p^tnins plsLsns v xolovimi. Nr. 3 Erscheint jeden Mittwoch. 4. (19.) Jahrgang. Organ der Gottscheer Gauernpartn. Bezugspreise: Jugoslawien: ganzjährig 25 Din, halbjährig 12 50 Din. lB.-Oesterrci 1: ganzjährig 34 Din, halbjährig 17'—Din. Amerika: 2 50 Dollar. — Einzelne Itnmmern 60 Para. Mittwoch, den 18. Jänner 1922. Briefe ohne Unterschrift werden nicht berücksichtigt. — Zuschriften werden nicht zurückgestellt. — Berichte sind an die Schriftleitung zu senden. — Anzeigen-Aufnahme und -Berechnung bei Herrn Carl Erker in Kočevje. aller öffentlichen Rechte beraubt und nur dann gesunden werden, wenn es um unsere Stimmen und um unseren Geldsack geht. Warum haben denn die Volksbeglücker, die jetzt von Dorf zu Dorf reisen, in den verflossenen drei Jahren nicht gehandelt, da doch viele von ihnen an maßge¬ bender Stelle waren? Sie brauchten dann heute weniger Worte zu machen, denn zu allen Zeiten haben Taten schwerer gewogen als Worte. Den schönen Worten der Slimmenwerber gegenüber stellen wir fest: Wir Deutsche haben noch immer kein Wahlrecht, weder zur National¬ versammlung noch zu den Gemeindevertretungen; wir sind noch immer von der Agrarreform, die ganz offensichtlich gegen uns gehandhabt wird, denn lieber läßt man Felder unbebaut liegen, als daß man sie der grundbedürftigen deutschen Bevölkerung gönnen würde; wir zahlen zwar die Jnvalidenstcuer, aber unsere deutschen Invaliden haben noch keinen Heller Unterstützung gesehen, in den Gemeindestuben rein deutscher Gemeinden wird entweder gar nicht oder nur widerwillig deutsch gesprochen und die seit Menschengedenken ortsansässige Bevölkerung hat keine Möglichkeit, durch Männer ihres Vertrauens auf die Gemeinde- geschäfle Einfluß zu nehmen; die deutschen Stu¬ denten bekommen keine Auslandspässe, deutsche Analphabeten- und Fortbildungskurse wurden be¬ hindert, deutsche Borträge werden verboten und was dergleichen Spässe mehr sind. Wenn wir uun auch ganz gut wissen, daß oft beim besten sWillen nicht von heute auf morgen Wandel ge- cha ffen werden kann, so dürfen, ja müssen wir doch fragen: Warum haben die Wahlwerber von heute nicht schon längst öffentlich, in der National¬ versammlung und in der Presse, ihre Stimmen erhoben gegen solche Vergewaltigung, wenn es ihnen Ernst damit ist, uns Deutsche als vollbe¬ rechtigte Staatsbürger anzuerkennen? Sie aber haben , zu all dem, was in den letzten drei Jahren an uns gesündigt worden ist, geschwiegen und sich damit selbst gerichtet. Unsere Landsleute aber mögen darauf ver¬ trauen: Die politische Partei der Dentschen in unserem Staate wird kommen, und an ihrer Spitze werden Männer stehen, die im Volke, in unserem Volke wurzeln und durch jahrzehnte¬ lange Arbeit den Beweis erbracht haben, daß sie alles für das Volk, aber alles auch nur mit dem Volke nnstreben. Und diese Männer werden auch soviel politische Klugheit besitzen, um Füh¬ lung zu suchen und zu behaupten mit denjenigen serbischen Parteien, die, über das Tagesinteresse hinaus, sich die Mühe geben wollen, über Stel¬ lung und Wert unseres heimatlichen Deutschtums ein wenig nachzudenken. Wir wollen nichts an¬ deres als Mitarbeiten am Aufbau und Aufstieg des Vaterlandes, seiner Volkswirtschaft, seiner sozialen Wohlfahrt, seiner kulturellen Erhebung, aber als gleichberechtigter Faktor, mit unseren Richtschnur. (Aus dem „Deutschen Volksblatt" in Neusatz.) Das Liebeswerben gewisser slawischer Par¬ teien um die deutschen Stimmen nimmt immer groteskere Formen an. Politiker, die in ihrem langen Leben noch nie ein Wort zugunsten der Deutschen gesprochen, geschweige denn irgend etwas zugunsten der Deutschen getan haben, machen sich auf den Weg als Wanderapostel, die deutschen Gemeinden durch ihre Anwesenheit aus¬ zeichnend und ihre ganzen deutschen Sprachkennt- niffe zusammenraffend, um den künftigen deutschen Wählern Schmeichelworte zu sagen und lockende Verheißungen zu machen, die, nach den bisher gemachten Erfahrungen, eben Verheißungen blei¬ ben werden, wenn die Deutschen es nicht ve» stehen sollten, ihren berechtigten Forderungen nach endlicher Zuerkennung aller verfassungsmäßigen Freiheiten den erforderlichen Nachdruck zu geben. Das aber ist nur möglich, wenn wir Deutsche Südslawiens uns auf die eigenen Beine stellen, wenn wir in der Nationalversammlung durch Männer