Nr. 2k. ^——_^ Dienstag, 3. Februar 1891. 110. Jahrgang. Zeitung. Nein!'»^''.^"biz^^^^^^lendun«: gni'zjabr!« fi. l5. halbjährig ft, 7 ü». Im « ompto l r : ^ ' ^nkrale bi« .?. ^«^ ^ ^- '^l die gustellun« i»« Hau« ganzjährig fl, l. - Insn-tlonsaebü»: Für 4 se'Ien «5lr.. grüß«« ver «eile « lr,: bei öftere» »üieberholungen per Zelle »lr. Die «Laibacher Zeltung» erscheint täglich mit «lulnahme der K°nn< und Feiertage. Die «d«lnlstratto« befindet sich (longressplah », dir «ebact«»» Vahnhofgasse »4. Sprechstunden der Redaction täglich von la bi« l» Uhr «urmlttag«. — Unsranllerte Vrlrfe werden nicht angeiwmmen und Manuscript« nicht zurüllgestellt. ,. Amtlicher Hheil. ^^öchn'/^ ^.Apostolische Majestät haben mit vom 25 Jänner d. I. dem ^^okm' . d« Wlener Börse Dr. Theodor Edlen ^ torff i n be« Orden der eisernen Krone dritter "M allergnädigst z« verleihen geruht. ä'^s° d" ?"! Wilhelm Ritter von Iettmar in gtt,^NNll^. ^'"b Charakter eines Statthalteri-^K 'Mlchl der Tuxen allergnädigst zu verleihen Taaffe m. p. AichtanltlicherHheil "" Unlere Staatsfinanzen. iyw ^!«t n, ll >^i°^bt^7/^'" ^"'^ klagte zu-^)?esitjv,L" ''^' bass die sämmtlichen einqetre- 2^« ^n """^" 'm Quinquennium 1885/69 >c>ss^ ^ " ""lass'", denen ein Wertbetrag von ^^^ "b-r ' ^"^" entspricht. Diese Ziffern ^!>Vs. "" unklaren, welche Quote des ge-^btn erfub/' L^ "nen Wechsel in der Person des Glli^llr die .."'e pr°"se Antwort ani diese Frage ^ ^?^t«s<" be" Evidenzhaltungs-Organen des ^'l>e?? »>ch ! durchgeführten Nachweisungen über ^t> i^en di.?« «, bjecte der Besitzoeränderunqen. ^!z k "°r '^"weise erst für die Jahre 1887 >i^ Flachs '^ «us denselben zu entnehmen, ""be», fHkli ' ^"K sämmtlicher Realitäten, welche °^r 4.Ulh in, c. °" Person ihres Besitzers erfahren ^i3^M.der<3<^^ °"l 130^9! Haaren ^tt m^'738 -5 ..Gesammtarea und im Jahre 1888 ^>V^chs»7^"en oder 4-16 pCt. belaufen hat. Auch über die im Quinquennium 1885/89 vorgefallene hypothekarische Belastung berichtet uns Winckler viel des Interessanten. Im ganzen wurden 1322 Millionen Gulden neuer Hypothekarschulden in den Büchern verzeichnet. Eine Abnahme in der Contrahierung neuer Hypothekarschulden trat nur in Böhmen ein, in allen übrigen Kronländern sind die Ansprüche auf den Realcredit enlweder gleich geblieben oder haben sich ge» stein/rt, Von der Tesammtsumme der neuen Belastung entfällt die größte Quote, 798-6 Millionen oder 60-40 M.. auf den sonstigen Besitz, die zweitgrößte, 407-4 Millionen oder 30.82 M,, auf den städtischen, die nächste mit 104-7 Millionen oder 7'92pCt. auf den laildtäfllchen und die geringste, nämlich 11'4 Millionen oder 0-86 pCt., auf den Montanbesitz. Eine entschiedene Abnahme der Ansprüche an den Hypotheka» credit finden wir bei dem landtäflichen Besitze, dagegen hat sich bei dem städtischen Realitäten-besitze der Netrag der neu intabulierten Pfandschnldm von Jahr zu Jahr gesteigert, veranlasst hauptsächlich durch den regen Hypothelenvertehr Wiens und semer Vororte. Es ist nicht uninteressant, zu erfahren, dass während des Qüinqurnniums 1885/89 in Wien und Umg bung um 271-4 Millionen Gulden und in der Stadt Wien selbst für 189-2 Millionen Gulden neuer Hypothekarschulden contrahiert wurden. Sehr lehrreich ist Wincklers Untersuchung, die sich leider erst auf zwei Jahre erswckt, über die Höhe der einzelnen Satzposten. Daraus ergibt sich denn. dass nahezu 85 pCt. aller neu intawlierten Pfandschulden auf Beträge bis höchstens 1000 fl. lauten. Diese Kategorie umfasst den glöhten Theil der Nothschulden und insbesondere fast alle im Wege der ex^cutwen Intabulation ins Grundbuch gelangten Schulden des mittleren und kleinen Grundbesitzes; ihre Ab» ober Zunahme hat daher symptomatische Bedeutung für des letzteren Wohl und Wche. Es ist erfreulich, zu sehen, dass der Betrag dieser Nothschuld n im Jahre 1889 geringer war als im uornna/gangcnrn Jahre. Die thatsächliche Entlastung des Hypoth'>ka>besiyes, über welche der Verfasser ebenfalls mlssichllich berichtet, ist eine größere als die im Grundbnche zum Ausdrucke gelangende; der Grund h'eoon liegt darin, dass viele, namentlich kleinere Grund» b sitzer, dir Ueli^rlragungsgebüren wegen zahlreiche Schulden, die factisch schon vollkommen, zum Beispiele capitalisierte Ausgedinge durch den Tod der Berechtigten, oder theilweise, wie zum Beispiele, Nnnuitätscredite, zurückgezahlt sind, noch in6kdit6 im Grundbuche stehen lassen. Wie bedeutend diese Inäkbilo - Posten seien, beweist die in der letzten Zeit ganz gewaltige Steigerung der Schuldenlöschungen in Steiermark, Kä'rnten und Krain, die auf einen energischen, der Löschung der inäsdiw haftenden kleinen Satzposten bezweckenden Erlass des Grazer Oberlandesgerichtes zurückzuführen sind. Buchmäßig wurden während des Quiuquenniums 1885/89 1047-5 Millionen Gulden gelöfcht. An dieser Tilgung participieren der sonstige Besitz mit 631-4 Millionen Gulden oder 60 28 pCt. der Gesammt« tilgung, der städtische mit 294-1 Millionen Gulden oder 28 03 M., der landtäfliche mit 111-5 Mil-lionen Gulden oder 10-64 pCt. und endlich der Montanbesitz mit 10 5 Millionen Gulden oder mit 1 pCt. Es hat daher im ganzen bilanzmäßig der ge-sammte bücherliche Uastenstand um 274.603.123 fl. zu. genommen. Diese Zunahme ist eine neue Erscheinung, denn im Jahre 1880 überstieg noch die Summe der gelöschten Pfandschulden den Betrag der neu intabulierten um mehr als vier Millionen ; von da ab trat dagegen Jahr für Jahr das Gegentheil ein. Die Ursachen, welche zu dem rapiden Anwachsen der Hypothekarschulden seit 1881 beigetragen haben, lassen sich. da die Grundbücher darüber keine Auskunft geben können, nicht der Reihe nach aufzählen; so viel ist aber gewiss, dass di« im Jahre 1883 erfolgte Intabulierung einer Priori-tätenschuld von 24 Millionen Mark der alpinen Mon« tanqesellschaft. die Folgen der Zucke,krisis im Jahre 1884 und die infolge des gesunkenen Zinsfußes seit dem Jahre 1886 mit Hilfe erborgter Capitalien forcierte Aauthätigkeit in Wien und dessen Vororten zum An» wachfen der Hypothrkenschuld wefenllich beigetragen haben. Von der im Quinquennium 1885/89 erfolgten eff?ciiven Zunahme des Lastenstandes im Betrage von 274 6 Millionen entfielen auf Böhmen 3815, auf Nieder-Oesterreich 29 68. Mähren 11 97. Tirol 1168, Schlesien 3 72. OberOesterreich 22, Steiermark 1 34, Salzburg 0 55, Kärnten 049 und Krain 0 22 pCt.; auf Wien und Umgebung allein entfällt mehr als ein Feuilleton. , 'u, den, <5 D" Bettler. ^tüli ' 'Ngte ni ^''^" des Paul A vine. ^u>'"r. ü'o'L"""d ^rmse, so oft ich mich ^ "/ Dies« »"" w'ch 'in Grfühl tiefster 3 i> uns di^"dung ^.„t ^'r ein «arer 3"'!a!isle"kl, M^w'auserei ^^m ist und uns Kls'lich7 >ensch/°"knten beeinflusst, in denen wir ?'^'^ ^"l'ch un7 ""s >6) Philosophische und °tl>! ' durch ""« ""geimpften Gewohnheit des ti, hör« . " "bniuthlge Handlungen Ausdruck 6^ll"? V^' «n einem rauhen Winter- ^ ^ lnei^ l^> ein w ^ dm ,ch ,m Louxemdourg k>N r'Echra.^ durch ein Wunder im Hinter-?