Nr. 282. Samstag, 9. December 1893. 112. IaljlMa. Mbacher Zeitung. ««nMhr,g fi, l,/halbjährig st,^^. ssiii die gi.fiellun« le «Ullib. Zla.» erichtim täglich, «it «„«Nlchlne der Vonn- und iseleriagt Die «»»«»««r»»»»" beKnbe! sich longrelavwh «r », die Me»actto» ^ahiihnfgaNe Nl l ö sviechftunben d« Redaction von « b<« 11 Uhr v»rm stand taxfrei den Titel eines kaiserlichen Rathes aller-Lnädigst zu verleihen geruht. 5. Ee. k. und k. Apostolische Majestät haben mit ^ukrhüchster Entschließung vom 28. November d. I. dem öolloberamtscontrolor Karl Kastner in Trieft das soldene Verdienstlreuz mit der Krone allergnädigst zu ""leihen geruht.__________ Der Minister des Innern hat den BezirlsCom« "Mr Johann Supanchich von Habertorn zum ^tutlhaltereisecretär in Steiermark ernannt. 2 Der Minister des Innern hat die Bauadjuncten 7"rl Oberst und Ernst Dejak zu Ingenieuren für °en Staatibaudicnst im Küstcnlande ernannt. Kichtamtlicher Hheil. Zur Lage. Noch sind nicht vier Wochen verflossen seit dem Tage, an welchem das neue Cabinet in sein Amt getreten ist und schon darf man constatieren, dass überall, auch im Lager der ursprünglichen Geaner desselben, der Gedanke der Coalition wesentlich sich befestigt und an Boden gewonnen hat. Kein Wunder, hat sich ja doch die Leistungsfähigkeit der Coalition bisher in befriedigender Weise praktisch erprobt. Man erwäge nur, wie rasch und glatt die Landwehrnooelle im Abgeord-netenhause erledigt worden ist. Nicht als ob ein bloßes Jasagen des Parlamentes der wünschenswerteste aller Zustände wäre; alle Achtung vor gründlicher und sorgfältiger Berathung. Allein die eigenthümliche Natur militärischer Vorlagen bringt es mit sich, dass sie nicht bloh mit Ach und Weh votiert sein wollen. Soll vielmehr bei solchen Angelegenheiten der erforderliche moralische Eindruck auf In- und Ausland geübt werden, dann muss schon in der Art der Verhandlung ein gewisser Plan, eine kurze, rasche Entschlossenheit des Par-lamentes und seine Ueberzeugung von der absoluten Nothwendigkeit einer starken Wehrmacht zum Ausdrucke gelangen. Das ist erfreulicherweife auch diesmal ge-geschehen, und deshalb darf man diese erste "große me-ritorische Leistung des neuen Systems als eine glückliche Einführung ins praktische Leben bezeichnen. Im Schoße der coalierten Parteien selbst hat sich die Stimmung alsbald wesentlich geklärt. Selbst in der katholisch-couseroatioen Gruppe, in welcher die Stimme des Widerspruches am längsten und lautesten vernehmbar war, gelangen ruhigere Anschauungen zur Geltung. Man ist sich darüber klar geworden, dass die Coalition von keiner Partei ein definitives Aufgeben, ein bleibendes Fallenlassen des eigenen Parteiprogramme« verlangt, dass es sich nicht um die Abdication der Parteien handelt. Vielmehr besteht die Signatur der neuen Lage nur darin, dass die Parteien vorläufig auf die Geltendmachung einseitiger Parteibestrebungen verzichten, die trennenden Momente in den Hintergrund treten lassen und die so gewonnene Muße und Ruhe zur Förderung der materiellen Wohlfahrtsgesetzgebung ausnützen Von principiellen Verzichtleistungen ist also nicht die Rede, und diese beruhigende Erkenntnis scheint denn auch neuestens im conservativen Lager und in den Organen der Partei platz mgreifen. Allerdings feh^t es noch immer nicht an Versuchen, der Coalition gerade an diesem Punkte Schwierigkeiten zu bereiten, wie bei' spielsweise in den bekannten Aeußerungen des Herrn Dr. Maaßen, welcher den Vorwurf erhebt, die Coalition bedeute eine Neutralifation der Principien. Dafs es sich nicht darum handelt, haben wir bereits nachgewiesen. Aber Herr Hofrath Maaßen wird wohl auch daran nicht vergessen, dass es nicht bloß Parteien, sondern auch einen Staat gibt, einen Staat, dessen Bedürfnisse niemals ruhen, der regiert sein will, der einen geregelten Fortgang der Geschäfte fordert und der nach dem Abtreten des Cabinets Taaffe wieder eine stabile Regierung und eine actionsfähige Mehrheit brauchte. Diesen gebieterischen Anforderungen der Lage nun konnte eben nach allgemeiner Ueberzeugung nur durch eine Coalition der gemäßigten Parteien gerecht werden. Aber selbst vom specifischen Standpunkte der politischen Grundsätze, welche Herr Hofrath Dr. Maaßen vertritt, darf gesagt werden, dass diesen Grundsätzen am allerwenigsten durch ein Programm starrer Negation und verdrossener Opposition gedient wäre, und man darf überzeugt fein, dass diese Anschauung auch im conservativen Lager fast allseitig getheilt wird. Die Ausdehnung der Unfallversicherung. Zur Debatte über die Ausdehnung der Unfallversicherung schreibt die «Presse»: Die Bedeutung der Regierungsvorlage geht schon aus dem Umstände hervor, dass durch dieselbe, wie der Berichterstatter Neuwirth hervorhob, eine halbe Million von der arbeitenden Classe angehörenden Personen in das Unfalloersiche-rungs-Gesetz einbezogen werden soll. Diese Bedeutung erhöht sich aber noch wesentlich dadurch, das« es sich um solche Berufe, wie unter anderem um die Eisenbahn-Arbeiter, die freiwilligen Feuerwehren, die Brunnen-macher, Zimmerleute, handelt, bei denen die Unfalls-gefahr eine sehr große ist. Es erscheint also nur als ein Act der Gerechtigkeit von Seite des Staates und der Gesetzgebung, dass die Institution der obligaton-schen Versicherung gegen Unfälle auch auf diese Arbeiterclassen ausgedehnt wird. Die «Neue freie Presse» weist auf die vielfachen Momente hin, welche die Erweiterung der Unfall-Versicherung unterstützen und fördern. So falle der nicht versicherte Arbeiter, der von einem Unfälle be-troff n w,rd, der Armenversorgung anheim, und das heiß» in der Regel: seiner Heimatsgemeinde. Die Uebernahme des Unfalles auf die Betriebskosten im Weae Feuilleton. Plauderei. « * «Die Ziele der Poesie wird der Realismus nicht «noern, wie dieser und jener Führer voll kühnen Selbstvertrauens meinte. Der Inhalt des Lebens wechselt von "Nem Menschenalter zum andern, wenn auch zuweilen "" m seinen äußeren Merkmalen. Die Poesie quillt "us dem Leben, das seinerzeit ohne sie nicht bestehen ^nn sie bedingen sich. Darum vermag aber auch die 'poeste, wohl verstanden, nie etwas anderes darzustelw, a.» "" ^deal des Lebens, eine höhere Stufe, von der ^ gesehen die Dinge der Welt in einer großen "ronung zusammenhängen.» . . 'Der Odem Gottes weht heute durch die Welt ?'e allezeit. Er lebt auch in uns und facht den un-lierbllchen Funken an. die Leuchte unseres Lebens. Der 5>unke ist unerstickbar, und wie trüb, ja aussichtslos ?uwe,len uns die Gegenwart dünkt, in uns selbst liegt "e Gewähr der besseren Zukunft.» ,.