von unserem Fleisch und Blut vertreten sind, durch Männer, die mit uns lachen, aber, wenn es not tut, auch mit uns weinen können, wenn wir mit anderen Worten, unsere eigene Partei haben werden. Kein noch so hochstehender Politiker, und mag er Obergespan oder Minister gewesen sein oder auch noch sein, kann uns nach¬ fühlen, wie uns zumute ist, wenn wir fortgesetzt Ein Grief aus Sowjetrußland. Moskau, den 8. Dezember 1921. Die klassische Nationalökonomie hatte den „wirtschaftlichen Menschen" mit seinem Eigennutz als Einheit allen Betrachtungen zugrunde gelegt. Durch Marx ist diese Abstraktion in den Sozia¬ lismus gekommen, der von seiner Seite aus eine Art gesellschaftlichen Einheitsmenschen anuahm, obwohl er gegen die ebenfalls abstrakte „Gleich¬ heit" der französischen Revolution ankämpfte. Man kann den Sowjets kaum den Vorwurf machen, daß sie bei der Verwirklichung ihrer Ideen die Tatsachen der menschlichen Ungleichheit ganz und gar übersehen hätten. Ihr Kolleklivis- mus setzte die Schwachen wohl in Rechnung. Aber sie gingen auf anderem Gebiete von einer Abstrak¬ tion aus, die ihnen der Marxismus vererbt hat, vom „Produktionsprozeß". Nicht daß sie ihn als einen nur von mechanischen Kräften bestimmten Vorgang aufgefaßt hätten. Sie sahen schon etwas darin, was vom lebendigen Menschen kommt. Der Arbeiter sollte nicht einfach das Rädchen in der ungeheuren Wirtschaftsmaschine sein, sondern ein Wesen mit geistigen, sittlichen, kulturellen An¬ sprüchen, mit dem Recht auf die Ausbildung der eigenen Persönlichkeit. Aber ist er in Rußland nicht dennoch das Opfer dieses Begriffes vom Produk¬ tionsprozeß geworden? In der Gesetzgebung be¬ herrschte der soziale den wirtschaftlichen Gedanken bis über die Zerstörung des Grundsatzes der wirt¬ schaftlichen Zweckmäßigkeit hinaus. Aber trotzdem wirkte jene Abstraktion vernichtend auf die eigenen Ideale des Sozialismus. Man hat nicht die Pro¬ duktionsmittel in den Besitz der Gesellschaft über¬ geführt, man hat die ganze Gesellschaft in den Produktionsprozeß eingegliedert. Die allgemein dekretierte „Arbeitspflicht" mit der Entlohnung durch Lebensmittel erhielt einen rein wirtschaftlichen Charakter und dazu einen strafrechtlichen Beige¬ schmack. Das lag den Russen vielleicht nicht so fern und kam ihnen auch nicht so ungewöhnlich vor wie dem Westen. Bis in die Gegenwart hatte das Bauerngericht die Befugnis, die Mitglieder der Feldgemeinschaft, die ihre Ackerbestellung nicht ordentlich ausführlen, zu bestrafen. Die Strafe bestand in der Verschickung nach Sibirien. Da die rasch herangezüchtete industrielle Arbeiterschaft Rußlands sich aus dem Dorfe rekrutierte, mag trotz der politischen A Klärung eine Empfindung für die Richtigkeit solcher Auffassungen sich in ihnen erhalten haben. Doch das Wichtigste bleibt hier die ökonomische Betrachtungsweise, die zu guterletzt dahin kam, eine Kalorienrechnung für die Sicherstellung einer bestimmten Arbeitskraft und Arbeitsleistung aufzumachen. Es sind keine Sozialisten gewesen, die diese Methode erfunden haben. Sie sind wie das Taylor-System auf ka¬ pitalistischer Rentabilitätswirtschaft entstanden. Aber hier haben die wissenschaftlichen Feststellungen in der Organisation des Produktionsprozesses we¬ nigstens in den öffentlichen Diskussionen eine Rolle gespielt. Es war zu viel Physiologie und zu wenig Psychologie darin. Der Achtstundentag und alles, was der Ar¬ beiterschutz und die Arbeilerversicherung der kapi¬ talistischen Staaten erzeugt halte, wurde in So¬ wjetrußland in extremem Maße gesetzlich gewähr¬ leistet. Aus der Versicherung wurden die „kom- merziellen" Gesichtspunkte ausgeschieden, der Name sogar. Man baute ein System der „Sozialen Fürsorge für alle Werktätigen" auf, in dem der Staat es übernahm, bei Krankheit, Invalidität, Alter, Arbeitsbehinderung jeder Art dem Arbeiter die notwendige Hilfe zu verschaffen. Die Hilfe wurde auch auf die Familien ausgedehnt. Hier ging die russische Revolution vollkommen von den Interessen der Persönlichkeit aus. Die bureaukra- tische Durchführung der Fürsorge mag die ideale Färbung freilich sehr verdunkelt haben. Über diese Dinge wird noch gesondert zu reden sein. Fortsetzung folgt. Seite 10. Goitscheer Zeitung — Nr. 8. Jahrgang IV. geistigen und seelischen Kräften, und nicht bloß mit