleiben sollte, wird sich der Stadtlnagistrat gezwungen sehen, in kürzester Zeit die Straßenbesprengiing einzi:-sttkleii nnd gegen die Schuldtragenden im Sinne der 60 uiid 77 der Gemeindeord-nung für die Stadt Maribor das Strafverfahren einzuleiten. Gegebenenfalls wird solchen Parteien für die Dauer des Wasser-inatigels die Lieferuiig von Wasser entzogen.
IN. Keine Berdienstmöglichkeit in Beograd.
^'"^n letzter Zeit kommen in immer größerer Zahl Arbeitslose und verarmte Landbevöl. kerullg in größere Industriezentren und Städte in der Meinung, hier irgend wel-
sagt >VllkeIm vuieli. Die Letten «näera »led. >Vt»»en»ek»ft unä leeknlk Kaden UN» ln »0 mancker «Ite
Lntkaltgomkelt vlkkUck »um Vei^gnilgen gemockt. v. delm Knltee. ^uek venn vir UN» 6e» Koikeln» vegen »einer lieiiivirkungen oul tterr un6 t»Ierven entknlten mUs»en. «jllrsen vir doek eckten, kerrtteken Koiiee trinken. — nSmUci» 6en koltelnkrelen Kollee ttng. Kallee iieg I»t gnrnnUeri unsckSäUcil un6 »ekmeckt liervorragenä gut. >Veim 5te Ikre Oesun^kett »ckonen vollen» vSklen 5!e k!ugervei»e Kaktee ttsg!
le^e» gute l.eden»mlttelge»ckßft tllkrt lkn; euck im ttotel unä Katteeih«»» vlrck er ouk >Vun»ck »ervlert.
m. Schweres Bauunglück, heute früh um 6 Uhr ereignete sich bei den Reparatursar-teilen eines Hauses in der Aiaistroua ulica ein schweres Unglück. Der Maurer Aiichacl 'S t r u c l befand sich in 8 A>!eter Höh2 auf einem Hängegerüst, als plötzlich dieses Ge« ri'lst aus bisher unbekannter Nrs^^ch^ plötzlich riß und den unglücklichen Arbeilec lnit in die Tiefe riß. Die fowrt herbeigeeilte Ret» tungsmannschaft überführte den Bcdauern^ werten in besinnungslosem Zlistande ins Allgemeine Krankenhaus.
m. M. B. Dienstag, den IS. d. um balb Uhr außerordentliche Liauptversamm« lung im Vereinsheim. Anschließend Schlußkneipe.
m. Auf eine Mistgabel gefallen. An: 6. d.
wollte der 30jährige, in Lukaoee sGenie.nde Negoda) wohnhafte Besitzer Johann Elbs! seinen Stier im Stalle anbinden. Er glirt dabei aus und fiel auf eine daneben lieg'nde Mistgaibel, wobei er sich dei^ linken Fns; aufschlitzte. Er mußte im Kranken Hause Hilfe suchen.
m. Wetterbericht vom 7. Juli, 8 Uhr: Feuchtigkeitsmesser —4. Barometerstand 7S9, Temperatur -i-28, Windrichtung OW, Bewölkung teilweise, Niederschlag 0, Umgebung Nebel.
* „Franz»Josef"-Bitterwasser altbewährt gegen Verdauungsstörungen, Magenlveh, Sodbrennen.
* Blumenfest und Tanztonkurrenz Gam<-tag — Belika kavarna. 890Z
* Zahnarzt Dr. Gtamol ordiniert ab Donnerstag, den 7. d. bis auf weiteres nicht.
888Ü
m. Heute abends konzertiert im Ttadtpark
die Militärkapelle von halb 8 bis 9 Uhr.
m. Fremdenverkehr im zweiten Jahres, guartal. Jin Laufe des zweiten Jahresviertels wurden beim hiesigen Meldeamt insgesamt 766^ Petsonen angemeldet, während 7706 abgemeldet wurden, von denen sind in öffentlichen Lokalen 4388 und in Privatwohnungen 3S68 Fremde untergebracht worden. Insgesamt wurden hievon 1384 Ausländer angemeldet und zivar waren 886 aus Oesterreich, 150 aus Italien, 140 aus Deutschlaiid, 134 aus der Tschechosloivakei, 58 aus Ungarn, 11 auS Frankreich, 10 aus der Schweiz, 8 aus Polen, 0 aus Holland, 11 aus den Vereinigten Staaten, 5 aus Ru. mänien, 2 aus Bulgarien, 3 aus Rußland sowie je einer aus Spanien, Griechenland, England und Estland und schließlich 3 aus Asien.
m. Frau Fanny Brandl im Radio Ljud-ljana. Heute, Donnerstag, um :.^l.15 Uhr konzertiert i,n Ljubljailaer Rundfunk unsere lieimische Violinvirtuosin Frau Fanni) Brandl. Tie Künstlerin wird Mendel-sohns Violinkoi:zert, Straivinskis Suite, (!aj-kovskis „Serenade melancolique'' und Wie-niawskis „Knjaiviak" zum Vortrag bringen. Die Klavierbegleitung ivird Kapellmeister Dr. Svara besorgen. Um halb?1 Uhr singt die bekaniite Konzertsängerin Frau Paula Lov'^e.
in. Der Perschönerungsverein in Studenei
hält Camstag, den 9. d. unl 20 Uhr im Gasthause Spurej seine dieszäsirige Geiie. ralversaininlung ali. Die Mitglieder werden ersucht, womöglich vollzählig zu erscheinen.
in. Unfälle. Die 35jährige Besitzerin Helene m böch'ten Grad schick, wenn die dellen Sommer''ul?e "landbemalt sind. Die. jenia-^n, welcde lx«! Sache am nieisten ^-reude baben. sind wohl die Vielau losen «ünstlev, die dadur^> (^^lo.^'nbeit finden, ein ivenlg ju vcrdieneu.
,AkaMo?er Zeittitmg' Numm« I7T.
FrcNag, den JB W3?.
Wirtschaftliche Rundschau
Äugoslawlms DerbindliMeiten
Außenschuld 32 V«, Jnlandverpflichtungen 6 Milliarden -TilMNgsdienst 1277 Millionen jährlich
Der Finanzministe? veröffentlicht den Gtan^ der Verbindlichkeiten Jugoslawiens gegenüber dem Ausland, wie auch den eigenen Staatsbiirgern gegemiber. Die Ge. janttverschuldung gegenüber dem Ausland beläuft sich gegenwartig auf 32.763 Millionen, während sich die Jnlandverpflichtungen auf Millionen Dinar stellen. Die Annuitäten für die Tilgung dieser Verpflichtungen lverden für das Finanzjahr 1932-33 mit 1S77 Millionen Dinar festgesetzt.
