Nr. 43. Freitag, 21. Februar 1890. 109. Jahrgang. Mbacher Zeitung. AAumtratlonsplt«,: Mit VoNverlenduna - aanzjahr!«, fl, ,5, halbiährl«, fl. 75N, Im Comptoir: I Dir «Laibacher gcwmn» erscheint »««Kch mit «lulnalime der Gönn. und Feiertage, Die Ndministra«!»» ' N« N- N, halbjährig N ü 50. Für die gustelüm« in» Hau« aanzjähria st, l.-Insertionilqebur: Für K befinde, sich tode ^ ""^ "°^ als Rebell in Contumaz zum Und t»i?"^'"! Sein Name prangte an dem Galgen! der m«I? ^""" "°^b später der vertraute Ratt,gel>r. Minist ^^' ^"^ ^'^ H"lo des Monarchen begnadete ^hrte ^ -^ ^aatsmann. der mit Souveränen ver> Tafel'c?^ ^" gekrönten Hä"ptern E»ropa's an der llchtlln« ? k """ "^^" '"'t Auszeichnung und Hoch. dez »,_, ,?""delt w,irde. Er. der emstiqe Sturmmann bie ^??5 l Comitat«. ward jener Staatsmann, der ^vuvkouraer Mn^^i. jh^en allen Traditionen gemäß nach außen hin leitete, welcher die Machtstellung des Reiches im Orient zu stärken wesentlich und mit großem Erfolg bemüht war; der schließlich durch das Bündnis jenes Verhältnis Oesterreich-Ungarns zu Deutschland herstellte, welches der Geschichte beider Reiche am innigsten entspricht. Denn der Sohn der Revolution entspross jenem mächtigen ungarischen Adel, in dessen Herzen, wenn man Ungarns Rechte respec» tierte. die Liebe zur Mouarchie und zur Dynastie stets und in ungeschwächter Kraft lebendig war. Seinem Geiste war es vor allem klar. dass nur ein starkes und in seiner Machtstellung gesichertes Oesterreich. Ungarn den nöthigeu Schuh gegen alle Stürme der Zukunft bieten konnte. Die letzte Rede des Grafen Andrässy. der Schwanengesang des Staatsmannes, den die verderbliche Krankheit bereits umlauerte, galt der ewigen Gemeinsamkeit der österreichisch < ungarischen Armee. Die am 5. April 1889 über die Wehrfrage gesprochenen Worte des verstorbenen Staatsmannes werden ihre überzeugende Wucht nie verlieren. Nunmehr klingen sie als das letzte geistige Vermächtnis des klarblickenden und erfahrenen Patrioten an seine Nation, und keine chauvinistische Flut wird das ungeheure Gewicht dieser ernsten Belehrungen je fortwälzen können. Zum nicht geringen Theile war die Popularität, deren sich Graf Andrässy erfreute und die ihm auch in Wien in reichstem Maße entgegengebracht wurde, dieser Eigenart seiner Persönlichkeit und seiner Ver-aangenheit zu danken. Nicht auf der regelmäßigen Stufenleiter des Avancements, nicht durch die Bureaux verschiedener Kanzleien kam er zur Größe und zur Stellung. Ihn trug der Wirbelwind der Ereignisse, und der Hauch der Geschichte lieh ihm die Schwingen. In ihm offenbarte sich die ganze Wandlung der mo-dernen Epoche, und wenn der einstige Botschafter Kossuths. der unstete Flücktling an den Gewässern des Bosporus, der geistsprühende Emigrant an dem noch mit revolutionärem Firniss überzogenen Tmlenen. Hofe. der Minister zuerst des Königs und dann auch des Kaisers Franz Joseph werden konnte, dann waren alle Wunden der Vergangenheit geschlossen und alle Gespenster früherer geiten für immer gebannt. An der Tafelrunde des Berliner Congresses zählte deshalb Graf Andlässy mit Disraeli zu den interessantesten Diplo» maten. denen d,e Neuqier und die Sympathie des Püblicums überall solqte. Die staatsmännische Wirksamkeit des Grafen An« drüssy liegt einerseits noch zu frisch vor uns aus-gebreitet und ist anderseits von so umfassender Art ge< Wesen, dass eine Würdigung in kurzen Worten kaum thunlich ist. Nndrüssy's Wahl zum ersten ungarischen Ministerpräsidenten seit dem Ausgleiche war zweifellos ein Glück für die Einlebung des Ausgleichswerkes. Seine Persönlichkeit war für alle Parteien und alle Theile die Bürgschaft der ehrlichen Durchführung des großen Friedensschlusses. Sie versöhnte die conseroatioen Elemente nicht allein Oesterreichs, sondern auch Ungarns mit dem erneuerten Dualismus, sie milderte im Lande selbst die Gegensätze, und Graf Andräfsy war ganz besonders geeignet, die Beziehungen der beiden Reichllhälften fester und inniger zu schlingen. Seine Empfindung von der Untrennbarkeit der Schick» sale beider Staaten bestimmte ihn zu der Stellung» nähme gegen die Fundamental-Artikel. Dieses Aewusst« sein war es auch, welches aus dem Grafen Andrüssy während des deutsch französischen Krieges einen entschiedenen Anhänger der Neutralität Oesterreich Ungarns machte, und dieses war es ebenfalls, das der späteren Politik des Ministers des Neuhern den Stempel auf. drückte. Die schwierigste Aufgabe, die einem Staatsmanne zufallen konnte, trat an den Grafen Nndrässy als Minister des Aeußern heran. Der deutsch-französijche Krieg hatte die Verhältnisse Europa's umgestürzt, und leine neue feste Ordnung war bisher gefunden. Die allen Machtverhältnisse waren verschoben. die neuen noch nicht abgeklärt. In diese Epoche siel der türkisch-russische Krieg mit seinen gewaltigen Rückwirkungen für Oesterreich. Diese selbst wurden aber weder in Oesterreich noch in Ungarn verstanden, und in beiden Reichichälften halte der Minister tiefgewurzelten Abeiglauben zu bekämpfen. Der Ausgang des Krieges ist bekannt. Der Berliner Congress hat den Frieden von San Stefano nicht ratificiert und Oesterreich-Ungarn daS Mandat zur Occupation Bosniens und der Hercegovina verliehen, wodurch unsere Monarchie alle fpäteren Stürme und Erschütterungen auf der Balkan.Halbinsel mit dem Bewusstsein verfolgen konnte, die eigenen Interessen zu schützen st^ts in der Lage zu sein. Zugleich schuf der Berliner Vertrag jene Grundlage für die Orientpolitik unserer Monarchie, welche mit den Interest n Europa's und der Autonomie der Balkanländer Zusammenfällt. Das Bündnis mit Deutschland war der zweite mächtige Vertrag, mit dem der Name Andrässy's für immer verbunden bleibt, dieses große Werk der Slaats-kunst, das die Friedensstaaten Europa's zu einem mächtigen Bollwerk für die Ruhe des Wrlttheiles vereinte, die Friedensvölter gleichjam zu einer gemeinsamen Macht verband, start genug, jedem Angriffe auf die R'chte Europa's zu trotzen. Einen Tag vor seinem Rücktiitle setzte Graf Andrassy seine Unterschrift auf Jeuisseton. Charalteilöpfe. "°den 5 ^" ""e Zierde der Salons, der Prome« Leu.:/ ° ^"''"Häuser und der Premieren. Es gibt ^rl^s l ^ °"6 bloßer Neugierde leben; der Cha-Eondellz« ^" s"r die Neugierde anderer. Ich habe ihren. L, ,A U^"nt. deren Lebenszweck darin bestand, lende C'« '?"" Stock oder eine besonders auffal-"uch s.l^, 5"'p'be spateren zu führen; es gibt aber das nock ' " '^"" Kopf in die Gesellschaft führen. N ^" ermüdender ist. ^n brs,,^s?"" lines solchen Kopfes stellt ihn an der vonlN^ c?