«. vorstehende Sätze entnehme ich einem Buche, das "Nter den zahlreichen Werken, die der Redaction zur Mrechung znlommen, mich sowohl durch Form als Malt sowie den vornehmen Ton, der vortheilhast von Ar hämischen Art und Weise, in der Realisten und "NUrealisten einander bekämpfen, fesselte. . «Ueber Lesen und Bildung» von E. Schönmch A"elt sich dieser stattliche Band, der in gedrängter ""lze Aufsähe über die Fortschritte der neuen Dichtung und feinfühlige Ways «oer 0« hervorragendsten Realisten, unter denen besonders Henrik Ibsen reicher bedacht ist, enthält* Ich empfehle das ebenso fesselnde wie geistvolle Wert allen Theaterbesuchern, denn wie noth es einem großen Theile des Publicums thut, über das Wesen und die Ziele der Realistik ins klare zu kommen, davon hat mich die jüngste Aufführung der «Nora» überzeugt. Es ist nicht zu leugnen, dass die realistischen Dichtungen Ibsens einem gewissen Widerstände auf Provinzbühnen begegnen, doch ist dies nicht minder in Hauptstädten der Fall, da Ibsen, wie der Verfasser des erwähnten Werkes ganz richtig bemerkt, ein reflectieren-der Dichter ist; er schöpft nicht aus einem Urgrund unmittelbarer Anschauung, sondern gestaltet mit sorg° samer Ueberlegung. Es herrscht daher in seinen Dramen eine gewisse Kalte, die sich den Zuhörern, denen die Hauptb. dingung zur Aufnahme jener fehlt, mittheilt. Die Hauptbedingung ist und bleibt aber das Verständnis der Ziele und Richtung der Realistik, die gleich der Zukunftsmusik reinigend und reformierend wirkt; wir stimmen jedoch vollkommen der Ansicht des Verfassers bei, der den modernsten Realismus nur alö Uebcrgangsform der Dichtung ansieht, «dass es ihm ergchen wird, wie der Bühnentunst der Meminger, er selbst wird untergehen, aber in der Kunst der Zeitgenossen und Nachkommen tiefe, umbildende Spuren zurücklassen». * gu beziehen durch die Vuchhanblung Jg. v. Kleinmayr H Fed. Bamberg. Die Ausführung der «Nora» bringt mich auf ein neues Thema: das Gastspiel der geschätzten Künstlerin Fräulein Thcssa Klinkhammer. Ich habe bei keinem der Gäste, die uns bisher mit ihrer Kunst erfreuten, so widersprechende Urtheile seitens der Theaterbesucher wie bei diesem Gastspiele gehört. Das ist leicht begreiflich und zeugt vor allem von der Liebenswürdigkeit unseres Publicums, das im Laufe der Saison «seine Künstler», «seine Gesellschaft» ins Herz schließt und in jedem Gastspiele eine Beeinträchtigung, ja Kränkung «seiner Lieblinge» erblickt. Es wirken jedoch noch tiefer liegende Ursachen mit, die ein zweifelndes Gefühl bei den sonst genussreichen Aufführungen aufkommen lassen, und ich kann jenem Theaterfreunde nicht ganz unrecht geben, dem die juqend-frisch?, unvollendete Natürlichkeit «unserer» Künstlerinnen größere V friedigung gewährte, als das Virtuosenthum der genannten Gastin, die zur fast ausgestorbenen Species der Wandeitragöden gehört, die mit ihren Paraderollen in der Welt herumreisen. Virtuosenthum und Kunst verfolgen aber verschiedene Ziele: Dr Virtuose will in erster Linie sein Können zeigen, Effect machen, den Zuhörer blenden, wählend man dem Künstler glauben muss, er muss in die Absichten des Dichters eindringen, seinen Ideen folgen, er muss als das erscheinen, was er darstellt. Ich glaube, dass dies der Gastin am besten in der «Nora» gelungen ist, denn da hat sie sich als Künstlerin gezeigt, während ihre Virtuosität als «Lorle» mich aanz lall lieh. Laibacher Zrttung Nr. 282. 2416 9. December 18»3. der Versicherung bedeute also die Entlastung der Gemeinden von einem Theile ihrer Verpflichtungen, rücksichtlich der Armenverpflegung. Im «Neuen Wiener Tagblatt» heißt es! Sechs Jahre sind verstrichen, seitdem in Oesterreich die Un« fall-Versicherung bei den industnellen Betrieben eingeführt wurde. Die Gesetzgebung ist auf diesem Wege social-politischer Reformen nicht stehen geblieben und die Wohlthaten der weiteren, vom Staate seither durchgeführten Schutzmaßregeln kommen der Arbeiterschaft bereits überaus zustatten.....Die neueste Action auf diesem Gebiete betrifft die Ausdehnung der Unfall» Versicherung auf eine Rnhe von Beteieben, welche in dieselbe noch nicht cinbezogen ist. Die «Deutsche Zeitung» bemerkt: Die Ausdehnung der Unfall-Versicherung ist eine gerechte Forderung, cine Forderung der fortschreitenden Menschlichkeit. Auch das «Extrablatt» begrüßt die Vorlage als weiteren Ausbau der social-politischen Gesetzgebung auf das wärmste. Die «Oesterreichische Volks «Zeitung» betont, die Regierungsvorlage bedeute einen «wichtigen Schritt in der Ausgestaltung der socialen Versicherung». Das «Neue Wiener Journal» sagt: Im Abgeordnetenhanse gelangte ein Gesetzentwurf in Verhandlung, der sich als ein wesentlicher Fortschritt auf dem Gebiete der Socialreform in Oesterreich darstellt Politische Ueberficht. Laib ach, 7. December. Der AuSnahms - Ausschuss hat dem Abgeordnetenhause seine Berichte vorgelegt; der Ausschuss beantragt in dem ersten Berichte, das Haus solle die i Verordnung des Gesammtministeriums vom 12. Sep-! tember 1893 betreffend die Einstellung der Wirksamkeit der Geschwornengerichte für den Umfang des Sprengels' des Landesgerichtes in Prag zur Kenntnis nehmen. ^ Ein zweiter Bericht beschäftigt sich mit den Prager Ausnahmsverfügungen; derselbe bringt verschiedene Vorfälle in Prag, soweit dieselben der Oeffentlichkeit übergeben werden können, zur allgemeinen Kenntnis. Der Bericht wird in den nächsten Wochen auf die Tagesordnung gelangen. Ende der nächsten Woche wird nach Erledigung des Budgetprovisoriums der Reichsrath bis' in den Februar hinein sich vertagen, da die Landtage! zusammentreten werden. Die nächste Sitzung des Herrenhauses findet Samstag statt. Im ungarischen Abgeordnetenhause, verwies in der gestrigen Sitzung vor Uebergang zur Tagesordnung Abgeordneter Otto Herman darauf,^ dass die Huldigung für den Erzherzog Josef erst am^ Schlüsse der Sitzung stattgefunden habe, wo er und seine Parteigenossen bereits abwesend waren und daher an der Huldigung nicht theilnehmen konnten. Er hole^ das Versäumte nunmehr nach, indem er sich der Anerkennung für den Landwehr-Obercommandanten anschließe und dem Wunsche Ausdruck gebe, dass die gött« ^ liche Vorsehung ihm Glück und Segen verleihen möge. > (Lebhafter Beifall.) — Es wird sodann die Budget-^ Debatte fortgesetzt. Beim Titel «Dispositionsfond, er-' klärt Abgeordneter Pazmandy, die Opposition habe der Erhöhung dnser Post in der Hoffnung zugestimmt, dass der politische telegraphische Informationsdienst nach dem Auslande direct von Budapest aus erfolge. — Ab«, geordneter Vajay greift die officiöse Presse an. — Der ^ Ministerpräsident trat der Insinuation entgegen, als ließe er den Dispositionsfonds zu Parte'zwecken verwenden und fagt, «Nemzet» sei ein Organ der liberalen Partei und nicht ein solches der Regierung. Die betreffende Post wird votiert. Das Budget des Ministeriums a laters wird sodann nach kurzer Debatte unverändert angenommen und jenes des Finanzministeriums in Verhandlung gezogen. Die Debatte wird sodann auf heute vertagt. Die Arbeiten des deutschen Reichstages weisen trotz der verschiedentlichen Missstimmungen einen guten Fortgang auf. Das Eintreten des baierischen Finanzministers Dr. Rirdel für die Stempel- und Tabaksteuer hat die Debatte auf das sachliche Gebiet geführt, und es ist jetzt schoit