Aon den Außenverbindlich' leiten entfällt der größte Teil auf die Kriegsschulden. Gegenüber dem Ausland bestehen insgesamt 28 größere oder kleinere Verpflichtungen, von denen an erster Stelle jene gegenülier England mit Mi? Millionen Dinar steht. Es kommen sodann die Kriegsschuld an die Vereinigten Staaten mit S-tt'3, die von der chenmligen Oesterreichisch-ungarisclM Monarchie übernommenen Schulden in der Höhe von 3W2 Millionen, die ^58- und die 7?öige Blair-anleil)e aus dem Jahre 1922 in Gold im Betrage von 2507 Millionen, ferner die ili-ternationale Ztabtlislerungöanleihe in der Höhe von 22128 Millionen, die Kriegsschuld an Frankreich 2227 Millionen und die Verbindlichkeiten aus dem Dances - Plan im Ausmaße von 2lM Millionen Dinar. die a ch kr i c g s ve r s ch u l d u n g betrifft, lvären die 61^?Sige Anleihe aus dem Inhre 1926 im Betrage von 123L Millionen zu erwähnen. Die v o r dem tt"' r i e g e -ingegangenen Verpflichtungen sind größ-tenleilo geringer, ciusgenoulmen die 4?« ige konvertierte ?!nlcihe aus dem Jahr« i3W, die etwas über 2 Milliarden Dinar ausmacht.
Von den inneren Anleihen rangieren an erster Stelle die Kriegsschaden-Obligationen, die sich gegenwärtig noch auf 4ülü Millionen stellen und die 7^ige Jilve» stitionSanleihe aus dem Jahre 1921 in der ^he von Millionen Dinar. Die Beg-luk-Obligationen betragen 5W und die 4böigen Agrarschuldverschwibungen 12V Millionen. Es folgen noch die Begluk-Obliga-tionen der dritten Emission in der Hös)e von 1Ü0 und die Verbindlichkeiten aus der Liquidierung der AgrarverhÄltnifse in Dal-matien, die sich auf 4lX> Millionen Dinar stellen. Die übrigen Verpflichtungen sind gering.
Aus dieser Aufstellung ist ersichtlich, dak die vor und nach dein Kriege eingegangenen Verpflichtungeil verhältniKniäßig nicht groß sind. Vor dem Kriege wlirden Anlei-ljen in der Höhe von rund 5 und nach Frie-densschlnß solche von etwa 6 Milliarden Dinar aufgenommen. Der Großteil der Verpflichtungen Jugoslawiens stammt aus der Kriegszeit.
ANgemel'^e AMenentweriung
Die Weltwirtschaftsdeprefsion wirkt sich besonders kraß im rapiden Rückgang des Ak-tienwerteS aus, was vor allem sowohl in ^ Europa, als auch in Amerika bereits einen j derartigen Umfang angenommen hat, das; l die Papiere gegenwärtig geringer gewertet werden, als im Jahre 1929 die Dividende I ausmachte.
j Bier Fünftel der an der Newliorker Bör-!se gehandelten Papiere werden gegemvärtig mit weniger als 10 Dollar per Stück gelwertet Beispielsweise sei erwähnt, das, von
12 der größten Unternehmungen der Bereinigten Staaten im Jahre 1YS9 die anf eine Aktie entfallende Durchschnittsdividende 7.37 Dollar betrug, während die Börscnnotirung dieser Papiere gegenwärtig durchschnittlich 4.(V lautet.
An den europäischen Börsen ist die Lage etwas beffer, ausgenommen in Stockholm, wo infolge des Zusammenbruches deS Kreu-ger-KonzernS die Aktienentwertung der meisten Unternehmungen ein noch unerfreulicheres Bild abgibt.
X Stand der Nationalbank vom 3V. Juni (in Millionen Dinar, in Klammern der Unterschied gegenüber der Vorwoche.) A k-t i v a. Metalldeckung 1979.S (^7.3), davon in Gold l7M.g (—6.2), Wechselportefeuille 1936.1 (— 18.2), Lombarddarlehen 31^ (^7). Passiva. Banknotenumlauf 4033.4 (-s-ic>4.4), Verbindlichkeiten gegen Sicht 54S.8 (—130), davon Forderungen des Staates 11.4 (—20.4). Verschiedene Ver bindlichkeiten in Äirorechnungen 453 (—79.7) und anderen Rechnungen 78.4 (—39.9), befristete Verbindlichkeiten 1350.6 (—8.5). Bedeckung 36.14^ (—0.02^), davon in Oold allein 32.I8?S (-s- 0.13?S).
X Vorenkredite an die Bauernbevölks» rung. Da in der Bevölkerung, insbesondere am Lande, vielfach Unklarheit herrscht, welche Verpflichtungen nach dem Landwirtemoratorium gestundet werden, wird von zuständiger Stelle erklärt, daß es sich hier nur unl solche Schulden handelt, die vor dem Inkrafttreten des Gesetzes, d. h. vor denl 20. April d. I., entstanden sind. Das (besetz besagt ausdrücklich, daß die nach diesem Tag eingegangenen Verpflichtungen des Moratoriums nicht teilhaftig sein können. Spätere Schulden können somit ohne weiteres eingefordert werden, eventuell auch zwangsweise. Diese Aufklärung war deshalb nötig, weil sich viele Kaufleute am Lande!
darltber beschweren, daß sie von den Käufern, denen die gelieferten Waren kreditiert wurden, den Gegenwert nicht erhalten kön. nen. Vandwi^e behaupten vielfach, daß sich das Moratorium auch anf d. neuen Schul den bezieht, was jedoch nicht der Fall ist.
X Die Hintergründe de^ Notenverkehrs-erhöhunß in USA. Ue Erhöhung des Noten unUaukes in den Vereinigten Staaten
um 414 Millionen Dollar wird auf die neu en Bankenschwierigkeiten in Chicago zurückgeführt, die eine großzügige StützungSak. tion notwendig gemacht haben. Für die in Schwierigkeiten geratene Central Republic Bank Trust Co., ein Institut des Generals Dawes, mußten S5 Millioilen Dollar aufgebracht werden, davon 80 Millionen von der Rekonstruktion Finaneig Corp. Diese TranS aktion macht es auch verständlich, weshalb Dawes anfangs Mai sein Amt als Vorsitzender der Reconstruetion Financig Corp. ohne sichtlichen Grund n-iedergelegt hat.
