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Die italienische Kammer hat dem bescheidenen VertrauenSantrag. der von regierungsfreundlicher Seite gestellt worden war, zugestimmt, allein trotz-dem Salandra vor der Atstimmung noch den Geist der Kammer zu beleben suchte, schwand die Ge> drücktheit nicht. Der unabhängige Sozialist Lucci hatte j» scharf und vor allem zu wahr gesprochen, als daß selbst die glänzende und aus die aller Zwei, sel »olle Zuhörerschaft sein abgestimmte Rede deS RegierungSsozialisten Raimondo ihre volle Wirkung hätte ausüben können. Raimondo suchte nach einem Kompromi,! zwi-schen den Parteien, er entschuldigte die Opposition, daß sie vor dem Mai gegen den Krieg war, wollte aber um jeden Preis glaublich machen, daß jetzt die Nation einmütig für den Krieg sei. Bei diesem Sprunge konnte ihm niemand solgen, denn warum sollte der Krieg gerade jetzt, nach halbjähriger Dauer, in Jalien mehr Anhänger haben, nachdem eben erst Lucci einwandfrei und ohne Widerspruch auSeinan-dergesetzt halte, das, die Erwartungen der italieni-schen Regierung, den Krieg zur Vergrößerung Jta-liens ausnützen zu können, nicht nur nicht einge-troffen find, sondern sich vielmebr ergeben habe, daß gerade nach dem Eintritte Italiens in den Krieg fein Schauplay sich nach dem Balkan und dem Mit-telmeere verpflanzt habe und Italien dadurch »or ganz neue, ungeheure Probleme gestellt worden sei. Lucci sprach von einem furchtbaren Orkan, der sich über dem Haupte Italiens zusammengehe und seine Zuhörer mußten die deutliche Empfindung haben, daß Italien wvhl ausgezogen sei, um den Orient zu erobern, heute aber schon alle diese seine Be strebungen vernichtet sind und auch die Stellung, die es sich mit Hilse de« Dreibundes feit dem Zahre 1889 auf der Balkanhalbinsel zu sichern wußte, un. viderbringlich verloren ist. Alle Zusicherungen, die e« bezüglich Albaniens und der griechischen Inseln von seinen Verbündeten erhalten hat und noch zu erhalten sucht, sind keinen Schuß Pulver wert — denn stärker ist — wie Lucci sagte, die Wirklichkeit der Ereignisse, die vollständige Beherrschung der mi-litärischen Lage durch die Mittelmächte. Salandra selbst sprach matt, «eil er sich der Kammer nicht mehr sicher fühlte. Selbst seine don-neinde Phrase von der „zioilen Hegemonie* Italiens in der Adria vermochte die steigende Unausmerksam-keit des Hause» nicht zu bannen. Salandra hatte nicht einmal einen Achtungserfolg und »er Regie-rungisozialift Cicotti mußte sogar Tränen vergießen, um die Abstimmung zugunsten der Regierung vor« zubereiten und doch war. wie auch die regierungS-freundlichen italienischen Blätter feilstellen. daS End-ergebni». daß nicht einmal der Politik der Regierung daS Vertrauen ausgedrückt, fondern lediglich die .Einigkeit der Nation" zum Ausdrucke gebracht wurde. Knapp vor der Abstimmung hat der frühere Minister deS Aeitßern Sappelli noch einen kalten Wasserstrahl gegen die Regierung gerichtet, indem er ihr zurief: „Dieser Krieg hätte nie geführt werden sollen V Eappelli sprach diese Worte wohl nicht nur in Kenntnis der bisherigen Mißersolge der italieni-schen Kriegführung und Politik, sondern auch iu Vorahnung dessen, waS noch kommen wird. Die Kammer ist nämlich von der Regierung wieder hin-terS Licht geführt worden. Salandra verweigerte jede Auskunft über die politische und militärische Lage und das in einem Augenblick, wo die halte-nische Regierung sich durch ihre Politik gezwungen sieht, entgegen dem Wunsche der großen Mehrheit der Bevölkerung, da» italienische Kriegstheater zu erweitern und erhebliche italienische Kräfte nach Al> banien zu fenden. Die Vernichtung einer großen Anzahl italienischer Transportschiffe an der albani-Küste durch österreichisch ungarische Kriegsschiffe lenkt die allgemeine Ausmerkfamkeit auf diesen neuen Kriegsschauplatz, aus dem die Balkanfrage entschie-den werden soll. Der Einsatz Italiens ist groß, or umsaßt seine ganze handelspolitische Stellung im Osten de« M'ttelmeereS und seine weitgehenden poli-tischen AuSdehnungSbestrebungen daselbst; ihm stehen gegenüber Bulgarien und Griechenland, deren Politik unter dem Leiiworte: „der Balkan den Balkanvöl-kern" sich unmittelbar gegen Italien richtet, daS nunmehr an einer neuen Front zu kämpfen hat. Der Weltkrieg. Der Krieg gegen Rußland. Die Berichte des österreichischen Generalstab eS. 8. Dezember. Amtlich wird verlautbart: Nordöstlich von CzartorySk vertrieb österreichische Land-wehr stärkere russische ErkundungSabteilungen. Sonst nichts Neues. 10. Dezember. Stellenweise unbedeutende Auf-klärungSkämpfe; sonst Ruh« an der Front. Der Stellvertreter deS ChesS deS GeneralstabeS: von Höfer, Feldmarfchalleuinant. Die Berichte der deutschen obersten Heeresleitung. 8. Dezember. An der Front der Heeresgruppe deS GeneralfeldmarschallS v. Hindenburg wurden ver-einzelte Vorstöße schwächerer russischer Abteilungen abgeschlagen. 9. Dezember. Abgesehen von einzelnen Patrou-illengesechten ist nicht« zu berichten. Gegen Frankreich. GroßcS Hauptquartier, 7. Dezember. Bei Ber-ryau Bac glückte eine größere Sprengung. Der fran» zösifche Graben ist mit feiner Besatzung verschüttet. Eine fast vollendete feindliche Minenanlage ist zer» stört. Oestlich von Auberive in der Champagne wur-den etwa 250 Meter deS vorderen sranzösischen Grabens genommen; über 60 Mann sielen in un» sere Hand. 8. Dezember. Versuche deS Feinde», uns den Ersolg von Auberive streitig zu machen, scheiterten. Außer den Gesangenen sind noch drei Maschinen-gewehre in unsere Hand gefallen. Nordöstlich von Souain wurde den Franzosen die Stellung auf Höhe 193 in einer Ausdehnung von etwa 500 steter« entrissen. Vier Gegenangriffe wurde abgeschlagen. Ein Offizier, 120 Mann wurden gefangen genom-men, zwei Maschinengewehre erbeutet. 9. Dezember. Lebhafte Artiller>ekimpfe a» ver-fchiedenen Stellen der Front, besonders in Flandern ^Nachdruck verboten.) Vereinsamt. Skizze von Wilhelm Weil. Ein schmale», tief eingefchnittenes, in vielfachen Biegungen sich hinziehendes Wielental, das ein klarer.' ziemlich breiter Bach, die Riesin,, durchströmt, in besten Bett dunkle Erlenkronen und schlanke, langblättrige, saftgrüne Weidenbüsche sich spiegeln, schlängelt sich sanft in den Wipfelschatten de» Schwarz. »aldeS hinein. Zur Linken über de» Höhenrücken ragt in ruh,-zer Hoheit der Feldberg empor. Südwärts, weit in der Ferne, zackig, wie spie-lend leicht in die Luft gebaut, überirdisch zart und fein, himmelblau und silberweiß, ein Märchentraum, erschimmern die Spitzen der Alpen. — An einer der Bachwindungen liegt, von dem hier bis an da« Ufer herantretenden Niederholz fast verborgen, eine längst verlassene Eisenschmelze, ein schon halb zersallenes Gebäude, nach der Wasser-seile zu mit üppigem, schulterhohem Kälberrohre um- w«ch«t. . In dem Gebäude haust ein alter, gänzlich ver-einsamter Mann, ein Schnitzer und Vogelhändler, der zumeist verschlossen und wortkarg in den entfern-teten Städten seinem «-werbe nachgeht. In den umliegenden Gehöften und Ortschaften läßt er sich nur äußerst selten blicken, er meidet die Neugierde und die oft herzlose, dünkelhaste Spottsucht der Bauern. Seine Heimatwelt, die Stätte, welche er nur ungern verläßt, sind der Wald und daS zerbröckelnde HauS. Martin Werner war einst Ausseher der Eisen> schmelze im Riesingtale, als diese noch im Betriebe stand. Zu diesem Werke gehörte noch eine ganz in der Nähe, drüben im Tannenhang an der RoilingS-kuppe gelegene Eisensteingrube, in welcher seit lan-gem ein mächtiger Erzgang angebaut wurde, der eine ergiebige, hochprozentige Förderung lieferte. Da« Material kam in der Eisenschmelze zur Ber> hüttung. Mit seiner Frau, der Tochter deS Obersteigers der Grube Tanna. und seinen beiden heranwachsen-den Kindern, einem Mädchen und einem K»aben, verlebte Wener in der grünen Waldeinsamkeit son< nenreichc Tage reinsten Familiengl^cks und reger, erfolggekrönter Tüchtigkeit. Dann zogen dunkle Wolken herauf. Der Schatten der Sorge fiel auf das wipfel-umraufchte Haus in dem stillen Tale der Riesing und bedeckte e» für immer. Der Erzgang fetzte plötzlich aus und alles Schürfen brachte keinen neuen Fund,blieb reful- tatlos. Der Inhaber der Werke, ein Hüttenbesitzer in Lothringen, sandte seinen Sohn, einen jungen Men- schen, der bis jetzt eine technische Schule in Pari» besucht hatte und der sich persönlich von dem Stand der Angelegenheit im Schwarzwald überzeugen sollte. Dieser sah gleich, daß jeder weitere Versuch zur Er. schlteßung eine« abbauwerten Gesteins ohne Zweck, der dafür zu verausgabende Geldbetrag weggewor-fen fein werde, und pellte, da auch die AchfentranS-portkosten von Erz aus der Freiburger Gegend für die weitab von der Eisenbahnstation gelegene kleine Schmelze zu hoch, sosort beide Betriebe ein, be-nutzte aber die kurze Zeit seine« Aufenthalte», um, feinen Gewohnheiten in der sranzösischen Hauptstadt gemäß, eine Liebelei mit der achtzehnjährige» Toch-ter deS Ausseher» der Schmelze anzuknüpfen, die Unerfahrene vollständig zu umstricken und willenlos zu machen. Eines Tage« waren der Herr und da« Mäd-chen verschwunden. Nie mehr erhielten die Eltern Sunde von dem Schicksal der Unglücklichen, die wahrscheinlich von ihrem Entführer nach Paris mitgenommen worden, dort verdorben ist und untergegangen. Martin Werner zog in ein nahes Dorf, und als später seine Krau gestorben war, mit seine» inzwischen erwachsenen Sohne zurück in die unbe-wohnte Eisenschmelze, um die sich der Besitzer nicht bekümmerte, die dem Versall überlassen wurde.^ Die Holzschnitzerei und der Handel mit Sing-vögeln gewährten den zwei Leuten ihren einfachen Unterhalt. Seite 2 Oevtsche U«aÄt Kummer 99 u»d in Gegend der Höhe 193 nordöstlich vonsSouain. Ein französische« Flugzeug wurde südlich Bapaume zur Landung gezwungen. Die Insassen find gesan-gen genommen. 10. D zember. französische Handgranatenangriff« gegen unsere neue Stellung auf Höhe 193 nordöstlich von Souain wurden abgewiesen. Sonst hat sich bei stürmischem Regenwetter nicht« von Bedeutung ereignet. Der Krieg gegen Italien. 7. Dezember. Amtlich wird verlautbart: Die Lage ist unverändert. ES fanden keine größeren «impfe statt. 8. Dezember. Die Kämpfe an der Jsonzofront waren gestern lebhafter al« in den lttzien Tagen. Nachmittag« schritt der Feind zum Angrisse auf den Nordteil der Hochfläche von Doberdo. Gegen den Monte San Michcle brach die italienische Infanterie in dichten Massen vor. Am Nordhange de« Berge« gelang es ihr, in einen Teil unserer Front einzu-dringen. Unsere Trnppen gewannen durch Gegenan-griff in erbittertem Handgemenge ihre Gräben wie-der vollständig zurück; im Uebrigen wurde der seind-liche Ansturm durch Feuer unter schweren Verlusten der Italiener zurückgeschlagen. Auch im Abschnitte von San Martina scheiterten mehrere Vorstöße deS Gegner» Abends wurde Sistiana von mehreren ita-lienischen Torpedofahrzeugen beschossen. 