^" zur Schau und sucht ihn von ^Michke A - n Selle zu zeigen, er ist von einer Unserem 5»? ^"' wie man eine solche nur für die ?en kann ?v " ^" "Ochsten stehenden Personen empfin. Hn, gchijst ! ^"che davon ist. dass sein Kopf nicht Person' »"'.^riklbe bildet keinen Theil seiner eigenen !'ebt ihn "f,!" "was ihm Fremdes. Der Eigenthümer .' so ae^i ^ Egoismus, und wenn er auf ihn stolz >K an^ ^ das gerade deshalb, weil es der Kopf «?Ut. was in.,'?' Das ist es ja. was ihm daran ge-"" «"aus« s "°lz b's zur Begeisterung, bis zu einer . Er is? U. ""d süßer Trunkenheit macht. «Mem M ^"nct bei einem Notar oder Lommis "lovewarengeschäste und wurde in recht- schaffenen Grundsätzen und sehr bescheidenen Ideen er-zogen. Bis zu seinem achtzehnten Jahre hatte er an nichts B»sonder.s. ja vielleicht überhaupt an mchts ge« dacht, was man in uns,rer Zeit qesunde Ide.n über alles hab.« nennt. In seinm achtzehnten Jahre be. gann ihm der Bart zu wach'en, und das war em Er. eiqnis in seinem moralischen Leben. Denn als derselbe bereits au« dem Stadium des Flaumes m dasjenige eines regelrechten Bartes getreten war. bemerkte sein Eigner plötzlich, das« er selbst jemandem ähnlich sehe; allein er zögerte noch. da er nicht wusele, ob es Napoleon III. oder Victor Emanuel sei; das hleng von seinem Standpunkte und von der Art ab, wie das Licht auf ihn fiel. Aber so viel war gewiss, dass er jemandem ähnlich sehe. Er hatte nun eme moralische Basis >md einen Halt im Leben; er wmde im eigentlichen Sinn? des Wortes ein anderer Mann. Er brachte sich einen höheren G>ad von Achtung entgegen, wie derselbe einem Manne gebürt. welcher der Geschichte angehört. ,° - , Die Sache war für ihn entschieden, als emmal jemand im Freundeskreise auf die Aehnllchkelt. die »wischen ihm und dem Ns galanworno herrschte, aufmerksam machte. Freilich trug er den Spch- und Schnurrbart genau so wie dieser verstorbene Koing. uno die Aehulichkeit sprang daher sooisagen m dle Uugen. Von diesem Augenblicke an aber war es seme em-aehmdste Beschäftigung und der Gegenstand seines eifrigsten Studium«, seinen Kopf. welcher der elnes anderen war. zu cultwieren. Friseure. Schneider, Hutmacher wurden aufgeboten, um da mitzulhun; erkaufte alle möglichen Porträt» seims Vorbildes, und bald halte er auch seiner Physiognomie durch ein eigenthümlich's Zusammenzichen der Stirne und der Augenbrauen eine gewisse strenge Würde verliehen, welche ihn in seinen eigenen Augen sehr imposant, in denjenigen anderer aber freilich ziemlich grotesk erscheinen lieh. Ich kannte einmal in einer kleinen Stadt einen Sparcassedirector. der ein ganz nüchterner, berechnender und anscheinend kluger Mensch war und der doch die Ansicht jenes englischen Arztes rechtfertigte, welcher den grausamen Ausspruch gethan hat: «Ein wenig tuberculös und ein wenig wahnsinnig sind wir alle.» Das Unglück dieses Sparcassedirectors aber war ein Eostümball, auf welchem er als Wallenstein rifchirn und durch feine prächtige Tracht »>,d seine wirklich ausgezeichnete Maske Aufsehen erregte. Am nächsten und den darauf folgenden Tagen war sein Wallenstem das bevorzugte Gesprächsthema in der kleinen Stadt; dann vergaßen die Leute daran und redeten von an« deren Dingen. ^ ^ ^ , ., In ihm aber hatte der Gedanke, dass er der leibhaftige Wallenstein sei. unausrottbare Wurzeln geschlagen. Er trug Bart und Haar wie jener große Heerführer, ließ sich in seinen Costümen in allen mögl'chen Stellungen photographieren und trieb die Selbsitiw« schung so weit, dais er in schönen Sommernächten von dem Balkon semes Hauses stlbft die Sterne veovach« ; aibacher Zeitung Nr. 43._________________________________336 21. Februar 1890. die Urkunde, welche die Grundlage der gesammten spä> teren Friedens Constellation Europa's geworden. Noch vor seinem Scheiden nahm er die Verantwortlichkeit für das weltgeschichtliche Werk auf seine Schultern. Der Frankfurter und der Berliner Vertrag, welche das moderne internationale Recht geschaffen haben, wurden zugleich unter den Schutz von Millionen Bajonnette gestellt und ihnen dadurch eine Kraft verliehen, wie sie wohl nie einem Friedensinstrumente zutheil geworden. Als lange nach dem Rucktritte des Grafen Nndrässy in einer angstvoll bewegten Zeit da« Bündnis mit Deutschland bekanntgeworden, da erstrahlte der Name des Staatsmanne« neuerdings im hellen Lichte und schwebte wieder auf allen Lippen. Das Allerhöchste Handschreiben, mit welchem Se. Majestät der Kaiser die Demission des Grafen An« drässy genehmigte, bleibt auch ein unvergängliches Denkmal, sowohl des dankbaren Hochsinnes des Monarchen als der großen Verdienste des Grafen Andlässy um sein Vaterland und um das Kaiserreich. Es ist ein Denkstein, wie er nur selten das Andenken eines Staats« manneb ziert. ... Die geistsprühenden Lippen, denen zahllose geflügelte Worte enströmten. sind geschlossen, aber das Andenken des Grafen Andrässy wird fortleben, fowohl in der Geschichte Ungarns wie des Kaiserstaates. Er wusste Volks« wie Staatsmann zu sein und zu bleiben. Er war ein treuer Ungar und hin« gebungsvoller Diener des Gesammtreiches. Er wird stets den bedeutsamsten Staatsmännern beigezählt wer« den, die O^sterreich.Uüganls Geschicke lenkten. Hätten wir eine Westminster Abtei — Graf Andrässy müftte in derselben beigeseht werden._________________k^ Politische Neverlicht. (Parlamentarisches.) Nach den «Narodni Üisty» wäre das Schickjal des neuen Strafgesetzes für diese S'ssion entschieden. Wohl hoffen noch diejenigen Abgeordneten, welche an dieser Reformarbeit hervorragenden Antheil hatten, dass in dem gegenwärtigen Slssionsabschnitt zumindest der allgemeine Theil zur Durchberathung gelangt. Diese Erwartung wird jedoch nicht in Erfüllung gehen. Das neue Strafgesetz habe auf der Rechten mächtige Widersacher; den Conservative« scheine dasselbe zu freisinnig. Da jedoch ein Jahr zur Finalisierung einer so umfangreichen Vorlage nicht hinreiche, dürfte, sagen «Narodni Listy», auch ihr das Schicksal beschienen sein, als berielicium invsn-tarii aus den nächsten Reichsrath zu übergehen. (Das Handelsministerium) hat im Ein« vernehmen mit dem Finanzministerium dem galizischen Landesausschusse als Vertreter des galizischen Landes» fond« die Concession zur Errichtung