FeüMnü nfaPsn?»-oMnl Preis Din 150 71. lahrcang Ifssheint wöchentlich siebenmal. Schrtftleftuag (Tel latarurb. Nr. 28701 eewf» Verwaltung a Buchdruckerei (Tel Interurb. Ni. 2024): Maribor, Jurčičeva ul.4 Brleti Anfragen Rückporto beilegen. Manuskripte werden nicht retumieit .».x.xXxxxxxxxXxXXXXXXXXXxxXXX\\xxs § llfc; i Sil Nr 326 Samstag, den 5. Dezember 1931 Inseraten- «u Abonnements-Annahme In Maribor: Jurčičeva ul. 4 (Verwaltuef). Bezugspreise; Abholen, monatl. 23 Din, zustellen 24 Din. durch Post monstL 23 Din, für das übrige Ausland rnonati. 33 Din. Einzelnummer I bis 2 Dbw ÜJinrib vier ftcitium j Tit Licejska knjigi Ljubljana Vo n Srtölen Die Schließung der Konferenz am runden Tifch. Die zweite Jnd en uonferenz hat >hre Schußsitzung abgehalten. Formell ist es flicht zu ihrem Abbruch gekommen, ^ber nur formell. Inhaltlich hat die Konferenz die Aufgaben, die ihr gestellt wurden, ncht zu lösen vermocht. Nachdem die erste Indien-Konferenz im Jänner abgebrochen wurde, war die letzte Spur von Optimismus sowohl in England, wie in Indien verschwunden. Bon einer Tominialversassung, geschweige denn von einer Unabhängigkeit Indiens, war damals !n London weit und bre.t nichts zu hören. Der Plan einer Föderativver'assung unter strengster englischer Kontrolle stand im Vordergrund. Indien war empört, insoweit die Gandh'.-Partei mit Indien identi'iz.ert werden 'ann. Da es aber die einzige politische Massenparte, Indiens ist, müssen ihre Manifestationen für Aeußerungen des indischen Vo.kes gelten. Das leitende Organ der Gandhi-Bewegung, der National-Kongreß, hat allerdings von einer kategorischen Verurteilung des Werkes von London abgesehen. Die Verhandlungen, die der damalige Vizekönig von Indien, Lord Irwin, mit Gandhi einleitete, haben insoweit zu einem positiven Ergebnis geführt, als der große Jndienlührer sich bereit erklärte, aus der geschaffenen Grundlage weiter zu bauen und an der zweiten Konferenz teilzunehmen. Zwar war man in Indien bis zum letzten Augenblick darüber im Unklaren, ob Gandhi dun wirklich nach London reisen würde, Und es scheint, daß er es selbst auch n'cht genau wußte. Aber schließlich hat er die toeite Reise a»getreten. Sie war mit großen Hoifnungen verbunden. Das Eintreffen Gandhis in London wurde zu einer Sensation, ebenso wie sein erstmaliges Erscheinen _ ausgerechnet an einem seine Schweigelage — im Konferenzsaal. Doch bald, allzu bald hatte man sich an die Anwesenheit Gandhis gewöhnt Und da hat es sich her-ausgestellt, daß auch die Beteiligung des E>ai,ptvertreters des Nationalkongresses uct W Beratungen nichts an deren Endergeb-dls bzw. an dem Fehlen eines solchen Er» ll^bnisses ändern könnte. Mit gewisser Genugtuung sah sich die englische Regierung m Lage, festzustellen, daß ncht sie, sondern °ir einzelnen indischen Mitolieder eine Uroduktive Arbeit am runden T'sch erschwe-tch. De Streitigkeiten, die um die Mino-Atätsrechte entbrannten, bewiesen, daß die 'ut heuiigen Indien herrschenden Gegensätze Unüberbrückbar sind und daß es unmöglich R die Hindus, Mohammedaner, Sikhs und arigz unter einen Hut zu bringen. , Es mag dahingestellt bleiben, inwieweit ie englische Regierung diese StrestigO ten "ufrichtig bedauerte. Wären alle Böcker-?ud Religionsgruppen Indens untere,nan-einig, so wäre die Sache Englands in Lstdieri verloren. Bei der heutigen Lage der , 'fgp kann aber England sich immer daraus etufen, daß es äußerst gefährlich wäre, «tidien sich selbst zu überlassen, k Die unmittelbar bevorstehende Unterhaus Ifi e ro'r^ beweisen, inwieweit die Kng-^Ndsr ihre Freude über den Mißerfolg der /U'erenz werden verberaen können Die ■ outif der geballen Faust, wie ste Wiusten Ghu c a ©turmW Ser Demokraten g^egierungepolitäf — Die Mit dem Zusammentritt des amerikanischen Kongresses am 27. Dezember beginnt der eigentliche innenpolitische Kamps um die Ratifizierung d's .^aouer Schul-denjahrcs. Die Debatte über die kommende Kongretz-Taoung wird immer lebhafter und findet dies in der Prell? ein nachhaltiges Echo D-r Ausgang die'er für die internationale Schulden- und Finanzpolitik hockstnirbtioen Anseina^derstvung erscheint mit Rücksicht aus den Shtrmfauf der Demokraten geoen die Politik Hoovers völlig unklar. Der demokratische Abgeordnete Rcnthin hat bereits in einer sehr scharfen Erklärung den ersten Vorstoß an- gkgen öle repubüfanVcBe Aussichten völlig unklar Washington,^ Dezember, gekündigt, indem er sagte, die demokratische Fraktion werde im Kongreß den Antrag stellen, sämtliche Anleihen der amerikanischen Privatbanken mögen einer Prüfung unterzogen werd"n, damit endlich einmal festgestellt werde, um welche Betrage es sich handelt, die letzten Endes der amerikanischen Wirtschaft entzogen werden. In Regierungskreisen herrscht eine optimistische Stimmung, es wird sedoch in Kreisen, die Hoover nahe stehen, nicht verhehlt, daß man damit rechnen müsse, daß der Kongreß die Ratifizierung des Hoover-Moratoriums ablehnt. Die Teuerungszulagen Der Aknsioniften Neuregelung durch eine Ministerialderordnung Der Ministerrat verließ eine Verordnung über die Bemessung der Teuerungszulagen für staatliche Ruheständler. Die Verordnung bestimmt u. a., daß den Ruheständlern die Teuerungszulagen nach der Wohnortsklasse gebühren. Pensionisten, die vor dem Inkrafttreten des Beamtengesetzes vom 30. Juli 1923 in den Ruhestand versetzt wurden, werden in den Genuß nachstehender Zulagen gebracht: Pensionisten mit über 20 Dienstjahren, die in Dinaren oder Kronen bis 2999 Dinar jährlich beziehen, in der ersten Wohnortsklasse monatlich 1200, in der zweiten 1000 und in der dritten 900 Dinar; mit einer Pension von 3000 bis 4999 Dinar oder Kronen 1400,1200 und 1000 Din.; mit einer Pension von 5000 bis 6999 Dinar bezw. Kronen 1600, 1400 und 1200 Dinar; mit einer Pension von 7000 Dinar oder Kronen aufwärts 1800, 1600 und 1400 Dinar. Ruheständler mit weniger als 20 Dienst-johreit gebühren bei einer Pension bis 2999 Dinar oder Kronen 609. 800 trb 700 Din; von 3000 bis 4969 Dinar 1000, 900 und 800 Dinar, von 5000 bis 6699 Dinar oder Kronen 1200, 1000 und 900 Dinar; bei einer Pension von über 7000 Dinar oder Kronen 1400, 1200 und 1000 Dinar. Pension'strn mit mindestens 20 Dienst-jahren, die als Provinzstatthalter, Abgeordnete, Minister «sw. in den Ruhestand versetzt werden, gebühren monatlich 1300 Din Teuerungs'»lagen. Pensionisten, die im Genüsse der vollen Pension stehen, werden die Teuerungszulagen nach ihren Bezügen bis 3000 Dinar mit 1500, 1300 und 1100 Dinar bemessen, bei Bezügen von 3090 bis 5000 Dinar 1700 1400, und 1200 Dinar, bei Bezügen von 5900 bis 7000 Dinar 2000, ,600 und 1300 Dinar, bei Bezügen von 7000 bis 8000 Di- B e o g r a d, 4. Dezember, nar 2100, 1800 und 1500 Dinar, bei Bezügen über 9000 Dinar 2200, 1900 und 1600 Dinar. Unterbeamte erhalten 750, 700 und 650, Diener dagegen 650, 600 und 550 Dinar monatlich an Teuerungszulagen. Das Ergebnis der Volkszählung B e o g r a d, 4. Dezember. Das Zentralamt für die Statistik der Volkszählung vom 1. April d. I. hat seine Arbeiten beendet. Nach den statistischen Ermittlungen umfaßt Jugoslawien 248.656 Quadratkilometer. Die Zahl der Haushalte bezifferte sich am 31. März im ganzen Skaa te auf 2,724.329. Iugosläwien zählt 6 Mill. 894 561 Männer und 7 Mill. 036.375 Frauen. zusammen 13,930.918. Das Draubanat umfaßt 15.936 km'. Die Zahl der Haushalte ist 231.704. Im Draubanat leben 540.162 Männer und 580.387 Frauen, zusammen 1,120.549. Kurze Nachrichten B e r l i n, 4. Dezember. Der Zustand des ehemaligen Reichsbanr-präsidenten Dr. Schacht, der bei einem Autounglück zwischen Berlin und Rostock schwere Verletzungen erlitten hat, beginnt sich zu bessern. Man konstatierte bei ihm den Bruch der sechsten und siebenten Rippe. P a r i §, 4. Dezember. Der zweite Unterausschuß der deutsch-französischen Wirtschaftskommission beriet gestern über die Frage einer gemeinsamen Organisation der zivilen Luftschiffahrt. Es wurde die Schaffung gemeinsamer Linien zwischen Europa und Südamerika, ferner zwischen Europa und den französischen Afrikakolonien sowie mit dem Fernen Osten OW empfohlen. Natlonawasenforschung durch Ehe Die Amerikanerin Elisa B a 11 e n h 111' kann auf eine eigenartige Berühmtheit Anspruch erheben. Sie stellte sich offensichtlich die Aufgabe, die Eigenschaften verschiedener Nationen auf praktische Weise zu studieren, und zwar ging sie eine ganze Reihe von Ehen mit Männern aus allen Herren Länder ein. Sie begann ihre „Forschung", indem sie einen nach Amerika eingewanderten deutschen Ingenieur heiratete. Nach kurzer Zeit war Elisa Battenhill enttäuscht. Der Mann verlangte von ihr nach althergebrachter deutscher Sitte, daß sie chm ein gemütliches Heim einrichte und selbst das Esten zubereite. Der extravaganten Amerikanerin paßten solche patriarchalischen Ansichten ihres deutschen Gemahls nicht. Sie ließ sich von ihm scheiden und vermählte sich mit einem I r-l ä n d e r, der sie genau so wenig wie sein Vorgänger zu beglücken vermochte. Sie entdeckte mit Entsetzen, daß der Irländer dem Branntwein huldigte. Damit war die eheliche Eintracht vorbei. Ein französischer Kaufmann kam als Dritter an die Reihe. Er erwies sich aber als unerträglicher Spießer und Pedant. Der Nachfolger des Franzosen war ein musikalischer Portugiese. Er brachte die Frau beinahe zum Irrsinn, indem er stundenlang Flöte spielte, und zwar immer dasselbe Flötenlied „La Paloma". Auch dieses Glück war nach drei Monaten verflogen. Die Stelle des Portugiesen nahm ein R u s s e ein. Er nahm am Weltkriege teil und muhte nach der bolschewistischen Revolution den Weg ins Exil antreten. Er benahm sich seiner Frau gegenüber wie ein Barbar und machte ihr fürchterliche Eifer, suchtsszenen, die häufig mit Ohrfeigen ent» beten. Statt Liebe erzeugte er bei der Frau Haß. Ihm folgte ein M e x i k a n e r, der sehr schlechte Manieren an den Tag legte. Er wurde schnell abgetan. Eigentlich wollte die unkernehmungs-lustige Dame mit einem Holländer oder Schweden das Glück versuchen. Da aber kein Vertreter dieser Nationen zu haben war, wurde der Nachkomme eines indianischen Häuptlings Frau Elisas siebenter Mann. Er stieß Jack Battenhill, kleidete sich wie ein Indianerführer und war in seiner Eigenschaft als Dollarmillionär und Besitzer von Petroleumfeldern imstande, alle Wünsche seiner 41jährigen