9. Dezember. Die vergeblichen AngrifsSunter-nehmunzen der Italiener gegen einzelne Abschnitte «nserer Front im Görzischen dauern fort. Solche Angriffe wurden bei Oslavija. am Monte San Mi-chele und bei Sa» Mariino abgeschlagen. Bei Dolje (nordwestlich von Tolmei») verbesserten unsere Trup-pen ihre Stellung durch Eroberung eines feindlichen Frontstücke«. In Südtirol beschießt die italienische Artillerie einzelne Stellungen in unseren befestigten Räumen von Lardaro und Riva. 10. Dezember. An der küstenländischen Front herrschte gestern, von Ärtillerieseuer und kleineren Unternehmungen abgesehen, Ruhe. Die Tätigkeit de« Feindes vor den besestigten Räumen von Lardano und Riva hält an. Nachmittags griff die italienische Infanterie unsere Stellungen aus dem Monte Vie« und westlich davon (zwiichen Chiese und Conceital) an; sie wurde unter schweren Verlusten vollständig zurückgeschlagen. Der Stellvertreter des Ehess des Generalstabes: v. Höjei, Feldmarschall Leutnant. Ein italienischer Kreuzer von einem unserer U Boote versenkt. Amtlich wird verlautbart: Eines unserer Unter-feeboote hat am 5. d. um 10 Uhr vormittags vor Valona einen italienischen kleinen Kreuzer mit zwei Schloten versenkt. Flottenkommando. Gegen Serbien. Oesterreichische Berichte. 7. Dezember. Amilich wird verlautbart: Süd. lich von Plevlje schlugen wir montenegrinische Bor- Bald jedoch belastete eine neue Sorge das Ge-müt des alternden ManneS. Wenn in der Brunstzeit aus der einsamen, mächtigen Wälderweiie der rauhe, wilde Schrei des Hirsches erdröhnte, dann erhob sich der junge Wer-ner verstohlen von seiner Lagerstätte und schlich hin« aus in die Nacht. Alle nachherigen Mahnungen, Warnungen und Verbote des Greise« hatten keinen Erfolg. Die Jagdleidenschaft, das Fieder deS Weid-«erke«, haue den Jüngling erfaßt und ließ ihn nicht mehr loS. Die Lage der Schmelze in dem ringsum vom Forst umgebenen abgeschiedenen Bächtale, in welches das Wild täglich äiend austrat, begünstigte die Ausübung deS Sport« ungemein. Weniger der G winn als der stete Reiz der Gefahr lockic den verwegenen Burschen, ließ ihn den Gesetzen und der Foritbehörd« Trotz bieten. Abnehmer für das Erlegte, für die Ausbeute der näch lichen Sireifercien, fand er schon. Nie aber durste ein Stück über die Schwelle des Hause«. Werner duldete die« nicht. Und eines Morgen« kehrte der Wilderer nicht mehr wieder. Ec war von einem Förster und dessen Jogdgehilsen bum Ausweiden eineS soeben geschossenen Rehbock.« überrascht und verhastet worden. Die Strafkammer verurteilte ihn zu acht Mo-naten Gefängnis. stoße ab. Im Grenzraum nördlich Berane greisen unsere Truppen die montenegrinischen Hauptstelluugen an. Sie stürmten gestern mittag die Verschanzungen bei Suhidol. Südlich von Novipazar brachten wir abermals 1300 Gefangene ein. Der Raum östlich von Jpek war gestern der Schauplatz heftiger Kämpfe. Der Feind wurde überall geworfen und verlor sechs Geschütze. Heute srüh drangen wir in Jpek ein. Djakvva wurde von den Bulgaren besetzt. 8. Dezember. Unsere Angriffe gegen die monte-negrinifchen Stellungen nördlich von Berane haben Erfolg. Wir erstürmten an mehreren Punkten die feindlichen Linien. Jpek ist vom Gegner gesäubert. Unsere Truppen erbeuteten 80 Geschütze. 160 Mu-nitionSwagen, 40 Automobile. 12 fahrbare Feldback-ölen, einige tausend Gewehre und viel anderes KriegSgerät. Die Zahl der gestern von der Armee des Generals von Köveß eingebrachten Gefangenen übersteigt abermals 2000 Mann; unter ihnen befin-den sich 300 Montenegriner. Die Arnauten nahmen überall an den Kämpsen gegen die Reste der serbi-schen Armee teil. 9. Dezember. Auf den Höhen südöstlich von Plevlje wurden montenegrinischen Banden zersprengt. Im Grenzgebiete nördlich von Berane haben wir den linken Flügel der Montenegriner zum Weichen gezwungen. Auch die Kämpfe gegen den rechten Flügel deS Feindes verlaufen erfolgreich. Auf den Höhen westlich von Jpek warfen wir serbische Nach-Huten. Zahl der eingebrachten serbischen Gefangenen: zwei Offiziere und eiwa 1000 Mann. 7. Dezember. Die intensive Verfolgung der Franzosen beiderseits deS Wardar wird von unseren Truppen fortgesetzt. Wir besetzten die Eisenbahn-station Demir Kapu und stehen 12 Kilomeier östlich derselben. Unsere Truppen haben da« Dorf Grabica (aus der Karte nicht auifindbar) von drei Seiten eingeschlossen. Hier kam es zu einem heißen Kampie, welcher bis Mitternacht dauerte. Eine unserer Ko lonnen griff ein französische« Bataillon beim Dorfe Petrowo südlich der Bahnstation Hudova an und zersprengte dasselbe durch «inen Ba>onettangr,ff und nahm dessen vollständiges Lager in Besitz. Unsere südlich Mitiowitza operierenden Truppen sind südlich Kosturino vorgerückt und greisen die Engländer und Franzosen aus der ganzen Front an ES wurden 114 Engländer gefangen genommen, zwei Kanonen, zwei MunitionSwaaen sowie ein Maschinengewehr erbeutet. ES wird erb ttert gekämpst. Unsere von K cevo und Monastir gegen Och> ida vorrückenden Kolonnen sind in die Ochridaebene hinabgestiegen und nahmen die Stadt Ochlida in Besitz. An der ser« bisch montenegiinischen Grenzfront dauert da« Ein-sammeln der ungeheuren Menge von Beute fort. Bei Djakova erbeuteten wir lti Kanonen, 100 Muni-tionswagen, 15 Automobile, viele Fuhrwerke mit Kriegsmaterial usw. 10. Dezember. Südlich der montenegrinischen Nordgrenze werden die Bersolgungskämpse fortge-führt. Der Stellvertreter des Chefs des GeneralstabeS: v. Höfer, Feldmarschall Leutnant. Seine Hehler hatte er nicht angegeben. Nach seiner Entlassung aus der Strafanstalt, in welcher er sich mit unermüdlichem Fleiß ein an-sehnliches Verdienst erarbeitet hatte, war sein erster Gang zu seinem früheren Witdpretabnehmer, sein zweiter in einen Waffenladen. Die erworbene Büchse ließ er durch einen Bekannten des Hehlers abholen. Und dann begann daS alte Treiben von neuem. Nur vo> sichtiger war er geworden und rücksichts-loser. „Lebend bekommt ihr Schufte mich nimmer," knilfchte er oft, wenn er werkle, daß >hm das Forst personal aus der Spur war, ihn belauerte. Er sührte jetzt einen Dreiläuser, einen Drilling. Lange Zeit ging e« gut. Dich in einer lauen, dunklen Frühlingsnacht, in welcher der Südwest mit wilder Gewalt durch die Kronen der Waldbäume stürmie und jedes an-dere Geräusch übertäubte, ward Joses Werner wie-der umstellt. Die Aufforderung, sich zu ergeben, beantwortete er mit einem Hohnlachen. Den Drilling im Anschlag, verharrte er schuß-bereit in der deckenden Finsterm« des Gebüiches. Hier glaubte er ;.ch vorerst gesichert. Noch war kein Büchienlicht vorhanden. Erst später kam der Mond heraus. Da durchbrach wenige Schritte von ihm nach rechts hin ein scharfer Knall das Tosen deS Or-kanS. Ein Feuerstrahl durchfuhr blitzartig das tiefe Dunkel und mit einem Aujlchrei stürzte der Wilde- Kühne Tat eines österreichischen Tauch» bootes. Eine« unserer Unterseeboote hat am 7. d. vor-mittags im Dnn-Golf einen albanischen Motorsegler, aus dem sich 30 serbische Militärflüchtlinge mir Gewehren, vier Geschützen und Munition befände», festgenommen und nach Cattaro eingebracht. Flottenkommand«. Deutsche Berichte. 7. Dezember. Jpek ist erreicht. Etwa 1250 Gefangene und sechs Geschütze wurden eingebracht. Die Franzosen haben vor der drohenden Umfassung ihre Stellungen in Ceroa (Karasu) - Wardar-Bogen, aufgeben müssen. 8. Dezember. Bei Jpek wurden i>0 Geschütze, viel Kriegsgerät erbeutet. Gestern sind über 2000 Gefangene gemacht worden. 9. Dezember. Die Kampfe süduch von Plevlje, südlich von Sienica und bei Jpek werden mit Erfolg fortgesetzt. Djakova, Dibra, Struga und Ochrida sind von bulgarischen Truppen besetzt. Die Kämpfe am Wardar sind im günstigen Fortschreiten. 10. Dezember. Die Armee des Generals von Köveß hat in den letzten beiden Tagen etwa 1200 Gesungene eingebracht. Bei der Armee de« General« von Gallwitz keine wesentlichen Ereignisse. Die bul-ganschcn Truppen haben südlich von Strumitz» den Engländern zehn Geschütze abgenommen. Bulgarische Berichte. 5. Dezember. Unsere Truppen setzten die Ver-folgnng der zurückweichenden Franzosen aus beide» Wardarufern fort. De nördlich Monastir über Smi-levo gegen die Straße Monastir—Resna vorrückend« Kolonne hat nach erbittertem Kamps« die Serbe» auf der Biglia Planina geschlagen und die Siadt Resna am 4. Dezember genommen. Die von Kicev« gegen Ochrida vorrückende Kolonne hat nach erbit-teriem Kampfe die stark besestigte serbische Stellung bei den Döisern Smedovo (uus der Kart« nicht auffindbae), Mramorec genommen und rückt jetzt gegen Ochrida vor. Die von Kicevo gegen Dibra vorgehende Kolonne hat die Serbra nach blutige» Gefecht von der Wasserscheide der Jama Planina zurückgeworfen und gegen Mittag die Stadt Dibra genommen, von wo die Versolgung gegen Strugna eingeleitet wurde. An der serbisch montenegrinische» Front bei Djakova und Kula Ljuma wurden unge-heure Mengen des von den serbisch montencgrini'chen Truppcu dort zurückgelassenen Kriegsmateriales ge-sichlet. 6. Dezember. Die Verfolgung der Franzose» auf den beiden Ufern deS Wardar wird unaufhalt-sam von unseren Truppen sortgesetzt. Die von Ki> cevo gegen Ochiida vorrückende Kolonne erreichte die Linie Cernavoda—Deiocan—Velmei. 15 Kilometer nördlich de« Ochridasees In Monastir wurden u»-ser« Tiuppen feierlich mit großem Gepräge ewp-fangen. Die ganze Bevölkerung war ausgerückt, um unsere siegreichen Truppen begeistert zu akklamiere». In Monastir wurden erbeutet zwei Depot» »it Ge« rer in das unter der Last des menschlichen Körper« zusammenkrachende Niederholz. Die ganze Schrotladuug au« dem Gewehr de« jungen voreiligen Jägeibursche», d>« auf der kurze» Sirecke der Flugbahn sich nicht hatte zerstreuen kö». nen. war dem Unseligen in den Unterleib gedrunge». Sie brachten den Sterbenden in die Eije»-schmelze. Drei Tage daraus wurde der Erschaffene b«> graben. Martin Werner und der Besitzer de« Fuhr-weites, des Leichenwagens, ein Bauer au« dem nächsten Kirchdorje, waren die einzigen Begleiter det Toten Run erst war der alte Man« ganz vereinsamt. Ost sitzt der Greis an warmen Sommerabe«, den, wenn glühend westwärt« hinter den Gpfel» der Waldberge die Sonne untergeht, auf einem ilb-hang, einer mooS- und farrenbewachsenen Schlacke», Halde vor dem zn fallenden Haufe im Tale der Nie-sing, und dann mag ihm wohl die Jahrtausende alte, große Frage, die schon Millionen und Aber-Millionen an einer Gerechtigkeit im Walten de« Er-denzeichicks zweifelnder Menschen in Kummer unk Elend, dem Wahnsinne nah, gestammelt, turch Ci« Serie gehen, die Frage: .Womit habe ich, ei» Schuldloser, die« harte Schicksal verdient?" Aber ein« Antwort wird ihm nimmer. Nummer 99 wehr««, Kriegsmaterial und Handbomben, ein De-pot mit Monturen und Decken, serner Automobile, Benzin und viel anderes Material. in Dibra 1000 Gewehre, 120 klisten Patronen, 22 Kisten rauchloses Pulver und 750 Mann gefangen genommen. In Dibra wurde ein Lager von österreichisch-unga-rijche» Kriegsgefangenen angetroffen, welche seit zehn Tagen lein Brot erhalten hatten. 