> n ""^ d7/ntdecktes Beinkleid zu schenken. ^ ^ z^«?'g'9kn ,,^lndl,ng^stück mit tausend Z r>»c ^il'che I^ "lle.d. das er schon am Leibe 3>lkz' Nlnchs^ '" des Mannes bestimmte mich. > ^l>. U' den finsteren Tiefen des ^lll ^hrent) - U" erhaltene Weste an« ^^^d^ ^asch^ > sprach, betastete ich uu> ^"' ^7'' ossenb' ^L'"' und verspürte etwas >>, ''kN "<" e.n Geldstück, unter meinen °t° bloh A? ^ch °us Wu? Ein Zwei.Francs- ^^^' ^^',^^""^ l,° vttl wohl nicht. Es ^'^«^ schob s'b Capital ^c" le't Jahren im ver. h>>s u,^ um^ ^schlummert hatten. Das ^r. u ddem Swffe zwischen meinen ^^ "d m,ch erfasste - ich kann mil's heute selbst nicht erklären — ein unwiderstehlicher Drang, es für mich zu behalten. Wenn ich alles genau überlegte, hatte ich an dem Alten nicht mehr als meine Schuldigkeit getb.au? Hatte ich ihm nicht, als ich ihn in seinem kläglichen Aufzug, vor Kälte zitternd, seine Hand flehend nach mir ausstrecken sah, ein Almosen gereicht, so hoch, als es mir meine Mittel erlaubten? Hatte er rs nicht mit überschwenglichen Dankesworten mit großer Hastigkeit in seinen verborgenen Geldbeutel gesteckt? Noch mehr I Der Gegensah zwischen seinen elenden Lumpen und Flicken und seinem Antlitz, in dem einstiger Wohlstand einen Achtung gebietenden Zug hinterlassen, berührte mich so peinlich, dass ich ihn sogar aufgsfordert hatte, mich in meine Wohnung zu begleiten, damit ich ihm meine alten Kleider schenken könne. Hatte ich nicht genug gethan? Weshalb sollte ich dem ohnedies so reich Beschenkten noch das Geld« stück lasseu? Aber ich besann mich anders. Ach was. sagte ich mir mit einer gewissen Ueber. Windung. Mag er die zwei Sous behalten! Er wird doppelt glücklich s>'in, wenn er unvermuthet diesen Fund macht! ... Der alte Bettler entdeckte das Geldstück nicht gleich. Durch die in meinem Zimmer herrschende Wärme und den Anblick des lustig prasselnden Feuers sichtlich in behaglichere Stimmung versetzt, knöpfte der Bettler mit einem kindlichen Lächeln das warme Gilet über seiner fast nackten Brust zu. «Ach. mein Herr,, stammelte er. «mein Herr!» Das war alles, was er im Uebermaß seiner Rührung hervorbrachte, aber zwischen seinen klappernden Zähnen waren diese wenigen Worte von eindringlicher Bered» samteit, Als er jedoch, um die Schäden seines Rockes zu verbergen, eine Art Ueberzieher anlegte, den er weit zurückschlug, um den Ausblick auf das Gilet zu ge° statten und also vor den Spiegel trat, traten plötzlich Thränen in seine Augen und seine Zunge ward gelöst. «Ach, mein Herr,» rief er, «Sie ahnen gewiss nicht, dass Sie mir das Leben gerettet haben!» Er schickte sich an, mein Zimmer zu verlassen. Ich hielt ihn zurück. «Warten Sie noch einen Augenblick.» Ich hatte nämlich einen überaus schäbigen Hut bemerkt, den der Bettler bei seinem Eintritte unter dem Stuhle verborgen hatte; mir war der Zustand d'eser Kopfbedeckung früher, in der harmonischen Ueber« einstimmung der mitleiderregenden Eesammterscheinung des Mannes nicht aufgefallen. Der alte, rissige, verwitterte Hut stach nun seltsam ab von seinen wenn auch nicht reichen, so doch immerhin anständigen Kleidern. «Warten Sie!» rief ich. Mir schien, als ob mein Schrank auch einen überflüssigen Hut enthalten müsse. Und in der That fand ich nach wenigen Augenblicken in dem unversiegbaren Schachte des Schranke« einen breitkriimpigen Hut, der dem alten Bettler trefflich passte. In jenem Augenblicke begriff ich gerührt — ja, bis zu Thränen gerührt — die Freude Gottes, als er nach Erschaffung der Welt fchließlich sein Werk be« trachtete und fand. dass es gut war. Auch lch betracy. tete mein Werk und fand, dass es gut war. Denn sicherlich hätte niemand in diesem ehrwürdigen Greis den elmden Bettler erkannt, der niir zwanzig Minuten früher am Thore des Luxemburgparkes mit demüthlger Oeberde die Hand entgegengestreckt hatte. «Ach. mein Herr,» sagte er, «Sie wissen es viel« leicht nicht, ooch glauben Sie mir. das Bitterste, das die Armut in sich birgt, ist es. nicht arm zu sein. sondern es zu scheinen. So lange man arm ist, ohne es zur Schau zu tragen lümpst man und lässt die Hoffnung nicht sinken. Allabendlich, ehe man sich zur Laibacher Zeitung Nr. 26. 198 3. Februar iB, Viertel der gesammtrn Zunahme (2502 pCt,). Die Intensität dieser Mehrverschuldung wird am besten gekennzeichnet, wenn man sie auf die Flächeneinheit be< zieht. Hier drücken sich die Verschiedenheiten recht prägnant aus. Es entfielen nämlich von der g^sammten Zunahme des Lastenstandes auf das Quadrat-Kilometer in Nieder-Oesterreich 4123 fl. (in Wim 149.243 fl,!), in Böhmen 2017. in Schlesien 1985. in Mähren 1479. in Tirol 1200. in Ober-Oesterreich 505, in Salzburg 211. in Steiermark 164, in Kärnten 131 und in Kram 61 fl. Die einzelnen Kategorien des Realbesitzes sind an dieser Zunahme sehr ungleich betheiligt. Es hat nämlich der Schuldenstand im Quinquennium 1885/89 beim landtäflichen Besitze um 6,839.634 fl. abgenommen, bei allen anderen Kategorien aber zugenommen, und zwar beim Montanbesitze um 922.194 fl., beim städtischen um 113.305.085 fl. und beim sonstigen um 167,215.478 fl. Was die Ursachen der Hypothekar-Verschuldung betrifft, so ist man auf die in den Büchern angeführten Rechtstitel angewiesen. Demnach entfielen von den im Quinq?nnium 1885 bis 1889 neu intabulierten Hypothekar-Schulden im Betrage von 1,322,136.439 fl. 58 8 pCt. anf Hypothekardarlehen, 14-9 M. auf sichergestellte Kaufschillingsreste. 12-6 pCt. auf andere Verträge (meist Cautiouen). 8 2 pCt. auf Erbtheilungs« und Vermächtnisforderungm, ^8 pCt. auf executive Intabulationen und 07 pEt. auf justi-ficierte Pränotationen. Die Daten aus Galizien und dem Küstenlande sind noch nicht vollständig; die aus der Bukowina liegen erst seit dem Jahre 1888 vor; für Vorarlberg kennen wir sie seit dem 30. Juni 1687. Damals be° trug der Gesammtlastenstand des Landes 30,612.300 Gulden. Er ist in 2'/« Jahren rapid, nämlich um 17 pCt. gestiegen und betrug Ende 1889 35.822.006 Gulden. Im Jahre 1882 war eine summarische Erhebung des gesammten Lastenstandes aller Länder, mit Ausnahme von Vorarlberg und Dalmatien, angeordnet worden, welche für den 31. December 1881 einen gesummten Hypothekarschulden-Stand von 3.048.302.000 Gulden ergab, in welcher Summe die auf dm Staatsgütern lastende Hypothekarschuld von 102.032.694 fl. und die im Eisenbahugrundbuche eingetragenen Priu-ritätsschulden im Betrage von 1.837.782.082 fl. nicht inbegriffen waren. Wenn man zu der für 1881 erhobenen Schulden« standsziffer den bücherlichen Zuwachs an Hypothekar-schulden mit Berücksichtigung Vorarlbergs hinzurechnet, so ergibt sich für den Schluss des Jahres 1889 eine Gesammtbelastuug des österreichischen Grundbesitzes von 3,580,210.100 fl.; in Wirklichkeit ist der Schuldenstand aber ein geringerer, weil noch eine Reihe von In(isbil,6-Forderungen in den Büchern geführt werden, und weil noch immer Simultan-Hypotheken vorkommen, ohne besonders als solche ausgewiesen zu werden. Politische Uebersicht. (Zur Situation.) Die slovenisch conservative «Südsteirische Post» widerspricht der von dem «Slo-Venski Narod» vertretenen Ansicht, die Aufläsung des Abgeordnetenhauses sei verfügt worden, um den österreichischen Slaven zu schaden. Die «Südsteirische Post» erklärt, aus der Enunciation