X Ausgleich. Johann Jonas, Kaufmann in MurSka Sobota, Anmeldungsfrist bis 1., Tagsatzung am 6. August beim Bezirksgericht in MurSka Sobota, angebotene Quote 40 Prozent. — Bestätigte Ausgleiche: Karl Jeglitsch, Gemischtwaren-Händler in Nova vaS bei Maribor; Hubert und Rosalie Orel, Kaufleute in SoStanj, Quote 40 Prozent, zahlbar in zehn Monatsraten.
X Umtausch der Gtabilisationsanleihe-Obligationen. Den Umtausch der einstweiligen Obligationen (Zertifikate) der 7^ igen internationalen StabilisationSanleihe deS Königreiches Jugoslawien gegen definitive Schul^dverschreibungen nimmt für die Inhaber solcher Papiere auf dem Gebiete deS DraubanatS die Filiale der Staatlichen pothekarbank in Ljubljona vor. Der Umtausch der einstweiligen Obligationen der jugoslawischen Tranche wird sofort bei der Borlage vorgenommen, während die im Aus, land emittierten Papiere von der Bank entgegengenommen und unverzüglich an den Finanzagenten in Paris weitergeleitet wer-den, wo dann der Umtausch erfolgt.
X Neue Hesefabrik. In Sevnica wurde die Genossenschaft m. b. H. „Kva s" gegründet, deren Betrieb täglich 200 kg Preßhefe erzeugen soll.
Me vsme llnck äerKllU
(Nachdr:^ck verboten.)
Roman von Äenrik Keller
Copyright by Carl Duncker Verlag Verlin W
9. Fortsetzung.
..lV>^l)' nicht allein in die Läden, ?)ah muß immer bei dir bleiben. Verlasse die grof;e:i Straßen nicht und geh' unter keiner Bedin-ciilng in einen .nintcrraum. Unt> ivenn man dir Süßigkeiten anbietet, nin^m nichts. (5s i.st Tncenlerie in der Stadt."
(^ivendolinc lachte und verspr>'ch Gehör-sani.
Sie >n^r heute den ganzen Vormittag im G<'sctii.i''tslniertel lierulmgelalifen, begleitet von der lei solckien Gelegenheiten die Würde eines Mandarins erster.blasse zur Schau lru. ilN'd lief; sich jeht müde, aber sehr befriedigt, I)eimtragen. ^^)vei hü^scke Vasen .^u ihren ?>^'ißen und eine vergoldete Vudd'ha. statue anf dem Schoß.
Tie Vambusläden der Halle ivaren halb gesckilossen, es war dämmerig in dem groszen kühlen Raun^, so benicrkte Gwendoline, als sie ihre Anweisungen gob, ihren lSinkauf ^''c'r^sichtig auf den Tisch stellen, gar nicht, dasz sie ni6)t allein in der .Halle war. Erst das .brachen eines Korb-stuhles veranlaßte iie, sich uinzuwenden; sic erkannte Ellis, der an der anderen Seite des Raumes stand und sie n^it einer halten Veribeugnng be^ gr^lißte.
G'irvndt'line neigte den Kopf, sie imrf einen bedauernden Blick auf ihren Buddha 11-nd ging zöqernd zur Treppe.
„Hoffentlich vertreibe ich Sie nicht?" frag te die tiefe Stimnle des Besuchers hinter ihrem RÄcken.
..Durchaus N'icht", erwiderte sie ablehnend nni» ging iveiler, aber am Fus; der Trevpe angelangt, fiel ihr ein, Äas; sie ini .herein» kommen Hut, SoT^nenWrm und Fächer au^ einen StüiHl geschlendert hatte. Sie drehte sich entschlossen um, uni diese (^genstände .;u holen. Daliei kam sie knapp an Ellis vorbei, der noch invmer an der Wand stand und mit einem amüsierten ^'ächeln auf sie hinuu' te?schaut<', wie man ein .^nnd tetrachlet, das davonläiuft.
„Ich möchte mir die Beinerkung erlauben, daß die Halle imnier der lüWc Platz eines Hanses ist." sagte er. „Wenn Sie meine An-lvesenheit stört, bin ich gerne l«?reit, in den Garten zu ge^n."
„Zie stören mich nicht ^ bitte, bleiben Sie nur i)ier," versetzte Gn>endolini? mit einem ärgerlichen (5rrölen. „Diese Halle bietet genug Platz."
„^a, das nleine ich ailch," kam die ruhige Antwort. „Wenn ich an dieser Wand stehen bleibe ^nd Sie an der gegenüberliegenden, kann ,Amen gewiß nichts passieren."
Sic maß ihn von oben bis unten. „Ich ihoffc."
„Sicher nicht. Im übrigen sind ine:ne Ma nieren im Hans l-edeutend besser als unter ireiem Hiinniel."
„(5>> wünschenslvert, Herr ElliS."
Cr erschrack. „Sie wissen meinen Nan,en? Das tut mir lei.d. Es wäre eine so hübsche Abiivechslung g^'wesen, ivenn Sie mich eine halbe 'Stun.de fiir voll genominen hätten."
G^lvndoline betra6>tete nachdenklich sein Gesicht und fand, daß er eigentlich ein hübscher Mensch war. trotz seines u/nleugtmr kraginn'irdiqen Aussehens. Wahrscheinlich war eS die ausgezeichnet gesorinte hohe Stirn, die diese versöhnende Wirkung her« vorbrachte."
„Ich glaube, der amerikanische Nkatrose im .^>afen nahm Sie für voll," entgegnete sie lächelnd und wies niit einer kloinen Hand-bewegMg auf einen Stuhl an? Mitteltisch.
„Ja, naMer. Da? ist keine Kimst." Er wandte ihr voll sein Gosicht zn und fragte ernist. „Ich hoffe, Sie haben sich gut unterhalten?"
„Unterhalten — .Herr Ellis! Es war schrecklicki!"
„O — enlipsaicken T« die Balgerei als schreÄich? Das enttänlscht mich tief. Ihre Sänfte stan!d so hoch und fern auf der Rani-p? dcs Hafenamtes, daß ich eine Minute lana die eilbebenöen Geflchle eines Gladia-
tors genoß, der sich von den Auigen gutzahlender Loyeninhaber umbringen lassen darf."
Glvenldoline »vurde unsicher. „Sie sind Sozialist, nicht wahr?"