unseren Wahlstimmen und mit unseren hart erarbeiteten Spargroschen. Nochmals also: Die Partei der Deutschen kommt, und sie wird ihre Schuldigkeit tun ge¬ genüber dem Vaterlande und gegenüber den eigenen Volksgenossen I (Obige Schilderungen beziehen sich auf die Verhältnisse in der Wvjwodina.) Die Diehverficherung. Am 31. Dezember 1921 fand eine Äusschuß- sitzung der Viehversicherung statt, zu der leider nur vier Miiglieder erschienen, obwohl sämtliche durch Postkarten dazu eingeladen waren. — Herr Tierarzt Arko berichtete über die bisherigen Auslagen für Druckforten zur Aufnahme des ge¬ samten Viehstandes im Bezirke Gotische« sowie die Beschaffung der Versicherungsbogen. Da uns zur Gründung kein Kapital zur Verfügung stand, sind die ausgewiesenen 1400 K noch ausständig und müssen nun gedeckt werden. Auch muß außer¬ dem ein Hauptbuch und ein Kassabuch für die Hauptleitung unbedingt angeschafft werden. Der bereits von den versicherten Besitzern eingezahlte Refevefvnd von 20 X für jedes versicherte Tier darf keinesfalls angegriffen werden, um bei vvr- kommenden llnglücksfällen den entstandenen Scha¬ den damit decken zu können. Es ist deshalb er¬ forderlich, daß dieser Betrag von den Mitgliedern aufgebracht wird, und es wurde bei der Aus¬ schußsitzung befchivsfcn, per Stück 7 K einzuheben. Da wir im vcrflosfenen Halbjahr keinen Un¬ fall zu verzeichnen halten, wird von dem bereits versicherten Vieh nur dieser Betrag eingehoben, weil der bereits eingezahlte Rcservefond für das nächste Halbjahr unangetastet in -der Sparkasse in Gottschee liegt. Für das neu aufgenommene Vieh wird jedoch der Rcservefond, wie auch der Betrag für Drucksorten eingehoben, daher für das Stück 27 li. Die Aufnahme erfolgt im Monate Jänner für das nächste Halbjahr, d. i. bis Juli 1922. Nachdem jedes Stück Vieh für den in diesem Halbjahr entstandenen Schaden gegenseitig Haftel, ist es geboten, dasselbe sofort zu versichern, da auch jenes, das in einem spä¬ teren Zeiträume versichert wird, für das Halb¬ jahr einstehen muß; es hat daher keinen Zweck, die Versicherung hinaus zu schieben. Die Statu¬ ten haben wir an das Kreisgericht in Novomeško zur Genehmigung geschickt, bekamen sie aber mit dem Bemerken zurück, daß dieselben in beiden Lalidessprachen gleichlautend abgefaßt sein müssen, was wir sofori besorgten und hoffen, daß sie baldigst eiutreffen. Wir werden einen Sonder¬ druck Herstellen und jedem Versicherten ein Exem¬ plar überreichen. Die Versicherung wird, solange die vorhandenen Versicherungsbogen reichen, wie bisher durchgeführt, daun wird eine Hauptver¬ sammlung einberufen, nm zu euftcheiben, ui welcher Form die weitere Versicherung durchgeführt wer¬ den soll. Ein größerer Reservefond ist nicht zu erzielen, da die Versicherung nicht auf Gewinn aufgebaut ist und die Mitglieder nur für den direkt ent¬ standenen Schaden herangezogen werden. Zum Obmann der Golycheer Bauernpartei gewählt, erlaube ich mir, gestützt auf das mir entgegen- gebrachie Vertrauen darauf, hinzuweisen, daß unsere Organnanon nur dann von Erfolg begleitet sein kann, wenn sich sämtliche Mitglieder Herde, l. ss n, sich der Leitung derselben zu fügen w d ihr auch das volle V-rtraucn schenken, Irin" ,vnd sie ihr angesirebies Zrel r ur mangeihnn am- ar uicyt erreichen. U.yer Ziel best-hi adel aas>chlleßlich darin, unser Wohl und nnse-en Venteil zu er¬ kämpfen und m siren Nachteil zu bekämpfen. Auf baden Lewa haben wir einen schweren Kampf zu bestehen, aber Einigkeit macht stark und wenn auch langsam, wird uns doch vieles ge¬ lingen. Vor allem 'müssen wir uns gegenseitig vor llnglücksfällen schützen. Wenn wir geschlossen die Viehversicherung durchführen, so hat bei einem Unglücksfalle keiner einen nennenswerten Betr >g zu zahlen, um dem Betroffenen seinen Schaden zu ersetzen, der ihn manchmal zum Ruine führt, besonders bei einem, der nur ein Stuck hat, aber auch einen besseren Bauer bei einen, Brande oder dergl. arm machen kann. Wenn wir uns so uneigennützig schützen, so sehe ich gar keinen Grund, daß sich so viele der Versicherung abge¬ neigt zeigen. Ich hoffe, daß diese Aufklärung als erster Schrill der Organisation zu würdigen ist, und lade daher alle Viehbesitzer höflichst ein, sich zu ihrem eigenen Wohle und zur Förderung der Organisation der Viehversicherung