in der «Wiener Zeitung, sei zu ersehen, dass der Regierung daran liege, möglichst uiele gemäßigte Elemente jeder Parteirichtung in dem Reichsrathe zu wisseu, Die Meinuug, dass es sich um die Bekämpfung irgend einer österreichischen Nationalität handeln könne, ersch ine demnach jedenfalls weit über das Ziel geschossen. (Die Vereinigung der Vororte mit Wien.) Se. Majestät der Kaiser hat die Dankeö-kundgebungen der Gemeinde Neulerchenfeld, des Lehrer» Vereines «Bürgerschule» in Hernals, der Gemeinde Ottakring und der freiwilligen Feuerwehr in Ottakring anlässlich der Allerhöchsten Genehmigung des Landes« gesetzes. betreffend die Vereinigung der Vororte mit Wien, wohlgefällig zur Kenntnis genommen. (Stimmungsbericht.) Aus Wien wird der Prager «Politik» gemeldet: In den hiesigen Kreisen der parlamentarischen Rechten erachtet man die Situation für sehr ernst. Hervorragende ehemalige Abgeordnete geben der Ueberzeugung Ausdruck, dass ein solcher Wahlerfolg der jungczechischen Part i wie bei den Landgemeinden Wahlen am 2. Juli 1889 jede Hoffnung auf die Reconstruction der Majorität im bisherigen Rahmen vernichten müsste. (Die kroatische Reg nicolar.Deputation,) welche im Febiuar zusammentritt, beabsichtigt, wie aus Agram gemeldet wird, einen concrete» Antrag bezüglich der Verwendnng der Ucoeischüss,' des Grund-entlastungsfondes zu stellen, da hievon im nugarischeu Nuntium keine Erwähnung geschieht. Dabei werde sie das Eigenthumsrecht Kroatiens auf die Ueberschüsse geltend machen und den Standpunkt vertreten, dass diese Ueberschüsse zu keinem anderen Zwecke als zur Amortisation der Gruudentlastungsschuld verwendet werden können, nachdem kein Fond seiner rechtlichen Be« stimmung entfremdet werden darf. (Die Deutschböhme n.) Das Executiv'Comite des Clulis der deutschböhmischen Landtags Abgeordneten hielt Samstag eine Sitzung ab, in welcher die Vorarbeiten für die bevorstehenden Reichsrathswahlen deu Gegenstand der Berathung bildeten. Die betreffenden Arbeiten werden sofort in Augriff genommen. Für den 22. Februar werden die Vertrauensmänner des deut' scheu Volkes in Böhmen nach Prag zu einer Versammlung einberufen, um den Wahlaufruf und die von den Bezirki-Wahlcomile's aufgestellten Candidate» zu genehmigen. (Steiermark.) Das vom steiermätlischen Landtage beschlossene Gesetz, betreffend die Einführung uou Functionszulagen für die Leiter einclassiger Volksschulen, erhielt die kaiserliche Sanction. (Wahlaufruf der Socialdemokraten.) Die «Arbeiter-Zeitung» bringt den Wahlaufruf der österreichischen Socialdemokratie. Derselbe fordert die Genossen zur Abhaltung von Versammlungen und Auf. stellung von Zählcaudidateu, ferner zur Verbreituug von Flugblättern in allen Landessprache und zur Bildung eines besonderen Wahlfonds auf. (Aus den occupier ten Provinzen.) Unsere Monarchie arbeitet unablässig au der Cultioie» rung Bosniens und der Hercegovina. Ei"^ ^, Fortschritt, welcher einen großen Aufschwung bel z, vierten Provinzen zur Folge haben wird. bsde" . projectierte Bau einer Bahn Ianjici-Traviül'^ Die Länge der nenen Linie wird 220 Kilo^^ tragen. Die Vedeutuug dieser neuen Aahn >^ .> Occupationögebiet und für Dalmatien ist e'^ ^ unschätzbare. Man wird jetzt von Sarajevo au « aufblühendeu Hafen von Spalato in dreizehn ^, erreichm; es wird infolg? des Auschlnssts ai' d>e ^ nach Velgrad das ägäische und adriatische ^l^ ein n Säiienenstrang verbunden sein. Es werden '^ großen Mineral- und Holzschätze der occüpi^ ,f oinzen, w lche bisher zum großen Theile mibe^ blieben sind, dem Weltverkehre erschlossen; da« ^ schaftliche Leben Bosniens wird einen mächtige schwung erfahren. .,p (Di> Demission Crispi's.) 3" ^' lieinschen Kammer begann Samstag die ^^ > di'ö Gesetzentwurfes betreffs provisorischer ErtM ' ^ Einfuhrzölle und der Gebür für die Erz"l<^ Spiritus. Die Sitzung verlief bewegt. Eri«p> ^ « der G sehentwurf befinde sich in vollfomme'>e ^ »wine mit dem von ihm iu Turm entwickelt ^ a/amm. Er warf der Rechten servile Politik O.^ dem Ausland vor. (Lärm und Proteslrufe) E^ langte eine tlure Abstimmung, wie sie eiuein ^ gebüre, der wider seinen Willen auf dem P^!:^' Das Votum der Kammer werde sagen, ob 3 ,.g/ starke Regierung haben wolle, oder eine Reg^ ,^, von neuem in die gewöhnliche Uüschlüssigkeit " ss sicherheit verfällt. Villa beantragte eine ^' ^, gierung angenommene Tagesordnung, wonach», ,i,'. Erklärungen der Regierung Act genommen ^^F Dieselbe wurde mit 186 gegen 123 Stimme» "A s! Crispi erklärte, er werde die Befehle des Ko"'^ holen (Bewegung) mid bittet die Kammer, ^F weilen zu vertagen. Nach der Kammelsivin'<1!' ,j, ? Crispi dem Könige die Demission des Eabl"^ parlamentarischen und politischen Kreis»« h^' enorme Bewegung. . l^ (Die Ministerkrisis in Serble"^ iu der Thal den Verlauf nehmen zu wolle". ,^' schon vor zwei Wochen als wahrscheinlich M^ wurde. Es scheinen sich nicht nur gegen de" ^ des Innern. Gjaja, sondern auch gegen ^" H^ minister Tavsanovic. wie gegen den Cabi»^ ^ ueral Gruic verschiedene Strömungen im ^ «Convent» geltend gemacht zu haben. Es ''^M neuestens nicht mehr von einer partiellen ^ krisis, sondern von einem nenen Ministerium K dessen Bildung Pasic übernehmen würde, 'v^! meinen würde ein solches Cabinet cine ^cj^ noch weiter nach links und im ausgesprochen l^L Sinne bedeuten. Jedenfalls bleibt die neue liste abzuwarten. ^^? (Im deutschenReichstage) so"^ Mittheilung aus Berlin behufs F6rderm'!1 Mh< staudekommens derGewerbe-Ordnungs-Nove"^^ schuh) eine freie Commission aus Mitglied""^,< servativen, der freiconservativen und der « liberalen Partei gebildet werden, Ruhe legt, selbst unter den Brücken oder im Asyl. hause, setzt man seine Hoffunng auf den kommenden Tag, der dem verflossenen vielleicht nicht gleichen wird. Aber wenn die Kleider sich an unseren Freundcn ein Beispiel nehmen und von uns abfallen, dann läfst man sich selbst willenlos sinken und ist verloren! Sehen Sie, mein Herr, auch ich sank und gab mich verloren. Ich war wie ein Ertrinkender, der, so weit das Auge reicht, kein rettendes Fahrzeug, kein Ufer erblickt und den Entschluss fasst, nicht mehr zu schwimmen, um seinen Leiden und Kämpfen ein rascheres Ende zu bereiten. Nicht wahr, das ist ein resignierter Selbst' mord ohne Anstrengungen, ohne jeden Aufwand an Kraft und Energie? Das große, allmählich näher rückende Unbekannte und das entschwindende grausame Leben!» Die wohlgesetzten Worte des armen Schluckers drangen mir tief ins Herz und überraschten mich zu» gleich. Um meine Rührung zu verbergen, frug ich ihn: «Sie waren gewiss Schriftsteller?» — «Ich bin es noch!» entgegnete er stolz. Und indem er sich von mir verabschiedete, richtete er plötzlich sein Haupt hoch aus und verließ würdevoll das Zimmer. Ich war zu discret, um ihm zu folgen. Doch als die düsteren Wolkenschleier, div den Himmel seit acht Tagen verhüllten, gegen die Mittagsstunde unter den Strahlen der Sonne zu zerreißen begannen, gieng ich wleder in d»n nahen Park. Mein Schützling war auch da. Ich beobachtete ihn. Um sich von seiner eigenen Wiederauferstchung so recht zu überzeugen, hatte er