und zum Betriebe nnes öffentlichen, mit einem Freilager verbundenen Lagerhauses für Getreide aller Art, Hülsenfrüchte, Oel-saaten, nicht besonders benannte Sämereien und Spi« ritus in Lembrrg ertheilt und das gleichzeitig vorgelegte Reglement genehmigt. Es ist dies das zweite dem galizischcn Landesausschusse concessionierte Lagerhaus, nachdem bekanntlich dieser Corporation vor einigen Monaten dle Concession zur Errichtung eines öffentlichen, mit einem Freilager verbundenen Lagerhauses in Krakau ertheilt worden ist. (Die Durchführung des Ausgleiches.) Das Verordnungsblatt des Justizministeriums enthält folgende Mittheilung: Auf Ansuchen hat das Justizministerium mit dem Erlasse vom 10. Februar 1890 gestattet, dass der in Gemähheit der Verordnung des Justizministeriums vom 3. Februar 1890. Iustizmini- sterial« Verordnungsblatt Nr. 6. bei dem Oberlandes» gerichte in Prag eingesetzten Commission noch zwei, also vier Vertrauensmänner beigezogen werden, und das Oberlandesgerichts'Präsidium in Prag angewiesen, die Abgeordneten Dr. Rieger und Dr. Schmeykal um die Namhaftmachung je eines zweiten Vertrauensmannes zu ersuchen. (Das Reichsgesehblatt) veröffentlicht das neue Martenschutzgesetz. Damit ist ein langgehegter Wunsch der einheimischen Industrie, dass sie gegen den zu einer gewissen traurigen Berühmtheit gelangten Markenschwindel geschützt werde, in Erfüllung gegangen. (Die jungczechische Versammlung) in Pardubih am 2. März findet dennoch statt, nachdem das beanstandete Programm abgeändert worden. Reichs-raths-Abgeordneter Dr. Engel wird nämlich nicht über die Ausgleichs - Punctationen, sondern über den letzten Landtag sprechen. (Kroatien.) Das Arbeitsprogramm des heute zusammengetretenen kroatischen Landtages umfasst den Gesetzentwurf über die Regelung der persönlichen Verhältnisse, der Amtspflichten und der Verantwortlichkeit der Iustizbeamten, einen Nacktragscredit für den Bau des Landesmusterkellers in Agram, das Gesetz über die Hypothelarbank, das Wasser« und Fischereirecht und anderes. Die Session dürfte bis Ostern währen. (Auflösung eines Studenten verein es.) In Krakau ist der akademische Leseoerein durch den Polizeicommissär Iüttner geschlossen worden. Der Erlass des Statthalters motiviert die Schließung mit der Ab« Haltung von politischen Reden. (Oesterreich-Ungarn und Russland.) Ein militärischer Fachmann bespricht in den «Times» die mililänsche Situation in Nord-Europa und speciell das Kräfteverhältnis zwischen Oesterreich-Ungarn und Russland. Er führt aus, dass das Landsturmgesetz und das neue Wehrgesetz die militärische Position Oesterreich-Unqarns in einem Maße geändert und gebessert haben, welches von Europa noch nicht aenügend gewürdigt ist. Was speciell die Cauallerie betreffe, so habe Oesterreich' Ungarn die Suprematie Rnlslands in dieser Waffe bereits aufgehoben. Die Monarchie besitze überdies mancherlei Elemente militärischer Kraft, die ihrem nordischen Nachbar fehlen, so ein completed Eisenbahnnetz, ein gutes Repetiergewehr und wirksame Einrichtungen für die Ausrüstung und Bekleidung der Reserve im Kriegsfalle. Die Superiorität Russlauds in der Anzahl seiner Truppen Oesterreich. Ungarn gegenüber betrage nicht mehr als 100000 Mann in der erstrn und 600.000 Mann in der zweiten Linie. Da nun in der letzteren Kategorie 400.000 Mann Opolkenje. Milizen, Inbegriffen sind, über deren Brauchbarkeit competente Kritiker ernste Zweifel aussprechen. so erg?be sich hieraus, dass die Superiorität Russlands über Oesterreich-Ungarn eigentlich nur eine nominelle sei. Was an wirklicher Präponderanz auf russischer Seite vorhanden, würde nur im Defensivkriege von Wert sein und könnte in einem Angriffskriege nicht zur Geltung gelangen. (Deutschland.) Der hessische Socialistenführer Ioest sagte in einer Wahlrede, worin er Schreiner und Doerr als Reichstagsabgeordnete empfahl, die Rückgabe der beiden Frankreich geraubten Provinzen Elsaß und Lothringen sei eine Nothwendigkeit. Die Charaktereigenschaften der Franzosen seien ungleich bessere als die der Deutschen. Der Redner schloss mit den Worten: «Die französischen Arbeiter sind unsere Brüder, die deutschen Bourgeois unsere Feinde.» (Königin Victoria in Paris.) Der fra«' zösische Botschafter in London, Waddington, hatte Smmtag mit Lord Salisbury eine Unterredung itbec eine Zusammenkunft der Königin Victoria auf itM Reise nach Nix-les-Vains mit dem Präsidenten Carl'" Die Zusammeukunft soll in Paris erfolgen, wo dil Königln wahrscheinlich einige Tage verweilen wird. (Zur Affaire Panica.) Es ist die Uebelführung des in das Complot Panica's verwickelt^ russischen Kaufmannes Kalopkuv von Rllstschul »M der Hauptstadt angeordnet worden. Nachdem der Untel' suchungsrichter zur Feststellung seines Berichtes n"l das Resultat der Vernehmung Kalopkoos beuöchigt. !,t zu erwarten, dass die Verhandluug des Process's ^l dem Militärgerichte bereits in der nächsten Zeit tverve anberaumt werden können. (Die Nrbeiterschutz - Conserenz.) D" Pariser , Journal des Dsbats» meldet aus Ver", voraussichtlich werde die Schweiz mit Deutschland nn Uebereinkommen dahin treffen, zuerst die Vern^ Arnciticonferenz mit vorbereitendem Charakter lll" dann die Berliner Conferenz tagen zu lassen. ,, (Montenegro und die Türkei.) ObnM der montenegrinische Minister des Aeußern, Vutot»c, bereils zwei Wochen in Constantinopel weilt, wurde l bisher noch nicht im I,ldiz Kiosk empfangen. , (Aus Afrika.) Nach einem Berichte der «P"'' Corr.» aus Alexandrien haben Flüchtlinge aus ^ S»dan. welche die Vorposten der Derwische bei AM passierten, berichtet, dass man dort Verstärkungen all' dem Sudan erwarte. Tagesneuigleiten. Se. Majestät der Kaiser haben, wie da« ungarische Amtsblatt meldet, für die durch Brand ge schädigten Bewohner der Gemeinde Bnzita 1b^ > zu spenden geruht. — (Vraf Andrässy.) Die Gesichtsfarbe ^ Grafen Unor assy war in den letzten Wochen g""' bleich, Kopf« und Varthaare waren schneeweiß gewold^ Vorgestern wurde die Todtenmasle abgenommen. " Vertreter beS ungarischen Cabinets ist Gras SzaP"^ sofort nach Einlangen der Todesnachricht nach Vo^« gereist. Kaiserin Elisabeth legte am Sarge AndraW einen Kranz aus weißen Camelien, weihen Rosen, ^ glöckchen, Hyacinthen und Narcissen nieder. Die lvw Atlasschleifen zeigen in Goldlettern den Namen " Kaiserin «Erzsebet>. Ein Kammerfourier ist nach Volo« gereist, um den Kranz der Kaiserin zu überbrins Kronprinzessin Stephanie hat einen Kranz " weißem und blauem Flieder, rosa Rosen und elN Palmenzweige gesandt. Ein Weihes Atlasband trägt Aufschrift «Stephanie». — Aus Budapest wird "" unterm Gestrigen telegraphiert: Die Leiche des OA Andrässy ist um 11 Uhr 20 Minuten hier eingetrol!