anznschlie- ßen. ZPir werden trachten, unsere Mitglieder nach Tunlichkeit zu besuchen, um sie über unsere au- gestrebten Ziele zu unterrichten und aufzuklären. Ich richte deshalb noch ein ernstes Wort an alle Mitglieder der Bauernpartei, nicht nur sich > selbst zu schützen, sondern auch zu beweisen, daß wir uns zur vollsten Tatkraft aufgerafft haben und bestrebt sein werden, alle uns noch harrendeki Aufgaben mit derselben Energie zu verfolgen. Der Obmann. Inland. Die Merlovung des Königs. Aus Beograd wird gemeldet, daß am 9- Jän¬ ner die offizielle Nachricht aus Sinaia einlangte, daß sich König Al,xandcr mit der rumänischen Prinzessin Marie, der zweiten Tochter des rumä¬ nischen Königspaares, verlobt habe. Sowohl in der jugoslawischen als in der rumänischen Prasse wird dieses Ereignis auf das lebhafteste bespro¬ chen. Denn abgesehen von der rein persönlichen Bedeutung, die es für den jungen Herrscher be¬ sitzt, besiegelt es auch außerordentlich wichtige po¬ litische Werte zwischen den beiden benachbarten Königreichen. Die Dynastie der Karaajvrgjevic tritt mit der Verlobung des Königs in die engste Verbindung mit einem der angesehensten Herr¬ scherhäuser in Europa. Die rumänische Königs¬ familie ist mit fast allen großen Dynastien verwandt. Sie gehört der schwäbischen Linie der Hohenzvllern, also einem Zweige des deutschen Fürstengeschlechtes der Hohenzvllern an, dem der letzte deutsche Kaiser angehört. Mit der englischen Dynastie verknüpfen sie ebenfalls enge Bande, da die Königin Marie, die Mutter der Braut, eine englische Prinzessin ist. Kine neue Partei. Die erwarteten Parlamenrswahlen werden zu den vielen Parteien, die unser politisches Leben bereits zählt, vermutlich noch einige dazu bringen. Es wird aus Novisad gemeldet, daß unter den Freiwilligen in der Woiwodina, die bislang zum überwiegenden Teil der radikalen Partei zufielen, eine neue politische Bewegung zu beobachten^ist. Es hat unter ihnen eine rührige Agitation zur Gründung einer eigenen Partei der Freiwilligen eingesetzt, die bereits bei den künftigen Gemeinde- Wahlen auftreten will. Das neue Invakideugesetz. Am 1. Jänner l. I. trat das neue Gesetz über die Jnvalidenunterstützungen der nach gefallenen Soldaten nachgebliebenen Familien tfi Geltung. Es weicht in einigen wesentlichen Punkten von den bisherigen Bestimmungen ab, insoferne durch dasselbe auch die Entschädigung für Jnvalidenfa- milien geregelt wird, die unter dem Feind gelitten haben; ferner wird das Maß für die Zuweisung von Jnvalidenunterstützungen von 15 Din auf 30 Din erhöht, worin weder die Pension noch die persönliche Jnvalidensteuer eingerechnet sind. Nach dem neuen Gesetz haben eine größere Anzahl von Familien Anspruch auf eine Unterstützung als bisher. Auch die Frage der Jnvalidenzulagen wird reguliert. Auf diese haben Invalide mit 20, 30 und 40 Prozent kein Recht; ebensowenig die El¬ tern gefallener einziger Söhne un5 Witwen unter 40 Jahren ohne Kinder. Witwen von über 45 Jahren können aber die Zulagen beziehen, wenn sie durch das Zeugnis eines staatlichen Arztes ihre volle Arbmsunfähigkeit nachweisen. Noch vor Ende dieses Monates wird eine genaue Gesetzesdurch- führung erscheinen, durch welche die durch das neue Gesetz bedingte Behandlung genau erläutert wird. Ausland. Die gewesene Kaiserin Zita hält sich jetzt mit Bewilligung der Sieger-Gro߬ mächte bei ihren Kindern in der Schweiz auf. Die gegenwärtige Weltlage faßt der „Slovenec" folgendermaßen zusammen: Auf der Konferenz in Cannes einigte mau sich dahin, im März abermals eine Konferenz nach Genua in Italien einzuberufen, auf welcher zu¬ nächst über den wirtschaftlichen Wiederaufbau Deutschlands und Rußlands beratschlagt werden soll. Rußland aber müsse seine ausländischen Vvrkriegsschulden anerkennen und dem europä¬ ischen Kapital genügende Rechtssicherheit bieten und jede kommunistische Agitation im Auslande unterlassen. Die Konferenz von Kanrres. Ursprünglich war vorgesehen, daß Deutschland 25 Millionen Pfund bar bezahlen sollte. Belgien bestand aber ans der Zahlung von weiteren 10 Millionen. Jetzt wird geplant, Deutschland 35 Millionen Pfund bar zahlen zu lassen und 87 Millionen in Waren, demnach 122 Millionen oder um 28 Millionen mehr als ursprünglich vorgesehen war. Deutschland soll auch 12 Milli¬ onen Pfund für die Kosten des Bcsatzungsheeres zahlen. — Die Konferenz in Cannes setzte die Summe, welche Deutschland im Jahre 1922 zu zahlen hat, endgültig auf 720 Millionen Goldmark fest. Davon erhält Belgien 560, Frankreich 140 Milli¬ onen. England verzichtet auf seinen Anteil und Italien wird ermächtigt, 170 Millionen Lire, die sich bei der Kriegserklärung im Besitze der Bank von Italien befanden, zu behalten. Jür die Anerkennung Kusrkands. Der Berichterstatter der „Information" in Cannes weist darauf hin, daß in Cinnes die widersprechendsten Gerüchte im Umlauf sind. Immerhin hält er eines von ihnen wegen seiner Hartnäckigkeit und seines großen Interesses wegen für erwähnenswert. In englischen Kreisen glaube man, schreibt er, daß die englische Regierung beschlossen habe, die Sowjets als Regierung cke jure anzuerkennen, — einerlei, ob sich Frankreich diesem Verhalten anschließe oder nicht. Lloyd George soll beabsichtigen, diese Mitteilung einer Sitzung des Obersten Rates vorzubehalten. In amerikanischen Kreisen wird versichert, daß Ame¬ rika Rußland gegenüber eine gleiche Haltung ein¬ nehmen werde wie England. Arankreich als Kriedensörecher. Der Londoner „Daily Chronicle" schreibt in einem „Frankreich als Frieoensbrecher" über¬ schriebenen Leitartikel, der eigensüchtige Milita¬ rismus Frankreichs habe einen großen Teil der Hoffnungen der Welt auf Verminderung der Rüstungen zur See und auf Beseitigung der Ge¬ fahren des Rüstungswettbewerbes zum Scheitern gebracht. Großbritannien könne unmöglich wei¬ tere finanzielle Opfer bringen, um'Frankreich aus seiner mißlichen Lage herauszuhelfen, wenn Frank¬ reich das so erhaltene Geld zum Baue von Uuterseeboten gegen den Frieden der Well ver- Jahrgang IV. wende. Keine Nation, auch Frankreich nicht, köne die Zuneigung Englands besitzen, wenn es fortfahre, gegen die Sicherheit Englands, gegen die Freiheit Europas und gegen den Frieden der Welt Komplotte zu schmieden. Aus Stadt und Land. Koöevje. (Schulrat Obergfölls To¬ destag.) Kommenden Sonntag den 22. Jänner ist es ein Jahr, seitdem der Tod uns den Schul¬ rat Obergföll, den Westen der Gotlscheer hiuweg- genommen hat. Dankbaren Herzens wollen wir an diesem Tage wieder einmal der unvergäng¬ lichen Verdienste uns erinnern, welche sich der Verewigte für das Gottscheer Ländchen erworben hat. Um seinen Namen stets lebendig zu erhal¬ ten, war seinerzeit beschlossen worden, den Haupt- platz der Stadt nach ihm zu benennen und seine letzte Ruhestätte in gutem Zustande zu erhalten. Der inzwischen eingetreiene Wechsel in der Stadt- geineindevcrtreiuug läßt eine Ausführung der Be¬ schlüsse kaum erhoffen. Wir meinen, es sei nun unser aller Ehrenpflicht, dafür zu sorgen, daß Obergfölls Grab ein würdiges Denkmal erhält. Die Mitglieder ver letzten-dcutschen Gemeinde¬ vertretung könnten die Angelegenheit in die Hand nehmen. > Zum Denkmal wird wohl jeder gerne sein Scherflnn beitragen. Es würde uns freuen, wenn der Anregung bald die Tat folgt. — (Deutsches Studentenheim.) Mit dem Erlasse der Landesregierung für Slowenien in Ljubljana vom 19. Juni 1921, Z. 6955/lV, wurde der Verein >„ Deutsches Studentenheim" in Koöevje aufgelöst mit der Begründung, daß er gegen die Statuten Gelder in das Ausland ge¬ schickt, vom Auslande, insbesondere aber von der Südmark und dem Schulvereine, die gegen die Interessen unseres Staates arbeiten, Unterstützun¬ gen erhalten hat. Der Vereinsvorstand Hal gegen diese Verfügung eine Beschwerde an das Mini¬ sterium des Innern in Beograd gerichtet und in derselben alle gegen den Verein vorgebrachten Auflösungspunkte widerlegt. Trotzdem die Argumente des Vereinsvoistan- des nicht entkräftet wurden, Hal das Ministerium des Innern in Beograd mit dem Bescheide vom 24. Dezember 1921, Z. 12.212/IV, unserer Be¬ schwerde .keine Folge gegeben, so daß nun end¬ gültig das Studentenheim dem Vereine entzogen ist. An dieser Stelle sei bemerkt, wieviel Gutes der aufgelöste Verein bereits vollbracht hat und wieviel Gutes er im Falle seines Fortbestandes für unsere einheimische Jugend noch Härte tun können. Schwierig war die Arbeit und der Auf¬ bau des Vereines und nm so größer ist daher der Schmerz der Gottscheer Bevölkerung, daß ein Wohltätigkeitsverein, der ja nur sowohl zur geistigen als auch zirr materiellen