sich zuerst in diesen Garten begeben, den er im Bewusstsein seines so deutlich wahrnehmbaren Elends noch vor einer Stunde nicht aufzusuchen gewagt hätte. Er hatte ein Etiick .Brot gelaust und ah es: Während des EsstnL formte er Krumen daraus, wie es Spaziergänger zu thun pflegen, und warf sie de» Sper« lingen hin. die sich zwitschernd um ihn scharten und nicht die geringste Scheu vor ihm zu habeu schienen. Gemächlichen Schrittes gieng er seines Weges, sah dann auf das Giebeldach des Palais, nach der Uhr. und beeilte sich, da es ihm fpät schien, das Gitter zu erreichen. Am Gitterthor stand ein Bettler, jnst so elend und nothdürftig gekleidet, als er es vor einer Stunde gewesen war, und trat, als er des nahenden Spaziergängers ansichtig wurde, unterwürfig mit ausgestreckter Hand auf ihn zu. In tiefes Sinnen verloren, griff mein armer Greis mit der mechanischen, zerstreute» Bewegung eines ehemals reichen Mannes in die Westentasche. Dann lächelte er errathend und machte eiue ab« wehrende Geberde. Der Bettler aber wich nicht von seiner S»ite. «Mein guter Manu.» schien der arme Greis ihm sagen zu wollen, «es ist ein Irrthum, ein schmeichelhafter Irrthum, ich bin ja nur ein Bettler wie Sie.» Doch plötzlich drückte sich in seinen Augen eine lebhafte Ueberraschung aus. er hatte, auf dem Grunde der Westentasche mein Geldstück entoeckl und hielt es zit« ternd zwischen Daumen und Zeigefinger. Und da der Bettler ihn uuch immer hartnäckig verfolgte nud demüthig ein Almosen von ihm ei flehte, ließ der alte Bettler schließlich das Geldstück in di> Hand des jüngeren Bettlers gleiten. Darauf entfernte er sich u»d blickte noch einigemale nach dem Beschenkten zurück. Dabei umspielte ein gerühlteü Lächeln s,iue Lippen, als sei ihm das herrlichste und dabei komischeste Abenteuer von der Welt begegnet. So zwar — schloss mein Freund Ambroise seine Erzählung — dass ich gar keinen Grund habe, meinem Gilet und dem Zwei'Sous-Stück eine Thräne des Geizes nachzuweiuen. Die Geschichte zweier Iäg"'^. Frei nach dem Italienischen von Franz ^ (Schluss.) ^ Am Morgen lebte er noch. Mit dem Tage ^ eine geheime Hoffnung und mit ihr cu" A, ^K^ heit des Geistes zurück. Von Valmet erwarw ^ mehr; aber die Aufseher mussten ihn """^e'^ That angezeigt haben, und die Behörde w«^^ wiss aufsuchen lassen. Da er sich in dieser ^ , lebend erhalten wollte, schleppte er l^^d^' Platze zurück, wo ihn Balmet niedergelegt ^ den Abend zuvor den Rest seiner Vo"«" ^j ^ hatte. Das war ein langes und schmerz ^ növer. M<' Dort biss er ohne Vergnügen 'N» ft x trank einen Schluck Brantwein, und die ^ ^,i^ »hm wiederzukehren. Die Wunden blutete» ^ aber sie schwollen mit erschreckender RaM h,e ^ Schenkel insbesondere war dick gewo^'^ zum Platzen gespannt. Eine große Arve ^ darin ! « sl" , > Er fühlte, wie seiue Nerven s'ch.,' / Z"' ^ steif wurden, nm schließlich wie lie"W'^e '^^ erschwsfeu; eine unbezwingbare UlMiye ^» das Bemnfuiö, sich zu bewegen, olisch"" '^ ^. ^! dung lähm.nder Starre jede Regung "^.,,M^ Der Morgen war heiter, d" MA l>"^ uend heiß. Die Sonnenhitze that «h" '" " d" 5^ suhlte er sich inmitten der lustigen ""."iniFl,^ rinnenden Gewässer nicht mehr >" " ,,iltt'"^' < die Stund.n zogen vorüber, ohne da»« ^ j!>^ Seele sich zeigte. Nur eine Gem,'^' H^V Gletscher herab, über deu Schnee h" " ,h,' ^. Einige nahten ihm sogar und v"",^l, " trauifch, um sich klar zu werden oan . -^cher Zeitlma Nr. 26. 199 3. Fchruar 1891. don An» " — — k'nbaren ^s/" ^ ^e Gewerbe Ordnunczs-Novelle ver-^ Z«stinim>m ^^""" möglichster Vergewisserung s ^: 6. ^^ Negierung. ClllnnM.?^^isches Colonialwesen.) Die sprach ^' °es obersten Colonialrathes in Paris sellschust" ^ "^' dass jene großen colonialen Ge-^lnundim/^? Bildung geplant ist. von der Be-direct von >. ^ ^" Colonial-Behörden befreit und Kin s^.„ ^^ Legierung des Mutterlandes abhängig von Pyljz"' ^^"H^itig sollen dieselben zur Bildung tigt werden ^^ ^" Vertheidigung im Innern ermäch. badaz m^^"^°" '" Portugal) Die Agence Mitärtne... ""^ Lissabon: In Opurto ist eine ^- Die N ^"sgebrochen, drei Regimenter empörten lcher Di V""ll trägt einen republikanischen Eha-^ heikt I« l """p?lllarde blieb der Negierung tren, lDil '"bereits zu einem Kampfe gekommen. °M'ch d^"^° Negierung) beabsichtigt M>d?lövettr' °^^'^hrnden Erneuerung der russischen ^"dsäkljss, ^ "üt den verschiedenen Staaten, eine '^ nunm? ^"'derung dahin eintreten zu lassen, dass >iiaeie ^le stch ,m Jahre 1880 dadurch bekannt, dass ^"8M' 3"6 des Eides als Parlamentsmitglied "l>v<^°lauf die Conservative« seine Ausschlie-^ lBiz^use durchsetzten. K dchHrck gegen Oesterreich-Ungarn.) ü^^lch-N.' 'Hamburger Nachrichten» gegen > ''ben w^""' b?r dem Fürsten Bismarck zil-Äi in b., .' "'" die Begünstigung bei den Korn-A^'nen ?"'ben. erfährt in der «Norddeutschen "^ Leitung, officiös eine rasche Zurück-pH ^/bamerikanische Congress) hat >^>^Ns Vermehrung der Mitglieder des Re- .^Hre ^ .^agesnemgleite^ <^ "alestiit die Kaiserin hat, wie die ^b^tiglki?'""^ meldet, dem katholischen Frauen. " IM ss^ '" Salzburg eineIahres-HnadeN' N ^ sc. ^" spenden geruht. ^gkn t/s"^^cht.) Nus^Miinchen wird unterm dlei^'n ^.^^isch gemeldet: Kronprinzessin Witwe ^hn??^^s ^'"nie ist um 6"/. Uhr morgens zu Aiseia >e "°n d ^'" eingetroffen und wurde auf dem ^ Vang,"" Milizen Leopold und der Prinzessin — (Der älteste General der Welt,) der bis in seine letzten Tage nicht bloß den Titel, sondern auch ein actives Commando noch geführt, ist, wie aus Monastic depeschiert wird, am 23. Jänner gestorben. Der zur großen Armer Abberufene ist der General IbrahimPafcha. Obwohl er im vorigen Jahre seinen 100. Geburtstag gefeiert, war er doch geistig und körperlich rüstig genug, das strategisch wichtigste Commando von Monastic als Befehlshaber des 19, türkischen Armee-corps zu bekleiden. In dem alten Soldaten ist zugleich ein Kriegskamerad Moltke's aus dem lyrischen Feldzuge dahin geschieden, da der damals fünfzigjährige Ibrahim die Schlacht von Nisib als Hauptmann mitmachte. Die gleiche Charge bekleidete zur Zeit der zehn Jahre jiln gere Moltle, dir es inzwischen bis zum Feldmarschall gebracht hat. — («Diebsversich eru n g.») Von Jahr zu Jahr eröffnen sich neue Gebiete dem Versicherungswesen, und bald wird es kein Missgeschick geben, für das nicht eine findige Assecuranz-Gesellschaft ein Gutmachungs-Pstästerchen in Vereitschaft hätte. Den neuesten V^r« sicherungszweig hat wohl eine englische Gesellschaft, die «Mercantile Accident and Guarante Company» in Glasgow eingeführt, welche feit einem Jahre «gegen Einbruch» versichert. Dass man in England, welches auch in «Ein< brechcrn« das Vorzüglichste erzeugt, von diesem Beruht» gungsmittel gegen gewaltsame Communisten mit Vergnügen Gebrauch macht, geht daraus hervor, dass die genannte Gesellschaft bisher an 7000 Polizzen über «Diebsversicherung» ausgestellt hat. — (Unglücks fall.) Aus Trieft wird gemeldet: An Bord des Dampfers «San Giufto» waren drei Arbiter mit dem Ausladen von Warenballen beschäftigt, als plötzlich der Krahnbalten brach und auf die Un° glücklich?» stürzte. Einer blieb fofort todt. Dem