80 dieser Kriegs gesangenen befinden sich in halbtotem Zustande. Es wurde sosort »erfügt, ihnen ärztliche Hilft sowie Nahrung zu geben. Der Krieg der Türkei. Die Berichte deS türkischen Haupt« q uartie rS. 6. Dezember. Unsere Truppen näherten sich am 4. b. Kut el Amara und unternahmen in der Nacht vom 4. auf den 5. Dezember mit starken Kolonnen eine Rekognoszierung auf dem rechten Ufer» der Tig-riS und einen Fenerübcrsall gegen die feindlichen Stellungen und die Umgebung von Kut-el-Amara. Unsere östlich von Kut-el-Amara entsendeten Kolon-nen «öffneten das Feuer gegen drei feindliche Trans-portfch ffe und zwei Monitore, fetzten einen Monitor in Brand, erbeuteten zwei Transportschiffe und zwangen die übrigen zur Flucht auf Schut el-Amara. In einer von zwei Schaluppen, die außerdem in der Umgebung von Kut-el-Amara von uns erbeutet wurden, fanden wir zwei Flugzeuge und eine Menge Flugzeugmaterial. Mi» diesen zwei haben wir bis jetzt sechs feindliche Flugzeuge an diefer Front er-deutet. Der Feind gab 21 Kanonenschüsse in sÜdli-cher Richtung ab, um seine Niederlage der Bevölke-rung zu verheimlichen und einen Sieg vorzutäuschen. Kaukasusfron«. Wir schlugen einen feindlichen lleberfall in der Nacht vom 4. auf den 5. Dezem-der auf unsere V«>Posten ab. Im Abschnitte Kalbo-gaz machten wir einige Gefangene. In den anderen Abschnitten außer Patrouillengescchten nichts NeueS. Dardanellen front. Anaforta: Unsere Artillerie nahm seindliche Truppen, die an Befestigungen arbei> teien, und Batterien kleinen und großen Kalibers unter wirksames Feuer. An Burnu: Am 5. d de-schoß ein feindlicher Kreuzer einige Minuten lang wirkungslos unsere Stellungen. Unsere Artillerie zwang einen seindlichen Kreuzer, der sich Kabatepe zu nähern versuchte, sich zu entsernen. Seddilbahr: Am 5. Dezember zerstille unsere Artillerie verfchie-dene feindliche Bomdenwurfstellunge^ und verhinderte daS Lufttorpedofcuer, das namentlich gegen unseren linken Flügel sehr intensiv war. 9. Dezember. Jrakfront. Der Widerstand des Feindes läßt merklich nach. Unsere Truppen wiesen die schwächlichen Angriffsverfuche der Engländer blutig ab. Die sechs von uns erbeuteten Flugzeuge werden jetzt, nachdem sie wieder instand gefetzt sind, gegen den Feind verwendet. ßoufjfuftfiont. Tin feindlicher Angriff gegen unsere Abteilung westlich von Alaschgerd wurde zu-rückgeschlagen. Aus dem übrigen Teile der Front unbedeutende Patrouillengesechle. Dardanellenfront. Anaforta: Die feindlichen Batterien zu Wasser und zu Lande eröffneten da« Feuer nach verschiedenen Richtungen. Unsere Artil-lerie erwiderte, zerstreute feindliche Truppcnansamm-lungen und vertrieb im Kemiklibufen ankernde TranS-portschiffe. Ari Burnu: Auf dem rechten Flü,el hef-tiger Bvmbenkawpf unter Teilnahme eines feindlichen KreuzerS. Ein Panzerschiff, ein Monitor, ein Tor-pedoboot und ein Brückenschiff deS Fein»eS feuerten eine Zeitlang in verschiedene Richtungen. DaS Ge-genseuer unserer Artillerie zerstörte einen Teil rer feindlichen Schützengräben und zwang den feindlichen Monitor, der von zwei Geschossen getroffen wurde, zur Flucht. Seddilbahr: DaS gewöhnliche Artillerie-Lad Bombenduell. Der Feind seuerte mehr Lusttor-ped«S als sonst gegen den linken Flügel, der auch »vn einem Monitor beschaffen wurde. DaS intensive Feuer unserer Artillerie zerstörte einige Bvmden. und Artilleriemunitioniplätze deS Feindes. Am 8. d. beschädigte unsere Artillerie ein englisches Flugzeug, das, in Flammen gehüllt, bei Ak Tasch niederstürzte; Flugzeug sowie Flieger sind »erbrannt. Ein französischer Torpedobootzerstörer gesunken. Der französische Torpedobootzerstörer „Bran-lebaS", 370 Tonnen, ist bei bedeckter stürmischer See nachts aus eine Mine zelausen und gesunken. Wie sich aus dem Berichte des,TempS* vom 3. d. über da» Kriegsgericht gegen den Kommandanten er« gibt, ist anzunehmen, daß das Schiff im Kanal an der flandrifchen Küste gesunken ist, denn Ort un» Zeit de» Unfalles fehlen im Berichte. Die Haltung Griechenlands. Line Londoner Meldung besagt, daß die Lage der Salonichier Expedition trübe und gefähilich bleibt. König Konstantin sei »ffendar der Ansicht, daß, nach-dem das serbische Heer au» Serbien vertrieben ist, die Anwesenheit der Enlenietruppen überflüssig geworden fei. Diese Meinung habe er dem französisch-englische» Haupiquattier mitgeteilt, indem er betonte, I. daß der Krieg in Serbien beendet sei. 2. daß weiter kein Grund »orliege, weshalb sich die En-tentktruppen in dem geschlagenen Serbien aufhallen sollten, 3. daß die Cntentelruppen wahrscheinlich vom Feinde aus griechisches Gebiet getrie en werden wür-den. Auf Grund dessen erbot sich der König, die Truppen der Mittelmächte an der griechischen Grenze zurückzuhalten unter der Bedingung, daß die einzelnen Truppenteile der Alliierten, die über die Grenze kommen würden, unmittelbar zur Wiedereinschiffnng nach Salonichi abgehen. Aus Slaitt »Nil Land. Kriegstrauung Der Oberleutnant in der Reserve Herr Brun» Diermayer au» Hrastnigg hat sich am 7. Dezember in Graz mit Fräulein Auguste Warmutt, aus Cill» vermählt. Todesfall. Am 8. d. ist in Wöllan Frau Josefine Skasa, Gattin deS Herrn RealitäienbesitzerS Franz Skafa Paulinz, nach langem, schwerem Leiden im 67. Lebensjahre verschieden. — Am 10. d. ist in St. Marein die OberoffizialSivilwe Frau Viktoria Hübl geb. Löwe, die Schwiegermutter des hiesigen k. k. Kanzleiob«»orstehtiS Herrn Konrad Wreßnig, im Alter von 77 Jahren sanft verschieden. — Am 11. d. ist Herr Franz Hernaui, Oberlehrer i. R., eine in Cilli allgemein geachtete Persönlichkeit, nach längerem Leiden im 77. Lebensjahre gestorben. SoldatenbegrSdnisse Zn den letzten Ta-gen sind nachstehen»« Soldaten, die hier an den im Felde erlittenen Vervundungen gestorben sind, aus dem hiesigen städtischen Friedhofe zur letzten Rnbe bestattet worden: am 8. Dezember: Jäger Franz Zink deS Feldj.-Bat. 9/3, am 9. Dezember: Infanterist Jakob PuSnik des Jäg.-Bat. 9/1, Jäger Franz Stüvler de» Jäger.-Bat. 7, Jnf. Johann Matal des Feldj. Bat. 7, Jnf. Kristof Koch deS H.-J.-R. 17, am 10. Dezember: Jnf. Jano« Czarnay. H.-J.-R. Nr. 4, Infanterist Franz Tahler des H.-J.-R. 1, J»f. Lukas Potocnik des Lst.-Bat. 154, Landsturm-mann Josef Horjak deS J.-R. 87, Kutscher Jano» Czaako der Tram-Staffel 22, Jnf. Jmre Bogar de» H.-J.-R. 11. Heute nachmittag wurden Land-sturmmann Franz For»ner de» J.-R. 87 und In-fanterist BartholomäuS Sttominoki des I. R. 30 beerdigt. Ein Jahr Rotes Kreuz Spital. Ein Jahr ist verfloffen, feit daS Rote Xreuz-spital deS Zweigvereinea der Stadt Cilli eröffnet wurde. Aus diesem Anlaffe sei gestattet, einen kurzen Ueberblick über die Tätigkeit dieser so überaus humanen und gemeinnützigen Anstalt zu geben. Obwohl sich der Eiöffnung desselben bei Autbruch des großen Vül-kernugens erhebliche Schwierigkeiten besonders in der Unterbringungsfrage entgegenstellte», war eS doch den unausgesetzten Bemühungen des Bürgermeisters Dr. Heinrich von Jabornegg und des Bügermeister-stellvertreterS Max Rauscher gelungen, alle Hinder-Nisse zu überbrücken und die Eröffnung ansangS De-zember vorigen JahreS zu ermöglichen. De» ärzt-lichen Dienst übernahm vollständig unentgetlich und freiwillig der PrunariuS im allgemeinen Krankenhaus und Sladtarzt Dr. Eduard Gollitfch und »iele Damen und Herren erklärten sich fofort bereit, daS Unternehmen sowohl materiell durch monatliche Bei-näge und Naturalien alS auch durch persönliche Mit-Hilfe aus da» tatkräf igste zu unterstützen. Die Ver-waltung führt LürgermeisteritellvertreterMoxRauscher, die Oberaufsicht über die Küchenwirtschaft deffen Ge-»ahlin Frau Betiy Rauscher in aufopferungsvollster und umsichtigster Weife. Die Küchenwirtschaft wird rn eigener Regie geführt und folgende Damen ver-sehen abwechselnd «it lobenswertem Geschick und Fleiß den Dienst: Frau Annh Hönigmann, Anna Jechek. Julie Lindauer, Hermine Gärtner, Erna Paul, Henriette Rofchanz, Josefine Hoffmann, Luise Cvsta-Knhn, Poldi Kuliich, Marie von Langenmantel, Julie Dietz, Willibalde Karlin, Fräulein Erna Costa-Kühn, Fräulein Elly Matufchka. DaS Bilgeln der AnstaltSwäsche be'orgen die Damen: Frau Leopol-dine Rakusch, Frau Henriette Mathe», Fräulein Martha Rakusch. Frl. Josefine Pospichal. Frl. Ella Gsund. AlS freiwillige Pflegerinnen wirken hervor-ragend Frau Obeik«mmisfär Erna Paul. Fräulein Sehe 3 Erika von Klimbacher und Fräulein Ilse Woschnagg, sowie die barmherzigen Schwestern Adelheid und Sigberta. Vom k. u. k. Militärkommando Graz wurde Oberleutnant a. D. Alfred Scheer dem Spi» tale als JnfpektionSoffizier zugewiesen. Am 8 De-zember vorigen Jahre» übernahm die SanitätSan» stalt die ersten Pfleglinge, die ihr vom Garnisons» spitale Nr. 9, dem daS LereinSreservespital zu Eva-kuierungszwecken angegliedert wurde, überwiese« wur- / den. Seit diesem Tage wurden insgesamt 28 Offiziere und 399 Mann, also zusammen 427 Militär-Personen im Krankenstände geführt. Bon diesen ver» ließen daS Spital vollkommen geheilt und diensttaug« lich 11 Offiziere und 229 Mann, was 56 21°/. des Krankenstandes darstellt. 