anzunehmen, dass von ernsthaften Schwierigkeiten nur in Ansehung der Weinsteuer wird gesprochen werden können. Fordellich ist es, dass das Centrum nunmehr erhöhte Bereitwilligkeit zeigt. Die italienische Ministcrkrisis hat noch immer keine endgiltige Lösung gefunden. Da die Haupt-schwierigknten der politischen Lage gegenwältig im Zustande der Finanzen liegen, so war das Finanz Porte-feuille am schwersten zu vergeben und hat auch bis jetzt noch keinen Inhaber gefunden. Ist das neue Ministerium zustande gebracht, so wird der erste Kampf vora ssicht-lich der Neubesetzung des Kammerpräsidiums gelten, für welches Herr Ianardelli seinen stüheren Cabinets-chef Crispi vorschlägt. Durch die gestern in der französischen Abgeordneten-Kammer erfolgte Präsidentenwahl, welche auf den gewesenen Ministerpräsidenten Dupny und nicht auf wssen radicalen Amtsvorgänger Br sson siel, erscheint dm Pariser Blättern die Stellung des neuen Ministeriums, welche sie durch den Ausgang der vorgestrigen Amnestie-Debatte als etwas gefährdet an« gesehen hatten, wiederum mehr befestigt. Die Session der Kammern wird am 21. d. M. geschlossen werden. Die Ferien dauern bis 9. Jänner. Tagesneuigleiten. — (Die Vermählung der Prinzessin ElisabethvonBaiern.) Wir lesen in der Münchener «Allgemeinen Zeitung»: Aus Genua wird der »Cor-respondenz Wehstein» mitgetheilt, dass daselbst am 3.d.M. vormittags die Vermählung der Prinzessin Elisabeth von Vaiern, der ältesten Tochter des Prinzen Leopold, mit dem königlich baierischen Secondelieutenant Otto Freiherrn v. Seefried auf Vuttenheim stattgefunden hat. Die Eltern des jungen Paares waren dabei anwesend. — (Selb st Mordversuch eines Officiers.) Aus Wiener-Neustadt wird gemeldet: Lieutenant I. Lang vom zweiten Dragoner-Regiment, der dem Fcchtcurse an der hiesigen Akademie zugetheilt ist, hat in selbstmörderischer Absicht einen Revolverschuss gegen sich abgefeuert. Der unglückliche Officier ist lebensgefährlich verletzt. — (Ein neues Theater in Graz.) Man meldet aus Graz vom 4. d. M.: Zur Berathung der Frage der Errichtung eines neuen Theaters in Graz hat die große Enquete heute eine Plenarsitzung abgehalten, in der beschlossen wurde, das Theater auf den Ioanneums« Gründen zu erbauen. — (Cin Str ab ivarius « Violoncell), welches im Vesihe Karl IV. von Spanien war und von einem Herrn Batta 1836 zu 7500 Francs erworben wurde, ist jüngst zum Preise von 60.000 Franc« durch Herrn Hill, den bedeutendsten Instrumentenmacher England?, angekauft worden. — (Zwei Frauen zum Tode verurtheilt.) Man meldet aus Lemberg, 4. December: In Kolomea wurden die Bäuerin Anna Wolanska wegen Erdrosselung des eigenen Mamies sowie ihre Mitschuldige Parasla RoSzlo zum Tode, die mitschuldige Tochter des Ermordeten in Berücksichtigung ihr« Jugend zu neun Jahren Kerler verurtheilt. — (Das Aluminiumschiff.)AusPariswtrd gemeldet: Die Aluminium-Industrie feiert einen großen Triumph. Das erste aus diesem Metall verfertigte Schlss wird in See stechen. Der junge Graf Chabonies hatte den Einfall, das Aluminium auch für die Seefahrt zu verwenden. Seine Zehn-Tonnen-Iacht «Vendenese» ist fertiggestellt und wurde in Gegenwart einer zahlreichen Menschenmenge in Saint Denis vom Stapel gelassen. Gras Chabonies wird auf der Nluminium-Yicht «Vendenese», die ihn 50.^00 Francs gekostet hat, eine größere Seefahrt unternehmen. — (Folgen des Aberglaubens.) Au« Rap-poltsweiler, 1. December, berichtet man der «S'rahburg« Post»: Eine wohlhabende Frau aus einem Nachbarorte hätte gerne gemusst, wie alt sie werben wü'de, und hatte gehört, das« dies vom Kuckuck im Tannenwalde zu erfahren sei. Es wurde ihr gesagt, sie müsse diesen Vogel nur laut anrufen und so viele Jahre hätte sie noch zu leben, als der Vogel mit seinem Ruf antworten würde. Die F^au gieng in den Wald und wurde durch emen SpassvcMl mit fünf KuckucksrufsN beschieden. Die abergläubische F'au. die nicht wusste, dass der Kuckuck elN Wandervogel und deshalb in dieser Jahreszeit gar nM mehr bei uns ist, erlältete sich auf dem Wege, mach« sich aber nichts daraus, weil sie nun auf noch fünf Iah" Lebensfrist rechnete! Die Aermste bekam Fieber, verweigerte aber alle ärztliche Hilfe und im Todeslamp»e noch hob sie die filns Finger in die Höhe, um zu ze'gen, dass sie noch so lange leben müsste. Sie büsste aver ihren Gang in den Wald mit dem Leben — (Zur Vlutthat am Bollert.) Da« «"' finden des aus der Mosetig'schen Abtheilung im allgemeinen Krankenhause darniederliegenden Omnibuslutschers I"te weist leine wesentliche Aenderung auf. Sein Zustand W höchst bedenklich, jedoch nicht absolut, hoffnungslos. «" der Wiederherstellung seiner Geliebten, Maria SM«, die sich bereit« außer Gefahr befindet, ift nicht zu zwe»l"N. Zustellung gerichtlicher Erledigungen. Im Einvernehmen mit dem Justizministerium h« das Handelsministerium inbetreff der Zustellung ge"^ licher Erledigungen im Postwege an Parteien eine « ordnnng erlassen, welche in der Hauptsache folgende «e sügungen enthält: , ,: In Hinlunft werden die Gerichtsbehörden 3"""° Kategorien von Rückscheinen für ihre im Postweges Parteien zu befördernden Erledigungen verwenden. Rückscheine der ersten Kategorie werden auf blauem «n für Gcundbuchssachen auf gelbem Papiere, dieRückiMu der zweiten Kategorie auf weißem Papier gedruckt, richtliche Erledigungen, welche von blauen oder g" Rückscheinen begleitet sind, dürfen nur zu eigenen Hano des Adressaten oder — wenn derselbe in seiner Woynu.« oder in seinem Gcschäfts-(Kanzlei-)Local nicht ""?""" werben sollte — seines zur Empfangnahmegenchmu^ Ungemein lehrreich ist die Wandlung der Geschmacksrichtung unseres Publicums in Bezug auf das leichtlebige Operettengenre. Während man in früheren Jahren " die Operette als Hauptstütze jeder Theaterunternehmung! betrachtete, gehört heute eine gute Dosis Muth zu^ jeder Inscenesehung, auch der allermodernsten Operette, i Der Appetit wächst mit dcm Essen und die Ansprüche > mit dem Gebotenen; ob die Erneuerung und Bekannt«! schaft mit der Oper edleren Stiles, ob die Nichtig« leit der Erzeugnisse der letzten Jahre auf dem Gebiete der Caricaturop^r daran schuld sind, ob die Kritik' dazu beigetragen hat, das Gefallen an dem seichten ^ Genre der Operette zu schwächen, wollen wir hier nicht! untersuchen. Wir sehen jedoch durchaus leine Wendung! zum Vesseien, insolange gute Aufführungen von guten! älteren Opern leere Häuser erzielen und nur exotische! Gewächse von der Art des «Bajazzo» oder der «Ca< valleria» ziehen. «Vor leeren Häusern», trostloses Wort, Schreckgespenst der armen geplagten Directoren! Wie oft höre ich hierüber die bittersten Klagen, wie oft verlautet die Prophezeiung des nahenden Unheils in der zukünftigen Gestalt gelegentlicher Argonauwifahrten geldlüsterner Gastspieltruppen, und so mancher meint, dass über kurz oder lang das ständige deutsche Theater zu den schönen Erinnerungen gehört haben wird. Allen Schwarzsehern und Uebelwollenden, die