^ ebenso die Familienglieder, Minister Szapary, der G^ »isllr von Fiume Graf Zichy und eine Deputation Stadt Fiume. Per Sarg wurde in das Vestibule Akademie überführt. — Graf Ta affe trifft heute abe" in Budapest ein, um an dem Leichenbegängnisse drassy's theilzunehmen. i — (Von der Weltreise der «Fasans Am l i. Jänner war über die am 2. December v' erfolgte Ankunft der Corvette «Fasana» in Rio be H^ neiro berichtet worden. Im Hafen der brasiliaim . Hauptstadt hatte die «Fasana» einen mehr tete, als ob er au« ihrer Constellation die Höhe der Dividenden bestimmen wollte. Die Leute in der tlei» nen Stadt sind nicht nur boshaft, sondern auch scharf« sinnig; sie hatten seine Schwäche bald erkannt, so dass er hie und da auf der Promenade deutlich hinter sich flüstern hörte: «Wallcnstein. als ob er aus dem Rahmen gestiegen wäre.» An solchen Tagen gab es zeinen glücklicheren Menschen unter der Sonne als ihn. Von den bemerkenswertesten Persönlichkeiten dieser Art, die mir auf meinem Lebenswege aufgefallen sind, erinnere ich mich an fünf Schiller, zwei Byrons, drei Koffuthe, einen Alcibiades, einen Cäsar und einen Nero. Besagter Nero war ein Schneider ruhigster Gemüthsart, bis ihm jemand aus dem Bilde Matezko's die Aehnlichleit nachwies, die er mit dem Imperator hatte. Das erste, was er that, war nun. die Geschichte seines Vorbildes zu studieren, und nun geberdete er sich in seiner Werkstatt und in seiner Familie, als ob er wirklich der tolle Cäsar gewesen wäre. Das Ende vom Liede war. dass ihn seine Frau verließ und dass ihn seine Gehilfen windelweich prügelten. Hoffentlich hat ihn das von seiner fixen Idee geheilt. Es gibt auch Abarten in dem interessanten Typus, der uns heute beschäftigt. Manche Menschen, die einen «Charakterkopf» haben, wollen nicht eine Persönlichkeit, fondern eine Classe repräsentieren. Sie sind kein Porträt, sondern ein Muster. Der eine seht alles daran, um einem Engländer gleichzusehen, der mlderc rmll den Kopf cine« Beamten, ein dritter den eines Osficiers, eine« Seemanne«, eine« Geistlichen haben. Unter meinen Bekannten hatte ich einmal auch einen ehrsamen Professor, der höchst friedliche Iugend-schriften edierte und sich aus allen Kräften anstrengte, Mlene und Haltung eines Husaren-Officiers zu zeigen. Auf der Reise nannten ihn die Hoteltellner demzufolge häufig «Herr Rittmeister», und da« waren dann seine glücklichsten Tage; er verdoppelte in solchen Fällen das Trinkgeld, und wenn sich einer in seiner Titulatur bis zum Major verstiegen hätte, so hätte er ihm vielleicht sein ganzes Portemonnaie hingegeben. Das Bedenklichste an der Sache ist. dass der Mann, der einen «Charakterkopf» hat, allmählich durch den Kopf verändert und beherrscht wird, den er sich selbst aufgesetzt hat. Die Physiognomie wirkt in gewisser Beziehung auf die Moral ein. Wenn er sich einmal einen solchen historischen Kopf zurechtgemacht hat, so beherrscht ihn derselbe. Die Hauptidee. welche ihn unablässig verfolgt, ist nun. seinen Kopf nicht Lügen zu strafen. Der Kopf bewacht ihn. infpiriert und leitet ihn. Man muss sich eines solchen Kopfes würdig zeigen. Der Eigner eines solchen geräth dadurch oft in Widersprüche; ja. solche Aehnlichleitcn beeinflussen hie und da sogar die politische Gesinnung eines Menschen. Es ist fast unmöglich, dass ein Mann, der langes und wirres Haar trägt, nicht revolutionäre Neigungen habe. Samson wurde nicht schwach, weil er sein Haar durch die Schere Dalila's verlor, sonder» weil er schwach geworden zu sein glaubte, als er nicht mehr dem Löwen der Wüste glich; mit dem Vertrauen verlor er seine Kraft. Die moralischen Fulg,n solcher bewusster selbstgefällig gehegter Aehnlichkeiten sind nicht ^ ,^ kennen. Ein Mann, der da weiß, dass er Wasy"'^ ähnlich sieht, wird lein Libertin und lein Versch^'^ werden; eiuer. der die Züge Nero's in den s""^ wiederzufinden glaubt, kann schließlich leicht " ^, kommen, ein wenig indiscrete künstlerische ^lg" B, zu haben. Am häufigsten freilich hält sich der U"" z der einen «Charakterlopf» besitzt, noch in Hal", ^ erträglichen Schranken. Er begnügt sich damit. !^h häufig als möglich zu betrachten; er schreibt h'e .^ da auch smle Memoiren, was nur eine andere ^ sich im Spiegel zu besehen. . ^ Er sagt dann auch zuweilen: 'W"s ' ^0? Richelieu, was für ein Shakespeare wäre ich 9 >^ den!» Denn es ist die Eigenthümlichkeit aller ^1 ' ,, toren. dass sie jenem griechischen Künstler A ^ welcher, wie er angab, «das Grunzen eines Sch' ^< besser, als das Schwein selbst» zu producier" ^ stand. Der Bewunderer seines KopfeS vesch"" ^s. also zumeist auf die bloße Anklage des ^'^ dass ihn dasselbe nicht an die Stelle seines wol gesetzt habe. „ l>e Immerhin aber sind solche Mensche« S ,s„, obachten. da sie leicht vollständig überschnappen ^,>, Mit seinem ligenen Kopfe ein ^öl.y-k>töts i" ist eine höchst bedenkliche Sache. . ^t. Laibllcher Zeitung Nr. 43. 337 21. Februar 1890. Wöchentlichen Aufenthalt, und zwar bis zum 18. De. cember. An diesem Tage wurden die Anker gelichtet, und o>e Corvette verließ die wundervolle Stadt, wo die öfter-"lchlschen Seeleute einen so freundlichen Empfang von ^ette der einheimischen Vevttlterung gefunden hatten. Als ^as Schiff auf offener See draußen war, wurden die "euer gelöscht, und die Fahrt nach Süden gieng bloß M" Benützung des Windes vonstatten, der eben sehr »uWlg wehte. So fuhr die «Fasana. einen Tag und die oarauf folgende Nacht ruhig und sicher dahin. TagSdarauf "rgann sich dann der bisher so günstige Wind zu drehen, und dies erforderte zum Zwecke einer schnelleren Fahrt "ne andere Einstellung der Segel oder, mit anderen horten, ein Segelmanöver, welches im gegebenen Falle n der Seemannösprache die Bezeichnung führt: «Marssegel einholen». Nies geschah um 7 Uhr früh. Leider "e'gnete sich dabei ein sehr bedauerlicher Unglücksfall, /il>. Stimmung unter der Mannschaft nicht wenig "Übte, als es seit der Abfahrt aus Pola der erste böse owlschenfall war, der sich an Bord der «Fasana. er. »gnet hatte. Kaum waren nämlich die nöthigen Befehle uneben und die zur Ausführung des Manövers bestimmte «nzahl