9 Offiziere un» 118 Mann wurden vor vollständiger Heilung in Sani» tätSanstalten des Hinterlandes transferiert. Dies i» Betracht gezogen, würde naturgemäß einen bedeutend höheren Prozentsatz oer Genesenen ergeben. Bon den Pfleglingen waren 275 verwundet, 152 krank AuS Vorstehendem geht hervor, daß daS Rote Kreuz« Spital trotz feiner geringen Belag»fähigkeit (8 Offi» ziere und 46 Mann) ganz Außerordentliches geleistet hat und seinen Pflegebefohlenen eine hilfreiche Stätte zur Wiedererlangung der Gesundheit war. Zahl-reiche Zuschriften ehemaliger Pfleglinge bezeugen die Dankbarkeit und Anhänglichkeit an ihre Wohltäter. Besonder» feierlich wurden im verfloffenen Jahre dai Weihnachtsfest 1914, bet welchem sämtliche Soldaten mit Liebesgaben beleih wurden, und daS GeburtSsest de« Kaisers begangen. Außer den wiederkehrende» monailichen Inspizierungen durch den Elappenstutioni-kommandanten Oberst Krestels und dem Garnisons-chefarzt Oberstabsarzt Dr. Eckmann wurde die Au-stalt kürzlich durch den SanitätSreferenten teS Lan« deS» und Frauenhilfsvereine» vom Roten Kreuze in Graz Generalstabsarzt Dr. Myrdacz inspiziert und. deren tadellose Leitung und Führung anerkannt. Frau Leopoldine Rakusch und Frau Beiiy Rauscher sowie den Herren Chefarzt Dr. Gollitfch und Bürgermei-sterftellvertreter Mox Rauscher wurden für ihre ganz besonderen Verdienste um das Rote Kreuz vom Erz-herzog Salvator Auszeichnungen verliehen. Beim Abschlüsse des ersten JahreS der Tätigkeit deS Ver« rinsrest.vespilales sei allen edlen Mitarbeitern, Spea» der» und Gönnern aus daS herzlichste gedankt und gleichzeitig die Bitte ausgesprochen, diese« so überaus segensreich wirkenden Unternehmens auch im zweiten Jahre nicht zu vergessen und ihm die Möglichkeit zu bieten, auch weiterhin den tapferen verwundeten un» kranken Kriegern eine Heilstätte ihrer Leiden und eine Stätte der Erholung zu sein. Auszeichnung vom Roten Kreuz Erz-herz»g Franz Salvator hat dem Feldwebel Guido Klier des Infanterieregimentes Nr. 27 die silberne Ehrenmedaille vom Roten Kreuze mit der Kriegs« dekorativ» verliehen. Guido klier ist Lehrer an der städtischen B»lk«schule in Cilli. Weihnachten im Felde. Für die Weih« nachtSgabe an unsere 87er spendeten Frau Majors-gattin Elsa Tegelmann 40 K, Geschwister Cchmidl 10 Kronen. Bon Erich Marckhl in Wien ist eine größere Sendung Zigaretten für unsere Soldaten eingelangt. Frau Antonia Bayer, HauptmannSgatti» in Wien 20 K, Herr Josef Grec» in Cilli 20 K, Ungenannt 10 K, (5 K für 87er, 5 K für 26er), Frau Hauptmann Reuß 10 K. 50.000 Weihnachtszigaretten für un-sere MilitSrspitSler. Wie im Vorjahre wir» auch heuer für die in den Cilli« Spitälern liegenden verwundeten und kranken Soldaten eine Weihnachts-befcherung veranstaltet werden. Die Vorarbeiten, die vom Herrn Bürgermeister Dr. von Jabornegg ge» leitet werden, sind im besten Gange. Für die Be-scherung werden rund 50.000 Zigaretten benötigt. ES werden alle Bewohner unserer Stadt, inSbefo»« dere die Frauen und Mädchen herzlichst gebeten^ sich mit ihrem so «st bewährten Eifer der guten Sache zur Verfügung zu stellen und die Zigaretten bei« Stadtamte abzugeben. Städtisches Schauspielhaus. Am nach« sten Mittwoch gelangt die schivankartige Posse .Heirat auf Pr»be" mit reizender Musik und ganz vortresf« lichen neuen GefangSeinlagen zur Aufführung. Un-fere Soubrette Fräulein Telona, der weibliche Stern des Gefamtfpieles, hat schon am letzten Mittwoch so gesallen, daß wir es freudig begrüßen können, sie schon s» bald wieder in der sührenden Hauptpartie zu sehen, ebenso den hochbegabten Komiker Herrn Aurich. Wir können daher einen überaus genußrei» chen und heiteren Abend erwarten. ES wird em-pfohlen, sich rechtzeitig mit Karten zu versehen, da das Theater schon immer zwei Tage vor der Bvr« stellung ausverkauft ist. Die musikalische Leitung liegt in den Händen des Herrn Kapellmeisters Karl Seifert. Gedenket des Waisenhauses mit Spen. den für die Weihnachtsbescherung. Spenden von Büchern und GebrauchSgegenständen werden vom Obmann«' de« Deulschen WaifenhaufeS und Kinder-fürforgevereines Herrn Bürgermeister stellvertreter Max Rauscher entgegengenommen. Evangelische Gemeinde Morgen Sonn, tag findet in der Ehristuslicche um 10 Uhr vormit-tag« ein öffentlicher Gottesdienst stall. Ein groher Vermahlungsschwindel. Wie wir erfahren haben, find in der Dampfmühle de« Peter MajVc große Mengen von Brotmehl amt-lich beschlagnahmt worden, weil dieses Mehl fast ganz ungenießbar war, da ihm 70 Prozcni Kleie beigemengt waren. Dieses Mahlprodukt, das fast wie A'che aussah, wurde auch von einem Fachmanne auf höchstens 20 Heller für da« Kilogramm bewertet Die Mühle ist für den Außenverkehr gefperrl. Die Verhandlung vor dem KreiSgerichie, welcher mit größter Spannung entgegengesehen wird, wird in den nächsten Tagen staltfinden. Fiir das Rote Kreuz Spital liefen folgende spenden ein: Frau v. Feroni 5 Kilo Zucker; Fräulein Ella Gsund ein Korb «epfel; Frau Betty Rauscher e>n große« Faß vier. r»00 Zigaretten, ein Korb Aepfel, 6 Kilogr^jnm Zucker; Fräulein Helene Pickl 200 Zigaretten; Frau Anna Skorjanz 200 Zigaretten; Josef Achleitn« 1 Faß Wein; Haupt mann Hans BnkovSky 200 Zigaretten; Frau Costa-Kühn 400 Zigaretten; Herr Leutnant Waller Rasch 700 Zigaretten; Frau Therena Fuchs 4 Leintücher, 10 Paar Socken 2 Zägerhemden, 1 Jägerhose; Frau Dr. Dietz 200 Zigaretten; Frau Erna Paul 2 Paar Fußsocken, l Rasiermeffer; Frau Helene Skoberne l Korb Salat Allen edlen Spendern herzlichsten Dank. Weitere Spenden werden dankend entgegengenommen. Gasnot in Laibach. Aus Laibach wird unter dem 6. d. gedrahtet: Gestern abend« «lebten die Bewohner der Stadt eine unangenehme Ueber-raschung. Die vom Gaswerke besorgte Beleuchtung wurde plötzlich eingestellt. Seit längerer Zeit «hält das Gaswerk trotz all« Bemühungen keine Gaskohle; eS fah sich daher genötigt, die Straßenbeleuchtung einzustellen und wird in einigen Tagen gezwungen fein, den Betrieb überhaupt aufzugeben. Die Privat-Parteien werden aufgefordert, den Ga»verbrauch zu Beleuchtungszwicken mindesten« auf die Hälfte ein-zufchränken und den für Koch- und Heizzwecke gänz< lich einzustellen. Gebühren der kurz beurlaubten Mannschaft der Armee im Felde. Mann, fchaft, die von der Arme: im Felde kurz beurlaubt wird, verbleibt während eine« solchen Urlaubes im Fortbezug der vollen Gebühren, und zwar mit Ein-fchluß des Relutum« für die volle KriegtverpflegS-poriton (Mit Getränk und Tabak). Diefe Gebühren sind für die ganze Urlaubsdauer im vorau« zu «» folgen. Da« Kriegsministerium hat bekanntgegeben, daß diese Bestimmungen für alle Urlaube von Mann» fchaftSperwnen Anwendung zu finden haben. Auflösung von Vereinen in Böhmen. Da« Prager Amtsblatt verlautbart die Äuflö-sung »es Verbandes de« «Freien Gedanken«" in Gablonz a. N. und der 45 Lokalorganisationen de« „Freien Gedanken«", de« Berbandes der füdflawi-schen Studenienmeine in Prag, des „HrvatSke DruzStvo Hrvat* in Prag, de» Bereines der „Freunde der russischen Sprache" in Prag, de« ..Rusky Srouzek" in Smichow, de« serbischen Stu-bentenvereine« .Sumadija" in Prag, de« Vereine« „Bibliothek und Lesehall« de« L. R. Tolstoi" in Prag und de» „Gegenseitigen Unterstützung«»ereineS Existenz" in P ag. Inbetriebsetzung der großen Kohlenlager im Bezirke Drachendurg. Dem Gra je Bolksdlatie wiid gefchrreden: Ein langersehnt« Wunsch der Bevölkerung des Bezirkes Drachendur, geht sein« Verwirklichung entgegen durch den be» gonnenen Straßenbau Abzweigung von der Bahn-ftation Giovelno der Bahn Grobelno Rohitsch nach Fuxdvrf bei Drachenburg. An dem Baue sind ein-beimische Arbeiter. und gesangene Russen beschäftigt. Die günstige Witterung erleichtert und fördert sehr die Arbeiten. Der Straßenbau kommt der leichteren Berwertung der reichhaltigen Kohlen- und Eisenlager i, diesem Lez rke sehr zu statten. Eine in Gründung begriffene Ge>ellschaft beabsichtigt durch maschinelle Anlagen und Bau einer Drahtseilbahn bei Hörberg da« von Fachleuten aus viele Millionen Tonnen ge-schätzte Kohlenvorkommen zu heoen; ebenio auch die Eisenerzlager. Es wird Kohle auch im Tagbau ge-fördert werden. Für den Absatz komme» in erster Linie die Städte, Märkte und Ortschaften der füd-lichen Sleiermark in Betracht. Schon dermalen ist sehr große Nachfrage nach Kohle selbst von Bewoh-nern und Industriellen aus Kroatien. Die Kohle hat 6300 Kalorien. Bon weiter« Wichtigkeit ist der Bahnbau d« bereit« projektierten und trassierten Sirecke Abzweigung »on Möttin der LandeSbahn Grobelno-Rohitsch über Drachenburg, Hörberg nach Rann a. Save und soll diese« Projekt im Landtage bereit« vorliegen. Da« Bestehen des Kohlenbergbaues wird selbstverständlich den Ausbau der Bahn be-schleunigen. Beschlagnahme des Vermögens des Dr. Kramarsch. An« Prag wird gemeldet: DaS Amtsblatt der „Prager Zeitung- verössenllicht in seiner heutigen Ausgabe drei Kundmachungen. Die erste lautet wörtlich: „Da« k. k. Lande«- al« Straf« zeucht in Prag hat über Antrag der k. k. Staat»-anwaltfchaft in Prag vom 24. November 1915, G.-Z. Nr. 3098/15—4, in der bei dem k. k. Land-wehrdivisionSgerichte in Wien anhängigen Straf'ache gegen Dr. Karl Kramarsch. ReichsratSabgeordnkt« und Fabr ksbesitzer, wegen Verbrechens des Hoch-verrate« »ach 88 b8e) und 59 t») Strafgesetz und Verbrechen« gegen die Kriegsmacht des Staates nach tz 327 M.'St.-G. im Sinne des 8 2 der kaiser-lichen Verordnung vom 9. Im» 1915, R -G.-Bl. Nr. 156, zur Sicherung des Anspruches de« Äaa-te« auf Schadenersatz die Beschlagnahme des dem Beschuldigten Dr. Karl Kramarsch gehörigen, in Oesterreich befindlichen deiveglichen und unbeweglichen Vermögen« angeordnet. K k. Landes als St.asge» richt in Prag. Abteilung I V, am 29. Novemb« 1915." — Eine gleichlautende Kundmachung wurde gegen Dr. Alois Raschin, Reichsratsabgevrdneten und «d-vokalen, «lassen. Die dritte Kundmachung betrifft die Beschlagnahme de« beweglichen und unbeweglichen Vermögen« deS Vinzenz Czerwinka, Sekretär« d« Zeitung «Narodni Listy" in Prag, wegen Berbre-chen« der Ausspähung nach § 321 M.-St.