Unterstützung unserer heimischen Studierenden berufen war, ein so jähes und unverhienles Ende gefunden hat. Auf dem Scheidewege sei allen, die den Verein aufgebaut und weitergeleitet haben, der wärmste Dank ausgesprochen. — (Gemeindeumlagen.) Schon die sei¬ nerzeitige Gemeindevertretung der Stadt Koäevje hatte in ihrem Gemeindehaushalte mit finanziellen Schwierigkeiten zu kämpfen, da die notwendigen Auslagen die Einnahmen um ein Bedeutendes überschritten. Die alte Gemeindevertretung aber bemühte sich, die Umlagen wenn schon nicht im niedrigen, so doch in einem gleichmäßigen Aus¬ maße zu erhalten. Die neue Gemeindevertretung, der beinahe keine gemeindeumlagenpflichtigen Aus¬ schußmitglieder angehören, hat aber die Gemeinde¬ umlagen mit 300 o/o bestimmt und so die alten Umlagen beinahe um das Dreifache erhöht. Er war nun vorauszusehen, daß diese durch nichts gerechtfertigte Erhöhung von den Steuerträgern Gottscheer Zeitung — Nr. 3. der Skadtgemeinde Koäevje nicht widerspruchslos hingenommen werden wird. Herr Alvis Kresse, Kaufmann in Kočevje, berief gegen die geplante Umlagenerhöhung am 21. Dezember 1921 um 7 Uhr abends eine Protestversammlung der Steuerträger im Saale des Hotels „Stadt Triest" ein, zu welcher außerordentlich viele In¬ teressenten erschienen sind. Herr Alois Kresse er¬ öffnete die Versammlung und wurde einstimmig zum Vorsitzenden derselben gewählt. Herr Edu¬ ard Tomilsch, Gasthausbesitzer in Kočevje, er¬ stattete sodann das Referat, an das sich eine leb¬ hafte Wechselrede anknüpfte, wobei sich sämtliche Redner unter Dartuung der Verhältnisse gegen die geplante Gemeindeumlagenerhöhung aus¬ sprachen. Schließlich wurde eine Resolution einstimmig angenommen, die sich in sachlicher Form gegen die geplante Umlagenerhöhung wendet. Die Re¬ solution wurde an die kompetente Stelle wciter- geleitet. Leider wurde den berechtigten Wünschen der Steuerträger keine Rechnung getragen, mit der Begründung, daß gegen den ordnungsmäßig veröffentlichten Gemeindebeschluß nicht rechtzeitig die Beschwerde erhoben worden ist. Wir bedauern diese Entscheidung, da wir der Ansicht sind, daß gerechtfertigte Beschwerden auch dann Berücksich¬ tigung finden sollen, wenn auch die festgesetzte Frist verstrichen ist, zumal da durch eine Ände¬ rung der festgesetzten Gemeindeumlagen dritten Personen kein Schaden erwachsen wäre. — (Unsere Kriegsanleihepapiere in Wien.) Bisher sind dieselben unter Sperre ge¬ standen, doch versichert man, daß sie bald frei gegeben würden. Sie werden dann nochmals unseren Behörden vorgewiesen werden müssen. Genaueres hierüber wird im Amtsblatts verlaut¬ bart werden. Wir machen aber schon heute auf¬ merksam, die Anmeldungen — wenn die Frist einmal bekannt ist, genau einzuhalten. — (Wie von Getränken Gemeinde¬ steuern eingehoben werden.) Beschließt ein Gemeindeausschuß solche Steuern für eingekeller¬ ten Wein, dann erfolgt ihre Berechnung in Pro¬ zenten in der Form eines Zuschlages zu der staat¬ lichen Verzehrungssteuer und die Einhebung der einen wie der anderen besorgen die Finanzvrgane und das Gemeindeamt ist jeder weiteren Mühe enthoben. Wenn jedoch auf Bier, Obstmoft und gebrannte Getränke eine Gemeindesteuer auferlegt wird, haben sie die Form selbständiger Gemeinde- Umlagen und zu ihrer Einhebung sind die Ge¬ meindeorgane berufen. Die Berechnung geschieht in diesem Falle genau nach dem eingekellerten Vorräte oder es wird mit den Wirten ein Ab¬ kommen getroffen, daß diese Steuer pauschaliter festgesetzt wird. — (Salzgewinnung.) Das meiste Salz wird bei uns in Bosnien gewonnen. Das dor¬ tige Werk in Kreka liefert monatlich 200 Wag¬ gons, könnte auch 500 liefern, wenn wir Wag¬ gons hätten, die Ware wegzuschoffen. Da das ganze Reich jährlich gegen 1000 Waggon braucht, wäre große Ausfuhr möglich, die unterbleibt, weil unser Verkehrswesen so rückständig ist. — (Gebührenfreiheik der Briefs en düngen.) Briefe, welche Soldaten nach Hause schreiben oder ihnen von anderen zugeschickr wer¬ den, brauchen keine Marken. — (A r b e it e r k a m m er.) Die Arbeiterschaft Sloweniens hat in der kürzlich ins Leben getre¬ tenen Arbeite«kammer in Ljubljana ihre gewünschte Vertretung erhalten, die über alle die Arbeiter¬ schaft belnffinden Angelegenheiten von der Re¬ gierung zu Rate gezogen werden wird. — (Die neue Gebietseinteilung.) Statt 18 Bezirkshaup'inannschaften soll es künftig 51 Bezirksämter in Slowenien geben. 