Matrosen in die Takelage emporgellettert, als ^ schon einer derselben, ein lustiger Istrianer und 5»«^ ö^" Sänger an Bord. aus der schwindelnden voye herabstürzte und beim Aussallen aufs Verdeck to> "Y verwundet liegen blieb. Dieses beklagenswerten Un. ' "es wegen machte die Corvette Kehrt und fuhr nach lo de Janeiro zurück. Dort wurde der arme abgestürzte "«rose ans Land gebracht und ins Seespital von Rio e Janeiro überführt. Drei Stunden darauf verließ die uasana» zum zweitenmale die brasilianische Hauptstadt, La ln^ '^" ^°"^ weiter, zunächst nach Montevideo am 30 ^° (Republik Uruguay), zu steuern, wo sie am «.'""ember v. I, anlangte. Den letzten Tag vor der grünst in Montevideo gab es aber so schlechtes Wetter «türm, hohe See und Regengüsse — wie es auf näcktt""^" bisherigen Reise nicht geherrscht hatte. Die Vl^eS^i"" der «Fasana» ist nach Passierung der «Mhaensstraße die chilenische Hafenstadt Valparaiso, in (Iwei «Forderungen».) Iwei Advocaten einllk ""böhmischen Städten haben irgend etwas mit» tvlr "k auszufechten, und der eine von ihnen, nennen öw'» " Dr. A., forderte den zweiten, Dr. B., zum trii« ^^ ^" ^' V begab sich daher ein Cartels aen ^ ^' ^ und wünschte mit ihm die Vedingun. nahm ^"^^ ^" besprechen; er fand sehr kühle Auf» N«»vi l^ ""^ ^'^ Forderung wurde entschieden zurück' s rend das jetzige Naptisterium das Mausoleum Diorletians war. Professor Häuser hat bei Gelegenheit der I„spicie« rung der Arbeiten in ocr Kirche eine sehr schätzenswerte Entdeckung gemacht. Vchufs Ausbesserung des Pflasters der Kirche waren einige Steinplatten ausgchoben worden, und da stirß man auf eine Marmorplatte, welche Professor Häuser als zur alten Pflasterung des römischen Tempels gehörend erkannte. Es wurden weitere Nruchthrile dieser theilweise gut construierten Pflasterung aufgedeckt, welche aus schwarzen und weißen Marmorplatten bestand, die »ach einer sehr hübschen, von Prosesser Hauser schon aufgenommenen Zeichnung in verschiedenen Grüßen und Formen zusammengefügt waren. Man hat somit die nöthigen Anhaltspunlte, um den römischen Bau, welcher in lunsthistorischrr Beziehung von unschätzbarem Werte ist, mit derselben Pflasterung zu versehen, welche vor sechzehn Jahrhunderten die Architekten des römischen Weltbeherrschers entworfen hatten. — (Ewige Jugend.) Wir lesen in der «All» gemeinen medicinischen Zeitung»: Ewige Jugend verspricht Dr. Malinconico der alternden Menschheit. Dem Neapeler Arzt ist es nämlich nach seiner Angabe ge» lungen, den Mikroben zu entdecken, der mit der Zeit den menschlichen Organismus verwüstet, der das Altern des« selben und schließlich die Vernichtung herbeiführt. Der Mitro Organismus wird natürlich durch Heredität über» tragen. Der italienische Forscher hofft auch, Mittel und Wege zu finden, diesen Mikroben unschädlich zu machen, so dass die Menschen nicht mehr alt werden. Fürwahr — die Bacteriologie treibt saubere Blüten!» — (Neue Briefmarken.) In Russland be-absichtigt man auch, neue Postmarlen einzuführen, und zwar nach ganz neuem Muster, d. h. nach dem der Stempelmarken. Oben aus der Marke wäre der Tag zu verzeichnen, wann der Brief zur Post gegeben. Anstatt des Adlers würde die Marke in der Mitte das Wappen des Postressorts zeigen; ringsum würde die Angabe des Wertes der Marke lausen. — (Theaterbrand.) Aus Amsterdam wird uns unterm Gestrigen telegraphisch gemeldet: Im hiesigen Communaltheater brach heute früh eine Feuersbrunst aus. In diesem Augenblicke steht das ganze Gebäude in Flammen. Das Innere des Theaters scheint gänzlich zer« stört worden zu sein. Es ist lein Menschenoerlust zu be» klagen. — (Ermordung eines Executors.) In der Gemeinde Töllös des Biharer Comitats wurde der Steuerexecutor Franz Incze meuchlings erschossen. Incze, der vordem in Großwardein als städtischer Commissär wirkte und wegen seiner Energie bekannt war, gieng auch in seiner neuen Stellung sehr streng vor und hatte darum viele Feinde; die Finanzdireclion hat zur Untersuchung des Vorfalles, der großes Aufsehen macht, einen Secretär entsendet. — (Aus dem Gerichtssaale.) Vor dem Bezirksgerichte in Vitebsk begann vorgestern der Process gegen sieben Israeliten, welche angeklagt sind, ein Individuum ermordet zu haben, um dessen Tod zur Eclan» gung einer Versicherungsprämie von 50.000 Rubeln auszubeuten. Die Einwohner von Witebsl sind derart erregt, dass das G^richtsgebäude militärisch bewacht wer« den muss. Der Urtheilsspruch wird binnen drei Tagen erwartet. — (Ein seltener Elefantenzahn) wurde kürzlich auf dem neu errichteleZ Elfrnbririmarkte in Antwerpen verlauft. Derselbe wog netto 50 Kilogramm und wurde für ihn der hohe Preis von 1637'^ Francs be« zahlt. Wenn man bedenkt, dass ein Elrfantrnzahn in der Regel 13 Kilogramm durchschnittlich wiegt, so lann man sick einen Begriff davon machen, wie groß der betreffende Elefant gewesen sein muss. — (Regenbogen bei Schnee fall.) NuS Neu« titschein wird unterm 12. d. M. berichtet: Mittwoch früh hatte man Gelegenheit, bei 3 Grad Kälte und leichtem Schneefall einen prachtvollen Regenbogen zu beobachten, der sich am östlichen Himmel über der ausgehenden Sonne wölbte. Es ist das eine unter solchen Umständen gewiss seltene Erscheinung. — (Ein Che drama.) Aus Prag wird telegraphiert : Heute erregt hier ein Chedrama, das sich auf dem Hradschin ereignete, großes Aufsehen. Der Steinmetz Karl Schlesinger erschoss seine Frau und brache sich sodann selbst lebensgefährliche Schusswunden bei. — (Modern.) Baron: «Schrecklich, die ewige Influenza! Gewiss haben Sie auch einen Anfall gehabt?» — Banquier: «Ich? Nein!» — Seine Tochter (leise): «Aber Papa, blamier' dich doch nicht!» Local- und Provinzial-Nachnchten. — (Kaiser Josef II.) Gestern jährte sich zum hundertstenmale der Tag, an welchem Josef II zu Wien seine edle Seele aushauchte. Wenn dieser geschicht» liche Gedenktag in Oesterreich mit ganz besonders inniger Theilnahme gefeiert wird, so liegt die Erklärung dafür in der liebevollen Pietät, in der durch die Zeit nicht geschwächten Verehrung, mit welcher das Voll zu dem Andenken seines großen Lieblings emporblickt. In Joses ll. sieht es den Herrscher, der von den edelsten Absichten für das Wohl seiner Unterthanen und von Ideen erfüllt war, sür deren Größe seine Zeit vielfach zu klein und deren Verwirklichung theilweise erst einer späten Zukunft vor. behalten war. Im goldenen Ehrenbuche nicht bloß Oesterreichs, sondern