vielleicht den Untergang der Bühne heimlich und offen herde^ehnen, sei zur Beruhigung versichert, dass es voch lange nicht ^o weit ist. Die slovemsche und die deutsche ^heatlrgejellschasl lebt und wirlt in ungetrübter Em-trachr m emem schonen, gemeinsamen Heim, das Pu< blicum bringt den Vorstellungen beider Gesellschaften ^das liebenswürdigste Wohlwollen entgegen und freut "sich jedes Erfolges, sei es auf dieser oder jener Seite; !von höchster Bedeutung ist jedoch die wahrhaft veredelnde und bildende Macht einer ihren erhabenen ^Zwecken entsprechenden Bühne, und diese Bedeutung 5 steht so außer allem Zweifel, dass wir es kaum nöthig l haben, uns des weiteren darüber zu verbreiten. Schließlich ist das Theater nicht nur ein dem leichten Amüsement gewidmetes Unterhaltungslocal, sondern immer und immer wiedcr die Bildungsstätte. Wandertruppen sind einfach bei dem ausgebildeten Geschmacke, bei den ! hohen Anforderungen des Publicums in Laibach un« ! denkbar, und — besser gar kein Theater als ein ! schlechtes. l Uebrigens geht es anderswo mit dem Theaterbesuch auch nicht besser, im Gegentheil viel schlechter. Man lese die Berichte der «Klagenfurter Zeitung», der mildeste spricht von «gähnender Leere», von «der Unzufriedenheit des Publicums» u. dergl. m. Und trotzdem behauptet sich ein und derselbe Theaterdircctor dort seit sechs Jahren, ja, erfreut sich allgemeiner Beliebtheit. Geduld, Muth, Ausharren und Hoffnung auf Vesser-werden: das seien die Schlagworte nicht nur für die Unternehmung, sondern auch fürs Publicum! In jeder Beziehung Erfreuliches und Ersprießliches ist von den Wirken unserer beiden Musikinstitute, der altehrwürdigen philharmonischen Gesellichast und dem jungen Musikoereine, der «Glasbena Mutica», zu berichten. Bnde arbeiten unermüdet auf dem Gediete der Kunst, streben die höchsten Ziele an, und es wird kaum eine zweite Stadt von der Bedeutung Laibachs zu finden sein, die eine solche Fülle von ausgezeichnete musikalischen Veranstaltungen auszuweisen hat. "^ hier stellt das Publicum die höchsten AnfoideruMn, denen in jeder Beziehung entsprochen wird; oomm die philharmonische Gesellschaft durch ihre aus Y"y Stufe stehenden instrumeutalen Aufführungen, !o ^ die «Glasbena Matica» Vollendetes in khv'we" . daher jede Geschmacksrichtung ihre Rechnung sinoel. Die Concurrenz auf künstlerischem Gebiete, Wettstreit um die Palme der Kunst 'st ".A " ^ Nachtheilen doch anderseits von nicht zu unterMY" idealen Wert, denn die Kämpfer werden zu />" ^' ^ Leistungen auf dem edlen Gebiete angespornt, durch die stetig wachsenden Ansprüche auf dem ^ der Kunst wird das große Bildungsbedürfnis der yr wachsenden Jugend befriedigt. NorlonlM- Mir kommt gar häufig bei manchen ^" ». nissen, bei der unrichtigen Auffassung, dle"" sachen herrscht, der Ausspruch emes ^"""«8 .^5 Wkner Kritikers in den Sinn, den er an aM^ Berichtes über die Erfolge der künstlerischen ^^ verschiedener Nationen während der Mustl- u"0^" ^ auöstellung niederschrieb: «Bei Beurtheilung von ^ werken kann nur ein Standpunkt "aßFbeno " -^ künstlerische. In einer reineren, freieren AtnwW" ^„, üb^r dem Alltagsgetriebe mit seinem ZwM un" v ^ waltet die KlU.st.' Wche der Beschränktet, w^ ^ dahin nicht aufzuschwingen vermag. Das >Mei !^ ^r dis gnte Rlcht der wahren Kunst Wd "ya° . ^n jede geselljchastliche M inungsoerschledeiih^t u ^r-liolili'schen Zwist, und die wahre Liebe zur "" ^ bindet alle Culturvölter.» l^achl-r Zritunst N» 288._________________________________________2417______________________________________9 Dem«^ 1893. Erledigungen rechtsgiltig Bevollmächtigten zugestellt werden, deren legalisierte Postvollmacht beim Postamte hinterlegt worden ist. Gerichtliche Erledigungen, welche von weißen Röckscheinen begleitet sind, dürfen in dem Falle, wenn der Adressat in seiner Wohnung oder in seinem Geschäfts-. (Kanzlei«, Gewerbs-)Local nicht angetroffen wird, znnächst dem etwa durch eine Postvollmacht zur Empfang.iahme gerichtlicher Erledigungen bestellten Bevollmächtigten zugestellt werden. Ist jedoch ein solcher Bevollmächtigter nicht bestellt oder wird derfelbe gleichfalls nicht angetroffen. !° dürfen von weißen Rückscheinen begleitete gerichtliche Erledigungen an einen in der Wohnung des Adressaten befindlichen erwachsenen, zur Familie oder zum Haushalt des Adressaten gehörigen Hausgenossen bestellt werden, vorausgesetzt, das« das Zustellungsorgan diese Person °ls Familienangehörigen, Hausgenossen oder Bediensteten des Adressaten lennt. Desgleichen lann für Personen, Welche in ihrem Gcschästs-(Kanzlei<)Local oder an der Stätte ihres Gewerbebetriebes nicht angetroffen werden, die Zustellung an eine der daselbst anwesenden erwachsenen Personen geschehen, von welchen das Zustellungsorgan Wiß, dass dieselbe zur Familie des Adressaten getM °der in dessen Geschäft (Kanzlei) oder Gewerbe be-dienstet ist. Gerichtliche Erledigungen, drren Zustellung zu eigenen Handen des Adressaten das absendende Gericht dadurch angeordnet hat, dass es auf der Adresse oder auf dem blauen, beziehungsweife gelben Rückscheine den Vermerl: 'Nur a« die Perfon des Adressaten», «Zustellung an «nen Bevollmächtigten ausgeschlossen» und dergleichen beifügte, dürfen ausfchließlich nur zu eigenen Handen des Adressaten und in keinem Falle an irgend el„e andere Perfon, daher auch nicht an einen sonst zur Elnpfangnahme gerichtlicher Schreiben Berechtigten bestellt werden. _ Diese Verordnung tritt mit 1. Februar 1894 in «lirlsamleit. Local- und Provinzial-Nachrichten. . * (Philharmonische Gesellschaft) Die längste Anregung zur erhöhten Pflege der Gelegenhelts-"".sil. d. h. zur Veranstaltung von Liedertafeln, die zugleich der Geselligkeit dienen und in der Jugend Lust ""d Liebe zu höheren Aufgaben erwecken follen, ,st auf Achtbaren Boden gefallen, denn die philharmonische Gc-'lllschast veranstaltete vorgestern neuerlich einen Familien-"bend im Saale der Restauration «Stadt Wien», der °en schönsten Verlauf nahm. Das Stimmenverhältnis bei °"" stattlichen Männerchore ist nunmehr günstig und °"ch die kräftigen Stimmen der ersten Tenore angenehm "Merkbar. Aus dem Liederschätze des Vereinsarchivs hatte "°n wirkungsvolle Chöre gewählt, die mit jugendfrischem Schwünge und schöner Tonschattierung unter der bewährten "itung des Musildirectors Zöhrer vortrefflich vorgetragen wurden, wohlverdienten stürmifchen Beifall fanden und öumeist wiederholt werden mufsten. Der Chor lieferte in ^'ner jetzigen gufammenfetzung den untrüglichsten Beweis, °?'s er schweren und ernsten Aufgaben gewachsen ist und ?'cht nur in der Romantik der Männerchor-Programme Zwelgln, sondern auch als Hauptfactor des gemischten ^°res dem Ruse seiner ausgezeichneten Führer freudig «?