-G. Zweckmäßige Einteilung der Futter-Mittel, um die Viehbestände durchhalten ZU Können. Da dem Landwirte wenig Krastfutter-Mittel zur Verfügung stehen, fo müssen umfomehr die in der Wirtschaft vorhande»en Futtermittel in bester Weise verwendet werden. WaS zur Fütterung geeignet ist, soll auch diesem Zwecke dienen. Vor al-lem muffen die Henvorräle gestreckt und so verteilt werden, daß sie bi« zur neuen Futtcrernte reichen. Nicht« ist nachteiliger, als wenn zufolge schlechter Futtereinteitung die Vorräte im ersten H" bjahre zu stark beansprucht werden, so daß um Lichtmeß die Scheuer fehr bedenklich gelichtet ist. Wenn dann ge-gen >as Frühjahr hinaus die Tiere anf eine ringe-schränkte Futtei menge angewiesen sind, so wird die Leistung auf ein Mindestmaß herabgedrückt. Der vor-sichtige Landwirt wird die Futtereinteilung so treffen, daß er zu Beginn der neuen Futterernte noch einen eiserneu Vorrat an Hei und Stroh hat. Diese zweckmäßige Futteremteilung ist eine d« wichtigsten Aufgaben, um die Viehbestände durchzuhalten. Be-kanntlich sind Gersten- und Haserstroh da« beste Futterstroh, weshalb sie auf keinen Fall eingestreut werden dürsen ; ebenso dient auch das bessere Weizen-und Roggenstroh zur Fütterung. Da« Stroh wird dem übrigen Futter al« Häcksel beigemengt Ferner «weist e« sich als zweckmäßig, dem den Tieren un-zerkleinert gereichten Kleeheu und Wiesenheu kurze? Futterstroh beizumischen. Biele Landwirte legen da« Streustroh zuerst den Tieren zum Durchsresfen vor. DaS Vieh sucht sich die Heubestandierl« und das bessere Stroh heran«. Nachdem so das Siroh vurch-gefrefsen ist, wird e« eingestreut. Streustroh wird a» besten ausgenützt, wenn e« auf 30 bi« 40 Zentimeter geschnitten wird, wodurch da« Äuffaugung«-vermögen für Flüssigkeiten sehr gesteigert wird Wer Waldstreu erhallen kann, sollte dicS unbedingt zur Einstreu heranziehen, bumit da« Ölfsere Stroh vollständig zur Verfütterung bleibt. L. K. I. Schaul'ühiir. AIS Eröffnungsvorstellung in unserem Stadt-theater bekamen wir vorigen Mittwoch „Sturm-idyll" von F. Grünbaum und W. Sterk zu sehen; ein zeitgemäßes Lustspiel, daS die Liede einer polnischen Siäfin zu einem österreichischen Offizier zum Inhalt wählt, wenn von einem Inhalt al« solchen überhaupt die Rede sein kann. — Gräsin Maria Kasimiera, de« eintönigen Leben« auf ihrem Schlosse müde, sucht durch eine Radfahrtour iu die Nähe de« Kampfplatzes ihre Nerven aufzupeitschen, wird aber aufgegriffen und in die Branntweinschenke de« Elchanan Reifer gebracht, der gerade den Ober» leutnant Hubert Reßner l^wirtet. Reßner, durch ihre Erscheinung wohl geblendet, durch ihre sich wider» sprechenden Angaben irre gemacht, läßt sie frei, be-schließt aber, ihrer lockenden Einladung, sie aus ihrem Schlöffe zu besuchen, Folge zu leisten, um sich von der gegen sie erhobenen Anklage, Russen auf ihre« Schlosse zu beherbergen, selbst z» üoerzeuzen. Elcha» nan Leiser, der piächtig« seelisch lautere Gelehrte, warnt ihn; verkleidet erreicht er die Gräfin, üb«-zeugt sich zwar von ihrer Schuldlosigkeit, wird aber durch ihr verwerfliches Spielen mit seiner zu ihr erfaßten Neigung gequält und in« Innerste getroffen. Da «scheint plötzlich der ruffisch« Major Pawel Po-welik. Aug' in Aug' stehen sich die Feinde und Nebenbuhler gegenüber. Hubert Reßner glaubt sich verraten, verliert aber die Geistesgegenwart nicht, er-klärt den Major zu feinem Gefangenen und bleibt trotz der Großsprechereien Powel Pawelik« ruh'g und kaltblütig. In Maria vollzieht sich die unauS-bleibliche Wandlung, den Lrebegirrenden hat sie verhöhnt, den Helden bewundert sie k — Es ist rührend, wie die beginnende Liebe zu dem österreichischen Of-fizier in ibrem Herzen Platz greift. Der Arm Reß« ne>», der den erhodenen Revolver hält, beginnt zu erschlaffen, ein Augenblick der Ermattung könnte dem geliebten Manne das Leben kosten, da er dem Ruf» sen Gelegenheit gäbe, ebenfalls die Mordwaffe zu ziehen, sie kämpft nur eine kleine Weile mit sich und — — geht zum Feinde über. — Der Morgen naht, mit ihm die Hilfe in Gestalt de« Einjährigen Berger. der nun endlich die fo ersehnte Gelegenheit sich auszuzeichnen gefunden glaubt und dem scheinbar Bedrohten zu Hilfe kommen wollte. Nun löst sich die Spannung in Maria, sie und Reßner finden sich in einer Stunde unvergeßlichen Glücke«. Trotzdem hat Reßner der E rfolg über Feind und Geliebte die Pflicht nicht vergessen gemacht, er reißt sich au« den Armen Maria«, die große Zeit ruft ihn weit« zu neuen Siegen und großen Taten — Da« Stück fand lebhafte« Jnt«effe des ganz-lich ausverkausien Hause«. Die Darstellung zeichnete sich durch Avrundung der Gesamtleistung aus. Die prächtige Figur des Elchanan Leiser wurde durch den bereit« anderswo bewährten Bühnenleiter Juliu« Rasch voll warmer Menschlichkeit in Scherz und Ernst trefflich verkörpert. Fräulein Josefine Brunn« als Maria Kasimiera fand wohlverdienten Beifall; sie wurde der feelischen Umwandlung von leichisi«-niger Lebedame zum liebenden Weibe vollkommen gerecht. Lob verdient auch Herr HanS Siolfa al« Oberleutnant Reßner, « fand angenehme Töne und vereinte Kernigkeit und Liebenswürdigkeit des frischen Wiener Offiziers aui« beste. Herr Aurich spielte den Einjährigfreiwilligen mit gutem Humor und gering-fügigen Uebertreibungen, die aber durch da» Stück felber bedingt waren. In diese« Lob wäre auch die übrige Darstellung einzuschließen, die dem Stück zu dem Ersolg verhalt, denn al« Ganze« genommen gab e« einen fehr angenehmen tibend. Wutter und Sohn. Daheim sitzt im dämmrigen Stübchen Allein eine Mutter gebückt. „Ich weiß nicht, warum grade heute So düste-e Schwermut mich drückt. Sech« Monate steht er im Felde, Doch nie war so weh mir zu Mut', — Beschirm ihn o Bat« im Himmel, „Erhalte mein teuerste« Gut!" — Und fern ein Soldat auf dem Schlachtfeld Haucht sterbend im Blute, fo rot: „Leb wohl Mutter! Mich hat« getroffen. War wacker und treu bi« zum Tod." A. Wamdrechtsamer. Bruxndorf bei Marburg, 6. Dezemb« 1915. p H ' RASCH, iiewiismz, lilLLI. Hchnfiium. Der Winter, der rauhe Geselle, fängt allmählich an, sich bemerkbar zu machen. Wie lange wird es noch dauern und weiße Flocken riefeln her-nieder und ein alle» erstarrender Frost deckt wie ein Eispanzer die Natur. Doch da ist e« dann doppelt gemütlich im traulichen Heim und doppelt wohlig empfindet man den Gegensatz zwischen draußen und drinnen. Allerdings schleicht sich dann auch gerne als ungebetener Gast Frau Langeweile mit ein, doch wir brauchen ihr keine Stätte zu gönnen, gibt Mit- tel genug, sie zu verscheuchen. Anregende Unterhal-lung und gule Lektüre treiben sie gar bald von bannen, namentlich wenn die letztere eine so glückliche Vereinigung von Ernst und Humor darstellt, wie dieS in den Meggendvrser-Blättern der Fall ist. Man denke sich nur einmal eine» der sarbenschönen Bilder gegen daS grämliche Grau eines unsreund-lieben Wintertage« gehalten und man wird sofort in die beste Stimmung gebracht. Ein schönes Bild al-lein kann nicht nur das Auge erfreuen, sondern unS auch Herz und Sinn erwärmen. Das ist eine Probe aus die Echtheit. Und sonstige Grillen *u vertreiben und unS so recht aus den behaglichen Ton zu stim< wen, ist gewiß eine der seinkomischen Humoresken geeignet, wie sie in jeder Nummer der Meggendor-ser.Blätter enthalten sind, sowie viel sonstige humor-volle Prosa oder auch heitere Scherze in Wort und Bild. Zn der Kriegschronik, die mit launigem Spott manches Mißgeschick unserer Gegner glossierte ohne zu verletzen, kommt in dieser politisch bewegten Zeit der Leser ebenfalls reichlich aus seine Rechnung, und so sind die Meggendorfer-Blätt« ein gleich treffli-cher wie unerschöpsbarer Gesellschafter jür die lan-gen Winterabende. Ein Abonnement, das zu jeder Zeit durch die Post oder durch die nächstbeste Buch-Handlung zum Preise von 3 60 Ä für da» Viertel-jähr ohne Porto betätigt werden kann, gehört somit zu den unerläßlichen Wintervorbereiiungen und nie« wand sollte im eigenen Interesse versäumen. Eine große Freude fiir unsere Feldgrauen ist die Bibliothek der Unterhaltung und des Wissens. Die schmücken und ha>,blichen Bierwochen-bände, in vielen tausend Familien eingeführt und in Millionen verbreitet, bieten für 75 Piennig einen überaus reichen und abwechslungsreichen Inhalt (240 Seiten) in Wort und Bild, durchwegs gute und anregende geistige Kost zur Kurzweil und Wei-terbildung. Die Bibliothek der Unterhaltung und des WiffenS kann im Felde auch bei der Feldpost abonniert werden, sie bildet aber auch für die Da> heimgebliebenen ein bleibend weiivollc« Geschenk sür Weihnachten, daS in allen Buchhandlungen bestellt werden kann. Lechners Weihnachtskatalog. Wie all-jährlich stellt sich da» von Firma R. L-chner (iöilh. Müller) f. u. f. Hos und Universitäisbuchhandlung, Wien 1., Graben 31, herausgegebene NeuigkeitSoer-zklchnis des deutschen Büchermarkts der Jahre 1914/15 pünktlich für die WeidnachiSzeit ein. Prak-tisch und übersichtlich geordnet, foll dasselbe bei Wahl der Bücher ei« »«läßliche»- Ratgeber fein. Eingeleitet wird der Katalog durch einige stimmungsvolle Zeitgedichte und AuSsprüche heimischer Schrift-steiler, denen sich eine literarische Rundschau über Neuigkeiten, sowie ein Verzeichnis der im Jahre 1914 und IS15 erschienenen, sür den WeihnachtS-tisch in Betracht kommenden Werte und Jugend-(Christen anschließen. Dem litera iichen Teil folgt ein Auf atz „Für den WeihnachiStisch deS LichtbildnerS*, enthaltend eine aufklärende Uebersicht über photogra-Plüsche Apparate und Photoartikel im Allgemeinen und im Speziellen der für das Mitnehmen in« Feld zu empfehlenden Apparate. Die Feinheit und Güte, der in eigen« Fabrik d« Firma Lechner erzeugten photographifchen Apparate finden alleroris die wärmste Anerkennung. Der WeihnachtSkatalog wird überallhin kostenlos versandt. öpendet Zigaretten für unsere ver-mündeten! Air durchfahrende und ankam-mende verwundete wollen sie bei der tabe-stelle am Bahnhöfe, für die in den hiesigen Spitälern untergebrachten beim ötadtamte abgegeben werden. Jeder spende nach seinen Aräften Der Bedarf ist groß. Wesen und Tätigkeit der Metall-zentiate Aktiengesellschaft. DieMetallzentralt-Aktiengesellschast.Wien.wurde über Anregunz deS hohen k. k. Handelsministerium» und mit Zustimmung des hohen k. u. k. KriegSmini-steriumS zu dem Zwecke gegründet, diesen hohen Be-hörden bei Deckung de« Metallbedarfes der Heeres industrie als kommerzielles Organ zur Seite 5» ste-hen. In der Verwaltung der Gesellschaft sind De legierte der genannte» Ministerien sowie des Eisen-bahnministeriums und dcS k. u. k. JnfpektorateS d« technischen Artillerie vertreten. Letztgenannte Militär-behörde übt eine ständige Kontrolle über den Dienst der Metallzentrale-Aktiengesellfchast au«, welche sich des freien VerfügungSrechteS über die von ihr ge> kauften Meialldestände begeben hat und diese dem k. u. k. Jnspekwrat zur Berteilung an die Ver-brauch« überweist. Die Metallzentrale-Altiengesell-schast berechnet sür ihre Tätigkeit mir geringe, behördlich genehmigte Regiezuschlkze. Der bei Liqui-dierung sich eventuell e> gebende Ueberjchuß wird nach § 35 der Statuten dem Krirgsministerium für Kriegs-fürforgezwecke überwiesen werden. In Anbetracht dieser von der Gesellschaft über-nommenen Verpflichtungen wurde die Metallzentrale-Aktiengesellschaft vom k. u. k. Kriegsministerium im Einvernehmen mit dem k. k. LandesverteidigungSmini sterium und k. k. Handelsministerium zum Einkaufe von Metallen für Zwecke der Heeresverwaltung ausdrücklich ermächtigt. Ebenso ist sie mit der Be-Handlung der requirierten Materialien betraut. Bei Ankaus solcher Materialien, die für Kriegszwecke in Anspruch genommen wurden, übernimmt die