des gesummten Abendlandes ist mit unoer» gänglichen Lettern der Name des großen Habsburgers verzeichnet, welcher für die kommenden Zeiten der Fackel» träger der Aufklärung, Menschenliebe und Civilisation wurde. Im persönlichen Verkehre das Muster liebenswürdiger Leutseligkeit, stellte er auch seine kaiserliche Macht in den Dienst der Humanität, welche in seinem Toleranzpatente die erhabenste Huldigung sand. Selbst von unermüdlichem Bildungsdrange beseelt, erkannte er den unermesslichen Wert der Volksbildung und förderte dieselbe im Sinne und Geiste der Reformen seiner erhabenen Mutter, pflegte Künste und Wissenschaften und schuf als erster die Freiheit der Presse. Dem gesummten staatlichen Organismus hauchte er jene Ideen ein. welche heute der cioilisierten Welt in Fleisch und Blut übergegangen sind. Er that einen weiten Schritt zur Verwirklichung des Princips der Gleichheit aller Staatsbürger, indem er die Leibeigenschaft aufhob und seinen Unterthanen die Freizügigkeit gab; das Gerichts» und Verwaltungswesen stellte er aus moderne Grundlagen, Handel und Gewerbe tmpficngen von Zie Zritts. Aus den Memoiren eine» Malers. Von Heinrich «ieuliewicz. in d«^" ^" ""t Swiatecli ein gemeinsames Atelier, selbe w "",w"b,"wl »md malten; die Miete für das-rtwa siz^f «^ bezahlt, erstens, weil wir zusammen nur Weil w s ' ""l" Eigen nannte», und zweitens, Vliet^!.,""? 6°"z entschiedenen Abscheu gegen das Hylen hatten. bin der ^'^ ""s Maler für Verschwender, ja. ich Viiete s,l«' ' b" das Geld lieber versaufen als für >"e wauswerfen will. Herr» ^'^^ ""lslen wir uns mit unserem Haus. 3üVn. "" a»ter Mensch war, immer Rath. gewölwl«5 " "^ des Morgens besuchte — er kam '"ahnen. ? "^ c. '^ 6"l ""s an unsere Schuld zu l"ck am N 5 ^ Swiattcki, der auf einem Stroh' ""s a!« 3,.,/"' ""l einem türkisch.»» Vorhang, der bedeckt «^ r ^"'^ ^i unseren Porträtbildern diente. «Gut ?' c«"b spwch mit Grabesstimme: lvären gchorl, '^ ^ ^' ^"'" '^ träumte. Sie l'ch Anatt^^oiM ha^h^ ^lcher augenschein. "dentlich ^. "' Tode halte, wurde sogleich außer-?f den Str?"' Swiatcckt aber warf sich rücklings ^nde ül,?r >>> ^ streckte die Beine ans, kreuzte die 'Sowi ^"" "nd fuhr f.rt: !""he handle l/ht sah ich Si<> im Traum.'. Sie trugen 'Uesel. übriaen« c "" überlangen F'ngern und Lack- Nun fils,, !^u Sie nicht sehr verändert aus.. filss 'Wan'ch^'ch "einerseits h'"zu- lUUung.. "I'"" gehen solche Träume nicht in Er- Es scheint, dass dieses «manchmal» den Hausherrn zur Verzweiflung brachte. Der Schlujs der Unter» Haltung war, dass er dann gewöhnlich zornig die Thüre zuschlug, und wir hörten, wie er, uns mit Ver» wünschlmgen überschüttend, vier Stufen auf einmal hinabsprang. Aber einen Srquestrator schickte uns die gute Se.'le doch uie. Es war auch wahrhaftig bei uns nicht viel Pfändbares vorhanden; wahrscheinlich l'M der Hausherr zur Ueberzeugung, dass dies.s Atelier und die benachbarte kleine Küche nach uns doch nur Maler beziehe könn-ten, es würde sich also an der Sache nichts ändern, sie könule höchstens uur noch schlimmer werdrn. Aber unser greller Einfall verlor mit der Zeit seine Wirkung; der Hausherr machte sich nach und nach mit dem Gedanken au seinen Tod vertraut, und wir mussten auf ueue Mittel sinnen. Swiatecli fasste also dru Plan, drei Bilder ü w Wirtz unter dem Titel: «Der Tod». «Das Begräbnis, uud .Das Er> wache» vom Scheiutode» zu malen, in deneu natürlich unser Zii'sherr dargestellt werden sollte. Solche G'abe5motivhrs um eine w'itere Ermäßigung der Eisen« bahntarife im Verkehre mit Trieft gebeten wird. Die Eingabe ist bereits an das l. l. Handelsministerium ab» gegangen und wird demnächst auch dem Abgeordnetenhause überreicht werden. Die Eingabe bezieht sich in ihrem Eingänge auf die von Seite der Handelskammer im Interesse des Zucker«Exportes unternommene Action, und verweist sodann auf eine Reihe von Momenten, welche ein weiteres Vorgehen auf dem Gebiete der Eisen« bahntarife rechtfertigen. Als solche Momente wurden an« geführt: die neuen Eisenbahnverbindungen der Balkan« Halbinsel, die Seeschissahrtsverbindungen der Nordhäfen, die Gotthardbahn und die hiedurch für Genua und Venedig erwachfenden Vortheile, die Folgen der bevorstehenden Aufhebung des Triester Freihafens und die Fiume eingeräumten Begünstigungen. Die speciellen Wünsche werden in der Eingabe wie folgt formuliert: Es wolle dahin gewirkt werden, dafs dem österreichischen und Triester Verkehre in Ungarn die volle Parität der Behandlung gewährt werde, wie dies im internationalen Verkehre der Fall ist. Es mögen die österreichischen Staatsbahnen ermäßigte Frachtsähe sowie auch entspre« chende Erleichterungen bei Verladung, Einlagerung oder andere gleichwertige Begünstigungen einräumen und über« dies auch der Seebchörde die erforderlichen Zugestand» nisse und Vergütungen in den Hafen» und Anlegegebüren bewilligen. Insbesondere für gucker, als den wichtigsten Exportartikel, möge eine weitergehende Ermäßigung der Frachtfähe plahgreifen. Endlich möge. abgesehen von einer birecten Verbindung des Istrianer Netzes der Staats» bahnen mit der Rudolfsbahn, durch die Strecke Dioaca» Lack die Herstellung der Tauernbahn beschleunigt werden. — (Eine glückliche Tabaktrafik.) Der Haupttreffer der Armenlotterie mit tausend Ducaten wurde auf ein in der Tabaktrafik Grub er in Laibach verkauftes Lus gewonnen. In dieser Trafik ist im Jahre 1888 vom gewesenen Wachtmeister Gjurlovic der Haupttreffer der Wiener Communalluse auf eine daselbst ausgegebene Pronnsse gewonnen worden. Beide Lose wurden von der Wlener Wechselstube Schelhammer und Schattera ausgegeben — (Turnunterricht an den Gymnasien.) Wie eine Wiener Localcorrespondenz meldet, bereitet das k. k. Unterrichtsministerium die Einführung des obliga» torischen Turnunterrichtes an den Gymnasien vor und wird auch in dieser Richtung einen Gesetzentwurf im Reichsrathe einbringen. Dieser Gefetzentwurf wird nicht nur die Bestimmung enthalten, dass das Turnen als obligater Gegenstand dem Lehrplane eingefügt wird, fondern auch zugleich die Regelung der Stellung der Turn» lehrer bezwecken. Die Einführung des obligatorischen Turnunterrichtes an den Gymnasien soll jedoch nur successive erfolgen, und zwar zunächst in Wien und Niederösterreich, da derzeit die meisten Gymnasien nicht mit den erforderlichen Localitäten und Geräthcn ausgestattet sind, wenn auch schon jetzt, wie bekannt, an vielen