„Ich lveiß nicht — wie Sie daS meinen," versetzte er schr ernst, worauf Givendoline krampfhaft versuchte, das Gespräch auf i«. mger diffizile Aitigelegenheiten zu lenken.
„Heute war ich in der Stadt und kaufte dieses Por^^llan," sagte sie unv wies auf die ntttgel'rachten Gegenstände. „Es ist l>tibsch, nicht wahr? Leider ^var es auch ziemlich teuer."
„Wahrhaftig? Wie viel bezahlten Sie für das Bierteldutzend?"
Sie mußte lac^n. „?lb«r, Herr Gllis — das sind sehr alte Stücke."
„Nicht das ich wüßte. Erlauiben Sie." — Er nahm den mattvergoldeten Biiddha tn die Hand und drehte ihn um. — „Ich nüich-te nur das eingeritzte Zeichen s<^hen. denn lo viel ich nviß, hat Wen-Kwan seine vorjährigen Erzeugnisse schon exportiert. — Natürlich, divser Buddha ist noch kein Jahr alt."
„Ein Jahr? !^i>eihundert Jahre "
„Gut," sagte er lächelnd. „Lassen wir Wveihundert Jahre gelten, die Hauptsacki« ist. daß Ihnen die Dinge gefallen."
Aber Gwentioline hatte bereits viel von ihrer Besilverfveude eingebüßt und betrachtete ihre Schätze niit »vachsendem iy^ißtraum.
„Ihnen gefallen sie nicht?"
„Ich lievsprach vorhin, meine Sonntagsmanieren zu lvnntzen und das erschivert met nen Standvunkt beutend. Wenn ich Ihr Entzücken nicht voll und ganz teilen kann, ko-inint das vielleicht daher, daß ich wirklich gnles altes Chinapor.^ellan kenne."
„O und ich dachte, diese Stücke hier lvären heworragend gut," nieinte sie ent. täuscht. „Ich bin von Laden zu Laden gegangen, aber besseres sanid ich nicht."
„Das glaube ich gcr,,. Sei: der Tarping-Revobttiion sind gnte Sa?n selten geworden. Die Erzeugnisse der itaatlich>.'n Manufaktur in Peking wiegen nicht schwer iul Auge eines Kenners. Kiangsi, mit seinen uralten F'amilien von Porzellankorinern. u>ar die des edlen künstlerischen Porzellans — das Geheimnis der Mischung l^er»
schiedener Erdon, die Bereitung der Glasur aius Farnkrautasche, das alles ni-ar ein sorgfältig gehüteter Besitz, der sich forterbte vom Vater au? die Si>hne — 8W Jahre lang, bis die Tailpings kamen und Aangisi in Asche legten."
Glvendoline schaute ElliS ziemlich verdutzt
Ml.
„Sie sind erstaunlich vielseitig."
Er lacht«. „Warum? Weil ich et"vas von Porzellan verstehe? Das ist nicht so ver-wui^erich, wenn Sie bedenken, das^ Weil-Kwan — mein Chef ^ anch eine kleine Fa» brit besitzt."
„Oh! ^ hat er Ihnen das alles erzählt — ich meine das von de,L Taipings und der alten Kunst!>iianflsis?"
„Natürlich."
Frau Laniaire lehnte sich in ihren Sesscl zurück und betrachtete den Beamten ?^'en-.^wans aus halb geschlossenon Augen.
„Wie merkwüridig — ich dachte. Wen-Kwan interessiert sich nur 'ür Salz."
„In dieser Annahnie täuscht sich das ganze Konsulat", versetzte er, ohne eine Miene zu verziehen. „Der Jnteressenkreis des chinesischen Zkansmanns ist im allgemeinen sehr groß, er reicht vom Salz und Opium über Por^^llan mW Kochtöpfe tis zu Schießivaf-!sn."
„Das sollten Sie meinem Onkel sagen —. ich meine .Herrn Traymore."
„Ich Miß, daß .Herr Traymore Ihr Onkel ist, Frau Laniaire — aber es hätte f i-nen Zweck, ilnn die vorenvähnten Dinge inS Gedächtnis zu rn'fen, es würl'e vielleicht nur seine Laune beeinträchtig«?."
Gniendoline richtete slch anf. „Woher kennen 5ie mich?"
„Guier Gott — wie sollte ich nicht? Die Ankunft einer weißen Dame bedeulet doch 'ür Tschisn eine Sensation."
„Aber Sie sind doch nicht —" begann sie und velltumnlte dann errötend.
„Nein, ich verkehre nicht in der europäischen Gesellschaft" vollendete er ruhig, und l^n'en sah sich n'/u'ungen, da-^ Thema wie-derunl n,östlichst schnell zu wechseln.
„Leben Sie schon lange hier?"
„In Tschisn bin Ich seit etiva zehn Mo»«p-ten. Frau Lamaire
Mkaq, YM1KS/ "
?5isn!iis?r ,7?,.'
Radio-Technik
Im Laboratorium kann man diese Arbcit allenfalls d'urchWren, weil mml es hier in der Hand hat, alle Vorsichtsmaßregeln zu treffen, um Ver^rrunl^en lmd Pfeifen zli vermeiden. In der Praxis ist eine solche Maßnahme aber nicht ausführbar, weil nicht nur Perzerrungen und Selbsterregung eintreten, son^rn weil ''erner ^ Nctz.-störunM usw. in unzuverlättiq starkem Maße verstärkt würden.
Um einen Sen>der lauter wiederzugeben, ist die Ann^ndiing einer Hochfrequenzstuse i notwendig, die vor den: Audion ein.^uschalten ^ jist und die die ankommenden Hochfrequenz-! !schwingttngen verstärkt, ehe sie gleichgerichtet werden. Man erreicht 'hierdurch, daß dem j Audion stärkere ..hochfrequenzschwinAlingen zuigefüihrt. daß das Auidion alio voll Glastet wirb, und erzielt auf diese Weise eine aus-reichenid große Lautstärke im La«utsprecher.
DerSlnn derEmpfängeiKifen
Der Unterschied zwischen der Hoch- und Niederfrcquenzstufe
Irgend ein Fu.nkfremrd besitzt einen Riu nid funkempfänger, der ihn Plötzlich nicht mehr Mrist^nstellt; er trägt sich deshalb Wt dem Gevanken, ihn durch den Anbau einer Stufe leistungsfähiger zu gestalten.