Metallzentrale auch die volle Verantwortung sür die den Intentionen derKriegsverwaltung entsprechende Verwendung der Mate-rialien. Insbesondere ist die Metallzentrale-Akliengele!', schast beauftrag! und ermächtigt, die der k. k. Zentral RequisttionSkommission oder anderen behördlich«, Siellen angezeigten oder angebotene» Materialien käuflich zu et werben. Die von ihr vergüteten Ein. kaufepreife sind im Einvernehmen mit dem k. k. Han> delSminifterium und den jeweils maßgebenden iiidii-striellen Verbänden oder anderen öffentlichen Kör-perschaften sestgesetzl. Die Verordnung vom 23. September 1915, detressend die Jnanspiuchnahme und Ablieferung von Metallgeräien, verfügt, daß die in Anspruch genom-menen Gegenstände an die Metallzentrale oder an die ;um Ankauft dieser Gegenstände besonders be vollmächtigen Eintaussstellen der genannten Gesell-schajt freihändig veräußert weiden dürsen. Eine anderweitige Bcräußeiung ist unstatthaft. Herichtssaat. Umfangreiche Diebstähle einer Reichs italienerin. Das zwanzigjährige Dienstmädchen Josefine Pillich auS Resi«, Bezirk Udine in Jialien, stand vom ^!0 Mai bis 5. September bei der Regenschirm-«zeugerin Elsa Fornara als Bedienerin im Dienste und hatte nicht nur im GeschäfiSlokale, sondern auch in der Wohnung AufräumungSarbeiten tagsüber zu veriichien Vom 1. bis 13. September hotte die Haupimani-Sgattin Rita Borosch bei Frau Elfe For-nara Wohnung genommen und die Kleidn wie Schmuckstücke i» den Kasten gelegt, abgesperrt, jedoch den Schlüssel im Schlosse stecken gelassen. Eine Ab Wesenheit der jrau Boroich benutzte Josefine Pillich. um sich die BriUaniohrgehänge anzueignen. Nachdem tie»sta»«tritte bei Fornara trat Pillich bei der Hausbesitzerin Josesine Kupka in Dienst und halte in dieser Eigensch«ft auch die Zimmer der einzelnen Bewohnerinnen auszuräumen. Diese Beschäftigung bat ihr Gelegenheit zum alleinigen Verweilen in de» Zimmern und Zutritt zu den verschiedenen Kleidung»-und Schmuckgegenständen. Während dieser Dieast» zeiten verüble nun Joiefine Pillich eine ganze Reihe von Diebstählen im G.-samtwerte von fast 656 K, die sich vorwiegend auf Wäsche- und Kleidungsstücke, Schmuckgegenstände und Bargeld bezogen. ErwähnenS« wert ist der Diebstahl der Brillantohrgehänge im Werte von 300 K an der HauptmannSgattin Rita Borosch und einer 160 K Note an dem Mädchen Marielle Kopp. Pillich ist vollkommen geständig. Sie wurde vom Kreiszerichle Eilli zu ein« schwere» Kerkerstraf« von 5 Monaten, verschärft durch einen Fasttag und ein hartes Lager alle 14 Tage verur» teilt. Eingesendet. HÄTTOM E1NZI6 BESTES IN SEINER 8J&Qy|ALTBEWÄHRTES /ANALYTISCHEN j FAMILIEN- BESCHAfFtNHEIt&^a GETRÄNK. Dr. Richter ° Aaker-Viiiimene. L psici vamp»,. Eriay für Anker-PainlZxpeller. ist ein vielsach bewährtes HausmilleL da» al» schmerist>Ilen»e Einreikung bei Gicht, RaeumatiemuS, Ertäliungen, Lähmungen, HüstwehlJSchiaS), Kreuz chmcizen usw. lnuiendsach mit dem besten (£rrolq an» gewendet wird. Die große Verbreitung de? ütnIer-Linimenr. ist der schlagendste Beweis für die ttorjäglicbfeit dieses P'äparaies. das in keinem Hauie sehlen lollie. ES itt ,nS-beiondere solche» Lernen angelegentlichst zu empiealeu. oie s«t> viel im freien aushallen, östeiem Wellerwechsel und, daber leichl Erkältungen auöqejept sind. ». Ä. Militär, L«toi>omen, Föister, Jäger, Landt^uie. Filier, Bergleute S->sahree, Auswanderer usw., so auch Touristen vor und nach >>strengen«NI Felde ist das Anter-Liniment. ganj unentbehrlich (auch sehr bequem al« Feldpostbrief zu verschicken» Zu haben in den Ävotketen oder direkt von Dr. Äichiers Apoiheke »ium Goldenen Löwen" Prag. I., Etisadelhilratze S. — Täglicher Bcrsand. Die rauhe Witterung ist häufig Ursache von Erkältungen, welche sich in rheumatische» Ge-lenkS- und Muskeljchmerzeu äußern, und, nicht gleich bekämpf», uns oft wochenlang quälen. Um derani-gen Erkältungen sich« abzuhelfen, ist eS ratsam, ..HerdabnyS Aromatische Essenz" anzuwenden. 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Insbesonders danke ich deu Herren Beamten, dem Auf*ichtspersonal und der Arbeiterschaft der k. k. Berg-und Hüttenverwaltung CUli und dem k. k. Gendarmeriecorps und bitte den nun in Gott Ruhenden ein freundliches Andenken bewahren zu wollen. Cilli, am 6. Dezember 1915. Marie Kosmac. Der Spar- und Vorschussverein r. G. m. u. H. in Cilli übernimmt Neu- sowie Nacheinlagen, welche jederzeit wieder zur Gänze behoben werden können, zu 4 V/o bei täglicher Verzinsung. Bei den bereits bestehenden Einlagen bleibt der Zinsfuss wie bisher ebenfalls mit 4'/.°/» aufrecht. Die Rentensteuer trägt die Anstalt. Auswärtigen Einlegern stehen Posterlag-scheine kostenlos zur Verfügung. Eine Realität bestehend ans Wohnhuu*. Wirtschaft«-gebände und Scheuer mit ■/« Joch grossem eingezäunten Gemüsegarten sowie l Joch Wiese, 10 Min. vom Kurorte Rohitsch-Sauerbrnnn entfernt, zu verkaufen. Auskunft erteilt die Realitätenverkehr^ver-mittlong der Stadtgemeinde Cilli (Sekretär Hans Blechinger.) 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Scdlachtvngrn riuaefilfrttel yletkd tn gaozen Stücken J5 co Eingeführte« Fleisch in Siwgra» » c i X; £ (S 5 e u -s> *i c c B 2 =a CS B X B •e 1s> <3 £ ? cÖ 11 1 1 £ ä s £ £ « m S r3 M st X B •e a s 5 -? fciebrid) Johann .... mm — _ — Jan sch et Martin . . . , — — 1 — 1 — — — - — — — — — — — junflti Ludwig..... — — 2 — — l —• — — —- — — —• — — •— vtofidt Ludwiq..... 175 t ^»löschet )atod .... I 7 1 1 » ' Pleodai trranj..... — — — — — — — — — — — — — — — — >tevei»ichegg Joses .... — 10 — — 11 2 2 1 — — — — — — — — — — SeUai Kran, ...... — 1 — l 1 — — — — — —- — — — — — — — Sweitl Johann..... Umegq Jtuootj..... — — — — — — — — — — — — — — — — - — . $an»ir«....... — — — — 5 5 bnonte........ 5 . ühmrk. Blätter zur Unterhaltung und Belehrung für Haus und Familie. »er ..Deutsche« N«cht" t» Lilli. Nr. 5V .Die Süd «art" erscheinl |c»cn Sonntag alt »«entgeltlich« Beilage für bie Scfet der .Deutschen Wacht". — Sinreln ist «Die Cftbatart" nitfjt läuftich 1915 Hedanken. Welcher Staat ist der beste? Derjenige, welcher über die relativ größte An-johl von zufri. denen Bürgern verfüg«. O Welcher Mensch ist der beste? Derjenige, welcher am wenigsten für sich und am meiste» für andere denkt. dien«. Jedei Volk hat das Schicksal, welche» es ver« Dr. Paul Musil Edler von Mollenbruck. A»f dem IalKan Novelle von Leonhart Zergen. Zwischen den Ausläufern der Balkanberge. gen Nisch marfchiereud. tauchten lange Reihen serbischer Soldaten auf. Plötzlich stockte der Zug . . . irgendwo war ein Hindernis... Und nun piallten auch schon die nach-folgenden Mannschaften gegen ihre Vorgänger an. „Z»m Donner", schrie wutschnaubend der kommandierende Offizier, ,.wa» ficht den Kerl da vorn, den Mikosch Ruely. an, daß er nicht vom Fleck kann!? Soll der Feind uns auf die Fersen kom« men!? Vorwärts, Kerl, oder ich schieße!" DaS half. D'i Selben find ein stattlicher Menschenschlag und der Mikosch m>« seiner hochgewachsenen Gestalt und dem keck auiS Ohr gedrückten Käppi war dcr schmucksten einer. Aber finster schaute er drein, zum Fürchten finster, als er jetzt dem Befehl folgte und mit iveitauSholendem Marschschritt die entstandene Reihenlücke ouSzumlle» strebte. LängS des TimolstusfeS ratterte der Höllenläim der bulgarischen Artillerie . . . und vom östlichen Ufer der Morava dröhnte der Geschützdonner der österreichischen und der deutschen Truppen. Von Belgrad her. der hochgelegenen ehemaligen Metropole deS Serbenlandes, ragten die halbzrr« schosienen Kuppeln dcr Minaretts und rauchende Trümmerstätte» erzählten von der KritgSfurie. die ans dcr Straße ser veilasseucn Stadt gehaust halte. Verwüstet auch die Döifer mit ihrem türkisch,'» Charakter, zerstampft und durchfurcht von Kriegs-spuren die fruchtbaren Landstrecken. In der Richtung Nisch lohten die ersten Feuer» faulen empor. In Pause» durchzittert« e n entsetzlicher Krach die Luft . . . mächtige Qualmwolken stiegen auf. Und fern und nah da» Singen der Granate«, daS geschwätzige Rattern der Maschinengewehre, das Platzen der Schrapnell». Aus den Hängen der Höhen, vor den Hängen der Höhen, vor den serbischen und feindlichen Stel» lungen, wüteten NahkSwpfe. Nur zwische« den Ausläufern, uo die ferbifchen Nachhuten marschierten, war es frei vom Kampf. Donnernd drang der Ge-schützlärm herüber un» brach sich rollend an den Bergwänden. Zuweilen hallte ein Schrei hinein .. . der Schrei der Wildkatzen, die hier oben hausten. In FriedknSzeiien ist diese romantische GebirgS» well nahe der albanischen Grenzb:rge ein verrnfener Winkel, und die finster blickenden Leute, denen man hier begegnet, trage» daS Gewehr über der Schulter. „B«r.ammteS Vieh", entfuhr eS dem Mikosch, denn eben tönte noch wieder der Schrei einer Wild-katze und der Serbe war dabei zusammengefahren. KlaugS doch gerade wie ein TodeSschrei .... solch ein letzter banggellender .... und den hatte der Mikosch einmal gehört . . . . als es noch Friedens-zeit . . . und hörte ihn seitdem immer wieder . . . Nahmen diese Ausläufer denn gar kein Ende? Vorwärts ... nur vorwärts . . fort. . . Hatte voihin sein Fuß sich gesträubt, so schritt er jetzt so hastig anS, daß fein Kamerad »eben ihm spöttelte: „HasIS ja auf einmal so eilig, in den Hexentanz da drüben zu kommen. Die Bulgare» sind unS doch über und gar die verdammten Öesterreicher und die Deutsche» I" Die Auge» deS Mikosch funkelten düster. „Wir werde» Widerstand leisten bis zum letzten Mann", knirschte er. „Auch sollen wir ja Verstärkung be-komme». Trifft sie rechtzeitig ein, fo kann eS unS noch gelingen, die österreichisch deutsche» Armeen zu vernichten." Der Andere pfiff zwischen den Zähnen. „Ja, wir werden Verstärkung bekommen, und was jür eine! Die heilige Jungfian möge Ihnen bei» flehen, unseren Mädchen." „WaS — redest Du da, Kamerad?" ,,Die • Wahrheit", nieste der Serbe. Mit der Jungmannschaft werden sie in den vordersten Reihen kämpfen! Meine Schwester hatS mich wissen lassen 2 --ihre Freundin, die schiene Meliza Gonza — kennst sie auch, hm ...", der Sprecher blinzelte Verstohlen zu dem Mikosch hin — „ist auch mit dabei. Run, verstehen kann man da« wohl l Sie will eben ihren Liebsten rächen, der ja im Vorjahre angeblich von einem Bulgaren, hier droben, wo wir jetzt mit» schieren, erschossen wurde!" Da — ein ohrenzerreißendeS Getöse! Im Mo-ravatal begannen die Haubitzmbatierien zu reden. In wenigen Minuten war Haubiyenbatterie um Haubitzenballerie an der Aibeit. In immer raien-derer Wut sandten sie ihren Fehderus den anrückt» den Serben