Arbeiter Skabar wurde das Rückgrat und der rechte Arm gebrochen, und wurde derselbe sterbend ins Spital gebracht. Der Arbeiter Kersovan erlitt einen Bruch des rechten Beines. — (Die Ueberreste des Königs Bel a III.) Gelegentlich der Restaurierungsarbeiten in der Mathias. Kirche zu Budapest stieß man auf eine vollständig at» gesonderte Grabnische, in welcher sich ein steinerner Sarkophag befand. Die Archäologen halten dk' Nische für das Grab Bila III. und die im Sarkophag befindlichen Knochen für die Ueberreste dieses Königs. Der ungarische Unterrichtsminister hat das anthropologische Institut der Universität beauftragt, den Fund aus wissenschaftlichem Gesichtspunkte zu prüfen und darüber zu berichten. — (Der Anarchist in der Ka ferne.) In Montpellier verurtheilte das Kriegsgericht einen Soldaten vom 17. Regiment, Vollemejanne, zu einjährigem Kerker, weil er versucht hatte, seine Kaserne in Aniane mit Gewehrpatronen in die Luft zu fftrengen. Er bo kannte sich in der Verhandlung als Anarchist und er. klärte, er wolle kein Soldat fein, da der Krieg nur Massenmord sei; er hasse die Preußen nicht, denn sie seien Machen, wie andere auch, und folglich feine Brüder. — ( Gestohlene Se i d e n r a uPe ne i e r,) Von Cogolin wurden kürzlich 31 Kisten nach Cremona ge» schickt, deren jede nach dem Frachtschein 14 Kilo Seidenraupeneier im Werte von je 9000 Francs enthalten sollten. Bei der golldurchsicht in Ventimiglia ergab sich, dass 5 Kisten leer waren. Es waren also 70 Kilo Sri< denwurmeier im Werte von 45,000 Francs gestohlen worden. Die eingeleitete Untersuchung hat ergeben, dass der Diebstahl auf französischem Gebiete zwischen der Abgangsstation und der Grenze erfolgt sein muss. — (Die Leiche Sadullah Paschas) ist vorgestern früh in Constantinopel angelangt und wurde in feierlichem Zuge und mit militärischen Ehrenbezeigungen zunächst nach der Sovhienmoschee, sodann nach dem Mausoleum des Sultans Mahmud gebracht, woselbst die Beisetzung «rfolgte. — (Der Maler Meifsonier) ist Sonntag morgens in Paris an den Folgen einer Lungen^»«>»»«» ,,»»», tt s^'chltit «"Per sei„ ^^. durch seine U>,- ^u^'t einer V' .^"am sie über ihn weg. bis b°r>nI^L w„, e seines gesunden Armes.'ver< "h T°ge. "en vielleicht die Ueberlebenden vom eine weiche, fast süße seeder; er litt nur noch an ^!ük Schnee j^luwetn hatte seine Kehle ausgetrocknet, w',, '""km Handbereiche war längst anf- acht ^wohl . ,, . ^l'h^ Amem.., 'h" "'chts °"f der Welt ver° tünchte, (z «u>a in machen, die ihn aus seiner °l s>H'He! i,n ' ° IM emen Kiesel in den Mund. um ll U/"d über V cö" "falten, dann fuhr er fort, t> Eos "Uhr. '"" Gchcht. Er hoffte, klagte und Zustande wonniger Erstarrung b ^?> habe?"?'" """' "1" ^"zubringen, h ^ge, ^' ^" ä" lasset, wie er war, allein Richtung des Gran k, >?w7 Gws.? Völkchen auf. Nach und nach ""' °"« den Klüften mit einem! btt,> s 7^" sie 7.^ s'' zögerten eincn Augends de! ^rbei. um 3^t, zu werden, dann husch-lei>^. z>el ?^r.""cd"arauen Flut, welche z ^ NtbW "ch di V ci'" ^ale verdunkelte, zu« ^ehl. ",tre,f„ '' E'nschnitte des Gebirges glitten aus einem Riesenmunde her. Unmerklich war die Mufchel ringsherum durch einen unermrfslichen Di'ckel abgeschlossen; nnr weit rück» wärts über den Montblanc lächelte noch eiu heiterer Himmel in blauen, violetten, rosenrothen und glühend gelben Reflexen. Der Rothe sah auf diesen leuchtenden Punkt mit dem starren Blick des Wahnsinns. Es schien ihm, dass das Gewitter nur heranzog, um ihn zu verderben. E< erblickte in den Wolken Feinde, die ihn umklammern und ersticken wollten. Aber Mont Vlanc wachte iilnr ihm uud sagte ihm, Vertrauen zu schöpfen und sich nicht zu rühren, denn er würde mit einem Hauche den Himmel spiegelglatt fegen. Der Kampf war lang und erbittert. Die Wolken überstürzten, verdichteten, trennten sich, flohen und kamen mit convulsivischen Zuckungen wieder, den Himmel bald mit weißen Strcifen durch, furchend, bald wieder mit bleigrauen Flecken beschmutzend. Der Durst nahm zu, wurde brennend, unerträglich, allein er konnte sich nicht rühren, verzückt durch die stehlende Glorie des Bergriesen. Die Glocke von Cogno läutete «Ave Maria», di< Wolken gewannen die' Oberhand, der Montblanc verhüllte sich. uud Ruthhaar schloss die Aua/n — auf immer. Der Himmel neigte sich so tief. dass cr ihu be» rührt-! Im Thale regnete es in Strömen, dort ube» ! auf den Höhen der Nouva um den Leichnam herum ! aber entspann sich ein wüthender Kampf krystaUmischr,! ^ Schnees, der sich später in große, still und gcrade ! herabrieselnde Flocken verwandelte. Indessen etlleu d,e ! Weiber der Gebirgsweiler zur Vesper und flüsterten ^untereinander von Geistern, die in der verstofs^^n Nacht das Thal mit Wchklagen und Stöhnen erfüllt haben. Laibacher Zeitung Nr. 26. 200 3. Februar Is^ grundgesctze begründet, und dieses unser Palladium müssen unsere Abgeordneten mit allen Mitteln und aller Fürsorge bewahren. Mit diesem Programm treten wir auf den Wahlplatz.....Möge in diesem wichtigen Augenblicke der häusliche Streit verstummen, treten wir vereint auf den Wahlplatz. Im Reichsrathe handelt es sich um das Schicksal des Volkes in seiner Totalität, und manches, was uns zu Hause entzweit, hat für den Reichsrath keine Bedeutung. Unter der Devise: «Alles für Gott, Kaiser und Vaterland», unter welcher unser Volk aus dem politischen Schlafe sich erhoben, wird sich dasselbe yoch höher erheben und sich seine Existenz und den Fortschritt erringen und sicherstellen.» Der Wahlaufruf ist von folgenden Abgeordneten unterzeichnet: Johann Murnik, Dr. Ritter von Vlsiweis, O. Detela, P. Grasselli, I. Hribar, A. Klein, Dr. F. Papez, F. Povse, I. Zitnik, L. Svetec. F. Stegnar, Dr. I. Tavcar und Dr. I. Vosnjak. * (Unterofficiers.Kränzchen.) In dem aus diesem Anlasse geschmackvoll odorierten, mit militärischen Emblemen geschmückten CasinoMassalon fand Samstag abends das von den Unterofficieren der Batterie« Division Nr. 5 und des Landwehr < Infanterieregiments Nr. 5 veranstaltete Kränzchen statt. Das Unterosficiers« Comite hat einen glänzenden Erfolg zu verzeichnen, indem das Fest nicht nur sehr gut besucht war, sondern auch durch die Anwesenheit der Herren: Landespräsident Baron Wintler, Landesgerichlspräsident Ko cevar und Bürgermeister Grasselli, sämmtlichen hier garnisonieren-den Stabs- und vielen Oberosficieren sowie einzelner Herren Beamten a/ehrt wurde. Als Patronessen fungierten die Damen Baronin Gall und Frau von Harmann, welche auch in liebenswürdigster Weise mit zwei Unter-osficierea den Tanz eröffneten. Das über der Patronessen' loge prangende «Vii-id^ unitis» kam bei dem Aallfeste zur vollen Geltung, indem bis in den frühen Morgen mit vereinten Kräften dem Tanze gehuldigt wurde, und es lann das unter dem bescheidenen Titel «Kränzchen» stattgefundene Fest, Dank den vereinten Bemühungen der Unterosficiere, zu den Glitefesten der heurigen Saifon gezählt werden. Großen Beifall fanden die zierliche Minia» turgeschütze und Feldspaten darstellenden Damenspenden, welche für die Anwesenden sicherlich eine angenehme Er° innerung an das gelungene Fest bilden werden. — (Zur