Frau zu erfüllen. Z ü r i ch, 4. Dezember. Devisen: Beograd 9.05, Paris 20.105, London 17.30, Newpork 513.75, Mailand 26.40, Prag 15.23, Berlin 121.70. Z a g r e b, 3. Dezember. Devisen: Mailand 287.26—293.26, London 185.91— 193.41, Newpork Scheck 5620.93—5637.93, Paris 220.80—221.46, Prag 167.20—167.70, Zürich 1097.80—1101.15. L j u b l j a n a, 4. Dezember. D e v i-1 e n: Zürich 1097.85—1101.15, London 184.81—192.31, Newpork 5614.05—5631.05, Paris 220.66-221.32, Prag 167.20—167.70, rch'll empfiehlt, ist heute nicht mehr tragbar, Konzessionen sind erforderlich. Daß England in Bezug auf die Konzessionen Indien gegenüber allzuweit ging, kann heute, nach Beendigung der Kon'erenz, w'rküch nicht behauptet werden. Indien wird auf eine dominiale Verfassung noch eine gute Weile warten müssen. Zunächst einmal soll das Land in einer langen Reihe von Jahren allmählich an eine Selbstverwaltung ge- wöhnt werden. Diese Selbstverwaltung ist auf dem Föderativ-Prinzip aufgebaut. Als vrnes Ziel schwebt Macdonald und Sir Tej Bahadur Sapru, eine 2frt Pan-Indien vor, daß umso leichter unter der englischen Oberkontrolle stehen würde, je harmonischer !ein Aufbau ist. Dieses Pan-Indien bildet die Parole der Konferenz am runden Tisch. Wird Gandhi nach seiner .Heimkehr sie vor seinen Anhängern verteidigen können, ja verteidigen wollen? Und vor allen Dingen: werden seine Anhänger da mitmachen? Das ist eine große Frage. Aber auch hier hat England klug für eine Ablenkung vorgesorgt: die Meinungsverschiedenheiten zwischen den vier indischen .Hauptgruppen, den Hindus, Moslems, Sikhs und Parias, sind nicht aus der Welt geschasst, Sanistag, den 5. Dezember 1931. --Vf flja. ■’ »w', sie werden auf iridischem Boden weiter ausgetragen. Umso trauriger für Indien, und umso besser für England. Zunächst einmal hat sich Macdonald durch die Erledigung der Konferenz in der Judieni-frage eine kleine Atempause verschafft. Er wird sich jetzt ganz viel wesentlicheren Aufgaben widmen können, von denen das Schick sal Englands augenblicklich direkt abhängt. Denn was ist schon das Indien-Problem im Vergleich zu der neuen Pfundkatastrophe! In diesem Zeichen steht heute ganz England, und so wird die Abreise Gandhis allein aus diesem Grunde nicht mehr das Aufsehen erregen wie seine Ankunst vor beinahe drei Monaten. Der Jopanlfcöe Oberbefehlshaber tritt zurück Der Oberbefehlshaber der japanischen Truppen in der Mandschurei, General H on-f o, soll um seine Entlassung aus dem Heeresdienst gebeten haben, da er mit der Politik seiner Regierung in Tokio nicht einverstanden sein soll. In WmlerkMe nach ©au * 3009 tschechoslowakische Arbeitslose auf dem Hungermarsch in die Heimat. Prag, 3. Dezember. Wie der „Telegraf" berichtet, haben 3000 tschechoslowakische Arbeitslose, die sich in Frankreich in größter Not befinden, beschlossen, zu Fuß in die Heimat zurückzukehrcn, da sie kein Geld für die Rückfahrt haben. Auch die tschechoslowakischen Konsulate in Straß bürg und Paris verfügen nicht über genügend Geldmittel. Eine Abteilung der Heimkehrer ist bereits in Straßburg eingetrofsen. Es befinden sich unter ihnen Arbeitslose, die aus Marseille den 1200 Kilometer langen Weg zu Fuß zurückgelegt haben. Galgen für unvorsichtige Autofahrer Noch vor zehn Jahren waren in Vorderasien Automobile völlig unbekannt. Die vereinzelten Exemplare dieses Beförderungsmittels gehörten den europäischen Besatzungs behörden oder durchreisenden Touristen. Die arabischen Räuber machten mit Vorliebe die Insassen der „eisernen Teufelsmaschinen" zum Ziele ihrer Raubüberfälle. Ste wußten, daß von den reichen englischen und amerikanischen Touristen immer ein „anständiger" Erlös zu erwarten sei. Seit dieser Zeit hat sich vieles in Arabien geändert. Es gibt dort heute einheimische Automobile genug, und sogar zahlreiche Autodroschken werden von arabischen Chauffeuren auf den Landstraßen Arabiens gefahren. Im arabischen Königreiche Hedschas ist das Autogewerbe von dem Engländer John Philbe, einem hervorragenden Kenner der orientalischen Verhältnisse, organisiert worden. Noch vor kurzem waren Autounfälle in Arabien eine Tageserscheinung, und zwar infolge der Leichtfertigkeit der arabischen Chauffeure, die ihr Steuerrad mit derselben Leidenschaft zu behandeln pflegen, als wäre es ein arabischer Vollblütler. Die Energie des Königs Jbn Saud machte dieser halsbrecherischen Raserei ein Ende. Einige arabische Chauffeure, die die vom König erlassenen Bestimmungen nicht befolgten und Unglücksfälle verursachten, wurden zur Abschreckung auf den Stellen, an denen sich die Unfälle ereigneten, öffentlich aufgehängt. Der Anblick der Galgen mit den im Winde sich bewegenden Skeletten der unglücklichen Chauffeure hatte einen durchschlagenden Erfolg. Seit dieser Zeit war kein einziger Autonnfall auf den Landstraßen von Hedschas zu verzeichnen. onarchiepuifch in Polen? Befürchtungen der Opposition — Am Ende des großen „Hoch- verratsprozeffes" Der große „Hochverralsprozeß" gegen die oppositionellen Abgeordneten, die seinerzeit in skandalösester Weise ihrer persönlichen Freiheit beraubt wurden und damit der Stadt Brest Litowsk zu neuerlichem „Ruhme" verhelfen mußten, geht seinem Ende entgegen. Der Zeitraum der nächsten Verhandlungswoche soll von den Verteidigern mit ihren Plaidohers ausgefüllt werden. Unter den zur Verlesung gelangenden Dokumen ten gilt als geradezu sensationell die schriftliche Aussage des im Ausland lebenden bauernparteilichen Senators Dr. Motz, der von einem Gespräch des Autors mit dem ehemaligen Ministerpräsidenten und Chef des Regierungsblocks im Sejm, Oberst Slawek, zu erzählen weiß. Nach diesem Gespräch, welches vor Zeugen stattgefunden haben soll, sei W a r s ch a u, 3. Dezember. Brest-Litowsk schon einige Jahre vorher als erster Schritt in der Richtung einer systematischen Umformung Polens in eine Monarchie vorgedacht worden. Im Laufe dieses Gespräches, welches im März 1928 stattfand, soll Slawek zwecks Erreichung dieses Zieles die ständige Provozierung der Oppositionsparteien, ferner die Auflösung des Sejm und die physische und moralische Zertrümmerung der Feinde Pil-sudskis in Aussicht gestellt haben. Aber auch aus den Aussagen des Fürsten Radziwill geht unzweifelhaft eine monarchistische Gesinnung hervor. - Die in der Opposition befindlichen polnischen Parteien fürchten sehr um den Bestand der Republik, und man glaubt, daß ein Putsch zwecks Einsetzung der Monarchie nicht ausgeschlossen sei. Bom mandschurischen Kriegsschauplatz > Japanische Mäschinengewehrabteiluirgen I gegen feindliche Flugzeugbeobachter unsichtgehen unter dem Schutz von Netzen, die sie | bar machen sollen, zum Angriff vor. rund 2200 Streichholzköpfchen anfertigen. Mit dem Kalk aus dem menschlichen Körper würde man die Decke eines Zimmers weißen und aus dem Eisengehalt ein paar mittelgroße Nadeln, fabrizieren können. Dr. Law-son begnügte sich nicht mit der Aufzählung aller Produkte, die aus dem menschlichen Or ganismus erzeugt werden können. Er ging noch weiter und versuchte auf Grund der Heu tigert englischen Marktpreise sozusagen den durchschnittlichen Marktwert eines Menschen festzustellen. Es erwies sich, daß der Gesamtwert aller aus einem Menschen herstellbaren Produkte verschwindend klein ist. König Georgs Papagei Als König Georg rö. noch- Thronfolger war, unternahm er eine Reise'um die Welt. In Portesaide kaufte er sich einen Papagei, den er nach London mitnahm.und im Buk-kiugham-Palast aufstellte. Im Laufe der Zeit ist der Vogel — er erhielt den Namen Charlotte — zum besten Freunde des Prinzen von Wales, des späteren Königs von England geworden. Charlotte st jetzt 67 Jahre alt. Die Papageien sind bekanntlich sehr langlebig. Das hohe Alter hindert diese Vögel nicht, munter, froh und geschwätzig zu bleiben. Charlotte begleitet ihren Herrn auf allen seinen Reisen. Sie wandert mit dem König aus dem Buckingham-Pal-st ins Schloß Balmoral, und auch in die Sommerresidenz des königlichen Hauses. Im Buckingham-Palais steht der Käfig des Papageien im Arbeitszimmer des Königs. Früh morgens, wenn Georg 5. die Zeitungen liest, sitzt Charlotte auf seiner Schulter. Der Papagei verfügt über „bedeutende" Sprachkenntnisse. Er kennt eine große Zahl von Scherz- und Schimpf-Worten und wird deswegens in die Salons, in denen sich die Hofdamen zu versammeln Pflegen, unter keinen Umständen zugelassen. Auch französisch vermag Charlotte einige Brocken zu sprechen. König Georg amüsiert sich köstlich, wenn irgend ein Minister oder hoher Beamter, der zum ersten Mal zur Audienz erscheint, plötzlich in größte Verlegenheit gerät. Charlotte hat nämlich die Angewohnheit, fremde Personen auf folgende wenig höfliche Art zu begrüßen: „Was wollen Sie hier? Raus!" Zum Gedenken an Sophie von Laroche Oesterreichische Komödie Die Schweigegelder in der Affäre der Credit-Anstalt wurden! doch ausbezahlt Im Finanzausschuß des Nationalrates gab Finanzminister Dr. W e i d e n h o f f e r Auskunft über die Bestechungsgelder in der Affäre der Credit-Anstalt. Es habe zwei Anlässe gegeben: unmittelbar nach dem Zusammenbruch im Mai und anläßlich der General Versammlung im August. Im zweiten Falle handelte es sich um die Wiederholung einer alten Hebung. Der Finanzminister erklärte, er halte die Behandlung in der Oeffentlich-keit für unglücklich. Am 12. Mai seien von der Credit-Anstalt einem Wiener Rechtsanwalt (Dr. Konirsch) 300.000 Schilling übergeben worden. Der Rechtsanwalt berufe sich auf seine Verschwiegenheitspflicht. Die zweite Zuwendung von 260.000 Schilling wurde von der Credit-Anstalt selbst durchgeführt. 00.000 S erhielten die kleinen Aktionäre (daher die Hoch Rotschild!