Nicht immer aber ist sich der Bausreudl^
darüber im Klaren, welche Bedetutung die einzelnen Stufen 'haten und auf welche Werse eine Ergänzung des vorhandenen Ein^'ängcrs vorgenommen werden kann.
Die iminer wioderkelhrenlden Anfragen zeigen, daß man vor allen Dingen oft den Unterschied Kwikben ?wchfrequienzstufen und NiedersrcquenMllfen nicht kennt.
Am häufigsten ist der Fall, daß jemand einen Treiröhrcn-Enipfän'ger, aus Ritckkopp«
lmvMudion und Mci Niederfrequenzstufen bestehend, besitzt, den er dadurch leiistungS-iähisier ^u uiachen glaubt, daß er eine tvei-tere Ni-cd-erfreauenzstufe zu'schaltet. An die Mö-^lichüeit d<^r Zuschaltung denft man vor allem deshalb, weil diose Maßnahme sehr billig di:rchc>?fi'chrt werd!>n kann, während die Verschaltiuing einer Hochfrequenzstufe —
was inl vorliegenden k^ll einzig in Frage känie — eine ganze Mnge Geld verschlingt.
Ein unerlä^ic!^r Bestandteil eineA jeden Elnpfängers ist s^r EmlpfanigKflleichrichter lni6)t zu vern>echseln mit der Weichrichter-röhre eines Wechselstromempfängers). Es kann ein KristaMetektor oider eine W)re sein; in modernen Empfängern wird aus-schlics^lich die Noihre benutzt, und .Mir ineist in der socsennnnten Andiomchaltung. Ter t^leichrichter dient da^u, die .?>ochfreauenz gleichzurichten nnd ^hr hierbei die Nieder-frec^uenz. niit der sie iin Bender moduliert wurde, abzunl?hmen. Die Niederfrequenz wird in einen, Telephon hi^rbar, sie ist aber viel .zu schwach, um z. B. einen Lautspre-cber zu betreiben. Deshalb muß man die Nie>derfreqllenz durch eine oder .^iwei nachgeschaltete Döhren, 'den sogenannten Nicder-freauenzverstarker, verstärken. Die Enervenn man es voll belastet, eine Pentode als Niederfrequenzverstärker gerade ausreicht, um einen Lautsprecher lautstark arbeiten zu lassen. Macht man nicht von einer Pentode.
sondern von Einigitterrö^ren Gebrauch, so mllß n,an zwei Niederfrequenzistuseik an das Audion anschalten. Wird das Audion aber nicht voll belastet, so ist die Lautsvre'
6>erwicdergabe natürlich zu leise. Man kann jetzt auf den Gedanken kommen, eine weitere Niedevftequen^rö'hre einzuschalten.
also vor die Pentode ncch eine zweit« Nie-derkrequenzrl>k>re zu schalten oder den zweistufigen Perstärker mit ÄnqitterrKhren durch eine dritte Stufe zu evveitern.
Die SMiamve als VtLs tnNrumen»
Der Funkfreund, der sich Enipfänger 'elbst taut und an vorhandenen Geräten Aender' nngen oder Verbesserun-g^il vornilnnit, .nuß in der Lage sein, die Einzelteile eins-EnipfÄngerS, in erster Linie Äondensatorcn, Widerstände, spulen und Transformatoren, ju prüfen. Frilher benutzte man hiersiir einen Kopfhörer und eine schw.^attg bjKw. Isolation prül.^n, sondern außerdem den Wert des Widerstandes odc? der Äapa^ität schätzen.
Was Ift der KttrrfoNor?
In technischen Aufsätzen über die Güte einer Nnndfunk' oder Cchallpla^teniviederga-be liest man jetzt häufig, das; der Klirrfaktor zu groß gewesen sei. ^st ein großer Klirr, faklor ein günstiges oder ein un-Mnstiges Zeichen, und was ijt der ^lirrfaltor überhaupt?
Mit istlirrfaktor be^^eichnet nian das Ver» hältnis zwischen einer (^rundschwiugung und den zu dieser Grundschwingung gehörenden Okierschwingttngen, soweit sie durch ein Mikrophon, einen Verstärker, einen ^^ntspre-cher oder dgl. erst aus dieser Grundschwingung erzeugt werden. Sofern die genannten Apparate überhaupt keine Verzehrungen bewirken dürfen Oberschwingungen also gar-nicht entstehen, man darf nur den Grund, ton feststellen können. Entstehen aber Oberschwingungen, so ist das ein Zeichen für sehr unangenehme, sogenannte nichtlineare Verzerrungen, und zwar sind die Verzerrungen umso größer, je stärkere Oberschwingungen auftreten.
Treten Oberschwingungen nicht auf, so tn der Klirrfaktor Null; sind die Oberschwingungen — was in der Praxis aber ni6)t vorkommt — in ihrer Gesamtheit so stark wie die Grundschwingungen, so ist er 1. Je größer der Klirrfaktor ist, umso stärker sind also die Verzerrungen. Nach den neueren Untersuchungen ist ein Klirrfaktor von l).V5 bis allerhöchstens tl.l noch zuläßig, im letzteren Fall sind die Verzerrungen allerdings schon hörbar.
Der Klirrfaktor also ist ein Ma^ für die Verzerrungen; er ist umso größer, je stärker die Verzerrungen sind.
Nur KIeinia?eNen
Und doch versagt der SmpfAnger.
Wenn der Empfänger garnicht ordentlich arbeiten will, wenn er krächzt und knattert oder auch ganz versagt, oft sind es nur Kleinigkeiten. Ein Handgriff, wenige Sekunden aufmerksamen Bemühens, und schon sind die Fehler abgestellt.
Eine Kleinigkeit wenn man einen Empfänger mit undichtem Gehäuse lange Zeit nicht von dem angesammelten Staub befreite; und doch können sich unangenehme Nebengeräusche zeigen, wenn der Staub zufällig ftucht wird und Kriechströme ermöglicht. Eine Kleinigkeit ist es auch nur, wenn nian mit Hilfe von Löschpapier versucht, die Ritzen inl Empfängergehäuse so abzudichten, daß überhaupt kein Staub mehr eindringen kann.
Nur eine Kleinigkeit ist eS, wenn d. scharfen Metallteile des Bananensteckers die Litzen beinahe durchgeschnittni haben, sodaß der Huit nicht mehr durch die Metallader, sondern nur noch durch die Um-klöppelttng gegeben wird. Die Kontaktgüte ändert sich aber ständig, wenn sich die Schnur bewegt, und Krachen nnd Prasseln sind die unausbleibliche Folge. Abhilfe: man s'-r^e die Litze nm daS schadhe.fte Stück !> v > sie sorgfältig mit einenl Messer aus eliu^i 1 '^^sc,lation. obne die Lit^e
selbst zu verletzen, mtd befestige sie erneut im Bananenstecker.