Volkszählung in Laibach.) Der erste Bezirk der Stadt Laibach, das sogenannte Schulviertel, weist nach der Volkszählung vom 31. December 1690 4011 Einwohner (2005 männlichen und 2006 weiblichen Geschlechtes) aus, und zwar zählt der Kaiser« Josef« Platz in 7 Häusern 215 Einwohner, der Färbersteig in 2 Häusern 24 Einwohner, die Capitel» gasse in 1 Hause 75 Einwohner, die Lingeigasse in 5 Häusern 64 Einwohner, der Hafnersteig in 6 Häusern 70 Einwohner, die Schulgasse in 2 Häusern 17 Einwohner, die Schmale Gasse in 1 Hause 33 Einwohner, die Polanastraß!» in 60 Häusern 1618 Einwohner, der Polllna-Damm in 8 Häusern 56!) Einwohner, der Po» lanaplatz in 3 Häusern 187 Einwohner, die Seminar» gasse in 2 Häusern 117 Einwohner, An der Stiege in 3 Häusern 82 Einwohner, die S^ießstättgasse in 13 Häusern 26? Einwohner, der Vergwkg in 5 Häusern 72 Einwohner, der Domplatz in 23 Häusern 325 Ein» wohner, die Schulallee in 1 Hause 2 Einwohner, die Studentengasse in 6 Häusern 113 Einwohner, der Val> vasor-Plah in 4 Häuser» 46 Einwohner, die Vodink« Gasse in 3 Häusern 65 Einwohner, der Getreideplatz in 2 Häusern 50 Einwohner. Das ganze Schulviertel weist daher in 157 Häusern 4011 Einwohner aus. Im Jahre 1880 zählte dieser Stadttheil 3681 Einwohner. ^(Generalversammlung des «Pravni l».) Samstag abends hielt der slovenische juristische Verein -Pravnil» im Saale des «Hotel Elefant» seine diesjährige Generalversammlung ab. Der Vereinsobmann Herr Dr. Pa ftez begrüßte die zahlreich erschienenen Mitglieder und skizzierte die bisherige Wirksamkeit des Vereines und seine unmittelbar bevorstehenden wichtigen Ausgaben. Sodann referierte Herr Staatsanwaltsubstitut Dr. Fer« jancic über die Errichtung einer slovenischen Rcchts-alademie in Laibach. Ohne sich in die Frage einzulassen, ob die angestrebte Anstalt eine vollständige juristische Facultät oder nur eine Rechtsakademie im engeren Sinne sein solle, stellte er der Versammlung folgende Anträge: 1.) Der Verein anerkennt die Nothwendigkeit einer Nechts-akademie mit slovenischer Unterrichtssprache in Laibach; 2.) der Vereinsausschuss wird beauftragt, die Petition zu verfassen und competenten Orts vorzulegen. Der Antrag wurde einstimmig angenommen. Dem nun folgenden Berichte des Secretärs Herrn Dr. Majaron entnehmen wir, dass die Wirksamkeit des Ausschusses im abgelaufenen Jahre hauptsächlich in der Herausgabe des «Slo-venski Pravnik», der Abhaltung von Vereinsversammlungen, der Herausgabc der slovenischen Gesetzessammlung und den Vorbereitungen für die Herausgabe einer slovenischen juristischen Terminologie bestand. Die wichtigste Aufgabe des Ausschusses bleibe auch für die Zukunft die Herausgabe der slovenischen juristischen Terminologie. Bis jetzt ist bereits mehr als ein DriltlM der bezüglichen Elawralc eingelaufen, und es sei Hoffnung vorhanden, dass auch der Rest bis Mitte dieses Monates dem Ausschüsse vorgelegt werde. Das Material wird so. dann gesichtet und von einer aus Juristen und Philologen bestehenden Commission endgiltig redigiert werden. Nach dem Berichte des Cassiers Notar Gogola be-liefen sich die Einnahmen des Vereines auf 1452 fl. 65 kr., die Ausgaben auf 1359 fl. 56 kr. Nachdem noch Staatsanwaltfubstitut Dr. Kavcic namens des Ausschusses für die Herausgabe des Vereinsblattes und Bibliothekar Dr. Ma jar on Bericht erstattet, wurde fämmtlichcn Fuuctionären der Dank der Versammlung ausgesprochen. Als letzter Punkt der Tagesordnung wurde die Neuwahl des Ausschusses vorgenommen. Ueber Antrag der Herren Dr. Tavcar und Dr. Krisper wurde der bisherige Ausschuss mit Herrn Dr. Papez als Obmann psr acolawatiouom wiedergewählt. — (Todesfälle.) In Kramburg ist Samstag früh der dortige Handelsmann Herr Matthäus Pirc im Alter von 67 Jahren gestorben. Der Verblichene hat sich um die heimatliche Leinenindustrie, insbesondere im Krainburger und Bischoflacker Bezirke, große Verdienste erworben, indem er derselben bedeutende Absatzgebiete eröffnete. Längere Zeit fungierteer als Bürgermeister von Krainburg und erfreute sich allgemeiner Sympathien. — Zu Padena in Istrien ist am 28, v. M. der quiescierte Curat Herr Josef Cvitko im Alter von 81 Jahren verschieden. Cvitlo war ans St. Varthelmä in Unterkrai» gebürtig. * (Selbstmord.) Am vergangenen Freitag hatte sich im hiesigen Gasthofe «Zum Kaifer voll Oesterreich» der Jäger Alexander Morse des 7. Feldjägerbataillons in Tarvis einlogiert. Als sich mm derselbe iagsdarauf bis gegen Abend nicht sehen ließ. schöpfte der Gasthof-befitzcr Verdacht und machte bei der städtischen Polizei hirvon die Anzeige, Gegen halb 8 Uhr abends erschien Wachinspector Bertolo mit Wachassisten«, und nachdem das von Moröe gemietete Zimmer nach mehrmaligem Klopfen nicht geöffnet wurde, schritt man zur gewaltsamen Oeffnung der Thüre. More'e wurde todt im Bette ge« funden. Derselbe hatte sich durch einen Revolverschnss in die Herzgegend entleibt. Auf dem Tische wurde eiu offenes Abschiedsschreiben «an die lieben Eltern» und «an meine geliebte Maltschi» gefunden, welches jedoch über den eigentlichen Grund der unfeligen That keinen Aufschluss gibt. Die Leiche wurde von der Militär-Spitalsuerwaltung übernommen und in die Todtenkammer bei St. Christoph überführt. * (Ein neuer politifcher Verein.) In Anwesenheit von etwa fünfzig Mitgliedern fand gestern vor» mittags 11 Uhr die gründende Verfammlung des neuen politischen Vereines «8i0v«n8ko äruütvo» statt. Landtagsabgeordneter Dr. Ritter von Äleiweis eröffnete die Versammlung, indem er die Versammelten begrüßte und die Ziele des neuen Vereines hervorhob. In politischer wie in volkswirtschaftlicher Hinsicht habe der Verein ein weites Gebiet für feine Wirksamkeit, und werde derselbe bestrebt sein, für die Rechte des flovenischen Volles stets mit allen gesetzlichen Mitteln einzutrete . Sodann wurde zur Wahl der Vereinsfunctionäre geschritten; die Wahl ergab folgendes Resultat: Notar Johann Gogola (Obmann), Dr. Ritter von Bleiweis, Dr. Franz Slor, Dr. I. Tavcar, Franz Tercek, Dr. Karl Triller, Philipp Zuftancic (hiesige Ausschussmitglieder), dann Victor Globocnik in Krain-burg, Heinrich Kavcic in Präwald, Dr. Johann Men-c,nger in Gurtfeld (auswärtige Ausschussmitglieder), Pe» regrin Kajzel und I. Lavrencic (Ersatzmänner). Der neu gewählte Obmann dankte für die ehrende Auszeichnung und übernahm sodann den Vorsitz. Nachdem noch einige Mitglieder verschiedene Wünsche zum Ausdrucke gebracht, wurde die Versammlung geschlossen. Der neue Verein zählt gegenwärtig 140 Mitglieder. * (Turner-Kränzchen.) Der Laibacher deutsche Turnverein lann mit Befriedigung auf die vorgestern in den Sälcn der alten Schießstätte veranstaltete Unterhaltung zurückblicken, war doch derselben der Stempel der Gemüth» lichkeit, welcher die Veranstaltungen dieses Vereines seit jeher kennzeichnet, aufgedlückt, ohne anderseits die An» forderungen, die man an eine elegante, gut besuchte Faschinfjsunterhaltung stellen kann, zu beeinträchtigen. Zunächst trug die Sä'ngerrunde des Vereines drei Lieder vor, von denen die «Tanzbodensprüchlan» von Thomas Koschat ob ihrer Urwüchsigteit Erwähnung finden