Anstalten das Turnen als freier Gegenstand eingeführt ist. Auch fehlt es vorläufig an den erforderlich»'« Lehrkräften. Als vorbereitende Maßregel zur Einführung des Turnunterrichtes hat des Unterrichtsministerium bereits angeordnet, dass die Schulbehörden erheben sollen, wie weit die Gym» nllsien mit den für das Turnen erforderlichen Localitäten und Gerathen zur Zeit ausgestattet sind. — (Dieb stahl.) Wie aus Planina gemeldet wird, schlichen sich am Aschermittwoch vormittags zwei Vagabunden in den dortigen Pfarrhof ein und stahlen in Abwesenheit des Pfarrers aus seiner Wohnung mehrere Gegenstände. Beim Verlassen des Pfarrhofes wurden die Langfinger von der Köchin bemerkt und von den Nachbarn eingefangen. Die Diebe — Mi junge Burschen, von denen der eine nach Laibach, der andere nach Ober« gamling zuständig ist — wurden dem Bezirksgerichte Loitsch eingeliefert. — (Fahrpreisermäßigung für pensionierte Officiere.) Wie verlautet, hat der Verband der österreichischen und ungarischen Eisenbahnen be» schlössen, vorläufig auf die Dauer eines Jahres, für Officiere des Ruhestandes eine 50procentige Fahrpreis» ermäßigung auf allen Eisenbahnlinien der Monarchie ein« treten zu lassen. Diejenigen Officiere, welche diese Be« günstigung beanspruchen, haben im Wege des Platz-commandos ihre mit Namensunterschrift verfehene Pho» tographie an die Direction der österreichisch-ungarischen Staatseisenbahngesellschaft in Wien zu senden, welche es namens sämmtlicher österreichisch-ungarischer Eisenbahn« anstalten übernommen hat, die betreffenden Legitimations« karten auszufertigen. Zu bemerken ist, dass die Officiere auch in Cioillleidung reisen können. — (Der juristische Verein «Pravnil») hält morgen den 22. d. M. eine Zusammenkunft im «Hotel Elefant» ab. Auf der Tagesordnung steht ein Vortrag des Vereinsmitgliedes Herrn Dr. V. Zitek: «Ueber die Ehrenbeleidigung nach dem neuen Strafgesehentwurfe mit besonderer Rücksichtnahme auf den Wahrheitsbeweis.» Anfang um halb 8 Uhr. — (WaldmannsFrühlingsboten.)Die Jäger hoffen auf einen zeitigen Frühling. In den Gmundener Forsten hat sich in diesem Jahre bereits ein Auerhahn, und zwar zu wiederholtenmalen, gemeldet. Derartige Ausnahmen sind zwar hie und da zu verzeichnen, aber die Art der frühen Balze lässt erfahrene Auerhahnjäger doch auf frühzeitige ernstere Fortsetzung derselben und damit auf baldige wärmere Witterung schließen. In der Unter-steiermarl wurden übrigens in der vergangenen Woche auch bereits streichende Schnepfen gesehen und geschossen. — (Todesfall.) Der Grund- und Mühlenbesitzer Johann Primär in Salloch, welcher — wie gemeldet — jüngst von einem Lastwagen überfahren wurde, ist vorgestern nachts seinen Leiden erlegen. — (Die Triester Petardenwerfer.) In Triest wurde gestern abends der Process gegen die Pe-tardenwerfer Sacco und Genossen zu Ende geführt. Wie uns telegraphisch berichtet wird, wurden sämmtliche Angeklagte schuldig gesprochen und zu anderthalbjähriger bis zweijähriger, mit Einzelhaft verschärfter Kerlerstrafe verurtheilt. Die Verhandlung wurde geheim durchgeführt. — (Der steiermärlische Landesausschuss) wendete sich an den Centralausschuss der steiermärkischen Landwirtschafts - Gesellschaft um ein Gutachten über die Ursachen des Niederganges der Landwirtschaft und ersuchte um Mittheilung von Vorschlägen zur Abhilfe da-gegen.____ Ueueste PostI Original-Telegramme der «Laibacher Ztg.» Wien, 20. Februar. Im Eisenbahil'Ausschusse re ferierte Abg. Vurgstaller über die Petitionen um den Vau einer zweiten Linie von Wien nach Triest und beantragte, die Petitionen der Regierung zur ein< gehendsten Wü>digung mit der dringenden Forderung abzutreten, zum Schutze de« Sechcmdels Tllrsts entsprechende Vorlaa/n im Reichsrathe einzubringen. — Das Herrenhaus tritt am 2tt. Februar zusammen und wird an diesem wie am nächstfolgenden Tage Sitzung halten. Am 28. Februar soll sich die Schulcommission des Herrenhauses zu ihrer ersten meritorischen Sitzung über die Schulgeseh'Nouelle versammeln. Prag, 20 Februar. Die heutige Versammlung der jungczechischen Abgeordneten und Vertrauensmänner der jungczechischen Bezirke genehmigte die morgen zu veröffentlichende Kundgebung, welche die AusqleiO' punkte als lediglich aus Privatberathnnqen hervo^ qcgangene Anträge bezeichnet m,d gegen mehrere Plllilte protestiert. Die Iungczechen werden jedoch in eine eiü' gehende Erörterung derselben eingehen und wldelN schließlich die Wähler auf, von sämmtlichen AbMd-nrten die Mandatsniederlegung zu verlange». "^ Iungczechen seien bereit, die Mandate niederzulegen, sobald die Altczechen dieses thun. Budapest, 20. Februar. Reichsfinanzminister von Kallay erhielt vom Bürgermeister der Stadt Saral^ ein Telegramm, wornach die dortige Oemeindevttttt' tung einstimmig beschloss, im Hinblicke auf die hohe" Verdienste Nndrässy's um die occupierten ProvmM den Miuister zu bitten, die tiefe Trauer Sarajevo» geeigneten Orts auszudrücken und einen Kranz am Sarg Andrässy's niederzulegen. — Die im Vestibule "" Akademie ausgestellte Leiche Andrässy's besuchten h"" über 50.000 Personen. Bei der Leichenfeier werden ««' litärische Ehren erwiesen. . . Agram, 20. Februar. Die Dauer der Session t»e° Landtages wird bis Ende März angenommen. Dav> Starcevic wird die Novisierung seines Processes a"> Grund aufgefundener Dommente anstreben. . , Triest, 20. Februar. Marinecommandant Adm'"" Freiherr von Sterneck ist gestern Hieher zurüctjM und nahm heute vormittags an der Probefahrt oe Rammkreuzers «Franz Iofef» theil. ^, ., Berlin, 20. Februar. Das Wahlresultat der Z"? Berlin stellt sich wie folgt heraus: In zwei MH, kreisen wurden die Socialisten Singer und LieM« gewählt; in einem Wahlkreise ist eine Stichwahl 5" schen dem freisinnigen und dem conservatiuen 2^" baten und in drei Wahlkreisen eine Stickwahl M'H, dem freisinnigen und dem social-demokratischen Ea>" daten erforderlich. , j Ncvers, 20. Februar. In dcr Kohlenminc !> Decize erfolgte eine Explosion schlagender Wetter, w' her wurden 34 Leichen zutage gefördert. ..,. Paris, 20. Februar. In 'hiesigen aristolraMe Kreisen wird die heimliche Beförderung des H^M von Orleans an die spanische Grenze als denma^ bevorstehend erachtet, ohne dass dem Prinzen voly seine Entlassung aus der Haft angekündigt we" dürfte. Der Graf von Paris, veranlasst durch/, Zwischenfälle mit seinem Sohne, verzichtet auf die 3^ setzung seiner Reise und kehrt nach Europa z"l" j Derselbe dürfte sich morgen in Havana nach ^ewY , einschiffen, um von dort aus sofort nach Livelp" weiterzureisen.