DieoxydierteErdklemme — eine Kleinigkeit nur, und doch kann sie den EniP-fang ganz unterbinden oder auch die Ursache zu unangenehmen Nebengeräuschen bilden. Nimmt man sie ab, un» Schelle und Wasserrohr mit Schmirgelleinen sorgfältig von allem Belag zu befreien, und sie nun ine-tallijch blank, neu zu montieren, so wird man über schlechten Empfang nicht mehr klagen können.
Nur eine Kleinigkeit, wenn die Federkraft der gespreitzten Steckerstifte an den Röh rensockeln nachgelassen hat — aber vollkommenes Aussetzen des Empfanges kann die Folge sein. Abhilfe: die Röhren herausnehmen die Steckerstifte neu aufbiegen und die Röhren wieder einsetzen, und schon kann man sich über den lauten und unverzerrten Empfang freuen.
ES sind alles nur Kleinigkeiten, die man in wenigen Sekunden oder Minuten abstellen kann Aber diese Kleinigkeiten muß man kennen und finden, und allein eine liebevolle Beschäftigung mit dem Rundfunkempfänger kann diese Kenntnis vermit. teln. Deskialb soll man nicht allem Technischen ängstlich aus dem Weg gehen, sondern versuchen, in die Geheininifse deS Einpfän-oers sfimp't w'o '^nlicb einzudringen.
pr«>» nur vii» 13S
bei Gleichistrom dunkel, während sie bei Wechsellstrom aufleuchtet, so ist der Kondensator in Ordnung. Blei!bt die Glimmlampe auch bei Wechselstrom dunkel, so ist der Kondensator defekt, und zwar ist die Leitung zu einer seiner beiden Belegungen abgerissen, sodaß weder bei Gleich- noch bei Wechlselstrom ein Strom durch den Kondensator fließen kann. Leuchtet die Gliunnlam» pe aber ^i Gleich- und Wechielstroin aur^ so ist der Kondensator ebenfalls defekt, aber auf andere Art, und zwar nieist er einen Kurzschluß auf, so daß nicht nur der Wechselstrom. sondern aiuch der Gleichstroni durch ihn hindurchfließen tann.
Aehnliche Schlüsse kann man auch beim Prüfen von Spulen und Transformatoren, Drosselspulen u. dgl. ziehen. Leuchte^ die Lani^, wenn man die Wicklung eines Trans sormators Prüft, bei Gleich- und Wechiel-stronr auf, so ist die Wicklung intakt. Leuchtet sie nur bei Wechselstrom au', liei Gleich« ström aber nicht, so ist die Wicklung unterbrochen; der Wechselstrom fliegt dann über die Eigenkapazität der Wii^lung.
Aus dem Grad des Aufleuchtens kann man stets auf den Wert des Widerstandes bzw. der Kapazität schließen. Je stärk''r die Glimmlampe bei Mcichstronl leuchtet, uinso ffrößer ist der KapazitätSwcrt (den man in Ohm mißt). Wenn man mit dem Gerät Widerstände nnd Kondensatoren bekannter Größe prüft und ^ich die ^'"uUennlät deS Leuchten? nierkt bzw. die Länge der Lelich!^ säule an einer linearen ^atbode. kann man mit dem Gerät nicht nur aus 5trom-
Behebung der Störungen
Kommt die GtSrung aus dem Apparat oder von iuchen?
Wenn man nicht weiß, ob eine Plötzlich auftretende Störung dlirch äußere Einflüsse bedingt ist, also durch die Einwirkung in der Nähe arbeitender elektrischer Anlagen, oder aber einen Fehler innerhalb des EMifän-gers oder der Batterie bezw. der Netzan« schlußgerä-te znzMreiben ist, so schalte ma? Antennen- und Erdleitung ab. Bleiben die störenden Germische bestehen, so ist mit Sicherheit entweder am einen K^ontaktkeble? in der Em-^fan-gSapparatur oder der Zulei-tlmgsschnnre zu den Kontaktstelle?, an Bat. terien und Empfängern zu schließen.
Bleiben die Geräuiek^, na^em die Rö^ rensockelstifte aufgeweitet und alle An^schlüs. se entsprechend nachgeprüft und behan>delt wurden, so ist wal^sckieinlich eine untauglich Mwordene Batterie schuld an den Störungen. Wenn aber auch Battcriecri'atz nichts geiholfen hat. sv ist als schl'mmite? Uebel auf die wahrscheinliche Zerstörilnq eines
/^Icleumulstoriseten:
vin 8'»^
/^poswtotMsn:
ic05t«Io»
keoaratureri:
billlAst
nur im
plillip»
L. (^rotke 8686 ao»pQ»k» ul. ZZ
Einzelteiles innerhalb de^' Ettipfäneint jetzt do6^ so, al-5 u>ürde der Äv. l'erkietcmpfänger, der infolge seiner enor-ulen Trennschärke den besten Frinzip her-au!?liebracht morden.
Bei de« izeoelnm'rtiflen P-reiisen wird inan nicht stehen bleikvn, sondern es ist anzun?h-meiu dak i)ie neue Raison Tuperhets bringt, die noch lvenister kosten ^Verden. Neben den bisher nur bekannten Groß-SulpethetS lom« n^en uälnlich Swperhetempfämier mit vier fünf NöbTen heran?, die etnxl die cilci-a)c C'mpsindlichkeit besitzen, wie die bi^hl?-rkien Ziveikreisempsänsier mit drei ulid vier Röhren, die diese in der Trennschrirfe aber erheblich iibertrefien. Das Superhetprinjip wiiid von den Firmen also in erster Linie als ein Mittel aufgefafzt, das Trennschärfepr.i-tlein zn l5sen: ivenn außerdem auch die Empfindlichkcit der muen l^eräte fsrößer ist als die der bekannten, so ist das zwar sehr .zu bestrüs^cn, aber im Zeitalter der Grostien-der nicht unbedingt erforderlick). Wichtiger ist ev, dasi dic Trennschärfe aiuf c'incn liohen Wert gesteigert »mrd.
Der ne« irische Tender.