zu. Da? wartn die Oesterreich«! nid die Deutschen! Die griffen im Moravalale an und, wie die Höllen-musik verriet, mit groben ZlreilkräfienAugenscheinlich wollten sie sich mit den Bulgaren im Timoktale vereinen! Der an der Spitze der serbischen Nachhuten marschierende Offizier eilte jetzt einige Schritte vor« aus; dann wandle er sich zurück, blieb stehen und hob den Degen. Augenblicklich standen die langen Reihen der Soldaten wie eine Mauer. Und nun er-lönte die Kommandostimme deS Leutnants, aber nicht laut, sondern gedämpft, doch mit scharser Betonung, so daß, trotz deS Höllenlärms ringsum, d.r Befehl die Rechen durchdrang bis zum letzten Mann ... In den serbischen Siellungen herrschte sieber-haste Erwartung. Was half es, daß die daheimgebliebene Beröl-kerung, die Frauen und Kinder, mit Handgranaten die durchziehenden bulgarischen Truppen empfangen hatte? Die Bulgaren drangen immer siegreicher vor, trotz deS erbitterten Widerstandes der Serben. Nun, und bei den österreichisch dentschen Armeen war Kern-men und Siegeu ja eins geworden. Es schien, als wollte der W?ltbrand, den daS serbische Volk mit dem Fürstcnmord in Serajevo entfacht, hier sein dlu-tigcs Bergeltungsdrama vollenden! Warum kam die HilsSexpedilion aus Saloniki n?cht! ? Wo bleiben die Franzosen und die Eng-länder? Diese geheime Frage ward zur bebenden Sorge. Aller Augen jagten nach Saloniki — kamen die Verbündeten jetzt nicht zu Hilfe, würde Serbien ver-loren sein. — Bei Einbruch der Dämmerung ritt eine serbi-sche Patrouille gen Nisch. Unabsehbar dehnte sich daS hügelige Waldgelände vor dcr kleinen Reiterschar, während sein, den Horizont entlang, es ausblitzte, -flammte und -zuckelte. Den übrigen voraus ritt der wilde Mikosch Rusky. Er war ein firmer Reiter und hatte sich für diese Auskundichafl freiwillig gemeldet. Vermutlich wollte er die Schlappe — sein unbegreifliches plötzliches Zagen beim Vormarsch heute — wieder gnt machen. Seinen Vorgesetzten und Kameraden a S ein finster entschlossener Soldat bekannt, halle der Mi koich diesen gefahrvollen Austrag mit einer sichtlichen Begierde ausgenommen. Und wie er jetzt an der Spitze der kleinen Gruppe in die gähnende Dämmerung hlneinsprengle, geschah eS mit einer Hast, alS fliehe eS vor elwaS, daS er zurückgelassen in de» Bergen, elwa«, daS ihn mehr schreckte, als die dunkle Gesahr, der er entgegenstürmle. Gespenster aber sühren im Dunkel ihr Dasein. Daher war e» auch nicht absonderlich, daß daS Ge-spenst ihn begleitete, mit ilnn dem Pferd die Sporen gab und gerade wie ein richtige» Gespenst, a»S jeder Gehölzgruppe, jedem dämmernngumschleierlen Ge» büsch ihn angrinste. Ha . . . ein wahnsinniges, lächerliches Hirn-gelpintt gegenüber den Strömen von Blutvergießen, die der Krieg kostete! Wieviele wehrlose Bürgersleute wurden nicht durch Luftangrisse getötet ! War daS denn nicht auch Ueberfall — Mord!? Mord!? Wo kam das Wort plötzlich her? Die Kanonen donnerten es! sie donnerte» auf Mord! Ihr Höllenlärm wirkte auf den erregten Reiter wie die Posaune deS jüngsten Gerichtes . .. Bilder geisterten an ihm vorüber .. . Grüne, romantische Gebirgseinsamkeit . . . Nur dcr Schrei der Wildkatzen wird zuweilen laut . .. oder der Fuß eine» Wilderers, der hier reiche Beute findet. Eine kleine Schar Jäger, hatte i-ch zusam-mengetan: Der schöne Vor ls, dcr war der Meliza Gonza AuSerwählter . . . ein paar ältere Nimrode und deren Freund, ein auf Besuch weilender Bulgare — ein famoser Pirschgang — die Schüsse waren gesallen . . . Und da plötzlich ... die alte traurige Geschichte ... ein Fehlschuß . . . Verzweifelt, in zügellosem Jammer, hatte die Meliza sich über den toten Geliebten geworfen, uls man ihr eine Leiche in daS HauS gebracht. Draußen at^r eine hägli^e Szene: Aschfahl im Gesicht, hatte der Bulgare die Beschuldigung abgewiesen, die der Mikojch ihm zu-geschlendert . . . Drinren war das Licht im Lustzug, der durchS offene Fenster strich, hochaufgeflackert und der Sttuhl hin über den Tote» und über die Gestalt des ver-zweifelten jungen Weibes . . . Ein Blick hinein . .. dann hatte der Mikosch sich vor die Brust geschlagen — ; Was an dunklen Leidenschasten in dieser Brust tobte, und was an wildzerrrsfenen Gefühlen ihn durchbeble, ward besiegt von dem jäh ausflammenden einen, allmächtigen Wunsch: Ruhte ich a» deS Boris Statt dort aus dcr Bahre, von ihr geliebt . . . von ihr beweint . . . Ueber da« abendliche KriegSbild fern blitzten neue Llchierscheinungen hin. In wildem ^urchein-ander, sprangen sie am Horizont aus. Ucberall krachte der Donner. Schwere Dunjtwvlke» lagen über der Landschast und vereinten sich mit der zunehmenden Dunkelheit zu düsteren Schleiern . . . Der grollende Schlachiplau schien immer wieder in die Ferne zu rücken. Unendlich dehnte sich der Weg und düster . . . und erst die plötzliche Unruhe seines PscrdcS riß die Gedanken de« jagenden Ser-den zurück. Fast gleichzeitig sprengte auch schon die ihm nachfolgende Schar heran. Ein paar Worte flogen. Mikosch RuSky parierte sein Pserd und riß den Feld-stecher an» Auge. — War es sern — war eS nah? Die Dunkelheit ließ es nicht erkennen . . . Bewegliche Schalten tauch-ten auf . . . Jetzt ein ganzer Kuäuel... Er wuchs. Und nun links ... wie dem Erdboden entwachsen, ein zweiter . . . Ha — was war da«!? Eine Salve krachte. DaS waren nicht feindliche — daS waren serbische Kugeln ! «der jetzt — jetzt! Zn wilder Folge Schuß auf Schutz I DaS war bulgarisches Blei! Wie höllische Mächte jagte die serbische Pa« trouille heran .. . Gespenster — es gab keine mehr l Leben! Zum Schlachtfeld? war die Szene geworden. Hier die Feind« im Kampf mit den serbischen Ka> meraden! Karabinrr blitzte» aus. . . Röchelnde Laut« ... Die dunklen Gestaltknknäule . . . auch die kleine Patrouillenschar . . . lichtete sich . . . Da plötzlich ein heller Schein . . . Ein deutsches Magnesiumlicht stieg langsam om Himmel aus und beleuchtete mit feiner blendenden Vollkraft momentan den Platz und die hier kämpfenden Parteien . . . Einem serbischen Soldaten war d«r Helm hrr-abgesunken . . . LchwarzeS, lockige« Haar rankte sich um ein wildschöne« Mädchengesicht ... daZ Ziel einer bulgarischen Kugel — Ein. Niederwerft» des jungen Soldaten von an-derer Hand . . . Und nun deckte ein Körper jenen ... und fast gleichzeitig zuckte er unter dem Stoß der aus ihn prallenden Kugel — ..Gesühnt . . Wie ein Hauch entquoll da« Wort dem Munde de« sterbenden Mikosch . . . während fern und nah Schuß auf Schuß dumpf und hart durch den Abend rollte . . Der Sterbende vernahm eS nicht mehr. Sein Kopf war zurückgesunken. Sein brechendtr Blick haf-lete an dem jetzt in Rotglut aufleuchtenden Himmel, haftete daran, als schaue er daS rwige Morgenrot, zu dem er «S hinllbernahm, da« Geheimnis seiner LebenÄschuld. Z)er Grenadier. Ein Grenadier Lehnt traurig schier Am Schilde»Häuschen dort. Wa» ist mit ihm? — ES beucht ihm schlimm, Daß ohne ihn sie fort. — — ,,Si« sind hinau» Zu blui'gem Strauß. Zu holen Waffenehr'. Nur ich allein Darf nicht hinein Mit meinem Schießgewehr!" „Soll Posten stth'n. Nicht Feinde feb'n. W'e bitter der Bescheid! S' Bajonett gefällt Im KawpfeSfeld Wär' yieine einz'ge Freud'!* „Was mach' ich nun?" „Läßt sich nicht« tun, Damit ich nicht vergeh' ?" 3 „Mein Herz ist schwer. Nicht längrr mehr Steh' hier ich mit dem Weh'!" ,0 Schilderhaus, Kein „G'wkhr heraus" Wust dn von mir mehr hör'»! Dafür im Feld Mriu Kampfruf gellt, D«r soll die Feinde stör'»!-- Ach Grenadier Was ist mit dir. Warum mußt du mm sterb'n? «Ich mußt allein Auf Posten sei». Das war mein ganz' Verderb'» l" . Es war nicht Flucht. Zch had' gesucht Mein tapf'reS Regiment. Ich weiß es schon, Daß Kugellohn In einer Stund bringt'S End'!" „Furcht kenn ich nicht. Schau' mir in'S G'sicht, — Ich bin ein Grenadier! Gar manche Schlacht Hab' mitgemacht Ich, — sieh' die Kreuze hier!" Es ist vorbei. — - — Von fern' Geschrei: „Pardon für'n Grenadier!" Doch tot ist tot Dort ob'n bei Gott Klopft er an dessen Tür'. — Jsii. Dämmerung. Zurückgeschlagen daS Regiment, versprengt und zerstreut in regelloser Flucht . . . Der Pulverdampf ist verßüchtigt, das Toben und Donnern der Geschütze verhall'. Ueber Tod und Leben, Sieg und Unterliegen, i'ber allen Haß und Kamps der Menschen beginrt die Nacht ihr« blauen, kühlen Schleier zu breiten. Einig« hundert Schritte vom Kampfplatz«, ver, borgen hinter einem Eilengebüjch liegt ein Mann. Der unbedeckte Kops lehnt an einem dürren Ast, halb zur Seite geneigt, bleich und verzerrt daS Besicht und die Augen geschloffen. Nur ein IcijeS, «uckweifeS Atmen verrät Leben in dem Menschen. Eine Hand ist inS wenige GraS de« Boden« verkiampst. die andere liegt aus der Brust, da wo sich die Unisorm rot gefärbt hat bi« hin zur verstaubten, zerfransten Feldbinde. Endlich öffnet dcr Mann die Augen, schwer, mühsam und macht eine leise Bewegung. Tal ei gleitet sein Lops vom stützenden Aste, daß er nun ohne Halt am Sande, am dürren Grase zu liegen kommt. Halbbewußi, suchend irrt der Blick in die Lust. Nicht« sieht er al« den abenddunkelnden Himmel über sich, die Aest« de« staubigen ErlengebüscheS und weiterhin ein Stück der endlosen Ebene in undeutlich verschleiernder Dämme,ung. Die Augen de« Verwundeten sehen »un bewußter, der Kopf wendet sich wieder sachte und ein Seufzer entsteht und verhaucht im leisen Schmerz» gestöhn. Die Gedanken beginnen sich zu formen. Er ist verwundet, ist «Dein Was ist gewesen? Die Schlacht. da» Weichen vor der Uebermacht. Die treffende Kugel . . . DaS Pfcrd ist wild mit ihm durchgegangen, da die brechende Kraft da» entsetzte und auch verwundete Tier nicht mehr zu bändige» vermochte. WaS dann? Er weiß eS nicht mehr ... Er liegt nun da, irgendwo abseits, in diesem schrecklichen FeindeSlande. Kommt denn niemand, der ihm helfe, kein Mensch? Wieder bewegt er suchend den Kopf. Ach, wie ist das schon so schwer. Der Schmerz, und das Brennen in der Brust! . . . Wie es brennt! . . .* Wasser, ist kein Tropfen Wasser da? . . . Mein Gott, muß ich hier sie» den! . . AuS weiter Ferne dröhnt eS manchmal dumpf auf, bald Heller nahe, bald weilverschwommen ... Der Kiieg ... Ein schmerzvolles Pserdegewieher l . . . Wahrscheinlich ein verwundete» Tier, sein Pferd vielleicht, daS nicht leben und nicht sterben kann, wie er selbst. Jetzt sind ja beide gleich .... Es muß ein Sumps oder ein Bach in der Nähe sein, denn eine Unke meldet sich. Uk, uk, uk . . . Dort ist Wasser . . . Wasser . . . DaS Erlengebüsch über ihm bewegt sich leise im kühlen Abendwind. Mühsam sucht er die Hand zu heben, sich einen Ast zu brechen, um ihn unter seinen Kopf zu legen ... ES geht nicht. Die Hand ist zu schwach, die Wunde schmerzt zu sehr. So läßt er den ergriffenen Ast wieder zulück>ch»ellen. Ein dürres Blatt löst sich und flattert herab aus den ruhenden Mann. Gerade ans seiner Brust kommt es zu liegen, dort, wo sonst die Orden prangen. Wieder liegt der Arme eine Weile regungSloS mit geschlossenen Augen. In seinem Hirne mögen sich nun die Gedankenbilder mit der beginnenden Fiebergewalt zu drängen beginnen. Es zuckt über sein Anllitz. Noch einmal öffnet er die Augen, noch liegt Bewußisein in dem Blick.