-Rufe in der Generalversammlung), 35.000 S der Aktionärverein, 33.000 S die christlich - soziale Kleinrentnerorganisation, 74.000 S der den Heirnwehren nahe stehende Gläubigerschutzverband. Die Liste der Zeitungen und Berichterstatter wolle der Minister nicht veröffentlichen, sondern der Jvur-nalistenorganisation Wiens zur weiteren Verhandlung im Ehrenrat übergeben. Ein sozialdemokratischer Redner stellte fest, daß die Leitung der Bank durch diese Bei-träge auf Kosten des Staates für sich selbst eine wohlwollende Beurteilung erzielen wolle. Dem Rechtsamoalt könne man durch das Strafgericht die Zunge lösen. Jedenfalls habe die Credit-Anstalt Anspruch auf seine Rechnunglegung. Eine vom Staate gestützte Bank dürfe nicht 600.000 Schilling hinaus werfen, um damit christlichsoz-ale Vereine zu stützen und Zeitungen zu bestechen. Dr. Bauer wandte sich gegen die 23e Häuptling des Finanzminiisters, daß derartige ' W i e n, 3. Dezember, j „Trinkgelder" Brauch seien. Es gebe auch j noch anständige Zeitungen. Schließlich wurde folgender Antrag angenommen: „Die Regierung hat im Wege der Credit-Anstalt im Sinne des Preßgesetzes die Rückerstattung der Gelder zu fordern, die hat dem Finanzausschuß über die Verwendung der Gelder durch die unterstützten Organisationen Bericht zu erstatten. Die Ueberreichung der Lifte der Beteiligten an die Journalisten Vereinigung wird zur Kenntnis genommen. Die beschenkten Vereine haben bis 15. Dezember Rechenschaftsberichte zu erstatten." Der Antrag, die Liste der Bestochenen zu veröffentlichen, wurde abgelehnt, obwohl Dr. Bauer als Sprecher der Sozialdemokraten darauf verwies, daß die Uebcrweisung der Liste an die Journalistenorganisalion nicht genüge, weil viele Journalisten ihr ■ nicht angehören und weil es nicht angehe, daß das Parlament zugunsten einer Standesvertretung abdanke. Der „Marktwert" Menschen eines Der englische Gelehrte Dr. L a w s o n hielt in London einen interessanten Bortrag über die chemische Zusammensetzung des menschlichen Körpers. Dr. Lawsons Feststellungen basierten auf der Annahme, daß der Körper eines normalen erwachsenen Menschen etwa 65 Kilogramm wiegt. Ein Mensch von diesem Gewicht enthält 45 Liter Wasser. Aus den Fettstoffen, die der menschliche Organismus in sich trägt, könnte man sieben lange Riegel Seife Herstellen. Die Menge der Kohlenstoffe würde ausreichen, um etwa 800 Bleistifte zu fabrizieren. Aus dem Phosphor, das bekanntlich in den menschlichen Knochen enthalten ist, könnte man deren Geburtstag sich am 6. Dezember zum 200. Male fährt. Sie war eine der ersten Ach* manschrifttzellerinnen ihrer Zeit, die auf m geistigen Strömungen ihrer Zeit maßgebenden Einfluß hatte. Sie war mit Wielan , Goethe und Schiller befreundet und die Grog mutter von Clemens und Bettina Brentano- „Äweifmbige" Feste in London Während die weitaus überwiegende Messt zahl der englischen Bevölkerung fick) * folge der wirtschaftlichen Not veranlaßt st 9-die Ausgaben einzuschränken und auf u . Gebieten zu sparen, tritt in der Schicht der Londoner Lebewelt in zürnst■ dem Maße die Neigung hervor, foW‘£ j,, und exzentrische Vergnügungen P D y stalten. Neben den Gesellschaftsabenden, Cocktails mit Rauschgifizufäh'^"- > denen viert werden, verfallen Vertreter.L# Kreise der Londoner Gesellschaft Vergnügungssucht auch auf andere o Eine reiche Londoner Dame s,eron$efell# vor kurzem in ihrem Palais einen schaftsabend. Auf den Einladungskar ^eIt vermerkt, daß das Vergnügen im B von „Rot und Weiß" stattfinden ^jt Alle fterreit erf(bienen in roten nrrt Samstag, den 5. Dezember 1931. » ...... ,'ä. iii Vf^lfa bbA. jj'masaagatf.^- ■: weißen Westen, und die Kleider der Damen waren rot und weiß, mit Edelsteinen und Blumen in denselben Farben geschmückt. Auch der Rahmen der festlichen Veranstaltung war rot und weiß, die Wände der Räume mit roten und weißen Brokatstoffen über zogen, und auch die Möbel sind eigens dazu in denselben Farben angeschafft worden. Es wurden nur solche Gerichte serviert, die der zweifarbigen Lösung des Festes entsprachen, z. B. Lachs als Vorspeise und Erdbeeren mit Schlagsahne als Nachtisch. Dieses Fest leitete eine ganze Serie zweifarbiger Banketts ein. Die reichen Damen der Londoner Gesellschaft zerbrechen sich nun den Kops auf der Suche nach extravaganten Farbenz-usammenstellun-gen. Es ist nicht leicht, die gewählten zwei Farben bis in die kleinsten Einzelheitcn^ein-zuhalten. Vor allem verschlingen solche Feste horrende Geldsummen. Der älteste Mann Polens gestorben. W a r s ch a u, 3. Dezember. In Kielce starb im Alter von 120 Jahren der jüdische Kaufmann Leib L e w k o w i c z, der älteste Mann in Polen. Er war der erste Jude, der vor 80 Jahren das Recht erhielt, sich in Kielce anzusiedeln. Zu seinem Begräbnis sind seine Enkelkinder, ferner Ur- sowie Ururenkel, also mehr als 100 Nachkommen, erschienen. Der Bund der ..MMidS-vollen Affen" Fast alle Amerikaner, ohne Unterschied her gesellschaftlichen Stellung, haben die merkwürdige Passion, sich an verschiedenen Geheimbünden zu beteiligen. Etwa 54 Millionen amerikanischer Bürger beiderlei Geschlechts sind Mitglieder von geheimen Gesellschaften und Vereinen, deren Zahl um übersehbar ist. Dabei sind die geheimen Gesellschaften keinesfalls gefährlich oder um* stürzlcrisch. Es sind meistens harmlose spießbürgerliche Vereinigungen, deren geheimnis volle Namen die Phantasie des Durchschnitts amerikäners reizen. Der Amerikaner von heute fühlt sich verloren in der unendlichen Masse der Mitmenschen, die die amerikanischen Städte füllen und in ihren Gewohnheiten und Bräuchen eine monotone AeHn-lichkeit aufweifen. Desto erhabener kommt er sich vor in seiner Geheim oge, wo er nicht wehr Mr. Brown heißt, sondern „hoher und edler Ritter der blauen Malteser" genannt wird. Sein Ehrgeiz wird angenehm geki-heit, wenn ex zu einer Sitzupg oder zu einer Prozession seines Ordens eingeladen wird, des „Herrlichen Stammes des. Ben Hur", der Vereinigung der „Weißen „Mahatmas", des Bundes der „Mitleidsvöllen Affen", der Gesellschaft der „Braunen Känguruhs", der Loge des „Polarsterns" oder des „Allwissenden Hu-Hu." Jeder Geheimbund hat seine strengen Sta tuten. Die Aufnahme neuer Mitglieder wird von sehr komplizierten und geheimnisvollen Zeremonien begleitet. Die Hierarchie innerhalb jeder Gesellschaft wird .streng befolgt, sehnlich wie die Freimaurer, teilen sich die Mitglieder der.amerikanischen Geheimbünde w verschiedene Grade. So geschieht es, daß gewöhnlicher Bostoner Börsenmakler wit dein Titel „Prinz des obersten Kreises" wifwK'bct oder ein biederer Seifenfabrikant Philadelphia zum „hohen Richter der Mmlischen Geheimnisse" erkoren wird, seifiens verfolgen die unzähligen amerikanischen Geheimgesellschaften den Zweck, für %e Mitglieder verschiedene Vergnügungen |u veranstalten. Andere widmen sich der Wühltätigkeit. So hat z. B. der „Große Mo-9wl" der „Mitleidsvollen Affen" vor kur-^w eine sehr hohe Summe für Arbeitslosen Misnng gestiftet. Also doch ein Sinn im Un-lltin. Slowenen vor dem Tribunal Heute beginnt in Rom der Hochverratsprozeß gegen 39 Slowenen — Die faschistische Justiz verlangt neue Opfer R o m, 3. Dezember. Morgen beginnt vor dem hiesigen Tribunal unter Vorsitz des Generals Saporitti der Prozeß gegen die Slowenen J e l i n L i L und S v i l i g o j sowie gegen 37 Kollegen, die des Hochverrates und der terroristischen Aktion gegen, den italienischen Staat angeklagt sind. Die Anklage übernahm der Staatsanwalt Fallacoe, die Verteidigung wurde dem Rechtsanwalt Dr. Zenaro übertragen, der schon einmal in einem Slowenen-Prozeß die Verteidigung inne hatte und dabei mehr belastende als entlastende Momente zu- tage zu fördern verstand. Die Angeklagten wurden beschuldigt, auf die Abtrennung der'Venetia Giulia von Italien hingearMtet. und zu diesem Zweck eine geheime terroristische Organisation gegründet zu haben. Den beiden Hauptangeklagten wird außerdem, zur Last gelegt, e ne studentische Organisation gegründet zu haben, in der unter, dem Deckmantel sportlicher und kulturpolitischer Betätigung eine staatsfeindliche politische Aktion 'betrieben worden sei. Wellpolitik der Gegenwart Europa kann auch als Gesamtheit kein Autarkie-System ausbauen — Ein bemerkenswerter Vortrag an der Frankfurter Universität F r a n k f u r t a. M., 3. Dezember. Die Frankfurter Universität veranstaltet im heurigen Wintersemester gemeinsam mit dem Rektorat eine Vortragsreihe in außenpolitischen Fragen. Es kommen die ersten Kapazitäten Deutschlands zu Worte. Nach der Eröffnungsrede des • Rektors Prof. Dr. Madelung hielt der Leiter der Auslandsstudien Pros. D. K .ö b n e I einen hochinteressanten Vortrag über „Europäische Politik und Weltpolitik". Der Redner gab eine Schilderung der Politischen und wirtschaftlichen Situation Europas, das nicht nur geographisch als. Halbinsel Asiens erscheine, sondern auch vom Osten her in jeder .Hinsicht gebildet worden sei, und dann schnell vom Nehmenden zum Gebenden zu werden und nach Westen weiter zu leiten. Schon uor dem Weltkriege habe eine Wandlung in der Weltpolitik eingesetzt, die durch ihn beschleunigt worden sei und zu ^vermehrter Unabhängigkeit und Selbständigkeit her anderen Erdteile geführt habe, denen ein balkanisiertes Europa gegenüber stehe, da selbst in seiner Gesamtheit noch kein autar-kisches System verwirklichen könne. Eine Patentlösung gebe es für Europa nicht — auch nicht durch „Paneuropa". Wirtschaftlich müsse mit Sowjetrußland gerechnet, werden. Der wirtschaftliche Wettbewerb werde noch größer , werden, so durch den gigantischen ruffischen Fünfjahrplan und die Entwicklung in Ostasien. Eine gelbe . Gefahr bestehe nicht, viel wahrscheinlicher sei ein verschärfter ; Wettbewerb. Sbuch Australien, aufnahmefähig ! für 100 Millionen weißer Menschen, erscheine als neuer Faktor. Demgegenüber sei es falsch, von einem Untergang des Abendlandes zu weben oder gar mit Spengler Optimismus als Feigheit zu bezeichnen. Europa müsse seine Selbstzersleischung überwinden, um als einheitlicher Faktor in Erscheinung treten zu können. Die wirtschaftliche Entwicklung zeige, daß Orient und Okzident nicht mehr zu trennen sind. Einwohner.. Sibiriens bei uns im Winter frieren würde. Vieles kommt nämlich auf die Art der Kälte an. Die Unbeständigkeit des Wetters spielt dabei die entscheidende Rolle, ganz davon abgesehen, daß man in Sibirien im Winter eine ganz andere Kleidung trägt als bei uns. Am wichtigsten bleibt die Erkenntnis, daß die Kälteempfindlichkeit des Menschen eine durchaus individuelle Sache bleibt und daß der Stählung des Körpers gegen die Kälte verhältnismäßig enge Grenzen durch körperliche Konstitution jedes einzelnen gestellt sind Jede gewaltsame Ueberschreitung dieser ©reit zen kann zu den verhängnisvollsten Folgen führen. Ohne einer Verweichlichung das Wort zu reden: es ist durchaus angebracht, bei der Abhärtung der Kälte gegenüber, besonders bei Kindern, die größte Vorsicht zu üben, und dies umso mehr, je „russischer" unser Winterwetter werden sollte. Der Soft Ms Rußland Mltecinbrud) nach Mitteleuropa Ein zweijähriger Zigarrenraucher. Dst große amerikanische. Tageszeitung ''.Chicago Tribune" veröffentlichte das Bild zweijährigen Knaben, Charles Hope, als wahres Phänomen der Verfressen-Zssk gelten kann. Zum ersten Frühstück ver-hrt dieses Kind sechs. Eier mit sechs beleg-Uhl ®rotCTt< trinkt drei Tassen Kaffee aus ^ 0 raucht danach vergnüglich eine Zigarre. sj^r kleine Charles ist bereits ein „alter" d RHer. Seine erste Zigarre steckte er in d>a Dl.und, als er erst sieben Monate alt Das f’eit dieser Zeit raucht er regelmäßig. 