> leisten und die klassischen Traditionen unseres be-luhmten, ältesten Musilinstitutes hochhalten wird. Aus s ^lrlichste wurden die Leistungen des Männerquartettes ^Nl"ßt. das über prächtige und gut geschulte Stimmen °"'ügt und reizende Nummern mit Verständnis und vor-^nem Vortrug brachte. — Gestern sand cine außer- ordentliche Generalversammlung der philharmonischen Gesellschaft statt. Die Versammlung beschloss einstimmig, behufs Deckung der restlichen Baukosten und Planierung des Deficites die Direction zur Aufnahme eines Darlehens von 5000 Gulden bei der krainifchen Sparcasse zu ermächtigen. ^. — (Slovenifches Theater.) Die vorgestern vor ausverkauftem Haufe stattgefundene Erstaufführung des «Nachtlagers von Granada» erfreute sich eines sehr großen Beifalles und lann ohneweiters zu den hervorragendsten Opernvorstellungen in der laufenden Saison gerechnet wcrden. Bei der vortrefflichen Besetzung der Haupt-partien und den anerkannt tüchtigen Leistungen des Chores ist es eigentlich selbstverständlich, dass das slovenifche Publicum den Opernvorstellungen ein reges Interesse entgegenbringt; nun erscheint uns dasselbe umso berechtigter, wenn das Repertoire, wie in diesem Falle, eine neue und wertvolle Bereicherung erfährt. Hinsichtlich der Ausführung müssen vorerst Fräulein LMnöka, die durch Ueberreichung eines prachtvollen Bouquets geehrt wurde, und Herr Nolli in der anerlennendsten Weise erwähnt werden. Fräulein Leikinska besitzt, wie wir dies aus ihrem ganzen bisherigen Auftreten entnommen, ein ungemein feines Spttl, das sich der jeweiligen Seelenstimmung getreuest anschmiegt; die Art und Weise ihres gesanglichen Vor-träges zeugt überdies davon, dass die Künstlerin mit Leichtigkeit auch anstrengendere Partien, wie es jene der Gabriclle ist, zu meistern versteht. Wir bemerkten in der letzten Vorstellung nicht die geringste Ermüdung ihrer prächtigen Stimme. Genauest dasselbe muss Herrn Nolli nachgerühmt wcrden, der die dankbare Rolle des Prinzen mit der Sicherheit eines vorzüglichen Sängers und Darstellers beherrschte und mit seiner weichen, klangvollen Stimme das Publicum wiederholt zu lauten Beifallsbezeigungen begeisterte. Alles in allem: die Leistungen d-r beiden Haupt-Personen verdienen sowohl in gesanglicher als schauspiele> rischer Hinsicht als hervorragend bezeichnet zu werden. Etwas weniger gefiel uns dieSmal Herr Venei, denn wir erhielten den Lindruck, dass ihn seine Partie besonders dem Schlüsse zu fichtliche Anstrengung kostete. Weises Maß» halten und verständige Schonung seiner beträchtlichen Stimmittel Wäre dem sonst tüchtigen Sänger entschieden anzu« empfehlen. Die übrigen kleineren Rollen erfuhren durch die Herren Perdan. Rus und VaZiiel eine zumeist brave Wiedergabe, desgleichen wurden die Leistungen des imposanten Thores und des Orchester« seitens des Publicums nach Gebür gewürdigt. Wir fügen zum Schlüsse noch hinzu, dass das Einstudieren der Oper eine verhältnismäßig kurze Zeit erfordert hatte, wofür dem Dirigenten Herrn Gerbic volles Lob gezollt werden möge. Der dramatifche Verein hat die Übersetzungen des Librettos in Druck erscheinen lassen, ein Schritt, den wir vollends billigen, nur dünkt uns die Uebertragung nicht überall fliehend genug zu sein. —Q— — (Vom Eislaufvereine.) Einen ebenfo unmuthigen wie fesselnden Anblick gewährt ein Besuch unserer prächtigen Eisbahn; da stürmen Hunderte kühner Läufer und Läuferinnen auf stahlbcschwingten Sohlen die fpiegelglatte Eisfläche hinab, dankbaren Herzens des grimmen Altgefellen gedenkend, dessen rauher Hauch den Freunden des Eissportes so nützlich und angenehm ist. Man sieht jedes Alter und Geschlecht, jeden Stand aus dcm Eisplahe vertreten, der in dieser Beziehung thatsächlich nicht nur «ausgleitenb», sondern auch «ausgleichend» wirkt, kann ebenso die neuesten Wintercostüme bewundern wie die Gewandtheit eleganter Läuferinnen und die Fröhlichkeit lustiger Kinderscharen. Die Eisbahn ist ' heuer ungemein stark frequentiert, und sind bis zum heutigen Tage bereite 100 Mitgli-der mehr als im vorigen ^ayre zugewacy,en. — Alle lehr die Klänge der Mufil die Fröhlichkeit auf der Eisbahn erhöhen, bewiesen die Concerte in den vergangenen Jahren, und sie werden uns auch heuer den Beweis hiefür nicht schuldig bleiben. Das erste Militärconcert findet morgen um halb 12 Uhr vormittags statt, vorausgesetzt, dass fich die Witterung dem schönen Sporte ebenso günstig wie bisher zeigt. — (Ueber die günstigste Zeit zum Schlagen der Bäume.) Wenn das jährliche Wachs« thum eines Baumes im Sommer abgeschloss-n ist, so hört deswegen die Nahrungsausnahme und der Safttrieb noch nicht auf, aber die aufgenommenen Nährstoffe werden in den allerlleinsten Hohlräumen des Gewächses als Vorrath für den Wuchs des nächsten Jahres hinterlegt, und zwar in fester Form, z. V. als Stärke. Auch die Blätter geben zum Theil die besten Nährstoffe, bevor fie absterben und dem Stamme abfallen. Im December bis tief in den Jänner hinein ruht der Safttrieb, und um diefe Zeit foll man die Bäume fällen, weil fie am gehaltreichsten, daher gegen Verwesung am widerstandsfähigsten sind. Dies ist insbesondere beim Bauholz zu berücksichtigen, da ein zur rechten Zeit gefälltes Bauholz zwei- auch breimal länger hält, als wenn selbes im Sommer geschlagen wird. —o. * (Unglücksfall auf der Eisenbahn.) Ge-stern nachmittags wurde der Maschinenpuher der t. l. priv. Südbahngesellschast Georg Dittinger aus eigener Unvorsichtigkeit in der hiesigen Station beim Verschieben einer Maschine von derselben umgeworfen und am Kopfe fchwer verletzt. Dittinger wurde in das hiesige Tivilfpital transportiert und von diesem Vorfalle dem hiesigen k. k. städtisch'delegierten Bezirksgerichte die Anzeige erstattet. —r. *(Religion5ftörung.)«lm 8. b. M. störte der Inwohner Johann Pirnat aus Kröpft im politischen Bezirke Nadmannsdorf in angeheitertem Zustande den Nachmittage-Gottesdienst in der Pfarrkirche, so dass er über Aufforderung des Priesters gewaltsam aus der Kirche entfernt werben musste. Hievon wurde dem l. l. Ve-zirlsgerichte in Radmannsdors die Anzeige erstattet. —5. — (Die Triefter Handele- und Ve-werbelammer an den Handelsmini fter.) Am 29. v. M. richtete das Triefter Handelskammer-Präsidium an den Herrn Handelsminister folgende Depesche: «Excellenz Graf Wurmbrand, Sr. Majestät Hanbels-minister. Wien. Die von Eurer Excellenz im hohen Ab-geordnetenhause ausgesprochenen, überaus gewogenen und vielversprechenden Iusicherungen zugunsten dieses Reiche-Hafens begegneten bei dieser Handelsvertretung großer Befriedigung und dankbarster Anerkennung, welche, persönlich innig zustimmend, infolge einmüthigen Sihungs-befchlusses hiemit zum Ausdrucke zu brmgen fich beehrt der Präsident Reinelt.» — Se. Excellenz der Handeleminister Graf Wurmbranb beantwortete die Depesche mit folgendem, an Freiherrn von Reinelt gerichteten Danl« schreiben: «Hochwohlgeborner Freiherr! Für die namens der Handelsvertretung Triefte auf telegraphifchem Wege mir kundgegebene freundliche Gesinnung bitte ich Euer Hochwohlgeboren meinen verbindlichsten Dank mit dem Beifügen entgegenzunehmen, bafs ich der Hebung und Förderung der Interessen Triefte, als unseres wichtigsten Hafenplllhes, stets die lebhafteste Nufmerkfamleit zuwenden werde. Genehmigen Euer Hochwohlgeboren den Ausdruck meiner ausgezeichneten Hochachtung. Wien, am 1. December 1893. G. Wurmbranb.» — (Ernennung.) Dem Ober - Poftcontrolor Leopold Konstantin in Trieft wurde die Ober.Poft-verwalterstelle l>eim dortigen Hauptpostamte verliehen. Eine Großglockner (3757 m). Von Joses Vesel. IV. li« . ^e Erzherzog-Iohann-Hütte auf der Adlersruhe M m einer Seehöhe von 3463 Meter, ist aus Stein , gebaut, besitzt eine Küche, welche zugleich als Speise-! "um dient, mit Sparherd und Flafchenkeller. und^ U'Schlafrämne mit einem Belag von 22 Netten.! 