33 Amts- gebäude wer ven hiesür neu gebaut werden müssen Seite 11. und die Beamtenzahl wird noch mehr wachsen. — (Womit sich ein Invalide aus¬ weisen muß.) In der Zeit vom 1. September vergangenen Jahres wurden bekanntlich alle In¬ validen neuerdings untersucht und ihnen von der Kommission Bescheinigung über ihre Erwerbs¬ fähigkeit eingehändigt. Rur diese letzten Beschei¬ nigungen gelten ab 1. Jänner 1922 als Jnva- lidendokumcnte. Dauernd Invalide erhielten das Jnvalidenzeugnis, zeitlich Invalide die zeitliche Zuerkennung. Wer als Invalide nicht mehr gilt, hat eine diesbezügliche Erledigung erhalten. — (Einkommensteuer.) Die Finanz¬ delegation verlautbart: Behufs Bemessung des Einkommens müssen die Steuerpflichtigen ohne erst aus eine Aufforderung zu warten, längstens bis 31. Jänner 1922 das Einbekenntnis der im Jahre 1921 erzielten Einnahmen mündlich oder schriftlich beim Steuerreferate oder Steueramte überreichen. Formularien hiesür erhält man um¬ sonst; es genügt aber auch ein gewöhnlicher Bogen Papier. Nebst den Einnahmen sind selbstverständ- lich auch die erforderlich gewesenen Wirtschafts¬ ousgaben einzutragen. Wird in der anberaumten Frist kein Einbekenntnis überreicht, rechnet die Behörde selber das Einkommen aus und dagegen hilft dann kein Rekurs mehr. — (Zur Volksbewegung in der Sladtpfarre.) Im vergangenen Jahre sind 66 Eheschließungen, 180 Geburten und 96 Ster¬ befälle in die Matriken eingetragen worden. — (Zum Tode verurteilt.) Im August 1920 hat Ferdinand Weiß in Dobliska gora Weib und Kind mit einer Axt ermordet. Um den Verdacht von sich ubzulenken und die Spuren seines Verbrechens zu tilgen, trug er die Leichen in einen Weinkeller und zündete ihn an. Die Leichen wurden beim Löschen des Feuers aufgc- funden. Weiß wurde bald darauf als Täter und sein Bruder Peter als Mithelfer oder zweifellos als Mitwisser an diesem Verbrechen gerichtlich eingezogen und nach langer Untersuchungshaft an das Kreisgericht Novvmesto abgeliefert. Ferdinand und Peter Weiß sind Brüder, geboren 1888 und 1894 in Verdreng, von den ersterer im Jahre 1912, letzterer im Jahre 1920 nach Dobliäka gora geheiratet hat. Während Ferdinand Weiß als gewalttätiger Mann bekannt war, neigte Peter Weiß mehr zur Gutmütigkeit und wurde wahrscheinlich gegen seinen Willen durch unglück¬ liche Verkettung der Umstände ins Verderben mit¬ gerissen. Er starb im Kerker des Kreisgerichtes am 25. August 1921 an Tuberkulose. Laut Be¬ richt des Gefängnisseelsorgers verharrte er bis zu seinem Tode bei seiner Behauptung und Aus¬ sage, daß er unschuldig sei. Ferdinad Weiß aber wurde bei der letzten Schwurgerichtsverhandlung in Novomesto zum Tode durch den Strang ver¬ urteilt. Er ließ die Nichtigkensbescherde einreichen, die bis heule noch nicht erledigt ist. Stara cerkev. (Volksbewegung.) Im abgelaufenen Jahre gab es in der Mitterdorser Pfarre 12 Eheschließungen, 39 Geburten und 29 Ster befalle. — (Ein Totgeglaubter meldet sich.) Vom Kcuschler Rudolf Perz, dessen Frau und Kinder in Obrern leben, fehlte seit November 1914 jedes Lebenszeichen. Aus Galizien halte er damals das letztemal geschrieben. Vorige Woche ist ein Langentoner namens Maußer aus sibiri¬ scher Kriegsgefangenschaft zurückgekommen und durch ihn hat Perz seine Familie melden lassen, daß er mit einem der nächsten Gefangenentrans¬ porte von Sibirien abgehen und spätestens zu Ostern nach Hause kommen werde. Der Familie, die in dürftigen Verhältnissen lebt, wünschen alle, daß die angekündigte Heimkehr des durch über sieben Jahre Verschollenen ohne weiteren Unfall erfolgen möge. — (Genossenschaftliches.) Die hiesige Raiffeisenkasse hat fürs laufende Jahr den Zins¬ fuß für Einlagen mit 3Vr°/o, für Darlehen mit 5°/o festgesetzt. KneLja kipa. (Fund von Eisen und Kupfererzen.) Herr Joses Kofler aus Knerja lipa berichtet uns, daß er in der Gemeinde KneLja lipa Erze in großer Ausdehnung gefunden habe, die 32°/o Eisen und Kupfer enthalten. Diesen Seite 12. Gottscheer Zeitung — Nr. 3 Jahrgang IV. Eisen» und Kupfergehalt enthalten die Erze an der Oberfläche und ist mit Gewißheit anzunehmen, daß die tiefer liegenden Erze einen größeren Pro¬ zentgehalt aufweiseu werden. Um im Frühjahre