8ufr ^(U,cfy™ scheint ihm keinen Schaden zu-jtöj.|en Seine tägliche Portion schwankt }p-n zehn bis fünfzehn Zigarren. Ob In den letzten Tagen, hat uns Rußland mit plötzlich einsetzendem winterlichen Wetter überrascht. Im Osten herrscht beständiges kaltes Wetter und es ist zu vermuten, daß der Winter es sich nunmehr auch bei uns wohnlich gemacht hat. Die Freunde des Win tersports sowie die Kohlenhändler können sich freuen. Im übrigen jedoch wäre uns in diesem Winter der Entbehrungen ein milderes Wetter angenehmer. Rußland gilt seit jeher als das klassische Land der WinterMte. In der Tat gibt es in Rußland Gegenden, die zu den kältesten der Welt gehören. So etwa das Gebiet von Ber-hojansk in Nordsibirien, wo Temperaturen bis 63 Grad gemessen wurden. Im europäischen Rußland herrscht allerdings ein viel milderes Klima, und es gibt dort Jahre, wo die Kälte die mitteleuropäischen Ausmaße nicht überschreitet. Aber selbst im strengen Winter zeigt das Thermometer, etwa in Mos kau nur selten mehr als 15—20 Grad, und die Tage, an denen die kleineren Schulkinder zu Hause bleiben können, nämlich die Tage mit 16 Grad Morgentemperatur, sind gezählt. Im übrigen gilt gerade das Moskauer Klima als ein besonders gesundes, während etwa der Petersburger Winter mit seinen rapiden Schwankungen zwischen Tauwetter und eisigen Schneestürmen viel größere Ansprüche an die Widerstandskraft des Menschen stellt. Was den russischen Winter besonders erträglich macht, das ist der meistens große Schneereichtum. Frost ohne Schnee ist. in Rußland eine Seltenheit. Der größte Feind jedes Einwohners der russischen Ebene ist nicht die Kälte an sich, sondern der Wind vor allen Dingen der Schneewind, „Metel" oder „Buran". Ein solcher Wind braucht gar nicht phantastisch tie’e Temperaturen, um lebensgefährlich zu werden. Dagegen läßt sich diese Nachricht auf Wahrheit beruht oder der Phantasie eines amerikanischen Journalisten entsprungen ist, bleibe dahingestellt bei Windstille in einer schneereichen Gegend die gtiißte Kälte verhältnismäßig leicht ertragen. Jedenfalls wirkt sie bei genügender Vorsicht keinesfalls gesundheitsschädigend, sondern sogar gesundheitsfördernd. Es ist in dieser Hinsicht bezeichnend, daß die kältesten Gebiete Sibiriens, so das oben erwähnte Verhojansk-Eebiet, zu den gesündesten gehören. Die Luft ist dort so gut wie völlig keiner ei, und die Luftbewegung ist infolge der benachbarten Berge sehr gering. Mancher Lungenkranke, der in Verhojansk den Winter verbringt, kehrt geheilt heim. Inwieweit es wissenschaftlich richtig ist, Rußland als Heimat der Kälte anzusehen, muß dahingestellt bleiben. Jedenfalls ist Mitteleuropa im Winter einem doppelten Einfluß ausgesetzt: die feuchtmilden Seeluftmassen vom Westen kämpfen mit den trockenen und kalten, die von Osten kommen. Der Sieg des einen oder des anderen Faktors bestimmt unsere Wetterverhältnisse. Das ist, auf eine grobe schematische Formel gebracht, der Krieg, der sich allwinterlich bei uns, genauer über uns, abspielt. In den letzten Tagen war die Rußlandtendenz in Mitteleuropa vorherrschend. Jnteressanterweise herrscht im hohen Norden ununterbrochen durchaus mildes Wetter. So konnte Island und sogar Spitzbergen tage- und wochenlang höhere Temperaturen als manche Gegend in Westeuropa mel den. Die Vorstellung, daß die Verteilung der Kälte sich streng nach Breitengraden richtet, ist nur sehr bedingt richtig. Auf jedenFall ist es falsch, anzunehmen, daß der Nordpol zugleich der kälteste Punkt unserer Hemisphä re ist. Die meteorologischen Beobachtungen, die darüber angestellt wurden, kehren, daß der Kältepol viel südlicher, nämlich in Nord-stbirien, zu suchen ist. Hier ist es vielleicht am Platze, mit der irrtümlichen Meinung aulzuräumen, daß Menschen, die. aus kälten Gegenden stammen, gegen Kälte besonders gefeit seien. Es ist im Gegenteil durchaus denkbar, Fünf Rationen suchen eine Lustjacht In den amerikanischen Kreisen von Paris herrscht große Unruhe wegen des Schicksals der amerikanischen Lustjacht „Westward". Es wird befürchtet, daß die Jacht in der Baskaya-Bucht in der Nähe der breta-nischm Küste untergegangen fei. An Bord Befanden, sich fünf Personen, und zwar Mr. David P y I e nebst Gattin, zwei Matrosen und ein junger Engländer. Mr. Pyle galt als schwerreicher Mann und war in den Kreisen der amerikanischen Millionäre gut bekannt. Der junge Engländer, Sohn des britischen Admirals Cumberlege, machte die Reife als einfacher Steuermann mit. Er wollte nämlich auf diesem Wege für einen Seeroman Erlebnisse sammeln. Die Jacht hatte die französische Küste verlassen, um sich nach Lissabon zu begeben, ist aber bis jetzt dort nicht eingetroffen. Die letzte Hoffnung wurde aus einem mysteriösen Telegramm geschöpft, das vor einigen Tagen bei einem Freunde des Jachtinhabers in Paris eintraf. Die Depesche enthielt die Mitteilung, daß die Jacht „Westward" den Hafen von Balbos in Spanien angelausen hat. Merkwürdigerweise gibt es aber in Spanien keinen Hafen dieses Namens. Die Vermutung lag, auf der Hand, daß ein« Wortverwechslung stattgefunden hätte, und der in Frage kommende Hafen Bilbao hieße. Aber in Bilbao ist die Jacht nicht gesehen worden. Der Vater der Frau Pyle wandte sich in seiner großen Sorge an das französische Marinedepartement und bat um Hilfe bei den Nachforschungen. Darauf wurde per 7iadio an alle Fahrzeuge, die sich auf hoher See befanden, eine genaue Beschreibung der Jacht „Westward" gefunkt. Eine sehr hohe Belohnung wurde auf die Ermittlung der verschollenen Jacht ausgesetzt. Daraufhin begann ein Wetteifern französischer, englischer, spanischer und portugi« sischer'Schiffe auf der Suche nach der „West-ward". Auch zahlreiche Privatfachten amerikanischer Millionäre, die an der Rivieraküste lagen, stachen in See, um die vermißte Jacht oder wenigstens ihre Ueberreste ausfindig zu machen. Wie ein neuer Dalai-Lama ertoren wird Das „verbotene" Land Tibet wird bekannt lich vom Dalai-Lama regiert, der als geistlicher und zugleich weltlicher Herrscher des Landes gilti Das Verfahren, wonach eilt neuer Dalai-Lama, der Gotttönig der Tibetaner, erkoren wird, ist nach unseren europäischen Begrifien ganz merkwürdig. Bevor der regierende Dalai-Lama stirbt, oder mit die lamäitischen Gläubigen sagen, „sich in hie himmlischen Gefilde zurückzieht", teilt er gewöhnlich seiner Umgebung mit, wo er wiedergeboren werden wird. Er gibt sogar Einzelheiten an, das Haus, in dem der kleine Knabe gefunden werden soll, den Strom, der etwa in. der Nähe vorbeifließt, die Form der Berge in der Nachbarschaft und andere Merk male. Die Umgebung des Dalai-Lamas vermeidet es aber, den Sterbenden nach weiteren Einzelheiten zu fragen, um seine Sehnsucht nach den himmlischen Gefilden nicht zu vergrößern. Drei oder vier Jahre, nachoem der Dalai-Lama „fortgegangen" ist, bestimmen fünfzehn oder zwanzig hohe Lamas und andere Würdenträger den Landstrich, wo der neue Dalai-Lama gewnden werden soll, sein —. — ... Geburtsjahr sowie das seines Vaters und daß mancher [ seiner Mutter usw. Nachfragen, die man in „Maribover Zeitung" Nummer 330.__________________________________________________________4. Samstag, den 5. Dezember '1931. werden auf einen ihrer bewährtesten Stars, dem bezeichneten Bezirk anstellt, führen meist aus die Spur von drei oder vier Straßen, die ungefähr den Offenbarungen des verstorbenen Dalai-Lamas und den von den Lamas ausgestellten Richtlinien entsprechen. Tin Regenbogen, der zur Zeit der Geburt des Kindes sich am heiteren Himmel über dem Haus gezeigt hatte, oder himmlische Visionen, die die Eltern dabei gehabt haben, geben der Wahl den Ausschlag. Dann versammeln sich die Propheten und Lamas und entscheiden endgültig, wer der neue Dalai-Lama ist. Der erste Briefmarkenhänöler In einem Newyorker Krankenhaus starb im Alter von 78 Jahren William Palmer, der einstige König der Markensammler. Er starb in Armut und wurde in einem Massengrab beerdigt. An der armseligen Bestattung nahmen nur zwei Freunde des Verstorbenen teil. Palmer war der erste Mann, der vor etwa 50 Jahren auf den Gedanken verfiel, einen Handel mit gebrauchten Briefmarken anzufangen. Zur Jahrhundertwende erreichte Palmers Vermögen eine Million Dollar. Er galt damals als größter Briefmarkenhändler der Welt. Es gab weder in der neuen, noch in der alten Welt einen Markensammler, der den Namen Palmer nicht kannte. Die berühmtesten Markensammler wandten sich auf ihrer Suche nach seltenen Exemplaren an ihn. Zahlreiche gekrönte Häupter der Borkriegszeit, wie z. B. König Eduard der Siebente von England und Kaiser Nikolaus der Zweite von Rußland, standen mit Palmer im Briefwechsel. Seine großen Gewinne aus 'dem Markenhandel versuchte Pal-! wer durch Börsenspekulationen noch zu vergrößern. Der „Schwarze Freitag" und die darauf folgenden Wertstürze an der Newyorker Börse waren es, die den König der Briefmarken um sein Vermögen brachten. Berauschte Mimosen Es ist eine bekannte Tatsache, daß die Tiere ähnlich wie die Menschen auf Alkohol reagieren. Wenn den Tieren ein gewisses Quantum davon zugeführt wird, geraten sie in einen Zustand der Betrunkenheit. Merkwürdig mutet es aber an, von berauschten Pflanzen zu hören. Und doch scheinen neueiste Untersuchungen, die mit Pflanzen, und insbesondere mit den Mimosen vorgenommen worden sind, zu beweisen, daß auch man che Vertreter der Pflanzenwelt in einen Rauschzustand durch Alkohol versetzt werden können. In dem botanischen Garten von Kalkutta wurde die Beobachtung gemacht, wie die Mimose unter dem Einfluß von einigen Tropfen Alkohol in einen Zustand der Depression versetzt wurde, um dann vorübergehend eine plötzliche Steigerung der Lebens funktionen aufzuweisen, also