____________________ Nnffelommene Fremde. Am 18. Februar. ,. ^! Hotel Stadt Wien. Ubei, t. l. Assistent- Präger, M«^ Muskat, Ilel und Kretz, Kaufleute, Wien. — KandollN'.H, vatier. Krainbura.. — Plantan. l. l. Notar, Radmann«" j, — Ritter v. Tonello.Stramare, Trieft. — Wahlfart, " mann. Triest. — Schiebe!, Vreitena. — Majdi?. ^illl. ^, Gasthof Kaiser von Oesterreich. Frost. Oberlehrer, sammt ^u Vrunndorf. — Kaucic. Adelsberq. — Dopler !<""'" ^b Nassenwh, — Tusar, Maler. Sarajevo. — Pegan, «"'^ Hotel Siidbahnhof. Hojan Franz. Godovic. Hotel Äaierischer Hof. Julian Binder, Uhrmacher, C'"'- Am 19. Februar. ^ Hotel Elefant. Veuhnch. Nenzl, Selinger. DubSly, Kulla ^ Eisler, Kaufleute; Fuchs, Apotheler. und Hammer, ^,M< Homann, Rabmannsdors. — Goldenthal, Bosnien. -^ ^ M, Sattendors. — Globocnil. Notariats.l5andidat, unv Procurist, Krainburg. — Richter, VreSlau. Oaul^' Hotel Stadt Wien. Paulin, Reisender, und Oresnil, ^° ^' Wien. — Grohmann, Niederbaiern. — Feuer, ^"Ao-Sagor. — Iicha, Reisender, Winterberg. - Sever, d'stin. . ^' Hotel Bairischer Hof. Grabner und Hammerschmidt, IN'»" Klagenfurt. — Perz und Erler, Gottschcc. aM' Hotel Tlidbahnhof. Kahn. Reisender-. Aurich und ThaM, .^.. — Simenc, Tarvis. — Vrancit, Lehrer. — Malac^l5>^ Verttornrnr. ^ Den 19. Februar. Vera Wälslmg. Buchhalters-^ 7 Monate, ssloriansgassc 3, Pneumonic. , «rachlel' Den 20. Februar. Maria Cerne, Goldarbeiten " 4 Monate, Theaterkasse !!, Rhachitis. _____,—-^ Mtoziehung vom l!>. Februar. Brunn: 16 61 74 85 ^x^ Meteorologische Beobachtungen in^aib^^ 7 U. Mg. 745 3" -0'8 NO schwach' bewdllt ^.gO 20 2 . N. 743-1 14 NO, schwach; belvM 9 . A. 743 5 0-0 NO. schwach! vclvöllt^B Trüber Tag. Das Tagesmittel der Tempcrawr ^ 0'6" über dem Normale. Verantwortlicher Redacteur: I. Nanlit^^.^' Ball-Seidenstoffe von «0 kr. "«st °" <ü No K5 ^err,N°!e»iente, steuerfrei . ,,»l »"'<>» lU ^°"n»ltrlc »lsenbah». 3chuldvtr,a>rr st. o, W. 2,8 - 219-. "'°"»cr «ahn»m,ss, ,«»4 95 5U 9b- lli,/^krr">te b^ . , . »9 <5 99 65 "° t,," ""'"'« «W.V. NS U<> 117 »0 dt°, 5^°: cum»,, Stück« , , 95 l,0 ue-.. 'to ^^""''Prioritäten . . ----------->_ «°^ W^^'Z"' ^ '^^'"« N3 «<> „410 bl°, ^' ""l^ ^ U><, N, «, W. 18'/.^ ,«8 __ tbkl^o .» , b "»ft,«, W, ,8?bU l»8- « » l>"/„ milhrNche...... WU f»n NN — 5»"/o Kraln und Küstenland , . —-— —' — I,"/« nlederösterreicliilchs . . . l0v — ll0 «5 ,->"/„ steirllcbe...... -'- -'- ü'/, lroatischr und Havonilche . !»»-- — — ü"/<> stebenburailche , , , . —-— —-— ü"/n lemeser Vanat . , . , —-— —-.^ .V>/„ unnarilckc...... 8»'60 «s 1l) Andere össcntl. Anlchcn. l>onau.«eg,-LoW N- - l»l — l2l 50 dto, »ll-.lelhe l»7« , . l«k 5l, ia7k,> «„lehrn d« Stadt V0« , , llo-- — — »,i!,hsn d, Ltabtyemelnbe Wlen I05«o 1W - Präm, ülnl, d, OtllbtysM, «2!tN 148 »li 144 «5 «»sjenl>au'«l,lehtl, oerlo», 5°/« »8 — 88 kl. Pfandbriefe «lir U'O st,), Uodencr, alig. öst, 4°/„ G, , , ,,»'—1,v- bto, » 4'/»"°. . . >0I - wi'üli dto. » 4°,'^ . . . WLl> 98 7" bto, Pläm.°Tchuldv« Orst. Hypolhelenblinl 1<)j. »U°/» >c<1 l!,^ N>!« le5 Oef!,°un«, Baiil verl, 4'/,"/° , NN 7b «l!« 25 detlu » 4"/„ , . I0c> — l00'4" belto 5Njähr, » 4"/« , . 1,»0 — llX, 40 Prioritäts'Obliglltilinen (fiir KW fl.). l5eld!!!/,°/, . lUU »0 100 7l, Gelb Ware Oesterr. Nordweftbalin . . . ><>?-— l<>» - Vtlllltsbllhn....... »9«— >94 — Lüdbahn il L«/,..... >4» ^l» l49 2"» » K 5°/„..... >1»«b N» 75 Ung,« Dwcrfc Lose (per Stück), «reditlose 1g _ ß,_ Palfiy ll°fc 40 fi...... 5ß..^ 57.^ Nöthen Nieuz. öss. «es. »., 10 fl. 19 s>„ L<>-— «udolph-Lofe IN fl..... ,9bN LNbl> D°l!^U°sr « st...... bübl, en üv El.'Venoil-Lole 4« fi. , , , »«. ß.,.., Wlllbstein.Lose 2l» fl..... 4« 75 4, 75 «,Uos« »u fi. . . 5z__ 5«._ «ew.'Nch. d. »«/„ Präm,? - ,« _ Van». Äctlen lper Stück), Nnglo<0eft. Vanl 2»0 st, ««"/„«, >«S ?c> >70 L» Vanlverein, Wiener ION fi, , . l«l» b0 l«5 90 «dncr.'Nnst. «st. 200 fi, E, 4U"/„ 317z0 'H« 50 ltrbt,-«nst, f.Hand, u, «.<8<>st. i3»l!'— 82« !>0 ll.rebltbanl, «lllg, »iig. !i0» fi. . 351-50 !»5» — Depositenbank, «llg. 2<»o st. , 20S' ««>s 5» «tlicumpte , 50U st, , 58S'- 593 — Giro ullasfsüv,, wiener LWfi, »>»-—«1 Hyvo«I,eltnb.,üst, »<»<>», 2b°/„«. ?l>ül> — — Veld Ware Lönderbanl, »st, 2«> fi. l». . . »39 7k »4025 0tsterr..un«lli, Nanl S0O fl. . »32— "3i — Unionbanl 200 st...... 26« 75 ««, ,5 >8erlebr«banl, «lll«. 140 fl. , . 1K4 — >«5 - Nctien von Transport-Unternehmungen. (per Stuck), «llbrecht.Vllhn »00 fi. Silber . 58 »0 59 — «lf»ld-5f!uman. Nahn 2!«> fi. E. ,„« 5" «o» 50 Vühm, Norbbahn 150 fi, , . , L'l» 5» 8W 50 » Wcstbahn 200 st, ... 338 — 335 vufchttehraber Eis, 500 fi, HM, w?^» «n?8 dt». (lit. «.) «uo n. . 434 - «z-— Dllnau' DllmvNchifffahrt - «es,. Oestrrr, 500 fl. »M, . . . 400 - 40,- DlllU-ltil. lB,'Db,-g.) 2!«> fl. E. »00 — 20l)'5<> Dux.Nodenb, Lemb, -. llzernow, - Iassl,» Vifen» bahn-Hesrlllch. L00 fi. 3. . . »?2 50 >»3 ^0 Lll'Ut'Fst'Uiig^lrieslKüNN^M, «94 39^ — vtftrrr, Nurdweftb, 200 st. Ollb, 203 — »03 b" d!o, (lil, «.) 200 st. Z. . «« — »23 25 Prag-Dulerltisenl,. lb0fl,Ellb, »8- y9 — Nubuldh'Vlldn 200 fi. Silber .----------------- Staalseilenbahn 200 st. Silber 21» 75 22<'l5 Süddllhn 200 fl, Silber . . . ,37 25 «87 75 Lüd'Norbb.lljerb,>U,20UN,?2'5<> Iramwlly>Ves.,Wr,.17Nff,ü, W, — .. — — neue Wr., Priorltüt«. Nctien 100 fi...... 89 50 99 75 Un«,.«»li,, ltiflnb. »00 fi. Gilber »»5 — ,»ä b» Veld Ware Ung, NordüNbahn 200 ff, Silber < 91 ><0 t«z — Ung,«8eftb,(«aab'«lll<)200fi.V, IV3 «» 194-- Industrie-Actien ! (per stück). Vauaef,, «ll«. «Dest. 100 fl. . 8»— 9l -»«ybier mb Vtahl'Ind. in Men l»0 N...... l»? - 9»' — tilenbahnw-Leibg,, rrftc, 80 ss. 94- 9;.- «Elbemühl». Papiers, u. «.'H. z? 7 > l.8'25 Uieslngcr Orauerei 100 fl, . . W' - 9? — Hlonlan-Gesell,, «Nerr, »»lpinr >II 3" 111-80 brage,- EXen Inb,«VeI, 20« fl .l» — 4»! — Zalgo-Iarj, Steinlohlen »0 fi, 4??' -478 — «dchlüglmühl», Papiers, 200 fl »07 — 20» — »Kteyrermül,!»,Papiers,u.V<0fl 45«>— 4bb — Äaggox'iielhllnft.. »ll«, in Pest »0 st......... 85— »? — Är. AaugeseMHast 100 fl. . . 8< 5<> «35,» wienerbergerZltgel'Uclitn-Vtl. >8I 50 «82 l»U Devifcn. T>cul«»e..... b» l" b« ,0 Ümibon........ «l» »0 «»»4» Zari»......... 47 U^ 47 l« Valuten. Ducaten........ b'5l» 561 ^>-glanc» 07, Zapttl-Nubel...... «!«»»° >" jtalienlsche «»ntnllttn (»00 «.) 4« 4uj 4« b