3,ue Räume sind in Holz getäfelt und ganz trocken, i ,7'e Hütte wird bewirtfchaftet und bietet Bequemlich-, Uen. die man in dieser Höhe gewiss nicht erwartet, ""e möglichen Suppen- und ^ ,?.'"' Thee, Kaffee, Rum und Cognac lc. ,st h'erj Mtkch. Täglich kommt ein Mann mit Proman von^ ""s /ur Studlhütte. der zweite von der Stüdlhutte ^ Adlersruhe, so dass es nie an dem Nöthigen M. Ml Weiber und ein Mann führen die Wirtschaft "lhen und bedieneu die Touristen. Auch Brot mrd ""n gebacken. a.tt ^ Pickel wurden vor dem Haufe in den Schnee j a?.3' zu mehreren fchon vorhandenen, die Steigeisen^ Mchnallt und der Schnee abgefchüttelt. Be«m Eui-^ '"" 'n die Küche fanden wir bereits vier Touristen, er^ «benso viele Führer vor, Gruß und Gegengruß Mo«, und alsbald saßen wir auch schon am Tische. ^ behagliche Gefühl, welches einen nach emem so ."Mengenden Marsche in der Schuhhütte überkommt, "Nt nur der Tourist Wie schmeckt ihm die ein- gelochte Suppe, ob Chiger oder Erbswurst, die Fleisch-conserven und gar Flaschenbier oder Wein. Und nach dem Stilleu des Hungers und Durstes die anregende Unterhaltung zwischen Führern und Touristen, die auch bereits tüchlig im Latein bewandert sind. Unsere Gesellschaft bestand aus zwei italienifchen Herren aus Mailand, einem äußerst ulkigen Berliner, ! einem älteren Herrn aus Hamburg und fünf Führern, ! darunter der bekannte Pichler. Ohne gegenseitige Vorstellungen, weil in den Bergen nicht üblich, entspann i sich eine fehr rege Conversation. Die beiden Italiener > kamen aus den Dolomiten und fchilderten uns die Be-! steigung des berüchtigten «Cimone della Palla». Der > Hamburger erzählte über Schweizer-Touren, der Berliner ! fchnitt in einer Weife auf, dafs alle lachten, und Pichler 'malte in breiter Weife aus, wie die Expedition zur Aufsuchung Pallavicim's und seiner Begleiter verlief uud wie es ihm im letzten Moment, als sie fchon zurückwollten, gelang. Pallavicini's Leiche mit dem Fernglas zu entdecken und mit vieler Mühe zu bergen. Acht Uhr war längst vorbei, da gieng auf einmal l die Thür auf und herein traten unsere drei führer» ! losen Touristeu müde, aber sonst in bester Laune. Der 'erste von ihnen war ein kleiner untersetzter, breitschul' teriger Mensch mit wetterfesten, gebräunten Zügen, energischem Gesichtsausdruck und äußerst unternehmend funkelnden Augen: der Typus eines tüchtigen Touristen. ^ Seine Kleidung zeigte von vielfachem Gebrauch, ebenso feine Ausrüstung. Den beiden anderen sah ma» an den Kleidern und am Gehaben den Neuling an Wir befragten s,e über ihren Weg. auch Vorstellungen wegen chres Leichtsinnes wurden gemacht; der Typische er. klarte jedoch, semer Sache ganz sicher zu sein. Alle dre» nahmen nur Suppe zu sich und giengen gleich schlafen. " ^ Die alte Liesel erzählte uns. dass öfter so ein- same Touristen führerlos in die Ablersruhe kommen stch kaum eme Suppe gönnen, in den Führerbetten schlafen und auch die Spitze allein besteigen. Ez seien dies meistens arme Leute, die sich einen Führer nicht Ä i" können; Nlpmisten aus Enthusiasmus, welche sich d,e Schönheiten der Alpenwelt nicht versagen wollen Naturlich entwickelte sich ein Gespräch üb« führerlose Touren lc. mit den verschiedensten Mei- nungen. ' "" ,. So vergieng der Abend in bester Laune trokdem ie Windsbraut draußen einen ordentlichen Tanz ^au^ suhre und an den Fenstern rüttelte. Es w^r bereit« Mitternach vorüber, als wir zur Ruhe giengen Mit dem Schlafen m den Schuhhütten ist es eine milslick, Sache; der Mangel au Leintüchern, in ö ge Wn man stch nur halb ausziehen kann. die rauhen KotM die meist arg zusammengelegenen Matratzen, endliä! d,e ungemöhnllche Situation lassen die weniaNen "ne" rechten Schlaf finden, selbst be großer Gr" ""dung "icht. Ic'ne sehr seltenen Touristen? die even tu'll auch im Freien bei Regen sehr gu schlafen snd selbe findet während der kalten Jahreszeit in dem geheizten Gemeindesaale des Pfarrhauses statt. * (Deutsches Theater.) Die dritte Aufführung des «Bajazzo» fand gestern ein nahezu ausuerkauftes Haus, und es schloss sich die Wiedergabe würdig den beiden ersten Vorstellungen an. Der Erfolg des geistvollen Werkes steigert sich, wie wir vorausgesagt, von Abend zu Abend, denn das Eindringen in die Details der Schönheiten erfordert ein mehrmaliges Anhören der Oper. Der Oper gieng der Schwank «Nur zwei Gläschen voran», in welchem Herr Mondheim durch feine bewährte Komik das Publicum zu lauten Heiterleits- und Beifallsstürmen hinriss. Er fand in Fräulein Ienbach und Herrn Pfann wirksame Unterstützung. Heute wird «Der Bajazzo, zum viertenmale gea/ben. Die Einleitung des Abendrs macht das beliebte «Versprechen hinterm Herd» von Vaumann. — (Jagd.) Am 8. December fand im Lengenfelder Neviere der Herren O. Vamberg und V. Galls eine Jagd auf Gemsböcke statt. Nn derfelben betheiligten sich auch der Herr Landespräsident Baron Hein und Seine Excellenz der H<>rr Feldmarfchall-Lieutenant Freiherr von Nlbori. Es wurden drei Gemsböcke zur Strecke gebracht, und dürfte die Nachfuche noch zwei Gemsböcke ergeben. — (Schulerweiterung,) Die Volksschule in Reifen, politischer Bezirk Radmannsdorf, wird zu einer zweiclassigen erweitert. —c». — (Cur - Liste.) In der Zeit vom 30. November bis 6. December And in Abbazia 95 Curgäste an-grlommen. Neueste Nachrichten. Einberufung der Landtage. Die gestrige «Wiener Zeitung» veröffentlicht das Allerhöchste Patent vom 6. December, wonach die Landtage von Oesterreich unter der Enns, Steiermark, Mähren, dann von Görz und Gradiöka für wn 19ten December 1893, die Landtage von Böhmen, Krain und Schlesien für den 28. December 1893, dir Landtage von Oesterreich ob der Enns, Istrien und von Tnest mit seinem Gebiete für den 3. Jänner 1894, und die Landtage von Dalmatien, Galizien und Lodo-merien mit Krakau, Salzburg, Kärnten, Bukovina und Vorarlberg für den 10. Jänner 1894 in ihre gesetzlichen Verfammlungsorte einberufen werden. 