ganz ähnlich, wie es bei dem Menschen der Fall ist. Diese Feststellung läßt die Vermutung aufkommen, daß die Mimose und vielleicht auch andere Pflanzen Muskeln besitzen. Diese Vermutung wurde durch ein Experiment bekräftigt, das an derselben Mimosenart vorgenommen worden ist. Wenn man der Mimose einen Schlag versetzt, zieht sie sich zusammen. Frauen und Freundinnen Von Stefan Stahl. Zwei Freundinnen trafen sich. „Jetzt weiß ich endlich," meinte Maud, „warum Ellen so gern lange Kleider trägt." „Hat sie es dir gesagt?" „Nein. Aber ich habe ihre Beine gesehen." * Stella stand mit Stena. Stella stöhnte: „Ich hasse ihn so ich wünsche, daß ihm ein großes Unglück widerfährt!" Stena sagte: „Das kannst du doch haben — heirate ihn." * Der Vater wütete gegen den Sohn: „Was? Eine Schauspielerin willst du heiraten? Niemals!" Der Sohn sagte leise: „Als ob das nicht alle Frauen wären!" * Das Kind heulte. „Dein Kind heult auch immer," schrie der Mann, „dauernd schreit es ohne Grund! Was hat es denn?" Antwortete die Frau sanft- „Deinen Charakter!" Die junge Frau schwärmte sehr für Sport. Und für Wetten. Vor allem hatte es ihr Schmeling angetan. „Ich habe mit meinem Mann Schmelings nächsten Kamps zehn zu eines gewettet," erzählte sie. „Wieso zehn zu eins?" Die junge Frau schlug die blauen Augen unschuldig auf. „Ganz einfach. Gewinnt Schmeling, zahlt mir mein Mann tausend Mark — verliert er aber, zahlt mir mein Mann nur hundert." * Hertha stehen die neuen Hüte schlecht. Hertha ist totunglücklich darüber. „Du mußt ihn anders tragen," bemerkte die Freundin. Hertha tritt begeistert vor den Spiegel. „Wie?" Feixt die Freundin: „In der Hand." # Karin ist sehr mondän. Karin ist'nie zu Hause. Den ganzen Tag ist sie beschäftigt: Tennis, Schwimmen, Preistanzen, Autofahren, Schneiderin, Theater, Film heben sich in wilder Folge. Neulich saß Karin beim Tee. Im Hotel. Da fiel ihr jemand auf. „Wer ist der Herr dort? Denn muß ich doch kennen?" Die Freundin flüsterte: „Natürlich mußt du ihn kennen. Das ist doch dein Mann." * „Ich habe heute nacht von Ihnen geträumt, Ellen." Ellen fragte sofort: „So? Und was für ein Kleid hatte ich an?" -Nus Ceste c.Evangelisches. Der @emeinbcaottesbicnft findet Sonntag, den 6. Dezember um 10 Uhr vormittags im Gemeindesaale statt. Anschließend Kindergottesdienst. c. Aus dem Staatsdienste. Zur Beamten* Praktikantin in der Irrenanstalt in Novo Celje wurde Fräulein Alenka P r e k o r-š e f aus Celje ernannt. c. Marionettenvorstellung im Stadttheater. Montag, den 7. d. um 20 Uhr veranstaltet das Marionettentheater des Maribo-rer Sokolvereines im Stadttheater eine Marionettenvorstellung für Erwachsene. Zur Aufführung gelangt die Faustgeschichte. Dienstag, den 8. d. findet ebendort um 16 Uhr nachmittags eine Kindervorstellung statt, bei der das „Schneewittchen" gegeben wird. c. Grundsteuervorschreibungen. Die Steu-ervenvaltnng in Celse gibt bekannt, daß die Vorschreibungen für die Grundsteuer (Nor-mil- und Ergänzungssteuer) für das Jahr 1931 bis zum 9. Dezember bei der Steuerverwaltung aufliegen. Steuerpflichtige können bis zu diesem Tage Einsprüche gegen die Bemessung der Steuer einlegen. Die Einsprüche sind mit 20 Dinar zu stempeln. c. Bevölkerungsstatistik für November. Im vergangenen Monate starben in Celje 48 Personen. Geboren wurden 39 Kinder, getraut aber 20 Paare. c. Eine neue Monatsschrift. In Celje erschien am 1. Dezember die erste Nummer der Monatsschrift „Treznost" die von dem Konsortium „Jutranja Zarja" herausgegeben wird und das Organ der Abstinenten, Pfadfinder und Esperantisten in Celje ist. Diese neue Bewegung wurde von dem Abgeordneten .Herrn Professor Alois Pavlic ins Leben gerufen und wird auch von ihm tatkräftigst geleitet. c. Zwei Skikurse. Die Wintersportsektion des Slowenischen Alpenvereines in Celje wird, sobald bei der Celjska koča genügend Schnee vorhanden fein wird, einen Skikurs veranstalten, für den Anmeldungen schon jetzt bei Herrn K r a n j c m der „Kmetska posojilnica" in der Prešernova ulica entgegengenommen werden. Der Skikurs des Sokolvereines Begann Donnerstag abend in 1 r Turnhalle. Der erste Ausflug findet schon Sonntag, den 6. d. M. zur Celjska kočo statt. c. Die Arbeitszeit in den Kaufläden am Lande. Das Bezirkshandelsgremium in Celje erhält in letzter Zeit Beschwerden seiner Mitglieder über das ungleiche Vorgehen der Sicherheitsorgane betreffend die Verordnung über das Oeffnen und Schließen der Perkaufsläden auf dem Laude. Um allen | Mißverständnissen vorzubeugen, erklärt j das das für Verkauf sichen am, Lande folgendes gilt: Gemischtwaren-, Spezerei- und Kolonialhandlungen, Delikatessengeschäfte, Krämerlokale und Greislereien dürfen am Wochentagen das ganze Jahr- über von 7 bis 12 und von 14 bis 19 Uhr an Sonntagen aber von 8 bis 12 Uhr vormittags geöffnet sein. c. Im Stadtkino wird bis einschließlich Sonntag der Tonfilm „H e u t e , N a ch t eventuel l" mit Siegfried Arno und Jenny Jugo in den Hauptrollen, Musik von Stolz, gegeben. c. Die Rettungsabteilung im November. Im vergangenen Monate intervenierte die Rettungsabteilung der Freiwilligen Feuerwehr in 40 Fällen. Davon waren 36 lieber» führungen von Kranken und Verunglückten sowie 6 erste Hilfeleistungen in Unglücksfällen. Aus Ljutomer lj. Todesfall. Im Alter von 75 Jahren verschied nach längerem Leiden der ehemalige Besitzer und Gastwirt aus Babin«, Herr Josef S e r e c. Er war einige Jahre als Vorsteher seiner Gemeinde tätig und als freundlicher und konzilianter Mann bekannt. — Friede seiner Asche! lj. Der Bezirkslandwirtschastsrat hielt vor kurzem eine Plenarsitzung ab, der zwei Vertreter der neuangegliederten Gemeinde 8tri-gova, und zwar die Herren Bürgermeister Fodroczy und Kalkbrenner teilnahmen. Letzterer wurde auch in den engeren Ausschuß kooptiert. Der Referent für Landwirtschaft und Schriftführer H. Ž n i-d a r i 6 berichtete sodann über die Tätigkeit ; des Wirtschaftsrates, worauf der Voranschlag für 1932 durchberaten wurde. Hierauf wurden einige Unterstützungen an Viehzüchter, Weinbauorganisationen und für den Wein» markt in Ljutomer genehmigt. Der Land-wirtschastsrat beschloß auch, im Verein mit dem Ortsausschüsse des Roten Kreuzes eine Sammelaktion' für die notleidenden Gebiete einzuleiten. Es werden Lebensmittel gesammelt werden. lj. Weinmarkt. Die hiesige Ortsgruppe des Weinbauvereines hatte, wie schon berichtet wurde, die Absicht, im Dezember einen Wein-markt zu veranstalten. Da jedoch die heurige Lese im-allgemeinen spät war und der Wein-nrarkt ungewöhnlich viel Zucker aufwies, dürfte der Wein im Dezember noch nicht so weit ausgebaut sein, daß sich die Interessenten zu Käufen entschließen könnten. Der, Wemmarkt findet daher erst am 12. Jänner im Gasthose Straßer statt. Es werden Weine aus dem ganzen Gebiete, also aus den Weinbaugebieten von Radgona, Ljutomer und auch von strigova ausgestellt sein. Den gleichen Tag veranstaltet die Stadtgemeinde eine Lizitation ihrer bekannt guten Weine aus Brekrovnik und Gomila. Im ganzen gelangen etwa 100 Hektoliter neuen und 30 Hektoliter alten Weines zur Versteigerung. —-------------- Theater mt Kunst Malionattheater in Maribor Repertoire Freitag, den 4. Dezember: Geschlossen. Samstag, den 5. Dezember um 15 Uhr: „Rotkäppchen". Kindervorstellung. Sonntag, den 6. Dezember um 20 Uhr: „Das Land des Lächelns". * ch „Rotkäppchen" am Mariborer Theater. Morgen, Samstag, den 5. d. M. findet im hiesigen Theater die Uraufführung von „Rdeča kapica" (Rotkäppchen), eines Kinder-Singspieles von Danilo G o-r i n s e k, statt. Es handelt sich, wie der Autor erklärt, um eine effektvolle Ergänzung und Erweiterung des Märchenstosfes in der Form einer Kinder-Operette mit Tanzeinlagen, Duetten, Liedern usw. In der Kinderwelt wird dieser Aufführung mit bren nenden Interesse entgegengefehen. Die Regie übernahm Hinko Tomašič. Gottfried U s s a r entwarf und verfertigte hiezu ganz neue Bühnendekoralionen. Die musikalische Leitung liegt in den Händen des Kapellmeisters L. Herz o g. Die Choreographie besorgt A. H a r a st o v i č. Es gibt also Premierenstimmung, diesmal für die Kleinen! auf Alexander Moissi, verzichten müssen, den wegen seiner Entbindungsafsäre (er hatte be kanntlich im Arztkittel und unter Borwand, Arzt zu sein, zu Romanstudien einer Entbindung im Salzburger Landeskrankenhaus beigewohnt) die Festspielhänsgemeinde nicht mehr auf das Programm zu setzen wagt. Man will Paul Hartmann vom Burgtheater an seiner Stelle gewinnen. ch Reinhardt in En'land. Max Reinharde ist nach der Premiere von „Hoffmanu" nach London gefahren. Er wird so'ort mit den Proben zur „Schönen.Helena" beainnen, die am Weihnachts-Heiligenabend in Manchester mit einer Besetzung Londoner Künstler zur Aufführung kommen soll.. Reinhardt wird während seines England-Aufenthaltes die Verhandlungen über die Neuinszenierung des „Mirakel", das im Frühjahr im Londoner Lyceum-Theater auf geführt werden soll, zum Abschluß bringen. — .»«■». — Sport Gllwelter Nur allzubald haben sich die vielfachen Voraussagen unserer Wetterpropheten verwirklicht. Nach dem ersten überaus reichlichen Novemberschnee ist fast über Nacht eine grimmige Kältewelle eingebrochen, die sich insbesondere in den höheren Lagen stark aus wirkt. Unsere Wintersportorganisationen sehen sich fast mitten, in die Saison versetzt und können kaum allen sich bietenden Gelegenheiten Folge leisten. Fieberhaft werden die letzten Arbeiten für eine frühzeitige provisorische Eröffnung der „Ribniška koča" zu Ende geführt, sodaß schon Heuer das Skiparadies des.