mögen. Zur Freude der tanzlustigen Damen war die Vortrags-ordnung bald zu Ende, und mit den ersten Walzerklängen kam ein frohbewegtes Leben in die junge Welt, ein echtes und rechtes Faschingsbild entrollte sich; über 60 Paare zollten mit Lust und Ausdauer dem Tanze freudigen Tribut. Die Unterhaltung beehrten mehrere hervorragende Vertreter der deulfchen Gesellschaft Laibachs mit ihrem Besuche, darunter der Präsident der krainischen Sparcafse, Herr Josef Luckman n. Aber auch auswärtige Freunde des Vereines ließen sich die Gelegenheit nicht entgehen, diesem ihre Sympathien zu bekunden, voran eine Ab« ^ ordnung Neumarltler unter Führung des Fabrikanten Karl B. Mally. - — (Der gefrorene Peri cnik-Wa sser-fall.) Wer ein ungewöhnlich großartiges Naturschauspiel genießen u>>d bewundern will, der eile zum gefrorenen Pericnik im Vratathale. Wie man uns mittheilt, ist der Weg durch Schlitten prächtig ausgefahren, der Steig, welcher zum Pericnit in die Höhe führt, ausgeschaufelt. Die Partie lässt sich leicht machen, wenn "^ Laibach mit dem Morgenzuge nach Mojstrana fühlt, ,^ hat dann genügend Zeit, um noch mit dem N"Ü?" V zuge nach Laibach zurückzukehren. Die Sonne M' ^ unserem Oberlande schon so kräftig, dafs man 0" Kälte nichts verspürt. ^, * (Narren»Abend.) Der vom GesH^ «Slavrc» m den Restaurations'Localitäten der M^ gestern veranstaltete «Narren-Abcud» war in l^^ gelungen, da er sich einerseits eines lebhaften 3^.F seitens des Publicums erfreute, anderfeits das s^ die gehegte,, Erwartungen übertraf. Die blM^ komischen Gesangsvorträge amüsierten die Zuhörer Pl . und erzielten insbesondere das «Chinesische Quartett'.^ die «Chinesische Serenade» von Gene'e Lach' und ^^ stürme. Die Costüme der Sänger waren sehr H^M^ geschmackvoll gewählt, und wurden die Vorträge ^ ^, groteskes humoristisches Spiel bestens untersM ^ Pausen wurden durch Vorträge einer Abtheilung " ^ Militärkapelle ausgefüllt. Nach beendetem Pl<^ wurde dem Tanzvergnügen bis in die Morgens!"!" huldigt. ^«« — (Deutsches Theater.) Am vttp ^ Samstag wurde das Schauspiel «Alexandra» vo 5 zum erstenmale gegeben. Die Rolle der großen u ^ Partie, in welcher bekanntlich gegenwärtig ^ <^ deutschen Volkstheater Fräulein Adele Sandrock g"^! Triumphe feiert, wurde hier von Fräulein Lafo^> .^ in fehr anerkennenswerter Weise dargestellt, unb ^ auch das Publicum durch wiederholten reich^ ^ seine Befriedigung aus. Die übrigen Rollen fa"A"^<> die Herren Aaßen, Gyürky und Frau G^, eine gelungene Wiedergabe. Wir brauchen NM 5! beizufügen, dass dieses epochemachende, in W> ^ riesigem Erfolge gegebene Schauspiel vor sa>! ^/ Zuschauerraume gespielt wurde. Dagegen war dtt ^ tags gegebene Posse «Lumpaci Vagabundus» '^ ^ besucht und erzielte den alten, unverwüstlichen A' ^ erfolgten Candidatur Umgang zu nehmen. M»^ Klagenfurt, 2. Februar. Das Lande«F constituiette sich gestern unter dem Vorsitze ^ ^ hauptmanncs Dr. Erwein und beschloss. ,iir den o^ ^ eine Versammlung von Vertrauensmännern Kärnten einzuberufen. l.^'^ Lemberg, 31. Jänner. Iungrulhenen fordert die Ruthenen auf, lN>t > eintlächtig vorzugehen. M" Budapest, 31. Jänner. Das Unterhaus ".^< längerer Debatte den Gesetzentwurf, betreffe.''^ Mt:> tagsn.he, ferner ohne Debatte den Veterwa mit der Schweiz an. . „ ^ V^ Paris, 2. Februar. Nach einer ofsi.c"^ ^ > aus Lissabon sind die Insurgenten " Ht. ^ Stadthause von den Regierungi-Trupven c"' ^ ^n> der ganzen Sachlage dürfte die Revolte drückt sein. .„ il^l Belgrad, I.Februar. Pasic tntt '" ^ stimmliug m>t der Mehrheit des radicale"^^ die Erhaltung des Cabinets Gruic elN. ^ dürste das Cabinet im Amte verbleiben. .ch ^/ Belgrad, 2. Februar, abends. Staats ^. ^ savljevic wurde definitiv zum Minister ^> ernannt, sonst bleibt das Cabinet mimran^< » Meteorologische BeoliMunsse^n^^^ KZ ! m ^ LZ <49 0 —15 0! wmdstlll ! ^er ! / "/, ?46"6 ^^14^6l^l^dstlll i ^i'tec / '/« 2 > N. > 744 3 ^ -« ^ W-,schwach , heittl^. ! ?ll.Mg 747 4 —15 4! "U'dM ! heit" , 'V«2'«. 747-U -8'8 windst.ll hM ^ 9 . A. 748 8 -10 4 W. sch»"« ^"5^ Am 31. Jänner, 1. und 3. Februar H ^ V"' ,/ Morgennebel, tagsüber heiter, Kälte anya "^ ^,ey" > mitte! der TemM'alur —1l'5" mW -7" ^ um 10 4" und 10 2 unter dem Normals-----^77 Verantwortlicher Redacteur: ^- ^ ^ ^!^tHit^ 26. 201 3 Februar 1891. 50 ßulden bissen a "^'"^u, welcher den Verfasser eines Malend m""" ^^^^ bekanntgibt. Diesbezügliche ^'nnnstratm ?' """ ^blffre ..L. ,7" an die ^^" dieser Zeitung. (393) 2-1 z»^^--------^—.--------------------------------------- !°'"'e^n,^"""^e Necher gibt in ihrrm eissenen '^'s Eolm,ä «"/^" ächter Jenny Necher. ^ivandi?.. .^^"vr Becher und drr übrigen An. "chl. das/ ,^'betrüdten Herzens geziemende Nach- Friedrich Necher hausdesitzer und Privatier in Laibach >°hre sa,,sl° "« 1- Februar 1891 im 33. Lebens, l Die M.. ?. "^g im Herrn verschiede» ist. ?"lb 5 l.^bung findet am 3. Februar 1«91 um "'bach"^ ""«mittags vom Vüdbahnhofe ^'"üÜdimn?"'?.' w'rd in der Pfarrkirche Maria diesen wHi' '^ Seelenmessen in mehreren Kirchen ^""km!,?^^ wird einem frommen Andeuten ""p sohlen. ^°'bach am 2. Februar 1891. ,-e» stran, Doderlel, > Anna Wurner gibt im eigenen und im > > Namen ihrer Töchter vlga und Gmma die tief > ! erschütternde Nachricht von dem Hinscheiden ihres I ! theuren, innigst geliebten, unvergesslichen Gatten, re< ! ! spcctiue Vaters, des tvohlgeborncn Herrn > Michael Wurner ! ^ l. k. Gynlnasialprofcssor i. R. ! > welcher am 31. Jänner um 4 Uhr nachmittags nach ! > langem, schmerzvollem Leiden in Feldhof bei Graz > > selig im Herrn entschlafen ist. > > Dcr Verstorbene wird allen Freunden und Be< > > kannten einem frommen Andenlen empfohlen. > I Die heil. Seelenmeffen werden in verschiedenen ^ > Kirchen gelesen. > > Laibach, den 2, Februar 1891. « > Anstatt jeder besonderen Anzeige. > Danllagung. l Für die herzliche Theilnahme während der kurzen > Krankheit und anlässlich drs Todes unseres innigst > geliebten Gatten, beziehungsweise Vaters, Großvaters, > Schwiegervaters, Onkels und Schwagers, Herrn > Simon Daas Conducteur der l. k. ftrio. Südbahn-Gesellschaft > sowie sür das ehrende Geleite zur lchten Ruhestätte > und für die schönen Kranzspenden sprechen wir hiemit ! llnsern, wärmstetl Dank aus. Ganz besonders danken > wir noch den Herren Beamten und Couducteurcn > der k. k, priv. Sildbahn, dani« den Herren Chefs ! und dem Werkstätten°Personalc der Firma G. Tünnies > sür ihre Theilnahme am Leichenbegängnisse, endlich « dem löbl. Gesangvereine «ßlavcc» für den erhebenden > Gravgesang. ! Laibach am 3. Februar 1891. ' > Die trauernden Hinterbliebenen. ! Danksagung. « Allen unseren werten Verwandten und Velann- ! ten, welche uns bei dem Ableben unserer innigst > geliebten, unvergesslichen Mutter, beziehungsweise > Schwiegermutter, Großmutter und Urgroßmutter, der V Frau > Kathcrina Saman ! ! verwitwet gcwes. Malaverh I ! ihre Theilnahme in so herzlicher Weise bezeigten, für > ! die zahlreiche Begleitung zur letzten Ruhestätte und > l für die schönen Kranzspenden sprechen wir unsern > l aufrichtigsten und herzlichsten Dank aus. D ! Die trauernde Familie. ! Zahvala. I Za vsestransko soèutje med boleznijo in ob I smrti ter za ogromno udeležbo pri pogrebu I nepozahnega jim pokojnega soproga, oziroma I oèeta, tasta in starega oèeta, gospoda I Mateja Pirca I trgovca in poseatnika I izrekajo vsem sorodnikom, prijateljem in znan- I cem, posebno pa äe slavnej kranjskej «Citalnici» I in njenemu spoštovanemu predsedniku, c. kr. I I notarju Globoèniku, za v srce segajoö nagrobni I govor, slavnej požarnej brambi, preèastitej du- I I hovšèini, èastitim gg. pevcem za milo petje, slav- I I nemu uradništvu in vsem darovateljem lepih I I vencev najtoplejšo zahvalo I žalujoèi ostali. I V Kranji dn6 2. februvarija 1891. I Course an der Wiener Börse vom 31. Jänner 1891. Na« dem ossmellen Courmatte >!