--Dort vor ihm, am Rande der Ebene ist der Mond eben emporge-kommen. Ruhig steigt der goldige Ball höher und höher. Ueber ihn wölbt sich der nun tiesnochtdunkle Himm-l und leuchten die Sterne. Da wird daS Auge starr und abw'fcnd und der Mund beginnt wirre u verständliche Worte zu murmeln. DaS Fieber ist gekommen und hat den Mann von den Schrecken der Wirklichkeit erlöst. — Jetzt hat er alles.-- Er ist der FUbherr, der seine vielen Soldaten regiert, der mächtige, gefürchtete, auf dessen Wink sie folgen wie eine bedingungslose Mass;, vor dessen Wort sie zittern. Er ist in trauter Gemeinschaft mit seinen Kameraden . . . Sein Weib steht bei ihm und reicht ihm Was-ser, seine Kinder..... Ein Frauenname verhaucht von seinem Munde. Niemand hört ihn, niemand erwidert den Sehnsuchts- ruf mit einer Liebkosung. Nur »en Nachtwind streicht über sein heiße» fiebriges Gesicht und kühlt die trockenen Lippen . . . Ueber der weiten Welt leuchtet der milde Mondenschein und flimmern sriedvoll die ewigen Sterne. WeihnachtsZZackrezepte. Bereitung von Weihnachtskuchen. Man siebt 1 Kilo etwa« erwärmtes Mehl aus daß Kuchenbrett, schichtet eS zu einem Hausen auf. macht in besten Mitte eine Vertiefung un) schüttet in die-selbe 50 Gramm i» lauwarmer Milch aufgelöste Hefe, drei in Milch zerquirlte Eier, das Gelbe einer Zitrone, 100 Gramm Zucker, einen Kaffeelöffel voll Salz, etwa» zerstoßenen Cardamon und gestoßenen Ingwer. Nachdem man die» mit dem nötigen Mehl vermischt hat, arbeitet «an '/, Kilo etwa« -rweichte, in Stückchen geschnittene BuUer und zuletzt 125 Gr. gereinigte, etwa« «»«gequellte Corinthen und ebenso-viel gelesene und gewaschene Rosinen in den Teig, knetet ihn gut durch, schlägt ihn, bi« er Blasen wirft, läßt ihn an einem warmen Orte aufgehen, rollt ihn dann zu einem dicken Kuchen auf, den man nochmal» gehen läßt, belegt ihn mit Butterflöckchen, bestreut ihn mit Zucker und Zimmt und bäckt ihn ziemlich heiß. Vermischtes. DerverschluckteGranatfplitter. Die folgende Satire französischer KriegSausfchneiderei findet sich in einer französischen Schützengrabenzei-tung: «Glaubt mir, wa« ich sage, ist die reine Wahrheit: ich habe soeben die gefährlichste Opera-tion mitgemacht, die der Krieg überhaupt verursachen kann. Man hat mir au« dem Magen einen Granat-splitter entsernt. Und das kam so: ich war gerade im Schützengraben und aß meine MittagSsuppe, al« eine riesige deutsche Granate in unserer Nähe ein-schlug. Aber niemand von un« bekam elwaS ab. Oder vielmehr : wir merkten nicht« dergleichen. Doch zwei Tage später bekam ich heftige Leibschrnerzen. die immer fürchterlicher wurden. Was glaubt ihr, wa« geschehen? Als ich während der Explosion den Mund geöffnet hatte, um den Suppenlöffel zu lee-ren, war ein Granatsplitter hineingeflogen, und ich hatte ihn ahnungSlo» mit der Suppe htnunterge-schluckt . . ." 1 ■or-iyvj|*iX ■Vi.y,vV|Wy/X. Stummer 99 Deutsche Wacht €ttle 7 Offizieller Kriegsbecher 1914/1915 in allen Aasführungen zn den vom Kri Preisen zu haben Sei festgesetzten Franz Facchiaffo kais. u. kön. fjß Hoflieferant Niederlage: Cilli, Hauptplatz Nr. 4. Einladung zur Dienstboten^ Arankenversicherung. Die gefertigte Krankenkasse übernimmt die dem Dienstgeber nach der Dienstbotenordnung obliegende Verpflichtung, im Erkrankungsfalle eines Dienstboten für ärztliche Hilfe oder Lp'talSbehaudlulli; zu sorgen. Die Jahre-priiaiie für einen Dienstboten betrügt: a) für nur SpitalSbehandlung......... 5 K b) für SpitalSbehandlung und oijch ärztliche Behandlung (tm Haufe bei leichteren Erkrankungen.......7 K Die Dienstgeber, welche bisher ihre Dienstboten bei der gefertigten Kasse versicherten, werden eingeladen, die Versicherung für daS Jahr 1916 bis 16. Dezember I. I. zn erneuern. Erfolgt die Ksrfjcheriinfl nach dem 1. Jänner 1916, so tritt dieöfalls die 14tögigr Wariefrill für den Anspruch an die Kasse ein. Mündliche Auskünfte und Anmeldungen an Wach »lagen von 8 bis 1 Nhr mittags. Ausfuhrliche Prospelte auf Verlangen werden übersendet. SleierlniiiMie Wkskrankenklisse in Graz. Moiiiinigafle Hr. 7 früher: Krankenkasse „IZolkssckutz^ für Stciermark. Telephon Nr. 2050. Allen Bücherfreunden empfehlen wir unseren diesjährigen {jdeibnacbts-Katalog der ans #0 Stiten ein* Aaswahl in den Jahren 1914 u. 1915 'u Führer durch die W. >h .icli's ite"Unr nnd »ird grati« abg gebe . Alle wo iinmer angezeigt*« neu » Köcher un i Apparat« »ind zu gleichen Preise > auch hei > im zu h .ii eo. B. LECIiNER (Will). Müller), k. n. k. Hof- nnd UnlT.-Bnchh., Viel. Graben 31. Das edelste und modernste W eihnachts - Geschenk der Jetztzeit ist eine Kriegs-Lebens- oder Ausstattungs-Polizze des „Oesterreichischen Phönix'4. Billigst© Prämien, moderne Tarife, auch im Felde befindliche Personen können versichert werden. Bis 20.000 Kronen Kriegseinschluss des Kriegsrisikos, zahlreiche Auszahlungen und Danksagungen. Polizzenausstellung auch für Abgelehnte anderer Anstalten, veranlasst Flllalbfiro „Oesterreichischer Phönix", Graz Roseggerhans, Elisabeth in er g»8«e 2 III wo kostenlos und unverbindlich Auskünfte erteilt werden. — Telephon 3324. Ausschneiden und an obige Adresse Absenden:_ Diese Anfrage verpflichtet mich in keiner Weise. Ich bin geboren am:...................... Im Erlebensfall wünsche ich mein Kapital zum . . . Lebensjahr ausgezahlt. Welche Prämie würde ich jährlich zu zahlen haben für eine Versicherung von K.....die ich zum Zwecke der Versorgung meiner Frau, zur Aussteuer meiner Kinder, als reine Sparversicheruag abzuschließen gedenke? Welche Prämie zahle ich für eine reine Kriegsversicherung? (Nichtpassendes bitte durchzustreichen). Name............................. Stand............................. Militärverhältois (bei Kriegsversicherungen)............. Adresse............................ Besuchszeit.......................... ZI. 14507/15. Kundmachung. Durchführung der Feuerbeschau im Stadtbezirke Cilli. Es wird hiedurch zur allgemeinen Kenntnis gebracht, dass ab Donnerstag den 9. Dezember im Stadtbezirke Cilli die kommissionelle Feuerbeschau im Sinne der §§ 4 and 5 der steiermärkischen Feuerlöschordnung vorgenommen werden wird. Die Hausbesitzer werden eingeladen, die Zugänge zu den Dachböden und Kellerräumen derart bereit zu halten, damit dieselben durch die Kommissionsmitglieder ohne Verzögerung betreten werden können. Die Feuerbeschau wird täglich in den Nachmittagsstunden von 2 bis 5 Uhr vorgenommen werden. .Stadtamt Cilli, am 5. Dezember 1915. Der Bürgermeister: Dr. Heinrich r. Jabornegg. in unmittelbarer Nähe der Stadt Cilli, bestehend ans: einem Wohn-hause mit 4 Wohnungen, einer modernen Villa mit 3 schönen Wohnungen, einem Wnhnhause mit Stellungen für ein Pferd und Rindvieh, ein Bau latz und einer gut besuchten (iastwirtschaft mit Kegelbahn, Teiih- nnd Wiesejiwirtschaft ist unter sehr günstigen B dingungen in veikaulen. Der V» »kauf kann für die ganze Gruppe oder auch für einzelne Objekte abgeschlossen werden. Anzusagen bei der s'ädt. R>d'!>" o pitixufiruig zn verkanten. Die Grunzt tekt werden aueb nr-ch An*trit** ohn«' > Dezember um 7 Uhr früh nach längerem Leiden im 77. Lebensjahre ruhig und gottergeben aus diesem Leben geschieden ist. Das Leichenbegängnis des teuren Verblichenen findet am 2Nontag den d. !N. um 2 Uhr nachmittags von der Leichenhalle des städtischen Friedhofes aus statt. Die heilige Seelenmesse wird am Dienstag den ty. d. 2IT. um 9 Uhr früh in der Marienkirche in > Hernaus. al» Gattin. Dr. phil. »ran, HeraauS Olga HernauS. «eb. »och Echrqicgertochjer. Justine Hernans. Lehrerin Kinder. .. .• Oi c:- ^!. • • .y ^osef, Artur, Wcrmaua und ] Dorothea Sernaus Enkelkinder. €«te 8 Penischc Wacht )>uwwer 99 Ledöiis ^vllNUNK mit 2 Zimmern, Köche und ZugehSr ist zu vermieten. Bathausgasse 5. Wohnung bestehend aus 2 Zimmern, Kabinett und Köche, Speise und Abort, sowie Bolzlage, ab 1. 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Cilli, B.ihnhofea**«'. bis 120 cm Breite werden gelegt in der Plissieranstalt C. Bödefeldt, Marburg, Herrengasse 6. Auswärtige Aufträge schnellstens. Visiikarten Vereinsbuchdruckerei Qeleja. minderbemittelte Stadtbewohner. Bei den Firmen Ranzinger & Hönigmann Gustav Stiger Viktor Wogg Franz Zangger wird an minderbemittelte Stadtbewohner, die sich mit einer Anweisung des Stadtamtea ausweisen, Petroleum zum Preise von 54 Heller fDr den Liter abgegeben. Stadtamt Cilli. Bestellungen auf Mittelkohle werden entgegengenommen im Spezereiwarengescbäf't Milan Hoöevar8 Witwe in Cilli Hauptplatz Mr. 10. Schmer;erfüllt geben die Unterzeichneten allen Verwandten, Freunden und Sekannten die tiesbetrübrnde Nachricht, daß ihre innigstgeliebte. herzensgute Gattin, Mutter, Hchwieger-multer und Grofnnutter krau Aofesine AKasa vulgo Paulin; am 8. Dezember um '/,!! Uhr vormittags nach langem schwerem leiden, versehen mit den helligen Sterbesakramenten. im 67. Lebensjahre selig im Herrn verschieden ist. Die entseelte Hülle der teuren Verblichenen wird Freitag den IG. d. AZ. um */,3 Uhr nachmittags im Tranerhause feierlich eingesegnet und hierauf auf dem Srtssriedhvse zur ewigen Ruhe bestattet. Die heilige Seelenmesse wird am Samstag den 11. d. IB. um 8 Uhr früh in der Pfarrkirche St. Martin bei Wöllan gelesen werden. Wöllan, am 8. Dezember 1915. Franz Skasa, als Gatte. Angela Margaritella. geb. Skasa Marianne Skasa geb. Merstoschek Vrpi Lobe. geb. Skasa Schwiegertochter. Franz und Hans Skasa Ingenieur E. Margaritella Franz Lobe. Grvhgasthofbesitzer Rinder. Sämtliche Enkel und Enkelinnen. Schwiegersöhne. _A_er:zte bezeichnen «II »erti efillche» fuHrnmti«! Milkionen {(tlKtrlt, PMfffllcinian«, ge»»»en, Katarrh, (ftmcrirultn t«I», loaic «I( C«rb»nnng •rfiltunitn. Ginn Hüt. gtuiaiff« »ta OIW1» ulm ftiiMic rtiHlrtm te« filteren CrMn «»»«tl»ire»t»l>» lein. I» weckende ©onkonl. Palet » ant > 40 H Her. ®o(r «O Heller u Haben de>! Ctlo * So.. SHwifcfft tue fltoTi«. M. 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