„Jeserski vrh", des „Črni vrh und der „Velika kopa" allen Skijüngern zugänglich sein wird. Den ersten Ausflug "i dieses größte heimische Skigelände veranstaltet kommenden Sonntag die Wintersportset-tion des Slow. Alpenvereines. Die Abfahrt erfolgt Samstag, den 5. d. um 13 Uhr mit dem Mittagszug nach Brezno. Die Leitung des ersten Führungslaufes hat Jug' R ii n g a l d i e r übernommen. Mit besonderer Sorgfalt wurde Heuer der Wettermeldungsdienst eingerichtet. Die letzten Berichte lauten überaus günstig: „M a r i b o r s k a koča: Temperatur —5 C., 15 Zentimeter Pulverschnee. Nordwind. „Ruška koč a": Temperatur —5 w 18 Zentimeter Pulverschnee. „Klopni v r h": Temperatur ~"b' 40 Zentimeter Pulverschnee. Windstille. „Ribniška kač a": Temperatur —7, 30 Zentimeter Pulverschnee, Nordwia • Ribnica: Temperatur —4, 20 Zentimeter Pulverschnee. Windstille. : Neues Klubheim des Sportklubs „Sv • boba". Der Sportklub „Svoboda" hat tnI Palais des Kreisamtes für Arbeiterversichc-rung in der Sodna ulica ein neues Loka erhalten und dasselbe, bereits bezogen D'. neuen Klublokalitäten befinden sich im 3ir'et' ten Stock. Die erste Mitgliederzusammenkunft im neuen Heim findet heute, Freitag, abends statt. : „Mura" protestiert. Der Sportklub „Mura" hat gegen das Meisterschaftssp^ . gegen „Maribor", das zu seinen Ungunitm ausgefallen war, beim L. N. P. Einspruw erhoben. In der diesbezüglichen Einga wird vor allem Stellung gegen den Spie leitet genommen. Mit der Angelegenheit 1 sich nun die 'Schiedsrichtersektion beschäftig' die aber die Sache dem llnterverband S» weiteren Amtshandlung abgetreten hat. : „Edelweiß 1900". Die Klubmitglieder werden freundlichst eiegeladeu, sich zahlreich an der Theateraufführung 0 Männergesangvereines am 7. Dezember 8 beteiligen. Zur Aufführung gelangt Operette „Der fidele Bauer". Karten^ verkauf bei H ö f e r. : Im Europa-Cup führt zurzeit Oest^ reich mit 6 Punkten vor Ungarn (o), o lien (4), der Tschechoslowakei (4) unö Schweiz (1). : Die ungarisch« Fußballmeisterschaft Mj, vor ihrem unmittelbaren Abschluß, steht die Rangordnung schon letzt sef ■ „ Meisterschaft errang wieder „Ferenczva ^ Es folgen der Reihe nach Ujpest, Hang Bocskai, Somogy, 3. Bezirk, Attila. ria, Budai 11, Nemzeti, Kispest un° + Moissi darf nicht mehr nach Salzburg. Di« r ’ -MtiolBf-Vv Salzburger Festspiele sas Lokale C Theaterabend des Männergeangvereines Wir hatten Gelegenheit, an einer Probe des Männergesangvereines für die am 7. d. M. um 8' Uhr abends zur Aufführung gelangende Operette „Der fidele Bau e r," von Viktor Leon (Musik von Leo Fall) tcilzunehmen und müssen sagen, daß tatsächlich schon beachtenswerte Arbeit geleistet wurde, denn nach dem Gehörten ist von einem Dilletantentum keine Rede. Man merkt, daß von den Hauptdarstellern angefangen alle die Handlungen miterleben. Jeden einzelnen herauszüheben und nach seinen Leistungen zu taxieren, würde zu weit führen und ist auch nicht unsere Sache, doch können wir nicht umhin, auf einige der Mitwirkenden, besonders aufmerksam zu machen. Herr Osla g, als fideler Bauer, spielt sich in das Gemüt der Zuhörer und bringt sämtliche Saiten des seelischen Empfindens zum klingen. Herrn Hvalec liegt das Bäuerischschlaue ausnehmend gut. Seine humordurchsetzte Rolle bannt im Nu jede ernstlich sentimentale Regung und wirkt betu ernd zwerchfellerschütternd. Herr Dr. Karl & ie ser und Frl. Herta S p i t t a u, konnten als Geschwisterpaar nicht besser erwählt werden, denn ihre Vortragsweise ist verblüffend, reizend und hinreißend. Frau M a s ch a, Frl. Ruhr i, die Herren Josef B a u m eiste r. Dr. Ed. Bučar, Kurt P o dließn i g usw. sind vorzügliche und vielfach erprobte Kräfte, die dem Publikum bereits bestens bekannt sind. Sssmtai 20 Uhr Die Handlung an und für sich sinnvoll, wie die meisten älteren Operetten und erhält durch die Musik von Leo Fall eine ganz besonders künstlerische Note. Die gesanglichen Einlagen werden jeder Geschmacksrichtung gerecht, so daß gerade „Der fidele Bauer" niemals seine Anziehungskraft einbüßt und immer wirrer einen vollen Erfolg bringt. Tie Kindcrszenen sind allerliebst. Wer könnte auch den Kleinen sein Herz verschließen? ..Wie drollig wirkt der Ernst, den sie in ihren Vorträgen zum Ausdruck bringen und ist ihnen daher auch im Zeitalter der Sensationen eine herzliche Aufnahme gewiß. Herr Professor Hermann F r i s ch und Frau Berta -Ziege haben wahrlich weder Zeit noch Mühe gescheut, um aus den Mitwirkenden das beste herauszuholen und diesen Abend zu einem vielversprechenden zu gestalten, dessen Besuch sich wirklich lohnen wird. und daher nicht versäumt werden möge. Freilag. den 4. Derrmber warf. Diese Geschichte war auch schuld daran, daß es zum Totschlag kam. Am 27. Oktober weilte der Angeklagte in Maribor, wo er einen Hut kaufte. Vor dem Schlafengehen kehrte er noch ins Gasthaus Rath in Limbuš ein, wo er seinen alten Hut zum Kauf anbot. Schließlich erstand ein Bursche die Kopfbedeckung um fünf Liter Wein, die man gemeinsam austrank. Unter den Zechenden befand sich auch der junge ReLman. Als die Burschen schon ziemlich benebelt waren, gingen sie auseinander. Brau-nik und ReLman hielten sich beim Nachhausegehen sogar umschlungen und warnt ausgelassener Dinge. Gegen Mitternacht t renten sich die Zechkumpane, während Braunik und Rež man den Weg allein fortsetzten. Was.zwischen den beiden vorfiel, ist nicht recht klar. Tatsache ist, daß ReLman seinen, Freund fragte, wie die Sache mit den Schuhen eigentlich stehe. Ter Angeklagte ersuchte Rež man, die Geschichte doch begraben sein zu lassen, da ne ja längst vergessen sei. Da jedoch der hitzige Bursche die Sache weiter verfolgte und sich um die Mahnungen des immer mehr in Wut Geratenden nicht kümmerte, kam es zwischen beiden zu einer Balgerei, in- deren Verlauf Braunik seinem Freund einen Messerstich nt die Halsschlagader versetzte und Re/.imm in einer Blutlache liegen blieb. Braunik ging dann zu seiner Freundin „fernsterIn" und erzählte ihr, was vorgesallen fei. Beide gingen sodann hinaus in die Nacht und fanden ReLman bereits tot vor. Braunik wurde am nächsten Tage festgenommen, Der Angeklagte gesteht zwar die Tat ein, erklärt jedoch, in Notwehr gehandelt zu laben, da ReLman ihn angegriffen habe Den Vorsitz führte LGR. 9 e n a r t, Beisitzer waren die Kreisger-chtsrichter Doktor C e m e r und K olse k.-D-'e Anklage vertrat Staatsanwalt Sever, während die Verteidigung in den Händen des Rechtsanwaltes Dr. M ft hle i s en lag. Der Angeklagte wurde zu vier Jahren schweren Kerkers und fünf Jahren Ehrver lustes verurteilt. nicht nur in Maribor, sondern auch in jenen Umgebungsgemeinden, in denen der Zustell-dienst von Organen der Mariborer Postämter besorgt wird. Ben Freund wegen eines 'James Schuhe getötet Bor dem kleinen Senat des Preisgerichtes stand heute der 26jährige Arbeiter Franz B r a u n i k aus Vrhov dol. Es wird ihm äur Last gelegt, wegen ein Paar Schuhe ieinen Freund getötet zu haben. Mit der Angelegenheit befaßte sich seinerzeit auch unser Blatt. Der Angeklagte hatte als landwirtschaftlicher Arbeiter kein ständiges Heim. Schon seit der frühesten Jugend sich selbst überlassen, stand er bei verschiedenen Landwirten :n der Umgebung von Maribor in Dienst, so in Aadpanje, Pekre, Brhol dol und Limbuš. Braunik war ein guter Arbeiter, nur wenn et bezecht war, tonnte er gewalttätig sein. Wegen Gewalttätigkeit erscheint er schon dermal vorbestraft. Bis zum Jahre 1926 arbeitete der Auge-klagte beim Landwirt ReLman tr. Hrastje. Als er dann bei einem anderen Bauern in fettst trat und dorthin übersiedelte, kamen "Ein ReLman angeblich ein Paar Schuhe ab-Wnden. Man nahm an, daß Braunik dieselben bei der Uebersiedlung mitgenommen dEe, mas ihm auch einige Male norgemor-wurde, worüber sich der Bursche sehr getankt fühlte. Solange der Angeklagte noch R i®rastie arbeitete, war er mit dem jungen Aezman, Josef, sehr gut befreundet. Diese Freundschaft kühlte jedoch dann, als die un-9 utf selige Schuh ge schichte auftauchte, merk-chh ab_ Braunik geriet stets in Wut, wem, Qn ihm den Dieb stahl von Schuhen vor- Großer Kasinosaal Die neuen Voftgebühren Jtt unserer Nummer vom 17. November brachten wir auf Grund einer Beograder Meldung die Veränderungen im geltenden Posttarif, die bereits mit 1. Dezember in Kraft getreten find, allerdings mit einer Au: nähme. Im Fernverkehr wird nämlich die Gebür für Paketsendungen nach Zonen berechnet. Die Postverwaltung hat noch einen Entfernungsmesser aufzuarbeiten, worauf mit 1. März 1932 auch in dieser Hinsicht die neuen Gebühren in Geltung treten. Bis dahin gelten noch die bisherigen Tarife. Die Postverwaltung hat nun den neuen 'Posttarif in einer besonderen Broschüre herausgegeben, die zum Preise von 7 Dinar bei allen Postämtern erhältlich ist. Ein Vergleich des authentischen Tarifs mit den von uns bereits veröffentlichten Gebühren ergibt einige kleine Abweichungen. So beträgt die Gebühr für Paketsendungen im Lokalverkehr im Gewichte von 3 bis 5 kg. Din. 8 (statt 7, wie in der ersten Meldung infolge der unrichtigen telephonischen Uebermittlung verzeichnet wurde), im Fernverkehr für die erste Zone (bis 100 km) Din. 10 (15), bis 15 kg. in der dritten Zone (bei 300 km) Din. 30 (36), bis 20 kg für die drei Zonen Din. 20, 30 und 40 (30, 35 und 40). Pakete für die Nationalbank sind im Gewichte bis zu 25 kg. zulässig und beträgt die Gebühr ohne Rücksicht auf die Entfernung Din. 50. Bei Geldüberweisungen wird für die Zustellung in die Wohnung bei Beträgen bis zu 1000 (100) Dinar Din. 1, bis zu 5000 (500) Dinar Din. 2 eingehoben. Bei Po stausträgen beträgt die Gebühr Din. 1 i2). Was nun den L o k a l v e r k e h r betrifft, der neu eingeführt wird. te:lt uns das Hauptpostamt in Maribor mit, daß man unter dem Lokalverkehr den gesamten Zustell-bereich eines Postamtes versteht. In Maribor besorgt den Zustelldienst für Brief- und Geldsendungen das Postamt 1 (Hauptpostamt), für Pakete dagegen das Postamt 2 (Bahnhofpostamt). Der Lokaltarif gilt somit m. Evangelisches. Sonntag, den 6. Dezember wird der Gottesdienst in Maribor entfallen. m. Frau Marie Domicelj t. Heute vormittag ist die Hausbesitzerin Frau Marie Domicelj, geb. Lavrenčič im 'Alter von 85 Jahren gestorben. Friede ihrer Asche! Der schwergetroffenen Familie unser innigstes Beileid! nt. Todesfall. Im hohen Alter von 76 Jahren verschied Freitag früh in Nova vas (Spod. Radvanjska cesta) Frau Johanna Erbes, die Mutter des Besitzers H. Karl Erbes. Die Verstorbene wird Sonntag um 16 Uhr am Friedhofe in Radvanje zu Grabe getragen. Friede ihrer Asche! m. Eine außerordentliche Sitzung des Gemeindcrates findet morgen, Samstag, um 17 Uhr statt. An der Tagesordunng steht die Vereidigung des neuen Bürgermeisters, Vizebürgermeisters und der neuernannten Räte. Um halb 18 Uhr findet sodann eine zweite außerordentliche Sitzung statt, die die Ergänzungswahlen in die Gemeindeausschüsse zum Gegenstand hat. Nach der Sitzung werden sich die Ausschüsse konstituieren. m. Zehn Jahre Filiale Maribor des Slo- ! wenischen Jagdnereines. In diesen Tagen : waren es zehn Jahre, seitdem die Filiale | Maribor des Slowenischen Jagdvereincs ge-i gründet wurde. Anläßlich dieses Jubiläums f veranstaltet der Verein am Donnerstag, den 10. d. M. um 20 Uhr im Jagdzimmer des Hotels „Orel" eine bescheidene Feier mit einem reichhaltigen Programm, dem eine Festsitzung vorangehen wird. Die Mitglieder sowohl in der Stadt als auch der Umgebung sind herzlichst geladen. Besondere Einladungen werden nicht aeisgefandt. m. Volksuniversitüt. Freitag, den 4. d. um 20 Uhr erscheint der bekannte Wissenschaftler und Professor der Handelshochschule in Zagreb Herr Dr. Milan J v š t 6 am Vortragstisch und wird über den „Sozialismus Marx' als Grundlage der Wirtschaftsund Sozialordnung" sprechen. Auf Grund der Schriften von Marx und Engels wird der Vortragende das wirtschaftliche und soziale System der beiden großen Denker behandeln und auf den Standpunkt zu sprechen kommen, den die späteren Soziologen dazu eingenommen haben. Schließlich wird uns der Vortragende auch mit den Zusammenhängen des Marxismus mit den wirtschaftlichen und sozialen Problemen der Gegenwart vertraut machen. Dieser Vortrag mußte in Zagreb bereits dreimal wiederholt werden. NIKOLO-FEIER m. Das Amtsblatt für das Draubanat veröffentlicht in seiner Nummer 75 u. a. das Gesetz über die Genossenschaften der Staats-bediensteten und das Ergänzungsgesetz über die Kontrolle der Edelmetalle, ferner die Entscheidung des Landwirtschaftsministers über den Verkehr mit Kunstdünger samt dem dazu gehörigen Reglement und die Bestimmungen über die Flüssigmachung der Prämien für die Vertilgung von Wölfen u. Wildschweinen. m. Der Fremdenverkehrsoerein teilt mit, daß die Kartenausgabestelle „Putnik" in der Aleksandrova cesta 35 an Wochentagen von 8 Uhr bis ununterbrochen 18 Uhr abends geöffnet ist, so daß die Kartenlösung auch für die Mittagszüge nunmehr möglich ist. m. Gründung einer Milchwirtschaftszentrale in Maribor. Dem Beispiele anderer größerer Städte folgend, wurde a ich in der Traustadt eine Aktion eingeleitet, die den Zweck verfolgt, eine Zentral-Milchverwer-tungsgenossenschaft ins Leben zu rufen, die die Stadt mit erstklassiger Milch zu mäßigen Preisen und in hinreichender Menge versorgen soll. Au' Initiative der Banalaerwal-tung fand nun dieser Tage eine gründende Vollversammlung statt, in welcher Herr Pavlica aus Ljubljana den Zweck und die Vorteile einer solchen Genossenschaft darlegte. Anwesend waren u. a. auch die Her reu Bürgermeister Dr. L i p o I d, die Be-1 zirkshauptloute Banalrat Dr. J p a v.i f und M a k a r, der Ehef des Gesundheit-?* Heimes Dr. Vrtovec. Nach längerer' Aussprache wurde die Genossenschaft gegrün det und der Vorstand mit Herrn J a n L e* k o v i Č an der Spitze gewählt. DK neue Institution wird in Bälde ihre Aufgaben zu erfüllen beginnen. m. Die Nikolo-Feier des Gesang- u. Mu-sikvere'mes „Grafika" ant 5. Dezember im Saale des Gasthofes. I Igo in Studenci wird ihren Besuchern ein reiches und sehr unterhaltendes Programm bieten. Besonders der allseits bekannte und beliebte Toni O s l a g, wird mit seinen Schlagern sehr viel zur Gemütlichkeit beitragen. Weiters sind Lieder- und Konzertstücke auf dem Programm. Einzug des Nikolos. Zum Schluß gemütlicher Tanz bei den Weisen des Salonorchesters „Grafika". Gegenseitige Geschenke werden angenommen Frankopanova ul. 1, 1. Stock und am Abend der Veranstaltinte im Saale. Eintritt ist frei. m. Der Geschichtsforscheroerein in Maribor hält seine ordentliche Jahreshauptversammlung Dienstag, den 8. d um 10 Uhr in P t u j im Museumssaale ab. Die Tagesordnung umfaßt u. o. auch einen Vortrag des Konservators Herrn Dr. S t e l c aus Ljubljana über die in Ptuj entdeckten Fresken. Zur Versammlung sind alle Vereinsmiglieder geladen. m. Warum wurde in der mangelhaften Postzustellung in der Gemeinde Razvanje noch kein Wandel geschaffen? Schon einmal haben wir auf die schier unglaubliche Tatsache hingewiesen, daß in einer Nachbar-gemeinde Maribors die Post kaum jeden zweiten Tag zugestellt wird. Hiebei soll es noch dazu nicht selten Vorkommen, daß der Briefträger aus Bequemlichkeit die Briefschaften überhaupt nicht zustellt, sondern irgendwo deponiert, um sich den Weg zu ersparen. Auch mit der Zustellung der Telegramme ist es nicht besser bestellt, sodaß es leicht Vorkommen kann, daß man ent Telegramm aus dem Jnlande erst in zwei Tagen in seine Hände bekommt und dies in nächster Nähe eines Handels- u. Verkehrszenirums, wie es die Stadt Maribor ist. Diese Zustände schreien geradezu nach Abhil'e und die Post- und Telegraphendirektion in Ljubljana würden der Oesfentlichkeit einen großen Dienst erweisen, wenn ste sich dieser trennenden Angelegenheit endlich annehmet-würden. m. Der Ortsausschuß des Noten Kreuzes in Studenci veranstaltet Sonntag, den 6. d. um 15 Uhr im Gasthause 5 p u r e j (früher Senica) einen Nikolo-Abend. Beschenkt wird die gesamte schulpflichtige Jugend, die ärmste erhält überdies noch Kleider, Wäsche und Schuhe. Nach der Kinderbescherung - Unterhaltung bei freiem Eintritt. Der Reingewinn ist für die Weihnachtsbescherung der notdürftigsten Gemeindebewohner mit Lebensmitteln bestimmt. Alle Freunde und Wohltäter dieses Humanitären und menschenfreundlichen Vereines sind zur Veranstaltung herzlich geladen. m. Wetterbericht vom 4. Dezember 8 Uhr:' Feuchtigkeitsmesser: + 1; Barometerstand: 745; Temperatur: — 6; Windrichtung: NW; Bewölkung: ganz; Niederschlag: 0; Umgebung: Nebel. m. Lebensüberdrüsfig. Die 23jährige, in Pobrežje wohnhafte Hausgehilfin G. N. trank gestern in selbstmörderischer Absicht eine -größere Menge von Essigsäure. Im -bewußtlosen Zustande wurde sie von der Rettungsgesellschaft ins Krankenhaus überführt. fportfclub Maribor m. Internationaler Betrüger. Einem ausländischen Betrüger gelang es in den letzten Tagen einer hiesigen Firma Waren im Werte von fast 100.000 Dinar herauszulocken. Der Mann, der nur italienisch sprach und sich Silvio Sobi aus Verona nannte, manipulierte mit gefälschten Schecks, deren Wert losigkeit sich erst herausstellte, als dieselben bei der Bank in Italien präsentiert wurden. In der Zwischenzeit gelang es ihm, die Ware über die Grenze zu schaffen, wobei er sich scheinbar eines Helfershelfers bediente. Es ist anzunehmen, daß Sobi hier mit mehreren Firmen in Verbindung getreten ist, um seine Betrügereien auf die gleiche Weise fortzusetzen. Als die Sache ruchbar wurde, verschwand er aus dem Hotel unter Hinterlassung einer namhaften Schuld. Gegen Sobi wurde die Strafanzeige erstattet, doch ist der Betrüger seither spurlos verschwunden. Die ^„MsrlVorer Zerlung" NumiE 3281. wmmBmmammaixeesBBawMmtmtmmiäffltmmm ' Samskag, hon 5'. Dezember 198!' Nachforschungen in Italien haben ergeben, daß Lodi die Ware inzwischen bereits auch weiterverkaust hat und mit dem Erlös durchs gegangen ist. m. Weihnachtsbitte. In Anbetracht der herannahenden Weihnachtsfeiertage wenden sich die kinderreichen Familien des mittellosen Invaliden und des beschäftigungslosen Arbeiters nochmals an unsere edelmütigen Mitmenschen mit der innigen Bitte, ihnen unverderbliche Lebensmittel und kleinere Geldspenden zukommen zu lassen. Spenden für diese beiden armen, wirklich unterstützungswürdigen Familien übernimmt aus Gefälligkeit die Redaktion der „Mariborer Zeitung". m. Der Hl. Nikolaus kommt zu den Sport-lern! Für dieses alljährliche Wiedersehen hat Heuer der Sportklub „Maribor" ganz-besondere Vorbereitungen getroffen. Ter große Kasinosaal wird feenhaft beleuchtet sein, so-daß des Hl. Nskolaus „Start" von der Him-melspforte besonders festlich vor sich gehen wird. Für den „Auftritt" der Kramposse wurde «in besonderes Programm ausgear-,beitet, das alle „Disziplinen" umfassen wird. Auch die begleitende Jazz-Kapelle mit Pepo im Zentrum hat völlig neue Schlager einstudiert, um vor allem das „Tempo" des Abends zu forcieren. Spenden für Eure Lieben und Allerliebsten werden ab 16 Uhr in der Garderobe entgegengenommen. m. Zur Nachahmung empfohlen! Für den mittellosen Invaliden mit vier kleinen Kindern spendete „Ungenannt" den Betrag von 30 Dinar und ein Paar Kinderstiefel. Herzlichsten Dank! FREITAG FREITAG ! ! ! ! SVEN GA LI ! ! ! ! VELIKA 15596 KAVARNA. * Nikolofeier im Hotel Halbwidl Sonntag, den 6. Dezember. Geschenke wollen, mit Namen versehen, früher abgegeben werden. * Heute Samstag abends Leber- und Blutwurst-S p e z i a l in der Restauration Emeršič, Aleksandrova 18. Es ladet höflichst ein der Restaurateur. 15574 * Die Freiwillige Feuerwehr in Pobrežje veranstaltet Sonntag, den 6. November im Gasthause der Frau Rojko einen Nikoloabend. Beginn um 16 Uhr. Zahlreiche Gäste herzlich willkommen. 129 * Nikolofeier des Radfahrervereines „Po- Stela 1927". Samstag, den 5. Dezember veranstaltet der agile Radfahrerverein „Pošte-la" im Gasthause M a n d l in Zg. Radvanje feine N i k o l o f e i e r. Geschenke über-; nimmt der Gastwirt. Nach der Bescherung gemütliche Unterhaltung. Alle Mitglieder! und Freunde des Vereines sind herzlichst ein-! geladen. 128' * Hotel Halbwidl. Reihrücken, Rehschlögl, Samstag. 15595 * Schönster Nikoloabend 5., 6. Dezember in der Velika kavarna. 15597 * Am besten und billigsten kaufen Sie für Nikolo im „TEKSTILBAZAR". 