>N° ^N,«W^' ^>«5i0l'»>5 -^ ""W. 1W25 1L8 75 Gelb Ware Grundentl.»Gblig»tlonen (für 100 fl, CM,), 5"/« galizllche...... 10t'— 104 50 b"/n mährische...... —'— —'— 5«/u Krain ,ind Küstenland . , — — —-— 5"/n uiedcrösterreichischc . . . 109 — 110 — 5"/« steirische...... —'— —'— 5"/„ lroaUschc u»b slavonische . 10t'2ä —'— 5"/„ siebcnbülnische .... —'— —-— 5«/„ Ttiucjer Acmat .... —'— —'— 5"/u ungarische...... 9»/,"/„ , . , 100 «0 102'— dto. dto. 4"/„ , . , 97-40 97'90 dtu. PrHm.-Schuldverschr, 3°/« 109 — 10950 Oest, Hupoihelenlianl K'j. bN°/<> 10050 - — Oest, ung, «an! vcrl. 4'/,°/° - tNI - 102 — dcltu » 4°/« , . 99 70 100-10 bett°5NMr. » 4°/„ . . 99-70 100-10 VriollliitL°Vblia.ationtn (für 100 st,), FerdiiiaiidsNorbbahii Ein, 1«8L 9990 100-80 Valizische Karl ^ Ludwig - Nahn Diverse Lose (per Stück), Crebitluse l«0 fl...... 18175 182 25 Llary Lose ^0 fl...... 56 — 57 — 4"/„ DonauDainpfsch, 100 fi. . 125 — 127 — La fi...... 59l>0 60-50 Et, Geiwi« Luse 40 fl, , , , —'-- — — Walbslei» Uose 20 fi, ... 37b0 38 — WIndisch-Gräh-Uose 20 si. . . 4?'?ü 49'7b Eew,-Sch, b, 2"/„ Pr2m,'Tchulb- verschr, der Vobencreblianstalt 27'— «»'— Kank'Zrtien (per Stück). »lnglo-öst, Vanl200fl, en»/««. , I6b'- 16ö'5U Vanruerein, Wiener, 100 fl, . 117-30 11780 Bbcr,M»st. öst,. 200 fl, T,40"/„ >34«50 343-50 Erbt,Anst, f. Hand, u. G, 160 st, 807— 20750 Lreditbnul, Allst, U»g,, 200 fi. . 344-2!» 344 75 Dep°slte,il>ll»l, Ällg,, 200 fl, . 20N-- 208-- - Escompte Ges,, Vtbrost,, 500 fi. 0A4-— 040 — Viro« u, «lassend,, Wiener 200fl. !21«-50 21950 > Gelb Ware Hhpothelenb,,ösi,2N0fl, 25"/«ll!>! 200 fi..... 24»- - 243 50 Verlehrsbanl, All«., 140 . . 1bU-50 15950 Actien von Vransport« Unternehmungen. (per Stück). «lbrecht'Vahn 200 fl. Silbtl . 8525 855» «!f0ld'Fi»man, «ahn 200 fl. T. 201'bO 80250 Vühm, Noldbaü» '50 fl. . , 19s'— 201'- - ' Uestbahn 200 fl, . . . 334-50 33U — Vusch!il>hrc,dtl ltis, 500 fl, CM, 12b,Z.) 200 fl.S. 199- 200'-- Dnx-Vobe»l>,'Eis,°V, 200 fl, E, —'— —'— FerdinanbsMurdb, 1000fl,llM, 27^5 2785 GalCarl-Lubw, U, 200 st. CM, 21050 211 — Lcmb, - Czernow.«Iassy ° Eisen- bahn-Oesclljch, 200 st, S, , . 231'75 23>'5O Llol)b,üst,-nnn,,Trieft 5U0st,VM, 348 — 345 — Oesterr. Nordwestb. 200 fl.Silb. Liü'50 214 - dto, (lit, »,) 200 fi, D, . , 219-50 220-- Praa-Duler ltisenb. ibO fl.Ellb, 9150 9175 Etaatsclsenlillhn 200 fl. Silber 24225 24275 Sübbahn 200 fl. Silber , , . 12950 130 — Süd°Nordd,Verb,-V,200si,VM, 17750 1785» Tramway Ncs,,Wr,,170ss,»,W. 218'— 220-— » neue Wr., Priorität«- Actien 100 st...... 35— «g- - U»g,.nallz, Elsenb, 200 fl, Silber 1»«- - IS9 — Veld Ware Ung, Nordostbah» 200 st, Silber 197 — 197 25 Ung.Westl>,(«alll>.OrllzMUst,S. 19750 198— Industrit'Artien (per Stück), Nllua.es,, Allg. Oest., 100 fl. . 8150 »«50 Tgybier Visen- nnd StahIirermuhl»,Papiers,u,V,°O. 129— 13«!-— Trlfailer Kohlenw, Oes, 70 st. . 15250 153'50 Wasfenf, W.,vest, i»Wie^, 100 fl, 487 — 430 — W»gao».Zeihanst,, Ullg, in Pest «0 si.........9050 91 L0 Wr, Ballgesellschaft 100 fl, . . 75-— 7»>?b Wienerberger gleael'«ctltN'Vts. 18775 188-50 Devisen. Deutsche PlHhe......^«02^ 56 15 London........11l»'90 114 80 Pari«.........45-15 « « Daluten. Ducaten........ 5-40 5-4» 2O.Franc«'Stucke..... g-03 904 Deutsche Nelchsbanlnoten . . 56-07> 58-1ü Papicr.Rubel...... 1 32^ 1 »2.« Italienische Uanlnllten (100 L.) 44«0 4470 •°tenUnud Verkauf aller im Coursblatte notierten ^ilgo^ " Val^ten empfiehlt sich bestens die Wechselstube t Bankhauses ScMtainer & Scüattera ____________WIEfls, 1.» ICürntuerstrasse gQ.____________ ^^ - Št. 26.343. °ll°lJ»Wüeil, da"!?? deieluega stolnega mesta IJublJane je sklenil in main D 1.) §! 8t*a4e. azPlsati naslednja službinska mesta na novo organizovane obèinske 'Co fi ^Veh Kv 20 SiO*,p.et'etni»I rff-iniÄkih vodlj z lelno pla«o 450 gold., stanarino 50 gold. c° do ' žl)i dveh Aä P° 20 g°ld- ij> hfc *¦) Si eiletnih fLi! tektlv<>v z letno plaèo 450 gold., stanarino 60 gold, in ^Vo iužl>o 4e«et laf P° 20 gold. Te 8ln»ipetIetni^ ,8^ažnikov I. vrste z letno plaèo 400 gold., stanarino 40 gold. Slh4') *hit so vse nl f P° 15 g°ld- Vj »m° l»Rj r »tiring talne- Ra^pisaiie pa so poleg njih tudi äe '"«w • in d *n strS YN"et stražnikov »¦ vrste, katere ko ali atalne ali zaöasno. ei?a dan Petletnih i i • Vrste ima pravico do letne plaèe 365 gold., do stanarine Ht.^zeh üoklad po 10 gold. Zaöasno službujoè stražnik ima po 1 gold. lV(>tT)a Ilave «»iar- izkazih°ra blti Pravilno kolekovana z vsemi prilogami vred,spiSi prosilec ^ecia ?4^kr Hloveiisk° Starosti (krstni list), o trdnem zdravji, posebni sposobnosti n°' Je-ii VedGnji j ea ln nemškega jezika v besedi in pismu (žolska sprièevala), "ti-air0-*'0 kva]r°silec ožen' užbo.vanJ'. oziroma poslovanji; vrhu tega bodi v proänji Vr s'užiJ0 ani bivši orožniki s potrebnimi svojstvi bi obèini najbolj ugajali »^ "¦>• aezelnega stolnega mesta Ljubljane 28. dan januvarija 1891. . Župan: 43-x*aus««»lU 1. r. . Im Hause Nr. 13 Wienerstrasse (früher Hotel «Europa») sind ab 1. Mai 1891 zwei Woünnnpn die eine im I. Stocke mit 6 Zimmern, Vorzimmer und Nebenräumen, die andere im Kisalit mit 3 Zimmern und Zugehör zu vermieten. Näheres bei der Hauaadmini-stration daselbst. (404) 3—1 (285) 3—2 St. 6532. Oklic. Neznano kje bivajoèim: Anfonu Zgoncu iz Sodražice, Mariji 13avc, omoženi Lagina z Klanca in Neži Sernel, omoženi Premrov v Trstu, ter njih n'eznanim pravnim naslednikom se je postavil skrbnikom na öin gosp. Gregor Lah v Loži, kateremu so se dostavili zemljeknjižni odloki št. 670, 4445 in 5515 de 1890. C. kr. okrajno sodišèe v Loži dne 4. januvarja 1891. (303) 3—3 Nr. 546. Euratorsbestellung. Dem unbekannt wo in Kroatien befindlichen Anton Svigelj aus Martinsbach Nr. 28 wird Johann Stof von Martins-bach zum Curator »6 actum bestellt und ihm der dicsgerichtliche Executions» bescheid vom 12. November 1890, Z. 8193. zugestellt. K. k. Bezirksgericht Loitsch, am 21sten Jänner 1891. (244) 3—2 Nr. 487. Curatorsbestellung. In der Executionssache der t. k. Fi-nan^procuratnr für Krain gegen Johann Sonc von Beischeid poto. 113 fl. 54 kr. s. Anh. wurde den unbekannten Rechtsnachfolgern des verstorbenen Tabular» ssliwbigers Oeorg Sonc von Beischeid Herr Dr. Franz Stör zum Curator aä . »ct,um bestellt und demselben der dies» gerichtliche Bescheid vom 10. Ium 1390, Z. 13.679. zugefertigt. K. k. städt.-beleg. Bezirksgericht Lai« bach, am 11. Jänner 1891.