mit dem Freischurs beginnen zu können, ladet Herr Kofler zur Bildung einer Gesellschaft ein. Lrm potok. (Gemeinde wähl.) Gewählt wurden 10 Ausschußmänner, welche alle der Goit- scheer Bauernpartei angehören. Am 9. Jänner fand nun die Wahl des Gemeindevorstehers und der Gemeinderäte statt. Zum Gemeindevorsteher wurde Herr Matthias Maichin aus Zajcjavas, in den Gcmeinderat die Herren Johann Putre aus ^rnipstok, Andreas Jaklitsch au« ^ruipotok und Alois Petsche aus Zajäjavas gewählt. An Mitgliedsbeiträgen und Spenden haben die Ortschaften an die Zentralleitung den nam¬ haften Betrag von 352 K abgeführt. Gotenica. (Volksbewegung.) Die hie- sigen Matriken weisen im abgelaufenen Jahre folgendes auf: 9 Geburten, 5 Sterbefälle, und zwar: Johann Högler Nr. 4, 83 Jahre alt; Maria Stampfl Nr. 32, 81 Jahre; Margareta Weber Nr. 103, 67 Jahre; Johann Grünseich Nr. 102, 30 Jahre alt; Peter Stampfl Nr. 48, 86 Jahre alt. Das Trauungsbuch weist die Trau¬ ung von 6 Paaren auf. Jakuten- und Marktbericht. Valuten: Zagreb 17. Jänner. Lire 12'80, Dollar 284'50, Deutsche Mark 158, Ungarische Krone 43 50. Mastvieh 20 — 25, Halbmastvieh 15—18, Jungvieh 14—16. — Heu 6—7. Landhäuschen mit 2 bis 3 Wohnzimmern, Küche, Nebenränmen, einem Obstgarten und einigen Grundstücken (Brennholz, Futter für eine Kuh) in der Umgebung von KoLevje zu kaufen gesucht. Adresse bei der Schristleitung. 3—2 ZpMime her Stack siocevff. Ausweis für den Monat Dezember 1921. Einlagen: Stand Lude November 1921 X 32,973.305'23 Eingelegt von 348 Parteien „ 2,415.756'96 Behoben von 150 Parteien „ 752.724'34 Kapitalisierte Zinsen für 1921 „ 853.395'70 Stand Ende Dezember 1921 „ 35,489.833'65 Allgem. Reservefond Stand Ende 1920 . 5727 — Khpothekar-Darkehe»: zugezählt wurden. 42.000 — rückgezahlt.„ 178.192'14 Stand Ende Dezember 1921 „ 1,373.279 65 Wechsek-Darkehen: Stand Ende Dezember 1921 „ 2,208.850'— Zinsfuß: für Einlagen 3 V2"/« ohne Abzug der Rentenst., für Hypotheken 5°/o, für Darlehen an Gemeinden u. Korpor. 4 */2°/». für Wechsel 6°/v. KoLevje, am 31. Dezember 1921. Die Direktion. Ve-antwortlicker Sckr'ltleiier K. Krker - ^ernusgeser und R-rl-aer „G.ütscheer Bauernvarte»" Ruckdruckerei 7l>»e> BanUcek ui v^oiticke». «UUUWW 5—2 Mathilde Lesser g«v. Lsekinkel Laumsistsr, Unternebinsr, vaobäsoksr unä alle, äie ein xut x'eäeobies vuob baden vollen, xesioberi Hessen Legen, Hagel, 8obnee, .Lranä unä 8tnrmvinä, verlangt Offerte. Schwer betroffen geben wir allen Freunden und Bekannten daheim und denen in Amerika (Brooklyn) die Nachricht, daß Gott, der Herr über Leben und Tod, unsere geliebte Tochter, Gattin im Alter von 25 Jahren zu sich abberufen hat. Die teuere Verblichene, Mutter von drei kleinen Kindern, starb nach langem, mehrmonatigem Leiden, versehen mit den heil. Sterbesakramenten, am 6. Jänner. Das Leichenbegängnis findet am 8. Jänner auf dem Grtsfriedhofe in Göttenitz statt. Höttenitz, am 7. Jänner !?22. Josef Lesser Gatte. ^8be8t8ekieker, 6a8 be8te Mittel Mr Deckung äer väcker uncl dauern. - kadrik in Karlovac (Kroatien). ttsuptvertrelunA kür Slowenien: ttoLsvsn, IVIosle, p. rinovnivs, KonvnZsIro. Matthias und Maria Uchinkel Eltern. Lehrzimge aus besserem Haufe, mit guter Schulbildung, wird aus¬ genommen bei der Firma Hajetan Murk», Stuf, Slo- venski trg Nr. 4. 4—2 Wenn Sie sät u. billiA eillkslllell wollen, dann bitte, bemüben Sie sich freundlichst in mein Geschäft. —— Sie finden bei mir: Kerren- .. u. Samenkleiüerftosfe, Bar¬ chente, Kottone, Alaudrncke, chrsorte, Leinwand, Bett¬ zeuge, Küte, Schuhe, Ga¬ lanterie-, Kurz- und Wirk¬ waren jeder Ar t und in öeker Hualität, sowie sämtliche Spezereiartikel, Maismehl, Weizenmehl, Wo lenta, Kleie, Reis, Zucker, Kaffee, Hee usw. Sämtliche Zugehöre für Schneider und Bayerinnen. Wiederverkäufe,: —-d verlangt von mir Srcife! Für beste und reellste Bedienung wird garantiert! Mi; Hrene «emisclMarenftänaiung i« Kscevje. Gin starker Doppetschtitten ist preiswert zu verkaufen. 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I >1 IM V I Einlagenstand Ende Dezember 1918: I 8M888K llös slSllt KüOKVjk LM?!r Das Amtslokal der Sparkasse der Stadt KoLevje be- Amtstage jeden Montag und Donnerstag von 8 bis 11 Uhr und an findet sich im Schloßgebäude am Auerspergplatz. allen Jahrmarkttagen von 9 bis 11 Uhr vormittags.