15112 » Bei PerdauungsftSrungm, Magenweh. Sod. brennen, llebelkeiten. Kopfschmerzen, Minen» reizungen bewirkt bas natürliche „Franz-Foses". Bitterwasser offenen Leib und erleichtert den Blutkreislauf. Versuche in den Universitätskliniken ergaben, daß Alkoholiker, die an Mageu-katarrh leiden, durch das altbewährte Frimz-Josef-Wasser ihre Eßlust in kurzer Zeit wieder« fanden. Wirtschaftliche Rundschau internationaler Gkflügelmarkt Die Weahnachtszeit macht sich einstweilen durch ein fast übermäßiges Angebot auf allen Plätzen bemerkbar, ohne daß der Bedarf bisher auch nur nennenswert gestiegen wäre. Besonders.Rumänien ist auf allen Plätzen mit großen Quantitäten erschienen, ater auch Ungarn forciert Idle ausländischen Mär! te lebhaft. J t a l i e n ist, nach den dortigen Berichten zu schließen, in der vergangenen Woche mit Geflügel überschwemmt gewesen. In Mailand selbst hat sich die Nachfrage An fang der Woche etwas vergrößert, doch stand diese Bewegung in keinem Verhältnis zu den zahlreichen Angeboten, so daß der Umsatz die Notierungen nicht verändern konnte. Neben r u m ä n i s ch e r und ungarisch e r Ware war zahlreich jugoslawische Ware zu.sehen, die diesmal von besonders schöner Qualität war. Im Gegensatz dazu war das rumänische Geflügel etwas minderwertiger als sonst. Anscheinend wird von dort aus ein Preismanöver vorbereitet. Die Preisschwankung dauerte an. M a v l a n d bezahlte aitch weiter 5 bis 5.50 Lire pro Kilogramm ohne Rücksicht darauf, ob die Ware aus alten oder jungen Geflügelsor ten bestand. Die Situation wird etwas optimistischer beurteilt, obwohl von einer Stabilisierung noch keine Rede sein kann. Trotz der ungünstigen Lage in Deutschland haben in der vergangenen Woche starke Nachschübe eingesetzt; besonders groß war das Angebot an geschlachtetem Geflügel. Berlin ist etwas aufnahmefähiger geworden, die-übrigen Städte bleiben dagegen auch weiter zurückhaltend. R u s ? i sch e Ware war vorherrschend. Daneben hat sich der Import an polnischen und rumänischen Sorten verstärkt. Die Preise waren auch weiterhin schwankend. Schlüsse wur den zu 0.65 bis OM Mark pro P'und für Lebendgeflügel und zu 0.80 bis 0.85 Mark für geschlachtetes Geflügel'getätigt. Die' La- ge auf dem Weihnachtsmarkte wird als flau bezeichnet. Einzig in der Schweiz hat sich die Lage etwas gebessert, was mit der Hochsaison des Fremdenverkehrs in Zusammenhang gebracht wird. Die Preise haben um etwa 5 bis 10 Prozent bei leichter Tendenzfestigung angezogen. Zu bemerken ist, daß sich der Bedarf in engen Grenzen hält und ausschließlich erstklassige'Ware beansprucht Die Aussichten für geringe Quantitöen für das Weihnachtsgeschäft sind nicht 'ungünstig. Ta es sich um Inlandsbedarf handelt, dürfte die internationale Notierung für die Preisgestaltung des Fe ertagsgeschä ftes nicht tm vol len Maße zur Wirkung kommen. In den letzten. Tagen hat die Schweiz, ebenso wie Deutschland, größere Quantitäten an geschlachteten Sorten aus J u g o s l a w i e n übernommen, und man scheint auch dort mit den gelieferten Waren besonders zufrieden zu. sein. Am Truthühnermarkte in London macht sich nach der künstlichen Zurückhaltung der letzten Wochen neuerlich ein starker Auftrieb bemerkbar, der'als Folge der Besserung der Notierungen eingetreten ist. Man kann bereits von einer Ueberschwemmung des Mark tes mit Truthühnern sprechen, doch ist die Nachfrage inzwischen wieder empfindlich gesunken. Als Folge machte sich sofort eine neue Preisschwankung bemerkbar, die gerade in diesem Augenblick nicht als günstig bezeichnet werden kann. Me Preise variieren heute zwischen 8 und 8.5 Penny pro Pfund mit leichter Tendenz nach unten, es ist jedoch anzunehmen, daß der Markt wieder zur. Selbsthil'e schreiten wird. In Jugo s l a w i e n hat sich die Bewegung der Vorwoche erst spät ausgewirkt. Immerhin sind die Preise 'ür Truthühner über die Geflügelpreise gestiegen und dürften auch kaum mehr unter diese Grenze sinken. Die Auftriebe sind immer geringer geworden. Inzwischen äußern sich jedoch maß- gebende Fachleute, daß die heutigen Notierungen für Geflügel und Truthühner m Jugoslawien viel zu h o ch sind und daß mit solchen Preisen einer internationalen Konkurrenz vor Weihnachten nicht begegnet werden kann. Es besteht nach eingeholien Informationen dje Gefahr, daß uns die hohen Preise vom; Markte ausschalten, besonders jetzt, da .Rumänien große Mengen viel billigerer. Ware auf die Märkte wirst. Di« augenblickliche Lage verhindert die Entwicklung eines lebhafteren Geschäftes, und man appelliert an die Produzenten, die Pre.se ihrer Ware in einem Rahmen zu halten, der auch die Absatzmöglichkeit garantiert. Es kann sonst Vorkommen, daß wir trotz der schönen Ware aus dem Geschäft ausgcs werden. 15600 j Teile hiemit höfichst mit, daß ich anj Samstag:, den 5. Dezember am Soecharenplatze einen Fle schstand eröffne und dortsei bst Klndffle'SCA zu 5—6 Dinar und Kalbfleisch zu 8—10 Dinar verabfolgen werde. Solide Bedienung! Jakob Medved, Fleischhauer, Probeheft kostenlos Verlag der „Umschau* Frankfurt-M, Blücherstratz* Ächtung! Gebe bekannt, daß ich morgen (Samstag nachmittags) Cchfcn-fleisch zu 4—6 Dinar oer Kilo zum Verkaufe bringe. Schweine- und Kalbffesch zu tief reduzierten Preisen. 15512 Kit bis, Gosposka ul. 23. Ächtung! Samstag, 5. Dezember, billiges prima Kindileisdi Vorderes 5, Hinteres ß D nur. Počehova 91, Dr. Gustav Ko-koschineg. 15591 X Schwache Belebung der jugoslawischen WeiNausfuhr. Dem. amtlichen Ausweise gemäß sind im Monat Oktober d. I. aus Jugoslawien 1017 Tonnen Wein im Werte von 3,4 Millionen Dinar ins Ausland ausge-führt worden. Im September hat diese Ausfuhr 1011 Tonnen betragen. Beide Monate weisen gegenüber den Monaten Juni, Juli und August, mit 600 bis 800 Tonnen eine Steigerung der Weinausfuhr auf. Gegenüber dem Oktober des Vorjahres hingegen ist derselbe Monat dieses Jahres um 450 Tonnen zurückgeblieben. Trotzdem ist die Gesamtausfuhr des vergangenen Jahres mit 12398 Tonnen durch die Ausfuhr in den heurigen ersten zehn Monaten schon erreicht worden. Das heurige Jahr wird demnach mengenmäßig das stärkste Weinausfuhr jahr seit dem Bestände Jugoslawiens. X Besserung des Pfundkurses. Die in der zweiten Novemberhälfte eingesetzte Abbrök-kelung des Pfundkurses erreichte zu Beginn der laufenden Woche ihren .Höhepunkt. Mittwoch notierte das Pfund an der Züricher Börse 16.725, was einer Entwertung des Pfundes seit der Aufhebung der Goldwährung um 34% entspricht. Seit Donnerstag beginnt sich das Pfund etwas zu erholen und besserte sich in Zürich auf 17.15. Der Rückgang des Pfundkurses zog natürlich auch die Währungen der mit ihm eng verbundenen nordischen Staaten mit sich, wenn auch nicht in so hohem Maße. Die Gründe für den Kurs stürz sind verschieden. Eine der Hauptursachen ist der Massenkauf der ausländischen Devisen zur Begleichung der großen Warenmengen, die in den letzten Tagen aus dem Ausland bezogen werden, bevor die neuen Hochzölle in Kraft treten. Als Grund wird auch eine Inflation der Noten angegeben, doch trifft dies nicht zu, da sich der Notenumlauf trotz der im September erfolgten Entwertung des Pfundes um etwa ein Viertel nicht wesentlich erhöht hat. Vom Pfundsturz ist in großem Maße auch die Bank von Frankreich betroffen, deren Einlagenstand in England sich auf etwa sieben Milliarden Franken beziffert. V>m dieser,Summe gelten rund 2300 Millionen Franken bereits als verloren. Aus Btul P. Evangelisches. Sonntag, den 6. d. M. um 10 Uhr vormittags wird im Bettsaale ein A d v e n t-G o t t e s d i e n st stattfinden. Anschließend um 11 Uhr K i n d e r-g o t t e s d i e n st. Schmerzerfüllt geben die Unterzeichneten allen Verwandten, Freunden und Bekannten die traurige Nachricht, daß ihre innigstgeliebte, unvergeßliche Mutter, bezw» Großmutter, Urgroßmutter, Schwiegermutter und Schwester, Frau Radio Kino Burg-Tonkino. Heute, Freitag, letzter Tag: „An der Wolga ..." — Ab Samstag gelangt die große, populäre Operette .Viktoria und ihr Husar" zur Vorführung. Ein ausgezeichneter deutscher Sprech- und Tonfilm mit Svetislav Petrovič, Ernst Berebes, Else Elster, Grell Theimer, Mihael Bohnen in den .Hauptrollen. Unicn-Tonkno. Nur noch etliche Tage das gelungene Sportluslspiel „Um eine Nasenlänge" mit Siegfried Arno, Lucie English und Ernst Verebes in den Hauptrollen. > i, gel. IMS Kaufmanns- und Hausbesitzerswitwe Freitag1, den 4. Dezember 1931 um 10 Uhr vormittags nach langem, schweren Leiden und versehen mit den Tröstungen der hl. Religion im 85. Lebensjahre gottergeben verschieden ist. Das Leichenbegängnis der teuren Dahingeschiedenen findet Sonntag, den 6. Dezember 1931 um ^16 Uhr von der Kapelle des städtischen Friedhofes in Pobrežje aus statt. Die hl. Seelenmesse wird Montag, den 7. Dezember 1931 um Vi9 Uhr in der Franziskaner Pfarrkirche gelesen werden. Maribor, den 4. Dezember 1931. Familien: Domicelj, Hanhart, Rolih, Lavrenčič, ŠapFa und Krajger. 15616 Samstag, 5. Dezember. Ljubljana 12.45 und 13: Reproduzierte Musik. — 17: Salonguintett. — 19.00: Nikolo-Abend. — 20.15: Opernabend. —" B e o g r a d 20: Bokalkonzert. — 21: Bunter Abend. — Wien 20.15: Opernabend. — 22,30: Abendtonzert. ___ M ü h I a ck e r 20.15: Bunter Abend. — 21.15: Acltere Tänze. — 22 40: Moderne Musik. — T o nl o «-se 21: Militärmusik. — 21.30: Wiener Orchester. — 22: Klassische Musik. — 23.D-Opernarien. — 0.30: Sonatenabend. — B u-k a r e st 19.30: Rumänischer Opernabend. Rom 21: Opernabend. Langest" Berg 19.30: Mozartabend. — 20.15: Lustiger Abend. — 23: Meister des Jazz. Prag 19.20; Bunter Abend. — B u d p e st 20 15: Galakonzert. — 22.15: Zigeuner konzert. — 23: Uebertragung aus dem N"-tionaltheaker. — Warschau 20.15: tes Konzert. — 22.10: CbopnnKonzert- ^ 23: Leichte und Tanzmusik. Dave t r v 22.35: Kammermusik. - 23.30: Tanz musik. 1 KranrahlOsen lUFfiöüfi? -’hen und StmMrhen An » KM! sur- .......................... VORANZEIGE! Am 8. Dezember 1931 beginnt die seitens des Minsteriums für Landwirtschaft und Gewässer sub Zahl 54210 am 4. September 1. J. konzessionierte des Wohltätigkeits-Vereines St. Vinzenz in Beograd (ulica Jovana Rističa 20) zwecks Aufbau einer röm.-kath. Kathedrale in Beograd und sonstiger Wohltätigkeitszwecke. Anzahl der Lose: 250.000 Stück Doppellose im Betrage von Dinar 50,000.000*— Gewänne: 2 x Dinar 2.500.000'- . . Dinar 5.000.000- 2 x Dinar 300.000,- . . Dinar 1,000.000'- 10 x Dinar 100.000 - . . Dinar 1.000.000- 100 X Dinar 10.000 - . . Dinar 1.000.000' 114 Gew.nne im Betrage von Dinar 8,000.000' in barem! Haupttreffer (im glücklichsten Falle) Din 5,000,000'-! Di OlOO rior I noo« li (ganzes Los) ^ (halbes Los) 1. (viertel Los) rlulüC UCI LUoCi Din 100'- Din SS'— Din 25' Auszahlung der Gewinne Im Sinne des Lotterieplanes. Erhältlich bei sämtlichen rörr kath. Pfarrämtern, kirchlichen und charitativen Institutionen, Kollekteui en, Geldinstitutionen etc., ab 8. Dezember 1931. „Marrborer Zeitung* ÜZumlmci 526. Samstag, twt 9. Dezember I9bi. güh ELEGANTE TANZSCHUHE. 129- Modell 5405-07 Dieses neue Modell unserer Pumps lässt Ihre Füsse klein und elegant erscheinen. Vornehme Linienführung. Diese - Schuhe, die wir in Crepe de Chine und Atlasseide hersteilen, können selbst die höchsten Anforderungen befriedigen. Modell 9775-03 Diese beliebten Tanzschuhe eignen sich ebenfalls für die Gesellschaft. Vorrätig in schwarzem und weissem Atlas, hoher Absatz. Geeignet für jede Farbe Ihrer Toilette. 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