Die in der Presse v^rdfientlichten Meldungen, ter neue irische «eenider würde in Mc'ndilm gelxiut, entsprechen nicht den Tat-s.iclx'n. — Als Ctanidort des lOV-Viv-Ten-ders ist tMnieihr A t h l o n e bestiuimt, eine alte Ztaidt mit ri^pnreicher Verg'iNl^ett!-i^'^it, nvstlich von DuWn in d«?r l^ras' sckaft 5!'L''tmeath liegt.
Nnünmfrsicr Empfang nur durch gute Er» dung.
Laienkreisen ist es viel zu ivenig bekannt, von welch enormen Einfluß die Er« dllns; auf don Empfang ist. Nicht nur, das^ eine liute Crdunq auch eine Steigerung di.'? ^^autstärke zur Folge hat; lvichtiger ist. das;
B. dei Netzempfängern die Stärke, mit der N'an d. Net.^brunimen iiört, unmittelbar von dcr (^'üte der Erdung alchäugig ist. Zieht man den l?rdungsslecker ganz aus dl?m Empfänger berans. so zeigt si6) oft ein sehr un-angenehin'.'.^ Brummen, das bei einwandfreier Erdung ganz verschwindet.
llnter einer einuxindfreien Erdung verstellt man eilten Anfchlus; an das r u n d-
Wasser von mAglichift geringem Neber-gaugöwiderstand. Als eine der besten Erden hat sich das Netz der Wasserleitung erwiesen; ln der Regel genügt eS deshalb, wenn inan die Erdungsbuchse des Empfängers mit der Wasserleitung verbindet. Die Gasleitung u. auch die Zentralheizung sind weniger gute Er!^n, und auch die Benützung der Regen-röhren oder des BalkongitterS als Erdersatz kann nicht eutpfohlen werden. Wenn auch die Lautstärke vielleicht die glcitig-keit fernzuhalten und ein nachträgliches Oxydieren zu verhindern.
Die Erdleitung sollte von möglichst gro^ ßem Querschnitt sein. Ein guter Durchschnittswert ist eine Erdleitung von 1.5 Millimeter Durchmesser, für ?lußennntennen muß man aber auch manchmal 2 Millimeter Durchmesser anwenden. Dort, wo die elektrischen Störungen besonder? stark sind, emp-pfiehlt eS sich, von einer abgeschirmten Erdleitung Gebrauch zu machen, genau so, wie hier auch die Abschirmung der Anteunenlei-tung sehr votteilhaft ist.
Rundfunk und ReName
In letzter Zeit ist eine starke Zunahme der Funkwerbung ftstzustellen. AwKlf euro-
Päische Länder haben augen>tlicklich Rekla-nicaussendungen in ihrem Rundfunk zugelassen. Es sind dies Estland, Frankreich Deutschland, der Irische Freistaat, Italien, Luxeutburg, N^'rwe^n, Pr>len, Rumänien,
Spanien, die Türtei und I u g o s l a-w i e n.
Gelegentlich einer Run!dfunkkonleren,z in Kanada antivortete der Vertreter der B. A. C. auf eine dieSbeMliche Frage, !)«ß eine Reil)e englischer Firnten von Stationen auf dem Festland^e zivar Sendezeit für Reklanie-aussendungen evlnorben l)ättcil, daß sie aber n,ehr Ulnd mehr von die^ Werbung al-lie-ßen, iveil die Ergebnisse zu ont-täuschend waren. Eine eniglisckie Funk^itschrift stellt jedoch die Frage, ob die Antwort wohl Im selben Sinne ausgefallen würe, wenn auch die B. B. C. die Funkiverbung eingeführt l)ätte.
Merle!
Soeihes Dtenftbotenznignts
Moderue Dichter, Brod, Werfel. Wildgans und viele andere, haben i'ilier Dienstmädchen geschrieben. Es gibt aber auch ein ^»»g-nies Goethes, Poesie — wie alles. n>as er schrieb. Es lautet: „Charlotte Hoyer hat 2 Ia>hre in meinem Haus gedient. Für eine Köchin kann sie gelten uird sie ist zuzsiten folgsam, ^)öflkch sogar einschmeichelnd. Allein durch die Ungleichheit ihres Betragens hat sie sich zuletzt ganz unerträglich ^e-uiacht. Ge)vAhnlich !^l!iM es ihr nur nach eigenen! Willen zu handeln und zu kochen. Sie zeigt sich )videiipenstig, zudringlick, grl>b. und sucht diejenigen, die i>hr zu befehlen halben, auf alle Weise zu ermüden. Iln-ruhig und tückisch, verhetzt sie ihre Mitdie-nenden und macht ihnen, wenn sie nicht mit ihr halten, das Leben saiter. Außer anlderen verwandten llnbugenden hat sie noch die 'Nß sie an den Türen horcht. Welches alles nach der erneuten PoliMverordnimg hierni't ohne RüMht bezeugen wollen".
Die Speisekarte Sriedri«« de« SkvSen
Der grofte König hatte rlur als .^onprinz in Rheinsberg eine größere Tafelrunde. Als er an die ^)ieyierung kam, sah er zu in eigent^ lichen Diner, das schon um 12 llhr statt-faTtd, da er Friihanfsteher war. nur wenige Gäste um sich. Im späteren ?lltaÄ)te er sich beim lassen Noti.zen sen so scharf gewlrrzt, daß sie für Gäste mildem HauSliofmeistrr Nvel. Er aß die Spei-sen so srl)«rf gewürzt, edaß sie für G.iste uiil-lder zu!tereitet werden mußten. Die ?nmme, die für den .^üchenetat ansgeworf^n '.var. lvtrug 12.0 erreicht hat;
daß in den Vereinii^^en Staaten schon setzt ü'ber 2<)s>.!e .jglireZskonaenten erkalten eint^
l4kskat.orlA.smerilc. (psfl^ert 8^8tem mit I^ruckküNuntZ) oder l9(X) Teiteli m!<
eke
. U »V MM G> Mil
, rsenoer» navaiexilcoa ^ »Äü ° ° I^3I'l^olnik. Swdemi, Ale^airdro^v-i cest« 5. 8899
Cchönes. separ., ruhiaes .»^immer soaleich zu vermieten. Sod-IM 14/!. Tür o. 879S
l)??l0^88e 6
.^usslZtirliLl^'ite l^s;r'amme. inlsrvsssntv l.elc. türe. reicktiAÜizer teckniscber ^eil Kauanleitun« Ken. Kurare bellen. I'onsllm. Lprseksrurse, span» nen^v I^omane. viele Kuokef6rucki1lu8trgtic;nen
Kleiner /^nieigsr
/^Nsl-ZISN sincj 2 MNMr in Sries-
iTiJrkefi bei^ulex^en, c!2 Ansonsten 6ie /^cjministi'ation nic^iit in cisr !.3ge ist, (las Le^ünsci^ts ?u erlecjiczen.