3itzung des Abgeordnetenhauses vom 7. December. Im Abgeordnetenhaufe des Reichsrathes wurde die Vcrachuna. des G fehentwurfes betreffend die Aus- H"°ä °nd"«W^"'° '«'«"">'' weh«»««. !r Der Regierungsvertreter Ministerialrath Dr. Hard z» bekämpfte den Antrag des Abgeordneten Dr. Luege lf bezüglich Aufrechterhaltung des Haftpfl wiesen. — Der Gesetzentwurf betreffend den Bau der ' Bahn Halicz - Ostrowo wurde fodann in zweitrr und ; dritter Lefung angenommen. Zum Schlüsse der Sitzung z wurde von der Regierung eine Vorlage, betreffend die . provisorische Budgetbewilligung, eingebracht. Nächste Sitzung heute. l __________ Gelegranttne. Rom, 8. December. (Orig.'Tel.) Der König ge-^ nehmigte die Verzichtleistung Zanardelli's auf die . Mission der Cabinetsbildung. Crispi confer ierte längere ^ Zeit mit dem König. Mehrere Abendblätter melden, Crispi fei mit der Cabinetsbildung betraut worden. Erispi couferierte mit verfchiedenen Persönlichkeiten, , darunter Saracco und Sonnino. Prag, 8. December. Baronin Philippovic, die Witwe nach dem früheren Landes-Commandierenden FZM. Baron Philippovic, ist gestern morgens hier gestorben. Melilla, 8. December. Die von Spanien vor« geschlagenen Friedensbedingungen werden wahrscheinlich die zeitweilige Besetzung der marokkanischen Plätze Audela und Aguariach. die Lieferung von 1^.000 Ge« wehren, Stellung von Geiseln und Verurtheilung der Häupter des Aufstandes als Forderungen enthalten. Belgrad, 8, December. In der gestrigen Sitzung der Skupschtina entwickelte Ministerpräsident Gruic das Programm der Regierung, deren Bestreben auf die Erhaltung guter Beziehungen zu allen Staaten bei gegenseitiger Achtung der Rechte, auf die Sanierung der Finanzen, die Hebung der Volkswirtschaft und des Communicationswefens gerichtet sei. Die Regierung werde der Armee besondere Aufmerksamkeit zuwenden und erwarte von der Stupschtina Unterstützung bei Erfüllung ihrer Aufgabe. Die Rede des Ministerpräsidenten wurde mit lebhaftem Brifalle aufgenommen. Lissabon, 8. December. Der König unterzeichnete ein Decrtt, durch welches die Cortes aufgelöst und die Neuwahlen für den 14. Jänner 1894 angeordnet werden. Rio de Janeiro, 8. December. Die Handels, politische Lage hat sich gebessert. Das Vertrauen kehrt wieder. Buenos Ayres, 8. December. Der Belagerungs« zustand wird wahrscheinlich auf zwei Monate verlängert werden. — Der Congress genehmigte den Auslieferungs» vertrag mit England. Washington, 7. December. Der Gefandte der Ver-einigten Staaten in Rio de Janeiro theilte telegraphisch hierher mit, dass Admiral Mello in der Quarantine-Station Ilha-Grande eingetroffen sei und die Station geplündert habe, worauf er sich mit seinen Schiffen wieder südwärts begab. Aiterarisches. Wichtiges Wer! über Gewerberechte. Im Verlag von Moriz Perles in Wien I., Seilerciasse 4, erscheint eine «Sammlung von Outachten und untschciduna.cn über den Um« fang der Gcwcrberechte» nach amtlichen Quellen herausgegeben von dem Wiener Ndvocaten Dr. Friedrich Frey und dem Sc.-«' tär der Wiener Handels» und (Aewcrbelammer Dr. Rudolf Ma> resch, einem bekannten Fachmanne auf gewerbcrechtlichem Ocbiete. Die Herausgeber beabsichtigen, dem seit Bestand der ttjewerlie» gesetznooelle von 1883 eminent zutage getretenen Bedürfnisse nach einer Compilation der zahlreichen Gutachten und (tntjchei» düngen über die Befugnisse der einzelnen Wewerbszweigc zu entsprechen und erfreuen sich der Förderung seitens der bethemgten Ministei-ien. Naturgemäß frei von jeder gewerbepolitischen Tendenz, umfasst die Sammlung, durchwegs auf amtliche Quellen gestuyl. die Outachten der Handels, und (Yewcrbekammern und damn auch der von ihnen einvernommenen Gewerbegenossenschaften, welche zur Grundlage der behördlichen Entscheidungen menen, ferner die uon dm politischen Landcsbehörden in strittigen Mlen erslossencn Entscheidungen über den Umfang von OewerbsbMg' nisscn. sowie die in Recursfällen ergangenen Erlässe "" „ ". steriei, det Innern und des Handels, endlich die Erkenntnis ce» Perwaltungsgerichtshofes. Wir empfehlen dieses Werl den utter-essierlen Kreisen. Dir Mitglieder der Handels- und Gewerue-kammcr werden in die Lage verseht, die Auffassungen der Behörden sowie der Schwesterlammern in solchen Streitfragen tennen zu lernen und die Gewerbegenossenschaften und Vanoe>»' firmen für sich und ihre Mitglieder die nöthigen Informationen schöpfen. Aber auch dem einzelnen Gewerbetreibenden wird es von Vortheil sein, für die Beurtheilung seiner eigenen Befugnisse un° der verwandten Gewerbe wertvolle Anhaltspunlte zu stnom, während der praktische Iuristcnstand, der in so vielen Fallen M Mithilfe bei der Entscheidung gewcrbrcchllicher Streitigleiten oe rufen ist, für seine Thätigkeit die nöthigen OcsichtSpunltc gewmnen wird. Das erste Hcft liegt in der Kanzlei der Handel,- un" Gewerbetammcr in Laibach auf, welche auch Bestellungen aus dieses Werk annimmt. , .... Alles in dieser Rubrik Besprochene kann durch W Ylengc Buchhandlung Jg. v. Kleinmayr H Fed. Vam berg bezogen werden._________ Berftlirbenc. Den 5. December. Matthäus Cerne, Stadtarmer, 75 I.. Karlstiidterstrake ?, Altersschwäche. - Josef« AA"' Rechnungsofficials - Gattin, 19 I., Valvasor - Platz 4, Mmri^ lahmung. ^ c> Den « December. Franz Zerovnik. Gärtner, t" A, Macia-Theresien-Strasje 1, Säuferwahnsinn. - 6l"gor «um, Gerichtsdiener, til) I., Chröngasse 17, Lungentuverlosc. ^ ^° hann «isec, Schuhmachergehilfe, 37 I,, Ialobsplatz ", ^" berculose, «<.«„5, Den 7. December. Johanna Koial, TaaMner, Tochter, 3 I,. Schießstättaasse 11. Tuberculose. ___ Meteorologische Beobacktnnaen in öaibach.^ "71l7Mg?^.W9 -5 0 winbsttll^ bewslss^ 7.2.N. 73N 0 02 W. schwach bewM " "* 9 . Ab. ! 735 8 —16 W. schwach bewöllt^^^ ?U.Mg. 737 0 -3 6 windstill bewölkt 8.2.N. 7360-04 W. schwach bewölkt " "" 9 » Ab. 735 6 —12 W, schwach bewölkt Den ?. und 8. triibe. — Das Lagesmittel der Temperatur an den beiden Lagen -21" und —1 ?', beziehungswe,,e u« 2-1° und 14" unter dem Normale. Verantwortlicher Redacteur: Julius Ohm-Ianuschowsly Ritter von Wissehrab. Vulaarische vbliaationen. Diese Obligationen ver zeichneten in den letzten Tagen an den Vörsen von 2°nvon " Berlin sehr ansehnliche Courssteigerungen. Auf dem Wl"er ^ » belrug die Coursavance V, Procent. Das starke Interesse, w" " sich im Auslande sür bulgarische Obligationen bekundet, "" " auf der Einsicht in die gedeihliche wirtschaftliche und ft»a'H ., Entwicklung des Landes. Die bisher publicieren statistischen " weise lassen erkennen, dass Bulgarien auf allen Oe"lcte!, . ökonomischen Lebens rasche Fortschritte macht, und das "lw ist geneigt, aus dieser Thatsache die entsprechende 60"'.^"^ ziehen, indem es die bulgarischen Anlehenspapiere, we '^ ^:.^^ Erreichen des Paricourses noch 6 Procent tragen, zum "« " ^ billigen Course erwirbt. Es ist zweifellos, dass die W'ener «^ sich dieser Tendenz anschließen wird. ^ — I! Bei Kinderkrankheiten, L,L welche so häufig säuretilgende Mittel er .^e^ .S-3 wird von ärztlicher Seite als wegen seiner Is g Wirkung hiefür besonders geeignet: ^^^ \wesL 'ŽS mit Vorliebe verordnet: bei Maßensaure,^ g W( *'3 pheln, RhachitiH, Drüsenanscliwellnnge KeUCh- tÄ ebenso bei Katarrhen der Luftröhre unu übef *l huHten. (Hofrath von Löschners Monograpi 4 ^§ (IV) Giesshübl-Puclistem.) ^_____ Danksagung. Fnr alle Beweise lich des unersetzlichen Verlustes unserer tyeu viel zu früh dahingeschiedenen Frau Josesme Dirschal geb. Walland sowie für die vielen schönen Kranzspenden 'lN^^ zahlreiche Begleitung znr letzten Nuhestan«. d.'N innigsten und wärmsten Dank aus die tiestraucruden AngelM". Laibach am 9. December 1893. *atoaa)rt «Bettung «r.282 ____________________________2419____________________________________ g.jBfrrmber 1893. Fanöcslyeater in Faibach. 48, Norst. (?lbonn..Nr. 4ll.) Ocrader Tag. t)eute öcnnötag den 9. IX'ccmlx'r Minna V« viera als Oast. Der ßajazzo Waglialci). ^rama in zwei Acten und einem Proloa.. Dichtunq lind Mnsil von N.Leoncavallo; deutsch von Lndwia. Hartmann, 55- Texte und Mnsiwlien hiezu sind stets vlnriithiss in der Nnchlicmdlung Jg. v. Meinmayr ck Fed. Vamberg. Vorher: Das Versprechen liinterm Herd. ^"ne aus den österreichischen Alpen mit Naiionala.csana.cu von Alerandcr Vaunlanu. Deželno gledišèevLiubljani. St. 23. Ö J Dr.pr.651- V nedeljo dne 10. decembra 1893 zaèetek ob 3. uri popoldno Prvikrat: Sneguleiea in ftkratje. <-arobna igra z melodramom v petih dejanjih. Po pravljici lemgki Kpisal C. A. Görner. Slovenski deci priredil Fran Gestrin. St. 24. ----------------- Dr. pr. 552. Zaöttek ob pol 8. nrl zveöer Cay aller in rusiicaii«. 0 (Kmetakl vltezi.) upera y jednem dejanii, uglashi! Pietro Mascagni. Besede "P'sala G. Targioni-Tozzelti in (i. Menasci. Kapelnik g Fran Gerbir. V zaèetku: v Dve tiiNÈi. v_eseloigra v jednem dejanji. Posloveuil Vekoslatf Benkovi«. WaS, dieser lleine Kasten so« 5 Golden losten? In dem Geschäfte a.ea.enüber bclomme ich für denselben Betrag einen viel größeren Stcinbanlastcn! Das glaube ich schon, erwiderte der Verkäufer, das sind Nachahmungen, bei mir dagegen bekommen Sir nur echte Anl c r°Stcinbaulastcn; nehmen Sie diesen Kasten nur ruhig mit, wenn er anch kleiner ist, Sie werden trotzdem viel mehr Frendc damit bereiten, als mit den größeren Nachahmungen, Verkäufer nahm den Kasten, schien aber doch nicht recht befriedigt zu sein. An dieses Vorkommnis wurde ich erinnert, als ich bei meinem diesjährige» ersten Weihnachtsrundgang vorwiegend nach NulcoSteinbaukasteu fragen hörte. Ich suchte deshalb den mir zufällig bekannten vorjährigen Käufer auf und fragte ihn, wie er mit dem kleinen Kasten zufrieden sei? «O, sehr gut, man sieht es dem Dinge nicht an, welche Fülle von Unterhaltung darin steckt, ich kaufe diese Weihnachten einen Ergänzuugslastcn I So oft ich mit meinem Jungen zusammen baue, freue ich mich darüber, dass ich mich seinerzeit nicht durch die (ttröße der Nachahmung verleiten ließ, diese zu lanfen, denn ich habe bei einem Bekanntcu eiucu solchen Kasten gesehen; der ist gar nichts gegen meinen Kasten.» Einige Tage später hatte ich Gelegenheit, ein gleich güustigrs Urtheil über die Auker»Steinoaulasten zu hören; Eltern uud Kinder sind ganz entzückt von den Prachtbauten und erfreut über die Einrichtung, durch Ergänzungslastrn den Stein» und Büchcrvorrath jedes Jahr vergrößern zn können. Ich glaube deshalb allen Eltern dicfcn gediegenen Ocschcnlartilcl in erster Linie mit dem Bemerken empfehlen zu sollen, dass die Richter» sche Anker-Steinbaulasten-Fabri! in Wien auf Wuusch gern jeder» mann eine Preisliste zusendet. (503? e) Im Hanse Petersvorstadt Nr. 4, 1, Btook, i.st eine TFoliitung bestehend aus drei Zimmern, Küche, Kammer, Dachkammer, Keller und Holzlege, ab 1. Februar 1894 zu vergeben. Anfrage beim Hausbesitzer: Petersstrasse Nr. 2, I. Stook.______________________________(4935) 6 Ein unmöbliertes Zimmer $$ womöglich ebenerdig, wird zum sofortigen Beziehen gebucht. — Anträge an die Administ. dieser Ztg. (5466) 3-1 Heller'sche Spielwerke. Mit den Heller'sohen Spielwerken wird die Musik in die ganze Welt getragen, auf dass sie überall die Freude der Glücklichen erhöhe, die Unglücklichen tröste und allen Fernweilenden durch ihre Melodien herzbewegende Grüsse aus der Heimat sende. 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(4158) 36—13 Unübertroffen ¦ m Unentbehrlich für B ff jeden Haushalt H ff iat Wohlgeschmack, k li KathreinersKneipp-malz-K affee m I *« uhd_K;anke. I %fflil BolnenkassEC-GcsclifflacL Nur echt in wcisseii I mPaKelea mit sißin Bilde des Herrn Pfarrers KneiPD I mals Sclintmam. m!leiL ¦ ^j^rall zuhaben. _^_____,M.M.MMM.M.^_..M^^^,,.iM____i_j/«jg^kr; B. (si784) 17—17 _________________________________^^_______________________________________________________________ Course an der Wiener Börse vom 7. December l893. «««d«. „Men«, «our««»«« !n m^°' ""vrmbei , , . «7 k«, 9?7<> ., K,^'"krz,ssfhruar «»«»<< «? 4N 9? «0 .. """er vflz, Iänül-r I»!! »7 i!5 »7« 'Nützl'^, ^" «pr!> ottobrr ! »7 8N 97 l>0 >!<8,,^ '/n N>ll°I«lo!e , i!5!>st, ^4'7Ü,45?K >««»»! ^" " nanze 5«, l, !l<5> ?ü K0- >«»4er «'.« .. " lf>wltell<><> sl, >,l!l -!,«1 »0 ^Etaat«i°,e . . ,<«> N. ,l»4 5.<, ld - "/. i>o«.^l. ' - »a st. !l9i bN l95- ^° ^ef? H^"'"''' ste»ci,rc< ll?-9» N8-15 «"r«^_7f'"e i» «>rn!,.»wHhi, ^« >!° »>. ""^"""'«°m. 9N5b »6 75 ""- bto. p«l Ultimo »»»b S»'7l» ^b!d^n '» «.steuerfrei ^(biv.^'sfl'-Vah,. i„G,l^ , ""°««dM'?,^°'i^U «"''0 „»'N ^" «°lll7^. U"" t"'N°m, W'lN 9?-l0 ^?/ "3 st","Kn'''«"b. ""'"»r.,.LN(»»I.«mn. »«« »?'L5 ' Ä,»" M, 4"> ' llb bo na s>n «<«> M 4"/«...... 1UL'!,N l2U!,<» ssranz Io'cph «, Em, l»l« 4"/„ 9? lib »« 3ü Galizischl K°rl Ludwig-Vahn EM l»«l »<«> st- 2, 4"/n - L0 45 »7 4b «llrllrlblrgsl Aahn.tmifl,'««4. 4"/„.(dW.S!.)L,.f. lWst.N. 96-5U U?'l>0 Un„, N°lt>rente 4"/. per «asse. iiS-«5 ll« ^5 d>o Klo, b<°, P'l Ul'lmo . . NS'2k^,L- lüoi's'lwähr,. 4°/„, sirurisrriwriiOONrmisnNom. 94'<», 94 8b 4,/> bll>, dlo, bt°, P»r Ulllmo . 94 2N, 94 4N di° S<./,"/. li!4 4<> l^LN bt'o.' ^t°. ßilb, NM st.. 4H«/„ ,01 - ,(,2 - d!« 4'/.«/°bchanWzal ^b! 'Okl, ,on 4» lNU 80 d ° Pläm '»nl. ll l«, st. ». W, ,4« «5 ^4!» - d ° dt°. l^ b« fl. ». «. !47'b, - - Tl,,!K«c«'«öle ^« '"> "' ' '"'^^ "'''^ Gsund»ntl..Vbltgation«n (für <«« fl. EM.). z°/° n?!dWerrc!«'«lch, ' ^ -' 109'?b litt 75 !"/ lroatabt»m'.Mc>'. 174-50 l?5-5<» Lr eb7u«»lehen v»l°-b. b°/, 1«°''° 1«0-«<> 4>/, »rain« lia,lbe«.«nl. . . »»'- »»" ««Id «an Vsllndbritf» M lna st.). Nobtl. llN«. «n, in bo I. Vl.4°/V. ILL— 1?4 — f,w ,n^ . 4>/.°/. --- ^._ Uobcr, allg, östr. in bO I. vl.4°/„ 98 41 9"»n dto Nräm, Echldv, »'V„,l.Vm. ,14-75,,5 7b dlo „ 3"/„,II.«m. ,14-«„,ib?(» !>i,°bsterr, Lailbes'Hliv.Anst. 4"/„ e» «0 IW 4« Ocst.^uilg, Aanl »erl. 4V2"/» - ------- — — dto .. <"/° - - ""-«> ,!X'-?(< dto, b»Mr, ., 4°/« . . 9» 9l> 1lX! 7. pliorilät««Vbli,»tion»n (für >N0 fi.). sserblnllnd«-Nor»bali>l«m.l88« »9-15 lw ib Oesterr. Nordwestbal," . . . ,08 80 1N9LU Staatsbahü....... ^'^ —'-- Lüdbahn ^ »°/«..... 149-15N- ^5°/.,..... l2N'4«!L?40 Una.'gal^. «ah" . . . . ,Ob-!e 100 fi...... l»L 7^ 1S77b «llll^'Zojt 4« st. dlo. II. !tm. I8»l> .... «8-— 8«- — üalbacher Lose...... «5»—^ llb — V«ld Ware Kank»Actt«n (per Stück). Vlnglo^Oeft. 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