Haus nahe Hauptplatz. Wohin: u geil. ÄÜMzine. als Depot gc-ei.^net. — Schöne Vitln Dinar Büro ..Rapid". Ao-sposka 28. 8^9?
TuZcauL«« ssOueAI
Weinfässer» gebraucht, 2 Stiick je «W Liter zil kmifen ge^ucht^ Adr. Berw. ki671
Aabewmme. aut erhalten, gesucht. Uirter „^eisansiabe" an dir Vernv 88K2
Monate altes Mädchen oder
Ssähriger Bub wird eigen nur an ^te Leute gegeben. Adr. Verw.
Schallplatten und lNrammopho-
»e leiht aus zu Din. l.-^ ..Zla-'ger. Slovenska 18. 85^ Schuhe auf Teilzahlungen. —
^Tenlpo". Slovenska 18. 857b
Dauerliaste Glühlnmven! Das
Alleinverkaussrrcht von 'Glühlampen ift aHqeschasft nwrden! Sie d'irfe,'. minmevr Ihren Bedarf an Glühlampen decken, wo es Il)n«n beliebt. Dauerhafte u. 1. 8675»
ttaSherd, 2 .Zylinder. Waschtoi-lette mit Spiel^el, moderner japanischer Serdenlampenichirm, weiß^ Eisenbett mit Trtein-' satz !i^u verkavseil. Moistrova 23. 2. St. rechts. M
Amerikanische Schreibtis^ und
Älzet^enz .i»u verkmlsen. ttoro.^öe-va f?. .?>lebi<.
Wunderschönes Svort-Chahrlo-let. bsitzer. 2türia. fast neu. ist preiswert zu verkaufen,
sichtiaen Alltowerkstätte Mariui. 8782
Grammophon starke ..Himic»-cord" UTch einisie Platten verkmiifm. Trstenjakova vl. 4, Türk. 887»
Mi»' "una mit ,Pmmer u. KÄ«
ii'e an kinderlc»je Partei zu ver-
nl^len. Änfr. Mlin^ka v/l. 887ij
Sonnige Drei^^immerwohnung mit Bad in neuaebanter Villa zu vermieteif. ^Eilschriften unter „lM" an die Berw. 8792
Schönes mM. Zimmer Bahn-hofnähe für kurze .?eit zu ver-qeben. .^rini^''"i''' lra li/T.
«82S
Vermiete drei Zimmer. Küche, mit Parkettl»c»deil. um 7!^ Tin. Korsika 41/1. Nur an erwarh-feiie Persmlen. 58.'^
Mdbl. Zimmer /»u ver-
mieten. Graqoröiöeva 8/2. 8889
Zei»«FeFei» ^«»lUQAZ
Bessere Z^ilie. 3 Personen, riihkie Partei, sucht lleinere Wohnuna. Antr. unter «Ständig 4". 88«3
Grc^«eS ^ekchästsloiiU GospoS-
ka tt. Vicel. ^u vermieten. 8877
Grosses Zimmer für Kanzlei o. slei'.v.'s Gewerbe zu vermieten, ^^^icel. WoÄP0Ä!a d. 8876
Möbl. Zimmer, rein und son--niq, zu vormieten. Maistrova 18^___KSS8
Zwv- Zimmer, gcinz möbliert, sind zn v''rmi^n bei einer al« ' l'n Dame. Wresse
Wilt»enraii!trievla t^/ö. Tür lü.
MW_____
schiene sonnieitiae möbl. Zimmer sofort M vermieten.
'^ttenlachova 37. Part. ?.
68V^
Chauffeur mit IabreszeuoniS, in allen Re^iaraturen bewandert. sucht Posten. Zuschriften u. „Chauffeur" an die Berw.
8«ö«
Verloren wurde w der Spodnja RadvanjSka cesta ein Rautenan-
Hänger mit Silberketterl. Mzu-
geben geg. Belohnui^g Spl>dnja
RadvanjÄa cesta 57. SK8V
Suche ein leeres Zimmer. !ie-eignet für Echneiderlverkstätte. Adr. Berw. _W74
FabrifSunternehmen sucht !^a. bril- ««b VÜroräume im Umfange von ca. 5gl) m^. Änqa^ der Lage sowie des äußersten Preises unter ..ülk" an die Verwaltung. 88l.?
kumdsks»»i»en
orlerne Ciikie!
neu einßietsofken bei
<. vlIcSvSeielt
Lo»p«»K» 4 LI60
Leset und oerbreile! die
Ißtiwtt Ztitillg'
Wohnung» Zimnier und Äiüche. abq^chlossen. an 3 oder 3 Personen ol)iie Kin^r ab l. AlMst zu v^iimieten. Wil-sono»^ SS. 800'
O/L»« SUsIZ«»
Friseurgehilfe für sichrtig. lZin-tritt «gesucht. Zuschriften an Pepernik, Celje. 8SV<)
Stenotypistin, die die deiits^s^ Sprache in Wort und Schrift völlia beberrscht. mindestens IM Silben in der Minute schreibt nnd mit Büroarbeiten vertraut ist. zum 1. September 2932 gesucht. Neiverbnnaen mit sekbst-aeschriebeirem Lebenslaus in deutscher Sprache und Anaabe der lVehaltsfordenma kn die Verw. unter ..5>17". 8814
8866
?um /^u^sctlsnlc sxel«n»xt dillizst sucti feiner
veok«
lli M«k»«Iivkk«»n »u «L««
Ivsn
l^Slitxzs. ^lekssnctlovz cests 13
Schön eingelegte Tabernakrllki« sten, Schreibtische. Silberk.1sten. Eckvitrine Tpielzeug usw. sowie Veider, Wüsche- Instrumente». Schuhe. Maria Schell. NoroSka 24. dK«»7
^ pkod«t»«tt trostEn»«»
^«slog ,^m56iau^ A Z kss»nlciurt'^ Uüct,«r»tf«l,s DD
anlj kllr 6i« N«lI»1rUoo v«r«o»voetllcti. 'o —» Druelt 6er »»«.liFr:,!,« ta ßliridor. —- 6«o lZeri>o»ivl»«r uoil 6so Druel» »«»»»«sortliol»? Dirvl^t«
«or't»D